^ A0 NWvoch, den 22. Jänner 1873. Jahrgang. Vi« „M..rburgtt Zeituna" erscheint jeden Sonntag. Mittwoch und Kreitag. Preise — für Marburg: ganzjährig 6 s!.. halbjährig L sl., vierteljahrig 1 fl. b0 kr; fiir Zustelluu. _ in< Hau» monatlich IV kr. — mit Postversendung: ganzjährig 3 sl., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fl. Jnsertionsgebühr 6 kr. pr. Zeile. Dir /tric» des Adgrordlltttuhallstö. Malbur^z, 2!. Jänner. AlN 15. Jänner hat das Ab,jeordnelenliauS seine Beie Blatt" IN Wien mit anerkennenöwerlher Rück« llchtSlosigleit die nachstehende erbauliche Geschichle: Filrst ^ulkolveki btfan) sich in der Lage, ein Geld brauchen zu können. Er befand sich sehr stark in dieser. WaS zu lhun? Da» war die große Frage. Cr lzatle eine ..Herrschaft" in Galizien und einen Ministki in Wien zum Freunde, oder eigentlich die Ministerin diejeS sNinisterS zur Freundin. Wie irär es. sagten ihm seine Finnnzsreunde Altmann und Ulltnan», der papst« lich gesinnte Orientale — wen-l ivir durch 3ljr Gut eine Cisenbahti silhrten. die Koneessi^n kann ja nicht auöUubcn, trenn Herr V. Beck» das Geschäft unteistül^t. Also, frisch gelvagt l Und Fürst Sulko vSki machte heroische Anstien-i,ungen, veraui^gabte ctiv^ 10.000 fl und tva» Mit seincm Oelde eher fertis^, als daS Projekt der ersten österreichisch-ungarischen VerbinduiigS-Bahn, die auch unter dem Nnnen PrzemySI-öupkoiyer Bahn seither eine traurige Berühmtlint erlangte. II. Polen und Ungarn. Auf dtk Linie Przemysl-Lupkow liegt zitsäili^ e>n Gütchen. daS dem wohlglbornen Ritter v. Kozlovski gehört. Der Mann ivird von dem Gedanken nn eiurn SyntikalSgewinn und rine fttle Verivaliungsrath^stclle erfaßt und besch wört den Graf n Adam Potoifi, dessen Güt.r zufällig au b auf dieser Linie liegen, einem diesbezüglichen Konsortium beizulrelen. Dcr geldglkri,^e Graf tvar kilcich d.ibei. weil sein Kousin. Graf Alfred Polocki, dUS voltr.fflich f>n>d. Merk-ivürdigerweise — reiner Zufall — ging die „Vel« bindungSbahn" in Ungarn durch die Güter der Fainiiie Andrassy und man sah sich dieserhalb logar genöthigs, den Grafen Aladur Andrassy, den Bruder deS Ministerpräi'identen zun Ver-waltungsrath zu tvählen. Nach harten Kämpfen ktim die Sache im ungarische» Reichstag durch und nuch die ungarische Regierung verlieh der „Nachligall'n-Bahn" die entsprechende Subvention. Hurrah! DaS Syndikat war gelungen. Hoch Ungarn! Hoch Polen! III. Unglückliche Bauunternehmer. Tiohdcm z vei Miulster die Sache proiegiiten Feuilleton. Theater. Bz. gast könnte es den Anschkin gewinnen. als wären wlr unserer freiwillig üderno«-menea Aerpfllchtung nutreu geivorücn indem wlr es bis jejjt unterließen, über die Gastspielt des Künstlerveteianen Herrn ttaU Noll und der Krau Friderike Fischer-Swoboda zu berichten. Wir betonen dies ausdrücklich, um hiebe, Gelegenheit zu finden uuserut Standpunkt in diesen Fällen klar zu leget», d.r offenbar ein vollstälidig a'derer i,!, alö in detn Verhältnisse zwischen unS nnd drr einheimischen Gesellschast !vei Künstlern, dcren Gestaliungskrast längst bekannt isl, die durch ihr spvradi!ches Erscheinen atier auf unscre Theaterverhältnlße kunen nachhaltigen Einfluß zu üben iu die Lage kommen und ihrer Ausgabe vollständig gerecht «Verden, wenn sie das Publikum «in^ge Abende duich ihr vortreffliches Spiel angenehm angeregt haben, fällt uns blos die Relation über d.n ättßeien Ersolg zu, der in diesen bilden Fällen aus Gruud der Nicht enden tvollenden Hetvorruse nach jedem Aktschluße als elN äußerst glänzender zu bez-^ich» nen ist. Der Bollständigteit halblr müssen «vir aber auch beuchten, dcß Herrn Rott wenn auch keine großartig,', so doch gntgemeinte und herz-liche Ovation von Seite der hiestgen Theater« grsellschaft am Schluße der ersten Bo'stellui,g bri offen.r Ecene dargebracht wuide, an ivelcher daS ubecauS zalilieich versammelte Publikum durch mächtige Lcisallösalvcn seinen innigsten Antl)eil in hörbarster Weise zum Ausdruck brat^te. Zuerst sprach Direktor Rosenseld Uitd siz-zirte ln kurzer Rede die Verdienste des Jubilars um die deutsche Vühne und als er geendet, ergüff Herr Urban das Wort um durch nachste-hen)e.n von ihm selbst verfaßtes Festgedicht den Altitteister zu fciern; rr sprach: Du Meister, der durch volle fünfzig Jahre Für deutsche Kunst gestritteu und gelebt, Der treulich ausgeholten am Altare. Den er gebaut, für den sein Herz erbebt i Der manches Weh nnd manchen Schmerz erduldet Für seine Muse, die ihm heilig war, Und selber nie etwas an ihr verschuldet Durch seine Dienstzeit volle fünfzig Jahr'l Wir sind versammelt, freudig Dlch zu grüßen, Du selt'ner Mann in unserm Vaterland. Und legen gern den Lorbeer Dir zu Küpeu, O nimm ihn freundlich an aus u»»s'rer Hand l Du Priester, Jünger, G.'nner deiner Muse, Hie ju'.einl ant Dir zu uild fleh'n zn Gott: „Erhalte lang' noch >vie auS einem Buße De« deutschen Kilnstler, unfern Meister Rott!" Am Schlupe dieses trcsftich qtsprochenen Gedicht s tsat Frau Köwmle helvor und über-ruchti' Herrn Rott einen von den Mitgliedern der hiesig,n Bühne ihm gespendeten Lorbeerkranz. Herr Rott da'ikte in einfachen herzlichen Worten und die Feier war zu Ende Weit ivtchtlger für unS lst der Umstand, mit Vergnügen konstatiren zu konneri. daß die einheimischen Kräfte anSnahinSlos Alles auibo» t n, den Gast aufS Bcste zu unterstüKen. Wir ersuchen hiebet ausdrücklich, darauf zu achten taß lvir von den einheimischen Kräften sprechkn, zu welchen H^rr Böhm olS Schwächt p»r oxvl» leues unserer ivühne. offenbar nicht gezätslt iver« den k<>nn. Herrn Böhms „Toni" im Meineid-bauer veranlavle uns zu elnem aufrichtigen pa-tvr psceavL tvegen der Meinun.^. die wir biSher tlb.r Herrn Scheff. seligen AngidenkenS, getiabt l?at)kn. Aiöge eS sich Herr Schesf zu wenij.stenS ielatioen Tioste gereichen lassen, wenn ivir hier öffenillch b.kennen, daß lvir uns nunmehr des .^rrlhnms überivies.n halten, als «vir ihn als daS unverwendbarste Mitglied uliserrr Thealergesellschaft bezeichnet haben. Here Scheff s'ehl letdst in »einer statuenarligen Unbeholfen» heit als ein Schüler LevinSfy's vor unS gegenüber der totalen Hiljiosigkeit des Herrn Böhm. Doch soit Mit so snrchtbar^u Gesiallen. Allerdings sprachen wir das Lob bkr,its ausnahmslos aus. toch können wir es unt war die Subvention von beiden Neii^sv rlrelu . gen doch etwaS mager ausgefallen, weil sich auch der Mamtluken Schaar für lin so trostloses Projekt nicht erwärmen konnte. I.i Translei-thanien h.,Nen di^ Gebrüder Braun u»d Gulmann den Bau übtrttommen. in CiSlcillianien Mier. Dle ung',rischen Banunterneljmer sträub-ten sich d n Bau durchzuführen und kamen ihren Berbindlichkkiten eist nach, als daS Konsortium ihnen liedeutknde Begünstigunt^e» j^ewährt^. Schlechter ers^'Nj; et tem Konsortium in Ga!i;lkn; ^ Graf Mier war mit seincm Vermögen bald fertig, so daß dk? Vau eiagkstellt werdcn mußte. Da» Konsortium sah sich also l^ezwnngen, den Bau der Linie in tifl'nc Rkgie zu nehmrn und strengte gleichzeitig ge.'.cn den Grasen Mier einen sehr fatalen Prozeß an. DaS Konsortium hast^tk gegenüber der Kreditanstalt mit bedeutenden Zn« terkalarzinsen, verfolgte den Grafen nuf'S S^Iul und e» sollte zu einem Natinalskan^al tommkn. i^Schluß folgt.) Aos dtm Abgtordiikttnhause. Wien 20. Jänner 1873. 