Laibacher Zeitung. .^ R53. Montag am 7. Juli »83» Kreuzband nn Com'toir ganzjährig 2 st., ba biabr.g ^, ^r b.c Zm^e >mg m's Haus ,md Hal b?ah r. ss 30 fr mehr zu entricht. Mit der Post portofrei qanliähria unter Kreulwid und gedruck er Adrc„c 1^ ft halb ayr.g 7 ll 30 kr ^- I» ,eratl°» sgeb»s> r sur emc Svattm,t.lt oder den Namn derselben für einmal qe Ensch^ für zweimalig ^ sr n>r dreimalige ., kr CM. Inuratc b,s 12 Zeilen fosten < fl. sur 3 Mal. 50 fr. für 2 Mal und 40 kr. fs.r 1 Mal e '«Malten 3u d csm G^ st n^ich wn „provisorischen Gesetze vom 6. November l. I. sur IusertwnSstamftcl" noch 10 kr. für eine jedesmalige Einschaltung hinzu zu rechnen "„zuhalten. Amtlicher Theil. ^3e. k. k. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 30. Juni d. I., dem Präsidenten des Kriminalgerichtes in Venedig, Paul Abram, die angesuchte Versetzung in den wohlverdienten Ruhestand allergnädigst zu gewähren, nnd ihm in Anerkennung seiner langjährigen, ausgezeichneten und treuen Dienstleistung das Ritterkreuz Allerhöchst Ihres Leopold-Ordens mit Nachsicht der Taren zn verleihen geruht. Se. k. k. Majestät haben über Antrag des Ministers fur Cultns und Unterricht mit allerhöchster Entschließung vom 19. Inni l. I., die Errichtnug einer Lehrkanzel der vulgär-arabischen nnd einer Lehrkanzel der türkischen Sprache am k. k. polytechnischen Institute in Wien allergnädigst zn genehmigen gernht. Zugleich geruhten Se. k. k. Majestät, den Alfred Edlen von Krem er znm Professor der vulgar-arabischen Sprache am genannten Institute allergnädigst zn ernennen. Der Minister für Cultus und Unterricht hat den Neligionslehrer am Innsbrucker Gymnasium, Michael Lisch, nachdem er die Lehramtsprüfung aus der deutschen Sprachwissenschaft mit sehr befriedigendem Erfolge bestanden hat, zum ordentlichen Gymnasiallehrer daselbst ernannt. Nichtntntlicher Theil. Die Wahlen fnr den Gemeinderath. I. — Dr. K. — Nach H. 41 der Gemeindeordnung scheidet alljährlich im Monate März der dritte Theil der Mitglieder des Gemeinderathes, welche durch das Los hierzn bezeichnet werden, von ihren Stellen. Für diese Herren, sowie für Diejenigen, welche durch ihre Resignation ihrer Obliegenheiten entbunden werden, wird nun eine neue Wahl eingeleitet, und die nach Vorschrift des H. 34 G. O. verfaßten Wählerlisten liegen jetzt seit 4. d. M. bis zum 11., d. i. bis nächsten Freitag beim hiesigen Magistrate auf. Es steht nun Jedermann frei, seine Einwendungen während dieser 8 Tage gegen diese Wählerlisten einzubringen. Bei dieser Gelegenheit erachten wir es als nn-sere Aufgabe, einige Worte hinsichtlich der Wahlen an unsere verehrten Mitbürger zn richten. Eines der vorzüglichsten Rechte eines jeden Staatsbürgers ist das Wahlrecht, nnd es ist zugleich eine Pflicht, von diesem Rechte Gebrauch zn machen; denn je mehr Wahlberechtigte von ihrem Rechte Gebrauch machen, desto gewisser sind die aus der Wahl hervorgegangenen Männer der wahre Ans-druck der Gemeinde. Nicht selten kommt es vor, dafi sich Wahlberechtigte theils aus Fahrlässigkeit, theils aus andern Meinuugsgrüuden von der Wahl enthalten, was