MARBURGERZEITllG AMTLICHES ORGAN DES STEIRISCHEN HEIMATBUNDES kacfealBt ««ifctlgMck «la Mdr0«u«lt«af|. ■•tnoaprali da vomi uhlb«>) ■onatUck RM 9,10 alatt^alUdl . ^ l'*® Pcnti»iltii®jigtb«hf| bal U«f«niDg Im Stnlfbaad «urtflUch Portoi biri Abholeo In du GMchtItwtcU« rofltochwkkoato Wlw Nr. «.WJ IM 1.—. Altnick dutck Port moDttUcb RM ],10 («IntchL 19,1 Rpf Pottitltunoagcbühr] und M tpf ZwUQ- UiQtrtorfMM Mr. S. Panraf Nt. M. fabttr. Batalitoa'aant ««rdn lai 8*9*" Vorrinaandunfl du Blnzelpra*H« und dar Portoaailagaa svgsaaodali Vartag M« «cftntUaltaM Mwfcwjp >. i. Dtm, Ba4«MM Hr. iL Paiwvti Nr. »0, »m, 1S-«. AkNOki _ 2Sl7lSk{2jSr'»S SnlSfftySliffla'trt ^utSS. "*? p»««? birt'Tbbolaa ^ d« Cl^chtftwtaua OaacklfliBlaUaa H OttU. Maifctplata iKll Nnnt Hl iTvnl ta Pattaa.* ItagartoroaaM^Nr. t Paiaraf Nr.' m. Wfi 103 — S4« iwhrtßnj _ Marbnrg-Dran, Mittwoch, 13. April 1944 Einzelpreis 10 Rp! Im Süden der Ostfront Feindliche Verstösse durch eigene Gegenangriffe beantwortet dnb Berlin, 11. April Am Ostemiontaq Mtiten dia Botochft-wi«t«D ihr« Angriffe an d«D nOrdlichea ZuqJnqen fur Krim, im Abschnitt nordöstlich Tiraspol, im Raum wettlich des Prath, bei Tamopo] und an der Ftont efldöstlich Ostrow AUt wachaender Wuohl fort. In der Aetlüchen Bukowina, zwi-echen Techemowitx und Brody sowie nördlich Kowel qriffen daqeqen die deutachm Truppen an und erreichten die qaeteckten Ziele. Auf der Krim Mit Immer heftiqer werdenden Vor* alOBen an der Landbrücke von Parekop. aus dem öetlich davon liegenden Si-waech-Landekopf und an den Bahndän^ man südlich und lüdwestlicb Genit* echesk will sich der Feind den Zutritt cur Krim erkSmpfen. Die AnniWunge-versuche qeqen unsere Vorfeldsichenin* qen am Ottteil des Faulen Meeree scheiterten. Südlich Perekop und am Slwasch-Landekopf qewaimen dUe mit Kriften bis lu Reqimentsatlrke und tahlreichen Panxem angreifenden Bolichewitten daqeqen Boden. Die eingebrochenen Krifte ttießen aber auf voibereltete Auf-fanqllnlcn, die sie nicht tu überwinden vermochten. Starke Schlachtflieqerver« binde unterstützten In kühnen Tiefan-qriffen die AbwehrkAmpfe. Dabei vernichtete eine Kette 18 Sowfetpanzer, von denen der Kettenführer Leutnant Lambert sieben cerstörte. Jäqer sicherten die Schlachtfliegeretaffeln und schoeten ohne eigene Verluste im Raum von Perekop 36 Sowjetfluqxeuqe ab. Nordwestlich Odessa versuchten die In den letzten Tagen über Rastelnaja vorgedrungenen Sowjets unsere westlich und nordwestlich der Stadt stehenden Krlflegrappen vom Dnfestr abzudrängen. In harten KAmpfen wurden Im Zuaam-manwirken mit der Luftwaffe diese Absichten von den deutschen Gruppen vereitelt. In Gegenstößen kämpften sich unsere Truppen ihre Marschwege frei und riegelten den nordöstlich Tiraspol in unsere Linien eingedrungenen Feind ab. In Bessarabien gelang es unseren Grenadieren und Panzertruppen westlich Orhei eine filtere Einbruchssteile weiter zu verengen und ihre Linien westlich des Dnjestr noch zu verstärken. Westlich des Pruth Westlich des Pruth ist der Druck des Feindes anhaltend stark. Im Zuge eigener Gegenmaßnahmen durchbrachen schnelle Verbinde starke bolschewistische Flankensicherungen, vernichteten dabei etwa 20 Geschütze verschiedener Kaliber und gewannen im Zusammenwirken mit ruminischen Truppen eine Reihe von Ortschaften zurück. Bei weiteren, durch die Vorstöße der Bolschewisten veranlaBten Gegenangriffen nahmen deutsche Panzergrenadiere und ungarische Geblrgstruppen die südlich Stanislau liegende Stadt Delatyn zurück und sperrten damit die von hier aus nach Süden führenden Bahnen und Straßen. Im Räume zwischen Tschemowitz und Tamopol säuberten unsere Truppen das in den letzten Tagen gewonnene Gelände von feindlichen Resten. Die heldenhaft kämpfende Besatzung von Tamopol wurde am Ostermontag wieder hef- tig angegriffen. Unter Abriegelung eini-flir feinälcher Einbrüche im Ost- und v^ttell der Stadt hielt sie im wesentlichen ihre Stellungen und brachte der fortgesetzt stürmenden sowjetischen Infanterie hohe Verluste bei. Zur Ausschaltung der Widerstandsnester legte der Feind im Laufe des Tages schweres VciDlchtungsfeuer auf die Stützpunkte und Häusergruppen. Bei Brody bauten unsere Grenadiere ihre vor^eschobeaep Unlen durch einige örtliche begrenzte Vorstöße weiter aus und zerachluqen dabei ein eowjetieche« BataiUön. SchlachtfUegerstaffeln qriffen Im^Tiafflug südlich Brody einen feindlichen Frontflugplatz an und vernichteten vier abgestellte feindliche Fluqzeuqe, Önige weitere Maechinen wurden durch Splitterwirkunq echwer beschädigt. Im Abschnitt von Kowel sowie zwischen Dntepr und Tschaussv .versuchte der Feind, unseren Truppen ihre Bodengewinn« aus den jüngsten Angriffsun-tetnehmen wieder streitig zu machen. An beiden Stellen scheiterten aber die boi-echewietischen Vorstöße, wobei nördlich Kowi^ slebcun Sowjetpaozer abgeschossen wurden. Im Norden Im Norden der Ostfront konzentrierten die Bolschewisten ihre Angriffe auf den Abschnitt südlich Ostrow. Sie griffen dort mit mehreren frisch zugeführ-ten Divisionen an. doch nahm das gut-Uegende Sperrfeuer unserer Artillerie ihrem Ansturm seine Wucht Nur an einer Stelle konnte der Feind in unsere Linien eindringen. Die dort stehenden schweren Waffen vernichteten eine Anzahl der eingebrochenen Panzer und zwangen die übrigen zum Abdrehen. Die Kämpfe zur Beyihigung der Elnbruchs-stellei in der sich Begleillnfanterie festgesetzt hat, sind noch im Gange. An der Narwa zerschluqen unsere Truppen In Fortsetzung Ihre« Angriff«-untemehmens zur Frontbegradigung den Widerstand feindlicher Restgruppen. Sie meldeten als weitere Beute sechs Panzer, 36 Geschütze verschiedenen Kalibers, 76 Panzerbüchsen, 192 Granatwerfer, 190 Masohlnengewehre und über 1200 Handfeuerwaffen aller Art. Die wachsenden Beutezahien unterstreichen die Bedeutung unseres erfolgreichen Angriffeunternehmens, durch dos dem Feind ein« wichtige Basis für weitere Vorstöße nach Norden entzogen wurde. Südlich Pleskau blieb es auch am Ostermontag ruhig. Der neuntÄgiqe Ansturm von mehr als zwanzig Schützendivisionen, die von mindestens 500 Panzern, von rund 220 Batterien und fünf Granatwerferverbänden unterstützt wurden, ist ebenso gescheitert wie die Mitte März von sieben Divisionen von Norden gegen die Stadt geführten Anqriffe. Der Großteil der feindlichen Panzerverbände wurde durch schwere Waffen zerschlagen. 73 von den insgesamt 306 vernichteten Sowletpanzem brachten Tirterpanzer und Sturmqeschütze zur Strecke, Antonescu an die Armee »Eurt Tapferkeit entacheidet das Schieksal des Vaterlandes« dnb Bukarest, 11. April Staattfühier Marschall Antonescu erließ aus dem rumänischen Hauptquartier •inen Tagesbelehl an die Armee, der folgenden Wortlaut hatt »Soldaten! Der Feind hat den Pruth Überschritten, die Bukowina überflutet und ist in das Gebiet Bessarabiens und der Moldau eingefallen. Eine neue Kette heftiget Kämpfe beginnt für uns. Durch eure Tapferkeit und euren Kampf wird das Schicksal des Vaterlandes und der rumänischen Heim>at entschieden. Durch euren Siegeswilten wird sich in den heutigen schweren Augenblicken der Sinn vieler Jahre voll Anstrengung und blutiger Opter erfüllen. Soldatenl Erinnert euch, während ihr unerschütterlich dem Feind zugewandt steht, dei Gebote unserer Vorfahren und nehmt euch ein Beispiel an euren Kameraden, die auf der Krim heldenhaft Widerstand leisten und weit von der He4mat entfernt Wache halten für unsere teuren Grenzen, Ich bin davon überzeugt, daß ihr, die ihr für die Grenzen des Vaterlandes zwischen euren bedrohten Heimen kämpft, ihnen nicht nachsteht. Soldatenl An der Seite der tapferen deutschen Kameraden habt ihr seit drei Jahren im Kampf stehend immer wieder zahlreiche Heere besiegt. Ihr besiegtet die schrecklichen Schneestürme der Winter, Heute habt Ihr die heilige Pflicht, in diesem Frühjahr, das den Zeitpunkt unterer Befreiung bilden wird, den Feind daran zu hindern, daß er seine Skleverel auf'ui»«*^!® moldauischen BiOder ausdehnt. * Soldatenl Ihr habt bewäirte und tüchtige Führer. Ihr habt jetzt be€8ere Waffen, zahlreichere und besser ausgebildete Einheiten als zu Beginn des Kampfes. Ihr bringt in den Kampf die Entschlossenheit eines Volkes mit, das «einen Boden verteidigt und habt in eurem entechlossenen Herzen und in euren sehnigen Armen die stärkste Waffe: die Gerechtigkeit unserer Sache. Sie wird uns helfen, auch heule zu siegen, da der Kampf zu dem Höhepunkt dieses Ringens anwächst.Durch euer Opfer erfüllt ihr da« Lebensschicksol des Volkes. Durch eure Tapferkeit und euer Opfer bewirkt ihr, daß die Opfer und Leiden eurer Vorfahren nicht vergeblich waren. Ihr kämpft und siegt heute am Pruth, morgen aber an den wiedergefundenen Grenzen der alten fürstlichen Moldau. Das Leben eurer Eltern und Kinder verlangt dies von euch. Die Vergangenheit des Vaterlandes befiehlt es euch. Zeigt dem Volk, daß wir verstehen, zu sterben, um zu siegen. Zeigt der Welt, daß wir zu siegen wissen, um nicht zu sterben. Soldatenl Eure Eltern und eure Kinder, der König und das Vaterland setzen alle ihre Hoffnung in euch. Unsere tapferen Toten, die in unzähligen Kämpfen im Laufe der Jahrhunderte gefallen sind, und imsere tapferen Ahnen und Vorfahren blicken auf euch und eifern euch an. Folgt ihrem Beispiel. Marschall Antonescu.