?ri»»mtraiioa»-prkise: FSr Laibach: *»^i°hr,g . . . s fl. 40 kr. jährig. . . z ,g . t der Post: . . .Hfl. — kr. Laibacher LeLaktivl! Lahnbofgasse Nr. 13^. »l-rtüj-hrig. Zustellung iuS Hau» vi-rtel-zz inonatlich S kr. Erri-ln« Wammern 6 kr. Lrpcditiiin und Änscrattv öurcan: lkongrehplatz Nr. 81 (Buckbandliwz von 9. v.KIeinmavr L F. Bamberg). Juscrtiouspreisk: Für die einspaltige Petitzeile 3 kr bei zweimaliger Einschaltung L 5 ?r dreimal s. 7 kr. Insertionestcmvel jedeSma! 80 kr. Bei größeren Inseraten und österei Einschaltung entsprechender N»batt. Anonime Mittheilungen werden nicht berücksichtigt: Manuskripte nicht zurückgesendet. Nr. 109. Dienstag, 14. Mai 1872. — Morgen: Sophia. 5. Jahrgang. Masseiipetitionc» gegen die Jesuiten. (Schluß.) Es wäre geradezu lächerlich, wollte mau nach dem Beispiele klerikaler Organe, die mit demokra-Aschen Fräsen gleich bei der Hand sind, wenn es ^ ihre» Kram paßt, der Staatsgewalt das Recht bestreiten, der Ansiedlung fremder Jesuiten-Colonien ln Oesterreich entgegenzutreten, und unter Berufung aus die persönliche Freiheit und auf das Recht der vreiziigigkeit die frommen Bitter in ihrer alten verderbliche» Weife gegen die freiheitliche VolkSentwicklung ^wirtschafte» lassen. Regierungen und Völker haben nicht nur das Recht, sonder» auch die Pflicht, den Ausuahmszustaud, den die Jesu^n überall dort, ? Hre uuheilige und entsittlichende Wirkung hiu-schaffen, durch außerordentliche Mittels» be-leitige». Sch»,, zu oft uud leider nicht zum Vorteile des Staates hat man in Oesterreich die Hilfe der Staatspolizei gegen die Freunde des Fortschrittes u»d der geistigen Hebung des Volkes in Anwendung gebracht, warum selbe nicht auch einmal gegen die erbittertsten Gegner des moderne» Staates i» Anspruch iiehmeu? Die Staatsgefährlichkeit des Ordens lst erwiesen durch die Geschichte, durch päpstliche -oulleu, durch die Geständnisse von Ordensmitglie-dern selbst, durch die übereinstimmende Ueberzeugung aller zivilisirten Völker; es ist Thatsache, daß der Jesuitenorden zugleich eine geheime Gesellschaft ist, die es meisterhaft versteht, ihre Pläne und Verschwörungen im dunkelu zu spinnen und zur Ausführung derselben solche Werkzeuge zu wähle», daß die wah- Urheber selten oder nie bloßgestellt werden, ci»e Gesellschaft, die mit ihre» kolossale» Mittel» und ruchlose,, Tendenzen für de» Staat uud die mensch- ^dnuiig weit gefahrbringender ist, als die mit ^ und Bauu belegte Arbeiterverbrüderuug. Der Staat befindet sich ihr gegenüber weit mehr im Stande der Notwehr, als ander» Umsturzparteien gegenüber, er ist also befugt und verpflichtet, mit dem Aufgebot der vollsten Energie und Thatkraft sich in seinem Bestände zu sichern. Die Jesuitenorgane in der Schweiz und jenseits des Ozeans sprechen es unverholen aus, die Aufgabe ihres Or-deuö an der Spitze der klerikalen Wühlerei sei es, alle jene Regierungen, die der Umwälzung in Italien und der Beraubung des Papstkönigs ruhig zugesehen, alle Machthaber, welche die Befreiung des Staates aus de» Fesseln des Gewissenszwanges anstreben, zu stürzen. Ein großer Theil der ultramontanen Partei in Oesterreich gesteht seine Solidarität, sein zufam-mengehe» mit diese» Feinde» der staatlichen Ordnung offen ein uud wirkt in ihrem Sinne; um so bedenklicher wird eine Verstärkung dieser Elemente durch Einwanderung der in den Nachbarstaaten Ausgestoßene» ; um so mehr ist es geboten, durch einen Sturm von Protesten und Petitionen die Regierung und Volksvertretung zu abwehreuden Maßregeln zu veranlassen. Wir begrüßen es daher als ein Zeichen der politischen Reise der Bevölkerung, daß auch in Oesterreich aus zahlreichen Vereinen und Körperschaften, aus Vertretungskörpern von Stadt- und Landgemeinden die Bewegung gegen neue Jesuiten-ausiedluugen eine ziemlich hochgehende ist und der Strom der Verwahrungen und Petitionen mächtig anzuschwellen verspricht, wenn man sich an maßgebender Stelle nicht entschließt, dem drängen der öffentlichen Meinung nachzugeben. Nur in dem Lande, das zumeist von den Klerikalen zerwühlt ist, in unserem armen Kram, das so viel von Jesuitenmissionen heimgesucht, wo schon so ma»cher in die ewige Geistesuacht hineingepredigt worden, so mancher durch die Secleiitortur im Beicht- stuhl um sein bischen Verstand gekommen ist; hier, wo die Stimmführer des Volkes sich offen zu echt jesuitischen Grundsätze» bekenne» und heule noch ihr Evangelium in Jesnitismus, Hohenwart und Fundamental-Artikeln finden, wo schon lange nicht mehr die milde, Völker versöhnende Christuslehre, sondern wahrhaft teuflischer Bruderhaß uud heidnisch-thörich-ter Aberglaube, der bis zur Menschenvergötterung und Anbetung geht, » ' ' ' 2talte verkündet wird, hier in diesem sollte sich keine öffent- liche Stimme erheben, kein Verein, kein Vertretungskörper finden, welcher vom Staate und dem Reichsrate verlangte, erlöge dafür Sorge tragen, auf daß dasjenige, w-" zum besten des Volkes geschaffen worden, nicht w'^er durch die Feinde jeder staatlichen Entwicklung vernichtet '^-rde.