Lllibacher Tagblatt. Redaction und Expedition: Bahnhofgasse Nr. 15 Nr. 275. Samstaq, 29. November 1879. Mit der Post: Ganzithr. fl. 18. Morgen: Andreas A. Montag: Eligius. 3n(ettton«9tcife: eia« . _ _ Ipaltigk Pititjkilc k 4 It., bei 4 O CVa Wtederholn^ge» k S It. I». JL &* XU itigen 610 6 Zeilio io kr. Ei« Landsturm für Oesterreich. Da- „9teue Wiener Tagblatt" veröffentlicht den Entwurf einer Landsturmgesetzes für Oesterreich, welcher nach der Versicherung des genannten BlatteS nur noch den Moment der Erledigung deS WehrgesetzeS abwartet, um vom LandeSver-IheidigungSminister vor die Abgeordneten gebracht zu werden. Rach dem meritorischen Inhalte der vom „9i. Wr. Tagbl." gebrachten Mittheilungen soll der österreichische Landsturm alle physisch tauglichen männlichen Personen vom zurückgelegten 32. biS zum vollendeten 50. Lebensjahre umfassen, welche ihrer Dienstpflicht im österreichischen Heere, beziehungsweise in der Marine genüge gethan haben. Die Einberufung und Organisation des Landsturmes soll bei der Gefahr einer feindlichen Invasion durch den Kaiser in der Art erfolgen, dafS deßen Verwendung stets nur innerhalb der Reichsgrenzen ins Auge gefasst werden kann. AlS Zweck deS Landsturms, dessen Mitglieder zum Waffendienste in ihrer gewöhnlichen Kleidung ausrücken und als Erkennungszeichen bloß eine Armbinde in den Landesfarben erhalten sollen, wird neben anderen Leistungen zu Kriegszwecken namentlich die Unterstützung deS Heeres und der Landwehr durch seine Verwendung bei Vorbereitung deS Kriegsschauplatzes, durch möglichst vielseitige Beunruhigung und Schädigung des Feindes, Zerstörung und Herstellung von Communi-cotionen und Anlegung von Hindernissen, sowie auch die Besorgung des Botendienstes bezeichnet. Wir haben bereits bei dem ersten Auftauchen deS LandsturmprojecteS unsere Bedenken gegen dasselbe ausgesprochen. Jetzt aber, wo dieses Projekt greifbarere Formen anzunehmen scheint, halten wir uuS geradezu für verpflichtet, die Gründe ausführlicher auSeinanderzusetzen, welche bei unserem damals abgegebenen, abfälligen Urtheil Maßgebend waren. Wir sind uns dessen wohl bewusst, dass der Begriff Landsturm für unS Cesterreichet schon im Hinblicke auf den Opfer-muth der Tiroler Landesverteidigung gegen die Franzosen und Baiern einen gewissen bestechenden Klang besitzt. Auch das soll nicht in Abrede gestellt werden, dass der alpine Charakter der südlichen Provinzen Oesterreichs letztere mit allen jenen Vortheilen ausstattet, welche ein Land seiner Bevölkerung bei Führung eines Guerillakrieges gegen einen mit Heeresmacht einbrechenden Feind zu gewähren vermag. Damit sind aber auch schon alle Momente erschöpft, welche man für die Befürwortung des LandsturmprojecteS anführen könnte, während die Zahl der Bedenken, welche man gegen diesen Plan zu Felde führen muss, allen mehr vom romantischen als vom praktischen Standpunkte aus berechtigten Schwärmereien für die Institution des Landsturms ganz entschieden den Rang ablaufen. Die erste und wichtigste der Fragen, welche sich uns in dieser Beziehung aufdrängt, ist die nach der Völker- und friegsrccht-lichen Stellung, welche der Landsturm einzunehmen hätte. Die humane Kriegführung unserer Tage kennt in ihren völkerrechtlichen Satzungen keinen Landsturm und müsste unter den derzeitigen Verhältnissen den Mitgliedern deS Landsturms einfach jene Behandlung zutheil werden lassen, welche sie den Franktireurs im deutsch-sranzösischen Kriege zutheil werden ließ. Nur der ruhige Bürger, welcher am Kampfe selbst keinen Antheil nimmt, hat Anspruch auf die Schonung seines Lebens und seines Besitzthums durch einen eventuell einrückenden Feind. In einem Lande aber, wo eine jeden Augenblick zu beseitigende Armbinde das einzige Kennzeichen für den zur aktiven Teilnahme am Kriege verpflichteten Landsturm abgibt, darf man es keinem Feinde verargen, wenn er überhaupt jedes männliche Mitglied der Bevölkerung als einen heimlichen Gegner betrachtet, der nur die Gelegenheit abwartet, um über seine Soldaten herzufallen und Tod und Verderbe: seine Reihen zu tragen. Kann eine solche Bevölkerung auf Schonung hoffen? Ist es nicht vielmehr Pflicht der Selbsterhaltung für jede Armee, sich durch alle Mittel der Einschüchterung, ja selbst deS Terrorismus vor den Anschlägen solcher Gegner zu schützen, welche ihr heute noch als friedlicher Bürger entgegentreten, um ihr schon am nächsten Tage in Wehr und Waffen feindlich gegenüberzustehen? Man denke sich nur, welche Gestalt unter diesen Umständen ein Krieg annehmen müsste. Brand und Plünderung, alle Schrecken des BandenkriegeS würden in grässlicher Weise entfesselt und alle jene Fortschritte gewaltsam rückgängig gemacht werden, welche wir unserer Zeit in Bezug auf eine humane Kriegführung nachrühmen können. Man wende uns nicht ein, dass man Sorge treffen werde, die Mitglieder des österreichischen Landsturms und deren Angehörige unter den Schutz deS Völkerrechts zu stellen. Eine solche Einsprache entbehrt jeder Beweiskraft. Denn ebenso gewiss, als es ist, dass bei dem Stande der modernen Kriegskunst der Landsturm für bie Verteidigung jener Länder vorteilhaft sein kann, welche schon durch ihren Gebirgscharakter zun» kleinen Krieg geschaffen sind, ebenso gewiss ist t6 auch, dass jene Staaten, welche nicht über diesen Vortheil der natürlichen Bodenbeschaffenheit verfügen, sich dagegen wehren werden, den Landsturm völkerrechtlich der uniformierten Armee gleichzustellen. Ferner