« Der deutsche Wehrmachtbericht Der Abwehrerfolg sfidlich Pleskau Durchbruchsversuche weit überlegener feindlicher Kräfte gebrochen — Panzerverbände brachen in der Bukowina starken Widerstand der Sowjets dnb Führerhauptquartier, 11. April Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt; An der Nordfront der Krim dauern die schweren Kämpfe mit überlegenen feindlichen Infanterie- t^d Panzerkräften an. Südweltlich und westlich Odessa zogen sich unsere Truppen auf die befohlenen Ziele zurück. Nordöitllclv Tirat-pol wurde ein feindlicher Einbruch abgeriegelt, westlich Orhei eine Einbruchs-itelle auf den letzten Kampftagen eingeengt. In der östlichen Bukowina- brachen deutsche Panzerverbände ttarken sowjetischen Widerstand, stießen feindlichen Angriffsgruppen in die Flanke' und fügten zusammen mit rumänischen Truppen ihnen schwerste Verluste zu. Im Raum südlich Stanislau entrissen deutsche Panzergrenadiere zusammen mit ungarischen Geblrgstruppen die vorübergehend verlorengegangene Stadt Delatyn dem Feinde. Zwischen Tschemowitz und Brody Wurde die Säuberung des Geländes von versprengten feindlichen Kräften, die sich hartnäckig wahren, fortgesetzt Die tapfere Besatzung von Tamopol hielt weiterhin starken feindlichen Angriffen •tand. Südöitlich Ottrow rannten die Bolschewisten nach Zuführung neuer Kräfte wiederum vergeblich gegen unsere Stellungen an. Die Bereinigung eines örtlichen Einbruchs Ist noch im Gange. Südlich Pleskau griffen die Sowjets auch gestern nicht wieder an. Seit dem 31. März haben hier deutsche Truppen unter dem Oberbefehl des Generals der Artillerie Loch und unter Fühnmg des Genereileutnants Matzky die Durchbruchtversuche weit überlegener feindlicher Infanterie-und Panzerverbände vereitelt und dem Feind hohe Menschen- und Materialver-luate zugefügt. Unter anderem wurden 306 feindliche Panzer und Sturmge> schütze sowie 121 Flugzeuge vernichtet. In diesen Kämpfen haben sich die ober-•chlesische 8. Jägerdivision unter Führung des Generalleutnants Volckamer von Kirchensittenbacb sowie Sturmge-•chütkeinheiten ünter Major Emst Schmidt besonders bewährt. An dem Erfolg der Abwehrschlacht hat die Luftflotte des Generals der Flieger Pflugbeil hervorragenden Anteil. Fliegende Verbände unter Führung von Oberst Kühl und ein Flakregiment unter Oberstleutnant Bulla zeichneten sich besonders aus. In mehreren Abschnitten der Italienischen Südfront drangen Stoßtrupps In stark ausgebaute feindliche Stellungen ein und vernichteten zahlreiche Bunker und Stützpunkte des Gegners mit Ihren Besatzungen. Der Feind hatte hohe blutige Verluste und verlor eine Anzahl Gefangener. Italienische Torpedoflugzeuge versenkten in der letzten Nacht vor Anzio einen feindlichen Transporter. Ein an der Westküste von Rhodos gelandeter britischer Kommandotrupp wurde im Kampf bis auf den letzten Mann niedergemacht. Bei der Abwehr feindlicher Bomberangriffe auf Ziele In den besetzten Westgebieten wurden am 10. April und In der vergangenen Nacht 29 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Nach einem Tagesvorstoß eines schwächeren feindlichen Fliegerverbandet in den ndrdwestdeuischen Raum flogen britische Störflupteuge In der letzten Nacht nach We»^' und Mitteldeutschland ein. PK-KricÄsberichter Pe(raschk (Seh) Honvedhusaren auf dem Marsch zur Front Kürzlich meldete der Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht, daß ungarische Truppen im Raum von Stanislau feindliche Kräfte im Gegenangriff zurückgeworfen haben che und Kinder im Krieg Gedanken eines Soldaten über das heiligste Gut Von Kriegsberichter Hans Metzler (PK) So viel der Krieg in uns auch aus den Angeln hob, eines blieb unverrückbar; das Bild unserer Mutter. Hier ist heiliger Boden, den kein Spott, kein Schmutz und kein Zweifel zu betreten wagen. Hier spüren wir das Maß der Dinge, den Urgrund unseres Wesens, die Ewigkeit des Lebens. Denn Mütter sterben nie, auch wenn sie mit dem Sterben ihrer Kinder vielfältigen Tod erleiden Die Zeit ruht schwer auf den Müttern. Haben wir uns schon überlegt, wie schwer sie an diesem Kriege tragen? Ihnen bleiben Warten und Bangen, Sorgen und Schmerz und der Tod des Liebsten. Und nicht nur das: der Krieg ist unmittelbar in ihre eigene, friedliche Welt eingebrochen. Oft hat er ihr Heim zerstört, ihren Grund zerschlagen. Sie wohnen in engen Räumen unter fremden Leuten. Das alles ist fast zuviel für einen Menschen, selbst für eine Mutter. Aber ihre Liebe ist stärker als jede Not. Und so lesen wir denn den Brief: „Lieber Bubi Es ist alles wohl recht schwer. Aber wenn Du nur wieder heimkommst — dann ist alles gut . . Wenn wir uns das in dieser Stunde überlegen, wie gering scheint da jede eigene Not! Und was wir auch immer tun mögen an tapferen Taten und großen Dingen; sie können nie tapferer als das Leben unserer Mütter, nie größer als ihre Liebe sein. Daran wollen wir uns in den schweren Stunden erinnern. Unsere ganze Kraft ist nötig, um uns dieser Liebe würdig zu erweisen. Aber auch in anderen Stunden wollen wir daran denken; denn auch unsere Frauen sind in dieser Zeit zu Müttern geworden. Mütter unserer Kinder, ihr liebstes und größtes im Feld . . . Hier verwischen die Grenzen: das ewig Weibliche Ist das ewig Mütterliche, Sinnbild unseres Helms, unserer Heimat, für die wir als Soldaten die Waffen füh- ren. Dia Inneren Werte Wer aber noch eine Frau sucht und sich nicht im Klaren darüber ist, wo und wie er wählen soll, dem sei ein Rat gegeben; wähle deine Frau so, daß sie vor und neben deiner Mutter bestehen kann. Achte nicht so sehr auf die äußeren Vorzüge, sondern auf die inneren Werte, die im Laufe der Jahre nicht an Glanz verlieren, sondern sich wie die Sonne ständig aufs Neue verschenken. Denke immer daran, daß deine Frau nicht nur Freundin und Geliebte sein soll, sondern vor allem Mutter, — Mutter deiner Kinder. Es gibt da einen stolzen Satz aus dem „Zarathustra", in dem es heißt, daß Ehe der Wille zu Zweien sei, das Eine zu schaffen, das mehr ist, als die, die es schufen. Nicht nur Fortpflanzen sollten sich die Menschen, so lehrte es Nietzsche, sondern „Hinauf- und Höherpflanzen". Die Ehe sei der Garten dafür. Wo immer sich in dieser Weise zwei Menschen zusammenfinden, so kann es keine Frage nach Krieg oder Frieden mehr geben. Liebe ist Sehnsucht zum gemeinsamen Leben, zur Ehe, zum Kind. Wo Kinder eine Frage werden, ist das Leben schon fragwürdig geworden. Unsere Gegenwart läßt keinen Raum dafür. Sie zeigt, daß es nur Weniges gibt, was in einer solchen Zeit noch bestehen kann. Die Liebe aber ist der Mittelpunkt davon. Um sie kreisen im tiefsten Gmnde unseres Herzens alle unsere Gedanken. Glücklich wltd immer nur der sein, der liebt und wiedergeliebt wird. Lesen wir es nicht unseren Kameraden von den Augen ab, wann sie den Brief ihrar Frau in ihren Händen halten, die Bilder ihrer Kinder anschauen? Diesen Schatz kann ihnen niemand nehmen. Wie ein unversiegbarer Brunnen quillt er in ihnen, — eine Kraft, die insgeheim die unsichtbaren Wurzeln speist, von denen Ernst Jünger sagt, daß wir mit ihnen wohl überall zu loben wissen, Gedeihen aber nur der angemessene Ort bringe. Wo könnte dieser anders sein, als im Herzen der Geliebten? Diese Liebe aber setzt eines jener Kleinode der Seele voraus, wie sie Adalbert Stifter nennt, die nie verlorengehen können und uns in jeder Not des Lebens einen Anhalt gewähren; nämlich die sittliche Schönheit, „des einzigen Dinges, das sich nie abnützt und zum tausendsten Male ebenso entzückt, wie zum ersten Male." Liebe kann aber nicht nur verschenkt, sondern muß auch erworben werden. Und wenn sie erworben ist, gilt es, sich ständig aufs Neue wieder um sie zu bemühen. Das ist das Geheimnis all derer, die sich ein ganzes Leben lang ihre Liebe bewahrten. Heirat im Krieg? Wir sind uns alle darüber klar, daß zu einer Heirat im Krieg und Frieden noch manche« andere gehört. Aber was vermögen zwei Menschen nicht alle« zu fichaffen, die sich aus ganzem Herzen zugetan sindl Sorgen dürfen dabei gar nicht fehlen, nicht nur leicht und angenehm soll die Verwirklichung ihres innigsten Wunsches sein, denn durch diese Schwierigkelten zeigt sich beizeiten, wae an ihnen selber ist. Die Ehe ist nicht nur gemeinsame Freude, sondern gemeinsame Aufgabe und Pflicht. Tausende ^d Abertausende haben diese SchwiOTlgkeiten gemeistert. Während sich die anderen überlegten, gründeten sie ein Heim. Ihr Leben hat damit einen tieferen Sinn bekommen. Es hat gleichsam Wurzel gefaßt, ist helmisch geworden. Und wenn der Mann auch fallen sollte, so bleibt er in seinen Kindern doch lebendig. Die Frauen aber müßt Ihr selber fragen, ob sie lieber allein geblieben wären, als nun dieses schwere Opfer bringen zu müssen. An ihrem Geschick erweist sich die Wahrheit des alten Satzes, daß ee besser ist Z'U sterben, well man lebte, als zu leben, weil man nie gellebt. Denn Leben umfängt wie die Liebe Not und Leid, und der Tod ist von allem nur ein Teil, nie das Ende Nein, — Ehe und Kinder sind auch Im Kriege keine Frage, weder für den Mann, noch für die Frau. Im Gegenteil: beides erscheint gerade Im Kriege notwendiger denn je. Nicht allein nur deshalb, well unser Volk Kinder braucht und wir alle den Krieg selbst mit dem Siege noch verlieren würden, wenn ihn keine junge Generation zu nützen vermag, sondern auch um unser selber willen. Was bleibt am Ende von all im-»eren Bemühungen und Hoffnungen übrig? Ein Haus, ein Kind, ein Baum, — das Wenige ist auch hier das Meiste. Dieses aber wollen wir in einer Art auskosten und erfüllen, wie es un« und unserer Zeit gemäß und würdig ist. Das muß der sehnsüchtige und heiße Wunsch all derer sein, die Frau und Mann für das Leben suchen. Wir brauchen keine Puppen und keine gestutzten Jünglinge, sondern al« Männer Frauen aus urMerem Hulz und als Frauen Märmer, die sich und die Zeil zu behaupten vermögen. Eine harte Zelt fordert ein hartes Geschlecht, nur so wird die Zeit vom Menschen be&liount. Dia Zeit aber verströmt 8eft« 2 ♦ Kr. 103 « Mittwoch, tl April 1944 NAMRRoqi vmNm m »u'w wwp» * wwiw I wl« Was»«v fwlsch«« d«i Pt«gem. Nur WM wir illf mit gMaeio H«nen «biln-Ist uB««r, IUI wo wir lieben nnd d«a Willm zuf Bke und lum 1ü»de b«k« Veitiau«» ab«< ist die Ehe ein unfruchtbarer Acker, aul dem wohl manches wachsen, aber nichts gedeihen kann. Wer aber den Ehegefihrten noch sucht, der soll nicht nur im andeiea Menschen das Ideal finden wollen, sondern «ich selber erst bemühen, ideal zu sein. Es wird nie gana gelingen, aber die Richtung darf keiner au» dea Augen verUaren. Die Li«b« »«1 wl« das Bild der Mutter heiliger Boden, nur »o wird e« auch die eigene Eb« «Inst »«1». Fremder Sdunuts £it daxh) keiaen PUtz. So gilt es, «rttt lieben vu lernen. Di« Z«lt ist dazu angetan, steh um dia«« Art von Ldeb« vor und In der 6h« nt bemOhen und nleiMBd Ist davon au«g«schlosa«n. Steiiireffeii auf die Polizei Ntu« EmpAningra b Fw ab Folg« d«r Untvfdrikkimg«» Anb Alg«clra% 11. AptW Ii der «arokkaalaclMi Stadt Fei, di« da« Ham|>ti«ntrum d«r Jüngste» Un-mhan g«w«»«o i«t und auch heut« noch als Hochburg des