Redaction und Expeditivn: Bahnhosxiassc Nr. 15. Pränumerationevreise: zx Insertion «preise: Ein- Nr. 100. ffiÄfnigWi.»"! Freitaq, 2. Mai 1879. — Morgen: Kreuzerfindung. Lf-UhLknV/r^'An! IZ.^zahrg. Mit der Post: Ganzjiihr. fl. 12. ~ ' ictgen bis 6 Seilen 20 Ir. v Die wirthschastliche Frage in Oesterreich. Das Abgeordnetenhaus des Reichsrathes behandelt soeben die Budgetposten des Acker-banministeriums. Mit lobenswerthcm Frei-m"the geben die Repräsentanten der Steuerträger den verschiedenen, in landwirthschastlichen Kreisen la"t gewordenen Wünschen offenen Ausdruck. An de« Äckerbauminister wird die Bitte gestellt, der lo..dwnthschaftlichen Zollbeweguug in Deutschland volle Aufmerksamkeit zuzuwenden und der Land-wirthschaft in Oesterreich, welche durch die Cou-cm enz von Rußland und Amerika fühlbar beeinträchtiget wird, den nötbigen Schutz zu gewähren. Oesterreich ist in erster Reiche ein Agriknl-tinstant. Die Landwirthschast iit Oesterreich hat bisher noch nicht jene Berücksichtigung gefunden, die sie doch in hohem Maße verdient, die Land-wirthfchaft in Oesterreich ist mit Gut- und Blutsteuer bereits überlastet. Hoch an der Zeit sei es, die Grundservitnts-Angelegenheiten einem Abschlüsse zuzuführen; Berechtigte und Verpflichtete fehlten sich nach endlicher Erledigung des schon durch eine lange Reihe von Jahren im Zuge befindlichen Grun'd-mid Servituten-Entlastnngsgeschäftes. An das Ackerbauministerium wird das Ersuchen gestellt, die österreichische Regierung möge den Abschluß eines Handelsvertrages mit Deutschland anstreben, wodurch die dortigen Zölle gegen die landwirthschastlichen Produkte nicht zur Anwendung kommen würden und Oesterreichs Absatzgebiet gesichert bleibe. Es wird gerechte Klage geführt über die immer mehr und mehr überhand nehmende Wälderverwüstung. Letztere nimmt ungeheuere Dimensionen an. Der von Jahr zu Jahr steigende Holzwerth verlockt die kleinen und großen Waldbesitzer, über die Gebühr ihre Holzmassen anzugreifen. Der rationelle Land- und Forstwirt!) soll aus seinem Besitzstände nur „Zhv sen" schlagen; jedoch ein Blick auf den Bestand der Waldungen zengt, daß namentlich die Forst-wirthe aus ihren Coinplexen nicht nur „Zinsen", sondern das gesaimnte Stammkapital „schlagen" und so der Nachwelt, der kommenden Generation, öde Flächen hinterlassen. Nur einige wenige, von rationell gebildeten Forstmännern bewirtschaftete Waldgütercomplexe widmen der geregelten Wiederauffvrstnng abgetriebener Waldflüchen die gebührende Aufmerksamkeit. In landwirthschastlichen Kreisen wird eben auch laute Klage geführt, daß Acker- und Wiesland, Viehzucht und landwirtschaftliche Nebengewerbe Heute nicht mehr den gewünschten Reinertrag abwerfen, daß die Regie-Auslagen und Stenern die Geldeinahmen weit übersteigen. Ein großer THeil der „kleinen" Landwirthe betreibt heute das Handwerk, wie es Großvater und Urgroßvater betrieben haben; nicht Fortschritte, sondern Rückschritte treten aus Tageslicht. Ein beträchtlicher Theil der „großen" Landwirthe versäumt es, die Leitung seines Grundbesitzes rationell gebildeten Oekonvmen anzuvertrauen. Er vermeinet, durch Aufstellung bäuerlicher, ungebildeter, unerfahrener Wirthschafter (Hofbesorger) genug gethan zn haben. Wenn namentlich die größeren Landgüter in einigen Provinzen Oesterreichs nicht jenen Reinertrag abwersen, den sie abwerfen könnten und sollten, so sind in der Regel die Besitzer selbst schuld. Dem Grund und Boden ist in der Erwägung, als die Steuerlast eine hoch hiuaufge-fchranble geworden, durch rationelle Leitung der möglichst höchste Reinertrag abzugewinnen. An das Ackerbauministerium wurde das weitere Ersuchen gestellt, ans das Zustandekommen nothwendiger Agrargesetze bedacht zu sein und auf Beseitigung jener Gesetze zu dringen, wodurch der Betrieb der „kleinen" und „großen" landwirtschaftlichen Güter geschädigt oder beeinträchtiget wird. Zur Hebung der! Landwirthschast würde die Gründung von landwirtschaftlichen Kreditvereinen und Vorschußkassen, die Gründung eines landwirthschastlichen Meliorierungsfoudes wesentlich beitragen. Zur anstro-türkischen Convention. Das Uebereinfomiiten zwischen Oesterreich und der hohen Pforte ist wol abgeschlossen worden, aber der Sultan ist, wie der „N. fr. Presse" von ihrem Korrespondenten aus Konstantinopel mit-getheilt wird, trotz der Convention sehr gereizt gegen Oesterreich, denn er hat Mitteilungen erhalten, wonach die Wahrung seiner Sonveränetäts-rechte in den occupierten Ländern ungeachtet der Conventionsclansel, daß sie nicht präjndiciert werden, äußerst problematisch sei. Er hat nämlich erfahren, daß Oesterreich enorme Geldansprüche an die Pforte erheben werde, die aus den Occn-pations-, Feldzugs- und Repatriierungskosten