Kchrtftleituug: R«ttbau«gass» Skr. I itnw't« {*«). »»,,<»»«», n«tiA <«w tataHm-, »«t «»an- a. »o't-tefft) (OB 11—lt H)t eorm. (tcllltnltri »r?ktiD-■liiin m«! ■ ■tln»t«aagei> uw »t« VicMltiint jn« •»«r#«««« l«t d-lli,» fc#. »ifcQun ««dich,-» aujescu. — Set ®trtci#o(su«fi *t«». a>6iot ■ÜMBtstf«« Ml" etftlrim t«*ai «»Bau« tue Dauutf ug m«rjrnl. •aVtetcifU»««!!» «*«.900. Rr. S7. Verwaltung: «atdbauSgasse Str.» VezoqSdkdinguiiiie»: Durch d»« Po» dc,»»««! Blnttljitria . • . f. l-«o fcolbiMrij . . . (I. S'jt) «»»iialjrij ... R. »•« 9« S»Ili ntl $*RcBiiig HauS! Momllich —-»« BU«tl|älrij ... (I. l-so Haidjähri, ... .«.»•_ Sur'l flullanb ctMltn ft» hl um tu »oums 8do»nnn«ir» leiten bi< tat Bbbjftraan». Lilli, Sonn las, 2. April 1899. 24. Jahrgang. beutioen »Teutschen ließt 9h. 14 h« Sonn« ropsbctloijt « Tie Südmart" bei- Jnhalisver ^ leidmi«: Die Frau des Dichters. Roman von ?lrihur Zapp. (Fortsetzung.) »- Mahnung. — In'« Album. — Brasilianisch» Legende. — Mäusevertilaung im Frühjahr. — T«S beste Mittel gegen den Schnupfen. — Glycerin als Heilmittel — Ein billiges Barometer. — Eierftecke in sil-Kerrien LSsf«ln. — Rostflecke aus Leinen zu enisernen. --Kalbfteischwürilchen. — Pa»end« Lectüre. — Der Wirth als Zeuge. — Höchster Enthusiasmus. — AussichlSvoU. — Kur angebunden. — Ein Schlaumeier. -^nläßNch der H?ierteljahrswende ersuchen »ir, abgelaufene Aezugsberechtigungen ;n er» »euer», damit keine Anterbrechnng in der Zu-fendnng »userer „Deutsche« Wacht" eintrete. — Am Irrthümern zn begegnen, bemerken «ir, daß eingeleitete AezngsverhSltnisse bis zur Ab-Sellellnng gelten, ft wie dies bei anderen deutsch, »»lklichen Zeitungen «blich ist. „Wenn wir in Oesterreich den Frieden nichl finden könnten, wenn wir hier die Garantien de« Fortschrittes, wenn wir die B»dingung«n der Freiheit und des Wohlstände« immer missen würden, — dann allerdings würden auch wir, einem Staats-wesen den Rücken kehren, das nicht den Namen eines EtaatSwesenS verdient, in welchem wir nur unglücklich sein könnten,- dann würde un« der Zer. fall deS Reiches mit Gleichgiltigkeit erfüllen, doch, wa« sage ich mehr, mit Fr.ude würden wir ihn begrüßen, denn wir würden in einer solchen Kalo« strophe den Moment erblicken, der uoS fj« Blei-sohlen von den Füßen streifte, die unS an jeder Bewegung hindern, wir würden in einer solchen Katastrophe den Moment erblicken, der uns de-freite auS einer Laae. cie unerträglich ward." Abgeordneter Moritz von Kaiserseld im steierisch«, Landtage am 10. IulmondS 1866. Gedenket des Deutschen Kchulvereines! Ein Osterrus an die deutschen Unterster«». Unser Ostergruß gilt diesmal d>m Deutschen Echulvereine. Wie nach deS Winter« starrem Banne der Lenz mit seinem frischen Leben das Erwachen und Erstarken der Naiur verkündet, wie auf todter Flur junges Blühen die frohe Hoffnung kündet auf kräf« »igeS Gedeihen, so ist auch der Deutsche Schulverein mit semem Zauber durch die Gaue Deutschöster» reich» gezogen zu einer Zeit, da die ersten Schläge Taaffe'scher SlavisirungSpolitik auf da» deutsche VoltSwesen niederfielen. Der Deutsche Schulverein war ein Frühling», böte des deutschen Erwachens in Oesterreich. Ein Frühlingsbote in doppelter Beziehung. Denn sein Segen, mit dem er bald auf den Plan de« deutschen Daseinskämpfe« trat, galt ja auch den Blüthen de« Volkes, der Jugend, die nach sorglicher Reife dem angestammten Volle mit der Kraft des deutschen Gedankens, mit dem Erze der deutschen That treue Dienste leisten soll. ES war zu Anfang der achtziger Jahre, als die mächtig lodernde Begeisterung für die neue Schöpfung de« Scbulvereine« durch die Gaue Deutsch-öiterreich» brauste und ihr bald jene innere Stärke verlieh, mit der sie nun seit fast zwei Jahrzehnten so unendlich viel im nationalen Kampfe erringen und noch mehr erhalten konnte; sie zu einem natio» nalen Kampfmittel machte, desscn Unentbehrlichkeit gerade wir an den Sprachgrenzen au« eigener An-schauung erkennen müssen, wie wir gleichsam auf Schritt und Tritt, aus jeder Scholle unseres Grenz-walle« ihren Segen empfinden. Seit jenen Zeiten erwachenden Volksstolze« sind Tage wechselnden Schlachtenglücke» und noch mehr Tage der Kränkung, ja der Erniedrigung dahin-gegangen. Immer wuchtiger wurden die Schläge, die von Oben herab auf da» deutsche Volk gesührt wurde», immer kräftiger wurden unsere nationalen Gegner, die sich, mit deutschen Opfern gemästet und gestärkt, in der Sonne der Regieru»gSgunst zu einem schier unüoerwindlichen Kampfgliede vereini.„en. Die nationalen Sorgen der D>utschen wuchsen in'» Tauien fach,: von Außen K>mps?«noth, im Innern Hader — da geschästSpolitische Doctrinen de» entarteten Liberalismus auf der einen und der Volk»« verrath der Clericalen auf der anderen Seite die volkliche Einheit zersprengten und schwächten. Auch die Blüthe de» Deutschen Schulvereine« hatte ihren Jugendglanz verloren, denn der Wurm de» Fremvthum» zehrt« an dem Lebensmark de« Baume«. Ein ungeheurer Niedergang «rat ein im Leben de« Vereine«, al« er ein Werkzeug de« Parieiliberalismus wurde und in dieser Eigenschaft die echt national Fühlenden von sich abstieß. Wir wollen vernarbte Wunden nicht aufreißen und die Zeiten vergessen, wo der Deutsche Schul, verein zu einem Kampfobjecte zwischen Deutschen gemacht wurde. Mögen sie vergessen bleiben! Die Noth der Zeit ist ja immer schwerer und schwerer geworden und sie hat Diejenigen, welche sich den Schulverein ohne die Juden nicht denken können, belehrt, daß die D e u t s cd n a t i o n a l e n die werthvollsten Glieder der VolkSbe-wegung sind und in der Zukunft deren alleinige Träger sein werden. Die Noth hat auch Deutschnationale in der Einsicht bestärk, daß wir den Deutschen Schulvereine auf andere Weife als durch Fernbleiben zu einer rein nationalen Schöpfung machen können und machen müssen. Wir Deutschnational« haben in den letzten Jahren so viele Stellungen in Deutschösterreich erobert — machen wir uns auch im Schulvereine an einen offenen, ehrlichen, von jeder Gehässigkeit freien Kampf und überlassen wir die Zerstörung«versuche anderen über, die e« mit unserem Volke weniger ehrlich meinen al« wir! Mit dieser Losung sind die Deutschnationalen in den Schulvereine wieder eingezogen. Und sürwahr, e« ist nicht allein die Noth der Zeit — ein gewaltiger nationaler Zug geht durch Deutschösterreich. viel kräftiger, viel Hoffnung«, frischer als vor zwanzig Jahren! Wir Deutsche in Aismarck - Kutdigung. (Vorgetragen bei der Fastnacht der DeutschvSllischen BrünnS am I«. vomungs ,899.) ES find zweitausend Jahr' versunken in daS Meer, Da zog au» deutschem Noiden ein reisig Volk dah«r: DieS schmetterte zu Boden der Römer stolze« Reich, ES brach der Völker Knechtschaft, da» Laster auch zugleich. Im schweren Kampf bezwäng e» der Völker große Schar, Hoch über ihnen flattert' der mächt'ge deutsch« Aar, Vom Fels zum Meer gehorcht' man de« deutschen Kaiser» Wert, Er war für alle Christen ihr Herr, ihr Schutz, ihr Hort. Drch höhnend säte Loki der Zwietracht böse Saat In diesen jugendstarken, gewalt'gen deutschen Staat Und nun begann zu lodern jahrhundertl.nger Streit. Der Deutschen Macht u»d Stäike entschwand in dieser Zeit. Der Kaiser und die Papste, sie führten blut'gen Krieg. Doch nimmer brachte Frieden auch nicht der größte Sieg; Denn stet» aufs neu entbrennet der unh«itvoUe Zwist, Der immer, immer wieder der Deutsch«» Blut veigießt. Der Fürst bedroht den Bauer, den Bürger der RitteiSmann, ES greift zum Schwer«, zur Lanze, wer sie nur füh.en kann. In Flammen steh'n die Häuser, darnieder liegt die Flur. Von deutscher Macht, von Blüte bleibt kaum noch eine Spur. Der Fremde lacht und spöttelt und greift nach deutschem Land. Denn nimmer kann die» wehren de» Wunden staHti» Hand. In Staat und Stand und Glauben zerfahren und entzweit. Erdulden uns'r« Ahnen gar bitt'r« Roth und Leid. Als schön gilt nur da» Fremd«, da» D«utsch« wird verlacht, Kaum waget e» der Deutsche, zu träumen von alter Pracht'. Wenngleich vor achtzig Jahren man sprach vom Teutschen Reich: In Ketten und Kerkermauern entschwand der Traum sogleich. In dumpfem Schmerz verzichtet gar mancher schon darauf Und läßt dem harten Schicksal den ungehemmten Lauf; Ger» will er sich begnügen mit dem bescheid'nen Ruhm, Der Deutschen Schicksal wäre moderne» Griechenthum. Doch wie nach dunklen Sktlem ein Sonnenstrahl erscheint Und nun der Himmel lachet, der vordem noch gewkint, «So komm« vom d«utschen Norden «In stolzer deutscher Held, Der macht den d«utsch«n Nam«n geehrt in aller Welt. Und wie mit Hammerfchlägen der Schmied da« Elfen eint, So hat mit Schwerteshieben der Mann daö Volk geeint. Den deutschen «aiseradler glaubt' mancher längst schon todt, Run schwebt er sieghaft wieder im neuen Morgenroth. Ihr habt wohl längst errathen, wer dieser Mann wohl ist, D«n man in deutschen Landen wohl nimmermehr vergißt, Der nicht allein geschaffen ein neue» deutsche» Reich, Der auch die deutsche Ehre begründet hat zugleich. ES ist der Recke BiSmarck, de» deutschen Reiche» Schmied, Für den in allen Landen das deutsche Her, erglüht. So laßt auch im» bewundern, trotz Feindes Spott und Hohn, BiSmarck, den kühnen Recken, Deutschland» größten Sohn! 2 „Sc«!fche Oesterreich sind heule zum Aeußerslen bereit, weil wir zum Unterschiede von unseren Vertretern vor einem Menjchenalter den Ernst unseier nationalen Lage voll erfassen und uns unbeirrt durch koSmo-politische Ideale als einzige Pstichtsorge die wir für da» nationale Geschick unser»» Volkes auserlegt haben. Mit diese« entschlossenen Ernste, mit diesem ungetrübten nationalen Blicke schreiten wir an die Neubelebung des Deutschen Schuloereine«, der durch die parteiliberalen Sünden so viel verloren hat. Die Bewegung hat in deutschnanonalrn Kreisen schon segensreiche Fortschritte g-macht und zahl-reiche deutschnationale Ortsgruppen sind bereits ins Leben gerufen. Können wir deutsche Untersteirer da zurückbleiben? Wir Deutsche de» steirischen Unterlandes haben, ftetS vom schweren Kampse um die theure Heimat-schölle so ganz in Anspruch genommen, im inneren völkischen Streite nie die Parteileidenschaft entwickeln können und dürfen. Wir sind in der steten Sorge um unseren Kampfwall dem Parteihader imm-r in gewisser Beziehung und in einem gewissen Grade ferne geblieben und haben auch den ehrlich deutsch-gesinnten Parteiliberalen al« gleichwerthigen und verdienten Mitkämpfer in unseren Reihen begrüßt. Heute ist freilich der ParteiliberaliSmuS in Unter» steiermark nur mehr ein Schatten der Erinnerung. Wir haben also schon deshalb gar keinen Grund, dem Schulvereine irgendwie ferne zu bleiben. Ja noch mehr: wir haben eine heilige unab-weisliche Pflicht, in ganz hervorragender Weise unsere werkthätige und opferwillige Hilfe dem Deutschen Echulvereine zuzuwenden. — Wie viele deutsche Sprachinseln zählt das Unterland, deren Deutscherhaliung als Hauplverdienst des Deutschen SchuloereineS anerkannt werden muß! Wie viele deutsche Schulen sind in unserem Gaue vom Schul-vereine errichtet, erhalten und unterstützt worden, die heute schon auf Generationen den deutschen Charakter unserer Sprachinseln sichern! Es ist also nicht nur daS Bewußtsein der Selbsterhaltung, svn-dern eine Ehrenpflicht nationaler Dankbarkeit, wenn wir unsere volle Mitwirkung in erhöhtem Maße dem Deutschen Schulvereine zuwenden. Der Deutsche Schulverein muß einer neuen Blüte entgegengehen! Er muß dem Höhne, dem Spotte der Gegner entzogen, wieder ein Bollwerk werden, das Tschechen und Slooenen mehr als ein Jahrzehnt so grimmig gehaßt, so bange gefürchtet haben! Deutsche Volksgenossen des steirischen Unter-lande«! Unser Osterruf an Euch lautet: Gedenket deS Deutschen SchuloereineS! Wer die gewaltige Heiratsvermittler wider Willen. HumoreS!