Yr. 87. Sonntag dey 30. Hctobex l89Z. XXXI. Jahrgang. Der Preis des beträgt für Marburg: ganzjährig 6 fl., halb- jährig 3fl., vierteljährig Ist. 5t)kr., monatlich 5l)kr. Vei Zustellung mt HauS monatlich i0kr. mi-'hr. Mit Postverseudung: ganzjährig? fl.. ^ halbjährig 8 fl. bl) kr. und vierteljährig 1 sl. 75 kr. Die Eittzelnummer kostet 7 !r. > Erscheint icdcn Sonntag; und TonnerStaz; friih. Schriftleitung nnd Verwaltung befinden sich: Postgasse Nr. 4. Sprechstunden des Schriftleiters an allen Wochentagen von N bis 12 Uhr vormittags. ^ Kravatten und Gakavreser. Eine Nachricht sonderbaren Inhalts cire.itc in den letzten Tagen das Stciuncn der zcitunglcscnden Welt. Die l'öhmische Statthaltevei, so lautete die mcrkwürdi<^c Mildung, habe die ihr unterstchendcn Bczirkshanptmcinnschastcn anc;>wlcscu, diejenigen Reservisten und Vandwchrmättner in eigenen Ner-zeichnissm zu fiihrcn, die rothe Crcivalten und Calabreser tragen. Die Absicht der Statlhalterei, ^ols sie diese Weisung ergehell ließ, ist nicht in geheimnisvolles Dunkel gchijllt: cs soll ans die angegebene Art und Weise gelingen, die socialistiscb gesinnten Elenlente, die dem Heere angchi)reu, zu erkunden. Dass die von der bi)hmischcn Statt^altcrei getroffene Anordnung durchaus nicht neu ist, verschlägt wenig; die Geschichte unseres Jahrhunderts gerade ist reich an Beispielen, dass man durch das Perbot gewisser änßercr Abzeichen unbequeme und gefährlich scheinende Gesiuuungcn alts der Wclt schaffen, dass m.in den Geist tödtcn wollte. Wer hcnte von diesen in sriihcteli Jahrzehnten lielicbtcn Maßregeln ulld von den Misselfolgen derselben Kenntnis erhält, vcrinag ein ^^ächelu kaum zu untcrdrilcken, da er wahrnimint, iu welch' knrz-sichtigetn Wahne das Wesen mit dcm Schcin verwechselt wurde. Es ist allerdings Menschenart, innerliche Znsanstl^-gehöligkcit auch äustevlich durch gleiche Tracht uud gleiches Wort zu bekunden, allein cs ist sehr gewagt anzunehmen, dass der Bestand von Jdem an die Existenz gleicher Ni)cke, Cravütte oder Hüte gekniipft sei. Es handle sich aber — inöchte vielleicht der oder jener einwenden - in dein gegebenen Falle gar nicht darum, slaatsgefährliche Ideen zu ersticken, mau »volle nut'M^W Wehrpflichtigen kennen lernen, die dein SocialismuS und seinen verderblichen Lehren anhängen. Mit Verlaub, was soll diese Kenntnis bezwecken? Will man die Verdächtigen unter Polizeiaufsicht stclleu? Glaubt man ihrer iin Falle eincs Krieges nicht sicher zu sein? Mag nun die eine oder die andere Vcrmuthung zutreffen, oder inögen noch andere Bcweg-griinde die angeführte Verordnung veranlasst haben, jeden» falls werden die Träger rother Cravatten und Calabreser sich verletzt uud gekränkt fiihlen und, wofern sie Socialisten siltd, die verpönten Kleidungsstiicke ablegen, um tagtäglich insgeheim aufs Neue der rothen Fahne zuzuschwi)ren. Die Deutschnationalen haben gar keine Ursache, für die ocialistischcn Ideen und ihre Anhänger eine Lanze zu brechen: die Gcgtnsätze, die die beiden Parteien trennen, sind unver- csia Einschaltttngen werden von der Verlagshandlung des Blattes nnd allen größeren Annoncen-Expeditionen entgegengenonunen. SchlnsS für lZinschallniigen Liitivoch und Samstag Mittag. — Lsfene Reclaniationen sind portofrei. Mannscriptc werden nicht zurückgesendet. einbar ein für allemal. Nichksdest^cnigcr aber k.inn eine Maßregel die Billigung und den Bcffall der Deutschnationalen nicht finden, die so ganz verfehlt llnd geeignet ist, die Gefahr eher zu vcrgri)ßern, als zu verinindcrn. Auch niacht die Liebe zur Wahrheit es jedem Ehrlichen zur Pflicht, darauf hitrzu-weisen, dass sich beispielsweise im Jahre 1870 die deutschen Socialisten nicht minder gut schlugen, wie ihre nichtsocialistischen Kalncraden. In dieser Hinsicht di'lrftcn auch bei uns alle Besorgnisse überflüssig seilt, zumal die überwiegende Mehrheit der Atluceangehörigen dein Socialismns iiu Siuile der Social-demokratie nicht anhängt. Mit Ncc^ wies ein Wiener Blatt auch auf den Umstand hiit, dass die jugeirdlichen Arbeiter gerade eine besondere Vorlic'?c fiir rolhe Cravatten und Calabreser haben. Gegen diese ist die Vcrsüguug der bi.^hmischen Statthalterei nicht gerichtet, die Aufmerksamkeit der Behi)rdcn wird uur auf jeue geleukt, die wehrpflichtig sittd, die verdächtige Kleidungsstiicke tragen und svctalistische Blätter lesen! Ein außerordentlich lehrreiches Seitenstück zu der Verordnung der böhinischcn Statthalterei bildet ein Verbot des Miuisteriutns des Innern, gegen welches ain letzten Freitag vor dcm Reichsgerichte Bcschlverde geführt wurde. Der Sachverhalt ist folgetider: Der deutschnationale Turnverein „Jahn" in Währing wollte seine Vereiusfahne in den Farben schwarz-roth-gold führen, eine Absicht, die daS Ministerium des Juueru uutersagte. Der Vertreter der Regierung, Sections-rath v. Chapka erklärte vor dem Reichsgerichte, die ver-boteuen Farben seien von der deutschen Nationalversainmluug als Sytnbol der Vereinigung aller deutschen Einzelstaaten unter tiner Führung proclainiett worden. - Diese Farben hätten nun auch die Deutschnationaleu altgenomtnen. Die Tendenzen, die durch die Symbolik dieser Farben zum Ausdruck kämen, ließen auf Bestrebungen gegen die herrschende Staatsordnuug schließen. Deshalb sei das Verbot begründet. Der Vertreter der Beschwerde, Dr.Hofer, hob hervor, dass die Einigung aller deutscheu Stammesbrüder dein geschichtlichen Entwickluugsgauge entspreche. Uebrigeus bedeuteteu die Farben eiuer VereiuSfahue uoch kciue Gesinnung. Der über die schwarz roth-goldeuen Farben von dein Ministcriutu des Innern verhängte Verruf muttzet uicht minder seltsam an, als die Aechtung der rothen Cravatte nnd des Kalabrcsers. Es scheint, dass wir atn Anfange einer Zeitperiode stehen, deren Geschehnisse unsere Eriuneruug an gewisse rückläufige Abschnitte unserer Geschichte auffrischen sollen. Wohlan! Versuche luau es denn wiedermn einmal, mit kseiulicheii Akitteln der unaufhaltsamen Entwicklung Stillstand zu gebieten, austritt die Gesetze dieses Fortschreitens erkennen nnd nützen zn lernen! Dcan reihe Verbot an Verbot, inan schnüre den Geist in die Zwangsjacke, inau spreche den Ideen das Todesuriheil! Der eingeengt^: Geist loird Ntühelos seine Fesseln abstreifen, die verfehmten Ideen werden die Köpfe und Herzen mit Begeisterung erfitllen. Die Liberalen und der Dringlichkeitsantrag der Dentschcn Nationalpt^rtei. Der „Voh." geht aus Wien sol^iende Äceinnng über die Alischaullng der liberalen Partei bezüglich ^es in der SitMg des Clnds der Deutschen Nat.onalpartei gefassten Beschlusses zu Der ^rin-;lichkeitsantrag, dessen Stellung die deutsche Nationa^rtei gestern beschlossen hat, k.inn im Abge» ordnetenhause ai^'Annahntc nicht rechnen. Vor Allem diirste znr dringlichen ^BehanUung die nothwendigc Zweidrittel« lnajorität nicht zu erlaugeu seiu, selbst wsun alle «.itionalge-sinnten Abgeordneten zusainmctthalten. Die ^x^'inke und die Nationalpartei verfügen selbst lnit allen aittiseinitischen Stiln-men zusaminen nur über 145 Stiiumen, was selbst hinter der eittfacheu Majorität noch ziemlich weit zuritckbleibt. Auf eiue andere Uuterstiitznng hat die deutsche N.uioualpartei aber überhaupt nicht zu rechnen. Nach Ablehnnng der Dunglich-keit u.'ürdc aber nur ein eiufacher Antrag übrig bleiben, desfeu Erledigung das Präsidiuni nach Belieben verschleppen ki)nnte. da eine sehr große Anzahl vou Initiativanträgen den Vctrrang vor dem eist einzubringenden Autrage hat. Uliter solchen Uutstättdeu diiifte der Weg der Jnterpettation, wie er von massgebenden Persönlichküten der ^^'inken ins Attge ge-fasst wird, weit cl)er znm Ziele führen, die Reichenberger Angelegenheit auf die Tagesordunug des Abgeordnetenhauses zu setzen. Die Regieruug wird umsoweniger mit der Beant-lvortung der Interpellation zi?gcrn können, als sie sich sonst selbst dein Verdaclite preisgeben würde, dass es ihr schwer falle, ihre Massregel zu begründen. Einein Auftrage, die Debatte über die Juterpellationsbeantwortnng zu eiöffnen, ist aber die Majorität so gut wie sicher, da sclbst ein Theil der eutschiedeusteu Gegner der deutschen Nationalpartei sich hiefür attssprechen dürfte. — Alts dieser Meldung gienge hervor, dass die liberale Partei ein Zusammengehen mit den Deutsch-natioualcn unter allen Umständen abzulel)nen gewillt ist und cs naiuentlich venneiten will, die Aufl)ebttug der Auflösungs-maßregel vou der Regierung zn fordern. UebrigenS meinen wir, dass die liberale Partei int anderen Falle, wenn die Nationalpartei eine Interpellation beschlossen hätte, ganz gewiss gefuuden hätte, eiu Dringlichkeitsantrag sei zweckentsprechender, um uttr ja lticht dasselbe zu thuit, was die deutschuationale Partei tlM. ^Die Schukrevifton. ^Nachdruck verboten.) Bon HanS Krieg. Äcr Mhlbestallte wisseuschastliche Hilfslehrer Philipp Mangold'say au seinem Schreibtische, stieß aus ftincr Pfeife mächtige Rauchwolken und corrigierte detltsche Aufsätze. „Eine Sisyphusarbeit!" murmelte er, zehn- und zwanzigmal dasselbe dutnme Zeug lesen zu müssen, ilumer dieselben und Kreuze zu machen, tnn nachher denselben Kohl zu haben! Lieber Steine klopfen als diese soqeuaunten rodnctc verarbeiten, mid das alles für, sage und 800 Mark jährliche Vergütung. Wcnn nicht die ttdeu wären, ich käme anf keinen grünen Zweig." mit dein Muthe der Verzweiflung machte er sich Arbeit. Da wurden auf eiuiual sciue Angeu ^ent Ausdruck tiefsten Entsetzens hafteten sie an saubcr geschriebenen Srcultdauerhefte, und die l)iclt betäubt iuue. zu arg!" rief er, „das verdient Carcer, conZili^um »Es klop1_ Auf seilt^^Min!" trat Herr Arnold Wessel ein, sein jovialer, stets lusiMr College, der anch von 800 Nkark jährlicher Vergüttlng leben mlisste, aber wegen „Mangels an Zeit" keine Priratstuudeu gab. Der beiuerkte das verstörte Gesicht des andern nud fragte ihu, was ihn so sehr in Harnisch gebracht habe. „Ja, mein Gott", sagte Maugold, „denken Sie sich: ich lasse die Secundaner eine AtlSarbeitting itber das Eleusische Fest machen. Sie erinnern sich der Stelle, wo von Hephästos die Rede ist, dein erfiitdungsreicken Sohn des Zeus. Wie starr, einem schonung citiert mir der Schlingel da die Stelle? Höreu Sie und bekreuzigen Sie sich: Und eS komtnt der Gott der Esse, Zeus' ersindungsreicher Sohn, Bildner kiinstlicher Gesäße, Hochgelehrt in Erz und Thon." Wess'l lachte hell auf. „Bilduer künstlicher Gesäße, das ist attSgezeichnet! Bravo! Nun wissen wir, wer der erste Bandagist gewesen, prachtvoll! Und dariiber ägern Sie sich?" „Ja, cntlveder ist das eine monumentale Dnnnnheit oder eine colossale Frechheit von dein Schüler", lueinte Mangold. „Keins von beiden", entschied Wessel, „es ist ein nit-freiwilliger Witz. Der Junge bat einfach die Schleife beim s vergessen nnd so ist es ein s geblieben. Da hätten Sic tnich als Schüler das Elensische Fest declamieren hören sollen. Wir hatten das Dentscbe bei einein Lehrer, der halb taub war, da konnten wir uns allerlei herausnehmen. Niemals habe ich bei ihtn aufgesagt: Mit nennstiinmlgem Gesänge Fallen die Camouen ein — Bei inir hi^ß eS iminer: Mit ueunstimlnigem Gesänge Fallen die Kamcele eiu — was eiuen besonders seierlichen Eindruck machte. „Schrecklicb!" „Schrecklich? Prachtvoll, sage ich Ihnen! Ich mochte nicht Deutsch in Secuuda geben, ich wiirde iinincr nnwill-kiirlich die neunstiinmigen Kaineele anbringen. Und waS ineinen Sie zu Zwiebele?" „Zwiebele?" Ich verstehe Sie nicht, Herr College." „Nun ja, das glaube ich wohl. Zwiel'cle, ^o hieß ein Coinpennäler vou mir vom Stamme Levi. Der kain auch itl dcm Gedichte vor, Sie kennen doch die Stelle: „Und i'er Thore weite Flügel Setzet mit erfahrner Hand Zwiebele" „Cybkle" — „Bei uus hieß cs Zwiebele! Sie setien, inan inuss die Schulangelegenheiten mit Huluor auffasseu könueu, uitd so regen Sie sich auch über deu Götterbaiidagitteu Hcpbastos nicht weiter auf. Ueberhaupt, die ^lufreguug müssen Sie abschaffen, sonst kommen Sie zu nichts. — Wenn einmal der Provinzialschulrath revidiert — „Ich vergebe ror Aufregung." „Ich nielit", erwideite Wessel und nahm sich aus der Cigarrenklste eine Havanna, „b^i mir wissen alle Schüler alles. Ich habe ein probates Drittel. Wenn ich sie etwas frage, so beben sie alle die Hände in die Höbe nnd nreldcn sich, nnd zwar beben die. welche die Frage nicht beantworten kennen, die lilike Hand auf, die a:iteru die Rechte, und icl) fras.e uaturgeinäs'^ nnr die Rccbtser. Jwolge dessen gebt alles ganz vorüt..l!ch. „Sic sind ein Schwerenölher." „Sie wissen gar nicht, ivie sehr Sie darin reckt baben. Ich bin nämlich gckomlnen, nin Sie in attcr Form Rechtens an!