ist es völlig unerfindlich, wie man gerade jetzt, wo das Wehrgesetz ohnedies die größtmöglichen Forderungen an die Opferwilligkeit der Bevölkerung stellt, auf den Einfall kommen kann, eine Institution in Oesterreich einführen zu wollen, welche für den Kriegsfall ganze Provinzen, in erster Linie aber die Alpenländer, allen Schrecken einer gegen die Gefammtbevölkerung gerichteten Kriegführung aussetzen mussten. Tirok Iieuisseton. JanoS und Jonas. •ine Erzählung auS Tirol von Adolf Pichler. (Fortsetzung.) Jgnazi war damals Cooperator in einem tuchen Dorfe und hatte bald die Mühle entdeckt. AIS er den Alten und die Tochter in der Kirche ta, witterte er, dass er hier den Hebel ansetzen könne, um in der einen oder ändern Richtung «waS zu gewinnen; Betschwestern, die in jeden Topf gucken, bestätigten, als er sie vorsichtig aus« holte, seine Ahnung. Der Müller saß nachmittags gern ein Ständchen an der Sonne und blies dabei Wolken LauSkraut, das er im Gärtchen nebenan gebaut. in die Lust. e Anscheinend ganz harmlos spazierte der Herr Kooperator vorbei, er that, alö ob er den Müller, bereits bie Hand an die alte, schmutzige Zipfel-legte, nicht bemerke, und schaute starr zu »em Bilde ober der Thüre empor. „Gelobt sei Jesus Christus!" rief er plötzlich, ,hatt' Euch bald nicht gesehen, so gut hat mir die Muttergottes ober der Thür gefallen. Schon recht, wenn die Bauern ihre Schwelle mit solchen Gemälden segnen unb schützen, schon recht, dann kommt nichts Böse« hinein." Der Müller war ehrerbietig aufgestanden. „Niedersitzen, niedersitzen", sagte Jgnazi sanft und drückte ihn mit der rechten Hand auf die Bank, „ein so alter Mann soll nicht stehen. Jst's gefällig?" Er zog eine ungeheure schwarze Dose, auf deren Decke prächtig lackiert der heilige Aloysius mit dem Lilienftengel prangte. Das that dem Müller, der von Geistlichen nicht immer so viel Herablassung erfuhr, wohl • er fasste eine gewaltige Prise und schnupfte mit großem Behag n in mehreren Absätzen. Dann stand er auf, nahm die Mütze ab und lud den Hochwürdigen ein, in die Stube zu treten. Wie staunte Gertraud, als er ihr befahl, ein weißes Tuch auf den Tisch zu decken und Brot aufzustellen, er selbst nahm aus dem fest versperrten Schrank eine Flasche doppelt destillierten Brautwein und füllte ein geschliffenes Gläschen bis zum Goldrand. Jgnazi nippte. „Thät' einem gleich zu Kopf steigen! Ein schönes Ciucisix dort in der Ecke! So ist's recht, so soll es in christlichen Haus- haltungen fein!“ Er schielte bei diesen Worten nach Gertraud. „DaS Töchterl? ja wohl!“ Er wandte sich zum Mädchen. Sie zog die Hand fast erschrocken zurück, als er sie mit den feuchte» Fingern berührte. „Ist halt ein Bauerutrall", murrte der Alte, „bie nicht weiß, wie man einen solchen Besuch ehrt.* „Behüte Gott", unterbrach ihn Jgnazi, „ein solcher Vater hat nur brave Töchter." Er empfahl sich bald mit einem demüthigen Gruß. Den Fuß hatte er im Haufe, dar ädrige sollte die Zeit reifen. Auf der Wiese bei Mieder* blühten schon einzelne Zeitlosen, die Schnitter banden abend* die letzten Garben unweit der KrmMchelS, den wir Naturforschern als eine alte Moräne und Touristen wegen der wundervollen Aussicht auf die Gletscher deS Hintergrundes empfehlen. Gertraud hatte ihren Leuten Brot und einen Krug saure Milch zur Labung gebracht. Der Vater ruhte im Schatten des Kirschbaumes, welcher seitwärts an der Lrhne steht. Die Fülle des WeizenS war so grosS, dass die Wagen unter der Last knarrten, hat seine» Landsturm, genießt aber dafür eine große Begünstigung in Bezug auf seine übrige Leistung zur Wehrhaftleistung des Staates. Dort ist der Landsturm ein antiquiertes Ueberbleibsel, ganz abgesehen davon, dass keine zweite Provinz mehr den Charakter einer natürlichen Festung trägt, als Tirol. In allen übrigen Provinzen, welche bereits sämmtliche Lasten des Wehrgesetzes tragen, wäre derLandsturm eine neue Bürde, völlig überflüssig deshalb, weil gewiss unsere, in den Alpenländern rekrutierten Soldaten im Gebirgskriege besser verwendbar sind, als ein nothdürstig organisierter Landsturm, dessen erste militärische Operation dem Feinde allen Anlass geben könnte und müsste, feinen Kampf gegen die Heere Oesterreichs in einen schonungslosen Krieg gegen dessen Bevölkerung zu verwandeln. I» richtiger Vorahnung der wenig erfreulichen Htimmung, welche die vom „N. Wr. Tgbl." und von der „Deutschen Zeitung" gebrachten Meldungen über die beabsichtigte Organisation eines Landsturmes in der Bevölkerung hervorrufeii müssen, hat sich die vffieiöfe „Wiener Abendpost" beeilt, diesen Nachrichten ein Dementi auf dem Fuße Nachfolgen zu lassen. Abgesehen davon, dass die „Deutsche Ztg." trotz der officiösen Beschwichtigung die Erklärung abgibt, ihre Mitteilungen vollständig aufrecht erhalten zn müssen, ist auch das betreffende Com-munique der „Wiener Abendpost" in einer Form gehalten, welche eher eine Bestätigung denn eine Widerlegung der dementierten Nachrichten enthält. Wesentlich ist nur. dass der „Wiener Abcndpost" zufolge vorläufig die Absicht bestehen soll, den Landsturm aus Freiwilligen zu bilden. Aber auch für den Fall, als man diese Institution nur im be-zeichneten Rahmen einzuführen beabsichtigen sollte, bleiben alle die Befürchtungen aufrecht, welche wir in unserem Artikel betreffs der Folgen der Landsturmorganisation ausgesprochen haben. Der einrückende Feind würde sich eben nicht für verpflichtet halten, zu untersuchen, ob sich die