^^. Donnerstag, 24. November 1898._________________Jahrgang 117. Wacher Zeitung. ^^^^^°" gellen »ü lr., größere per ijelle e rr.,- bei öfteren Hgiebel holungen per Zelle 2 lr. Die «Laib. gta.» erscheint täglich, mit Ausnahme der Vonn» und Feiertage. Die Nblnlnlftratlon befindet sich Longrrssplah Nr, 2, dle stedaction Varmherzigergasse Nr, 15. Sprechstunde» der Redaction von u bi« it Uhr vor» mittag». Unfrankierte Arlefc »oerben nicht angenommen, Vlanujcilpte nicht zurNclgestellt. ^,Etlicher Theil. ^ MMr'ssA^. Apostolische Majestät haben mit ,5 ^tlich"'Wleßung vom 5. November d. I. Ä? beutst ' flvfessor der darstellenden Geometrie Hfiip^" technische Hochschule in Prag Karl ^" Au^ ^"lass seiner Uebernahme in den Hl5lG,?wand den Orden der eiserneu Krone ^ Muh" ^"chsicht der Taxe allergnädigst zu ^ster ^ k- Apostolische Majestät haben mit ^ " dem M^ung vom 16. November d. I. M ^lleid,^ ""o Charakter eines Regierung«' ^ ?">n c>,^ ütechnungsdirector im Ackerbau-^^'en 3l ?°"° Mangle anlässlich der von ''^ell ^, ""Atzung i„ den dauernden Ruhestand b'gst l, ?^"^ Krone dritter Classe taxfrei ^, ^ verlnHen^geruht. ^ster'^l. Apostolische Majestät haben mit V^landeMwbung ^^^ ^ November d. I. ^/^Wi/"lchtsrathe Stanislaus Majer in ^^eH, m^" '^ angesuchten Versetzung l5?l eii^s ? ^"hestand taxfrei den Titel und ^ Hofrathes allergnädigst zu verleihen . k,i Nuber in. v. XZ'ler'^d l Apostolische Majestät haben mit V'O zu Wießung vmn 16. Äiovember d. I. ^ ^berlH^"'-'" geruht, dass dem Rathe des W der?"°esgerichtes Wilhelm Kozeschnil ^ ^"he,?.?^"^luchten Versetzung in den ^"heit ^ laild der Ausdruck der Allerhöchsten ^ben w! . '""er vieljährigen Dienstleistung ^üie z --------------- ^3^ En?? k- Apostolische Majestät haben mit ^ l "II2- Mleßung vom 19. November d. I. ^?^et«, ""o Charakter eines Negicrungs-^sMft^ ' .Hofsecretär der Geueral-Directwn v^^geit ^" ""o Familicnfonde Doctor ^i ^ ^f>^^ ,,^lm Regierungsrathc zu ernennen ^?''Titcl ," ^^er Direction Anton Ianka ><3st ,. ., . .Charakter eines Negierungsrathes ^^^rlelhen geruht. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 31. October d. I. den ordentlichen Professor für allgemeine und experimentelle Pathologie an der deutschen Universität in Prag, Hofrath Dr. Philipp Knoll zum ordentlichen Professor des bezeichneten Faches an der Universität in Wien und den außerordentlichen Universitäts-Professor Dr. Richard Paltauf unter Belasfung als Professor im Rudolf-Spitale zum ordentlichen Professor für allgemeine Pathologie und pathologische Histologie an derselben Universität allergnädigst zu ernennen geruht. Bylandt m. p. Seine t. und k. Apostolische Majestät haben mit l Allerhöchster Entschließung vom 16. November d. I. den Oberrechnungsrath im Ackerbauministerium Josef Trilety zum Nechnungsdirector in diesem Ministerium allergnädigst zu ernennen geruht. _________ Käst in. p. Seine k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 2. November d. I. den Finanz-Procnraturs-Adjunctcn, Privaldoccnten Dr. Ladislaus Leopold Iaworski zum außerordentlichen Professor des österreichischen Civilrechtes an der Universität in Krakau allergnädigst zu ernennen geruht. Bylandt m. p. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 6. November d. I. dem Saalthürhüter Karl Ludwig anlässlich seiner erbetenen Versetzung in den bleibenden Ruhestand, in Anerkennung seiner vieljährigen treuen Dienste, das goldene Verdienstkreuz allergnädigst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Theil. Die Obstruction in Ungarn. Die Obstruction in Ungarn, welche am 21. d.M. in einer vierzehnslündigen Sitzung mit den heftigsten Kundgebungen gegen den Ministerpräsidenten Baron Aanffy und den Landesvertheidigungs - Minister FZM. Aaron Fejeruaru ihren Höhepunkt erreicht zu haben fcheint, wird von den Wiener Journalen so- wohl mit Beziehung auf die Rückwirkung auf den Ausgleich und die österreichischen Verhältnisse, wie mit Beziehung auf die Folgen, die sie in Ungarn her« beiführen könnte, besprochen. Das «Fremdenblatt» weist auf die Thatsache hin, dass die stürmenden Fractionen im ungarischen Par« ! lamente doch nur eine sehr geringe Minderheit bilden. ,Man dürfe sich jedoch in keine Vermuthungen über ^ die weitere Gestaltung der ungarischen parlamentarischen Lage einlassen, und es bleibe die Taktik rathsam, die der Handelsminister Baron Dipauli empfohlen, nämlich die Berathung der Ausglcichsvorlagen zu beenden. Man müsse hier vor allem bemüht sein, von keiner Wendung überrascht zu werden, damit die Hauptsache wenigstens parlamentarisch festgestellt erscheine, wenn in Ungarn das Obstructionsgewitter in dieser oder jener Form zu Ende geht und die normalen Verhältnisse zurückkehren. Die «Neue Freie Presse» findet, dass die Lage in Ungarn sich ernst gestalte, weil dort die Ausschaltung des Parlamentes nicht ertragen würde. Wenn der Kampf wie bisher fortgeführt würde, so müsste er sich in die Frage zuspitze», ob Ungarn den Reichstag oder das Ministerium Banssy leichter vermissen würde. Im Falle der Auflösung des Reichstages und Vornahme von Neuwahlen wäre es nicht sicher, ob die Majorität, die heute fest entschlossen ist, die Negierung zu erhalten, ihre eigene Existenz werde aufs Spiel fetzen wollen. Das Schicksal dieser Majorität werde nicht nur lehrreich, sondern auch vielleicht nicht ohne Folgen für Oesterreich sein. Das «Wiener Tagblatt» gibt dem Bedauern Ausdruck, dass das Obstructionsfiebcr auch Ungarn ergriffen hat, und versichert, dass man hierzulande darob keine Schadenfreude empfinde. Es wünsche ehrlich, dass auch in Ungarn das Obstructionssieber wieder verschwinde, ehe es auch dort den parlamentarischen Organismus verletzt, ehe es die gesunden Grundsätze der constitutionellen Freiheit vergiftet hat. Die «Oesterreichische Volkszeitung» verwahrt sich gegen eine Gleichstellung der österreichischen mit der ungarischen Obstruction. Die erstere sei leine Partei« gemäße, sondern eine nationale, nicht gegen eine Person, sondern gegen ein System gerichtete gewesen. ,. Feuilleton. Stellung des Clubs der Amateur- >"l 27"°grapheu in ttaibach. ^l^stew f 26-November ^^. K» ^, gch^ ^ kaun; ein Gebiet moderner Kunst- ' Al!u Kiltes i^ ^otz des verhältnismäßig ge- ! UttihHr so" '"nes Entstehens und seiner Ent- «ll^Nger., ^ Zahl von Anhängern und be- 5^?' U,l^'""oen hat, als die Amatenr- ^ VN jrin gewiss müssen es Gründe hervor- <°!l I^t h' .vle diese Erscheinung erklären und ' >^^, ^llH^'"' Liebhaberei begreiflich machen: »lür?' Wunsch einerseits'eines jeden, der Natur und Kunst "^l> °bei "M ist, diesen oder jenen herrlichen »il tin N,k chtlgcs Kunstwerk nach eigener " und als immer- , >'^? an l" 3 dem Auge bewahren zu können, OV'^ne ^ Stundm in fröhli^r Runde, H^ßige ^He zu besitzen — anderseits die ^' 5b. ebez, d V"t, mit der uns die Amateur- '^ b ^ unl. r^lel verschafft, diesem Wunsche l H'ii>Hb d'es ist die Hauptsache - nicht ch^H^ger Formern' gerade m ^h>n?ü gerecht zu werden — dies zu- ?e H^chli^urft.k ,u^ der Amateur-Photo- ^i!ii i^echt c,?" Voden gewonnen haben, den ,^ch^ng1. behauptet. ^ V^sH' Zu erhalten, dazu bietet uns <>Nn^ dle I. Iahresausstellung der ^tia,>. 