^nvuinpen: leiben Sie mir bis ^^nni nächsten Ersten zwanzig Mark, und ich verspreche Jhuen seruere vorzügliche pädagogische Rathschläge." Mangold war von gntein Hcrzeu uitd bei guter Casse. Wessel trollte sich uach eiuigen weitereu Schersen strahlenden Angesichts, nud Akangold fuhr iu seiner Arbeit fort. Wessels launige Stimmung hatte ihn angesteckt, und er benrtheiltc di Ergüsse der Sccntidaner viel menschenfreundlicher als vorher Ein Sieg der Jnngtschechen. Wie sehr sich die Grundsäi',e der lun;itschcchischen Politik fott Ulio fort Bahn blechen, dcis dcwics ncuerdilu^s der Erfolg, den die jungtschcchlschcn Ccindidcitcn l.'ci den am 2(i. d. M. in Pia^^ sl.Ut»^chadtcn Ergäiizun^^slvahlcn in das Stadtverordneten Cl.'llegium errangen. Die Jnngtschechen gewannen nämlich t)ci dieser Gelegenheit vier Sitze und verfügen nun-mehr in der genannten Kövpcrscyaft ilder 30, die Aittschechen Uder Stimmen. Ein Sitz ist infolge des Ablebens eines jungtschcchischen Stadtverordneten leer. — Die Deutschen hielten sich gemäß der Aufforderung der Parteileitung vom Wahlacte fern. Die tschechische Wählerschaft l'etheiligte sich nicht besonders stark an den Wahlen, ein gntes Drittel der Wähler erschien nicht an der Urne. Bor der Redaction der „Narodni Listy", sonne vor dem Hause des Dr. Herold brachte die angesammelte Menge Slaoa- und Na.^dar^Rnfe aus und sang tschechische ^^ieder. In der ..Hlas Naroda" wurde mit einem Stein eine Thiirscheibe eingeschlagen. Die AuflSsnng des Reichenberger Stadtver-ordneten-Collegiums. Ans Wien wurde nnteun ^7. d. gemeldet, dass Abg. Prade und der Bürgermeister von Neicheilberg, Dr. Schilcker, am gleichen Tage eine Audienz beiln Ministe» Präsidenten lÄraf Taasfe hatten, die eine halbe Stunde währte. (Nraf Taaffe ei hielt die Pei sicherung der beiden Herren, die im Namen der Neichenberg^r abgegeben wnrde, dass die Stadt in unwandelbarer Treue zu Kaiser und Reich stehe; ^er Minister versprach, diesen Ausdruck der Loyalität am geeigneten Orte zur Kenntnis zu bringen. In der Angelegenheit der Aus-ll)sung des Stadtverordnetcn-Colleginms kaun der Ministerpräsident, suner Erklärung zufolge, käne Bcrfiignngen treffen, tevor ihm nicht ein R>:curs vorliege. — Der „Deutschnatio-nale Verein" in Brünn fasste jungst anlässlich der Reichen-l'ergcr Ansli^sung zwei Entschließungen, die von lauterein nationalen Geiste getragen sind. Die eine dieser Kundgebun-geu hat svl.senden Wortlaut: „Die Theilnehmer der IX. Vereins-Versammlung des Dentschnationalcn Vereines in Briinn, ain 24. October 1892 lm Deutschen Hause zu Brünn, sprechen ihre tiefste Ent» rüstnng darttl)er ans, dass die niedrigen Schmähungen, welche der „Pester ^^loyd" gegen die aufgelöste Stadtver-tretung voll Reichenberg nnd die Deutschnationalen schleudert^', als da sind: „Bande von Schwachköpfen und Verräthern" und: „Dentschnationales nnd antisemitisches Gesindel" —in dem Wiener officiijsen Blatte „Die Presse" mit sichtlichein Behagen abgedruckt lvurden. Die Schmähungen eines „Pester Lloyd" können keinen Deutschen beleidigen. Aber ans das Entschiedenste müssen wir uus dagegen verwahren, dass ein atts dem Pressfond, also aus dem Säckel der Steuerträger erhaltenes i)sterreichisches Blatt solche gemeine Angriffe auf unabhängige Staatsbürger nnd Parteien wiedergibt. Wir erwarten von den nationalen Abgeordneten, dass sie ans das Schärfste gegen dieses Unwesen anstreten werden." Eine bedeutsame Rede. Den Aenßerungen der leitenden Staatsmänner der drei mitteleuropäischen Reiche wird in ganz Europa jene Aufmerksamkeit geschenkt, die die Worte berufener Männer in ernsten Zeiten beanspruchen können. — Jüngst hielt der italienische Minister des Aeußern, Brin, bei einem ihm von seinen Wählern in Turin veranstalteten Bankette eine Rede, in der militärische und finanzielle Fragen erörtert wurden. In Bezng aus die ersteren gab der Minister seiner Ueberzengung Ausdruck, dass alle europäischen Regierungen den Frieden wünschen und in loyaler Weise entschlossen seien, dahin zu wirken, dass ihreu Völkern dessen nngemeine Wohl-that erhalten bleibe. Selbst Länder, die den Frieden noch inniger wünschten, wie Italien, wendeten die große Sorgfalt an, ihre militärische Organisation zu stärken. Italiens Regierung, sowie V!enschensrcunde und Denker s.ien überzeugt, dass mächtige Rüstungen die sicherste Bürgschaft des Friedens Endlich war er fertig. Aber er gönnte sich keine Ruhe. Er sah nach der Uhr. „Es ist acht Uhr", sagte er, „da kann ich schnell mein Butterbrod herunterschlucken, und dann an meine Elsa schreiben. Hente ist der große Brieftag, ich habe morgen ja erst um zehn Uhr Unterricht, da müssen es heute zwölf Seiten werden." Und der getreue Bräutigam schrieb einen großartigen, zwölf Seiten langen Brief an s.ine Brant. Als er damit zu Ende gekommen, präparierte er noch etwas Livius und gieng schließlich noch ein wenig in eine Kneipe, wo er mit einigen Eollegen zusammentraf. „Der Wessel mnss wieder höllisch viel Geld haben", sagte einer von diesen, „ich traf ihn vorhin bei Richter und Kappler, dem vornehmsten Restaurant der Stadt, vor einer Batterie Austern und einer Flasche veritabeln Ehablis." Mangold dachte an sein frugales Abendbrot und seufzte. Er ließ sich in ein längeres Skatspiel ein, bei dem er beharrlich verlor. Um ein Uhr kehrte er mit etwas wüstem Kopfe heim. Nun, er hatte ja erst um zehn Uhr Unterricht, da konnte er sich tüchtig ausschlafen. Aber es kam anders. Ein Viertel vor acht klovfte die Wirtin an die Thür seines Schlafzimmers und rief : „Stehen Sie auf, Herr Doctor, der Herr Director lässt Sie rufen, Sie sollen einen Herrn vertreten." Vkangolo fuhr schnell in die Kleider und gerieth zum Schlltss in^einen lebhaften Kampf mit seinem Hemdkragen, dessen Knopf und dem daran zu befestigenden Shlips, bei welchem le^terer als Sieger hcrvorgieug, deun Mangold entdeckte unterwegs, dass er ihm entschlüpft war; nnd auch die eine Seile des.Hcmdkragens verfolgte die Tendenz, sich von der Herrschast des Knopfes loszulösen, worauf Mangold be-schloss, in der Schule das Kinn recht tief und steif zu halten. seien, da jedermann einsehe, wie unheilvoll ein Kampf nicht mehr von Armeen, sondern von bewaffneten Völkern wäre und welche Verantwortung der auf sich lüde, der ihu hervorriefe. Der Redner machte sich über jene lustig, die den Vorschlag machen, Italien möge zuerst das große Beispiel geben, inmitten der bewaffneten Staaten Europas nngerüstet zu bleibeu und sich der Bündnisse freiwillig zu entschlagen. Der Minister citierte den Ausspruch des berühmten italienischen Staatsmannes Cavour: Die sicherste Stütze der Rechte eiueS Volkes silld starke Batailloue und gute Verbündete. Es gebe aber Leute, die weder das Eine, noch das Andere wollen. Kein Land sei friedliebender wie Italien, keines habe mehr für die Erhaltung des Friedens gewirkt. Dieser Thatsache verdankte es das Land, dass das Misstrauen geschwunden, dass das Vertrauen der Verbündeten und Freunde Italiens erhalten sei. Selbst weuu die Männer der Regierung in den Italien befreundeten Staaten wechselten, änderte sich die Meinung über das Köniareich nicht. Der Minister erklärte, dass er mit dem gleichen Vertrauen von dem wirtschaftlichen Frieden sprechen mochte; der Protektionismus habe aber den Regierungen große, nicht immer überwindbare Schwierigkeiten geschaffen. Die Erschwerung der Zölle in Italien bekämpfte der Redner und erörterte hierauf die organischeu Reformen und die Reorganisation der Parteien. Der Rücktritt des österreichischen Botschafters in Berlin. Der bisherige Botschafter Oesterreich - Ungarns am Berliner Hofe, Herr v. Szechenyi, ist von seinem, viele Jahre mit Umsicht, Klugheit uud Tact verwalteteu Posten zurückgetreten und zu seinem Nachfolger ilt Herr v. Szogyen y, bisher ungarischer Minister aiu königlichen Hoflagcr in Pest, eruannt worden. Man würde sehr fehlgehen, wenn mau annähme, dass Gründe politischer Natur den greisen Staats-lnaun — er steht im Alter von 76 Jahrcn — veranlassten, aus dem Amte zn scheiden, es ist viclmehr nur das Bedürfnis nach Ruhe als Ursache des Rücktrittes anzusehen. — Dass wieder ein ungarischer Diplomat die »österreichisch-ungarischen Interessen am deutschen Hose vertreten wird, gab den Blättern zu verschiedenen Vcrmnthungen Anlass. Auch glaubte man vielfach, annchmen zn können, dass das dentsche Reich nunmehr die österreichische Orientpolitik mehr wie bisher nntcrstützcn werde. Wie haltlos diese Vermuthnngen sind, braucht wohl kaum gesagt zu werde«. Die guten Beziehnngen der beiden verbündeten Reiche werden durch den Botschafter» Wechsel selbstverständlich nicht den geringsten Eintrag erleiden, ebensowenig aber auch der bekannte Juhalt des Bündnisvertrages. Die Eröffnung der bulgarischen Sobranje. Am 27. d. wurde die dritte Session der bulgarischen Sobranje durch den Prinzen Ferdinand in feierlicher Weise eröffnet. In der vou dem Prinzen verlesenen Thronrede wird gesagt, dass der Prinz während seiner Reise im Auslände glücklich gewesen sei, persöuliH festzustellen, welche Sympathien und welches Interesse die aufgeklärten Nationen und ihre R'gicrnngen dem tapferen bulgarischen Volke entgegenbringen. Der herzliche Empfang, der dem Prinzen vonfeite deS Kaisers Franz Josef und der Königin Victoria, sowie seitens hervorragender englischer Staatsmänner bereitet wurde, habe dem Prinzen die Ueberzeugung verschafft, dass die täglichen von Bulgarien gemachten Anstrengungen nnd die fortdauernden Bemühungen um das Wol)l des Vaterlandes in gerechter und billiger Weise gi'würdigt werden. Nicht lnindcre Befriedic^ung gewährte es dein Prinzen, ftstzustelleu, welches Wohlwollen der Sultan dem bulgarischen Volke damit bezeugte, dass er den ersten Rath desselben in Audienz env psing und einen hohen Functionär als seinen (des Sultans) Vertreter zu der ersten bnlgarischen Agricultur- uud Industrie-Ausstellung entsandte. Durch die Gunstbeweise habe der Sultan dazn beigetragen, die zwischen ihn» und seinen Vasallen bestehenden Bande der Freundschaft noch enger zu knüpfen. dann verdeckte hoffentlich sein Bart die Shlipsblöße und unterstützte ihn in dein Bestreben, den Kragen festzuhalten. Der Director theilte ihm mit, dass Herr Wessel krank sei. „Eine plötzliche Indigestion", setzte er erläuternd hinzn. „Herr Wessel leidet nämlich an unvorhergesehenen