marokkanischen Nationalgefühls gilt, ereignet« 8>ich jetzt ein neuer blutiger Zusammenstoß zwischen marokkanischen Patrioten und gauIHstisoher Polizei Beim Versuch «ia«r Kundg«buivg gegen di« Errichtung a«u«r Polizeistationen In der Medina flBtng«bor«n«n«t«dt) sahen sich dl« Po-htlstan plötzlich von allen Selten um-Hngt, Von den Hausmauern und Dächern regnete es Ziegel und Steine, Töpfe und Geschirr Die erregte Menge, darunter auch Frauen und Kinder, versuchten di« gaulliatiech«n Exekutivorgane in ihrer Erbitterung zu «teiriiigen und gingen ihnen mit improvisierten Schlagwaffen zu Leibe. Da diese sich mJt Ihren Schußwaffen zu schützen versuchten, gab es zahlreiche Tote und Verwundete. Einem weiteren Bericht au« Fez zufolg« hat die Lage dort Ihre neue Zu- spllraBg «ifaliraB vor «mai dwdi dl« Jeder Ub«rliel«nmg wHtonpf^dMad« «llndlg« Besetzung d«r Btn9abor«B«a-«tadt ndt franiösischar PoUiaL Allgemein wird in P« Ober die Schreckenjsherrschaft Klage geführt, welche die Senegalschützen nach der blutigen Niederwerfung der Unruhen in der Stadt ausüben Sie haben jetzt die Erlaubnis erhalten, alle Teile der Stadt zu durchstreifen. Plündeningen, Einbrüche In arabische Hftucer, Überfälle anf Ffatien und MSdchen sfnd an der Tagesordnung. Ende März waren wieder zahlreiche Zwischenfälle mit Totari und Verwwideten zu verzeichnen. Die vergangenen Unruhen haben den gaullistischen Behörden jetzt endlich auch den längst gesuchten Vorwand zur Verhaftung der dreü sehr begüterten Brüder Septi gegeben, die zu den reichsten Familien Marokkos gehören und umfangreichen Grundbesitz auch in den Europäervierteln ihr eigen nennen. Ihr Vermögen dürfte beschlagnahmt werden. Außerdem wurde In Fez noch Abd «1 Mejed Tazi) festgenommen. Japanischer Vormarsch in Indien Nachlassen des feindlichen Widerstandes — Enttäuschung in England dnb Tokio, 11. Aprit Di« jünqsten Berichte über den Vor-saaivch der Japdner besacjen: Indisch-japamsche Streitkräfte, die die Säuberunqsaktionen im qebirQiqen Gelände um Korhima fortsetzten, nahmen «inen wichtigen feindlichen Stützpunkt etwa 10 Kilometer nördlich von Kochiroa ein und schnitten damit den feindlichen RUckzugsweq in dieser Richtung vollkommen db. In der Zwischenzeit vereinigten «leb unsere Streitkrift«, die Kochima besetzten. mit e^.ncm anderen Truppenverband, der strategisch wichtige feindliche Stellungen nordöstlich von Kochima eingenommen und etwa 300 feindliche Soldaten umrlnqelt hat. die In westlicher Richtung zu entfliehen versuchten. Der feindliche WWerstnnd nimmt Infolge der unaufhörlicher) B'ehämmerunq durch unsere Truppen aVmählich ab. Mehrere taufend feindliche Soldaten, dde von Norden. Nordwesten und Westen schwer bedrängt sind, leisten nunmohr den letzten verzweifelten Widerstand, sie können aber Ihrem unvermeidlichen Schicksal der völligen Vernichtuno n^icht mehr entgehen. Der Londoner Berichterstatter de« Madrider »Arrlba« meldet seinem Blatt, daß die Entwicklung des fapanisrhen Vor- marsches westlich der indischen Grenze die cruiliscbe öffentliche Meinunq stark beunruhige, Aua der englischen Presse erhalle man den Eindruck, daß die alliierten Streitkräfte trotz zahlenmäßiger Überlegenheit rlejQ Vorgehen nicht genügend Widerstand antgegens«>tzen könnten. — »Daily Express« drücke «ich In scharfen Worten gegen die Strategie Lord Mount-battens aus. Auch mit der Entwicklung in Burma «ei man »ehr unzufrieden, da nur noch wenige Wochen zur Kriegführung in diesen Gegenden verblieben. Mount-batten habe die öffentliche Meinung enttäuscht. »Daily Mail« spricht von Meinungsverschiedenheiten zwischen Mount-hatten und Stilweil. Juden bei den Buren unerwünscht dnb Stockholm, 11. April In einer Versammlung erklärte der Abgeordnete Louw, der der nationalen Opposition Südafrikas angehört, sein« Partei habe nichts gegen die Einwanderung an und für sich, vorausgesetzt, daß den Bedürfnissen Rechnung getragen und die Einwanderung auf erwünschte Einwanderer beschränkt würde. Seine Partei sei aber der Ansicht, daß — nachdem bereits eine Judenfrage in der Südafrikanischen Union besiehe — die jüdische Einwanderung eingestellt werden müsse. Ereignisse und Hoffnungen Sie hielten nicht Schritt miteimtnder, sagt Cofd^lt Hüll Ii Ua»«UMi, II. Avrll Pnr nctfdamedkaalMtt« AufteapilnUt«r Cord^ll Hull «PTtch am SotvM^fl i™ USA-Rundfunk Üef di« Außenpolitik d«s V«a«lnigte« Staat«!, laln« Ra^ hielt, wi« sehe» dIa l«it verdl«*!«, jetzt Irgend eine Schrelberstalhnm bekommen könnte. In den vier Monaten, die verflossen «bid, seit er die Uniform ausciezogen hat, ist er immer wieder abgewiesen worden, sogar von Firmen, so klagte er, die noch ständig in den Zeitungen nach Arbeltskräften angeln. Verstehen Sie das, frage ich Sie? «Nein, Ich verstehe es auch nicht«, antwortete die nordamerikanische Journalistin dem Soldaten und zugleich ihren Lesern, »Ich verstehe ea uin^o wetifler, als man es bei diesem ehemaligen Soldaten mit einem nordamerikanischen College-Absolventen, also einetn Stodenten mit Abschlußexamen zu " tun hat.« ' ■ i r tc LiMaboo, U. April »Huadeittausend« von ehrenvoll aat* laasenen Soldaten und Matrosen stürmen vergeblich Arb^tsbörsea und aadar« Var* miltlungsbUros«, berichtet dia nmdam«-rtiianiacha Reporteria Truda Mocul* k>wghe. >A1» der Junge Podn«T Olfanora ha Herbst vorigen Jahres au* der Ana«a susg«mustert wurde«, eo «chreibt dta Journalistin u, a., »sagte er «einen Kameraden zum Abschied, «r würde letzt als RüstungMrbeiter bald 100 Dollar In der Woche verdienen... Da« ist die Meinung, die sieb unsere Soldaten nach der allgemeinen Vorstellung von den Verhältnissen in dar Heimat machen. Aber Podney hat ««it s«ln«r Au«muatarunq nicht «iiKmal Int Monat 100 Dollar verdient. Br ist nämlich heute noch auf dar Arl>eits«uche. Der goldene Knopf, den sr auf dem Rockaufschlag tragen darf undder Auskunft darüber gibt, diiß er ehrenvoll aus dem Militär entlassen worden i«t, hat ihm l>ei der Jagd nach einem »Job« bisher verzweifelt wenig geholfeiL« Die Journalistin erklärt dann, daß in den Vereinigten Staaten schon mehr als 900 000 Mann mit solchen goldenen Knöpfen herumlaufen. Man finde sie vor den Arbeitsbörsen und den gGSchäftamäßigen Vermitllung<5büros. Sie versuchten ihr Glück mit Stellengesuchen in Zeitungen, in denen sie schreiben »Junger demobi- M^ßjSNbktes Attentat Auf Mexiko» Staatsprüsidentea tc Lissabon, 11. April Am Ostermontag wurde auf den mexikanischen Staatspräsidenten Camacho, wie Reuter meldet, ein Anschlag unternommen. Der Attentäter, ein Offizier der mexikanischen Armee, drang in den Palast des Präsidenten ein und feuerte aus einem Revolver mehrere Schüsse gegen ihn ab. Präsident Camacho blieb aber unverletzt. Er sprang auf den Attentäter zu und hielt ihm die Hände fest, während einige Mitglieder der Begleitung des Präsidenten dem Offizier die Waffe entwanden. Weitere Einzelhelten über den mißglückten Anschlag sowie über die Motive des Attentäters sind noch nicht bekannt. Honved-Abordnung in Wien dnb Wien, 11. April Die Reihe der Besuche ausländischer Offiziersabordnungen anläßlich der Großausstellung „Unser Heer" setzte die ungarische Frontkämpferabordnung fort. Die Honved-Abordnung wurde vom Befehlshaber Im Wehrkreis XVII General der Infanterie Schubert begrüßt. In seiner Ansprache gedachte der Befehlshaber der tapferen Söhne Ungarns, die Im ersten Weltkrieg in treuer Waffenbrüderschaft mit dem deutschen Sol- daten blK zum letzten Einsatz gekämpft haber\. Der Führer der ungarischen Frontkämpferabordnung, Feldmarschal* leutnant Vltez Jenö M^oi, brachte den Dank seiner Kameraden und dei gesamten Honved für die Grußworte des Befehlshabers zum Ausdruck, den er mit der Feststellung verband, daß die nach Wien gekommene Honved-Abordnung die Gefühle aufrichtiger Hochsch&tzung und tiefster Waffentreus mitgebracht habe. Ernennungen in Ungarn tc Budapest, U. April Der Vitegespaa des Pester Komitats Dr. Ladislaus Endie, der bisher im Innen-miiüsterlum mit der Erledigung besonderer Aufgaben betraut war, ist zum Leiter des technischen Teiles der Judenfrage ernannt worden. Der bisherige Oberbürgermeister von Budapest Homonnay wurde auf eigenen Wunsch seines Postens enthoben. An seine Stella tritt Tibor Keledy. Er steht im 49. Lebensjahr und war seit 1040 Bürgermeister der Stadt Klausenburg. Die Regierung Sztojay hat den Rektor der Universität Debreczin Dr. Händel reaktiviert Er war von Kallay wegen der Erklärung, Ungarn müsse mi ganzer Kraft den Krieg fortsetsen und treu an der Seite seines großen Verbündeten ausharren, beiseite geschoben worden. Letzte Tage der Kerkerhaft Erlebnisse von Deutschen der Untersteiermark vor drei Jahren Voa Frani Kralnz Als am 6. April IMl die deutschen Armeen auf Befehl des Führers zu ihrem Siegeszug durch den Balkan antraten, näherte sich nach vielen entbehrungs reichen, im serbischen Kerker in Mitro-wltza verbrachten Monaten, der Tag. der uns die lang- und heißersehnle Freiheit wieder bringen sollte. Kriminelle hoffen Wir politischen Häftling« waren mit dan kriminellen Verbrechern zusammen untergebracht und mit diesen auch in den Gefängniswerkstätten gemeinsam beschäftigt. Als deutsche Truppen in die Tschechoslowakei einrückten, begannen die serbischen Behörden mit Kriegsvor-bereltungen. Durch In der Stadt MltrowUzs arbeitende Sträflinge, die es von Zivilpersonen gehört hatten, gelangte diese Nachricht In di« Anstalt. Sie bestärkten schon früher aufgetauchte Gerüchte über eine bevorstehend« Amnestie Einige »schwere Jungens«, die Im Jshra 1914 bereits in Gefängnissen Serbiens gesessen hatten, wußten sofort >u er-lählcn, daß damals die meisten Gefan-gen»n aus der Haft entlassen und zum Mllltir aingezogen worden waren Man erwartete daher die allgemeine Mobilmachung und dia zu solchen Anlässen fällige Amnestie Nun war wieder einmal Patriotismui Trumpf, Viele von den Kriminellen witterten Morgenluft und die Gespräche begannen sich bereits um die Beute zu drehen, die sie in Ungarn und Im Reich zu machen hofften. Sie spielten sich als Uberpatrioten auf, denn dadurch hofften sie von den Anstaltsdirektoren gut beschrieben und für den allgemein erwarteten Strafnachlaß vorgeschlagen zu