Schulleitung: «atvaaSgass» Nr. 5 (SiQene* Ho»» ) • »tichlBnDc > Si(IM («*t kct C«B* ». Beta» Uft) Don 11—U US» vor». £«TtK4t<(t«Ti wndni «rtAI inUMIttni. namtnloit «I»-HBlangai «ich» berütfMttj«. RstflikigKBten claimt lt« S»: »ier,«Nichr>« . . .1 IH - ...(IM •amiiirö . . . . K lt'M 91h 51III Bit BiCeaan« Inl (MI: monatlich . . • . K 11« Vintcu i>>» iur IbbeftellUBI. Kr. 3. Hilli. Sonntag. 8. Jänner 1905 80. Jahrgang. per Kali Aort Arthurs. Es ist nicht leicht, in dem gegenwärtigen Kriegsdrama im fernen Osten, nach dessen erstem Auszug» sich der Vorhang so rasch gesenkt hat, für «inen der streitenden Teil» eine besonder» herzliche Zuneigung zu fassen. Die Grü.ide sind zu mannig-s»cher Natur, als daß wir uns hier über sie des Näheren einlassen sollten. Wir sind mehr mit dem abwägenden Verstände beim Kriege u ud suchen ihm die prakiisch« Seite abzugewinnen. In S t ö s s e l'erblicken wir einen ruhmbe-deckten Helden, auch wenn er in der zwölften Stunde dem Feinde »inen Trümmerhaufen auslie-sert. „Wir haben getan, was menschenmöglich war,' drahtete er nach Petersburg, „btt seit elf Monaten ununterbr«che., wüiende Kamps hat unsere «rast erschöpf«. Die Leute sind zu Schatten g«-worden." E« wäre ganz und gar zwecklos gewesen, da» letzte Häuflein der Besatzung dahinschlachien zu lassen; sollen mußte die Festung, der Fall war nur eine Frage von wenigen Tagen. Eiössel, in dessen Adern germanische« Blut kreiSt — ist er doch schwedischer Abstammung — gebührt der Lor-beer, den die Geschichte den größten Helden nicht vorenthalten hat. Der surchtbare Schlag, den Rußland erlitten hat und der den mit dem Zarismus Unzufriedenen neuen Zündstoff in die Hand gebrückt hat. ist aber nicht im Stand,. Rußland zu bewegen, von einer Fortsetzung de« Kriege, Abstand zu nehmen; aus drn mandschu ifchen Feldern will eS sich den ihm so lange vorenthaltenen Lorbeer pflücken. Wirklich, ist die Zeit auch vorhanden, den fast tollkühnen Plänen sruchibaren Boden zu geben ? Kuropatkin dürst» vor 6 Wochen nicht die erbetenen Verstär-kungen erhalten, um der japanischen Uebermachl, die zweifellos ihre Machist llung onch au«nüB'N Z>ie goldene Jugendzeit Skizze vou Lela Daoitjchofs. Fünf Damen saßen in dem blauen Eckialon der Pension. Alle süns in dem unbestimmten Alier. da« ganze bestimmt nicht mehr lie Jugend ist. Sie waren an jenem Leben«punkte angtlang«, wo man so zerstreut wird, daß man sich gewisser Jah.e«. zahlen nicht zu entsinnen vermag. Früher, in den .guten alten Zeiten", hätten die hier um niedrige Teeiiiche gruppierten Frauen wohl an einem linnei>gedeck««n großen Tische ge-festen, aus dem die Kaffeekanne dampsie; ihre lichten und gelichteten Scheitel wären von schwarzen Spitzen-Häubchen und verdeck«; sie hätten ehrwürdige sticke reien in den Händen, zädlien di« Suche aus v,»l> blätterigen Rosen und befänden sich jedensall« in moralischer E,tt»stung über irgend eine Lied.sge-schichte. Verlobung, flauen N ffenstreich oder un.r-hörte Dienstboienmissetat. Baronesse Gärt. Meta, Nie«. Jane Loveley. Hela Danedorg und Island» Dery ersreuen sich eine« reichen Haarwuchies in schönen Schattieiun-gen von blond. Kein einziger grauer Faden stö.t den einheitliche« Glanz der Frisur; die Gesichis-haut ist glatt und weiß, die Zähne sind makellos» die Bewegungen elastisch. We«halb st» «rotz dieser jugendlichen Eigen-schoflen nicht oll jung gelten können, ist gar nicht wird, mit e-nigem Erfolge zu begegnen, Unsere Augen sind also aus die Mandschurei gerichtet, wo sich bald der Vorhang zum zweiten Auszug« de« gewaltigen Völkerdrama« heben wird. Ein flüchtiger Blick in den flavifchen Blätier-wald belehr« unS, daß sich die Polen die Nieder-läge Rußland» sofort zu nutze gemacht haben, in Russisch-Polen einen Ausruhr der Polen anzu-schüren, in der edlen Absicht, ihre Freiheit zu er-langen. Im Innern de» Zarenreiche» gährt e« ge-wältig: Ein dieser Taue in Petersburg au»gege-benes revolutionäre» Flugblatt, da» massenhaft in der ganzen Stadt verbreitet wurde, sagt: „Die Uebergabe von Port Arthur ist da« Werk jener schmachvollen Vereinigung von Unsähigket und Verderblheit, welche seit Jahzehmen in Rußland regiert. Der Bankerott der Autokratie ist desigelt. Da» Zarentum bat seinen Tode»« stoß empfangen. Seit elf Monaten wird die Blüte de» russischen Volke» aus da» Schlachtfeld geschleppt und werden Milliarden von Rubel d m Moloch des Kriege» in den Rachen geworfen und da» Er^eb. i» «st, daß Rußland vor der ganzen Well entehrt unv geständet dasteht. Länger kann diese» verworfene und verdertne Regime nicht geduldet werden. Der Tag der Abrechnung «st gekommen. Alle Klaffen der Be-völkerung seven jetzt ein, daß da» Schicksal Ruß-lanp» anderen Händen anoertrau« werden muß. Ganz Rvßiand tust einstimmig: N eder mit der Autokratie 1 Nieder mit d m Zarail' Und unsre Pervakenprefse? Wie schreib, di« über di« surchtdar« Niederlage Rnßland» ? Während sich die ganze zivilisierte Welt im Ruhme de» tapferen Helden von Arihur zu über-bieten fch int. fäll« sie wie eine dluigierige Bestie üb«r General Stössel her, zeih« ihn der Feigheit und — wei«, auf den Heldenmut der Per-vaken bin. zu «ik!ä «n. So weit! man nicht, warum ««an vei einem Apfel fo'ort erkenn«, ob er frisch pepflück« oder bloß mit einem weichen Tuche gewischt und blankgerieben worden ist. E« sehlt zur Jugendsrische jene« kleine Eiwa«, jene« Nicht«, da« all « be^eu«»«. Ader d«ß unsere Gesellschas« mit vem Zeiigeist sortschrei«et. steht man nichi allein an ihrem wohl-gepfleglen Äeußern man fühl e« an der objekli-ven Art de« Gespräch « »n der wohlwollenden Milde de« Urteil« und dem freien Tone Heule aller« man m» Armu« und U«berie«ei,iie>t. Wählend die Frau siü .er «n schlaff r Ergebenbei« sich vom Zahn bei Zeit benaaen li.ß; oder mi, gio,e«ter Berzweif-lung dessen Bisse zu w-hrea versuch«' schein« sie nun mit dem Feinde einen Pak« zu sVließen. Sie geh« mi« ihm aus Mensur. Seine Hiebe werden geschickt pariert, und so os« er sich näher«, muß er wieder ein paar Schrille weichen. Darum bot der Salon mit den sanst abgeiön» l«n F'lben und den sa> sl aliernden Damen ein hübsche«, leich« webmüng anadauchie« Bild. Ein heftiger H,ib>lregen begann an dn Schei-ben niederzuri'feln; er zoo wie >in Borha»a zwischen die Außenw l« unc>V-n Raum. der dadurch «soliert einen beionder« b-haftlichen Anstrich erhieli. Ein weiterer Besuch war be« dem plötzlichen Unweier nicht zu erwarien; so «äugten bald über leicdle Wogen des Salon«gefpräche« ti.fere Wellen au« Man merkt, daß wir tief im Fasching drinnen stecken. Wir wissen nur zu gut, wie hoch wir da» Heldentum der Pervaken anzuschlagen haben. * • • Da» Werk der Zerstörung Port Arthur» durch die Russen ist vollständig gelungen. E» steht sast kein Stein mehr aus dem anderen. Die Russen sprengten alle öffentlichen Gebäude, Schiffe, Arsenale u. s. w. in die Luft und verbrannten alle Vorräte. In der Stadt blieb kein einzige» Hau» un-versehrt. Zuletzt war die Stadt ein furchtbare« Flammenmeer und e» gab nicht 5000 Mann mehr zur Verteidigung. Siössel halle den Unterhändlern versichert, daß er wie jeder Minn der Besatzung den Kampf bt» auf den letzten Blu«»«ropfen wei-»erführe, wenn man ihm andere, al« ehrenvolle Bedingungen de» Abzüge» stellen sollte. Kapitän Karzoff erzählt: »In der Befestiaung ,8." wurde einmal bei einem Angriff ein japani-scher Piinz getötet. Die Javaner sandten einen Parlamentär, um einen Waffenstillstand abzu-schließen und die Leich« de« Prinzen au» einem Trümmerhausen vrrw«iknd«r Leichen herauszuholen. Die Russen empfingen die Japaner höflich und mit der größten Gleich,nlligkeii. Al» ob noch mehrere Brauereien in Port Arihur in Betrieb wären, gab eine Schildwache einem Japaner die letzte Flasche Bier der ganzen Festung. E» sah au», al» ob wir herrlich und i» F.eusen lebten, aber die Wahr-heil war, daß man schon damal» seit drei Monaten als wirkliche Ration nur Rei» erhirlt, durch den Hunderle und Hunderle schwere Krank-heilen bekamen, denen sie auch meisten erlagen. Mona'elang halten die Soldaten nur mehr Vier-telralio»en und im letzten Monat halte man dies« noch um 40 v. H. gekürzt. Kein Opfer war uns zu groß, um den Feinden vorzumachen, als ob wir noch reichliche Verpflegung häiten. Da« ist der erste Erdapfel, den ich fe.t vier Monaten sah, und «st daS wirklich ein Beefsteak, was da vor mir li-gt?l" Ein in Tich'ffa eingetrvffener Offizier erzählt : „Reine Worle kö n n den scheußlichen Zustand in den Krank>ndäus«rn in Port Aühur schildern. d m Unxrgrunv de» Gemüi« aus. B,S ein einziges Won ven ganz in der Basis schlummernden Lebens« gedanken empoizog, Baronesse Gär« hatte da« Wort ausgesprochen. Wie ein elektrischer Sirom «eilie e« sich der Gruppe mi«, zünde«, Funken in den Augen, erhellt« die Züge. b. lebt« d>« Gesten. Jugend ! Jugend ! wiederholten sie. Meta Ries seufzte lief. „Erst wenn sie vorüber ist. wiffen wir, daß wir sie gelebl.' Jane Rooeley stand aus, legte die Arme auf die Schultern Meta«; m.t ihrer langsamen Stimme sagte sie: .Wiffen sie denn so sicher, daß sie jung gewesen sinoi" „Da« heißt, e« konmt mir jetzt so vor. als ob ich'« gew-fen wäre." „Well, «'zählen Sie unS, wie Sie Ihre Jugend zugebracht baden. Wenn ich sage, die Jugend, meine ich bis vierzig, nicht wie man gedankenlos annimmt, bis zwanzig, verstehen Sie wohl?" „Ja/ rief lebhaft Baroneffe Gärt, „wir wollen aus unserer „Blüikze,,- berichien. Aber ganz anf-richtig, w nn ich bitten darf. Keine kleinlichen Be-denken, nicht wahr?- .Dann muß ich bestätigen, was Miß Jane vorhin ausgesprochen. Ich war wirklich niemals jung." .Sie sind's ja noch/ riefen di« Stimmen gleichzeitig. Gelte 2 ve«lch, Wacht" Nummer 3 Sie war«n schlimmer ol« Schlachtfelder. Vollg«-stopft mit Köipern, die von Granai«n verstüm-«elt waren und Menschen mit furchtbaren Krank-heilen. Ein fürchterlicher Gestank von Menschen-blut und Wunv«» vergiflete die Lu!t in den Krank«nfäl«n. Selbst rie barmherzigen Schwester», die an solchem Anblick »her gewöhnt sind, wurden ohnmächtig vor Et«l. So bnäubend war di» Luft, daß die russischen Frauen, die di» Krank»» pflegten, in den Nasenlöchtrn Baumwollpfropfen trugen, die mit kölnischem Wasser getränkt waren. Im Granaiseuee der Japaner haben fast alle Krankenhäuser schrecklich gelitten. Viele Kranke wurden dadurch in ihren B.tten zu Krüppeln ge-schössen. Tagelang drang da« ohrenbetäubende Dröhnen der Geschütze ununterbrochen in die Krankenhäuser. Da« Geschützfeuer d»r Japan»? r ffi» Aerzi» und Schw»kt«rn bei der Arbeit dahin. Wo die Granaten einschlugen, rissen sie große Löcher und zermalmt»» all»«. Al« Krank»nkost dient« m»ist verdorbene« Pferdefleisch und viele erhielten davon ekelhafte Geschwüre im Mund." Der Zar Hai bewilligt, daß man 320,000.000 Mark im Verlauf» der nächsten zehn Jahre zur Neubildung der russischen Flotte au«geb». Die Schiffe müssen binnen drei und <ünf Jahren ab-geliefert werden. E« sind die« 8 Schlachtschiffe der „Slaoa">Klasse. 