Sreniwmttms Preise: »fl*Laibach: •«niiHrtfl . . 8 fi. 40 kr. H-StShrig . . 4 „ SO „ ♦«erWiatrtg . s „ 10 „ »fonattt* ,70, Mit der Post •«lÜfrtg.........1L fl. H-»1»hrtg........ 6 „ «irrteltyrig......3 , Laibacher Zustellung in« Hau« »tMrlj. 86 k., eenen. S kr. Nummern 6 kr. Nr. 193. Tj 'agblatt. Anonyme Millheilungkii werden nicht derülkfichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. RrVacti«« r vahnhofgaffe Nr. 16. Er-rdtti«»»- * Jnsrrate«-vureau: «ongreßplatz Nr. 2 (Buchhandlung von Jg. v. Klein, wahr & Fed. Bamberg) z«sertt»«»t>retfe: ?ür dir einspaltige Petitzeile 4 It., bei »iebetbolterwOgx, schaltung 4 3 k. Anzeigen bis 5 Zeilen SOW'v Bei größeren Inseraten und Ü* öfterer Einschaltung entsprt- „<-• chender Rabatt. Für cvmplieierten Satz besondere Bergütung. Donnerstag, 23. August 1877. — Morgen: Bartholomäus. 10. Jahrgang. Consejsionelle Fragen. Dir „Köln. Ztg." wirft einen Rückblick v auf die während der AmtSthStigkeit de« Cu!lu«minister« Dr. Stremahr in Oesterreich befolgte Kirchenpolitik. Aus diesen historischen Betrachtungen entnehmen wir, daß bei der im Jahre 1871 in Salzburg statt« gefundenen Monarchenbegegnung ein gemeinsames liberale» Vorgehen auf konfessionellem Gebiete besprochen wurde. Der hievon im vertraulichsten Wege verständigte Wiener Fürsterzbischof, Kardinal Rauscher, versäumte e« nicht, den Oppositionsbrei zu kochen. Küchendienste hierbei leisteten, wie gewöhn« «ch. <«ne höher gestellte Dame in Prag und eint edle, klerikale Seele, Mitglied der St. Michel«. f*Uf! a r ®,en- Dem in hoher Politik ge. schulten Kardinal gelang mit Hilfe einiger politi. schen Küchenjungen und Küchenmägde da« Gegen-theil bet Salzburger Übereinkunft. Die allenthalben sich breitmachende Bewegung der Altkatholiken wurde anfänglich an maßgebender behördlicher Stelle ignoriert, später mit offenbarer Mißgunst behandelt, und noch heute ist der Alt-katholiciemuS in Oesterreich vl. gelfrei. Das Schicksal de» vom böhmischen ReichSralhSabgeordneten Wal der t im Abgeordnetenhause eingebrachten Entwurfes eines Altkatholikengesetzes für Oesterreich ist bekannt, dieser Entwurf wurde den pompes de fun&bres zur Bestattung übergeben. Der für Religionsfreiheit begeisterte Abgeord« flete für Riederösterreich, Dr. Josef Kopp, rief diesem, im confesstonellen AuSschnfle begrabenen Waldert'schen Gesetzentwürfe das Losungswort „Auferstehung" zu, da« Abgeordnetenhaus acceptierte diesen Gesetzentwurf, jedoch die Pair« de« Reiche« fanden, dem ministeriellen Souffleur folgend, sich nicht bestimmt, diesen Gesetzentwurf, der da- Wesen de» AUkatholiciSmuS in Oesterreich regeln sollte, in parlamentarische Behandlung zu nehmen. Die alt» katholische Kirchengemeinde zählt in Oesterreich mindestens 35,000, u. z. in Böhmen 25,000, in Wien 7000 und in Oberösterreich 3000 Mitglieder. Dir Interessen dieser Genoffenschaft sind heute noch schutzlos. Ueberhaupt ist auf dem Gebiete der kirchen. politischen Gesetzgebung in Oesterreich ein völliger Stillstand eingetreten, die signalisierten Gesetze über die Rechtsverhältnisse der katholischen Kirche, über die Verwaltung de« Kirchenvermögen- und über die Errichtung theologischer Lehranstalten schweben noch immer in der Luft; auch der gegen die Jesuiten in Innsbruck geführte Streich entpuppte sich, nachdem die gesalbten Häupter unter dem breiten Schilde Stremahr« mächtigen Schutz fanden, al« ein — Wasserstreich. Dem von beiden Häusern de« Reich«, rathe« beschlossenen Klostergesetze versagte die Krone die Sanktion, die Mönche und Nonnen der verschiedenen Orden vermehren sich in Oesterreich-Gauen wie die Pilze im üppigen Waldboden. Die Frage der Umgestaltung des mangelhaften Eherechtes wurde ad graecas calendas vertagt, das Feld der kirchenpolitischen Gesetzgebung in Oesterreich liegt gänzlich brach. Die Ultramonlanen wendeten alle möglichen Mittel an, um das Zustandekommen dringend nothwendiger Gesetze auf konfessionellem Gebiete zu Hintertreiben. Die Regierung lehnt jede ernste, thälige Inangriffnahme der konfessionellen Fragen unter dem Borwande ab, daß eine liberale Regierung in Oesterreich nicht imstande wäre, einen Kulturkampf wie er in Deutschland, namentlich in Preußen, geführt wird, durchzuführen; oben begegne man zu vielen Schwierigkeiten und unten würde sich eine nicht zu bewältigende Opposition geltend machen. Man bedürfe, nach Anficht der Regierung, gar keiner weiteren Gesetze, da man mit den bestehenden neuen Kirchen- und Schulgesetzen vollkommen (?) aulreiche. ES wird $ugegtbtn, daß die bestehenden neueren Gesetze die staatliche Autorität von der geistlichen Gewalt befreit und dem Staate das Recht wiedergegeben haben, sein Verhältnis zur Kirche selbst zu regeln; aber es ist wohl zu erwägen, daß diese Gesetze befolgt und auch nicht befolgt werden können; daß die Durchführung dieser Gesetze dem Ermessen de« betreffenden Minister« anheimgestellt ist; daß hierbei dem Minister überlaffen bleibt, diese Gesetze im liberalen oder