feflrrilürtning: Hathha««qassr Nr. 5 UHffllli: «alt» (au '»•irt«c HI ®»sn- ». j^ncf '«•«) In II—u III tnm, 06SM4rntrs i gnml*fc «s-ta*»n«ri m«t Ml SüMlMi |tg(> ■ «O-Itf Mi »tnig« ftf. f !u1U* MIDio (Btactca. — U »uictfcalunfl«« Vitll-rtüt +1 rfSauttM •«4t« !-»»« *mti| ul >ctmlU| «tj r»l •«•frwciffni« S«.ffc|,: Vt«thhau«gais. Nr.d (C:nmrT,,(ttl (ul). ve»u««de»i»kii>ge>i tun» »U V«H bnigti! «UtttW«*) . . . «. I «0 B« «IllI «»A»»,II»a, «»'« (ul: Ktnalim . i ; . flj MoKIWili ... f. l*50 Aa»|llfaf . . ••niiltts« i . . ». f— Sli'l «ulUm nWt» <1* bl Bi|lllHua »« Cic d«»i 8ct(ntiiag«.^, großen, schweimüthigen, blauen Augen. Ein ■ «chteS Dejfregger»Modell! Die Maldschenke, ein kleines Hau«, am Saume des Walds,« gelegen, abfeit« des Dorfes, gehört« Hanni« Water, welcher von dem Ertrage derselben seine Famnilie kümmerlich ernährte. Hanni war ein armesi Mädchen und halte daher wenig AuS» ficht, von i einem der besser situierten Bauernburschea : auS dem Dorfe al« Weib heimgeführt zu werden, and e« r machte gar viel heiße« Blut, als vor einigen Jcsahren der Sohn des Wirte« „zum grünen Baum", ider reichste und sauberste Bursche weit «ad drei»/, der schönen Hanni nachstellte und gar es« in der» Waldschenk« sich «infand. Juliu«, so hieß er, i weil rr sogar von «inem noblen Stadt» Herrn au«! der Taufe gehoben wurde, woraus sich {<(», Eller,rn nicht wenig einbildeten, hätte vielleicht, so hieß eSs. die schöne Hanni geheiratet, wenn er nicht einewn Vater gehabt dälle, einen so strengen, trchtbaretin Vater, der. als er hinter die Schliche ine« Solvhne» kam, sofort nach einer Braut für hielt, und richtig dauerte e» gar nicht langt, so ) stand auch schon Julius mit der reichen dass sie der ernsten Sache ihr ganzes Wollen und Können zuwenden, der Bewohner Cillis Leben uud Gut schützen, unsere Stadt vor der drohenden Katastrophe bewahren. Jedermann, der dabei unterstützen, helfen und fördern kann, thlte seine Pflicht I Der Gemeinderath ist an der Arbeit Wir hoffen und rechnen darauf, dass sich unseren Schritten die ganze Bevölkerung des Sannthales und der Nebenthäler anschließen wird. Unter einem fordere ich alle Mit-bürger auf, die erlittenen Schäden, sowie diegemachten Wahrnehmungen schriftlich oder mündlich dem Stadt-amte bekannt zu geben, damit ich weiteres im allgemeinen Interesse veranlassen kann. C i l l i. 17. November 1901. i Der Sürgrrmristrr: Gustav Stiger. Eine bedeutungsvolle Kundgebung der deutschen Parteien. Die in der Obmännerconsertnz vertretenen deutschen Parteien haben zur politischen Lage mit MüllerSlochter vor dem Traualtar. Seil jener Zeit, sagt man, habe niemand mehr Hanni lachen gesehrn. und auch Juliu« lebe mit feiner Frau in sehr schlechter Ehe. So giengen einige Jahre dahin, man sprach über die Sache nicht mehr viel. Juliu« wurde inzwisch n Vater von zwei Kindern, und Hanni lebte zurückgezogen und arbeitete tüchtig und fleißig in ihrem kleinen Anwesen. Brave Burschen, die durch ihrer Händ« Arbeit ihr Brot verdienten, gab e« wohl so manchen, der nach dem Besitze HanniS strebte und im Schweiße de« Angesicht« sich nur zu gerne für sie geplagt hätte, doch Hanni schlug jeden aus. War e» Stolz, weil einsten« der schönste und reichste Bursche im Dorfe um ste warb, oder war es zu tiefe Liebe für den Verlorenen? Lösen wir da« Geheimnis, und begleiten wir Hanni an einem schönen Sommerabend zu ihrem kleinen Weinberg, welcher sich auf steiler Höhe am abgelegensten Theile de« Berge« befand. Eine niedere Lehmhütte, der sogenannte Keller, welcher die geringen Vorräthe an Wein barg, stand thal> abwärt«, ein schlecht gemachter Weg sührte daran vorüber. Hier saß Hanni im Grase und blickte den Weg hinunter, si« wus«t«, das« diesen Weg außer ihr und ihrem Vater nur noch einer betrat, und dieser eine? Jetzt kommt er, — ihre Augen leuchten freudig auf, und mit einem Au«ruf deS Entzücken« erhebt sie sich rasch, um dem Ankommenden mit offen»n Armen entgegenzueilen. »Juliu«! Hanni I" kam'« von beider Lippen, und ein inniger Kus« besiegelte die Freude des Wiedersehen«. Ernst schien der Rede Sinn, denn Hanni wischte sich ab und zu die Thränen au« den Nagen, während Juliu« mit angsterfüllten bitteren Bl'cken zu ihr aussah. „Hanni, mein theure« Lieb/ sagte er, „wie so weh thut mir dein Klagen und Weinen, wie möchte ich so gerne mit meinem Leben dein Glück erkaufen, wen» ich nur konnte. Meine Liebe, sie gehört dir von der Stunde an, wo ich dir'« sagte, bi« zum heutigen Moment, und alle«, wa« du sonst dir einer einstimmig gefaxten Kundgebung Stellung genommen, die durch ihren pslilischen Ernst überall Eindruck machen mus«. wo man in in Oesterreich noch Sinn für die Eonstitution hat. Die Kund« gebung lautet: „Die in der Obmännerconferenz vertretenen deutschen Parteien sind mit sich zu Rathe gegangen, wie den schweren Schäden unserer parlamentarischen Lage, die wir Alle tief empfinden und die wesentlich in den national-politischen Differenzen in Böhmen und Mähren ihren Grund haden, abgeholfen werden könnte. Sie sind zu der Ueberzeugung gelangt, das« nur eine Verständigung zwischen allen Par« ieien de« Hause« bezüglich der Ait und Weise der Fortführung der parlamentarischen Geschäfte daS Haus au« seiner heutigen Lage befreien könne, und sie haben sich daher entschlossen, den Anstos» zu ein« solchen Verständigung zu geben. Wir verachten dabei selbstverständlich auf jede« parteipolitische Argument und stützen den Vorschlag, den wir unterbreiten, nur aus die Beweggründe, die heute allen Nationalitäten und allen Wählerschaften de« Reiche« gemeinsam sein müssen. Keine Partei kann heute taub sein gegenüber den ernsten Mahnungen, die täglich und von allen Seiten bezüglich unserer wirtschaftlichen Verhältnisse an ihr Ohr dringen, und Jeder steht unter dem Eindrucke, das« es in der Wirtschaftsgeschichte Oesterreichs kaum je einen kritischeren Augenblick gegeben hat. al« den gegenwärtigen. Selbst erfüllt von starkem nationalen Bewußtsein, rechnen wir auch mit dem gleichen Gefühl bei den anderen Nationalitäten de» Reiche«; aber so lebhaft diese« Gefühl auch immer sein mag, kann und dars e« die Sorge und die Verantwortung für die politische wünschest, ich kann dir'« gewähren, nur mich selbst habe ich nicht mehr zu vergeben. Aber Hanni. vtrtraue auf den Himmel, vielleicht hat er Mitleid mit un«, oder willst du an der Seile eine« braven Mannes glücklich werden, wie du e« verdienst? Dann will ich dich meiden, will da« schwer« Opfer bringen, dich nicht m«hr zu sehen; vielleicht lernst du mich vergessen! Warum auch dein Leben zer» stören, da du ja frei bist und eine schöne, freudig« Zukunft sich dir noch erschließen kann!" Bei diesen Worten stürzte sich Hanni auf« schluchzend in seine Arme. »Nie, Juliu«, nie ge« höre ich «inem andtrrn an, lieber sterbe ich!" schrie sie verzweifelt au«. Und auf diese und ähnliche Art ward der Herzen«bund vielleicht schon über hundertmal wieder neu geschlossen. Die beiden, sie hatten sich zu lieb, sie wussten wohl, das« e« unrecht war, und die« schmerzte diese beiden rechtschaffenen Seelen noch viel mehr, al« das« sie sich nicht besitzen konnten. Obwohl Juliu« zu Anfang feiner Ehe der Hanni streng au« dem Wege gieng. so konnte er doch da« traurige abgehärmte Gesicht der Hanni nicht au« dem Sinne scheuchen, wenn er sie de« Sonntag« bei der Messe sah. Hätte er si« doch lachen g«sehen oder mit den Burschen lustig sein, er hätte weniger gelitten, doch so allein, so bleich, so still gieng sie ihre Wege; wi« bluttt« sein Her; aus neuen Wunden! Da geschah e« denn, das« er ihr eine« Tage« folgte hin zum einsamen Weinberg, und hier trafen ste sich, so oft e« gieng, und schwuren sich Liebe und Treue, marterten und quälten sich und konnten sich doch nicht lassen. Juliu« erfüllt« ja seine Pflicht getreulich al« Sohn, Gatte und Vater, und war auch seine Liebe eine reine, keusche, so zog sie ihn dennoch weg von seinem Weibe und hin zu Hanni, und dies wusste rr, würd« zu keinem guten Ende führen. Der Winter war wieder hereingebrochen, eine schwere Zeit für unser« Liebenden, die e« ihnen nur selten möglich machl«, sich zu seh«n. Gäste Gelte 2 fetttfdri Wacht Nummer 93 und wirtschaftliche Zukunft unsere« gemeinsamen Vaterland,» nicht ausschließen. Diese gebietet e« der Methode Einhalt zu thun, eine sprachliche Forderung um die andere zu erheben, einen national-politischen Anspruch nach dem anderen auszustellen, unbekümmert um die momentane Durchführbarkeit und umbikümmert, wa» unterdessen der Staat, die Gemeinsamkeit, wir Alle unwiederbringlich ver» säumen. E» handelt sich um eine nähere und eine wei-tere Ausgabe, um zwei Stadien parlamentarischer Arbeit: um die Erledigung de« Budget« und um die Herstellung einer politischen Situation, welche den parlamentarischen Abschluss de« Ausgleich« mit Ungarn und der Handelsverträge ermöglicht. Wir möchten diese beiden Stadien im Interesse der Herstellung eine« Zusammenwirkens von einander trennen. Wa« zunächst da« Budget