________________ Politische Ausschau. Laibach, 14. Mai. Inland. Der Kaiser ist von seiner sechs-tägigen Reise durch die seit Jahr und Tag von Ueberschwemmungen heimgesuchten Gegenden des Banats nach Ofen zurückgclehrt. Die elende Komi-tatswirtschaft und die grenzenlose Fahrlässigkeit der ungarischen Regierung hat eine ungeheure Schuld auf sich geladen, indem sie Kanäle, Flüsse versanden und verschlammen ließ, Dämme und Schleuseu-werke vernachlässigte, Wege und Commuuicatiouen von Wasserfluten zerstören ließ. So ist es gekommen, daß das reichste Gebiet der Monarchie eine Stätte des Elends, die fruchtbarsten Fluren und Aecker eine Wasserwüste geworden. Um schleunige Hilfe zu bringen, um die Ausführung der nötigen Schutzbauten selbst zu überwachen, war der Monarch in die von einer Hungersnot bedrohten Gegenden geeilt, und doch lesen wir in den ungarischen Berichten von nichts als Revuen und Paraden, vo» Fest- Jemlleton. Gemälde-Ausstellung. ^ Zwar weist die gegenwärtige Ausstellung keine Hainen ersten Ranges auf, keine sogenaimtc» kräf-Zugbilder fesseln das Publikum; dagegen ist nuk die entgegengesetzte Grenze, Bilder von wa« . Mittelmäßigkeit, glücklich vermieden. Aber hi,-, diesmal fast vollständig vermissen, ist die de» "der GeschichtSmalerei, die für gewöhnlich "ud Anziehungspunkt der Ausstellungen bildet Navöi""" vertreten war. Oder soll der „Rückzug ^ .^°"S von Moskau im Jahre 1812" (Nr. 42), se»e„ Ausstellung vom Juli des verflos- Nuii,"^^ weniger als sechSundzwanzig etwa "d^" S'^hodolsky January iu Warschau, Wir Gattung ausgiebig reprüsentircn? in so »s- "gestehen, es ist uns selten ein großeSTHema Das „^'cher Ausführung vor Auge» gekommen. al>o soll der denkwürdige, an ergreifenden Men uud Zwischenfällen so ungemein reiche Rück-biet», Knnstjiinger weiß uns nichts zu "cn, als ein Bataillon strammer Grenadiere, mit blauen Nasen uud Backen, an deren Spitze die behäbige Gestalt Napolous mit ein paar Marschälleu, alle sorgfältig in ihre Pelze uud Mäntel gehüllt, über eine ärmliche Schueelandschast marschiren. Ein Pserdekadaver und ein paar vor Frost umgefallcue Soldaten zur Seite, das ist alles, was uns Herr Suhodolsky um 350 Thaler bietet. Einzig durch diese schülerhafte Arbeit, wie gesagt, ist die prosau-historische Gattung und durch drei Kieuzwegöbilder von Franke in Venedig, welche diesmal einige sorgfältig gearbeitete Figuren enthalten, das religiös-historische Genre vertreten. Desto reichhaltiger ist dagegen das Genre-öder das Sittenbild in der Ausstellung vertreten. Wie bekannt, umfaßt die Sittenmalerei das gefammte Gebiet des menschlichen Lebens in seiner Aenßernng der gattungsmäßigen Kräfte. Das nicht geschichtliche, bloS sittenhaste jedoch ist sei» eigentlicher Boden, namentlich das spießbürgerliche, derbkomische, natürliche. Die Stnfcnlciter des darstellbaren ist somit eine unendliche. Von dem rein zuständlichen durch alle Arten einfacher Beschäftigungen zu bewegten Zuständen, wie Jagden, Tänze, Schlägereien, Kämpfe, ist alles Gegenstand der Sitlendarstcllung. Ein einziges von de» zwanzig in dieses Fach ein- schlägige» Nummern gehört dem historischen Genre an, nämlich des triestiner Künstlers Malatesta „der Geschichtschreiber Varchi liest dem Großherzog von Toskana und der Großherzogin Elciwre die Geschichte der florentinische» Republik vor' (4), ei» einfach und sauber, ohne besondere Effekthascherei gearbeitetes Bild. Dann fesselt unsere Aufmerksamkeit zunächst Georg Vastag's „rumänische Liebeserklärung" (6), eine farbenprächtige, ganz der Natur abgelauschte lebenswarme Szene. Der Liebeswerber, ein halbreifer walachifcher Bauernbursche, mit einem gewaltigen Strauße von Feldblumen auf dem Kanaß-hute, sitzt aus dein von Distel» und allerhand Unkraut umrankte» Lattenzaime und hält die halbabgeweudete, fantastisch ausgepichte Schöne ziemlich keck an der Büste umschlungen. Man sieht cs dem halbgeöffneten, hold lächelnde» Mnnde der Dirne an, daß sie den Burschen gewiß nicht lange auf Erhö-rung warten lassen wird. Die Technik des Bildes, die detaillirte Durchführung ist meisterhaft, der geistige Ausdruck iu de» Gesichtern, die Sorgfalt i» Tracht uud Haltung von frappanter Naturwahrheit. Gleich vollendet in der Technik ist EramerS „Tänzerin" (9). Südliche Glut im Auge, das Haupt auf die Rechte gelehnt, die sich wieder auf das Knie stützt, der lichkeiten und Aufzügen, kurz von nichts, als einem Triumphzuge mitten durch laute Freudenbezeugungen und gelegentlichen Ansprachen an Behörden und Geistliche. Doch all das Gepränge, all der Festes-jubel, womit man den Monarchen umgab, wird ihn nicht verhindert haben, mit eigenen Angen zu