ultramontanen Geiste zu behandeln, kurz, der Reaktion ist ein zu weite« Feld offen gelassen worden. Heute besitzen wir ein allenthalben nach liberalen Grundsätzen amtierende« Ministerium, aber wer bürgt un« dafür, ob morgen nicht ein nach ultramontanen Prinzipien regierende« dem liberal amtierenden nachfolgt ? Beispielsweise liegt e« in dem Willen de« Minister-, Oesterreich mit Mönchen und Nonnen Iemsseton. Die Herrin von Kirdy. Roman von Sd. Wagner. (Fortsetzung.) Da« Bild, auf welche« der angebliche Lord Edgar dm Blick wie gebannt gerichtet hatte, war "n Oelgemälde, da« Porträt eine« Manne« fast in ^dinsgiöße darstellend, in welchem der scharfsehende Wann ganz richtig den Großvater der Schloßherrin dermmheie. Langsam kehrte er sich dieser wieder zu Und sagte tief bewegt, indem er auf da« Bild zeigte: «Vergleichen Sie mein Gesicht mit dem diese« wildes, wenn Sie an meiner Identität zweifeln. 6t war Ihr und auch mein Großvater. Trage ich uicht seine Züge? Hier finde ich noch einen meiner »tristen Beweise, und zwar einen, auf den ich nicht Berechnet höbe.“ Lady Olla hatte den Vergleich schon angestellt, und sie mußte sich sagen, daß die Aehniichkeit de« jungen Manne« mit ihrem Großvater wirklich überraschend war. Er hotte die Züge der Kirby», deren braune Augen, da« dunkle Haar, die hohe, ireie Stirn; nur da« Kinn war mehr rund, und Mund zeigte nicht jenen stolzen Ernst, welcher den Kirby« eigen war, vielmehr lag ein beständige« Lächeln auf seinen Lippen, welche« der Lady Olla so sehr mißfiel und welche«, in Verbindung mit dem stechenden Blick seiner Augrn, auf Hinterlistigkeit und Verschmitztheit des Charakter« schließen ließ. Aber dennoch war die Aehniichkeit so schlagend, daß in Olla die Befürchtung mehr Platz griff, der junge Mann möchte in Wirklichkeit sein, wa« er zu sein vorgab — ein Kirby. .Ich muß gestehen, daß Sie allerdings etwa« Aehniichkeit mit meinem Großvater haben," bemerkte sie nach längerem Schweigen, „aber diese Aehnlich. teil beweist nichts.' „Sie beweist sehr viel, wenn sie meinen übrigen Beweisen hinzugefügt wird," entgegnete Lord Kirdy. „Wollen Sie so freundlich sein, dieselben zu prüfen, Lady Olla." Er rückte einen Stuhl für sie an den großen runden Tisch und bat fit, Platz zu nehmen, worauf et das Paket öffnete, die Dokumente in ihre Hände gab und sich bann neben sie setzte, um ihr bei der Durchsicht der Papiere behilflich zu sein. „In meinem Bestreben, Ihnen die für Sie unangenehme Nachricht so schonend al« möglich mit» zutheiien, bin ich elroa» ungeschickt gewesen," sagte j er lächelnd. „Hier ist ein Brief von Ihrem Beiter, Mr. Humphry Kirby in Dublin; vielleicht wäre es bester gewesen, wenn ich Ihnen denselben vorher eingehändigt hätte." „Da« würde allerdings der Fall gewesen sein," erwiderte Olla, „denn Mr. Humphry Kirby ist einer meiner treuesten und vertrauenswürdigsten Freunde. Schon mein Vater, dessen Anwalt er war, schenkte ihm unbegrenztes Vertrauen. Sie sagten, wenn ich nicht irre, daß er Ihre Ansprüche anerkannte?" „Lesen Sie den Brief, Mylady," sagte Lord Edgar, .Sie werden darin mehr enthalten finde», als ich Ihnen sage» kann." Dabei reichte er den Brief der jungen Dame, welche ihn brach und las. Er lautete, wie folgt: „Dublin, am 14. September 1870. Meine liebe Lady Olla! Dieser Brief wird Ihnen durch einen jungen Mann überreicht werden, von dessen Dasein Sie bi« jetzt nichts wußten, der aber dennoch nahe mit Ihnen verwandt ist. Er wird Ihnen, ehe Sie den Brief lesen, seine Geschichte bereit« erzählt haben. Tausendmal bitte ich Sie um Verzeihung wegen meiner Feigheit, die mich in diesem wichtigen Moment fern von Ihnen hält. Diese meine Feigheit, meine liebe Lady Olla, hat mich zum Schweigen veranlaß! all' die Jahre hindurch; "doch ist die Zeit zu überfluten und geistlichen Lehranstalten da- Oefsent-lichkeitsrecht zu verleihen. Da- Zustandekommen der nothwendigen von» feffioneüen Gesetze kann nicht länger mehr hinaus-gcschoben werden, um eben eine stabile, einheitliche Gesetzgebung zu erhalten; dem Ermessen der Verwaltung darf nicht allzuviel anheimgestrllt werden. In liberalen BevölkerungSkreisen Oesterreichs wird Klage geführt, daß in kirchlichen und confeffionellen Angelegenheiten die Partei immer den kürzeren Theil ziehe; einer nicht unbedeutenden Anzahl von ausländischen Mönchen und Nonnen wurde gegen den Willen der betreffenden Gemeinden dir Niederlaffung in Oesterreich gestattet. Der in einigen Wochen wieder zusammentretende Reichsrath wird zu bedenken haben, daß nicht nur der Ausgleich zwischen Oesterreich und Ungarn, sondern auch jener zwischen Staat und Kirche, Kirchen-gemeinde und Kirchengemeindemitgliedern zustande kommen solle. Auf konfessionellem Gebiete hatten noch viele st tagen ihrer befriedigenden Lösung. lieber die Orieulpoliti! Oesterreich-Ungarns ließ ftch der seinerzeit berühmte ungarische Agitator Kossuth vor kurzem in einem an den ungarischen Deputierten Mvlnar gerichteten längeren Privat-britst