. . ... ^ _tl i,-« t*ul nnwttid. «. -M. ».n.tlMI»r,4 ». US«. «. ,.->Nrt4 » W« «.lrnk.6.-, ru.ut 1**14 **'M "tu Ctutt« »«8«« »*» 3 4 j,ti(. hn tt«tcrr» «ikdnd°l-.a» -»>W«kli, E» ist nicht der geringste Zweifel darüber Mssiß. daß die Red«, mit welcher Graf Taaffe m Mittwoch im BuogetauSschusse de» Abgeord» «endause» die Ausführungen der Jungtscheche» Herold und Kaizl erwiderte, welche wieder ein» ml die abgemarterte Mähre des böhmischen klaattrecht« geritten hatten, ein neuer Mart-jfem für die Wendung ist, welche sich in der imiere» Politik vollzieht. Der Ministerpäsident erklärte klar und bestimmt, daß f« die Ausgabt der Regierung sein müsse, vor Allem die durch die Verfassung gegebenen Grundlagen zu iestigen und die allgemeine Anerkennung der Versassung herbeizuführen, serner daß der von den Parteien der bestaudenen Majorität gewünschten Erweiterung der Autonomie die Herstellung de« na-tionalen Frieden» vorangehen müsse, dann daß to Regierung an den in Wien getroffenen Per-«iibarungen zum Zwecke des Ausgleiche? zwischen »eii Deutschen und den Tschechen festhalte und tofe sie trachten werde, diei« Vereinbarungen * »Mändig zur Durchführung zu bringen, endlich »aß für die Behörden auch in Zukunft die i. datfche Sprache al« Amtssprache gelten werd«. Wer die Bedeutung diesrr Eröffnungen de« * Grafen Taaffe voll erfassen will, der lese die ' klimmen der gegnerischen, Blätter sowohl der ilericalen als auch der panslavistischen, und er t urirb über die Verwüstungen staunen, welche ; tit erwähnte Rede angerichtet hat, trotzdem man in Oesterreich hinsichtlich der Verläßlichkeit rui-msterieller Kundgebungen nicht gerade übern,äßig , rmrihnt ist. Man muß sich übrigens wundern, j k§ im Lager der Andern die Worte Taaffe'S (» großen Eindruck machen konnten, denn waS jcht vorgeht, sie mußten ja daraus gefaßt sein, iml e» lediglich die logische Folge dessen ist, I »nl t $in< Schlittenfahrt um Tod und Leben. Alt Sekretär der holländischen Gesandt-ichast in St. Petersburg hatte ich mit dem Najor Dagobert von SamarowSki Freundschaft geschlossen Da derselbe von Petersburg nach >tn«f. einer Festung in der Provinz Wologda, »ersetzt worden war, so beschloß ich. den wieder« Hollen Einladungen deS Major» Folge zu leisten, nd meinen Winterurlaub bei ihm zuzubringen. Ich reiste deshalb eines Morgens nach Zarentk ab. Da e« viel höher gelegen ist, al» Lt. Petersburg, so war eS dort auch entsprechend laller. Umer den Freunden deS Major von öamarowski waren viele EportSmen. so daß eS »nt nicht an der nöthigen Abwechslung fehlte. Bären- und Hirschjagden wechselten mit tönernen und Bällen ab. Auffallend war eS «ir, daß mein liebenswürdiger Gastherr so selten an den Vergnügungen theilnahm und sich «eistentheilS entschuldigte. Bald jedoch sollte ich denTrund der Zurückgezogenheit meines Freundes nsahren. Eines AbendS, alS wir noch vor dem Echlafengehen eine Cigarette rauchten, faßte sich kamarowSki ein Herz und theilte niir mit, daß er bis über die Ohren verliebt fei und daß Toni Lindenkoff der Magnet des Schlosses sei. Nach-dem mich Freund Dagobert einmal zum Mit- waS vorangegangen. Sobald man den Parteien des bestandenen eisernen Ringe» das ihnen Gemeinsame, den Hab gegen die fortschrittlichen Deutschen, wegnahm, mußte ihre Politik Schiff-bruch leiden, und in dem Augenblicke, da die Verfolgung de« DeutschthumS von oben herab mißbilligt wurde, mußt« die frühere Majorität zerfallen. Die Bemühungen der Jungtschechen, sich an die Stelle der depossedierten Alttschechen zu setzen, sind ersolgloS geblieben und wv sie immer um Allianzen gebuhlt haben, sind sie, sowohl von der Regierung. alS auch von den Parteien, in recht uugewählt«r Form abge-wiesen worden. Und Gras Hohenwart. der sich so außtrordentlich angestrengt hat, den „Club der Conservativen" ins Lebe» zu rufen, er mußte «S schon nach wenigen Wochen erlebe», daß sich auS dem einen Club nicht weniger als drei Clübchen bildeten, die in einer Weise be-deutungSloS sind, daß sie in den nächsten Jahren wahrscheinlich nicht den kleinsten Einfluß auf de» Gang der Politik werd«n nehmen können. In einem reichSdeutscheu Blatte lasen wir vor wenigen Tagen einen Wiener Bries. in welchem ausgeführt wurde, daß man m Oester-reich unter dem Zeichen der im Werden be-griffenen deutsch-polnischen Majorität stehe uud daß die neue Majorität, welche sich höchster Patronanz erfreue, spätesten« im Herbst in Er-scheinung treten werde. Wir haben von diesem Wiener Briefe nicht Notiz genommen, weil wir un» im Laufe der Jahre eine Skepsis angewöhnt haben, die wir auch gegenüber solchen Dingen walten lassen, welche dem Zwange der Con-sequenz unterliegen. Jetzt aber glauben wir selbst, wa« in jenem Briefe vorhergesagt wurde, und wenn wir daran erinnern, daß wir gerade diesen Gang schon vor Monaten vorauSge-sagt habe», so wollen wir damit keineswegs prunken, sondern nur daS Zeugnis inanspruch nehmen, daß unS die Gabe de» logischen Denken» nicht versagt ist. Wir wollen au» der letzten Rede de» Grafen Taaffe noch eine Stelle ganz besonder» hervorheben. Dieselb« lautet : „Die Regierung billigt e». wenn verlangt wird, daß den naiio-nalen Gefühlen Rechnung getragen werde; allein e» muß hieb«i nicht bloß an die Gefühle der einen, sondern auch an die der anderen Natio-nalität gedacht werden, damit man nicht etwa — wie man Wienerisch zu sagen pflegt — in-dem man dem Einen eine Freud' macht, den Ander.» vor den Kopf stößt." Wir ersuchen den Herrn Ministerpräsidenten, an dem Maß-stabe dieser Wort« gütigst die Zugeständnisse zu messen, welche im Unterland« den Feinden der Deuischen gemacht wurden, blo» um ihnen eine Freude zu machen und trotzdem mit denselben unserer Partei mitunter sehr gewaltig vor den Kops gestoßen ward. E» wurden Conccssionen an politische Gegner verliehen, obschon sich nicht allein die Stadtvertretung, sondern auch die LandeSbehörde gegen die Ertheilung derselben ausgesprochen hatte; e» wurde» Institute in» Leben gerufen, die lediglich dem Kampfe gegen die gehaßten Deutschen dienen; e» wurdeu die Strebungen der Wendenstthrer in einer Art ge-fördert, al« sollt« die alte Ordiuu»« mit aller Gewalt llber den Hausen geworfen werden. Al» die Ernennung de» zweiten Notar« für Eilli bevorstand und die Gefahr nicht ausgeschlossen schien, daß die Wahl auf einen Günstling der Pervaken fallen könnte, da sprach der Vertreter unserer Partei, Herr Dr. Foregger, im Bureau de» Ministerpräsidenten vor, um ihm die Lage in unserer Stadt sehr eingehend zu schildern und um für die Deutschen nicht» andere» al» Gleich-berechtigung zu fordern. Graf Taaffe schien die Billigkeit dieser Forderung einzusehen; aber er wollte die Ernennung eine« Lieblings der wiffer seines Geheimnisse« gemacht hatte, wurde «r redselig, schwärmte mir von der schönen Toni und forderte mich schließlich auf, mich am sol-genden Tage mit eigenen Augen von der Schön-heit seiner Angebeteten zu überzeugen. Gesagt, gethan. Am folgenden Morgen, ungefähr neun Uhr. machten wir unS aus den Weg. Wir hatten «inen Schlitten, welcher mit drei vorzüglichen Pferden bespannt war; da« eine derselbe» gieng vorau«, die beiden anderen an der Deichsel. Der Schne« lag sehr hoch. Zuerst führte unser Weg über einen gefrorenen Fluß, dann über ebene« Aeld, dann durch «inen großen dichten Tannenwald. Di« Natur war still und «infam, nur ab und zu hörten wir da« Gekrächze einer einzelnen Krähe oder Elster. Der Wald wurde dichter und dichter. Wie fchön die Winterlandfchaft auch fein mochte, ich bedauerte es nicht, al« wir vor dem Schlosse Halt machten. und Schlitten und Pferde den Groom« übergaben. Herr von PosorSki, der Schloßherr und der Onkel Toni'«, empfieng un« sehr freundlich ; b ild wurde ich den Damen vorgestellt und ich muß gestehen, daß mein Freund nicht zu viel von seiner Toni gesagt hatt«. Nachdem der landesübliche Samovar seinen Dienst gethan hatte, unterhielt ich mich kurze Zeit mit Herrn v. PosorSki