abgeleitet werden und sich zum Theile auch auf ältere, von der Pforte anerkannte, bisher aber nicht liquid gewordene Forderungen stützen. Der Sultan fürchtet nun, daß man ihn über kurz oder lang zwingen werde, diesen Ansprüchen zu genügen, oder, da es der Pforte an Geldmitteln gebricht, sich durch Abtretung der Souveräuetätsrcchte abzufinden. Das wäre der Weg von der Occupation zur Annexion. Das neueste europäische Fürstenthum. Bulgarien hat seinen Fürsten. Ob jedoch der junge Regent fähig uud in der Lage fein wird, die ihm zuerkannte Krone gegenüber den in Jeuill'eton. Der Festzug zn Ehren des Kaiserpaares. (Schluß.) Au den stilgerecht kostümierten Gruppeu der Uhrmacher, Spengler, Gießer, Gürtler und Brouce-Arbeiter gefielen die hübschen, die Wagen zierenden Arbeiten, wie die riesige Laterne, die immer töiienbe Glocke ganz besonders. Dem „Werthschützer" der Kunstindnstrie boten die Gruppen der Metallgewerbe und jene der Glaser und Goldschmiede ein hervorragendes Interesse ; vor allen verdiente in dieser Richtung der stilvoll aiisgestattete Wagen der erstgenannten Gruppe mit dem Rieseuschlüssel an der Spitze und mit der im Stile des sechzehnten Jahrhunderts reichverzierten Feldschmiede die volle Aufmerksamkeit des Publikums. Als eine Spezial-Ausstellung unserer Metallarbeiter erschien uns dieser Wagen mit seinen Sänlchen und Gittern, seinen Verzierungen in Schnecken und Blumeu. Au dem Wagen der Glasergrnppe interessierte vornehmlich der Glaskasten mit den schönen Glas-gesüßen, bei den Goldschmieden der plastische Schmuck des Wagens und die Gruppe von reich mit Goldschmnck gezierten und prächtig kostümierten Damen, welche unter dem darüber gespannten Baldachin einen Cercle hielten. Sie gaben mit ihrem in allen Stilarten der Renaissance gebildeten Schmuck und ihren bunten Sammt- und Seidenkleidern eine zutreffende Versinnlichung des Reichthums, welcher bei der Schönheit zu Gast ist. Die reizende Frau, welche unter dem Baldachin saß, war nicht der geringste Schmuck des schönen Wagens, der vom Bildhauer Friedl gebaut worden. An der Rückwand des Wagens erhoben sich zwei Pauisken, welche Muscheln, eine reiche Collection von Gefäßen in Silber und Gold trugen, die von Herrn Klinkosch beigestellt wurden. Die Gruppe der Graveure bestand aus 17 Theiluehmern unter Führung der Herren Heinrich Jauner und Johauu Schwerdtuer. Das Banner trug der Kupferstecher Herr Rndesch; zwei Lehrlinge trugen Modellierungen von Wachs, die Gehilfen aber folgende Gegenstände: Einen Helm ans der Zeit Maximilians (mit reicher Gravierung), eine große Schüssel aus dem Schatze der Familie Herberstein, einen großen Pokal aus dem deutschen Ordensschatz, einen Bucheinband mit Beschlägen ans dem sechzehnten Jahrhundert. Ferner eine große Emcülgravierung: „Madonna mit dem Kinde," ein Habsbnrg-Lothringen'fches Reitersiegel in Kapsel. Vier Gehilfen, zwei Jnng-meister und sechs Meister repräsentierten die Kunst der Gravierung. Nicht übersehen konnte die Gruppe der Buchdrucker werden, mit dem von Laufbeiger gebauten Wagen und der lebensvollen Gestalt des Gutenberg darauf; da arbeitete die Presse — doch „was sie webt, erfährt kein Weber" — die Drucker schleuderten ihre Publicationen ins Publikum, und wer eine im Fluge erhaschte, konnte sie auch lesen. Es waren wahrscheinlich sehr unverfängliche Dinge, die da unter freiem Himmel ohne jede Aufsicht des Staatsanwalts gedruckt wurden. Künstle r. Nun erschien jene Gruppe, in welcher der historische Zug seinen Höhepunkt uud Abschluß fand, jene der Künstler; allen voraus auf muthigen Pferde» zwei Gestalten, so echt, als ob sie ans einem Bilde aus dem sechzehnten Jahrhundert herausgenommeit wären; beide in schimmernden rothen, mit Broncegrnnd geschatteten Wämmfern und Mänteln, mit entsprechend reich geschirrten Pferden; in dem einen mit dem schwarzen Hut erkannten wir den Architekten Poschacher, in dem ändern den Pferdemaler Julius Blaas, der einen Bulgarien herrschenden Verhältnissen und diplomatischen Jntriguen zu schützen, ist eine andere Frage. Eine zweite Frage ist, wie es den Bulgaren möglich sein wird, das erforderliche Personal für ihre acht Ministerien aufzutreiben. Es gibt bis jetzt in den von den Bulgaren übernommenen Verwaltnngszweigen keine Beamten, wenigstens keine befähigten Beamten. So ist es ganz fraglich, in welcher Weife der Post- und der Telegrafendienst versehen werden wird, da absolut kein bulgarisches Personal bisher hiezu aufzutreiben war. Ein — wol ironischer — Vorschlag des russischen Regiernugsvertreters Lukianoff, österreichische und englische Beamte zu diesem Zwecke zu engagieren, wurde zurückgewiesen. Mait einigte sich alsdann, Franzosen und Italiener anzustellen, und