poštnina platana v xolovini. Nr. 2. Erscheint jeden 1., 10. und 20. 9. (24.) Jahrgang. Organ der Gottscheer Deutschen. Bezugspreise: Jugoslawien: ganzjährig 30 Din, halbjährig 15 — Din. D.-Oesterreiäu ganzjährig 6 Schill., halbjährig 3 Schill. Amerika: 2 Dollar. — Einzelne Nummern 1'— Dinar Montag, den 10. Jänner 1927. Briefe ohne Unterschrift werben nicht berücksichtigt. — Zuschriften werden nicht zurüÄgeslegt. — Berichte sind an die Schristleüung zu senden. — Anzeigen-Aufnahme und -Berechnung bei Herrn Carl Erker in Kočevje. NIK Mann SN kotä! Die letzten Vorarbeiten für die am Sonntag den 23. Jänner in den künftigen krainischen Land¬ tag erfolgende Wahl von 53 Abgeordneten sind im vollen Gange. In Zeitungen und Wähler¬ versammlungen benützen die vielen Parteien jeden Tag, um sich durch die Wahl einen womöglich großen Einfluß in der Gebietsversammlung zu sichern, wo über die Zukunft des Landes beraten und beschlossen wird. Auch wir Gottscheer erhoffen von der Ge¬ bietsversammlung einen Aufschwung zum Bes¬ seren und von-dieser Erkenntnis und Erwartung geleitet hat die Gottscheer Bauernpartei, der seit Jahren die Wahrung unserer politischen und wirt¬ schaftlichen Interessen anvertraut ist, die Auf¬ stellung der eigenen deutschen Kandidatenliste be¬ schlossen. Daß ein Heimischer, dem Land und Leute und deren Bedürfnisse aus eigener An¬ schauung genau bekannt sind, leichter und erfolg¬ reicher das Gottscheer Gebiet im Landtage ver¬ treten kann, wird wohl nicht in Zweifel gezogen werden können. So sehr auch sonst von slowe¬ nischer Seite an uns herum kritisiert wird, so haben doch jetzt alle slowenischen Blätter ohne jede weitere Bemerkung die deutsche Kandidaten¬ liste als etwas Selbstverständliches hingenommen. Und ein Erfolg ist uns verbürgt, wenn jeder seine Pflicht tut. Soweit bis jetzt die bevorstehende Wahl bei Vertrauensmänner- und Wählerversammlungen erörtert wurde, konnte auch überall die erfreuliche Tatsache wahrgenommen werden, daß unser selb¬ ständiges Auftreten einstimmig gebilligt und die Mitarbeit zum vollen Erfolge zugesagt wurde. Bedauerlich ist nur das Vorgehen des Herrn Tschinkel, der sich als Listenführer den Radikalen verschrieben hat und damit bewußt oder unbewußt seinen deutschen Landsleuten schadet. Denn soviel politischen Scharfblick hat er gewiß, daß er seinen Durchfall voraus sieht, und darum kann seine Kan¬ didatur letzteren Endes nur soviel bedeuten, daß mit ihr die deutschen Stimmen zersplittert werden und ein deutscher Abgeordneter verhindert wird. Zu einem solchen Zerstörungswerke wird sich doch kein Gottscheer hergeben wollen, auch die aus der Maserer Gemeinde nicht. Nicht zersplittert, sondern einig für die deut¬ sche Liste wollen wir daher am 23. Jänner uns am Wahlorte einfinden; diesen Entschluß hat auch die am vergangenen Samstag in der Stadt ta¬ gende Vertrauensmännerversammlung gefaßt. Da die Wahl an einem Sonntag abge¬ halten wird, ist jedem auch die Möglichkeit ge¬ boten, seiner Pflicht nachzukommen. Von Haus zu Haus, von Mann zu Mann soll daher ge- arbeitet werden, auf daß ein voller Erfolg erzielt werde. Persönliche Meinungsverschiedenheiten, nachbarliche Zwistigkeiten dürfen am Wahltage in keiner Weise hervorgezogen und etwa zur Ent¬ schuldigung für die Wahlenthaltung vorgebracht werden. Keiner darf fehlen I Alle Mann an Bord I Unseren Landsleuten außer -em Wahlbezirke. Auf der Altlager Wählerversammlung am Dreikönigstage haben die Teilnehmer aus der Langentoner Gemeinde es lebhaft bedauert, nicht mit uns wählen zu können. Auch wir empfinden die Abtrennung der Langentoner, Pöllandler, Tschermoschnitzer und Stockendorser Gemeinde vom Gottscheer Wahlbezirke als einen Mangel, den die Staatsbehörden in Zukunft ohne Schaden für die Slowenen in Krain beheben sollten. Vorderhand bleiben diese deutschen Gemeinden anderen Bezirken zugeteilt. Die künftige Gottscheer- vertretung im Landtage wird sich aber auch für sie einsetzen. Daß diese unsere Landsleute für die Liste der Volkspartei ihre Stimme abgeben wollen, ist nur zu billigen und jedenfalls das Klügste. Der 23. Jänner — vor 20 Jahren. Von besonderer Seite schreibt man uns: Der 23. Jänner des heurigen Jahres ist für das Gottschecrland ein Tag erster Ordnung, weil es gelten wird, die eigene politische Reife zu er¬ weisen, zu der unser Volk in den letzten Jahren erst vorgeschult werden mußte. Der Zufall will es, daß diese Schule genau zwei Jahrzehnte zu- vor sozusagen erst begründet worden ist. Nach einer so runden Zahl von Jahren geziemt es sich, für die jüngere Generation die ältere Zeit zur Lehre neu anferstehen, für die ältere aber zum Überdenken und zur Prüfung wieder an sich vor¬ überziehen zu lassen, damit alte Fehler erkannt und neue vermieden werden. Vor zwanzig und mehr Jahren spielten sich politische Vorgänge in den Gottscheer Gemeinden etwas eigenartig ab. Da kam eines Tages ein Wagen mit mehreren Herren, oft aus der Reif- nitzer Gegend, vorgefahren, da wurden im Wirts- Hause einige Liter Wein bezahlt und dann erklärt, am so und sovielten werde es eine Wahl in den Reichsrat oder Landtag geben, da müsse jeder dem X seine Stimme geben. Einige taten dann mit, die meisten blieben zu Hause und man er¬ fuhr selten, wer gewählt worden war, weil es für die Gottscheer hübsch gleichgiltig war, ob sich der X oder A nicht um unser Ländchen kümmere. Von seinem Anbeginn bis 1851 war das Gott- scheerland eine politische Einheit gewesen. (Graf¬ schaft, seit 1791 Herzogtum.) Aber das Volk hatte nichts mitzureden. Als die Bauern 1848 mündig erklärt worden waren, wählten die Gott¬ scheer in begreiflichem Gegensatz zu den Unter- , krainer Slowenen sehr e ifrig, mit 73 °/o Wahl¬ beteiligung, und zwar den Appellationsgerichts¬ präsidenten Dr. Schrott ins berühmte Frankfurter Reichsparlament und Dr. Moritz von Fluck in den konstituierenden Reichsrat nach Wien für Österreich. 1851 aber wurde das Land auf 3 polnische Bezirke aufgetetlt und verlor bei Wahlen seine Bedeutung, weil drei Drittel nicht immer ein Ganzes geben. Ende 1906 sah sich Österreich veranlaßt, dem Volke einen erweiterten Anteil an der Regierung zu gewähren, und im Dezember wurde das ganz demokratische allgemeine, direkte, geheime Wahl¬ recht eingeführt, d. h. nun war jeder Mann vom 24. Lebensjahre an Wähler, der mit seiner Stimme unmittelbar denjenigen bezeichnete, den er zu seinem Vertrauensmanns beim Regieren für geeignt hielt. Natürlich wurde nur der als Vertreter anerkannt, der die meisten Stimmen hinter sich hatte. Da zugleich auch die Zahl der Vertreter des Volkes vermehrt wurde, kam man auf den gerechten Ge¬ danken, den Gottscheern als solchen einen eigenen Wahlkreis zu gewähren. Das Gottschecrland wurde auf diese Weise wenigstens bei Wahlen wieder ein geschlossenes Ganzes. Die Christlichsozialen, die in ihren Geistlichen politisch sehr gut geschulte Führer hatten, konnten Seite nunmehr darauf rechnen, den Abgeordneten aus ihrer Partei zu entsenden. Es gab aber auch Freiheitlichgesinnte im Lande, die gerne ihrer Partei zum Siege verhalfen hätten. Damals konnte man es noch ohne Bedenken wagen, für einige Zeit das Volk in politisch geschiedene Welt» anschauungen zu zerspalten. So kam es zum offenen Kampfe. Die „Freiheitlichen" sahen sofort ein, daß das politisch ungeschulte Volk für ihre Versammlungen nicht reif sei und von vornherein diese nicht besuchen werde. Sie verfielen daher auf den Gedanken, das Volk durch unpolitische Versammlungen, in denen sehr naheliegende Ge¬ genstände wirksam behandelt werden sollten, an Beteiligung und auch an ihre Redner zu gewöhnen. So wurden die zahlreichen Ortsgruppen der „Südmark" gegründet. Klare Köpfe, wie die Christlichsozialen nun einmal waren, hatten sie schon die erste, ziemlich unauffällige Bereisung des Wanderlehrers Hoyer als schädlich erkannt und sie traten sofort gegen die Südmark auf. Sie verschrieben sich auch einige führende Männer des Bauernbundes in Niederösterreich, um in einem eigenen Gottscheer Bauernbunde ein Gegengewicht gegen die Südmark zu schaffen. Die gründende Versammlung fand am — 23. Jänner 1907 im Brauhause statt. Das ganze Land kam auf die Beine: die Christlichsozialen voll Erwartung, die