nothwendiger Weise zur Folge hat, daß ihre Meinungsgegner den Sieg in den,Wahlen davontragen, und dadurch wird in dem ^Körper der Zertrete r eine Färbung der herrschenden Meinnng bemerkbar, die durchaus nicht die Meinung des v e r- cretenen Körpers ist. Wie dieses der Fall im Großen ist, so ist es auch im Kleinen; die Gemeindevertreter aber müssen der wahrhafte Allsdruck der Gemeinde seyn. Uebergehen wir die verschiedenen Abstufungen der politischen Meinnngs-Differenzen mit Stillschweigen, da man einestheils die Behauptung aufstellen kann, daß in dieser Beziehung in nnserer Gemeinde ohnehin keine großen Differenzen sind, und die herrschende politische Färbung eine conservative ist; die Wage sch wankt nnr innerhalb der Gr ä n z en des Konservatismus, nnd wir thnn sicher einen anf Kenntniß der Bewohner Laibach's basirten Schluß, wenn wir sagen, daß die Verfassung vom 4. März 1849 das allgemeine Panier ist. Anderntheils ist es aber, nach Vorausschickung der obigen Behauptung, wohl von nnr sehr untergeordnetem Interesse für das Wohl der Gemeinde, ob die Vertreter etwas mehr oder etwas minder conservativ sind. Betrachten wir dagegen mit mehr Aufmerksamkeit die übrigen Eigenschaften, welche als wesentlich nothwendige für jeden Vertreter bezeichnet werden können. Wir haben binnen eines Jahres mehrfache Gelegenheit gehabt, die Männer, denen das Wohl der Gemeinde anvertrant ist, kennen ^u lernen, und uns eine persönliche Ansicht sowohl von dem ganzen verehrten Körper, als von den meisten der einzelnen Persönlichkeiten zn bilden. „Aus Eueren Handlungen wird man Euch erkennen" — heißt es in der Bibel, und aus den Handlungen können und müssen wir den verehrten Gemeinderach beurtheilen; es hieße jedoch dem Urtheile des Pnl'licums vorgreifen, wenn wir nnsere persönliche Ansicht hier aussprechen nnd begründen würden, obwohl Jedermann hierzu das Recht hat. Freilich hört man hin und wieder Bemerkungen gegen öffentliche Besprechungen, allein es zeigt von bedauerlicher Unkenntnis; oder Verkennung des Zeitgeistes, wenn man sich für unantastbar oder unfehlbar hält, und daher freie Besprechungen, das helle Licht der Oessentlichkeit scheuet oder mißachtet. Wie gesagt, Jeder, dem das öffentliche Wohl nur einigermaßen nicht gleichgültig ist, wird für seine Person eine bestimmte Ansicht über die bisherigen Herren Mitglieder des Gemeinderatbes sich gebildet haben, und wird es im Stillen erwägen, welche von den Austretenden er wieder wählen solle. Es ist vorderhand nicht unsere Absicht, mit einer Candidaten-Liste aufzutreten, und wir wollen derzeit nur im Allgemeinen die Eigenschaften der zu Wählenden hinstellen. Vor Allem sehe man dccrauf, Männer von ehrenhaftem Charakter, welche die Bedürfnisse der Gemeinde kennen und redlichen Willen besitzen, nach bestem Wissen und Gewissen für das Wohl der Gemeinde thätig zu seyen, zu wählen. Diese drei Eigeuschaften sind unerläßlich, uud die einzigen sicheren Bürgen des künftigen Gedeihens, der Wohlfahrt der Gemeinde. Ob sie von dieser oder jener Seite als von solcher oder solcher politischer Gesinnung geschildert und