vernehmen, welcher folgende Kraftstellen enthält: „Wenn mir gestatten, daß derRusse siegreich au» dem gegenwärtigen Krieg hervorgehe, bann wird bet Zar, ob er nun sein Wort hält oder nicht, auf jeden Fall als siegreicher Führer des PanslaviSmuS auf dem Piedeftal der Geschichte Platz nehmen. Die auf die Weltherrschaft gerichteten Aspirationen der Slaven gruppieren fich dann um den Zarismus; dieser wird dann der Stern, der ihnen die Wege weist; dieser wird der Messias, auf dessen Ruf sie hatten; btt Gott, den fie anbeten, ihr Herr, der ihnen gebietet, utib fie werden bk gehorsamen Diener ihres Herrn, unb btr PanslaviSmuS entwickelt fich zum Panslavo-ZatiSmuS. Wenn wir aber ben Zar, der die Fahne des PanslaviSmuS schwenkt, sieglos heimschicken, dann werden die Fittiche seines Dschin. giS-Khan'schen Fluges, wird der Zauber gebrochen sein und verlieren die panslavistischen Aspirationen ihren Siachel. Die Slaven werden einsehen, daß r« nicht gut sei, wenn sie sich einen Götzen schnitzen, um diesen statt des Gottes der Freiheit anzubeten. Da fich die Stütze als hinfällig erwiesen, fällt alles, was sich auf sie gestützt, wie eine aufgelöste Garbe endlich gekommen, wo die Feigheit zur strafbaren Schuld wird. Ich habe wvl nicht nölhig, Sie meiner lebhaftesten Sympathien in dieser fatalen Angelegenheit zu versichern. Nach meinem Wunsche sollte die Tochter weine» intimsten Freundes, Lords Gilbert Kirbh, Herrin der Grafschaft Kirby werden und bleiben, und um diesen Wunsch erfüllt zu sehen, bewahrte ich so lange diese« Schweigen. Doch die Zeit zum Sprechen ist gekommen, ich kann unb darf nicht länger schweigen, wenn ich mein Gewissen nicht noch mehr belasten will. Meine Situation als Ihres seligen Vaters gewesenen Rechtsanwalts, noch mehr als der Associü Sir Arthur LoghlanS in der Verwaltung Ihres Vermögens und Vormund Ihrer Person, sowie als irischer Anwalt Sir Arthurs — ist eine höchst peinvolle, um so mehr, ba ich kaum etwa« zu meiner Entschulbigung anführen kann, es fei denn, daß meine Liebe zu Ihnen als Entschuldigung anerkannt wird. Ich will Ihnen die ganze Geschichte, obwol fie Ihnen der Ueberbringer dieses ausführlich erzählt haben wird, hier nochmals, wenn auch nur zur Bestätigung, kurz mittheilen. Ihr Großvater hatte zwei Söhne, Edgar und Gilbert, von denen der elfte« der ältere war. Edgar, auseinander. Die verschiedenen slavischen Nationen werde» nicht im Cultus des Zarismus, der »ur zur Rusiificierung und mit dieser zu den Fesseln der Sklaverei und zum Branntweinelend und zur Brutalität führt, wol aber in der Erhaltung und Entwicklung ihrer eigenen Individualitäten, in der Nahrung des vestaiifchen Feuer« ihres nationalen Selbstgefühls ihr Heil suchen. Dies ist der Weg, welcher zur Erwerbung der Freiheit, wo sie noch nicht vorhanden, und zu ihrer Erhaltung und Förderung führt, wo sie schon besteht. Und wir Ungarn werden sie inSgesammt auf diesem Wege freundschaftlich begrüße» und mit warmer Sympathie be» gleiten; und wir werden, so weit dies auf uns ankommt, auch jede» Pulsschlag der unausrottbaren Lebenskraft jener staunenswerten slavischen „leben, digen Säule" unterstützen, deren nationale» Selbstgefühl weder die Verfolgung, noch die Verführung, noch die Flut langen Leiden« zu brechen vermochte." Vom Kriegsschauplätze. Die Abreise des russischen Kaisers von Bjela erfolgte aus sanitären Gründen, wegen der dort geradezu verpesteten Luft. Im Kreise vieler Offiziere im Generalstabe und von Personen, die dem russischen Hauptquartier angehören, wird als sicher angenommen, daß der geeignete Moment zur Wiederaufnahme der Operationen für die Russen noch nicht gekommen sei. Man meldet einzelne Scharmützel der Vorposten auf der Straße Plewna-Lowaz-Selwi. Die Kosaken zu Pferde versuchen die Ermmunication Osman Pascha's zu unterbrechen. Eine große Truppenansammlung findet bei Rustfchuk in der Nähe von PyrgoS statt. Man ist in der russischen Armee damit unzufrieden, daß die kaiserliche Garde herangezogen wird. Man rechnet, daß 40,000 Mann Garde so viel kosten werden, wie zwei ganze Armeecorp». SS kommen immerfort Verwundete an, was beweist, daß der Krieg im kleinen fortbauert. Die Stärke ber türkischen Armee schätzt man bei RaSgrab auf 35,000 Mann, bei OSman Bazar und Umgebung auf 60,000 Mann, bit Armee Suleiman Pascha's auf 55,000 und die Osman Pascha's auf 70,000 Mann. Die Russen, welche in Medschidieh Lebensmittel für eine Armee von 30,000 Mann auf sechs Monate angehäuft hatten, schaffen dieselben wieder nach dem Norden der Dobrudscha zurück. Bei RaSgrad errangen dir Türken einen bedeutenden Sieg, infolge welchen die Russen auf ben Lom zurückgefallen finb. Küstendsche ist noch immer von den Russen besetzt. ein wilder, lustiger Butsche, war heimlich mit einer Schauspielerin in London verheiratet; doch wurde et seiner Frau bald müde und schämte fich ihrer, um so mehr, da er erst nachträglich erfahren, daß sie von nicht sehr achtbarer Herkunft war und auch selbst in