Nr. 208. Dienstag, 11. September 18«8. Itt?. Jahrgang. Laibacher ' Zeitung. — ?,",U""»"o»«prli« z Vlit Pofivtl,tn»»un«: «an»jilhrig fi, l», halbjäbli« sl. 7,d0. Im « vmplo < r: I Nl!» ^'"' halbjährig ,l. 0,»o, ffü« bi« Zuftellun» ln« Hau, ,«n»iähr!»1l. l. - I»s««i,«»a«»»r: YUl V Inserat« b«, ,u 4 feilen «K tr.. gltzhcr« per ^eile « lr.! liei öfteren w,eberh°lungen pr. Zeile »lr. W Die .,l?all»»cher Z»ltung" erscheint tigllch m!t «n»n«t>me der Vonn» und sstiella„e Dic Nbm, Eprcchftundcn bcr Ned.iclien tä^ich von 10 bl» l« Uhr vormittag». - Unfrankierte Vr!e1< welken nicht angenommen unb Mannicrip'.e nicht zulilsgestellt. Amtlicher Hheil. All^^' ""b f. Apostolische Majestät haw, mit höchster Entschließung vom 5>. September d. I. in bllbnr?ü"6 verdienstlicher Leistungen beim Staatseisen-Mwe3 ^""^ allergnädigst zu gestatten, dass dem Cjl^^ der General-Direction der österreichischen btuck ! ^ Nathe Anton Suchanek dcr Aus-werde- ? ^"höchsten Zufriedenheit bekanntgegeben der a;' '^"^ allergnädigst zu verleihen dem Beamte» 9oha?eral-Direction der österreichischen Staatsbahnen der Kr '"^bczynski das goldene Verdienstkreuz mit Anap "'^ ben Beamten dieser Direction Claudius tele v ""' ^uard Markhl und Otto Aer-lteuz. ' Grenadenburg das goldene Verdienst- AichtamtlichIr"TheÜ Die Landtage. «V .. Wien, 6. September. ^fterrei^ ^" ^^^ geht die parlamentslose Zeit in insofern?z?"6"de; ^"" Montag treten die Landtage, Wen. Di/' ^" "lcht bereits versammelt sind. zusam« «toßen „^ "kslährige Landtagssession dürfte im u»d sachl? »anzen wieder jenes Bild friedlicher ^ftferfiillt^ gewähren, welche inmitten unserer Mlände -!t" ""^ ausregungsreicheu innerpolitischen Silber a s/"."?b ""d erfrischend wirkt. Man hat oft ?6 l!ch(?°"elt, dass Oesterreich sich eines emdnrr^ Nkllt ul,d l' °l," °^e' parlamentarischen Gebilden er-^esvertr! ^^' insbesondere, auf die siebzehn MM«, a, '^n hinzuweisen. Allein wer unsere Vcr« ^NMM«,, "" lennt. der weiß. dass gerade die Pro-"'chz ein, ,^"'^ '" dem politischen Leben Oester-<"' da ibrp?V"'6e wohlthuende Wirksamkeit entfal->IIen^" fhlitigkeit in erster Linie die rein ma-°'ese»n Gek>i.. w7^"" 'n den Hintergrund treten, ^en. wl^ ""«st einen ähnlichen Gedanken aus-?ben. alz ° ""' jungczechischer Seite der Vorwurf ?" heral.,,.?."" ^ie Bedeutung der Landesvertre-?' ^llerdi3''b7 beabsichtigten. Nichts weniger als i^lllllg ein ^ ^uehen ^^ unnmwuuden unfere An« ^^^^^lmch dem Geiste unserer Verfassung den Provinzial-Parlamentcn offensichtlich keine hervorragende politische Stellung zugedacht ist; allein un» seres Bedüulens leidet dadurch der Laudtag an seinem Auschen und seiner Bvdeutung keinerlei Abbruch, Zunächst sollen die Landtage die große und schöne Mis' sion erfüllen — und sie werden auch zum überwiegende» Theile derselben gerecht — auf die zahlreichen politischen, nationalen nnd sonstigen Gegensätze ausqlei. cheud und beruhigend zu wirleu. Der Liberale und Con^ servalive, der Deutsche und der Slave treten einander unwilllilrlich näher, indem sie gemeinschaftlich in der Laudstube über die mannigfaltigen wirtschaftlichen und culturellen Interessen der engeren Heimal berathen, welche in dem tobenden Kampfe, der das Ceutralpar-lament erfüllt, leider nur sehr in den Hintergrund treten. Man könnte freilich einwenden, dass der Lärm des politischen Streites auch in die Lcmdstubcn dringt. Das ist richtig, allein man sehe nur, wie sich z. B. im krai-nischrn Landtage Slovcncu und Deutsche leidlich ver« tragen; man vergleiche damit die Heftigkeit, mit welcher Gegensähe im Reichsrathe aneinanderprallen — und man wird zugeben, dass unsere früheren Bemerkungen nicht unberechtigt sind. Aber noch eine andere wichtige Rolle spielen die Landesvertretungcn in dem politische» Organismus Oesterreichs. Sie, wie überhaupt die unteren autonomen Verwaltungs- und Vertretungslörper, in welchen reelle locale Interessen die hervorragendste Rolle spielen, sind die Stätte, an welcher eine erkleckliche Anzahl von Kräften zur Kenntnis und znm Verständnisse der materiellen Bedürfnisse des Volkcs und somit zur Fähigkeit wahrhaft fruchtbringender öffentlicher Thätigkeit heran, gebildet werden. Das Abgeordnetenhaus weist bekannt« lich eine erkleckliche Zahl jener problematischen Größen auf, denen nichts als die geschickte Handhabung der hohlen Phrase zur Verfügung steht, mit welcher sie in dem politischen Streite trefflich ihr Auskommen finden. Das lässt sich nicht ändern; an diesem Uebrlstande des Aerufsparlamentarierthums leiden alle großen politischen Körperschaften. Die kleineren Körper aber bilden glücklicherweise eine gewisse Schranke gegen die Ueberslutung der Volksvertretungen mit jenen zweifelhaften Elementen, welche von den wahren und ernsten Aufgabe» des Parlaments sozusagen leinen blauen Dunst haben und denen auch alle Lust und Liebe zu ernster, anstrengender Arbeit mangelt. Ein wenig erfreuliches Bild wird auch in dieser Session der böhmische Landtag bieten. Nach wie vor werden die deutschen Abgeordnete« der Landstube auf dem Präger Fünfkirchenplahe ferne bleiben. Die diesbezügliche Erklärung der deutschen Abgeordneten, welche morgen publiciert werden soll, sucht dieses Verhalten damit zu begründen, dass seit dem Austritte der Deutschen keine Aenderung jener maßgebenden Verhältnisse eingetreten sei, welche den Exodus herbeigeführt haben und dass insbesondere die Ausgleichs« versuche des Fürsten Lobkowih wegen mangelnden grundsätzlichen Entgegenkommens der Majorität des böhmischen Landtages erfolglos blieben. Wir geben uns nicht der Hoffuung hin, dass unter den heutigen Verhältnissen ein noch so begründetes Raisonnement auf die Entschließungen der deutschböhmischen Abgeordneten Einfluss haben könnte. Allein, es muss denn doch immer und immer wiederholt werden, dass die Ablehnung der Nusgleichs-versuchc seitens der Deutschen nicht so ganz wohlmotiviert erscheint, wie dies auch jeht wieder behauptet wird. Ein Mann, dessen gute deutsche Gesinnung wohl von keiner Seite bestritten wird, Adolf Fischhof, hat erst vor kurzem in überzeugender Weise bargelegt, dass die Zugeständnisse, welche der Oberstlandmarschall von Böhmen den Deutschen angeboten hat. sehr wertvoll und von hoher Bedeutung für die Sicherung der nationalen Interessen der Deutschen sind. dass hingegen manche von den Forderungen, auf welchen die Deutschen beharren zu müssen glauben, im Interesse des Staates zurückzuweisen sind. So wie wir daher seinerzeit jenen Beschluss der Majorität des Landtages, welcher die Deutschen zu dem Austritte veranlasst hat, aufs schärfste vcrurtheilt haben, so müsscu wir es auch gegenwärtig aussprechen, dass die Deutschen durch die Fortsetzung der Abstinenz-Politik und durch die Zurückweisung der czechischen Nusglcichsvorschläge die vortheilhafte Position des guten Rechtes eingebüßt haben. Es ist ein offenes Geheimnis, dass an dieser Gestaltung der Dinge das Ueberwuchern der extremen Richtung im deutsch'böhmischen Parteilager Schuld trägt, und so lange diese letztere nicht zurückgedrängt ist, so lange fürchten wir, wird der deutsch-czechische Ausgleich nicht erzielt werden. Dirs ändert natürlich nichts an der Pflicht der böhmischen Landtagsmajorität, nach wie vor durch die Art und Weise, wie sie ihre Macht gebraucht, unbeirrt durch die bisherigen Miss-erfolge der Ausgleichsaction, ihre Versöhnlichkeit an Jemlteton. H Da« j..^ ie «jcistcr st u n d e. ll>3 verreib ^Frauchen ^ "icht daheim. Sie ist ins krank, uud der Doctor V Uebluid'..,. c - Doctor!) hatte es dem Manne ans »"lall« er s.i" ^chen ja ins Bad zu schickeu, VI '^ gar ln l^ "'^^ garantieren könne, denn die «', sie nw a '.Hwach und nervenzerrüttet. Mit einem llil« Lander 'i' "" ^d... Kbr.Ukben. x^ Ehegatte hätte ihr gerue das Ge-l"l» Aber dn7-^" glitte ^ s^ackM und "»el nouses ,...