6&riftUttung: Wutfcanflflaflt Mr. 5. r' «rrtAumti 6 CT (e#- tdtrltrn «»»»rni nt,if«nt »d ütrit- toaitf. 9n.tin.rtot 3a4f «rlfletiC Irt« «Mumoi» Bitt «xnm. V»I« »».».O. Benvaltiaq: i»athau«gasse «r. 5 TtlOtM Wt. *1, Intf.'iT*»» iPwg- i »>qnoftv> Sin« lt( 0»1l bc»°j>c» : SMTtrlirtrta . . .1 I N «Ädi-chri, .... K « M ••tmiutit. . . . K U m #itr äiII« r.U Hsfltfla»« ial Hau» : Wcnntlti# .... ^ I* — WiattllWf.d » ..«••— H-Ilidd«» . . . . E «•— »ziqjlihri» . . . . K 1*— Kil «all»» «,»«,«» «« M( am Mditnca »trica6si!c«-®«biifcT tu. «tngcirttde Mcn««irau «dies w |Lt IbtdlduB,. Nr. 47 (Siüi, Mittwoch bcn 14. Jmii 1916. 41. Jahrgang. Der Weltkrieg. Mit einem durch mehrere Monate auf da« sorg-fältigste ausgerüsteten Zweimillionenheere haben die Russe» zur Entlastung der italienischen Front einen riesenhasten Angriff an den österreichischen Kampf-linien zwischen Rumänien und dem Pripretgebiete eingeleitet. Der erste Ansturm war tatsächlich bei Luck, an der Strypa und im nordöstlichen Teile de« Buchenlande« von örtlichen Ei folgen begleitet, nach den letzten Berichten ist e» u»S jedoch unter der «»«gezeichneten Mitwirkung der deutschen Truppen deS Generals Bothmer gelungen, dem gewalligen Angriffe Einhalt zu gebieten und wir können sicher hoffen, daß dies« große russische Offensive so wie ihre Vorgängerinnen an dem unerschütterlichen Mute unserer braven Soldaten zerschellen wird. Es ist die« zweifellos da« letzte Aufgebot russischer Machtentfaltung, weShalb den Kämpfen an der Nordostfront schicksalsschwere Bedeutung innewohnt. Die niederschmetternde Wirkung, die unser sieg« uicher Bor stoß gegen das lombardier Tiefland im ganzen italienischen Lande geübt ha», kam in der Sammer in einer für die Regierung Salandra be> schämenden Weise zum AuSdruck. Die Kammer vcr» sagte mit 197 gegen 158 Stimmen der Regierung das Vertrauen und da» Kabinet Salandra hat sich zum Rückzug genötigt gesehen. Wie sich die Dinge in Italien gestalten werden, läßt sich nicht sicher voraussagen, allein soviel steht fest, daß die innere Zerfahrenheit unsere« treulosen Nachbarreichcs im Vereine mit den schrecklichen wirtschaftlichen Schäden, die der Weltkrieg im ganzen Lande angerichtet hat, aus Volk und Heer demoralisierend einwirken und die Widerstandskraft lahmen. Unser tägliches Irot.*) Ist sie nicht wunderbar und geheimnisvoll, die uralte Ehrfurcht vor dem Brote I Sie war uns Stadtmenschen ein wenig abhanden gekommen, da» fabriksmäßig erzeugte Brot war uns eine Ware ge worden, ein Bedarfsartikel wie hundert andere, die man haben m»ß, über die man sich aber weüerS keine Gedanken macht. Die Lehrer der Volkswirt fchast, haben unS gesagt, daß der Getreidebau heute ein Merkmal unentwickelter Länder sei, daß nur noch dort, wo man sozusagen nicht« Bessere« mit dem B»den anzufangen wisse, Weizen Roggen, Gerste und Mai« auf «»«gedehnten Flächen gebaut werde. Die fortschreitende Industrialisierung eines Landes ver dränge diesen Feldbau immer mehr, Rußland und Amerika würden künstig die Welt ausschließlich mit Brot versorgen, im Herzen Europa« dürste bald kein Platz mehr sein für daS Urgewerbe der Getreide erzeugung. Wer kennt diese Lehren nicht? Nun, auch die Herren von der Nationalökonomie werden umlernen müssen nach diesem Kriege, auch sie, die jetzt Kriegsbrot essen, wie wir alle, werden sich sragen müsse», ob et nicht al« eine selbver-ständliche Forderung gelten sollte, daß jedes Volk, daS einen Staat bildet, sein eigene« Brot »zeuge. Der Krieg gegen Rußland. Die Berichte deS österreichischen General st ab; S. 1<1. Juni. Amtlich wird verlautbart: Im Ge-gensatze zum vorgestrigen Tage sind gestern wieder an der ganzen Rordostsrvnt äußerst erbittern Kämpse entbrannt. Zwischen Okna und Dobronoutz wurden an einer Stelle acht, an einer anderen süns schwere Angriffe abgeschlagen, wobei sich unser schlesischeS JSgerbataillon Nr. 16 besonder« hervortat. An der unteren Strypa haben starke russische Kräste nach erbittertem Ringen unsere Truppen vom Ost-aus da« Westufer zurückgedrängt Nordwestlich von Tarnopol schlugen wir zahlreiche russische Vorstöße zurück. Im Raume von Luck wird westlich des Styr gekämpft. Bei Kolki und nordwestlich von Czarto-TijSk wurden russische UebergangSversuche vereitelt. 11. Juni. Oestlich von Kolki hat der Feind vorgestern abend» mit drei Regimentern da« linke Styrufer gewonnen. Er wurde gestern durch einen umfassenden Gegenangriff österreichisch-ungarischer Truppen wieder über den FInß geworsen. wobei acht russische Offiziere, 1600 Mann und 13 Ma-schintngewehre in unser« Hand fielen. Nordwestlich von Taniopol eroberten wir durch Gegenstoß eine vom Feinde unter großen Verlusten erkämpfte Höhe zurück. Zm Nordostteile der Bukowina wurde wieder überaus erbittert gekiimpst. Der Druck überlegener gegnerischer Kräste, die mit einem auch bei diesem Feind« «inzig dastehenden rücksichtslosen Verbrauch deS MenschenmaterialS angesetzt wurden, macht «S notwendig, unsere Truppen dort vom Gegner loszu-lösen und zurückzuziehen. 