Nr. 284. «r«nu«er«t»,n,ple!»: ^m «omploil ,«n,i. >. ll. baibi, f>. »'«», ssür b!e Zufttllun« ,n« H»u« haldj. 50 ll. »lil ber Post g<,n,i- ft. >5>, h,ldj. >1, 7 5!!. Mittwoch, 12. Dezember. I»serlion»geb«bl: ff»r Nllne Ins««at« bi» z» 4 Ztil«n »l t, , «ei«e pr. Zlll« « lr.l bei lft««» Wi«b«iholnngr»! pl. Zeile » ll. 1877. Amtlicher Theil. rn>i»?^ Minister des Innern hat den Rechnung«. ^'Aten Ialob Luck mann zum Rechnungsrathe bei Landesregierung in Krain ernannt. Nichtamtlicher Theil. Das Ausgleichs - Provisorium. . Samstag vormittags fand eine Sitzung des Aus» ^'chsllusschusseS des Abgeordnetenhauses ^"' in welcher das von der Negierung in der letzten m'«ung des Hauses eingebrachte Provisoriums. l/ietz z,,r Berathung lam. In demselben wird be< """llich ausgesprochen, daß das liisher geltende Quoten. ,"H. das Bantslatut und das Zoll« und Handels» ^biüs mit Ungarn für weitere zwei Monate in "lch bleiben sollen, und wird gleichzeitig der Regierung °" Ermächtigung ertheilt, die bisherige» Handels- 5^lrage mit Deutschland, Frankreich und Italien auf ^ Ulionate zu prolongieren. Bon mehreren Seilen "?"rdc nun im AuSgleichöausschusse die Frage angeregt, ,° es nicht angezeigt wäre, das Provisorium mit "'Harn ebenfalls auf ein halbes Jahr zu bestimmen, ^Uentlich mit Hinweis darauf, daß bei der großeil ""zahl der zwischen den beiden Reichshälften oowal. ltlldrn Differenzen eS unmöglich sein dürfte, in zwei Monaten den Ausgleich durchzuführe». In dieser Linie llat Abgeordneter Herbst dasür ein, das Provisorium "M Uugain bis Ende März zu verlängern. Diesem Antrage gegenüber bemerlte Minister« Präsident Fürst Adolf Auersperg, daß das Grsctz >nit Ungarn vereinbart sei und die Regierung daher jetzt ^lch nicht definitiv einer Verlängerung zustimmen ^; daß aber zu hoffen sei, die Verlängerung bis »^ März werde sich erreichen lassen. Darüber hinaus "Uten wir aber taum auf Zustimmung rechnen, es "'u,le sich aber auch vom österreichischen Slanopunlte ^ nicht empfehlen. . Hur Erklärung, weshalb die Regierung eine so ^it Frist für daS Provisorium fixiert habe, bemerkt ^"anzminisler oe Pretis, dies sei theils wegen des Mamlnenhanges mit der Aufgabe der Delegationen, i"llS im Hinblttt auf den Umstand geschehen, daß die , antrltnnungswerlhen Anstrengungen der beiden Legis-^n eine baldige dlfinitioe Gestaltung des Ausgleiches ^'' lassen. h « n ^ auf sechS Monate prolongieren wolle und dy. "brigcn AusglcichSgcletze l,ur auf zwei Monate, da ^ ber autonome Zolltarif gleichzeitig mit den übrigen Feuilleton. Eine Weinstudie. ^tv?" für eine Sorte Wein Bater No ah seinen c>l», ^""rauben enlpreßte, nachdem er mit heiler Haut Ntllet. ^°sten gestiegen un) zu ihm der Herre dar->,lil s" war. das können wir mit ziemlicher Bestimmt, dltil'^n. Allerdings gibt es heutzutage nicht sonderlich ^«!tn ^"ner auf den steinigen Abhängen der lur. ^ltl,ch,^ armenischen Berge, die rolhen, schweren, lür-^>!t N ^eine deS Morgenlandes zeigen abec alleeine "°lh ^"'""dlschaft mit einander. Dick, allohol' und Zieren öucferhällig, lassen sie sich nur schwer trans, bttli^" und besitzen für europäische Z'Mgcn leine son. !!" Ulil, ^'^""^lrafl. Duch gibt es einzelne Galtm,. ^ ftl.". 'h"en, die zum höheren Ruhme gelangt sind. ^". w'^ ^in, den König Salomon schlürfte und !" li'ban ""l"ulhl!ch der wohlschmeckende Vino d'oro ,^ "Un , "'tUeichl auch ein jetzt vergessenes Gewächs ^tl, ??" bcr Türlenwiithfchafl schon so lange wüst. k l'ft. v» '^" Thalbeckens. Der schäumende Trau. ^ led««?" ""5tn, Hafts seine klassischen Verse sang. ^'""« in den Oärlen von Schlras gekocht und ilt'"' ^"^«'tdani,chen Analreon um so süßer lli ^ sen°k " ""l wußte, daß er damit verbotene GlHuki " "ümliche Getränk, welches der Profet 5ll ^"b k».i " ^° sl"ng verboten hatte. ^ " bHe und Wiege der edlen Traube sich in lehren uns die profane und die heilige Ausgleichsgesetzen sanctloniert werden muß, erwiderte Handelsminister Ehlumecly, daß es unter allen Umständen aus zolltechnischcn Gründen nöthig erscheine, einen Termin festzusetzen, welcher die Durchführung des eventuell beschlossenen neuen Tarifs ermöglicht; da man dem Publikum und den Zollbehörde Zeit lassen müsse, sich mit den vielen neuen Bestimmungen des Zolltarifs vertraut zu machen. Das handelspolitische Provisorium muß daher länger dauern als das Provisorium bezüglich der übrigeu Ausgleichsfragen. Uebrigens lönne ma» bezüglich der Handelsverträge nicht selbständig vor« gehen, da man dabei mit den contrahierenden Mächten parlieren müsse. Deutschland habe ursprünglich die Verlängerung auf ein Jahr angetragen, so daß es wol auch eiuc halbjährige Verlängerung annehmen dürfte. Bei der Abstimmung wurde beschlossen, das Pro-visorium mit Ungarn bis Ende März zu vtr. länger». Bezüglich der Handelsverträge wurde der An-trag der Regierung (Verlängerung bis Ende Juni) acccptierl. Die Erklärungen Graf AndraUs. In der Sonntag nachmittags abgehaltenen Sitzung des Ausschusses der ungarischen Delegation für äußere Angtlegcl.hcitel,, welche 3'/, Stunden dauerte, cm pann stch eine lebhafte Debatte über die äußere Po-l,t,l. welche durch eine historische Auseinandersetzung des Grafen Szecsen über die Phasen der orienlall-schen Frage eingeleitet wurde und Sr. Excellenz dem Herrn Minister Graf Andrassy Veranlassung zu ein-gehenden Aufklärungen Ulier die polilifche »tel. lung und oieauswärtigePolttllOefterreichs gab. Ueber den Verlauf der in vieler Hinsicht sehr interessanten Sitzung liegt in den Wiener Blättern fol> gender Bericht vor: Se. löfMenz der Herr Minister Graf Andrassh reflectierte zunächst auf die Bemerkung des Grase., Szccsen, daß er in Ermanglung hinreichender amtlicher Daten diejenigen veröffentlichten Daten und Thatsachen als richtig annehme, welchen nicht widersprochen wuroe und welchen Graf Audrassy heute nicht widerspreche. Der Minister erwiderte hierauf, daß nichts mehr Verwirrung im öffentlichen Urlheil angerichtet habe, als der Glaube an die sogenannten offiziösen Blätter. Wenn ein solche« Blatt heute in diesem und morgen in einem an-oern Tone schreibe, so conftaliert man leichthin eine Schwankung und Oscillation in der Reaierungspolitil. Dcm gegenüber müsse er aussprechen, daß er lein Blatt für offiziös anerkenne, als die „Wiener Abendpost" in jenen Mittheilungen, welche sich auf ausdrücklich: Er. mächtlgungen berufen. Hs gebe Blätter, von denen er mit Dank anerkenne, baß sie die Regierung unterstützen, aber für die Richtung derselben könne er nie einstchen, Geschichte, und der Triumphzug des Bacchus ist eine der anmuthvollsten Myihen der griechischen Poesie. Hoch auf seinem von Leoparden gezogenen Wagen trug der Gott seinen blutlosen Sieg gegen Westen; unter den Rä» dern seines Vehikel« sprießlen Blumen auS der Erde, während