>> ?^er Hlmmel. er ist der Sclave be«.?"l»er Nn^ „l leinen «uzigen Tag rasten. V^'denn K'- 6r blieb also daheim, einsam, U°chm b''',"«flnden. Im Amte wäre es noch °h"eV von?5's?e"n ""hrend der Arbeit, in der >?>s F^gen vergeht allmählich die Zeit, Z^e^hause^n der Fr«« aufsiele. Aber wenn >e 3. d"s bar.? Ä?ge Suppe schlürft und seine ^ezKehiilft^,^ Fle.sch einhackt, will ihm seine '' N^"'" "° 3 d^^? Kopfe- Und erst, wenn tz^d "it h zer^ Wer empfängt Nchel". mit frende- ?lst "e. ges^ helleuchtenden Augen? ^l a ,"""eN )^' Stille lanert in der Stube l de»n zgrustkran?^ ^'"' ^^""e dcr Wiuter- Er schreitet eine Weile in den einsamen Gemächern auf und ab, aber selbst das Knarren seiner Schuhe berührt ihn nnangenehm. Ach, wie wohl ihm jetzt zu-muthe wäre, wenn das ohrenzerreißcnde Gekreisch seines Püppchens oder das nimmermüde Geplapper seiner kleinen Fran das Schuhgelnarre übcrlärmen würden, trotzdem er dadurch schon oft aus dem traulichen Daheim verjagt wurde! Ja, ja, jetzt gcheu ihm diefe liebtrauten Stimmen ab... Vom Spaziergange ermüdet, sinkt er auf das Sofa nieder. Aber auch da findet er leine Ruhe. Das schöngestickte blumige Kissen dort ruft gar viele süße Er-inncrungen in ihm wach. Süße Erinnerungen glücklicher Stunden. Es ist ihm, als ob jene Gedanken, welche seine Frau einst in das Kissen hineingcstickt, auferstünden und sein Haupt umschwirrten. Nlexaudcr ist aber durchaus uicht sentimental vcr« anlagt. Kaum merkt er, dass eine lyrische Stimmung seiner Herr zu werden droht, springt er vom Sofa auf und dnrchmisst die Stube mit langen Schritten. Aber dieses vermaledeite Schuhgcknarre, welches im leeren Zimmer so gespenstisch niicdcrhallt. stimmt ihn neuerdings ärgerlich. Als ob es ihm das Ohr durchsägte. Er tritt zum ofsencu Feustcr. Ach, welch ein wundcr-schöuer. mondscheinheller Abend! Das Firmament scheint mit einem von glitzernden Edelsteinen umsäumten Silbernetze durchzogen zu sein. Die Luft ist geschwängert von einem magnetischen Aether, und die Gedanken beginnen im Kopfe zu wirbeln. Er sitzt wieder dort im Nachen der Erinnerung und rudert im Meere der Geschehnisse vergangener Tage. Seiner in dem Bereiche dcr Unendlichkeit schweifenden Seele dünkt es, als ob er die gottverlassene Einsamkeit, welche ihn jetzt umdüstert. niemals, gar nie-mals mit irgend wem getheilt hätte . . . Als ob er gar Strohwitwer, vielmehr ein alter Junggeselle wäre. . . Das lächrlnde Weibchen, das herzallerliebste Goldmäul-chen umschwirren ihn gleich Traumgebilden, welche in Wirtlichkeit gar niemals existierten. Ein summender Käfer in feiner Nähe fchwirrt gegen die Wand, um dann betäubt weiterzufliegen. Alexander verfolgte ihn mit seinen Blicken, bis ihn das silberartig flimmernde Dunkel verschlang, dann spann er seine kreuz und quer gehenden Gedanken weiter. Ihm war es, als sei er ein Garcon, den niemand gebunden, weder durch ein Wort noch durch eine Zusage oder durch einen Schwur, der noch immer, nach Schmetterlingsart, von Blnme zu Blume schwärmen nnd aus jedem Kelche nippen könne. .. Ein )ierirrtes Lüftchen führte ihm auf seinen Schwingen einen süßberauschenden, würzigen Hauch zu und verwirrte ihm noch mehr die Sinne. . . Und als er auf die Straße hiuabblickle. fah er bei den zuckenden Gasflammen, bei dem mystischen Mondfchciulichte ein weißes Kleid fchillcrn. welches auf dem fpiegelblanken Asphalt eilends weiterschwcbte. «Wohin tollst du, Unglückseliger?! Merkst du denn „icht. dass dich der Strudel m't sich reißt? Hast du deines bei den ewig strahlenden Sternen gegebenen Gelübdes schon vergessen? Entsinnst du dich nicht.. . ?» Dcr böse Geist lieh jedoch im Herzen Alexanders die erwachende Stimme des auten Gewissens nicht zu Ende sprechen. Er üdcrliwte sie mit lockenden Worten -. «Sich. wie ihr blühweißcL Kleid schimmert, sich. w',e Lllibachcr Zeitung Nr. 2N8. 17l)4 11. September 1888.___ den Tag zu legen, und es ist dringend zu wünschen, dass die bevorstehende Landtagssession von der Majorität in diesem Sinne klug und patriotisch ausgenützt werde. Politische Neberftcht. (Aufhebung der Robot.) Es ist recht grausam von der «Wiener Abendpost», dass sie den Nimbus, welcher von gewisser Seite mit wenig Witz nnd viel Behagen um das Haupt des «Vauernbefreiers» Hans Kudlich geschwindelt wird, ins rechte Licht setzt. Das halbamtliche Blatt eröffnet nämlich anlässlich der 40. Jahreswende seit der Robotaufhcbung eine Artikelserie über die Geschichte dieses gewiss wichtigen Ereignisses. Im ersten Artikel wird mit Bezug auf die in Mähren und Schlesien geplante Feier des vierzigjährigen Gedächtnisses der Aufhebung der Robot daranf hingewiesen, dass sich die Regierung bereits mit dem Plane der völligen Lösung des herrschaftlichen Unter-thaucuverbandes und der daraus entspringenden Lasten beschäftigte, bevor Dr. Hans Kudlich mit seinem An» trage hervortrat, so dass damals bereits mit dem kaiserlichen Patente vom 2«. März 1848 die Aufhebung der Robot für den ganzen Umfang des Reiches vom 31. März 1849 all ausgesprochen war, und nicht minder Thatsache ist es, dass nicht bloß die Robot, sondern auch andere Unterthanslasten überhaupt schon vor dem Zusammentritte des constituierenden Reichstages in einzelnen Ländern, und zwar namentlich in Mähren, nicht bloß factisch, sondern rechtlich aufgehoben waren. (Böhmen.) Dr. Schmeykal erlässt als Obmann des Clubs der deutsch.böhmischen Landtagsabgeordneten ein Communique', wornach auch diesmal die deutsch» böhmischen Landtagsabgeordneten dem Landtage fern« bleiben werden, da sich seit ihrem Austritte die Verhältnisse nicht geändert haben. (Reichsrathswahlen.) Die «Wiener Zeitung» bringt folgende Verlautbarung des Statthalters von Niederösterreich: Die infolge des Mandatsverlustes des Georg Schönerer nothwendig gewordene Ergänzungswahl eines Reichsrathsabgeordneten für deu Laud-gemeinden-Wahlbezirk Zwettl wird für Mittwoch, den lO. October, anberaumt. — Die Wahl eines Reichs' rathsabgeordneten aus dem kärntnerischen Großgrund« besitze an Stelle des Grafen Goi ß ist für den liten October angeordnet worden. (Galizien.) Wie Lemberger Blätter melden, wird die gestern begonnene Landtagssession, welche die Fortsetzung der im Vorjahre vertagten bilden soll, am 20. d. M. nach Aufarbeitung des von den Ausschüssen vorbereiteten Materials geschlossen werden. Gleichzeitig soll die Eröffnung einer neuen Session zur Erledigung des Budgets und der Propinations Vorlage erfolgen. (Der ungarische Ministerpräsident) verlässt heute Ostende und begibt sich direct nach Budapest, wo er die Leituug der Geschäfte übernimmt und die nöthigen Vorbereitungen für die nächste Reichstags-Session trifft. (Die kroatische Regnicolar«Deputation) ist zu einer Sitzung für den 15. d. M. nach Agram einberufen worden. (Kaiser Wilhelm in Rom.) Wie aus Rom gemeldet wird, ist dem päpstlichen Hofstaate sowie den Osficieren der vaticanischen Garde, mit Einschlnss der auf Urlaub befindlichen, die Weisung zugegangen, sich leichtbeschwingt ihr Gang, wie rhythmisch jeder ihrer Schritte ist, siehst du ihre schlanke Taille, ihre wunderholde, schmiegsame Gestalt nicht?» ... Und Alexander ließ sich willenlos vom Strudel mitreißen und stürmte blindlings und unbedacht weiter, gleichwie das geblendete Kind nach dem Regenbogen, der nervenüberreizte Seher nach einer Vision. Und das weihe Gewand schwankte und schwebte dort vor ihm in der Silberluft und irrlichtete um die Gasflammen, gleich einem beflügelten Traumgebilde, gleich einer unerreichbar fernen weißen Nebelwolke. . . Schließlich fchien es ihm, als wäre die Gestalt auf der Flucht. Die blinde Leidenschaft