MARBURGER ZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES ▼■rUf m4 tdHlftMtufl Mukon •. ± Dtm, ••«fUM Hi. » Pwmnli Nr. IS-«». IS-M, SS«. Ak II Ute (tIaUd- •uuUf) Ul 41« Scbriftlaitaaff anr auf Panni' Nf. iM-Vt «nclrbbtt. Uiverlugu Zutchrlfta w«rd«i ■IcW rtckgwML M ttotUchM Ash««» l«l Am Mckport Potti^btckhonto Wlan Ni 54 60t. Owcktruiuil»» m CUll. M<«tktpUti Nf. tl Fmnif Ni. f. n4 ta Mt*». UngartorvaiM Nr. 1 Pannif Ni. M. STEIRISCHEN HEIMATBUNDES ■fwMat •«■kUgUck Margmaltaaf. BMOftprala Ab Toraut uh.bar) Boratllcb RM 2,10 aioicbliaBlick 19J ipi rMtMUimgtgabOhri b«( LlafaniB« im Straifband luiüglltb Porto bat Abnolen In der Getrh«ttMt«lU »M a,— Alualch durch Poft aoiiaUlch RM a.10 (alDicb ^ Rpf Postzeltungsgebühr) und M Rpf ZuitaU-9«Mkr. IteMlnaBBarB wardas inr gagaa Vttr«inMnduB stärkt, auch en den groBen Leistungen der deutschen Kriegsmarine im gemeinsamen Schicksalskampf tellzunetmen. GroBadmiral Doenitz entgegnete, < im Nord- und Südatlantik sowie im Indischen Ozean her-ausgcRchoaten und versenkt. Er ^''hArt in die Reih« der erfolgreichsten Üntersee-bootkommandanten Ben Japanischen Flottenchefs. Die aus Anlafl des Jahrestages von Tsushima herausgegebene Zusammenfassung der japanischen Marineerfolge sei ein mächtiges und unvergängliches Denkmal des gefallenen Großadmirals Yamamoto. Der Großadmiral fuhr fort: »Meine GruBworte zum Tsushima-Tage entsprangen dem Bedürfnis, die Gefühle der deutschen Kriegsmarine auszudrücken. Die Antwort des kaiserlich Japanischen Marineoninisters und des Chefs des japanischen Admiralstabes hat mich freudig bewegt. Schwerste Schlige fOr die feindlichen Seemichte Sie wissen, daß die deutsche Kriegsmarine In den uns von Britannien aufgezwungenen Krieg in den erstm Anfängen des Neuaufbaues einer Flotte eintreten mußte. Ungeachtet dessen — die britische und -französische Flotte waren allein in Nordsee und Atlantik lahlenmSfilg um das Zehnfache Überlegen! hat sie vom ersten Tag des Kriege« an in kühnen und blitzartigen Vorstößen die Initiative ergriffen, den Engländer in seinem eigenen Kriegshafen Scapa Flow überfallen, die britischen Küsten durch Minen verseucht, U-Boote, Schlachtschiffe, Kreuzer und Hilfskreuzer in die Weite der ozeanischen Räume entsandt, durch die Besetzung der norwegischen Häfen den britischen Plan vereitelt und wichtige Positionen In der nördlichen Planke des Gegners erobert. Indessen hatten Heer und Luftwaffe in einzigartigem Ansturm die feindlichen Armeen überrannt und In der Südflanke der britischen Insel die wertvollen Stützpunkte der Atlantikküste gewonnen. Von hier aus konnte nun die dem Engländer gefährlichste Waffe des Seekrieges, — die U-Boot-WttfU — g*9*a die Lebensadern Britanniens mit größerer Wirkung angeisetif werden. Die Erfolg« sind ihnen bekannt. Im Verlauf dieses für Britannien Immer bedrohlicher werdenden Ringens glaubten die dem Kriege nachlaufendes Vereinigten Staaten, das stolze japanische Kaiserreich demütigen zu köimen. Wir haben, wie Sie sidh denken können, mit Begeisterung und Bewunderung erlebt, mit welch furchtbarer Kraft und Entschlossenheit Japan den Ubermut seiner Gegner gezüchtigt hat.a Moriyama: »Herr Großadmiral, e« hat uns in dieser ernsten Schicksalsstunde mit Genugtuung erfüllt, wie eindrucksvoll die mächtige Konstellation der im Dreierpakt vusammettgeschlossenen Völker zur Wirkung kam. Wir haben wohl empfimden, mit welcher Schneiligksit, mit welchem strategischen Geschick und welchem durchschlagenden Erfolg die deutsche Seekric^ührung den neuen Feind packt« und ilim vor seiner Tür mit der ganzen Wucht der U-Bootwaffe furchtbare Wunden pdilug.« Dar oieaatoch« astscheldiugskuipf GroBadmiral Doenltsi »Am Beispiel der Japanischen Flottenerfolge im Pazifik und der deutsch-Italienischen U-Booter* folge auf der anderen Seite des amerikanischen Kontinents, Im Atlantik, erkennen wir das Wesen dieses ozeanischen Entscheidungskampfes: Im Wechselspiel der Kräfte unserer vereinigten Seekriegsmlttel werden die britisch-amerikanischen Krieg«- und Handelsflotten immer wieder überall gebunden, wo es im Interesse onserar Seekriegführung liegt Die erstaunlichen Versankungser-folge von flbar 31 Millionen brt sind ein beredtes Zeugnis dieses Proiessea. Bei diesem Versenkungserfolg, der einen Vorspning vor den Abwehr- und Neubauanstrengnngen des Gegners dar» stellt, der schlechterdings nicht mehr eingeholt * werden kann, ist Japan mit einem wesentlichen . Beitrag beteiligt. Bs Ist für die Beurteilung der Wirksamkeit unsers gemeinsamen ozeanischem Krieges wichtig, daß wir uns stets sein Gasamtergebnis vor Augen halten. Schwankungen liegen im Wessen des Seekrieges. Entscheidung ist das Endergebnis.« Moriyamar »Herr GroBadmiral, ich betrachte es als ein glückliches Vorzeichen, daß Si« mir diese Unterrednung tum 31. Mai geben, an dem die deutsch« Kriegsmarine die Erinnerung an die rahmreiche Skagerrakschlacht begeht. Damals wurde der britischen Flotte der Nfanbus der Unbesiegbarkelt entrissen, wihrend heute die feindlichen Handelsflotten mit einem Verlust von 31.5 Millionen brt eine Niederlage erlitten haben, von dei sie sich, wie ich glaub«. In diesem Krieg nicht mehr erholen werden.« Grofikdmiral Doenttzi »Ich bin Überzeugt, daß unser« Nationen im Geiste einer heroischen Seekriegführung unbesiegbar sind. Wenn sich auch die Formen des Seekrieg» seit damals gewandelt haben und weiterhin wandeln werden, wenn die Methoden unserer Seekriegführung auch räumlich, taktisch und technisch verschieden sind, so ist unser Ziel doch unverrückbar das gleiche: der Endsieg 1« Die Luftwaffe weifer am Feind Sowjets Ycrlorttt 51 FlujE®uje — Boiabeo mf Feindhäfen Ein detttsehes Unterseeboot versenkte im Atlantik Ma feindliehee Handelsschiff von 1000 brt. Fflhrerhauptquartlcr, 1. Juni Das Oberkommando der Wehrmadit gibt bekannt: An dsr Ostfront verli«! der Tag bis auf ÖHlich« KampfUtigkelt am Kuban-Brük-kankopf im allgamciniin ruhig. Starke VerMade der Leftwelfe griffen sowietisehe Panaer* uad bfanteriever-binde im Raum wsstlich Krymskaja an und bekimpftea mit gutem Erfolg Bat-terieatellungeo und NachsehubstQtapunkte des Feindes im mittleren und nördliehea Abschnitt der Ostfront. Die Sowjets verloren gestern Sl Flugzeuge, zwei «ig«n« w«rd«n vermiBt. Im Mittelmeerraum vernichtete die Luftwaffe gestern acht mehrmotorige feindliche Flugzeuge. Ein Verband schwsrar deutscher Kampfilugzeuge bombardierte ia der vergangenen Nacht das Hafengehiet von Sousse, Der lUilealscke WekrzMchtberlcht Roas, 1. Juni Dar Hatienkeke Wekrauiehtbericlit gibt bekaanlf Im Hafea vea Sousss riefen von deutschen Flugzeugen abgeworfen« Bomben ausgedehnt« Brände hervor. Einflüge der f«indliohcn Luftwaffe erfolgten auf Fog-gia, Augnsta, Pantelleria, Stadt und Provinz Cagliari. In Foggia entstand b«-trichtlich«r Schad«n, di« ia Cagliari entstandenen Schäden werden noA festgestellt. Der Feind verlor bei seinen Angriffen zwanzig Flugzeuge, neun davon wurden von italienischen und dlutschen Jägern über Sardinien und Sizilien abgeschossen, elf von Flakbatterien vernichtet, vier in