Nummer 8. Estinn, »fw 22. Februar 1903. XIV. A«hrga«s. Crschetm jeden Honntag. Pni« sür Pettau mit guftellnng in« Hau,: M»natlich »0 k. «iertetjShrig K 2 40, holdMrig K 4.80, ganzjährig K mit «cHwrleiibitna im Inland»: SKonatlid> 80 Dwrtriiiljrig K 2.60, halbihrig K 6.—, ganzjährig K y.&O. — Einzelne Wummern 20 h. Handschrist»« nwrb« nicht «urück^stellt, »nWntttgunyii billigst berechnet. — Sfcürftge sink erwünscht und wollen llngften« bi« Freitag jeder Woche eingesandt werden h, Deutsch. Jeder, der vo» deutschen Eltern abstammt, in deutscheu Landen geboren ist uud die deutsche Sprache spricht, kann mit Recht sagen, daß er ein Deutscher ist. Im rechten Sinne angewendet, besagt jedoch da« Wort ,d « utfch" «iu viele» mehr. Wir find Deutsche. Damit bekennen wir un» al« Söhne de» grvß-n deutschen Kultur, volle», dessen Größe uud Kraft wir mehren, dessen Ehre wir heilig halten wollen. Wir bezeichnen uu» mit dem Worte .deutsch" als Männer, die auch wissen, was sie unter .deutsch" zu ver-stehen haben. Wa« ist deutsch? Sieh« die wogenden Saat, selber und grünenden Gürten, die schmnckeu Häuser und sreundlichen Dörfer: Dos ist deutscher Miß, deutsche Sauberkeit uud Einfachh«it; da» ist deutsch« Landwirtschaft. Siehe die herrlichen deutschen Städte mit ihren großartigen Bauten. Handelshäuser« und Warenlagern! siehe die Straßen, di« Brücke», die Fabriken, die Bahnen, die Hase» der Seestädte, die alle Meere durchkreuzend«!« deutsche» Schiffe. Da« ist deutsche Arbeit, deutsche» Wollen ui»d Können, da» ist deutsch« Industrie und deutscher Handel. Steh« die Universität«! uud andere Hochschulen, die so hervorragenden deutschen Fachschulen, die Museen, Bildergallerien und Au»stelluuHe», die Theater und Konzertsäl«. die deutscheu Kunstwerke und Baude okmäler, die Büchereien und die nach Millionen i» die Lande Hinou» flatternden Zeitungen : das ist deutsche Bildung, deutsche» Stre-beu noch Erkenntnis und Wahrheit, Freude an Edlem und Schönem. Da» ist deutsche Wissen» s ch a s t und Kunst. Sieh« dir Tausende von Schulen und Kirche», die Bauten, Gärten uud Anlagen für Kinder, Kranke. Irrsinnige, Invalid« und Sieche: Da» ist deutsche Nächstenliebe SMlhahnfglz! Au» den Tiefen der Erde steigt da» Leben zu ihre» Höhen, nicht au« rosigen Wolken senkt e» sich herab. Au« dunkle», ewig feuchten Schächten, au« den Gründen der Gewässer steigt der Frühling empor — erdgeboren, nicht Hirn-melgeboren; arbeitsharter Genosse, nicht göttlicher Fremdling. Darum liebe» wir ihn so. Wir lie-den immer »nr Menschliche», nie Göttliche» und wen» e» eiiiinal so scheint, ist e» eben mensch« lich. — Dah«r der schwüle Schweißgeruch der ersten Nächte, wenn er wühlt und bohrt, die schwarze» Scholle» wendet und Klüfte sprengt. Erst wenn er sich ätzend mit tausend Schmerzen durchgerungen. schmückt er sich. Erst da« Mühen, dann da» Schöne, erst der Schweiß, da»» die Düfte, erst die Arbeit, dann die Kunst. Die erdbedeckle» Glieder waschen sich im Frühtau, Flügel wachsen, die Täler werd«» zu eng, aber die Gipfel trotzen noch in Ei« und Schnee. Fruchtlos alle« lind« Schmeicheln, höchsten« daß die Lawine drohend grollt; kein leise« Rie-seln verrät erwachende» Leben, kein Ast schüttelt und Gerechtigkeit, die den gleichberechtigten Mitmenschen vor Unwissenheit, Verzweiflung. Krankheit und Not schützt. Siehe auf da« Par-lament, wo große, mächtige Parteien im ernsten, doch allezeit würdigen Wettstreite dem Lande die Gesetze geben, die da» Bolk stark und mächtig machen, da« ist dentjche Politik, deutsche» Recht und deutsche Freiheit. Lie» die Ge» schichte des dcutjch.frauzöfischen Kriege» von 1870/71 und du wirst sagen: Wahrhastig, da» ist echt deutsche Tapferkeit uud Treue, deutsche Größe und Kraft. Und dies« mehr al» 70 Millionen arbeitsamer, gesitteter und gebildeter Menschen, die aus allen Gebieten meuschlichen Schaffen» Große» und Größte« geleistet haben, die bilden zusammen da» aus d«r Erde verdrehtste deutsche Bolk, unser Bolk. da« wir ohne überhebuug da» erste Kul-turvolk der Welt »eunen dürfen. Mit ehrli chem und berechtigtem Stolze und inne-rer beseligender Freude nennen wir uns Deutsche; gerne und mit Opfermut tragen wir aber die Pflichten, die nameutlichfürun« Deutsch - Österreicher schwer und ernst sind. Osterreich (ohne Ungarn), hpt rund 24 Millionen Einwohner. diesen sind über 14 M>l-lioiien Slaven, »nd zwar 61/, Millionen Tscheche», gegen 4 Millionen Pole», über 3 Millionen Ru-thenen, über 1 Million Siovenen und über >/, Million Serben und Kroaten. Wir Deutsche zählen in Osterreich 3'/, Millionen. Außerdem leben in Österreich noch '/« Millionen Jtalie»er und gegen */« Million Rumäne». Die vorstehen-den Zahlen zeigen also, daß in Österreich die deutsche Sprach« vc» mehr Staatsbürgern ge-sprachen wird, wie jede andere, denn von den oben geiiannten slavischen BolkSstämmen spricht eben jeder einzelne eine andere Sprache. Auch erwachend die Winterlast ab, keine Fährte kreuzt die Flächen, keine Schwinge die Luft. — Der Mond lächelt verschmitzt: .Packt er Dich endlich, der Frost, alte Mutter Erde? Ru», gerade so fing'« bei mir auch a», bei den Spi» tze», dann zog« sich immer mehr herab, immer mehr, ganz langsam, bi« mir da« Herz erstarrte. Ja warte nur, da« geht langsam aber sicher."-- Di: Sonne entbrennt in heiligem Zorn jeden Morgen und schleudert feurige Gluten auf die trotzigen Höhen, doch sie dringen nicht in die Tiefe, löse» nicht die Starre der Schne» selber und ersterben sruchlloS al« schwächlicher rosiger Schimmer. Eine« Morgen« aber lächelt der Mond nicht mehr im stahlblaue» Äthermeer; dort oben »in die eisige Spitze flattert'« und springt », — tschiu — hui — tschiu, tönt'S herauf, voll heißem Berlange», in der ewigen Sprache. — O, er kennt ihn wohl den frech«» Gesellen, — der Spielhahn ist'S, der höchste LebenSkünd«r! Wehmütige Erinnerung beschleicht den Mond. — Bor Aeone» sang er auf seine» Höhe». Der lustige Geselle, ebenso brünstig, vo» eben den, holde» Wunder durchglüht — und — ja, da« wußt' er noch genau, von d«m Tage an, an dem zahle» die 3»/, Millioue» Deutsche mehr Steuer» au den Staat, al» alle die 14 Millionen Slao«» zusammen und an ArbeitStüchtigkeit und Bildung sind die Deutsche» jedem anderen der österreichi-schen Bölker weit überlegen. Obgleich nun die slavischen Bölker auch untereiuander fortwährend im heftige» Kampfe liege», fühle» sie sich doch im geaebene» Falle al» Sla«n und sind einig im Kampfe gegen die Deutsche». Wir Deutsche sind da» nicht, un» fehlt die Einigkeit, un» fehlt der Sinn der Zusammengehörigkeit. Mein Volk, mein große» Volk, sei einig! _R. AuK aller Welt. Deutschland und Frankreich haben bereit» ihren Beitritt zum rufsisch-österr,ichische» Reform-Programm formet erklärt. Seiten» Englands und Italien» ist die« unmittelbar zu gewärtigen. Die Botschafter der Mächte in Konstantinopel ,v«rden sich nur über die Äußerlichkeiten ihre« Vorgehen» »och zu verständigen haben, worauf die Übergabe de» Resormvorschlage» durch Baron Ealice »nd Herr» v. Sinowjeff und seine kräftige Unterstützung durch die Mächte sofort, also schon in den allernächsten Tagen erfolgen wird. Ihr wird die Veröffentlichung des Inhalte» de» Resormvorschlage» auf dem Fuße folgen. Trotz aller Erklärungen werden noch immer Meldungen verbreitet, welche der offenbaren Absicht entspringe», Beunruhigung zu erregen. Die Berliner „Post" veröffentlicht nun folgende» offiziöse Dementi: .Ein Dep^schenbiirean verbreitet die Meldung, daß di« in Äonstautiuopel beglaubigten Militärattaches Deutschland». En-glaub« und Italien» in Salonichi eingetroffeu seien. Au hiesiger amtlicher Stelle ist vo» einer der letzte seinen LiebeSfang ertönen ließ, an einem eisigen FrühlingSmorgen. währte, e» genau noch 562000 Jahre, bi« der Frost ihm da« Herz gebrochen. Da kann er noch lange zusehen, schlechte Au», ficht! Mit schiefem Munde verzieht er sich. — Die Sonnc aber, kaum daß sie ihn erblickt den alten Freund, überschüttet ihn jubelnd mit ihrem goldene» Licht und das Licht gebiert die Farbe und der schwarze Geselle erblüht in strah-lrnder Pracht, — inmitten von Ei« und Schnee, von Tod und Schweigen ist da« Leben geboren: Farbe, Bewegung. Liede!