Zustellm vlmh Post Ät vlsckue, «md «SM, in Erq» d>t sl«5t «onotltch. , v. 10'^ vet y«i»illun>, d« e^ iieAied» tae Nr. Z6 Der Nachfolger auf ösm Stuhle Vetris. ^c!'.l Lnlwratore" entnehmen wir über die in Aussicht stehende Nachfolgerschaft Papst Benedikts XV. folgende Notiz: Aas die Wahl des Nachfolgers Benedikts t'l'Uifsl, stehen sich zwei verschiedene Tenden-.,cn gegeniiber. Eine zusammenfassende — inte-zrale — und eine intransigente. Die erstere wikde sich die Fortsetzung der Politik Beuedilts XV., d. i. Zusammenfassung d^r konfessionellen Teile bei der Entwicklung des nwdevnen Staates auf dem Wege der ^.>ersl.hnung zur Aufgabe stellen, während die andere eine Rüäkel)? zur Politik Pius X. cilstrebt. ^^ertreter der ersten Richtung wären t^!e Kardinäle Gaspaii, Masfi und Ratti. Die Iutmns'ngenten haben ihren Kandidaten noch laicht genannt und sollen sich vorbehalten h'-il/e.s, die Situation auszuniitzen, um ihre Slittunen si'ir einen .^ioniprounßkandidaten z.l reservieren. Es soll nicht ausgeschlossen sein, dah ein t).'.<^üört:ger i^iaichldat, und Mar eilt Amer!-lancr, <7.'ivählt jvi'rd. Dieübezüglich wird der ^'.ardinals O'Connel genannt. Während das !-'c0nklave vorbereitet wird, hat si'.>' ill der Presse schon eine Propaganda-Or« qauisation gebildet, die viele Millionen ko--ju't, die ^^unerika bereits zur Verfügung ge-soll. lZi) der „Lavoratore". I'l !^er neueren (beschichte des Papsttums spiel' der '.nit der Vereinigung Italiens ver-d^'.ttdene Verlust des Liir6)enstaates insoferne eliie szervorragende Rolle, als dieser Verlnst voni .^X'isigen Ttuhle nicht verschmerzt werden lonnle. Von Schwankungen abgesehen, standen sich fortan das Papsttum und das ilalic'nilche slönigtuni als unversizhnliche /jei'lde gegenüber, und uian könnte nicht ge-rlide behaupten, das; diese Kampfstellullg zur Skär?nns; der geistigeil Herrschast des Heiligen Ltnhles beigelragelt hätte, zumal dieser Sis.a! die in.eisten h^ncrgien der neiteren Kir-chenpt'litlk si'lr sich in Anspruch nahni, während die Menscl'licit von beute das Berständ-nici fiir diese Ambitioil des geistigen Herrschers nicht ausbringen konnte, wobei der Vrauch, iuiiner wieder italienische Kardinale auf den 5)eiligen Stuhl zn erheben, dem ganzen l^ionilikte auch noch dazu einen mehr inliluen oder häuslichen Anstrich gab. Der ^nsannr.eubruch Oesterreich-Ungarns, feuer laiholizchen Vormacht, von der allein die des ^Kirchenstaates er- werlct werden konnte, n?ag das Seinige ^^l'l'en, dan. der nnn verblichene heili^'e Vater eine etwas versöhnlichere Note in die Politik Italien gegenüber legte. Wie sehr aber die Kirchenstaatssrage die maßgebenden italienischen geisilichen und weltlichen l^eister noch iiuiuer beherrscht, kann aus der oben zitierten Noti/, des „II Lavoratore" entnonnnen werden, nach welcher sich der Konklave in zwei Lager teilt, die Integralen, das sind die in dieser Frage Versöhnlichen, und die Intransigenten, die Unversöhnlichen. Umso sympathischer beriihrt der Gedanke, dal; einnial auch ein auswärtiger, das heißt nicht italienisckier '.Kandidat auf den Thron des 5'>ei(igen Stichles erhoben werden könnte. - Die Welt benötigt wie noch nie zuvor ei-aen dauernden Frieden. Ein Beweis für dieses Friedensbedürfnis ist die Bereitnnlligkeit so vieler sührender und Hervorrageuder Geister, is^ren Eiusliis', und sich selbst in den Dienst dieser Friedeil'.-'idee zu stellen. Die nordaineriranisrhe Union als StWtswesen ist MNNlvoch, den t. Seber tS22 'die hervorragendste Trägerin dieser Idee. Zu ihrer Verwirklichung hat sie sogar daS ^ Blut ihrer Bürger eingesetzt und wenn auch der Erfolg weit hinter allen Erwartungen zurtickblieb, so hat sie sich doch in dieser Richtung einen moralischen Fundus geschaffen, an dem jeder amerikanische Bürger, also auch ein von dort kommender Papstkandidat, seinen Anteil hat. Dieser mit. dem Träger der!Ueberschwemmung flott wird, worauf sich die Tiara verbundene Ruf allein würde ein Ka--Midgardschlange aus dem Meere erhebt und Pital bedeuten, das der katholischen Kirche -Gift speit, durch welches Lust und Meer ent-als Friodensstifterin und Weltreligion sehr ^zündet werden. zustatten kommen müßte. Schön der Um-z Nach der persischen Mythologie wird daS stand, daß von dieser hohen Stelle aus ein i Weltall am ^de deS 12. Jahrtausends durch jAnicrikaner seine Stimme erhebt, würde die einen Weltbrand endigen, was die Baktrer ten allgemein, daß die Erde durch Feuer vernichtet werde, denn das Wort „muspell" (Weltbrand) findet sich im Altsächsischen und Althochdeutschen. Im Norden gestaltete sich diese Meinung aber dann zum „ragnarok", zur „Götterdämmerung" aus. Auch hier ist aber vom großen „Leichenschiff", dem „Nagl-far", die Rede, welches bei der riesigen Menschen gespannter aushorchen und vielleicht auch für jede seiner Mahnungen auf-nahnlssähigere Herzen finden lassen. und Meder auch zu melden wissen. Die ägyp tischen Weisen zählten bis zum Eintritt dieser Katostrophe 3k;..