Ver-danungsstörungen." Bor Mangolds innertn Ange schwammen drei Dutzend Austern vergnügt in einem Meere Chablis herum. „Um acht Uhr haben Sie in der Secnnda Geschichte", fuhr der Director fort, „ich glaube, die sind jetzt bei dem zweiten punischen Kriege, das wird Ihnen nicht schwer fallen, nnd NM nenn Uhr ist Latein in Wessels Quinta, das macht Ihnen gar keine Schwierigkeiten." „Oh mein Brummschädel!" dachte Mangold, in dessen Hiru gerade in diesein Augenblicke eine Unzahl Katcrbacillen ihren Einzug hielten. Dort nisteten sie sich ein und verzweigten sich in alle feinen und feinsten Gänge, und verwirrte» somit die Fäden, welche die Gedanken mit einander in telegraphische Verbindnng setzen. Mangold war kein hervorragender Historiker, seine Kenntnisse bewegten sich mehr auf sprachlichem Gebiete, und als er hörte, dass er den zweiten punischen Krieg zu behandeln habe, tauchten in ihm sofort die Namen Cannae, Aama, Ticinns an die Oberfläche, aber in welchem organischen Zusammenhange sie zu einander standen, war ihm nicht genau bekannt, nnd ein tieferes Nachdenken verboten ja die obgenannten Ka^erbacillen. Aber er brauchte ja nic^t selber Vortrag zu halten, er konnte sich ja vortragen lassen. Und so betrat er entschlossen die Secnnda, die ihn mit einem ironischen Lächeln empfing. „Aha der Shlips", dachte Mangold, „nnd der verdammte Kragen." Mit langsam feierlichem Schritte gieng er znm Ofen, der an der Seite stand, nnd befahl den Secundanern, aus Tagesneuiglieiten. (APyrit, ein neues rauchloses Pulver.) Die Zahl der rauchlosen Pulver hat wiederum eine Vermehrung erfahren. Diesmal sind es die Schweden, welche mit einem neuen Fabrikat hervortreten, dem der obige Name beigelegt ist. Bon diesem neuen Pulver sagt mau, dass es ohne Flamme und Rauchentwicklung verbrennt, dass es ohne jede Gefahr behandelt und transportiert werden kann und weder durch Nässe noch durch Hitze beeinflltsst wird. Nach einer Mit-theiluug des Patent- und technischen Bureaus von Richard Lüders in Görlitz halten die Erfinder die genaue Zusammensetzung des APyrits noch geheim, doch ist bereits so viel festgestellt, dass Nitrocellnlose ein Hauptbestaudthcil deSsell)en ^ ist. Versuche mit dem Apyrit, die jüngst in Stockholm angestellt wnrden, haben ergeben, dass L0 Schuss mit Apyrit das Gewehr nicht so erhitzen, als Schuss mit bisher bekanntem Pulver oder zehn Schnss mit Nttro-Glycerin. Das Rohr wird d.ibei in keiner Weise angegriffen und bleibt selbst bei 800 Schuss noch rein. Desglcichen ist erwiesen, dasS 3 5 Gramm dieses neuen Pulvers eine Anfangsgeschwindigkeit von t!40 Meter (das deutsche rauchlose Pulver hat bekanntlich eine solche von ca. 620 Meter in der Secllnde) erzeugen, bei einem Druck von L2(><) Atmosphären. Die Fabrikation dieses Pulvers soll weder ^.Ukaschinen, noch besondere Gebäude erforderlich machnl. (Eine merkwürdige Operation.) Eine anßer-ordentlich seltene Operation wurde der Meisterhand des Professors Billroth reserviert. Es handelt sich um das in Kloster-nenburg wohnhaste ncunjäl)rige Schulmädchen Anna A., die Tochter einer im Siechenhausc in St. Andrä-Wördern bedienst eten Wärterin. Dem Kinde wurde seinerzeit durch eine Genossin beim Spiele die linksseitige Schädeldecke mittelst eines Hatnmers zertrümmert; die Folge hicvon war ein Gchirndrnch. Das Mädchen wurde auf die Klinik des Hof-rathes Billroth gebracht und di ser behielt sich vor, die Operation selbst vorzunehmen. Nach der Operation wird der kleinen Patientin ein künstliches Schädeldach über die klaffende Stelle gewölbt und dasselbe durch Ueberzug mit einer entsprechenden Hautmasse zum Einheilen gebracht werden. (Ein Sängerhaus in Wien.) In den Kreisen der Wiener Sänger wurde schon vor etwa zehn Jahren die Idee der Errichtung eines eigenen Sängerhauses angeregt. In einer Vclsammlnng des Niederösterreichischen SängerbundeZ war es, wo der seither verstorbene Vorstand BobieS die erste Anregung gab. Die Sache schlief dann ein, und erst der Verlaus des deutschen Sängerbnndcsfestes im Jahre 1890 brachte sie wieder in Fluss. Es wurde vom Festausschuss der Beschlnss gefasst, die Rücklässe vom Garantiefonds für dieses Fest zum größten Theile einem Sängerhausfonde zuzuwenden, der infolge dessen heute auf 16.065 fl. 34 kr. angewachsen ist. Das Cnratorium, das den Fonds seither verwaltete, geht nun daran, ernstlich der Aufgabe näher zu treten. Es wird ein Sängerhausverein gebildet, der in diesen Tagen einen Anfrnf zum Beitritt erlaßt und sich nicht nnr an die Sänger Wiens, sondern an die gesammte „fortschrittliche" Bürgerschaft wendet, nm die erforderlichen Fonds aufzubringen, denn nicht n dem Li.de allein soll das zu errichtende „Sängerhaus" geweiht sein, sondern es sott anch ein gesellschaftlicher Mittelpunkt der „fortschrittlichen" Bürgerschaft unserer Vaterstadt werden. Dem Vereine sind bereits Baron Llitenberger als Stifter mit 2000 fl., der Wiener Akännergesangverein und der „Schubertbund" als Grüuder mit je iOOO fl. beigetreten. — Es macht einen sehr eigen-thütnlichen Eindruck, wenn in dieser, einem Wiener Blatte entnommenen Notiz betont wird, dass das zu errichtende Sängerhans nur für die „fortschrittliche" Wiener Bürgerschaft, wie sich die Liberalen, da dieser Name schon zu sehr in Misscredit gerathen ist, lieber nennen, bestimmt setn soll. Die große Mehrzahl der Wiener Gesangvereine und die überwiegende Mehrheit ihrer Mitglieder gehört der antisemitischen Partei an. Es scheint, dass die Betonung des „fortschrittlichen" d. h. liberalen Charakters nur zu dem i Zwecke erfolgt ist, um die verschiedenen liberalen Geldmänner pädagogischen Gründen, ausschließlich nach vorn zum Katheder zn schauen, als wenn er selbst darauf säße. Mangold lehnte sich selbst an den Ofen und begann nach dem zweiten pnnischen Kriege zu fragen. Ein Secundaner trng nun vor: ,.Als seine Excellenz, der commandierende General Mangold traute ftinen Ohren nicht. „Wir sprechen nicht vom Kriege 1870, sondern von Hannibal", warf er ein. Der Schüler sah ihn aber mit dem größten Ernst an und sagte: „Ja, von dem will auch ich erzählen." „Und deu nennen Sie E^cellenz?" „Ja, Herr Wessel hat es nns gesagt." Die gesammle Secnnda machte ein so ernsthaftes Gesicht, dass Mangold an der Wahrheit der Aussage wohl nicht zweifeln konnte. Der Schüler fügte zur Erläuterung hinzu, Herr Wessel habe gesagt, man könne sicb in die antiken Verhältnisse am besten hineinversetzen, wenn man die entsprechenden modernen Bczeicbnungen anwende. Mangold ergab sich darein und so führte denn Seine Excellcnz der commandierende General Hanzvdal die Trnppen über die Alpen. „Der Wcss^l ist doch ei^if kurioser Kerl!" dachte Mangold, da klopfte es, und MMch öffnete sich die Thür. Mangolds Haare sträubten sich WMerge, in der Thür stand der Provinzialschnlraih Grheimrath Dr. Pfefferling! Die Secnl^da sprang auf und staud in ehrerbietiger Haltung da, uiu die sie Einjährig-Freiwillige beneiden konnten beim Eintritt ihres Eompagniechefs in ihr Knciplocal; Mangold machte eine tiefe Verbeugung und löste sich von seinem Ofen los, um den hohen Vorgesetzten zu begrüßen. Während dieser mit herablassender Cordialität seine Hand schüttelte, gab es einen Knacks, und der befreite Hemdkragen stürmte wieder nach vorn. (Schluss folgt.) besser zur Beitragsleistung heranziehen zu können. Wir begnügen uns, die deutschen Gesangvereine in der Provinz aus diesen Umstand aufmerksam zu machen, salls an sie etwa in irgend einer Richtung herangetreten werden sollte. (Selbstmord cines Grafen Bethlen.) Aus Venedig wird der Stlbstmord des filnfzigjähric^en Grafen Bethlen, eines Bruders des ungarischen Ackerbciuministcrs, gemeldet. Derselbe hat sich durch einen Revolvcrschuss entleibt und hinterließ einen Brief an Herrn Grituwald, den Besi^er des „Hotel d'Jtalia", woselbst er seit sechs Monatcn gewohnt hat. In diesem Briefe ersucht er, an s.inc Tochter nur eie Worte zu tclegraphiercn: „Graf Bethlen todt. Brief foli^t". Der Grund des Selbstmordes ist in Dunkel gebullt. Die Umgebung dls Glasen hatte allerdings seit einiqen Wochen große G.rei.^thcit und Aufregung an dem Grafen bemerkt. Es werden die Si)l)ne des Grafen in Venedig erwartet. Derselbe soll auf dcm Bcnediger protestantischen Fricdhoft bei« gesetzt werden. (Die halbeMillion Dotation fiir Staatsbeamte.) Bor einigen Tagen gelangte an die GerichtS-functionäre der Wiener Gerichtsstellen eine Cnrrende des Ober-gerichtes, in welcher die Austheilnng der fiir diese Beamtenschaft bestimmten staatlichen Aushilfe aus der vom Parlamente für die gefammte Bcamtenschaft gewidmeten halben Million angeordnet wurde. Die (5urrende lautete dahin, dass für jeden Beamten der Wiener Gerichtsstellen aus dieser staatlichen Äus^ Hilfe eine Quote von 6 fl. 12 kr. entfalle. Säinmtliche richterlichen Functionäre des Wielier ^^andesgerichtssprengels bis zu den Auscultauten e» klärten, auf diese Aushilfe zu verzichten. Durch dilse Verzichtleistung erfährt die für die Manipulations-beamten sdas Kanzleiperfonale) der Wiener Gerichtsstellen bestimmte ursprüngliche Quote eine verhältnismäßig nicht unbedeutende Erhöhuug. Dies wollten die richterlichen Func-tionäre durch ihre Verzichtlustung offenbar erzielen. (Wert eines Schnurrbarte?.) Nach den heiße» Bemühungen der bartlosen Jünglinge zu urtheilen, die ihrem Antlitz die Manneszier, einen feschen Schnurrbart, verleihen milchten, müs^te eiu solcher unnennbaren Wert besitzen. Manche, besonders wenn Gott Amor im Spiel ist, schätzen den 'besitz einer solchen Gesichtsbehaarung ins Unermeßliche. Das nüchterne ^^eben zersli?rt oft auch solche Illusionen. In eincm Falle, der sich vor einigen Tagen im GcschäftSleben eines BerlinerCafes abspielte, hat es sich nämlich herausgestellt, dass ein Schnurrbart nicht viel wert ist. Anlässlich der Entlassung einer Anzahl von Kellnern ist diese Berechnung fest, gestellt worden. Bei Beginn ihrer Thätigkeit hottcn sich diese Kellner ihre Bärte avnetjmen lassen müssen, und nun wurden sie nach kurzer Dienstzeit Plötzlich wieder entlassen. Sie verlangten daher Entschädigung für den ihnen veiloren gegangenen Mannesschmuck. Nach lungen Verhandlungen zahlte der CafLtier pro Mann und Schnurrbart 6 Mark! Steyet ftstgeschsoffkn! Wien,26. October. >V. Ungsanblich! DaS musste sich jeder deulschnational-sühlende Mann im ersten Augenblicke sagen, nachdem er den bewussten Erlass bezüglich der Auflösung des Reichenberger Stadtverordneten Collegiums gelesen hatte. Als Einem aber nach und nach die Ereignisse der letzten Monate, an sich freilich unbedeutend, bemerkenswert aber im Zusammenhange, einsielen und die Erinnerung an die systematisch gepflegte Wühlarbeit der Widersacher sich einstellte, da fand es mancher begreiflich, dass letztere ihr wohl schon seit Langem unv errückt im Auge behaltenes Ziel endlich erreicht hatten! Wer weiß, wie lange vorher schon das erst vor wenigen Tagen zur traurigen Thatsache gewordene Ereignis eingetreten wäre, wenn eS möglich gewesen wäre, den so verhassten Deutschnationalen, die es gewagt hatten, eine große und industriereiche Stadt zu vertreten, die eine Ausnahme machen wollten von den gewöhnlichen Repräsentanzen österreichischer Gemeinden, das Handwerk zu legen! Es ist ja längst allen wahren Freunden des Deutschthums iu Oesterreich be- griechische Wäuber. Griechenland mit seinen fürs Räuberhandwerk so ein-ladenden romantischen Bergen hat von jeher eine Menge Bolls hervorgebracht, das bald mit, balv ohne politischen