Nr. 145. Dienstag, 27. Juni 1911. 130. Jahrgang. Mbacher Zeitung priinumir«lwn»prei«: Mit Postvcisciiduun: flllnzjölilia 30 ll, lialbjülirin 1K K. Im Km>toi: ßanzjshn« ?« X. hlllbjiihlin >l ll. ssül dir Znslelllmn in« Haus nai^izyli,, L «. — Insrrlion»grt>ül,r: stiir Neine Inkraie bis zu 4 Zeilen 50 l>, giökeir per Zrile 12 l»i dei i>!ie »i,'aibackel Zsiiunfl» rrlclieinl »üfilicl,. «>>! «uenalmic der Kon»- und steiellafte, 2,e Adlninift^iltion befindtt sich MiNoiü'ftlaste ?,'r, ü«: die Vedoklion Mil!oi,!!s>iai!l Vir 20, Cprschjlllndri, t^i Nlt>all>»i! von K die 10 Nhl v,?miltag«, Unfr»nlier!e Vrie!e werden iuch< ongenüMlneii, Mu!,!>^:u>!' nlä,'. /,ilrücll>fsteNt, Telephon-Nr. der Medaltisn 52. Amtlicher Heil. Seine f. und s. Apostolische Majestät geruhten allcrgnädigst das nachsteheilde Allerhöchste Handschreiben zu erlassen' Lieber Herr Neffe Erzherzog Franz Ferdinand! Das lebhafte, die Bedürfnisse Meiner Kriegsmarine richtig erkennende nnd fördernde Interesse, das Euer Liebden anch diesem Teile Meiner Wehrmacht seit lan« gem entgegenbringen, veranlaßte Mich schon im Jahre 1W2, Euer Liebden zum Aomiral zu ernennen. Heule, an dem Tage, an, dem eine neue, mächtige Schiffscinheil den Finten übergeben wird, ist es Mir ein Bedürfnis, Euer Liebden für Ihre erfolgreiche Tätigkeit auf maritimem Gebiete Meine vollste An» erlennung auszusprechen. Alle Meine braven Seeleute geleiten das ncuc Schiff mit wärmsten Wünschen in sein Element. Eingedenk Meines Wahlspruches, den das Schiff als Namen trägt, stehen sie Alle zusammen in alt-bewährter Suldatentreuc jederzeit bereit, sich einzusetzen für das Wohl des Vaterlandes und die Ehre der Flagge. Alle, vom vielbewährten führenden Admiral herab bis zum jüngsten Malrosen, erkennen ticfdankbarsl die Fürsorge, die Euer Licbden Meiner .Kriegsmarine widmen. Laiuz, am 24. Juni 1911. Franz Joseph »,. p. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben nach» stehendes Allerhöchstes Handschreiben nllcrgnädigst zu erlassen geruht: Lieber Krupp! In dem kurzen Zeiträume von kaum einem Jahre ist auf der Werft des KtabMnwnw toenico ti^tinc der Bau Meines Schiffes „Viribus unitis" zu durch-aus befriedigender Vollendung gebracht worden. An dem Zustandekommen dieser rühmlichen Leistung heimischer Cchifssbaukunst gebührt, neben der Fach-künde der Ingenieure und oem Pflichteifer der Arbeiter, namentlich Ihrer Wirksamkeit als Präsident des Ver» Wallungsrates des 55tndilnn«ntc> tc>onieo ein hervor» ragender Anteil. Ich fühle Mich daher veranlaßt, Ihnen angesichts des für Meine Flotte denkwürdigen Tages des Stapel- lai:fcs für Ihre auch bei diesen» Anlasse neuerlich be- währte, stets bereitwillige Förderung vaterländischer Interessen Meine besondere Anerkennung auszusprcchen. Lainz, am 16. Juni 1911. Franz Joseph m. p. Seine s. und l. Apostolische Majestät haboi »lit Allerhöchster Entschließung vom 18. Juni d. I. in Würdigung verdienstlicher Leistungen aus Anlaß der Fertigstellung des Baues Seiner Majestät Schisses „Viiibus unitis" allergnädigst geruht, den nachbenann-ten Funktionären und Angestellten des „HwdMm^iw << lone ui , > ie r K lasse taisrei: dem Werstdireltor, Schiffbauingenieur 1. Klapse d. N. Josef Grond, dem Direktor der Maschinenfabrik Anton Demai; den Adelstand taxfrei: dem Generaldirektor Gustav Lrn decke; den ? i < e l l> i n c << kaiserlichen N a < <'^ i . frei: dem Generalsekretär Engen P urlhardYoi < r; das Goldene V e r d i e n st kr c u z mit der K rone: dem Oberingcnicur Georg Napoli; das Goldene V erdi c n stk r c u z: dem Konstrukteur Nikolaus Carlini; das Silberne V c r d i e n st kre u z mit oer Kr one: dem Obermeister Iol)ann Carlini, dem Obermeister Alois Sasfaro, dem Werftmcistcr Karl Dougan; das Silberne V c r o i e n st l r e u z: dem Werftarbeiter Ludwig Kainer, dem Vorarbeiter Bernhard Postogna, dem Arbeiter Johann C a p i c l a n o. Seine l. und k. Apostolische Majestät halxn mit Allerhöchstem Handschreiben vom 21. Juni o. I. dem Geheimen Rate und Statthalter im Königreiche Böhmen Franz Grafen T h u n» H o h r n st e i n den österreichischen Fürstenstand nebst dem Prädikate „D urchlau ch l" mit der Bestimmung allcrgnädigst zu verleihen geruht, daß dieser Fürstenstand jeweilig auf jenes männliche Mitglied der gräslichen Familie Thun« Hohenstcin überzugehen hat, das tiast oes am 5. Fe-bruar 1671 konfirmierten Fideitommih-Instruments in den ungeteilten Besitz der Fideikommißherrschaft Tetschen cunl appcrtincntiis gelangt. Seine s. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchsten, .Handschreiben vom 21. Juni o. I. Allerhöchstihrcm Flügeladjutanten Oberstleutnant Karl Freiherrn von Bronn den auf die männliche Nach-kommenschafl nach dem Rechte der Erstgeburt vererb» lichen österreichischen Fürstenstand mit der Denomina» tion: „Fürst Weikersheim" und dem Prädikate „Durchlaucht" sowie seiner direkten ehelichen Des» zendenz den österreichischen Grasenstand mit der De« nomination: „Graf, beziehungsweise Gräfin Wcilersheim" allergnädigst zu verleihen ""«l>t Seine s. und f. Apostolische Majestät hab'.n mil Allerhöcl)sier Entschließung vom 21. Juni d. I. dem Slatihaltcrei.Vizepräsidenten Dr. Andreas Grasen Schassgotsch in Trieft anläßlich der Versetzung zur Statthalterei in Linz das Komturkreuz des Franz Josef. Ordens mit dem Sterne allergnädigst zu verleihen qe» ruht. Seine k. und f. Apostolische Majestät haben mi« Allerhöchster Entschließung vom 21. Juni d. I. dem Hosratc und Leiter der Nezirlshauptmannschaft in Görz Heinrich Grafen Attems anläßlich der Einberufung zur Dienstleistung bei der Statthalterei in Trieft den Titel und Charakter eines Statthaltcrei.Vizepräsidenten allergnädigst zu verleihen geruht. Wickenburg m. z,. Seine k. nnd s. Apostolische Majestät habtn mit Allerhöchster Entschließung vom 22. Juni d. I. den Seltionsrat Rudolf Freiherrn von Kraus zum Mi> nifterialrate im Ministerium für öffentliche Arbeiten allcrgnädigst zu ernennen und dem Settionsrate in die» Feuilleton. Verfolgt. Humoreske von O. Zll. Ktosch. (Fortiehunss.) „Ich wollte dich fragen, was der Mann anhatte/ rief ich nun ungeduldig. „Einen kaffeebraunen Überzieher." „Was?" fchrie ich, aufspringend. „Dann ist es der« selbe." „Um alles in der Welt, Männchen, derselbe sagst du? Kennst du ihn auch schon — und so aufgeregt bist du?" Ich sehte mich wieder, aber den noch halb gefüllten Teller schob ich von mir. Der Appetit war mir vcrgan-gen. Und null erzählte ich Klara, meiner Frau, von den merkwürdigen Verfolgungen durch den Unbekannten. Natürlich war es nun all meiner Frau, in die Höhe zu schnellen. Um den Hals fiel sie mir, in Tränen aus» brechend: „O, Franz, Franz, er trachtet dir nach dem Leben!" UnNXlhrscheinlich schien mir das selbst nicht. Im Gegenteil. Dennoch schob ich Klara mit männlicher Fas. sung alls ihren Plcch zurück, und wir beendeten müh. faul unser Mahl. „Melde es der Polizei," bat sie. „Unsinn. Oder hat er irgendeine Drohung aus-gesprochen?" „Das allerdings nicht." „Nun also. Mich hat er auf der Straße überhaupt nicht einmal angeredet. Also wir haben gar keinen greif-baren Anhallspunlt zu einer Anzeige." Frauen haben immer Anhaltspunttc. Gerade wollte Klara einen sehr gewichtigen vorbringen, das sah ich an ihrer Miene, da klingelte es. Wir schreckten unwillkürlich zusammen. Herzi schmiegte sich an die Mama. Da erschien nach kurzem, beängstigendem Lauschen Marie im Türrahmen. „Ist es wieder der Mann?" rief ihr meine Frau schon eilt gegen. „Nein, gnädige Frau. Ein