Deutsche Macht fcfUtitrt jtbrn an» Eo»»la, mot»«*» un» raste« für Tilli mit Z»st«I»»g In'» €>««« m«il»II>« ff. --V>. nitrtcl|»»tig (I. 1.50, Sortjä^ifl ff. S.—. z-iyiihri» ff. . Mit P<>ff»trs«»d»»g «ireteWri» H.«, d-Idi!hri« fl. s.JO. z»»,jichrig ff. 6.4«. 2>t« einzelne «,»mn 7 tr. Onitio!« >>°» M öfteren ©irtfT»oltt*äeit e»Il»«i» VliUctat» lögltA, mil fluSsnqme »er geitit- »»» Ftkrlag«. tu» 11—l» II»l ««. ,»» »—4 lldr — *t{rt«nwtiOiMit tortoftti. — «Tbc» ttiAl iuill Eomitv's ha»«» die sämmtliche» Avgeordn ten, welche dim deutschen Club angehört hatten, und auch !«» darin verbliebenen Dr. Heilsberz zu einst Ltsprechung eingeladen. UNI von denselben zu «riiekmeu. n ie sie sich die Gestaltung der Dinge in der nächsten Znt vorstelle» und um mit chnen gemeiiisaui zu berathen, welche Maßregeln «m zweckmäßigsten zu ergreifen seien, um jeder öchädigui g der Interessen des deutschen Volkes. »Äeioadere jeder Ausnützung b>r momentanen Güuation durch unsere politischen Gegner vor-pldtugen. Der Einladung hatten die Abqeord-otten Äußerer. Derschatta, Heilst erg. Kraus, Pasch und Reich-r Folge geleistet; auch Focegger lischien, um der Solidarität mit seine» steiri-scheu Kollegen Ausdruck zu geben. Die Erschienenen berichteten über den Her-uang der Sache und sprachen sich deutlich über chr< Ziele und über ihr Verhalten zu dem gegen-ivärlifltn deutschen Club aus. Das Ergebniß tn Verhandlung, welche würdevoll und ruhig »erlief, wurde in »inerErklärung zusammengefaßt. Aus derselben entnehmen wir Folgendes: Tie Abgeordneten halte» nach wie vor an dein ßutturvitd aus 6 itki. Tie Bäckcrinnuog (1701.) (Nachdruck verboten > Ein eigentthümlicher Zug im L> ben der Mensch-teil ist das Streben nach Geselligkeit, das Be* streben einzelner Individuen, zur Erfüllung ge-visier Zwecke sich miteinander zu verbinden, Tnivpen, Vereine, Genossenschaften, Zünfte zu bilden, um Das durch die Mehrheit zu erreichen, im* > er Einzelne aus eigener Kraft nicht zu en^chen vermag, und um feindliche Gegenbe» sttidvnge» leichter abwehren zu können. Diese Ercheiaung ist eine sehr alt«, hat in unserem Jahrhunderte eine ausgedehnte Bedeutung ge» nonrtn, und ist eine zu allbekannte Sache, um sich darüber naher auszulassen. Die Gründung b r Städte und die Ent» »icklung des Bürgerstandes, welcher Haupt-Wich dem Handel und den Gewerben seinen Leitend und sein Aufblühen verdankt, führten »olhwendig zur Einrichtung von Genosfenschasten. Zünsten. DaS Zunftwesen ist eine sehr alte Einrichtung und hat sich im Großen und laozen in allen europäischen Städten, ja selbst miter den Arabern des Orientes und Spaniens «»twicktli. Daß in unserer Stadt schon seit Jahr-Hunderten Zünfte bestanden, ist eine zweifellose von ihnen unter eetigten deutichnaiioltalen Programme fest, woran eigentlich wohl Nie» mand zweifelte und was sie ja auch in ihrer vor 3 Tag»» veröffentlichten Erklärung aus-dritcklich ausgesprochen hatten. Aber nachdem die Gegner immer un> immer wieder behaupten. sie hätten dieses Programm, wenn auch nur in einzelne Punkte» verlassen, so war s gut, dem ganzen Lande nochmals die Versicherung der Progra'nmtreue zu geben und darum war es gut, ausdrücklich zu erklären, daß die Abgeordneten weder be-absichtigen. einen anti>«mitischen Verband zu bilden, »och auch einer bestehenden antisemitischen Partei beilreten wollen. Hie-mit ist die falsche Deutung, welche dem Schritte unserer Abgeordneten durch die durchwegs höchst feindselige Wiener Presse gegeben wurde, vollständig beseitigt. Aus dem treuen Festhallen an dem Pro-grauime ergiebt sich van ieldst. d.iß die ausgetretenen Abgeordneten gegen ben deutschen Club keii.e feindliche Haltung «innehmen, son-dern selbstverständlich mit demselben Schulter an Schulter kämpfen werden, wen» sich um nationale Interessen handelt. Die Abgeordnete» gäbe» auch nahezu mit denselben Worten der von unS in den letzten Tage» wiederholt ver-fochten?» Idee Ausdruck, daß sie ei» Zusam-menfchließen aller nationalen Abgeordnete» in einem Verbände wünschenswert erachten, wobei jedoch als selbst'erständlich vorausgesetzt wer-den müsse, daß die Garantien für ein Festhal-ten am nationalen Programm durch die Per-sönlichteite». we'che diesem Verbände deilrete«, geboten sein müssen. Hiedurch ist wieder die Annahme beseitigt, daß eS in der Absicht der ausgetretenen Abgeordneten gelegen war. einen na t. Territorien abgegränzten Reichsrathsclub, etwa «inen alpinen, zu bilden und dadurch den Thatsache. Es existire» auch schriftliche Urkunden, welche dieß bestätigen, sich auf frühere Gewöhn-heitSrechte beziehen, diese mit Bewilligung der maßgebenden höheren Behörden in eine schrift» liche bindende Form bringen, die Rechte und Verpflichtungen des Gewerbes, der Zunft, der Obrigkeit und dem Publicum gegenüber sowie der Mitglieder untereinander feststellen. Alle unsere größe en Gewerbe in Eilli besitzen solche Urkunden, die im Ganzen zwei Jahrhunderte und auch darüber von heute zurückreichen. Es ist auch eine erfreuliche Thatsache, daß dieselben, obwohl sie bei der in neuester Zeit in Wirk-samkeit getretenen Gewerdesreiheit ihre rechtliche Wirksamkeit verloren haben, doch von den Herren Obmännern der verschiedenen Genossen-schaften sorgfällig aufbewahrt werden. Gegenwärtig, wo die neuen GewerbS-genofseuschaften int Leben treten, »st es gewiß von großem Interesse, zu wissen, wie unsere Vorfahren vor zwei Jahrhunderten sich ihre Gewerbevereine, ihre Zünfte einrichtete». Der Gefälligkeit deS Herrn Karl Regula. Obmann der Bäckergenofsenschaft. verdanken wir die Einsichtnahme und Benützung verschiedener Urkunden, welche ein klares Bild des Zunftwesens geben. Die älteste Urkunde, in der Form eine« Privilegiums ausgestellt, trägt das Datum Graz 16. Juli 1701 mit der Unterschrift deS filsche» Schein hervorzurufen, als ob zwischen den Jnt.'ressen der nördliche» und der südlichen Deutschen m Oesterreich ein so großer Gegen-satz bestehe, daß nicht einmal die gemeinsame Roth und der große nationale G danke den-selben zu überbrücken im Stande wäre». Durch die Aufklärungen der Abgeordneten waren die versammelten VeitrruenSmänaer sichtlich vollkonime» besrie igt. Sie erkannt««» daß d'e Spaltung nur auf interne Cludver-hälmifse zurückzuführen und daß den steirijchen Abgeordneten aus ihr m Schritte kein Borwurf zu machen sei. Es waren, wie schon aus un-seien Berichten erhellt, ganz unabweisbare, zwirnende Gründe, welche es den Abgeordnete» einfach nicht mehr gestalteten, in dem Clubver-bände zu bleiben, wenn sie nicht an Selbstach« tung verlieren wollte», und Das kann man doch keinem Ehrenmanne zumuthe», daß er sein Ehrgefühl hinopsere. Ein gedeihliches Zusammenwirken war bei ihrem Fortbestände der in-lernen Elubverhältnisse nicht möglich, eine Klä-rung war für die Sache besser, weil sie eine spätere homogene G. staltung eines Parlaments» rijchen Verbandes vorbereitet und bis dahin doch ein einträchtiges Zusammenstehen in den Tagen der Gefahr ermöglicht, ohne daß die durch die Klärung beseitigte Verbitterung störend dazwischen treten könnte. Die Grazer Versammlnng sah sich denn auch veranlaßt, den ausgetreteiien Abgeordneten eiumüthig das ung:schmälette Vertrauen zuvo-liren und findet hiesür sicherlich im ganzen Lande den ungetheiten Beifall. Run sehen wir wieder klar und werden in dem bevorstehenden Äjahl» kämpfe sicherlich den Beweis liefern, daß auch unser Wahlbezirk zum Lande hält und daß hier noch eine feste Stutze für die gemeinsame na-tionale Sache zu findei ist. Statthalters Andrea» Victor Grase» von AtthemS, wurde im Namen des römisch» deutschen Kaisers Leopold I. erlaff.'n. und ist mit dem großen kaiserlichen Siegel in einer Holzkapsel, welche an einer schwarzg-lben seidenen Schnur hängt, versehen. Diese Urkund? hat die Buchform in Quart ist auf festem Schreib-papier in deutlicher deutscher Currentschrist ge-schrieben, in Pergament mit Golddruckoerzterun» gen eingebunden und sehr gut erhalten. Die Urkunde kam dadurch zu Stande, daß die Bäcker in Eilli das Bedürfniß hatten: 1. wie die bereits bestandenen Zünfte jener Zeit, sich durch verbriefte Rechte i^re Gewohnheitsrechte zu sichern; 2. die Concurrenz anderer Personen, welche in der Stadt Brot verknusten, und der länd->ichen Bevölkerung, welche, wie heutzutage, Brot in die Stadt brachte, zu beseitigen. Sie wendeten sich daher an die Städtob« rigkeit Cilli, legten in 29 Artikeln ihre unter sich vereindirten Statuten vor, welche am 9. März 1700 von der Obrigkeit genehmiget, dagegen ader auch von dieser den Bäckern Verpflichtungen zum Besten der Stadt und ihres Einkommens auferlegt wurden, welche die Innung annahm. Dieser nun zwischen Zunft und Sadtobrig-teil geschlossene Ausgleich (Compromiß) bildet den Gegenstand obiger Urkunde und erhielt eine 2 Cilli, 23. Februar. DaS Ergebnis der vorgestern stattgehabten Wahlen für den deutschen Reichs-tag ist natürlich noch nicht vollständig bekannt. Soviel aber steht bereits fest, daß die Socialist» abermals bedeutende Fortschritte gemacht, daß die Freisinnigen eine beträchtliche Anzahl von Sitze» verloren haben und daß an dem Siege Bismarck'6 inderSeptennatSfrage n i ch » m e h r zu z w e i f e l n ist. — Der Dank dcS Fürsten BiSmarck an den Papst für die Intervention des litzieren in der Wahl-angelegenheit ist in der dem preußischen Land» tage unterbreiteten neuen Kirchenvorlage bereits zum Ausdrucke gelangt. Dieselbe ändert daS Gesetz über die Vorbildung