werden. Die Gehässigkeiten gegen uns steigerten sich bis zu tätlichen Bedrohungen. Die Bewachungsorgane verhielten sich diesem Treiben gegenüber mehr oder weniger passiv, fürchteten sie doch, in den Verdacht zu kommen, mit uns, den erklärten Staatsfeinden, zu sympathisieren. Von einigen chauvinistisch eingestellten serbischen Intelligenzlern und Halb-intelligenzlem abgesehen, die sich schon all die lange Zeit dar Kerkerhaft hindurch in dieser Rolle gefielen, hatten wir bisher Im allgemeinen Ruhe von dieser Seite gehabt. Mit dem Abschluß des deutsch-Jugoslawischen Freund schaftsvertrages begann jedoch eine Deutschenhetze Innerhalb der Strafan-stflltsmauem, die durch wildeste Gerüchte ständig Nahrung erhielt und an der sich aus den vorher erwähnten Gründen ein großer Teil der Verbrecher beteiligte. Wir trafen uns nun regelmä ßig »an einem gewissen Ort« und besprachen Immer kurz unsere Sorgen, NdJte aber auch Hoffnungen. Und so kam der 3. April 1941 heran. Am Nachmittag wwVan wir in Mitrowitza aus den Werkstätten geholt, in den Einzelarrest gesteckt und am Abend mit unseren Zivilkleidem ausgestattet. Am 4 April um 9 Uhr vormittag hieß es antreten und zwrtr im Verwaltungsgebäude, wo wir von der Gendarmerie übernommen und sofort in Ketten gelegt wurden. Dann Fußmarsch zur Elsenbahnsta-tlon. Im nächsten planmäßigen Personenzug wurden wir verladen und nun ging es Brod an der Sawe entgegen. Einige abgestellte Flugzeuge konnten wir vom Fenster aus bemerken, trotzdem sie mit Heu getarnt waren. In jeder Bahnstation der bei der Mobilisation Übliche Rummel. Tausende von Reservisten warteten Überall auf ihren Abtransport. In Brod stießen dann die Schicksalsgenosseo aus Nisch zu uns und wir wurden In die nach Senitza (Richtung Sarajewo) führende Schmalspurbahn verladen. Wir sangen die ganze Nacht hindurch alle Lieder, die uns nur einfielen; die Wacht am Rhein, das Deutschtandlied, das Horst-Wessel-Lied, Prinz Eugen und ähnliche. Die Gendarmen, die uns »freundllchßr-weisa« mitteilten, daß wir nur dann am Leben bleiben würden, wenn es nicht zum Kriege käme, ansonsten wir mit unserer Erschießung rechnen müßten, vnjn-derten sich sehr über unsere Fröhlichkeit, Am 5. April frühmorgens kamen wir In Senitza an und wurden auf dem zur Strafanstalt führenden Industriegelelse hineinverschoben. Der Empfang war betont frostig. Dort wurden wir In unseren Zivilkleidern tu sieben In eine Zelle gesteckt, aus der vorher alles, auch die Betten, auageräumt worden war. Dar einzige Komfort war der Fußboden aus flrhtPTibreltern. Am 6 April stießen die ersten unserer Flugzeuge bis zum Eisenwerk in Se-nitza vor und wurden von den Serben von wütendem Flakfeuer empfangen. Die Stimmung, t, ^ CUM belnfiait wffd «la Abkcm*"¥i abgpchlomn woran, Jk d»m tMt äadogUo tur MU» gabu waliif/cfifndec Injjßr- ass^ b99§ilgelind^ti ha^ Dif ytrlmUfl-Jungtn Mind mJt afnaai BtauJtragfn 7i-toa geJAhrf waadaa JMtf TeJegie^' w/tJ wl»»^, dpi BqdotM» 4*- SfuQch« It(UtM4 wi WmBtint» uM me preisgegeben fiat. Dif llaJItnlfchen Verrätertruppeii d/f auf dem Balkail käm^B, dam titos ufttetitaUC Wf tdaii DIeaea Abkommen überrascht nicht, BadoglJo lührt nur auB, ..was Ihm von Moskau aulerlegt wurde ala Vorbedin-gmi0 c|pMi, daß man wenigstens dan Hqmn nact^ «tJa „Jiigierungschel' tafieü. Sr kat a^i 4^^ Balkan nichts zu Mgen, ctbef ttf» von Ihm verratenen Itall^ngr müssen in den Reihen Bimehtfiß wmUef Kriff äUuan. Kel nen offenen Krieg, sondern, w/e es dem Wesen Verräters entspricht, einer Ktf«g aus dam fffnt^fkalt. Nm RittdrkrMztrlgur dab Be^llik, 1). Aprü Dar Führer varileb Vprsdilag das Obarbef«hi>hab«jr» d»i tüftwoffa ma»»chaU G6iing dM Rittarhreus d«a Bitasisen Kraum ai| Ohariastaanl iot haan Klausi StaMalfühiat in abiaiD Schiachtgaschwtdar (fs^o«en taii JahM 1918 als Sohn eines tCtÜitn ia Tiaia, Krats Kochern a. d. Mosel), und Oberleutnant Anton Andqifer, Skaffftlführar in einem Sturskacipfges^hw^dwr (gatKrraa 1019 ir Lln^ %. d> UaA-FUeterlrledlof b der Schwell dnb Ban, 11, AprU Di« «^aiailkanisehejn TerrorflicMi ha-l]«n als Folg« der aibitlertan Luluftmpfe mit deutachan Jäge» la dar neutialaa Schweiz, wohin sie .manchmal antkom-mea körmac, dyrch Absturz und Notlandung Uuei Bonnber «o scbwaia Mann-schaftsvei\usttt. daß dla Amazlhanai Jatzt in Münsingen eitian „amarlkaniechea Friedhof' angaltgt haban. Rote»-Kreu9-Schi|l «ngeiriflen dnb Barli», 11. Apill Am Ü. ApjU gegen 13-20 Uhr griffen sieben briti^a und nordamarikanisch« Jagdbomtiar südlich La Nouvella an der »ü^ranzösischea Küste bai bester Sicht da» Im Dienst des Intarnationaien Roten Kreuzes fahrende schwedische Schiff^ „Embla" an und satztan e» in Bran± Dia „Embla" war vor&cbriftsmdßia aekean-zeichnet und d^ Gegner' aU Scnltf des Roten KreiuQS bekannt.' Das schwer beschädigte Schiff Konnte brennend In den Hafen Port Ven^n ein^ia^di^t werden. Die Ladung ^vürd9 ^u' 4Cwa «laem Drittel durch Brand vernichtet ' ' ' Eines der zweimotorigen flugzeuge, die gleichzeitig noch französische Fischerfahrzeuge mit Bordwaffen beachos-seui streifte den Mast der „Embla" und stürzte ab- Zum bulgarischen follzalprlsfdenten ernannt. Per bisherige Kreiadlrektor von Sof^a, Sokoloff, wurde zum Polizeipräsidenten Bulgariens ernannt. Sokoloff gilt als «ehr energteche Persönlichkeit. Juden fühlen sich sicher, Rabbi Wise erklärte'In'Neuvork,Eno^and werde die Bestimmungen dea Paläatlna-WaiBbu-che» niemals durchführen. Die Juden brauchten daher keine Befürchtiqungen tu haben. Er, Wiae, habe volle« Vertrauen zu Churchill und Rooeevelt SowiatagtlatioR hi Tabakpakelen. In zahlreichen Tabakpaketen, die aus Kuba nach Spanien gaianqten, «ind bolecha-wlstische Flugblätter gefunden worden, in denen für die kommunlstifohe Partei qeworben wird. U, a, wird Stimmung für Stalin und für die berüchtigte «panische Kommunistin Paisionaria gemacht. Orurk o Verlag Msrborqar V«rlags u Drarksrei G*f tn Ii *. •» VaiUgilellasg egon Btom^artnai Hiiuptg <]l> Blatte; bei hAherei Ifwutl orter BetrlebÄttflniiii qtbt kelnan Antpnirli 4ul »Arhrnhluna de» Bwug* q«M«* Hinmal schoß ein besonders eifrige Wächter auf eines unserer Flugzeuge aber die Anwort ließ nicht auf sich war ten. Der Flieger stieß sofort heruntP und funkle mit Bordwaffen einen Feuer stoß hinein, daß Mörtel und Dachzle gel nur so spritzten. Bine Abmachung Unsere Truppe näherte sich Imme mehr der bosnischen Grenze. Damit be gann die Gefahr für uns sichtlich zu steigen. Massengräber wurden ausgehe ben und uns zu verstehen gegeben, daß sie für uns bestimmt seien Im Falle des Herannahens unserer Truppen. Die kroa tischen Wächter begannen Immer mehr mit uns Fühlung zu nehmen und ein Feldwebel, der vom Kerkermeister den Befehl erhielt, uns zu beseitigen, riß sich die Sterne herunter und verweigerte den Gehorsam. Den Serben begann es langsam nicht recht geheuer zu werden Durch die kroatischen Wächter erhielten wir am 12. April bereits alle zwei Stunden die Radlonachrichien und auch vertrauliche Mitteilungen, die an die Leitung der Strafanstalt durchgegeben wurden, zugeflüstert. Zum Beispiel: »Die Deutschen sind in Brod«, »Banlaluka Ist gefallen« usw. Auf einmal hörten wir: »Die Deutschen sind noch 120 km von hier« und gleich darauf, daß es nur mehr 80 km seien. Nun war es mit der Ruhe vorbei. Die FlüstÄrverständlgung klappte. Parole; nach dem Spaziergang geht niemand In seinen Käfig. Als wir vom Spaziergang zurückkehrten, blieb alles vor den Käfigen stehen. Alle verlangten sofortigen mpfang einer Deputation beim Direktor, sie würde unsere Fordertmgen vorbringen. Die Wache wird bl«§. (Schluß folotl NARBURGER ZEITUNG j Mittwoch. 12. April 1944 * Nr. 103 * Seit« 3 Eias = Tausend I Dds Niedcrrteutsche kennt eine lief-linnige Redeweise, die aHqeineinverständ< Ilch übersetzt, lautet: »Wer ein Wort •chwAiqt, «chweiqt tausendl« Wann wäre •olches Lob der weisen ZurOckhaltunq in dir R«de wich(lq«r als tin Krieg«, wo im wahren Sinne des Worte* die Wände Ohren haben, so scharfe Ohren soqar, daß der wache Feind mit ihnen über Kon-tinentd und Meere hört? . Dieser Feind ittzt neben dir im Eisenbahnabteil und in der Straflenbahnt kommt wie du an deJ-nan Stammticrhi steht hinter dir an deiner We^bank und b«gl«itet dich coqar ia deinen Feierabend. Und immer wartet •r tuf ein unbedachtes, leichtfertiqee, eitles, schwitzendes und dummes Wort. Der mflsse lanqe warten, meinet du und ahnet qar nicht, daß du ihm im nächsten Augenblick schon den Gefallen tuet. Ihm zu verraten, wa« er qeme wissen möchte: Du «rrählst, die längste Zelt seit du nun rum Stammtisch gekommen. Ab nächster Woche arbeitest du In H. in dem neuen Werk. — Huschte da nicht lautlos ein Schatten an deinem Tiech vorüber? Nur ein kleines Beispiel, dqran man viele berichten könnte. Ein unbedachte« Wort, die Sucht, auch »mitreden/ zu können, die Eitelkeit, mehr zu wiesen als ander«, Getlankenlosiqkeit, [hunmheit und Schwätzerel spielen dem Gegner immer wieder Kenntniese «u, die eines Taqes die GeetaU von Bomben und Granaten annehmen. Nur dämm, weil du ein Wort zuviel sdqtestll Dieees eine Wort kostet vielleicht hunderten deutecher Menschen das LehenI Dieses eine Wort katm ein wichtiges Werk für lanq^ Zeit etilleqen! Hätteet du ein Wort geschwiegen, hätten tausend andere nicht gesprochen werden, hitte der Feind nicht einet lorgfiltig an det andere reihen können lu einer wich» Ugen Meldung. Ein Geheiranle wire ein Gehelmnil und damit eine Waffe geblieben. Das achtlos aueqeplauderte Geheimnis ist aber eine Waffe iii der Hand d«e Ge Schäften in die einzelnen Bauernhöfe la den Ortsqruppen aufgeteilt Dabei wurden persönliche Wünsche wedtgebend berücksichtigt. Nach einer Ruhepause begrüßte Kreisführer Doifmeister die Umeiedler. — Er freue sich, so betonte er, daß diese kampfqewohnten Bauern in seinen Kreis kommen. Mit kurzen Worten streifte er die Probleme der Untersteiermark und wünschte ihnen baldiges Einleben in der neuen Heimat, die gerade und aufrechte Bauern brauche. Er erktmdigte sich dann eingehend über das Schicksal der einzelnen Familien, Klein und nebensächlich wurden die eigenen Beschwerden gegenüber den schweren Drangsalen, die sie unter dem Bolschewismus zu ertragen hatten und