Nr. 179. Menstag. 7. August 1906. 125. Jahrgang. LMcher Zeitung 3"«"UU/°"^"^ Mt Po ft «er, endu« «: ganzjährig 30 X. halbjährig ,5 li. Im »ontor: ganzjährig n X. halbiühiig 11 K. Mr die Zustellung in« H°u« ganzjährig 2 «.-InseltionSgebUhl: Fur llcme Inleiatr t"s zu 4 Zeilen zu li, gröhere per geile 12 l,; bei öfteren Wieberholungen per Zeile 8 b. Die »Laibacher Zeitung, erscheint täglich, mit «luiinahme der Eoiii,. und Feiertage, Die Administration bestndtt sich Kllngrehplaft Nr. L, die Nedaltiou Talluatingassr Nr. 10, Sprechstunden der Redaktion von 8 bis iu Uhr vor> mittags. Unfrankierte Briefe werden nicht angenommen. Manuskripte nicht zurückgestellt Amtlicher Teil. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben nlit Allerhöchste Entschließung vom 25. Juli 0. I. dem Oberfinanzrate und Vorstände des Fach-rechliungs-Departeluents II des Fiuanzmiuisto riuins Dr. Stephan Koczynski tarfrei den Titel und Charakter eines Hofrates allergnädigst zu verleihen geruht. K o r y t o lv s t i ui. ^. Dell 4. August 1906 wurde in der l. l. Hof. und Staats, diuckerei das XXI. Stück der böhmischen, das XXXIV. Stück der ruthenischen und das I^V. und I.V11I. Stück der italienischen Ausgabe des Reichsgesetzblattes ausgegeben und versendet. Nach !)em Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 4. und 5. August 1906 (Nr. 177 und 178) wurde die Weiterveibreituna folgender Preherzeugnisse verboten: Nr. 9921 «1^' Inäipöuäynte» vom 30, Juli 1906. Nr. 1197 «II I^vc»liltc.ro> vom 28. Juli 1906. Nr. 4b «Navl'l Omlaäiua, vom 1. August 1906. Nr. 30 «Freie Worte» vom 27. Juli 1906. Nr, 7 «Vauernvereins.Bote» vom 28. Juli 1906. Nr. 60 «Hin» I,i!>> und Vereinen mnssen die Statuten und Regeln vorher vom Ordinarius ge-prust uud genehmigt werden. Tie Konferenzen über die christliche Voltsaktion oder über jedweden an- deren Gegenstand dürfen von keinem Priester oder Kleriker gehalten werde», ohne die Erlaubnis des Ordinarius des Ortes. Jede Sprache, welche dein Volke Abneigung gegen die höheren Klassen einflößen könnte, ist lind soll auch tatsächlich betrachtet werden als entgegen, dem wahren Geiste christlicher Liebe. Gleicherweise ist in den katholischen Publikationen zu tadeln jede Sprache, lvelche, durchweht vou ungesundem Modernismus, die Frömmigkeit der Gläubigen belächelt und anspielt auf neue Richtlinien des geistlichen Bebens, neue Richtungen der Kirche, neue Aspirationen des modernen Geistes, einen neuen sozialen Beruf des Klerus, ueue christliche Kultur (civiltil) uud dergleichen. Die Priester, insonderheit die jungen, sollen,, wenn es auch zu lobeil ist, daß sie zum Volke gehen, dennoch daran gehen, mit dem gebührenden (Gehorsam gegen die Autorität und die Weisungei^der kirchlicheu Oberen. Und wenn sie, mit dieser subordination, sich auch mit dcr christlichen Volks-aktion abgeben, so soll doch ihr vornehmstes Geschäft sein: „Die Kinder des Volkes der Unwissenheit ill geistlichen nnd ewigen Dingen zu entreißen und mit arbeitsamer Liebenswürdigkeit sie zu einem ehrsamen und tugendhaften Leben zu führen-, die Erwachsenen im Glauben wieder befestigen, indem sie die ihm entgegenstehenden Vorurteile zerstreuen und sie zur Praxis des christlichen Lebenswandels bestärken, im katholischen Laientum jene Institutionen fördern, welche sich als wahrhaft wirksam erweisen zur sittlichen und materiellen Besserung der Menge; vor allem verteidigen die Grundsätze der Gerechtigkeit und der evangelischen Liebe, in der alle Rechte uud Pflichten des bürgerlichen Gemeinwesens gleichmäßige Berücksichtigung finden . . . Im übrigen, Ehrlv. Brüder, um dieser Entgleisung von Ideen uud dieser Ausbreitung des Geistes von Unabhängigkeit einen wirksamen Damm zu setzen, untersagen Wir kraft Unserer Autorität von heute an unbedingt allen Klerikern und Priestern, ihren Namen irgend einem Vereiue zu geben, welcher nicht von den Bischöfen abhängt. In spezieller Weise und namentlich verbieten Wir denselben unter Strafe für die Kleriker der Unfähigkeit zu den. heiligen Weihen und für die Priester der Suspension jz>«(> f«<'t<> n diviuw, zur I^^n ^<'n»oall'6e. — Autorisierte Übersetzung von A. IriedhoirN. (Nachdruck verboten.) (Schluh.) Der Angeklagte, der von Beginn der Verhandlung an regungslos mit auf die Vrnst gesenktem ^opf dagesessen hatte, stand müde auf, und ohne cine Geste, die Arme auf das Holzgitter gestützt, sagte er mit klarer Stimme, der man jedoch die Anstrengung anmerkte und dnrch welche es ab und "u wie ein unterdrücktes Schluchzen klang: „Ich spreche nicht für mich selbst oder um mich zu verteidigen, sondern nur um eine Pflicht zu er- snlleu. eine Pflicht gegen die Männer, welche als geschworene, über mich urteilen sollen, nnd aus Re- ipeki bor dem Gesetz; denn hätte ich geschwiegen, so wurdc das vielleicht zu derAnnahme geführt haben, ^'i ich die Gesetze mißachte, während mein Schweb ^einzig und allein doch nur auf vollständiger ^^Nerenz gegen mein eigenes Ich, gegen mein 5l> w'tt""^ ""5 ^"" Wunsch, ,ein Ende' gemacht V^^','"','..basiereii würde. Ich lebe in geordueteu ich ,i. In zwanzigjähriger Arbeit habe ich b^^ einem gewissen Wohlstand gebracht, den ^nn Reichtum hätte steigeru können, wenn nur nicht der Verlust mir teurer Menschen alle Lust uud jedes Streben zu weiterem Schaffen, als vollständig gleichgültig, genommen hätte. Meine Herreu! Es war im Jahre 18!).., da wurde mir meine Frau, die uie krank gewesen, nach kurzer überaus glücklicher Ehe eiues Nachmittags schwerverletzt in unser Heiin gebracht. Eiuem betrunkenen Kutscher waren die Pferde durchgegangen, lind meine Frau war das Opfer dieser Fahrlässigkeit geworden. Sie starb zwei Tage darauf, ohne wieder zum Bewußtsein gekommen zu sem... ohne meinen letzten Kuß zu spüren. Von meinem Schmerz will ich nicht sprechen; ich hoffe, daß einige hier aus der Versammlung sich eine ungefähre Vorstellung meiner Verzweiflung machen können. Meine ganze Liebe, meine ganze Zärtlichkeit, alles, was für mich überhaupt noch das Leben lebenswert machte, was mir vielleicht noch einmal ein Trost werden konnte, das gipfelte nun in meinem Töchteräien, meiuem einzigen Kinde, meiner kleinen Mattha, die gerade fünf Jahre alt war. Ich ließ das Kind kaum aus den Augen. Vei mir lernte sie lesen, lernte sie schreiben___ich wachte über sie geistig lind körperlich. Nur einer alten Kinderfrau, die schon mein Weib groß gezogen, vertraute ich mein Töchterchen an, wenn mich die Geschäfte von Hans fernhielten, und auch dann passierte es mir noch, daß ich alles im Stich ließ und, von plötzlicher Unruhe getrieben, uach Haus eilte, um nach meinem Kinde zu sehen. In dem Kinde konzentrierte sich mein ganzes Fühlen, mein ganzes Denken. Daß lvir einmal getrennt werden könnten, daß ich ohne mein Kind, mein Kind ohne mich leben könnte, daß das Geschick grausam genug sein würde, uns zu trennen, der Gedanke kam mir überhaupt niemals, lag mir ganz, ganz fern. Und an einem Sonntag, einem Festtag, wie alle Sonntage es für mich waren, denn da gehörte ich ganz meinem Mnd, mein Kind ganz mir . . . aii einem solchen Sonntag geschah das Fürchterliche! In demselben Wald von Vernu und unter ganz denselben Umständen wie diejenigen, welche jetzt eben von dem Gerichtshof verlesen worde» sind, wurde mir mein Mid entrissen— vor meinen Augen, fast von meiner, Seite fortgenssen ill dem Moment, als ich mich über sie freute, über ihr glückliches Lachen fteute und ihr half, Primeln zu pflücken! Wer war der Schurke, der schuld an dem Entsetzlichen war? Ich habe es nie erfahren,! Denn gerade so wie der andere hatte er feige die Flucht ergriffen, und die ^eele meines Kindes, einige Fetzen ihrer Kleidung, Teile ihres M-ten Kinderkörpers an seiner Höllemnaschine mitfm-t-genommen!" ^ ^ , ,.,.,. Tiefes Schweigen des Mitleids lagerte ul'" der- ganzen Versammlung. ^ ... ^ Caban fuhr sich mit ^m ^a 'w.wch cl^M Augen und sprach danu ebenso ,n,'5<, el'<"? tönig weiter: wiederholen, wie weder das eine, 'V^ H c^ner Opfer. Die Waffe hatte i'^,ci ... wc.'I ich in meiner tiefen Traurigkeit, Laibacyer Zeitung Nr. 179. 