12. Juni. Im Nordostkn der Bukowina vollzog sich d»e LoSIösnng vom Gegner unter harten Rachhutkämpsen. Eine auS Buczacz gegen Nord-Westen vorgehende feindliche Srnftgruppe wurde durch ein«» Gegenangriff deutscher und österreichisch-unga-rischer Regimenter geworsen. wobei an Zahl 1300 Russen in uns«r«r Hand blieben. Aus deu Höhen östlich von Wisniowczyk brach heute srüh ein russi-scher Angriff unter unserem Geschützseuer zusammen. Oestlich von Kozlow hoben unsere StrelskommandoS «inen vorgeschobenen Posten der Russen au«. Äiord *) Aus dem «Kriegstagebuch? eine« Dabeimqeblie-denen! Eindrllck, und Stimmungen aus Oesterreich-Ungarn von Adam Müller-Gutlendrum (I.—5. Tausend.! Verlag von Ulr. Masers Buchhandlung fahren bis in die Tage des Mittelalters Gerstenbrot gegessen habe». Der Nummer 47 D-ulsche Macht Seit« » Anzahl der ihm unterstellten Gendarmen da» wohl« verdiente Ehrenzeichen an die Brust hefte» zu dür-fen. Herr Wachtmeister Streinigg dankte im Namen feiner Kollegen und betonte, daß diese Auszeichnung für ihn und seine Kameraden nur ein Ansporn sein »erde, auch in Hinkunft alle Kräfte für da» Wohl de» Vaterlande» einzusetzen. Hierauf fand ein« gesellige Zusammenkunft der Au»gezeichiieten, ihrer Kameraden und Fr«unde im Großzasthoie „Deutsche» Hau»" statt, welche recht gemütlich verlief. Bei die» ser Gelegenheit wurde «in« Sammlung für di« Wit» wen und Wais«n der Befallenen de» Z. Korpi ein-geleitet, welche ein »amhafie« Ergebnis erzielte. Evangelische Gemeinde. Die infolge Er« krankung de» Pfarrer» »erichobene Konfirmation»-seiet findet am kammenden Sonntag vormittag» statt; in verdindung damit wird auch ein« allgemein zu> gingliche Abendmc>hl»sei« abgehalten werden. Vermählung. Am 8. Juni fand in Cilli die Vermählung de» Fräulein Fritzl Rauch mit Herrn l. k. Professor Han» Fuch», derzeit verpflegooss'j'al im Felde, statt Oberleutnant Mlaker an seinen Leh rer. Der „Held von Eafa Ratta" schrieb seinem ehemaligen Lehrer. Herrn Direktor Anton Steri-ig, Stadt- und BezirkSschulinfpekior in Pettau, folgen-den Dank für dessen Glückwunsch anläßlich seiner telbental: »Hochgeehrter Herr Stadtschulinipekior! ein Lob oder dargebrachte Huldigungen konnten mich so sehr erfreuen ol» die Anerkennung meine» teuren Lehrer» und Erziehe, S. Sie pflanzten ja «inst in meine junge Seele die K ime der Begeisterung und der Liebe zum Kaiser und Vaterlande. Ihrer liebevollen Hingabe und mühevollen Sorgsall danke ich e», daß die zarten Keime in meinem Gemüte Wurzel schlugen und jetzt eine hohe Begeisterung, Mut und Opserwilligkeit nähren. Wie sollte ich nicht mit größter Dankbarkeit und Liebe Ihrer gedenken, da Ihr große» Verdienst e» ist, daß ich ein günsti ge» Geschick erfüllen konnte, daß ich, durch Glück begünstigt, fast den Glpscl meine» SoldatenrnhmeS erstieg? Ich bin glücklich, daß ich Ihnen dui ch meine einfache Pflichterfüllung Freude bereiten konnte und wünsche sehnlichst, Göttin Fortuna möge mich in dem Bestreben begünstigen, Ihnen meine unbegrenzte Dankbarkeit zeigen zu können. E» grüxt Sie in Imi-ester Liebe Ihr lies ergebener Albin Mlaker, Oder, leulnant, Riu« de» östeir kaif. Lcopold-Orden» mit der Krieg»dekora»Ion.^ Held Mlaker und die slowenische Presse. Der letzte zensu,leite „Stajerc" schreibt: '»Ganz Oesterreich hat gewiß da» Heldentum de» Pettauer Oberleutnant» Albin Mlaker erfreut. E» wäre ganz gleichgiltiz, welcher Nationalität Mlakn angehört, denn jetzt ist er in erster Linie ein au«ge-zeichnet« österreichischer Offizier. An unseren Hron-ten kimpfen Deutsche und Slowenen, Madjaren, Kroaten und andere um da» gleiche Ziel. Darum ist e» wohl etwa» geschmacklo», wenn jetzt ..Straza', „Slov. Gofpodar" u. a. mit all« Kraft vom ,slo-wenijchen Helden Mlaker" schreien. Trotzdem Ober« goldige Weizen gedeiht eben nicht überall, und er brauchte lange, bi« er nach dem Norden kam und sich dort akklimatisierte. Da» Tiesland, da» warme, trocke Tiefland ist feine Heimat. Da ist er schon Ende Juni reif, zu Peter und Paul beginnt der Schnitt. Und diesen Tag. der durch den Mord von Sarajevo zum Au»gang»punkt de» Weltkriege» ge-worden, müssen wir auch heuer ohne Schüttboden erreichen. Wir müssen. Beten wir um gute» Wetter. Die Frühling»« lüfte wehenj e» fehlt zwar noch der Erdgeruch in ihrem Atem, die Pflüge find noch nicht überoll am Werke, aber in diesem Monat »och muß der Svm merwtizen angebaut weiden. Di» Wintersaaten, die seit dem Oktober und November draußen stehen und die da» erste Brot bringen sollen, sind nicht so au»« gebreitet »ie sonst, zu viele Arbeitskräste haben gefehlt. Sie müssen jetzt in reichstem Maße ergänzt werden. Und wo die Kräfte auch jetzt noch fehlen, da kommen die Soldat«.» auf Urlaub heim au» dem Kriege, um ein andere» Feld der Ehre zu bebauen; und wo die Bevölkerung sich geflüchtet hat, da wird da» Land von der Armee selb« bebaut werden Zwi-schen unseren Batieriestellungen und den Schü^kN-graben werden jetzt die Dampfpflüge arbeiten, und d« mit ihrem Blut gedüngte Boden soll den Sol-baten neue» Brot bringen zur Erhaltung ihrer »rast. Erntezeit, heilige Zeit! heiß, e» in der Sprache de« Landmanne». Möge es diesmal doppeli wahr werden, diese« tiefe Wort, mögen die Erntefeste diese« Sommer« zu Erntefesten werden. leutnant Albin Mlaker ein Pettauer ist, vollkommen deutsch «zogen wurde, nur deulfche Schule» besuchte und sich immer alö Deutscher si'hlte, hat