verdächtigt werden, das gilt gleichviel; jede Verdächtigung klärt sich in der Folge von selbst auf, und traurig genug für eine Partei, die darin ihre eigene Kraft und Stärke sucht und zu finden glanbt, daß sie ihre Gegner verdächtigt! Der redliche Man» geht unbekümmert seines Weges und achtet nicht darauf, was rechts und links über ihn oder Andere geplappert wird; er strebt nach dem Wahren, und aller Schein, alles Glänzenwollen ist ihm lächerlich und verächtlich. Die Stimme der Oeffentlichkeit läßt sich nur für eine kurze Zeit irre führen, am Ende kennt man doch, wer es redlich nm das allgemeine Wohl gemeint, und, Gott Lob, wir haben der redlichen Männer in unserer Gemeinde genug, daß wir dießfalls nicht in Verlegenheit kommen. Die allgemeine Stimme fehlt selten, und nicht ohne tieferen Grund und bedeutuugsvolle Wahrheit ist der Spruch: Volkes Stimme — Gottes Stimme. Mag sich dieser oder jener noch so sehr als wahrer Volksfreund geberden, — in kurzer Zeit hat das Volk ihn erkannt. Und vor solchen vermummten Freunden soll man sich vorzüglich hüten! (Fortsetzung folgt.) Oesterreich. ' Xricst. Am 26. v. M. lief die chilenische Brigg „Karthago", von 500 Tonnen Gehalt, von Bahia kommend, in Triest ein. Es ist das erste Schiff, welches die Flagge (roth und weiß mit blauem Eckfelde, in dem ein weißer Stern sich befindet) der Republik Chili im Triester Haftn wehen ließ. Bekanntlich besteht seit Kurzem ein Schissfahrtstractat zwischen unserm Kaiserstaate und jener Republik. '' Wien, 4. Juli. Das dänische Gesammt-Ministerwm hat abgedankt, der König die dargebotene Entlassung angenommen und den bisherigen Conseilspräsidenten, Grafen v. Moltke, mit der Bildung einer neuen Verwaltung beauftragt. Nach zwei Richtungen hin erscheint dieser Wechsel von Bedeutung. Für's Erste war, wie allgemein bekannt, die abgetretene Regierung ein wenig zn weit anf dem abschüssigen Pfade der dcmocrattschen Organisation vorgegangen. Nunmehr läßt sich erwarten, daß die Anerkennung des Grundsatzes der Solidarität aller conservative« Interessen auch in Dänemark zur Geltung gelangen werde. Graf v. Moltke ist als entschiedener Charakter, als ein tief gebildeter Geist bekannt, und zeigte sich niemals geneigt, den Leidenschaften der Masse zu schmeicheln. Für's Zweite hoffeu wir von der neuen Regierung das baldige Zustandekommen einer befriedigenden Ausgleichung der noch unerledigt schwebenden Verhältnisse mit Deutschland. Der erste Mahnruf der Zeit drängt zum Frieden, zur Begleichung streitender, internationaler Interessen, damit nicht Wunden offen erhalten werden, welche die Partei des Umstnrzcs in einem entscheidenden Augenblicke als willkommene Angriffspuncte benutzen dürfte. Hoffentlich wird es der Weisheit der großen Ca-binete und der Negierung Dänemarks glücken, ein Ausgleichsmittel ausfindig zu machen, wodurch streitige Ansprüche vermittelt nnd die Zukunft der dänischen Monarchie, unbeschadet all' den Beziehungen, welche sie völkerrechtlich eingegangen ist, gesichert nnd verbürgt werden kann. (Oest. C.) " Wien, 5. Juli. Um Reisepässe nach Nußland und die erforderliche