und Anstellung von Geistlichen dahin ab. d^fe der Einspruch gegen die Anstellung von Geistlichen zulässig ist, wenn dafür erachtet wird, baß der Anzustellende auS Gründen, welche dem bürgerlichen oder staats-bürgerlichen Gebiete angehören, für die Stelle nicht geeignet ist. Ein staatlicher Zwang zur dauernden B.setzung der Psarräi. ter findet sorl-an nicht statt. Verurlh'ilungen der Geistlilien zur Zuchthausstrafe. Verlust der Ehrenrechte und Unfähigkeit zu.' Bekleidung öffentlicher Aemter haben nicht von rechtswegen die Erledigung der Stille zur Folg-». Die Verpflichtung der geift> lichen Oberen zur Mittheilung kirchlicher DiS-ciplinarentscheidungen an teil Oberpräsidenten. sowie das Gesetz über die Grenze« des Rechtes zum Gebrauche kirchlicher Strafzuchtmittel wird aufgehoben. Nur § 1 de* letzter.n Gesetzes, welcher die Zuchtmittel auf das rein religiöse Gebiet beschränkt und solche gegen Leib, Ver-mögen. Fieiheit und büraerliche Ehre unzuläl-sig erklär«, bleibt in Kraft. Das Gesetz, be-treffen» die geistlichen Orden und Eongregatio-ne» wird dahin abgeänden und ergänzt, daß durch Beschluß des Staatsministeriums Dieje-nigen wieder zugelassen werden können, welche sich drr Aushilfe in der Seelsorge oder der Uebung der christlichen Nächstenliebe widmen oder deren Mitglieder ein beschauliches Leben führen. Gorrespondenzen. Wien, 19. Februar. (Orig.»Bericht.) fD e r Löwe von E i s e n st e i n. ] Die Beant-worlung der vom Gr.ifen BooS^Waldeck ein» gebrachten Interpellation über den „Eisensteiner Löwen" durch den Ministerpräsidenten Grafen Taasse ist ein vollgilt ger Beweis, daß wir in Oesterreich bereilS über die Ohren im Förde-raliSmuS stecken. Das Königreich Böhmen steht dem Königreiche Bayern bereits ebenbürtig gegmüt-er. Die Antwort des Ministers ist vom Anfang bis j'i Ende eine Verneigung und ¥ Micht.« Hutlüftung vor der Landeshoheit deS König-reiches, der jU Liebe hiebei „die staatsrechtliche Würdigung" des Streitfalles „gar nicht in Frage" kommen soll. Dieje staatsrechtliche Wiir-digung ist es aber gerade, was die Interpellation veranlaßt hat; die staatsrechtliche Würdigung bestimmte eben die LandeSbehörde. an ihrer Spitze den Statthalter, den Löwen statt des Adlers zu wählen, die Aufschriften — davon spiach Graf Taaffe gar nicht — oben tschechisch und erst an zweiter Stelle deutsch zu machen ; diese staatsrechtliche Würdigung, welche dem Königreiche Böhmen und dem „Staats-volke" der Tschechen innerhalb desselben, den Vortritt vor dem R iche und vor den Deutschen einräumt, Hai eben die Entrüstung deS deutsch' böhmischen Volkes, daS Erstaunen ganz Oesterreichs und die Interpellation an de,i Minister veranlaßt, der sich nun aus guten Gründen auf die „staatsrechtliche Würdigung" nicht einlassen will; der Minister bestätigt blos, daß sich die Sachen jo verhallen, wie die Interpellation sie geschildert hat, daß l/ies aber Herkommen sei aus allen Zeilen. Zu diesem letztere» Zwecke citirt der Minister die Vergangenheit gerade so, wie die Tschechen selber, wenn sie ihr „StaalS-recht" anrufe», jederzeit auf alte Zeiten hinweisen, welche längst vergangen sind. Vo» den Zustände» jedoch, welche längst schon den „alten Zeilen" deS Königreichs und der Selbstständigteil Böhmens ein Ende gemacht haben, wollen die Tschechen nichts wissen, »no Graf Taaffe macht eS gerade so. Er ha» sich also den Gedanken» gang deS Föderalismus völlig zu eigen ge-macht und tritt auch mit de; bekannten Begründungen desselben sür ihn ein. Er thut nicht gut daran! War es denn Herkommen in Oesterreich, daß die tschechische Sprache vor der deutschen ging? Kann der Minister auch nur e i n Grenzzeichen selbst an den böhmischen Grenzen aufweisen, das nicht etwa in den letzte» Juhrei, in den Zeiten des aufblühenden Fö-deralismus gefetzt wurde, auf welche»» d^s Tschechische, wenn es überhaupt angewendet wird, den Vortritt hat? Damit ist der b»sto> rische Beweis des Ministers vernichte'. Das Eisensteiner Grenzzeichen ist eine föderalistiscke Neuerung in Folge seiner Umschriften allein schon. Es soll aber auch noch der Beweis er-bracht werden, daß dieses Grenzzeichen, das den österreichischen Adler, aus föderalistischen Grün-den nicht zuläßt, eine dreiste Neuerung der jetzt in Böhmen auf dem Oberwasser schwimmenden tschechischen Partei und ihrer Gönner und För-derer ist. Ein Beweis davon ,»eht im Reichs» gesetzblatte Nr. 80 vom Jahre 1651. Soweit herauf scheinen sich die „Erhebungen" der Re-gierung allerdings nich» erstreckt zu haben. In diese»« ReichSgesetzdlatte befindet sich die Ueber- motivirte kaiserliche Genehmigung, »nilhin ihre Rechtskraft am 16. Juli 1701. AuS den Motiven dieses kaiserlichen Er-lasses ober Privilegiums sind die nationalöko-nomischen und finanziillen Ansichten der damaligen Zeit zu entnehmen, die andere waren, als die der Jetztzeit. Seine Majestät Leopold I. von Gott?« Gnaden erwählter römischer Kaiser in Germa-nie». Hungarn, Böhaimb je. König. Erzherzog zu Oesterreich. Herzog zu Burgund. Sleyer, Kärnlen, Krai» »c., bekennen durch diesen Brief, daß. nachdem ihn die gesamnilen bürgerlichen Bäcker in Cilli gebethen haben, ihre entworfene und beschlossene und vom Magistrate in Cilli genehmigte Zunftordnung, wie solche bereit« andere Handwerke besitzen, zu bestätigen und als giltigeS Gesetz anzuerkennen, sich bewogen finden, vorliegendes Privilegium zu erlassen. Hervorgehoben wird im Eingänge dieser Urkunde. daß die Handwerkszünfle in allen österreichischen Erdländern, Slädlen, Märkten und Flecken den Zweck haben, die Ehre Goltes zu befördern, gule Mannszucht zu erhallen, durch Festsetzung gewisser Handwerks - Artikel oder Gesetz» eine Ordnung zu schaffen, welcher derart nachgelebt werden müsse, daß nicht ein Handwerk das andere schädige und jede Concurrenz be-seitiget werde, so daß die Mitglieder jedes Handwerkes sich und ihre Familien ernähren können, dann» sie ihren Obrigkeiten die Steuern und Umlagin leicht entrichten. Da den büraerliche» Bäckern in Cilli dadurch ein Nachtheil erwachsen ist, daß jedes alte Weib, Inwohner, Tagwerker oder Bauer, ohne daS Bäckerhandwerk gelernt zu haben, in und außer der Stadt Brot verkaufen durfte, wodurch die Kunde» wegen llnerfahrenh.it der Verkauf r ein unordentliches, bald „ aufgebämteS," auch kalkhigeS, bald saures, verbranntes oder gar nicht auSgebackeneS Brot bekominen haben, so »Nüsse» die bürgerlichen Bäcker und die Stadt in einen gesetzlichen Schutz genom»nen werden. da»nit Letztere mil einem guten gesunden Gebäcke versehen werde, ter täglich« Vorrath nicht aus-gehe, und die Bäcker mit ihrer Familie und kleinen Kindern anständig leben, ihre genügende ungeschmälerte Nahrung stets erhalten, so daß sie nicht durch „Pfuscher" beschädiget werden, und leicht ihre Steuern und Umlagen tragen können. Auf diese lange schwülstige Enleitung der Urkunde, die im Originale noch länger ist, und hier nur auszugsweise mitgetheilt wurde, kommt nun der erste Theil derselben, nämlich das Statut der Innung selbst, welchem auch eine Einleitung vorangeht, die wir möglichst wörtlich geben wie folgt: Nachdem die Polizei und gule Ordnung von Gott dein Allinächtigen durch Vermittlung 1887 einkunst der kaiserlich-österreichischen und der königlich-sächsische.» Regierung „über den Be-trievSanschluß dir beiderseitigen Eisenbahnen i, Bodenbach," der böhmisch - sächsische» Bod» zwischen Prag und Dresden, beide i» staal-licher Verwaltung. Der Artikel 12 dieser Bit» cinbahrung setzt fist: an der Grenzbrücke >» i» Mitte der Brücke der Geenzpunkt durch ein guß-eiserreS Postament zu bezeichnen; eS sind ferner auf den Parapeten über den Widerlagern gege» Böhm»», d r k. k. Doppeladler und der bäh-mische Löwe, geg.n Sachsen aber daS kömjL lächsische W ppen, ebenfalls aus Gußeisen a» gefertig», aufzustellen. Und nun fragen wir im Hinblicke auf Eisenstein de» österreichischen Miuisterpräsi'enten Grafen Taaffe: Wie komm» das Tschechische auf diesem Grenzzeichen zu seinem Vorzüge vor dein Deutsche» ? ch « Marburg, 20. Februar. (Orig.» Bericht.» [3!oir K i e u z l-C o » c e r t.j Den Bemühui-gen unseres philharmonischen Vereines »st <» vor mehr als drei Wochen gelungen, den weit über die Grenzen Sleierm »rks hinaus bekannte» Musiker, Herrn Dr. Wilhelm Kienzl, sowie defs«» Gemahlin, Frau Lili KienU, bekanntlich feinet-,eit eine hervorragende Kraft im Theater in Bayreuth, und Herrn Max Niederberger z>» einem Concerte zu gewinnen, welches verga»-gene» Freitag hier stattgefunden hal. Der Vn-ein wollte damit dem kunstsinnigen Theile un-serer Bevölkerung einen Genuß bereiten, wie er nur selten geböte» werden kann, und in der berechtigte» Annahme, daß die Betheiligung an diesem Concerte eine außerordenllich große sei» werde, hatte er hiezu nicht sein gewöhnliche« Locale, nämlich den Burgsaal. auSersehen. son-der» den großen Casinvsaal. In letzter Stunve jedoch muizte man davon wieder abkomme», da der Vorverkauf ein so geringer war. daß die Theilnehrner auch im kleinen Burgsaale mehr als hinreichend Platz find>n konnten. Wir können es nicht unterlassen, unser Staunen darüber j auszudrücken, daß von den 18.000 Einwohnern Marburgs sich kaum hundert Personen bei« Concerte eiiigefunten haben. Daß der Männer« ! »esangverein fern blieb, finden wir angifichti der zwischen den beiden Vereinen obwaltenden Verhältnisse begreiflich; daß aber auch jene Notabilväten, die sich sonst an den Casiao»^ Unterhaltungen sehr zahlreich