soll das russische Gouvernement auch in Paris und Rom um Überlassung einer Anzahl von derlei Beamten gebeten haben. Wie aber, verlautet, sollen diese Unterhandlungen abgebrochen worden sein, weil weder Franzosen noch Italiener Lust zeigen, in Bulgarien Stellungen zu acceptieren. Junge Männer ohne jede Qualifikation sind heute Bppella-tions-Gerichtspräsidenten oder stehen in anderen wichtigen Stellungen und sind von einer Anmaßung und einer Unduldsamkeit, die ihresgleichen sucht. Höchst komisch und ergötzlich ist es, anzusehen, daß jeder, selbst der Unwissendste, der bisher in ganz zweifelhaften, ganz untergeordneten Verhältnissen sich befand, zum allermindesten als Gerichtspräsident Unterkommen will. Die Mission Aleko Paschas. Der neu ernannte Gouverneur von Ostrumelien, Aleko Pascha, wird, wie die Grazer „Tagespost" aus Wien erfährt, spätestens am 15. d. M. seinen Posten antreten. Er wird in dieser Stellung wesentlich der Machtvollstrecker Iber europäischen Kommission sein, welche in allen wichtigen Fragen, und zwar mit Majorität der Stimmen, das entscheidende Wort spricht. Er wird gleichzeitig, wo etwa im einzelnen Falle deren Entscheidung den Anschauungen der Pforte nicht conform sein sollte, vermittelnd eintreten, wird aber in demselben Augenblicke das Land verlassen, wo die Kommission es nöthig erachten möchte, die türkischen Truppen einrücken zu lassen, weil in diesem Falle die Militärgewalt das entscheidende Wort haben müßte. Aleko wird jedoch das Land gar nicht betreten, bevor nicht die russischen Truppen vollständig abgezogen sind. Die Verzögerung ihres Abzuges ist weißen Hut trug; einen Schritt hinter diesen ritt Makart. Die Künstler wurden von allen Seiten mit Zurufen begrüßt, und man gab ihnen in jeder Weise die Zufriedenheit über das von ihnen geschaffene Werk zu erkennen. Natürlich fragte jedermann bei der Künstlergruppe: „Wo ist Makart?" Der Künstler wurde im ersten Augenblicke nicht erkannt, so bescheiden hatte er sich in der Mitte der Genossen verloren. Er war in dunkelblauen Sammt gekleidet, so einfach und unauffällig wie möglich. Ein breiter Hut mit langer Feder beschattete das Gesicht des Malers, der ein reichgeschirrtes Pferd ritt. Das vom schwarzen Barte umrahmte Gesicht des Malers war bleich vor Aufregung, aber ails den genialen Augen des Künstlers, der seine Phantasie herrlich ins Leben treten gesehen, blitzte ein Strahl der Freude. Wo der dunkle Reiter auf dem weißen Zelter erscheint, zeigt ihn einer dem ändern, und „Makart hoch! hoch!" schallt es durch die Reihen, die Frauen wehen mit den Tüchern, die Männer schwenken die Hüte. Ueberall empfängt ihn brausender Willkomm, und der Name Makart dringt von den Fenstern und Ballonen wie von den eleganten Tribünen hinab ins Volk, wo er den Leuten, vielleicht zum ersten male, aber bedeutungsvoll in die Ohren fällt. zur Zeit allerdings nicht wahrscheinlich, aber sie bleibt immerhin noch möglich, denn abgeschlossen sind die betreffenden Verhandlungen noch nicht. Der wieder gefüllte Divan. Die hohe Pforte hat, nach Berichten, welche die „Times" aus Konstantinopel erhielten, eine temporäre Abhilfe ihrer dringendsten Geldverlegenheiten gefunden, aber betreffs der Quelle, woher diese Abhilfe beschafft worden, wird große Verschwiegenheit beobachtet. Dein am allgemeinsten Glauben findenden Gerücht zufolge ist es dem türkischen Botschafter in London gelungen, Geld gegen Verpfändung des Ueberschnsses der Einkünfte Eyperns aufzubringen. Tagesneuigkeiten. — In Szegedin ist das Jnundationswasser in fortwährendem Steigen begriffen und wird bald die alte Höhe erreicht haben. In Csongrad sind neuerdings Arbeiten im Gange, um die Stadt gegen die Theiß, die durch das sogenannte „grüne Wasser" stark angeschwollen ist, zu schützen. Der Gesetzentwurf, betreffend den Wiederaufbau Szegedins, ist vorgestern an die Kabinetskanzlei abgegangen. — Jtalia irr eben ta. Diesertage hatte eine Deputation des Triestiner Conütes der Jtalia irredenta Audienz bei Garibaldi. Die Unterredung war mehr als herzlich. Der Agitator sprach seine tiefste Sympathie für die Jstrianer ans; er erklärte, wer kein Herz für die Jrredenti habe, sei kein Italiener; er wolle alles, was von ihm noch übrig sei, der Sache weihen. Dann machte er den Anfang zu einer Sammlung für eine Million Gewehre, „um die Nation zu bewaffnen und sie zur Erkämpfnng ihrer Rechte fähig zu machen", und endlich äußerte er die Hoffnung, daß die Zeit zu glänzenden Thaten bald kommen werde. Depretis hat keine Mittel, Garibaldi ruhig zu halten, und jetzt, wo dieser die uiierlösten Brüder offen für feine Schützlinge er> klärt, wirb es auch schwer sein, den Deputationen den Muitb zu stopfen. — Ein Hochwürbiger — Unwürbiger. Der