die Luft von fußen Tönen erbebte und Kunst und Wissenschaft, Fülle und Gedeihen seinen Spuren folgten. Gleich den Juden scheinen nach diesem My« thus die Hellenen den Wein als eine der vornehm» sten Segnungen des Leben« empfangen zu haben; von Natur und Gewohnheit mäßig, machten sie von der löst. lichen Gabe einen weisen Gebrauch, und die griechischen Dichter gedenken der Traube keuscher und achtungsvoller, als die Polten und Schriftsteller des Üppigen Roms. Wie sehr die Römer indeß den Saft der Rebe liebten, so verfügten sie doch nur über ein kleines Gebiet, aus welchem sie ihre Keller füllen konnten. Der Faler-ncr, den Horaz so sehr verehrte, war eines ihrer kostbarsten Gewächse, alle italischen Produkte übertraf jedoch der hellroihe Wein, der in bauchigen, großen Kiüacn von LeSboS, von Chios, von Cypern und den anderen sonnigen Inseln Griechenlands lam. Nur der erlesenste und ganz besonders schmackhafte Wein war der Aufbewahrung in solchen mächtigen steinernen Amphoren für werth erachtet, wie wir sie noch jetzt im Nalional-museum zu Neapel in Nuaenschein nehmen tonnen. Ziegen- und Schwcinefelle, die in der heiligen Schrift erwähnten „ledernen Flaschen", pflegten die gewöhnlichen Behältnisse für die minder feinen Sorten zu srin; sie gaben, wie dies noch jctzt in Spanien der Fall ist, dem Weine, den sie umschlossen, einen elaenchümüHen und unangenehmen Geschmack. Schon vor der Belagerung von Sagunt und den punischen Kriegen fanden Weine von der iberischen Halbinsel ihren Weg nach Rom. Ebenso wurde bereits vor dem Auftreten der Römer in Gallien hier die Rebe gepflanzt, doch fcheint der Anbau derselben ein ziemlich unbedeutender gewesen zu sein, ehe die Herrscher der Welt die Kultur in die Hand nahmen. Der gefrorene Wein, den der unglückliche Ovid in seinem Exil an der unteren Donau „in Stücke zersägte und in heißem Wasser auflhaute", war höchst wahrscheinlich auS Umbrien ober Thrakien eingeführt. Von den ungarischen Weinbergen, von den Rebenterrassen an den Schieferberncn des Rheins, von den Weinfluren, welche den derzeiligen Reichchum der Champagne ausmachen, wußie man in jenen Tagen noch nicht«. Zn Beginn des Mittelaltrrs befanden sich, wie so viele andere Äcnßenmgen nnd Gestaltungen in Welt und Lcbrn, allä) Weinbau und Weinhanoel in einer Ueber« gangspcriooe. Italien hatte in der Weinproduttion vielleicht scinc höchste Stufe erreicht, obwol die Trauben Burannds bereits Zungen und Herzen der Ritter „nd Fürsten ergötzten, welche zwischen Loire und Rhein hausten, und Aquitanien manches Faß gasconischen Ge-wächscs sogar schon über den Kanal hinüber nach dem Haftn von London schickte, noch bevor Wilhelm der Er-oberer auf britischem Boden landete. Selbst in England jedoch, bis hinauf zu dem Nömerwall und zu den Gestaden des Tweed, hatten durstige Mönche die Rebe angepflanzt, und alte Urlllndr,, thun dar, daß dieS nicht ohnc Erfolg yeschchm war. Wol aber bezeichnet England die nördlichste Grenze, bis wohin die Rebc vordrang, der wir damals auch in Westfalen und Niedersachsen begegnen, von den Thüringer und Meißner Hügeln nicht weil er sie sonst im Auswärtigen Amte redigieren müßte. Er habe aber auch nicht Seit, allen unrichtigen Mit« theilungen entgegenzutreten, und müsse sich eben gefallen lassen, wenn eine klare und constquente Politik »ls inconsequent dargestellt, wenn ihm Behauptungen in den Mund gelegt werden, die er nie gemacht. Olaf Un-drassy cttierte beispielsweise, daß er den Veitritt Englands zum Berliner Memorandum nie, wie Graf Szecsen meint, als sicher in Aussicht fteUle, sondern nur der Hoffnung Ausdruck gab. zu welcher die Aeußerungen Englands damals Anlaß boten. Einmal habe er dem österreichischen Delegierten Dr. Teuschl gesagt, man möge ihn nicht fragen, ob der Friede erhalten werden lölme, weil man ihn entweder zwinge, sich mit einem „Ja" zu engagieren oder mit einem „Nein" die Kredit« Verhältnisse der Monarchie oder Europa'S einer Krise auszusetzen, und diese offene Antwort habe nicht oerhin« dert, daß ihm vorgeworfen wurde, sich getäuscht zu haben, indem er die Erhaltung deS Friedens in Aussicht ftellle. Ebenso sei erst diesertage seine Aeußerung gegenüber einem geehrten Mitgliede der österreichischen Delegation (Dr. Sturm), daß unsere Stellung im Orient geographisch und militärisch leine untergeordnete ist, son» dern eher dominierend sei, so mitgetheilt worden, als hätte er Oesterreich'Ungarn eine ausschließlich maßgebende Rolle im Orient omdiciert. Mit der Behauptung des Grafen Szecsen, daß da« Ansehen der Verträge erschüttert sei, ertlärt sich der Minister volllommln einverstanden. Es sei llar, t»ß in Europa neben den Verträgen auch ein anderer Factor entscheide: die Macht, und daß Verträgen nur injofern die Geltung gesichert sei, alö man sie mit gehörigem Nachdruck unterstützen lönne. Als gewissenhafter Minister mußte er deshalb dafür sorgen, dah uns die eigene Macht und jene, die in den guten Beziehungen zu srem« den Mächten tiege, nicht fehle. Äus das Drei-Kaiser. Vündnis übergehend sagte er: „Die Monarchie verfügt frei über ihr Schicksal — das lann auch getrost öffentlich ausgesprochen und wiederholt werden — und es gibt leinen Gtuat in Europa, welcher mit größerer Sicherheit darauf rechnen kann, daß seine gerechten und billigen Interessen zur Geltung gelangen werben. ES gibt Mächte, die es vielleicht in demselben Maße können, aber in größerem Maße leine. Inbetreff der Bemerkungen des Grafen Szecsen über den rumänischen Handelsvertrag besprach Graf Anorassy (unter Vorlesung einiger vertraulicher Depeschen, welche nicht im Rolhouch erscheinen sollen) die Stellung der kleinen Staaten an unserer Grenze und erklärte sich entschieden dagegen, daß die christlichen Völker im Orient länger dem Vorurthcil überlassen werden, als hätte Oesterreich und Ungarn lein Herz für ihre Wohlfahrt und für ihre friedliche Entwicklung, und als wäre unser Interesse damit verbunden, daß die 2376 Türkei in demjenigen Zustande, in dem sie vor Beginn dieser Bewegung war, unverändert erhalten werde. Mir fehlt, ich gestehe es, der Mulh zu einem Unternehmen, welches darin bestände, für den Ztalug quo der Türlei in solchem Sinne einzustehen — nicht mit Worten, sondern mit Thaten. Und da mußte ich mich fragen, ob ich die Macht der Monarchie einsetzen durste für einen Zweck, an dessen Berechtigung und Erreichbarkeit, ich behaupte es kühn, lein Staatsmann in Europa glaubt, auch die türkischen Staatsmänner nicht. (Bewegung.) Der Minister erwähnte hierauf die Symptome der« Vewegung, welche sich seit Jahren gezeigt und welche dokumentieren, daß sie in der Luft, daß sie in den Zuständen gelegen war; darum werde aber das Rothbuch auf Jahre zurückgreifen und Episoden in sich fassen, welche Verhältnisse