^25 Jahre, die Chaldäer 432.M Menschenjahre. Nach der Brahmi-nenlehre werde der Zeitgott KalaS nach 482,VW.lX)l) Jahren das Universum verschlingen, um sodann der Feuergott Cchiba zu sein. Aber auch nach der Ansicht der Hin Das Snbe der Welt. Von U. Tartaruga. Die Idee, daß die Welt einstmals zugrun de gehen werde, finden wir ebenso in den '^duS und des Dalai Lama werde hierauf eine meisten Religionen wie den Bericht, daß die bessere Welt entstehen. Erde einst eine „Sintflut" zu bestehen hatte. Es ist dabei interesiant, daß schon die al iDie Entstehung derartiger Behauptungen >ten indischen Mythen hiebe! das „Verschwin ______________ ___________ ....... fußt auf gewaltigen geologischen Borgängen, den t.er .Himmel^örper^' mitprop^eien,'noch allgemein?? wäre als die frühere S2. Äahrg. sche Astronom Flammarion gab uns eine bes sonders pessimistische Perspektive, indem et schrieb: „Unser Planet läuft auf seiner Bahn, und die Sonne nimmt ihn samt seinen Brü» dern nach dem Sternbilde des Herkules. Da-bei kann er einem Kometen begegnen, der zehn- oder zwanzigmal größer als er selbst ist und aus tödlichen Gasen besteht, die unser« Lebensluft vergiften würden. Er kann einem Schwärm Meteorsteinen begegnen, die aus ihn wirken wie eine Schrotladung auf eine Lerche. Er kinn nnterweqs mit ein«'r oder weniger dichten ul'sichtbaren Kugel zusammenkommen, deren Stoß genügte, ihn in Dampf zu verwandeln. Er kann einer Sonne begegnen, die ihn sofort verzehrte wie eine Glnt, in die man einen Apfel wirft. Er kann in ein System elektrischer Kräfte geraten, welches seine 11 Bewegungen aufhöbe und ihn schmilzt und verstieben lassen würde, wit ein Platindraht in einem doppelten Strome. Er kan!t^ den Sauerstoff verlieren, durch den wir ja leben. Er kann bersten wie der Krater eines Vulkanes. Er kann in einen: ungeheuren Erdbeben in sich zusammen stürzen. Er kann seine Oberfläche unter denr Wasser be^ graben und eine nene Sintflut erleben, die ^welche die Menschen dir.. Narzeit eben nicht waS sicherlich auf astronomischen Beobach richtig zu deitten verstanden. Die uns geläu figste Schilderung der Sintflut (nicht „Sünd flut", denn das Wort entstand auS dem alt deutschen „sintfluot", d. i. „große Flut") stammt aus dem ersten Buche Mose, welches mitzuteilen weiß, daß Gott zur Zeit Noahs die Vernichtung der sündigen Menschheit durch eine große Ueberschwemmnng verfügt habe. Aehnliche Sagen sind aber auch in Nord- und Südamerika heimisch, wo die Indianer am Orinoko, wie A. v. Hnmboldt er-zäblt, glauben, daß il)re Vorsahren „znr Zeit des großen Wassers" in kleinen Schiffchen bis zu den höchsten Bergspitzen gelangt seien. Auch die alten indischen und chinesischen Bücher enthalten solche Mythen. Der alttesta-^ mentarische Bericht ist übrigens nicht originell, sondern der babylonischen Mythologie entlehnt. In den iul neunzehnten Jahrhundert entzifferten babylonisch-assyrischen Keilschriften heißt es (Ii. Tafel des sogenannten Gilgameschepos), daß die Götter, ali ihrer SZ'itze Bel, den Beschluß gesaßt hätten, einen i Flutsturnt zu bewirken, und daß der mn unteren El'Phrat lebende Utnapischtim über Nat 'des uienschenfreundlichen Gottes Ea eiue Arche gebaut habe, in N'elcher er sich und die Seinen rettete. Au: siebenten Tage sei er nämlich aus denl Berge Nisir, östlich voiu Tigris, gelandet, naclideu? er zuvor eine Taube, eine Schwalbe und ein^i Raben entlassen hatte, die nicht uiehr zurückkamen. Jedenfalls war der Cindrncl dieser geologischen Ereignisse so tief und nachhaltig, daß die Menschen ihre Wiederkehr befürchteten, »woraus sich dann der Glanbe an einen Welt-uutergaug kuüpfte. Die wissenschaftliche ^Grundlage ist dnrch Fun.de von Fossilien ge-l sichert, welÄ)e betveiseli, daß auf vielen hohen Bergen einstmals das Meer flutete, oder richtiger gesagt, daß diese Berge in grauer Vorzeit uuter Wasser standen, ivährend lvahrscheinlick) heutige Ebeuen Berge waren, j Die Religiouen wollten natürlich den Gläubigeu nicht jede Hoffnung nehmen und verbanden durchwegs die Prophezeiung des j Weltuntergänge^' mit der einer künftigen, besseren Welt. So lehnten die Griechen Hera-leitos, die Stoiier iknd andere, d!:ß nnsere Erde einst durch den Weltbrand' (Ekpyrose), tungen beruht. Später dann bemächtigt sich die Naturwis-sensrs>aft der Idee und stellt verschiedene Hypothesen vom künftigen Weltunwrgange auf, ohne freilich der Menschheit die Hoffnung auf eine schönere Erde zu geben. Zuerst schrieb man bloß den .Kometen die ^Nöglich-keit zu, derartiges Unheil anzurichten. Auch fürchtete man sich vor „erloschenen" Planeten, die im Weltall umherirren, nian gab der Ansicht Raum, dasz sich von Atmosphäre unserer Sonne abermals ein Teil loslösen und als neunter Planet eins