Deutsche Macht (Kniöer „CiMer Zeitung"). Crtchtial ttbta toaatr#a( »»> Craattg morgtni und (»stet für «Sitti ntt Zak-llang tat Ha»« »«»»»ich ff. —AS, »UrttliUrij ff. IM, daldjijhrig ff. . g«KU'ls Staatssprache beschäftigt, ist nicht in der Redaction des genannten Blattes ent- ßen Publicum unerwartete Tod. der ihr so er-eignißreiches Leben viel zu früh beendete, und die wahrhaft tragischen Umstände, unter denen der Liebling zweier Welten von uns Abichied nahm. Am 23. Januar debutirte sie zur Feier des zehnjährigen Bestandes des „Vereines der Literaturfreunde" im Hotel „Lamm" als Vor-leserin von Rosegger'schen Volksgeschichten und erntete lebhaftesten Beisall. Nach beendeter Vor-lesung zog sie sich, von hestigen Schmerzen gequält in eine Nische zurück, wo sie mit vor Schmerz verzerrtem Gesichte vom ebenfalls anwesenden Anzengruber angetroffen wurde; nichts destoweniger harrte sie noch über eine Stunde in der fröhlichen Gesellschaft aus. bis die immer heftiger auftretenden Schmerzen sie zwangen, gestützt am Arme eines Bekann-ten, den Saal zu verlassen und nach Hause zu fahre». Andere» Tages fühlte sie sich wieder etwas wohler und ihr unstäter Geist veran-laßte sie an diesem Tage noch ein Local, wo sich Wiener Volkssänger producirten, auszu-suchen. E» sollte ihr letzter „Ausgang" gewesen sein. Am 25. Jänner früh morgens wurde sie von einer Ohnmacht befallen und die rasch herbeigeholten Aerzte, darunter der sie seit mehreren Jahren behandelnde Pros. Albrecht erkannten bereits Symptome der baldigst be-vorstehenden Auflösung. Von jenem Tage an kam sie nur zeitweilig und immer kürzer dau- 2 standen, sondern derselben von „angesehener und hochgestellter Seile" zugegangen, welcher angeblich ein bedeutender Einfluß auf die Gestaltung unserer politischen Verhältnisse zusteht. Der Autor verurtheilt in der schärfsten Weise die „uube-sounene Haltung der polnischen Deputirte», die sich bei der erwähnten Gelegenheit viel zu sehr erponirt undunnöthigerweisedenCzechen dieKastanien aus dem Feuer geholt haben. Anstatt abseits von der Redeschlacht sich mit einer kontemplative» Rolle zu begnügen, seien die Polen so wenig iiaalsklug gewesen, daß sie sogar vier Redner ins Treffen schickten. Au« dem Stillschweigen der Abgeordneten GrocholSki, HauSner. Czar-toryski und Madejski wäre aber dem Polen-Club gewiß ein größerer Vortheil erwachsen und es wäre auch schicklicher gewesen, wenn 3>r. Madejski sein Referat einem Nicht Polen abge-trete» hätte. Dem Abg. Hausner könne nicht der Vorwurf erspart werden, daß er in seinen Ausführungen Fehler ans Fehler gehaust und sich grober Verstöße gegen die Traditionen und den praktischen Sinn der Polen schuldig gemacht habe. Es sei von seiner Seite unver-zeihlich, daß er so leichthin und ohne jeden Vorbehalt das Aner-bieten einer So n Verstellung Gali-jiens, welches aus den Reihen der Teutschen kam. zurückgewiesen habe. Seine Aeußerungen über die Abstinenz-Politik wären nicht minder unpassend gewesen, denn die polnische Partei habe ja fast alle ihre bis-herigen Errungenschaften lediglich ihrer Abstinenz oder den auf dieselbe abzielenden Drohungen zu verdanken, und wer weiß, ob sie nicht wieder einmal gezwungen sein werde, zu diesem AuS-kunftsmittel ihre Zuflucht zn nehmen. Die inter-esfanteste Stelle des Artitels ist natürlich die. welche das vom Abg. HauSner abgelehnte Anerbieten einer Sonderstellung GalizienS behandelt. Dieses „Anerbieten" gelangte in folgendem von den deutsch-nationalen Abgeordneten Schönerer und Fürnkranz formulirten Antrage zum Ausdrucke: „Die k. k. Regierung wird aufge-fordert, einen Gesetzentwurf einzubringen, wodurch für das Geltungsgebiet der im Reichsrathe ver-treten?» Königreiche und Länder — mit Aus-nähme der Königreiche Dalmatien, Galizien und Lodomerien mit dem Herzogthume Bukowina — die bisher im öffentlichen Leben, im amtlichen Verkehr und speciell in der staatlichen Vermal-lung in Geltung und Gebrauch stehende und von der jetzigen Parlamentsmajorität eingestan-denermaßen nur bis auf weitere« freiwillig ge-duldete deutsche Sprache bleibend als Staatssprache gesetzlich derart sichergestellt wird, wie dies in Ungarn bezüglich der ungarischen Staats-spräche der Fall ist." Dieser Antrag, welcher sich als eine nothwendige Konsequenz der ersten ernd zum Bewußtsein. Während de« Delirium« summte sie die verschiedensten Couplets, mit denen sie so oft das Publicum entzückt und begeistert hatte; jetzt fanden dieselben nur ein Echo im Schluchzen und Weinen ihrer treuen Umgebung, der „Lisi", ihrer Zofe und Frau Purkhofer, einer langjährigen Freundin. Ein erschrecklich greller Widerschein des tollen Le-den«, das mit scharfer Disharmonie abschloß. Wie die Pepi in überschäumender Lebenslust die tollste» und bizarrsten Streiche ausführte, wie ihr ganze« Leben nur ein Jagen und Hasten genannt werden kann, so war e« auch mit den letzten Lebensstunden dieses rast- und ruhelosen Geistes. Der Tod hatte «eine Beute schon erfaßt, da befand sich der Geist derselben, wenn auch schon umnachtet, noch immer in jenen Regionen, denen er zeitlebens angehört, seine besten Kräfte gewidmet hatte. Schon in der Agonie liegend, blieb die Pepi mit all' ihrem Denken und Fühlen auf den Brettern, denen sie ihren Ruhm, ihr Glück aber auch alle Täuschungen, die sie im Laufe der Jahre auf das Schmerzlichste erfahren, verdankte. Die physischen Schmerzen, der geistigen gar nicht zu denken, müssen in den letzten Tagen enorm gewesen sein^ denn sie preßten der wil-lensstarken, schwergeprüften Frau die Worte au«: „Gott, warum muß ich so viel leiden, ich hab' in meinem ganzen Leben Niemandem „Deutsche Wacht." und hervorragendsten Forderung teS deutschnationalen Programmes darstellt, wurde von 20 bis 23 Abgeordnete» der Linken unter diesen auch von unserem Abgeordneten Herrn Dr. R. Foregger unterstützt. Ueber da« Schicksal dieses Antrages bemerkt ein deutsch-national«« Blatt ganz richtig: Niemand konnte erwarten, daß die Anregung, bei der Debatte über die deutsche StaalSsprache die galizische Frage zur Besprechung zu bringen, ein unmittelbar praktisches Ergebniß nach sich jiehen werde. Doch der Stein ist einmal in's Rollen gebracht, und diese Frage wird nicht mehr von der Tagesordnung verschwinden. Frankreich. [Ot ouher f.l Der ehema-lige „Vicekaiser" Frankreichs. Eugen Rouher, ist Sonntag Nachmittag 4'/, Uhr gestorben. Rou-her tob t! Vor anderthalb Jahrzehnte» hätte ganz Europa bei dieser Nachricht aufgelauscht und aller Orten hätten Politiker und Nicht-Politiker die Stirn in Falten gelegt und da-rüber nachgedacht, welche Folgen für die euro-päische Politik der Tod dieses Mannes haben würde. Heute fragt man nur halb erstaunt: „er lebte noch Vieruuddreißig Jahre alt begann er 1848 seine politische Lausbahn in der Nationalversammlung, wo er, der redege-wandte Adoocat, es im Laufe eines Jahres zum Justizminister brachte. Mit kurzer Unter-brechung amlirle er als solcher bis kurz vor dem Napoleonischen Staatsstreich. Er war gerade acht Tage wieder Privatmann, als sich dieser vollzog und die Sturmwellen desselben warfen auch ihn, den vielgewandten verschla-genen Mann, wieder an die Oberfläche. Er wurde unmittelbar nach dem Staatsstreiche 1832 der Justizminister Napoleons III., legte aber sechs Wochen später das Portefeuille wegen ConfiScirung der Güter der Orleans nieder und wurde Vizepräsident des Etaatsrathes. Im Laufe der Zeit stieg sein Einfluß bei dem Kaiser ins Unbegrenzte, so daß er mit Recht Jahrelang als der eigentliche Leiter Frankreichs galt. In dem französischen Parlamente war Rouher, der e« bald zum ersten Präsidenten des StaatSrathes und StaatSminister brachte, die bkdeutenstc und gewissenloseste, aber stetS schlagfertige Vertheidiger der Napoleonischen Politik. Trotzdem mußte er schließlich der Oppo-sition weiche» und sich als Präsident des Senates im Interesse seine? kaiserlichen Herrn von dem heißen Boden der Kammer-Debatten zurück-jiehen. Im Jahre 1870 zu den Befürwortern der Kriegspolitik gehörend ereilte ihn mit Na-poleon zusammen der furchtbare Sturz. Am Tage nach der Kriegserkärung an Preußen, er-klärte er feierlichst dem Senat: „Frankreich ist zum Kampfe bereit und der Tag was Böses gethan!" Und sie halle Recht: In ihrem ganzen Leben hat sie keinem Men-sehe» Böse« zugefügt: beleidigt, gekränkt hat sie so