Pantelleria, zwei in Augusts und fünf Ober Sardinien, Jüdische Weltausbeuter haben das Wort Liqvidienmg d«r Atlantik-ChwU — »SisgMiriMlcB« wie ti« Um fich wflatchea Genf, 1. Juni Die' USA-Zeitschrift »Look« verbreitet wieder einmal einen amerikaniscti-britisch-bolschewistlschen Nachkiiegs-plan und bemerkt dazu, daß diesem Krieg ein »Siegerfrieden« folgen werde. Wie er aussehen würde, davon geben die dann folgenden Punkte Aufschluß. Zunächst einmal steht Stalins Forderung bezeichnenderweise im Vordergrund. Es wird bestätigt, daß der Kreml-Diktator entschlossen ist, der Sowjetunion die baltischen Staaten einzughe-dern. Da nichts gegen diesen Entschluß eingewendet wird, heißt das also, daß London und Washington ihrem Freund Stalin freie Hand in Europa lassen und l Deutprhes U-Boot ver nl«"hfel br tLi Ge^cn-•chla| dingungen eines Luftkampfes keinerlei Ahnung hat, sieht dieser Meldung auf den ersten Blick die Unwahrhaftlgkelt an. Wenn »man« von ein«r in di« Nordsee gestürzten Maschine «rfahren haben will, daß deren Besatiung, di« nun Ja auch In die Nords«« gestürzt Ist, alf deutsche Jäger abgeschossen habe, so kann man sich nur noch über die dreiste Frechheit wundem, mit der die Briten einen solchen Schwindel fabrlai«ien. U-Boofe jagen in allen Kllmazcfnen Der Kampf auf den Weltmeeren, einmal anders ]{esehen bereichen veranschaulichen zu können, pip Brennpunkte des deutschen See kneges gegen die Verbindungslinien dos Feindes liegen Jeweils dort, wo der Versorgungsstrom der Alli erten zi ihren Kriegsschaii Verbrauchs- und Nnchschubzentren ar stärksten fließt. Is angesichts der weit verzweigten und Tau sende von Kilometeri voneinander entfern ten Lebens- und Kampfräumen der anglo-ameriknnisch-bolschewistischen Koalition die Ton-nageschlarht der U-Boote im Gesamtraum des Atlantischen Ozeans und bis In die Randgewässer des Indischen Ozeans entbrannt, so treten in den Erfolgsmeldungen der deut sehen Kriegsmarine Je nach den militärischen Erfordernissen die verschiede-nou Kampfzonen abwechselnd, oft auch weit auseinanderliegende ozeanische Ctebiete, gleichzeitig in den Vordergrund. Die Sondernieklungen des Ver-senkungskampfes berichten von siegreichen Operdtiunen im NurU- und Mittel /rALT' , MLrggMMySftTM AUMA \rneMAS^ TKOCHlNt$ VKtVALO- UMA 'VKLIMA^ VANHtN KUMAi atlantlk, wo unsere U-Boote den Nachschub des Feindes besonders schwer zu treffen wußten. Auch im Mittelmeer selbst Ist der See- und Luftk^eg der Achse gegen die Transportschiffahrt des Feindes schlagkräftig wirksam geworden. Um uns den gigantischen Angriffs-kanipl der deulschen Untei wassorstreit kräfte in ihren ozeanischen Operatlons- den sie unermüdlich bei Tag und Nacht, ungeachtet schwierigster Wetter- und Angrlffshedfngungen, führen, wollen wir einmal eine klimakarte für die kontinentalen und die Ihnen zugehörigen Meeresräume Im' Qroßkampfgeblet der deutschen Unterwasserjagd einer genaueren Betrachtung nntenrlehen. Aus den Elnzelchnungen der einzelnen Klimazonen vermögen wir die unterschiedliche natürliche Struktur vom polaren über das kalt- und warragemäßlgte, das mittelmeerlsche, das Wüsten-, Steppen- und tropische Urwald- und Savannenklima bis In die südlichen gemißigten Gebiete zu erkennen. Die äußersten Gegenkllmatonen nördlich und südlich des Äquators haben unsere U-Boote wiederholt kämpfend aufgesucht, ihr Kampf ist auch Im natürlichen klimatisch-geographischen Sinne ardweit ga-worden. Innerhalb dieser tintarschiedllchen KümazortÄn gesellen sich auf den Meeren zu den Gesetzen der Jahreszelten die Wechsel reichen Bedingungen des Wetters und die eigentümlichen nautischen Gegebervhelten der verschiedenen ozeanischen Gablet«. Alle diese Voraussetzungen und Widerstände zu kennen und In der Praxis lu überwinden, bedeutet ein Zusätzliches Im harten und erfolgreichen Kampf unserer U-Boote gegen die Feindschiffahrt. Juden Qastfraundschaft gawihrt hatten. Vorslchtigerwetsa tarnen sich di« Jud«a diesmal in Syrien durch französische Strohmänner, was aber nicbt hindert, daß in d«n nationalen syrischen Kreisen die Umtriebe erkannt wurden. Das Eindringen Jüdischer Kapitalisten in d«n lyrischen Wirtscbaftsraum fällt mit der Verschärfung des Belagerungszustandes zusammen. AH« Telaphonleitungea sind gesperrt worden, alle syrisch-französischen Amtsstellen werden von den eng-lisch-amarikanischan MilitirbehÖrdan Überwacht. Ausreisen sind den Syriern nur noch mit besonderer Erlaubnis der Besatzungsmächte gestattet. DaB die Juden indestfn frei sdialltB kAnnaa, rar* steht sieh von selbst Gfraad contra de Gaidle Stflrmitcher Verlaal der Unt«rr«dttB0 Madrid, 1. Juni Wie aus Algier gemeldet wird, hat General Catroux, der nach langen Bemühungen Glraud und de Gaulle endlich an einen Tisch gebracht hat, Jatit dieses Treffen vor «Inem vorz«ltlgen Auseinanderkrachen tu bewahren, rana nicht weniger als sechsstündige Unterredung der beiden gallischen Kampfhähne nahm einen so stürmischen Verlauf, daB es Catroux nur mit äußerster Anstrengung gelang, den Abbruch der Verhandlungen zu verhindern. Die Tatsache aber, dafi später entgegen der Gewohnheit keine Verlautbarung über die Sltztmg herausgegeben wurde, beweist zur Genüge, daß kain« Einigung erzielt wurde. Ja nicht einmal der Anschein einer Einigung der beiden Verrätergenerala, an der sich sowohl Churchill wie Roosevelt offenbar so sehr interessieren. Die Werkzeuge Englands und der USA, die aber so gegensätzliche Interessen und persönliche Wünsche haben wi« ihre Auftraggeber, dürften diesen noch manche Sorge bereiten Auch noch so schön gestellte Photos i la Casablanca können darüber nicht hinwegtäuschen. Einer Meldung des algerischen Nachrichtendienstes zufolge haben de Gaulle und Giraud beschlossen, «inen Delegierten nach Washington zu schickeiL der sie beide dort vertreten soll. Den Posten wird der ehemalig« Senator Marocelli übernehmen. Plutokraten auf der Anklagebank Bhi B9tmiipr9t9§ gröittn SHh, »ich gtietmirUi vor Otrichi tn Btyth tMfdtll, gittt Hn*n Einblick In dit Moral tngliichtr Pluiokraitn. Zivti Oberbm^trtntiti^ voH NtW C«lf/« HMf Generalairtktortn dtr bekannt«/! großen Bhik-Werfitn und Dockanlagen, dtr 76/ährig» Str Arthur Sutherland und dtr 1tjährig9 Stat^ley Darlitth, towi» .Hfl höherer Bf am/er dfr AdmiraHtM, dtr Iiriendeutt Charht Butt, habtn »ieh wtgen Betragt und Fältchung von Lie' ferungtotrirdgtn mit der brititchen Jfa-rlmtlHtmg ra vtrantworltn. Inttndant Butt, leitender Beamter der Admiralität für den geeamten Schiffsbau in Nord-otten^and, hat den Generaldirektoren dtr Blyth-Werfitn anttr Bruch teinet Amtsgeheimnieeti Kon&akthtdin^ngen anderer Firmen, ditk fir Jit Admralltäi arbtiltn, mltgettUt. Br »chlug ihntn vor, dit niedrigen Bedingungen der Blylh-Wtrkt durch tine Fältchung von Zah-Itn in den Kontrakttn tu trhöhtn, worauf tich dit Preite für eine Serie von Tendtrn and Mintniuchboottn, dit in dtn Blylh-Wtrfttn gebaut ufordtn warm, um fe tOOO Pfund fWOOO RHIN erhöhten. Für ftdtt Schiff, dat otff Orund ditttr gtfältchltn Kontraklt gtbaul wurdt, ließ tieh dtr inttndant dtr Admiralität dann von