« von A. W. „Also, waS soll ich thun?" So fragte mein Freund Leo. als wi: beim Schottenring angelangt waren. Vom Lerchenfelder-gürtel bis hierher hatte er ununterbrochen erzählt. Wa»? Genau weiß ich eS selbst nicht mehr. ES war daS Klagelied eines Liebenden. Er war in irgend ein Mädchen verliebt und jetzt schien die Geschichte beendet zu sei». So schloß ,ch wenigstens aus feiner Frage. Vielleicht haue sich die Geschichte auch anders zugetragen. Bestimmt kann ich eS nicht angeben. Ich hatte nur flüchtig zugehört. Mein Freund Leo war nämlich Ver-sicherungSbeamter und alS solcher sprach er immer erst breit und viel, sinnverwirrend und ohrende-täubend, um zum Schluss« in wenigen knappen Sätzen das Gejagte zu resumiren. Auf da» Resumö wartete ich. Und dann! Meine Gedanken, die waren bei herrlich kleinen Füßchen, die mir feit drei Ta^en im Kopfe herumgiengtn. Hier am Schottenring hoffte ich sie wieder zu erblicken. „Ja, eS ist nicht so leicht" — begann Leo abermals mit verzweifeltem Tonfalle. „Stelle dir vor: Sie liebt mich, ich liebe sie. Sie gibt mir das Rendezvous. Ich verspäte mich und treffe sie nicht mehr. Ich kenne nur ihren Vornamen Angela und weiß nicht, wo sie wohnt, sie weiß nur, daß ich Leo Kurz heiße und Privalbeamter bin. Meine Adreffe fleht nicht im Lehman», denn ich bin nur Asierpartei. Wie soll ich sie finden, wie mich nach Bedeutung empfindet, die der Erhaltung und Pflege der deutschen Muttersprache für die Sprachgrenze innewohnt; wer den Segen deS deutschen Unterrichtes zu schätzen weiß; wer e« ersaßt, daß die deutsche Schule neben der wirthschaftlichen Kräfti-gung unser hervorragendstes und bestes KampseS-Mittel ist: der verschließe nicht Herz und Hand, wenn an ihn die Werbung herantritt, dem Deutschen Schuloereine ein pflichteifrige» Mitglied zu werden! Der deutsche Schulmeister hat Sedan errungen — die deutsche Schule in Oesterreich wird und muß auch unS den langersehnten Sedainag bringen! Zu Aismarcks Heöurtstage! Die Festtag« vcS wieder erwachend,n Leben», die Tage deS Ostaras, in denen wir da» keimende Wersen begrüßen und mit kindlicher Einfalt im ewigen Kreisläufe deS Stoffe» und der Kräfte eben nur da» sinnfälligere Bild desselben, daS »Werden", feiern, während wir daS wesensgleiche Bild des Vergehen« mit einer gewissen Absicht au« der Spurweite unserer Gedanken- und Gefühlswelt rücken, sind für un« Deutsche aber auch Tage innerer Ein-kehr, gedankenreicher Erinnerungen! Am 1. April d«» JahreS 1315 gab die Natur der deutschen VslkSkraft menschliche Formen, verlieh dem deutschen Geiste unserer Zeit und der Zukunft die Verkörperang, ließ daS deutsche Volt a!S Voll-macht entstehen in der Gestalt unseres BiSmarck. Der Grundstein de» GedankenbaueS deS kom-menren Jahrhunderts wurde an diesem Tag« gelegt, das Los der Führerrolle im Völkerg«wirre geworfen, die deutsche Fahne de» Fortschrittes aus jeglichem Gebiete entrollt. Doch — wer erkühnte sich, die ganze unabschen Zukunft!! politische Mundlchau. Wiedervermähtung Kaiser Kranz Aosef» I. Die „deutsche Z«i>ung" reproduciert im DonnerSlag-blatte eine Dresdener Meldung der „Di. N. N." betreffend den Plan einer neuen Vermählung de« Kaiser Franz Jofes. E« hkißt, daß alS künftige Kaiserin entweder die ältere Schwester de» König» Alsonso von Spanien, Jnfamin Man« de la» Mercedes oder di« jüngere Schwester der jüngst verstorbenen Fürstin Louise von Bulgarien au«er» sehen sei. In Wiener Kreisen wird die Meldung de» Dresdener BlatieS als grundlos bezeichnet. E» circuli«ren übrigen« schon seit längerer Zeit Gerücht«, welche aber bisher noch nicht „Deaienum" wurden. J>i< Stiefmutter der Windischen. Ei» Bö»« williger möchte vielleicht glauoeu, baß der steirtsch« Landtag, welcher nach Dr. Sernec den „slooenifchen LandeSiheil auSsaugt", von den windischen Poli-»kern zur Stiefmutter deS slovknischen Volkes er» nannt worden fei. Der „Slooenski Gospodar" in Marburg ist wenigstens die>er Ansicht. Nun schei-nen sich aber die Herren Slooenen über daS oben erwähnte VerwandlichastSoerhalnis doch nicht ganz klar zu sein. Der „sloo. Narod" in Laidach hat nämlich noch eine Stielmutter der Slooenen aus« findig gemacht, so daß die Annahme berechtigt erscheint, baß der Vater der Siooenen seit dem Tode der eigentlichen Slooenenmutter sich der Vielweiberei ergeben habe. Pfui! Diese neueste Siiesmuiier der Slooenen, welche für sie „keine Liebe, kein Herz besitzt", ist — man höre und staune — der Staat! Ja, wa» macht denn der Staat, daß ein slaoi-scher Volk»stamm auf den Gedanken kommt, der Staat sei seine Stiefmutter? Er unterläßt e» angeblich geflissentlich, die Slovenen mit w > ndi» sehen Gymnasiallehrbüchern zu versorgen, jv daß sich die „Opferwilligkelt de» krai-mschen Landtages und Der Unierne^mungSgetst einiger Verleger und literarischer Vereine" dieser Voraussetzung winvischer G y m n a-fieti annehmen müssen. Nach dem „SlooenSki Narod" sorgt der Staat überhaupt nur für die Deutschen, „welche alles im Uederflusse haben, die eine reiche Mitielschul-Unterrichtöltieratur steigen", Heute wollte ich zur Tval >chreiie». Ich trat in» HauSthor und kam eben zurecht. um zu de» merken, wie sich eine Thür im zweiten Stocke gintei ihr schloß. Muthig schritt ich die Treppen hinan. Ich calculirte folgendermaßen: Ich läute kek an. Kommt sie zur Thür, so wird sich ein Gespräch schon in irgend einer Weise entspinnen, macht mir jemand anderer aus, so frage ich einfach, ob hier Herr Mayer oder Herr Müller wohnt und gehe wieder meine Wege. Kling! Ich erfchrack über meine Kühnheit, als ich angeläutet halte. Ich überlegte schon, ol> e« nicht doch besser wäre, rasch da» Feld zu räumen: da gieng die Thür auf und ein Dienstmädchen sah mich fragend an. „Verzeihen Sie. wohnt nicht Herr Mayer hier?" „Ja, bitte nur einzutreten," war die prompte Antwort. Darauf war ich nicht gefaßt. „Ich meine nicht den Mayer," begann ich verlegen, „sondern den Dr. Mayer." „Ja, bitte, Dr. Mayer woynt hier." Ehe ich noch weiterjprechen konnt«, öffiete sich im Hintergründe eine Thür und „Sie" »rat in» Vorzimmer. „Mein Bruder ist nicht zuhaufe, aber Sie suchen wahrscheinlich mich, nicht wahr?" Ich war starr una folgte der einladenden Handbewegung » » 1899 indem er sie mit den verschiedenartigsten Lehrbüchern beglückt'. Höchstens sorgt der Staat noch für Voltsschulbücher — warum? Weil er nach dem „Sloo. Narod" damit einen «schönen Ertrag erzielt". Diese Annahme, lieber Leser de« „Slov. Narod'. ist ganz unrichtig. Warum wird denn der Staat nicht verpflichtet, den Slooenen Dramen ü I» Schiller, Opern i la Wagner zu schreiben? Weil er dazu weder die Pflicht, noch die Gabe besitzt, und weil eben jede» Volk in unserem GleichberechtigungS-babylon seine Culturelemente selbst beizustellen Hai. Die Slooenen verlangen vom Staate eine k. k. süv» slavische AmtScultur, weil sie selbst jene W e r t h i g-feit, welche sie den Deutschen gleichstellen würde, noch nicht erreicht haben, und bei der unsinnigen Selbsterziehung auch nie erreichen werden. Ganz so steht eS auch mit den Gymnasiallehrbüchern. Deutsche Lehrer schreiben solche in Hülle und Fülle und der Staat approbiert sie. Ganz so könnie es bei den Slooenen sein, wenn eS so sein könnte. Ja Schwung gesetzt, wissenschaftliche slovenische Federn, schreib« nur recht viel zusammen! Mit Hilfe de» Wörterbuches könnt ihr aus dem „geliebten Deutsch' eine ganz achtunggebietende slovenische Mittelschul-Literaiur z u s a m m e n st e h l e n — wen» daS kulturell so hervorragend slovenische Volk nicht etwa selbst daS Material zu Origmalwerken beistellen sollte. Den Staat laßt Euch keine Sorge sein; der ist froh, wen» er möglichst viele windische Bücher genehmigen kann — weil dann eine windische Gymnasialpost im Budget keine Lächerlichkeit ist. Jetzt ist der Augenblick gelomnien, die berühmte „Gleichwerthlgkeit' zu beweisen! Man sieht, welch netter Käfer erst eine windische Universität wäre. Z>ie Wiener „Deutsche Zeitung", welche sich immer als amtliches Organ des parlamentarischen Verbandes der Deutschen Volksparlei gegeben hat, und die« auch — dürfte, obwohl sie den Staub von den Stufen des Lueger'fchen Thrones aufleckte, ist nun ganz offen in den christlichsocialen Golf-ström eingefahren. Ihre Hauptkampsmittel sind na« lürlich Verdrehung und Beschimpfung, die sie nicht mehr allein gegen die Radikal-Nationalen, sondern auch gegen „bessere" Abgeordnete der Deutschen Volkspartei, wie zum Beispiele den Abgeordneten Dr. Arthur Leinisch, richtet. Man gönnt dem Ehrenblatte solch' harmloses Vergnügen und begnügt sich damit, es aus allen öffentlichen Localen hinaus-zuwerfen. Die christlichsociale Parte, hat jetzt zwei officielle Organe: DaS „Deutsche Volksblatt" als Blatt des dumme» Kerls von Wien und die .Deutsche Zeitung' als Blatt deS politisch:« Schuftes von Wien. Aus Stadt und Land. Aom Laudesschulratße. In der letzien Sitzung hat der LandeSschulrath u. a. den JahreShaupt-bericht über den Zustand deS steiermärkischen Volks-schulwesenS im Schuljahre 1897/98 zur Kenntniß genommen und bei diesem Anlasse beschlossen, dem BezirtSschulinspector sür den Stadlschulbezirk Mar-bürg, Bürgerschuldireclvr Franz Frisch, sür die In einem elegant mödlirten Speisezimmer stand ich ihr gegenüber, stumm und verlegen, wie ein schüchterner Quartaner. Nun, da das volle Licht der Lampe auf mich siel, schien sie mich zu er-kennen. Mit einem .Ah!' der Entrüstung trat sie zurück und eine tiefe Falte legte sich zwischen ihre seingeschwungencn Augenbrauen. Da ich noch immer nicht» sprach, ergriff sie mit erregter Stimme das Wort: „Mein Herr, ich scheine mich geirrt zu haben, wer sind Sie und wa» wollen Sie hier?" Da war ich einmal schön hereingefallen. Djö reizende Mädchen sah ganz danach auS, mich eventuell vom Fleck weg arretiren zu lassen, falls ich mein Hiersein nicht entsprechend molioiren tonnte. Ich nahm meine ganze Unverschämheit zusammen und log srech: „Mein Fräulein, ich bin Inspektor der VersicherungS-Gesellschaft ,FidelitaS" und komme, um anzufragen--* Mein Gegenüber lächelte: „Also doch, ich bitte Platz zu nehmen, ich habe Sie schon erwartet.' Ich war der Verzweiflung nahe. .Mich er- wartet--? Fräulein werden sich irren, viel- leicht einen College» — denn — ich versichere — nur KinderI" Sie war die Schwester deS Hausherrn, wie ich aus ihrer Anrede vernommen hatte, Ehering trug sie keinen, und dann war sie höchstens 18 Jahre al«. Aber mein Gegenüber lächelte abermals? „Eben darum handelt es sich ja.' Was beginnen? Komme, was kommen wolle! Ich mußte meine Rolle zu Ende spiele». Resignitt „Deutsch* Wacht" — --- ii mit Umsicht und Gründlichkeit durchgeführte Jn-spection der Schulen de« ihm zugewiesenen Schul-bezirkeS, sowie für die im Laufe deS vorigen Jahres eingeführte zweckentsprechende Einrichtungen die An-erkennung auSzusprechen. Ferner hat der Landes-schulrath den Musiklehrer an der Lehrerbildung«-anstalt in Marburg, Emerich Beran, alS Nebenlehrer für Gesang, sowie den pensionirten Professor Josef Io » afch alS AuShilfSlehrer an der Staats-Oberrealschule in Marburg bestellt; den Markt Hochenegg aus dem bisherigen Schulsprengel H o ch e n e g g deS Bezirkes Umgebung Cilli ausgeschieden und ausgesprochen, daß die Voltsschule mit slvoenischer Unterrichtssprache dortselbst in Hin-tansl den Name» „Volksschule Umgebung Hochenegg" zu führen habe. Angestellt wurden: AlS Oberlehrer an der Volksschule in Wölling, Bezirk Mureck, der Lehrer uns Schulleiter Rudolf P o k l i c in Sie» bing; als Lehrer an der Volksschule in St. Barbara in der KoloS, der Unterlehrer Vincenz S e r o n a dortselbit; an der Volksschule in Polstrau der Lehrer Franz S e r a j u i k in St. Georgen an der Pößnitz; an der Volksschule in Dobova, der Bezirks-ÄuShilsSlehrer für den politischen Bezirk Umgebung Cilli Josef T r a t a r; als Unterlehrerinnen an den bisherigen Dienstposten die prooisori.chen Unter-tchwinnen Ludmilla Sencar und Marie Duller in St. Veit, Bezirk Umgebung Pellau. Musikverein ßilli. Auf vielseitige» Wunsch findet die erste diesjährige Platzmusik am Ostei« soiiniag um halb 12 Uhr vormittags am Bahnhof-platze bei günstiger Witterung stait. Z>ie Genossenschaft der Schuhmacher, Kleider-macher etc. hielt am 26. Marz »achminagS im Hoxl „Slrauß" ihre Gen raloersammlung ab. Der RechenschafiS- und ThäligteiiSberichl für 1898 wurde zur genehmigenden Kenntniß genommen. Wir entnehmen dem Berichte, daß mit Ende De-cember 1898 im ganze» 133 Genossenschaftsmitglieder, 131 Gehilfen und 136 Lehrlinge verbliebe» sind. Im Jahre 1898 fand eine GenosseuschaflS-Versammlung statt; die GenossenschaftS-Vorstehung