Freiheitlichen teils in Erbitterung, teils in Hoff¬ nung, bei der so zahlreich erschienenen Volks¬ menge das Wasser auf die eigene Mühle zu leiten. Es war der kälteste Tag des ganzen Winters. Schlitten standen reichlich für die Fahrt zur Ver¬ fügung, aber die zureisenden Teilnehmer hielten vor Kälte das Fahren nicht aus und zogen es vor, sich zu Fuß neben dem Schlitten warm zu laufen. Es war buchstäblich die ganze Sprach¬ insel aufgeboten von der Moschnitze bis zum Hoch¬ tal Suchen-Obergras, vom Schweineberge bis zur Kulpa, Rot und Schwarz, wie man sich da¬ mals bezeichnete. Es kam zum Zusammenstöße. Die Christlich- sozialen konnten ihre Aufgabe nur noch in einer 8 2 Versammlung (mit geladenen Gästen) durch¬ führen. Die Wirkung blieb nicht aus. Dem Volke wurde sozusagen mit Gewalt vor Augen geführt, daß es noch Dinge gibt, die nicht hinter dem Pfluge erledigt werden können. Es wurde in Hochspannung gehetzt und auf die Versammlungen neugierig gemacht, die es denn fortan sehr gerne besuchte, es begann die politische Schulung und der Erfolg neigte sich auf diejenige Seite, die seiner damaligen Grundstimmung besser entsprach. Aus der Wahl im Juni ging dann Karl Fürst Auersperg als Abgeordneter hervor. Weder die Freiheitlichen durften den Sieg uneingeschränkt sich zuschreiben, noch die Christlichsozialen als Besiegte angesehen werden. Sieger war der Volksgedanke von derEinheit derHei- m at. Er hatte sich aus schweren Kämpfen, die bei uns an Bruderhaß ihresgleichen suchten, her- auskristallisiert als vielversprechendes Sinnbild für die Zukunft. Der Gedanke von der Gemeinsamkeit und Einheit aller unserer Volksgenossen hat im Ver¬ laufe der 20 Jahre manche Anfechtungen zu be¬ stehen gehabt. Weiche Gemüter zweifelten sehr ost an seinem Weiterbestände. Er lebt aber in Zeiten der Gefahr immer wieder gereinigt und gestärkt aus und wird sich auch 1927 als Sieger zeigen. Sollte vielleicht des Winters Frost Heuer den vor 20 Jahren noch übertreffen, er darf dennoch nicht zur Ausrede genommen werden; denn diesmal braucht niemand acht Stunden Fuß- marsch zum Kampfplatz wie anno 1907, das Wahllokal kommt ja selbst zur Gemeinde. Und wenn die Gottscheer im Freiheitsjahre 1848 mit 730/v Wahlbeteiligung die Morgen¬ dämmerung einer neuen Zeit begriffen haben, so dürfen die von 1927 die erste selbständige Gotrscheer Zeituna — Nr. 2. Vertretung in einem neuen Staate auch nicht weniger begeistert begrüßen. Bei der Wahlliste Nr. 2 wird jeder Gott¬ scheer Gelegenheit haben, darüber nachzudenken, ob er reif ist zur Selbstverwaltung. Die Durchführung der Gebietswahlen. (Fortsetzung.) Die Präsidenten des Wahlausschusses können in ihrer Wahleinheit nicht kandidieren und sind verpflichtet, hievon dem Verwaltungsgerichte Bericht zu erstatten. Ein nach der vorgeschriebenen Frist überreichtes Gesuch wird nicht einmal in Ver¬ handlung gezogen. Nur in dem außerordentlichen und unvorhergesehen Falle, daß der vom Ver- waltungsgericht bestellte Präsident des Wahlaus¬ schusses aus irgend einem unaufschiebbaren Grunde am Kommen verhindert wäre, hat ihn der Ge¬ meindevorsteher oder dessen Stellvertreter in Ge¬ meinden, wo nur an einem Wahlorte gewählt wird, zu vertreten. Die Vertreter von Wahlaus¬ schußpräsidenten in Gemeinden, wo die Abstimmung an mehreren Orlen vorgenommen wird, bestellt in diesem Falle der Gemeindeausschuß zuerst aus den Mitgliedern der Gemeindevorstehung, und wenn an solchen Mangel ist, aus den Gemeinde¬ vertretern der betreffenden Gemeinde, wovon diese gegen Empfangsbestätigung zu verständigen sind. Wo Gemeindeausschüsse nicht vorhanden sind, er¬ nennt solche Vertreter der Wahlausschußprästdenten die zuständige Gerichtsbehörde aus den Wählern des betreffenden Wahlortes. Das Verwaltuugs- gericht hat jedem, den es für eine Wahlfunktion bestellt, eine vom Präsidenten des Berwaltungs- gerichtes unterschriebene Bestätigung gegen Em¬ pfangsbestätigung auszustellen, und zwar Personen, die am Orte des Sitzes des Verwaltungsgerichtes wohnen, unmittelbar, den übrigen im Wege der zuständigen Behörden, die verpflichtet sind, die Empfangsbestätigung über die Zustellung des Dekretes dem Verwaltungsgerichte sofort zuzu- stcllen. 