Nr. 29. Dienstag, 6. Februar 1906. _______125. Jahrgang. Milmchm Zeitmg. V»»n»n«i<»,l,n»prei»: «Nil Poftvtrsenbun«: „anzjähri« 2« «, halbjihri«, lü «. Im »onloi: „anzjihlig «» ll. halbjührin ,, X. ssür dis Zus!clll,l,ss in« Hau« yanzMl!« L ll Inlttlionöntbüh,: Fül l!,,nc Inssratc bi« zu 4 )zsN,n 5>v b, yl-öhere per Zlils ll li^ bt< öslelsn W,n ptl ^rür « d. Die »Laibachti Zeitung, erschein« <«<,l!ch, mit «««nohme bei Sonn» und Ffieilage, Die «>«l»lftl«il«, b^»bet sich Konnrrhpllltz Nr, 8. dir «,dal«l«>u Tolma>innns!s Nr, «U Sprschsluiibcn d« l«eblll!!°n von « b«e l« Uhr »vT' »lltag«, Unsranlierlr Briefe werben nichl angenommrn, Mnnuilripte nichl zurückgefteUl, Amtlicher Teil. Den b. Februar 190« wurde in der l. l. Hof» und Staats» dnlckerei da« I^XXVl. Stück der ruthenischen. da« I.XXXI. Stück de, italienischen, das I^XXXIl. Stück der ilalienischen und ruthe ichchen und das I^XXXlX Stück der ruthenischen Ausgabe des Reichsaesehblattes vom Jahre 1905 sowie das III. Stück der iMhenlschen und das VI. Stück der böhmischen Nusgabe des Reichsgesehblattes vom Jahre 1906 ausgegeben und versendet. Nach dem Umtsblatte zur «Wiener Ieitung» vom b. Februar 1906 (Nr. 27) wurde die »eiterverbreitung folgender Preh. «zeugnisse verboten: Di« in der ruthenischen allgemeinen Druckerei in Lemberg gedruckte, in polnischer Svrache verfaßte Vroschüre unter dem -bewegung gegen die Inventursaul-nähme geteilt seien. Die einen billigen, die ande-ren tadeln sie. Man glaubt, daß der Papst unverzüglich dm Bischöfen die Weisung erteilen werde, sich jeder Gewalttätigkeit zu enthalten und on Inventuraufnahme zuzulassen. In vatitaniscljen Kreisen fürchtet man, daß die Fortsetzung des W» derstandes die französische Regierung zu IwangK maßregeln veranlasseil werde, die für die Freihc»t der Kirche gefährlich seien. Erbprinz Danilo von Montenegro, welcher zehn Tage mit seiner Gemahlin in England zugebracht hatte, ist von dort wieder nach Paru, abgereist, nachdem er in London eine bedeutenoe Bestellung von Kriegsmaterial, namentlich an neucn Mitrailleusen von außerordentliäM Leijtungssahig-keit. gemacht hatte. Die montenegrinische Armce wird somit nach Effektuierung dieser Bestellungen eine Ausrüstung dcr neuesten und vollkommensten Art besitzen._______________________ Feuilleton. Napoleon und Goethe. In der Pariser „Liberty" berichtete diescrlagc mooert de Flers nach den vor kurzen, aufgefundenen Aufzeichnungen eines Offiziers über die bc-tannte Begegnung Goethes mit Napoleon am A Oktober l808. Der Offizier, der angeblich lle,'dung, der mit dem Marschall ^annc5 Wrach. Oben anf der Treppe stellt Lannes. während der Kaiser ill seine Gemächer geht, seinen Begleiter üeiil .^ammerherrn vom Dienste vor. „Anf des layers Befehl", sagte er, „von Goethe". Goethe wird in einen großen Saal geführt, ^cr Kaiser sitzt am Tische und frühstückt. Hinter U)m liehen die Minister und die Mitglieder dc'o lamrlichcu Hauses und plaudern leise miteinander. . »Ihr Name ist Goethe?" fragt der Kaiser, ohnc anzublicken. "Ja, Majestät." „Wie alt sind Sie?" „Sechzig Jahre. Maiestat." „Was für Tragödlen haben Sie geschrieben:" .. .Iphigenie', .Egmont, ,Torquato Tasso'." „Haben Sie mein Theater gesehen? Wie finden Sie meine SclMsPieler?" „Ausgezeichnet, MaMat. ^ „Es freut mich, daß meine Schauspieler m Dcntschland gefallen. Mahomet' ist gut gespielt worden, aber das Stück ist schlecht." „Ich habe es übersetzt, Majestät." „Wirklich? Das beweist, daß Sie anders ur-teilen als ich. Ich habe Ihren .Werther' gelesen. Sie sind der Direktor des Theaters von Weimars „Ja, Majestät." , „Ich möchte gern noch emmai deutsche Schauspieler spielen sehen. Übermorgen will ich mit dem Kaiser von Rußland das Schlachtfeld von Jena besichtigen'. von dort will ich nach Weimar kommen. Sagen Sie dem Grohherzog, daß ich scin Theater sehen möchte. Talma und Ducl>eslwis kommen mit. Turoc!" .^ ..^ Marschall Duruic tritt naher. „Wie stehts m Polen? Ich habe keine Nm'.) richten erhalten. Machen Sn' eme Aufstellung übel die Bevölkerung ded Bandes, über seine Finanz kräfte, seine Ernten und seine Subsistenzmitlel. Herr von Goethe!" „Majestät!" „Was halten Sie von Talma?" „Er ist cin hervorragender Künstler, die verkörperte Tragödie." „Wollen Sie seine Bekanntschaft machen?" „Ich wäre glücklich darüber . . ." ^ „Warten Sie. . . Talma kommt jeden Tag nach deni Frühstück zu mir." Talleyrand tritt ein. „Ah! Sie. Kommen Sie her. Ich habe von Fouchs einen Bericht erhalten, der durchaus nichi fur Sie spricht." Der Kaiser springt anf, führt Talleyrand in eine Ecke und spricht lebhaft auf ihn ein. l^m Kammerherr meldet: „Der König von Württemberg!" Dcr Kaiser dreht sich um und sagt mit gelang-weilter Miene: „Ich habe zu tun: dringende Geschäfte. Es wird mich freuen, den König abends im Theater zu sehen." Dcr Kammerherr geht ab. Der Kaiser nimmt die Unterhaltung wieder auf, aber der Kammerhell erscheint voll neuem. „Majestät, der Schauspieler Talma." „Soll kommen. Lcnmes! Kommen Sie mal her. Morgen Revue über das -14. und das 103. Linienrcgiment. In die erste Reihe stellen Sie den Soldaten Giraud von der tt. Kompanie des 103. 3ic gunents. Er war bei Marengo; ich will ihn sprechen, cr soll das .Nreuz habeil. Die Truppen sollen in Gala erscheinen. Die Parade findet um 5 Uhr statt. Talma, was für ein Programm haben wir für heute?" „ ,Cinna' oder ,Andromache' oder ,Bntann,-cus'. — Majestät brauchen nur zu Wahlen, zu befehlen." „Gut, dann w'l( ich ,Eäsars Tod'. Einen Augcn-blick noch . . . Herr von Goethe . . . Talma . . . Guten Tag, meine Herren, ich mutz eine Viertel« stunde schlafen . . ." Laibacher Zeitung Nr. 29. 