Herr möchte Herrn Peters in einer wichtigen persönlichen Angelegenheit sprechen." „Hat er seinen Namen nicht genannt?" „Nein." Das Mädchen ging, ihn zu erfragen. Gleich darauf brachte sie eine Karte. „Karl Knese", las ich. „Ach, ein Versicherungsagent. Von einer auswärtigen Anstalt." „Was sür eine Versicherung?" erkundigte sich meine Gattin. „Feuer, Unfall, Dicbstahl, Leben, alles was du willst. Sagen Sie dem Herrn," wandte ich mich an Marie, „gegen Feuer wären wir versichert nnd - - - -" Aber meine Frau hielt sie hastig zurück. „Nicht doch. Gegen Unfall, denk doch, Mann^ Wie leicht kann etwas passieren. Wenn dich der schreckliche Mensch an« schießt —" „Wenn er mich bloß anschießt," meinte ich achsel» zuckend. „Sprich nicht so entsetzlich." „Aber es kann auch schlimmer ablausen. Und eine Lebensversicherung — hm — freilich. Unfer Vermögen ist nicht groß." „An so Furchtbares will ich nicht denken. Aber schon ein Unfall. Oder Einbruch. Und wenn man nicht ver» fichcrt ist, passiert gewiß etwas." Nun mußte ich doch lachen. „Nach dieser Theorie müßte, wenn man versichert ist, nichts mehr passieren." „Du brauchst gar nicht so spöttisch auszusehen. Es ist tatsächlich sehr oft so." Ich wandle mich zu dem noch harrenden Mädchen. „Also führen Sie den Herrn in mein Zimmer. Ich komme gleich." Klara atmete ersichtlich aus. Als ich nach einer Stunoe Herrn Karl Knese zur Tür geleitet hatte, besaß ich Anwartschaft auf Polizzen sür Diebstahl», Unfall, und Lebensversicherung. Meiner Frau gegenüber aber konnte ich doch die Bemerkung nicht unterdrücken: „Jetzt dürfte also nichts passieren, nach deiner Theorie. Ich bin säst neugierig, ob du recht behältst." Da Frauen meist recht behalten, war es eigentlich nicht zu verwundern, daß mein geheimer Feind mich jetzt ein Weilchen verschonte. Wenigstens sah ich ihn einige Abende hindurch nicht. Hielt er sich nur in grö-ßerem Abstände? Oder war es ihm verdrießlich, daß ich konsequent die leeren, dunklen Straßen mied? Fast ärgerte ich mich schon über die übercilig abgeschlossene Versicherung, besonders als nach einigen Tagen die recht bedeutende erste Prämie eingefordert wurde, wogegen mir die Polizzcn ausgefolgt wurden. lDchluß folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 145. 1382 27. Juni 1911. sem Ministerium Dr. Richard Schau kal den Titel und Charakter eines Ministerialrates mit Nachsicht der Tare huldvollst zu verleihen geruht. Marek in. p. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 14. Juni d. I. den Minislerialsekretär im Ministerium für öffentliche Arbeiten Dr. Gustau Pukorny neuerlich zum stell» vertretenden rechtskundigen Mitgliede des Patentgerichts-Hufes und Zum Stellvertreter des ständigen Referenten dieses Gerichtshofes auf die Dauer von fünf Jahren allcrgnädigst zu ernennen geruht, Marek in. p. MchtamMcher Geil. Politische Uebersicht. Laibach, 26. Juni. Das „Fremdenblatt" veröffentlicht ein Kommu« nwuo, in welchem der in unserer Monarchie gründ» sätzlich jedes zweite Jahr stattfindende Garnisonswechsel festgestellt wird, der seinen Grund in der Notwendigkeit hat, die Truppen entsprechend den mannigfachen geo» graphischen Eigenarten des Staates vielseitig auszu-bilden und möglichst vielen Truppenkörpern die Gele» ger.hcil zur praktischen Schulung im Gebirgsdienst zu geben. Die verschiedenen Nachrichten, die über die Te» tails des heurigen Garnisonswechscls verlauten, beruhen abev nach authentischen Informationen auf bloßen Kom« binanoncn. Jedenfalls sei das Eine gewiß, daß diese nach Termin und Umfang normale, in regelmäßigen Zeiträumen wiederkehrende Mahregel ausschließlich den Notwendigkeiten der militärischen Ausbildung ent« springt und in keinem wie immer gearteten Zusammen» hang mit politischen Tendenzen steht. Gegenüber der Meldung von der Bildung neuer Parteigruppen innerhalb des Deutschen Nationalver» baudcs, z. B. einer Gruppe der Städtcvertreter und einer alpenländischen Gruppe wird von führender deulschnationaler Seite betont, daß es schon bei der Konstituierung des Deutschen Nationalverbandes das Bestreben aller seiner Mitglieder sein muffe, jede Zer^ splittcrung zu vermeiden und den Verband so einheitlich als möglich zu gestalten. Dagegen sei es sclbstvcrständ-lich, daß die einzelnen Parteiorganisationen in ihrer bis» herigen Selbständigkeit verbleiben, weil darauf die poli« tische Schlagkraft der dcutschfreihcitlichen Organisationen beruhe. Was im besonderen die Meldung betrifft, ols sei die Bildung einer alvcnländischcn Partei bcabsich» tigt, so liegen erstens in dieser Hinsicht keine Beschlüsse vor und zweitens hat bereits im letzten Hause eine alpenländische Vereinigung zur Besprechung wirtschaft» lichcr Interessen der Alpenländer bestanden. Aus Paris wird berichtet: An unterrichteten Stel» len wird bestätigt, daß das französische Kabinett — im Anschluß an einen seitens des russischen Kabinetts vor» angegangenen Schritt in Cetinje — der montenegrini» sche» Regierung in dringender Weise empfohlen hat, sei» nenEinfluß auf die unter denWaffen stehenden Albanier» ftiimmc energisch dahin geltend zu machen, damit diese innerhalb der türkischerse'its für straflose Heimkehr der« selben gestellten Frist ihre Unterwerfung erklären. Man glaubt ferner, in Paris zu Nüssen, daß seitens des eng. lischcn Kabinetts der gleiche Vorgang eingehalten wurde. Es wird hinzugefügt, daß nach dem eingelaufenen Be» richte des französischen Gesandten in Cetinje über die Art, in der der französische Schritt seitens der monte» negrinischen Negierung aufgenommen wurde, die Er« Wartung ausgesprochen werden dürfe, daß Montenegro den ihm von allen Seiten gemachten Anempfehlungen nachzukommen entschlossen ist. Aus Konstantinopel wird gemeldet: Der neugegrün» dctc albanische Ientralunterrichtstlub richtete an die übrigen albanesischen Unterrichtsklubs einen Aufruf, worin unter Betonung der bisherigen Vernachlässigung des Unterrichtes unter den Albanesen, die ein Spiel» ball der fremden Propaganda wurden, die Mißdeutung der Alphabetsfrage und die feindliche Haltung der Be« hövden gegen die albanesischen Klubs beklagt und die Hoffnung ausgedrückt wiro, daß die Negierung nunmehr die Errichtung von Schulen in Albanien erlauben werde. Der Aufruf fordert die Klubs auf, ihre Tätigkeit diesem Zwecke zu widmen, wodurch die Anhänglichkeit der Alba« nesen an die Sprache und Nationalität verstärkt und die Wahrung des Ottomanenlums gesichert würde. Tllgesucuigtcitcn. — sDie Kunst, Dauerredner zu bändigen.) Ein un« bedingt wirksames Mittel, in öffentlichen Versamm» , lungen die Dauer der Reden auf ein erträgliches Maß einzuschränken und dem Redner das Recht, den Hörern die Pflicht, sich mit langen Reden abzugeben, zu nehmen, hat ein Volksstamm in Zcntralafrika gefunden. Bei ihm gibt es folgende interessante Bestimmung, von der man wohl sagen kann, daß sie wert wäre, der Geschäfts» ordnung mancher europäischer Körperschaften einverleibt zu werden: „Wenn ein Mitglied des Stammes in der Volksversammlung reden will, so hat es oas Recht, so lange zu sprechen, als es imstande ist, auf einem Bein stehend die Rede zu halten." — sDie auffallend geringe Beteiligung.) Das in Dillingen erscheinende „Tag. und Anzc'igeblatt" bringt in seiner Nummer vom 22. Juni eine Todesanzeige, die durch eine recht sonderbar anmutende Bemerkung ergänzt ist. In der Anzeige gibt die Dillinger Spitals» Verwaltung das Ableben einer Tkonomenswitwe und Cpitalspensionärin bekannt. Nach Mitteilung der Vc» erdigungsstunde