Erscheint wöchentlich siebenmal. SchrMeMMg (Tel. Interurb. Nr. 2670) sowie Verwaltung u. Buchdruckerei (Tel. Interurb. Nr. 2024): Maribor, Jurciceva ul. 4. Briefl. Anfragen Rückporto beilegen. Manuskripte werden nicht returniert " 'i pg § ititia niti Inseraten- u. Abonnements-Annahme In Maribor: Jurciceva ul. 4 (Verwaltung). Bezugspreise: Abholen, monatl. 23 Din, zustellen 24 Din. durch Post monat!. 23 Din, für das übrige Ausland monatl. 35 Din. Einzelnummer 1 bis 2 Din. Maribom mumm Ht. llcejska knjiint • Ljubljana Rumänien auf dem Wege zur Diktatur —i—, Bukarest, Anfang April. Der überraschende Rücktritt des Kabinetts Ddironescu Hat nun auch in Rumänien die Krone vor die schicksalsschwere Entscheidung gestellt, ob das Land weiter den zersetzenden Einflüssen der Parteipolitik unterworfen bleiben soll oder ob der Versuch gewagt Werden >dars, eine Gesundung der unhaltbar gewordenen Verhältnisse mit anderen Dlethoden anzustreben. Der Gedanke einer Zeitweiligen Aufhebung der Verfassung :st an sich nicht neu. Er war schon unmittelbar Nach der Rückkehr Carols aus dem Exil sehr ^nsthast erörtert worden und seit damals beherrscht er eigentlich die politische Diskussion, ohne daß es dazu einen besonderen Änlaß gebraucht hätte. Man wußte nur, baß der König selbst sich wiederholt zu die-ftr Idee bekannt hat und es ist auch kein Geheimnis geblieben, daß die engere Um-jteöung des Monarchen und hauptsächlich die Offizierskreise bei jeder Gelegenheit die Notwendigkeit eines radikalen Regimcwech-lel§ betonten, um so der Korruption der politischen Parteien ein Ende zu machen, ^uch in der Bevölkerung stand man dem ßtan eigentlich niemals unbedingt ableh-gegenüber. Man äußerte wohl hier ^ud dort gewisse Bedenken, aber die Unzufriedenheit mit dem gegenwärtigen Zu-Uönti war doch zu groß, um bei der Wahl pichen zwei liebeln nicht zuletzt der Dik-fast den Vorzug zu geben. I Der König zögerte bisher, den Gedanken bie Tat umzusetzen und er wollte das » Ziel einer Entpolitisierung des öffent Lebens lieber auf Umwegen erreichen. 6.le reinen Parteiregierungen sollten durch Kabinett der nationalen Konzentration .gelöst werden, wobei sich ja dann eine ^ weitgehende Ausschaltung -des Parla-kj. 8 ganz von selbst ergeben müßte, und Sgjv.uoch radikalere Möglichkeit wäre die .schg einer sogenannten Regierung der foj0ltfichketten gewesen, die die Partei-8eitet überhaupt von der Mitarbeit an der St[sU.n9 der Staatsgeschäfte entfernt hätte. ^ tut verflossenen Herbst Maniu nach fei* fech persönlichen Konflikt mit dem König Hrj, .’p^vttffion gab, rechnete man eigent-W '^0rt ganz allgemein mit einer Abkehr ^llte ? bisherigen System. Aber dann hoch heraus, daß die Zeit dafür doch °ig / reif war. Es mußte vorher noch hk^rnegnum geschaffen werden, um 5etein §. neuc Regime gleich von vorne-verschiedenen sehr unpopulären 1^9er % n. bu _ belasten, und dem Nach-%a&e mu§ T‘ieI 1°. b’e wenig dankbare ^öhUnJU' purch Ersparungen u. Steuer-l,5RQr^ ü a§ Gleichgewicht im Staats-?u>h : 9et3ufieIIen und zu -dem Zweck n5ure Anleihe aufzunehmen. Das ieh und ^ -k =ine8 Vierteljahres gelin. J, Jahreswende wäre dann der 7°glich gewesen, um — wenn , e!Qn n» ; “re§cu ober bem Marschall Apolitische, ^, p^r — d'e Bildung einer irilidben ro° r 9l dung einer neuen Regierung schon zu einem Zeitpunkt betraute, da er das Demissionsgesuch des alten Kabinetts noch gar nicht in Händen hatte. Denn Mironescu kämpfte zwei Tage lang wie ein Verzweifelter um seinen Posten und er mußte förmlich vor ein fait accompli gestellt werden, ehe er sich zum Rücktritt entschloß. Aber auch Titulescu war in den Plan eingeweiht gewesen. Er hatte erst zwei Wochen vorher gelegentlich der Beendigung der Anleiheverhandlungen in Bukarest geroeilt und schon damals alles zur Uebernahme der Regierung vorbereitet. Er wird nun zunächst den' Versuch machen, eine Konzentrationsregierung zu bilden, der alle Parteiführer als Minister ohne Portefeuille angehören, also die Verantwortung mit übernehmen. Aber für die einzelnen Ressorts sollen nur unpolitische Fach leute herangezogen werden und auch die Entpolitisierung der Verwaltung ist bereits in allen Einzelheiten durchdacht. Es wird keinen Komitatspräfekten mehr geben, der sich zu irgendeiner politischen Partei bekennt und an die Spitze der wichtigsten Ko-mitate werden höhere Offiziere gestellt werden. Das ist alles nur ein Anfang und es wird setzt davon abhängen, ob die Parteien dem Plan ihn Zustimmunc geben Weiger dem Plan ihre Zustimmung geben. Weigert zaranisten bestehen noch sehr starke Widerstände — so wird die weitere Entwicklung in Rumänien eben gegen den Willen der Parteien vor sich gehen. Eine nochmalige Einberufung des Parlaments kann dann nur eine Formsache sein. Die neue Regierung wird einen Anlaß finden, um Kammer und Senat aufzulösen und sie wird sich mit der Durchführung der Neuwahlen nicht beeilen. Ob die Verfassung schließlich durch einen formellen Schritt des Königs suspendiert wird oder sozusagen auf kaltem Wege eine Aenderung erfährt, ist schließlich gleich gültig. Die politische Krise in Rumänien wird diesmal eine andere Lösung finden, als das bisher üblich war. Und vielleicht kennzeichnet nichts besser ine Lage als die Tatsache, daß es der König bereits abge-lehnt hat, noch einmal die Führer der Par teien zu Rate zu ziehen und mit ihnen über die Dinge zu verhandeln. Er empfängt sie nicht einmal mehr und entscheidet nach seinem eigenen Willen. Flottenstreit ohne Ende Kritischer Stand der Verhandlungen — Der englische Standpunkt Aus London wird berichtet: Der offiziöse „D a i l y H e r a l d richtet einige ernste Worte an Frankreich, wegen dessen Stellungnahme in den Flottenverhandlungen mit Italien, die in der Karwoche vorläufig unterbrochen wurden. Unter der Ueberschrift „Ein Wort an Paris" schreibt das Blatt der Arbeiterpartei: „Die Tatsache läßt sich nicht verschleiern, daß, falls die französische Regierung auf ihrem jetzigen Standpunkt verharrt, eine ernste Lage entstehen muß. Denn entweder ist das neue Abkommen so ab-gesaßt, daß die Baueinschränkungen, zu denen sich England, Amerika und Japan verstanden haben, auch für Frankreich und Italien gelten müssen oder unser Land wird dieses Abkommen nicht mit unterzeichne». Es wäre gut, wenn man sich hierüber in Paris keinerlei Täuschung hingeben würde." Diese ungewöhnlich starke Sprache des Regierungsorgans erklärt sich aus der Stellung, die Henderson von vornehsrein den franko-italienischen Flottenverhand-lungen gegenüber eingenommen hat und die auch seine Reise nach Paris und Rom veranlaßte. Ble'bt Paris dabei, daß es das Recht hat, mit Ersatzbauten für seine alten Schiffe schon in der Sperrzeit sür die eigentlichen Neubauten, also noch vor 1935, zu beginnen, so würde das