einem zweifelhaften Rufe stand. Nachdem fie ihm einen Sohn geboren, kam er zu mir und berieth mit mir die Möglichkeit einer Scheidung. Da er aber zur Zeit der Heirat großjährig war und auch sonst keine Lücke sich auffinden ließ, konnte da« Gesetz ihm nicht beistehen. Er schrieb ihr einen letzten Brief und kehrte nie zu ihr zurück. Wie es scheint, liebte fie ihn aufrichtig, denn fie wurde infolge dieser Trennung wahnfinnig. Während fir nun in einer Irrenanstalt untergebracht wurde, übergab Lord Edgar seinen Sohn einfachen, aber ehrlichen Landleuten zur Erziehung. Ehe Lord Edgar starb, ließ er mich an fein Lager rufen und »zählte mir seine ganze unglückselige HeitatSgeschichte nochmals, nannte mir den Aufenthalt des Knaben, sagte aber auch, et könne durchaus nicht zugeben, daß der Sohn einer Schauspielerin einst Besitzer von Schloß Kirbh werde. Er glaubte, daß der Knabe zu viel schlechte« Blut in seinen Adern habe, um de« Namen« und der Titel der KirbyS würdig zu sein. Er bat mich, für die Erziehung seine» Sohnes zu sorgen, dessen Einem Gerüchte zufolge erlitten die Russen bei Tirnowa eine Niederlage. Durch die Niederlage, welche die Russen bei Kasanlik erlitten, wurde der Schipka-Paß frei. Der Kommandant en chef der Armee in Afien telegrafiert, daß die Russen am 18. d. früh ihr Lager bei Guediklar aufhoben und, nachdem fie sich mit den vor Pergnid und Baldirvvan lagernden Truppen, bestehend aus 48 Bataillonen Infanterie, 14 Batterien Artillerie und 10 Regimentern Kavallerie, vereinigt Hatten, die türkischen Truppen bei Jasnilat angriffcn. Ein heftiger Kampf entbrannte, infolge dessen die Russen, vollständig geschlagen, nach allen Richtungen die Flucht ergriffen. In diesem bi» in die sinkende Nacht dauernden Treffen verloren die Russen mehr al» 1200 Mann. Türkische Verluste find verhältnismäßig unbedeutend. Line große Menge Munition und Waffen fiel in die Hände der türkischen Truppen. In dem Kampfe bei Aasnilar haben die türkischen Truppen eint große Zahl russischer Waffen und Munition erobert. General Tschawtschawadse führte von dem Lager bei Baschkadiklar mit einer Kavalletie-Cvlvnne einen Streifzug nach der Ortschaft Bulanoff aus der rechten Seite des SubotinbacheS aus und überfiel Hier die reguläre türkische Kavallerie. Der Feind verlor 60 Tobte, ein Offizier und sechs Mann wurden gefangen, Gewehre und andere Waffen erbeutet. Bei Eröffnung de» Feuer« der feindliche» Batterie ging die russische Kavallerie in das Lager zurück. Politische Rundschau. Laibach, 23. August. J«la«d. Die „Deutsche Ztg." meldet, daß mehrere deutsche Unterhändler von Wien nach Berlin zurückgereist sind, um sich für einzelne Positionen des in Berathung stehenden Zolltarife« bie nöthigen Informationen einzuholen. Am 1. September sollen bie Vethanblungen wieder ausgenommen werben. Die Sachen sollen nicht am besten stehen. Deutschland, scheint e«, gehl viel energischer b'rein, als es unse-rer hart bebrohten Jnbustrie lieb sein kann. I» Angelegenheit be« Appreturverfahrens hak, wenn nicht alle Anzeichen trügen, unsere Regierung bereit» nachgegeben. Die brutschen Vertretet hatten, wie man anbeuttt, mit bem Abbruch btr Verhanblunge» gedroht, und dieser Drohung gegenüber vermochten unsere Unterhänbler nicht Stanb zu halten. Jetzt handelt eS sich um die Eisenzölle. Bekanntlich hatte Delbrück seinerzeit die deutschen Eisengewerke, welche Existenz aber so lange zu verschweigen, bis ein« Geheimhaltung zur Unmöglichkeit werden würde. Ich habe meine übernommene Pflicht getreu erfüllt, sorgte für des Knaben Erziehung und ließ ihn später studieren, bewahrte aber über seine H"' tunst das tiefste Schweigen. Et wuchs zum Man0 heran, führte stets einen einfachen Namen und hat" niemals eine Ahnung, daß dieser nicht sein wirklich'* war. Da würbe vor einem Monat stint M«t,ct au« btt Anstalt gtheilt entlassen. Er wußte natöt'. lich, baß sie seine Mutter war, nahm sie zu fich ld stint Wohnung, unb hier erzählte sie ihm die ganjt Geschichte. Der junge Mann kam zu mir unb nöthig» mich, bie Wahrheit anzuerkennen. Wie t« sch«"'' ist er ein feiner, gebilbeter Mann unb besitzt viele gutt unb tblt Eigenschaften mistrtr Familit. Ich habt dtm jungen Mannt den Rath 9 geben, zuerst zu Ihnen zu gehen, meine liebe Lao? Olla. Ich hasse einen öffentlichen Skandal, wie « den Tod hasse, weshalb ich sogleich an Sit Ad19 Coghlan geschrieben habe. Erwarten Sit ihn u mich morgtn odtr ttbttmorgtn. E« wirb gut 1 > wenn Sie Edgar bi« zu unstrtt Ankunft im ©)intergiund des Verkehrs, offenbar aus dem Grunde, weil die Production in diesen Artikeln allerorten eine sehr- reichliche ist. BemerkenSwerth ist, daß bei Weizen und «erste BerkaufSposten an einzelne Abnehmer in der Höhe von etwa 80» biS 40,000 Meterzentner vorgekommen sind. Nach einer approximativen Zusammenstellung wird rer Umsatz in Weizen aus circa 350,000 Meterzentner gegen 125,000 Meterzentner im Borjahre, der von Berste auf etwa 300.000 Meterzentner gegen 175,000 