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Herr N. rieb sich die Auaen und konnte 5ch von seinem Erstaunen kaum erholen, als t« reizende Erscheinung zu sprechen begann. .Fürchte Dich nicht", sagte sie. „ich bin eme mächtige Fee und nur gekommen, um Dir ir>end einen Dienst zu erweisen." Herr R. faßte sich. „Euer luftige Gnaden", erwiderte er. «ich schätze Ihre Huld auf da« Höchste, begreife aber wirklich nicht, wie ich dazukomme." „DaS ist sehr einfach", entgegnen die Fee, »Tu hast in Gedanken längst alle meine Schlösser deluchl, und ich wars deshalb ein Luge auf Dich. Heute aber bin ich da und rufe Dir zu: wahlberechtigten Gemeindemitglieder gewählt werden. Nach den Gemeindewahlordnungen sind die Frauen durchgehend« ebenso wahlberechtigt, wie die Männer, welche den gesetzlichen Bedingungen entsprechen; nur muffen die Frauen ihr Wahl-recht durch Bevollmächtigte ausüben. Nach § 15 der LandtagSwahlordnung soll zwar jeder Wähler sein Wahlrecht in der Regel persönlich ausüben und ist nur im Großgrundbesitze eine Ausnahme hievon gestattet. Selbstverständlich können aber Wählerinen, wenn die« auch in der Wahlordnung nicht besonder« zum Ausdrucke ge-langt ist. ihr Wahlrecht analog der Gemeinde» Wahlordnung auch für die LandtagSwahl ausüben. da ja den Frauen das Wahlrecht durch-au« nicht abgesprochen ist; aber sie können e« nur durch Bevollmächtigte au«üben. Diese Anschauung findet ihre authentische Bestätigung in der bezüglichen Auffassung des Landes-ausschusses, welche gelegentlich der Verifikation der im Vorjahre im Städtewahlbezirke Pettau statt-gehabten LandtagS-Ersatzwahl, au« welcher Herr Josef Steier als gewählt hervorgieng, dem Land-tage vorgelegt und von diesem auch vollkommen getheilt wurde, wonach da« Wahlrecht der Frauen sür den Landtag anerkannt ward. Bei der er-wähnten Wahl wurde von den Frauen da« Wahlrecht in einzelnen Wahlorten persönlich, iu anderen Wahlorten jedoch mittelst Vollmacht ausgeübt. Der Landtag verifizierte nun aller-dingS die vorgenommene Wahl mit Rücksicht aus die geradezu erdrückende Majorität der aus Herrn Steier entfallenen Stimmen, ließ aber nur jene Stimmen v»n Frauen gelten, welche mit Voll-macht abgegeben worden waren, während die persönlich abgegebenen Stimmen als ungiltig erklärt wurden. Dies ist auch die allein richtige Auffaffung Sprich einen Wunsch aus und er soll sofort in Erfüllung gehen." Herr N. besann sich. „Mächtige B:herr« scherin der Wolken", sagte er dann, „wenn Sie mir wirklich eine besondere Gunst erweisen wollen, so erlauben Sie. daß ich in meinem Leben drei Wünsche thun darf, die sofort in Erfüllung gehen." „Es sei!" — erwiderte lächelnd die Fe«, „drei von Dir laut ausgesprochene Wünsche sollen sich im Augenblick erfüllen!" Herr N. sprang wie elektrisiert von seinem Sitze aus: „Und da« ist wirklich wahr?" jubelte er; die Fee nickte stillschweigend. „Nun denn, so wünsche ich mir meine reizende Quadrilletänzerin von gestern abend« zur Frau. Ferner wünsche ich mir —", weiter kam er nicht, denn die Fee legte sachte ihre Hand auf seinen Mund und sagt«: „Spare die beiden anderen Wünsche für spätere Zeiten; sieh erst zu, ob der erste Wunsch Dir Glück gebracht hat und sei vorsichtig!" — Mit diesen Worten schwang sie ihren Zauber-stab und verschwand. Noch hatte sich Herr N. von seinem Er-staunen über da« Vorgesallene nicht erholt, als plötzlich eine Thür ausging und eine junge, reizende Dame in kostbarstem Spitzenn^glig« hereingehüpst kam, geradeaus aus Herrn N. zueilte und ihn unter den herzlichsten Lieb-kosungen ihren theueren Gatten nannte. Da« war beinahe für Herrn N. zu viel. der LandtagSwahlordnung im Zusammenhalte mit den Gemeindewahlordnungen. Wenn Dr. Deeko bei den Beschwerden an da« Reichsgericht nicht mit der erforderlichen Gründlichkeit vorgieng, fo wundert un« da« nicht; e« muß bei Dr. Jurtela befremden, der im Landtage anwesend war. al« mr Vorjahre gelegentlich der Verifikation der Pettauer Ersatzwahl über daS Wahlrecht der Frauen entschieden wurde. Das Reichsgericht hat die Beschwerden de« Dr. Ploi und Genossen als jeder gesetzlichen Grundlage entbehrend abgewiesen, womit in dieser Frage alle Zweifel behoben erscheinen. Ueber die zweite Beschwerde wurde gar nicht verhandelt. Der Vertreter der Regierung hatte bei der ersten Verhandlung das Gesetz au« den seiner-zeitigen Verhandlungen deS steiermärkischen Land« tage» so klar interpretiert — Dr. Deöko hat e« versäumt, die betreffenden SitzungSprotokolle ein-zusehen — daß dem Beschwerdeführer der Muth abhanden kam. Wenigsten« hat er sich die Kosten einer Reise nach Wien oder der Bestellung eine« Vertreters erspart. Steiermärkischer Landtag Grat, 22. Octob». Zur heutigen Sitzung waren aufgelegt: der Bericht de« Landes-AusfchusseS über die Durch-führung de« Gesetzes, betreffend die Förderung de« Local-Eisenbahnwesens in Steiermark für da« Jahr 1890, der Bericht, betreffend die Auf-Hebung unentgeltlicher Jagdkarten, und der Rechnungabschluß der LrmdeSfonde. — Die zahlreichen Petitionen wurden den betreffenden Ausschüssen, der Bericht deSLandes-AusfchusseS, betreffend die Abänderung des Gesetzes vom Er starrte verdutzt auf die junge Frau an seiner Seite und war ansangS nicht im Stande, einen einzigen Laut hervorzubringen; als abex da« coquette Spitzenhäubchen immer wieder dicht vor seinen Augen auftauchte und die marmorweißen, spitzenumwogieii Arme sich in uugezwnngenster Weise immer wieder um seinen Hal« legten, da wurde «S ihm endlich klar, daß sein erster Wunsch wahrhaftig in Erfüllung gegangen sei, und er nahm sich vor, sein Glück aus die beste Art und Weife auszunützen. Nun ist es wohl leichter, etwas zu denken, al« dasselbe auszuführen, und Herr N. mußte sich, ob er wollte oder nicht, alsbald zu diefer Ansicht bequemen. Ellen, so hieß seine Frau, hatte in ihr« junge Wirtschaft ihre Mama, eine fehr stolze und zuweilen recht bissige alte Dame, mit-gebracht. Herr N., der einfacher erzogen war, als seine Frau, gerieth deshalb oft in Streitigkeiten mit seiner würdigen Schwiegermama und kam schließlich zu der Ueberzeugung, daß er mit seinem unüberlegten Wunsche einen erz-dummen Streich begangen hatte. Gleichwohl liebte er aber sein« Frau viel zu sehr, um durch einen zweiten Wunsch sie und ihre Mutter ebenso aus seinen vier Wänden hinauszubefördern, wie er sie hereingebracht hatte. So lebte Herr N. ein qualvolles, abwechselnd von Kämpfen und Trösten durchfurchte« Leben. Die Schwi.germama keifte und zankte, währenddem Epen dasaß und sich fast die Augen 2 15. December 1871 Aber die Regelung der polizeilichen Abschaffung und das Schubwesen, wurde dem Finanz-Auschufse, der Bericht de» Land «-Ausschusses über da» Ansuchen der Stadtgemeinde Marburg. betreffend die Ei, Hebung einer ZinSkreuzer-Abgabe von drei Kreuzern von jedem Gulden des einbekannten ZinSerträgnisses sür die Dauer vom I. Jänner 181)1 bis End« December 189k. und der Bericht de« Lande»-Ausschusses über das Ansuchen der Stadtge-meinde Pettau um Ertheilung der Bewilligung zur Nnhebung einer, dem 29procentigen ftt« zehrungssteuer-Zuschlage gleichkommenden selbstständigen Auflage auf das von auswärtigen Gemeinden in daS Gemein?egebiet der Stadt zum Consum eingebrachte Fleisch, dem Ge-meinde - Ausschusse, endlich der Bericht des LandeS-AuSschuffeS, betreffend die Bestellung eines Landes Weinbau-CommissärS für Reblaus Angelegenheiten und die demselben dazugebenden Unter-Organe, dem Landes-Cultur-AuSschusse zugewiesen. — Ueber ein Ansuchen deS KreiS-Gerichtes in Leoben, gegen den Abgeordneten Anion Fürst auf Grund einer wider ihn wegen des Vergehen» gegen die Sicherheit der Ehre erhobenen Privat-Anklage die gerichtliche Ver-folgung einleiten zu türfen. wurde beschlossen, daß die Bewilligung hiezu während der lausenden Session nicht zu ertheilen fei. — Der Bericht des Landes-AuSfchufses über die Durchführung des Gesetzes, betreffend die Förderung de« Local-Eisenbahnwesens in Steiermark sür das Jahr 1899, wurde nach dem Antrage deS L.