A.?3. Samstag, 3U. März 1889. 1N8. Jahrgang. 1 <^ANN^H^1" Zeitung. '"M>ü 1l, °"h^!?>j. ""» P°stv«l,«ndun«: ,an,j«hl!, st, IL, halbMll« sl. 7.«. I« « ompl °»»: "«»t ^>«r«tt b./.^1l.l.n«, Yü, bl« Zustlllun« in« «.au« »««»jilhli« sl. i. - I»,ert,,»»,l»»ll ss«. «»« „e»«ba»n Zeltnn," « ch«inl l«,llch mit »n»»»bm« b« «°nn< nnb »eielt«««. Die »d«lniftr»««» bcfwbet Nch Longrcssplah 2. bir «td«N»» Bahnhofgass« »«, C ^chll^nben b« «eb«ctlon täalich »on l0 bi« >« Nhi voimittaz», — Unfrankiert« »r!»s? »nden nicht »n»e- >n«n unb Viannicrlptt nlcht»n»nilg«st«llt. ., Mit I. April ^ Dnibacher Zeitung. """ e r ä il d/r?""" ration«. Bedingungen bleiben wi.« 7 "betragen: , "lt P°stv«sendung: ftr Laibach: I^hri« ' ' 7'll'Il lr. ssanzjähris,. . N st. - lr. ""watlich " f „ ?5 „ vicrteljclhriss . ^ „ 75 „ iis. "ür bi/ li ." ' " monatlich . . - „ 92 „ ""tNte 6" ^llunn ins haus f ii r hiesige . ^^ ^r Jahr 1 Gulden. ^^^0g> v. Rleinmayr K Fed. Vamberg. Nichtamtlicher HM ^"Handlungen des Reichsrathcs. „.. I« Ne.:«« . ^ Wien, 2». März. ^kNhachz 3"" der heutigen Sitzung des Abgeord. ?^'^ B.b7.!?^b. betreffend die Regelung 3"l die D^ ^^ksbeamten, angenommen und l>! "elschulen. ^ "ber den Unterrichttetat bei Titel 2^ die AuN^M^ Abgeordneter Edlb acher I Zeichnete M!?ll der Oberrealschule in Steyr 3s>dt h^ unbillig und ungerecht. k?? °uz eia^. «n.b""t "klärt, die drei oberen 5" erhalten, wenn denselben K. UnerbU,« "^ verliehen werde. Leider habe 3> der EH «'^«, gefruchtet, obwohl auch die 0 ? "ste einiXl^'^ zugenommen habe. Redner >lschule j^Klutlon zur Wiederherstellung dcr . "öa A '"lehr. dm^' 1) 'D^«,^""'^^ folgende Resolution«. < !" Sinne d zVl??« "ud dringend aufgor, dtt ^ ' De«mbe/iV?es des Abgeordnetenhauses l<"Lenten a« N-b"reffeud die Gleichstellung ^W!,lllelchlomm^ o<^^ Mittelschulen und de«. de^>n. E?"den Anstalten mit den Nnscultanten. '«»d>' ^"^ ganten - § «'. Punkt 5 bt!v°ss? persönlickin ^"."' ^^' betreffend die Rege-^1"V7n"?« Diensteeverhältnisje der der "oveil ^forberl, °"gehör,gen Civil-Staatsbediensteten 2>) 3^' "it tbu?li^"^ell im Wege einrr Vcsehe«. ^ft' ^gir""'chster Beschleunigung vorzukehren, dringend aufgefordert, an »M?"s des Un /. A""' lene Lehrstellen, die zur «^ Parall^^te« an den seit Jahren fort-bew..^leset, h^'e« stch als bleibende Nothweu-ft'd« ^) Die H, ?" .definitiven Lehrkräften zu Kilten V" Sinn? 3 Legierung wird dringend auf-'^ ^«sicheru"a .. ^°" ^hr vor drei Jahren er-^ftlichen Ne« l "^ ""e Vorlage zur endgil-^'3 ^ einzuh?/""g "er Dienstesverhältnisse der 3«>rden^ Sämmtl.che Resolution«, ^'t O 7 zu^ewi?' "sl'ch unterstiiht und dem Budget» '^t b>läsi^ «bg. Adämel klagte über ^le?"^cs j"« der czechisch,« Mittelschulen, und es acht deutsche und gebe. Schuld Pllli. Vt'7Ulrathez u?». .""^'^ Haltung des schlesischr-n ? U> bracht , ^ Gemeinderathes von Trop. (?'^nete^^uch m Berichtigungen gegen ^l'fclll""!" Ewiein ?"^ ^°r. der die Angaben des k Vtins5^) ' unbegründet bezeichnet hatte. d^2' EsgbtiH.U""ucht.Dr.v.Gautsch: '' b?n,>"!ch aa « ^ '""'" ^itel in jenem Theile 3" b«uftm s A den ich zu vertreten die Ehre VV <, H unbefriedigte Wünsche in diesem ä ^'tmt, be'M Titel m> ^en und so viele Klagen. L^ K^ der üh .'M,lt,lschulen.. 3° s°gar bei ? H Euit,/ "''gen Titel des Budgets des Mi- Mei' d'e sich "° Un bricht mangelt es an Wün- ^.^t ^ch nicht ' ^'^'" Titel beziehen. Es man- ^lchul^ d,? u " ^"' ""d Anwürfen gegen °len pfl".""r,chtsverwaltung gerade das »l. Bevor ich auf das rein Sach- liche meiner Aufgabe eingehe, sei es mir gestattet, nur eine ganz kurze Bemerkung vorauszusenden. die sich auf eine Ncde bezicht, welche gleichfalls die Mittelschulfrage anlässlich der Besprechung drr Schulaussicht in den! Kreis ihrer B'trachtuuqen gezogen hat. In dirser Rede war, wie dem hohen Hause ja bekannt ist, eine Reihe persönlicher Anwürfe gegen mich enthalten. Schon im vorigen Jahre hat der Herr Abgeordnete für die Kla-genfurter Handelskammer in einer Rede über die Unter» richtspolitik, welche seither in einer Publication den Titel «Die Erziehung dcr österreichischen Nachkommen» schaft und das mitteleuropäische Bündnis» erhalten hat. zahlreiche Angriffe gegen mich gerichtet; er hat sie in seinen diesjährigen ExcmstN bis zu einem Maße ge-steigert, das kaum mchr in Einklang zu bringen ist mit jener Höhe der staatsmänmschcn Auffassung, von wel chcr aus der Herr Abgeordnete die Ereignisse der Vergangenheit und Gegenwart mit dem bekannten weiten Ausblick in die Zukunft zu verbinden liebt. Wer immer dieser Rede nur mit einiger Aufmerksamkeit folgte, wird zugeben müssen, daso es sich da nicht um eine momentane Erregung, sondern um Angriffe handelte, welche Wort für Wort im voraus berechnet waren. (Sehr rich» tig! rechts.) Solche Kampfesmittel wenden sich in drr Regel gegen denjenigen, tnr sich ihrer bedient; verschmähen ja doch alle hervorragenden Politiker dieses Hauses, solche Mittel zu gebrauchen! Auch vermögen sie mich in meinem pflichtmäßigcn Handeln in keiner Weise zu beirren. Meinerseits mit solchen Waffen zu kämpfen, widerstrebt mir. umsomehr, als ich sie gegen einen Herrn Abgeordneten wenden müsste, drr der Unterrichtsverwaltung gerade auf dem Gebiete der Cen« tralleitung durch eine Reihe von Jahren seine Dienste geliehen hat. (Rufe rechts: Leider!) Die Erinnerung an diefe Dienste hilft wenigstens dem gegrnwältigcn Chef der Unterrichtsvrrwaltung. Reguugen persönlichen Unmuthes über solche Angriffe zu unterdrücken. Der Herr Abgeordnete hat es auch nicht unterlasse,,, gegen mich den schärfsten, und ich möchte fast sagen, einen vergifteten Pfeil abzuschießen. Er hat die Aeußerung gelhan. ich werde anlässlich dcr künftigen Einrichtung unseres Volksschulwrsrus an meinen Namen ein hero-stratisches Andenken heften. Diesem Anwürfe stehe ich mit voller Gemülhsruhe gegenüber; ja noch mehr, ich wünsche, dass diescr Ausspruch nicht bloß im steno» graphischen Protokolle, sondein auch im Gedächtnisse der verehrten Mitglieder dieses hohen Hauses festgehalten w.rde, als ein Merkmal jener klaren politischen Voraussicht, die der Herr Abgeordnete für sich in An» spruch nimmt und die mir mangelt. Ich hoffe Gele-gcnheit zu haben, den Herrn Abgeordneten an diesen Ausspruch zu erinnern. Dann werden sich dieser Aus« spruch und manche andrre Anklage", die gegen mich erhoben wurden, von selbst richten', dann wud auch klar werde», dass es leichter ist, von den Bänken der Opposition aus in schwungvollen Worten künftige Hand-lungen und Entschließungen des Ministers einer herben ttritik zu unterziehen, als unler schwierigen Verhalt, nissen. in einer verantwortungsvollen Stellung richtig uud gewissenhaft zu handeln. (Bravo! rechts.) Ich übergche zum rein Sachlichen. Es ,st klar, dass anlässlich der Mittelschuldebatte zunächst eme Verfügung, welche zwar in das Jahr 1887 zurückreicht, noch immer der Gegenstand der Erörterung ,st. Ich meine damit die Verfügungen vom 8. August 1887. Ich habe nicht bloß in der Oeffcntlichknt. ,ch habe in diesem hohen Hause bei den verschiedensten Anlassen über diesen Erlass viel gehört, und auch m der diesjährigen Debatte wurde oiesrs Erlasses wiederholt Er-wähuuug gl-than. es wurden Ä>Häuptlingen über d,e stückweise Zurücknahme dieses Erlasses aufgestellt, und ich bcdaure nur, dass keiucr der Herren Redner cs unt.rnommen hat. die einzelnen P""lte dieser V^r. fügungen aufzuzählen und einen Vergleich zu ziehen, inwiefern diese einzelnen Punlte auch thatsächlich chre Ausführung gchmden haben. Man hat ein oder das andere Factum herausgehoben nnd hat aus diesem einzelnen Factum Schlüsse auf den ganzen Complex von Verfügungen gezogen. Ich darf das hohe Haus verfichern, dass dieser Miltclschul°Erlajs, und man kann sich davon jederzeit überzeugen, im ganzen 18 emzelne Verfügungen enthalten hat. Ich werde nicht längst Bekanntes wiedlrholen, aber gestatten Sie mir beizufügen, dass von diesen 18 Verfügungen 10 bereits ausgeführt oder in Ausführung begriffen sind. Im 17. Falle steht dic Verhandlung mit der betreffenden Gemeinde fo, dass dieselbe nach ihrer letzten Eingabe Propositionen gestellt hat, welche die Auflösung der betreffenden Elas-sen vom Beginne des nächsten Schuljahres, ohne dass an der sonstigen Organisation dieser Anstalt weiter etwas geändert werden dürfte, in Aussicht stellen. Im 18. Falle ist allerdings bis jetzt eine Vereinbarung nicht zustande gekommen. Man wird jedoch diesen Ziffern gegenüber die Bemerkung machen — oder hat sie eigentlich schon gethan — dass hinsichtlich jener Maß« regeln, welche anlässlich der Durchführung der einzelnen Pllnkte getroffen wurden, mit sehr ungleichem Maße genuffen worden sei; ja, man legt den Verfügungen gegenwärtig eine ganz andere Bedeutung bei, als dies früher der Fall war, namentlich auf der geehrten linken Seite des hohen Hauses. War es doch derselbe ge< ehrte Herr Abgeordnete, bezüglich dessen Rede ich mir erlaubt habe früher einige Worte zu sprechen, der noch im Vorjahre von einigen «ganz bedeutungslosen Scharmützeln» gesprochen hat. Seilher, da man allmählich in Böhmen erkannt hat, dass die Verfügungen der Unterrichtsverwaltung denn doch nicht vom Geiste der Animosität gegen das böhmische Schulwesen dictiert sind, da, wie ich mit ausrichtiger Freude constatieren kann, eine gewisse Beruhigung eingetreten ist (Hört! hört! links), nachdem durch eine Reihe nachfolgender Matznahmen der Nnterrichtsverwaltung die Erkenntnis eingetreten ist, dass der gegenwärtige Instand, insbesondere derjenige hinsichtlich einer Reihe von gewerb« lichen und industriellen Schulen, ein besserer genannt werden kann. als der Besitz von schlecht frequentierten Mittelschulen, wird die Action der Unterrichtsverwal» tung auf diesem Gebiete plötzlich zu einer ganz beson» deren Größe von der linken Seite dieses hohen Hauses aufgebauscht. Wie eigenthümlich bei der Beurtheilung dieser Maßregeln der Unterrichtsverwaltung vorgegangen wird. beweist am besten diejenige Stelle der Rede des geehrten Herrn Abgeordneten für die Klagenfurter Handelskammer, welche sich auf den Dislocations-Erlass bezieht. Ich darf wohl bestimmt annehmen, dass cs sich nur um einen «lapsus calami» handelt, wenn hier von dem Untergymnasium in Freiwaldau gesprochen wird. Er meinte offenbar das Untergymnasium in Freudenthal. Ebenso muss ich es als eine ge» wiss begreifliche Unkenntnis der Verfügungen der Un> terrichtsverwaltung auffassen, wenn man von der Auflösung der deutschen Mittelschule in Freiberg spricht, mit welcher doch die Verfügung vom 8. August 1887 gar nichts zu thun hat. Die Mittelschule in Freiberg war ja längst vorher aufgelöst. Aber ich war erstaunt, davon zu hören — und die Herren aus Krain werden es wahrscheinlich ebenso sein — dass ein slovenischel Obergymnasium in Laibach errichtet worden sei. Ich muss offen gestehen, dcr Unterrichtsverwaltung ist von dieser Verfügung nichts bekannt. (Heiterkeit rechts.) Meines Wissens besteht in Laibach ein einziges Ober-qymnasium und dieses einzige Obergymnasium hat ausschließlich die deutsche Unterrichtssprache. Von einer Neuerrichtung einer gymnasialen Anstalt in Laibach ist mir wenigstens nichts bekannt. Es wird auch in dieser Beurtheilung der Verfüguugen des Unterrichtsministers erzählt von der Erweiterung eines zweiten czechifchen Realgymnasiums in Prag. Wahrscheinlich ist mit diesem zweiten czechischen Realgymnasium in Prag da« böhmische Gymnasium in der Korngasse gemeint, denn ein anderes kann wohl nicht gemeint sein. Ich erlaube mir dem gegenüber zu bemerken, dass mit genau der-selben Verfügung auch das deutsche Gymnasium in der Stefansgasse ausgestaltet worden ist. Eine Anstalt war speciell der Gegenstand der Do batte in diesem hohen Hause; es ist dies das Gym. nasium in Krain bürg. Dasselbe wurde insbeson-dere benützl, um die «Treffsicherheit, dcr gegenwär, tigen Unternchtspolitik zu beweisen. Ich werde auf diese letztere Bemerkung später zu sprechen kommen. Bekanntlich wurde das Gymnasium in Krambmg zweimal elnchtet und zweimal ausgthoben. Beide Versuche, zfaibachlr Zeitunq Nr. 78. 594 30. MiirzM^ durch die Errichtung des Krainburger Gymnasiums die Frequenz des Laibacher Gymnasiums zu verringern, missglücklen. Es kann daher der gegenwärtige» Unterrichtsverwaltung wohl nicht zum Vorwurfe gemacht werden, dass es sich vielleicht hier um ein Experiment handle. Ein Blick auf die Frequenzsteigerung des Lai-bacher Gymnasiums durch eine Reihe von Jahren be weist vielmehr deutlich, dass sie nicht eist seit dem Tage eingetreten ist, an welchem das Krainburger Gymnasium aufgehoben wurde. Ich bin in der Lage, das durch Ziffern qenau nachzuweisen. Aber ich habe gesagt, dass die Aufhebung drs Krainburger Gym» nasiums auch benützt wurde, um die «Treffsicherheit» der gegenwärtigen Unterrichtspolitit an einem speciellen Beispiele nachzuweisen. Die gcgcnwättige Unterrichtspolitik hat es sich zur Aufgabe gestellt — und ich habe dies ja bei verschiedenen Anlässen im hohen Hause auszusprechen mir erlaubt — wo immer möglich, jenem großen Aufschwünge, den die Frequenz an unseren Mittelschulen genommen hat, bis zu einem gewissen Grade hemmend entgegenzutreten. Das sind offenbar die qewissen «Zeichen und Schildereien» auf dem «zu heiß angefassten Teller», von dessen «Scherben» Sie ja gehört haben. Ich gebe zu, dass diese Tendenz durchaus keine neue ist; sie waltet in der Unterrichts« Verwaltung bereits seit langer Zeit vor; auch meine Nmtsvorgänger haben schon verschiedene Mittel angewendet, um den Effect, der mir vorschwebt, zu errei« chen. und es ist daher begreiflich, dass jedermann, der in den letzten zwei Decennien in der Unterrichtsver« waltunq thätig war, diese Tendenz derselben kennt. Der wesentliche Unterschied liegt nur in der Wahl der Mittel. Sie wissen, meine Herren, dass mein Amts« Vorgänger unter dem 20. August 1880 einen Erlass, der einem ganz gleichen Gedanken Ausdruck gab, an die Directionen unserer Schulen gerichtet hat, der leider, ich sage leider, keinen Effect hatte. Die unmit< telbare Veranlassung dieses Erlasses war — ich muss das hervorheben, um das Gedächtnis eines Verstorbenen zu ehren — ein Vericht, den der damals im Unterrichtsministerium thätige Landes-Schulinspector Schramm über die Inspection des gewerblichen Unterrichtswesens erstattet hatte und in welchem dieser Gedanke auf Grund seiner Wahrnehmungen zur Geltung gebracht wurde. Aus Anlass der Wahrnehmungen dieses Fachmannes wurde dann der erwähnte Erlass vom 20. August 1880 hinausgegcben. Ich habe bereits erwähnt: dieser Erlass hat jenen Erfolg nicht gehabt, welchen alle wünschen mussten. Seither aber hat die Unterrichtsverwaltunq eine Reihe von anderen Maßnahmen ergriffen. Ich gebe