ttr 115 Freitag, 2. August 1918 137. Jahrgang Mbacher Mung ?äl«in ins Han» monatlich 5" »,. — 2«s«»«««»V«biibr: n< <ül»ich mil ?lu«nllt>mf dci Eonu- und Yeisila„t. ,._.,, Dir Ad«i«MraN»N befinde« sich Mitloii, slr»^ Nr, I«, elirnfldiyi die p«>ak«io« 21!illo«wlNllhe sir I». I Clock kvlcchsnmdsn der «liebaNiun von « bis 1» Uhr vormittag, Unslllnliene Briefe werden mch! llüflenommen, Manuslripte „ich! znrüclgefteltt, Telephan-Uv. >ev Zledaktian 32. Amtlicher Teil. fct. 4004/pr. Razglas. Zadnje èas(! so sovražni letalci ponovno metali \ letake z državi aovražno vsebino. Na pudlagi § 1.1, oddelka C, ministrske odredbe i dne 19. januarja 1853, drž. zak. at. 10, se posest in razširjanjc takih letakov najstrožje prepovedujè. Preatopke te prepovedi se kaznuje, v kolikor ni vporabiti doloèb obÈnega kaieuskega zakona, po § 11. cesarske naredbe z dne 20. aprila 1854, drž. zak. st. 9ti, z globami od 2 do 200 kron ali z zaporom od 6 ur do 14 dni. C. kr. deželno predsednlštvo za Kranjskc. V Ljubljani, due 3U. julija 1918. Za c. kr. deželnega predsodnika : Laschan s. r. ^,. j!»04/Präs. Kundmachung. > ^» dcv K'hll'N ^ci< wUldc:i >l,'!l'dcrl)lill von scind» lichcn sslicg!.'vi, ^Illsszeiloi slaliisscindücht':, Inhaltes abgeworfen. Ans (Nrnnd des § UZ des Abschnillcü (^ der Mini» slerinwerordmmsi rom W. Jänner 185.3, :1t. G. Äl. Nr. 10, wird der Vesiy und die Verbreitung sulcher Flugzeitel strengstens untersagt. Übertretungen dieses Verlwtes werden, insoweit die Nesiimmnngen d<>s allgemeinen Ttrafgcsches nicht ^,ur Anwendung gelangen, gemqn 8 ^ ^r kaiserlichen Verordnung oom 2<>. April 18ö1, N. G. Vl. ?^r. 9L, mit Geldbußen von 2 bis zu ^"1 « oder n,it Arrest von 6 Slnnden bis zu 14 Tagen bestrafl. K. t. Landcspräsibium für Krain.. Laib ach. am 30. Juli 1918. Für den l. l. Lllndespiäsideutcn: Laschan m p 'eine s. »nd k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 20. Juli d. I. in An-ertcnnu, g besonderer Verdienste um das Note Kreuz ^er Pru identin des Landes, und Frauenhilfsvcrewes vom Noun Kreuze für Kram karla ^reiin Sch varz von Karsten, geborenen Ecihel von Carcassone, m "aibach das Ehrenzeichen erster blasse vom Noten Kreuze mit der ttrieasdelm-atwn wxfre, allcrgnadlgst zu verleibn geruht. ___ Der f. l. ^andcsprasiden» im Herzogtume Krain Hai den Nayoninspeltor erster blasse bei der f. l. Poli» ^,eidireltion in ^aibach Alois S l a n 0 v e c zum t. l. Nevierinspcltor zlv«i WeitclVerbreitung folgender Prcherzcugnisse vrrbown ' Nuinmcru 1"k u. 1N5 „ÄUslcmkiricr Tirols Aü^i^r" ^01» 1!'>. u»d 20. Juli N»1K. Nummer 1^ ..Natgcber in Gemeindcstuben" vom ^ 15. Juli 191«. ' Nnunlx'r» 1>'»9 und 1<.!2 „Voltbzciilinft" voi» 14. i„,ü ,8. Juli U»1«. Nummer 4264 ..OnU'tll vrnlxoi-nn" vom 21. Juli 1918. '.'.'iimnu-r 1!5l> ,.Ä. ^. am ^'lbend" vom 20. Juli 191». Di' ,^l> „X!,,^> ^<»vi„v" vom ^>. T^illi 1!N!<, 2)<:n 30. Juli 191» wurdc in dcr Hof- und ^iaal^ drnclere, das ('XXXVII. Stück des Reichsnesrtzblatlcs in deutscher Ausgalie ausgegeben und verfcndet. Dasselbe enthält unter 3ir. 270 das Gesetz vom 24. Aia-i 1918. be. treffend die Wahrung der Rechte der Brudci!^.....- '-cder während ihrcr militärischen Dienstleistung ,! > irti° gen Kriege, unter Nr. 271 das Gesetz vom ^....^,, ,918. beireffend die Nusdehrmna, der Nestimmungen des 8 9 des. Bruderladegesetzes vom 28. Juli 1889, R. G. Bl. Nr. 127. auf Vruderladcinitglieder, welche im negcnlvärtiyen kriege dem Deutschen Neiche unmittelbar oder mittelbar krieg»«, Sarntäts- und ähnliche Dicnste leisten, unter Nr. 272 die Verordnung des Iustizmnnstcrs vom 22. Ii''' ^"^ iiber den Veginn der Amtsloirlsamleit des flr^ in Pola. unter Nr.273 die Verordnung des Am:.. ;.,. .oils, ernährung vom 22. Juli 1918, betreffend die allgemeine Regelung des Verbrauches von Getreide und MViMl^o» dutten, und unter Nr. 274 die Verordnung de^ Ministeriums vom 29. Juli 1918. betreffend die H> ,^ von Tabalersal> und Iusahmitteln vom 1. August 191k an, gefaugcn und die Verwendung von Stempelmarker, Mr Gntrichwng der Tabalersah-LizcnMcbühr. Den 30. Juli 1918 wurdc in der Hof° >md TtaatK« druckerei daö Titelblcrti. das chronologische und alpha, bctische Nepertorium zum Jahrgange 1917 der slovernschcu Ausgabe dce Reichsgesehblattctz sowie das <^!XIV. Stück der böhinischen und stovenischen, das c!X^XIII. Stück der slove, Nischen unb das VXXIX. Stück der böhmischen Ausgab des Ncichsgesehblattes des Jahrganges 1918 ausgegeben und versendet. Vas Drama vou Gloffsw. OliqinalromllN von H. Courths'Mahler. 2. Kapitel. Professor Michael von Tachau war bekannt als Sammler wissenschaftlicher Kuriositäten. Er bewohnte seit langen Jahren das düstere graue Haus,, das m-mitten eines großen Gartens lag. Dieser Garten war von einer hohen Ziegelsteinmauer umgeben, die jeden Elnblicl verwehrte. Ganz seltsam still und unfrcnndlich lag das grauc Hans zwischen hohen Bäumen versteckt. Es lag lastende bleierne Stille über dem winterlich verschneiten Gar> ^ ten. in dem nur ein^leil der Wege vom Schnee gesäu» bcrt war. Im Sommer sorgten hier wenigsl?ns die Vogelstlmmen für einiges Leben, aber jetzt war kein Laut vernehmbar. Auch im Hause selbst regle sich nichts. 