-A. Schmidt«? als dringlich erkannt und dem Eisen-bahn-Ausschusse zugewiesen. — 31. October. Für die heutige Sitzung wurden ausgelegt: Der Bericht, betreffend den Ausbau und die Erhaltung der Sann-Regulierungswerke in der Strecke von Praßberg bis Cilli, sammt Gesetz-entwurf; dann ein Antrag bezüglich der Auf-lassung der Bezirksstraße erster Classe von RadkerSburg nach Lutienberg in der Strecke von der Murbrücke in RadkerSburg bis zur Einmündung der Bahnhof - Zusahrtsstraße in Luttenberg; der Bericht, betreffend die Errichtung einer JrrenhauS - Filiale in Schwanberg: endlich der Bericht, betreffend Grundankäufe zur Vcrgrö-ßerung des Areals von LandeS-WobllhätigkeitS-Anstalten. — Nachdem abermals eine Anzahl von Petitionen verlesen und den betreffenden Aueschüssen zugetheilt worden war. geschah nach dem Referate des Abgeordneten Dr. Neckermann daSselb- hinsichtlich der einzelnen Theile deS Rechenschaftsberichtes. Der Rechnungsabschluß der LandeSsonde sür daS Jahr 1889 wurde dem Finanz ° Ausschüsse, und der Bericht des Landesausschusses über die Aufhebung unent-gtltlicher Jagdkarten wurde mit dem bezüglichen ausweinte; der arme Gatle aber stand da-zwischen und mußte nach einer Seite hin seine Person gegen einen Hagel spitzer Worte schützen, währenddem er nach der andere» alle Beredt-samkeit ausbieten mußte, um die Thränenfluthen zu stillen. Eines Tages halte EllenS Mutter ihrem Schwiegersohn wieder recht warm gemacht. Mit verzweiselten Schritten durchmaß er sein Zimmer, knirschte mit den Zähnen und brach schließlich in die Worte au«: „Ach. ich wünsche, ich trüge den Stempel der Dummheit, die ich beging, als ich mir Ellen zur Frau nahm W'k von ungefähr trat er nach diesen Worten an den großen Spiegel, der an der Wand hing, prallte aber sofort entsetzt zurück, denn da«, waS ihm aus dem Rahmen entgegengrinste, war nicht er. sondern ein ganz regelrechter Kopf eines Schafsbockes. Entsetzt hob er die Hand, um dieses Gebilde seiner Phantasie, wie er noch immer meinte, zu verscheuchen, um seine heiße Stirne zu kühlen. Aber o Entfetzen, was fühlte er? — Wolle! — Weiche, krause Wolle, und höher hinaus ein paar spitze, lange Ohren — und zwei rund ge-bogen? Hörner. Halb todt sank Herr N. in den nächsten Stuhl. Wa« war auS seinen' drei Wünschen geworden? Mit dcni ersten Wunsche hat er sich ^Deutsche Gesetzentwurse dem Landes - Cultur - Ausschüsse zugewiesen. — Die nächste Sitzung findet am Moniag statt. » • * Die Vorlaze über die Durchführung deS Local» Eisenbahngesetzes gipfelt in folgenden Anträgen: 1. Bezüglich der Linie W o l s s b e r fl » Zeltweg: aus Ausarbeitung de« Detail-ProjecteS. sobald die Frage, ob Schmal« oder Normalipur. gelöst und seitens der Interessenten und des Lande« Kärnten zu den Kosten des Detail-Projectes in entsprechendem Maße bei-getragen wird. 2. Aus Ausbau der Localbahn K a p f e n-b e r g - T h ö r l - A u al« Schmalspurbahn . soferne alle gesetzlichen Bedingungen erfüllt sind und festgestellt ist. daß mit dem Betrage von 799.99V Gulden das Auslangen gesunden wird. 3. Auf Ausbau der Localbahn Wiesels-dorf - Stainz als Schmalspurbahn, soserne alle gesetzlichen Bedingungen erfüllt sind und festgestellt ist. daß mu dem Betrage von 27u.09u Gulden das Auslangen gesunden werde» kann. 4. Ans Ausbau der Linie Gonobitz-Pöltschach-Zauerbrunnals Schmalspur-bahn, sofern« alle gesetzlichen Bedingungen erfüllt sind und festgestellt ist. daß mit dem Betrage ron 999.999 fl. das Auslangen gefunden wird. 5. Aus Weiterversolgung der M u r t h a l-bah »-Angelegenheit und Ausarbeitung des Detail-Projekte« sür die schmalspurige An-lag« von Unzmarkt bis Mauternvorf, soferne der gesetzmäßig erforderliche Jnteresseutenbeitrag sichergestellt :rfchcint. Der Landes-Ausschuß führt aus: „Zur den Fall der Annahme der vorstehenden Anträge und unter der begründeten Voraussetzung, daß entweder die Murthal - Bahn oder die Linie Wolssberg - Zeltweg im Laufe des nächsten Jahres in ein concreteres Stadium gelangt, und daß vielleicht im Jahre 1892 mit dem Baue einer der beide» Linien begonnen wird, ergibt sich für die Jahre 1891 und 1892 ein Erfor-dernis von 2,599.999 fl. und müßte somit mit März 1891 die erste Serie des Eisenbahn - An-lehens per 19 Millionen Gulden begeben werden. Der Landes - Ausschuß erlaubt sich daher den Antrag zu stellen, der Landtag wolle beschließen: ..Der LandeS-Ansfchuß wird ermächtigt, von dem Landes - Eisenbahn - Anlehen per 19 Millionen Gulden vom !. März 1891 an die erste Rate per 2 5 Millionen Gulden in einer die Interessen des Landes vollkommen wahrenden Weise zu begeben." ein Uebel in daS Haus genommen, mit dem zweiten ein unbeschreiblich größeres dazugeladen und nun blieb ihm nur noch e i n Wunsch. Was sollte er mit dem machen? Gerne hätte er die Schwiegermama hin-weggewünscht, aber er konnte doch unmöglich seiner Frau zumuthen, fortan mit einem Schaf-bock zu leben; es blieb also nichts anderes übrig, als diese unbequeme Maske hinweoz»-wünschen, und damit war der Zauber zu Ende und Herr N. mußte nun ohn« Trost die schwere Kette, die ihm die Mutter seiner Frau angelegt hatte, fortschleppen. Er stöhnte und ächzte bei diesem Gedanken — und wachte auf. Seine Trabncco war ausgegangen, er selbst aber saß in höchst unbequemer Stellung am Boden in seinem Zimmer und blickte verwirrt um sich. Als er sah. daß da» Entsetzliche nur ein Trauni war, sprang er rasch auf und schwor, nie wieder Luftschlösser zu bauen und vor allen Dingen — niemals zu heiraten. Beide Schwüre hat er gehalten, denn er ist der verstockteste Junggeselle, den es je gegeben hat; er bringt seine freie Zeit nicht mehr einsam, sonder» im Gasthause unter Freunden zu und antwortet, sobald man ihn frägt, warum er nicht geheiratet habe, mit einem Blick in 1S90 Für die Verbindung von Zauerbrunn-Rohitsch mit der Südbahn waren vier Anschluß, punkte ins Auge gesaßt. Grobelno. Wods», Pöltschach und Windisch - Feistritz. Ter Landes-Ausschuß hat sich nach eingehender Prüfung der Projekte dafür entschieden, die Lerbindunq einerseits von Sauerbrunn - Rohitsch, anderfeit« von Gonobitz mit der Südbahn durch eine ein-zige Linie mit dem Anschlußpunkte Pöltschach vorzuschlagen, ein Project. welches nach den Darlegungen des Berichtes so viel für üch hat, daß an dessen Genehmigung wohl nicht zu zweifeln ist. » • O Die Berathungen des Landtage» dürsten bis zum 29. November währen. Kundschau. sAus demmährischen Landtage^ wird eine Episode berichtet, die deutlich zeig», wie nothwendig in unserem großen Gemeinwesen die Staatssprache ist. Im Finanzausschusse Sei genannte» Landtages hatte der Abgeordnete Hel-celet den Einfall, einen Bericht in tschechischer Sprache zu verlesen. Der Vorsitzende erklär», daß er diese Sprache nicht verstehe und d» Vorsitz abgeben müßte, wenn der Bericht nicht auch deutsch verlesen würde. Helcelet beharrte aus der vielber.ifeiien „Gleichberechtigung" und las tschechisch. Zum Schluß? aber konnte nicht abgestimmt werden, weil ein Theil der Abze-ordnete» kaum eine Ahnung hatte, wa» berichtet worden, und der edle Tscheche mußte sich dem nach bequeme», den Antrag in deutscher Sprache mitzutheilen. Die von den Slaven mit Absicht mißverstandene „Gleichberechtigung" wird vo» den Versöhnunasnieiern, welche sie als idr» obersten Grundsatz proklamieren, recht drastisch ad absurdurn geführt. sDer deutschliberal« Club dei Tiroler La ndtagess hat in der Land-stube Anträge überreicht, durch welche im Rahme» de» ReichSvolksschulgesetzeS die Lehrergehalte und -Pensionen geregelt werden sollen. Die wesentlichsten Bestimmungen der Anträge sind: 1. Zur Bestimmung des Gehalte«, aus Stu eine Lehrstelle Anspruch gibt, werden die Schuld gemeinden mit Rücksicht auf alle einschlägigen Verhältnisse in vier Classen eingetheilt. 