sachte ihn an. Seiner Sinne nicht mehr mächtig, keuchte und hastete er in wilder Jagd, ohne zu wissen, wo er sti uud wohin er trachte. In den einsamen Straßen fragten die zwin» kernden Gasstammen spöttisch: «Wohin eilst du, Un« glücksmensch?» Er aber sah nichts, als jene weiße Ncbelgestalt, welche vor seinen Augen weiterschlürfte. Die Entfernung zwischen ihnen verringerte sich von Secuude zu Secunde. Alexander verdoppelte seine Schritte. Die weiße Gestalt wurde schließlich aufmerksam auf ihn und blieb, ihn erwartend, an einer Straßen« ecke stehen. In einem Nu rast Alexander heran. Kaum war er jedoch auf zehn Schritte nahegekommen, als er plötzlich wie festgewurzelt stehen blieb. Jene weiße, feenhafte Gestalt, welche er verfolgte, war ein in seine Werkstätte eilender — Bäckerjunge. Vom nahen Thurme schlug es eben Mitternacht. Mäander wischte sich die Schweißtropfen von der, Minden Stirne und seufzte aus dem Innersten seines Herzens: «Die Geisterstunde!. Josef Hevesi. am 19. und 2l). October für das Ceremoniell, wie es bei den großen Empfängen von Souveränen üblich ist, bereit zn halten. Selbstverständlich wird diese Verfügung mit dem bevorstehenden Besuche des deutschen Kaisers in Rom in Zusammenhang gebracht. Man erwartet im Vatican die nahe Rückkehr des preußischen Vertreters beim heiligen Stuhle. Herrn von Schlözcr. (Serbien.) Freitag, als am Namenstage der Königin Natalie, dessen Feier behördlich verboten worden war. hatte man Ruhestörungen befürchtet. Dieselben sind jedoch nach den bisher volliegendcn Nachrichten unterblieben. Die Liberalen in Belgrad sind ganz obenauf, seitdem Ristic in Abbazia vom Konig empfangen wordeu ist. Sein Organ, die «Srpska Nesavisnost», qreift bereits den Ministerpräsidenten Kristic auf das heftigste an. Der schärfste Passus des betreffenden Artikels lautet: «Weiche von uns, Blutmensch, entfessle nicht unsern Grimm! Prahle nicht mit Verdiensten um Thron und Vaterlaud; das Brandmal, welches die öffentliche Meinung nach der Toptschider Katastrophe (1808) auf deine Stirne drückte, straft dich Lügen!» Wir denken, Ristic, Milojkovic und Gmosseu haben gar keiue Ursache, an die Theilnehmer und Mitwisser der Ermordnng des Fürsten Michael zu erinnern. Die Herrschaften sind General Nlaznavac sehr nahe gestanden. (Der französische Ministerrath) beschäftigte sich vorgestern mit der Reise des Präsidenten Carnot nach der Normandie. Dann stalteten Fluquet und der Marineminister Bericht ab über die Flotteu-manöver, die über alles Erwarten gelungen seien. Die Minister hoben dabei die Beweise der Freundschaft, die ihnen seitens der Befehlshaber des spanischen nnd des portugiesischen Geschwaders zutheil geworden, ganz be sonders hervor. Der Ministerrath schloss mit der Bemerkung Goblets, dass seine letzte Note über Massauah bei den fremden Mächten einen sehr guten Eindruck gemacht habe, uud nach einigen Mittheilungen des Finanzministers die Sitzung. (Zigeuner in Deutschland.) Im Deutschen Reichsamte des Innern ist man mit Vorschlägen beschäftigt, um auf dem Verwaltungswege dem Zigeuner nnwesen, über welches in letzter Zeit vielfach aus verschiedenen Gegenden Klagen gekommen sind, wirksam zu begegnen. (Die englischen Socialisten) beschäftigen sich neuesten« sehr lebhaft mit dem Thema, dass die Arbeiter die Erweiterung des Wahlrechtes uoch nicht entsprechend in ihrem Interesse benutzen; weit mehr Arbeiter als bisher müssten im Unterhause sitzen. Fiir die nächsten Wahlen wird denn auch ein organisiertes Vorgehen in diesem Sinne empfohlen. (In Sofia) geht's wieder einmal recht un-gemüthlich her. Der bekannte Major Pauica hat aber» mals um seine Demission gebeten, und der Polizei-präfect der Hauptstadt ist diesem Beispiele gefolgt. Letzterer hat wol auf Zureden Stambulovs sein diesbezügliches Gesuch zurückgezogen, allein mall kann wohl sagen, dass er flüher oder später doch gehen wird. Tagesneuigleiten. Se. Majestät derKaiser haben den nachbenannten freiwilligen Feuerwehren in Nieder-Oesterreich, und zwar jener in Zobern im politifchen Bezirke Neun. kirchen, in Klein - Hadersdorf im politischen Bezirke Mistelbach, in Kleinzell im politischen Bezirke Lilienfeld, in Markgraf'Nensiedl im politischen Bezirke Groß-Enzersdorf und in Schönbichl an der Donau im ftoli» tischen Bezirke St. Polten Unterstützungen im Betrage von je 60 fl. aus Allerhöchste,! Privatmitteln aller-gnädigst zu bewilligen geruht. — (Truppenmanöver in Steiermark.) Gonobitz, 8. September. Die Annahme der heute begonnenen Schlussmanöuer des dritten Corps ist folgende: Die 28, Infanterie-Division, von der Armee bei Laibach abdetachiert, trifft am 7. September bei Cilli ein und ist im Vegrisfe, auf Marburg vorzugehen, um sich des Drau-Ueberganges daselbst zu bemächtigen. Die bei Feldbach im Raabthale conceutricrte 0. Infanterie-Division ist von der Armee in Klagenfurt beauftragt, den von Cilli kommend gemeldeten Gegner zurückzuwerfen und den allenfalls gegen das Defitt von Marburg sich vorlegenden Gegner zu delogieren. Die Nordftartei erreichte am siebenten September die Murlinie, indem sie aus dem Raume Gnas-Straden nach Spielfeld und St. Leonhard vorrückte. Heute setzte die Nordpartei den Marsch gegen die Dräu fort, und zwar die 12. Brigade (GM. u. Probszt) nach Marburg, die 11. Brigade (Oberst v. Pinter) nach Ober-Täubling, wo eine combinierte Feldcompagnie der Pionniere die Kricgsbrücle schlug. Schon am siebenten September ist ein Detachcment der Nordpartei, bestehend aus dem Dragoner-Regimente Nr. 5, dem Landwehr-Regi-mente Nr. 3 und der Batterie-Division 20 unter dem Commando des Obersten Baron Normann von Marburg gegen Windisch-Feistritz vorgerückt, um den Brückenschlag zu decken. Heute werden zur Sicherung des Brückenschlages zwei Bataillone des genannten Landwehr-Negi. mcntes Nr. 3 am rechten Ufer zwischen Lendorf und St. Nikolai in die Wälder gelegt, während das Dragoner-Regiment Nr. 5, ein Landwehr-Bataillon uud die Batters Division 29 gegen Windisch-Feistritz eclairierten. V" Pulsgau kam es zu einem Gefechte mit dem Detachemcm der Südpartci, welches damit endete, dass die Südpol" die Stellung behauptete. Der Kriegs-Vrückenbau, bestehe"» aus vier Vöcken und 14 schwimmenden Unterlagen, ^ gann um halb 7 Uhr und war um l) Uhr vollendet. Mittlerweile trafen um '/^9 Uhr der Divisions-ConnnaN' dant FML. Schönberg er, Brigadier Pinter un° bald darauf Corftscommandant FZM. Schönfcld u>^ der Generalstabschcf Oberstlieutenant Lukic unter de>n Schutze der schweren Batterie ^ Division (Commandan Oberstlicutenaut Ncichholz) ein, welche auf der Hoy hinter Obertäubling auffuhr. Um 0 Uhr 15 M'""^ begann der Uebergang der Brigade sammt der Cavalier und Artillerie, dem Train und den NcservMnstal""' Der Verlauf war anstandslos. Corpscommandant Ai--' Schönfcld lies; die Truppen vorbeimarschieren, vcrsamntt dann die Pionnier-Osficiere und sprach ihnen s'^ ^ exactc Leistung seine Anerkennung aus. Die <»- ^' ,!.« (Nordpartei) rückte heute bis Schleinitz vor, wo Vorpo!' gestellt werden und übernachtet wird. Indessen hatte Südpartei (Commandant FML. Ritter v. Keil) "M dem Commando des Uhlanenobersten Grafen 2aMl>e fünf Escadronen des UhlanenMegimentes Nr. 12, ^ 10. Iägerbataillon und die leichte Batterie Nr. 4" Austlärungs-Detachement entsendet; dessen Aufgabe "> , die Draulinie zwischeu Marburg-Täubling-Pettau . zuklären. Graf Lamberg gieng gestern von ^u» ze nächtigte in Gonobitz und Tepinadorf und gewa»n ^ die eine günstige Position bietenden Höhen südlich Pulsgau, welche er nach einen, kleinen Gefechte be> ^ kosche, welches um 7 Uhr 20 Minuten begann '»"^ 9 Uhr 20 Miuuten abgebrochen wurde, behauptete- ^ Südpartei rückte bis in den Raum zwischen Gonowy^ Verhole vor. Der Divisionsstab ist in Gonobitz, ^»^ Posten (7. und 27. Iägerbataillon unter dem vve, Rungg) vor Unterlosnitz. Die Truppen ^1" "^» lich aus, obgleich gestern und heute grosie Marschlc>! ^ erfolgten. Morgen ist Rasttag. ^ — (Selbstmordversuch eines G"' .