ihn doch kein einzige» deutsche« Blatt al« Deutschen gefeint." Soldatenbegräbnisse. In den letzten Ta« gen sind nachstehende Soldaten, die hier an einer vor dem Feinde erlittenen Krankheit bezw. Verletzung ge-storben sind, am städtischen Friedhose zur letzten Ruhe bestaltet worden: am 13. Juni Gefreiter Jstvan Barg« des H. J^R. 1 und der Ins. Kuzman Kre-sov?c deS L -I -R. 23. Städtisches Lichtspiel. Von den überaus gelungenen Lichtspielausführungen der letzten Tage ist besonder» der Tannhäuserfilm hervorzuheben, der in groß« Anschaulichkeit und prächtiger Malerei die Legende zum Ausdruck bringt. Unsere Ingend konnte sich in einer entzückenden Kinderaufführung mit einem reizenden Märchen und einem geschichtlichen Film „TrojaS Fall" erfreuen. Auch die schulfreie Pfingst« montagaufführung mit einer gelungenen Detrkiivge-schichte war überaus anziehend. Spende. Zugunsten deS KriegSfürsorgeamteS erlegle bei der hiesigen Filiale der k. k. pr.v. Böh-mischen Union Bank da» k. k. EifenbahiisicherungS' Bataillon Etfli den Erlös ein« Sammlung im Be-trage von 150 Kronen. Beispielgebende Förderung der Süd mark. Fräulein Maria Rakusch spendete dem Ver-eine Südmark den Betrag von 100 K. >>rau Eniilie Gasperetti ist dem Vereine mit einem Jahresbeiträge von 10 Kronen beigelrele» Heil! Eine Kriegerheimstätten Lotterie. Dem Vereine Südmaik ist vom Ministerium di« Bewilligung zur Durchführung einer Kriegerheimftätten Lotterie er-teilt worden, deie» Ziehung am 28. Dezember 1916 in Wien stattfindet. Au» dem Erlrigni« sollen im Tä> tigkeitSgebiete de« Vereine« Südmark, vornehmlich io den Alpenländern, Heimstätten zur Unterbringung er-werbSu»fähi>> gewordener Krieg« errichiet und erhallen werden. Da« Unternehmen verdient wohl mit Rücksicht aus seinen vaterländischen und wohltätigen Zweck die wärmste Förderung weitester Kreise. Ein Lo» kostet 1 8 Der Haupttreffer ist mit 20 000 Ä In Barem angesetzt. Außer vielen kleineren Treffern zu 20, 10 und 5 K find noch 250 Treffer zu 50 Ä vorgesehen. Die Lotterie bietet also grüßt. Gewinstmöglichkeit Die Beitriebostelle d« Lose befindet sich Wien 8. Schlös-selgaffe I I, wohin auch Bestellungen oder Anfragen zu richten find. Erhöhung de» Unterhaltsbeitrages für Kinder bi» zu « Jahren. Laut Mini-ft«ial»«ordnung vom II. Mai gebührt der von 50 auf 75 Prozent erhöhte Unterhalt»beitrag für die Angehörigen unter 8 Jahren bloß dann, wenn sie auf W.huungdmiete angewiesen sind und wenn den ganzen Uniei halt»deitrag nicht mehr al» drei im ge-meinschastlichen Haushalte lebende Familienangehörige genießen. Die Erhöhung de« Beitrage» kann nach der gesetzlichen Bestimmung nicht dort zuerkannt wer-den, wo den Angehörigen de» Einberufenen schon der UnterhaliSbeitrag in der Hihe de» durchschnittlichen Tagesverdienste» deS Einberufenen bemessen wurde. Ein guter Fang. I» der Nacht vom 5. zum 6. Juni wurde beim Grundbesitz« Josef Gai« fchek in Lipvdec bei Grsbelno eingebrochen und unter anderem ein Bardetcag von 1320 K gestohlen. Der mit der Ausforschung deS unbekannten Täter» betraute Gendarmeriewachtmeist« Josef Goriup lenkte feinen Verdacht sofort aus «inen schon wiederholt ab-gestraften Einbrecher und eS gelang dem gewiegten Gendarmen schon nach wenigen Tagen te» Täter» in der Näh« von Eilli habhast zu werden. Beim Tät« wurden noch 500 Kronen vorgefunden, von ein«« Mehrbetrage will er nicht» wissen. Er wurde dem KreiSgeiicht« eingeliefert. Anstünde im Feldpostoerkehre. Unge-achtet wiederholtet Ei»lchäifu«gen werden im Feld-postverkehre immer wieder zahlreiche Anstände wahrgenommen, welch« den ohnedies schwierigen und ver« antwortungSvollen Feldpostdienst nicht nur unverhält-ni»mäßig erschweren, sondern ihn in einzelnen Zwei-gen auch gefährden. Die Aufgeber von Feldpoftsen, düngen werden daher iu ihrem eigenen Interesse neuerlich aus einzelne einschlägige veslima-ungen zur genauen Beachtung aufmerksam gemacht Die t,i«g«(. mit dtien Feldpostgeldbriks« verschlossen werden, müsse» gemäß den für alle Geldbriefe geltende» Vor-fchriften die Abdrücke eine» ein besondere» Zeiche» (Namen, Buchstaben, Wappen) darstellenden Petschaft aufweifen, Feldpostgelddri.se, deren Siegel bloß den Abdruck von grngbaren Münze», Knöpfe» u dgl. ausweifen, sind von der Annahme au»zuschließen. Di« Versendung «lkoholtzältiger Getränke in Feldpostpa keten und Wa»enpl»bensendungen und von Flüssig-keilen in Feldpostpaketen überhaupt, soweit e» sich nicht um Konserven in leiteten Blechbüchsen handelt, ist untersagt. Zur Verpackung der Feldpostpa-kete dürfen nicht schwache, zerbrechliche, sondern nur entspl«che»d feste Holzkisten verwendet »erde», auch sind si« gut zu vernageln, um «in« Verletzung der Postbedienstelen d..rch vorstehende Nägel hintanzu-hallen Feldpostpakete, die diesen Bedingungen nicht einsprechen, sind von der Annahme «»»zuschließen Zur Herstellung der Adresse aus Feldpostpaketen dars nur Tint«. Tintenstift (nach Befeuchtung d« zu be-schreibenden Stelle) und Farbe, nicht auch Kreide »der Farbstift verwendet werde». Die Feldpostpakete selbst müssen «it der genauen Adresse de» Empsän-gerS und der Angade deS Absenders versehe» sei». Aus der in di« Feldpostpakele einzulegenden Abschrift der Adresse de« Empsinger« ist auch der Name und Wohnort de» Absenders zu vermerken. Bei dieser Gelegenheit muß weiterS daraus hingewiesen werde», daß der Einschluß v n l.icht entzündlichen Gegenständen inSbesondet« Zündhölzchen, Benzi», Benzin-feuerzcuz u. dgl. iow»hl in Feldpoftpoketen, wie in Warenprodenfeudungen strengstens verböte» ist und die Außerachtlaffung di«f<» Verbotes geahndet wird. Aenderungen im Privat-Feldpost-paketverkehr. Zufolge Eilaffe» de« Handels-Ministeriums vom 8 Juni wird die Annahme von Privatfeldpostpaketen unter den bisherigen Beding»«-gen zu den Feldpostimtern >40, 168, 187, 345 und 513 zugelassen, hingegen zu den Feldpostämtern 13, 15, 22, 22/11, 22/111, 24, 30, 50, 54, 56, 62, 74, 80. 