2. Ter mindeste Betrag des festen Jahresgehaltes. am welchen ein definitiv angestellter Lehrer An-fpruch hat, beträgt: An Schulen der 1. Classe »)O0 Gulden, an Zchulen der 2. Classe bW fl., an Schulen der 3. Classe 401.' fl., an schule« der 4. Classe :300 fl. Der Wert von Dien« wohnnngen, Quartiergelder, Remuneratiouen u. dgl. dürfen nicht in Abzug gebracht werden. den nächsten Spiegel — „sehe ich vielleicht au< wie ein Schafskopf?" Altweibersommer. Im Herbste sehen wir häufig die Wiese» und Stoppelselder mit unzähligen weißen, zarte» Fädcheu überzogen, denen man den Name» Altweibersommer gegeben hat. Die Erzeuger dieieS glitzernde» Schleier! sind Spinnen, die in großer Zahl daran br theiligt sind. E« gehören dazu die Familie» der Wolfsspinnen, Krabbenspinnen. Kreuzspinnen. Weberspinnen und vorzugsweise der Ganen-luchsspinne. welch' letztere in verfugend da« größte Contingent stellt. Diese spinnen imS keine ansässigen, sie errichten keine Fangneje und baue» kein Nest, um Nahrung zu fange». Sie sind Wanderer, und die silberweißen Herbft-fäden bezeichnen nur die Straße^ welche öai Heer der Spinnen wanderte. Sie erscheine« uns erst im.Herbste auffällig, weil sie zu dieser Zeit so weit herangewachsen sind, um sich nicht zu zerstreuen und um ihre Winterquartiere aus-zusuchen, Sie mache» sich auch nur bei schönem Wetter bemerklich, weil keine der ganzen Ord-nung bei ungünstigem Wetter spinnt. War der Sommer für ihre Entwicklung besonders qe-eignet, so werden sie im Oktober, welcher immer noch warme und sonnig« Tage zu bring« 1890 3. Nach je 5 Jahren bi« zum ZV. Dienstjahre rrh>lgt eint <8et)Qlt«erböbunn de« Lehrer« von 1" pCt. de« mindeste» JadreSgehalte«. 4. Dir in Ruhestand versetzten definitiv angestellten Lehrer, sowie ihre Witwen und Waisen haben Anspruch zus Versorgung. Die Deckung dieser Pensions-Ansprüche geschieht aus den Renten iti LehrerdefiziemenfondeS, au« Beiträgen der Lehrer, au» einem jährlichen Zuschüsse des Lande« - ApprovisionierungSfonde« von 5000 Kulden und. soweit es nöthig sein s»llte, im restlichen Betrage auS dem Landessonde von Tirol. In derselben Sitzung wurde ein von sämmtlichen Clericalen deutscher und italienischer Nationalität unterfertigter Antrag überreicht aus Einführung der consessionellen Schule im Einne der im Herrenhaus? des Reich«rath« abgegebenen Erklärung der Bischöfe. ES ist also alle« geschehen, um die Echulsrage im Tiroler Landtage auszurollen. Thatsächlich wurde der Antrag der Clericalen am Donnerstag mit 33 gegen 27 Stimme» einem Ausschüsse zuge-wiesen. [2 i e n b a ch e r] wird mit Beginn nächste» Monates in Salzburg ein eigenes Blatt zur Lekämpsung der Clericalen herausgeben. [Die Jungtscheche n] wollen um jeden Preis mit dem Kopfe durch die Wand; das ist der Eindruck, den man beim Lesen der Berichte über ihr Vorgehen in der Ausgleichscommission und im böhmischen Landtage selbst gewinnt. In jener wollen sie die beschlossene schleunige Durchberathung der Landesculturrathsvorlage vereiteln und im Landtage suchen sie durch ihr unqualificierbare« Vorgehen gegen den Statt-Halter offenbar, diesen zu stürzen und einen ihnen bequemen Nachfolger zu erzwingen, der nicht bloß tschechisch zu sprechen, sondern auch jungtschechisch zu handeln verstünde. Der Kamps der Jungtschechen gegen den Ausgleich und gegen den, sonst sehr feudal gesinnten Statthalter Arasen Thun ist der Kamps de« tschechischen Größenwahns gegen Alle«, was nur irgendwie an das Deutschthum erinnert. „Der deutsche Bär muß mit dem Ringe in der Nase auf allen böhmischen Marktplätzen herumgezeigt werden, dem böhmischen Volke zum Höhne und Spotte", das verkündigte vor sast zwei Jahren derselbe Vaschali als Pr»gramm der Jung» tschechen, welcher die Aufrichtigkeit de« AmtS-eidcs deS Statthalters in Frage stellte, weit dieser noch nicht fließend tschechisch reden ge-lernt ha». Daß eine solche Politik des heftigsten Terrorismus nicht zum Ziele, d. h. zum böhmi-fchen SlaatSrecht und Königthum? führe» wird, darüber dürste wohl kein Zweifel bestehen. Politiker, wie die Jungtschechen es sind, könne» pflegt, auch vorzugsweise auffallen, denn sie sind dann in größeren Mengen vorhanden, als in anderen Jahren, deren Witterung ihr Ge-deihe» weniger förderte. Wenn eS mithin feststeht, daß die Herbstfäden die Wege kennzeichnen. welche jene umherschweifenden Spinnen zurücklegen, und zwar jetzt weniger, um Nahrung auszusuchen, als um sich mehr zu vereinzeln, oder theilweise um die feuchten Auf-enthaltsorte mit höher gelegenen zu vertauschen, so kann man auch noch einen Schritt weiter gehen und dielen Thieren oder einigen Arten von ihnen Wandertrieb zusprechen. Als Raubihiere können fit umsoweniger in gedrängten Scharen bei einander bleiben, wie ihre ansässigen Schwestern, die Rad-, Trichter-, Rvhrenspiniien und wie die Nesterbauer noch alle heißen mögen, welche doch eine HänSlich-keil haben, durch die sie an einen bestimmten Ort gebunden sind. Da den Spinnen aber die Flügel der wandernden Jnsecten sehlen. die Reise zu Fuß wenig fördern würde, so benützen sie in sehr sinnreicher Weise.ihre Fäden, um mit diesen durch die Lust zu segeln. ' Es ist nun höchst interessant, zu beobachten, wie sie das ansangen. Bekanntlich tritt der Web-stoss der Spinnen in Tropfengestalt au« de» vier bis sechs Spinnenwarzen des Hinterleibes, die unzählige seine Poren haben, so daß die glas» artige Flüssigkeit durch Tausende vo» Oeffnun« gen hindurchsickert. Jeder Strahl ist ein Fädchen, «P-«»fch- W«4t" t wohl vorübergehende Erfolge erringen, aber keine dauernde Wirkung gewinnen. s I n politischen Kreisen Un-g a r n s ] ist man darüber einig, daß die Aus-sorderung de« Fürstprima«, da« Laienpublicnm zum Widerstände gegen das Mischehegesetz und die Wegtausung« - Verordnung zu organisieren, den Beginn eines Culturkampf,S bedeute. Dieser Kamps könne aber nicht gefährlich werden, da ein großer Theil de« hohe» CleruS im liberalen Lager steht und keineswegs kampflustig ist. » * * [Ueber 2Jt o 11 k e,] welcher am Sonntag sein neunzigste« Geburtssest begeht, dringt das Berliner .Mil.