^ Mörders.) Der Schneidermeister Otto ^".^ Min Budapest, welcher ein Mordaltentat gegen seine ^ verübte und seither flüchtig war. hat sich Samstal! a ^ im Hause, wo er gewohnt, mittels eines '^'/^Mü den Hals durchschnitten. Gnädig wurde im ste Zustande ins Spital befördert. ... ?ln> — (Ein serbisches Nationalfe»^ ^ 0. November v. I. waren es 100 Iah«, ""'Aschen Stefanovic-Karadzic in dem kleinen !e ^ Dorfe Trsic das Licht der Welt erblickt hat. ^' -^ dienste Vuls um den cullurellen Fortschritt des !e ^ und kroatischen Voltes sind so allgemein be«"' ^de" anerkannt, dass sie hier nicht speciell ausgeM F^c müssen. Die serbische Regierung hat beschlossen^ "^c des 100jährigen Geburtsfestes Vuk Stefanov'c'" Ae in würdiger Weise heuer in Belgrad zu begey «^B Kosten des Festes werden aus Staatsmitteln ^ ^r werden. Das mit der Veranstaltung der 3"^.^ die Regierung betraute Comitö hatte vorerst die "' stieß Gebeine Vuls nach Belgrad übertragen zu "'' ' ^ hiebei aber auf unüberwindliche SchwiengM^ be-Comite hat nun mit Genehmigung der Nkgl «ara^e schlössen, das Gedenlfest an Vul Stefanov'^ zl,t» heuer am 20., 21. und 22. September z« '^ Alg"" 20. September findet im königlichen Theater i" ; <>"" aus diesem Anlasse eine Fesworstelluug statt, Mi' Apotheose auf Vul Karadzic zur Auffuhr""« M" Am 21. September ist Festgottesdienst, s°d"" „ ^"1 zur Tribüne vor der Hochschule, wo z" ^ Fest"° Festreden gehalten werden. Nachmittag ^/^1" U, im Saale der Hochschule, sodann Volksfest ^. Vl' Michael-Denkmal, abends Festvorstellung '" valise °" 22. September wird die Nachfeier im S"" ^ gehalten. 5ava""^, — (Cyklon.) Einer Meldung aus V x OY^ folge wüthete am Dienstag auf Cuba "Ny^^hiM durch welchen Hunderte von Häusern zerst"^chisfe. " zum Entgleisen gebracht wurden und v'eie ^, V loren giengen. Ein spanisches Kanonenboot g» ^ ggf tabano unter. Acht Mann der Besatzung ""„ ^ ° tän ertranken. In Sagua wurde großer ^,,„szjg ^ Häusern, Quais und Schiffen angerichtet- " hlo^ ji,d schen sind dort umgekommen. Das Dors 's -^ng^Itc» wurde gänzlich zerstört. Die Telegraph" ^ ^ unterbrochen, weshalb Nachrichten aus den ^ der Insel fehlen. c^unde^.^» — (Einlösung der alten Die mit der Kundmachung der österrel^,^^„B' ,,^ Nank vom 20. October 1881 einberufenen ^ i„ 100 fl. ö. W. mit dem Datum "°m ^ ^, de" M„g werden nur mehr bis 31. October ^, ,„ M>"^, he' Hauptanstalten in Wien und Budapest 5" ^l,iotc ^, angenommen. Die Vergütung für soM ^,s,lchc'' l>, den Zwciganstalten wird über mit Bewilligung des Generalrathes der W' ^M rischen Vank geleistet. Nach dem 31. ^"" öaibachcr Zeitung Nr. 208. l 765 II. September 1888. ^n die einberufenen Banknoten zu 100 ft. ö. W. vom ^viänner 1868 von der österreichisch-ungarischen Banl weder eingelöst noch umgewechselt. — (Die Tournüre als Klage-Object.) >"' Proßnitz bezeichnet der Janhagel die Tournüre mit °em etwas mystischen Ausdrucke «Hansl». Eines Tages verlor eine Proßnihcr Dame diese ihre Tournüre, rcspec-"e «Hansl». Flugs waren die Nachbarinnen zur Hand, um daran ihren Witz zu üben. indem sie den «Hansl» °u» eu,?m öffentlichen Auslaufbrunnen mit der Nezeich- «"«9 «Hansl» der Frau N____» befestigten. Frau N. Miue sich darob ^, h^r Achtung der Nachbarn herab- »kietzt und strengte eine Injurienklage an, bei welcher Moe auch als Siegerin hervorgieng. Anderer Anschau« 3 !"" jedoch die Appellinstanz, welche das erstnchter- ^e Urtheil aufhob mit der Motivierung, dass die Tour- ;, lmlgo «Hansl» ein im allgemeinen Gebrauche stehen- ^r ^»llettengcgcnstand sei, weshalb es leine Ehrver- l,.' 2 !ür diejenige Person involviere, welche sich dersel- °en bedient. bel« ^ (Telephon Wien-Prag.) Das l. k. Han-'«nnmsterium hat in das Budget pro 188!) einen Beug von 85..0U0 fl. eingestellt, um die Telephonverbiu-"ng zwischen Wien und Prag im Laufe der ersten Hälfte vl>n ,°"""e"i>en Jahres ausführen zu können; diese Tele-laul" ^'^ längs der Strecke der Franz-Iosefbahn l>«. aber nicht die Telegraphenlinie benutzen. M,7" (Die «arabische Seuche».) Aus Calta-t^'. . '" Sicilien treffen die schlimmsten Nachrichten st ' "".e geheimnisvolle, seit einem Monate ausgebrochene arabU" '^ lcht als die schwarzen Blattern oder «die sick n >/ ^"lche» erkannt worden. Das Unheil breitet Etlra "^" Schnelligkeit aus. Mehr als 200 neue ein?« ,.^" ^u^ben gemeldet, von denen die Mehrzahl leiten Aachen Verlauf nimmt. Alle öffentlichen Lustbar-'"' -Ut'litärconcerte u. s. w. sind eingstellt. heuer ^ (H°pfenhandel im Sannthale) ist Einkli'/" ^^ ^"^" ^cn heimischen Händlern sind acht ders a . °'^ Böhmen und Baicrn dort, die das beson-Es H gerathene Product zu steigeuden Preisen laufen, lein- k ^°" Geschäfte .^ N!0 fl. abgeschlossen worden Cent«» A"s""gsprcis war 70 sl. für den metrischen gez »^.(Verschwunden) ist in Wien ein 2Njähri-^nvlln^. ^°"line Paul er. Dieselbe war mit ihren einen, Ol? "" ^^' August bei einer Unterhaltung in Raubte l'"^"^"' verließ den Garten, wie man ' 'ür einige Minnten und ist seitdem verschollen. 3leiselM ^k'sende Engländer.) Wie wenig die ^raus 5 ^«gländer im Abnehmen begriffen ist, geht ""äilnsi ^6 in der vergangenen Woche trotz des Wslben 3' Wetters nahezu 11.UW Passagiere den Canal «over und dem Continent passierten. sehr ^.berechtigte Zweifel.) Ein Stutzer mit 9un«e.^"' gespitzten Schuhen geht über die Straße. Äeh ^"tschttloigcn Sie. Herr Graf. . . ^ Stutzer: bll»ß c"°s glbt's, Beugel? — Innge: Gott. ich wollte "»en. ob das alles Ihre eigenen Füße sind?! Local- und Provinzial-Nachrichlen. Orainischrr ßandtag. Der Zusammentritt der Landtage bezeichnet den Wiederbeginn der parlamentarischen Thätigkeit in Oester» reich. Auch heuer harren in den Landlagen zahlreiche, für das Wohl der betreffenden Länder wichtige Fragen ihrer Erledigung, und es darf wohl die zuversichtliche Hoffnung ausgesprochen werden, dass die einzelnen Landtage, in weiser Erkenntnis der ihnen zugewiesenen Ausgabe, die ihnen obliegenden Geschäfte in rationeller, der Allgemeinheit zum Segen gereichender Weife durchführen werden. Die Segnungen des Friedens nach außen sind dem Staate erhalten geblieben, und je weiser wir die Zeit des Friedens ausnützen, je größere Sorgfalt die parlamentarischen Vertretungen und so auch die Landtage den materiellen Interessen zuwenden, umsomehr wird auch der Streit im Innern verschwinden, wird auch die Sache des Friedens im Innern gewinnen. Auch der krainische Landlag hat gestern nach einem vom Canonicns und Abgeordneten Herrn Klun in der Domlirche celebrierten Hochamte seine verfassungsmäßige Thätigkeit wieder aufgenommen. Mit Ausnahme der Herren Baron Apfaltrern, welcher einen vierzehnlägigen Urlaub erhielt, und Baron Zois waren alle Abgeordnelen anwcfend; die Gallcric war gut befucht. In der Physiognomie des Haufes trat insoferne eine Aenderung ein, als der nene Landeshauptmann Herr Dr. Josef Pollular, mit dem Orden der Eisernen Krone geschmückt, den Prä-sidentensih einnahm und Herr Josef Ku schar als neu» gewählter Vertreter der Handels- und Gewerbekammer für Kram im Landtage erschien und in slovenischer Sprache die Angelobung leistete. Die Sitzung wurde um halb 12 Uhr eröffnet. Herr Landespräsident Baron Winkler begrüßte die versammelten Abgeordneten und machte sodann dem Hause die Mittheilung, dass Se. Majestät der Kaiser statt des verstorbenen Herrn Grafen Thurn mit Allerhöchster Ent« schlicßung vom 25. August d. I. den Herrn Dr. Josef Pollular zum