natür- lich die Effektivstärke der französischen Flotte, wenn auch nicht die Tonnage, erhöhen. Eine neue Vermehrung der Effektivstärke würde aber sofort von den engli scheu Big Navy-Leuten als Grund benutzt werden, von der Regierung zu verlangen, die Klausel des Dreimächtepaktes in Anwendung zu bringen, wonach jede Verstärkung in der Flotte einer der Nicht signatarmächte den Signatarmächten Eng land, Japan und Amerika das Recht .gibt) ihr Bauprogramm entsprechend zu erweitern. Das wi® finV •: vermeide». Hier trifft das Interesse der englische» Arbeiterregierung mit dem der 'talieni-schen zusammen. Revolution aus Madeira Wie die Höhenrekordfliegerin „niederkam" Funchal, die Hauptstadt Madeiras, in der eine ernste Revolte ausgebrochen ist. Die portugiesische Regierung hat zwei Regimenter Infanterie mit Artillerie und Flugzeu- gen sowie einen Kreuzer gegen die Aufständischen entsandt, die sämtliche Regierungsgebäude der Insel in die Hand bekommen haben. Auf dem Wege nach Kairo „Graf Zeppelin" zur Aegyptenfahrt gestartet Das Flugzeug der amerikanischen Fliegerin Ellinor Smith nach der Notlandung, mit der ihr Angriff auf den Höhenflugweltrekord endete. Sie hatte bereits 8000 Meter Höhe erreicht, als sie das Bewußtsein verlor, um erst nach einem Niedergehen des Flugzeuges auf 3000 Meter wieder zu sich zu kommen und nur noch mit Mühe eine Notlandung durchführen zu können. Friedrichshafen, 9. April. Unter Führung von Dr. Eckener ist der „Graf Zeppelin" heute um 6 Uhr 8 Minuten früh zu der angekündigten Aegyptenfahrt aufgestiegen. An Bord befinden sich 25 Passagiere, u. ct. Graf von Brandenstein-Zeppelin, Kapitän R. Booth, der Führer d. englischen Luftschiffes „R 100", der bekannte Journalist v. Wiegand und Oberst Cossage, Militärattaches der englischen Botschaft in Berlin. Die Route führt bei entsprechender Wetterlage voraussichtlich die Rhone ab- wärts über Marseille, Corsika, Rom, Neapel, Kreta und Alexandria. Am Samstag gegen 8 Uhr früh wird das Luftschiff in Kairo eintreffen. Nach Auswechslung der Passagiere wird „Graf Zeppelin" sofort zu einer Rundfahrt über Aegypten und Palästina wieder aufsteigen, an der auch einige ägyptische Prinzen teilnehmen werden. Am Samstag erfolgt von Kairo aus der Start zum Rückflug nach Friedrichshafen, wo das Luftschiff Montag wieder erwartet wird. lautete vom 4. März bis 4. April und bezog sich ausdrücklich auf jeden Unfall, der Steinherz auf irgend einer Reise während dieser Zeit zustoßen sollte. Die Polizei ist der Ansicht, daß Steinherz mit Fischt verabredet hatte, den Unfall vorzutäuschen und daß unglücklicherweise die Hammerschläge zu stark ausgefallen sind. Außer Fischt, der von der Polizei gesucht wird, ist auch deise» Freund, ein gewisser Michael O l a j o s, gleichfalls Tapezierergehilfe!, der von 'der Angelegenheit wußte, verschwunden. Der „Kronprinz von Frankreich" heiratet Hausse in Versicherungsbetrügen Sensationelle Wendung im Keczkemeter Raubüberfall. B u d a p e st. 9. April. In der Kriminal affäre des Keczkemeter Kaufmannes Rudolf S t e i n h e r z, der am 24. März mit schweren Hammerhieben am Kopf in einem Coupe 2. Klasse des Personenzuges Budapest—Keczkemet aufgefunden wurde und bald darauf starb, ist jetzt eine ebenso überraschende wie sensationelle Wendung eingetreten. Die Polizei hat nämlich festgestellt, daß es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen raffiniert angelegten Versicherungsbetrug handelt. Der Kaufmann Steinherz war mit einem jungen Mann kurz vor dem Uebersall im Hotel „Meran" in Budapest einquartiert. Es handelt sich dabei um den 18jährigen Tapezierergehilfen Friedrich F i s ch l, dessen Familie mit Steinherz gut befreundet war. Fischl ist seit dem 23. März aus der Wohnung spurlos verschwunden und mit ihm auch der Hammer, mit dem die Tat ausgeführt wurde. Es wurde festgestellt, daß sich Steinherz, der wegen 6c-trügischer Krida verfolgt wurde, bei einigen Versicherungsgesellschaften auf hohe Beträge versichern ließ. Die erste Prämie hat er auch bezahlt. Am bemerkenswertesten erscheint, daß sich Steinherz bei einer Reise-unfall-Versicherungsgesellschaft auf 50.000 Pengö versichern ließ. Diese Versicherung Zum Gedenken an Anastasius Grün Henri Graf von Paris — der einM Sohn des Herzogs von Guise, des fischen Thronprätendenten' aus dem Bourbon-Orleans — mit seiner jHtstL Gattin Jsabella, einer geborenen Prinzeß von Orleans-Braganza, mit der er aw ^ April in Palermo — in Gegenwart ^ mehr als tausend Hochzeitsgästen aus v > Adel Frankreichs, Spaniens, Italiens Brasiliens getraut wurde. das Pseudonym, hinter dem sich der österreichische Dichter Graf Auersperg verbarg — der am 11. April vor 125 Jahren in Ljubljana geboren wurde. Da« spanische 8önig«pflflr wäscht Beltlem die Süß' Am Karfreitag fand am königlichen von Madrid eine altertümliche 3ere»j statt. In einem der großen Säle des ko j, lichen Palastes wurden zwölf Bettler zwölf Bettlerinnen hineingeführt. 92acö , die 24 armen Leute im Saale Platz je . $> men hatten, betrat das spanische Ko ^ paar den Saal. König Alfons erfdw! « Paradeuniform eines spanischen Adw ^ Die Königin trug ein kostbares Kleid^ , Hermelinbesatz und eine Brillante Der König und die Königin banden ^ Schürzen um und nahmen die chnen. den Kammerherren gereichten SMe a6. Der König wusch den Bettlern die e die Königin den Bettlerinnen. Das Volk hatte vorher den rechten Futz ^ Ije und selbstverständlich sauber gewasch ' jgjit Zeremonie bestand darin, daß die ^ und der König auf die Füße der ar,n ^ te etwas Wasser spritzten und trockne^ nach die Füße mit einem Schwaw Nachdem die Zeremonie beendet 100 ' „jert-de allen Teilnehmern ein Festessen I 0t. Das Köitigspaar reichte selbst die ® König Alfons erwies fich Beim Servieren als sehr geschickt. Während die armen Frauen, die von der Königin bedient wurden, noch beim Fischgericht waren, servierte der König schon den Käse. Auf der Galerie des Festsaales nahm das ganze diplomatische Korps und viele spanische Hofleute Platz. Die Bettler aßen nicht viel und legten überhaupt eine große Schüchternheit an den Tag. Die übrig gebliebenen Portionen wurden in Körben eingepackt und vom Bettlervoll mit nach Hause genommen. Am Ausgang aus dem königlichen Palais wurden den Bettlern von verschiedenen Touristen ziemlich große Geldsummen für die Körbe cmgeboten. Halsentzündung? — Nur Gekbregen in Mailand Ein unbekannter Wohltäter. M a i l a n b, 9. April. Mailand wurde gestern vormittag von einem richtigen Geldregen heimgesucht, der unter der Bevölkerung ungeheures Aussehen erregte, da man über die näheren Gründe noch vollständig >n Dunkelheit tappt. In den Vormittagsstunden raste durch die Hauptstraßen der 'Stabt ein mysteriöses Auto, aus dem 50 Site-Noten auf die Stoßen gestreut