Pfarrer von Besinet, ber römische Monsignore Johann Baptist Leo Maret, 48 Jahre alt unb päpstlicher Kämmerer, stand vor einigen Tagen vor den Geschwornen in Versailles unter der Anklage, an der Person eines weniger als dreizehn Jahre alten Mädchens Verbrechen gegen die Sittlichkeit begangen zu haben, mit dem erschwerenden Umstande, baß er bazn sein Ansehen als Priester mißbraucht! Der Enthusiasmus des heutigen Tages hat die Popularität des Künstlers erst im wahren Sinne des Wortes geboren. Von Makart wendeten sich aller Augen dem Festwagen zu, der an der Stirnseite durch die silberblinkende Copie der medicäischen Venus, welche sich auf einer kühn geschwungenen, reich vergoldeten Volute erhebt, charakterisiert war. An den vier Ecken des Wagens erhoben sich vier Eandelaber, deren Flammenschalen von Pnttis, wahren Perlen der Holzschneidekunst, getragen sind. Unter dem rothen Sammtbaldachin, der sich über die Rückseite des Wagens wölbt, standen und saßen auf dem reich mit echt persischen, indischen und türkischen Teppichen belegten terrassierten Boden Künstlerfrauen in der reichen Tracht jener Zeit, da selbst wetterharte Krieger einen Luxus in Spitzenkrausen trieben, der fabelhafte Summen verschlang. Wir erkannten trotz der flamändischen Maske die glutäugige Frau des Malers Groß, die lilieuhast schlanke Frau Ehrler-Max, in dem Mädchen aber mit dem gestrählten goldblonden Haare unter dem Baldachin Fräulein van Endersen. Alle Damen trugen reiche Spitzenkragen und Krausen. Die Künstler, wie ihre Damen, waren mit Goldketten, Gehängen u. s. w. geschmückt, die jedem Museum und jedem — Still- hat. Die Verhandlung würbe bei verschlossenen Thüren geführt. Der Prozeß währte die ganze Nacht hinburch, unb erst in ber Frühe um sechs Uhr erkannte bie Jury auf Schulbig, worauf der Abbe Maret zu zehnjähriger Kerkerstrafe verurtheilt wurde. — AuS b e nt Reiche der Knut e. Der Zar vermeinet, feine Unterthanen „katholisch" zu machen, er befahl nämlich, daß das bekannte Rundschreiben des Papstes gegen die Socialdemokraten in allen katholischen Kirchen Rußlands von der Kanzel vollständig verlesen werde, und zwar in der Volkssprache brcimal hinter einanber. — Dem „Univers" wirb aus Petersburg mitgetheilt, baß in Rußland gegenwärtig förmliche Razzias auf Verdächtige gehalten werden. Die Peter-Panls-Festung in Petersburg wurde von den 4700 darin befindlichen politischen Gefangenen geräumt; man transportierte dieselben nach anderen Gefängnissen im Innern des Reiches, um Platz für die Nenverhaf-teten zu schaffen. Acht Tage nach dem Attentate war die Peter-Panls-Festung wieder zur Hälfte gefüllt. Von den Verhaftungen machten insbesondere jene des Collegienrathes Jakowleff, der in der Kanzlei des Ministeriums des kaiserlichen Hauses angestellt war und im Winterpalaste wohnte, sowie die seines Sohues, eines Garde-Offiziers, Aufsehen. Zahlreiche Verhaftungen von Offizieren fanden außerdem bei den Regimentern der zweiten Gardedivision Moskau und Leibgrenadieren, sowie bei der dritten Fußartilleriebrigabe statt. Die Zahl ber fehlenden, respective verhafteten Offiziere dieser Truppenkörper ist so groß, baß Offiziere anderer Regimenter zur Dienstleistung dahin kommandiert werden mußte». — Großer Brand. Die Stadt Orenburg in Rußland stand am 28. v. M. in Flammen, das Unglück ist schrecklich. Bei starkem Stnrmwetter brannte die Stadt den ganzen Tag und die ganze Nacht. Niedergebrannt sind: zwei Kirchen, das Be-zirksstabsgebänbe, bie Artilleriekaferne, bie Stadt-dnma, die Jngenieurverwaltmig. der Kaufhof, die Telegrafenstation, das Lehrerinstitnt, der Kameral-hof, ber Controllhof, bas Preisgericht niid die besten Stadttheile. Die Krongelder und die meisten Aeten-stiuke wurde» gerettet. Die Bevölkerung erlitt einen enormen Schade». Bisher wurden drei verbrannte Leichen anfgefnnben. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung blieb ohne Obdach und Nahrungsmittel. Die Beschädigte» werde» i» Baracke» hi»ter der Stadtli»ie untergebracht. Wegeu Zusendung von Brod wurde a» de» Gouverneur vo» Samara telegrafiert. I» den benachbarte» Dörfer» wurde» auch entsprechende Vorkehrungen getroffen. Die I Bildung eines U»terstütz»»gscoi»ites wird beabsichtigt; leben zur Zierde gereichen würden. Ueberhaupt war diese Grnppe durch Farbenreichthn.n der Kostüme und die bequeme Art, wie sich Damen und Herren in denselben bewegten, ausgezeichnet. Unter den Künstlern, welche dem Wagen folgte.,, traten besonders hervor: Hasenaner und Schösser in feierlichem schwarzen Kleide, Bildhauer Tilgner, und endlich wegen seiner hünenhaften Gestalt sein College Costeuoble. Da die Künstler bekanntlich den Abschluß des historischen Zuges bildeten, so ist der