Landeshauptmann in Krain zu ernennen geruhte. (Bravo!) Der Herr Landesfträsident stellte hierauf den neuen Landeshauptmann dem Hause vor und ersuchte ihn, den Landtag zu eröffnen. Landespräsibent Baron Winller gedachte fchließlich mit warmen Worten des verstorbenen Landeshauptmannes. «Bei diesem Anlasse — sagte er — fühle ich mich verpflichtet, des leider zu früh Hingeschiedenen Landeshauptmannes Grafen Thurn dankbar zu gcdenlen, eines Mannes, welcher, von edlem Pflichtgefühl durchdrungen, feiuc Kräfte als echter Patriot seinem Berufe und dem Vaterlande gewidmet und dabei mit Gerechtigkeit und mit gleichem Wohlwollen für beide Nationalitäten dieses schönen Landes seines Amtes gewaltet hat. Ich hoffe, ja ich hrge die Ueberzeugung, dass der neue Landeshauptmann in Ausübung seines wichtigen Amtes sich von gleicher Gesinnung werde leiten lassen.» Landeshauptmann Dr. Pollular übernahm nun den Vorsitz, dankte in seiner Anrede für die Gnade Sr. Majestät des Kaisers, der ihn zu diesem wichtigen Amte berufen, und ersuchte den Herrn Landespräsidcnten, feinen unterthänigsten Dank an Allerhöchster Stelle zu vermitteln. In deutscher Sprache fortfahrend, hob er das 40jährige Regierungs'Iubiläum Sr. Majestät hervor und lud die Abgeordneten ein, in den dreimaligen Ruf «Slava» und ^Hoch» auf Se. Majestät miteinzustimmen. (Das ganze Haus bringt ein dreimaliges «Slava» und «Hoch» Sr. Majestät dem Kaiser.) Redner betonte, er spreche nach neunjähriger Thätigkeit im Landtage nun zum erstenmale von diesem Ehrenplätze- er werde in Erfüllung feines Amtes stets eintreten für die verfassungsmäßigen Rechte des Herzogthums Krain und als Chef der La„. besamter auf pünktliche Erledigung aller Agenden sehcn; er erbitte sich zu diesem Behufe die Unterstützung des Landtages und des Landesausschusses. Die politischen Gegensätze in der Landesverlretung seien im Schwinden begriffen, und es sei gegründete Hoffnung vorhanden, dass die Devise «Gleiches Recht für alle» zum Durchbruche gelangen werde. Der Landeshauptmann skizzierte sodann in slovcnischer Sprache die Aufgaben, die des Landtages harren, und zwar auf dem Gebiete des Unterrichtes, des gewerblichen Unterrichtswesens, des Straßenbaues u. s. w. Die neue Spiritussteucr werde jedenfalls auf den Ertrag der Landesauflage auf Vrantwein einen ungünstigen Einfluss üben, und es werden Mittel und Wege gesucht werden müssen, diesen Ausfall in den Landesfinanzen zu ersetzen. Dr. Pollular widmete schließlich einen warmen Nachruf dem verstorbenen Landeshauptmann und stellte den Antrag, das Mitleid des Haufes im Sitzungsprolo-lolle zu verzeichnen. (Der Antrag wurde einstimmig angenommen.) Landeshauptmann Dr. Pollnlar begrüßt schließlich den Herrn Landespräsidenten Baron Winller, welcher um das Wohl des Landes stets väterlich besorgt sei, und bittet ihn um ferneres Wohlwollen. Landespräsident Baron Winller banlte und versprach, die Thätigkeit des Landtages stets nach Kräften unterstützen zu wollen. (Bravo y In Erledigung der Tagesordnung wurden die angelaufenen Petitionen den verschiedenen Ausschüssen zugewiesen und sodann zur Wahl der Ordner, der Verify catoren und der Ausschüsse geschritten. Zu Ordnern wurden gewählt die Abgeordneten I. Kersnil und Baron Lichtcnberg,zu Verificatoren die Abgeordneten Robic und Defchmann. Ferner wurden gewählt in den Fi-nanzausschuss die Abgeordneten: Dr. Mosch? (Obmann), Dr. Ritter von Blciweis. Detela, Klun, Murnik, Dev, sullje, N "nd In s^?'ltern waren hier. ich sah ste ^.."Zittheil""' bat mir von ihrem Besuche mcht Ich muss sie noch einmal «Daran trägt nur dieser grausame Doctor die Schuld!» stieß Hanna, von Theilnahme hingerissen, hervor; bann aber fügte sie erschreckt hinzu: «O Frau« lein, Sie werden nicht verrathen, dass mir diese Worte entschlüpft sind?» «Köunen Sie meine Schwestern nicht für fünf Minuten zurückrufen?» bat Mary, indem sie die Hand des Mädchens erfafste. «Bringen Sie dieselben hier unter meine Fenster, wenn ich diese Gesängnismaucrn nicht verlassen darf. Erweifen Sie mir diesen Dienst, und ich will Sorge tragen, dafs Sie reichlich dafür belohnt werden.» Hanna aber regte sich nicht. Sie wusste, dass es unmöglich war, zu erfüllen, was das arme Mädchen von ihr begehrte. «Ich würde noch viel mehr thun. wenn es für Sie vom allergeringsten Nutzen sein könnte,» entgegnele Hanna seufzeud. «Doch der Doctor würde mich foforl entlassen; er hat ein. für allemal den Befehl ertheilt, dass wir niemanden zu Ihnen einlassen dürfen!» «Vlkiuc Schwestern, meine geliebten Schwestern nicht einmal!» schluchzte Mary krampfhaft auf. «Nicht allein Ihre Schwestern, auch Ihr Herr Vater war vergeblich hier.» versetzte Hanna. «Der Herr Doctor hat das lctztemal, als er hier war, verboten, dass man selbst ihm Einlass gewähre; so musste er sich denn. völlig niedergeschlagen, entfernen. Die Doctoren wollen nun einmal in allem ihren Kopf durchfehen!» Mary fühlte sich bestürzt. Worin bestand die geheimnisvolle Gewalt, welche Onkel John auf alle auszuüben schien? Wie konnte er ihren Schwestern, ja, ihrem eigenen Vater den Eintritt zu ihr verwei' gern? Oder war das nur eine erneute List? Jeden» falls stand das eine fest, dass man sie hier als Ge- fangene zurückhielt und ihre Familie in dem Wahne lebte, sie sei wahnsinnig. Ein Schauder durchlief ihre Gestalt. Im Geiste fah sie das glückliche Heim ihrer Kinderjahre vor sich, entsann sie sich Richards Zuneigung und dann — der Liebe des Mannes, der ihrem Herzen so unendlich nahe» getreten war. Traunwersunlen sah sie da, ohne zu bemerken, dass Hanna, welche das Gemach verlassen, dasselbe wieder betreten habe. «Fräulein,» sprach das Mädchen mitleidsvoll, «wollen Sie nicht hinablommen und eine Tasse Thee trinken?» Mary wandte wortlos das Gesicht ab. «Sie waren den ganzen Tag nicht aus dem Hause, Fräulein, und der Arzt begehrt. Sie sollen viel an der freien Luft sein. Ich habe ihren Mantel mitgebracht. Wollen Sie nicht ein wenig im Garten spa-zieren gehen?» Mary war zu traurig, um Widerstand bieten zu können; sie ließ sich den Mantel umlegen und ver« ließ an der Seite des Mädchens das Zimmer und das Haus. Gerade vor den Fenstern des Speisezimmers war ein junger Gärtner damit beschäftigt, fein Handwerks» zeug zusammenzufuchen. «Herr Fuchs, der Gärtner, hat das rheumatische Fieber brkommen,» sprach Hanna zu ihrer schwrigeudlu Genossin, um nur überhaupt etwas zu sprechen, «des' halb hat er diesen jungen Menschen gesandt, um hier das Gras zu mähen und etwas Ordnung zu machen. Sie haben ihn wohl gar nicht beachtet, Fräulein?» «Nein,» entgegnete Mary völlig ihellnahmtzwil. (Fortsetzung folgt.) kliwchcr Fcituna Nr. 2 8. 