Borwand das Mein und Dein heillos durcheinander rüttelte. Dann kam immer einmzl ein Aufflackern des Gesetzes und machte halb und halb Ordnung; aber der Ansatz zu ncuer Gruppierung und Organisierung der Schuappbähne blieb doch immer zurück, und so hat sich auch heute wieder diese griechisch-türkische Landplage in der üppigsten Weise herausgewachsen. Da der griechische Staat wenig Geld hat, kann er auch seinen schlecht ausgerüsteten Soldaten wie seinen elend bezahlten Richtern keinen großen Eifer zumutben und dadurch ist eine derartige Vernachlässigung der Rechtspflege entstanden, dass Leute, die wegen geringer Vergehen eine'Strafe von einigen Wochen zu erwarten haben, monate« ja selbst jahrelang in Voruntersuchung sitzen. Wer will es daher den ^»enten ver^ denken, wenn sie, um einer solchen Gefahr zu entgehen, sich aus dem Staube macheu. Es ist statistisch nachgewiesen, dass tausende und abertansende von Processen durch solche Flüchtlinge in der Schwebe gehalten sind. Ans solchen Leuten recrutieren sich die hentigen Räuberscharen, die in dem nämlichen Bezirk, der Provinz Thessalien, sich concentriert haben, und sie sind wiedrum alle dortlün geeilt, weil das von Berthen umgebene Land den Verfolgten die besten Schlupfwinkel darbietet nnd weil die offene tiirlische Grenze die vorzüglichste Rückzugslinie bildet. Einmal die Herren d«'r Berge nnd Schluchten geworden, waren sie, zu Banden vereinigt, bald auch die Herren der Dörfer, die sich, von der Regierung ohne Schutz gelassen, dnrch das Gel'ot der Seldsterhaltnng dazu treiben ließen, mit den Rändern einen Ausgleich zn suchen. kannt geworden, wie vielfach die Anfeindunzen waren, welchen die deutschnationale Stadtvertretung Reichenbergs ausgesetzt war und wie schwer es ihr, deren Verwaltung als eine mnsterhafte anerkannt worden, gemacht wurde, diese Ver-wallung lediglich zum Nutzen der Bewohner zu führen, da ja Allem, was sie that, von vorneherein nnr böser Wille ihrer Z^einde entgegentrat, die beständig wühlten und hetzten. Nach dieser, von einer Partei, die weitaus begründeter den Namen einer engherzigen Tcrroristin-, als den einer freiheitlich denkenden Partei führen sollte, ansgegangenen, ununterbrochen fortgesetzten Minierarbeit musste es so kommen, dass hierzulande keine Stadtvertretung mit ausgesprochen deutschnationaler Mehrheit bestehen durfte, waS zugleich firr andere Gemeinden, welche die Autonomie überschätzten, ein Wink sein sollte, von dem betretenen Pfade abzuweichen. Sollte man es für möglich halten, dass angesichts dieses betrübenden Ereignisses etliche Dentsche, die dem liberalen Lager angehören, diese Auflösung als eine der Partei vom Ministerium erwiesene Begünstignng ansehen nnd dafür danken, dass letzteres auf diese Weise öffentlich dargctl)an habe, welch' einen großen Einfluss die liberale Partei derzeit schou auf die Regierrmg gewonnen h^l^e !^ Nein, mit einer derartigen Errungenschaft zn prunken, das tränen wir der Gesammtheit der Liberalen, so wenig sie anch anf eine Nachsicht vonseite deutschnational gesinnter Männcr zu rechnen haben, denn doch nicht zn und nrrr Einige unter ihnen sind es, welche mit Zuhilfenahtne einer feilen, für alle Niedrigkeiten zugänglichen Presse ihre eigene niedrige Gesinnung als einen Ausflnss dcr Ueberzengung Atter darstellen möchten; allein in diesem Falle heißt cS eben: einer fiir Alle, Alle für einen, und wir können die rechtlich denkende Minderheit nicht von dein Flnche erlösen, der ihrer An-gehörit^keit nun einmal auflastet. Obzwar Sie fchou letzthin die Angelegenheit des Reichenberger Stadtverordneten-Collegiums eingehend erörtert halben, so ist diese Sache doch zu wichtig, als dass sie mit einem-male abgethan wäre, zumal sie hente in ein weiteres Stadinm ihrer Entwicklung getreten ist. Uebei hanpt ist sie ja von hoher Bedentnng auch für den Süden und so recht bezeichnend für unsere eigcnthümlichen Verhältnisse. Welche — frägt man sich — sind die eigentlichen Gründe der Auflösung? Sind bestimmte Thatsachen vorgelegen, welche eine solche Regierungsmajzregel erwarten ließen? Entschieden nicht, »freilich, wenn man die begleitenden Zusätze t>er liberalen Blättcr zu dem ofsiciösen Commen!ar des amtlichen Prager Organs liest, so findet man in diesen allerlei Vorwürfe, die einem einen Begriff von dem Lang-wnth der Negierung geben sollen. Allein thatsächliche von der Behörde vorgebrachte Auflösungsgründe sind weder in den amtlichen noch in den angeblich nnabhängigen Blättern vor« geliracht worden. Sollen die sogenannten „extrem nationalen Tendenzen" ctwa in der Sedanfeier des vorigen Jahres ge-sncht werden und sind die bei dieser Gelegenheit ausgebrachten Hochrnfe auf^ den Begründer Dentfchlands und den Schöpfer des deutsch-österreichischen Bündnisses ctwa weniger am Platze uud mehr anti-österreichisch, als wenn der jeweilige deutsche Bundesgenosse, der deutsche Kaiser, in den Straßen Wiens mit Hurrah- und Hochrufen degrüßt wird? Alle anderen, den Reichenberger Deutschnationalen angerechneten Dinge sind ja so nichtssagend, dass man sich mit denselben gar nicht weiter beschäftigen will. Wer könnte auch an das ungehörige Verhalten der Stadtvertretung gegenüber der Regieruug glauben, wenn er sich vor Augen hält, dass dieselbe eine ähnliche Fehde gegen die Troppaner Stadtvertretnng kürzlich als gegenstandslos aufhob. Die Liberalen uud ihre Prefse seheu allerdings in den stramlnen Deutschen nnr „solch' elende Qnalitäten", dass deren „Niedertreten" ihrem Patriotismus wohl thut; die rechtlich denkende nnd ein großer Theil der reichsdentschen, obwohl in der Regel so schlecht ül?er österreichische Verhältnisse, weil eben zumeist vou liberalen Berichterstattern bedienten Presse sindet aber die obige Auflösung nicht gerechtfertigt. Wir haben in der gri^ßen „Völkcrfamilie" noch andere Nationen von fenrigerem Wescn und hitzigerem Blute, als Unter diesen llnständen hat es nichts Verwunderliches, wenn selbst eine hche Obrigkeit mit den Banden auf so gutem Fuße steht, dass sie ihre Freunde rechtzeitig vor heraN' nahenden Truppe» warut. Dies geschieht nicht einmal ans Gewinnsncht, sondern ebenfalls aus reiuein SelbsterhaltnngS-trieb, denn eS ist oft genng vorgekommen, dass die pflichteifrigen Ortsvorsteher und Bürgermeister nach dem Abznge der Truppen in gransamster Weise die Rache dcr Briganten über sich ergehen lassen mussten. So gestützt nnd immer kühner gemacht, erstrecken sich ihre Streifzüge bis in die Städte, wo politische Persönlichkeiten mit ihnen paktieren. Es ist nachgewiesen, dass die Räuber bei den letzten Wahlen bekannten Al^geordneten als Werkzeuge gedieut habeu. Haar-sträubeud sind die Einzelheiten über die Art und Weise, in welcher sie für ihre Caudidaten „agitierten". Sic richteten ein förmliches Schreckensregiment zn Gnnsten dieses nnd jenes Candidaten ein, nnd um zu zeigen, wesseu die Gegner sich zu gewärtigen hätten, führten sie als warnendes Beispiel eine Anzahl Personen init sich, denen sie Nase, Ohren oder ein anderes Glied abgeschnitten hatten. Spielten sie diese Rolle in dcr aufgeregteu Zeit der Wahlen, so bilden sie in den rnhigen Zeitläuften die „Stcner-einnehmer". Der berüchtigte Tsulis, eiu sechzigjäbriger Greis, der von den Thessaliern sehr gcmüthlich „Grosjpapachen" genannt wird, während er erst vor einigen Wochen den sensationellen Mord an einem Millionär Namens Emin Pascha ausgeführt hat, dieser Tsulis zum Beispiel betritt in der frenndlichsten Art die Hänser und fordert seinen Tribnt ein. Wenn dann die Bewohner auf seine Forderung sehr schüchtern fragen: „Sollte dies doch nicht zu viel sein, Großpapachen?" so erwiderte er: „Unsinn, Ihr habt kein Ehrgefühl den Dentschen gemeinbin eigen ist und könnten verschiedene Körperschaften und Gemeinden aufzählen, denen mit Recht das Schicksal dcr Auflösung schon deshalb hätte zutheil werden können, weil sie ül?er ihren nationalen Bestrebungen fast gänzlich auf die sonstigen Bedürfnisse ihrer Gemcindeange-hörigen vergaßen, — allein wer wollte Angeber sein? Das aber kann man fragen, ob es im Augenblickc, wo die Hentzi-Angelegenheit sich in Budapest abspielt und die ..Extremen'', nachdem sie vorher den ihrem Könige noch heute wie chedem feindlich gegenüberstehenden Dictator Kossnth zum El)rcnl.'ürgcr der ReichshauptstaN erwäl>lt hatten, nun abermals de,.seltnen NM Verhaltuu^smaßregeln fragten nnd schließlich doch siegten — ob ts in diesem Augenblicke der Regierung oder irgen) einer Partei oder einem Volke von fremder Nasse nützlich war, die Reichenlierger und somit alle deulschgesinnten Oesterreicher in Anfregung zu versetzen? Das muss man entschieden verneinen. Nun schallt ein Ruf durch ulle Lande: Deutsch-nationale! verzaget nicht und stehet festgeschlossen . . . tzigen-Aerichte. Lindenheim, 28. October. (Meine zweite Natnr.) Ich kann es wirklich nicht lassen; das Hernm-stötiern in; deutschen Blatte des kath. Pressoereines dereitet mir ein Vergnügen, welches nur schwer zu missen wäre, falls das gedachte Organ, dem Zuge dcr Zeit folgeud, in slooeni-scher Sprache zu erscheinen ansinge, oder wenn nichts mehr darin wäre, was meine zweite Natur belebt. Die unlängst erhaltene Belehrung über Vergleiche hat mich bewogen, kürzlich an dcr Hand cines nenen Vergleiches einzugestehen, dass mir das Hinkende aller Vergleiche nuu ganz klar geworden sei. Darüber kommt die letzte Nummer meiner Stofflieferantin gar anf den Einfall, mich als Fälscher hinzustellen, und zwischen den Zeileu kauu man's lesen, dass ich von dcr Geehrten anf keine auswärtige Beschäftiguug zu rechnen hätte, wenn ich dort wohnte, wo sie mir ein Frei^nartier wünscht. — Aber etwas hat es doch genützt: Ich werde das Gelesene nicht mehr ans dein Gedächtnisse, sondern wortgetreu niederschreiben, der Sinn bleidt ja tro^zdlm unverändert. Freilich ist das Herausnehmen cinzelncr Sätze aus der Verbindung des Gauzeu nicht zu verineiden; es lässt sich jedoch immer ein Schlnss auf den Artikel machen, den voll abzudrucken kauln lobuend wäre. — Die geradezu naiven Anschauungen der „Si'ldst. Post." über militärische Verhältnisse und auswärtige Politik lassen mich heute al?crmals die Arbeit thun, einige Stellen aus dcm Leitaufsatze ihrer letzte» Nunnner abzuschrcil?en. So ist dort zu lesen: Die „Jnngtschechen wollen z'var eine Allianz mit Frankreich und Rußland. Es ist ganz richtig; eine Allianz zwischen Oesterreich, Rußland, Frankreich und Englaud würde alle Kriegsgefahr beheben uud könnte uns eine Erleichternug dcr Militärlasteu bringen. Allein, wer bürgt uns dafür, ob Rußland für eine solche Allianz noch zu haben ist? Die juugtschechischen Delegierten werden in die diplomatischen Geheimnisse schwerlich eingeweiht sein ; wer aber dies nicht ist, der tappt nur im Fiustern herum, wenn er über die Richtung dcr änßeren Politik Vorschläge erthcilt. So lange uns daher die Herren Eim und Pacak nicht nachweisen können, dass ihnen die Anschaurmgen des Car's und die Pläne der rujsischeu Diplomatie genau bekannt sind, solange halten wir auch ihr ganzes Reden für unnütz und sogar schädlich." — Graf Kalnoky hat von dem Vorhandensein so gewiegter Diplomateu wohl keine Ahnung! Zntn Schluße möchte ich noch eine Parallele zwischen jenen Slovenen, als deren Vertreterin die „Südst. Post" gilt, und den Tirolern ziehen, welche letzteren gewissermat'^en ja auch eiue besondere Nation, ein eigenes Volk bilden. Was die Tiroler im Jahre 1809 getlian, nm ihr Land von der Fremdherrschaft zn befreien, ist