-Wochenbl." eine Festschrift, in welcher es unter Anderem heißt: „Die größten und wichtigsten Erzeugnisse seines weit und hell sehenden Geistes ruhen noch in de» Archiven des Generalstabes und werden wohl erst in einer späteren Zukunft an da« Licht der Oeffentlich-feit gezogen werden, — dies« oder jene Denk-schrist vielleicht erst, nachdem sie praktische Nutz-anwendung zum Heile des Vaterlandes gesunden hat. wie eS mit feinen Feldzugsplänen sür die Kriege der letzten Vergangenheit geschehen ist. Moltkes Leben war ganz der Arbeit im Dienste deS Vaterlandes gewidmet, und er hat die Ergebnisse seines tiefen Denkens, wenn sie von actueller Bedeutung waren oder mögliche Kriegslagen der Zukunft betrafen, großentheilS schriftlich niedergelegt. Der Generalstab wird noch lc>nge aus diesen Quellen der Weisheit schöpfen." [Die Verhandlungen bezüglich ein«s zollpolitischen Abkommens zwischen Oesterreich und Deutschlands sollen nach einigen Blättern bereit« zur Feststellung der Punkte gejährt haben, welche als Grundlage de« zu schließenden Vertrage« dienen werden. DaS ist unrichtig, denn erst am letzten Sonnabend haben in Berlin unter dem Vorsitze deS StaatSministerS von Boetticher, Verhandlungen behusS Gewinnung dieser grundlegenden Punkte begonnen, an welchen Sach-verständige aus den einzelnen BundeSstaaten theilnehmen. Auch Elsaß-Lothringen ist vertreten. [Die Deutschen Socialisten« führet.] in deren Mitte sich zwei Millionäre befinden, „die im Ernstfälle auf ihre Millionen verzichten werden" (?), reden vorläufig, um die gläubige Menge nicht kovffcheu zu machen, von einer „Revolution ohne Gewaltanwendung." Ein auf dem Congreß zu Halle eingelaufenes Be-grüßnngS - Telegramm der Pariser Gesiimnngs-genoss«» hat jedoch in den Worten: .Blut muß fließen strommweife!" die eigentlichen Ziele der Socialdemokratie enthüllt. Die Berliner Fraction a der Partei und die Heidelberger Socialisten fallen übrigens ebenfalls blutdürstig fein. [Der König von Portugals soll sich an den deutschen Kaiser mit der Bitte ge-wendet haben, zwischen Portugal und dem hart-näckigen England al« Schiedsrichter zu walten. [Ein russische« Blatt über daS Bündni« mit Frankreich.] Es ist nur eine einzige Stimme, aber e« ist diejenige de« in Rußland hochangesehcnen „Europäischen Voten", welche endlich einmal den Russen die Wahrheit über die französischen Büntnisproj«ct« predigt. Der „Europäische. Bote" sagt, da« Gerede von einem srancv - russischen Bündnisse sei nicht blos unfruchtbar, es sei geradezu ge-fährlich. Ein solche« Bündnis könne nur einen offensiven Charakter tragen. Die Franzofen sähen auf dasselbe nur als auf ein Mitttl. mit Hilf« Rußlands Elsaß - Lvthringkn wiederzuerlangen. Die angebliche kranzösische Sympathie Rußland gegenüber sei Verstellung. Die Franzosen blickten aus Rußland noch immer als 'auf ein bar-barifche« Land, das gerade gut genug fei, für deren aggressive Plan« ausgebeutet zu werden. F«rn«r seien die Franzosen durchaus nicht geneigt, die russische Politik im Orient zu unterstützen und beständen aus einer RegiernngSsorm die «in Bündni« mit Rußland aui keinen Fall zuließe. Die Kosten eines solchen Bündnisse« würde lediglich Rußland zu tragen haben. Da-gegen schildert der „Europäische Bote" sehr ein-dringlich den Nutzen und die Nothwendigkeit eine« guten Verhältnisse« zu Deutschland. Er meint eS gut, aber einstweilen ist eS eine ganz vereinsamte Kanzel, von der er predigt. — Einen scharfen Hieb erhielt Frankreich unlängst auch von der „St. Petersburger Ztg.". welche gegen die Ausführungen des Pariser „Maiin" über angebliche Wühlereien deutscher Agenten in Finnland polemisierte und wie folgt schrieb: „Wenn der „Matin" nicht einerseits durch seinen Deutschenhaß, andererseits durch seine Liebedienerei Rußland gegenüber so gänzlich verblendet wäre, so würde er sich ins Ge-dächtnis rufen, daß allzu viel Geschäftigkeit schadet und daß der russische Staat mit Unwillen bemerken muß. wie man sranzösischerseitS sich unterfängt, seine Unterthanen gegen einander zu verhetzen. Wir wissen uns kaum der schrankenlosen Ausdringlichkeit deS französischen Blatte« zu wehren, welches sich aus lauur kriechender Unterwürfigkeit nicht entblödet, sich in innere Angelegenheiten de« Reiches zu mischen — ein seltsamer .Bärendienst", sür welchen Rußland ihm nicht Dank wissen wird." [An russischen Hoch^chulens wurde vorige Woche eine Anzahl Studierender polnischer Nationalität verhastet, welche geheimen, aber alle die taufend Fädchen verflechten sich sofort zu einem einzigen Faden, der indes doch noch so sein ist. daß erst 14.000 davon die Dicke eines Haares daben. Diese Fäden kann die Spinne in beliebiger Richtung ausspritzen. Sobald nun ?ine dieser Luftseglerinnen ihren Ballon fabricieren will, kriecht sie aus irgend eine« hohen, freien Standpunkt, also z. B. einen Pfahl, Halm, Strauch oder Stein, stellt sich oben auf den Kopf und läßt nun aus jenen Spinnwarzen einen einzelnen Faden oder ein Büfchel von solchen hervorschießen. Fühlt sie. daß der Ballon stark genug ist. so verläßt sie ihren bisherigen Standpunkt und wird nun von dem Winde davongetrieben. Während der Fahrt fügt sie dem ersten noch ein zweites, wohl auch noch ein drittes Büschel hinzu, die alle unter-einander, wie mit der anten a» Stell« der Gondel hängenden Spinne durch kräftige Fäden verbunden sind; reißt dann einer der BallonS. so wird sie immer noch von den anderen ge-tragen. Die ganze Erscheinung ist aber nur be» Sonnenschein und in verhältnismäßig kühler Lust möglich, den» das Gewebe der Spinnen ist an sich durchaus nicht leichter, wie die Luft; die in der kühleren Luft befindlichen Faden-büschcl und die daran hängenden Lufuhcile er-wärmen sich im Sonnenscheine, welche nun in die Luft streben und die Fäden mitnehmen. Gleichzeitig steigt auch von der durch die Sonnen- strahlen erwärmten Erde ein Luftstrorn empor der diesen leichten Ballon mit emportrügt, bis sie dann von dem sie treffenden, gerade Herr-fchenden Winde in horizontaler Richtung weiter-geführt werden. Ost geht die Fahrt nicht weit, indem das Luftfchiff an einem Baume hängen bleibt, und dann muß die Spinne dieselbe Operation »och einmal vornehm»»,, um weiter zu kommcn; mitunter segelt sie aber auch un-unterbrochen Meilen weit. Darwin hat, sechzig Seemeilen vorn Lande entsernt, aus dem Schiffe Tausende von kleinen, röthlichen Spinnen in dieser Weise ankommen sehen, und Lister beobachtete wiederholt Flüge über sich von der höchsten Stelle des ?)ork-Münster. Um jedoch nicht zu Ewiger Luftreise ver-dämmt zu sein, hat die Spinne ein sehr ein-fache« Mittel, zur Erde Hera bzuko», inen; sie braucht nämlich nur an ihrem Fade» liinauf-zukletter», und thu dabei mit. den Beinen zu einem weißen Flöckchen aufzuwickeln, sie kommt dann allmählich, gleich dem Fallschirme eine« Luftschiff rs ans die Erde zurück. Die Flocken fallen bisweilen in überraschender Meng? au« der Luft herab, und in sehr vielen Fällen wird man eine Spinne daran auffinden. Das Aufschießen dieser Fade» wurde schon lange von verschiedenen Forschern beobachtet von anderen wieder geleugnet. Daß eS aber seine Richtigkeit habe, kann von Jedem miz 4 aus Grund de« Programm« de» in der Schweiz lebenden Belletristen MilkowSki «Pseudonym Iez) gebildeten Verbindungen angehörten. Diese» Programm fordert die Bildung von Gruppen unter den auf russischen und auswärtigen Hoch» schulen studierenden Polen zur Vorbereitung eine» allgemeinen polnischen Ausstande« im passenden Moment. Mehrer, von ausländischen Hochschule» heimkehrende Polen seien an der Grenze verhaftet worden, wobei man eine um-fassende Korrespondenz beschlagnahmt habe. fJ n Serbienj trifft die Regierung Vor» kehrungen, um die legislatorischen Reformen in der am l. November zusammentretenden Skupschtina in größeren, Maßstabe in Angriff zu nehmen und so