allein, bis mein Freund Dagobert mit strahlendem Gesicht zu un« hereinstürzte und un« mittheilte, daß seine Angebetete ihm da« Jawort gegeben hätte. Man war natürlich de«halb in höchst angenehmer Stimmung und da« Diner zog sich entsprechend in die Länge. So wurde e« denn auch Mitternacht, bevor wir den Schlitten zur Rückreise bestiegen. Al« die Groom« die Leine an SamarowSki gaben, hörte ich, daß dieselben ihm in russischer Sprache einige bedenklich« Worte zuflüsterten. Al« ich ihn nach der Bedeutung derselben fragte, antwortete er: »Die Groom» warnten mich vor den Wölfen, die man im Walde von Semblo gesehen hat. aber ich glaub« nicht daran; ,S ist Heller Mondschein und die Pserde laufen sehr gut." Und so eilten wir fort, gehüllt in unsere Pelze, während Dagobert auf russische Manier die Pserde mit seiner Stimme anspornte. Nachdem wir eine Weile fortgefahren und mitten im Walde waren, hörten wir auf einmal Ge« läut« wie von einer Meute. Da» Gesicht von Dagobert verzog sich einigermaßen und ich hörte ihn murmeln: „Da» sind Wölfe, wenn sie un» nur nicht bemerken; wie dumm, daß die Groom» die Schellen an den Geschirren gelassen haben; dieselben werden un» verrathen!" Er trieb die Pserde zu größerer Eil« an. Bisweilen kamen wir auf Stellen, die mehr offen lagen und, weiter Umschau haltend, be- 2 Wendenführer doch nicht hindern^ trotzdem mit derselben der deutschen Bevölkerung der Sann» stadt fefcr ha« vor den Kopf gestoßen wurde und trotzdem e» oorherzusehen war, daß unsere Deutschen insolge dieser Ernenming Itinfiig gar feinen Notar haben würden, llnd waren die jüngsten Notar«-Ernennungen nicht gleichfalls derart, daß sich die Deutschen deS Unterlandes durch dieselben thatsächlich im hohen Grade beschwert ftidlen müssen? Wenn daS, wa» Graf Taaffe am Mittwoch versprochen hat, auch sür die Teutschen Untersteiermark» gilt, dann möge er sich nur an unseren Abgeordneten halten, um zu erfahren, wie schwere« Unrecht denselben im Lause der letzten Jahre angethan und wie viel eS in dieser Beziehung gutzumachen gibt. Unser Vertreter wird übrigen» gewiß nicht ermangeln, den Herrn Ministerpräsidenten an die citierten Worte gegebenen Falle» sehr nachdrücklich zu erinnern. Aundschau. s I m Steu«rau»schuß des A b-g « o x b ii 11 e ii h a u {« »] gab legten Mittwoch der RegierungSoertreter die Erklärung ab. im Finanzministerium besiehe nicht der geringste Zweifel, daß mit der Reform der directen Steuern die Einführung der progressiv« Personal' Einkommensteuer Hand in Hand gehen müsse. Er sei aber nicht outorisiert, den kalendermäßigen Zeitpunkt der Einbringung eine» solchen Gesetz» entwürfe» anzugeben. jT s ch ech i s ch eS o ci a l d m o kr a t e n.s Die ..Narodni Listy" publicieren die vo» der tschechischen Socialdemokratie beschlossenen Ver-bandrpunktationen, welche die Solidarität mit der Internationale proklamieren und deren Grundsätze annehmen, jedoch den Bestand eine» tschechischen Sonderbunde» sür nöthig erachten, damit die tschechische Nation nicht untergehe. Unter den zunächst anzustrebenden Zielen wird die Abschaffung de» stehenden Heeres hervor-gehoben. sJ m ungarischen R «ich »tags hat gestern, Freitag, die Berathung der Verwaltung«-«form begonnen. Die Unabhängigkeit»^! tei bat am Mittwoch beschlossen, die Vorlage nicht nur abzulehnen, sondern auch einen langen Oppo-lition»-Feldzng zu organisieren, indem der Prä-sident Jranyi bevollmächtigt wurde, den Kamps zu leiten. Ta» Wort „Olstruction" wurde in dem Beschluß allerdings nicht »»»gesprochen, alier die ObstruclivlH. Absicht ist nicht zu verkennen. Au demselben Tage trat auch die Regierung»-partei in die Berathung de» ComitatSgesetze« ein. Während acht Mitglieder die Erklärung ab-gaben, in dieser Angelegenheit nicht mit der Regierung gehen zu können, und ihren Aus- merkte ich' einige dunkle Gestalten, weiche in weiten Abständen unserem Schlitten zu folgen schienen „Sieh', Dagobert, wa» ist das dort ?" — „Da« sind bereit» die Wölfe, aber glücklicher-weife sind e» nicht viele, und |i< werden nicht wagen, un» anzufallen, obschon ich froh sein würde, wenn wir au» dem Walde wären!" Mit diesen Worten holte er die Pistolen au» seinem Gürtel und gab mir eine davon, während er noch seinen kurzen Säbel zwischen seine Kniee steckte Inzwischen wurden die Pferde unruhig, sie spitzten die Ohren und schienen die Nähe der Wölfe bereit» bemerkt zu haben. Während Da» gobert mehr aus die Pferde aufpaßte, sah ich mit aller Aufmekkfamkeit herum. Obschon die Wolfe noch nicht in unserer unmittelbaren Nähe waren, sah ich doch mit Schrecken, daß ihre Zahl immer größer wurde. Ich konnte deutlich sehen, wie ihre Ruthen sich bewegten und ihre Nasenlöcher in der kalten Luft dampften. Dago-bert blieb ruhig und sagte zu mir auf Englisch: „This is not very plessant," eine Ansicht, mit der ich mich leider vollkommen eiiwerstanden erklären mußte. Durch den Hunger gelrieben, schienen die Wölfe alle Furcht abgelegt zu haben. t£« währte nicht lange, so liefen bereit« einigt von ihnen unmittelbar neben dem Schlitten nnber. al« ob sie sich fertig machin ivoll:eu, .le P^r^e anziu .D»»tsche Macht- tritt anmeldeten, bezeichnete der Ministerpräsident die Annadme der Vorlage in aller Form al» EabinetS- und Parteifraflk. Die gemäßigte Oppo« sition hat itch dahin geeinigt, die Vorlag« al» Bau« der Spicial herathu ng anzunehmen, in der letzteren aber weitere Verbesserungen anzustreben. Sollte jedoch die Borlage in der Specialdebatte hinsichtlich der Garantien der Autonomien und der öffentlichen Freiheiten verschlechtert werden, so behält sich die Partei idre ActionSsreideit vor, d. h. sie würde dann in dritter Lesung gegen die Vorlagt stimmen • • -y......... ■ ■ ■■ L .X m i fBoettich er und Benuigsen.s Herr von Bennigsen soll auf seine alten Tage doch noch Minister werden; ZntnngSgerüchte, die diesmal in Hannover ihren Ursprung h^en, be-zeichnen ihn al« den vermuthlichen Nachfolger de» Herrn von Boriticher, der bekanntlich Staat»-secretär de» Reichsamte« de» Innern, preußi-scher Staatsminisier ohne Portes uille und Vice-Präsident de« StaatSministeriukn« ist. Ob Herr von Bennigsen genau in dieselben Posten ein» rücken feil, ist nicht ges.'gt. Die Wahrscheinlich-keit liegt nahe, daß ein Anderer, etw» Herr Miquel, Bicepräsident deS Staat«minifteriumS werden wird. [Angesicht» der Vorgänge in Serbie u] constatiert die „Nordd. Allg. Ztg." da» Zunehmen de» Wohlstände» und der Sicher-heit in Bosnien, wodurch ausgeschlossen sei. daß Serbien dort moralische Eroberungen machen könne. Die« seien die Gründe, welche Serbien auf die sorgsamste Pflege der inneren Politik hinweisen. sAu » R u s s i s ch-P o I e n] wird berichtet, daß die Kundgebungen, welche anläßlich der Jahrhundertfeier der polnischen Vers.issung am Ä. Mai in Warschau stattsanden, eine Reihe von Maßregeln zur Folge haben werden, welche aus die Einschränkung der den Polen einge-räumten Rechte abzielen. So wird dem Unter-richte in der polnischen Sprache in den Schulen de» Königreiche« Polen in Zukunft bloß eine Stunde in der Woche gewidmet werden dürfen, nnd überdies wird dieser Lehrgegenstand von russischen Lehrern mit russischen Erklärungen vorgetragen werde». De« Weiteren wird der polnischen Jugend Rußland« .der Besuch gali-zischer Schulen durch die Beriveig rung von Pässen für i»ind>rjährige Polen, die sich zu diesem Zwecke nach Galizien zu begeben wünschen, unmöglich gemacht werden. Die polnischenAr>e-ligen werden zur Führung >dre« Adel«tilel« nur imfalle der Bestätigung desselben durch den Senat in St. Petersburg berechtigt s in. Ferner soll den Polen der Besitz von Waffensabriken und Waffenniederlagen verboten werden. Be- fallen. Letztere liefen nun in vollster Karriere, und in wilder Fahrt flopen wir dahin. Dagobert äußerte sich wieder: ,Thi« will newer do," und ersuchte mich, gut zu zielen. „Aber,"' sagte er, „sei sparsam mit den Patronen und schießt recht gut, denn wir haben keine Mu-nition.' Ich zielt« gut, gab Feuer und eine der Bestien brach tödtlich getroffen zusammen. Sv-fort fiel da» Rudel über die Beute her. Aber zu unserem Unglück hatte sich die Zahl der Wölse dermaßen vermehrt, daß die wenigen, welch« zurückggebliebeu waren, sofort durch eine Herde anderer, welche noch blutdürstiger schienen, ersetzt wurden. Sie sprangen nun bereit» gegen den Schlitten an und schnappten nach unseren Decken, die un» gegen die Kälte schützten. Nach unserer Schätzung hatten wir wohl noch eine englische Meile im Wald« zurückzulegen, bevor wir wieder aus der freien Ebene waren. Wir feuerten Beide noch einen Schuß ab und gaben un« schon der Hoffnung hin. daß die Wölfe, welche über die Kadaver herfielen, nun-mehr von der Verfolgung ablassen würden. Von den Wölfen und durch das wiederholte Schießen wild gemacht, sausten die Pferde in noch wilderer Fahrt dahin. Der Major hatt? sie nicht mehr in seiner Gewalt. Plötzlich jähen .vic Ue Wölfe wieder na^e am Schlitten. 