beleuchten, von denen der Sultan selbst zugegeben, daß sie raoicaler Verbesserung bedürftig waren. Man werde daraus auch ersehen, daß wir uns von jeder Einmischung möglichst ferne gehalten und mit wel« chem Dank unsere Haltung von türkischer Srite aner-lannt wurde. Graf Andrassy widerlegte ferner den irrigen Glauben, daß wir unter dem Druck irgend eilirr Macht handeln. Es habe einen phänomenalen Mann gegeben, der zu dem Auöjpruche gelümmeil sei: ohne seine Ein« w'lligung könne leine Kanone in. Europa losgeschossen werden. Aber selbst dieser sei nur bis zu dem Wort ge« lommen, es auszuflihren hatte er nicht die Macht. Auch wir können nicht hindern, daß in Europa geschossen werde, und versuchen es auch nicht, für uns allein die Geschicke des Weltlheiles zu beherrschen. ES gibt in Europa keine Macht, welche ohne die andere etwas unternehmen und durchführen kann. Aber ebenso gibt es leine Macht, die ohne uns die Regelung der orien-talischen Angelegenheiten unternehmen könnte; heute ist unsere geographische, militärische und politische Lage eine solche, daß wir mit Beruhigung sagen können: „Wir werden die europäischen Interessen im Einver« ständnis mit Europa wahren, für die eigenen aber stehen! wir selber ein." Auf die Frage des Grafen Szecsen, welche Ga-rantien der Minister für die Wahrung unserer Interessen außer dtr materiellen Macht zu besitzen glaube, verwies derselbe auf die in den beiderseitigen Parlamen» ten erfolgten InterpellationS-Beantworlungen. Dort sei die Offenheit betont worden, mit der wir nach allen Richtungen hin unser Interesse ins Klare gestellt haben. Dies sei eben allen Regierungen gegenüber wirtlich geschehen, und es kann lein Zweifel über ditjenlgen Punkte abwallen, durch welche wir die. Sphäre unserer Inter« essen tangiert erachten würden. Wenn er diese Punkte nicht an die Oeffenllichle.it gtbracht, so sei er eben von der Ueberzeugung ausgegangen, daß bei einem oiscreten Vorgehen die Respectierung unserer Interessen leichter und sicherer zu erreichen ist. Es gebe auch einen anderen Wea. In Paris sei die Frage der Interessen unter dcm dröhnenden Beifalle der Kammern und der Bevölkerung bei öffentlicher solenner Beleuchtung präcisiert worden — das Ende sei bekannt. Ein anderer Weg ist der: die Interessen zu bezeichnen ohne Lärm und in einer Weise, die nicht verletzen kann und welche die Ueber« zeugung erweckt, daß man für dasjenige, was man sagt, so entschieden einstehen wird, wie es maßvoll gesagt worden ist. Wegen vorgerückter Stunde (eS war halb 6 Uhr) wurden die Weilern Berathungen abgebrochen und es dem Minister des Aeußcrn anheimgestellt, später selbst die Zeit zu bestimmen, wann die Discussion fortgesetzt werden kann. zu sprechen, denen man noch heute ein Gewächs bequält, das „aussieht wie Wein". Spanien dagegen zählte! kaum noch mit unter den Weinländern, denn die Araber hatten die besten der andalusischen Rebpflanzungen aus» gerodet, um dem Getränke der Ungläubigen leinen Vor» I schub zu leisten, und der allenfalls noch gedeihende Ares oder Sherry blieb im Auslande unbekannt, so lange das Reich der Mauren auf der Nordseite der Straße von Gibraltar bestand. Erst in späteren Jahrhunderten, Ende des vierzehnten und Anfangs des fünfzehnten, verbreiteten sich die Weine der iberischen Haldinsel in das Ausland, zumal nach Deutschland und England, und fanden hier bald so großen Anklang, daß sie eine Zeltlang fast das Prodult der Rhein«, Burgunder und Bor-oeauf'Trauben verdrängten. Ueberoies liebte man es nicht mehr, den Wein unvermischt zu genießen, man zog vielmehr jene warmen Würzweine vor, die, je nach ihrer Mischung, die verschiedensten, zumthell absonderlichsten und nicht wol wiederzugebenden Namen erhielten und von denen der Sect durch Shakespeare und Falstaff zu unsterblichem Ruhme gelangt ist. Um dieselbe Zeit begann in England das Gewächs von Oporto in Portugal, der noch heute der vornehmen Welt jenseits des KanalS gewissermaßen als Nationalgetrünl geltende Portwein, in Aufnahme zu lommen und, da er unmäßig genossen ward, Gicht und ähnliche Uebel zu verbreiten, welche bis auf unsere Tage zu den berechtigsten Eigen, thümlichkeiten der fashionable« Gesellschaft, insbesondere aber der Staatsmänner und Parlaments.Notabilitüten Alt.Englands zählen. " (Schluß,°l«t.) Vom Kriegsschauplätze. (««« epezialberichterft«tter der..Laibacher geltun,.") Vulareft, 4. Dezember. Es gibt wol, die russischen Steppen ausgenommen, in Europa kein Land, wo eine in dieser Jahreszeit ohne Benützung der Bahn unternommene Reise mit so enormen Schwierigkeiten verbunden ist, wie Rumänien und das nachbarliche Bulgarien. Selbst die südlichen, jen» seit« der Ballanhöhen gelegenen türkischen Vilajets machen hievon eine rühmliche Ausnahme, da die Haupt» communicationen, der Mehrzahl nach in fast mathematisch geraden Linien, alle bedeutenderen Orte untereinander verbinden und gut erhalten sind. Wo es keine Ehausseen gibt, sind die Nebenwege schon deshalb in einem weniger deplorable« Zustande, weil das feuchte, neblige Wetter, welches in Bulgarien und Rumänien, namentlich in den Uferniederungen der Donau, während der Monate von Oktober bis März mit der einzigen Ausnahme einer sechswüchentlichen Eisperiode vorherrschend ist, in den südlich der Nallanabhänge gelegenen Gegenden zu einer Seltenheit gehört. Was nun speziell die Comlnunica« tionen in Bulgarien auf der von den russisch-rumänischen Truppen besetzten Operationslinie anbelangt, so sind, einige infolge der außergewöhnlichen Frequenz übrigens auch schon unpratticabel gewordene Ehaussecn ausgenommen, alle übrigen Wege in einem Zustande, welcher von Tag zu Tag größere Schwierigkeiten aufweist, und wenn nun erst ein mehrtägiger Schneefall und darauf folgendes Thauwetter eintritt, so wird dies noch zu unberechenbaren Consequenzen führen, die die Existenz der Armee zu einer über alle Maßen bedenklichen machen werden. Fußtiefer Koth lagert an allen Stellen, nur mit Mühe und unendlichem Zeitverluste bewegen sich die Train-fuhrwerle ihrer Bestimmung zu, und wenn man heule die Route von einem ^beliebigen Punkte des Kriegsschauplatzes nach der Donau antritt, so stößt man die ganze Strecke entlang auf zahllose Fuhrwerte, die entweder buchstäblich stecken blieben oder aus Erschöpfung der Zugthiere lange Pausen rasten müssen, um sich wieder einige Kilometer weiter zu bewegen. Wenn diese Uebelstände für die russischen Truppen, die über einen zahlreichen und mit guten Pferde«, bespannten Train verfügen, weniger störend wirken, so ist eS das Entgegengesetzte in der rumün ischen Arme, die so zu sagen über leinen eigentlichen Train oersügt, da die jedem Regimenle zugewiesenen 30 bis 40 Fuhr» werke fast durchgängig in einem Zustande sind, daß dieselben laum