Gedanke, demzufolge durch Adoptierung des Kostüms der Rubens-Zeit für diese Gruppe eine Art Uebergang zu dem modernen Zuge gefunden wurde, ein glücklicher zu nennen. Sollen wir über die künstlerische Gesammt-haltuug des Festzuges, namentlich aber über den historischen Theil desselben ein Urtheil geben, so haben wir nur kurz die Stimmen aller kompetenten Richter des Ju- und Auslandes, welche ihn bewunderten, znsammenznfafsen, um kurz zu sagen, daß seit den kunstgesegneten Tagen der Renaissance nirgends so Prächtiges gesehen wurde. Ein solcher Zug wäre in Wien vor 30 Jahren noch nicht möglich gewesen; um solches zu leisten, mutzten wir Jahrzehnte eines so reichen Kunstlebens hinter uns haben, wie es die Neugestaltung Wiens conseqnenterweise mit sich brachte; die Masse der Nothleidenden ist jedoch so groß, daß örtliche Mittel weit unzureichend sein dürften. Der Gouverneur ersucht den Minister um eilige Geldhilfe. Während des Brandes sind weder Raub noch Ausschreitungen vorgekommen. Unter den Beschädigten sind sehr viele Beamte. Der Minister des Innern hat vorläufig 10,000 Rubel angewiesen. Lokal-und provnyial-^ngelegenheiten. — (Das kaiserliche Iubelfest) wurde auch in Neumarktl und Planina durch Hänser-beflaggnng und Höhenbeleuchtung, musikalischen Zapfenstreich, Gottesdienst, Schüler- und Armenbetheilung gefeiert. — (Der ersteMai) verlief in den Mauern Laibachs ohne Saus und Braus, ohne musikalische Tagreveille, kurz gesagt, in jeder Beziehung kühl. Die Excnrsionen beschränkten sich auf den Tivolipark, Unter- und Oberrosenbach; die Schüler des -Obergymnasiums wählten Bischoflack und Josefsthal. — (Casino-Restauratio n.) Der gestrige Wiedereröffnungstag signalisierte einen zahlreichen Besuch dieser freundlichen Restaurations-Lokalitäten. Es wird in den nächsten Tagen auch für die Unterhaltung der Gäste gesorgt, der Charakter-Komiker Martin, die bekannte Sängergesellschaft Mitteregger und die Elitemusikkapelle Mayer kündigten Pro-ductionen an. — (Im Circus Sidoli) fand gestern die Schlußvorstellung statt. Die Gesellschaft Sidoli kann sich rühmen, Laibachs Publikum durch einen vollen Monat bestens unterhalten zn haben. Der Besuch der künstlerischen Productionen war im ganzen genominen ein zahlreicher. Der Circus Sidoli war gleichsam die Oase in der unfruchtbaren, an Vergnügungen armen Frühjahrsfaison — (Stiftungs bezug.) Der zweite Platz der Valentin Kuß'schen Stiftung mit dem Jahres-genuffe von 47 fl. 16 kr. ist zu verleihen. Gesuche bis 31. d. an die Landesregierung in Kram. — (Steuer- n n d A b g a b e n l e i st u n g.) Das Gesetz vom 28. April 1879, betreffend die Forterhebung der Steuern und Abgaben, dann die Bestreitung des Staatsaufwandes während des Mo« nats Mai 1879, lautet: „Mit Zustimmung beider Häuser des Reichsrathes finde Ich anzuordnen wie folgt: § l) Die Regierung wird ermächtigt, die bestehenden direkten und indirekten Steuern und Abgaben fammt Zuschlägen nach Maßgabe der gegenwärtig gütigen Besteuerungsgesetze, und zwar die Zuschläge zu den direkten Steuern in der durch das Finanzgesetz vom 30. März 1878 (R. G. Bl. wir sagen: Wiens, mit besonderer Betonung, weil unsere Bevölkerung von Hause aus ein ganz besonderes Talent für geschmackvolle Dekoration besitzt. Und in verhältnismäßig so kurzer Zeit so viel Schönes zu prodncieren, dazu gehört eben nicht nur tüchtige Schulung, sondern jene Leichtigkeit in Erfindung und Durchführung, welche nicht anerzogen werden kann, sondern angeboren sein muß. Hvchgebirgsjagd. Noch waren die Augen des Publikums wie geblendet von all dem Ganze, in dem die Künstlergruppe erschienen war, und schon verkündeten einzelne Juchezer und ein paar schrille Töne der Schwegelpseifen, daß der Original-Hochgebirgs-Jagdzug in Sicht sei. Der Festzug verlor nun den Charakter der imponierenden Pracht und nahm jenen der österreichischen Gemüthlichkeit an, wie sie nirgends so herzerfrischend zu treffen, als in den Bergen bei unseren Aelplern. Es dauerte nur wenige Sekunden, und dieser neue Tou hatte ein Echo iu der Brust der Zuschauer gefunden, und man jubelte den Jägern von den Tribünen, von den Balconen und Fenstern zu; schöne Damen schwenken ihre Tücher gegen die wettergebräunten Gestalten. Der Zug wurde von fünfzig Herren, aus denen wir vor allem den Grafen v. Meran, Nr. 27) bestimmten Höhe, während des Monats Mai 1879 fortzuerheben. § 2) Die während des genannten Monats sich ergebenden Vcrwaltnngs-auslagcn sind nach Erfordernis für Rechnung der durch das Finanzgesetz für das Jahr 1879 bei den bezüglichen Kapiteln und Titeln fcstzustellenden Kredite zu bestreiten. § 3) Mit dem Vollzüge dieses Gesetzes wird der Finanzminister beauftragt." — (Die Rinderpest) ist in Zivilkroazien