--- Die Nacht habe ich auf der Alm zugebracht. Baptist, der Schindeldicker war da. die Winter-schaben aiiSzubeffcr». ein alter Philosoph, der am liebsten so einsame Arbeite» übernimmt, fernab vo» allem Menschenpack. „Arbeit'» waar guat, aber'« Spreach'» i« so viel hart," ivar die längste Rede, die er vor Jahren einmal an mich gehalten. Könne» sich die Freude denke», die ich dem Baptist mit meinem Kommen machte. Er stierte eben in da» flackernde Feiler vor sich und rauch'e kalt, als ich durch das Fenster guckte. — Diese monumental« Ruhe in dem braune» Antlitz! solchen Reise deS deutschen Militärattache» nicht» bekannt. uud e» ist a»ch nicht anzuuel,«,». daß der Attache gerade wahrend der jetzigen Lag» eine Reift nach Ealonicht «tnteniommeu haben soll, ohne die vorgesetzte Behörde hievo» zu benach-richtigen. Diese Meldung wird daher wohl ebenso toi ersunden ftin, wie eine andere aus Konstau-tinopel, der zusvlge sämtliche türkische Korp»-kommandaten Besehl erhalten haben sollen, alle» für eine etwaige Mobilisierung vorzubereiten." Dem englischen Parlament ist. wie an« London telegraphiert wird, eine Denkschrist zu-gcnongen, welche die Korrespondenz mit der russischen Regierung über die Auslegung der MeistdegünstigungSklausel im Zusammenhange mit den Kompensationszöllen aus Prämienzucker knthält. In einem Memorandum vom 24. September 1902 erklärt der damalige russische Geschäft»-träger. Grävenitz. die ruisische Regierung halte an dem Standpunkte fest, daß Kompeusation»zölle eine Verletzung de» Handelsvertrages bedeuten. Rußland schlage eine schiedsrichterliche Regelung oder einen Appel an das Haager Schiedsgericht vor. LanSdowne erwidert am 20. November 1S02. daß die britische Regierung weder die Anschauung Rußland» annehme», noch einer schiedsrichterlichen Erledigung zustimmen könne. In einer Verbalnote vom 14. Jänner d. I. erklärt Grävenitz, e» scheine »venig Aussicht auf ein Kompromiß zwischen den auSeinandergehende» Ansichten der beiden Regierungen vorhanden zu sein. Die Frage müsse als eine offene angesehen werden, solange die Entscheidung der Kommission nicht vorliege, die gemäß den Besiimmunge» der Zuckerkonvention gebildet werden solle. Am 20. d. M. Rachmittag sprach eine Ab-ordnnng deS Klubs „Wiener Presse" beim Mi-nisterpräsidenten vor. »m ihm eine von dem genannten Klub beschlossene Resolution betreffend die Reform de« Preßgesetze» zn überreichen. Ministerpräsident Dr. von Körber. welcher die Herren auf da» liebenswürdigste empfing und die i» der Resolution niedergelegten Wünsche und Forderungen zur Kenntnis zu nehmen versprach, führte auf die Ansprache deS Abgeordneten Pacher des Obmanne» de» Klnb» an», er sei der Mei-nnng. daß die Aufnahme, welche der Preßgesetz-entwnrs in der letzten Zeit gefunden hat unverdient sei. Mit Rücksicht ans die in Österreich bestehenden Schwierigkeiten und die verschiedenartigsten Ber-hältniffe könne wohl nicht verlangt werde», daß die Resorm deS österreichischen Preßgesetze» über das in Deutschland und Frankreich geltende Preßrecht hinausgehe. E» müsse doch anerkannt werden, da« die geplante Reform de« Preßgesetze» eine tntschiedene Besserung gegen die derzeitigen DaS Denken ist der Schlächter des Wirk-lichen. Der Schüler muß den Schlächter töten, dann erst wird er die Region von Asat dem Falschen verlassen und in da» Reich vo» Sat dem Wahren gelangen. —" Ich dachte Buddha» und glaubte die „Stimme der Stille" zu vernehmen. Wie ein Schmerz zuckte e» über sein Ant-litz, ali ich eintrat. „Grüß Gott. Baptist! Hat'S Dich schon 'raufgetrieben?" „Woll! Woll!" „Schindel decken?" „Woll!" „Kein' Hahn g'hört umeinand?" „I dacht' »et." Lauge Pause. „Ich möcht' nämlich ein' Hahn schießen. Morgen früh am Sattel oben." „Mächst?" Ein böser Seitenblick fiel anf mein Gewehr. „Hat er Dir wa« 'tan, der Hohn?" Schwer zu beantworten. „Gewiß nicht, aber lustig ist'S halt.S'Hahn-eischiaß'n und schöne Federn geit'S' — kennst daS Liebt denn nicht?" „Lnsti? Er lachte skeptisch. „Lusti I" klang e» seltsam nach. veralteten Zustände bedeute. Die Vertreter de» Klub» »ah»en hierauf Gelegenheit, die wichtigsten Wünsche einzeln hervorzuheben. . Ans Stadt und Land. lTva«ß»lische Xntachte».) Sonntag den 1. März um 11 Uhr vormittag» findet im Saale de» Musikvereiue» evangelischer Gölte»-dienst und am 5. März ebendort um 8 Uhr abend» die erste Pasfio»»andacht durch Herrn Vikar M a h n e r t statt. Der Zutritt ist jeder-mann gestattet. (Da« Leichendtiiingltts «es Sla»lsekrrlitr».) Wenn etwa« den Schmerz lindern kann, den ei» Todesfall in einer Familie hervorruft, so ist e» die Teilnahme edelgesinnter, liebevoller Men-sche». Und diese Anteilnahme ward de» Hinter-blieben?» unsere» allgemein geachteten Stadtrat»-sekretär» Herrn Ernst Schal on in reichstem Maße zu teil. An dem Leichenbegängniffe nahm nicht nur der Gemeinderot samt den beiden Bürgermeistern, al« auch die k. k. Beamtenschaft, die Vertreter der Schule» und Erziehungsanstalten der Stadt, Männergefangverei». der Turn-und der Veteranenverein teil. Außerdem bekundeten viele Herren »nd Damen aller Kreise »nd Stände ihre Trauer um den so jäh Ber-storbene» durch ihre Beteiligung am Leichenzuge. Unter den zahlreichen Kranzspenden seien, abge-sehen von denen der Familie, erwähnt: „Dem treuen Sekretär, der Gemeinderat." „Dem Freunde und Mitarbeiter, der trauernde Bürgermeister." „Dem lieben Kollegen, die Stadtamtibeainten." „Deutsche» Studentenheim" (von der pädagogischen und wirischastlichen Leitung.) „Deutscher Schulverei», Ortsgruppe Pettau." „Die städtische Sicherheit»wache" u. s. w. Der Wagen führte die Leiche unter Posaunenklängen zum letzte» Male den Weg. der nahezu da» einzige Ziel der Spa-ziergänge des benis»eifrigen Mannes war. Am Grabe hielt nach der feierlichen Einsegnung Herr Propst Josef Fleck eine ergreifende Trauerrede. Er sagte unter auderm: „fÖir stehen am Grabe eine» Ehrenmanne», der durch 17 Jahre ein treuer, gewiffenhafter Beamter der Stadt Pettan ivar. Der Geineinderat anerkannte auch seine seltene Pflichttreue, indem er am Rathause die Trauerflaggt hießen ließ. Der Verblichene war ein dankbarer Sohn, ein edler Bruder, ein lie-beniwürdiger Mensch, der allgemeine Verehrnng genoß." Mit innigen Segenswünschen ichloß der Redner und manche Träne entrollte den Angen seiner Zuhörer. Hierauf sang der Männergesang-verein unter der Leitung de« Direktor« Herrn Josef L ö b e l daS Trauerlied „ES ist bestimmt Die zwei „Lusti" sitzen mir noch immer im Ohr; jeder Schauspieler hätte daran lernen können. Ich war aber kein Schauspieler, sonder» ein Jäger, so verdroß es mich blo». „Unsinn! Wir Alle töten, ja wohl. — Du auch! mit jedem Axthieb und werden ge-tödtet, der eine von einem Löwen, der andere von einem winzigen Würmchen, da« er gar nicht sieht. Da» liegt ja im SchöpfungSplan." Da sah er mich groß an. „Unser Herrgott selber will'S," wurde ich deutlicher. „Leider Goot! Leider Goot!" Er nickte mit dem weißen Haupte. „Leider Gott, daß Gott will? Also lut Dir Gott selber