250 6. Februar 1906. Wlc „Observer" erfährt, konnten BaIfour und Chamberlain im Laufe eincs intimen Diners, das behufs Besprechung der gegenwärtigen Lage der Unionists Freitag abends veranstaltet worden war, nicht zu einem Einverständnis gelangen, so daß die Opposition in zwei oder drei Grup^ pen geteilt sein werde. Der ehemalige Minister Song werde wahrsä>einlich Valfour in der Unionistcn-Partei ersetzen. Wie tne „Novoje Vremja" ineldet, ist den Mt gliedern des russischen Reichsrates und den Beamten der Staatsdruckerei unter Androhung der sofortigen Entlassung verboten worden, Vertretern oe», Presse irgend welche Mitteilungen zu^ tonnneu zu lassen. Dieses Verbot sei dnrch den Um stand vcraulaßt, das; wichtige Gesetzentwürfe und Detltsctniften aus den Reichsratssitzungen verösfent-licht worden sind, ehe sie dem Gehilfen des Reichö-sekretärö, dem Direktor der Reichskanzlei nnd dcn Mtgliedern des Reichörateo zugegangen waren. Auf eine Anfrage in Tokio hat die iapanisa)e Votschaft in London folgende Antwortdepeschc erhalten: Nach amtlichen Berichten besagte die Antwort, die der Kriegsminister am 81. Jänner nn Parlament auf eine Anfrage Oishis, des Führer der Fortschrittspartei, erteilte, im wesentlichen fol-gcndcv: Ich bin mir des von Oishi angeführten Artikels des japanisch-englischen Al-lla n zv er ir ag cs wohl bewußt, in welchcm bestimmt wird, daß die Heeres- und Marinevcrwal-tungen der beiden Mächte freimütig und offen nnt-einander in Vesprechungeir über den Stand oer Mittel, mit denen ein etwaiger bewaffneter Beistand zu leisten wäre, eintreten sollen. Die Regierungen halxil also dieser Bestimmung gemäß zu handeln, aber sie sind bis jetzt noch nicht in eine Erörterung des Gegenstandes eingetreten. — Oishi hat den Berichterstatter des Reuterschen Bureaus in Tokio er mächngt, zu erklären, daß er den Inhalt der Interpellation Oishis vom 81. Jänner richtig wiedergegeben habe. Der einzige Beweggrund dafür, dazz er die Aufmerksamkeit auf die britische Heeresorganisation lenkte, sei der Wunsch gewesen, Japans edlem Verbündeten bei der Herbeiführung der sehr schwierigen, aber unumgänglich notwendigen Reform zn unterstützen. Es sei ihm jegliche Absicht ferne gelegen, die nationale Empfindlichkeit Englands zu verletzeil. Er sei der Ansicht, daß ein Anstoß von außen her oft dazu beitrage, die Durchführung einer schwierigen Aufgabe zu erleichtern. Infolge des neuerlichen Anwachsens des Auf-standes in Z e me n sollen, wie aus Kairo berichtet wird, unverzüglich 10.000 Mann zur Verstärkung der Truppen des Marschalls Feizi Pascha abgesenoet werden. Der Vertreter des türkischen Ntarincministeriums in Port Said hat Welsungen erhalten, um die Kontrakte bezüglich der Trans^ Porte durch den Sllezkanal abzuschließen. Die erstc Truppensendung wird in drei Wochen erwartet. Tagesneuigleiten. . — (D a s H ö f l i ch k e i t s p r o b l e m.) In s'hr amüsanter Form gibt Miquel Zamacoi'Z im „Gau lois" das Resultat einer fiktiven Enquete übcr das Höflichkeit-Problem wieder, das kürzlich eine ^citung in Montreal veranlaßte, einem jungen Mädchen dcn Auftrag zu erteilen, in oon Tramivays der Stadt herumzufahren, und fünf Dollars demjenigen Manne zu überreichen, der ihr, der Stehenden, seincn Sitzplatz allbieten würde. Nach viertägiger Rundfahrt brachte sie das Geld auf die Redaktion zurück, wcil niemand die Bedingungen erfüllt hatte. Alle slebzchn Herren, die Zamacois befragt haben will, erklären übereinstimmend, es sei entschieden gute Form, den Damen das Opfer des Sitzplatzes zu drinnen, aber fast alle geben auch gute Gründe an, weshalb sle es unterlassen.. Einer zieht sich aus der Klemme, indem er versichert, er fahre nie anders als stehend im Om-nibus oder Tramway, somit gehe di? Frage ihn nichts ail. Ein zweiter bedauert, daß er leider schon in dem Alter sei, wo die jungen Damen ihm ihre Plätze abtreten. Einem dritten ist seine Knrzsichtigteit cm genügender Grund zum SitzcnMÄben, da er immer in Zweifel sei, ob Mann oder Frau nach einein Platze ausschaue. Unter den siebzehn gibt es sogar ein^n, der aus Zartgefühl nicht auf seinon Platz verzichtet, weil es einem Almosen gleiche, etwas anzubieten, um das man nicht gebeten wird. Wenn man einmal an-fängt, galant zu sein, meint ein fünfter, der prinzi« piell nicht aufsteht, so weiß man nie, wo aufhören. Am Ende müßt? nach den Regeln der Höflichkelt ein Herr auch seinen Stehplatz aufgeben, wenn überhaupt tcin anderer mehr vorhanden wäre und er ^n? Frau sähe, die mitzufahren wünschte. Die Selbst» sucht macht ebenfalls galant, wenn nämlich ftch der Wunsch zum Rauchen einstellt und die Hitze im Inncrn unerträglich ivirs. Diejenigen,, die aus Mudigtcit oder aus Furcht vor Erkältung sich zur Bcnu^ung eines Omnibus oder Tram entschließen, sind natürlich nicht gewillt, aus reiner Höflichkeit sich noch mehr zu ermüden oder ihrelr Gesundheit zu schaden. Ein Schlauberger weiß sich minier so einzurichten, daß anderen zuerst die Aufgabe zufällt galant zu sein. Einem Zeitungsleser ist die Fahrt im Tranttvay eine viel zu kostbare Arbeitszeit, als daß er sich um gute Manieren kümmerte. Ein anderer Fahrgast hat auf' gehört höflich zu sein, seit eine Frau, die er nicht gleich bemerkte, als er clrdlich aufstand, sagte: „Dauert das aber lange, ehe die sich rühren!" Am bcst^n ist jedenfalls der Herr daran, der nur einen Voirstadttramway benützt, in dem er fast imm?r allein fährt und slch infolgedessen mit Hoflichkcitsfragcn nicht zu quälen braucht. ^ (S pr 2 ch Maschinen als Sprach, lchrcr und Wahlredner.) Auf der Universität in Philadelphia und auch auf anderen Schulen Amerikas sind Phonograph^ eingeführt, um beim Unterricht in fremden Sprachen die remc und unverfälschte Aussprache, durch Angehörig« der betrcf« senden Länder vorzuführen. Bei den jüngsten Wahlin in England hat ein ^andidnt, namens .Herbert, vom Grammophon einen ebenso originellen, als nach ahmungswerten Gebrauch gemacht. Der Vezlrt', in dem der Genannte zn kandidieren hatt?, ist ein so ausgedehnter, daß es ihm faktisch nicht möglich ivar, alle seine Wähler so zu bearbeiten, wie ihm dies zur Er-ringung dos Wahlsieges erforderlich erschien. Er erschien daher an verschiedenen Plätzen erst einmal persönlich; nachdem aber seine Wahlgegncr dort gesprochen hatten, ließ er seine Entgegnungen durch Grammophone verkünden, um an den alleilvichtigjten Orten persönlich iveiter agitieren zu können. Herbert hat drei Stunden lang in die Instrumente gesprochen, die dann die Neden in den betreffenden Wahlversammlungen zu reproduzieren hatten. Die Id« ist jo übel nicht. - (Leo Tolstoj in der Hölle.) Aus Petersburg wird geschrieben: Die „Novoje Vrcmja" hat der Geistlichkeit eine allerliebste Geschicht? cinge-brockt. Durch einen ihrer Mitarbeiter brachte sie in Erfahrung, daß in der.Kirche des Dorfes Tasovo im Gouvernement Knrsk eine Darstellung des jüngsten Gerichts hänge, deren Mittelpunkt dor im Hollen« Pfuhl bratend? Graf Tolstoj bilde.. Die „Novoje Vremja" delegierte einen ihrer Kunstkntiker ab, der konstatieren konnte, daß alls dcin Gemälde ill der Tat Tolstoi porträtähnlich dargestellt ist: er sitzt m s?inem