nnd in der Vizegespanschaft Fiume erloschen. — (Aus dem Gerichtssaale.) Der verantwortliche Redaeteur unseres Blattes wurde wegen verweigerter Aufnahme einer vom k. k. Bezirksgerichte Oberlaibach ausgefertigten, auf die in unserer heurigen Nummer 59 gebrachte Original-Korrefpon-denz aus Obcrlaibach bezugnehmenden Berichtigung vom hiesigen k. k. städtisch-delegierten Bezirksgerichte auf Grund des § 21 des Preßgesetzes zum Erläge einer Geldstrafe von 5 fl. verurtheilt. Gegen dieses Urthcil wurde sofort die Berufung eingebracht, und heute fand infolge dieser Berufung die Appell-verhandlung vor dem hiesigen k. k. Landesgerichte statt. Der Gerichtshof bestand aus den Herren Laudesgerichtspräsident Gertscher als Vorsitzenden und den Landesgerichtsräthen R. v. Zhuber, Baron Rcchbach und Kocevar; die Staatsbehörde war durch deu Staatsanwalt Herrn Oberlandesgerichtsrath Persche und der Kläger, Herr Bezirksrichter Plesko in Oberlaibach, durch Herrn Dr. Mosche vertreten. Nachdem der Referent, Landesgerichtsrath Freiherr v. Rechbach, den Actenvortrag geschlossen, ertheilte der Gerichtshofpräsident dem Redaeteur Franz Müller das Wort. Dieser berief sich auf die bei der erste» bezirksgerichtlicheu Schlußverhandlung gemachten Aussagen und stellte auch heute in Abrede, daß die Vonseite der Redaetion verweigerte Aufnahme der eingesendeten Berichtigung eine grundlose war; er erinnerte, daß der Kläger, Herr Bezirksrichter Plesko, die zur Aufnahme ein-gefendete Berichtigung am Bezirks-Gerichtssitze in Laibach einer wesentlichen Correctur unterziehen mußte. Die Staatsanwaltschaft erblickte in der von der Redaetion abgelehnten Aufnahme der ursprünglich textierten Berichtigung keine grundlose Weigerung und stellte den Antrag auf Freisprechung des genannten Redactenrs. Der Vertreter des Klägers wollte auf Grund der vorliegenden schriftlichen, an den Kläger gerichteten Ablehnung der Redaetion eine grundlose Weigerung nicht anerkennen und beantragte die Aufrechterhaltung des bezirksgerichtlichen Urtheiles. Der Gerichtshof jedoch zog die Verteidigung des Redaeteurs und den Antrag der Staatsanwaltschaft in nähere Erwägung und sprach nennen, geführt. Lustig waren die Wildbeutewagen und der steirische Kuchelwageu mit den Sennerinnen. Und als die Flügelhornisten ihre Alpenweisen erschallen ließen, da sangen hie und da Leute im Publikum mit. Am zahlreichsten war die steirische Gruppe des Zuges vertreten, welcher in mehrere Abtheilungen zerfiel, und zwar: a) Winterjagd mit den Dachshunden; b) Hahnenbalz, wobei eine große Anzahl von frisch geschossenen Hahnen getragen wurde; c) Gemsjagd mit einem mit Gemsen beladenen Wagen; d) Brakjagd: Brakir-jäger, Brakirer mit sehr vielen HochgebirgShunden, welche sich über alle Erwartung gentil benahmen und weder viel bellten noch heulten; der große Wildpretwagen, darauf Hirsche, Rehe u. s. w.; j schließlich über ein Dutzend Reitponies. Bei der Gruppe der Steirer marschierten A. v. Zimier, die Barone Thavonat und Scßler, v. Frank, bei jener der Niederösterreicher Baron A. Rothschild u. s. w. Sehr aufgefallen ist Fürst Hngo Win-dischgrätz, der vor dem Jagdwagen der Krainer ritt, ans welchem ein Theil der Jagdbeute dieses gewaltigen Jägers gefahren, während ein anderer getragen wurde; darunter sahen wir ein paar Bären, einige Wölfe n. s. w. Die Kärntner führte Fürst Rosenberg, und ihr Wagen war mit Hirschen, Gemsen, Rehen, Luchsen u. s. w. beladen. | den genannten Redaeteur von der ihm zur Last gelegten Uebertretung des Preßgesetzes frei, und enthob denselben von der Zahlung der Geldstrafe und Kosten des Verfahrens. — (Aus den Nachbarprovinzen.) Am 30. v. M. fand in Leoben der Abschluß deS Roheiseueartells der steiermärkisch - kärntnerischen Eisenwerke statt. Anwesend waren die sämmtlichen Vordernberger Radgewerken, und zwar Dr. Peintin-ger, Vordernberger Kommunität, Stadt Leoben, Ritter von Friedan'sche Coneursmasse, Vordernberg-Köflacher Montan-Jndustriegesellschast, Egydy und Kindberger Gewerkschaft, Otto von Mayr, Heinrich Mitfch und Fürst Schwarzenberg, ferner die Innerberger Hauptgewerkschaft, Hüttenberger Eisenwerks-gefellschaft. Als Minimalverkaufpreis wurde bis auf weiteres der Preis von 45 Gulden per Tonne netto Kassa ab Hütte für Frischroheisen vereinbart. — Der Schlossermeister Tomschitz im Münzgraben bei Graz, welcher schon im Jrrenhanse war und unter Cnratel steht, erschlug sein Weib mit einem Hammer, angeblich aus Zorn darüber, weil sie ihm kein Geld und zu wenig zu essen gebe und ihn fortwährend beschimpfe. Hierauf schlitzte sich derselbe mittelst eines Rasiermessers den Bauch auf. Nach Anlegung eines Nothverbandes war cs möglich, den Mörder einem Verhör zu unterziehen. — Die Statthalterei in Graz hat die Statuten einer neuen akademischen Burschenschaft zur genehmigenden Kenntnis genommen. Dieselbe führt den Namen „Fran-eonia" und hat als Farbe Weiß und Roth in Gold gewählt. — Der „Jsonzo" erzählt, daß am 23. v. M. in Görz in Fleischtheilen einer Sendung amerikanischen Specks Trichinen constatiert wurden und auf Anordnung des Magistrates die ganze Sendung confiscicrt worden ist. Es wird nunmehr schleunigst und mit größter Genauigkeit die mikroskopische Untersuchung aller Sendungen von Schinken und Speck aus verdächtigen Gegenden vorgenommen, Die Feinde der Reitschule. Eine mit „II.