1766 N. September 1888. lichen Credites von 12.000 si. für die Landes-Wein^, Obst- und Acterbauschulc in Standen im Jahre 16«7, der Voranschlag und Nechnungsabschluss des Uandescultur-fondes pro 188l^, beziehungsweise 1s87, der Gcbarungs-answcis des krainischen Vollsschullehrcr-Pensionsfondes pro 1887, der Bericht des Landesausschusses, betreffend den Ankauf des Buches «Vrwai-stvo» für die Volksschulen, der Bericht des Landcsausschusses, womit der Rechnungs-abschluss der Landes Wein-, Obst- und Ackerbauschule in Stauden pro 1887 vorgelegt wird, und der Bericht des Landesausschusses, womit der Voranschlag der Landes' Wein, Obst- und Ackerbauschule in Staude» pro 188<> vorgelegt wird, der Voranschlag des Lehrerpensimisfondes pro 1889, der Voranschlag des Normalschulfondes pro 1889 und der Bericht des Landesausschusses über den Nnkanf einer Waldparcelle für die Landes-Wcin-, Obst-und Ackerbauschulc in Stauden - dem Finanzausschüsse; der Bericht des Landesausschusses, betreffend das Unter-gymnasium in Krainburg, dem Verwaltungsansschusse. Dem Finanzausschusse wurden ferner zngewicsen: der Nechnungsabschluss des Zwangsarbcitshausfondes pro 1887, der Voranschlag des Zwangsarbeitshausfondes pro 188!», der Bericht des Landesausschusses, betreffend die Beitragsleistung aus Landesmitteln zu deu Kosten der durch staatstcchuische Organe zu pflegenden Erhebungen behufs Regulierung des Gurkstusses, der Bericht des Laudesausschusses, womit der Rechnungsabschluss des Museumsfondes pro 1887 und der Voranschlag pro 1889 vorgelegt werden, die Rechnungsabschlüsse der Stiftungsfonde pro 1887, der Rechnungsabschluß des Theaterfondes pro 1887, der Voranschlag des Thea-terfondes pro 1689, der Rechnungsabschluss des Grund-entlastungsfondes pro 1887, der Voranfchlag des Landesanlehensfondes pro 1889, die Voranschläge der Stiftungsfonde pro 1889, die Voranfchläge des Kranken», Irren-, Gebär« und Findelhausfondes pro 1889, der Bericht des Landesausschusses mit Vorlage des Rechnungsabschlusses des Kranlenhausfondes pro 1867, der Bericht des Üandesausschusses mit Vorlage des Rechnungsabschlusses des Irrenhausfondes pro 1887, der Bericht des Landesausschusscs mit Vorlage des Rechnungsabschlusses des Gebärhausfondes pro 1887, der Bericht des Landesausschusses mit Vorlage des Rechnungsabschlusses des Findelfondes pro 1887, Voranschlag und Rechnungsabschluss des Siechenfondes pro 1889, beziehungsweise 1687, und der Bericht des Landesausschusses, betreffend den Bau eines neuen öffentlichen Krankenhauses in Laibach. Der Landeshauptmann schloss sodann die Sitzung um 1 Uhr und beraumte die nächste für Donnerstag an. — (Personalnachrichten.) Vorgestern mittags sind mit dem Eilzuge aus Wien die Erzherzoge Albrecht, Rainer und Wilhelm mit Gefolge auf dem Bahnhöfe in Graz angekommen, haben im Wartesalon erster Classe ein vom Restaurateur Herrn Daniel beigestelltes Dejeuner zu 12 Gedecken eingenommen und nach einem Aufenthalte von 25 Minuten die Reise nach Windisch-Feistritz fortgefeht. Ueber Wunfch der Herren Erzherzoge fand auf dem Bahnhöfe keinerlei Empfang statt. — Herr Oberlandesgerichts Präsident I. Ritter von Waser ist von seinem Urlaube zurückgekehrt und hat wieder die Leitung des Oberlandesgerichtes übernommen. — (Das Kaiserfest in Hof.) Aus Hof berichtet man uns: Am 2. September begieng die Gemeinde Hof in überaus festlicher Weise das 40jährige Regie« rungs«Iuviläum Sr. Majestät des Kaisers. Am Vorabende erglänzten auf allen Hügeln Freudenfeuer, und erdröhnten zahlreiche Pöllerschüsse, welche von kräftigen Hivio-Rufen der durch die reich beflaggte, mit Transparenten und Aufschristen geschmückte Ortschaft durchziehenden, freudig bewegten Menge erwidert wurden. Sonntag früh nach der Tagreveille celebrierte der hochwürdige Herr Kaplan aus Töplitz ein Hochamt, welchem der Gemeindevorsteher mit dem Gemeinde-Ausschusse, die fürstlich Auersperg< fchen Eifenwerlsbeamten, die Schulkinder unter der Leitung ihres Lehrers sowie eine große Menge anderer Andächtiger beiwohnten. In der Festpredigt erwähnte der Herr Kaplan in warmen Worten den Allerhöchsten Jubilar und hob die bedeutendsten Momente aus dem Leben und Wirken Sr. Majestät hervor. Nach dem Tedeum wurde von allen Andächtigen die Kaiserhymne abgesungen, welche mit Pöllerschüssen salutiert wurde. Nach dem Hochamte versammelte sich in den hübsch decorierten Gast» hoflocalitäten des Herrn I. Iurc, da ob des strömenden Regens der Plan, im Garten dafelbst die Festlichkeit zu begehen, gescheitert war, zum Bankett: die Gemeinde-corporation, alle Eisenwelksbeamtcn und mehrere Gäste aus Seisenberg und Umgebung. Nach dem Festessen sprach der Gcmeindevorstand einen vom patriotischen Geiste durchwehten Toast auf Se. Majestät und auf das ganze taiserlichc Haus, worauf stchcud die Kaiserhymne abgesungen wurde. Hierauf toasticrtc noch der Herr Eisen-wcrlslcitcr auf den Stellvertreter Sr. Majestät im Krön-lcmdc Krain. den Herrn Landespräsidcnten Baron Winllcr. welche Rede mit Hiuio- und Hoch-Rufen vcgrM w»rdc. Sodann wurde von der Gemeindevertre-wuft der Vc^Ms luudgcmach». zu Schul- oder ttircheu- zwecken irgend etwas zur bleibenden Erinnerung an das 40jährige Rcgierungs-Iubiläum anzulaufen und die Setzung einer Kaiserallec von der Schule bis zum Werks» schloss. Inzwischen wurden die Schulkinder mit Wein, Brot und Fleisch bewirtet uud unterhielte» sich mit Spiele» und Singen. Für das Zustandekommen dieses überaus gelungenen Festes hat sich besonders die fürstlich Aucrspcrg'schc Eisenwerks-Directio» verdient gemacht, indem dieselbe in sehr munisicenter Weise die Arrangeure des Festes in jeder Richtuug kräftig unterstütz!,,'. Den Schluss des Tages bildete eine allgemeiuc fröhliche, von patriotischen Kundgebung»'!» ausgefüllte Unterhaltung, und überraschte» uns besnuders angenehm eine Anzahl ju»gcr Mädchen, welche mit der Anangemiu Fräulein Antonia Iurc in Nationaltracht in den Festlocaliläten erschienen waren. — (Volkslieder aus Krai») Da die slo-venischen Melodien «Mmla», «Trinklied» und «Ständ^ chen» in mehreren Sängerlreisen Deutschlands der bei^ fälligsten Aufnahme fich erfreute», wird für die Herbste licdcrtafeln von dc» Männera/saugvrreine» zu Frautfurt am Mai», Dresden und Leipzig das reizende Lied CamiNo Maseks «Glitt- Nacht!» (deutscher Text vo» Ger-monil) zur Aufführung vorbereitet. — («Glasbena Matica») Wir erhalten folgende Zuschrift: Der Unterricht in der Musikschnlc der «Glasbena Matica» beginnt mit 20. September. Die Aufnahme der Schüler findet am 15, und 17. September vormittags von 9 bis 12 Uhr und nachmittags von 8 bis li Uhr statt. Das Schulgeld beträgt monatlich 1 sl., der jährliche Vereinsbeitrag 2 st. In die Musikschule werden nur Kinder von Vereinsmitglieder» aufgenommen. — (Serenade.) Der Turnverein «Sokol» brachte gestern abends der Frau Marie Murnik, welche sich um das Gelingen seiner Jubiläumsfeier hervorragende Verdienste erworben, eine Serenade mit Fackelzug, Bereits um halb 9 Uhr versammelte sich ein zahlreiches Publicum auf dem Kaiser - Josef' Platz und auf der Polana; um 9 Uhr rückte der «Sokol» mit der Rudolfswerter Musikkapelle an der Spitze vor der Wohnung des kaiferlichen Rathes Murnil an, worauf die Kapelle einige Piece» vortrug und die Sänger einen Chor anstimmten. Nach der Serenade concertierte die Musikkapelle im Garten-locale «zum Stern», wo sich ein zahlreiches Publicum eingefunden hatte. — (Oesterreichisch-ungarische Bank.) Der Generalrath der österreichisch-ungarischen Bank hat in seiner gestrigen Sitzung beschlossen, den Zinsfuß für die Escomptierung von Wechseln auf 4'/.2 Procent und für Darlehen gegen Handpfand auf 5 '^ Procent zu erhöhen. — (Der Turnverein «Sokol») hat vorgestern anlässlich seines 25jährigen Jubiläums folgende Herren zu Ehrenmitgliedern des Vereines gewählt: Doctor Podlipny aus Prag, Prof. Vamberger aus Karlstadt, dann den Notar Dr. Supanz, Bürgermeister Grass elli, kaiserl. Rath Murnil, Dr. Ritter von Blei weis, Franz Navnikar, Alois Legat, Jan Lego und Felix Nolli, welchem überdies in Anerkennung seiner Verdienste um den Verein ein Ehrengeschenk überreicht wurde. — (Erkrankung.) Einer telegraphischen Nachricht aus Prag zufolge ist Herr Anton Raic, Professor an der hiesigen Realschule, auf seiner Reise dortselbst gefährlich erkrankt. An seinem Aufkommen wird gezweifelt. — (Hochwafser.) Die Dräu und mehrere Nebenflüsse, besonders die Lieser, sind seit vorgestern stark angeschwollen. Die Dräu führt Bäume und Sträucher mit sich, was auf Muhrgänge in Oberkä'rnten hinweist. Bei Villach führte die Dräu einen weiblichen Leichnam vorbei. — (Verunglückter Schiffsarbeiter.) Der Schisssarbeiter Johann Dardi stürzte vorgestern im Ktadilimonw toemeo i'riMino in Trieft vom Verdecke des