und der Termine dreier Lcichengottes» dicnste läuft der Text der Anzeige wie folgt weiter: „Die auffallend geringe Beteiligung an dem Leichen-begängnisfe verstorbener Sftitalslnsässcn in der letzten Zeit namentlich seitens der mit dem Spitale in Ver» bindung stehenden hiesigen sehr verehrlichen Geschäfts» Welt gibt mir Veranlagung, zur Teilnahme am obigen Leichenbegängnisse und für die Folge hiedurch speziell einzuladen. Die Spilalsucrwaltung: Birmanu." — Mne tragikomische Diebesgeschichte) hat sich kürzlich in Schonach im badischen Schwarzwald zucic» tragen. Dort »var ein alter Bauer von einem Nachbarn des Haferdiebstahles bezichtigt worden, und der Gen-darmerielvachtmeister und ein Gemcinderat mußteil Haussuchung bei dem Beschuldigten abhalten. Sie fan-den nichts, worauf der Verdächtige in seiner Stube gewaltig zu schimpfen anfing. Sem« Ehre muffe ihm wiedergegeben werden, so schrie er ein- über das andere« mal und schlug mit den Fäusten auf den Tisch, daß die Wände zitterten — und die Zimmerdecke, aus deren Ritzen plötzlich einige Hafertörncr aus den Tisch her« abfielen. Der Bauer wurde käseweiß, der Wachtmeister und der Gcmeindcrat aber gingen hinauf auf den Buden und hoben die Dielen ab, unter denen der ganze gestohlene Hafer fein säuberlich ausgebreitet lag.' — ^Schweigen ist Gold.) Eine ergötzliche Geschichte von einem Richter, der im Vollgefühl seiner Würde mit Vorliebe im Gerichtssaal grosze Reden hielt, erzählt eine Pariser Zeitschrift. Ein Zeuge sollte verhört wer» den. „Antworten Sie mit Ja oder Nein", begann der Richter: „der Gerichtshof kümmert sich nicht um das, was Sie glauben, ihn kümmern nur Tatsachen. Auch ich glaubte heute morgens, meine Uhr in die Westen» lasche gesteckt zu haben, aber in Wirklichkeit habe ich sie auf meinem Nachttische liegen lassen. Wir wollen hier nur Tatsachen, nicht Meinungen hören." Der Zeuge blieb stumm wie ein Fisch, der Prozeß war schnell er» ledigt, und zufrieden ging der Nichter nach Hause. „Du scheinst ja schlimm in Verlegenheit gewesen zu ein", empfängt ihn seine Frau, „wieso hast du denn deine Uhr vergessen? Nicht weniger als vier Leute sind jetzt schon hintereinander hier gewesen, um sie abzu» holen." Ein furchtbarer Verdacht erhellt den Geist des redseligen Mannes: „Du hast sie doch nicht mitgegeben?" — „Aber natürlich, dem ersten, der kam, er sagte noch ausdrücklich, du ließest mir mitteilen, die Uhr wäre auf deinem Nachttisch liegen geblieben." Bei der nächsten Verhandlung war der Richter sehr schweigsam. — jN^aumur als Lebensretter.) Nur wenig bekannt ist es, daß der berühmte Physiker Maunnir, dessen Name durch sein Thermometer Millionen von Menschen geläufig ist, sich auch eifrig mit der Frage beschäftigt hat, welche Art voll Wiederbelebungsversuchen bei Leuten anzustellen sind, die durch Zufall oder Leichtsinn drm Tode des Ertrinkens sehr nahe gekommen sind und nur in besinnungslosem Zustande wieder ans Ufer gebracht werden können. In der „Ehronique M6dieale" beschäf« tigt sich P. E. Nugon mit einer seltsamen Arbeit N^mlmurs, die im Jahre 1740 gedruckt wurde und ein amüsantes Bild von den Vorstellungen vermittelt, die damals die Heilkunde beherrschten und selbst von so bedeutenden Geistern wie Maumur mit allem Ernste erörtert wurden. Zu Beginn seiner Abhandlung, die im Auftrage des Grafen von Maurcpas in der königlichen Druckerei gedruckt wurde, wendet sich Reaumur energisch gegen jene Wiederbclebungsmethodc, die damit beginnt, den Ertrunkenen bei den Füßen zu fassen, um ihn so» zusagen auf den Kops zu stellen, damit er das geschluckt«: Wasser wieder von sich gebe. „Es ist vorzuziehen", so erklärt der berühmte Physiker, „den Patienten in eine Tonne zu legen, aus der mcm Deckel und Boden besei-tigt hat- dann rolle man ihn abwechselnd hin und her". Weniger verblüffend für uns ist schon der Rat, den Er« trunkenen sosort in »uarme Tücher einzuhülleil, anstatt ihn nackt am Ufer liegen zu lassen. „Man muß ihm auch Likör und Spirituosen in den Mund schütten." Aber Reaumur steht diesen Praktiken immerhin doch etlvas skeptisch gegenüber, er hat ein besseres Mittel, ein Verfahren, das alle Freunde des Rauchens erfreuen muß, beweist es doch den hygienischen Wert des Tabak-rauchens. „Das beste von allen ist es vielleicht," so erklärte er in seinen Ratschlägen, „Tabakrauch von einer Pfeife dem Ertrunkenen in den Magen zu blasen"; und er fährt eifrig fort: „einer unserer Akademiker ist Zeuge dec schnellen und glücklichen Wirkung gelvesen, den diese Eiuräucherung des Ertrunkenen hat. Man zerbrach bei dieser Gelegenheit die Pfeife und benutzte das abgebro» chene Stück Rohr, um dem Körper den Damps einzu» blasen, den man aus oer Pfeife sog." — Wne einzigartige Versteinerung) ist aus Kohle» schichteil des amerikanischen Staates Illinois zutage gc« fördert worden. Es handelt sich um einen Ursalaman^er cincr Art, die jetzt im ganzen in drei Exemplaren bc-kannt geworden ist. Der neue Fund ist aber ganz außer» ordentlich dadurch, daß von dem Amphibium der Darm» kanal erhalten geblieben ist. Wenn man bedenkt, wie viele Huuderttausende von Jahren seit der Ablagerung der Steinlohlenzeit vergangen sind, so muß mau stau» Gleiches Maß. Roman von A. L. Lindner. (Schluß.) „Um Himmels willen, Tante, da sieht man, daß Sie mich wirklich nur rccht ungenügend kennen." „Und Ihre Frau? Wie geht es Else?" fragte Klara. „Glauben Sie, daß sie mir jemals verzeihen wird? Ich weiß wohl, daß sie es jetzt noch nicht kann, aber vielleicht später —" Ein leichter Schatten glitt über Herrn Zur Hey. dens Gesicht. Er wußte, »vie lange feine Frau mit dem ganzen Starrsinn kleinlicher Naturen an ihrem Groll festgehalten, und wie sehr sie in ihren Gedanken Klaras Schuld übertrieben hatte. Frau von Knorring, deren Brief Klaras Seelen» leiden in den beredtesten Worteil schilderte, hatte sie erst ganz vor kurzem und mit vieler Mühe zu einer etwas milderen Auffassung der Sache bewegen können. Er hoffte indcffcn auf den heilenden Einfluß der Zeit und jagte in beruhigendem Ton: „Ich hoffe sicher, daß Elfe fpäter in Ihnen er« Wünfchtem Sinne an Sie schreiben wird, augenblicklich ist sie freilich nicht dazu imstande." Er sah, wie Klara zusammenzuckte und fuhr fchnell fort: „Nein, nein, erschrecken Sie nicht. Else ist nicht unversöhnlich. Wenn sie heute nicht schreiben kann, so hat das andere Gründe. Ich kam nämlich noch nicht bazu, Ihnen eine freudige Nachricht mitzuteilen. Vor acht Tag glückt. Er ist ein strammer, prächtiger Vengel, an dem Sie sicher noch einmal Ihre Freude schen werden." Klara schüttelte den Kopf. „Ich könnte llicmals wieder nach Ellernhagen kom» men Aber ich danke Gott, daß er die entsetzlichen Folgen meinrr Unachtsamkeit für Sie etwas gemildert hat. Ich selbst werde mein Leben lang daran zu tragen haben." „Nein, sagen Sie das nicht," rief er lebhaft. „Das würde mir sehr leid tun. Betrachten Sie mich immer als Ihren Freund, der aufricht'igcn Anteil an Ihrem Ergehen nimmt. Sie fangen mit heute ein schönes, neues Lcben an, und ich bitte Sie dringend, verbittern Sie es sich nicht selbst, allerhand Schweres kommt meist scholl von selbst, ohne unser Zutun. — Und jetzt lassen Sie mich Ihnen Lebewohl sagen," sctztc er hinzu, indem er Klara die Hand hinhielt. „Das gebe ich unter keinen Umständen zu," rief Olden aus. „Ein Freudeubote wie Sie darf nicht so leicht wieder fort. Sie müsseil aus jeden Fall mit uns frühstücken. Mit dem Vieruhrzng denken .Klara und ich nach Norwegen abzureisen, bis dahin