zu betheilMia pflegen, zumeist nicht erschienen waren, scheint fast unglaublich. Es ist zwar bekannt, daß unsere I Sladt den FaschingSscherzen mehr Verständnis entgegenbringt als der schönen Kunst, aberde« heimatlichen Künstler, welcher uns einen so genug-reiche» Abend bereitete, eine dankbare Aner-kennung durch eiue rege B-theiligung an seinem Concerte zu zollen, wär« geradezu eine Pflicht einer geordnete» Obrigkeit eingesetzt ist, damil daS inenschliche Geschlecht regiert und cfjalten werde, so haben die Meister. Knechte (Gesell?») und Jünger (Lehrbuben) des löblichen Bäcker-Handwerkes unter sich nachstehende aus mehrere» Artikeln bestehende Ordnung vereinbart und >» der Meinung verfasse» lassen, damit unter ihre» Mitgliedern Friede und Eintracht beobachtet. Schade und Nachtheil hinaatgehalteu und ihre Existenz gewahrt werd«. Artikel 1. Zuerst hat das Handwerk zu ihren Patronen die Muttergoites und de» heiligen Florian gewählt, das Bild deS Letz« lere» malen und in der Pfarrkirche St. Damel aufstellen lassen. Am Floriantage und im C.ua» tember sollen Messen gelesen werben, zu welchen alle Meister. Gesellen und Lehrknaben bei Zlrafe von ein Pfund Wach» im Falle deS A-Sdlei-bens zu erscheinen haben. Das erwähnte Bild des heilige Flemu existirt noch jetzt, befindet sich in der hiesig-, Pfarrkirche links, neben der Treppe zum Thurme und ist insofern? von großem Interesse, «eil eS eine genaue 'deutliche Abbildung von Cilli um'S Jahr 1700 gibt. Es wäre wünschen»-werth, wenn dieses Bild abgezeichnnet und sohi, vervielfältigt werden würde. Der zweite Artikel bestimmt. daß eine kirch-liche Brüderschaft zum heiligen Floriin gegrün-d«t werde, in welche alle Meister, Gesellen un) 1#87 4>entj«ye unimr feineren Gesellschaft gewesen. Wir sind z»^r nicht Kunstkenner genug, um über alle ««j'lne» Mom nie der musikalischen Vortrage, dx uns z» Gehör gebracht wurden, ein n.aß-gtbenves Urcheil geben zu können; allein da liiadrucf, den auch der Laie von denselben be-tun. isl ein solcher, daß man in Herrn Dr. Ajeazl einen sowohl durch Spiel und technische Fettigkeit, als auch durch eigenes Schaffen voll-endet.», auSgezeichueten Künstler kenne» lernt. Taß die meisterhaften Leistungen d,S Herrn Tr. Kienzl am Clavier. sowie deS Herrn Max Mderberger am Cello durch ten Gesang der Frau L>l, Kienzl, bie in allen Tonlagen über nre gejchmeivige, sehr nioduIalionSfähige Etinmie «rfüg«, aus daS vortrefflichste ergänz« wurden, ist selbstredend. Der gediegen» Cellovorirag des Herrn Niederberger kennzeichnet einen Virtuosen, wie ihn unsere Stadt noch selten gehört hal. Wir bedauern nur. daß die drei Künstler bei «,,» ein so geringes Verständnis gesunden und im glauben, daß der Eindruck, den sie von dem Luilftslnne unserer Stadt mitgenommen haben, nchi der beste sein dürste. » » St. Lorcnjtn an der Kärnlnrrbahn. am 22. Februar. (O.-B.) sE i n e w indische Lesevereins » Unterhaltung mit G e n d a r m e r i e a s s i st e n z.j Der Scanda!, welcher sich im vorigen Jahre im hiesigen win-dischen Lesevereine abspielte und auch zur ge-nchllichen Abstrafung mehrerer Vereinsmitglieder fiihrie, ist wohl och in aller Erinnerung. Um bei der hierdurch verursachlen allgemeinen VolkS^ «ifregnng allen unangenehmen Eoentualiiäien vorzubeugen, wurde von der hiesigen, nur um die Ruhe deS Marktes besorgten Äemeindever-Niümg beschlossen, dem genannt.» Vereine Miisitlicenzen über die Sperrstunde ein für alle-iul zu verweigern. Demgemäß wurden auch zwei bezügliche Gesuche der windischen Ver.ins-«orstehung abgewiesen, wogegen sich leglere be-. schwelte. Trotzdem »n» die BezirkShaupimaun-! schaft Marburg der hiesige « Gemeinde erst vor j «in Paar Wochen die Weisung ertheilte, Musik-: luenzen, besonders dann, wenn Raufhändel zu | befürchten seien, zu verweigern, entschied sie so-eben wieder zu Gunsten des windischen Ver-eines, wogegen sich die Gemeinde ihres RecurS-! »chl.S an die StauhaUerei bediente. Obzwar | dieser Recurs noch gar nicht erledigt ist, wurde die Gemetndevorstehung mit »ein bezirkshaupl-mannschaftlichen Auskrage überrascht, dem ge-nnirile» Vereine am 20. d. Mt?. die Abhaltung «wer „Musikunterhaltung" unbedingl zu ge-diitcn. Infolge dieses Auftrages ward der Ge-«kindevorsteher auch personlich dafür v rant-«orilich gemacht, daß die bewußte Unierhaltung »ichl g-stört werde und auch bemerkt, daß ver Gendarmerie besondere Weisungen zugegangen seien. Sonntag RachrS fand nun die besagte Unterhaltung in der That im hiesigen Pernai-schen Gasthause statt, und da die Gemeinde für diesen Tag ihrem Wirkungskreise gemäß cine Musiklicenz über die Sperrstunde nicht ertheilt halte, so schickte selbe »ach Verlauf der letzteren den Genieindediener mit dem Auftrage in daS besagte Gasthius, nach der Licenz zu fraaen und eventuell die Anzeige zu erstatten. Vor dein Gasthause wann jedoch Gendarme postirt, die dem gemeindebehördlichen Organe mit dem Bemerken den Eintritt verweigert'», daß sie die Weisung hätten, von der Gemeindevertretung Niemanden einzulassen. Dabei halte eS denn linch thatsächlich sein Bewenden. Indem »ir diese Vorfälle, die noch an geeigneter Stelle besprochen werden dürste«, ohne weiteren C m-m'nlar mittheilen, erwähnen wir nur noch, daß »n Folge derselben cer hiesige, in den weiteste» Kreisen beliebte und geachtete Gemeindevorsteher, Herr Fasching, seine Stelle niedergelegt hat. Offenbar erschien ihm die Zumuthung doch gar zu stark, daß er kür Vorgänge iu einem Gasthause, daS er und seine Organe gar nicht be-treten dürfen, verantwortlich sein sollte! Jüvgen eintreten und an der Frohiitelchnams» xiocession bestimmt theilnehmen müssen. Jeder Tiwiverhandelnde muß vier Pfund Wachs ohne Nachlaß als Strafe zahlen. 3. Die jungen Meister sollen den älteren. mebefonderS dem Zechmeister untergeordnet und in Ällem, was das Handr»erk fordert, ihnen gehorchen, nicht widerspänstig sein, aus jede Voi> lädung deS Zechme fters erscheinen, bei Strafe con ein Pfund Wachs für die Florianbruder-schafl. So oft aber ein Meister. Geselle oder Junge daS Handwerk „znsamuienforderl", d.i. «ine Versammlung der Mitglieder verlangt, so soll er 30 kr. (52 kr. ö. W.) und eine Kanne Wein zahlen. 4. Jährlich einmal, alle Vierteljahr, und mim eS der Zechmeister sonst nothwendig sin-»et. sollen alle Meister. Knechte, (Gesellen) und Jünger, (Lehrbuben) sich versammeln bei Strafe v.n einem Pfund Wachs. 5. Die Meister dürfen nur Lehrknaden von ehrlichen Eltern geboren (d. i. keine Zigeuner-, Wasenmeist.r- oder Scharfrichterjöhne. und keine uaehelichen Kinder) aufnehme», sie der Lade vorstellen und aus 3 oder 4 Jahre je »ach lledereiakommen ausdingen. Der aufgenommene Üehrluabe mußte 2 Pfund Wachs erlegen, und den Meistern und Gesellen eine leidliche Jause dezihlen. N. ch Beendigung der Lehrzeit fand «vitder eine solche Jause statt. Deutscher Schutverein. Wien. 18. Februar. Der Ausschuß beschloß in seiner l'tzien Sitzung anläßlich der Veranstaltung erlrägniSreicher Festlichkeiten de» Dank schrisilich auszudrucken: Der Ortsgruppe Freu-denberg, beiden Ortsgruppen in Karlsbad, der Ortsgruppe Luditz, den Frauen der Ortsgruppe Niedergrund, dem Gewerbegehtlsen-V e re i n i n P e t t a u, der Ortsgruppe in Sieinschönau und beiden QrtSgruppeen im IX. Bezirke WienS. Da Jahresbericht des Schul-vereineS in Buenos-Ayres wurde zur Kenntnis genommen. Von Bewilligungen ist zu erwähnen eine Erhöhung zu den ErhallungSkasten der Schule in Königgrätz und die G e w ä h r u n g einer namhaften Summe für den S ch u l b a u i n R o h i t i ch. Zur Anschaffung von ArbeilSmaterial an der Schule in Röjcha und zur Zahlung der Schulu«nlagen in Watz-law wurden entsprechende Beträge genehmigt. Schließlich wurden mehrere Schul- und Perso-iialangelege«heilen erledig« und die Wahl des Ortes der diesjährigen Haupiverfammlung in Berathung gezogen. Kteine Hyronik. jPferdeauSstellnng in W i e n.j DaS Ausft?llung»comil6 für die vom 14.—22. Mai d. I. in der Rotunde im Vrater in Wien stattfinoei.de Pferde und gewerbliche Special- 6. Nach gut beendeter Lehrzeit mußte jeder Lehrknabe freigesprochen werden. 7. Soll kein Geselle od r Lehrknabe sich weigern, in die Mühle zu gehen ; er mußt dem Müller bei ter Arbeit mithelfen. Bei einer Weigerung wurde er iu Geld zu Gunsten der Zunftcasse gestraft. 8. Will ein Bäckerjunge Geselle werden, so soll er über Beschluß der Zunst als solcher bestätiget und aufgeuo>»men werde». v. Kein Geselle oder Junge konnte Meister werden, wenn er nicht em Jahr bei ein m hie-sigen Meister gedient, und ein Jahr einen Meister hier vertreten und sich ordentlich, treu und gerecht benommen halle. 