Bevölkerung des von ihm oecupierten TerrainS bei dem Landstürme txtheiligte oder nicht, sondern würde dieselbe eben in Bausch und Bogen für eine Theilnahme am Kriege verantwortlich machen, für welche die bestehenden völkerrechtlichen Verträge und Abmachungen keinen Paragraphen enthalten. . , l V * * Pach einer Mittheilung der „Narodni Listy" haben die czechischen Abgeordneten ihre Führer beauftragt. dem Grafen Daaffe gegenüber zu erklären, dass ihr Beschluss, der Wehrgesetzvorlage beizustimmen, im Widerspruche mit dem Willen ihrer Wähler stehe. Doch hätten sie dieses Opfer mit Selbstverleugnung ihrer eigenen Gefühle dem Reiche nur in der Hoffnung gebracht, dass nunmehr die Wünsche der Czechen erfüllt würden. — Diese Meldung bedarf keines weiteren Kommentars. Sie ist eben nur ein neuer Beweis dafür, dass man auch in den sogenannten liberalen Kreisen des Czechenclnbs die gerechtesten Anforderungen der Wähler und die eigene Ueberzeugung in den Wind schlägt, wenn man mir für diese politische Selbstentmannung eine oder die andere nationale Concession einzutauschen vermag. V * * Als ein beachtenswertes Symptom der politischen Situation Ungarns kann ei gelten, dass der „Pester Lloyd" den Fortbestand des Ministeriums TiSza von einer gründlichen Regeneration des Ca-binets abhängig erklärt.. Er geht von der Ansicht ans, dass nun nach Erledigung der aus den AuS« gleich und die orientalische Politik bezugnehmenden Fragen die Zeit für „die eigentlichen Ressort-Angelegenheiten, die concreten Aufgaben der Regierung" gekommen fei und fordert nicht nur die Ernennung eines tüchtigen Ministers des Innern, sondern will auch jene nominellen Inhaber der Miuisterportefeuilles beseitigt wissen, welche sich mit dem Titel ihres AmteS begnügen, dessen Regierungslasten aber ganz und gar dem Ministerpräsidenten tragen lassen. Der „Pester Lloyd" spricht hie mit nur die längst bekannte Erfahrung aus, dass die ungarische Regierung derzeit ganz und gar in den Händen eines einzelnen Mannes ruht, neben welchem die übrigen Kronräthe nur als Marionetten ohne eigentliche Bedeutung fungieren. * * liebet die Bedeutung des Besuches der dänischen Königsfamilie spricht sich das Kopenhagener „Dagbladet" in einer Form aus, welche, weit entfernt die Berechtigung der früher vorhandenen Spannung zwischen Dänemark und Deutschland irgendwie in Abrede zn stellen, doch wieder die Notwendigkeit der mm erfolgten freundschaftlichen Annäherung unumwunden anerkennt. „Unsere bisherige reservierte Haltung — so erklärt das citierte Organ — ist der Ausdruck berechtigter Gefühle. Es ist jedoch ein Missverständnis, wenn man in Deutschland glaubt, dieselben seien von seindseligen Hintergedanken beseelt. In Dänemark herrscht nur eine Meinung vor von der Notwendigkeit und der Bedeutung freundschaftlicher Beziehungen zu Deutschland, unsere Wünsche für diese guten Beziehungen sind aufrichtig. Für Deutschland werde der Besuch ein Beweis sein, dass wir die Beziehungen zu Deutschland, wie diejenigen zu den anderen europäischen Großmächten betrachten." Was die Beziehungen des vorerwähnten Besuches zur Lösung der Welfeufrage anbelangt, so wird von gut unterrichteter Seite erklärt, dass zwar nicht gut anzunehmen fei, dass man in Abwesenheit des Reichskanzlers eine so hochwichtige Angelegenheit verhandeln werde. Doch wird zugegeben, dass inan in Berlin geneigt sei, dem Herzog von Cmnberland gegen eine förmliche Verzichtleistung auf seine Erbsvlgerechte in Hannover die Thronfolge in Brauuschweig zuzugestehen. Letzteres ist umso wahrscheinlicher, als bei dem Misstrauen der Mittelstaaten gegen eine Vermehrung der preußischen Stimmen im BuudeSrathe Preußen wohl oder übel auf die Annexion der braunschweigischen Lande verzichten muss. * * Vorgestern ist die Rückkehr der französischen Kammern nach Paris erfolgt. Nachdem sie sieben Jahre hindurch in Tours, Bordeaux und Versailles getagt, haben sie nunmehr ihren bleibenden Sitz wieder in der Hauptstadt des Landes genommen. Noch vor kurzer Zeit hatte eS den Anschein, als ob dieser Beginn einer neuen Aera für die französische Republik gleichzeitig durch den Ausbruch einer inneren Krisis markiert werden sollte, zu welcher die drohende Spaltung im Lager der Republikaner und ein Angriff der radikaleren Republikaner auf die gemäßigte Haltung de» Präsidenten der Republik und des Cabinets Waddington das Signal werden konnte. Die Ueberschwäiiglichkeit der Ultraradicalen uiid die Wiederherstellung des guten Einvernehmens zwischen Gambetta und Grevy hat diese Gefahr vorläufig beseitigt. Alles, was die „Gauche republicaine", die republikanische Linke der französischen Deputiertenkammer von der Regierung verlangt, ist, dass durch Veränderungen in de» verschiedenen Verwaltungszweigen den Beschwerden gegen die Beibehaltung solcher Beamten abgeholfen werde, deren feindliche Haltung gegenüber der Republik hinlänglich conftatiert sei. Diesem Wunsche kann die Regierung umso leichter nachkommen, als die in letzter Zeit vorgekommenen Demonstrationen dem Ministerium Anlass genug geben, dem politischen Verhalten der Staatsdiener etwas schärfer auf die Finger zu sehen. * * * Endlich ist die bereits in unserem Artikel über die Parteiverhciltuisse der bulgarischen Skupschtina angekündigte Ministerkrisis in Fluss gerathen. Ein Ministerium, dem man so gegenübertrat, wie es dem Cabiuete Baladauow seitens der sogenannte» bulgarische» Liberalen geschah, kann eben nicht im Amte bleiben. Andererseits