Blätter für den flbteilungsunterricbt. Laiöach, im Febrnar 1908. ^»egrnndet 1848. Nernfprediunmiuer 3971. Erste uiiö älteste Turngerätr-Fadrik (Österreichs 3. Plascbkowitz Wien, III/l. Kanptstraße 64 /toHnivointifdil'iiitc und H'reisl'tllen frei und umstehend. erlaubt sich, zur Lieferung von Turngeräten, Turnsaal- und Lurnplatz-Slnrilktnngen sowie zur Lieferung von Iugeudspiclinittcln, in solidester u. schönster Ausführung, in beste Empfehlung zu bringen Mnentöehrttch für alle Ettern! €nt$thuldigung$block. Von Ed. Jordan. In allen Papierhandlungen und durch die Verwaltung von „Schule und ffaus". IVicn, VIII. Josefs-gaffe, Lehrerhaus. Preis 10 h. MM Md M MMM M W MM M MM M MMMMMMMMMM MM' M Md 4,.A.,aA..e,Ä.4S..S,S.S.Ä.S,Ä,S.,S,5S - *AM Vto>sfc3i' vt*>. vj igxWysX t i^t /x W>< Vt ;><>,! i Vi\rxw> vfo^y. Bug. Ceonhardis Cinten sind das Beste C.- cf cl JA für Bücher, Dokumente, Akten und Schritten aller Art, für Schule und Haus. 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Bliimel: „Vorzüglich und preiswürdig." pädagogische Zeitschrift 41. Jahrgang. Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Verband der deutschen Lehrer». Lehrerinnen in Steiermark. Schristleiiung: Graz, Stranchergasse 11. Verwaltung: Graz, Morellcnfeldgassc 10. Inhalt: Standes- und Fachsragen. Streiflichter. Au» dem flelerm. Landesschulrate. Bücher- und Lehrmlitclschau. Vereinswefen (Deutsch-österreichischer Lchrcrbund, Verband der deutschen Lehrer und Lehrerinnen, Bezirksledrervereiue, Verband der ArbcltSlehrcrinnen in Steiermark, Lehrerhaus-Bereln, Verein „Selbsthilfe"). Rundschau, Zuschriften, Verschiedenes, Redchalle. Anzeigen sämtlicher In Steiermark erledigte» Lchrer-stellcn usw. Ausgenommene Aussütze werden entlohnt. Bezugspreis für die jeden zweiten Sonntag (26 mal im Jahr) erscheinende „Pädagogische Zeitschrift" ganzjähr. 3 K, halbjährig 1 K 60 h, vierteljährig 90 h, durch den Buchhandel ganzjährig 4 K. Einzelne Nummer 30 h. Probenummer unentgeltlich und postfrei. Blätter für den flbteilungsunterricht. -Laivach, im 3reüruav 1908. (In ben Anzeigeteil merben nur Ankündigungen ausgenommen, bie bie Güte ber Ware erwiesen haben. Es ist daher tun- ber Insertion entweder ber Gegenstand selbst einznsenden ober ein vertrauenswürdiges Zeugnis.) Aeurleilungen. 58.) Wandbilder österreichischer Denkmäler. Die Verlagsanstalt Pichlers Witwe ttnb Sohn hat zu Beginn bes Henrigen Jahres ein ganz eigenartiges Unternehmen eröffnet: Es soll der Geschichtsunterricht durch bie Abbildungen von Denkmälern belebt werden. Wo liegt die methodische Begründung für das Lehrmittel'? I.) Das Denkmal weist auf die Wichtigkeit der Person hin. Damit ist das „Ziel im Unterrichte" begründet. — 2.) Das Denkmal führt uns die Heldengestalt vor die Augen und loziert damit alle Vorstellungen auf eine» Punkt. 3.) Was mit an dem Denkmale klebt, stellt uns mitten in die geschichtlichen Ereignisse, die mit der gefeierten Größe im Zusammenhänge stehen. 4.) Der Hintergrund bringt ein Stück Großstadt, also etwas für die Erdkunde. — Man muß sagen, die genannte Verlagsanstalt hat einen tüchtigen Pädagogen zurate gezogen, als sie de» Entschluß zur Herausgabe der „Wandbilder" faßte, und hat einer trefflichen Kunstanstalt die Ausführung übertragen. 5‘J.) Die Skizze im »aturgeläiiäitliäieii Anterriäite der Pol'tisschut'e. (Verfasser: Prof. E. Burger in Innsbruck; Verlag der Preßvereinsbuchhandlung i» Briren; Preis 1 K.) — Über die Wichtigkeit des Skizzcnzeichnens im »atnrgeschichtlichen Unterrichte habe ich mich bereits einmal ». zw. in der 23. Beurteilung ausgesprochen. Jeder moderne Lehrer ivird dieselbe übrigens ohneweiters erkennen, denn nur was von der Form gewonnen wird und wieder zur Form zurückkehrt, kann unverlierbares Eigentum des Geistes genannt werden. Wir sind nun im Zeichnen von Naturkörpern weder mit dem Pinsel noch mit dem Stifte geübt. Daher brauchen wir einen Helfer. Pros. Burger tritt uns als solcher an die Seite. Nicht weniger als 104 genau ausgeführte Skizzen bietet er um 1 K, dazu die durchaus sachlichen Erklärungen und manch liebes Wort, wohlgesorint »ad sein geschliffen. Mit dem Büchlein trägt man ein gut Stück Naturgeschichte, Obstbaumzucht und Methodik neuesten Stils in der Tasche. 6U.) Keimalkunde von Slini'. (Verfasser und Verleger: S. Walt, Lehrer in Thal; Preis 2 K 60 h). Wo liegt Thal? Nicht weit von Bregenz, in der Schweiz. Wie kommt die Heimatkunde von dein unbekannten Dorfe in die „Blätter"? Weit das Buch ganz ausgezeichnet ist, so ausgezeichnet, daß ich etwas Ähnliches überhaupt noch nicht zu Gesicht bekommen habe. Wer es vor sich hinlegt und statt der Snchverhültnissc von Thal die seines eigenen Wirkungsortes eiusetzt, hebt Schätze aus dem Boden, auf dem er steht; er ist dann nicht nur bodenständig in der Erdkunde, sondern allenthalben festgewurzelt. Die Zeichnungen von Hilbcr und Bornhauser zeigen alles im Bilde, was der Verfasser in so trefflicher Art methodisch zu gliedern versteht. Sie sind jo einfach, daß sie ohneweiters kopiert werden können. (Auch für das Zeichnen nach der Natur in der Landschule gibt cs reichlich Stoff.) Lieber Leser der „Blätter"! Wenn du sonst nichts kaufst, was ich dir aus dem Bücherhauf reiche, die Heimatkunde von Thal mußt du dir kommen lassen. — 61.) Unterrichtsbriefe für modernes Zeichnen! Albert Fleischer, akademischer Maler in Prag, hat sein erstes Schreiben über modernen Zeichenunterricht hinausgesendet, hinein in die bunte Volksmenge. In meisterhafter Weise führt er uns im ersten Briefe in die Anfänge der Kohlentechnik ein, bespricht in einzig dastehender Art den Aufbau des Ornamentes und entrollt ein hübsches Unterrichtsbild über modernes Zeichnen in der Elementarklasse. Ein weites Feld eröffnet der geniale Künstler seinen Hörern: Ästhetik, Perspektive, Proportionslehre (Dürer und Leonardi di Vinci), Technik der Aquarell- und Ölmalerei, Aufbau und Ästhetik der Gruppe, des Stillebens, die Silhouette, das markante Zeichnen, das Vereinfachen des Naturobjektes. Vom Stilisieren und Komponieren, Über die Betrachtung von Bildern in der Schule, Schule und Kunstgenuß. Die Kunst, das Leben, die Schule und der Lehrer als Erziehungskünstler, der systematische Unterricht im Zeichnen. Theorie. Praxis und Methodenbilder bilden das Dreigestirn, das Herr Fleischer seinen Getreuen als steten Begleiter beistellen möchte. Wer Lust hat, der lange nach diesen Früchten! Niemanden wird es gereuen. Das Fleisch ist nach meiner Anschauung bei dieser Frucht mit der Schale identisch. Der monatliche Betrag von 2 K 10 h ist Herrn Fleischer, akademischer Maler in Prag (hauptpostlagernd), im vorhinein zu entrichten. o, j u- u Andreas Lothaller Ried, am 10. Februar 1908. _ .. , prov. Fachlehrer. Mitteilungen der Verwaltung. Die Erlagscheine zur Einzahlung werden der Folge 51 beigelegt werden. — Jene Abnehmer, welche die „Blätter“ bereits in früheren Jahren bezogen, mögen bei Geldsendungen das immer vermerken. — Oberlehrer A. Pr. in M. Post: H. (Bukowina): Jahrgang 1906 schloß mit Seite 132 und 1907 begann mit 333, weil von da an die Seitenzahl fortlaufend sein sollte. Zu diesem Zwecke wurden 1904, 1905 und 1906 zusammengezogen. Die „Blätter“ sind eben ein fortlaufendes Werk. — Lehrer J. 8. in O. (Tirol): Eine Irrung ist bei uns nicht leicht möglich. Bei Ihnen standen zwei Posten offen: a) Jahrgang 1906, b) 20 Ansichtskarten „Unser Gold". — Oberlehrer A. B. in St. 8. Post: L. (Kärnten): Sie haben wohl übersehen, daß die „Blätter“ 4K kosten. — Lehrkörper der Volksschule in H. Post: R. (Niederösterreich): Die Jahrgänge 1904, 1905, 1906 sind vollständig zu haben (Preis je 2 K); bei 1907 sind acht Folgen vollständig, vier in einem Auszug gefaßt (Preis 4 K). — Lehrer F. L. in B. (Vorarlberg): Rückstand 5 K 50 h. Wir danken Ihnen bestens, daß Sie einen Ersatzabnehmer gestellt haben. — Lehrer R. J. 8. in W.-N.: Bis einschließlich 1907 beglichen. — Oberlehrer Jos. Mussinan in Sieghardstein (Salzburg): Wir bestätigen den Empfang von 4 K für 1907. — Schilt. W. H. in 8. (Niederösterreich): Die Folgen 1 bis 30 kosten 5 K 80 h; 32, 34, 36 — 90 h. — Im Juli v.J. erschien eine Doppelfolge; daher entfiel die Ausgabe im Juli. Erstklassige ysgeI-fiarM0l1ll1M beider Systeme fabriziert und liefert billigst Wiidol'f Aajkr .)' — 4.) Radiergummi bei Günther Wagner in Wien. (Besprechung 19.) — 5.) Hinte von Leonhardi in Bodenbach durch deit Zwischenhändler. (Besprechung 26.) - 6.) Okeististe von Hardtmnth in Budmeis. (Besprechung 29.) — 7.) Als Lesestoff für die Kleinen — „Österreichs deutsche Jugend" in Reichenberg. (Besprechung 21.) — 8.) Drncli-sorlen bei Pavlicck in Gottschee (Krain). — 9.) Lehr- und Lernmittel' vom Lehrerhausvereine in Linz a. d. D. — 10.) Mnstliinstrumente von Trapp in Wildstein unb Klier in Steingrub. (Besprechung 30.) — 11.) Methodische Wüstung mit Mohnupts Schriften. — 12.) J-arven bei Schoenseld in Düsseldorf. Alle anderen Musikinstrumente und Saiten unter voller Garantie. Reparatur -Werkstätte. Preisliste frei. 14 Tage zur Probe sende ich an jeden Herrn Lehrer meine in Ktinstlerkrcisen rühmlichst bekannten Spezialitäten: Streichinstrumente, Zithern und Guitarren von unübertroffener Güte und Preis-Würdigkeit. Empfehle gute Violinen zu K 5, 6, 8, 10, 12 und höher. Gute Violinen mit starkem Ton, Bogen, gefüttertem Holzctui, Reservesaiten, Stimmpfeife, Dämpfer, Kolophonium und Violinschule franko. K 15 bis 20. Feine Orchester-Violinen samt Zugehör, besser, K 25 bis 30. Künstlerviolinen mit starker, edler Tonfülle, nach alten Modellen, mit feinem Lcdcrtuch-Formetui, feinem Bogen und Zugehör K 40. SOLO-Violincn, Violas und Celli K 50 bis 200 Auf Wunsch Auswahlsendung von 2 bis 4 Stück ohne Nachnahme. 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Inhalt: Vorbemerkung. — Vorrede zur zweiten Auflage. — I. Einleitung (Allgemeine Betrachtungen über den gegenwärtigen Stand der Neuerung). — II. Eine grundlegende Lehrprobe (Das Lineal). — a) Die praktische Durchführung derselben. b) Begründende und erklärende Betrachtungen: I. Sammeln von Teilvorstellungen eines Vorstellungskreises 2. Konzentration auf einen Teil des Vorstellungskreises. 3. Wiedererweckung und Musterung der Vorstellungen. 4. Entstehung des Gegenstandes. 5. Eigentliches Zeichnen. 6. Die Verbesserung durch den Lehrer. 7. Die Gruppierung. 8. Phantasiezeichnen. 9. Farbentreffübung. 10. Schattengebung. 11. Anschauungsperspektive. 12. Die Selbstverbesserung. 13. Das Gedächtniszeichnen. — c) Allgemeiner Unterrichtsplan. d) Die grundlegende Lehrprobe mit Bezug auf die Landschule. I. Anknüpfung und Besprechung. 2. Die Zeichenversuche. 3. Eigentliches Zeichnen. 4. Worauf soll gezeichnet werden? 5. Was liefert jede Abteilung ab? 6. Die Vorbereitung auf den Unterricht (Plan). — III. Der Lehrplan. (Gegliedert nach Jahreszeiten und Unterrichtsganzen). — IV. Lehrstoffverteilung für Stadtschulen. — V. 10 Lehrproben. I. Efeublätter (Anschluß an die Naturgeschichte). 2. Die Flasche (Anschluß an das Rechnen). 3. Wappen (Anschluß an die Ge-schichte). 4. Der Briefumschlag (Anschluß an die Geschäftsaufsätze). 5. Das Barometer (Anschluß an die Naturlehre). 6. Eine Bergform (Anschluß an die Heimatkunde). 7. Die Wegtafel (Anschluß an einen Lernausflug). 8. Die Buchstabenverschlingung (Für Mädchenschulen.) (Anschluß an das Lesen). 9. Die Leiter (Anschluß an das Turnen). 10. Die Orgel (Anschluß an das Singen). — Schlußbemerkung. — Anhang. (Beurteilung von Zeichenwerken und Requisiten.) Lehre sparen! (Ein sozialpädagogisches Unterrichtsbeispiel.) — Verfasser: Der Herausgeber der „Blätter“. — Bezug durch die Verwaltung der „Blätter für den Abteilungsunterricht“ in Laibach. — Preis 40 h, 3 h Porto. a) Einleitung. (Schilderung der sozialen Zustände in den untern Klassen der Bevölkerung.) — b) Entwicklung des Sparkassewesens in zehn Bildern. — c) Darstellung der Lektion durch eine Skizze. d) Erklärungen zu dem Stundenbilde. — c) Ein Überblick über die Bedeutung desselben. Talaufwärts von Schule zu Schule. Eine lustige und lehrreiche Schulwanderung von Rud. E. Peerz in Laibach. Inhalt: ■ 1. Ränzel und Stock. 2. Im Land, wo die Zitronen blüh’n. 3. Durch Fels und Klüfte. 4. Über Matten und Fluren. 