17.) Ebenso hat der Gemeindeausschuß längstens bis fünf Tage vor der Wahl eines seiner Mitglieder als Mitglied des Wahlausschusses zu bestimmen und ein anderes als dessen Stellvertreter. Wo Gemeindeausschüsse nicht bestehen, ist im Sinne der 88 16 und 17 vorzugehen. (8 18). Am Tage vor der Wahl um 3 Uhr Nachmit¬ tag haben sich alle Mitglieder des Wahlausschusses und deren Stellvertreter in dem Gebäude, in dem die Abstimmung statlfindet, zu versammeln und gegen Empfangsbestätigung vom Gemeindeamte die nötige Anzahl von Wahlurnen und Kistchen mit den Wahlkugeln, ferner die alphabetische Wäh¬ lerliste, ein Buch zur Führung des Pcotokolles, die Kandidatenlisten, das Gemeindesiegel und alles übrige Notwendige zu übernehmen. Die Wahl¬ urnen sind nachzusehen und die Ueberzeugung davon zu gewinnen, daß sie in Ordnung sind und daß die Öffnung der Urne mit dem Einschnitt in der Leinwand, durch den die Wahlkugeln durchgehen, gut offen und unbehindert ist. Die Urnen werden hierauf auf einem besonderen Tische gegenüber dem Tisch, an dem die Mitglieder des Wahlaus¬ schusses Platz nehmen, befestigt. Dann werden sie mit allen drei Schlüsseln geschlossen und der¬ art versiegelt, daß die Öffnung der Urne voll¬ kommen geschlossen ist. Einen Schlüssel nimmt der Präsident des Wahlausschusses zu sich, den zweiten das Gemeindeausschußmitglied und den dritten der Listenvertreter oder dessen Ersatzmann für die betreffende Kandidatenliste, wenn ein solcher vorhanden ist. Ist der Listenverlreter oder dessen Ersatzmann nicht vorhanden, sei es, daß er nicht bestimmt wurde, so nimmt der Präsident des Wahlausschusses auch den dritten Schlüssel an sich. Auf jede Wahlurne ist außen die Kandidatenliste aufzukleben. (8 19.) (Fortsetzung folgt.) !X. J..grgang. Aus ^>tadt und Land. KoLevje. (Wä h l e r v e r s a m m lu n g en) ha¬ ben bisher schon in mehreren Gemeinden unseres Bezirkes staltgefunden und überall hat man sich einstimmig für die deutsche Kandidatenliste aus¬ gesprochen. In den nächsten Tagen finden die Versammlungen ihre Fortsetzung. — (Die abgewiesene Beschwerde.) Die gegen die Wahl des Obmannes des Gott- scheer Bezirksftraßenausschusses eingebrachte Be¬ schwerde, wurde vom Obergespan in Ljubljana abgewiesen. — (Wahlbesprechungen.) Die Gott¬ scheer Bauernpartei hat für die Gebietswahlen bereits in nachstehenden Gemeinden Wahlbespre¬ chungen abgehalten: Starilog, Polom, Malagora, Stara cerkev, Lrni potok, Livold, Grčarice, Go¬ tenica, KoLe, KoLevska reka, Borovec, Novilazi, Briga. Die nächsten Wahlbesprechungen finden in folgender Reihenfolge statt: Mittwoch den 12. d. M. um 5 Uhr nachmittags in Mahovnik, Gast¬ haus Loretitsch, Sonntag den 16. um 11 Uhr vorm. in Nemška loka Gasthaus Jaklitsch, um 1 Uhr nachm. in Spodnji log Gasthaus Ruppe, um 3 Uhr in KneLja lipa Gasthaus Rauch, um 6 Uhr in Rajndol Gasthaus Wolf, um 6 Uhr in Mozelj Gasthaus Jonke. An dem angeführten Sonntage finden Wahlbesprechungen auch statt: um 11 Uhr vorm. in Koprivnik Gasthaus Wüchse, am Nachmittage in Onek Gasthaus Köstner und in Cmslmje Gasthaus Jaklitsch, um 2 Uhr in äalkaväs Gasthaus Jonke, um 4 Uhr in Zeljne Gasthaus Schneider, um halb 6 Uhr in Klinja vas Gasthaus Michitsch. Die Wahlbesprechung in der Stadt findet Donnerstag den 20. d. M. um halb 7 Uhr abends im Gasthause Lorenz Hönigmann statt. Die bereits abgehaltenen Wahlbesprechungen waren sehr gut besucht und wurde die Ausstellung der Liste der Gottscheer Bauernpartei allseits aus das herzlichste begrüßt. An unsere Wähler ergeht das Ersuchen, sich bei den noch abzuhaltenden Wahlbesprechungeu vollzählig einzufinden, damit überall die notwendigen Aufklärungen gegeben und entgegengenommen werden. — (Silvesterseier.) Wie alljährlich ver- anstaltete auch Heuer der Sportverein unter Mit¬ wirkung des Gesangvereines in den Räumlichkeiten des Brauhauses eine Silvesterfeier, die sehr gut besucht war. Eingeleitet wurde die Feier mit der unter dem brennenden Christbaume gehaltenen Julrede des Herrn Josef Schober, die