Dienstag den 16. Juni 1835. ^ Ausweis «^ über jcne Indivieuen, welche sich durch Beförderung des Schulwesens im Schuljahre »3)4 in der Diözese Laibach besonders ausgezcich»>ct haben. ^^W Dsscn Verdienste um das deutsche Schulwesen im Jahre »83^. ^^^ « ! Na<«e lind Cha-- ^__^.________________________________________________— U Kreis Bezirk oder Ort der ^ racter des « Sckule m Schull>eför0«rcrs In »,'ie ferne sich dcrsclbe von Qnrch ausserordcnlliche und lein V AmtLw qcn fllr das Vestc t>er posiiives Gcsctz gbolene H<,»t° > Schule auLgezcich>:ct hat ll,nge» H L«lb<,ch I. Dekanat Laibach. Laibach i Ioh. Ncp. Hradecz- Durch mannigfaltige l'crcit< ^^W fy, f. k. Rath ui^d willicic Untcrsiützüüc, dcr^chulcn ^^^W Laibach stadc, m>d ln^!'cso»rcr- ^^> ne Sorge i',»' die Lcl)rj»»igi:n« Schule, beurNüidct drisclbc rcgen ^^^> Sinn für den Unterricht. H<.,l„ II. D ek. Radmannsdorf. ^^^^^ Mitterdovf in dcrWochciü.im i Ioliaim Kummer, V3üs;tc die Pfarrgcmeinde da: ^W Schulbczirk« Radma»!-.s- Pfarrer zu Mittcr« liin zu stlnimen.raf, sie ohue An- ^^^1 d»ri d»rfin Vcr Wochcin spruch auf eine aodere Concur- re»z odcr sonsiige Vcitragc aus , eigene» Kräften eine Schule er- nchtctc, e>!, Schulhans mit der erforderlichen Wohnnng für den Schullchrer aufführte, und das geraumine Schulzimmcr auch mit den nöthigen Schulgcräthcn vcr, ^^^> sah. ^^M ^°l!" <^«tt<» 2 die Pfarvqemeinde _^ ^ ^.^ , « von Mittcrdo'f, in Durch Errichtung der Schul«: « dcr Weche»» l1< Mittcrl),:rf, auu>'c, eines « Vchulhauscs. worin auch der 2eh- > rcr Wehnung hat, und durch An- « schaffung der Schulcinrichtün«, V dies, Allcs ohne Anspruch aüf e>- H ne ander» Eoncurrenz oder son» i » stlge Vc»lräge. ^ Neustadt! lll. Dekanat Gurlfeld, Tt. Margarethcx dci Kli,i. , Dlas "el'en, Tubsi- Dieser von der Sckuld'- c>enfcls, ,,,» Schulbezi.re diar ^, dcr Pfarr sirictta'.,fs,cht besonders anqc- Gurkftl^ St. Margarethen rühmte Suosidar crthnlte an d,c° bet KlinaVnfels, ' , ser Cnr^cie, l'^i w^lch.r sict? keine Schule besi,l»ct, nicht nur Feier-lil,«s, sondern auch «u drei Tage« H liii' der Woche mehreren Kinder» « 196 N a i b a ch. Die Landesstelle hat dem Richard Tscheligi zu ViNach die angesuchte Landesfabriks'Befugnih, zur Erzeugung von Glctt> und Mcning > Fabrikaten, mit den damit geschlich verbundenen Begünstigun« gen zu verleihen befunden. — K. K. illyr. Guber« nium. — Laibach am ä. Juni iü55. Am 1,. d. M. zog sich ungefähr um die erste Stunde Nachmittags cin Gewitter nordöstlich von unserer Hauptstadt zusammen. Ein im Dorfe Ndmath mit dem Anschlagen einer eisernen Schiene beschäftigter Schmidcgesell wurde durch einen Blitzstrahl getroffen, und sank sogleich todt zu Boden, während ein anderes in dessen Nahe befindliches Individuum nur betäubt zur Erde stürzte, und durch schnell angewandte zweckmäßige Hülfe wieder in's Lcben gerufen wurde. Ersterer war vom Blitze schrecklich entstellt/ der nicht nur Streifen sondern auch Brandwunden an dem Kor« per des Entseelten hinterließ. Freihafen von Tricst. T riest, 10. Juni. Am 7. d. M. zählte man unter den in unserem Hafen angekommenen Schif. fcn allein ü Fahrzeuge, die aus Amerika ankamen ; darunter waren fünf aus Brasilien, und zwar aus den Häfen Rio-Ianeiro, Bahia und Fernambuco, zwei waren ron St. Iago di Euba und eines aus Eharlcötown in Nordamerika abgesegelt, TM i e n. Die