scheint Fürst Alexander über Fortsetzung in der Beilage. er meinte jedoch, in seiner Jugend hätten die Aecker mehr getragen, weil man dort mehr und fleißiger gebetet. Seine Betrachtung wurde durch den einförmigen Takt einer Trommel unterbrochen, auf der Straße in der Richtung gegen Schönberg glitzerten WuSketeuröhre, bald wurden in einer Staubwolke hie weißen Röcke der Grenadiere sichtbar. Gertraud erschrak, dass ihr Herz klopfte. , „Heilige Dreifaltigkeit", rief der Alte und gieng langsam an den Zaun, „da kommen ja gar Soldaten an, für ein Manöver ist's noch zu früh, das war' doch schrecklich, würden die Fresser im armen Stubai einquartiert." Die Dirnen schauten von der Arbeit auf, sie Warfen die Rechen weg und stellten sich neugierig hinter den Müller. Je näher die Compagnie heran marschierte, desto mehr freuten sie sich aus die schlanken braunen Ungarn, von deren Lustigkeit und Leichtigkeit beim Tanz man so viel geschwatzt. Die Burschen schauten misstrauisch auf die flotten Uniformen, mancher griff inechanifch nach dem Schlagring in der Tasche, denn das konnten sie sich an den Fingern abzählen, dass ihnen die Gäste in den Hag gerathen würden. Mürrisch brummte der Müller: „Käm' das hochwürdige Gut, ihr hättet es nicht so eilig, schaut zum Zeug." Die Dienstboten machten sich wieder zu thuu, doch war kein rechter Ernst dabei. Gertraud hatte den Befehl des Vaters überhört, weil sie den barschen Ton längst gewohnt war. Die ersten Rotten schritten vorüber, sie musterte Mann für Mann, da. . . der war's, er erkannte sie, seine ernsten Züge erheiterten sich, und mit der Hand grüßend rief er: „Grüß Gott, Madl, bist auch da? Grüß Gott!" Sie sah ihn mit großen Augen an, ohne eine Antwort zu finden ... der Zug- war vorüber. Nun stürmten die Mädchen auf sie loS: „Deswegen bist du so gern nach Innsbruck, du Falsche, du hast also schon einen?" Und eine Flut von Fragen ergoss sich über die Geängstigte, von der nun auch der Vater Auskunft über die saubere Bekanntschaft mit einem Kamaschenhnpser forderte. Sie erzählte kurz das Zusammentreffen auf dem Nikolausmarkt, die Freundinnen zupften einander ungläubig an der Schürze; wie hätte sich der prächtige Corporal von dort her noch erinnern und gar so vertraut grüßen können. Eins flüsterte: „Was noch nicht ist. kann schon werden!" Gertraud schloss sich, ohne ein Wort zu sagen, den Schnittern an, welche in das Dorf eilten, um dort das Neueste zu erfahren. Richtig! Einquartierung! Der Hauptmann marschierte mit drei Züg«n weiter, um die Mannschaft in Telfes, Vulpmes, Medraz und Neustift unterzubringen. Janos blieb als höchster Commandierender zu Mieders und erhielt die Bollete zum Neuwirt. Der Müller wurde dieseSmal übergangen, da er von früher einige Köpfe auf Rechnung hatte. Gertraud hatte Mühe, den Sturm ihres Herzens zu verbergen; kaum den Löffel aus dem Mund, stieg sie über die Treppe in die Kammer. Sie konnte nicht schlafen, doch flössen die Stunden vor ihrem brennenden Auge schnell vorüber. Hinter dem hohen Glnngezer stieg der Mond, die Gletscher schimmerten und die Verklärung de« Friedens floss über die ruhige Herbstlandschaft.' Plötzlich zitterte ein leiser Ton durch die Luft, weich und eigentümlich, ähnliche Töne schwebten näher, schwebten ferner, es war wie Musik und doch nicht Musik; sie horchte und dachte an Geister- Beilage zum „Laibacher Tagblatt^ Nr/275 vom 29. November 1879. den parlamentarischen Coup der Liberalen und über das seinem ersten Ministerium an den Kopf geschleuderte Misstrauen nicht wenig überrascht gewesen zu sein. Thatsache ist, dass er sich lange Zeit zu keinem definitiven Schritte in dieser Angelegenheit entschließen konnte. So blieb nach Zurückweisung der Adresse der liberalen Skupschtinamajorität das Demissionsgesuch des Ministeriums vierzehn Tage hindurch unerledigt, während Fürst Alexander doch wieder nicht den Mnth fand, dem Cabinete Bala-banow die erste bulgarische Nationalversammlung zu opfern und Neuwahlen auszuschreiben. Nach langem Ueberlegen hat man endlich zu dein bekannten und vielfach missbrauchten Mittel einer Fusionierung gegriffen, indem man den Führer der liberalen Opposition, Herrn Karawelow, beauftragte, ein aus Liberalen und Conservativen gebildetes Cabinet zusammenzustellen. * * Wie der „Deutschen Zeitung" aus Constan-tinopel geschrieben wird, ist in letzter Zeit wieder viel von der Entsendung eines Vertrauensmannes der Pforte an den Hof des Zaren die Rede. Schon seit einigen Wochen findet ein lebhafter De-pefchenwechsel zwischen dem türkischen Minister des Aeußern und dem Botschafter der Pforte am russischen Hofe statt, und in diplomatischen Kreisen will man auch wissen, dass Fürst Lobanow schon vor einiger Zeit dem Sultan zu verstehen gegeben habe, dass man in der russischen Hauptstadt gerne einen persönlichen Meinungsaustausch mit einer von Sr. Majestät dem Sultan hiezu als vertrauenswürdig angesehenen staatsmännischeu Persönlichkeit pflegen würde. Gegen die Kombination, welche Osman Pascha als den mnthmaßlichen Vertrauensmann für diese Mission bezeichnet, wird bemerkt, dass der Sultan den Löwen von Plewna zwar als Soldaten Hochhalte, ihm jedoch in allen anderen Beziehnngeu nur Misstrauen und Furcht entgegenbringe. Vermischtes. — Vom krankenBismarck. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" veröffentlicht folgendes Schreiben Bismarcks aus Barzin, 25. d. M.: „Infolge der durch die Presse über meine Gesundheit verbreiteten Nachrichten gehen mir von den' verschiedensten Seiten, und zwar nächst Deutschland namentlich aus England, freundliche Rathschläge und ärztliche Mittel in großer Anzahl zn. So Wohl mir diese Beweise von Theiluahme auch thuu, so bin ich doch leider zu wenig gesund, um den Absendern schriftlich antworten und danken zu können. Ich bitte deshalb alle diejenigen, welche stimmen, dann aber, ihres Aberglaubens spottend, öffnete sie das Fenster und beugte sich hinaus. Eine hohe Gestalt trat aus dem Dunkel — sie starrte hinab, es war Janos: „Schlaf wohl, Gertraud", flüsterte er, „schlaf wohl!" und verschwand. Wie manche Ungarn, namentlich die Zigeuner, ein Virtuos auf der Maultrommel, hatte er ihr mit diesem sonderbaren Instrument ein Ständchen gebracht. Sie griff an die Stirn, ob sie wache: frisch wehte sie die Nachtluft an, und ihr Herz jubelte: "Er liebt mich! er liebt mich!" Ein einziges Gefühl wogte durch ihre Brust, "^herrschte Hirn und Sinne: „Er liebt mich!" Noch wachte sie, bald sollte sie träumen; ihr ^uge schloss sich — wer so träumen könnte wie sie! O, dass sich der Himmel nur in stiller Nacht zu uns niedersenkt, entweder führt er uns dann mit seinen Sternen hinaus über uns selbst in”die selbstlose, ewige Unendlichkeit, oder er zaubert in unsern stummen Schlaf die Bilder eines Eden, welche die Sonne mit ihrem Strahl wie mit einem Flammenschwerte zerstört. (Fortsetzung folgt.) mich durch ihre wohlwollennde Absicht, mir zu helfen, erfreut haben, meinen verbindlichsten Dank aus diesem Wege entgegenzunehmen." — Eine Spielbank in San Marino. San Marino, die Pygmäenrepublik des Monte Titano, welche ihre Selbständigkeit derzeit nur ihrer Bedeutungslosigkeit so wie dem Umstande verdankt, dass deren Verwaltung dem Königreiche Italien nur Kosten verursachen würde, ohne irgend welchen Nutzen zu bieten, soll nun eine Spielbank erhalten. Früher haben die Malinesen das Deficit ihres Budgets durch einen ziemlich schwunghaften Handel mit Confulats- und Adelstiteln der Republik gedeckt. In letzter Zeit scheint mau jedoch dem Titel eines Grafen der Republik San Marino u. s. w. im Auslande keinen hohen Wert beigelegt zu haben. Wenigstens wurden schon vor längerer Zeit Gerüchte laut, dass die Regierung einer französischen Unternehmung das Recht zur Errichtung einer Spielbank auf dem Felsen des Monte Titano verliehen habe. Anfangs wurden diese Gerüchte dementiert. Neuerdings wird aber aus Paris geschrieben, dass dort bereits bedeutende Bestellungen für die künftige Spielbank in San Marino gemacht wurden. Die Unternehmer wollen ein Etablissement ersten Ranges errichten, das alle bisherigen ähnlichen Unternehmungen in Schatten stellen soll. Der Preis, den die Pächter der Repu--blik zahlen, ist so bedeutend, dass, wenn er unter die ehrsamen Republikaner von San Marino vertheilt würde, jeder Einzelne ein Kapital von mehreren tausend Francs ausbezahlt erhielte. Die gute Republik hat sich lang gesträubt, aber endlich hat sie den verlockenden Anerbietungen der Spielpächter nicht widerstehen können. — Unheimliche Gäste. In einem Dorfe im bngnrußlanschcn Kreise in Russland bemerkte im verflossenen Winter der Nachtwächter in einer Nacht einen mit einem Pferde bespannten Schlitten, auf dem drei Gestalten saßen, vor der Dorfschenke, näherte sich demselben und ries die unbeweglich ans dein Schlitten Sitzenden an, erhielt aber keine Antwort. Da er es allein nicht wagte, die Un- bekannten näher zu untersuchen, so begab er sich zum Dorfältesten und thciltc demselben mit, es seien verdächtige Menschen angekommen. Nach einer halben Stunde hatte sich fast die gestimmte Bevölkerung bei der Schenke versammelt, niemand aber wagte es, trotz der wiederholte» Aufforderung des Dorfältesten, sich den geheimnis- vollen Gestalten zu nähern. Endlich entschloss sich ein Weib und gieng mit den Worten: „Ein- mal muss man doch sterben!'' energisch aus den Schlitten los und sah einem der Sitzenden ins Gesicht, fuhr aber mit einem furchtbaren Geschrei zurück und ergriff die Flucht. Dem Beispiele des Weibes folgte die gesummte Bevölkerung, ohne sich über die Natur der unheimlichen Gestalten aufzuklären. Erst am anderen Morgen sah man, dass auf dem Schlitten sich drei Leichen befanden. Eine gerichtliche Untersuchung ergab, dass am vorhergehen den Abend drei Pferdediebe auf frischer That in einem benachbarten Dorfe ertappt und von den wüthenden Bauern so lange gemisshandett waren, bis sie den Geist ausgaben. Daraus hatten die Bauern die drei Leichen auf einen Schlitten geworfen und das Pferd fortgetrieben. Der Pro cess gegen die Bauern, welche diesen Mord verübt, kam unlängst, wie man der „Molwa" schreibt, vor dem Geschwornengerichte zur Verhandlung. Die Angeklagten wurden freigesprochen. Local- und Provinzial-Angelegenheiten. — (Der Abschied unseres Regi ment s.) Die beiden Bataillone des Regiments Freiherr v. Kuhn, deren Rückkehr aus Bosnien die Bevölkerung Laibachs in so glänzender Weise feierte sollten unsere Stadt nicht verlassen, ohne derselben eine besondere Aufmerksamkeit erwiesen zu haben Ueber Anordnung des Regimen tscoinmandanten Obersten» Prieger fand gestern nachmittag» eine Platzmusik und abends ein Zapfenstreich der Regiments-Musikkapelle statt, bei welchem den Vertretern des Landes, der Stadt und der Regierung Ständchen dargebracht wurden. Dass bei beiden Anlässen ein zahlreiches Publicum sich sammelte, ist bei der mageren musikalischen Kost, ans welche wir