1694 7. August 1906. ill^ioiiirw beizutreten, dereu Prograiinn zll R'oina Torrctte gegeben lvnrde ain 20. Oktober 1907) und deren Statut, noch dazu ohnc Namen des Urhebers, im selben Jahre zu Bologna bei der „^ommi^^ioiK' I>i'uvvi«0rili" gedruckt Wurde." Mit dieser Enzyklika ist volle Klarheit geschaffen über die viel erörterte ^rage der Stellung des Heil. Vaters zn deu ^iesormbestrebungen, zu dein „nenen Geiste" im jungen .Klerus nnd im katho lischen Vereinsleben. Das Schreiben des Papstes wird zweifellos tiefen Eindruck üben in allen be teiligten Kreisen und eine Flut von ^tommentareu wecken. Die interessanteste Frage ist selbstverständlich die, wie sich die christliche Ten^okratie dazu stellen wird. Nach dieser Enzyklika kann sie nicht mehr behaupten, daß sie die Intentionen des Papstes, wenn auch mit anderen, mit entschiedeneren Mitteln zu verwirklichen strebe. Vielmehr müßte sie, wenn anders sie als treue Tochter der Kirche und als Dienerin des Stuhles Petri gelten will. die unzweideutigen Weisungen des Papstes befolgen und siel, unter die direkte Leitung des Episko. pates stellen, während sie bisher umgekehrt ihre Pestrebnngen durchaus unabhängig von dein Episkopate, ja teilweise im (Gegensatze zn demselben zu verwirtlichen gesucht hat. Jedenfalls bedeutet die Enzyklika vom 2!->. Juli einen wichtigen Markstein in der inneren Entwicklung der .Kirche. Politische Uebersicht. Laib ach, 6. August. Im „Neuen Wiener Tagblatt" führt ein österreichischer Parlamentarier ans, es sei bedauerlich, wenn irgendwer in Ungarn übersieht, das; Regierung und Parlament in Österreich in bezug auf die neuen Ausgleichsverträge eines Sinnes sind, daß die Hoffnung anf Separation der österreichischen Regierung uud des österreichischen Parlaments eben jetzt, nach dem Erfolge im Wahlreformausschusse, trügerisch ist und daß die Ve>-rufung auf irgendeinen anderen Faktor, der überdies irgendwelche Stellungnahme weder plant, noch planen will, noch planen kann, in jedem Sinne wirkungslos ist. „Das österreichische Parlament Null im Vereine mit der Negierung, deren Intentionen es laut gebilligt hat, die Herstellung eines nenen Ausgleiches mit Ungarn, aber selbstverständlich unter vollster Wahrung der österreichischen Interessen. Der Friede wird kommen, wenn Ungarn ebenfalls nicht mehr will als die Erfüllung seiner berechtigten Anforderungen. Das letzte Wort für Österreich wie für Ungarn spricht das Interesse der Monarchie selbst." In einer Besprechung des serbischen B l a n b n ch s über die Handelsvcrtragsverhand-lungen mit Österreich-Ungarn führt das „Fremden blatt" aus, lein Unbefangener gewinne bei Durch sieht des serbischeu Blaubuches deu Eindruck, daß Serbien gegen berrschsüchtige Übergriffe unserer Monarchie einen Vertcidignngstampf führen müsse. Dies müsse übrigens die serbische Handelswelt schon ohnedies bemerkt haben, denn die Schaffung des Provisoriums und die Verlängerung und Erneuerung desselben waren Beweis genng für nn-sere Versöhnlichkeit. Aus den im Blaubnch ver- öffentlichten Dokumenten ergibt sich, daß es falsch ist, zn behaupten, nnsere Diplomatie habe Serbien zwingen wollen, gewisse Artikel bei uns anzuschaffen und dadurch die Meistbegünstigung zu verletzen. Es ist ja nicht etwa davon die Rede gewesen, eine Verpflichtung zu Bestellungen in den neuen Handelsvertrag aufzunehmen; verlangt wurde nur, uud zwar als Vorbedingung für den Abschluß des Vertrages, daß uns bei Konkurrenzen die gleiche Behandlung wie anderen Staaten zn!-gesichert werde, und das ist wohl das mindeste, was wir, als Hauptabnehmer der Erzeugnisse Serbiens, beanspruchen können. Wir wollen Serbien zn keiner Preisgebung seiner Rechte zn zwingen suchen, aber es bleibt für uns interessant, festzustellen, daß in dem ersten Fall, in dem nnsere Industrie zugleich mit anderen Bewerbern auf den Plan trat, die serbische Regierung mit, einem entschiedenen Nein antwortete. Die Ablehnung ist nun freilich so abgefaßt, als wenn Serbien gar nicht anders handeln könnte. Die Gutachten und Urteile über die Geschützproben haben jedoch bekanntlich gewechselt, die Rücksicht, auf die sich Herr Pasi<5 be ruft, beruht daher nicht anf hinreichend fester Grundlage. In dem Verhalten der serbischen Regierung gegenüber Österreich-Ungarn vermischen sich Politik und Volkswirtschaft iu schwer zn entwirrendem Knäuel, nnd am Ende wird man in Serbien erkennen, daß darunter Serbien selbst am meisten zn leiden hat. Eine Meldnng an5 Petersburg bestätigt, daß die vom Ministerpräsidenten StoI y p i n mit den, ehemaligen Dnmamitgliedcrn Lvov, Guökov nnd Graf Heyden über deren Eintritt in das Ministerinm geführten Unterhandlungen abgebrochen wurden nnd der Versuch der Neugestaltung des Kabinetts auf dieser Grundlage als aufgegeben anzusehen ist. Stolypin ließ jedoch in seinen Be-mühnngcn zur Bildung des nenen Kabinetts keine Unterbrechung eintreten, sondern setzt den Meji nnngsaustansch hierüber mit auderen, zum Teil bereits früher für die Berufung auf Ministerposten in Betracht gezogenen Persönlichkeiten fort. Die Absetzung des persischen Groß-w e sirs wird nach einer Londoner Meldung von Kennern Persicns als eine wichtige Nendnng zn Gnnsten des Fortschreitens der westlichen Iivilp-satiun in diesem Reiche angesehen. Der bisherige erste Staatswürdenträger Persiens ist ein Mann von änßerst reaktionärer Richtung und Gegner jeder Reform. Unter seinem Walten war es daher nicht möglich, die Erschließung des Landes durch Modernisierung des Verkehrssystems oder in irgend einer anderen Beziehung erfolgreich durchzuführen. Daß vorläufig der bisherige Minister des Änßern an die Spitze der Regierung gestellt worden ist, bedeutet schon einen Fartschritt. Man hofft aber, daß der Vorgänger des jetzt abgesetzten Großwesirs neuerdings auf diese Stcllnng bernfen werden wird, der ein durchaus modernen Tendenzen huldigender, energischer Staatsmann ist nnd sich auf ausgedehuten Reisen in Europa auf den Gebieten der Politik, des Handels und der Industrie unterrichtet hat. Tagesneuigteitm. — (T e r V r äuti g a in i in Löwenkäfi g.) Indische Vlätter berichten von der Tat eines englischen Soldaten, die ihresgleichen sucht. Es lvar in dem indischen Städtchen Iapulvur, wo die Noyal Field Artillery steht. Einer der tapferen Tommys war schon seit längerer Zeit mit einem Mädchen verlobt nnd er tonnte die Braut nur deshalb nicht heiraten, weil ihm wie ihr auch die allergeringsten Mittel zu einer so kostspieligen Sache, wie das Heiraten ist, fehlten. Vor einigen Wochen erschien iu Iapulpur der Zirkus Warren, der ein ungewöhnlich schönes uuo reichhaltiges Üönx'ninaterial besitzt. Um der Iapul-purer Garuisou uud deu Eiuwohueru etwas Vesou-deres zu bieten, hatte der Direktor öffentlich verkündigen lassen, daß er dein 5U0 Nupie u (etwa 850 X) auszahle, der gescmueu sei, im Löwenkäfig seiner beiden wildesten Löwen während der Abendvorstellung einen Cakewalk zu tauZeu. Er selbst uud zwei der Wärter wollten iu der Nähe des Käfigs bleiben für etwaige Notfälle. Abend um Abend füllte eiu seusa-tiouslüsterues Publikum deu Zirkus, uud der Tirok-tor machte glänzende Geschäfte, nnd Abeno um Abeuü erließ er umsoust die erwähnte Aufforderuug au das Publikum. Aber siehe da, eiues Abends meldete sich plötzlich einer der anwesenden Soldaten zu dem Wag-IN5, nnd dem erschrockeneu Direktor blieb nichts übrig, als deu Bewerber anzunehmen, wollte er sich nicht vor dem Publikum blamieren. Der Soldat aber war jeuer verlobte Tommy, der wohl denken mochte: Teiu oder nicht sein, heirateu oder uicht heirateu. Iu