-77. Dienstag V«n 2?!September i»3S. > rag den 17. September» Heute würde der von dm' böhmischen Ständen gewählten'Depütation" das Glück zu Theil, IhrenUiajestatcn die herkömmlU chen Krönungsgeschenke zu' überreichen. Die'stänVi' sche Deputation, bestehend aus dem'Herrn Präget DomdeclM!t,> ceii Herrn Cononicus Neumann, dem Dn.'GcneNügros Meister, demH^. Prälaten vonrStifte Slrahof, ferner dem Herrn Carl Fürsten von Taxis, Seiner Exzellenz dem Herrn- Friedrich Grafen von' Schönborn/ Seiner Exzellenz'Herrn Franz Altgrafen-von' Salm, und dein Herrn Joseph Mathias Grafen' von' Thun, dann dem ü k. Herrn Gubemialvizeprä-sidcnten Joseph Nitter v.Prohazka, Herrn CarlNitter von Horn, und Herm Wenzel'Ritter^ von Vohuscb, dem k. k. Herrn Appellaiionsrath und Prager'Birgermeister Peter Ritter von Sporschill, den Herren Vl.. zebürgermeistern Keller und Fanta, endlich dem Herrn MaHisiratsrathe Strecker, __versanlmelte sick> bei dem' ständischen Landhaüst, und es schloffen sich' dieser Deputation meürere Herren Mitglieder aus dem Herren-und Nitterstande an^ Vor 12 Uhr erfolgte die,feiert 6 e ?cüffahrt in die k> Burg, woselbst die Beiden k. k' Majestäten zugleich unter dem Thronhimmel, unv zwar im Allerhöchsten Appartement Seiner Majestät des Kaisers, die benannten standischen Herren Mitglieder allergnädigst- zu empfangen geruhten^ Seine Exzellenz der Herr Oberstburggraf,'Carl Arafvon Chotek, an der'Spitze dieser Deputation, hielt an die Allcryöchsien Majestäten folgende Anrede: A l t e r d u r ch l a u ch t igste r, Groß mäch t i g.-st er Kaiser und König! Alllerdurchlauch tigste Kaiserin^ und Königinn! ^Erlauben Eure Majestät, daß ich mich an 6er Spitze dicser von den getreuen Ständen Böhmens aus den 4 Stunden erwählten Deputation Euerer Ma.. jcsta't' und Ihro Majestät der Königinn geheiligter Person nähere^ um Euere^ Maicstätcn nach eben so feierlich als glücklich, vollzogener Krönung d,e alt her-kömmlichm KrönllnZsgcs6)enkezu Fl','ß'en zu legen. Em-Pfmigen Eucrc Majestät zugleich den Ausdruck unseres tiefgefühlten Dmikcs d'afür, daß Sie mit Ibrer Durch-lauchtigstcn Gemahlinn, und der kaiserlichen Familie so lange in unserer 31tittc weilen wollten.' Gewähren Euere Masestät diesem unstrn schönen Vaterlande fortan jene Gerechtigkeit, Milde und Güte, deren wir uns bisher erfreuten', und' rechnen AUcrhöchstdieselbcn jederzeit aufdieBcreitwMigkeit Ihrer getreuen Böhmen im Frieden und im Kriege, zur Erfüllung der allgemeinen Staatszwecke nicht nur gleich allen Unterthanen Euerer Majestät mitzuwirken, sondern es ihnen wv mrgllch noch durch Beweise von Treue, Liebe und AnhängMkeit zuvorzuthun." Möchten Eucrc Majestät, so wie losere vielgeliebte Königinn, die Allerhöchsidenselben hier überreich, ten'Geschenke als eine Erinnerung an die eben vollzogene Feierlichkeit bewahren, und den böhmischen Stä'n^. den in Gnaden gewogen bleiben; möchte der Aufenthalt unter uns Höchstdenselben so angenehm gewesen seyn, daß wir uns der östern Besuche Eucrer Majestät erfreuen dürften.