hielt <3 Sitzungen ab. Die Gcnoffenschast ist dem GenossenschanS-Verdailde des KammersprengelS Graz beigetrete». Nach dem Cussebericht betragen die Einnahmen im Jahre 1898 einschließlich deß Casse-resieS per 583 fl. 40 kr. aus dem Jahre 1897 795 fl. 75 kr.; die Ausgaben beziffern sich aus 263 fl. 76 kr., wonach ein Cassarest von 531 fl. 99 kr. verblieb. Zu RechnungS-Revisore» wurden gewählt die Herren Josef Supp und P e l k o. Die infolge der Einführung der neuen Civilproceß-Ordnung noihwenüz gewordene Aenderung der Statuten deS schiedsgerichtlichen Ausschusses der Genosse»schaft wurde vo» der Versammlung be-schloffen. Weiter wurde die Einreihung des Weber-gewerbeS in den Verband der Genossenschaft be-schloffen. Schließlich wurden Anregungen, beir.ffend des Lehriingsivesen«, gegeben, und inSbesonoere beschlossen, auf das Verhältnis der Anzahl der zu hallenden Lehrlinge zu den Gehilfe» ei» genaues Augenmerk zu richte», diesbezügliche Ueberschreitun-gen aber strengstens zu ahnde». ließ ich mich denn aus den mir angebotenen Stuhl nieder. „ES handelt sich nämlich um eine Waise, der ich eine kleine Mitgift sichern möchte. Es ist die Tochter meiner verstorbenen Schwester. Ich kenne mich nun gar nicht aus und habe deshalb gestern abends an ihre Gesellschaft geschrieben. Bitte, er-klären Sie mir die Bedingungen; ich meine: welche Rechte, welche Pflichten ich habe, und wieviel und wann das Kind den Betrag erhält.' O. Freund Leo, wärest du an meiner Stelle! Welch herrliche Perzente würden dir da erblühen! Ueber Kinderversicherung sollte ich nun eine» Vor-trag halten! Die 'Situation war wirklich komisch. „Das ist nicht so einsach'. begann ich. „ES gibt verschiedene Arten der Versicherung für Kinder. Zahlen muß man bei jeder, aber man erhält nicht bei jeder etwa». Zum Beispiel, wenn das Kind stirbt, dann ist daS Geld verlöre»." „Meine Tante hat mir erzählt, man bekäme dann die Einzahlungen zurück.' „So!?' fragte ich verwundert. — „Hm — ja, das ist bei der anderen Art. Aber wenn die Kleine nicht heiratet, dann--" „Ich glaube, das ist für die Versicherung nebensächlich,' unterbrach sie mich. „Meinen Sie? Das heißt: natürlich, na lürlich. Ich sehe Sie so gut vorbereitet, Fräulein, daß ich mir meine Ausführungen ersparen kann. Uebrigens soll die Kleine heiraten. Es ist doch jvzusage» der Berns deS WeibeS. Nicht?" .Gewiß. Wen» man jemanden recht lieb hat.' 3 Koncert. Die städtische Musikcapelle veran-staltet Ostermontag, mit dem Beginne um 8 Uhr abend», ein Concert im Gartensalon des Hotel Terschek. Fanjvuterricht für gebildete Kreise. Wie wir erfahre», gedenkt Herr Friedrich E i ch l e r (nicht zu verwechseln mit Ednard) diplom. akadem. Tanzlehrer, Anstaltsinhaber in Graz und Mitglied der nationalen „Genossenschaft deutscher Tanzlehrer' in Berlin, demnächst hier in Cilli Tanzlehrcurf« zu geben. Herr Friedrich Eichler, welcher als Absolvent der Berliner ..Hochschule für Tanzlehrkunst" mit den neuesten Erscheinungen auf dem Tanzgebiete, so nebe» den gebräuchlichen Gesellschaftstänzen namentlich mit den am deuische» Hose sehr gepflegten Hostänzen: „Gavotte der Kaiserin", „Persaglieri", „Deutschen Minnelanz', „Menuette bei Hose", ic. wohl vertraut ist, wird auch hier, gemäß seiner von den besten Kreisen in Graz besuchten Anstalt sein bestes können aufbieten, um die allgemeine Zufrie-denheit zu erlange». Neben den Unterricht an Erwachsene pflegt Herr Friedrich Eichler besonders auch da» Erziehliche des ästhetischen K i n-derunterrichtes. Wir wünschen, daß diese Curse. über welche wir betreffs Anmeldung, Ort und Beginn bald Näheres bringen werden, recht guier Betheiligung sich erfreue» mögen und machen die Bewohner unserer Stadt und Umgebung beson-ders daraus aufmerksam, daß dieser Unterricht heuer früher ols eS hier bislang gebräuchlich war, begin-nen wird, was mit Rücksicht auf daS demgemäß »och kühlere Wetter lebhaft zu begrüßen ist. ßi» Nnveröesserlicher ist der 21jährige Vagant Johann V i v a r aus Ze>endorf, welcher schon sünf-mal wegen DiebstahleS abgestraft wurde und erst am 28. März nach I4monatlicher Haft au« dem Kerker entlassen wurde. Gleich darauf verübte er bei.dem Hausbesitzer Korei am Schloßberge neuer-liche Diebstädle und wurde nach kurzer, so schlecht ausgenützter Freiheit verhaftet und dem KrnSgerichte ein geliefert. Lichteuwald. (Spende.) Der hiesige Credit-und Sparoerein hat. wie in den Vorjahren, auch hener wieder aus seinem Reingewinne dem Deutschen Schuloereine zur Erhaltung der hiesigen deutschen Schule 400 Krone» gespendet. Es gebührt diesem Vereine, der ein Bollwerk von eminent naiionaler Bedeutung darstellt, sür seine hochherzige Spende alle Anerkennung und treudeutscher Dank. Fichtenwald. (S ch ü tz e n g e s e l l s ch a f t.) Am 29. v. M. veranstaltete die hiesige Schützen» gesellschaft ein Freischießen. da« einen ungemein rege» Verlauf nahm. Die prachtvollen BiSmarck-Pocale und -Becher, sowie die beiden BiSmarck-Ehrenscheiben spornten die Theilnehmer zu einem edlen Wettstreite gar mächtig an. Die erfreute» Gewinner wurden dann auch allgemein beglück-wünscht und beneidet. Unsere Schützengesellfchaft wird Stommesbeivußtsei» und VolteSstolz allezeit hochhalten. Lichteuwatd. (Thierschutz ) Die Leitung der hiesigen deutschen Schule hat sich erst vor kurzem angenehm veranlaßt gefühlt, dem ehrenfesten „Sehen Sie. Und da Sie noch nicht verheiratet sind, haben Sie wohl niemand — recht lieb?' Ein erstaunter Blick des Mädchen» traf mich. „Könnten wir nicht zum Abschlüsse der Ver-sicherung schreiten?' klang e» abweisend. „Gerne, mein Fräulein, aber erst morgen, ich habe die nöthigen Documeme nicht bei mir." Sie erhob sich. „Ich bitte da»» um dieselbe Smnde wie heule zu kommen. Da bin ich uämlich allein. Mein Bruder darf daoon nicht» wissen.' „Ich werde pünktlich fein." Die Glockee» läuteten acht, att ich auf die Straße trat. Sie klangen so harmonisch ineinander. Ich gieng langsam, Schritt sür Schritt der Stadt zu. Alle Menschen lächelte ich an und zufrieden war ich mit mit und stolz aus mich, als hätte ich sür die Unsterblichkeit etwa« geleistet. * * * AIs ich pünktlich um halb sieben Uhr am nächsten Tage von dem Dienstmädchen in das Speise-zimmer geleitet wurde, war mein Plan gefaßt. Die wenigen Minute», die verstrichen, ehe „Sie' erschien, benützte ich, mir das Programm nochmal« herzu-sagen. Punkt Nr. I: Genaueste geschäftsmäßige Information über ihr« Verhältnisse in meiner angeblichen Eigenschaft alS Versicherungsagent. Punkt Nr. 2: Lüftung des JncogniloS und Werbung. Punkt Nr. 3: Hochzeitsreise nach Italien. Punkt Nr. 1 deS Programme» muß heute noch erledigt werden. Leo, den ich um Raih fragen wollte, hatte ich nicht zuhaust getroffen; dafür auf seinem F4 Cillier Thierschutzverein für eine freundlich« Zuwen« dung zu danken, und schon wieder hat unS der genannte Verein zum Danke verpflichtet. In den letzten stürmischen Tagen, da viele Tausende Sing, vögel auch in hiesiger Gegend der grimmigen Kälte und dem Hunger erlagen, traf ein Packet vom Cillier Thierschutzverein ein, das von der Schuljugend mit heller Freude begrüßt wurde — es waren zehn Kilogramm Vogelfutter. Der Werth, ein solches Geschenk zu rechter Zeit al« erziehliches, gemüth« bilvendeS Moment ausnützen zu können, ist nicht hoch genug anzuschlagen, darum nochmals herz-lichen Dank. — Leider hat sich in einem Orte an der Save ein unerhörter Fall von Roheit zuge« tragen: Ein Schulknade hat einem vor Hunger und Frost ermattetem Singvogel bei lebendigem Leibe die Füße auSgerissen! Selbstverständlich ist von maßgebender Seite das Entsprechende veran« laßt worden. Ueber Anregung des Cillier Thier« schutzvereineS ist hier die Gründung eines Zweig-vereine« im Zuge und haben schon mehrere Damen und Herren »hren Beitritt erklärt. Weitere Anmel« düngen nimmt Oberlehrer Tomitsch gerne entgegen. Der Mitgliederbeitrag beträgt jährlich einen Gulden, doch wird der größte Theil der Einnahmen für die Filiale sebst v«rwend«t. Durch Ausstellen zwcck-mäßiger, hier selten gesehener Nistkästchen, Futter-tischchen, durch Auskaus von Vogelsuner u. s. w. wird eS der Filiale möglich werden, die edlen Bestre-bungen des Thierschutzvereines wesentlich zu sördern. Pann. Der Berein „Deutsches Heim" in Rann veranstaltet am Mittwoch, den 5. April l. I. zu seinen Gunsten im eigenen Saal« ein großes Concert. Es ist der Vereinileitung gelungen, zwei vorzügliche Kräfte aus der rühmlichst bekannten Gesangsschule der Frau Kraemer-Widl in Graz, nämlich Frl. Beate P l o n e r aus Cilli, und den Herrn Rudolf von W e i ß «O st b o r n in Graz, zur gütigen Mitwirkung zu gewinnen, welche Perlen deutscher Liedervertonung (Lieder von Gneg, Löwe, Schumaun, Franz, Jensen) zum Vortrage bringen werden. Die Klavierbegleitung hat in freundlicher Weise Herr Fritz Z a n g g e r aus Cilli übernom« men. Die erste Concertnummer bildet ein Clavier-Trio, den Schluß eine heiter«Pantomime (»Pagliacci* oder „Das ist die Liebe.. ") nach hundert bekannten Weisen. Beginn des Concertes 8 Uhr abends. Es werden hiermit alle VolkSgelwssen zu demselben höflichst eingeladen. Aahrrad Sport. Das k e t t e n l o s e „G r a-z i o s a"« Fahrrad. in den „Graziosa"'Fahrradwerken Commandit-Gesellschast Benedict Albl & Co. erzeugt, hat eine überaus ehrenvolle Prüfung bestanden, welche die Vorzüglichkeil dieses Fabrikates beleuchtet, und es sei hiermit im Interesse der Radfahrerscbast auf dieses erstclafsige Fabricat hingewiesen. DaS k. t. Technologische Gewerbe-Museum in Wien hat am 17. März l. I. durch Herrn Professor Kirsch eine eingehende Materialprobe deS Getriebes eines kettenlosen „Graziosa" «Fahrrades vorgenommen, welche folgendes Resultat ergab. DaS Drehmoment der Kurbel konnte biS 2125 Centirneter-Kilogramm gesteig«rt werden, ohne daß merkliche Deformationen Schreibtische eine Reihe von Prospekten, Tabellen, Regulativen, Erläuterungen und Formularen gefun-den, von denen ich je ein Exemplar zu mir steckte und gründlich durchstudierte. „Sie* trat mit einem freundlichen „Guten Tag" ein. Fachmännisch erläuterte ich die Punkte deS Vertrage« und begann mit der Ausfüllung des Fragebogens, dem ich noch einige Extrarubriken eingeschaltet hatte. Vorher machte ich sie aufmerk-sam, daß die Polizze ungillig fei, wenn auch nur eine Angabe der Wahrheit nicht entspräche. Wir begannen: Name: Angela Mayer; ge-boren: 17. April 1880; Stand: ledig; Name und Stand de« VaterS: Anton Mayer, HauS-besitzer und Apotheker, gestorben am 2. November 1894. Und so gieng e» weiter. Tann fragte ich beklommen: „Sind Sie verlobt?- Angela sah mich ebenso verwundert an wie gestern. „Müssen Sie das wissen?" „Gewiß. Nachdem Sie der zahlende Theil sind, kann der Gesellschaft dieser Umstand nicht gleichgiltig bleibt«. „So." Sie überlegte einen Augenblick. „Schrei« ben Sie: nicht verlobt." Mir fiel ein FelSblock vom Herzen. Endlich kam der wichtigste Punkt. Ich suchte meiner Stimme einen möglichst geschäftsmäßig gleich« gütigen Ton zu verleihen, als ich die Frage an sie richtete: „Haben Sie Privatvermögen, und wie viel? Es ist wegen Constatierung der Zahlungsfähigkeit," erklärte ich. „Deutsche Wacht- beobachtet wurden. Dies entspricht einem Druck auf di« Kurbel von 130 Kilogramm und einem Zahndruck von 400 Kilogramm. Hieraus geht hervor, daß sich das kettenlose „Graziofa"«Rad zur Verwendung auf der Straße und Rennbahn auf daS Vorzüglichste eignet, nachdem jede Bruchgefahr der Zähne der Antriebskegelräder vollkommen aus-geschlossen erscheint. Diese ehrenvolle Prüfung deS kettenlosen „Graziofa"-FahrradeS wird demselben wieder neue Anhänger zuführen, und ist geeignet, alle bisher noch bestandenen Bedenken gegen den kettenlosen Antrieb zu verscheuchen. Aahr- und Aieymärkte in Steiermark. Am 4. April: Knittelseld, Viehmarkt — A m 7. April: Graz, Stechviehmarkt nächst dem Schlacht-Hause. — Pettau, Wochenmarkt. — UnterpulSgau, ©tz. Windisch-Feistritz, Schweinemarkt. — Am 8. April: Graz, Getreide«, Heu- und Strohmarkt am GrieS-, Hol,markt am Dietrichsteinplahe. — Dobje, Bez. Drachen-bürg, Jahr- und Viehmarkt. — Rann, Schweinemarkt. — A m 9. April: Eisbach bei Stein, Bez. Umze« bnng Graz, Jahrmarkt. — «ap.llen, Bez. RadkerSburg, Jahrmarkt. — A m 10. April: Hochenegg, Bez. Cilli, Viehmarkt. — Jlz, Bez. Jürstenfeld, Jahr- und Viehmarkt. — St. Leonhard, W.