präuomeratioii» - preist: Für Laidach »Lllziahrlg . . 6 fl. — lr. Haidjährig . . . L , — . Sirrleijahrig. . . 1 , üv , Moa-tli» . . . — . Sv . Mit der Post: »-llilLhrlg . . s fl. — kr. Halbjährig . . . 4 , so , S!°rt-NSHrig. . . i , iS . KS« ZuS-llung ins H-n« vierre!-«Shrig SS kr., mvnittlich 8 kr. Sivretue Nummern S kr Laibacher blatt. ükdllkliov 8ad»dc'i>s^r !>!r. IS» Lkreditiov und Iu!kr»!kv^ öarea«: TongreHPla? Nr 81 (BuOihcSi »ouI. v. al^rL ZiiscrtionsxrlUr: Füt die rinlpalti»? i'etüielie oe: riveiiiiaU^er LinkLaliung v k- ki dreimal L ? kr. Zlllsrtionkstcii'rcl S> k, Bei größere» In!er,'.tsn uud öilt-», Einsjaltung eniIrreLkNtei Mak. t- Nr. 282. Laonime Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurllckgesendn. Montag, 12. Dezember. — Morgen: Luzia. 1870. Vom Kriege. Das Bombardement von Paris ist zwar in einem Kriegöralh am 6. beschlossen, hat aber noch nicht begonnen, man will wissen, weil England neuerdings Anstrengungen macht, um dem Blutvergießen Einhalt zu thun. Am Donnerstag fand in London eine Versammlung der angesehensten Firmen der Cily statt, worin beschlossen wurde, an die Regierung ein Gesuch zu richten, daß dieselbe Schrille zur Verm ittlung eines Friedens unter Anerkennung der französischen Regierung machen solle. Diesem Verlangen, ist, wie gesagt, die Londoner Regierung bereits nach- oder vielleicht schon zuvorgekommen und hat ihre Vermittlung ange tragen. Im Hinblick auf die zweite Forderung meint die „Times:" „Indem man Frankreich auffordert, einen Vertreter zur Konferenz zu entsenden, hat man die republikanische Regierung als legitimen Nachfolger des Kaiserreichs anerkannt." Auch Oesterreich bemüht sich für die Wiederherstellung des Friedens, unterstützt vom franz. Gesandten Grafen Moöburg, der sich deshalb nach Pest begab. In Frankreich regt sich das Friedens-bedürfniß mächtig, und wenn auch die Nachricht, daß Gambctta selbst einen Waffenstillstand und freies Geleite nach Versailles Zwecks Eröffnung von Verhandlungen nachgesucht habe, gar sehr der Bestätigung bedarf, so liegt doch ein anderes bedeutsames Anzeichen vor, daß man nicht den Krieg um jeden Preis fortsetzen will. Die Kollegen Gam-betta's in TourS: Cremieux, Fourichon und Glais-Bizoin, weigern sich nämlich, ferner Kollektivakte der Regierung ohne Zustimung der Pariser Regierung zu unterzeichnen. Die in Tours befindliche Abtheilung, die nunmehr ihren Sitz nach Bordeaux verlegt, sträubt sich offenbar gegen die Diktatur Gambetta's, der als Kriegsminister durch seinen Widerstand Frankreich thatsächlich ruinirt. Seit dem 4. Dezember ist vor Paris alles ruhig. Nach dein allgemeinen Rückzuge der Loire-Armee und der Einnahme von Orleans wurde vom deutschen Hauptquartier General Verdi nach Paris entsendet, um Trochu zur Uebergabe auszufordern und ihm gleichzeitig anzuzeigeu, daß im Weigerungsfälle das allgemeine Bombardement der Hauptstadt beginnen werde. Einem Telegramme vom 10. aus Berlin zufolge hat Trochu abgelehnt. Wenn also der König seinen Entschluß nicht geändert hat, so gibt cs vor Paris eine Kanonade, wie sie die Welt noch nie gehört. Die Franzosen bereiten wieder einen großen Ausfall vor. Trochu. und Ducrot kommen seit der Schlacht vom 30. November gar nicht mehr nach Paris und theilen das Bivouat der in Vincennes konzentrirtm Linientruppen. Diesmal scheint man gegen Süden durchbrecheu zu wollen, wenigstens deuten die Vorbereitungen darauf hin, und auch ein Tagesbefehl Ducrots, der seinen Truppen erklärt, daß angesichts der deutschen Vorbereitungen ein Ausfall gegen Osten nutzloses Blutvergießen wäre. Das von Moltke an den General Trochu abge-geschickte Schreiben, in welchem diesem die Niederlage der Loirearmee gemeldet wurde, enthielt, wie jetzt gemeldet wird, keine Aufforderung zur Uebergabe, sondern nur den Vorschlag, einen Offizier von Paris nach Orleans zu senden, um sich von der Sachlage zu überzeugen. Trochu lehnte das Anerbieten ab. „Daily News" melden telegrafisch ans Versailles vom 9. d-, daß die Franzosen einig^-por-geschobene Positionen an der Marne, wie das stark vcrbarrikadirte Champigny, besetzt Hallen. Die am 4. d. M. bei Orleans geschlagene französische Armee zog sich zum größeren Theile auf das linke Loire-Ufer, in die Sologne zurück, nur der kleinere Theil entkam auf dem rechten Flußufer gegen Tours. Diese Zweitheilung der feindlichen Streitmacht kommt den Deutschen zu Gute, die sorgsam darauf bedacht sein werden, die Wiedervereinigung der beiden Hälften zu hindern. Uebrigens ist der französische Kriegsminister gar nicht in Verlegenheit, die Wunde zu bemänteln, die ihm die Niederlage der Loire-Armee geschlagen hat, denn was als eine beklagenswerthe Folge derselben zu betrachten ist, stellt er nachträglich als eine Maßregel der Regierung dar, indem