alle Leiden und Freuden des Gottscheervolkes im verflossenen Jahre vor unseren Augen vorüberziehen ließ. Sodann erfolgte die gegenseitige Bescherung, die ob der einzelnen erhaltenen Geschenke in der animiertesten Weise vor sich ging. Der Gesang¬ verein sang hierauf zwei Chöre, an welchen sich mustergiltig zur Aufführung gebrachte Freiübungen unserer Turner anschlossen. Das Singspiel „Die Gemeinderatsitzung in Albernhausen" verlor beim Publikum, wie bei seinen früheren Aufführungen auch diesmal nicht seine Wirkung und wurde den Darstellern, den Herren Josef Hönigmann, Adolf Kraus, Viktor Petsche, Dr. Georg Röthel und Gustav Verderber großer Beifall gezollt. Nach zwei Chören des Gesangvereines wurde das Singspiel „Die drei alten Jungfern", dargestellt von den Herren Dr. Hans Arko, Josef Hönig¬ mann und Gustav Verderber, aufgeführt und löste sowohl durch die Komik der Adjustierung und der Mimik wahre Heiterkeitsstürme aus. Der Gesangverein brachte sodann noch zwei heitere Gesänge zu Gehör, so daß sich inzwischen die Mitternachtsstunde genähert hatte. Um die Jah¬ reswende wurde ein sinniges Silvesterspiel, dar¬ gestellt von Frl. Anna Högler und Frl. Rom, zur Aufführung gebracht und schon erscholl im Saale der Ruf „Prosit Neujahr!" An die er- — ^a'7-"w 'u .X. Gortsch .-r Zmung — Nr. 2. Seite 3. folgten Neujahrswünsche schlossen sich noch meh¬ rere Vorführungen, die von den Anwesenden dauk- barst quittiert wurden. Erst in früher Morgen¬ stunde verließen die letzten Besucher die Gaststätte. — (Neuwahl in die Handelskammer.) Der Handelsminister Dr. Krajaö hat sich bemüssigt gefunden, die letzte Handels- und Gewerbekammer¬ wahl in Ljubljana für null und nichtig zu er¬ klären und die Kammer aufzulösen. Es muß bei genannter Wahl schon recht grobe Ungesetzlichkeit unterlaufen sein. — (Fusion.) Vorigen Donnerstag wurde die Fusion der Laibacher Kreditbank und der Laibacher Handelsbank durchgeführt. Alle Ge¬ schäfte der Handelsbank gehen an die Kreditbank über, in deren Verwaltungsrat auch einige Mit¬ glieder der Handelsbank eintrelen. — (Wichtig für Familien von ame¬ rikanischen Auswanderern.) Der amerika¬ nische Senat hat eine Verordnung angenommen, die es 35.000 Frauen und Kindern von Aus¬ wanderern, die sich in den Jahren 1921 bis 1924 in den Vereinigten Staaten niedergelassen und die ersten Bürgerpapiere bereits erworben haben, ermöglicht, ihren Angehörigen nachzuwandern. Sie fallen nicht unter die sogenannte Quote. — (Die Reparationsquote Südsla- Wiens.) Der auf unseren Staat für die Zeit vom 1. September 1926 bis zum 31. Dezember 1927 entfallende Anteil von den deutschen Repa¬ rationsleistungen beträgt 59,749.488 Goldmark, welcher zur Bestreitung schon früher abgeschlosse¬ ner staatlicher Bestellungen verwendet wird. Außer¬ dem erhält unser Staat noch als Überschuß aus nicht durchgeführlen Bestellungen den Betrag von etwa 14 Millionen Goldmark. — (Deutschland verbietet die Ein¬ fuhr geschlachteter Schweine aus Süd- slawien?) Wie in südslawischen Wirtschaftskrei¬ sen verlautet, beabsichtigt Deutschland vom 1. Jänner an die Einfuhr geschlachteter Schweine aus Süd- slawien zu verbieten. Da Deutschland zu den be¬ sten Abnehmern unserer Schlachiprodukte gehört und sür diese Saison schon größere Mengen zur Ausfuhr vorbereitet sind, würde die Einstellung der Einfuhr seitens Deutschlands für unsere Schlachthausindustrie einen schweren Schlag be¬ deuten. Wie die Belgrader Blätter melden, ist der deutschen Gesandtschaft von diesem Vorhaben der deutschen Regierung bislang nichts bekannt. — (Zwei Wildschweine) im Gewichte von 90 und 30 KZ hat kürzlich im Seeler Revier Herr Franz Kraus aus der Stadt erlegt. Weid¬ mannsheil ! — (Kartoffelmangel in Slowenien.) Die Kartoffelernte ist im Vorjahre im ganzen Lande schlecht ausgefallen. An manchen Orten hat man nicht einmal soviel erfechst, als zum Aussetzen nötig wäre. Auch im Gottscheeischen klagt man allgemein über die geringe Ernte und noch von der geht bald ein guter Teil durchs Faulen zugrunde. Im Frühjahr wird es da und dort an Saatkartoffeln fehlen, weshalb an maß- gebender