-B., Viehmarkt. — R-ichenburg. Bez. Lichlenwald, Jahr- und Viehmarkt. — Rohilsch, Jahr- und Viehmarkt. — Stainz, Jahr- und Viehmarkt. — A m 11. April: Feldbach, Viehmar.t. — Reichenburg, Bez. Lichlenwald. Jahr- und Vieh-markt. — A m 12. April: Graz, Getreide-, Heu-und Strohmarkt am GrieS-, Holzmarkt am Dietrichsteinplahe. — Franz, Jahr- und Viehmarkt. — St. Her-magoraS, Bez. Rohitsch, Jahr- und Viehmarkt. — Pettau, Wochen.- und Schweinemarkt. — A m 13. April: Graz, Hornviehmarkt, nächst dem Schlacht-hause. — Ran», Bez. Pettau, Schweinemarkt._ Foulard-Seide «5lr di* (I. ».*5 (i. ffllrt. — chinesisch! ic. in den leistn« n»d Harten, '«nie schw-i,e. weiße un» (acbijt Hcnlieberg-Sctdr von 45 kr. di» fl. tl'85 per Mr>-l — in den modernsten Qtetsefcea, S»rK» »nd DtM». Kl, Private v-r,». u-l> steuerfrei in» Ha«,. Muster umgehend. «»>.>«» G. Htuncbtrg's Scidku-Fabrikru c.u.r.H-«.). Zürich. Schaubühne. Run die Pforten unseres schönen Musentempels bis nächsten Ociober geschlossen sind, verlohnt eS sich wohl der Mühe. daS Ergebnis der anstrengen-den Thätigkeit des Herrn Director Knirsch und seiner Gesellschaft einer kurzen Besprechung zu umer« ziehen. Herr Director Knirsch brachte mit einer Gesell« schast von 23 Personen unter der Leitung der Regisseure Herrn Arthur, N a st o r und P i st o l 10 Operetten, 14 Volksstücke, 14 Schauspiele, 14 Lust« spiele und Schwänke, 1 Singspiel, 4 Class,ker«Vor« stellungen, 19 Possen und 5 Kindermärchen zur Ausführung. An Novitäten wurden gegeben (Operelle) Frauenlist" zweimal, uud Heubergers .Opernball" dreimal. „Papa hinterließ mir 60.000 fl., die ti« zu meiner Großjährigkeit mein Bruder verwaltet, und die Hälfte dieses Haufe«." So halte ich noch kein Weib geliebt, wie dieses Mädchen — diese Erkenntnis blitzte in mir in dem Augenblicke auf. al« ich die Zahlen niederschrieb. Mit einer tiefen Verbeugung verabschiedete ich mich. Ich glaube, so tief habe ich mich noch nie verneigt. Die Polizze versprach ich selbst zu bringen. Dann raSie ich zu meinem Freunde. Schlechter Laune kam er mir entgegen. .Ich komme soeben auS der Administration des Blaite«." erzählte er, „alles vergeben»! Angela bat sich nicht gemeldet." „Mensch!" rief ich, „lasse den Kops nicht hän« gen. ES gibt noch Sechzigtausend-Gulden-Bräute mit HauSaniheil und ohne Schwiegermütter auf der Welt. Komm mit mir, Herzensfreund, wir wollen eine Flasche Sect trinken." „Sect? Am 24.! Ich habe mein letztes Geld zur Auffindung ihrer Spur zur Zeitung gebracht." „Ich zahle! Zahle so viel wie Du willst, nur komm' mit, ich muß Dir viel erzählen. Du wirst Deine Freude daran haben." Ich zog ihn in das nächste Restaurant mit und nach der ersten halben Flasche beichte?? ich so viel, als eben nöthig war. „Du mußt mir eine Gefälligkeit erweisen," schloß ich. Fahr' hinaus und führ' das Geschäft ordnungsmäßig durch. Die Polizze Übergib mir dann. DaS Geschäft läuft für die Direktion unter Deinem Rainen, die Provi« sion gehört natürlich Dir." 1899 Schauspiele: „Der kleine Lord". „Bartel Turaser', „Da« Erbe", „Fuhrmann Henschel". Lustspiele undSchivänke: „Die Groß« mama", „Fegefeuer" zweimal. .Weiße« Rössel" dreimal, „Hofgunst" zweimal. Posse: „Der Glückselige". V o l k« st ü ck e: „Lein" zweimal. „Katherl", „Kuckuckiei", .Da« liebe Ich". Im Ganzen 15 9to« vitalen mit 23 Aufführungen. Außer den anläßlich de« Gastspiele« der Frau Laniu« aufgeführten Stücken waren alle «nderen Erzeugnisse deutscher Autoren. Herr Director Knirsch ersucht un«, an dieser Stelle dem Cillier Publicum sowie den Besuchern auS der Umgebung den herzlichsten Dank in seinem und im Namen seiner Gesellschaft sür die so rege Theilnahme und für das liebenswürdige Entgegen« kommen aller Kreise der Bevölkerung auSzusprechen, und versichert der kunstsinnigen Bewohnerschaft, in wärmster Schätzung der sympathischen Aufnahme, bei seiner Wiederkehr alle« aufzubieten, um sich de« in ihm gesetzten Betrauen« werth zu zeigen. verstorbene im Monate Mär) 1899: Franz Fatschnigg, 31 I. a., Laborant. Tuberculose. Stefan Veselt, 25 I. a., Knecht, Tuberculose. Josef Meftinscheg, 28 I. a., Malergehilfe, Tuberculose. CreScenzia Hangler, 10 I. a., barmherzige Schwester, Lungenentzündung. Josef Radier, 64 I. a., Hausmeister, Lungenemphysem. Lucia Ostroschnigg, 70 I. a., Inwohnerin, Altersschwäche. Gertraud Bezovischek, 67 I. a., jkeuschlerin, Herzlähmunz. Andreas Pondelak, 63 I. a., Schuhmacher, Lungen« entzündung. Johann Ribitsch, 79 I. a., AuSzügler, HerzmuSkelent-artung. Antonie Arapovschek, 57 I. a., Inwohnerin, Lungen-tuberculose. Johann Weber, 13 I. a, Schiller, Byienterie. Marie Oblak, 60 I. a., Wäscherin, Lungeremphysem. Martin Krainz, 54 I. a., Zimmermann, Lunge»-tuberculose. Josef Pevalej, l9 I. a., KeuschlerSsohn, Lungentuberculose. Stefan Paulitsch, 43. I. a., Besitzer, Magengeschwür. Josefine Stehlik, 19 I. a., Bahndeamtenstochter, Ge-sichtSrose. Franz Großauer, 74 I. a., Bahnunterbeamte, Herz-lähmung. AgneS Puschnigg. 64 I. a., Wäscherin, Lungenentzündung. Rudolf Richa, 3'/, I. a>, ComptoristenSsohn, Gehirn-lähmung. Johann Scharlach, 21J.a., Bahnarbeiter, RheumaiiSmu». Josefine Benesch, 35 I. a., Hausbesitzerin, Altersschwäche. Südmark. Unterstützungen haben erhalten: der Kindergarten in Wöllan 300 Gulden, ein Rauf« mann in Kärnten 200 (Darlehen), ein Gewerbe-treibender und ein Bauer in Uniersteier je 100, ein Lehrer in Krain 60 (Darlehen), Ortsgruppe Laibach für Unterstützungen in ihrem Gebiete die eigenen „Meinetwegen," brummte Leo, und steckte den Fragebogen mißmuthig zu sich. Schwankenden Schritte« trennten wir un«. ch » *. E« wurde zwölf, halb ein«, ein« — Freund Leo kam nicht. Und er halte doch versprochen, mir mittag« die Polizze zu bringen. Die Uhr schlug halb zwei, ich schntt aufgeregt im Zimmer auf und ab, jedesmal beim Fenster haltend, um zu sehen, ob er sich nicht zeige. Da klingelte e«. Gott sei Dank! Endlich! Freund Leo war es zwar nicht, aber ein Dienstmann, der einen Brief von ihm überbrachte. Er schrieb kurz: „Lieder Freund! Nie in meinem Leben werde ich Dir diesen Freundschaflsdienst vergessen. Warum hast Du mir nicht schon gestern abend» gesagt, daß Du Angela gesunden haft. Ader so handelt echte Freundschaft. Im Geheime» wirkt sie für den Freund. Sie will nicht« von DankeSworien hören. Aber daß Dein Werk durch vollen Erfolg gekrönt ist. muß ich Dir mittheilen. Angela und ich haben un« soeben ver« lobt. Solltest Du einmal ein Mädchen lieben, so rechne auf mich. Ich will mit derselben peinlichen Genauigkeit ihre Prioatverhälinifle feststellen, wie Du eS für mich gethan hast. Zu Gegendieustem imm.r bereit Dein dankbarer Leo." Al« ich den Brief zu Ende gelesen hatte, hau mich merkwürdigerweise ver Schlag nicht getrostem. 1899 Deutsche Wacht' Euinasmen d.s Vorjahres |ammi einem Zuschlag« von 10 v. H. im Gesammtbetrage von 381'32 fl.. außerdem eint Bücherspenbe für eine Volksbücherei in Aßlmg-Sawa; Bücherspenden erhielten auch die Ortsgruppen Arnfel« für Oberhaag in Sleiermart und Taroi« in Kärnten. Spenden haben gesandt: bie Ge-»einde HaUein 10, die Gemeinde Uebelbach 5 fl.. die Ort«gr. Hannover be« allg. d. Schulo. 29-42 (50 iDlatl), die Ortsgruppen: Deutfch-LandSberg 50 (Ertaag eines FestabenbeS), Oberbrauthal (Hoben-mauihen) 50 (Ertrag eincS UnterhaltungSabenbeS), Trieft 20'70 (Spende be« Triester Männergefang-vereine«) S. Ruprecht bei Klagenfurt 1. Dr. Franz Jefscr (Sammlung be« akab -techn. Rabs. B ) 5.30, Dr. Christos (von einem, der ba« Märchenfest nicht besucht hat) 5. Karl Frisee in Wien 3.30, Dr. Josef Geppel in Winklern 2 Gulden, Beamte der Finanz-LandeScasse in Graz 52 Kreuzer. Der oberösterreichifche Landtag hat da« Ansuchen um eine Spenoe für den Verein Südmarl abgelehnt. Von ben Ortsgruppen. Neumarkt bei Salzburg (50 Mitgl.) hatte idre gründende Ver-fammlung am 12. 'März, Rottenmann Hai sie am 9. April. Die Jahresversammlung hatten: Jfchl am 4. April (Im verflossenen Jahre veranstaltete die Ortsgruppe eine Sonnwendfeier, einen Familien-abend und einen Trauerjalamanber zu Ehren Bis-marcks. Em nennenSwerlhe« Verbienft um bie Ortsgruppe wie um bie Süomark überhaupt erwarb sich Herr Franz Ram Sauer in Salzburg, der den Südmark-Wahlspruch vertonte, ben Tonfatz auf Postkarten mit einer kleinen Ansicht Jfchl vervielfältigen ließ unb von biesen Karten der Ortsgruppe Ischl 500 Stück spenbete, wodurch sich «in Betrag von minbesten« 25 Gulden erzielen läßt, der beinahe schon erzielt worden ist.) Göftling (45 Mitglieder) am 12. März, Ebenfee am 23. März, St. Ruprecht am 25. März Die beiden Marburger OriSgruppen veranstalten ihre Jahresversammlungen am 15. des Ostermondes. Festabenbe gaben bie Ortsgruppen: Leiblich am 18. März, (am Oft«rfonntagk wirb bie Rachbar-ortSgruppe Straß tefucht), Deutsch-Landsberg und Oberdiauihal am 19. März. Am 2. April ist ein Süvmarkabend in Pragerhof, am 8. (unter Äliit» Wirkung oe« MännergefangvereineS) in St. Veit an der Glan und am 13. in Oilakring (Ostara-Feier 140 Mitglieder). Genehmigt sind die Ortsgruppen Tüsfer und Umgebung. Stellung suchen*: Eine Kindergärtnerin für öffentliche Kindergärten oder zu zwei bis drei Rindern in einem Privaihauje, zwei Handlungsgehilfen. zwei Schreiber, ein Wa!dauffeher, ein Ge-fchäft«diener, ein Badediener oder Aushilf« tellner, ein Schloß- oder Häuferverwalter. Stellen sind a n g e b o t e n * für eine Verkäuferin, einen Zimmermaler, einen Spengler-lehrlmg (kann sofort eintreten), einen Jäger. Verkaufliche Besitzungen*: Eine in Untersteiermark in der Räh« einer giößeren Stadt (32'/« Joch» P"iS 8000 Gulden), eine in der Nähe einer größeren Stabt Kärniens (197 i/l Joch, Prei« 45*000 Gulden, sammt Muble und Stadthaus 65.000 Gulden); ein« Dampfmühle in Unter-steiermark (Schätzungswerth 15.225 Gulden), ein FremdenhauS (Pension) in Karinen mit Wirthichafi« gebäuben (Prei« 46.000 Gulden). Deutscher Schulverein. In der Ausschußsitzung am 28. März würbe den beiden Ortsgruppen Wien-Mariahilf für ei« Kränzchen, den beiden Ortsgruppen in Liedenau für eine Unterhaltung, der jurid. roed. Ortsgruppe in Wien für ein Kränzten, d>r Ortsgruppe in Blansko für emen Unt.rhaltungsadeno, der OriS-gruppe in M.-Chrofiau für Verunstaltungen, der Ortsgruppe in Schlappenz für ein Tanzkränzchen, der FrauenortSgiuppe >n Teilchen für einen Ball, der Frauenortsgruppe in Ainau tür daS Ergebnis eine« Theater«, der Ortsgruppe in Katzau für Spenden bei bet Wanberversammlung, der OriSgruppe DeutfchlandSberg für ein Kest, und der OriSg.uppe Hannsdorf für da« Ergebnis b.« V«rtriebe» ron HaniiSdorf.r Ansichiskanen, ferner der BezirlSver-treiung i» Katzau und der Frau Bertha Schaffner in Aussig für namhafte Spenden, der Lorum^e»ell-schasl c«S Vereines „Teutonia^ in Wegstadil, der ActiengeseUschas« sür Äiiilinfabricatlon in Berlin und dem Deutschen Turnvereine in Mur«ck für gründende Beitrüge, und endlich dem Herrn S. Ehr • Auskünfte werden in der Vereinsleitung (Graz Frauengasfe Nr. <) ertheilt. l,ch in Medan (Sumatra) für »inen Beitrag der geziemende Dank ausgesprochen. Weilers wurde dem Herrn Dr. Anion R. v. Schoeppl in Laibach aus Anlaß feine« Rücktritte« von ber Leitung der Ortsgruppe und de« SchulauSfchuffe« in Laibach ür feine verbienitvolle langjährige Thätigkeit gebankt, >ie Mittheilung aus Hohen«Ide. daß die Vereine: katholischer Arbeiterverein. Deutscher Männergefang-verein, Hohenelder Radsahrerverein, Ortsgruppe Hohenelbe deS Bundes der Deutschen in Böhmen, Seciion Hohenelbe de« önerreichifchen Riefengebirg-Vereines. Hohenelber Schützenoerein, Deutscher Turn-verein, Allgemeiner Werkmeisterverein und die Freiwillige Feuerwehr in Hohenelbe dem Deutschen Schuloereine beigetreten sind, die Danksagung de« UnterstützungSvereineS am Gymnasium in Prachaiitz ür eine Unterstützung der Schülerlade, und die Danksagung der Ortsgruppe Gutwasser sür die Förderung der dortigen Schule mit Befriedigung \ut Kenntnis genommen. Nach Berathung von Angelegenheiten de« Schulhausbaue« in Blifowa und Bewilligung ein>S Beitrages für den deutschen Extraunterrich» in Böhm.