man'wurde froh bei der Gewißheit, im Schutze der Waffen de« Groß-deutschen Reiches leben zn dürfen. Im Laufe des Samstags und Sonntags wurden die Familien an ihren Bestimmungsort gebracht. Dort werden sie in den Arbeitsprozeß eingegliedert und auch wertvolle Bereicherung von Mitarbeitern in den Ortsgruppen Hlden. Viele von ihnen werden Wurzel Schleen und hier bleiben und den Abwehrwaii bHden, der in Hinkunft fremde Einflüsse im Keime ersticken und für die Sicherheit der Grenze an der äußersten Südoslecke des Reiches sorgen wird, B, P. Burschen am 21. November 1943 Während für die Abhaltung des Mädchen-Lehrganges keine Schwierigkeilen bestanden, m gelte es für die Burschen an geeigneten Fachlehrkräften. Es wurden riber trotzdem «11h Schwierigkeiten ge-nioistrrt und der Lehrgang mit eittcm ertreulichen Erfolg beetideL Unter den JO angehenden Jurtgbaiiern befanden sich auch ifi Clus der Lintersteiermark, davon vier aus dem Kreis Cilli In .10 Wochenstunden wurde ihnen im theoretischen Unterricht, vornehmlich aber in praktischer Arbeit jenes Wissen vermittelt, über das beute ein deutscher Bauer ver« fügen muß, wenn er allen .Anforderungen gerecht werden will. Dem Mädchenlehrgang gehörten auch 17 Untersleirerinnen an. Neun davon stellte der Kreis Cilli. Der Zweck dieses Lehrganges ist die Heranbildung der Mädchen zur Führung eines bäuerlichen Haushaltes und zur deutschen Landfrau im Sinne der neuen Zelt. Es gab daher piakllsche Übungen in Küchen-, Hausund Nadelarbelt, sowie Unterricht über alles, was heule eine deutsche Bauersfrau wissen muß. Neben dem Lernen war aber immer noch genügend Zeil für ein frisches Lied, ein frohes Wort und den schönen steirischen Volkstanz, der eifrigst gepflegt wurde. So konnten im Laufe des Lehrganges die Burschen und Mädchen zu einer verschworenen Kameradschaft erzogen werden, die sich auf den Lerneifer und die Haltung bestens auswirkte. Lehrausflüge in die Bergwerke, Induslrieunternehmiin-gen und Therrnalbäder im Kreis Cilli haben das Wissen der Schüler vertiett und bereichert, eine Führung durch Cilli ließ die tausendjährige deutsche Ge-schichta der Untersteiermark erstehen. Zum Gauenlscheld für den Kriegsbe-rafswettkampf wurden zwei Schüler und zwei Schülerinnen, darunter Kamerad Albin Sketa aus Fraßlau und die talentierte Maria Merslawitsch aus Anderburg, Kreis Cilli, nach Graz entsendet Der Leiter der Schule hub besonders die bereits erreichte Gleichwertigkeil der untersteirischen Jugend mit denen der Altsteiermark hervor, die bei den Prüfungen zum Berufsweltkampf, dan Landarbeitsprülungen des Reichsnährstandes in Ponigl und bei den Abschlußprüfungen bereits die Gleichwertigkeit in den Leistungen erreicht haben. Daß dies in der kurzen Zeit von drei Jahren erreicht werden konnte, ist vor allem der gründlichen und umfassenden Aufbauarbeit des Steirischen Heimatbundes zu verdanken. Sodann wurden an die sechs besten Schüler und neun besten Lehrgangsleilnehmerinnen für besonders gute Leistungen Bücher verteilt. Mit Worten der Gaureferenlin Frau Haas und der Führerehrung war die eindrucksvolle Feier beendet. Anschließend wurde die schuleigene Ausstellung besichtigt. Sie war sehr reichhaltig beschickt und sprach vom Fleiß und vielseitigen Können der Mädchen, aber auch für die Lehrerin, Fräulein Barbara Wleseneder, die mit viel Temperament und pädagogischem fiio- fühlungsvermögen den zukünftigen deutschen Jungbäuerinnen in fünf Monaten alles, was sie zu ihrem Lebensberuf brauchen, beigebracht hat. Der sich anschließende lustige Dorf-nachmitjag wurde von den Lehrgangsteilnehmern selbsi gestaltet und durchgeführt. Schon der Tiroler Einzugs-mdrsch, vom Anderburger Streichorchester flott und schneidig hegleitet, brachte die richtige Stinmiung, darm erfolgte fast pausenlos der Ablauf des reichen Progranunes. Inzwischen war auch Krelsföhrer Dorfmeister erschienen, der an drei Landvolkkundgebungen gesprochen hatte. Er wtir von dem gebotenen sichtlich beeindruckt und freute sich ganz besonders, daß in dieser aufgeschlossenen und lebensfrohen Jugend kein Unterschied zwischerf Altsteiennark und Unter Steiermark mehr zu sehen war. In einer längeren Pause sprach der Kreis führer mit den Cillier Lehrgangsteilneh mern die alle den Lehrgang mit seht gutem Erfolg beendet haben und durch Wegs Bauern, ja sogar Wehrbauern werden wollen. Scljwer war das Scheiden von diese fröhlichen Schar, die am nächsten Mor gen in alle Gegenden der Steiermark fuhr. Sie haben in den fünf Monatei nicht nur viel gelernt sondern auch ge zeigt, daß die Altsleiermark und di( wieder heimgekehrte Untersteiermarl; ein Wille verbindet, der auf einem Wcf nach einem Ziele strebt. Und diese Er kenntnis war vielleicht das beglückend sie Erlebnis dieser schönen und irohbe ■wegten Abschlußfeier. P. Vom Standesamt CHIl. Ans Ssmetfl fand in Cilli die Eheschließung dee Föhn richs Richard Heianrath, Träger de* Eiser nen Kreuzes I. Klasse, mit Parteigenossdr Traute Bratanitsch aus Rohitsch stall. — Während die Braut in der lllegaleai deut sehen Jugendarbeit in Cilli tätig war und nach der Befreiung Mädlgruppenführerin der Deutschen Jugend, Ortsgruppe Forst wald, wurde, gehörte Richard Heimrath zu den aktivsten Mitarbeitern der Reichsdeutschen Kolonie in Cilli. Bald nach doi Befreiung rückte er freiwillig ein und stand durch zwei Jahre an der Ostfront Todesfälle. In Marburg verschieden: Der 59jährige Zugführer Franz Krainz aus der Grazerstraße 21} der 59jährige Besitzer Cvrill Tirech aus Oberlase bei Pöltschachf die kleine Heidelinde Fiala aus der Mellingerstraße 63j der 741ährige Slrafaufseher i. R, Anton' Pinka au« der Naqystrale 19( die 82iähriqe Hausbesitzerin Katharina Kalloüi aus der Bären* reitergasse 26) da« ElektrikerssÖhnchen Stefan Malek au« Unterrotwein 50j die 62jährige Private Elisabeth Oresnik aus der Kapstraße 5; der 62jähriqe Auszüqler Slefan Solititsch aus Kötschi die 82jäh-rige Hausfrau Maria Rntei au« Pikern i66| der 67jähriqe Maurer Aloi« Ferqul aus der Grazerstraße 55 und der 73jähriq6 Reichsbahner in Ruhe Felix Wokatsch vom 47qer-Plalz 3. — In Arndorf starb der dortige Gastwirt und Grundbesitzer MaiLin Rdüborschek. MARBURGER ZEITUNG Überschweimnungen in Argentinien Oberfcrhwemmunqen im «üdlichen Teil der Provinz Buenot Alrei, die durch •tatko. Rcc^enfÄlle verurMcht wurden, habon m einiqen Gebieten katastrophalen Ucnfanq anaenomnien. In den becon-ders s'ark betroffenen Gebietan von Bahia Bianca, Pringle« und Coronel Sua-rez, sind zahlreiche Tote und Vermißte zu bokl(j(jeii. Die argentinische Reqie-run.i Iiat Fluqzeuqe elnqe«et2t, um dl« Bevölkorunq mit Lebensmitteln zu ver-6orqen. Srhmil! gefällte Mörder. In der Nacht luni Frpitnq hatten die Häftlinge Johaim Pet US uw Wien und Nikolaus Driqer d^n ci'.s Gofcingriisbeamten im Polizeiqe-r (jüib tüMcfen Meister der Schutzpolizei Just'f P der ermordet. Öle Geliebte des i's i|i befreit und waren mit ihr qeflüch-I i llMe Mönler wurden noch am Freitag ui "''ni-Tn klfincn Gasth^u« auswärts qe-etf it und dem Landgericht Salzburg ein-gp' i'fert. Sie sind bereits am Dienstag VI" (jptn Sondergericht Salzburg gestanden, /ifchthaus lör Schwindel beim Lebent- mlttelbezMT. Das Sonderqericht Innsbruck aor;en Krieqswirtschaftsverbrech'sr ru verhandeln, die sich erhöhte Leben«-m'"pl7utpi!unqen erschwindelten. Die 42-jäh'^int' f'ise Mdrtinl hat als Leiterin eine Cf'nie'uschiiiteküche von 1041 bis cnoberr Mengen Fleisch, Butter und Käs ■ fiir sich entnommen und verbraucht, to'w auch Angfistellten und Anqe* hö' MIT zuqt firhanzt. Das Sondergericht ve'UitciltR die Nfartini als Volksschäd-I u dl ei Jaliren Zuchthau?, drei Nutz-Tv« M.-'r.eu zu je neun Monaten Ge-faiuiiiis. (iüiährlichu Meningitis In Dänemark. ! .rif gunz neue Art der Meningitis IM rnhiijtr^nt/.ündung), die einen äußerst i|. l(ihrl.i;hen Verlauf nimmt, ist in Däne-;ii irk .lutgctreten und hat mehrere To- s^-|)U'i (jt'tordcrt. So sind in Bsbjerg (i'f i IvimliT von der ungeheuer schnell >. t.h i-ni wickelnden Krankheit dahlnge-rrt : :|ft worden, in Aarhus zwei Kinder. J)i^ der Krankheit spielten noch cim N ; hmittdg, fühlten sich nm Abend kr .'ik und «ifirben am nächsten Morgen. swiiruinniid-Priipainte waren wirkungs-iot^, (iii (lin Kriinkhnit zu schnell verlief. »kleinste Frau der Welt«. In dem M fr-ih- .;n. von Neresheim im Kreis Adliin Icbl se't 7wei Jahren die »kleinste r-i ".u der Welt«, die Liliputanerin Fr'iuU>in Luise Loose aus Neumünster (Srliloswiq-!iolfifein). »Marguise Louiee«, w «iie mit ihrem Künetlernamen hieß, iht H.') cui groß. Mit dem Theaterunter-n'hjvn -orlelmayer kam sie mit ande-r 'ii'rq der Erde galt, wird an Berliner in il'Kii'liüMrlen Stellen durchaus als vor-h.inritui Liiigestjhfn, Unser Korrespondent horte unter anderem vom geographi-prtuMi Institut Berlin, daß verbindliche K.u len iih das in Frage kommende Gebiet bis hfut.: überhaupt noch nicht vorliegen uiirl iKiB oind planmäßige Erforschung l)>,h-r pu'h nicht erlulgt ist. Dagegen s ;ul ficEüchte über das Vorhandensein f!'