8 der „Andrea«"-Klasse, 6 Kreuzer der „Bajan*. »lasse, 6 der „Boga yr"-Klasse. 50 Torpevojäger zu 500 Tonnen, 100 zu ISO Tonnen. 10 Minenschiffe und 4 schwimmende Werkiiälten, die min in Bestellung gab. Dem Reuterschen Bureau wird au« Tokio ge-melde», Gtneral Stösse! habe s-in Ehrenwort gegeben, an dem Kriege nicht m»hr teilzunehmen und kehre über Nagasaki in di« H'imat zurück. Im kaiserlichen Harp quartier zu Tokio ist folgender Bericht de« General« Nogi eingegangen : Die Uedergabe der im Artikel 2 de« Kapitu-lalionS Abkommens angeführten Gegenstände hat am 4. d. stattgefunden. Die Uebergabe der Fou« und Batterien wurve beendet. Die Gefangenen werden sich am 5. d. an »lii»m hiezu bestimmten Platze versammeln, doch sind di» Feststellungen über di« Gefangenen so verwickelt, daß ihr EngebniS noch nicht gemeldet werden kann. Nach summari« schen Angaben sind gefangen: 8 Generale, 4 Admirale, 67 Oberste und Majore, 100 Schiff«-kapitäne beziehungsweise Kommandanten, 531 Hauptltut» und Ltuinome de« Landheere«, 200 Schiffsleutnanie und Marinebeamie. 99 Heere«be-amie, 109 Stabsärzte, 20 Kapläne. 32 434 Unter-offi^iere und Gemeine de« Landheere«, 4500 Marinemannschaiten, 3645 Nichikämpfern d»S Lan»d»ere« und 500 der Marine, insgesamt 32 207 Personen. Die Mehrzabl der Freiwilli-gen Ist jedoch b t den Nichikämpf^rn Mit «ina-lchlos« stn. Außerdem befinden sich noch 15 000 oder 16.000 Kranke und Verwunbeie in den Spttälern. An Pf»rv»n wurd»n 100 Sattelpserde und 1870 Zugpferde übergeben. Eine hochgestellte japanische Perlönlichkeit er- „Da« scheint so," protestierte Meta, „weil ich ein» Natur bin, die nach jedem Siurme sich aus-richtet, wie, nun, wir wollen fagen, wie Hopfen." „Nun. di» Welt kann nicht nur mit Marschal-Niel bepflanz« sein, »rotzdem die« hübscher wäre. Nur müßten sie dann haltvar sei»." „Richtig. Ich war also nie jung. Nur Kind war ich; und ich liebte über alle« da« Puppen-spiel. Pupp n an- und au«kleid»n, spazieren tragen, schelten, küssen, für sie Kieider nähen, da« war mein» ganze Freude .... Al« ich siebzehn wurde und englich und französisch sprach mit sehr viel Gefühl. aber ganz verständnislos sinken konnte: „Ich schnitt' »« gern in alle Rinde» ein*, auch schon die Oäur-Sonaie von Betlhooen spielte, ohn» beim Scherz in ein rasend»« Tempo zu verfallen, kurz, al« man meine Erziehung für vollendet betrachten konnte, liebte ich noch immer meine Puppen. Nur hätte ich'« gerne gehabt, wenn sie lebend ge« westn wären .... Lebens» Puppen erlangt »an durch heirat»», das brgriff ich schon. E« ist di»« ein» Tatsach», die sich schwer vor Kindern v»rd»r-g«n läßt; trotzdem eigentlich die angestrengte» Be-«ühuugen der Erzieher ausschließlich darauf ge-richtet sind, dem Mävchen seinen späteren Leben«-zweck zu vertusch»». E» scheint, ich begriff nichiS leichter als diese Puppenqurlle; deshalb willigt« ich wohl fo sr«udig ein, die Frau de« jungen Manne« zu werden, der aus meinem ersten Ball bei Tante Line öfter mit klärte einem Vertreter de« „Standards die offen-kundig« Absicht, di« baltische Flotte in Maba-ga«kar oder einem anderen neutralen Hafen bi« zur Ankunft de« 3. russischen Geschwader« zurück-zuhalten, ändere wesentlich den Plan der Japaner. Deren Feldzug«plan gehe dahin, die ganze Flotte frei zu halten, .damit die Schiffe in kürzester Zeit bei wichtigen Operationen zusammen vorgehen können. Der Angriff auf Wladiwostok und di« Einschließung drr Festimg zu Wasser und zu Land, sowie die gleichzeitige Besetzung von Sachalin seien di« Hauptpunkt« dies « KriegSplane«. Hilf«-kreuzer sollen die russischen Kohlenschiffe beunru-higen. Die Japaner hegen di» Hoffnung, die Hauptmacht der russischen Flotte zu vernichten, ohne selbst ernstlich«» Schaden zu erleiden. Steiermärkischer Landtag. 34. Sitzung am 4. Jänner 1905. Vorsitzender: Landeshauptmann Edmund Graf A t tem s. Am RegierungStifche: Statthalterei-Vizepräsi-dent Dr. Eugen Netoliczka. Aufgelegt ist unter anderen: Der Bericht de« Finanzausschusses über den Bericht den Lande«-auSschusse«, betreffend die Errichtung einer Land» wirtschaftlichen Schule mit einjährigem Kurse und slovenischer UneerrichtSsprache mit dem Antrage: 1. Der Bericht de« steiermärkischen LandeSau«-fchusse«, betreffend die Errichtung einer landwirt-schädlichen Schule mit einjährigem Kurse und slo-venischer Unterricht«sprache, wird zur Kenntni« ge-nomme». 2. Gleichzeitig wird der LandeSauschuß ausgefordert, eine Ausstellung der landwirtfchaftlichen Bildung«w»fen« niederer Ordnung nach Maßgabe hervorgetreten»» Bedürfnisse« in Erwägung zu ziehen und diese Fragen in«d»sono»r« auch nach der Rich->ung zu fördern, ob »« sich nicht empfehlen könnte, praktische Kurse in Viehzucht und Molkereiwesen, sowie eventuell anderer wichtiger Wirtschaftszweige nach Art jener, die dermalen schon im Oberlande bestehen, auch für daS Unterland in Aussicht zu nehmen. ES wird in die Tagesordnung eingegangen und der mündliche Bricht des Sonderausschusses für Gemeindeangelegenheiten über daS Ansuchen deS KreiSgerichieS Cill« *-'■ ^end Zustimmung zur strasgerichtlichenVersolgung deS Lan> lagSabgeordneten Dr. Johann Decko wegen Uebertretung de« § 431 St..G., verhandelt. (Berichterstatter Abg. v. Mayr. M eln ho f.) Die Zustimmung wird ohne Debatte erteilt. Abft. Dr. Ploj erstattet den mündlichen Be-richt de« kombinierten Finanz« und Sonderau«. schusse« für Gemeindeangelegenheiten über da« Ar-menwefen und beantragt, denselben zur Kennini« zu nehmen. (Angenommen.) Abg. Dr. Hofmann v. Wellen Hof er« stattet den mündlichen Bericht deS Bereinigten Finanz-und SonderauSschuss»« für G,meind»anflkleg»nbeiten in Angelegenheit der Errichtung einer Landes-Siechenanstalt. über den Antrag de« Abgeordneten getanzt hatte, und mich nach dieser gut bestandene» Tanzprobt zur Frau verlangte. Ein Jahr nach dem ersten Ball hatte ich meine lebendige Puppe. Sie war fogar sehr lebendig. Ich durste ganz» Nacht» mit ihr hrrumianzrn, und die achtz-hnjährig» Pupp?nmama fand G»l»g»nhei», an ihrem LieblingSfpiel sich zu ergötzen, in Hülle und Fülle. Begeistert betrieb ich mein Spiel, bi« elf Mo« nate später noch ein zweite» Püppchen anlangte. Da« erste freute mich, aber ich hatte daran au«, zus tzen. daß e« kein Mädchen war. Diese lassen sich viel schöner au«- und ankleiden. Jetzt hatte ich auch da« ersehnte Mädchen für rosa und blaue Schleifen . . . Bald hatte ich ganz ohne inneren Drang noch Mädchen und noch Bübchen. So spielte ich denn von meinrm zartesten Alter bi« zur LebenSreif» mit Pupp»n. Da aber wurde ich ein bißchen müde. Keine einzige ruhig durch-fchlafene Nacht in mebr al« zehn I ihren! I» an-mutiger Abwechslung: Mafern, Scharlach, Diph-therie. Keuchhusten, und wie sich fönst noch die Lebenssäfte des werdende« Menschen äußern. Ammen, die unS bestahlen; Kinderfrauen, die sich betranken; täglich der Artt, der bald «ine englische Krankheit, bald die Gefahr von Skropheln bei d»n arm«» Pupon« in AuSsitt stellte. Ni» pausierende Angst und Besorgnis; al« einzige Erholung die entgan-gene Gefahr. von Ritter-Zahony und Genossen in vetreff de« Armenwesen«, über den Antrag der Abgeordneten Bo«njak und Genossen behuf« Errichtung eine« Siechen Haufe« in Schönstem unb üb»r die Petition der Gemeind« Lutt»nb»rg um Errichtung einer Lande«-Siechenanstalt dortselbst und stellt den Antrag: 1. Bericht de« LandeSauSschusse« in Angele« genheit der Errichtung einer Land»«.Siechenansta!t wird zur Kenntni« genommen. 2. Der Lande«au«schuß wird beauftragt, die Erhebung in Betreff Errichtung von Lande«-Siechen-Häusern, inibesondere in Bezug auf deren Standort, zum Abschlüsse zu bringen und in den nächsten Session bestimmte Anträge zu stellen: weiter in Betreff d»r Fragtn der Errichtung von Krei«si»chen-Häusern und der gesetzlichen Regelung de« Einlege-wesenS (Antrag der Abgeordneten v. Ritter-Zahony und Genossen). Erhebungen zu pflegen und Bericht zu erstatten." Der Antrag de« Au«schusse« wird dann an» genommen. Abg. Gras Stürgkh erstattet den Bericht de« kombinierenden Finanz» und Unterricht«au«. schusse« über den Bericht d»« st»irr«ärkisch«n Lan-deSauSschufft«, betreffend di« Regelung de« Dienst, einkommen« der lehrbefähigten Lehrerinnen für weibliche Handarbeiten an öffentlichen Volk«, und Bürgerschulen, und mi, Vorlage eine« Gesetzen»-würfe«, betreffend die Gewährung von Ruhegenüffen an di« dienstunfähig g«word«nen Arb«ill«hrrrinnen. Er hat sich bestimmt gefunden, den Anlrägen d-S Lande«au«schusse» umso eher beizupflichten, al« die finanziellen Opfer für" da« Laud, insoweit die geregelt»» Aktioiiäl«d»züg» in Frage kom-m»o, im ganz»n die Summe von 30.000 Kronen nicht erreichen, während bezüglich der Ruhe-genüfle durch Heranziehung de« vom Vereine zur Unterstützung berusSunsähig g»wvrd«n»r ArbeitS-lehrerinnen angesammelt»» Fond» in der Höhe von über 100.000 X die Bildung eine» PensionSfond« ermöglich, ist. oessen Einrichtung de« LandeSfond« voraussichtlich erst nach einem Zeiträume von zehn Jahren zu fubsidiären Zuschüssen im ermittelten Betrage von 40(10 bis 9000 X verpflichten wird. Angesicht« der Wichtigkeit diese« Un,errichl«zw»ige« «rschtinen daher die finanziellen Opfer, die sür diese Organisation bebracht werden, einerfeit« nicht alle beträchtlich, anderseit« vollauf gerechtfertigt. Der komoinierten Finanz- und KultarauSschuß glaubt daher, dem Landtage die Anträge im großen Ganzen zur Annahme empfehlen zu dürfen. Im einzelnen hat derselbe einige Aenderungen vorgenommen. Abg. Dr. Hosmann v. Wellenhof schildert die bisherigen traurigen Verhältnisse der Ar-beit»l,hrerinnen und begrüßte es freudig, daß auch da« Land Steiermark dem Beispiel« änderet Länder folgte, die btrcil« «in« Reform eintreten ließen. DaS Ge etz wurde mit Ablehnung sämtlicher Abänderung«anträge in der vom Ausschüsse vor-geschlagenen Fassung angenommen. Abg. Dr. I u r t e l a erstattet den Bericht des LandeSautschusseS mi» Vorlage deS Gesetzentwürfe«, betr.ffend die Regulierung de« PößintzflusseS in den So war meine erst« Jugend. Nun aber zog inS Haus ein Gespenst, ein Dämon. Bi« ttef in di» b»st»n Jahr» hinein lebte ich in unausgesetzter Furcht vor dem — Storche. Wenn mein Mann, den ich ind»ss»n sehr lieb gewonnen hatt», weil er sanft und gu» war und vi»l Geduld mit meinen Puppen zeigte —, wenn »r mich nur freundlich ansah, be-gann ich mit Behemenz von unangenehmen Dingen zu sprechen. Ich arbeitete völlig ein System au«, da« den Zweck hatt,, meinen Mann von zärtlichen Gedanken abzulenken. Ich baute Schanzen gegen die Liebe ... E« waren dös« Z«it«n ... und all« Schanz?» in d«n Sand gebaut. Denn trotzdem wuchs die Familie Rie« ins Riesige an. Dann wurde mein guter Mann leidend . . . Dann heiratete meine Adlest». Jetzt lebe ich i» be« stänvigtr Sorge um Gustchen. Sie ist auch so ein« — Hopfennatur. Trotz m»in»r Ermahnung»» und der aufgeklärteren ErziedungSmeiode ha« fie sich mir dem ersten Freier nach dem ersten Balle verlobt. Jetzt sind'« vier Jahre und ich bin dreifach Groß, mutter. In jedem Briefe suche ich zitternd da« „süße Geheimnis'. Ich bin untröstlich darüber, daß auch sie ihre schöne Jugendzeit in der Nursery zu-bringen soll, daß auch ihr junge« Lebe» nicht« an« dereS bedeutet, als den Borwand für neue Leben, die wieder nur da sind, um geheimen Naturgesetzen den Tribut zu zahlen . . .