leid." Da stand er auf. legte seine Pfeife auf da« Gesini« »nd ging in die Kammer. „Grad van« woaß i. Herr, daß i froh bi. daß i der Baptist bin." Lange starrte ich auf die schwarze Tür, die hinter ihm sich schloß. Der Schindeldecker gratuliert sich dazu, kein Gott zu sein, keine Welt geschaffen, sondern nur Schindeldächer geflickt zu haben. — oh Stimme der Stille! Zum Ehrendoktor der Philosophie gehört er ernannt, der Baptist. in Gotte« Rat," Feierlich verklang der Gang und ernst aestimmt. verließen die Teituehnier der £ratumiet die letzte Ruhestätte eine» Mav»e». der für Pfttau lebte und musterhaft treu »irkte und an den der. Tod so rasch heruMrat. Herr Schalon war ein gnttr, edler und treuer Manu sein Andenke» wird dauernd riu ehrenvolle« sein. trrr Schalon war nicht nur ein pflichteifriger eamte, er hatte stet» ein warmfühlende» Herz für die Arme». Die Armen i» Pettan ersuchten un», mitzuteilen, daß sie in dem verewigten Herrn Schalon einen Helfer in der Rot verloren haben,wie sie einen solchen kanm wieder fin-den werden. Er hat keinen, auch nicht den Geringsten abgewiesen, er hat jedem geholfen nach Kräften. Bezeichnend für die edle Gesinnung diese» Mau-ne» ist da» Urteil eine» Bauern au» der Umge-bu»g von Pettau. der da i» der Redaktion erschien uud sagte: „Schreiben Sie auch, daß Herr Schalon, obgleich ein Deutscher, un» armen slovenische» Bauern oft und oft geholfen hat. Wenn er mir nicht beigesprungen wäre, würde ich heute nicht mehr ein Bauer, soudern ein Bettler sein. Er hat gerne geholfen, nur da» Eine hat er gehabt, daß er bei jeder Unterstü-tzung die Bedingung machte, niemandem davon zu erzählen!" Wie groß, wie edel! Wer ein sol-che» Urteil au» dem Munde eine» national ihm fremd gegenüber stehenden Manne» zu erwerben ini Stande war, der wird unvergessen bleibe» I (Crote de« Todes.) In Grat ist der Herr k. k. Obergeometer 1. Klasse Richard Ienko am 18. d. M. nach knrzem Leiden im 58. Le-benSjahre gestorben. Da» Leichenbegängnis fand unter großer Beteiligung am 20. d. M. in Gn»j von der Leichenhalle am Panlu»tore an» auf den St. Peter-Friedhof statt. Der Verewigte war durch lange Jahre al» pflichteifriger Beamte in Pettau tätig und erfreute sich der allgemeinen Sympathien. Seit 1. Jänner d. I. war Herr Jenko im Ruhestände, zu welchem ihn ein Sturz vom Fahrrade »nd ein hiebei erlittener Ober-schenkelbruch gezwungen hatte. Herr Jenko ist. wie berichtet wird, de» Folge» diese» Sturze» erlege». . S. d. X „Oerwaila.") Mit Genugtuung können wir heute über de» ersten Familienabend unserer wackeren „Dranwacht" vom 14. d. M berichten. Sat doch derselbe gezeigt, daß der deutschvölkische rbeiter in allen Gesellschaftskreisen Sympathie» genießt. Der Qbmann de« Vereine«, Herr Wunderlich, konnte in seiner Begrüßung«-rede die Spitzen der Bürgerschaft, sogar liebwerte Gäste, Männer, graue» und Madchen auS Marburg begrüße». Der Abend fand im reichge-schmückten großen Saale de» „Deutschen Heimstatt Nach der Begrüßungsrede entwickelte sich bald eine rege Unterhaltung. Ein Getränke-Auto-ma«. welcher nicht nur Quellwafier. sondern auch Himbeer Soda und vier verschiedene W«i»sorten gegen geringe« Entgelt verabreichte, wurde sehr in Anspruch genommen. Da gab« »in Schiebe» und Dränge» uud der Automat verjagte nie! Die hübschen Tonstticke de« Pettaner Musik-vereine« trugen zur Unterhaltung sehr viel bei. Der von der deutschen Bürgerschaft mit mehr al« 100 Besten beschenkte GlückShafen lud ver-führn isch zum Ankaufe vo» Nieten ein. Die glücklichen Gewinner- der Beste, worunter natürlich manch guter Tropfen war, gaben zumeist dieselbe» „zum Beste»" und so ist e» kein Wun-der. daß Herr Wunderlich zu dem darauf fvl-genden Tanze gar nicht aufzufordern brauchte. Gewalzt und gepolkt wurde biß zum frühen Mor-ge». Jede »fall« wird sich da« deutsch« Pettau von nun an noch mehr für diesen deutschvölkischen, aufblühenden Verein interessiere», einen Verein, der da gezeigt hat, daß der deutsche Arbeiter viel mehr wert ist. als der „Sozibruder", der frirt rotes. mit dem gilben Judenfleck verieyeneS Banner zumindesteu« in unserer freundlichen Draustadt verstecke» kann. Heil „Drauwacht"! (Fafchingslirdertafel des Mäuner-Scsaug-Vereines.) Der deutsche Männer Gesangvereiu ver» anstaltet heute seine diesjährige heitere Fasching«-liedertafel. Das Programm ist sehr reichhaltig und unterhaltend. Der Verein hat weder Koste» noch Müh« gescheut, sowohl seine» Mitglieder», al« auch alle» fangeSliebe» de» Deutscke» Pettau« einen recht vergnügten Abend z» bieten. Schon die überau« heitert» zur Aliffühiung aelaugenden Singspiele verbürgen, daß jedem der sich an dem Abende beteiligt, derselbe gewiß in dauernder Erinnerung bleiben wird. Ohne Zweifel wird der Besuch «in recht zahlreicher fei», deshalb ein recht-zeitiges Erfcheineu geboten. Muterhaltungen.) Heute findet im Hotel „Stadi Wien" (Koffär) ein Maskenball statt — Am Faschingmoiitag hält unsere wackere Feuer-wehr ihre diesjährige FaschiugSkneipe im selbe» Hotel ab A» beide» Abenden wird eS jedenfalls »ach gewohnter Weife sehr gemütlich zugehen. (/ragt.) Worum brennen i„ den Gaffe» unserer Stadt an Stellen, die zumeist gar nicht passiert werden, durch di« ganz« Nacht hindurch die Gasflamme», während eS Punkte gibt, wo die notwendige Beleuchtung mit regelmäßiger Punkt-lichkeit zum Leidwesen der Passaute» bereit» um halb lO Uhr eingestellt wird? (Anssordernng.) Herr Hausbesitzer W. möge sich endlich einmal an die löbliche Gemeindever-tretuug in Petta» mit der Bitte wenden, daß ihm die Bewilligung zur Errichtung eine« Plakatie-riuigCiiistitutc« erteilt werde. Sei» halb zerfallener Zaun in der Mitte der Stadt, i» einer der sre-q»e»teste» Gasse», würd« sich jedenfalls für die modernen prachtvollen Erzeugnisse von Ankündi-giingSplakate» eignen. Die» wäre zugleich eine große Verschönerung unserer Stadt. (Der Kampf gegen den „>tajerc".) Jüngster Zeit weht eine besonder« starke „Bora" gegen unseren fortschrittlich gesinnten „Äajerc". Wie wir an» feiner letzten Kummer entnehme», weiß er feinen Gegnern, den Klerikale», ganz entschieden die Zähne zu zeige». Deutsche und Sloveneu bringen diejem Blatte, da» lediglich der Auf. klärung de« Bauernvolke« und dem Frieden beider Nationen gewidmet ist, die größten Sym-pathien entgegen, deshalb sind wir auch überzeugt, daß dieser neuerliche Sturm, wie bisher alle, unsere», wackeren „Stojerc" nur nütze» werden. Heil .Ztajerc"! (Verlaus der Scharlacherkrankungen.) Die im Jsolierspitale untergebrachte», an Scharlach erkrankien Kinder gehen ihrer Genesung entgegen. Zwei wurde» schon als gesund entlaffeu. die übrigen am 18. d. M. zum erstenmale gebadet. Hoffentlich ist nunmehr der unheimliche Gast, der heuer unsere grüne Mark heimsuchte und auch unsere Stadt nicht auSließ, wieder auS unsere» Mauern verschwunden. (Codesstnr) drs Trafikanten Soweditlch.) Am l7. d. M. starb der hiesige Tabaktrafikant und pensionierte Gendannerie-Wachtmeister Herr Franz Goweditfch Derselbe hatte sich durch eine Verkühlung eine Lungenentzündung zugezo-gen, infolge deren fein Zustand ei» derartig ve-denklicher wurde. daß er am vergange-nen Montag bat. ihm einen Priester z» holen. Dem Wunsche wurde willfahrt und der Kranke auf eine» Augenblick allein gelassen. Infolge plötz-lich eingetretener, durch die Lungeuentzündung verursachter SinneSverwirrung stand »un der Schwerkranke au» dem Bette aus und verschloß da» Zimmer. Hierauf öffnete er da» Fenster und setzte sich auf die Ber challung desselben. Ein Kind de« Verstorbene» bemerkte vom Hose au« denselben, lief sofort zum nächsten