'Da glitten selbst die Dienstboten aus weichen Sohlen dahin, ohne ein Geräusch zu verursachen, und man lonnle glauben, ts seien nur M'senlose Schatten, die sich hier bewegten. Diese fast unheimliche Stille war Professor von Sachau ücbensbedingimg wic auch eine minutiöse Pünktlich, feit mit der s'ch alles in seinem Hause abspielte wic ein Uhrwerl. Durch den winterlichen Garten wandelte auf den ^bahnten Wegen eine junge D"me dahin Sie hielt das seine Köpfchen gesenkt, als wo l e ste die hohen Mau-ern nicht sehen, die sie von der Welt da draußen trenn-ten. „In einem Kloster lann es nicht stiller und einsa-mer sein als hier," dachte sie wie schon so oft und feufzte tief auf. Das reizende junge Antlir. der jungen Dame halte einen traurigen, trostlosen Ausdruck. Sie trug über einem dunlelblauen eleganten Tuch» Neid einen langen, schwarzen Tamtmantel, der mit Pelz! beseht war. Er stand offen und si? hatte die Hände in den Taschen vergraben. Der feine Kopf, mit einer rei-chen ^illle kastanienbraunen Haares geschmückt, war unbedeckt. , ., , < . ^ . -, ^hne Nasi glitten d,e ,chmalen, tlemen Zußc «der! die gebahnten Wege dahin, es war, als wollten ste flio ben'nnd fänden doch keinen Answeg aus diesem emge-schioffenen Garten. , ^ , .,, ^om 5>ause herüber kam ieht elne altere ^.ame m einem grauen Seidenkleid, iiber das ein warmer Um-bäüg geworfen war. Die stattliche Gestall hielt stch selt-j !sam steif und aufrecht. Tabe, glitten ihre Füße ganz il-uilos dahin. Man muhte stch wundern iiber d,es laut-lose Schreiten. Es sah "'s', als wenn stch die alte Dame ans Rädern fortbewegte oder vielmehr, als würde eine leblose Gestalt auf Nadern vorwärtsgeschoben. Sie steuerte aus die junge Dame zu. ^irse wnerlte ihr Kommen nicht, weil sie den 3aibacher Zeitung Nr. 175 1290 2. August 1918 Dcil 31. Juli 1918 wurde iu dcr ,vof- lu,d ^taats-druckerei das l.XXlll. Stück dcr polnischen, dc^s I.XXVIIstc Stück dcr italienisä^cn, das 1.XXXI. Stück dcr utrainisckicu. d<^ l.XXXlll. Stück dcr italicnis . Stück dcr kretischen Nusgalic dcs Ncichs^oschblatt^' de5 Iahr> Miigcs 1918 ausgcFebcn und vcrscndct. Polittichr jiri'rrncht. Laibach, 1. August. ^ix' dem ^riegspressequartier wird gemeldet: Be» richt des italienischen Gc-ncralstadeä vom 30. Juli: Auf der ganze» Front mHig.' Tätigkeit dor fcindlicheil Ar> tillerie, die voil dcr uusrigen betampfl wurde. In Judi« taric» und im Vallarsa wiesen unsere Vorpusten feind» lichc Abteilunge» zurück. Än der.Piave brachten Auf» llärungc'patrouilleu Waffen lind Gerät ein. Tie beider» seilige Fliegertätigkeil,war rege. Flugplätze und mili» tärische Ziele hiuier den feindlichen Linien wurden mit quter Wirkung bombardiert. In Lufttämpfen wurden zwölf feindliche Apparate zu Falle gebracht, ein drei» zehnter, von der Artillerie getroffen, stürzte in der Umgebung von Asono ab. In Albanien haben unsere vorgeschobenen Truppen am Yemeni, östzich des i7sum und dcs Tevuli die Einrichtung ihrer Niderstandslinicn beendet. ^,hr Truck gegen die feindlichen Truppen Hai nachgelassen und die Kampftätigkeil ist infolgedessen erheblich zurückgegangen. Baiser Wilhelm hat zwei Aufrufe erlassen, von denen der erste, an das deutsche Volk gerichtete, der vier Jahre schweren Kampfes gedenkt, allen, die an de.n Aufgaben lnilwirttcn, die dem 3taale uud der Gc» moiude gestellt sind, den Tank ausspricht uud fohin fortfährt: Tas fünfte Kricgs^ahr, das heute herauf» steigt,.wird dem deutschen Volle auch weitere Embeh» runge» und Prüfungen nicht ersparen, aber was auch » kommen mag, wir wisseu, dai'; das Härteste hinler uns liegt, ^>liv im üsten durch unsere Waffen erreicht und durch Friedensschlüsse gesichert ist, was im Westen sich vollendet, das gibt uns die beste Gewißheit daß Teutsch» land ans diesem Völkersturm, der so manchen mächtigen Stamm zu Boden warf, stark und trastvoll hervorgehen wird. An diesem Tage der Erinnerung gedcnlcn wtr alle mit Schmerz der schweren '"pfer, die dem Vater» lande gebracht werden mußten. Lücken sind in unsere Familien gerissen, das Leid dieses furchtbaren Krieges ha: kein deutsches Hans verschont. Tie als Knaben in junger Begeisterung die ersten Truppen hinausgehen sahen, stehen heute neben den Vätern und Brüdern selbst als Kämpfer in der Front. Heilige Pflicht gebic» icl, alles zu tun, daß dieses kostbare Blut nicht unnütz fließt. Nichts ist von uns verabsäumt worden» um den frieden in die zerstörte Welt zurückzuführen. Noch aber findet im feiudlichen Lager die Stimme der Mensch» lichkeit kein Gehör. So oft wir Worte der Versöhnlich» keil sprachen, schlug uns Hohn und Hah entgegen. Noch wollen die Feinde den Frieden nicht, ^yne Scham be» sndeln sie mit immer neuen Verleumdungen den reinen deutschen Namen. Immer wieder verkünden ihre Wort» führer, daß Teutschland vernichtet werden soll. Darum heißt es weiterkämpfen, bis die Feinde bereit sind, unser Lcbensrecht anzuerkennen, wie wir es gegen ihren übermächtigen Alisturm siegreich erfochten uud erstritten haben. Gott mit uns'. — Der zweite Aufruf dcs Deutschen Kaisers ist an das Heer und die Marine gerichtet. Tarin wird zunächst der Erfolge dcr deut» schen Waffen in den vier Kriegsjahren gedacht und der Überzeugung Ausdruck gegeben, daß die verzweifelte Hraftanstrcngung des Feindes wie bisher an der Tap» ferkei? der Truppen zunichte würde. „Uns schrecken nicht amerikanische Heere, nicht zahlenmäßige Übermacht. Es ist deutscher Geist, der die Entscheidung bringt. Das lehrt die preußische und deutsche Geschichte, das lehrt der bisherige Verlauf dcs Feldzuges. In treuer Ka» meradschaft mit meinem Heere steht meine Marine in unerschütterlichem Siegeswillen im Kampfe mit dem vielfach überlegenen Gegner. Den vereinten Ansäen» fmngen der größten Seemächte der Welt zum Trotz, führen meine Unterseeboote zähe nnd des Erfolges ge. wiß den Angriff gegcn die dem Feinde über See zu» strömende Kampf» und Lebenskraft. Stets zum Schla-gen bereit, bahnen in unermüdlicher Arbeit die Hoch» secstreitkräfte den Unterseebooten den Weg ins offene Meer und sichern ihnen im Vereine mit den Verteidi» gern der Küste die Quelle ihrer