hier in Laibach angewiesen sind und auf welcher die Concerte der Philharmoniker wie künstlich hervorgebrachte Jettaugen auf einer Spitalsuppe schwimmen, leicht begreiflich. Abends fand eine gemeinschaftliche Officierstasel im Hotel „Elephant" statt. ES war das der letzte Abend, welchen die Osfieiere unsere-Regimentes in Laibach zubringen sollten, da bereit-heute in aller Frühe der Abmarsch der Truppen nach Wien erfolgte. — (Concert Schmettow.) Wie man uni mittheilt, wird die Bereitwilligkeit der Redaction bei Unterstützung künstlerischer Bestrebungen nnd Pro» dnetioneu im Falle „Concert Schmettow" dazu missbraucht, um für die Kompositionen der betreffenden Dame, beziehungsweise für deren Verkauf, Reelame zu machen. Dem gegenüber sehen wir ungut Erklärung veranlasst, dass wir die aus die Gräfin Schmettow bezugnehmende Notiz nur auf eine bestimmte Zusicherung ihres Secretärs hin ausnahmen, dass seine Gebieterin in Laibach zu concertieren beabsichtige. Hätten wir geahnt, das-Frau Schmettow nur die Absicht hat, mit ihren Compositionen hausieren zu gehen, so hätten wir uns wohl gehütet, das Publicum auf sie besonder-aufmerksam zu machen. — (Italienische Strolche.) In der gestern abgehaltenen Schlnssverhandlung gegen jene beiden Gauner, welche den Wirtshauspächter im Gasthause „Z»m Numero Eins" in Laibach die Brieftasche entrissen und damit das Weite gesucht hatten, wurden die Angeklagten trotz ihres frechen Lengnens und trotz ihrer Versicherung, dass man sie unschuldig in Verdacht Hobe, der ihnen zur Last gelegten That durch übereinstimmende Zeugenaussagen überwiesen und zur Kerkerstrafe von neun und acht Monaten und zur Landesverweisung ver-urtheilt. — („DieKinderdesCapitänGrant") ist der Titel von dreizehn nach den bekannten Schilderungen von Julius Verne gemalten Deco* rationen, zu welchen aus dem gleichnamigen Romane des französischen Schriftstellers ein dramatischer Text zusammengestoppelt wurde. Die Deco» rationen des Breslauers Theaters, welche bei den hiesigen Aufführungen der „Kinder des Capitän Grant" benützt werden, sind sehenswert. Alle-übrige ist wertlose Zuthat. — (Un g lücks sal l.) Wie die „Laibacher Zeitung" mittheilt, ist der Grundbesitzer KalLik au-Gothendorf am 11. d. dadurch verunglückt, das- der mit Weinfässern beladene Wagen des Hutmacher-Carl Andrä aus Rudolfswert, auf welchem er neben dem Fuhrvetfebesitzet Platz genommen hatte, in der Nähe des Friedhofes der Ortschaft Stopitsch um* stürzte. Andrä kam mit dem Schrecken davon; Kalkic, welcher unter denselben zu liegen kam, wurde so schwer beschädigt, dass er infolge der erlittenen inneren Verletzungen nach wenigen Minuten den Geist aufgab. * * * — (Ein netter Herr Pfarrer.) Die in unserem Berichte vom 26. November über die betreffende Schwurgerichtsverhandlung angedeuteten Aussagen der einvernommenen Zeuginnen sind wir in der Lage noch mit folgenden interessanten Details zn vervollständigen. Der Marie &elno* vor wurde, wie der Pfarrer selbst eingestand, der Kirchensitz deshalb weggenommen, weil die Kirche von Preska als Gläubigerin eines auf der Realität des Mannes der Genannten intabuiierten Kapitals von 400 fl. bei der Egecution der Realität mit den bereits verjährten vierjährigen Interessen zu kurz gekommen war. Der spekulative Pfarrer glaubte mittelst Entziehung des Kirchensitzes diese gesetzlich als uneinbriglich erklärten Zinsen von der Gattin des Executen in der angedeuteten Weise herauszuprefsen. Die höchste Ungnade des Pfarres hatte sich jedoch auf die Zeugin Maria T r a m p u s ch, Mutter zweier Fabriksarbeiterinnen, entladen, welche von Preska, wo sie früher wohnte, aus ökonomischen Rücksichten sich itt die Nähe der Papierfabrik überfiedelt hatte, wohin ihr jedoch ihr Mann nicht folgen wollte, obschon er auch mit der Familie in gutem Einvernehmen geblieben war. Die Unglückliche wurde eines Sonntags von der Kanzel herab ihres Sitzes für verlustig erklärt, ihr der weitere Zutritt in die Kirche verboten, jede kirchliche Beihilfe, ja im Falle des Absterbens auch das Kirchengeläute versagt, somit eine förmliche Excommunication. Es geschah dies im vorigen, Jahre und haben die liberalen Blätter von diesem Racheacte des Pfarrers Notiz genommen. Letzterer wollte im Schwurgerichtssaale diesen Vorgang damit rechtfertigen, weil Trampusch mit ihren Töchtern in der Gemeinde großes Aergernis verursachte, was jedoch der Bürgermeister Cvajner entschieden in Abrede stellte. Nach diesen für den Pfarrer höchst gravierenden Aussagen meldete sich nochmals der Postmeister Lorenz Kautschitsch von Zwischenwässern, um vorzubringen, dass auch seine Frau, die mit Der PfarrerSköchin auf sehr schlechtem Fuß lebte, eine schmähliche Zurücksetzung in der Kirche seitens des Pfarrers zu erdulden hatte. Es fei nämlich bei Opfergängen üblich, dass jedem Opfernden eine Reliquie zum Kusse dargereicht wird. Als nun seine Frau bei einem solchen Opfergange an die Reihe kam und ihren Obolus vor den Pfarrer hinlegte, Wendete sich dieser absichtlich von ihr, ohne ihr die Reliquie zum Kusse zu reichen, was ihm von allen anwesenden Frauen sehr übel vermerkt wurde. Bei der nachmittägigen Verhandlung am 25. d. wurde zuerst Mina Bisant einvernommen. Auch diese Person wurde eines Kirchensitzes deshalb verlustig erklärt, weil sie in einem Processe der Pfarrersköchin als Zeugin zu Ungunsten dieser ausgesagt hatte. Dcr Pfarrer ließ ihr zwar den Kaufpreis für den Sitz (prim§ina) zurückstellen, allein