Kriegsschiffes «Kronprinzessin Stefanie» ins Meer und fiel fo unglücklich auf die Anterkette, dass er auf der Stelle todt blieb. — (Vom Wetter.) Aehnlich wie zum Schlüsse der Vorwoche gestaltet sich auch nach den letzten Depeschen die Vertheilung des Luftdruckes, wodurch die Wetterlage neuerlich unsicher wird; daher dürfte auch in den nächsten Tagen ein Umschlag im herrschenden trockenen, warmen Wetter zu gewärtigen sein. Neueste Post. Original-Telegramme der «LaibacherZtg.» Wie», 10. September. Der Prinz von Wales ist hier eingetroffen. Ein ofsicieller Empfang war abgelehnt worden. Zara, 10. September. Die Macht «Greif» mit der Kronprinzessin Stefanie an Bord lief gestern 4 Uhr nachmittags im Caual von itacroma ein. Berlin, 10. September. Aus Hirschbera. in Schle sieu lnua/u höchst betrübende Nachrichten eiu. Das Hochwasser im Aobcrgebiele gleicht einem meileulangeu See, der angerichtete Schaden ist ungeheuer. Nolll, 10. September. Nüterstaatssecretär Elleua hielt vor deu Wählern in Anagni eine mit großem Äeifall aufgenmumeuc Rede, in welcher er die Geschichte der Haudelsvertrags-Verhaudlungen mit Frankreich »»b die Folgen des ö'kouomischell Bruches für beide Ln»del darlegte uud durch Thatsachen nachwies, dass die Verantwortlichkeit vollkommen auf Frankreich falle. Se> der Auweudmlg des Generaltarifes, welcher nun M Monate in Kraft sei, habe sich die Einfuhr um 42 M' liouen, die Ausfuhr aber nur um A8 Millionen vc»' riugert. Italieu eröffne sich neue Ressourcen. Ä^ vertraut alls die italienifcheu Producenten und W auf ihreu Triumph. Paris, 10. September. Der «Figaro» verficht, Capita» Rmard faud eiu Mittel, den Luftballon 5" leukeu. Der ueue Motor wiegt 50<) Kilo, repmsl'lM' 5>0 Pferdckraft und gibt dem Vallm, die Geschwind^ keit vou 100 Kilometer per Stunde. Der Motor löM nach jeder Richtung und zu jeder Zeit, ailsgelwll»ilfl> während eines heftigen Sturmes, functioniereu. .., Petersburg, 10. September. Das Kaisers 'k' dem Gange der Manöver folgend, gestern in MW Praga eingetroffen. ' Belgrad, 10. September. Der Natalicu-Tag w' lief ailch im Innern des Laudes ruhig, doch war trotz des Verbotes viele Orte deeoriert und beleM'' Sofia, 10. September. Plinz Ferdinand statte« dem serbischen Agenten Dame emeu Vesnch Verstorbene. Im SPi < c, Is: ^ Dc» «.September, Anton Iernejr, Inwohm'l, <' ^' I5x«»llal»m i,!mn'!t><>,»m. ^c> Den !>. S e p t c m b c r. Franz Klemencic, Vergsnapps,'" Meteorologische Beobachtungen in Lmball)^ 7A"Mg!'751^0 lss^4 NWT^aMch! N5rÄ""" ^ 10, 2 . 3!. ! 740-3 22« NW. schwach^ bewiM 9 . Ab. 741-1 1!>-2 SW. Wuack,! bewölkt .. .._ Morgennebel, dann Wollen und Sonnenschein, abe> ^ nehmende Bewölkung. Das Tagesmittel der Wärme "" ' 4 7° über dem Normale. __^. ^^" Verantwortlicher Redacteur: I. Nastlil. Eingesendet. ^t Der lrainisch-küstenländische Forstucrel« ^m. sich hiermit, filr die demselben anlässlich seiner am » "" .„lhcu tcmbcr in Stein abgehaltenen elften Geurralucrsannn "«" ^ dec ssewordcnc, überaus gastliche und freundliche "»!""/^t>cre ansehnlichen Vürger-Corporation der Stadt Stein, .'>" 'M aber dem sehr verehrten Herrn Obmanne und den H^ schusslnitglicdcrn den ucrbindlichstcn Danl auszusp"^ ' Laibacl) am 7. September 1W8. . ^. (39l>7) Z>^>5 'MereinOpräsidü^^ > Danksagung. ^ ssttr die meinem theuren, unvergesslichen >> Herrn > Anton Povöc W während seines Schmerzenslagers uon so viele" .^„B W gewidmete herzliche Theilnahme, fur die "l s" ' . a» » Vlumensftendrn und die zahlreiche Veche'llg» " chc M dem Leichenbegängnisse des Dahingeschiedene» >^^ W ich im Namen der ganzen Familie den w W Dank aus. ^ Laib ach am 10. September 1W8. W W Nachricht von dem Mlrb.'n ihres geliel'U, M Grosl^ und Schwiegervaters, des Herrn > Franz Mnterlechner^ W Bürgers und gewesenen Schuh'""^"" W ^ la"^'"' W welcher hente um 5, Uhr nachmittags '"?^st»><' W schnierzvolllin Leiden, versehen »n< den ^^ ^r" M der heil, ilt.ligiou, «5 Jahre alt, jcl'l, ^ ^ verschieden ist. »«lmiwch, ,,,> > 'Das Leichenbegängnis findet M '^.b^> W l2. k. M.. um s! Uhr nachmittag'? ^'"",.1 st'"' » W Wieuerftrasl.- Nr. !l ^.^hlichich.^ V<"'" . ^„'sl^ » W Die heil. Seelenmessen werde" "' ' ,^.,de" ,„,,. > W ftsarrlirche Marin ^ettilndiünnq ^''''f' „„lC» " > M Der Verstorbene wird e»'"" l^ » W denlcn und Nebele siupfohlen. > W Laibach am >0. Sepleinber .___^bachcr Zeitung Nr. 2l)8._______________________________________1767__________^^^^^ 11. September 1888. Course an der Wiener Korse vom 10. September 1888. M« ^ osfi ieuen Coursbiaue. ^, Ve» War» Etllllt«.Anlthen. Vilbenen»,....... "'«" »''^ lüünn ss°/ ^laatslose «s.o fi, ,z» ?^ ,3« 2<> >^ct '"^ ' wo ,. l0!» 7K I7li!i5 s'U „ ,»9 50 ^70 — "' »totenrmic. fieuersrel «? ?s. >»7!.5 ^VdH«^- - - - ><"""««'"> » ^,e 4",., ico fl, . ,2f.,'/s. ,2,1.25 Mr"!r?lijl°ti°»tN Gelb Wa« »"/„ Temts« Nana« .... l0< 7« 105 eo 5»/« ungarlsche...... »ot - ll.ä-50 Andere össentl^Nnlehen. Donau.iNtK.^ole K«/„ ,oo sl. . >2<, - '2n»>0 d. Sladtgemeindc Wien los, 20 l0«i 2L Alilrhen d, Stablgemcinbc Wicn (Silber „nb Gold) ....—'- — - P».n»icn «nl.d.Stadt«em,Wien l« b« »0 50 Pfandbriefe («!r ,0l, sl,) Vodcncr, ally, öfierl. <"/„ Gold . l!ls, — >2N — bto, in 50 „ „ <'/,"/« loo »o i«l «> dtc>, >n e<1 „ „ <«/„ . !»8b0 »9'- dto. Vr«m>cn'Schuldvclschr.8"/,> ic.z,.- lo» 50 Oest.Hypolbelcnbanl wj. »'/,"/« '«» — -^^ Ocft.«unss, »><,nl v«l. 4'/,"/«. . i«> eo '»^ - bto. , 4«/n . . wo »l» ll>o 80 dlo, „ <°/u . . 1,.0'iio 100 Uft llnst, alia, Vodciicredit'Tlclienats, in Pest im I. iU5ü» ucrl. 5'/,"/« — ^- --' Prioritiits-Oblillationen N0 »0 ylanz<^Ioscs««1 !«'» sl. S. 4'/,"/° ' l»!!^N 10?-— Oesttlr. »toidwestbahn . . . 10S — u>« 5>o Kiebenbülg« ...... —— ^- — Gelb lva« Slaalsbahn !. Emission . . -. — — — Südbahn <^ »"/<,..... ,<7 5« 14» 50 « 5 5"/<,..... 124 ?b »i b0 Ung,-gal!z. Nahn..... ,8 2» i»s?s» Diverse Lose (Per S!ils), Credillose I0l> fl..... >8> 2b i«l<»l» LIar>> i?°se 40 sl..... «,_ —-- 4<>/s, DunaU'Dampftch, loo fl. N».»0 —'— i'albachn Plamic!!»?lnleh.»ofl. 2« 60 — — Oseucr i.'osc 4n sl..... «, — «4 - Palffy l'osc 40 fl..... _-^, «» Nubols-l'osc ,0 sl..... «hy 23— Salm Vosc 40 st..... «5.^ ««._ S»,'G^,oii».Lesc 4N sl, . . «7__ «? ^ Waldficin.l'osc 20 sl. , . . <>_ —^ Windischgrätz'Vosc 2a fl. , . 59 ,^ d» eo Vanl-Actien (per Stück), Nnsilo.Osftell, Bnnf «na fl. . ,i„ .. !iN<« Baulvc,riü, wicner, i«,o fl, . i«z zft 10» s.o Vd,icr,'«i!st,,i!ft,'nafl. »,5— »«0 — Hypc'thclcul',. ös!,2nnsl.2l.^, G,5>0"/„ E. «»2>»l) 2.<<, Ocstcrl..»nn. Bnnl . . . . 852 — 8«t'- Nnionbanl 2UN sl..... «I7'7K «1» — Verleblsvanl. NU«., 140 fl. . ,5,.s,o »5.i-l,0 «»»!,Äal>!i 200 sl, Silb , il>2 7K 183^5 «ulsig.Tcpl, Eiftnl,. z»00sl, »i»0 — „ (lil, N) 200 sl. . .104'— »ON— Donau ° Dampsschissahrts - 00 sl. uz Vc!d!,'!!bl>chcr<>l,-B,2<>usl.b,-------—— «tlisabtth Bahn 200 sl. . Silber __-.. ^.^ Ni!nflirchsN'Va,cselEis,»0Nst.S. —-— —- — O>,I!,.Na!l'l'!ibw!a.Ä.i!0Usl,EM. 210 — 2l0 K0 «laz'Köflll«er<ö.°V.2<>osl.ö.W. —'— -.— ökabl«nl>c,q Eisenbahn 10» sl, . —>— —>— «asch»u.Oberb,!tiscnb.2<>nfl,V. —-— —--Lembelg». Silb, ll!4 ?!> ieü 25 dto, 200 flSilbrr . ,»8 bU 1l»>« — Pran-D>i,cr «iisenb, Il>0sl, Silb, »n?« z? b« »tüdi'ls^Vah» 200 st. Silber . 191-75 i»l - Siebe,,bürgcr Eiseub, 200 fl, . —»— —>— Staatscisenbahn 200 fl. ö. W. . 2b0 »b« — Vrlb Wo», Silbbahn 2 fl. Silber , . . 110 2 110 s.c, Vüd°Nolbb..Verb..V,200fl.<« sl, , —>— ^.^ Nnss. naliz. Eisenl>, 20» sl, Silber 172-s,0 173,— U»g. N^rboflbnhn 200 sl. Silber l<^ — ,«5 — UngWestb.Maab.VrazMusl^. 17, 75 ,?».L5 Industrie-Actieu (per Stttck). Egpbi und Kindberg, Eisen« unb Stahl Iüd, in Wien 100 sl. . — — -.»» v.'i,'c!hg, 1, «u «, 40"/» «2 < 57'bu Viontan-Gescllsch,, öfterr-alplne 4« 40 44., Präger Eisen»Ind. Ges, 200 fl, 282 50 28» bo Salgl, Hari, ltisenrafs, 100 fl, . ilx»-— —>— waffenf.'G.Oeft. in W, lnos». , x?