der größten Seelenruhe betrat der tapfere Brite deu Käfig nud tanzte tadellos korrekt seiineu Eakeunlk zu Eude, trotz des uuuuterbrocheueu empörten Knur-reus der Bestien. Er wird in den nächsten Wochen seine Braut heimführeu. — (Huudert Kiuder umgebracht.) Wie dem „Evening Standard" aus Coby iu Südafrika gemeldet wird, wurde dort eine Frau verhaftet, oie im Verdachte steht, über hundert linder mn° gebracht zu haben. Die Verbrechen wurden durch dao Vorschwinden eines einjährigen Kindes entdeckt, dessen Leiche später in einem Teiche gefunden wurde. Als der Teich abgelassen, wurde, faud man darin über füufzig Kiuderskelette. Die Beschuldigte erklärte, eiue gauze Neihe von Fraueu namhaft macheu zu tön neu, die ähnliche Verbrechen begiuaen. — (Ein Kongreß in H em d ä l ,u e l n.) Tie drückende Huudstagshitzc schafft in der Großstadt sonderbare Erscheinungen. Das Neueste ist in Berlin eiu internationaler Kongreß — in Hemdärmeln. Obendrein sind es die Kleiderki'mstler, die pietätlos das Zeicheil ihrer Würde an deu Nagel gehäugt haben. In der Versammlung der Zuschneider aus England, Frankreich, Hollaud und anderen Ländeiin entledigte sich zuerst ein beleibter deutscher Delegierter geräuschlos des schwarzeu Rockes. Mit einem Seufzer der Erleichterung folgteu seine Laudsleute und die Vertreter der übrigen Großmächte diesem Beispiel. — (Der Nichter mit dem Würfel-bechor.) Vor dem Newyorker Polize.igericht spielte sich uuläugst eine charakteristische Szene ab. Ein Policeman hatte zwei 16 und 17 Jahre alte Äm'schen vor deu Nichter gebracht mit der Behauptung, die beiden hätten anf der Straße um Geld Windel ge- in meiner Traner um die Toten mich mit dem Gedanken trug, über tnrz oder lang meinem Leben ein Ende zn machen. Als ich nun aber das Kind da vor mir auf der Chaussee liegen sah, als ich sah, daß die Menschen nicht einmal anhielten, nm der verzweifelten Großmutter ein Wort des Trostes, ein Wort des Vedauerus zn sagen, da habe ich in einer Setnnde all das Furchtbare wieder durchlebt, waZ nur geschehen, uud ohne Überlegnng, von einem übernächtigen Gefühl getrieben als Schützer, als Verteidiger der Schwachen, vielleicht auch, mir unbewußt, in dem Verlangen, nach Rache für das, was mir selbst angetan worden, habe ich geschossen, habe bestraft, habe getutet! Mag mich nun die Strafe hiefür treffen, wenn es der hohe Gerichtshof so beschließt; mein Leben ist in Ihre Hände gegeben." Der Angeklagte sank auf seinen ^itz znrück und schien nichts mehr von dem zn hören, was sich vor ihm zutrug, weder den Antrag anf „schnldig" des Staatsanwalts, noch das Plaidoyer des Verteidigers, noch das einstimmige „nichtschnldig" der Geschworenen schielt er zu hören. Ans dein Verweilen in der Vergangenheit, dnrch die er dnrch seinen Bericht znrückversetzt war, riß ihn erst das lant, verkündete „nichtschuldig". Da erst raffte Viktor Cnban sich insoweit anf, nm mit zitternden Lippen weiter nichts zu sagen als die wenigen Worte: „Dank für die Kinder meiner Mitmenschen." Ihre Töchter. Original»Roman von U. No«l. (35. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Nun reihten sich alle um den Tisch, und Lory, der uicht nur mit Damen liebenswürdig war, sou-oeru sich sehr gern mit Mäuueru aus eiuer audereu Berufssphäre unterhielt, als die seiuige, war, machte sich au Doktor Nockh uud brachte ihu zum Sprecheu, während die juugeu Damen uubeachtet danebeu sitzeu touuteu. Stephau Nockh hatte iu jeder Beziehung eiue heiße. Zeit hiuter sich. Mau sah ihm an, daß er sich angestrengt hatte, und Lory riet ihni, sich ordentlich auszuspauuen. „Er kaun das gar nicht recht", versicherte Loreuz Meueru. „Iedeufalls tanu er es uicht so gut wie Tie, Herr Tottor. Tie unterhalten sich hier vorzüglich, uicht wahr?" „Jawohl, Herr Hofrat," bestätigte Doktor üory, „aber der Damendieust ist auch nicht immer Zucker und Houig. i5mlsiue Muschi zum Beispiel mißhandelt mich ost fürchterlich." „Nein, wie Tie, uur so was sagen können," entrüstete sich Muschi. „Verdienen, würden Sie's, das steht fest." Sie war das Gepläukel und Geueck mit Lory unn seit Monaten gewohnt, aber heute war es ihr gerade uicht angenehm, daß die Doktorin üaßinaun jetzt Lory daunt uecktc, weil er seinen wahreu Auf- enthalt Güiuuoeu doch eigentlich kaum zu Gesicht bekomme, sondern sich beinahe uuimterbrocheu iu Ebeuzweier aufhalte. „Natürlich! Gmuuoeu hat keiue solchen Auzie-huugspuukte!" Es machte ihm Spaß, Muschi vor audereli die Cour zu schueideu uud zu tuu, als hätte sich zwisck>eu ihueu etwas angesponnen. In Wahrheit hiuderte seine kühle Anlage Arnold Lory, den Kopf jeuurls zu verlieren, und Muschi wußte ganz gut, daß er uicht iu sie verliebt war. Sie gefiel ihm, er fand sie hübsch, war gern in ihrer Gesellschaft, uud lveun sie irgeud etwas von ihm verlangte, touute sie sicher sein, daß er sich alle Mühe geben würde, ihreu Wunsch zu er° fnlleu. Das hiuderte ihu aber nicht, immer nach ihreu Fehlern auszulugen uud sie mit jeder kleineu, Schwäche, die er eutdeckte, zu necken. Denn er war nicht zur kritiklosen Bewunderung geboren, übrigens war er. wie er ihr schon eiumal angedeutet hatte, von einem aubereu Heiratsjahrgang als sie. Denn bis jetzt war cr erst vierundzwanzig nnd hatte es noch nicht weiter als bis Zum 5lonzept5prattikanteu gebracht, der dem Staat so unbezahlbare Dienste leistete, daß er sie ihm auch wirklich uicht bezahlte. Er gedachte uicht zu hoirateu, bevor or uicht mindestens Ttaatsauwaltsubstitut war, uud bis dahiu köuute Muschi schon Großmama sein. Er nnd sie wußteu alsti ziemlich genau, wie sie zueiuauder staudeu, uud gerade deshalb tounte Lory ihr uiu so rückhaltloser den Hof machen. Aber die Laibacher Zeituna Nr. 179. 1695 7. August 1906. Piclt Da die Angeschuldigten hartnäckig leugneten, ne^ der Richter einen Würfelbecher tonnncn und W'elte auf denl Nichtertisch eine Zeitlang allerlei be-rannte Spiele. Die Vorgeführten, die fo lange teil-nahniZlos vor don Schrallten gestanden, wurden, als die Wlirfel klapperten, fo aufmertfam und aufgeregt, dcin Nc den i)tichter auf verschiedene Spielverstöße, die er begangen, aufmerksam machten. Damit hatten sie Nch natürlich selbst das Urteil gesprochen, und der-Nichter schickte die jugendlichen Spieler in das Ge° fängnis. -^ (Selbstmord mit Dynamit.) Eincn grauenvolle,: Selbstmord beging, wie aus Newyork Zenleldct wnd, ein Eisenbahnbeamter in Wellington, Manias, namens Graham Gibbs. Er verschaffte stch ein Pack Dynamit, band dieses um semen Hals und Mtc dann den Zünder in Brand. Eine furchtbare Detonation erschütterte buchstäblich die ganze Stadt und in der näheren Umgebung wurden viele Fenster eingedrückt. Gibbs aber war Ermaßen in kleiuste, Teile zerrissen, daß es unmöglich war, seine Überreste aufzufinden und ein Begräbnis unnötig wurde. Ein gähnendes Loch in der Straße bezeichnete den Platz, wo der Mann gestanden hatte. Ein Zuschauer, der den Vorfall aus einiger Eutfcrnung mit angesehen hatte, sah, wie Gibbs anscheinend noch im letzten Augenblicke, als der Zünder schon brannte, versuchte, das Dynamit fortzuwerfen, aber es war schon zu spät. — (Von e rz eil irischen Hochzeiten) plaudert eine englische Wochenschrift: Wohl noch nie ist ein glücklicher Bräutigam in äußerlich so trauriger Verfassung vor den Traualtar getreten als der Sohn eincs sibirischen Millionärs Ligurin. Der Millionär hatte nämlich seinem Sohn ein kolossales Vermögen uur unter der Bedingung hinterlassen, daß er. wenn er heirate, in „Sack und Asche" zur Kirche ginge. Der Pietätvolle Sohn erfüllte die Bedingung buchstäblich und erschien in einem sackähnlichen Leinenkittel, Asche ans das Haupt gestreut, vor dem Priester. - Recht merkwürdig waren mich die Umstände, unter denen der Direktor des Newyorker Zoologischen Gartens Raymond Dittmars in den Stand der Ehe trat. Ditt-mars