5^l)eit in Hülle und Fülle. " Nundgang durch die um das von Herrn Winter tresslich ausgeführte Clubwappen mit vlel Glück zusammengestellten Arrangements zeigt uns Bilder von Wanderungen nah und fern, vom Meeresstrande wie von den stolzen Häuptern des bochaebirges. die, was Wahl des Motivs wie Aus-Mruna betreffen, wohl volle Befriedigung erregen werden; über einzelne von ihnen ist ein unsagbar schöner poetischer Hauch gebreitet, der stch schwer äildern lässt und die Bilder eben als Sttmmungs-liilder ungemein ansprechend macht. So sinden nur aleich beim Eingang Ansichten aus der Umgebuug Laibachs und . Wasserpartien - (Frau v. Stabler) als beredte Illustration des oben Gesagten, Bilder, die iualeich ein neues Verfahren, den sogenannten Pigment' druck mit seiner abwechslungsreichen Farbennuancierung, tresslich vorführen. Gleichzeitig haben wlrhler auch-wie bei dem Nachbar-Tableau der Frau Gräsin E. Auersperg - Gelegenheit, die durch die heutige Technil mögliche und geradezu verblüffende TlMache 5/r Verarökerung zu studieren, die es gestattet, nut cincm kleinen Taschenapparate beliebig viel Aufnahmen riercn und sodann mittelst elncs Apparates u v rarchern Da s dabei der Reiz der Landschaft ^verliert zeigen der treffliche «Fernblick aus dein Tlnrm ' md Uuernhaus'' (Gräsin E. Auersperg). ^ Das genannte Pigmentverfahren lst auch ganz nnrn^l H in der Gruppe des Herrn u. Stadler vor X^Hii t Die Bilder: -Ausblick» und «Leucht-2 n v St. Wolfgang- sind in ihrer Art geradezu mzia In bekannte'Gegend führt uns < St Martin be L ttai- (Breisach), stimmungsvoll wir t «Varcola. Mstn r), -St. Georgen in Niederöstermch. (Zangl)j rMich m Motiv und Ausführung w.rkt «Muhl^ in Gamlwg» (Kosler). dem sich 'Mchenfel er See-(Pettauer) würdig an die Snte stellt. Prächtig ,m Eindruck auf den Beschauer präsentiert sich «Isola» sowie «Laibach» (Mühlbauer); eine Arbeit voll feiner Sorgfalt ist die «Teufclsbrücke bei Bifchoflack»; in derselben Gruppe (Ärabetz) finden wir auch zwei un-gemein duftige Bilder: «Rauhreif» und die Ansicht «Schlofsbrunnen in Nillichgraz». Eine gelungene Ansicht von «Zwischenwässern» (Baron Lazzarini) und «Alpcnstudien» von Dr. Ruschnik werden gewiss auch dem Besucher auffallen. Wie durch glücklich gewählte Gruppierung und Zusammenstellung änßerst dankbare Motive für Genrebilder entworfen werden können, zeigt uns eine prächtige Scene in der Grnppe des Herrn Zangl «Belauschtes Geheimnis», die allgemein Bewunderung und Heiterkeit erregt; ungemein lieblich wirken «Die Tauben von S. Marco», belustigend ein «Tableau mit Kinder-scenen» (Frau v. Stadler); ansteckend mit seiner Heiterkeit ist: «Lustige Gesellschaft», sehr ansprechend: «Das Alter» (Kastner); idyllisch: «Vaueruhaus» (Vesel); komisch die lebhafte Thiergruppe «Futter in Sicht. (Kosler); ergreifend dagegen die auch als Momentaufnahme interessante Gruppe: «Blut der Guzlar» (Mühlbaucr); sehr gelungen ist das Intermezzo: «Schmeckt gut», «Ach, wie sauer» in der Grupp»; Aaron Lazzarini. Reichlich finden wir auch die Momentaufnahmt! vertreten, bekanntlich ein besonders beliebter Zweig der Amateurphotographcn, und bringen fast sämmtliche Aussteller solche in durchwegs gelungener Form; haarscharfe Aufnahmen von in Bewegung befindlichen Eilzügen (von Stadler und Kastner) beweisen die brillante Arbcit moderner Präcisionsoptik und Technik. Als schöne Reiseerinnerungen bewegter Scenen finden wir: «Stapellauf des Rammkreuzers Kaiser Karl VI.» (Fr. v. Stadler), «Start am Thalerhos» (Gräsin Laibacher Zeitung Nr. 268. 2162 24. Novemb^> Das «Illustrierte Wiener Extrablatt» erkennt, dass sich in Ungarn eine Kluft aufgethan habe, welche den Blick in die Zukunft nicht frei von Sorge lafse. Die Wirkung bleibe die gleiche, ob in Wien oder in Budapest obstruiert werde, es leide der konstitutionelle Begriff, es leide der Staat; es leide der wirtschaftliche Fortschritt und es leide das Ansehen nach außen. Das «Neue Wiener Journal» ist der Ansicht, dass durch den Obstructionssturm in Ungarn die Ischler Abmachungen aus dem Machtbereiche des Baron Banffy verweht wurden. Die «Reichswehr» folgert aus den Ereignissen, das liberale Ungarn sei entartet in seinen constitu-tionellen Einrichtungen. Mit einer Deutlichkeit, die kaum zu überbieten ist, erbringen das cisleithanische und das trausleithanische Parlament Tag für Tag vollgiltige Beweise ihrer Unzulänglichkeit. Frankreich und England. Der «P. C.» schreibt man aus Paris, 20. November: Man versichert, dass der Minister des Auswärtigen, Herr Delcasft, die Absicht habe, bei Gelegenheit der Berathung des Budgets der auswärtigen Angelegenheiten in der Kammer sich über die verschiedenen Fragen, welche in den letzten Monaten die volle Aufmerksamkeit der Regierung auf sich gezogen haben und sie noch beschäftigen, auszusprechen. Dass bis zu diesem Zeitpunkt Ereignisse eintreten könnten, welche eine wesentliche Veränderung der gegenwärtigen Sachlage herbeiführen würden, wird als wenig wahrscheinlich bezeichnet. Die Schwierigkeiten, die zwischen Frankreich und England entstanden sind, beobachtet man in politischen und diplomatischen Kreisen ohne außergewöhnliche Unruhe. Ohne sich den Ernst der Lage zu verhehlen,' gibt man sich der bestimmten Hoffnung hin, dafs jeder! gewaltsame Conflict vermieden werden wird. In Eng-, land scheint man gegenwärtig eine besondere Wichtig^ keit der Regelung gewisser Fragen beizulegen, welche die englischen Staatsmänner, darunter namentlich aber Herr Chamberlain in seiner Manchester-Rede, aufgezählt haben. Wenn man jedoch an diese Streitfragen beiderseits mit versöhnlichem Sinne heranschrcitet, darfi man wohl annehmen, dass keine von ihnen gefährliche Folgen haben werde. Es müsse geradezu angenommen werden, dass England bereits entschlossen sei, die französischen Interessen zu verletzen und die Würde Frankreichs zu demüthigen, wenn man glauben wollte, das für friedliche Verhandlungen kein Raum mehr vorhanden und, der Zusammenstoß unvermeidlich geworden fei. Solche Absichten kann man den Staatsmännern einer großen Nation, die sich schmeichelt, dass sie dem Werke der, Civilisation stets ihre volle Unterstützung angcdeihen lasse, nicht zumuthcu. Das Unrecht, dass in der Vergangenheit begangen wurde, ist keineswegs ausschließlich auf französischer Seite zu suchen. Auch England hat feinen Theil daran im afrikanischen Wettbewerbe, der die jetzige Situation veranlasst hat. Es wäre unnütz, daran zu erinnern, dass Recriminationen dieser Art zu nichts führen. Der' m den politischen Kreisen diesbezüglich vorherrschende Eindruck ist der, dass man, wenn die Prüfung der Streitfragen in Afrika beginnen wird, die Ueberzeugung durchdringen ninss, dass es leine un-übersteiglichcn Hindernisse gebe und dass Frankreich wie England ihre Besitzungen in Afrika entwickeln können, ohne dafs gewaltsame Zusammenstöße daraus entstehen.__________________________ Politische Uebersicht. " uaibach. 