• Man hatte erst lächelnd, dann «rnst zugehört, als Mama M«»a daS Familienbild entrollte. Die Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. Houutagsveitage der „Deutschn» Wacht" i« giffi. Vr 2 .Die Sflbmart" erscheint jeden Sonntag al» uncnlqeltliche Beilage für die Leser bet .Deutschen Wacht". — Einzeln ist .Die Südmark" nidit käuflich 1905 ^olargold. Originalroman von S. von G e i e r » b e r g. (Fortsehnn« > Er machte eine tief« Verbeugung und ging. „Dummer Junge," tönte es ziemlich laut anl GeroS Ohr, und alS er sich umwandte, sah er in das vergnügt lächelnd« Gesicht seines Freundes BellerSheim „Sie haben etwas laut gedacht, lieber Graf," rief ihm Alexandra zu und drohte lächelnd mit dem Finger. „Es war nicht für Ihre Ohren bestimmt, mein gnädiges Fräulein." „Dann hätten Sie leiser denken müssen. ES war sogar nicht unmöglich» daß Herr RawiycH daS Wort aufgefangen hätte." „Es würde mit kaum Skrupel bereiten, wenn es der Fall wäre." „Nun, nun, feie« Sie etwas vorsichtig, Herr Rawitsch ist sehr heißblütig, und er ist doch auch Offizier." „Das ist er allerdings. Aber wenn das gnädige Fräulein geruhen, mir die verschmähten Tänze aller- gnädigst zuzuertheilen, so würde ich der glücklichste der Florentiner Kürassiere sein." „Aber gerne, Graf BellerSheim, warum denn nicht." „Und wenn Sie sonst noch etwas frei haben ... „Nein, leider nicht für Sie. Ich muß über einige Tänze noch das BerfügungSrecht behalten." „Nun, dann gestatten Sie vielleicht, daß ich einmal bei meinem Freund Gero hospitiere „Ich nehme eS jedem Herrn Übel, der mit mir nicht die ganze Tour tanzt." „Du siehst also, Jörg, so gerne ich Gastfreundschaft pflege, in bieiem Fall ist mir der Wunsch des gnädigen Fräulein Befehl/' In diesem Augenblick ertönte eine Fanfare, daS Zeichen, daß zur Polonaise angetreten werden sollte. Kommerzunrath Rawitsch eröffnete mit der Dohenne der Berliner diplomatischen Gesellschaft, Excellenz d'Arriqeri die Polonaise, da der italienische Militärbe-vollmachtigte selbst den Bortritt nicht gewünscht hatte, weil noch einige bevollmächtigte Minister anwesend waren und er die Hofetikette vollständig wahren wollte. Aber der vornehmste Gast des HauseS, der Herzog von Liegnitz hatte die Parole ausgegeben. daß Keiner sich zurückgesetzt zu fühlen hätt«. Jeder da Platz nähme, wo er Platz finde. Um selbst ein treffendes Beispiel zu geben, bot der alte Junggeselle mit einer galanten Verbeugung der Kommerz,enrathin den Arm und setzte sich an daS Ende dcs ganzen Zuges So ging das Fest seinen Gang. Nach der Polonaise mna man zu Tisch, und da die Ziickordnung von dem Gastgeber bestimmt war, so sah sich Gero ziemlich weit von Alexandra entfernt, die an der Seite deS jungen Rawitsch Platz genommen hatte. »«Mtl.) Er hatte als Tischdame ein sehr jugendliches Fräulein von Köckeritz, die wenig aß und noch weniger plauderte und nur an das End« des Soupers dachte, wo wieder getaiut würde. Er hatte daher Zeit, sich ganz in seine Gedanken zu versenken und that es auch so viel als möglich. Dabei hatte er reichlich Gelegenheit zu beobachten, daß BellerSheim alle Minen springen ließ, um di« Aus-merksamkeit der reichen FabnkbesitzerStochter zu erringen und wie es schien, hatte er auch Erfolg, denn Alexandra schenkt« ihrem Tischherrn nicht viel Gehör, sondern unter« hielt sich ziemlich lebhast mit dem ihr gegenüber sitzend«« Grasen. waS den jungen Rawitsch in eine ziemlich aus-geregt« Stimmung versetzte. Als die Taf«l aufgehoben war, erkannt« er. daß «r durch die Ablehnung deS Tanzes eigentlich eine große 'Dummheit begangen und sich selbst der Möglichkeit beraubt hatte, Alexandra näher zu treten. Er versucht« daher durch eine vollkommene Abbitte seinen Fehler wieder gut zu machen und begegnete bei det gesellschaftlich ungemeiu gewandten Alexandra dem freundlichsten Entgegenkommen. .Ich habe schon in der sicheren Voraussicht, lieber Rawinch, dafe Sie Jbr Schmollen aufgeben würden, drei Tänz« sät Si« reserviert. Wollen Sie die ®slte habe» zu notiren?' „Danke unlerthänigst, mein gnädige« Fräulein, so viel Güte habe ich eigentlich garnicht verdient." „DaS ist ein sehr wahres Wort, Sie haben si« wirklich nicht verdient, aber ich bin beute in der Stimmung einer Fürstin. Ich will Gnade für Recht ergehen lassen." Et beugte sich dankend auf ihre Hand nieder und drückte einen diskreten Kuß darauf, während ringsum Alle aufstanden und die Tafel aufhoben. Run flutheten die Gäste auseinander, um sich hier und dort in kleinen Gruppen zu sammeln Di« älteren Herren begaben sich zu den unvermeidliche» Karten, während das junge Volk sich in d«m groß«« Saal zum Ta»z«n sammelt«. Gero fand unter den kostümirt«u Dame» «in« ganz« Anzahl Bekannte, und so hatt« er nicht viel Zeit, sondern muhte jeden Tanz mit einer absolviren. Endlich kam der ersehnte Moment d<« WalzerS, und er eilte mit suchenden Blicken durch di« bunt« Menge, bi» er endlich an RawitschS Sette Frau lein Trimborn fand, die ihn wieder mit jenem strahlen den Lächeln empfing, das er schon beim ersten Zusammentreffen im Saal mit ihr auf ihr«,» Gesicht bemerkt hatte. Bald bewerten si« sich im Takt» der wunderbaren Musik ü6«* da» spiegelblanke Parkett, und Gero hatte die Empfindung, al» ob er von den Tonwellen nur so ge« tragen würde. img folgt i A Belehrendes» Unterhaltendes. Heiteres etc. A«SWWe>°>WSS »!>-» ^>SSSSIiiSLSSISSSSS«S«lII»?!SS«»«»iSö!SS» tentsibes Kelbbnt«. Was will ich sein? Stiche Ttug und Schein, Nicht grob noch klein Und nur allein Ein Mann der Nation. ES endet nicht Am Grenzpfahl dicht Gewissenspflicht, Die treu veificht DaS Recht der Nation. Jahrhundertlang Hinsiechte bang DeS DeulfchlumS Drang. Und uns bezwäng Der Schmerz der Ration. Ich hab'S bedacht Und hall« Wacht, Bi» Slurmesnacht Die Lohe sacht Zum Bund der Nation l Karl Pröll. In« Album. Fang alleS an mit Wohlbedacht, Führ' alle» mit Bestand: Was drüber dir begegnen mag, Da nimm Geduld zur Hand. L o g a u. * Der Schneeball und da» böse Wort Eie wachsen, wie sie rollen, sott: Ein Handvoll wirf zum Tor hinaus, Ein Berg wirds vor deS Nachbars HauS. W. ÜKsl Her. • 0 hüte deine Zunge wohl; Bald ist ein böses Wort gesagt: O Goit, eS war nicht bös gemeint! Der andre aber geht und llagt. Freilig grath. * Weißt, wo eS leinen Herrn und keinen Diener gibt? Wo einS dem andern dient, weil eins das and're liebt. Nie stille steht die Zeit, der Augenblick entschweb». Und den du nicht benützt, den hast du nichi gelebt. Rückert. Leider. Möller, aus einer kleinen Ge-meind« stammend, lebt in Auslande in bescheidensten Verhältnissen als Dichter. Da dringt einmal in sein Heimatsdorf dtc Nachricht, dah er gestorben sei. Flug« bildet sich ein Komitee, um ein D« imal für ihn aufzustellen. Gelder stieben ein. Feste, deren Erträgnisse dem Zwecke zuge-dacht sind, werden arrangiert, alles klappt ausS beste. Eines TageS ist wieder Sitz u»g des TenkmalKomitees und da teilt der Vorstand desselben mit: „Meine Herren, unser« Tätigkeit müssen wir unter-brechen, denn wie ich heul« genau ersah-ren habe, ist unser LandSmann, der Dich-ter Möller, leider not nicht gestorben I" Festtag. „... Ja, das war ein Leben im Städtchen, als ich die Erbschaft erhoben hatte und zurückkehrte — alle meine Gläu-biger hatten geflaggt!" Schlau. B«sucher: „Sie haben ja lauter Herren im Geschäft, die Maier heißen : ist denn daS Abficht oder Zufall ?" Prinzipal: „Abficht natürlich! Wenn ich ruf«: Maier, seien Sie nicht so saul! da arbeiten fie alle wie besessen!" Boshaft. „Mein Mann ist doch an-derS als andere Männer." — „Gewiß, der hat dich geheiratet, ein anderer halle es nicht getan!" Widerspruch. „In Ihrem neuen Do-mijil gefällt ei Ihnen nicht '«" — „Nein, Die Leute find so surchlbar dumm und tein Mensch läßt sich anpumpen!" — «Ei, da sind sie doch ganz gescheit!" I» der St«chenstund«. Lehrer: „Denk mal, Karlchen, du wärst ein Mann und hättest 300U Taler, du möchtest dir aber ein HavS, da» tv.Oyo Taler tostel, kaufen: was brauchst du da noch?" — Karlchen: „eine reiche Frau." Falsch verstanden. „Warum weinst du denn, Kiemer? — „Hu! hu! hu! Der Karl hat mir m>in Butterbrot in den Kanal geworfen I" — „Mit Absicht ?" — „Stein, mit Käse 1" Erraten. Nisse: „Liebstes Onkelchen, heute hast du gewiß wieder die Spendier-hosen an ?" — Onlel' „Ja. ja — und du wolzl wieder die Pumphosen?" Frech. Polizist (zu einem Bettler, der am hellen Tage in ein Fenster einsteigen will): „Was machen Sie da?" — Bett ler: „DaS Hans betreu ich durchs genjter, denn bei der Hausture steht - Eingang nur für Herrschaften und bei der Hoftüre: Eingang nur für Lieseramen." Blinder S«i»« Antwort. „Wie, Herr Leut-nam, in Zivil?" — Leutnant: „Ja — Sonne versteckt sich manchmal auch hinter ©ölte«!" Berechtigter Verdacht. „Der Me-teorologe Krischet hal für diese» Jahr einen harten Winter piophezeihl." — „Na, wenn den nur nicht fein Schwiegervater, der Kohlengroßhändler Siller, dazu über-redet hat I" Bitter« Wahrheit. Ein durchgefal-lener Rlierendar erhält die Prüfungsge-bahren zurück. Schwer betrunken betritt er die Wohnung feine» verzweifelten VaterS. Und so kommst du zu mir nach diesem Erfolg?" ruft ihm de»selb« ent-gegen. — „Bater," antwortet der Sohn, „es war das erste verdiente Geld l" Nummer 3 ersten acht Sektionen der bei der Südbahnübersetzung bei Moschganzen beginnenden und bei der Mündung in die Drau endigenden drillen Bauftrecke. Der Lande«kulturau«Ichuß stellt demnach sol-gende Anträge: Der Landlag wolle dem betreffenden Gesetzentwurse seine Zustimmung geben und be» schließen: Der steiermürkische Lande«au«schuß wird ermächligt. mit den Regulien>ng«arbeiten an der Pößnitz in den Sektionen I—8 der Baustrecke III auch vor ersolgler Sanklionieruna de« bezüglichen Finanzierung«gesetzen aus Rechnung de« Pößnitz-reguUerung»sond» beginnen zu dürfen. Der Gesetzentwurf wurde eo dloo angenommen Der Landeshovpimann teilt mit, daß einige »olragsteller auf die Begiündung (erste Lesung) ihrer Anträge verzichteten und versuchten, dieselben den Au«schüssen sofort zuzuwe-sen. Da noch eine ganze Reihe von Jnitianvantlägen vorliege und die Tagung bald geschlossen werden müsse, so bitte er diese Antragsteller, ein gleiche« Ansuchen ihm be-tannt zu geben, um da« Hau« darüber befragen zu können. Da« Hau« stimmt bezüglich der bereit« an-gesuchten Behandlung der Initiativanträgen deren Zuweisung an die Ausschlüsse bei. 35. Sitzung am 5. Jänner 1905. Abg. Dr. Jurtela erstattet den mündlichen Bmch de« Lande«kulturau»schusse« über seinen An-»rag wegen Au«sührung von Userlchutzbaulen an der Drau und stell! den Antrag: Der Lande«.,»»-schuß wird beausiragt, bei der Regierung, welche Userschutzbaulen und RegulierungSarbeiien an der Trau au«sührt, dafür einzulreien. daß die User» schuybaulen auch aus da« Gebiet der Gemeinven Meretinzen, Kleindors, Gajoszen und Formin >m politischen Bezirke Pellau ausgedehnt werden, daß eventuell auch diese Userstrecke in da« Re„ulierung«-Projekt einbe^ogen werde. (Angenommen.) Abg. Ornig erstattet den mündlichen Bericht be« Lanve«kulturau«schusse« über den Antrag t>er Abgeordneten Baron Rekilan«ky, Zedlacher und Genoffen, betreffend den Bau eine« Landwirtschasl«-Hause« in Graz, und stellt den Antrag: Der Lan-de«au«ichuß wird beauftrag«, die Frage de« Bau.