genugsam bekaunt. Wie sich die Sloveueu bei „großen Veränderungen" (als eine solche wird die Ernennung des Barons Hein wohl nicht bezeichnet werden) verhalten würden, sieht man am besten aus folgenden Zeilen, welche anch dcnr angeführten Artikel entnommen sind: „Kleine Nationen thnn dah.r am besten, ' wenn sie ihre Geschicke der gölllichen Vorsehrmg anvertrauen Es kommt vor, dass die Briganten in den Ortschaften Gastereien geben, dass sie tort ihre Hochzeiten feiern und dass an diesen selbst die Beamten des Staates und der Gemeinden theilnehlnen. Der Bandit Stratzos saß eines Tages in einem Gasthanse und machte dort in der Weinlauue solchen Lärm, dass der gerade rnit zwei Gendarmen vorübergehende Polizeivorsteher Einlass begehrte, UlU Ruhe zu gebieteu. „Wer da?" tönte es von innen anf daS Klopfen des Polizeivorstehers. „Erst sage, wer Dn bist!" entgegnete Letzterer. „Ich bin der Stratzos!" kam die Antwort. „Dann öffne, ich bin der Polizeivorsteher." Dies geschah, nnd der Mann des Gesetzes nahm an dem leckeren Mahle der Räuber mnnteren Antheil! Der Staatsanwalt wollte zwar den biederen Beanrten zur Recheu-schaft ziehen, musste ihn aber anf Betreiben einflnssreicher Politiker ans der Haft entlassen. Von romantischem Schimmer nmwoben ist gerade dieser Stratzos. In seiner Jngend hatte er gehölt, dass das schönste MäDchen des Dorfes einem Bauer vermät)lt werden solle. Da drang er am Hochzeilslage an der Spitze einer Schar verwegener Burscheu in die Kirche ein und von dem Altar hinweg ließ er von seinen Spießgesellen den Bl'äntigain schleppen, an dessen Stelle der voii blitzenden Waffen umdrohte Geistliche nunnrehr ihn lnit der schönen Brant tränen mnsste. Dass mit der Roinantik die Poesie sich verschwistcrt, ist eine alte Erfahrung, nnd so haben die hellenischen Banditen ihren Homer gefunden. Jin Mnnde des Volkes rühinen Lieder ihre Thaten niid besonders gefeiert ist die Mntter des Ränberhanptinannes Drakos, die inehrinals init eigener Lebensgefahr den Sohn atlS den Händen der Häsch.'r befreite. Seitf 4 '^cardurj^er ,^eitunq Nr. 87, 30. Octobcr 1892. und bci Vcrändcmn.icn sich möglichst geschickt den neuen '^Verhältnissen anschmieden."......Welch' ein Patriotismus! St. Georgen a. P., 27. Oclob.r. (Die heuriqe Weinernte.) Die Weinlese ist beendet. In giinstig gelegenen Weingärten, besonders cibrr im Mergcldodcu ist die Qualität und Quantität eine gute. Gute Weinlese hatten solche Weingärten, in welchen im Vorjahre kein Ha^cl gen'esen, und in welchen ordnungsmäßig gespritzt wurde, so in Glanz. Der Liter wird mit 17—20 kr. bezahlt. Wien, 2l;. Octobcr. (Zur D arnachach t n n g.) Das „glänzende Wahlergebnis" des Jntelligenzbezirkes der St(idt Wien schnnt die Stammesgenossen von Kronawetters Wählern bereits trunken gemacht zu halien, und eine jüdische Tyrannis im grofien wie im kleinen steht uns bevor. Als Beleg hiesiir diene nachfolgende Begcbcnl)cit. Bor einigen Tagen bestellte ein Beamter der Firma Zuckcrmann u. Comp, bei der Buchhandlung Lcsk u. Schwidcrnoch in Wien auf telephonischem Wege ein Bucti mit dem Ersuchen, ihm selbes in das Bureau zu senden. Nach der Besorgung gicng der Bote der Buchhandlung in das oben bezeichnete Geschäft, um sich seines Auftrages zu entledige«. Aber siehe da ! Hier wurde der Bote vom Chef der Firma Zuckermann u. Comp, empfangen, welcher d.>s überbrachte Buch besichtigte und nach Entdeckung der Marke ,.Lcsk und Schwidcrnoch" dcm Boten bedeutete, er solle so schnell als möglich das Weite suchen. Auf die Entgegnung des Boten, er habe ein bcstelllcs Buch hier abzugeben, wurde vom Oberpriester der Besteller citiert und gezwungen die falschc Erklärung abzugeben, dass er das Buch schon durch eine andere Buchhandlung belogen habe. Das ist jüdische Art nnd Achtung der persönlichen Willensfreiheit. Wenn man vom jüdischen Stamute überliaupt etwas lcrren wollte, so bildete dieser Vorfall eine sehr belehrende Geschichte. Warbmger Machrichten. (Marburger G emein Oerath.) Mittwoch, den 2. Novcmber nachmittags llhr findet im Rathhaussaale eine Gemeinderathssi^nng mit folgender Tagesordnung statt: R.curs des Herln Anton gegen die Stadtrath - Entscheidung vom Ll). September Z. 16078 wegen Verlegung seiner Picherei. — Antrag der Erben nach Frau Maria Schmiderer wegen Uebernahme und Erhaltung des gestifteten Armenhauses. — Erlass dcS hohen ^^andes-Aus-schusses in Graz über die Bestellung eines dritten Arztes im hiesigen Kraukenhause. — Gesuch des philharmonischen Vereines um den Fortbezug der Subvention per 8l)0 fl. für das Vcreinsjahr 1892—93. — Dankschreiben des Deutschen SchulvereincS für die Zuwendung der Sparcassa^Jubiläums-Stiftungszinsen per 186 fl. 90 kr. ^ Bertheilung der Joh. Girstmavr'schen Stiftuugszinsen per Ll0 sl. an zehn arme bürgerliche Familien von Marburg. — Gesuch der Haushaltnngs- nnd Fortbildungsschule für Mädchen um Bewilligung von Brennholz für Schulzwecke. — Angebot des Herrn Julius Pfrimer betreffend den Ankauf der Grund-parzelle IL9/I in Melling für ein Schlachthaus. — Eingabe der Erben des Herrn Andreas Tschernitschek utn Bewilligung der Entfernung der Kastanienbäume vor ihrem Neubau in der Tbeatergasse. — Ansuchen der freiwilligen Fenerwehr um Aenderung des K 0 des Grundgesetzes. — Wiederherstellung der abgebrannten Wagenremisen bei der Landwehrkaserne. Petition der Bewohner der Kärntnervorstadt um Herstellung eines Ueberganges zwischen der Schmiderergasse und der Ecke der Lendgassc. — Offerte für Lieferung von Granitwürfeln. — Vergebuug der Beleuchtung der städtischen Petroleum-Laternen auf drei Jahre, d. i. bis Ende December 1895. — Ansuchendes Herrn Ingenieurs Josef Prodnigg um Gemeinde-umlagen-Bcfrciung für seinen Neubau iu der Elisabethstraße. — Gesuch der Frau Julie Zaradnik um Gemeindeumlagen-Befreiung für ihren Neubau in der Pcrkostraße. -- Ansnchen der freiwilligen Feuerwehr um Bewilligung eines Vorschusses von 1700 fl. zur Anschaffung von Löschgerätben. — Antrag auf Vermietung des städtischen Kellers im Rathhause vom ^ 1. Jänner 18W an. — Gesuch der hiesigen Suppenanstalt Es ist aber gar nickt nöthig, dass die Mütter als Schutzengel über die Banditen wachen. In wie ausgiebigem Maße dies von dcr Bevöikeruug selbst besorgt wird, darüber belehrt uns ein Aufsal', der „Akropolis", worin es unter Anderem beißt: „Wie sollen wir dem Ränberunwesen steuern, wenn dessen Häuptlinge in den Verwaltungsburcaus der Städte ihre Organe haben die sie iiber die Bewet'.ungen der gegen sie ausgesandtcn Truppen aufs Genaueste unterrichten. Hier warnt sie ein Bürgermeister schriftlich, dort lässt ihnen ein Friedensrichter Munition zngeben, nnd wenn es nur noch die Bürgermeister nnd Friedensrichter allein wären ! Da aber wird selbst ein TsnliS von politiscken Pel sönlicbkeiten gehalten und ein Stenereinnehincr l^er Regiernng spielt dabei den Vermittler." Bon diesem Tsulis erzählt das c,enanrite Blatt, als man ihn aus einer ^^^agerstätte kürzlich aufgeschtucht, t)abe mau dort eine Nunlmcr der „Akropolis" vorgefuuden, in der die Bewegungen der Soldaten gegen die Banden geschildert waren. „Unsere Abonnenten", so fügt das Blatt mit komischen Ernst hinzu, beklagen sich nur zu oft über die mangelhafte Zu-stellung in Folge der schlechten Einrichtung unserer Post. Heir Tsulis jedoch in seinen iidcn Bergen scheint unsere Nummern mit gewissenhafter Pünktlichkeit zu erhalten." Der Kampf gegen die Räuber wird abgesehen von dem Einverständnisse mit'Behörden und Bevölkerung, besonders durch die grenzenlose Verachtung erschwert, welche die Räuber mit nur zu großer Bcrechtiguug für daS ausgesandte Militär hegen. Es sind Fälle vorgekommen, dass die Räuber direkt auf die Soldateu zugieugeu, ihnen die Gewehre aus der Hand rissen, die Krieger aber, f^anz verblüfft ob solcher Frechheit, blieben wie versteinert stehen, während jene hohnlachend sich davonmachten. Ein andersmal erklärt ein Sergeant einen Räuber für verhaftet; doch als dieser ihn anherrschte: UNI eine Subvention von 200 fl. — Vertraulich: Antrag wegen Zuerkenuung deS Defiuitivums an den Wachmann Alois Kodritfch. — Antrag wegen Znerkennnng des Definitivums an den Wachmann Rudolf Marko. — Gesuch des .Herrn J^naz Widgay um Aufnahme in den Verband der Stadtgemeinde Marburg. (Zum Ehrenbürger vo n Bergen thal) wnrde, wie man uns schreibt, der Realitätenbesitzer in Wuchern, Herr Johann P ach ern ig ernannt. Herr Pachernig bekundete schon häusig sein besonderes Wohlwollen für die Gemeinde Bergenthal und die Pfarre Lembach. So verdankt beispielsweise Lembach die im verflossenen Jahre angeschafften Thurmglocken der selbstlosen Großmnth und Opferwilligkeit des Herrn Pachernig. Seine in der letzten Gemeinde-Aussckusssitzung in Bergenthal erfolgte Ernennung zmn Ehrenbürger ist daher der schöne Ausdruck dankbarer Anerkennung. Ein bekannter diesiger Künstler ist mit der Anfertigung des Ehrenbürger-Diploms betraut worden, das demnächst Herrn Pachernig wird überreicht werden. (Zither-Concert.) Der Erste Marburger Zitherverein veranstaltet für den 6. November ein Concert im Saale des Hotels „Erzherzog Johann" und hat dieser rührige Verein Frau Alberer in Graz zur Mitwirkung gewonnen. Die genannte Dame wird z^wei Stücke nnd zwar: „Mit Lust nnd Liebe", k'svtasig dnll^uts nnd den Ländler „Das san die Rechten", beide von A. Huber, vortragen. Nichtmitgliedern ist auch diesmal der Zutritt gegen ein Eintrittsgeld von 20 kr. gestattet. (Schaubühne.) Hente findet die zweite Aufführung der Posse „Heißes Blut" statt. — Dienstag, den 1. November wird statt des „Müller und sein Kind" das Leben^^bild „Vater Unser" gegeben. (Ein Park im Kranken ha nse.)HerrDr. Mal ly regte die Errichtung eines Parkes in der nnmittelbaren Nähe des Krankenhanses an und cS wird zu diesem Behufe ein nächst dem Krankenhanse gelegenes Feld in eine Parkanlage umgewandelt werden, wo sich die Kranken im Freien werden ergehen können. Eine Mauer wird die Anlage gegen die Straße zu abgrenzen. (AuShilfScas st-Verein in Marburg.) Ge-barnnqSauSweis vom Monate October 1892. Empfänge: fl. 49.543 34, Ausgaben: fl. 45.706 57. (Entgleisung.) In der Nacht vom Mittwoch aus den Donnerstag entgleiste auf dem hiesigen Südbahnhofe eine Maschine, die dabei ziemlich stark beschädigt wurde. (Zum Grafensteiner Eisenbahn-Unfalle.) Die „Tagespost" lässt im Abendblatte vom 27. d. den Heizer Kern bereits gestorben sein. Derselbe befindet sich jedoch ganz wohl und dürfte in einigen Tagen aus dem Klagenfurter Krankenhanse als vollkommen gesund entlassen werden. (Besitz Wechsel in Marburg.) Das bisher der Frau Wilhclmine Ho in ig in der Herrengasse gehörige Haus gieng in den Besitz des Kaufmannes.Herrn Frangesch über. — Das Hans des Herrn Drechsler, Herrengasse 7, kaufte der hiesige Kürschnermeister Herr Karl Granitz. (Verkauf einer Dampfmühle.) Die vor nicht gar langer Zeit in Feistritz an der Kärntnerbahn abgebrannte Dampfmühle des Herrn Franz Knapp ist durch Kauf in den Besitz des Herrn G. Scherbaum übergegangen. (B esi tzwe chsel.) Der urclericale Besitzer Audoli-tschitsch in Wochau verkaufte vor einigen Tagen seine Besitzung um 14.000 Gulden an ein Consortium aus der Murecker-Gegend, da5 denselben Besitz, jedoch ohne Fahrnisse, am Donnerstag abermals an eine Kranichsfelderin um den Preis vou über 15.000 Gulden verkaufte. Gestern fand die Versteigerung der Fahrnisse statt, die sicherlich den Gewinn der Fremden noch um ein Bedeutendts erhöhte. Herr Ando^ litschitsch soll nun ganz trostlos