dtr Firma tint nitht untrhtblieht Provition tahltn. Bin an-dtrtr, nicht wtnigtr ttntatlont/ltr Pro-xtß btichäftigl dit Londontr Otrichtt. Mkhrtrt 'htkanntt platokrailteht Klubt tlrtd In eintn großtn Alkoholbetrug 9tr-wltktll. Ein ganttr Rlnß von Schitbtrn halft In großtm Maßttub Alkohol, dtr tur MunlUonthtrtltllunt bttllmmt tt/ar, aut Jiiltlttngtuftrktn tlthltn latttn. Un-itr ZutatM von Watttr und gtbrannlem Zuckir murdt darauf tin Gtlränk her-getlelli, dat Im hßchsttn Oradt gttund' htHttehädllch war, Ditttt »Ftutrwaf «ff« irarcft dann In dtn Pomthmtn ßlu-fokralltchtn Klubt tu unglaitblfehtn Wuchtrprtittn abgtgtbtn. Et itl btttIcAntnd für dit brlHteht Gtrichltbarktll, daß ntbtn gtringtn Geldttrafen in tintm Fall dit Bttlra" fung dtr Klttbdlrtktortn auf dtm Weg einet fritdiichtn »Komfirpmltttt* tivi-tchtn itm Klub und dtr Otrlehhbe-hörde erfolgte. Moskani Dardanellenwünsche Rom, 1. Juni Wie Stefan! berichtet, beschäftigt sich dl« Jüdisch« Presse Palästinas in letzter Zelt ouffällig häufig mit der Dardanellen-Frag«. Das Abkommen von Montreux wird nur als eine provisorische Lösung bezeichnet. Ein« t«ndgültig« ^ .R«geLung müsse noch erfolgen. Die Zeltuna »Ha Bok«r< st«Ut geradezu di« Forderung nach einer Revision des Abkommens von Montreux im Sinne einer Erfüllung der sowjetischen Wünsche, dl« Meerenge in Friedens- und Kriegszeiten für Handelsund Kriegsschiff« der UdSSR ständig geöffnet zu sehen. In arabischen politischen Kreisen Palästinas bringt man diese Propaganda in Verbindung mit der in letzter Zelt stark bemerkbaren An-näheruiig der Jüdischen Joumallstan-krelse Palästinas an Sowjetkrals«. Dl« Vermutung Hegt daher nahe, daß dl« Sowjets sich der Jüdischen Presse Palästinas als Sprachrohr für ihre Wünsche und Forderungen hinsichtlich der Dardanellen bedienen. Der Prialdent dei Tschnngklng-Regl-me« gestorben« Wi« aus Konton barich-tet wird, ist Lin Sen, der Präsident des Tschungking-Regimes am 31. Mal "im Alter von 82 Jahren Infolge eines Schlaganfalls gestorben. Unsere Kurzmeldungen GroSkuadgalmBg iar FalanglstaB. Zu Ehren d«s in Valandt w«il«nd«n ^>ani-sehen Partaiministers Arres« fand am Sonntag eine falanglstlsch« QroBkund-g«bung stott, b«l d«r m«hr als 100000 Falanglstan und Werktätige an dem Partaiministar v«rb«lmar8chlerten. Thalllndlscha Ehrang fflr Adnlral Yamamoto. Dar thailändisch« R«gent-schaftsrat verlieh dem gefallen«n Ad-pairal Yamamoto in ^erkennung seiner auß«ror(ientUch«B Vei^anit« nach •einem Tode d«n ^'Ordan' '^m »Halligen Elefanten«. 15 000 Arbeltakrlfte fas Tokio Irelg«* stoIlL Im Zuge d«r nationalen Moblll-siarung bis Ende Mänt wurden Insgesamt 11 464 Ladengeschäfte geschlossen. Rund 15 000 Arbeltskräfte seien darch dl« Schließungen frei g«worden, von denen ein Drittel bereits In Munitionsfabriken elngesetxt seien, die übrigen freigestellten Arbeitskräfte sollen in dei Industri« b«schaftigt w«rd«n. Jetzt auch Franan bei d«r Japanische« Bisenbahn. Im Zusammenhang mit den kürzlich reröffentlichten Maßnahmen der Regierung zur weitgehenden Mobile slerung von Arbeitskräften beschlol das Japanische Bisenbahnminlsterlum die Gründung eines Ausblldungsinstitutei fflr Frauen. Hier sollen In großem Ausmaß Frauen für die Tätigkeit bei der Bisenbahn nnd Verwaltung geschult werden, um allmählich immer mehr Posten von Männern zu übernehmen, BLICK NACH SUDOSTEN Geistige Diktatur der Juden Ein grundlegendes Werk der angarischen Fressekammer Budapest, 1. Juni Der Präsident der ungarischen Preosa-kammer und Vizepräsident der Union nationaler Journaliateaverbände Hauptschriftleiter Kolosvary-Borasa, hat soeben ein Buch über die Judenfrage in Ungarn fertiggestellt. Ei handelt sich dabei um «in grundlegendes W«rk, iÄ dejB der Verfasser vor allem eine Bibliographie dar Judenfrage in Ungatn gibt An Hand dar darin aufgezählten 31 SO mit dat Judenfrage in Zusammenhang •t«h«nd«n Büch«r werden der wUsenichaftllchen Judenforschung n«u« Mögllchk«it«n g«bot«n. Darüb«r liinaus wirft durch das Werk der Beweis «rbracht, daB g«g«n di« Verjudung des ungarischen Q«lst«s-lebens selbst in den finstersten Zeiten des ungarischen Liberalismus dl« b«g«l-Sterten nationalgesinntan Magyaren immer wieder protestierten. Aus dieser, mit wissenschaftlicher Gründlichkeit verfertigten Bibliographie erkennt der Leser weiter, dafi die geistige Diktatur des Judentums in Ungarn bis 1B38 noch vi«! umfan$r«ichar und wirksamer gewesen ist, als dies- vielfach selbst von den glühendsten Antisemiten hierzulande verkündet würde. Slowakische Steinzeitfand«. In Mo-ravony b«i Bad Plstyan werden unter der Leitung des Vorgeschichtlers der Prager Deutschen Karls-Unlversltät, Professor Dr. Zotz, grofie Siedlungen der Mammutjäger aus der ältaren Steinzelt freigelegt. Nachdem es Im vergangenen Jahre gelungen war, die ersten Haupt-gtundrlsse dieser frühen Kulturstufe aufzunehmen, legten die Forscher In diesem Jahre «Inen großen Abfallhaufen frei, der die Überreste der verspeisten eiszeitlichen Tiere und zahlreiche Steln- und Knochengeräte enthielt Bei den Aui»' grabungen werden ganz neuartige Fo«» schungsmethoden angewandt. Staate Präsident Dr. Tieo besichtigte in Begley tung von Ministerpräsident Tuka diese« Tage die Ausgrabungsstätte. Berufsonterofflzierkorpa la der Slowakei. Das slowekische Parlament nahm den Entwurf Ober die Errichtung eines Berufsunteroffizierkorps an. Nach diesem Gesetz beträgt die Dienstzeit eines Berufsutateroffiziers durchschnittlich sechs Jahre und kenn höchstens um zwei Jahre verlängert w«td«iL Rnnlalen atraft WadMr««. Dl« la Ro-mäni«n w«g«n Wuch«r v«nirt«ilt«n Kauflaut« müBS«n dl« V«rfügung, durch di« sie verurtailt wurden, in rat leser-Uch«r Form Ins Schauf«ntt«r ^«s Gm-schäft«s und im B«st«llungsb(lro aufhängen. Dat Sclitildkoato der Sofioter Motd- boaditen. Di« Pr«ss« bringt w«it«r« B(n-selh«it«n flb«r dl« Mordtaten dar JQdiscb-kommunistlschen T«rrorlstengruppe in Sofie, die das Haus das Ingenieurs Jene-klew In die Luft sprengen wollte. Nach' den Aussagen von Z«ug«n soll sich h«r-ausgestellt haben, daB der Terrorlit Kiril Chlebaroff, der d«n D«cknamen »Der Kalmücke« hatte und bei s«lh«r Verhaftung «rschossen worden war, an der Ermordung des Obersten Panteff beteiligt war, der zweite ebenfalls erschossene Jüdische Mordbandit Jordan Tetroff soll ein Mittäter bei der Ermordung des Generals Lukoff sein. ^uek a. Vwlag Marburg« VarUfft- Dniclw«!