die Vorwürfe zu entkräften, welche man gegen die Regierung wegen ihrer bisherigen Unthätigkeit auf diesem Gebiete erhob. Eine der wichtigsten Vorlagen, welche bereit» fertiggestellt sind, betrifft die Trennung der Steuereinhebling von der politischen Verwaltung, eine Reform, durch welche zahllos« Mißbräucb« und Ausschreitungen beseitigt werden sollen, die sich bisher aus der Vereinigung der Polizei-ge walt und deS SteuereintreibungSdienstes er» ga b en. Ferner werden Gesetze über die Minister-Verantwortlichkeit, das Vereins- und Verfamm-lungSwefen. vorgelegt. Auch ein neues Preß-gesetz ist angekündigt; dasselbe wird aber di« bisherige, sehr beträchtliche ActionSsreiheit der Presse nicht wesentlich einschränken. Auch bezüglich einzelner Agenden des Handels» und Verkehrs» w«sens sind Vorlage» ausgearbeitet worden. Wichtigere Reformen in wirtschaftlichen Ange-legenheiten dürsten erst in der Skupschtina selbst angeregt werden, da die Regierung e» vorzieht, die Initiative zu solchen Neuerungen, die meist ausländisch? Interessen tangieren, von den Volksvertretern ausgehen zu lassen. iJm rumänischen Eabinetj ist rise auSgebrvchen, und auch die Stellung des Ministerpräsidenten Manu gilt als er» schüttert. Zur Befehdung de» letzteren wird neuerlich ein eigenthümlicher Zwischenlall aus-gedeutet, welcher sich vor längerer Zeit zuge-tragen, der Fall SimowSki, der folgendermaßen liegt: Ein junger Russe. Namen» Simowski. war nihilistischer Umtriebe verdächtig geworden, insbesondere der Theilnahme an dem „Eisen» bahnunsall" von Borki, der von russischer Seite merkwürdigerweise amtlich immer noch als ein zufällige» Unglück hingestellt wird, während im Geheimen unermüdlich nach den Anstiftern ge-sucht wird, wie eben der Fall SimowSki lehrt. Der Genannte fand es bald nach dem berühmten Eisenbahnunglück geratben, un, weiteren Uuan-nehmlichkeiten zu entgehe», sich aus rumänischem eigenen Augen beobachtet werden, der kein Forscher ist. wenn er sich nur die Mühe nimmt, an einem der bezeichneten Orte dem Treiben der Spinnen zuzusehen, und dabei diejenige Be-leuchtuiig triff:, welche den ausstrahlenden Faden blitzen läßt, da ihn seine Feinheit unter un-günstigen Verhältnissen unsichtbar macht. So zauberhaft am Morgen, wenn dicke Thautrop en darin erglänze», jenes Flormeer erscheint, welches Stoppel- und Brachfelder und Wiesen überzieht, so lästig kann es auf letzteren in folchen Ge-genden werden, wo man eist spät an Das Mähen des Grummets g«ht, denn diese» wird \ dadurch allmählich von Feuchtigkeit durchdrungen, so daß es den Tag über nicht trocknen kann. Hierdurch werden die sonst im Dienste des Landwirte» stehenden Spinnen, dessen Feldsrüchte sie von manchem schädlichen Jnsecte befreien, stellenweise rech» lästig. Wir haben vorstehend genugsam erklärt. weKhalb wir die Fäden d«S „Altweibersommer»" nur bei schönem Wetter die Lust durchsegeln sehe» ; wenn dies der Fall ist. so dars man auch mit ziemlicher Gewißheit aus eine längere Dauer günstiger Witterung rechnen. Die Spinnen besitzen nämlich ein sehr feines Vorgefühl sür das Wetter, wodurch sich, im Vereine mit dem diesen Luftseglerinnen inne-wohnenden Wandertriebe, doch unleugbar eine gewisse seelische Begabung bei diesen kleinen Thieren documentien. „5tusche Wucht" Gebiet, und zwar in Orosteana niederzulassen, wo er schlecht und recht von seiner Hände Ar-best lebte. Die Russen verdroß e» natürlich, daß der angebliche Nihilist ihnen entwischt war; da aber ein strafrechtliches Verfahren gegen SimowSki nicht eingeleitet worden war und ein Versuch auf Auslieserui'.g de» Flüchtigen des-halb russischerseitS nicht gestellt werden konnte, so griff man wieder einmal zu dem beliebtesten russischen Versührungsmittcl, dem Rubel. Und auch diesmal hals derselbe aus der Noth. E» fanden sich zwei Ereaturen, die für 2000 Rubel bereit waren, einen möglicherweise unschuldigen Mann zu vernichten: der Eine ein russischer Jude Klarenseld, der Andere ein rumänischer Beamter, «in Unterpräsect Namen» Rosin, eben-sall» jüdischen Glaubens, der von Manu zum Danke für geleistete Wahldienste auf diesen Posten gebracht worden war. Mit Hilse de» Gemeindevorstehers von Orosteana wurde dem SimowSki der Hinterhalt bereitet. SimowSki wurde von diesem beschuldigt, Pferdeschmuggel zu betreiben, und aus Grund dieser Anklage erließ der genannte ehrenwerte Unterpräsect einen Verhast»befehl. Die Drei schleppten nunmehr den Gesängen«» an das Ufer de» Pruth. daS heißt also an die Grenze. Und nun geschah das Unerhörte: eine russische Abtheilung Gendar-merie setzte über den Fluß und hob auf rumä-nifchem Gebiete den sich verzweifelt wehrenden SimowSki auf. Er ist dieser Tage in Odessa gehängt worden. Und welche Antwort gab die rumänisch« Regierung auf diese offenbare Verletzung ihres Grenzgebietes und auf die schuftige Handluags-weife ihre» Unierpräsecten? Äcine andere, als daß niau den Unierpräsecten einfach seines Amtes enthob! Rosin und Klarenfeld aber ge-nießen in behaglicher, ungestörter Weife die 2000 Rubel, die sie für ihre That von der russischen Regierung erhalten haben. Die liberal« rumänische Presse hat schon wiederholt aus den Unierpräsecten Rosin als eine unwürdige Creatur Mann'S hingewiesen; kein Wunder also, daß ihre Entrüstung über das bezeichnete Schurken-stück eine außerordentliche ist und daß sie den-selben leidlich zu», Sturze Manu's ausnutzt. [Die italie nifche Mantn, er] wurde ausgelöst. Die Neuwahlen finden am 2'6., die Stichwahlen am 30. November statt. Die neue Kammer tritt am 10. December zusammen. Man dars, besonders mit Rücksicht aus die Drei-bund-Politik, auf das Gepräge des neuen Par-lamenteS sehr gespannt sei». [Die französische Regierung] beschäftigt sich mit der Vorbereitung von Re-preffalien für die schweren Schädigungen, welche der französische Exporthandel durch die ameri» fanijchei, Zollinaßregeln erfährt. Namentlich beabsichtigt mau, die amerikanischen Versicherung«-gesellschaiieu, welche in Frankreich jährlich Ver-sicherungen im Betrage von 120 bis 150 Millionen Franc« abschließen, dazu zu verhalten, daß sie, ebenso wie die französischen Gesellschaften dieser Art. ihre Capitalien in Immobilien in Frank-reich, in französischer Rente und in vom Staate garantierten Eisenbahnobligationen anlege». !A » « dem Haag] konimt die Nachricht, daß die niederländischen Generalstaaten voraus-sichtlich schon am 36. d. M. die Frage ent-scheiden werden, ob die Krankheit des ttönig» | die Einsetzung einer Regentschaft nöthig macht. Seit vier Wochen hat der König keine Unter-fchriften mehr vollziehen können und die Aerzte bezeichne» als Ursache eine Ermüdung der Ge-hirntdätigkeit. welche den Fürsten dauernd regierungsunfähig machen wird. Angesichts der Erfahrungen, die man vor zwei Jahren gemacht, ist man sicherlich nur nach reiflicher Ueber-legung zu dem Entschlüsse gelangt, die Regent schastSsrage abermals auszurollen. Nach der niederländischen Verfassung haben zunächst die Minister in gemeinschaftlicher Berathung fest-zustellen, daß der König nicht mehr in der Lage ist, die Regierung wahrzunehmen. Dieser Befund wird dem Staatsralh unterbreitet, mit dem Ersuchen, in einer bestimmte» Frist sein Gutachten abzugeben. Wird «ach dem Ablauf dieser Frist das Urtheil nicht geändert, so berust das Ministerium die Generalstaaten zu gemeinschaftlicher Sitzung zusammen, um ihnen unter Vorlegung 1890 d«» StaatSrathS-Gutachten» Bericht über