Meterzentner im Borjahre, von Korn auf 40,000 Meterzentner gegen 30,000 Meterzentner im Borjahre, von Hofer aus 20,000 Meterzentner gegen 100,000 Meterzentner (effektiv und Lieferung! im Vorjahre, von Mais aus 8000 Meterzentner gegen 10.000 Meterzentner im Vorjahre veranschlagt. Außerdem dürsten bei 160,000 Meterzentner Mehl, Kleien, Reps und diverse Hülsensrüchte verlaust worden sein. — Psarrherrlicher Bannfluch. AuS Salzburg empfängt die „N. (r. Pr." nachstehenden Original» bericht: «Man sollte eS kaum glaublich finden, welch wun» derliche Käutze noch im letzten Viertel des neunzehnten Jahr» Hunderts unter den Geistlichen ultramontaner Richtung funktionieren. Da hat in Bischosshosen der Herr Pfarrer von der «anzel aus derart sich über unser Schulwesen geäußert, daß eS der Oberlehrer als Pflicht erachtete, die Sache vor die Bezirkshauptmannschast zu bringen, die sofort die Untersuchung einleitete. Daraufhin hat der Pfarrer dem Herrn Oberlehrer wörtlich folgendes LxeommunicationS-Decret zu» gefertigt: Lieber Herr Oberlehrer! Als Ihr Seelsorger fühle ich mich verpflichtet, Sie zu erinnern, daß nach der Bulle Coenae Clernentia XI., art. XV., derjenige, welcher einen (Beistlichen vor ein weltliches Gericht zieht oder ziehen läßt oder direct oder indirekt dazu mitwirkt, mit dem Kirchen-banne sich belobet, Den bern ihn nach geschehener «enug-thunng nur ber Papst loSfprechen kann. Es ist möglich, daß Ihnen der «irchenbann mit seinen Folgen gleichgiltig ist oder daß Sie sich darüber lustig machen; einem katholischen Seelsorger und seiner katholischen Gemeinde kann es unmöglich gleichgiltig sein, ju wissen, daß der Lehrer von katholischen Kindern aus der ikirchengemeinschast ausgeschlossen ist. Gewissenspflicht Ihres fußleidenden Seelsorgers I. Ralch» grober, Pfarrer. Bischosshosen, 18. Juli 1877." So geschehen im Jahre 1870 uiid sieben nach Christi Geburt! — Der Journaliftentog in Dresden faßte folgende Beschlüsse: ,1.) Je ein ErmittlnngSbureau in Wien und Berlin zu errichten, welche die Ausgabe haben, das NachdruckSwesen zu überwachen und besonders auffällige Ueberschreitungen zur Anzeige zu bringen. 2.) Diese Anzeigen gehen an ein zu wählendes Somit* für Berlin und Wien, welche LomitLS zu entscheiden haben, ob der an» gezeigte Fall versolgbar sei oder nicht. 3.) 66 seien Rechtsanwälte zu bestimmen, welche nöthigensallS den gerichtlichen Weg zur Austragung eines angezeigten Falle» einzuschlagen haben." Weiter wurde nachstehende Resolution angenommen : „es ist Pflicht ftr Gesetzgebung des deutschen Reichs, bei der bevorstehenden gesetzlichen Regelung des Gefängnis» wesens dahin zu wirken, daß die Behandlung der wegen politischer und Preßvergehen Verurteilten im Gefängnisse eine den Anschauungen unserer Zeit entsprechende wie deS Berufes der Inhaftierten würdige und gleichmäßige sei." Lokal- und Prmiiizial-Augelegenheiteu. — (Zur Studienreise deS Kronprinzen.) Kronprinz Rudolf hat heute seine Reise von Wien über Graz, Laibach, Triest nach Pol- nicht mittelst Schnellzuges, sondern mittelst beschleunigten PostzugeS unternommen. Die „Tr. Ztg." dringt folgendes Reiseprogramm: .Die Abreise erfolgt Donnerstag den 23. d. mittag! von Wien mit dem Posteilzuge. Am 24. früh Ankunft in Miramar und Ein» schiffung, nach einem kurzen Aufenthalte, aus der Yacht „Miramar" zur Reise nach P-la, allwo die Ankunft noch am selben Tage erfolgt. In Pola bleibt der Kronprinz durch sechs Tage zur Besichtigung aller maritimen Eiabliffe» ments. Er wird auch om 26. da- Marinekasino besuchen; am 27. morgens findet der Stapellauf der Panzerfregatte „Prinz Eugen" statt. Außerdem ist für einen Abend ein Gartenfest im Kasino, mit großartiger Beleuchtung, bann für einen ändern Tag eine Regatta mit Saueagna bet Matrosen, bei gutem Winde auch eine Segelregatta in Aussicht genommen ; endlich für den Vorabend der Abreife eint große FreSeofabrt im Hafen, mit Beleuchtung der Stadt und Arena, fammt Feuerwerk. Am 30. erfolgt die Abreise mit der „Miramar", auf welcher der Kronprinz auch während deS Aufenthaltes in Pola wohnen wird, nach Dal-mazien zur Besichtigung der Naturschönheiten und wichtigsten Punkte dieses Landes. In Dalmazieu reift der Kronprinz incognito, dagegen wird er in Pola mit allen Ehrenbezeugungen empfange» werden. Ueber die Rückreise find noch keine Dispositionen getroffen." — (Aus dem nationalen Lager.) Unsere Nationalen werfen ihre Netze auch in der Steiermark auS. Der Grazer „Tagespost" wird unterm 20. d. aus Laibach geschrieben, daß die Agitation eine lebhafte sei und in einem hiesigen slovenischen Blatie hierüber nachstehendes mitgetheilt wurde: „Damit unsere Siege in Untersteirrmark, welchen Landestheil unsere Gegner schon zu ihrem deutschen Reich« zählen wollen, desto glänzendere werden, ist ti nvthwrnbig, daß wir uns mit ben einzelnen Factoren ins Einvernehmen setzen und in Marburg ein Eentratroa&lcomitt, in Eilli, Pettau, Luttenberg, Rann u. s. f. aber SubcomileS für die slovenische