Kraft." Der Aufruf schließt mit den Worten- „Wir müssen und wir werden weiterkämpfen, bis der Vernichtungswille des Feindes gebrochen ist. Wir werden dafür sedes Opfer bringen und jede Kraftanstrengung vollführen. In diesem Geist sind Heer und Heimat unzertrennlich verknüpft. Ihr einmütiges Zusammenstehen, ihr unbeugsamer Wisse wird den Sieg im Kampfe für Deutschlands Recht und Deutschlands Freiheit bringen. Das walte Gott'" ' Das Wolff'Bureau meldet! Bereits am 2. August 191.7 betrugen die Verluste des Verbandes nach vor-sichtiger Schätzung 18 Millionen Mann. Tic blutigen Verluste des inzwischen vergangenen Kriegsjahres, das dem Verbände neue und erhöhte )Ipfer kostete, haben diese Zahl auf 25 Millionen erhöht. Hievon hat Nuß» land die .Hilfe für die Machlpläne der Wcststaaten nach einer Anssagc des Petersburger Volkskommissars Kuz» min am 5. Juli 1918 mit !'^ Millionen Tölen, sechs Millionen Verwundeten und Krüppeln und drei Mil» lionen Gefangenen bezahlen müssen. Frankreich verlor über fünf Millionen, England über zwei Millionen schwarzer und weißer Toten, Verwundeten und Gc» wngenc», Italien halte -im 2. August ,91? l,600.000 Mann Verluste- heute hat es nach der N. und >2. Isonzoschlacht allein über eine halbe Million Soldaten verloren nnd in den Gebirgskämpfen und in 5en Kamp» fen an der Piave.Fronl im Jahre ,918 weitere 800.00«) Mann verloren. Am vernichtendsten hat der Krieg die Voltslraft der kleinen Hilfsslaaten des Verbandes ge-troffen: Serbien hat seine Teilnahme am Kriege mit fast feiner ganzen erwachsenen mäunlichen Bevölkerung bezahlt; Rumänien hat die Hälfte seiner Armee ver» loren. Rechnet man Vclgier, Amerikaner und Monte» negriner hinzu, so ergibt sich als Gesamlzisser der Ver» bandsverlusle die Einwohnerzahl von Spanien und Portugal zusammeugenommen, nämlich 25 Millionen Menschen. ilber die Ermordung des Gelleralieldmarschalls vo» Eichhorn liegen folgende Meldungen vor! Dem Gc> neralfeldmarschall von Eichhorn wurde bei dem Mord» anschlage der rechte Arm nnd die linke yand abgerissen und ihm am Unterschenkel schwere Verwundungen bei» gebracht. Seinem Adjutanten wurden beide Beine ab» gerissen. — Ter Berichterstatter der „Vossischen Zei» >nng" hatte eine Unterredung mit dem ukrainischen Go sandten Baron Steinheil, der sich über oas Attentat an dem Feldmarschall von Eichhorn dahin äußerte, daß er beim Eintreffen der ersten kurzen deutschen Nachrich» ten, die den Tod des Feldmarschalls und seines Adju» tanten meldeten, der Meinung war, daft der Mörder den 'likrainisch. revolutionären Elementen angehöre, deren großangelegten Verschwörungen man auf die Spur gekommen ist. Tie Vermutung wurde auch da» durch bestärkt, daß bei dem verhafteten Mörder eine Liste vorgefunden wnrde, die unter sünf Namen auch den des Generalseldmcirschalls trug und als den Tag des Mordanschlages den 28. Juli bestimmte, der ein ukrainischer Nationalfeiertag ist. — Die „Vussischc Zeitung" erfährt: Nach der Mordtat hat sich der Hcl» man Skoropadskyi sogleich an die Stelle begeben, um sich selbst der Fürsorge um die beiden Opfer zu wid-men. Später stattete der Hetmcm beim deutschen Ge» sandten Freihcrrn von Mumm einen Besuch ab, um sei» nem aufrichtigen Bedauern über die schreckliche Tat Ausdruck zu verleihen. Ein Manifest, das der Hetman veröffentlichte, fpricht die Entrüstung über den Mord aus und betrauert den unersetzlichen Verlust des großen Freundes dcs ukrainischen selbständigen Staates. Tie Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen. Maßnahmen der Vorsicht wurden getroffen. Es wurde durch das Bcweismaterial festgestellt, daß auch gegen das Leben des Hetmans ein Anschlag geplant war. — Ter ukrai» nische Gesandte am Wiener Hofe, Herr von Lipinskyj, hat den deutschen Botschafter aufgefucht, um ihm im Namen seiner Negierung nnd des ukrainischen Volkes das tiefste Beileid auszusprechen. Herr von Lipinsky; erklärte, die deutschen nnd die österreichisch-ungarischen Truppen seien auf Wunsch der Ukrainer ms Land ge» kommen. Wer gegen Ordnung, sozialen Frieden und staatliche Unabhängigkeit dcr Ukraina ist, wühlt und mordet, wie das letzte Vorkommnis zeigt, um die Ukraina oder unsere deutschen oder öslerreichisch.unga» rischen Freunde zu treffen. Die Unabhängigkeit der Utraina ist ein Greuel für den russischen Imperialis, nlus, der sich im russischen Volke verankert hat. Daher hatten die Volj.^eviken die Zustimniung und Unter» stichung der extremen Monarchisten, als sie durch ihre Naubzüge die ukrainische Freiheit erdrosseln wollten. Icht, wo die Macht der Vo!j-eviki arg erschüttert ist, übernehmen die Sozialrevolutionäre dieselbe Aufgabe. — Das Kijever Attentat wird in der linksstehenden Berliner Presse als ernstes Zeichen dafür betrachtet, daß der Friede mit der Ukraina ebenso wie der mit Großrutzland dem deutschen Volle noch viel' zu tun geben wird. Die beiden Anschläge auf den Grafen von Mirbach wie auf den Gcneralfcldmarschall von Eich» Horn seien beide ein und derselbe gegen Deutschlands Politik und gegen den Friedensschluß von Brest-Li-totvsk gerichteter Plan. - Das Wolff-Vureau meldet: Ein schlagender Beweis dafür, daß die Entente Von dem Mordanschlag gegen den Generalfcldmarschüll von Eichhorn gewußt hat,' ist der «Matin" vom 29. Juli, der bereits meldet: Auf die Köpfe von Mumm uud ' Eichhorn sind von einem Geheimbund der ukrainischen Patrioten Preise ausgesetzt. Tas Wolss Bureau fügt hinzu: Bekanntlich sind für dett Mord sozialrevulutio» i'äre großrussische Elemente verantwortlich. Dcr Militärtritikcr der Berliner „Teutschen Ta» gcszcitung" schreibt: Tic Lage im Osleu braucht uns nicht mit Sorge zu