anbelangt, so ist e« klar, das« bei Fortdauer der h?ut gen Zustände im Hause und im Au«schusse die Erledigung de«-selben in eine ganz unberechenbare Ferne gerückt ist. Knappe fünf Wochen trennen un« von den WeihnachtSserien. Bon dieser Zeit darf kein Tag verloren gehen, wenn da« Budget auch nur im Au«schusse sertiggestcllt und da« unvermeidlich g«» wordene Budgetprooiforium im Au«schusse und im Hause votirt werden soll. Diese Thatsache schließt e« unbedingt au«, im gegenwärtigen Augenblicke den Versuch zu machen, die zahlreich vorhandenen und fast jeden Tag neu auftauchenden nationalen Fragen und Forderungen ihrem materiellen Inhalte nach zu prüfen und zu irgend einem Beschlusse über dieselben zu gelangen. Nur wenn alle Parteien — selbstverständlich unter Vorbehalt der Stellung-nähme zu den einzelnen Ansätzen de« Budget« — zusammenwirken, um die Erledigung de« Staat«-voranschlage« vor Weihn chten im AuSschuss« der-beizusühren, ist dieses Ziel erreichbar. Wir Alle haben daran ein gleiches Interesse. Wir beantragen deshalb sofortige Fühlungnahme zwischen den ein» zelnen Parteien unter Intervention der Regierung, um eine Einigung und zwar in Form concreter Beschlüsse über nachstehende Punkte zu erzielen: Beseitigung der Dringlichkeitsanträge; volle Ausnutzung aller sitzungSsreien Tage säe die Er» ledigun» veS Budget« im Ausschüsse! Zuweisung de« Budgetprovisorium« ohne erste Lesung an den Autschus«; rationelle Vertheilung de« ganzen zu verarbeitenden Stoffe« auf die noch verfügbaren Wochcn, damit der AuSschus« vor Weihnachten feine Arbeiten beenden und da« Hau« da« Provi-forium votieren könnte. Viel tiefgreifender werden die Anstrengungen sein müssen, um die Bahn frei zu machen für die gao e« in der rauhen Jahre«zeit nur wenige, so das« Hanni nur ab und zu Gelegenheit fand, mit ihrem großen Krug in den Keller um Wein zu gehen. Al« die» wieder einmal der Fall war, und da« verabredete Zeichen genebe« ward, machte sich Hanni auf den Weg zum Weinberge. Der Schnee knisterte unter ihren Füßen, und sie summte «in schwermüthige« Liedchen vor sich hin. Dicht «in-gehüllt in ihr großr« Tuch, sah man kaum da« bleiche Gesichichen, welche« sich durch da« rasche Tempo ihre« Marsche« ein wenig zu färben be-gann. Beim Keller angelangt, pres«le si« di« Hand an« Herz und schien schwer aufzuaihmen. Sie trat ein, süllte ihren Krug mit Wtin und kauert« sich im hintersten Winkel nieder, um auf ihn zu warten. Sie wuf«t« e« nicht, ob si« lang« g«-wartet oder nicht, doch sie hörte die Glocke schlagen. Ein« Stund« war'«. .Er kommt nicht/ sagt« sie mit b«klomm«ner Seele und konnte sich kaum von ihrem Platze er» heben, wo ste in der kält« ganz erstarrt geworden war. E« dunkelte bereit«, al« sie ganz ermattet und bleich zu Hause «intraf. Ihr Val«r fragt« sie nicht, wo sie so lange geblieben, er blickte sie nur wehmüthigen Auge« an. Kannte er ihr Weh? Auch da« Auge de« Vater« sieht tief in die Seele sein«» Kind»«! — Doch rühr« nicht an di«s«m stillen Schmerz. eS thut ja noch weher, kein Mensch kann hier helfen, das kann nur Gott allein, so sagte sich der alte Mann, schwieg und litt «it ihr. ES war eine böse Nacht, welche Hanni schlaflo« verbrachte. Düstere Bildrr umgab«n ihre erregte Phantasie. «Ist alle« verrathen, ist er krank, lirbt er mich nicht «ehr? Welche« war die Ursache seine« Nichterscheinen« ?" ConsuS schwirten all' diese Fragen durch ihr fi«berheiß«S Hirn. Kaum graut« d«r Morgen, so erhob st« sich von ihr«« Lager. Wie bleich waren ihre Wangen, wie roth geweint die schönen Augen I Nach dem Frühstücke b«gab sie sich inS Dorf zum Krämer, sie hatte dessen HauS noch nicht er» Verhandlungen de« Ausgleich» mit Ungarn und der Handelsverträge. Die Pause, welche nach Erledi» gung de» Budget» im Haus« eintreten wird und die durch die Landtage au«gesüllt werden soll, wird auch Zeit und Geleg«nh«it g«ben, dirs«« zweit« Stadium unserer parlamentarischen Arbeiten gehörig vorzubereiten. Wenn nicht erreicht wird, das« die Regierung sich auf den einmüihigen Willen d«r Volk«oertr«tung in Oesterreich stützen kann, wenn im Gegentheile die verschiedenen nationalen Förde» rungen mit der Au«gleich«fache verquickt werd«», dann ist seine Aussicht vorhandtn, das« die Re-> gelung unserer wirtschaftlichen Verhältnisse zu der anderen Reich«hälfte auf parlamentarischem W-ge zustande kommt. E« mus« daher «in« politisch« Situation geschaffen werden, die e« ermöglich», das« si h alle Parteien aus dem gem-mfamen natürlich«« Boden de« österr«ichisch«n Interesse« mit der Re-gierung zusammenfinden. Die deutschen Parteien sind grundsätzlich ge» will», nach Krästtn an der Herbeiführung einer solchen Situation mitzuwirken und hallen «« daher für geboten, das« in jenem Zeitpunkte eine Au«» sprach« über die wichtigsten nationalen Differenzen gepflogen und im Geiste eine« billigen Entgegen» kommen« durchgeführt werde. Diese Vorschläge der in der Obmännerconf«r«nz v«rlr«tenen deutschen Parteien sind lediglich eingegeben von dem Be» streben, der htutigen parlamentarischen Lag« nach allen Seit«» gerecht zu werden. Die große Arbeit, die da« Hau« im Frühjahre geleistet hat, findet erst ihren Adschlus« in der Her» stellung eine« parlamentarisch votiert«» Budget«. Manch« der weit au«gr«ifendkn technischen und finanziellen Pläne, w«lch« di« Bevölkerung in d«r Hoffnung auf bessere Zeilen begrüßt ha», müssten unauSg«führl bleiben, wenn di« sicher« Basi« eine« ordnungsgemäß beschlossenen Siaat«voranschlage« fehlt. Deswegen schlagen wir vor, da« Nächstliegende zuerst und unverzüglich in Angriff zu nehmen und sür die Zukunft durch eine AuSiprache auf weilerer Basi« und zur gegebenen Zeit vorzusorg«n." Eine Deputation der Obmänneiconserenz unter Führung de« Abg. Funk« üd«rreichl« dem Minister» Präsidenten diese« Memorandum. Der Minister-Präsident dankte für di« Bemühungen der deutschen Parteien um di« Wiederherstellung der Arbeit«-fähigkeit de« Abgeordnetenhause« und sprach die Hoffnung au«, das« auch die anderen in Frage kommenden Parteien sich bereit zeigen werden, in diesem Sinne zu wirken, sowie das« e« gelingen werde, die momentanen Schwierigkeiten zu über-winden und di« Arbeitsfähigkeit dr« Hause« herbei» reicht, al« si« zu Tod« erschreckt wi« angewurzelt stillt stand. Vor dem Gasthause »zum grünen Baum" stand ein Wagen, demselben enisteigt soeben ein alier Herr. Sie kenn« ihn genau. — der Arzt au« der Stadt, welcher im Vorjahre bier war, al« Juliu«' Mutter im Sterben lag. „Er ist krank," schriee« in ihrem Herzen aus. .schwer trank 1" Wochen der schwersten Sorg« schwanden lang-sam dahin. Hanni wurde bleicher und immer bleicher, sie konnte di« bang« Angst um da« Led«n Juliu«' nicht mehr in ihr Innere« geheim ver» schließen, denn ruhelos umschlich sie sein Hau«, um hin und wi«d«r einen der Diensibolen zu er» haschen und ihn um da« Befinden seine« Herrn zu fragen. Endlich wurde ihr die Kund«, dai« Juliu« außer Gefahr und auf dem Weg« der Besserung sich befinde. Wohl selten möcht« ein Geb«t so innig und h«iß gewesen sein, a!« Hanni e« empor-sandle zu dem himmlischen Vater, ihm dankend sür sein Leben. E« war Sonntag; freundlich lächelte die Sonne zur Erde nieder und sandte ihre ersten Frühling«-strahlen dem stillen Dörslein zu. Die sromme Ge-meinde versammelte sich in der Kirche zum Mrs«-opfer. Hanni hatte schon längst ihren Platz einge» nommen und la« aufmerksam in ihrem Gebetbüch-lein, da plötzlich gieng eine leise Bewegung durch die fromm Betenden und aller Blicke wandten sich einem jungen Manne zu, der, am Arme eine« Weibe« gesührt, in seinem Stuhle Platz nahm. ES war Juliu« «it seiner Frau, welcher noch schwach und «alt, heute zu« erstenmal« nach seiner schweren Krankheit die Kirche betrat, um Gott für fein« Genesung den schuldigen Dank zu bring««. Hanni erbebte in stiller Freude, al« sie im Stuhle vor sich den Heißgeliebten erscheinen sah; ihr wach«bleiche« schöne« Gesichichen verfärbte sich einen kurzen Moment, da« tiefliegende Aug« leuchtete glücklich auf und da« laut pochend« H«rz würd« wieder still, al« an die Stell« der «o«entanen Er« I regung süße Hoffnung trat. Si« hatt« ihn wird«?. zuführen. Er für seine Person werde, wo « i» seiner Macht steht, alle« dafür thun, das« auch anderen Parteien sich de« Schritt« d«r in der Cb« männerconserenz vertretenen Parteien anschließa. Die Hochwasserkatastrophe. Die häs«lich«n Fluthen sind abgelausen. All» sie haben ein furchtbar traurige« Andenken hin!» lassen: Die verwüsttltn Wohnung«n, di« dr» schlemmten K«ll«r, di« vermuhrttn Felder. Da« Elend, welche« durch di« Hochivass«, katastroph« hervvrgkrusen würd«, ist groß, allein d verschwindet vor dem schaudernden Bewusstsein, «l dem wir in die Zukunft blicken müssen. Immer plötzlicher stürzen im ob«r«n San» thale die Wassermassen üb«r die entwaldeten Häiqi zu Thal«, immer seichter wird im unleren Lam die Schotlersohl» de« Fluße«. Immer mehr Wassa — immer weniger Belt! Ein einziger Wolkenbruch bat bie«mal ei» Hochwasser