in dem Lombardisch. Venetianischen Kö< nigrciche in Folge des Allerhöchsten Patentes vom 2j. April i^>5 bestehenden Eentral-Eongregationen der Lombardischcn und Vcnctianischen Provinzen, zu Mailand und Venedig, haben fich die Allerhöchste Bewilligung erbcthen, aus ihrer Mitte Deputa--tioncn zu erwählen und anher abzusenden, um am Fuße des Thrones ihre Gefühle de? Traucr über das die Monarchie betroffene, höchst betrübende Er-cigniß, und zugleich die ehrerbicthigen Wünsche aus Anlah der Throndesieigung Sr. Majcstät des Kai< sers Ferdinand I. lhrerbiethigst vorzutragen. 5i'aum ward Ihnen die huldreichste allcrgnä° digsie Bewilligung bekannt gemacht, so beeilten sie sich, zur Wahl der Individuen zu schreiten, welche von der Mailänder EcntraIt>L6rucc)Ä lÜont« ?a1»tinu, Dcputirten aus der Elasse der adeligen Besitzer der Provinz Bergamo; und «Zonte Johann Peter I'lii-i-o, De« putirten aus der Classe der adeligen Besitzer der Provinz Eomo; van der Benediger 6ongregation: auf den Peter Angelus Edlen v. (^ulclo^nu (^unte ^2,-Illlino, Deputirten aus der (Zlassc der adeligen Besitzer der Provinz Biccnza; Julius Eäsar Ed« lcn v. äagl'am»«« (^ontL ?5>Iatinc>, k. k. Kämmerer, Dcputirten aus der Elasse der adeligen Besitzer der Provinz Verona; Grafen Anton 2«i, Dcputntell aus der Elasse der adeligen Besitzer der Provinz Venedig; Andreas Edlen v. s^gilii, Depulirtm aus der Elasse der nichi adeligen Besitzer der Pro« vinz Padua; Alexander (^alin!, Dcputiltcn aus der Elasse der nicht adeligen Besitzer der Provinz Rovigo; Grafcn Niclas V^li^iannn-^aiet-^i, k. k. Kämmerer, Deputirten der königlichen Sta5t Venedig ; und Anton (^linati, Doctor der Ncchte und Deputirten der königlichen Stadt Verona, siel. Diese Glieder der beiden Eelitra'»^ongregatio« nen begaben sich am 6. d.M. im scielllchcn Zuge aus dem Gebäude der vereinigten Hofkanzlei nach der kaiserlichen Burg, woselbst zuerst Graf Ol^Nul un Namen der Mailänder, und sodann Pcter Edler v. ^a!6liFs,u für die Vencdigcr Ecutral Eongrega« tion, Rede in italienischer Sprache an Sc, Ma< jestät den Kaiser zu sprachen die Ehre halten, rvel< ,che Se. Majestät der Kaiser der Lombardischen Deputation in italienischer Sprache allcrgncicigst zu beantworten geruhten. (Wien. Z.) Nouib^rVisch Venetianifches Königreich. Venedig. Auf den in der letzten Zeit aus Alexandrien und der ägyptischen Küste überhaupt hier ankommenden Schissen hat sich bisher noch kein Pcstfall ereignet, oder Spuren einer verdächtigen Krankheit gezeigt. Ader am 22. Mai ward cin ge. rrisser Georg Medanich von der österreichischen Handclsbrigg, Urmeng. gefährlich krank uno zwar mit allen Anzeichen der Pest. Sogleich wurden die strengsten Maßregeln er« griffen, und um der Gewißheit ein Ende zu ma. chcn/ berief die Regierung cine Commission erfah» '97 rener Aerzte zusammen, deren Gutachten dahin ausfiel, daß erwähnter Mcdanich wirklich mit der orientalischen Pest befallen sei.' Doch müssen wir zur Beruhigung hinzufügen, daß bereits schon " Tage verflossen, seitdem erwähnter Medanich vcn der Krankheit befallen; daß er sich im Zustande schneller Besserung befinde, und seiner baldigen (Zonvalcscenz entgegen ficht; daß zwei Individuen,' die ihm gleich Anfangs zur Bewachung beigegeben wurden, noch vollkommen gesund find; daß sich von der Schiffsmannschaft noch an Niemanden