Hauptleibenschnft ist das Sammeln von Schlangen, und seine Braut Klara Hood hat ihn in dieser wissenschaftlichen Liebhaberei unterstützt. Bei der Trauung lvar die Kirche, mit Häuten von Klapperschlangen, Kobras und anderen derartigen Reptilen ausgeschmückt; oie Zeremonie fand uuter einem Baldachin statt, oesscn Dach ans Schlangenhäuten gefertigt luar, während die Braut um ihren Hals eine sieben Fuß lange Lieblingsschlange tmg. die leb-haften Anteil an der Haudlung nahm. — Bisweilen haben sich auch jagdliebende Damen von ihron Liebling shunden schon bis zur Trauung begleiten lassen und die llngen Tiere nahmen nicht nur im Hochzeitszuge eine hervorragende Stellung ein, sondern erhielten anch beim Hochzeitsmahle ihren Anteil. Den Hut des Bräutigams statt den Mann selbst hat eine Dame aus Samarang auf Java geheiratet. Der Bräutigam konnte bei der Zeremonie nicht erscheinen-, da aber bei den Eingeborenen des Landes der Hut als genügender Stellvertreter des Menschen gilt, sandte übrigen kannten die richtige Sachlage keineswegs nnd betrachteten das junge Paar manchmal mit Blicken, die Muschi aufbrachten. „Sie arbeiten noch immer, Fräulein Mathilde?" sagte sie zu dieser. „Kommen Sie lieber ein wenig in den Garten." Mathilde lehnte ab, sie müsse jns Haus, wo sie Verschiedenes zu besorgen habe. „So geh' ich mit Ihnen und helfe Ihn«n." Sie hiug sich in Mathilden» Arm und begleitete sic nach dem Hause, und die Doktorin sah wohl, wie freundlich Lorenz Meuerns Blick ans den sich Entfernenden ruhte. Da rechnete er es der verwöhnten kleinen Prin zchin Gott weiß wie hoch an, daß sie sich Mathilden gegenüber liebenswürdig benahm, was doch ohnehin nur Verstellung war. „Womit kann ich Ihnen denn halfen?" fragte Nufchi am Wege Mathilden. „Wenn Sie ein paar Teerofen schneiden wollten. - . . Für Doktor Nockhs Zinnner." Muschi lachte heiter auf. „Eine schwere Arbeit tragen Sie mir da auf! Und Rosen für Doktor Nockh! Was macht er sich d'raus?" „Ich glaube doch, daß er Blumen liebt, und das Zimmer eines Gastes muß man ein bißel schmücken," ^ia, meinetwegen", gestand Muschi gutmütig ?."- Tw nahin das Taschenmesserchen, das Mathilde ^ reichte, schnitt ein Dutzend auserlesene schöne tiinj "^ ^^' ^ dann aus dem Parterresalon inau^.^r Veranda, unter deren Stufen an der Hans-^'in/fs> ^'^ bequeme iwrumöbelniederlassung stand, öu o,^"^ ""^ begann, die Rosen darin kunstvoll ""n. (Fortsetzung folgt.) er seine Kopfbedeckung hin und fo heiratete die Dame den Hut. — Hänfig haben sich schon in Amerika Paare auf der Landstraße trauen lassen, und zwar diente ihnen der Wagen als Altar nnd ans der Deichsel standen die Brantlente. Eine Sängerin aber, Violet Mascott, lvählte zum Ort ihrer Vermählung die Bühne des Opernhauses in Newark, Newjersey, wobei die sämtlichonChoristinnen des Theaters, sechzig an der Zahl, als Brautjungfern figurierten. — Unter den schanerlichsten nnd merkwürdigsten Umständen jedoch, wurde vor kurzer Zeit eine Trauung in einem Hospital zu Jersey vollzogen. Der Vrän-tigam sollte sich einer schweren Operation unterziehen, von der man sich nur lvenig Hoffnung für seine Gesundung versprach, nnd er wollte vor seinem Tode wenigstens noch mit dem Mädchen vereint werden, mit dein er seit langer Zeit verlobt war. Er wurde auf eine Tragbahre gelegt und in den Operationssaal gebracht. In dieser unheimlichen Umgebung nun wurden die beiden jungen Leute miteinander getraut. Glücklicherweise rettete die Operation dein Bräutigam das Leben lind nach ein paar Wochen konnte er mit seiner Frau, die so nahe daran geweseil war, schon vorher Witwe zu werden, vergnügte Flitterwochen verbringen. — (VonMöwen verfolgt.) Ein dänischer Matrose, der als Schiffbrüchiger aufgefischt und nach Kopenhagen gebracht wurde, berichtete über einen Ail' grisf, den Möwen anf ihn machten. Er war M Meilen vom Lande entfernt von dem Deck des Dampfers „Flandria" gefpült worden. Als guter Schwimmer verfnchte er, sich seiner Kleider zu entledigen und solange wie möglich zu schwimmen. Zu seinem Entsetzen wnrde er bald von einem Schwärm Möwen angefallen. Die Tiere kreisten laut schreiend über ihm und stießen von Zeit zn Zeit ans ihn nieder, wobei sie ihm schwere Schnabelhiebe versetzten. Ein russiMs Kriegsschiff fuhr ganz nahe au dem unglücklichen Manne vorüber, ohne sein Geschrei zu hören. Nach sechsstündigein Schwimmen sah er ein anderes Schiff, das offenbar die Nichtnng auf ihn nahm. Es war das rnssische Schiff „Elifa", dessen Kapitän feststellen. wollte, was die Möwen veranlaßte, sich in so großer Zahl immer an derselben Stelle aufzuhalten. - (Furchtbare Leiden durch Hitze.) Aus Los Angeles wird berichtet: Eine Anzahl von Erzschürfern ist in jammervollem Zustande in Pana-mint angekommen. Sie waren vor Hitze halb wahnsinnig, ihre Zungen waren angeschwollen', sie hatten alles, was sie bei sich trugen, auch alle ihre mühsam erworbenen Goldschätze von sich geworfen, um nur ihr Leben zn retten. Die Hitze ist so groß. daß die Xiente wie die Fliegen sterben oder davon wahnsinnig wer-den. Die Leute erzählten, daß sie die Körper vieler Kameraden in der glühendeu Wüste hätten zurück, lassen müssen. Die Skelette dieser vom Hitzschlag Ge> troffenen bleichen uun in der erbarmungslosen seligenden Glilt der Wüste. — (Im Bilde.) Sitzt da mit sorgenvoller Miene ein Nechtskandidat im Vahnhofrestaurant der alten Musenstadt H. Zufällig erscheint auch Professor X., der bei den Studenten beliebte Lehrer des Nechts-kandidaten, und erkundigt sich teilnahmsvoll nach dessen Sorge. — „Ja, Herr Profefsor, ich foll in vier Wochen m das Nefermdareranien steigen, und im meinem Kopfe ist alles eine große Wüste." ^ „Aber, mein Lieber", erwidert Professor X., „in einer Wüste gibt es doch auch Oasen." — „Die gibt es auch bei mir, Herr Professor. Wenn die Kamele der Prüfung fic nur finden wollten!" („Jugend.") Lolal- und Proviuzial-Nachrichten. — (K. k. österreichisches Freiwillig e, n. A utomobilkorpZ.) Wm bereits kurz gemeldet, hat Seine Majestät der Kaiser die organischen Bestimmungen sür das „k. k. österreichische Freiwilligen-Automobiltorps" genehmigt und die Führung des obigen Titels sowie der Kaiserkrone als Emblem an der Uniform gestattet. Nachstehend verlautbaren wir auszugslveise einiges aus denselben: § 1. Das k. k. österreichische Freiwilligen-Aittonlobillorps dient zur Unterstützung der Armee im Felde, speziell für den Befehls- und Militärdienst. Die Mitglieder verpflichten stch, mit ihren Automobilen und Motorrädern bei der Armee im Kriege nnd im Frieden Dienst zu tun. § 2. Die Aufforderung zum Eintritt in das Freiwilligen-Autoniobilkorps ergeht durch ws Prä-sidillm des österreichischen Automobilklubs, bezügllich der Mitglieder der Motocyclistenvereinigung des österreichisä>'n Antomobilklubs über Vorschlag des jeweiligen Präsidenten derselben. Die Anffordernng ist nur an solche Herren 3« richten, lvelche: n) die Staatsbürgerschaft in den im Neichsrate vertretenen 5iönigreichen nnd Ländern oder in den Ländern der ungarischen Krone besitzen: d) im Besitz eines Auto mobils bewährter Konstruktion (bei Explosionsmotor. wagen von mindestens 10 111'), bezw. eines Motorrades (von mindestens ^/2 m», tunlichst mit Bei» wagen) sind. 5 3. Bedingung für die Aufnahme ist ferner die von den Bewerbern schriftlich abzugebende Erklärung, daß sie sich verpflichten, und zNmr: im Kriege unbeschränkt Dienst zu tun; in Friedenszeiten: :,) innerhalb von vier aufeinanderfolgenden Jahren bis zu drei Dienstleistungen von höchstens je zehn Tagen — inklnsive der Reisetage — zu machen', d) den Befehlen derjenigen Kommandostellen, denen fie für die Dauer ihrer Dienstleistung unterstellt sind. unbedingten Gehorsam zu leisten. 