V,«» der kaiserl. russischen Gesandtschaft zu Wien zu erlangen, ist Nachstehendes angeordnet worden: 646 Jede Partei, welche sich um die Visa nach Rußland oder Polen zu bewerben in dem Falle ist, hat bei der vorgesetzten Kreis-Regierung im Wege der zuständigen Bezirkshauptmannschaft ein Gesuch anzubringen, worin sowohl der Ort, wohin der Reisende sich zu begeben wünscht, als auch der Zweck der Reise genau angegeben seyn muß. Diese Umstände sind von der einbegleitenden Bezirkshauptmannschaft amtlich zu bestätigen. Icder Paßwerber hat diesem Gesuche ferner ein von der Gemeinde- und Bezirksbehörde bestätigtes Zeugniß über seine gute Aufführung, insbesondere über seine vollkommene politische Unbedenklichkeit beizulegen, und sich im Gesuche für das ordentliche Betragen der etwaigen Mitreisenden., namentlich der ihn etwa begleitenden Dienerschaft, zu verbürgen. Reisende, welche sich zur Austragung streitiger Nechtsangelegenheiten nach den gedachten Ländern begeben wollen, haben einen Beweis hierüber von der betreffenden russischen Behörde beizubringen. Dienstsuchende haben sich gehörig auszuweisen, daß ihnen dort bereits eine bestimmte Be-dienstung zugesichert ist. Der nach Erfüllung der vorstehenden Bedingungen bewilligte Paß ist von der ausstellenden Kreisregierung zur Erwirkung der erforderlichen russischen Vi^ nicht mehr an das k. k. Ministerium des Innern, sondern unmittelbar an das k. k. Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten sammt den von der berichtenden Bezirkshaupmann-schaft vorgelegten Actenstücken zu leiten. Eine Einhändigung des Passes gleich nach dessen Ausfertigung an den Paßbewerber behufs der eigenen Erwirknng der Vi,00 Ctr. über eine schiefe Ebene von 1—40 Fnß hinan zu fördern hat, bestand hier bereits eine sehr glücklich ausgefallene Prüfung. Schweif. Für die Schweiz lieferte Zürich auf der Londoner Ausstellung die Seidenstoffe, und die dortigen Fabrikanten, 42 an der Zahl, haben sich vereinigt, um durch ein vollständiges Sortiment Schweizer Seidenstoffe den ihnen gebührenden Rang in der Welt-Indnstrieausstelluug einzuuehmeu. Die Namen der Aussteller sind nicht veröffentlicht, alle figuriren nur unter einer Nummer und mit der Bezeichnuug „Zwei und vierzig Seidenwaren-Fabrikanten des Cantons Zürich" im Catalog. Wir haben es demnach hier nicht mit Personen, sondern mit der Gesammtindustrie eines Bezirks zu thun — Einer für Alle und Alle für Eineu ^ so stehen sie da die Zwei und Vierzig, stark, fest und kerngesund, furchtlos jeder Concurrenz trotzend, nicht das Schönste und Kostbarste, sondern das Nützlichste in ihrem Fache liefernd, uud um so mehr geachtet und respectirt. Warum haben diese 42 ihren Namen der Welt verschwiegen? die Handelswelt kennt sie ja doch. Hierin aber liegt der Stolz des Patriziers, des achtbaren Fabrikherrn, und daß es Alle gethan, das ehrt um so mehr diese Eiumüthigkeit, mit der diese Leute Hand iu Hand gehen. Hier heißt es nicht, wie an manchen andern Fabrikplätzen, „herunter mit dem Preise", wenn der Nachbar ein Stück Ware mehr verkauft, und hinterher „herunter nut dem Lohne", sondern