23. November. Die fünfte Sitzung des Herrenhauses findet Samstag den 26. d. M. um 1 Uhr nachmittags statt. Tagesordnung: Zweite Lesung des Gesetzes, betreffend die Aufhebung der chirurgischen Gremien und die Ueberweisung des Vermögens derselben an die Aerzte-kammern. Zweite Lesung des Gesetzes, womit für den Fall der Einführung der Grundbücher in Vorarlberg einige grundbuchsrechtliche Sonderbestimmungen und erleichternde Gebürenvorschriften erlassen und Beschränkungen der Theilung von Gebäuden nach materiellen Antheilen eingeführt werden. Zweite Lesung des Gesetzes, betreffend die grundbücherliche Theilung von Catastralparccllen, ferner die Zulässigteit der gerichtlichen Aufnahme von Urkunden über die Erwerbung geringwertiger Liegenfchaftcn. Zweite Lefung des Ge-fetzes, betreffend die Einlagen von Mündel- und Cu-randengeldern bei Sparcassen und bei dem k. k. Post-sparcassenamte. In der gestern unter Vorsitz des Obmannes Abg. PovZe abgehaltenen Sitzung des volkswirtschaftlichen Ausschusses, welcher auch Han-delsminister Freiherr v. Dipauli beiwohnte, wurde die Regierungsvorlage, betreffend den Handels- und Schifffahrtsvertrag mit Japan, nach dem Referate des Abg. Dr. Ritter v. Kozlowski nach einer längeren Debatte unverändert angenommen. Der Ausschuss beschloss, den Gegenstand als dringlich zu behandeln, und beauftragte den Referenten Dr. R. v. Kozlowski, den Bericht mündlich dem Hause zu erstatten. In der römischen Kammer sagte gestern in Beantwortung der Anfrage zweier Deputierter, ob die Negierung bei der Annahme des die Abrüstung betreffenden Vorschlages Russlandö im Namen des Rechtes der Nation auf die natürlichen Grenzen Italiens irgendwelchen Vorbehalt gemacht habe, der Minister des Aeußern, die Negierung habe der hochherzigen Initiative des Zaren unter der bereits bekannten Erklärung zugestimmt, wie dies die Bedeutung der Sache räthlich erscheiuen ließ. Wir warten nur darauf, das Programm der Conferenz kennen zu lernen, und können uns früher in keine Erörterung einlassen, welche zumindest unnöthig wäre. Unter keinen Umständen tonnen wir uns über Grenzfragen aussprechen, welche den Verträgen und Interessen widerstreiten, welche uns mit alliierten und Grenznationcn ver< binden. In der franzöfischen Kammer unterbreitete gestern der socialistische Deputierte Levrand einen An- trag, womit den Congregationen und d ^cv^ Clerus untersagt wird, Unterricht zu cM). ^. verlangt die Dringlichkeit. (Heftiger ^ , ^ Millerand sagt, es sei dringend em ^ Z^ treffen, zwecks Trennung der K"che ^. Dupuy erklärt, die Universität fürchte w " ^ currenz noch die Freiheit. Er gl^e/^ch«',!" Trennung des Staates von der Kl")« ^,,gM, Die Lösung finde sich in dem Ver,am< ,^,M Levrand zieht dann das Verlangen nacy^ ^ zurück, doch ein anderer Deputierter "^^ ^ wieder auf. Schließlich wurde dle ^ru^ ^. 303 gegen 149 Stimmen verworfen. ^.^p>, die Dringlichkeit für einen Antrag a"?"HliB^' sich darauf bezieht, der Universität ei" zu gewähren. . ., <,nPli^ Die Guildhall-Rede des brltl s ch e n ^M ministers, Lord Salisbury, l>" ' ^.,i ^ politischen Kreisen Constantinopels ",^'^l« druck hinterlassen. Der Passus ^ug^MH im Palais und auf der Pforte begreisl^^F angenehm berührt, da daraus der I'! ^^, Englands, die egyptifche Position "e"^ ^li^ , in einer jeden Zweifel ausschließenden " „igeil^ vorgeht. Wichtiger ist jedoch, dass d>e 3 Fl .-„M". land, der sich offenbar nicht um Fa," ° ;„hH weiterer Consequenz auch um EgYP^' ,„M^ zugeben, ihre Wirkung auch an hlM g„M^, Stelle nicht verfehlt haben. Das P"'^g ^ durch seine imponierende Bosporus wieder bedeutend gehoben w° M.., Nach einer aus Athen « ,wch ^F foll Prinz Georg beabsichtigen, s^" gK'y^ micrung des von den Mächte» wc Mg ^ Statuts für Kreta die Nationals ^ ^, Kanea einzuberufen, wo fich fi" "" Dell".: der Sitz der Regierung befinden duri^^hF ^ Obercommissär Plane ferner, "^" ^ z .. zu Souschefs von nennen, falls sich die geeigneten Pe s^'.F finden. Jedenfalls werde scm VcM ^, i ,. ganzen Verwaltung, von der Spltzc " ^M^ bis anf die letzte Stufe herab, ^ ^A / Gleichberechtigung zu bethätigen. " ei<'^ sich mit diesen Principien des P" . ^^'^' erklärt. Der Vorschuss von "'"' M ^gic"> die Occupationsmächte der autonom ^!'' ^ Kreta am 2. December zur Verftlg "g,^^h^^ wird mit vier Procent verzinslich " ^hi"" -F Jahres, eventuell früher, "^,^1^"^' auswärtigen Anleihe von acht >" fM zurückgezahlt werden. Als O"I d'^''M^ zunehmende Anleihe dürften die Zo" hes ^ Die Notificierung der Georg von Griechenland "'" ^cl"3^ der vier Mächte für die Verwaltn 9 ^f ^ an die Pforte erst nach s^""H"t ist " s^ erfolgen. Der Zeitpunkt der Ant» ' .^.^id^l^ .s>ufe. den Cabinetten der v,ero^^^^ Auersperg), ciu Gegenstück zu den früher erwähnten Bildern: «Aufnahme aus dem fahrenden Schnellzuge» (Breisach); interessant sind «Bahnhofstudien» (Zangl) und «Donauruderclub» (Zangl); lebendig wirkt: «Procession nach Barbano uud Grado» (Vesel, als Juror außer Preisbewerb); aus dem Landleben werden Scenen durch «Getreideernte» (M. Lazzarini) und «Vieh auf der Weide» treffeud vorgeführt. Dass selbst die schwierigsten Aufnahmen für den Amateur, die Porträts und Interieuraufnahmen, sehr gelungen gelöst werden können, finden wir im «Porträt» und «Interieur aus Schloss Auerspcrg» (Gräfin Auersperg) glänzend bestätigt; ihncu reiht sich würdig zur Seite «Interieur aus Schloss Poppendorf» und «Portratstudie» (Fr. v. Stabler), ein Kinderporträt (Breisach); ein prächtiges Kunstwert führt uns gelungen vor: «Ofen in Schloss Lcopoldsruh» (Kosler); ungemein anmuthig stellt sich uns ein «Blumenstück' (Pettauer) vor Äugen, neben demselben eine plastische Ansicht «Salon in Strobelhof»; als sehr gelungen ist die Aufuahme «Dom von Capodistria» und «Kinder-Porträt» (Mühlbauer) zu bezeichnen. j Wenn wir noch die als Zimmerschmuck prächtigen Diapositive (Bravetz), in ihrer Plastik geradezu staunenerregende Stereoskopbildcr und Aufnahmen mit^ Fernobjectiv (Kastner), technifche Kunststücke, wie «Aufnahme mit Nadelstich» (Pettauer) erwähnen, so ist damit der reichhaltige und anregende Inhalt der Ausstellung — von der dortselbst auch von Herrn Winter trefflich componierte Postkarten erhältlich sind — keineswegs erschöpft. Unzweifelhaft hat der junge Verein mit dieser Veranstaltung eine glückliche Hand bewiesen und dürfte sich, er nnd die Kunst, die er vertritt, durch dieselbe zahlreiche Anhänger schaffen. So möge denn die erste Iahresausstellung den glücklichen Beginn immer reichhaltigerer und vollendeterer Keliotropbcüten. Roman nach dem Französischen lion Ludwig Wechsler. (42. Fortsetzung.) «Mein lieber Herr», versetzt der Commissär trocken, «wenn ich das wusste, so wäre ich mit der ganzen Sache im Reinen. Doch da sind wir beim Postamte. Kommen Sie mit mir hinein und gehen Sie auf der anderen Seite wieder hinaus. Heute abends noch werde ich Ihnen schreiben!» Im Telegraphenamt übergab man dem Polzei-commissär das Manuscript der in Rede stehenden Depesche. Dasselbe rührte von einer unbeholfenen, ungeübten Hand her, die vielleicht nur abfchreiben, nicht aber ein Telegramm felbst verfassen konnte. Ein Tintenfleck, der sich auf dem Papier befand, erinnerte den Telegraphenbcamten auch an den Ueber-bringer des Telegramms; es war ein Reitknecht gewesen mit einer Mütze, rothem Haar uud sommersprossigem Gesichte. Langsam schlenderte Chevrier in sein Amt zurück. Nun war sein letzter Zweifel geschwunden: Lady Ellen hatte ihren Schwager nach Hause gerufen, damit er die Liebenden überrafche! Damit aber war er noch keinen Schritt weiter gekommen in der Feststellung dessen, wer denn der Mörder gewesen sei, wenn nicht Arthur? Ellen hatte, gleichviel, ob aus Eiferfucht oder uur aus Neid auf ihre Schwester, den Gatten nach Hause gerufen und diefen Gatten hatte jemand getüdtet. Wer aber konnte ihn getödtet haben, wenn nicht der Verehrer der Gattin? Wenn nur jener Reitknecht nicht-------- Doch welches Interesse konnte Tom Hurst daran haben, seinen Gebieter zu ermordeu? Noch grübelt Chevrier hierüber nach. als ihm der Diener meldet, dass eine Dame nut "^'"" wünsche. F'> Er lässt sie hereinführen. . ^ a^ K' «Lady Ellen!» ruft er übe H^ eintretende Dame den ihr Gesicht ^^ .? Schleier zurückschlägt. .