Stelle schon jetzt Vorsorge getroffen werden sollte, daß aus dem Auslande zollfrei Saatkartoffeln eingeführt werden. Auch darüber heißt es bald ins Klare kommen, von welcher Seite aus in den einzelnen Gemeinden die ge¬ meinsame Bestellung erfolgen soll. Der Bezirksökonom hätte da ein dankbares Feld für seine Tätigkeit. — (Bankenvereinigung in Slowe¬ nien.) In Wirtschaftskreisen wird viel darüber gesprochen, daß die Laibacher Handelsbank und die Kreditbank vor einer Fusion stehen. Die Fu¬ sionsbedingungen der beiden Anstalten gehen zwar auseinander, doch glaubt man fest daran, daß die slowenischen Geldanstalten, 20 an der Zahl, Fusionen werden durchführen müssen, da 20 Geld¬ anstalten für Slowenien zu viel sind. — Konkurrenz für unseren Mais auf ausländischen Märkten.) Die heurige Maiswelternte war sehr günstig, weshalb die Weltmarktpreise im großen und ganzen sehr lief stehen, namentlich in Argentinien, das mit dem europäischen Mais arg konkurriert. Unser Mais kann seines höheren Preises wegen dabei . icht Schritt halten. Diese Konkurrenz spürt auch Ru¬ mänien schwer, das über 250.000 Waggon Mais für Ausfuhr übrig hat. — (Aus- und Einwanderung in Ju¬ goslawien.) Nach der amtlichen Statistik des Ministeriums für Sozialpolitik sind im Jahre 1925 aus unserem Staate 15.005 Personen, hie¬ von 9757 Männer und 5248 Frauen, außerdem noey 2638 fremde Staatsbürger, die in Jugo¬ slawien lebten, ausgewandert. Zugewandert sind in derselben Zeit 5681 Personen, 4151 Männer und 1540 Frauen. In den letzten sieben Jahren sind aus unserem Staate insgesamt 66.945 Per- sonen ausgewandert, zurückgekehrt aber 51.745, d. h. es gehen jährlich durchschnittlich 2170 Ein¬ wohner durch Auswanderung verloren. Die Emi¬ granten haben im Laufe der letzten sieben Jahre in die Heimat ungefähr 150 Millionen Dollar geschickt. Stara cerkev. (Bericht aus Amerika.) Am 6. Dezember ist in New Jork der verehlichte Franz Samide, ein gebürtiger Malgerer von Nr. 14, vom Herzschlage getroffen worden und bald verschieden. Er war gerade auf dem Wege zur Arbeitsstätte. Samide war 40 Jahre alt. Die in der vorletzten Nummer gebrachte Cle¬ velander Notiz über den Todesfall eines gebür¬ tigen Malgerer sei dahin richtig gestellt, daß er Kamme hieß. Worovec. (Volksbewegung.) Im Jahre 19^6 gab es in der Morobitzer Pfarre 12 Ge¬ burten, 10 Todesfälle und 3 Trauungen. Ge¬ storben sind: Rosalia Miklitsch aus Jnlauf, 47 Jahre alt, Stefan Schager aus Niedertiefenbach 5, 91 Jahre alt, Agnes Tscherne aus Morobitz 8, 51 Jahre alt, Jakob KajfeL, Johann Mihelič, Maria MarinL, Lena Stefandl aus Obertiefen¬ bach 1, I Vs Jahre alt, Maria Mallner aus Niedertiefenbach 26, 52 Jahre alt, Lena Jur- kowilsch aus Eben 10, 53 Jahre alt, Georg Stampfl aus Morobitz 6, 52 Jahre alt. Ge¬ traut wurden: Josef Trocha von Jnlauf 11 mit Rosalia Ostermann aus Niedertiefenbach 1, Georg Händler von Mvrobitz 13 mit Annn Peitler von Eben 9, Josef Schuster von Mruuen 33 mit Pauline Stampfl von Prösuln 3. Mavne. (Todesfall.) Am 4. Jänner ist im Landesspital in Ljubljana der Gastwirt Anton Mallner von Eben Nr. 2, der vor 6 Wochen behufs Heilung eines Herzleidens sich dorthin begab, gestorben. Der Verstorbene war ein bie¬ derer und fleißiger Mann und hinterläßt eine Witwe mit drei unmündigen Kindern. Die neue Bronzeglocke, die sein Schwager H. Peter Kösel in Amerika gespendet und am 3. Oktober 1926 eingeweiht worden war, hat ihm als ersten das letzte Geläute gegeben und möge dieses sür ihn ein Friedensgeläute sein. Er ruhe in Frieden. Stari tog. (A ltl a g e r N a chrichten.) Im Jahre 1927 sind in unserer Pfarre 28 Kinder, und zwar 17 Knaben und 11 Mädchen geboren worden. Gestorben sind 34 Personen. Die Alt¬ lager : Josefa Händler, der Schuster Josef Maußer Nr. 120 und Maria Hönigmann 3; die Neu¬ lager : Anton und Maria Hoge 4, Maria Mor¬ scher 20; die Schönberger: Ursula Hutter geb. Jonke, Helena Mische 3, Stefan König 2; die Hohenberger: Josef König 4, der älteste, im 90. Jahre stehende Franz Kikel 9; der Obersteiner: Josef König 1 im 27. Jahre; die Langentoner: Josef Kraker 48, Magdalena Lobe und ihre Tochter Rosalia Höferle 20, Heinrich Kraker 22, Maria Kump 54; in Kuntschen Georg Grill aus Rotenstein 9; der Altbacherer Franz Kamme 23 ; in Neubacher: Rosalia Kikel 2 und ihre Schwester Helena Stampfe! 