manchen ihrer Kollegen, da« ist wahr. Und namentlich in letzter Zeit mußten Viele unter ihren Launen leiden. Immerhin geschah es aber nie und nimmer au« Bosheit oder Rachsucht; ihr unbändiges Naturell verleitete sie zu derlei Inkollegialitäten. Eine schöne und gerade in Theaterkreisen seltene Seit« ihres Charakters verdient noch hervorgehoben zu werden: Sie intriguirte nie» nials gegen ihr mißliebige oder concurirende Colleginnen. Neid- und vorurtheilSloS war sie stets bereit, das Gule bei Anderen anzuerkennen und wenn eS in ihren Kräften stand, zu fördern. Ja ihrer gefährlichsten Rivalin, der hochbe-gabten Geistinger, versagte sie nie ihre An-erkennung in Bezug auf deren künstlerische» Leistungen. Persönlich standen sich die beiden Frauen schroff gegenüber, doch mag der Grund hiefür — wenigsten« was die Gallmeyer betrifft — nicht in gegenseitiger Rivalität, als vielmehr in einer Herzensangelegenheit gelegen sein, in der die körperlich bevorzugte Geistinger den Sieg davon getragen hatte. Allbekannt ist die Wohlthätigkeit der Ver-storbenen, welche, oft selbst in Geldverlegen-heilen, keine Bitte nn, Unterstützung abzuschlagen vermochte, und die oft einen „nothleidenden" 1884 des Sieges ist nahe." Wenige Wocheit später flüchtete er mit der Kaiserin nach England, durste aber im Jahre 1872, auf Corsica als Depu-lirter erwählt, nach Frankreich zurückkehren, wo er die Leitung der bonapartistischen Partei über-nahm. Hier geriet!, er von Jahr zu Jahr mehr in Vergessenheit, je stärker die Republik wurde. Als d«nn der kaiserliche Prinz Louis im Zulu-Lande fiel, wurde eS allmählich auch über Rouher ganz still, so still, daß man sich, al« die Kunde von seinem Tode eintraf. n»r noch überrascht fragte: „er lebte noch? !" Serbien. [Rußland und die Süd* s l a v < n.] Daß die serbische Regierung die Pläne Rußlands durchschaut, beweist nachstehender Aufsatz, den wir einem officiösen Blatte entnehmen: ..Rußland hat sich da« Ziel ge-setzt, Serbien zu erniedrigen, um Bulgarien und Montenegro zu erhöhen. E« hat Mo»-tenegro zum Fürstenthum erhoben, lediglich zu dem Zweck, um Serbien einen Rivalen zu schaffen. Der frühere „Wladyka" von Monte-negro war nicht« als eine Art geistlichen Ober-Hauptes der Montenegriner, ihren weltlichen Herrscher sahen dieselben immer nur in dem Fürsten von Serbien, bis Kaiser Nikolaus im Jahre 1851 den Montenegrinern einen eigenen Fürsten gab. In ähnlichem Sinne agitirte Ruß. land in Makedonien, wo die Bevölkerung einen Dialekt spricht, der dem serbischen weit näher steht, als dem bulgarischen. Dieser Theil Makedoniens bildete einst eine Provinz des alten serbischen Königreiches unler dem Namen Alk-Serbien. A»ch hier ist der Einfluß Ser-bienS a»f diese Gegenden noch sichtbar. Noch ist e« nicht lange her. daß die Macedonier ihre Jugend in serbische Schulen schickten, und daß diese den Bruderbund mit den Serben im eigenen Land« eifrigst förderte. Auch hier war Rußland bemüht, seine» Weizen zu säen. Es zog die jungen Bulgaren nach Moskau und Kiew und sendet sie als Feinde der serbischen Sache in die Heimat zurück. Nicht minder feindselig bewies sich Ru jland im ruffisch-tür-tische» Kriege. Serbien wurde von Rußland, mit dem es sich verbündet hatte, gänzlich salleil gelassen. Bismarck und Audrassy haben ihm mehr Mitgefühl bewiesen, als Fürst Gortscha-kow. Seit dem Berliner Vertrage datirte die Erhallung zwischen Serbien und Rußland. — Es existiren zwischeu Serbien einerseits und Bulgarien und Montenegro anderseits zahlreiche moralische, sociale und historische Bande, und diese Bande sind so inniger sym-palhischer Art. daß jeder Politiker eine zu-künstige Bereinigung der drei stammverwandten Staaten in ein einziges Staatswesen unter einem Scepter voraussehen kann. Eine Herde Provinztheater-Direktor durch ein manchmal eine Woche überdauerndes unentgeltliche« Gast-spiel wieder aus die Beine half. Der Glanzpunkt ihrer Bühnenthätigkeit war unzweifelhaft in den Siebziger Jahren, wo sie in Wien festes Engagement hatte und ihr Auftreten immer ein ausverkaufte« Haus bedeutete. AlS aber da« Wiener Theater-publicum der seichten Possen, von denen gar viele nur durch die Gattmeyer über Wasser gehalten wurden, überdrüssig ward und sein Geschmack durch die wo möglich noch schlech-teren. dafür aver mit Pikanterien und Salon* zoten um so mehr gepfefferten französischen Stücke „geläutert" wurde, da wurde der Gatt-meyer der fruchtbare Boden ihrer Thätigkeit entzogen und sie begab sich in die Provinz auf Gastspielreisen, wo sie noch hoffen konnte ein Publikum, bald hätte ich gesagt, ein noch unverdorbenes Publicum zu finden, dem sie und das ihr conveuirte. Sie hatte sich denn auch nicht getäuscht: wo sie erschien, füllte sie die Häuser. Unglückliche Geldkalamitäten, in denen sie sich durch ihre Direktion des Strampfer-theaterS in Wien gestürzt hatte, zwangen sie. eine Tourn6e nach Amerika zu unternehme«, vo» der sie die Möglichkeit einer Rangirung ihrer Geldverhältniffe erhoffte. Vor dieser Reise „über's große Wasser", nahm sie in 1884 und ein Hirt wird dann exiftiren, niemals je* doch wird der Kaiser von Nußland dieser Hirl sei»«. Eorrelponden;en. W St. Lcoilbard. 2. Februar. (O.-(S ) [3 11 r Reichsrath« »Wahl in P e t l a u.j Jede Bevölkerung bekommt den Abgeordnelen den sie verdient. Diese Thatsache hat sich bei der vorgestrigen Wahl für den Reichsrath aus da» glänzendste bewähr». Eine Bevölkerung, die trotz ihrer innersten Ueberzeugung ixn Muth nicht besitzt, ihre Erkenntniß ungescheul zu manisestiren, ist für einen Candidaien ..Lösch-nigg" noch nicht reif, und ganz andere Prüfungen und Ersahrungen werden noch eintreten müssen, die dem Landvolk« endlich die Augen öffnen. Allerdings, wenn wir bedenken, mit welchen verwerflichen Mitteln die clericale Varlei diesmal gearbeitet und sich selbst übertroffen hat, um ihren „Bozidar Raiöa" die Möglichkeit zu bieten in der deutschen Metropole Cul-tur-Itudien zu machen, und an sich so manchen LäuterungS-Proceß vollziehen zu lassen, so be-greifen wir auch ganz gut diese Anstrengungen, durch welche dem Reichsrathe „ein schwarzer schallen" mehr, der dem Rade in die Speichen greifen soll, zugesübrt wird. Fast sämmtlich« Pfarrer. Caplane, Messner und Kirchenpröbste bildeten die Phalanx der Wahlmänner, die weniger ans innerer Ueberzeugung als durch den von ihrem Eandidaten gespendeten Wein begeistert, sich für ihu« heiser schrien, und — opferten. — Daß bei einer derartigen Zu-sammenstellung der Wahlmänner und bei dem bei der Wahl selbst stattgefundenen Rachdrucke Pfarrer Reich gewählt wurde, finden wir sehr begreiflich. Weniger begreiflich, fast unerklärlich bleibt uns aber die Haltung des die Wahl leitenden k. k. CommissärS Jermann. Wenn er als „Krainer" seine Sqmpatien für seine slo-venischen Brüder stets offen zur Schau trägt, so hat er eine solche Haltung sich selbst zu ver-antworten. Anders aber der k. k. Commissär, der stets über den Parteien stehen muß, und keinen Anhaltspunkt bieten darf, der feine Ob-jectivität anzuzweifeln geeignet sein könnte. Mögen einige Thatsachen diese Objectivilät etwa» näher beleuchten: Bekanntlich hat der Leiter des Wahlactes drei Mitglieder in die Wahlcommissiou zu ernennen. Herr Jermann wählte vor Allem Herrn Raich. Dieser, der Wichtigkeit eines solchen Amte« für ihm, als Kandidaten, sich wohl bewnßt, verlas stehend in der auffälligsten Weise die Wählerliste; und Wähler um Wähler mußte, von seinem durch-bohrenden Argus - Blicke getroffen, vor ihm hintreten, und Revue passiren. Wer Ja» Jschl von den Wienern und dem Hofe im „Verwunschenen Schloß" Abschied. Sie sang dabei unler allgemeiner Rührnng ein von ihr verfaßtes, auf die Reise bezügliches Abschieds-Couplet, das von ihrer Anhänglichkeitjan Wien rührende« Zeugnis gibt. Wir lassen den Wort-laut hier folgen: „I bin a arm's Dirndl I hab' kein Kreuzer Geld Drum haßt's a. marsch aussi, Fahr' ab in d' neuche Welt. So nimm i halt mein Biukerl Geh' übri auf a Zeit; Will's Gott, so geht's mir guat dort Und z'ruck komui i voll Freud. Lebt's wohl ös Leuteln. bleibt's ma guat I häng' ja an Oestreich mit Herz und mit Blnt Und bei mir ist lauter Liab und Treu, Bei mir is ka Bisserl Falschheit dabei." Al« sie von Amerika, theilweise in ihren Hoffnungen getäuscht, zurückkehrte, versuchte sie sich dem ernsten Schauspiel