Steiermark konstituieren. Die Landtagsmajorität werden wir freilich nicht erlangen. So lange Slovenisch-Steierrnark von Deutsch-Steiermark nicht getrennt und mit den übrigen Slovenen in ein administrative- Ganze vereinigt sein wird, so lange müssen die Deutschen im Lande in der Mehrheit sein." — (Zum Kaisertag.) Auch die Stadl Rudolfs« wrrth feierte das GeburtSfest deS Kaiser», früh morgens Tagreveille, um 8 Uhr Militär-Feldmesse, um 10 Uhr großer Gottesdienst in der Lapitelkirche, um 1 Uhr mittag» Fest, diner im «asinosaale, nach demselben Festschießen, an dem viele Freunde deS SchießstandeS auS Zivil» und Militär» kreisen theilnahmen. — (Die MoraftentsumpsungS»Kommission) hoi, wir bic „Laib. Ztg." meldet, bie Aufhebung btt Holt-teste de» vom Herrn «ollheim stehen gelassenen Somme« am Beginne bei Gtubet'schen Kanäle» verfüg«, und wurde mit der Arbeit bereit« seit einigen Tagen begonnen. Die Wegschofsung dieser Holzpsähle wird von großem Bortheile für den raschen Abfluß de« Wasser» in den Gtuber'schen Kanal sein. E« wäre im Inter,sse btt Morastentsumpfung nur noch zu wünschen, daß der Gruber'schc Kanal von seinem Beginne bi« zur steinernen Brücke, von wo ab da« Wasser eine größere Strömung annimmt, vom massenhaft angesammelten Schlamm und den darauf wuchernden Wasserpflanzen gesäubert und dadurch ber raschere Abfluß vermittelt würde. Der heurige höchst geringe Wasserstand würde rt gestatten, diese Arbeit mit verhälinilmäßig geringen Kosten zu bewerkstelligen. — (Heimatliche Industrie.) In den Fabrik»-Etablissements des f. k. HofglockengießerS Herrn Albert Sa» massa werden eben jetzt 32 von der k. 1. ptiv. Kronprinz Rudolsbahn für ihre Bahnhöfe bestellte Spritzen, kleinerer Dimension, angefertigt. — (Zur Aufklärung.) Wegen zu geringer Theil» nähme vonseite der Passagiere unterblieb gestern um 11 Uhr vormittags die Abfahrt de« projektierten BergnügungSzugeS nach BeldeS und benützten die anwesenden BergnÜgungS-zllgler den um halb 11 Uhr vormittag« abgegangenen Postzug. — (Die Bade-Snstalt in Stein) erfreut sich, obgleich die Erbauer und Eigenthümer derselben, die Herren Praschniker und «ecel, die gänzliche Herstellung der Anstalt heuer noch nicht bewerkstelligen konnten, eineS zahlreichen Besuche«. Stein beherbergt bereits 108 Badegäste, beziehungsweise Sommerfrischler. Die herrliche Lage SieinS sichert dieser neuen, großartigen heimatlichen Anstalt eine große Zukunft. — (AuS dem Ber ein Sieben.) Der Militär-Beteranenverein in Domjale arrangierte zum Bortheile feine« Musikfondes ein Bestkegrlscheibrn. Abgeschoben wurden 864 Serien Der «asse-Eingang belief sich auf 170 fl. 80 kr., die AuSgabe für Beste auf 70 fl. und der Reinertrag auf 100 fl. 80 kr. — In Traunstein tagt der deutsche und Wrrrelchischr Alpenverein. Da« Städtchen Traunstein hat sich zu Ehren der Brneralversammlung diese» Vereines festlich geschmückt. Fast von allen Häusern wehen Fahnen in deutschen, bairischen und österreichischen Farben. Der Bahn-hos ist prachtvoll beflaggt. Dir zahlreich rintreffenden Mitglieder des Vereine« wurden mit Musik empfangen und in die Stadt geleitet. Gelegentlich der «rneralversammlung findet au» eine „Alpine »uSstevnng« im Gewerbeschul. Gebäude statt, welche viel de« Interessanten bietet. — (Aus den Nachbarprovinzen.) Am 19. d. M. nachmittags wurden die Gegenden von Ober-Jakobsthal, Unter-Jakobsthal, Rothschützen, Klappenberg, Ploderberg, Schönwarth, Gutenhaag, St. Ruprecht, St. Wolfgang und Stadtbergen nächst Marburg, laut Bericht der „Marburger Zeitung", durch Hagel verwüstet, und sind es namentlich die Weingärten, welche schwer geschädigt worden. — Am 1. und 2. d. fand in Cilli für die Bezirke Stadt und Umgebung Cilli und Tüffer eine Bezirks-Lehrerkonfcrenz statt, bei welcher man sich für die Wiedereinführung der Schulprämien und für Betheilung möglichst vieler Schüler mit nützlichen Büchern aussprach.__________________________ „Slovenec" „von Grund au« vollständig ändern" and der Gründung Slovenitn« Hindernisse nicht in den Weg le» gen wird.________________________________________________________________ Witterung. paibach, 23. August. Bis gegen Mittag wolkenloser Himmel, Hvhenvunst; dann theilweise Bewölkung, Hitze im Zunehmen, schwacher &. Wärme: morgens 7 Uhr + 23 0°, nachmittag« 2 Uhr + 316« C. (1876 + 2i0»; 1875 + 22 5° C.) Barometer im Fallen, 733 65 mm. Das gestrige TageSmittel der Wärme + 24 8°, um 6 4 über dem Normale.