erzeugt, welch«« die Ueb«rschw«mm»z de« Jahr«« 1852 üb«rtraf, di« sich damal« ant einem si«b«ntägigtn, ununt«rbroch«n wolkenbruch-artigen Regen entwickelte. Die Regulierung da» Sann und ihrer Neb» flüsse, namentlich der Loschnitz, ist daher rat Leben«srage sür die Bewohner Cilli« und ic ganzen Umgebung. Der Herr SlatlhaUer Gras Clay hat sich bei der Besichtigung, die er am Dienst«, mit so viel warmer Theilnehmt vorgenommen hat, «in klare« Bild von d«n Vorkehrungen mach« können, die der Zeistörung dar Siedlungen i« &n Thalniederungen Einhalt gebieten können. Die Rettung«action, welch« untrr kein«r 8e> dingung mehr aufgeschoben werden darf, mus«, s»I sie auf den erwünschten Ersolg abzielrn, sich «f folgend« Punkl« beziehen: 1. Forlsetzung der San»r«guli«ruug von dn Siinnbrück« bei St. Peler abwärl«; 2. ununterbrochen« Au»bag««rung de« FlitK« laus«« im noch nicht regulierten Td«>l«, damit bmch di« songeschobenen Schottermassen da« Flus«ten a unteren Lause nicht noch mehr gehoben werde; 3. Entfernung oller Slauobject« au« d» Flu «läufen: der Eisenbahn - Biückenjoch«, weliht wenig« Schrift von ihm entfernt fualie ste da« b» glückend« feiner Nähe, und ihre Herzschlägt cet> ständiglen sich mit den feinen. Dit Messe war jt End«, sowie immer sonst, verließ auch heule Ha»^ sich b> kreuzigend, gleich thr«n Pl tz und rranvie jtz dem Au«gang« zu. Langsamen Schrille« iolzti Juliu« in Begleitung seiner Angehörigen; ernst -0 still hielt «r d«n Blick zu Bod«n cefenft. Er suHk nicht wie sonst m» unuhigen Blicken in der Meap umher, gltichgiltig ließ «r all die Leute an s°t vorüb«rg«hen und gltichgiltig nahm kr vor c« Kirth« oll' dit theilnthmtnden BtftrüßiNgei ei». gegen. E« schweift« sein Blick nicht den hinab, wo aus «iniomem Feldweg« «in« fHmiud Mädchen,gestalt d«r Heimat zueilte. Hanni hatte ihre Wohnung trrticht und hnm zum «'stenmalt, nach langer, langer Zeit trat iu mit h«it«r«r, vergnügter Miene in die Stube n*. Da« Leben schien ihr auf e>n«al wieder schön n» all' die düsteren Gedanken, die ihr vorher so btlim Stunden bereiteten, zerstoben in eitle« Nicht« bn de« einzigen Gedanken, das» er lebte, ihr ivlidn-gegeben war. Sie wusste wohl, das« « noch «« geraume Weile währen wird, di« Juliu« raiete so gekräftigt s«in kann, um den Rendezvou«-PUh auszusuchtn, doch «r wird kommen d«r Tag. wo n an seiner tr«u«n Brust ruh«n und unter Freud» thrän«» ihr Li«b«n und Ltidtn bekennen wird^ So vtrgitngtn schon »inige Sonn- und Fein-tag«, Hanni und Juliu« traf«n sich sttt« in vn ftirchr, doch letzterer hatte aus da« sonst übUt Ztichttt d«n Rendtzoou«»Plotz noch nicht ausg.'snch!. odschon Hanni mit unsäglicher Sehnsucht nach miei Stelldichein schmachtet« und si« auch wusste, das« Juliu« schon wieder seine tägliche Arbeit ousze» no««en hat: so wartete sie geduldig und bl»> ruh'gte sich über sein Fernbleiben nicht, dem |it baute ja felsenfest aus feine Liebe und sie dasS »r kommen wird, wenn er kann. Wieder war ein Tag angelangt, ein scheu«, beinahe heißer Maientag, an wrlcht« Hanrn u« | Wtin in dtn Keller »us«t«. Si« stellt« daher d» 9iumn;ct £3 ..Heuisch- Wacht- Seite 3 bei Cilli allem eine Stauwand von 15 Metern Breite bilden, serner der zu engen Durchlässe bei den steinernen Brücken der Reichsstraße; 4. Regulierung der Loschnitz. welche nicht nur die Stadt und die Ortschaften im Nordwesten, sondern auch die Eisenbahn Cilli»Wöllan überaus gefährdet. Diese Actionen müssen sofort durchgeführt werden, soll nicht da« Sannthal zu einer Wüstenei werden, sollen nicht unser Ackerbau und namentlich der Hoplenbau und di« Viehzucht gänzlich nieder» geworfen werden. Neben dieser der Zukunft geltenden Action ist ein DringlichkeilSavtrag de« Abg. Berk« zu be» grüßen, welcher die Regieruna auffordert, für die geschädigten Gemeinden, insbesondere sür Cilli, St. Peter, Et. Paul, Pletrooitsch, Umgebung Cilli, Bischofdorf. Sachfenseld, Weitenstein. Groß-Pireschitz, Gutendors und Tüchein, sowie für daS ober« Sann-lhal di« erforderlichen Mittel auf Verfassung«-mäßigem Weg« in Anspruch zu uehmen. Die NothstandSaction ist zweifellos in diesem Falle sehr wichtig, und wir zweifeln nicht, das« m dieser Richtung der vom Etatthaltrr Grafen ! Clary gegründete steirifche Noihstand«sond in zahl-reichen Fällen Rettung au« bitterster Noth wird dringen können. Und doch müssen wir über de« Augenblicke» Gebote in die Zukunst schauen, um jene Maß-' nahmen ehestens zu erreichen, welche uns vor den kommenden Hochwassergefahren wirksam schützen | können. Pas überschwemmte Stadtgebiet. In der Laibocherstraße reichte daS Hochwasser bis zum Hotel.Mohr" (Ekoberne), wo die Fluten riesigen Schaden anrichteten; Wasser flosS in wilden Strömen durch die Giselastraße und Karolinengasse. DaS Gisela-Spital war schwer bedroht; da« Isolier» spital, wo sich mehrere Kranke befinden, konnt« nur durch planmäßig« V«rbarricadi«rung vor dem An» stürme deS entfesselten Elements geschützt werden. DaS Anwesen NarekS in der Giselastraße bietet einen jammervollen Anblick. Dr. Sernec und seine historische Mistgrube waren gänzlich im Wasser. Bon rer Dornbachbrücke hatte mau den Ausblick aus einen weiien See. au« dem die Häuserzeile zur bewusSten Biumeniops an« Fmuk und siehe da, im selbien Momente tauchte auf der Straße ihr Gegenüber, die Gestalt Juliu«' auf; ein Schrei ent» fuhr ihren Lippe»: „Er kommt, heute kommt er!" Wile schwanden die Stunden so langsam dahin, wie pochte da« arme Herz so gewaltig in der müden Brust diei dem Gedanken, ihm endlich wieder nahe zu sein. E« wurde Abend! Hanni trat den Weg zum Weinherrge an. Oft flog sie mit SiurmeSfchritten, dann nvurden die Füße wieder bleiern, das« sie kaum wiener konnt« — da war sie angelangt beim Keller. Wohl vitl zu früh, er war noch nicht da; sie fetzte sich, wie sonst, am Rosenhügel und wartete. Siee wartete wohl schon lange? Denn ihre Augen Ibrannten jetzt vom vielen Hinspähen nach dem kleiinen Fußwtg. Da» stand sie auf. «Er wird schon kommen", sagte st«ie, die Hand an« Herz pressend, „ich will mzwischeen meinen Krug anfüllen." Sie öffnete die Kellerthimr und als sie eintreten wollte, schimmerte ihr an der Schwellt ttwa« Weißes entgegen; sie hob t« auf. ES war ein Brief. Mit bebenden Händen erbrach sie da« Siegel und la«: »Vielgeliebte Hanni! ,,Ein schwere« So« harrt unser. Gott hat ein« neue, hart« Prüfung über uns verhängt; hör' mich und dann st«h' mir trru und wacker zur SSiiie. Als ich lange Tage und Nächte be» wusStttlo« dalag, sühlte ich keine Schmerzen, trotz-dem s stand ich am Rande des Gtabe«; doch ich segne i jene Zeit, denn furchtbar schauerlich war daS EErivachen beim Schwinden der Delirien. Ich kam z zu mir selbst und war taub. Begreifst du wa« das heißt? Dem Wahnsinn nahe, fafSte ich deden Enischlus«, mich zum Fenster hinauSzu» stürznjNl; vielleicht hätte ich ihn auch ausgeführt, wäre e ich nicht zu schwach gewesen, so dass ich kaum « meine Hände heben könn». Es kam eine Nachrhi. wo ich schlief und im Traume erschien mir r meine selige Mutter und sagte: .Willst du dein « Gärten in der Gartengasse sind ebenfalls verwüstet; der Eisen» bahndurchlas« beim Hotel .Strauß' war mit Wasser so hoch gefüllt, das« der Wagenverkehr eingestellt werden mus«te. Die „Grüne Wiese und der Holz» platz de« Herrn Teppei standen vollständig unt^r Wasser. Sogar der Hof de« SparcassegebäudeS war in einen kleinen See verwandelt. Recht schlimm ergieng e« de» Bewohnern de« Erdgeschosses im ehemaligen Gugennivß'schen Hause, wo da» Wasser mehr al« 1*5 Meier hoch stand. In den Häusern Ludwig und Ranischigai drang da« Wasser durch die Bodendielen in die Wohnungen de« Erdge-schoße«; die Bewohner konnten nur mit Mühe ihre HabseUgkeiten vor bcm plötzlich heranstürmenden Elemente retten. Vom Franz Joses«-Kai drangen die Fluten der Sann bi« in die Gärten der Häuser Ranischigai, Altziebler, Schmuck und Weber. Da« sogenannte Choleraspital am Rann ist durch da« Hochwasser baufällig und unbewohnbar geworden. Ein entsetzlich'« Bild bietet unser herrlicher Stadt» park. Metertief sind die Wege aufgerissen, alle noch jetzt so prächtig daqestandenen Zierpflanzen» Anlagen weggefegt, die Lawn»Tennisplätze ganz verwüstet. Vom HauSbaum'schen Damenbade, welche« durch da« Hochwnsser sehr schwer gelitten hat, bi« zur Alpenblumen-Anlage ist ein Schotter» wall angeschwemmt wordin. Die Wiederherstellung de« Stadtparkes allein, soweit sie überhaupt möglich ist, wird taufende von Gulden erfordern. Von der Straße, die zum Waldhause und zur Seidlquelle führt, ist ein mächtige» Stück von den Fluten herausgerissen worden. Die Bewohner der „Insel" waren vom Verkehre mit der Stadt gänzlich abge-schnitten. Bei der Villa Lory wurde die westliche Schutzmauer von den Fluten niedergerissen. Erst Sonntag nachmittag» hat der bei allen Rettung«-arbeiten unermüdlich thätige Stadtökonom Peter Derganz mittel« Boote« die Verbindung der heilige Gelübde, Hanni ein ganzes Jahr lang zu meiden, sie nicht auszusuchen, noch zu