86, 89, 100, 101, 102, 111, 118, 141, 144 145, 156, 163, 172, 174. 202, 204, 225, 227, 231, 253, 355, 503 und 505 eingestellt. Die Einschränkung der Speisenfolge. An» Wien wird gemeldet: Die Einschränkung der Speisenfolge in den Gastwirtschaften, wie sie bereit» in der Sicie!»ark und in Salzburg besteht und in etwas geänderter Form auch für Niederösterreich geplant ist, bürste demnächst auch in allen übrige» Kionlündern verfügt werten. Dabei ist in Aussicht genommen, die beiden fleischl»sen Tage in der Woche nicht nur in den Gasthäusern, sondern auch für di« privaten Haushaltungen vollkommen fleischlos zu ge-stallen. An diesen Tagen dürfte auch der Wurstver-kauf nicht gestattet werden. Von der Einführung eines dritten fleischlosen Tage« «n der Woche scheint man in RegirrungSkrrisen abgekommen zu sei». Nohitsch Sauerbrunn. (Vorstellung Mur-hoff) Im Kurtheat« sahen wir am 6. Juni den Zauberkünstler E. T. Murhoff aus Graz. d« mit feinem Programm geradezu Auffetzen «regte und den größten Erfolg davontrug. Seine staunenswerte Fer-tigkeit stempelt ihn zum Zauberkünstl« ersten Ranges. Er arbeitet nicht in dem alten a»Sg«tr«tenen Geleise seiner Berufskollegen, sondern ist durchaus modern und sein Vortrag ist ebenso elegant wie seine Künste. ES war ein genußreicher Abend. In liebenswürdiger Weise hat der Künstler eine große Anzahl von Frei-karten sür rekonvaletzente Soldaten gewidmet. Wohltätigkeitskonzert in Rohitsch Sauerbrunn. Pfingstsonntag den 11. d. sand im Kursaale von Rohitfch-Sauerdrun« «in von der Zweigstelle Graz de» KriegSfürsorgeamte» veranstaltete» Wohl»ätigk«it»konj«rt unter gütiger Mitwirkung de» bekannten heimischen Künstler-Ehepaare» Fra» Irma von Nagy-Lenz, Musikprofesf«rin und Klavier-künstlerin und de» Herrn Konzertsäager« Albert Lenz, sowie der gegenwärtig in Rohitsch-Sauerbrunn zur Kur weilenden Koloratursängerin Fräulein He-len« Zistlcr vom Gärtnerplatztheater in München und d,S Herrn Kurkapellmeister« Alsred Klietmann, Direktor de» phil.-harm. vereine» in Marburg statt. Frau Professor von Nagy Lenz entzückte diejzahlreich erschienenen Gäste durch ihr seine», mit ganz her-vorragendem, künstl«ischem Empfinden verbundene» Spiel. Herr Konzertsänger Lenz brachte von Herrn Dirrktor Klietmann am Klavier begleitet, einig« pa-triotisch« und heitere Lieder zum Lortrage. Friulein Zistler, gleichfalls von Herrn Direktor Klietmann am Klavier begleitet, erfreute die Zuhörer mit ihrem rei-nen, klangvollen, in der Höhenlage besonder« schöne« Mezzosopran durch den Bortrag einiger gutgewählt« Lieder, wobei sie in geradezu vollendeter Weis« di« herrlichsten Koloraturen zu Geltung brachte. Den Künstlern, die sich wied« in selbstloser Weise in den Dienst der Krieg«sürsorge gestellt und so der gut«» Sache wieder ein Schärflein zugeführt haben, sei in-nigst Dank gesagt. Goldsammlung der Schulen. E» sind bereit» mehr denn 6000 Schule», die sich in den Dienst der Goldsammlung g«st«llt habe». Schulen aller Länder und Völk«r de» Reiche» beteilige» sich an ihr. An 400 Schulen konnten bi»nun der Z«n-tralstelle de» Sammelwerke» da» Ergebai« ihrer va-terländische» Bemühung«« zuführen. Lautere« Gold Celte 4 Deiche Wacht Nu««er 47 in reicher Menge ist da zu sinken. Bon den Schulen, die solcherart ihr Sammelwerk bereit! vollbrachten, dürfen sich nicht wenige rühmen, »»«gezeichnete Ar beit geleistet zu haben. Den größte» Erfolg hat bi». nun eine Mittelschule in Ostschlesien ju verzeichne», die kern Sammelwerke Gold« und Silber, auch sol-cheS ist erwünscht, im Werte von rund 2500 ff erbrachte. linier den Lehrerbildungsanstalten hat bis-he» die Hauptstadt StciermarkS die Führung inne. Unter den Handelsschule» ist e» d e einer Landstadt Oberösterreichs, die sich bisher den ersten Platz zu sichern wußte. Auch unter den BolkS« und Bürger-schulen ist ein reger Wettstreit um daS vaterlandische Sammelwerk im (Stange. ES darf erwartet werden, daß sich, wie die« in der Absicht der UaterrichtSver« wallung gelegen ist, alle Schulen in den Dienst der Goldsammlung stellen und ihr solcherart zum allge> meine» Besten eine» ganzen Erfolg sichern werden. Das Ursulaberg Haus des «lpcnoereins-GaueS Karawanken ist nun wieder eröffnet und durch die schon von den Vorjahre» bestbekannle FrauRau-ter auS Klagenfurt bewirtschaft:». Die allgemeine Teuerung machte eine müßige Erhöhung der Preise für Speisen und Getränke nötig, die Schlasgebühren bleibe» aber in der isherigen Höhe. Der Sau ließ eine sehr gelungene Ansichtskarte seines Hauses nach einer Photographie des Dr. HanS Harpf in Win» difchgraz erscheinen, die ausschließlich im Schutzhaufe verkauft wird. Den Besuchern dcS UrsulabergeS diene zur Kennt»!