." s uroßin Bcrtjmassivs von • bedeu-U.iidor Hohe 'n diesem Raum immer wieder atjffji'tüuclit, besondsr« dann, wenn qrf'f'.e (' europäische Expeditionen im Hiin,il lya iinl'.Mweqs waren. Aal ( ^ r aucloran Seite wird in Berliner w >.i u. hat'liehen Kreisen darauf hin-f:-v, daß der Höhenmesser eines 1 fiHnss in einem solchen Fall noch r» ' i)! lu'i S cherheit eine zuverlässige M' f.; <1 /u ergeben braucht, selbst wenn n M h r l. jnnung festgestellt wird, daß d r Hi. ieninesser in Bodennähe ord-n. ;i''arbeitet. Handelt^ es sich n ip'i' h um einen Höhenmesser, der die Höhe nach Zu- und Abnahme des Luftdruckes t>egistriert, so kann sich ftine Falschmessung gerade aus dieser Konstruktion de« Höhenmessers ergeben. Bei der Uberfliequng großer Gebirg«-massive, die meistens auch Wetterscheiden darstellen, kann def Luftdruck auf. den verschiedenen Seiten besonders eines sehr hohen Bergmassiv« ganz verschieden sein. Ist der Luftdruck anhand der Wetterlage gering, so zeigt der Höhenmesser zwangsläufig eine größere Höhe als bei starkem Luftdi-uck. Der Höhenmesser wird vor dem Abflug so eingestellt, daß er mit dem Nullpunkt auf der Höhe des Meeresniveaus übereinstimmt. Einen Wechsel des Luftdruckes während des Fluges kann der Flugzeugführer aber nur dann feststellen, wenn er mit besonderen Spezialapparaten ausgerüstet ist. Auch die Mitnahme eine« versiegelten Barographen bei einem Kontrollflug bedeutet also noch nicht mit Sicherheit eine wirklich verbindliche Messung, wenn es nicht möglich ist, den Flug von'einem Ort au« anzutreten, der in nächster Nähe des Gebirqsmassivs liegt und in welchem man vorher den Barographen dem herrschenden Luftdruck entsprechend einstellen kann. von 1,25 übereinstimmen. Höhe des Menschen, Augenhöhe, Gesamtbreite, beim Sitzen auch in Sitzhöhe, die Oberachenkelhöhe oder die obere Schulterhöhe ergeben Maße, die alle durch 12,5 teilbar sind. Aus diesen Maßen des Menschen ergeben sich für die Baukonstruktion wichtige Gesetze. Nach Ihnen bestimmen sich die Abmessungen der Möbel und die für die Bewegung nötigen Zwischenräume zwischen den Möbeln i denn der Platzbedarf des Menschen muß stets maßgebend für Größe und Höhe der Räume und Einzeltelle, z. B. der Treppenstufen, der Türen usw. sein. Der praktische Nutzen Wenn erst allgemein nach der neuen Br.uordnungslehre gebaut wird, so daß trotz individueller Raumauftailung, Ausschmückung und trotz weitgehender Rück.sichtnahme auf landschaftsgebundene Bauformen wieder einheitliche Maßbeziehungen bei allen Bauten bestehen, werden die Konstruktionsarbeit der Architekten und die Arbeit der Bauausführung überaus stark vereinfacht sein. Selbst wenn nicht In Serien, sondern individuell gebaut wird, kann sidh der Architekt künftig auf die Herstellung von Plänen im Maßstab 1:100 beschränken, während die „Baubeschrei-bung" nur noch eine Aufstellung d«r für das Bauwerk vorgesehenen Normenteile und genormten Ausführungen wäre. Denn alte Einzelheiten stehen dann schon in den Normbl&ttem. Sorgfältig ausgeführte Pläne im Maßstab 1:50 oder gar 1:1 würden sich erübrigen. Im Serienbau wäre die Vereinfachung natürlich noch viel weitergehend. Statische Berechnungen sind ebenfalls genormt, sie brauchen nicht wie bisher für jedes Haus, für Jede Industriehalle von neucia angefertigt zu werden. Statt der Eintel-Baupolizeigenehmigung mit ihrem umständlichen Verfahren und den vielen Unterlagen kann für Serienbauten di« einmalige grundsätzliche Genehmigung ausgesprochen werden. Für die Herstellung aller Bauteile wird der Weg zur arbeits- und kostensparenden Serienfertigung frei. Die Arbeit auf der Baustelle wird zum rationellen Montagebau im Leistungslohn. Auf dieser neuen Grundlage wird die Bauwirtschaft zu Leistungen befähigt werden, an die man gar nicht zu denken wagte. Handwerk und Industrie Verstärkte Heranziehung für die Krjli2sproduktion Die großen Fertigungsreserven zu nutzen, die in den Betrieben der Handwerker — namentlich in den Klein- und Mittelbetrleben — noch verfügbar oder nicht voll ausgeschöpft sind, ist das Ziel einer Neuordnung der Zusammenarbeit von Industrie und Handwerk, die Reichsminister Speer für den Bereich der Rüstung und Kriegswirtschaft zur Pflicht gemacht hat. Die verstärkte Einschaltung soll vor allem in der Form erfolgen, daß die Handwerksbetriebe als Unterlieferer für die Rüstungsindustrie verpflichtet werden. Um einerseits den Handwerksmeistern die Erhaltung ihrer Selbständigkeit auch weiterhin zu ermöglichen, andererseits ihr Können und ihre Betriebseinrichtung der Rüstungswirtschaft voll nutzbar zu machen, ist eine stärkere Bindung zwischen auftraggebender indTistrieller Rüstungsfirma und auftragnehmenden Handwerker zweckmäßig, Die wirtschaftlichen und rechtlichen B-eziehungen sollen nach wie vor zwischen den Beteiligten im Einzelfalle entsprechend verabredet werden. Diese Einzelabreden sollen sich aber im Rahmen eines Mustervertrages halten, den der Reichsminister für R'^stu^g und Kriegsproduktion, Speer herausgeben hat. Diesem Rahmenvertrag Hegt die Auffassung zu Grunde, daß der Rüstungsbetrieb «Ich als der technische und wirtschaftliche Betreuer der für Ihn als Zulieferer arbeitenden "Handwerksbetriebe fühlen soll. Er ist demnach verpflichtet, dem Handwerker all' die Aufgaben abzunehmen, deren Bewältigung diesem seiner ganzen Vorbildung nach nicht zugemutet werden kann, ohne deren pünktliche und sachgemäße Erledigung eine gelenkte Kriegswirtschaft aber nicht möglich l«t. Umgekehrt verpflichtet tich der Handwerker, alle Beistellungen und Hilfsleistungen nur für die Aufträge der ihn betreuenden Rüstungsflrma zu verwenden. Stener«bxuf{ und Trinkgelder Bereits seit längerer Zelt wurde von den beteiligten Stellen über die steuerliche Erfassung der Trinkgelder verhandelt. Diese Verhandlungen haben Jetzt zu einem Ergebnis geführt, daß der Geschäftsführer der Wirtschaftsgruppe Gast-stättengewerbe bekanntgibt. Es ist in einem Erlaß des Reichsfinanzministers niedergelegt, in der klargestellt «rird, daß alle Hinnahmen, die ein Arbeitnehmer im Rahmen seines Arbeitsverhältnisses bezieht, Arbeltslohn sind, gleich, ob der Arbeitnehmer darauf einen Rechtsanspruch hat oder ein Trinkgeld freiwillig erhält. Nach den relchselnheltUchen Richtll-nien werden künftig neben der Trinkgeldablösung, die bereits dem Steuerabzug unterliegt, auch die freiwilligen Trinkgelder steuerlich erfaßt. Solche Trinkgelder sind neben dem Gaststättengewerbe auch hei den Friseuren, im Kohlenhandel und im Möbeltransportgewerbe üblich. Alle Arbeitnehmer, denen freiwillige Trinkgelder in nennenswertem Umfange gewährt werden, haben künftig für jeden Lohnsteuerzeltraum die Summe der freiwilligen Trinkgelder Ihrem Arbeltgeber schrl^Iich aufzuzeigen und durch Unterschrift zu bestätigen. Der Betriebsführer haftet nicht für die Richtigkeit. Der angegebene Betrag wird vom Arbeitgeber mit den anderen steuerpflichtigen Lohnbezügen dem Lohnsteuerabzug unterworfen. Die Regelung gilt erstmalig für frei- willige Trinkgelder, die In dem nach dem 31. März 1944 endenden Lohnsteuer-Zeitraum bezogen worden »Ind. / * Markenartikel-Preisbindungen verMn-gert. Die Preisbindungen von Markenartikeln laufen von Zelt zu Zeit ab und müssen, sollen eie wirksam bleiben, verlängert werden. Damit nun nicht in jedem Einzelfalle ein besonderer Antrag gestellt und bearbeitet werden muß, hat der Preifikommissar jetzt in einem Erlaß an den Markenschutzverband die Preisbindungen der Markenartikel bl« zum 1. Januar 1945 verlängert. Die Verlängerung gilt für die Preisbindungen der ersten und zweiten Hand. Ein Außerkraftsetzen dieser Einwilligung zu einem früheren Zeltpiuikt behält «ich der Preiskommissar dabei vor. Veränderungen In der SUdosteurnpagB* sellschaft, Roichsleiter Baidur von ScTii-rach hat in seiner Eigenschaft als t'räsl-dent der Südosteuropagesellschafl den Bürgermeister Dipl.-Ing. Hanns Blaschke zum Vizepräsidenten der Südost-europagesellschaft berufen. Der bisherige Hauptgeschäftsführer der Gesellschaft, August Helnrlchsbnuer, der in mehrjähriger erfolgreicher Tätigkeit den Aufbau derselben durch-gefiihrt hat, wurde als Hauptgeschäfts-führer des Oberschleeischen Berg- und Hüttenmännischen Vereins und der B«s zlrksgruppa .Steinkohlenbergbau Oberschlesien der Wirtschaftsgruppe Bergbau nach Gleiwlti berufen. \ A / ^ V TERSCHETZER TAT l-.ln ({Oman von Bauern und Reitern Von Karl von Möller Nil hdi iirkureLht: G. Wetltrmanil, Br«unichw*i| Will nuclimal windig werden«, .iie. j i , nickte die Greisin, »viel Un-«'idr.uiui iioinmt ülier uns, das muß sich .iiikuu'iirfrn.<' iK.icj MarJchcn machte sich am offenen 1 lerd /.u schotffn, L' II lirciv-'s MädcM is sie doch, dachte li.u Aiin, indes sie der flinken, zael-sMlifren nirne wohlgefällig zusah. Da 929 and 1991 kftn-D«ii Bich fttr dl« Saixl*r«hüieJten d«i Bann«« Marb4a^(r-9taM«w d«i WiuMi W^lMT koiiUia WMid« - ^ SrhrtjuinUniulk bMtimA uad WiMit «eb«« tkn ^ Volks^t urvücbtiger Lfbaiulraudf uad gmillrollMt üBitorMIclMa Wt«nrilniit«l^ H Kanu. Schisjouasltt 11« «cbtw, fl^ canua^laeiRlml' - i^lt Mirt% Pnl IMkfclfw, Hm Moter, ihn 1I*|L Pvtli laJiait. Ni Juaaadllck« Mtai U Jahaw aal ritaliiaaal 1—datraraa^Hif t MttMock «b t>.4S Uhit Haaa AlhM od« ■»•Hto IMm ia GOLD Ii ESPLANADE Wa •.4SUte IN FLAGRANTI Mn. Bav«(ta-nhQ mit PaNttaaa« Mada^ Uaml Utoltcfe«! Oahai Ikaa, Mt» Kampett Uaal Moli^ icbah uM Jaaa TU4«a. Kraadar. Ptr J«gmi4tkli« iug*lM«aal LichUpIclc Bnumdori_ lütlmca. It u. Doaaacalaf. tl. Apa«. taa tt.li Übt Ein Mann auf Abwegen W» laiaadtlca» alca» lagalaiaaal Bw^LichtspMe CHIi SÄT'*"" Wo IT a ia.30 tJk-_So 14.3t W n. ti-Ml •la Hoalat. U. Apitt JOHANN Blna ^lUctM PUmtiMtc^ta tavajia «N Tkaa LIniaa, Pila ■aakhoU. baa« «. Mayaa^aflf luüj Haa- > — Musiki W«m< Ffli Jugaadll Tblailt< Musik t W«n\«t ^clunaiMi< IlTcb* aickt «ttfalaaiMat Metronol-Licfatsoiele CUH Bplalaatti W l»J> und M Utet» 1 »» lt.» mi4 « «m Bli Ooaaaritaf, II. April Reiaebekaiuilscbaft Ma Wlaa-Plka aiU Haa« k4«Mr. «Urt«4a Datali. WaH Albach-Ratty, Lotta Llxat Holaackuh, Aaalia tasafi Prlte iMhall und CarL ^ Nack d gleichnamigen Luitipiel voa Pliti QottwaM. Ni JQfaadUcfea «wfaiMaaal Lichtspieltheater GurldeM Mlllwoch, II. und Doaamlag. tl. April Fahrt ins Abenteuer Ein Berlin-Film mU Wluila Markaa, Hanl Hall, Pavl Kaaip, Lad« laffllach u. a. -> SplaUaltungt iUigaa v. Alten. FOt JngaadUca^ antM U Ja^aa atc^t Mfalaaaaal Lichtspieic Lattenberfg_ Millwacli. II und Daaneratagi tS. Affl Der Seniorchef Bin LabaaabUd aus d« Walt 4a« Pletdakaada!« adt Otio Warnicke. Mai Gi)I«torll. Kall Walh und Halal Maratch. — Ftr iafvadltcka alckl rafalaataal Ton-Llohtspiele Stadttheat^r F a 11 • • Spialaaili W II 19.45, Ukt. t »4.30, l>.4S Ol» MiUwock, II. ApiU Frladilcb Doaila, Oikar Slaia« Hilda Saiaak« Olly Holiaiaan und MaiUn Urlal ta dam ipaBnandaa Krioü&allllm 5000 Mark Belohntmil Pti Jafeadilcka atckl nialauaal DoananUg wega« Tbettar fMclUotien. Lichtspiele Rann Mittwoch, 12. und Donnafatog 'S- April Geliebter Schatz mit Jokaanai Rtaaaaa. Ida Wttat, DoiU Kiayilat u. a. Für .lugandlicba nickt lugalattanl _ Lichtspiele Saohsenleld VoritaUungan an Wocbantagan uai U Ulu. Soaa* und ^crtagi um 14. 1^.30 und 19 Ufa_ Mittwoch. II. und Danaarataf 13. April »Oeheimnls Tibet« Dar fatiolnd« Btldbarlcht dar 8ck4lar>Eapadltloa lg3»-30 tn dta „Vubotena Stadt" de« yehalmntivollsten Landa« Aiiena. — Fflr Ju«andllc|it »«falactaal Llcntspieltheater TrÜatI Mittwoch. 