-]!m, ■. k. H. — VwUgalaltttnfl Bgoa laangwiBar t. V VarlMiUltar Prltt Brann, Hiupt» ichiltllaUuap Amern Oartcliack, i. Zt. Ib Urlaub, italU. Hauptichriftlailer Robart Kratxart, alla In Marburg a. d. Drau, Badgaita 6 2(ur ZaII ffli Aozelgan dla Praliltit« Nr. S vom tO Apnl 1043 gflltlg. Auifall da? Liafening dai Slatta b«i bOlierar Gawalt oder Balriabattörung gibt kainan Aotpiuch auf Rückzahlung dai Baxugs-gwidas. Mittwoch, 2. Juni Nr. 153 0 Seite 3 Ihimafliche Rundschau Krafteinsatz der Heimat Mit SpinnaioH' und Schutuammlunt rßckl dtr Malt Kriag iwch, 0inmal In grtifbarttr Näht itr Heimat. Wfnti Jh Itiitt mtntchlieht Kraft aufgthottn wird, um du Rü$iungiwirt$ehd/t aut /«mh Sland tu bringen, der ans tär dU emt* »ehtidtndt Phase des Krieges den Sieg garanlieri, mässen auch auf dem wirtschaftlichen Sektor die Reserven mobilisiert werden. Der Krafteinsatx, den ietst die Heimat tu leisten hat, besteht nicht nur in der körperlichen Tätigkeit, tritt nicht tu Tage, wenn die MilUonenheere der Frauen in die Betriebe gthen, sondern kommt in allem tum Ausdruck, was feitt von uns geschieht, um das Gesett des totalen Krietfes bis tum leisten Buchstaben xa erfüllen. Der Kreis der Dinge, die von der dies-jährti>en Spinnstoff- und Schuhsammlung erfaßt werden, ist so groß, daß in federn 'Hanshalt noch etwas vorhanden ist das abP^e^ebfn wfrden kann. Altspinnstoffe werden benötigt, am entweder diese allen Sachen durch Reparaturen wtedtr für diefenigen traifähig tu machen, die einen Anspruch darauf haben, daß man ihnen eine ArMtskleidung gibt, •der sie auf dem Wege über die Industrie wieder xu wertvollem Spinngut und damit nt einwandfreien Rohstoffen zu machen. Der Soldat an der Front benötigt Uni* formen, and der Arbeiter an der Maschine, der ihm die Rüstung liefert, braucht wie der Landmann, der uns das täfliehe Brot sichert, den Antug und die Schufte, In denen er seine Arbeit verrich- Wozu alies Schuhwerk? Dl« MM SuMMlaktioa lurt «Im wichtig« Amigab« Dem Aufraf aar Sdwhsammhmg m lUbmtto der SpiooBtofl- uod Schuh-Mmmtung 1043 fflnd mühevoll» Ver-weil* Yorang«0WOr Steiermark. Kraker Ausbildung von Kraftfalirerinnen In Zusanunenarbeit mit dem Amt Frauen im Steirischen Heimatbund und dem Mädelwerk beginnt am 10. Juni das NSKK, Motorstandarte Marburg-Drau, mit der Ausbildung von Frauen zu Kraftfahrzeiigführerinnen. Durch diese in allen Gauen des Reiches vom NSKK durchgeführten Maßnahmen werden viele männliche Kräfte für andere kriegWichtige Aufgaben freigemacht. Zu den kostenlosen Lehrgängen können sich alle Frauen melden, die dafür Interesse haben. Anmeldungen werden vom Arbeltsamt Marburg-Drau, vom Amt Frauen im Steirischen Heimatbund und dem NSKK-Kommando, Marburg, ReiserstraOe 1, entgegengenommen Alte werden jung Ein Programm voll bunter Hintälle und sprudelnder Fröhlichkeit, geboten von der Deutschen Jugend, wird sich am Freitag, um 20 Uhr, im Marburger Heimatbundsaal, vor den Augen der Zuschauer abrollen Ein fröhliches Durcheinander und schauerliche Begebenheiten werden jung und alt zwei Stunden lang in höchste Spannung versetzen. Jeder wird sich diesen Abend als kleinen schwungvollen Auftakt zum- Wochenende ansehen und in froher Laune in den Samstag und Sonntag hineingehen. Die Karten sind In der Verkaufsstelle des Amtes Volkbildung zu haben. Der Wille zum Kinde Dr. Conti über die Geburten In der Wochenzeitschrift »Das Reich« nimmt Reichsgesundheitsführer Dr. Conti grundsätzlich zur Geburtenentwicklung in Deutschland Stellung. Er erinnert daran, daß di« aufsteigende Linie unserer Geburten im Jahre 1940 mit 1 644 000 Kindern ihren Höhepunkt erreichte. Im Kriegsjaht 1941 blieb die Geburtenzahl nur um knapp 100 000 darunter. Damit habe Deutschland einen Beweis seiner Lebenskraft geliefert, der für alle Zeiter» unauslöschlich sei. Der Krieg bedeutet für jede bevölkerungspolitische Entwicklung eine schwere Belastung. Der vergangene Weltkrieg habe uns einen Ge-burtenausfatl von über drei Millionen hinterlassen, deren Fortwirken gerade jetzt deutlich zu verspüren sei. Damals habe im deutschen Volke die allgemeine Ansicht bestanden, daß es unverantwortlich sei. Im Kriege zu heiraten und Kinder zu bekommen. Wie stark die weltanschauliche Umstellung das deutsche Volk erfaßt habe, zeige demgegenüber die Haltung auch In dieser Frage während des jetzigen Krieges. Diese veränderte seelische Haltung sei der Grund dafür daß während der ersten diel Kriegsjahre die Geburtenzahl ungefähr auf der gleichen Höhe geblieben sei Erst Im Jahre 1942 sei hier ein Wandel eingetreten. Aber auch er sei keine Folge einei anderen Einstellung des •deutschen Volkers. Die Gründe lägen vielmehr in den äußeren Schwierigkeiten, die sich als Folg« der schweren kriegerischen Ereignisse ergeben haben. Dr. Conti teilt mit, daß die Zahl der Lebendgeborenen des Jahres 1942 im Großdeutschen Reich 1 434 498 betrug. Wenn man den Rückgang auch nicht bagatellisieren wolle, sei es doch ein TrugsrhluD, wenn man sich in London und einigen den plutokiatischen Regie- Haussammlung am 6. Juni Zwei verdiente Hochschullehrer An der Technischen Hochschule Graz wurden in feierlicher Sitzung de» Pro-feisorenkolieiJiums zwei sehr verdient« Hochschullehrer geehrt, die die Altersgrenze erreicht haben. Der Rektor der Technischen Hochschule Graz, o. Prof, Dr, A, Härtel, überreichte dem o, Prof, für Stahlbau Dr. techn. e. h. Franz Brunner und dem o. Prof. für Hochbau, Baustofflehre und Entwerfen Dipl.-Ing. Architekt Friedrich Jackel die vom Führer unterfertigten Entpflichtunfisurkunden und würdigte dabei das Lebenswerk der beiden Hochschullehrer, die, erfüllt von opferfreudigem Idealismus, sich immer für das Werk des Führers eingesetzt haben. Das DRK in Windischgraz Zu einer der agilsten Wachen des Deutschen Roten Kreuzes in der Unter-«teiermark gehört zweifellos die Unfallstelle Windischgraz. Ist die Schar der Helfer auch nicht sehr groß, so ist die stete Bereitschaft eben darum umso höher einzuschätzen. Dies beweist nicht nur die den ländlichen Verhältnissen gemäße hohe Zahl von 400 Ausfahrten im vergangenen Jahr, sondern vor allem die am vergangenen Samstag im prächtigen Saale des Standesamtes vorgenommene Vereidigung von neuen Helfern und Helferinnen. Zur Feter war nebst anderen auch Ortsgruppenleiter Kaltenböck erschienen. Die Vereidigung selbst wurde von Kreisfüh-rer-Stellvertreter Obermedizinalrat Dr, Tollich vorgenommen, in dessen zündende Rede von einem Sprechchor der Marburger Helferinnen Rezitationen und Lieder eingefiochten wurden Das anschließende gesellige Beisammensein gestaltete sich überaus gemütlich und klang in herzlicher Kameradschaft aus. Unfälle tm Kreis Cilli. Bei einem Ausflug stürzte Maria Knpriwschek aus Unterberg bei Anderburg einen 30 Meter hohen Abhang hinunter. Sie blieb mit einem Fußbruch liegen. — Die 15 Jahre alte Stefanie Worina aus Tüffer fuhr mit ihrem Rad In eine Mauer. Kopf- und Armverletzungen waren die Folge. — Der Cillier Zimmermannsgeselle Franz Geischek, zerquetschte sich beim Einschlagen von Piloten drei Finger. Allen leistete das Deutsche Rote Kreuz erste Hilfe. Ein wackeliger Gartenzaun. Heinrich Hochler aus Tersi«che hei Rohitsch-Sauerbrunn kam von seiner Arbeit aus der Glasfabrik heim und lehnte sich an «einen Gartenzaun, der schon sehr m AlterssrhwSrhe litt. Der Zaun fiel »i und verletzte Hochler so schwer, daß er mit gebrochenen Rippen, mit gebrochenem Schlüsselbein und verletzter Wirbelsäule liegenblieb, Er mußte vom Deutschen Roten Kreuz ins Cillier Krankenhaus gebracht werden. Wollinplüsrhe eitu.htea Feuerschutz der deutachen Ernte. Für die Bauern und Landwirte i»t diese Auilorderuug umso benchtli-cher, ais immer noch durch Leichtsinn und Nachidüigkeit allein alljdhrlich au: di. iu Lanue ♦» schreckend