„, s"^ «Ja, ich bin's!» lautet ihre kalte" ist Arthur — Herr de Vrezc?' ^ev<./^ «Herr de Brize?» wiederholt^ M.A «Ja! Stellen Sie sich doch "^^tt>' "^ Herr Commissär!. entgegnet sie. '^' n g'>> und sprachen miteinander. Tom V sF'"^ beiden nach dorthin, wo Sie ^" ^c zu dem deutschen Mädchen, w^ ^, Toms ist!. Klebte,'' /' «Ja, wlr waren bei der " i der Hurst', erwidert der Commissar, ^ ^ der Lady Ellen nicht cntgieng. s^oA" . «Und haben Sie mit ,hr ^ ^".< Ellen. «Was hat sie Ihnen gesag" aÄM^ «Gar nichts!» erwidert Che"'«hiieil ,, s^'j- «Es ist ja natürlich, dass ste ^, . ^ ' konnte», lautet die überlegene AnM ^l" , mochte Ihnen den Mörder des ^ t^ zu nennen!» ., u"s ' /' «Nicht? Wie, wenn sie .^"lMs"'"' >' genannt hätte?» spricht Chevrier ^i , die junge Dame fest anblickt. hei^,,.<^ -Dann befänden wir uns pF"^ ^> glücklichen Lage», fällt '"ieder ^ ^,tc!^.. Antwort, «immerhin jedoch M" " ^be,".< >"' ich es in der Sache weiter gebraa) ^ M ^ habe den von Ihnen gesuchte" A^cht!' s^ fuuden, sondern auch mit nur g>^^ M Und zur Thür schreitend, v" spricht sie hinaus: « «John, Lome kors!» » >^lHitung Nr. 268. 2163 _________________________________24. November 1699. l> hen wl^!------------------....... >' ........ ---------------'----------------- °!"Rcht?""^" bekannt. Die Botschaften der ^ infortnier? ^""^""inopel sind jedoch hierüber Tagesneuigleitell. ^chland'^^^^'k des Zaren.) Der Kaiser ' ? '^ ztMf?n/ ^^ Prinzen von Sachsen-Altenburg ! Mbt5" Mdebern bestehendes Geschenk gemacht. ' ^^ ^rw " Wildpark bei Schloss Serrahn, wel-! M Mm?" gelM und von diesem jetzt bewohnt ""re, ^^.^. Die Eber, theils ältere, theils jüngere v ^ Vas>n ^'^ machtige Größe auf. Sie wurden '''^lt. N ^ Mecklenburg nach Schloss Serrahn ' 3^egte m c V^"^"sftort, welcher über Warschau ' .1 »ttinaes A"^")''stationen, welche er passierte, ?^ h^^ Aufsehen. Die Eber befanden sich in i ^°lkn in."^ kamen aus dem Innern Nusslands. ' ?li eine . " Wildpark ausgesetzt werden, welcher ! ^t h^?"ök. Anzahl Wildschweine beherbergt und lk ^ (3li^^ ^^r eine Verbesserung ersahren soll. , ^>Nt.7^°usstellung Paris 1900.) Am ' ^ls Jo e? ^""^" ^em Vorsitze des Herrn Handels-! ?. ^ Ubr "^iherrn Dipauli von Treuheim I""3 der f ,"""ags im Landhaussaale die zweite ! ^ P^. '/-Eentralcommission für die Meltaus- '?^Madun ?"' I" dieser Sitzung, zu wel-^ ^^ttalr. ^" bereits versendet wurden, wird der ! 5 >g t>^ ^lNlssär an der Hand der Pläne über den «en, "vrbereitungsarbeiten eingehend Bericht er- > ^ ^^">e/w ^ ^ Niviera) petitioniert man um ^ s„ I Z^sszug, her nichts als nachts geschnittene ! ^N soll N "^ '"^lich von Nizza nach Paris ! l? ^"ünt,, ^'^ bisher geübte Art der Vlumenversen- i I! ""t> Q?^^ '"ehr, auch tünnen die Personen-Blitz» ' -l?^n ^^Uzüge nicht alle aufgestapelten Körbe "°«tl" lDie?""lte fassen ist. ^^nz^^lcherheit des Präsidenten hs^lel ^ 'lchen Republit) erfordert bedeutende ^ Iran s "^et ^" ^^^ ist eine Erhöhung von ^ bora°c s "" Haushalte des Ministeriums des V?°">!nis! "' "l" welche Sunnue das Gehalt der ^ ^ die A """lehrt werden soll. Diese Erhöhung ltl/, hinsich^j/usgaben motiviert, die der Sicherheits- ^ö w ^/ ^es Präsidenten der Republik und der KjMten ^. streich reisenden Souveräne verursacht. ^ ^ Vol^ ^" dunsten der fremden Souveräne ein- ^^hii^.^ldimstes beliefen sich vor 1895 nur auf ^ b"lchs^ - lg schwache Summe, betrugen aber z^ilich ^^Ntttlich 30.000 Francs im Jahre. Was ^ " betr?U"' leisen Felix Faures veranlassten Ht? und ?' ^ ^ben sie sich ebenfalls erheblich h deines en gegenwärtig auf 62.000 Francs V°die 9"^rnägel und Charakter.) ^?äs die ^"^'" ^^ Hanb und wie die Schrift sind , ^,ck ' und ?^"°2^ Gegenstand eifrigsten Studiums ^ hat . "llf den Beobachtungen, die man dabei >3er'ein ^ ""e neue Wissenschaft auf, deren Engländer Namens Aeaconshire ^ ^l Ct. ^1. ^i>^ Ar2"""alt Charles de Vrsze befindet sich flval?!,^"s beide Hände gestützt, denkt der > «ii^.^e nw^" ^^ blutige Drama der vergangenen X^lch ve,^?s sein Leben und das seines Sohnes ^' die ^l??" hat. Nur zu gern hätte er die ^^la?t. de" ^^ ^ ^ Vergangenheit ^ ^ sei,,»" ^^"'pfiudungen, die von dem Moment . ^ Eeele > ^" s"r einen Mörder halten musste, z «benz?"einander kämpfen. ^>!bn ^ <>^cht er sich indes von diesen Gedanken ^li^'l st^" erbarmungsloser Deutlichkeit und ^^3en ?'n ^.^ allerdings gar nichts mehr. Er Vt ' l° sick, k ^"ziehen, oder wenn auch nicht 5 Ä^it ii,n ^-^ wenigstens darein ergeben, dass !>3 "'eis" bttsamnlen bleibe, c »^' die " "gert er sich über diese väterliche ^i° die s«' '""es Charakters unwürdig findet Neben?' "üchtern denkender Geist und sein ^Wandel gleicherweise protestieren. (Fortsetzung folgt.) ist. Lange und schmale Fingernägel verkünden danach poetische Einbildungskraft, eine große Liebe zur Kunst, leider aber verbunden mit Faulheit. Ein langer und stacher Nagel deutet auf Weisheit, Nuhe und methodische Schulung, auf alle die ernsten Eigenschaften des Geistes, Tugend, blühende Gesundheit, Muth werden gekennzeichnet durch einen scholl gefärbten Nagel, während Eigensinn, Zorn, brüske Manieren Menschen mit breiten und kurzen Fingernägeln eigen sind. Den Frauen gibt der Forscher den Rath, ja nicht einen Mann zu heiraten, der harte und scharfe Fingernägel hat, er wird sicher ein Querulant sein und ständig Eiferfuchtsscenen machen, ja er wird seine Frau sogar schlagen. Auch die Männer werden gewarnt, und zwar uor den Frauen mit weichen Nägeln; sie könnten eine schmerzliche Enttäuschung durch solche erleben. Allerlei Fehler und vor allem Dummheit werden an einem kurzen Fingernagel erkannt; es ist daher nicht nur eine Regel des Anstandes, dass man nicht an den Fingernägeln kauen soll; Beaconshire hat auch von der Befähigung dessen, der diesem Laster fröhnt, eine sehr geringe Meinung, und das wird vielleicht am ehesten dazu beitragen, es aus der Welt zu schaffen. — (Die erste Architektin.) Aus London wird vom 17. d. M. berichtet: Das llo^al Instituts 0t' Kritiuk ^rcliitoctt, wird jetzt zum erstenmale eine Dame zum Mitgliede erhalten. Es ist Fräulein Ethel Mary Charles, die 1U93 ihre erste Vorprüfung für das Studium der Architektur bestand, 1895 eine weitere Prüfung ablegte, welche man etwa ein Bauführerexamen nennen kann, und jetzt ein Baumeisterezamen mit Erfolg absolviert hat. Letzteres Examen dauerte fünf Tage und erstreckte sich auf alle Zweige der Baukunst: Entwerfen eines Gebäudes, Stilkunde, Aauconstructionslchre, Zeichnen von Grund- und Aufrissen, Feldmesstunde, Materialien« künde, Anfertigen von Kosteuvoranschlägen und Kenntnis