Mina Bisant ließ sich dies nicht gefallen, sie kam in den Pfarrhof und legte das Geld vor den Pfarrer nieder auf den Tisch. Es kam zu sehr heftigen Erörterungen zwischen beiden, der Pfarrer drohte, ihr das Christusbild zeigend, sie werde gleich in die Hölle fahren, wenn sie nicht den Sitz aufgäbe, sollte sie eS dennoch wagen, ihn wieder einznnehinen, so werde er sie während der Messe aus der Bank hetaiiSziehen, schließlich versetzte er ihr ein paar Ohrfeigen. DasS es der Herr Pfarrer nicht bloß beim Ohrfeigen bewenden ließ, sonder» feine Schäflein bis auf's Blut zu kratzen verstand, beweist unter eidlicher Aussage der Hutmachergehilse Anton K a i ser, welcher dem Pfarrer das von diesem an eine ihm missliebige Partei rückgestellte Kaufgeld für einen Kirchenfitz wieder in den Pfarrhof zurückbrachte mit dem Bemerken, dass solche Absagen nicht angehe», indem der Sitz der Partei bis zu ihrem Lebensende gehöre. Der Pfarrer sowohl als feine Köchin fielen über Kaiser her; von crstcrem wurde er geohrseigt und auf der Wange blutig zerkratzt, von letzterer erhielt er im Vorhause eine Trstcht Schläge. Der Zeuge Andrej Cvajner bestätigt eidlich, er habe den Kaiser blutend aus dein Psarrhose kommen gesehen. Pfarrer Aleö gesteht wohl zu. dass er gegen Kaiser heftig gewesen sei, jedoch habe er ihn nur zum Zimmer hinausgedrängt. Dieser Bursche habe ihm mit anderen Nachtschwärmern viele Possen gespielt und viel Aerger verursacht. In der Nacht seien die Burschen vor dem Pfarrhof lärmend erschienen, einmal hätten sie um Mitternacht Pöllerschüfse abgefeuert, sie hätten ihm ist seinem Obstgarten und an feinen Blumentöpfen viel Schaden angerichtet. i Von der Vernehmung der beiden vom Pfarrer namhaft gemachten Entlastungszeugen Nikolaus I amnik und Carl Sacheiner nahm der Gerichtshof, obfchon unter Protest des klägerischen Ver-theidigers Konscheg g, Umgang, und zwar aus dem Grunde, weil deren Namhaftmachung durch den Kläger zu spät erfolgt ist, ihre Aussagen wären auch irrelevant gewesen, da sie sich auf Cvnstatie-rung von Thcitsachen bezogen, die von den Beklagten zugestanden wurden, so z. B. Ankauf von Glocken, wofür jedoch sogenannte Sammlungen veranstaltet wurden. Dagegen gestattete der Vorsitzende, Oberlandesgerichtsrath Kap retz, vermöge der ihm zustehenden discretionären Befugnis die Verlesung von Aktenstücken, von denen einige ein Streiflicht auf das sehr gereizte Verhältnis zwischen dem Pfarrhofe von Preska und der Psarrgemeinde zu werfen geeignet waren. Die PfarrerSköchin war im Laufe dieses Jahres einmal von den Dorfinsassen körperlich beschädigt worden, wofür ihr durch ein civilgerichtlicheS Urtheil ein Schadenersatz von 106 fl. zuerkannt worden war. Desgleichen widerfuhr einigen Betschwestern, die eine kleine Marienstatue in den Pfarrhof trugen, eine Attaque seitens der Burschen des Dorfes. Pfarrer Ales beschuldigt den Bürgermeister, dass ans seine Anstiftung dies alles in Scene gesetzt worden sei. Der Vertheidiger des Angeklagten, Dr. Mosche, bemerkt, dass gegen das diesfalls im Civilprocesse erflossene erstrichterliche Urtheil fein Client die Berufung angemeldet habe. Nachdem hiemit das Beweisverfahren geschlossen war und zur Fragestellung geschritten werden sollte, bemerkte der Vorsitzende, dass dies der letzte Moment sei, wo dem Kläger das Recht zustehe, von der Aw klage abzufallen und mit dem Gegner einen Ausgleich einzngehen. Pfarrer Ale! erklärt, die vorgelescnen Rechnungen hätten e» erwiesen, dass er keinen Heller an Kirchengeldern sich ungeeignet, vielmehr habe er aus Eigenem zngesetzt; er selbst besitze nichts, der Bischof habe die Kirche oft besucht mit» keine Ausstellung zn machen befunden, er stehe demnach von dcr Anklage ab, wenn erkannt würde, dass seine Ehre intact sei, und wenn ihm von den Geklagten die Kosten des angestrengten Proeesses vergütet würden. Die Geklagten erklären, nur auf ein unbedingtes Abtreten von der Anklage eingehen zn können. Der Gerichtshof stellte bezüglich aller drei Angeklagten die Frage auf Ehrenbeleidigung, und im Falle der Bejahung die Zusatzsrage, ob der Wahrheitsbeweis erbracht worden sei. Ueber das freisprechende Verdikt der Geschwor-nen haben wir bereits in der MittwochSnummer berichtet. 3tt Laibach verkehrende Eijrnbahiyüge. Südbahn. 1 Uhr 7 Min. nachm. Postzug. 3 „ 52 „ morgensEilpostzng. 10 35 „ vorm. Eilzug. 5 2 " 10 42 » früh gem. Zug. nachts Eilpostzug. 3 „ 17 „ nachm. Postzug. ti „ 12 „ abends Eilzug. 9 „ 50 „ abends gem. Zug. Nach Wien Abf. Triest (Die Eilzüge haben 4 Min., die Perfonenzüge circa 10 Minuten und die gemischten Züge circa */, Stunde Aufenthalt.) Kronprinz - Rudolfbahn. Abfahrt Ankunft 7 Uhr 5 Minuten früh. 1 .. — mittags. 6 „ 40 „ abends. 9 „ 30 „ abends. 8 „ 55 „ morgens. 2 „ 56 „ nachmittags. Wiener Börse vom 28. November. Allgemeine &leali-MiiitiL Geld Papierrente 08 30 ©ilbetrente 70 65 Soldrenre................ 80 55 TtaarSlose, 1854. 1860. 1860 zu 100 fl. 1864. . 123 50 128 25 131-50 1166'— 6rii0d<0ttu|hiufli~ ; •Migutionen. Galizien .... Siebenbürgen *. Temeser Banat Ungarn.......... Andere ftffenttüfi« Anlefitn. 96 50 8430 87 50 88 40 War, 68 40 70 75 80 65 124-12860 132*— 166*50 97-- 85- 88- 89- 877—1277 20 642 - ! 844 Witterung. Laibach, 29. November. Angenehmer, sonniger Tag, schwacher NW. Temperatur: morgen? 7 Ubr — 7'4". nachmittags 2 Uhr — 2 4" 6. (1878 + 11 i"; 1877 + 7 6" C.) Barometer im Fallen. 