- Mit diesem Wunsche sey es mir erlaubt, den herzlichen Ausdruck unserer Gesinnungen in den Gorten zusammen zu fassen': »Gott erhalte unsern theueren Konig Ferdinands unsere geliebte Königinn Maria Anna! Vivat!"' Diese mit vollem Gefühle gesprochenen Worte der Liebe und Treue wurden von den gesammtcn anwesenden standncben Mitgliedern mit einem lebhaften drei-mahligen Vivatrufe geschlossen,- 308 Hierauf geruhten Allerhöchst Seine Majestät der Kaiser und König Folgendes allergnä'digst und huldreichst zu erwiedern: „Die Mir und Meiner Frqu Gemahlinn darge-brachte«: Krönungsgaben nchmcn Wir in Gnaden an<-und behalten Uns vor, ihnen ausschließend dic Widmung zum Besten des Landes zu geben." »Ich habe seit Meiner Ankunft in diesem treuw Königreiche so viele Beweist aufrichtiger Anhänglichkeit erhalten, daß es deinem Herzen Bedürfniß geworden ist/ jede Gelegenheit zu ergreifen, um Ihnen und dem ,ganzen Lande Meine Zufriedenheit hierüber zu erkennen zugeben, und Sie Meiner besonderen Huld und Gnade zu versichern." Tief durchdrungen von dieser Allerhöchsten Huld und Gnade wurde-d,e ganze Versammlung der ständischen Mitglieder zu wiederhohltem dreimaligen Vi^ vatrufe entflammt, und dk Begeisterung des Augenblicks war nur von dem trüben Gedanken begleitet, daß das Allerhöchste Herrscherpaar die Hauptstadt Böhmens bald verlassen^verden. ^M Z.) Ee. Majestät der Kaiser haben Sich allergnä-bigsi bewogen gefunden, aus Anlaß Allerhöchstere? Krönung als König von Böhmen, die folgenden Gnadenbezeigungen und Auszeichnungen HU ver^ leilM. ; Das Oroßkreuz des österreichischen Leopold^ Ordens: DemObersten Justiz ^ Präsidenten, Ludwig Graven v. Taaffe; dem Präsidenten der Hoftammer im Wünz« und Bergwesen, August Longin Fürsten von Lobtowicz; dem Gouverneur von Mähren und Schle-.si'n, Alois Grafen 0. UZ/nte; dem böhmischen Appellations- Präsidenten, Herrmann Freihermv. Heß; ,dem Carl Anselm Fürsten vonThurn und Taxis; dem geheimen Rathe, Oraftn Caspar Sternberg., Den Orden der eisernen Krone erster Classe: Dem Gouverneur von Tyrol und Vorarlberg, Friedrich Grafen v. Wilczek; dem Gouverneur von Illyr;cn, Joseph Camillo Freiherm v. Schmidtburg; dem jdöhwischen Qbcrstlandeskämmerer, Prokop Gra^ fen v. Hartmann. Das Commandeurkreuz des königlich, ungar. Stephan-Ordens: Dem Ni. Öst. Negientngs-Präsidenten, Johann Adam Freiherrn v. Talotzko; dem galizischen G^ bsrniKl-Präsidenten, Franz Freiherr» v. Kricg. Das CommandeurA-cuz des k. k. WerrcichischM Leopold-Ordens. Dem Lcmbergcr Appellations- imd Criminal. OderKenchts.'Präsidenten, Carl Ritter v. Enzendor. fer; dcm böhmischen Landrechts-Präsidenten, Moritz Freiherrn v. Wagemaqn; dem böhmischem Gudor-nial-^ize-Präsidenten, Joseph Ritter v. Pwhazka; dem böhmischen Appcllations-Vize.-Präffoemcn, Johann L^ra Freihcrrn v. Uhrenthal; dcm Hofrathe bei dem böhmischen Laiches ^ Gubernium , Hieronim^s Grafen v. Lizow; dcm, Grafen Ioscph Thun; dem Grafen .Franz Thun-Hohenstein; dem Grasen Christian Waldstein; den geheimen Räthen, Grafen Heinrich Haugwitz und Franz Graben v. Zierotm. Dcn Orden der eisernen Krone zweiter Klasse: 3 cm geheimen Nathe und Landeshauptmann in Steyermark Gra/en v. Attems. Das Kleinkreuz des k. ungarischen Stephan-Ordens: Dem Hofrnthe bei der ob der enns'schen Landes, regierungf Johann Krticzka Ritter v. Jaden. Das Kltinkveuz dcs österreichischen Lcopo!: Ordens: Dem Hofrathe im Obersthofmeistewmte, Anto.i Freiherrn v. Löhr; dem böhmischen Landrechts-Vi.,,. Präsidenten, Paul Ludwig Ritter v. Madcr; dem Hosrath« bei dem bölMischen Appellationsgerichte, Ambros Kutscha; dem Kaucrzimer Kreishauptmanne, Ig.Kiwisch; dcm Budweiser Kreishauptmanne, Franz Höniger; dem Ant. Scklni^t; dem B,iinner Krcishauptmanne, Leopold Grascn von Slollbcrg; .dcm Beisitzer des permanenten