___________________ Blumenlese aus den slovenischen Blättern. Jene« Blatt, in dessen Redactionsbureau gesalbte und tonfnrierte Herren das Wort führen, deren Aufgabe eS wäre, den Frieden zwischen den Nationalitäten zu predigen, fährt fort, Nationalitätenhaß anzufachen und zu verbreiten. „SloMu«" erlheilt den weisen Rath, es sei gut. daß die Slovenen von den Deutschen sich streng scheiden. Die Deutschen mögen fühlen, daß die Slovenen in der Mehrzahl find. ES mögen auch jene Nationalen, die sich bestimmt gesunden haben, in das deutsche Lager überzugehen, Reue und Leid erwecken und, wie der verlorne Sohn, zur heimatlichen Herde wieder zurückkehren, „Slovenec" schließt seinen nationalitäten-sreundlichen Artikel mit der Bemerkung: „In Krainburg und Lack werden die „Nemslutarji" nie mehr siegen!" Wir finden dies-n feindlichen Ausfällen zu entgegnen, daß in der Folge noch mehrere Ueberläufer ans dem nationalen Lager in dem deutschen Lager Ausnahme finden werden, denn die Erkenntnis des Besseren findet in geistig gesunden nationalen Kreisen Tag für Tag mehr Eingang. „Narod" läßt sich in seinen Agitationen für daS 51a« venthum durch die Niederlagen der Russen nicht irremachen. Wir lesen in einem seiner letzten Nummern folgenden PassuS: „DaS größere nationale Bewußtsein im Osten (?) wird auch für die österreichischen ©lauen gute Folgen haben, nämlich die, daß die österreichifcheu Slaven immer energi-scher ihre nationalen Rechte fordern und diese auch erhalten werden. Die „Neminrji" und Magyaren fürchten sich fchon vor dieser Zeit." Der Reichsrath tritt nach Verlauf von 14 Tagen wieder zusammen. Wir glühen vor Neugierde, zu erfahren, mit welchen Postulaten die österreichischen Slaven den Tisch des Abgeordnetenhauses beglücken werden! „Narod" kann den letzten Wahlsieg der liberalen Partei noch immer nicht verschmerzen. Dieser unselige Schmerz macht sich in gewohnter Dreschflegelmanier in supersein so« bricierten Artikeln und Notizen namentlich gegen die Wählerschaft im AdelSberger, Steiner und Weixelbnrger Bezirke Luft. Welchen Reichthum an Geist und Humor GoSpod „Narod" in diesem Geschreibsel entfaltet, möge aus dem fol gendtn Appell an die genannte Wählerschaft entnommen werden: „Seid keine Faxenmacher, «einet über euere Sünden, bekehrt eu», ihr Bewohner der Schneckenstädte I" „Slovenec" setzte sich wieder einmal auf das hochpoli tische Roß und sagt, die Gelüste Italiens auf Südlirol und Küstenland besprechend: „Es wird nothwendig sein, die bik-herige österreichische Politik von Grund aus vollständig zu Untern und den verschiedenen Ländern den rechten, ent-sprechenden (Shorolter wieder zurückzugeben. LS wird nothwendig sein, daS treue und kräftige Slovenenthurn zu befestigen. Geschieht dies, dann würden sich die Jtalianissimi im Küstenland« und im Trentino nicht mehr nach Italien seinen, sie würden sich entweder fügen oder nach Italien oueträndern müssen. Die Vereinigung aller Slovenen in ein Slovenien würde viele italianisiene Familien der Mutter Slavia zurückgeben, der sie untreu wurden." ES ist nicht zn zweifeln, daß Graf Andrassy seine bisherige Politik nach lew Programme unseres gewiegten heimatlichen Diplomaten Angekommene Fremde am 22. August. Hotel Stadt Wie«. Albert, Militär-Jntendanzbeamter, Zara. — Bugeja, Malta. — Gufchanik und Rauchberg. Kstte.; Weiß und MooSburger, Wien. — GuttmannS-thal, Triest. — Herzmann, Cilli. — Jerjabek, Geschäftsmann, Schönberg. — Lawaro, Venedig. — Ogradi, Priester, Marburg. Hotel Elefant. Ranzinger, Gottschee — Dietrich, Privat, und Hartmann, Graz. — Thomas, Reis., Linz. — Dr. Tonkli, Advokar, Görz. - - Dr. v. Gräsenstein, Prof., Admont. — Weiler, Agram. — WuSiii, Kreutz. Mohren. Aicholzer, l'aibach. Kaiser von Oesterreich. Muhvtt, Gerovo. — Zhubar, Fabrikant, Villach.________________________________________ Briefkasten der Redaktion. Herrn J. y. Y. in A. Der krainijche Historiograph Freiherr v. Valvalor bringt im drittm Theile feiner Chronik Krains über Veldes, beziehungsweise SLloß und Herrschaft Veldes, nur kurze Mittheilungen. Aus denselben ist zu entnehmen, daß die Benennung Veldes (Irain. Bied) von der seifigen Lage des Schlosses herrührt (FelS, Vels, Feldes, VeldeS) und der dortige See den leider ganz in Vergessenheit gerathenen schönen Namen „Frauen"-See (Lacum Auracz) führt. Schloß und Herrschaft Beides befaß seinerzeit großen, ausgedehnten Grnndcomplex, namenili» Waldungen, viele Unterthanen, Urbaiial- und gehentrechte. Kaiser Heinrich schenkte Schloß und Herrschaft Veldes im Jahre 1004 dem -bischose Albunio in Brixen, und Schloß Veldes blieb durch Jahrhunderte die Sommerfrische der Bischöfe von Brixen. Im Jahre 1609 wurde Schloß Veldes von einem Erdbeben heimgesucht. Vom Jahre 1572—1587 herrschten aus dortiger Herrschaft blutige Religionsstieitig-leiten, die Landschaft Krain ließ Beides im Jahre 1587 belagern und wollte alle Bauern evangelisch-lutherischer <£on» sesfion wegjagen. Schloß und Herrschaft standen durch lange Zeit unter der Regentschaft eines S»Ioßh-nptmannes. verzeichnet»» 1375 Gewini -'.lirmmern der Staatsschulden» schreibungen fällt der geringste Gewinn von 132 fl. Ü. W. Gedenktafel über Die am 2 7. Äuguft 1 8 7 7 stattfindenden Aci-tationen. 3. Feilb., Glavii'sche Real., Kleiet, BG. Teisenberg. — 2. Feilb., GoSajnat’sche Real., Touftiverch, BG. Rudolfswerth. — 2. Feilb., RadeSek'fche Real, Cerovilog, BG. Ru-dolfswerlh. — 2. Feilb., Umel'fche Real., Grvßzerouz, BG. RudolfSwerlh. — 2. Feilb., Sternifcha'fche Real., ffioritacaS, BG. RudolfSwerth. — 2. Feilb, Mirtik'sche Real., Kuserkal, «G. RudolfSwerth. — 2. Feilb., Berkek'sche Real., Unter» freihof, BG. RudolfSwerth. — 2. Feilb., Stupnik’fche Real., Jtltinlal, BG. RudolfSwerth.