festes Zusammenhalten ohne Monopol. Es ist dieß eine höchst merkwürdige Erscheinung, denn während hochbeschützte Fabriken vor lauter Neid nnd Mißgunst sick gegenseitig zn verdrängen suchen, treten die völlig „schutzlosen" Schweizer Industriellen mit einer Einmüthigkeit und Einigkeit auf, die uns Bewunderung und Achtuug abzwingt. Das größte Lob, welches man je der Handelsfreiheit bringen konnte, haben diese 42 gebracht, — sie verschweigen für den oberflächlichen Beschauer, für den Krämer und Consumeuten ihre Namen, damit der Großhändler um so sicherer ihr Knnde bleibt; sie thaten dieß, die Zwei und Vierzig von Zürich, die nnbe-schüftttn Industriellen. (Triest. Ztg.) Äm e rik a. — Amerikanische Blätter speien Fener und Flamme gegen den Secretär des Schatzes, Mr. Corwin. Er sey der unfähigste Mensch anf Gottes Erdboden, ein Taugenichts, ein Nänber, ein Thunichtgut kurz — man weiß ja, daß unsere Brüder jenseits des atlantischen Oceans in ihren Ausdrücken nicht allzu zart sind. Dem unglücklichen Minister ist nämlich das fatale Malheur passirt, daß die Staatsrevennen mehr betragen, als er in seinem Voranschläge berechnet hatte. Er hatte geglaubt, bis Ende Juli einen unbedeutenden Ueberschnß in seiner Casse vorzufinden, nnd siehe da! es stellt sich heute schon heraus, daß der Ueberschuß 7,000,000 Pf. St. beträgt, und wenn Alles gerade geht, wird Amerika im Juli 1852 statt des gefürchttten Deficits mit einem activen Ueberschuß von 16,000,000 Pf. St- überrascht werden. In Europa würde man einem Finanzminister dergleichen Verrechnungen gerne nachsehen. Das Volk, und wo Kammern eristiren, auch diese, würden dem Finanzmanue obendrein noch ein Dutzend Lorber- kronen votiren, denn man ist dort zu sehr an Verrechnungen auf der entgegengesetzten Seite gewohnt. Engländer und Amerikaner dagegen fassen die Sache von einem weniger sentimentalen und mehr merccmti-lischen Standpnncte auf. Der Ueberschuß des Staatsschatzes, sagen sie, ist ein Diebstahl, gegen die Tasche eines jeden Einzelnen begangen. Weil der Finanz-minister, ans Unverständniß der Staatsquellen, unsere Zölle und Steueru erhöhen zu müssen glaubte, sammeln sich im Schatze unverzinste Millionen, welche im Verkehre gewinnbringend circulirt hätten, und in der Masse verwerthet worden wären. Einen Ueberschuß halten diese genaurechnenden Ziffermenschen beinahe für ein größeres nationalöconomisches Verbrechen, als ein Deficit, nnd gewissermaßen mit Recht. Einem Finanzminister kann kaum eiu größeres Unglück bescheert werden, als eine Verrechnung dieser Art. Bei einem Ueberschuß von Millionen will kein Mensch mehr Steuern zahlen. Wir erinnern bloß an die Meetings und Parlamentsdebatten in London zn Anfang der dießjährigen Saison. sWand.) Nenes und Nenestes. Wien, ". Juli. Der gewesene Statthalter von Oesterreich, Dr. Fischer, soll die durch die Ernennung des Baron Bnol zum Neichsrath erledigte Stelle eines Sectionschefs erhalten. — Im Temescher Banate und der serbischen Woiwodschaft wird die k. k. Fiuanzwache mit 1. September d. I. ihre volle Thätigkeit beginnen; der systemisirte Stand besteht