zuzuwenden. Sie gab sich redlich Mühe den Tialect, den sie durch zwanzig Jahre von der Bühne herabge-sprochen, abzugewöhnen und „klassisch" Deutsch zu reden. Im Schauspiel „Sergius Fanin" de-butirte sie als hochdeutsch redende Slctrice, siel aber ab. Nichts desto weniger trng sie sich bis zu ihrem Ende mit dem Gedanken in das Fach der komischen Mütter überzutreten und nahm „Deutsche Wacht." volim öastivrednega Gospoda Bosidara Raica Zupnika pri sv. Barbari v Halosah schrie, erntete dafür vom Candidateu einen dank-baren Blick, vom Herrn Commissär aber ein lautes Btak je prav leglasno.4 Wehe aber demjenigen, der Muth genug besaß, den liberalen Slovenen „Kmeta Löaohnika* zu wählen. Er wurde entweder schlecht angehört, ooer absichtlich nicht verstanden, oder man schob ihm alle zweifelhaften Wörter in den Mund, nur um ihm irre zu machen. Wer wider Vermuthen Reich wählte wurde mit feurigen „ZWio* entlassen ; dagegen stand eine Schaar, nennen wir sie Detective die in ihren Notitzbüchern jeden übel anmerkten, der zu Löschnigg hielt. Das Ichwarze Buch wird davon demnächst zu er-zählen wissen. So ging es bei der Wahl zu. und durch solche Mittel und Bundesgenossen wurde Pfarrer Reich gewählt. Die liberalen Slov.nen sind durch diefen Sieg des Clericalis-mus gewiß nicht entmulhigt worden. Klein ist zwar das Häuflein derjenigen, die den Muth besaßen, ihrer Ueberzeugung offenen Ausdruck zu geben. Nach Tausenden zählt aber die Schaar der eben so Denkenden, die wenn auch lang-sam. aber um?so gewißer au» ihrer Ohn-macht erwachen, und sich von den Fesseln los-machen werden, die clericale Gewalthaber um ie geschlungen haben. Und wenn daS Morgen-roth der Bildung und Aufklärung über die absichtlich in Nacht gehaltene Bevölkerung er-zittern wird, dann wird auch die Stunde der Abrechnung erfolgen und Männer wie Löschnigg. liessen gute Eigenschaften selbst von seinen hartgesottensten Gegnern annerkannt werden, werden dann auf der Tagesordnung stehen und erfolgreich wirken. Gonobitz, 2. Februar. (O.-C.) [Wenn gewisse Herren d o ch ll i ch t p r o v o-ciren wollten.^ Die Correspondenzen aus Gonobitz im „Slovenski Gospodar" erregen ob ihrer Ungeschlachtheit bier stets allgemeine Heiterkeit. So auch die Letzte. Die Ernennung des Herrn Alois Seidler zum definitiven Leh-rer an unserer fünfclassigen Volksschule hat näm-lich die hiesigen Nationalen sehr in Harnisch gebracht. Sie haben auch ihrer diesbezüglichen Mißstimmung bereits zweimal durch perfide An-griffe auf den erwähnten Herrn öffentlich Aus-druck gegeben und gejammert, daß derselbe aus dem Slovenischen nicht geprüft sei. Wenn sich nun Herr Seidler schon dadurch, daß er seinen Mitcompetenten vorgezogen wurde, die Gunst der hiesigen Nationalen in dem Maße verwirkte, daß cr deshalb allein bereits zwei-mal einer öffentlichen Kritik unterzogen wurde, was für ungeheuren Zeit- und Kraftaufwand wird es erst dann dem Herrn Correspondenten auch bei ihrem letzten Aufenthalte in Graz. Ende vergangenen Jahres, einschlägige Unter-richtsstunden. In letzterer Zeit fragte,'ie sich bei den nanihaftesten Privattheatern Wiens an. ob für sie nicht ein „Platzl" frei wäre. Steiner, der Director des Theaters a. d. Wien, hatte für den Liebling der Wiener, für die genialste Schauspielerin „keine Verwendung," während Bukowits vom Stadttheater dictatorisch meinte „mit der Zeit würde sich wohl ein Plätzchen für komische Alte finden." So fertigten Wiener Theaterdirectoren. denen ein Magnet für ihr« leere» Eassen kaum schaden dürste, eine Gall-meyer ab. Diese jedoch um eine trübe Ersah-rung reicher, ließ sich nichts desto weniger ab-schrecken, sondern studirte das „verflixte classi-sch« Deutsch." Inzwischen mußte sie noch (Held verdienen und gastirte in der Zeit vom 7. Oc-tober 1883 bis I Jänner 1884 in Graz, wo sie im Ganzen 37 mal austrat. Ihre letzte Vorstellung fand am 1. Januar d. I. in Graz statt, an welchem Tage sie überhaupt die Bühne zum allerletzten Male betrat. Hier nahm sie unbewußt Abschied von der Stätte der Kunst, der sie ihr Leben geweiht und die sie empor-geführt zu jenen lichten Höhen des Ruhmes und Glücke», wie sie nur wenigen Sterblichen zu Theil werden. Heute bedecken bereits die rauhen Schollen die irdische Hülle eines Talentes der Kunst, 3 des „Slovenski Gospodar" kosten, sich gehörig mit Herrn Seidler zu beschäftigen, wenn dieser einmal in unseren Mauern weilt; denn, wie böse Leute wissen wollen, wird manches dieser alle Grenzen des publicistischen Anstandes übersteigenden Machwerke durch Ö bis 8 Wo-' chen im Atelier des Scribenten umgemodelt und umgeformt, bevor es endlich als „Corre-fpondenz" im südsteirischen Revolver oder im Wurstblättchen des Dr. Gregorec das Licht der Welt erblickt. Uebrigens kann der Herr Correspondent ganz ruhig fein: Herr Seidler dürfte nun allerdings das „classische" Slove-nisch des Gospodar nicht kennen ; daß er aber des Volks idioms mächtig ist. beweist seine Anstellung an der Volksschule zu Windisch -Graz. Zudem besitzt ja unsere Volksschule eine aus dem Slovenischen befähigte sogenannte „Lehr traf t", die wir aber als solche keinem fortschrittlich gesinnten Orte wünschen mochten. Auch diese befand sich unter den Mitbewerbern des Herrn Seidler und eS scheint uns nicht zu Gunsten derselben zu sprechen, daß sie trotz ihrer guten Oualisication aus dem Slovenischen auf Grund ihres sonstigen Zeugnisses nicht einmal von einem bäuerlichen Orlsschulralh mitgliede eine Stimme erhielt. Mit um so größerer Freude brgrüßen die friedlich gesinn-ten Pfarrinfassen die glückliche Wahl. — In letzterer Zeit versucht der Herr Correspondent deS Wurstblättchens sich auch al» Genealoge aufzuspielen und mit der Veröffentlichung der Abstammung und Einwanderung einiger hie-siger Bürger vor das Publikum zu treten. Ein recht löbliches Unternehmen, — das jedoch für nns um so interessanter wäre, je eher uns der Correspondent mit Hintansetzung seiner leicht begreiflichen Bescheidenheit, über seinen sarmatischen Stammbaum genaueren Aufschluß geben möchte. Es wäre für uns gewiß sehr interessant zu erfahren, wer sein Vater gewesen :c. Sollte er darüber noch im Unklaren sein, dann allerdings müßten wir in die Tausmatriken und in daS Trannngsbuch Einsicht nehmen und ihm eine vielleicht unan-genehme Austlärung geben. Sapienti aat. Rohitsch, den 1. Februar. iO.-C.) sP k roatische Wahlmänner.j Unsere gestr ige Correspondenz haben wir noch mit der Mit-»Heilung zu ergänzen, wie der im Markte St. Martin angestellte und domicilirende Lehrer F. als Wahlmann für die Landgemeinde ge-wählt wurde. Die dem Markte incorporirten Ortschaften St. Ruperti und St. Barbara wer-den nämlich den Wahlen der Landgemeinden beigezogen; in den Wählerlisten derselben figu-rirle auch der gedachte Lehrer, trotzdem er, wie erwähnt, im Markte seinen ständigen wie es in Zukunft selten aus dieser Erde wie der erscheinen dürfte, wie es in Vergangenheit nie dagewesen ist. Es gab nur eine Gallmener ! Dies der einmüthige Ansspruch aller mit dem Vvlstheater vertrauten. Schon lange merkt man, daß eS mit der deutschen VolkSmuie bergab gehe, es wollen sich keine Autoren echter deutscher Volks'lücke mehr finden und die wenigen, welche da wären, wie Anzenbgruber. sie werden zu wenig er-kaunt und noch viel weniger gewürdigt. Die zwei kräftigsten Stützen unter den Interpreten des VolkSstnckes sie sind todt, der eine geistig, die andere leiblich : M a t r a 8 und G a l l-meyer. Ihre Namen gehören nur mehr der Bühnen- und Culturgeschichte an, in welcher sie zwei Ruhmesblätter bedeuten. Gute Nacht, deutsche VolkSmuse, räume dem blöden Operetten- und Tingel-Tangel-Wesen den Platz ein. den du durch ein volles Jahrhundert behauptet hattest. Und ihr dahin-geschiedenen Sterne, Euch wird gewiß einmal die Nachwelt, vom ewigen Possen- und Zotten-wesen übersättigt, jene Stellung wieder ein-räumen, die ihr Euch durch Euer redliches Streben verdient habet. 