sein, da er ansehen musste, welch ein gutes Geschäft sein Besitznachfolger machte. (..Slovenski Gospodar" vcrurtheilt.) Die Wochauer Gemeiudevertretung strengte durch den hiesigen ^ Rechtsanwalt, Herrn Dr. Eduard Glantschnigg gegen die hier erscheinende Zeitschrift „Slovenski Gospodar" vor kurzer „Du Rindvieh, geh' auf die Seite!" gehorchte der Brave respektvoll, worauf der Räuber beim Fortgehe» ^em Sergeanten die Versicherung gab, dass er — fiir seine Besördernng zum Kapitän Sorae tragen werde. Kein Wunder daher, wenn die bürgerlichen Behörden vor den Bandcnführern zu Kreuze kriechen. So wurde kürzlich ein Staatsanwalt disciplinarisch bestraft, weil er, freilich eingeschüchtert dnrch die auf ihn gerichtete Schnsswaffe, einen schon in seiner Gewalt befindlichen Räuber wieder laufen ließ und ihm noch ein Zehrgeld gab. Der mit dictatorischen Vollmachten zur Unterdrückung des Räubernnwesens nach Thessalien gesandte General Makras hat daher nur der Sachlage gemäß gehandelt, als er die 47 Ortsvorsteher und Bürgermeister der Provinz zusammentreten ließ uud an sie folgende Ansprache richtete: „Ich weiß genau, dass Ihr die Räuber unterstützt. Und doch könnten, wenn Ihr nur wollt, die Banditen weggefegt sein. Die Regierung ist fest entschlossen, Euch bei fernerem derartigen Verhalten abzusetzen uud außerdem gerichtlich zu verfolgen", eine Philippika, ans w?lche die Herren sehr kühl und gelassen erwiderten: „Bitte, Herr General, verschaffen Sie nns Soldaten nnd geben Sie uns Waffen." So gibt es nur eine einzige Hilfe: dass die Regiernng sich anf ihre im Jahre 1870 entwickelte Thatkraft besinnt, wo sie dem alten Räuberunwesen den GarauS machte. Damals hatte sie sich zum gemeinsamen Vorgehen mit der Türkei verbündet. Heute verlautet ein Gleiches und es wäre die höchste Zeit, dieselbe Parallel-Action in Scene zu setzen und unverzüglich das Standrecht bekannt zu machen. („Oesterr. Vlksztg.") Zeit eine Ehrenbeleidigungsklage an. Dieser Procefs endete nun in den letztoergangenen Tagen mit der Verurtheilnng deS genannten Blattes zu einer Geldstrafe im Betrage von fünf Gulden nnd zur Zahlung sämmtlicber Kosten. ^ (Die Cholera in Sabofzen bei Petta u.) Die im pathologisch anatomischen Jnstitnte des Universitätsprofessors Dr. I. Eppinger in Graz vorgenommene bacteriologisch-mikroskopische Untersuchung des Darminhaltes des am 21. d. in Sabofzen bei Pettau unter choleraverdächtigen Erscheinungen gestorbenen Franz Wesiak ergab mit aller Gewissheit als Todesursache asiatische Cholera, da der CommabacilluS nachgewiesen wurde. Es ist sehr wahrscheinlich, dass anch der im gleichen Hause einige Tage vorher gestorbene Martin Horwat der Cholera zum Opfer fiel. Die Krankheit ist ver-muthlich durch einen Keuschler von Sabofzen, der mit einem mit Aepfeln beladenen Floße nach Nenfatz an der Donau fuhr und von dort bis Vukovar mittelst Dampfschiffes und sodann über Esseg, Villanyi, Barcs Frieda» nachhause zurückkehrte, eingeschleppt worden. Ueber weitere verdächtige Erkrankungen in Sabofzen liefen keine Meldungen ein. Die Staatsverwaltnng ordnete schon beim Auftreten des ersten Erkrankungsfalles die weitestgehenden Präventiv- und TilgungS-maßregeltt an. Zum Zwecke der genauesten Durchführung derselben ist ein eigener politischer Commissär mit der nöthigen Gendarmerie-Begleitung an Ort und Stelle exponiert. Gleichzeitig erfolgt die Ueberwachung des GesnndheitSzustandeS der Ortsbevölkerung dnrch tägliche amtsärztliche Untersuchung. (Aus der Kaserne entwichen.) Der Lanvwehr-Recrut Stefan Verne entwich Montag abends aus der Landlvchrkaserne und konnte bisher nicht gefunden werden. Er türfte sich wahrscheinlich uach Maxau, seiuem HeimatS-ortc, begeben haben. (Ein Harmonikaspieler beraubt.) Zu dieser Notiz unseres letzteu Dounerstagblattes bringen wir die Ergänzung, dass am Morgetl uach dein an dcm blinden Goldner verübten Ranbe ein Gendarm in Roßbach einen Burschen mit einer Harmonika, die dcm Aussehen nach der geraubten ähnelte, antraf. Dieser Bursche sagte dem Gendarmen, dasS er die Hannonika nach Urbani zur Reparatur trage. Leider wusste der Gendarm damals nichts vom Raub, weswegen er den Burschen laufen ließ. Da sich in Urbani Niemand mit der Herstellung von Jnstrnmenten bcfasSt, dürste der Bursche wohl der Räuber gewesen sein. Derselbe ist an die 28 Jahre all, hat ein rotheS breites Gesicht, blonde Haare und eben solchen Schnnrrbart; er trug einen aschgrauen Stoffanzug und einen dunklen, grünen, schmalkrämpigen Hut. Er sprach einen fremden — den sächsischen — Dialekt. (Ein Brandleger.) Am 25. v.M. wurde, wie wir damals berichteten, beim Realitätenbesitzer und Wetnhändler Wretzl in Rothwein ein großer Strohhaufe im Werte von 600 fl. in Brand gesteckt. In der gleichen Nacht war in ein Zimmer deS Wirtschaftsgebäudes der nämlicken Realität ein« gebrochen worden. Der Verdacht der Thäterschaft richtete sich gegen einen Knecht namens Jakob Postdruschnig, der kurze Zeit vor der Brandlegung und dcm Einbrnche freiwillig aus dem Dienste WretzlS anSgetreten war. Es gelang anch, den Verdächtigen zu ergreisen und dem hiesigen Bezirksgerichte einzuliefern, wo er das Geständnis ablegte, sowohl die Brandlegung, als auch den Einbruch ausgeführt zu haben. Der Verbrecher wurde dem Kreisgerichte in Cilli übergebenl (Der Wochen markt) am 29. d. war derart beschickt, dass die Verkäufer beinahe nicht mehr unterzubringen waren. Eine Vorstellnng von einem solchen Wochenmartt kann man sich machen, wenn man folgende Zahlen liest: Mit Eldäpfeln, Kraut und Zwiebeln waren am SamStag 235 Fuhrwagen, am Vorabend bereits 49 Fuhrwerke aufgefahren; mit Esskastanien erschienen 25, mit geschlachteten Schweinen 01 Wagen mit dem Fleische von 167 Schweinen, mit Getreide 50 Wagen mit 762 großen Säcken. Auf dem Schweincmarkt waren 100 Fuhr- und 40 Handwagen aufgefahren nnd betrug der Gesammtauftrieb der Schweine nahezu 1000 Stück. Der Berkehr zwischen Verkäufern und Käufern war ein anßerordenilicher und sehr lebhafter. (Ein netter „Zimmerherr".) Vincenz Schuran, angeblich Privatstudcnt, verließ am 24. d. seinen hiesigen Aufenthaltsort, nachdem er seiner Quartiergeberin eine silberne Damen-Remontoiruhr nnd zwei Goldringe, einer mit einem blauen, der andere niit einem rvthen Stein geziert, entwendet hatte. Der Genannte ist 21 Jahre alt, mittelgroß, hat schwarze Haare, dunklen Teint; er trug einen einfachen braunen Anzug und einen schwarzen ruudeu .Hut. (Der falsche Conducteur.) Am 2. d. erschien hier ein fremder, an die 20 Jahre alter Mann, mit Bluse und Kappe eines Eisenbahnconducteurs bekleidet; er gab sich auch für eiuen Schaffner der Station Matzleinsdorf auS und wusste einem Stubenmädchen unter dcm Versprechen, dass er sie ehelichen werde, 36 fl. zu entlocken. Am 10. d. verschwand der angebliche Conducteur auf Nimmenviedersehen. Er hatte sich iln Gasthos als Rudolf Payer, Conducteur, eingetragen. Die Erhebung hat aber ergeben, dass er Ferdinand Teichmann heißt uud aus Krumau gebürtig ist. Der Schwindler trug zur Eisenbahnuuisorm, deren Knöpfe die Bezeichnung der Kaiser Ferdinands-Nordbahn zeigten, eine raudwehrhose, die er sich hier cngcr machcu ließ. Der falsche Schaffner hat ein sehr gefälliges Benehmen und ist im Eiseubahndienst so bewandert, dass er für einen Conducteur gehalten werden kann; er ist von schlanker Statur, trägt ein hübsches Schnnrr-bärtchen uud fehlt ihm ein Borderzahn des Oberkiefers. (Einbruchsdiebstahl.) Am 1. d. wurde in die Behausung des Kcuschlers A. Krausdorser in Lebring, während er mit den Seinen auf dem Felde arbeitete, durch seinen gewesenen Knecht Anton Gmciner eingebrochen unv außer verschiedenen Kleidungsstücken eine Briestasche mit 67 fl. und eine lAeldbörft mit 3 fl. 50 kr. entwendet. — Der genannte Knecht ist aus Pokosche, Bezirk Marburg. 18 J^hre alt, mittelgroß und schmächtig, hat ein bartloses, mageres längliches brünettes Gesicht, dunkle Haare und spriht deutsch und slovenisch. ^Ein Exccdent vor Gericht.) Am 22. d. fand bcim k. t. Kreisqerichte die Hauptverhandlung c^egen den Ta^-!i?hncr Johann Hropevnik wegen des Verbrechens der i)ffent-lichen Gewaltthätigkrit gemäß ^ 81 des allgemeinen St.-G. statt, bei welcher der Angeklagte zu einem Jahre schweren Kerkers verurtheilt wurde. Der Verurtheilte hatte am 12. August d. I. in einem Gasthause der Tegetthoffstraße einen derartigen Excess hervorgerufen, dass die Wache gerufen wurde. Dem gegen ihn rinschreitenden Wachmanne L^udwig Kosar widersetzte sich H. mit offenem Taschenmesser, so dass seine Arretierung ohne Waffengebrauch nur mit Hilfe von Cioil-Peisonen nli)glich war. (Ein roher Geselle.) Am 23. d. gegcn 9 Uhr abends machte der Taglöhner Urban Warlitsch durch sein 'Zltrgernis erregendes Lärmen auf dein Hauptplatze das Ein-IchreitlN eines Wachmannes nothwendig. Der zur Ruhe Aufgeforderte warf sich aber sogleich auf den Wachmann und Packte ihn am Halse und an der Brust; diese Wider-jetzung musste der Wiithende mit seinen gesunden Gliedern bezahlen, wenn nicht einige Civilpersonen dem Wachmanns eiligst zu Hilfe gekommen wären. Einer der Helfer erlitt eine Berlctzung, die ihm der um sich schlagende Arretiert?, bevor er geftsselt werden konnte, beibrachte. (Eine gruselige Geschichte.) Was doch Fama fiir ein phantasicvoll^s und geschwätziges Weib ist! Kein Änlass ist ihr zu geringfiigig, kein Ereignis zu nüchtern, um daran Märchen zu knüpfen und dieselben rasch untcrS Volk zu bringen. Jüngst lief in unserer Stadt das schaudnvolle Gerücht um, der frühere Todtcngräbcr des städtischen Fried-chofeS in Podersch habe die Ruhe eer Todten dadurch schnöde gesti?rt, dass er i'eichen ausgrub und beraubte. Von diesem Ansinnigen Gercde ist kein Wort wahr. Die vom Stadtrache eingeleitete Untersuchung ergab, dass keine Ausgrabungen stattfanden; dass der ehemalige Todtcngraber allerdings manchen Belegraum freilicß, damit infolge des lockeren, sandigen Erdreichs die Gräber nicht ineinanderrutschten. Die Entlassung des Mannes mochte wohl die Ursache der gruseligen Geriichte gewesen sein, deren eines sogar zu erzählen wusste, dass das Wcib dcs Todtengräbers — schaudervoll, höchst schaudervoll! — Menschen speck auf dem Platze feilgeboten hibe. (Scheue Pferde.) Am 27. d. vor- uud nachmittags gicngen hi>^^r Pferde durch. Vormittags raste ein Paar Pferde von der Kärntuerstraße aus mit einem leeren ^^astwagen über den Hauptplatz und durch die Hcrreugasse. — Nachmittags gieng ein Paar Pferde mit einem beladenen Wagen in rasendem Laufe die Triesterstraße bir^d durch, der Brücke zu. In keinen dcr beiden Z^älle ist glücklick erweise ein Unglück geschehen, obn^ohl die Situation eine sehr ernste war. Auch trifft in keinem der beiden Fälle jemanden ein Verschulden. (Diebstähle.) In dcr Nacht zum 24. d. wurde beim Gastwirt Alt in St. Anton bei Kirchbcrg cingcdrochen und demselben außer Cigarren um 15 fl. Steinpel zu 1 fl. und 50 kr. gestohlen. Der Thäter ist unbekannt. —In der Nacht zum 25. d. wurden in Gams mehrere Bienenstöcke sammt Wachs und Honig gestohlen. Der Thäter ist ebenfalls unbekannt. — In der Nacht zum 27. d. wurde von unbekannten Thätern in die Pfarrkirche zu St. Peter nächst Marliurg ^eingebrochen und fämmtliche Opferstöcke entleert. — In der Nacht zum 19. d. wurde einem Gutsbesitzer in Steinhof aus unversperrtem Stalle eine zehn Jahre alte Kuh von lichtgclber Farbe, die am Kopf einen weißen Stern hat, im Werte von 125> fl. gestohlen. (Ein Bichdieb.) Am 28. d. wurde einem gewissen