sehen und den bedrängten Bewohnern jener Gegenden Trost und Linderung zu spenden und sich über den wirklichen Stand der Dinge zu unterrichten, er wird seinen Organen in Ungarn die Ueberzeuguug beigebracht haben, daß absolut etwas geschehen, und zwar rasch geschehen muß, sollen uicht die gesegneten ungarischen Niederungen zu einer zweiten römischen Campagna werden. Ueber die Gesetzesvorlage zur Organisation des Berwaltungs-Gerichtsho fes erhält die „Pr." einige Mittheiluuge». Die Hauptfchwierigkcit, welcher zumeist das bisherige nichtzustandekouimen der Sache zugeschrieben wurde, nämlich die im Staatsgruudgesetz vom 27. Dezember 1867 über die richterliche Kewalt angeordnete Aufzählung der Fälle, in welchen der BerwaltungS-Gerichlshof zu entscheiden hat, wird dnrch eine nicht übel erdachte Wendung beseitigt. Es werden nämlich die Fälle aufgezählt, in welchen der Verwaltungs-Gerichtshof nicht zu entscheiden hat, und hieraus die weiteren Konsequenzen frcigegeben. Eine zweite Originalidee liegt in der Art und Weise, wie Kompetenzkonflikte zwischen Reichsgericht und Verwaltungs-Gerichtshof ihre Lösung finden sollen. Eine Art Delegation beider Gerichtshöfe soll hier entscheiden mit alljährlich alternirendem Präsidenten, ähnlich wie bei der österreichisch-ungarische» Delegation für die gemeinsamen Angelegenheiten. Die Richter sollen nicht wie bei >>em Reichsgerichte auf Vorschlag des Reichsrats, -viidern durch Ernennung des Kaisers berufen werden, und zwar aus „gejctzkundigen Männern." Die meisten Agenden dürften dem Verwaltungs-Gerichts-hose aus dem Ressort des Finanzministeriums zugedacht sein. Ausland. Die beiden letzten wichtigen Ereignisse, welche inDeutschland ihren Ausgangspunkt haben: die verunglückte Ernennung des Kardinals Hohenlohe zum Botschafter beim päpstlichen Stuhle und der leidende Zustand des Fürsten Bismarck, welcher ein mehrmonatliches fernbleiben desselben von seinem Wirkungskreise nötig macht, werden jetzt von der gesammten außerdeutscheu Presse uach allen Richtungen hin commeutirt und in jedem Lande mit irgend einer eigentümlichen UrtheilSnuance ausgestaltet. In Italien hat die Ueberraschung des Fürsten Bismarck den angenehmsten Eindruck hervorgebracht, und das offiziöse Organ der italienischen Regierung, die „Opinione", beeilt sich, daraus für die Sache des Blick in die weite Ferne schweifend, der Muud schmerzliche Sehnsucht ausdrückend, sitzt die Frauen, gestalt, deren Slaud durch das Tambourin angedeutet ist, in südlich sonniger Landschaft. In Nummer 12 begegnen wir einem guten Bekannten von der vorjährigen Ausstellung, dem köstlichen „Vormittag in der Pfarrerküche," von Peter Baumgartner in München. Von ziemlich lebhaftem Humor ist auch Fröhlich'« fleißig gearbeitetes Bildchen „der Jäger im Walde." Wir befinden u»S im Hochgebirge, noch zeitlich im Frühjahr, der Jäger sorgfältig gegen die rauhe Mit* terung geschützt, iu Pelzhandschnhen, hat vor allem Sorge, daß ihm das Tabakfeuer nicht ausgeht, uud verpaßt darüber eine Beute zu seinen Häupten und das Reh, das mugierieg aus dem fernen Gebüsch lugt. „Das Weihnachtsgeschenk" betitelt sich rin Bildchen KirchmayerS in Venedig (19). Ein venezianischer weltergebräunter Colouo, zufrieden lächelnd, zwei Indiane in einem Handkorb tragend, schreitet seines Weges fürbaß. Wir möchlen nur bezweifeln, ob die Bäume, die längs der Straße stehen, zur Weihnachtszeit im veuezianischen noch ihren Blätterschmnck behalten. Eine Künstlerin ans Düsseldorf, Ernestine Friedrichsen, hat ein reizendes Bild geliefert, „die Rückkehr vom Felde" (21), das jungen Königreiches nach Kräften Kapital zu schlagen. Die anderen Mächte, welche den diplomatischen Charakter der Beziehungen zur römischen Curie iu seiner vormaligen Reinheit anfrechtzuerhallen bestrebt sind, erfreuen sich uicht des Beifalles der italienischen Regierung, mit ihren Wünschen stimnrk es weit mehr überein, wenn der kirchliche Grnndron in dem Verhältnis der Mächte zum Papste voll uud stark angeschlagen wird. Das hatte Fürst Bismarck im Sinne, und darum ruft die Opiuioue: „Bravo! Und ihr anderen Mächte — besonders Frankreich — nehmt euch ein Exempel dran!" Italien hat sich von dem Momente der Besitznahme Roms an stets auf den Standpunkt gestellt, daß der Papst in seiner Eigenschaft als Oberhaupt der katholischen Kirche unbeschränkte Freiheit genießen solle; natürlich erweckt cs die Sympathie Italiens, wenn'das deutsche Reich sich auf die gleiche Basis stellt. Die Interessen Deutschlands und Italiens gehen überhaupt sast in jeder Hinsicht Hand in Hand, das vergißt Frankreich nur allzusehr. Nach dem deutschen Flotteugründungsplan von 1867 sollen bis zum Jahre 1877 gebaut, respektive vorhanden sein: 16 Panzerschiffe, 20 Eorvetten, 8 Avisos. Bis zum Schlüsse des Jahres 1871 waren fertig: 5 Panzerschiffe, 0 Eorvetten, 5 