-Aicha wurden Angelegen-heuen der VereinSanstalien in DriSlawitz, Leiser», Rieder-Eisenberp, Pilsen unb Witiuna berathen und der Erledigung zugeführt. An Spenden sind dem Vereine zugekommen: OrtSgr. Jierihal fl. 2 10, OrtSgr. Zwickiu st. 12, OrtSgr. 2>jfoo fl. 21 50, OrtSgr. W>ene> bekommen, sich mt> Wucht auf die Ausgestaltung der VertichechungS-anstalt in Hohenftadt zu werfen und e» steht außer Zweifel, daß unsere Stadt mit einem vollständigen 8-llafsigen tschechischen Gymnasium beglückt wird. Drei Klassen Mit Parallelabiheilumien bestehen be-reit«. die Vollendung der Trutzburg unserer Feinde vom W>>ll br« zu ben Zinnen bleibt un« nicht erfpa't und ihr Bestand ist bereit» durch die beispiellose Opfer Willigkeit des ganzen ifch- chifchen Volke» für alle Zukunft gesichert Wa» dem kleinen Tschechen-volle durch zielb«wußte« Handeln gli'gi, wird und muß wohl dem große» deu>sch«n Volke auch möglich sein; oder ist der Gedanke, daß bie Er-richiung uno Sicherung der Gewerd«schule in Ho-benftavt eine Angelegenheit de» ganze» deutschen Volke» sei, zu vermessen? Nei» l — Wir haben kein Recht zu flauen, daß uns die StammeSgenosten in unjeiem Veriheidigun, Swerke nicht unieriiützi hätten. Wir zweifeln auch nicht, baß bie beuische Gemeindürgerschast. von Tag zu Tag erftarkenb. jede» Fleckchen deutscher Erve gleicher Obhut und Fürsorge werth erachiei und Daß alle Volksgenossen sich an der Errichinng und Sicherung de> Deutschen G-werbejchule in Hohenstavt mit neuer Spende be-theiligen werde». „Volksgenossen" beherziget: Wer bald hilft, hilft Doppelt! wer nichts gegeben, g.be endlich. Lau dwirty schalt. Mittheilung der Hvl!verwerthungsl!e?e des Hblibauvereines für MitteMeiermarü. Wie das Weilenchieß.» geaen Hager>chäben schon vor T> kennt n in G-pflogenh i> war, würbe auch schon vor sehr lang«» Zei> daS Räuchern gegen Fiofts Läden angewendet; nur iehlie letzter«»« Ver fahren der abergläubische Unle> gründ. Di. Anwendung Der Raucherung ist auf die Beobachtung und Ersah,ung zuruckzuiuhren, daß bei beirölkiem Himmel vir e>genilichen und g fürch teten Frühjahrssröste nichi eintrete«. Die U> suche veS Ri t.te»nr»teS liegt da in weil bi Wolken nicht nur imstande sittf, bie von der Erde auS-strahlende Wärme zuruckzuwerie», sondern auch von dem eigene» großen ltvärmevo>raihe an die E.de abzugeben, vorausgesetzt, baß i^ch diese unier 0° abkühlt. Die Beobachtung hat ferner gelehrt, baß bort, wo tnduurulle Anlage» sich befinden, die Tag und Nacht viel Rauch verursache», oder in Gegenden, wo sogotaunie Kohl »halben in st ler Verbrennung begriffen sind, die Schädlichkeit ber ZrühjahrSftöfte eine bebeutenb geringere ist, als in ben benach« batten Orten. ES würbe baher schon altersher in manchen Gegenden zur Zeit der FrühjahrSfröfte auf ben Feibern, in Weinbergen unb Obstgärten Rauch erzeugt, um diesen Feind der menschlichen Culturen zu bekämpfen. Wie aber beim Welterfchießen da« Pölletn einer vereinzelten Station ohne Erfolg ist, sondern ganze Ketten von Stationen gegen den gesürchieten Feind ankämpfen müssen, so nützt auch ein verein-zelte« Rauchern nur in beschränktem Maße. Mehr und mehr aber bricht sich die Erkennt» ni« Bahn, daß der Einzelne ben verberblichen Wir-kungen ber Frostschäden beinahe ganz machtlo« gegenübersteht, jedoch burch gemeinsames Vorgehen ein wirksamer Schutz ber Culturen erzielt werben kann. E« ist Erfahrungssache, baß burch zahlreiche unb bis in bie Morgenstunben unterhaltene große Rauchfeuer bie Culturen mit Erfolg vor FrüdjahrS-fcost geschützt werben können. Im Ahrthale, von Ereuzberg bi« LohrSborf abwärt«, eine Strecke von beiläufig 27 Klm., hat sich eine Räucher- ober F r o st w e h r zur gemein-famen Bekämpfung ber FrühjahrSfröste gebildet, und in dieser Autführung Hai sich die Raucherung vorirefflich bewahrt. Die Errichtung von Frost« wehren wäre daher sehr zu empfehlen. Besieht in einem Orte eine Frostwehr, die burch große Rauchfeuer rechtzeitig schwere Rauch-Masse» in großem Umkange zu erzeugen versteht, so würden aus biefe Weife bie Wein- unb Obst-gärten hinlänglich vor Nachtfrost geschützt. Die Anschaffung ber RäucherungSaiittel kann am besten unb billigsten im GenoffenschaflSwege geschehen. Mit dem Anzünden ber Feuer wirb begonnen, bevor bie Temperatur auf 0' gesunken ist, ba e« nicht gilt. Wärme zu erzeugen, fonbern die noch vorhandene Erbwärme burch bie Rauchwolken fest-zuhalten, beziehungsweise vor ber Ausstrahlung zu schütz-n. Leop. Bachmayr. Wien II/l, erzeugt da« sogenannte »ranzönsche Räuch.rharz, und lasten wir die Gebrauchsanweisung hiermit folgen: Da« Räucherharz wird rechtzeitig, d. i., bevor jedwede Gefahr eines Frostschaden» vorhanden ist, in die Wein- und Obstgärten gebracht und dort in Eniferuungen von 5— 15 Meter und in Häuschen von je 2—5 Klg., je nach der beabsichtigten Rauch-entwicklung, möglichst aus flachen Steinen al» Un» terlage gelegt, und z-var läng» der äußern Grenze der ,u räuchernden Culiurfläche. Selbstverständlich muffen die zu räuchernden Culturflächen eventuell auch im Innern deijelde» aus diese Weise belegt werden, da doch der Rauch nur eine gewisse Fläche beftreichen kann. Sinkt nun da» Thermometer, gewöhnlich vor Sonnenaufgang, auf 4—3» und lassen die sonstigen WitierungS-Erscheinungen (Wind und Bewölkung) den Eintritt einer Frostgefahr voraussehen, so zündet man die vorbereiteten Häuichen rafchest an. Der turch das Verbrennen des Harze« ent-stehende Rauch schützt nun die Culturen vor der Frostwirlung. Man kann die Wirkung deS Rauche« durch Belegen des HarzeS mit trock-nen Reden, Stroh, Dünger und Reisig erhöhen, man muß jedoch dabei etwas vorsichtig zu Werke gehen, um da« Harz nicht zu ersticken, da dasselbe eben zur Rauchern-Wicklung fehr oiel Lufi bedarf. Nildent weder Hitze noch Regen oder sonstige äußere Einflüffe daS Harz in irgend einer Weise verderben können, so können die vorbereiteten Häuf« chen währ.nd der ganzen gefahrdrohenden Periode in den Wein- un» Obituärten lagern bleiben, ohne vo» ihrer rauchen!wickelnoen Eigenschaft irgenbwie einzubüßen. Kommen sie überhaupt nicht zur Ver« wenduna, so können sie nach Ablauf ber kritischen Zeit wieber in ba» Faß verpack« unb zum Gebrauche für da» kommende Jahr aufbewahrt werden. Tabu ch ist e» möglich, burch Anschaffung eines Vorraihes jederzeit gegen die Frostgefahr tltschützt zu sein, ohne nennenSwerthe Auslagen. D>e Sieinuntiilag« ist nicht nothwendig und dient nur zum Schutze des H irzeS, fall» dieses nicht ver-wendet wird. 100 Kilogramm dieses Rauchharze« kosten Bruno sür Ne»o ad Trieft verzollt 5 fl. 50 kr., Tara ca. 25 K,lo..ramm. Die Fässer dienen al« deq «emes Aufb.wahrungSmittel. L. P. (Ein oorzugltch er weißer Anstrich für Wafchttfche) tst Keil« weiße Glasur. Der Anstrich trockn.« soson, klebt nicht und ist vollkom-nie» geruchlos. Dosen ä 45 kr. find bei Traun & Siiger und bei Victor Woqg in Cilli erhältlich. 3690—2 Deutsche Wacht' 1899 en Jfesie Jtfarkeq Fahrräder—jVtodell 1899 sind eingetroffn Qrossartige Jfeuheiten und Verbesserungen !! j)/g Tjad/ahrschu/bahn ist eröffnet / J^reiscourants werden auf Verlangen sofort eingesandt ff. 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Werther Herr Apotheker!] Vor knrzem bestellte ich bei Ihnen eine Flasche verstärkte schwedische Tropfen, diese haben bet mir nnd meinen Bekannten so >jut gewirkt, dass ich mich verpflichtet fühle, Ihnen für diene» vorzüglich* Mittel meinen wärmsten Dank ansznsprechen. Ersuche für meine Bekanntun noch 3 Flaschen gegen Postnachnahme zn senden. Modrnc, 26. Mai 1898. Mit Grnss VID ZANK?. Die echteu verstärkten schwedischen Tropfen wirken sehr gut gegen alle Magenkrankheiten, heben Verdauungsstörungen, reinigen das Blnt und kräftigen den Magen. 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December 1897 Kronen 159,947.578.— Jahreseinnahme an Prämien and Zinsen am w*.3l\1Dfem!?er 1897 ....... . 28,823.375.- Während des Jahres 1897 wurden von der Gesellschaft 7468 Poluzen über ein »m-» Capital von........... 67,331.352.- ausgestellt. — Prospecte und Tarife, auf Grund welcher die Gesellschaft Policen ausstellt, sowie Antrags-Formulare worden unentgeltlich ausgefolgt durch die General-Agentschaft in Laltoucti' <»ul«lo ZeMChko, Villa vis-i-vis Narodni Dom. Tuchversandt nur für Private. 3551-53 Ein Coupon, 3'10 m lang, genügend für 1 Herren -Anzug, , kostet nur f .90 aus guter 8*10 »M» guter 4'SO ans ruter T-60 aus feiner •*70 au« feiner echter Schafwolle. tt. lo-M UI feinstes fl. 1Z 40 *oa englisches fl- 1S*S6 aus Kammftra Bin Coupon zu «eh warrem Salon-Ansu< n. 10.— Debet liltvt^SU}IT> von fl. SfS per Meter aufwarte; Loden In reisenden Farben von 1 Coupon fl s.—, i Coupon 0. SD$; PvruvlenM und Dosklnrs, Staat*-. Bahnbeamten u. Rlehter-Talae Stoffe;feinet« Kammgarne n. 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Stimmpfeifea zum Selbststimmen fl. 1.— Prospecte gritis u. franco» A. FI1 obler, ^34-2» Qrai, Herrengasse 28, I. Stook, Neuer Tbonethof. 1899 vermischtes. Wettbewerb deutscher Künstler für natio. nale Postkarten. Der demschvölkijche Verein „Odm" zu München erlägt unterm 26. Lenzmond« (März) an die Künstler deutscher Nation ein Preis-ausschreiben zur Herstellung deuischnationaler Post, karten mit Darstellungen aus den altgermanischen (Sötter- und Heldensagen. auS den wichtigsten Ab-schnitten der deutschen Geschichte, au» politischen Ereignissen der jüngsten Gegenwart (auch satirisch-politische Darstellungen sind zugelassen). Außerdem sind erwünsch, Entwürfe zu Postkarten sür alt-deutsche Festlage (Bismorck-Tag. Hülfest, Sonn-wendseier). Das Preisgericht besteht aus den Herren: Dr. Ad. BayerSdorfer. Conseroator der Central-Gemäldegalerie, Rudolf Seih, Professor an der k. Akademie der bildenden Künste, Franz Stuck, Professor an ber Akademie der bildenden Künste, Arpad Schmidhammer. Kunstmaler, und Hugo Stiebig, Vorstand de» Vereines „Odin". Die au«, ««style" Preise beiragen: 150 Mk., 100 Mk. und 50 Mk. Außerdem werden weitere Entwürfe ange-kaust. Die Entwürfe sind bis zum 20. OstermondS (April) 1800. mittags, an die Geschäftsstelle deS deutschvölkischen Vereines .Odin" zu München-NeuwiltelSdach. Romanstraße 9, einzusenden. Die näheren Bedingunzen erhalten die Herrn Künstler auf Wunsch von ver GeschäsiSstelle »<« Vereines. J>U Erziehung des österreichischen Koch-adets. Im Laufe dieser Woche finden in ver päpst-lichen Nunuatur in Wien geistliche Vortrage für männliche Mitglieder deS österreichischen Hochadels statt, die vom Jesuiienpaier I. N. aJiapC ahgx, halten werden. Der NuntiuS Erzdischof Taliani und di« Mitglieder der Nuntiatur werden diesen Vorträgen beiwohnen und so vie Metamorphose von Turf- und Ballttkundigen zu frommen österreichischen Staatsmännern beobachten können. Den Feudal-adel gönnen wir den Jesuiten vom Herzen; „g'hört scho' Jhnal" wie der Wiener sag». Keimgetenchtet oder — tschechische Irech-Heit. Wie weit sich der Größenwahn und die An» maßung der Tschechen wagt, zeigt folgendes, für die Unverschämtheit dieses Volke« charakteristische Etücklein. Kommt am 23. v. M. in den urdeulschen Markt Paternion in Oberkärnien ein Handlung«, reisender in Essenzen. Aether:c. der guten deutschen Wiener Firma Brüder Müller, mit Namen Franz Straka. Er besuch» seine Kunden, macht sein Geschäft und bleibt abend« im Gasthaus« Tell. Dor» findet er am Tische eine Sammelbüchse für die „Südmark" mit dem Bildnisse de« Abgeordneten Wolf. Diese wirkt ungefähr wie ein rothe« Tuch aus einen Stier auf den heißblütigen Sohn Tfchechooien«, denn er befahl, allerdings fo leise, daß ihn außer dem Mädchen, dem er einen Auftrag ertheilte, niemand hörte, sofort die Sammelbüchse wegzustellen, und als dieser Anordnung nicht Folge geleistet wurde, stellte er sie selbst vom Tische aus einen Stuhl und äußerte zu einem Paternioner Kaufmanne, „diese Bettelei für diesen Wolf sei ekelhaft'. Der Kauf-mann gab dem edlen Tschechen kurz und bündig zu verstehen, daß diese Sammlung nicht für Wolf, sondern für die »Südmark' sei und daß der Wenzel«-söhn mit seiner Ansicht bezüglich der etelhafien Bettelei hier keine Anhänger finven werde. Er er« suchte ihn auch, die früher gemachte Bestellung zu streichen, da er von so einem Manne nicht« abnehme und überhaupt mit ihm nicht mehr verkehren könnie. Die«, sowie der Umstand, der eben dem genannten Kausmanne bekannt war, daß dem Franz Straka von einer Brünner Firma, bei der er früher bedienstet war, va« Jncassorecht durch einen Auf-ruf in den Zeitungen abgesprochen wurde, erhitzte den Mann noch mehr, und um seinen Muth zu zeigen, ließ er von einer eben anwesenden wan-dernden Musikgesellschaft ein tschechische« Tonstück vortragen, ,Kde dornov rnuj' sollte e« sein, war jedoch nur ein Potpourri slavischer Lieder. Da Strala allein bei einem Tische saß und von nie-manden beachtet wurde, wußten die übrigen anwe-senden Gäste nicht« von diesen Vorgängen, und aus da« slavische Musikstück folgte sofort die „Wacht am Rhein", al« aber von dem Kausmanne und der Wirthin den Stammgästen der Sachverhalt erzählt wurde, war die Entrüstung eine so allgemeine, daß sich selbst zwei Anwesende nicht-deutscher Nationalität (ein Slooene und ein Italiener) über die Frechheit de« ManneS in den schärssten Ausdrücken aus-sprachen. Natürlich wurde de n Reiseonkel gezeigt, wo der Zimmermann die Oeffnung gelassen hatte, und der Muthige gieng so plötzlich, daß es keiner Nachhilfe bedürfte. Man frägt nun: 1. Findet eine deutsche Wiener Firma zur Bereisung der Alpenländer keine deutschen Agenten? 