vieie Brand-tdüe /u V cy-ieichncn sind Die Ernte-Jiüchle und das Vieh, d e bei solchen Bani'en uriik)rnmi'n, wurden genuqen, 0 ne Üiddl m t -duG ÜOO L nwohnern lauft nd zu errSh'en. Im Hinblick auf die in den jetzigen Kriegs.:eilen noch vor-h.ndent; Lultgefcihrdung hat darum in den Liindgemeinden alles Menschenno jhcne ;.u geschehen zum Feuerschutz di>c q:>(jenwdrt.g doppelt wertvollen Linie Ls wiid sich dabei vor allem um aufgelockerte Ldijerunq des Erntegutes handeln und um ständige Boobachlung dei Erntevorräte. die zur Selbstentzündung neigen. Letzteres qilt bu^onders für die jetzt zu bergende Heueinte. Für den Errstfall sind Bereitsschnfts wachen der Freiwilligen Feuerwehren in dusreichonder Stärke aufzustellen, Dazu gehört aber auch, daß in flen Landgemeinden nachgeprüft wird, inwieweit sich ohne wesentlirhpn Anfwand an Kosten und Arbeitskräften etwa vorhandene Teiche in einen für Feuerlösch-zweckn geeigneten Zustand bringen lassen, ob Instfindsotzungen notwendig und Verbesscrungnn durchfühihar sind. Für dio Sicherstelhinq ausreifhend^-r lösrh-Wüsserversornunq kommen noch in Betracht das Anstauen von Bärhon, das Nutzbnrmnrhen von \Va.=iser aus Brunnen, der Einsatz von Jauchetonnen usw WIRTSCHAFT UND SOZIALPOLITIK Postverkehr vor hundert Jahren. Noch im Anlang des ve qdiigeneii Jahr hunderts bestand in Hritnburg die Sitte daß abends, nachdem die Stadttore einmal gescfilossen warm, kein Wagen mehr ein- oder ausfahren konnte. Selbs. die Post machte davon keine Ausnahme Wenn die Post erst nach dem Schließen der Stadttore eintraf, so half man sich auf geschickte Weise, um Briele und Pakete in die Stadt gelangen zu lassen. Von einem der Türme an dei Stadtmauer wurde ein Seil mit einein Haken heruntergelassen und der Postsack, den der Poslillon daran befestigte, daran hochgezogon. Das Wöitchen »von» nicht erblich. Dar Pcrsüiidlddel ist, wie schon der Name sagt, an die Person des Geadelten gebunden und deshalb nicht auf dessen Familie ubertriigl.'ar, geschweige denn erblich. Ein in Stuttgart wohnhafter Ingenieur, dessen verstorbener Vater den Personaladel befaiiü, war jedoch anderer Meinung und bediente sich des- i halb schon seit Jahren, auch im Verkehr mit Behörden und sonstigen Dienststeilen, immer wieder des ihm nicht «ukommenden Wörtchens »von« vor Seinern Namen. Wegen unerlaubter Na-monsführung zur Anzeige gebracht und vor das Amtsgericht zitiert, erfuhr er angeblich erst durch den Vorhalt des Richters, daß die nach der Novemberrevolution hier und dort aufgetauchte Rechtsauffassung, wonach die Kinder Personaiddliger sich gleichfalls »von« zu nennen berechtigt seien, durch die obersten deutschen Rechtsinstanzen längst widerlegt wurde. Das Amtsgericht Stuttgart verurteilte den Adelsschwarmer zu 25 RM Geldstrafe oder fünf Tagen Haft, Mazedonien, Land der steinernen Aecker Wirtschaftlich nncrschloMent G« biet« «m Tor ciBcr Zeit Dieses alte Europa, das wir to gut zu kennen glauben, besteht bei näheieiu Zusehen aus erheblichen Gegensätzen, die bei der Entstehung des neuen Europa gewürdigt werden müssen, nicht nur theoretisch, sondern mit bleibenden echten Empfindungen verdienen sie, festgehalten zu werden. Der mitteleuropäische Lebensstatus, der im Viereck Kopenhagen — Paris—Wien—Königsberg gilt, kehrt zwar In den osteuropäischen Hauptstädten wieder, aber jenseits dei wichtigsten Landstraßen ist mitunter nichs davon zu spüren. Zu den entle gensten Gebieten zählt Mazedonien, wo keineswegs die Phrase gilt, daß die moderne Technik Raum und Zeit überwindet. Ein Kraftwagen im mazedonischen Bergdorf ist noch Immer eine ungewöhnliche Erscheinung, ja im Grunde genommen ein Fremdkörper, Sendbote einer anderen Welti und es mag dahingestellt bleiben, ob diese andere Welt dem Bauern immer als die voHkomme-nr»re erschien. Die Bauern begannen auf ihren Ackern den Kampf gegen die Stsinflut. Nirgendwo in Europa gibt es so von Mchotter durchsetzte Acker wie In Mazedonien. Sie scheinen geradezu das Sinnbild dieses Landes zu sein, da« keineswegs unfruchtbar ist. Schon Jetzt steht das Getreide hoch und bald kann die Mahd beginnen, damit vielleicht der Acker noch frei zu einer zweiten Saat wird. Große und kleine Steinhau- fen auf den Ackern erbeben ilch als Denkmäler der Mühwil. Vereinzelt sind Acker und Gärten von leicht aufgehäuften Steinmauern umzogen, aber allzu häufig geht die Fahrt an Äckern vorbei, die keine sorgende Hand befreite. Der Bauer gab den immerwährenden Kampf gegen die Steine auf. Sein Holzpflug oder die Hacke, die deh Pflug ersetzen muß, mahlt Jahraus, Jahrein die Steine zum Licht und wieder unter die Scholle. Viele Bauern sind im Kampf ermattet. Der Bürgermeister eines armen Bergdorfes, dessen Bauern nicht genug Ackerland besitzen,» antwortete auf meine Frage, ob denn nicht Neuland urbar gemacht werde, das ringsum bis auf die Hänge hinauf zu erkennen Ist. Den Bauern lohne es die Mflhe nicht, meinte er, der Boden gebe tu wetiig her. Das Ist eine Mentalität, die uns unbegreiflich erscheint, aber man mufl ilch erinnern, wie lange die otmanische Herrschaft dauerte, daß ei beute noch für viele abgelegene Dörfer rlelleicht gar keine regehnäßi^e Gelegenheit gibt, ihren Ernteüberschuß auf den Markt zu bringen. Von dem Nutren neuzeitlicher Landmaschinen kann man diesen Bauern, die nicht einmal einen eisernen Pflug haben, nichts erzählen, auch nichts von Kunstdünger, der einstweilen gar nicht herbeizuschaffen ist. Die Steine regieren den Acker, nicht der Trecker. Wie meist im Südosten ist In Maze- Altersversicherung in Untersteier Anmeldungen müssen bis 1. Juli vorgenommen werden Wir hören im Rundfunk Mittwoch, 3. Jnnli Rcicbiicodcri 12.3V-12.4S! Der Bericht lur Lajc. 12.45—14: SchloDkoni«rt aui Hannoyer. 14,15—14.45: Dai deulich« T«ni- urd Unterhil-lun<*orchc»««r. H.45—15: ViiHrltd Kniedcr •pi*tt ■ ui. 15.30—16: von Chr. Bach bit Schumann (Litd und Kammerrauiik). 16—17: Otto Dobrindt diri-liiirt. 17.50—18; Da» Buch d*r Z*it. 18.30—19: Der Zaitapiejel. 19—1">.15: Viitadmitil Lütiowi See-kriaii und Se«mftcht. fJ.lJ—1" 30: Frontberichle. 2fi.lS—21: MuiiUnli«cha Traumcrripn. 21—22; l.ine bunte Stunde. Dcnttchlandscodari 11.30—12: üb«r Land und .Mctr. 17 15-18.30: Donlach. Spohr, Folkcrii, (SinJooiache Dichtunil), 20 15-21: Kllndtnda» Erha: W, A. Moiart. 21—22: Ainlcae ichnntr Schallplattcn, Arbeitsunfähige und alte Arbeiter können auf Grund der Verordnung des Chefs der Zivilvetwallung vom 28. Juli 1942 eine Invaliden- oder Altersinvaliden-rente erhalten. Die Voraussetzungen dafür sind folgende: Ein Arbeiter, der rtuf Grund einer' amtsärztlichen Untersuchung zu zwei Drittel erwerbsunfähig ist und mindestens fünf Jahre Dienstverhältnisse nachweist, hat Anspruch auf eine Invalidenrente. Hat eir. Arbeltpr das 65. Lebensjahr vollendet und kann er mindestens 15 Jahre Dienstverhältnisse nachweisen, so hat er Anspruch auf die sogenannte Alters-Invalidenrente. Das gleiche gilt auch für weibliche Arbeitskräfte. Für..rii!htby Albert Lanteo — MülUr-Vcrlag Mtinchto. "^7. Fortsetzung Aber Irgendwie mußte sie seine Gedanken gespürt haben, denn noch ehe er Zeit zu einer Antwort hatte, fuhr sie in seltsam dringlichem, atemlos beschwörendem Tone fort; »Nein, nein — Sie denken etwas ganz Falsches, Doktorl Ich bin nicht wahnsinnig. Es ist nicht wieder Einbildung, wie damals, als ich immor in der Rolle der Elisabeth lebte. Diesmal bin ich bei voller Vernunft, ghiuben Sie es mir do'"h —- bei völlig klarer Besinnung. Ich k..nn es Ihnen beweisen, dafi Ich isabell Arcen bin, d»e Frau von Michael Korunth.