10. Eine deuische Meile im Umkreise außer den Mauern der Stadt dürfte sich kein Meister ansiedeln. Bauern durften in der Woche kein Brot nach Cilli bringen. I I. Die Innung mußte stet« sür ,echS bis sieben Meister sorgen, damit kein Mangel in der Pcoduction eintrete. Dagegen durfte die Stadlobiigkeil keinem fremde Meister daS Bürgerrecht verleihe»; nur die innetöstereichi-schen Regierung (Stalihalterei in Graz) und die Hoskammer in Wien konnten dieß thun. Ein solcher fremder Meister mußte 10 fl. an oie Zunftcasse und sechs Pfund Wachs der Floriani-Brüderschaft erlegen und allen Mei- ausstellung hat sich constilnirt. und sind bereits alle für diese Ausstellung nöthige» Vorarbeiten in bestem Gange. Das delaillirle Programm der Pferdeansstellung, sowie die zur Anmel» dung nöthige» Druck,orten werden ans Ver-langen von der Kanzlei der Section für Pferde» zucht der LandwirlhSschaflsgesellschaft. Wie», I., Herrengasse 13, gratis und francs zugesendet. Der Anmelduilgs'ermi» ist biS längstens 15. April d. I. festgesetzt und können nach diesem Termine Anmeldungen nur nach Maß« gab« deS vorhandenen RanmeS und gegen Ent-richtung deS doppelten Standgeldes berücksich» ligt werde». fM o l t k e s Spaziergänge.j Der Berliner Korrespondent der „Morning Post" telegraphirt feinem Blaite über die emsige Thä-tigkeil der deutschem Militärs und Diplom iten und fährt dann fort: „Es ist fast unmöglich, einen hohen Beamten zu sprechen. Die einige wichtige Persönlichkeit, welche man regelmäßig sieht, ist Graf Mollke, ver jeden Nachmittag seinen Spaziergang im Thiergarten macht. Aber ein Diplomat sagte zu mir, als der F.ld-marschall vorbeiging: „Si'l se prorneno. c'est qu'il & tout prßt* (Wenn Mollke spazieren geht, ist es ein Zeichen, daß Alles bereit ist.) IE i n P h l e g m a t i k e t ] Ein ehrendes Vertrauen in die Tüchtigkeit der Berliner Feuerwehr bekundete während deS Brandes im Continental'Hotel ein Weinreisender, der t».rt in der zweiten Etage ein Zimmer bewohnte. Als der Brand wü hete, wurde besagter Rei-sender, der im liefen Schlafe lag, von einem Hotelkellner mit der UnglückSbolschast geweckt. „Wo brennt es denn?" fragte der jäh auS dem süßen Schlummer Geweckte. „Im Dach-stuhl," lautete die Antwort. „Na. wenn die vierte Etage durchgebranul ist dann wecken Sie mich wieder; bei der Vortrefflichkeit der Berliner Feuerwehr bleibt mir sodann noch immer Zeit, mich anzukleiden." Sprach'S, wandte sich nach oer andere» «eite und schlief weiler; er brauchte auch uichl wieder geweckt zu werden. sW i n l e r t o n r.] Der Berner „Volts-freund- erzählt von der kühnen That eineS jungen SlullgarlerS, des Apothekers Rob. Hegler, der mitten im Winter, in der Nacht vom 5. zum 6. Februar, oo» einem Führer begleite«, das Faulhorn erstiegen hat, unv zwar bei völlig verschneiten Wegen. Die Schneewehen hatten zum Theil eine Hohe von 1'/» Mtr. Der Gipsel war ganz vereist und konnte nur vermittels eingehauenen Stufen erklommen werden. Die Aussicht in die Berge des Berner Oberlandes ist, nach d.'M Bericht Hegler'S. herrlich gewesen. Wohlthätig wirkte bei d r 22'/, Gr. Celsius betragend«« Kälte stern eine Mahlzeit, wie es sich gebührt, geben. 12. Wollt« eine» hiesigen Meisters Sohn Meister werden, oder ein Päck-r eine Meisters-tochter oder Wittwe heiratben, so sollte derselbe deS MeistergeldeS nach Ermessen der Zunft ganz oder theilweise enthoben werden, doch mußte er die 6 Pfund Wachs und auch eine Mahlzeit unbedingl den Meistern geben. EineS Meisters Sohn war von dem ad 9 erwähnten Probejahre befreit. 13. Ein Lehrjungt, der bei einem „Gay-bäcker", d. i. nicht befugten Bäcker gelernt halle, dürfte nicht als solcher in die Innung aufge-nommen werden, sondern mußte «'ei einem or» deutliche» Meister neu ausgenommen werden, die volle Lehrzeit zur Zufriedenheit bestehen und konnte dann erst freigesprochen, o. i. der Lehrzeit entbunden werden. Sollte ein Meister dawider handeln, so mußte er nach Er» kenittniß der Innung gestraft werde«. 14. Wenn ein Meister des anderen Ge» sellen, Lehrjunge« oder andere Dienstboten dem-selben abwendig oder wiederspenstig machte, so wurde er von der Innung mit 5 fl. zu Gunsten der Cassa gestraft. 15. So ein Meister, Knecht oder Lehr-junge einen anderen einen Schelm (Dieb) nennt 4 »in Feuerche», da« aus unterwegs ausg« rafft»» Holzstücken angefacht ivar, aus dem Gipfel lustig stocken». Während der Auistieg 9 Stunden in Anspruch genommen hatte, konnt» d»r Rück-weg in weit kürzerer Zei» zurückgelegt werden, inMn die beiden Bergsteiger kilometerlange Strecken auf dem Eise hinabalitle«. > Schwim »> ende Wohnungen. ] Im Manuh imer Hafen gelangt demnächst »ine strosze schwimmende Wohnung zur Aufstellung welche gegenwärtig in Mainz um die Summe von SÄ) M. erbaut wird. Dieselbe ist Eigen« thum des Steuermanns Bomalsch. In ver-schiedene» Haseiiplätz^n existiren bereits der artig» schwimmende Wohnungen, die sich auch vom byqienische» Standpunkt aus bewährt haben solle». | R (i dj beruh m t e u, M u st e r.j Der alte Millionär Juuot, ei» Pariser Wucherer, dem die getobedürflige Jugend oe» Spitznamen „Papa Shylock" gegeben, ist Pater einer acht-zehnjährigen Tochter. Namen» Esther, deren Schönheit das Entzücke» aller französischen Maler hervorruft. Iu ot hiUt das reizende Mädchen sehr strenge, jr. er hielt sie förmlich in der Gefangenschaft, als er erfuhr, daß sie »in» intensive Neigung zu dem Concertjänger Bamkera»r gefaßt hab». Trotzdem gelang eS de» Liebenden, fein« Wachsamkeit zu täusche», una am 13. Februar entfloh Shylock» Tochler aus dem väterlichen Haine, »achv.m sie nahezu »in» Kalbe Million in Wertpapieren. Baargeld und Juwelen mit sich genommen. Der Millio-när hat di» G richte verständigt nnd etklärt, tallS seine Tochter aufgefunden würde, werde ihn nicht» abhalten, sie wegen DiebstahlS ge-richtlich belangen zu lasse». (P r 0 b a t * » Mittel.] Jin Theatre de la Monnaie in Brüssel, in welchem sich in letzter Zeit. namentlich im Parque», die Damen-wett durch hohe Kopfbedeckungen sehr mißlie« big gemacht hatte, hat die Direcnon folgenden Anschlag vor den Eingängen andringen lassen: „Nur den älteren Tom » ist gkstollet, die Hüte im Parquet aufzubehalten " Hiedurch ist, was beasichligt war, denn auch vollkommen er-reicht worden. Selbst die ältesten Damen legen vor dem Betrete» des Theater» ihre Hüte in der Garderob» ad. Zur Nachahmung em-pfohlin! [E i n schwimmend»» M o n a c o] wird demnächst von einer Londoner Kapitalisten-Gesellschaft errichtet werden. Dieselbe hat näm-lich den Plan gefaßt, den „(Sieat Eastern", jenes Riesenschiff. welche» da» tranSantlantifche Kab>l gelegt, anzukaufen und darauf eine Spielbank zu errichten. Da die englischen Gesetze die Roulette verbiete», wird vaS Schiff erst 5 Kilometer von Brighton entfernt Anker wer-fen und sich daher weder auf englischem Terri torium, noch in englischen Gewässern befinden. und dieß nicht erweisen ton», der soll der Innung einen Gulden Strafe zahlen. 16. So einer ver andere v»r offener Lade-(Versammlung) oder im Beisein anderer ehrlicher Meister. Gesellen, Lehrjungen freventlich einen Lüaner heißt, soll für jedes solche Wort 15 kr. (25'/, ö. W.) an die Jnnungscassa zahlen. 17. So einer dem Andere» mit feind» schaltlichen Handlungen entgegentreten oder ihn an seiner Ehre verletzen würd«, so hat. falls die Innung die» nicht beilegen konnte, die Stadt- oder Landgerichts-Odrigkeit darüber zu entscheiden. 18. Wenn ein Meister, Geselle oder Lehr-junge b.i einer unzüchtigen oder unehrbaren Handlung betreten wurde, so mußte er an die Brüderschaft sechs Pfund Wachs uud an di« Innung einen Guldeu Strafe zahlen. 19. Da» Würfelspiel wird allen Meistern, Gesellen und Lehrjungen bei Strafe von fünf Pfund Wachs verboten, weil daraus Uebervor-theilung.n in Geld, Raufen, Schlägereien enl« stehen, und die Einigkeit gestört wird. 29. Sollte sich Jemand wider Gott und diesem nützlichen Artikel vergreifen, oder bei einem Diebstahle. Ehebruche, unehrbaren Wandel und Laster betreten werden, dem wir das Handwerk eingestellt.'; derselbe soll al» kein ehr- „Z>e»tsch, Ein eigener Sch ff»t>ienst wird zwischen der schwimmenden Spielbank und dem Ufer einge-sühn werden und der Preis der Fahrt, um recht viele Besucher anzulocken, ein geringer sein. IS t a 111 i ch e Familie.] Ein in Per-nam'.uco erscheinendes Blatt erzählt, daß ein in EabarniraS (Provinz Pernamduco), lebender Mann, Namens Joaqui« Mareiro, 79 Jahre verheirathet gewesen ist. Er zählt 193 und seine Gattin 97 Jahr». DaS Ehepaar hatte 23 Kinder, oo» denen 9 Söhne und 5 Töchter noch am Leben sind unv durch welche sie die Ahnen einer großen F milie geworden, die bereits 126 Enkcl und 91 Urenkel zählt. Die ganze Familie besteht nunmehr au» 233 Personen. jJ a g d r e f u l t a t.s „ . . . . Wa». Ihr Genial ist Jäger? Seit wann denn? — „O, seit acht Monaten!" — „Nun, und wa» hat er schon erlegt ?* — „Bis jetzt nicht», als die 15 Mark für feine Jagdkarte." -Locates und Aroomciates. - Cilli, 23. Februar. fPerfonalnachrichte n.J In Krain wurde der Regierungs-S cretär Ludwig Marquis Gozani zum Bezickshauptmann und der Bezirks Commissär Gattfried Friedrich zum Regierungs-Secretär ernannt. —Der Lan-desausschuß von Können hat di? Stelle des landschaftlichen Distrit lsarzteS für Bleiberg dem .'ortigen Werksarzte Dr. Josef K ö f l e r ver-liehen. — Am 19. d. stard zu Klagenfurt im Alter vou 63 Jahre» Herrn Max vou Rost-Horn, der letzte kärntnerische Sprosse der einst für die Eisen-Jadustrie de» Landes so ver-dienftvollen Familie Rosthorn. sW ä h l e r » er s a m « l u n g.j Sonntag den 27. d. M. zwei Uhr Nachmittag», findet im Ca»no-Saale in Cilli eine Versammlung der Wähler des Wahlbezirke» CilliRann. Slävle und Märkle. stall. Der Versammlung wird anch der ehemalige Abgeordnete. Herr Dr. Foregger, beiwohnen. sC h r i st e n h e tz e.] Mit feinen Preßanträgen hat Dr. Foregger die ganze Meute der corruplen Presse auf sich gehetzt. Die schönsten Blüthe» gehässiger Verleumdung kann man täglich in den Wiener Blättern lese». A'.S nun die steirische» Abgeordneten den Deutsche» Club verließen, da wurde die ganze Krisis sc'lschlich als eine Antijcmilen-Revolution dargestellt und jetzt geht der H?xensabbath erst recht los. Am tcllften treibt e» das Leibblatt de» Rabbi Bloch, welche» Dr. Foregger bald nachsagen wird, daß er silberne Löffel gestohlen habe. Freilich, wer den Schmutz berührt, wird beschmutzt. Soll man es deshalb vorziehen, jede Reinigung zu unterlassen und im Schmutz zu ersticken? licher Meister oder Geselle gehalten werden, bis er sich, wie e» auch in anderen Ländern der Gebrauch ist, ordentlich davon reinige. 