böhmischen ständischen Landetausschusses, Johann Freiherrn v. Hemnger; dem Kämmerer, Johann Grafen v. Kowwrat-Krakowsky; dem Anton G-afcn v. Wawstein, dem Philipp Grasen Saint.Genois; dcm Joseph Grafen v. Schaffgorsche; dcm Carl Frciherrn v° Dalberg; dem Emanuel Frciherrn v. Barten, stein; dem Abte des Augustiner-Stiftes in Altbrünn, Prälaten Cyrill Napp; dcm Professor an der Präger Universität, Gustav Edlen von Kopetz. (W. Z.) DeutschI anv Frankfurt, 14. Sept. Die persischen Prinzen, Rcza Kule Mirza, Nezcss Kule Mirza und Fe.-ywur M^rza, sind auf ihrer Rückreist nach Persirn aus England über Brüssel gestern hicr angelangt. Dresden. Nach dcn Ergebnissen der neueste-. Zählung zählt das Königreich Sachsen jetzt 1,689,tM> Cimvohner. Dresden hat nach der letzten amtlichen ZHHtzmg bl>/lH3 Einwohner, ohn? das Militär, ^eip. Hh M,i»02, Chemnitz 2l,137. cüllg, Z. ^ I09 Man schräbt auZ Mannheim: „Vor eimgenTa^ gen hatten wir eine scttcne Erscheinung. Ein Straf>-durger Schiffer legle hm mit einem Schisse von UN--gefähr 6« Fuß Länge an. Das in jeder Beziehung vortrefflich gebaute Fahrzeug gehörte einem Engländer, der mit demselben von D,o,vcr aus nach dem mit^Uän-dischen Meere gefahren 1st, um Italien zu besuchen. Dann ließ er dcw Schiff von seincn ^Matrosen von Marseille dieNhoneaufwärts, dünn durch den Rhone-,Kanal,in den Rhein führen, um in Rotterdam wieder in See zu siechen, und kehrt also mit demjelbcn durch Frankreich, Deutschland und Holland in seinc Heimat!) zurück. Es heißt, diese seltene Reise sey in Folge ei-per bedeuttndcn Wette -unternommen worden,- doch hat dieselbe auch cin.e nicht zu üdcrschende mertanttli-sche Bedeutung. ^ r a n k ^ ci ch. Paris, den 12. September. Die am 5. d. .in Toulon angekommene Gabarre, die Lamprete hat die Nachricht gebracht, daß alle balkarischen Inseln.die (constitution von 1812 proclamirt haben- Die Gabar-rcn und Lastcvrvctten Fortune., Egeria, Duvance und Indicnne, sind nach Corsika unter Segel gegangen , von wo sie Truppen nach Afrika liberfüh-«u sollen. .Bm 3,ysn ist vor mehreren Tagen ein Arbiter beim Graben eines Brunnens verschüttet worden. Zimmcrwerk, das über ihm zusammen stmzte, lM ihn bis jetzt vor dem Ersticken bewahrt; ja er hat sogar die Beine mch die Arme stei; jedoch kann er den Kopf nicht aufrichten. Jeder Versuch, ihn auf geradem We« Ht heraus zu graben, mußte ausgegeben werden, weil sogleich lockere Erde aus ihn herab fällt, die ihn zu ersticken dvoht« Man mußte daher einen Brunnen von 50 Fuß Tiefe neben ihm graben, und sucht voll da aus durch cinen kurzen Qucrstollen zu ihm zu gelangen. Wählend dieser ganzen Zcit muß der Unglückliche, zwischcn Angst und Hoffnung schwebend, in der nämlichen Stellung verharren, in welcher ihm bereits schon 8 Tage verflossen sind. Mit Hülse eines Taschenmessers hat er in ein Bret ,' daß sich über feinem Kopfe befindet, ein kleines Loch geschnitten, durch das er Luft und die nothdürftigste Nahrung empfängt. Allein eben dieß Bret senkt sich immer mehr, und droht ihn am Ende zu erdrücken, wenn dic zu seiner Rettung nothwendigen Arbeiten nicht bald vollendet werden. Leider stürzte der zu diesem Bchufc bereits gegrabene Brunnen zum Theil wieder ein. Doch arbeiten seine Kameraden und die Soldaten vom Pionicrcorps unausgesetzt. Man i woltte ihnen .Gcld anbiethen/ um ihren Eiser zu echö- hen; sie erwiederten: »Nein, nein, wir find belohnt genug, wenn