__________________________ LebenSmittel-Preise ra Laibach am 22. August. Weizen 9 fl. 26 kr., «orn 5 st. 85 kr., Gerste 4 fl. 55 lt., Hafer 3 fl. 25 tr., Buchweizen 6 fl. 80 kr.. Hirse 5 fl. 70 kr., Kuturutz 6 fl. — kr. pr. Hettoliter; Erdäpfel 3 fl. 57 tr. pr. 100 Kilogramm; Fisolen 7 fl. - tr. per Hektoliter; Rindschmalz 94 tr., Schweinsett 85 kr., Speck, frischer, 74 kr., Speck, geselchter, 78 fc., Butter 85 kr. per Kilogramm; Eier 21/« tr. per Stück; Milch 7 tr. per Liter; Rindfleisch 54 kr., Kalbfleisch 55 kr., Schweinfleisch 60 kr. per Kilogramm; Heu 1 fl. 78 kr., Stroh 1 fl. 51 fr. per 100 Kilogramm; hartes Holz 6 fl. 80 kr, weiche« Holz 4 fl. 50 kr. pr. vier C.-Meter; Wein, rother 24 fl., weißet 20 fl. pr. 100 Liter. _________ Telegramme. Budapest, 23. August. (Fruchtbörse.) Prima-Weizen, 80 Kilo effektiv per Hekioiiter wiegend, kostet 12 sl. 10 fr. per Meterzentner; Usance« We'zen 10 fl. 75 fr. Umsatz 10,000 Meterzentner. Peteröburg, 22. August. Offiziell wird auS Gornistuden vom 21. August gemeldet: Vierzig Bataillone Suleiman« griffen uns morgens beim Schipka-Paß an. Einige Stürme wurden abgeschlagen, aber der Kampf dauert trotz der Dunkelheit fort. Gegen Mittag begann die russische Avantgarde bei Selwi ein Scharmützel mit den seit der Früh von Lowatz anrückenden Türken. Der Ausgang ist noch unbekannt. Danksagung. Die vielfachen Beweise inniger Teilnahme, die herzlichen Worte deS Trostes, welche uns bei Anlaß deS leider so früh erfolgten Ablebens uufereS unvergeßlichen Vaters, deS Herrn Joses Zudermann zutheil geworden sind, machen es uns zur Pflicht, unfern Freunden und Bekannten sowie insbesondere den Herren Vertretern deS Beamtenkörpers der löblichen hämischen Sparkasse slit deren Erscheinen den aufrichtigsten und tiefgefühltesten Dank ab-juflatttn. Oberfeichting, 22. August 1877. Gustav Zudermann, Chemiker. Karl Zudermann, Frequentant der k. k. Sadettenschnle. it Bewilligung des löblichen landwirth-schastlichen Vereins wird am 1. Sep» ■ tember 10 Uhr vormittags in der W suchSstation zu ßaiba* (Untere Polana) I H Cie öffentliche Prüfung der Leistlings' /^P^^'fäfiigteit der neu konstruierten Torspresst ^ j des ergebenst Gefertigten vorgenommk» Die P. T. Herren Torsgrnndbesitzer wer' den gebeten, zu dieser Probe sich reck! zahlreich einzufinde»' O b e r 1 a i b a ch , 22. August 1877. (418) Hochachtungsvoll Wiener Börse vom 22. August. „ Verlosung. (Ungarifche Prämienfcheine.) Bei der am 14. August in Wien vorgenommenen 29. Verlosung wurden nachfolgende Serien gezogen, und zwar: Serie Nr. 452 506 810 931 1004 1153 1302 1468 1475 1634 1866 2058 2126 2263 2299 2586 3203 3598 3697 3908 3912 4134 4542 4756 5133 5358 5379 5533. Bus diesen fiel der Haupttreffer mit 200,000 fl. auf S. 1468 Dir. 38, der zweite Treffer mit 20,000 fl. ans S. 3203 Nr. 48, der dritte Treffer mit 5000 fl. auf S. 2586 Nr. 1; ferner gewinnen je 1000 fl. S. 2058 Nr. 8, S. 3598 Nr. 35. S. 5133 Nr. 12 und S. 5379 Nr. 30; je 500 fl. S. 506 Nr. 9 und Nr. 42. S. 981 Nr. 18, S. 1302 Nr. 29, 1 S. 1468 Nr. 36, S. 1475 Nr. 40, S. 1634 Nt. 7. S. , 1866 Nr. 46/ S. 2058 Nr. 38, S. 2126 Nr. 31, S. 2268 | Nr. 16, S. 2586 Nr. 9 und Nr. 47, S. 3203 Nr. 45, S. 4134 Nr. 46, S. 5133 Nr. 34, S. 5358 Nr. 49, ! S. 5533 Nr. 13. Auf alle übrigen, in den oben angeführten verlosten 28 Serien enthaltenen und hier nicht befandet8 Staatsfonds, i 6801. Rente, äfti'ac.; bto. dt». 86. in Eilb. Dole Bon 186* .... 8ofe Bon 1860, ganie iofe eon 1860, Fünft, (.‘rämienf®. ». 186« . Qrandent.-ObL 6iebcnb6rg. Ungar» Jetten. Äaglo-IBaat........ *re»itan$alt........ DLredit. 105 — , 67*15 67 25 bto. in 33 3........88 — 107 — 108 — Ration, ö. W g? 70 118 — 118 50 Uug. Bob.-Lredlkanst. yo 76 118 76 119 85 13450185 — Priorität«-Obi. 73 90 74 0 74 SC 76 g:au| 3ofcf» ibabn est. Äotbto-ftbabn Giebenbürger . . . StaarSbahn .... Eüddahn k 6 Perz. bto. Lose. Kredit * Vcfc . 4 85 84*50 tRubcil# • 7^ 25 17» 60 15r8 — 129- 68V' 888— 690'— 823- 69*85 69*50 65.60 86 50 114—114 kO 847 85 847 75 171—;171-6C 138 50 183 263 85 26i* 75 78—! 73*50 W eebs. (3Mou.) Hucfburg lau Start Krankl. 103 lttart . . oontbutg „ „ Gruben 10 Pfd. Etcrl. Paris 100 Francs Manzen. Kais. Münz-Ducareu 20*t)ranceftüd . Deutsche Reichsmark Silber 8950 88 — 63 91*60 'LZ ür* bf" 8»«5 “•'S 9V 16» 1360 68 80 S5 1«*'! **80» 6-7S 8-69 68'*" IO»'«6 iS 48 >6 68*6 1««^ Telegrafischer Kursbericht am 23. August. .. Papier-Rente 63 50. — Siiber-Rente 66 90. - j, Rente 74 80 — 1860« Staats-Anlchen 112— 77 ^. -acticn 825. — Kreditactien 181—. — London 1, Ät„n(l Silber 105 75. - ft. k. Münzdukaten 5 74. — Tliicke 9 681/,. - 100 Reichsmarl 59 30. ------- Druck von Jg. v. «leinmavr & Fed. Wamberg. Verleger: Oltomar Bamberg. Für die Redacüon verantwortlich: Sront dli> llkr.