den Winter über den Anforderungen ent^ sprechen dürften. Die so plötzlich in Szene gesetzte Mo bilisterung der rumänischen Armee gestatlete nicht, erst eine lange Zeit verstreichen zu lassen, um die Truppen im Lieferungswege mit dem Erforderlichen zu versehen. Der Mangel an den nötigen FonoS war wol auch einer der Hauplfactoren, welche die Regierung zwang, al« einziges Auslunstsmillel zu Requisitionen zu schreiten und so wenigsten« für den Augenblick den Calamitäten auszuweichen, welche das Zustandekommen einer schlag» fertigen Armee bedrohten. Der auf diese Weise auf. gebrachte Train besteht aus gewöhnlichen, mit elenden Pferden bespannten Bauernfuhren, deren jeder Distrikt eine gewisse Anzahl beistellte, die man dann den Trup. pen überwies. Die Opferwilligleit des rumänischen Volles hat zwar bisher erstaunlich viel geleistet, und von allen Sciten stellt man den Truppen Pferde, Ochsen lc. zur Verfügung, aber erstere werden in der Regel den Kavallerielruppen zugewiesen, so daß sich obige mißliche Verhältmsse nicht besser:,. Was die rumänischen Straßen anbelangt, so sind dieselben zwar nicht in dem haarsträubenden Zustande wie jene Bulgarien«, aber der Unterschied ist lein we-senllicher. Die Regierung hat zwar schon seit dem Jahre 1868 ein Gesetz in Vollzug geletzt, mittelst welchem jeder Einwohner vllpflichlet ist, alljährlich eine Abgabe zu lel. sten, die einer sechstägigen Arbeitsleistung gleichkommt, , die von der Landbevölkerung in uätura beigestellt wird und infolge dessen das Land schon ein ziemlich auogedehn« les Netz von Eommunicalionsverbindungen besitzt, die mit wenig Ausnahmen solid hergestellt warm. Da aber seit einem Jahre für die Erhaltung dieser Straßenbah nen au« mancherlei Gründen gar nichts gethan wurde und der Winter abermals vergehen wlro, oh»e diesem, für die Interessen speziell dieses LanocS nölhigen Aomi-nistralionszweige die so dringend nöthige Aufmerksamkeit zuzuwenden, so liegt e« in der Natur der Sache, doß auf diese Art das ssorilommen immer mehr erschwert wird und dadurch vielleicht sehr bald bei der Armee fühlbarer Mangel eintreten dürfte. Enorme Mengen an Vorräthen aller Art lagern an allen Punkten, und da die Magazinsräume der ver-schledenen Eiseobahnftationen nicht den für so außer« ordentliche Bedürfnisse erforderlichen Belagsraum auf. weisen, so liegt der größte Theil der zumeist Lebens, mittet enthaltenden Sendungen im Freien und geht, da alles den Wllterungseinflussen schonungslos ausgesetzt ist, zugrunde. Der Fuhrmann weigert sich, den langen Weg bis Turnu.Magurelli oder Werbiza sowie die an. dere über Sistowa führende Strecke zu befahren, da die wenn auch hohe und verlockende Bezahlung, die er dafür erhalt, ihm selbst leinen reellen Gewinn bringt und er in der Regel mit dem Verluste eines oder beider Zug. thlere zurückkehrt und ein zweitesmal nur mit Anwen- dung »on Gewallmaßregeln zu bewegen ift, tl" Ladung zur Verfrachtung zu Übernehmen, die Tausende von Kilogrammen t^unde geW» Urmeebedürfnlsse, die leider leine andere Verwer«»» mehr finden lünnen, als daß man fte in den "t^ " Zwieback- und Oalettenfabriten als FeuerungM«" verwendet. DaS so noihwenoiae vrennmater,°l ' o!e in Bulgarien campierende Armee lrllt an»«, * dieser Verhältnisse ganz in den Hintergrund, «n° ^ Wochen affichierle Bekanntmachungen der ru.P «/° ^ neralintenoanz in Sistowa bezüglich der «" "unu Brennholz und Heu blieben bis nun ohne alltn «l, da es an den Beförderungsmitteln "angelt. .^ In dem Maße, als die Armee dadurch von Verlegenheit in die andere gerälh, deren Umoe ^. abzusehen ist, in demselben Verhältn.fse l^ n mänien die co mmerziel len Interesst". ^^M welche laum den Anforderungen der Armeeveoul, entsprechen, können für die Beförderung von s ^ gütern leine Garantie mehr übernehmen. "/"" isl, die Frachtgut-Besörderung 6« wew nicht ausgey"" g„ so existiert dieselbe denn doch nur dem Namen ««^^ allen Grenzpunlten des Landes lagern Berge °"'' W. aller Art schon seil Monaten, ohne an .^" " ^, mung zu gelangen. Auf dem Bahnhöfe m «' ^ allein liegen 8000 für Bukarest bestimmte ^om^ ^ obwol nun Einzelne und namentlich Kaufleute, ^ eingegangenen Verbindlichkeiten nachzukommen, > ^ ncs Nisico und Kosten die Waren von dort a"^ so bleibt doch noch eine große Menge «ndercr denen vielleicht nicht die Mittel zugelwle stehe". ^ ^ lich wirksam einzugreifen. Infolge dessen >"" hfl Theuerung aller Bedürfnisse, namentlich« ^ Lebensmittel, täglich mehr zu, »>"d.'""^ später durch Unwetter herbeigeführte und hier z ^, in der Regel chronisch gewordene VerkehrSslöNl!'^ ^ treten, so dürfte bald rin vollkommener ^'""" ,e d>c stehen, der nicht verfehlen wird, nameülllch ^ ärmeren Klaffen lief heradslimmend zu ""'^iBl? Eommknlar für Obiges dienen meine eigene» „,„ innerhalb der letzten vier Tage. deren ich bed" ^,,,, eine Strecke von etwas über 100 Kilometer oo'^e nach Bukarest zurückzulegen, wo ich aber noch ^»e, eines mit vier guten Pferden bespannten ^°^' ^ der mich auch endlich nach mehrmaligem Umlv"! glücklich hier absetzte. Politische Uebersicht Laibach, 11. Dezember. ^l" Die österreichische Delegation h^l ^' ihre nächste Sitzung ab, in welcher die I"^" Kil' vorläge inbetreff des gemeinsamen Budgets i ^ Handlung gelangen wird. — Gestern tral d z» reichlsche Herrenhaus nach längerer Paus« " g ^' einer Sitzung zusammen. Auf der Tresor»" ^ selben stand die zwel,e Lesung des Zucker!«" tü"' und die Vornahme mehrerer Wahlen, daru"' ^ Delegierten an Stelle des Hcrrn u. Schmen"»'M terer gab i., einer Zuschrift als Grund !""' hB nation an, daß andere Geschäfte, inSt»e'dert)^t^ Obersten Gerichtshöfe, feine Zeit oollsiändla '" gzF' nehmen. An Stelle Schmerling« wurde 3"^^ rysly gewählt. Zum SitzungSbeginne widm"« ^ sturst Karl Auersperg den in jüngster Zelt °"'^ l>" Herrenhausmitaliebern einen ehrenden N"äM'tn monatliche«, für die Verträge mit dem " ^ sechsmonatliches Provisorium. . „.« die ^n In Deutschland ist die Kanzlertr!!'^ F'N> bereits beseitigt glaubte, wieder acut gewo ^^li» ^ Bismarck hat dem Vernehmen nach ""^„„dhc't '„le Mittheilung gelangen lassen, daß sei"« ^ Zurücknahme seines im letzte» 3"'^^^'^ He Entlass.m-isgesuches zu ermögliche". T" "!< gr in der deutschen Retchshauptstadt begrcls '"> ^" ^ Sensation hervorgerufen. In den letz" ^ ^M, daselbst allgemein davon die Rede. daß.^" ">b",^ lberg. der ehemalige Führer der baierl °, ^,, Herrn v. Hofmann, den Präsidcnte" veo ^,,,stcl' amtes. ersetzt,, und Herr v. Äcnnigscn ^ eintreten werde. ^ „ Krisis '>'^ „Moniteur" zufolge nur auf i«^"^" .egense"^F ständnisses" zu schreiben, welches durcy ^scha» ^ richligkeit zerstreut werden lttnnte. ^» «arla'Nt""«^ denl sei aufrichtig entschlossen. ^ Regime zurückzukehren. Das Prlnz'p. ' ^„ M« ^ mentarisches Kabinett ho""»"' l"i° ^rle'"'"' jl^ solidarisch sein müssen, s" ''^ ^we G<"<^i< müsse man „schonend" voraehe". « ^i >' „pi die Namen der lünfllam InHader «^ ^ ,.