ein Anzeichen einer contagiösen Krankheit gezeigt, daß ferner die strengste Quarantine gehandhabt wer» de, und auch an andern Personen in der Contu« wazanstalt nicht das geringste verdächtige Anzeichen sich habe wahrnehmen lassen; und daß endlich die getroffenen Vorsichlsanstalten von der Art find, daß dicInfeclion nur aui düö Individuum beschränkt bleiben wird, wo sie fich zuerst entwickelt hat. (O. 6l Vcn.) K V a n i e n. Briefe aus Bayonnc vom 22. Mai mcl> den: »Je mehr die muthlcse Unthätigkeit der kö> uiglichen Truppen zunimmt, desto eifriger und lhä. tlger werden die (^listen. Während jenseits des C'bro Mcriilo ficd tüchtig herumtreibt, verfolgt Zumalacarreguy stinc siegreichen Züge. In Estel» la ward er mit Enthusiasmus ctnpsaugen. Am ,^. nahm er Vi.'.iba; am ill. blockirte er Puente la Neyna an dcr Spitze von 14 Bataillons. (Zini» ^e seiner Bataillons verfolgten die Besatzung von Tafalla so ungestüm, daß sie sich bis unter die Ka» lioncn der (Zitadelle von Pamplona wagten, dort ober mit Verlust sich zurückziehen mußten. Gegen 2000 Mann der Besatzung von Pamplona warcn, zur Deckung des Rückzugs der Flüchtlinge von Ta« falla ausgezogen, tonnten aber den Stoß der (Zar« listen nicht aushalten und zo^.en fich hinter die Mauern der Stadt zurück. Von allen Seiten rerbrcitcn fich jetzt Gerüchte von Siege» der 6ür-Ustcn, wohl mit gleicher Uebertreibung, wie eine Zeit lang ihre Niederlagen geschildert wurden. So »reuig früher die königlichen Truppen sich bleibe,,d in den Thälern und Gebilgspsfitionen hallen könn. len, so wenig vermochten die (Zarlisten sich bis jeht lines bedeutenden Ortes zu bemächtigen.« Madrld, 24. Mai. Das Land wird von ccnlistischen Truppen und Banden in allen Nichtun« gen durchzogen; sie hemmen fast überall die Tbä-pgku der Regierung unt die CntlM'clung tcr df- fentlichcn Wohlfahrt. Die Regierung scbelnl aus amtlichen Berichten zu wissen, daß die bewaffneten (Zarlisien in Navarra fich auf 3i,000, in Biscaya auf ii.oon, in (Zataloilieti anf Laoa Mann belau« sen, die zwar nicdt in Regimenter eingetheilt, aber doch im Stande find, in's Fcld zu rücken; im Königreich Valencia 25oo, in Murcia 6»o, in Altca» stillen 35c»c>, in der Mancha 1200. in Estremadura Luc», in Aildalusien mit Inbegriff der Provinz (Zor. dova und Ronda 600. In GalUzicn ist die Zahl sehr beträchtlich und beträgt gegen K000. Der Messager des (Zhambres vom 26. Mai enthält folgende Nachrichten vom Kncgsschau» platze in Spanien: »Wir hören so cbcn, daß Pu« ente la Rcyna gleich ViNaba geräumt worden ist, die Besatzung hat fich aber, statt nack Pamplona, nach dem Cbro gewendet. So werden die Christi» nog im Norden des Ebro bald keine andern Positiv» nen als S Sebastian, Pamplona, Bilbao, Vitto-ria und Glisondo mehr inne haben und selbst diese letzteren Positionen scheinen ernstlich bedroht zu seyn. Nun wird uns aber ncch ein wichtiger Umstand gemeldet. Der carlistische General Moreno s^N nämlich über den tZdro gegangen seyn, um sich mit Merino in Altcastilien zu vereinigen. Man durfte ciese Bewegung erwarten, man hätlc aber auch glauben sollen, daß Valdes, welcher der Reihe nach alle seine Stellungen i,n Norden von Spanien aufgibt, alles aufbieten wcrde, um diese neue Pointe dcs carlistischenBcfchlshaderö nach «Zastilien zu hintertreiben. In Irun herrscht die größte Beforgniß. Die