8 In der heutigen Sitzung des FinanzauS fchußks tvurde liei der Budgclberatljung ubtr „Unterricht" eine Resolution beschlossen, die in Schul' und schulfreundlichkn Kreisen gewiß Be friedigung hervorrufcn tvird. Bei Titkl „Volksschule^' hellt R ferenl Czedit den großen Man^^el an ..Volksstullehrern hervor und führt die Uisachen dieses, dcr Durch-führung d»r VolkSschulgeseß^ hemmend entgeg,'"-sleliendea UtbelftattdeK an, alS deren größte er dik Militärpflicht drr Lehrer belr.ichltt. Nuf Glund etr.cS im Vorjahre schon im N,-solitionswege ausgesplochenen Wunsches deS Ati-ge0idnetkNl»aust» haben sich die beiden LantlcS-minifter«en geinigt, eine Aendeiung Wel>r^ gesehes dahen anzustrebkn, daß Lkhramt6k.>ndi^ daten, falls sie zum Militär abgestillt würden, bis zur Zeit ihrer Anstellung zu beurlaubet! seien. Referent bedauert. d^»ß daS Reichökiiegs-Ministerium, ivelchem S>i!enS der briden LandeS-mimsterien diese Vereinbarun,, schor, im Au. gust 1872 zugemittelt wurde, sich bis heute noch Vicht hierüber geäußert habe. Resereut beantragt. eS sei die Netiieruug aufzufordern, de«« Mang l an VoltSfchullehrern durch ihunlichste Begünstigung ihrer Militärpflicht. durch VerMthrung der .Stipendien s,',r die Höker an Lehrerbildungsanstalten, durch V r- nicht versagen, auf Einzelheiten einzugshen und IN erster Linie die Leistungen der Frau Beithal als alte Burglife und des Frl. Me»lel al» Broni im Meineidtiauer liisbesondere hervorzu' heben. Frau Bcrihal war in Maske und Spiel so vorzüglich, daß wir den reichen Beifall. der ihr bei offener Lcene gespendet wurd. als vollständig begründet an«rtennen müssen. Frau Bertha! war als alteS, durch die Ungunst der Gerhältttis^e zum Sonderlinge gewordenes Weib tvahr bis inS Detail, hcrzlos auf ihren Bortheil bedacht gegenüber dcr Welt, wußte sie gegen ihre Lieblinge die ausrichti.iste Liebe zum Ausdrucke zu bringen, ohne auch nur einen Moment ihrem zwangSlosen und darben Wesen untreu zu werden. Sie war das alte, durch anderer Leute Schlechtigkeit schwarzsehende und mißtrauisch gewordene Weib, wie eö in Wiik lichkeit zu finden ist. Was tvir zu ivicderholtcn Malen hcrvor-gkhobcn. fanden wir auch dieSmal an Frl. Meftel bestätiget. Ihre Broni zeigte ebenso von lichtiger Auffassung, alS glücklicher Witdergalie des (Aedankenl?, und gerade in dieser Nolle gereichte dem Fläuleili die iin Konversationsstück mitunter störenk'e Tiese ihieS Organ.s eher zum Borihtile. Als drittrr im Bunde lcgte sich Herr Ber-ihal als Student und Solin des Meiueidbauer Mehrung der LehrerbildungSaustilten, durch Er-richinng von Vorbereitunl^^klassen und durch lhalkrast>,>e Unt^lstü^uiiji der gleichen Bestrebnn. gen der Landtage aliznhelfln. Minister Strenl.iyr mrint, die Regierung sei Mit Zihl U!,d Hölze von Stipendien an die äußerst!.' Grenze des Möglichen gegangen. Er ßndet, dlib die nunM'hr an Lelirer gestellten viel liöhererr AlU'orderungen ll's^che iverden, d^ß die nun vitl mchr. als früher au^gebildetcn Lehrer sich auch für viele andere Bcrus.'z'vklge qual'fi ziren und zur Verbcsi.rung ilzrer materiellen Lage denselbkn zuivenden. er halte sür daS tviik-samste Mittcl. dem Lehrcrmangcl abzuhclstN ..ErljöljUlig der Lehrergehalte" und dieS werde er kräjtigst uuterstü^en. Dutnba und Perg-r bedauern, das der Ueliertritt in dik Lehr-ibi!du»gsanft.'lt reicht U'iiNittclbar auS der Volksschule geschehen könne; vi'le derjenigen, die'— wenn auch ursprünglich ktt der Absicht, sich dem Lehrstande zu li'idmkn — IN die Nea!schule einsrelen, ti rbleilien sodann in d rjtlben und ivendcn sich andern Erwerben zu. Rkdnrr ivünscht. cntwedei^ unmittelbaren Ueb rtrit aus d,r Volksshnle in die L^hrerbil-dungsanstalt oder Gründung von Vorbere>tungS-klassen an Lchteren. May rhoser spricht die Mllitärbefr.iung sur Lehrer und L hrliMtskl.ndidalen an. Hclbst findet, daß eigknllich didaktisch Fragen nicht in den Bereich deS FinanzauS-schufsks gehören, daher sci di.^ beantragte Re solution allgemeiner zu halten. WaS aber die Militärpflicht d.in L hrer betreffe, so müsse sich der Ausschuß doch auSspr ch.n, jedoch könne ihn da die beantragte Rksolution nicht beftiedigen. Man müsse gerak'ezu eine Aenderung deS Wchr-g sktz-s dahin begehren, daß Volt^schullchiern die frühere Besreiung vom Militäldienste zurückgegeben werde. Die Militärpflicht der L^hr r habe g»r keine praktische Bedeuiung. da sie im Frieden nur alljährlich während den Ferien zu den Ulbungen einberufen werden und da eher störend, als fördernd Militärdienste l isten, iin Kriege aber nur die ei>lbel)rlichen Lehrer c nlie-rufen tverdcn können. D.i wir al).r kei >e entbehrlichen Lehrer hab?n so können im Kri ge auch keine einbernfen iverdeii. Tie Lehrer iv.r-den daher im Frieden geplagt, um im Kriege nicht elnberufkn zu werden. D.u^ sei Pkinzipien-reiterei. Ehieiue. Redner ist für prinzipitll Aendeiung des Wehrg'sep s und will die Neso» lution in diesem Sinne g h.illen wissen. Wolfrum, Brestl. Klier u «d DeMlN l spreche» sich im gleich:» Sinne aus. eine selzr schä^bare Mäßigung auf die wir nur lobend anerk.nnen müssen. Herr Berthal spielte m't Ruhe tt-id Na tjdruck und können wir ih„ versichern, daß eiN solches Auftreten unlileich günstiger zu wirken v rma^j, als ein ung,stüm-MeS immer gleiches burschikos'? Wesen. Herr Ziegler spielte t'en Großknecht mit gewohnter Züchtigkrit, und an« Herr Kranz leistete als Adaittshofbiuer Anerkennensiverthes. So gern wir bereit waren, die Leistungen im Meinkidbauer und im ^Der alte Infanterist und fein Sohn der Husar" anzuerkennen, so tve-Nig können wir uns mit der Aufführung der tieiden Operetten „Die schöae Helena," und „Pariser Llbc7." deaen wir beizuwohnen G^le-s^enheit fanden, einverstanden erklären. Sellist-veiständlich sind hitvon die Leistungen der Frau ,^scher-Swoboda und unseres trefflichen allon--vendbaren Herrn lirban ausgenotninen. Sieht mun von di.sen beiten Kräften und allens.Uls i)on Frl. KozierovSk.i ab. so erilbrigt e n Ma» i^riale, d^s gewiß eh^r zu allem Andern, nur itt keiner muuk.