21. Kein Bäcker oder Meister durfte dem Anderen daS Getreide vorkaufen oder vertheuern, weder in der Stadt noch außer derselben, sei c» beim Adel, Bürger oder Bauer», und zwar so lange, bi» nicht der erste Käufer seine Sache abgemacht hatie. Ebenso war e» verboten, die Müller zu bestechen oder zu veranlassen, daß^si» einen Bäcker vor dem Anderen bevorzugen, son-dern die Benützung der Mühle solle nach der Reihenfolge ihres Anlangen» in derselben er-folgen. Nur beim Einfrieren de» Mühlwasser» oder bei großer Ssmmerdürre war eine Ausnahme, nämlich daS Uebereinkommen des Müller» mi« dem Bäcker gestattet. Gegen diese Bestimmungen dawiderhandelnden Bäckern war eine Strafe von 9 Pfund Wachs für die Flor riani-Bruderfchaft bestimmt. 22. Am Montage dursten die Bäcker vor 9 Uhr Vormittags kein frischgebackenes Brot in di« Brodkammer. d. i. ins Verkaufsgewölbe abgeben, bevor nicht da» altgebackene verkauft war. Ebenso durfte am Sonntage kein Brod verkauft werden, wenn e» nicht am Samstage nach 3 Uhr früh gebacken 18»7 [Der neu« Bischof von Gurkj wird un» von einem Jugendfreunde desselben in einer Art charakternrt, daß wir dem Wir-ken de» neuen Kirchenfürsten mit Beruhigung entgegensehen. Nach unserem Gewährsmann« soll Dr. Kahn ein hochgebildeter Ma»n seiner ist nicht nur Dr. der Theologie, sonder« auch Dr. der Recht« — dabei von fchlichlem. anspruchslosem W^fen und von gut d uischer Gesinnuna. Was uns an der Schilderung de» Bischof» von Gurk fast am meisten erfreut, ist aber di« Heroorhe unz der ihm eigenthümlich» Energie, denn e» steht ja außer Zweifel, dsß e» einer s hr bedeutenden Thatkraft bedarf, wenn der systematisch betriebenen Slanisirung de» kärntischen Cleni? Einhalt gethan werde» soll. sDerCillierCasinovereins kam sich zu de»> geluugenen BaUfeft«, welch.» gestern stattfand, gratuliren. C» war, als ob >m Zauberschlag da mitgewirkt hätte, um all' die Lust und Freude, wie sie sich boten, zu ent-fesseln. Wir zählten gegen 79 Paare, welche, i» theilweiie brillai tea Costümen, in prachtvoll-» und geschmackvollen Ballroben und Uniforme«, ein iarbenprächligeS Bild boten. Die jeaa«,» «ior6o gab sich dem Vergnügen mit großer Leb-hastigkeit hin. und die heitere Stimmung, weltie iu ver Raststunoe herrschte, gab da» beste Zeuz-rnß von der allgemein empfundenen hohe» Be-friedigung de? Th f»ll»ii od»r Lehrjungrn war d»r Handwerk»-brauch wie allgemein von Alters her üblich-maßgebend. Od denselben ein Getränke zu ver-abreichen fei, stand im Belieben de» Meisters, die Dienstleute mußten sich ohne Wiederrede mit dem verabreichten Trunk» zufriedengebe». 24. Im Falle des Tode» eine» Meister» durfte die hinterlassene Wittwe. wolle n» Kinder haben oder »ich«, so lange sie nicht wie-der heirathete, das Gewerbe mit ehrliche» G«-sellen und Lehrjungen wie ein anderer Most« betreiben. Die Innung mußte ihr in Alle» an die Hand gehen und sie in Zchitz nehmen. 25. Es sollen alle Meister, Gesellen un» Lehrjungen die hergebrachten Zusammenkünfte halten und laut de».4. Artikel» um 12 Uhr vor dem vorgesetzten Zechmeister erscheinen und zivar schön ehrbar, nüchtern und bescheiden, nicht voll und »oll, die Lehrjungen und Gesellen solle» ihren SonntagSpfennig hiebe, mit gebührend« Re»erenz erlegen. Wenn einer von diesem Ans-leggelde entträgt, so soll er nach Ermessen d« Innung gestraft und auf gewisse Zeit durch ein, zwei auch diei Jahre ihm die Arbeit hier 18h7 jefolstt. als sich laue LenMfte zusammengethan ball»», unS den Unwillen über die grimmige Sal't der letzten Tage hinwegzuschmeicheln. ß'n MaSkenzug war'S, der die Bewohner unsrer Stadt. deren Zahl durch Zuzügler von auswärts um ein Bemerkenswertes vermehrt worde i war, durch einige Stunden in Anspruch »>>hm und »n Bewegung erhielt. Man verlange «d erwa.te von uns keine Schilderung kie^eS MaslenzugeS, den» cS fehlt uns — wir ge» sich«, es 'richtig — die solchen Scherzen ein precheuk>e Leichtigkeit der DarstellungSweise. tL.r wollen nur in knappster Ferne lie ein» jtlmn Gruppen aufzählen, auS welchen der Ziij, zusammengesetzt war. müssen aber von vorneheieiu um Entschuldigung bitten, wenn oir von unserem Gedächtnis vülle'cht im Stiche stiassen werden. An der Spitze deS Zuges liu der „Trompeter von Säkkingen." wie wir i!>n vcr kurzer Zeit aus der Bübne unseres sudu eaierS kennen gelernt haben. Ihm folgt-zu Wagen die Musikkapelle, welche während Marsches ausspielte, behütet von Rotbhäuien, die or.i iyrcn flii tdeinigen Rossen ivohl directe au» den P-ärien Amerikas verschrieben sein «ochlen. Dann kam. wenn wir nicht irren, Nis überaus verliebte und beträchtlich ungenirte Prauipaar. welchem daS Ochsengespann König Gamdnnus' aus dem Fuße folgte, der ausgestattet ml Krone, Scepter und Becher, natürlich auf linern ,"raffe thronte. Großen BetsaUcS erfreuten fi.1i die Landsturm - Gruppe. ein schauerlich f»rbt»reicheS Bild, und das Dcimpsboot, dessen Bemannung, trotz der angestrengten Thätigkeit des K'sfelheizen«. Sterngucken« :c.. noch das Livürfniß daite. die Langweile einer Seefahrt mit fröhlichem Gesang zu verscheuchen, in n.lcheu die mitreisenden Engländer ivohlgemuth «»stimmten. Viel belacht wurden auch die rastlos Koppernde Ali - Weiber- Mühle, das Bänkel» fanget« Paar n d die Dame mit dem streck-raren Giraffenhals. während sich die Gruppe uülochischcr. mit Dudelsack. Geige und Zimbal «^xgcstattcter Bärenführer durch große Natur-Nc»e auSieichnete. Nicht g-ringeS Interesse erregte ferner der Circus Fumagali, der in j ei großen Käfigen die sehenSwerihesten Thiere zeigte, und dessen Besitzer unter den Löwen und Tigern die schauderhaftesten Produktionen wagte; während der Elephant zwischen d.'n Käsigen ■ fu: Daß einherzog. tollten auf denselben ^ Äff.» umher, und während die Hyänen uud I Sdjatalc jämmerlich heulten, wurde, in der ! ^eflugelabtheilung nn mißliebiger Rabe von I nchthiberischen Perlhühnern förmlich zerhackt. I Einet gewissen Einsamkeit erfr.ute sich eine Tamc im Reitcostüme. selbstverständlich aus hocheleganter Zelter, und ein Rofabomino, I Dagegen der über und über mit Köpfen der I rmchiedensten Journale überklebte Colporteur der publicistischen Eintagsfliege „CirnevalS- Viil>oten und eingestellt werden. Ebenso soll am ge-»Ähnlichen Jahrestage jeder hiesige oder ein-I geteufte Meister feinen JahreSfchilling auflegen Zuzahlen). Diese Auflagen od.r zusammen-liinste hatten den Zweck, die Auslagen der Innung zu bestreiten. als die h. Messen, die Versorgung für verarmte oder verunglückt« Aeister. Gesellen und Lehrjungen, die Krank-hiils-, UnterstütznngS- und Beerdigungskosten fur arme Gesellen und Lehrjun» en. Sollten Letztere mit GotteS Hilfe zu einem neuem Erwerbe kommen, so haben dieselben den Er-fitz an die Brüderschaft zu leisten. 26. Beim Einkaufe von Getreide in der Stadt ' halten die Backer das Vorkaufsrecht, damit sie in der Lage waren, stets Brod zum Verkaufe in Bernlschaft zu halten, so daß ein Mangel nicht eintreten dürfte. Ebenso mußten die hiesigen Müller sowohl in der größten Winterszeit als »ch in der Sommerdürre das Vorrecht vor an> deren Kunden den Bäckern zugestehen. 27. Wenn ein Meister den Gesellen oder Lebrjungen eines anderen sich ausborgte und tafür nicht bezahlen wollte, so Hatte die Innung das Recht, ihn an seinem Betriebe zu hin-drru, ihm daS Personale zu nehmen, da» Auf-»Haun von Lehrlingen zu verbieten, alles dies I »ach Handwerksgewohnheit und altem Brauch. Deutsche Macht." Courier" seitens des wißbegierigen PublicumS ziemlich stark in Anspruch genommen wurde. DaS enfant tcrrible des MaskenzugeS war ein Geipann von Böcken. daS j.tzt mit teach-tensweriher Geläufigkeit trabbte. im nächsten Augenblicke aber nicht einmal mit kulinarischesten Reizmitteln von der Stelle zu bewegen war. Den Schluß bildete eine Jagdgruppe. Der Ansührer des Zuges war ein stattlicher R.iter. dir mit seinem milchweißen Schimmel auf ziemlich veriraulem Fuße stand, was wohl nicht von Allen gesagt werden kann, welche hoch zu Roß einderstolzirten. Der Zug bewegt? sich von der „Krone" auS durch die Post- und Gi'az:rgasse, kam dann auf den Hauplp!atz, wo behufs einer photographifchen Aufnahme angehalten und aufmarjchirl wurde, rückte dann dmch die Herrengasse und über den Josefplatz weiter und gelangte nach längerer Wunderung zur »grünen Wiese." wo dem Punzen Carn.val ziemlich geräuschvoll die letzten Huldigungen dargebracht wurden. — Die durch den Auszug am Nachmittage hervorgerufene Bewegung hatte sich längst wieder gelegt, alS die B.völkerung, spät am Abend noch kinmal ausgescheucht wurde. Ein seltsames Heulen und I immern. hezl-itet von den Klängen einer Glocke ging leichenzug-artig durch die Straße». Es war auch in der That ein.Leichenzug : zwölf in alte Klageweiber ver-wandelte junge Männer deS Haidelsstandes trugen unter entsprechendem Pomp den Fasching zu Grabe. Friede seiner Asche! sD e r Ausschuß des Gras M e n S-d o r f-P o u i l l y-M i l i t ä r-V e t e r a n e n-Verein in E l l l i) hat in seiner S.ynng am 19. d.M. zu Vereins - Functionären nach-stehend? Herren