1891 ziiglich der polnischen Presse hat bereit» die Eensurbehörde in Warschau ' ie Weisung erhalte», den polnischen Blättern gege, über größere Strenge al» bisher walten yi lasse '. (Unter denOfficreren derrussi-schen G a r d es sind neuesten« Gädrungen zu« tage getreten, welche zahlreiche Verhaftungen zur Folge hatten. Während der letzten Wochen sind in Peter«burg 46 Gardeofficiere hinter Tchloß und Riegel gesetzt worden. E« verlautet, seit der Entfernung de« Großfürsten Michael au« der Arme« herrsche große Unzusriedenveii unter den Offici«r«n de« Gardkcorp«; der Ezar wirke al« De«pot bezeichnet. |J n Frankreichj scheint sich in der Zolltanffrag: in der That eine Wandlung z>» vollziehen. Aus der einen Seite baben die Pro-teste, welche sich au« den wichtigsten Erpott-mdnstrien gegen die Zollbelastung der Rohstoffe und auS weiten Kreisen der Bevölkerung gegen höhere L«ben»mittelzölle erhob-n haben, den schutzzöllnerischen Eifer, der in den Berathungen der Tarifcommission vorherrschte, einigermaßen eingedämmt. Zugleich aber und in noch höhere« Maße hat die protektionistisch» Haltung der Re-merung. ohne deren Duldung die äußerste» Beschlüsse der Tarifcommission gar nicht möglich gewesen wären, «in« wesentliche Milderung er-fahren. I« der letzten DiScussioa über die Zoll-tarisvorlage »«klärte der französische Handel«-minister, daß da« System der Abschließung tineit schweren und gefährlichen Irrthum in sich schließt, denn Frankreich bedürse de« auswärtigen Hansels. 111 e b c r d i e Beziehungen, welche zwischen Frankreich und Rußland b e st e h e n,J erhalten die .M. N N." im« Pari» solgende Mittheilungen: „E» scheint, saß sich in den hohen politischen Sphären Frankreich« gegenwärtig Vorgänge von nicht zu unierschä-tztndtr Bedeutung abspielen. In der Erörterung de» seit Jahren vielbesprochenen Thema« von der franko-russischen Entente ist ein eig«nthü«-licher Umschwung eingetreten. Versucht man eS, diesen Gegenstand mit Personen zu besprechen, die sür vollkommen eingeweiht in die politischen Mysterien gelten können, so stößt man immer wieder auf jene eigenthümtiche Haltung, welche von den Berufspolitikern bei der Discuffion einer ernsten schwebenden Frage beobachte» wird. Früher war hier Jedermann bereit, seinen Commeniar zu den Allianz - Phantasien der Straßen-Demonstraiiteu und der Toast-Generale zu liesern. beute dagegen ist man überall, wo m n noch vor Kurzem so redselig wir, >sr-sichtig und reserviert, wie aus Commando. Hier-au« könnte man. insbesondere unter dem Ein-drucke der eben erfolgten Verleihung russischer Decorationen an Freycinet und Ribot den Schluß ziehen, die Bünd»i«pläue hätten präcise Formen Einer von ihnen faßte den Hinterfuß de« linken Deichselpferde?, doch er kam dadurch unter den Schlitten, welcher gegen eine Klasler Holz ge-schleudert wurde, so daß SamarowSki au« dem Schlitten in den Schnee flog. Mit aller Macht griff ich in die Zügel, um die Pferde zum Stehen zu bekommen. Vergebliche» Bemühen. Die Pserde giengen durch. Mir war, al« ob ich den Verstand verlieren sollte. Wit von Dämonen getrieben, kcmen wir über den zugefrorenen Fluß und bald wurde» die dunklen Festung»wälle und die Dächer von JarenSk sichtbar. Die Pferde wurden durch Schildwachen zum Stehen gebracht. Meinen Pelz hatte ich verloren, und meine Glieder waren fast erstarrt. Ab«r e» war keine Zeit zu verlieren und in fliegender Hast erzählte ich da« soeben Vorgefallene. .E« ist noch Hoffnung. Ter Herr Major wird sich vertheidigt haben/ sagt« der Officier der Wache. In unglaublich kurzer Zeit saß die alar-mierte Escadron Kosaken zu Pferd. Die Kara-biner wurden geladen, und der Lsficier stellt« sich an die Spitze. Mein Zustand war ein höchst kläglicher ; indeß meine Gegenwart au dem oer-hängniSvolleu Platz war unumgänglich noth-wendig. De»halb nahm ich noch einige herzhane Schlucke Wutki. stieg zu Pferde und zwei Koiaken nahmen mich in ihre Mitte. gewonnen, welche mi» dem €cfileirr he« Gebeim-nissfS bedeckt werden müssen. Tieie nodeliegenve Vermuthung dürste aber eine irrige sein. Man wird der Wadrbeit näher kimmen. wenn man bit russischen Ordensverleihungen alS Schmer-»mSgeld oder Aufmunterung für die französischen Staatsmann«, nicht aber al» feierliche Besie-gtlunz vollendeter Thatsachen betrachte». Die hiesigen leitenden Kreise haben in letzl.r Int den lebhaften Wunsch empfunden, da» Freundschaftsverhältnis zu Rußland endlich aus seste Grundlagen zu stellen und man ha» im Sinne dieses Wünschet wiederholt aus die maßgebenden Persönlichkeiten in Petersburg einzuwirken gesucht. Lffenbar ha» dabei die Besorgnis vor einer gänzlichen Isolierung Frankreichs iinsalle einer besseren Gestaltung der mssisch-deutschen Bezie-dviißkn eine Rolle gespielt. Mai» wird aber nicht sehl^eden, wenn man versicher». daß jene Versuche bisher zu keinem positiven Erfolge führten. Sei e«. daß die russische Diplomatie fürchte», durch da« körmliche Bündnis mit Frank» reich ans eine abschüssige Bahn gedrängt zu werden oder sei eS. daß der Czar, seinem Ruturell gemäß, weittragenden Entschlüssen solange al« möglich au« dem Weg« geht. — die Ällianzsrage hat bisher nicht die hier erhofften Fortschritte gemacht." 'sDie französische Ausstellung in Moskaus bereitet Frankreich mehr Verdruß als Freude, mehr Einbuße am Prestige al« materiellen Vonheil. Beachtenswert!, ist ein« Moskauer Korrespondenz de« „Tempi/ in welcher ti beißt; „R ich dem Eindrucke, den ich em-viangen habe, wird der Czar, wenn er die Reise nach Moskau unkernimmt, einem Besuch« der französischen Ausstellung, um welchen er ersucht wurde, ausweiche». Seit Eröffnung der Ausstellung hä» die russische Regierung sich be» müht, dem französischen Unternehmen gegenüber keinerlei ossicielle Zustimmung zu äußern. Ein Besuch des Czaren wäre eine Manifestation; wird Alexander lll. sich dazu entschließen? All« Präcendtniien sprechen dagegen.' . (Ueber die Frage der Wieder» dtsiedelungPalästinaS durchJuden) schreib^ der Corresponden» eines englischen BlaNe« au« Odessa: „Ich habe kürzlich Gelegenheit gehabt, dir Ansichten hervorragender Juden über diesen Punkt zu hören. Die Möglichkeit der Erwerbung Palästinas, waS die Geldmittel betrifft, unter» luat keinem Zweifel; man müßte nur mit der stet« bedürftigen und chronisch bankbiüchigen os-manischen Regierung so scharf wie möglich seil» scheu. Aber wenn wirklich morgen ein solcher Staat in Palästina entstände, so würde er kaum «ehr denn eine vorübergehende Zufluchtsstätte für die armen Hebräer au« Rußland und einigen andern europäischen Ghettos sein. Für die wohl« habenden Juden böte er keine Anziehung. Wenn Kei:> Wort wurde gesprochn!. Schweigend gieag es im gestreckten Galopp nach dem Saume de! Kiefernwaldes. Plötzlich sahen wir. nicht »veit von un« ntlfent», etwas Dunkles; der Schnee war dort mifpuvüljlt. Der Officier kommandiert«: Halt! Der dunkle Gegenstand, den wir gesehen, waren die Ueberreste