>lischcl^ Aufführung verwendbar ist. Eine OperelttN^t'sellfchafl, bei ivelcher ein Herr Berthal zur U beruahme einer Ges.nlgs-palthie gepreßt iveiden muß, NM die Ivcitgäh-iienk'e Lücke im Personale scheinbir zu maSkiren. nnd dt-r l!hor in allen f.inen Tiiinm n von Fll Blttmenfeld und Horte markirt wird, kann Referent Czedik konformirt sich und wird jenen Th il der Resolution, welcher sich aus die Piilitärpflicht der L'hrer bezieht, vorbehaltlich der späteren Formulirung, dahin geändert daß die Ueberzengung auszusprechen sei. daß eS elnez der wirksamsten Mittel zur Abhilf? deS L,hr.rm.mgklS die Aushebung der Militärpflicht der Lehrer und Lehramtskanddidaten. und die Regierung aufgefordert werde, behufs Aenderung dcS Wehrgesetzes in diesem Sinne eine Geseßts-Vorlage einzubringen. Zur Geschichte des Hages. Dem enthüllten Beust zu Leibe geilen — di.S gilt nun auch in Beilin. Die Federn lassin an Schärfe nichts zn wünfchen übrig und theilt namentlich die „Spcnerfche Zn-tung" ihre wnchtigsten Hiebe au«; in diefem Bla'te heißt es unter Anderm: ..Herr v. Bkust war auf den Schüben- unt» Zängerfesten solange als der Führer deS wahren Deutschland" verehrt l^oiden, jetzt erscheint dieser „echt deutsch." Diplomat gleich eines Verschwörers gegen die Sache, für die auch fein früherer Lan. d.she.r mit hochh.rziget Entschlaffenheit eingetre. ten war. Er hatte arif dem Dresdner..Sänger-festes den deutschen SangeSbrüdern so zuversichtlich und vielleicht ein ivenig ironisch Versichert, das deutsche Lied werde einst eine Macht werden, als aber daS Lied „Die Wacht am Rhein" wirk-lich line Macht geworden war und unter seinen Klängen Hundertt.'uftnde unter allen deutschen Feldzeichen an die Westgrenze rilten, da versuchte dcr wackere Schützen- und SangeSbruder von 1865 und 1868 dem kämpfenden deutschen Volke den Dolch in den Ri^ckca zu stoßen. Die deutsch-patriolisve Larve vor dem Antlitz deS abenteu-ern-'en Diplomaten saß schon vor der neuesten Enthüllung recht los^, hoffentlich sieht der gewandte E;Süchse die Nutzlosigkeit einer weiteren MaS-kirung jetzt selber rin." Die Verseiiller werden durch die Stimmung in Paris nicht wenig beunruhigt. Da« Blutbad in Mai IS7I, die Erschießungen. Ve-falig. nhaltuilgen und Deportationen haben in den untern Klassen der Bevölkerung einen schrecklichen Grilnnr erzeugt eiaen Nrimm. welcher durch das Elend manchcr VolkSquartiere noch gesteigert wird. Die Republik deS Herrn Thiers kann sich iu P.,r!s nur mit Hlfe deS Belagerungszust.m-deS behaupten. DeraußerordentlicheGesandte R ußlnnds hat London nnverrichleter Dinge verltssen. Keiüe dieser Mächte ivill ihre mittel- doch wahrlit) bei aller nur deukbaren Rachsicht und Gulh'nüthigkeit keinen Anspruch auf Ge-nügeleistung erlieb.n. Unier solchen Uinstände» tvä e eS auch unliillig, üb.r den gesanglichen The'l Kritik üben zu tvollcn und beschränken wir uns darauf, zu belichten, daß jn der „'chöncn Htlena" und dem „Pariser L bell" auch gelacht wurde, welches Gelächtcr ab^r keiueSwegs ausschließlich durch das gute Spiel der Mitwirkenden hervorgerufen wurde. Der erste -fall im neuen Amte. Vom Versltjser der „neiltn dtatscheil Keittlilder." (Fortsetzltng.) Die Section sollte unter Direktion ein s Nich-terSmit Zuziehung eines Gericht saktuarius von zwei G-richtSärzten, dem KreiSphisikus uns dem Kreis-chirurgus. vorgenommen und und der ganze Hergang dabei sollte Schritt für Schritt. Punkt für Punkt zum gerichtlichen Protokolle genom« men werde, . Außerdem mußte vor der Sektion die Leiche den Angehörigen, dem etwa gen Angeschuldigten oder Verdächtigen, oder ant>ertn Per« jonen, die sie kannten, vom Richter zur Uner. asiatische Politik ändern und so wird über kurz oder lang da< Schivtrt enlscheidku. Bermlschte Nachrichte»». (Veitrag zurLehre v o » derSte-lenwanderuns^.) Vor zwei Iahrrn stnb in Newyork ein Franzose, L. Bonar, mit Hitttrr-lafsung von 100.000 Dollar und einem Testament, wonach d,r amtrikanische Thiirschutz Berein Haupt-erbe sein soUt<. Die natürlichen Erbcn in Frank' reich griffen diese Versüt^uag an. iudcm sie hauptelkN, der Oheim sci verrückt und »«izurech-nungsfähig gewesen. Er habe nämlich an dir Seelenwanderung geglaubt unt) sich iuSbesonderr eingebildet, daß s^in Geist zunächst in »in Yorker Straßcups^rd fahren werde. DaS G,richt hat nun aber gefunden, daß der Vlaube an die pythagoräifche Lehre von der Seelenwanderung an und für nicht schlechtwkg als Veirilcklheit könne trazirt werden und daß insbesondere der Bersiorbene durch die Art, wie er eine andere mehr praktische Erfindung de» PythagoraS, näm-lch daS Cinmalrins, auszubkuten vestanden habe, außer allem Ber0acht drr UnjurechnungSsähigteit stehe. Demgemäß hat eS bei der Verfügung Bonar'S sein Bewend'n. Der ThierschuU'Berein baut sich nun ein Haut mit dem Gelde. (Nicht natürliche Todesfälle in Italien.) Die „Perseveranza" theilt ein Ber-zeichuiß der nicht natürlichen Todesfälle mit, welche von 1864 bis 1870 in Jlalien sich ereignet. Demselben zufolge sind in dieser Zeit 65.049 derartige Fälle vorgekommen, wovoii 42.870 von Unglilck»fällen. 17.090 voi» Mo d, 4984 von Selbstmord, 184 von Hinlichtua^jen unv 22 von Zveikämpfen herrühren. (Pflanzet Obstbäume.) Nach amt» licher Zählung H.Ute Böhmen im Juhre 1856 zehnMillione». l86z über sechzehn. 1871 weuig-stens zwanzig Millionen Obstbäume. Im Lcit-meriher wie im Sa.izer Kreise ivaren fast alle Straßen Obstalieen. Hchon itn Itihre 1846 rechnete man den Obstcrtrag auf zwei Millionen Wiener Metzen; j Kt ist derselbe mit acht Millio-nen. nicht zu gering veranschia.tl. u d kann man BölimenS öffentliche Obstpffanzungen mit Hund rt Millionen Guldcn bewerthen. Der strenge Win-ter von 1870 auf 1871 hat freilich die Odsttnl-luren empfindlich geschädigt, und auch die Uchcr» schwemungen haben dadei viel Unhc,l an^ierichtel; ober Böhmen »veiß. welchen Nuj^en diese Kuliuren bringen, und wird neu anpflanzen, wo es nöthig geworden ist. Da» steirische llnterland könnte auS solchen Obstalleen ungialjnien Nutzen ziehen. AlltS was man etwa gegen die hohen Anlagekosten. die Pflege, Bewachung einzuwenden versucht ist widerlegt durch das Beispiel BölimenS, welches diese Einnahmsquelle seit Vielen Jahrzehnten auSzunü^en verstand. Hat nur erst eine Gemeinde den Ansang gemacht, dann wird Gemeinde um Gemeinde nachfolgen, und den hohen wirthschaftlichen Werth der Obstkultur an den öffentlichen Wegen erkennen und schälen lernen. Marblirger Berichte (Entsprungen.) Der berüchtigte Falsch» spieler Christian Grabner sollte vor beiläufig fünf Jahren von Graz nach dem ZwangSarbtitö-Hause in Laibach s^esührt werdu,; auf der B^hn-siation St. Georgen entkam cr jedoch und blieb unentdeckt, bis er vor einigen Tagen auf dem Südbahnhofe zu Marburg erkannt und festgenommen wurde 3in Schubz'mmer an die Maner gefesselt, durchsäble Grabner gegen 2 Uhr Nachts mittelst tiner Uhrfeder die Kette, riß daS eisirne Gitter deS Fensters aus der Mauer und entfloh. Ein junger Wällchtirolcr. der krank IM Lchu'ozimmer lag, fragte den Thäter, w:S er denn mache, dieser aber drohte »hi zu erfchla-gen, wenn er sich Nicht st'll verhalte. (Weinbau- Kommission.) Die Fachkommission zur H-bung deS Weinbaues, welche daS Ministerium nach Wien tierufen, hat am 20. Jänner ihre Verhandlungen begonnen. Die steiermä,tische LandwirthschaftS'Gelellschaft wird nicht, wie es ursprünglich bestimmt ward urch Herrn Dr. Hlnbek, sondern durch dei Obmaon deS Marbnr^zer WeinbauvereinS, H^rrn Dr. Mulls Vertreten. (B o r a n s ch l a g der B e z i r k S v e r t r e-tung für 1673.) Dieser Voranschlag kommt in der nächsten Sißung der BezirkSvertretun^ (27. Jänner) zur V-rhandlung. Die Einnahmen sind: Beitrag auS dem LandeSsond sür BezirkS-straß^"» rrst.r Klasse 1600 fl.. ältere Nückstände 200 fl. verschiedene Empfänge 200 fl.. zusammen 2000 fl. Die AuS.iatien belaufen sich ans 42.623 fl., nämlich: G Halle 1000 fl. Bersehung 0eS technischen Straßendienstes 600 fl.. Reisevergütungen 400 fl, Mietlizinsen 410 sl.