gewählt und z var: Josef Zwelko zum Odmannstellvertreter, Heinrich Leitermeifer zum Schriftführer, Franz Friedrich zum Schriftslihrerstelloertrettr. Johann G a b e r zum Caffier, Blasius Krall zum Cafslerstellvertreter, Florian Zöchling zum Controlloren und Anton M u r k o zu dessen Stellvertreter. Die Herren Wenzel F r a n tz i (bisheriger 0 mannstellvertreter). Jakob S a i tz. Michael K u d e r Matiheus R e f ar, Johann W r e t f ch e r und Johann T a b o r haben auf die ikuen zugefalline Wahl in den Vereinsausschuß verzichtet. [M o n t a » i st i s ch e S.j Wie unS aus dem Schallthale mitgetheilt wird, hat Herr Berg-ingenieur Vincen; V i e r t l bo-t ein größeres Schurfterrain er vorben, und beabsichtigt er da-feldft in nächsterZeit größereSchufarbeiten in An-griff zu nehmen. Sollten dieje Schürfarbeiten vrn Erfolg fein, was sich bei dem Vorhand »< fein ziemlich mächtiger Ausbisse einer schönen Schwarzkohle nahezu mit Sicherheit annehmen läßt, so bürste dadurch dem nachbarlichen Berg-bau Unternehmer Herrn Daniel von Lapp in Folge der großen Oualitäis-Verschiedenhett der 28. Jede Gewerdestörung von Seite an« derer Bürger, Handwerkerweider, Wirthe, Müller. in der Stadt und im ganzen Burgfrieden, insbesonders Brot zu verkaufen, war verbothen, weil blos die Bäcker das ausschließliche Recht hatten, die Stadt mit allerlei Brot zu verfor-gen. Blos für den eigenen Hausbedarf war an-der n das Brotbacken gestattet. Bei einer Ueber-schreitung wurde daS Brot consiscirt und den Armen im Bürgerspitale gegeben. B i nieder-holten Überschreitungen wurde die Strafe ver-schärst. 29. Wenn ein Meister, sei er jung oder alt, dem ehrsamen Handwerke (Innung) in einem oder dem anderen Punkte nicht gehör-chen und wiederspenstig wäre, oder sein Hand-wert nachlässig betreiben sollte, so ist er mit 19 fl. in die Lade zu strafen. Jener (Meister) der dies nicht anzeigt, der müsse auch diese Strafe selbst erlegen. Alle (Meister) die in der Brü-derschast sind oder jlch einkaufen, sind bei Ver» fall obiger Strafe gehalten, alle obigen Punkte zu befolgen und bei der weiteren Strafe von fünf Pfund Wachs für die Brüderschaft Flo> riani. doch soll an der in den Artikeln 18 und 29 der höheren Obrigkeit vorbehalten?» Ab» strafungen dadurch nichts geändert werd n. (Schluß folgt.) 6 Kohle, eine sehr empfindliche Concurrenz geschaffen werden. Daß daS in Re' e stehende Schurfterrain des Herrn Viertl sehr hoffnungsreich sein muß, beweist schon der Umstand, daß eS bereits schon seil 29 Jahren mit Freilchürfen occupirt war und nur wegen der Verzögerung desBihnbaues Cilli Unterdrauburg nicht ernstlich bearbeitet wurde. Nachdem heute diese Bahn-srage durch den von Herrn v. Lapp beabsichtijiten Bau üer Theilstrecke Cilli-Wöllan, ihrer Lösung entgegensieht, so dürs.e auch der Zeitpunkt ge-kommen sein, dieses hoffnungsvolle Kohlen-Vor-kommen eingehender zu untersuchen und aufzn» schließen. (Verein deutscher Steiermär-ker in Wien.) Wie unS auS der Reichshaupt-stadt geschrieben wird, ist dort ein neuer Verein in Bildung begriffe», der geeignet sein wird, einem längst gefühlten Bedürfnisse abzuhelfen, ein Verein deutscher Steiormark r. Man wird doch künftig wisse», wohin sich wenden, wenn man sich in der Millionenstadt einsam (ich[t. Das „vorbereifnde Comite" erläßt in Wiener Blattern einen Ausruf zum Beitrilte und be-zeichnet als seinen Z veck die Schaffung eines ^csellig-human.tären Verei»ig»»g»pu»kleS und die Auffindung von Mitteln und Wegen zur Unterstützung hilfsbedürftiger Landsleute. Wir werden unsere L ser über die Erfolge des Comites auf dem Laufenden erhalten. sD e r „Bauer » ball" i » L a i d a ch,| welcher letzten Samstag in glänzender Wüfe verlief, hal nun auch, wie eS sich herausstellt, eine sehr erfreuliche politische Bedeutung erh.il-ten, unv zwar, weil die „Slovenenparlei" die größren Anstrengungen gemacht hatt', um das deutsche Fest z» vereiteln. D rS ist ihr nun nicht gelungen, sondern die Herren voin„Ilov. Narod" haben eine ungeheuere Blamage zu verzeichnen. Man konnle wegen kes «Bauern» dalleS" schon seit ungefähr drei Wochen mit nervöser Unruhe verfaßte Notiz n int „Elov. Narod" lesen, die alle darauf abgelten, die Betheiligung hintanzuhalten. Kurz vor de^r Ballabend rückte ..Narod" mit dem allerschwer» steir Geschütz an, indem er cinen Appell an di« „slovenen" richtete, aus nationalen Gründen der Schi'ßstärte fern zu bleiben und die Cital-nica zu besuchen, iu welcher am selben Abende ein Concnrrenzball statisand. In Laibach giebt eS so viele GefälligkeilS- und Mnß-Slovenen deutscher Nationalität, die sich bisher von dem „Narod" einschüchtern ließen, daß wir hier erwarteien, c» würde durch dieses fortwährende Gekläffe ein gewisser Effect bemerkbar werden. Wir haben uns jedoch sehr angenehm enläuscht gesehen und wünschen den Laibacher Deutschen Glück zu dem Erfolge. Während die Eiialnica ein ebensowenig zahlreiches als gewähltes Pu-blicum sich langw-ile» sah. sind auf dem ..Bau-ernball" 799 Personen erschienen! »Narod" verzeichnet diese so erfreuliche Angelegenheit in folgenden Notizen: sDaS Samstagkränzchen^ in der Citalnica war recht gut besucht, trotzdem daß sogar einige „nationale Damen" für den nemschkuterschen „Bauernball- heftig agitii ten." — s„Bauernball"j war gut besucht, er vereinigte das ganze öffentliche und geheime Nemschkuter» lhum und einige Mitglieder der Nationalpartei. Die Gesellschaft war sehr gemischt, waS Manchem nicht recht war. Uedrigens sagen sie es war eine große „Hetz" und daß ist auch etwas." Drei Tage »päter hatte sich „Narod" noch immer nicht beruhigt und brachte folgende Notiz: — sDer „Bauernball"j halte seine Eigenthümlichkeit auch darin, daß er im Schat-ten der Bajonnete stattfand wie die Grünfeier. Von Nah und Fern wurden Gendarmen zur Bewachung der alten Schießstätte und zur Bewachung der tanzenden Bauern herbeigerufen. Leute, die am Bahnhofe so viel bewaffnete Macht sahen, dachten lange hin und her. was bieS wohl bedeute. Wir wissen nicht, sollen wir bies Aufgebot auf Rechnung des schlechten Ge» wissen» oder aus solche von ungerechtfertigter Angst fetzen, jedenfalls ist dies für den Bauern-ball die allerscharfste Kritik (O je!) Und nun muß sich schließlich der arme alte „Narod" auch noch über einen Witz vom Baum,"all ärgern! Ein lustiger „Bauer" setzt nämlich in 6 die «Laibacher Zeitung" folgendes Inserat: „I ho am Somsta mei Waid oalorn. da ehr-liche Finda solid am Gmahans obgem. er griekt a —'ios; Wain. Seppel." «Armer Seppel" sagt der arme alle griesgrämige „Naro')" dazu. u»S scheint. Du hast nicht nur dein Weib verloren, sondern auch sonst noch EtwaS !" Obzalujemo! [Mi t der jlovenischen Universität in L a i b a ch] ist eS also NichiS. „Slov. Nar." dementirt die in den verschiede-nen Zeitungen darüber verbreiteten Gerüchle in dem er sie Enten (raca) nennt, welche richtiggestellt werden muff n. damit sich Niemand in schönen Träumen wiege. Das „radicale" Or-gan deS Herr» Dr. Ivan Tavcar-Aksakow er-klärt bei diesem Anlasse die „slooenische Del«-galion" im RnchSraihe jetzl einig bis ans „Einen, der dagegen arbeitet — er weiß e S schon weßhalb. wir aber auch, und es wird die Zeit kommen, wo wir deutli-cher sprechen werden." >U n s e r B e r i ch t a u s S t. M a 11 i n] in der Nr. 1!! vom 13. d. M. hat aus Seit« unserer Geaner nicht allgemeinen Beifall l »funden. Der Herr Postmeister Fz. Skaza ersucht uns mit Bezug auf die in besagtem Berichte, der, wie wir ausdrücklich fistgestellt haben, nicht von unserem gewöhnlichen Correspondenien stammle, gebrachten Nachrichten über die Vor-gänge bei der Kündigung des Dr. Marik um Ausnahme deS Folgenden: „öS ist nnwavr, daft ich jemals mit Herrn Jurkovik oder Be-zirksvertretungsmitgliedern ein Wort über die Kündigung des Herrn BezirksarzteS Dr. Marik gesprochen habe; unwahr ist eS, daß i l jemals im Geheimen gegen ihn agitirt habe; unwahr ist cs. daß B-zirkevertretungSmilglieder bei mir bewirthe« wurde», um gegen Herrn Dr. Marik die Kündigungsjchrift zu verfassen, oder vasür zu stimmen, unwahr ist es auch, daß ich unler den Mareincrn absichtlich dagegen stimmte, um glauben zu machen, ich wäre nicht süc den An-trag. Ich war eben nicht bei der B.zirkS-vertrelungs - Sitzung am 24. Janner 1887 und sonnte somit weder pro noch contra stimmen." Eine ähnliche Richtigstellung wünscht auch Herr I u r k o v i c, welcher in seiner Zu schrisl hervorhebt, daß er. bis der betref-senke Antrag gestellt war, von der bevorstehen-den Kündigung des Dr. Marik nichts gemußt habe. — Wir haben hieinit den Wunsch der beiden Herren erfüllt und sehen nun der Gegen-äußerung deS Verfassers jener Correspondenz entgegen. sW ä h r e > d d e r l e tz t e n N a ch tj ist — eine gewiß benierkensiverthe Thalsache — im Weichbilde der Stadt Cilli keine einzige Ausschreitung vorgekommen, welche die Sicher-heitSwache zum Einschreiten veranlaßt hätte. Der Gemeindearrest war vollständig verwaist. sErfr ore n.f Der Grundbesitzer L, Pre« p a d n i k von Letusch hatte sich vor einigen Tagen nach Oderburg begeben. Bei dieser Ge-legenhei, trank er etwas zu viel, und als er heimwärts ging, stürzte er unterwegs zusammen, und tags daraus fand man ihn erfroren. ^Falsches Geld.] Am 14. d. nahm Kaufmann Schirza in Sachsenfeld einen fal-schen, auS Zink hergestellte» Gulden ein. Auch in Schörstein ist falsches Gels in Umlauf. Die bezüglichen Anzeigen erliegen bereits beim