einer alten und einer modernen fremden Sprache. Das Bestehen dieser Schlussprüfung berechtigt Fräulein Ethel Charles, «^suomte» des genannten Institutes zu werden. Local- und Promuzial-Nachrichten. — (Die Heimreise Ihrer Majestäten des Kaisers und der Kaiserin von Deutschland.) Seine Majestät der deutsche Kaiser und Ihre Majestät die deutsche Kai seriu sind gestern abends um ? Uhr 37 Min. mittelst Separat-Hofznges in Begleitung der Suite aus Pola in Laibach eingetroffen und haben nach einem kurzen Aufenthalte die Reise mit der Staatsbahn gegen Villach fortgesetzt. — (H 0 fnachricht.) Ihre k. u. l. Hoheit die durchlauchtigste Frau Kronprinzessin-Witwe Erzherzogin Stefanie ist gestern nachts mit dem Schnellzuge der Südbahn aus Abbazia in Laibach eingetroffen und hat die Reise nach Wien fortgesetzt. — (Die Jubiläumsmedaillen.) Die Medaillen, welche aus Anlass des fünfzigjährigen Re-gierungsjubiläums Sr. Majestät des Kaisers am 2. December d. I. an die Bezugsberechtigten vertheilt werden, sind bereits vollkommen fertiggestellt und nach Weisungen der verschiedenen Ministerien den Corps» commanden, beziehungswcife den politifchen BeHürden, zur Vertheilung am Iubiläumstag ausgefolgt worden. Wie bekannt, wurden aus Aulass des Jubiläums vier Hauptkategoricn von Medaillen gestiftet: Die Iubiläums-Erinnerungsmedaille für alle Personen, welche innerhalb der Regierungszeit des Kaisers in der bewaffneten Macht »der Gendarmerie gedient habeil; die Medaille für Civil-und Staatsbeamte, welche am 2. December 1898 im activen Dienste stehen, ohne Rücksicht auf ihre bis dahin zurückgelegte Dienstzeit, insoferne fie aber dem activen Stande nicht mehr angehören, nur dann, wenn sie mindestens zehn Jahre ununterbrochen im Staatsdienste zugebracht haben; die Ehrenmedaille für vierzigjährige treue Dienste für Personen ohne Unterschied des Ranges, des Standes oder des Geschlechtes für cine ununterbrochene vierzigjährige treue und zufriedenstellende Verwendung in einem und demfelben öffentlichen oder Privaten Dienste, und die Inbiläums-Hofmedaille für Mitglieder des Hofstaates sowie Beamte und Bedienstete des Hofdienstes, deren Functioncn innerhalb der Jahre 1848 und 1898 fallen. Die Jubiläums - Erinnerungsmedaille hat einen Durchmesser von 34 Millimetern — ist also um ein Geringes kleiner als die Kriegsmedaille (3« Millimeter) — und hat ein Gewicht von 20 Gramm. Diese Medaille ist ebenso wie die Medaille für Civil- und Staatsbeamte und die Ehrenmedaille für vierzigjährige treue Dienste aus Bronze hergestellt? Nur die auf die Iubiläums-Erinnerungsmedaillc Anfpruch besitzenden Personen, welche bis einschließlich den 2. December 1898 eine active Dienstzeit von fünfzig oder mehr Jahren vollstreckt haben, erhalten eine goldene Medaille. Die letztere ist in Größe und Form der Bronzemedaille ganz gleich und hat nur an der Stelle des Oehrs einen schwebenden goldenen Adler und zwar in der Form wie am Üeopoldsorden. Las ' Material sämmtlicher bronzenen Medaillen ist Kanonenmetall, d. i. 92 pCt. Kupfer und 8 M. Zinn. Dasfelbe wurde vom Wiener Arsenal an die verschiedenen Münzstätten beigestellt und zum Theile von altartigen, , Kanonen, zum Theile von den Abfällen bei der Erzeugung , von Bronzekanonen gewonnen. Die Zahl der geprägten > bronzenen Jubiläums - Erinnerungsmedaillen beträgt drei - Millionen, goldene Jubiläumsmedaillen wurden nur 50 hergestellt. Doch dürften nicht alle diefe Medaillen wegen Mangels an anfpruchsberechtigten Personen Verwendung finden. Vom Hofe wird außer Sr. Majestät dem Kaiser nur noch Se. t. und k. Hoheit Erzherzog Rainer die goldene Medaille tragen. Alle übrigen Erzherzoge erhalten statutengemäß nur die bronzene Medaille. Die Medaillen für Civil- und Staatsbedienstete sowie die Ehrenmedaillen sür vierzigjährige treue Dienste sind ill Größe uud Form jenen der Erinnerungsmedaillen ganz ähnlich. Erstere werden an einem roth-weißen, letztere ebenso wie die Erinnerungsmedaillen an einem rothen Bande getragen. Medaillen für Civil- und Staatsbedienstete wurden ungefähr 40.000 geprägt. Was die Anschaffungs-kosten betrifft, so sei erwähnt, dass sich die Herstellnngs-tosten einer bronzenen Medaille auf 13^ kr. und mit dem Bande auf durchschnittlich 24 kr. stellen. Die Kosten für sämmtliche 3,040.000 Medaillen belaufen sich auf rund eine Million Gulden. Dieselben sollen aus der Privatschatulle des Kaisers gedeckt werden. Die Herstellungskosten einer goldenen Medaille stellen sich auf ungefähr 500 st. Von den am 2. December zur Verthei-lung gelangenden Medaillen wurden '/. Millionen im Münzamte in Wien, ^ Million im ungarischen Münz-amte hergestellt und mehr als 2 Millionen Privatindu-stricllen zur Erzeugung übergeben. — (Ernennung.) Der Finanzminister hat den Evidenzhaltungsgeomcter I. Classe Friedrich Gatsch ill Loitsch zum Euidenzhaltungs - Obergeometer II. Classe in der IX. Nangsclasse ernannt. — (Familien-Abend.) Nächsten Sonntag, den 27. d. M., veranstaltet die evangelische Kirchengemeinde für ihre Mitglieder und Freunde einen Familienabend in der Glashalle des Casino. Zur Vorführung tommt ein Cyklus von Lichtbildern, der bereits in anderen Städten mit bestem Erfolge zur Ansicht gebracht worden ist. Das Reinerträgnis des Abends wird im Sinne des Jubiläums« Wohlthätigleitsbeschlusses der evangelischen Gemeinde für Krankenpflege verwendet werden. — (Entscheidung in Schulangelegenheiten.) Der Verwaltungsgerichtshos hat über eine einschlägige Beschwerde die Entscheidung getroffen, dass die Anzahl der von jeder Gemeindevertretung eines Schulsprengels in den Ortsschulrath zu wählenden Abgeordneten nach dem Verhältnisse der ganzen in der Gemeinde vorgeschriebenen directen Steuersumme, also einschließlich jener der Virilisten, zu berechnen ist. -u. — (Neue Märkte.) Wie uns mitgetheilt wird, hat die k. l. Landesregierung nach Anhörung der Handels-ulld Gcwerbekammer und des Centralausschusses der k. k. Landwirtschaftsgesellschaft der Gemeinde Semitfch, Bezirk Tschernembl, die Bewilligung zur Abhaltung von drei Jahr- und Vichmärktcn in der Ortschaft Semitsch, und zwar am 14. Februar, 26. April und 24. Juli jeden Jahres, mit der Maßgabe ertheilt, dass, wenn auf einen dieser Tage ein Sonn- oder Feiertag fallen sollte, die Abhaltung des Marktes am nächstfolgenden Werktage stattfindet. —0. — (Rindvieh-Versicherungs-An st alt.) Die Rudolfswerter Filiale der k. k. Landwirtschafts-Ge-sellschast, beabsichtigt für ihren Vereich eine Nindvieh-Versichcrungsanstalt ins Leben zu rufen. Die Anstalt soll auf dem Principe der Wechselseitigkeit beruhen und die Entschädigungen in erster Linie aus den Jahresbeiträgen der Mitglieder bestreiten. Die Statuten sind bereits versasst uild sollen nun der k. t. Landesregierung zur Genehmigung vorgelegt werden. — (Hufbeschlagschule in Laib ach.) An der Husbeschlagschule der k. l. Landwirtschafts - Gesellschaft für Kram beginnt „lit 1. Jänner 1899 ein neuer Lehr-cnrs. Nebst dem Hufbefchlag wird auch die Fleischbeschau theoretisch und praktisch (in der städtischen Schlachthalle) gelehrt. Mittellose Schüler erhalten von der k. l. Land-wirtschafts-Gesellschast einen Subsistenzbeitrag von 50 st. Der Unterricht dauert bis Ende Juni 1899. Absolventen