Nachbar, um ihn davon zu verständigen. Der Nachbar eilte in die Wohnung deS Schwerkranke», konnte je-doch in da» verschlossene Krankenzimmer nicht eindringen und so geschah eS, daß Herr (Dorne-disch etwa fünf Meter tief iu den zum Hause gehörenden Garten stürzte. Hier trug Goweditsch noch eine leere Kiste zur Gartenmauer, bestieg dieselbe »nd stürzte sich in den etwa 8 Meter tief gelegenen Nachbarhos. Hiebei zog er sich einen Armbruch »nd mehrere innere Verätzungen zu. Ohne das Bewußtsein zu erlange», wurde der Verunglückte durch die hiesige Polizeibehörde wieder iu sei» Kraiikenzimmer gebracht, allivo er am l7. d. M. de» erhaltenen Verletzungen und der Lnugenentzündung erlag. Da» Leichenbegäng-nis des Verewigte» fand am l9. d. M. unter großer Beteiligung statt. H. Goweditsch stand im 43. Lebensjahre und hinterläßt feine Fra» mit sechs unmündigen Kindern. (Ein Vpfer der vrau.) Ant 18. d. M. ereignete sich in Marburg ein UnglückSsall, dem ein Menschenleben zum Opfer siel. Der Tag-löhuer Krebs wollte fich, wie man sagt, in einem etwa» angeheiterten Zustande aus der Marburger „Leud" die Hände und da» Gesicht waschen, wie er sich über diese seine Absicht srü-her gegen einige Personen geäußert hotte ging tatsächlich zum Ufer der Drau. beugte sich vorneüber und stürzte vermutlich infolge de« Übergewichte« tu die Dra». die gerade an jener Stelle sehr tief ist. Zwei Biilsche» sichren ihm tu einem Kahne nach, konnten ihn aber nur mehr al« Leiche dem Strome entreißen. (Der de« Raubmorde« beschuldigte Mi-ch°kl Wridiager,) der in Joanzenberg bei Hl Dreisaitigkeit den Mord an der Keuschler«toch. ter Hvalitsch wahrscheinlich begangen hat. erschien am 11. d. M. ab.-ud« im Gasthause de« Gemeindevorsteher« Krempel in Kersch. buch, Bezirk Oberradker«burg. Der Gemein, devorsteher hat zwar deu Weidinger er-kauiit, verabsäumte jedoch, denselben sofort festnehme» zu lassen, so daß Weidinaer unbehelligt da« Lokal verlasse» konnt?. Hoffentlich wird der diese» schwere» Verbrechen« Beschuldigte bald festgenommen werde». (Darch Zufall erschaffen.) Am l9. d. M. besichtigten in Brelowetz, Pfarre St. Barbara in der Kolo», der WinjerSsohn Jakob Krainz und der Gastwirt Jo?ef Petrowitfch ei» dem letzteren gehöriges Jagdgewehr. Petrowitfch spannt» den Hahn des Gewehres, diese» ging in-folg, deS schlechte» Schlöffe« lo« und verletzte den Krainz so schwer, daß derselbe wenige ©tun-de» nachher den Geist aufgab. tMit dem Weingartffrckrn erschlagen.) I» Wotsche bei St. Barbara gerieten die vom Ri-golen heimkehrenden Arbeiter eine« Weingarten-besitzerS am 19. d. M. in Streit, welcher wegen eine» Packele» Tabak in Täilichkeiteu ausartete. Hiebei ergriffe» die Brüder B u s i l i aus Kro-atieu je einen Weingartstock'und schlugen mit demselben auf die Streitende» loS. Von den hj,. durch Verletzten starb bereit« ei» 18 jähriger Bursche, während a» dem Auskommen seine» 60-jährigen Vater» gezweifelt wird. Die Totschläger wurde» von der k. kroatischen Gendarmerie bereits ergriffen nud dem Bezirksgerichte i» Jivanez eingeliefert. (Hern ti. k. Syirksgerichte eingeliefert) wurde am 17. d. M die berüchtigte Schweine-fchmuggleriu Josefa B i d o w i ö au» Klein-War-nitza (Kolo»), nachdem selbe «dermal» auf frischer Tat ertappt worden ist. — Fünf Burschen au» St. Lorenzen in W-B waren in St Urbani mit Rigolen beschäftigt. Ebendort erschien die Ge-meindekommissio», um eine Bestimmung vo» Weingartengrenzen vorzunehmen. Die Bursche» bedrohte» die Kommission und verjagten dieselbe schließlich, weswegen sie dem k. k. Bezirksgerichte eingeliefert wurde». (3m Lache ertrunken) Au» Luttenberg wird berichtet: Am 12. d.M. war der beim Grundbesitzer Michel Breznik i» Ober-ISivanze» wohnhafte Auszügler Peter Schischko bei sei-item verehelichten Sohne Franz Schischko, Müh-lenpächter in EiberSdorf. auf Besuch. Gegen 5 Uhr nachmittags desselben TageS verließ Schischko im angeheiterten Zustande die Wohnung seines Sohnes »nd trat de» Heimweg an. A>!f diesem mußte er eine» Über den Stainzbach füh-renden Steg passiere», ans welchem er das Gleichgewicht verlor, in den Stainzbach stürzte und ertrank. Die Leiche des Verunglückten wurde «ach vorgenommener Beschau am Ortsfriedhofe zu Negau beerdigt. iprllauer Marktbericht.) Auf de» am 18. Februar 1908 abgehaltenen Markt wurden 35 Pferde, 455 Stück Rinder und 341 Stück Schweine, zum größte» Teile aus der Pettaner Umgebung stammend, aiisgetrieben. Der Fleisch-und Speckmarkt wurde am 20. d. M. abgehal-ten und war von den Speckbaner» sehr gut beschickt. Preislagen: Prima-Speck (ohneSchwarte) 67—70 kr., Schulter 72—75 kr.. Schinken 50-54 kr., Schulter 48-50 kr., Rücken-Fischfleisch 70-72 kr.. Wnrst-Fleisch 50-58 kr. Der nächste Vieh- und Schweinemast findet am 4. k. M., der Fleisch- n»d Gptd-markt jeden Freitag statt. Diesbezügliche Au«künfte erteilt bereitwilligst da« städtische Marttkom-miffariai ft) vom 22. Februar bi« 1. März. 2. Rotte de« 1. Zuge«, Zugführer L a u r e n t s ch i t s ch, Rollsührer A ro Pf Feuer-anmeldungen sind in der Sicherheitiwachstube zu erstatten. VennischteK. (Uigarische Die Ungar», die »ach der Reihe Schriftsteller verurteilen, weil die-selben al« Deutsche die unglaubliche Frechheit haben, deutsch zu fühle» und zu deukeu, scheine» trotz ihre« ausgebildete» Nationaldiintel« >oeniz Grund zu haben, aus die Vertreter ihrer Nation stolz zn sein. Der Obmann der Wiener Rauch-sangkehrer-Gehilsen gelangte iu den Besitz folgen-den amtlichen Schriftstücke«, welche« Eigentum de« gewesenen Bezirk«-Rauchfangkehrcr-Äcister« Karl Wachauer in Fünskirchen und an diesen vom 12. Juni datirt ist. Übersetzt lautet da«-selbe: „Geehrter Herr Wachauer! Am 0. Juni war Ihr Geselle in unserem Dorfe fegen und bei dieser Gelegenheit hatte sich ein kleine« Mäd-chen vor seiner schwarzen Gestalt so erschreckt, daß e« in Krämpfe fiel. Sie werden hiermit auf-gefordert, von dem betreffenden Gesellen ein >venig Kopfhaar, sowie ein Stückchen von seinem Hemd so schnell al« möglich uu« einzuseudeu, da-mit wir mit diesen Sachen da« Mädchen räuchern und vom Tode retten können. Szabolc«. Komitat Baranya, am 12. Juni 1889. Georg Esoiika, Gemein de-Borstaud." (Ilcttr vorgesetzte.) Der ebenso gewaltige, wie unbeliebte Polizei-Direktor in Warschau ging eine« Tage« über die Straße, hinter ihm sei» Leib-Kosak. ein i'iämmiger, kräftiger Bursche. Da trat plötzlich ein junger vornehm gekleideter Herr au den Polizei-Direktor heran, gab ihm, ohne ei» Wort zu sprechen, eine schallende Ohrfeige und entfernte sich dann ruhig und unbehelligt. Der hohe Beamte war starr vor Schecken und Aufregung und vermochte kaum zur Fassung zu komme». Endlich brach er sein Schweigen und herrschte seine» Kosaken an: »Hund! Warum liehest Du deu Freche» entwischen, der mich in« Gesicht schlug?" — „Ich hab geglaubt, da« ist Dein Vorgesetzter!" Der Handwerker und Gewerbetreibende, der heute so schwer unter der Ungunst der Erwerb«-verhältnifsc zu leiden hat und seiner ganzen Kraft im Kampfe gegen die lautere und unlau-tere Konkurrenz benötigt, kann wohl kein Gelehr-ter oder Advokat sei», wohl aber bedarf der Hand-werker- und Bauenistand doch etwa« gesetzlicher Kenntnisse, um in vorkommenden Fälle» ohne Zeitverlust und »nnötiger Kosten geringe Recht«-angelegenheiten selbst erledige» zu können. Leider ist die Zahl derjenigen, die diese Fähigkeit besitzen, eine sehr minimale, noch gerin- fj« aber ist die Zahl, die federgewandt genug »nd. die erforderlichen Eingaben selbst anzuferti-gen; wa« aber die eigentlich« Gesetze«ke»ntni« attbelangt. so kommen auf hundert Personen keine zwei