er die Bildung zweier verschiedenen Armee» in den beiden durch die Loire geschiedenen Theilen Frankreichs anordnet. Zum Oberkommandanten der l. Armee, worunter wahrscheinlich jene des linken ttoirensers zu verstehen ist, wurde Bourbaki ernannt, Chanzy znin Befehlshaber der 2. Armee. Vorderhand scheint nur die Armeeabtheilung des Großherzogs von Mecklenburg den Marsch gegen Tours angetreten zu haben, und zwar erfolgte der Abmarsch am 7. d. M., an welchem Tage das Avantgarde-Gefecht bei Meung stattfand. Die ^.Infanteriedivision, welche, wahrscheinlich im Vereine mit einer Brigade der 4. Kavalleriedivision, die Vorhut der mecklenburg'schen Armee bildete, stieß bei Meung oder Mehun auf das Korps des Generals Ehauzy, das die Straße nach Beaugemy zu decken sucht. Nach siegreichem Gefechte gegen dieses Korps setzten die siebzehnte und zweiuudzwauzigste Division mit dem ersten baierischen Korps am 8. Dezember den Vormarsch gegen Beaugency fort. Der Feind entwickelte zwischen diesen Orten nnd dem Wald von Marchenoir, außer den am ersten Tage enga-girten Truppen, mindestens noch zwei Armeekorps Jemlleton. Der Kuß Pharaildis'. Ein Beitrag zur Naturgeschichte des Weibes. Von Amand v. Lerchenfeld. I. (Fortsetzung.) In diesem Augenblicke rief Wilhelm ihren Namen. Sie richtete sich, aus beide Arme gestützt, in sitzende Stellung auf und blickte nach unserer Seite. Die schwarzen Haare flutheten um das dunkelbraune Oval ihres Gesichtes und fielen in langen Flechten über die Schultern. Ein schweres Halsband von Korallen hing über denselben und eine Unzahl schimmernder Silber- und Goldmünzen zierten eine Art Mieder, das sie nachlässig geschnürt hatte. Wir traten beide näher; Wilhelm voraus, ich in angemessener Entfernung folgend. Sie sah mich mit einen festen, durchdringenden Blick an, der bis in das Innerste meiner Seele zu dringen schien. Wilhelm ergriff ihre Hand und schüttelte sie heftig. Wer ist der Mann dort? frug sie in gebrochenem Deutsch. Es ist mein Freund, antwortete Wilhelm trocken und kurz. Warum kömmt mein Falke nicht allein zu mir? Das Nest hat nur für einen Platz; was will der andere hier? Lasse ihn bei uns Javana, er ist eine gute Seele und fürchtet Dich eher, als das er Deiner begehrte. Ein widriges Grinsen spielte um die wulstigen, bleichen Lippen und zwei Reihen blendender Zähne wurden hiebei sichtbar. Ich sah halb gedankenlos in ihre funkelnden Augen. Komme er näher heran, ich bin nur eiu Weib und er ist ein Mann, Javana liebt die Män- ner, alle gleich, alle mit einer Leidenschaft; sie liebt wie cs ihr der Herr der Natur vorgezeichnet. Ueber Wilhelms Züge schlich ein geheimer Miß-muth, der mir nicht entgehen konnte. Ich ging zögernd auf die Zigeunerin zu und griff gleichgiltig nach ihrer Hand, die sie mir entgegenstreckte. Gott zum Gruß, Javana! flüsterte ich halblaut. Abermals verzog sich ihr blendend schönes Gesicht durch ein mißgestalteudes Grinsen zu einer abschreckenden Fratze. Aber diesmal warf sie auch die vollen schweren Haarbüsche zurück und indem sie sich mälig zurückneigte, um ihren Kopf wieder auf die rechte Hand zu stützen, breitete sich eine berückende Harmonie über Gestalt und Züge und die peinliche Abneigung gegen das dämonische Weib wich einer mehr und mehr wachsenden Simpathie, die ich mir um so weniger erklären konnte, als das wilde Wesen dem wilden Geschöpfe angeboren war und das milde nur eine momentane Fase desselben zu sein schien. Wilhelm hatte sich unterdessen neben ihr niedergelassen und mit einer Art Begeisterung ihre Hand ersaßt, die er die längste Zeit nicht wieder losließ. Ich trat zurück und lehnte mich an einen Baum, nahezu ganz in Schatten. Es trat eine tiefe Pause ein, während welcher die beiden sich unausgesetzt in die Augen starrten. Mich ermüdete dieses Schweigen, und ich machte unwillkürlich eine laute Bewegung. Da wollte sich Javana abermals ausrichten. aber Wilhelm kam ihr zuvor und drückte sie zu sich h-rab. — Im nächsten Augenblicke lag er an ihrem Busen. Ich liebe Dich, Javana! flüsterte er, den Kopf auf ihre Schulter pressend, daß das volle Haar fast das ganze Gesicht Wilhelms überfluthete. der nach divcrgireuden Richtungen von Orkans zurückgewichenen Loire-Armee und suchte mit allen Kräften das Bordringen der deutschen Truppen aüf-zuhalten. Nichtsdestoweniger gewannen diese stetig an Terrain und nahmen sukzessive die Orte Cravant, Beaumont, MessaS und demnächst auch Beau-gency. Sechs Geschütze, über >000 Gefangene fielen ihnen dabei in die Hände. Am 0. Dezember wurden dann weiter die noch besetzt gebliebenen Ortschaften Bonvaret, Villorceau und Cernay genommen, wobei abermals viele Gefangene gemacht und der wichtige Eisenbahnknoten Vierzon besetzt wurde. Ein Theil der Armee des Prinzen Friedrich Karl hat die