KreiSgerichte. , sTödtlicher Sturz.] Am l8. Feb. Nach!» stürzte der Besitzer I. Kmelez in Dor-nau vom Dachboden in die Dreschlenne und wurde in der Früh mit zerschmettertem Kops ausge-funden. sErsteS Verzeichnis der dem Zweig-verein des rothen Kreuzes Per Stadt Cilli beigetretenen Mitglieder. Die Frauen: Fehleisen Adele, Huth Anna, Hummer Anna, Kupfer-schund Fanny. Koscher Albine, MatheS Anna. Neckermann Marie, Netoliczka, Puschenjak Justine, Rakusch Leopoldine. Riedel An a, Schneditz Antonie. Schmidt Anna, Stepischnegg Emilie, Stiger Minna, Tax Angela. Traun Josefin«, Walland Wilhelmine, Wambrechl-sanimer Anna, Woxg Anna, Walther Rosa, „Deutsche Wacht" Zangger Marie; ferner das Fräulein Walther Nelli, sowie die Herren: Bobisut. Direktor; Ehrlich Albin. Redacteur; Krenzberger Johann. Kaufmann; Kupserschmiv Josef. Apolheker; Koscher Raimund, Hotelier; Lasmann Franz; Mareck Adolf, Apotheker; Neckermann Josef, Dr., Bürgermeister; Netoliczka Eugen, Dr. k. k. BezirkShauptmann; Radakavicz Johann, Kaufmann; Rakusch Julius, Kaufmann; Riedl Emannel. k. k. Bergrath ; Rüpichl Ernst; Sajo-vitz Moritz, k. k. Notar; Sajooitz Hans, Dr.; Sima Jo>ef, Bäcker; Stöbern« Georg, Fleischer; Schneditz August, Doclor; Schmidl Gustav, Kaufmann ; Stepischnegg Johann, Dr.; Stiger Gultav, Kaufmann; Tax Fritz, k. k. Bezirkscom-missär; Tisch August, Professor; Traun Carl. Kausman» ; Vreker Johann ; Wallanb Alois. Kaufmann; Wretschko Alois; Wretschko Anton. Abt; Zangger Franz. Kaufmann. (Forlieyung solgt.) cherichtssaat. Cilli, 2l. Februar. s„Z u e r st tranken sie, dannschlugen sie sich tod t."j Am 17. December 1886 ging der BesitzerSiohn Franz Majko von der Alpe, wo er Holz bereitet halle, mit zwei Beißhacken nnler de» Arme am Hause deS Anion Goricar in Steingruben bei Oberburg vorbei. A-itoir Gancar ließ ihn durch seinen Sohn hereinrufen, und sie began-nen Schnaps zu trinken. Als sie angeheitert waren, fingen sie an, sich zu balge», zu exer-cieren. und andern Posse» zu treiben. Franz Majko ging dann hinaus, erwürgte draußen eine Katze und brachte den Cadaver in das Zimmer. DaS erbitterte den Anton Goricar derart, daß er einen Ochsenziemer zur Hand nahm, mir demselben aus Franz Majko einhieb und ihn bei der Thüre hinauSichob. Draußen ergriff nun Majko seine Hacke und schlug gegen Anton Gorikar. Dieser wuroe in die Brust und Brusthöhle getroffen und starb am 2. Februar 1887 an eiteriger Bauchsellentzünoung. Heute halte sich nun der Angeklagte Franz Majko vor dem Schwurgerichte ob Verbrechens des Tod-schlageS zu v.rantworten. Vorsitzender Hosrath Heinrich er. Vertreter der Anklage St.-A. Dr. G e r t s ch e r, Vertheidiger Dr. S ch u r d i. Die Geschworne» (Obmann Joses K a r t i n) bejahten einstimmig die einzige an sie gestellte Frage, worauf der Gerichtshof über den Ange> kla ten eine dreijährige schwere Kerkcrstrafe ver-hängte. Cilli, 22. Februar. sT o b t s ch l a g.j Vor-sitzender k. k. L.-G.-R. Pesaric, öffentlicher Ankläger k. k. St.-A. e r t i ch e r, Vertheidiger Dr. Sajooitz. Am 14. November v. I. Abends begegnete» die Eheleute Johann und Josefa S p i n d l e r und Johann A s o v i ö aus dem Heim vege von St. Kuniguud auf der Reichsstraße zu LeiterSberg eine etwas ang'» heiterte Gesellschaft, in welcher sich auch der 26jährige Bahnarbeiter Karl S i r t c von PöSnitzhofe» befand. Beim Vorül-ergehen stieß Karl Sirec an Johann Asovic an, und dies gab die Veranlassung zu einem Wortstreite, in welchen sich auch Johann Spindler mengle und im Verlause dessen der Letztere von Karl Sirec verfolgt, zu Boden geworfen und mit Messerstichen derart zugerichtet wurde, daß in den „beiden Grachen" zur vollen, tadello! schönen Blume erblühte; von da an ging ei mit der Schönheit und Reinheit der Blüte al>» wärts, die Blumenblätter fingen an zu welke», sie zeigten Jnsectenstiche, waren angefault un» fielen nach und nach ad ... . „Aria un» Messalina" und „Nero". — Wir hätten sie vorgestrig« Aufführung des einactigen Lust'pulti „Jugendliebe' nur höchst ungern versäuml, ?en» es ist eine der zartesten, duftigsten Schöpfung» Wilbrandt'S. „Weißt Du den Abend noch. a!4 wir Beide uns zum ersten Male Freundschaft geschworen hatten und Du so gerührt wart, und wie ich dann mit Heinrich dort in Her Laube saß, und der Mond über den Wald heraufstieg, und auf einmal uns.re Liebe anfing ?' Sind diese Worte, welch? die sech!ehn>ähria< Adelheid zu Betly spricht, nicht ganz reizend? Einige Augenblicke )pa:ec ruft d«r Backfisch ^ „Aber was ist Dir? Warum sitzest Da j» schwermüthig du. wie ein Gedicht von Lor» Byron?" Und Ferdinand von Brück harangu.tt> dann die junge Dame: „Mein Fräulein. ties« Antwort verzeihe ich Ihnen um Ihrer sechzed» Jahre willen; den» ält.r als sechzehn Ja^n kann diese Antwort nicht sein. Werden Sie älter!' — E» ist gemüthvoller, echt deutscher Humor, der da» Lustspiel durchweht, und WilbraM hat es nur seinem Geschicke, die heitere Lebent-anschauung deS deutsche» Volkes so getreu wieder»! zugeben, z > verdanken, daß feinen Werke» so bald und so reiche Anerkennung zu Theil ge> irv'den ist. Wäre er »och auch lieber bei ce» Deutschen g blieben. statt sich durch seine Be«; gnsterung für Jlalien zur dichterischen JÖear» beilung römischer Gestalten verführen zu lass»! — Das Lustspielchen wurde befriedigend 0ar-gestellt, und wenn uns auch Frau Donat trotz all' ihrer äußeren Vorzüge far di« Rolle mri sechzehnjährige» Mädchens denn doch nichl ge-eignet scheint, so müssen wir anderseits a,er-kennen, daß sie mit gewinnender Frische ui» mit Geist gespielt hat. Di« übrigen Mitwirke»' den. die Herren Donat, Schikanedtr und Lmde und die Fräulein Vanini und Arthur unter-stützten die Trägerin der Hauptrolle au' mi Beste. Der Regie aber hätten wir allerdi«^ wieder eilige Ausstellungen zu machen, dem eS ist zum Beispiele doch ein arger Betttoß. wenn sich die beiden Mädchen, während Ädel-heid die Worte spricht: „und wie ich dann ,a;l Heinrich dort in der Laude saß", nicht außer-halb, fondern i n der Laub« aufhalten, oder wenn der Name Byron in einer Weise ailsge- I > r 1887 fproc&rn wird, daß sich der Dichter nicht einmal «mgeseben haben würde, wenn man ihm seinen so einstellten N'men nachgeruien hätte, u. s. w. DaS AuSspreche» von sremden Namen ist über-Haupt eine schwache Seite unserer Truppe: vor mehreren Wochen wurde ein französischer Name u, dreifacher Gestalt ausattischt. Frau Don,» spielte au h in dem altbekannten Lustspiel „DaS Gänschen von Buchen» au." am SamStag die weibliche Hauptrolle recht vertienstvoll. DaS Stuck stammt, wie man weiß, aus dein Französtich»'» und reicht in Be-zog aus Feinbcil und Humor an die „Jugend-liebe" nicht heran. Beide Abende wurden mit der Operette »Mannschaft a n B o r d" ausgefüllt, deren Vorführung abermals von großem Fleiße, na-mliitlich auf Seite des Dirigenten, Herrn Mayer, jk»ztc. BeisoU fanden insbesondere da» Duett Huemer Koiver und daS folgende Terzett dieser reiben Damen mit Herrn Donat, der den Man« gi»jösijcycn Romandichter ihre beispiellose Be-ludlheu v rdsnken. daß sie eS verstehen, die Ä!er bereits in den Anfängen ihrer Schöpfun-zm für dieselben zu interessiren. Daudet, Ohnet »ob wie sie alle heißen, führen den Leser gleich »illeii aus die Scene, und kennen keine lang-«lbmi. en Einleitungen, die nicht jedermanns 8^che ünd. Die fremden Romane, welche die j önMorn'sche Unternehmung bringt, sind tiilchjiäitgig trefflich übersetzt, und lesen sich leicht und fließen wie im Original. Die letzien B^ntie des dritten Jahrganges brachten vor Jiitjem „EiueTochler d e r P h i l i st e r" aai dem Englischen des Hjalmar Hjorth Boye-welcher spannende Roman neben hohen 1 iunstlerischen Borzügen besonders durch den »i'tressallien Stoff fesselt. Ter Verfasser entrollt > mi treues Bild des Lebens unv Treibens der rasiinirien Geld-Aristokratie New-'IorkS, seiner Üldopiiv-Vaierstadt, und dämpft aber auch den (Eindruck desselben durch einige edler angelegte Naturen, welche er den gewinnsüchtigen Ehanrt-teren gegenübergestellt. — Einzelne Bände sind »ickäustich. Alle 14 Tage erscheint »in I 8ont. Man atonnirl in allen Buchh>ndlungen. Tit Ausstattung ,st sehr nett. I '„An e i n e iil H a a r hing daS Lude- und Eheglück der reichen russischen Fa-«ilie Asanejew, welche doch noch bis vor Kliijem in so ungetrübtem Frieden dahinlebte. war die schöne Wera, ein leidenschaftlich-iMmlisches. genußsüchtiges Mädchen in den Ztthmen getreten, ver das Gemälde des Hauses „Deutsche Macht." umfaßte uud nun muthete Asanejew seiner früher über alleS geliebten H-l.ne, der Mutter feiner Binder, das Aergste zu. daS man einer Frau überhaupt zumuthen kann. Er hatte dem Worte Helenens geglaubt, „daß sie glücklich sei in s'inem Glücke", und war gegangen, jene in sein Haus zu bringen, die ihm jetzt daS Theuerste auf Erden schien! Er dachte eS sich als so schön und leicht ausführbar, dieses künftige Leben zu Dreien! Die Gelievte und die Gattin-Freundin in Dem wohleingerichteten Heim, u»d taumeln vo» Genuß zu Genuß. ES ging aber doch über ihre Kräfte, sie fühlte eS. die stolze Helene Nikolajewn«, und so enfloh sie. dens-l-ben Abend, der ihr die Neben buhlen» dringen sollte! Wie sich nun diese extravagante Ge-> schichte, ein ergreisend S russisches Sittenbild aus der vornehmen Gesellschaft» mit ihren Ueberraschungen und unglanblichen Situationen weiter entwickelt, bildet den spannenden Inhalt des Romanes „An einem Haar" von P. L e t n e w, der soeben im