5. Im Waldesrauschen. 6. Ein Blümchen auf dem Wiesenplan. 7. Im Lande der Lust und fröhlichen Lieder. 8. Bei der Fee im Sonnenglanz. 9. Auf den Trümmern einer begrabenen Welt. 10. In der Musterschule. 11. Über die Runse des Wildbachs. 12. Einsam im Hag. 13. Seitab, in ein Ziergärtlein. 14. Im Morgensonnenschein — bergauf. 15. Durch das Felsentor. 16. Heiter im heitern Kreise. 17. In der traulichen Laube. 18. Bei einem Wundermann. 19. Ein kranker Amtsbruder. 20. Stille Betraciitung. 21. Sonntagsmorgen im Alpdorfe. 22. Unter dem Volke der Senner. 23. Lieben, oder leben? 24. Der am See und jener auf der Höh’. 25. Gerettet. 26. Gold und Silber. M d' d d d d d d d d ^F d w ^F d d ^F ^F ^F ^F d w d ^F ^F d ^F d d ^F ’ Beilage zur „Taibacher 5chnl;eil«ng^. \ ci 1 '.ms (scGt'i). *VSl W ß h ('>. Jahr.» Kar.,'' für de» Jllmilungsuimmcbi ittomitlchrift ;nr /örd ermiß des österreichischen Landschnlivesens. Bezugügebühr 4 K jährlich. iH’fdllSdCbcr: Geschäftliches ausschließlich Einzelnummer 40 li. 1 an die „Verwaltung der VoftnnirfaffvnfchCit-JTonto \y v .£ • i> -i i Blätter für den AbtetlungS Nr. 58.213. liII0. v£. J.HC15 III 1 IttUlUI). f unterricht in Laibach". Inhalt: 1.) Eine Volksschul Enquete. 2.» Der Aufsaynntcrrlcht ln der Landschule. 3.) AuS dem Tagebuche eines UbungS-schullehrcrS. — 4.) AuS dem Lehreralbum. ">.) Gedenktage. — G.) Landschule und Lehrerbildung. — 7.) Über ErziehungSreformert. 8.) Die 7. Frage. 0.» Ratschläge fitr die Vorbereitung zur Bürgerschullchrerprlifung. 10.) Der AbtetlungSunterricht in den Realien an hbhcrorganisierten Schulen. -11.) Monatbllder. 12.) ZgrachUnrichtigkeiten der Schulsprache. 13.) Des Lehrers Takt und Schliff in der Gesellschaft. 14.) Die Wechselrede. l '>.) Für das Lehrerhcim im Süden. 10.) Kleine Mitteilungen. 17.) Briefkasten. — 18.) An der Retchsgrenze von Schule zu Schule. Willst du den Bau nicht (bc-)weinen, Bau* nur mit eignen Steinen. Alter Spruch. Line Vtillrsschnl - Lnqnele. Mas lieat in der Zeit der Engneten näher als 6er Gedanke an die gründliche lim« geftaltung der österreichischen Volksschule? Alan müßte, wäre die Auttelschule in der Tat nicht so rüekständig, sosehr von der Zeit überholt wie nichts in der ID eit, der Unterrichts« Verwaltung füglich den Vorwurf machen, als hatte sie unlängst ein Gebäude statt vom Grunde auf in der 21 litte 511 bauen begonnen, judes, es war ja nicht ein Haus 511 errichten, sondern bloß ein altes, altes Vau werk zu „reparieren" und da liegt es nahe, daß der Besitzer zunächst dort die bessernde Hand anlegte, wo alles morsch war, wo der Einsturz drohte, wo in aller Eile Spangen angelegt werden mußten. Aber wird der sorgliche Hausherr damit sein IVerf vollendet sehen? Auiß er nicht befürchten, daß die Fäulnis im Grmidgesüge den ganzen Oberbau dereinst zu Schutt verwandelt? Also, Baumeister, nimm bedacht auf die Grund« quadent! Der Sturm hat sie verschoben, manch wertvolles Stück ist abgebröckelt worden, mancher Teil ist brüchig, zu nichts nütze, der Boden ist unterwühlt: Alles, alles hält nicht mehr. Überlaß das alte Bauwerk dem Verfalle und beginn aufs neue zu graben, aufs neue Stein auf Stein zu fügen, aufs neue nach neuer Art ein herrlich Gebäude zu errichten schaffe, Bauherr des Schulwesens, ein neues System, eine neue zeitgemäße Volksschule, eine neue 21Iittelfchule, eine neue Hochschule, denn nnser gvfamti’v. Bchnlwesen patzt nicht in die Zeit, in der wir leben. Die 211ittelfchuI«Euquete in IVieu hat ein paar Hisse verklebt und, wer an der Schul-ruine vorübergeht und nicht näher tastet, gibt sich zufrieden. Doch wie lange wird die Täuschung währen? Aber Zahl- und Tag treten die Furchen wieder heraus. Für solche Flickarbeit kann sich die Volksschule nicht begeistern. Sie will einen gründlichen Wandel der Dinge, eine Erneuerung in des IVortes vollster Bedeutung, den tatsächlichen Neubau. Liegt ein plan vor, ist das Alaterial zur Stelle? Nehmt nur den plan des alten Aleisters, er ist gut, er ist herrlich, unübertrefflich. Aber das 21 taterial! Es ist In der tollen -ju|t vergeht des kranken Bruders nicht! f>60 6.) Für den Lehrer selbst empfiehlt sich die Anschaffung guter methodischer Hilfsbücher, so insbesonders die vom Inspektor Frisch und neuestens vom Oberlehrer Gail. Das letztere erscheint mir besonders wertvoll. Im Anschlüsse an diese allgemeinen Bemerkungen über den Aufsatzunterricht mögen einige Worte dem Briefe gewidmet werden. Der Brief ist jene Aufsatzform, welche im Leben am häufigsten vorkommt. Daß man also auf der Oberstufe den Brief ganz besonders wird üben müssen, liegt auf der Hand. Jeder Aufsatz läßt sich in die Briefform gießen, man braucht lediglich die Eingangs- und Schlußformen des Briefes dem Aufsatze hinzufügen. Handelt der Aufsatz beispielsweise von der Getreideernte, so wird sich folgende Einleitung empfehlen: „Lieber Freund! Du fragtest mich kürzlich in einem Briefe, in welcher Art bei uns die Getreideernte vorgenommen wird. Ich will im nachfolgenden versuchen, dir eine diesbezügliche Schilderung zu geben.“ — Dies die Einleitung! Daran schließt sich als Briefgegenstand die Schilderung der Ernte. Der Schluß könnte beispielsweise so lauten: „Im großen und ganzen wird wohl in Euerer Gegend die Ernte des Getreides ähnlich vorgenommen. Es würde mich indes sehr interessieren, wie man Hopfen erntet. Da sich bei euch Hopfenkulturen befinden, so wirst du wohl so freundlich sein und mir gelegentlich darüber berichten.“ — An diesem einen Beispiele ersieht man, daß es möglich ist, jeden Aufsatz in Briefform erscheinen zu lassen. Doch auch landesübliche Briefe müssen geübt werden. Hiezu rechne ich Glückwunschschreiben, Beileidschreiben und andere, welche sich aus dem täglichen Leben ergeben. Hiebei müssen die Lebensverhältnisse des Kindes sowie die sozialen Zustände des Schulortes berücksichtigt werden. Die Briefe sollen, so oft als möglich, auf Briefpapier geschrieben werden; bei dieser Gelegenheit folgen die notwendigen Belehrungen über die äußere Form. Um der Unbeholfenheit bei der Anwendung der Eingangs- und Schlußformen bei Briefen entgegenzuwirken, wird es sich empfehlen, eine entsprechende Auswahl derselben memorieren zu lassen. Die üblichen Eingangsformeln, wie: „Ich ergreife die Feder und schreibe Ihnen“ oder „Im Anfänge meines Schreibens begrüße ich Sie“ sind abgegriffen und läppisch; man ersetze sie durch moderne Sätze. Nicht minder wichtig als die Briefe sind die Geschäftsaufsätze. Leider können bloß die allerwichtigsten zur Besprechung und Bearbeitung gelangen. Hiebei empfiehlt sich der Entwurf einer methodischen Einheit. Ein Beispiel möge diese Forderung illustrieren. Vorerst wird eine Korrespondenzkarte geschrieben, auf welcher von einem Tuchgeschäfte Muster und Preislisten verlangt werden. (Vorzeigen derselben.) Hierauf wird ein Bestellbrief ausgefertigt. Im Anschlüsse folgt die Rechnung des Handlungshauses. Es wird ferner die Postbegleitadresse ausgefertigt und die Paketaufschrift besprochen. Weil sich die Zahlung des Tuches verzögert, kommt ein Mahnschreiben der Firma, vorerst ein höfliches, dann ein rein sachliches. Nun ein Entschuldigungsschreiben und die Sendung eines Teilbetrages mittelst Posterlagscheines, später die Restzahlung mit einer Postanweisung. In einer derartigen methodischen Einheit liegt Logik und Zweckmäßigkeit. — Auf diese Weise könnten noch Verwendung finden: Eine Quittung, ein Schuldschein, eine Zeitungsanzeige, ein Dienstzeugnis, das Ansuchen um einen Taufschein oder um einen Heimatschein, die Anmeldung eines Gewerbes usw. Wichtig erscheint mir auch die Besprechung der Stempelskala und die praktische Anwendung an einzelnen Beispielen. Der Zeitmangel auf der Oberstufe bringt es mit sich, daß der oben angedeutete große Stoff nicht in seinem vollen Umfange schriftlich durchgearbeitet werden kann. Es wird sich also die Notwendigkeit ergeben, neben der schriftlichen Übung auch die mündliche einzuschalten. Der Besprechung eines Musters folgt die Umänderung desselben nach ge- r.«r gebenen Punkten. Ist diese Art des Stilunterrichtes auch nur ein Surrogat, so fördert er doch den mündlichen Gedankenausdruck ganz wesentlich. Auf keinen Fall dürfen die Geschäftsaufsätze vernachlässigt werden. Ich glaube, mit dem Dargelegten alles gesagt zu haben, was sich auf den Aufsatzunterricht der Oberstufe bezieht, und will nun im folgenden der methodischen Durchführung näher treten. Hiebei ergeben sich zwei Fragen: 1.) Wie ist die methodische Entwicklung bei der Erzählung, Beschreibung und Schilderung? 2.) Wie behandelt man die Geschäftsaufsätze und Postdrucksorten? Lm Anschlüsse möge der Brief einer Kollegin Platz finden. Er lautet: (Fortsetzung folgt.) Gestatten Sie, daß ich mir erlaube, zum Gegenstände „Aufsatzunterricht in der Volksschule“ einiges zu sagen! In den ersten Jahren meiner Tätigkeit als ,Schulmeisterin‘ hielt ich mich sklavisch an Dispositionen, weshalb mir das Korrigieren von 90—100 Schüleraufsätzen nicht gerade Freude machte Zum Schlüsse sah ich oft vor lauter Bäumen nicht mehr den Wald. Ein niederträchtiges Gefühl, wenn man dann an den nächsten Aufsatz denkt! — „So kann es nicht fortgehen“, sagte k’i mir selbst. Ganz schüchtern versuchte ich es, den Kindern mehr Freiheit zu gestatten, und sieh, die Erfolge waren gut. Aber ich wollte noch bessere Ergebnisse haben. Und so sann ich denn nach, wie es möglich wäre, die nötige Übung im Niederschreiben eigener Gedanken zu erzielen Da fiel mir mein Tagebuch ein. Und ich faßte den kühnen Plan, auch die Mädchen zum Tagebuchschreiben zu veranlassen. Jeden Tag wird eine Notiz gemacht und jeden Tag sehe ich diese Notizen durch, wobei ich mich vortrefflich unterhalte. All die kleinen Erlebnisse der Kinder erfahre ich und alles ist in echt kindlicher Weise gegeben, oft sogar humorvoll. Für diese Aufzeichnungen verwende ich die letzten zehn Minuten des Nachmittages. Wenn der Tag besondere Bedeutung hatte ein Gedenktag, ein Gewitter, ein starker Flockenfall, ein Grubenunglück, Besuch in der Schule, Eintritt oder Austritt einer Schülerin — wird der Aufsatz vorerst mündlich besprochen; sonst sage ich einfach: „Schreibet ins Tagebuch!“ Die am häufigsten auftretenden Fehler schreibe ich an die Schultafel. Kommen die Kinder am kommenden Tage zur Schule, gilt ihr erster Blick der Tafel und sofort entspinnt sich eine lebhafte Wechselrede.1 Der Verbesserung dieser Fehler werden täglich einige Minuten gewidmet. Wer die netteste Tagebuchnotiz geliefert hat, darf sie vorlesen. Am Beginne eines neuen Monates weiden die Tage des vergangenen Monates so aufgeteilt, daß jede Schülerin einen Tag zugewiesen bekommt; hierauf wird vorgelesen. Das gibt eine frohe Stunde. Meine Mädels haben es bei dieser Art und Weise, Aufsatz zu üben, zu recht guten Fortschritten gebracht. Das Verbessern meiner jetzigen Schüleraufsätze ist mir (ich übertreibe beileibe nicht) ein Genuß. Und die Kinder schreiben außerordentlich gerne, wovon die zahlreichen freiwilligen Hausaufsätze zeugen. Sollte man nicht allerorten die Kinder zum Tagebuchführen anhalten können? Freilich habe ich es besonders gut. Ich arbeite an einer Mädchenschule, bin immer auf der Oberstufe beschäftigt, habe in meiner sechsten Klasse nicht mehr als 45 Schülerinnen, hn Vorjahre hatte ich 78 und es ging auch, denn Lust und Lieb zu einem Ding . . . Und ich habe einen Schulkasten, der nimmer leer wird, d. h. der Ortsschulrat stellt an Heften bei, was notwendig ist. (Wie glücklich! D. Sch.) Doch, man kann ja auch auf Schiefertafeln täglich schreiben. — So! Meine Predigt ist etwas lang geworden, mein Zuhörer mag schon ungeduldig geworden sein. Verzeihen Sie, daß ich Ihre Zeit so lange in Anspruch nahm. Ich bin halt eine Schulmeisterin, deren liebster Gedanke die Schule ist, deren liebstes Gespräch die Schule bildet.2 Und die Anregungen in den „Blättern“ sind so interessant, daß unbedingt jede rechte Lehrernatur daran teilnehmen muß. Hochachtungsvoll Hildegard Rieger, Lehrerin in Trifail-Vode (Steiermark). 1 Eine nachahmenswerte Einführung! D. Sch. - Zur Merke, meinen lieben Schwestern im Amte! P. Aus dem Tagebuche eines Übungsschullehrers. 