Avisos. Es bleiben noch zu bauen respektive zu vollenden: 11 Panzerschiffe. Um den flotteugründungsplan zur Ausführung zu bringen, bedarf es einer Summe von 53 Millionen oder noch 35'/, Millionen. Vorstehende Zahlen sind der Denkschrift über die Marine entnommen. In dieser Denkschrift wird als unab-weislich notwendig der Erwerb einiger gesicherten Stützpunkte für Flottenoperationen im Auslande — wobei aber jeder Gedanke an Kolonisation ausgeschlossen bleibt — erklärt. Der „Courier de France" veröffentlicht einen längeren biographischen Aufsatz über General Wimpffeu. Darin finden sich Bruchstücke von Briefen, welche Moltke und Bismarck an diesen gerichtet haben. Graf Moltke schreibt: „Im Augenblicke, in welchem Euer Exzellenz das Oberkommando über die Armee von Sedan übernahmen, wurde die Lage Ihrer Truppen, die sich bis zum Schluß auf das tapferste geschlagen haben, von uns allen schon als vollkommen verzweifelt angesehen. Euer Exzellenz darf sich selbst das Zeugnis geben, daß kein Heerführer bessere Bedingungen für sich hätte erlangen können, als diejenigen waren, welche man Ihnen in anbetracht der besonderen Rücksichten gewährte, die für Ihre Person gehegt wurden. Mit Dank anerkenne ich die wolwollendeu Ausdrücke, mit denen Euer Exzellenz sich in Ihrem Werke über meine Persönlichkeit auSlassen. ES sind dies Höflichkeiten, die sich Generale, selbst wenn sie sich am Tage vor- mit ungemeinem Fleiße gearbeitet ist. Es stellt eine junge Bäuerin dar, die mit ihrem Kinde im Kahne sitzt und deuselbeu über einen Flußarm rudert. Landschaft und Figuren trefflich, nur die Wassertöne sind ganz mislungen, ja dies Wasser ist eigentlich gar uicht vou der Färbung des Uferraudes zu unterscheiden. Herr Tomin; hat ein Bild ausgestellt uuter dem Titel „aus der Campagna Romana" (28), das wir zu dcu vorzüglichste» rechnen müsse». Es stellt eine junge Römerin dar, auf die Brüstung einer Brunncnmauer gelehnt, den antiken Wasserkrug vor sich, in tiefes nachsiuuen versunken, voll Naturtreue und südlicher Farbenglut. Zu den bessern Bildern dieser Gattung gehören auch noch Gerasch' „Spielende Landsknechte" (36) uud Zitherspieler (45i), endlich van Haanen's „holländische Bauernkirmeß" (50) in einer Beleuchtung, die an altniederläudische Manier erinnert, und MolnarS ansprechende, sauber gearbeitetete „Schmeichelkatze" (52). Wir weuden uns zur Landschaft, die wie immer so auch diesmal ausgiebig vertrete» ist. Vou besonders originellem und hervorragendem ist uns nichts aufgefallen. Es sind da die bekannten Landschaften, mit und ohne Kälber, mit und ohne Rinder; es ist da ein paarmal der landesübliche Chiemsee, cs sind her geschlagen haben, einander erzeigen dürfen, ohne dadurch das Feingefühl ihrer patriotischen Gesin-nnngen zu verletzen." AuS dem Briefe des Fürsten Bismarck theilt der „Courier de France" folgende Stelle mit: „Meine Sympathien werde» allezeit einem General zugewendet bleiben, der, nachdem er anderwäris seine Proben abgelegt, erst in dem Momente aus das Schlachtfeld gerufen wurde, als das Los der Waffe» bereits in einer Weife geworfen war, welche feiner Tapferkeit und feinem Genie nichts mehr zu thun übrig ließ." Der Nationalversammlung ist am 8. d. M. ein „Gelbbuch" mitgetheilt worden, welches die diplomatischen Aktenstücke bezüglich der Unterhandlungen wegen des Handelsvertrages mit England enthält. Es find im ganzen 37 Dokumente, die vom Juli 1871 bis zum April 1^72 datire». Sie bringen nichts neues über den behandelten Gegenstand, da dieselben Depeschen nnd Aktenstücke fast durchgängig schon vom englischen Ministerin,» dem londoner Parlamente vorgelegt worden sind. Der carlistische Ans st and ist, wie man jetzt wohl annehmen darf, niedergeschlagen, wiewol die versprengen Anhänger des Prätendenten in den Berge» von Navarra »nd Biscaya »och längere Zeit ihren Widerstand fortsetzen dürften. Von kar-listischer Seite droht also dem Throne Amadeo's vorläufig keine Gefahr; im Gegentheile hat der Putsch die Sache des konstitutionellen Königs eher gestärkt als geschwächt. Es fragt sich jetzt nur, ob und wie die madrider Regierung sich mit der Opposition der übrige» Parteien, insbesondere der republikanischen, absinden kann, denn offenbar haben die nichtcarlistischen Gegner Amadeo's dadurch, daß sie für „Carlos VII." oder wenigstens unter dessen Fahne die Waffen gegen Amadeo nicht ergriffen, keineswegs mit dein bestehenden Frieden geschlossen. Es wird vielmehr der seitherige innere Hader von neuem und vielleicht noch intensiver losbrechen, sowie mit dem carlistischen Spuk an der Grenze gründlich aufgeräumt sei» wird. ________ Zur Tagesgeschichte. — Von Meister Lampe wird der „Neuen Zeit" in Olinütz folgende amüsante Geschichie aus Ge witsch mitgetheili: Eine Bäuerin aus einem benachbart» Dorfe ging nach U»garisch-Brod, um daselbst 300 fl. in