Einwohner werden diesen Ort von Neuem verlassen, da der (Z^rlisuschc (Zhcs Sagasiibelza mit zwei (Zarlistischcn Bataillons in Bcrra erschienen ist. Der Zweck des feindlichen Anführers scheint übrigens, an der französischen Gränze (Zontrebande-Ar» tikcl für Don Carlos in Empfang zu nehmen. Die Gendarmerie an der Gränze wird in diesem Augen» blicke verstäikt. Auch auf andern Puncten der Halbinsel tritt der Carlismus immer kühner auf. Offener Auf« rühr ist in Santiago, Tui, Oensc, Lugo, Mon« dannedo ausgebrochen; Brigadiers, Obersten stehen an der Spitze der Insurgenten ; sie haben ihre Negierungs'Junta, deren Präsident der Marquis de Bovcda (ein Schwager des Grafen San Ra-man) ist; 40 bis 5o Gutsbesitzer, und eine große Anzahl Geistlicher gehört zu ihnen; die Faction 5cZ Lcr?z ist in beständigem Zunehmen. — In lg8 Folge der in Sevilla entdeccten Verschwörung fin. dcn fortcanernd Verhaftungen Statt; eben so in (Zarmona; an mehreren Puncten Andalusiens kam es zum Gefechte, wobei die Facticsen den Kürzern zogen. Dabei herrscht in dieser Prouinz eine drük. lendc Hungersnoth. — In Valencia entdeckte man am 7. eine (Zarlistische Verschwörung, deren Zweck lvar. sich der (Zitadelle zu bemächtigen; mehrere Artilleristen waren bereits für dieses Utitcrnehmen gewonnen. — In Zasiilien befehligen Merino und BiNalobos eine Bande von 5oo Reitern und 110a gut bewaffneten Infanteristc». Osmannischcs Neich. Briefe aus Durazzo vom 2z. Mai melden, daß sich die türkische Flotte noch immer in den al« lianischen Gewässern befinde, und daß an erwähntem Tage ic»0 Kanonen auf 4 Schaluppen ausge« schifft wurden, die für Scutari bestimmt, auf dem Flusse Bojano dahin befördert werden. Auö Mostar in Bosnien wird unter dem 2a., und aus Liono in Bosnien unter dem 20. Mai be» »ichtet, daß in allen Kapitanaten verschiedene Ver. sammlungcn wegen den von dorn Großherrn ange« ordneten Truppcnaushebung gehalten werden. Doch sind die geforderten (Kontingente noch immer nicht gestellt wordc,,, obgleich in zwci Paschaliks nirgends eine eigentliche Opposition Statt gefunden hattc. (<^i".. cll ^.lii-ci.) Afrika. Algier, 12. Mai. Zwischen dem Meere imd dem Allaögebirge finden sich autze? den Had« juten keine feindlichen Araderstämme webr, und sogar Bclida, eii^e ziimlicb bedeutende Stadt, »4 Stunden von hier am Fuße dcs Gebirges gelegen, hat die dreifarbige Fahne aufgesteckt und bezahlt Tribut. Ein neues Lager ist nun bei Bussarick, 2a Stunden uon Algier entfernt, aufgeschlagen und am 5. M^i von der Fremdenlegion bezogen worden. Dunira ist zwischen hier uno Bussarick der große Halt. Dort sindct man schon Restaurants und Billards, und langbattige arabische Scheikö rau» chen ihre Pfeife neben den in stattlichen Uniforme« glänzenden französischen Offizieren. Gegen das um« herstreifende Raubgesindel der Hadzuten, die erst vor zwei Monaten sieben unbewassntte Personen zwischen Ibrahim und Dmura ermordeten, wurde neuerdings eine Expedition gemacht. Sie hatte das Resultat der früheren. Die Hadjutcn zogen sich vor den anrückenden Franzosen dem Gebirge zu, tödcten ihnen bei Überschreitung eines Flusses mehrere Leute und verschwände:: endlich hinter Be« lida. Um diese Räuberbanden völlig aus der Obene zu vertreiben, verlangt man die definitive Besetzung Belioa's durch französische Truppen. (ANg. Z.) Mexico. Ncw