wurden. Die Straßenpassanten beachteten zunächst die Banknoten nicht, weil sie sie für Rekla lnezette! hielten. Erst ein OOjähriger Mann kam darauf, daß es fich um echte Banknoten handelt und begann unter Affistenz zweier junger Burschen die Noten zu sammeln. Er wurde jedoch von Polizisten festgenommen, Während es den beiden Burschen gelang, mit ^ine ansehnlichen Geldsumme zu entkommen. Das geldspendende Auto konnte Bis« nicht ermittelt werden, Selbstmord ober unglücklicher Zufall? Budape st, 9. April. Gestern ist in Sanatorium : die Baronesse Marie » o r st e r, die Tochter des ungarischen Repräsentanten der Schlafwagengesellschaft, Worbe tt. Sie wurde mit durchschossenem ^kagen aus Szob nach Budapest gebracht. wurde erklärt, daß sie sich bei einer Schießübung im Schlosse des Grafen Deleki n Szob selbst verwundet hat. Wie die Blät-kr melden, hat aber die Untersuchung er-Sjben, daß die Baronesse vom Baron Stephan Bornemisza angeschossen wurde, als wser ihre Waffen in die Hand nahm, um ^chzusehen, ob sie geladen sei. Baron Bor-^wksza wird jetzt einem Verhör unterzogen. Angelegenheit hat in Gesellschaftlichen teh"en großes Aufsehen erregt. Schreckliche Familientragödie Zweifacher Mord eines heimgekehrten Amerika-Auswanderers. ti ^ ° m, 9. April. In der Ortschaft Asti er« die Sv ^ C'ne schreckliche Familientragö-W t *”efet ^-a9e aus Amerika heimge-dx, ° ^iuliano M o r t a r a wurde von Familienangehörigen, mit denen er die 8'eirU’ tta®e *u verbringen beabsichtigte, greif kühl ausgenommen^ trotzdem er die ber 1 Butter und seine Brüder im Laufe mit Geldsendungen unterstützt Fr ' .Aks man ihm mitteilte, daß die alte gefcfir' i kftzwitlig nur das vom Gesetz vor-tCf j, ene Erbschaftsmindestmaß vermach« üBetrpX'w von seinem Bruder Carlo dazu tet ,, / worden war, griff der Heimkeh-bst, Jeinem Revolver und tötete sowohl stellt« , pks auch seinen Bruder. Hierauf et sich der Behörde. q. ®ie- Revolution in Venezuela. spruch L° 9- April. Nach einem Funk-n e 'n Pangma lebenden Reoo-kst es au§ Venezuela erhalten haben, ^enetQi» .revolutionären Streitkräften des j?en«zi!ela 4 ln° Ölungen, im südlichen ksgen Gefpl/'si öu fassen. Nach einem blu-6etfwn 9eIon9 es den Truppen des •JfcHe zu rJ; ,ia' gestern die Stadt San Vi Oberftpi rr”' Ehrend die Streitkräfte «"Ehuieu » p die Stadt Rinoonhonds 9nchfen fiptv-Ci Parteien erlitten bei den trachtliche Verluste. Vianet begeht Selbstmord... Das ;‘sten bemerkt hätten. 2m Bauche von Baris -ü- Pari s, April 1931. Die großen Hallen: Mächtige, alte Eisenbauten mitten in Paris, umrandet von einem Riesenverkehr, eingekeilt in fürchterlicher Enge eines Stadtviertels das seit dem Mittelalter nahezu unverändert geblieben ist; aus diesem Riesenbauch, dessen chaotisches Gedränge den buntesten orientalischen Bazar in Schatten setzt, beziehen Tag um Tag vier Millionen Menschen ihre Nahrung. Man muß die Pariser Hallen sehen, bevor der Morgen graut. Von dem ungeheuren Gemüsegarten, der sich über die ganze südliche Bahnmeile erstreckt, sind von Mitternacht ab endlose Züge eingelaufen, wobei die Tramschienen als Eisenbahn dienen. Im flackernden Lichte trüber Gaslampen hasten zwischen Hunderttausenden von Kohlköpfen, die sich zu riesigen Pyramiden mit- ten auf der Straße auftürmen, zwischen Bergen von Möhren, Rüben, Wirsing, Radis, von Südfrüchten jeglicher Art, phantastische Gestalten hin: die „Starken der Hallen". Riesige Menschen, die mit Zentnerlasten spielen wie Kinder mit Murmeln, und deren Anstellung auf Grund einer sehr „schweren" Prüfung erfolgte: Muß doch der Kandidat eine Last von 300 Kilogramm hundert Meter weit tragen! Sie sind ungeheuer stolz und klassenbewußt, die Starken der Halle; seit Jahrhunderten tragen sie unverändert die derbe, blaue Jacke und fühlen sich so richtig als die Könige im Bauche von Paris. Ein paar Tausend „Untertanen" stehen in ihrem Dienste; ein ganzes Volk armseliger, zerlumpter Bettler, die Hefe der „clo-chards", der Vagabunden und Hungerleider, die tagsüber unsichtbar sind, in dunklen Löchern verborgen, unter den Brücken der Seine schlafend und nun als gewaltiger Zug des Elends zu den Hallen ziehen. Vor ein paar Monaten war im Untergeschoß eines Pavillons, wo Berge von leeren Kisten aufgestapelt sind, Feuer ausgebrochen. Ein erstickender Qualm erfüllte die gewaltigen Kaller, richtige Katakomben, in deren dunkle Winkel niemand vorzudringen vermag; die Feuerwehr goß Ströme von Wasser hinein, und man sah das Grausige. Mit riesigen Ratten zusammen krochen Dutzende von zerlumpten Menschengestalten hervor, die drunten in einem entsetzlichen Inferno hausen! Als man nachher die Trümmer aufräumte, entdeckte man sieben halbverkohlte Setchcn, darunter ein Kind und zwei junge Frauen! Neben dem grenzenlosen Elend die zügellose Ausschweifung: „Eine Nacht auf den Hallen" ist zum Inbegriff ber wildesten!Schwelgerei geworden, und diesen pikanten Orgien gegenüber verblassen die „altmodischen" Genüsse vom Montmartre oder Montpar-nasse. Es sind unsagbar schmutzige, abgestoßene Lokale, das Stelldichein von Bettlern, Verbrechern und Dirnen; darin tanzt eine internationale Lebewelt, läßt Champagnerpfropfen knallen, empfindet mit perverswohligem Schauer die körperliche Berührung mit dem Abschaum der Menschheit, atmet mit zitternden Nasenflügeln die verpestete Atmosphäre. Einzelne Straßen dieses uralten Stadtteiles sind verrufen wie keine ändern; schon äußerlich fallen sie durch ihre düstere Enge, ihren widerlichen Schmutz auf. Hier befand sich in früheren Zeiten der berüchtigte „Hof der Wunder", eine Art Freistätte für Aussätzige, Bettler und Verbrecher, der königlichen Schutz genoß; es hat sich im Laufe der Jahrhunderte nicht sehr Vieles geändert, und unter den „verseuchten Vierteln" nehmen die Hallen einen hervorragenden Platz ein. Wohl ist die schlimmste aller Spelunken, die „Goldene Traube", seit kurzer Zeit geschlossen; aber es gibt andere öffentliche und geheime Schlupfwinkel genug, in denen sich das Laster mit dem Verbrechen Stelldichein gibt. Die großen Hallen sind eine der Sehenswürdigkeiten von Paris, weil dort eben nichts in einem geordneten, technisch einwandfreien Rahmen verläuft. Es ist ein durcheinanderwirbelndes Chaos, mit wildem, brausendem Leben erfüllt, anziehend u. abstoßend zugleich in seiner bunten, ungehemmten Gegensetzlichkeit. Mitten im „aussätzigen Viertel" erhebt sich die wundervolle St. Eustachekirche, ein Juwel gotischer Baukunst; Bettler, Zuhälter und Dirnen niedrigster Klasse haben zwischen den dunklen Pfeilern ihre Schlupfwinkel. Neben dem Luxusrestaurant, worin Millionäre für tausend Franken soupieren, steht die verwahrloste Kaschemme, die „gargotte" zu drei Franken das „Menü", Wein und Brot einbegriffen. Da sind die berühmten Kneipen: „Zum