Verfolgung der Armee Bourbaki's gegen Süden übernommen, ein anderer wird wohl Orleans besetzt halten und überdies eine gewisse Truppeumacht als Reserve ausscheiden, um sie entweder dem einen oder dem ändern Flügel im Bedarfsfalle nachzusendeu. Vom östl ichen Kriegsschauplätze liege» endlich Nachrichten vor, welche einiges Licht auf die beiderseitigen Operationen der letzten Wochen werfen. Am 26. November brach Garibaldi von Antun gegen Arnay-le-Duc auf, das er am Abend erreichte, und delogirte am 27. kleine detachirte Abtheiluugeu aus zwei Dörfern nördlich von Arnay. Am Abende jenes Tages versuchte man einen gewagten Handstreich gegen Dijon, um sich dieser Stadt zu bemächtigen. Geschützt durch die eingetretene Dunkelheit näherten sich die Garibaldiner auf der Straße der Stadt geräuschlos und nuter sorgsamer Beobachtung des Befehles, wonach ausschließlich das Bajonnet zu gebrauche» sei. Eine preußische Patrouille, welche auf die Avantgarde Garibaldi's stieß, allar-mirtc die Besatzung von Dijon, welche den Angriff stehenden Fußes erwartete. Energisch rückten die Freischaaren gegen die Stadt, aber mit einem male entluden sich die Feuerfchlünde der Bertheidiger, die Mobilgarde fing zu wanken an, es folgte eine zweite, eine dritte Salve und — alles wendete sich zur Flucht. Am nächsten Tage siegte Werder bei Pas-ques und Lantenay und warf Garibaldi völlig auf Autun zurück, wohin ihm zwei Kolonnen der Deutschen zu je 2000 Maun auf den beiden Straßen, der einen über Sambernon und Arnah-le-Duc, der anderen über Bligny und Epinac folgten. Bei dem Angriffe der Deutschen auf Autun zogen sie, 4000 an der Zahl, vor einer dreifachen Uebermacht den Kürzeren und mußten auf Arnay-le-Duc weicheu. Am 4. d. M. hat Cremer, nach französischen Berichten, zwischen Bligny und Epinac gesiegt — was jedoch nicht bestätigt wurde. — Im ganzen dürften die Korps Garibaldi und Cremer 25.000 Maun zählen. Seit dem Tage von Pasques scheint in der Cote d'or nichts von Bedeutung vorgefallen zu seiu. Sie legte ihre braune Hand auf seine heiße Stirne und antwortete halblaut: Liebe mich nicht, ich kann Dir kein Glück schaffen. Javana! scholl es von seinen Lippen. Sic griff nach seiner Hand, überblickte die Linien ihrer inneren Fläche, und ließ sie sodann rasch wieder loS. Ich sah, wie Wilhelm fieberhaft zitterte und, in leidenschaftlichem Anstarren des scdöneu Weibes verloren, nicht merkte, was sie mit dieser Untersuchung bezweckte. Hcxenspiel, Zigeunerwesen! murmelte ich fürmich. Allein in Wilhelm's Seele saß der Teufel. Er drückte abermals das dämonische Weib an seine Brust und beschwor sie, ihn zu lieben. Du bist das Weib, wie ich es mir in meinen Träumen ausgemalt, flüsterte er halblaut; in Deinen königlichen Augen lese ich das erbetene Glück, und nun will ich mit raschen Händen nach ihm greifen. Ich lechze nach Deinen süßen Lippen, die so frisch uach heißen Küssen schwellen; ich fühle mich Dir unterworfen, von Dir besiegt, meine Königin, die noch keine Lüge von glatten Schmeichlern gehört, denn der Wald kennt keine Lüge, und der ursprünglichste, Alle darauf bezüglichen Berichte stimmen darin überein, daß sich die Garibaldiner erbärmlich geschlagen haben. Ein der „Op. Naz." aus Autun zugekommenes Schreiben ergeht sich in Schimpf-redeu gegen die französischen Mobilgarden, während alle deutschen und französischen Berichte auch den eigentlichen Rothhemdeu wenig Gutes nachzurühmen vermögen. Der Bericht des Generals über die Kämpfe bei Lantenay an seine Tochter Teresita Canzio beruht offenbar auf gründlicher SelbsttäU' schung; besonders gilt dies von dem 3maligen Angriffe von 40.000 (!) Preußen auf die Stellung der Freischaaren bei Autun, da Werder überhaupt keine solche Mach! zur Verfügung hat. Eine fast unglaubliche Meldung aus Versailles besagt, daß sich im Norden Frankreichs ein neues französisches Korps von 80.000 bis 100.000 M konzcntrirt, um Paris von der Nordseite aus zu entsetzen. Man vermuthet, daß bei Cherbourg zahlreiche Truppen aus dem Süden ausgeschifft wurden. Aus AmienS, 5. Dezember, wird geschrieben : „Viele Mobilgardisten stellen sich freiwillig, liefern die Waffen ab und bitten, daß man sie nach Hause gehen lasse, da sie nicht mehr gegen uns kämpfen wollen. Nur die Furcht, in Gefangenschaft zu gerathen, treibt viele Mobilgardisten jetzt noch zum Kampfe, und ich bin überzeugt, würde man bekannt machen, daß alle Mobilgardisten, welche sich freiwillig jetzt bei uns stellte» und die Waffen ablieferten, nach ihrer Heimat zurückkehren dü-fken, so würden dies Taufende benutzen, so überdrüssig ist die französische Landbevölkerung des Krieges." Die Journale von Havre, welchem Hafen dieDentfchen jetzt gewiß ihre Aufmerksamkeit zuwenden werden, fordern die Gesammtbevölkerung zum Kampfe aufs äußerste