17.) Zuviel Methodik. — Da haben Sie nun die armen Kleinen eine volle Stunde herumgezerrt und es schließlich doch nicht soweit gebracht, daß sie das geschriebene „e" sich auch zueigen machten. Vorerst wußte der „Esel" hereinspazieren. Der beanspruchte eine Viertelstunde; dann ward aus den Strichen und Punkten endlich der Laut entwirrt; dann versuchten Sie justament eine Ähnlichkeit zwischen dem gedruckten und geschriebenen „e" herauszuklügeln; dann wurde lang und breit mit „n" und „i" verglichen. Endlich waren Sie bei dem Takt-schreiben angelangt. Nun lautete es aber mich schon. — Kürzen Sie doch, was man als Theorie Ihnen bot; sonst kommen Sie nicht vom Flecke! In der Turnstunde werden die Freiübungen zunächst wohl mich nach dem langsamen, zerlegten Tempo ansgeführt; allmählich schlägt jedoch ein Entwicklungsstadium rasch in das andere über. Ähnlich ist es bei der Lautgewinnung. Das „i, u, in" und meinetwegen auch noch das „u" nimmt man vollkommen; dann aber preßt man den Vorgang immer mehr zusammen oder man fliegt über manche Stufen der „Entwicklung" rasch hinweg. Wie käme man ans andere Weise im Äbteilnngsunterrichte weiter? 18.) glicht zu modern! — Das entwickelnde, begründende Verfahren haben Sie bei der Behandlung von Böhmen trefflich zur Geltung gebracht. Alles erschien im ursächlichen Zusammenhänge, sv natürlich, so selbstverständlich. Die Stunde hat reichen Denkstvff geboten. Aber zum Schlüsse blieb nichts Festes liegen. Die Schüler können vielleicht nicht den Namen der Hauptstadt, nicht den des Hauptflusses, nicht die Namen der wichtigsten Gebirge. Kommt nun der Junge heim und fragt ihn der Vater nach der Lektion, sv nennt er sie wohl, aber er vermag nichts Positives zu bieten. Und der Vater brummt: Modern, modern, gar zu modern! Bus dem Cehrcralbtim. 22. Ait dem Wirtshauslische sitzen der Lehrer, der Forstbeamte, der Bürgermeister und der Wirt. Man spricht über dies und jenes, auch über die Schneefälle und den dadurch bedingten schlechten Schulbesuch. „Sö werden jetzt wohl a hoarte Arbeit hvb'n, Herr Lehrer!" „„Na, und ob! Und dabei soll man Wunder wirken und sich schinden bei dem Hunde-lvhn! Da haben wir jetzt wieder petitioniert, d. H., um Erhöhung gebeten. Man muß ja schier verhungern. Der T. hole das ganze Werkel!"" Mit diesen Worten ist er durch die Tür verschwunden. „San wirkli varme Leut', d' Schulmasta. Na, ober z' was dr'zählt er uns seine G'schicht'n? Mir könna eahm do uit helf'n I" Der Bürgermeister hatte recht. — Das Klagen am Unrechten Orte zehrt an unserem Ansehen wie der Wurm am grünen Holze. Wenn das doch jeder Kollege bedenken würde! Gedenktage. 24. Feber: 1786 W. K. Grimm in Hanau geboren. 25. „ 1634 Die Ermordung Wallensteins. 4. März: 1152 Friedrich Rotbart wird in Frankfurt zum Könige gewählt. 9. „ 1788 Josef von Eichendorff geboren. 12. „ 1365 Gründung der Wiener Universität. 13. „ 1741 Josef II. in Wien geboren. 14. „ 1803 Klopstock gestorben. 15. „ 933 König Heinrich besiegt die Ungarn. 21. „ 1685 Der Tondichter Joh. Seb. Bach wird geboren. 22. 1832 Todestag Goethes. 24. „ 1830 Rob. Hamerling wird zu Kirchberg in Niederösterreich geboren. Landschule und Lehrerbildung. 6. Die Äöungsschule. Ist sie das, was sie sein sollte — die Schule zur Einführung in den Berns? Doch nicht im entferntesten! Wer sie betrachtete, ohne zu wissen, was sie zu bedeuten vorgibt, würde sie „Vorbereitungsschnle für das Gymnasium" nennen. Und so ist es in der Tat. Die Übungs-schulc wird von der vornehmen Welt beschickt, weil es heißt, all der Übungsschnle wirken die besten Lehrkräfte, zu der Übungsschnle habe das Kind des Proletariers keinen Zutritt, in der Übungsschnle sitzen nur 30, höchstens 40 Büblein; da läßt sich was erreichen, da ist alles so nett, so nobel, so fein. — Die Annahme ist richtig, aber eben deswegen dem Zwecke der Schule ganz zuwiderlausend. Wieviele unserer jungen Kollegen werden denn in der Eliteschnle unterrichten, wievielen wird es vergönnt sein, in der Klasse mit 30 Schülern zu lehren, wieviele werden mit der häuslichen Hilfe rechnen können, die vor den Toren der Übungsschule in allen Formen steht und der Püppchen harrt, wieviele werden ihr Hauptaugenmerk lediglich der Mittelschule zuwenden dürfen? — Diese Betrachtung deckt die augenscheinlichsten Gebrechen unserer Übungsschnle auf; dringt man jedoch tiefer, so hänfen sich die Mängel derart, daß mein staunen muß, wie sich die Einrichtung in ihrer jetzigen Gestalt so lange halten konnte. Wir dringen nun tiefer, ist es doch Pflicht, die Anstalt, die uns die jungen Amtsbrüder rüstet, so zu formen, daß sie der Aufgabe, die die Zeit an sie stellt, vollauf entspricht. 1.) Unsere jetzige Übungsschule besteht ans vier, bezw. fünf Klassen, wobei jeder Klasse eine Altersstufe zugeteilt ist. In allen Fällen ist also die Schule unvollkommen, die einzige unvollkommene Volksschule im Lande; denn jede andere Volksschule führt die Kinder bis zum achten Schuljahre, selbst die einklassige droben im Berglaud. Die Musterschule ist demnach in dieser Beziehung die Schule niederster Kategorie. Steht das nicht im krassesten Widerspruche zu ihrem Zwecke? Sie soll den Zögling in das Schulleben einführen und kann ihm nicht einmal das vollständige Modell bieten. Die Landschule muß gegen eine solche Einrichtung, die den Unterricht in den obersten Schuljahren ausschaltet, allen Ernstes lauten Einspruch erheben, weil ja diese Schuljahre es sind, in denen das praktische Moment im Unterrichte in den Vordergrund tritt, in denen die Auffassung des Schülers gereift ist, wo daher der Lehrstoff individualisierend wirkt, dauernd Halt gewinnt, wo sich das Geschick des Lehrers in der angemessenen Auswahl des Stoffes und in der Zubereitung desselben zeigt. Das i-u-e allein kann uns nicht genügen, Satzanalysen werden dem Landmanne nicht durch die Kümmernisse des Lebens helfen, hohe Zahlen und verzwickte Bruchrechnungen werden sich in seinem Kassabuche nicht finden. Also die achte Forderung: Die Höungsschuke stelle eine Schule mit acht Schuljahren vor! 2.) Muß sie deshalb achlklassig sein? Dann wäre sie wieder nicht ein Bild der Landschule und der Abteilungsunterricht käme in keiner Weise zur Geltung. Zudem sähe der Herr Finanzminister verdrießlich darein, griffe doch der Zuwachs von je drei Klassen tief in den Säckel; aus dem Projekte würde nichts und inan machte uns den Vorwurf, als strebten wir etwas an, was in der Ausführung unmöglich erscheint. Wir bleiben also im voraus bei der fünfklassigcn Übnngs-schule. — Mit vier Klassen geht es unbedingt nicht mehr. Greift man auch dermalen energisch in den Stoff der Mittelschule, so ist doch nicht anzunehmen, daß man das Bildungsniveau hcrabdrücken wolle; eö handelt sich vielmehr um die zeitgemäße Gestaltung, um die Methode, um die Heranbildung vcrnünftigdenkender Menschen. Damit ist der Fingerzeig gegeben, daß die Elementarbildung gründlicher sein müsse als zuvor, daß.man also bei der Aufnahme in die Mittelschule ein ganz besonderes Augenmerk auf die gesicherte Kenntnis der Unterrichtöelemente und auf eine entsprechende Geistesschulung legen wolle. Hiefür genügen nun vier Jahre Bvlksschule nicht. Eltern, die ihre Kinder wahrhaft lieben, haben das längst eingesehen und sie entweder die vierte Klasse wiederholen lassen oder sie in die fünfte Klasse geschickt. Das svtlte allgemein Regel werden; dann stünde es ganz anders mit den Erfolgen der Mittelschule, ganz anders mit der Gesundheit unserer studierende» Jugend. Also schon von diesem Standpunkte aus erwächst dem Staate die Pflicht, alle Übnngsschulen als fünf-klassige einzurichten. — Wenn es geschieht, und es müßte ivvhl allgemein geschehen, weil es an mehreren Lehrerbildungsanstalten bereits der Fall ist, dann kommen wir und schneiden in die |iinf Klassen unsere acht Schuljahre derart ein, daß die erste, zweite und dritte Klasse ungeteilt bleiben, wogegen die vierte Klasse in zwei Abteilungen (4. 5. Schuljahr) zerfällt, die fünfte Klasse aber als Abschlußklasse die letzten drei Altersstufen umfaßt. Damit haben wir ein Zweifaches erlangt: a) die vollständige Volksschule, b) den ständigen Abteiluugsuntcrricht mit zwei und mit drei Gruppen. Jetzt kann der Zögling das ganze Jahr hindurch die Technik der geteilten Klasse verfolgen, jetzt kann er das Gefühl für den Unterricht mit Abteilungen gewinnen, nachdem er täglich den Betrieb beobachtet, das Jneinattdergreisen wahrnimmt, jetzt sein Geschick erproben. Was man bisher ins Werk setzte, nämlich das zeitweise Znsat»mettziehett von Schülern mehrerer Altersstufen zu sogenannten kombinierten Klassen, tvar so nichtssagend, so einfältig, daß man darüber mit Bedauern lächeln muß. Am Schlüsse des Jahres, knapp vor der Reifeprüfung gab es diese eigentümliche Manipulation, für die Jungen ein Gaudinm, für die Kan didaten ein Rätsel — und das nannte man Schulung für den Abteilnngsunterricht. — Es war schon einmal vom „pädagogischen Empfinden" die Rede. Konnte bei dieser ad hoc veranstalteten Prozedur dasselbe genährt werden? Doch, ätzen wir nicht zu scharf, formulieren wir vielmehr die nennte Forderung: Die Äbungsschnke lei fimflibillig und zeige in der vierte» Klasse den ständigen Ztnterricht »nt zwei, in der fünften K laste den Zlnterricht mit drei Abteilungen (Fortsetzung folgt.) Über Erziehungsreformen. Oberlehrer G. G. in M. An dieser Stelle soll von nun an über Schulreformen gesprochen werden, die immer mehr von sich reden machen. Alle Schulreformen müssen in der Kinderpsychologie wurzeln. Wir wissen nämlich jetzt, daß die Kindesseele von der Seele des Erwachsenen wesentlich verschieden ist und daß diese Verschiedenheit von der Erziehung beachtet werden muß. Letzteres geschieht nicht; das kann mit Gewißheit behauptet werden. In den Schulen wird immer nur der Lehrstoff mit aller Sorgfalt bedacht; wie sich die Kindesseele zum Lehrstoffe verhält, darnach fragt kaum jemand. Allerdings hört man sagen, dieser oder jener Stoff sei „zu hoch“ für die Kinder, sie seien dafür nicht reif. Aber bei näherer Betrachtung zeigt es sich, daß schon geringere Wissensstoffe für die Jugend, der sie aufgezwungen werden, nicht passen. Und dann: Wenn man noch den Stoff in der rechten Weise dem Kinde vermittelte! Aber da ist alleinherrschend die logische Weise, d. h. der Stoff wird vermittelt, wie ihn der gereifte Gelehrtengeist mittelst der Wissenschaft, die man Logik nennt, gegliedert hat. Er sollte aber in der Reihenfolge an die Jugend herantreten, wie er von der Menschheit im Laufe der Zeiten erworben wurde. Sicherlich hat doch die Menschheit alles jetzt bestehende Wissen und Können nach und nach erworben. Die Kindheit sollte es ebenso tun können und dürlen. Das biogenetische Gesetz, auf den Geist angewandt, ist wohl ein unumstößliches Naturgesetz. Darnach ist die Entwicklung eines einzelnen Kindes nur eine abgekürzte Wiederholung der Entwicklung jenes Volkes, dem das Kind angehört. Es ist kaum glaublich, wie wenig dieses so wichtige Gesetz von der herrschenden Erziehungsweise berücksichtigt wird, Es soll später darüber mehr gesagt werden. Für heute sei noch auf ein vorzügliches Buch, dis jeder Erzieher kennen sollte, hingewiesen, nämlich: „Ausgewählte Beiträge zur Kinderpsychologie und Pädagogik“ von Stanley Hall, erschienen als 4. Bd. der internationalen pädagogischen Bibliothek bei O. Bonde in Altenburg (Sachsen). Preis etwa 5 6 K. (Vergl. hiezu die 31. Besprechung im Benrteilnugsbogen von der Folge 44! D. Sch.) Die 7. Frage. Inwieweit kann das Kelferwesen im Abteikungsunterrichte Geltung ljavent (Abschließender Bericht.) Die Frage wurde im August 1905 von der k. k. Übungsschule in Klagenfurt gestellt. Sie hat uns demnach mehr als zwei Jahre beschäftigt. Wieviel wertvolles Material da zusauuneugetragen wurde! Den wackeren Mitarbeitern meinen Respekt I — Wie immer, sv muß ich den geehrten Leser auch diesmal entladen, zunächst die Urteile von Folge 12 des Jahrganges 1905 bis Folge 47 in einem Zuge dnrchzufliegen, sodann die drei Gegenüberstellungen reiflich zn erwägen und dann erst zur letzten Verdichtnngsstufe zu klettern, zn dem nachfolgenden Endergebnisse der Beratung. Er wird bei dieser Gelegenheit nicht allein eine geklärte Meinung gewinnen, sondern auch viel praktische Winke