zu, dass über die Richtigkeit oder Unrichtigkeit dieser Maßnahmen die Meinungen nicht bloß getheilt sein können, sondern auch getheilt sind. Ich sehe ganz ab von der bereits berührten Aufhebung gewisser Gym» nasialanstalten. Ich möchte aber darauf hinweisen, dass auch die Unterrichtsverwaltung in gleichem Maße be« strebt war, so viel wenigstens an ihr gelegen und durch die Gesl-tzc zulässig erschien, auch die Entstehung neuer Anstalten so viel als möglich zu verhindern. Nur dort, wo ein unmittelbares, unausweichliches und gegründetes Bedürfnis vorhanden war, hat die Unter« richlsverwaltung sich zur Ausgestaltung, zur Uebernahme oder in einem Falle selbst zur Neuerrichtung einer An« stalt entschlossen. Auch der Erhöhung des Schulgeldes muss ich bei diesem Anlasse gedenken, obwohl ich weiß, dass das eine wenig volksthümliche Maßregel ist, und ich möchte ganz ausdrücklich auch beim heutigen Anlasse wiederholen, dass es sich bei dieser Maßregel ausschließlich um die Abhaltung talentloser Milderbemittelter handelt, denn für die talentierten und fleißigen Minderbemittelten ist bei uns durch die Vorschriften über die Schulgeld« befreiungen. wie ich bereits einmal in diesem hohen Hause zu erklären die Ehre hatte, in der liberalsten Weise vorgesorgt. Wenn die Herren in die Lage kämen, die Verzeichnisse einzusehen über die Schulgeldbefreiun-qcn, sie würdm sich die Ueberzeugung verschaffen, dass in dieser Beziehung durchaus nicht mit Strenge vor» gegangen wird. sondern dass die Lehrkörper unserer Mittelschulen jedes Gesuch befürworten, daS einer solchen Befürwortung irgendwie würdig erscheint. Ich habe aber auch. abgesehen von einigen Maßregeln von gerin-gerer Bedeutung — als solche bezeichne ich. wenn auch an sich wichtig, das Gesetz über das Lebensalter zum Eintrittc in das Gymnasium — durch eine Vermehrung der Bilduugsanstalten industriellen und gewerblichen Charakters eine Anziehung der jungen Leute nament« lich von den Gymnasien zu erreichen gesucht. Die Bestrebungen in dieser Beziehung, glaube ich, haben vielfach Beifall gefunden, und ich darf nicht ganz ohne Vefrüdigling darauf hinweifen, dafs die Resultate während der Zeit. als ich die Ehre habe, das Amt zu fühnn, denn doch keine völlig belanglofen genannt werden können. Wenn man die Frequenzverhältnisse imser.r Mittelschulen in den Schuljahren 1885/86 bis 1888/89 vergleicht, so ergibt sich doch ein ziemlich i'amhaflez Sinken der Frequenz. Ich kann nicht leugnen, dass speciell im heurigen Jahre eine kleine Steigerung wahrnehmbar ist, aber da« Sinken der Frequenz bis zum laufenden Jahre beträgt in den ersten Classen unserer Gymnasien 1016, an den Gym-nasien überhaupt in diesem Jahre 1293 Schüler. Da gegen ist eine aufsteigende Tendenz bei den Realschulen nachweisbar. Die Ziffer dieser Steigerung beträgt 580. Das ist wohl ein Verhältnis, das im großen und ganzen vom Standpunkte der Unterrichtsverwaltung befriedigend genannt werden darf. Ein Rückgang bei den Gymnasien, ein Steigen bei den Realschulen. Ich füge bei, dass das Steigen der Frequenz in einer einzelnen Lehranstalt selbstverständlich keinen Maßstab abgeben kann und darf, wenn man gewisse Maßregeln in ihrer Wirkung überhaupt zu beurtheilen sich vornimmt. So viel wollte ich lediglich bezüglich der «Treffsicherheit» dieser Politik bemeiken und überlasse es dem hohen Hause, aus diesen wenig n Ziffern selbst einen Schluss auf die Richtigkeit der mir gemachten Anwürfe zu ziehen. Nun gelange ich zu einem zweiten Punkte, bei welchem ich allerdings nicht Anwalt in eigener, sondern Anwalt in fremder Sache bin, Anwalt nicht des gegenwärtigen Unterrichtsministers, sondern des Unterrichtsministeriums oder besser meiner Amtsvorgänger. Sie werden, meine geehrten Herren, gehört haben, dass dem «allezeit gutmüthigen Unterrichtsministerium» der Vor-Wurf gemacht wurde, es habe sich dazu hergegeben, für die Slovenen — auf amtliche Kosten, glaube ich. hat es geheißen — eine Literatur zu besorgen. Diesem Vorwurfe gegenüber, wenn es überhaupt ein Vorwurf ist, möchte ich doch einiges thatsächlich constatieren. Abgesehen davon, dass die Bücher, welche für die Lehrer'Bildungsanstalt in Laibach bestimmt waren, so weit sie slovenisch sind, zumeist von einem Vereine Namens «Slovensta Matica» hergestellt wurden, hat die Unterrichtsverwaltung überhaupt nur folgende Ver» fügungen hinsichtlich der Herstrllung slovenischer Lehr» bücher getroffen. Im Jahre 1872 wurde einem Gym» nasialprofessor in Trieft zur Herausgabe seines Lehr» buches der Geographie in slovenischer Sprache eine Unterstützung von 300 fl. bewilligt (Hört' Hört! rechts); im Jahre 1881 wurde einem Directions« Adjuncten beim Obersten Gerichtshofe zur Herausgabe eines Lesebuches von Mlllosich, bestimmt für die achte Gymnasialclasse, ein Honorar von 200 fl. bewilligt (Hört! Hört? Großartig! und Heiterkeit rechts); in demselben Jahre wurde dem Director Sumau zu literarischen Zwecken, nämlich zur Herausgabe einer grie« chischrn Grammatik für slovenische Gymnasien, eine Stundenermäßigung gewährt (Heiterkeit rechts); im Jahre 1883 wurde einem Professor in Laibach zur Abfassung einer slooenisch.lateinischen Grammatik für das zweite Semester 1863/84 ein Urlaub bewilligt; im Jahre 1883 wurde einem Professor am Staats« gymnasium in Laibach zur Uebernahme der Redaction des slovenisch-deutschen Theiles des vom Fürstbischof Wolf begründeten slovenischen Lexikons eine Stunden« ermäßigüng. im Jahre 1883/64 ein vollständiger Ur« laub und noch im Jahre 1884/85 eine Stundenermä» ßigung gegen dem bewilligt, dass die Kosten für die Substitution aus dem fürstbischöflich Wolf'schen Legate getragen werden. (Hört! Hört! rechts.) Endlich hängt eine Verhandlung bei der Unterrichtsverwaltunq wegen der Herausgabe eines von einem Villacher Professor verfassten slovenischen Elementarbuches für Deutsche durch den l. k. Schulbücherverlag. Dies ist im wesent« lichen die Thätigkeit der Unterrichtsverwaltung (Heiterkeit rechts) bezüglich der Herstellung einer slovenischen Literatur auf ärarische Kosten, bezüglich deren sich die Urterrichtsverwaltung, nicht ich, wie Sie aus den Jahreszahlen entnommen haben werden, den «Fluch der Lächerlichkeit» zugezogen haben soll. Wenn die Unterrichteverwaltung nicht das, was ich hier angeführt habe, gethan, sondern wenn sie thatsächlich Bücher mit namhaften Kosten hergestellt hätte, was hätte sie ge-than? (Rufe rechts: Ihre Pflicht?) Nur ihre Pflicht. (Sehr richtig! und Beifall rechts.) Denn, meine ge> ehrten Herren, ich erachte es als die Pflicht der Unter« richtsverwaltung. für die entsprechenden Lehrmittel überall und für alle gleichmäßig zu sorgen. (Beifall rechts. — Ruf rechts: Warum thun Sie das nicht?) Die Unterrichtsverwaltung darf sich auf viele Fälle berufen, in welchen sie in diesem Sinne vorgegangen ist, und sie steht in dieser Beziehung nicht vereinzelt da. Auch in anderen Staaten fasst die Unterrichtsverwaltung ihre Pflicht nicht anders auf als in diesem Sinne. So viel über diesen Vorwurf zu sagen, war ich schon mit Rücksicht auf meine Amtsvorgänger ver> pflichtet. Die Vorbildung, welche die Jugend ins Eym-nasium mitbringt, ist meines Erachtens von der allergrößten Bedeutung für die mittleren Lehranstalten selbst. Es unterliegt gar keinem Zweifel, dass bei einer man« gelhaften Vorbereitung die Resultate wenigstens in den ersten Jahren bedeutend geschmälert werden müssen, das« dadurch die Aufgabe der betreffenden Lehrer wesentlich erhöht wird und dass vielleicht unter Umstän« den bei mangelhafter Vorbereitung das Resultat der ^ Gymnasialstudien überhaupt in Frage gestellt wird. Nun ist bekannt, dass speciell in Laibach eine Orga« nisation des Gymnasiums besteht, nach welcher" ^ Unterstufe in einer Abtheilung ausschließlich die °m^ Sprache als Unterrichtssprache, in der ParaUelcW^ slovenische verwendet wird, mit der Einschrälming' in einzelnen Gegenständen von der dritten, beM ^ weise vierten Classe angefangen das DelM ,.^ Unterrichtssprache auch in diesen Gegenständen ?. zutritt. Die Oberstufe des Gymnasiums ist ""M^ lich deutsch. Jedenfalls wird an diesem GytNna>lM Eine erreicht, dass diejenigen, welche in der '^^ Abtheilung das Untergymnasium gymnasium aber ausschließlich in deutscher um ,^ spräche zurücklegen, bei ihrem Austritte aus oei . telschule die Kenntnis der deutsche» Sprache. M"^ oou dem allergrößten Werte für die Zukunft im! solvierten Gymnasiasten ist (Hört! links). ""^ Man mag über die Richtigkeit dieses SM°«" ^ schiedener Meinung sein. Habe ich mich l" " ^. ^, zeit nicht entschließen können, dieses SrMM "" ^. zuwenden, wo künftig eine ähnliche Einrichtung«^, fen werden soll, und halte ich es doch an st' sein; ich muss vielmehr nachweisen, ob den ^ev Gymnasiasten die Möglichkeit auch »n "."hjeser,,,l ist, das Deutsche zu erlernen. Ich habe" ^ d^ ziehnng einen sehr genauen Nachweis 1«)" ^^ Debatte mir auf amtlichem Wege vorlege» ^l» dieses Verhältnis mit voller Sicherheit z""gg7/sv „ bringt. In Krain bestanden im 3^" ZB ",, ganzen 285 öffentliche Volksschulen, e'Ne M 31 Hochschulen, eine Reihe von 13 "" ^t» ^1 lichkeitsrechte ausgestatteten Privatschulen -,^l » andere Privatschulen, welche jedoch "ly ^ Das Deutsche ist Unterrichtssprache a"^ Sol sigen, 6 zweiclassigen, 1 drei« u,»d1 """ " ,ec,^q^ schule, d. i. zusammen an 24 Schulen U A Nothschulen und endlich an 9 PrwV"^z In Kram besuchen die Volksschule ^^g.,^ diesen genießen nach einer Z"s«"""t rr^,«" vorliegt. 14.300 Kinder deutschen uw,Htete^.,ll durch, dass sie ausschließlich deutsch e"'^M^el < besuchen, theils dadurch, dass ste ' ^ o« .M besuchen, an welchen das Deutsche ^ pir ^ .s nicht obligater Untcrrichtsgegenstand 9 the'l<« an diesem Unterrichte auch thalsach " ^" 7^^ ! habe diese Verhältnisse erwähnt, ^m^^a hM erbringe», dass die Möglichkeit der ^ ^ ^ schen Sprache auch in der VolkM" -^wMung Nr. 7Z. 595 30. März I889. wisse u3 "^kl.^chlosjen ist und dass daher eine ge-screr n!« "?'^^^"ng zwischeu der Organisation un-schuie ,7?°llalen Einrichtungen daselbst und der Volls-^"chwe,sbar ersch/int. v«Psli^t ^'" ^""^ bin. halte ich mich jedoch lneillenV'sl^ bezüglich einiger Ausführungen, welche '5 diss.m ''^^ betreffs, eine Reihe von Richtigstellungen Nloidm"! ^hen Hause vorzubringen. Ein Herr Ab-Landes «s^ '" verlaufe der Debatte dem Herrn folnelidfn '^ ?^" "°" Kärntkn einen Ausspruch etwa "Ae Kn. ü.^^ 'n den Mund gelegt: «Die slove« d«Laae f^ ^n die Karawanken.. Ich bin in ^lichtes' ?> "b ""^ l"^ amtlich zugekommenen dlljz d„^°e2. .Herru Landespräsidenten zu erklären, linln N? gesell Ausspruch nicht gethan hat. (Hört! Aussdru^ ?"be ich die Ehre mitzutheilen, dass der vl.Vok?' ^ H" dem l. k. Landes-Schulinspector di!chen ^ ''l den Mund gelegt wurde: «Ihr Winkten» "„ .""^ Existenz. Berechtigung lmhr in ^htenb f.« ..°kmsalben als jeweder Grundlage ent-Ag. Dr?k t wird. (Hört! Hört! links. — heit utn,) "' ^" springt man mit der Wahr- W auch U"^ geehrtes Mitglied des hohen Hauses l'M in m?'^ ^^ besprochen, welche an den Gymna-?"lsehle f, , ^ ""^ 6iUi herrschen. Ich bin es der sluins,„ «y gegenwärtigen Directors des Gymna« ^ttzellam', ."^ lchllldig, dem hohen Hause meine des illilllb. r X" s" präcisieren, dass der Director ^^lvollen^^«^'"^lül"'s ein ruhiger, ernster und s^ehrn^ "^" b>e Leitung der ihm M. und ? ^ "^ """ nicht leichten Verhältnissen ^°sessorri, i« ^ jungen ist. das Verhältnis der wichen „. c??lb des Lchlkörpers zu einem har-3 siede s/l^I^^"' Ausschreitungen, welche an dem """den ^ , " Gymnasium von Seite der Stu-'""Ernst ", ^wmmen sind. ist der Director jederzeit ""A eine V^?^^eten. ^ unterlasse es. die Fälle. V'l"n aes.,^ ^ ?"" Ahndung am Marburger Gym-^httrm?^°ben. des einzelnen zu erwähnen. °"stelluna ^l!^" lkdoch aus einer solchen Einzel-.'^' dass ^'?be Ueberzeugung gewinnen, die ich "" Vlan.s, " ^'" Weise dem genannten Director U" kann ^^jectivität zum Vorwurfe gemacht U>ie.nae ^^.e jedoch Veranlassung getroffen. ^ ^'llier N,' "?? Wstchtlich des Marburger und ^l'' in" «!,"^ ^'" '" bohen Hause gesagt 2? bw ist ^ ".s^'be amtlicher Erhebungen gemacht !?^ors de» '^"l kann ich auch bezüglich des 3. persönl^ >, '^ Gymnasiums nur erklären, dass v7llV°"er von ^^"^"llung theile, welcher der anlasslich einer Inter. ^ gegeben^ /'''s '" ste'ermärlifchen Landtage !>»,' ^^llben <2' d l>''" herrn'^''' 5'^te Herren, zum Schlüsse Vdw ' wHr ..«"^ l"" einigen Worten zu ge» "<" mir die böhmischen k '" h«t."^^ü telzchulverhältnisse eingehend ge-V°"^bge,rdntteIn . ^em Jahre hat der geehrte z<>" "ndN?,bester Weise eine große Reche k'"z l."" Herr., S""^" vorgebracht. Ich vermag '« 3''^"nsch z ..^"dneten nicht hinsichtlich jedes ^? bereu ?" ""d leder einzelnen Beschwerde -d« Allein ick 3^. ^" ^°ß« Reihe - hier zu er-dillu"'! Untrrri<3« e ^"' s'ch überzeugt zu halten, s ^l^^ in wohlwollender Wür. h? ?"eits bew ",? "^' 'benso wie die« das heurige ^ gehalten. ^^ ortfahren wird. Nur muss sie >nz /drucke ^'^"'ch der Erfüllung der einzelnen d's >e zu fass,, ^ten Wünsche zunächst dasjenige techta gründe'' c!"?s "^ das Dringendste und als (Nufe links: Steyr! Rufe »vch^ UntH?! Kaunih kritisierte dieVersÜgun- ^"l die K"'"''^riums. welche mit dem Hin- d°tlvm t word^ ?i 1"'° b "^"«gesehe der Bevölkerung ÄlkN ^ l"cht N 5^"' I« seinen weiteren Aus- den einschlägigen Verhält- Vermehrung der Lehrer- > ott, " die La.° ^""' nachzuweisen. Schließlich ''!tt>.,^"e Nuud, ?' der Snftplenten. welche er als ^ 3im^lse. Al>, ^chnet. die dringend einer Sa- Mter von Tonlli erörterte °" l2? w Via^ " Errichtung slovenischer Pa» l l^u "''Zen x, b"g. Cilli. Görz und Trieft sowie >t^^.^ch h. "Vcl"ssen an den istrianischen Mit« ^'b He Cl?^!"sttr des Laibacher Gymnasiums ^sie?^^«^ ""«"'chtet werden, da sich das- ^' sei « berr u,.