“ signierte Stimme ergreift iu der „Schulzeitung" der „Deutschen Zeitung" das Wort, um die Feinde der Neuschule, welche auch im Abgcordnctenhause des Reichsrathes zu finden sind, zu geißeln. So oft im Abgeordnetenhause bei Gelegenheit der Budgetdebatte das Kapitel der Schule zur Verhandlung kommt, sind wir gewiß, eine schöne Predigt über die Verderbtheit der jetzigen und die zn erwartende schreckliche Verwilderung der künftigen Generation zu hören. Im Vorjahre gelang es sogar dem Herrn Pater Greuter, die Zoologie mit einer ueueu Bestie, dem „Coufefsionsmarder", zu bereichern — dem Confessionsmarder, nennen wir ihn limstela Greuteriana, der sich bei hellichten Tage in das heilige Sakrament der Ehe einschleicht und dann nichts als die stolgebührensreie Civilehe zurückläßt; der die nunmehr selige „politische Schulversassung" mit den sämmtlichen geistlichen Schul-Distrikts-Aussehern verschlang und den modernen weltlichen Schulaufsichtskram in seiner teuflischen Tücke ausspie; der mit fanatischem Eifer die Crncifixe von den Schnlwänden wegputzt und die katholischen Volksschulen in seinem weiten Schnapp» sack verschwinden ließ. Da dieser „Confessionsmarder" nun seine Dienste bereits geleistet, wurde er unter das andere Gerümpel geworfen, und übernahm es der Abgeordnete für Oberösterreich, der hochwürdige Herr Fischer, mit einem neuen Schreckmittel vor die Reichsrathsabgeordneten zn treten. Hödel und No-biliug und die geheimen staatsgefährlichen Gesellschaften — das seien die Früchte unserer Schulen I Die Leute treten „aus den höhern, ans den Mittelschulen und aus den Hochschulen mehr und mehr mit atheistischen Anschauungen hinaus ins Leben", und so ist eben nichts Besseres zu erwarte». Nach alledem ist die Schute offenbar das Krcbsübcl unserer Zeit, und es muß ander- mit ihr werden. Die Kirche muß wieder die volle und uneingeschränkte Herrschaft über die Schule bekommen, und geschieht das nicht und nicht sehr bald, so gehen wir, wie die tonsurierten Herren Politiker meinen, einer argen Sittenverwilderung entgegen, denn die Religion ist in Gefahr, und mit ihr eben alles andere in Staat und Gesellschaft. Wir haben dazu nur weniges zu bemerken: In allen unfern Schulbehörden befinden sich geistliche Vertreter aller Cousessionen, alle Lehr- und Lesebücher werden einer sorgfältigen Prüfung unterzogen, bevor sie die Approbation erhalten; der Religionsunterricht wird von Geistlichen ertheilt und beaufsichtigt; die Kinder werden zur Kirche angehalten, zur Beichte und Communion geführt — kurz, die religiöse Erziehung und Religionsunterricht unterscheiden sich vou dem der früheren, nach Pater Fischer „bessern" Zeit nur dadurch, daß sie regelmäßiger und besser geworden sind. Wer da weiß, wie bequem es sich die Herren Katecheten seinerzeit machten, wer es weiß, so wie wir es wissen, daß ihnen der Religionsunterricht immer Nebensache und das Wegbleiben aus der Schule meist Hauptsache war, der wird de» heutigen Schnl-zustäudeu auch in Bezug auf den Religionsunterricht einen wahrhaften Fortschritt nicht absprechen können. Es wäre wahrlich zu beklagen, wenn die so erfreuliche Resultate zutage fördernde Neuschule der weltliche«, staatsbehördlichen Leitung wieder entzogen und klerikalen Händen überantwortet werden würde. Die neue Zeit bürgt uns dafür, daß die Neuschule in ihrem dermaligen Bestände belassen wird. Witterung. Laibach, 2. Mai. Trübe, unfreundlich, windig, mäßiger O. Wärme: morgens 7 Ulir + ICH", nachmittags 2 Uhr + 9'8" 0. (1878 + 131“; 1877 + 118» C.) Barometer 734 61 Millimeter. Das gestrige Tagesmittel der Wärme + 7-7°, um 3 6° unter dem Normale. Gedenktafel über die am 3. Mai 18 7 9 stattfindendeu Li-citationen. 