deS Pelzes und deS Militär-mavtel« deS MajorS, in tausend Stücke durch die Wölfe zersetzt. Sprachlos blieben wir Alle; der Officier stieg vom Pferde und die Kosaken entblößten ihr Haupt. Während wir unS so in tiefer Stille versammelt hielten, hörten wir aus einmal eine» Ton wie ein leichtes Seufzen. Derselbe schien von einem der Tannenbäume zu kommen. Der Officier zündete eine Lunte an. und bahnte sich einen Weg durch die nächststehenden Kiesern. Hier sah er deutlich, daß ein Kamps stattge» unden hatte; Fährten von Wölsen waren zu ehe». auch etwas Schweiß direkt unter der Kiefer. »Major SamarowSki oder sein Geist!" rief der Officier. während die Koiaken sich be-kreuzten. Ich sprang vom Pferde und mit aller Kraft, die mir geblieben war, kletterte ich auf die Juden ein productive« Volk wären, könnte ein solcher Staat eine große Zukunft haben. Aber nicht einer der wohlhabenden jüdischen Kaufleute, mit denen ich gesprochen, glaubt an eine solche Zukunft; und ant allerwenigsten würde einer auch nur davon träumen, in der neuen Kolonie sein Capital anzulegen." Locales und Irovinciales Cilli, 30. Mai. lPersonalnachrichten.j Dem Be-zirkshauptmanne Anton Element in Lieze» wurde auS Anlaß der von ihm erbetene» Versetz-ung in den dauernden Ruhestand in Anerkennung seiner vieljährigen, »reuen und sebr ersprießliche» Dienstleistung der Titel und Charakter einet Statthaltereirathe«, und dem Baurathe Theodor L i n d a n e r in Graz anläßlich ber von ihm erbetenen Uebernahme in den dauernden Ruhestand in Anerkennung seiner vieljährigen, treuen und vorzüglichen Dienstleistung der Titel und Character eines Oberbaurathes, beiden mit Nachsicht der Taxen, verliehen. — Der außer» ordentliche Professor an der Technischen Hoch-schule in Brünn. Dr. OSkar P e i t h n e r Frei-Herrn von L i ch t e n f e l t. wurde zum außer-ordentlichen Professor sür Mathematik an der Technischen Hochschule in Graz. die Postassistenten Karl Unterstelltet in Villach, Rudolf G o r i l a r in Judenburg und Emil S k e r l e in Graz wurden zu Postofficialen. und der Lieutenant in der Reserve Rudolf Rad et) zum Oberlieutenant i. d. R. ernannt. — Dem tnt Geschäfte de« Bäckermeister« Joses Falk in PischelSdvrf bediensteten Bäckergehilsen Joses Kaindorser wurde in Anerkennung seiner vieljährigen, einem und demselben Gewerbs» unternehmen zugewendeten treuen und belobten Berufsthätigkeit da« silberne Verdienstkreuz ver-liehen. sDie Schuldebatte in» Budget-auSschuß de« Abgeordneten Hause«s und die Bemerkungen de« Unterrichtsminister« v. Gautsch auf die Behauptungen und Wünsche de« Herrn Schukele sind von der slovenischen Presse ungefähr mit der Resignation aufgenommen worden, die man empfindet, wenn etwa« nicht zugestanden wird, wa« man ohnehin nicht er» wartet hat. E« ist übrigens wirklich traurig, welcher Schwindel hierzulande mit dem Sprach-wese» in den Schulen getrieben wird. Fragt man den einzelnen Bauer, so wird man in SV von 100 Fällen hören, daß er nicht« sehnlicher wünsche, als daß seine Kinder deutsch lernen, weil — wie er mein» — slovenisch ohnehin daheim gelernt und gesprochen werde. Trotzdem wird aber in zahlreiche» Gemeinden beschlossen, daß die Unterrichtssprache slovenisch zu sein die Kiefer, von welcher der Rus gehört wurde. Ungefähr zehn Fuß doch fühlte ich etwas Weiche«. E« war der Arm eine« Menschen — der Arm meine« guten Freunde» SamarowSki. In größter Freude rief ich: „Gerettet, er lebt noch!" Schnell war der Officier bei mir ans dem Baum. Wir fanden dort Samarowtki, festge-klemmt zwischen den Besten der kräftigen Kiefer, erstarrt, fast ledlo«. Er hatte sich an den Zweigen mit seiner Schärpe und seinem Taschentuch sestgebunden. Pelz und Mantel waren ihm entsallen und durch die Wölse zer-rissen worden. Die schützenden, grünen, dichten Aeste der Kiefer hatten ihm da« Leben erhalten. Man goß ihm Wutki durch die Kehle und der Officier wusch ihm Hände und Gesicht damit. Daraus wickelte man ihn in einige Woilach« und brachte auf diese Weise den fast erstarrten Commandeur zum Leben. Man band ihn auf ein Pserd fest und so erreichten wir mit unserem glücklich geretteten Major die Festung JarenSk. In einigen Tagen war v. SamarowSki wieder vollkommen hergestellt und imstande, seine Er-lebnisse mitzutheilen. Er erzählte folgendermaßen: Als ich aus dem Schlitten geschleudert wurde, befand ich mich an dem Fuße einer Kiefer. Ich 1 sah, wie die Wölfe auf mich loskamen, es waren habe. Die Entstehungsgeschichten solcher Beschlüsse spielen sich zumeist im nächsten Pfarrhose ab, wo da« praktische VolkSbedürsnit gegenüber dem slavisch - nationale» Fanatismus ganz in den Hintergrund »ritt. ES sind ja kaum zehn Jadre her, daß gerade aus den Gemeinden, von welchen kürzlich slavischer Unterricht ver-langt wurde, mit Tausenden von Unterschriften bedeckte Petitionen an daS Abgeordnetenbau« abgesendet worden sind, in welchen da« Deutsch-lernen alS da« dringendste Bedürfnis hingestellt und um möglichste Rücksichtnahme daraus ersucht wurde. Diese Petitionen — e« dürsten ihrer an dreihundert gewesen sein — sind vom ehemaligen Abgeordneten der Pettauer Landgemeinden. Raich rette Reich, einem slavophilen Fanatiker erster Größe, wegescamotiert worden. Seither war die Geistlichkeit mit glühendem Eifer bemüh», die Leute, welche der freie Wille det Volkes aut practischen Gründen an die Spitzen der Gemeindevertretungen gewählt hatte, zu beseitigen und an deren Stelle entweder ergebene Diener ihrer Couleur, oder willenlose Marionetten zu setzen, die Alle« thun, wu« der Herr Kaplan will. Wir bestreiken e« auf da« Entschiedenste, daß es dem freien Willen de« Volke« einspricht, wenn Slavisierung der Volk«schule» verlangt wird. Der Kern de« Volke« wünscht dies nicht. Der slovenische Bauer ist gewohnt, bevormundet zu werden, und niemal« ist diese Thatsache frecher ausgebeutet worden, al« eS jetzt geschieht. Die Meinung des Volke« kommt nirgend« un» verfälscht zum Aii«dntck.~ Und wie denn schon Alle« aus Verdrehung beruht, wa« die Wort-sührer det bedaueru»g«würdigen Winden thun und lassen, so ist der reichSräthliche Wortführer. Herr Schukele. selbst und an und sür sich ein interessanter Repräsentant slovenischer Wünsche, vor dem der Herr Unterrichttminister namentlich dann einen gewaltigen Respect habe» dürfte, wenn er die Informativ« des Herrn Lande«» Präsidenten von Krain über ihn berücksichtigt, in der wohl anerkennend zu lesen sein dürste, daß Schukele Herrn o. Winkler in Preßange-legenheiten zu Diensten stand. Herr Schukele war damal« zu haben, und e« ist daher nur begreiflich, daß e« selbst unter fernen Freunden Politiker gibt, die kein Vertrauen in sein? Actionen der ReichSregierung gegenüber setzen, da er der Landesregierung gegenüber die merkwürdigsten Proben von Schwäche und Willfährigkeit an den Tag geleg» hat. E« geb» ein starker Zug der Unwahrheit und der Unlauterkeit durch Alle«, was die windischen VolkSversührer leisten oder glauben machen wollen. sV o m I n st i t u t H au ße n b üch l.s Der LandeSschulrath hat den Fortbestand dieser Mädchen-ErziehungSanstalt unter der pädagogisch -didaktischen Leitung deS Herrn Professor» Paul genehmig». Die Nachricht wird von den viele« ihrer so viele in diesem Augenblick, daß ich mit den vier Schüssen, die ich noch in meinem Revolver halte, nicht fehlen konnte. Meine» Pelz und den Mantel ließ ich fallen uud unter dem ersten Eindruck der Bestürzung, welche die Schüsse unter den Wölfen verursachten, kletterte ich. den Säbel im Mund haltend, den Baum hinauf. Einige der Wölfe zerrissen den Pelz und den Mantel, doch einer machte Anstalten, mir auf den Baum zu folgen und hatte bereit« meine Hose gesaßt. Mich an einen Ast festhaltend, er-faßte ich meinen Säbel und gab dem Wolf einen solchen Schlag auf den Schädel, daß er sofort niederbrach. Daraus kletterte ich höher auf den Baum, so daß ich vor den Wölsen sicher war. „Kannst Du mir jemals verzeihen, daß ich Dich Deinem Schicksale überließ?" „Mein guter Kerl*, antwortete Samarowtki. „der wahre Muth ist eS nicht, sich gegen da« Unüberwindliche anzustemmen. Unter diesen Um-ständen hast Du nicht besser bandeln können, als Du e« gethan hast: nämlich so schnell wie möglich Hilfe herbeizuholen." Im folgenden Frühjahre verheirateten sich Toni und Samarowtki. Ich tanzte auf ihrer Hochzeit. „Abwehr." 