rauchenden Hund", „Zur spinnenden Katze", „Zum lachenden Esel"; internationale Lebemänner, zweifelhafte Existenzen aller Sorten bilden das Publikum. Spanische Bananenhändler, italienische Kastanienverkäufer haben hier neben den schweigsamen Breto-nen ihr Generalquartier aufgeschlagen, und in den unterirdischen Verließen, die noch aus den Römerzeiten herstammen, haust neben den Bettlern, den Krüppeln, den namenlosen Elenden das Heer der Ratten, die seit Jahrhunderten in Paris wohlverbriefte Bürgerrechte besitzen. ; ;; „Wenn Die Toten erwachen..." Schriftsteller«;. „Wovon", fragt Mücke, „wovon hast du eigentlich gelebt, als du zwanzig Jahre alt warst?" „Ich habe", denkt Federmann nach, „ich habe geschrieben." „Geschrieben?" fragt Mücke weiter. „Was denn?" „Nach Hause", sagt Federmann. Während alle Werte in England eine noch nie dagewesene Baisse erleben, macht sich dort zur Zeit eine merkwürdige Hochkonjunktur bemerkbar. Vor kurzem berichtete die englische Presse über einen kuriosen Gerichtsprozeß. Ein altes Besitztum sollte ver kauft werden, wobei der Inhaber zur Beschleunigung der Kauftransaktion das feierliche Versprechen abgeben mußte, daß es in seinem Hause nicht mit rechten Dingen zugeht. Als der neue Besitzer das Haus bezog, fühlte er sich betrogen. Keine, aber gar keine Spur von irgend einem Gespenst war zu sehen. Reiner Betrug — dachte der Käufer — und strengte eine Klage an. Der Kauf soll nun von Gerichtswegen rückgängig gemacht werden. . . England war von jeher em L->ud, w.> die seltsamsten Spukgeschichten vorkamen oder wenigstens von zuverlässigen „Augenzeugen" berichtet wurden. Londons alter düsterer Tower, Schauplatz vieler grausamer Tragödi-wen, war seit uralten Zeiten der passendste Ort für gespensterhafte Vorgänge. Daß Anna Boleyn, Heinrichs 8. unglückliche Gemahlin, die im Tower hingerichtet wurde, immer noch hinter den alten Granitmauern erscheint, ist für die Engländer, die Conan Doyles festen Glauben an die Realität der Gespensterwelt teilen, nichts außergewöhnliches. Jedes Mal, wenn eine Hinrichtung bevorsteht, kann man den Geist der geköpften Königin um Mitternacht im Tower sehen. Sie inspiziert die getroffenen Vorrichtungen und schreitet langsam rings um das Schafott. In stürmischen Gewitternächten kann man Spukhausse in England Von Michael A ü s p i tz. aus dem Tower fürchterliche Hilferufe und herzzerreissende Schreie hören. Die Tower-wache weiß darüber Bescheid. Es ist Guy F a w k e s, einer der Verschwörer, die 1606 das englische Oberhaus in die Luft sprengen wollten, der unter namenlosen Torturen die' fürchterlichsten Lamentationen ausstößt. Ein großer, schwarzer Bär, der in den dun klen Gängen des Tower von Zeit zu Zeit auftaucht, versetzt die spiritistischen Kreise Englands in besondere Erregung. Was soll das Bärengespenst eigentlich bedeuten? Ein Wachtposten, der eines Nachts den Bären aus einem Kellerraum herauskriechen sah, griff zu seinem Bajonett. Statt das Ungetüm zu treffen, stieß er aber in die leere Luft. Er verlor die Besinnung und wurde nach dem Hospital gebracht, wo er vor Angst bebend von dem Bärenspuk sprach und kurz darauf starb. Nicht nur hinter des Towers Mauern — auch auf den vielen anderen altenglischen Schlößern treten Spukgestalten nächtlich in Erscheinung. Ein Anzahl von Geistern, die den höchsten Kreisen der englischen Gesellschaft angehören, erscheinen regelmäßig in dem berühmten Schloß Hampton Court. Seine Majestät Heinrich 7. in eigener Person und zwei seiner Gemahlinnen, Jane Seymour und Katarina Howard kann man dort des öfteren sehen. Die letztere pflegt häufig in einem alten verwahrlosten Korri-dos des Schlosses zu spazieren, der aus diesem Anlaß den Namen „Gespenstergalerie" bekommen hat. Mr. Ruffel Davies, ein überzeugter Spiritist, berichtete in einer Londoner Zeitschrift über seine Begegnung mit dem Humor des Auslandes „Verflucht neue Bremse zieht nicht!" (London Opinion.) unruhigen Geist der Katarina Howard. „Ein schmächtiger, fast mädchenhafter Körper, helles Haar, große blaue Augen, eine gerade, scharf gespitzte Nase und ein Miniaturmund, wie vom Liebesgott geformt" —so sah die Königin aus. Sie gewährte dem Herrn Rüssel Davies auf gnädigste Weise ein Interview: „Knapp drei Jahre nach meiner Hochzeit mit König Heinrich, fiel mein Kopf auf dem Schafott. Ich wurde dem Kriege zwischen den Päpstlichen und den Protestanten zum Opfer gebracht. Solange ein Howard noch dem römischen Glauben ergeben bleibt, wird meine Seele keine Ruhe finden. Ich komme, um zu warnen." Man sieht, der unduldsame Geist der Reformationszeit spricht heute noch aus dem Mund der Königin, als wären seit den Religionskämpfen nicht Jahrhunderte vergangen. Derselbe Mr. Davies begegnete auch der anderen Königin, Jane Seymour, in den Gängen von Hamp-ton Court. Sie sucht dort vergeblich nach ihrem Sohne, dessen Leiche in einem Strom von Blut fortgeschwommen war. Auch die Königin Elisabeth erscheint manchmal in Spukgestalt. Im Jahre 1907 wurde ein ge-spensterhafter Auftritt der Königin in „Daily Mail" geschildert. Die Szene spielte in Windson Castle und wurde von einem englischen Offizier, Carr Glyn, miterlebt. An einem hellichten Vormittag saß Glyn in der Bibliothek des Schlosses, in seine Studien ver tieft. Plötzlich überfiel ihn das Gefühl, daß jemand den Raum betreten hatte. Er blickte empor und sah eine schwarzgekleidete, große vornehme Dame langsam durch das Zimmer gehen. Sie verschwand im Nebenraum. Bestürzt fragte der Offizier den Bibliothekar, der inzwischen zurückkam, ob er eine fremde Dame vorübergehen sah. „Es ist unmöglich", sagte der alte Bibliothekar — „in dieser Nich tung, die Sie zeigen, gibt es keine Tür." Mr-Glyn erblaßte. Er wollte schwören, daß et gut gesehen hatte, „Aha" — rief plötzlich bet Bibliothekar aus — „es war wahrscheinlich Ihre Majestät die Königin Elisabeth, die in früheren Jahren von Zeit zu Zeit das Schloß zu besuchen pflegte." Auch in Harwick Hall taucht der Geist der Königin Elisabeth alljährlich auf. Am Hei-ligabend führte die Königin in den Mauer" von Harwick Hall ein erregtes Gespräch, prit Maria Stuart, die dort gefangen war, und mit deren Wächterin, der Gräfin Hchrews' bürg. Die Gräfin war es, die, von rasender Eifersucht und glühendem Haß getrieben, dir Königin Elisabeth überredete, das Todesur' teil zu unterschreiben, auf Grund dessen der Kopf der Maria Stuart am 8. Feber l^S-unter dem Beil des Scharfrichters fiel. Mein Flug um dieWeli V on M. B r u c e , der Frau, welche die Welt umflog. Di« kürzlich von ihrem 30.000 Kilometer-Flug heimgekehrte weltbekannte Fliegerin erzählt, wie sie durch einen Zufall zum Flugsport gelangte. Ich liebte das Reisen von jeher und war oft allein oder mit meinem Manne unterwegs. Ich fahre auch selbst