bekannten Gewände in einem mächtigen Kessel, unter dem ein lustiges Feiler flackert, während die greulichsteil Teufel gerade ihn mit sichtlicher Freude umtcm-zen. Gleichzeitig erfuhr der Kritiker, daßHundertc von Photographien dieses Nildes im Gouvernement ver» breitet seien. Die „Ncwoje Vrenlia" verfehlt? natür-lich nicht, von dieser kostbareil Entdeckung Mitteilung zu machen, worauf nun der Bischof von Kursk erklärt?, er habe durch seinen Vikar festgestellt, daß auf dem betreffenden Gemäld? in der Tat ein Bauer darge-stellt sei. der „eine entfernt? Ähnlichkeit" mit d?m Grafen Tolstoi habe. Er habe die Entfernung d?s mißliebigen Gemäldes anbefohlen, doch habe einr Deputation aus dem Dorfe Tasovo ihn cirsuckl. dus Vild. das 22s) Rubel koste, nicht zu entfernen, sondern die beanständet? Fiaur übermalen zu lassen. Das habe er abstattet. Die „Novoje Premja" stellt fest, daß der Bischof in seiner Erklärung sich um die Tarsache, wie Tolstoi auf das Vild gekommen, herumdrücke. Dic „Besichtigung" dos Bildes dlxnch den Vikar erscheint in einem s?br sonderbaren Lichte, denn das Blatt teilt mit einiger Schadenfreude mit, daß unter den im Hällenfener schmorenden Sündern sich auch dn Bischof und sein Vikar befänden! Es crw?ist sich nämlich, daß der Pope des Ortes von dem Maler alle ihn? mißliebigen Personen hat verewigen lassen. - sDer verfemte Frack.) Nachdem bereits früber in sämtlichen preußischen Minister,'?» der Frack als offizielles Bofuchsfl?id beseitigt Nxir. hatte er nur noch im Ressort der Justiz sein Dasein gc« fristet. Auch das hat nun ein Ende, denn der neue ^ustizlninistar Veselcr hat alle Präsidenten und durch diese drc Direktoren lind die Richter wissen lassen, daß hinfort ailch er nicht mehr im Frack besucht zu Harte Menschen. Noman von Nlexauder Uömer. (9. Fortsetzung.) «Nachdruck v«rbot«n.) Sie ballte ihre Hände, sie faßte an ihre Schläfen — er kam nicht — er löste sei,: Wort nicht ein — er tat ihr den Schimpf an. Was konnte sie tun-------- Sie fuhr zusammen. DeZ Vaters schwerer Tritt erscholl auf dor Treppe — er klopfte an ihre Tür. Tie gab sich einen Rnck, sie ging zu öffnen. Der Vater im Gehrock, den spiegelblanken Zylin» der in der Hand, das Gesicht zinnoberrot, als könne ihn jeden Augenblick der Schlag rühren. „So ^- jetzt ist'Z aber gerade gemlg, — jetzt gehe ich den jungen Herrn suchen. Meint er etwa, daß er uns auf der Nase herumsvielcn kann, dich, das Staatsmädel, die Tochter ehrbarer Eltern, nur so sitzen und lauern lassen. Ich werd' ihm mal den Standpunkt klar machen, ihm auf den Leib rücken, diesem — diesem —" Mit Herrn Puseckers Atem war es zu Ende. Lieschen war dunkelrot geworden, sie drückte den Vater in einen Stuhl, und nahm ihm ohne weitere Worte Hut und Stock ab. „Ruhig Blut, Vater, noch wisset, wir nicht, was ba vorliegt." .Was da vorliegt — wenn der Musjch nicht kom» men konnt, gab's doch Mittel. Nachricht zu geben. Daß ein Liebhaber keine Zeit hätte, einen Liebesbrief zu schreiben, hab' ich noch niemals gehört. Er ist ein .Hallunke, ein - " Lieschen legt? dem Vater die Hand auf den Mund. .Halt ein. — so geht die Sache nicht. Den Weg, den du da gehen wolltest, dcn gibt's nicht. Wenn -lvcnn er so feige wäre, - nein, wir wollen cs noch «licht denken — aber so tarierst du mich doch wohl nicht, daß ich mich einem an den Hals werfen windc, der nicht den Mut hätte, zu mir zu stehen, wenn'5 killen Kampf gilt. Nee, Vater ^ noch weiß niemand außer Euch um die Sache -^ und dann braucht's auch niemand zu erfahren — und ich — und ich — nachwinseln tue ich so ein nem Kinde abzuwaschen. Endlich richtete sich Lieschen ans den Arincn ihrer Mutter auf. „Sprich doch nickit immer von Schimpf", sagte sie zornig, „e3 war ja noch sehr zwÄfelhaft. ob Ihr Eurv Einwilligung gabt, er ist doch eigentlich nichts, ha: noch keine Stellimg in der Welt, und wenn er von getrennten Sphären spricht, wir sind stolz auf die unsere, nicht wahr?" „Ach. Lieselchen, wmn dn es irur so aufsaht", meinte di? Mutter erleichtert, aber doch höchst verwundert. Der Alte stampfte in der Stube auf und ab. (Fortsetzung folgt.) , a^;l.^^ a-i»««« q?r 9l, 2b1 6. Februar 1906. werden wünsche. Dieseln Beispiel des Ministers wcr- s den die säintlicl^en Beanüen seines Ressorts folgen. s ~ (Ein modern 2 r Turmbau zu i Babel.) Aus Newyort lvird gemeldet, daß doirt eine i Gesellschaft gegründet ist, deren Absicht es ch, einen ! gelvaltigen Turm von 2«) Metern Höhe aus der .' Concyinsel, den, Badeorte Newyorls, zu bauen. Das ^ Kapital der Gefellsä)aft wird ans zwölf Millionen Marl geschätzt. In den verschiedenen Etagen des Turmes sollen Gärt?,,, Tanzfäle, Theater, em Hippo-drom und ein grobes, sich drchendes Restaurant eingerichtet werden. Das Licht der auf der Spihc ö^ Turmes angebrachten Scheinwerfer wiirdc das erste Zeichen s?in, daß die Schiffe von Amerika erhaltcn. LolaI und^ Plovinzial'Nachrichten. — (Audi e n z.) Seine Heiligkeit der P a p st hat gestern den Herrn Fin-stbischof Dr. Anton Iegliö in Audienz empfangen. — (Die Erhöhung der Pensionen der Staatsbeamten.) Der gestern im Ab geordnetenhaus? eingebrachte Gesehentwurf, betref. send die Erhöhung der Punsionen der Staatsbeamten und Diener, entspricht vollkommen der auf dem Staatsbeamtentage vom 18. Juni 1W5> namens der gesamten Beamtenschaft beschlossenen und der Regierung überreichten Petition. Nach dein Gesetzentwürfe wird als Bemessnngsgrnndlage für dic Staatsbeamten der fünften bis elften Rangsklassc und sür die Diener gleichmäßig ein Betrag eingehoben lvcr-den, welcher 4l) Prozent der Wiener Atlivitätszulage jeder Rangs-, respektive Gehaltsflasse entspricht. Bei den Beamten der vierten Nangsklassc soll ein Be-trag von 1200 K, gleich :'.0 Prozent der niedrigen Funttionszulage. zur Grundlage genommen werden. Die Beamten der ersten und der dritten Rangsllasse warden in die Aktion nicht einb^ogen werden. Dic Kosten dieser Aktion sind von den Staatsbedienstelen selbst aufzubringen. Die Beiträge belaufen fich «on den insgesamt einrechnungsfähigcn Neziigen bei,d.