3. Feilb., Nvbak'sche Neal., Natschna, BG. Laibach. — 1. Feilb, Zaversau'sche Real., Moste, BG. Stein. — — 1. Feilb., (aurl’schc Real, Bisoko, BG. Laibach. — 2. Feilb., Nnper^iS'sche Rechte, BG. Neifniz. — 3. Feilb., KamM'sche Real., Kleiudorf, BG. Mottluig. — 2. Feilb., Fabktt'sche Real., St. Beit, BG. Wippach. — 2. Feilb , Brolich'sche Real., Anszergoriz, BG. Laibach. — 2. Feilb., Trost'sche Real., Podraga, BG. Wippach. — 3. Feilb., Baudek'sche Real., Krainburg, BG. Krainburg. — 2. Feilb., Jurajevkii'sche Real., Mlafc, BG. Möttling. — 3. Feilb., MeHik'sche Real., Ratschach, BG. Kronau. — 1. Feilb., Schelhans'sche Real., Eisnern, BG. Lack. — 3. Feilb., Per-sin'sche Real., Rakitna, BG. Oberlaibach. — 2. Feilb., Dem-sar'sche Real, Lack, BG. Lack. 3. Feilb., Kuukii'sche Real., ©tciiihic, BG. Neumarktl. — 3. Feilb, Rakove'sche Real., Zadraga, BG. Äieumarktl. — 3. Feilb., Cvar'sche Real., Slatcnek, BG. Reifniz. — 3. Feilb., Jvane'sche Real., Groswolland, BG. R'eifniz. — 3. Feilb., Klanöar'fche Real., Kompolje, BG. Großlaschiz. — 3. Feilb., Adamii'sche Real, Ponigne, BG. Großlaschiz. — 3. Feilb., Artcl'fche Real., Rann, BG. Radinannsdorf. — 1. Feilb., Snle'sche Real., St. Lorenz, BG. Gurkseld. Am 5. Mai. 3. Feilb., Lipovee'fche Real., Babenseld, BG. Laa-3. — 3. Feilb., Martim'ic'sche Real., Oberseedorf, BG. Laas. — 3. Feilb., Schetinz'sche Real, ad Landstraß, BG. Laudstratz. — 3. Feilb., Tnrk'fche Real., Topol, BG. Laas. - 3. Feilb., Dolinar'sche Real., Nassenfnß, BG. Nassenfuß. — 1. Feilb., Rovak'sche Real., Straze, BG. Nassenfnß. — 1. Feilb., Ran'sche Real., Rndolfswcrth, BG. Rndolsswcrty. — 1. Feilb., Smrz'sche Real., Gallenberg, LG. Laibach. — 2. Feilb., Jvane'sche Real., Unterradnla, BG. Gurkseld. sessor Makart das Ritterkreuz des Leopoldordens, dem Bürgermeister-Stellvertreter Uhl den Eisernen Kronenorden dritter Klasse verleiht; — endlich eine Verordnung betreffs Aushebung der wegen der Pestgefahr verfügten Beschränkungen rücksichtlich des Uebertrittes von Reisenden aus Rußland und Bulgarien. London, 1. Mai. Die „Morningpost" erfährt, alle Signatarmächte genehmigten den Vorschlag um Verlängerung der russischen Occupativn Ostrnmeliens bis 3. August, ausgenommen Oesterreich und England. — Salisbury sagte beim Bankette, wenn die Bevölkerung Ostrnmeliens die durch den Berliner Vertrag gewährten Freiheiten verwirft, wären Reprefsivinaßregeln unvermeidlich. Telegrafischer Kursbericht am 2. Mai. Papier-Rente 65 50. — Silber-Rente 66'—. — Gold-Reiitc 77-30. — 1860er Staats-Anlehen 120 50. — Bank-acticit 803. — Krcditactieu 252 50. — London 117 05. — Silber —. — K. k. Münzdukaten 5-55. — 20-Fraucs. Stücke 9 35. — 100 Reichsmark 57 60. Telegramme. Wien, 1. Mai. Die „Wiener Zeitung" vn-bliciert das Gesetz wegen Einverleibung Spizzn's; ferner ein kaiserliches Handschreiben an den Grafen Taasfe, womit der Kaiser als Merkmal seiner Anerkennung des patriotischen Sinnes nild der hervorragenden Bethätignng künstlerischen Schaffens bei den Festlichkeiten anläßlich seiner silbernen Hochzeit dem Wiener Bürgermeister Newald das Comthurkrenz des Franz Josefordens, dem Pro- Man biete dem Glücke die Hand! 400,000 Mark Hauptgewinn im günstigsten Falle bietet die allcr-neueste grosse Geldverlosung, welche von der hohen Itegierimg genehmigt und garantiert ist. Die vorthoilhafto Einrichtung des neuen Planes ist derart, dass im Laufe von wenigen Monaten durch 7 Verlosungen <5ewinne zur sicheren Entscheidung kommen, darunter befinden sich Haupttreffer von eventuell B.-M. speziell aber Gewinn ä M. 250,000, 1 Gewinn 6 M. 150,000, Gewinn ä M. 100,000, Gewinn ä M. 60,000, 1 Gewinn ä M. 2 Gewinne ä M. 2 Gewinne ä M. 5 Gewinne iv M. 2 Gewinne ä M. 50.000, 40.000, 30.000, 25.000, 20.000, 12 Gewinne a M. 15,000, 1 Gew. 24 Gew. 5 Gew. 54 Gew. 71 Gew. 217 Gew. 531 Gew. 673 Go w. 950 Go w. 24,750 Gew. otc. a M. 12,000, äM. 10,000, ä M. 8000, äM. ä M. ä M. ä M. ii M. äM. äM. 5000 3000, 2000, 1000, 500, 300, 138 otc. Die Gowinnziohungen sind planmassig amtlich festgostollt. (188) 18-5 Zur nächsten ersten Gewinnziehung dieser grosson, vom Staate garantierten Geldverlosung kostet 1 ganzes Original-Los nur Mark 6 oder fl. 3 50, 1 halbes „ „ „ 3 „ 175, 1 viertel „ „ „ 1'/- „ »—'90. Allo Aufträge werden sofort gegen Einsen-ing, Posteinzalilnng oder Nachnahme des Betrages mit der grössten Sorgfalt ausgeführt, und erhält jedermann von uns die mit dom Staatswappen versehenen Original-Lose selbst in Händen. Don Bestellungen werden die erforderlichen amtlichen Pläne gratis beigefügt, und nach jeder Ziehung senden wir unseren Interessenten unaufgefordert amtliche Listen. Die Auszahlung der Gewinne erfolgt stets prompt unter Staatsgarantie und kann durch direkte Zusendungen oder auf Verlangen der Interessenten durch unsere Verbindungen an allen grösseren Plätzen Oesterreichs veranlasst worden. Unsere Collecto war stets vom Glücke begünstigt, und hatte sich dieselbe unter vielen anderen bedeutenden Gewinnen oftmals der ersten Haupttreffer zu erfreuen, die den betreffenden Interessenten direkt ausbezahlt wurden. Voraussichtlich kann bei einem solchen auf der H