erfüllen, das Wiederaufleben des Zweifrontenkriegs ist ausgeschlossen. Allerdings wer» den die Ereignisse in Nußland noch viel Politische und vielleicht auch militärische Arbeit bedingen. Wenn wir auch in die Kämpfe der politischen Parteien in Nußland um die Macht nicht eingreifen wollen, fo müssen unsere politischen und militärischen Führer dasür sorgen, daß die Vorteile, die uns dcr Friede mir Rußland gebracht hat, nicht verkürzt werden. Ein Genfer Blatt befaß! stch mit den Gerüchten, wonach der schweizerische Gejaudtl' in den Vereinigte« Staaten vom Präsidenten Wilson offiziell beauftragt worden sei, sich nach Deutschland zu begeben, um ein Angebot für den Frieden zu gcwisscn Bedingungen zu überbringen oder, was wahrscheinlicher sei, um sich vertraulich nach deu Friedcnsbedingungen der Mitlcl» mächte zu erkundigen. Tas Genfer Blatt meint, iofcrn das Gerücht zutreffend sei, wäre es selbstverständlich, daß SulZer diese Mission nicht ohne ausdrückliche Ge. nehmiguug des schweizerischen Bundesrates überrwm- . men habe. Tie französische Kammer hat den Enlwurs, l>etref» send die Verlängeruug des Privilegs der Vank von Frankreich, angenommen. Die Sozialisten hatten das Gesetz lebhaft bekämpft. In der Beratung trat der Fi» nanzminister neuerlich energisch für oie Verlängerung eiu, indem er die Kammer bat, das Übereinkommen zu «genehmigen, welches dazu beitragen werde, den nahe bevorstehenden Sieg zu sichern. General Maurice schreibt dem „N«uwe Rotter-damschen Courant" zufolge im „Daily Chronicle": Die Deutschen scheinen an der Ardre oder m englischen Unterhause fragte Lees Tmith, ob vom Feinde in der letzten Zeit eine Anregung oder ein Vorschlag, in ^riedensverhandlunge» einzutreten, ein» gelangt fei. Minister des Äußern Aaljour antwortete: „Nein. Keine feindliche Negieru»g ist an «ms heran»» gelreten." — Mac Phersun erklärte, daß die Zahl der feit 21. März von den Engländern an dcr Westfront gemachten Gefangenen ungefähr 14.500 betrage. — Nach einem Berichte über die Sitzung des Unterhauses vom 28. Juli sagte der früher.' .nglische Handclsmin»» stcr Nuuciman, die Tendenz des Geldmarktes inner» halb der letzten Jahre, die ungeheuren Lasten Englands uud die Talsache, daß England seit lange den Gold» standard au.fgea.eben hat, hätten dazu geführt, die Vor» Herrschaft Londons alö finanzielles Zentrum der Welt ernstlich zu erfchüttern. „Daily Chronicle" meldet, daß die freiwilligen Ne» lrntierilngslmreaus in Irland, die auf Befehl dcs Vizclönigs neu eröffnet wurden, am Samstag wieder geschlossen worden sind. Das Ergebnis war gleich Null. Ter Vizekönig ist am Samstag nach London abgereist, wo iln Ministerrat die weitere Entscheidung über die Maßnahmen gegen Irland fallen wird. Über die Vorgänge in Nuftland wird gemeldet: Die „Frankfnrter'Zeitung" erfährt: Bts jetzt sind in Archangelsk und an der Mnrmankuste 20.000 Mann Ententetruppen gelandet, meist Engländer, aber auch srauzösische und amerikanische Matrosen. Tie nördlicb« Murmanbahn bis Kem ist von der Entente besetzt. — An der persisch'türlisct>n Grenze zog England indische .Kavallerie zusammen und besetzte die Häfen an der Südlüste des Kaspischen Meeres. Mohammedanische Tnrlestancr, die antiboMevikisch sind, erbaten Eng» lands Hilfe. — Die Verbandsvertreter ln Nußland sind von Vologda nach Archangelsk übersiedelt, da f,e befürchten, in die Hände der VoPevili zu fallen. — Moskauer Blättern zufolge ist di(? Annahme von Post» sendungen nach Sibirien angesichts der Kriegslaq, eingestellt worden. - Der Petersburger Kommandant verbot allen Stadtbewohnern, die nicht unbedingt an die Stadt gefesselt sind, den Aufenthalt in der Ttadt, da infolge dcr Cholera und der Hungersnot die Lage in Petersburg verzweifelt ist. Auf den Friedhösen liegen Taufende unbegrabener Leichen. — Nach Meldungen aus Moskau herrscht in Bol^eviti-Kreisen große Ve-stürzung über die beunruhigenden Nachrichten, die aus Sibirien eintreffen. Ein Teil der Czecho»Slovalen, di« Vladivostok beseht haben, hat sich in der Richtung a«f Nikolsburg mit den Kosaken vereinigt, die an der lnandschurischen Grenze operiert haben. Die NoljileHiN- Laibacher Zeitung Nr. 175 1201 2. August 1918 Gruppen zieheil sich weiter in nördlicher Richtung zu» nick. Ihre ^ahl dürfte dort "!<>()«) Mann nicht über» schreiten. — Ans Um»vegcn linsen aus Petersburg nnd Vioskau haarslräulx'iide Nachrichten über da? Vor» >,elx'ii der E,^ech>>^l"0"ll'" ein, die leinen Äolj>eviN fchouen. Wie festgestell! lourdc, machen sie überhanpi keine (^esangelu'n, sondern die Gefangenen »lerdeu in' einer Neihe aufgestellt und iliedergeschossen. — „Times" bestätige», daß die, i» Sibirien operierenden Ezecho. Slovalen den Wunsch ausgesprochen haben, sich nach Europa ,'»» begeben, nm dort ans Zeiten der Entente zu lämpsen. Die Verbiiudelen hallen ihnen jedoch nahe» qelegl, in ^stasien zu bleiben, nin dort die große Auf» gäbe zu erfülle,,, die ihnen namentlich angesichts der bevorstehenden Verbandsinterveution gegen )1ius;land erwachsen würde. — In Moskau eiugetruffene I^ach» -richten inelden, daß in Iaroflav ncne Unruhen ausge» brochen sind. Zwischen den Aufständischen nnd der No-ten Garde spielten sich in der Stadt Straßenlnmpfe ar. iNier den Ausgang liegen noch seine Nachrichten vor. Nach dem Notterdainschen „(^onraut' machen die türkischen Truppe« in Tripolis bedeutende fortschritte und fügen den Italienern beträchtliche Niederlagen zu. Die Hilferufe der italienischen Truppen in Tripoli-tanien können voil Noui aus nicht berücksichtigt wer» den, da die U-Noolfperre fede Verbindung zwischen Italien nnd Tripolis unterbindet. Tie vom dentschen