6; die Tiefenreuterer: der Nagel- chmied Matthias Perz 9, die Witwe Ursula Flack 14, Maria Perz 6; die Rieglerin Maria Wittreich 6; das Grintowitzermädchen Stefania König 7 und die taubstumme Kletscherin Mag¬ dalena Kraker 9 und 8 kleine Kinder. — Auf¬ geboten waren 13 Paare, davon folgende zuhause getraut: Feodor Stickel, der mit der russischen Wrangelarmee nach Jugoslawien gekommen und zum kathol. Glauben übergetreten ist, mit Maria Pust; er ist Besitzer in Grintovec 12; der Weißen- steiner Besitzerssohn Rudolf Fink 9 mit Theresia Sauer aus Boitsberg; der Kletscher Besitzerssohn Hermann Fink 8 mit der Langentonerin Paula König 54; der Langentoner Besitzer Alois Hö¬ ferle 20 mit Margaretha Fabjan 17; die Ho¬ henberger: Josef König 3 mit Josefa RuparLiL aus der Stadt und der Besitzerssohn Franz Herbst 10 mit der Obersteinerin Anna König 1; der Obersteiner Besitzer Josef König 1 mit der Ho- henbergerin Maria König 5 und der Altbacherer Besitzer Rudolf Fink 7 mit Paula Hoge 11. Das Altlagerbrautpaar Franz Maußer 12 und Maria Mische 64 wurde in der Stadt getraut, der Schönberger Kasimir Hönigmann, genannt Palese, holte sich seine Braut Franziska Blatnik aus Hinje, der Altlager Rudolf Mische 69 nahm zur Frau die Koflerin Maria Fink 43 und der Langentoner Rudolf König 52, der mit Johanna Tudja aus Kroatien getraut wurde. KoL. Weka. (Volksbewegung.) Im ab¬ gelaufenen Jahre gab es in der Rieger Pfarre 8 Trauungen, 37 Geburten und 29 Sterbcfälle. Werdreug. (Gestorben) ist am 13. Dezem¬ ber v. I. die Besitzersfrau Maria Herbst Nr. 3 nach längerem Leiden in ihrem 56. Lebensjahre. Sie ruhe in Frieden. — (O, Schicksal, wie bist duso Hartl) kann die junge Witwe Josefa Petsche Nr. 23, deren Gatte im September v. I. gestorben und sie mit vier kleinen Kindern (das älteste zählt erst 5 Jahre) und eine alte Mutter im tiefsten Elend zurückließ, ausrufen; da stand ihr als Neujahrs¬ geschenk, gerade am Silvesterabend, die schönste von ihren drei Kühen um. Die Arme ist wohl bedauernswert. Skril. (Dem Besitzer I. Ma ich in) in Küchlein ist vor kurzem ein großes Unglück pas¬ siert. Im Vorhause, dessen Fußboden mit nicht gut schließenden Brettern belegt ist, hat er zur Nachtzeit Schnaps gebrannt. Dabei dürfte un¬ versehens Glut durch die Fugen des Fußbodens in den unterhalb befindlichen Stall gefallen sein. Die glimmende Stallstreu entwickelte so starken Rauch, daß sämtliches Vieh — fünf Stück — erstickte. Den Schrecken kann man sich vorstellen, kmi^veiclieir mit lisi-suswascLsn mit Seite 4. G'ottscheer Zeitung — Nr. 2. Jahrgang IX als der Besitzer beim Betreten des Stalles sein Vieh tot fand. Armer Bauer, der in einer Nacht um seinen Viehstand kommt! Der Bedauerns¬ werte ist sehr hilfsbedürftig. Koprivnik. (Hochherzige Spende.) Der Pettauer Großkaufmann, Herr Alois Kraker, ein gebürtiger Nesfeltaler, hat kürzlich den Kindern unseres Schulsprengels ein großes Paket Kleider¬ stoffe gespendet, die knapp vor den Weihnachts- feiertagen an 50 arme Schulkinder verteilt wurden. Dem edlen Wohltäter sagen wir auch an dieser Stelle für die vielen und schönen Weihnachtsge¬ schenke unseren innigsten und tiefgefühltesten Dank. — (Wolfsplage.) Allem Anscheine nach wollen sich die Wölfe in der hiesigen Gegend heimisch machen. Bald zeigen sie sich vereinzelt, bald in Rudeln und dringen sogar bis zu den menschlichen Wohnungen vor. So wurde in den Weihnachtsfeiertagen vor einem Schweinstall eines Schäfler Bauern ein Wolf gesehen, der aber in¬ folge des gemachten Geschreies seitens der Be¬ völkerung rasch das Weite suchte. In der hl. Christnacht inszenierten die Bestien unweit unserer Ortschaft ein so schauriges Geheul, daß darob die Kirchengänger in argen Schrecken versetzt wur¬ den. Hiesige Berufsjäger erzählen, daß sie auf ihren Jagden recht viel gerissenes Rehwild und Wolssspuren angetroffen haben. Es wäre höchste Zeit, daß man sich