rechnen wir sicher aus Ihre Gesellschaft." „Aber natürlich, lieber Ernst," bat Frau von Knurring. „Ich habe in. der sicheren Erwartung, daß Sie kommen würden, lim Kaiserhos schon ein Kuvert sür Sie mitbeslelll. Ich kann mir ja denken, daß es Sie nach Hause zieht, aber da dort alles gut gehl, so bedc-n» kon Sie, bitte, welche große Freude Sie uns allen durch Ihr Bleiben machen würden." Herr Z)lr Heyden sah auf die Uhr und überlegte. „Nun, so viel macht es am Ende nicht ans, wenn ich ein paar Stunden später sahre, und wenn Sie mich, so wie ich bin, im Nciscanzuc;, an Ihrer Hochzeitstafel haben wollen, so sei es drum." Das kleine Mahl verlief ziemlich verschieden von c>er üblichen, geräuschvollen Fröhlichkeit eines Hoch« zcitssestes, ganz abgesehen davon, daß eine gewisse Stills' schon durch die Kleinheit des Kreises bedingt N>ar. Wie ein leichler Schleier von Schwermut lag es über allen Mitgliedern, wenn auch jeder nach Kräften bemüht war, es sich nicht merken zu lassen. Die Hauptbetciligten be» sonders waren zu nahe an den Wassern der Trübsal vorübergegangei«, um deren nachhaltigen Einfluß selbst heute ganz abschütteln zu können. Klara lvar sehr still, und Olden zwang sich nur mit Überwindung zum Reden, weil die gesellschaftliche Rücksicht es von ihm verlangte. Laibachcr Zeituna Nr. 145. 1383 27. Juni 1911. nen, daß überhaupt ein inneres Organ von einem ver-hällnismäßig zarten Geschöpf im Gestein konserviert bleiben konnte. Lolal- und Piovmzilll-Nllchnchtcil. — in Wienzunl Forstinspeltionskommisfär zweiter Klasse in Radmannsdorf ernannt. — Disziftlinarsälle fowie ein Gesuch um Pen« sionserhöhung der Erledigung zugeführt. — s aufliegt. — Mcjplähe «nd Untcrrichtsbciirage für Neamten» linder.) Dem Ersten allgemeinen Beamten-Vereine wur. den von einer großen Anzahl von Unterrichtsanslallen in Wien und in der Provinz (Handels-, Hausl)aliungs-, Industrie», Sprach«, Musik«, Zeichen» und Malschulen, Lyzeen, Kindergärlncrinnenkurscn, Militärvurbcrei» tungsanstalten nsw.) freie und ermäßigte Plätze für Beamtenkinder znr Verfügung gestellt. Ferner gelangt ein Freiplatz im Internate des Schulvereines für Beamtentöchter und ein Stipendium zum Besuche der Kunstgewerbeschule des österreichischen Mufeums zur Verleihung. — Im Juli wird fcitens des Beamten-Vereines ein Betrag von 50.000 X für Unterrichts« beitrage zum Besuche von öffentlichen Bürger«, Fach», Mittel- und Hochschulen ausgeschrieben werden. Die Bewcrbungsbedingnngen und ein Verzeichnis der freien und ermäßigten Plätze tonnen gegen Porlovcrgütung von der Zentralleitnng des Neamtenvereiucs in Wien, I., Wipplingerstraße 25, bezogen werden. — l,Von der Südbahn.) Nen aufgenommen wurden die Neamtenaspiranten: Rudolf Mejak ISalloch), Franz Zekar - as ich Ihnen gesagt habe. Wenn ich einmal hören werde, daß Sie die^Erinnerung an das Vergangene ganz überwun-den haben, so wird es mir eine große Freude seiu. Seien Sie überzeugt, daß meine besten Wünsche mit Ihnen gehen." „Gott segne Sie, Lieber — Lieber," flüsterte sie. Mehr konnte sie ihrer Stimme nicht zutrauen. Die Schaffner fingen an, die Türen zuzuschlagen. „Einsteigen, einsteigen." Mit einem Gefühl der Erleichterung leistete Olden der Aufsordernng Folge. Um Klaras willen sehnte er das Ende dieser mannigfachen Gemütsbewegungen herbei. Noch ein Händcdruck, eiu Lüften des Hutes, ein Wehen mit dem Taschentuch, die Trillerpfeife ertönte, di? Lotomotwe fchnob und pustete; der Zug fetzte sich in Bewegung und glitt wie eine dicke schwarze Raupe z:>r Halle hinaus. Die Zurückbleibenden sahen ihm unwillkürlich nach, bis das letzte Rauchwölkchcn sich verzogen hatte. „Da gehen sie hin," sagte Herr Zur Heydeu, Frau von >inorring wandle sich ihrem Gast unter Tränen lächelnd zu. „Alle meine Gedantcn haben sich seit Jahr und Tag so ausschließlich um Klaras Wohl gedreht, daß es mir erst jetzt recht klar wird, was ich mit ihrem Fort« gang verliere. Aber ich will nicht murren. Ich muß ja dantbar sein, daß sich alles so wider Erwarten gün« stig gelix'ndct hat. Wir alle sind Ihnen aufs höchste ver» pflichtet, lieber Ernst. Sie haben ihr heute mehr Lebens, niui zurückgegeben, als sie ohne Sie in Jahren wieder, gesunden hätte. Über das Leben dieser beiden tonnen w,r wohl beruhigt sein. Einer Neigung, die solche Slinme überdauert hat, tonnen die Kleinlichkeiten des Lebens so leicht nichts anhaben. Wer selbst viel Ver-gebnng gebraucht hat, wird auch bereit sein, sie dem an-deren zu erweisen, wenn es not tut." Herr Zur Heyden sah nachdenklich vor sich hin. „Es tut unS allen gnt, wenn wir gelegentlich erkennen müssen, was sür schwache Geschöpfe loir sind," meinte er. „Gewiß. Und oiesc Erkenntnis hat eS in dem vor-liegenden Fall zuwege gebracht, daß die Liebe den Haß überwand, und der Geist der Versöhnung das Verlangen nach Vergeltung. Und mit dieser Betrachtung will ich mich Ihnen empfehlen," setzte sie schelmisch hinzu. „Gerne leistete ich Ihnen noch Gesellschaft bis zum Ab-gang Ihres Zuges, aber ich bin leider über die elasti» schen Jahre hinaus und sehne mich nach Ruhe. So leben Sie oenn wohl, lieber Ernst, und grüßen Sie mir Ihre Frau und Ihren Jungen." — lVom Fricdhose zu Tt. Chrisioph.j Seit dem heu- rigen Frühjahre werden auf diesem Frirdhofe die An» lagen nnd die verschiedenen Blumen und Gewächse sowie die vielen erotischen Pflanzen auf den Gräbern und Grüften regelmäßig jede Woche beschädigt oder einfach gestohlen. Tiefen selten oder gar nie bewachten Fried« Hof besticken zu geeigneter Zeit Elemente, denen di? Piclät ein fremdes Wort ohne Bedeutung und boshafte Beschädigung fremden Eigentums ein Spaß ,ft. E5 wäre, wie fchon vor einiger Zeit erwähnt, am Platz, daß die maßgebenden Faltorcn sin eine regelmäßige Überwachung der geschmückten Gräber und der Grüfte Sorge trügen. Es geht nicht an, den alten Friedhof etwa deshalb, weil er nun wenig benützt wird, frei herumlaufendem Gesinde! zur Ergötzung und zu nichts-würdigen! Treiben preiszugeben. x. — iIwei Miescnwcinreben.) Der Besitzer Anton Noh in Ork> bei Laverea hat hinter seinem Wirtschafts» gebäude zwei 18 Jahre alte Riesenweinreben, die die Obstbaumlronen tief hinein in den ausgedehnten Obst« garten umranken. Die eine davon hat einen Durch» messer von nahezu 18 Zentimeter. Diese zwei Wein-r l..Gelehrtenversammlung", „Märchen vom traurigen König", „Die Unterhaltung") vom bestbetannten Ka-rikaturisteu Hinlu Smreiar ausgestellt. Herr Hinlo Smrelar macht in seiner Kunst augenfällige Fortschritte. — lTodcssall.) Am 25. d. M. starb in St. Veit ob Laibach .Herr Franz Andrejel, pensionierter Psarrer von Banjalola, nach langwieriger Krankheit, im 67. Lebensjahre. In Podutil, Pfarre St. Veit ob Laibach, geboren, war er Priester seit 9. Juli 1874, diente in der Seelsorge als Kaplan an mehreren Psar» ren, und zuletzt als Pfarrer in Banjalota im Bezirke Gotische. ^ per Kilogr. ausgeschrotet werden könnte, wird mit 1 X 8« !> bis'2 X verlauft. Nicht besser steht es mit den Mehlerzeugmfsen. Dir Semmeln waren, als das Mehl 58 1> das Kilogramm tostete, durchaus nicht tleiner, als sie gegenwärtig bei den um 18 !