störende Wanderung in unsereln Sonnensystem antreten könntet Der Philosoph Kant um6)te darauf aufulerk" sanl, daß unsere Erde, wenn sie die vollkoni-luene geologische Reife erhalten l')aben werde, iveaen des dann nicht mehr statlfinden« den Temperatnrwechsels keine ' Gewächse uiehr hervorbringen düvfte, andere sagten eilte neue Eiszeit dnrch Erschöpsuug derKohlen-lager voraus, und der Phantastische sranzösi-« Flammarion zählt d.inn in seinem Buche „Das End« der Welt" noch eine ganze Reihe anderer Vernichtungsmöglichkeiten auf, die wir übergehen wollen, um auf eine aktuellere Uebergangsbehauptllng zn konimen. Statistiker berechneten nämlich haargenan, daß die Erde in längstens 7lX) Jahren übervölkert sein werde, »vas notwendig zum Ende führen müßte. . . Und siehe da, der Weltkrieg kanl nnd raffte Millionen von Menschen hinweg. Er machte in schauerlicher Weise für ueue, Hoffentli6) glücklichere Erdenbt'irger Plat;. Das Schicksal griff ein und warf alle uienschlichen Berechnungen über den.'^>aufen. Es scheint sa, daß N'lir einmal nntergehen niüssen, aber die Ucbel.irdiscs?en lassen sich nicht drängen. Es wird daber wohl das Beste sein, wenn sich die Menschheit den Optimismus nicht neh--n'.en läßt nnd unseren Planeten noch am viele Jahrtausende derart einriütet, daß sie dig ..Götterdännnern.ng" friedlich und ^leeint er^ tvarten kann. DeutschlanSs Anstrengungen zur Zahwng der NeparaKonen. Ter Jtthalt de ^ Zahlu::!! ^' ':cs. Berlin, 29. Iäniler. Die gestern von der Rei6?^'regicrung der Reparationskoinmifsion übergcbene Denkschrift entwickelt in ihreul ersten Teile deil Plan eine? Reforin des HanshalteS und des Notenuuüauses. Der zweite Teil bringt das Programui für die Leistungen deS Jahres ZW. Der dritte Teil enthält Vorschläge an die Reparationskom-missiou. Der Note sind vier Anlagen beigeschlossen, die die Ausfilhrungen der d'entsch<^n Regierung durch Zahlen illustriereu. Die ReichSreg^rung betont im ersten Teil, daß das Ziel der Reforin die HerstellunI des Gleichgewichtes im Reichshaushalte sei. Die Einnahmen sollen aufs äußerste gesteigert, die Ausgaben aufS stärkste eingeschränkt den. Die Vermehrung der Einnah.-.?n vlrd durch den Ausbau des Steuersystenis, in dem dem Reichstage zurzeit vorliegenden Gesetz- Bankgehei.nnis ist durch da-.- Gese^. ''.jisgeho-ben, der Wertpapierbesip in den Banken dnrch die Steuerbehörde überwaclit. Die ins Auölaud >?ewander1cn Verniögen sollen durch iuternatioimle Rechtshilfeabloinnien erfaßt werden. Die Tarife inl Eiseubahnperson'en-verkehr sind aus da? Fnllfzehu- bis Neun-zehnfaci)e, i-n Giitcrner'eyr ans das Zweinnd-dreißigfache, in: Post- nnd Telegraphenver-kehr ans daS Elnnndznninziqsaci,'e erhöht. Zwecks Beschränkung der Ausgaben soll eine Verminderung der Beatutenstellen vorgenommen, die Zuschüsse sür Leben^'inittelver-billignng solleu beseitigs iverden. Die Er--werbslosenunterstützuug soll iiu Jahre i9Z2 durch eiue Erwerbslosenversicheiilng ersetzt werden, deren .Kosten überwiesiend venl Arbeitgeber nnd ArbeÜnehnier getra-'/n wer^ den. Die anßerordentlichen Aii>?aas'en der allgeuieinlni Rei6)'I''eruialtuns> sind ani drei Milliarden Papierinark berabgeseltt. Vom 1. April werden bei Post nnd Eisenbahäien die entwurf im weseutlichen Maße erfolgen. Die Steuern sollen im weiten Umfan.fe an Betriebsausgabeu durch Betriebseinnahmen nämlich durcli Verbrennung ihrer Stoffe zu--der Quelle erhoben und streng di'rchgesuhat ein Recht zu gesprochen habe. Diese Konserenz hätte trliqe!!^ und die Reparationsleistungen ein Neberschuß von 1«',^ Milliarden verbleibt. Tann soll der Vanknotenumlaus einge-t,amint werdi^^u. Zu dieseiu Zwecke schreitet die ^legieruuq zur Austegunq einer ZwanqSan« Icihe, um ihren '^'eipflichtuugen ohne Inua« spruck/nabine der B^nknoteuvresse nachkoiu-'Ut'N zu können. Ter dritte T^il enthält PorjlhLüjie an di^ .''^^epaiatioit'^kouu.nssion. Tie ^^veichsrel^ierullti r^'.ocn' ski-l) eiüöiai, die Reparationen für lW '...'.i' (^^i-i^^^isn'nsien zu bel^leichen, da Teutschland ül'er M N'!'n!a 0)old verfnqt. um auszcr-'eni nn6^ uock^ d^e :.'"^os,stose, die für!>le Pro aus z«r leben, wenil auch unter wesentliÄ härteren Prüfung aller Ansprüche und zur Einstellung Bedingungen als vor dem Kriege. Unser eru-^uiilitärischer Interventionen führen sollen. Nansen Kanvldot für ven Arledensnobelprels. R»Pe«hagen, 30. Jänner. (Funkspr.» stet Erfüllu,tq'5wille zwingt uns dazu, laut Tie wirtschaftliche Vedevwng Ru^^lands, sag-jBom Komitee zur Verteilung deS Nohelprei« vor aller Welt auf unsere gewaltige« Leistun gen zur Turchführuug des ^Friedensvertrages und .^nr .