« eine« Landwirtschastthause« zu studieren und über da« Erdebung«resultat in der nächsten Landtag«« sefsion zu berichten. (Angenommen) E« gelangt ein Antrag de« Abg. Hagen-hos er zur Annahme. Der Antrag, sür welchen die Klerikalen. Bauernbündler und Slaven,n gestimmt hallen, lautet: Der Lanve«au«ichuß wird ermächtigt, alljährlich zu Berieilung gelangen zu lassen: 1. 100 Dienstbolenprämien ^ 50 K für solche landwirlschastliche Dienstboten, welche die vergleich«-weise längere, mindesten« aber eine 15jährige un-unterbrochene und tadellose Dienstzeit bei ein und demselben Winschasttbesitzer, oder dei «in und demselben Wirtschasi«d»triebe de« Kleingrunvb fitze« nachweisen können; 2. 100 Dienftboienprämien ät 20 K (Ju„end-prämien) für solche landwirischasiltche Dienstboten, welche die vergleich«weise längste, mindesten« ober eine fünfjährige derartige Dienstzeit nachweisen können Damen schwigen eine Weile. Mit einem Seuszer sagt» endlich Iolanda: „Frauenlo«!" Heia sägte hinzu: „Bestimmung des Weibe«." Und Meia sagte ärgerlich: „Die modeine Frau weiß über ihre Bestimmung selbst zu bestimmen," — „Ich war sehr »obern, Liebste, ich habe keine Puppenspiele gespielt," fiel Heia der Klagen-den in» Wort. »Woll n sie hören, wie ich meine Jugend genoß?" »Ja ja, erzählen Siel* Jane füllte die Teeiafs-n, reichte Zigaretten herum, und Heia begann. „Ich besuchte die Universität in Zürich. Phi« losophie und Logik war mein Fach. Ein Pros ssurs« kandidat, die prompie Lösung aller ewigen Fragen. Wir verliebirn unS gelegenilich eine« Kolloquium«, während dessen ich die Befähigung de« Weive« sür alle Zweig» der Wissenjchaf« an der Hand hiftori-fchen Daten nachwie«. Ajpasia, Ro«w»«a. Kooa-ltv«ka und ähnliche Namen unterstützten meine Ar-gumenle. Mein Kollege Daneborg ergänzte meine Au«sühruilgen. Mi« züncendem Feuer beleuchtete er die - Frage; hoch schwang er da« Banner der Freiheit. De«halb hörte ich zu philosophieren aus und wurde, berauscht von dem Gedankrn, einen Gleich-gesinnten im feindlichen Lager gesunden zu haben, Daneborg« Gattin. Unser Programm war festgesetzt. Bollkom- «A-«tsch- W«»t- und da« 30. Lebensjahr noch nicht überschrillen haben: 3. 50 Rentenspareinlagen & 20 K für solche landwirtschaftliche Dienstbolen, die nach Dienstzeit und Verhallen zur Vormerkung aus eine Dienst« bolenp-ämie von 50 K geeignet find und da« 50. Leben«jabr roch nicht überschritten haben: 4. 100 Rentensprareinlagen ä 10 K sür alle landwirlschastliche Dienstboten, die mit den Tienst« bolenprämien von 20 K beieilt werden; 5. Altersrenten von je 200 K jährlich für solche verdi'nstvolle landwirtschaftliche Dienstboten und Arbeiter, welche da« 60. Lebensjahr vollstreckt und mindesten« 20 Jahre »' Unterbrochen und ladet« lo« bei ein uns demselben Wirischafimeinbeootstände haben die ««machten Angaben, insoferne st- auf Wahrheil beruhen, zu bestätigen und die Gesuche mit einer den Verhält« »iss'N entsprechenden Einbegleiiun» bis 1. Novem-her jeden Jadre« dem LandeSauischusie vorzulesen. Zur Deckung dieser AuSlaceu ist in den Vor-ansch^ig pro 1905 ein Betrag von 10 000 L und in den künftigen Jah'en ein Betrag in der Höhe de« vorauSsichllichen Bedarf« einzusetzen. Die Abstimmung und deren Ergebnis, welche aus den Bänken der Mino-iiät mit stürmischem Bei-lall angenomm n wird, ruft große Erregung im Saale hervor. Nächste Sitzung Montag 9. d., II Uhr vor-mittag«. Aus der TageSordnug steht der Voranschlag sür 1905. Aotitilche Wundschau. Kerr von Hantsch und die Kschecheu. Ab- geordneter P a n t u j 11 (Junnijd)«ch<) eitianr, daß durch den Ruckiritt KöiberS. Per in seine- Person die Prinzipien der teutschen Hegemonie und da« deutsche Veiv repräseniieite, eine gewisse Befriedigung allseil« eingetreten und. eine Befferung zu verzeichnen fei. Die Tatsache, faß da» jetzige Kabinett gebildet wurde, lasse schließen, daß man an die unveränderte Taue der Prinzipien äöiber» nicht denke. Der neue Kabin.iiLiches o«td>ene wegen seine», j.de Intrigue ausschließende-! Cdarakier» auch die SympalhiiN der Tschechen; auß'rbem sei sein Name auch mit der Eed! Der Ministerverbranch Hesterreich Ungarns seit 1848 F en-rr v. »'i und) tit o r 18. mene Seit ft (ftunmu'iß, UnaDhäitgigttii im D,i kca und Handeln, lautete e«. An bieten Satzungen hielt er sest — sür sich. Er tat immer, was er wollte. Uub ich mußte auch tun, waS et wollte. Anfangs gab'S wohl Szenen. Ich bäumte «ich wie etn gepeitschtes Raff perd. Aber bald sah ich ein, e« wäre veraedliche« Ringen. Ec war der Siarkere, weil er Unrecht Dase. Zwanzig Jahre lebie ich unter bem Duck seine« Will n«, ber sich auf olle« erstieck e. Ich habe in bies,n langen Jahren kein Lievlin,.«Gericht gegeffen. kein einzige« Mal in meine Farbe mich gekletbel. Auf der Straße ging ich nie nach ber Richiung hin, wohin ich gerne gelang n wär-. Ich folgte seine» Weisungen, weil bt ben ersten slb> ständigen Schrillen schon fürchterliche« Gezänke losgebrochen wäre. M-in armer Gat e ist N<-uta> stheniker gewesen und vertrug nicht ben geringst»» Wiberspruti. Weil er auch Dtabtiker war — ach man glaub« e» gar nich«, wa« ein einziger Mann alle« ,e>n kann! —, weil er leidend war. ap ich in meinen jüngnen, aesundeste» Jahren nur Kranken« kost. Mir tun falie Bäd-r yui. er ader brau «e warme. Aljo muß«« ich in beißen Quelle» baven; wonach ich man he umichlich. a>« wäre ich der Patient . . . Mein giößie« Ber»»Ä^en ilt, abenb« spät aufzubleiben; schreibend ocer lese, b Mitternacht abzuwarten. Um neun U»r mußie ich zu Seite 3 Ministerpräsident, beziehungsweise Vorsitzende i« Ministerrate seit Einführung be« Dualismus. Er und Gras Taaffe würben zu dieser Würde zwei-mal berufen. Während dieser Zeit hatte Ungarn 10 Ministerpräsidenten. Vor Einführung de« Dua» li«mu« gab e« 7 Ministerpräsibenten. Wenn man die ungarischen Minister der Revoluiion«perivde und die Minister, die zur Zeit des Regierung«-aniritte« Kaiser Franz Jtffess im Am«e standen, einrechnet, so hat eS während dessen Regierung«« zeit im ganzen 277 Minister und Ministerienleiter gegeben. Die einzelnen Ministerien folgten in der nachstehenden Weise auseinanver: Vor dem DualiSmu«. 1843: Gras Kolowrat. 1848: Baron Doblhoss. 1848: Fü'st Fel>x Schwarzenberg. 1852: Gr.f Buo-Schauenstein. 1859: Gras R«chberg. 1860: Gras Goluchow«ki der Aeltere. 1861: Eezberzoa Rainer. 1865: Graf Belcredi. 1867: Graf Beust. Nach der Einführung des Dualismus. a) Gemeinsame Ministerien: 1867: Graf Beust. 1871: Gras Andrafsy. 1879: H -ymerle. 1881: Gras Kalnocky. 1895: Gras Goluchow«ki der Jüngere. d) Oe erreichische Ministerien: 1867: Fürst karlos Auersperg. 1868: Gras Taaff-. 1870: Hasner. 1870: Graf Potocki. 1871: Graf Hohenwart. 1871: Holzgeian. 1871: Fürst Adolf Auersperg. 1879: Siremayr. 1879: Ta ff,. 1893: Winbiich-Graetz. 1895: Graf Kielman«egg. 1895: G.as Ba eni. 1897: B>ron Gaulich. 1896: G af Franz Thun. 1899: Gras Clary. 1899: ©nies. 1900: Ko rber. 1905: Baron Goulsch. c) Ungarische Ministerien: 1867: Graf Anbr> sfy. 1871: Gral Lonyay. 1874: Szlavy. 1875: Baron Wenckheim. 1878: Koloman Ti«za 1890: Graf Szapaih. 1892: Baro>i W'kerlt. 18' 5: Baion Banffy. 1398: Szell. 1903: Giaf Khuen-Hedervary. 1903: Gra> Lubwig T.Sza. Bett tzeden; er bezeichnete »s als die größte Lieblosiake» wenn ich Ihn durch mein Wachsein störte. Ihm schienen zeh» Stunoen Schlaf gesund» heiiS'öroerlich> ich bekomme Halluzinationen, wenn ich länger al» sieben Stunben im Bett zubringe. Ich liebe Wagner, habe aber fünshunbenmal Ope» retten vesucht. Die Großherzogin von Gerolstein mußte ich bewunbern, stau der Isolde. In all bie» hätte ich mich endlich ergeben. Wa» mich aber unau»«esetzi peinigte, folterte; was ,ch mit zävneknt scheuder Empöiung erduldete; wie eine Entehrung und eine unausgesetzte Temü-tigung empsanb; al« Sflaoenfeite fühlbar schleppte, ba» war die pekuniäre Abhängigkeit. Keine noiwenvige Hau«au«gabe — im Grunbe für feine Bevüifniffe unb Bequemlichkeit veiwenbet —, bie ich nicht unter Vorwürfen, Er» Mahnungen und kritischen Randgloffen andringen mußte. Für meine Person wagte ich gar nicht erst G'ld zu verlangen. Ich war jung und ein Weib. Nie habe fügte über keinen Heller, und war dazu ein denkende« Wesen. Die Seite 4 Aiskokationvindernnge«. In nächster Zeit! sollen im 3. Korp« und in Tirol nicht unwesent-liche Truppenverschiebungen vorgenommen werden. So: DaS Dragonerregiment Nr. 5 (früher in Marburg «nd Graz) au« Wiener-Reustadt und Traistirchen nach (Herz; an Sielle diese» Regimen« kommt nach Wiener.Neustadt da« Dragonerregiment Nr. 6 au« Enn«; eine Kompagnie de« F,stung«ar«ille?ie-Regimen,« Nr. 1 kommt au« Wien nach Fliisch; weiter kommt je ein Feldjägerbataillon nach Gör». Monfalcone und Trieft, dann Bataillone nach Innichen, Eillian und Brixen. Dazu bemerkt die „Tag«p.": Die Gründe sür diese Aenderungen liegen darin, daß Rußland auf Jahre hinau« ge-bunden ist und daß man auch zu der Annahme hinneigt, e« bestünde eine Art Rückversicherung zwischen Oesterreich und Rußland, die sich auch aus die Balkanfrag« erstreckt Hingegen holt Oesterreich nur da« nach, wa« in strategischer Hinsicht wegen de« Bündnisse« mit Italien sür minder notwendig gehalten wurde. Im Vorjahre wurde Tirol durch ein Kaiser-Regiment und eine ^estung«anillerie«Kompagni, verstärkt. Da nun Italien seine Grenzen im Vorjahre verstärk hat (Alpini), mußten auch österreichischerseit« Gegen-maßregeln folgen. Viel Beachtung findet in mili-tärischen Kreisen die Nachricht, daß Italien sür den kommenden Sommer 60.000 Reservisten zu einer zwanzigtägigen Waffenübung einberufen hat. A«chresßanpt»ersam«t»»g des ^eutsch»^tio-nalen Kereiae» für Hesterreich. Der Deuischna. ttonale Verein für Oesterreich, der binnen wenigen Jadren auf mehr al« 11.000 Mitglieder ange. wachsen ist. hielt am 5. d., abend«, in Wien seine Jahresversammlung. Nach der Eiössnungansprache de« OvmanneS, Abg. K. H. W o l f, ergriff der Schrififührer de« Vereine«. Herr Eduard v. StranSky. da? Wort zum Verein«berichte. Der Verein befaß am Schluss« de« Jahre« 1904 im gan«n 11.322 Mitglieder in 1485 Ort«n. die sich auf alle Kronländer verteilen, in denen D«utfche wohnen. Die meisten Mitglied«! zählt Böhmen: 4u78 in 480 Orten: Wien hat 1457, da« übrige Nieder« österreich 992 Mitglieder in 245 Orten. An Böhmen schließ, sich Mähren mi« 1684 Milglirdern in 223 Orien. Steiermark mit 849 Mitglievern in 128 Orten. Dem Vereine gehören 28 Reich«rat«. und Landtagsabgeordnete an. Der c» ^bericht beziefert die Einnahmen mit 29.912 ^9 K, die Au«nab,n mit 29.722*28 K. Bei der Wahl der Vereinileitung wurde einmütig folgende Herren gewählt: Abg. K. H. Wolf, Abg. Schrei,er, Abg. Pacher, Franz Stanz,l, Eduard SlranSky v. Greifenfel«. Dr. Ernst Preißecker. Friedrich Decker, Robert Schimpke, Georg Schambrrgtr und Alir«d Trousil. , (J-9* »?