5. Februar 1884. R. 4 Wohnsitz hat. Kein Mensch dachte aus den Umstand, daß von diesen Enclaven separate Wählerlisten aufliegen, und so konnte auch nicht,rechtzeitig gegen die Eintragung des nltra-nationalen Lehrers, — was nur durch ein perfides pervakisches Manöver geschehen konnte. — rechtzeitig Einspruch erhoben werden. Erst am Wahltage wurde man dieses Umstandes gewahr, als der bei nationalen Hetzen niemals fehlende Mareiner Glückseligkeitsapostel eigen-sitssig um seinen Gesinnungsgenossen — den Lehrer — lies und ihn dann in das Wahl-local zerrte. Da sonst kein Wahlmann anwe-send, so gab der nationale Zukunflsprofefsor iich selbst die Stimme und war somit ein-st i m m i g gewählt. — Daß er seinem Gön-ner und slovenischen VerkehrSminister in spe. nicht Unehre machte, bewies die lebhaste Agitation. die er sür seinen Psarrercandidaien unterhielt, und daß derselbe eine würdige Staffage zu der geistvollen Schaar bildete, — können wir mit Vergnügen constatiren. — Wir denken aber dabei so unwillkührlich auf die Rede des „Kmetski Prijatel" von der zar-len Sehnsucht unserer nationalen Lehrerschaft nach gewißen — pfarrhöflichen Dienftesverrich. tungen. St. Marein bei Erlachsteio, am 1. Februar. (O.-C.) s81ovouslro äruStvo, — 6 i-t a 1 n i c a.] „Die Deutschthünielei in Marein erhielt den Todesstoß": — so zu lesen im südsteirischen Revolver Nr. 9 vom 30. Ja-nuar 1684. Wenn uns nicht die Aufschrift der bezüglichen Korrespondenz besagen würde, daß dieS die letzte „nationale Vereins- nnd Wäh-lerversammlung" in Marein gethan haben sollte, — so wüßlen wir es gar nicht, wer diesen Todesstoß geführt. Gegen den frommen Glauben des Herrn Gregor« haben wir nicht das Geringste einzuwenden, zumal selber alles zu glauben scheint, was ihm in den Krumm paßt; es wurde nur zu sagen vergessen, wodurch die-ser Todesstoß geführt wurde. Etwa durch die Massendemonstration der über „zweihundert Anwesenden?" Lächerlich! Wären nicht un-mittelbar von der Kirche weg die beim Rach-mittagSgottesdienst anwesenden Bauern sammt Weib und Kind in das Versammlungslocale dirigirt worden, so hätten Raitsch und Gre-gor,c ihren gewöhnlichen Kanzelfermon nur den leeren Wänden oder eventuell ihren intimen Mareiner Rationalpolitikern vorfaseln können. UebrigenS ist unser Bauer viel zu pfiffig, als daß er den Raitsch'schen Salbader nicht selbst beurtheilen könnte. Das gewöhnliche Zuglied: Einschränkung der Ehefreiheit, strengere Be-Handlung der Sträflinge und Abschaffung der Steuerexecutoren. Es fehlte nur. daß der „ker- z> e r ß s i k o s. Sine ungarische Geschichte von Victor Menzel. „Ferencz," sprach der LimaSzö Graf. ..hab' gutes Auge aus die Thiere. Vor Allem hüt' mir den fahlen Fohlhengst, er soll starke Zucht geben. Die Rohrwölfe lärmen im Sumpf-schilf; ich fürchte, bald putschen sie wieder nach Roßblut." „Der Grasherr kann ohne Sorge sein," lagte der Esikos (Roßhirt) ehrerbietig, und stützte sich auf seinen Fokos (Beilstock.) während ein zuversichtliches Lächeln seinen schwarz-bärtigen, kecken Mund umspielte. ..Wird der Rohrwolf dreist, bekommt die Peitschenschlinge Arbeit. Wenn sich die Brüt zu sehr vermehrt und durch die Pußta streicht, werden wir einen Ritt machen. Der JanoS, der Laslo und der Paoli sind allweil fertig. Wir hoffen, wenn wir den Grauen das Fell abziehen, gibt der Grafherr einen guten Jagdlohn ?" ..Issvu »8 — versteht sich," sagte der Limaszö Graf, nickte und trabte hinweg. Der Göszöly Ferencz sah sich um, hielt die Finger an die Lippen und pfiff zum Schwärm der Fohlen hinüber. Ein junges, isabellenfarbiges Thier sprang aus dem Haufen und lief heran. Der Esikos streichelte ihm das glatte Fell und die wallende Mähne, gab ihm einen leichten Schlag, daß es davonschoß, warf dann die ..Deutsche ZSacht" »ige" Raitsch auch noch die Steuern abzu-schaffen versprochen hätte. — da wäre die Zustimmung unseres belasteten Bauers sicher gewesen. Doch letzterer weiß gul, daß e» sich endlich und letztlich nur uni seinen Sack handle, den ihm die national-clericalen Schwätzer bei jeder Gelegenheit erleichtern helfen. Wir be-dauern daher die frommen Herren, so viel Worte umsonst verschwendet zu haben und be-neiden wir sie nicht im geringsten, daß deren Reisekosten durch unentgeltliche Bestellung von Wägen. Speise und Trank uni ein belrächl-liches vermindert wurden. — Schade, daß am gleichen Tage Herr Löschnigg aus Pettau zu kommen verhindert war. Die nationalen Friedensstörer hätten über ihren angeblichen „Todes-stoß" selbst Betrachtungen anstellen und er-fahren können, aus welcher Seite die Jntelli-genz steht. Oder vermeinen sie wohl gar. letz-lere sei im nationalen Feuerherd, in der hie-sigen „Citalnica" zu suchen ? Wir bedauern auch in diesem Punkte widersprechen zu müssen, wobei wir jedoch ausdrücklich erklären und versichern, daß durch die Errichtung dieses an-geblich nicht politischen Lesevereines den hie« sigen Teutschen der größte Dienst erwiesen wurde. Während man hier in früheren Zeiten vor gewissen Leuten in keinem Gasthause Ruhe hatte, — so hat sich dies jetzt eben dadurch viel zuni Besseren gewendet und kann mau sich eines Lächelns nicht erwehren, wenn man sieht, daß sich die Mitglieder der national-clericalen Gilde gegenseitig als Lperationsobjecte aus-zusuchen anfangen. Im Uebrigen werden wir uns erlauben, den Lesern der „Deutschen Wacht" von Zeit zu Zeit und gelegentlich über den Leumund und gerichtliche Abstrasungen von ditalnica-Mitgliedern Mittheilung zu machen, um aus dem Gehalt des Einzelnen über den Werth des Ganzen den richtigen Schluß zieh.» zu können. Für heute erlauben wir uns, an den löblichen Landesschulrath nur die bescheidene Anfrage, ob das Disciplinar-Schulgesetz über die Prügelstrafe von Schulkindern auch auf einen Lehrer, welcher Citalnica * Ausschußmitglied ist, Anwendung findet? U. A. w. g. Mine MroniK. lJ o s e s i n e G a l l m e y e r f] Sonntag Morgens 6 llhr verschied zu Wien Frau Jo-sephine Gallmeyer in ihrem 46. Lebensjahre. Die Verstorbene war die genialste Schau-spielet in, die je auf deutscher Bühne erschien. Sie starb nach einem Leben, dessen größere Hälfte einem dauernden künstlerischen Triumphe glich, in mehr als bescheidenen Verhältnissen von Sorge und Kummer aller Art gedrückt. Es scheint wirtlich, daß durch das Leben der weiße Bunda (Schafspelz) über die Schullern zurück, zog die Gatjen (weite, weige Leinwand-hosen) herauf und ging durch die nickenden Gräser zur Czarda (Schenke.) Die lag ganz einsam; Gcigenton schluchzte darin, und das Cymbal schwirrte,' eine durchzie-hende Zigeunerbanda spielte ihre Weisen. Einige Esikos saßen vorn bei ihren Weingläsern und horchten, auch der Jnhasze (Schafhirt) Lajos war gekommen, abseits hielten sich mehrere Kanasz (Schweinhirten j nnd schwatzten halb-laut Betyaren- (Renommisten-) Geschichten. Ferencz grüßte und ließ sich Wein geben. Er setzte sich in die Ecke nahe den Zigennern und wartete. Die Geigen sangen, es war die Weise des Fökötö — „schwarz wie die Rächt sind Deine Augen, mein Mädchen." Des Ezarda-wirthS schwarzäugige, dunkelhaarige Schwesterstochter Erszi brachte dem Göszöty Ferencz den Wein. Es war dunkel hier, das Lied rauschte, und er schlang seinen Arm um sie. „Erszitam! — und wenn Dn mich liebst, wie ich Dich —" »So ist unsere Liebe größer und tiefer als das Meer." „Tiefer als das Meer!" sang die zitternde Geige. „Küsse mich, Erszi — küsse mich und 1884 » Vertreter des Humors aus der Bühne ein tra-gischer Zug gehe, als wäre daS Geschick selbst für die Wirksamkeit der Contraste emp'änglich. Welch' ein ergreifendes Bild zeigt sich uns, wenn wir das Leben der Gallmeyer über-blicken! Ein ichanspielerisches Genie, das seine Bühnengestalten mit echtem Herzblut ».rhrte. ein kindliches Gemüth, vas trotz aller Ersah-rniigen in den practischen Dingen der Welt ein Kind blieb bis an s Lebensende, stets viel erwerbend aber immer noch mehr ausgebend und verschenkend: das waren die Grundzüge dieser seltenen Natnr, die deshalb zwischen den Höhen der künstlerischen Triumphe und den Tiefen der practischen Sorgen und Röthen hin« und herfchwankte. Fessel- und schrankenlos wie aus den Brettern war sie auch im Privatleben und doch im letzteren immer noch tausendmal besser als ihr Rus. Bei Künstlerinnen gilt jener satz nicht, die beste Frau ist jene, von der man am wenigsten spricht. Frau Ioiephine Gallmeyer mag menschlich geirrt und gefehlt habe», aber alle ihre Fehler entsprangen nur den« Temperament«, sie waren der orkanartige AuSbruch eines übervollen Herzens, das auch fremdes Wehe in opsermülhigster Weise zu zu lindern verstand. Fritde ihrer Asche. sPäpstlicher H o f st a a Lj „Fanlulla" weiß zu erzählen : „Nachdem der Vatican zwölf Millionen Franken von der in England ver-storbenen