Auto, ans Fliegen aber habe ich früher nie gedacht. Ich fand immer, die Luft wäre nicht sicher genug für mich. Eines schönen Julimovgens ging ich durch die Straßen Londons und blieb vor einem Schaufenster stehen, in dem ein nettes kleines Flugzeug ausgestellt war. „Hochzeitsreise-Typ" nannte es sich und sah so anziehend aus, daß ich nicht so schnell von dem Fenster Weggehen konnte. Der Preis stand auch dabei: 555 Pfund Sterling (149.000 Dinar). „Unsinn", sagte ich mir und schritt weiter. Doch ich konnte den Gedanken an dieses Flugzeug nichts los werden, und als ich mein« Besorgungen erledigt hatte und mir noch eine Stunde bis zum Mittagessen übrig blieb, ging ich wieder an das Schaufenster. Ich stand davor und überlegte mir, daß ein Auto schließlich auch nicht so sicher ist. Vielleicht war das Fliegen gar nicht so gefährlich. Hingehen und fragen — das konnte mir ja nicht schaden. Im nächsten Augenblick stand ich schon im Laden. „Ist es auch wirklich ganz sicher?" fragte ich den Mann, der mich empfing. „Unbedingt", sagte er zuversichtlich. „Würde ich damit fliegen können, wohin ich will?" «Uebevall hin", versicherte er. „Wenn ich es kaufe, dann möchte ich damit um die ganze Welt fliegen." Der Mann nahm mich wahrscheinlich nicht ganz ernst. Da er aber ein guter Geschäftsmann war, versicherte er. daß ich ganz gewiß mit dieser Maschine um die ganze Welt fliegen könnte. „Gut", beschloß ich plötzlich, „ich werde Ihnen morgen Bescheid geben." Ich ging nach Haufe, und da mein Mann mit meinem Söhnchen fort war, breitete ich sofort eine Karte vor mir aus. Wohin sollte ich nun fliegen? Ich war jetzt nämlich fest entschlossen, das Flugzeug zu kaufen. Indien würde ich gern kennen lernen, aber das lag nicht weit genug entfernt. Australien? Das war schon besser, aber auch noch so nah bei England. Wie wäre es aber mit einem Flug um die Erde? Ich breitete die Weltkarte vor mir aus und kam zu der Ueberzeugung, daß dies das Richtige war. Am nächsten Tage kaufte ich das Flugzeug und begann mit den Vorbereitungen für den Flug. Ich wußte sehr gut, daß eine solche Reise ein sorgfältiges Studium der Luftfahrt erforderte, das war mindestens genau so wichtig wie das Fliegen selbst. Doch bald konnte ich feststellen, daß ich gar nicht so viel Zeit hatte. Wenn ich nicht bald aufbrach. würden der Winter und schlechtes Wetter mich überraschen. Die Zeit, die ich für meine Vorbereitungen hatte, betrug neun Wochen. Ich ging zum Luftministerium und erfuhr. daß allein das Besorgen von Seekarten von China und dem Fernen Osten ungefähr vier Monate in Anspruch nehmen würde, ebenso lange das Herbeischaffen von Brennmaterial zu den Landungsstationen. „Kann man die Seekarten nicht telephonisch bestellen?" fragte ich. „Ja, aber wie steht es mit Ihren Fluq-kenntniffen?" war die Erwiderung. ,,2Bir' wußten gar nicht, daß Sie fliegen lärmen. Seit wann besitzen Sie denn einen Führerschein?" „Meinen Führerschein werde ich schon rechtzeitig bekommen", lächelte ich. „Sorgen Sie nur für die Seekarten!" Wir wurden uns über die Zeitdauer von sechs Wochen einig, und die Telegramme wurden abgesandt. Die Antwort kam rechtzeitig; als ich aber mit meinen Vorbereitungen so weit fertig war, merkte ich, daß ich kaum Zeit zum Fliegenlernen hatte. Mir blieben nur zwei Wochen, aber ich brach te es doch zustande. Als mein Mann sich von mir verabschiedete, war er sehr aufgeregt. Er dachte bestimmt, er würde mich nie mehr Wiedersehen. Im Augenblick fühlte ich auch, daß es besser wäre, zu Hause zu bleiben, schon meines Kindes wegen. Dennoch beschloß ich, das Unternehmen auszuführen. Natürlich wäre ich lieber mit meinem Manne zusammen geflogen. Aber ich hatte nicht genug Geld, ein größeres Flugzeug zu kaufen, und in dem kleinen war jeder Raum mit Brennmaterial ausgefüllt. Neben die sein und dem Del hatte ich nur sehr wenig Gepäck bei mir. Ich flog im ganzen ungefähr 20.000 Meilen. Den Atlantischen und den Stillen Ozean überquerte ich auf einem Dampfer, sonst aber legte ich die ganze Strecke in meinem winzigen Flugzeug zurück. Die Reise kostete ungefähr 2000 Pfund, diese Summe mußte ich aus meiner eigenen Tasche bezahlen. Der Flug verlief nicht ganz gefahrlos. Ich mußte in der Wüste notlanden, ich kam mit dem Leben manchmal gerade so davon, ich hatte schreckliche Augenblicke zu durchleben, aber niemals wollte ich zurückkehren. Das Wort „Mißerfolg" kenne ich nicht. Auf meiner ganzen Reise fühlte ich. daß ich lieber sterben als umiehren würde. Als ich in der Nähe des Persischen Golfes in der Wüste landen mußte, blieb ich drei Tage lana. ohne Nahrung und Hilfe. Ich konnte die englischen Schiffe auf dem Meere sehen. Ich wußte, daß sie mich suchten, und wenn ft wich nicht bald fanden, dann würden ft melden: „Frau Bruce verschollen!" Was ft auch tatsächlich taten. Es wäre für nti# leicht gewesen, mein Flugzeug anzuzündc" und so den Schiffen ein Zeichen zu gebeit aber ich wollte meine Maschine nicht P' stören. Damit hätte ich mein Unternehme" aufgegeben. Als der dritte Tag herankaM' war ich halb tot. Ich beschloß, den Platz f verlassen und nach Hilfe zu suchen. M# vielen Stunden der Qual gelang es Mitz durch einen Wilden Botschaft an eine kleiM Rettungsgesellschaft zu senden, die P® dann schließlich fand. Drei Wochen ^ mar ich krank. Mein Mann telegraphier'^ ich sollte zurückkommen. Ich bekam das & legramm im Bett, kehrte aber doch nicht Ich bedauerte es auch nicht. Ich "*7 vier und einen halben Monat unterwegs was viele Menschen zu lange finden. A^6 ich wollte mich gern an verschiedenen Orte" aufhalten und unternahm diese Reife SK größten Teil aus Abenteuerlust. NatiE lernte ich dabei auch viel vom Fliegen ^ gewann nützliche Erfahrungen. „ Ich erlebte Sensationen und Aufregung genug. Doch was die Hauptsache ist: ich le, ich habe mich verändert. Ich glaube, ™ bin besser geworden. Wenn man der fahr, dem Leiden und dem Tod ins steht, dann ändert man sich ganz bestiw und sieht Sachen, die einem früher sehr tig vorkamen, ganz anders an. . ■* Wenn man mich fragen würde, ob mein Abenteuer wiederholen wollte, ^ glaube, ich würde ja sagen. Natürlich 9®^ ich dann den Wunsch, mit meinem zu fliegen. Aber obgleich ich viele Orte^ ^ dersehen möchte, so würde ich doch fl; Frage, wo ich leben möchte, ontmo , „Zu Hause!" Die Welt ist klein. Es sich wahrlich, sie zu kennen. Aber mat hat auch ihre Reize, die man erst 1 zen lernt, wenn man sie in der P entbehrt. ich Den Gatten ermordet — das Hans in Brand gesteckt Das schreckliche Ende eines ländlichen Ehedramas vor dem Mariborrr Fünserfenat — Lebenslänglicher Kerker M a r i b o r, 10. April Wie noch allgemein erinnerlich, spielte sich im Spätherbst des vergangenen Jahres in einer Winzerhube in Sofa oberhalb des hügelligen Geländes von