> redu» zierten Mehlpreiscn erzcngt werden. Dir Wohnungen sind seit der Errichtung der Eisrnbahntrassicrungsabtei" lung in Rudolfswcrt außervrdcnllich teuer geworden. Eine mittlere, dazu schlecht erhaltene Wohnung, ist sür einen monatlichen Mietzins unter 50 X, ausschließlich des zehnprozentigen Wohnungszinslreuzrrs, den die Mieter entrichten müssen, gar nicht erhältlich. Auch Ver. brauchsartikel, wie Grünzeug, Eier und Federvieh sind im Preise enorm gestiegen. Ein Paar Händeln, das vor elnia sechs Jahren 1 X 20 I> kostete, wird mit 2 X 40 1, gezahlt. Es liegt wohl auf der Hand, daß unter solchen Umständen die Beamtenschaft, namentlich die der n'ie-deren Rangsllasfcn, immer tiefer anstaltungslomitee halte alle möglichen Vorkehrungen getroffen, um das Fest zu einem recht gemütlichen, all^ sliligc Wünsche befriedigenden und mit dem nötigen villoreskcn Glanz ausgestatteten zu gestalten, und tnes ist auch in vollem Mäße gelungen. Da gab es Buden und blumen» und girlandengcjchmückte zierliche Pavil-Ions, in denen Damen der hiesigen Gesellschaft uner-müdlich bemüht waren, den geradezu überhasteten An-sprüchen der überaus zahlreichen Ncfucher gerecht zu werden. Es kam indes icder auf feine Rechnung; denn Laibachcr Zeitung Nr. 145. 1384 27. Juni 19N. sowohl Speisen als Getränke und Konfitüren waren von exquisiter Qualität und in reichlicher Menge vor» Handen. Das Vergnügungskomitee hatte auch fur recht bequeme Sitzplätze und geräumige Tische Sorge ge» tragen sowie die Montierung einer Azetylengasbeleuch-tung veranlaßt, die mit ihren weißglühenden Lampen erfolgreich mit den zahlreichen buntfarbenen Lampions» flämmchcn konkurrierte. Ein Glückshafen, ein Naritä» tenkabinett und andere Iuzveranstaltungen hoben ihrer-seils das Animo und hielten es bis in die späten Abend-stunden wach. 'Eine Fcuerluhe brannte stundenlang auf dem Ncbenhügcl. Alles klappte vorzüglich, nur der Aviatiker wollte nicht aufsteigen. Dies kann nun füglich rechl gut als Rcvanchepiecc für den Laibacher Flug» versuch aufgefaßt werden, denn auch wir Nudolfswertcr hatten uns vor kurzem zwei Tage hinourch auf dem Laibacher Exerzierfcld mit hoher Spannung ein-gesunden, ohne indes das Wunder der Gegenwart, den „fliegenden Menschen", in den Lüften manövrieren sehen zu können. Und so war uns dies eben daheim auch nicht beschicden. Denn auch mit der Aviatik Mächten ist kein ewiger Bund zu flechten und der Motor versagt aar schnell!.... Auf dem Fcstplatze spielten mit Verve zwei Musikkapellen — die uniformierte Nudolfswerter Bür» a.erkapelle uno die Zigeunerkapelle Särkoczi, die sich bereits seit drei Abenden mit gutem Erfolg im hiesigen <3af<> Central produziert hatte. — öffentliche Produktion der Zöglinge der „Glas» bcna »ola" in Krainburg.) Die Zöglinge der „Glas-bena ^ula" Filiale der Laibacher „Glasbena Matica") in Krainburg veranstaltn unter Leitung ihrer Lehrer und unter Mitwirkung des Fräuleins Pipa Tavöar aus Laibach am 80. d. M. um halb 8 Uhr abends in der Turnhalle des .Kaiser' Franz Iosef-Staatsgymna-siums ihre öffentliche Produktion. Das Programm um« faßt folgende Gesangs, und Musikpiöcen: 1.) Maklo: „Polka." Klavier. sHalka Pirc.j 2.) I. Bernhardt: „voblL ^jiti-o." Klavier. lHcda Erobath.j 3.) E. Gurlitt: „Trübe Stunden." Klavier. (Milena Ero-bath.) 4.) V. Rihovsky: „Alla Motto perpetuo." Geige. (Josef Klofutar.) 5.«) E. Adami^: „H^avankli", Nr. 3. Aus dcr Sammlung „Otr-a^K^ po»ini". l>) „Itc»^a,rin." o) „lvulor.) 6.) C. Gurlitt: „Dcr tapfere Sol-dat." Klavier. lFranz Kren ner.) 7.) ^. Bu^ck: .,81»vn^ >i." Klavier. lMarta E o 1 n a r.) 8.) E. Gur» litt: „Soldatcnspicl." Klavier. ," b) ,/1^i» 7.a turslcim ^ri^c'M," o) „1'ani 7ia ?c-i<'ne^l ti-DVlliku," li) „0^' tll «ulsiaäki dalx^n". Volks» lieder, harmonisiert von E. Adami«. ^Vorgetragen vom Knabenchor.) 13.) C. Gurlitt: „Scherzo." lBoris'P i r c.) 14.) H. Litt: „Bolero." Gnige. lStanislav Zavr^» nil.) 15.) Albert von Kaun: „8vawlini poc-liocl." Kla» vier. cin Messer in der Hand haltend, zn Boden und durchschnitt sich dabei den Hals. Er wurde lebensgefährlich verletzt ins Landesspital nach Laibach überführt, wo er am 25. d. M. starb. — Von anderer Seite wird aber mitgeteilt, daß sich Jan^a in selbstmörderischer Absicht den Hals durchgeschnitten habe. — ^Tödlicher Sturz von einem Naume.) Am ver-gangenen Samstag vormittags wurde dcr 6? Iabre alte' Fabriksarbeiter Jakob Vernik aus Presta in oer Papierfabrik zn Zwischenwässcrn beim Schlei fholzrollen aus uigcncm Verschuloen von einem Klotze an dcr Brust gedrückt und erlitt innere Verletzungen, weshalb er die Arbeit verließ und sich nach Hause begab. Nach. mittags stieg er auf ciuen Lindcnbanm und wollte Vlü» ten sammeln, stürzte aber aus einer Höhe von, 14 ni zu Boden und zog sich so schwere innere Verletzungen zu, daß er eine Stunde später starb. — lTcheue Pferde.) Als der Besitzer Alois Kramar aus Gubui^e am vergangeneu Freitag mit einer Ma-schine mähen ging, schenten die Pferde auf der Straße bei kkofcljca vor einem daherfahrcnden Automobil und galoppierten davon. Kramar fiel von dcr Maschine und zog sich dabei so schwere Verletzungen am Kopse zu, daß er ins Landcsspital nach Laibach überführt werden mußte. — Din ungeratener Sohn.) Dcr 26 Jahre alte Bcsitzcrssohn Lorenz Smrajc, wohnhaft in Iar«e, Gemeinde Ieiica, ist ein ^ehr gewalttätiger Bursche. Vor etwa 14 Tagen zerschlug er mit einer Hacke nach einem heftigen Slrette mit seiner Mntlcr das Haustor. Am 19. d. M. entstand zwischen Mutter und Sohn abermals ein Wortwechsel, wobei Lorenz Smrajc im Hause derart erzcdicrte, daß die Mutter die Flucht ergriff. Dcr Wildimg setzte, aber seiner Mut. ter nach, sing unterwegs eine Henne ein, drehte ihr den Hals um und schlug damit seine Mutter auf den Kopf. Im Wohnzimmer warf er verschiedene Gegen-stände durcheinander und zerschlug eine Wanduhr sowie einen hölzcrncn Käfig. — Mn Vlumenfeind.) Am 20. d. M. hat ein Fnhrkncchl aus Laibach, dcr mit einem voll bcladencn Wagen durch Untcr>8i^ka Kohle in eine Zirgelci nach Koseze führte, einen schön blühenden Nelkcnstock der Be» sttzcrin Apollonia Burger in Unter-KiZka mit einer Peitsche in boshafter Weise heruntergeschlagen. " sEine Kindesleiche in der .Kirche.) Gestern nach. mittags brachte eine Frauensperson in einer Papier-schachtet die Leiche eines neugeborenen Kindes in die Peierslirche. Die Polizei leitete über den Fall sofort umfafscnde Erhebungen ein und brachte die Fraucns« Person in Erfahrnng. — Ein näherer Bericht folgt. " <3lllffindung einer Leiche.) Unlängst verließ der 50jährige Fabrit'sbeamtc Wilhelm Paulin seine Woh» nung am Poljanadamm nnd lehrte nicht mehr zurück. Am Sonntag nachmittags zog man aus dem Laibach-flnsse nächst Kaltenbrunn dessen Leiche und überführte sic in die Totenkammer nach Mariafeld. Ob ein Selbst» nwrd oder Unfall vorliegt, läßt sich nicht mit Sicher-hcit feststellen. Der Verstorbene war ein äußerst solider Mann und lebtc mit sciner Familic sehr zurückgezogen. " Mn Feinschmecker.) Diescrtage ertappte eine Magd in einem Hause am Vurgplatzc einen Mann in dem Augenblicke, als er im zweiten Stockwerke aus einer Huhncrsteige ein junges Huhn stahl. Die Magd rief nach den Hausgenossen, worauf man den Dieb einem Sichcrhsitswachmanne übergab. Der Verhaftete nannte sich Johann Suhanck, will aus Chrudim m Böhmen zu Hause uno vom Berufe Schuhmacher fein. Die Po-lizci ist dcr Ansicht, daß der Dieb einen falschen Namen angegeben, habe uno, da er mittellos nnd ohne Doku-mente aus Bosnien gekommen sein will, etwas am Kerbholz haben müsse. Sie lieferte ihn dem zuständigen Gcrichte ein. " ^Überfahren.) Sonntag nachmittags suhr ein Fia« ker so schnell und unvorsichtig vom Aomplatz in die Slrilargasse, daß er den bci dcr clcktrischcn Straßenbahn beschäftigten Arbeiter Richard Schneider niederrannte. Schneider geriet unter den Wagen und wurde einige Schritte weiter geschleift. Er erlitt