auf. Die dortige Administration traf Maßregeln, um die Bevölkerung des gesammten Arrondissements sammt ihrem Viehstand und ihren Getreidevorräthen in der Stadt zu konzentriren. Der Marineminister hat zwei Flottenbatterien, so wie auch PositiouSgeschütze zur kräftigen Verteidigung herbeischaffen lassen. Graf Chandordy, der Delegirte für die auswärtigen Angelegenheiten Frankreichs, hat unterm 29. November ein Zirkulär über die Kriegführung der Deutschen an die fremden Regierungen gerichtet, in welchem unter Berufung auf die bestehenden Gesetze des Kriegs- und Völkerrechts die schwersten Anklagen gegen das jetzige Verfahren der siegreichen Heere in Frankreich erhoben werden. Obgleich es Thatsache ist, daß eine der unausweichlichen Folgen des Krieges, eine gewisse Verwilderung der Soldaten sich zu zeigen beginnt, wollen wir doch hoffen, daß man in VeisailleS in überzeugender Weise die Ungerechtigkeit oder Uebertriebenheit der genannten Vorwürfe nachzuweisen vermag. lauterste Quell der Liebe ist es, den Du an meinem Herzen vergeuden kannst. Mir schoß das Blut in den Kops über diese halb wahnsinnige Erklärung. Gespannt harrte ich auf Javana'S Antwort. Mit gewisser Grazie neigte sie sich zurück und begann sodann mit milder Stimme: Kennjt Du das Märchen von Pharaildis Salome, der ewigen Jüdin? Nein, antwortete Wlhelm ki.rz, noch immer in ihrem Anblick verloren. So höre, mein Falke. Wilhelm schmiegte sich zu ihren Füßen und barg seinen Kops in ihrem Schooß. Im weiten Osten, begann die Zigeunerin, lebte in alten Zeiten eine Königin, Herodias mit Namen, deren Tochter als das Urbild der Schönheit galt und im weiten Lande die Männer in heiße Liebes-glut jagte. Sie hieß Pharaildis Salome; ihre Haare waren üppig und glänzend, ihre Zähne glichen an Weiße dem Elfenbeine Nubiens und ihre Augen wetteiferten mit dem Glanze der schwarzen Edelsteine vom Berge Sinai. Pharaildis liebte einen Christen, und dieser Christ war der Wüstenprediger Johannes. Sie liebte ihn mit der ganzen Glut der Leidenschaft, deren ein weibliches Herz fähig, allein Politische Rundschau. Laibach, 12. Dezember. Die reichsräthliche Delegation hat Freitag ' in einer Plenarsitzung den Voranschlag für das gemeinsame Finanzministerium erledigt. Nun kommt das KriegSbudgct an die Reihe, aber es dürfte noch ein paar Wochen dauern, che auch nur das Ordi-narium votirt sein wird. Vom Extra Ordinarium ist noch gar nicht die Rede. Inzwischen sind die Organe der Regierung bemüht, den Delegitten das hohe Milttär-Budget als eine patriotische That anzupreisen. Daneben wird in mancherlei Art daran gearbeitet, die Gegner des Grafen Benst zu besänftigen, der bei der Verhandlung über den Dispositionsfonds mannichfache Provokationen erfahren dürfte. Die Nachrichten, als ob in Pest Unterhandlungen über die Neubildung des Ministeriums gepflogen würden, erweisen sich als völlig grundlos. Nicht ein einziger von den hervorragenderen Abgeordneten weiß etwas davon. Aus Agram wird der „Tgpst." geschrieben: Es ist die höchste Zeit, der Ansicht entgegen zu treten, als sei die Politik der hiesigen Nationalen eine österreichfeindliche oder panslavisNsche. Die Kroaten sind im Gegenlheil längst zu der Einsicht gekommen, daß unter der russischen Knute die Freiheit nicht ausblühen kann und daß sie der deutschen Bildung vieles zu verdanken haben. Die Bestrebungen der naiional-kroatischen Partei sind einzig und allein gegen die Bestrebungen der M^giaren, die Slaven und die Deutschen zu entnationalisiren und gegen die Herrschaft der Burcaukratie gerichtet. Selbst das hiesige nationale Organ betont die Notwendigkeit der konstitutionellen Monarchie und die Anhänglichkeit an die Dinastie. Nur gegen den auf-oktrojirten magiaronifch-bureaukratischen Landtag und die magiarisireude Tendenz der Regierung ist die Opposition gerichtet, nicht gegen Oesterreich. Kardinal Schwarzenberg, dem man die Mission zugeschriebcn hatte, in Pest Anerbietungen des Feudal-AdelS betreffs der RcichsralhSbeschickung zu machen, hat daselbst sich mit dem ungarischen Episkopat in Verbindung gesetzt, damit eine einheitliche Haltung gegen die Konzilsbeschlüsse ermöglicht weide. Das Losuligswort scheint „Unterwerfung" zu sein. Der bairische Landtag trat SamStag zusammen, um über die neue Gestaltung Deutschlands zu beratheu. Nach Berichten aus München ist es nicht über jeden Zweifel erhaben, daß er dem betreffenden Vertrage seine Zustimmung geben wird. Tagegen soll die Genehmigung seitens der neuge-wählten württembergischen Kammer gesichert sein, ebenso seitens der badischen, die er blieb kalt und liebte sie nicht. Da ergriff si, Verzwe iflung. Bei Gelegenheit eines prächtigen Fcstes in Mille der srohen, berauschenden Klänge und geblendet durch die Schimmer arabischer Kostbarkeiten