^e; die utraquistische Gestaltung. L,1' l„°"' M g M/ninister in Aussicht gestellt ?tt,v ' > de/M'd'daltischen Gründen nicht zu > ^ "f« U"erncht nur auf Grnndlage der 3bi l^ynm ia« '"" "nne. bezüglich der an- > ܰ nicht°' Deform ist Redner der Ansicht. '" KW s"^" Bändern die gleiche sein 'Alande z. B. müssten drei Spra- chen: die Muttersprache, die zweite Landessprache und die deutsche Sprache gelernt werden, während in an» deren Gebieten nur eine Landessprache und das Deutsche oder gar nur das letztere zu lernen seien. Um die Gym-nasiasten zu entlasten, könnte vielleicht der Unterricht im Griechischen statt in der dritten erst in der fünften Elasse begonnen werden. Redner richtete schließlich an den Herrn Unterrichtsminister die Bitte, mit der von ihm besprochenen Errichtung slovenischer Parallel« classen möglichst rasch vorzugehen, damit die berechtig« ten Wünsche der Slovene« endlich befriedigt werden. (Beifall rechts.) Die Abgeordneten Doctor Kokoschinegg und Hansner bekämpften den bekannten Mittelschulerlass. worauf der Titel «Mittelschulen» angenommen wurde, ebenso die Resolution des Ausschusses, betreffend den Turnunterricht an Mittelschulen. Abg. Kaiser fragte den Präsidenten, wann die Wahl Blochs verhandelt wird. Smolka erwiderte, er gebe sein Wort, dass die Nnqeleqenheit in diesem Sessiontabschnitte erledigt werde, doch müsse zuerst das Budget erledigt werden nach der weisen Regel: «Zuerst das Geschäft, dann das Vergnügen l» (Stürmische Heiterkeit.) In der Abendsihung theilte Dnnajewski mit, dass das Sperrgeseh für Lose die kaiserliche Sanction er« halten hat. Sodann folgte die Fortsetzung der Budget» debatte. Beim Titel «Industrielles Bildungswesen» hielt Wenzlitzke dem Minister vor, dass er auf allen Gebieten Reformen versprochen habe, doch sei nichts geschehen. Wokanek verlangte Stipendien für czechi« sche Gewerbeschulen. Ministerialrath Graf La tour antwortete auf die Ausführungen der Vorredner. Weitlof besprach die Entwicklung des industriellen Bildungswesens; er tadelte, das« die Regierung in Gottschee nicht eine deutsche Holzindustrieschule aus Staatsmitteln errichte und bezüglich der Sprachenfrage an der Holzindustrieschule in Laibach den slovenischen Forderungen nachgab. Hierauf wurde die Verhandlung abgebrochen. — Die nächste Sitzung findet morgen statt. Ncde des Abgeordneten ßullje, gehalten in der :ll7. Siting des Abgeordnetenhauses am 2l>. d. M. in Erwiderung auf die Neden der M-gcordm'tcn Freiherr v. Dumreicher uud Dr. Grcgr. Mch drr nrchrn Nebe, imt welcher die letzte Sitzung ge-schlössen hat, diirfir vielleicht im sirsammten hohen Hanse die Empfindung vorneherrscht hal'en, dass die Enlnessiinnss ans diese Rede von den Vänlrn der Sluvenen fallen sollte. Dem ist so geschehen, nnb ich siihlc mich deshalb zn doppeltem Danle jenen zahlreichen, mit mir .-.»gleich eingezeichneten Rednern verpflichtet, deren ehrendem Vertranen ich die Ausgabe verdanle, hente anf die Rede des Herrn Generalrednerö cs'Mr» entgegnen zu lüimen. Ein«' nur bedanere ich. ^m Parlamente sollte rö eigentlich zn-gehen wie anf dem ^echtboden, der gegnerische Angriff sollte so-sort pariert nnd nachgeschlagen werden. Das ist da« einzig Richtige, das ist dasjenige, was frischen Zug. was Unmittelbar' trit in die parlamentarische Pehandlnng dringt. Ich hätte sehn-lichst gewünscht, bereits nenlich zum Worte zu gelangen, nnd wir leicht wäre dirs möglich gewesen! Men Respeet vor der oralorischen Leistung des Herrn Abgeordneten der Kärntner Handelslammer. Nach ihrer Ärt, in ihrer Watte nnd sorgfältigen Durcharbeitung ist sie ia ein wahres Cabinetstm'l gewesen. Aber deinungeachtet wird der ver-ehrte Herr Abgeordnete selbst zugeben müssen, dass vieles von dem, was er vorgebracht hat, znm Beispiel das, was ubcr die Reichsrathswahwrdunng für tarnten nnd den Antrag sserianeie, was über slovenischr («rnndbnch-cintragnngen und über die lärnlnerischen Anstnltnntenstelleu gesagt wnrdc, was erzählt wurde über die Beziehungen Ungarns zu Kroatien und über die Thätigkeit des Bischofs Strof;mai>er, dass dies alles m einem anfierordentlich losen Zusammenhange nicht bloh mit dem Titel .Schulanfsicht». soudern mit den, ganzen Untcrrichtswcfen steht. lSehr richtig! rechts.) Es wäre nur nothwendig gewesen, die e überflüssigen Partien zn streichen, nnd ich l,älte nicht dnrch volle zwei Tage das vergnügen entbehren müssen, m,ch ausführlicher mit der Rede meines geehrten unmittelbaren Herrn Vorredners zu beschäftigen. Er hat' einen Ansspruch Ro!,er Eollarbs citiert: .Jeder hat diejenige Ehrlichkeit, die mit seiuer Iutelligenz ver< einbar ist.> Ich acceptiere den Ausspruch dieses bedeutenden französischen Staatsmannes unbedingt, ich Me mich auf den-selben, nnd von dieser Basis aus will ich den stru-trn ^ achweis erbringen, dass alles dasjenige, was der verehrte .yerr Abgrord. nete Baron Dumreicher ill zwei vollen Sluuden über slovemsche Verhältnisse dem hohen Hanse znm besten gegeben hat, mit den thatsächlichen Dingen im Widersprüche Mt »nd mchts welter ist, als der Ansflnss einer lranthaften Partrileldenschaft. Es versteht sich von selbst meine Herren, dass ich nur d,c Hauptpunkte hier in Betracht ziehen lann. Ich erbitte m,r ,c> doch gleichwohl die geneigte Aufmertsamleit des hohen .van,es nnd etwas (Ycdnld. Als den ersten dieser Punlte fasse ich d,c bewegliche Klage des Herrn Abgeordneten Dnmreicher auf, dahm gehelld, dass «im Eentrnm dieser slavischen Bewegung lm verzog-thnmc «min drr Landlag, der Landesanssch''^, der Lmldrsschul» rath. die Handels- und lOewerbelammer. die Linldwirtschaflsgesell. schaft. der Wemeinderath der Landeshauptstadt Novemstert lst.» Die Tachc widerlegt sich einfach durch den Hinweis auf d,e Polls-zählnng des Jahres 1«W, „nd niemand wn den Herren wird doch behaupten wollen, dass die 'iiffern dieser Vollszahlnng etwa durch die Thätigkeit dieser Regierung oder gar durch d,e Thätig-leit des derzeitigen Landcspräsidenlen von «rmn zustande ge-lommcn sind. Das Shstein Taaffr wurde im Jahre 1«.^ von den liberalen Deutschen in Oesterreich nur als eine vorübergehende Episode aufgefasst, und der Landespräsident ""' Kram der war unmittelbar vor der Zählunq erst ins Amt getreten. Nnn, inlmc Herren, nach dem Orlsrepertorium sür Main .st das nnmer.sch Verhältnis zwischen beiden Naiionnlitälen f^cndcs: Sloven^ gibt es 447 (>N0 - ich runde ab -. De.'tschc ^"M (Yört! rechts.) Von diesen 2!», Hältnisse sind sehr ähnlich!) Der zweite Punlt, über den Beschwerde geführt wurde, ist die Ernennung der Bczirlsschulinspcctorcn in Kram, die um die Wende des vorigen Jahres vollzogen wurde. Der Herr Abgeordnete Dumreicher hat hier zweierlei auszusetzen: Erstens, dass lein deutscher Bczirlsschulinspector ernannt wurde: in zweiter Linie griff der Herr Abgeordnete einzelne der ernannten Bezirl5-schulinspecwren persönlich an, indem er ihnen Deutschen Hass, nationalen Fanatismus und kirchliche Unduldsamkeit vorwarf, lauter Eigenschaften, von denen ich vorweg zugebe, dass mit ihnen, wenn sie sich erweisen lassen, die Qualification der Ve> treffenden für diesen Posteu in der That wegfällt. Was den ersten lllegenstand betrifft, so wnndert es mich, dass der Herr Abgeordnete für Kärntcn nicht bemerkt, in welch flagrantem Widersprüche niit seiner eigenen Theorie er sich befindet. Wie hat er in feiner vorjährigen Rede die Unlerrichtsverwaltung hier angegriffen nnter dem Vorwandc, dafs sie die Schule den Natio-nalitäten preisgebe, und heute verlangt er von derselben Unter» richtsverwaltnug, dass sie nicht nach der fachmännischen Eignung entscheide, sondern dass sie gewisse Posten ausschließlich für Angehörige einer bestimmten Nationalität refervierr. (Sehr gut! icchts.) Soweit, wie der Herr Abgeordnete Dumreichcr geht, gehen bei nn5, den inferioren Slovene», nnr Leute, von denen man sagen mnss: Sie sind verbohrte Qnertöpse. Wir gemäßigten Lcule, wir bescheiden uns damit, dass der betreffende staatliche Functional neben der vollen sachlichen, auch die volle sprachliche Eignung besitzt. Nuu darf aber der Abgeordnete sür die ttlagcn-snrler Handelskammer doch das Ein? nicht übersehen: Es gibt ja keinen Schulbezirk in Kram, in welchem die Deutschen die Ma-joritäl hätten; in dem Ortsreperlorium finden wir. dass bedeu-tenderc deutsche Minderheiten nur in zwei lrainifchen Schul-bezirken sich vorfinden, nämlich erstens in Laibach^Ttabt 1tt.tt4ü Slovenen nnd dirsrn gegenüber 5N5tt Deutsche, und zweitens im Schulbczirke (Yottschee — denn die Sprachinsel Gotischer ist nicht vollkommen mit dem Schulbczirle Vottschee identisch — wo wir 1 l.l!74 Deutsche, aber ihnen gegenüber liti.703 Slovenen finden. (Hört! rechts.) Nun wird mir doch der verehrte Herr Abgeordnete concc» diercn müssen, dass zn drn wichtigsten Untcrrichtsgrgcnständen der Volksschule die Muttersprache gehört. Wie würbe nun ein Schul> iilspector in K^ain imstande fein, seinen Posten auszufüllen, wenn er nicht der betreffenden Landessprache in Wort und Schrift mächtig ist? Ich muss aber einfach sagen, es ist Weber die Schuld der nationalen Partei in K'rain, noch, wie ich glaube, der Untcrrichtsvcrwaltung, dass unter jenen Deutschen, die allenfalls für derartige Posten sich fönst eignen würden, sich lein einziger vorfindet, welcher die sprachliche Qualification in ans« reichendem Maße besitzt. Aber, meine Herren, es ist anch über Persönlichkeiten gesprochen worden. Ich bitte, versichert zu sein. dass ich dieses Gebiet nnr außerordentlich ungern betrete. Wenn Sie mir gegenüber gerecht sind, werden Sie mir das Zeugnis nicht vorent« halten dürfen, dafs ich, seitdem ich in diesem hohen Hause sitze, und so oft ich das Wort ergreife, stets bemüht war, nur über fachliche Dinge und sachlich zu sprechen. (Bravo! rechts.) Sie können, wenn Sir gerecht sind, anf mich die bekannten Worte Iuvenals über die 'ttlracchen, die sich über oen Ansruhr beschweren», nicht anwenden. Ich bedauere, wenn so viel in Personalien gemacht wird: die Discussion wird hirburch nicht gefördert, sie wird dadurch sehr häufig nur vergiftet. Ich gebe allerdings zu: es gibt Gegenstände, die man nicht leicht berühren kann, ohne gewisse Personen zn treffen. Aber gerade in einem solchen Falle ist es Pflicht eines jeden anständigen Menschen, und doppelte Pflicht eines Parlamentariers, sich genau darüber zu informirrrn, wir die Quellen beschaffen sind. aus denen er seine Nachrichten geschöpft Hal; Sir werden sofort sehcn, wie der ver» ehrte Herr Abgeordnete Dumrricher dieser Pflicht nachgekommen ist. Er hat einen Mann angegriffen, der mit mir — ich mache da eine persönliche Bemerkung — seit meiner frühesten Kindheit durch innige Freundschaft verbunden ist und für dcssrn wissen-schaftlichr nud persönliche Tüchtigkeit und Ehrenhaftigkeit ich mit derselben Entschiedenheit einstehe, wie für mich selbst. Er ha< jenen Mann den »berüchtigten Redacteur einer slovrnischen Zei-tnng. des 'I^»l)1j2l,«!li /5vci,>», genannt. Ich wiederhole dabei, wa-' ich bereit« einmal im hohen H^use vorzubringen die Ehre hatte dass der .I^udljai^ki /von» eine belletristisch-wissen-schaftlichc Monatsrevue ist. dir sich in ernstrn wissenschaftlichen Kreisen entschiedener Anerkennung erfreut. Der Abgeordnete Dum-reicher vertritt einen kärntnerischen Wahlbezirk, Ist ihm denn jenes Frnilleton rnlgangrn. wrlchr^ ungefähr vor drei Jahren m einem großen Residenzblattr zu finden war. em Feuilleton, ge-zeichnrl von dem bekannten Schriftsteller Heinrich No<>, in wel-chem er sich über die litcrarische Indolenz drr Deutschen 5<ärn< tens beschwert und ihnen lein besseres Muster auszustellen weiß, als — diese «berüchtigte Zeitschrift» 'I^ukl.i>l>«k! /von»? Ueber Anastasius Grün habc ich bereits gesprochen und seinerzeit die Sache aufgeklärt. Jene Schauermäre ader, die hier von der an» geblichen Darstelwna, der Genrsis der Deutschen crziM wurde, Laiimchci Zeitung sir. 73. 596 30. März I^. sie ist, meine Herren — Sie verzeihen mir den Ausdruck — eine Entstellung. Ich kenne die betreffenden Aufsätze sehr wohl, es ist aber darin nirgends von dcn Teutschen (Nemci) die Rede, sondern ausdrücklich wird gesprochen von nemskut^i, das sind jene gebürtigen Slovenen, welche im nationalen Kampfe sich aus die Seite der Gegner stellen, und Sie selbst haben ja den Beweis dafür des öfteren erbracht, wie wenig sich derartige Leute, nationale Abtrünnige, Renegaten, der Sympathie des betreffenden Volles erfreuen. Noch mehr aber hat mich wundergenommen das, was hier erzählt wurde über die Anschauungen dieses Schulinspectors von der Reformation, dem Protestantismus, wundergenommen deswegen, weil die betreffende Erzählung vor mehreren Monaten wörtlich veröffentlicht worden ist in einer deutschen Zeitschrift — manchem der Herren wird sie bekannt sein — nämlich im «Vrünner Beobachter». Und niemand hat den mindesten Anstoß daran genommen, er hätte sich auch in seinem ästhetischen Ur» theile die bedenklichste Blöße gegeben, wenn er es getlian hätte. Es ist dies eine Erzählung, die den Titel führt: «Vita vitae Meile». Sie spielt in der Reformationszeit, im IN. Jahrhunderte. Sie wissen, dass wir ja sehr heftige Religionswirren in Kram hatten. Wir standen in enger Verbindung mit Württemberg, die slovcnischcn Bücher wurden in Tübingen gedruckt, unser Land war auf dem besten Wege, lutherisch zu werden. Die Gegensätze waren außerordentlich stürmisch, und auf diesem Untergrunde baut nun der Erzähler sein geschichtliches Zeitbild auf. Wer kann daran Anstoß nehmen, wenn der Betreffende in einer geschichtlichen Novelle die handelnden Personen, in denen die feindlichen Gegensätze sich verkörpern, so sprechen lässt, wie es der historischen Treue entspricht? Es tritt darin anf als Vertreter des Protestan> tismus ein von Glanbenseifer erfüllter protestantischer Prädicant — von dem hat der verehrte Herr Abgeordnete natürlich nichts zu erzählen gewusst — auf der anderen Seite der Bischof von Laibach, der Pfleger der bischöflich Freisingschcn Stadt Bischoflack und dessen Landsknechte. Und da steht wirklich im «I^ubljlmsici 2vou» Folgendes: Der Bischof fragt seinen Pfleger, «ob sich denn mit guten Worten nichts ausrichten lasse?» Und die Ant« wort des etwas temperamentvollen, heißblütigen Mannes ist: «Mit guten Worten? Bischöfliche Gnaden! Mit dem Pfahle anf den Kopf oder mit der Hellebarde in die Rippen, das ist für diese Satansnachfolger das beste Wort.» Sie sehen, etwas, was natürlich aus der Wechselrede fließt, und lein vernünftiger Mensch lann daran Anstoß nehmen. Jetzt betritt der protestantische Prädicant die Scene: Von einem Felsen nimmt er das Gefolge des Bischofs wahr. nnd von zelotischem Eifer hingerissen, fängt er an, von der Höhe herab zu zetern. Er apostrophiert sie: »Sünder ans Sodom und Gomorrha! Sataus-linder und Brut der Hölle!» Dem Bischof sagt er: »Auch dich, eine« römisch-katholischen nnrcinen Weibes unreinen Diener wird die Geißel Gottes treffen, dass du selbst dem Vater der Hölle zur Abscheu wirst!» Das sind Dinge, die aus den heftigen Ge» gensätzen jener Zeit sich erklären, nnd jeder, der die Kraftsprache der religiösen Streitschriften in jenen Tagen kennt, wird mir sagen, dass das Colorit hier richtig getroffen ist. Nun machen sich die Landsknechte daran, ihn zu fangen, und um dirs zu« stände zu bringen, verwickeln sie ihn in ein Gespräch und erwidern seine Schmähungen mit gleicher Münze, während ihn andere von rückwärts umgehen. Und da fällt der Ausspruch, der neulich ihre lebhafte Entrüstung — die Herren von der Oftpo-sition sind außerordentlich leicht in Entrüstung