^"leilung der KtiegZwuuden hinzuweisen. (^ine mi^glichst baldige Verabschiedung des .Haushaltes durch den Reichstag wird der deutschen Delegation in (^)enua ihre Arbeit bedeutend erleichtern. (Lebhafter Bei« fall.) Hierauf begann die Debatte. Indien. Vs^V. Kalkutta, 29. Jänner. (Reuter.) Eis 'lotwe"d:a sind, >'in,znüinsen. Deutsch- ne von den Nationalisten trotz des Verbotes land hat im eigenen Lande an Rohstoffen ^^^hgehaltene Vorsammlung wurde von der '.lir i'tvhU' in gcungeilder Menge und kann Polizei aufgehoben. s>lX) der Teilnehmer au nicht dara"f anwmmen lassen, daß die i.>!)nel)in schon (lesnickene Produltion noch ioeiter s'ukt. '^^nll?lgedessen cs unbedingt ^'rsorde'.lich, dos; Teutschland aus längere '>lt, .^nniindest aber siir das Jahr 19??, ^lon varcn ^^I^Parallonc'zahliMgen befreit werde. die >?!ichleistuna''n betrifft, will Deutschland an der Wiederherstellung der -erstörten t'Zebiete initarbeiten. Die Reichs« regierung ist bereit, das Wiesbadener Ab--konlmen anä) nnt die anderen Alliierten aus-!^udel,nen. Dabei gibt Deutschland zu bedenken, daß anch die Sachleistungen (^old erfordern, daß zum Ankanse der Rohprodukte verwendet wurde. Zum Schlüsse ersucht die ??ote .-»ie Reparatiousleistungen in, Interesse aller beteiligten Länder si'ir längere Zeit hinaus zu versorgen, uul wenigstens eine gewisse Stabilität in der Wirtschaft zu er-i^ieleu. Mit der Bitte um eine große Repa» rationsanleihe schlief',t die von Dr. Wirth gezeichnete Denkschrift. Deutscher Reichstag. WKB. Berlin. W. Jänner. Der Reichstag oegann heute die erste Lesung des Reichshaushaltes fi'lr 1922. Reichsfinauzuiinister Dr. Hermes erklärte, der .Haushalt der innere Verwaltung ergibt einen Ueberschuß von Milliarden, der Haushalt für die Durchführung des Friedensvertrages ein Anleihebedürfnis von 170 Milliarden Mark. Fast 100 Milliarden Mark sollen iut Rechnungs-mhre 1922 mts der deutschen Vollswirtschaft herausgeholt werden. Hoffentlich wird sich MIN auch die Entente der Erkenntnis nicht »lerschließen, daß Dentschland alle erdenkbaren Anstrengungen maÄit, um das Höchstmaf; in Steuern aus smuer Wirtschaft herallszuholen. ^^ur Ausführullg des Friedensvertrages er Polizei aufgehoben der Versammlung wurden verhaftet. Aufrnh rerische Arbeiter grifseu die Polizei an. Bei deui Znsattluienstoße wurden 2 Arbeiter getö- te Redner, ist ein groher Cieg Lloyd Georges da^ Rußland auf friedlichem Wege bestehen mischte. Wir werden wirtschaftlich zusammenarbeiten, bezw. wir wollen es, a!^r wir werden dagegen kämpfen, daß die wirtschaftliche Zufammenarbeit zu einer wirtschaftlichen Be-herrschuug Rußlands auSarte. Frankreich l»«r der ^spirator a>ee bewaffNete« Ueter« fSIe auf To«jetrnßlaab. Seine Politik stand im Gegensatz zur englischen und strebte die Wiederherstellpng der Monarchie in Rußland an. Dettaus von KriegsfchlVen zum Abwraken an deutsch» Firmen. Kurze Nachrichten. WÄB. ttaschau, W. Jänner. (Tsäicchosto-wakischeS Prehbüro.) Neber Allftrag der ).^ W»B. Berlin, .W. Jönner. (Wolss.) Ober-ausländischen Zeitungen erschienenen und ans der Germania-leutnant Ludwig Dittmar, der wegen Kriegs- 'verbrechen vom Reichsgerichte zu vier Iah ren Gefängnis verurteilt und dem Landes tct und 40 Arbeiter, sowie IS P-lizelleute i ve>wnude.i gegen 5« Personen wurden ver- ^b-ndblatte znfalge sind die ersten von der hastet. WKB. Calitut, 29. Iäuuer. (Reuter.) Der ses ist Nansen wegen seiner Tätigkeit für die Heimfchaffung der Kriegsgefangenen als Trä« ger des Friedenspreises fnr 1922 vorgeschlagen worden. anä) von Wiener Blättern iibernommenen Meldungen über ein geheimes Zusatzprotokoll zum Prager Vertrag betreffend die tschechischen Schulensorderungen ist sestge* stellt, daß nieder ein solches noch ein sonstiges geheimes Zusahabkommen, welchen Inhaltes imuler existiert. Xfchttfcherln aber «loyv Georges versöhnliche Volltik. W.^B. Moskau, 30. Jänner. (Funkspruch.) Am 27. d. M. berichtete Tschitscherin in der lverst in Kiel. DorbereNungm »um KonNave in Rom. Wj^B Rom, 30. Jänner. (Stefani.) Nach den 1echS Trauergottesdienften für den verstorbenen Papst, die in den letzten Tagen in der St. PeterskirÄ)e abgehalten worden waren, fand heute vormittags in der Sirtini^-schen .Capelle der Eröffnungsgottesdienst für das Konklave statt, dem sämtliche Kardinäle, gerichtsgefängnis in Limburg eingeliefert worden war, ist gestern nachts entflohen. Für seine Ergreifung wurde eine Belohnung von 5)0.000 Mark ausgesetzt. Dle Äulunst Maribors. Von Davor!» Siunkoviö. III. Zur Frage des Umbaues der alten Burg erhielten wir aus Leserkreisen verschiedene Acußerungen, die teils Zustimmnug, teils .....-.........., .zahlreiche Erzbischöfe und Bischöfe, das diplo außerordentlichen Sitzung des allrufsifchen'matifche Korps und ein Vertreter des Mal- Vollzugsausschusses über die Einberufung ci-1ein Vertreter des rötnifchen - ^ ^ uer allgemeinen europäifchen Konferenz nach.Pg^^iziats beiwohnten. Nach dem Gottes-aussprechen. Da es sehr ersprießlich Genna. Bezüglich der Roll-, die Llo,d Ge-^hi^fte begäbn den > ist. w-nn ^lch° wichtig« Th-m«. °n d«n°n orgc hiebei spielte, sNhrte er aus, daß die^Eggi Consistorinms zur hergebrachten^die ganze Bevölkerung interelsiert englische Außenpolitik stetsWeitsichtigkeit und Bereitwilligkeit gezeigt habe, Wege zur Zu-samuleuarbeit init neuen Kräften zu suchen, lmd von der Ansicht ausging, daß dies das beste Mittel sei, die englischen Interessen vor der Einunrkung dieser Kräfte zu bewahren. Während der letzteit vier Jahre hatte Ruß Versamtnlung. /ordert der !