Franz Schicker aus St. Jakob hiir polizeilich eine zum Verkaufe gebrachte Kuh aus dem Gruude abgenommen, weil er keinen ViehpasS hatte. Er gab an, Besitzer zu sein und auf die i^^öfung eines Passes vergessen zu haben, weswegen er angewiesen wurde, den ViehpasS nachträglich beizubringen. Am Nachmittage desselben TagcS erschien bereits derGendarnierie^ posten-Commandant von Jahring mit der Anzeige, dass der Winzeiin Werbort in Oberjakobsthal in dcr vorigen Nacht eine Kuh gestohlen wurde, die in dcr Richtung auf die Stadt M weggetrieben wurde. Nach Besichtigung dcr Kuh stellte eS sich heraus, dass dieselbe mit dcr gestohlenen identisch ist. — Schicker ist in St. Jakob ein lestbekannter Viehdieb und dürfte kaum mit einem ViehpasS zum Vorschein kommen. lCeleja) wird das Festblatt heißen, das die „Denlsche Wacht" zur 25jährigen Feier derSelt'ständigkeit von Cilli l,erausgibt. Johann Strauß, der weltt?crühmtc Walzrrkönig, hat - ebenso wie Thomas Koschat eine handschriftliche Tondichtung beigesteuert. Der Vicepräsident des Abgeordneten-bauses, Freiherr von Ctilumecky, ein Ehrenbürger von Cilli, sandte einem kräftigen Sinnspruch, Ferdinand von Saar ein noch ungedrucktes Gedicht, Prof. Dr. Frischauf einen Aufsatz über daS obere Sannthal. Reich wird dcr Bilderschmuck der Festschrist sein. Als Kunstblatt liegt außerdem ein Lichtdruck bei: Die Burgluine Cilli nach einem Aquarell von Ludwig HanS Fischer. Die Lieferungsfrist für Beiträge dauert bis 1. November. Die Prachtausgabe wird nur in sehr beschränkter Anzahl gedruckt. AsserseekenTag. Die Natur hat nun alle ihre Gaben auSgcthcilt, sie hat gewirkt und geschafft, und bereitet sich zuln Schlummer, die M^uscheu sagen zum Sterben. Die Wandervögel sind schon alle fortgezogen, stille wird es und immer stiller, auf der Haide liegt dicker Nebel, die Gebüsche dcr Auen werden immer durchsichtiger. Die Menschen sehen, wie Alles, was sie im Frühlinge und Sommer erfreut hat, vergeht und verwelkt -sie denken auch an jene Verluste, die noch schmerch'cher sind,' als dcr Abschied der Blnmen und Singrögcl, sie erinntrn sich dcr Lieben, die man ihnen begraben bat. ES gielt wohl schr wenig Menschen, die nicht jcm.ils ein z.veit.s menschliches Wesen recht von Herzen lieb gebaut, rs giebt aber anch cdc,!so wenig Menschen, die nicht ein Grab wissen, an dem sie weinen -könnten. Mit Nccht hat die Kirche in diese Zeit, wo der Ge-^danke an die Vergänglichkeit so tief empfunden wird, einen der volkSthümlichsten Feiertage verlegt, den Tag aller Seelen. Die Friedhöfe werden zu Gärten, die Menschen weihen die letzten Rosen den Gräbern, als wollten sie entsagen lernen im schaurig süßen Traume von einem Jenseits, von einem Wiedersehen. Alles wandert hinaus zur Stadt dcr Grabes-monnmente, alles Leben will heute einmal recht tief sich hinunterdenken in jenes größte aller Räthsel — den Tod. So ziehet denn alle hinaus, ihr Waisenkinder, Witwcn und alle ihr Verlassenen, denen ein unvergesslicher Verlust heutt das Herz zusammcnklemmt, suchet auf dem Felde der Gräber den Trost der Thräneu. Verzaget nicht, kehret erweicht und heiter wieder zurück. Der Tod ist kein Uel?el, er ist eine Wohlthat und die Ruhe nach der Arbeit. Es giebt wohl auch Menschen, denen dcr Abschied vom Leben daS furchtbarste Ereignis ist. Es sind diejenigen, die eigentlich noch gar nicht gelebt haben, weil sie nicht arbeiteten, d. h. die Kräfte, die in ihnen liegen, nicht gebrauchten. Diese Kräfte fordern Rechenschaft, sie wollen noch leben und etwas erschaffen zur Freude des Herzens. Solche Menschen fühlen, dass sie sich keines Geschöpfes Liebe erworben haben, und dass kein Hahn nach ihnen krähen wird; sie fühlen, dass sie selbst noch Niemanden geliedt haben, sie wollen nicht sterben, sie wollcn fortleben — nur noch ein Jahr — einen Tag — eine Stunde. Sonderbar, diese Menschen sind gewöhnlich solche, die glauben, dass sie nichts zu thun brauchen, weil sie reich sind. Sie haben an nichts rechte Freude, weil sie nichts zu erkämpfen brauchen. Nur die Mühe vcrsüßt den Genuß und veredelt das Herz. Glückselig ihr, denen unter Mühen und Schweiß die Tage vergehen, ihr scid es, die wirklich leben und denen der Tod ein wirklicher Frietcnsengcl sein wird. Wer den Gesetzen dcr Natur gctrcu ist, der blüht schön und glücklich wie sie, uud stirbt auch wie die Natur im Herbste, lächelnd und ruhig. Das Atterseelen-Fcst ist eiu Fest des Herzens. Es ist der Erinnerung an die Todten geweiht, und giebt eben dadurch Zeugnis, dass es eigentlich keinen Tod giebt, indem die Liebe die Riegel dcS Grabes sprengt und sich binunterschmiegt an die lieben Geschiedenen. Die Erinnerung an versunkene Geschlechter, vorzüglich aber an jene Männer, die der Menschheit vorangeschritten sind, schmiickt ihre Grabmäler heute gleichsam von sellist. Die Arbeit erlöst und macht unsterblich. Jene Männer arbeiteten mit ihrem Geiste, und darum unterscheiden sie sich von Anderen durch die hohe Begabung. Die Arbeiter und Landlcnte haben eigentlich ein schr beneidenswertes Los; der Tod, der heute gefeiert wird, ist nur dem Müs;igen snrchtbar, der Tag des Zornes erreicht nur den sieche» Grübler. Diesem ist schon das ganze Leben ein langsames Sterben, ein zitterndes Hinab-klettern in die Gruft. Die Klänge des Requiems tönen flehentlich anS allen Kirchen, rührende, herzergreifende Klänge, die Bitte, dass die Asche dcr Todten Frieden finde. Der Frieden im Leben wie im Tode liept nur in der Macht des Lebens selbst. Arbeite daher jeder nach seinem Stande rnit wabrer Begeisternng. Nur vie gesunde Ermüdung wird denPilger schmerzlos hinüberführen in das Reich des Schlummers. V. Mittwoch, den 26. d. trat in dem Oencdix'schen Lustspiel „Die relegierten Studenten" der neu angeworbene Liebhaber Herr Rohne zum crstenmale vor nnser Theater-publicnm. Der Künstler gefiel vom ersten Augenblick an, da er die Scene betrat. Und mit Recht. Denn er besitzt die künstlerische und körperliche Eignung, um seinem Rollenfache Nl entsprechet:. Bor allem berührt sein ruhiges und gewandtes Spiel angenehm, das kluge, verständige Maßhalten und die Natü'lichkeit der Bewegungen. DaS sonore Organ des Künstlers, das nur beim leiseren Sprechen an Wohlklang einbüßt, berührt daS Ohr daS Zuhörers sympathisch und kann wohl anch größeren Anforderungen, als sie das Lustspiel stellt, genügen: Wir möchten heute noch kein abschließendes Urtheil über diese n^ne Kraft unserer Bübne abgeben, allein wir sind iiberzeugt, dass die Direktion diesmal keinen Fehlgriff that. Von den übrigen Leistungen des Abends wäre die des Frl. Niedt als Emma lobend zu erwähnen. Frl. Rolf gab die Konradine Hartenberg ziemlich einwandfrei, nur fehlt der Darstellung dieser Dame fast immer die große Auffassung; infolge dessen sind ihre Gestalten znwkilen gar zu nüchtern und hausbacken. Mehr Schwung, mehr Feuer, mehr Begeisterung! Frl. Hartig war als Hedwig ganz erträglich, Frl.Pa ul m ann entledigte sich ihrer Aufgabt in gelungener Weise, da sie den derbkomischcn (Charakter ihrer Rotte ergötzlich darzustellen wusste. Herr Hartig wusste als Kronau und Herr Hernfeld als Tanneuheim zu gefallen. —äon. Deutscher Schulverein. In dcr Ansschnsssitzung am 25. Octobcr wnrde dcr Ortsgruppe Hirschberg für das Erträgnis eines Volksfestes, den beiden Ortsgruppen in Trautenau für das Ergebnis einer Dilettantentheatervorstellung, der Stammtischgesellschaft im Deutschen Casino in Prag, einer Verlobungsgcsellschast in Rochlitz, dem Herrn Dr. Krans in Ostrau fiir namhafte Zuwendungen, endlich dcr Ortsgruppe Prog-Holleschowitz für das Reinerträgnis eines Preiskegelschiebens dcr Dank ausgesprochen. Der Dank der Gemeinde Babitz für eine gewährte Bansubvcntion nnd der Oberrealschnldirection in Karolinen-tbal für einen Beitrag zlir Schülerlade wurde zur Kenntnis genommen. Für nothwendige Adaptierungen an der Vereins^ schule in Werschmvitz wurde ein weiterer Betrag bewilligt. Ferner gelangten Angelegenheiten des Kindergartens in Fridek, der Schule in Tüffer und endlich der Vereinsanstalten in St. Egidi, Frciberg, Böhm.-Trübau, Königsfcld. Schreil'cn-dorf, Scnftenberg, Lundenburg, Fried an, Lipnik. König-, grätz, Eisenbrod, Pntzlitz, Gottschee und Laibach zur Berathuiig und Erledigung. KiMer Schwmgericht. Ausgeloste Geschworne. Für die am 21. November beginnende scchiie Session wurden nachstehende Hauptgcsckworcnc ausgclo^'t: Franz Bernhardt, Glascrmeister, Jnlins v. Gasteiaer, Fabriksbesitzer, Lorenz Koroschetz, Handelsmann, Johann Kotzbeck, Hausbesitzer, Josef Löschnig, Hausdcsitzcr, Emerich Müller, Klcidcrmacher, Josef Prodnig, Südb.-Sect.-Jligenieur, Dr. Johann Sernec, Advocat, Joscf Stark, Lederfabrikant, sämmtliche in M arbu rg..Franz Lorber, Gemeindevorsteher, OberPartln; Josef Lorber, Besitzer, Maletschnig; Fran^ Worßner, Besitzer, Platsch; Johann Flucher, Gastwirt, Manzenberg; Jakob Rottner, Gastrvirt, Feistritz bei Lembach; Rudolf Millemoth, Besitzer, St. Lorenzen; Anton Mravlag, Besitzer, St. Leonhard W.-B.; Franz Sormann, Buchhalter, St. Leonhard W. B.; Jobann Katz, Gastwirt, W.-Feistrit;; Johann Muschitz, Lederer, Maxau; Martin Musegg, Besitzer, Pettau; Thomas Mikl, Kaufmaun, Gajoszen; Jos. Kormjak, Biirgermeister, Medribnik; Jakob Hlosschek, Gastwirt, St. Veit bei P^ttan; Josef Domitter, Besitz:r, Grapnaberg; Franz Hanschlitsch, Besitzer, Hardegg; Mathias Rantter, Besitzer, Kciag; Johann Kotschwar, Besitzer, Polstrau; Joh. Breßnik, Besitzer, Rohitsch; Ludwig Miglitsch, Ingenieur, Sanerbrunn; Florian Michelitsch, Besitzer, Luttenberg; Jos. Kopin, Besitzer, Gabcrje bei Luttenberg; Ludwig Schiffmüller, Direcwr,^Mißling; Alois Ritter v. Schildenfeld, Besitzer, Franz; Simon Oßet, Kanfmann, Franz; Adalbert Walland, Holzbändler, Gonobitz; Peter Dobnik, Kaufmann, Buchberg. Ergänzungs-Geschworene: Georg Detitschek, k. k. Notar, Ludwig Koßar. Gastwirt, Franz Lontschar, Sparcasse-beamter, Franz Mattasik, Bilidermcister, Jnlius Plantz, Agent, Joljann Praschen, Gärtner, Anton Sablich, Fabrikant, Anton Skoberne, Gastwirt, sämmtliche in Eilli. HeweröNches. (Vom Hausierhandel.) Eiueu Mahn- und Warnruf an die Bevölkerung gegenüber den Hausierern, Detailreisenden und Veranstaltern von Wanderlagern hat jüngst der württeml?crgische Schntzverein für Handel und Gewerbe erlassen. Ist schon die Aufdringlichkeit dieser Leute eine Gefahr fiir den häuslichen Sinn nnserer Bevölkerung, indem durch die Aufdrängung von Credit Eitelkeit, Putzsucht und Leichtsinn erregt werden, so ist das Publicum iu dcr Regel auch noch mit den Warcn jener Leute betrogen, sei es durch form» liche Schundware, sci es dnrch Uebervortheilung in den Preisen. In dem Mahn- und Warnrufe wird eine Leipziger Firma mit Namen bezeichnet, welche an Privatleute baumwollene Tricothemdeu zu 6^/2 bis 7 Mark verkaufe» ließ, während man dieseldt Ware in jedem reellen Ladengeschäft dieser Branche zu höchstens Mark hätte bekommen können. Der Mahnruf schließt lnit folgenden beherzigenswerten Sätzen: 1. „Kaufet nur beim seßhaften, als soliv bekannten GeschästSmann. Die auf allen Gebieten herrschende große Concurrenz sorgt dafür, dass seine Veikaufspreise nicht zu hoch sind. Bei ihm habt Ihr eine Auswahl, ihn könnt ihr auch zur Verantwortung ziehen, wenn Ihr nicht zu Eurer Zufriedenheit bedient worden seid. 2. Weiset jeden Hausierer und Detailreisenden ab mit der kurzen Erklärung, dass Ihr nichts brauchet, ver. meidet jede wettere Eiörterung und wiederholet nur immer wicder: Ich brauche nichts und habe keine Zeit für Sie! 3. Kaufet unter keinen Umständen beim Hanfierer oder Detailreisenden Waren auf Credit, am allerwenigsten aber Warcn, wofür ihr keinen Bedarf habt, mag es sein, was es will; es hat zur Folge, dass man in Schulden hinein-, aber aus ihnen nicht mehr herauskommt." Buntes. (Der Köchin Liebesbriefe.)Frau.