der Hufbeschlagschule erhalten auf Grund des diesbezüglichen Gesetzes aus dem Jahre 1873 das Hufbeschlags-patent. Da in Krain der Mangel an Hufschmieden und Fleischbeschauern noch sehr empfindlich ist, wäre ein zahlreicher Besuch des Hufbeschlagcurses wünschenswert. * (Attentat auf den Wanderlehrer Gombac.) Der landschaftliche Wanderlehrer Gombac aus Laibach beabsichtigte Sonntag den 20. d. M. in Großdolina einen landwirtschaftlichen Vortrag zu halteil und fuhr noch Samstag abends um 8 Uhr von Gnrlfcld mit dem Rade nach Rann, um dort zu übernachten. An der Straßenkreuzung zwischen Videm und Rann bei Unter-Pohanca in Steiermark wurde er überfallen, in welcher Weise, darüber kann Gombai selbst keine genaue Auskunst geben, da er infolge des Sturzes das Bewusst-sein verlor. Er glaubt sich zu entsinnen, dass zwei Burschen ihn durch einen vorgehaltenen Stock oder der-gleichen zu Falle brachten. Einige Zeit darauf fanden ihn glücklicherweise Passanten, mit einer Wunde an der Brust fast bewusstlos in einer Blutlache liegend, und schassten ihn ms Spital in Rann. Gombak hat in der Laibacher Zeitung Nr. 268. 2134 24. Noven^!^ Vrust vor dem Herzen eine Stichwunde, welche jedoch vorläufig zu keinen ernsten Besorgnissen Anlass gibt. Man hofft auf seine vollständige Herstellung binnen 10 Tagen. Ueber die Veranlassung zn diesem Ueberfalle ist noch nichts Bestimmtes bekannt. Man vermuthet dahinter ent-weder einen vorbereiteten Racheact gegen eine andere Persönlichkeit, mit welcher Gombac verwechselt wurde, oder eine That ländlicher Roheit gegen Radfahrer. Ein ver« dächtiges Individuum soll bereits festgenommen worden sein. —r. * (Deutsche Bühne.) Wir lernten gestern eines der lustigsten Stücke kennen, welches die französische Possen-Literatur aufzuweisen hat. Der Schwant «Die anonymen Briefe» von M. Desvallieres und Mars zählt natürlich auch zu jener Gattung von Komödien, die den Ehebruch, den wirtlichen oder vermeintlichen, zum Ausgangspunkte ihrer humoristifchen Verwickelungen nehmen; doch ist der schlagende Witz oiesmals stärker als die Pilanterie betont, und das gereicht dem Stücke nur zum Vortheile. Alle Vorzüge der neueren Dichter des französischen Schwanks treten in den köstlich heiteren Situationen, überraschenden Folgerungen, feinem Figuren- und Gesprächswitz schier unerschöpflich zutage. Die hinreißende Komik des Stückes besiegt dabei jeden Widerspruch und hinterlässt ln dem Theaterbesucher den Eindruck, von geistreichen Köpfen ausgezeichnet unterhalten worden zu sein. Insbesondere der zweite Act gab gestern zu wahren Heiterteitsstürmen, wie wir sie selten erlebt, Gelegenheit, und es durchbrauste ein schier athem-betlemmendes Gelächter das Haus. Die Aufführung solcher Stücke, deren Schwerpunkt auf der Situations-lomik und dem sprudelnden Gesprächswitze beruht, ist äußerst heikel, erfordert sorgsame Vorbereitung und treffliche Darsteller. Alle diese Voraussetzungen trafen gestern zu und verschafften dadurch dem Publicum einen der vergnüglichsten Abende. Mit seiner bekannten unwiderstehlichen Drolligkeit in Miene, Geste und Sprache gestaltete Herr Göttler einen alten Roue' hinreißend tomisch, ohne in Uebertreibungen zu verfallen. Mit natürlicher Lebendigkeit und der richtigen Hast, wie sie französische Possen erfordern, spielte Herr Rudolf einen Ehemann, der für einen Seitenfprung feines Schwiegervaters eintritt. Höchst ergötzlich charakterisierte Herr Wähle einen italienischen Virtuosen; der begabte Darsteller hatte sich dabei einen gelungenen Charatterkopf zurecht gelegt. Dafs Fräulein von Schweickhardtals Schwiegermutter, die, um das eheliche Glück ihres Schwiegersohnes nicht zu stören, Stummheit heuchelt, . küstlich war, braucht nicht besonders hervorgehoben zu werden. Fräulein Hell gab die Gattin des Virtuosen mit gutem Humor, Fräulein Alten Hof er eine junge, verliebte Frau recht liebenswürdig, Herr Mahr stellte als Spielleiter und Darsteller wie immer feinen Mann, und die Herren Schwabl, Ianfen sowie Groß trugen kräftig zum Gelingen des lustige,» Ganzen bei. Das Stück hatte nach dem rauschenden Beifall und den Heiterkeitsausbrüchen einen durchschlagenden Erfolg und dürfte manche Wiederholung erleben. Das Theater war fehr gut besucht. .1. — (Schulsperre.) Wegen ausgebreiteten Herr-schens des Keuchhustens musste die Voltsschule in Wippach vorläufig auf 14 Tage gefchlofsen werden. —o. * (Furchtbarer Tod.) Am 19. d. M. gegen halb 3 Uhr nachmittags gieng die verehelichte Kaischlerin Vrigitta Zadraznit aus Vinivrh, Gemeinde Gradische, in den ungefähr eine halbe Stunde von ihrer Kaische entlegenen sogenannten Wald «Vozna» Holz nnd Streu suchen und ließ ihre Kinder, die fünfjährige Tochter Theresia und den zwcieinhalbjährigen Sohn Franz, im Wohnzimmer eingesperrt ohne Aufsicht zuHaufe. Die Kinder gelaugten zu den in einer Mauernische versteckten Zündhölzchen, zündeten einige am Ofen befindliche Lappen an, wobei sich Feuer und Rauch entwickelte. Infolge dessen verbrannte der Knabe, während das Mädchen erstickte. —r. — (Fahrrad-Diebstahl.) Am 20. November gegell 9 Uhr abends wurde dem Kaufmanne Johann Traun in Gleiniz aus dem Vorhaufe ein Fahrrad im Werte von 120 fl. von einem unbekannten Individuum entwendet. Das Rad, welches Traun heuer beim Uhrmacher Franz Cuden gekauft hatte, wies auf der unteren Verbindungsstange ill goldenen Buchstaben den Namen Franz Cuden schon etwas verblasst auf, war ein Courierrad, die Balancierstange war vernickelt, die Handgriffe waren von Kork, mit Messing beschlagen, die Pedale noch gut erhalten und mit Alcchtlappen versehen. Das Rad hat an der Gestcllstange rechts die Nummer 969 Nlit gelbem Boden und schwarzen Ziffern. Der Kauf-mannslehrling des Traun gab an, dass er gegen halb 9 Uhr abends einen jüngeren Mann mit einem Rade gegen Waitsch gehend gesehen habe; derselbe war schwarz gekleidet, mittelgroß und hatte die Laterne beleuchtet gehabt. Die Nachforschung nach dem gestohlenen Rade und dem Thäter wird eifrigst gepflogen. 1. — (Aus der Theatertanzlei.) Für die Nachmittagsvorstellung am Sonntage gibt sich das regste Interesse kund, indem für die kleine Kinderwelt mit dem Märchen Muigin Tauseudschön und Prinzessin Hässlich» eine gute Wahl getroffen wurde. Die Preise sind äußerst masüg schatten, so da<5 der Besuch jedermann ermöglicht ist. Abends um halb 3 Uhr geht Offenbachs «Schöne Helena» in Scene. Vorbereitet wird Dr. M. Burckhardts Vollsstück «'s Katherl», das mit dem Raimund-Preis ausgezeichnet wurde, und die Operettenneuheit «La Mascotte» vou Audran. * (Aus dem Polizeirapporte.) Vom 21. auf den 22. d. M. wurden vierzehn Verhaftungen vorgenommen, und zwar fechs wegen Excesses, fünf wegen Vacierens, eine wegen Bettelns, eine wegen Verbrechens der gefährlichen Drohung und eine wegen Reversion. - r. Dem Andenken Ihrer Majestät der hochseligen Kaiserin Elisabeth. Die vom Frauen »Hilfsvereinc vom Rothen Kreuze eingeleitete Sammlung von Beiträgen für eine dem Andenken weiland Ihrer Majestät der Kaiserin Elisabeth gewidmete Kapelle in der Jubiläums - Kirche zu Wien hatte weiter folgendes Ergebnis: Frau Eugsnie Bamberg 5 fl., Frau Camilla Aar-tufch 3 fl., Frau Karoline Bleiweis von Trsteniski 2 fl., Frau Renata