5 5. Das k. k. österreichische Freiwittigen-Automobilkorps verkehrt dienst» lich oirekt mit dein k. nnd k. Neichskriegsministerinm durch den >iom!nandaliten. Als Kommandant fungiert prinzipiell der jenieilige Präsident des österreichischen Automobilklubs: sein Stellvertreter wird vom t. u. k. Reichskriegsministerium über Vorschlag des Kom» mandanteil ernannt, ß 1s). Alle Freiwilligen — daher anch Reserve-lnichtaktive) Offiziere und Kadetten — tragen während der Übnngeu des Korps die für das k. k. österreichische FreiuülligeN'Automobilk'orps bestimmte Uniform, im Dienste überdies Leibgurte!, Kartentasche und Revolver. Zur militärischen Ausrüstung gehört ferner ein Feldstecher. Chanfseure tragen ivähreno der militärischen Übungen die normierte Chanffeurkappe und schwarzgelbe Armbinden mit Automobllabzeichen (Flügelrad). Die Schaffung einer Ehanffeurnniform wird einem späteren Zeitpunkt vorbehalten. § 12. Bei Automobilen ist das Mitführen je eines Chanffenrs erforderlich. Ist der» selbe im Besitz eines behördlichen Fahrerlaubnis' schemes, so darf ihm auch im Dienste vorübergehend das Führen des Automobils, nicht aber die Ausführung der dem Freiwilligen selbst anvertrauten dienstlichen Obliegenheiten übertragen werden, 8 14-Die Fahrzeuge müssen für die militärifche Venven-dung folgende Ausrüstung mit sich führen: 1.) Auto-mobile, n) Laternen: vorne entweder zwei gewöhnliche Lampen und einen Scheinwerfer in der Mitte oder je eine scheinwerfartige starke Lampe rechts und links. Hinten eine kleine Laterne zur Beleuchtung der Erkennungszeichen, im Wageninnern eine Eicher-heitslateime. reichlicher Vorrat an Brennstoff für diese Laternen, Sturmstreichhölzcr; d) für jede Art Räder einen Reservepneumatifmantel, für jeden Reservy-niantel zwei c) eine sicherwirkende Gleitschutzvorrichtung; <1) die Betriebs-stosfbehälter müssen fiir mindestens !M) Kilonieter Fahrbetriebsstoffe fasse». 2.) Motorräder, n) Laternen: Motorräder ohne Weilvagen vorne eine schein» werfartige starke Lampe, solche mit Beiwagen über--dies eine Laterne seitwärts; Sturmstreichhölzer; d) einen 3iefervepnellinatikinanwl uno einen Reserve» pneuinatikschlanch. § l5. Den, Freiwilligen gebühren: 1. Gebühren im Frieden. 1.) Fiir jeden llbungstag: u) ein Taggeld von l5 l< für jeden mit Automobil einrückenden Freiwilligen (inklusive Chauffeur); d) ein Taggeld von (i X für jeden mit Motorrad einrückenden Freiwilligen; (-) die unentgeltliche Bei> stellnna, des erforderlichen Vetriebsmaterials (t^l uud> Vengin). ^.) Für die Hinreise, bezw. Rückreise von oer Übung: u) für jeden Ruhetag das Taggeld von !5, bezw. tt I<; d) wenn der Marfch vom Wohnort bis zum Bestimmungsort, bezw. umgekehrt mit dein Kraftwagen gefahren wird - was bei Entfernungen bis zu 5lX1 5tilometcr als Grnndsatz gilt — gebührt für jeden Reisetag ein weiteres Pauschal von 15 X, bezw. 6 1<; für je 25l) Kilometer darf ein Reifetag, anfgewenöet lverdcn; bei Entfernungen über 5M K> lomeler wird für die Reise für je IM Kilometer der Betrag von A», bezw. 7 X erfolgt. 6.) Wird ein Kraftfahrzeug ohne Verschulden des Freiwilligen undienst» bar, so werden die Bahnauslagen für die Rückreife und dein Rücktransport vergütet. 4.) Unentgeltliche Beistellilng der Unterknnft für die Freiwilligen im Ausmaß wie für Ordonnanzoffiziere, für den Chauf» feur und Diener wie für MannsäMtspersonen. 5.) Verpflegung gegen Bezahlung. II. Gckiührm, im Kriege: 1.) Reserve-(njchtaktive) Offiziere (Kadetten) erhalten ihre chargenmäßisien Gebühren; die ilbriaen Freiwilligen erhalten die Krieasgebühreu eines Oberleutnants. 2.) Freiwilligen mit Automobil gebührt eil, Feldausrüstungsbeitrag von 1000, Freiwilligen-Moton-adfahrern ein solcher von 200 X. 3.) Nicht-dienstpflichtige Chauffeure iverden bezüglich der Ge« blihren einen, Zugsführcr der Infanterie gleich-gehalten. „ — (Schüleranfnahme an ^^/'/' Graphischen Lehr« und Versuchs"'^" t in Wien.) Am 17. und 15. SePtc..^ 12 Uhr vormittags m,d von . bis 5 Mr ^chn.^s finden die Schiueranfnasi.non a /"^. .^1 fiir das Sch'.ljahr 19<)l>/^ 7 s"^ .^^ ^. ^to. die drei Kurse ^l^^^^,,,) ,ls auch fü? 3.?N lLehranftalt für Buch Laibacher Zeitung Nr. 179. 1696 7. August 1906 und Illustrationsgewerbe). Es werden an der I. Sektion die wichtigsten Methoden der Photographie und Reprodntlionsverfabrell theoretisch lind praktisch gelehrt. Den Schülern des Vorbereitungs- und ersten Kurses ist es gestattet, einen Teil des programmäßig in den Abendstunden abzuhaltenden Zeichenunterrichtes auch in den tagsüber stattfindenden Zeichen-knrsen zu absolvieren' für vorgeschrittene Schiller des ersten ilurses finden zur weiteren Ausbildung im Zeichnen nach der Natur, im Kopf- und Aktzoichne» sowie im Beleuchtnngs- und Farbenstudimn mehrstündige Tageszeichenkurse statt. Für Lithographen und Steindrucker, die die zweiklassige Fortbildungsschule für Lithographen-, Stein- und Kupferdrucker-lehrlinge in Wicu ulit gutem Erfolge absolviert haben, lvird au Sonntag-Vormittagen und an einem Wochentage abends ein fünfstlindiger Fachlurs über Lithographie und Steindruck abgehalten. In der 14. Sektion erstreckt sich der Unterricht auf Buchdruck (Satz und Druck), die Herstellung der Drucke von Klischees in der Buchdruckpresse sowie die Illnstrie-rung von Druckwerken mittels der verschiedenen Arteu der graphischen Verfahren. :i) Die Aufnahme in die Vorbereitungs- und Zeichenschule der I. Settion setzt oen Nachweis des vollendeten 14. Lebensjahres und die erfüllte Voltsschulpflicht voraus; l>) zur Aufnahme in den ersten Kurs für Photographie und Reproduttionsverfahren ist ein Alter von mindestens 15 Jahren und ein Zeugnis über die mit gutem Er folge besuchte Vorbereitnngs- und Zeichenfchulc dieser Anstalt odor ein Zeugnis über das absolvierte Untergymnasium, resp. Unterrealschule oder Bürgerschule ooer der Nachweis einer Vorbildung, wie sie iu diesen Anstalten in der Regel erlangt wird, erforderlich; <-) die Aufuahme in den zweiton Kurs setzt in dor Regel die Abfolvierung dos ersten Kurses voraus. Personen mit genügender Vorbildung können ausnahmsweise unmittelbar in den zweiten Kurs der Lehranstalt aufgenommen werden. Aufnahmsbeoin^ gnngen in den ersten Kurs der II. Sektion als ordentliche Schüler der Nachwois der mit Erfolg beendeten Studieu der sechsten Klasse einer Mittelschule oder der beendeten Studien an einer Unterniittelschule und überdies ein zweijähriges mit Erfolg zurückgelegtes Studium an der allgemeinen Abteilung einer Knnst-gelverbeschule oder an einer höheren Gewerbeschule; als außerordentliche Schüler die Absolvierung der I. Settion oder der Nachweis einer entsprechend ahnlichen fachlichen Vorbildung. Die Absolventen, welche durch das Abgangszeugnis die mit Erfolg beendeten Stlidien an der II. Sektion der Anstalt nachweisen tonnen, haben dm Anfpruch auf die Ao? günstigung des Emjährig-FreiwilligeN'Dieustes iu derselben Art, wie die Absolventen einer ganzen Mittelschule. — Nähere Auskünfte erteilt die Diret-tiou der Anstalt, VII. Westbahnstratze 25, wo auch Programme erhältlich sind. — (Die Iajce-Feier) des in Klagenfurt gnrnisonierenden Infanterieregiments Ritter von Milde Nr. l? wurde am 4. d. M. abends mit einein musikalischen Zapfenstreich eingeleitet, wobei vor dem Landesregierungsgebände uud der Wohnuug des Herrn Obersten Voti<-, iu Vertretung des . Mann dor k. mrd k. l)lrtillerie-Kadetlenschule iu Wien hier ein und fetzen lim 9. August ihre Reise fort. — (T er Z w eig ve re i n K r aind e s ö st e r-reich ischen Hilfsvcreines sür Lungen-k r a n k e) hält übermorgen mu 5 Uhr nachmittags im Vereinslokale (ÜandeZrcgieruNigsgebäude, II. Stock, Tür Nr. 22, Eingang aus der Hilfchcrgasse) eine Ans-schußsitzung niit folgender Tagesordillliig ab: 1.) Be^ richt des Ansfchnsses über die bisherige Tätigkeit, insbesondere über die Vorarbeiten für das Kinderheim. ^.) Gewährung von Unterstützungeu zwecks Behandlung in auswärtligen Tllberkulose^jeill statten. 