^ Kanzteierforderniss'^ l20 fl., SchulauSlagen 13.633 fl. 72 kr. Ersor-dernisse sür Bezirksstraßen erster und zweiier Klasie 15.45 fl. Neubau der Sektion E der St. Zakob-Straßt 4830 fl. 15 kr., Neubau der Straße von Zöllnitz nach dem Bahnhofe in Maria Rast — Bezirksdrittel — 227S fl. 13 kr, Verschiede. n?S 600 fl.. muthmaßliche Umlagen-Rückstände mit Eide des 1873 4000 fl. Der Abgang beträgt also 40.623 fl, welcher durch Umlagen auf die unmittelbaren (direkten) Steuern gedeckt werden soll. Das Steuerordinarium mit Zurechnung deS sogenannten EiN'Drittrl Zuschla.,eS, welcher die Stelle der Einkommensteuer vertritt, erreicht die Höhe von 155.667 fl. 24 kr., die unmittelbare Steuer sammt ollen landesfürstlichen Zuschlägen eine solche von 213.150 fl. 30 kr. Der obige Abgang, auf die erstere Steuersumme um-geleimt, entspricht einer 26°/,. auf die leKtere umgelegt, einer 19°/, B^zirkSsteuer. (Männerge sangverein.) Zu Ehrenzx e'nrs scheidenden Mitgliedes veranstaltet der Män-nergcsangverein für heute Abend halb 8 Uhr in den Nudl'schen Lokalitäten einen Verhinsabend, zu welchem auch die unterstützenden Mitglieder hiemit eingeladen sind. Letzte Most. In slovenifch-klertkalcn Kretseu wird für Vktittonen dev Gemeindevertrstungei» an den Kaiser gegen die Wahlreform agitirt. Zu Mailand hat ftch eine Massen»er-sammlnng für die Aufhebung der religiösen KSrperschaften in Rom erklärt. Die Loudoner Blätter rathen der Regierung, bezüglich Rußlands fich für jedes Greigttiß bereit zu halten. Alizvefeiii i» Hgrbiirz. liilontag itsn 27. tÄnnvi': I. ») t'rülillnzxspolka, xsmisoktsr vdor wit kikvo. be^lvituvx vov ^sätlsr. 1>) OlsvisrpiölZg voa v) Uimmvl «o bl»n, ärvistimmißssr k'rknsn- okot mit kiauokexlsitulizs vov ä) veltl»w«tian s) liinel^rvi - IVarrvtliSl, üumorssleo kür ^smisot»-tsQ Lnor ivit ?isliot)s^!gituv^ voa II. ^AllseltUlt«. VOQ Oust. Itl kinusntlirAnen v. Oörosr. Im Nonsto lilili'i: V0Q 8vkum»llu. gs erkennung der Jdentitä tvorgezeigt tverden. Fehlte an diesen durch das Gesetz vorgeschriebenen Erfordernissen etwas, so konnte, nach einer durch konstante Praxis der Gerichte feststehenden AuS' legung des Gesetzes, niemals auf die volle gesetzliche Strafe deS Berbrecheus erkannt werden. eS sand vielmehr immer nur eine geringere, außerordentliche Strafe statt, wenn auch im Ueb» rigen der Beweis deS Verbrechens aus daS Klarste und BoUstündigste hergestellt war« Es wurde stets angenommen, der objektive Thatbe-stand, der Beweis, daß die Handlung des Tliä-ters den Tod zur Folge gehabt habe, ^tönne nach der Absicht des Gesetzes vollständig zur Anwendung der vollen Strafe, nur durch jene gerichtliche, mit allen genl)nnten Erfordernlssen versehene Leichenöffnung erbracht werden. Die Folge sür den vorliegenden Fall war klar. Nahm der KreiSphisikuS die von ihm Verlangte Priv.U-Handlu'g vor. und er fand wirklich Spuren oder seltist den klarsten Beweis einer stattgehabten Vergiftung, so war dennoch schon von vornherein dem ganzen Weileren Ver, fahren die Spitze abgebrochen ; den Veibrecher konnte nie mehr die volle Strafe deS GisetzeS treffen. Eine Leichenöffnung unter jtnen Formalitäten ließ sich nicht reproduziren. Aber woher denn Bedenken? fragst vielleicht mancher Leser von entschiedenem Charakter. Wa» rum nicht sofort die gerichtliche Leichenöffnung mit allen jenen Formalitäten vorgenommen? Allein, meine lieben, entschiedenen Leser, daS ging nicht so ohne WeiterS. Die preußijche Kriminalordnung war eineS 0er besten Gesetze in Deutschland; ich scheue mich nicht, fS auszusprechen, für ihre Zeit daS best, deutsche Kriminalges'tz, und mir auch jetzt noch lieber. alS die Krimtnalprozeßordnungen. deren in neuester Zeit so Viele in D utschland mit und ohne Kammern berathcn und erlassen sind. Sie halte namentlich auch strenge Vorschriften zum Schutze deS unbescholtenen Bürgers gegen un-bejjiündete Anklagen und Verfolgungen. U'd insbesondere verordnete sie. das kein Akt eine geiichtlichkn Untersnchnng vorgenommen werden solle, tvenn nicht ein be^jründeter Verdacht vorhanden sei, d^ß wirklich ein Verbrechen begangen »Verden. War hier ein solcher Verdacht nur irgend' wie begründet? Es lag nichts vor, alS daß sich in der St>dt das Gcrücht verbreilet hatte. Mahler l).che seine Frau vergiftet. „Worauf stützt sich doS Gerücht?" fragte ich den Arzt. Er lvußte eS nicht; er hatte eS nur von Mahler selbst gehört; dieser von seinen Schiva» ger, dem Bruder der Verstorbenen. ..WaS halten sie von dem Gerede?" ^Äch habe kein U'theil darüber. Ein Arzt war bei der Kranken nicht gewesen." „Erscheint daS nicht auffallend?" „Kaum. Die geringeren und die mittleren Klassen h.lfkn sich hier noch vielfach mit Hausmitteln. .Aber wenn der Tod kommt?- „Sie wissen auch ohne den Arzt zu ster-lien. Zudem behauptet Mahler. er habe nach einem Arzte schicken wollen, seine Frau habe es verboten." „Sie halten daS sür glaubtvürdlg?" „Die Frau war als g izig in der Stadt bekannt." „Hat Mahler ihnen über Krankheit und Tod seiner Frau Mittheilungen gemacht?" Sie hat an Erbrechen gelitten. Er ivar vorg,st.rn verreist gewesen —" „Borgestern?- mußte ich ihn unwillkürlich unterbrechen." Der Arzt sah mich über meine lebhafte Unterbrechung verwundert an. „Darf ich bitten, fortzufahren?" (Fortse^ung folgt.) ßR«vt»r4, Ib. Rnn. (vochenmarkttbericht.) V»i,en si. S.ia. »orn fl. » 70, «erst« fl. 0.—, Haser fi.l 90. »ukurutz ft.3.90, Hirse fl.v.-. Hirsebrein «l. 6.05. Heiden st.L.lb. Erdäpfel ß. 1.50, Bohnen fl. 4.20 pr. Metz. Kuturutzmehl fl. 8.—. Wei»mgries fl. '5.50, Mundmthl fl.IS.—, Semmelmehl fl. Ii.—. Weißpohlmehl fl. 10.—. Schwarzpohlmehl fl.».- pr. Tnt. Heu 1.40. Lagerstroh ft. 1.40. Futterfiroh fl. 0.90. Streustroh fl.0.80 pr. Tent. Rindfleisch LS. Kalbfleisch 82. Schweinfleisch lUlig 30. Lammfleisch 22, Speck fr. S8. Rindschmal» 60. Schwei», schmalz 44,SchmeerLL, Butter S4.Topfenkäse12,Zwiebel10. Kuoblauch 24, Kren 10, Kümmel 48 kr. pr. Pfd. Eier 2 St. 7 kr. «ilch frische 12 kr. pr. Maß. Holz, hart 18" st. S.70, dto. weich fl. 4.80 pr. Klafter. Holzkohlen hart fl. o.öv, dto. weich fl. 0.40 pr. Meden. Das uvtsriviclmete Lowitö l>vv1»rt 8leli liieäureli 2ur Kel»lltvi8Z brivxon, «1»»» äio Lutr^«Ie»rteu 7u äem »m 2ö. ^kunor a. o. Lm Lvrra 7d. SötR'iodvn L«u^Is Lmsssp UsUÄtzMs vom Id. bi8 23. ^ävQvr m äsn HaväluiiAeu 6er llerrell ^nt. Loki, Lä. uvä U. UorLk, sovie im Vereine (^dend« von 8 dig 10 IHir) sssßvu Vor^si8Uv^ ävr k^inlkläuv^sll dedodev vercieu köimev. ^eve ?. 1'. k'amilisv Oar^ous, ivelolwn au3 Vor8eksv Ireioe LivIsckunK^sn su^e» Icommeu 'rvärvll »zuä äsoti solebe ^v8pruek kadeu, 8iii6 1iöt!iek8t vrsuellt, Ikrs Hss. ^är6»3kv an gevallvt^n Orten ad^uzebev. /)e»vKsi7»e?'