Bock 3 fl., Frau Irma Brauner 3 fl., Fräulein Camilla von Auchwald 2 st., Frau Mitzi Edle von Cron 3 st., Frau Madeleine Detela 3 fl., Frau Francisca Ferlinz 3 fl., Frau Emmy Fridrich 2 fl., Frau Marie Haas geb. Baronin Henniger 3 fl., Frau Marie Iacobi 5 st., Frau Iacobine Kastner 2 fl., Frau Marie Kordin 3 fl., Frau Lina Kreuter - Galli 5 fl., Frau Marie Laschan-Solstein 3 st., Frau Louise Luck« mann 5 fl., Frau Auna Malzer 5 fl., Frau Rosa Mayerhofcr 3 fl. 20 kr., Frau Ietti Mikusch 5 fl., Frau Marie Mühleisen 3 sl., Frau Marie Müller 5 fl., Frau Marie Nagy 3 fl., Frau Leopoldine Edle von Nitsche 10 fl., Frau Anna Pajk Edle v. Schildenfeld 3 fl., Frau Margaretha Petricic 5 fl., Frau Karoliue Urbas 1 fl., Frau Ernestine Racic 5 fl., Fräulein Jenny Recher 10 fl., Frau Eugenie Raspi 2 fl, Frau Flora Rudesch 2 fl., Frau Elise Schemerl 10 fl., Frau Anna Edle von Schildenfeld 2 st., Frau Antonia von Schrey 5 fl., Frau Margit Schweighofer 2 fl., Fräulein Margarethe Zeball 5 fl., Frau Mary Zeschko 5 fl., Frau Albertine Zhuber 2 fl,, Frau Anna Zallmann 3 fl. Zusammen 151 fl. 20 kr., dazu die erste Veröffentlichung von 236 fl., ergibt eine Totalsumme von 437 st. 20 kr. Weitere Beiträge werden wie diese veröffentlicht und werden dankend in Empfang genommen von Baronin Olga Hein, Burg-stallgasfe Nr. 4. Neueste Nachrichten. Parlamentarisches. Wien, 23. November. (Oclginal'Ie! egiamm.» Das Subcomiti des Elfenbahn-Ausschusses erledigte in der gestrigen und heutige» Sitzung die Regierungsvorlage, betreffend die 1896 sicherzustellenden Localcisenbahuen. __________ Ausgleichsausschuss. Wien, 23. November. (vriginal'Teleglamm.) Der Ausgleichs-Ausschuss nahm nach langer Debatte Artikel 4 des Zoll- und Handelsbündnisses betreffs Zollgesetzgebung und Zolltarifes unverändert, nach Ablehnung aller Abänderungsanträge, an. Fast alle Redner fprechen für die im Artikel festgesetzte Aufhebung des Mahlverkehres. Kaiser und Mauthuer richteten eine Anfrage an den Ministerpräsidenten, wie er angesichts der gegenwärtigen Lage in Ungarn das Ausgleichswerk fortzuführen gedenke. Ungarisches Abgeordnetenhaus. V »ldapest, 23. November. (Original Telegramm.) Der Präsident eröffnet nach 10 Uhr die Sitzung. Die Gallerlen sind schwach besucht. Der Präsident con« statiert, dass die gestrige Rede des Ministers Perczel nichts enthalte, was ein Einschreiten des Präsidiums erheischt hätte. Mehrere Abgeordnete der Opposition besprechen das Vorgehen der Polizei. Plötzlich verbreitet sich das Gerücht, es sei im Hofe des Polytech-nicums gefchofsen worden. Die Mitglieder der Oppo< sition rufen, man könne im Belagerungszustände nicht berathen. Der Präsident fuspendiert wegen des Lärms ! die Sitzung. Als sich das Gerücht als falfch herausstellte, wnrde die Sitzung wieder eröffnet. ! Nachdem zwei Redner der Opposition gesprochen ^ hatten, erklärte der Minister des Innern, Perczel, dass von den 223 Verhafteten heute früh nur 30 in ^ Haft blieben, weil sie noch nicht verhört worden ! waren. Der Minister constatiert, dafs der erste gestern , Verhaftete gar kein Student war. Die Huchschülcr, ! sagt Redner, dürfen nicht das Refugium für Ruhe- ! störer bilden. Er verweist auf die gestrigen Scenen ! im Abgeordnetenhaufe und im Polytechnicum und er- ' klärt, er werde die einzelnen Fälle untcrfuchen und ' dem Resultate der Untersuchung entsprechend vorgehen. (Beifall rechts.) , Abg. Ralovszky meldete die durch einen Polizeibeamten erfolgte Verletzung feiner Immunität an. Die Anmeldung wurde an den "M ^^, schuss geleitet, welcher dem Hause biM! ^ i?> berichten muss. Es folgen Int"^"" . ^ Natur, worauf die Sitzung geschlossen^^,'. Auf den Straßen herrschte «s ,^ siH ^ geordneten das Haus verließen, "w ^, Zwischenfall. Das im Abgeordnetes M Gerücht wurde veranlasst durch d'e ^M^ 400 Studenten vor den in den H"! b^.Mt^> führenden Fenstern des Buffets des M^^ wo sie die oppositionellen Abgeordnet^ ^ Ueber Aufforderung des Rectors U" est^ Mehrzahl der Studenten. Sämmtüa) " ^F haftete Demonstranten, die bis jetzt "" M.,, wurden mit Geldstrafen belegt und sä' A.> Der Oberstadthauptmann dementiert l« » ^ gestern ein Polizist einen Schuss aliM Demonstrationen in Budapest» lllrlginal.lelegramm,) ^al^/ Budapest, 23. November. Troß ,^ ^. Polizeimaßrcgeln fanden mittags An"w ^, namentlich vor der Universität, wop^Zi^. Zufamtnenstoße zwifchen einer großen ^ .^ ^ , und der Polizei kam. Die Pol'zei ''^ M', Waffe Gebrauch machen. Beiderseits l"' ^'5 bedeutende Verletzungen statt. D^/P^M^, wurden verhaftet. Einige ovvosttwnr ^ h"' versuchten zn intervenieren. EndllH > wieder hergestellt. 9O 6^5 Das Verhör mit den verhaftete« -. ^, wurde im Laufe der Nacht und he"" '^F^ Diejenigen Studenten, welche blosi" ^ L^ fchuldig erkannt wurden, wurden .""^ihcil ^ Nacht abgeurtheilt und sodann '" H ^ ^ Gestern abends erfchienen in den ^"^1 «,' tionellen Parteien Deputationen von " ^!>^ Beschwerden vorzubringen. 3'" ^ntil^" werden heute diesbezügliche InterpeMl" werden. . Das„^ Budapest, 23. November^ M, präsidial-Aureau theilt über die y"'Me^ vor der Universität Folgendes nut: <^ ,F^ in der Serbengasse seinen Dienst ""> ^ p .. solcher von den Studenten erkannt "" ^M s' Zu feiner Hilfe rückte eine Abthellu'^ >^ Der Polizeirath richtete an die S"" F < forderung, sich zu zerstreuen und "ft, ^, Aufruf keine Folge geleistet ""rde, O^ mit Brachialgewalt räumen. ^" ^n dicl^-' wurden sieben Studenten arretiert. "^hijB^ sechs wegen Widersetzlichkeit gegen "^, !^/ ordnungen zu je 15 fl. Geldstrafe ""»' ^>oH<> einer wegen Thätlichkeiten gegen "" ^ „B" Crilninal-Abtheilung der Oberstadtyan^ geliefert wurde. ___ Die Affaire Dreyfus- ^ Paris, 23. November. P"ss" ,,e ä" ^ halb 12 Uhr das Gefängnis vo" ^ n>o / Er traf bald darauf im Iustizvalajt e ^ iv vor den Cassationshof geführt wur", ^ hörte. ^ .Telll^'/ Paris, 23. November. D" ^t ^ Zurlinden habe entschieden, dass -p Kriegsgericht gestellt werde. Wien, 23. November. (Orig-^Ms,!^ trifft Seine Majestät der Kaiser Gödöllö hier ein uud begibt sich s"'i,/3'">^ Oesterreichs Sectionschcf Schrott""" Hii>F> '. der Sectionsrath Högel vom 3«/" " UB s^' der Polizeirath Arzesowsku, '"3'fettig ,^ Ministerialrath Selley und der ^"' ^, beigegeben werden. . ^<) V^h ^ Wien, 23. November. (OnS--"^, '" oer Akademie der Wissenschaften, 0" ?,., nachmittags auf der Straße. . <^s) ^..F^ Pola, 23'. November. (A«^,' < ^ Kaiserpaar trat um 1 Uhr 45 ^' le', ^ ., die Heimreife an. Am Bahnhose '^ Hoy> , , abschiedung anwesend: Ihre ^" ^tt'f^ durchlauchtigste Erzherzogspaar K"^, V ^,', Marinecommandant Spaun, Statu^^M ^. die Spitzen der Behörden und ^ ^"' j: Vahnhofe war eine Ehrencompag'"^ ^' / Musik intonierte die deutsche HlF' Hel) ^,- u«:^ «. ^ 21 «5 24. November 1898. Mien d«'v ,' November. (Orig.-Tel.) Aus allen ''"'dllrch wÄ'kl ^"gen Berichte über Schneefälle ^, ^ ""che der Verkehr zeitweise unterbrochen ^ch?"N' 23. Novenlber. (Orig.-Tel.) Aus «. letzten ? """ich gemeldet: In Ansob ist in !>m .s ^u keine Erkrankung an Pest vor- ^su,',t,s'Ä^ ul den benachbarten Ortschaften ist ,. Ean ^"szustand ein befriedigender. ,°^ l>r^ """fco, 22. Novelnber. (Orig.