sprechen, und zur Bekräftigung deine« Versprechens komme, wenn du genesen, zu mir und schwöre mir« an meinem Grabe!' Al» ich erwachte, war e« Tag. Der Vater trat an mein Bett, auch mein Weib und meine Kinder. Sie redeten zu mir und ich hörte sie alle wieder. Hanni, begreifst du mich, wenn ich dir sage, das« ich unsagbar leide unter dem Drucke de« Gelübde«, das« ich aber erfüllen mus« und werde? Helfe mir dabei, zeige mir nicht immer da» blasse, abgehärmte Gesichichen, denn sonst unterliegt ich und werde am Ende wieder krank. Da« Jahr wird vorübergehen und dann, Hanni, wird alle» Bittere und Harte ver» gessen sein. Ich darf nicht weiter, drum lebe wohl und liebe mich wie eS thut dein armer harigeprüfter Juliu«." Hanni konnte kaum zu Ende lesen, wie Feuer brannte e« im Gehirn; e« wurde schwarz vor ihren Augen und si« brach bewus«tlo« zusammen. Al« sie die Augen wieder ausschlug, blickte sie fremd umher, sie wuf«te nicht gleich, hatte sie ge» träumt oder nicht. Sie fand sich in ihrem Brite, ein Licht brannte im Zimmer und der Vater war um sie beschäftigt. Al« schon die Nacht h«r«inbrach und Hanni noch immer nicht nach Hause kam, da war der alte Mann zum W«inb«rg geeilt und fand fein Kind todtenbleich und eiskalt am Boden liegend. Er hob e« auf feinen Rücken und trug e« heim. Den Brief hielt es krampfhaft in der Hand; da Hanni nun endlich auS ihrer Ohnmacht erwachte, stürzte er auf sie hin und fragte leise: „Hanni, mein Kind, waS ist geschehen?' Sie schwieg, noch nie hatte sie ein Wort von Julius zu ihrem Vater gesprochen; doch plötzlich flammte eine unheimliche Röihe in ihrem Gesichte auf und als hätte sie den Gedanken erfasst, sich aus einmal aller Schuld zu entlasten, fragte ste kaum hörbar: »Inselbewohner- mit der Stadt hergestellt. Ein wahres Wunder ist eS, dass der Sannsteg zum Siadtparke von der Sann, welche ihn SamStag nachmittags überflutete, nicht wkggerissen wurde. Die GaSsabrik wurde vom Hochwasser Verhängnis» voll bedroht, indem eS von den Heizanlagen nur durch unermüdliche« Auspumpen mit der Dampf« spritze ferngehalten werden konnte. Unsere brave Feuerwehr that an dieser Stätte größter Gefahr unter Leitung ihres HaupimanneS Eichberg«r aufopferndsten Dienst. Di« Festwiese (GlaciS) glich schon SamStag nachmittags einem alleeumrahmien Teiche. Sonntag früh war daS Wasser soweit ge» suiiken, dass sich das Grün der Wiese schüchtern hervorwagte. Allein der wolkenbruchartige Regen, der sich in der SamSt^g-Nacht über Cilli ergossen Hai, brachte da« Wasser wieder zum Steigen. Die Temperatur sank jedoch so sehr, das« der Regen sich bald in Schnee verwandelte und so dem Steigen de« Wasser« Einhalt geboten wurde. Die Ver» kehristörung aus der Bahn Cilli - Wöllan wurde Sonntag uiorgen« behoben. Sie wurde dadurch berbeigeführ», das« bei Lendorf der Bahndamm unterwaschkn war, infolgedessen der Personenverkehr durch Umsteigen vermiitelt werden musste. Der Grenadiersteg, ein alteS Wahrzeichen des berühmten „Grantigen" ist weggerissen. Am Lande. Am Sonntag um 7 Uhr früh war in allen tiefer gelegenen Kellern de« Sannthale« bis zur Höhe von einem halben Meter Wasser eingedrungen, da« bi« 5 Uhr Abend« eine Höhe von ein bi« zwei Meter erreichte. In den Sulzbacher Alpen gieng «in Wolkenbruch nieder und um 9 Uhr Vormittag war breit« da« ganze Thal überschwemmt. Die Bezirksstraße Praßderg-Oberburg stand vollend« unter Wasser. Dort erfolgte später eineErdabrutschung in ber Länge von 20 Meter. Abend» zündeten die Leute aus beiden Seiten der abgerutschten Stelle WarnungSfeuer an, um einen Unfall Duichreifender zu verhüten. P r a ß b e r g stand unter Wasser. ES wurde nach Cilli telegraphiert, das« in die Wohnhäuser Wasser eingedrungen sei und in den Magazinen der Kaufleute Wasser stehe. Die Ebene von K le in- Fraß lau bis Cilli glich einem ausgeregten See. In Heilenstein reichte daS Wasser bis zu den Fabriksräumen; um halb 10 Uhr drohte bereit» die Brücke einzustürzen. Von G o milS ko bis Et. Paul war Alles ein Meer, und in El. Paul mußt« die Spinnereisabrik H. Stocker schon am Freitag den Betrieb einstellen, da daS Wasser das Maschinenhaus überschwemmte. „Wo ist der Blies?" Plötzlich aber sühlte sie etwas zwischen ihren Fingern; e« war der Brief, den si« noch immer in der Hand hatte. „Da lieS!", flüstert« sie und deutete mit den Augen aus da« Papier, sie war zu schwach, den Arm zu heben. Hanni hatte eine böse Nacht. Die Fieberhitze wuchs von Stunde zu Stunde und der arme Vaier konnte den Morgen kaum erwarten, um nach einem Arzt zu schicken. Dieser kam endlich und in seinen besorgten Mienen konnte man nicht« Gute« lesen. Er traf seine Anordnungen so gut er konnte, fuhr weg und versprach, am anderen Tag wieder zu kommen. Nach dem beruhigenden Medicament schlief Hanni ruhig und ung'stört eine lange Weil« fort. Al« sie erwachte und die Augen aufschlug, da lagen dieselben noch tiefer in ihren Höhlen und stierten glanzlo« vor sich hin. Rothe Rö»lein brannten auf den eingefallenen Wangen und di« Brust hob sich mühsam und schwer. „Vater!", rief sie ängstlich mit gebrochener Stimme. Er lies zu ihr. „Lieber Vater, ich fühl», ich mus« sterben; geh' und hole mir Juliu«! Zum Abschied sür immer dars er sein Gelübde wohl eiuen Moment unter» brechen I" Der alte hart geprüfte Mann sagte kein Wort, sondern gieng und kehrte mit Juliu« wieder. Al« dieser in das Zimmer ttai, da schimmerte eS noch einmal beglückend auf in dem ersterbenden Auge der Kranken und ein weheS Lächeln »rat auf ihre blassen Lippen. Mii einem herzzerreißenden Aufschrei stürzte Juliu» auf die Knie vor ihr nieder, ergriff ihre schon kalten Hände und wollte ste mit seinen heißen Küssen wieder beleben, doch Hanni sühlie si« nicht mehr. Mit dem letzten Lächeln aus den Lippen war sie hir übergegangen in de» Jenseit» Frieden. Seite 4 ,S«fT*T chwaffer« erscheinungtn gewende» hade^ Dienstag werde Siatt-haltet Gras Clary hier eintreffen, um sich von der Situation persönlich zu überzeugen. Heuie Montag habe der Redner mit dem Gemeinde'aihe eine ein-gehende Besichtigung vorgenommen, da« ganz« Siadlgebie» umkreist und Wassermarken angelegt. Bürgermeister Stiger brachte nun den an der Spitze unsere« Blaue« cibgedruck en Ausruf an die Bevölkerung zur Verlesung, der nach einer sachlichen Debaile, an der sich bi» Herren Dr. Schu>bi, Ingenieur Lindauer und Victbülgermeister Rakulch betheiligien. einstimmig angenommen wurde. Dieser Aufruf wurde sofort öffentlich kund» gemach». Weiler« wurde über Antrag de« Herrn Vice» bürgermeister« Juliu« Rakujch des Glosse», an den Lande«au«schus« und Landiag, an die Siatthalterei und da« Ädgeordneienhau« Petitionen um möglichste Beschleunigung der Sann-regulierung zu richien. Behuf« Verfassung dieser Peliiionen werden dem Bürge,meister Stiger di« Gemeinderäihe Juliu« Rakusch, Dr. Schurbi, Dr. Jesenko und Ingenieur Lindauer al« Beiräthe an die Seite gestellt. Da« energische und zieldewus«»« Auftreten de« Cillier Gemeinderaide« Hai in der von dem Hoch-waffe, schrecken fo sehr erschütierien Bevölkerung große Beruhigung und lebhasie Anerkennung hervorgerufen. Per Statthalter in gifff. Der Statthalter Graf Clary besuchte Dien«-tag da« Überschwemmungsgebiet und hat mit dem regen Interesse, welche« er den Betroffenen ent-pegenbrachte, überall einen ausgezeichneten Eindruck gemacht. Der Siatihalter bestieg morgens in Riez-darf einen Wagen, mit dem er nach St. Peter im Sannthale fuhr. Dort wurde er von Herrn LandiagSabgeordneien Lenko empfangen, welcher den Statthalter zu den Dammdurchbrüchen bei der ärarilchen Sanndrücke und den riesigen Schrotter-vermuhrungen geleitete. Der Statthalter besich'igte da« Überschwemmungsgebiet mit lebhaftem Jnter, effe und versprach, wegen Einschätzung des Schadens zum Zwecke der Steuernachläffe und wegen Ge-Währung von Unterstützungen sosort da« Nöthige zu veranlassen und insbesondere die sofortige Her-stellung der durchbrochenen Dämme zu verfügen. Thatsächlich wurde auch schon Mittwoch mit den Dammarbeiten begonnen. — Um II Uhr vormittag tras der Herr Sianhalter in Cilli ein und nahm in der BezirkShaupimannschaft Absteigequartier. Nach kurzem Ausenthalte begann die Besichtigung der Hochwasserschäden, an welcher sich außer dem Herrn Eiaithal-er noch Herr BezirkShauptmann Baron A p f a l l r e r n, Herr Bürgermeister Stiger und Herr Baurath Butta beiheiligten. Der Stadiökonom Peter D e r g a n z begleitete die Herren al« Wegweiser für die Hochwassermarken. Die Herren suhren vor allem zum Sannstege, von wo au« sie die Hochwafferbilder nach den photographi-schen Ausnahmen mit der gegenwärtigen Situation verglichen. Hieraus giengen sie durch den Stadt-park bi« in die Nähe de« Waldhause«, wobei sie den Schaden beim Hau«baum'fchen Damenbade und die Verwüstungen im Siadiparke eingehend be-sichtigten. Von da begaben sie sich aus die „Insel", wo die Verwüstungen bei der Villa Wehrhan da« Interesse de« Herrn Statthalter« so sehr erregten, das« er sich bewogen sühlte, davon