der ZalcHiia zu Hinterleger«, welche sie vorsichtigerweise, wie üblich, in einem Tuche, daS sie in der Hand trug, eingebunden halte. Wie sie nun sorglos einherschreiiet, erblickte sie am Saume des Waldes einen schlafenden Hasen. Sie näherte sich ihm vorsichtig, faßte sich ein Herz, und alsbald war Meister Lampe gefangen. Frohlockend ob dieses seltenen Fange« eilte die Bäuerin dem Orte ihrer Bestimmung da Mondnächte, Rege»« und Somienlandschasten, Winter- und Sommer-, schweizer und tiroler Landschaften. Wenn cs wahr ist, daß die übermäßige Erzeugung von Landschaften mit der wachsende» Vorliebe unserer Zeit zusammeuhäugt, sich i» die Natur zu vertiefen, also demselben Triebe entspricht, der die modernen Naturwissenschaften i» ihrer unermeßliche» schöpferische» Kraft hervorgerufeu hat, so läge die Stärke einer zeitgemäßen Landschaftsmalern i» der Treue, mit der die Natur wiedcr-gegebe» wird, und i» der Wahl solcher Vorwürfe, welche dadurch besonders anziehend werden, daß sie das wallen der einfache» Naturkräfte in organischen uud unorganischen Gebilde» mit schlagender Deutlichkeit erkenne» lasse». Da gibt es Meeresküsten, a., denen die ewige Brandung auschlägt uud daS Gesten, zerbröckelt, dort Fclseuschachte, aus denen reiche Quellen sprudeln, hier Waldeödickichte, in deren kühlen Schatten die Feuchtigkeit zurückgehalte» wird und sich wieder in Dünste ausathmet. Und wenn alle diese Naturschauspiele uoch nebstbei malerische Effekte in Linieuführuug und Farbenharmonie ge-statten, so braucht die Hand des Künstlers nur vegetirende uud unorganische Natur zu einem g ' schlossen«» Bilde zu verschmelzen. Aber ein P aber der Gesaugene sing au, die Unbehaglichkeit lewes empfindlich zu verspüren, und machte die ^EMstrn Anstrengungen, sich zu befreien. Nun band ^ Bäuerin ihm das Tuch, in dessen Z'psel die oOO Gulden eingebunden waren, um den Hals, und "idem sie denselben an beiden Enden festhielt, drlickle ^ ini! dem anderen Arm den nun gefangen genom-°»nen Lampe fest an sich. Meister Lampe war aber 8" Pfiffig und s^lan! Mit aller Resignatwn ertrug " die Qualen seiner engen Haft, ruhig und gelassen günstigen Äugenbl ck abwariend, wenn die hocherfreute Bäuerin, nichts arges von ihrem Gefangenen "wartend, ihn als besondrre Entschädigung für dessen sittliches Betragen ein wenig von der zärtlichen Umarmung zu befreien sich anfchickeu sollte. Der Schlau hatte sich diesmal nicht verrechnet. Schon sühlie « eine bedeutende Aduahmc des Druckes, er konnte schon viel behaglicher athmen, schon war der Raum IniieS Gefängnisses genügend erweitert, ein Satz — "»d pfeilschnell ging e« dem nahen Walde zu. Ver-^W-und untröstlich ob des herben Verlustes blieb arme Frau dastehen. Dem entsprungenen Räuber "6chzusetzen, war vergebliche Mühe. Trostlos kam sie ^ Ungarisch-Brod an. Jung und alt, Forstmann und Gendarmen wurden mittelst Versprechungen gewonnen, Aach dem Thäter zu sahuden, und cs bildete sich eine wahre Treibjagd aus den mit einer so theuern HalS-kravaie geschmückten Lampe. Dieser aber, dem dte un-^°dische Kravaie aus seiner Fluibt hinderlich zu s«n bekam Aerger und kratzte sich diese nun vollends Die Verfolger mußten sich nach langem suchen ^ der Auffindung der theuern Kravaie begnügen, ?°1/.n,sprlii'ge„eu H^ftUngS aber konnten sie nicht werden. , ^ Die Republique Franxaise veröffentlicht einen -uriner Brief vom 4. Mai: „Ich hatte gestern euie ^g-re Unterhaltung mit Kofsuth, die sich selbstverständlich meist über ungarische Angelegenheiten verbreitete. Der berühmte Patriot spricht gut französisch, aber langsam und mit Bedacht, als wolle er den Sinn jedes Wortes erwägen. „Ich bin noch immer verdammt", sagie er zu mir, „und dennoch glaube ich, daß, wenn ich in meine Heimat zurUckkehrte, die ö>ter *Nchisch- Regierung mich nicht beunruhigen würde; ^er ich bin fest entschlossen, meinen Fuß nicht auf ^arischen Boden zu setzen, so lange das Haus Gingen dort herrscht. Glauben Sie mir übrigens, wie ich Republikaner bin, ich mein Land zu sehr um sein Glück nicht über meine persönlichen Achten zu stellen. Ich wünsche vor allen Dingen, Ungarn unabhängig sei, und welches auch immel Regieruugssor» sein würde, die es am Tage seiner auswählte, ich würde mich beeilen, zurück-überzeugt, daß, wenn Ungarn die monar. i Fvru, wählen könnte, eS nicht lange anstehen Wolken"^ Bäume, ein Fleck GraS und etwas id? ^ leider alle Kunstschanstellungen mit solchen enarnien Produkten überschwemmt. Der denkende "stler aber. i>a« aedeimnisvolle walten der darüber, das gibt noch kein Kunstwerk, und ^ sind ' ' Ml ...................... ^ ->.».r aber, der das geheimnisvolle walten der ^ aturkräste verspürt, wird auch seinem Landschasts-^°e etwas davon einzuhatichcn verstehen und die gleichsam idealisiren. die au »'üsse» wir zweier vorzüglichen Bilder, nur gauzes Schock Landschaften aufwiegen, Wem .Atig erwähnen, nämlich den „Seesturm" von Mads) ) ""d den „Prellerhof in Nürnberg" vou stellt beide Künstler in München. ErstereS mit -x,,c schäumendeu Wogen gepeitschtes Schis dar, w» Segel und Tauwerk im Ltomente Küste daran ist, an die klippenreiche die Ansirk werden. Das zweite bietet uns Kaufber,-« - Prachlgebändes eines nürnberger Auf Mittelalter mit glänzenden Details, tvgch.