Frau Stapleion geerbt bat, wird nunmehr der königliche Glanz daselbst ver-mehrt. Vor 13 Jahren war die Zahl der Ro-belgarde bis auf 30 vermindert, jetzt foll sie vermehrt werden, und haben sich bereits sechs-undzwanzig Personen, welche der alten römischen Aristokratie angehören, genieldet. Auch wird ein neues Eostüm angeschafft. Außer dieser Nobelgarde besitzt der Vatican die Schweizer-garde. die palatinische Ehrengarde und die päpstliche Gendarmerie. [E i n Menschenfreund.) Der uo: Kurzem in der Schweiz verstorbene amerikani-sche Bankier Julian Halgarten hat fünf Millio-nen Dollars für Arme, ohne Unterschied der Eonfefkion testirl. jE n g l i s ch e r S o l d a t e n st o l z.J Vor Kurzem besand sich ein britischer Soldat vor dem Kriegsgerichte, angeschuldigt, seine „egypti-sche Feldzugsmedaille" sür zwei Mark fünfzig Pfennig verkauft zu haben. Der Vorsitzende des Kriegsgerichts suchte dein Sohne des MarS das Schmähliche dieser Transaclion in beson-ders scharfer Weife klar zu machen. „Was 'i das Geschäft nennen Sie schmählich ruft der Angeklagle aus. „Ich muß schon sagen, nach all den Spöttereien, welche ich von meinen Freunden über das „egypliiche Piknik" zu hören bekam, fing ich an. die Medaille sür eine blicke mich an mit Deinen tiefen, heißen Augeu . . Sie küßte den braunen, schlanken Cnko». Die Anderen horchten, die Betyaren murmelten : bebend tönten die Geigen, Kastagnetten und Cymbal jubelten und klangen. Draußen wehte das Schilf im lauten Winde, und die wilden Rosse jagten. ♦ • „Auf morgeu also!" nickte LaSlo dem Ferencz zu. klopfte feinen Grauschimmel aus den schlanken HalS und galoppirte zu seinen Pferdeheerden zurück. „Auf morgen!" wiederholte dieser und bewegte mit leisem Klingen die Csizmen (Sporen-stiefel) an den behenden Füßen. Dann stieg auch er aus sein Thier, hing lässig aus dem glatten Rücken und trabte in die freie Pußta. „Der Rohrwolf!" murmelte der Esikos. „Es wird Zeit diese Nacht, daß wir ihm das Handwerk legen. Kutya, der Teufel fresse sein Herz und gebe ihn meiner Peitsche." Er sprengte rasch zu den Pferden und warf einen schärfen Blick in die Runde. „Holla — bassaina cBiko — verdammter Fohlhenc;st — wo steckst du?" murmelte er und pfiff. Die Füllen horchten auf und sprangen durcheinander, aber der Falbe war nicht zu sehen. 1884 Schmach anzusehen, und deshalb verkaufte ich sie auch." sE i n b e r i t t e n e r B e t t l e r.] Die jüngste Pariser Exeentricität ist— ein berittener Bettler. Dieser cavalleristische Fechtbruder ist ein alter Mann, der, in malerische Lumpen gehüllt, aus einem Rosse, da« nicht gerade ein arabisches Vollblut ist, die Avenue de Clichy aus und abreitet — in entsprechend langsamer Gangart, da ihn sonst die SonS nicht einho-len könnten — und den Vorübergehenden vom Sattel herab einen großen Filzhnt zur Auf-„ahme de» Almoseu« hinreicht. Wenn man ihn erstaunt ansieht, so bemerkt der Bettler zu Pserde im Tone der Entschuldigungr „Machen Sie sich nichts daraus. Bürger; ich bin alt und schwach und da würde mir das Stehen sedr schwer ankommen.- sM ä d ch e n d n e l l.j In England for-derlei« sich vor Kurzem zwei junge Mädchen, von Eifersucht getrieben. — auf Spritzdüchsen heraus. Diese wurden nämlich mit Lauge ge-füllt, und von beiden Seiten gegen die Ge-sichier gerichtet, als den Hauptgegenstand dieses mörderischen ZweikampfeS. Wirklich trieben auch die beiden Heldinnen dieses Spiel so lange, bis die eine nicht mehr aus den Augen scheu konnte, und um Gnade zu bitte» ge-zwungen war. fEine tragische OrdinationS-nund e.] In dem Sprechzimmer eines Hain-burger Arztes ereignete sich dieser Tage ei» ebenso eigenthümlicher, wie trauriger Vorfall. ?er betreffende Arzt, zu dem ein in einem Bankgeschäft angestellter junger Mann gekom-men war. um ihn wegen eines Halsleidens zu cousultiren, hatte seinen rechten Zeigesinger in den Mund des Patienten bei der Untersuchung eingesührt. als Letzterer plötzlich vom Schlag getroffen wurde und sterbend sich in dem Fin> ger des Arztes sestbiß. Erst den Bemühungen zweier schleunigst herbeigeholter College» ge-lang es. den Äermsten ans seiner schmerzhaften Laqe zu befreien. Der Finger schwoll sehr be deutend au uud der Zustand des auf so merk-würdige Ar» in seinen» Berufe verunglückten Mediziners ist zur Zei» besorgniserregend. jEiner schönen Wortbildung] begegnen wir in einer Brochure, die uns so-eben aus Budapest zugeht: „Das neue Kreditsystem" von MareuS Mark. Daselbst findet sich eine Eapitel-Ueberfchrift. die wir ohne Weite-res der Heiterkeit unserer Leser übergeben. Tiese Ueberschrift lautet: „Der Staats-Schut-den-Titres-ErwerbungS- Credit«Cassenfcheine-Solidar-SicherstellungS- Fonds der Staats-Schulden-Titres-Erwerber." Man könnte diese Uedtrschrist als Ferienarbeit sür Mnemotechniker verwenden. sEi sersüchtige Schwester.] In Wladimir Gubernskij (Gouvernement Wladi»»ir, Ferencz biß erblassend die Lippe und stieß die Sporen in seines Thieres Weichen, daß es i« weiten Sätzen zwischen die Heerde suhr. die nüchlig auseinanderstob. „Er ist nicht da — heilige Gottesmutter, bitt' für uns!" Mit wildem Blick spähte er umher, und ritt zu dem verfallenen Zieh-drunnen aus einer Hügelwelle, von wo gute Ausschau war. „Tori — das GraS ist geknickt — wenn . . er sprach'S nicht ans das „Wenn" und schoß auf die zersta»»,ps»e Stelle zu — der Grund war wüst zertreten hier, wo man den Sümpfen näher war — ein rother Streif lag überm Boden — „Blut!" knirschte der Efikos. „Der Rohrwolf war'S — zu spät — zu spät —" Todtbleich sah er aus die uuheilvolle Spur. Tann fuhr er empor und warf die strassen schwarzen Haare aus der feuchten Stirn — „vielleicht mag er noch aus dem Wege fein — ist daS Fohlen hin, mag'S der Graue mit seinem Leben zahlen." Er spornle daS bäumende Pferd und wickelte die lange Lederpeitsche voin Gurt. „Vorwärts —!" stieß er hervor, und die zähe Schnur fuhr sausend aus des Rosses Schenkel. In jäher Hast flogen die Beiden über die Pußta, den» Moor zu. ..Deutsche Wacht." Rußland) trug sich vor einigen Tage»», wie wir den „Now." entnehmen, ei» trauriger Vorfall zu. Zwei Schwestern Julia und Larissa, beide in den jungen Lieutenant Pestrowo verliebt, be« suchten diesen eines Abends. Pestrowo hatte sich schon längst für Julia entschieden und damit in hohen» Grade die Eisersucht Larisfas wachgerufen, welche ihrer Schwester, dem Oft» cier und der ganzen Welt feit dieser Zeit feindlich gegenüberstand. Als nun an dem ge-dachten Abende Pestrowo nicht müde wurde, sich in Liebenswürdigkeiten gegen Julia zu er-gehen nnd Larissa gänzlich unbeachtet ließ, er-griss diese, auf das höchste gekränkt, den an der Wand hängenden Revolver und feuerte auf ihre Schwester und Rivalin einen Schuß ab. Die Kngel durchbohrte die Brust der Unglück-lichen »>nd drang zum Rücken heraus. Julia stürzte sofort. Ströme BluteS vergießend, zu Boden. Ihr Zustand soll wenig Hoffnung auf Genesung bieten. (@ ch t» d u tt g 8 g r u n b.] Eine Dame in Jndiana bat bei Gericht um Scheidung von ihrem Manne, weil derselbe so lange Beine habe, daß sie beim Ausgehen nicht Schritt mit ihm halten könne. sJ n d e r M e n a g e r»e.s In London sind mehrere Priester aus Siam angekommen, um dein weißen Elephanten ihre Huldigung darzubringen. Das Thier schien seine Lands-lente zu erkennen, und äußerte seine Freude über das Wiedersehen, indem es seinen Rüssel in den Wasserbehälter tauchte und die ihn An-betenden mit einer riesigen Douche überraschte. sFrifche L u s t.j Naturforscher haben berechnet, daß jeder Mensch, um zu gedeihen und gesund zn athmen, stündlich 190 — 200 Eubikfuß frische Luft brauche. Athmet er län-ger in derselben Lust, ohne daß frische hinzu-»ritt, so sängt er sie an zu verderben, d. h. sich mit mehr kohlensaurer Lust zu süllen und an Sauerstoss oder Lebenslust «ehr abzumh-men, als er für feine Gesundheit vertrage» kaun. Nimmt die Kohlensäure durch Athmen in derselbe» Lust immer mehr ad (durch Ath-men wird Kohlensäure entwickelt und Sauer-stoff verzehrt,) so tritt, je nach Umfang der eingeschlossenen Luft, endlich ein Zeitpunkt ein. wo der Mensch thatsächlich in dieser Luft er-sticken »nuß. In der geschlossenen Höhle von Culeutta erstickten von 146 eingesperrten Eng-ländern in einer Nacht 123 und die29Geret-leten blieben zeitlebens halb blödsinnig und siech. Man sieht, »vas frische