wir ihn retttn." Inzwischen bereitet sich Dufavel, so heißt der unglückliche Verschüttete, zum Tode; er verlangte nach den Tröstungen der Religion, die ihm der Vikar der Pfarre St. Just sogleich gewährte» Von Zeit zuZcit lassen sich die Kameraden des Unglücklichen in den eingestürzten Brunnen, so weit es möglich ist, hinab, um ihm.etwas Nahrung zu bringen, und seine Hoffnungen und seinen Muth zu beleben. Die ganze Stadt nimmt den lebhaftesten Antheil an seiner Rettung ; nian macht Cüllecten zu seinen Gunsten, die reichlich ausfallen. (B. v. T.) S zi a n i e n. Ein Schreiben aus Cadiz vow 30. August sagt: »Die Junta dieser Provinz rrmrde vergangene Nacht um 12 Uhr, in Folge des durch Courier vol>Madrid überbrachten Decrets, welches die Cortes ifPGemäß-heit der Constitution von 1812 citchcruft., aufgelöst. Eie Mieß zuförderst ein Schreiben an alle übrigen Prooinziayunteu, in welchem denselben angezeigt NM'de.,, daß die Wünsche der Natlon erfüllt seyen, und sit für gemäß.erachtet habe, sich auszulosen. Sie »wird indeß in Einklang mit,den übrigen Junten ven Andalusien fortfahren, für Bewaffnung und Orga-nisirmH der Nationalmiliz thätig zu styn. Ma'ddid, 4« Sept. Die Kömginn ftchr,ge.. siern im offenen Wagen im Prado spazieren. Der Ausdruck ihres Gesichts war weniger heiter als ge-wohnlich;,die Züge I. Waj.^habm sich geändert. Der heftige Schreck,7.dm dcr Militäraufstand zu La Granja ihr verursachte, scheint ihre GesundM erschüttert zu haben. Peinigende Unruhe quäk ihr Gemüth. Man versichert, daß Hr. Grimaldi, der das volle Vertrauen der Königinn besitzt und,so eben nach Paris abgereist ist,, dcr Ueverbiinger eines eigenhändigen Schreibens I. Maj. an dift. Täglich sicht man m der Hauptstadt Ossiziere ankoymr^ die ihre ossi-Mle Entlassung nicht w'.rM abgewartet haben. 3^ 310 Kriegsminister befindet sich in der größten Verlegenheit. Dauert dieser Mangel an aller Subordination noch länger fort, so wird dieser höchste Chef der Armee bald weniger Ansehen genießen, als ein revolutionärer Sergent. General Valdes hat die ihm übertragene Stelle eines Generalcapitäns von Valencia und Murcia unter Vorschützung geschwächter Gesundheit ausgeschlagen, und um einen längern Urlaub angehalten. Er scheint also die Armee verlassen zu wollend Bay onne, 7. Sept. Es sind die zu la Granja' insürgirten Bataillone der Provinzialmiliz und des 4» Garderegiments, die man'nur mit Mühe zum Ausmarsch aus Madrid hatte bewegen können, welche so' eben zwischen Iadraque und' Gundalarara von einer' Colonne des Gomez geschlageirwurden^ Die Christi' nos haben ibre aus zwei Feldgeschützstücken bestehende ÄrtilleMverloren. Ein Gerücht' geht ^ daß die Division M Armee des Centrums^welche zuerst die Con. siitution von 1812 proctamirte,, unfern'Saragossa von' einer Carlistischen von'Basüio Garcia zurückgclMnen Truppenabtheilung eine Niederlage' erlitten' habe. EZ scheint, daß General Lebeau, der von- Pamplona n^ch Puente la Reyncl gegangen war, ohne Schwertstreich' iri das von den' Carlisten' verlassene Estella eingerückt ist. General Oraa ist von' Vittoria,'wohin'er sich' begeben', um sich von der durch Villareal zu'Villareal' t>'Alava erlittenen Schlappe zu erholen, wieder aufa> brachen, und hat sich nach Salvatierra gewendet^ wo' et'kemen Feind fand> (Allq. 3^) Nach dem Memorial bord«lais ist Nodil bei der Nord-Armee' angekommen; am 4: befand er sich zu' Salvatierra. Man glaubt, daß er seinem energischen' Charakter gemäß nicht lange zuwarten oder versuchst weise agilen?