- unter Blumen und exotischen Ge- täfelt '^> Patrizier mit seiner Ehehälfte und des einem Gaste. Drunten unter den Arkaden ihren » öewahrt man orientalische Kaufherren mit Bild . ^baren Stoffen und Prunkjache». Beide er entschädigen reichlich für so manches andere. würde, sie mit der Republik zu vertauschen, die allein seine Hoffnungen verwirklichen kann. Ich gehöre übrigens zu jenen, welche unerschütterlich bleiben. Ich werde wahrscheinlich sterben, ohne mein Land frei gesehen zu haben, aber ich werde mit dem Tröste sterben, an seinem Verderben nicht unter dem Borwande, es zu retten, mitgearbeitet und keine vorgebliche Aufrichtung angenommen zu haben, welche Ungarn vom angestrebten Ziele entfernt." — Bei der letzten Zählung in Rom wurden im ganzen 247.497 Seelen, und zwar 141.389 männliche und l06.108 weibliche gezählt. Dieses grelle Mißverhältnis zwischen männlicher und weiblicher Bevölkerung rührt nach der „Optnwne" aus der großen bäuerlichen Bevölkerung des Ägro Romano, der starken Besatzung und der zahlreichen Welt- und Klostergeist' Uchkeit her; in dem Ägro Romano wurden 12.738 Männer und nur 2430 Weiber gezählt, so baß auf die Stadt Rom nur mehr 232 329 Seelen , und zwar 128.651 männliche uud 103.678 w.ibliche entfallen. Der größie Theil der römischen Bevölkerung befindet sich in sehr unglückltchen Berhällnissen, indem viese.be in ungesunden, engen und dumpfen Wohnungen, wohin kein Licht und keine Lust dringt, uniergebracht ist. In keiner der ändern größeren Slävte in ganz Italien wohnt die unbemittelte Klasse der Bevölkerung jo schlecht wie in Rom. Wie seruer für den Nachwuchs im Ägro Romano gesorgt wurde, könne man daraus entnehmen, daß für die Kmder einer Bevölkerung von 15,168 Seelen nur je zwei Schulen für Knaben und Mädchen existtreu, dorr nur zwet Aerzte und keine Apotheke, dafür aber 56 Ktrcheu sich befinden. — Aus Petersburg, 4. Mai, schreibt man dem „N. Frdbl." : „Es ist bekannt, daß die Kaiserin vou Rußland vor circa acht Wochen bedenklich er. krankte. Die sie behandelnden Aerzte Carell, Zdekauer und Hartmann, letzterer Leibarzt des Kaisers, waren mit ihrem Laiein zu Enve. Da ließ der Kaiser den Professor Boikin von der hiesigen Universität kommen, und dieser sollte in Gegenwart des Kaisers über die Behandlung der Leibärzte und den Zustand der Kai-erin seine Ansicht aussprechen. Die drei Leibärzte branden sich im Nebenzimmer und erwarteten den Anspruch des herbeigehoUen Kollegen. Nachdem dieser ich über die Krankheit und die dargereichten Mittel instruirt halte, wollte er zur Untersuchung der affizir-ten Theile — der Brust — schreiten. Ihre Majestät entfernte die Oberkleidung. Professor Botkin bittet nun, auch das Hemd von der Brust zu entfernen, erhält aber von der Kaiserin die Antwort, „daß sie es nicht lhun werde." Er stellt ihr vor, daß er ohne eine ge-naue Untersuchung keine richtige Ansicht von ihrem Zu-tande haben könne, erhält aber dieselbe abschlägige Antwort. Der Arzt verbeugt sich tief vor ihren Majestäten und verläßt das Zimmer.... Der Kaiser macht nun der Kaiserin dringende Vorstellnngen und bringt sie so weit, daß sie der Forderung des Aerztes nachgibt. Er wird schnell herbeigeholt und erklärt »ach längerer Untersuchung, daß ec über den Zustand der Kaiserin sich genau instruirt habe und finde, sie sei ganz falsch behandelt worden. Jetzt läßt der Kaiser die harrenden Leibärzte Herbeirusen uud theilt ihnen die Ansicht Botkins mit. Dieser richtet alsdann an seine Kollegen das Wort und drück- ihnen über die Art ihrer Behandlung sein Befremden aus. Die Herren Äerzte zucken die Achseln und meinen, sie hätten stets im Finstern tappen müsse», da ihre Majestät sich nie habe wollen untersuchen lassen. „Ja, meine Herren, dann Härten Sie auch ihre Majestät nicht behandeln müssen," erwiderte Bot-kin. Der Kaiser ersuchte nun Botkin, die Kaiserin auf ihrer Reife nach Livadia zu begleiten, erhielt aber von demselben einen abschlägigen Bescheid. Er könne sein- Patienten und seine Praxis (die ans fabelhaste grenzt) nicht in stich lassen." Der Kaiser läßt sich herbei, ihm seine Einnahmen, welche zwischen 300 und 500 Rubeln täglich variiren, mit einem Honorar vou 500 Rubeln per Tag zu ersetzen und ihn zu bitten, seine Patienten der Obhut eines Stellvertreters zu überlassen. Das wirkte, und ist so Botkin niit der Kaiserin nach der Krim gereist." Lokal- und Provinzial-Angelegenheiten. Lokal-Chronik. — (Zur