de« Fall zu erstatten. Bi« zu diesem Punkt« smd di« Vorbereitungen jetzt gediehen. Die General-staaten haben sich nunmehr zu erkläre,, ab RegierungSunsähigkett de» Königs eingetreten ist. Bis zur Einsetzung einer wirklichen Regem schast übt alSdann der StaalSrath di« tönig» ' lichen Befugnisse au», mit der Verpflichtung jedoch, innerhalb eine» Monat» nach Besitzer-greifung der oberste» Gewalt den Geiieralstaate« einen Antrag aus Einsetzung einer Regemschan zu unterbreiten. So weit die Niederlande selbst inbetracht kommen, besteht kein Zweifel, daß auf dem also o (»gezeichneten verfassungsmäßig«! Wege die Königin Emma für die minderjährige j Prinzessin Wilhelmine zur Regentin de» Landes bestellt werden wird. In dem mit der holländisch«, Krön« verbundener. Großherzogthum Luremdurz schließt das salisch« Gesetz bekanntlich weiblich« Mit-glieder von der Thronfolge aus und die gierung des Großherzogthum» geht an bu Walram sche Linie deS Hause« Nassau über, | deren Haupt, Herzog Adolf von Nassau, im vorigen Jahr« bereits seine Residenz im Lande ausgeschlagen hatte. Diesmal wird er. wie ver-lautet, die Regentschaft einstweilen von seine» Schlöffe Königstein im Taunus au« sühreu und dort den Regentschuftseid vor einer Abordnung der luxemburgischen Kammer ablegen. sDer Prätendent auf Reisen.] Der Graf von Pari», hat seinen Aufenthalt m den Vereinigten Staaten von Nordamerika nicht vorübergehen lassen, ohne eine politische Main sestation gegen die französische Republik und rot die Wiederherstellung der Monarchie in Frank reich vom Stapel zu laffen. Die Gelegenheit hiei» bot dem Prätendenten ein Bankett. oa4 ihm eine Anzahl ehemaliger Osficiere der Pou>-mac-Armee gab. Der Prinz lohnte diese Freund» lichkeit schlecht, denn er unterhielt seine «he-maligen Kamerade», die Republikaner sind, ant der Nothwendigkeit einer monarchischen Restau-ration in Frankreich. Ob der Prätendent hierot Beifall geerntet, weiß der Telegraph nicht melden. Der Regierung der Vereinigten Staaten kann übrigen» der oratorische Angriff, den der Gras von Paris vom amerikanischen Boden gegen di« europäiiche Schwester-Republik unter-nahm, kaum angenehm sein, und wenn der Prätendent nicht bereits unmittelbar vor fetitec Rückkehr nach Europa wäre, so könnte e» idm vielleicht passieren, daß die Washingtoner Re-gierung ihn einlade» würde, den Schauplay für seine agitatorische Thätigkeit wo anders hin zu verlegen. [Die brasilianische Republik^ ist nunmehr auch von Italien anerkannt worden. Locales und Trovinciafes. Cilli, IS. Lttober. [P c r i o n a l n a ch r i ch t e n.] Zum Staat»* anmalt in Klagensurt wurde der dortige Laa desgerichtSrath S u l z e r. der BezirkSrichln P ä u e r in Oderlaibach zum Landesgerichts-rath in Laibach, und der BezirkögerichlS-Adjunct S e i d l in Deutschlandsberg zum Bezirks-richter in Neumarkt ernannt. — Der Handels-minister hat den Postcontrolor Mathias P r u st o» in e r s t y in Villach zum Postcassier in Klagenfurt und die Postosficiale Eduard G a 11 in Klagenrort und Johann Baldaufin Villach zu Postcoi» troloren in ihren gegenwärtigen Stationsotten ernannt. — Herr Franz Behaghel »o» F l a m m e r d i n g h e. Ober - Inspektor und VerkehrS-Ehes der zweiten Verkehrs Section der Südbahn in Graz. feierte am 23. d. sein vierzig jährige« Dienst Jubiläum. — Dem pensionierten Post Eonducteur Achaz Speer in Marburg wurde in Anerkennung seiner vieljährigen treuen und belobten Dienstleistung da« silberne Per-dienstkreuz mit der Krone verli«hen. [<£ i 11 i« c Casinoverei«.] Die Direktion ersucht uu«, mitzutheilen, daß die.Jours tu von nun an nicht mehr am Freitag, sondern am Donnerstag stattfinden und daß am nächsten Donnerstag das Kapselschießen beginnt. Wir glauben, der Casino - Gesellschaft diese Abende ganz besonders empfehlen zu sollen. Was un« im Sommer da« Waldhau» war, sollen im 1890 Wimer die Cgsino-Adende sein. Einmal i» jeder Woche muß man sich doch sehen und zwanglos verkehren können, wenn von einem gesellschaftlichen Leben überhaupt die Rede sein soll. sVerein „Südmar f.] Die Vereins-lenung berichtet uns: In der am 18. d. Mls. abgehaltenen 44. AuSfchußsitzpng wurde dem Peiiauer Musikvereine eine Subvention be-willigt. Da gegenwärtig der steiermärkische Landtag versammelt ist, wurde beschlossen, die „Denkschrift über Vorschläge zur Verbesserung der Lage deS Bauernstandes" mit den Achaz'schen Vorschlägen der Märkte - Reorganisierung demselben in Vorlagt bringen und die geeigneten Schritte zur Unterstützung desselben einzuleiten. Die Vereinsleilung hat mit Ende Jänner 1891 den Posten eines Meiers zu besetzen; derselbe soll einer anständigen deutschen Familie ange-hören, den Obst- und Weibau ve>stehen und soviel Mittel besitzen, um einige Stücke Rinder zu kaufen. Diesbezügliche Zuschriften sind an die VereinSleitung zu richten. [Der Cillier U r s u l a m a r k t.j welcher letzten Dienstag abgehalten wurde, war zwar nur mlttelmäßig besucht, der geschäftliche Ver-kehr war jedoch allseitig ein sehr lebhafter. Zum Viehmark! waren gegen 600 Stück aufgetriebeu worden. >Windische Socialdemokratie und pervakische Finanzwirtschaft]. Das Organ für unverfälschtes Denunziantenthum fordert int Rainen de« in diesem Fache größten Mannes Untersteiermarks aus, jene Richter zur „Ahndung" durch das Justizministerium anzu-zeigen, die sich weigern, Pupillargelder in der sogenannten südsteirischen Sparkasse anzulegen. Da die windischen Angeber sehr wohl wissen, daß es gegen richterliche Verfügungen nur die ordentlichen Rechtsmittel, wie Rekurse u. s. w. an die höhere Gerichtsbehdrde gib» und daß sich daS Justizministerium im administrativen Wcge in richterliche Entscheidungen und Ver-füguugen schon verfassungsmäßig uicht einmischen darf, so ist eS zweifellos, daß die erwähnte Aufforderung nicht andere« bezweckt, als richterliche Verfügungen und damit auch den Richterstand in den Augen der weniger urtheilsiähigen Verehrer und Leser deS erwähnten Blattes herunterzusetzen. Durch die ganze „slowenische" Bewegung geht ein Zug. daS Ansehen der k. k. Behörden zu schwachen, und wir glauben, diesen Zug mit Recht als eincnsocialistischen bezeichnen zu müssen; denn wo Recht und Gesetz kein Ansehen mehr genießen, dort ist das Terrain, wo verlottertes Demagogenthuin im Trüben fische» und jeder beliebige schreiende Wicht den Ton angeben kann. Die Richter dürsten sich es übrigens sehr genau Kberlegen, in ein Geldinstitut, für welches die betheiligieu fünf Bezirke die voll« Haftung nicht übernehmen konnten, Pupillargelder anzulegen, denn das rein sachliche Interesse steht höher, als dasJnteresie der windischen Pervaken und ihres vzrsorgungSbedürften engeren Anhanges. WaS die windische Finanzkunft bezweckt, ha» die abge-krachte Bank „Slo»enij®* gezeigt, welche den Wenden noch heute im Magen lieg». sSlovenische Sprachfabrica-t i o n.] Es ist eine unumstößliche Wahrheit, daß in der Sprache die Cultur eines Volkes zum Ausdruck gelangt. Da es unsere Wenden bisher zu einer eigenen Cultur noch nicht ge-bracht haben, so ist cS sehr natürlich, daß deren Sprache mit dein Pervakengeschrei über Cultur-fortschritte nicht gleichen Schritt hält. Hiebei tritt uns die interessante Thatsache entgegen, daß sich jeder wendische Zeitungsschreiber als Sprachgelehtter ausspielt und »ach Belieben Wörter sabricier». Allerdings gerathen sich dann die kleinen Gerngroße häufig in die Haare, da sie den Ruhm, ihre