Verlage von Otto Heinrichs, Leipzig und München, erichieuen ist, und auf welchen wir alle Freunde russischer Autoren aufmerksam machen. Der Stoff ist so originell, daß er an sich schon Interesse er» weckt; hiezu kommt die feine Bearbeitung und treffliche Schilderung von Laxd und Leuten, die daS Buch doppelt anzieh?nd gestalten. Wir bemerken noch, daß sich „An einem Haar" zur Lectüre nur für die denkende Frauenwelt, keinesfalls aber für junge Mädchen eignet. R. Kaus- uud Landwirtttschasttiches. sV ortheil beim Heizen mit K o h l e.s Es ist unpractifch, beim Einlegen die frischen Kohlen aus die bereits im Ofen befind» lichen zu werfen, wie dies allgemein gebräuchlich ist. Man soll di« Kohlen, wenn sie ordentlich durchgebrannt sind, nach dem Hinteren Theile deS Ofens schieben und die frischen dann vorne gegen die glühende Schicht legen, so daß sie nur auf einer Seite mit derselben in Berührung kommen. Dadurch erreicht man, daß die den frischen Kohlen entsteigenden Gase über die glühenden Kohlen hinstreichen und bereits aus diesem Wege verbrannt und nutzbar gemacht werden, während sie bei dem erstgenannte» Ver-fahren unbenutzt zum Schornstein hinans-fliegen. Korrespondenz der Schriftteituug. Herrn B. S. in Kraz: Pervaken sind win-difche Bollsoerhetzer. die sich unbefugt zu Bolksföhrern auswerfen uud die Bevölkerung durch die verwerflichsten Mittel terrorisiern. Gedenket des Teutschen «chulvereineS bei Spiele» und Wette», bei Festlichkeiten und in Testauienten, sowie bet unverhoffte» Gewinnsten! Course der Wiener Aörje vom 23. Februar 1887. Einheitliche Staatsschuld in Noten . 70.— „ „in Silber . 80.15 Oesterr. Goldrente........109.85 Märzrente 5®/# ........90.85 Bankactien........... 8.49 Creditact ien.......... 278.— London . . wista........128.10 Napoleond'or..........10.10 k. k. Münzducaten........ 6.01 100 Reichsmark.........62.70 Eingesendet. Färb« »nä sebva rzseidene Grenadines QA Irr tipp MpIpp bi* u- 915 (ln 10 3J Ll« jJOI luulul dunen Qualitäten) verM-niiet in einzelnen Huben and Stücken zollfrei in's Haas das Seidonlalirik-Depot G. Henneberg (k. II. k. Hof-lieforant), Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 10 kr. Port«. 7 Kundmachung. Behufs Reparatur der Wogleinabrücke i» Tüchern werden 4 Stück 9°8 Meter lange und 2 Stück 9*1 Meter lange eichene Trambäume 27/32 Ctm. stark benöthiget. Offerte bis Ende März 1887 in diese Ka izl i. Kezirks Ausschuß Cilli. 23. Febr. 1887. Der Obmann.-iso—2 GuO«v Stiger m. p. ^elker'sche Spielwerke. Wir hatten schon ö'ter (?elege»l»eit. an dieser Stelle ein Won des Lobes Über die nördlichen Eigenschaften der Lpielwer'e aus der Fabrik des Herrn I. H. Heller in Bern finnige» und passendste» Geichent io zu empfeulen fein Wülste, al» ein Heller'scheS Spielwerk, de.in wo W^rthgegenstände und Nutzobjecte oft die Empfind-lichleit v^r'etzen/da eignet sich gerade da» Spielwert 'n vorzüglichster Weife. Ja eS darf wobl mit Recht bebai'p-. tet wecde», doü e4 Riemnndeu gibt, dem ein solchee (Vegenftand nicht die innig«.' Freude bereitet! Kann e» eine besiege ?röfteri.i in den schweren Stunden des Lebens, wo man "ch vereinsamt oder verbittert fühlt, geben, «'S die Mnfit ? Gib, eS nicht leider so unendlich viele Menschen, die durch Krankheit an das Zimmer gefesselt find unv diese Universal Sprache aller He.zen entbehren müsse» ? Hiezu kommen noch alle diejenigen, welche nicht selbst ein Instrument spielen und du^ch ihren Beruf oder durch zu grosse Entfernung von der Siadt verhindert find. Eoncerte und Soiröen zu besuchen u -d sich aus diesem Grunde den so oft erH'ntcn ©cnufc einer guten Muük versagen müssen. — Ail?n diesen, fonve auch namentlich den Herren Geistlichen. kann debkall- nicht genug empfohlen werden, sich ein Hellec'fches Sp'elwerk anzuschaffen, um so mehr, als der Fabrikant «s versteht, da^ Repertoir jedes, auch de» ktein>ten W?'IeS. mit seltenem Geschmack zu arrangiren und auf diese Weife seine Abnehmer ftetS mit den neue-ften S.fch^iiiunge.r der Musikliterarur aus den Gebieten der £'p'-, Ci>?r?;(e und Taazmusik, sowie Volkslieder der populärsten Tondichter bekannt mncht. Hie.bei möch'e» wir schließlich nicht vergesien. zu be-merken, daß die grofie Zahl von Anerkennungsschreiben von P.ivatcn. Hotelier», Restaurateurs :c. gerade den Aletzt Genannten ein guter Wink fein sollte, mit der . Aufstellung eines Hcller'fchen Musikwerkes in ihrem Eta-> bliffemen.« nichi langer zu zögern, denn die Erfahrung hat in den meiste n Falk» gezeigt, daß fich die Frequenz solcher Geschälte lediglich in Folge Aufstellung solcher präch.iger Wei> geradezu verdoppelt, ja verdreisacht hal und die Anichaffungskosten — Zahlongserleichterungen werden bewilligt — in kurzer Zei. ausglichen wurden. MS- ^n Folge bedeutenden Rückganges der Roh-materialvreise bewilligt die Firma auf ihre bisherigen Preise Rabatt, und zwar selbst bei dem kleiniten Auftrage. Dadurch ist nun auch dem weniger Bemittelt ten die Möglichkeit geboten, in den Besitz einer spiel-doie zu gelangen. — Reichhaltige. iCuftrirk Preislisten werd n auf Verlangen franco zugejandt. Wir ratl»en jedoch, jede Bestellung direct an die Fabrik in Bern zu richten, da dieselbe, außer in Nizza, nirgends Niedere lagen hält unv vielfach fremde Fabritaie als echt Hrltcr'sch angepkiefen werden. Wohl zu beachten ist ferner, daß jedes Mrk den Namen des Fabnkanien (I. H. Heller) trägt, welcher auch Lieferant fast aller Höfe und Höh-heilen ist. MMiifinfßi' frische, bester Marke, liefert das 5 Kilo-Faisl gegen Nachnahme ohne weitere Spesen nm 2 fl. 80 kr. ll. Kaspnrek in Fulnek. Mähren. a II f i a D t 314.000; SaJiorrtrrtlUlOf aller kcnllAtn «läiwr »lutiutn ulalnn rtlffltiiifn Uilif. IU IN»»» i ■ zwiil I fremde» G » r » ch « » »I«! Modmurit. Zllvftrirle jjcttuM an6ai»»fircit. IKonatlUS i«i Nummern. Preis vierlelt^hrttth M. !.35> "5 ST. Itihrtich erlchcine»: 24 Nnnman mit Jnltttctt v^oröüttalrn. einbauen» jfjen ««iiltunjrii om »«. Muctiiaiia. welche da« nanjf <«cWrt der Wottetot« Hu» imliMikir für Dame». Aid-dicii nndSMttn. wie für da» »orlrrt «ti>»e»-a»er umfaFj», »i>!ch< für ^ittn II»d M« flell- «üb liMioMftte ic., twe die Aontariiritea in ihrem .-innen Umfaiiac. IS üdtaflt« mit «ttta KXi £4iMltns9crii fürt ave Weyintftonke der Watdttade im» «!»» 400 0I»ftcr.Korzeichmniziil fili fäciC- uX) SumHitfewi, Na«en»-e. >do»iiem<«t« werden jederzetl angenommen dei allen Vuchlzaiidlnniiea und Poftanftallcn. — Pi-de-Rnminer» jiali« und franc» durch die «IVkdi»j»n. Orrlix W, iclitwaren - Handlung de* ' tilnllteri «!• .Holn Ualland in Oplotnilz und Gonobitz. 128 3 Kleines nett möbiirtes Zimmer wird an einen Herrn vtrgeben und ist sofort itu beziehen. Auskunft in der fclxp. d. Bl. 126 li auloris. Lehr- «ä Emehui- Institute „Haussenbüchl" beginnt das II Semester mit 24. Februar. Nähere« da* Ibst. 114 3 Auf dem Gute Mariagraz bei Tiiffer werden aufgenommen: Eine i£*£a,erd. verläßlich bei Schweinen, welche auch put waschen Laun, in der Kficbe und im U;irt»n hilft. Aeltero Personen haben den Vorzug u d ist vollkommene Kenntnis* der deutgehen Spracheum-rlis lieh.Eintritt 15.M4r*. 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BC Nur echt mit nebcnftehender Schutzmarkr! i'entralveraeiiduiici 148 IV Apotheke „m Bantaatfeil" äes Jul. flerlatiny Wien, \11., Kaiserstraaaei 90. Depots ferner bei den Herren Apoldctern ^ Eilli: Z. «upfertcbmid, Baumbach'S Lerben. reuts«d-vandsberg: H Müller. Zeldbach: I König. Konobitz: I Potpischil 0r«: Anton Ncdwed. l'eibnit: O Rußheim. Marburg. G Bancalart. Pettau: E-Bedrbalt. V-Molilor Rad-?er»bnrg: C. Äudricu. Windisch-Aeiftriq: F Sinl Windisch-Kraz: G. Kordik. Wolfsberg Zt. Hutb.__ Ciili, Cafe Hausbaum, I. Stock werden während dieser Saison nur noch Itia Knde INSrs Zahnoperationen u. Zahnplomben aller Art vorgenommen, sowie ksiiistllehe färblsiwe jeder Gattung mich «merlbttiiiarlM-m »jstem ausgeführt. 73 17 Um Zeitverlust hintanzuhalten, ist es, des gegenwärtig grösseren Andranges wgen, für ausser Cilli wohnende Parteien angezeigt, die Inanspruchnahme zahuäizüicber Hilfe zurur brieflich anzumelden. Ostind-Thee au« den Plantagen von ittnrü bitter v. 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Rexlrks|[erlelite In f»o- ■lohitz ist mit 15. März 1. J. da Diurnistenpo,tca mit 1 fl. per Tag zu besetzen. Erfordernisse: sehn» geläufige Handschrift. Kenntnis« der d> utschen suil slovenLchen Sprache und Praxis im Manipulation)-1 fache. Gesuche an den Bezirksrichter. 120 :t ZiiHitnei' Gurlifii von bester Q: ilitllt liefert das 5 Kilo - IVsl geg. » Nachnahme ohne weitere Spesen um fl. 1.80 H. Kasparek in Kulnek Mähren. J L1 Lebens- und Fenerversicherunp*-Agenteil finden für Städte, Märkte und grössere Pfarren bei einer renommirten Osten. Gesellschaft Aufnahme. Bei entsprechender Leistung fixe Bezüge. Briefl. Anfragen unter „L. N. 1867* an dieses Blatt. 51 5« Wohnung I iu vergeben. Anzufragen bei I»r. Cjpl. ebenerdig, bestehend au- 4 Zimtner sammt Zuirehfif, ist mit 1. März zu vennjethen. AnsVU'iit in der i'lp. 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Die Möbel-Niederlage Graz, Franzensplatz Nr.1 und 2 f- ud Ipelaeili ' AaawaM Mit Chr __Nasa- nnd Eichenholz. Salon-Kiatew. Credenseo mit fwm tO fl. aafwftrta, Sohlaf-Diyana, Ottomanen nnd Kuh»-«ad MBbUrungea von Lud- «ad Badehünsern werdea HoabaehtungsToll Eigenthum Druck und Verlag von Johann Kaknseh in CUli. Verantwortlicher Bedacteur A Ehrlich.