einheimse», die die „De-battcr" freigebig in die Wechselrede gestreut haben. In der Einbegleitung zn der Frage habe ich darauf verwiesen, daß es sich bei der Erörterung nicht lediglich mit die Anwendung der Bell-Lancasterschen Methode, sondern im allgemeinen uni die Handhabung des Helferwesens in irgend einer Form handle. Es ist außer Zweifel, daß die Frage ohne diese Erweiterung eine schroffe Abweisung erfahren hätte; denn bei den heutigen Schulverhältnissen ist die Ausgestaltung des wechselseitigen Unterrichtes zn einem förmlichen Organismus, zu einer Art Fabrik, in der der Lehrer gerade nur die Aufsicht führt, selbst aber nicht eingreift, ausgeschlossen. Eine Diskussion darüber wäre zwecklos gewesen. Darum hatte die genannte k. k. Übnngsschnle in der Formulierung der Frage das Wort „Bell-Lancaster'sche Methode" wohlweislich vermieden. Damit sind wir aber mich schon bei dem Punkte angelangt, um den sich fast alle Urteile in konzentrischen Kreisen bewegen, die einen näher, mit kleinem Radius, die ander» draußen in weiter Distanz. Ganz ans dem Zentrum ist fast niemand gesprungen, d. H., eine gänzliche Ablehnung hat das Helferwesett fast in keinem Urteile gefunden. Wir werden daher als Grundsatz festlegen: Das Kelferrvesen kann öei richtiger Kandljavnng im Avteilnngsunterrichte mit Anken verwendet werden. Die richtige Handhabung! Das ist nun freilich eine eigene Sache. Dem einen gelingt sie, dem ändern nicht. Ich stelle mich hiebei ans den Standpunkt des Inspektors und sage: Allgemein anerkannt und zulässig ist nun einmal das Helferwesen. Wer es verwendet und damit Erfolge anfweist, dem lasse ich es; wer darunter leidet, wird es wohl selbst über Bord werfen oder einschränken. Ich für meinen Teil würde die Einführung weder an ordnen, noch behindern. Die 'Methode ist frei in der Wahl des Verfahrens, insolange es nicht widersinnig ist, und frei in der Wahl der Mittel. — Wird jemand durch die Wechselrede in den „Blättern" angeregt, das Helferwesen zu versuchen, sv verfolge er unsere Verhandlungen vom Anfänge bis zum Ende, nehme sodann einen Bogen Papier zur Hand, halbiere ihn von oben bis unten, merke nach Art der „Gegenüberstellung" in Schlagwörtern auf der eine» Seite die Vorteile, ans der ändern die Nachteile an und lege das Papier täglich ans den Schnl-tisch, damit er pro und kvntra ständig im Auge behalte! Vielleicht wird er sodann nach Jahr und Tag der Fragestellerin und den Beratern kollegialen Dank wissen. Ratschläge für die Vorbereitung $ur tiiirgerIchuUehrerprilsung. 15. a) Aiidagogik: In der angegebenen Weise wird die Erziehung bei den Griechen und Römern betrachtet. Bei den Römer» finden wir schon eine Vermischung verschiedener Systeme. Das darf dem aufmerksamen Pädagogen nicht entgehen. Bei allen drei Völkern ist die Er- ziehung den Verhältnissen angepaßt. Themen: 24.) Jmviefernc war die Erziehung bei den alten Völkern bodenständig? 25.) Völkererziehung im Altertume? 26.) Was greift vom Erziehungswesen der alten Volker bis in unsere Zeit herüber? — b) Deutsche Sprache: Freidanks „Bescheidenheit" soll man wenigstens zum Teile gelesen haben. (Reclams Universal* biblivthek Nr. 1049-50.) Alle übrigen Erscheinungen bis zum Nieistergesange sind nur flüchtig durchzunehmen. Hier muß man ankern u. zw. hauptsächlich vor Hans Sachs. Es bringt manche vergnügte Stunde, in seinen Schwänken zu krabbeln, und lebhaft steigt die zünftige Poesie mit ihrem Meister empor. Wer nur immer ans dem Literaturbüchlein lernt, weiß nicht, was Sachs für die nachmalige Dichtung, insonders für die Entwicklung des Dramas bedeutet. Man muß einige seiner Werke gelesen haben; sonst kann man über ihn nicht sprechen. (Nr. 1381-82 und 1283-84 der obgenannten Ausgabe.) Themen: 11.) Was mochte Goethe dazu bestimmt haben, den Ruhm Hans Sachsens zu erneuern? 12.) Meistergesang und Minnegesang — ein Vergleich. 13.) Die Lehrdichtung des Mittelalters und ihre Wirkung ans die Zeitgenossen. — c) Geschichte: Die Geschichte der römischen Könige gehört vielfach in das Gebiet der Sage, braucht also nicht haarklein gemerkt zu werden. Höchstens den Organisator Servins Tnllius hält man fest; man wird seine Verwaltungsmaßnahinen später brauchen. Wichtig ist der Abschnitt „Die Verfassung der Republik". Hier gibt es kein Pünktchen zu streichen. Wohl aber können die Kriege der jungen Republik, von denen man ja in der Mittelschule und im ersten Jahrgange der Lehrerbildungsanstalt überflüssig viel hörte, überflogen werden. Die römische Geschichte ist das Exempei einer Staatsgeschichte. Von diesem Standpunkte aus wäre demnach das Schwergewicht in die Verfassung zu legen. Man verzeichne ans einem Bogen Papier das Anwachsen der Macht des nieder» Volkes und streiche die einzelnen Stufen an! Bis zu den Pnnischen Kriegen! Themen: 8.) Roms Entwicklung vor den Pnnischen Kriegen. 9.) Die römische Plebs im Kampf um ihre Rechte. 10.) Was machte Rom zur Weltmacht? — d) Geographie: Die Länderkunde beginnt in unserem Lehrbuche mit Australien. Das ist zwar nicht ganz methodisch, da zu Vergleichen das Vergleichsmaterial fehlt, sofern man nicht von der Heimat ansgeht. Für unser Studium ist das Bedenken indes nicht von Belang, denn soviel weiß ohnedies jeder Kandidat, was er für Parallelen braucht. Demnach folgen wir dem Buche und dies wohl auch deshalb, weil wir das Wichtigste für den Schluß aufsparen, da unsere Auffassung bereits gereift ist. — Man wird Australien selbstverständlich so oft zeichnen, bis man es ans dem Gedächtnisse schnell skizzieren kann. Der Merkstoff assoziiert sich hiebei mit dem Umrisse und das positive Kapital ist gerettet. Die Inselwelt führt uns zur Kolv-nialpvlitik der Knlturstaaten. Da dürfen wir nicht achtlos vvrübersegeln. Ein besonderes Interesse verdient auch die australische Tierwelt und es ivird daher gut sein, in der Zoologie von Schmeil etwas nachzulesen. Themen: 8.) Welche Bedingungen begünstigten die außerordentliche Flora und Fauna von Australien? 9.) Australien, ein Land verborgener Schäfte. 10.) Die Kulturstaaten und die Inselwelt im Großen Ozean. — e) Naturgeschichte: Wer vormals Naturgeschichte nach beschreibender Art gelernt hat und nun den Stoff im Sinne der Biologie erfaßt, wird alles überaus einfach, so selbstverständlich finden. Die Leitfrage „Wovon nährt sich das Tier?" deckt mit einem Schlage alle Merkmale auf, die ehedem mit hartem Bemühen „gemerkt", dem Gedächtnisse als lose Stücke einverleibt werden mußten. Aus solche Art wird es keine Schwierigkeiten bereiten, aus den Lebensbedingungen den Körperbau der Insektenfresser, Nagetiere, der Wiederkäuer zu kombinieren. Ich rate, zunächst das Buch beiseite zu lassen und sich nach eigener biologischer Kalkulation die Merkmale jeder Tiergattung zu skizzieren. Liest man hernach im Buche und findet man allenthalben Übereinstimmung, so fühlt man ein Wohlbehagen wie damals, als man ohne Krücken die schwierigsten Gleichungen gelöst hat. Im Menschen wohnt nun einmal die Sucht zu entdecken und zu erfinden; also leiten wir ihr Nahrung zu. Wer demnach in der Naturgeschichte noch nicht viel Positives weiß, der kann sich auf selige Stunden freuen. Themen: 8.) Die Stellung der Nager im Haushalte der Natur. 9.) Die Minierer der Ackerkrume. 10.) Der Verdauungsapparat bei den Fleischfressern im Vergleiche zu jenem der Pflanzenfresser. — f) Matljeniatili: Potenzen und Wurzeln werden uns noch lange beschäftige»; Hasten wäre Sünde. — g) Geometrie: Eine prächtige Partie erwartet uns: Die Flächenverhältnisse. In der Lehrerbildungsanstalt wurde diesem Abschnitte wenig Aufmerksamkeit gewidmet; umso interessanter wird nunmehr die Sache. Wie geistvoll ergibt sich auf diesem Wege der Beweis für den Plsthagvrei-schen Lehrsatz! Die Flächenstücke sind aus Pappendeckel herzustellcn und aneinanderzulegen; das bringt Klarheit und führt zur methodischen Darstellung. Die Kathetensäfte müssen samt und sonders gründlich durchgenvmmen werden; man braucht sie jeden Tag. Eine reizende Beweisführung ergibt die Aufgabe: Es sind die drei Seiten des Dreieckes gegeben. Wie groß ist der Flächeninhalt? Mit Wonne erinnere ich mich an die Zeit, da mir diesbezüglich „der Knopf aufgegangen". — ü) Waturkehre: 10. Kapitel: ElektrizitätI Wir leben in ihrem Zeitalter. Lesen wir einmal den Abschnit flüchtig durch, um das, was uns naheliegt, zu erkennen, zu dnrchblickcn. Ist die Neugierde befriedigt, dann forschen wir genau von Seite zu Seite. Die Rechnungen unterwegs sollen uns nicht viel Skrupel machen; es ist zu erwarten, daß die Mittelschnlenqncte diesbezüglich auch auf die Prüfnngskommissioneu für Bürgerschulen richtunggebend wirken werde, und da gilt dann vor allem das Experiment, die Erklärung für die Vorgänge am Apparate und in der Natur. — i) Zeichnen: Zur Einführung und gründlichen Vorbereitung eignen sich die soeben im Erscheinen begriffenen Unterrichtsbriefe von Albert Fleischer, akademischer Maler in Prag. Sie rüsten sachlich und methodisch, so daß ein fleißiger Mann sich einen Kurs ersparen kann. Ich muß den Bezug der Briefe dringend empfehlen. (Monatlich 2 K 10 h; Bezug vom Herausgeber „A. Fleischer, Prag, hauptpostlagernd".) — Zur Nachricht: Im Schuljahre 1908/9 findet an der k. k. Lehrerbildungsanstalt in Laibach ein Bürgerschullehrerkurs für Pädagogik, Deutsch, Geographie und Geschichte statt. Gesuche um die Zulassung wären an den k. k. Landesschulrat in Laibach zu richten. Der Abteilungsunterricht in den Realien an höherorganisierten Schulen. Von Ott. Tornaschek. Der Grund, der mir Veranlassung gibt, über den Abteilungsunterricht in den Realien an höherorganisierten Schulen zu schreiben, ist folgende Tatsache: An einer sechsklassigen Volksschule war es bisher üblich, in der fünften und sechsten Klasse, die je zwei Abteilungen umfassen, der ganzen Klasse, also beiden Abteilungen gemeinsam, den Unterricht in den Realien zu erteilen. Nun hat in der letzten Zeit der Leiter dieser Schule die Verfügung getroffen, daß in der fünften Klasse der Realienunterricht als Abteilungsunterricht, also für jedes Schuljahr je eine halbe Stunde, vorzunehmen sei. Abgesehen davon, daß es nicht leicht einzusehen ist, warum diese Verfügung gerade nur für die fünfte und nicht auch für die sechste Klasse getroffen wurde, weiter abgesehen davon, daß es Sache der Lokallehrerkonferenz gewesen wäre, eine solche Änderung in der Unterrichtserteilung zuerst zu besprechen, das „Für und Wider“ in dieser Angelegenheit zu erwägen und dann erst eventuell einen Beschluß zu fassen — also abgesehen von diesen Dingen, gibt es auch noch schwerwiegende methodische Bedenken, die gegen eine solche Einführung sprechen. Um diese Bedenken zu finden, wollen wir die vier Gegenstände des Realienunterrichtes einer Betrachtung unterziehen. Greifen wir zur Naturgeschichte! Gibt es in diesem Gegenstände einen zwingenden Grund für den geteilten Unterricht, etwa einen Grund, der in dem zu behandelnden Stoffe gelegen wäre? Sehen wir uns den detaillierten Lehrplan an, so finden wir, daß ein solcher Grund nicht vorliegt; denn die naturgeschichtlichen Objekte, die in dieser Klasse besprochen werden sollen, bieten keine solchen Schwierigkeiten, daß sie nicht mit beiden Abteilungen gemeinsam behandelt werden könnten. Man wird vielleicht einwenden, daß zwischen den beiden Altersstufen denn doch ein gewisser Unterschied in deren Anschauungskreise gelegen ist, der für die Teilung sprechen würde. Gewiß ist ein solcher Unterschied vorhanden; aber man kann ihm auch beim gemeinsamen Unterrichte vollkommen gerecht werden. Steht z. B. eine Pflanze in Behandlung, so kann man ja der Unterabteilung hauptsächlich die Beschreibung des Objektes und der Teile desselben, der Oberabteilung aber besonders die Auffindung des Zusammenhanges von Gestalt und äußeren Lebensbedingungen, von Gestalt und Funktion eines Körperteiles, die Beziehungen dieser Pflanze zu anderen Pflanzen oder zum Tiere und zum Menschen zuweisen. Dabei hat man zunächst den Vorteil, daß die Schüler der Unterabteilung durch die der Oberabteilung Anregungen empfangen, gleichsam das Denken durch die reiferen Mitschüler erlernen, und weiter ergibt sich daraus der Vorteil, daß der Unterricht, weil er die ganze Stunde direkt