Luft und Ventilation werth sind. sP f e i f e u n d C i g a r r e.s W. Horn wirst in seinen Erzählungen aus den» Hand-werkerleben den Arbeitern vor, daß sie immer mehr die wohlfeile Tabakspfeife durch die kost-spielige Eigarre ersetzen. Die in Jahresfrist im deutschen Zollgebiete verbrauchten 5.959,149.000 Des Esikos' Antlitz war farblos, mit stieren» Auge kaute er an dem Schnurrbart. „Der Grafherr — der Grasherr," stöhnte er. „Er peitscht mich zu Schanden, wenn er'S merkt — er läßt mich in den Sumpf werfen. O ErSzi! Vorwärts, Du träge Bestie — vielleicht — vielleicht —" Ein letzter glühender Lichtstrahl flammte roth am Horizont, und der Abendglanz ward grau. Kreischend schössen und flatterten Dommeln und Kibitze über dem dichten Röhricht, durch die Schilfgräser blinkte trüb das aufspritzende Wasser. „Da — da!" schrie Ferencz auf. Es rauschte und brach vor ihm. zwei Wölfe mit blutigen Gebissen stürzten fliehend hervor, der eine trug einen Fleischfetzen in den spitzen Zähnen. Ein Sprung — die Lache zischte hoch empor — die Peitsche pfiff — dann riß der Esikos daS bebende Pferd herum und jagte zu-rück, hinter sich schleifte er in der Peitfchen-schlinge den röchelnden und zappelnden Räuber, der gurgelnd verendete. Mit einem gräßlichen Fluch sprang der GöSzöty Ferencz zu Boden und trat auf den Kopf des erlegten Raub-thieres. „Und was nun ?" murmelte er, schwer 5 Stück Cigarren hatten ein Gewicht von 751.307 Centner und einen Geldwerth von 249.209.000 Mark, während der zur selben Zeit verbrauchte Rauchtabak 731.921 Centner betrug, also »n-gefähr dasselbe Gewicht, dagegen einen Geld-werth von nur 42,429.000 Mark hatt«. sNicht« über einen T i t e l.J Die Frau des bekannten SängerS S. am Hofthea-ter zu St. erhielt jüngst eine» Brief, der fol-gende Adresse trug: An Fran N. S. K. Hof-basststiu zu St. [B o S h a r t.s Fräulein : „Sagen Sie. lieber Doetor. ist es meiner Gesundheit schad-lich wenn ich Bälle besuche?" — Arzt: „Gewiß ist es das. Sie sollten sich Bewegung n»a-chen, daS viele Sitzen ist Ihnen gar nicht gut." Locates und Irovinciales. Cilli. 6. Februar. fM a x Stepifchnegg f.] Mit all' dem Trauerpompe, welchen unsere Stadt zu bieten vermag, fand am 2. d. Mts. unter allgemeinster Betheiligung von Fern nnd Nah die Beerdigung des Herrn Max Stepischnegg statt. Die Einsegnung der Leiche wurde von» Bruder des Verewigten, den« hochw. Fürst-bischofe von Lavant, unter Assistenz des hochw. AbteS Wretschko und der gesammte» Psarr-geistlichkeit in der Stadtpsarrkirche vollzogen. Nachdem dann der Eillier Männergesangverein einen ergreifenden Trauerchor gesungen halte, setzte sich der imposante Leichenzug, den» sich die Familienangehörigen, die Spitzen der Civil« und Militärbehörden, der Gemeinderath in corpore, der Turnverein mit umflorter Fahne, der Mä»»nergesangverein. die freiwillige Feuer-wehr, sowie eine endlose Zahl von Trauer-gästen aus allen Kreisen der Stadt anschlössen, in Bewegung. Der prachtvolle Metallsarg so-wie der Leichenwagen waren mit Kränzen förmlich übersät. Eine» ganz besonders präch-tige» Kranz mit blauer Schleife hatte die Stadtgemeinde Eilli ihrem »nvergeßliche» Mitbürger gewidmet. Der Leichenzug selbst bewegte sich über den Hauptplatz, die Grazerstraße und Ringstraße nach dem städtischen Friedhofe. Beim Eisenbahnviaducte löste sich der Zug aus; doch geleitete der größere Theil der Trauergäste die Leiche theils zu Wagen, theils zu Fuße bis zur letzten Ruhestätte, wo Nach einer neuerlichen Einsegnung der Sarg in die Erde gesenkt und der neuerstaudene Grabhügel mit den gespendeten Blumenkränzen überdeckt wurde. jVerfamnilung der Jäger und Jagdfreu n de Unter st «ier m ark«. j Die Sonntag deu 3. Februar in den Easino-VereinS-Loealitätea von Eilli veranstaltete Zn- athmend. „Zurück? Des Grafherrn Strafe dulden? Nie und niminer! WaS »hun V Je n&pot kiwanok — und glücklichen Fang!" rief eine tiefe Stimme, und zwei Männer wanden sich durch das Dickicht. Sie waren fast wie Hirten gekleidet, nur statt des Fokos trugen sie Büchse» in der Hand »nd im Gürtel Piitolen. „Kennst uns nicht mehr ? Der schwarze Gesa bin ich. und das hier ist ein Genoß. Meine Banda liegt hinter den Sumpfen bei der Estcazer Halde, im Wald." „Seid gegrüßt." sagte der Ferencz und schüttelte dem Räuberhauplman» die Hand. „WaS siehst so trist aus, Bursch? Ich eß Dein Seelchen — fesch schaust holter noch inimer und fchlank. wie a Gelsen — aber mit 'ner Mien', so gar finster — was gibt's?" „Der Wolf hat den falben Hengst geholt, und der Grasherr wird grimm sein, er dringt's fertig »md läßt mich peitschen." „Und der Stuhlrichter und Vieeg'spoan sind weit ? waS?" lachte der schwarze Gesa. „Schaut'S — hast Lust geschunden zu werden ?" „Schweig, Mann, sag' ich!" „Hilffs was, das Schweigen? Na — so n Gesell, echtes Pnßta-Blut und ein Esikos, 6 sammenkunst der Jäger und Jagdfreunde Unter-steiermarkS war sehr zahlreich besucht; eS stellten sich aus allen Theilen des Unterlandes gegen 90 Jünger Diana's ein, um zu berathen, auf welche Weise den immer schlechter werdenden Jagdverhältnissen abzuhelfen und wie ein zweck-massigeres Wildschongesetz durchzuführen wäre. Nachdem der Einberufer der von nur distin-guirten Jägern besuchten Versammlung, Dr. Hoisel, diese begrüßt und Vorschläge gemacht hatte, wie die heutige DiScusion Verwertung finden soll, welcher Art der Einfluß sein soll, den die Jäger des Unterlandes auszuüben hätten, um unser bestehendes, ganz unzweckmäßiges Wildschongesetz gegen ein besseres auszuwechseln, hielt Herr Carl Hiltl, ForstverwaUcr der öfter-reichischen Alpinen Montangesellschaft, seinen angekündigten Vortrag über das Reh, dessen Naturgeschichte, Hege. Pflege :c. . . . Dieser Vortraq war einzig in seiner Art nnd hat sich der Vortragende die Achtung sämmtlicher, feine fließende Redeweise aufmerksam verfolgender Jagdcollegen vollauf erworben. Entsprechend dem zweiten Punkte der Tagesordnung: freie Discusfion von Jagdangelegenheiten, wurde der Beschluß gefaßt, eine von Dr. Hoisel vor einem Jahre an den „steiermärk. Jagdschutz-Verein" eingeschickte und in Nr. 5 der „Mit-»Heilungen" dieses Vereines veröffentlichte Ar-beit durch ein gewähltes Comite noch weiter zu berathen und dann, mit den Unterschriften sämmtlicher Anwesenden versehen, an den Jagd» schutzverein gelangen z» lassen, damit dieser seinerzeit für die Untersteiermark im vorgeschla-genen Zinne wirke. Gegen die Mitternachsstnnde wurde der officielle Theil der Tagesordnung beendet. Einige Jagdlieder, welchen sich auch steirische und kärnthnerische Weisen anreihten, bildeten dann den Schluß einer Versammlung, welche wohl zum erste», doch nicht zum letzten Mal« in unseren Mauern tagte. j S o n n t a gs r u h e. ] Zufolg« Mini-sterial-Verordnung ddo. 10. December 1883 Z. 5(588 sind von der k. k. Post-Direction die Amtsstunden für das k. k. Postamt Eilli an Sonntagen wie folgt festgesetzt: von 9 bis 11 Uhr Vorm. und von 3 Uhr bis halb Uhr Nachm. Die Zustellung der Brief« und Fahr-Postsendungen erfolgt demnach an Sonntagen um 9 Uhr Vorm. und die zweite Zustellung der Vriefoostsendungen um 4 Uhr Nachm. fD i l e t t a n t e n t h c a t e r>] Vor einem überfüllten Hause brachte» unsere Dilettanten am verflossenen Sonntage da? vieracrige Lust-spiel „die deutschen Kleinstädter" von Kotzebue zur Aufführung. Der Erfolg war ein mehr als ehrenhafter. Tas Publicum vergaß diesmal ganz, daß es Dilettanten vor sich habe. Mit stet« wachsendem Interesse, das sich in immer neuen Lachsalven kundgab, folgte es der Hand-lung des Stückes, die einzelnen Mitwirkenden wie wenig' — und wird die Peitsche dulden? Laßt'S niich au»! Und was sagt die Erszi beim alte» Felgeswar?" Kutya kerneszleg! Red' nicht so was. Gesa! Red'S nicht, mein Herz ist wund. Was soll ich thun ?" „Karol — was er thu» soll ? Wir könnten ein' Büchsen mehr brauchen! Magst kommen? Räuberleben freies Leben — Peitschen ? kös« zenem — vielen Dank — gut sür Pferde!" Ferencz' Auge blitzte loh auf. „Gesa — es soll ein Wort sein! Er soll mich nicht schlagen — da — meine Hand!" Sie schlugen ei». Dann gingen sie znr Esarda. Die Erszi kam. der Wirth saß an der flackernden Herdflamme. ^ ..ErSzi," sagte Ferencz, „ich geh' z»„, Gesa — bleibst mir treu ?" „Mein Herz ist Deinsagte die Maid, und lehnte sich an ihn. „Eljen!" riefen die Räuber, und klirrten