Heerestruppenlommando heraus» gegebene Armeezeitung „Iildirim", die seil Mitte Mai dieses Jahres in Damaskus erscheint, berichtet über die Teilnahme ostcrrcichisch-nnqarifchcr ArtiNerie in den Ansang Mai stattgehabten erfolgreichen Kämpfen der Ostjordanarmee gegen die englischen und australischen Truppen des Generals Allcnby. Lokal- und Provinzial-Nachrichtcn, lDas Vud.qetprovijorium.z Das ^'eichsgefehblatl veröffentlichte gestern das Gesetz vom 3N. Juli 19^3 über die Führung des StaaiZhaushaltes vom 1. Iul, bis 31. Dezember 1918. Das Gesch beruht auf den Beschlüsse» der beiden Käufer des Neichsrales. Der ^u-stand außerhalb des Gesetzes bei der Führung des Staatshaushaltes hat also fast einen Monat gedauert. Das Nudgetproviforium euthält die Ermächtigung, die Ctenern und sonstigen Abgaben bis 51. Dezember ein» zuHeben und die Staatsausgaben auf Rechnung des ge> schlich festzustellenden Staatsvoranschlages zu bestrei» lrn. Ferner wird die Regierung ermächtigt, n, dieser ^eit für die durch den Krieg verursachten außerordent» lichen Ausgaben Beträge bis zur Hohe von zwölf Mil» liardcn fronen durch «reditoverauonen zu beschaffen. -. ^.us dem Landesansschusse.» ^audesansfchußmit» nlied Dr. Ivan Zafcc amtiert für Parteien vom 1 August bis zum 15. September an jedem Montag, Mittwoch nnd Freitag von 11 bis 12 Uhr vormittags. ' — sSpende.) Ein Ungenannter hat unserer Ad-ministration den Äelrag'von 20 X für slovenische ssrieqsblintx' übermittelt. — sDie Geschästsanfsicht.j Uin den Übergang vom Friedens- zum Kriegs^nstande nnlder zu gestalten, mußten verschiedene Vorkehrungen getroffen werden, die das Wirtschaftsleben stark beeinflussen. So wurde ein neues Konlurs- nnd Ansgkichsrech! und gesetzliche und richterliche Stundnngen geschaffen fowie - dnrch die Kaiserliche Verordnung vom 17. September 1914, A H Nl Nr 247 - die Geschäftsaufsicht. Diese lann vmn Schuldner beantragt werden, wenn seine Zah. lungssähigse.t durch die kriegerischen Ereign',,e eiit-standen oder bei diesem Anlasse hervorgetreten^. Der Gläubiger besitzt das Antragsrechl, falls er bescheinig, das; seine Forderung, wenn s,e auch nicht gallig ist, infolge der Gebaruug des Schuldi,ers während der ge-setzlichrn Stundung gefährdet erscheint. Vom ^age des Inkrafttretens wr Vcrordnllug, 17. September, !9l4 bis zum 31. Dezember 1N17, erfolgten nach einer Zu-iammrnstrllnng j„ ^„ ^-^tistisch^, MUleilungen" in ganz Österreich '^21 Bestellungen der Geschästsaufsicht, ilud zwar: in Wicn 70?, Niederösterreich 18, Ober-osterreich 22, Salzburg 15, Tteiermarl 57, Kärnten 44, 5 rain 13, Tirol N8, Vorarlberg 9, Küstenland ^4, Vöhmen 908, Mähren 386, Schlesien 134, Nestgali-zien 1^, Ostgalizien 12, Bukowina und Dalmatien leine. Ic mehr sich die Wirtschaslsverhällnisse an die normalen Petriebsformen anpaßteil, desto mehr jaul die Hahl der Bestellung von Geschästsaussichten und mnßte die Zahl der Aufhebuugen der Gefchäftsauffichl allmählich zunehmen. In der früher angegebenen ^eit betrug die ^ahl der aufgehobenen siiefchäf.sanfsichlen: in Wien ü«5, Niederösterreich 18. Oberösterreich IN, eal^bura 7 Steiennarl 37, ssärnten 32, Krain 7, Tirol 50 Vorarlberg 7, ssüftenlaiid 39, Vöhmen 0,4, Mähren 289 Schlesien 105, Westüal'zlen ?. Ostgal.zien :^, Bukowina und Talmatieii '», Staatsgebiet 161^. Von den Gefchäflsauffichten, die bisher zur Aufhebung aelangten, dauerten bis 2 Wochen 0,9 ^, .M 4 Wochen 1,5 ^, bis 2 Monate 6,8 A>, bis 3 Monate 6,7 10,6 '/, und über 3 Jahre 0,7 ^. l'4,!^ ^ ^,^'^ mlfaehobeneu Geschäftsauffichten haben »ichl länger als 1 Jahr, '_'4,4 '„ bis 2 Jahre und 11,3 c^, haben 3 Jahre und länger gedauert. W be» standen Geschästsaufsichlen am 31. Dezember 19'.4 781, am selben Tage 1915: 1438, 1916: 903, am 31. Dezember 1917: 711. Neun Zehntel der Geschäfts-aufsichtru einfallen auf Handel und Industrie, die Urproduktion nnd der Verkehr sind nur zu geringem Teile betroffen. 0>> Waggons, der Nußernle 500 Waggons. Auf die Nachricht von der gunsligen kirnte find hier zahlreiche Händler eingetroffen, die die höchsten Preise für das Obst bieten. Der Krieg Telegramme dee l. l. Telegraphen'«or^ejpoudenz» vncean« Osterrelch - Ungarn V»n den Kriegsschauplätzen. Wien. 1. August. Amtlich wird vcrlautbart: 1. August: Italienischer Kriegsjchoupllltz: Ocschühtämpfe nnb lfrtunduu.qslälilsici, waren gc> stern an der ganzen Südwestfront sehr rege. Vorgestern hat ein starkes Vomliengeschwader un» serc vcnetianischen Flugfelder angegriffen. Unsere Flie» gcr Warjen sich dem Feinde entgegen nnd verhinderten ihn, irgend welchen Schaden anzurichten. Nlb«nieu: Die von unseren albanischen Kräften vor Wochen» srist ausgenommenen Angriffe zwangen nach vcrgebli» chen Angriffen den Italiener, nordwestlich nnd norb» östlich von Berat seine ersten Linien «nd beträchtliches Gelände dahinter auf W Kilometer Frontbreite preis» ziigelien. Unsere braven Trnpprn, deren Kampsleislnn-gen um so höher zu bewerten sind, als ihnen Hihe und klimatische Verhältnisse groß? Mühsale auferlegen, jol' gcn dem weichenden Feinde. Der Chef dcS Generalstabe«. Aon den Kriegsschauplätzen. Berlin, 1. August. lMitlich,) Großes Hauptcnlar-^ tier, I. August: Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe des Kronprinzen Nupprecht von Vauern: Zwischen Npern und Äailleul am srnhen Murgen vorübergehend lebhafter Feuerkamps. Die tagsüber mäßige Artillerietätigteit lebte am Abend an vielen Itcllen der Front in Verlmldllnq mit (5?kundung> gesechtcn auf. Heeresgruppe des Deutjcheu Klonprinzen: Östlich von F brücken befindliches englisches Geschwader vo« sechs ^'»lofltampfflug^euqcn vo» unsercil Froul' u»d Heimat« jassdlläslcu, bevor