will sie ihren Schmerz betäuben und stürzt sich in die Wirbel der Tänzer. Ihre Gestalt, ihr Wesen reißt die bewundernden Männer hin und der König selbst ist bezaubert von der Schönheit und Grazie der Tänzerin. Da srägl Pharaiwis ihre Mutter, was sie von jenem zur Belohnung verlangen soll. Sie sagt: das Haupt Johannes, und — Pharaildis erfüllt den Wunsch ihrer Mutter. — Auf goldener Schüssel wird der abgeschlagene Kopf des Wüstenpredigers hcreingetragen, doch da faßt die wahnsinnige Freolerin ein unsägliches Wehe und sie küßt die blassen, marmorkalten Lippen mit einer Jnubrust, die ihr bisher ferne gewesen. Aber wehe der Armen! Diesen kalten, bleichen Lippen entströmte noch der Hauch des Lebens, und dieser Hauch trieb sie gleich einem Wirbelwinde in die ferne Welt, und so ist sie verdammt, bis an da« Ende alles Fleisches ruhelos, gefoltert von namenloser Liebessehnsucht, doch stets unbefriedigt, umherzuirren , und die Qualen der Leidenschast sind die j Pulse ihres Daseins. (Schluß folgt.) heute eröffnet wird. Der Beginn der Session des preußischen Landtages ist auf den 14. d. festgesetzt. Im norddeutschen Reichstag theilte am Freitag der Präsident ein Schreiben des Kanzlers mit, wonach der Bundesrath im Einverständnisse mit den Südstaaten beschlossen hat, überall, statt deutscher Bund, „Deutschcs Reich" zu setzen und den Artikel 11 dahin zu fassen: Dem Bundesprä-sidium steht der König von Preußen vor, der den Namen deutscher Kaiser führt. Sodann fand die drille Lesung der B u n d e ö v e rtr äge statt. Der Vertrag mit Baden und Hessen ward mit allen Stimmen gegen die Stimmen der Sozialdemokraten angenommen. Der Bertrag mit Württemberg ward ebenfalls angenommen. Der Vertrag mit Baiern und das Schlußprotokoll wurden einzeln und hierauf in namentlicher Abstimmung im Ganzen mit 13ö Stimmen angenommen; dagegen stimmten etwa dreißig, zumeist der Fortschrittspartei und der Partei der Sozialdemokraten angehörend. Am Samstag wurde dann der Gesetzentwurf, nach welchem die Bezeichnung „Deutsches Reich" und der Kaisertitel eingesührt werden, berathen und noch in einer Abendsitzung in dritter Lesung genehmigt, worauf der Reichsrath geschlossen wurde. Eine Deputation von 30 Mitgliedern geht nach Versailles. In der italienischen Kammer legte am 9. d. Lanza einen Gesetzentwurf wegen Giltig-keitserkläruug des Dekretes über das römische Plebiszit vor. Er legte ferner einen Gesetzentwurf vor wegen Verlegung der Hauptstadt »ach Rom innerhalb 8 Monaten und eine Kreditsorderung von 17 Millionen. Endlich brachte Lanza noch einen Gesetzentwurf ein in Betreff der Garantien für die Unverletzlichkeit des Papstes und sür dessen persönliche Prärogative als Souverän. Ein Artikel dieses Gesetzentwurfes sagt, man werde durch ein Gesetz die Normen seststellen, um dem Papste, selbst mit territorialen Privilegien, die Unabhängigkeit der geistlichen Herrschaft zu sichern. Preußen hat mit Holland wieder Unterhandlungen wegen Abtretung von Luxemburg angekuüpft und soll dabei von Seite Hollands ein bereitwilliges Entgegenkommen gefunden haben. Königin Jsabella hat bei Viktor Emanuel gegen die Thronbesteigung Amadeo's protestirt, da ihr Sohn allein Rechte auf Spanien habe. Zur Tagesgeschichte. — SamStag Abend brach in der kaiserl. Burg in Wien, im astronomischen Kabinet im sogenannten Mathiasthurm, Feuer aus, das zwar durch die vereinten Anstrengungen der Feuerwehr auf seinen Herd ein. geschränkt und endlich ganz gelöscht wurde; nicht aber, ohne empfindlichen Schaden zu verursachen, die werthvolle Einrichtung des KabinetS ist ganz zerstört. Das Feuer soll durch Ueberheizung entstanden sein. — Der Wiener akademische Leseverein wurde in Folge der erwähnten Vorfälle beim letzen Kommerse — aufgelöst, weil man plötzlich die Entdeckung machle, daß er sich unberechtigter Weise mit Politik befasse. — Dem Heimgegangenen Dr. Berger widmet die „Tgspst." folgende Worte: „In ihm verliert Oesterreich einen feiner fähigsten Männer, welchen leider schon feit einem halben Dutzend von Jahren ein dauernder Krankheitszustand hinderte, das für das Allgemeine zu leisten, was man von ihm zu erwarten berechtigt war. Er war ein Politiker in des Wortes besserer Bedeutung, wie >mr deren nur wenige besitzen, und wenn er im Ministerium Taaffe in eine Richtung gerieth, welche sich als eine für Oesterreich, das Deutschthum in Oesterreich und die Freiheit in demselben gleich bedenkliche herausstellte, so mag dies auf Rechnung eines momentanen Jrrthums gesetzt werden, dcm bei unseren vielfach verworrenen Verhältnissen mitunter der Klügste nicht zu entrinnen vermag. Friede seiner Asche!" — — Wie die Prager nationalen Blätter melden, ertheilte die Gemeindevertretung von Karolinenthal ihrem gewesenen Schnldiener den Auftrag, ein