3.) Eventnalia. — (Die Güter neben stelle Velo es,) die im Jahre 1l)02 fiir den Verkehrsbereich der Station Loes«Voldes zur Wiedereröffnung, gelangte, wird mit dem 31. d. M. gefchlosscn werden. — (V e r e i n s w e s e n.) Das t. t. Landespräsi-dinm für zirain hat die Bildnng einer Ortsgruppe oes Teutschell Schulvereines nnt dem Sitze in Weißen-fels, nach Inhalt der vorgelegten Statuten, im Srnuo des Vereinsgesetzes Zur Kenntnis genommen. —c. — (T h e R oyal V i o.) Die gestrige Vorstellung, die ein ganz neues Programm brachte, war vor° züglich besucht. Die packenden humoristischen Bilder entfesselten große Heiterkeit; unter den sonstigen Nummern seien „Das Großfeuer in San Francisco"; „Eine Reise dnrch die Schweiz" (Hochtouren, Pilatus-bahn), „Auf hoher See", „Von Nizza nach Monte Carlo" lobend hervorgehoben. — (Die Laibacher V e rein s t ap olle) veranstaltet heute abend im Garten „zur Neuen Welt" ein Mitgliedcrkonzcrt. Ansang um 8 Uhr abends. Eintritt für Mitglieder frei, fiir Nichtmit« glieder 40 li. — (Kurli st e.) Iu Beides siud in der Zeit vom 23. bis 2!). Juli 301 Personen eingetroffen. — (N e u e Was s erleitung in Litta i.) Ans Littai wird un,s geschrieben: Obwohl unser Markt ziemlich gut mit Wasserversorgungsanlagen versehen ist, für die der Savefluß die hauptfächliche Schöpfauelle bildet, ist eiu vorzügliches Quelleuwasser nur am äußersten Ende des Marktes zu haben, so daß das Versagen irgend eines Brunnens im Zentrum des Marktes für die Bewohnerschaft höchst unangenehme Folgen haben kann. Dies alles bewog die hiesige Handelsfirma M. Elsner, in eigener Regie aus dem an Ouellenwasser reicheil Berge Sitarjevec eine Wasserleitung herzustellen und in ihr Haus zu leiten. Der Bau der Wasserleitung wurde uach er» folgter behördlicher Zustimmung vor etwa vierzehn Tagen in Angriff genommen und durch die hiesige Firma Schwarz, Zublin >K Komp. am verflossenen Samstag vollendet. Die Vollendung der Wasser-leituug, welche, nebenbei erwährnt, sehr erakt ausgeführt wurde und vorzüglich funktioniert, bot der genannten Handelsfirma Anlaß, die am Bau beteiligte Arbeiterschaft usw. am verflossenen Sonntag nachmittags anf dem mittleren Plateau des Sitar-jevecberges, in der nächsteil Nähe der errichteten Reservoirs, zu einerEröffnungsfeier zu verfammeln.Zur Feier hatte sich auch eine große Anzahl von Littaieru eingefunden, fo daß das Plateau, von wo aus man eine felten fchöne Aussicht über das Littaier Save-talgebict genießt, recht bald eine stattliche Anzahl von Teilnehmern anfwies, welche von Frau und Herrn Elsner herzlichst bowilllommt und sohin aufs gastlichste bewirtet wurden, 'iur Hebung der Stimmung ließ das Littaier Schrammel-Quartett seine lustigen Weisen ertönen und die zahlreich anwesende Jugend gab sich alsbald dem fröhlichsten Tanzvergnügen hin. — Selbstverständlich fehlte es hiebet auch nicht an entsprechenden Toasten, in denen der fortschrittliche Sinn der genannten Handelsfirma hervorgehoben wurde und die in dem Wuuscl)e gipfelten, es möge alsbald der ganze Markt mit einer ähnlichen Quellonleitung beglückt werden. —ik. - (Vom Blitze getötet.) Am 2. d. M. abends während eines Gewitters wurde die vorheiratete Taglöhnerin Maria Celar aus Lukowitz, als fie beim Arbeitgeber Franz Capudor in Unter-Pra-preöe Unterkunft fuchte, uuter der Haustür vom Blitze getroffen uno blieb auf der Stolle tot liegen Iil ihrer unmittelbaren Nähe standen drei andere Personen, welche nur betäubt wurdeu und im übrigen mit dem bloßen Schrecken davonkamen. —b. — (Brandschaden durch Blitzschlag.) Am 2. d. M. gegen 7 Uhr abends schlug der Blitz in die mit Getreide und Heu voll gefüllte Harfe des Besitzers Ignaz Cerar in Untertnfstein, Gemeinde Moräutfch, Gerichtsbezirk Egg, eiu uud steckte sie in Brand. Das Objekt nebst allen darin deponierten Wirtschaftswagen und sonstigen Geräten wurde in der kürzesten Zeit ein Raub der Flammen. Außer den Ortsbewohnern erschien auf dein Brnndplatze die Feuerwehr von Moräutsch, welche bei der Löschaktion unter Leitung des Feuerwchrhaupttnannes Uoi» Detela tatkräftig mitwirkte. Cerar erleidet einen Schadou von 4NlX) Iv, dem eine Versicherungssnmme von uur 000 X gegenübersteht. —b. * (Im Klosett versteckt.) Samstag nach Mitternacht ertappte der Eafetier Marzollini am Ia-kobsplatze im Klosett einen Mann, der sich während der Sperrung des Kaffeehauses oort versteckt batte. Der Cafetier machte uicht viel Federlesens, sondern holte zwei Ticherheitswackmänner herbei. Der Unbekannte hatte sich während dieser Zei durch das Feilster ins Vorhaus geflüchtet, mußte aber, da alle Türen abgefperrt waren, dort auf feine Verhaftuug warten. Die Polizei erkannte in dem Mann einen anßerst gefährlichen Kellner aus Kropp, der schon zehnmal wegen Diebstahles, Betruges usw. abgestraft worden war. Er wurde dem Landesgerichto eingeliefert. * (Ei n Schw i n d l e r.) Aus Trieft kam öieser-tage ein 38jähriger, glattrasierter Mann mit einer Kellnerin und einer Erzieherin in Laibach an und kehrte in einem Hotel ein. Er bestellte für sich und die beiden Frauen ein Zimmer und erzählte ihnen, er sei ein Beamter aus Trieft und werde in Laibach bei einer Firma >^<>0 l< Geld beheben. Das Abend cssen mnßten oie Franen fiir ihren Begleiter zalnen. Am nächsten Tag ließ sich der Gauner in seinem Zimmer servieren und ging sodann durch, nachdem er dem Portier unter dem Vorwande, er benötige Kleingeld, einen Geldbetrag von 8 X entlockt hatte. Die zurückgelassenen Mädchen wurden zur Polizei zitiert und verhaftet, aber am folgenden Tage entlassen. Da sie mittellos waren, mußten sie ihre Wertsachen versetzen, um überhaupt von Laibach fortzukommen. — Der Schwindler trägt dunkle Hose, eiu graues Jackett nnd eine» granen steifen Hut. * (Großes Dachboden feuer.) Heute um halb l> Uhr früh wurde durch zwei Schüsse vom Schloßberge ein Feuer im Hotel „Ilirija" signalisiert. Der freiwillige Fellerwehr- und Rettungsverein war fchon früher auf dem Brandplatze eingetroffen. Es brannte eine ganze Dachbodenabteiluug ab. Das Feuer dürfte dnrch unvorsichtiges Hantieren mit Licht oder eine brennende Zigarre entstanden sei». * (Verlo r e n) wurden eine Zwanzigtronen-Note, eilt Geldtäschchen mit 12 X, zwei Kasseschliissei, eine Zehnkroneu-Note, eine silberne Damonuhr samt Kette, ein schwarzer Tamenkragon, oiue Geldtasche »lit 230 15 uud ein Zwanzigkronen-Goldstiick. * (G e fnnd e n) wurden: eine goldene Damenuhr famt goldener Halskette, ein Portemonnaie mit etwas Geld, ein Paar Handschuhe, eiu seidenes Por» tepee. — Am Südbahnhofe erliegen folgende dort gefundene Gegenstände: ein braunes Hanokörbchen mit 34 Krebsen, 20 Iv Geld, ein Regenschirm, ein Sonnenschirm, ein schwarzer Handkoffer mit alten Kleider», eine schwarze Tamenjacke und ein Kodak. Theater, Kunst und Meratur. — (Österreichische Rundschau.) Heraus» gegeben von Dr. Alfred Freiherrn von Berger und Dr. Mrl Glofsy. — Inhalt des Doppelheftes 92 uud 93: 1.) Am Grabe Ferdinand von Saars. Von Dr. Alfred Froiherrn von Berger. 2.) Die politischen Verhältnisse Kroatiens. Von Soktionschef Dr. I. Krünjavi. 3.) Tegetthoffs erste Seefahrt. Von Johann Ziegler. 4.)^ Ein unveröffentlichtes Manfred-Gedicht zu Robert Schumanns Musik. Von Ferdinand Kürnberger. (Mitgeteilt nnd eingeleitet von Otto Erich Deutsch. 5.) Die chemischen Re< aktionstypen in unserem Lebensprozessc. Von Uni-versitätsprosessor Dr. K. B. Hofmann. U.) Das erwachende Schloß. Von Ferdinand v. Saar. 7.) Der heilige Johannes vou Nepomuk. Novelle von Gräfin C. Thuu-Salnl. 8.) Über tirolische Sage und Sagonforschuug. Von Ludwig v. H ö r m a u n. 9.) Aus der Zeit des Humanismus. Von Ferd. Gre-gori. 10.) Nachtstille. Vou Gisela Freiin von Berg er. 11.) Chronik: ..Verkehr" Von Dr. Ricl>ard Mündl. 