Sachkundige. Über die mißliche Lage de« Gewerbe« und Handwerke« wird heute viel geklagt und doch ist an diesen Mißständen ganz zweifellos auch jene mangelhafte Kenntni« und A»«nützung de« gel-tendeu Rechte« schuld. Mit Geringfügigkeiten soll ma» die Gerichte nicht belästigen und eine ge-wisse Summe muß in der jetzigen Zeit jeder Ge-schästimann und Meister bei Beginn de« Jahre« auf da« Verlustkonto fetzen, die nicht immer zur Gänze verloren wäre, würde eine entspre-chende Gesetzkenntni« unter diesen Ständen zu finden sei«. Ein weiterer, nicht zu entschuldigender Irr-tum ist der. daß der Gew«rbetreibeude sehr oft meint, da« Gewerb«veifahre», namentlich in Mahn- und Z>oa»g«sacheu »ich« sich in die Länge. e« gebe nicht« wie Arger, Spesen und zum Schlüsse kommt doch nicht« herau«. Wäre man in den weitesten Schichten mit dem Gesetze vertraut, so würde da« Recht viel gründlicher, entschiedener und besser au«gl»ützt werde» können. Die Summen, die jährlich dem kleine» und mittleren Handwerker und Gewerbetreibenden, wegen verspäteter oder unrechter Inanspruchnahme de« Gerichte« verloren gehen, sind äußerst groß. Eine Besfergestaltung dieser Dinge könnte erst dann eintreten, wenn jeder sein Recht kennt und e« entsprechend antnützt. Es kaufe sich jeder Einzelne da« bürgerliche Gesetzbuch oder dessen Auszüge, die für da« heu-tige Erwerbsleben gang und gebe sind und setze sich nach Geschäftsschluß ein Stündchen hin und lese die einzelnen Paragraph« durch und mach« sich mit dem Inhalt der einzelnen RechtSbücher. wie: Gewerbeordnung, Strafrecht und Straf-Prozeß. Konkur«recht, Wechselrecht und Handelsgesetz vertraut. Gelingt e« einmal, eine» systematischen Ge-setzeSunterricht in den obersten Klassen der Ge-werbeschulen recte Fortbildungsschulen einzn-führen, so iväre damit viel gewonnen und na-mentlich daS Interesse für diese in dem gesamte» öffentlichen und gewerblichen Leben so äußerst wichtige Sache wachgerufen und ein Gruud ge-legt, auf den, später weiter gebaut werden könnte. GesetzeSkenntni« wirk» bildend und erzieherisch auf den junge» heranwachsende» Arbeiterstand, aus den künst gen Gewerbe-. Handel«- und Bauern-stand. Theater. Mit einer großen AbschieMakademie, die nicht weniger al« 21 Nummer» umfaßte und den Untertitel „Überbrettelabend" führte, wurde da« heurige Spieljahr geschlossen. Fast sämt-liehe »och anwesenden Mitglieder unserer Bühne verabschiedeten sich mit Einzelvorträaen von dem Publikum, da« bei dieser letzten Gelegenheit sei-nen Sympathien für die Darsteller, die ihm so manche frohe Stunde bereitet haben, lebhaften Au«druck zu geben nicht versäumte. Nach dem von der Kapelle unter Hohberg« temperamentvoller Leitung fein ausgeführten Lorspiele zu Thomas' Oper, „Raymond" leitete Herr D i e f-fenbacher al» Eonferencier das „Uberbrettel" ein. indem er mit launigen Versen die im Salon »wanalo« versammelt«» Kunstjünger vorstellte. Im Folgenden war uun freilich vom Überbrettel nicht« mehr zu spüren; der behagliche Raum ver-wandelte sich in ein öde«, leeres Zimmer und der Konferencier ließ sich nicht mehr blicken; auch am Programme war die Überbrettel-Idee nicht Pate gestanden, was liegt an dem Namen? Man darf ja doch feststellen, daß alle am Pro-gramme Beteiligten sich redlich und mit Erfolg bemühten, dem Publikum die letzten Stunde» so angenehm al« möglich zu machen und dafür von ihm ohne Unterschied durch warmen Beifall au«, gezeichnet wurden.Ohne irgendein Verdienst an dem heiterenAbendezu schmälern, sei doch hervorgeho-de». daßFrl. Markowitz durch ihre hübsche Sing-stimme und die Grazie ihre« Vortrage» in Ton und Geberde besonders gefiel. Frl. Groß, auch da sie Körbe austeilte, lieblich war. Herr S u n d t al« Kosin«ky mit Verständni« und Feuer seine tragische Aeichichre erzählte und Herr Dieffenbacher durch da« von ihm verfaßte Gedicht .Unter der Eiche" nicht nur für den Interpreten, sondern auch für den Autor Achtung erzwäng. Die Ein-»elvorträge unterbrach da» bekannte, allzu bekannte „Lustspiel" von Görlitz. „Die vollkommene Frau", in dem auch Direktor Gärtner sich al« Darsteller verabschiedete. Alle« „vollkommen" fand Herr M i k u l »k i in Pettau, ivorin ihm auch da« Publikum lachend zustimmte- e« war ja eine Parodie. Die gewählten Mufikvorträge der Kapelle verdienten besonderen Dank; über die Verdienste, die sich Kapellmeister Hohberg um die Hebung der Theatermusik erworben hat. herrscht ja nur eine Meinung. Den Schluß machte ein Epilog, den Frl. Groß, umaeben von ihren Kolleginnen und Kollegen, zum Abschied an da» Publikum richtete. Wir wünschen allen, die heuer auf unserer Bühne gewirkt habe», be» sonder« den jungen Kräften, viel Glück und einen Gitter ftsffet t Welche Hautfrau befrachtet rt nicht al« ihren Stolz, «inen guten gaffn aus den Tisch zu bring«,? 8eib« wird oft di« best« tafffdort« durch min« denvertige Zusätze ixrliorttn und bis Schuld dann dwfa argfixn. Kathreiuer« pneipp-Malztaffeekann al« «in änderst schmackhafter und zugleich billige Zusa» zum Bohnen-kaffe« sowie al« der beste »rfatz für d«ns«lb«n empföhlen «erben Durch da» eigenartig« Rathreiner'sche 8 prägnierte Futterrüben-Same» die höchsten Erträge. Ebenso vorzüglich wie auch unübertroffen find Maulhuer« Gemüse-und Blumensamen. 9is gute« H«»»ittei Unter d«n Hausmitteln, die al« >ch.n?rjstllltnde und ableitend« Einreib ung bei 5M4I« tungen u. 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Symptome, wie: Kepftchnerie«, AufitoMen, Sodbreanen, Bllhungen, Übelkeit mit Erbrecht», die bei ohrenlsoh«» veralteten MagtntaidM um so heftiger aaftrrtnt, verschwinden oft nach einigen Mal Trinken, JtnhlDfrftflllfillisl UBb berfn unangenehme Folgen, wie Bakleaaiang, ^»ayl-rrsioplllllg Harrtlopfa», Schlafloalgkelt, sowie vk»tstauungen in Leber. Milz und Psortadersystem stilmairbatdal lelda») werden durch ArSuterwein oft rasch beseitigt. tkrüMerwei» dahabt Oavardanllvbkait und entfernt durch einen leichten Stuhl untaugliche Stoffe au« den, Magen urd den Sedürmen. Hageres, bleiches Aussehen, Mut-maugel, E'.tKrästuug»S?Z eine« krankhaften Zustande« der Leber, Bei Appetitlosigkeit, unter «er-v»ew Ab»pan»nng und fiamOthaverstiinironf, sowie häufigen Kaps-»oh>«eie», uIiIiIImu Nlobten. siechen oft solche Personen langsam dahin. ■W KrOuterwein gibt der geschwüchle» j^ben«tros» einen frischen Impul«. 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Indem ich «m zahle«ichen Besuch bitte. zeich»« achtungsvoll Meine Sörtnerei brfinbet sich: lUMtorf 6. 3ö- iDctU&U. LIEBE5 S/\GRADA-TABLETTEt1 mit GH0C0LAnfUBER7U6 Für fworhsenp OScilorO?.1) 9p für Kinder OI5g««ß gegen Krankheit. Aber 15000 Dob- vud Dankschreiben sind mir von Geheilte», die an «lieterrrfgc«, »ticke«., firuß-, ßt^mnftn, $*-«»schiß. Atemnot. »chuaafen, Ls^sch««r,e». Er-kroaknitg der innere», tlU* O,ga»e, olle i«ik«, A«»tkr«»»tzeite» tc. litte». »»,ert««,t zugegangen. Siiemai'd sollte versäumen, sich da« hochwichtige Bach, in »/welchem die Encalypiat-Präparate genau beschriebe« sind und wie deren vielsSttige, crfolgreiche «nwendnng bei obengenannten Krank-heile» stattfindet, toinmeu zu tafseu. Im Interesse aller Leidenden sende ich da» Buch überall hin pn»} >«s»»ß und habe daria znr . Überzeugung eine Menge Ze»g>tsse von «ehettte» zum Abdruck bringen zu lassen. mjg- Ma» achte genau aus die Schutzmarke. *ai Kl i ngent hol i So. 