ist, eine viel intensivere Verarbeitung des Lehrstoffes möglich macht. Nehmen wir nun das Gegenteil, den geteilten Unterricht, an! Es ergibt sich zunächst folgender Nachteil: Während bei dem ungeteilten Unterrichte der Lehrstoff in zwei Jahren (zweijährigen Turnus) behandelt werden kann, muß beim Abteilungsunterrichte derselbe Stoff in einem Jahre durchgearbeitet sein. Dieser Umstand sowie der weitere, daß nämlich für den direkten Unterricht nur die halbe Unterrichtszeit zur Verfügung steht, läßt selbstverständlich eine eingehende Behandlung nicht zu. Der indirekte Unterricht hat noch einen Nachteil: Die Schüler müssen stillbeschäftigt werden und _ k>68 jede schriftliche Stillbeschäftigung muß, so wird es verlangt, vom Lehrer korrigiert und von den Schülern nachgebessert werden. Welche Unsumme von unnützer Arbeit bedeutet dies! Und wozu diese Arbeit, wenn sie so leicht und noch dazu mit Vorteil vermieden werden kann! Jedenfalls nur zur Qual des Lehrers und der Schüler. Es könnte noch gesagt werden, daß die Stillbeschäftigung der Wiederholung und Befestigung des vorgenommenen Lehrstoffes zugute komme. Das ist gewiß! Aber man kann von der Wiederholung auch beim gemeinsamen Unterrichte ausgiebig und hinreichend Gebrauch machen, da die dazu nötige Zeit vorhanden ist. Es ist also auch dies kein Grund für die Einführung des geteilten Unterrichtes in der Naturgeschichte. Wenden wir uns nun der Geschichte zu! Alle Bedenken, welche gegen den Abteilungsunterricht in der Naturgeschichte angeführt wurden, haben auch hier ihre volle Geltung. Ein näheres Eingehen auf diesen Gegenstand ist demnach nicht notwendig; nur auf eines sei besonders hingewiesen: Der Geschichtsunterricht eignet sich wie kein anderer Gegenstand dazu, die Schüler durch die Wiedergabe umfangreicherer Stoffe im Erzählen zu üben. Und gerade der gemeinsame Unterricht erweist sich der Übung im Erzählen besonders förderlich, da die Schüler der Oberabteilung als gewandtere Redner denen der Unterabteilung zu Vorbildern werden, an welchen sich diese selbst zu Rednern heranbilden. Jetzt zur Naturlehre! Unter den Realien dient dieser Gegenstand ganz besonders zur Ausbildung der Denkkraft. Hier kommt jener Vorteil des gemeinsamen Unterrichtes, der schon bei der Behandlung der Naturgeschichte angeführt wurde und der darin besteht, daß die reiferen Schüler der höheren Abteilung Lehrmeister ihrer jüngeren Mitschüler im Denken werden, besonders zur Geltung. Man wird nämlich das Sinnfällige einer Naturerscheinung oder eines Experimentes, die auf Beobachtung gegründete Beschreibung hauptsächlich der Unterabteilung, die Begründung der Erscheinung und die Ableitung eines Gesetzes aus verwandten Erscheinungen dagegen in der Regel der Oberabteilung zuweisen, oder kurz gesagt: Das „Wie“ der unteren, das „Warum“ der oberen Abteilung! Noch ein Bedenken gegen den geteilten Unterricht! Die Stunde beginnt, der Lehrer führt ein Experiment vor, läßt dasselbe beobachten und beschreiben; nun aber ist die Halbstunde vorüber, er muß abbrechen und die Schüler, die, angeregt durch das Gesehene, noch gerne mehr erfahren möchten, auf die nächste Stunde vertrösten. Ähnliches kann sich in der folgenden Halbstunde mit der zweiten Abteilung wiederholen. Das Interesse der Schüler, welches in dem Augenblicke, in welchem man die Lektion abgebrochen hat, vielleicht aufs höchste gestiegen war, muß unbenützt gelassen werden; bis zur nächsten Naturlehrestunde ist dasselbe vielleicht schon längst erkaltet oder zumindestens geringer geworden. In den folgenden Halbstunden wird man jedesmal unter immer mehr abnehmendem Interesse einige Punkte in der methodischen Behandlung des Stoffes weiter und schließlich ans Ende kommen. Die Unterrichtslektion wird unter solchen Umständen stets ein Stückwerk bleiben; man wird sie nie auf die Höhe eines Kunstwerkes bringen können. Wir kommen zum letzten Gegenstände, zur Geographie. Dieser Gegenstand ist durch seinen Lehrstoff so beschaffen, daß die bisherigen Ausführungen auf denselben nicht angewendet werden können. Betrachten wir zunächst den vorgeschriebenen Lehrstoff! In der fünften Klasse sind Österreich-Ungarn und die übrigen Staaten Europas zu besprechen. Die Schüler bringen aus dem vierten Schuljahre in diese Klasse die Kenntnis des Heimatlandes mit und da ist logisch und psychologisch nur eines möglich, nämlich: für die Unterabteilung die österreichisch-ungarische Monarchie, für die Oberabteilung die übrigen Staaten Europas. Hier wäre ein zweijähriger Turnus ein methodisches Unding, der Abteilungsunterricht tritt hier auf den richtigen Platz. Wenn ich im Vorangehenden immer die fünfte Klasse vor Augen hatte, so ist dies in der eingangs erwähnten Tatsache begründet. Es ist selbstverständlich, daß die hier dargelegten Gründe für und wider den Abteilungsunterricht in den Realien auch für die sechste Klasse (siebentes und achtes Schuljahr) Gültigkeit haben. Fassen wir nun die Ausführungen in Kürze zusammen, so ergibt sich: Der Unterricht in der Naturgeschichte, Naturlehre und Geschichte ist an höherorganisierten Schulen, wo höchstens zwei Schuljahre in einer Klasse vereinigt sind, als direkter und gemeinsamer Unterricht in einem zweijährigen Turnus zu erteilen; dagegen erfordert der Geographieunterricht einen fortschreitenden Lehrplan und somit den Abteilungsunterricht. Ich stehe am Schlüsse meiner Ausführungen. Es ist eigentlich sonderbar, daß in den „Blättern zur Förderung des Abteilungsunterrichtes“ ein Artikel gegen denselben — wenigstens zum größten Teile — erscheint. Aber indem ich einen Abteilungsunterricht bekämpfe, der, am unrichtigen Platze angewendet, statt Nutzen Schaden bringt, glaube ich, einen Beitrag zur Förderung dieses Unterrichtes gebracht zu haben und daher das Recht auf ein Plätzchen in diesen Blättern beanspruchen zu dürfen. jRrtdilu'uu'rliiiitfl: Bevor ich zu de» Ausführungen Stellung nehme, erwarte ich die Antwort des Herrn Leiters, der die eingangserwähnte Anordnung getroffen hat. Herr Kollege Toinaichek möge ihm daher Folge 50 schicken! P. Monatsbilder aus den Aufsatzheften meiner Schüler. Von Aug. Tschernessel, Oberlehrer in Stadlbach (Kärnten). 2. Der Februar. Im Februar steigt die Sonne höher am Firmament empor. Die Tage werden merkbar länger. Der Wechsel zwischen Frost und Tauwetter tritt ein. Auf der südlichen Erdhalbkugel reift das Getreide. Bei uns blühen Schneeglöckchen, Schneerosen und Erlen. Die Hirsche fangen an, ihre Geweihe abzuwerfen. An warmen Abenden ertönt das sanfte Lied der Amsel. Scheint die Sonne einmal recht warm, so sehen wir schon einzelne Schmetterlinge flattern, Bienen fliegen. Der Landmann beginnt mit den Arbeiten im Obstgarten und prüft die noch vorhandenen Vorräte. Der Februar ist der kürzeste Monat des ganzen Jahres. Stadt und Land treiben Faschingsscherz. Naturbeobachtungen: Tageszunahme; berichten, wann die Schüler die ersten Feldlerchen kommen, welche Schmetterlinge sie flattern, ob und wann sie Mücken im Sonnenschein tanzen gesehen; welche Vöglein sic singen gehört und wann; welche Frühlingsblumen sie gefunden haben. Knospen, Blümlein und Zweige (Erle) sollen sie zur Schule bringen. SpracbunricbtigRcitcn der Schulsprache. 21.) „jemand". Es gehört zu den abgeschliffenen Stücken der deutschen Sprache. Noch kaiitt es indes vor dem Verfalle gerettet werden, beim nur die Gesprächigen und die Schnellschreiber setzen sich über die Endungen hinweg. Die Schule ist berufen, den Sprachschatz z» hüten; daher dulde sie nicht die kurze Form, wie: „Hast du jemand (statt: jemanden) gesehen? Bist du jemand (statt: jemandem) begegnet? Das Gleiche gilt von „niemand". — Eine Sprache, die ihre Unterscheidnngskennzeichen allmählich abwirst, ivird undeutlich, wird arm. Klar indes wollen wir das Wesen; also muß auch das Ansdrncksmittel klar sein. Des Lehrers Takt und Schliff in der Gesellschaft. S. 3it Lerplichorens Dienste». (Fortsetzung.) Blick um dich, mein Freund, ob du nicht ein Töchterlein übersehen, das zu einem dir bekannten Hause gehört; ansonsten gibt es Verdruß. Auch manche Frau, selbst wenn sie als weiblicher Zerberus im Hintergründe lugt, dreht sich noch gern im Wirbel und du wirst, auch wenn du einen Korb gewärtigst, gut tun, das Mittelalter zum Tanze aufzufordern. Du verstehst mich ja: damit zeigst du, daß du die Gnädige noch nicht zu den Alternden zählst. Und solche Taxierungen verfangen immer. Gibt es ein junges Ehepaar im Saale und du ivillst mit der glücklichen Hälfte walzen, so ist es gut, du meldest dies zuerst dem Gemahl und lassest dich durch ihn präsentieren. Das ist aber schon die letzte Etappe, wenn sonst bereits alles in deinem Arm gelehnt ist; denn merke: Der Tanzboden gehört zunächst den Mädchen, die man freit; ist er doch das Stelldichein für alle, die nach etwas lechzen, was sie noch nicht besitzen, und für jene, die nach etwas lechzen, was sie dereinst besessen haben. Es ist nicht edel, wenn sich Frauen in den Reigen mengen und sich darob Mädchen verzweifelt im Sitzen übe». Ungleichen wird man es dir nicht verzeihen können, wenn du immer wieder ein und dieselbe Maid im Kreise drehst und die ändern vergissest. Im Tanzsaale sowie in der Schule sind alle gleich. Wer jemandem was ins Ohr zu sagen hat, tue es in Eile, aber er gebe nicht den Beobachtern Stoff zur Nachrede und den Übersehenen Ursache zum Groll. Oft weiß man nicht, woher in den nächsten Togen die Sichte stammt. Forsche nach, vom Tänzchen datiert sie I — Wer die Quadrille nicht kann, drücke sich beizeiten; denn fehlt ein Paar, so wird man zum Reigen gedrängt. Nun steht der unkundige Tänzer da wie der unvorbereitete Prüfling vor dein Professor. Noch schlimmer, denn hier hat der Kritiker schier hundert Angen: die ganze Welt der Matronen. — In der Pause nimmt man an dein Tische Platz, wo Kollegen sitzen oder wo Bekannte sind. Auf keinen Fall ist es tätlich, eine neue Bekanntschaft gleich zu diesem Zwecke zu mißbrauchen. Man nennt den jungen Mann sonst zudringlich und das ist schlimm. Mancherorts ist cs üblich, am folgende» Tage Besuche abzustatten; auf dem Lande wird das wohl entfallen können. — Prinz Karneval pocht immer ungeduldiger an die Pforte. Nimm eines noch mit, lieber Amtsbruder: Vom Tanzboden hat sich schon so mancher ein böses Leiden geholt und noch was Schlimmeres: — eine böse Frau. Gott bewahre dich vor beiden! — Die ttleclmlrcdc. Zur (>. gtranr. (Welche Stosfmassen [Kapitel) sollen aus dem jetzt bestehenden Lehrpläne ansgcschiedcn oder in demselben zuaeschnitten werden?) 29. Urteil. Lehrer A. Lothaller in Pram, O.