^n V^QNlten auf A-84 Prozent, bei den Dienern, welche bisher einen Pensionsbiitrag nicht leisteten, auf l'-bl Prozent. Die Penfionserhöhuna bezicht sich nur auf die fortlaufenden Nuhegenüsse. — (Der lathol i sche N el i gi o n su n t e r-richt an den Mittelschulen.) Seine Exzel lenz der Herr Leiter des Ministeriums für Kultus und Unterricht Dr. Freiherr von Bieneirth hat an all? Landes Schulbehörden folgenden Erlaß gerichtct, mit welchem ein teilweise abgeänderter Lehrplan für den katholischen Neligionsnnlen'icht in den vier Untcrllas' sen der Gymnasiei, und Realschule«!, mitgeteilt wird: „Laut einer unter dem 20. Dezember UX)5 anhcr gc-ricl)teten Mitteilung Seiner Eminenz des Herrn Kar^ bmal Fürst-Erzbischofs in Wien als Vorsitzenden der bischöflichen Konferenzen wurde vom östsrrclchischen Episkopate dc>r bestehende Lehrplan für den latholi-lchcn Religionsunterricht in den vier Unterklassen der Gymnasien und der Realschulen teillvcis? abgeändert und werden fiir d ie Zukunft die .Massenpenjcn in nachstehender Weise festss<1M: l. und II. Klasse. Der Katechismus mit den einschlägigen liturgischen Erklä-rungen. III. Klasse: 1. Seinester: Zusammenfassende Liturgif als besonderer (Gegenstand; 2. S.-mcster.-Die Offenbarungsgeschichte d?s Alten Vnndes. IV. Klasse: Die Offenbarungsgeischichte des Neuen Bundes. Dieser teilweise abgeänderte Lehrplan hat vom Schuljahre llMi/1907 angefangen sukzcsslve in Kraft zu treten. ^ (G e n c h m i g te S ta t n t e n a n de r u n g.) Das Ministerium des Innern hat die Statutenände rung, die voll der Al>. ordentlichen, Generalversammlung der Krainischen IndnslriegesellsclM am 1«. No velnber v. I. in Wien beschlossen wurde, genehmigt. (Notes K r ? u z.) In letzter Zeit hat der Landes und Iranenhilssverein von, Noten Krenz? Wr Krain an viele Damen und Heiren der besten Gesellschaftskreise in Laibach Einladungsschreiben znm ^'.tr,tl, gerichtet, die bisher aber nur von einer ge r mge,, Anzahl dl,rch Veitritwan.neldungen beri,ck,ia> ^,'s n !" ^ wäw zu wünschen, das; die patriotisch ?>'''"' ""d opferwillige Bevölkerung nicht nur der Land^hanplftadt, sondern überhaupt von ganz >lrain q' '/''"'^"ng nicht unlx'achtet lassen und die edlen tr s '^ ^^"' K^nzes durch den zahlreichen Bei v! ä"'" Landes« und Franenhilssvereim' in Laibach o« zu ^j,^',,, ^z^^. ^^ilM^m. werttätig unier Mltzm unlrde. Die Zweigvereine vom Nuten Grenze stellen u, Adelsberg. Gottschee. Gurkfeld. Idria, «rambnrg. Landstraf;, Loitsch. Mottling, Obcrlai-m ^ Nadmannc'dorf, Natsck^ach bei Steinbrnck, ^udo fswert, Stein, St. Peter am Karst und Tsch'r- c, „ , ^?,'.^^ " atlichen Hilfsbea >nten Lai-oaai^ meltei, am 2. d. M. im NestanMtionslokal? ünl^ n,"?'"^. '^" "'^ Besprechung iiber ihre soziale U"d nwterielle Lebensstellung ab, bei welcher e.ne Ne° solution, die die Zuertennung einer Altivitäts-, rc- , ipeltive Teuerungszulage anstrebt, einstimmig ange-llomnien »vurde und an das k. l. Ministerium in Nien ,m Wcge des Landespräsidiums in Laibach vorgelegt werden soll. Außerdem wurde bes6)lossm, an den vom 5. bis 7. d. M. in Wien swttfindenden Delegicrtentag der staatliäM HUfsbeantten statt ein^Z Vertraucns-lnannes eine Zustimnnlngsd?pefche abzusenden. — Writers diene allen Kollogen zur Kenntnis, das; am 4. März die jährliche Generalversammlung der Fllialc in Laibach stattfinden wird, worüber d en Mitgliedern noch besondere Mitteilungen zukommen werden. — (Dio Aufnahme in die Finanz» wache) kann vom 30. Dezember 1l)05, Zahl 91.58«, kunftighm nur stattfinden, wenn der Bewerber ein Lebensalter von mindestens 21 Jahren und die Volksschulbiloung nachweist. - (Verein der Ärzte in Krain.) Di? nächste ordentliche Monatsv?rs wurde das Montiel-ungsgerüste fertigstellt und^nit der An. arbeitung der EisTnlonstniltion begönne,^. Betannt» lich wurde die Herstellung de^ eisernen Oberbaues der Alti'.'ngesellscl>aft N. W. Waagner in Wien über-geben und diese lieh die Arbeit in ibrer Grazer Wert-slätte mlsfühien. Die Verfracl)tung der Eiscnbcstand' teile vom Südbahnhofe, in Laibach nach Ieiira wird von Flächtein per Achse besorgt. Da ein Untergurt bereits verlegt ist, wird im Laufe dieser Woä>e mit der Ausstellung der Vertikalen und mit deren Veirnie» tung begonnen werden. Die neue Brücke wird nur zwei lontinuierliäie Hauptt-räger besitzen, die somit ungeteilt, vom rechten znm linken Widerlager reichen und eine gleicl>c Höhe besitzen We,r>d2n. Sie sind in der Mitte durch zwei ans Portlandzenientlx'ton berge-stellte, mit Granit aus dem Bachergebirge in Steier-mark verkleidete StrompfeUer unteirstützt so dak also die Brücke unten drei Felder besitzen wird Kon-traktsmäkig soll die Eisenkonstruktion bis Ende März l. I. beendet sein und es ist mithin zu hoffen daß die neue Brücke ihren, Zluecke bereits im Frü^ahre wird übergeben werde», können. — Die alte, gcam» wärtige Holzbrücke in Ie/ica wird nur mit der grok» ten Mühe fiir den Verkehr offen gehalten- denn das Savelvasser hat in deren Vereilt^ eine ' unge^ mein große Geschwindigkeit erlangt und die Strom-iocl^ schon wiederholt unterwaschen, so daß sie be» deutend gesenkt sind. Das ganze Holzobjekt, welches mehr als hundert Jahre alt ist, macht den Eindruck der Altersschwäche und es ist wohl die höchste Zeit ge-Wesen, daß eine Brücke von moderner Konstruktion in Angriff genommen wmdc nnd nnn der Vollendung entgegengeht; denn obwohl die Stromjo der Brücle schon wiederholt durch Steinwürfo geschützt wurden, nahn, sie jedes höhere Wasser wieder mit. Bei kleinem Wassl-rstano? sieht man sie in langen Streiscn am Wund.' des Wassers ln'gen. Bei dem gegenwärtigen Niederwasscr liegen auch die Überreste der mächtigen Steinpfeiler der vormaligen sogenannte, Nö-merbriicke zmneift trocken und von einem davon ist sogar der eichene Anflageort fichtbar. Die Hölzer wurden durchgesägt; sie sind in, Querschnitt so gesund, als wären sie erst vor wenigen Ialiron hineingingt wor-den. und doch dürften mehrere Jahrhundert? seit chrcr Errichtnna, vel-flossen sein. Anö dein Unistande, daß im Flußbette nnterhalb der Brücke toine Gewölbecma'-dern. sondern nur gerade Wertstück fichtbar sind, kann geschossen nxrden, daß di? Obe,ykonftrultion der ehenialigen Nöniorbrücke aus Holz bestanden hat nnd daß diese bei einem elementaren Hochnnsser zer-stört wurde, denn es liegei, die Neste der Steinpfeiler zirka l(X1 M.'ter weit in der Save zerst,rent. - So erhielt die Umgebung von ^aibach in kurzer Zeit zwci mächtige eiserne Brücken und hoffentlich werden o,e-sen wlnstbauten in der nächsten Zukunft noch weitere folgen, die ja so notwendig wären. (Hydros.) Am 22. v. M. demonstrierte Frau M. Kan^il' über Ersnchon des Direktors d.r Leogesellschaft in Wien vor ein^n zahlreichen illnsti?,, Anditorinin ihren Apparat „Hydros". Fran .