eo jeinc Bomben abwcljen fonnte, »nrnichtrt. Auo einem zweiten, ihm jolqcndcn «»cschwa» der schössen wir ein weilerec- birol'.lampfflllg'.cuf, ab. Her Erste Ge»er«lquartiermsist«r: von ^ i> d e i> d 0 r s f. Berlin, I. August. »Amtlich.! Großes >>nptquar. t,er, 1. August, abends: Nordwestlich von F< re en Ta?dcnoi^ heilige Kämpfe. An der übrigen Kampffront nichls Wesentliches. Der bayrifchc Ministerpräsident über die ^age. München, !41. ^uli, In der Abgeordnetcnlammcr ergriff heule bei Veratuug eines Antrages über die Fürsorge sür die in ihrer winsHastlichen (tfijlcnz go sahrdeten Kriegsteilnehmer Mmisterprasident Tandl das Wort und gab einy läugere Velrachtnug der politi» fchen l^age, worin er. u a. sagte: Ein unbeugsamer Wille zum Turchhalten beseel! oas galize ^eulsche ^olk an der Front nnd in der .Heimat, i,nd der 5)immrl hat seine Arbeit gesegnet. Er bringt eine reiche Ernte zur Ncife. Unsere Friedensangebote wurden von den s')eg' nern mit Hohn zurückgewiesen und als Zeichen der Schwäche ausgelegt. Ich bin der leNte, der eincm ^e» loa It friede» in irgendeiner Form das Nort reden wlirde, aber ,',„ verlangen, daf; wir von vornherein und vor» Gehaltlos alles preisgeben sollen, ohne irgend welchen, Tchuft gegen die Europa knechtenden englischen Erobe-liingsgelüste, das wäre politischer Selbstmord. E? sann nicht oft genug betont werden, daß die Englands nicht um Elsaß.^othriugen willen, sondern für eigene ^nier» efsen und die politische und wirtschaftlich? >lmchtnng Europas kämpfen. Wenn Wilfon mit feinem Vötter-bund das Iicl verfolgt, daf; durch ihn unter den Mäch. ten die Weltglcichgewichtslage auf Grund der Arm» ,',ipien des Rechtes, der Vernunft nnd der Billigkeit geschaffen werde, dann werden wir uns ja mit ihm verständigen können. Wir wollen nichts anderes, als d,e Herstellung und Sicherstellung des Gleichgewichtes der Mächte, Freiheit stir die wirtschaftliche Entwisllnngj fedes Bandes, Freiheit für feinen Handel ind Freiheit für den Perlehr auf dem freien Meere. Wir treten in das fünfte Kriegsfahr ein, voll Vertrauen auf un> fere gerechte Sache, voll Vertraue:' zu unferem Volle und zu unserem tapferen Heerc nnd feinen herrlichen Führern, die uns einen alücüichen, segenbringenden Frieden erkämpfen werden. ' Finnische Auszeichnllnqe» für Hindrnbii^q nub ^«dl'ndvrff. Berlin, AI. Juli Eine finnifcke Abordnung traf heute in der Befehlsstelle der Obersten He?reslejtnnss ein und überbrachte dem Generalseldmarschall von Hin» deuburg und dem Generalquartiermeister Ludendorff do- Gio^krenz des finnischen Freiheitskreuzes. Italien Vericht des Weneralftabez. Wien, 1. Aunuft. Aus dem Krienspresfeauartier wird gemeldet: Bericht des 'talienischen Generalstabes vom 31. Juli: In der Nacht zum 28. Juli überrumpelte» unferc Alpenjäger einen vorgeschobenen feindlichen Posten im Val Daon und nahmen die Insassen gefangen. Im Vrentcrtal unternahm der Feind in der Nacht zum 30. v. M. nach heftigem Störungsfeucr auch auf die Nebenstcllungen und das unmittelbar anschNehcndc Hinicrgrlände unserer Linien mit starken Kräften einen Angriff gegen unsere Linien auf drm Corncme (Südabhänge deß Sasso Nosso). Im entschlossenen ßicgclianariff und nach heftigem Nah. kämpf wies unsere Infanterie den Feind glatt ab. Der Gegner war gezwungen, zurückzugehen, wobei er Maschi. nengewehre, Flammenwerfer sowie einiye Gefangene 17, unseren Händen ließ. Unsere Flieger wiederholten gestern ihre wirksamen Bombenangriffe auf feindliche militärische Ziele und schössen in Luftkämpfen fünf feindliche Apparate ab. Veratunyen in Rom. Rom. 31. Juli. lAgenzia Stefmri.) General Diaz oer. weilte einige Tage in Rom, wo er lange Besprechung«, mit dem Ministerpräsidenten und den anderen Ministern hatte. Er reifte gestern abends wieder an die Front zurück. Auch Ministerpräsident Orlando und Lkriegsminister Iu-pelli sind aftcr von Giers. der chinesische Botschafter, dic Gcsandtschaftssckrc-täre von Frankreich, England, Spanien, dcn Vereinigten Staaten von Amerika und Japan, die russische Militärmisston und die Mitglieder der russischen Kolonie. Der See- und der Amttriey Neue U-Voot-(5rfolae. Bcrli,,, >. Aligust. Auf dein nördliche» >lricg»schau-Play»» vcrsentteu unsere U-Bovtc 13.000 Vruttoregister-tonnen. Der Chef dee Admiralstabes der Marine. Deutsche ^lufl^eugc iilier Tünkirchcu. ^icrn, 'N. Juli. ^.n der ^iachl zlnn _:6. ^uli über» flogen deutsche Flugzeuge Tünlirchen und belegten, die 2iadl inn 6«» Lufttorpedos schloersten Kalibers, dir bedeutenden Dachschaden verursachten. Am ^l>. ^»>i begann d,e Beschießung durch ein ^erngeschül'.. i?rantreech. Eiuberufuna der Iahresklasie 1920. Paris, I. August. Die Kammer vert>7,ndelte den Gesetzentwurf ülx'r Mahlung und Musterung der Iahrestlassc 1920. Untvrstaatssctretar Avrami erklärte, man müsse die , IahreZklasse 19W im Herbst einberufen. Die Regierung verpflichtete sich. die Verloendung dieser Iahresklasse unter genau festgesetzten Bedingungen zu überwachen und das Problem der Entlajsung der ier vorläufigen Bedingungen znm Unterschiede von dcn Kriegsziclen eine klare Vorstellnng machen, Nenn ein Augenblick dafür günstiger ist als ein anderer, dann ist es der Augenblick, i» dem die glänzenden Erfolge im ^elde gezeigt haben, daß die Gefühle, die uns beleben, nicht Gefühle des Zweifels find, ob wir imstande fein wer-ixn, in dem Kampfe auf ^eben uud Tod auszuhalten, salts wir diesen Kamps sorlzmet.'.cn wünschen. Eine Warnung uur einem amerikanische» frieden. Amsterdam, 6>. Juli. Der «Standard" bringt einen Artitcl dei englischen Zeitschrift „The Nation", in dem diese auf einen eingesandten Brief des Iuftizprofessors William Eteru-Davis eingeht, der früher für dcn radikalen Sozialismus in England sich begeistert hatte., durch den .