-ö. (Fortsetzung zu Folge46.) Lesefrüchte. Wird an uns einmal die Aufgabe herantreten, auf Grund eines zeitgemäßen Normallehrplanes für unseren Schulbezirk oder für die Stätte unseres Wirkens einen Lehrplan auszuarbeiten, so einige sich zunächst das ganze Lehrerkollegium über die grundlegenden, hauptsächlichsten, für die ganze Schularbeit geltenden Lehrplangesetze. Dann schreiten die Schuljahr-, beziehungsweise Klassenkommissionen zur Detailberatung. Jede Kommission stellt nicht ein Fach für alle Schuljahre und Klassen, sondern alle Fächer für ein Schuljahr oder eine Klassenstufe auf. Für die Auswahl und Anordnung des Lehrgutes sind nicht Stoff, System und die logische Abstraktion maßgebend, sondern die psychischen Gesetze der Aufnahme- und Apperzeptionsfähigkeit und die Forderung des Natur- und Kulturlebens. Alles Einzelwissen, aller leere Notizenkram ist fernzuhalten. Von der einheimischen Natur und der Heimatgeschichte wird das behandelt, was den Zwecken der Kulturentwicklung dient, und die Fremde und Völkergeschichte wird nur soweit herangezogen, als ihre gesetzmäßigen Erscheinungen einen tieferen Einblick in die kausalen Verhältnisse der heimatlichen Lebensgeschichte gewähren oder auf das Kulturleben einen hervorragenden Einfluß ausiiben. Heimat und Gegenwart bieten den Stoff der unterrichtlichen Behandlung, insbesondere auf der Unter- und Mittelstufe. Es bedeutet keine Papierverschwendung, wenn der Lehrplan zu diesem Zwecke eine bestimmte Zahl unterrichtlicher Ausflüge nach wichtigen Punkten der Umgebung festsetzt. Erst nach und nach erweitert sich der Gedankenkreis über die räumliche und zeitliche Fremde, soweit sie für die Fassungskraft der Kinder zugänglich ist und im Interesse des kindlichen Wirkungskreises liegt. Im Lehrplangebäude der Erziehungsschule gebührt nur denjenigen Stoffen ein Platz, welche eine Allgemeinbildung vermitteln; alle Stoffe, die bloß der Berufsbildung dienen, sind fernzuhalten. Nicht allzuviel, nicht ein Zuvielerlei, nichts verfrühen I Schülerbibliothek und Lehrplan. (Sieh die Schülerbibliothek im Lehrplan von Rektor C. Schubert!) Die Bücher der Schülerbibliothek müssen in den Lehrplan organisch eingegliedert werden, der Anschlußpunkt ist genau zu bezeichnen, in dem die Lektüre des betreffenden Buches beginnt, damit das Interesse aus dem Unterricht sich in die Privatlektüre hinüberspinnt. Das anzustrebende Ideal ist folgendes: Von jedem Buche der Schülerbibliothek sind soviel Exemplare da, daß es von allen Schülern und vom Lehrer zugleich gelesen werden kann. Nichts ist so geschickt, Kinder, die von verschiedenen Seiten her Zusammenkommen, gleichartig zu machen, als ein Strom von Erzählungen, der sie alle gemeinschaftlich fortreißt (Herbart). Es ist besser, jährlich nur drei bis vier Bücher zu lesen, aber die von allen Kindern wirklich gelesen, in sich aufgenommen, liebgewonnen, als alle acht Tage ein anderes. Der Lehrstoff für unsere Lehrpläne. Deuts ch. Die Sprachkunde darf nicht nach der Art einer systematischen Grammatik mit der Lautlehre anheben, um die Wortlehre anzufügen, sondern muß ihre Stoffe in einer Reihenfolge auftreten lassen, die den kindlichen Geist durch eine sich stetig steigernde Schwierigkeit anspornt wie sie z. B. Rudolf . Schuberts Deutschunterricht zeigt. Der Rechtschreibunten icht ist ebenfalls nach der Schwierigkeit zu ordnen; natürlich muß der Inhalt stets der zur Zeit bearbeitenden Sachreihe entnommen werden. Den Gang des Anschauungsunterrichtes setzen die Natur, der Verlauf der Jahreszeiten, aber ja nicht das Lesen der Fibel und die Reihe der Normalwörter fest. Der Leseunterricht in den zwei ersten Schuljahren, der sich mit der Technik des Lesens befaßt, schreitet nach der Sprechschwierigkeit vorwärts. In Sachen eines Lehrganges der Sprachlehre geben Sprachschulen, wie die von Hähnel und Patzig, Wilke, Haupt und Hesse, Tilger und von Behling, Hilsinger und Sieburg Anleitung und sichern eine gleichmäßige Betonung aller Sprachgebiete und Spracherscheinungen. Die einzelnen Fächer des Deutschen (Lesen, Aufsatz, Sprachkunde, Rechtschreiben) dürfen nimmer ohne gegenseitige Fühlung betrieben werden, dürfen kein Neben- oder Nacheinander, sondern müssen ein In-, Mit- und Durcheinander bilden; der Weg zum Ziel muß ein wahres Straßengewebe sein. Stoffe, die hineinkommen sollen. Stoffe, die beseitigt werden sollen. Berücksichtigung der neueren germanistischen Beschränkung der orthographischen und gram- Forschungen, besonders der Bestrebungen Rud. matischen Regeln. Kein System der Orthographie Hildebrands. Einführung der Kinder in die Ge- oder Grammatik in der Volksschule. Beide nicht schichte der deutschen Sprache (natürlich keine Selbstzweck, sondern nur Mittel. Beide nicht wissenschaftliche Etymologie!). Das alte Sprach- selbständig, sondern im Anschluß an Zusammenleben muß wieder erweckt, der ursprüngliche Sinn hängende Sprachstücke oder an die Aufsätze. Finder Wörter hervorgehoben, der sinnliche Hinter- fache Orthographie, grund verblaßter Ausdrücke und Wendungen aufgehellt werden. (Fortsetzung folgt.) Zur Jmiflo. (Hausaufgaben in der Landschule ober nicht?) 22. Urteil. Die Mittelgebirgskonferenz in Birgitz (Tirol): Die gefertigten Teilnehmer an der „Lehrerkonferenz im Mittelgebirge“ erlauben sich folgendes Urteil zur 9. Frage abzugeben und ersuchen um Aufnahme desselben in die „Blätter“: Die Konferenz ist für die Hausaufgaben. Die meisten Eltern bemessen die Leistungen und den Fortschritt der Kinder, mithin auch die Güte der Schule an den Hausaufgaben. Ein Bauer sagte z. B.: „Wir sind froh, daß die Lehrerin fort ist. Sie hat den Kindern nie Hausaufgaben gegeben; sie war faul.“ Manche Leute legen den Maßstab für die Lehrtüchtigkeit bei diesen Aufgaben an. Bei uns in Tirol sind Hausaufgaben notwendig. Jedoch ist ihre Zahl zu beschränken. Zwei in der Woche genügen. Sie seien womöglich kurz gehalten. Keine nehme mehr Zeit in Anspruch als eine Viertelstunde. Man gebe abwechselnd schriftliche und mündliche ( Memorier- und Beobachtungsaufgaben). Erstere werden dem Rechenbuche entnommen und auf Tafeln angefertigt. Für die Memorier- und Beobachtungsaufgaben („mündliche“) liefern hauptsächlich die Realien den Stoff. Josef Szölgycmi, Schulleiter in Götzcns. Joh. Spiegl, Schulleiter in Oberperfuß. Matthäus Deinetz, pensionierter Lehrer. Josef Kirschmair, Schulleiter in Birgitz. Gisela de Paoli, Lehrerin in Götzens. 23. Urteil. Lehrer Matthias Schindler in Moosburg (Kärnten). Schon manche meiner Berufsgenossen werden während ihrer Lehrtätigkeit mit den Hausaufgaben bittere Erfahrungen gemacht haben; denn gar häufig kommt es vor, daß Schüler ohne die Aufgabe zur Schule kommen, dadurch den Lehrer zum Zorne reizen und sich nun einer Strafe unterziehen müssen, obwohl sie vielleicht in vielen Fällen schuldlos sind. Wird der Lehrer in Fällen, wo er an der Schuldlosigkeit des Kindes nicht zweifelt, die Strafe nachlassen, so wird es bald mancher Junge versuchen, sich der Anfertigung der Hausaufgaben durch irgend welche glaubwürdig erscheinende Ausrede zu entziehen, und die Schüler werden auf diese Weise zum Lügen verleitet. Obwohl die Hausaufgaben so gewählt sein müssen, daß sie nicht etwas Neues von dem Kinde verlangen, sondern nur zur Befestigung und Einübung des in der Schule bereits Gelernten dienen, so werden die Kinder trotzdem in vielen Fällen die Hilfe der Eltern oder älteren Geschwister in Anspruch nehmen. Auf diese Weise gewinnt das Kind nichts und gelangt zu keiner Selbständigkeit. Besonders in der Landschule ist die Zahl der hindernden Umstände so groß, daß von den Hausaufgaben fast ganz abgesehen werden muß, vor allem aber von den schriftlichen. Ab und zu ein Gedicht zum Memorieren wird den gewünschten Erfolg nicht versagen. Dagegen sollte es kein Lehrer verabsäumen, die Schüler zur Beobachtung der Natur anzuleiten und derartige Aufgaben zu stellen. An solchen Beobachtungsaufgaben mangelt es fast zu keiner Jahreszeit. Sic betreffen den Schulweg, Wiese, Feld und Wald zu verschiedenen Jahreszeiten, die Witterung, die Erscheinungen am Firmament u. s. w. Die Schüler sprechen sich hernach über die gemachten Beobachtungen in der Schule frei und ungebunden aus, tibch sich im mündlichen Gedankenausdrucke und gewöhnen sich an Wahrheitsliebe. Selbstverständlich muß der Lehrer mit seiner Umgebung vertraut sein, um Falsches berichtigen zu können. Auch sollte man es nicht unterlassen, die Schüler anzueifern, ab und zu eine Fleißaufgabe zu machen. Vor allem werden solche Aufgaben viel sorgfältiger angefertigt und das Kind hat mehr Freude daran, weil ihm ein größerer Spielraum geboten ist und es sich sein Lieblingsfach wählen kann. Wohl werden sich meist nur die Fleißigeren zu einer solchen Aufgabe aufraffen; doch werden durch das gute Beispiel auch andere dazu angeregt. Zur 10. Airaffe. (Schulbeginn im Herbst oder im Frühlinge?) 9. Urteil. Lehrer Josef Fr. Lache in Tieberschlag (Böhmen). Ich bin unbedingt dafür, daß der Schulbeginn in den Herbst falle. Will man den Schulbeginn in das Frühjahr verlegen, so können dafür wieder zwei verschiedene Ansichten sein. 1.) Der eine will mit allen Schuljahren im Frühjahre beginnen, 2.) der andere will bloß mit dem ersten Schuljahre anfangen. Zu Punkt I. Würden alle Schuljahre im Frühjahre anfangen, so wäre die Norm für die Dauer der Ferien vom 1. Jänner bis letzten Feber. Sollte das in der Landschule in Kraft treten, so müßten alle Stadtschulen, Mittelschulen und Hochschulen sich darnach richten, denn eine acht Monate lange Unterbrechung beim Übertritte beispielsweise von der Volks- in die Bürgerschule dürfte nicht gelassen werden. Ebenso würde der Unterricht in den Stadtschulen (Volks-, Bürger- und Mittelschulen) nicht sonderlich gefördert werden, wenn in den Monaten Juni, Juli und August 70°/u freie Nachmittage wegen Hitzferien zu rechnen wären. Selbstverständlich müßten auch auf dem Lande Hitzferien eingeführt werden. Wo hat aber der Lehrer seine Ferien zur Erholung? Soll er im Winter übersiedeln? — Aber darnach fragt niemand. Zu Punkt 2. Würden bloß die Kleinen (erstes Schuljahr) im Frühjahre anfangen: wird dann das als Schuljahr gerechnet oder ist das vielleicht nur eine Vorbereitung im Marschieren, eine Art spartanische Erziehung zur Abhärtung? Wenn das Kind nur 12 Wochen (I. Mai bis 15. Juli) in die Schule geht, so kann das nur als eine Art Kindergarten gerechnet werden. Da las ich: „Es wäre eine Erleichterung für den Lehrer, wenn die kleinen Schüler im Frühjahre eintreten würden, weil da die Sommerbefreiten aus der Schule gehen. Ganz richtig! aber wir trachten doch, die generelle Schulbesuchserleichterung in eine individuelle umzuwandeln, ln manchen Schulen besteht sie auch. Jetzt hat der Einklaßler die Erleichterung, indem er statt der acht Schuljahre — neun, sage neun, vor sich sitzen hat. Und erst der Zweiklaßler? . . . Auf dem Lande sind die Kinder genug abgehärtet; sie sollen lieber spielen; der Winter bleibt ohnedies keinem Menschen geschenkt. Also, Schulbeginn im Herbste und hinaus mit dem Kindergarten im Frühjahre I 10. Urteil. Lehrer Alois Brugger in Nußdorf (Tirol). Ich stimme für den Schulbeginn im Frühjahr, hauptsächlich aus folgenden zwei Gründen: 1. Bei uns in Tirol endet das Schuljahr mit 30. April. Die Achtjährigen treten aus und die obern Schuljahre der Landschule besitzen generelle Schulbesuchserleichterungen, so daß sie die dreimonatige Sommerschule nicht zu besuchen brauchen. Die „Einklassige“ hat daher nur mehr zwei Abteilungen, die Neueintretenden als erste und die untern Schuljahre als zweite Abteilung. Der Lehrer kann also in diesen Sommermonaten das Hauptgewicht auf die erste Abteilung verlegen, so daß man sie beim Winterschulanfang (3. November), wo wieder alle drei Abteilungen versammelt sind, so weit gebracht hat, daß man sie mit Erfolg auch indirekt beschäftigen kann. Auf den ersten Blick wird man vielleicht glauben, unsere Landschule büßt durch diesen Modus ein, aber das ist nicht so; denn die erste Abteilung wird in dieser Zeit selbständig und das zweite Schuljahr wird in den Sommermonaten mit der zweiten Abteilung vereinigt, so daß der Unterricht am 3. November sofort mit drei selbständigen Abteilungen einsetzen kann. NB. Dem „Vergessen“ von der Sommerschule auf die Winterschule (sieh Urteil 2, Tirol!) beuge ich vor, indem ich besonders die „ABC-Schützen“ unmittelbar, bevor die Winterschule anfängt, zu einer kurzen „Waffenübung“, etwa auf acht oder zehn Tage, einberufe, damit ich sie wieder auf den früheren Standpunkt bringe. Mein Gott, auf dem Lande ist der Lehrer bezüglich der Schule ja allmächtig! Wenn er sagt: jetzt fängt die Schule mit den „Kleinen“ wieder an — es ist zur Wiederholung notwendig — so sagt kein Mensch etwas dagegen. Als zweiten Grund führe ich an, daß sich die kleinen „Rekruten“ im Sommer leichter an die Schule (weil man sich mit ihnen vorzugsweise abgeben kann) und an den Schulweg (wenn der Kuckuck schreit, dann ist der Frühling da — dann ist der Weg zur Schule fürwahr noclnnal so nah’“) gewöhnen. Zur 11. Israge. (Soll die Schiefertafel . Auskünste für Reisen nach dem Süden oder für einen längeren Aufenthalt an der Adria erteilt der Südheim-Ausschuß kostenlos. b) Beiträge? 12.) Von dem Herrn Lehrer Heinrich Holzinger in Veuborf bei Petschan (Böhmen) die Griinderkrone K 1— 18.) Von dem Herrn Oberlehrer Rudolf Preis in Frischau ». d. Stnntsbahn (Mähren)................................„ —-50 14.) Von dem Fräulein Anna Anderl, Lehrerin in Thal. Post Gösting bei Graz................................................................................................ 2' — 15.) Von dem Herrn Lehrer Anton Gattner in Zamada (Schl.) „ 4 — 10.) Von dem Herrn Lehrer Jos. Renner in Ober-Adersbach (Sammlung)............................................................................................................ 