Zg. Polskava eine furchtbare Familientragödie ab. Die Tragödie eines um zwanzig Jahre jüngeren Ehegatten, der von seiner Frau auf die bestialischeste Weise ermordet und schließlich samt Haus und Hof verbrannt wurde. Heute fand nun diese entsetzliche Tat vor den Schranken des Fünfersenats ihr gerichtliches Nachspiel. Die Angeklagte Amalie 2 n t b ti r geb. Jurse wurde in Sv. Ana bei Makole geboren und ist 48 Jahre alt. Vor drei Jahren heiratete sie den um zwan zig Jahre jüngeren Johann 2nidar, mit dem sie trog des hohen Altersunterschiedes fast durch zwei Jahre in harmonischer Gemeinschaft lebte Ihren Lebensunterhalt bcstrit ten sie durch Gelegenheitsarbeiten, doch wa ren beide dem Trunkc ergeben. Jur Spätherbst des Jahres 1929 erhielten Johann Und Amalie Znibar Beschäftigung beim Besitzer B a u h n i k in Loka, der ihnen als Wohnraum eine Holzhütte zur Verfügung stellte. Amalie 2nidar machte sich bei den Leuten bald unbeliebt, da sie allgemein als schlechte Arbeitskraft galt. Zwischen den Eheleuten kam es nun immer öfter zu Zwistigkeiten, die schließlich an der Tagesordnung waren. Die Frau lief bei solchen Anlässen immer wieder zu den Nachbarn, denen sie erzählte, daß sie vom Mann geschlagen und sogar mit dem Tode bedroht U>erde. Hiebei gab sie aber mit besonderem Eelbstbewußtsein die Erklärung ab, sie werde ihrem Peiniger schon einmal „gehörig heimleuchten". Am 22. November arbeitete Johann 2ni-dar bei der Besitzerin B r e ö k o. Am Abend wartete ihm die Besitzerin mit Wein °uf, so daß Johann 2nidar erst gegen halb 20 Uhr nach Hause kam. 2nidar war keineswegs betrunken und legte sich bald darauf zu Bett. Was sich hernach abspielte, ist noch 'V tiefstes Dunkel gehüllt. Gegen 21 Uhr pochte plötzlich eine Frau der Tür des nächsten Nachbarn. Es war Amalie 2nidar. In kurzen und hastigen Sorten erzählte sie den überraschten Leu« eu, daß sie von Johann Zntbar überfallen jtsid schwer mißhandelt worden sei. Da er ds auch mit dem Tode drohte, habe sie sich wU großer Mühe losgerissen und sei davon-Klausen. Die Leute hatten sich in der Situ-, '°n noch nicht zurecht gefunden, als schon uelle Flammen aus der Znibar’fchen Holz« Uoe hervorschvßen. Die Angeklagte war scheinbar nicht im geringsten erstaunt etw m°^e böllig den Anschein, als ob sie was derartiges erwartet hätte. Val Nachbarn eilten sofort herbei und sifv 6n gemeinsam mit der bald darauf eruierten Freiwilligen Feuerwehr die Lösch-wetfert auf. Da die Haustür versperrt war, üit» *e mnn l'en Mann, der im Schlaf-offP»er tu^9 zu schlafen schien, durch das vy Fenster zu wecken, doch waren alle iticfn erfolglos: Johann Zniber rührte sich itnv wehr. Das Feuer griff rasch um sich Schs ^9uiff in wenigen Minuten auch den Ruvn aUm ^nidars. Nach großen Anstren-8nne ^e*on9 es der Feuerwehr doch in den plan wurde jedoch noch rechtzeitig von der sofort eingetroffenen Feuerwehr vereitelt, so daß die Mordtat einwandfrei aufgedeckt werden konnte. Die Angeklagte stellte auch heute die schweren Beschuldigungen energisch in Abrede und erklärte, daß Johann 2ntbar vollkommen betrunken war und wahrscheinlich das Haus selbst angezöndet habe, woraus er im Rauch erstickt sei. Den Vorsitz bei der heutigen Hauptverhandlung führt Landesgerichtsrat L e n a r t und als Beisitzer fungieren die Landesgerichtsräte Dr. L e 8 n i k und Z e m l j i L sowie die Richter des Kreisgerichtes A s ch-m a n n und K o l s e k. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Dr. Dev, während die Verteidigung Rechtsanwalt Dr. M ü h l e i-s e n übernommen hat. Als Sachverständige sind Dr. Z o r j a n und Dr. P a v l i ö anwesend. Als der Vorsitzende die Angeklagte, ein mittelgroßes, schlicht-bäuerlich gekleidetes und mehr oder weniger unsympathisches Weib, nach Verlesung der Anklageschrift fragte, ob sie sich schuldig fühle, antwortete sie mit einem entschiedenen „Nein". Als die Angeklagte sodann die Ereignisse a. kritischen Abend schilderte, verstrickte sie sich des öfteren in Widersprüche. Zu wiederholtem Male mußte sie der Vorsitzende darauf aufmerksam machen, daß sie mit den seinerzeit gemachten Aussagen In Konflikt gerate. Auch die Zeugen haben zu ihrem Ungunsten ausgesagt, so daß die Schuld der Angeklagten als einwandfrei erwiesen erscheint. Der Gerichtshof verkündete nach kurzer Beratung das U r t e i l. Es lautet auf lebenslänglichen schweren Kerker. Die Angeklagte nahm das Urteil mit stoischer Ruhe entgegen. <$r ändert feine Taktik... Mohorko sucht sich zu entlasten — Hriberski gerät in Widerspüche Der Raubmörder von Jelcvec ist nun unschädlich gemacht. Unsere Landbevölkerung kann aufahnen, da sie das Scheusal endlich hinter Schloß und Riegel sicher aufgehoben weiß. Mohorko legt eine unglaubliche Ruhe an den Tag. Sein Zynismus, den er an den Tag legt, zeugt von seiner moralischen Verworfenheit. Mohorko ist schon zum fünften Mal unfreiwilliger Gast des Gefangenenhauses des Mariborer Kreisgerichtes. Schon als junger Bursche ist er mit dem Gesetz in Konflikt geraten und nahm seine Diebstähle. Einbrüche usw. seine gerechte Strafe in Empfang. Die schlechte Erziehung, die das Kind genossen, konnte auf seinem Lebenslauf keinen guten Einfluß geübt haben. Mohorko begann seine ursprünglichen Aussagen etwas abzuändern. Er nennt Namen von Komplizen, die ihm bei seinen früheren Verbrechen geholfen haben sollen. Teilweise sucht er sich jetzt auch zu entlasten, allerdings nicht hinsichtlich der Tat von Je« lovec, die im bisherigen Verlauf des Verhörs vor dem Untersuchungsrichter nur ober flächlich gestreift wurde. Auf Grund der Erklärungen Mohorkos wurde in der Umgebung von Maribor ein Mann verhaftet, dessen Gewissen nicht ganz rein sein soll. Es scheint, daß der Mann von den früheren strafbaren Handlungen Mohorkos etwas mehr weiß, als er klarzumachen sich bemüht. Parallel mit dem Untersuchungsrichter und der Sicherheitsbehörde in Maribor befassen sich auch die österreichischen Behörden mit der Angelegenheit und unterziehen den angeblichen Komplizen des Raubmörders, Hriberski oder 2unec. wie er sich dort nannte, einem strengen Verhör. Amtliche Berichte über den Verlauf der Untersuchung in Graz liegen zwar noch nicht vor, doch gerat der Mann immer mehr in Widersprüche. Belastend ist für ihn jedenfalls der Umstand, daß er ein einwandfreies Alibi für seine Abwesenheit in der kritischen Nacht nicht erbringen kann. Seine Geliebte Stefanie 8kof, die behauptet, er hätte die Nacht von Samstag auf den Sonntag bei ihr verbracht, wurde ebenfalls verhaftet, da ihre Angaben zumindest unwahrscheinlich klingen. Es ist jedenfalls anzunehmen, daß sie ihren Freund mit allen Mitteln vom furchtbaren Verdacht reinzuwaschen versucht. Erschwerend ist auch die Tatsache, daß Hriberski, der im nebenan liegenden Winzerhaus bei