aus 1036 Mann, welche größtentheils in kleinen Abtheilungen aufgestellt, zum Theile aber auch einzeln bei ausübenden Gefällsamtern untergebracht wurde. — Aus Frankfurt wird vom 3. Juli gemeldet: Neue Bundestagsansschüsse sind gewählt worden : eine Reclamations- und Prowcollsverössent-lichungs-Commission. — Die „Niederschlesische Ztg." nnldet: In den nächsten Tagen- wird eine Anzahl österr. Offiziere des in Holstein stehenden Corps sich nach Persien begeben, nm daselbst auf Einladung des Schachs dessen Armee nach europäischem Systeme zu organisiren. Der Aufenthalt der kaiserlichen Offiziere ist auf sechs Jahre ausbedungen, nnd haben sich dieselben ihren Rücktritt mit il,rer Anciennetät in die österreichische Armee vorbehalten. Locales. Laibach, den ll. Juli. ! Es sind schon mehrere Klagen eingelaufen, daß das Scheibenschießen auf dem Schloßberge für die Bewohner der dortigen Umgebnng nicht nur sehr lästig sey, sondern es ist auch dasselbe als gefahrdrohend bezeichnet worden. So erzählte man, daß bis zur sogenannten Gollmayerei Kugeln herabgeflogen seyen; am 4. Juli, beiläufig 10 Minuten vor 12 Uhr aber kam ein Fall vor, der zwar ohne Unglück ablief, jedoch klar beweiset, daß die ausgesprochenen Befürchtungen wirklich nicht aus der Lnft gegriffen sind. Um die genannte Zeit flog eine Kugel in das Mauth-hans auf der Karlstädter Linie — .'! , prallte am Fenstergitter ab, fnhr durch die Fensterscheibe an die gegenüberliegende Wand, gerade über den Kopf des Herrn Einnehmers Georg Rupnik, von wo sie zerquetscht auf den Boden fiel. Bedarf es wohl noch eines größeren Beweises, um das Unzweckmäßige und Gefahrdrohende der Lage dieser Schießstätte zu beweisen? Wir fühlen uus daher verpflichtet, an die bezügliche Behörde das Ansuchen zu stellen, diese Schießübungen auf einen andern Platz außerhalb der Stadtzu verlegen, von denen ja in der nächsten Umgebnng Laibach's ohnehin kein Mangel ist, und wir machen nebstbei auf die Thalschlucht hinter dem Golouz aufmerksam, wo keine Gefahr zu befürchten, und die Entfernung eine sehr geringe ist. vt. X. Verleger- Ign. v. Kleinmayr und Fedor Vamberg. Verantwortlicher Herausgeber: Ig«. Alois v. Kleinmayr. AnI)anH zur ImIme^erSeiknH. Telegraphischer <3onrs- Vericht der Staathpapiere vom 5. Juli 1851. StaatSschuldverschreibungtn zu 5 M. (in EM.) 97 l/4 betto ., ^l/i „ „ 85 dctto „ ^ ., ., 761/4 Darlehen „lit Verlosung v. I. t8»9. für 250 ff. 311 1/4 Wien. Stadt-Van« -Obl. zu 21/2 PtC. (in CM.) 60 Vank-Actien, vr. Stück 1251 in C. M. Acticn dcr Kaiser Ferdinands-Nordbahn zu 1000 ft. E. M...... 1480 fl. i>, E. M. ?lctim dcr östcrr. Donan-Dampffchifffahrt zu 500 fl. E. M....... 5«1 st. in C. M. Wechsel-Cours vom 5. Juli l85l. Amsterdam, sür 100 Thaler Currant, Nthl. 17l .^ Vs. 2 Monat Nuasl'urg, für 100 Gulden Cnr., Guld. l24 1>4 Bf. Uso. Frankfurt a.M., (für 120 st. siidd. Vcr- tins-Währ. im 24 ^ ,1. Fuß, Guld.) 123 1/2 Vf. 2 Monat. Gcuna, für 300 nc,>e Picniout. kire, Guld. >44 G. 2 Monat. Hamburg, für <<»0 Thaler Banco, Rts'l. 1821/4 Vf. 2 Monat. Livorno, für 300 Toscanische Lire, Gllld. 