« Bert horchte unwillkürlich auf. Der Klang Ihier SMmme h'itte bei aller Erregung nichts von jener deliranlen Ubersteigertlieif, Jener scharfen Höhe, wie es sonst für krankhafte Erregungszustände rharräkterlstisch ist. Das hier war der Ton tiefer innerer Bewegung — aber zugleich der Ton der Wahrhaftigkeit und f*pr unerschütterlichon Überzeugung. Wenn ich nicht zufällig selber ganz genau wüßte, daß Isabeli Arden gerode Jetzt in Berlin zum soundsovielten Male die Porzia spielt, wenn ich sie nicht selber vor ein paar Wochen gesehen und gesprochen hätte, — man könnte wirklich zweifeln«, ging e« Bert durch den Kopf. Die Kranke hatte Ihm plötzlich den Rücken gekehrt, er sah sie im Hintergrund auf einem mit Büchern und Zeitschriften belddenen Tisch eine Welle nervös herumsuchen. Dann kam sie zurück, ein Briefblatt in der Hand. Etwas wie verhaltener Triumph schimmerte in ihrem Dllck, als sie mit elnejn zugleich befangenen und schmerzlichen Lächeln s^gte; »Sie glauben mir nicht, Herr Doktor, und vielleicht — kann Ich das auch gar nicht von lluien verlangen — so schnell, meine ich . . . Aber hier — diesem Brief von meinem Mann, von Michael Korunth — diesem Brief werden Sie wohl glauben, den mir der Professor noch vor seiner Ahreise selbst gegeben hat. Michael hat mir jeden Monat geschrieben, so wie man einer — Kranken schreibt . . . Und Ich war Ja auch nicht ich selbst«, setzte sie leise, wie entschuldigend hinzu. Eine tiefe Röte kam und ging auf Ihrem Gesicht, das In seiner menschlichen Beseeltheit etwas seltsam Ergreifendes hatte. Sie schwieg einen' Augenblick. Dann fragte sie mit fast naiver Selbstverständlichkeit: »Sie haben doch sicher schon irgendwo einmal seinen Namenszug gesehen — nicht? Und außerdem —«, eifrig wie ein Schulkind, deiitete sie auf die obere Ecke des Br efhogens — »da sehen Sie ja auch den kleinen Aufdruck mit Namen und Adresse.« Bert war wie vor den Kopf geschlagen. Er hatte Mühe, seine immer mehr zun"bmen(lp Verwirrting vor der Kran.-ken zu verbergen. Kein Zweifel' dies war ein Brief von Michael Korunth an ein* Frau, die -er mit Isa anredete, ein Brief, geschrieben In einer befangenen und schonenden Art, ^)en »wie nMm an eine Kranke schreibt«, aber doch so. wie man nur an eine sehr gellebte Kranke schreibt. Und auch diese merkwürdig charakteristische Schrift — er konnte sich nicht genau entsinnen, aber ihm war, als hätte er sie doth schon einmal gesehen, vielleicht als Faksimile in irgendeiner Zeltschrift Oder tintar einer Photographie, — schon m<}glich Aber das war jetzt nicht das Wichtigste. Im Augenblick galt es vor allem, nicht den Kopf zu verlieren und die Kranke nicht durch eigene Erregung zu erregen. Sie schien sein Schwelgen so zu deuten, als habe sie ihn nun endgültig überzeugt. Ihr Blick verlor seine fragende Unsicherheit. Ein weiches Lächeln vertiefte sich in lljiren Mundwinkeln. »Ich möchte Michael bald sehen — so bald es geht«, sagte sie mit verhaltener Stimme. »Vor allem muß Ich Ihm schreiben, heute noch. Er muß doch wissen, daß ich wieder gesund bin, nicht wahrt Es wird ihn sehr glücklich machen, glaube ich.« Ein feuchter Glanz trat in Ihre Augen Fast üiberstürzt sprach sie weiter, um ihre Bewegtheit zu unterdrücken. »Wann, glauben Sl«, daß Ich reisen kann, lieber Docktor? I^chael wird mich natürlich sofort von hier wegholen wollen, wenn es ihm Irgend möglich Ist. Wenn er nicht gerade eine Erstaulfüh-nmg vorbereitet oder sonst etwas Geschäftliches Ihn abhält. Aber lang kann PS Ja nicht mehr dauern. Und Ich bin ja «inch le''erzelt reisefähig, nicht wahr, es fehlt mir Ja — sonst nichts?« Bert wußte nicht recht, was er auf ddese dringlichen Fragen antworten sollt«. Er bückt« sich rasch nach einem kleinen Fllederxweig, dar sich aus der Vase gelöst hatte und auf den Kaminteppich gefallen war. »Sie müssen noch ein kleinwenig Geduld haben, gnädige Frau«, sagte er aus-weichend«, ganz so schnell, wie Sie es sich vorstellen, geht so etwas natüflich nicht. Bs bedarf Jedenfalls, wie bei Jeder anderen Erkrankung, noch einer sehr eingehenden Untersuchung, ich meine, der ganz bestimmten Vergewisserung, daß keinerlal Nachbehandlung mehr nötig ist — bevor wir Sie als gehellt entlassen können. Verstehen Sie, gnädige Freu?«. Er spielte etwas verlegen mit dem Fliederzweig. »Vor allem müssen wir die Rückkehr des Herrn Professor abwarten, er kommt Ja ohnehin spätestens Ende der Woche. Diese zwei, drei Tage müssen wir uns noch gedulden.' Auchl mit dem Brief an Ihren Gatten möchte ich Sie bitten, noch so lang zu warten. Sie können ihn natürlich schon immer schreiben, aber mit dem Absenden wollen wir uns noch Zeit lassen, nicht wahr? Denn vermutlich wird der Professor Ihrem Mann selbst ausführlich schreiben wollen, dann kann er Ihren Brief gleich beilegen. Sie verstehen«, fügte er wie entschuldigend hinzo, als er dem enttäuschten Blick der Jungen^ Frau begegnete, »ich darf nicht selbständig handeln, ich bin hier Ja nur als Vertreter des Chefs, der . . .« Sie unterbrach ihn mit einer entschiedenen Handbewegimg. »Unsinn lieber Doktor«, lächelte sie vorwurfsvoll, »wie können Sie sowas sayenl Wenn ich wieder gesund ge- worden bin, habe ich das nur Ihnen zu danken, dessen bin Ich gaiu sicher. Mit dem Professor, so gut er es gewiß meint, hätte ich mich niemals so aussprechen können wie zu Ihnen — ich weiß selbst nicht warum. Erst als Sie ...« Bert hob, mit warnendem Lächeln die Hand. »Das dürfen Sie nicht sagen, gnädige Frau. Am besten nicht einmal denken. Der Professor würde sich dadurch gewiß verletzt fühlen, und nicht mit Unrecht. Im übrigen — jede Heilung ist ein Geheimnis. Behalten wir es zunächst für unsl« Er steckte den Zweig wieder In die Vase zurück und reichte der Kranken zum Abschied die Hand, die sie einen Augenblick, wie in stummer Dankbarkeit, mit beiden Händen umschlossen hielt. Am Gartentor blieb er noch wie gewöhnlich, ein paar Minuten stehen, um der inzwischen zurückgekehrten Schwester 'Bärbel einige Instruktionen zu geben. Aber kaum daß er allein war, fühlte er die gewaltsam unterdrückte Erregung umso heftiger In sich aufsteigen Es erging ihm wie einem Trunkenen, den erst In der frischen Luft draußen die ganze Macht des Rausches überfällt. Zv.'el Schwestern der Anstalt gingen grüßend an ihm vorüber, ohne daß er sie bemerkte. Erst In seinem Zimmer entdeckte er mit flüchtigem Erstaunen, daß sein Haar und seine Kleider naß woren. Es mußte geregnet haben, und nicht wenig . . . Bert schloß das Fenster, der Lautsprecher aus dem Gesellsrh^ftf'immer störte ihn. Rauchen, dachte er, das beruhigt. I.laR15URÜEK ZL..ur^G Mittwoch, 2, Juni * Nr. 153 * Seite 5 STADTTH&ATE« MAP.BURG-Drau Mlllwock, 4cd 2. Juni D?e o210, Allda Valll Iraiema Dtllaa, Andrea Ckerchl ta Reifende Mädchen FOi Jnoendlkh« nirtil lugelaxtenl Wir lelgen In Sondi!rveran!il.illunaen den Karl May-Pllm Durch die Wüste Miltwocli um 10 u. 13.45 Uhr, Donnerttag um 13.45 Uhr ESPLAMA^»E Wo iK. man, 20 4.