selbst eine phoiographische Ausnahme zu machen. Sodann suhr.n die Herren zur Eisenbahnbrücke. an deren linkSseinge« Brückenkopfe die Höhenmarken von den Hochwaffern der letzten Jahre verzeichnet sind. Daraus war nun zu enlnehmen, dass da» gegen-wäriige Hochwasser um 40 cm höher war als jenes vom 4. September l. I. Das Wasser war an der ZuflusSseite der Eisenbahnbrücke um 37 cm höher alS an der Abflujsseite. Der Herr Statthalter gieng dann bis zur Mündung der Wogleina und ließ sich da sowohl von Herrn Bürgermeister Stiger, als auch von Herrn Baurath Butta eingehend die Situation erläutern, wobei festgestellt, wurde, dass die Eisendahnbiücken durch ihre, schlägt gegen den Slromstrich stehenden massigen Stein-pseiler gewaltige Stauobjecte bilden, welche bei einet Regulierung unbedingt enifernt werden müsste». Ebenso wurde aus die Nothwendigkeit hingewiesen, bei der zweiten Eisenbahnbrücke die Spannweite zu verlängern, damit die Wassermassen sich ohne Stauung hindurchdrängen können. Endlich stimmten die Herren auch darin überein. dass ein Duichstich durch die Schviterbank, auf der gegenwärtig da« Choleraspital der Umgebungsgemeinde steht, unbe-dingt nothwendig ist. Bon da begäbe» sich die Herren in die Laibacher Straße zum Gasthofe „zum Mohren", wo wieder die Wassermarken und photo-graphischen Ausnahmen mit der Situation verglichen wurde». E« wurde allseit« anerkannt, das« die gewölbte Steinbrücke beim Glaci« unbedingt entfernt und durch eine breite Eisenbrück^ ers-tzt werden müsse, damit da« Wasser nicht wie bi«her, gegen da« Spital und die Giselastraße gestaut werde. Nun fuhren di? Herren durch die Karolinengasse und g-enqe» durch die Feldgasse bi« zum JofefShof. Die Wassermarken, welche aus dem Marienstanddild beim JosefShose angebracht sind, erregien da« leb-hasteste Jniereffe. Von da gieng e« bi« zur Siraßen-vbersetzung der Wöllaner Bahn, wo dem Herrn Staiihalier über die Hochwafferverhälinisse ein-gehende Aufklärungen ertheilt wurden, namentlich an der Biegung der Wöllaner Bahn, wo da« Hoch, wasser bi« an die Eisendahnschienen heranreichte. Auf der Fahrt zur Schl-chihaUe bot sich Gelegen-heil au« einer photographischen Aufnahme di Höhe de« Wasser« unter d>m Eisenbat.ndurchlasse zu studieren und die neue Bezirk die glauben, uii» ihrem bloßen Slooenisch die wisseil-schosilichen Arbeiten der Deutschen au« «ühsa» übersetzten Lehrbüchern begreifen zu lernen, stell» sich die Anforderungen, die man an einen N» turreuten der Mittelschule, geschweige denn an ein» Hochschuler stellt, denn doch zu naiv vor. Dich Leute sollen zunächst ordentlich deuisch lernen, ihr Slooenisch werden sie dabei nicht vergessen, und wenn ihnen da« Deutsche zu verhas»t oder unerlerwj bar ist, dann mögen sie eben ganz slooenisch bleitai und »varien, bi« ihr Volk au« sich herau« der Volksschule emwächSt. Herrlich mö;en sie e« sich ja vorstellen, die Herren Slooenen! Ihr bissch« Sprache, einige llebersetzun.en deutscher Werkt j lesen, von .alljlooenischen' Pcof ssoren schockweise promoviert. — in kürzester Zeit wär« in gattz j Slooenien kein Mensch ohne Dociordiplom zu finde»! Wer könnte dann noch den Slooenen widerstehe»! Aber so einfach stellen sich e» eben die Herren nur sei st und ganz allein vor und sie werden mit diesem Wunsch« wohl auch bei der sonst den Nicht-s deutschen stet» so zuvorkommenden Regierung nicht so bald etwa» erreichen. Zur Krage der slooenischen Ztniverfttit sende» der „Ostd. R.* ein Fachmann folgende 9" i trachtung: E» ist nicht unmöglich, dass uns.re Xe«; gierung dem Anstürme der Slooenen um Errichiiiq einer Hochschule bald ebenso raih- und hililet gegenüberstehen wird, wie die« bisher in allen »a< »ionalen Forderungen der Slaven der Fall war. Schon wird der bewunderungswerte Opfersinn SeS Lande« ftrain hervorgehvb n, obwohl man gerade hierin den eigentlichen Siein dcS Anstoße« finde» sollte. Krain ist z. B. da« einzige Kronlanv der Monarchie, welche« bi« heute der Forderung unsere» Reich«volkSschulgesetzeS, in jedem Schulbejirle mindesten« eine Bürgerschule zu errichten, .kühl bi« an'« Herz hinau" gegenübersteht. Nicht einmal die Landeshauptstadt hat eine Bürgerschule. Da« kleine deutsche Städtchen Gurkseld an der steiri'chen Grenze rett« die Ehre de« Lande«, denn diese« allein ist seit Za Jahren im B sitze einer deuischen Bürgerschule: alle anderen Schulbeziike diese« Land«« empfind», b « heute kein Bedürfni« nach Büegerschul.n, o*> s wohl die Pflicht zur Errichtung nun schon seit A Jahren besteht. Wenn nun daS Land plötzlich s« opferwillig geworden ist und namhafte Su«»a zur Errichtung einer slooenischen Universität beisteuern will, so möge ihm doch seilenS der Re» gierung ernstlich aufgetragen werden, seiner Ln-pflichtung bezüglich ver Errichtung von Bürger« schulen nachzukommen. Auch mit dem ÄuSdo» der Volksschulen ist e» in diesem Kronlande nichi Diel besser bestell». Zur Eisüllung dieser eisten nid wichtigsten Pflicht fehlen dem Lande angeblich Üe Nummer 93 Mittel, dagegen will e« solche für eine Universität «ifdringen! Vielleicht sinv unserem Unterricht«-«inister diese Thatsachen bisher unbekannt gewesen. Eines aber geht au« diesen Umständen klar hervor, das« nämlich die „culiurellen Forderungen" der Slaven rur aus solchen Gebieten sich bethätigen, aus denen man durch Ablegung der vorgeschriebenen Prüfungen gewisse Ansprüche aus SiaatSanstellungen erheben kann. „Cullurelle Forderungen". mit denen lpch der SlavisierungSzweck nicht verbinden läs«t, mielen keine große Rollen in den Berstrebungen der slavischen Völker Oesterreich«. ES ist daher eine schamlose, saust Zicke H. u^elei, wenn die slavischen Hetzapostel verlangen, wir Deutschen sollen gegen ihre anmaßenden Hochschulforderungen keinen Ein-wand erheben, weil diese culturelle Errungen-schiften seien. Massenentlassungen von ?ost»peditore». Ldg. Alwin Hanich (Alldeutsche Vereinigung) und Genossen haben an den HandelSminister. beireffend Cre Massenentlassung n von Pvstexpebiioren folgende Anfrage gerichtet: Wie verlauiet, gab der SeciionS-ches im Handelsministerium und General-Post« und ltelegraphendirecior. Herr Dr. A. Neubauer, kürzlich allen Postdirecloren den Auftrag, alle im Sommer aitfgenommenen Poslexpediioren zu entiassen. Die Grazer Postdireciion hat bereit« mit »en Entlassungen begonnen, die Präger ftegim« soeben mit den Kündigunge-', von welch,» folgen sollen; im ganzen sollen 500 Postexpen« toren au« — SparsamleitSrücksichten entlasse» werden. W.iin man bedenkt, das« diese 500 Expedieren. welche doch gewis« nur ausgenommen wurden, «eil sie nothwendig gebraucht würben, weil die «dnehin mit Arbeit überbürdeten Bediensteten da« Mehrersorderni« an Ärb,»«kraft nicht aufbringn konnten. nun plötzlich kurz vor Einiriit eine« vielleicht äußerst strengen Winter« entlassen werden lollen, so ist diese Entlassun>' wodl. gelinde gesagt, eme äußern grausame Maßregel zu nennen. Wir pachten dieselbe ferner al« eine sehr übel angt-trachte, am unrechten Orte geübte Sparsamkeit, welche geeignet ist, die Unzufriedenheit unter der Bevölkerung neuerdings anzufachen, umsomehr al« MneDif« in den verschiedensten Erwerb«zweigkn ein wirtschaftlicher Niedergang zu bemerken »•', welcher »lerchsall« zu vielen Arbeilerenilassungen geführt hat. Durch diese Maßregel wird die ohnehin gioße Lahl ver Arbeitslosen noch um ein beirächiliche« ^Vermehrt, und zwar durch diejenigen Facioren, «elche eigentlich uiiir>irusen sein sollten, dusen krassen llebelstanden uns re« WirtschafiSleden« abzuhelfen. Hat dot, erst kürzlich Seine Exctlleuz der Herr Ministerpräsident v. Körber die feierliche E klärung «gegeben, dass die Regierung ihr » üblichste« thu» »olle, um der immer mehr um sich greifenven >rbeii»losi^keil einisiermaßen zu steuern? Die Ge-ßmigien N'llen in der Erwägung des Vorerwähnten^ Iahet an «eine Excellenz den Herrn Handels« »inister die Anfrage: „Ist Seine Excellenz geneigt, dies« Eailussungen sofoi widerrusen zu lass n?" Hin Ar theil des ?ap<1es «ver die slavischen ^etzptaffe«. Wie die Präger „Poliul" mittheilt, ftat oer Piapst »in apostoliiche« Schreiben an den «hml'cherii un0 mährischen Episkopal oerichiei, in «elche», ver Papst san». Da)« das E nireien sür «eine Muineriprache, we»n eS sich in gewissen Grenz«» h alie, nichi zu «adeln sei. T«ch dürue» p Einzelmen ihr« R chie nie so weit verfolg n, bas« cm« allgemeine Wohl de« Siaate« darunier leidet. E« sei Pflich» eifrig vorzuiorgkn, dass au« Iilchen St reitigkeiten kerne Gefahr für di« Religion ««»'he. D)aS Schreiben fährt sodann sori: .Hierin »üssen die: gotigeweihie» Priester dem anderrn mit Herm Beispiele vorangehen. Abgesehen .taoan, da»« es zu ihrem Amte gar nicht 9 a j «,, f i ch mit in solche Streitig« teilen «inzulassen, wennsie i» Orten »irken, wo die Bewohner verschiede-«er Ab!stammung und Spracht (Auf-ßepasS tt Herr Ogradi! Anm. d. »D. W.") Md. werdeen ste leichi bei der einen von den beiden Parteien Was« und Abneigung sich zuziehen, wenn