an Armen und Beinen zahlreiche Hautabschürfungen. " hingebrachte Zwänglinge.j Die in der Pfingst» wochc von der Tönnieoschcn Fabrik entwichenen Zwäng« lingc Johann ^uligoj und Alois Iev«5ct wurden dieser-tage durch eine Gendarmcricpatronille in der Nähe von Görz aufgegriffen und in die Zwangscirbeitsanstalt rück-cingcliefert. * jKarambolage mit der Elektrischen.) Sonntag abends fnhr cin Fiaker so unvorsichtig durch die Poljanastraße, daß er niit einem Wagen der elektrischen Straßenbahn zusammenstieß. Beide Wagen wurdeu be-schädigt. ' lZusammenstoß zweier Nadfahrer.) Samstag nach» mittags stießen in der Schellcnburggasse zwei Radfahrer mit solcher Wucht zusammen, daß dem einen das Fahr-rad beschäoigt wurdc. " Mn japanischer Hausierer.) Vorgestern nachmit» tags hielt cin Detektiv in einem hiesigen Restaurant einen jnngen Japaner an, dcr mit kleinen Fignren Hausiertc. Dcr Japaner wurdc zum Amic gestcllt und ihm die Ware abgenommen. Auch wurdc gegen ihn wegen unbefugten Hausierens die Strafamtshandlung einge-leitet. * sEin Dieböversteck.) Vor einiger Zeit wurden in einem Hause an dcr Sparkassestraszc zahlreiche Klei-dungsstncke entwendet. Nun verhaftete die Gendarmerie im vergangenen Monate dcn Dieb in der Person des bekannten Einbrechers Anton Doles aus Klein-Otok bei Adclsberg, der in der Union-Braucrei beschäftigt war. Durch einen Zufall hatte die Frau des Vestuhlcnen beim Diebe die Weste ihres Mannes bemerkt. Erst dicscrtage wurdc das Versteck der gestohlenen Kleidungs-stücke aufgefunden. Die Sicherheitswacl)e im Vereine mit der Gendarmerie konfiszierte in emem Hause in Moste zwei Nöcke, fünf Westen, eine Hose, eine Unter» hose, ferner Männerwäschc und eine Menge Frauen« lleidcr. Dic Diebsbeute wurde dem Landesgerichte über-geben. " Mn Kummetdieb.) Zu Anfang d. M. wurde dem Besitzer und Gastwirt Karl Icr«in in Nudnik aus dem Stalle ein aus 40 X bewertetes Pferdctummct cut-wendet. Die Gcndarmcric in Kkofljica forschte den Dicb in der Pcrson des 41jährigen Taglöhncrs nnd Torf» schneiders Jakob Zadnikar aus Schwarzdors ans, wor-auf der Verdächtige diesertage durch dic Sicherheilswache in cincr Vranntweinschcnke in dcr Stadt angehalten und verhaftet wurde. Die Polizei lieferte den Kummet-freund dem zuständigen Gcrichte, ein. * Din steckbrieflich verfolgter Trunkenbold.) Als gestern nach Mitternacht cinigc'Passanten am Krakauer Damm cincn betrunkenen Mann aushuben, begann sie dcr Trunkenbold so sehr zn beschimpfen, daß ihn cin Sichcrheitswachmann verhaftete. Bci der Pcrlustricrilng stcllte cs sich heraus, daß der Verhaftete vom hiesigen Bezirksgerichte wegen Betruges verfolgt wird. Er ist ein Anstreicher und wohnt an der Puljanastraßc. " lAuch e'nc Rache.) Als in einer der letzten Nächte em Knecht in der Schießstättgassc wegen Störung der Ruhe durch einen Sicherhcitswachmann znr Rcde gestellt wurde, crwidertc cr, daß cr dcshalb crzcdicre, nx'il ein Wachmann seinen Bruder verhaftet l)abe. Dcr räche-durstige Bursche wurde angezeigt. " Werde im Parke.) Diesertage trieben ein Besitzer vom Lande und dessen .Knecht zwei Pferde durch den Part auf dem Slovensti lrg. Der Rasen wurdc durch die Huftrilte beschädigt. " ^Gefunden.) Oine Schere, zwei Photographien und ein Geldtäschchen mit einem größeren Geldbeträge. * sAerloren.) Sieben Geldtäschchen mit 40, 5, 24, 42, 10, 48 und 20 K, ferner ein Staatslos nnd ein Versatzschein des städtischen Versatzamtes, eine Zehn» lronennolc, eine goldene Damcnhalsletie mit einem Herzchen als Anhängsel nnd cine goldene Offiziers» teile. — ^Wetterbericht.) Das barometrische Minimnm hat sich gegen Norden verschoben nnd einem hoben Luftdrücke, der sich kcilförmig gcgcn das Alpenaebiet vorschiebt, Platz gemacht. Das Wetter ist in ganz Oster» reich sehr veränderlich. Intensive Nicdcrschläge wechseln mil heiterem Himmel ab. Abnormal hohen'Tempera» lnrcn folgten große Temperaturstürze. Von den Zentral» cilpen werden Schneestürme gemeldet. In Laibach hat die Witterung noch keine wesentliche Änderung erfahren. Nach dem gestrigen turzandauernden Strichregen hei» terte sich der Himmel wieder aus, woraus die West» stürme neuerdings einsetzten und oine große Tempe» rannerhöhung crfolgte. Dcr Luftdruck zeigt langfam fallendc Tendcnz. Die heutige Morgentempemtur betrug bei schwachem Westwind und leicht bedecktem Himmel 18,8 Grad Celsius. Die Ncubachtungsstationcn mcl-deten folgende Temperaluren von gestern früh: Laibach 17,5, Klagenfurt 1«,6, Gorz !8,0,'Trieft 18,8 lRcgcn), Pola 20,0, Abbazia 19,!i sRcgcn), Agram 21,3, Sara-jevo 17,2, Graz 19,6, Wien 18,9, Prag 18,3, Bcrlin 17,0, Paris 11,8, Nizza 18,4, Palermo 25,6, Algier 20,9, Petersburg 21,7; die Höhenstationen: Obir 8,9, Sonnblick —0,2 sSchneestnrm), Sänlis —0,0, Sem-lnering 16,0 Grad Celsius. Voraussichtliches Weltcr in der nächsten Zeit sür Laibach: Veränderliches, zu Nieder-schlagen neigendes Welter bei westlichen Winden. — ^Verstorbene in Laibach.) Karl Laiblin, Pri-Vater, 81 Jahre, Vcgagasse 8. — Mektroradiograpli .Ideal".) Aus dem Pro-gramme für Dienstag, Mittwoch nnd Donnerstag sind M'ßcr dcn zwei größten Aktualitäten: „Die Sturmflut im Tricstcr Hafcn" und „Die KronungZfeicrlichkeilcn in England" noch hcrvorzuhcben: Kambodscha sNalnr» aufnähme)- Lorcnzaccio lherrlich koloriertes historisches Drama — Palhechielseilig für einen längeren Zeitraum uud für ein umfangreiches Programm zu binden. Von dem ueueu Hause aber darf erwartet werden, dcis; in ihn, der ernste Wille zu weit ausgreifender und fruchtbringender Arbeit nicht nur vorhanden isi, sonderu auch in der Vildung einer großen, einhcillich gestimmten und schaffenssreu-digen 'Mehrhe,i< seiilen Ausdruck und die Möglichkeit erfolgreicher Veiätigung finden kann. ^'äßt es schon diese Annahinc geboten erscheinen, sür das Verhältnis der Negieruugsgrwalt und der Parteien im gegenwärtigen Zeitpunkte eine neue Orientierung zu versuchen, so lommt iusofernc noch ein weiterer unmittelbarer Au» stoß hinzu, als zwei großen Gruppen der bisherigen Mehrheit augehöriger Mitglicder aus dem Kabinette ausgeschieden sind nnd dieser Umstand eine Aussprache init den betreffenden Gruppen notwendig macht, eine Aussprache, die wohl nicht abgesondert, sundern nur im Rahmen cre Vczichuugen oder Differenzen be« cinflu^t sein, sondern in voller beiderseitiger Unbefan« genheit, lediglich nnter i>em Gesichtspunlte der lünftigeu Politischen Notwendigkeiten geführt werden sollen. Wien, 27. Inni'. Das „Fremoenblatt" meldet, daß die Entscheidung über das Demissiousgesuch des Frei. Herrn von Vienerth nahe bevorstehe. Wie verlautet, wird der Präsident des Obersten stechnungshoses Frei-Herr von Gautsch an die Spitze des Kabinetts treten, dessen Zusammensetzung folgende wäre: Präsidium Gautsch, Landesverleioignng Georgi, Kultus und Unter« richt Stürglh, Instiz Hochenburger, Finanz Meyer, Inneres Wickenbnrg, öffentliche Arbeiten Marek, Acker-bau Widmann, Minister ohne Portefeuille Zalrski, Lei« ter des Handelsministeriums Sestionsch<'s Mataja, Lei» ter drS iiisenbahnministeriums Roll. Luftschisfahrt. Prcra«, 25. Juni. Der Aviatiker Ingenieur Kaspar aus Pardubitz, der bekanntlich au dem Weit» slug? Wien—Budapest teilnehmen sollte, unternahm heute uni 6V2 Uhr abeuds mit seinem Bl^riot-Apparate auf dem hiesigen großen Mililär-Vrerzierplahe einen Aufstieg. Er beschrieb in ciner Höhe von 50 "bis 15«» Metern weite Kreise und Schleifen und landete nach einem Fluge vou 2l» Minuten vollkommen glatt. Inge-liicur Kaspar war Gegenstand lebhafter