4 — 17.) Von dem Herrn Lehrer Jos. Goldbach in Web rag................................. 2'— 18.) Von dem Herrn Lehrer Hans Gintner in Tvpl die Gründer kröne (1 K) und Spende (8 K)..........................„ 4 — 10.) Von dem Herrn Lehrer Richard Jänner in Tepl . . . „ 2- 20.) Von dem Herrn Lehrer Sieg m. Wein mann in Tepl . . „ 2- - 21.) Von dem Fräulein Rosa Maisl, Lehrerin in Tepl . . . „ 2-— 22.) Von dem kleinen. 14 Tage alten Walter Demel in Winklarn ans Freude über seine glückliche Geburt .... . . ,. 2j— K 28 50 Endsumme in Folge 40 2365 72 Bisher in den „Blättern" verzeichnet K 2804 22 Kleine Mitteilungen. 84.) Weschcidene H'rivatt'elirer. Die Herren Kollegen an der „Protestantischen Volksschule" in Graz erhielten letzthin von dem Schulerhalter die Zusage, den Lehrern im öffentlichen Schuldienste gleichgestellt z» werden. Darüber waren sie überaus glücklich. Das hätten sie nicht zeigen sollen; denn der Privatlehrer, dem ohnedies der Weg zur Vorrückung verrammelt ist, der mit Mißhelligkeiten verschiedenster Art zu rechnen hat, sollte nur dann zufrieden sein, wenn ihm für all die Nachteile ei» „Mehr" geboten werde» würde. — 85.) Kurstipendien gewährt der Erste österreichische Beamtenverein an seine Mitglieder für 1008 im Gesamtbeträge von 20.000 K. Man muß bereits 1005 Mitglied gewesen sein, um daran teil-nehmen zu können. Wer klug ist, tritt dem Vereine bei: in drei Jahren laßt sich dann möglicherweise ein Zehrgeld für die Fahrt nach dein Süden erlangen. 86.) Ein schöner Satz über die Lehrer der Landschule findet sich auf Seite 180 der „Pädagogischen Rundschau".- Er lautet: „Wer in einem weltverlorenen Dorfe, inmitten einer für höhere Interessen gleichgültigen, ja schul- uud bildungsfeindlichen Umgebung treu und redlich seine Schule verwaltet, der steht als Lehrer so hoch, daß es unter seine» Bernfsgenossen keinen gibt, der über ihm steht und eine höhere Achtung verdient." 87.) Kegen die blutrünstige» cheschichtenöücher, Jndianergeschichteu, Raubmörderbiographien u. dgl. hat man in Lippstadt Stellung genommen it. zw. in der Weise, daß vonseitc der Lehrerschaft bekannt gemacht wurde, es werde in jenen Buchhandlungen, die derartige Bücher verbreiten, nichts mehr gekauft werden. Versuchen wir die Maßregel auch bei uns! 88.) Sie sollte» es tunt Was? De» Theaterbesuch, den Besuch von Konzerten und Kunstsammlungen ermöglichen. Wer? Die Herren Kollegen in der Stadt. Wenn sich die gesamte Lehrerschaft dafür einsetzte, daß an Volksschullehrer, ob sie nun in der Stadt wirken oder nicht, ermäßigte Karten abgegeben werden, wenn sie für billige Unterkunft sorgten: — wie leicht würde es dadurch diesem oder jenem kunstliebenden Berufsgenossen auf dem Lande werden, ab und zu in die Stadt zu wandern und int Schrittmaße der Zeit zu bleiben! Wenn cs die Beamten vermögen, warum sollte es die Organisation der Lehrerschaft nicht zustande bringen? 80.) Sem Verlästerten ins Stammbuch: Wer mit Gemsen eine Luft getrunken, Atmet nicht behaglich bei den Unken. Wer zum Abgrund schwindellos gesehen, Wird des Bruders kühnen Tritt verstehen. Lenau. 1 Alle hier verzeichnet«» Beiträge werden auch in der Deutsch-österr..Lehrerzeitung veröffentlicht. 3 Vergl. den Ankündiguugsteil! Briefkasten. 1.) Folge 50 — ein Jubiläum! Wie sollen mir cs feiern ? Indem mir unentwegt uonuiirK'bringcn, unsere Ziele fest itv Auge behalten, uns gegenseitig immer mehr nähern, mit als festgeschlossenes Ganzes die Belange der Landschule krastooll zu vertreten. Die Stimmung dazu strömt von allen Seiten herein; man ruft nach Reformen, nach der Organisation, nach der Ausgestaltung unserer „Blatter". Es ist eines ohne das andere nicht möglich. Die „Blatter" haben uns znsammeugeführt, die Organisation machst trotz Zetern von selbst empor, die Reform mirb sich geben. Wir müssen zunächst den Grund, unsere Zeitschrift, festigen und er-weitern. Folge 40 kam mit 24 Druckseiten und konnte trotzdem den ganzen Stoff, der ihr zugedacht war, nicht fassen. Für Folge 50 kam schier das Doppelte. Was tun? Sollen die glücklichen Gedanken fortschlummern, soll darob die österreichische Landschule im kaum gewonnenen Schrittmaße aufgehalten werden? Es märe schade jammerschade, denn der Augenblick ist unserer Sache günstig; man darf ihn nicht verträumen. Es gibt demnach nur ein Zweifaches zu erwägen: a) Die „Blätter" auf 28 bis 80 Seiten bringen und dabei im Preise um 2 K steigen oder — b) den Kreis der Abnehmer erweitern, so daß die Erhöhung entfallen kann. Ich habe mich vorläufig für das letztere Mittel entschieden und zu dem Zwecke eine umfassende Werbearbeit einleite» lassen; sie hat 500 K gekostet. Zahlreiche Probestücke sind in alle Teile des Reiches geflattert. Vielleicht liegen sie uuerössnet im Winkel. Wer sie ihrem Zwecke zuführen will, wer den Wert unserer gemeinsame» Arbeit erkennt, wird sie hervorholen lassen und damit neue Freunde gewinnen. Am besten wirken Vorträge in Lehrervereineu, zumal dann, wenn Proben aus den „Blättern" geboten werden. Wenn jeder in seinem Kreise tätig ist, kann die Zeitschrift wachse», ohne daß dem Kollegen ein neues.Opfer auferlegt wird. Und sie müssen wachsen, soll's mit unserer Sache wohl bestah'n. — 2.) Der Jahrgang 1007 ist vergriffen, wiewohl er zum Teile in zweiter Auflage erschien. Fünfzig Stücke können indes noch bezogen werden; die Lücke zwischen Folge 08 und 41 ist durch einen „Auszug" überbrückt worden. Stofflich fehlt nichts; besonders die Bürgerschulkandidaten kommen vollends auf ihre Rechnung; nur in der sprachlichen Ausführung mußten mit Bezug auf die vier Folgen Kürzungen vvrgenommen werde». Der Zusammenhang ist demnach hergestellt. Von 1004, 1004 und 1006 sind noch je hundert vollständige Jahrgänge zu 2 K vorrätig. — 0.) Es ist der Wunsch geäußert worden, die „Blätter" nicht in Schleifen auszusende», weil sie verbogen und beschmutzt ankomme». Ich habe darum augeordnet, sie von jetztab in Säckchen zu verpacken. Das macht für das ganze Jahr eine Bezugspreiserhöhuug von io li (sage: zehn Hellern ö. W.) aus. Wer sie nicht tragen will, melde sich bei der Verwaltung und es werden ihm die „Blätter" wieder in der Schleife zugestellt. Die Jänner-Folge kau» gegen ein ungebrochenes Stück ausgetauscht werden. Also Rücksendung unter Angabe der vollen Anschrift, worauf die neuerliche Zumittlung kostenlos erfolgt. — Hl». „<>. M. in S. (Kärnten): Sie bleiben also trotz des „Firmawechsels" der Alte. So sollte es allenthalben fei». Ich kenne indes einen, bei dem es nicht der Fall ist. Er war vormals Volksschullehrer; heute ist er k. k. Professor. Run schlügt er mit sich wie toll und beißt die, zu denen er vormals gehörte. Lehrer )»(. X F. in A., U’oft it. (•?.', ölt nt eit): Mit Rücksicht auf die geschilderten Verhältnisse habe ich Ihnen den „kostenlosen" Bezug angewiesen. Sie empfehlen dem Herrn Obi. I. K. itt M. (Folge 40!) die Raturlehre von Müller und Völker (Verlag E. Roth itt Gießen, Preis 50 Pfennige.) Ich schließe mich Ihrem Urteile an. — <5)0 k. 28. 2.1. in M. (Steiermark): Aus Ihrem Briefe: „Die Rubrik ,Wechselrede' interessiert mich sehr und ich werde demnächst loSschieße»." Rttr nicht zagen! Meinetwegen können Sie mit einem Schnell feuergeschütz ausfahren. — H0k. U. D> in S..(Salzburg): Sie haben recht: Die elfte Frage rüttelt tüchtig an der „Taferlklasse". Es liegen bereits viele schneidige Urteile vor und noch mehr dürften kommen, sollten kommen. Die Angelegenheit muß endlich einmal erledigt werden. — (5)01'. A. 2.1. in R. (Vorarlberg): Ihr Schreiben beginnt: „Viele Wochen sind vorübergezogen, seit mich eine Notiz im Briefkasten der .Blätter' bewogen hat, in der Heimat zit bleiben. Heute danke ich Ihnen tausendmal für den väterlichen Rat. Ich bin nun wieder überglücklich im Kreise meiner Schüler." Mögen alle es sich wohl überlegen, ehe sie den Staub der Heimat von den Füßen schütteln. Klebt anderwärts auch Gold an den Schuhen, es ist fremdes Gold und eben Gold an den Füßen, nicht int Herzen. — Schlkt. A. Z. in St. (chtierösterreich): „Gar manches für die .Blätter' bestimmte Geschreibsel flog dorthin, wohin es gehörte." Wie rücksichtsvoll! würde ich sagen, wenn Ihr Beitrag nicht so wertvoll wäre. So aber befürchte ich, daß „Schätze" in dem Papierkorbe schlummern. — Direktor D- St. in A. (Mähren): Der Geist des Großen, der auf der Scholle geboren ward, wo Sie heute wirken, schreitet durch Ihre treffliche Arbeit. Sobald die „Blätter" wachsen, soll sie erscheinen. Mähren zeigt dermalen am wenigsten Teilnahme für die Verbreitung unserer Zeitschrift. Woran liegt es? Eine Stelle aus Ihrem Briefe muß ich hersetzen: „Ich habe sechs Jahre an ein- und zweiklassigen Volksschulen unterrichtet. Es ist diese Zeit bis heute mein Lehrerparadies geblieben." — Lehrer Sch. in M. (KSruten): Die Antwort auf Ihre Anfrage finden Sie im Briefkasten der Folge 40. Schlkt. 211. M. in 2t. (Steiermark): Sie waren über das „Zeichne und lese (statt: lies)!" verstimmt, weil Sie glaubten, ich wollte die Leser auf die Probe stellen. Es kann ja Vorkommen, daß mir oder dem Setzer einmal ein Bock zwischen die Zeilen läuft. Sei/ ich ihn, so jag' ich ihn davon; aber manchmal habe ich schier nicht Zeit zum Sehen. Absichtlich lasse ich ihn gewiß nicht über die Felder springen. Damals ivar es allerdings Absicht, aber nur vonwegen des Wortspieles. Wenn Sie mir etwas ans Ihrer Schatzkammer schicken, versöhnen Sie mich ganz. — Hkk. K. L. in KI. A., 3'. Xisp. N. X in X (Steiermark): Ja, die grüne Mark fleht mir wacker zur Seite. Darum komme ich demnächst hinüber. Am ln. d. M. spreche ich in Kapfenberg über das „tictjcrhc'm int Süden" und Über eine „Volksschul-Enqnete", am 20. d. M. in Krieg lach über das Thema „Wohin müssen wir steuern?" Meine nächste Reife gilt der westlichen Ecke. — An die 3.lnchlja»dt'»»ge„: Ich kann keinen Nachlaß gewähren, weil die in meinem Eigenverlage herausgegebeven Schriften immer so berechnet find, d >b auf einen Reingewinn nicht gehofft werden kann. Eine Ausnahme wird nur mit der Firma Paul Sollors Nachfolger in Reichenberg gemacht; hier gilt es, das Interesse eines Landeslehrervereines zu fördern. — Levree Lt. Lt. in 38. (Wövme»): Ihre Karte enthält eine Stelle, die der Einleitung zum heutigen Briefkasten als Ergänzung dienen soll: „Ich hoffe, daß ich den Scheck zur Einsendung des ,sehr geringen' Preises bald erhalten werde." — Lehrer K. K. in St. A. am A. (Steiermark): Also int Krankenbette trafen Sie die „Blätter" und wurden Tröster. Mit dem eingesendeten Urteile für die Wechselrede haben Sic den Dank trefflich abgetragen. — An die 38i1lelgeBirgs-Ao»feren> in 3.ttrgih (Sirot): So haben also die „Talkonferenzen" Nachahmung gefunden. Ich begrüße Ihre Bereinigung auf das herzlichste und wünsche, daß aus der frischen Bergluft manch frischer Beitrag in die „Blätter" webe. — Die gestellte Frage wird durch die diesbezügliche Wechselrede gelöst werden. Del'. R. Lt. in 6. (Steiermark): Sie sagen richtig: „Mir kommen neue Methoden immer so vor wie ein Paar neue Schuhe. Man gewöhnt sich daran erst, wenn man mit den alten Stiefeln nicht mehr unter die Leute gehen kann.'' — „‘>. in 38. 