< uhr So 13 45, 16, 1« 30 20.45 Uhr Zwei glückliche Menschen Ein WiBn-Pilm mit Miigda Sctinelder, Woll Albach-Kelty und Oikar Sltna. Uebe und Jurlitaral — «in« hnitnre Hhe^psrhlrht«. PDr iugendllrbf nirht ingelaiienl Lichlfpiele ümJeiiten^ctmle Mlllworh, 2. Jnnl. Donnrritng, 3. Junt mit dem Beginn um 19 Uhr — rtn Peler-Ostfrniayr-Fllm der LH«: Schloß Votfelöd Carola ROhn, Hanl Stow«, Wallet Steinbock, KIth« Haack POr Jugandllch« nirhl ingrlaxienl Bekanntmachung des Stillhaltekommissars fQr Vereine, Orj^anisationen und Verbind« in der Untersteicrmark, Marbur|{/Drau, Kiratnerstr. S/1 Der Verein »Kaufminnisch« SelbithiHe« reg. HilfskMM in Marburg (Tr||ovska samopomofi, re|{, pomoSna blaitaina) wurde aufgelöst und %vird das Vcrmö|{en unter die Mitglieder verteilt. Alle Mitglieder werden aufftefordert, ihren Vermfigensan* teil ehestens bei der Dienststelle des StillhaltekommiaMrt in der KämtnerstraBe 5/1., in der Zeit von 9—Ii Uhr tu beheben. Auiw&rtige Mitglieder erhalten nach Bekanntgabe ihrer An* Schrift ihren Anteil übersendet. 376 Der Stillhaltekommissart gti. Hruby, GauachatzmeiRter, 2 Wie entdeckt man undichte Stellen an Herd und Ofen? Zwei Lehrlinge werden aufgenommen. Mfischinenlischlerei KoIaritRch, Marburg, Triester- .iraße j4^__30-6 Suche für Nachmittag von 2 ibis 6 Uhr dringend eine gute iflausnäherin. Anträfi^ unter (»Hausnäherin« an die Verw. der »M'Trhur^ei Zeitung«, 5-fi Damenfriseurli'hrmädrhen sucht Baizer, Marburg-Drau, Ihndcn-burgstrnfie 42. 29-fi Serviererinnen (Ober) sucht per sofort Cafe »Schloßberg«, Cilli. 258-5-6 Zu verm?cten Wo beim Herd ode^ Ofen Nebenluft eindringt, da wird der Brennstoff verschwendet bit zum doppelten Verbrauch an Heizmaterial I Dorum: Auf gepafft und nadtgetehen I Es ist ganz einfodit Mit einer brennenden Kerze oder einem brennenden Streldiholz fahren wir an Herd und Ofen uberall entlang, wo Kachein zusammenstoßen, an den Türen und Luftklappen, Obef Herdplatte und Herdringel Wo die Flamme dobei zum Herd oder Ofen hingezogen wird, da heißt dast ^chtungl Nebenluftl* Vieles können wir dann gleich selbst mit Ofen-kht, Lehm oder Schamotte verschmieren — anderes kann nur der Fochmonn in Ordnung bringen. Aber: gemacht muO es Villa mit Obst- und V/einqar-ten zu vermieten. Unter »Seltene Gelegenheit» an die »Marburger Zeltung«. 32-7 Zn mieten gesucht Ruhiges Fräulein, tagsüber Im Büro, sucht ein leeres Zimmer, Stftdtparkncihe. AntrÄga unter iVjedVn wie weTdenl Beim hfe'rd mögii'chst sofort — beim »Sehr ruhig« an die Verw. 35-8 Ofen vor dem Winter. Darum: Bald diese einfadie Prüfung Angestnlltcr sucht für die Zelt vornehmenI Sonst locht zwar „Kohlenklau"«— ober wir ver-broudien zuviel Brennstoff, statt sparsam zu kochen und es spAter schön warm zu haben I AmtsbOrgennettter der Gemeinde Pregerhof. Ungültigkeitserkläningl Der In Verlust geratene Personalauswelt Nr. S5 der FI-derichek Angela, Angestellte bei der Gemeinde Pragerhof, wird hiemit für ungültig erklärt 8-6 Pragerhof, am 25. Mal 1943 Der AmtshflrgermelÄter Polotfchnlk. Burg-Licktfsp«e'e SachientelderitraB« •Ii i. Juni 5000 Mark Belohnung Bit OIIt Holimann. Hilde Seiink und Oiktr flM«. Pltr Jugpndllrhe nIrht titf|»lBi»enl Ihre Verlobung geben bekannt HANNERL MESCHKO SCHUTZ FRITZ, Gefreiter Frledau Ostern 1943 Wer jetzt sich etwas Mühe macht, im Winter über diesen Kleiner Anzeiger vom 25. Juli bis 15. August möbliertes Zimmer In Marburg. Zuschr. an die Verw. des Bl. unter »Nr. 11«. 34-8 Suche ab sofort bis 31 fl, 1943 I ^ ^ U11 Wohn- und Schlafraum für mel-* ne Ehefrau mit 2 ejähriqen Kin-dem in Marburg oder Marburg-Kanzlelkratt mit Maschinen- Land. Angebote unter »H, P, schreibkenntnissen sucht einen 13« an die »M. Z.«, Marbnrg- passenden Posten in der Stadt Drau.__33-8 Anträge unter »1001« an die Zahlkellnerin sucliriiiöbliertM Verwaltung des Bl.__2^ Zimmer. Sitter Maria, Cilli, Tüchtige Wirtschafterin sucht Brunnengasse 6. 5-6-8 Zu verkaufen Verkaufe 6 schöne Angora-Hesen. Anfragen Muie Josef, Rast 12. 1-3 Stelle, auch am Lande. Anschr. ■ In der Verw. des Bl., Marburg-Drau. 26-5 Offene Stellen Große Kredenz um 200 RM zu verkaufen. Meilingberg 6, Marburg-Drau. 22-3 lfle^fopol-8-irhrma Relln. FOr Jogendllch« iugelapiA«al fon - Lich^ypiete i*eeamtensg«ttln und HausbesltzerlB In Drauweller wurde am 31. Mai 1943, nach wirklich schwerem Leiden, Im Alter von fast 65 Jahren, abberufen. Wir geleiten unsere teure* Tote am Donnerstag, den 3. Juni, um 15 Uhr, vom Sterbehaus Drauweiler, Fraustaudnerstraße 13, zum Mngda-lenenfriedhof, wo wir sie in der Familiengruft zur letzten Ruhe betten. Marburg—Drauweller, Graz, Leoben, den 1. Juni 1943. Jekob Tschrepinko, Reichsbahnbeamter a. D., Gattei Fritz Tschrepinko, Oberleutnant d. R.i Otto Tschrepinko» Kaufmann, Söhne i Annl und Hüde Tschrepinko, Schwiegertöchter, im Namen aller Verwandten. 17-6 Gut erhaltener, tiefer Kinderwagen zu kaufen gesucht. Adr. in der Verwaltung des Blattes. 24-4 Stellengesuche Snche für meinen 16]ährlgen Jungen Irgendwelche Stelle in einer Kanzlei oder sonst was passendes. Anschr. In der Ver-waltung des Blattes. 28-5 Funde - Verluste 3 Fettkarten auf den Namen Vigl verloren. Der redliche Finder wird gebeten, sie bei Vigl, Lissagasse 36, abzugehen. __________36-13 Grauer Glacelederhandschuh In Pettau am Sonntag verloren. Näherinnen, womöglich aus- Bitte abzugeben gegen Beloh-gelemte, werden sofort aufge- nung bei Hubmann, Pettau, nommen. Vorzustellen zwi- Magazinstrafle 3 15-6-13 sehen 6 und 14 Uhr Fabrik ■ Heinrich Hutter, Triesterstraße,' 283-6 . Vo( ClBitellnng Arbellikril- tea il« Zuillmnong dei la- itündlgcB Arbcitiamte« «Ingcholt werden. Verschiedenes Lehrlunge, ehrlich und gesund, Tausche gute Stiefol Nr, 42 für wird In Spezerel- und Manu- «'"«1 9"»«" Photoapparat, Adr. fakturwarenhandlung sofort auf-In d®' Verwaltung des Blattes. genommen. Volle Verpflegung'____________ im Hause. Anzufragen bei An-Tausche neuen Rundfunkapparat tonia Penltsch, Marburg-Drau, oder Fahrrad gegen Klavier Viktrlnghofgasse 9._^ oder Flügel, Zuschriften «rbe- Bcdlencrin, ganztägig, mit oder unter R, M « an die Verw. ohne Verpflegung, wird sofort Marburg-Drau, 38-14 aufgenommen. Anfragen Bis-j Tausche neuen Herren-Wlnter-marckstraße 12-11, Tür 63. 16-6|mnntel, schwarz, Größe 52, für 80- oder 120b&sslge Klavier-harmonika. Adr. Verw^ 37-14 Tausche neuwertige Berg-schuhe Nr. 40 gegen kleinen Volksempfänger. — Bismnrck-straße 10, Tür 42, 40-14 Kanzleikraft, In der Durch-schrelbebuchhaltung bewandert, auch Anfänger, findet Aufnahme bei einem Unternehmen in Marburg. Handschriftliche Offerte unter »Durchschreibebuch-haltung« an die Verw. der Marburger Zeitung erwünscht. 