Ovationen sei. tens der 10.000 bis t 2.000 Personen zählenden Zn-schauer. Iuist, 26. Juni. Gestern früh wurde hier in ziem-lichcr ^liähe ein Ballon gesichtet, der ins Meer siel. Die Bergungsversuche warl'n bisher erfolglos, so daß die beiden Insassen, die man in der Gondel gesehen hatte, ums i^ebcn gekommen sind. Die Hüllen einiger Sandsäcke, die ausgefischt wurdcn, tragen die Signatur II. tt. N. 70. Cmdcn, 26. Inni. Der in der Nordsee verunglückte Ballon flammt aus Paris, wo er Samstag mit acht anderen Hallons ausgestiegen seiu soll. Drei weitere Pariser Nallous mit je zwei Insassen in der Gondel find gestern zwischen 5 Uhr nnd 6 Uhr früh an vcr-.schicdencn Stellen in Ostfriesland glatt niedergegangen. — Über den in der Nordsee uiedergegangenen'Ballon find weitere Einzelheilen bisher nicht bekannt. Hannovcrisch'Münben, 26. Juni. Das Luftschiff „r V" hat nachmittags bei Ncparatnrarbeiten am Motor Feuer gefangen nnd ist vollständig verbrannt. Es ist niemand verunglückt. Portugal. Paris, 26. Juni. Aus Madrid wird geim'ldet: In Coreubion wuroen an Vord des von Villagarcia om-getroffenen Dampfers „Gemmen" 200 Kisten mit Ge» tvehren nnd 4000 Kisten mit Patronen beschlagnahmt, die für portugiesische Verschwörer bestimmt gewesen sein sollen, „Liberal" behauptet, daß die Verschwörer spani. sche Bauern anwerben, um in Portugal einzubrechen. Das Blatt verlangt, daß die spanische Negierung gegen die Umtriebe entschieden einschreite. Seuchen. Trieft, 26. Juni. Da sich amtlichen Nachrichten zu-folqe in Neapel zahlreiche Fälle von Eholera ereignet haben, wird ans dem dortigen Hasen Kommendes den einschlägigen besonderen Bestimmungen gcmäß behandelt werden. Astrachan, 26. Juni. In dem von Naryn durch-llossencn Teil der Kirgisensteppen haben sich drei Todes, fälle an Pest ereignet._________________________ Gutachten des Herrn Dr. Peter Defranceschi, Primararzt Rudolfswert. Herrn I. Serravallo Trieft. Den mir zugesandten „Serravallos China-Wein mit Eisen" habe ich iu meiner Familie mit dem besten Erfolge angewendet. — Neurasthenie und die von ihr herrührende Magenschwäche sind in sehr kurzer Zeit ver-schwunden. Auch in der Privat-Praxis verschreibe ich sehr gerne dieses Mittel und die Kranken sind mir dafür dankbar. Ich muß also Ihren Wein warmstens an-empfehlen. Rudolfswert, am 10. Oktober 1905. (4746) Dr. Peter Defranceschi. Ausweis über den Stand der Tierseuchen in Krain für die Zeit vom 17. bis zum 24. Juni 1911. Es herrscht: die Vlaul. und Klanenseuche im Vezirle Ndelsberg in den Gemeinden Adelsberg (I Geh.), Vulovje (19 Geh); im Äezirlc Gurlfeld in der Gemeinde Gurlfeld (5 Geh.); im Bezirle Laibach Umgebung in der Gemeinde Horjul (11 Geh.); im Vezirle Radmannsdorf in den Gemeinden Lancovo (1 Geh.), O^iie (1 Geh.); im Äezirle Rudolfswert in der Gemeinde Seiscnberg (1 Geh); der Motz im Neziile Goltschce in der Gemeinde Mosel (2 Geh.); der VläSchenauSschlag im Bezirke Gurlfeld in der Gemeinde St. Ruprecht (1 Geh.). Erloschen ist: die Vlaul» und Klanenseuche im Nezirle Ndeltzberg in der Gemeinde Adelsberg (2 Geh.); im Vezirle Laibach Um. qebung in der Gemeinde horjnl (1 Geh.); die «äude bei Pferden im Bezirle Rudolfswert in der Gemeinde Grohlact (1 Geh.); der Rotlauf der Schweine im Nezirle Gotisch« in der Gemeinde Videm (1 Geh.); im Bczirle Laibach in der Ge» meillde Laibach Stadt (2 Geh.); im Vezirle Littai in den Gemeinden Littai (1 Geh.), Zaljna (1 Geh.): im Bezirle Rudmannsdorf in der Gemeinde Möschnach (1 Geh.); im Wezirte Rudolfswert in den Gemeinden Döbernil (1 Geh.), hönigstein (14 Geh.). A. k. Landesregierung für Arain. Laib ach, am 24. Juni 1911. Mit 1. Juli 1911 beginnt ein neues Abonnement auf die Üaibacker Teilung. Die Pränulnerations'Vedingungen bleiben unverändert und betragen: mit Postverstndung: sür Laibach, abgeholl: gänzjährig . . »<» k — k ganzjährig . . »H k — I» halbjährig . . Ill > — , halbjährig . . II » — » vierteljährig . 7 » »<» , vierteljährig. » , »Q » monatlich. . . < » »0 » monatlich. . . l » 85 » Für die Zustellung ins haus für hiefige Nbonnenten per Jahr 2 Kronen mehr. Die P. T. Abonnenten werden höflichst gebeten, de« Pränumerationsbctrag für die «Laib. Zeitung» stets rechtzeitig »nd in vorhinein zn entrichten, da sonst die Zusendung ohne weiteres eingestellt wird. A» jedem Samstag ist der ganzeu Auflage unseres Blattes ein Illustriertes Nnterhaltungsblatt», «chtseitig, ohne Ändernug der Bezugsbedingungen, angeschlossen, woranf wir die P. T. Leser besonders nufmerkfam machen. MM- vie ps»numesHtio»l Zelräae «vollen ponolrei »u«e««äet versen. Jg. u. Kleinmayr H Fed. Zamberg. Neuigkeiten am Büchermarkte. Fay R,, Mensch, bewege dich! X —'84. — Fed er er Heinrich, Lachweiler Geschichten, br. k 4 20. gbd. K 5 40. — F6val Paul, Nlanchcfleur, X 1 20. — Fogazzaro Antonio, Leila, Woman, br. k 6, gbd. X 7 80. — Franco R. H.. Denkmäler der Natur, li 120. —Francs R. H.. Die Klein« welt des Sühwassers, K 2 40. — Franc« R. H.. Die Natur in den Alpen, k 1 20. — Francs R. H., Das Werden im Weltall. X 120. — Frant Bruno. Flüchtlinge, Novellen, K 3W. — Freimart HanS. Das Sexualleben der Afrikaner, das Sexualleben der Naturvüller, II. Band, k 12. — Gals» worthy John. Die Weltbrüder, Rman, X 540. — Ger« ling Reinhold, Sofortige Schmcrzstillung durch Handgriffe, X —-60. - Gilles Dr. P., Elektrizität als Tricblrast in der Großindustrie und die Frage der ttraftversorgung. k 3 60. — Goeb cler Dorothee, Verlincr Pflanzen. X 2-40. —Gott. Wald A.. Ieehrtcr Herr Icrichtshof, ztriminalhumoreslen, br. « 120. gbd. X 150. — Gotlwald A., Die uns das Reisen verleiden, br. X 1 20, gbd. X 1 50. Vorrätig iu der Buch», lrunst» und Musikalienhandlung Jg. v. Kleinmayr si Fed. Bamberg in Laibach, Kongrrßplah 2. Angekommene Fremde. Grand Hotel Union. ?lm 24. Juni. Graf vvn Mareuzi, l. u. l. Oberst, Olmich. — Rizetti, Major; Pietschmann, Beamter; Granfteidl, Priv.; Klein. Prof.: Müller, Grünzweig. Heller, Pollrnz, Springer, Garwer, Rsd., Wien. — Ehat, Ing.. Rubolfswert. — Fromandl. Prokurist. Mähr.Ostrau, — Zylasloti. jtfm.. Klattau. — Isdcn, Revidcnt. Steindruck. — Weiß, Fabrikant. MohöcS. — Stmjnit. Professor. Agram, — Mtrinovic, Stu. dent, Nom. — Äosel, Ing.. Vrü^n. — Spalier, Rsd., Linz. — Wiener. Rsd.. Teplitz. Am 25. Juni. Edle v. Gorup. Priu.; Tyrolt. Nsd. Fiume. — Vrigger, Oberingenieur, Nrünn. — Nanellova, Revisorsgattin; Weigner, Inspektor; Heytmanel, Direktor; Nedrich, Neamter; Krenlitla, Oberingcnieur, Prag. — Iurlaii. Rsd., Opatija. — Kirn, Priv.. Nreslau. — Nschleb. Professor. Budweis. — Lenartic. Priv.. Obeclaibach. — Michele. holz. Händler, Trieft. - Holland, Debelal, Priv.; Robinson, »fm.; Neumann, Rsd.. Graz. — Dr. Lambrinus, Zahnarztensgattin, Marburg. — Govelar. Kaplan, Sostro. — Barcal, Ober» ingenieur. Königliche Neinberge. — Ienic, Nsd., Ngram. -Stadtmüller. Nsd.. Temesvar. — Vrilech. Gabriel, Heublum. Kohane, Sniger, Scheer, Lipschitz. Rsbe., Wien. — Hecht, Verk, Rsde., Budapest. Hotel „Vleiant". Am 23. Juni. Dun«, l. k. Forstrat; Runa. l. l. Vahn. ofsiziant; Franz. Ing.; Steinberg«, holzer, Simanovsty, Kleiber, Nsde.. Wien. — v. Zhuber.Olrog. Forstmeister, Ainobt. — Korpitsch, Realitätenbesiher, St. Veit a. d. Glan. — Gustaldello, italienischer Offizier. Rom. — Filer, l. u. l. Haupt« mann. Gyulafehcrvar (Ungarn). - «ürbüs. Beamter, Klagen» fürt. — Hodurck. Beamter; Gregor, Rsd., Graz. — Berga, Rsd,; ltlaic, Veamter, s. Familie; Schwarz, Kfm., Fiume. — Roßmann, Rsd. Iägerndorf. — Albert. Lubich. Pertot, Marcuzzi, Rsde., Trieft. - Guttfreunb. Rsb.. Muglitz. — kohn, Rjb.. Schlan. — Herzog. Nsd.. Marburg. — Krause, stsd., Haida. — Hahelbück. Rsd., Dallwitz bei Karlsbad. — Mülbing. Rsd., Rohbach. — Baron Gagern. Priv., Mvlrih. Am 24. Juni. Dr. Vlobig. l. l. Gewerbeinstruttor; Gmeyner, Direktor; Rebeh, l. l, Lehrerin, s. Kindern; Vantoni, Priv.. Trieft. — Pinter, l. l. Postmeister. Görz. — Oyula. Werlslassier. Sagor. — Zeller. Priv., Villach. — Rauchender ger. Prio., s. Schwester. München. — Salzberger. Apotheker, s. Gemahl., Miesbach (Oberbayern). — Scharragl. Ing., s. Ge. mahl,, Marburg. — Dobesch, Beamter; Gerstmann, ltfm,; Tauber. Kraft, Lehrer, Weiß. Soffer. Glaser, handofskt,. Ecker. Rfbe.. Wien. — Norberg. Rsd.. Leipz,g. — Weimersheimer. Rsd.. Ichenhausen. — Goldstein. Rsd., Brod. — Zetin. »aft. Wirt. Adlberg (Warnten). — Gregl. Holzhänblcr. Gurlfeld. Meteorologische Veobachtnugen in Laibach. Seehöhe 306-2 m. Mlttl. Luftdruck 736 0 n»m. 2 ZI? ^« ?