zn bringen — erwerkt hat. Einer dieser Landsknechte ruft: «Du Prophet aus dem Felsen, ich kenne dich gut, du und jener Primus Trxberus. der dein Laibachcr Bischöfe entfloh und jetzt schon in der Hölle brät, seid zwei zwinglianischc, für Lucifer unverdauliche Ferkel.» Also, meine Herreu, nicht der betreffende Professor und Redacteur hat dies geschrieben, nicht seine Ansicht ist es, sie ist entnommen aus einer historischen Erzählung und ergibt sich mit Natur-Nothwendigkeit aus dem Principe, welchem der Verfasser folgen musste, aus den» Principe der historischen Treue, das er wahren musste. Ich dränge die Empfindung zurücl, die in mir persönlich hiedurch erweckt wird, ich appelliere auch nicht an die Majorität, ich übergebe meinen» geehrten Gegner die ganze wortgetreue Uebersetzung (Heiterkeit und Bravo! rechts) und ich überlasse den« Urtheilsvermögen der geehrten Opposition die Beantworlnng drr Frage, ob denn auch diese Methode Anspruch Hut auf die Be-zeichnung «Ehrlichkeit». (Bravo! rechts.) Auch Deutscheuhass wird dem betreffenden Realschulprosessor vorgeworfen. Wir sind ja nach Ihren Tarstellungen im kraini« schen Landtage außerordentliche Fanatiker, und in diesem unseren blinden Wüthen gegen das Teutschthum haben wir es glücklich so weit gebracht, dass nicht bloß in allen vicrclassigen Schulen des Landes dic deutsche Sprache obligater Unterrichtsgegenstand ist, sondern dass wir aus Landesmitteln noch einen besonderen Betrag schon seit einer Reihe von Jahren zur Dotierung des unobligaten deutscheu Unterrichtes an den zwel' und dreiclassigen Volksschulen votieren! (Hört! Hört! rechts.) Sie werden mir zugeben, das ist ein sprechendes Beispiel für nnsercn nationalen Fanatismus! Der betreffende Bezirlsschulinspector aber, von dem die Rede war, hat durch drei Jahre in einem oberlrainischen Bezirke, in dein lebhafter Fremdenverkehr stattfindet, fnnctioniert, somit in eine»! Bezirke, wo die deutsche Sprache ein praktisches Bedürfnis für gewisse dortige Bcvölkcrungslrcisc ist. Was hat er uun gethan? Als er hinkam, fand er eine einzige zwciclassige Volksschule mit unobligatem deutsche»! Unterrichte. Seiner Initiative ist es zuzuschreiben, dass binnen drei Jahren in zwei weiteren zweiclassigen Volksschulen dieser Unterricht eingeführt wurde und außerdem noch in der cinclassigen Volksschule in Lees. Schließlich, meine Herren, muss man doch auch ein ae< wisses Gewicht legen auf die Aeußeruugcn der vorgesetzten Be» Horde über die amtliche Thätigkeit dieses Mannes. Ich habe mir viele Documente darüber verschafft, es war mir dies ja möglich gewesen. Ich citiere daraus nur eines, das Enthebungsdecret, welches ihm ausgestellt wurde am 10. Jänner 1889 von dem Bezirtshauptmanne und Vorsitzenden des Bezirksschulrates in Radmannsdorf. Ich berufe mich hier auf Seine Excellenz den Herrn Baron Schwegcl, er wird dem betreffenden staatlichen Functionär das Zeugnis nicht versagen, dass er ein fähiger Beamter ist und dass er nicht zu unseren nationalen Parteigängern gehört. Und was schreibt dieser Bezirtshauptmann? Er sagt (liest): «Pci diesem Anlasse gedenke ich Ihrer dreijährigen hingebungsvollen Bethätigung in diesem Bezirke, ich anerkenne mit Befriedigung Ihren anregenden und fördernden Einfluss auf das Schulwesen des Bezirkes und baute Ihnen als Vorsitzender des l. l. Nezirlsschnlrathes für Ihre ausgezeichnete führende Wirksamkeit in dieser Körperschaft nicht minder, wie ich Ihnen für die rege und taktvolle Mitwirkung bei der Dnrchführung der Beschlüsse des Bczirtsschulrathes zu danken verpflichtet bin, Pietät für Seine Majestät und Allerhöchst dessen Regierung, weise Unterordnung gegenüber den gesetzlichen und administrativen An» urdnungen, allgemeine Bildung, Kenntnis aller Details des U»> terrichtsweseus, ein humanes und objectives Urtheil kennzeichnen Ihre rmM'Mnoe Wirksamteil.» (Hört! Hört! rechts.) Es Hal der Herr Baron Lunnricher recht. wrun er saql, 3e. Efcells,,,', d»>r Unterrichtsnlinister ist nicht unbedingt gebunden an die Vor« schlage des Landesschulrathes. Ich stelle mich bereitwillig auf denselben Standpunkt und sage: Den Fall vorausgesetzt, dass dieser Functionär von dein Landesschulrathe nicht vorgeschlagen worden wäre, so wäre es nur in der Ordnung gewesen, wenn auf Grund derartiger Aeußerungen und auf Grund einer vieljährigen, wirtlich verdienstvollen dienstlichen und Wissenschaft' lichen Leistung des Betreffenden der Herr Unterrichtsminister auch gegen den Vorschlag des Landesschulrathes ihn ernannt hätte. (Sehr gut! rechts.) Auch der Bezirtsschulinspector von Guttschec ist angegriffen worden. Ich finde es begreiflich. Es tanu namentlich dem deutschen Schulvercin nicht sehr angenehm sein, dass in der letzten Zeit eine seiner Actionen in Gottschee Fiasco gemacht hat. Wir boren so oft von diesem Schulvcrein, dass er sich lediglich die Aufgabe stellt, deutsche Kinder vor Slavisierung zu bewahren. Ich muss gestehen, wenn dies wahr wäre, wäre ich der erste, der diese Thätigkeit vollkommen anerkennen würde; indes scheint es hiebci nicht ohne gewisse Ausnahmen abzulaufen. So ist es in jüngster Zeit versucht worden, einen neuen Schulsprengel in Gottschee in der Gemeinde Obcrgraß zu bilden. Die commissio' nelle Erhebung fand statt, es wurde den Bewohnern von Ober« graß bekannt gegeben, dass der Schulverein eine Spende von 1A00 fl. unter der Bedingung zn geben bereit sei, dass sie den deutschen Sprachunterricht in der Volksschule einführen. Meine Herren! Wer die Verhältnisse von Obcrgraß, dieser entlegenen, hoch oben im waldigeu Nerglandc befindlichen Ortschaft und die außerordentliche Armut derselben kennt, der weiß, was 1A00 ft. für eine Summe sind, und der wird Respect vor den Männern bekommen müssen, welche der Versuchung widerstanden haben. Obergraß hat, nach dem Rcpcrtorium allerdings, 141 Deutsche, aber 540 Elovcnen (Hört! rechts), nud alle Achtung vor diescu Männern, die es offen heraussagten: Wir brauchen die Spende des Tchulvereines nicht, wir wollen nicht den deutsche» Sprachunterricht, wir wollen einen ntraauistischen Tprachnntcrricht haben. Nun wurde von Seite des deut>chen Schulvereiucs oder wenigstens von Seite der Parteipresse dem betreffenden Bezirks» schulinspector vorgeworfen, er habe die Lente beeinflusst. Er stellt es entschieden in Abrede, aber auch weuu er es gethan hätte, verdiente er meinerseits dic vollste Anerkennung gerade vom pädagogischen Standpunkte. Ein dritter Umstand hat den unmittelbaren Vorredner sehr unangenehm berührt; er hat ihn so in Aufregung gebracht, dass er den Muth fand, selbst daraus, weil unsere Nationalität wie jede andere ihre arme studierende Jugend unterstützt, eine Waffe gegen uns zu schmieden. Er hat behauptet: "Verwerfliche Ägi< tntion seitens dcr nationalen Partei, Schwäche der Regierung gegenüber diesen Aspirationen.» Erfährt weiter fort: «Aus den uutcrsten Lagerungen der Gesellschaft werde der Nachwuchs zur mittleren lttelehrtenschule herbeigezogen.» (Abgeordneter Iahn: Sehr demokratisch!) So spricht der Herr Abgeordnete der Kla> gcnfurtcr Handelslammer. Meine Antwort daranf lau» sehr kurz sein. Ich leuuc die Mittelschule!, Krams, an denen ich durch volle sieben Jahre gedient habe, ich leime die Kulturgeschichte unseres Landes und ich antworte daher dem Herrn Abgeordneten, dcr alle, diese Dinge nicht kennt, folgendermaßen: Unser Land ist ein demokratisches, unser Volt ist ein echtes Baucrnvoll, der Groß-grundbesitz in Kram besagt wenig, denn er liegt wirtschaftlich zu sehr darnieder, zn einer rcgereu städtischen Entwicklung haben wir es bis mm infolge dcr Ungunst dcr Verhältnisse und der Schuld der Regierungen nicht gebracht, unsere ganze Hoffnung, unsere gauze Zukunft wurzelt in unserem kräftigen, intelligenten Bauernstände. Jeder, der dic Verhältnisse kennt, wird mir zu» geben müssen, dass das bäuerliche Material in unseren Mittel» schulen den, städtischen weitaus überlegen ist. (Ganz richtig! rechts.) Sehe sich einmal der Herr Abgeordnete Dumreicher doch unsere Culturgeschichte etwas genauer an! Es gibt eine Reihe glänzender Namen aus Kram. Jene Geistesherocn, die es z» europäischen» Rufe gebracht haben, aus welchen Schichten, welchen Lagerungen sind sie denn hervorgegangen? Unser Mathematiker Vega ist ein Bauernsohn; jener Kopitar, dem Jakob Grimm den ehrenden Beinamen «moi>-ntr,im »cienliarum» gegeben hat und welcher unter den Wiener Artaden ruht, ist gleichfalls ein derartiger Bauernjuuge gewesen. Unser Dolliner, Millosich, ein steilischer Slovene, sie alle ran» gierten einmal unter jcue Vaucrnjuugen. denen der Herr Ab« geordnete Freiherr v. Dumrcicher in der Weisheit seiner Unter-richtspolitit am liebsten die Thüre vor dcr Nase verschließen möchte. (Heiterkeit und Beifall rechts.) Und ich könnte, meine Herren, persönlich werden, ich könnte Ihnen einen Mann an» führen, desfen Wiege in einem slovenischcn Nauernhause gestanden ist, der auf Ihrer Seite sitzt, Ihrem Club angehört, welcher den ungeheuren Weg zurückgelegt hat vom slovenischen Bauernjungen bis zu deu höchsten Vertrauensposten und Ehrenstellen des Staates; ich thue es nicht, obwohl ich den Mann für geistig viel zu bedeutend halte, als dafs ich annehmen könnte, er würde sich durch diese Erinnerung an seine bäuerliche Abstammung im mindesten verletzt fühlen. Nun, meme Herren, ich übergehe zn einem weiteren Haup> punkte, der besonders erheiternd auf mich gewirkt hat. Da hat uns dcr verehrte Herr Abgeordnete Freiherr v. Dumreichcr die Methode in unserem nationalen Vorgehen so hübsch geschildert. Er hat gesagt: die erste Etape ist Kram; Ki-ain ist gewonnen, jetzt mit dem Ueberschusse künstlich gezüchteter nationaler In» telligenz nach Untersteiermarl. Da ist die zweite Etape. Er sagt: «Aufwühlung Untersteiermarls» und fährt dann fort «liest): «Man trachtete in die Städte und Märkte selbst national gesinnte Laien aus Krain zu verpflanzen und so das deutsche Gepräge dieser Culturstätten u. s. f. von innen heraus zu zerstören.» Meine Herreu! Der Plan wäre außerordentlich schlau; alle An-ertennung den strategischen Fähigleiten des Herrn Abgeordneten Freiherrn v. Dnmreicher. Nur, meine Herren, bedauere ich, dass er im flagrantesten Widersprüche zu den Thatsachen steht, dass er — einfach ganz nnwahr ist! Ich werde das an Beispielen zeigen. Nehmen Sie ganz einfach — es sind vor allein Juristen angeführt worden — die Notare. Der Cillier Kreisgerichtösprcngel, der das ganze slovenische Uutersteiermart umfasst, hat 2<5 syste« misicrte Notarenposten. Nach der Theorie des Herrn Abgeordneten Freiherrn von Dumreicher müssten Sie annehmen, dass einsehr starter Procentsatz von lrainischen Slovenen unter diesen stein-schcn Notaren sich findet. In Wahrheit aber sind — ich citiere nach dem neuesten Status — von 2li Stellen zwei unbesetzt, zwei sind mit Kärntnern besetzt, 21 von Steirern und nur ein einziger Kramer befindet sich darunter (Hört! Hört! rechts), und selbst dieser hält es mit der deutschen Partei. (Lebhafte Heiterkeit rechts.) Jetzt drehen wir aber einmal den Spieß um und sehen uns die Notarstellen in Kram an. Im Sprengel Laibach gibt es 20, im Kreisgerichtssprengel Rudolfswert 1U Notariate, in Snmma Aj Stellen, davon sind zwei unbesetzt; dauu haben wir einen Kärntner, einen Küstenländer, 12 Trainer und !7 Steirer (Hört! Hört! rechts), also n,cht weniger als l? Notare aus Steiermart gegenüber 12 einheimischen. Dasselbe findet bei den ^sn-er», <->»>,, Millelschülll'lin'i'l! siul>, Ich Mr dem »rin M, geordneten Freiherrn v. Dumrcicher, wenn er es wlinl^^. Exemplar des österreichischen Professorenlalenders fur ocw "^ jähr 1888/89 zur Verfügung. Es ist dort die P"ven'M » z Einzelnen angegeben, sein Geburtsland lind Geburtsoll. "'„ wird er finden? An sämmtlichen Mittelschulen Unter! el"^ lehren zwei Mittelschullehrer aus Kram. (Hört! H""- M<> In Krain dagegen finden wir aus Steicrmart bm w" " ^ directoren und 20 Professoren und Snpplenten. (b"t > h, Gegenüber derartigen Thatsachen wundere ich mich, °"A MrM neter Baron Dumreicher solches Gefallen an dem ">H ^ Rover-Collard's hat. Ich würde ihn warnen, denude» > ^. oft im Munde zu führen; es könnte fich ereianen, "'^z Renonline feiner Ehrlichkeit, möglicherweise auch s"""HM ^ — sie stehen ja nach dieser Theorie in so inniger Verom ^, in ganz entschiedenen Misscredit kommen könnte, l,^ ^ ^> Bravo! rechts.) Es ist writers auch erzählt worden ^ Priesterhaufe in Marburg, wo der ohnehin sp""w)c "^^ der deutschen Priester in den letzten Jahren betrau)"" .^ nehmen beginnt. Meine Herren, die Sache ist nicht wa^, ^ aus dem Grunde, weil sie unmöglich ist. Mau lann H»^^ ältesten Leute wissen sich taun» zu erinnern, dass un . Mc»i Priesterhause deutsche Theologen sich befanden, das war 1 ' ^. alle fünf Jahre einmal der Fall. Da wird also von c" ^ nehmen in neuerer Zeit aus dem einfachen Grunde ""3^„,Ml sein können, weil, wo nichts ist, selbst Abgeordneter " sein Recht verloren hat. (Heiterkeit rechts.) ^ Ein weiterer Punkt endlich, den uns V""" T^nM ^ vorgehalten und woraus er sehr weitgehende 6oM^.< ,b dll zogen hat: Er hat das Wort gesprochen, dass «»""^ ^ds» vielhundertjährigen Berührung der Slovene» nm " ^ ^ii großen Culturvöltern, den Italienern und den ^' '^ »ist», einziger geistzüudender Funke auf die ersteren übergeM ^M Wenn dieser Vorwurf einem ganzen Volte gegen»»" ^^! wäre, „»eine Herren, so wäre er doch unedel und umA''^M Bravo! rechts.) Die Namen aber, die ich Ihnen fruM ^ habe, sie zeigen, dass dieser Vorwurf auch "nbear"",^ jM" wir können es mit gerechtem Stolze fagcn: Unsere " ^Ml hat in der Zeit, wo das Geistesleben Oesterreichs "^c Es war von dcr Nationalliteratur die Rede'.), '' ^tio"^ Nationalliteratur betrifft — ich komme gleich aul °' ^t ^ literalur zu sprechen, Herr Abgeordneter Dlimrelch" ^ ^M», — begnüge ich mich, einen einzigen Namen lM n^le' den Namen eines großen Dichters, der trotz seiner o> ^c a" zu unseren, Vollslhume eiues der leuchtendsten .' Himmel dcr Dichtkunst ist. Der Name lautet Prc^" ^l ^ Ich kann vom Herrn Abgeordneten Dn""lcyr ^sp, langen, dass er ihn kennt (Abgeordneter Freiherr "',„,, !»?