mit den Esizmen. .Deutsche Wacht" wiederholt durch stürmischen wohlverdienten Beifall unterbrechend. — Unter den »och am Repertoire befindlichen Lustspielen des über* fruchtbaren Dichter» Kotzebue üben „die deutsche» Kleinstädter" unstreitig die meiste An-ziehungskraft aus, enthalten sie doch eine dra-stische Satyre aus gewisse Anschauungen, die trotz Eisenbahnen und Telegraphen a» diversen kleineren Orten noch heute herrschen. Namentlich werden darin die Titel- und Tratschsucht sowie jene Einbildung, welche der Ausfluß eines gar zu beschränkten LocalpatriotiSmus ist. in launiger Weise gegeißelt. DaS Stück verräth i» jedem Acte den Possenroutinier. Das Rafft-nemtnt des Dichters zeigt sich b«sonders darin, daß gerade jene Scenen, welche aus der größten Unwahrscheinlichkeit aufgebaut sind, die schönsten Effecte erzielen. So zum Beispiel die Scene im 2. Acte, wo der vom Minister empfohlene Fremd« für de» König gehalten wird. Hier erscheint die Annahme, daß der wohllöbliche Magistrat von Krähwinkel kein Bild seines Königs besitze» sollte, ganz abgesehen davon, daß aus den cursirenden Münzen sich stets das Eonterf.i deS Landesherrn zu befinden pflegt, doch zu gewagt. Es fällt indeß wohl Niemanden bei mit den Wagnissen, die sich Herr von Kotzebue vor mehr als einem halben Jahrhundert erlaube» durfte, strenge ins Gericht zu gehe». Wir erlasse» uns daher auch ein» Kritik des Lustspieles und wollen nur den Milwu» senden, die mit voller Lust und mit bei Dilettanten so seltenem Temperamente, ihre Aufgaben löste», unsere bewundernde Anerkennung aussprechen. Bortreffluh in Spiel, Maske und Pointirung brachte Fräulein H. Pram berger die Frau Staar zur Darstellung. Tief durchdacht und fein ausgearbeitet waren die Tetails, der na-mentlich für eine jugendliche Dame sehr schwieri-gen Rolle. ,^hre Klatschmuhmen die Frau Stadt Accise-Eassa-Schreiberin Morgenroth und die Frau Ober-Floß- und Fischmeisterin Brendel fanden in den Fräuleins K a l i g a r i t s ch und Bahr allerliebste Vertreterinnen; Fräulein K o p a t s ch wußte die nichts weniger als lohnende Partie der Sabine Staar zu ganz besonderer Geltung zu bringen. Den klemstädti-scheu Tyrannen Staar gab Herr v. M a » » er mit wirkungsvollster Grandezza, während Herr Schawl den beschränkten und schmachtenden Bau-, Berg- und Weg-Jnspectors-Substituten mit einer gewinnenden naiven Komik ausstattete. — Die gleichfalls wenig lohnende Rolle des OlmerS spielte Herr Traube n »Haler mit Eleganz und schöner Natürlichkeit. — Herr W a l l e n i s ch a g als Vicekirchenvorsteher Staar traf recht glücklich einen gewissen sal-bungsvollen Ton. Eine sehr gute Charge lieferte weiters Herr Staudinger als Amtsdiemr ClauS.^Auch die Nebenrolle» des Nachtwächlers (Herr D a m a s k o) und des Stubenmädchens (Frl. Wegesser) kamen zu voller Geltung. Das Ensemble selbst war ei» tadelloses. Das Publi-cum. welches wie gesagt, mit seinem Beifall« nicht gegeizt hatte, verließ hoch befriedigt, den, wenn wir uns nicht täuschen, bereits der De-molirung geweihten Theatersaal, der entschiede» gegenwärtig das letzte Ueb-rbleibsel von Eillier ;ileinstädterei bilde». jVeteranenkränzchen.] DaS am d. M. in den Easinolocalitäten abgehaltene Kränzchen des Cilli?r Militärveteranen-Vereines erfreute sich eines überaus zahlreichen Besuches, unier dem sich auch die Spitzen der hiesigen Eivil- und Militärbehörden befanden. Die durch und durch animirte Unterhaltung hielt die Theil' nehmer bis zu sehr vorgerückter Morgenstnnde zusammen. [Zigeuner in Verwahrung »-hast.] Am 8. December v. I. wurde bei St. Peter im Sannthal« eine aus 27 Köpfen bestehende Zigeunerbande, welche sich im Besitze von 3 Wagen und 6 Pferden befand, von der Gendarmerie aufgegriffen und dem Ge-meindeamte übergeben. Von dort wurde die Bande an die Schubbehörde nach Eilli diri-giri. Aus dem Transport« jedoch entfloh ein Theil der braunen Gesellen unter Mitnahme von Wagen und Pferden, so daß dem hiesigen Stadtamte nur ein Zigeuner, «ine Zigeunerin, sieben Kinder und ein mit zwei Pferden be- 1884 spanntet Wagen übergeben werden konnte. Tas Zigeunerpaar wurde nun dem städt. del. Bezirksgerichte übergebe» und von demselben wegen Uebertretung des Gesetzes vom 10. Mai 1873 zu einer 48stündigen Arreststrafe verur-theilt. Nach Abbüßung der Strafe wurde e-i an daS Stadtamt zurückgestellt. Das Zigeuner paar gab vor. daß es Johann und Marie Rozehnalek heiße; über seine Geburt und Hei-malh vermochte es indeß keine Auskunft' ,u geben. Da bei demselben über 70 Silber-thaler, dann 38 große Silberknöpfe und werthvolle goldene Ohrringe vorgefunden wur-den, dasselbe daher verdächtig erschien, auf unrechtmäßige Weise in den Besitz dieser Ge-genstände gelangt zu sein, so wurde «ine dies-bezüglich« Anzeige an das Kreisgericht er-stattet, welches indeß in «in weiteres Strafver-fahren nicht einging. Bei einer neuerlichen Ein Vernehmung am hiesigen Stadtamte gestand endlich der Zigeuner, daß «r sich den Zunamen Rozehnalek fälschlich beigelegt habe, daß er Josef Simon heiße und im verflossenen Som mer der Gemeinde Spital zugewiesen worden sei. — Das Stadtamt wandte sich daher auch sofort an genannie Gemeinde, erfuhr jedoch von derselben, daß dort sowic in Villach zwar Erhebungen über eine 28 Personen starke Zigeunersanlilie RameuS Simon zur Festste!» lung der Zuständigkeit gepflogen worden waren, welche jedoch zu keinem Resultate führten. Durch die vom hiesigen Stadtamte eingeleiteten und sehr ausgedehnten Nachforschungen wurde dann ermittelt, daß die Zigeuuerbande Simon im Salzburgischeu. sowie in Kärnten und Steiermärk wiederholt beanständet worden sei. daß sie jedoch jed-Snial den Abschluß der Ver-Handlungen zur Feststellung der Zugehörigkeit durch die Flucht vereitelt habe. ES wurde auch mittelst einer hier besorgten Photographie desselben Zigeunerpaares constatirt. daß das-selbe der großen Zigeunerlruppe, welche in Villach durch etwa drei Wochen inlerinrt gewesen war, angehöre. Dies? vom Stadlamte gepflogenen Erhebungen wurden der Statt halterei in Graz vorgelegt und von letzterer der Landesregierung in Klagenfurt abgetreten, welche dentnächst die Entscheidung treffen wird. Inzwischen muffen Johann und Maria Simon mit den_ sieben unmündige» Kindern im Arreste des hiesigen Stadtamtes in Verwahrungshaft bleiben. Die Verpflegskosten werden aus de» eigenen Geldmitteln der Zigeuner bestrilte», zu deren Beschaffung die Pferde derselben im Wege der öffentliche» Licitation verkauft wurden. sW a r u m eine Ausnahme?] Ei» Lehrer von St. Marein wurde vom dortigen Bezirksgerichte wegen Uebertretung des 411 St. G. abgestraft; obwohl bereits nahezu ein Jahr darüber verflossen, so hat es der Bezirksschulrath St. Marein noch immer nicht der Mühe we«1h gesunden, im Sinne der darüber bestehenden Direktiven disciplinariter gegen den Lehrer ein-zuschreiten. Wir erwähne» diese» Sachverhalt nur deßalb, weil von anderen Bezirksschulräthen. gegen derartig gravirte Lehrer ganz anders vorgegangen wurde. — Oder soll in diesem Falle den Lehrer der Umstand schützen, daß er enragirter Nationaler und ein slov.