« N-m in der deutschen Stndeu »tvjchaft. In der letzten Vertretersitzung beschäs. tigie sich die deutsche Studentenschaft infolge der Haltung de« Rektor« der Wiener Universität, der kalholiich«r Pri.strr ist, sowi« infolge der Haltung der Regitrung in d«r Frage der niederösterreichi. ^en Schulreform mit der «Lo« von Rom"-Fraa«. ffii, di« .Alldeutsch» Korrespondenz- meld«,. wurde ein allgemeiner organisierter Uebertritt zur evangelischen Kirche al« letzte Antwort bezeichnet. E« stehen daher sür die nächste Zeit Massen« Übertritte deutscher Hochfchüler der Wiener Universität bevor. Au« diesem Anlasse findet dann nach der zitierten Korrespondenz eine grobe Uebertrit,«f«ier statt, für die bereit« Vor« bereitungen ge,rossen werden. Oesterreich auf der großen internatio-nalen ObstanssteUnng in Düsseldorf nnd die den steirifchen Ausstellern zuerkannten Preise. Ein jeder Oesterreich«, der die groß« inter-national« Obstautstellung in Düsseldorf vom 8. bi« einschließlich 16. Oktober v. I. gesehen hat, mußie erfreu, sein über den außerordenilichen Erfolg, den Oesterreich gegenüber den übrigen we,«bewerbenden Ländern wie.- Ungarn. Schweiz, Frankreich, Hol-land, Norwegen und Deutschland auszuweisen halte. Die Landesausschüsse der einz«ln«n Kronländer und eine Anzahl privaler Obstzüchter «rkanntrn di« Wichtigkeit und folgten dem Rufe der Regierung gerne und opferwillig. Die drei leistungsfähigsten Obstbauländer Oesterreich«, Steiermark. Tirol und Böhmen, haben im großen Stile «»«gestellt. E« wurde da« Obst nicht, wie bi«her auf ähnlichen Obstau«sttllungtn, auf Tassen oder kleinen Porzellantellern :c., — bi« 10 Früchte — sondern in gleichmäßiger Größe und Güte, sorgfältig gesondert und Handel«-mäkig verpack, in Kisten zu 20 oder 25 Kilo, in Fässern mit 60 Kilo und zwar nur die im Handel am meisten begehrt«» Sorlrn, in Mafstn au«a«« stellt. ö Steiermark war mit mehr al« zwei Bahn-wage» der herrlichsten Rein«i«en» wie: Ananas«, Kanada«, Baumann«., euglisch« Granat« (RibstonS« Peppina), Damason-, Champagn«-Rein«,ien. fltiri-scher Mafchan«k«r, g«flammt«r Kardinal, Grav«n» steiner. Lichlenwalder WachSäpfel, London.Pepping und gelber Bellefleur vertreten. Die übrigen Länder haben nur da« Lande«-Normalsoriiment mit je 10 Kilogramm zur Schau gebracht. Die Noimalsorliment« waren in hiezu eigen« angefertigten, sehr schön rot-weiß gefärbten Spannkörben in Viereckform aufgestellt. Die Lander Böhmen, Tirol und Slnermark haben während der Au«stellung«dauer Obstbau-Monographien, eine genaue Darstellung der ge-schichtlichen Entwicklung de« Obstbaue«, der Obst. Produktion und de« Obsthandel«, zur Verteiluna gebracht. Der steiermärkische Lande«auSschuß ha« eine derartige, 72 Seiten umsaffende, mi« schönen Ab-bildungen versehene Broschüre in 4000 Exemplaren am Au«stellung«orte verteilen lassen. Dlese Bro« chüren geben genauen Aufschluß über bi« Obstbau-Verhältnisse St«iermark« und werden wesentlich mit beitragen zur Förderung der Ausfuhr. In dem Hefte sind auch eine Anzahl von Nummer anderen, die dekorativen Frauen oder die zwlt-fchernoen Vögelchen werven vom Manne mit Wonne auf vergoldete Throne gefetzt oder in den zierlichen Käfig . . .« »So. dann hat er ein freie« Weib al« Sklavin angekauft." .Der Edelmut hält eben nicht lange vor beim Menschen. Da« beobachtete ich später, al« '? - am eigenen Le.be ersahren. sehr oft. Immer bi« Geschichte von der Kuh, die de« vollen Milch kübel mit einem Fußtritt umschüttet." »Konnten vi« denn gar nicht opponieren?" „0H, tausend Revolutionen «rstickt« ich in m»r. Aber wa« wollte ich beginnen?! Zur Re« volte gehört Geld und die Unlerstützung Gleichge finnter." „Revolten sind nicht beliebt bei den Macht habern," sagte lachend die Baronesse. „Ader end lich wurden Sie ja frei?- .Wa« sollte «ch mit dieser späten Freiheit be> 5!""'"!* nef sch««S>ich Heia. «Ich habe mir die Selbständigkeit abgewöhnt. E« ist mir p«in. lich zu «ntscheiben, wa« ich tun möchte. Darum stehe ich unter dem Einfluß mein?r Freunde- was die mir in liebevoller Tyrannei vorschreiben, da« t ' unö roenn Fifi an der Leine führe, zieht er «ich hin, wo er will." . . . „Arme« Kind 1" Die Baron«sse streichelt« Hela« Hand. .Eigentlich haben Sie ja doch den Obstzüchtern und Obsthändlern de« Lande« an-geführt. Oesterreich hat al« ein bedeutender Lieferant von Obst nach Deutschland auch dementsprechtvd au«grst,llt. Eine so großartige, umfangr«ich« Ausstellung ist von Oesterreich noch niemal« viranftal-tet worden. Infolge de« einheitlichen Vorgangs war die österreichische Ausstellung wie au« «in«« Guß. — Vor allen Kronländern Oesterreich« standen Steiermark und Tirol an der Spitze. Die Wirkung die die österrrichisch« Obstau«. stellung auf die Besucher, d«sonder« di« Reich«-drutschen. au«übte. war eine überraschende. Nicht selten konnte man von deutschen Fachleuten fol« gende Worte hören: „Wenn du die österreichische Obftau«stellung im groben Pavillon gesrhea hast, so hast du da« Schönste gesehen und wird dir die Lust vergehen, die übrigen Obstau«stellung«abteilungen zu besichtig gen.- Worte, die d«n österreichischen Obstzüchten« jedenfalls zur Ehre gereichen., Daß da« von Steiermark auSg,stellte Obst mit dem de« schon längst bekannten und berühmten Obstbaulande« Tirol von k. k. Hofrat P « r«ele und Hofgart,»«Direktor Lauche in «in« Linie ge-stellt würd«, ist Tatsach», worauf di« steirifchen Au«. sttlltr stolz sein könn.n. Nach der kürzlich osfijikll erhaltenen M,tt«i-liing de« Präsidenten der österreichischen »dstau«. s^llung in Düsseldorf, Herrn Hofgarten-Direktor Wilhelm Lauche in Ei«grud, de« da« groß« V«r-dienst sür die Durch'ührung d«r äußerst g«lung«nen Ausstellung zuerkannt werden «uß, erhielten samt-"che steirischen Aussteller Preise wie folg«: Goldene Medaille mit Diplom: 1. Der steiermärkische Lande«au«schuß in Sraz. 2. Woldemar Hinge, «arolinenhof bei Pettau Große silberne Medaille mitDiplom: !• Jstnaz Graf Atlem«sche Gut«verwaltung in Windisch-Land«berg. 2. !öezirk«c>er«retung in Hartberg. 3. Noiar Raimund Obendrauf «n Hartberg, 4. Rudolf Franz Wibmer in Pettau. 5. Rudolf Barwig in S«. Bartolomä b. Gratwtin. 6. Landwirlschastliche Filial« Marburg. '• Johanna Kräder in St. Barbara b. P«„au, 8. Simon Hu„er in Peliau, 9. An,on Korenjak in Et. Barbara b. Pettau 10. Viktor Schulfink in Peliau. Zgnaz Nonackh« Erben in Koftreinitz, 12. Anton Ogorelec, Oberlehrer in St. Barbara bei Pettau, 13. Landwirtschaftliche Filiale Mureck. Ehrendiplome: 1. Michiel Leostnik, Lehrer in Cllli, 2. Gu>«verwaliung H«rder«dorf bei Wildau, 3. Josef Fürst in Pettau. 4. Konrad Bergmann in Kalchberg b. Krotttndorf, 5. Anton Kollenz in C-lli, 6. Martin Debelak in Klkinrodein bei Rohitsch. Doklorhu« verdien«. Resignation bildet den Jnbe-griff aller WeltweiShei«.- .Nur, bi« man so weit ist!« «Es vergeht ein b ßl die Jugend dabei, und ein bißl da« ganze l«den«werle Leben.- — .Man soll gar nicht« ernst nehmen.-sprach jetzt Jane. „Auch die Jugend nicht, dir am allerwenigste»; denn selbst unter günstigen Ver-hälinissen ist si« «in traumähnlichrr Zustand. B«im Erwachen «rinnert man sich, daß e« schön ae-wesen." »Wie hoben Sie die Ihre verbracht, klug« Jan«. Schn«ll «rzählen !' .Ich • • • • Warten Sie ... ich muß mich «st besinnen . . . Ich . . . Ja. so war'« . .7 Aber an alle Namen könnte ich mich nicht «rin-nein. Ich war in Permantnz verlitbt. Der Eh« enlging ich dadurch, oaß ich alle mein« Freier fragte, wa« sie an Sonn- und Feiertagen be-ginnen." .Jane, Jane, Sie fabulieren l* -Nein, parole d'honneur, ich ,a«'«. Keiner wußle 'wa« Vernünftig,« mit feiner freien ?eit anzufangen. Die meisten füllen sie mi« Lastern au«: mit Kaffeehau«. Alkohol. Karlen. Oder si« verschlafen die beste Zeit, weil sie sich langweilen. Diese Jnserioriläl de« anderen Geschlechl« ärgerte mich; ich kann ohne Mann tun. wa« ich will: auch mich allein langweilen. Langweile und der Versuch, dieser durch Liebe zu entgehen, war der Inhalt meiner ganzen Jugend. Er ist mißglückt. . . . Jetzt aber sprechen Sie. Baronesse! Sie haben eine glänzende Jugend hinter sich." .Glänzend, gewiß," sag«? sinn«nd di« schöne Frau. „E« hat d«n Leuten ri.stge« Vergnügen gemacht, mich anzuschauen. Und der Widerschein ihre« Behagen« war da« Element, in dem ich aimete. Ich habe, denk' ich. Hunderttausend, au«-gegeben, und mit Mtinen ToUelten die W»l« zu dekorieren . . . Al« niemand mehr schaute, de-merkte ich, daß ich jung gewesen . . Dolanda un«erbrach. .Also, immer post kestum, der Juaendgenuß ! Ich fürchte, uns« »anzeS Leben gleich, der goldenen Jugendzeit, die im eigentlichen Sinne — nie gew,s,n.- Da stand Jane auf, und die Arme au«brei» tend, rief si«: „Wer möcht« noch einmal jung sein?" B Vi«r Stimmen riefen zualeich im Tone der Begeisterung: „Ich, ich, ich, ich!« . . . „So unlogisch," schmollte Jane. Die Baronesse aber sagte ruhig: „So unlo» gisch wie die Jugend selbst und da« darauffol-gende Alter." Und im Chorus fielen die Damen ei»: .Ach, wieder jung fein, jung fein!" Daß sie eben die Jugend geleugnet halten, störte sie nicht im geringsten in ihrer rücken»« uernden Sehnsucht. Nummer 3 Daß da« steirisch» Obst aus der Düsseldorfer Obstausfttllung allg»m»in bewundert wurde, ist wohl auch dem Umstand» zuzuschreiben, daß da« zur Ausstellung geschickte Obst unier der Aussicht der Lanvesfachorgan« bei ven einzelnen Ausstellern zu» meist sorgfältig »»erntet, gesondert und verpackt wurde. Die Ausstellung bat gezeigt, daß da« st«i-risch» Obst in jeder Hinsicht pr«lSbewerb»iähig ist, nur «üflen sich bei Erz uger folg-nb« Punkt» stet« zu genauer Darnachachluna gegenwärtig halten: 1. E« sollten nur Apfeldäume de« vom La»» de«au«schusse nach Anhörung einer Enqueie ausg»» stelln» Lanv»«-Normaliornm»nt» gepflanzt werden. Di« gepflaazien Baum» müssen or entlich g'pflegt, ausgeputzt. gedüngt, sowie di» pilzlichen und tieri-schen Schädlinge rechtzeitig «ad auf dos sorgfältigste bekämpft werden. 