-Tel.) Heute 3 de w-'" Valdrin-Hotel Feuer aus. Der hie- Aiitzt. ^^ e Schaden wird anf eine Million ./^t, zw^ Person wurde getödtet, inchrerc ver- l " den Flamn """wüthet, dass noch mehrere Personen "^-.^^^ngekollnnen sind. ^ Alogische Beobachtungen in Laibach. ! ^—^^ Seehöhc 306-2 m. ^ 8^ ^ ^,. ^ Ansicht E«Z . L3i^ L^ W!»b he« Himmel« ZLZ ^Zi^b. ?25i °? S. schwach dewülit ^^g7^^—~^ S. schwach Rea.cn l'L?^ tll ^ ^l)j W7mäßig' l'bewMt j11'2 ^^^"iorm l^" »^rigen Tenlperatur 3-1°, um ^°M^q—-~--------------------------------------------- ^ "edacteur: Iulins Ohm-Ianuschowsly ^^^ l«'ttei von Wissehrad. Verstorbene. Am 23. November. Sylvester KerZan, Knecht, 73 I., Maria Thcresien«Straße 16, Marasmus. Im Civilfpitale. Am 22. November. Jakob Pleftcnjak, Taglöhner, 77 I., l'raclurk», eruri8 cauala. — Lorenz Gerlman, Inwohner, L0 I., Carcinoma dep^liil. Volkswirtschaftliches. Lailiach, 2'i. November. Auf dm, heniicM Marlte sind er» schienen: 4 Wagen mit Getreide, 2 Wagen mit Heu und Stroh, 17 Wagen und 1 Schiff mit Holz. Durchschnitts-Preise. Marll Preis Marlt-Prcis von bis von bis f5 lr,' fl. ^ fl. lr, !l, lr. Weizen pr. 100 kß 10 50 11 — Butter pr. Kilo. . — 85------- Korn » 8 50 9— Eier pr. Stück . . —3;-------- («erste » 7 80 8 — Milch pr. Liter . . — 7------- Hafer » 6 50 6 50 Rindfleisch pr. Kilo ~ 56 —! — halbsrncht » —-------!- Kalbfleisch » —60-,— Heiden » 9 50 9— Schweinefleisch » —52------- Hirse » 8 50 7— Schöpsenfleisch »--------------- Kukuruz » 6 50 6 20 Hähndel pr. Stiick — 40------- Erdäpfel > 3-------^— Tauben » —!17------- Linsen Hektoliter 12-------— Heu pr. q . . 180------- Erbsen » 9,----------- Stroh » . . 160------- ssisolen » 8-------!— Holz, hartes pr. > Rindsschmalz Kilo — 94------- Klafter 6 60------- Schweineschmalz» - 76-------— weiches, » 4 80------- Speck, frifch » - 62-------Wein.ro!h.,pr.Hltl. ^4^----------- — geräuchert » —70- — —weißer, » >30,----------- In hohen und höchsten Kreisen werden die Thees der bekannten Firma Thee-Messmer (kaiserl. königl. Hoflieferant) getrunken. 1898er Choicest Lapsang Souchong (lOOgr-Pakete ä 75 kr.) und Kaiserthee (Pakete ä 1 fl.) von hervorragender Feinheit sind bei Anton Staoul, Joh. Luckmanns Nachf., in Laibach zu haben. (3795) 2—2 Sonntag den 27. November findet in der Glushallo des Casino ein Familienabend der evangelischen Gemeinde mit Vorführung von Lichtbildern, Vorkommnisse und Personen «aus dem Zeitalter dor Reformation darstellend, statt. Alle evangelischen Glaubensgenossen und deren Freunde sind dazu herzlichst eingeladen. Eintrittsgebür wird nicht erhoben, doch freiwillige Gaben dankend angenommen und einem ganz hervorragend wohlthätigen Zwecke gewidmet. Anfang halb 8 Uhr. Für das Presbyterium: H. Jaquemar, Pfarrer. C. Riitlng, curator. 4571 Caurse an der WienerDrse vom 23. November 1898. «««d°m °M.°°n«»«««»«., Gelb W°r« Vom staale z«r Zalilnng llbcrnummrnr t^iscnl».»Prior.» Obligatwuc». Elisnbcthbal,!! 000 u. «n«0 M. ,.. »,<,.«,, 4"/„ ab I»"/„ E, Kt. . . . l<4'0>1 ll!> s'^ Elisnbellibah», <00 u. 2000 M. ssrnüz-Iosef.A,. Em. 18»4, 4"/, S«'<5 w° lb diverse Stülfe <"/„ .... »» «0 9»^« Vurarlbornrr Bai)», lim. 1884, 4"/„ (div.St.) S., f. 1W fl. N. 92 l0 l90— U»!,. Goldrente 4"/„ per Cass» »19 «i> >2» - dto. d to. per Ultimo . . . . N9 80 12"'— dto. Nentc >» Kru>io»>uäl>r., 4"/«, slcucrIltisii!,200,Nro,!!>»«om. 9?'?U 98 9« 4"/„ blo. blo. per Ultimo . , 9? 6!» 97 »5 dto,St.E,Al.Oold10l>sl^4'/i"/l. 8»'2b «X^.°> dto. dto. Silwr WU fl., 4>/,"/e 1t«'bO l20 öft dto. EInals Oulig. (U»,,, Ostb.) v. I. 187N, ü"/„..... 12:»-— 12»'- dlo.4'/i"/<,2cha!!lrcnal Äbl.Obl u>0 — ioo 7>> bto. Prmn,-A»l. il 1UU fl. ü. W. lk?-?5 lüs 7d dto. dto. k bN fl. 0. W. l57'75 158?5 Theiß-Ncg,-L»Ie 4"/„ 100 fl. . 138 —'89 - Grundentl. - Gbligalionen (für 100 »l. CM.). 4"/„ lmaarische (i«0 fl. 0. W.) . 95'LN VL°o 4"/n troatijche mid flavuüische . ^'— ""'^ Andere össentl. gnlehen. »°»M!-Reg. ÄörlebaU'Anlehen, verlosb. ü"/„ lO0 35 IM »5 4°/, »miner Umilxs-Unlchen . gg b«> »9 s« G«lb Wa« Pftnbbriest (für luo fl,). Sp°rca"e'H^I.b'7.°/«vl! 1°5ü° — PliolilätL-lMigalionen (für ioa fl.). ss.rdin«,.ds Norbbahn Em. 188« W0 20 w« 20 -wa>öl'al>,,3«/^ssrcs.5N0p,St. 22U - - - 3>^!ml»i 'i"/ tl ssrcs. 500 p. St. lsa-— l89 b<> " d "^ ^,5 200 fl. p. loa ll. 12« 25 127 2. N.m nali, V«l>»..... 1U»4«10S'40 UH^ - - 99 50W0- Zllnll-gctien (per Stück). Lwdcr. Ansl.,Ocst..2U«sl.S40«/„ 443 ^ 4tb ^ l3r°d!tt,<",l. ANt>. u»g.. »V fl. . ^.^^.^ Ware Actlen «on Aransporl-Unternehmungen (per Stücl). «llississ-Xepl. Visen!,. 3NN fl. . 'ü'>0 1607 Whm. 0t°rdbali>! 150 sl. . . N>3 — 254'— Uüschtichradcr Eis. 500 fl. LM, :??6 1780 dlo. dtu. (lit. l!) 200 fl, . 6»5'b0«37'— Do»a» - Dnmpfschlssalirts - Ges., Oestl'rr., 500 sl, CM. . . 440 - 40sl,G. ?a K0 71-h« Ferdiliciüdö Nurdb. iWxslCM, 34,ül>- ll475^ Lcmd.-Czcrxuw., Iassy^Eisenb.» Wollschaf! 20l> sl. 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S!l'i,ilul!le,! 60 sl. 597'— 6N5'— „Schioalmilhl", Papiers. 20» fl. ««8^—^,0'- „Lteyierm.", Papiers, u. ».»». 68 — l^i» — »elb Ware rrisailer Kohlenw.Ge!. ?N ss. 170-— 1?2 — Wasfciif.-G..Oest.i»Wir»,1«0fl. 195— iS8-— WlMoii'LeilMst,, «llg., it, Pest, X» sl.........ßgg-__gzg,__ Nr. VaiMlellschast I0N fl. . . io?-- »o» _ Wlenerberuer Zieael-3lct!en-Ves. g??-— »80 — Diverse Lose (pcr Stücl), Vüdapcst Vnsilim (Doiubau) . «eo «»go Creditlose 100 sl...... 20» — 204 — NlnryLole 4« sl. CM. . . . ft,-.. ««>— 4"/,.Doim»-Dampssch. KMsl.CM. 17s,.— l5n-— Osener Lose 40 sl..... 83 2b »4 25 PaIss!i Lu!e <«0 sl. CM. . , . ,12-8» S3'8!i NutlieüUn'itz, Oest.Oes.».,10fl. iu- i»?o Notl,e,i ilrenz, U»n. Oes. v,, 5fl. i<)'4U 10 ?Ü Nüd0,,,h Lose 10 sl..... 25-bU 2S50 SiNm Luse 40 sl. CM. . . . 8U bl.' 8450 St. «eiwis'Lose 4« fl. CM, . 83'sb —'- lll'aldsti'!!! llose 20 fl, CM. . . no-— —'— G.'wiüstsch. b. !!"/„ Pr-Tchuldv. d. Vubcncreditauslnlt, I. Em. ig 25 i?>zb dto. dto. II. 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Pravice, katere bi ne pripušèale dražbe, je oglasiti pri sodniji najpoz-neje v dražbenem obroku pred za-èetkom dražbe, ker bi se sicer ne mogle razveljavljati gledö nepre-miènine same. 0 nadaljnih dogodkih dražbenega postopanja se obvestijo osebe, katere imajo sedaj na nepremiènini pravice ali bremena ali jih zadobe v teku dražbenega postopanja, tedaj samo z nabitkom pri sodniji, kadar niti ne stanujejo v okolišu spodaj oznamQ-njene sodnije, niti ne imenujejo tej v sodnem kraju stanujoèega poobla-šèenca za vroèbe. C. kr. okrajna sodnija v Ljubljani odd. V, dnö 7. novembra 1898. (4524) C. 95/98 1. Oklic. Zoper Janeza Sajovica iz Laž 8f. 15, katerega bivališèe je neznano, se je podala pri c. kr. okrajni sodniji v Senožeèah, po Jožetu Žetko iz Lažt tožba zaradi priznanja kupljenja in dovolitve odpisa pare. št. 26/2, 371, 490 in 1265 od vlož. št. 32 kat. obè. Laže. Na podstavi tožbe doloèil se je narok za ustno razpravo na 30. novembra 1898, dopoldne ob 9. uri, pri spodaj oznamenjeni sodniji, v izbi št. III. V obrambo pravic toženca se po-stavlja za skrbnika gospod Franjo Sbrizaj v Senožeèah. Ta skrbnik bo zastopal toženca v oznamenjeni pravni stvari na njegovo nevarnost in stroške, dokler se ne oglasi pri sodniji ali ne imenuje pooblašèenca. C. kr. okrajna sodnija v Senožeèah, odd. I, dnG 15. novembra 1898.