>'.auchnlt lmisende SluSqoben vou jland oft Gelegeicheit, fich zu überzeugen, dak^Kärmn abgereist, uni dort mit den ,or°eri ^^.au.yn.i . > ^ Sowjetrnkland ge.!'n Fühlung zu treten, damit sie - lich'Nskutiert werden, und da mehr Köpfe mehr wifsen, seien nachstehend die Aeußeruns EiNWti —- wie nu'rk'.'.^'"n'd':.^ v'.'vändert! ^lein ^'aut da die fast nnheinilZ.'he ^^tille. dcis Bauschen des vorbeignin''^:'^ den nnd das ,^)ivp n der (^'rul'.".'., i'nd jel^t? — Dicht nnter dcr Use'. die glühenden Lunken in die Nal's): lnnans. Uild "''>n^en. wnrdei't au'^geschoben, ')^tensshenstlnnn?n scluieen !''.'d ilnchten di^vcheinander lu^d ''ie herinic' stri.nnte ein l.n"l'" Z'n; (^'estalten, .^ehllo'.' wie die Anie^cn, die t^.n der i^a'.'.duil!^ ! ntporstiegcn nnd si^'l'. in einen! lem'ndi'ieln !^clnvarin über d'..'5 lls.'r >!>''breiteten. Wie da'? da rVinuilelte'. Arbeiter ii'.d — -Zwischendect^^-Panagiere wenil-isteV?. dl!' sich .^iiüi ^^ol.'.t.'n^e'i veivflicli^ let balle-' — szrsss.'n die i'')nen be.'.ei-hneten rerds oder lästern l'.u, Ü1;icl)teten sich ge-ge'.'.seit!;! u>t".u!ul''e 9'l"'!ie ans die Schntiern nn.d liefe:: i>iit der ?list di" steile Vlser^-.".ins >!'!ed!r über d'ü' '.!'.!'rd. INI'! 'ie e>e'.r-ari.^'n, da>nit es dort ven bereitstellenden !^^enten ordentlicl) .ansgeschich^et werde nnd nicht zuviel Raum Pnsseu des Dampsers, uud glcicb darauf auch derm vierundzwauzig für seiue Nachtscuer" -einnehnie. ^daS Läuteu der Glocke ^ eiu sicheres Zeichen uug brauchte. Ralfsou ging zwischen ihnen Aber auch die von Neworleaus komuieu- des Anlegens — hörte. ^tlmher — wenn sie nur den Dampfer zu^ib- !den Kajüteupassagiere beuutztcu die Gelegeu-^ Nnd wie rasch alle llul ihil her bei den Tö-^rer Flucht hätten benutzen können! Aber es !heit, un^ eiuuial einen echten Urwald bei nen innnter u'urdeu!' In beiden Häusern .wäre nicht möglich gewesen, unbemerkt an -Nacht zn sehen, die ihnen allerdings nicht oft'regte sichs uud der Alte selber war im Nu:Bord zil komiueu; denn die Holzstöße, dia 'und nicht so beqnenl geboten wurde. Das in deu ^Ueideru uud draußen ain Ufer. jetzt hoch aufloderteu, verbreiteten fast Ta-iEinlragen von eittigen znmnziq Klaftern.'^wlz! Was jetzt tun? — Die Gelegenheit zeigte geshelle rings uulher. inohln doch uienigstens eine Stunde Zeit in'sich insofern für ihn günstig, als er seine we-j Er wandte sich gegen das Hans, in welchem 'Ansprnch, und die konnten sie allerdings nicht ^uigeu .Habseligkeiten einpacken und sich an- die Mädchen schliefen; aber er sah, daß die besser vertv^'nden, als indessen unter den rie- ziehe» konute, deil'». iin Hause blieb niemand ^Tür offen stand, nnd beiuerkte setzt auch Jen-!sigen Bannten ani Ufer herum zu fchlenderu,'zurück, ihn darin zu stören. Aber wenn der^nys jüngere Geschwister, die einen lebhaften 'nnd sich in Dornen nnd Splittern iui Duu-^Alte nun uicht sogleich wieder einschlief —»Tauschhaudel mit dem ebeu ans Land gekom- uleuen Steward des Bootes führten, indeui sie ihui fris6)e Eier nnd etwas Butter und Milch für Zucker, Salz und Pfeffer einhändigten. Ein Faß Mehl uinrde evensall-? >Micli danach aus Land gerollt, das der Alte bestellt .teln die ^tleider zu zerreis;en. Aber weit iu ^vielleicht gar iwch eiu anderes Boot kam, was den Wald getranten sie sich doch nicht, aus'doch intnter ntöglich war — uud die Zeit ver-Fnrcht, vou einer Schlange gebissen oder von'strich. ivilden Bestien angefallen zu werden; und Er chatte seine Decke nnt keiner wen'aen 'nac^dent sie sich eine Weile am Waldrande jWä'cl).' '''',.nn'ie'!-^esl-^-ii7., ^ in«' ^..... sienlnlgelrieben, kehrten sie in die Bequem-'le Ecke dicht an der Tür gelegt; seine Büchs-'^batte, uud das mnßte Sainbo hinter das lichkeit ihrer Kojnten zilrück tlud l>esprachen.sliute stand daneben, sein Messer schnallte er Rauchhans rolleu. !ihr „Abenteuer". > n.m und knöpfte den Rock darüber zu. Und j Während er tloch sli daitmid nzld vergebens So lteru übrigens die Holzschläger ^r hier warten, bis sie wieder zurück-'Jenny unter deu weiblichen (^^lestaltei^zn ent- Misslssippi selber da-ö Anlegen eines solchen'kehrten uud da? Boot wieder abgefahren ^deckeu suchte, berül.rie seiuand seine Schulter. ^Bootes sehen, das ihnen jedesnial bar Geld!war? Nein — das hielt er nicht ans. Er nniß-,lbarschaft nicht einmal si'n' (^eld z>t !haben sind, z. B. Mehl, Whiskti, s^ewnrze, ^iasee, lee und Zlitter, so nnwillkolnuien tras würde! Draußeil uw.r gerade das gauze Volk ans lnit den großen dnntlen Angen fest ani?