4 Freunden und Freundinen de» Institute« gewiß freudigst begrüßt werden. sV erein S ü d m a r k.j Die Verein»-leuung schreibt un»: Bei Videm im Bezirke Raun sind drei größere Anwesen zu verkaufen. Nähere Auskünfte werden in der BereinStanzlei ertheilt. — Am 3. Juni findet die Gründung der Ortsgruppe Mariagrün-Kroisbach statt. Die Satzungen der Ortsgruppe S. Peter bei Graz sind von der Behörde genehmigt worden. — Der Herr ReichSrathSabgeordnete Graf Franz Attem« ist dem Verein al» Gründer mit einem Betrage von 50 Ä. beigetreten. sVom Herrn VicarJrgljwird dieAnfrage, die unlängst an dieser Stelle wegen der Rosen-kränze, welche die Bolt»schüler einer oder meh-rerer Abtheilungen zu kaufen verhalte» sind. an. ihn gerichtet wurde, in der „S. P." mit einer schier endlosen, ziemlich verworrenen Salbaderei beantwortet, die mit dem Satze „Ist denn Cilli schon lutherisier! oder gar verludet?« anhebt und in den Stoßseufzer »Ja, wa» in Cilli nicht alle» möglich ist \" au»klingt. Da» heißt, die Anfrage wird eigentlich gar nicht beantwortet, denn der Herr Vicar beschränkt sich auf «inen großen Jammer darüber, daß er den Schülern nicht einmal Rosenkränze vertaufen soll, und er beweist damit, daß er den Sinn jener An-frage merkwürdigerweise verstanden hat. Ihm denselben noch klarer zu machen, bemerken wir das Folgend«: Die Deutschen Cilli » wünschen, daß da» nachwachsende Geschlecht gesittet sei, > und e» hat selbstverständlich niemand auch nur j da» Geringste dagegen einzuwenden, wenn die -Jungen lxttn; sie mögen fromm sein, aber sie I sollen nicht Frommlinge werden; sie mögen rtligiö» sein. ab«r sie sollen »ich» Betbrüder werden. — Eben de»halb wird der Besitz von Rosenkränzen allgemein al» vollkommen über-flüssig betracht«, und zwar nicht blo» in Cilli, sondern, wie wir den Herrn Vicar v«rsich«rn kö»u«n, auch in anderen deutschen Städten. — Ob Cilli bereit» lutherisiert oder verjudei ist. da« muß man in der Kaplanri am besten wissen ; da» Eine ab«r steht f«st, daß die Taktlosigkeit«», die von gewissen Seiten begangen werden, d«r« art v«rstimmen und verbittern, daß sie di« bedenklichsten Folgen nach sich ziehen und daß die wendischen Geistlichen au» «igen«r Schuld in die Lag« kommen können, da« leere Nach-sehen zu haben. Zu den erwähnten Takt-losigkeiteu gehört es beispielsweise, wenn man die Frauen, wie e« jüngst geschehen, von der Kanzel herab ermahnt, „für ihre Männer zu beten, auf daß sie erleuchtet werden." So der Prediger vielleicht gemeint hat. daß e« der Geist de« windischen Clericali«mus sei. der die Männer «rleuchte, so ist er bei den Frauen schon an die richtige Adresse gekommen, denn bei den Frauen begegnet dieser Grist noch größerer Antipathie al« bei un» Männern. fDer Herr Pfarrer »on St. M.] hat zur Fahne Knripp'» geschworen, und seit er längere Zeit in WöriShosen zugebracht, ist er auf die Kneipprrri ganz versessen. Vor einigen Tagen nahn, er in der Badeanstalt de» Herrn Tramik in Cilli «in Bad und machte dann den Heimweg barfuß. E» läßt sich dagegen natürlich nicht viel sagen, denn schließlich steht e« Jeder-mann frei, nach eigener Fa?on selig, wir wollten sagen, gesund zu werden. Aber — ver-zeihen Hochwürden — sehr würdig sieht e» ge-rade nicht au«, sondern e» ist vielmehr ein wirklich koniische» und ergötzliche» Bild, einen geistlichen Herrn mit hochaufgestülpten Bei»-kleideri^nit nackten Füßen und die zusammen-aeknü;>Mi Schuhe aus dem Arnie tragend, im Schweiße seine» Angesicht«» d«n schmutzigen Weg daherlaufen zu seben. sDi« Ach t-S t u n d e n-tz ch i ch t] wurde den Arbeitern der Bergwerke in Voitsberg, welche der Graz-Köflacher Bahn gehören, vom 1. Jänner 1892 an zugestanden. Die Arbeiter jede» Werke» wurden zur Wahl der Delegierten aufgefordert, welche mit den Werk«vorständen und der Direktion die Modalitäten de» Ueber-ganges zur Neuerung berathen sollen. ^Gegen den slovenisch«» Unt«r-r i ch t.J Di« .Freien Stimmen au» Kärnten" s'derichl«» aus Markt Griffe»: Nach kurzer Dauer de« vom La»de«schulrathe aufgetragenen slovenichen Unterrichte« hat auch der hiesige Gemrinde-Au«schuß im Vereine mit dem Ort«-schulrath« gegen denselben Stellung genommen. In den letzte» Sitzungen dieser beide» Ver-tretuiigen wurde «»stimmig beschlossen, dem LandeSschulrathe da« Ansuchen um Aushebung diese» Unterrichte« und Belassung der bi«herigen allgemein befriedigenden Schulverhältniffe zu unterbreiten. Begründet wird die« Ansuchen damit, daß der eiugesührt« slovrnisch« Unterricht nicht nur keinem Bedürfnisse der Bevölkerung entspreche, sonder» sogar für lehter« ein« Last sei. Von 335 schulbesuchenden Kindern haben sich nur 26 für diesen Unterricht gemeldet, von welch' l«tzt«r«n jetzt aber nur mehr 7 diesen frei-willigen Lehrcur« besuchen. Zudem fällt die Be-schaffung der Lehrbücher für diesen Unterricht durchweg» der Gemeinde zu. weil nur Kinder armer Dienstboten denselben besuchen ; da» Lehrbuch selbst aber enthält Ausdrücke, welche sogar geborene slovenische Lehrkräfte nicht zu enträth-fein vermögen. Ein Bedürfnis, eine solche Nie-mandeni bekannte und ebensowenig nutzbringende Sprache kennen zu lernen, bestehe in keiner Weis«, da die Kinder den ortsüblichen sloveni-schen Dialect. den sie benöthigen, ohnedi«» im Elternhau«, wie durch ihren gtgenseitigen V«r-kehr sich aneignen. „Hine deutsche Aestung im Sann-lhate " Die Unduldsamkkit de» Cleru« gegen die I deutschen und deutschfreundliche» Katholiken in der Diöcese Marburg ist eine altbekannte Leidensgeschichte. Seit Dr. Napotnik an der Spitze dieser Diöcese steht, hat die wilde Deutschenhetze natür-lich nicht abgenommen, und diejenigen, welche von dem früheren Hofkaplan erwarteten, er werde auf die Verbesserung der Manieren im Kreise seiner untergebenen Berus«ge»ossen Einfluß nehmen. haben eine gründliche Enttäuschung erlebt. Wenn man behauptet, daß da« Organ de« Marburger katholischen Preß»«r«ineS — will sagen der Diöcesan-Geistlichkeit — da» gemeinste. roheste und giftigste Blatt ist. welche» in der sogenannten slovenisch?» Sprache «rscheint, so ist die» nicht nur unumstößlich richtig, sondern e» läßt auch auf den Kaliber schließen, au» dem da geschossen wird. Heute soll übrigen» nur davon die Rede sein, in welcher Weise die schwarzen Herren in diesem ihrem Organe die Deutschenhetze betreiben. Mitten im grünen Teppich de» Sannthale» liegt der freundliche Ort St. Peter. Er ist von altersher im besten Rufe, und noch in unser« Z«it drangen die Lobe»«rhöhung«n desselben seiten« der Vorfahren, die al« schönste« Sonn-tagsvergnügen eine Fahrt zum „Wolf" nach St. P«t«r betrachtet««, wo sie für «in«n Zwan-ziger complete Mahlzeit hielten. Die Zeit der Zwanziger ist zwar vorüber, aber der Heimische oder der Fremde, der durch den reinlichen Ort fährt, erhält von ihm noch heute den besten Eindruck. Dieser Zustand ist leicht erklärt, denn an der Spitze der Gemeindcwirtschaft stehen ver-nünftige Leute, die sich selbst in dieser tollen Zeit zu offener Deutschsreundlichkeit bekennen. Selbst-verständlich ist drr Ort darum nicht etwa deutsch geworden; allein in den Augen der schwarzen Unruhestifter ist der Zustand von St. Peter ein Greuel, da dort ein deutscher Parteigenosse, H«rr Josrf L«nko, den Posten de» Gemeindevor-steher« einnimmt. Seit einer Reihe von Jahren wurde» alle möglichen Versuche gemacht, an der Wirtschaft d<« Herr» Lenko und de« Gemeinde-Ausschusses Unregelmäßigkeiten zu entdecken, wie sie bei slovenische» Gemeindeverwallunge» sehr häufig vorkommen. Doch blieb da« ohne allen Erfolg. Nachdem nun all« w«ltlich«n Intriguen. Verleumdungen u. dgl. resultatlos verliefen, hielt die wackere Geistlichkeit offenbar den Tag für gekommen, kraftvoll einzuschreiten, damit den glücklichen und friedlichen Zuständen von St. Peter ein End« gemacht werde. Ihr vorn Geiste des Marburger Seminarchristenthumes durch-tränkte« Bl«>, der „Sl. GoSpodar", enthält in seiner letzten Nummer ein Manifest, d«m wir folgende Stillen entnehmen: 1661 »Eine deutsche Festung im Saanthal«. I» dritten Juni d. I. werden die Gemeinderathswahw, in St. Peter stattfinden; <4 ist die einjije gemeinde Vertretung im Sannthale, in der noch »er-bissene Dtutschthümler sitzen Die Bauern sind durch-weg« ehrliche Slovenen, die aber von der Lenk* Partei verführt sind, so daß sie in« deutsch« Horn »lasen und in die eigene slovenisch« Schüssel svuckea. 