Sprache mit einem funkel-nagelneuen Wort bereichert zu haben, niemandem gönnen. So erfand kürzlich der .Ljiibljanski Zron" sür den Monatsnamen Juni die ganz neue Bezeichnung „risui evet" (ftornbluthr). Hierüber wird aber der betreffende Worlsabrikam von dem slovenischen Görzer Blatte »NovaSoca* tüchtig abgekanzelt und ihm schließlich noch der Schmeichelname „Pharisäer" beigelegt. Offenbar kennen sich die Herren! — Diesem Capitel möchten wir noch eine Aeußerung hinzufügen. ..We«t?i5e bie kürzlich ein; Jurist gemacht, der fleißig wendisch amtiert. Er wurde nämlich gefragt, ob er denn bei den Protokollaransnahmen so verschiedener Rechtssachen nie um ein slovenisches Wort verlegen sei. Der Gefragte verneinte, aber er gestand gleichzeitig, daß er es wie alle slovenischen Schriftgelehrten machte; erkabriciere nämlich im gegebenen Falle sofort ein neues slovenisches Wort. Sapienti sat. [Der windische S ch u l v e r e i n, der bekanntlich unter der Firma der zwei Heiligen Cyril und Methud segelt, dürste, nach dem letzten iu der Jahresversammlung zu Laidach erstatteten Recheuschastsberichtezu schließen, bald eingehen. Die Jahreseinnahme des Vereine« aus dem ganze» Königreiche Slovenien ist nämlich bereits auf den Betrag von 5545 fl. herab-gesunken. Wenn nicht etwa daS slavische Wohl-thätigkeitScomitv von Moskau beispringt, dürsten die Slavisirunasbestrebungen deS genannten Vereines demnach bald ihr Ende erreichen, und daS wendischr Volk zählt dann einen Vereins-präsidenicu, — dem natürlich sofort rin Denkmal gesetzt würde — weniger. Bog pofivi. [Bestätigte Wahl.] Der Kaiser hat die Wahl des Herrn Johann B a r t h zum Obmanne und des Herrn Gottlieb K o r d i k zum Obmann - Stellvertreter der Bezirksver-tretung Windischgraz bestätigt. sR e i ch s r a t h s w a h l.] Am Donnerstag wurde im Landgemeindenbezirk Feldbach an Stelle des verstorbenen Pscheiden der Gutsbesitzer Baron M o r s e y zum ReichSrathabsieordneten gewählt. Pscheiden war clerical. Vtorseq ist eS natürlich ebenfalls. | W a h l s» i »i ui e u f a u f. ] Gegeu leu Domkaplan Kalan in Laibach, der bei den letzten Wahlen für den dortige» Gemeinderath eifrigst im Sinne der Clericalen agitiert hatte, ist von d.r Staatsanwaltschaft die Anklage wegen Etimmenkaus» erhoben worden. Bei der Wahl durchfallen und nun auch noch angeklagt werden, daS ist des Guten und Schönen wahr» haftig zu viel. |D i e Könne,] ein Schmetterling, der im verflösse».?» Sommer namentlich in de» Wäldern Bayerns ungeheure Verwüstungen an-gerichtet hat, »st in Krain, und zwar in den Fichten beständen der Herrschaft Gradac im politischen Bezirk Tschernemdl, bereits im Jahre 1889 aufgetreten. Gegenwärtig sind in der Sieuergemeinde Loka bereit» 70 Joch Wald- land von diesem gefährlichen Jnfect ergriffen. » * • [I a f $ e n bi e 6 e.] Am Tage deS Ursula-Jahrmarktes sind der städtischen Polizei bereit« in den Vormittagsstunden mehrere Taschendiebstähle angezeigt worden. Alsbald lenkten ein noch junger Mann und eine ältere Frauensperson, beide städtisch gekleidet, durch ihr eigenthümliche« Benehmen die Aufmerksamkeit der Bestohlenen und der Polizei auf sich. Man sah sie bald einzeln bald miteinander bei Marktständcn, wo das größte Gedränge herrschte, sich in verdächtiger Welse hin und her bewegen. Auch der Pfarrkirche stattete da« Paar einen Besuch ab, wo sich die Beiden nach der Art recht srommer Christen benahmen. Nichtsdestoweniger wurden sie von der Polizei angehalten und zur AusweiSleiftunz aufgefordert, konnten jedoch eine Legitimation nicht vorweisen. Der Mann gab an. Anton Mrazoviö zu heißen, 24 Jahre alt und lediger Musiker zu sein; seine Genossin nannte sich Agatha T k a l i ö, be-zeichnete sich als 153 Jahre alt, als Näherin und Braut de« ersteren, und bcide nannten Breslovce, Bezirk Czakaturn in Ungarn, alS ihre Heimat. Man fanv sie im Besitze von reichlichen Geldmitteln: sie hatten über 7<> fl. bei sich. Al« Zweck ihre« Er-scheinen« in Cilli gaben die Angehaltenen an, sie seien gekommen, um die Mutter de« Mrazovic, welche beim hiesigen KreiSgerichte inhaftiert sei und dieser Tage entlassen werde, abzuholen. Man sah es ihnen jedoch an, daß man eS mit geriebenen Taschen und Marktdieben zu thun habe, und sie wurden daher festgenommen. Mittlerweile wurde in der Pfarrkirche Nachschau gehalten, und sieheda, in derselben Bank, in welcher Mrazovic seine An-dacht verrichtet hatte, fand sich ein leere« Geldtäschchen. ginz ähnlich demjenigen, welche« kurz vor-her einer Marktbesuchcrin mit einem Geldbetrage 5 von l5 fl. au« der Tasche gestohlen worden war. Da« waren genug Anhaltspunkte, um da» Braut-paar dem Preisgerichte einliefern zu können, worauf denn auch kein einziger Taschendiebstabl mehr gemeldet wurde. Ein glaubwürdiger Zeuge theilte mit, er habe den M-azoviä auch auf den letzten Jahr-markten zu MontpreiS und Trifail gesehen, wo sich derselbe den Anschein eine« Viehhändler» gab und sich stet« herandrängte, wo gehandelt wurde. sL e i ch e n s u n d.J Letzten Mittwoch wurde von dem Grundbesitzer Johann Sinka au« Verbno bei St. Georgen a. S. in einem zebn Minuten von seinem Wohnhause entfernten Walde, hundert Schritte von der von Verbno nach Oberdorf führende» Straße in einem sumpfigen Graben die Leiche eine« städtisch gekleideten ManneS aufgefunden, welche schon monatelang an Ort und Stelle gelegen sein mußte. Gestern wurde die Leiche durch eitle Com-Mission des Kreisgerichtes Cilli in Augenschein ge-nommen. (Bienendieb st «H] Dem Besitzer Johann Breichnik in Lopata, Gemeinde Pireichitz. wurden vorige Woche au« der Bienenhütte acht Bienenstöcke gestohlen. >R a u b. | Am 6. d. Mt». wurde Anton Prezl aus der Strasse von Wasserfeld nach Bischoffeld von zwei vermummten Männern angefallen und seiner Brieftasche beraubt, in welcher sich ein Geldbetrag zwischen 40 und 50 »1. befand. cherichtsiaal. (Äestbworcnenaussosttn.q. Bei dem Kreisgerichte Cilli wurden gelte:» fuc die sechste diesjährige Schwurgerichtöpenode ausgelost: AlS Hauptgeschworene die Herrer»: Dr.. Jakob Ploi, Advocat, Pettau; Jgnaz Roßmann, Handelsmann, Pettau; Wilhelm Korp. Realitätenbesitzer, Saldenhosen; Andrea» Levak, Realitätenbesitzer. Rann : Mathias Rollo, Realitätenbesitzer, Unterpurgstall; Georg BerSec, Müller, DittmannSdorf; Franz Xliüger, Buchhalter, Wind.