^f'aA c/l'esös cis7?l ciss 41 Da» O»in>e^ Nk. 266. (83 Kundmachung. Der Temeinderath der Stadt Marblirg hat iu der Sitzung vom 7. Jänner 1873 daS Ergeb-niß der Pachtverhandlung rückfichtlich deS Geineinde-zuschlages zur VerzehrungSsteueR von der Erzeugung und Einfuhr von Bier, Branntwein, Ro-soglio und anderen Spirituosen an den Ersteher Herrn Franz Perko auf die Dauer EineS IcchreS vom l.ISnner bis !. Dezember 1873 genehmigt. Hiernach ist der Pächter Herr Franz Perto in die Rechte der Stadtgemeinde getreten, waS hie-mit zur allgemeinen Kenntniß und Darnachrich-tung verlautbart »vird. Insbesondere werden jene Parteien, welche mit den benannten Verzehrungssteuerpflichtigen Gegenständen stch befassen, erinnert: 1. Eine Beschreibung der Lokalitäten zur Aufbewahrung der Vorräihe mit Angabe derselben binnen 3 Tagen an den Pächter zu übergeben und von diesen Borräthen den Gemeindezuschlaq zu berichtigen. Jede Einfuhr von Bier, Branntwein, Rosoglt» und sonfttgen Spirituosen ist wenigstens 24 Stunden vor dem Bezüge unter genauer An-^be des iQuantnmS nnd der Gradhältigkeit dem Pächter anzuzeigen und die tarifmäßige Gebühr sogleich zu entrichten. Z. Ebenso ist bei der Ausfuhr znr Rückvergütung Quantum und Gradhältlg?ett anznmel-den, wobei bemerkt wird, daß für eingeführte Spirituosen die Rückvergütung nnr dann geleiflet wird, wenn an der Gradhältigkeit keine Veränderung vorgenommen wurde und nicht weniger als Ei« n. ü. Eimer znr Ausfuhr gelangt. 4. Jede Verheimlichung der Vorräthe oder der Einfuhr, wie auch unrichtige Anmeldungen werden nach den Verzehrungsstener-Vorschristen mit der vierfachen Gebühr geahndet. Stadtralh Marburg, 15. Jänner 1873. Der Bürgermeister: Dr. Reiser. ^UeiniKsr Haupt-I^etailverkaut von klzselieWeilleii W zkiill. Kr»i»li8 i!eliei> liellerei. so^ie öss vorsüKlielien 01iiui>i»»s>»rs m« I. w» ^uoluwuwckv». dsi LomSiä Or. lilelsuxs, Louokonx, äis vor-iixliokstsi» Norteu von anZxe-siednst feiusr xuter unä ru billieitSQ ?rsi>en, sobtoa Vtiev kam, dr«»lllan. kam, 1 Ä. pr. 6«uu »Iis Ü»tturl?ol» Loiait« V«isee»', Quelle«', ksinsts Vvlvuriä »Uo üdrixon ^olonl>l«^»area. vrösstss vor» Vampswslil. Xodtu°x°v«U Q'o,»»«,a «rlllvItU«.». Edikt zur Einberufung der Verlasse»-! schaftsgläubiger uud unbekannten Erben nach Eduard Senft. Gemäß Bescheides des s. k. Bezirksgerichtrs Marburg vom 5. Jänner 1373 Z. 23225 und 23227 werden Diejenigen, welche on die Verl is-senschast des am 15. Dezember 1872 ohne Hinterlassung rinlr l'Kwillil^cn Anordnung verstorbenen Eduard Senft, Essigerzeugers in Marbnlg, eine Forderung zu stellen hallen, aufgefordert, bei dem gtserligltn Gciichtökommissär (Schulgasse Nr. 120 ebenerdig) zur Anmeldung und Dartt^lt-ung ihrer A"Ipüche nm ««. Jänner 1873 Bormiltags von 9 bis 12 Uhr zu erscheinen, oder bis dahin ihr Gesuch schriftlich zu über-reiche», widrigenS denselben an die Vkrlassenjchaft. wenn sie durch Bezahlung der angemeldeten For-derungen erschöpft wl'irde, kein weitcrer Anspluch zustände, als insoserne ihnen ein Pfandrecht gebührt. Zugleich wird bekannt gemacht, daß die zum Berlasie deS Ed. Senft gehörigen Fahrnisse. alS: Leibeskleider, Wäsche, eine goldene Cilinderuhr, Wein, Spiritus. Obstmost, Essig, F'fler Bottiche und andere VorrichtUligen zur Essigerzeugung, Kellercinrichtungsstücke u. dgl. TV. Jänner 1873 Vormittlig 9 Uhr an, im vormalS Gut-mann'schen H.luse Nr. 100 am HauptplaKe ösfent-lich feilgeboten und an den Meistbietenden gegen sogleich bare Bezah'nng des MeistboteS hintan« gegeben werden. Zum Ausrussprrise dient der gerichtlich erhobene Lchäj)werth; unter demsklben werden nur Gegenstände, welche nicht anfbelvahrt werden können, veräußert. Endlich lverd n bei dem Umstände. alS dem Gerichte unbekannt ist. ob tvelchen Personen ans seine Verlassenschlist ein Erbrecht zust. he, alle Diejenigen, wtlche hieklMf aus waS iinmer für eintM Nechtsgrunde Anspruch zu machen gedenken, aufgefordert, ihr Erbrecht binnen Einem Jahre vom ttntengesthtcn Tage ger.chnet. beim k. k. Bezirks, geeichte Marburg anzumelden uud nnler Ausweisung ihres Erbr chlct^ ihre Erbserklarung anzubringen. Widrigens die Berlassenschast. für welche inzwisi^ell Herr Dr. Johann Sernec alS Verlab» kurator bestellt worden ist. mit Jen) siucl 2U liezilkkeu äured llittlols l^Iuek, ° ^ecd8kl8tude, 8aok3tra88« 4. W^öristliol»« össtslluuA^sn verZso prompt sK^tuir Kundmachung. Das. Amtslokale der gefertigten Pach tung befindet sich im Hotel „zum f-bwar-zem Adler" allwo die?. 1'. Steuerpflichtigen während de« gewöhnlichen AmtSstunden ihre Anmeldungen vorbringen und die Steuergebühren entrichten wollen. (78 Pachlllllg dtt Vemtindt-SttUfrzllschlägt bei Vier- o»d Apiritiiosta Äiasohr- und Cr)t«g«ilg. Kleine Wohnung im ersten Stock, sonnseitig gelegen, ist an eine stabile kinderlose Partei zu Vermiethen. (84 Auskunft im Eoinptoir dieses Blattes. Zu verpachten ist das Gastha«A i« lvberkStsch HauS Nr. 10, mit 2 Zimmern, Küche. Speise und Keller auf 8 Halbstartin. dann '/4 3och Garten nclist gedeckter Kegelbahn, ans 3 Jahre. Das HauS sttht ganz aa der Straße, dabei ist der Tabakverschleiß und ist selbes zur Greit-lerci und zum Handel mit Salz. Kohlen, Kalk. Holz u. s. w. sehr geeignet. (5S Aßak- öl Allllslnlrgtt-Mrste empfiehlt (81 Herman» Wögerer vormals DruckmüUer. vosodiUts-Loiolx«. Osisrtigtsr erlaubt 6ew ?. 1. vrxel»sn8t »usuzvizvQ, 6as8 vr äas 8pe»vr«l»tA«»vI»Ktt »vives Oulcvis DZiiUSlkert 8vl»v>vl»s> (k^lc övr Lui^) Icäulliod an sieli xvdraollt uuä vrsuelit uw x^iitigeu Lssuek. (82 LllsietizeitiK msvtit er äis verehrten autmericsam, äa88 er aUv öueti-«et»uI6vn iibernommeu ds.t unä äie!?a!i!u!ißen our tw iki» 2U Isistöv smä. ^elituoZsvoll Eiseilbahil-Fahrordnuilg. Marl»urg. Gemischte Jüne. Von Trieft nach Mürzz» schlag: Ankunft 11 Uhr 58 Min. Mittag. Abfahrt 12 Uhr 20 Min. Nachmittag. Von Mürzzn schlag nach Trieft: Ankunft 1 Ulir 51 Min. Nachmittag. Abfahrt 2 Uhr 20 Min. Nachmittag. Eilzüge. Bon Wien nach Trieft: Ankunft 2 Uhr 5 Min. Nachmittag. Allfahrt 2 Uhr 8 Min. Nachmittag. Bon Trieft nach Wien: Ankunft 2 Uhr 48 Min. Nachmittag. Abfahrt 2 Uhr 46 Min. Nachmittag. Verantwortliche Stedaktivn, Druck und Verlag von Eduard Ianschih in Marburg. 2. Ii. St. v. Verantwortliche Stedaktivn, Druck und Verlag von Eduard Ianschih in Marburg. 2. Ii. St. v. Beilage zu Nr. l0 der „Marburqer Zeitunq." (1873.) It R» I» El II» » r lI RR I» K (ö3 W-. N Ilm vielseitiß^ aus^esproelieuen ^iinsel^en Reelmunß^ 2U trafen, tist 6ie k. Ic. priv. »vRtlzxS ^r«lick»vIi»Ä«n»Vvr»ZvI»«rui»KG.^i»»t»It tür StSt«rii»»rIt, ItjiruLvi» uiRck litrali» eine eigene ^dtdeiluii^ für äie VS^URvIivrAiHA I»«HVvAKKvI»vi' SK»vI»vii ^etxeu k'euer-sodaöeu erMnet unä versiellert soni^ek von nun ttn ttued ^ssekineu, Maaren, k'eelisuuA, Vorrätiie l!^aek6ew äie ^n8t»It ^et-t sellvn lLS.Wl) llbjskts wit 8l1,442.l)l)l) fl. vvrsiedert dält, bei einer ^ädrlieken Linnsdme von wekr als 500.000 K. üder einen kvZSrvvionll von 72l).lll)l) il. verfügt un6 mit de^ädrten in- unä auslänäisvlieu ^sselculan/.-lFesejlLeliaften Ruelcverkieiierunß^en unterl^ält, so ist äiese!'!Ze in ^er I^sßse, Nislien in ^eäem delieü)jß^vn V^ertizsbetrsß^e Izei voller 8ie1ierliejt un<^ ^L^LN wässiße Urämien 2U übernedlnen. vie VersiekerunAs-^nträsse ^eräen in äer Vereinsksn^lei l/vmmi88!irill!vn ent^e^en^enowwen, unä äkselbst aued »Ile AesekäMieljen Auskünfte dereitv^iUiß^st ertlieilt. 6ra2 am 11. Männer 1873. Vii'vktion ilvi' k. k. pfiv. wovksolsoitigvn Vranilsvkaävn Vofsiekvrungs /^nstalt lilf 8leiermsrli, KArnten iinä lir»!». M« 0»st»rr»ivIitsvIl« lockustriill vailll (vormals Zkttulcli»«» UckuttrÄ >Vien, >>'. I, emittirt vom 6. ^ovemder an Lassa-Ledslnö in .