^ricg aber von einem neuen Geiste beseelt, Männer wie Lansdownc. Henderson und Asquith für viel zu schwach hält. ..The Nation" weist im Zusammenhange dieses Artikels darauf hiu, day Amerika recht wenig von der Not, dcn (befühlen und fielen seiner Milassoziierten in Europa versteht. Amerika begreift nicht, daß eine nnbeschränlte Fortsetzung des Krieges das Todesurteil mindestens für eine Nation bedeutet. Wenn dies sür Frankreich gilt. so führt diefe l>cmmuugslosc Kricgspolitik auch in jedem anderen kriegführenden ^ande Europas zu einer kümmerlichen Existenz während einiger Generationen, einem ^tcbcn kümmerlicher Verelendung, wirtschaft! icl«?r Schwächung und geistiger Vertrüppelung, einer Häufung moralischen Kriegsschadens.' welche die Tatkraft der Menschen überkommt. Und wofür das alles? Nur damit etwa im Jahre WÄ) oder 1U21 ameritanische Millionen die deutschen Verteidigungslinien durchbrechen und den mürben Völkern Europa« einen amerikanischen Frieden auferlegen tonnen, nur deshalb, weil dic Union sich nach dem Abschluß eines solchen Friedens mit I<^>an in den Hondel der ganzen Welt teilen kann. „The Nation" empfiehlt schließlich dcn Amerikanern, erst emmal die europäischen Verhältnisse kennen zu lernen, ehe sie sich für immer nur der europäischen Kricgspolitik verschreiben. — Der „Standard" schreibt dazu: Es ist fraglich, ob „The Nation" glaubt, datz dieser Appell an Amerika auch nur die geringste Wirkung haben wird. Vielleicht würde das der Fall sein, wenn die europäischen Völker vou ihrem Aricgstvahnsinn abließen und den Schreiern, dcrcn Parole der Kampf bis zum Ende ist, den Ücrufpaß geben. Es ift verhängnisvoll, dah die Entente, selbst lvenn sie wollte, nicht mehr au Annäherung denken, ja nicht einmal mehr selbständig ihre eigenen Fciedcnsbedingungen gegenüber dcn deutschen Fricdcnsanerbietungen mitschreiben kamt. denn Amerika hat jetzt die Führung, es hat seinerzeit das entscheidende Wort zu sprechen. Em amerikanischer Friede soll also am Schluß die Wett beglückeu, wenn nn atten Europa die Völker aus tausen-d Wunden bluten. Und da gibt es noch immer Menschen, die bei Beginn des fünften Kriegsjahres an die Morgenröte einer neuen Well-ordnung glauben, die der Menschheit einen ungestörten Frieden sichern werde. T)ie Lcislunüen Englands im Welttrieuc. London, t. August. Der Premierminister von Neuseeland, Massey, der den Verhandlungen des kriegstabinettes beigewohnt hat, sagte gestern in einer Rede in London, die britische Nation habe während dcs Krieges siebeneinhalb Millionen Mann aufgestellt. Er sprach sodann über dic ü.achtliolle Entwicklung des Lusldicnstes und über die Entwicklung dcr Flotte. Die Tonnage der Marine betrug im September 1l)14 etwas mehr als vier Millionen, jetzt wohl über sieben Millionen. Das Personal wurde von 145.000 auf 420.000 Mann erhöht. Rußland Die Ernennung 3r. Hclfferichs. kovno, 80. Juli. Die Ernennung Dr. Helfflirichs zum deutschen Geschäftsträger in Nuslland begleiten die „Novoje Vjedomosli" mit folgendem Kommentar: Der neue deutsche Gesandte in Muslau ist der Kanoidat der deutschen .Handels- und Induslrieparlei, welcher weniger die Politische als die wirtschaftliche ^rage ll'seu soll. Die Ernennung Dr. Helsferichs ist ein Beweis, daß in Deutschland die zu einer gütlichen Einigung neigenden Tendenzen gesiegt haben. »Das sozialistische Vaterland ist in Gefahr." Mostau, 31. Juli. „Izuestija" bringen unter der Überschrift „Das sozialistiscl>e Vaterland in Gefahr" folgenden Leitartikel von Stetlov! Die englisch-französischen Imperialisten operieren planmäßig. Anch ein Blinder kann sehen, daß die verschiedenen Vorgänge von einem Zentrum ausgehen wie aus Kommando. Dieses geheime Zentrum ist jetzt bekannt. Es sind die >lricgsstäbe nnd die diplomati» schen Kanzleien des Ententcimpcrialismus. Jetzt ist die Räterepublik von Nordosten und Südosten durch einen Halbring von .^ricgsofterationen umzingelt, wo die äuße« ieu Feinde mit deu Elementen der (Gegenrevolution eine Front bilden. Jetzt ist die Gefahr eigentlich noch weit größer als im Februar. Heroische Entschlüsse sind nötig. Der Tod» feind klopft schon an die Pforte der Räterepublik. Er bringt betten den Massen und Tod den Führern. Mögen überall die Alarmglocken ertönen, denn das socialistische. Vaterland ist in Gefahr. Dic Spaltulln unte, den Sozialrevolnliailinc,,. Mostau, 1. August, l'lber die Spalt.ing unter de>> linken Sozialrevolutionären berichtet die „Pvavda" vom 2l». Juli: Auf der Konferenz am ^. Juli kam es zu ftür« mischen Debatten, als deren Ergebnis Hwei Entschließungen eingebracht wurden. Die eine brachte Biceuku ein. In dieser wird ganz nnd voll die Taktik des ^entralkoinitees der Partei, insbesondere durch die Ernwrdung dc6 trafen Mirbach, gebilligt und dcn .U'ominunisten der offene .Krieg in dcn Räten erklärt. Den Parteimitgliedern wird emp« fohlen, in alle Natsinstitutioncn einzudringen 'lind dort lhre Taktik dnrchzuführen. In dcr Frage dcr terroristischen Alte steht die Entschließung auch auf dem früheren Stand» pnuktc. Die zweite Entschließung wurde v-'u Ualegajcv cin» gebracht, lvelchcr auch auf dem Staudpunttc des Zentral» lomitces dcr Partei steht, mit dem Nnlcrschiodc, daß terroristische Akte in Zukunft für die Partei als lenzes unzulässig erklärt wcrdcn. Die .Konferenz hat ii'.it unbedeutender Mehrheit die Entschließung Vi^eiil^ »'iMumumen. Frcischärler acn.cn die (fntcnie. Mostau, ^.!. Juli. Die Blätter melden: Für den »ampf gegen dcn imperialistischen Enlcnteeinfal! wird