« - z?ft — Devisen. Deutsche Pliihe...... 5» l!7z l>2 — Pari«......... 47 »b 4» «z^ Valuten. Ducalen........ 575 5.7^ «0^sslnncs»Slll». Deutsche Mcich»l>anlnl>ten . . 59 z^ ^«45 Hlalienische lvllnlnolen lioo l'ire) 47s,l» »7 70 P»pier»Nub«l per Vlück . , . 1 »4 „ , »ii ^ Nr. 8523. Vezilks-Bundarzistelle. ist dir V^/" T°d des Dr. Wilhelm Kovac' bezirl /^'^wnndarztsteNe filr dell Gerichts ^ jühM6..n '^'" ^lledi«.'"« nelomme» n.il °" Nc«iv? ?. i«enmneration vo« 000 sl. aus H',7°'s.e filr die Dauer ihres Bestandes, weise der F '«struierte Gesuche mit dem Nach-"'schen CprÄ""^ ^" ^elltschrn und der slovo '>" dor^5'^ September 188« "'he», '^"benen Wege hicramts zn iibcr- ""' 4.E^2!,"^""pi,nannschast Rudolsswert, ^) Kundmachung. Z. 329. '"armber" MW" Vollsschule in Unter-?'^lte von H> « ^ehrerstelle mit dem Jahres« i "szulnne ,'. ^' b°"" der jährlichen Func« " 6iH "°" ,^0 sl. sannut Vlatnrwohnung NewA U »clommen. "^"l! do uw.^' biese «chrcrstclle haben ihre " °ocumont.erten Gesuche bis ""vorgcs^s September l. I. L« ^^ ^r^/«' ^'"""ts zu überreichen. ^°pten,ber iMjchulrath Rudolfslvert, an, «ten A« >, Kundmachung. ?l'°r ist d^^sigen Vollsschule in Sanct ^°'tr von N^^chrcrstelle mit dcm Jahres« N5<. Vnuerl,!»/. ^I. '" Erledigung «clommen. """"gesch^- September l. I. E^,/rlN"tnUeg, h^^.^^^ ilberreichen. ^^nibrr jK^chlllrath NudolsSwcrt, ani s.ten -^_ a3?"ß^"b und VezirlShauptmann \, St. 7339. ovV*n i8aZnauUo- ,• l0-uri/ sePtembra 1888 L>i aoi^udne ae bode pri pod- ^ Kn " • dr«ga izvršilna drazba ^Pod^^AialiiHtncgaxein- ne Palèil žno Sl.95 katastralne ob- 5« 18. avoir^no sodiš*"e v Postojini J , , St. 5299. „ c. kr . Oklic. !j>nja Snajno -sodi*^ v Postojini M\\ k Linfcr e (po dr- Ivanu Tav-86 le°Jo C e r.)roti Mar'Ji »'upis 0ra5?ld- 26 w V izlerJanJe terjatve %i a na 75 „, * Pf-dovolila izvršilna Vo >a * * d"' 285 gld. i„ 400 gld. Ko f kata,.0^ ^ m 54 zemljiske S^. ^lralne obèine Dolenja ^ ^iSTifr. odredjena sta dva in fl i? Prv' na Nina SCptei" bra |)QC * PrialavS1"1 do|)olud™ pri fc»n ^° ^imv01"' da se »i>de to ^5Jun^8«O(lto v PoHiojini (4026—1) Nr, 7423. Bekanntmachung. Im Ioscf LasetzlyMn Concurse wird wegen Erfolglosigkeit der Tagfahrt vom A. September 1888 zur Bestätigung des aufgestellten oder Eruenmmg eines andern Masseverwalters oder eines Stellvertreters und zur Wahl eines Gläubiger-ausschusses die neuerliche Tagfahrt auf den 17. September 1888 vormittags um 10 Uhr vor dem Concurs-commissar angeordnet. K. k. Landesgcricht Laibach, am 4ten September 1888 (3958—2) "^Nr7?290. Zweite exec. Feilbietnng. Am 14. September 1888 um 10 Uhr vormittags wird hiergcrichts die zweite exec. Feilbietung der Realität des Anton Mauer von Groböe Hs.-Nr. 7, Einlagc-Nr. 59 und 60 der Catastral-gemeinde Rakitnik, stattfinden. K. k. Bezirksgericht Adelsberg, am 16. August 1686. (3987—1) St. 9084. Oglas. Neznano kje v Ameriki bivajo-èemu Marku Kastelicu v/. Vidošiè št. 1 se je poslavil gosp. Leopold (Jangl iz Metlike skrbnikom na èin ter se mu je vroèil izvrSilni odlok šl. 8849. C. kr. okrajno sodišèe v Metliki dne ö. septembra 1888. (3985—1) St. 8989. Oglas. Dne 15. septembra 1888 od 11. do 12. ure dopoludne se bode pri tukajšnji sodniji vršila druga ekse-kulivna dražba Janko Keserièevih iz Keser zarubljenih, na 52 gld. 76 kr. cenjenih posestnih in vžitnih pravic do s'/10 delov vinograda pod vložno St. 300 katastralne obèinc Ltadoviea. C. kr. okrajno sodišèe v Metliki dne 2. septembra 1888. "(4005—1) St. 4759." Razglas. C. kr. okrajno sodi.šèe v Velikih Laaièah naznanja, da se je zamršim Jožetu Novaku iz Kukmake, Janezu ^agarju iz Koèevja, Franci in Malevžu Puclju, ženi Matevža Puclja, Franci, Marjeti, Jožesu in Himonu Puclju, An-tonu Kramplju, vsi iz Hlebè, Jožetu Starctu in Jožetu (iloboènikuiz Ljubljana, oziromanjihovim neznanim prav-nim naslednikom, polem neznano kje se nahajajosiim Antonu in .ložetu Puclju in Marjeti Pucelj, ostalini i/. Hlebsi, poHtavil gospod Niko Lenèek, c kr. nolar v Velikih Laaièah, kurator-join ad actum t«r se mu vroèil tu-sodni odlok v. dnc 25. junija 1888, šl 3380, H katorim se jo dovolila oksekutivna dražba Matiji Puoljn h Hlcbc h. ftl. 1 lastnega zemljišèa pod vložno St. 72 katastralne obèine Mlaka. C. kr. okrajno sodišèe v Velikih LaAièah dne 1. seplembra 1888. Deutscher Kinder Garten im WahrHen Sausc. Die Einschreibungen fiir das neue Schuljahr finden am 13., 14. nnd 15. Ksptcmber uormitlags von l) bis 12 Uhr statt. — Aufgenommen werden Kinder, welche das vierte Lebensjahr bereits zurückgelegt haben. (402s,)3-i Die Leitung. (3724—3) St. 3925. Oklic izvršilne zemljišèine dražbe. C. kr. okrajno sodišèe v Velikih Lašièah naznanja: Na prošnjo Frana Grudna iz Vel. Lašiè kot cesijonar Jožeta Kraljièa do-voljuje se izvr.šilna dražba Hezi Strukelj lastnega, sodno na 220 gold, cenjenega zemljišèa v zemljeknjižni vlogi štev. 44 katastralne obèine Osolnik v Velikem Osolniku. Za to se doloèujeta dva dražbena dneva, prvi na 21. septembra in drugi na 26. oktobra 1888, vsakikrat od 10. do 12. ure dopoludne pri tem sodišèi s pristavkom, da se bode to zemljišèe pri prvem röku le za ali èez cenitveno vrednost, pri drugem roku pa tudi pod to vred-no.stjo oddalo. Dražbeni pogoji, vsled katerih je posebno vsak ponudnik dolžan, pred ponudbo 10°/0 varšèine v roke draž-benega komisarja položiti, cenitveni zapisnik in zemljeknjižni izpisek raz-grneni so v registraturi na vpogled. C. kr. okrajno sodisèe v Velikih Lašièah dne 24. julya 1888. (3798—3) ŠT6745. Oklic G. kr. deželno sodiftèe v Ljubljani naznanja: Na prosnjo Jakoba Lipaha iz Ljub-Ijane proti Janezu Kušarju iz Ilovice v izterjanje terjatev 6 gold, in 65 gold, s pr. dovolila se je izvrsilna dražba s priliklinaini vred na 1792 gld. 45 kr. cenjenega nepremakljivega posestva vložna štev. 142 zemljiäke knjige k.i-I astralne obèine Karlovskega pred-innstja. Ža to izvrsilo.v odredjena si a dva r<'>ka, in sicer prvi na 2 4, seplembra in drugi na 22. oktobra 1888, vsakikrat ol> 10. uri dopoludne pri tem sodišèi v Zatiškem dvoru na Starem Trgu s pristavkom, da ge bode to posestvo pri prvem röku le za ali nad cenilno vrednost, pri drugem pa tudi pod to vrednostjo oddalo. Pogoji, cenilni zapisnik in izpisek iz zemljiäke knjige se morejo v na-vadnih uradnih urah pri tern sodièèi vpogledati. V Ljubljani dne 18. avgusta 1888. "(3793—3) St. 8573. Oglas. Dne 2 0. septembra 1888 ob 11. uri dopoludne se bode vrsila pri podpisanem sodišèi druga ekseku-tivna dražba Matiji KlemenOièu iz Sei pripadajoöih, na 2121 glod. in na 430 gold, cenjenih zemljišè pod vložno st. 41 katastralne oboine Dule in pod vložno älev. 211 katastralne obèine Sodji Vrh. G. kr. okrajno sodišèe v Metliki dne 18. avgusta 1888. (3586-3) Nr. 18475. Curatorsbestelllma. Vom l. k. städt.-deleg. Vezirisgerichte Laibach wird kundgemacht: Es wird den unbekannten Erben und Rechtsnachfolgern der verstorbenen Ta-bulargläubiger Maria nnd Ursula Zabu-kovec von Ilovagora Herr Dr. Hubnik zum Curator a^ ac-tum bestellt und ihm die diesgerichtlichen Feilbietungsbescheide vom 4. Mai 1888, Z. 10580. zugrfertiget. K.l. städt.-deleg. Bezirksgericht Laibach, am 2. August 1888.________________ (3765—3) Nr. 4629. Curatorsbestellung. Vom k. k. Bezirksgerichte Vottschee wird den« Josef Miklic von Neuwinkel, nun unbekannten Aufenthaltes, hiemit erinnert, dass der in Sachen des Anton Turk von Nenwinkel gegen ihn p<^w. 317 fl. s. A. erflossenc diesgerichtliche Bescheid Z. 10 283 dem diesem unter einem ansgcstellten Curator ml aclum Herrn Florian Tomitsch von Gottschee zugestellt wurde. K. k. Bezirksgericht Gottschee, am 29. Mai 1888.