> Ich leime ihn!), es tonnte mich auch nicht wund" «,,^ ,-„ ^ er sagen würde: das glaube ich nicht, daö 'N ^ M Eigendünkel eines kleinen slavischen Gerngroß. " ^ ^ vielleicht einem Manne glauben Migcordueter ss"'^ AM reicher: Auastasius GrüÜ!), ja, Anastasius Grim. °" ^ sei"" Presircns war und deu Sie zum großen ^" ,^-dc ^. , eigenen Geständnis unseren» Presireu verdanken. >>,' Am's^'hl Stelle aus einen, Briefe zur Verlesung bringen, >^ ^ ich A. Grüu 1849 geschrieben Hai. Sie finden diesen MM^ .I^ ihn erst heute in der Hofbibliothel excerpiert ^ ' ^sins A., schen Blatt» Nr. N von, 12. Mai 1849. Ana ^ ^H schickte einen namhafte» Veitrag für das Mcibd" " F>' ters und sagt i» dem Briefe wörtlich Folgendes ^ ^ec»"', Herren! Sie haben das schöne, dankenswerte ^H» ^ ,,, men. die Stelle, an welcher sich die irdische" ^>,aMl>' -H Unsterblichen in die Geisterwelt verlieren, d"H^l uB,z bezeichnen. Sie sammeln Bausteine sür das ^^^c i , senken, nämlich das des wärmsten, unallsl0,c»)l ",^ M den ein Schüler dem einstigen Lehrer seiner I"A" he F ^ s, welche allein die in Krämpfen liegende Welt end ^ ^„ gl ^ und neu zu gestalten vermag.. So urtheilt" Oe'w ,^ Dichter. Ich stelle dieses Urtheil, ohne eine wc> O^e, >l daran zu lnüpfen, ruhig neben die verletzen^ Mgm^. wir neulich aus dem Munde des Abgeordnete" ^ W^„ Handelslammer zu hören bekamen. (Bravo! "^sche"^ ^' neter Dr. Pichler: Danken die slovenischen den ^ ^ n" ^e auch so?) Ich habe etwas zu wenig Z"^ " iderl<, F weubungen zu beschäftigen, die ich sehr leM " »oo^'Ml Es ist auch über die Schriftsprache a^Ia'rtH^ da hat uns der Herr Abgeordnete Duinreicher .^ zW ^, Nische Schriftsprache und die Mundart der "<" . dl"'^si' sei etwas Grundverschiedenes. Er behauptet «" ,iiscP" ^ > Mundart von der in Krain neugeschaffenen '^A^t ü' „F. spräche so start abweicht» — ich bitte ,edes ^^ ^ „,e>' nehmen - «dass diese jenem Dialecte gar nm) M'^l erscheint, als das Deutsche.» (Gelächter "?.' He" ^ ^ Herren, ich bemerke sofort, dass, wie '^.^ Schriftlich S. neter Dumreicher sowohl von der s^emM" ^„ g' ^ »s auch von der Mundart der Kärntner W'N^^ ,,'^ Vs unterrichtet ist, dass er nämlich von woen ° !^„ M ^ steht, und ich beneide ihn um den anherorve' ^,,, i ^, dazu gehört, sich über Dinge kategorisch "'""'nicht "'''>A man sich alls Eigenem ein Urtheil z" vu^" ei"«'"!, ll'l",,,. Ich wäre, glaube ich, der Mühe enthöbe«' '"„dc H s< Geguer noch weiter zu polcmisircn; mdesjei^ „icllc'^ W',.< merkwürdigerweise immer nachgebetet w»r0 ^„,it ^i^ , das nächstem«! der Herr Abgeordnete ^oreW" ^„lo!e . ib ,?. leit rechts) — weil also das noch immer A" ^ v" W. findet, doch darüber kurz etwas bemerken. " ^,1" ' .. ' 20 Jahren behauptet uud wir H°W'^ " ,, lij'"'^ a^, tage v^'n Ihren Gesinnungsgenossen osl » ^<.„ z> H," „. Krainische und die slovenische verschiedene Diuge uud die lraimsche ^"l t die^ i,,!^.,,,'' verstehe die Schriftsprache gar nicht; heute ' ^t'"^"'«,>! l kommen aufgehört, im trainischen Landtage >^ w'l/ist^ > wird außerordentlich ruhig slovenisch anM", i^ a0r ^l > .,, Klage der Vevöltenmg darüber, in der """' ^ "" .><, W geworden, schon aus dem einfachen O"''^ ,j^ ^ fce'"/ Gelächter die Antwort sein müsste alls oen ^Ml^ss und weil sich wohl niemand einein derartig ^o aussehe» will, aber in Wien lann man / , Derartigem «och debütiren, ! 597 AN. März 1889. Herrenhose »-""s ^"'aen Jahre in der Budgetberhandluug im ss"bbesitzcs 7in m> ""^sehenrs Mitglied des lrainischcn Groß-s!'-'ch schäkern"!'<>^ entschieden !)0„» liöe gesprochen '^"itrain?(.^ ?°"" ^ Folgendes gesagt (liest): «Es ?? wird ° er Ä ^"^^ "' trainische Sprache zu Hause, l« >l°dcnischcn ^. ?e" Behörden inl schriftlichen Wege mittels VN: das itt F"^' Es werden im hohen Hause sehr Viele iW>nisch? Arüü"°^be. Das ist aber nicht der Fall, '^s Idwm nV' ^t ein seit Jahrhunderten in K'rain s ,A"len Kär», !^ '"^ der in der Südstciermart und eini-«/veitellcit r.X" herrschenden Sprache so ziemlich identisch U" " den 2,^V' feschen von etwas verschiedenen Stimm-3 s>« die ^"r" "nd sonst sehr geringen Unterschieden, so ^"s jchr n"^" ,,^c,ins mit denen Sübsteiermarls und )>echi^N' verständigen tonnen. -- und er fugt bei -3^ Drache "s! "^"" Erfahrung.. Und weiter: .Die slo-^ T^ennien s^ c""e ncugebildctc Sprache, die vielleicht seit I?° "'cht e,m«s !!""" "ub welche, als ich ins Land tan,, i?!"ttcssa«t "'"", b"n Namen nach belannt war.- Es ist ^«^^'<:>8 mes'. !r ""«cgnct wurde von einer Seite, ber 2^geordnet". ^.^"'p""l^ zuschreiben möchte, als dem dM^ttten N 5 """reicher, trotz meines Respectes vor seiner eN^lllvist 5°^ c?^emand anderer, als der erste euro-?^ (liest). "H"h Millosich, replicirle als Generalbericht, übtr'^sch ist mm.I^.^ Unterschiedes zwischen lraiuisch " s^" Unt« chi d?^^ a'"ch der Frage, die auftreten tonnte lbX,"nd delltt^ "" '""" s°llte erwarten zwischen scandi-^""ts rechts^ ^ ,/^wischen schwäbisch uud hochdeutsch. «e,M ^°hl erlabn ^"^cr Reden zu halten, werden mir die V" UnttM.3"s'. ?° lässt sich nichts anderes sagen, ein U °"' und 3 b'steht eben zwischen jeder Schriftsprache und «" Aufgaben der Volksschule ist, der '« Tr> ein Hauv.'/^ Schriftsprache zu ermöglichen, und ^w?"'it s°Ich^ "'kb°lb wir das Vollsschulwesen 3""' Tari?/,. l U" tadeln, weil es dieser Pflicht nicht üickt > " lonlnie i^ "^ ich »nich nicht weiter auszulassen. ^>r3' ^ieinun? s?,7 /ehten P""«', bezüglich dessen ich AlMd ^l' Er tb°! « - " ^"NN lN't den, Herrn Abgeordneten ihn U"ch- Cow/it ^°?V'"1 neulich einen ganz cigenthüinlichen irH^rs di"inUt^7^nerische«eranlag,n.g kenne, lockt l«e G'^l in seinc/V' '^" ")" das Paradox und diesem ^5 s" Nespr chen "/"' "'"' "achgebend, hat er das class> ^H^unzufted,.^ österreichischen Slaven: «Sie tde. Aufmerksamst ^ ^ ^" der Gegenstand schmci» "ebM ' l'nd, und X ?'^"s bes Herrn Varon Dnmrcicher i" sei« !Ü. ben letzte,, .' ^"' ^e Entwicklung unseres politischen ""sere N'"t. 3iie ,, ""A ^"n """) eine terra inc-^nitn. ^"t i!.^ll..Lit,,' ." Slovrnisch tonnte, würde ich ihm aus l848 ,?ss°"te Nionmi' .?^ " sie wohlwollend bezeichnet hat, ^trl 5?'> 'Die M°phle vorhalten, betitelt: .Llovenci in °ls z °uf ^runb Ä^',"? u"d b°s Jahr 184«,. Es ist ein . Z"°nn bezels n''^" Quellenstudien - ich lann dies ^h3n"'^ dieses W»I7 »"vissenhaft und fleißig gearbeitet. »" V«^"n Dum,^"^^' ft'ldc ich, dass eS im Interesse ^eiihZ °s Gllil"i°e 3" "°ch tär,..^ c^"'llt ihn bereits das Verlangen Voltsschulen nnb ein paar >?^°s H^ in die lebhafteste !°i!aib^"ner unk 3 ^ ^t, wenil er im Jahre 1«4U u,id ^°nH" nichts wenic,?'^"," ^""i^ag gesessen wclre, w° «chlH""ersitä "^ als die Errichtung einer M« ^r ch vorgebt . '^"1- (Hort! rechts.) Die Petition ?! hat ^' das" ein M, den. ^'« September des Jahres >b'>^ aus ^ain den Antrag ge- "^ H ^"richten «n^^"dern, eine slovenischc Universität das war, meine Herren, keiner von verblendeten Parteiführern, jenen !>» >i'" n"" n l,^". ""^ der Herr Abgeordnete Baron 33° ärmlich unv rsU^ ?°ls der Mann nach diefer M^' d°raug en/n"s?^ ^" mnfste. das können Sie, Uy D !,/" ^°in "?.'""' dass ihn Schmerling znn, Lan- in W nUlepilsch"^""' »"It hat lHi>rt! Hört! rechts), es ist > "s d" b" that die ?" ^.'""N stellte. A.« 5. October ^i^°ben '""hrte H°r_ ,7'"",ge Regierung, die da weiter n> in ^ ?" di: Zr"^! ^"'")lslninister, die positive gu- i?'o. ,°°llen, u„d sH^° "U" slovenischen Universität «'«in '8Ioven«lco ^l^^2',5°"H^ 3ach.nänner in Vorschlag zu K^lln Ahnten. Dag ^ l'cü. "er Civil- »lnd Crin.inal. V> in?^"dneten P. F ^^ehen, und es wird vielleicht H'Mtsli" ^" von M^uss '"teressiren. dass einige Jahre « "Nd F'ss°ren h",^en.^ die sich später zu deutschen "°" nio^l- ^anjc „ ^^^ldct haben - ich nenne Dr. »° dife"',, welcher a sd°^?"de ih«' durch den Grafen "M , bilrt ^ Univcrsitiit ;?"'"'") erklärte, dass er die Er-WM^n AuVs) und d? ^""'"1 und nothwendig halte 'O'no, bilrt! ^Uss d"r ,.. ^rderung derselben als eiuen ^>haft w^ts.) nz """ale" Gleichberechtigung erblicke, ""d ^«M stehen^"' '"^e Herren, ivil weit. wie .',«s k?" °uz ^l"ie weit l,.^'""? hinter den Männern des '^en ^°l«Mn 3" ein äH ^ '""5 ""'"' ^l"'p"'che «ducirt, ^"N ^Mtni l°ge des Z " ^Nlnden. Einnial aus Rücksicht ^v^ ». die a7/""cs uud auf die schwierige:, staat-?k«d/ HH "tisch den ^°""sse ^uriicklialtuug imd Mähi-^l° "ler 3°' rechts) "^'de» P"tei zur Pflicht mach n. >?' e« ^rden si,^"nn «ber deshalb, weil wir einfach ^ Fu"'H " Ihr u ^ ""halten sich die Dinge. Ich ^ede. 'lyer richtia" .«!'"essen, "l beurtheilen, inwieweit k"b° au ^'"tc ick, ""^ informiert war bei feiner Herren, von Anfang bis zu ^ l3"' Ich? Elo7en?n"" Dumreicher in wei langen ^ s,^Z. '" es 2' vorgebracht hat. zerlegen und ^ l')lb °l"r. d^unnen Z)i I"! schulde ihn, lebhaften Dank ^<>d.Hs das. ,^ch°," die Ausführlichkeit desfclben «> e^lfen ^Nun NW" borbringen, in sich begründet 2'^ > ^.sich d??.^?""' "ber ungerechtfertigte N Vl. F st nn lch?I^"it l° sehr- (Abgeordneter Dr. ^ ^«/"s?.r "plici re« 5 Bretts früher gesagt, dass ich ^"düe ' "ndern"C,i/°«n^ Ich habe zu wenig Zeit ""egc,^.^"e musste ich behaupten, dass der "l n,einen Augen nicht jenes Mas» von Bedeutung genießt, welches erforderlich ist, um eine der» artige Enlgcgnnng aus einen Zuruf zu provocieren. (Bravo! Bravo! rechts.) Ich verlasse nun den Baron Dumreicher. es ist möglich, dass wir uns später noch treffen, nnb gehe zur großen Schul» frage selbst über. Gestatten Sie mir, dass ich hier auf eine merkwürdige Rede in Kürze znrücNomme. welche von dieser (rechten) Seite gehalten wurde, auf eine Rede, die mich geradezu mit Bewunderung erfüllt hat. Ich mufs es gestehen, sie hat mir etwas begreiflich gemacht, was ich an sich für unbegreiflich hielt. Sie hat nur gezeigt, wie es der menschlichen Unzuläng» lichlcit gelingen kann, aus den. Nichts das Etwas zn erzeugen. Ich meine die Rede des Abgeordneten der Landgemeinden Raudnih. Ich habe die Rede aufmerlsan, durchgclesen und sie analysiert, was finden Sie darin? sscinc Spur eines tieferen originellen Ocdanlcns, nicht die Frucht gründlichen, sachlichen Eingehens in Schulfragen, auch nicht den Niederschlug gesättigter praktischer Erfahrung; denn schließlich die immerhin interessanten Wahrnehmungen, die er ans seinen Ferialspaziergängen an zu< lüuftigen Bauern nnd Bäuerinnen gemacht hat, kann ich doch nicht als derartige Erfahrungen gelten lassen. Nichts von allc-dem. Die ganze Rede war «tönendes Erz nnb tlingende Schellen, ein wahres .Kötenmödding» abgegriffener Gemeinplätze und ver» brauchtcr Schlagworte, aber trotzdem hat sie, getragen von der rhetorischen Kunst dieses ausgezeichneteil Redners, Dank der gütigen Unterstützung der geelirteu Opposition (Sehr gut! rechts), wie ich nicht leugnen lann, cmen außerordentlichen äußeren Er» folg gehabt. Eines muss aber dabei doch auffallen: Sowohl der geehrte Herr Redner als auch die verehrte Opposition, die ihm so stürmischen Beifall zujauchzte, hat eine Klcinigleit übersehen. Der Abgeordnete (ijrügr vergass vollständig in seinem feurigen Plaidoycr für die derzeit bestehende Neuschule, dass sein Name unter einem Antrage unterfertigt sei, der eine gründliche Abänderung der Nruschule verlangt, und die geehrte Opposition ist sich dessen im Momente nicht bewusst gewesen, dass der An» trag der Iungcechen von ihr und ihrer Presse seinerzeit mit demselben großen Interdictc belegt wurde, wie der Antrag Liechtenstein. Selbst ein aufrichtiges Geständnis des Abgeord» neten Dr. Or«'-gr wurde überfehen, nämlich das merkwürdige Zwiegespräch mit Oreuter, in welchem (Nlögr den Anbot machte: «Nehmt Tirol, lasst uns Böhmen!» Ich habe mich gewuu« dert, dass die Opposition wenigstens nicht mit dem alten Oebctc an den heiligen Florian gekommen ist: «Heiliger Florian, Feuer« Patron, verschone unsere Häuser und zünd' die anderen an!» (Heiterkeit rechts.) Die Gelegenheit wäre so ausgezeichnet gewesen. Es ist dies für mich nur ein Beweis, wie häufig sich selbst in diesen Räumen unter Männern, die doch ernst sein sollten, derartige Comödien der I'-rnngen abspielen. Ich habe gesagt, ich halte dir Rede des Herrn Abgeord« netcn Orögr trotz der aufrichtigen Anerkennung, die ich der rhetorischen Kunst des Sprechers zolle, sachlich für recht unbedeutend. Ich wäre anch nicht daraus zurückgekommen, wenn nicht eine Vrmcrtung mich nöthigen würde, kurz zu rrpliciercn. Der Herr Abgeordnete Grögr hat ausgerufen, wer an der Neuschule rüttelt, begeht ein Attentat an der Znlunft des böhmischen Voltes, der legt die Axt an das Dasein der böhmischen Nation. Venn dies für die Böhmen gilt, meine Herren, gilt es in viel höheren, Grade für die numerisch viel schwächeren, culturell und wirtschaftlich zurückgebliebenen Eloveuen. Jeder bei uns, der Augen hat zu fehen, muss es sich sagen: Wir Slovenen sind verloren, wenn es uus nicht gelingt, mit Bilbungselementen die Masse des Volles zu dnrchtränlen, das Niveau desselben zu heben, aber gerade, weil ich so denke, muss ich die Conclusionen des Herrn Abgeordneten für Raudnitz als verfehlt bekämpfen. Er hat mit solch heiligem Feuereifer gcgcu die Wiedereinführung ber alten Schule, der Concordatsschule protestiert. Ich bemerke einfach, er hat offene Thüren eingrrannt. Wer denkt denn daran, die alte Concordatsschulc, die für alle Zeiten abgethan ist, wieder zu restituieren? Er hat sich zum Auwalte der Lehrerschaft aufgeworfen. Ich bemerke, dass ich selbst dem Lehrerstandc angehöre, mit stolzen, Bewusstsein ihm angehöre, dass mein sehnlichstes Verlangen dahin geht, seine sociale Geltung zu hebcu, seine Unabhängigkeit zu festigen, aber anderseits glaube ich, die Uuabhnngiglcit des Lehrerstauocs werde nicht le,dcn und an socialer Geltung werbe er nur gewinnen, wenn gew,sse Ausschreitungen. von denen wir neulich gehört haben, in Hin« lunft hintaugcbaltcn werden. (Beifall rechts.) Wenn auf die Volksbildung hmglwiefen worden ist, auf den hohen Wert, den die Volksschule für uns ringende Nationen haben müsse, fo verweise ich auf das eine, dafs ich es gerade deshalb nicht begreifen kann, wie man argumentiert: all dasjenige, was in den letzten Dccennien die Erfahrung nachgewiesen hat, das soll und muss spurlos au den, Gcsetzgebuugswcrtc der österreichischen Volks» schnlc vorübergehen. Ich weiß nicht, ob sich der Herr Abgeordnete Orögr neulich die Rede des Generalrcbncrs contra angehört hat. Ich bitte ihn darum, diese Rede nicht bloß einfach zu lesen, das wäre zu wrnig, fondern sie zu studieren. Die Ausführungen des Varon Dnmreicher sind der beredteste Commentar zu Mem Beifallssturm, mit welchem die verehrte Opposition den Worten des jungczechischen Abgeordneten zugejauchzt hat. (lebhafter Beifall rechts.) Wenn der Herr Abgeordnete Grögr etwas mehr als ein großer Virtuofe der Rhetorik ist. wenn in »hm nur ein Aederchen von politifcher Ueberlegnng und staatsmänmschcr Em-ficht fließt, so nlnss ihn, diese Rede die Augen darüber öffnen, auf welchen, Irrwege er sich befindet, wessen Geschäfte er be-treibt, wessen Interessen er fördert. (Beifall rechts.) Ich werde jetzt zum springenden Punkte der ganzen heu-rigen Untcrrichtsdcbattc kommen ich gedenke meme Ansicht uver die Reform ber Volksschule auszusprechcn. und zwar vom Stand-punkte des praktischen Schulmannes