^ ^ Portefeuilles sei noch immer ung"^ 2377 tin«"» Atble habe. al« er bit Mission zur Vllduna v°t,,> . - " "^"t. dem MarschallPrllftdenten geant. l>td°» ^ " ^°^ Scheitern der Combination Dufaure c^ "", baß lr aber d»e Mission nicht ablehnen lönne. lab. ^^pp« o« konftltmionellen erklärte Balbie, llamn, "ue Kabinett nlchl speziell mlt der Absicht einer rtll l. "!^ung gebildet werden solle, daß es aber be. W«mei"ich^würde."^^""' '" """"^ ^°" ^" °« ^""'len au« Serbien zufolge ist der Ausbruch Tan« " ^" die Türlei nur mehr eine strage von btceil« «n^ ^^ russischen Hauptquartiere werden Vlan« ""Handlungen wegen des serbischen Operation«, dl., ^pftogln, unl> soll demnächst die Btlöffemlichung ^"'""ljcher «ctenstücle bezüglich de« Verhältnisses «v ens zur Pforte erfolgen. Serbien wird 84 Balail-'"« in« Feld stellen. vul! rumänische Senat nahm gleich der De-s"""«nlanlmer die beantragte Adresse zur Beantwor-ildr^ss ^^onrede mit 35 gegen 3 stimmen an. Die "1st billigt nicht nur alleS, was die Regierung bisher ha? ^"' sondern gibt ihr auch fur die Zukunft freie dem c> "°lh Gutdünlen zu handeln. Die Adresse wird -,,? uürsten von einer Deputation in Poradim über-"'°)t werden. h. , ^°m «rlegSschauplahe brachte der Telegraf ay"" die sensationelle Nachricht vom Halle Plewna'«. 't zwei uns heute vormittag« zugekommenen Original. Mamme berichten, wird diese Nachricht sowol von der ""9t»ce Havas" al« auch von der „Agence Russe" ge» ^o«. Äiühere Detail« hierüber liegen uns in dem TUginblllle, als wir die vorstehende Revue schließen, nicht ^', und darf daher den nächsten Stunden mit großem "Nleresse entgegen gesehen weiden. H Das neue türkische Anlchen soll dieserlage im /°tlrage von fünf Millionen Pfund Sterling zum Kurse «?" t>2'/, ln London zur Subscription gelangen. — ^tli «cue türkische Kriegsschiffe sind vor Antivari ein. Löffln, welche das Fort Golobrdo beschossen und am ' Dezember abends südlich wieder abdampften. . Der Bizelönig von Hgypten stcllte angeblich dem Sultan eine neue e^yptische Truppendioision zur Ver- lügung, welche in einigen Tagen in Konstantinopel er- kartet wird. Hasesueuigkeiten. — ( Nathau « der Stadt Wien.) Dcr Rathauebau lfortzerte bis zum Jahre 1876 folgende Summen, und zwar: llr die Erwerbung de« «augrnnde« 259.060 fi.. für die Vor« »«lagen in deu Jahren 1969 bis 187t: 60.322 st, 16 lr. unt> ^ die VaU'NuSlagcn in den Jahren 1872 bi« 1376 : 2 Millio» "" 268,646 st., zusammen daher 2.588.028 st. 16 lr. --(Oesterreich auf deutjchen Hochschule u.) ^ UniveistlÜt Leipzig, die heuer in der Frequenz zum erste». !""t seil ihrem Veftehrn die g'ffer 3000 erreicht und sogar über, ^itttn hat (e« studieren hier 3034 Musensohne, außerdem be->" WUrzburg (12), München (10), Tübingen (st), Jena (5), ^"lngen (4), Marburg, «onn, Erlangen (je 3). «oftock (2), H^'bttg und Orels«wald (je 1). Die Universitäten Freiburg, ^ '"'», Kiel, die Akademie zu Mllusttr hllllen im Sommer lei-l^ ^'^"«cher aufzuweisen. Diese 229 Otsterrelcher bilden sieb« ^ Peizent der Vesammtjiffer aller in Deutschland studitleuden "lilnder. hl» ^ (^hcater in Vzernowitz.) In Cze«nowih wurde ^ ^ im L»ufe de« Sommer« und Herbstes auf Kosten der Ge-,^ ^ v°u h^m dortigen Archilellen Gregor ein Theatergebllube . stluht^ i„ welchem fortan dic Theatlroorstellungeu stallsinden tz. ' ^M 27. v. M. faud i» dem ncuelbauleu Theater die erste hl»,. 2 Na». — Der Mustluereln der Vulowin» erbaute ll>it ^^'^lall« in 2;ernow>tz ein neuls Ml,sil»erein»gebäude l'lld, ^"llllen. Echulräumeu :c. sllr seine Zwecke. Um 2. d. '" demselben das Ciliffnung»lonzeil statt, lltich^ ^^- Geu ois« Lose. j Da« Wiener Oberlande«» «l,^ ^°^ dem Recmst de« Dr. A. Salomon als gemelnsamen '^«lu" ^" L°«besitzer de« Genois'schen üntlerie.Anleheu« voll» ^Illi i ^s^tdeu und in Abllllderuug der la»de«gerichtlichen l°^, ""ll dlc vom Kurator gestellten Nullllge belltfs« Ve». ^il>«r Htllschast Malow an Se. la'seil. Hoheit den Henn ^litl,^ ^lbrcchl (Kauspreis 750.000 st.), dann «jerlause« der ^««la ^^" be« Glasen Genoi« mit Ausnahme de« Tute« 2.0^°" den regierenden FUrfteu Licchtcnstein (ss»usprel« lki,^ " sl) genehmigt. Ebenso wurde da« vom Kurator vor-"thtyi.,"^ 3!nancitsung«.Uebtleinlommen luralelsbehördlich ge° ^ ">lld ^"'" demnach wol die Ziehungen der Sl. Venoi«. ^ " regtlmuhig ftaltstnden. '" d.ti^, '" ^l« m « und « Placid a.") Wie die „Presse" ^l°cid,« , " Duelle »rsährt. hat „Kiucsem" da« ihr von °^dl»^' """N der besten englischen Pferde, proponierle Duell ""°l, ^ " ^'llenlhllmer der „Placida", Herr Pulleney, hatte °^°8«n 2 ^"^ Dist,nz und England al« Kampfplatz vor- Glider h " ^en beiden letzten Punlien nun haben die Herren dt?"""«tl, ""^' "^ E'geulhÜMlr dec «Kmcsem", einige "v^^ Erlangt. Dieselben erlltlren einen Match in der »"W fi. hz, 5fty ^yy ^ ^ ^ltt, Reugelb, aiceplieren ,n wollen, verlangen aber eine Distanz von 2400 bis 2800 Meter. — Außerdem sollen die beiden Rivalinnen sich »us halbem Wege. also in Franlfurt a. M. oder in V>den.vaden, entgegenkommen. »Kmcsem" braucht sich vor leinen, engllschen Pferde zu furchten, namentlich nicht auf der von ihr verlangten Distanz. — Die Nuslragung de« Kampfe« wild ein außergewöhnliche« Interesse bieten. — (Der Meteorltenfall nllchft Nlexinac.) In der letzlabgehallemn Sitzung der geologischen Rc>ch«°nft»lt in Wien berichtete Nealschuldirellor Cd. Dull llber den Meteo« rileufall niichst Alefinac in Serbien auf Vrund von Daten, welche dem Obersten Hotvatouic zu danlen sind. Darnach fielen »m 13. Oltober d. I. bei Solo-Nanj» um 2 Uhr nachmittag« nach zwei Detonationen, welche Orlchuhfalven glichen, und unter einer Fcueretfchtinung, wie beim Zerplatzen einer Oranate, so zahlreich Meteorsteine, daß von einem Meleorregen gefprochen weiden lann. 5!)a» grvßte der aufgefundenen Stllcle hat ein Vewicht von ungefähr 25 Kilogramm und lag fast 1'/, Meter lies in den Boden eingebohrt. Ein kleine«, dem Verichle des Obersten Horvalovii beigelegte« Vruchstllcl läßt erlennen, daß der Meteorit zu den Chondriten Rost'« zu zählen ist und die meiste Aehnllchleit mit deu Meteoriten von Vortat hat. Schließlich macht« der Vortr»-gende auf den merkwürdigen Umstand aufmerksam, daß dieser Fall innerhnlb derselben Zone stütlgesnnden hat, welcher von den umelhalb der letzlen 25 Jahre in Oesterreich gefallenen U Me« leonlen 6 angehören und die nach Süd verlängert auch die Fall» oite Vidora, Larissa und Seres umfaßt, währenv in ihrer nördlichen Foltsetzuxg die Fallorle Pullnlsl, Vialyftock und Oesel liegen. — (Von der amerikanischen Nordpol'Llpe. dition) liegen Nachrichten bis zum 29. September vor. Ein liber Schottland eingetioffcuer Brief des Kapitän« Tys»n an «üpilüll Howgale meldet die Unlunft de« erftern nach einer be« schwerllchm Fahrt von vierzehn Togen in Niuntili», einem im «Lumberlanb-Volf gelegenen Hafen, wo die Nordpolfahrer Winter« quurtier zu neb.mln beabsichtigten und Kapitän Tyson seinen In-stluclione» gemäß Material zu sammeln gedachte. Die Neman« «u»n dls von Kapitän Tyson befehligten Schifft« »Floren«." welches gewissermaßen die «lvantgarde der Expedition bildet, be» fand sich wohl und in bester Stimmung. "(Russische Ceneralililt.) Nach dem soeben er« fchltueneu Verzeichnisse aller Veuerale und Stabsoffiziere zählte d't russische Armee am I. Ollober: 9 Oeueral-Feldmatschälle, 96 Generale, 855 Oeucral-Lieulenant«. 