^an<-i<' hatte bei einer Dame in Galizien gesehen, daß sie zur Osterzeit „»^vil'nc^unc" (M?I,Ispeise,) m cin feuchtes Tuch Nuckelte, um sie vor dein Anslroclmn zn schützen; dadurch nnlrde aber die Mehlspeise N'.'ich nnd belam ,ach. ob es nicht auf eine andere Art möglich wäre, den Nahrungsmitteln die ihnen von der Luft entzogene Feuchtigkeit, welch? die Frische der Nahrungsmittel bedingt, zu erhalten, bezw. in geeigneter Weife zuzuführen, und konstruierte nach vielen Versuchen einen einfachen Apparat cms Zinkblech, on mit der äußeren Luft kommuniziert und worin r?ines Wasser, genau dosiert, fortwährend zur Verdunstung gelangt. Das Resultat war überraischend gut; Brot, Schinken, Käse, Mehlspeisen tt. behielten im Apparate bis zum letzten Stückchen ihre ursprüngliche Irlsche, ohne weich zu werden. Frau KauM benutzte den Apparat, der ihr sehr gute Dienste lÄstete, dulch nah?zu zwei Jahre im eigenen Haushalte, bis sie während ihres Aufenthaltes in einer Sommerfrifche, wo fich der Apparat besont>2rs nützlich erwies, durch einen befreundeten Ingenieur auf den großen allge» meinen Wert des Apparates aufmerksam gemacht wu.rde. Sie meldete hiercms das Patent an, erhielt es und übertrug die Erzeugung und den Vertrieb der renommierten Akti?ngesellsä)aft Alfa Separator in Wien. — Schon bei der ersten Exponierung de5 Hydros in der internationalen Kochkunstausstcllnng in Wien 1lX16 würd? der Apparat mit dem Ehren^ diplom und der goldenen Medaille aufgezeichnet. - (Die nächste öffentliche W e i n l o st) im hiesigen Landeswein kellen findet übermorgen von halb 5 bis hcUb 10 Uhr abends statt. Nach d.r Wein° kost wird im Caf<5 „Europa" die Militärmusil lonzer-tieren. —m— * (Ein Hochstapler v ^r u rt ei l t.)^Nie feinerzeit berichtet, hatte an, 2<1. Dezember v. I. d?r Reisende Hans Alexander Mayer Wis Eiseillappel unter dem Vorlvande, es sei ihm im Hotel Elefant ein zum Reinigen auf den Korridor aufgehängter An zng nebst einen, Paair Derbyfctml)e gestohlen word?n, von der Hotelbesitzerin NO X cüs Schadenersatz zu entlocken versucht. Mayer wurde nachmittags auf den, Trödlermarlt von einem Tickierheitslvachinannr, als er einen Ulster veirkaufen wollte, angehallen, ins Amt gestellt und sodann wegen versuchten VetruZcs dem k. k. Landesg?richte eingeliefert. Tiesertage stand nun der Gauner vor den Schranken des Gerichtes, Es wurde ihm unter anderem auch zuir Last gelegt, daß er den Ulster in der Südbahnrestauration entwendet, fernn in Graz einen Pelzrock entlockt habe. Er wird vier Monate hintnr den schlvedischcn Vorhängen sitzen müssen. ' (Verfuchter Einbruchsdieb stahl.) In einer der verflossenen Nächte versuchten unbekannte Diebe in oi<> Kanzlei des ftädtiscl>en Zimmermelsters Herrn Franz Pnst anf dem Zimmerplatze in derSchich« stättgaffe einzubrechen, mußten aber, da die Tür schr ftali mit Eifen beschlagm ift, unverrichteter Dinge abzieh?n. — (Zur Erweiterung des Bahnhöfe) in St. Pet ? r a m Karst e) erhalten wir von dort eine Zuschrift, worin zunächst darüber Klage geführt wird, daß das vor sechs Jahren seitens des Gemeinde Vorstandes an die Direktion der Tüdoahn gerichtet? Gesuch um Erweiterung des Bahnhofes in St. Peter fowie nm Verlängerung d?r Nampe und Vergrößerung der Vcrladestätten und Magazine bisher unbe» achtet geblieben sei. Ferner wird betont, dah der Ver^ kehr in der dortigenSlation gegenwärtig lOmal großcr als in tX'n ersten z.'hn Iahl-en sei unb daß die Räumlichkeiten, die den ursprünglichen Verhältnissen wohl entsprachen, nunmehr keineswegs fiir den riesigen Verkehr ausreichen können. Eine Folge davon sei der Unglücksfall im Dezember v. I., wo zwei Ve dienstete tödlich verletzt wurde',, fowie der große Un glücksfall, der sich in, Iänn^i ereignete. Infolge der unzulänglichen Bahnobjekte blinden fich fowohl die Pasfagicre als auch die Bediensteten in steter Angst vor Unfällen. An Raun, behufs Erweiterung der Verkehrsanlagen fehle es ja nicht; man brauche nur die Rampe und fdie Geleise gegen Norden zu verlängern und gegen die Reichsstrahe sowie gegen Westen zu erweitern, dann iverden die Mängel fosort beseitigt erscheinen. - Der st?ts wachsende Verkehr, der namentlich an Feiertagen in der Richtung c>'gen Fiume und Abbazia ein kolossale zu nennen sei, ferner der außerordentliche Freind'^verkehr verlangen aber, wie die Zuschrift des weiteren hervorhebt, auch die Anlage einer neuen modernen Wasserleitung, sür die seitens d?r Genieindevorstchung bereit; vor zwci Jahren alle ersorderliäM Schritte getan worden seien. Im Interesse der Tüddnyndirektion selbst wäre es gelegen, diese Angelegenheit nach Kräften zu fördern. - (Die freiwillige Feuerwehr in Reifn ih) veranstaltet Sonntag, den N. d. M. im Salon Arlo in Reifnitz eine Tanzunterhaltung unter der Paironanz der Tam^n Kleinmtine Panser, Fran-zisla Pe^-el, Anna Podboj, Matthilde Dr. Rndesch, Olga Rudesch. Stephanie Dr. Schiffrer nnd Albi,m Niti der Veranstaltnng wirkt eine Abteilung der Militärkapelle d<'s InfanleriereaimentZ Nr. 27 mit. Eintrittsgebühr 1 X. Laibacher Zeitung Nr. 29.___________________________________ 252________________ 6. Februar <906. — (Eine neue Karte der Tauern bahn.) Je näher wir der Eröffnung der Tau^rn« bahn und der neuen Alpenbahnen kmnmen, um so lebhafter wird das Interesse für sie. Die zweite Verbindungslinie mit den, Süden, die den zahlreichen Touristen und Vergnügungsreisenden ganz n^ue Gebiete erschließt, bedingt schon das lebhafte Interesse und erklärt die Spannung, mit der man der Eröffnung entgegensieht. Jedermann möchte daher ganz genau die Trasse wissen und wollte informiert sein, welche Orte die neue Bahn berührt, welche neue Ausflüge ihm geboten werden. Deshalb kann das Erscheinen einer übersichtlichen Karte als eine gute Idee bcgrüßt werdcn. Im Verlage F. H. Schimpfs in Trieft erschien nämlich eine solche Karte in Farben ausgeführt i sie umfaßt das Gebiet von Trieft bis nach Salzburg mit Einschluß der Pyrnbahn. Das Format ist handlich (Doppclpostkartcn-Format) und der Preis für die sehr saubere Arbeit wurde mit 30 li angesetzt. - (LaibacherDeutscherTurnverei n.) Der Turnrat ersncht uns mitzuteilen, daß dcr Fami-lienabend unter Mitwirkung des Humoristen F. C. Keller morgen Mittwoch (nicht wie gestern gemeldet am Donnerstag) den 7, d. M. in der Glashalle des Kasino stattfindet. ^ (Das Mas ken fest des Ge,angö-vcrein es „Ljubljana",) das Sonntag, dcn 