2. Glaubt die Firma Brüder Müller in Wien, d>,ß dieser Mann, wenn er in deutschen Orten so ausiritt, ihre Interessen gut vertritt? 3. Wäre ein Deulscher, der sich in einem tschechischen Orte eine solch« Frech heit erlaubt hätte, nicht sofort erschlagen worden?' ,»?er Arizona Kicker" schreibt in seiner neu-esten Nummer: Entsprungen. — Vorgestern feierte Tom Hallahan Geburtstag. Er ist ein Insasse deS BezirkSgefängnisseS. DaS verhinderte ihn aber nicht, alle feine Freunde einzuladen und den Tag festlich zu begehen. Um sieben Uhr Abend« lag der Herr Gefängnißwächter im tiefsten Schlafe, sternbagel be-trunken, und von sämmtlichen 1 l Sträflingen war auch nicht ein einziger mehr im Gebäude. Am nächsten Morgen kam der Pflichtvergessene herüber zu uns, dem Bürgermeister, und meldete, wa« ge-scheuen. — Natürlich war eS zu spät, die Enisorun-genen einzudolen. Trotzdem wurden im Lause deS folgenden TageS drei davon wieder eingesangen. Sie hatten sich, um ihren Kaier wieder los zu werden. in'S Gebüsch gelegt und spielten Skat. Die Bürger verlangten einstimmig daß der Ge-sängniswärter seine« AmleS enthoben werde. Das geht aber nicht, denn er ist ein Verwandter von dem Mayor — daS sind wir — und wir können doch nicht unsere Verwandten um ihr Brod dringen. Zudem hat er versprochen, sich zu bessern. — Eine sonderbare Entscheidung. — Irgendwo in Jndiana hat e-n weiser Richter enischieden, daß daS Zeugnis von Bluthunden vor Gericht nicht zulässig sei. Hoffentlich fällt eS keinem unserer Arizonaer Solone ein. dem beizupflichten. In den meisten Mordpro-cessen werden bei unS die Thäler auf bi« Zeugnis von Bluthunden hin verurtheilt, und eS hieße die gesammie Justiz aus den Kops stellen und der Anarchie Thür und Thor öffnen, wollte man diese Praxis auf einmal umkrempeln. Der bewußte Herr Judex auS Jndiana sollte mal eine Ferienreise zu unS machen, dann würde er bald herausfinden, daß er eigentlich ein IgnoramuS ist und von der Rechtspflege nicht mehr versteh, wie B>ll Mac Kinley von der Sprache der Tagalesen. Bei unS ist schon mancher halb und Viertels Uebergeschnappte wieder zu Verstand gekommen. Kin AolKsmittet. AlS solches darf der al» schmerzstillende, Muskel und Nerv«n kräftigende Ein-reibung bestbekannte „SW o I l's F r a n z b r a n t w «i n und Salz" gelten, der bei Gliederreißen und den anderen Folgen von Erkältungen allgemeinste und erfolg, reichste Anwendung findet. Preis einer Flasche 00 kr. Täglicher Versandt gegen Post-Nachnahme durch Apotheker A. Mol l, k. u. k. Hof-Lieferant, Wien, Tuchlauben 9. In den Depots der Provinz verlange man ausdrücklich M o l l's Präparat mit dessen Schutzmarke und Unter» schrift. 3452-2-97 Aelegraphischer Schiffsöericht der „Med Star-£»»»«" in Antwerpen. Der Postdampfer „Noord-land" der .Red Star.Linie' in Antwerpen ist laul Telegramm am 23. März wohlbehalten in New-Aork angekommen. Hingesendet.*) Sehr geehrte Schriftleitung! Da in den letzten Tagen infolge beständiger Verwechslung der Vornamen Friedrich und Eduard zahlreiche mündliche und schriftliche An-fragen an mich ergehen, sehe ich mich zur öffent-lichen Erklärung veranlaßt, daß nicht ich der in slavischen Farben geschmückie Tanzleiter de« am 8. März d. I. in den Annensälen in Graz statt-gefundenen „SlavenballeS" war, sowie ich auch einer Aufforderung zur Uebernahme einer solchen Tanzleitung, bei meiner au« jahrelanger Zugehörigkeit zu reinoolklichen Vereinen (Verein der »Deuifchnationalen', „Schulverein für Deutsche" ie. je) genugsam bekannten Gesinnung wohl nie nachgekommen wäre! — Auch dem sonderbaren Gerüchte, daß die Familie Eichler „kroatischer" Abkunft wäre, sehe ich mich gezwungen hier öffentlich entgegenzutreten, nachdem bei mir zu Jedermanns Einsicht aufliegen-den Urkunden mein Vater zu Zielenzig bei B«rlin, meine Mutler zu Ehemnitz in Sachsen geboren, ich selbst gebürtiger Grazer bin und die ganze Familie Eichler evangelischer Bekenntnisses ist, eine deutsche Religionsform, welche bekanntlich unter den streng katholischen Kroaten gar nicht verbreitet ist. Hochachtend Ariedrich Eichler aladein. Lehrer bildender Tanzkunst, geprüft und diplomirt an der „Hochschule für Tanzlehrlunst" in Berlin. An-slaltsinhaber in Graz I. Herrengaße 9. ;c 3702 . ■') Für Form und Inhalt ist die Schriftleitung nur nach dem Prepgesetze verantwortlich. Eingesendet. Verdauungsstörungen, Magenkatarrh. Dyspepsie, Appetitlosigkeit, Sedbrennen et«., sowie die Hatnrrhe der I.nitwojfe, Verschleirnung, Hütten, Heiserkeit sind diejenigen Krankheiten, in welchen MATTONL nach den Aaiuprfichen rnediciniseher Aatorititen mit besonderem Krsol^e angewendet wird. Wilhelm's Master. Dieses ausschließlich in der Apotheke des Franz Wilhelm in Neunkirche» (Niederösterreichi eräugte Pflaster wird in allen Fällen mir Vonheil verwendet, in welchen überhau t ein Pflaster gebrauch! werden soll. Be> sonder» nützlich erweist e« sich bei alten, nichl entzündlichen Leiden, z. B bei Hühneraugen. Leichdorne», erfrort' neu Glieder« und veralteten Geschwüre», indem eS nach vorausgegangener Reinigung der betreffenden Süllen, auf Tastet oder Leder gestrichen, aufgelegt wird. Prei« per Schachtel *0 kr., 1 Dutzend 4 fl., 5 Dutzend per Dutzend S fl. 50 Fr. Weniger als 2 Schachlein werden nicht versendet und kosten bei Franco-Zusendung l st. ö. W 3143—9» Böf Conducteur. Wildhein's AugtW i« •fSciiilei Csiriiieku, April ntlt ilri «enen Fntar-Plänen in In- and Aanlutdes, (Kleine Ausübe mit Inländischen """L'ti.lt«l'»i*f"Pt* F.hrpmneo. Prei. 80 kr., per ... ^»»'v"«le.. Po»« »5 kr.) f'ru. Budapest, (iru ST0» und TrlML — Prela _ 60 kr„ per Poet 70 kr. Äitterwasser ,,Hunyadi Jänos" Als das beste anerkannt und bewährt« Mehr als 1000 Gutachten hervorragender Aerzte. Es ist eine beschämende Thatsache, in welcher Weise die meisten Austritten Zeitschriften Oesterreich« den Sinn für daS Edle, Schöne und Gute in unserem Volte zu erdrücken suchen. Mit aufrichtiger Freude aller Deutschgesinnlen muß eS daher begrübt werden, wen« endlich einmal den deutschen Familien unseres Vater» lande« eine Wochenschrift gebolen wird, die maa unbe» denklich jedem auch dem jüngsten Miiglied der Familie in die Hand geben kann, und di« bei ihrer außer-ordentlichen Reichhaltigkeit — sie vereinigt in sich die .Gartenlaube" mi, der .Modenwelt" und einer.Hau«-frauenzeitung" — wohl als die billigste Zeitschrift gelten kann. Wir meinen die „Allnkrirte Sonntags-Zeitung für Hellerreichs Krauen". (Herausgeber: Walter «ratz in Wien Ill/2). Sin prächtiger, humo» ristischer Roman von Ratal» von Efchstruth .Die Re-gimentStante" leitet jede« Heft dieser Zeitschrift ein und eS ist durch ein Enlgegcnkommen de« Herausgeber» auch den am 1. April neu hinzutretenden Abonnenten Gele-genheit geboten, das schöne Werk vollständig zu besitzen. Herrliche Illustrationen von ersten Künstlern und ein gediegener Lesestoff zeichnen d-S Hauptblatt au«, da» von einer Anzahl nicht minder prächtig ausgestatteter Beilagen begleitet ist. Eo finden wir in den un« vorliegenden beiden letzten Heften als Beilagen: eine Modezeitung mit 45 Abbildungen und einen großen Schnittmustcrbogen mit vielen Handarbeitsvorlagen, ferner eine gediegen ausgestattete Gedichtsammlung und endlich noch eine Beilage, die den praktischen Bedürfnisten der Hausfrau in hervorragendem Maaße Rechnung trägt. Der vierteljährige Abonnementpreis (für 13 Hefte) dieser Zeitschrift beträgt bei franco Zustellung nur fl. I-Wir verweisen unsere Leser auf den der heutigen Rum-mer unserer Zeitung beiliegenden Prospekt. Wem derselbe nicht zugegangen sein sollte, wolle ihn vom Herausgeber Walther «ratz, Wien III/2 verlangen. :?fUt'd,fn Schulvere-ne« und unseres SchutzvereineS „Südmark" bei Spielet, und Wetten, sowie bei Fest-[ichlettcn, Testamenten und uuverhofftel» Geackmsstt«. Bläffet zur Mferhalfung und Belehrung für V.ius und Familie. Sonntagsveikage der „pcntschen Wacht« in ßiM. Nr. 14 „2>>« ©fibmoil" erichein, jeden Sonntag als unentgeltliche «eilaqe sür die Leser __d" ..Deu»>chen Wach,'. — Sin»etn ift „Die Südmart" nicht käuiiich 1899 (Fortsetzung.) Die Arau des Dichters. Roman von A r t h u r Z a p p. Scheinbar theilnahmslos wandelt sie neben dem Liebespaar dahin, keine Muskel bewegt sich in ihrem Gesicht bei den kosenden Liebesworten, die Jene ein-ander in die Ohren wispern. ES ist als ob sie nichts höre, nichts sehe. Wenn das Abschiednehmen kommt, eilt sie ein paar Schritte voraus, damit Else bei dem Trennungs-kuß.nicht zu errathen braucht. Verspätet man sich ge-legentlich, so ist sie überaus erfinderisch in sehr plau-sibel klingenden Entschuldigungen, die sie mit der glaub-würdigsten Miene bei ihrer Heimkehr vorträgt. Die Scheltworte. mit denen die Tante sie zu bedenken pflegt, nimmt sie ohne Widerspruch hin. Sie ist daran ge-wohnt, und die Zukunftspläne, denen ihr ehrgeiziger Sinn im Stillen nachhängt, entschädigen sie für die Un-bill der Gegenwart. Zu Hause wird sie nicht müde, Elses Schwärmereien zuzuhören. Ja, wenn diese einmal, überwältigt von ihren stürmischen Empfindungen, schweigt, so fällt Meta wortreich ein und schürt dnrch enthusiastische Lobprei-sungen Edgar TannhosS die in Elses Herzen glühende Liebe. Herr Büiow geräth von Tag zu Tag mehr in einen peinigenden Zwiespalt der Gefühle, und »ach jedem feiner häusigen Besuche im Barkowschen Hause kehrt er nach-denklich und unzufrieden in fein luxuriös ausgestattetes Junggesellenheim zurück. Elfe Barkow ist ihm ein vollständiges Räthsel ge-worden. Zuweilen ist sie von bezaubernder LiebenS-Würdigkeit gegen ihn; artig wie in früherer Zeit, hört sie ihn an und ihr Lachen klingt hell und herzlich. Dann aber, wenn er kühner wird und galante Kom-plimente an sie richtet, sieht sie ihn so kalt, so fremd, so von oben herab an, daß ihm das Wort im Munde erstirbt. Das Lät,eln verschwindet von ihren Lippen, ihr eben noch fteundliches Gesicht nimmt einen unge-wohnt strengen Zug an, ihr Wort klingt hart und Nachdruck v«rb«tni. scharf — ihr ganzeS Wesen erhält etwas Unnahbares, Stolzes, Zurückweisendes. Meta aber, der er sich dann, aufs tiefste verletzt, zuzuwenden pflegt, ist ihm gegenüber allezeit von der-selben entgegenkommenden Freundlichkeit, die ihn in solchen Augenblicken doppelt anmnthet. Sie hat eine Art mit ihm zu reden, die seiner Eigenliebe ungemein schmeichelt und an der sich sein gektänktes Selbstgefühl immer wieder aufrichtet. Ihre Augen blicken ihn mit einer so ostentativen Bewunderung und Hochachtung an, daß er sich veranlaßt fühlt, ihr öfter und länger seine Aufmerksamkeit zu widmen, als er es ursprünglich be-absichtigt hat. Ja. er ertappt sich zu Hause zuweilen auf stillen Vergleichen, die er zwischen Meta u»d Else anstellt, und ihre blitzenden, dunklen Augen, ihre üppige, reiz-volle Figur