^dseknitten 2U ü. 100, 500, 1000, 5000, mit Ver^insunK -u S7„ SV//, k'/o K'/,7, ALASN 8 1'tlß^e, >4 1'ilAe, !jO 60 I'»Ae XünäiAunA. vie im Ilmlaufe deünälielien nieltt Kekunäi^teu Oassasol^eine xeniessen vom odiß^en It'sKe an äie t)öl>ere Ver^insun^. vie Minsen können liei äer k^ünäi^un^ im Vorkinein lielioden unä llie Vapit«l8rlielt?^nlllun^en «uel» in alleu I.»nlle8-Iliiupt8l»lltep. ae8terreiel»'vnx«rn8 »nzevle8en verilen. IS (Nachdruckwird ,ucht h^norirt.) IZvr lll»e>n»««lartvr Masz-Extract nach Prof. und der WirnerKlinik mit der Hosf'schen E^har-latanerie nicht z» verwechseln, besjer als alle übrigen jcpt im Handel vorkom-Menden Malzeztrakte. -- Ans 11 Ausstellungen prämiirt. — Für Abzehrende, Schwache, besond. Drust-, Lungen- mid Halskrankr. Wohlschmelkender Ersah des schwer verdaulichen LeberthraneS nach Prof. Utvino^vr s^nebst GI^VÄa Deutschlands bedeutendster Lungenkliniferj von Tilbingeu. 694 l. Qual. so. 7?;, 3ü kr., fl. 1.10; U. Qual. 20. 45 kr. 'Depot sür Marburg^'I^ bei k. liolletnix, Tegetthoffstraße. Wilhelmödorser Matzprodvkten Fatirik V0V zo8. Kiiifvrlv ^ Lo. (>VikQ). vur als ?r6i3 vives Original-^V »MR » 1^0868 sillä ^e^iuusll: lOOO Vulcaten In Oiese I-otteris evtliält au83eräem ^'i-ktkei- von 200, 200, 100, 100 vull^»Q^sbvr^: Nüller, .^potdelcer; iFlviolionborg^:!!'. v. li'slä-daek, 60 uoKit 2: 0. k'lsiseksr, I^sikQit?.: , .^potk.; I^uttsQ- izsrß^: k'r. ?kssialc, ^potlisllsr; >lurotrn au^ Gtgntr. die om D ^f- nicht bclh iligt und wrlcheli nur ihre psluij^t als Äerb.kch n angkrtchnct wnd. lt.'r'iislkn UN) Ntt^i,?unt^slrupvtn stehen in gleich! Ziksk vtr Parlkideflkckunji. Äeriniscbte ^^achriedtc». (lt r i e g s v e r tv c n d u n d e r E i I k b t, h a e n.) Bci üllea grövlt,lbar tattische und slialetilslie AuSnuAunj^ Als ^^!o'bild l)>kzu d.uf wohl dli französis'V'srsel!» >m lrtzt^n Abschnitt ves Aklt'zu^e« von 187l statt.eh.,dte Ber-venduttc^ dkl (Ziscnbahnrn kracht,t werden. Es war dazu von der R^siitrunst der nationalen Äcltheidij^unj; kin masjetthalteS E'i'entiatznmUtiial aus kinzclttkn blsondtr« ttichllgeu Punkten kariz nmt woidtN, um nlcht nur flcnje DivisioiitN und sogar Ärmks-korpS flleichzeiiig m einrr bestimunen Richtun,; tniseuden zu kön.'kn. sondern rs war^'en in rlner zivntt«, mehr zurück.,ele^^enen Linie auch sorit^rstpi stewc)ltlt^k und völlit^ btladene un.'» auSt^erustele Ei'cnliahnzü..e bkreit gehalten, um di,s,n TlUppkN den für Met!rert Ta^^t b S aus rine Woche b rech-n^ten LebenSmiltel», Fourage» und Munitionsbe-dars unmutllbar nachlühren zu können. Ohne Zweiscl zielt die massenhafte ^^.iMthrung der ^.skttbatin-BetriebSmiite!. welche gegsnw.irlljj süi^ die neutll d utjchen Reichslande l-, der Auösüh-runq bkgnfftn ist, dahin, Deutschland sür eineu rtwait^en künsligen Krie«i denselden Vortheil zu sichern, wie ihn Fr.inkr ich ü« der btjtichlieken P.liode des letzten Fkldzu.^eS sür sich geltend zu Mllchrn <^eivupt hat. Danrlien soücn sich dit fraulichen Ermittlungen ab r »och aus die bekanntlich il, Preußen brreitS seil »8ö7 sür die gioßen. strategisch wichtig;?» Flußülxrgäng« angclvrudet' Eljendvhi'besesli^un^, lvie aus die ,eirksamste störung dir Eisenb'hnen aus deren z>vkckmaß!i^slr und raschcstcWiederherstellung, aus die zweckmäßigst^ Alt der ÄuSsührun,, der sogenannten Praltiebah. nen. aus die geeittnetstc Etnsugung der Eisenbahn' etapp^n. dkr Magazin«. Depots- und Lazarcthan-logen b.z'eljtn. Daß den Schiette«>Vnbindungen füe die kunsiige Veltheidlgung 0 r Festuagku und großen Waffenplüpe ebenfalls elve iiberauS gioße Ueberließ ich d«m Arzte allein die Sektion als eine Privathandlung — und nur das ivai sj< ohne eines jei'er Eisordernisse unter allen Uns»änden, so tiu., ich die Schuld, wenn ei« wirklich verübtes V-rbrechen der verdienten ge-stßlichen Eirast 'Ntging. Als Dirigent d^S Kriminalgerichis machte ich mich dotiptlt veraut-lvortlich. Der verwahrlosie GerichtSbeziik lvar durch de» neu n Direktor aus dem Regen »i» die Traufe g'kommer,. A"t>e,e>scits tiatte ich zu «inem amtlichtN Einschrellen durchaus keine g s Kllche i^esttguib Nichts sprach sür das Vorhandenseiu eincS Ärr-dlrchens. Jeder direkte Schritt, den ich thin. lvar 'in ttngesftz'ichcr An.niss. zudem gegen ci-nen Mann UN) e»t>e Familie, deren Rus ein völlig unbeschollener. b sh r vollkommen unan» l^erüdrtcr »uar. Wollte lch auch nur uiuer drm Schrine eineS unbesan^jenen oder neu- und lviß« begierig,en Zuschaueis dem Akie der Lektion bri-wohnen. in der kleinen ^e > nlmint in Folge der Uneutgrltiichkeil dlsselbcn einen erfreultchen Aufschwung. So lernten 107 deutsche Schiller an den Gymnasien und 41 deutsche Realschüler die slovenlsche Sprache. Die srauzösiste Sprache lernten 118 Gymnasial'chüler, die italienische im Gnizen 82 Schüler, die steiermärklsche Geschichte 1l4 Lteno.lrapiile 2tz4 analytische Eqemie 5, Modell rcn 12. Z ichnea an den GyiNnaue» 396. Gesang 4S8, Turnen an den Gyinnatten 556 Schuler. 129 Schüler genossen Stipendien im Gesarnrntbetra^e von 8791 s!. 42'/, kr. und ^''le an allen steierm. Mittelschulen v-stehenden U iterstül>ungSvereine entwickelten eine aaeiken-nuugS oerthe ThÜ!'gk>it. MarbilrAce Berichte (Schub Wesen.) Im verfio.senen Zahrc ivurden hier 338 Schüblinge durchgeführt. (Karl M a u ch.) Am 4. d. M. ist bei N. Pet rmann in Gotha der Afrita'Rels.nde n Ge>>>^ustano deS Mlbtrauens. deS Ber-dachteS. Das Geiverbe des Mann^S forderte zudkin eine b sondere Schviiung seiner Ehre g" genüber dem Publikum. Ich durfte nich« einschriiten; ich niußte es auf jene eiste Alternative ai.kommen lassen. In-dkß trt.s ich uiit dem Nr.iSpliisikus die ilteiab-redun,,, «inen Art von Miit lweg. Ich hätte noch rinen andcr Ich konnte, ich mußte es nicht. That lch es, so war ich von ir.'kn'gstlns ikchilicher V rautworllichkeit srei. Aber ich ivollte Mich lieber all r Veranttvoitlichkeit un-ter lversen, als gleich zu Anfang meiner awtlichen Wlrksamk it mich Von tiner Majorttät abhängig tNlchrn, unter deren Eintlnß die Strasrechtöpfleg' l.« dem GerlchtSbezirke eine verivahiloste gelvorc>en ivar. Ich hatte Ichon dl' besseren Gerichtökolle-gikn kennen gelernt l Ich redete Mit dem Arzte folgendes ab: Er sollte die Sekt on der Leiche blS zum ipäten Nachmltla.^e ausschieden. Ijz ivollte un» icrdiß nähere Erkundigun,^ nach dem G rüchte einziehen; das bts.'hl Mir die Kriminalordnunt^, freilich auf dem für Mahler schonendste« W j^e; ich sand den leptereu znnächl't in einem Anfragen bei d m Schwager dcS Mahler selbst. Likserie diese Nachftirschung mir einen An-halt, so wurde am Abend ohne Weiteres die gerichtliche Sektion vorgenommen, '^lieb sie ohne Resultat, so nihin i>cr Krcisphistkus die Leichenöl^nung ohne mich, aber unter Zuzie huog des Kieisch'.rurguS vor. Gegenüber dem M>hl r ve. langte er diese zu mehreren Beruhigung ih er Äei^^er. Wurde Gift ln dem Körper ermittelt, so waren schon sofort bei' d'fsen Auf-finden die beiden vom Gesetze geforderten Medi» zinalpersonen zugegen getv^sen. Um aber auch dein Ersordcrnitle der Anlveienh^it der beiden G.rlchtSpersonen zu genügen, sollte in d'tn Mo« mente IN welch rn G tt gesunden wur^e, mit j k'er iv iteren Operatiol» ein,»ehalteli. Alles in oein ciustande des Augenblickes veö Ausfiaden« g'lass n UN) nach rnir geschickt ivurden. Ich wellte mit einem Akt larius des Kriminalgerichts m ch bereit ljalten. uin sofort die gesetzliche Di« reklion des VcrsahiknS von da au übern^hinen zr köitnen. D^bei kainen wir noch über einen Umstand überein. Nach der Kuminalordnung gehörte zu den Elfordernifsen der ..Legalseknon" auch die Erösf-nung aller drei „Haupthötilen" des m «schlichen Körpers, d r „k!ops., Brust- und Bauchhöhle.