Je nicht je «der Theiln >bme an dem Streite sich «ni-halte«, uniid für die Ausübung de« heiligen Ami,« fern nicht«« verderblicher fein, al« dieser . . . Wir ged«» gern» zu. da>« e« »a der Praxis überaus schwierig i'ifi. wenn nichi die Keime ver Zwieirachi ßeiziilen auu» dem Herzen getilgt wrden nämlich Ichon in der Erziehung deS heran-Wachfenirden CleruS in den Seminar«». titwaS fuiür Herr» K o r o s ch e tz l) Darum, ehr-»urcige BSüder, sorget mit Eifer vafüe, r>ai« die Alumnen t den Seminarien e« srühzeuig lern n, sich »ik Brüdern aufrichiigen Herzen« gegenseitig zu l eben «l« solche, e. dit wiedergeboren w«rden nicht au« o«r> j „H!e«!fche gänglichtm. svndkrn au« unvergänglichem Samt» durch da« Wort bei lebendigen Gölte«. (I. Petr. I., 22.) Kommt e« zu Aufregungen der Gemülher, so unierdrückt ste energisch und dulde» unter keiner Bedingung, das« sie fortbestehen, — so das« die zukünftigen Priester, wenn fle wegen ihrer ver-schiedenen Abstammung einer Lippe nicht sein können, doch ein Herz und eine Seele seien. Wenn die Ein« müihigkeit und Eintracht am ganzen geistlichen Stande hervorleuchtet, wird sie außer anderen auch die srgrn«reiche Folge haben, das« die Diener de» Heiligihum« ihre Gläubigen wirksamer mahnen, das« sie, wenn ste die ihrer Nation zukommenden Rechle geltend machen oder veriheidigen, nicht da« Maß überschreiten, oder im Uebereifer nicht die Gerechtigk.it und die Rücksichten auf da« Staat«-wodl hiniansetzen. B.'i den in Euren Gebieien jetzt obwaliend'n Umständen halten wir e« geradezu für eine der Haup,pflichten der Priester, gelegen und ungelegen die Gläubigen zur gegenseitigen Liebe zu ermähnen, sie wieder und wieder zu erinnern, das« einer den Namen eine« Christen nicht verdiene, der in Ge« sinnung und That da« neue und von Christ»« ge-gtdene Gbt nicht erfüllt, das« wir einander luden, wie er un« geliebt ha«. D-r erfüllt e« aber nicht, welcher mein», unsere Nächstenliebe habe sich nur auf diejeniaen zu erstrecken, die un« ourch Abstammung und Sprache nahe stehen." Hin Arbeiterwohnungsgesetz. Die Regierung hat im Äb^eordnelenhauje eine» Gesetzeniwurs ein» gebrach«, du>ch welche» die Bestimmungen de« Ge-setze« vom 9. Februar 1892, R.-G-Vl. Nr. 37, »m Jniensse einer iniensiven Förderung de« Ge« setz-«zwecke«, d. i. der Heistellung gesunder und billiger Arbeiterwohnunuen. einer weseuilichen Ab-änderung unierzogen w.rden sollen. Die R.sorm best« hl in sin in,rechtlicher Beziehung in der Au«-dehnung der 24jährigen Steuerfreiheit auf die ber Hau«classe> steuer unieriiegenden G,bäud«, in der Herabsetzung de« für die Arbeilerhäuser zu eni-rillenden GebürenäquivalenirS von 3 Procent auf 1-5 Prvceni, iowie in der Zuerlennung der Er> werlsteuerbegünsligung de« § 85. P.-Sl.«G., an die mi« der E« bauung und Aermielhung von Ar-beiierhäusern slaiuienmäßi:, sich befassende» Gesell-schallen. In gleicher Atsicht erfolgt die Aufhebung der derz.itigen Bestimmung, wonach die Be^ünstr-' gungen nur für den Fall der Vermieihung, nicht aber auch für den der unenigelilichen Überlassung dr Wohnunfltn zuerka>n» werbe» können, sowie die Eliminierung der Beschränkung, das» die Er« l-ichlerungen nur für öffeniliche Eorporanonen und für die Arbeilgeber al« B »»Herren anwendbar seien. Ebenso erschein» die B lchränkung der MieihzinS-Höhe nach dem AnSinaße der Wohnräume gehoben und soll es nunmehr den Bauherren freistehen, den MieihzinS derart zu fixier»», dass die Ve zmsu»g de» Bji'CiipiiaU für da« ganze Gebäude den orit-üblichen Zi.^fuß um nichi mehr al« 0-2 ti« 0 5 Proceni übtrstei»!«. Von «esenilicher Bedeutung sind seiner jene zahlreichen Bestürmung,» be« Ge« letzeniwu f «. in den n vie in hygienischer unv stu-licher Beziehung al« »oih venbig erachieien Borau«-setzuiigei, für die Z.«erkennunq der Legünstigung feiigekielll iverben ^»ä> kunue» in d r Benützung der Wohnunnen selbst; wie f. B. da« Verbot de« Bett« »«Hermesen«, die Tren- ung der Geschlecht«r in den sür ledige Arbeiier bestimmien Wohniäum n, die ^estsitzun.! eines Minimal« und Maximalau«maße« sür Wohnräume, die Hanvhabung der Hausordnung, sowie envlich die Einführung einer händigen Ilrber« wactivng bezüglich der Durchführung all dieser socialökonomiichen Maßregeln unv die Einiäumung «iner „"svrechenden Ex^cliiionS« und Sirafiztwal» an vie UenerwachungSbebörbrn. Die Zuerkennung ver eingangs erwäbnien erweiterten Begünstigungen ist an eine 50jährige Widmung der Gebäude zu Arb iterwoh.'» nnd Wohlf rhrlSzwecken aeknüpst und kann in d r Reael nur sür jene Gebäude ertheilt werden, w Iche in« « halb 20 Jahren nach Beginn der Wirk' imkei« t~ti G'setze« ber Vollendung zage» führt wurden. Z» b-sondelS berücküchiigungS« wliivi n Zillen kö.'nen die B st>m» ungen deS neu n G ey « auch «u f die nach dem früheren Gesetze begünstiglen Arbeilerwohnhäuser angewendet werden. Per A«flizmi«i»ifter — geklagt. Der Herau«- gebei und velaimvor-liche Schrillleiier d.« .Sche-er«", »arl Har'einiaun ha» pegen den Just zn»»,ster Baroi, Sven? «ine klac.e w gen Ehr »beleidigung einge-brach», weil der Justizminister einer clericalen Ab« Seite 5 ordnung gesagt hat, das« er beim Anblickt de» ,Scherer«" Ekel empsinde.Z per Krieg i« Südafrika. Nach einem amt» lichen Berichte haben die Engländer in dem letzten Kampfe bei Brack«fpruit neun Todte und zehn Ver« wundete verloren. 64 Engländer wurden gefangengenommen. später jedoch, bi« auf tinen Leutnant, wieder freigegeben. Burentruppen umzingelten am 12. d. M. im Süden de« Klipslusse« eine englische Abiheilung, welche «inen Todten und sieben Ber» wundete vtrlor; außerdem wurden vier Engländer gefangen genommen. Die Buren „erklären", das« sich ihr Verlust auf drei Todte und 17 Vtrwundtte btlaufe. Privatdepeschen der .Liberte" melden au« Durban, das« Kilchener durch einen Parlamentär brieflich Botha neue Verhandlungen anbot. Aus Htadl und -Kani». ßillier Gemeinderath. Am Freitag den 22. d. M. um 5 Uyr nachmittag« findet eine ordenl-liche össeniliche Gemeindeau«schus«sitzung statt mit der Tagesordnung: Nach Mittheilung der Einläuft, Bericht der RechlSjectton über I. eine Eingabt dt« Suptrior« der Mission«prirster zu S». Joseph bti Cilli, Johann Mrzur um käufliche Ueberlassung eine« Grundstücke« am Josrfiderge,' 2. di« Giatt« haltertientscheidung betreffend da« HeimaiSrecht de« An'on Edouschek; 3. die Entscheidung deS Landes-auSschusse« betreffend da« von Dr. Georg Hraöovec in slooenischer Sprache eingebrachte Heimairecht«« gesuch. Berichte der Finanzseciion über 1. eine Eingabe de« Jngenier« Kurt Bauer um Unter« stützung seine« ProjecirS betreffend die Erbauung einer elecirischen Loealbahn von Cilli über Franz bi« Möiimg; 2. einen AmlSvortrag wegen Aus« »ahme eine« vierten Slraßenkehrerö und Anschaf» fung eine« m't einem Zug'hier bespannten Mist« sammelwagenS; 3. eine Eingabe de« Ausschusses de« VI. Deutschen SängerbundeSfeste« in Graz um Widmung eine« Förderung«beitrage« und 4. einen AmtSvvrtrag wegen Aufnahme eine« Darlehen« zur Deckana te« Grundkaufschilling« per 4000 K. Der öffenilichen folgt eine vertrauliche Sitzung. Avgeordueter pr. Aosef ?ommer ist vor kurz in t krank» un» hat sich in oem Sanatorium de« Dr. Müller in Hietzing bei Wien einer Opera-»ion unterziehen müssen. Dieselbe ist ganz glatt vonstatten gegangen und der Paiient geht seiner völligen Genesung entgegen. Heil! Kßeater«achricht. DonnerStag, den 21 l. M>, gelang» da« Lu'ifpiel .Die Kinder der Ex-c e l l e n z" von Ernst o. Wolzogen und M. Schuy-mann zur Aufführung. Dasselbe zählt zu den besten Lustspielen und wurde säst an »ämmtlichen Resizenziheattrn öfter mit großen Ersolgen oegeben. Den Major spiel» Herr Dir. Rollma, n. die Trudi Frl. Louife Körner. «>» dem Cillier Pudlicum nicht unbekannte«, neu engaai-rte« Mitglied Theater» enjemblt«; die übrige» Rollen sind aus die Damen Dornstein, Burkuart, die Herren Schroltenbach. Günther, Friedrich. Be-ger. Mos.r und Randolf veriheill. — Am Sam«iag, den 23. l. M>, gelang» da« Lustspiel „L e o n t >»e n « Ehemänner" zur Auffuhrung Dasselbe hat im Deutschen Volk«-«heaier die glänzeubst'» E.folge gehabt und durch längste Zeit da« Wiener P.