12.) Vesprechuugen (Eg lauer: „Grundriß des Fiuanzrechtes. Von Dr. Franz Freiherrn vo» Myrbach-Meinfeld." — Weltgefchichte seit der Völkerwanderung. Von Th. Lindner. — Heger: „Geschichte von Japan. Von O. Nachod." — Hoff- Laibacher Zeitung Nr. 179. 1697 ___________7. August 190lx w ann: „Das Tm'll. Von A. 5tuprm." — Ttrobl: „ilänipf^we Kräftc. Von Knut Hamsun." — Horner: „Der ungerMc Richter. Von Marie Tchnnedl/' ^ „Vorarlberg und Liechtcustein. Von I. C. He(,'r."> 13.) Feuilleton („Ein Goethe-Denkmal in Franzensbad." Von Al. John). 14.) Rundschau („Parlamonrs-schlntz." — „Ein politischer Fortschritt." — „Tie neuen österreichischen AlMwahnen"), -- (^ V0 ii Q ti k.) Tie «. Nnmnwr dieser illn-strierten Jugendzeitschrift enthält Gedichte von S o -kolov uuö E. G a n q l, erzählende und belehrende Beiträge von Andreas Napk, Silvoster K., Lad, ^6 o rc f, I N ,^,^ ^ G ^, ^ l ^, I^ t>^. Spiel-ecte fmden sich ilebst ^iner Zeichnung für die Kleinen von A. Tiö ein zweistinuniges Lied von Iv. K. 6erlo, Notizen Rätsel ^c. __________________ Telegramme its l. l. TtltMllell-Vlllrchllntiellz.Vlllelllls. Eisenerz, 0. August. Soinl.' Majestät der Kaiser, die Prinzen Leopold, Georg und Konrad Von Vayrni fowie der Genm-aladjntant Graf Paar, Graf Louis Paar, Fürst Dietrichstein, der Flügol^ adjutant Major Driancourt und Hofrat Dr. Kerzl sind heute nm 7 Uhr abend zu dreitägigem Iagdmlf-enthalt hier eingetroffen. Wi?n, l>. August. Die „Wiener Abondpost" "lneldet: Durch eine kaiserliche Entschließung vom 3. d. ist die gegenwärtige Organisation der Seebehörde in Triest, die sich schon seit längerer Zeit als unzureichend erwies, da bisher auher dem Präsidenten nur Guberuialräte in der sechsten Rangs-klasse, Setretäre in der achten und Konzipisten in ber zehnten Nangsklasse syswnisiert waren, auZgestal tet und durch Einfügung von Stellen der nennten und siebenten Rangstlasse ein vollständiger Konzepte status bei der Seebehördc aufgestellt lvorden. Ein verunglücktes Auswandcrerschiff. Madrid, 0. August. Über den Unfall des Dampfers „Sirio" wird weiter genieidet: An das Tan des sinkenden Schiffes klammerten sich sechs Kinder fallen. :^5 Persollen sind abgängig. Alle in del-Nähe des Unfallsortes befindlichen Schiffe beteiligten sich an der Hilfeleistung und nahmen zahlreiche Schiffbrüchig' an Aord. Dem Eigentümer dos „Ioven-3l'ignd" gelang es, 300 Passagiere zu retten. Taus normal. Alle Läden sind geöffnet und in einem Teile der Fabriken wird gearbeitet. Vier Zeitungen sind heute erschienet:. Gestern wurden etwa 200 Personen, die für den Generalstreik agitierten, verhaftet. He lsin g for Z, 6. August. Die Beerdigung öer im Kampfe gegen die „Note Garde" gefallenen Mitglieder der „Weißen Garde", darunter mehrerer Offiziere der aufgelösten finnländischeu Armee, sowie eines Architekten, hat heute hier unter großer Beteiligung der Bevölkerung ohne Ruhestörungen statt-gefunden. Mostan, 0. August. Die Versammlung des allrussischen Verbandes beschloß, unverzüglich einen Plan zn einem gemeinsamen Vorgehen gegen die anarchistischen Gewalttätigteiten auszuarbeiten. Helsiugfo.rs, l>. August. Der Ar loiter aus-schliß hat sich für die Einstellung des AufstandeZ ausgesprochen. Angekommene Fremde. Grand Hotel Union. Am 4. August. Nardelli. Statthalter, Zara. — Doltor Müller. Nesnik, Prof., Graz. — Terpotitz, Kassier, hrastnigg. — Gahner. Jurist, Neumarltl, — Aus, Beamter, s. Frau; hauus. Direttorsgattin, s. Tochter, Agram. — ttristan, Beamler; Bach» maim, Privat, Triest. — Glücksmann. ilsm,, Budapest. — Huber, l. u. l. Echiffsleutuant, Pola. — Viraa. ttommcizialrat; Blahut, Privat, Fiume. — N. v. Wutmannstal. Gutsbesitzer, Weichselstein. — Goriauy, Fluther. Private. Reval. — Kuhac. t, l. itontrollor, Ivancice, — WorouieNi. Privat, s, Familie, Lem» berg. — Peuuini, Direktor, Kraz — Dr. Debevec, Professor, Flrainburg, — Dr, Ianezic, Advokat. Volosla, Dr. ztrjisnik. Türnow. — Prijatelj. Pfarrer, Krt. — Rudolf, Pfarrer, (latez. — Pul). IelovZel, Bildhauer, München. — Vrus, Besiua, Gutsbesitzer, öabar. — Leviinik, l, l, Oerichtsadjunkt, Gurtfeld. — Vrosch, Privat, s. Sohu; Absander s. Tochter. Nlumental, Etzinger. Kflte.. Wien. H,tel Elefant. Am 3, u. 4, August. Goebel s. Frau, Bernstein . Kohn, Negri. Bizenz. Glassei. Nosenberger, Frank. Goldstein, Saler, Keller. Präger, Venelch. Hieber. Mayer. Fischer, Hayek, Stem» berg. Sternfeld, ^ajiek. Heudrich. Hirsch, Bammer, Pollal. Neeher. Glanz. Müller. Reschmann, Rosenberg. Poschner s. Frau, Felix, Me.; Filiposky, Professor. Triest. — Kanajzler. Private, j, Schwester; Dobnil, l. l. Oberleutnant, Loco. — Ruhmann, Zahnarzt. Augsburg. — Dr. Misel. Arzt, s. Frau. Prag. — Richa. Kinzel, Sludenten, Cilli. — Wolzerova, Lehrerin, Pilsen. — Dr. Mattebezelic, Beamter, Vrvnil. — Varauel. Lehrer, Tlany. — Pfau. Fabrikant, s, Sühnen, Fiume. — Coloman, Direktor. Güh. — Neijzl. Privat; Pegau, l.k. Notar. Idria. — Markovic, Rittmeister, s. Frau. Mostar. — Nerad, Ingenieur. St. Daniel. — Eger. Privat. Eisnern. — Neitlich. Kfm., B. Kamnitz. — Becker, Bergingenieur. Raibl. — Scutout, Privat, s. Frau. St. Peter. — Schütze. Kfm.. Bremen. — Engel, Private s. Sohn; Nupnil, l. u. l. Oberleutnant, Agram. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhc 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. ^ T ! L.Z? ^ Ansicht Z3^ a 2 u. N. 735 8 > 2? - 8 OW. schwach halb bewvllt "' 9 . Ab. 737-1! 20 0! NO. mäßig bewollt 7.l 7 U. F. > 738 1! 150! NO. schwach > heiter ,26 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 21 8°, Normale 19-5°. Gestern abends Gewitter. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Der milde, fettreiche Schaum ber Doerings Seife mit der Eule, bie bnrrt) 3uja(j einer patents, qejd). Blumenmilch abermals* verbessert tourbe, oer* fdjönt bie Laut, flärt ben leint, belebt bie §anttätigfett unb übt selbst auf bie eimpjtnblirfjfte &ant feine beläftißenbe SReij« nursling au§. Rut bie JHnber eine SBofyltat, für bie kanten ein SJ9obiUfniö. Doerings Seife mit der Enle ist für 60 Heller überall erfjälrlidj. (1276) 5—3 Schöne Wohnung bestehend aus drei Zimmern mit Kabinett samt Zugebür, ist mit 1. November ZU vermieten. Anzufragen im Mtfbel-gesohäfte des J. J. Naglas, Auerspergplatz 7. (344^) 6-4 Vom tiefsten Schmerze gebeunt, geben wir allen unseren Verwandten. Freunden uud Bekannten Nachricht von dem Hinscheiden unserer innissstgeliebten. guten Mutter, Schwiegermutter. Großmutter und Urgroßmutter, der wohlgeborenen Frau Josefine Gwbornik welche nach langen, qualvollen Leiden heute, den 5. August, um 11 Uhr abends, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten, selig im Herrn entschlafen ist. Das Leichenbegängnis findet übermorgen, den 7. August, um 6 Uhr nachmittags vom Trauerhause, Pfalzgasse Nr. 2. aus statt. Laibach am 5. August 1906. Josef Prohasla Gophie Urbas geb Globoinik Artillerie-Oberstleutnant Löleftine Prohasla geb. Globoiwil Schwiegersohn. Töchter. vskar Prohasla Irma IaroS Nlice Iaroii Artillerie. Oberleutnant RegimentSarztensgattin Urenkelin. Enkel. Enkelin. Anstatt jeder weiteren Anzeige. (3477) (3484) 126—136/6. Dražbeni oklic. Na javni dražbi se ima prodati v Ljubljani: dne 8. avgusta 1906 ») v Kolodvorski ulici št. 26, veè obleke, perila in druzih predmetov; b) na Tržaški cesti št. 33, razlièno pobiätvo in dr.; dne 9. avgusta 1 906 a) na Cojzovi cesti št. 9, razlièno pohištvo in dr.; *>) pod Tranèo št. 1, veè raznih op-tiènih predmetov, kakor: oèala ööipalniki, daljnogledi, kukala, dalje barometri in termometri in dru-zega veè; dne 10. avgusta 1906 a Jurcißevera trgu St. 3, razni op-nx predmeti, termometri in baro-etri in druzega veè; U d«e 13. avgusta 1906 -^unajski cesti št. 18, veè krasnib okenskib zastorov, preprog, pregrinjal za otomane itd.; dne 14. avgusta 1906 a) v Gradišèu št. 10, razlièno po-hištvo, star