^' Dabei war zwar nicht vorgeschrieben, in rvelcher Relhensolge die Oesfaung geschehen solle; »ia «anu. Bücherwart — Michacl Bostian, Bücher-wart-Gtellverlreter — Joseph Zügner. Eduard Lustig, Ludwig Kovotsch und Aoloman Antal. verathuogsmäoner. Dcr Vtrei» zählt 143 Mltglitder (E n t s p r u n g t n e r Mörder.) Dkr Mörder deS Othm'jchea Winzers. 3.K..übtr drfftn Verhaftung wir neulich berichtet, ist auS dem Eesängnisse bei hiesigen Untersuchungsnerichtes entflohen und zwar in d.r Nacht vom 19. nuf den 20. Jänner. DtM Ansseher wird Pstichl-versäumnih zur Lost <,tlrstt. (Aus der Handelskammer.) In der letzten Sitzung der Grazer Handelekammer wurde auch d'S Gesuch der Rohitscher. betreffend die Btguterr,n: JaliuS Pfrimer. B..>chmat»n und Rieck und wurde beschlossen. die Pttiiion zu unterstützen und für dir Marburger, so vie für alle Briefträger t'eS Kam» merbezirkeS die GeljaltSerhöhung z» empf'hlett. Die Eingabe der Siudtgemeiitde Marburg, betreffend dkn Bau einer Lokomotw-E selibatin zwischen RadkerSburg und Marburg ivurk^e dem Ausschuß zur jBorberathung übtrg.^tzen, nachdein Herr Franz Bindlechner auf die Wichtigkeit diesrr Strecke siir die Ländivirtl^sch^ft und sur mililä' tische Zwecke hingewiesen. (Katholisch-konservativ.) Der katholisch'konservative Berein in Marburg lju beschloffen, jener Erklärung beizustimmen, ivclche der gleicht,ümige Gr..ze!^ Berel:: zu Gunsten d^r )esuiten. jtlüster und kirchlichen Anstalten sechs Tcige früher abgegeben. (Berein „F o r t s ch r i t t.") Dcr politisch volkSivirtschnfili che Berein in Marburg iven-det sich an daS HandelSministerim mit dem Gesuch, tS möge in St. ÄtcZgdalena ein Postamt errichtet und damit eine Telegrtipl^en Nebeli. Nation verbunden werden. Die große Z^hl der Einwohner, die lvcite Entfernung V0in Postamte und vom Telegraphenamte ii, der Siadt ; der häufige Berkel)r namentlich von Seiten der K.)-sernen und d r B^ihn!verks>ätte. sprechen für die Dringlichkeit dieses Gesuches. DaS H.indelSmj-nisterium dürfte um so eher willfahrrn, als eS der» bezüglichen Wünschen und Forderungen Rechnung getragen an Orten, ivelche für den Verkehr eine viel geringei'e Bedeutung tiobcn. (B ezi rkSstr ab e n. Zm Bor.^nschlage der BezirkSvertretuilg für 1873 ist lickanntlich daS Slr. ßencrforderntß l^us 15.459 fl. angesetzt; k'avon ko»«mcn auf die Vezirksstraßen crst's Klusse ö8!6 sl., nämlich: St. Georgen 1356 fl, Lang'ntljal 1276 fl., St. Leonli^^rdt 3184 fl. Auf die BezilkSstrlißen zweiter Klasse entfallen 9643 fl. und zivar: Plaiich 532 f!., Witschcin 474 fl., B^lindof Pö^Nitz 9l fl. Zarlng 1480sl., St. Jakob 420 fl.. Wurmberg und Ziglenzen 827 fl.. PrttlZU 462 fl.. Frauh im-Schleinitz 32 fl.. M,r>o.R.ist 1S6l fl., Gersdoif 78 fi.. Jodlberg 93 fl., Sl. Lorrnzen 980 fl., Belka 1584 fl.. Schlapfcn 615 fl. Wom Müchertisch. Gruudjüge der Obftballkknde. Bon Ä. G. Beer. (Mit 42 Holzschnitten. Wien L. Gerold s Soh i.) )i! diesem trefflich ausgestatteten Werke legt ein Altmeister deS i)!'stliaueS die ^rgebnissc seiNir Korschungcn und Erflihtungen der OkfftNt-lichk^it vor. Diese ivild eS sicherlich cifreut und dankbar hittnehinen. denn ). G. Beer hat es Verstanden mit leichter Hand lu alle diejenigen Gebiete ein-zuführen, welche öaS Leben und W sen d s Olift. baumeS, den Zweck seiner Zucht. daS Z el seiner verschiedenartigen Behandlung b diigen. D» außer Pähnitz an der Hauptstratze gele-gen. Dasselbe ivird durch viele Jahre mit dem besten Erfolge betrikben, und besteht auS 3 Zimmern. Ki'tche, Speisekammer. 2 Weinkellern, dann 1 Kegelbahn, 2 Pterdestallungen und 1 großem Gemüsegarten. Nähere Auskunft ertheilt hierüber Herr A n t. TombaSko, Maraurg. (88 Ergebenst Geferijgter beehrt sich hiemit höflichst bekannt zu geben, daß er sein bisher iiu Hause deS Herrn Johann Scheriau in der Postgisse betriebene Gasthaus „zur Mierquesse" auf sein eigenes HitttS Nr. II in der Grazergasse (vormals Gaitliof „zur Soane") übertragen hat. Indem derselbe für den bisherigen zalzlreichen Besuch im früheren Lokale selnen der. liindlichsttn Dank sagt, bittet er, ihm diesen auch im jetzigen Lokale zu schenken. Hochachtu-'gSvoll 93) alter GerichtSgebrauch hielt aber jene genannte f.ft. Ich hatte mich schon früher an diese Ordnung nicht gebunden und ersuchte auch jetzt den Arzt, mit der Oesfnung der Bauchliöl)le und zwar hier mit Untersuchung deS Magens zu beginnen, da in diesem allem Vermuthen Ntick die ersten Spuren eines Giftrs sit) zeigen müßten. So hatte ich in aller Weise dasük gesorgt, daß, wenn es nötliig sei. daS Versaliren auf der Stelle möglichst vollständig in d.lS gej.tzliche umgewandelt werden könne. Der Arzt ging. ' Ich ließ den Schlvager deS Fleischers Mahler zu Mir rusen. Er war gleichfalls Fleischer-Meister, ein stattlicher, besonnener, dem Anscheine nach etwas zurückhaltender Mann. ,3hre Schwester, die Frau Mahler, isl gestorben ?" ^Ja, Herr Direktor." „Unter verdächli.,en Umstanden?^ .Ich weiß das nicht, Herr Direktor. Weder ich noch ein anderer Verwandter ist bei il)r gewesen." „Auch kein Arzt?" „Nein." Wären diese Umstände dieser Art nicht schon Verdächtig?" „Ich kann daS nicht sagen. Sie tvar nur kurze Zeit trank, und waS den Arzt belriff', so gut) ste nicht gern unnützes Geld auS." „Mahler hat die Sektion der Leiche beantragt?^ „El hat ts mir selbst gesagt." „Was hat il)n dazu bewogen?" „Er hat doch tvohl Gewißheit ül)tr die To-deSursache liaben wollen." „Und ivarum dieS? Zu solchen <^Lektionen schreilet die Familie unglrn." Der Mann besann sich einen Augenblick. „Herr Direktor," sagte er dann, „eS ivar dav0n gesprochen, daß meine Schwester an Gift gestorben sein möge. Ich lzorte das und tlieilte es lneinem Schwaiger mit. Daraus entschloß er sich zu t»?!! Leichenöffnung." „Kam der Entschluß auS ilim selbst?" „Ich hatte zuerst davon gesprochen." „Und Zl)r Schwager war darauf sofort bereit?^ Der Mann besann sich erst wieder, tvaS er sagen solle. „Sogleich ivoljl nicht. Ich fand das aber aub natürlich. ES war seine Frau und Sie s'llist sagten fiüher. man schreite nicht gern zu so ktivaS." Sie redeten ihm also zu?" „Ja." „Mußten sie chm viel zureden?" Das kann ich eben nicht sagen." Wurde ein Grund jeneS GerüchteS der Vergiftung angegeben?" „Die Frau sei so plötzlich gestorben und habe so sehr viel Erbrechen gehabt." „Kein anderer?" .Kein anderer." „Bon wem ist es Ihnen mitgetheilt?" ..Auf der Schranne heute Früh, vou mei» neu Freunden." „Wurde keine Person dabei alS verdächtig genannt?" „Kein Mensch." „Ltbte Ihre Schwester mit ihrem Manne glücklich?" „Ich habe von einem Streite nie etwaS vernornmen." ..Hatten sie Kinder?