2. Die Früchte sind für den Handel rechtzeitig und sorgfältig zu ernten, gut zu sortieren und zu verpacken, ferner muß für reellen, glatten Verkauf geiorgt werden. In dieser Hinsicht findet der Ver-band der landwirtschaftlichen Genoss nschafttn in Sleiermark em dankvarrs Feld. — In gui»n Odst-jahr»n sind schon vor der Ernt» tüchtig» Ver>r»t»r in j»ne Länder zu entsenden, die Obst benötigen, um dort den Veikaus zu vermitteln. Dieser Vorgang wird beispielsweise in Tirol leit vielen Jahren mit großem Ersolg eingehalten. Anton Stieg!« r, Landes - Wein- und Obstbau - Kommissär. Äus Stadt und Land. Silberne Kochzeit. Am 12. d. feiert der Sekretär der Blz,,t«-Krank»nkassa Herr W i l< Helm Oech« mii s»>ner Kanin Frau Karo-(ine Oech« da« Fest d»r fi>b»rnen Hochzeit. per „Deutsche st,n>»rvebund" dält am Sonntd»>> lü. d. im 'Gasthaus» »Zur Trau'o»' seine Jahr»sbaupioersa«mlung ab. Nähere« im Anzeigenteile unsere« nächsten Blatte«. Konzert. Heute Sonntag findet im Lotel „Tladt Wien' ein Konzert der Eillirr Musik» ver»in«sav,ll» mit solg»nd»r Ordnung stau: I „Giüß Gott Cilli". Mar'ch von Lu'wig Schachknhofr; 2. „V»ilch»nmSdl-Walz»r-. von Josef Htllmesberger; 3. Ouverture zu Göihe's Trauerspitl: „E^mont' von L. Beetboven; 4. Große Fantasie aus: „Hulienotlen", von G. M-?erl?«er; 5 „Cpaniiche Tänze", von MoSj« towski; 6. Potpourri au« : „Der arm Jonathan', von C. Millöcker; 7. Ouveriure zur Oper: »Die Zigeunerin', von W. Balse; 8. „An ver Seidl» Quelle', Walzer von Moriz Tcha »nhos»r; 9. a) „Neu» Wiener-Lieder", Potpourri von Drescher; b) „C>ll>»r-Ju»gp»f»ll'n'. Marsch von Mor>z Schachenhofer; 10. Schlußmufik. Es sei daraus dingemiksin, daß h»u>». wie ou« dem Pro-gramme ersichtlich, Kompositionen von Herrn Schachenbofer zur Aufführung »»langen; darunter befindet sich ei» „onz r»iz»nder Saloi» w^lzer, der auf das Publikum ob feiner Schön» heilen in der führenden Stimme und der Jnstru-mentierung große Anziehung«kraft ausüben dürfte. Evangelische Gemeinde Heu e, Sonntag den 8. Jänner, vormittag« 10 Uir findet im eving. Kirchlein in der Garten-Kaff» öffentlicher eoang. Goll»sdienst st-itt, wobei Herr cand. tveol. Ernst Meng» aus Heff»n-Kaff»l feine Probepredigt halten wirb. Schaubühne. Also wieder ein« neue Operet» tensängerin! Frl. N i g r a. ich glaube die siebente, di» der d'ü»r»n G»>an^,«muse in dieser Spielzeit zu dienen b»st>»bl ist, scheint wohl das Zeug für die Operette zu besitzen, doch fehlt ihr im Gelange da« Liebliche, Puckelnde, das man bei Op»r»tt-nsänge-rtnnkn voraussetzen muß, wenn sie in d n Radmen fröhlichste Daisttll»ng«wti>e und Musik passen sollen. Viel Summe ist eben nicht vorhanden, außer in der Höhe, wo sie ober auch zu wenig frisch klingt. Da« Spiel ist flott und zeigt die routinierte Soubrette. Im übriren aber erzitlte Reinhard« „Sü « e « Mädel' mit dem aeistlosen Libretto vor vollstäntig au«verkauftem Hause einen vollen Erfolg. Herr Schiller al« Gras Balduin Sieben» durg hatte fortwährend di« Lacher auf feiner Seite, Herr L o t b n e r al« dessen Reffe Han« war vor« züglich di«pi?niert und fang f-in Lied von der »launischen Dame Glück' brillant, von dem größ'en Beifall« beglenet Ta ello« waren die Leistungen von Herrn M u r a u e r in der Rolle de« Maler« Lieblich, sowie seiner Partnerin, Fräulein L o i b n e r al« „jtntW«cht" Fritzi; da« Ueberbrettl-Ballet, da« die beiden boten, erregte stürmische Heitkrkeit. Herr Kühn« möcht« in der Rolle des Profper Plewny wohl den schwierigsten Part ge« habt haben: doch entledigte er sich semer Ausgab« als „echte Wiener aus Bemen' derart, daß sich da« Publikum vor Lachen nicht fassen konnte. Herrn Kapellmeister Frank, der mit ficht» l.'cher Freude dirigierte, möchte geraun fein, bti Solostetlen da« Orchester etwa» zurückzuhalten. Der größte Teil de« L ede« vom „iüßen Mädel-, da« Frl. N i g r a ja rech« hübsch saug, ging durch etwa« zu starke Begleitung fast ganz verloren. . ' M P. Neuen, noch nicht gehörten Werken eine« Autor« von Name» fehen wir immer mit Erwartung ent» gegen. Der Name Hellme«berger besitzt denn auch einen derart guten Klang, daß fein „Veilchen-m ä de l" ein »»«verkaufte« Hau« erzielte, doch konnt« man wirklich enttäuschte Gesichter sehen, da die Musik nicht einmal über die der Durchschniit«ope» rette hinau«reich«. Ein recht hübscher Walzer mit sezkflionistischkn Dissonanzen, einige ander« klein» Säch»lch«n zeigen wohl ven gewiegten Musiker, alle« übrige aber möchte ich totschweigen, da wir e« schon einigemal» — bisser gehört haben. Die Darstellung selbst war brillant. Kapell« meister Redl hatt« feine ganze Kraft eingesetzt, um au« dem Werkchen etwa« zu machen, alle« kloppte unter vorzüglicher darstellerischer und musi» kalischer Leitung. Die einzelnen Darsteller hatten vollauf Gele-genheil, ihr schauspielerische« Können zu zeigen, da« da« Pnblikum dauernd im Banne hielt. Herr Schiller al« Graf Willy Sickendorf, das Künftler-Trifalium Muck, Sti.del und Roielli, mit den Herrn Loid n er, Muraver und Lorenz. Herr Kühne al« geiziaer Siebentem, Frl. Loid« ner als Flora, die Franzi des Frl.'Bougar, alle dies« Geilallen waren trefflich gegeben. Von der Tänzerin der Titelrolle. Frl. Werth er, konnte man im ganzen Stücke nicht vi l bemerken. Frl. Werther fang ja ihr Lied rech, hübsch, warum nennt aber der Auior seine Operetle nach dieser höchst unwichtigen Rolle? Die Verfasser de« Libretto hatten wohl mehr geleistet al« der Komponist. weshalb e« für einen Operiikopkllmeisltr em. schwere Aufgabe fein mag, eine Art Poff» mit Gesang zu dirigiern. ^vsfenl» lich gibt die Direktion Kapellmeister Redl Gelegen-heil, un« an seine« Ehrenabende etwa« Bessere» vorzusühren. „ „ • M. P. Die»«tag den 10. o.: „D»r Hofmarschall', Sonnlag d»n 15. d.: „Bruder Slraubinger"; Dien«iag den 17. d.: Hoffmann» E>zählungen. In Voidereituna: Da« „goldene Kreuz", Spieloper von Janaz Brüll. A«ron Hnovloch Militär Aeteranenverein. Freitag den V. d. hi-ll der hiestge Veieranenv.rein, der nunmehr die Bezeichnung Baron Cnobloch-Miliiär-Veteraneiiverein sührt, feine diesjährige Jahretharpiorrfammlung ad. Bei derselben wurdet« außer den Neuwahlen wichtige Aenderungen der VereinSsatzungen vorgenommen und von den Fu' klionären die Berichte erstattet. Ein auSführ» licher Bericht über die Versammlung erscheint in der nächst n Blatiwlge. Aeteranenball. Der heurig» Veteranenball findet nicht, wie bereit« gemeldet, am I. sondern am 2. Febiuar d. statt. Knrnverein Der Turnrat teilt allen Mit» gliedern mit, daß sich der Verein Montag den 9. vollzählig an der Südmarkversammlung beteiligt. Die Mitglieder versammeln sich um viertel 9 Uhr in Verein«zimmer de« Hotel« „Etadl Wien*. Ansehungen im Ainanjdienste Sie Grazer Finanzlanve»direltion Hai versetzt: die.Oberausseher Martin Errnenc von Sachsenseld nach Cilli, Johann Gv scher von Cilli nach Sachsenseld, Joses K a m e n s e k von St. Leondard nach Mahrenberg. Heinrich W o g r i n z von Windisch.Feistritz nach Peilau, ferner die Ausseher Jakob Klinc von LeSkowetz nach Windisch-Feistritz, Franz P a u l i n e von Lichienwald nach Cilli und Karl S u p p a n von Cilli nach Sl. Georgen a. S. Winterfrenden. Die Sann bietet gegen» wärtig der Jugend einen Tummelplatz für winler-sportliche Vergnügungen mannigfacher Art. Sie ist nämlich stell-nwtis» zugefroren, waS sie lang schon nimmer gelan hal. Die l»ichlf»tt>g» Jugend wagt sich auch auf daS Treibeis und gondelt talab-wärt«, und nicht selten kann man fehen, wie ein Junge, mehr mit dem Wasser als mit dem Eise Bekanntschaft macht. Seite 5 Volkstümlicher Aortrag. Heute Sonntag findet in Cilli um 4 Uhr nachmittags der mit Licht« bildervorsührungen verknüpfte Bortrag deS Herrn Prof. Dr. Karl Hillebrandt über „die Be« schaffende« der Mondoberfläche- statt. Südmart Abend. Montag den 9., findet im Saale d»S Hotels „Stadt Wien' eine Mitglieder» Versammlung der beiden hiesigen Südmark-Orts» gruppen statt. Dabei wird der Wanderlehrer der Südmark. Herr Heeger, »inen Vortrag halten. Besondere Einladungen werden an die Mitglieder der Frauen- und Mannerortsgruppe nicht ausgesandt, und es sind auf diese« Wege Alle freundlichst geladen. Auch Nichtmitglie» der sind herzlichst willkommen. Die Versammlung btginnt um halb 9 Uhr. Wie man sich Held für die Aeiertage »erschafft. Der Grunvbkfitztrssohn R o i tz aus Lehn-docs bei Cilli und der Zuhälter Pungartnik von dort, zwei übelbeleumundete und arbeitsscheue Menschen, beraischlaglen, wie sie stch Geld „für die Feiertage' verschaffen könnt»». Da fiel ihnen der reich» Maisvorrat d»r Grundbtsitzerin Redov in Lehndorf ein. Am 21. v. kamen fie zum Knechte der Rebov, sprachen mit ihm über allerlei Dinge und kamen im Laufe des Gespräches mit einer Schnapsflafche zum Vorscheine. Der Knecht wurde zum Trinken ausgemuntert, di« Flasche wurde in einer nahen SchnapSschenke neu gefüllt und so ging »S fort, diS der Knecht gänzlich betrunken zu Boden fiel und »infchlitf. Während nun der Knecht feinen Rausch ausfchlief, holte Roitz von feinem väter» lichen Besitze ein Fuhrwerk und lud I0ö Kilo (8 Schaff) Kukuruz au» dem Borrate der Reboo auf. Die beiden Freunde führten dann den Ku» kuruz nach Cilli und verkauften ihn bei einem hie» sigen Gktreidehändler um 22 K. Jofefa Reboo, die bald die Verminderung ihres Kukuruzvorrates lemerkie, erstattete bei ber Gendarmerie die Anzeige. Dem Poftensührer Johann Krisch« nitz gelang e» dieser Tage, die Täter auszuforschen, die bereits dem Kreisgerichle Cilli eingeliefert wurden. Roitz, der bei seiner Verhaftung stark angetrunken war, suchte bei seiner Einlieferung dreimal zu entwischen, wurde aber jedesmal vom Gendarmen sofort ein-geholt. Z>er wieder lebendig geworden«Selbstmörder. In der Silvesternacht kam in ein Gasthaus in Gaterje «in junger Malermeister, setzte sich zu einem leeren Tisch, lispelt« feine Bestellung und versank dann in dumpfes Hinbrülen. Plötzlich wurde der finstere Gast gesprächig, ja sogar lustig und kneipte recht wacker. Nach Leerung einer erklecklichen Anzahl vnn Hunpin vkifitl der wackere Jünger Appelles in eine wahre Grabesstimmung, erzählte von einem schrecklichen Auftritte, den er mit feiner Frau ge-haU hatte und erklärt», eS bleibe ihm nichts übrig, als sich zu erschießen. Alle Beruhigungen und Ver-suche ver Gäste, dem unheimlichen Gesellen die schwarzen Gedanken zu vertreiben, blieben erfolglos. Der Gaberjaner RubenS zeigte einen Revolver und er-klärte, er werde mit ihm seinem farbenreichen Leben ein Ende machen. Nach einiger Zeit entfernte sia) unter Selbstmvrdkandida», kam aber bald wieder zurück unv goß noch einige Gläser hintrr die Binde. Mil den Worten: „Wir sehen uns nicht mehr!" wankte ec dann hinaus. Keiner der Gäste nahm die Ge-schichte so recht ernst. Doch kaum hatte sich die Türe hinter dem Lebensüderdrüfstgen geschloffen, al» >m Flur« des Gasthauses ein Schuß fiel. Alle« sprang entsetzt aus, und zwei «miß? Gäste begaben sich in den Flur, um zu retten, wa« noch zu retten war. Doch. welveS Entsetzen, am Boden lag lang auSg, streck» unser Maler, die todbringende Waffe in der Rechten, röchelte noch ein paarmal und lag dann mäuschenstill da.Ein Schuhmachermeister unter-suchte dann die „Leiche" eingehend, konnte aber mit dem besten Willen keine Wunde finden; dies fiel dem Meister roch aus und e» kam ihm eine gute Idee. Er rief den Umst-Henden zu: „Schnell ein Schaff Wasier, damit er zu fich kommt.' Dieses TotenerwtckungSmitiel leistete Ueberraschendes. kaum Halle der untersuchende Meister diese Worte ge» sprachen, als die „Leiche" aufsprang und mit den Worten: „Das schon nicht' eiligst nach Haufe lief. Die Tochier des Wirt»? wurde durch den Buben-streich derart erschreckt, das fie den nächsten Tag daS Beit Hütten mußte. Z)ie Solge» der pervakischen Ketzarbcit. Es ist nichl das erstemal, daß der durch die famosen Artikel der pervakischen Hetzpreffe ge-streute Samme aus fruchtbaren Boden fiel und wir baben leider nur zu oft Gelegenheit gehabt festzustellen, daß die Aufforderung der Pervakm- Seite 6 Aentfche Wacht- Nummer 3 Mebmer'« Thee bat schon viel ,ur Hebung de» Theekonsums deiyetrogen. Jeder Käuser ist sicher, guten, im Gebrauch billigen Thee ui erHollen. Der Name „M e b-»er" ist eine Garantie. Probepakete K 1— und K 2 — bei Aranz Zangger und Gustav Seiger. 