>blic»m entzück» und wird gewis« auch hier den besten Anklang finden. Die Hauptrollen sind in den Hänsen der Damen Dornstein, Burkdait. Körner, der Herren Dir. Rollmann, Schrvitenbach, Friedrich, Günther. Killer Schntzengesellschaft- Heuie und jeden folqei'den D.'iiner»iag ttaps.lichitßtn im Clublocale de« Hotel „Elefant". Hcsittungswert der katholische« Kirche, kürzlich wurde in Dod (Krain) ein taiholischer Co jumoerein für Fuselschank eröff-le». Nach Ab-haliung der letzten HeiligenjahrSprocession gieng man an di? K^stpiobe deS SchnapseS. von dem über 800 Liter eingekellert waren. Gegen halb 8 U?r abends begann der Branlwein zu wirken. Zwei Brüder griffen nach ihren Meffern und ver« wunveien erheblich fünf Zecher, lauier Consum« genossenschaftler. Dabei ist zu bemerken, das« in Krain für gewöhnliche Brantweinschänker ein Ve»-b)t de« AuSschanke« von ge-st.gen Getränken am Sam«iag abend« und Sonntag d»steh», um da« sich, wie der vorstehende Fall wieder zeigt, die von den Schuslerschilsch-Kaiholiken gehegten Consumvereine nicht kümmern. Da» Kreuz in der einen, die Schnap«-flasche in der andern Hand, so suchen die Römlingt di« ganze Welt zu unterjochen. Zum Kode verurtheill- Am Monlag wurve beim Marvurger SchivUigerichl« der 57jährige Zimmermann Jakob Gerlitsch au« Tronkau bei St. Leonhard wegen Morde« zum Tode verurtheilt. Seite 6 ,N«utsche Wacht' Nummer Er hatte seiner Geliebte«, der 42jährigen Besitzers« gatiin Helene Kotzberg auläsSl-H eine« Streite« den Bauch aufgeschlitzt. Z»ie tzrazer Hemewdewaykm im dritten Wahlkörper mache» eine Stichwahl nothwendig, welche am Freitag stattfinden irtro. Auf die socialdemokratischen Candidaten ^darunter befindet sich auch d-r R 'ssenjud« Dr. Schacher!) entfielen durch-schnii l'ch 1280 Stimmen, auf die deuischnationalen Clii didaten 1050 und auf die Clerical«n'450Gtimm«n. Zausende von Wählern sind bei der Wahlurne nicht erschienen. Aatv hat recht. Wa» der Wenermacher Falb für den Nov.mber v»>rhelgesagt. ist bi» jetzt so ziemlich «inanroffen. Da« erste Drittel de» Mo-naie« verlief trocken und verhältni«mäßig kalt. I« zweiten Drittel sollte nach Falb wärmere Tempe« ratur und Regenwetter eintreten. Auch da« ist zu-getroffen. Wa« un« Falb für die nächsten Tage und den Rest de« Monate« vorhergesagt. ist gerade nicht erfreulich: Bi« 24. regnerisch, vom 25. bi« 30. erfolgen dann noch mehr Niederschlüge und die Temperatur geht zurück. Mithin bleibt un« bi« Ende de« Monate« «in sogenannte« „Quatschwttier" beschieden. 3>o* Monopol der A«er - Gesellschaft. Die „Florid«dorfer Zeitung* veröffentlicht in einer ihrer letzten Nummern «inen Artikel gegen die Auer» Ga«glühlicht-Gesellschaft, indem si« behauptet, das« die Gesellschaft die Glühkörper in Deutschland be-deutend billiger verkaufe al« in Oesterreich. In dem Aufsätze heißt e« u. a.: Die Patent«Processe der Auer-Gefellschast in Deutschland wurden ihrer-feit« verloren, und daher kommt e«, das« in Deutschland derselbe Glühkörper der Auer-Gefellschaft. sür den sie sich bei un« 1 X bezahlen läs«t, draußen von ihr mit 40 Psg. (48 h) verkauft wird. B«i dem riesigen Bedarf an Glühlörptrn könn« man sich die Ziffern konstruieren, um welche die Völker Oeiterlkich« an diese Gesellschaft mehr bezahlen müssen al« die Einwohner Deutschland«. Durch Reklame, Herabsetzung von Concurrrnz - Producte» u. dgl. habe sich di« Au«r-G«s»llschast «in Monopol gtschaffen, da« si« nun ausbeute. Man glaube nicht. va>« die Installateure, welche die Glühkörper mit 35 kr. bezahlen müssen, auf Seile der Auer-Gesellschaft st«h«n; im Gegentheil, sie seien ehrlich entrüstet über den unerhörten Prei« für einen Glüh« körper, den sie von Concurrenzfirmen Deutschland« mit 3 kr. beziehen und dem Publikum für 12 bi« 15 kr. erlassen können. Da« Publikum glaub« zwar noch immer an «in Monopol der Auer-Gesellschaft, an de» Umstand, den dieselbe in ihren Reklamen zu verbreiten sucht, das« die Glühkörper, welche nicht von dieser Gesellschaft fabriciert werden, minderwertig seien. Doch gebe e« in Wahrheit schon bessere und billigere Glühkörper. Schließlich ruft der Artikel zur Bekämpfung de« Monopol« der Gesellschaft aus. Kteichenöerg, 13. November. (Ueber da» Schülerhtim für Lehrerföhne.) In der gegenwältigen Zeit streben Angehörige eine« Stande« sich zu vereinigen, gewis« de« Spruche«: „Einigkeit macht stark*. So trachten auch die Lehrer, sich zu sammeln, um in gemeinsamen Stande«fragen ver-eint vorzugehen. Ein schöne« Werk haben sie vor nicht zu langer Zeit in« Leben gerufen, und ihren Söhnen »ine Stätte geschaffen, von wo au« sie Schulen in der Landeshauptstadt Graz frei »ach eigener, oder der Wahl ihrer Eltern besuchen können. Diese«.Schülerheim erfreut sich nun de« besten Ge-deihen«? «S ist zwar noch nicht in «inem „«igenen" Haus« m der Grab«nstraß« 38 untergebracht, aber man hofft durch Ausdauer und zielbewussie Arbeit noch in den Blsitz eines eigenen Hause» zu ge-langen. H«ut« sind 30 Lehr«rsöhn« in einem ge-mietheten Hause geborgen; über sie wacht der Grazer Lehrer, Herr Franz Scher f. WohlbewufSt der fchweren Aufgabe und der großen Verantwortung, versieht der Anstaltsleiter feinen Posten nach Maß-gäbe seiner freien Zeit in denkbarst bester Weife und an seiner Seite steht ihm seine liebenswürdig« Gattin, di« an den Zöglingen Mutterstelle zu ver-treten hat. Der Berichterstatter hatte sich selbst von den Vorzügen im Heime zu überzeugen Ge legenheit unv er verließ befriedigt daS Heim mit dem Be-wusSisein, dass durch diese Institution eine« der schönsten Werke sür die Heranbildung der Lehrer-söhne geschaffen wurde. Die Schüler werden zur Gottesfurcht. Ordnungsliebe, Reinlichkeit und Lern-lust angehalten und hiedurch den Lehrerrltern ein« der schweiften Sorgen genommen, sür ihre Kinder «me zweckentsprechende Untkrkunft zu finden. Kraft deS AuSfpruch»: „Nur in einem gesunden Körper ; kann eine gesunde Seele wohnen" wird auf die Körper-pflege Bedacht genommen; «ine gesund«, kräftige ' Kost, gesunde Schlafräume und planmäßige Aus- I nützung der freien Stunden bieten die Anstalt»l«it«r d«n Zögling«« und nicht minder sonst «in tüchtiger Präfect für die gewissenhafte AuSnüyung d«r Studier-stunden. Mit Lust und Liede gehe» die Zöglinge an die Arbeit und bei dieser mustergiltigen V r-Wertung der Zeit kann ei» günstiger Erfolg nicht au»bleiben. Herr Schers hängt mit Liebe an seinen Schützlingen und weiß den Fleiß seiner Schutz-befohlenen zu belohnen und die Listigkeit de« einen oder anderen in beff.re Bahnen zu leiten. Man spricht heule schon, nach kaum einjährigem B«st«h«n de« Schülerheim«, davon, das« di« Schüler de«-selben in den Schulen gern gesehen werden und den Lehrern Freude bereiten. Jede« Institut, da« sich die geistige und leibliche Förderung der ihm anvertrauten Schüler angelegen sein läs«t, verdient kräftigst unterstützt zu werden. Selten hat nun ein Appell an die Oeffentlichkeit die erwünschte Hoff« nung verfehlt, und auch heute richten wir an all« Schul- und Lthr«rfr«unde mit erfolgreicher Zuvrr-sich», di« höflich« Bitt«, diesem jungtn Institut« mit Wohlwollt» zu begegnen. Herr Lehrer Franz Sal-fitzky nahm auch kürzlich anläßlich der Zusammen-kunst der Absolventen der Lehrerbildungsanstalt in Graz vor 20 Jahren Veranlassung, zugunsten diese«, durch Lehrer gegründeten Institute« in die Bresche zu zi«h«n und die v«rsamm«lten College« traten mit dem Redner begeistert sür die Förderung de« Schülerheim« sür Lehrersöyne ein. In welcher Weise kann nun ein Lehrer aus dem Lanve für diese gute Sache wirken? Er veranstaltet mit anderen Gleichgesinnten Unterhaltungen, Sammlungen, bringt Gegenstände zur Verlosung, wozu die bebörd-Iiche Bewilligung eingeholt werden mni«. die aller-ding« mit einigen Auslagen verbunden ist. u. a. Wie überall, so macht auch hier die Masse etwa« au» und wenn unter den Lehrern nur die Familien-väter sich sür diese edle Sache interessieren werden, so wird der gewünschte Erfolg nicht lange auf sich warten lassen. Der heute d«n 30 Lehrersöynen im Heime beschränkt zur Verfügung stehende Raum wird vergrößert werden können, und wenn alle« mithilft, schon in kurzer Zeit, und die künftigen Generationen werden sich dankbarst an alle Wohl-thäter erinnern, die zur Förderung ihre« Sein« etwar beigetragen haben. Darum auf zur Arbeit zum Zwecke der Erbauung eines eigenen HeimeS für Lehrerföhne; ob hoch oder nieder, vornehm oder gering, jeder kann für den Z-veck einiges beitragen. Die Redaction der ^Deutschen Wachs ist gern bereit. Spenden für da» Schülerheim enige^enzu-nehmen. Ein Heil den Unternehmern! 8. Südmark?oWsvücherei. Am 1. März d. I. wurde die hiesige Südmark-VolkSbücherei. welche die Werke der besten und beliebtesten Autoren in 1500 Bänden umfasst, eröffnet. Die Bücherei ist im Stabtamte (Casse) untergebracht. Die Ausleih-stunde ist vorläufig auf jeden Montag zwischen 1 und 2 Uhr nachmittag festgesetzt. Jeder Entlehner hat monatlich den Beirag von 10 Hellern und außerdem für jede« entlehnte Buch einen Betrag von 2 Hellern zu bezahlen. Die Bücher müssen innerhalb 14 Tagen zurückgestellt werden. TaS ausfuhrliche Buch rverzeichni» ist zum Preise von 4 Hellern erhältlich. Die Bücherei kann von j, de m Deutschen benützt werden. Infolge de« großen Zudrange« wird nun auch an jedem Freitag nach-mittag« zwischen 1 und 2 Uhr eine Au« leihstunde abgehalten. ?ettauer Marktbericht. Der Austriev am 13. d. M. betrug: Schweine 330 Stück. Der Markt wurde von auswärtigen Händlern gut be-sucht unv fand die War« bei s«hr guter Qualität und billigen Preisen flauen Absatz. Bei Eintritt der nunmehr kühleren Witterung erscheinen bereit« jeden Freitag die sogenannten Speckbauern, welch« Schweinefleisch und Speck in zertheiltem Zustande aus den Markt bringen. Freitag den 1ö. wurde gehandelt: Schmer von 54—56 kr., Speck von 50—52 kr., Schinken von 44—46 kr., Schulter voo 40—42 kr., Rücken (Fisch) von 68—70 kr.. Wurstfleisch von 52—54 kr. per Kilogramm, all.