's Die St. Peterer Deutschenfreunde lausen jetzt »« wild in den Dörfern umher, sammeln von dt» Witwen Vollmachten, überreden die Landleute, an» machen goldene Versprechungen, um die Wieder«»! Lenko'« und seiner Sehilsen zustande »u bringen.... E« wäre eine grob« Schande für St. Peter, wem, dort unsere Feinde weiter herrsche» würden, die Nemtschuren. Und solche |u wählen, wäre eine Sünde und «ine unauslöschliche Schande für euch, ihr braie» slovtnischen Bauern. Ehrlich« slovenische Leute |i wählen, va« ist eine heiligt Sache, und jeder Wähler begeht ein« Sünde, der sich nicht an der Wahl beth«iligt. So diel ihr dort seid, wackere sl»-venische Männer, belehrt eure wankelmüthizen Nach-baren, auf daß sie sich betheiligen ! Stehet fest hinter den Leuten und bedroht fie, damit sie für di« sl»-venisch« Heimath einstehen! Zeiget bei der Wahl, daß ihr Slovenen selb, daß ihr Herrn Josef Leus» nicht fürchtet und ihn nicht mögt l Zeiget, bij ihr dem Schulverein abholde Christen seid, »eiget der ganzen slovenische» Welt, baß e« in der (fr meinde St. Peter noch brave furchtlose Slivene» gibt! Jene Schmierfinken aber, welch« bei dieser Wahl ihr Nemtschurenher »eigen werden, di« «erd» wir der ganzen slovenisch«» Welt bekanntgebe», damit jedermann schon von weitem den grausliche» Nemtschuren meide." Man bedenk«: Da« steht in einer Zeitung, von der j«dermann weiß, daß sie da» Lrgm de« Bischöfe» und der Diöc«sa»geistlichkeit E» ist die« eine Nein« Probe au« dem umfang-reichen Kapitel, wie die Geistlichkeit in der auS-gezeichnet«» Diöcese Lavant den Racenhaß cifgra die deutschen Diöcesane» erweckt, schurrt, stärkt und verbreitet. Dabei darf man nicht etwa denken, daß Herr Lenko vielleicht in irgend einer Weis« inbezug auf nationale oder kirchliche Au-gelegenheiten AergerniS erregt. Fällt ihm gar nicht ein. Er hat »in natürliche«. regeS In-teress« an «i»«r gesund«» Gemtindeverwaltuag. und da» kommt Allen zu staue». Wir sind mit Herrn Lenko nicht in Verbindung, kennen seine Ansichten über da» klerikale Getriebe also nicht genau, dürften aber kaum fehl-gehen, wenn wir die Meinung auSsprechen. daß e« ihm ziemlich schnuppe ist. Wenn m St. Peter die sogenannte slovenische Partei aaS Ruder kommt, so wird sich darüber niemand. den Kops abreißen; aber die vernünftige« meinde-Jnsassen w«rden zu bedauern sein. Für die anderen möge die neue Gemeindevertretmia dann vor allem ein slavisch-nationale« Narren-hau« bauen; der Bedarf für ein solche« ist ge-wiß vorhanden, da Sachsenseld in der Näh« ist. Wen» e« morgen in Roje und St. Peter int Sannthal blutige Köpfe gib», dann kann bi« Geistlichkeit unter Assistenz von Sokoliste«, welch« «den wieder ein Fest abHalt«», ein Tedcum anstimmen. Infolge deS HetzartikelS im ,Slo> venSki GoSpodar", der an alle Wähler und an virle andere Leute versendet worden ist, haben bereits gestern die erste» Prügeleien stattgefunden. Für den morgigen Tag soll die Parol« auSge-geb«» sein: „Blut muß fließen." Die Rußlmze biete» alleS Mögliche auf, um die Gemeinde St. Peter in die Hände von Gesinnungsgenosse« zu bringen. Unter den verschiedenen Mitteln, welche da zur Anwendung kommen, spielt auch Geld eine Rolle. Der Pr.-i« für eine Stimmt soll vorläufig mit ;ehn Gulden vermschlazt worden sein. Das Nähere darüber wird sich wohl im Cillier KreiSgericht abspiele». Wie wir hören, wird beim morgigen Sokolieste Am-darmerie aufgeboten sein, um nach Möglichkeit größer«« Exzessen vorzub«ug«u. Die iniell«-tuellen Urheber der beginnende« Bauernreooltw werden aber natürlich wieder ungestraft bleib«». Das sind ja herrliche Zustände! *) Die windischen Journalisten scheinen in d-eit appetitliche Redewendung förmlich verliebt zu sein- Snm. de» Setzerfungen. ■ 1891 Kerichtssaat. fiffi, 24. Wlat. [8 f f a i t« 3 i m n i a f.] i Unheil kd städt.-dtltg. Vezirk«gerichte« v»m . Hpril gegen Johann Zimniak wegen vergehen« Rtn Mc Sicherheit der Ehre, begangen an dem «i»k-Au«schusse her Stadt Cilli. dem hiesigen MSgremium und der Firma Daniel R»kusch. t4(l Urtheil bekanntlich auf 140 Gulden Geld-K>« eventuell 4 Wichen Arrest lautete, wurde (bk vom Appell-Senate de« Preisgerichte« vollin-ü'r.S bestätiget. Der @taat«ant>alt hatte sogar ■ wt hihere« ©irafau«mjch, und zwar lediglich tifiMi» beantragt. Wotkswirtschatt. sZur Frage der Valuta-Regu« li' t«it g ] gab Finanzminister Dr. Weckerle a Dienstag im ungarischen Abgeordnetenhaufe Kläningeit ab, die allgemein interessieren. Er unter Anderem: .Die Regelung der Va-litt bot zwei sehr wesentliche Voraussetzungen. !« «iie besieht darin, daß die compet.nten gtcurtii sich in Uebereinstimmung befinden, die »nie liegt aber darin, daß das zur Valuta-Isolierung erforderliche Metallgeld, oder sagen in et offen heran«, da» hiezu nothwendige wO beschafft werbe. Da« hängt allerdings Mt mehr von der Uebereinstimmung der com-iratea Factoren. sondern von den Verhält-»ln de« Geldmarkte» ab. Ja dieser Tezie-ljag kann ich so viel mittheilen, daß die un-pnHe Regierung, seit sie diefe Frage in ihr «PirifUfi Programm aufgenommen hat und nittt Verhältnisse e« gestatten, auf diesem Ge-im entscheidende Schrille zu unternehmen, keine i»ziße sich bietende Gelegenheit versäumt hat, o>zielbewußt und mit der durch die Verhält-«sse de« Geldmarkte« gestatteten Ausnutzung «ch dieser Richtung da« Geeignete zu unter-«wen. Zur Beruhigung will ich noch bemerken, kj ich keinem zur Entscheidung dieser Frage ttEjetenten Factor oder Fachmanne begegnet ii». der die Einführung der Hoppelwährung, bx Regelung der Valuta mit Hilfe de« Binte« tO.iutu« gewollt hätte. Um Mißverständnisse jji «meiden, bin ich genöthigt, auch aus die Kr-»« der Feststellung der Relation zu reflectieren. T» bietst Richtung wurde hervorgehoben, daß »i< Feststellung der Relation unbedingt der Re-jfl.ii3 der Valuta naturgemäß vorausgehen «sie, denn ohne diese ist eine Regelung nicht Mb«. Da« Gesagte will ich nur dahin er» Kuzeii. daß eS nach meiner Ansicht gar nicht qftlidj ist, die Relation lange vorher festzu-Weit, ohne daß wir thatsächlich zur neuen Ächung übergehen. ES ist meine Ueberzeugung, tat seit dem Jahre 1867 keine Frage aufge« uiiit ist. welche die wirtschaftlichen und poli-vchei )nterenbigteit, welche« in dieser Beziehung auch in der öffentlichen Meinung Oesterreichs P Ausdrucke gelaugt, nicht geschehen wird, mt daß ich, wenngleich nicht sofort — denn .D,»tfche Z»«cht" ich halte derartige Fragen nicht für sofort lö«-bar. hier kann nur von einer auf längere Zeit sich erstreckenden Arbeit die Rede fein — so doch recht bald in der Lage sein werde, in der Frage der Valuta-Regulierung eine nähere Orien-tierung zu bieten." sDieEntwicklung der deutsche« I n d u st r i es wird am deutlichsten nachgewiesen au« den Ziffern der internationalen Exportsta-tistik. Während in der Reihenfolge der auf dem Weltmarkte betheiligten Nationen im Jahre 1850 England den ersten. Frankreich den zweiten, die Vereinigten Staaten von Nordamerika den dritten und Deutschland den vierten Platz behauptete, hatte Deutschland im Jahre 1880 den dritten, 1890 aber den zweiten Platz erreicht. England besitzt nach wie vor