81? Generalmajore und 2401 Oberste. Die <5e.,tr°l.Feldm°rschalIe sind- Se. liin. Hoheit Prmz Friedrich der N.ederlande, seil 1840; Se. l. und l. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Albrecht, seil 1«68 ; Se. l. und t Hoheit der Kronprinz de« deutsch« Reiche« und von Preußen, seit 1870; Se. kiln. Hoheit Prinz Friedlich Karl von Preußen, seil 1670; Se. lün. Hoheit Pllnz «uguft van Württemberg, seit 1871; Freiherr von Manteuffel; Fürst Vari°tin«li (der einzige Russe); Oraf Wränget (verstorben) und Vr«f Moltle. fokales. Aus dem Vanitätsberichte des Ualbacher Stadt- Phyftlates für den Monat Oktober 1877 entnehmen wlr folgende Daten: I. Meteorologisches: Luftdruck: Monat-miltel 738 18 mm.; Maximum 746 51 mm. am Iten d.M. um 2Uhr; Minimum 72577 MN. am 8. d. M. um 2 Uhr. Lufttemperatur: Monatmittel -4- 6 8" 0.; Maxi. mum -l- 16 0" 0. am 15. d. M. um 2 Uhr; Mini-mum — 4 8° am 20. d. M. um 7 Uhr Dunstdruck: Monatmittel 5 9 mm.; Maximum 9-6 mm. am 2. d. M. um 2 Uhr ; Minimum 3 2 mm. am 20. d.M. um 7 Uhr. Feuchtigkeit: Monatmittel 80 0 °/<„ am niedrigsten 43 o/« am 19. d. M. um 2 Uhr. Oewöllung: Monatmlttel 5 5 (nach Verhältnis 1:10). Im Monate Oktober waren 11 wolkenlose, 12 theilweise bewölkte und 8 ganz bewölkte Tage. Niederschläge waren nur 3, in Summa 6 60ium.; Maximum am 17. d. 4 30 mm. Vorherrschende Winde waren Ostwlno 23m»l, NNW. 13mal, Windstille (Calmen) 23mal beobachtet. Das Tagesmlttel der Temperatur war nur am 26. d. M. um 16 llber, sonst stelS unter dem Normale; am niedrigsten am 20. d.M. 9 5" unter demselben. Morgennebel war am 3., 12., 13., 18., 22sten, 25. 26.. 27., 29. und 31. o. M.; Adendroth am 9ten, l(X. II., 13., 16., 17., 27., 29., 30. und 31. d.M.; Reif am 13., 14.. 18, 19.. 20., 21.. 22.. 23. und 24. d. M.; am 24. d. M. wurde ein Mondhof bemerkt und am 26. d. M. ein Regenbogen stchlbnr. II. Morb ill tät: I" diesem Monate müßig. Vorherrschend dcr katarrhalische Kranlheilscharaller der Respirations, und VerdammgSorgane. Zur Vehandlung gelangten deshalb oft «alanhe der Vronchien, des Dar. mtS, hie und da Lungenenizündungen und Kehllopfcroup, Rheumatismen, Durchfülle besonders bei Kindern im SüugUngsallts. Von den zymotischen Krankheiten Keuch, husten. DiphlheriliS, Scharlach und Typhus vereinzelt ohne epidemischen Eharalter. III. Mortalität: Dieselbe war sehr gering. ES starben 58 Personen (gegen 83 im Vormonate September d. I. und gegen 62 im Monate Oltober 1876). Von diesen waren 25 männlichen und 33 well,, lichen Geschlechtes. 4l Erwachsene und 17 Kinder, daher die Erwachsenen mit beinahe zwei Drllthellen und das weibliche Geschlecht nm 8 Todesfülle überwiegend »n der Mortalität participierten. Das Alter betreffend starben: todt geboren....... 2 Kinder im 1. Lebensjahre..... 10 „ vom 2. bis 14. Jahre ... 5 Personen .. 14. „ 20...... 1 „ 20. „ 30. ., . . . 4 .. 30. „40...... 9 . ., 40. „ 50. ., ... 6 „ .. 50. .. 60. ..... 2 „ 60. . 70...... 7 .. 70. „80...... 9 « 80. „ 90. ..... 2 , über 90 „ ... 1 « Summe . 53 Personen. (Fortsetzn», s»l,t.) — (Hyacinth Vr»s Thnrn f.) Soeben lommt un« au« Wien ans teleg r «fisch em Wege die traurige Nach« richt zu, daß unser verehrter Reich«r«lh«»vge«roneler Herr Hyacinth Graf Thurn.valsusfina heule morgen« iu Wien verschieden ist. Die vorstehende Nachricht wild sicherlich nicht oetsehlm, in allen «reisen, die ben ehren-werthen «lharaller de« von »««nfter Hei«»»«liebe durchdrungenen Verstorbenen gekannt und hochgeschätzt halten, da« tiesste «e-dauern hervorzurujen. — (Lrnennung.) Der Rechnung«revide»t He« I «tob Luclmann wurde zum Rech nnn g « r »lh e bei der l. l. Lanbeeregierung in L « io » ch ernannt. — (Philharmonische».) In dem nilchftert«ge statt, findenden zweiten Konzerte der Philharmonische« Vesellschafl wird die vortheilhast liuommierle Klavier» virtuosi« Fräulein Marie v. « » rder au« Graz mitwirkel,. Dieselbe wird unter anderem auch da« veelyooen'sche Konzert ,u 6-äul mit Orchefterdegleilung spielen. — (Nein ertrllgni«.) Die zum vesten der Velhellulig von 80 armen Schulkindern mit Winterkleidern vorigen Saw»» tag in den 8l,ftaul»t»on«lol»Iitälen der hiesigen «tilawic« veran« staltete W«hlthätiglt»l«s°lrie hat. in Verbind«, »il dem Vlüclehafen, dem von einem D»»encomitb patronifierlel, »vohlllMlgen Zwecke em «cinerli»,ni« von 150 st. zugeführt. — ( Vener »lvers» » mlnn ,.j Die bie»jährla.« «rdent, liche Veneralversammlungde« lrain, scheu llan-be«.Lehrerveltin« »urbe auf den 2 8. d. Vl. au«geschrie-ben. Dieselbe findet im Tucnsaal, der zwetten ftildt,scheu votl«. schule ln Laib ach (Iolsftraße) statt »nb wird um!> Uhr vormittags eiöfsnct. Auf der Tagesordnung stehen nachstehende Punkte: 1.) Elvftnung durch den Oomann; 2.) Antrag llber etwaige Aenderungen dir lrainischen l?»nde»schulgesetze; 3.) «ber Mildchellturne» mit pl«llchl; ü.) ellvaige »nlrilge der villglieder. — Diejenigen Vlitglieder, welch« gesonnen sind, bei dief,r Veneroloersammlung selbllilnoige Anträge einzubringen, haben dieselben bi« zu« »Often d. M. der Ueiriu«le znge der Südbahn wurde der wegen meuchlenschtn Gatten, morde« zum Tode vernrtheille, bekanntlich jedoch zu achtzehn» j» h r i g e r «erlerstrafe begnadigte H e n r y Tonrville zur Nbbllßung feiner Strafe unter <3endarmerie«E«corle nach Tap,« d »stria üoerstthlt. — (Einbruch«diebstahl im physikalischen ilabinetle.) Ein sonderbarer Zufall fugte e«, daß am selben Tage, an welchem iu i! aib » ch der von un« iu der vorgestrige» Nummer unsere« Vlallee näher geschilderte Einbruchadiebflahl im phyfilalischen Kabinette de« hiesigen Gymna. sium « verübt wurde, ein ganz ähnlicher, dem angerichteten Gchadeu nach jedoch weit bedeutenderer Elnbruch«dieoftahl im Physikalischen ltabiuette der l. l. i.'lhicrbildung«anst»ll in iiinz au«gesllhrt wurde, bei welchem Lehrmittel im Werthe von cire» 700 fi. abhanden kamen. Den Nachforschungen der dortigen ftäb« tischen SicherheitSbehürde ist e« gelungen, die Thäler ausfindig zu machen, und zwar in der Person zweier Lehr»mt«.