«i^ «t. 8 U. 3i. 735 9 27 0 SW. start heiter > ^ 9 U. Ab. 736 2 22 0 W. schwach teilw. bew. j 27.> 7 U. F. 736 3 ! 17?! SO. mäßig ! teilw. heiter ! 0 4 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur beträgt 22 2», Normale 18 6'. umä söhnst fudjen (5ie einen besseren alš bcn etfjten ^alma-^autfc^iif« Sd^ii^obfa^; einen elastischeren, bauer^afteren, eleganteren unb nna,eneijmeren finben Sie nirfjt. (2119) 9—3 Zur Aufklärung! In Laibach kreisen Gerüchte über die „Nachtwache", die der gefertigten Anstalt ungerechtfertigterwoise zum Schaden gereichen könnten. Aub dem Grunde wird hervorgehoben, daß in Laibach zwei Institute bestehen, die in gewöhnlicher Sprache «Nachtwache» genannt werden, die jedoch gegenseitig in keinerlei Verbindung stehen. Die eingangs erwähnten Gerüchte betreffen nicht das gefertigte Institut. (2577) Soviel zur Aufklärung. Laibach, am 26. Juni 1911. Direktion der ersten Laibacher Wach- und Scfilless-Anstilt Inhaber: Franz Sonnig Kolodvorska ulica Nr. 28. (Vor Ihrer Sommerreise) übersehen Sie nicht, Ihre Schuhe mit dem echten Palma-Kausohuk-Sohuh- abiatz verseilen zu lassen. Er macht den Gang elastisch, schont die Nerven, schützt vor Ermüdung und erhöht die Eleganz und Haltbarkeit des Schuhwerks. (2563a) An meine geehrten Kunden! Infolge des teilweise ungerechtfertigten Streikes der Bäckergohilfen bin ich nicht imstande meinen geehrten Kunden das Gebäck ins Haus zu stellen. Bis die Differenzen nicht behoben werden, ersuche ich, das nötige Gebäck in meinem Geschäfte, Maria-Theresia-Straße Nr. 7, freundlichst abholen lassen zu wollen. Achtungsvoll (2578) August Jenko Bäckermeister. > Für die herzliche Teilnahme an ihrem > ! unersetzlichen Verluste danlcn tiefbewegten > ! Herzens I ! Frau Clara Laibliu, ! Familien Elbert und Hamann. ! Laibacher Zeitunq Nr. 145. 1386 27. Juni 1911. ¦Sä ¦* m 11 >*¦ teWtWM ^ Cnit-Ui t Mi ml tate jcS— rg^ggfftV^^'1 (1750) in Laibach___________^ff5 Franz-Josef-StraBe Nr. 9. JSR'^SS^lrk Kurse an der Wiener Börse vom 86, Juni lOll»____ Schlußkura Geld I Ware Allg. Staatsschuld. Proi. „ <(Mai-Nov.)p.K.4 92 20 92-40 C *•/<> J „ M P-U.* 92-20 92-40 £ k. st. K.f(Jan.-Juli)p.K.4 92-20 9240 . [ ,, „ p. A.4 92-20 92-40 2 4-2«/0K.W.Not.F«b.Aog.p.K.4-2 98*0 96' — £ 4-2% „ ., „ ,, p.A.4-2 96-80 96— ¦S 4-2«/0 „ 8llb.Apr.-Okt.p.K.4-2 96S6 96-06 WU!20/o „ „ ,, „p.A.4 2 96-86 96-06 LoMV.J.1860zu500n.ö.W.4 169-— 165-— Losev.J.1860zul00fl.ö.W.4 214— 22Q-— Losev.J.1864zul00sl.ö.W.... SOS— 312— Lose v.J. 1864 zu 60Ü.Ö.W.... 306— 312 — St.-Domän.-Ps. 1200.300 F.5 284— 286 — Oesterr. Staatsschuld. Oeat.Staatsschatzsch.stfr.K.4 99-86 10006 Oest.Goldr.8tfr.GoldKa«8e..4 116-30 H6-to „ y, ,. ,, p.Arrgt. 4 11630 116-60 OeatRentei.K.-W.atsr.p.K..4 92-06 92-25 M ., ,, ,, „ ,,U. .4 9206 92-26 Oest.Invest.-Rent.stfr.p.K.SV, 81'— 81-20 FranzJoserBb.i.Si]b.(d.S.)5V< 11430 116-30 Galiz.KarlLudwigsb.(d.St.)4 9240 9340 Nordwb.,ö.u.8üdnd.Vb.(d.S.)4 92-66 93-56 Rudolssb.i.K.-W.stfr. (d.S.)4 92-66 93-66 Vom Stute z. Zshlnng übern. Bl8«Bb*hii-Priorit»t8-0blig. Böhm. Nordbahn Em. 1882 4 114— 116-— Böhm. Westbahn Em. 1885.. 4 9390 94-90 Böhm.Weetb.Em. 1895 i.K. 4 93-60 94-60 Ferd.-Nordb. E. 1886 (d. S.)..4 94-90 95-s>0 dto. E. 1904(d.St.)K___4 95-26 96-26 FranzJosessb.E.1884(d.S )S4 9410 9610 Galiz.KarlLudwigb. (d.St.)S4 93-4f, 944!> Laib.-SteinLkb.200u.lOOOsl.4 98-50 94-50 Lem.-Cier.-J.E. 1894 (d.S.) K4 93-— 94 — Nordwb., Oest. 200 sl. Silber 6 102-50 103-50 dto. L.A.E. 1903(d.S.) K3V2 S4 60 86-50 ocniuuKurs Geld | Ware Proi. Nordwb.,Oe8t.L.B.200fl. S.5 /02-60 103-60 dto. L. B. E.1903(d.S.)K3Vj *»"20 86-20 dto. E. 1885 200n.1000fl. S. 4 98-20 96-20 Rudolfsbahn E. 1884 sd.S.) S. 4 94-26 96-26 Staatseisenb.-G.500F.p.St. 8 370— 374- — dto. Erg7..-Netz500F.p.St. 8 373-— 377- — SudnorddeutscheVbdgb.fi. S. 4 93-25 94-26 Ung.-gal.E.E.18872OOSilbcr4 92-80 93-80 Ung. Staatsschuld. Ung.Staat8kasgen8ch.p.K.4Vj 100-16 100-36 Ung. Rente in Gold ... p. K. 4 m-65 111-75 Ung. Rente i.K.stfr.v.J. 1910 4 9140 91-60 Ung. Rente i. K stfr. p. K. 4 9130 91-60 Ung.Prämicn-AnlehenälOOfl. 2/9'— 226-— U.Theiss-R.u.Szeg.Prm.-O.4 /62-— /«*•— U.Grundentlastg.-üblg. ö.W. 4 91-45 92-45 Andere offentl. Anlehea. BB.-hen. Eis.-L.-A.K.1902 4>/i 98'76 99-76 Wr.Vcrlcehrsanl.-A. verl. K. 4 93 36 94-35 dto. Em. 1900 verl. K____4 93-70 94-70 Galizisches v. J. lfl93verI.K. 4 93-26 94-26 Krain.L.-A.v. J. 1888Ö.W. . 4 94-80 98*öö Mährischesv. J. 1890V.6.W. 4 94-78 98-7« A.d.St.Budap.v.J. 1903 v.K. 4 90-25 91-26 Wien (Elek.) v. J. 1900 v. K. 4 9315 9ri6 Wien(Invest.W. J. 19O2V. K. 4 94-25 96-25 Wien v. J. 1908 v. K.......4 9375 94-76 Rusa.St.A.1906M00Kp.U. ft 103-90 104-40 Bul.St.-Goldanl.1907 100K4>/2 9B'0a 96'0e Pfandbriefe und Kommunalobligationen. Bodenkr.-A.(5st.,50j.ö. W. 4 93— 94 — Bodenkr.-A.f. Dalmat. v.K. 4 /0026 101-21 Bühm.HypothekenbankK . . 5 /02-80 — • — dto. Hypothbk., i.67J.v.K.4 96 60 963C dto. Lb.K.-SchuIdßch.,50j.4 93-65 94 6t dto. dto. 78J.K.4 98-65 94'6t dto. E.-SchuldBCh.78 J. 4 95-66 94-61 bcniuuknrs Geld 1 Ware Pror.. Galiz.Akt.-Hyp.-Bk.......5 //0- —— dto. inh.öOJ.verl.K. 4V» "•— 100 — Galii.LarjdeBb.51«/,J.v.K.4V2 95-— 100 — dto. K.-Obl.III.Em.42J.4V, 99-— 100 — Istr. Bodenkr.-A. 86 J. ö. W. 6 /0/-*0 102-10 lstr.K.-Kr.-A.i.52i/,J.v.K. 4'/i '00*0 101- Mähr. Hypoth.-B.ö.W.u.K. 4 94-70 96-70 Nied.-ost.Land.-Hyp.-A.6öJ.4 96-— 9«-— Oest. Hyp.-Banki.60J.verl. 4 94-50 96-60 Oest.-ung.BankoOj.v. o.W. 4 9630 97-30 dto. 50 J. v.K..........4 9G-70 97-7Ü Contr.Hyp.-B. ung. Spark. 4'/2 as'60 O9'M Comrzbk., Peet. Ung. 4J J. 4>/, 99-26 10026 dto. Com.O. i. 50>/jJ. K41/, 95-50 99-60 Herrn.B.-K.-A.i.50j.v.K4>/, 99-— 100 — Spark.lnnerst.Bud.i.50j.K4'/j 98'26 °9'26 dto. inh.50J.v.K.....4'/4 93— 94-— Spark.V. P.Vat.C.O. K . . 4'/2 9«-76 99-75 Ung. Hyp.-B. in Pest K . .. 4«/i "'- *00 — dto. Kom.-Sch. 1.60J.V.K4V» 9*76 ö^7« Eisenbahn -Prior.-Oblig. Kasch.-Oderb.F..1889(d.S.)S.4 91-80 9280 dto. Em. 1908 K (d.S.)... 4 98— 94 — Lemb.-Czer.-J.E. 1884 300S.36 «7-20 88-20 dto. 300 S............4 S/-70 92-70 Staateeisenb.-Gesell. E. 1895 (d. St.) M. 100 M........3 «9--- 90 — Südb. Jan.-J. 500 F. p. A. 2-6 27«7Ö 279-75 UnterkrainerB.(d. S.)ö.W. .4 938*» Unionbankp.U. . . 200H.32 ,, 626-76 627-75 Yerkehrsbank,allg.l4<)fl.lJ0 „ 37/-7S «7276 Zivnosten. banka 100fl.l4„ 280-60 281-60 Industrie-Aktien. Berg-u.HUttw.-G., öHt. 400K 969— 974 — Hirtenberg P., Z.u. M.F. 400 K /200— 1206 — KönigHh.Zement-Fabrik 400 K 368-— »66-LongenfelderP.-C.A.-G. 250 K 270- 273-— Montange8.,österr.-alp. 100fl 81276 813-76 S