«, daß die Besteigung sowohl von Win-difchgraz und Schönstein, als auch von Gutenstein, Präoali, MieSl.il, Schwarzenbach in Kärnlen ge-staltet ist, ein Abstieg in das benachbarte Kronland ist jedoch untersagt, weil die Grenzüberschrcitung in Unterdrauburg bekanntlich nur mit besonderer Be willigung der Militärbehörde in BiUach vorgenommen werden kann. Teilweise Einstellung des Prlvatfeld . postpaketoerkehres. Zufolge Erlasses deS Han-delSmiristerium» vom II. Juni wird die Annahme von Privatfeldpostpaketen zu folgende» Feldpost« ämler» eingestellt: 27, 35, 38, 40, 42, 44, 47, 63, 66, 68, 70, 71, 72, 75. 84, 87, 9ii, 1(>4, 110, 126, 132, 136, 13«, 162, 169, 173, 189. 206, 351, 351/11, 351/111, 352. 353 und 507. Lechners Karten de» südwestlichen Kriegsschauplatzes (Blatt 18 und 19) im Maße 1 :200.000, westliches und östliches Blatt. DaS In-teresfe für die militärischen Operationen in Italien ist durch daS siegreiche Vordringen unserer wackeren Truppen derart erhöht, daß deren Verfolgung a»f den bisherigen zur Ausgabe gelangten Karten klei-neren Maßstabe« öfter unmöglich war. Diesem Um-stand wurde jetzt durch Herausgabe von zwei Se« paratabdrucken im Format von je 110X80 cm auS der neuen Generalkarte von Mitteleuropa 1 :200.000 vom k. ». k. militär«geographi chen Institut Rechnung getragen, von welchen das westliche Blatt (18), die Tiroler Front (nördlich bis Brnneck, östlich bis Be nedig und südlich die Po Ebene bi» Ferrara), daS östliche Blatt (19), die östliche Tiroler Jfonzo Front (östlich biS Tolmein—Trieft, südlich bis Verona -Venedig, westlich bis Bojen und Hieran) umfaßt. Diese beiden großen Generalkarte» deS italienischen Kriegsschauplatzes, «eiche in gleicher Ausführung wie die einzelnen Blätter der neuen Generalkalte 1.200.000 ausgeführt sind — daS Terrain ist dui ch braune Schraffierung die Gewässer blau, Wälder grün, die große deutliche Schrist in schwarzer Farbe ausgeführt —, bieten daher ein schönes kartogra-phische« Bild deS ganzen südwestlichen KriegSgebiete», Der PreiS jeden Blatte« beträgt ff 2 50, auf Leinen gespannt K 7. Dieselben können durch die Hof-und Univerfitättbuchhandlung R, Lechner (Wilhelm Müller) Wien I, Graben 31 sowie durch alle an« deren Buchhandlungen bezogen werde». guckerkarten mit Wohlfahrtsmar ken. Der Riefenkawps, der unserem Reiche durch die Heimlücke mißgünstiger Nachbarstaaten aufge-zwungen worden ist und unsere Zukunft alS Groß-macht zunichte machen sollte, hat dank der militari-scheu Ausbildung und lemTodeSmute unserer prächtige» Truppen schon auf allen Schlachtfeldern zu überwältige!!den Siegen für unsere gerechte Sache geführt und unsere» Gegnern den Beweis erbracht, daß wir im Stande sind, uns auch gegen eine Well von Feinde» mit Erfolg zu »ehren. Noch dauert aber daS furchtbare Ringen, weil unfere'Feinde, die u»S im Kampfe nicht bezwingen können, im Glauben sind, daß das, waS ihnen auf dem Schlachifelde uu-erreichbar ist, durch die Sperrung unserer Gewässer und Grenze», durch das Abschneiden aller Auslands« zufuhr möglich sein würde. Darum wollen die SiaatS-männer der feindlichen Länder, dcnen die AuSsichlS-losigkeit eine« ehrlichen Kampfes schon längst znm Bewußtsein gekommen ist, noch nichts vom Frieden wissen, darum zögern sie »och immer, jene uuum-stöhliche» Talsachen anzuerkennen, die die Schlacht« selber jedem nicht einseitig Denkenden beweisen. Da-rum schieben sie gerade jetzt jede FriedenSmöglichkeit weit von sich, weil sie hoffen, daß in der Zeit deS Überganges von der alten zur neuen Ernte die von ihnen eifehnte LebenSm Itelnol über uns htieinbre-chen und wir, die wir mit der Waffe in der Hand Sieger geblieben sind, durch den Hunger auf die Knie gezwungen werden, Gerade deshalb müssen wir, schon den erlösenden Sieg vor Augen, unsere Au« strengungen verdoppeln, unsere Kräfie auf daS Aeu-ßerste anspanne», um a ch hierin zu zeigen, daß d>e Hoffnungen unserer Feinde eit?l waren »nd mir auf allen Linie», im Feld: und im Hinterlande, das letzte entscheidende Wort sprechen weiden, das uus einen gesicherten Friede» und die Möglichkeit einer freien ungehinderten Entwicklung unseres Lande« dringe» foll. Wenn auch die Befürchtung nicht gerechtfertigt ist, daß unsere LebenSmittelvorräte knapp werden «der vielleicht gar zu Ende gehen werden, fo sind doch durch die Abfperrmaßnahmen unserer Feinde die Preise gerade der für jeden Haushalt notwendig» sie» Ware» derart gestiegen, daß letztere für viele ärmere Familien fast uuerfchwinglich gewo, de» sind. Darin lieg» aber die größte Gefahr für un». Denn wir können doch nicht eine» Teil unserer Brüder, die ebenso wie alle anderen bi» jetzt den Kamps im Hinterlande mit unS mitgefochte» haben, im Stiche lassen, zur Freude unserer Feinde und zur Schwä« chung de» Mute« unserer siegreich vo>dringenden Truppen. Darum ist rS Pflicht aller Begüleiten, aller jener, welche über ein hinreichendes Ernkomm n verfügen, alles daran zu setze», um den ärmere» Bevölkerungsschichten über die böse Zeit der Leben«-mittelteuernng, über