die Führung im inter-nationalen Wettbewerb, Frankreich ist inS Hinter > treffen gedrängt und Deutschland sitzt der führ-ende-i Nation hart aus den Fersen. Dalei ist zu beachten, daß der deutschen Industrie an« den Ar-beiterfchutz» und Versorgungsgesetzen Bürden erwachsen, mit denen die Eoncurrenzlander auch nicht einmal annähernd belastet sind. In Oesterreich sind diese Bürden ebenfalls sehr schwer. Umso wichtiger erscheint eS, den ProductionSbedingungen de« hei-ntathlichen Gewerbes jeden mit dem Gesammt-Interesse nur irgend verträglichen Vorfchub zu leisten, damit in dem Te»ipo ihrer Entwicklung int Vergleich zu den concurrierenden Nationen de« Weltmärkte« keine Verlangfamung oder gar »in Stillstand eintrete. Auntes. ^Erzherzogin Marie Valeries sieht, wie au« WelS gemeldet wird, einem freu» digen Familien-Ereignisse entgegen. » » 0 [Zum Erzbifchof von Agram] dürfte, nach einer Meldung aus Rom, der Bi-fchof von Serajevo, Dr. Josef Stadler, ernannt werden. [Deutscher S ch u l v e r e i n.] Di« Ber-ein«leitung herichte«: In der Sitzung am 26. d. Mt«. wurde beiden Ortsgruppen in Laibach und der Ortsgruppe in ftflkstenfelb für Festerträgntsfe, dem Feft5u«schuss« in Wien Vlll. Bezirk sür die Veran-staltung einer Maifahrt, sowie einer Tischgesellschaft in Mähr.-Trübau sür mehrfache Spenden der Dank ausgesprochen und der Be»icht de« Kalender - Refe-renten über da« tro*^ deS Buchdrucker-Streike« voraussichtliche rechtzeitige Erscheinen deS Kalender« pro 1892 zur Kenntnis genommen Weiter« wurde über den Fortgang der Vorbereitungen zur Haupt-Versammlung in Klagenfurt am 2ti. Juni sowie über die bereit« erfolgte zweite Zusendung der An« meldung«-Formulare, deren sofortige Ausfüllung und umgehende Rücksendung dringend wünschenswert ist, Bericht erstattet. Für den Schulbau in Tüffer wurde eine weitere Baurate zur Auszahlung gebracht, für einige Schulen im Grödnerthal eine Unterstützung gewährt und die Subvention pro 1891 für die Schule in Arco flüssig gemacht. Ferner wurden die Mehrkosten für den Zubau in Süßenberg be-willigt und über mehrere den Nachlaß Maichenitsch betreffend« Angelegenheiten nach Antrag de« Refe-renten zustimmende Beschlüsse gefaßt. Endlich wurden Angelegenheiten der Berein«anstalten in Senftenberg, Blattaitz, Königsfeld, Troppau, Schreitendorf und Iserthal der Erledigung zugeführt. [W a « es für Einkommen gibt.] In Oesterreich-Ungarn haben ein jährliche« Ein-kommen und zwar nach der Personenzahl: 10 (hoher Adel, todte Hand) im Betrage von 3,060.000 ff.; 50 (hoher Adel, todte Hand) 600.000 fl.; 100 (hoher Adel, todte Hand) 300.000 fl.; 500 (Bankier und Millionäre) 00.000 fl.; 1000 (Bankier und Millionire) 30.000 ff.; 10.000 Bürger 15.000 ff.; 100.000 höhere Beamte und Bürger 0000 fl.; 500.000 Beamte u. Bürger 300.000 ff.; 1,000.000 Beamte und Bürger 1500 fl.; 1,000.000 Beamte, Landwirte und Bürger 600 ff.; 2,000.000 Arbeiter, Taglöhner und Dienstboten 300 fl.; 9,000.000 Taglöhner, kleine Landwirte und Frauen 180 fl.; 6,000.000 zur Arbeit nicht ganz fähige Kinder 150 fl.; 4,000.000 Arme aller Classen 100 fl. Dazu kommen 16,000.000 erwerbslose Kinder, Arbeitsunfähige, Greife, Frauen. s [Mineralwasserfälschungen.Z Bon Seite der Montplat'schen Mineralwasserhandlung in Pari« wurden die dort gangbarsten Mineralwässer seit geraumer Zeit zu solch' erstaunlich billigen Preisen verkauft, daß die Uareellität dieser Schleuderet auf der Hand lag und die betr. Quellenbescher sich veranlaßt fanden, eine genaue amtliche Unter-suchn»« zu beantragen. Diese ergab d«nn auch die erstaunlichsten Resultate, denn in den Montplat'schen Geschäftsräumen fand man statt eine« Lager« natürlicher Mineralwässer eine ganze Fabrtk»einrichtung. nicht etwa zur künstlichen Herstellung der verschiedenen Brunnen unter möglichster Einhaltung der Analysen, sondern lediglich zur Nachahmung der Original-Etiquetten, der Kapseln, der Korkenbrande ic. Al« Wasser selbst füllte man einfach in die Flaschen oder Krüge, gleichviel welche Etiquette solche trugen, gewöhnliche» Seinewasser. Man kann sich da« Er-staunen der Unterfuchung«-Eommission denken, al« man einen der Gehilfen eben damit beschäftigt fand, wie er doppeltkohlensaure« Ratron in Seinewasser auflöste, abfüllte und die Flaschen mit der valser Etiquette versah. Da« Geschäft wurde daraufhin sofort geschlossen und versiegelt und gegen Montplat da« strafrechtliche Verfahren eingeleitet, da« am 18. März mit der Verurteilung de« Fälscher« zu 6 Monaten Gefängni«, 3000 Frc«. Geldbuße und 5000 Frc«. Schadenersatz endete, während der Pflicht-eifrige Gehilfe mit 14 lagen Hast und 100 Frc«. Buße davonkam. [ A m e r i k a n i s ch.J Au« Chicago meldet ein Telegramm: .Ein reicher Bürger von Chicago hat dem Welt-Au«stellung«-AuSschuffe den anscheinend ernstgemeinten Vorschlag unterbreitet, da« Kolosseum in Rom zu kaufen, und e« in einzelnen Theilen nach Ehieago zur Welt - Ausstellung zu bringen. Der Unternehmer versichert, eine Gesellschaft zu »er-treten, welche über 200 Millionen Dollar« verfügt und schätzt die Kosten der Verwirklichung seine« Gedanken« auf 40 Millionen Dollart." — Sollten sich nicht auch ei» paar .wohlhabende' Amerikaner finden, welche da« Geld für eine Ueberführung der Alpen oder de« Rheines nach Chicago zur Ber-fügung stellen ? [Die größte Zeitungtprrff« der Welt.) Man schreibt der „Franks. Zig.*: Neimztg-tausend sechsseitige „Herald«' in der Stunde! Mit diesen Worten kündigt Äordon BennetS .New Aork Herald' in skiner 40 Seiten zählenden Nummer vom 10. Mai an, daß sein« n«ue sechsfach wirkende Schnellpresse ihr« Thätigkkit begonnen hat. Neunzig-tausend Zeitung«« im Format -0 zu 58 Centimes« in drr Stund« I Man muß der Phantasie durch Vergleiche zu Hilf« kommen, um sich ein richtige« Bild von einer so unerhörten Leistung zu machen. 90,000 in der Stunde bedeutet 1500 in der Minute und 25 in der Sekunde, da« heißt, di« Prrfs« wirft 25 bidruckte, geschnittene, gesalzte und gezählte Herald« i« einein Zeitraum au«, der dem Menschen kaum genügt, um bi» 3 zu zählen. Die drei Papier-rollen, welche da« Ungeheuer gleichzeitig braucht, müssen in der Stund« 52 Meilen oder 84,000 Meter Papier von 80 Centimeter Breite liefern. Di« fertig«« Zeitungen kommen an zwei Stellen zugleich au« der Maschine und tverd«n aus sinnreiche Art zu j« 50 Stück abgetheilt, indem ein Finger jede fünfzigste etwa« weiter vorschiebt und dadurch in dem regelmäßig aufgeschichteten Haufen kenntlich macht. « • * [Au« der Prinzenschul e.l Arofeffor : „9hin, mit welchem Jchre beginnen dieSreuzzüge Prinz: .Im Jahre 1520!" Professor s „Die Zahl, Durchlaucht, ist ja an sich sehr gut — aber hier paßt sie doch nicht ganz genau !" — PtfftTTfc^ b«r Landkarte zeigend): .Die» ist wohl SpxtfäJl* Erzieher: .Ja, Hoheit! Aber nur von Franzosen bewchnt. Die Spanier selbst wohnen mehr südlich." [In der höhere» Töchterschule.] Professor: „ Ich habe Jhne», meine Damen, in der letzte« Stund« mitgetheilt, daß da» Gehirn de» Manne« größer ist, als da« der Frau. Wa» schließen Sie darau«, Fräulein Bertha?' —Berth«: „Daß e« beim Gehirn nicht auf die Quantität, sondern auf di« Qualität ankommt!'' [Kopf Hoch!] Korporal (zu einem Rekruten) : „Donnerwetter, wie oft soll ich'« Jhne» noch sagen : Kopf hoch! Warum schauen Sie immer in« Gra«? Habe« Sie vielleicht noch nicht gefrühstückt?" iieher Htite Msnatsratkn st. ö — ZUuftriertepreisrourantt gratis u.friitri, THE SINGER MANUFACTURING Company, New-York. O- e 21 er «. 1 - c • atur G. XEIDLIXGEK, (Wruz. I SporgaiM Nr. 16. [ytYtYtYtYfYtYf^j 1 A Buchdruckerei y i J. 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[ T c r Armee-Llrferant. ] Richter : „Wa« war Ihr Vater?" — Angeklagter: „«tmt« 1 Hcfctant t* — Richter: „Wa« bat er denn der Armee geliefert?" — Angeklagter: „Sech« Bub'n, mir san «lle Deutschmeister wur'n!