730 51 Millimeter. Da« gestrige TaaeSmittel der Temperatur - 2 t", um 5 4' unter dem Normale. Theater. Heute (gerader Tag): Die Kinder des Capitän Grant. Großes Ausstattungsstück mit Gesang in 13 Bildern von Julius Verne. Aleppo. %&z Reiner GalluSertraet unter Garantie des Fabrikanten. Borräthig bei (412) 64—40 Carl S. Till, Donau-Regul.-Lose . U3 25 U3-50 ttug. Prämienanlehen i06-— ;lot> 50 Wiener «nlehen . . .;il7f>u ,118— ütfien v. üonlun. Eredttanstalt s.H.u.G. Wationalbant.......... fldieß v.Lruuspurt Üolmithmuiipen. Llsöld-Bahn...........137 75.! 138 L Donau - Dampfschiff -> 683 —|ö#f> -~ Hnsadelh-Westb^n . 170—-! 176-60 tycrbinanM'-ybrch. . j 229;'. 230» Hianz-Iosepb .!)52-~• Iö2 ö0 GaUz. Äan - vuMw^v ^411 - 240 25 riemberg • (t^auon-iy |Uf. 7:‘> i4erb.=9iorbb. «.Silbe ,)ranz-Ioseph-Bah:i Äaliz.K-Lnbwigb.l.E Öest. Norbwest-Bab-Liebenbürger Bahn StaatSbahn, 1. <5m. Lübbahn fr 3 Perz n 4 5 * • |)rioal(ofc. (Erebttlofe ......... rttubolsslose .... 42 75 142*50 260 50 83 129-75 117 25 9950 101-35 100.76 DtoiUli. Ware 143-25 143 — 261 — 83*50 130 26 11776 99 76 101*55 101 25 96 35 106-25 95-60 102 25 »6 74 70 168 — 118 76 101-70 173 — 18- I16‘60 96 70 106 75 95-20 102.50 96-60 75 — 160 — 119-10180 174- 1850 11680 4>cIdlort0ci Slnals-Aulehen 128 25. - Bank- etetien 841. — Creditactien 279 — London 116 55. — Silber —. — it. (. 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Achtungsvollst (574) 5-1 Eduard Vach., Herrschaftsverwalter. Nqitra Sarfö, Post E.-Rippeny, am 29. Nov. 1878. DepotS für Krain bei Victor v. Tmköczy, Apotheker „zum goldenen Einhorn" in Laibach, Rathausplatz Nr. 4. Angekommene Fremde am 28. November. Hotel Stadt Wien. Eberhart, Wiener, Breitschinq, ffflte., und Hay, Reisender, Wien. — Gollob, Äberlaibach. Hotel Elephant. Zaje, Verwalter, Karlstadt. — Sehdcl Theresia und Carolina, und Sauori, Lieutenant, Wien. — Sever, Obcrlieutenant, und Strohmaier, k. k. Hauptmann, Livno. — Matajc, Strasisch. Laierischer Hof. Apornik, Holzhändler, Triest. Mihren. Mück, Innsbruck — Snpan sammt Frau, Graz. — Kosler Maria, St. Veit. Verstorbene. Den 27. November. Carl Pain, FabrikSarbei-terS-Eohn, 6 Wochen, Triesterstraße Nr. 20, Convulsionen. Im Civilspitale: Den 26. November. Andreas Jamnikar, Inwohner, 69 I, Marasmus senilis. Den 27. November. Ursula Etrns, Inwohnerin, 70 I., Marasmus senilis. — Franz Kolik, Inwohner, 70 I., Lungenentzündung. Gedenktafel über die am 2. Dezember 1879 stattfindenden Licitationen. 1. Feilb. Danit'sche Real., Michelstetten, BG. Strom-bürg. — 3. Feilb., Anein'sche Real., Parje, BG. Feistriz. — 3 Feilb., Deklcva'sche Real., Smerje, BG. Feistriz. — 3. Feilb., Kovakin'sche Real., Smerje, BG. Feistriz. — 3. Feilb., Warjefsche Real, Stein, BG. Oberlaibach. — 3. Feilb., Eerntt'sche Real., Marndnl, BG. Nassensuß. — 3. Feilb., Vdovic'sche Real., Sevce, BG. Adelsberg. ^cxCmöer für bcrs IccHr 1880. Auskunftökalender, Frommes, für Geschäft und Hans, 15. Jahrg, cart. 50 fr. Berg- und Hüttenkalender, österr.-unaar. Herausg. vom Red. d. „Bergmann". Leder, eleg. geb. ft. 160. 6. Jahrg. Bote, der Wiener, illustrierter Kalender von Carl Elmar. II. Jahrg., 40 kr. Constitnt. österr. Kalender ä 15 kr. Damen-Almanach, 14. Jahrg., eleg. geb. ft. 1 25. Dorfmeister - Mansbergers Privat Geschäfts u. Ans-kuuftskalender, 48.Jahrgang, 4°, cart. 48 kr. 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Die vortheilhafte Einrichtung des neuen Planes ist derart, dass im Laufe von wenigen Monaten durch 7 Verlosungen 40.000 tii-wlnii«» zur sicheren Entscheidung kommen, darunter befinden sich Haupttreffer von eventuell Mark 400,000, speciell aber 1 Gewinn ä M. 250,000, 11 Gewinn ü M 150,000, 1 Gewinn ä M. 100,000, 1 Gewinn ä M. 60,000, ä M. 1 Gewinn 2 Gewinne ä M. | 2 Gewinne ä M. 5 Gewinne ä M. 2 Gewinne ä M. 50.000, 40,0)0, 30.000, 25.000, 20.000, 12 Gewinne ä M. 15,000, 1 Gew. 24 Gew. 5 Gew. 54 Gew. 65 Gew. 213 Gew. 631 Gew. 773 Gew. 950 Gew. 26,460 Gew. etc. ä M. 12,000, ä M. 10,000, äM. 8000, äM. äM. äM. äM. äM. äM. äM. 5000, 3000, 2000, 1000, 500, 300, 138 | etc. Die nächste erste Gewinnziehung dieser grosseu, I vom Staate garantierten Geldverlosung ist amtlich I testgestellt und findet (4671 27—21 I schon am 10. und 11. Dezember d. J. statt | I und kostet hierzu 1 ganzes Original-Los nur Mark 6 oder fl. 3 50, I II halbes „ „ M 3 „ „ 175, 11 viertel „ » » l‘/j * „ —'90. 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Unsere Colleete war stets vom Glücke begünstigt, und hatte sich dieselbe unter vielen anderen bedeutenden Gewinnen oftmals der ersten Haupttreffer zu erfreuen, die den betreffenden | Interessenten direct ausbezahlt wurden. | Voraussichtlich kann bei einem solchen, auf der eolldeeirn Beeile gegründeten Unternehmen überall auf eine sehr rege Betheiligung mit Bestimmtheit gerechnet werden, man beliebe daher schon der nahen Ziehung halber alle Auf- | I träge baldigst direct zu richten an Kaufmann & Simon, Bank- und Weehselgeseh&ft in Hamburg,! | Ein- und Verkauf aller Arten Staatsobligationen, | Eisenbahnactien und Anlehenslose. I P. S. Wir danken hierdurch für das uns seither geschenkte I Vertrauen, und indem wir bei Beginn der neuen Ver- I losung zur Betheiligung einladen, werden wir uns auch fernerhin bestreben, durch stets prompte und reelle Bedienung die volle Zufriedenheit unserer geehrten f Interessenten zu erlangen. D. O. Druck von Jg.v. Kleinmaqr & Fed. Bamberg. Verleger: Ottomar Bamberg. Für die Redaction veruntwortlich: Dr. HanS Krau».