«ant»ioaten selbst. Namen« Franz M. und Franz O., im Aller von 17 und 1K Jahren, Söhnen von achtbaren Eltern in Linz. Sie wußlen sich Nachschlüssel zu verschaffen und konnten trotz der Frequenz ein» und ausgehender zahlreicher Schüler und Echlllerinnen trotz des Verkehr« de« Lehrpelsonal« nnd der zwei in der An'» stall wohnenden Gchuldimer den Diebftahl verüben. Nachdem man die THUter im Pädagogium agnosciert halte, wurde Sam«t<>, den 8. d. deren Verhaftung durch städtische Sicherheil»w°chm«n. ner vorgenommen. — (Reiche« Iagbtrgebnis.) er«l.) Da« jüngste Hest der „Btatiftischeu Mllilatsschrisl" bespricht Hanoel und Schiffahrt von Hombulg, wobtl auch dir Auswanderer gedacht wird. L« sind im Poriu^ie 3730 Peisonlu au« Oesterreich und 5>01 au« Ungarn Über Hllnlbulg auSgemanoert, und zwar alle (sechs «««genommen) nach llulitilauilchen Staaten. Im ganzen aber — denn vorstehende Z'fferu gellen uur >ür Hamburg — betrug die Zahl der im vorigen Jahre ausgewanderten Oefterreicher 9426 ; davon ent« fallcu auf Glcielmall drei, >uf Kiain vier Personen. In Kärnlcn tam lein Au»wauderungefall vor. Die größte Zahl oer Huswaudlrer, 4098, entfällt anf Vöhmen, dann 3009 anf Tirol. — (Heimat.) Die soeben erschienene Nummer 11 de« illustrierten Familienblatteö „Die Heimat" enthält: Landolin von ltteuleisyöfen. sioman von Bcrlhold Auerbach. (Foi!sel)ung.) — Herdstabend. Gedicht von Hermann Lingg. — Drei «amera« den. Nuvelle von Uglaia von Enderes. (Fortsetzung.) — Mond« jee. Von Ialob von Halle. III. Mit Illustrationen: Haus Fried« rich UhlS. Vus Holz gezeichnet von I. I. Kirchner. Gothisch« ^»sentyüre aus dem XV. Jahrhundert. Renaissancelasten aus dem XVI. Jahrhundert. — Wanderslizzen aus dem Vühmer« »value, von Moriz WiUtomm. Zweite Serie, l.) Im Urwalde. — HuZ meinem Holdalenleben. vellillel der Slaalsbtyo'de: Slaaleauwallbsubjlilul Oerdefchih; Vectheldiger: Dr. Ä h »» zhizh und Vezirlsuorfteher F. »ollschegg. Auf der An llag e bant befinden stch der 33jährige Grundbesitzer Thomas Hotevar, verheiratet und ^aler von sech« jtiuoel», aus Grad, oereits dreimal wegen lorpetlicher ^eschll" diguiig adgeslrast, und der biöher gerichtlich unbeanftändele Rührige Taglohner Johann Cvlrn au« A d e r g a s. Beide sind llugellagt deS Verbrechen« des Raube« nach den 88 190, 192 und 193. strafbar nach dem 9 194 St. O. Der «»egeustand der Anting« ift nach der Aullageschrijt in Kürze folgender: Am 2s. «ptil l. I. begab fich die Magd Maria Hoievar aus Grad nach Krainvurg, woselbst beim t. l. Vezirls» geilchte eine Tagsatzung ausgeschilcben war, um zwischen ihr und ihrem Vruoer Thomas Hoteoar wegen Zahlung der ihr von ihrer Mutter vererbten Summe uon 100 si. einen Vergleich zu ftande zu bringen. Früher schon hatte Maria Hoievar ihren Vru-der durch den Advolaten Dr. Menciuger punclo ihre« välerllchtn Erbteiles von 300 st. und der Heirotsinisstaltung gerichtlich belangt, La tlster« ihr leine Inltlissen dkj^hlte. Der Grund« besitzer Joses »alan au« Grad Übernahm mittelst Etssiou die Foroerulig der Maria Hoieoar und gab dem Thomas Hcievar 330 fi., von welchen dieser 300 fl. zuhanden des Dr. Men« cmger zur Vefricolgung seiner Schwester erlegte. Nachdem die Verhandlung zwifchtn Maria und Thomas Hoteoar beim l. l. Ve» zirlsgcrichte beendet war, bcmelttc Dr. Mncinger zur lliiaria Hoieoar, fo daß es ihr Vruder hären lonute, er habe ihr da« Geio zu übergeben, sei aber durch weitere Taglahungeu verhindert, momentan nach Hause zu gehen, sie möge daher nachmiltag« 8 Uhr >n seine Kanzlei loaimcn, lvo er ihr das Oeld ausfo!g legle. Sie machte fich damit auf den Heimweg. I» dem W^lde zwischen Primetau und Mülerdorf trat plötzlich ein Mann mit geschwälz-tcm Gestchit, den Kopf mit einem blauen Tuche uinwuuden, «» weißen Unterhosen, in der einen Hand mtt linem gezückten Mejstr, in der unfern mit einem Piligel bewaffnet, auf sie zu und verlangte da« Geld von ihr. Tle sagle Uufang«, sie habe leims. splll^r aber, da die Haltung de« Räubers immer drohen, der winde, g:ff sie in. den Korb und gab ihm einen The,l de« Oeld «. Der Rauber nahm daefcloe, rief alnr zugleich.- „Zlllcr»-lueutl Xllicin'i, ä^ äeu« »eml" und entriß der E^chlcckic« uuch dei« Rest der Uunlilolen, worauf er sich mit dem Ruf^: ,Molöil" in den Wald schlug. Die Beraubte eilte sodann mit rasch«, Schritten, im höchste» Grade o/ängstigt und um ihr Leben beforgt, der Heimat zn. Di:fe That begangen zu haben, ift der Angellogte Iohanl-. Loirn dringend verdächtig, u-ld der Angeklagte Thomas Ho« t ev ar ist derjenige, welcher Cvirn zur AusfUhrulig der That oujmuncelte und bleseloe durch die dem ln gemachien Angaben ermöglichte. Thomas Hoievar ging nämlich, als die Tagsatzung beendet war, um 11 Uhr uon Kramculg jorl, begab sich j.Funfgulden» note eine Zeche von vier Vulden im Wirlh«h,use bezahlt. Einige Tage nach dem Raube verließ er fein Dorf und begab sich nach Kärnten, angeblich, um seinen fchon lange gefaßten Plan, borl Arbeit ,u suchen, auszuführen. Neide Angeklagte leugnen entschieden, die That began« geu oder auch nur veranlaßt zu haben. Der Wahrheitsbeweis foll ihnen durch eine Reihe vorgeladener Zeugen erbracht werden, deren Aussagen wir im weiteren Verlaufe lnrz flilzieren werdeu. (Fortsetzung folgt.)__________________ Neueste Post. (Orlginal-Ielegrammc der „Laib. Zeitung.") Wien, 11. Dezember. Der Klub der Linken be« schloß einstimmig die Erklärung, daß zur Beibehaltung der gegenwärtigen Kriegsstärke von 800,000 Mann über das Jahr 1878 hinaus nicht die Zustimmung ertheilt werde. Dieser Beschluß wurde einstimmig als bindender Klubbeschluß erklärt. — Der Fortschriltbtlub berieth das Wehrgesetz. Sämmtliche Redner erllärten sich gegen die Vorlagt und für die Nothwendigkeit einer Reducierung deS HeereSaufwandes. Bei Besprechung der äußeren Politik billigten sämmtliche Redner die Friedenspolitik Andrassy's, und erklärten alle dem Klub angehörende Delegierte, daß sie keineswegs zu einem Tadelsvotum gegen Andrassy mitwirken können, welcher Oesterreich vor einer Abenteurerpotitil bewahrte. Paris, 11. Dlzember. Mac Mahnn erklärte, wenn der Senat auf eine Kabinettsbildung aus der Senat«. Majorität nicht eingehe, werde er sich eher zurückziehen, als wieder mit Dufaure Verhandlungen anzuknüpfen. Petersburg, 10. Dezember. Anläßlich der Eapl. lulatton Plewna's fanden in den Theatern Ovationen statt j die Stadt ift theilweise illuminiert. Vulareft, 11. Dezember. Osman Pascha versuchte in der Richtung nach Wlddin durchzubrechen, mußte aber bei der letzten Rcdoute die Waffen strecken. Osman wurde im ruhmvollen Kampfe schwer verwundet. Paris, 10. Dezember. (N. fr. Pr.) In Versailles und Paris circulierten während des Tages Ministerlisten. In allen fanden sich Batbie und Depeyre. Daru verweigerte, ein