wiener Weltausstellung.) Das Jnslebemreten der auf Grund der allerhöchsten Entschließung vom 8. Februar l. I. eingesetzten Ausstellung s k o m m i s si o ne u in den im NeichSrate vertretenen Königreichen und Ländern hat alsbald gezeigt, daß die diesen Kommissionen gestellte Aufgabe eine eben so umsangreiche als schwierige ist und gründliche Fach-kenntnis aus allen Gebieten der wirtschaftlichen Produktion bedingt. Es war daher angezeigt, fowol die Mitgliederzahl dieser Kommissionen entsprechend zu vermehren, wie insbesondere zur Sicherung des Erfolges derselben bezüglich einiger Produktionszweige eine Ergänzung mit sachmän » is chen Kräften zu erwirken. Demzufolge wurden die einzelnen Ausstellungskommissionen aufgefordert, Vorschläge in dieser doppelten Richtung zu erstatten, welche durch die allerhöchste Entschließung die Genehmigung erhallen haben. — (AuS der frei w. Feuerwehr.) Gestern fand die konftiluirende Sitzung des neugewählten Ausschusses der hiesigen sreiw. Feuerwehr statt. In derselben wurde die Wahl eines Korpsadjutanten, dann jene eines Gerätemeisters und Exerziermeisters für die Lpntzenabtheiluug und eines solchen sür die Steiger vorgeyommcn. Die seit langem beschlossene Erbauung eines Uebungs-, sog. Stelgerhauses soll nunmehr auS-geführt und der löbl. Magistrat um Anweisung einegeeigneten Bau-, resp. Uebungsplatzes ersucht werden. Ein Mttglied wurde über einstimmigen Beschluß wegen grober Beleidigung eines Vorgesetzten aus der Mannschaftsliste gestrichen. Nach Erledigung einer Reihe weiterer innerer Angelegenheiten wurde endlich noch beschlossen, in einem Aufrufe die Bewohner Laibachs zum Beitritte und zur thatkräftigen Unterstützung des zum Wole der Stadt und ihrer Bevölkerung geschaffenen Institutes aufzufordern. — (Karstbewaldung.) Der „Laib. Ztg." schreibt man aus Senosetsch, 12. Mai: ..Wir haben mit wenigen Worten eine einfache, aber bedeutsame Feier zu verzeichnen, die gestern nachmittag« hier stattfand; cs ist dies die Einweihung der aus der bezüglichen StaatSfubocntion pro 1871 bei uns angelegten Saat-und beziehungsweise Pflanzkämpe (Baumschulen) für die Karstbewaldung. Die Frage der Wieder« bewaldung de« Karstes, von Behörden und Vereinen, Oekonomen und Forstmännern seit mehr als 20 Jahren mehr als genug durchsprochen und beraten, in Journalen und Flugschriften, Berichten und Gutachten nach allen Richtungen ventilirt, hat lang- der ersten Thaten zu ihrer Lösung vergeblich geharrt. Die Milgunst- einer Reihe eigenartiger Verhältnisse, welche die Bodenkultur in den Karstgebieten überhaupt niederhielten, zum Theile auch Meinungsverschiedenheit in Fachkreisen über die Modalitäten der Durchführung: dies hat die Inangriffnahme dieses bedeutsamen Unternehmens verzögert. Erst in der Milte d-S abgelaufenen Dezenniums ist die Wiederbewaldung des Karstes im benachbarten Küstenlande in das Sladium einer systematischen Durchsüh-rung des diesfalls entworfenen technischen Planes ein-getrete». I» Krain mangelte es bis jetzt an dem mit der Leitung zu betrauenden technischen Organe, als welches in die Actio» einzutrete» nunmehr der LandeSforstiuspektor berufen erschien. Das diesfalls durch die hohe k. k. Landesregierung Sr. Exzellenz dem Herrn Ackerbauminister vorgelegte Programm für die Heuer in Angriff zu nehmenden Vorarbeiten erhielt die Sanc-tio». und es wurde sofort eine Staa.ssnbventlon von 1150 fl. zur Durchführung derselben angewiesen. AuS diesem Fonde wurden nun nebst Ädels b er g, wo die brtreffende» Herstellungen nächste Woche vollendet werden sollen, auch auf dem Territorium der Gemeinde Senofelfch zwei Saat- und beziehungsweise Pflanzkäm-pen hergestellt, die in der ersten sünsjährigen Kulturperiode circa 1 Million junger Baumpflanzen (vor-wiegend Nadelhölzer) zur Auspflanzung nach den vor-her auSzumittelnden und emzusriedenden öden Karst« stäche» abzugeben bestimmt sind. Die senosetscher Saatschulen, unter eifrigster Mitwirkung des hiesigen Bürgermeister» Herrn Josef Zelen in der vorigen Woche fertig gebracht, bilden also den ersten Grundstein zu dem großen Werke der Karstbewaldung in Jnner-krain." Für die arme Witwe im Coliseum sind weiters eingegangen: Von I. S. Nr. 2. 3 fl. Witterung. Laibach, 14. Mai. Nachts sternenhell, große Reifgefahr, um 3 Uhr trat Lichter Nebel ei», der sich um 9 Uhr hob. Sonniger, windstiller Tag, Feder- und Haufeuwolkeu aus Südwest ziehend. Wärme: Morgens 6 Uhr -j- 5.6", nachmittags 2 Utr -s- 18.2° 6. (1K7I -s- 18.8°; 1870 -s- 25.5°.) Barometer 738.15 Millimeter. Das gestrige Tagesmittel der Wärme s- 10.5', um 3.1'unter dem Normale. Der gestrige Niederschlag 0.90 Millimeter.