37244 Ifl 3. Auflage erschienen ! Beilage zu den „Blättern für den Abteilungsunterricht“. Auszug aus den „Blättern für den Abteilungsunterricht“. (Jahrgang 1904, 1905, 1906.) Gebunden 5 K, broschiert 4 K. — Bezug durch die Verwaltung der „Blätter für den Abteilungsunterricht“ in Laibach. Inhaltsverzeichnis. . Seite I. Die Wechselrede. Die 1. Frage: Ist in der ungeteilten einklassigen Volksschule mit drei Abteilungen der Unterricht nach Drittel- oder Halbstunden einzurichten?.................................... 3 Die 2. Frage: Wie sind die Schuljahre bei der vier-, drei-, zwei- und einklassigen Volksschule mit Ganztagsunterricht zu verteilen?...................................................20 Ein Präludium zur Frage über die Gliederung der einklassigen Volksschule..................20 Die 3. Frage: Ungeteilte einklassige Volksschule oder Halbtagsschule?.............33 Die 4. Frage: Ununterbrochener Vormittagsunterricht oder Ganztagsunterricht mit der Mittagspause?..............................................................................53 Die 5. Frage: Soll das 3. Schuljahr zur Unter- oder zur Mittelstufe gehören? .... 65 Die 6. Frage: Welche Stoffmassen (Kapitel) sollen aus dem jetzt bestehenden Lehrpläne ausgeschieden oder zugeschnitten werden?...................................................75 Die 7. Frage: Inwieweit kann das Helferwesen im Abteilungsunterrichte Geltung haben? 87 Die 8. Frage: Soll die Einklassige eine Achtklassige im kleinen sein oder eine Schul-gattung besonderer Art?.......................................................................91 II. Leitartikel. 1. Der Pulsschlag des Weltgeistes in der Landschule............................................97 2. Stadtlehrer — Landlehrer....................................................................98 3. Lenz und LAndschule........................................................................100 4. Unsere Schwestern im Amte..................................................................101 5. Im Sonnenglanz von Jugenderinnerungen......................................................102 6. Unsere Brüder im Amte......................................................................103 7. Dem Verdienste die — Kronen................................................................104 8. Der äußere Schein......................................................................... 105 9. Lesen — Schreiben — Rechnen................................................................106 10. Lehrerehen — Lehrerelend..................................................................107 11. Die Dorfzensoren..........................................................................109 12. Frühlingszauber hinter Kerkergittern....................................................110 13. Unser Gold................................................................................111 14. Die Bezirkslehrerkonferenz.............................................................. 112 15. Wieder eine Entlastung für die Landschule...............................................114 16. Zwei Schulen................. ..........................................................115 17. Die Nichtstuer..........................................................................117 18. Straßeneinräumer — Volksschullehrer.....................................................118 19. Vergaloppiert.............................................................................119 20. Die Lehrkanzel für Volkswissen und Volkserziehung.........................................120 21. Pädagogische Fabriksware..................................................................122 III. Verschiedenes. 1. Ein Beitrag zur Fortbildung von Lehrern an einklassigen Volksschulen.......................127 2. Die formalen Stufen im Abteilungsunterrichte...............................................129 3. Suppenanstalten........................................................................ 142 4. Die Konzentration des Unterrichtes mit besonderer Berücksichtigung der ungeteilten einklassigen Volksschule.................................................................... 143 5. Ein Tag in der Einklassigen............................•......................................149 6. Psychologische Grundlinien für den Abteilungsunterricht.......................................154 7. Einiges über die Kunstpflege im Schulhause....................................................157 8. Leiden eines Einklaßlers......................................................................161 9. Ein Arbeitstag in der Einklassigen • . 165 10. Das Gesetzbuch des Lehrers, erläutert an Beispielen aus der Praxis........................167 11. Die zehn Gebote des Landlehrers..............................................................171 12. Des Lehrers Takt und Schliff in der Gesellschaft.............................................171 13. Ratschläge für die Vorbereitung zur Bürgerschullehrerprüfung.................................175 14. Sprachunrichtigkeiten der Schulsprache.......................................................177 15. Aus dem Lehreralbum..........................................................................182 IV. Leitworte..........................................................................................187 Vorwort zur dritten Auflage. Eine Zeitschrift ist ein gar leichtlebig Ding; man freut sich über sie, wenn sie einschlägt, wie über eine Tochter, die man glücklich unter die Haube gebracht hat. Waltet nun dieses freundliche Geschick auch bei der zweiten, ja sogar bei der dritten Generation, so ist der Beweis geliefert, daß in dem Geschlechte gutes Blut fließt, d. h., daß unsere Zeitschrift ein bedeutendes Maß von wertvoller Lebenskraft besitzt. Ich sage: „unsere“ Zeitschrift! Und dies mit Recht. Die „Blätter für den Abteilungsunterricht“ haben Österreichs Lehrerschaft zu einer Arbeit vereinigt, die für unser Schulwesen vielfach richtunggebend geworden ist; sie haben uns zu einer pädagogischen Familie zusammengeschlossen. Darum freut sich nicht nur der Vater über das fortsprossende Geschlecht, sondern es fühlt die ganze geistige Verwandtschaft mit, jeder, der die Hand zum Werke geliehen, jeder, der aus der Zeitschrift neue Ideen genommen und auf seinen Ackergrund gepflanzt hat. Vom Segen aller begleitet, zieht das dritte Geschlecht, die dritte Auflage, in die Welt Zwar ist vom ursprünglichen Gesichte manches entfallen; aber man kennt die Züge noch immer man weiß, wohin das Kind gehört. Und was ihm unverfälscht geblieben, das ist der kraftvolle Lebensquell, jene naturfrische Pädagogik, die nicht aus dem Schreibtische enisproß, sondern draußen auf der saftigen Scholle der österreichischen Landschule. Würde die Stadtschule sich von unserer Kost nähren, sie erwachte wieder zu neuem Leben wie das bleiche Stadtkind, das über die Ferien den Odem des Waldes einsog und die Kost des Landmannes genoß. Das eine steht längst fest: Der Stadtschule kann nur geholfen werden, wenn sie ihr Schülermaterial nach Art der Abteilungen in der Landschule individualisiert und jene Übungen eifrig pflegt, die sich bei der ein- und zweiklassigen Volksschule als sogenannte „Stillbeschäftigung“ von selbst ergeben. Der Mangel an Schreibtechnik, das unsichere Können, das zerfahrene Wissen der Stadtkinder: das sind Erscheinungen, die zu einer ernsten Mahnung drängen, endlich einmal nachzusehen, wie es jene machen, die wohlgeschulte Knappen zum Turnier in der Mittelschule und im Leben entsenden. Die Treibhauspädagogik muß ein Ende nehmen. Darum möchte ich wünschen, daß unsere „Blätter für den Abteilungsunterricht“ bei ihrem dritten Fluge vor allem durch die hohen Tore und Fenster der vornehmen, wohlorganisierten Schule des Patriziers ihren Einzug halten, um belebend zu wirken wie der frische Hauch vom Berge, um uns, die wir auf grüner Flur des Amtes walten, mit jenen zu verknüpfen, die drinnen im Schwaden der großen Werkstätten schaffen. Gottschee, zu Beginn der Ferien 1909. Rud. E. Peerz. PSlL, ;/