sangen an. eine Rolle in seinen Träumen von der Zukunft zu spielen. Elfe ist nicht nur für den kleinen Bankier ei» Rälhsel geworden, sondern auch für ihre Eltern. Die Veränderung, die mit ihr während der letzten Woche vorgegangen, ist eine so ausfällige, daß sie niemandem auS ihrer täglichen Umgebung ganz verborgen bleiben kann. An die Stelle ihrer früheren Lebhaftigkeit und fast kindlichen Munter-keit ist ein stiller Ernst, ein nachdenkliches Wesen getreten. Endlich aber, da die Interessen Edgar Tannhofs ihn immer dringlicher nach Berlin zurückrufen, beschließt das Liebespaar, offen mit den Eltern zu reden. ES widerstrebt dem jungen Dichter. Else den Galanterien deS „schönen Bütow" ausgesetzt zu wissen, wenn er selbst fern von ihr sein wird. Else aber empfindet die Heim-lichkeit ihrer Beziehungen zu dem Geliebten von Tag zu Tag mehr als eine Marter, alS etwas Unwürdige«. Sie ift so stolz auf die Liebe deS Dichters und es ver-langt sie, sich vor aller Welt zu ihm bekennen zu dürfen. Mit dem Optimismus der Jugend reden sie ein-ander Muth zu. Ihren vereinten Bemühungen, ihrer 2 unerschütterlich,» Festigkeit wird eS gewiß gelingen, den Vater zur Nachgiebigkeit zu bestimmen. Else ist so fest von der sieghaften Beredsamleit des Geliebten, von der Macht ihrer guten Sache überzeugt, daß ihr ein Fehl-schlag als ein Ding der Unmöglichkeit erscheint. ES ist in der Mittagsstunde eines Märztages, als Edgar Tannhof in dem Hause des Fabrikanten erscheint. Else steht oben am Fenster und zwingt sich, dem Ge-liebten Muth und Hoffnung zuzulächeln. In ihrem Herzen aber herrschen Furcht und Bangen; eine entsetzliche Aufregung bemächtigt sich ihrer. Wenn sie nur erst Gewißheit hätte! Herr Barkow zuckt die Achseln, als ihm der Be-such Edgar Tannhoss gemeldet wird. Er erinnert sich deS jungen Mannes, mit dem er nur einige flüchtige Begegnungen gehabt hat, nicht mehr, und ziemlich miß-muthig über die Störung betritt er das Besuchszimmer, in das man den Dichter geführt hat. Edgar Tannhof erblaßt, als er sich jetzt dem ruhigen, ernsten Gesicht, den kalt und durchdringend blickenden Augen des Fabrikanten entgegensieht. Aber er faßt sich sogleich wieder. Die Gewißheit-von Elses Liebe verleiht im Muth und Sicherheit, der Schwung feines immer in höheren Regionen schwebenden Dichtergeistes hilft ihm über die Peinlichkeit des Anfanges hinweg. Einer einladenden Handbcwegung des Hausherrn folgend, läßt er sich auf einen neben dem Sofalisch stehenden Fauteuil nieder. Nach einigen einleitenden Worten beginnt er von seiner Liebe zu Else sprechen: „---So schlug die Neigung, die ich schon bei unserem ersten Zusammentreffe» für das herrliche, phantasievolle und lebhaft empfindende Mädchen gefaßt, immer tiefere Wurzeln in mir und eines TageS riß mich die Gluth meines Gefühls hin, mich Else zu erklären. Sie zürnte mir nicht, auch Sie stand unter dem Banne der allbezwingenden Macht, die ihr Herz schon längst mir zugewendet hatte. Wenn Else sich ihrer Mutter und Ihnen noch nicht entdeckte, so geschah es, weil sie wußte, daß Sie andere Pläne mit ihr haben. Ange-sichtS meiner bevorstehenden Abreise haben wir u»S jedoch entschlossen, unser bisheriges Schweigen zu brechen, das sie unS vielleicht als Verschuldung anrechnen werden. Nicht mit Unrecht, denn in jedem Falle wäre Offenheit daS richtigere gewesen. Doch zu der Güte Ihres Vater-herzenS haben wir daS Zutrauen, daß Sie der Ver-wirklichung unseres innigsten Wunsches nicht hindernd in den Weg treten werden. Freilich das Los, daS ich Ihrer Tochter bieten kann, ist äußerlich nicht glänzend, aber das wahre Glück hängt ja nicht von LuxuS und Pracht ab. Das Glück, das ein Herz voll ausrichtiger Liebe gewähre» kann, soll Else fm vollsten Maße zu theil werden. Ja, ich kann getrost behaupten, daß kein Mann auf Erden lebt, der ihr mit so innigem, tiefem Gefühl zugethan ist, wie ich!' Während der letzten Worte ist jede Befangenheit, die anfängliche Scheu, die feine ersten Sätze stockend und langsam ha> herauskommen lassen, von dem Sprechenden gewichen. Die Begeisterung, in welche er sich hineinge-redet, treibt ihn von seinem Sessel empor. In seinem Herzen ist kein Zwei el, kein Bedenken mehr. Er liebt Else, Else ihn — sie gehören zu einander, wie Luft und Leben. Wer wollte sich unterfangen, sich trennend zwischen sie zu stellen? Ihr Vater, der doch seines Kindes Glück wollen muß. gewiß nicht! Herr Barkow hat seinen Gast zuerst staunend, voll-ständig überrascht, angeblickt, dann sind seine buschigen Augenbrauen immer näher aneinander gerückt, die Furchen auf seiner Stirn haben sich zusehends vertieft. Im übrigen aber verräth nichts an ihm eine außergewöhu-liche Wirkung der eben gehörten Worte. Gelassen winkt er dem Aufspringenden, wieder Platz zu nehmen und im kühlen Geschästston fragt er: „Sie haben Vermögen — nicht?" Der Dichter hat ein paar theilnehmende Worte er« wartet; die Frage wirkt auch aus ihn wie ein kalter Wasserstrahl und nimmt ihm alle Fassnng. Der Fabrikant muß seine Frage wiederholen, bevor der verwirrte junge Mann imstande ist, stammelnd zu antworten: „Nur ganz unerheblich. Von dem kleinen Kapital, das mir meine Eltern hinterließen, ist nur noch ein kleiner Rest ge* blieben.' Der ältere Mann bewegt, wie im Staunen, seinen Kopf, und die Blicke seiner grauen, forschenden Augen bohren sich fest in die des Dichters, dem anfängt, sehr unbehaglich zu Muthe zu werden. „Wie hoch beläuft sich Ihr jährliches Einkommen?" fragt der Fabrikant weiter. Den Gefragten wandelt die Lust an, aufzustehen und sich dem ihm peinlichen und unwürdigen Jnquiriereu zu entziehen, aber noch zur rechten Zeit erinnert er sich, daß er vor dem Vater ElseS steht. „Das läßt sich bei meinem Berufe im voraus auch nicht annähernd feststellen," entgegnet er fo ruhig, als er vermag. „So können Sie mir doch vielleicht angeben, wie-viel Sie im vergangenen Jahr verdient haben?" Herrn Barkows Finger trommeln ungeduldig auf den Tisch. Wieder zeigt sich auf den Wangen des jungen Dichters die Rölhe der Verlegenheit; er rückt auf seinem Sessel hin und her, zupst an seinen hellfarbigen, e»gen Handschuhen, bewegt ein paarmal den Mund, ohne jedoch einen Laut hervorzubringen, und sagt endlich zögernd und stockend: 3 „Zu, vorigen Zohr beschäftigte ich mich hauptsächlich mit dem Studium der Psychologie. Daneben publiziert« ich eine Novellensammlung. Ein festes Honorar ist nicht ausgemacht, sondern ich bin mit der Hälfte an dem Rein-gewinn betheiligt. Nach der letzten Abrechnung meines Verlegers hat sich «in solcher noch n cht herausgestellt." Der Fabrikant blickt zu dem Sprechenden hinüber mit einem Ausdruck, als biet« sich seinen Augen plötzlich eine außerordentlich überraschende und befremdende Er-scheinung dar. Dann beginnen seine gelblich bleichen Wangen sich leicht zu rothen, die Hände fahren auf dem Tisch hin und her und ergreifen ziemlich unsanft eines der auf demselben ausgelegten Bücher in Prachteinband. Edgar Tannhof hat mit einen, zerstreuten Blick daS Spiel der Hände des ihm Gegenübersitzende» wahrge-nommen: er erkennt in dem sehr schonungslos behandelten Band seine Gedichte und er unterbrich! seinen Gedanken-gang, um mit mechanischem, ängstlichem Interesse das Schicksal des mißhandelten Buches zu verfolgen. Doch schon nach wenigen Sekunden besinnt er sich und mit sicherer Stimme und in schnellerem Fluß fährt er dies-mal fort: .Gegenwärtig bin ich mit der Ausarbeitung eines Romanes beschäftigt, zu dem ich im hiesigen Archiv die nöthigen historischen Notizen gesammelt. Der mir be-freundete Redakteur deS „Illustrierten Familienblattes" hat mir ein Honorar von 2000 Mark zugesagt, wenn ihm der Roman gefällt. Außerdem trage ich mich mit der Idee zu einem Trama, von dem ich mir viel ver-spreche." Herr Barkow legt mit einem energischen Ruck das Buch nieder, dessen Deckel an de» Ecken ganz eingebogen ist, erhebt sich dann ungestüm von seinem Sessel und schreitet in sichtlichem Unmulh ein paarmal durch das Zimmer. Jetzt bleibt er vor dem jungen Dichter, der sich ebenfalls erhoben hat, stehen und sagt in kaltem, schneidendem Tone: „Sie verlangen also allen Ernste? von mir, daß ich die Zukunft meiner Tochter auf Ihrem Wenn und Aber ausbaue?" Dem so brüsk Angeredeten schießt das Blut in den Kopf, aber er beißt sich auf die Lippen und zwingt sich zur Ruhe. „Ich habe nichts zu verlangen, nur zu bitten/ antwortet «r. „Ich rrchn« auch nicht darauf, Else schon in wtiiigen Monaten als mein geliebtes Weib heimsühren zu können. Wir Beide sind jung und können warten. Aber ich glaubte, daß es allen Theilen gerechter wäre, wenn meine Beziehungen zu Else schon jetzt Ihre und Ihrer Frau Gemahlin Sanktion erlangten und zu öffent-lichen gemacht würden." Der Fabrikant kann die tiefe Empörung. mit der ihn von allem Anfang an der Antrag des jungen Dichter? erfüllt, nicht länger zurückhalten. In vollem Zorn sprudelt er herarS: „Daß weine Tochter hinter dem Rücken ihrer Eltern Beziehungen zu Ihnen anknüpfte, dafür werde ich sie zur Rechenschaft ziehen. Ihnen aber, mein Herr, sage ich ohne weitere Umschweife, daß mir ihre Bewerbung, gelinde ausgedrückt, lächerlich erscheint Das kommt mir beinahe so vor, als ob Sie zu mir sagten. Sie wollten mir mein HauS abkaufen, hätten jedoch kein Geld, eS zu bezahlen, aber in Zukunft würden Sie vielleicht einmal etwas haben. Ich gebe meine Tochter nur einem Manne, der mir auf Heller und Pfennig nachweisen kann, daß er imstande ist, eine Familie in der den Ver-hällnisst» seiner Frau angemessenen Weise zu erholten. Ich bin ein vorsichtiger, kühl prüfender Geschäftsmann, mein Herr, kein schwärmender Phantast." Edgar Tannhof ist bei diesen rücksichtslosen Wort«» ganz bleich geworden? „Wenn ich auch nach Ihrer Meinung «in Phantast bin, mein Herr." entgegnete er mit deutlich hervor-tretender Schärfe im Ton seiner Stimme, „so bin ich doch auch «in Mann von Herz und Gefühl, und als solcher meine ich. daß eine Heirat nicht wie ein Geschäft, etwa wie ein Häuserkaus, behandelt werden sollte. Hier kommt nach meiner Ansicht zuerst in Betracht, ob sich das Herz zum Herzen findet, alles Andeie steht erst in zweiter Linie und läßt sich bei einigem guten Willen wohl arrangieren. Ich bedauere, mein Herr, daß i» dieser wichtigen Frage unsere Meinungen so weit aus-einander gehen, ich bedauere es nicht nur in meinem Interesse, sondern auch im Interesse Ihrer Tochter, die ich nie aufhören werde zu lieben." Edgar Tannhof machte eine kurze hastige Verbeu-gung und geht mit dem Bewußtsein, daß zwischen ihm und dein Manne, gegen den sich eine tiefe Erbitterung in seinem Herzen regt, eine breite, unüberbrückbare Kluft liegt. Eine andere Welt ist eS, in der Jener lebt und nie wird er — der Dichter — in ihr heimisch werden. Der Fabrikant aber zuckt mit einem Gefühl unend-licher Geringschätzung die Achseln, murmelt ärgerlich ein: „Kindischer Träumer!" und schreitet in zorniger Aufwallung dem nächsten Zimmer zu. Eilig, in Mienen und Gederden Schrecken und Furcht, tritt Meta, in die im obere., Stockwerk gelegene Schlafstube. »Schnell, Else, Du sollst hinunter kommen!" spru-delt sie, fast athemlos von dem schnellen Hinaufstürmen, hervor. .Onkel will Dich sprechen.- Die Angeredet« erblaßt, sie zittert am ganzen Kör» per. Die Entscheidung ist da. lZorlsetzung folgt.) 4 ssss Belehrendes» Unterhaltendes, Heiteres etc >«SS»SSSSWieÄ»R!!SSMWVSSSSSSSSSSS?