122 1/4 2 Monat. London, für 1 Pfimd Stcrlinq. Gulden 12-5Vf, 3 Monal. Mailand, für 300 Oesterreich. Lire, Guld. 124 Vf. 2 Monat. Marseille, für 300 Franf.,1, . Guld. »45 1/4 2 Monat. Vm is, für 300 Fransen . . Mild. 1451/4 2 Monat. Aukarest für 1 Gulden . . . para 223 HI T. Sicht. Geld- und Silber -Course vom 4. Juli 1851. Brief. Geld. Kais. Münz-Ducate» Agio...... — 30 dettli Rand- dto........ — 2!) 3/4 Napolconsd'or ,....... — 9,55 Eouvcramsd'or „ ...... — 17.3 Ruß. Imperial ^...... — 10.6 Preuß. D'ors „...... — 10.13 Engt. Soveraings „...... — 12.9 Silberagill .......... — 24 7/8 S. K. Lotta^iehungen. In Trieft am 5. Juli !85I: «3. 13. 84. 83. 43. Die nächste Ziehung wird am IN. Juli 1«7,I m Trieft gehalten werben. Gotreid - Durchschnittspreise in tlaibach am 5. Juli 1851. Marktpreise. Ein Wiener Mcyen Weizen . . — st. — kr. — — Kukurutz . . — » — » — — H^lbsrucht . 3 >> 18 >, — — Korn ... — » — „ — — Gerste ... 2 „ 39 „ — — Hirse ... 3 ,, 6'^ » __ — Heiden ... 3 » 47-^ » -^_________-- H'N'rl ...—„— „ Fremden-Auleige der hier Augekommene« «nd Abgereiste«. Den 2. Juli 185 !. Fr. Ganzoin, Piivacier, von Klagenfurr nach T'iest. — Hr. Beriuzi, Cousul; — Hr. Beer, — Hr. Navii'i; — u Hr. (Zartest, alie 3 Privatiers; — Se. Excell. Herr Graf Carcly; — Hr. Sacler, Handelsmanl, , — u. Hr. Dr. Mastelier; alle 7 von Wien nach Trie st. — Hr. Kraust, k. k. Hosrath, von Wien nach Innsbruck. — Hr. Hudetzky, Virtuo«, von Wicli nach Venedig. Den 3. Hr. Richter, Agem; — Hr. Münster, — u. Hr. Zandorelo, Haudelsleuie;__Hr. Kau. zuzky, --li, Hi.Debaine, beide Privatiers, — u. Hr. Johann Gotlieb, Handlungsagent; aUe 6 von Wien nach Triest. — Hr. Mitter; — Hr. Holenberg, ^ u. Hr. AndreiS, — alle 3 Privatiers, von Gratz nach Ti icst. — Fr. Herzogin von Berry, mi«, Gefolge, von Triest nach Brunnsee. — Hr. Johann Bolza, Minist. Sc. Eeciecäi, von Mailand nach W>en. ^. Hr. Joseph A^uavoli, Handelsmann, von Trieft nach Wien. Ein Kellner, der wo möglich, außer der deui-schen und sloveuischen Sprache, auch ilalienlsch spricht, kaun in einem hiesigen grosieren Gasthofe allsogleich unterkommen. Auskunft darüber ertheilt aus Gefälligkeit das Comptoir der Laibacher Zeitung. 3- 717. (8) I n n o is c €ö Gute schwarze, weiße italienische und Civedin - Weine, in größeren und kleinern Parthien bis zu 2 Eimer, ferner gu- ter Weinessig, wie auch Reis von allen Sorten, in größeren Parthien, sind stündlich billig bei Thomschitz k Kbam in Laibach zu verkaufen und nach Belieben die Muster einzusehen. 3. 415. <7) Hülse Mr Ms HmMNM^e. ^ D^ echte Kummerfeld sche Waschwaffer, welches seit 60 Jahren durch viele tausend segensreiche Erfahrun-qen I)>wähvr ist, heilt radical und ohne alle schädliche Nachwirtuna, alle nassen und trockenen Flechcen, Sch>vinden, Finnen, Pusteln, Krätze, K n pfcr fl ecken, Hitzbläschen und alle derartigen A us schlage und Hautkrankheiten. — Gerichtlich bestlaubigte Zena-nifse werden jeder Flasche beigeq/ben, auch auf frankirce Anfragen Jedem gern mitgetheilt, — Die gan^e Flasche kostet 5 fl. , die halbe 3 fi. Banknoten und ist einzig und allein ;u beziehen von FZU». F'eU'et. «/«F<^«F« ^ Buchhändler in Weimar. — Wrie'e und Gelder trllilcc». 