Portefeuille anzunehmen. Man erwartete in den Vorsälen der Kammer das neue Kabinett an« geschlagen zu sehen; es geschah nicht. Der Senatsprä« stdent, beauftragt von den constitutionellen Senatoren, ging noch gestern abends zum Marschall, um erneuerte Verhandlungen mit Dufaure zu veranlassen, erhielt aber leinen Zutritt. Heute morgens erschien er wieder im Elysse, erhielt wol Audienz, wurde aber mit den Wor< ten vom Marschall abgewiesen, das Ministerium sei be« relts gebildet; eS sei zu spät. Infolge dessen zeigen die meisten constitutlonellen Senatoren Widerwillen, die Uuftösung zu ootiecen. Die „Union" erllärt sich wieder» holt gegen die Auflösung, so lange nicht ein Programm vorliegt, welches Herstellung der Legitimität zum Zwecke hat. Paris, 10. Dezember. (N. fr. Pr.) Alle bisher verbreiteten Mmlsterlisten beruhen auf bloßen Vermuthungen. Falls im Senat der Auflösungsantrag ge« stellt wird, will dcr Präsident des Senats dagegen spreche». Die „Assemblce Nationale" schlägt, falls die Linke das Budget nicht votiert, die Abdankung der con» servativen Depilierten und die darauf folgende Auflösung sowie die Anordnung des Budgets durch Dekrete vor. Die Widersetzlichkeit müsse dann durch den Belagerungszustand niedergehalten werden. Konstant in opel, 10. Dezember. Ein Tele« gramm Mehemed Ali Pascha's aus Kamiili vom Sonn. tag meldet, daß sich beide Armeen fortgesetzt in der Defensive halten und Befestigungen errichten, indem das schlechte Weller Operationen unmöglich macht. Konftantinopel, 10. Dezember, bin T«" gramm Muthtar Pascha'« von Erzerum, 9. d., mel°». Die russischenVtwegungen sind andauernd durchDW" gehemmt. General «orls-Meliloff soll ln H°ss?nl°M sein. Unter den russische» Truppen soll der ^YW' wüthen. — Die ..»gen« Haoas« meldet: Der l""^ Agent Krlslit erhielt von seiner Regierung ein ^ gramm, in welchem entschieden dementiert w,rd, da? ° serbischen Truppen auf irgend einem Punkte die w«^ überschritten haben. ^ . .. Budapest, 11. Weizen, 80 Kilo effectio per Hellollter wiegend, «I 11 ft. 80 kr. Frühjahrs-Usance-Weizen 10 st. " "> Wenig AuSgebot, geschäftslos. Telegrafischer Wechselkurs vom 11. Dezember. ,.,<<, _^ Oold' Papier. Reute 63 90. — Silber - Siente 6?".--- «-Rente 74 65. — 1860er Staal«.«nlehen 113--. " w°"^«M 805. — Kredit« Aclien 209 75. — London 119 40. -- "^ 105 70. - «. t. Münz - Dukaten 5 65. - 20-Fr»nleN'V'" 956'/.. — 100 Reichsmark 5895. Wien. II. Dezember. 2 Uyr nachmltlag«. (vchlußH «rebUactltn 209 70. 1U«0er Lose 11525, 1864er l'°le ^ österreichische Rente in Papier 63 90. «l<,al«l»hn 26"."' ' ,,<« bahn 194 25. 20« ijranl«fts.lle 9 57, lNl«arischt «"°'"^, 19«50, öftl!.reichi!che strancovant —'--. üNerreichlschc «'«'.M< 91—, Lombarden 70 75, lluioubaul 6150. aull"-"""^, «anl—'—, Lloybactlen 388 —, allstro-oltolnanilchc «am ^ tllrllsche Lost 14 50, Kommunal. «nl.hen 99 50, ««>"" — —. soldrenle 74 65. Schwach. Kandel und VolkswiltWastlM RudslfSWerth. 10. Dezember. Die Durchschnitt" stellten stch »u< dem heutigen Marlte, wie folgt: ____^ ------------------------------------------------------------------------------fi^. Weizen per Hektoliter 9 50 Vier pr. Stllck . - ß «oru „ —— Milch pr. Liter . ^ <4 Äerste „---------Rindfleisch pr. silo ^ 54 Hafer „ Ü 10 l Kalbfleisch pr. „ ^ hi Halbfrucht ^ — — Schweiueftelsch „ Heldeu « 7 60 Schöpsenfleisch - Hirse ^ — — ! HälMel pr. «StUck . ^ ^ ltuluruh ^ 6 50 Taubeu » , »- Erdäpfel ^ 4 — Heu pr. 100 «ilo . -. linsen „ — — Gtroh ^ < ^ lLrbsen ^---------Holz, harte«, pr.5ub,l' ?! Fisolen „ - — Meter...» ^ ^ l«ind«schmalz pr. Kilo —90 —welche«, ",..,4^ Schweineschmalz ^ — 90 Welii.roth..prHellclll. i ^ speck, frisch, „ __ 40 — welker „ ^^ speck, geräuchert „ — — Hafen pr. Stllck ^^^ Angekommene Fremde. Äm 11. Dezember. ^M b«tel Elefant. Tomay, Agent, und Flach. »gram. ^/^ Getreldehändlel, Kllinva. -- Simon, Hopfenhanolel, ^O HUbner. «eis., Reichenberg. — Spay. Mainz. - "'"W^ t. t. Major, gara. - Ersetlig, «örz. - Kank. 0"^ Ebernstein. .,« l, >' Kaiser v«u Oesterreich. Vurnil, Nassenfuß. - ^"^M, Beamter. Uonsch. — smrrlai. Vraz. — Msbachtl, , ^ Balrljcher Hof. Petris, Laldach. - Slol, Man!'«"" Kc>ut, nach Sibirien). Hcoßarlige» Au«st<,tlung«stl»ck iu 3 »c«w ^^ dern), bearbelltt nach einem Romane Iuie» Berne's >»«>" "' ^ ^__________________Mnsil von L. Millöler. __^-->^ Meteorologische Beobachtungen^5!^3s l u W z^ - 5,l V L «'3 5^'____ _^^^ 7Ü.M». 740.8. > 0,4 ! O. schwach trllbe g.«< 11. 2 , N. 741.7s 4- 2., NW.s.schw. bew""« 9 „ »d. 743.^j-0., NW. schwach sternen«' «!«> ° Tl>g«llber trUbe, abend» Nushellerung. Da« ^"" ^^^ Temperatur ^. 0 8'. um l 6' Über dem NolMa^^-'^. ----------------------------------------------------------------------"------------« a . PrämitU.Unl......7975 »025 «"0,«.ü..........165 2b 165 50 Nuo°lf«.L.........1!j50 ,4 Pramle2anl«l,«n der Stadt Wie«, 89 75 90 — D^nau.«egulitfung«.».'ost . . 105 1< 5 !0 Domänen.P»»Hdbr,tft .... 1ü« 50 189 — 0eßelre,chischt S«l,atzsch«ut . . 99 90 100 10 Ung. 6perz. Goldrente .... 92— 9220 Ung. Hl,illl?^l)»"«M.....9U5O 98 75 Uug. Ochatzbon« vom I. 1874 105 — 105 75 »ulehen b. slabtgemeiude W!en i»B. V......... 9575 96,5 Grundentl«ftnn««-Vhll«»ti«»e». Viihmen..........103". 104- «itderoslerreich.......104 - 12450 G«lb w«re Halizien..........86 25 ß6 75 Sitbenollrge».......76 2<» 76 60 lemefer Vanat......77 75 78 25 Ungarn..........7875 79 25 Aetle» »»» N«»te». »nglo.Vfterr. V«t .... 9050 91 «ledll«u»l«lll........ 209 50 l09 75 Depofiltnbanf....... 1b4 — 15« - «rel»itc-,ftall. nn,«r..... 197 50 l9? 75 s«l<,m^t«N.lftall...... »-------- ««tionaldaul....... hl>5— f>07 - lluionnaal ........ 6150 62 — Vtltehrsbanl....... 86'50 97 - Wiener Vantvereln..... 69— 69 50 Netten v«n Tr«n«v«rt-N«terneh' «n»ge». »lftld.ValM........I'8bO Il4- Dou»n.Da«pschiff., «esellfchaft 344 — 346 — «lisaveth.Weftdahn.....159- lhyf.0 Feidln»nd««tt«rdl»al,n , 1940 1945 - Vllb w«« Fran, - Joseph , Vahn .... 12825 12875 Vallzische »i,.Nahn . 24? 50 248 — Koschau-lDderberger Vahn . . 101 — 101 25 Lnnberg-ljtrnowiher Vahn . 120 75 12125 «l»yb.Vefeilsch. 8>z« - 888 - vesterr. «ori»ll,e3bahn . . 106 50 107 — «ub°ls«««ahn . , . 116 50 117 — Ktaat«üahn........ 26t 261 50 Olldbahn......... 7650 77 — Iyeiß««ahn........ 1745<) »75 50 Uugar.'gallz. Verbludung«»,hn 95 95 25 lngarlsche lttocooftoayn . . . 1l0 - 1W50 Wlener tra««»,y.Olse!llch. 101 - 102 — Vl«nöbrlel«. «llg. »st. Vodeutredilanft. (».»old) 104 50 I'5 - - » « (»>0.»«.) ^-9 75 91 «atkn«lb»nl . . i<77t, 9» Ung.V«btntrebil,Ii °" dit2)9 6.bi«2..97>1. «««' ^^M Nachtrag: Um 1 Uhr 20 Mmuten n»t,eren: Papierrente 63») bi« 63 90. «ilberrenle 6710 bi« s?'2O. solorente 7t8» bi« 74 90 K«l London 119 »2 vl« 119 75. 3l»p°l«<,n« 9 57'/» bl« 9 58'/.. Vllder 106 Ü« bi« 106 35.