^ „Die Ehe tvar kinderlos." .Die Frau war ost kränklich?" .Und älter als er." Die paar Worte entfielen dem Manne rasch, irie univil^kithrlich. Cr wurl»e unruhig. alS sie ihm entfallen tvaren. „Meister," sagte ich zu ihm, „Sie Hobe» noch etwas auf dem Herzen. waS sie sich scheuen mir mitzutheilen." (Fortsetzung folgt.) z^llt» /rnmte« «ad «eli««»»» »och »i» herstlchr» Ltbkwohl! Skmmt k'amilie. 8? ^!lknäi2t1ie!ie8. Indem ick eillsm vislssitiß^en >Vuv»elis, -«tin-»i-rtUekti t'i-»»!» iv iltarburx »uf ku52S ^oit «us-zuübcn, niokt im Ltsväs din v»cdzu!c«,mmell, vii-cl miek »ofort ivsiu ^»sigtsat, Herr »eil. u. I'Iiil-. Vf. x-iknar/t polpeiielmift^. >^vlLt»er »eive ^usdiläuvjx boi mir srlkng^t dt^t, Äort-sölbst vertreten. (9!! I^iit äsr Kitts, lismsetben Ibr vertks» V"er-trsusn eut^ejxen^ubriu^sll, uoter^siebQst siet» b'iekllvdtuvzsvvll k. I^klläesxsriolits-^TkvLr^t. TVi-tzHintAti«»»» V0V ^0vt»g äöii 27. .sänoer !tuK;etavK6n tä.Kliek vnn 9—5 im Oast-dots „»ur L'i'ttiidv", Li-anei-vorstaät. Kundmachung. Bci dem k. k. Bahnhof-Posttimte Marburg wird eiii lüstiger Mann mit sehr gilter Konduitc als AuShilfSdieiier jltj^eu de» Tagloh» von Einem Milde» sofort aufgenomnien._M 8iiizWl'eii> iii üsrliiii'x. Illontag öon 27. ISnnvr . I. s) K'rNUtlntx^pollt«. ssemisckter vkor mit?i»n0 dei^Ivitun^ voll 2!s6t!or. KI»np!»«»Ulr, Llavierpises von I-iset. e) Vtt »»« dinn, äreistimmiKsr ^'rTUöll- et^or mit. ?i»vodex!e!tunx voa ^kt. D«KInm«tion 6) Ilumlirvsicetür t^swisetl' toll (!kor mit?»»vol,SKlsltuv^ von !^e<.?ixsr. II. I^ustspisl voll 6ust. Vsstinsu. III. r^aul »Oii ütt«'» H^ lrkrn I^^stspisI v. Oörllsr. Im lülonalo Hilf?: ..Dsr' t ^ voQ Ledumkun. itö 265. Kundmachung. (33 Der Gcmeittderath der Stadt Marburg bat itt der Sil.utng vom 7. Jänner 1873 das (Lrgeb-niß d,r P.ichtverhandlunq rücksichtlick deS Genieinde-zuschlaget zur Verzebrunqsfteutt von der «Srzeu-quttg und Einfuhr von Vier, BrannNvcin. Ro-soglio und anderen Spirituosen an den Srsteher Herrn Franz Perko auf die Dauer Ein,S IahreS vom j. Jänner biS I. Dezember IY7Z genehmigt. Hierllack ist der Pächter Herr Franz Perko in dic ReäZle der Stadtgemeinde getreten, waS bie-mit zur allgemeinen Kenntniß und Darnachrich-luttg verlanlbart wird. Insbesondere werden jene Parteien, welche mit den benannten verzchrungSsteuerpftichtigen Gegenstaudcn sich befassen, erinnert: l. (5i»>e Beschreibung^ der Lokalitäten zur Aufbewahrung der Vorrälhe mit Angabe derselben dinnen Tagen an den Pächter zu ilbergebtn und von diesen Vorräthen den Gemeindezuschl..g zu berichtigen. Jede Einfnl)r von Bier, Branntwein. Nosoglio nnd sonstigen Spirituosen ist wenigstens Stunden vor dem Bezüge nnter genanec Angabe dcS Ott^ntnmö nnd der Gradhältigkeit dem Pächter anznjtigcn nnd die taufmäßige Gebühr sogleich ^n entrichten. Z. Ebenso ist bei der Ausfuhr zur Nnckoergil' tung Ouautum und Gr.idhältigkeit anznmel^ den, wobei bemetkt wird, d.iß für eingefithrte Spirituosen die Rückvergittnng nnr dann geleistet wird, wenn an der Gradhälrigkeit keine Gerän-dernng vorgenommen wnrde und nicht weniger als Ein n. ö. Eimer zur Ausfuhr gelaugt. ^ede Verheimlichung der Vorräthe oder der Einfuhr, wie auch uilrichlige Anmeldungen werden ltach den Verzehrungösteuer-Vorschristen tttit dtl vierfachen Gel.'übr geahndet. Stadtraih Marburg, 15. Iänncr 1873. Der Bürgermeister: Dr. V.ii. Reistr. SM zx Usil! D^I' t»r1aulit 8ieli, 7U 6t^m AM K. kvIZrutlr in QÜt»' I.0k»ILti^t0Q stattülläenäen ?upnvr»l(ränFvksn äiö Kveiu-tö tliesilze öür^ersckaft, ein lökl. Ii., lc. ONz^iors-t^orpk; uvä äie Ic. tc. lisrrsll Keamlen Iwiiiedst ein^ulüäen. tloelmclüung^voU Dtl» l)i6 tlinladur^x^eu l^adsn nur lllr ä!v dstreS'elläeQ kersouei» uuä äsrvu kamiUsa (ülti^Iceit, ullä st lt>6?'c/en. vOkIttt» «>v« O lllir Zgna) lUl Uhrmacber in Marburg, W^Schulgasie Nr. 122, Payer'sches Haus, neben Cafv Pichs,'MW empfiehlt dem geehrten ?. I. Publikum hiemit ergebenst sein neu assortirtes großes Lager von goldenen Herren- und Damen-Uhren, sowie eine reiche Auswahl von filbernen Taschenuhren zn den billigsten Preisen. Garantie Ein Jahr. 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(bei ^bnkbmo von ü 8t. i 8t. gratis) 8inä üu l)e?ivli6u clurelr Niillulf I^luek, VVeckselstube, Vra«, !'zac:Ii8tra88S 4. örivtliLllo lisiitkUunAon vsrävll prompt eKsctuilt Prailtitlalit oder Lthrjunge aus solidem Hause mit entsprechender Schulbil dung mild aufgenommen in der Nüriibergtr lvaaren-Hindlung deö Mlurtl»». (ZlZ Vanuwx. Ich lv nne hiermit Jet»,»mann, meinem Atanne Ä.oig .^llasinc in Podovu Geld oi^i-r Geldeswerlh zu verabfoll^cn. da ich in ftintm Falle Zal)Icrin bin. Marl)urg am 17. Ianncr 1873. 71) Margaretha Klasine Edikt zllr Eillberllftlng der Verlassen' schaftsglättbiger und unbekalluteil Erbet» nach Eduard S e n f t. Gemäß Btscheidcs des k. k. Bezirksgerichtes Marburg vom 5. Jänner 1873 Z. 23225 und 23227 werdtn Diejenigen, tvllche an die Berlas-sensäiaft atn 15. Dezember 1872 ohne Hin-leriassnng >intr l j^willil^rn Anordnnng v rstorbe-NlN Evuald Senft, Cssigerzeugkls in Marburg, ein.' Forderung zu st«llen haben, aufgefordi'rt, bei dem gefertigten Geiichtskommissär (Zchulgafse Nr. 120 ebenerdig) zur Anmeldung und Darttju-ung chrer A»jpiiche am SS. Jantter 1873 Vormittags von 9 biS 12 Uhr zu erscheinen, od'r bis dahin ihr Gesuch schriftlich zu über-rnchei', widrigen» denselben an die Verlafsenschaft. wlnn lie durch Bezahlung der angetneldetenFor-dkrungett erschöpft wurde, kein w'iterer Anspruch zuslänk'e. a'o nsoferne 'hnen ein Pfa' drecht gebührt. Zugleich wird bekannt geniucht, daß die zum Veilasse des Ev:5e..st gelzörigen Fahrnisse, als: Leibeskleider, Wäsche, une goldene Cil".deluhr, Weil', Spi'i US». Obstmost, Essig, Fisser Bottiche und andere Borrichtungen zur Essigerzeugung, Kellereinrichtungestücke u. dgl. am SV. Jänner 1873 Boimilt.'g 9 Uhr an, in» vormale Tut-mann'schen H.luse Nr. 100 am Haupipla^e öffentlich ftilgeboi-'N und au den Meistbictenden gegen sogl ich bare Bezah ung des Mtisl^otiS tzintan-gl'gebkn wrrden. Zum Ansrufspr ise dient der geiichilich erlwbene Lchäj^werlh; u t-r demselben lverden nur ^)kgenst.inde, it'elche nicht aufbewahst werden könueii, veräusjert. Endlich iverd n bei dem Ilmslande. als dem Gtr chle unb k.innt ist vb welche« P.rso >cn auf sein^ Vitlassensch isl ein Erbrecht zust he. alle Die-jeni^en, w.lche hiek^ius aus was inimer für rintM NrchiSgruiidf Anspruch zu machen gedenken, auf-gesort^erl, ihr Erbrech! binnen Eii'em Iuhre vom untrugesthten Tage gcr.chnet. beim k. k. Bezirks« gerichlc V!arburg ai'znmelden und unter Aus» w-'lsttng ihres Esbr ch-es ihre Eibs^rkl.iruug an-zubringen. wldrig''ns die Betlass i schaft, sirr wel^e inzivischen Herr Dr. Ioliann Sernke als Be lab» surator beslellt worden ist mit In, n die sich werden erbse'klärt nnd ihren Er r^chsstitel ausgewiesen habrn, vrrhandclt und ih'kn eing ant-worttt. der nicht angetrelcnc Theil d.r ^)ierlassen» schasl aller, oder tvenn sich Nlrmand krl>serklart liätle, tie ganze Vcrlaisenichaft Vom St ate alz erbloS eingezogeil lvürde. Marburg am 12. Jänner »873. 77) Lul'wig )1iitt. v. Bitleri, k. k. Notar al» SerichtSkommiffür. Verantwortliche Redaktion, Druck und Verlag von Eduard Zanschitz iu Marburg. ZI. «. St. v.