11. d. M, stattfindet, dürfte sich, nach den bisherigen Vorbereitungen zu schließen, dem im vorigen Monate veranstalteten Konzerte würdig anschlichen. Der Ver-ein^usschuß, durch die tätigsten Vcreinsmitglicder verstärkt, will den, Publikum sowohl hinsichtlich des Tanzvergnügens als a>lch deo unterhaltenden Teiles das Beste biete,:. Es haben sich schon verschiedene Gruppen von hoher Originalität angemeldet; Weilcrc Anmeldungen mögen in Kürze erfolgen, damit d?r Ausschuß ihretwegen die nötigen Vorkehrungen treffen kann. * (U nfal l.) AIs vorgestemn abends der Tchlos-jergehilfc Josef Prodar aus Unter-l^i^ka in der Südbahnstarion auf einem Geleise stand und die von rückwärts kommende Verschiebmaschine nicht bemerltc, erhielt er von einem Puffer einen solchen Stoß ins Gesicht, datz er anscheinend schwer vyrletzt wurde. Der Maschinenführcr hatte den Mann auf dem Geleise stehen gesehen und dac- Warnungssignal gegeben, worauf Prodar so erschrak, daß er, statt sich vom Geleise zu entfernen, erst rocht auf die Schienen sprang. Der Verletzte konnte sich selbst in seine Wohnung be-geben. — (Todesfall.) In Klagcnfurt erlag am 3. d. M. Hcrr Tompropst Lambext Einspieler einem Herzschlag?. Er hatte ein Alter von 05 Jahren erreicht. Nach dem Ableben des Msgr. Andreas Em-spiclcr galt er als der Führn der Tlob?nen Kärn-tcns und gehörte in den Jahren 1897 bis 1901 dein Reichsrate an. Er war auch Präses der St. Herma-goras'Vruderschaft. — (Der GesangZv^rein „Zvon" in St. Martin bei Littai) veranstaltete am 2. d. abends im Gastliansc des Herrn Johann Robavs in St. Martin eine Vereinsunterhaltung, die einen uor° zügliäicn Besuch auswies. Die Besucher der Unterhat-wng nahmen das Geborene, insbesondere die Lieder« vorträge des bestgeschultn, Männer- und Frauen-chores, mit Dank entgegen und beteiligten sich auch rege an den verschiedenen Belustigungen, die ihnen dyr Verein bot. Die sehr animierte Unterhaltung wurde durch ein Tanzvergnügen beschlossen, —ik. — (Wasserstand des Sa v e fI u s s eö.) T»e im Laufe des Monates Jänner am Pegel d?r Lit-taier Savebrückc täglich um 3 Uhr vornüttags vor-genommeneu Messungen des Wasserstandcs des Sabc-flllsses ergaben dm, höchsten Wasserstand am 8. Jänner mit 76 Zentimeter ober Null. und den kleinsten am 29. und W. Jänner mit 32 Zentimeter ober Null. Der durchschnittliche mittlere Wasserstand im Monate Jänner betrug 43 8 Zentimeter. — Der Savefluß Üattc die höchste Temperatur am 7. Jänner mit ^ 5-2 Grad Celsius und die niedrigste am 26. Jänner mit -^ 11 Grad Cclsius nack den täglich nm 8 Uhr vormittags gepflogenen Beobachtungen. il<. (Von der om b rometrisch en Beobachtung s st a t i o n L i t t a i.) Die ombronleki,che Aeobachtungsstation dritter Ordnung in Littai verzeichnete im Monate Jänner 7 Tage mit Niede» jchlag, während 21 Tage des Monates ohne jcgllchcn Niederschlug verblieben. Die größte gefallene Nieder-schlagsmenge wurde am 19. Jänner mit eineni Nieder schlage von !l7 1 Millimeter binnen 24 Stunden, die geringste am 8. Jänner mit einem Niederschlage von 0-5 Millimeter binnen 24 Stunden gemessen. Die ge-.mntc in, Monate Jänner gefallene Niederschlagt menge betrug 70-7 Millimeter. Der im verflossenen Monate neu gefallene Schnee erreichte eine Höhe von 12 Zentimeter: sie sank mit dein 31. Jänner anf 5 Zentimeter. — Die höchste Lufttemperatur gab cs im Monate Jänncr im Littaier Savetalgebicte am 13. mit -<- 7-4 Grad Celsius, die niedrigste am 1. Iä'n> ner mit — !i 1 Grad Celsius nach den täglich um ^ Uhr nachmittags erfolgten Beobachtungen. ik. — (Von der om brometr isch en Beobachtung Zst a ti on 3ld el s be Dg.) Die ombro« lnetrische Beobachtungsstation dritter Ordnung m Adelsberg verzeichnete im Monate Jänner 6 Tage nut Niederschlag, hievon lj Tage mit Regen und 3 Ta^c mit Schneefall, während 25 Tage des Monates ohne jeglichen Niederschlag blieben. Die größte Nieder, schlagsmenge binnen 24 Stunden wurde am l,!). Iän> NA' mit 40 1 Millimeter Niederschlag, die geringste am 20. Jänner mit 4 0 Millimeter Niederschlag beob« achtet. Der gefallene Schnee erreichte die größtc Höhe am 20. Jänner mit 28 Zentimetern; die Schneehöhe sank mit 31. Jänner auf 4 Zentimeter. Die höchste Lufttemperatur lvu,rde im verflossenen Monate am 28. Jänner mit -<- 8 0 Grad Celsius, die niedrigitc >mi 24. Jänner mit — 5'1 Grad Celsius nach dc:i täglich um 2 Uhr nachmittags erfolgten Beobachtun gcn verzeichnet. Die niedrigste Temperatur überhaupt wurde am 28. Jänner lim 7 Uhr früh mit — l0-'< Grad Celsius beobachtet. —c - '* (Verloren) hat vorgestern während dor Fahrt im elektrischen Straßenbahnwagen eine Fiau in der Pfalzgasse eine auf 7 I< bewertete Bettdecke. Obschon die Verlustträgerin auf der arsten Haltestelle ausstieg und die Decke holen ging, war sie nicht mehr zu finden. — (Falschmeldung und Betrug.) In Salzburg wurde kürzlich der Lohndiener Matthias Aerger aus Rudolfswert wegen Dicbstahlvcroachtcs und tagddarauf ein anderer Lcchndicncr wegen Falschmeldung und Herauslockung von Wein und Schnaps in größeren Mengen verhaftet. Beide hatten untcr dcn Namen Rudolf Schorsch und Karl Kortajch Wcin und Schnaps von auswärtigen Firmen bezogen und diese Waren dann bei Geschäftsleuten in Salzburg veräußert. ^ (Der Frauenmoro im N a rental e.) Das unglückliche Opfer, das im Narenhale durch Mörderhand endete, ist, wie man jetzt bestimmt weiß, eine Köchin namens Marie Maier. Die Mörderinnen, die sich schon in den Händen der Polizei befinden, sind die Schwestern Friederike und Mizzi Zellner. Die eine ist ein Nüfettmädchen, die zweite ein Hotcl-stubenmädchen. Die Tat qualifiziert sich als Raubmord, dessen Beute außer de,r Habe der Ermordeten, die ein Reisekorb barg, eine Erbschaft von mehr als 10.000 l( bildete, die das ermordete Mädchen nach den Eltern gemacht hatte. Theater, Kunst und Literatur. ** (Deutsche Bühne.) Gestern fand eine Wiederholung de,r lustigen, melodiösen Operette „Schützenlicsel" statt. Das Theater lvar gut besucht, die Aufnahme der Novität neuerlich sehr beifällig. — (Die Publikationen der ,.S l o» venska 6 olsta Matica") für das Jahr <9W werden soeben versendet. Es sind dies: 1.) I^. Band, redigiert von H, Schreiner und Dr. Josef To-minüek: 2.) lerung der Privatbcamten. Das Haus begann sodann die Spczialdcbatt?, luelche mor« gcu fortgesetzt wird. Ungarn. Budapest, 5. Februar. Der leitende Auö,chuß der Koalition veröffentlicht