4 ». «o Kl»,, an e. St., Iijtc ÄnlKltm Ball-Seide Srldrn l'abrlht Urnntbrrc, ZArlth. ■■■■■------|------ ffnnl* nn6 pehon veriolU IM teil flflUInt. SU#« fflbm ,um offenen Kampf, bi» aus'» Messer nicht ohne Ersolft geblieben ist. E«n nicht unbedeutender Perzentsatz der Etroffälle, die die hiesigen Kerichie beschäftigen. ist auf die pervakische Hetza-beii zu-ntckzustthren. Ein krasse« Beispiel sür di, G,w>ss,n-losigk-it der windischen Bolt«vert»etzer ist die H.ye gegen die Cillier Sich,rbei»«wache. Allen unseren Lesern ist die derühmi, Rede de« Herrn Dr. Kar« lovöek in Htilenstein anläßlich der letzt, n Wahlen in frischer Erinnerung. Anstatt ol« echter Feun» seine« Volk'» seinen Volksgenossen die Achtung ror dem G-setz, und den Hütern der öffentlichen Ordnung beizubringen, die unserem winvischen Landvolk«, da» ohnedie» so sehr zu Sewaliätigk iten neig», so no, täte. beizubringen, bey'e er sie zum Widerstände gegen die Sicher» heilSwache mi» den Worten: „Jör braucht Euch von der Cillier Pol»z-i nicht« ..»fallen zu lassen, denn ibr seid aus slovenischem Boven". Welche Folgen diese« für einen R,chi«anivalt geradezu unbegreiflilie Bor«,eben >eh>di hat, haben wir ja gesehen. Wurde doch wenige Tage nachher der Wach-führer Z i n t a n e r von windischen ^ur'chen ü'. er-iall'N mit Steinen beworfen und schwer verletzt. Butt» darauf wurde ein anderer Wachmann mit Sieinen beworsen u»o tätlich angetinffe» unn konnte sich nur daduich de« wilde» und verh-tzten Burichen erwehr,n. r>aß er von der Schupwaff, Gebrauch machte. Die« nur emtnc r er viel n Beisviele der volt»"eglücken«'»n Pern kenarbei». Nun bat auch da« deui'chg schrieben« P vikenblai« .Südtte,r,sche Pj effc* einen schöne«. Er'olg za verzeichnen. In seine: l'tzten N mmer we»^ei sich diese« Blatt in ein»m A »ikel m t der sptzmarke „Da» musicierende Cillier Gerichi" gegen die dei de« b>esi,ien Gerichte» »ä i«.en Mitglieder der Misikv^einekap,ll,. So blöd« sinnig der Artikel geschrie en is«. bat er doch seine Folgen gehabt. Gleich in der nächst.» Nach» wurden zwei diriigen teutschen Musikern die Fensterscheiben eingeworfen. Waren die Täier viell icht wieder .»tajerc" Leier? Da» bischöfliche Leibblät'chen dätte wahrlich B siere« zu iu», al« ben Samen de« Un-frieden« in da« Volk zu tragen und e«^wür^e der H>rienm>fson seine« Gönner« mebr enisprechen, w n» »» ^egen die immermekr zu Tag» trei-nde sjn>>ch- Vorrodun > der windischen Iungmannschaft ene g"ch aulireien würde. -_ w-■' 1 ■ Der Stola jeder liaua-frau Ut «in guter Kaffer Kathreiners Kneipp Malzkaffes »olll« bei Bereltimit das KatT»ot?p In icotnom m«tir fehlen. Man T»rl*nre nur Oriiri nalpuket« mit dorn Namen KATHRKi N K ■ Kocheuegg. ^Leichenbegängnis) Am 4. d. starb hier im Alter von 83 Jahren die Realitäten» und Sägebesttzerin Frau Maria Prem Kak. Da« Leichtiibegäng« i« am t>. d., an d»m sich die Gemeindeoerlretuna mit feinem Bürgermeister, sowie die ganze Bürgerschaft von Hochenegg beieiliaten. gab Zeugni« genug, welch allgemeiner Belebtheit und Verehrung sich die Verstorbene im Maikte erfreute. Lrl»ut>s mir allen meinen hochverehrten Kunden zum Jahreswechsel exn Fröhliches Heues Jahr zu wünschen und bitte dieselben mir auch in diesem Jahre das geneigte Wohlwollen zu bewahren. Ich werde stets beatrebt sein, die mir gütigst erteilten Aufträge zur vollsten Zufriedenheit auszuführen. Hochachtungsvoll August Schwiga Bau- u. Möbeltischler. IMerri'ttfjaKsi'. Ein grurt erlxsLlteaaer Reisepelz wird zu kaufen gesucht. Anzufragen in der Verwaltung d. Blattes. | COGNAC MEDICIN AL #\ GARANTIRJ.ECHTES"". *y WEINDESTILUAT' UNTER STAND. CHEM. C0NTR01EI V DESTILLERIE-CAMIS&STOCK TRIEST - BARCOLA In jedem besseren Geschäfte erhältlich. Honovitz. (Schadenfeuer.) In der Neujavr«»acht brannte in St. Barbara bei Gono-bitz da« Wohnhau« d.S Franz Kummer nieder. Die Leute lagen aber im tiefen Schlafe und auch ein b freundeter Gast war im Hause. Plötzlich er-wachte die Bäuerin und sah alle« hell beleuchtet. Schnell wurden die Bewohner d«S Hause« geweckt. Doch ehe sie sich ihrer Lage noch recht bewußt wrden konnten, stand schon da« ganze Hau« in Flammen. Sie versuchten eine» Auswex duich den Keller, e« gelang ihnen jedoch nicht, di« Türe ein» zudrücken. In der höchsten Ge'ahr, einen Er-st ckung«iod zu erleiden, entschlossen sie sich, den Weg durch die ron allen Seile» eindringenden Flamme» zu nehmen. — Menschenleben ist keine« zu beklagen. Doch verbrannten dem Bauer alle H-bseligkeiten, ein Sparkufs buch unv 600 Kronen Bargeld. Die Beisicherung«summe benagt nur 800 Kronen. Der Schaden ist gioß. Jnsolge de« besiipen Sturme« waien weit in der Runde all« Gehöfte in Gefahr. Ueber die Entstehung de« Feuer« verlaute», daß ein naher Verwandter de« Wege« ging, sich seine Pfeife anzündete und daß da« brennende Zündholz vom Winde in da« Strohdach de« Kummerjchen Wohnhaus« getragen wurde. Eine böse Absicht soll nicht bestehen. Der uns«lige Mann hat sich bereit» selbst gemeldet. Marburg. (Todesfall.) In Marburg starb am 5. d. der Kaufmann Herr Josef K o k o-s ch i n e g g nach lä»gerem Leiden im 60. Leben«, jähre. Der Ve,blichen«, ein Bruder de« Landtag«-abgeordneten Dr. Gustav Kokoschin«gg, ha» sich um di« V«rschön«rung der Sladt Marburg unver-gängliche Verdienst« «rworben. Seiner Anregung dan't Marburg den Sia'ipark. seiner Tätigkeit und Opferwilligkeit die reizende Ausgestaltung der Anlagen. Der G meindera». dem Herr Joses Kososchinegg durch viel« Jahr« angehörte, ehr»« auch dessen Wi'k n schon vor Jahren dadurch, daß er tie g>oß« Kastanien-Allee, die vom allen Siadiparke läng« d«« Pyramivenberg«« bi« nahe zur Grazer Maut führt, noch ihrem Schöpf«! .Kokoschin« g-Alle«* benannte. Die Erweiterung de« Stadipaike« ist ebenfalls auf da« Wirken de« V«r«wifltkn als Obmann d«« Stadtvkrfchön«rung«-verein«« zurückzusührrn. Schon Diese Tatsachen sichern dem warmherzigen Mann«, d«r vom rein» st,n und selbst'osesttn LokalpalriotiSmu« erfüllt war, ein bleibende« Andenken. Pokksmittet. Als solches darf der -l« schmtrjstilltnde, MuSktl und Nerven kräftigende Sin» reibung bestbekannte „M oll'S Franzbrantweia und Salz" gelten, der bei Gliederreißen und den anderen Folgen von Erkältungen allgemeinste und erfolg-reichste Anwendung findet. Preis einer Flasche K 1*90 Täglicher Versandt gegen Post-Nachnahme durch Apotheker A. Moll, k. u. k. Hof-Lieferant, Wien, Tuchlauben 9. 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E« steht wieder ein neuer Riesenprozeß mit 60 Angeklagten bevor. thu »startnUt Ztetichmester Da« Schwur, gerich« in Bozen oerurieilt« eine Bäuecin au« Kal-lern w^en Ermordung ihre« mehrjährigen Kinde«. Da« Kiad war zum Skelette abgemagert, wie« eine Unmasse von Arotzwunde« und einen Knochenbruch auch. Die Kint»«l»iche wurde von Gendarmen hinter dem Ofen aufgefunden. Die Rabenmutter galt al« «ine der eifrigsten Sirchenbefucherinnen und empfing fast jede» Sonmag di« Sakramente. Ei« schö«es Aeispiet chriiiticher X>«fl>(am-Jteü wird au« Nitschenhause« dei Heidelberg berich-«t. Tort wurde die kaiholifche Frau eine« pro» teftantischen preußischen Wagenmeister« zu Grab» getragen. Neben dem amtierend«» katholische» Geistliche» war auch der protestantische Ptarrer von Rilschenhausen mit dem Lehrer und der Schul-jugend vor dem Steibehause erschienen. N^ch Ad-smgung zweier Trauerlieder durch Lehrer und Kin-der setzte sich der Leiche,«zug in Bewegung. Vorau« da« Kreuz und die Sckuljugend, Seile an Seite der katholische und protestantische Geistliche mit den Lehrern. Fürwahr ein f'iedliche« Bild! Die Glocke» de« protestantischen Go«ie«haustS läuteten während der ganze» Dauer der Beerdiaung. Da« zufällig anwesend« baierisch« Eisenbahnpeifonal war gerührt von diesem nachahmen«wer«en Beispiel der Einigkeit einer friedlichen Gemeinde. Kl» Z?erein geg» Klatschsucht ist. wie man den »Hamb, Nachr. ^ sehr ,Im, in Insterburg gegründet worden. Die Zugehörigkeit zu diesem Vereine wird geheim gehalten. Die Mitglieder sind verpflichte«, verleumderische Aiußerungk», von denen sie Kenntni« erhalten, der verleumdete» Person zur gerichtlichen Verfolgung mitzuteilen. Der Verein ist bereit, durch Gewährung von Pro» zeßkostenoorfchüfsen die Verleumdet«» zu unter» stützen. Wäre auch andertwo nöiig! Ki» «uaugenehmtS Wetß»«cht«g,sch,»k Eine eigenartige Bescherung wurde am heil«, en Abend einem jungen Kausmanne in Berlin zuieil. Dieser befand sich bei se>n»r Brau«. d»ren Vater ein wohlhabender Hausbesitzer im Ost n der Etadl ist. Die Bescherung sollie ele» ihren Ansang nehmen, al« plötzlich hesiig on der Klingel ge» zogen wurde. Die Verlobte öffnete und e« wu.de ihr von einer tiefverschleierten Frau ein Kord überreicht mit der Bitte, dieses Geschenk dem Brä ligam zn geben. Al« da« jung» Mädchen den Deckel hochhob, fand sie ein »twa seit« Wochen alte« Baby im Steckktfs-n liegend, »in Zetlel war an d>m Kissen beseitig', dess-n Inhalt lautete: „Ihrim lie en Karl ein bübichS Weih-nachtSgeschenk sendet die frühere Braut." Der Beschenkte verließ nach kurzer Auseinandersetzung m» den Schwiegereltern da« Ha»«, wohl für immer! Da« eigenartig« Geschenk wurde am nächsten Tage dnrch Bermitilung der Polizei an sein» richtige Anschrift zurückbesördert. Schrifttum. Iritz Ne«ter'» Stromtid Hochdeutsch von O. H-idmüller. td?u