voll- ständiges Inventar der in der dortigen Hauptschule befindlichen Mobilien und Requisiten anzufertigen, da die Gemeinde die Herausgabe dieser Gegenstände von Seite der k. k. Bezirkshauptmannschaft gerichtlich betreiben wolle. In Befolgung dieses Auftrages verlangte der Schuldiener die Herausgabe dieser Mobilien von Seite der Schuldirektion, welche sich ihrerseits wieder an die k. k. Bezirkshauptmannschaft wendete. Letztere richtete nun an die Karolinenthaler Gemeindevertretung eine Zuschrift, in welcher sie mit Rücksicht auf den Erlaß vom 16. November l. I. das Bürgermeisteramt auf die gesetzlichen Folgen aufmerksam macht, die der Gemeindevertretung daraus erwachsen würden, wenn sie trotz der ihr ertheilten Warnung sich noch weitere Ucbergrisfe zu Schulden kommen ließe. Auf diese Zuschrift hat die Gemeindevertretung mit einer Eingabe geantwortet, in welcher sie den Borwurf eines Uebergrisses von sich abwehrt und das Eigenthumsrecht auf die Schule, sowie die in derselben befindlichen Requisiten nochmals reklamirt. Hiebei dürfte es nun wohl auch vorläufig sein Bewenden haben. — Amtlichen Nachrichten zufolge, hat sich in neuerer Zeit der Gesundheitszustand der deutscheu Armee im Felde sehr günstig gestaltet. Ruhransälle kommen fast gar nicht vor; der Tifus hat an Ausdehnung wie an gefährlichem Charakter verloren. Die Zahl der übrigen Krankheitsfälle hat sich ebenfalls wesentlich verringert. In den Lazarethen befinden sich etwa 10.000 Kranke weniger als zu Ende Oktober. — Aus dem Feldpostbriefe eines Wiesbadeners ddo. Viroflay, 28. November, entnimmt der „Rh. C." folgende Erzählnng: Ein Hußarenossizier hat sich erkühnt, in Paris hineinzuschleichen, und zwar auf folgende Weise: Bekleidet mit einem Bauernanzug und mit einem Schnurbart L Napoleon versehen, der französischen Sprache vollkommen mächtig, schlich er sich scheinbar durch unsere Vorposten durch. Als er nun unsere äußerste Linie passirt hatte, schossen unsere Posten alle wie rasend auf ihn, natürlich in die Lust; die Franzosen glaubten, er sei ein verfolgter Landsmann, er erzählte ihnen irgend ein Märchen und befand sich in der Stadt. Heraus kam er mit der größten Leichtigkeit, da er die französischen Posten zu täuschen wußte. Ec brachte viel interessante Neuigkeiten aus Paris mit, die wichtigste war, daß sie in den Fabriken keinen Salpeter mehr zur Pulverbereitung besitzen. — Bon 45 gefangenen französischen Offizieren sind, wie die „Dresd. Nachr." mittheilen. während des Transports aus den sächsischen Bahnen in Hirschberg zehn trotz des gegebenen Ehrenwortes entwichen und sollen sich nach Böhmen gewendet haben. Lokal- und Provinzial-Angelegenheiten. Lokal-Chrom!. — (DieJesuiten-MissioneninKrain,) worüber wir in Nr. 281 berichteten, veranlassen einen unserer Korrespondenten vom Lande zu folgenden Betrachtungen: Ist denn unser Volk, welches sich doch von dem Klerus ganz beherrschen läßt, in dem letzten Dezennium so verwildert, daß man zu demselben wie zu den Wilden Afrika'«, Amerika'«, Asiens und Australiens Missionäre zu rufen genöthigt ist? Hat unser Klerus, welcher auf seine Intelligenz und auf seine Verdienste um die Volksbildung so stolz ist, die Befähigung und den guten Willen verloren, dem Volke einen zweckmäßigen Religionsunterricht zu erlheilen, und sind die Missionen geeignet, daß Volk moralisch zu machen und in der Gottesfurcht zu erhalten? Diese letzte Frage muß entschieden mit Nein beantwortet werden , denn die Missionäre behandeln in ihren Predigten mit Vorliebe das Thema ver Unkeuschheit und gebrauchen bei Besprechung des bezüglichen Gebotes und rlicksichtlich Verbotes oft Bilder und Worte, welche dem dickhäutigsten, rohesten Weibe die Schamröthe ins Gesicht treiben. — Und solche Unterweisungen sollen geeignet sein, das Volk sittlich zu machen! Sollten wirklich die Herren Ortsseelsorger sich nicht geeignet füh- len , ihren Psarrangehörigen zweckmäßigen und ausreichenden Religionsunterricht zu ertheilen, wozu ihnen doch die vielen Feiertage, die Schule und der Beichtstuhl so viel Gelegenheit bieten? — (M onatsversammlung des Museal -vereins) am nächsten Mittwoch, den 14. Dezember um 5 Uhr Abends im Lokale des historischen Vereins mit folgender Tagesordnung: 1. Berghauptmann I. Trinker: Ueber die krainischen Porfire. 2. I. Stus-siner: a) Ueber die geografische Verbreitung der Höhlen-thiere Krains; d) über die Tarantel (I°arkmt,u1g, apulioa) und einige Höhlen-Arachniden. 