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I«. •««,. t u. r*i*hta«h* Tomt- tU W ■ ' 1. a«t schüttelte, wobei die grüngoldene Troddel, welche das. das spärliche, graue Saar bedeckende gestickte Sammctkäppchen krönte, i» melancholische Schwingungen geriet. Jetzt öffneten sich die Lippen zu leisem Gemurmel: .Dieser vertrackte Krieg! Null sind meine schönen Papiere! Und das passiert mir — mir, der sich rühmte, seine Spekulationen schlügen niemals fehl. Selber dreinschlagen möcht' ich — zwischen Spanier und Amerikaner! Verrückt sind sie alle!" Wieder las er weiter. Draußen schien die Sonne in blendender Prachr, ihre Strahleil huschten durch da» grüne Blättergewirr der Bäume, welche da» llfer einsäumten, — Herr Altmann wohnte „Berlin SO, Engel-nfer" — sie kamen näher über den Fahrdamm, jetzt lugte» sie in das Fenster, an dem der alte Herr faß — neckend — lockend, als wollten sie sagen: .Was starrst du da iu die alte, dumme Zeitung an einem so gesegneten Sommerlnorgen! Was grämst du dich darum, daß die .Spanier' schlecht stehe», hast ja Geld genug —. Steh' auf, geh' hinaus in Gottes freie Natur, erlabe dort dein alles Herz a» Bogeljang und Sounenpracht--Aber Herr Altmann verstand die Sonnensprache falsch, denn als sich jetzt ein goldener Strahl dreist in das Zimmer stahl und sich quer über, die schwarzen Buchstaben legte, sprang er erregt auf. .Verrückte Wirtschaft drinnen und draußen!" schrie er wütend. .Schulzen! Wo steckt die alte Person nun wieder? Ob sie wohl einmal die Jalon-nee» zur rechten Zeit herunterläßt! Bewahre, ausfahlen können die Sachen, austrocknen in der ^onne — Schu—ulzeu!" Er rannte nach der Tür, daß der graue verschossene Schlafrock, der die mageren Glieder einhüllte, gleich einem Schweif hinter ihm drein fegte »nd die grüngoldene Troddel wie ein Kreisel um das Haupt flog. „Schulzen!" Die Tür wurde aufgestoßen, so eilig, daß sie dem alten, erbosten Mann fast an dic Nase flog, uud eiu breite», rotes Gesicht, das von wenig Intelligenz, doch destomehr Gut-mntigkeit zeigte, erschien iu dem Rahmen derselbe». „£>m Jemine, Herr — Herr Altmann. was >s denn lo» — brennt'S wo?" stotterte die alte /tm» erschrocken. .Ja, mir brennt dic Sonne aus den Kopf, und ne müßten nun doch nachgerade wissen, daß ich davon Kopfschmerzen bekomme." .Ach, du liebe Güte, ach Gottchen, vm Altuian», dann hätte» -ie ja ma» bloß die Jalusiger 'runter lasse» brauche»," meinte hierauf die Frau und sah dem alte» Herrn freundlich in das Ge-sicht. .Ich Hab's ja schon oft gesagt, daß ich mit dic Diilgers nicht zurechte komme. Da bei uns mit die hübsche», grü»c» Fenster-ladenS, da bi» ich wohl fertig geworden, aber mit die Jalusiger geb' ich mir nick' gern ab. dic haben ihre Mucken " Sie lächelte ihn vergnügt au. Eiprian» (lastro, Piüji»«»« vvn Ve»ejurla> gernd an der Tür stehen geblieben. Es war eine komische Erscheinung, klein, «nager, so das» man sie der Figur nach fast für eine» Backfisch halten konnte. Backfischartig war auch die weiße Bluse mit dem breiten llmsallkrageu, den vorn eine rote Schleife zierte, ebenso der ziemlich kurze, blau-gest reiste Rock. Der Anzug »virkte geradezu lächer-(ich. wenn man in da» Gesicht seiner Trägerin sah Bierzig Lenze waren wohl darüber hingezogen, nnd wenn e» auch iu der ersten Jugendblüte nicht unschön gewesen fein mochte, so war jetzt jede Spur vvn Liebreiz ver-wischt. Durch dic große Magerkeit waren dic Züge lang uud spitz geworden, die Augen, zwar groß nnd dunkel, sahe» matt und an gegriffen ai»S, die Nase sprang scharf hervor, nnr daS Haar war wirklich schön und hätte in seiner glänzend schwarze» Fülle das schmale Gesicht entschieden verschönt, «veiin es nicht beängstigend straff ans der hohen Stirn gezogen worden «oäre. Den ganzen wunderlichen Eindrillt erhöhte noch cin Hut, der 30 in Schute,ifvrm. mit welkem Tüll und einen, Bergidmeinnichtkranz geziert, daS Gesicht wie mit einem Heiligenschein umgab. ,WaS willst denn tui? «nd wie siehst du auS?" fragte Herr Altmann miirrisch »nd musterte noch immer mit finsteren Blicke» dic helle Gestalt, dic jetzt durch da» Zimmer hüpfte »nd dem alten Herrn beide Hände entgegenstreckt.'. .Guten Morgen, Lnkelche»! Wie ist dcin Beiinden?" rief sie dabei i» etwa,» theatralische»! Ton, L»kelchen berührte nur flüchtig die dargereichten Fingeifpiven. .Was ist de»» in dich gefahren, Eine renzia? Und was soll dem verrückter Ans-p»b?" fragte er scharf, „Ach, liebes Lnkelche». es ist dock nur ei» ganz billige» «oinmerkleidche»," entgeg nele Fräulein Emerenzia etwas verlege», „,^ch habe eine Idee — .Wa». hast d» schon wieder einmal eine Idee? Wenn ich das Wort mir höre! Hast d» davon »och immer nicht genug? Dn solltest doch endlich eingesehen haben. das» deine .Ideen" stets verdickt sind!" unterbrach sie der alte Herr grob. Fräulein Emerenzia zuckte leicht zufam-»teil. Die Schulze» draußen hatte doch wohl recht, als sie ihr gesagt. Lnkel sei schrecklich böser Laune, aber iibelnehmen bnrrie sie nichts, hente schon gar nicht — .Hast du Aerger gehabt Lnkelche» ?' fragte sie saust, als habe sie die »nfrk»»d' lichen Worte nicht gehört, »C,* f»hr sie dann hastig fort, .die Sonne belästigt dich, ich darf wohl etwas verdiiiikel»?' Sie war schon nebe» ihm, nnd rasselnd stog die Holzjalonsie herunter. .So. noch ein wenig abstellen, dann kannst d» lesen »nd da» Licht blendet dich nicht," Sie hob die zerstreute» Zeitung*--beilagen vom tf»schoben ans, „Tors ich dir vielleicht etwas vor-lesen?" — O, Fräulein Emerenzia Bttsekow kannte ifjren Citfrl Altmann nnd Wichte ihn zn »ehttie». das hatte sie schon oft erprobt, nnd heute ivollte sie ihn »m jede» Preis bei guter Laune habe». .Ist nicht nötig," brummte der Lnkel. ein wenig besänftigt, .hab' gnug davon. Was willst du den» eigentlich?" Emerenzia »ah»i den Hnt ab .Es ist furchtbar heiß," begann sie zögernd, .So — das wein ich allein, »»d iven» das alles ist. was dn mir zn sagen hast, konntest d» dir den Weg sparen," entgegnere der Lnkel bissig. Fräulein Emerenzia lacht?, wenn auch etwas gezwungen Zie sah aus einmal viel hübscher aus. denn bei dem Lache» zeigte sie schone, weiße Mine ,.^a, lieber Onkel, et was mehr habe ich noch ans dem Herzen, doch ge-rade die Hitze, die ich gar nicht vertragen kann, ver-anlaßt mich dazu, einen ^laii zur Ansiiihrnng zn bringen, den ich schon lange mit mir hernmge-tragen." -ie sprach jeut schon zuversichtlicher, denn der Onkel machte ja ein ganz freundliche» Besicht, „Ich habe mich aus meiner letzten «teile iiberange strengt, das weint dn doch: eine Erholnng tut mir dringend not. na »nd da hatte ich eine Id wollte sage», bin ich zu dem Entschluß gekommen, einige Wochen ausS Land zn gehen--—" ..Bist ja auf dem Lande gewesen," »»terdrach sie Herr Altniann. .