der auf eine m'merhm v,el-jährige Thätigkeit im Gebiete des Ünterrichtswesens hinzuweisen vermag. Ich verschmähe es. mein Rüstzeug aus der Uutcrrlchts-statist,! und aus ausländischen Gesetzgebungen i" holen, ich bin nicht so geschickt, wie der verehrte Abgeordnete Beer, dem viel reicheres Missen und Erfahrung zuaebote stehen, aber ,ch werde dafür die Verhältnisse vielleicht mit etwas mehr Aufrichtigkeit darlegen, denn um nur eines hervorzuheben, was der Herr Ab-geordnete für Harlberg über die 'jahl der gemischten Schulen ,m Königr.'iche Preußen, uämlich 517 gesagt l,at, halte ich trotz der Einwendungen, dir dcr Herr Abgeordnete Vrer gemaclit hat voll-kommen aufrecht. Der Herr Abgeordnete Verr hat s,ch die nache sehr leicht gemacht; er hielt sich einfach an den Buchstaben der Ausführungen des Prinzen Liechtenstein und wollte den ganz offen liegenden Sinn derselben niclit erblicken Die Sache ,st so außerordentlich einfach, dass cin cinzia.es Beispiel ncnugcn wird. um Sie über das. was ich meine aufzuklären. Jehmen w,r °n eine prcuhifche Gemeinde mit confessioneller Schule. I" oer ganzen Schule existiert lein einziges andersglaublge. Kmd. In diese Gemeinde kommt nnn ein Jude und brma.t"nrn schul Pflichtigen Knaben mit sich. Er hat nichl die M'ttcl oder nutzt den Willen, ihn privat unterrichten zu lassen. Zur nächsten Sl. multan- oder gemischten Schnle ist es zu weit; der Schulzwang besteht, das Kind aber muss er in die Schule schicken, daher schickt er es in die confessionelle Ortsschule. Die Einrichtung derselben bleibt nach wie vor ganz dieselbe. Jetzt frage ich, welcher vernünftige Mensch wird aus dem Umstände, dass ein kleiner Israelit in diese Volksschule gekommen ist. zur Schlussfolgerung gelangen: Sie ist zu streichen aus der Reihe der confessionellen Schulen und einzufügen unter die paritätischen oder gemischten Schulen. Gerade so aber und nicht anders argumentiert der Herr Abgeordnete Beer. Ich halte mich an dieselben Ziffern, die entnommen sind dem Ergänzungs-hefte 1A des deutfchcn rcichsstalistischen Bureaus. Die Oesammtzahl der confefsionellcn Schulen in Preußen im Jahre 1882 betrug 32.523. Nun werden 4li78 von diesen consessioncllcn Schulen auch von Angehörigen anderer Consessio-nen besucht, und zwar 1811 einclassigc Schulen mit einer Mi-norität unter 10 Schüler, 1181 haben eine Minorität von über 10 Schülern, und von den mehrclassigcn Schulen haben 1084 eine Minorität unter 18 und 420 eine solche über 18 Schüler. Das, meine Herren, sind nichts weiter, als die Consequenzen, welche sich aus den natürlichen Gemengelagen der Bekenntnisse ergeben. Daraus aber die Folgerung zu ziehen, dass die Angabe des Prinzen Liechtenstein unrichtig ist und mit den Thatsachen nicht im Einklänge steht, das ist entschieden unrichtig. Ich lann mich nun sehr kurz fassen in dem, wag ich über die Volksschule selbst und ihre Reform zu sagen habe. Ich er> achte eine solche — von Details muss ich absehen — für uner» lässlich, und zwar nach dreifacher Richtung. Zuerst im Sinne dcr Länderaulonomie; das Staatsgrundaesetz weist dem Reichs-rathe nur die Festsetzung der Grundsätze des NolkSschulwescnS zu; statt dessen aber erschien das Reichiwollsschulgesetz vom 14. Mai 1869 von Haus aus mit einem organischen Gebrechen, mit einem verfassungsrechtlichen Makel behaftet, indem es ein bis ins kleinste Detail ausgearbeitetes Gesetz ist, ein uniformes Gesetz, welches alle Länder, ungeachtet ihrer cullurcllen und nationalen Verschiedenheiten und wirtschaftlichen Differenzen, gleich behandelt. Nun, meine He-ren, die Sache ist bedenklich, und zwar nicht bloß in staatsrechtlicher, fondern auch, und in noch weit höhcrem Grade, in pädagogischer Beznhung. Sie werden mir zugeben müssen, die Schule ist ein praltischrs Gebilde, sie hat unmittel« bar dem Leben zu dienen; nach einer Schablone ist hier nicht vorzugehen. Manches, was für eine Volksschule in der Umgebung von Wien oder in Böhmen ganz angemessen ist, das ist einfach unmöglich und undurchführbar uud nicht den ganz verschiedenen Verhältnissen entsprechend für ein galizischrS Huzulendorf in den Karpathen oder für einen gottverlassenen dalmatinischen Morlalen-weiler. Es ist daher eine Resorm in d»>m Sinne unrrlässlich. dass die Autonomie der Länder in Beziehung aus die Volks-schulgcsehgebung erweitert werde. Eiu andere«, meine Herren, betrifft das Verhältnis d« Volksschule zum positiven Bekenntnisse zur Religionsgenossenschast. In einer sehr bedeutenden Rede von jener Seite des hohen Hauses, mit ber sich der Herr Abgeordnete Lippert recht gut eingeführt hat, wurden wir auf jene» Widerspruch verwiesen, der da zwischen dem menschlichen Intcllecte und seinem Erzeug' nisse, dem Wissen und dem Dogma deS positiven Bekenntnisses besteht. Meine Herren! Dieser Widerspruch ist vorhanden — ich will nicht untersuchen, ob er ein bloß scheinbarer ober ein thatsächlicher ist, das ist eine andere Frage — er findet sich bei jedem Bekenntnisse, er drängt, er ängstigt jede tiesere, ernstere Mrnschenseele, die sich an die Erfassung ber höchsten Probleme des Daseins heranmacht. Aber wozu diesen Zwiespalt in die Volksschule hineintragen? (So ist eS! rechts.) Wozu die Beängstigung dem Kinde ausnöthigen in einer Zeit, wo ihm noch das Fassungsvermögen abgeht, wo rS noch nicht imstande ist, aus eigenen Kräften an der Ausgleichung und Verföhnung dieser Gegensätze zu arbeiten?! Namhafte deutsche Pädagogen — ich nenne nur Schroder und Kehr, obwohl ich noch zahlreiche andere anführen könnte — haben infolge dessen, gerade weil sie die Einheitlichkeit des Vollsschulunterrichtes betonen, den Grundsatz ausgestellt, dass der Mittelpunkt des gesummten Volköschulunter-richtes der Religionsunterricht zu sein habe, und zwar meinen sie damit nicht eine nrbulose, gewissermaßen in der Retorte erzeugte Schulmeisterreligion, sondern das positive Velenntnis mit seinen Dogmen. Ich für meinen Theil gehe nicht so weit; aber ich will aus ber Volksschule strenge alles vermieden wissen, was an ber Einheitlichkeit des Unterrichtes rüttelt, was in der Jugend die Achtung vor dem positiven Bekenntnisse und den Dienern desselben zu beeinträchtigen imstande ist. Es hat mich gefreut, dass auch von ber Opposition dieser Standpunkt betont worden ist. Ich möchte mir aber doch eine Bemerkung erlauben. Haben denn die Herren vor allen, die entscheidende Frage übersehen, jenen Einwand, den man ihnen immer machen kann, ob nämlich in ber derzeit bestehenden Vollsschulgesctzgebung irgend eine Cautel dafür gefchaffen ist, dass diese nothwendige Harmonie zwischen Schule und Kirche, diese nachdrücklich betonte Einheitlichkeit deS Volksschulunterrichtes wirklich erhalten und nicht muthwillig gestört werde? Sie, meine Herren, werden mit der Einwendung kommen: Wir haben ja dafür die Schulaufsichtsorgane, die Schulbehörden! Es ist ja richtig, es gibt Ortsschulinspectoren, Bezirksschulinspectoren. Landes-schulinspeclorcn, die walten ja ihres Amtes. Gut! Wie verhält sich aber die Sache praltisch? In der Mehrzahl der Fälle ist ber Orlsschulrath der reiue niemand, ein lnasculuZ pielu«. Der Landesschulinspcctor sieht sich alle heiligen Zeiten einmal die be° treffende Volksschule an. Verpflichtet dazu ist er innerhalb breier Jahre einmal. Das eigentliche Agens in der Schulaufficht ist der Vczilksschulinspector, und wo haben Sie nun die Garantie, dass dieser nicht in demselben Fahrwnsser segelt wie jener, nach meiner Ansicht nicht geeignete Lehrer, den er zur Verantwortung zu ziehen hätte? ES sind mir diesbezüglich so viele traurige Vei-spiele bekannt — ich bemerke ausdrücklich, nicht aus meinem engeren Heimatland?, sondern namentlich aus Niederösterreich — Beispiele, von denen ich nichl reden will. weil ich Persönlichem principiell aus dem Wege gehe. zu viele Beispiele, als dass ich mich dazu entschließen könnte, den Gedanken an eine gesetzliche Regelung ohneweiters von sich zu weisen. Endlich «st eine Reform auch nach einer dritten Richtung nothwendig, nämlich in national Beziehung. Wer entscheidet denn heute über dir Unterrichtssprache in der Volksschule? Es gehört in ber That ctwaS Uebung im Gesetzeslesen dazu, um sich diese Frage zu beantworten. Für den GeselMundla.en ,st eS allerdings klar. 8 « des Rcichsvolksschulgesetzes in Vrrblnbun„ mit dem Artikel 19 des Staatsarundgesrhes yrben d,e nöihlge Directive Aber trotzdem, meine Herren, finden wir thatsächlich, dass eine ganze Reihe von LcmdeSschulräthen. z. V. jener von Steirrmark, Körnten. Istrien u. s. w.. sich um diese geschlichen Bestimmungen blutwenig kümmern. Deswegen, behaupte ich soll in das neue Vollsschulgesetz, durch das eine Reform der Volls-chulc beabsichtigt wird, eine klare und präcise Bestimmung Aufnahme finden, welche das Recht der Muttersprache in der VollS» schule, die Function der Muttersprache als Unterrichtssprache präcisiert und über jeden Zweifel erhebt. (Zustimmung rechts.) Ich betone, wir Slovenen werden jedcm derartigen G<1etze un» bedingt unsere Zustimmnug versagen, jalls biests unser beiech- MdaHcr Fettung Nr. 73. 598 30. MärzM^ tigtcs Verlangen durch das Gesetz nicht erfüllt wird. (Sehr richtig! rechts.) Der Herr Abgeordnete Baron Tumreicher wird hier frei-lich mit mir nicht übereinstimmen. Auch er hat über Kärnten gesprochen. In der Negcl ist es der Herr Abgeordnete Ghon, der uns wohlmeinend belehrt, wenn wir eincn Excurs nach Kärntcn unternehmen. Ich schätze den Herrn Abgcordnctnn Ghou außer-ordentlich, er ist ein lieber College, nur wird er etwas schwierig, wenn wir auf Kärntcu zu sprechen lommcu. (Heiterkeit rechts.) Aber er wird mir verzeihen, bei aller Hochschätznng seiner Persönlichkeit bin ich nicht imstande, ihn als eine Autorität gerade in Unterrichtssachen gelten zu lassen. Anders ist es mit dem Herrn Abgeordneten Baron Dumreicher, mit einem Manne, der in seinen Kreisen als Autorität in Unterrichtsfragen gilt, meiner innersten Ueberzeugung nach herzlich mit Unrecht, der mit einem gewissen Applomb in der Untrrrichtsdebattc auftritt und von dein gewisse Leute meinen, dass, wenn uns die Segnungen eines Cadinetes Chlumecly-Pleuer bcschiedcn sein sollten, wir ihn einmal auch auf der Ministcrbanl als Vertreter des Untcrrichtswescns zu erblicken Gelegenheit haben werden. (Rufe rechts- Oho!) Einen derartigen ausgezeichneten Abgeordneten, dessen Meinung eine viel schwerwiegendere ist, muss ich denn doch fragen, ob ihm das einfache Nüchelchen unbekannt ist, betitelt: «Gesetze und Verordnungen, betreffend die allgemeinen Volksschulen in Kärntcn». Aus diesem kann er sich sofort überzeugen, dass an den kärtncrischen Volksschulen das Slovenischc nicht einmal Unterrichtsgegenstand ist. (Hört! Hört! rechts.) Sie haben hier den Lehrplan, sämmtliche Lehrgegenstände sind angeführt, von der Religion angefangen bis zum Turnen und den weiblichen Handarbeiten; nirgends aber finden Sie die Bezeichnung .sloueuische Sprache», vom Unterrichte in der Muttersprache ist nirgends die Rede (Hört! Hört! rechts,), und nur so nebenbei bei «dculscher Unterrichtssprache» finden wir Folgendes (liest): «Für utraquistische Schulen im ersten Jahre vorbereitender Sprach» und Anschauungsunterricht, anknüpfend an Gegenstände aus der Umgebung des Kindes in slovenischcr Sprache» u. s. w., und bei der zweiten Abtheilung wird das Slouenische au den für die Heranbildung der slovenischen Jugend in Kärnten errich« teten und fungierenden Schulen nur insoweit gelehrt, dass der Unterricht im Deutschen auf diese Weise successive ermöglicht wird. Ich frage den Herrn Abgeordneten Baron Dumreicher, ob denn für ihn leinc Grundrechte existieren und ob, wenn er den Muth findrt zu einer Apologie der kärntnerischen Schulzustände, er vollkommen vergessen hat auf unser Rcichsvullsschulgesetz und unsere Schul» und Unterrichtsordnung? Wenn ihm das Voll gleichgiltig ist, so soll er sich wenigstens um seine vielgepriesene Neuschule annchmcn. Die Alternative ist lediglich die: Es bleibt zu wühlen zwischen zwei Dingen; entweder ist die slowenische Jugend in Kärntcn so außerordentlich begabt und der deutschen überlegen, dass sie imstande ist, trotz der Schwierigkeiten, welche sich aus der Unkenntnis der Unterrichtssprache ergeben, das Lehrzicl zu erreichen, und ich glaube kaum, dass Sie diesen ab« soluten und so unendlich weitgehenden Vorzug unserer Jugend vhnewciters zugestehen werden, oder aber das andere tritt ein, das Unterrichtsziel wird nicht erreicht, die Schule leistet nicht das, was sie leisten könnte und das zu fordern man berechtigt ist. Indesscn, wozu denn rechten mit dem Herrn Abgeordneten der Klagcnfurter Kammer? Als ich den Schluss seiner Rede gehört habe, ist mir etwas eingefallen. Jedem von uns ist es vielleicht schon passiert, dass bei dem Studium des eincn oder anderen Autors irgend eine Stelle auf ihn eincn besonders tiefen Eindruck hervorgerufen, besonders sich dem Gedächtnisse eingeprägt, manchmal eine Richtung angedeutet, einen bestimmten Impuls für lange Jahre hinaus gegebcn hat. So ist es mir ergangen als Uuiverfitätsstudent, als ich mittelalterliche Geschichtslmellen las, mit jener unschätzbaren Geschichtsquelle des alten Widekind von Corvei. Sie finden darin eine Stelle, die bezeichnend ist nicht nur für das zehnte Jahrhundert, in dem dcr Mann lebte und dessen Geschichte er schrieb, sondern auch für die Gegensätze, die noch heutzutage uns Slaven und die geehrte Opposition trennen. Widelind von Corvci gibt den Gegensatz folgendermaßen (liest): «'lrkn^eunl 8KNY äis» plurimi, liis (i. e. äaxouidu») pl« ßioria et pr« maZuc» l«,lo< schädigten Bewohner von Kopcsany 300 fl. zu speuden geruht. — (Der Allerhöchste Hof) wird heuer dem Gottesdienste in der Charwoche und am Ostcrsonntage nicht öffentlich beiwohnen, wonach die zu dieser Zeit üblichen Andachten nur als pfarrliche Feierlichkeiten stattfinden werden. — (Ein muthiges Mädchen.) Die 16jährige Tochter des Wirtschafts-Inspectors Paul in Merkelhof befand sich diesertage ganz allein im Hause, als eine Band? von sechs Mann gewaltsam einbrach. Da lud das Mädchen ein Gewehr, schoss, verwundete einen der Einbrecher und setzte die Bande dadurch so in Schrecken, dass alle sofort die Flucht ergriffen. — (Von der Südbahn.) Nach Ablauf des Wassers und Neueinschotterung der überschwemmt gewesenen Bahnstrecke konnte der Zugsverkehr zwischen Tschakathurn und Polstrau wieder aufgenommen werden. — (Hungersnoth in China.) Die durch Hunger und Fieber verursachten Todesfälle im Districte Shantung haben erstaunliche Verhältnisse erreicht. Die nothleidenden Bauern ziehen in vielen Fällen den Selbst, mord eiuem langsamen aber sicheren Tode vor. Bis zur Ernte sind noch drei Monate, und inzwischen sind aus« gedehnte Districte gänzlich ohne LebenSmittel. — (Theater- und Concert-Agentur.) Die Statthaltern in Graz hat dem Comvonisten Josef SteyKlal eine Concession zum Betriebe einer Theater-und Concert-Agentur in Graz, einschließend die Berechtigung zur Vermittlung des Vertriebes dramatischer Werke an Bühnen, ertheilt. — (Attentat auf einen Briefträger.) Im Processe wegen des Mentales gegen deu Gelobrieftläger Hager in Wien wurde Rosnowsli zu acht Ia-nowsti zu drei Jahren schweren Kerkers verurtheilt. — (Elektricität als Kraft.) Das Drucke» von Zeitungen mittels Elektricität wurde diesertage in England von den «East Anglican Daily Times» in Ipswich eingeführt. — (Untergang eines Postdampfe rs.) Der spanische Postdampser «Mindana» und der spanische Handelsdampfer «Nisayau» collidierteu an der Küste von Manila. Ersterer sank. Die Mannschaft und 30 P°si^" kranken. . ^l — (Ein mitgliebreicher VerelN.) "", ^ dem Namen Primeln-Liga bekannte conservatlve en» Verein zählt jetzt 786.558 Mitglieder. ° hel — (Zu guter L e tz t.) Salo, warst oe°> Jagd? — Ja! — Nu, was hast oe get"^' Lauter gute Freunde. Local- Brainische Sparcasse. Wie bereits gemeldet, fand ordentliche Geueralversammluua, dcr MitglicW' v ^ eines dcr trainischeu Sparcasse statt. In ^M' ^ durch den Vereinspräsidenteu Herru Joses ^" ^ hie als Vorsitzenden der Vortrag der Direction u ^ Geschäftsergebuisse pro 1888, als dem "W" ^ 68. Geschäftsjahre der kraiuischeu Sparcassc, crjla ^ welchem.hervorgeht, dass diese Anstalt auch '» de» ^ Jahre eiueu weitereu Aufschwung zu verzeichnen ha ^^ gesammte Verwaltuugsvermljqeu belauft sich '"" l/ des Jahres 1888 auf 25,719.672 fl. 9" ". ^ ^, sich gegen das Vorjahr um 1,559.484 fl. / ^ F mehrt. Das Gesammtvermugen besteht: ^!"MM" Real-Hypothekeu statutenmäßig versicherte» Sch" >..