-Graz; Dr. Fran» Kornfeld. Arzt, Wachsenberg; «lernn Turk, Realitätenbesitzer, Pristova; Anton Rietschnik, Gemeindevorsteher. Reifnig; Anton Sve-»ina, Notar, Franz: Aloi« Horvat. Müller, Puichen-d»rs; Jakob Stingl. Realitätenbesitzer, Dobreng, Dr. Johann Rudolf, Advoca», Gonobitz; Anton Witteschnik. Restaurateur. Steinbrück; Jakob Kohne, Realitätenbesitzer, Plankensteindorf; Richard Machatka, Riemer, Pettau; Dr. Alexander Miklautz, Advocat. Märburg; Otto Withalm, Cemmenisabrikant, Tü'ser ; Peter Lorber, Gemeindevorsteher, Oberpurgstall; Jgnaz Ranzinger, Gastwirt, Retje; Anton Ge»ak. Realitätenbesitzer, Prelasdorf; Anton Drugni . Realitätenbesitzer. Cerne; Johann Heimsek, Realitätenbesitzer, Pristova; AloiS Ritter v. Schildenfeld. Realitätenbesitzer, Franz; Johann Vaupotii, Gast-Hausbesitzer, Luttenberg; Friedrich Felder, Hausbesitzer, Marburg; Bincenz Dreisiebner. Realitätenbesitzer, Speisenegg; Josef Wregg, Fleischer, Schlei» nist; Albert Panscher, Lederermeister, Loce; Josef Rest. Advocatursbeamler, Gonobitz; Franz Vraz. Realitätenbesitzer, Cerovec; Michael »tlenosek. Reali-lälenbcsitzer, Orehovec; Mathäu« Reiser, Notar, Marburg; Franz Stuchetz, Gemeindevorsteher, La« garokzen; Franz ^rbnjak, Aausmann, St. Nikolai. Als E r g ä it z n u g s g s ch w o r e n e die Herren: Johann Herzmann, Hausbesitzer, Cilli; Georg Skoberne, Fleischer, Cilli: Adam Sinel, Gastwirt, St. Georgen S. B.; Gustav Stiger, Handelsmann, Cilli; Michael Altziebler, Hafnermeister, Cilli» Franz Janesch, Handelsmann, Cilli; Jakob Jezov-nik, Gastwirt. Groß-Pireschitz: Karl Mörtl, Zucker-bäcker, Cilli; Johann Tekautz, Gastwirt, Store. Volkswirtschaft. A u s g e l d sür Z o l l z a h l u n g e n.j Der Finanz-Minister hat im Einveruehme» mit dein ungarischen Finanz.Ministerium das Aus-geld für Zollzahlungen, bei denen statt des Goldes Sllbermünze» zur Verwendung gelangen, sür den Monat November mit IS'/, Procent festgesetzt. [3 i eigen der Liehpreises Aus Tiroler Marktberichten ist entnehmen, daß k P-«5Sch- Wach:- 1SS0 die Di eutscher Schulvcrein.j Die Ver-einlleitung berichtet: In der AuOschuhsitzung am 21. d. M. würd« beiden Ortsgruppen in Rrnau für ein Festergcbni«, dem Prinzen Schaumturg-Lippe für »in« der Schule in Jofefstadi zugewendete Spend« an Brennmaterialien und Herrn Ä. Stopp«r in Graj sür seine Mühewaltung anläßlich d«r Au»-stellung der Dank au«griprochen und die Danksagung der Gemeinde Alexanderfeld sür gewährte Unterstützung »ur Kenntni» genommen. Die Gemeinden Nieder-EmauS, Komarow, Allbuch-Döberney, Prorul, Nemaus und Bilaun wurd«n durch Zahlung de« Schulg«ld«S unterstützt, für die Schule in Dubenetz Lernmittel, und d«n Schulen in Ober Tudenetz, Nitder-Emau«, Altbuch-Döberney und Sablat Unter« stützungen jugewend«t. Ferner wurde für nothwendige Auslagen in d«» Schulen »u Außerflorutz, Geren» und Jnnerflorutz ein entsprechender Betrag bewilligl und zur Unterstützung an Tiroler Schulen ein allge-meiner Credit für das Jahr 1601 eingestellt. Weiter» erhielt der Schul- und Kindergartenverein in Irebillch »ur Erhallung seiner Anstalten eine ait'emesseue Subveiuion. Der Schul« in Äundichachen wurde »ine Unterstützung »um Ankau'e von L«rnmit>eln und sür Bauh«rst«Uungen gewährt und der Lolk»blioth«k in Wittuna eine Anzahl Bücher au» den Verrathen ge-spendet. Schließlich wurden Angelegenheiten der VereinSanstalten in Oberdorf, Böhm. Trübau, Kriegern. Podhart, Trlchemoschna, Jserthal und Josefstadt erledigt. [®er Streik der T r a m w a y-B e d i en st et e n in W i e n^ hat bereit« am Mittwoch geendet. IS l a r c S e c i c $,) der wegen des Ver-brechens deS Betrugs verurtheilt worden war und seine Strafe bereits abgebüßt hat, soll, wie daS Org in seiner Partei meldet, Schriftstücke aus-gefunden haben, aus Grund deren er seine Un» schuld nachweisen könne: er soll entschlossen sein, die Wiederausnahme seines Prozesses anzu-streben. ^Die Gegner der Todes st ras e] finde» ihre Argumente durch die Hinrichtung des Vergolder-Gehilfen Eichner. welche dieser Tage in München vollzogen wurde, wieder um eine» vermehrt. Bei der Section des Hingerichteten »gaben sich nämlich mehrfache krankhafte Verändere ungen im Gehirn. Die harte Hirnhaut war in ziem-ltch großer Ausdehnung mit dem Schädelknochen innig verwachse»; die weiche Hirnhaut und die weiche Spinnwebehaut waren stark getrübt und an den Stirnlappen mit Kalkeinlagerungen ver-sehen, und obschon das Gehirngewichl 135« Gramm betrug, zeigten sich die Hirngesäße un-gewöhnlich eng. Es ergab sich also, daß ein mit krankhaften Verändeiun^en im Gehirn, folglich mit zum mindesten getrübter Geisteskraft behafteter Mensch mil dem Tode bestraft worden war. [D a S PilSner B i«r] soll theurer werden. Die beiden großen Brauereien in Pilsen haben nämlich den Preis des Bieres per Hectoliler um 1 fl. hinaufgeschraubt, und rechtfertigen dies mit dem Steigen der Hopfenpreise. (Im Kloster der lebendig Begraben »*».] Aui Grund einer aus den Kreisen der Bürgerickait eiugegaage?,«» Denunc.alioa besuchte der Präfert von Neaptl, b»glrit»t vom SlaalSanwalt k i bei Wetten. Spielen und Testamente des Stadtversehii-lieriiiig» - Vereine« Cilli. 3 £*2.1. »5 - Q S.65'3-* » ' —• -S ' o.£ 5T S mr A X 2 und dtm Uniersuchung»richter, da« dortige, seit »ier-Hunde,» Jahren von keinem Laien mehr betreten« geheimnisvolle Kloster der lebendig vegradenen. Nach heftigem Widerstande erzwäng die Polizei den Ein-»ritt in da« Kloster, wo sich den behördlichen Organen ein furchtbarer Anblick darbot. Sechzehn Nonnen, von welchen die älteste 81 Jahr» alt wac, ; wurden in einem haarsträubenden, geradezu thi«rischen j Zustande aufgefunden. Die unglücklichen Geschöpfe j waren völlig verwildert und fast zu Skeltlltn abge- > magert, sie verweigerten jede Antwort auf die an ! si« gerichtet»» Frag»». Unter d«r Nonn»nfchaar b«- i fand sich auch «in bildschöne« junges Mädchen, | welche« wegen eine« au« Liebe begangenen Vergehens auf Befehl seiner Eltern ltbenSlänglich eingekerkert »leiben sollte. Der Präfect ordnete unverzüglich die Aufhebung de» Kloster« an. Die unheimliche Ent- { deckung hat allüberall die größte Entrüstung hervorgerufen. sTschink!Z Um diese» schöne Wort haben die Pa>iser Pflastertreter den Sprachschatz de« Gigerl-thum» bereichert. Man logt jetzt in Pari» nicht mehr „psehutt", da» ist ein endgiltig überwundener Etandtpunkt; man sagt jetzt „tschink". Ein edle« Pferd, eine schöne Frau, ein „stilvoll gebauter" Anzug — Alle« ist „tscbink". Da« Wort selber ist aber natürlich am aller„tschink'sten" II m Kasernhofj liegt «in Soldat schwer betrunken an d«r Mauer. Lieutenant: „Ist der Mann ohnmächtig, Corpor^l?• — Korporal (ein Ungar)! .Meld' ich gehorsamst, Herr Lieutenant, de« net; aber klan bißl Rausch hat er!" — „Ja, zum Donnerwetter, kcnn er denn gar nicht aus-stehen'{' — „Bitt' gehorsamst, Herr Lieutenant; aber mit so anem Rausch können Herr Lieutenant auch net aufstth'n — nrt amol der Herr Major l" [Auskunft.] „Können Sie mir sagen, w» der Dr. X. wohnt?" — „C ja. in der Wagram-Straße." — „Welche Nummer?" - „Da« weiß ich nicht; die finden Si« übrigen« über dem Hau«-«hör 1" (Ein Rfbu».| A.: .Sag' mir. wie lösest Du den Rebu« : Wz ? — .Da« ist sehr einfach: W an ze, Wanze!'—A.: „Nein, so ist e« nicht!" — B.: „Nun dann: Z an we, Zahnweh I" >— „Auch nicht!' — B.: „Wie heißt e« denn dann ?" — „Da« will ich Dir sagen, da« heißt nämlich Hühnerauge! — B>: .Hühnerauge?* — „Ja wohl!" Eö ist doch: große« Weh an kleinem Zeh'!" [Eine sehr hübsche Stllblüthe,] einem österreichischen elericalen Blatte entnommen, macht gegenwärtig die Runde durch die reichsdeutschen Journale. Der klerikale Leitartikler schrieb nämlich: „Dtr Unterricht»minister Gautsch ist daS welke Blatt im Ministerium, welche» den Tirolern recht empfindlich auf die Hühneraugen ge-treten ist." ^Prädestiniert.] Na. Frau Nachbarin, wa» soll denn der kleine Fritz einmal werden'( — Soldat. ES ist ihm schon an der Wiege gesungen worden, daß er mindesten» Major wird. — Ja, wieso denn aber?" Gerade, al» er geboren wurde, hat der Posten drüben Rrrau« ! gerufen. [Der E o n n t a g « j ä g e r.]Frau (zu ihrem Mann, der im Begriff ist. aus die Jagd zu gehen): „Die Hasen sind heuer so billig, Männchen, daß Du ausnahmsweise mal zwei „schießen" könntest!" 2£"euLe ste Briefpapiere und Couverts in Cassetten mit Orifcinaü-Ansnahmr au« dem Ballst: ..DI«* Pappeiisee." Za haben b«i Joh. RAKUSCH, Cilli. j Wiclrtigr £ * 2 * x x r x 1 tOr Gemeinde-Aemter, Schulen. 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