* [Kran k.] Student: , Donnerwetter, ist mir schlecht ,u Muthe.' — Wirtin: .Soll ich den Docior rufe» lassen?' — Student: .Ja, meinen Sie, daß mir der wa« pumpt 1" [8 c r ft « II u n g.] .Darf ich Ihren meinen Freund Müller vorstellenf * — „Danke! Müller kenne ich schon genug." Hingesendet. • E« ist ein alter Ruhin der „Gartenlaube", daß sie sich iti menschlichen Elend«, e« mag aus-treten, in welcher Form e« wolle, mit aller Wärme annimmt. Sin Durchblättern de« eben erschienenen 3. Hefte« bestätigt un« aus« schönste, daß die .Gartenlaube" diesen Ruhm auch heute noch verdient. Wir finden da eine Reihe von Artikeln, die nach verschiedenen Seiten bin in den Kampf gegen gei« stige und körperliche Leiden, oft gegen beide zusammen eintreten: „Unschuldig verurtheitt" verwendet stch mittelbar zu Gunsten der Opfer einer irrenden Justiz, und gleich nachher wird die öffentliche Mild-thätigkeit zur Unterstützung der nothleiden^en Weber in der Grafschaft Glatz aufgerufen. In .Tragödien und Komödien de« Aberglauben«" geißelt die .Garten-laube" die manigfachen wahnhaften Vorstellungen, die sich an den Begriff der ,.Unglü«k«vögel' knüpfen und in einem weiteren Aufsätze warnt sie aus« ein-dringlichste vor den furchtbaren Gefahren der Mor-phium- und Cocainsucht. Solche Artikel geben einem Gartenlaubeheft einen gewissen socialen Wert, und e« bedarf zu seiner Empfehlung nicht mehr, daß auch auf die vielfachen anderweitigen unterbauenden und belehrenden Beiträge und auf den prächtigen Bilder-schmuck hingewiesen werde, woran diese Hefte immer s» reich sind. >OQOOÖOOGOOOi Einzige Niederlage für Stricrmark Art ratrn und Krii» 0» r.»j. V, Svirgilffe Nr. 16. Zur Anfertigung tt>n DAMENKLEIDER Strassen- und Gisellschasts-Toilette:. Gestirne. Neglige's « o H!l « neuester Wiener Fa»i andere« A-Ire«*- M chl werkn V-■ ii ii ich d:eva Ees iltat «!-_•:• M ! r T| Werk »ehr empfehlendem bezeichnen. ?! WIEN, 7T April 1W1. (- A Aclilungavoil 1 " " ................ ungarischen Monarchie" enthaltend »II« piotokol-Tj lierteu und niclitprotokollieiti n Firmen; ist in ch! allen BnclilianiUanp-lC sowie dir^ct im Verlage 1^ T| ton L. Bergmanu & Co. in Wien, IX.. Uni- Ja Ti v«r*. Grcssberger 4 Kurz _Blel*ilftf»trit.. »Vl»i>. I., J>hm»nwniiaa» >. Bai „Kansmilnnisehe Adressbnch für In- daetrie Handel und Geworbe der üsterrfichi^ch- 6 S-S i| ii 1^525 s^33 1 i%Ul " ■tllilPlfh» Frvililiii^kiir« Die «»teu FitthlingüiüQchcn »ind gewöhnlich die Zeit, in welcher nach ciuem Correctlv fär die durch die Lebenswege im Winter häufig hi-rvorgernsene Störungeri in den kurperlichen Funktion gesuchten wird. Für diesen Zweck ist r»ln«t»e •nuil«ch*r »owohl xur «elst«tAndigen Hauckur als namentlich auch i'ir Torkur s»r die Bilder: Karlsbad. Marien h*d, Pranxenabad und andere Karorte von ira;- besomiers emp'ohlen. 1991 „Se*tfd»e Wacht" 11 F Ausverkauf. Da unsere Unterhandlungen mit dem Reflectauten auf unsere Niederlage zu keinem Resultate führten, ziehen wir es vor, einen 4,2-2 Ausverkauf unserer sämmtlichen Artikel zu billigsten Selbstkostenpreisen zu veranstalten und bieten damit dem P. T. Publicum Gelegenheit, seinen Bedarf in Porzellan, Glaö, Lampe», jap. Luxusgegenftänden, Vusen, Kaffee, Speisen-, Liqneur-, Wein- und Bier-Servicen zu billigsten Preisen zu decken. Indem wir hiemit auf diese äußerst günstiqe Gelegenheit zum Einkaufe aufmerksam machen, bitten wir um zahlreichen Zuspruch. Hochachtungsvoll Utsßllf Cgf l* \ (£ü i1 ------ ---lifjr i ä NEUHAUS bei Cilli lSttiermarN. »»criidmie, «kritithermr von 2M Grad R täT Grad £.) und 5t«hlahrgrl»gknheiten am Balinkofe. ^ flBfrar.nt u»d Bkslellnnne» an Direciion k-i ian&fe Luranftalt Ncuhaus bei Cilli — Pro freie tt'cnlttdilicb H' HB & lla^elversichmins in Steiermark, 3SI ä, r n te n vmd. ZESIra-iia. leistet zu billigsten festen Prämien die Z% General-Ajfentsoliaft in Graz <> Bureau Thonethof, Pfarrgaise 2, m der § UQffariscü-Französ. Versicteois-GfisellscM „Franco-Bongroise" f.>trii/t»7r/»>n»«ffiii/'«inrf iihrr B W«Wn,ifn fc'w/rfrn o. W. CJ Vorkommando Schäden werden coulant liquidiert und prompt bezahlt. Dir Prämie kaun über Wunsch bis im Herbste entrichtet werden. M Die Gesellschaft zahlte bisher 50 Millionen 421.177 Gulden ö. W. för Schadenvergütungen an ihre Versicherten. 376—3 f > Agentnr-l ebernalinisofferte wollen an obige Generalajcentaeliast gerichtet werden, wo-oelbut »ri Antritte entgegengenommen nnd Auskünfte bereitwilligst ertheilt werden. c; m I m U ;; & m Das beute Mittel öS! =-' ?il = |-S epuepTaTuaSuM JIIJ W l„The Mutualif| Lebens-Versicherungs-Gesellschaft von New-York. Gegründet lH4ä. I] Die älteste Lebens - Versiehe! nn^s - Gesellschaft löi—c in Amerika. i ♦ Die grösste Versicherung (jeseHschaft der Welt. U Total-Garautielouds um 1. Jänner I8^K): Mark 576 4G3 Millionen. Dieselben sind um mehr als 129 Millionen Mark grösser wie bei irgend einer anderen Lebens-Versicliernngs-Gesellschaft der Welt. Die grösste Gesammt-Eiunahine i:n Jahre 1889.........M. 132*255,833 Die grösste Dividenden-Abzahlung an di« Ver-icherten im Jahre 1889 „ 9 727,727 Der Kidsstu Gesamun-übeisclnas im Jahr« 1889 ......... 193 941,515 ftf Der grOsste reine Gesehafts-Zuwachs im Jahre 183'J 356*102,434.1 Die .Mutual* ist eiue wechselseitige Versicherungs-Gesellschaft, vertheilt demnach den pesamtnteii Geschästsgewinn unter die Versicherten. Die Gewinnantheile, welche die ,Mutual* seit Begehen an ihre Versicherten auszalte, sind weit mehr als doppelt so gross und im Verhältnis zur Prämien -Hinnahme um mehr als 32#/0 höher wie die irgend einer anderen Lebens Versicherungs-Gesellschaft der Welt. Als besondere Garantien für die ttMferrelftliNi'lH'ii V<>rn>icherteii ist der ganze Ileservefoncl in pupillarsioheren Papieren in der k. k. Staats-Central-Oasse in Wien deponiert. Geneml-Direetiou für <>Hterreioh: U liohkouilziilatz 1. |i «« i riiiy liiMiiiii ti iix|iiniz jl- y Jh. 3PS9. 449-2 Kundmachung. Anläßlich tirt Eintrittes der wärmeren JadreSzeit werden die vestimmungen der §§ 49 und 50 der Straßen-Polizeiordnung für die Stadt Cilli zur genauesten Darnachachtung in Erinnerung gebracht; diesellen lauten: 8 49. In der wärmeren Jahreszeit und über er-folgte behördliche Kundmachung müssen die Hau«-besitzet bei trockener Witterung von ihren Häusern oder Grundstücken die Straße oder den Play bi« auf eine Entfernung von zwei Meter täglich zweimal und zwar morgen« vor 8 Uhr und abend« nach 6 Uhr mit reinem Wasser bespritzen lassen. 8 50. Die Trottoire oder Fußwege vor den Häusern smd wöchentlich mindesten« zweimal durch die HauSeigenthümer kehren zu lassen und ist der Kehricht in die in den Häusern bestehenden Kehrichtablngerung«stänen abzulagern. An warmen trockenen Tagen muß da« Trottoir oder der Fußweg vorher bespritzt werden. Jede Außerachtlassung dieser Bestimmungen wird nachdrücklichst bestraft werden. Stadt amt Cilli, am 26. Mai 1891. Der kaiserliche Rath und Bürgermeister: ?r. Neckermann. Posanicntier-Wareii. Grösste# Etablissement in den österr. Alpen-Undsrn. 448—2 Friedrich Hocke IftoTtnsiplom (I. Preis! VankctanfftrllunA «r», 1890. GRAZ. Silberne Medaille de« vereine« „zur Förderung der «uilkiidllkrst." Niederlage and Bestellnngs-Uebernahme: Stampfer? «rate* tiewMbe recht« von w von der llerrenjraMe au«. Frisch «»gelangl! Aeinstes Kafettl, Muflti Speiseöl, süße» LewSt. e^ter Weinessig, echie Kssig-Kllenz echt» Schweins,lt. ungar. Salami, feinster chroyerlUise. feinste Reisstärke ic. K. wird billigst abgegeben det 447—t Vlnccnz \ar—3 Geschäfts Local am Hauptplatzt in Eilli, in welchem seit dem Jahre 1853 ein Galanterie- ».Spielwarengeschäft mit Erfolg betrieben wurde und auch sür derartige Geschäfte, infolge der günstigen Lage des Local« besonders geeignet, ist vom l. August an zu vermiethe». — Adresse i. d. Adm. d. Bl. Tüchtiger Commis in der Gemischtwarenbranche versiert, findet sofort Aufnahme bei Andreas Supanz in Pristova ( St eier maule). 441—3 Tüchtige Lleidermiherin wird ««fort »uffcrt»ojnmen bei Ifculaxi© 33eciit©ld., Seilt rgasse 2. geprüfter "J»