die Botschaft Seiner Majestät des Kaisers sowie die von Andrassy dnn Monarchen unterbreiteten Vorschläge der Koalition. Die Botschaft des Königs forderte die Koalition zur Übernahme der Regierung auf, auf Grundlage der Beschlüsse des Neuner-Komitns. Der Monarch macht in der Sprachenfragc keine Konzession- cr wiro sein eigenes Wappen feststellen, welches für die gcmein» samen Ämter gelten werde. Der König ist mit der entsprechenden Anwendung der ungarischen Sprache in der Militärstrafprozeßordnung einverstanden, er wünscht die Annahme der mit dein Auslande bereits geschlossene!, Verträge sowie jene des autonomen Zolltarifes. ^ Die von Andrassy unterbreiteten Vorschläge «klären, daß auf Grundlage der Botschaft des Königs ein dauerndes Regime und ein dauernder Frieden unmöglich sei, sondern cr sei nur möglich auf Grund des Adrcßcntwnrfcs, welchen die Koalition ausr.'cht erhält. Mit Rücksicht auf die schwierige Lagc des Landes schlage die Koalition vorläufig eine Übereinkunft vor, welche dem Standpunkte des Monarchen praktisch Rechnung trägt. Da der Monarch gegen das wirtschaftliche Programm keinen Anstand erhob, s,eht die Koalition vom Zollbündniö mit Astcrrcich ab, schließt aber dcn Handelsvertrag biZ zum Ablaufe dos Handelsvertrages mit Deutschland ab. Der auto-nome Zolltarif wird als ungarischer Zolltarif ,„artikuliert, ebenso werden die ausnxirtigcn Verträge wie die bereits abgeschlossenen Verträge, selbständig in artikuliert. Die Valutaregierung werde nur durch Er richtung cincr ungarischen Bank schnellstens durchgeführt werdcn. DaZ militärische Programm der Koalition wird ausdrücklich aufrecht erhalten, u'doch in «,i«lx>n«<> gclafscn nnd von d?n neuerlichen Wahlen abgängig gemacht. Die Koalitionorcgierung würde vom Abgeordnetenhause sofort die Durchführung der Wahlreform auf breiterer Grnndlagc vorlangcn und sodann die Neuwahlen aufschreiben. Die Regierung würde die inneren Reformen sogleich durchführen, namentlich die Festigung der Garantien der Verfassung und der autonomen Institutionen. Das gemäß. regelte Beamten Material wird moralisch entschädigt werden. Dic Negierung wird siir die Kontinuität der Staatsgeschäftc, namentlich für die Voticnma, der Retrutcn sorge». Mit dem Vorschlage dcs Königs betreffs das Wappen ist die Koalition nicht cinvcr-standen. — Der Anöschuß faßte einen Beschluß, worin cs heißt, die Nation werde aus diesen Mitteilungen entnehmen, daß die Koalition möglichst weit gegan-gen sei. Der Monarch habe die Vorschlagc zurückg?' wicsen und dadurch die weitZren Verhandlungen ab geschnitten. Ein serbisches Dementi. Belgrad, 5. Februar. (Aus amtlicher ,crbi. schcr Quelle.) Die in der „Voss. Ztg." gestellten Fra-gen in Angelegenheit d^r schon dementierten Gerüchte über ein serbisch-montenegrinisches Truhbimdnis verdienen kann' cinc eingehende Beantwortung, da sie in den Voraussehungen, auf denen sie baster?!,, offcn' kundigen Wahrheiten widersprechen. Vollends befremdlich ist die Kenntnis der „Voss. Ztg." über Vorgänge, die sich nach den eigenen Behauptungen des VIattes streng vertraulich zwischen den Staatsoberhäuptern Serbiens und Montenegros abgespielt haben »olltcn. Es war nic di? Rede von einer Anschaffung von Ka-nonen serbischer Seite für Montenegro und d?m gemäß tonnte auch leine Antwort auf cinc angebliche bezügliche Anfrage crfolgen. Es entfallen auch alle Kombinationen über gcl>eime Verträge und Auslas sungen des Königs Pcter odess des Fürsten Nilolauö. Alle diese und ähnlich? Nachrösten entspringen cin und derselben feindlichen Quelle, deren Tendenz sehr durchsichtig ist. W i c n, 5. Febrnar. Dre Nachricht, wonach RcicMriegsminister Ritter von Pitr^ich seine Dc-mission gegeben hätte, ist vollständig orsundcn. Swine m ünd e, 5. Februm-. Heute vor 4 Uhr nachmittags wurde hier cin vier Sekunden andauern» dcs Erdbeben wahrgenommen. Laibacher Zeiwng Nr. 29. 253 6. Februar 1906. Ausweis über den Stand der Tierseuchen in Krain sü« die Zeit vom 27. Jänner bis 3. Februar 1906. Es herrscht: Vi« «chweinepeft im Vezirle Adelsberg in den Gemeinden III.. Fetftritz (4 Geh.), Senosetsch (4 Geh.); im Bezlrle Ootlschee in den Gemeinden Vanjalola (1 weh.», hinlerberg 1 Geh.), «««Pole (L «eh.). Lienfeld (2 Geh.), Mosel <8 weh), der «otl«uf im Vezirle Nudolfswert in der Otmeinbe Gll»h> lack (1 Geh.). Erloschen ist: dl« Tchweinepeft im Vezirke Tschernembl in der Gemeinde Altenmarlt (1 Geh.); der Motlaus im Vezirle Adelsberg in der Gemeinde Dorn» egg (! Mfh,); im Veziile Nudolfswcrt in der Gemeinde Pretna (ein aus Schwarzbach in Böhmen zurückgewiesener Transport). ll. l. Landesregierung für Kraln. Laib ach am 3. Februar 1!X)6. Angekommene ssremde. Grand H»t«l Union. Nm 2. Februar. Paximadi, Schellanber, Private, l- Flaue,,, Trieft. - Franlenbusch, Nfm.. Prag. — Schrey. Private. Ahling. — Vival. Privat, s Frau, Gelarnil. -lkimovec. Privat, Predahel. — Schütter, Kfm., Mürzzuschlag — Schllller, l. l. jtontrollor. Lingen, — Stein. itfm.. GmUnd. — Weber, Kfm.. Mo»falcone. - Pinter, Notarialstonzipient. Stein, Grahor, Architelt. Agram, — Nzozic, Notariats« landidat. s Frau. Heidelberg, — Szimez, Kfm., Graz. — Michel. Fischt, Spundler. Fuchs. Adler, Landet, lwry, Laufeed. Soudel, ilflte, Wien, Verstorbene. '.'lm l. Februar, Mulia ttermec, Arbeiterin, 29 I., Rosengasse l7. I'ulxraul. pulm. Nm 2. Februar. Maigareta Rumzucker, Besitzerin. 71 I, Tiinauergasse 7, zl)<>l!o^,no,^li<>. - Vinzenz Galle, Tapeziererslohn, 14 Stunden, Triefte, straße 20, Lebeusschlväche. Am 3, Februar., Pauliua Lulniö, Spengleistochler, 14 I.. Nadrtzlystraße 12. Tuberlulose. - Maria Kalisnit. «»chin. 82 I., Wienerstraße 6, Lungenentzündung. Äm 4. Februar. Alois Konciua, Arbeiter. 60 I., Metellogasse 4, Selbstmord durch Erhängen. Äm b. Februar. Maria Voje. Weichenwächterstochter, 10 Mon, Sparlassestraße 8. ätroi»l>iu inf»nt. , Im Iivilspitale: Am I. Februar. Vrigitla Bolha, Arbeiterswitwe. 8b I, ^«»»mu» »vnilin. - Franz Drinovc, tteuschlerssohn, 1'/. I, Diphtheritis. Am 3. Februar. Agnes Polinsel, Taglöhnerln, 62 I>, Nelnsrah. ________________________ Depot der k.u.k.Generaistabs-Karten. SRa&fiab 1: 75.000. *ßreiö pn SSlatt 1 K in Xo^enformai auf üelutuanb gespannt 1 K 80 h. z«.« lllckmhr i N »lllllhelzs VllGllllilllyl! in Aaibach. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehlihe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. 