der Witwe Feigel wohnt, wo er auch seine Sachen liegen hat. gerade das in der kritischen Nacht getragene Kleid bei der Freundin gelassen hat, um es vom Schmutz, der sich im Laufe der Zeit am Stoff angesammelt hatte, zu reinigen. Der Anzug wurde selbverständlich beschlagnahmt und wird gegenwärtig einer chemischen Untersuchung nach Blutflecken unterzogen. "raun, des Hauses einzudringen, doch Qnt g ^toöhnt, war das Haus von außen Rewesen kft&.Znibar, wenn er auch wach dam \ tt“r wehr der bereits verkohlte Leich« Wie lwrvorgeljolt werden. Das A to6te' nicht retten hätte können, btcchtp verbreitete sich rasch und be° Das 5V’? "vch die benachbarten Gehöfte, wen ni+ }en brannte schließlich vollkom-ewen wodurch der Besitzer Vauhnik etUtt Gaden von -mpfir nfa Ftnnn Die erlitt. von mehr als 5000 Dinar ^urtion^„^^wn Tage vorgenommene 06« ^Mend im "gab, daß Lnidar an« Art d ~ wit der stumpfen Seite , baß b'gr eir. ®chäbel zertrümmert wurde, ^gestellt J°fort eintrat. Ferner wurde ?ettben Brem! keineswegs die herunterstür-acht hatten tv r* ^"^en den Tod verur-Gren Gatten ^.Imehr daß Amalie Lnidar ihres nrSftr-°c Unt> bann, um die Spuren. berbtannt^c Verbrechens zu verwi-nnt ^ben dürfte. Ihr Satans- Grwicht! Schon vor einiger Zeit ereignete sich in Maribor ein schier unglaublich frecher Fall einer Scheckfälscherei, dessen Einzelheiten jedoch im Interesse der Untersuchung bisher geheim gehalten wurden. Am 23. März erschien in einer hiesigen Bank der 42jährige Magazineur der hiesigen Niederlassung der Firma Berndorf Vinzenz Pavalec mit einem auf 30.000 Dinar lautenden Scheck. Da der Scheck richtig ausgefertigt schien, wurde ihm der genannte Betrag auch ausgehändigt. Als sich Pavalec am nächsten Tag nicht blicken ließ und die Bank die schriftliche Mitteilung über die Auszahlung machte, war man sofort im klaren, daß Pavalec die Unterschrift des Direktors am Scheck falsifiziert hatte und mit dem Geld verschwunden war. Auf Grund der Vermerkungen der Grenzpolizei konnte man bald feftstellen, daß Pavalec nach Oesterreich abgereist war. Die Polizei verständigte sofort die Polizeidirektionen in Graz und Wien und der Erfolg blieb auch nicht aus. Heute erhielt die Polizei die kurze Nachricht, daß Pavalec gestern in Wien ausgeforscht und festgenommen werden konnte. Bei ihm wurde noch ein Geldbetrag von 8300 Dinar vorgefunden. m. Das Amtsblatt für das Draubanat veröffentlicht in seiner Nummer 23 den Voranschlag des Draubanats für das Jahr 1931-32 samt dem Reglement über die Ba- nalsteuern, -Taxen, -Zuschlägen und -Umlagen. Die Nummer 24 bringt u. a. die Verordnung über die Versicherung der Verurteilten gegen Unfälle bei der Arbeit. m. Evangelisches. Sonntag, den 12. d. um 10 Uhr vormittags wird in der Ehristus-kirche ein Predigtgottesdienst stattfinden. Der Kindergottesdienst entfällt auch diesmal. m. Promotionen. An der Universität in Graz wurden dieser Tage die Herren I. U. G. Hermann Krauß, cand. chem. Gottfried H a u s w i r t h und M. U. C. Walter D o l i c z e k zu Doktoren promoviert. Wir gratulieren! m. FinLgar-Feier in Ruse. Im Rahmen einer FinLgar-Feier bringt am Sonntag, den 12. d. um 20 Uhr der Leseverein in Ru8e das populäre Bolksstück „Divji lovec" zur Aujuajrung. Bor der Vorstellung wird der heimische Dichter Direktor Janko Glaser über das Leben und Wirken Finrgars sprechen. m. Heute, Freitag, um 20 Uhr findet das Konzert L o v 8 e (Mutter und Tochter) statt, worauf unsere Leser nochmals besop-ders aufmerksam gemacht werden. Restliche Karten an der Abendkasse. Das Konzert findet im großen Kasinosaale statt. m. Konzertabend Balaban. Wegen des überaus großen Interesses für das am Montag, den 13. d. im Rahmen der hiesigen Volksuniversität stattfindendcn fr:: Wertes des russischen Baritons Balaban wird die Beschaffung der Eintrittskarten im Vorverkauf bei Brisnik und Hofer empfohlen. Die Preise sind sehr tief gehalten, so« daß allen Kreisen die Möglichkeit geboten wird, den berühmten Sänger zu hören. Das reichhaltige Programm enthält bekanntlich russische, deutsche und französische Lieder m. Eröffnung der Tennisplätze im Volks-garten. Der SSK. Maribor eröffnet am S a m s t a g, den 11. d. die diesjährige Saison. Die Spieler, auch neueintretende, mögen zwecks Stundeneinteilung im Geschäfte Zepec am Grajfki trg vorsprechen. m. Bibelfreunde! Am F r e i t a g, den 10. April um 20 Uhr findet bei freiem Eintritt in der Krekova ulica 18 ein Vortrag des M. C. H a r b e k aus Newyork statt, der sich mit dem Thema „Die gegenwärtige Weltkrise im Lichte der Bibel" beschäftigen wird. Freunde sind herzlichst geladen. m. Tie große Wohltätigkeitstombola der Postler, die Sonntag, den 12. d. um 14 Uhr amTrg svobode stattfindet, steht bereits im Mittelpunkt des Interesses. Die herrlichen Preise, die bereits im Schaufenster der Firma R i h a in der Ulica 10. oktobra ausgestellt sind, sind auch derart verlockend, daß gewiß alles nach den Karten greifen wird. Außer den zehn Tombolagewinnsten sind gegen 400 sonstige Preise zu vergeben. m. Nächtlicher Ueberfall. Auf der Straße unweit von derOrtschaft öemioziöe wurde gestern nachts der 26jährige Besitzerssohn Vinzenz Kr 0 p 8 e von mehreren 'Burschen aus dem Hinterhalte überfallen und schwer mißhandelt. Kropse, der Verletzungen am Kopfe und Halse davontrug, mußte ins Ma-ribvrer Krankenhaus überführt werden. m. Fahraddiebstahl. Dem Schneidermeister Anton V u k kam gestern gegen Mitternacht aus dem Hofe des Hotels „Maribor" ein altes Fahrrad abhanden. Des Diebstahls wird ein jüngerer Bauernbursche dringend verdächtigt. nt. Betrügereien ohne Ende. Ein jüngerer, gut gekleideter Mann bestellte gestern nachmittags einen Dienstmann in eine Fremden Herberge in der DetrinjÄa ulica, von wo er zwei volle Koffer sowie einen Damenmantel und sonstige Kleidungsstücke wegzutragen hatte. Der Mann wartete den ahnungslosen Dienstmann am Hauptplatz, worauf sich beide in ein Haus in der Trubarjeva ulica be-gaben. Von dort schickte der Unbekannte den Dienstmann noch einmal um einen Brief zurück. Als der Dienstman wieder zurückkehrte, war der Mann verschwunden. Bald darauf erhielt die Polizei die Mitteilung, daß ein jüngerer Mann in mehreren Häusern in der Krekova ulica diverse Damenwäsche und Kleider verkaufe Die Polizei leitete sofort ihre Erhebungen ein und konnte einen Teil der veräußerten Wäsche beschlagnahmen. Die Kleidungsstücke sind Eigentum einer Frau, die in der vergangenen Nacht in der genannten Herberge nächtigte. Vom jungen Betrüger fehlt einstweilen jede Spur m. Auf der Straße zusammengebrochen. Die 29jährige Bäuerin Josesine L 0 v 8 e wurde gestern am Hauptplatze plötzlich von heftigem Unwohlsein befallen, so daß sie bewußtlos zusammenbrach. Sie mußte ins Krankenhaus überführt werden. m. Wetterbericht vom 10. April 8 Uhr: Luftdruck 738, Feuchtigkeitsmesser —12, Barometerstand 744, Temperatur +8.5, Windrichtung NW., Bewölkung teilweise, Niederschlag 0, Umgebung Nebel. * White Star spielt Samstag und Sonntag in der „G r a j s k a kl e t" mit Spe-zialprogramm. 