________________________________ Angekommene Fremde. Am 13. Mai. Altmann, Haudelsm., sammt Frau, Rann. — v. Wellin, k. k. Oberlieuteuant in Pension, Graz. — Grohar V., Feistritz. — Grohar A., Jdria. — Koß, Pet-tau. — Serjun, Uhrmacher, Jdria. — Domladisch, Kfm., Bitinja. — Turco, Handels-Prokurist, Triest. — EeZka, edler v. Mehrenthal, k. k. Oberst und Milltärbau-Direk-tor, Graz. — Kottnig, Besitzer, mit Frau, Oberlaibach. — Frau Braune, Majors-Witwe, Monfalcone, — Frau Paulmann, Opernsängerin, und Puls, Schauspieler, Triest. — Frau Valleucic, Realitätenbesitzerin, Dornegg. »«»ei Slauscher, Triest. — Kaiser, Pettau. — Kepec, Kostaujevica. — Thomauu, Steinbüchl. — Klein, Hrastnig. — Btttner, Trifail. — Ruard, Aßling. — Pautz, Sava. TV««». Sabo, k. k. Rittmeister, Triest - Ritter v. Guttmaunsthal, Triest. — Baron Abpfaltrer, Gutsbesitzer, Kreutz. — Dr. Terpin, Littai. — Schwarz, Kfm., Wien. IRoI'. Müller, Bäckermeister, Wien. Pogainig, Philosoph. Adelsberg. — Frau Auer, Private, Graz. Eebascheg, Auersperg. — Kadiuuik, Möttliug. Wiener Börse vom 13. Mai. vis äöi NkNr ^Wi88iR8liM kt 4, emittirt auf nachstehend verzeicknete Losgruppeu, uud sind diese Zusammenstellungen schon aus dem Grunde zu den vortheilbaftesteu zu zählen, da jedem Inhaber eines solchen Bezugsscheines die Möglichkeit geboten wird, sämmtliche Haupt- und Nebentrefser allein zu machen und außerdem ein Zinsenerträyniß von 30 Franken in Gold n. 10 fl. in Banknoten zu genießen. < 16 LiOliu»8«»i» ) Monatliche Rate» ü fl. 1«. - Nach Erlan der letzten Rate erhält jeder Theilnehmcr folgende 4 Lose: Haupttreffer fl. »00.mit Rückkaufsprämie der gezogenen Serie ö W. fl. 400 Haupttreffer«00 000, 800 000 Frk». effektiv Gold. I I„ «i , l««, ««» L I»«- Haupttrefser 80.000 Lhalcr ohne jeden Abzug. I « ».««. Haupt tresfer fl. ÜO.OOO. LZ Monatliche Raten ü fl. 6. — Rach t?rla„ der letzten Rate erhält jeder Theilnehmer folaende 3 Lose: Haupttreffer 600.000, HOO 000 Franke» effektiv Gold. I i»erK»rr> ir» itzt ^ SO ri>„- Haupttreffer 80.000 Thaler ohne jeden Abzug. „ > » I «X Haupttreffer fl 43.000, 13.000 sildd. Währ tzMs MW rLUSmL essektuirt. — äiehnngslisten werde» nach jeder '.ich»»» franko - gratis versendet, (I92-17) Geld; 64.70 71.85 r-3.75 10L.50 1L4.-145.7L Ware 64.80^est. Hyporh..«avk 94-1 . 103.— 124 50 146 — - S0.50 91.— 85.75 82. -84.-78.50 833. 31)4.50 327.80 1000 S10.25 272.— 98.-262. 138.-2320 197.20 249. - 253.50 183.5^ 363 — 210.50 189.-181- 86. 82.50 85.- 79. Sitdd.-Srlber 111.25^111-75 Lredrl 100 fl. ö. W. Lon.-Lampfsch.-- „ Lünoc» 10 Pf. tzster^. Parrt 100 Francs 9S.50 120.50 121.50 58. 59. 31.50 33 -40 — 41 - 28.50 *9.-36.— 38.-29.— 30.-24.-j 25.-22 50 23 16.-> 17. 14.50 15 50 ! -95.10 95.20 95.30 S5.50 113.60 113.75 44 60 44.70 Telegrafischer Kursbericht der Filiale der Steiermark. Escomptebank in Laibach, von der k. k. öffentlichen Börse iu Wien am 14. Mai. Schlüsse der Mittagsbörse. 5perz. Metalliques mit Mal- und November-Zinsen —. — Sperz. National-Anlehen ——. — 1860er Staats-Anlehen —. — Bankaktien —. — Kredit 329. — . -Anglobank 309.50. - Frankobank . — Lombarden 197.50. — Unionbank 305. — Wechslerbank 306 — Baubank IS3.50. — Kommissionsbank 161. — Bankverein 49.30. — 20-Frauk-Stiicke 9.03. Geschäft anfangs besser, spater flau. Zeige hiermit an, daß sich das SchuhumkN-fM nicht mehr iu der Herrengasse, sondern in der Elefantengaffe wie früher im Lulknianil'schen Hause befindet. Danke zugleich für das bisher geschenkte Ve» trauen und empfehle mich zur weiteren geneigten Abnahme (296) Hochachtungsvoll 1K. Telegramme. Washington, 13. Mai. Ein Compromiß ist durch Annahme eines Supplementarvertrages zwischen England und Amerika, welcher von der Verantwortlichkeit jeder der beiden Nationen für indirekte Schäden Umgang nimmt, wahrscheinlich geworden Der Gefertigte beehrt sich, hiermit ergebenst anzuzeigen, dak er im Gasthause „zum 8lem" den k» AM WÄM eröffnet hat. Indem derselbe seinen verehrten Gästen für das bis nun geschenkte Zntranen den wärmsttn Dank aussprichl, empfiehlt er sich dem ferneren Besuche des geehrten p. t. Publikums. Der nett eingerichtete Salon sammt Kegelbahn bieten Gelegenheit zum geselligen Vergnügen. (285—2) ?r3.ri2 Berlin?. L. k. Hok-akrtLr-t vr. V. I»opp'8 V«»6la>>ilj86ltv8 /almi»ulv6i. Es reinigt die Zähne derart, daß durch dessen täglichen Gebrauch nicht nur der gewöhnlich so lästige Zahnstein entfernt sein wird, sondern auch die Glasur der Zähne an Weitze nnd Zartheit immer zuuimmt. Preis per Schachtel 63 kr. ö. W. (6—2) L. L. Sok - Dr. O. rorl"« das sicherste Mittel zur Gesuuderhaltuug der Zähne uud des Zahnfleisches, sowie zur Heilung von Mund- und Zahnkrankheiten, empfehlen bestens die Depots: In Laibach bei peteiöiö L pirkee, k. Xrisper, losef Ksringee, ^oli. Kra8olio«itr, kll. «sin-, L. öii-bvliitr, Apotheker, und f. «. 8ckmitt; Krainb u r g bei f. Kr,8pei' und 8ed. 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Alrtumatzr » grd. vambrrg in Laibach. Verleger und für die Redaction verantwortlich: Ottomar vamberg