den gefährlichen Uebergang zur neue» Ernte hinwegzuhelfen. I» der gewaltigen Zeit, in der wir alle leben und iu ver wie noch nie zu-vor der engste Anschluß aller Volksgenossen die erste Bedingung de« Si cengebiet wird einmal zweifellos daSZiel vieler Ber-gnügungSreifenden werden. Nicht nur auf feiner Oberfläche drängen sich große und gewallige Natur-bilder. auch im Schoße der Berge ist manches Wun-der »erborgen, da« der Entdeckung harrt. Der vvm Armeeoberkommando nach Montenegro berufene Höh« lenforicher StaalSbahnreoident Georg Lahner aus Linz konnte eine« dieser UnlerweliSwunder, eine räumlich ausgedehnte Grolle mit märchenhafter Tropf» steinbildung aufdecken, die, in bequemer Weife er-schloffen, am 14 Mai zu Gunsten des Roten Kreuzes in festlicher Weife e>öffnet wurde. Im Urzu-stand« mußte man den Abstieg in die Grotte mittels einer dreißig Meter langen Strickleiter ausführen. Ein montenegrinischer Hirte hatte den Absteigende» noch gewarnt, weil der Abgrund ohne Boden fei und unten der Teufel hause! Dre Höhle liegt eine Bier-telstunde von der königlichen Villa NjeguS entfernt und trug früher den Namen Bojagovica, Vom Er-schließungSkvmitee wur»e sie >m Einverständnis mit dem Entdecker z» Ehren des Kommandanten der Be-fatzungStruppen d.s LovcenabfchnitleS .Lottfpeich-®rotte" benannt. An der Feier nahmen die gesamten Offiziere der Besatzungtruppen teil. Oberstleutnant Loltfpeich dankte dem Entdecker für sein« Tat und dem Kommandanten der Bauleitung am Lovcen. Oberstleutnant Groß, für die tatkräftige Förderung, worauf unter allgemeinem Erstaunen die Wanderung durch die mit acht Scheinwerfern feenhaft beleuchtete Höhle erfolgte. Bereits die EiöffnungSfeier brachte dem Roten Kreuze, dem alle Einkünfte der Grotte auch in Zukunft zufallen, eine »amhafte Summe ein. NuHßanLtung Prih Nasch Rathan« ♦. ♦♦ Rathaus flösse 1 ♦ ♦ WflUl * » flösse 1 Schrifttum. Aus dem Inhalt des Iuniheftes von „Westermanns Monatsheften". Drei Reiche. Novelle von Georg Hirschfeld. — „L 19*. Gedicht von Otto Gild. — Tina Blau. Von Professor Doktor Max Eiiler (illustriert). — Der Krieg und di« Me-dallle. Von Hedwig St. Starke (illustriert). — Bulgarische Legenden. Von L. Barbar. — Theodor Storni al» Komponist. Ein Fund von Dr. Leopold Hirschberg. — Da» Herz im Süden. Roman von Carrp Brach-vozel. — Brüssel. Von Otto Winter (illustriert). — Der Hochflug der Vögel. Bon A Welemüller. — Ein deutsche« EinheilSgymnasium Von Prof. Dr. Budde. — Neue TaunuSlandschaften von Philipp Frank (tflu» striert). — Dramatische Rundschau. Von Friede. Dükel (illustriert) — Der Deutsche der Zukunft. Von Dr. Karl Slvrck. — Der Wellkrieg. Zeitgeschichtliche Mo-natSberichte von Professor Dr Gustav Roloff. Hingesendet Erledigte Militärftiftungsplätze SttatSlotterien Militärstiftung: Freiplätze für Mädchen im Mannfchaftt töchter ErtiehungSinstitut in Wien, 3. Bezirk, Apostelgasse 7. Freiplätze für Knaben in der PrivaterziehungSanstalt deS kalbolischen WaisenhilfSver« eine« »Norbertinum' in Tullnerbach. Anspruch haben: Waisen von vor dein Feinde gefallene» oder infolge Krieg»strapizen verstorbenen Unteroffizieren. AnfnahmS- Kummer 47 Deittsche Wacht etiit 5 alter: nicht unter 7, aber nicht über 12 Jahr«. Dauer: Bei «naben bi» zur Vollendung der Schulpflicht, bei Mädchen bi« »um vollendeten 13. Lebensjahre. Gesuch« bi« Mitte Juli an da« »uständige Ergänjung«be»iik«' lommand«. Beischließen: Taufschein, Impfschein, mili-tär-ärztliches Zeugni«. letzte« Echulzeugni« de» «inde«, Erklärung (Revers) de« Vormunde«, daß er im Falle der Aufnahme de« Kindc« dasselbe nicht vor Ablauf de« Normals»«« zurückverlange und den Vorschriften de« betreffenden Institute« sich füge; Mittellosigkeit«-,eugni« der Familienmitglieder. Kaiserin Carolina Augusta-Stiftung. Freiplätze im Mannschafl«töchter-Erjiehunz«institut in Slebenstein. Anspruch haben: ehelich« weibliche Waisen im Alter »wische» 5 und 7 Jahren solcher Unteroffizier«, n>«lche vor dem Feinde gefallen find. Dauer: Bi« zum vol-lendeten 18 Lebensjahre. Gesuch« bi» Mitte Juli 1916 an da« Kommando des Ersatzkörper« jenes Truppen-körver», dem der Gefallene angehört hat. Beischliehen: Taufsch«ia, Impfschein, letzte» Schulzeugni» und mili-tär-ärztliche« Zeugni» über die Aufnahm»fähigkeit drr Aspirantin, Totenschein des Vater«. Anna Holzinger-Stiflung. 3 Plätze zu je 200 K. Einmalige Beteilung Anspruch haben: Dürstige Wit« wen und Waisen von Militär-RechnungSräten. Gesuche bis 1. Juli 1916 an die Eridenzbehörd«. Vtifchlieben: Totenschein de« Gatten (Vater«), Taufschein und Mit-tellosigkeitSzeugniS. Kann man die „Lusttania" heben? Der kürzlich von Amerika au« bekannt gewor-dene Plan zur Hebung der „Lusitania" stellt ein Glied in die Kette jener in den letzten Jahren in Amerika so beliebt gewordenen Unternehmungen bar, die darauf abzielen, dem Wtere einen Teil ber Schätze zu entreißen, die e» im Lause der Jahrhun-derte verschlang. Da die Gründer der in Betracht kommenden Gesellschaften ihren Geldleuten doch einigermaßen greifbare Unterlagen darbieten mußten, so ließen sie zunächst Nachforschungen darüber anstellen, wai denn auf dem Grunde deS Meere« alle« zu holen sei. Die Gelehrten durchstöberten