11. und Doaaarata«. U. April Es lencliteii ^ Sterne Ein Tobii-Pilm mit La Jana, Rudi Godden, Carla Baal uiw. — Spielleitung: Hani A. Zarlett. — Muilki Lm L.aux. FOr Jagaadlicka alcbt nig«|«aaaal Filmtheater TäHer T«l. 34 Mlttweck, II. und Doaneralafi II, April — um 16.30 und 1B.30 Uhr Verwehte Spuren Far Jn|a«dllcaa oicai i«igt>law«oi Wir gaben die tiaurtga Nacbrlckt. daft unser lieber, hersansguter Oatta, Vatat, QroBvatar, Schwagar und Onkel, Harr Johann Arsenschek Claktro-Batrlabslaltw 1. 1. Im 51. Lebensjahre nach schwerem Laldaa am Montag, den 10. April 1944 von uns gagangan Ist. Ol« Beerdigung) unseres lieben To^en findet Don-neratag, den II. April 1944, um 16.36 Uhr, am Stidlischan Prtedbole in Cilli atalt. Clin, Marburg^rau. Trtlall, St. Bupart, lal> bacfa, AnHerburg, Im Felde, den 11. April 1944. In tiefer Trauart Anna, Gattini Faala und Anay, Töchter) Johann, Sohni Paaüllan Araeaackek, Heins, Brodnik, sowl« alla abrignn Varwandtaa- I0S3 STADTTHfATBR MARBURQ-Prou MMHvock, Ii Aprti» 1^39 üki; FIGASOS HOCHZirr, Opai. OttichkMMna Vorit«l-hiag Kkt (tta Wahnnackt. pe^amstsg, 13. AgucUi 19-30 Uhri TANZ-ABBNDTPutiM UL Mart—^onraik—t «b MHtw«»#! 11» AprIII fai Zairfier dar Farbe G« ooricht der Hajnburger Scbau»pikel«f C n X t. F f • l, Di« ¥«iiUcJM« Hwacs«. 1092 11. SsutsdiB BeicbslotteplB ■ ■ ' j > ■ ■ Pf ' I Ziehung; 1. Klasse 14./13. April ^ 480000 OCWhHK ^ Oker 102 niu. RH filakowm«n$t^etfceJ: WESUCM ™ " StMtUche Lo^terlc-Elixiiahin« nhiriur^-nrm, nerrcM. 2S Pq«t^hAMtOQto: L,-Konto Wien 116462 f^ti bestelle mit Plan t^nd Zahtkarte fol(iende Lose: .....Achtel le 3 RM ......Halbe )e 12 RM ......Viertel )e 6 RM .......Ganze Ic 24 RM pro Klasse Name:..................................................................... Beruf* ..................................................................... Straaae: .................................................. Hart und ichwar U4f uns dia trauriga Nachricht, daß unsar Innlgstgaliebtar Vati, Sahn, IkudB«, Scl^wiagaMohn, Schwagar und Onkel. Harr Alois lasbetz W9,-OtckL, lUiieovefwalter dar SUadwta LuUwjMfS ttiNh feige Benddlenliend lein koffnungivollei L«b«n fOt IHkkier vnil Velerlantd geopiart hat. Wli hikee un« vg« vuksarem teuren Toten am SaiMteg. äm 0. AyiU, In Dceuwaller verabachledet und Ike der Haimter^fte fikeraebes. Meikttig/Pieu, Donibira, Wien, den i. April 1944. In tiefer Trauert ^osl Jfibetx geb. Martichltsch, Qettin; Weltreud, TÖchter<:hen.,. Vatie Liebling; Ludw^ und Merl« ElUtm ff-Scharführer Ludwig Jes4)eU. *(U. tpi Bric^r; Josel und JosaUne Ma'-lsciütsck, MarÜle Jesketz und Filedl Meit-i^liclu Sei 'noe^t. und all« übrigen Verwandten. Danksagtinfl 4lt TtiJlaD SewelH lulrickUfl«.' ll^i'zUcher ABlellaeksM en ileai «naraeteHchen Varluale unaeiei ttslMa VbU, Sdkaee, Bruder«, Schwiegersöhne«, Sckwe-oeie t^d Onkel«, Akkb Jetketi, danken wu vor aliem SA-OMtkf. K«mp] für die herzenarührenden Abschieds-Worte Auch denken wir «Ilea Katneraden der Standarte Ltttleabera und Standarte Marburg sowie dem Wehr-Dii«A«kck«ft«inu«iksug für da« letzte Geleit« unsere« U«t)KHi Toteit. M«rburg/Dr«tt, Domblrn, Wien, den 12. April 1944. loal J«sk«la. Gattin, im N«men der FaraiUe. Dem unerforachlichen RatadiluB des Allmächtigen hat et gef«lleQ, unseren innlrietgeliebten, beeten Gat' ten, Vater, Qrofivater, Onkel, Bruder und Schwieger-v«t«i, Herrn Felix Wokatsch IU«ibe«lla«r «B «einem 70. Gehurtitag in« Jenseits abzuberufen. W«« «n unaerem lieben Helmgegangenen eterblich wtr. betten wir em Mittwoch, den 12. April 1944, um 17.30 Uhi, am Ortafriedhof in Brunndorf im Familien-grab« zur latztan Ruhe. M«rburff, S«)9r«d. Gomti Milanovac, Novo mesto, Cbvelead fOklol, de« la April 1944. Jo«e|« 'Wo|uit«ek, Gattin» MM ItiUMa, Joaala Slok«a und Alklae Schweb. TAekteii PeÜs, CMte, lw4«U utkI Ivee WQk«t«ck. SAknei Aateale Sobets, Schw«iler, und «U« übrigen Verwandten. 1Q77 Tieferschüttert qeben wir die traurige Nachricht, daß un« unsere liebe Mutter, Schwie^rmutter und Grofimutter. Prau Katharina Kalloch H«usbeilt04^® weichet ein guter Vater mel- Hausgeitllfln von 15^50 Jahr., kleinen Tochter wSre. Un-dlö auch kochen kann wird '®', »Glückliche« Heim« an die für sofort aesucht. Dr. Karl Ko- 2 *- Marburg-Drau. 2846-12 roschetz. Bergueustift, Kreis Pe^tau;__2750-6 . Vf»rliiste bürg gesucht. Voraussetzung ^ rechtmäßige BesJt- Sicherheit In Stenographie und 7/., ----i...;- J_ teit von 13 bis 13.30 Uhr in Maschinenschreiben sowie io der deutschen Rechtschreibung Bei Bewährung Aufstiegsmöglichkeiten. Zuschriften unter »St'eb5«am« an die Verwaltung des Blattes. 1079-6 Zu vermieten Junge Verkäuferin I. Gemischt-warenhaniilunq sucht Stelle per sofort. Zuächriften ao die M. Z-unter »Fleißig und verlüßlich 2827*. 2827-5 Buchhalter, vertraut mit Durch-schreibebuchhaltunq nebst anderen Kanzleiarbeiten, bilanz-fahiq, sucht Stelle in größerem Betrieb ab 1. Mai 1944 Zuschriften erbeten unter »300 — 1944« an die M- Z 2837-5 Alterer Pensionist, Frau oder Handwerker, berufetätiq, mit eigener Bettwäsche, findet ruhi« hen Bettplatz im Zentrum Angebote unter »Wohnunq Nr. 100«, Hauptpoatlagernd 2830-7 Zu mieten gesucht Suche möhlieites Zimmer. Unter »Solide Mieterin« an die M. Z. '^828-8 Ruhiges, älteres Friuleln sucht Schlalst«Ue qegen Mithille im Haushalt. Adresse »o der M. Z. 2826-8 Kleines, nettes Zimmer zu mieten gesucht- Unter »Auf längere Zeit* an die M. Z. 2835-8 A Mit der Sonne bist Du aufgegangen Wie die Blumen auf dem Feld; Kaum fingst Du an tu blühen. Mußt schon wieder aus der Welt! Unser Sonnenarhein Heiderl 23^ Jdhrc alt, ging plötzlich und unerwartet von uni und ließ uns in tiefem Schmerz zurück. Das Begräbnis findet am Mittwoch, den 12. April 1944, um 15.15 Uhr, am Städtischen Frietdhofe in Drauweiler. statt. Es weinen um Dich Dein Vati, Deine Mutti und Dein Brüderl Jörqerl und Höbe Freunde. 2832 Marburg-Drau, den 11. April 1944. Emmarieb und Martha Fi«Ia Marburq, Uhlandqasse 16, abho->en. 2841-13 Ehering mit Initialen »H. G. 1903 5. 10.« wurde vom Bahnhof bis Kadettenschule verlorer Gpgen sehr gute Belohnung abzugeben in der »M. Z.« 2823-13 Vcrsch*«^<'*»nc!i Tausch® ladellose Harren-Armbanduhr, 15 St>eine. für Ri;nd-fuiikempfänqer, event. Aulaah-lunq Anqrbote unter »Ehrlich 2820« an die M. Z. 2820-14 Tausche Pistole, K4I 9 mm, kurz. Ledartasche, zwei Reser» vemaqaiine und 60 Stück Munition, für QutQ Reiseschreibmaschine Coli Meu«burqer, Cilli, Adolf-Hitler-plat2 7-1 1047-U Herrenanzug, englischer Stoff, «ehr gut erhalten, mittlere Größe, zu tauschen für ebensolchen großen Adresse in der »M. Z.M 2831-U Tausche tiefen Kinderwagen für Damenfahrtad mit Aufzahlung. Tegetthofftitrafla 35, Hof. Anfraqen 12—15 Uhr 2843-14 Cä!/(M SiM DIt genau« Zuh«rfflun( von Calcla» Milch, QritBbrel und OcmDie, «Inan I Kostplan. 30 Rjilsc>il<)gc lUi die PAese j de* Säugling» u. 4, mctii (.nthüll unsert OxBoiiaFißeiA VojQ tiefsten Schmerze gebeugt, geben wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht vom Ableben unseres inniqstgeliobtea, unvergeßlichen Gatteq, Vaters, Schwiegervater« und Großvaters, des Herrn Anton Piuka Strafhausaufseher 1. R. welcher am Ostersonntag, den 10. April, um halb 9 Uhr früh, plötzlich für Immer von uns gegangen ist. Das Leichenbegängnis findet Mittwocn, den 12. April, um 15.30 Uhr, am Städt. Friedhof in Drauweiler statt. Die Seelenmesse wird Donnerstag, den 13. April, um H9 Uhr früh, In der Pranzlskanerkirche gelesen. Marburg-Djau, Aqram, Sarajewo, SpUt, Leoben, am 11. April 1944. Rosa Pluke, Gattlni RudoU und Franz, Söhnet Dor«, Karmen, Antonie, Marie, Amalie, Töchteri Joh«iui tind Franz, Brüder« Haus Rolko, Franz Koren, Bogdaa Tatalowltsch, Schwiegersöhne) Merl« Pluka, Reil Ko-rent, Schwiegertöchter) Hanil, Grell, Brigitte, EnkeU kinder, und alle übrigen Varwandten. 3838 CHEMOSAN-ÜNION A O- WIEN lii-KOLfclGAJSE 1(V 23 Hosendiagnose? Jowohl, nicht Augendiognoie — •ondern Hosend iagnosalMoMn* dlagnose hilft die Halfbarkelt an Anzügen verlöngerni Hose und Jocke vom Arbeitsanzug werden olle vierzehn Tage nachgesehen. Geplatzte NAhte sofort at^tbes-lerp, lockere Knöpfe annähen, dünne Stellen unterlegen. Belm Waschen wird nicht itark gerieben und gebürstet, sondern mit IMI^^ntmit/eingeweicht und gekocht. So hält der Aniua viel lAngerl Guter Rat von ImI Seite 6 Nr. 103 ^ Mittwoch, 12. Apri] 1944 MARBURGER ZETTUNO So seh ich in allen die ewige Zier Die Landschaft in der deutschen Dichtung Alljährlich, wenn der hrühling leine prsteii Zeichen kundgibt: knospendes Grün an den Zweigen und ein paar ver-trühte Meisen oder Finken im Gesträuch — breitet sich die Landschaft auch in unserer Gedankenwelt wieder aus. Sie verlockt uns — wir fragen nicht, wohin. Der Winter ist die Zeit der Erzählungen, der Märchen und Epen. Mit dem Frühling treten wir in die lyrische Jahreszeit. Auch die Schicksale der Menschen werden landschaftlich. Nicht mehr die Vergangenheitsform, aas „Es war einmal", erfüllt unser Gemüt, sondern die verjüngte Gegenwart. ,,Mohte ich verschlafen des winters gezit", singt Waither von der Vogelweide, i.weiz got, er lat doch dem meien d(?n strit". Und in einem anderen Gedicht jubelt er: „der meie bringe uns al «in wunder . . Es Ist häufig mit einem Lächeln erwähnt worden, daß die meisten Gedichte im Frühling entstanden sind. Nüchterne und kritische Leute haben oft und mit m/incher Berechtigung der Hochflut dilettantischer Frühlingslyrik Einhalt geboten. Aber trotz des Allzuvielen ist doch unser deutsches Herz immer wieder tiefbeglückt, wenn ein wirklicher Dichter die Landschaft unseres heimatlichen Frühlings erklingen läßt, wenn Eduard Morike verkündet „Frühling läßt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte", wenn Goethe im „Faust" den ganzen Zauber der Frühlingslandschaft beschwört; ,,Vom Eise befreit sind Strom und Bäche durch des Frühlings holden, belebenden Blick." Durchwandern wir die deutsche Dichtung, so werden wir feststellen, daß es die Landschaft ist, die sich in den meisten Gleichnisbildern spiegelt. Es gibt ja eine ausgesprochene Landschaftsdichtung. Unter den älteren