^a, aber nicht zur Erholung, sondern iu schwerer Stellung. Als Wirtschaften,, anf einem große» Gute kann »tau sich nicht schonen, nnd cheine Strafte sind a»fS äußerste angestrengt. Etwas Ausruhe» ist mir daher sehr nötig---* Sie machte eine Pause, eine Zustimmung vom Onkel erwartend. Dieser spielte mit den Onasten seiner SchlasrockfchnUr und sagte nichts. I»* Praxcdeo Mate» Ziqafta c'KI, Iqt.j :. p'B » .v „ru habe ich denn hin uud her überlegt, ivie ich das am besten bewerkstellige," fuhr sie »»» tapfer fort, .Ganz uutätig darf i^, nicht sei», meine Mittel erlauben da» nicht — nun, kurz nnd gut, niein Pla» ist der: Ich gehe »ach irgend einem stillen Ort. so still wie nur möglich, ich dachte an eine Försterei, »nd um die Koste» deS Unterhalts zu verdiene», wollte ich mir eine Strickmaschine mitnehme», damit kau» mau viel Geld schaffen, ist mir wenigstens zugesichert worden. Außerdem beabsichtige ich noch schriftstellerisch tätig zn fei», ich habe prächtige CU>eei, — - ma» hat doch nicht n»,sonst eine interessante Vergangenheit hinter sich, £. so ans dem vollen Born der Erinnerungen zu schöpfen — eine herrliche Aufgabe — schmerzlich «nd süß zugleich!" -ie schaute mit einem schwärmerischen Angenanfschlng hinaus »ach der Zimmer' decke----- .Und wie wird sich der Geist belebe» i» wnuderlieblichet Natur, beim Murmel» der Ouelleu und Manschen der Baumkrone» Alles, was zurilckgedämnit worden ist in den Jahre» der «»echtschait, der Dienst barkeit. e» wird hervorbreche», überfließe» iu Wort »»d Schrift--" Sie preßte beide Hä»de a»f die Brust und schloß die Auge». „Und vielleicht findet dieses Wort einen Weg zn seinem Herzen." flüsterte sie leise, fast „»hörbar. .Schulze»! Schuhen!' Der alte Herr lehnte sich, beide Hände wie in Abwehr ansftreckend, weit in seinen Stnhl zurück, die Angen iu angstvollem Entsetzen ans seine verzückt dasivende Nichte geheftet. .Schulze«!' schrie er abermals, „Was hast dn. lieber Lnkel?" Frän lein Emerenzia war schnell wieder in der Wirklichkeit .Fehlt dir etwas?' Sie wollte sich über ihn neige», er drängte sie zurück, ..Geh', geh'." stöhnte er. »Sch,theil, Wasser.' rief er der erschreckt herbeieilenden Frau zu, „Wasser. Wasier, sie ist krank, sie phantasiert,' — Die schuhe» raunte hinaus. Fräulein Emerenzia ihr »ach. !»> nächste» A»ge»blick standen beide wieder vor dem alte» Herrn, jede mit einen, Krug Wasier, Eniereuzia spritzte ihm schnell einige Tropsen in das Gesicht. „Eine Uontpresie wäre noch besser,' sagte sie dabei, .Ja, ja. dic Hitze nnd der Verdruß, lieber Onkel! D» solltest dich mehr in acht nehme» trink' ein klein Schlückche», dann wird dir gleich etwas wohler." Lnkel Altmann richtete sich jäh ans. .Mir? — Mir wol, ler? Seid ihr denn alle übergeschnappt?' — Er strich mit der Hand über seine Stirn »»d sah da»» fast sche» »ach seiner Nichte, „Hab' ich denn geträumt, daß d» ganz verrücktes.lenggeredet?" »Verrücktes Zeug!' wiederholte Emerenzia beleidigt, dann stog ei» halb mitleidiges, halb überlegenes Lächeln über ihr Gesicht. »Ich vergaß für eine» Moment deine Anwesen heit, lieber Lnkel. »nd lieh meine» Gedanken Worte, Es geht leicht den Naturen so. denen der Genius der Dichtkunst seinen Weiheknß anf dic Stirn gedrückt hat, sie E \ • \ + - i #lw* •' ' -•J.iW ,i J ii ivenezolanische Ansftiiiidische fühlen sich dann der Gegenwart entrückt - .Na, den» nimm dich man ein bißchen znsaniute», so lange dn mit mir redest," meinte Lnkel Altmann trocken, ,O, ich vermag wohl Poesie und Prosa zu vereinen,' lächelte Emerenzia. »Und gerade da» will ich in den nächsten Wochen beweise». Einige Stunden des Tages solle» der praktischen Tätig-seit gewidmet sein »nd »nr die Zeit, die andere mit Nichtstun vertändeln würden, die will ich dazu be»»ve», alles, was schon lange in meinen. Inner» geschlitnimert hat. z« Tage zu fördern. • v f AW J,' ■? Mjmh "1 ' '.Ln \i ' '. D„ siehst mich noch immer stannend an. Onkel. ja. ta. du ahntest wohl kaum, welche Talente deine Nichte, die sich nicht gescheut hat, den Kochlöffel zu schwingen, vor aller Welt verborgen hielt.' Herr Altmann hatte sich endlich gefasst, er hatte begriffe», da« seine Nichte nicht krank sei. sondern nur wieder einmal eine .neue Idee' ersaht habe. Diese Ideen ihrerseits hatten ihn schon ein schöne» Stück Geld gekostet. ______ denn da sie. al» die loch' ter seiner einzige», verstor-denen Schwester — den Bater hatte sie schon lange verloren — niemanden be> ia». als ihn uud er auch keine weiteren Leibeserben hatte, so hielt er e» für seine Pflicht, zn ihrem Fort-kommen beizustenern, da sie im Grunde genommen ein ganz tüchtiges Mad-chen war. Äusäuglichhatteerdenn mich ziemlich willig, wa» bei seiner sonstige», an Geiz grenzende» Sparsamkeit be-iouderS hochzuschätzen war, kleinere Summen berge-gebe», wenn sie, etwa nni eine neue Stellung anzn-nehmen, eine» Kursus in den dazu nötige» Fächer» durchzumachen für »»be-dingt notwendig hmznstel-len wußte, oder falls diese -tellnng nicht von Dauer war - wieder ei» anderes Unternehme», ein kleines (Geschäft, anch Näh-oder Kochschnle» in petto hatte. Sie war nnerschöps lief) iu ZnkunftSpläne». fand sich stets am »»richtige» Platz, wen» sie druselbe» auch zuerst de» .einzig pas-sende»' ge»a»»t. und wußte dann so überzeugend gerade das, was ihr anss neue i'orichwebte, in ein gsli» nige» Licht zu stellen, da« sie de» Lnkel immer wieder zn neue» Opfern bestimmte. Allmählich fing er nnn doch an. die Dinge von an-derer Seite zu beleuchten. und so hatte er denn kürz-lich erklärt, daß seine ttasse für ihre..Ideen' erschöpft sei. Sie möge, wen» sie ion» nichts Besseres wisse. in sein Hans kommen, dann wolle er die Schulzen in ihre Heimat zurückschicke» nnd sie könne seinen Hans-halt versehen. Sie versiehe ja anSge. zeichnet zn kochen, das habe sie doch schon im Eltern-liattse bewiesen, wo sie in den ttrankentagen der Mnt-ter dem ganzen Pensionat vorgestanden hätte. Eme-renzia verspürte wenig Lust, sich ganz unter die Herr-Miuil VeS wunderlichen, knauserige» nnd sehr jäh-zornigen OnkelS zn begeben. sie erklärte, sich schon anderweitig verpflichtet zu habe», uud nm ihm dies zu beweise», »ahm sie schnell den Posten einer Landwirtin anf einem großen »tut an. der ihr gerade geböte» wurde Dieser Stellung war ihre schwächliche Äörperkonstit»tivn nicht gewachsen, nnd sie kam schon nach einem halben Jahr zurück, sehr eleuo zwar, aber deuuoch den Kops voll der schönsten Hoffnungen inr die Znknnft. &m,f .1rt> fi" "mir h»"dert Mark gespart »nd hielt sich 'MN .s.ir so reich, da» ihr vorlänsig noch die kühnsten Ideen als auSfiihrbar erschiene». ..«"»jetzt verschmähte sie des Onkel« Gastsreuudjchast, wohl wiffend. da» es da»» mit ihrer Freiheit schlecht bestellt seiu werde sie hatte sich ein bescheidenes Zimmerchen in einem Pensionat m .. . dritte» Ranges gemietet nnd schiniedete Tag nnd Nacht nene Pläne. Nun endlich ivar sie mit sich einig geworden: ein Preisansichreibe» eines vielgeleseiie» Blatte» hatte da» ChaoS ihrer Gedanke» mit einem Schlage geklärt. „Berlin aus Reisen!" »nd tanscnd Mark der erste Preis! O, sie wußte auf einmal ganz genau, was sie zu tu« habe. Reisebriefe? Kleinigkeit für sie! Nebenbei konnte sie in anch noch ktiva« andere» schreiben im«!, ZL +- v\N!i n i Cttlllf, ixn ffcrlef nur Post dringen' Be stritt st« nur wieder ? Bilder auc Venezuela S« ist noch Fein Jahrhundert her. d»ü Vene-zuela TfIne llnabuanqiafeit von der spanischen Herrschall erlangt«, und I» dies«« Zellraum wurde d von nicht weniger oll siebzig Bürg«rkrl«gea Helm« gesucht, Nam«ntlich seit brm Rücktritt b«i> Präsidenten Guzmaii Blanco, seit balddr«IJahrz«hn-Bttitrdild. te», ist v»»«zu«la au« den Unruh«» nicht herau»g«ko«> men; man saun also wohl di« Sie-Vvlnilon al« den perinane»««» Zu-stand diese» schön«« und reiche» Lande« bezeichne», Die vereinigten Etaa-I«» von «enezu«la bilden «in« gäbe-ralivrepnblik im Norden Vvn Süd-am«rika. Im Nor. den begrenzt vom Kainiblldjen Meer, im Osten vom Al-Uatischen Ozean «nd B ritisch.Gua-hana,ImSüd«nvon Brasilien und in, Westen von Koluiti. bla. Da» Gebiet ist etwa zweimal so grob al« Frankreich und von ungefähr 2'/» Millionen Mensch«» bewohn«, Di« «ingeborene vevSlkernng setz« sich durchweg zusammen au» Mischling«» vo» «elfte» und Mestizen, sog. Ouart«. ron«n, sowie au» M«sti,«n s»Ibs«, nnd nirg«nd» sonst in Südom«rlka z«lgt sich di« ««rmischung der indianisch«». «nropSischen und Negerrass« so vollkomm«n wi« ia Venezuela. Weiße giebt e» kaum «in Prozent darunter, durchweg spanischer Adkunst, wi« auch di« spanisch« Sprach« vorherrschend Ist, S« sind etwa 36,000 Fremd«, darunter gegen 1000 Deutsche, im Land« ansässig, di« d«n Handel fast ganz in Händen haben