2^M "?Mi L ?! l^ühi^ , tellw7heiters " 9 . «b. 733-7 -03 NV. schwach j bewvllt j 6,1? NF. j 787 0j -0 8 ONO. schwach^ . j 2 8 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 0 0°, Nor« male -12«. Verantwortlicher Redakteur: Anton Juntel. Weil i an alter Drahrer bin — drum weih ich Bescheid und drum nehm ich. sobald sich nur ein Katarrh zeigen wlll, gleich ein paar Fay's echte Soden« Mineral - Pastillen. Die lassen gar tei» rechten Katarrh auflommen und hat mans im Anfang versäumt — na, dann hilft mir ein Schachterl Sodener halt doch immer am besten. Billiger tann man eine Erlältung auch gar nicht los werden, weil die Schachtel nur li 1 25 lostet. In jeder Apotheke und Drogen» __ Handlung zu haben, (100)3-2 "Generalrepriisentcmz fiir vsterreich. Ungarn: W Th «untzert, ««««, > » Domlnitanerbaftel 3 Eiejrante, freundliche, ruhige, sonnseitB gelegene, fttr Rich abgeschlossene (528) beHtubund aus sswei großen und einem kleineren Zimmer mit Ncliiinem Vorzimmer, großer, lichter Küche, Speisekammer, Koller, Holzlege, Dachbodenkammer, nebst dazugahKripen Bequemlichkeiten, mit eingeleiteter elektrischer Beleuchtung und Benützung des großen Gartens, ist xnm Maitermin zu vergeben. Anzufragen Polanadamm 12, i. stock. 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Klasse welcher in Nbbazia am 3, Februar 1906, nachmittags '/,6 Uhr, nach längerem bilden im 54, Lebensjahre sanft verschieden ist. Die sterbliche Hülle des teuren Verblichenen wird am Montag, den 5. Februar, um 't Uhr nach. mittags in Nbbazia im eigenen Grabe beigesetzt. Laib ach, am b. Februar 1906. (528) Das Präsidium. Für die vielen Veweise inniger Teilnahme an unserem grohen Unglücke sagen herzlichen, tief» gefühlten Danl Kranz und Panl« Levec. Laibach, den 6 Februar 1906. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 5. Februar 1906. Die notitrtsn Kürst verstehen sich w »runenwührung. Die Notierung Mtllchci «Wen und der ..Diversen Lose" versteht sich per Stü«. «eld Ware «ll«e««lne Staat« s«»l>. Einheitliche ««ue: '4°/°l°nv^ft'uerflti. Kronen be"» (Jin. Iul!) p«r wasse ,No «5 ,ou 85 b ll",,.e. W.«olen(F,br,.«u8) per Kafi, . ... . ,<»l-ü5 ,<»l?b 4«'/, ». W. Gilber (Npril-ON.) per »äffe , . . , . ,o, 4ü loi «ü 1»«0er lÄanWlose b«0 fl. 4"/„ ls.9 75 1N< ?f, l»«el .. ,oo ,l. 4°/„ «87 - »99 -l»»4,l ., »UV fl, , . 2«97b»»l ?b l«<«r ., bO jl. . ,L«»- 290- »»m,Vianbbr tl l»o jl. k"/^»9» — z«4 l/, «t««ti>sch«ld d. i. «elchs. rate »ertretenen »iiuig. reiche «nd L2uder. l^«s, «»l>«u,c. Mr,. Gold /^.ber lcalse . . . 4"/. «l«'l5 ,,» »b «1"rr. «eni, in «r»nen». stsr' ^ psr Kasse . , , 4"/n ,oo-z,s, ,<>0-4'> l^si Inoessit!«»«, «enlc. stfr." ««lchilchnn««, '«l!ab,ft,babn ln G.. Neuorwi. »r°^ ^^"' ' »"/«"«'o lli'lo '""«"' . 4«/„ lU« 05 lvl 0.^ Gtlb Ware D»» Hlanle <»l Zahlung übtl» n»«»lnl fflln>b!>HN'Mr!or>lät»» Vblig»ll»ntn. «5hm, Westbal,!,. »r«>«N 4"/» - . . , ,00 85 10»'35 Ellsabtthbahn «oll und »000 M. 4 ab 1o«/„......115 »5 «lß'«5 «tlisabethlinhn 4«o und 2(,00 M, ^ 4°/„........,18,5ll9!b sslanz Iolel'Vahn Em. 1»»4 (bib. Et.) Cilb, 4,»^ . . I00-2N wl ^n Gallzische 5karl «udw!,, - V»hi> ldiv. St) SIlb. 4"/„ . . l00-0b «0l-Una-ffaliz. «ahn 200 fl, S. 5"/« 111 »5 ll» »5 »orarlbelaci Bahn 9« 55 4"/n detlo per Ultimo 96 »5 9« 55 »'/,"/., oetto per Kasse . «7 »0 «7 50 Un„. Prümien.Anl. il ,0N fl. , 8l« 25 L2» l!5 delto il 50 fl, . 2lk - ül» - Theiß-Neg'Uose 4"/» . . , , ,«o so l6ll 6o ,"/» ungar. Wrundenll.'Oblin, ss 4"/» . SS 70 9? 7N VoO», hercea, Tisenb.«Laiides. «nlehen lbiv.) 4>/,''/n - 100 55 ,01 55 5"/o Donau l«la,.«nleiht !87« 106 50 lN?'50 Wiener «,rl,hr«.«nle!he 4"/« S9 9« lsX) 90 dtllo l»W 4"/u lU0 l0 l0l'«n «lnlehen der Ctadt Wien , . !03 L, ic»4 «5 dello (3. °d. G.) , , , ,22 »0 «23 «0 detlo (l894) . , . , 9!' c»5 lUO-UÜ detlo (1898, .... 100 10 «nl ln delto (<9tt0) . . . , 100 »5 «0« 25 betlo tInv, «.) «so» . 9i» H5 «n« 95 ' ersebau-Nlllehen v,rlo«b. »«/„ 99 4l. ,00 45 Vul«, Staatssllrnb. Hyp. «nl, ,««N <5>!>I° . . . . «"/<, «>9'4N «20 >0 Vxln, Slant«. Hypothelar «nl, »892......6"/u l20 — «2« - Gelb Ware Pfandbriefe «. V°denlr..all!,,öst,w5oI.vl,4°/« mzn ,<«>.L5 Vöhm, HvP°lhelcnbanl verl.4«/° 10N- i^,^ ^enlraI,İd.'«red,-Vl., »sterr,, 45 I. Verl. 4'/,"/. -^ ' "25« ^.-^ «entral B°d,.«reb..Bl„ ^rr.. K5I. verl. 4°/« - , - - i<"lo ,»i,<» «ret>'^nN üstcrr.,f.Btrl.'UM. » össo,.'.! Nrb.K°t, ^ vl. 4«/« 99 9« i" »Öl 4l. LpA 1.«st,60I. V«l. 4°/° 1011« K«.,« Eifenbahn.Prieritäts' Obligationen. ^d'nan^Nordbahn^..«^ ^^ ;°15° Österr, «olbwestb, ^00 ,l, S. »07- iN8.- Llaatsbahn 50» Fr. . - - - «»^ 4^0 -«übbahn ». 3°/° Jänner.Iul» 5«. Fr. lper St) "^ 31« ??. Vüdbahn l» 5»/u , . , . - 1»4S0 ,25««, Diverfe Lose delto per Vl, . , ,5« 9i ,51 95 Wiener llomm .i!°Ie v. I. «874 53« — 540 -Vetv.Schd, «"/„PrsM'Vchuldv, d. Vodenrr,.«»ft, 9U — 3200 - detto (lit, ll.^ 2<« fl, per Ult, l«30 — 113« — Donau . Dampf schiffabrt«»Ve!., 1. l l Piiv, 500 fl, «V. 100« —1010 — Dux.Vooenbacher (5isb, 40«Kr, 544- 550- Ferbinanbs'Noldl', icx»a fl, llM, 56S0 — »700 -Uemb..«lzsrn..I»s!l,'Eisenbahn' Vrlellschaft, l«»U fl, S , 5»3 50 584- Llot,b.0sttrr,,Trisst,.500sI,KM, 755'- 765- Öfterr. Nordlnestt'ahn 200 fl. V. ««— «9- brtt°(Ilt, ll,)2«»fl.S,P.UIt 444 5^ 4« 50 Pla<,.Duilr ,M,rlur'', Wechselst.»«Men. Vesellschaft. 200 sl, . . . 650 — 655 — Gelb Ware iöslerr.ung, iNaul 14»o Kronen I63A — I64A — Univübniil 200 fl...... 5«8 — 5»»'— Verlehrlbanl, all,,,. 140 fl. . «<)'— »«' — z»d»stri».Anle»lh»n>»,e«. Vauges,, all«, eslcrr,. ,0» sl, , «e?— l»9 — VrüxerNohlrnberab,.»es,,fl. se« — «««'— Eisenbahnw.Leihn.erstr.,c»fl. il»— l.«4 — ..lilbemühl", Papierf, u, V.^l», I« - ,»? — Vleltr.Ge!, alla,5Nerr,.l>o«sl, 475— 47«-— dello internal. »00 fl, «« — 60»— Hirtenberger Putr... Hünbh, u, Viel.Fabril 4l>0 Kr, . . 968 — 970— Lirslnner »rauerei ll>0 fl, . 889' 300 — Vlonlan.Geselllcl,, «sterl,.alpine 585— bll«'— ..Poldi.hütte", Tiegelguiiftahl' F..« .M, XU« fl, . , . 530— 523 — Vrager Visen. Inb,. Ges. Iarjbb Deutlchr Neichlbanlnolrn . . ll? 85 117 55 ^laliciiischt VanrnottN . . . 95 ?0 8b'M Üiubll Nolen...... »50^ «-51»° ^•Mtn *rra,krlwl>n, l'riorlt*l«n, Aktien, w ¦••. »vvliihi, nnd fulul»d. b»^WM|^^M,.^f2Verelcherung. JT. C^. mayer B«.ix3c- -u.33.cL T77"ec]a.slerere»clLÄ.ft I,»lbn«bt Spitalgame. ________ Privat - Depot» (Safe - Depositn) ¦va.ii.tor «l(»n.em T7"»r*e2s.lia.«» <ä«x Z>art*i. VtrziittH »•• BiraiitiVH In MMt*-Ktrr»at- ¦¦< ad llrt-lait*.