^ Land gekoniuien, nnd niächtige HolWvße es diesnlol snr Ralfson ein. Er war eben iui unirden entzündet, uni genügend Licht zu ge '!>egrifr gen-esen, hein?lich sein Lager zu ver-'ben, — was lani es hier ans eine holbe.'»tlaf-' „flennst du lüich nicht. .z^oniV " ,.^enn'i! Ulli (^;!.ilies "^öiisen!" „Also ist die Verkleidung geglnö'/ lic .lasseil, als er das immer näher kommende ter Holz an, wo das stattliche Boot allein.da^ iullge'Mädchen und ihre Augen snnleiteit »jfU»r^U», ^ «Seif ^urggebäude doch an zehn 6erschle^e Ne^ werbe mit etwa IM ^^onen wohnen, die NIM anderswo untergebracht werden müßten. nwchten diesen Bet^ken folgende Ve« gt'nbcdenken entgegenstellen: ad l. Daß sich bei unS nicht ein Architekt finden sollte, der die gestellte, gewiß schwere 'Xusflabl: entsprechend lösen könnte, muh be-..weiselt werden. Gibt man ihm bekannt, was «lalten werden soN und was geändert werde,. tmm, so wird er sich schon,seine Pläne dsnuntsprechend machen. UebrigenS find die izl Bv'tracht kommenden acht Banken gewitz auch der Lage, eine kurzfristige Konkur-, cnz r. it entsprechenden Prämien auszuschreiben. .,d 2. D.'esbezüglich können wir unS in keifte Crörteri'ngcn einlassen, da die Kostenfra-jie nur Fachleute erörtern können. ad Z. Diese Bedenken teilen wir nicht. Denn wird die alte Burg zn einem 4- bis 5« stöfNgen l^ebäude auSxiebaut, so können höchstwahrscheinlich alle alten Bewohner wie dnz stanze hinzukönnende Bankpersonale darin eine zufriedenstellende Unterkunft finden. Für alle Fälle muf; aber bei der Weiter-?ittwifklimg unserer Äadt die Tendenz zum l^rnndsaste erhoben werden, daß die Industrien samt dem Personale an die Peripherie der Stadt gehören, in die Stadt aber alleÄ jene, das im Zentrunl beschäftigt ist. Es muf; znsilei6) zum Priuzipe erhoben werden, daß diejenige Untcrnehinung, die viele Leute beschäftigt, vom Hause aus für deren Unterkunft sorgt. Was die kirchlichen Behörden treffen, müssen aber auch die anderen Behörden treffen, denn es wird doch niemandem emfallen, eine .ssirche zu bauen ohne das da--ngehörige Pfarrhaus! GemeinderatSsitzung am 3V. IÄnner. Bürgermeister Gröar eröffnet die Sitzung vin 11 Uhr M, konstatiert die BeschluMhig-?eit des Gemeinderates und erklärt, dah die heutige Tagesordnung eine Fortsetzung der ntn Freitag abgebrochenen Sitzung bilde. Er berichtet, das; inzwischen im Zusamnlenhange mit denl in der letzten Sitzung gestellten Antrag des Bizcbtirgörmoisters Rogliö. betref-fc'nd die Besteuerung der iwergroßen Wohn-rün.lne, ein Antrag des GN. Dr. Sernec ein-x?e!attfcn sei, worin in näheren Ausführungen die vow dZcsem .^»ontraredner bereits in der Freitagsitzung vorz^ebrachten Bedenken und '^lnirüge genauer präzisiert sind. Während sich der Antrag Rogli^' auf daS Raumprinzip stützt, basiert der Antrag Dr. Sernec auf dem ^."ringip der progressiven Esnwmuien- und Vermögenssteuer. (Wir werden in den nächsten Tatzen auf die beiden Anträge vergleichend noch zurückkommen, müssen aber säion heute betonen, daß der Autrag Dr. Sernec die n:it seder Besteuerilng zusainmeuhängen-de Schärfe in möglichster Weise mildert und alle Rücksicht auf die mittleren und ärmeren Volksklassen nimmt, während dem Antrag Roglie diese Berücksichtigung des Mittelstandes und der armen Volksschichten abgespro-csien werden muß und seine Strenge geeignet wäre, viel Bitternis unter der Bevi>l?erung gtt erregen. A. d. R.) Der Bürgermeister erklärt, dasi auch dc>n 5er Baugesellschaft „Hitrozid" ein ^auf die L.^inderung der Wohnungsnot hinzielender Antrag vorliege uud daß er sich auch einige ^^iteratur über den Staud dieser Frage in Oesterreich, in der Schweiz und in Deutschland I^eschafft habe. Er erachte eS als notwendig, da^ das gesmnte vorhandene Mate- dabei, „aber nun anch fort!" setzte sie rasch hinezu. „Wir haben keinen Moulent Zeit zziehr zu versäumen, denn es ist nur sehr wenig noch zurück, uud wenn die (^locte läutet, verläsjt unein Vate? das Boot wieder. Bist du bereit?" ,.Al)!.'r luit dem Dampfer"— ick) glaube, das; )vir u-.it denl Äanoe —" „Und durften wir denn auf eine so günsti-l^e Gelegenheit auch ikur hoffen? 5?ast du deine Sacs^eil bereit?" Alles — aber - „Daun fort! .iteii' Alier iiiesn', oder wir sind beide verloren. Dort oben koiinut wieder ein Boot den Stroin herab. Wenn es meiuen '^'erlobteu bringen solste, gibt es keine Net-tlNig niebr fiir nuch. ^ort! Ich gehe an Bord! ^i'tsge nur, so rasch du irgend kannst. Du villst niich doch nicht unter den sreinden ^Iceuichen olleiii lassen?" sei'.te sie N'eich s'in- ,'Jeilnti!