also mit emsigem Fleiß die Annalen der Schiffahrt und einer von ihnen hat die Höhe der im Lause der Zeiten gesunkenen Werte, über die noch Nachrichten vorhanden sind, mit 4600 Millionen Mark ermittelt. Manche« davon liegt freilich in Tiesen, die trotz unserer fortgeschrittenen Technik noch auf lange' hinau« unzulänglich fein werden. Bei anderen Schätzen hingegen hat man bereits mit den Bergungsarbeiten begonnen, wie zum Beispiel bei der »or etwa 320 Jahren gesunkenen spanischen Fregatte „Duque de Florencia", dem Schatzfchisf der 1588 gesunkenen spanischen Armada, da« in der Bucht von Tobermore bei der schottischen Insel Mull an einer nur 500 Meter von der Küste entsernten, also si>r die Hebung sehr günstigen Stelle, sank. Der Gesamtwert ihrer Ladung belies sich auf ßOO Millionen Mark. Andere derartige Goldfchiffe, um die man sich gegenwärtig bemüht, sind die im Jahre 1799 an der holländischen Küste gesunkene „Lutine', die eine Gold- und Silberladung im Werte von 24 Millio» nen Mark barg, ferner die 1839 untergegangene, beim Kav der guten Hoffnung liegende „Roqal Charter" mit Schätzen im Werte von 300 Millio-nen Mark, die ..GroSoenor" mit gleichfalls mehre-ren hundert Millionen Mark, dann die zahlreichen in der Bucht vbn Vigo gesunkenen Schiffe, deren Gesamtwert sich auf 560 Millionen Mark geschätzt wird. Al» neuesteS Objekt für den amerikanischen Unternehmungsgeist hat sich ihnen nun die „Lusi-tania" zugesellt. Wird ihre Hebung möglich sein? Die „Lusilania" liegt in einer Tiese von 120 Metern. Damit ist sie dem mit der gewöhnlichen Ausrüstung versehenen Taucher unzugänglich, denn dieser kann auch bei großer Uebung und langer Gewöhnung nur bi« zu Tiefen von etwa 60 Metern hinabsteigen. In größerer Tiefe wird der Druck der auf seinem Körper lastenden Wassersäule derartig groß, daß ihn seine Organe nicht mehr zu ertragen vermögen. Auch schon bei 60 Metern treten oft heftige Blutungen au« Nase, Mund und Ohren ein, so daß die Grenze für ein auch nur einigermaßen längeres Arbeiten bei etwa 40 Metern liegt. Da nun die meisten der im Auftrage der amerikanischen Unternehmer ermittelten Goldschisfe in größere Tie-sen gesunken sind, so hat sich, besonder» in den letzten Jahren, eine rege Erfindertätigkeit gezeizt, deren Ziel e» war, Einrichtungen zu schaffen, die eS ermöglichen, noch weiter unter die Meeresoberfläche hinabzutauchen. Ganz besondere Hoffnungen setzt man dabei auf die von verschiedenen Erfindern herrührenden Taucherschächte, mit denen in jüngster Zeit tatsächlich erfolgreiche versuche abgestellt worden sind. Diese Schächte bestehen im allgemeinen auS eisernen Behältern, deren Wände aus Stahlplatten zusammen-genietet werden. Sie haben oben eine Einsteigöffnung, aus die ein stählerner Einsteigschacht aufgefitzt wird. Man läßt sie in da« Wasser hinab und verlängert den Einsteigfchacht durch oben angeschraubte immer wiede neue Ansatzstücke. Im Innern des Schachte« sind Leitern angebracht. Man kann sich da« Ganze al>o al« ein »on Stahlwänden umschlossene» Zimmer vorstellen, von dessen Decke ein stählerner runder Turm an die Meeresoberfläche emporführt, der innen mit Treppen ausgestattet ist. Der Taucher steigt von oben herunter und kann dann durch die in den Wänden befindlichen, mit starken Gläsern verschlos-fenen Gucklöcher daS Wrack beobachten, sowie mit Hilfe besonderer, von innen her zu betätigender Ein« richtungen auch daran arbeiten. Da eS in derartigen MeereStiefen finster ist, so müssen allseitig geschlos-sene elektrische Lampen hinabgelassen werden, die die Arbeitsstätte beleuchten. JnS Innere des Schiffe» kann man auf diese Weise freilich nicht eindringen. DaS ist aber auch nicht nötig. Für den aus die be-schrieben« Weise in die Tiefe beförderten Taucher handelt eS sich lediglich darum, am SchiffSrumpf eine genügende Anzahl von BallonS zu befestigen, die mit Drucklust gefüllt werden. Sie steigen dann empor und ziehen da» Schiff in ähnlicher Weise mit hinauf, wie der Luftballon die an ihm befindliche Gondel in hihere Luftschichten emporführt. Da wo sich die Anbringung der BallonS nicht ermöglichen läßt, werden alle Lücken geschlossen und der Schiff»-rnmps nach dem Au»pumpen deS darin befindlichen WasserS mit Luft gefüllt, so daß er emporsteigt. Eine technische Unmöglichkeit erscheint somit — rein theoretisch betrachtet — die Hebung der »Lusi-tania" nicht. Wenn man aber bedenkt, welche viel-sachen Schwierigkeiten schon die Hebung kleinerer Schiffe, wie zum Beispiel de» französischen Untersee« bvoteS „Narval", nach dem beschriebenen Befahren machte und wie ost sie vergeblich versucht wurde, so «uß man doch sagen, daß da« Unternehmen, die „LnsUania" heben zu wollen, nach dem heutigen Stande der Technik recht gewagt genannt werden muß. Aber schließlich hat man in Amerika jetzt so-viel Geld verdient, daß man e» sich schon leisten kann, einige Aktiengesellschasten auf zweifelhafter Grundlage zu gründen. Geflügel Back- und Brathühner, Enten und Gänse, werden in Tageslieferungen von 10 Dutzend aufwärts gegen Nachnahme ständig zu kaufen gesucht. Billigste und bindendste Preisangebote unter »Primaware 214 a4 an Kienrciichs Annoncenbüro, Graz, Sackstrasse 4. vsr Sendet ins Feld: ~^8 ROMANE-NOVELLEN 1 PREIS 60 HELLER i JAKOB PHILIPP 160 _wim-wrrä_X-. ^ Bi«der flnD lolflendt prct«o»tr6nie Arbeiten erschienen! I Gloritnsdbeln. Vornan »on M. Bete 2. Off fimnragnlrü Per gabt von Weilheim u. 13 and. Novellen. 