^,, 12,146.667 fl. 83 kr.; 2.) iu de» hieuou 82.673 fl. 86 tr.; 3.) iu Darlehe» mif ^^ll.! 62.321 fl.; 4.) au hievon 5.) iu Staatspapiereu, Gruudeutlastungs- ""0 HMle»' Oblissatioueu ucbst dcu für deu Peusw»sfo»d S^^s,, nach dem Course vom 3l. December 188«: '^? fM" 82 lr.; 6.) iu den hievou bis 31. DecemW' ^ ^, B uubehobeueu Ziuseu 108.156 fl. 78 tr.; 7-) '". u,) '" haben bei Geldinstituten 1,562.554 fl. ^^''.Wi"" escomptierteu Wechseln 425.490 fl.; 9.) '" ^ ^ ^ den Creditvereiu der Sparcasse 356.898 '^.^!> 10.) iu Darlehen au das hiesige Pfandcn'it < '^iü 21 kr.; 11.) in Realitäten 66().'?40 fl. "2 ^'^F> Vorschussguthabcu, IuveutursssMustäudei' '''^MBf gcräthschafteu 6788 sl. -l l kr.; 13.) "» " „ ZM Ncutc-ustcucr 4787 fl. 73 tr.; 14,) an riicksta'w'» ^„,! ziuscu vou cxcculiv erstandenen Ncalitätcn ^'^ HM''' 15.) iil Dicustcautioneu, Stiftuugsfoudcu ""b ,.,-^ "" Depositen 52.556 fl. 72 tr.; 16.) in ^/ 31. December 1888 189.271 fl. 6 kr. .Mts^ Die Direction hat den, dic bosoudl'll! Aufiucl-tsaiulcil zuaMcudcl, u>w ^,„B dass zicmlich bednttcnoc Mckzahluttcie,' ''"'M'^ 323.654 st. 32 tr. erfolgten, wimgt dcr sch"?V B I>^ dcr Hypothctar - Darlchcn doch ^,146.6^ '.^„p daher nahezu 53 pCt. dcs Eiulageustmldcs >'"° f 4''/", Vorjahr mehr um 64 2.178 fl. !)4 lr,, N"""' "^ li' " Hypoihetav Darlehen iu Kram 1««-"^''',, ^ auf 4proc. 22.774 fl. 85 lr. eulfalleil. 3"^'', Ocs<, ten im Jahre 1888 neue Darlehen '»'t v/ ..M, /,„ betrage vou 965 833 sl. 86 lr, 1'" ^"^. ,F > Einlagen der Interessenten belaufe» stch ^' Hal»'" , 44.625 Posten auf 23,080.836 fl. 72 N.. ,,„h ' demnach gegen das Vorjahr um '^4 5'" vc^ deu Capitalsbetraa. per '1,235.235 fl. " ^ ll ^ wouou auf capitalisierte Ziuseu 856.051 '.^.„, ^ auf,,ueue Eiillaqeu 379.183 fl. 71 lr. "!'c,52 ^"/ Pfaudamte wurden im Jahre 1"^^. ..''M^ ^, gegen das Gesammtdarleheil vm, 87.02l> >, Mil! ,^< 18.789 Pfänder qeWi die ^lanlMtrw'' ^ä> ^ 88.349 fl. ausaMat. Wie alljährlich, )a)"^. P ^ Jahr 1888 mit eiuem Geschäftsuerlüin', ^,^,iiss ,„ 5699 fl. 44 kr. beläuft uud aus d"" ^d,N'^ Sftarcassegeschäftes verqület wordeu ist. Dcr ^„ > zählte Eude l888 ,87 Theiluchmcr m ^,,,ß.,^, ligteu Credite vuu 532.980 fl. Dcr ^775 fl.",,,? beträgt 53.298 fl. uud escompticrt wurden 1076 Wechsel "'" ^" ' fl. 3'^ rückqezahlt 1057 Wechsel mit 1,'^'''' 8 il,'t ^.c einiger Cridafälle schließt das Jahr ,,Zde">^F Geschäftsverluste vou 977 fl. 84 tr., der a Iah" , B foudc desselben gedeckt wurde. Nachdc'" «^ ^sch^ ^ au wuhlthätigeu uud gemeiuuützia.c» ^'"'g<,i.'U^ ^Mei der Restzahlung für das Lalidesu,llscl>l>',H,,dcN-"^/ verausgabt uud au deu eia.euthümlichc» ^ ^ ,M'^lc> buua/u mit 30.419 fl. 27 fr, wrsscuoM"' ^^N'. ^ ergibt sich dcr schlicßlichc Rema,ewiuu »ut ^0""^ wodurch sich dcr pro 1887 ausa,ewlcsc"c ^ ft. ^ 1.877.351 fl. 56 tr. auf 1^3.0^,'^ Der Special-Reservesoud für ^oursd > .^s,i»l^,< Eitdc 1887 auf 118.956 fl. 91 "-/)" ^ hat sich im Jahre 1888 infolc,c c:»N ^ ,.,. ^ besseruugeu um 298.503 fl. 20 tr. tt") ^ ^/^ sich Eude 1888 auf 417.460 fl. " "'^, d"M''l' Reservefond beträgt 2.390.525 fl. 21 ^„ ^ sp?, über 10M. des EiulaWlstaudes. ^'''''75^^ verkehr im alla.emeiueu aubelaugt, 1^ ' .,n fl, /. ft,, casse 56.919 Parteien mit 29,775,<^fl.^^ Pfaudamte 3il.38l) Parleicu mit ^^5,9^ >' ^l Creditvcreiiie 2133 Parteicu mit ^"'^.ij?!' '' zusammen 95.441 Parteien mit !", eutfertisst. .^W^Feitung Nr. 73. 599 30. März 1889. Gcnelimim !. vortrage dieses Gcschäftsergebnisses und >l"d WM ''.^. ^^ Abschlusses wurdeu für gemeiuuiltzigc "Iltyatlge Zwecke folgende Beträge votiert: ^?V^V^.......^ . ^"nasmms in Laibach........200 » " » Krainburg....... 50 » Gottschee........100 ^ ^alschule in Laibach"^'".......^ ' ZH'MchuN" Laibach ..!..! N V'ENfenn^ den Volksschulen Krams! ^ ^" Vethei!.m7°^ ^^^ ' ' '.'!! '. '. ' 200 ber Urlul ...^ , ^"^^uisiten an arme Mädchen: » "l'Ulnurschnle ,„ Laibach....... . 200 N" die evllnaelis^ ^'M°flack.......100 «"'Unterst^ ......350 "" der N " «,»er Schuljugend - ^Unte^^ ..... 50 Für ^«^'"" ^"" '" ^""" " 50 «MM ""''" ^"! 100 ^'"N°n an?^ < ^'.^"' Kandidatinnen und Schiller. 'c Unterstülmn. ^"^''"'^'ldiln«sll,lstalt - - - ^00 Fiili^ "^Uschee". ^"lerinnen an' der Mädchen- ^,".'" ^ttf"ld"!3s,^ ^ "b'ern' Classen ber'Vi'irge'rschule ^lVenb^'» der b.e Schule am Moorgrunde be- "Nterstü< ' ' ' 50 3iir1i"M" "d?/^".^"'"^^" der deutschen w.aben^ ^'"erstii. „,,^^'lt^en Schulvereines.....100 Fii/^bensH^ "NlerSchliler an der städtischen bentschen zn der I. und II s..^ nrwerbliche Norbereituug5schulc Mmgeu ..."«/"". ^nabcn-Volksschlilr besucheuden 3i.r?,"'iten, fi r jed ^V"."^ ^" Schreib- nnd Zeichen- Ui^Uschnft der Musikschule der philharmonischen ^^ltu^ .NI.«dena 5wi^.' ' 20^ N^'Len Kranl. !n^" Kleinlinber-Newahranstalt . 200 ^K° . "'^n-Uuterstüh.lngs. »nd VersorgnugS- ^'Moud"^ Beitrag zum ^ ^ ^ 2W tz^MuH^^'"» d.« K,mdn,.A,yn«„,.l!o„wmz z„„, hnligl,, ^V»,«"«tz..„» d« «i,,«„,.i»„,eren, ,un. hei>i«m "" '" hat?' ' ' ""d Waisen von f"r Kram zur ^ 3^ N°n uH ^"'tuell Z"""'den Militär Witwen und "" Hat3^°"chruna,., ^ "' treffenden Vorbereitn,,- °3Lc>i "bung der ^,H'W"M'e f"r Krain zur !d ^ n ', eventuell f^ !'^'"' Militär-Witwen und ?N!«I«,?«>n„, »" °" d« christlich«, Lie^t »»,„ >K',lH,^ «!«dch,,?«°«!'>>'n ü«, si,, k,,„r ii. ^ ^l»ch,i ^ " «"nstw«,,.«,»,« bu si„ ,„. VM»>n°'°'^«l,, 3"« "Nd P°n!!».,«.Vrr,i„° !«x> ^Z""^'^«v„ei« '"' !'Kd'VT'^"rei,.c ',! ', ' !! '!3 HZ^ii7^^'^^ «, H'z^ ««d Z::,^f «"'»» „,r Ne,ch»!. st' Dem katholischen Grsellenvereinc in Rudolfswert für Ver< einszwecke............. 50 Dem Deutschen Schulvereine als Subvention für die Er» Haltung der deutschen ttnabeN'Aollsschule in ^aibach den Höchst betrag per...........5000 Für Unterstützung des deutschen Kindergartens: in Gottschcc ............. 50 in Neumarltl............. 50 in Sagor.............. 5,0 Dem deutschen Universitäts'Stiftungsfonde in Graz . . 50 Zur Förderung der hiesigen gewerblichen Fachschule für Holzindustrie in Laibach! a) Beitrag für die laufenden Auslagen an Lehr* Mitteln.............200 !>^ znr Veistelluug der erforderlichen Näumlichleiten ) » » . Eisnern.......W0 ^) ' » » 3lesselthal . . .... 50 Total-Summe 2^^70 Außer diesen Beiträgen hat die Generalversammlung über diesfalls eingelirachte Dircctions-Antragc beschlossen, zur beabsichtigten Vcrlcgnng des hiesigen Civil-spitales mit Rücksicht darauf, dass' dieses Unternehmen nicht nur in sanitärer Beziehung, sondern auch mit Bedacht auf die Entwicklung der Stadt von großer Bedeutung ist, einen Beitrag von liU.000 ft. uud welters der hiesigen philharmonischen Gesellschaft zur Fördcrnug der Tonkunst als Beitrag zum Baue einer «Tonhalle» 20.000 fl. zu verabfolgen. Zum weiteren Gegenstände der Tagesordnung fasste die Geucralversammlung den Beschluss, ciuc Altcrssvar-cassc zu errichte,,, welche mit der krainischcn Sparcasse verbunden uud deren Zweck es sciu wird, den Theil-nehmcrn an derselben, welche aus dem Stande der in Laibach domicilierendcn Fabrilsarbciler, der Handlungs-odcr Gewcrbegchilfen, Tagschrciber, Dieustbotc«. Tag-löhner oder ciucm ähnlichen Stande angehören, durch Gewährung von Zuschüsse,, zu ihren ersparten Ziusen für die Zeit des Alters und ihrer Erwerbsunfähigke,t einen Rückhalt zu schaffen. Nach Feststellung der dies-fälligcn Statuten wurde befchlosseu, die dicsfällige behördliche Genehmigung einzuholen. Endlich wurde über Antrag der Direction beschlossen, in Würdigung der Verdienste, welche sich das verstorbene Vcreinsmitglicd Musealcustos Deschmanu auf den mannigfaltigen Gebieten, insbesondere in Ansehung der Landes und Gemeindcvcrwaltuug, daun dem natur- und luusthiswrifchcu Gebiete, filr das Laud Krain eiworbcn, eine Büste des Verstorbenen auf Kosten der Sparcasse anfertigen zu lassen und dieselbe dem krainischen Landes-uluseum zu widmen Au, Schlüsse der Versammlung drückte das Vereinsmitglied Herr Dr. Ludwig Ritter von Guttmansthal-Bcuvcuutti der Direction für die m jeder Richtung musterhafte Verwaltung dieses vatcrläudischeu Institutes uamens des Vereines in warmen Worten den Danl aus, für welche Auerleunuug der Herr Vorsitzende, Vereins-Präsident Luckm au,,,'dankte und bcmcrltc, dass ander gedeihlichen Entwicklung der Sparcassc wohl auch wesentlich der verdienstvolle Herr Amtsdircctor Dr. Sup pan sowie die übrigen Iustituts-Beamtcn beitragen, daher er es nicht unterlassen löune, in Würdigung der aufopfernden Thätigkeit auch auf diese die Anerlcnuung auszudchucu. — (Baron Dumreicher und der Const it utionclle Verein in Laibach.) Amner Blätter brachten ein Telegramm aus Laibach, laut dessen der hiesige C on st i l ut i o nelle Verein m semer letzten Generalversammlung auf Antrag des Herrn Doctor von Schrey dem Abgeordneten der Klagenfurler Handelskammer, Freiherrn von Dumreicher, für seine «wahrheitsgetreue Darstellung» der lrainischen Verhältnisse in der jüngst von ihm im Abgeordnetenhause gehaltenen Rede den besten Dank der Deutschen in Krain ausgesprochen hat. Zur Beleuchtung der Wahrheitstreue Dumreichers und zugleich zur Kennzeichnung des bezüglichen, vom Constitutionellen Vereine votierten besten Dankes bringen wir heute die von dem krainischen Abgeordneten Pro fessor Sullje in der Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 26. b. M. in Erwiderung auf die Ausführungen des Abg. Baron Dumreicher gehaltene Rebe, auf die wir unsere Leser hiemit aufmerksam machen. — (Personalnachrichten.) Der Rechnungs-revident bei dem Rechnungsdepartement der Finanzdirec-tion in Laibach, Herr Lorenz Haubitz, wurde zum Rechnungsrathe und Vorstande dieses Rechnungsdeparte» ments, der Notariatscandioat Herr Alexander Hudo-vernik in Laibach zum Notar in Kronau ernannt. — (Aus dem k. k. Landesschulrathe.)Ueberdie jüngste Sitzung des k. k. Landesschulrathes für Krain erhalten wir folgenden Bericht: Nach Eröffnung der Sitzung durch den Herrn Vorsitzenden trug der Schriftführer die im currenten Wege erledigten Geschäftsstücke vor; dies wurde zur Kenntnis genommen und sodann zur Erledigung der Tagesordnung geschritten. Der vom hohen Ministerium herabgelangle Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Erzielmngs' und Unterrichlsanstalten für taub« stumme und blinde Kinder, wurde einer eingehenden Be« rathung unterzogen und dem lrainischen Lanbesausschusse zur weiteren Berathung und Aeußerung übermittelt. Die erledigte Lehrstelle an der einclaffigen Volksschule in Maria-Laufen wurde dem bisherigen definitiven Lehrer in Duplach, Herrn Augustin Arselin, definitiv verliehen. Die von den Directionen sämmtlicher hierländigrr Mittelschulen eingelangten Gesuche von Schülern um Befreiung von der Entrichtung des Schulgelbes wmden der Erledigung zugeführt. Einem Mittelschulprosessor wurde die weitere Quinqucnnalzulage zuerkannt. Mehreren Lehrpersonen wurden in Erledigung ihrer bezüglichen Gesuche Remunerationen, dann Geldaushilfen aus dem lrainischen Normalschulfonde bewilligt und flüssig gemacht. — (Hans Zois in Laib ach.) Wie wir ver« nehmen, wird im Laufe des Frühjahres der jugendliche Componist Baron Hans Zois in Laibach ein Concert veranstalten, in welchem er auch die besten Nummern aus seiner Operette «Colombine» dirigieren wird. Hans von Zois entstammt dem bekannten lrainischen Adels» geschlechte, das in der Geschichte der Entwicklung der neueren slovenischen Literatur in der Person des edlen Freiherrn Sigmund Zois, des Freundes und Gönners des Volksdichters Vobnik, des Slavisten Kopitar u. f. w., eine bedeutende Rolle spielte. Baron H. Zois hat seine Jugend in Graz verlebt, dort seine musikalische Ausbildung genossen und die ersten Töne seiner Leier erklingen lassen. In Graz ist auch im vorigen Jahre die Erstlings-Operetle des jungen Componisten, «Colombine», zur Aufführung gekommen und mit Beifall aufgenommen worden. Dieser ehrliche Beifall blieb dem Werke auch treu, als es nach mannigfachen Fährlichleilen und Zögerungen im Wiener Carl'Theater am 15. b. M. zum erstenmale in Scene gieng. -^ (Hengsten an lau f.) Von Seite des l. l. Ackerbau - Ministeriums werden alle Pferdezüchter ein« geladen, in der Zeit vom 1. bis Ende April ihre verkäuflichen Hengste bei dem Ministerium anzumelden, da die Absicht vorliegt, den Bedarf der Slaatshengstenbepote, soweit als irgend möglich, aus der inländischen Privat-zucht zu decken. Die angemeldeten Hengste werden an ihrem Standorte von einem Vertreter des Staats-heugstendepots besichtigt und eventuell in Vormerkung genommen, um dann nach Bedarf im Herbste angekauft zu werden. — (Grabdenkmal für Deschmann.) Der Constitutionelle Verein wird im Vereine mit den Deutschen Krains und den Verwandleu des Verstorbenen sllr die Ausstellung eines schönen Denkmals auf dem Grabe Deschmanns Sorge tragen. — (Aus dem ReichSralhe.) Gestern waren abermals beide Häuser des Reichsraths versammelt. Im Abgeordnetenhause wurde die Verhandlung über den Etat des industriellen Vildungswe,ens zu Ende geführt. Die Verhandlung gedieh bis zum Titel «Volksfchulen», dessen Durchberathung heute fortgesetzt wird. Zu Beginn der Sitzung beantwortete Iustizminister Graf Schön born die Interpellation des Abg.Vergani und Genossen, betreffend d,e Confiscation des «Deutschen Voltsblattes., dahin, dass die Staalsanwälte nicht nach speciellen Weisungen, sondern nach dem Strafgesetze vorgeben, dass daher die Con« fiscation bloß deshalb, weil die Enunciation einsm Minister unbequem sei, gewiss nicht erfolge. Die Zumuthung aber. dass die Organe der Regierung nur deshalb, weil sie Minister sind, Schmähungen und Verspottungen ungestraft ausgesetzt sein und gerade sie des gesetzlichen Schutzes entbehren sollten, müsst der Minister enWeden Laibacher Zeitung Ns. 73. 