- sondern gleich auf einen Hauptschlag ausgehen werde« Die Earlisten scheinen diese Erwar-tung zu theilen, denn sie concentriren ihre Streitkräfte; 6 Bataillone Fußvolk und 2 Schwadronen Reiterei, welche nach der Provinz Valencia abgegangen waren, sind schleunigst zurückberufen wordel??- Einem' Schreiben aus San Sebastian vom t, Eepfl im Sui: zu Folge, wird jetzt, nachdem die Disciplin bei,den verschiedenen Regimentern der brit-tischen'Legion nach und nach wieder hergestellt, auch für den Unterhalt der Truppen durch einen von den reicheren Einwohnern gemachten Vorschuß im Betrage von 2000'Dollars gesorgt ist, die Wirksamkeit der welche bei den Ossi-Mm' eingerifsen ist,' gestört. In' eincm' der letzten Duelle wurde ein Neffe O'Connels gefährlich verwuiv det. Auch unter den höhern Offizieren herrscht nicht durchaus ein gutes Einvernehmen, wie denn Brigade-General Shaw (früher m portugiesischen Diensten und damahls ebenfalls mit dem Adjutanten Dom Pc-dro's, Sir I. Milley Doile, in einen heftigen Streit verwickelt), in Folge eines Prwatzwistcs mit General Evans, seine Entlassung genommen hat. ^.Die Cbri stinos, unter Oraa, sind von Salvatierra nach Uittona zurückgekehrt. Sie mußten einen großen Umweg ma-chen,- um dem^ Feuer der Carlisten im Castell von Guevaria> auszuweichend M a r t u g a ll Das Packetboot Opposum, w:lches am 7. i,l' Falmouth eintraf und den spanischen Exministcr Ist i-riz an Bord'hatte, der sich für einen Franzosen Name,is Ambert ausgegeben und glücklich aus Spanien geret tet hatte,' bringt- beunruhigende Nachrichten aus Portugal mit» Beim'Abgang des Dampssckiffs (30. August) circulirten m'Lissabon eine Menge Gerüchte über Olime zur Verkündigunq der Constitution von 1820.' Man sagte sogar, die Minister hätten der Dona Ma^ ria gerathen, sich' alv Bord'des englischen Admiral-schiffes zu' begeben«' Die brittischen Linienschiffe Ha-stings'undEndimion'Iagen im Tajo. DieMoming-Chro' nicle, welche diese Nachricht mittheilt,'sü'gt selbst hin^ zch sie bedürften der Bestätigung;' der True Sun'him gegen bchauhtet^ > Lissat>on1eh am 30. vollkommen lu-hig gewesen und-man^ hab'e'Mstalten zur Crössnung' der Kammern getroffen, welche am' 1l^. September StaW finden sollte;- (dst. B.) As MAN i s ch e g Nc i ch! Mnstantinopel, 17^ Auqust. Nach Nc. richten'aus Athen'haben sich dic englischen inid französischen Fwttcn, die in der lchten Zeit vereinigt im dor tigen Haftn lagen, nunmcl-.r getrennt. Die ftanzösi, sche Flotte ist nach Syrien gc,cgclt< versehen mi. ci. nem aroßherrlichen Fcrman zu Gunstc'1 dcs Handys französischer Unterthanen in Syrien.' Die Pf»ne d.u sich nä'mUch durch Perträge mit europäischen Mächten' verpsiichtet, nut einen gewissen Zoll a,uf die Ausfuhr von Seide und' andern Handelsartikeln zu legcn:-Ibrahim abcr hat sich ein Monopol dafür angeeignet, und fordert unmäßige Preise von' den fremden Kau,^ leuten. Dic Engländer waren die Ersten, d,c stch weiaerten, seinen ForderuiMN siÄ zu unterwnfcn; sie erwirkten einen Fmnan des Sultans, um d^e An-fyrderunqcn des Pascha's von "Ägypten zu beschrän. ken und zu controlliren. Die Fran^stn^ sind nun dic^ sem Beispiele gefolgt, und ihre- Flotte hat den Aul-tma. zu^ verleihen. ^ (Allg. Z.) Mt^ttküt- SV, k«vi Minrichi Vcrlegev: Dünaz At. VVle^ v^ tilei-nmayr,.