- tXortwkuln^'kolSt.l rial zur Grundlage eines eingehenden fachmännischen Studiums benützt werde, bevor über die Frage endgültige Beschlüsse im Ausschüsse gesatzt werden können. Der in diesem Sinne gehaltene Antrag des Redners wird angenommen. ^ ^ ^ Sodann ergreift der Referent t^s juridischen Ausschusses das Wort und verliest zu-»lächst ein seit der Freitagsitzung eingegangenes Schreiben der JadranSka banka, worin e« heißt, daß am 22. November 1919 die Bank über Ersuchen des Regierungskommis-särS (Dr. Pfeifer) anläßlich der Ausfuhr von 50.000 Kilogramm geschlachteter, gereinigter Mastschweine nach Oesterreich gegenüber Ver Zollbehörde die Garantie sür den Aussuhrzoll übernonimen habe. Da nunmehr die De« legation des Finanzministeriums die Zahlung dieser noch offenstehenden Zollgebühr verlange, ersucht sie die Gtadtgemeinde um die Ueberweisung des Betrages. Der Referent gibt eine genaue Darstellung der Angelegenheit, aus welcher hervorgeht, daß zwischen dent damaligen Negierungskommissär Dr. Pfeifer uud dem Grazer Kaufmann Bay-rer ein Vertrag auf Lieferung von 50.000 kg gefchlachteter und gereinigter Mastschweine abgeschlossen worden sei. Obwohl ursprünglich der Vertrag dahingelautet hat, daß die Schweine franko Maribor zu beziehen sind wodurch der Ausfuhrzoll Bayrer zur Last ge-fallen wäre, verstand es dieser, die Lieferung franko Leibnitz dilrchzusetzen, wodurch die Stadtgemeinde als Exporteur ausfuhrzoll pflichtig wurde. Da aber die Gemeinde da mals nicht int Besitze der nötigen Mittel war, um den Zollbetrag zu erlegen, trat der Negieruugskommiffär an die Jadranska ban ka init dem Ersuchen heran, ihr zur Deckung gegenüber der Zollbehörde einen Gaiüantie-lirief auf den Betrag von K12.000 auszu-stelleu. Wegeu Nichteinl.V Ving der eingegangenen Verpflichtungen seitens Bayrers, bezw des Warenverkehrsbüros, welches die Liefe-rung übernahm, kam es sodann zu einer Klage, bei welcher in der 1. Instanz die Stadtgemeinde Maribor sachsällig wurde, und nunmehr in der L. Instanz in Verhandlung steht. Es steht fest, daß der Regierungskommissär kein Recht hatte, das Gemeindevermögen oh ne Einvernehmen mit dem Gemeindebeirate zu verwalten. Jedenfalls aber hatte er kein größeres Recht, darüber zu verfügen, als es heute dem Gemeindk;<^^tzschuffe zusteht. Dar um ist der Referent der Meinung, daß die vom Regierungskommissär seinerzeit m eige ner Person der Geineitide^vÄfgeMrdete Ver Pslichtuug auf Zahlung von 612.500 nicht anerkannt und für die Geineinde als nicht biudeud betrachtet werden kann. In diefer Hinsicht beruft er sich auf die Bestimmungen des § 78 des Gemeindesta'.uts, der hinsichtlich derartiger Handlungen die klare Bestimmung enthält, daß hiezu die Zustimmung der Mehrheit des Ge'lueinderates (Gemejndebeirates) erforderlich ist. GR. Slanovec niuunt den Fall zuin Anlaß, di2 Gemeindewirtschast der Regierungskonl-missäre einer scharfen Kritik zu unterziehen, da sie als Erponeilten der Parteien spekulativen Zlveckell dienten. Ausgeführt wurden 50.000 Kilo geschlachtete Mastschweine, während die als Kompensationsware ausbednll-geue Einfuhr in f» Waggons Rotationspapier bestanden hat, von denen die Bevölkerung durchaus keinen Vorteil hatte. Aus diesenl Grunde könne niemand seine Stimme dafür abgeben, daß der Betrag nunmehr von der Genleinde gedeckt werde. Nach seiner Meinung ist Regiernngskomunssär Dr. Pfeifer für seine Hcindlungen persönlich verantwortlich. Auf eine au deil Bürgermeister gerichtete Illterpellation des GR. Slanovec, ob es deni Bürgernleister bekannt sei, daß seinerzeit GR. Dr. Leskovar dem Regierungskommissär Dr. Pfeifer auf die in der Stadt über die Gemein-dewirtschaft in Uuilans befindlichen Gerüchte aufuierksam genwcht habe, worauf ihm Dr. Pfeifer erwidert habe, die Verantwortung für die d^euieiudegelicirling persönlich zu überueh-inen, erkläl^ Dr. Leskovar, daß er infolge der ungünstigen Gerüchte über die Gemeinde-U'irtschlist den Regierimgstomuiissär darauf ai'fuierfsan: geiuacht habe. Diefer habe ihnl jedoch .^nr Antwort gegeben, daß ihm alles bekannt sei. Auf eine spatere aberniattge Anfrage liabe der Regierungslonttnissnr erklärt, dciß er jede Verantwortung sür seine Handlungen übernehule. Redner könne heute nicht niehr belianvten, ob der Regiernngskommis-sär nüt dell verantwortlichen Personen sich selbst oder anch den t^^eineindebeirat genteint habe. Tatsache ist aber, dasi der Geuleindebcä-rat über die Angelegenheit der in Frage isleheiiden Ausfuhr nienmls beraten habe zu Stellung zu nehmen. Die ganze Ansfuhr-angelegenheit hat fich ohne Mitwissen des Beirates abgespielt, was auch sämMche Mitglieder des damaligen Beirates bestätigen werden können. GR. Slanovec ersucht, seine Frage und' die Erwiderung in das Protokoll aufzunehmen. ' GR. Sernec meint, daß auS t>er vorgebrachten Darlegung des Falles hervorgeht, >aß die Handlungsweise deS Regierungskom-misiärs seine Komtzetmzrechte überschritten ?at. Nach einer wc'iteren Debatte wurde voni Referenten Dr. Leskovar folgender Antrag gestellt: Die Gemeimde erklärt, dasi pe ays dem Garantieschreiben der Jadranska banka betresfend den Ausfuhrzoll siir 5V.VW Mlo-gramm geschlachtete, gereinigte Schweine keinerlei Verpflichtung übernimmt, und zwar aiis dem Grunde, weil hiebei nicht im Sinne des 8 78 des Ie Vesitzer —« «OfShete». Im Sinm der Verlautbarung der Finanzdelegation des Ministeriums in Ljudljana vom 22. 