600 30.MärzM. zurückweisen. Die Berichte über die Gerichtsverhandlungen genießen leine absolute Straflosigkeit; in dem Versuche, auf diesem Wege verbotene Artikel zur Publicität zu bringen, liege der Thalbestand des Vergehens nach Para» graph 24 des Pressgesehes. — (Musikalisch-declamatorische Akademie.) Zum Besten des Studenten - Unterstützungsvereines findet in Rudolfswert eine musikalisch»declama» torische Akademie statt, welche von den Eymnasialschülern unter der Leitung ihres Gesangslehrers, Herrn ?. Hugolin Sattner, und unter freundlicher Mitwirkung mehrerer Herren Mittwoch, den 3. April 1689, im Saale des Rudolfswerter «^Hloäm äom» veranstaltet wird. Programm: 1.) W. A. Mozart: Ouvertüre zur Oper «Die Hochzeit des Figaro» (Orchester)- 2.) F. Gerbic: «8IovHU8ltl broä,» Männerchor; 3.) E. Hochreiter: «Da-moviui.» Tenor-Solo; 4.) G. I. Iansen: «Vaterunser,» gemischter Chor; 5.) C. M. v. Weber: Cavatine aus der Oper «Freischütz,» Sopran-Solo; 6.) R. Wagner: «Kaisermarsch,» achthändig auf dem Clavier; ?.) A. Foerster: «vowovin»,» gemischter Chor; 8.) ?. H. Sattner: «2a (iom.» Männerchor; 9.) C. Evers: Zwiegesang für Knabenstimmen mit Clavierbegleitung; 10.) «XülÄvnik Hiigwut,» Lustspiel in einem Acte. Anfang um halb 8 Uhr abends. Eintrittspreise: Stehplätze K 30 kr. (für Stu« dierende », 20 kr.), Sitzplätze ä 50 kr. sind abends an der Casse erhältlich; die Sitzplätze verkauft am 2. und 3. April auch Herr I. Krajec. Ueberzahlungen werden dankbarst angenommen. — (Die Venedictiner-Conferenzen in Salzburg.) Aus Salzburg, 28. d. M., liegt folgendes Telegramm vor: In dem Nenedictinerstifte St. Peter be» gannen heute die Conferenzen in Angelegenheit der Reform der österreichischen Benedictinerllöster. Der von Sr. Heiligkeit dem Papste als Vorsitzender entsendete Cardinal Vannutelli ist mit Monsignore Leopoldo Amoni schon vorgestern hier eingetroffen. Im Laufe des gestrigen Tages sind weitere 22 Theilnehmer an« gekommen, darunter die Aebte, Prioren und Vertreter der Stifte Melk, Seitenstetten, Schotten, Götlweig, Rai-gern, Vraunau, Kremsmünster, Lambach, Admont, Sanct Lambrecht, St. Paul, Marienberg, Fiecht und Michael« beuren. Heute vormittags nach 8 Uhr wohnten die hier anwefenden Theilnehmer an der Conferenz einer stillen Prälatenmesse in der Stiftskirche St. Peter bei, worauf sie sich zur Conferenz in die inneren Klosterräume zurückzogen. Fürsterzbischof Eder nimmt an der Conferenz nicht theil. — (Von der Wein- und Obstbauschule in Stauden) An der landschaftlichen Wein« und Obst» bauschule in Stauden fand vom 21. bis 23. d. M. der Unterricht in der Vehandlung amerikanischer Weinreben statt, an welchem eine große Anzahl von Weingarten» besitzern und deren Bediensteten theilnahm. Nach beendig» tem Unterricht wurden über 6000 amerikanische Reben an die Theilnehmer vertheilt. — (Der Laibacher Deutsche Turnverein) veranstaltet als Abschluss seiner Winterunterhaltungen am 6. April in der Glashalle des Casinos einen Fami-lienabend unter Mitwirkung der Musikkapelle des 17, In« fanterie-Regimentes. Die reichhaltige Liederreihe, welche die Sängerrunde des Vereines zum Vortrage bringen wird, besteht zunächst aus den zur ersten Aufführung gelangenden Chören: «Seligster Traum» von Möhring, eine Tondichtung von ungewöhnlich wirksamem Aufbau, dann aus dem aus dem Nachlasse des gemüthvollen Liederdichters Engelsberg gewählten Chor mit Clavierbegleitung «Im Maien», welche Schöpfung durch die ihr innewohnende Frische und Anmuth beifällige Aufnahme finden dürfte. Außerdem gelangen zur Aufführung: Elze: «Wohin mit der Freud'»; Weinzierl: «Wirtslöchterlcin», mit NaryloN'Solo; Cyrich: «Beim Scheiden»; Koschat: la»Pierre und Arene gestern z^im Minister des Innern, um die Ver« Haftung Voulangers zn verlangen. Paris, 29. März. abends. Wie verlautet, wird die Kammer Dienstag über die Auslieferung Voulangers und anderer Deputierten berathen. Der Senat votierte mit 207 gegen 73 Stimmen da« Statut für die Con« stituierung des Senats als außerordentlicher Gerichtshof in Fällen von Complots gegen die Sicherheit des Staates. Der Gesetzentwurf gelangt morgen vor die Kammer. Haag, 29. März. Der Ministerrath berief beide Kammern zu einer gemeinschaftlichen Sitzung am 2ten April ein. um über die Regierungsunfähigkeit des Königs zu berichten. Belgrad, 29. März. Die Meldung der «Eorre« spondance de l'Est», das« im Konal von Kragujcvac Vorbereitungen für einen etwa zweiwöchentlichen Auf« enthalt der Königin Natalie getroffen werden, wird von competenter Seite als total erfunden bezeichnet. Mkswirtschastliches. Ausweis über den ^ ^ssj,ill- Geschäftsstaud der k. l. priv. wechselseitigen Vrandl^ Versicherungsanstalt in Graz mit 28.Iebruar 1889. L!ersicher«ngssta«b: ^, I. Gebäude-Abtheilung: 96.119 Thcilnchmer, 224.54"«" 136,599,238 fl. Versicherungswert. . »g Oll. II. Mobiliar.Abthcilung: 14.436 Versicherungssch«"«'" «51.882 fl Versicherungswert. . ^GSsi» III. Spiegelglas-Abtheilung: 276 VersicherungssctMe, Versicherungswert. Schäden: ^«81^ I. Gebäude-Abtheilung: Zuerkannt in 35 SchadeM"^^!,' Gulden 5 lr. Schadenvergütung, pendent fllr " fälle 354:l fl. 89 lr. Schadensumme. »^«M^- II. Mobiliar-Abtheilung: Zuerkannt in? Schadensaur' ^fl. 84 kr. Schadenvergütung, pendent für 2 Schade»'" 50 kr. Schadensumme. . ..„«all ül"' III. Spiegelglas Abtheilung: Zuerkannt in 1 Schaoe'» Schadenvergütung, Aeservefond mit 31. December 1888 : 1,4<>4.5M ft- ^ "'^) Graz im Monate März 1889. (Nachdruck wird nicht honoriert.) IV. Oesterreichischer Wcillbau-Congrcss.^^e Vei dem Umstände, dass in, Jahre !«90 fine „^bet, land- und forstwirtschaftliche Ausstellung in '"?'^„^M",' wäre zu besorgen, dass der vierte österreichische MM" ^ ,»> welcher im selben Jahre in Görz abgehalten we"^^ W wenig besucht und eine geringe Theilnahme ftn°en ' ^„, hn"" diesem Grunde hat sich, wie man uns mitthellt. °" ^MssM' österreichischen Weinbau-Congresse gewählte ^"<' ,.,,tsM"' auf die Zustimmung aller bctheiligten Kreise zäl)leno,,^,W den Zusammentritt des vierten österreichischen ^" ^ gresses auf das Jahr 1891 zu verschieben.______.—-^ Bcrsiorbcuc. Im Spitale: <, er'«. ^H" Den 26. M « rz. Johanna Kosmac, I"""5.chtel, ^ ^" Marasmus. — Francisca Eepelnil, Arbeiters'" Tuberculose. _____ ff ««ß °« ^ -^MMgT^W^-----l^^WT-sHmch^Uttl " 29.2. N. 7369 10-4 O. mäßig ^lt 9 . Ab. 737-1 2-5 windstill ""> 5a5 5°^'"' Sonniger, heiterer Tag, abends bewölkt. ^^. ^. der Temperatur 4 8°. um 1-6' unter^eln^l0l< ,^ Verantwortlicher «edacteur: 3-^^!'!^^ ._...... ^^T^sla»«^ ,^ur Thatsachen bew.ise«! Man I^große Zchl Adressen von »eheilten M^en P,M ^' K^auf Wunsch versandt von I. I. 3- N ,>," "2> >" Heide (Holstein). (Vei Anfragen etway'" ^g?)^^ lu"8')_______________________________^<^ Für den Arbeiter und die ^^"^I^Hil welche sich das tägliche Brot durch ihrer Hände ^,„ V ^, müssen, sind Störungen der Gesundheit "°' ,HeN i" ° >M. und sie müssen daher ängstlich bedacht s«n, "ei W' ^ und wenn sie sich einstellen, sofort zu elänpf ^ ^c nun. das bei den Arbeitern wegen semes UN " j oM ^ täglichen Kosten betragen nur b Pfenn'll/, ^i„ga'^ 3" sicherer Wirlung fast allgemein hat. sind die Apotheker Richard Vraudts S")" < elh "'s,i, <" selben sind in den Apotheken 5 70 lr. die SchH ^r ^,B habe» sich in all den Fällen, wo sich 'w" ^lied"' O< Verdauung und Ernährung Müdigte't d" , «,, , c Mangel an Appetit. Schwindclansalle, «" N H<,^. ^ ^o^^^el^>^ der «ß?aibacher Jettun«,', Mn>I<1iK«5 )u ^^ll die Zustellung ununterbroo, zu können. l ^chtt^citu„g Nr. 7.^. 601 30. März 1889. Course an der Wiener Börse vom 29. März 1889. . N°« ^ 0^^ Course 3!M«'chr Mr,.,o mNctcn 83 »5 «4^ ^A^'^rfrei. iN7«iii-w k!^3 'll'^'b« !..«-.'!<>'75 >t,. M«W^„' ,^"le , . ,45-ün ,,,!-..,.'. i Gelb Ware Grundcntl.-Oliliaationcn (sill n>0 ss. /,, Krain »nd Küstenland . . IN8 -------- 5"/„ niederösterreichlsche . . . 1Uül< 5"/„ fteirische...... IU4 ?.', —-— b"/„ lroatische »nd slavonische . 104'b<> 105 70 ö'Vn siebenbiirssische . , . . IlX U5 K'5'25 5"/„ Temeser Banal , , . . I04!!5!lU5 25 ^/„ «„„arische...... 1U4 l»5 105 25 Allderc öffcntl. Änleheu. Puna» Neg.Losc 5>'7„ lü 50 10« - Pr«m. «lnl. d, Sladlgem, Wien 1/.8 5, 150-25 Äürsenban-Änlehen vi-rlo?. 5"/„ »5 5<> UN 5l, Psandliricsc (snr 100 st,), Äudencr. allg, öst. 4"/„ O. . . 12150122- dto, ' 4'/,"/, . . . 100 50 >UI 10 bl°. » 4"/„ . . . 9»'40 N»!X> bto. Präi»,'SchuIdverschr. 3"/n 10« - 10» 50 vesl, Hypolheleiibanl 1!»j. 50"/,. 1«l — — — Oesl, min. Äanl verl, 4'/,"/» - 102 25 l»2 75 d,l!v . 4"/„ . . W!><> 100-50 d>!!° 5><>jälll. » 4"/„ . . «» !!0 100'Ü0 Plioritäts-Obligationen (siir ton st,), Ferdinand« Nvrdbalm llin. 1««N l0N' Nulhsn Kreuz. Üst, Ges. v,. 10 st. 20 — 20 »0 Nnblilp!, Lose 1!» st..... zl1!»°/„ H. 130 40 130.90 Vllntt'er>->!!, Wiener nx, st,. . 10? 50 1»» — Vdiü-r. slnst, »st, 2»u fl, N, 40"/„ 2»6- 2«« 50 llrdi, Änsl, f, Hnnd, 11, G, 1s,,Ndrüsl, 500 fl, . 535 — 540 — <^ir»- u, llaslenu,, Wiener 200 N. 1!»L -^ l!l»0 — Hupothclenh,, üs>, 200 st, 25"/ V. e«— .. ^>lcticu von Transport-Uutcruchmungru. (per Stück). Älbrech! «ahn li<»0 fl. Silber . ü« 75 5725 Älsüld ssiilinlli!. Nah» 2»0fi, S. 197 — lüb- - Äühm, Norbdah» 150 fl, , . . 202 — 20» — ' Weftlinhll 200 st. ... »23 — »25 — Vuschttehradrr Lis, 500 fl, IVl. 899- 9»4 - dto. (lit. n,) 200 ft. , 344 — 34« - D°»au - Dampsjchifffahrt ° Vcs,, Oesterr, 500 fl. 3 2,'i 203 75 Lrinli. llzrrnow,»Iasiu Eisen- bahnGesellsch, 200 fl, S. . . 2»s/?5 23775 LIol,d,üst >!»!,,,Triest500fl,CM, 3!»«- 402 - Oesllrr, Nordwestb, 2«u fl, Eilb, l»ü'do 1«»-.. dlo, (lit. li.) 200 fl. S. . . 208 25 2<>« 75 Pra„ Dnxrr Eisenb. 150 fi, Silb. 4750 485« Rubolpl, Bahn 200 si, Silber .-------'------ Ntaalteisenbah» 20« st. Silber 240 — ^40 5" Lndbah» 200 st. Silber. , .100-100 50 2nd Nordb,Aerb, V,2»0st,2M. «L3 25!i«.>< 75 Tramwal, Ges..Wr,,170fl,ö, W. 232 7»!233 l>5< »exe Wr. Priorität«« Nclien 100 fl...... 93-50 1005» Unss.'gllliz. «iisenb, 200 st, Silber >»8' - 188 50 Geld W<>^, Ung, Norbostbatm 200 fl. Silber 17» 75 18<».Westb,(!«aab Graz)200fi.S. !,8b —'«,>)«> Industric-Actien (per Stück). Blluncs., Allg. Oelt. 100 fi. . 87 bl» k» -«tgiibier «tijen- »ittl» Slahl-Ind. in Wien 10» fl...... -— »4- — - 94- .Vlbemuh!.. Papiers, u. «.-O. 57 50 58 - lliefinaer «ranerei ,00 fi, . . ,»3 uz 10» ',o Montan Gesell . öfterr. - alpine 7« bo 73^ Praner ltise» ^iid.Gej, 200 fl, 3«u 50 3— Wafsenf, O,,0es>,inWien10!,fl. 435 — 4« — Wagaoii lleihlliist.. «ll«, i>, Pest «" fi......... 8l- «-.. Wr. Äaugtsellschaft 100 fl. . . 8n l><» »1 — Wienerberger Ziegel «ctien-Ves, 1»>, z„ ,», «) Devisen. Deutsche Plühe...... 59^ b»4« ilonbou........ ,»i ik,„! 45 Pari»......... 47 97, 48 02, «alutcn. Ducaten........ 5,7, ^.7^ 20 ssrnne« Ztülle..... 958 »!,» Deu!lch<> ^l-ichtbaiilnotc« . . KU-20 59-^.', Papii-i !...... l'U8 ,, l2!< Ilalienilchr Vantnolen (1(X»L) ! 47 7<» 4" <<>, ^ITT f HEIL! ^eute Abend "a Casino v Kneipe. glichen Körpers. ijii" e halb 10 Uhr___ ^eiar?r1.lrnil.N^„„.komi.olie Vll n et L. »ftj" Br«»^tür Auswahl -CL^_ Verzeiehnisse gratis. b n Das Bureau ^.?;%iiistt in Laikli n *' Versicl'erunKB . Gesellschaft • rUnnJ« »»«imelir in dor J5>n;rgasse Mr. 8 .......sollte ^SSPjareii ^--^L!lla taibach. Brün del. 30. Dec. 1888. I (Unterkrain.) I has inicJ] von einem hartnäckigen i / Magenkatarrh . verbunden mit J / Appetitlosigkeit, Frösteln u. Kopf- J / .schmerzen, nach kaum drei- J / tägigem Gebrauche vollständig m ' geheilt. (W '*—3 m Ich erachte es als Pflicht, m Ihnen für dieses wohlthätige m Heilmittel bestens zu danken. m Hochachtungsvoll M ' Oberlehrer. M Hausverkauf. Das iin besten Baiiztislapde hofiritllich« I scliuldensrcic Haus Judengasse Nr. 5 j «zur Linde» wird zum Kaule unter guten ! Bedingungen angeboten. Zwischenhändler j ausgeschlossen. Diruclen Käufern ertheilt bereitwilligst das Nähere (1252) s-3 Adolf Pollack. Erlaube mir bekanntzugeben, das.s man im Gasthause: (H43) 3—3 Wiseller Keller am Rain Nr. 20 aus^e/cichndc Naturweine bekomml; rother Wein zu ;V2 kr., weisser zu 40 kr., schwarzer IstrianerWein zu 48 kr., sowie ieli auch meine gute Küche bestens empfehle, u. zw. Gulasch, Nieren. Leber zu 10 kr., Schnitzel, Hostbraten, Braten mit Salat zu 20 kr. per Portion, ferner auch das Mittags-Abonnement: Suppe, Fleisch, zwei Zuspeisen zu 20 kr. Hochachtungsvoll Johanna Podkrajiek. Wir suchen einen Vertreter für den Verkauf von Kaffee an Private und Krämer. Vergütung H00 il. ,taoei 9-2 F. Löding & Co., Hamburg. Axflaae .^5,2 .<>,»». das ü e rbrr !! e < s> r n 11 r >- > > Die Modellwlli. Ill» W D stiic><^> „>',c!lnng üir ToiUltc »nd M W H.indavl», ilen Äloi'^llich zwri W W Vilimnx-rn. 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Peteröstraße Hs.-Nr. 45. nnt dem Beisätze au^cordnct wordeu, dass die Psandstückc bei der ersten Feillmtmici nur um oder über dem Schätzungswert, bei der zweiten Fellbietuug aber auch unter demselben gege» sogläche Vezahluna. und Wegschaffuug hiulallqegeben wcideu. zl.k.'Landesgericht Lc>iliach, am 16tm März 1889. Wir beabsichtigen für (1045) 2- 2 Laibach and Umgebung eine Flaschen-Niederlage unserer spanischen u. portugiesischen Weine zu errichten, und bitten solvente Bewerber, welche möglichst den Ausschank übernehmen können, sich unter Aufgabe von Referenzen an uns zu wenden. Tie Continental Bodega Co. WIEN, I., Kolowratrfng Nr. 14. (1200) 's—2 ' NlV2^74. Curatorslichellilllg. Vom l. k. Äezirfsgciichtc Gu'lfeld wird hiemit b(tlli!Ut iiegrlicn. ouss dc» Vlulou nnd Julian»! Bobek. r.sv. deren E^en. alle nnliekaunteu Aufenthaltes, eiu Cü-rator ncl u(.l',m in der P.sfou des Dr. Gwrg Puct^', k. k. Notar in Gurkfeld, bestellt, decrrtiert und demselben der dics-sserichtliche NealfeilbietlMgLbeschrid lwm 14. Februar 1889, Z. 1341, zugestellt wlirde. K. t. Aezulsgericht Gnrljeld. am 8ten März 1889.