šivalni stroj in drugo; b) v Metelkovi ulici št. 27, nekaj pobištva, ena velika preproga in dve posteljni pregrinjali; dne 16. avgusta 1906 na Martinovi cesti št. 1 (vila Minka), nekaj pohištva, dekoracijski predraeti, šivalni stroj itd. ; dne 17. avgusta 1906 na Marije Terezije cesti Št. 6/1, veè lepega pohištva, dekoracijskib predmetov, šivalni stroj, preproge in dr.; dne 20. avgusta 1 906 v Konjušni ulici ät. 1, veè pobištva, dva okenska zastora s karnisami in dr. Zaèetek vselej ob 9. uri dopoldne, samo dne 14. avgusta 1906 v Gra-dišèu št. 10, ob 3. uri popoldne. Reèi, katere se imajo prodati na dražbi, smejo se ogledati vsacega omenjenega dne pred dražbo na lieu mesta. Vsakojaka pojasnila dobe se pri spodaj oznaèenej sodniji, v sobi št. 18. C kr. okrajna sodnija v Ljubljani, odd. X, dne 6. avgusta 1906. (3475) S. 5/6 28^ Naznanilo. V konkurzu zapušèine po Fran-cetu Suäteräic iz Loke pri Örnomljii se je potrdil po predlogu upnikov, ki so doäli k naroku za upravnika mase gospod Oto Ploj, c. kr. notar v Örnomlju, ter se postavil za njego-vega namestnika gospod Avgust Kunc, posestnik in trgovec v Örnomlju. C. kr. okrožna sodnija Rudolfbvo, odd. I, dne 3. avgusta 1906. ' (3430) P. 18/6 Oklic. C. kr. okrajno sodišèe v Ribnici je na podstavi odobrila c. kr. okrož-nega sodišèa Rudolfovo, podeljenega z odloèbo od 13. julija 1906, opr. St. Nc. I. 52/6/1, delo Janeza Luvriöa s Hriba at. 57 zaradi sodno dognane zapravljivosti pod skrbstvo in mu po-stavilo gospoda Janeza Bartola s Hriba St. 6 za skrbnika. C. kr. okrajno sodiäöe Ribnica, odd. I, dne 20. julija 1906.________ Schöne Junggesellen- jjffohnung ¦ y.mmern Vorzinmier und ?u vermieten. Näheres beim Hausbesorger. Laibacher Zeitung Nr. 179. 1698 7. August 1906. Kurse an det Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblattej vom 6. August 1906. Die notierten Kurse «erstehen sich i» Kionenwährung. Die Notierung sämtlicher Aktien und der „Diversen Lose" versteht sich per Stück. Geld Ware Allgemeine Staatsschuld. inheitliche Rente: tonv. steuerfrei, Kronen (Mai.zNvv.) per Kaste . , 89 bt> 98 7ü bett«, (I«n..IuIl) per Nasse 99 40 99 L0 5 2 «/„ 0, N. Noten (Febr.»«ug.) per Kasse......ioo-4b ino 6z 4 »"/»«. W. Silber («lpril.0lt.) per Kafie . . . . . . 100 4« l«0-!>o 1860er Staat«lose 500 u 10050 UudoNvahn i» Kronenwührung, steuersr. (dlv. Et.) . 4^ 99-55 100-55 Vorarlberaer Vahii, sleuerftci, 400 Kronen ... 4"/« w b^ 10U 55 z» z»a»l»lchult«lschltibun8tn »bgestemptltt Fisknbnhn»Zktleu. Illsabel^B. 200fl.KM, ü'//v„ von 400 Kronen .... 484 — 4«8 — dettu Luy.Vudwei» Lnu fl. e. W. S. 5'/<°/n .... 440 — 443 — dctto Salzburg.Tirol 200 fl. ö. W S. b°/„ .... 4»2 — 43i>- Geld Ware D«« zwnle zur Zahlung über» nomwlne Eisenbahn» Plloiitäl». ßbligntionen. Vöhm. Wcstbahn, Em. 1895, 400 Kronen 4°/„ . . . . 99SN 10« 9« Elisabethbahn 600 und »00« M. 4 ab 10°/«......118-75 117 75 Elisabethbahn 400 und 2u00 M. 4"/„........11?l'b1I8 05 Franz Josef-Bahn Em. 1884 (div. St.) Nilb, 4°/u . . 99 75 1L0?ü Galizischr Karl Ludwig-Bahn ldiv. St,) Silb, 4«/„ . , 99'üb 100 55 Uüü.'gllliz. Vahn 2«0 fl, S. 5°/u 112 25 113^5 Aorarlberger Nahn Em. 1884 (div. Lt.) Eilt». 4°/, . . 9950 100-50 Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4°/u ung. Ooldrente per Kasse . H2»ü 113-U5 4°/„ betto per Ultimo 112 85 11305 4°/« ung. Rente in Kronen- währ. stfrei per Kasse . . 94-»0 95 — 4°/n detto per Ultimo »4 »o 85 — »'/,°/° detto per Kasse , 84 80 85-Ung. Prämien.Nnl. ö. 1«u fl. . 80»-- 2:0-detto K 50 fl. . 807 — 209 - Theih.Reg.°Lose 4°/, . . , . 154-50 lüö-bo 4°/» ungar. Giundentl.-Oblig 84 65 85-05 t°/u troat. u, slav, Grundentl.. vblig........87-- — — Andere öffentliche Nnlehen. Vosn. Landcö.Anl. (div.) 4"/» . 85-— 96-- Voön. - herceg, ltisenb,»Landes» «lnlehe» (div.) 4>/,"/,> - -100-40 101 40 5«/u DonauMeg.-Anleihe jS?8 105-25 106-25 Wiener Verlehis-Nnleihe 4°/« 99 4« 100-äo detto 10U0 4°/« 89-60 lOO L(> Anlehen der Stadt Wien . . 10280 108 8«, dctto (S. od. G.) . . .121-25 122-85 detto (1894) .... 9? 5» 98-50 detlo (1898! .... 99-10 100 IN dctt« (1800) .... 88-00 100 55 betlo InV.Ä.) 1902 . 88-NO 1^ 88 60 99«,' Äbhm. Ht,pothelenbanl»crl.4°/!, 99 80 1002« Aeütral-Bob.'Kreb.-Vl,, österr,, 45 I. verl. 4 >/,»/<>. . . 103— —'-Zentral B°d.-Kred..Vi.. bsterr.. 65 I. veil. 4"/„ ... 10010 101 10 »rcd.-I»ft„österi,, f. Veri.'Unt. u.üsseu!I.«rb,Kat,^vl.4°/« 99— 9970 Landesb. d. Kbn. Gallzien und Looom. 57'/, I. ruclz. 4°/« <«'2d 8925 Mähr. Hlipothelenb. oerl. 4«/« 99-25 100-25 «..«sterr.Lande«.Ht»p..«lnst.4"/« 100— 101- detto inN, 2 "/„Pr. verl. 3'/2"/l, 9»-?0 9420 betto K.'Echlildsch, verl. 3'/2°/n 83-üN 84- betto verl. 4°/« 99V0 100-90 Osterr.'Uiigar. Vanl 50 jähr. verl, 4"/« ü. W..... 99-75 1007b detto 4"/« Kl..... 100-15 101-15 Spart. Löst., 60 I. veil. 4°/« iou-«5 — — Eisenbahn.Prioritöts-Obligationen. Feidinands>Norbbahn Em. 1886 Lb 7b 10075 detto Lm. 1804 100 - 101- Österr. Nordwestb. iO0 fl. T. . 10615 10715 Vlaatsbahn boo Fr..... 41?'— 424 — Siidbahn k 3°/, Jänner »Juli 500 Fr. (per Et.) . . . 2»0bö 322>j5 Sudbahn il 5°/u..... 12435 125-35 Diverse Lose ,per Stüll). Derzinllicht fos». 3°/o Vobenlrcbit.Lose Vm. 1880 288— 2««-- betto Vm. 1889 28»-— 301 — 5°/u Donau «Rennlierungs. Lose 100 sl. ö. W..... 2b7— 2SÜ- Serb.Pr°m..«lnl. v.100Fr.L°/<> 97— 103 25 zln»tlzln»liche Los». Vubap,.Äasi!ila(Dombau) 5fl. L2-10 2410 Kreditlose 100 fl...... 4Sch.b. 3°/«,Piäm..Schuldn. d. Bodenlr.Unst. <3m, 1889 93-- :«o- Aktien. l»n»p»rt'Zluttrneh«l«gtn. «ussig'Tepl. Eisenb. 500 fl. . 2520 — 2584 — Vbhm. Nordbahn 150 fl. . . 370'— 372-— Uuschtirhrader Eisb. 500 fl. KM. 3015 — 3«25 — detto (lit, i!.) 2,w sl. per Ult. 1136— 1143-Donau . Dampfschiffahrt« > Ges., 1., l. l. priv., 500 fl. KM. 1050— 1054 -Dux.Bodenbacher Eisb. 400 Kr, 558— 5S0- — ssrrdinands'Noidb. 1000 fl. KM. 5480 — »520 — Lemb.'Vzrrn.'Iassy > Eisenbahn-Gesellschaft, LOO fl. S . 580-— 583'-Lloyd.öNerr.,Trieft.,bOOfl.KM. 736-— 740--Aslerr. Norowestbalin 200 fl. S. 448— 448-dctto (üt, «.) 200 fl,S.P. Ult. 451— 4b1-5l1 Prag'TuxerEisenb. 100sl.abgst. 224— 226 — LtaatSrilb, 200 fl.S. per Ultimo 671— 672 — Sübb. 800 fl. Silber per Ultimo 1ßt>>b0 1Ü6 bv SNdnordbeutsche Verbiobungsb. 2i' Eisenbali„w,.Leihg,, erste, ino fl. 2lU- 212 — „Llbcmühl", Papiers. U.V..G. 176— ,?9 — «tlektr.Ges., allg.Ssteir, 200fl, 458— 4i>4- detto internal., 200 fl. 6U0— 602 — Hirtenbergcr Palr.., Ziindh. u. Met..Fabrik 400 Kr. . . li',8—1159 — Liesinger Brauerei 100 sl. . , 3»4- 307 — Moman.Gkselllch,, osterr.>lllpine 57650 57750 ..Poldi.Hütte", Tiegelguhstahl. F..N..G. !<00 fl. ... 527— 531 — Präger Eise».Ind..Ges. Em. 1!»05, 200 fl...... 2758 — 2763 — Nima.Mirany > Salgo.Tarjaner Eiscnw. 100 fl..... 571-25 572 25 Salnv'Tarj, Steinkohlen 10« fl, 635— 63» — ,,Schl0gImühl", Papiers., »nosl. 325— 335-„Schodnica", A,»G. f. Petrol.» Ind., 500 Kr..... 60« — 6l0 — „Eteyrermühl", Papierfabrik uud V'G...... 470— 475-— Trifailer Koh!enw..G, 70 fl. . 275 — 278 — Tüll, Tabalregie.Gcs. 2uo Fr. per Kalse . —— — — detto per Ultimo 4^ hll 4»?-j>0 Wafsenf'Gcs,, österr,, in Wien. inn fl........ 578— Ü84-— Wllggoii'Leihanstlllt, allgem,, in Pest, 40« Kr..... — — —-— Wr. «augesellschast loo sl. , . 160— 1»2 — Wienerbergcr Iitgrlf,»Alt..Ges, 856— 860'— Devisen. Aurze jichlen und Scheck». Amsterdam....... 198 90 18910 Deutsche P'ähe...... 11? 30 11750^ London........ 340 18» 24« 3b Italienische Vanlpläve , . . 85-42' 95 57' Paris......... 95 4?' 8560 Zürich und Basel..... 95-57' »ü?2» Valuten. Dulale» ...... li-33 1I»8 2u-Franlen°L»ücle..... 18 l« 191» 2N»Marl-StücIe...... 2846 28-54 Deutsche «eichSbanlnoten . . 11? 27' 11?-47» Italienische Vanlnoten . . . 95 5>>> 95'70 Rubel-Note»..... 250 2 50" Ton K«ut«u, »T»»uaibHcli, Spital^aHse. Privat - Depots (Safe - Deposits) -u.33.tax mi.cmn.9xo. T7"«r¦ cDa. 1-va.• •