der Vertilgung dieser gefähr¬ lichen Raubtiere mit etwas mehr Interesse, mit regerem Eifer und größerer Ausdauer widmen würde. — (Volksbewegung.) Im abgelaufenen Jahre gab es in unserer Pfarre 5 Trauungen, 30 Geburten, davon 17 männlichen und 13 weib- lichen Geschlechtes, und 33 Sterbefälle. Ein Wit¬ wer (Matthäus Stalzer, ein Büchler von Nr. 16) erreichte ein Alter von 93 Jahren. — (Eine neue Musikkapelle), die eifrig bemüht ist, den Zusammenbruch der ehemaligen Burschenvereins - Kapelle wieder wettzumachen, wurde von den hiesigen Burschen im vergangenen Herbst ins Leben gerufen. Sie stehl unter der Leitung des Robert Meyeren und ist 10 Mann stark. Die Burschenkapelle hat zur Freude der Be¬ völkerung in den Weihnachtsfeiertagen während des Gottesdienstes mehrere Krippenlieder zur Aufführung gebracht und mit ihren frischen Klängen allgemeinen Beifall hervorgerufen. Frischauf zu weiterer Arbeit mit dem Wahlspruch: Einig, treu und fest! Kokom. (Volksbewegung.) Im vergan¬ genen Jahr zählte die Ebentaler Pfarrgemeinde 12 Geburten und 3 Sterbefälle. Trauungen gab es keine. Mozekj. (Aus der Gemeindestube.) Die Sitzungen unseres Gemeindeausschusses während der früheren Berwaltungsjahre nahmen fast immer ruhigen Verlauf. Es kam oft zum Meinungsaus- tausch, doch ohne gegenseitigen persönlichen Angriff. Die letzten Sitzungen nun verliefen in ganz ent¬ gegengesetzter Form. Nicht nur das Wirtschaftli¬ che und der Gedanke an das Wohl und Wehe der Gemeinde, sondern vor allem Parteipolitik traten da in den Vordergrund. Früher ein Stramm¬ deutscher und heute nur der slowenischen Sprache noch mächtig, sprang man erregten Gemütes auf und verließ im Laufschritt die Gemeindekanzlei. Es scheint, daß gewisse Herren es sich zur Auf¬ gabe gestellt haben, nur Mißtrauen zu entfachen. Großtuerische Weisheit hat bei keinem Nachbar jemals Achtung gefunden. Falls ein Verkehr mit dem Nachbar erwünscht, ist in Zukunft auch ein Dolmetsch mitzubringen, damit er die Wünsche des gewissen Herrn auf deutsch übersetzt; denn sonst kann kein Zwiegespräch mehr vorgenommen werden. Wähler in der Gemeinde! Macht Äug' und Ohr auf, wo in Zukunft um euere Stimme geworben wird! Wo man Wählerstimmen braucht, versteht man deutsch, in der Gemeindekanzlei aber nur slowenisch. Schrifttum. Äug der Welt der Südslawen. Unter diesem Titel erschien im Verlage I. H. W. Dietz Nach¬ folger in Berlin vom bekannten deutschen Publi¬ zisten Hermann Wendel ein 282 Druckseiten um¬ fassendes Werk, dessen Inhalt Politisches, Histo¬ risches, Sozialpolitisches, nebst zwei Südslawien- fahrten und Nachdichtungen südslawischer Lyrik aufweist. Wer Interesse daran hat, lasse sich das Buch kommen. Preis 8 Mark. Herausgeber u Eigentümer: Josef Eppich, Stara cerkev Schriftleiter: Carl Erker, Koöevje. Buchdruckerei Josef PavliLek in Koöevje. Danksagung. Allen lieben Freunde» und Bekannten, welche unseren lieben Vater während der Krankheit heimgesucht, und alle», die ihm das letzte Geleite gegeben haben, danken auf diesem lvege innigst Karl, Anton nnd Edwin Dragan. UoLevje, im Jänner Mr. Keuankauf Franz Gliebe m Kukovo bei Koievje kauft Heu jede Sorte und jedes Quantum zu den höchsten Tagespreisen. Anträge erbeten. Sonntag den 16. Jänner findet im Gasthause Raimund Erker in Schalkendorf ein Kausöakt statt. — Für Musik, gute Speisen und Getränke wird bestens gesorgt. Ergebenster Kaimund Erker. Mit 5—3 nach Deutschs: Landarbeiter, Familien, Dienstmädchen. Frühjahr 1927. Februar bis April. Schnellste und bequemste Fahrt. Beste Kost und Bedienung den ganzen Weg. Fahrkarten und Informationen beim Vertreter: J. H. Zidar Ljubljana, Dunajska cesta 31. — Briese: Predal I. Aauchen ist KM! Jeder kann sich das gesundheitsschädliche Rauchen spielend l icht abgewöhnen oder es einschränken mit Dr. Naschers Putschtabletten. Packung 30 Din und 42 durch „Aurora" Kom.-Ges. Kamenica 22, Srem. Konzessionierter Dienstmann Gebe dem geehrten Publikum bekannt, daß ich jederart Mobilien, Pakete, Briefe und Einladungen zum Austragen übernehme. Billige Preise. 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