scheu Humoristen lieot nunmehr in hochdeu scher Ueber» setzung vor und der Leser da, Gelegenheit, sich ein U teil darüber zu bilden, ob der Eindruck diese« eigenartigen Werke» wirklich so eng an die plat«deu»che Sprache gebunden ist, wie vielfach behauptet wird. E« bandelt sich nicht daruai, Reuter seiner plattdeutschen Eigenart zu entkleiden, so«dern darum, ihn und seine berüdmte „Slroniiid-allen Jenen zugänglich zu machen, die da« Platt-deuliche nicht lesen können oder voch nur unter so großen Schwierigkeit n daß unter diesen die gauze Freude an dem W»rk verloren geh»n muß. — Die vorliegend» Hei> müllei'sche Ueberi-tzung beweist bei nur flüchtigem Einblick 'n da» Werk, daß die wunderbaren dichterischen E'aen chiüen. die e« zu einem der be'üdmiesten aller Bü^er gemacht haben, durch die Ueberttagung in« Hoch-deutsch» nicht v»rlor»n zu gehen brauchen. Der Ueber,etzer hat mit großer Pietät und genaue« Berständni« gearbeitet. Er bat den schlichten un-gesuchte» erzählenden Ton festgehalten, der auch dem Reuter'schen Platt eigentümlich ist. Die platt» deutschen Volk^fitiuren, die allerding« hochdeutsch redend undenkbar sind, läßt er platt reden, wie Reuter selbst, und man kann drest behaupten, daß sich dies« plattdeutschen Dialog« au« dem hoch» deutschen erzählende» Text noch lebendiger ab-beben al« au« dem plattdeutschen Original. Durch den dochdeuischen Text in die Situationen einge» südrt, versteht der dochdeutsche Leser auch die plattdeutschen Reden und empfindet den Reiz ihrer Echtd'it UN» Urwüchsigkeit. kurz, diese ptetätnolle Reuter's Eigenart mit vielem Geschick und V rständni« wahrend« Uebersetzung kommt den Wünschen aller Jener entgegen di« nicht platt» deutschen Stamme« sind, und welchen oone die U'dtrsetzung Reuter, und in«d«sondkre die wunderbar» „Siromtid". ewig ein verschlossener Quell bleiben würde. Man lese nur und man wird Reuter auch in diesem neuen Gewände schnell lieben lerne». Ausweis über die im Schl.,chthause der Stadt Cilli in der Wache vom 2ti Dezember bi« inkluiive 31 vezem^er 1904 vorgenommenen Schlachtungen, sowie die M-»ae und Gat'ung de« rinaefilb't'n F eische«. Su m m e Rame de» Fleischer« 1)( 11 r »> ?. iitktii ingeriion-» <^>ett v m ?>loa> amm L -Ü g a E JS "3 Z B "55 B •e •e 5 ? E B lg 'S ü B •e c £ £ 1 I . •5 ' B •e t E » ro & & II) u öS 1 « ü) 10 «5 » Vutlchek I^kod — , 4i 108 Flortanz Rusvlf 30 A! 34 G^ijschek Anivn Gr'nka Johann - 2 — — I 2 — — — 145 107 Jaizrk Martin — — — I I S Karlvschek Mariin Kofsär Ludwi,, Le«losch k Jakob 3 Payrr Samuel Pl^ninz Franz 85 24 Pl'fischak - PleterSky Anton - R.beuichek Joi f - 6 — — S 5 — — 3 _ 54 40 Sllak Franz - 1 Seuischnig Anton - 3 Skoberne Georg — 4 — — I 1 — — _ 55 40 _ Umek Rudolf — — I — — 1 — — _ Voll.iruber Franz - — — 1 i 1 Wretschlo Martin Lei itza Franz 32 Gastwirte Privat« l-l 1*1 a| 4 l 1» I 35 I — |_| 3 { — J — | - | 1«! - 207j 3211 655, — — - 82 6d>t nur mit der Marke „Königs-Hdler"! 6cht nur mit der Marke „Königs-Hdler"! Schweizer Hdler-Strichgarn ^TSC/y cb\pei?erHdUr-Seideriglari?garn Sllld die bGSten StFick^Rrne! 3" allen Farben erbältlidj bei LUCAS PUTAN. 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Benzin-Alotore. 1016 SCHOKOLADEN TEEGEBÄCK BONBONS BESSERTE KAKAO CAKES KAFFEESURROGATE 9980 „CHOCOLAT LOBOSITZ" An der LandeswinzerBchule in Silberberg bei Leibnitz gelangen am 10. Jänner 1905, (Beginn 10 Uhr vormittag) Üamser, St. Peterer und Pickerer (bei Marburg), Rittersbergcr (bei Windisch-Feistritz), Unter-wellitschner, Obermurecker und Silberberger-Weine und zwar insgesamt 230 Hektoliter gut sortierte, bereits zweimal abgezogene Sortenweine von Kleinriesling, Traminer, Weissburgunder, ßuländer, Sylvaner, Ortlieber, Wälschriesling, Mosler, Gutedel, Muskateller, Damaszener-Muskat, Portugieser, Burgunder weiss gekeltert, Blanfränkischblau und Scbilcher Lese 1904; — ohne Gebinde, — zur Versteigerung. Die Erstehungssummen sind zur Halste sofort und mit der zweiten Halste bei der Abholung zu erlegen. Die erstandenen Weine müssen innerhalb 14 Tagen vom Krstehungstage an abgeholt werden. Nähere Auskünfte erteilt das Landes-Wein- nnd Obstbau-Kommissariat Graz, Landhans. Graz, am 23. Dezember 1904. 10205 Steierm. Landesansschuss. lilipp ■ pfeustein' versuck^rfe Abführende Pillen' ( früher KlUahrlh-Plllen lenminti, welche seit Janreu bewahrt und von hervorragenden Aerzten alsleicht abführendes, lösendes Mittel empfolilen werden, stiren nicht die Vcrdaunng, sind vollkommen nnsch&dlich. Der verzuckerten Form wegen werden diese Pillen selbst von Kindern gern genommen. Eine Schachtel, 15 Pillen enthaltend, körtet 30 h, eine Rolle, die 8 Schachteln, demnach 120 Pillen enthllt, kostet nur 2 K 8. W. Bei Voreinsendn g de» Betrages von K 2,45 erfolgt Frsiukozage&jlang einer Bolle. Man TTOrlansrn -Philipp NensteinV4 abfahrende Pillen". lllctLl YCllcVil^u xnr echt, wenn jede Sehachtel auf der Rückseite mit unserer gesetzlich protokollierten Schutzmarke „Heil. Leopold" in rotschwar/.em Druck versehen ist. Unsere registrierten Schachteln, Anweisungen und Emballagen müssen die Unterschrift ..Philipp Neiateia, Apotheker" enthalten. Philipp ScuNteln*« Apotheke zum „Heiligen Leopold", Wien, L, PLankengassa 6. In Oll 11t M. Hamiolier. Bau-und Möbeltischlerei r mit Maschinenbetrieb jVtartin Urschko CILLJ 17 VERDIENSTE Gegründet 1870 Primllrt CÜU 1888 übernimmt alle Arten Bauten von den kleinsten bis zu den grössten, sowie Gewölb Einrichtungen und Portal«. Anfertigung von Fenstern, Türen, Parkett- und ElohenbrettlbAden. Vertreter der berühmten Park«t*twnfabrlk von Salcano bei Gön. Alle Arten Parkett- nnd Brettelmuster stehen bei mir auf Lsger. Ferner liefere ich für sämtliche Bauten fertige beschlagen« Fenster nnd Türen nachdem ich einzig nnd allein hier zum Anschlagen berechtigt bin and speziell für Anschlagen das Gewerbe habe. Ferti|e Doppel- und Kreuztüren und verschiedene Fenster FcnNtcrrolenux Brettel nnd gewebte. Grosse Möbel-Niederlage altdeutsche Schlafzimmer-Garnituren ans Niiiihnli. für sämtliche Ausstattungen alle Gattungen politierte und matte Möbel. 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Krnst H» mh Slg4 (sucalivtuS-)mportcur, TepötS: Kraz: Apotbeke zum schwarzen Bären. Heinrich Tpurny. bürg «. Trau: Apotheke zum Mohren, Ed. Taborsky. Mar- Nummer 3 Wacht" Seite 9 Tagrsnemgktittu. per unjugängliche Zar. Wie schwer e» ist und wie gefährlich zugleich, zur Person deS Zaren zu gelangen, erzähle» Pariser Blauer, iudem sie an längst vergessene kleine Episoden au« dem Ledrn der Zaren erinnern. Betonn« ist da» tragische Abenteuer jenes unglücklichen Gärtners. d«m sein kaiserlicher Herr den Besehl gab, eine Rose sür ihn zu pflücken und der sofort unter den Kugeln der Polizisten zusammensank, al« er gehorch,n wollte. Unter Todesstrafe ist e« noch heute in Rußland verboten, sich der geheiligten Person de« Zaren zu nähern. Zur Zeit N'kolau« l. hatte der französische Komiker Vernet Gelegenheit, daS zu konstatie» MB. Er oiag über die Straße, al« ihn der Zar im Borbeisahten bemerkte; er winkie ihm, heran« zukommen und unt?thigen niederschlagen; die dadurch eintreiende Aokühlung der Nasen, und Wangen» Partien soll die roie Nase zur Folge haben — wa« auch ga> z richtig ist. verstorbene imAlonate November 1904: Josefine Kuß 74 Jahre alt, Hausbesitzerin, Alter«» schwäche. A >na Maier, 1 Tag alt, Sodawassererzeugerstochter. Leben«,chwäche. Silva Arch. 3 Tage al«. W:rtShau«pächter«tochter, Let>en»schwäche. Josesa Pike 71 Jahre alt, SchulsienerSwitwe, Al«er«>chwäche. Franz Tu>i« 48 Zahre alt, Inwohner, Gehirn» lähmung. Johanna Müller, 82 Jahre alt, Realitätenbesitze» rin. Gedirnbluiungen. Mathilde Smekal, 56 Jahre al», Schneidermeister»« galt in, Herzerweiterung. Im allgemeinen Araukeuhause: Agne« krajnz, 65 Jahr« alt, Ort«arme, Herz« mu«kel«ntartung. Georg Kolar, 77 Jahre alt, Inwohner, Herz-muSkelentartung. Jgnaz Ribisel, 85 Jahr« al». Stadtarmer. Alters» schwäch«. Franzi«ka Odlak, 13 Jahre alt. Schülerin. Leber» ab^ße. Martin öater, 76 Jahre alt. Knecht, Lungenent- zünduag. Marie Hrooatik. 30 Jahre alt, Köchin, Herzfehler. Agne« MarinZek, 24 Jahre alt, Dienstmädchen, Tuberkulose. Simon KampuK, 80 Jahr« alt, Ortsarmer, Alters« schwäche. Johann Omok, 79 Jahre alt, Jnwohn«r, Alter»» schwäche. Anton Mejaniek, 70 Jahre al». Taglöhner, Lun« genenizündung. Franz Apad. 70 Jahre alt, Gemei adearmer, Al-ter«schwäche. Marie Bolousek, 51 Jahre alt, Taglöhnerin, bö«» artig « Neugebilde. Bartholomäu« Vrecar, 51 Jahre . alt, Maurer, Lungentuberkulose. Josef Dimetz, 56 Jahre alt. Maurer, Lungen-tuberkulöse. Johann Ztr'ja, 75 Jahre alt. ?ahnwächter i. R., Altersschwäche. Stesan Art«?, 39 Jahre alt,Taglöhner, bösartiges Neugebilde. Josesa Golob, 27 Jihre alt, Taglöhn erSgattin, chronische Nierenenizündung. Verliebt ein zartes, rein«* Gesicht ohne 8<>mm«rsproii*«n, eine weiche geschmeidige Haut und einen rosigen Teint? 9247 Der nasche sich täglich mit der bekannten medizinische» BergmHnn's Lilienmilchseife (Schutzmarke: 2 Bergnrttnner.) von Bergmann & Co. Dresden und Tetsehen a. E. VoTTätig ä Stock 80 h Apoth. M. Rauseber, i „ 0. Schwärzt & Co., | In Drogerie j. Fiedler, | C'llll. Galaut.-Gescb.Fr.Karbeotz, I flfcs Rauch? Gins-, Porzellan-, Bilder-, Spiegel- und Faibwaren-Handlung = ----- Kathausgasse Nr. 4 empfiehlt schnell trocknenden •i •I zum sofortigen Anstrich besten» geeignet 10019 per 1 Kilo K l 80 s : Husten Wer daran leidet, gebrauche die alleinbewihrten lindernden und wohlschmeckenden Kaiser's 10041 Brust-Garamellen 97/ß not. beglaubigte Zeug-üItW ni*se beweinn den sicheren Erfolg bei Husten, Heiserkeit. Katarrh und Verschleimung. Paket '20 und 40 Heller. Nur echt n.it der Schutzmarke ,.l>rci Tannen". Niederlage bei Schwand & Co . Apoth. .zur Marishilt*,Cilli. M. 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Koban W. fcölig Erben, F. Prull, E. Taborsky. Slur**U : E. Keicho. t'cttmi: J. Behrbalk, H. Mulitor. Und-kersbiirg: M. 1/eyrer. Konnt H. Scbniderschitseh. Himllseh ■ l'rlsirltz : Fr. Petzolt. Ulndlsrligraz K. Rebul. U ulsslierg: A. Hotk. •_.__ü| Herren! Bewllhrte Behandlung bei veraeitiger Nervenschwäche ! Man verlange Prospekte. Heir W, in Th. schreibt mir am 2. Sept. IIM'2; „Meinen herzlichsten Dank ßr die erfolgreiche Behandlung". E. Hermann, Apotheker, Berlin N O, Neue Königstrasse 7a. 9900 *************************************** * Erste Marburger Nähmaschinen- u. Fahrrad-Fabrik * Barkasse Nr. 29 (VilllK MCgCP Barkasse Nr. 29 Filiale: Cilli, Herrengasse 2 mit meeh»nichcrNähmaschiuen- und Fahrrader • Rcb. n Spra, I». in Wart und Schrift mächtig. findet sofortige Aufnahm« in d r Gen,iil. MI iDrtt lirtnt mann aa« talcdaagca gratliAca S.ctmc i, a'd diachi? Mitte Wtiinnurr Müucht«. WlQet»beimriftr. 2/II. 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