>!S»S>?»I SNZS SSSS SSSS I Mahnung. Hast du jemand weh gethan. Und du hilft ein frommes Läuten, Denke, o gedenke dran: Seinen Tod könnt' eS bedeuten. Geh' ihm nach und bitte ab. Bis du ihm das Herz erweichest, Daß nicht einst an feinem Grab Zagend du vorüber schleichest. In'» Album. Ein licbeleereS Menschenleben Ist wie ein Quell versiegt im Sand, Weil er den Weg zum Meer nicht fand, Wohin die Quellen alle streben. * Verleumder find nur gereizte Bienen: Stehe still unter ihnen, Und sie summen zwar um dich her, Ader sie stechen dich nicht mehr. * Das Herz dichte, der Verstand sichte, das Gewissen richte. • Tadle nie jemand in Gegenwart eine« Fremden, doch ermähne jede» so schonend, al« ob du Rücksicht aus die Gegenwart eines solchen zu nehmen haltest. O Die Hand, die uns durch dieses Dunkel führt, Labt uns dem Elend nicht zum Raub«, Und wenn die Hoffnung auch den Anker- gründ verlieit, So Iaht uns seft an diese m Glauben hallen: Ein einz'ger Augenblick kann alles umge-stalten. Brasilianische Legende. Als Gott den Menschen Adam schus. stand, nach der Meinung der Brasilianer, der Satan dabei und sah zu! endlich ivandelte ihn die Lust an, dem Ewigen nachzuahmen, und er fing an, aus Lehm eine Bestall zu formen: da aber Alles, was er ergriff, lohlenschwarz wurde, so versuchte er eS, sein Machwerk im Jordan weiß zu waschen. Als sich der Pserdesub dem Flusse näherte, wich derselbe zurück, und jener hatte nur noch Zeit, seine Kreatur aus den naffen Sand zu wersen, — so entstand der Neger, woher es denn auch kommt, daß die Fußsohlen und daS Innere der Hände, auf die der Sieger > Adam fiel, weiß wurden. Wüthend schlug der Satan seinem Menschen daS Nasenbein entzwei, wodurch dessen Gesicht eine ganz eingedrückie Form bekam. Der Neger fing hieraus an,1 jämmerlich zu schreien, und staute dem Gewalligen vor, daß er an der ganzen Begebenheit ja keine Schuld habe, woraus der Teusek sich etwas besänftigte und ihm begütigend die Hand aus's Haupt legte, wodurch sich jene» Haar, versengend, zu einem Filz zusammendrehte. Mäuseverti'gnng im Frühjahr. Im Herbst hilft Gisl und Falle nur wenig zur Verringerung. Viel größeren Erfolg erzielt man im zeitigen Früqjahr, wo die Mäusezahl geringer und ihre Vertilgung leichter ist. Wenn die Felder »och mit Schneewaffer gejätiigt sind, ziehen sich die Mäuse in die allen Gänge und Löcher der Raine und grasbewachsenen Feldränder zurück. Werden diese mit der Hacke zu-geschlagen, so kann man schon nach wenigen Tagen sehen, welche Löcher frisch ausge-wühlt und befahren sind. In diese wird Phosphorpaste und Slrychninwejzen ge-bracht oder noch besser und sicherer wird der Mäufcfang mit den bekannten Röhren-fallen betrieben. Auch kann da, wo sich ganze Eolonien eingenistet haben, ein schais ausgestochener Graden mit 20 Eenlimeter Weile mit eingesetzlen Wassertöpjen die besten Dienste beim Fangen der Mäuse leisten. Aus diese Weise ift es im Frühjahr möglich, die Mäuse sast vollständig aus-ZU! ollen. DaS beste Mittel gegen den Schnupfe» soll Citronensast sein. Man gießt in die hohle Hand eine ordentliche Portion Sast einer gut reisen Citrone und zieht denselben durch die Nase in den Mund. Zwei bis drei solcher Aussaugungen genügen zur Heilung. Auch bei chronischer HalS-enlzündung soll daS Verjähren auSgezeichele Wirkung thun. Glycerin als HalSmittel dürfte nur wen gen bekannt fein, und doch genügt ein kleiner Löffel reinen Glycerins in einem Glase heißen Wasser«, um ein guie« Gurgel-wasser herzustellen, daS bei mehrmaligem Gebrauch Heiserkeit und Halsschmeijtn bald vertilgt. Sin billige« Barometer. Man füllt einen Tops mit seuchlem Sande und steckt daraus einen Tannenzapfen. Wenn schöne« Weller im Anzüge ist, so öffnen sich die Schuppen: wenn Regen bevorsteht, so schließen sie sich. Sierslecke in silbernen Löffeln reibe man mit Ruß ab. Rostflecke ans Leinen zu entfernen. Man nehme ein Gesäß voll heißes Wasser, leg« das Leinen aus die Oberfläche des» selben, aber so, daß das Wasser den Fleck berührt und streue pulverisiertes Mee>alz daraus. Ter Fleck wird augenblicklich ver-schwinden. Kalbfleischwnrstchen. Man jchueidet ei» halbes Kilogramm Kalbfleisch in Stücke und klopft es mil dem Holzschlägel solange, bis es als seines Wurftsüllsel verwendet werden kann, sodann klopft man 20 Deka Speck aus die gleiche Weise, g bt beides in ein« Schüssel, sügt Salz, Pfeffer, ein wenig sein gewiegte Eitronenschale und ein halbes Weinglas Wasser oder Bouillon dazu, »tischt alles gut untereinander, süllt die Masse mit einer Wurslspritze in dünne Därme und siedet die Würstchen langsan» gar. so daß sie nicht ausspringen. Man ißt sie warm mit süßem Sens. Passende Lectüre. Gesängnisdirector: „Wie sind sie nur daraus gekommen, auf eine so raffinierte Weise auszubiechen?" — Spitzbub« (wieder eingefangen): «Der AuSbruch, wie ich ihn inS Werk gesetzt habe, ist genau in einem Roinan der Ge-sängniSbibliothek beschrieben." Der Wirth al» Zeuge. Vorsitzen^ der: „Haben Sie noch irgend etwas Wichtiges zu sagen?" — Zeuge (Wirt): „Ja, in einer Stunde wird bei mir srisch angestochen." Höchster Enthusiasmus. HerrÄngst-lich (im Theater): „Um HimmelZwillen, was ist denn das? Die Gasflammen ver« löschen ja alle!" — „Seien Sie ohne Sorg«: das Gas ist ja nur vom Sturm der Be» geisterung ausgegangen!" Aussichtsvoll. Ihr Vater- „Junger Mann, Sie werden enttäuscht sein, meine Tochter bekommt vor meinem Zode keinen Psennig." — Ter Heiraihöcandldat: „D, das hat nichts zu sagen. Für ei« paar Jahre reichen meine Ersparnisse schon hin." Jiurj angebunden. Dichterling (zum Redactions-Tiener, ter Manujccipte in den Ösen wirst): „Wa» machen Sie denn da? „Einsendungen erledigen." Ein Schlaumeier. Haustrer (zum Eonnlagsieiler, dessen Pserd nicht vom Platze will): ,Hausen Sie mir wa» ab, Herr Baron, da sällt'S nicht so aus!" CITUM6 JmzaTSRiRin rüR f*^UNTCRHALTUN6' MODE u H71NDKRBQT N KLCCME u HÄUS38 hnco nachgeliefert. Mntthtnd« Beilrllklrt» «oll« »»» gell, »blrennen und autgtfOilt eines Buchhandlung übergeben oder trankM »bsenSe», | Kit den Ms-Btilap Abonnementspreis vierteljährlich fl. 1.63 b«i Frankoznsendnng. Die am 1. April neu hinzutretenden Abonnenten erhalten auf Wunsch den seit dem , October 1898 bis dahin abgedruckten Theil des Romans ^ie egimenfsfanfe nataiy von €sehstruth 70 Seiten im Format der Hlustr. Sonntags-Zeitung zum Preise von nur 50 kr. ILLUSTRIERTE Ein Urtheil der Presse Aber tr. Zeitung für Mode «öd Handarbeit. 6rnOf Wfd)rr Dichter. Album prttHandarbeitest. toittmnater- fnltlndi» litthfil jngen für und Haut. * „Die Repicntstaiite": ,Ein echt deutscher wahrhaft erquickender Humor durchweht dieses Meisterwerk deutscher Literatur, das uns mit überzeugender Treue das Leben im Kreise unsere« Officiers-corps schildert und den vorzüglichen Geist, doi dort wohnt, empfinden lässt. Ich bestelle hiermit ein Probe-Abonnemant auf die Illustr. Sonntags-Zeitung für Oesterreichs Frauen für das April—Juni-Quartal M den Gratis - Beilagen: 1. Gr(ls»e deutscher Dichter (Elegante Bachbeilage). 2. Album praktischer Handarbeiten. 3. Praktische Mittheilungen fUr Sache und Haus. 4. Illustr. Zeitung fQr Mode und Hand-arbeit, 5. Jährlich 12 Schnittmuster. WT Preis vierteljährlich (13 Hefte) fl. 1.63 bei Franco-Zustellung TW aad bitte am Nachlieferung des bisher in der „Illustr. Sonntags-Zeitung für Oesterreichs Frauen" zum Abdruck gelangten Theiles des Romans: Die Hegimentstante zum Preise von 50 Kreuzer. tfUUL- Name and Wohnung! Die „Illustr\ Sonntags-Zeitung $ $ $ S i $ $ für Oesterreichs J^rauen" bringt jährlich in 52 Wochenheften zum Preise von Ei 12 kr. = 1. Einen starken Band von 832 Seiten: reich illustrierten Text mit verschiedenen Ort ginal-ßomanen erster Schriftsteller, gegen 100 Erzählungen und Novellen, wisseaschaftlicheo Aufsätzen und mit gegen 200 Vollbildern; 2. einen starken Band von 200 Seiten: „Illustr. Zeitung für Mode und Hand-arbeit", mit gegen 1000 Abbildungen; 3. einen Band von 200 Seiten in vornehmer Aus» stattung: „Grüsse deutscher Dichter", Sammlung der schönsten Dichtungen; 4. einen Band von 50 Seiten: „Album praktischer Handarbeiten", mit gegen 200 Mustern; 5. einen Band von Aber 100 Seiten: „Praktische Mittheilungen für Küche und Haus" mit vielen grösseren Aufsätzen und gegen 100 Recepten; 6. 12 Schnittmusterbogen mit Zeichnungen zu gegen 60 vollständigen Costümen und zahlreichen grösseren Handarbeitsvorlagen. Abonnementspreis bei Francozusendung: = fl. 1.63, = halbjährlic fl. 3.26, = ganzjährlich fl. 6.52. = Untenstehende Beatellkarte wolle man geil, abtrennen nnd ausgefüllt einer Bnchh&ndlm^ übergeben oder frankiert absenden. Correspondenz-Karte. (Sin c/t * Mark,1 Administration der „Illustr. Sonntags-Zeitung für Oesterreichs Frauej^ WIEN lll,, Erdbcrgerländc Nr. 112. J)as J^ocherj und süffelt] mit Gas c3& isf im Sommer das reinlichste und beste. 1899 Zur Neuanlage von IIiin»-T<'lfyr>"'«l<''>-und Telelon-Anlagn. Electrisir-Apparaten, Thor- and Gf>w8lbeklin Epilepsie Leidenden kann ich die Behandlung des Herrn Dr. Plangger nicht genug auempfehlen. 3022—31 G r o. j e i* in AVien. Tüchtiger Gärtner der mit Obst-Bliiinen- u. Gemüso-Cultur, sowie mit allen einschlägigen Arbeiten wohl vertraut ist. wird per sofort aufgenommen. Persönliche Vorstellung mit Zeugnissen bei L. H. Schütz, in Lib"je. 3716-28 Sstnjror«Clnb der Nabrungsnittelarbeiter-Gewerkschaft Ortsgruppe Marburg. Einladung. 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Maschinenschlosserei, CHII. -•4B Welt dem Jahre 1H<>H wird * Bergor's iiiodioliiiHclie THEE»§EII'E die u Kliniken «ad ren eieiea praktUeben Aeriten erprobt würd», nicht nur in Oesterreich-Ungarn, eomdern weh in Destachland, Frankreich, ItaiKUrnä, len Baik»n«taat«n, der Sehweii etc. gegen Hnutletden. m.beeoodero gegen Hautausschläge verschiedener Art ■lt btcltn Erfolge angewendet Di« Wirkung det B*rg»r"«ehen Theeraeife all hrgienlachee Mittel »Hl Entfernung der Kopf, nnd Bartachuppen, mu Reinigung nnd Deeinfeetlon dar Haat lat gleiehfalla allgemein anerkannt. — llergar*» TheerHise enthilt do* IIola-thenr und aat«r*eheid«t lieh wesentlich von allen übrigen; Ttieeraoifen da. Handele. — Znt Verbilluu« vom Tftll-•ehaagen begehre man aiadrSeklieh Brrger'« Theer-»elfe und a«hta aas di« hier »bgeJiackte 8ehatxiaiafke. Bai harlatrklgm Haut leiden wird anstelle der Theeraeifa ait Erfolg Hcruer's raed. 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I Die Eröffnung der Anträge, bei welcher das Warenlager den» Meistbietenden gegen Barerleg des Kaufpreises zugeschlagen wird, findet am 10. April 189!) Vormittags 10 Uhr im Bureau , des Creditoren-Vereines in Wien statt. Cilli, am 27. März 1899. 37,°" Der Masseverwalter im Concurse Alexander Kuttler : Dr. Josef Kovatscliilsch. Exa.d.'jr'scla.e Magentropfen (früher Mariazeller Wagentropfen) ZiXfctfuty bereitet in der Apotheke ,.?nm König von Ungarn ' des Carl Brady in 9ü*ifii, X., tfleifdimarft I. ein aUbrwäfirte« und bekannte» Heilmittel von anregender und kräftigen-der Wirkung ans den Magen bei Verdauungsstörungen und sonstigen 324ö—42 Magenbet «»werden. Prpi» A Plaacdie . . -tO ltr, Doppclflnsoli« . . . TO 1er. Ich tonn nicht umbin, nochmals vorauf ausm-rkjan» zu machen, daß mein« Magem-opsen vielsach qeiälscbt werden. Man achte sonach beim Einkaus aus obige Schutzmarke mit der Untersckrift C. Brtuly unb weise alle Fabrttcte als unecht zurück, die nicht mit obiger Schutzmarke und mit der Unterschrift O. Brmly verseilen sind. Eie ZLv£a.gfentrcpfen c. b. (früher Mariazeller Magentropfen) sinb in rothen Faltschachteln verpackt und mit dem Bildnisse der beil. Mutter GolleS von Mariazell (als 6chugmaite) versehen. Unter der Schutzmarke mufc sich die nebenstehende Unieischrift befinden. Bestandtheil« sind angegeben. Tie Magentropsen sind edit zu haben in allen Apotbeken. wtbÄ^m Wa » » e r Ii e 11 f e r r»li r e ■» tn I.,. Förntor'rt Badeanstalt, (iruz, Brandhotgasse 19. Mtriscle Licllscliitzliääer. Oertlicbe Maltas mitBlektriscta Licht. Mächtige, erprobte Heilmittel bet den meisten harinädigen, chronilchen Eikrankunasiormen. in»-besonders bei: HhHiimatisttin», Gicht, Ischiaa. Katarrhen, Asthma, Znekerharn-ruhr, GeachlecbUili-iden, lJnter*chenkel*e*chwUren, Lnpiift, Fettsucht. 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Staatsbürgerschaft und der bisherigen Verwendung sind bis 20. April I. I beim gefertigten Stadtamte einzubringen. Stadtamt Cilli, am 30. März 1898. 13er IB-Cixg-ermeister: 3715—31 S t i g e r. H. Scheuermaniij Bau- , OtlMierieipenflcr Herren gasse Nr. 3. ('Il.l.l, Herrengasae Nr. 3, empfahlt IloUremrnl-und Düeh|jüp|iemittel, X&hrgehalt laut amtlicher Analyse W/,'». durch Wohlgeschmack und einfache, rasche Zubereitung hervorragend. Prospecte Bud PProben auf Wunsch gratis. Wichtig fOr öffentliche Anstalten und G'onsumvereine. Günstige Bedingungen für Wiederverkiafer. Bestellungen an das Bureau Wien II/I, Taboritrasae 25. 3^7-74 — 2»