Meistern leiten Uhland und Eichendorff zum Beispiel, ihre Lyrik ausschließlich vom Landschaftlichen her. In der späteren, uns näheren Dichtung der Jahrhundertwende und nach 1900 erfüllt das Landschaftliche auch gern die Motive manches Prosa-werkes, sei es in der Form eines Land-schnftsromans, wie in Rudolf Hans Bdrtschs „Zwölf aus der Steiermark" oder in der ,,lyrischen Prosa" von Johannes Schlaf, der ein ganzes Bändchen davon übrigens bezeichnenderweise ein-fäcli ,,Frühling" nennt. Die Versuche, der Nüturschilderung die Milieuschilderung entgegenzustellen, haben zweifellos gute Früchte getragen, aber im Grunde doch nur die Vorstellung iien die Dichtung ihre eigentlichen Quellen hat — welche Namen wir auch nennen mögen; Storm, Löns, Liliennon, He^-^e, Keller, Droste-Hülshoff oder — Driuthendey, Hesse, Daubler, Carossa —1 Dieser Eindruck von der Landschafl-lichkeit der deutschen Dichtung vertieft sich noch, wenn wir an diejenigen denken, die im Wesentlichen als mythische religiöse oder be«iser philosophieche Dichter anzusprechen sind, vor allem alöo an Hölderlin und Nietzsche. Das Geheimnis ihrer Kun«t, die sich schon in manche näuüeren Zügen (Verhultnis zur Antike, Edelmaß des Versbaus usw.] berührt, liegt ja wohl vornehmlich in der Erhebung des Landechaftlichen in die Geititeswelt. Während der (dies Wort nur andeutend gemeint) »naive« Dichter die einfachen Bilder der Landschaft kraft eeinee sdiauenden Gefühls festhält und mittel« der von diesem Gefühl durchtränkten Sprache zu einem Kunstwerk zuöcimmenordnet, zusammendich-fpt, wird den »tragischen Lyriken Hölderlin und Nietzsche die Landschaft Stufe zu ihrem Geistesreicb, Noch ist in Hölderlins früherer Lyrik dabei das Landschdftsmotiv vordergründig. »Froh kehrt der Schiffer heim an den stillen Strom, von Inceln fernher, wenn er g&-erntet hat« oder »In seiner Fülle ruhet der Herbsttag nun, geläutert Ist die Traub" und der Hain ist rot vom Obst« . . . Aber auch die späten Gedichte, deren Bau wie eine Wertarchitektur anmutet, deren Vertikalen aufzuragen scheinen, um die gaiue La«t de« Geist esrei che« tragen zu können, wachsen au« dem landschaftlichen, ziehen aus ihm ihr« Farben und Symbole. So heißt e« am Ende des großen Rhein-Gedichte« wohl: »Du kennst ihn . , . und nimmer ist dir verborgen da« Lächeln des Herrschers bei Tage, wenn er fieberhaft und angekettet das Lebendige scheinet oder bei Nacht, wenn alles gemischt ist, ordnungslos, und wiederkehrt uralte Verwirrung«. Man fragt sich, was hat das noch mit dem Rheinstrom zu tun? Und doch ist hier die geistige Höhe des Flusses gemeint, der, wie es im Anfang heißt, »herunterkam von Treppen des Alpengeländes«. Und dasselbe findet man bei dem Gedicht »Pat-mis«, oder in »Andenken«, jenem geheimnisvollen Hörderlin-Lied voll Erinnerung an »die schöne Garonne«, die »Gärten von Bordeaux dort wo am scharfen Ufer hingehet der Steg, und in den Strom fällt der Bach, darüber hinschauet ein edel Paar von Eichen und Silberpappeln«, Anders und doch auch wieder ganz ähnlich zeigt sich dieses Verbundensein mit der Landschaft bei Friedrich Nietzsche. »Mistral-Wind ...« oder »Die Krähen schrei'n und ziehen schwirren Flugs zu Stadt: bald wird es schnein...« Noch bewußter als bei Hölderlin scheint hier das Landschaftliche nur Gleichnis einer Stimmung, einer Sehnsucht, einer Verzweiflung zu sein — und doch Ist die Bildersprache Nietzsches gerade in den Worten und Sätzen, in dfinen «r das Landschaftliche zum Motiv nimmt, von einer Eindringlichkeit der Zeichnung und Farbgebung, wie man sie sich nur von einem »Landschaftsdichterc wünschen kann. Und noch bis in di« einsamen Höhen Zarathustras, wo d«r Gedankenbann, die Geistes- und Geisterwelt, herrscht, klingen immer wieder die Land^ schaftsmotive und geben den Hintergrund: »Der Mond ist kühl, der Wind schwelgt«. — >Der Pinie vergleiche Ich, wer gleich dir, o Zarathustra, aufwächst; lang, schweigend, hart, allein besten biegsamen Holzes, herrlich«. »Gerne liege ich hier, wo die Kinder spielen, an der zerbrochetnen Mauer, unter Disteln und roten Mohnblumen«. Gewiß, diese Bilder sind bei Nietzsche nur Gleichniv se. Und doch spürt man die Heimat des Philosophen darin, seine irdische Landschaft — wie In seinen Briefschilderungen aus Nizza oder Sll»>Maria .., Noch einer wäre In diesem ZiMammen-hang zu erwähnen- Rainer Maria Rilke — bei dem das Landschaftliche Im Vergleich zu Nietzsche mit umgekehrten Vorzeichen in die geistige Welt fortwirkt, sie (um ein Lieblingswort Rilkes zu wählen) »verbrämt«. Ahnlich wie bei Hölderlin sind die frühen Gedichte Rilkes gans Landschaftsgedichte, Ja sie sind es noch mehr als die Hölderlins: sie kosten In Sprachklang und Sprachbild das Atmosphärische über der Landschaft aus. So stngt Rilke von seiner Heimat: »Mich rOhrt so sehr Böhmischen Volkes Weise, Schleicht sie Ins Herz dir leise, Macht sie es schwer. Wenn ein Kind sacht Singt beim KartoffeIjSten, Klingt dir sein Lied im späten Traum noch der Nacht.« Oder er schildert In »Vigilien« eine Abendstunde über »falben Feldern« und den wie eine »weiße Lilie« aufgehenden Mond. Aber auch in seinem reifen Werk, den Dudneser Elegien, den Sonetten an Orpheus, wo das Landschaftliche nur Untergrund oder Hintergrund ist, strömt gerade aus ihm bis in die Gedankenlabyrinthe des Mystikers und Weltbetrachters von Duino die Atmosphäre, in der seine Visionen erst atmen können. Denn Rilke Ist vielleicht derjenige unserer neueren Dichter, dessen ganzes Werk uns die tiefe Beziehung zwischen Landschaft und Dichtung, die unserem Volkscharakter, unserer deutschen Eigenart so besonders entspricht, am deutlichsten erkennen lehrt. Rudolf Adrian Dietrich Museum der Kostümknnde Nachdem München erst vor zwei Jahren seine Museen durch die neuen Sammlungen der Musikinstrumente und der Puppentheater bereichert hat, plant die Stadt der Kunst für die Zelt nach dem Kriege schon jetzt ein neues Museum für Mode und Kostümkunde. — Die bestehenden Sammianqen dieser Gattung sind zumeist als Ergänzungen größeren kulturhistorischen Übersichten eingeordnet, umfas.omen in Dronthelm und Upsaia festzustellen, so erwies »Ich Im Laufe der Zedt die Hanee als der stäilce-re Kulturfaktor. Die deutschen Baumeister, Bildhauer und Maler, vorwiegend au« den Hansestädten« aber auch aus den übrigen deut«dhen Gauen, die mit den hansischen Kaufleuten In die nordischen Länder kamen, verewigten sich dort durch Ihre Werke. — Welter gdng cdne Fülle von Kunstwerken von Deutschland aus in den Norden, Auch die Renaissance- und der Barockstil hielt mit den deutschen Künstlern, die sidi vielfach einen klingenden Namen machten, Einzug In Skandinavien. Deutsche Künstler wirkten to im Zei-dien der alten Blut- und Geistesverbundenheit im Laufe der Jahrhunderte auf kulturellem Gebiet befruchtend In den nordischen Ländern. Im 18. Jahrhundert bildete, im Rahmen dieser großen Kultureinheit zwischen Deutschland imd den skandinavischen Ländern, die Düseeldor-fer Akademie einen Brennpunkt für die nordischen Maler. Reilezea^nlts« ffir Bcrulstitlg« Die feierliche Übergabe von Reifeieug-nissen an 20 berufstätige Männer und Frauen Münchens war in der vergangenen Woche der große Erfolg der dreijährigen Sonderkurse, die das Deutsche Volksbildungswerk zur Vorbereitung auf das Abitur durchführt. Die Volksbildungsstätte München hatte diese Sonderkurse als erste im Reich aufgenommen! 20 von 21 Prüflingen haben bestanden. Ihnen händigte In An* Wesenheit von Vertretern des Bayerischen Staatsmlnisteriums für Unterricht und Kultus und der Deutschen Arbeitsfront der Leiter der Volksbildungntltte München, Stadtscbulrat Bauer, die Reifezeugnisse aus. Der Leiter der Sonderkorse, Dr. DÜm-ler, gleichzeitig Reichsbeauftragter für diese Lehrgänge, beleuchtete in einer Ansprache den Begriff der geistigen Führung. Anstelle des Blutadels habe der Führer den Ade] der Leistung und an die Stelle der Masse die persönUche Verantwortung und damit in der Volksbildung das Gesetz der gleichen Chancec für alle auf den Schild erhoben. Schriitleiter Heinrich Stahl ifcstorben Nach kurzer schwerer Krankheit starb in München der bekannte Musikschriftsteller und Schriftleiter Heinrich Stahl. Seit 1935 gehörte er der SchrifUeitung des „Völkischen Beobachters" an, wo er sich als Betreuer des Opern- und Konzertreferats, aber auch als Mitarbeiter auf dem Gebiete des Sprechtheaters und des Films hohes Ansehen als ein kenntnisreicher, feinsinniger und gerechter Kunstbetrachter erwarb. Auch als Komponist Ist Heinrich Stahl mit einer Reihe edelempfundener und gestalteter Lieder hervorgetreten. Fronttheater — fan SlebenjShri^en Krietf Im Siebenjährigen Krieg versuchte der Feind Immer von neuem, In Westfalen einzudringen. Nur Im Winter schob ilcb eine Pause zwischen die Schlachten. Da gab es dann für die Soldaten auch einmal eine freudige Überraschung und willkommene Abwechslung» den am 16. Februar 1760 wurde vom Hauptquartier in Paderborn die Meldung ausgegeben, daß der »berühmte Comödiant josephy« eine Vorstellung für das Mltit&r veranstalten wolle und daß »dergleichen Schauspiele künftig all« Wochen viermahl abgehalten« würden. Das dürfte da» erste »Frontlheeter« der Welt gewesen sein. Neues Ton der Musiktechnik Unter dem Titel »Unser techniedhes Wissen von der Musik« hat Prof. Dr. Hermann Matzke, Vorsteher des In»tl> tuts für mueikaldsche Technologie der Technischen Hochschule Breslau und Herausgeber der »Zeitschrift für Instru-mentenbtu«, eine umfangreiche Einführung In die von ihm begründete musikalische Technologie, Äe wissenschaftliche Lehre von den anorganischen Gegebenheiten der Musik, vollendet Zum er6t<»n Male wird hier unser gesamtes musiktechnisches Wissen nach einheitlichen Gesichtspimkten imter besonderer Betonung der modernen akustischen Forschung und Ingenieurwissenschaftlicher Methoden umrissen. Der Verband der bulgarischen Schriftsteller veranstaltet zahlreiche Literaturstunden in ganz Bulgarien. Fast alle bulgarischen Dichter und Schriftsteller nehmen an diesen Veranstaltungen teil. Rübezahl Im Kulturfilm. Kurt RupU dreht zur Zeit im Riesengebirge einen Kulturfilm, der sich mit der Entstehung tiei RübezdhlMg» beloAL