4262 * Heute, Freitag, Kabarettabend in der Belika kavarna. 4913 * „Planinka". Sonntag, den 12. b, Ausflug zum Stecher. Treffpunkt um halb 15 Uhr am Drausteg. 58 * Familienabendkonzert heute Samstag im Hotel Halbwidl. Erstklassiges Programm. Keine Getränkepreiserhöhung. 4214 * 2 Bummke-Carmanelli im Gase „Eu- ropa" 4179 »•><-——— Kino Burg-Tonkino: Der schönste und unterhaltendste Lustspielschlager „Ihre Majestät, die Liebe", eine 100%ige deutsche Ton- u. Sprechfilmkomödie mit Käthe von N a g y und Franz Lederer. Union-Tonkino: Der große Sensationsschlager „Flieger", das große Drama der Rivalen über den Wolken als 100%tger Ton- und Sprechfilm mit dem besten Flieger der Welt Jack Holt. Apollo-Kino. Samstag und Sonntag erst-, klassiges Doppelprogramm: „Auf nächtlicher Wache" und „Der fliegende Cowboy" mit Beil Hamilton und Hoot G i b s o n. —>»<- ------------ Naöio Samstag, 11. April. Ljubljana, 12.15, 13 und 18.30 Uhr: Reproduzierte Musik. — 19.30: Englisch. — 20: Vokalkonzert. — 20.45: Abendkonzert. — 22: Nachrichten und Jazz. — Beograd, 21: Maeterlincks Drama „Maria Magdalena". — Wien, 19.30: Bachs „Matthäus-Passion". — 22.45: Zigeunermusik. — Graz, 17.15: Konzert. — 18.30: Lustige Stunde. — M ä h r.-Ostrau, 22.25: Leichte Musik. — Bratislava, 19.30: Rossinis Oper „Barbier von Sevilla". — Brünn 21: Tanzmusik. — Mühlacker, 19.45: Oester- reichische Stunde. — 20.45: Bunter Abeyd. — 22.45: Zigeunermusik. — Toulouse, 22: Orchesterkonzert. — 23.45: Militärkonzert. — B uk ar e st, 24: Auferstehung. — Rom, 20.40: Opernübertragung. — Pra g, 21: Tanzmusik. — B u d a p e st, 20.15: Abendveranstaltung. Anschließend Zigeunermusik. — Warschau, 20.30: Vokalkonzert. — 22.15: Chopin-Abend. — 23: Leichte Musik. — Daventry, 22.50: Orchesterkonzert. — 23.35: Tanzmusik. - - ------------- Spott Die zweite Runde „Maribor" — „2elezniöar" und „Rapid" — „Sooboda". Der nächste Meisterschaststag bringt wieder zwei Schlagerereignisse. Das weitaus größere Interesse wird dem Treffen „M a-r i b o r" — „2 e l e z n i v a r" entgegengebracht, dem sogar Heuer ein entscheidendes Moment beigemessen wird, zumal die bisherige Punkteverteilung auch noch weiteren Ueberraschungen Raum macht. Die Weißschwarzen kämpften bisher mit sehr wechselndem Glück. Dem Erfolg reihte sich immer eine Niederlage an, sodaß die Form der Mannschaft völlig ungewiß erscheint. Auch die Eisenbahner scheinen noch nicht recht in Schwung gekommen zu sein, trotzdem ihre Leistung im ersten Spiel gegen ihre Zagreber Kameraden eine ganz überzeugende war. Das Kräfteverhältnis beider Teams scheint nun auch diesmal vollkommen ausgeglichen, wodurch der Ausgang des Spieles völlig ungewiß erscheint. Auch bedeutet die Begegnung zwischen „Rapid" Dieser Roman, der letzte und vielleicht der beste des vielgelesenen Autors, ist einer der stärksten Zeitungsromane moderner Art überhaupt: außerordentlich spannend und aufregend, geheimnisvoll und unerklärlich, bis der Schluß die Lösung bringt, in jeder Zeile lebendig und gegenwärtig, sprühend vom Tempo und der verwirrenden Unrast unserer Zeit. Der stellungslose Berliner Schauspieler Christian Krüger wird eines Tages -n Berlin kurzerhand für ein Wochenhonorar von 1000 Dollar von dem Filmschauspieler Crow und dessen angeblicher Schwester Marilyn nach der berühmten Filmstadt Hollywood engag.ert. In einer Villa bei Monte Carlo, wo verabredungsgemäß Station gemacht wird, begeben sich jedoch sonderbare Dinge. Christian darf das Haus nicht mehr verlassen; er ist ein Gefangener. Marilyn, in die er sich verliebt hat, weiß seinen Argwohn jedoch immer wieder zu zerstreuen. Im Hintergrund der ganzen Vorgänge (was Christian aber erst am Schluß erfährt) steht der Kampf zwischen dem amerikanisch?" Verbrecher Crow und dem Mann Marilyns, die Crows Geliebte ist und Ihrem Mann "nn und „S v o b o d a" ein bemerkenswertes Ereignis, das trotz des unbestreitbaren Kräf teunterschiedes eine Ueberraschung mitunter herbeiführen konnte. Der sonntägige Großkampftag verdient zweifellos das große Interesse, das ihm bereits entgegengebracht wird. : „Edelweiß 1900". Am Sonntag, den 12. d. Eröffnungspartie nach Sv. Mitlaut am Draufelde, woselbst im bekannten Gast-Hause des rührigen Herrn Pepi Wruß eine gemütliche Zusammenkunft stattfinden wird. Abfahrt um halb 14 Uhr vom Klubheim. Familienmitglieder ohne Räder fahren mit dem städtischen Autobus um Punkt halb U> Uhr vom Hauptplatz weg. Rückfahrt nach Uebereinkommen. Gäste herzlichst willkommen. Bei schlechter Witterung findet die Partie am darausfolgenden Sonntag statt. Michael Mohr, erster Fahrwart. : Die Ringmeisterfchaft des Draubanats findet am 18. und 19. d. im großen Saal des „Narodni dom" statt. : Die Schwerathleten des S. K. Zelezni* car halten am Samstag, den 11. b. M. um 20 Uhr in der Restauration des „Narodni dom" eine wichtige Besprechung bezüglich der bevorstehenden Banatsmeisterschaften ab, worauf alle Mitglieder aufmerksam gemacht werden. Gründonnerstag. Horniebel hat einen Stammhalter bekommen. „Alles gut verlaufen?" fragt Federmanit-„Wie geht's ihm den?" „Danke", sagt Horniebel, „wir haben ihn Gründonnerstag getauft." „Ach", schüttelt Federmann den Kopf, „und hat der Standesbeamte den Namen zu gelassen?" Preisabbau. „Zehn Postkarten eine Mark", ruft der Straßenhändler. Federmann bleibt stehen. „Viel zu teuer , sagt er. „Weil Sie es sind", flüstert der Straßenhändler, „sechzig Pfennig." Federmann schüttelt den Kops. „Vierzig Pfennig." Da nimmt Federmann die Karten und besieht sie. „Aber nein", sagt er baim und gibt sie zurück, „die sind ja noch nicht einmal frankiert." ihm -entführt worden war. Dieser Ma»ll Ted Spealman. der die beiden durch d' Welt verfolgt hatte, wird an der Riv|*fr»tnfTwvTVTTrT . Schönes, separ., möbl. Zimmer i ruhig, elektr. Licht — zu ver-’ mieten. Sodna ul. 16, Tür 5. 4232 Zweizimmerwohnung sofort zu vermieten. Koroska 76. 4228 Leeres Zimmer zu vermieten. Slovenska 16/1. 4226 Feld in Tezno, 1200 nt2, zu ver pachten. Reiser, Villa „Elsa", Badlova ulica. 4224 Möbl. Zimmer mit separ. Eingang zu vermieten. Melfska cesta 13, Tür 2, Schuhmachermeister. ______________________4223 Möbl. Zimmer sofort zu vermieten. Sodna ul. 23. Parterre links. 4218 Wohnung, 2 Zimmer und Küche, ab 1. Mai zu, vermieten. Stroßmajerseva 6. 4251 Einfach möbl. Zimmer, elektr. flicht, zu vermieten. Adr. Verw. 4267 Exiftenzgründung überall mit 2—4000 Din Investition. Konkurrenz- und Regielos. 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