3. <>rf «IMet fjüteeitt. Roman von Annie t> t uf <6 ta. 4. Der frbt o. B. Neumann.Svallartu. I I and. Novellen. 6. fFamttir JüacMi. Roman von Irma v. fttfer. #. Vor tem blauen Vagen v. Aan* v. TdaI u 12 and. Novellen. 7. Hera,iloet ihn! Roman von C«not» > daden in jeder TiiiSh anMimg und vom Verlag Ja tob "Philipp, Wien, 6., Barnabitcng. 7 Soeben begann zu erscheinen und ist durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Der europäische Krieg Historische Darstellung der Krieijsereignisse von 1914/16 Von A. llciulMTfpr. Mit vielen Illustrationen, Porträts, Karten und Plänen. Das VVerk erscheint in zirka 40 Heften. Jedes Heft umfasst 4 Bogen grösstes Oktavformat, zweispaltiger Satz, und kostet mit diversen Beilagen 50 Heller. Eine gross angelegte, lebendige Darstellung des Völkerringens In Europa! Rop Plirnnüicoho Krion" w'rd Kr09*e9 w<>rk in grosser Zeit ),1/Cl CUI U[JclloLIIC l\l Icy entstehen, uns und den kommenden Geschlechtern Rechenschaft Aber Ereignete geben, denen die Geschichte bisher kaum etwas Aehnliehe« an die Seit« «u atelleo hat, Wie umfassend und schwierig die Aufgabe ist, wissen wir wohl; wir werden sie erfüllen, getragen von dein Öei»t-und den Anschauungen, die nunm
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Nr. 45, die vierwöchentliche Verbrauchsmenge an versteuerten Zucker für bestimmte Arbeiterkategorien und für Kranke auf ein und fünf Achtel Kilogramm (l5/s kg) erhöht. Zu diesen Arbeiterkategorien gehören: a) Personen, die in ununterbrochenen Betrieben, bezw. Betriebszweigen als gewerbliche Arbeiter beschäftigt sind; b) Bergarbi iter, auch wenn sie ausschliesslich übertags beschäftigt sind, ferner Hüttenarbeiter; c) das Fahr- und turnusmässig Nachtdienst versehende Eisenbahn- und Postpersonal; ferner die in Eisenbahn Werkstätten stabilisierten und nicht stabilisierten Arbeiter, insofern es sich um ununterbrochene Betriebe, bezw. Betriebszweige handelt; d) Forstarbeiter, welche durch die Natur ihrer Arbeit gezwungen sind, sich länger als einen Tag von ihrem ständigen Aufenthaltsorte entfernt zu halten. Die Erhöhung gilt nur für die betreffenden Personen, nicht auch für die Angehörigen des Haushaltes dieser Personen. Die Erhöhung der Verbrauchsmenge an Zucker erfolgt in der Stadt Cilli in der Weise, dass neben den auf 1V* kg lautenden Zuckerkarten an Kranke und KurbedQrftige sogenannte Zucker zu satzkarten mit 3 Abschnitten zu je '/» kg ausgegeben werden. Die Verabfolgung von Zuckerzusatzkarten an Kranke und KurbedQrftige ist an die Vorlage eines ärztlichen Zeugnisses gebunden. Hinsichtlich der Ausgabe der Zuckerzusatzkarten für Arbeiter wird bemerkt, dass diese Karten nicht direkt an den Anspruchberechtigten, sondern in nachstehender Alt ausgefolgt wird. Die Unternehmungen, bei welchen Personen der oben bezeichneten Kategorien angestellt sind, haben mittelst Konsignationen die Anzahl der für die Beteilung mit einer Zuckerzusatzkarte berechtigten Personen der zuständigen Abgabestelle für Zuckerkarten anzumelden. Für das unter Punkt c bezeichnete Eisenbahnpersonal und für die in den Eiseabahn Werkstätten beschäftigten Arbeiter haben diese Anmeldungen durch die betreffende Eisenbabndienststelle (Stationsäuiter, Bahn-stationsän ter, Bahnbetriebsämter, Bahnerhaltungssektionen, Heizhausleitungen, Werkstättenleitungen, Materialmagazinsleitungen), für das Postpersonal durch die betreffenden Post- und Telegraphenämter (Bahnpost-vorstehungec) zu erfolgen. Diese Anmeldungen haben lediglich die Anzahl der in Betracht kommenden Personen zu enthalten. Insofern es sich um private (lit. a) kontinuierliche Betriebe oder Betriebszweige handelt, hat die betreffende Unternehmung bei der ersten Anmeldung eine Bestätigung des Gewerbeinspektors über die Art des Betriebe?, bezw. Betriebszweiges als eines ununterbrochenen beizubringen. Für alle übrigen aufgezählten Aibeiterkategarien (Berg- ur.d Hüttenarbeiter, Fahr- und turnusmässig Nachtdienst versehendes Eisenbahn- und Post-personal) ist die Beibringung einer solchen Bestätigung entbehrlich. Die Abgabestelle s&r Zucker karten bat die mit der Anmeldung korrespondierende Anzahl von Zuckerkarten der anfordernden Unternehmung bezw. der Dienststelle behufs Ausfolgung an die Arbeiter zu übergeben. Es würde sich empfehlen, wenn die Unternehmungen (Dienststellen) den Arbeitern diese Zuckerzusatzkarten anlässlich der Lohnauszahluug ausfolgen. Die im Punkte d bezeichneten Forstarbeiter haben die Zuckerzusatzkarte bei ihrer zuständigen Ausgabestelle für Zuckerkarten unter Vorlage einer Bestätigung des Gemeindeamtes, dass sie durch die Natur ihrer Arbeit gezwungen sind, sich länger als einen Tag von ihrem ständigen Aufenthaltsorte entfernt zu halten, anzusprechen. Stadtamt Cilli, am 0. Juni 1916. Der Bürgermeister: Dr. Heini ich v. Jabornegg. ! 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Diuck und Verlaa: BereinSbuchdruckerci «Celeja" in Cilli. — Verantwortlicher Leiter: Guido Schid'.o.