und daher di« S««slSdt« und gr»ß«r«n Städte nah« der «äst» bewohne». I» den Hafen vo» La Guaira läust alle» ei», wa» für di« Hauptstadt «araca« bestimmt ist, «in« aber da» dazwischen liegende höh« Gebirg« führende Eisenbahn verbind«« beide, La «naira selbst (legt auf einer in da» Meer vorspringende» Abdachung |e»ei Berge und ist von vier grohen Fort« beherrscht- auß«rd«m hat man bi« Hasen«i»sahr« durch zahlreich« Schanzen und Küstenbefestigungen zu schaben versucht, die aber doch nicht wagte», da» «insahren der deutschen und englischen Krieg«schlff« zu hin-ber». Der gegenwärtige «onfiikl Venezuela» Ist eine »«mittelbare Folge de» noch immer andauernde» Bürgerkriege», der Im Dezember 1001 gegen den 1900 gewählte« liberale» Präsidenten SiprianoSasiro unter dem ehemaligen Finanzmlnlster Mato» aulbrach, Sastro hatte zunächst die Blockad« Kb«r j«n« Häfen, in denen Mato»' «nhäng«r di« Zölle erhoben, verhängt, die ab«r vo» den Mächte« nicht an«rka«nt wurde. woran» sich di« «rsi«n Konflikt«, beson. der« mit England, ergaben. Dann gab e» Stockungen in der Bezahlung der au»wärtigen Staat»schulden nnd vielfache Schädigung«» der fremden Handel«, hänser. wofür nun Sntschädlgnngtfordrrungrn erhoben worden find, di« Sasiro zu «rsüll«» sich w«ig«rt«. Der jetzig« Präsid«»t, der durch «ine» Aufstand gegen d«n General Andrad« an d!« Spitze gekommen ist, stand bi« bahi» al« einfacher Landwirt dem öffentlichen Leben ganz fern. Gegenwärtig haben drei Parteigänger »«gleich gegen ihn die Fahne de« Aufruhr« «rhoben: bi« G«n«ral« Rolando und Monaga« «nd Ma«o«, ein Sch>oag«r Guzma» Blan.o«. Wi« stark dl« Schar«» der Aufständischen find, dl« sie iu» Feld führe», läßt sich schwer angebe»! jedenfall» ist die Mehrzahl davon aber schlecht bewaffne« »nd undl»zipli«i«rt Die effektive reguläre venezolanische Arm«« zählt «iwa 6000 wann: dl« L«rutrupp« darunter ist di« amerikanisch au»g«bild«Ie «rlil-(nie. Die Infanterie ist mit dem deutschen Gewehr Modell 71/84 bewaffne«, die Nulsormlerung der französischen nachgebildet. To« Praxede» Mate» Sagasta, der bekannl« spanisch« S«aat«ma»n, ist am 6. Januar in Madrid v«rschi«den. I« Torrccilla de Sarnero« am 27. Juli 1827 g«bor«„, war «r «ach «bsolvi«rung seiner Studie» znerst Ingenieur a» der spanisch«« Nordbahn, würd« nach der Revolution von 1864 in dl« konsti. tuierenden Sor««» gewählt, flüchtete »ach Niederwerfung der radikale» ffr. Hebung in Madrid 1866 nach Frankreich und wurde, nach Sriaß der Amnestie zurückgekehrt. Professor an der Ingenieurschule in Madrid und wieder Mitglied der «orte», Nach dem Ausstand vo» 1868 wurde er Minister be» Innern uud eifriger Anhänger Prim», Nachdem er Präsiden« der Sorte« und 1874 Minister be« Ändern, dann Ministerprästdent geworden war, wurde «r durch die alsonsistische Erhebung am 30. D«z«mb«r 1874 gestürzt und war seitdem in den Sorte« Führer der dynastisch.liberale» Opposition. 18«1 wurde et vo» König Alfonso XII. mit der Regierung betrau«, 4Xr hielt sich bi« 1883, «m nach seinem Sturz 1886 wieder an die Spitze einer liberalen Regierung zu treten, die inde« 1890 adermal« einer konservativen unter llauova« del Sastillo weichen mußte Sr hatte damal« da» allgemeine Stimmrecht und die allge. meine Wehrpflicht, sowie die Geschworenengericht« «ingesühr«, Im Jahr« I8V2 ldste «r Sanova» wieder ab, doch muß«« «r 1896 übermal» zurücktut«». Nach Sanova» Ermordung kam er wieder an» »Inder, doch «rat schon 189S der kon-servative Silvela an feine SleUe. Im Jahre ISlw Übernahm Sagasta von neuem die Regierung, um dem junge» KSuig bei dessen Thronbesteigung zur Seile zu stehen und erst vor kurzem räumte er weg«n Schwierigkeiten i» der eign«n Pari«! Silvela >ol«dri den Platz. Sagasta ist im ganzen achtmal Ainifterpräsid«»! xewes«» 2e>« Bescheid. Lehrer: ,Nu». Mädchen, nenn» mir ei»mal die Stück, in die unser« R«Ich«münz»» geleil« werden " — Mäxch«»: ,Da» w«lß ich nich: ° — Lehrer: .Hast du denn nicht gesehen, in welche einzelne Siücke der Lohn geteil« Ist, den dein Baier am Inde der Woche mitbringt?' — Märchen: .Da wird gar nichl» geteilt, den nimmt meine Mutter immer gleich ganz " Reklame, .Seinen vorzügllchen Mlltagltisch empstehl« der Speifewlr« Latzler, NB. von meinen Stammgäst«» b«find«n sich augenblicklich sSnsund. zwanzig In Marienbad!" — Der berühmt« «ngiisch« Dichter Sir «aller Sr»««. der, wi« so vi«l« berühmte Männer wi« Linn«, Humbold«, Buffo» K. in d«r Schul« «i««r der Dümmsten und gerade nicht der Fleißigste gewesen war, besucht« einst die Stadt K«lso wieder, wo er de» ersten Schulunterricht genossen und während b«»selben die letzte Bank geziert hatte. Sr ließ stch In die Schul« führen und bat den Lehrer, den jetzigen Inhaber der Faulbank zu Ihm zu senden Und al» der trist« ki«in« Bursch« herangeschlichen kam, reicht« ihm Scott ein Goldstück mit den Worten: .Hier, m«in In»g«, hast du «In«« Souverän-dafür, daß du meine» Platz so warm gehalten hast." Stj. Molioiert. Richter: ,SI« haben dem Kläger «inen gefüllten Maßkrug an d«» Kopf geworfen und wollen di«» a»g«bllch ln u»z»r«cha»ng«fähigtm Zustand« gethan habe»? Wlesa? — Angeklagt«»: .Natürlich, Herr Nlchter. den» sonst hätt' Ich ihn doch vorher au«ge«runken " » p I" Echnnpfe»mi««el. Sin au«grz«ichnelei Schnupseamlt««l, welche« soforllge Srleichlerung verschafft uud b«n ml« dem Schnupfen Verbund«»«» Druck «nd dl« Dumpfheit dc« Kopfe« beseitig«, ist da» Inhaliere« vo» KampferdLmpfen Man füll« zu diesem Zwecke einen lopf mit mäßig weiter Oeffnung mit kochendem Wasser, schütte« einen knappe» Deelvffel pulverisierten Kampfer hinein und atmet, über den Tops geneigt, mit geschlossenem Munde die Dämpfe ein. Selbst iu den harlnäcklgsten Fällen pflegt diese» einfach« Mittel seine Wirkung nicht zu verfehl««. Punsch. 2 Liter l«« wird mi« 260 Gr. z«rkl«in«rt«m Zucker aufgekocht, b«r Saft einer Zitrone. 2 Flaschen Rotw«ln hinzugetan und zugedeckt schnell aufgtkoch«. Zuletzt wird l'/t Flasche Rum zug«goff«n «nd rasch aufgetragen Hammelkeule alö Wildbrate». Au« «in«r stark«» Schdps«uk«ul« «nts«r»t man «ach gutem Klopsen sämtlich« Knoch«n. Nun macht man «ine Marinade indem man Schalotten, Pfeffertiruer, Wachholderbeere», «inen Zweig lhhinian. Basilikum, 1—2 Lorbeerblätter, Nein geschnitten«« Wurzelwerk aller Ar«, ein kleine« Stück Zucker, Salz und >/, Liter Weinessig eine halb« Stund« lang loch«. Ist bl«s« Marinad« kalt, so wird di« Keule 4—0 Tag« hineingelegt und manchmal barin umgedreht. Soll gebraten werden, so legt man die Keule I» glühend heiße, aber noch gelbe Butter uud bratet sie unter allmäh. lichem Angießen d«r Marinade In 1— 2 Stund«« gar. Zuletzt kann etwa« saure oder süße Sahne an die Sauce kommen Logogriph. Och laufe ohn« Rast und Anh' Und hab' doi* " ' ' Homonym. »ine rovinz, »> »ine deutsch« £. l Sliitfel. Ich kleide miii Und di« tn Schwarz der ' Nichmdiirstenden ein i>iu!chende» Idol — T»ch auch der Lohn fstr ehrenvolle Narbe», lie Sehtiserin auf blumenreichen Tristtn. Tie yilrstin, die de« Hol«, Pracht erdriicki, Wird oft von mir umlchiunjien und nelchmllit^ «uch ged' ich Verl manch' seichienModeschrifie» Iu sinbest mich In Silber, «old und Leide. Jedoch am schiinslen. wenn lch unsichriiar Ter L«yniuch« nnd d«r Lieb« - an»tllirar zum Quell dann werd« |Ufj«rS)u» und freude' Vusldsung folgt in nächster Siuminer. Kar« «lauboch Aiislösungeu an» v»riger Rummer! «e« Logogriph«: Segen. Regen, legen. — Te« Aätlil»! .Tte «locke". — Tr Lcharade: Stiller. Sporn. Niltersvorn. «iie iltechl« oordeiiitle» « Beraniwortlich« »i.doMoa vo» »rnst «I«ift«r. aedruckl und heran,»««»«» vo» Greiser & Vleiffrr w Stuttgart.