3. Kustos K. Deschmann: Ueber einige neuere auf Krain Bezug nehmende naturwissenschaftliche Abhandlungen. — (Das Löschen von Kaminbränden.) Es ist zwar nichts neues, was wir hier den Herren Hausbesitzern empfehlen wollen, nichtsdestoweniger ist es ein bewahrtes Mittel, das sich erst vor kurzem als ganz probat erwies. Bei dem Entdecken eines solchen Brandes nehme man eine Hand voll zerstoßenen Schwefels, werfe denselben auf eine genügend lebhafte Gluth knapp unter dem brennenden Kamin, und die Masse des sich plötzlich entwickelnden Schwefeldunstes löscht oder dämpft die auflodernden Flammen im Augenblicke. — (Grillparzer feie r.) Am 15. Jänner k. I. feiert Franz Grillparzer, der größte unter den lebenden deutschen Dramatikern, seinen 80. Geburtstag. In allen künstlerischen und wissenschaftlichen Kreisen Wiens werden großartige Vorbereitungen getroffen, um diesen Festtag des berühmten Landsmannes und Mitbürgers in würdigster Weise zu begehen. Unter anderen hat sich auch ein großes, aus Damen aller Stände bestehendes Komitee mit der Aufgabe gebildet, bei den Verehrern Grillparzers in Wien und im ganzen Lande eine Sammlung durchzuführen, deren Ergebniß dazu bestimmt werden soll, einerseits die Werke des genialen Dichters von der Meisterhand Moritz v. Schwind'S illustriren zu lasten, anderseits eine dessen Namen tragende Stiftung zu gründen, auS deren Erträgniß periodisch ein Preis auf das beste dramatische Werk, welches in dem betreffenden Zeiträume erschienen, ausgesetzt werden soll. Die Namen aller, die sich bei dieser Sammlung belheiligt haben, werden dann (ohne Angabe der gezeichneten Beträge) dcm Dichter zum 80. Geburtstage in einer Adresse überreicht. Wie wir hören, werden über Ersuchen des Wiener Damenkomitee auch in unserer Stadt zu diesem schönen Zwecke Unterschriften und Beiträge gesammelt und soll die Betheiligung eine sehr lebhafte sein. Wir wünschen der Sammlung umsomehr einen recht erfreulichen Fortschritt, als es sich bei der Subskription nach den Intentionen des Wiener Komitee weniger um die Zeichnung hoher Beiträge, als um die Aufbringung recht zahlreicher Unterschriften für die erwähnte Adresse handelt, die ein Beweis für die große Schaar der Verehrer sein soll, die Grillparzer, einer der größten Söhne Oesterreichs, in seinem Vaterlande allerorten zählt. * — (Renitenz.) Man schreibt aus Klagen-furt, 8. Dezember: Auch in den slovenifchen Bezirken unseres Landes haben anläßlich der Landwehr-Kontrolversammlungen Exzesse stattgesunden. Den re-nitenten Landwehl männern von Bleiburg, welche den Eid verweigert hatten, hat dies eine 8tägige Arreststrafe eingebracht. Am 3. d. exzedirten in Villach die slovenifchen Reservisten und konnten erst durch militärisches Einschreiten beruhigt werden. — Auf die der heutigen Nummer beiliegende literarische WeihnnchtSnnjei^e der Buchhandlung von Kleinmayr L Bamberg machen wir ganz besonders aufmerksam, dieselbe bietct des Schönen und Nützlichen eine überaus reiche Auswahl. * Die Expedition unseres Blatte« wird ebenfalls mit größtem Bergnligen bereit fein, llnterfchnften entgegenzn-nehmen und de», Wiener Damenkomitee ru übermitteln. Witterung. Laibach. 12 Dezember. Dichte Bewölkung anhaltend. Naßkalte Witterung. Wärme: Morgens 6 Ubr — 3.2". Naä'M ttags 2 Uhr — 0.5" R. (1869 -s- 0,2"; 1868 6.1°». Barometer IM Fallen 326.05'". Das vorgestrige Tagesmittel der Wärme — 1.7°. um 1.2"; d.is gestrige -8.9", um 3.4° über dem Normale. Eingesendet. Allen Leidenden Gesundheit durch die delikate Reva-l63oiöre äu Lsrr^, welche ohne Anwendung von Medizin und ohne Kosten die nachfolgenden Krankheiten heilt: Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Driisen-, Schleimhaut-, Athem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulichkeit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber. Schwindel, Blut-aussteigen, Ohrenbrausen, Uebelkeit und Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht. — 72.000 Kuren, die aller Medizin widerstanden, worunter ein Zeugniß Sr. Heiligkeit des Papstes, des Hofmarschalls Grafen Pluskow, der Marquise de Bröhan, — Nahrhafter als Fleisch, erspart die liövrüöseiöre bei Erwachsenen und Kindern 50 mal ihren Preis in Arzneien. Neustadl, Ungarn. So oft ich meine innigsten Dankgebete zum allgtttigen Schöpfer »nd Erhalter aller Dinge sende für die unberechenbaren Wohlthateu, welche er uns durch die heilsam wirkenden Kräfte der Naturerzeugniffe augedeihen läßt, gedenke ich Ihrer. Seit mehreren Jahren schon konnte ich mich keiner vollständigen Gesundheit erfreuen: meine Verdauung war stets gestört, ick hatte mit Magenübeln und Verschleimung zu kämpfen. Von diesen Uebeln bin ich nun seit dem vierzehntägigen Genuß der likvLlesciörv befreit und kann meinen Berufsgeschäften ungestört nachgehen. I. L. Sterner, Lehrer an der Volksschule. In Blechbüchsen von Pfd. fl. 1.50, 1 Pfd. fl. 2.50, 2 Pfd. fl. 4.50, 5 Pfd. fl. 10, 12 Pfd. fl. 20, 24 Pfd. fl. 36. — Rsvaleselörk 6kooo>Lt66 in Tabletten für 12 Tassen fl. 1.50, fiir 24 Tassen fl. 2.50, für 48 Taffen fl. 4.50, in Pulver für 12 Taffen fl. 1.50, 24 Taffen fl. 2.50, 48 Taffen 4.50, für 120 Taffen fl. 10, 288 Taffen fl. 20, 576 Taffen fl. 36. — Zu beziehen durch Barry du Barry L Co. in Wien, Wallfischgaffe 8; in Laibach bei Ed. Mahr, Parsumeur und Anion Krisper; in Pest Török; in Prag I. Fürst; in Preßburg Pisztory; in Klagensnrt P Birnbacher; in Linz Haselm a y er; in Graz Oberranzmeyer,Grablowitz; in Marburg F. Kolletnig; in Lemberg Rottender; in Klausenburg Kronstädter, und gegen Post nachnahme. ___________________________________________ Gedenktafel über die am 14. Dezember 1870 stattfindenden Lizitationen. 