3. 416. (4) tiheumatis» mus, Gicht. !>«». .Inl»,» 8t»«lo^'» Gicht und Nheumatismus-Pftaster, ge- gen G l iel'ei-le i s;en, Kopfweh, Zahn- nnd <Ä e si ch t >; sch m , rze n, Seitenstechen, Ohren bra u sen, Au qen flu si, Brust-, Rücken-u. Kreuzschmerjen (Hexen schuß), Fußgicht, Nothlauf, Krampf, geschwollene Glieder u. s. w. — Ueber die außerordentliche Wirksam» keit spiechen b egla u b ig te Z eug n i s se. — Dieses unterscheidet sich von allen Ketten, Ringen, Bogen, Ableiern und wie diese Maschinen sonst noch Heisien mögen, höchst vortheil-baft dadurch: daß es wirklich hilft! — Das Paket kostet 3 fi. Banknoten und einzig und allein zu beziehen von HZ»». F?e»«st als ein u n. fehl bares Mitcel dinch Zeugnisse von Aerzt.-u und Geheilten anerkatlitt. Das ^Ugen-wafser von Or. Hl. White in London. — Es enthält laut beglaub'gten Attesten durchaus keine schädlichen Bestandtheile, hat schon vielen Unglücklichen das Augenlicht wieder geschenkt und Tausenden diesen edlen Theil gerettet. Unter der allgemeinen Benennung „Staar" ist naturlich derjenige Grad dieser Auqeukrankheit, verstanden, welcher überhaupt ,ioch heilbar ist.— Das Fläschchen kostet 2 fl. Banknoten und ist echt einzig und allein zu beziehen von I>^. W'QO«!. «l»N»v», Buchhändler in Weimar. — Biiefe und Gelder ti-gnoo. 3. 418. (4) Die echte spanische Kloster-Essenz ist ein seit Jahrhunderten erprobtes Mittel gegen langwierige Nervenleiden, Schlaganfälle, Magen- u. Nnterleibslieschwerden, Hanwrrho'i'den, Verschlci- mnng, Frauenkrankheiten, Kolik — widei Wassersucht, Leb er leiden, Bleichsucht, Gelbsucht, Har n b e s ch »v e l d e u , rheumatische und ka t a r r h a l i sch c U e b e I, trage V e r da n n n g, a n h a Ir e nd e s E r b r e-ch l.' n, Bl ä h u u g c n und viele andere ähnliche Beschwerden, welche g'eichen Ursprungs sind, aber hier nicht einzeln aufgeführt werden können. Dieses sege nori n qen d st e aller ^ au 5 mittel ist echt einzig und allein ,;u beziehen, die Flasche ^u 3 fi. Bankno« ten, von Dr. I^r«!. ^»»»»««, Buchhändler inWeimar. Briefe und Gelder Olm^n. äVt Ign. \. Klelnmayr «fe FcmEim* I&mmherg in Laibach ist so eben vollständig erschienen und zu haben: Razlaganje keršanskiga katoijskiga nauka, s p i s a 1 3 Bände in Umschlag geheftet 5 fl., — steif gebunden 5 fl. 45 kr. Das Ganze dieses ausgezeichneten Werkes umfaßt 81 Druckbogen in Groß-Median 8°. Es wurde vielfach der Wunsch gräußcvt, dieses Werk erst kaufen zu können, wenn es vollständig «schienen seyn würde; deßhalb finden wir uns veranlaßt, den Preis von 5 st. noch auf unbestimmte Zeit fortbestehen zu lassen. Wir sind erbötig, Bande davon zur Einsicht mitzutheilen, damit Gelegenheit geboten wird, sich von der Brauchbarkeit und Vortrcfflichkeit des Buches zu überzeugen. Wir laden zur wetteren Abnahme höflich ein, indem wir mit Recht voraussetzen können, daß sowohl die Ausstattung des Welkes, so wie der schon vielseitig als gut anerkannte Inhalt keinen Käufer unbefriedigt lassen wird. 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