« in frischem Zustande. Abgerollt wurden von Schweinen nach: Graz. Nendeln in Lichtenstein, je zwei Waggon, Salzburg. Feistritz in Krain, Zweltl in Niederösterreich, M'xnitz und Groß-Florian je ein Waggon. Der Großoiehmarkt am 20. d. M. unterbleibt, da am 25. Rovember der Jahre«-Großvieh» und Kramermarkt stattfindet. „Los von 9kom"Bewegnng! „^roteilantische Flugblätter" können von Interessenten k o st« n f r t i bezogen werden durch Kart Arann's Verlag, Leipzig. | --I SMP Wegen Ueberfülle an Stv mussten mehrere politische Räch richten und OrtSberichte, «nsbesoi dere die Schaubühne-Besprechunge für die nächste Stummer zurückz» stellt werden. (V4* desKillier Stabt»ersch««» \3rCVClltCl »«g,,erewes Sei Spiet» Wette« und Legate»! Los von Wom — Warum? 1. Weil e« politisch nöthig ist. die staut gefährliche weltliche Macht de« Papste« zu brech» Sein Grundsatz ist: „Mache unein« und beherrscht Rom gefährdete demzufolge feit jeher den Frui, der Völker, worüber cie Welt- und Kirchengeschich so viel« unwid«rl«gliche Beweise gibt. Dit Geschch zeigt z. B., dass in katholischen Ländtrn. wo IM zweifellos der Papst und seine Kirche den groß» Einfluss hat. die furchtbarsten Revolutionen (Un fanden, und der Anarchismus kühn fein Haupt a hebt. Siehe Italien, Spanien. Frankreich, Belgi und Südamerika, die Länder der meisten Altem« fortwährender Revolutionen und der grässlichsii Verbrechen. 2. Weil eS unsere nationale Roth langt. Zweitausend Jahre steht da« deutsche Ä im Kampf ge<,en Rom. So oft e« sich liatp wollte, warf Rom heimtückisch die Fack-l der Z« tracht dazwischen. Im österreichischen ParlamO stehen die Clericalen, auch wenn ste deutsch geilem sind, heule noch al« gehorsame Werkzeuge ta römischen Papste« im feinblichen Lager ge^en M wahre deutsche Volksthum. (Siehe katholisch! VolkSpartei und die Christlich - socialen mit 2t Lue.,«r an d«r Spitz«.) So lang« römi'ch« Soli» im d'Utsch«n Volk« htrumschleichen und gb> Maulwürfrn wühle», kommt «» zu keiner Einigst Rom hasSt« seit jeher nach Licht ringnl deutsche Art. 3. Weil «« unbtding« rtligiö« «rsordrrlich sof«rn« wir wahre und rechte Christen sei» roollti Die römische Kirche hat sich in dem Christen,!»» ein« surchibare Wafft geschmiedet, um die Seel, zu bannen, die allein durch sie unv ihre Adsolilti» vor Höllenstrafen im Jenseit« bewahrt werden kö»«. Dadurch aber stellt sie sich in Gegensatz zu de Lehre Jesu Christi, der Gott die Lieb- nennt, ii die kan,« römische Kirch«nform hat richis mit d» Gtist« Christi gemein. JesuS Christu« kanntt och» von einem römischen Ceremoniendienst und wM keine weltlich« Kirchenherrschaft. Er lehrt« ni$ von einem unfehlbaren Papst zu Rom. kannte z« keine Pristr und wollt« auch nicht, das» fei* Apostel und Jünger «h«lo» blieben. Die mtiM von ihnen waren vecheirathet. Er lehrte nie m einem Fezeseuer. Ablässen. Ohrenbeichte. £>ei[i|d Ver hrung. Dseliquienatoetung, Marien-Äot«> diensten. Wallfahrten u. f. w. Dacht« frhr ger», von äußerlichen Festen und erließ absolut ke» Fast«ng«t>ote. Da» ,hai«n All«» «rst di« A:» unv Bischöf«, damit sie zu Macht und Am-ta beim Volke komme». Wir aber dürf«n nicht Mensche» satzungen über die schlichte Lehre uns««» setzen, wftin wir in ibm unseren Heiland sehe». 4. Weil e» die social«n Verhältnisse dringend erheischen. Da« Evangelium, da« ftojt die frohe Botschaft von Christi, das« wir Gotteskinder de« himmlischen Vater«, bahn ihm gleich sind und un« brüderlich lieben müjfa, ist in der prunkhasten römischen Kirchensorm» Gru»v« gegangen. Wir aber müssen dies« Bm* schast wieder an da» Licht bringen, um v.n richtig Weg zur Besserung de« allgemeinen fcc;a[e:i SlenlM zu finden. Gegenseitig« Li«d« wird neue Zr> bältnisse schaffen, nicht Hai» und Ä.rachmag. » Evangelium Christi lieg« daS He.l, aber nie iul »immer in einer glänzenden K:cche»form. U Kirche mus» mit f ,n Thaten der Liebe i'oraitgtM a'icr nicht in d«n Klöstern Geld und Gut anM* und theilnahmlu« dem Ringen de« Polt S um jnr Existenz zuseh««. Weg mit den F sseln, die»,« an die unduldsame Kinsterni» schmieoen und W z»m Lichte deS praktischen Chr'stentiiuin», zur Bethätigung wahrt r und echter Rächstenlied«! Nummer 93 «gpetttoirt gtftchr Hingesendet. Ar«s Z>e»tsch»ökktscher Aeit»eiser ^S0L »trd bereits »erse»det. TchnnnngSgenofsea! Werbet allüberall neue Abnehmer und sendet Be« stellungen a» die Verwaltung de» Jro'jchen Deutsch, völkischen Taschenzeitweisn« in Wien XII./,. Ruckergofse SO II., 10. Preis in Leineoeinband 1 Krone 40 Heller, in Leber 2 Kronen 60 Heller. Deutscher Schutverein. In der Sitzung de» engeren Ausschusses vom 13. November 190! wurde d lediqung zugeführt. Am Sonntag, den 10. November d. I, fand zu Windischgraz (Sleiermarl) unter großer Betheiligung der Bevölkerung, der Geistlichkeit. der Behörden und visier hervorragender li< fnerliche Eröffnung und Einweihung de« dortigen neuerbaunn SchuihaujeS stall, welche er« hebend« Feier ollen Anwefen^en unoergesSlich sein wird. D r Verein war durch seinen Referenten sür Stleieimark. Herrn Dr. Wvlffyardt, vertreten. Zu Horn >st unser frühere« langjähriges Vorstands-»itglitid Dr. Wilvelm Pichler verstorben; Dr. W'illos widmete denifelden einen ehrenvollen Nachruf; sein Andenken wird vom Deutschen Schulverein stet« in Ehren gehalten werden. Affaire Wallburg. Vor dem Osenpester Be-zirk«-Strasgerichte wurde die Verhandlung gegen Ernst Waliburg weg»» verschiedener Credit-Be-irügereien fortgesetzt. In derselben kam auch da« Verhaltn!« Wallburg« zum Erzherzog Ernst zur Spracht. Der staat«anwaltschaftliche Funclionär Dr. Arpad Wenczel ließ dit Anklagt gegen Wall-bürg fallen, da er dessen guten Glauben genügend nachgewiesen »rächtet. Da« Urtheil lautet demnach für den Angeklagten günstig, Wallburg wurde frei-gesprochen. Alnschukdig verurtyeitt. Der wegen Mit-schuld an einer Spionage durch Hilstltistung beim Ditbstahl von Fortification«plävtn aus der Genie-direciivn zu vier Jaoren vtrurthtilte Robert Stiller, welcher die Straft auch vtrbüßtt, wurdt nach fech«-lägiger Revision«vtrhandlung in Ltmbtrg für nicht schuldig erklärt. Dtr Staat«anwalt mtldelt dit Nichtigkeit«befchwtrde an. Hie grohherzogliche Aürgermeikerei in Darm, stadt hat auf Veranlassung der Schulärztt jedem Schulkind« einen Hinwti« an seine Eltern mitgt-gtbtn, worin unltr anbtren solgtnde« erwähnt wird: „Die Elltrn werd«n eindringlichst gemahn«, bti ihr«n Kindern aus eine täglich« Zahnpflegt zu achttn, wtil schlechte Zähne häufig die Ursacht von schwtrtn Magen- und Verdauungsstörungen sind.' f Am besten zu tiner rationellen Reinigung dt« MundeS und der Zähne ist ein in jeder Hinsicht unschädlich«» Zahnpuymittel wie daS allstilS aner-kannt« .Sarg'S Kalodoni*, w«lch«S sich durch seine rorzüglichen Eigenschasien, sowi« die praktische Ver-Packung, verbunden mit dem billigkn Preise, überall best.»« bewährt Hai. Die Tauben hören. — Nr. s? der Zeitschrift »Die Illustrierte Welt«, Cbiswkk High Road, Nr. 626, London, W., enthält eine Beschreibung über ein« wunderbare Cur gegen Taubln-it und Qer&usche im Kopse, welche Cur Tom Patienten selbst in Haute vorgenommen werden kann und stets einen guten Erfolg haben soll. Die Nunnner dieser Zeitung wird auf Verlangen an jeden frei gesandt, wenn die Adresse an die Redaction der Zeitung eingesandt wird. 6140 Hingesendet. vermischtes. gtixe Aiesendefraudation. Wie aus Budapest gemeldet, wird, wurde dtr städtisch? Sleueramt«-vraktikcant Vicior K cSkemety dam» b?t>aut, mit einem Tiener vom Sleueramt de« IV. Bezirke« 773.00M) K in dir städiischr Haupic sia abzusübren. Unl>rwieg« sendete KecSktmety den Diener mit tinem Auftrage zu tinem Beamten weg und tut: ahm dtr Handlalscht den Bttrag von 590.000 I!. Später schickte SecSktMtiy den Dirner bei dtr Hauptcassa voraus). wo nach einer halben Stunde der Ditbstahl festgtsteellt würd,. KecSk.mety ist spurlo« ver-schwundd'n. doch ist dir Ausforschung bereits ein» geleitet.. Drr Defraudant ist Jurist und Vic präst» deut de»S Universilä;Sclub?. •••••••• f • • • • • • • XreliiHt» piMteuriHlerte Süssrahm-Theebutter Blüthen-Honig SannthalerKäse Neuer Kremser-Senf bei AlOiSWfllH.lli.Ratliliaospsse. • • • O • O O • eingezogen, wird ausgenommen in der gemischten Warenbandlung de« K. Zlaul in Ober-Palggnn. Gleichzeitig auch ein Lelirlin^ 6363 aus besserem Hans«. Retourmarke veibeton. FahrkartßD- und Frac&tscheine" nach Amerika kOnigL belgische Pottdampfer der ,Red Star Linie4 von Antwerpen, direet nach New-York ontl Pliiaflil concess, von der höh. k. k. Osterr. Regierung. Man wende sich wegen Frachten and Fahrkarten an die 566S Ked »tar Linie in Wien, IV., Wiednergfirtel 20, Julius l'npprr, ßahnatru** 8 in Innsbruck, Anton Rebelt, B&hnhofgaase 98 in Laibach. (Ä«in Bodenwichsr) ist daS vorzüglichste EmlasSmiitel für harte Bödrn. 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