-clericaler Agitator ist? sS e l b st m o r d.] In Ergänzung der in unserer letzten Nummer unter diesem Schlag, worte gebrachten Notiz theilen wir noch mtl. daß der Leiter des fotografischen Atelier« an stillem Wahnsinne gelitten hat. jD i e b st ä h l e an der steirische» Grenze.] Die Sicherheitsverhältnisse am Lande, namentlich an der Grenze gegen Ero-atien, sind gerade nicht die rosigsten; so wurden den, Gastwinhe Johann Jurak in Olimie durch Einbruch ein Geldbetrag von mehr als 500 fl. entwendet und dem Grundbesitzer An-derlu' in Bonarje eine Kuh sammt Kalb ge-stöhlen: die Kuh entlief allerdings den Dielen, dafür schlachtete» dieselben nicht unweit des Thatortes das Kalb. Spuren zeigen in beiden Fällen nach Eroatien; unserer sonst überaus thätigen und tüchtigen Gendarmerie, ist aber leider der Eintritt und die Verfolgnng in s 1884 „Deutsche Wacht „Ausland" verwehrt, und so kann man in den seltensten Fällen der Thäter habhaft werden. ^Versuchter Kindesmord.] Die Magd Maria Piüerko zu Rodvinzen (Bezirk Pettau) suchte ihr neiiszeboreneS Kind dadurch zu tödte». daß sie dasselbe ohne jede Hüllc in der kalten Nacht vom 1. d. in einem Straßen-graben legte, wo eS zufällig von zwei Burichen noch lebend ausgu'nnden wurde. jExceß.j Die Burschen Johann und Anton Gaber sammt sechs Gefährten, welchen man den Einlaß in das Gasthaus zu Svetelko verwehrt hatte, rannten mit einem 3 Meter langen Holzbalken die Thüre ei», schlugen dann alle Fensterrahmen und Scheiben ein und mißhandelten eine alte Frau und ein Kind fast zu Tode. Die Excedenten wurden bereits den, hiesigen Gerichte eingeliefert. Herichtsfaat. Montag, den-t.Februar. fTodtschlag.j Ter 24jäbrige Grunddesitzerssohn auS Niska, Leopold R e p e u s ch e k, ein wegen verschiede« ner Delicte bereis abgestraft« Bursche, halte am ^1. Oktober v. I. nach vorhergehender Verab-redung mit dem 23jähriflen GrundbesiyerSsohne Joses Zakrajöel aus dem von Leutschen« Dorf nach Odenfeld führenden Fahrwege dem Johann E i g a l a mit einem Prügel, den 3 a-(it a j S c f beigestellt hatte, zwei derartige Hiebe auf den Kopf versetzt, daß der Getroffene bin-nen -j Tagen an den erlittenen Verletzungen starb. Bei der gleichen Gelegenheit brachte er auch dem in der Gesellschaft des Cigala befind-Iich gewesenen Franz D e n e o körperliche Ver> letzungen bei. während Z a ßt a j i e t dem Thomas Prasnit schwere Körperverletzungen zu--fügte. Nach dem V-rdicte der Geschwornen ivurde Leopold R e p e u s ch e k wegen Berbre-chenS des Todtschlages und wegen Uebertretung gegen die körperliche Sicherheit als umnittel-varer Thäter zu zwei ein halb Jahren schweren Kerkers verurtheilt. Die gleiche Strafe wurde über Josef ZatrajSek wegen Verbrechens des Todtfchlagcs als intellektueller Urheber und wegen Verbrechens der schweren körperlichen 'Beschädigung verhängt. fF r e i g e s p r o ch e n.j Ter 32jährige verehlichte Mühlpächter Franz Stand zu Schi-deneck. welcher des Verbrechens der ?1tothzucht, begangen an einem 13jährigen ^Mädchen, ange-klagt worden war, wurde nach dem Wahr-spruche der Geschwornen von diesem Verbre-chm freigesprochen. Dienstag, den 5. Februar. IF r e i g e« sprachen.] Ter 19jährige Bauernsohn Franz Zellinscheg auS Laugendorf stand unter der An-klage im Hause seiner Eltern den Grundbesitzer !'lndre>,S Rodoscheg zweimal derart aus den Zivpf geschlagen zu haben, daß letzterer in Folge der erlittenen Verletzungen sofort starb. Der Angeklagte, welcher sich dahin entschuldigte, daß er nur seiner von dem als gewaltthätig bekann-ten und wegen RaufhandelS schon abgestraften Rodoscheg mißhandelten Mutter zu Hilf« eilte und dabei, weil Rodoscheg von der Mißhand-.ung noch immer nicht abließ, demselben mit »inem Krampen einen Schlag auf den Kopf versetzte, ohne die Absicht gehabt zu haben ihn zu tobten, — wurde nach dem Verbiete der Geschworenen vom Verbrechen des Todlschlages freigesprochen. sR a u b.] Georg Deulschmann, 20 Jahre alt, Winzerssoh» au« Gradischa, Markus Deutschmann 25 Jahre alt. Jnnwohner in Gra-dischberg. Johann Dentschniann, 1^ Jahre alt Winzerssohn auS Wachsenberg und Josef Kepnik 36 Jahre alt. Taglöhner au« St. Peter standen vor den Geschworenen angeklagt deS Verbrechens des Raube«, weil dieselben am Abende des 20. August v. I. über Aufforderung des Josef Repnik. dem Andreas Trebsche die Uhrtetie wegzunehmen, de» Genannten gemeinschaftlich überfielen, mit Zaunstöcken und Steinen miß-handelten und ihm thatsächlich die Uhrkette im Werthe von 3 fl. 5» kr. gewaltsam entrissen. Die Verantwortung der Angeklagten lautete da-hin, daß sie im Gasthause deS Baumann und deS Deutschmann in St. Margarethen mit dem Hausirer Andreas Trebsche eine» Streit hatten und deswegen am Heimwege nächst einen Ku-k iruyfeld in einem Raufhandel geriethen, wobei Tredsche wohl Verletzungen erlitten haben mochte, allein von einer Uhrkette sei ihnen nicht« be-saunt; er müsse dieselbe bei der Rauferei oder sonst wo verloren haben; übrigens seien sie damals stark betrunken gewesen. Räch der Ver-Handlung lautete daS Verbiet der Geschwornen wegen des Verbrechens auf Raub „nichtschuldig," jedoch wegen Verbrechens der schweren körperlichen Beschädigung nach §. 157 St.G. auf schuldig und wurden somit die Angeklagten zu schweren Kerker verurtheilk, u. z. erhielt Georg Deulschmann 8 Monate, MarfuS Deulschmann 5 Monate, Johann Teutschmann 2 Monate und Joses Repnik 6 Monate. Schnittzeicheiipapier, weiss und grau, sehr stark; Korrespondenz der Redaction. H err n I o h a n n R. in R o h i ts ch. Sie scheinen sich in der Adresse geirrt zu haben. Ihr Inserat ist zweifelsohne für die „Südst. Post" bestimmt. H er rn I. N. in G. Wir werden das Uebersandte in der nächsten Nummer veröffent-lichen. Vrobebkätter gratis u »ranco „XX1UUIIJ11.X JfXXjtlLV*. „Der Aauernsreund." Erschein« jede« 2. und 4. «onnlnq im M«uat. Präuumeritio«: Ganzjährig fl. 1.50. — Halbjälriq fl. — .80. Einzelne Nummer 10 !t. Administration: .Herrengaffe ?tr. 6. Gold, Silber und weiss. Pauspapiere einfach und doppelt bei Jaltatu* tiaietiMfh. t'nfßiff/ttiinlfuitff. Mtfffrngttums « Vrobevsätter gratis u. franco Kasche Linderung und Aeseitigung •er hr1Ii«»e» Gichtschmerzcn • 0«T Rheuma- und Nervenschmerzen, al» GesichlSlchmerzeil. Migräne, Hüftweh fluchia»), Ohrenreißen, rheumatische Zahnschmerzen, »reu,- n. GelkükSsitimerzen, »riimvse, allgemeiner Muslel-schwache des ZitteruS, sowie theilweiser Erschlaffn»« oder Steifheit der Glieder und der bei WitterungS-Wechsel auftretenden Schmerze» in verheilten Wunden. partieller Lähmnngrii:i. bewirken schon einige (kinreibniiAtN mit dem au« Heillräulern der Hoch-alpen bereiteten, allgemein als das beste, schmerz stillende Mittel anerkannten Pflnuxrn - Exlraetf« s Pf Neuroxylin:' des Apolhtkers J. Il«'rl»ulniy i» UNeii. Anerlennnnfts-Tchreibe«. «i»-»» Herr» Iuiiii« Herbab»», Avothelet. Kien. 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Rheuma und Lähmunften 1 fl. 20 fr., per Post 20 fr. (5mbaUaqe. [*- Jede Flasche trägt al* Zeichen der (tchiheit die «be» deifledruillk behördlich vroi. Schutzmarke, aus die wir zu achte« bitte». 'Zwo CBotral-Vmenduogsdepot für die Provinzen Wien, Apotheke „zur BarntoniM" des J ilrrbttlni}, Neuball, Kaiserstrasse 90. Depots ferner bi-i den Herren Apothekern: Cilli: J. Kupferschmid. Banmbacb's Erben. Ap. Dentseh-Landsberg: H. Müller. Feldbach: J. IC -ni(f. Gonobitz: J. PospischiL Graz: Ant. Nedwed. Leibnitz: 0. Russheim. Marborg: G. Ratualuri. Pettan: E. Behrbalk. H. Eliaseh. Radkersbnrg: C. Andrien. Wolfsberg: A. Hnth. Für die zahlreichen Beweise innigster Theilnahme anlässlich des Hinscheidens meines tnvergesslichen Gatten, unseres lieben Vaters, beziehungsweise Schwieger- und Grossvaters, des Herrn Maximilian Stepischnegg sen.. für die besonders ehrende, zahlreiche Betheiligung am Leichenbegängnisse und die vielen schönen Kranzspenden aus Nah und Fern sagen allen ihren lieben Verwandten und Freunden, der löbl. Gemeindevertretung, der gesammten Bürgerschaft, den Herren Beamten, dem Männergesangvereine. dem Turnvereine und der freiw. Feuerwehr ihren innigsten Dank CILLI, den 2. Februar 1884. Die trauernden Hinterbliebenen. «Deutsche Wacht. 1884 Alle jeue P. T. geehrten Familien und Feuerwehr-freunde. welche »US Vernelien für das am 9. Februar I. J. in den Casino-I.ncalitäten stattfindende „Feuerwehr-Kränzchen" keine Einladung erhalten haben. werden höflichst ersucht, ihre werthen Adie&scn bei Gefertigten abgeben tu wollen. Für das Comite: 65—3 .T. Jellonz. Danksagung. För die vielen Beweise herzlicher Theilnahme anläßlich des Hinscheiden» meines geliebten Gatten des Herrn JOSEF NOVAK, sage ich Allen, insbesondere dem lob!. Militär-Veteranen-Verein in Cilli, meinen tiefgefühltesten Dank, Cißi, 6. Februar 1384. 84- l Marie Novak. Sp Stein- &. Edelmarder-, Fuchs-, lltiss-, Otter-, Wildkatzen-, Kaninchen-, Dachsund Hasenbälge etc. AM- bezahlt zu den höchsten Preisen -WH Joh. Jellenz in Cilli, Post £11*81' NI» 28. (155—26 ianferkel, pr. Stück fl. 3. 7llph+foi*l/ol englbich-deut>eher Kreuzung. £Ulsllll t/l Rülj durch Fruchtbarkeit und grosso Mastfähigkeit ausgezeichnet, zu haben bei C. Adolf Latz, 8»—2 urg-QL3a.Btm.-a"hie Cilli. Lin H^racticant fttr ein Se^ni'tt-ttra.a.reaa. - Grescis-äft am hiesigen Platze wird sofort aufgenommen. Näheres Administration. 72—3 49—20 Nur noch bis Anfang April werden im 49- zahnärztlichen Atelier (t'illi. fasr Mifinnbamn) künstliche Gebisse erzeugt. Zahnoperationen vorgenommen und Zahnplomben ausgeführt. 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