„Augufte,waS verbrennen Sie denn da?"— Köchin: „Meiue — meine — Militärpapiere!" (M e rkwürdig.) Sonntagsjäger: „Weiß der Teufel, ich Hab' eine Jagdkarte wie die Andern, ich habe ein Gewehr wie die Andern, ich lade wie die Andern, ich drücke ab wie die Andern, aber — ich treff' nie wie Andere!"-- (^^o b.) „Wissen Sie nicht, Doctor, mit was ich meinem Schwiegersohn zu seinem Geburtstage eine Freude machen könnte?" - „Vergiften Sie sich!'' (So oder so.) Dr. Dörbeck hat einem biederen Mecklenburger Landmann, welcher an Schulterrheumatismus leidet, etwas znm Einreiben dcr kranken Schulter verschrieben und dieser kommt mit dem R cept nach Hause nnd sagt zu seiner Frau: „Ueberall sollst Du nrich damit einreiben." — „Mit dem Stückchen Papier, Vater? — Das ist nicht möglich. Du hast Dich verhört?" — „Gott bewahre, das wird wohl Schmierpapier scin; es gibt ja viele Arten von Papier. Er Hat'S doch beschrieben. Auf dem Fliegenpapier steht auch was zu lesen; das wird denn wobl so sein muffen." — Das Einreiben mit dem Papier geht vor sich und dcr Bauer erzählt später dem Arzte von dieser Cur. Staunend fragte der Arzt: „Mit dem Recept habt Ihr Euch eingerieben, mit dem Stückchen Papier? Das war ja blos eine Verordnung, die Ihr in der Apotheke abgeben solltet, damit dcr Apotheker Euch etwas zusammenbraut. So was ist mir denn doch noch nicht vorgekommen!" — „Es hat geholfen, Herr Doctor. Ich habe Sie nur noch nicht dezahlt!" (Practische O rtographie.) „Mein verehrtes Fräulein! In den Brief, in welchem Sie mir für die Diamanten dankten, babcn Sie Diamanten conscquent mit zwei „m" geschrieben!" — „Das wciß ich, Herr Baron. Echte Diamanten hätte ich nicht salsch geschrieben! " (Äus einer Prüfung.) Welches Tbier ist der eugsten Anhänglichkeit an den Menschen fähig ? — Der Blutegel. (Letzter Versuch.) Mutter (im Bade): ..Morgen fahren mir nach Hause; hier ,st doch nichts für Dich los!"— Tochter: „Meinetwegcn; aber lass uns wenigstens — nicht im Damencoupe fahren, Mama". Zyremden-Lifte. Vom 21. bis 22. October. Gasthof zur Traube. Fresti Paul, Ledenburg. Simon Ribarits. Ocdenburg. Thiemer !^ranz, Reisender, Graz. Maierhofs Karl, Graz. Hotel Stadt Wien. Rohrer I., Kaufmann, Briinn. Schneider Jasef, Kaufmann, Wien. Hotel Meran. Heßdberger. Reisender, München. Arthur Goldberg, Wien. Salenbacher I., Kaufmann, Trieft. Moß Anton, Reisender, Wien. Morgenroth O., Reisender, Wien. Glockner Anton, Wien. Kumer M., Reisender, Wien. Biktor M., Reisender, Wien. Niederschläge in Marburg. Wochentage Datum Menge Samstag 22. Oct. 23 24. 25. 26. — mm ____ Art des Niederschlages Rei^ 3.7 Regen Reif Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag !27. l Freitag "'!28^ Summe der Niederschlagsmenge 3 7 mm dieser Woche. Summe der Niederschlagsmenge 47 3 min der vorigen Woche. Eingesendet. Gestreiste und karrirte Seidenstoffe. — As»rard» — Sur«h — — Mervellt«« ic. von 4.^ kr. bis fl. 3.85 per Meter — vers. roben- und stückweise, porto- und zollfrei die Seiden - Fabrik von G. Henneberg (f. u. k. Hoflief.), Zürich. Muster umgehend. B'^iefe kosten kr. Porto. 10 Antwerpen, 24. October. Die Red Star Linie hat die Beförderung von Zwischendeck-Passagieren (Auswanderer) auf ihrrr ^^inie nach New Dork und Philadelphia wieder aufgenommen für ihre Dampfer, welche nach dcm 1. November von Antwerpen abfahren. Vorläufig werden aber nur folgende Personen befördert: Amerikanische Bürger und Personen, die in den Vereinigten Staaten ihren Wohnsitz haben nebst ihren Familien; Touristen, welche zum zeitweiligen Aufenthatt in Geschäften zc. nach Amerika reisen und nicht die Absicht haben, sich daselbst daucrnd niederzulassen ; alle Personen, welche vor dem U September Schiffs Billcte hatren und durch die Unterbrechung in der Beförderung nicht fortkommen konnten. Der Postdampfer „Rhynland" der „Red Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm am 20. October wohlbehalten in New-Jork angekommen. Alles wohl an Bord. Die Stellenvermittlungs - Abtheilung de^ kaufm. Vereines „M eren r" in Graz empfiehlt ilire unentgeltlichen Dienste zur Vermittlung tüchtiger und empsedlenSwerther Kräfte, den geehrten Herren Kaufleuten und Industriellen. 930 WWW JE MM svciuiw « « «e' p« « s L s o Ä M Jeder, der im Lotto spielt, m u s s gewinnen, wenn Ditrichstein'sche Combina-Uoncn benutzt werden. — vurvI»»oI»1»xvi»ü«Q erzielten die si'lr den 26. Lctober berechneten Glückszahlen. Bei allen 3 Ziehungen wurden enorme Terno iltzogcn Qa.ut kvnt« »«rlodt sind in Wien 46 Terno ans die Nunnnern 47 1!>, in Graz 2i^ Terno ans die Nummern 10 12 54 und in Temesliar 11 Terno ans die Nunnnern 4ö 4 50 behoben worden und werden die vielen anderen gliicklichen Gewinner höflichst ersucht, um sofortige Bekanntgabe der erfolgten Gewinnste und der Höhe der empfangenen Beträge. W,r haben schon oft Gelegenheit gehabt, die Berechnungen des berühmten Mathematikers Herrn Dltrichftein zu bewundern, doch die letzten großen Erfolge stehen erhaben über jedes Lob. Es sind nicht die Berechnungen, die so in Erstaunen versetzen, als vielmehr die Combinationsgabe, bestimmte Zahlen zusammen zu fügen, die ^^erthellung derselben in einzelnen Reihen, die dann bestimmt gezogen werden. Es gehöretl h ezu: k^ro»»vr xoütvxv- »o» '«st»»«», die alle drei vereint Herrn Ditrichstein eigen sind und so diesen heute als ersten unübertrefflichen Matadoren an die Spitze' aller anderen Mathematiker stellen. Wer also einen sicheren Gewinnst erzielen und rasch reich werden will, der schreibe sofort um Glücksnummern an Herrn: 17W Dttrtol»»tsw tn »uü»ps»t. Antwort erfolgt poftwendend und franco, wenn dem Schreiben 3 Stück 5 Kreuzer Zlnladvng zum Ak»nnement aus dit ron ^uslc di's iininnij'^niKiqsten. Hrrz lini^ sricdij^iildcii tliNerlmItuni^s- s'^sfe-?. ivelchiii rciänii, siuifilkrischl'li Äildlr-schiiliick l>nv Mccr'' l'ringt. ist zur Gciii!i,e dtkciiiiu. dcm Julsalt d,s ncnrn Jahrj'.inigs N'i vor allcin hcrvor» gchobcii: die herrliche Korrefpondrnz KtNtralfeldmarslt»l»ll« Moltlit mit seiner Braut und st^rau, dir als eiue Gabe vou liervorraqendem Wert für die ganze deutsche Nation bczeichnet wcrdcn dars. - Alle N laq, l A0« 14 Tag« essch,iiitrilii''^t!i!iimkr. erichtnit «in Hrft Prais virrtkljiihrlich l zum Preis von » Mark. ! so Pfentttg. ,ur AnKcht frei ins HnuS von jcdrr Buchhandlung. ^ Al,onneitt»ttts ^ in allen Buchhliiidluligen. Journal-Expkdi-tionkll und Poftanftalttn. Winisrlsuts mit 6 arbeitsfähigen Personen werden zu günsti.jen Beringungen auf-genoinmen. l795 Au^klwft Schulgasse 5, 1. Stock. 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Kunden für das ehrende, mir bisher geschenkte Vertrauen wärmstenS zu danken, gleich,zeitig die hiiflichste Bitte daran knüpfend, mir dasselbe auch fernerhin bewahren zu wollen. 1732 Marburg, am 15. Octobcr 1892. Hochachtungsvoll F. Halbärth. eVs ^U8 6en renommirtev I^utkudrilcen <11. /c. ln /V.ri^dOUZ ^ovon iclt lZis alleinige I^ieclsrlu^e 5ür ^lardurg i)esit2e, erluelt ict» nun vieclsr ineius 486 uncl VVintei'Lollvctionen üvr nöVtöLtön Hsriöi^liütö nn<^ erlttubs ioli mir 0^ (Ikr grossen ^us^vi^Ill Aut' mein voinpleteg l^aZer äivsma! besonders i^uLmerlcszun!?u waetwn. ^Ile mo^srnstsn t'orwen in steit uuä veiel», als : ineroyadlo. va88er6icltte I.oclsn- Ul^ä Lwii'vi-Kijtv. l^eson^erL liervor^udeden eilÄi'de icti mir noek, ^ie IlrxöUßnisss uns vdiAsn k'ÄbriIcen sieli uiol^t nur äurek tllsfixan? uncl I^'vruaenge-setimaclc, sonclern sueli cZuretl ^is iieson^ere Du^uerliafti^Iceit Kestens ÄU82eicknen. >!aeke ätllter meinen geseliät^tei» l. Eänuntliche erschienenen und nenerschcinenden DÄeliör luiä ^sitsekiinsu t» »Iis» UQÜ Li»ra.ol»e» liefern wir ohne irgend- welche Preiserhöhung anch gegen mc»natliche, viertel-- oder halbjährige öl) MM werden aufgcnomincn in Werndorf ober Wildon, znin Au'Nicl'cn eines Durchstiches aus der ^.V^iur. 1i7t> Soorx XrisVvI, Grok-Sulj. oder gegen Jahresrechnung. 'Alle anch von andere.. Buchliandlungen angebo tenen oder in ^^eitungen angekündigten Werke sind bei llns vorrätliig und werden auf Wunsch nberaUh'in bcreitn'illigst znr Ansicht u. Auswahl zngeschi^-kt I.s.Kvr- UQÜ I's.vdlVvr^etoiivtssv itber neue und alle Büctie stehen jeder.^eU nnttttqtltlich und posts^ebüreusrei zu Ticnsten^ Wir bitten von unserem l^lnerbieten anch in Belanntenfreisen Mittlieilung zn n,achen nnd un^er Geschäft als streng rechtschaffen und znvorfoniniend zu enipfehlen. ^-ik'freundliche Nanchastniachung von Bilcherfrennden sind wir sehr dankbar. I^6sl< un(l LetixvicisriioLl^, Bnchhandlnnq, Verlaq «. 5T»nstanftalt. 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Die Fremden^ das sind tie nicht nach Marburg zuständi,^cu Stellungspflichtigui ljal-eu zu dicser Meldung ilire LegitimationS-- oder Reise-Urkunden beizubringen. Wer di^se Mclt'ung, ohne hiervon durch ein für ihn uittiberwindli^ cheS Hindernis abgehalten wordeu zu sein, unterläs^tt, verfällt in eiiie Gel«?-strafe von 5? l'is 10l) Gulden. Die Nichtbeachtung r er Anmeldepflicht, sowie überhaupt der aus dem Wehrgeset^e-. entspringenden Pflichten wirt durch vorgegebene Unkenntnis des Webrgese^es oder dicser Knndnlachung nicht entschuldigt. Gesnche zur Geltendnuichnng etlvai.^er Anspriiche ans eine der in den ^5^ 31, Z."» n. .^4 des Wehrgesel^es bezeichneten Begünstigungen sind mir den vorgeschrirbencn Nachweisnugen belegt in den Älionatcn Jänner oder Febrnar 1893 bei dcn znständigen politischen Bczirksbet!»?rden, spätestens aber am Tage der H.iuptstcllung bei der zuständigeil Stcllun.^s-Cominission anzllbringen. Ansuchen NM die Bewilligung zur Stellung ciui^erhald teS h.iluatlicheu Stcllungsbezirkcs siud mit den Nachweisen der zulässigen Grilnde schon bu der Anmeldung einznbringcn uud ki)uncu in einem solchen Falle auch gleichzeitig etwaige Anspriiche auf cine dcr vorgenannten Be-gilnstigungcu geltend siNnacht und nachgewiesen wcrdeu. Stadtrath Marburg, am 18. Oetober 1892. Der Bürgermeister-Stellvertreter: Schmiderer. kellellliiede kliicItl'ilWKi» in I'ieltkillllmi xvi»ol»ii»ixbor Vs.r»k. ^ ^ ^ ^ ^ ^ ^ ^ ^ ^ ^ ^ ^ XT- ^ ^ ^ ^ XT- IQ 17ö7 bei Rosa lusz^rsr llvrrsQKa.ssv 22. KröZstei' Lkio! Kil!ig8ts l^reise! ^ ^ ^ ^ ^ ^ ^ ^ "^ XT- -rf" -^7- S Poreo-Gewicht Äaggebiir ,in Kreuzer a) Vieh jeder Art, Heu, Stroh, Holzkohle, '^-rucht, Obst, Eisen u. s. w. per 100 Kilogrumiu..... d) Düuger und Holz per 100 Kilogr....... e) Bruchsteine, Schotter, Sand, Crde per 100 Kilogr. . 2 t I / zu a, d, v. 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Oer Preis für Petroleum ist per K'lo, für Holz per Raummeter und für Steinkolile per Meter-Ctr. zu stellen. I78i> Marburg, am 28. October 1892. Die Krankenhaus Verwaltung. Znr ntitttlleii Meit der »«Im« virMlichstes Präparat: xv«okQt2t in zierlichen Elnis und stückweise zu Utt kr. in dell Apotheken, Droguerien, bei Parsnmeuren, sowie iu den Verschleiszorten der Salvator-Stearinkerzen. Lurv»»: I., Lslüsaioku»» I. H» xro» I.»xor: Stadl-Apotkeke, A. Nichter in Warvurg. Verantwortlicher Cchristleiter: HanS Kordon. — Hcrau^gcil'e, Druck nnd Vcrlaq von Ed. Iauschitz Nsg. iL. Kralik) in Marburg. Das heutig« Vlatt besteht aus l<) Seiten uud der Souutags-Veilage.