326-5-6 Portler für unseren Fabrikbetrieb in Thesen gesucht. Es wollen sich auch Kriegsversehrte melden bei Anton Pin-ter, Marburg-Drau, Reiser Straße 16^___14-6-6 Kontoristin mit Maschinen-schreibkennlnis für halbtägige Beschäftigung wird aufgenom-i men bei C. Büdefeldt, Marburn Herrengnsse 4-6._13-6-r Suche drinqendst Wäscherin. Sturm, Bismarckstraße 15-III Marburg-Drau. 31-0 In tiefster Trauei geben wir bekannt, daß uns unser lieber Sohn und Bruder Anton Schulz Schüler der 4. Klasse, am 31. Mai 1943 nach schwerer Krank-höit ttlr immer verlassen hat. Wir begleiten den Verstorbenen auf seinem letzen Helmweg am 2. Juni 1943, um 16 Uhr, am Stadtfriedhof in Drau-wellfii zur letzten Rulie. 18 Murburg/Drau, den 1. Juni 1943. Tieltrauernd: Familie Schulz XJeferschültert gebe ich In meinem sowie im Namen der Kinder und aller übrigen Verwandten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater, Herr Bnstav Freiherr von Brutsciireiber nach kurzem, schwerem Leiden, im Alter von 60 Jahren, am 30. Mai 1943, verschieden ist. Das Leichenbegängnis findet Mittwoch, den 2. Juni 1943, um 17 Uhr, vom Trauerhause In Schönstein aus statt. 7*0 Schönstein, den 30 Mai 1943. In tiefer Trauer: Maria, Gattini Alexander, Zita u Nadine, Kinder. In soldatischer Pflichterfüllung starben die Zollgrenzschutzmänner Zollassistent Josef Mulzer am 37. Mal 104S Zollassistent Otto Haese am 20. Mal 1943. Die Relchsfinanzverwaltung betrauert den Tod ihrer braven Kameraden. Ihr Opfer verpflichtet uns. Cilli, den 31. Mal 1943. 10 ® Der Vorsteher des Hauptzollamtes Cilli: Saam, Zollrat, jMtxeMiuc im Vledi2Uisdicafill: enorilrw Kll^lioacallrt-Vaduae n»[^ Di oft nod) 4.1 m (jof Irttnn frjlrr all «aa bactitr.lflmrifT tfii brn ftranfbr'll'dr arlonjt. ifcrr frft Hr onfle- braii)(nr« ¥n;f-inptn aiifhroud.rn, braci «tnr nrur n! tnnf iniii'jti <>filinitifl rf(Mi>4 »rrroi'Ttcl werben, aud) SiififfGScaÜns hJfil |u (fcm IsrrftfTtln»? ui'l ffoblr firbioutti: tpirby S8»t baiwirli FianMt, tMral btt lotoit.: S/hlCt JCohU! C*rf BOltitr. K»natmtta. ßibAcnt auf b" R Deine Fü^e!\} Wundlaufen und Fuinrr«nn«n v«rltm«l dar t«il 60 Jahren ^ m m* bswährte FuBkrem v SchmerzerfOllt geben wir die traurige Nachricht, daß das warme, gute Herz unserer geliebten Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Tante und Cousine, Frau Anna Mikolitsch geb. Robitsch uns nach schwerem, langem Leiden, Im 55. Lebensjahr, für ewig verlassen hat. Nach der Überführung aus Schönstein werden wir die sterblichen Überreste der Verstorbenen In Zellnitz (Drau), am 2. Juni 1943, um 16 Uhr, der Mutter Erde neben unseiem Vater bzw. Gatten, zur ewigen Ruhe legen. 20 Marburg/Drau, I.orenzen/Dach., Lelbnltz, Graz, Saloniki, den 1. Juni 1943. In tiefer Trauer: Anna, Alois, Karoline, Martha, Kinder, sowie alle übrigen Verwandten lu 3^. M Mfid 71 in Apoth«k«n und Oro9"l*^ r* Gehwol sehört Ins | I y ■ Id po st • PM citc 6 * Nr. 153 * Mittwoch, 2. Juni MARBURGER ZEITUNG Volk E'n Volk, das zu «ich fand, quillt als ein frischer Born Trägt als ein gutes Land sich selber — ewiges Koin. Gerhard Schumann „Wife Teifln" / Erlebnisse unserer Gebirgsjäger Meine Briefe Vou Ogefr. Hciidid Hanuori Sie sind meine treue»ten und liehstpJi Tieunde. M^ncninal verharren sie iaiigc lind manchmal verirren sie s:ch, aboi dcinn finden Sie doch 7U mir. Aus allen Teilen des Hoimatlundes und von allen Fioulen machen sie sich auf den Wag, haben oit eine bebchwevliche Reise und tragen mir ihr frohes Gedenken, ihre guten Wünsche zu. Zwar mitunter halten sie traurige Rolschalt umschlossen. Da kommt eli-Brief an einen Kameraden zurück und die Eltern schreiben mir, d'il^ er g-^fal-Icn ist, das andere Mal war mir ein lieber Mensch in der Heimat gestorben, in dessen Haus im Miltelqebirge, herr lieh am Berghang zwischen hohen Tannen wie die Einsiedelei eines stolr.en Herzens gebaut, ich manche frohe Fe rienzeit verbracht hatte und dem soviel Pläne für den Frieden zugedacht Vri-ren. Dann wird so ein Brief zum Z^A' rhen einer dunklen Macht, die uns air dem Ungewissen hart angreift, daß uns die Augen feucht werden und wii diis zerfaUetp P.ipier, von den anstürmenden Godanken bewegt, ans den Hander» gleiten las«!en. Aber solchen Briefen steht die Mehrzahl der anderen qegen-über, die uns, fler harten und immer heimatfernen Gegenwart entrückt, in Hoffnung ti'^d Traum hineinstellen und uns so glücklich machen und stark. Wenn mir da ein kleines sechsjähriges Mädelchen aus dem Rheinland, wo wir einst im Winter im Quartier lagen, schreibt: Komm bald zurück, dann spielen wir wieder und suchen Blumen und Vögel -- diese Haselnüsse habe ich für Dich gesammelt! — Dann steht der ganze Tag heil unter freundlichen Licht, der kindskrausen Schriftzeichen. L'nd das Bild dieses Kindes, das dort im fernnn Sieaerland noch an einen Soldaten denkt, der vor .Jahr und Tag mal mit ihm durch die friedlichen, blühenden Wirseii ging, begleitet dann wie ein Schutzgeist raeine Wege. Oder ein Kamerad schreibt: Weißt Du noch, als wir beim Baubataillon waren, Sand und Steine schippten, Schienen und Loren schleppten, Straßen bauten und bei aller Arbeit so voller Erwartung, so ganz im ungewissen Zukünftigen, im Planen und Wagen lebten? Weißt Du noch, als wir den Geburtstag foierten und uns dann gegenseitig hübsch langsam und vorsichtig nach Hause brachten? Weißt Du noch, daß wir bP'dp aus Kilomeierentfernung dasselbe Miidrhf^n verehrten, ohne daß die G'ückliche jemals davon erfuhr--— Weifet Dil norb' Oh, man weiß noch alles. Wie ein Springguell überstürzen uns da'tn dip E^innerunf^en, alles Trübe ist verniumen und aus dem unverlierbaren Be^if- n" der s'"hönon Stunden k inn m'in Kraft schiöpfen für die Auf-oabon der Gegenwart. Und bei (In Briefen uns besondere liebfr M-^nscl-.e'i, da werden wir zu .Srhdtzgrtil; irn und schauen hinler den Vorh'jng von Worten grad hinein in das des S-hreibenden und suchen zu rrluhlen, v as uns n'cht geschrieben wird. D'i mcig irgendein gleichgülfigefi farbloses Wort stehen, für uns enthüll* GS doch seine wunders.nme Welt de Linhe. wir crsp.'iron soi'!" Hintergründig keit unfj Vi'issen um seinen doppelten S.nn So sind Bne'r- von mächtigerer Wirk samkeit dl;- Worte, denn WortÖ können rasch vrrw-srht werden, aber das air einei^i Rr'e' Gelesene bleibt, gräbt sich tief ein und bat qei'ügend Zeit, uns je nach Abs'cht mit unauslöschlichem Zweifel oder unverrückbarem Glauben zu erfüllen haben die Alten doch nicht umsonst die S'^h'^'fl in den Geruch der Z.Tiibn'ei aebrncht. Es war In den Bergstellungen bei No-worossijsk, damals als der Frühling endlich auch durch die wilden Eichenwälder zog. Unten im Tal blühten schon die Kir* sehen. Die Granatwerfer schwiegen. Selbst der Krieg kann in der warmen Mittagssonne etwas Einschläferndes haben. Wer nichts zu tun hatte, saO vor dem Bunker und dämmerte in den Schlaf hinein. Drinnen klingelte der Femsprecher. Er machte uns wieder wach. »Der Obergefreite A. soll sich beim Oberleutnant 1 melden. Im Dienstanzug.« Ah, v— e> war also so weit! Man wußte es schon. Ei würde eine Beförderung vollzogen werden, hier zwischen Erdhaufen und Eichen-ge.