1« 921, Uradni list Nr. 3 vom 10. Jänner d.J., müssen alle Inhaber von Gefährten, Auto4 mobilen, Fiakerwagen, Landauer- Kutschen u« s. w., Motor- und gewöhnlichen Fahrrä^ )ern dies bei der zuständigen BeHürde an^ melden. Ausgenommen sind nur landwirt-chaftliche Wagen, die lediglich von ihren» Besitzer benützt werden. Gefährte, die sich nnerhalb des Wirkungskreises deS Polizei-ommissariates. in Maribor befinden, sind' dem Polizeikommissariate 2. Stock, Zimmer 4, während der Amtsstunden bis längstens einschließlich 15. Feber anzumelden. Für edes Gefährte ist eine eigene fchriftliche Anmeldung persönlich (nicht durch die Post) dem Amte einzureichen. Die Annlelduugen jaben für Automobile, Fiaker und gefederte Wagen mit 200 Dinar, für Motor- und' Fahrräder unt 20 Dinar nnd für gefederte Wagen, die nur zum persönlichen Gebrauch bestimmt find, mit 2 Dinar gestempelt zu sein^ Genauere Aufklärungen sind aus der ober«» wähnten Verordnung im Uradni list urid^ aus der Kundmachung, die an der Amtstafe^ im Flur des Polizeikommissariates ange< schlagest ist, zu ersehen. Wer in der bestimm?^ ten Frist die verlangte Anmeldung nicht einch reicht oder die Jahrestaxe nicht zahlt bezw^ eine ungenaue Anmeldung vorlegt, wird mitj dem dreifachen Betrage der Taxe außer dev Zahlung des ordentlichen Betrages b^ast.^ Der Marburger MSmiergesaagSverew v«:< anstaltet sein Konzert, wie wir schon berich» tet haben, Dienstag den 7. Feber um 20 im Götz'schen Konzertsaale. Der Bor6er?auji bei Herrn Peteln in der Gvsposka ulica isil äußerst lebhaft,' so daß man mit einem aus^ verkauften Saale rechnen kann. Die reserq» vierten Karten wollen spätestens bis Freitag» den 3. Feber abgeholt werden, da hierübey ansonsten anderweitig verfügt wird. DaÄ Konzert findet selbswerständlich bei Sessel-reihen statt. Bezüglich des Programmes ver^ weisen wir mif unsere bisherigen dieSbeziMqj chen Mitteilungen. Außerdem werthen noch einmal daraus zurückkommen. ^ Dmtksagnng. Für die vielen Beweffe ^s^ richtigster Teilnahme anläßlich des schweres Verlustes, der uns getroffen, sprechm wirj auf diesem Wege unseren h«zlichsten Dpi^ aus. Familie Großnigg. Den Unterschenkel gebrochen. MM» nachmittags spielte der 8 Jahre alte BoW fchüler Franz R ib iL, wohnhast Melfska ce„ sta 67, in der Küche d!er elterlichen und ftürzte hiebei so unglücklich zu ÄidenZ daß er fich den linken Unterschenkel bracht Die gerufene Rettungsabteilung leistete ihm die erste Hilfe und überführte ihn tns Wg^ meine Krankenhmis. Bei der Arbett zog fich heirte kurz Soe Mkk« tag der 19jShrige Elektriker Johann Pucsi; aus PobreSje, PokopaliSka cesta 10, schwere Schnittwunden an den Fingern d« linken» Hand zu und mußte die Hilfe der Siettnng^ abteilung in Anspruch nehmen. 5Uno. 1 Meftni kino. Die 4. Epoche des Filmd^ „Der Schrecken des Chinesenviertels" wird! von Dienstag den 31. Jänner bis einschließe lich Donnerstag den Z. Feber vorgeführt. U'INN zlir Ansi'iassnng von Geräten beAimntt und daß er anch keine j^elegenheit hatte, hie-»ist. BorfmberWt. Zagreb. Devisen: Berlin 153 bis 157, Ma^ land 1357 bis 13^.0, London 1300 bis 1305i, New York 3l)0 bis 302.50, Paris 2505 bi.l 2.515, Prag .595 bis (»00, Schweiz 5975 bi., li000, Wien 3.95 bis 4.02, Bndapest 45 bi.i' 45.50.Valuten: Dollar 300 bis Rubel ^3 bis '^'5, Napoleondor 1030 bis 1N0, Mar? 155, Lei 1.^18 bis 220, Lire bis 1355, tnrtische Goldlire l l50. Wien. Devisen: Zagreb 21.7."» t)is 24.7?, Beograd W.70 bis Berlin .'Z0.8t bis 3t).90, Bndapest 112('.50 bis t 129.50, London 317.90 bis .313.ls», Mailand 3N.^.90 bi'' 334.10, New Noll 7!.93 bio 75.08, Paris (»14.18 bis 015.20, Prag l^l.l? bis 141.53, Sofia 73.73 bis 7.';.77, Mark 3tt.84 bis 30.90. Pfnnd 312.90 bis 3t3.l>», srau^^. Franken siN.80 bis tN2.20, ^^ire '^21.90 l'i,. 3i.>2.10, Dinar 97.70 bis 97.90, poiulsrl)'. Äart 2.3.'» bis 2.35, ^^'ei 5.'>.95 bis 5<'.05, ^56)iveizer Franken 1 t.';9.70 bis 1Ü0.2'), tsci)echiscl>e . rep«riert solide und zOsch A. Biziok. Maribor. Gos-p.ska ulica 16. A«mer LMt«ß- und Abe«dlNch zu vergeben. Anfr. Verw. 705 Zahle für ein Darlehen aus ein prachtvolles Saus tnzutaduUeren wesentlich ddkere Zinsen wie die Svart,aslen und Banlun. Züschs, unter .Tabulalion' postlagernd Maribor. _^ Gute bürgerliche Kost ist ^ >at)en. Glavni lrg 21._^ NEONM«» v»»» ^aas und AerUans von Vefitzun« qen. GrschSsts. und 5.inshSuser. Mllen. 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Jänner 19Z?. 7^7 Km Bo«lw»M!»a.SckrtMt«.t..P. «loi» »ial^ — Druck «kd.Vnlsü! Asrihorslia uskaruil ü.