3'ost: 3*. (Steiermark): Die modernen englischen Pädagoge» sind mir bekannt. Es wäre sicherlich von Vorteil, wenn mir den Einschlag Albions bekämen, denn das praktische Moment wird nur allzuost übersehen. Auch Sozialpädagogik, eine natürliche, vernünftige Erziehung könnten wir brauchen. Für derlei Ideen bin ich immer zu haben. — SchlTt. L>. M. in Dt. Bei Lt. (<5>6cröltcrrri. in 5. (Nähmen)r Eine Stelle aus Ihrem Briefe wird vielleicht mancherorts überzeugen und aneifern. Es heißt gleich zu Anfang: „Zu meiner Schande muß ich es gestehen, daß ich anfangs kein rechtes Vertrauen hatte, als die Idee von der Gründung eines ,Südheimes' in den Zeitungen anstauchte. Heute bin ich der eifrigste Verfechter des Gedankens und benütze jede Gelegenheit, für das Werk Stimmung zu machen." Die Hauptsache bleibt die „klingende" Stimmung. Und für die haben Sie löblich gesorgt. KchlN. . in ZS. (Zliederösterreich): Aus Ihrer Kritik über Folge 49 gefällt mir besonders nachstehende Briefstelle: „Sehr erfreut war ich von der Bemerkung über die .Vorbercitungsskizzen'. Ich kann mir gar nicht denken, wie man mit Lust und Erfolg unterrichten kann, wenn man sich nicht ein wenig vorbereitet; besonders der Abteilungsunterricht erfordert ein gutes Überdenken, wenn man die Zeit bestmöglich nusnützen will, sonst gibt es öde Wiederholungen, gefährliche Auslassungen li. bei'i)l. Ohne daß es uns jemand gesagt hätte, machen mein Bruder und ich täglich kleine Übersichtsbilder, wodurch das Gedächtnis entlastet wird. (Richtig! D. Sch.) Dieses Mittel sollte allen Anfängern empfohlen werden." — I-achketjrer p. L. in Zt (<5>ßcrö(lmetd>): Das Talent wird gerettet werden. Eines der vielen Ziele der „Blätter" besteht ja darin, Gold aus den Bergen an das Tageslicht zu bringen. — Lehrer K. 3r. in D. litt ISien: Ihren Ausführungen werde ich gerne Raum geben; Sie sind ganz nach meinem Sinn. Das ist eine Tat von dem Bezirksschulräte, daß er alle ein- bis dreiklassige Volksschulen mit den „Blätter" versorgte! — Pent „ganz Hrünen" in (£•. (Niederösterreich): Aus Ihrem Briefe eine Stelle zur allgemeinen Kenntnis: „Wahrlich, Geduld und großer Eifer sind notwendig, wenn man als Neuling im praktischen Schuldienste gleich 80 (!) Kinder in acht Altersstufen unterrichten soll; wie weit reicht da die einseitige, im genügend praktische Ausbildung der Anstalt! Nur die Lust und Liebe zum Berufe vermögen die Stimme über das Haarsträubende zum Stillschweigen zu bringen." — Eine Anzahl von Anfragen konnte diesmal nicht beantwortet werden. Der „Briefkasten" der „Blätter" ist zwar der größte im Reiche und doch kann er nicht alles fassen. An der Reichsgletye uatt Schule ;u Schule. <(5i»e Schulreife d»rch Kärnten, Sirof, Norarlverg, die Schweiz, Anden, Württemberg, die Sohenzostern- kande und Mauern.) Im Cebrer-fiochscbulkurs. Eine schmucke Schar, Männlein itttb Weiblein aus allen Teilen des Reiches, beflissene Jünger des Standes I Es ging ein Surren dnrch den Saal, als wir eintraten; die Frendc spann ihre Fäden herein, der Ernst wirkte dazwischen sein Band zum Lehrtisch des Dozenten. Da war er, der Mann mit dem blitzenden Aug', mit dem wallenden Barte, mit dem scharfgeschnittenen Gelehrtengesicht. Sein Erscheinen hatte mit einem Schlag heilige Rnhe geschaffen; alles war zur Stelle und hielt gespannt den Atem an. Er begann: „In der vorigen Stunde habe ich den geehrten Zuhörern erklärt, wie Ei, ei, der Mann ist Methodiker! Das trifft sich selten auf den Höhen der Wissenschaft. „Heute will ich darzutun versuchen, warum Mein Respekt stieg um einen Grad höher. Derartiges war ich aus der Zeit, da ich in verstaubten Sälen lauschte, nicht gewohnt. Sollte der methodische Zug tatsächlich auch nach oben gegriffen haben? Der „Herr Dozent" sprach fließend, sprach, d. H. er las nicht wie die ändern, die sich auf das Wort „Vorlesung" was zugute tun; er wußte auch die Kreide zu verwenden, er zog Vergleiche heran, würzte mit Beispielen ans dem Leben das Mahl, faßte zusammen und wendete an, kurz: er war methodisch vom Anfänge bis zum Ende, interessant, klar, mit seinem Worte in der Seele nistend. Als er sich anschickte, den Sehrtisch zu verlassen, umringte ihn eine Schar Begeisterter und dankte ihm für die „genußreiche Stunde". Ob solche Ehren, solcher Lohn einem Professor an der Hochschule von seinen jugendlichen Hörern oft zuteil werden? Wer sie, die Studiosen, mit kritischem Blicke mustert, gewahrt gar eigentümliche Typen. Sitzt da einer in der vordersten Bank; er übt sich mit Fleiß, mit ungestümer Hast in der Schnellschrift; er hält jedes Wort, des Professors und sei es noch so nebensächlich, noch sv belanglos, in den Skripten fest. Fragt man ihn am Ende des Vortrages um Bescheid, so weitz er nichts, nicht einmal das Thema, denn er will ja daheim, daheim in seiner stillen Klause alles verdauen. Der unmittelbare Eindruck ist dahin, nur das tote Wort soll wirken. Ist das richtig? Wenn cs der Fall wäre, sv konnten Vorträge füglich entfallen; jeder kaufte sich ein paar ausgiebige Pandekten, fräße sich hindurch und wäre genährt mit lauterster, fest-gegründeter Wissenschaft. Dem ist aber nicht sv. Was aus dem Herzen quillt, sprudelt zum Herzen hinüber, und was ans dem Geiste des Sprechenden flutet, schafft fruchtbaren Boden im Geiste des Zuhörers. In diesem Bilde liegt der Zweck der Hvchschnlknrse. Sie wollen nicht Wissensspeicher sein, aus denen sich jeder in der Eile seinen Teil nimmt, um zeitlebens daran zu zehren oder einen PrüfungSkvmmissär mit köstlicher Frucht schnurstracks zu erfreuen, sonder» sie sind die Pfluge und Eggen, die die starre Krume brechen, die die Kruste lockern, neues Erdreich schaffen, um neues Wachstum, neue Früchte zu ermöglichen. Was in der Mittelschule oder in der Bildungsanstalt für Lehrer als Dogma ehern vor uns stand, bekommt Leben, fügt sich in die Kette von Ursache und Wirkung, wird von der freie» Forschung durchtränkt; eS tritt aus dem dunkeln Schatten heraus in eine Sphäre hellstrahlenden Lichtes — und steigt entweder im Strahlenkränze als glänzender Stern empor oder es versinkt vor der blendenden Sonne der Wahrheit. Wer nun sein Auge nicht zu dem wendet, von dem die Wahrheit heniiederfließt, wer seinen Geist gegen die Wellen abschließt, die mit Wucht heranstürmen, wer nur Skribent ist und nicht „Hörer": kann er der Segnungen des Hvchschulunterrichtes teilhaftig werden, kann er mit emsigarbeitcudcr Seele aufnehmen, was ihm die Alma Hinter beut? Oder vermag der, dem der Alkohol durch die Sinne schwirrt, den der Schlaf drückt, dem der tolle Genius Aug' und Ohren verschließt, nur ein Teilchen von dem kostbaren Schatz heimzubriugen? Er sitzt dumpfhiubrüteud seine Semester ab, sitzt bis zum Absolntorium, wirft sich dann ans ein paar schmale Büchlein, würgt den Stoff stückweis' hinunter und schlüpft, schlüpft, schlüpft mit Nachsicht und mit Taxen durch die Enge des Studiums in das Leben hinaus. Wie anders gab sich im Lehrer Hochschnlkurse die Hörerschaft, da ernste Leute einem ernsten Ziele zustrebten! Nur ab und zu zog der Stift über die Fläche, wenn der Vortragende entweder iune-hielt oder au der Tafel etwas vermerkte; Hub er jedoch an, in der Folge von Schlüssen fvrtzuschreiten, dann schritt alles mit ohne Geschreibsel, ohne blindwütiges Notieren. Sv brachte also der Lehrerstudent nur wenig Blätter aus dem Saale, dafür aber den klaren Quell im Geiste und im Herzen. Der andere, der Neunzehnjährige im lockigen Haar, trug indes drei Bogen heim, glückselig, als schleppte er den Hort der Nibelungen. Einstmals, es ist schon lange her, zupfte ich in kalter Winternacht, als wir ans dem Kolleg „Kritik zur Geschichte" «milderten, so einen aut Rocke (wir schritten just ein Stück Weges miteinander in die entlegene Vorstadt) und fragte, wie ihm der heutige Vortrag gefallen habe. Er meinte verlegen: „Das kann ich noch nicht sagen; muß erst einmal daheim Nachlesen." — „„Wollen Sie mir nicht Ihr Stenogramm mit-geben; ich habe nämlich nichts ausgeschrieben?"" Er gab es, denn studieren wollte er ja erst nach Monden. Und ich las: „Wenn wir nach den Quellen des .Kleinen Privilegs' forschen, sv. . . . Ich bitte, machen Sie das Fenster z»I . . finden wir, daß.... Es zieht noch immer.... so finden wir, daß.... Ich weiß nicht, was das heute ist: es zieht von allen Seiten. . . ." Ein ReichsratsstenographI Armer Mann, der so die schönen Stunden verbrachte! — Ich könnt' es mir nicht versagen, das Stücklein zum besten zu geben, als wir ans dem Saale des Lehrer-Hochschnlkurfes gingen und dem Gasthanse znschritten, wo eine Bierbrauerei besichtigt und die Qualität des Fabrikates verkostet werden sollte. — „Also Demonstration gewerblicher Fortschritte und Kneiperei hernach?" „„Gewiß, mein Lieber!"" „Sv sind wir also just wie jene, die pro poena trinken und am nächsten Tage in die Bank versinken!" „„Mit Nichten, Herr Graf (mein Begleiter war nämlich Amateur-Photograph)! Dort ist das Schlemmen Zweck, hier ist die frohe Lust der Ausbruch innigen Behagens; dort geht das Bierstudium voran, hier folgt mit leisem Tritt der schönen Arbeit zahme Bierphilosophie; dort durchkreuzt die Politik den frohen Zauber, hier ist nur Lust, heitere, ungezwungene Lust."" Die Bierbrauerei bot viel Neues, viel Sehensivertes. Der Besitzer selbst war Führer. Wie ein Rattenschwanz zog sich die Schar der Neugierigen durch die Kammern und Gänge. Endlich waren wir draußen, draußen ans dem Schwade» von Dünsten und Gerüchen. Ein Tischlein-decf-dich! lachte nns entgegen, ein Füßchen in der traulichen Ecke und Tellerchen und Gäblei» und Messerlein just wie im Märchen. Der Gastgeber war witzig; er meinte: „Die Herren wissen wohl selbst am besten, daß Theorie ohne Praxis z» nichts nütze ist. Darum mochte ich mir erlaube», Ihne» einige Proben meines Stoffes anschaulich vorznsühren." — Die Begründung war so einleuchtend, so pädagogisch, daß wir nicht ablehnen konnten, hätten wir doch unser eigenes Prinzip zuschanden gemacht. — Anfangs war es stille, wie im Saale des Herrn Dozenten, dieweil jeder an dem Schinken sezierte und manch Fischlein in Ol anatomisch zerlegte. Als jedoch dieses Geschäft vorüber war, da rauschte der frohe Genius durch die Zweige und setzte sich zu uns an den Tisch. Mich hatte man zwischen zwei niedliche Kätzchen ans dem Böhmerlande eingekeilt. Zunächst war ich gemessen, entsprach es doch dem Ernste der Situation. Da mich jedoch der Hereingeflatterte zu zerren begann, da allerorts Blitze des Humors anflenchteten, mußte ich die Maske wechseln und ein Späßchen kredenzen. „„Die Ehe ist wohl auch eine Universität; nur scheint inir's, als dozierte dort vom häuslichen Katheder herab die Wissenschaft in der Person des Geschlechtes, dem sie grammatisch zugehört, und als dozierte sie nicht nach Überzeugung und Gründe», sondern im unerbittlichen Dogma."" „Oho, oho, da müssen wir sofort den Herrn Dozenten interpellieren." Man interpellierte. Der kluge Mann, er schlug sich auf die Seite der Schönen und ich, der Verdonnerte, mußte mich „stärken". — Gegenüber saß ein Kollege; der schmunzelte und nickte mir zu. Ein Ehemann! Bevor er mir Beistand leisten, ehe er ans Erfahrung berichten konnte, war „sie" schon da. Daß „sie" ihn in der Gesellschaft lustiger Feen sah, mochte sie verdrieße», denn sie wurde zum kategorischen Imperativ und fort war der Arme, entrissen dem Kreis der Genossen, entrissen der erquickenden Lust. „„Sehen Sie, sehen Sie, dort wandert das Dogma mit seinem Opfer dahin."" Ich war gerettet. Abends gab es ein Stelldichein „Im Krug zum grünen Kranze". Alles war versammelt: Professoren und Hörer, Fremde und Heimische, denn es galt, die Idee des „Lehrerheimes im Süden" zu entwickeln. Diesmal war ich Dozent. Man halte mit Recht betont, gerade im Hochschnlknrse sei ein Vortrag über das „Südheim" am Platze, weil der Gedanke von den Teilnehmer» nach allen Seiten des Reiches getragen und ans solche Art rasch verbreitet werde. Als ich geschlossen hatte, gab es Zustimmung von allen Tischen und mancher drückte mir die Hand mit dem Verspreche», als Rufer für die gute Sache in seine Heimat zurückzukehren. Auch ein hagrer, hagrer Mann schlich heran, ein Lehrerdichter, ein wirklicher Dichter. Mit eingedrückter Brust stand er da, mit fahlen, tiefgefurchten Wangen, gebückt von der Krankheit, von der Sorge mit Weib und Kind, kummervoll, dem Tode verfallen. . . „Ich konnte wohl auch das Lehrerheim brauchenI" So raschelte es heiser an mein Ohr. „„Fürwahr, mein Freund! Doch, bis es steht, hat es noch Zeit. Sie können nicht warte», Sie dürfen' nicht warten. Kommen Sie morgen mit mir, wir wandern zu einer Schule und wollen über Hilfe und Rettung sinnen."" Er kam. Wir gingen mit viel Beschwer die sanfte Steigung hinan, bis er znsammen-brnch und stammelte: „Ich kann nicht weiter." Und doch wurde er gerettet. und uftimtroottliiDvi SchrtjUetler iHnbols ®. Peerz. — Druck von Joses Pavlieek tu Äoltschee. Druckforten jedweder Art für Schulen, industrielle, kaufmännische und gewerbliche Zwecke sowie Broschüren, Werke, Kuverte, Vifitkarten, Verlobungs- und Vermählungsanzeigen liefert rafch in moderner und stilgerechter Ausstattung die Buchdruckerei ]. Pavlicck g in Gottfdiee, Krain. 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