1. Fcilb., Schclko'fche Real., Tschcrnembl, BG. Tscher-nembl. — 1. Feilb., Lebstock'sche Real., Schwörz, BG Seisenberg.— 3. Feilb., Mahorcii'sche Real., Kleiiinbelsku BG. Seuosetsch. — 2. Feilb., Babnik'sche Real., Golo-berdo, BG. Laibach. — L. Frilb., AHIiu'sche Ncal., Stcin-dorf, BG. Laibach. — 2. Feilb., ZavaZnik'sche Real. Snieica, BG. Laibach. — 3. Feilb., Palcii'scke Real., Pu dob, BG. LaaS. — 3. Feilb., Ainkove'fche Real., Amben« BG. Seisenberg. — 1. Feilb., Skapiu'fchc Real., Wippach BG. Wippach. — I. Fcilb, Jauezic'sche Real., Mance BG. Wippach. — Freiw. Feilb., Hribar'fcher Real., Uu tergvl», BG. Laibach. Telegramme. Orig.-Telegr. des „Laibacher Tagbl." Bordeaux, LI. Dezember. Regie rung und diplomatisches Korps sind hier eingetroffen. Gambetta meldet aus den, Hauptquartier des Generals Chanzy nn tern» »«. d.: Alles in bester Haltung Chanzy behauptet seine Stellnngen seit drei Tagen; Friedrich Karl wurde mit schrecklichen Verlusten zurückgedränqt. Die bisher engagirte Halste der Loi.e-Arme genügt, um Friedrich Karl in Schach zu halten. Versailles, 10. Dezember (Offiziell.) Nach den letzten Kämpfen sollte die Loire-Armee heute rastcii Der Feind versuchte jedoch Morgens mit starken Kräften die Offensive zu ergreifen, wurde aber in dem bis Abends währenden Gefechte zmückgcwicsen Der diesseitige Verlust ist sehr unbedeutend. Einige hundert Gefangene. Manteuffcl besetzte Dicppe am 9. Dezember. Ein Theil der Feldeisenblihnabthcilnng nebst 50 Jlifaiitcristen wurden in Ham übcrsallci, und aufgehoben. Telegrafischer Wechselkurs vom 12. Dezember, öperz. Rente österr. Papier 56.30. — bperz. Rem, Ssterr. Silber 65.35. — 1660er Staatsanlehen 91.75 — vankaktien 729.— Kreditaktien 248.—. - London >23 20. — Silber 12150. — K. k. Miinz-Dnkaten 5.86. — Na-poleonsd'or 9.91. Lottoziehung vom 10. Dezember. Triest: 42 68 30 39 35. ist ein eleganter zweispiinniger, viersitziger UM" Schlitten Das Nähere beim Hausmeister in der Zuckerraffinerie. (523—2) Feuerspritzen jeder Größe, mit und ohne Schlauchvorrichtung, zu verschiedenen Preisen, und für Gemeinden mit der Begünstigung ratenweiser Abzahlung, weiters Rotirende Weinpnmpen, mit denen man bis 8V Eimer in der Ttnnde überschänken kann, sind zu haben in der Glocken- und Metallgießerei, mechanischen Werkstätte in Laibach. (26—23) von Angekommene Fremde am 12. Dezember, k Leyrer, Sta- tions-Vorstand , Aßling. -Leyrer Ferdinand, Privat, Aßling. — Horwath, Kascha». - Janezic, Sachsenfeld. — Allina, Graz. — Barvu Tauffrer, Weixelburg. — Gasda, Bahuiuspekt., Tarvis. Cermak, Bahninspektor, Larvis. — Neifser, Balmin-spektor, Tarvis. — Moretti, Bauunternehmer, Lack. llugar, Kanfmann, Wien. — Pollak, Kaufm., Wien. — Heiinaun, »aufm., Wien. — Berufeld, Kaufmann, Wien — Schiff, Prauseu. - Schide», Kfm., Brünn. — Hndawernig. Verstorbene. Den 10. Dczcmbn'. Ma-rill AcKkar, JuwohiirrSwitlvk, alt 43 Jahre, im Zwilspital an der Luiigeiittiberkiilose. Den II. Dezember. Dem Jos>f Klaczek, pcns. k. k. AmlS-dicner, seine Gattin Maria, alt 74 I. 5 Monate, i» der Ztadt Nr. 292 au der Entkräftung. Dem wohlgebornn, Hcirn v. Schlichting, Nestanrlitour, sein Sohn Hermann, Schüler der 4. Normal - Hauptschul-ktasse, alt 9 Jahre, in der «Stadt Str. 272 an de Lnn-gcnliihmiing. Theater. Heute: Nachtlager iu Grnnada. Morgen letzte Operu-vorstellnng: Nie» nlSeo Stradella. Oper in 3 Akte» van Flotow. Bencfi',c der Opcilifäiigeri» Frau Joscfine F r a n k e n b e e g Frisch angekommen: r und i»» «» I«» «>»>»1« »», littet rnnde und lange, ttliv««» nd echte r, »»«Nl-iksol»« ; , S » it 8t»>- ,11»^» «I« H»,vl>«»v>« i» »Ls », ««>1- Iiiii l»»K« t, H «>>>»»> A L't, Itlv«, ,» in Fesseln und Gläsern, echten r nnd >>«»>«>»<>-« l MHieiit« i» nnd nnd ^ li« s>- nnd LH -li »u- <-> »»«» » >» und H o«»«- i und I >L»»- i, I > uud I-iidtniK'i» feinste nnd echte I^k»» »V»»«»- und bOttlL«»echten inid OIl-o, I n d 8L«8te» - «»rl« ? «tvl« , »niri»» »«iol»vi nnd nnd til»»xiiikl»« t i empfiehlt unter Zusichernng der reellsten und aufmerksamsten Bedienung die Spezerei-, Deilkalejstn- ^ Weinhandlung des » I L « (vormals /^. KIsdel) Haupt-latz Nr. 262. <527) Die neu crössnete der k. k. Privileg. 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