die Bildung von Freischärlerabteiluugen vorgeschlagen, die im Nucken dcs Feindes aufklären und Zerstörungen vornehmen sollen. Il< die Freischärlerabtcilungen sollen grnndsützlich nur Freiwillige, die politisch zuverlässig sind, aufgenommen werden. Dcr Befehl der vorlänfigen sibirischen Ncaicrung über die Auflösung aller Arbeiter-, Bmier,> und >lmafc„-> räte ist von folgenden Ministern unterzeichnet: Minister« Präsident und Minister dcs Änßern Vologodslij, Minister dcs Innern 5lrutcbskij. Finanzministcr Mihajlov. Justiz, ininistcr Petru^inslij und (Geschäftsführer des Minister-rates (^ins. (fin Bolj5cbilen-l5rfoln i„ Aladiv°sau3. das nachtvcis. bar schon so lange steht, als es Mikados gibt, also 1200 Jahre. Das Haus besteht aus dcin sogenannten Kcl>alholz und wurde weder durch Anstrich noch durch Hobeln aus-gearbeitet. Auch wurde kein Holz. und lein Eisennagel dazu verwendet. ^ lweschminlte Perlen.) Monsieur Warna ist ein Hindu, der sich schmeichclt,, Weltmann und Perlenkcnner M sein. Die Gerechtigkeit, und zwar jene. die straft, hcrt ihm nlln l!>,,l !xil>en die für technische Zwecke sehr schätzbare Eigenschaft, daß sie in der flamme erweicht, gebogen, gestreckt und durch Blasen in eine beliebige Form gebracht werden sönnen; Purzellangeräte dagegen sind empfindlich und springen gleich bei Tcmperaiurdcrändcrung. Dies liegt hauptsächlich daran, daß die eigentliche Porzellanmasse und die Glasur sich verschieden start ausdehnen. Dem R» scntalschen Porzellanwcrk in Selb (Oberfranken» ist es nun gelungen, Porzellangcrätc herzustellen, die gogen Temperalurwechsel sehr beständig sind. Dieses Porzellan vcrirägl es, daß mit dem Knallgaögebläsc Köcher in die Wandung geschmolzen werden, einzelne Porzellanlcilc können ^isaünnengeschmolM, werden, ja im erweichten Zustande läßt sich dieses Porzellan genau so wie Glas blasen. Das Wesentliche bei der Erfindung war es. eine Glasnr herzustellen, dic den gleichen Ausdehnungskoeffizienten hat, wie dir Porzellanmasse selbst, und die Lösung dieser Auf« aade ist gelungen. MtW zn heil All!- «nü PmilizickchiM. <^ür Wiesen beMer.j ^mit Verordnung der l. l. ^inoc^rcglcrnng für strain in Lcübach vom l9. Juni .'»18, ^,. l 8.383, hat dic Stadtgcmcinde ^aibach zur ?cctnng des ÜandeskonlingcnlcS 40W Meterzentner ,^cu und 3<»<» Mctcrzentucr Stroh beizustellen. Ta oicsc ^mlcrnlitlcl bcschlagnalinU sind, darf lein Ve» sii'.cv Heu und Stroh ohnc Vcnnllignng der Stadtge-»icindc anssnhrcn l8 lö des Gcsc!)c3 vom 3. Juni I!»18, ^)i. lh. Bl. 3lr. 192). 'Angcsichtci der bevorstehen. >x'n (^rNmmollncihd »ocrdc» anßcrhalb der Sladtge» ,'icindc 9aibach wohnhastc Äesi^er, deren Wiesen im ^ladlpomörililu gclcgcn sind, im cigcncn Interesse ansgcsordcrt, sich beim Stadlmagistral.die Transport» bcwillignng zu bcschasfcn. iWie beunen wir der Verfehrsnot im ssrachtenver. lehre v»r?) Die Eiscnlxlhn hat zunächst den großen Bedürfnissen der Kriegstvirtslt)aft zu dienen. Lokomotiv- und Waycnbananstalten haben Mangel an Baustoffen und Arbeitekräften, können daher den Bestellungen nicht voll 'aenügen. Die Kohlenaufbringuny ist wesentlich geringer als im Vorjahre. Der Frachtenher kehr für bürgerliche Zlixcle mutz daher weitestgehend eingeschänkt werden. Jedermann mutz mithelfen, den Vahnweg zu ent- > lasten. Jede nicht unbedingt erforderliche Sendung im Eifenbahnwcge ist zu vermeiden. Der bürgerliche Bedarf ist dort zu decken, von wo er auf dem kürzesten Wege bc. zogen lverden kann. Das Fahren von Frachten auf Um» wegen zur Iielstation ^ aus welchem Grunde immer ist zu vermeiden. Von einer Hin- und Herverfrachtung von Gütern, d. i. einer Änderung des Ursprungslvegcs während des Laufes des Gutes ist abzusehen. Bei Versen, düngen von Massengütern sind Laderaum und Ladegewicht bis zur Tragfähigkeit des Wagen3 voll auszunützen. Dic Empfänger kleinerer Sendungen ein und derselben Iicl-5 station mögen sich im Einvernehmen mit der Aufgabc-' station zu Vczugsgcmcinschaften zusammenschließen, um ! die Wagcnausnützung zu fördern. Empfänger und Absen» der haben im Einvernehmen zu arbeiten. Es dürfen nur so viele Wagen zur Gutervcrladung verlangt werden, als in der Beladefrist beladen werden können. In der Empfangs« station sollen nur so viele Wagen einlaufen, als der Empfänger rechtzeitig entladen kann. Es muß die rascheste Beladung und Entladung und die schleunigste Abfuhr der Güter, und zwar auch an Sonn- und Feiertagen, durchgeführt werden, da sonst Stockungen in der Entladung ein» treten, Wagcnstauungcn unvermeidlich werden und die l'ottucndinc Bcwegungsmüglichkeit auf den Gleisen unter» bimden wirb. Die rascheste Entladung und beschleunigte Abfuhr ist insbesondere bei jenen Verpflcgsgütern durch» zuführen, welche leicht dem Verderben unterliegen und die Ernährungsmöglichlcit der Bevölkerung beschränken. 2 - sHinweis.j H^ir machen hicmit aus dic in un» sever hcntigcn Nummer cingcschallctc kinndmachung dcr I. f. Steucvadministrntiun in ^aibach, betreffend die Vcmcssung der Hauszinsstcncr sur dic Jahre 1919 und 1920, ausmcrlsam. sslnsscschwcmmte kciche.j In Unter»Fischern wurde am Savcnscv dic Lcichc cincs unbeknnnten Man» ncS angeschwemmt anfgcfnndcn. Dic Ücichc war voll» loinmcn cntllcidct, loorans zu schlichen ist, daß dcr ^rcnidc irgendwo beim Badcn ertrunken sein dürfte. — ».'cscnc Arbcitcr Johann Hitti im Hciitrichtcr dcs Gas!» Wirtes Julius Pododnik tut allfgcsliudcn. Hilll halte am Äbcnd zuvor im gcnmnUcn Gasthausc gezccht und amss daun auf dcn Hcuboden schlafen. Infolge Finster», ms gcrict cr zu nahe an den Hcutrichtcr und stürztc so unqlücklich hincin, daß er mil dcm ^topfc nach ab» niärls licgcn blicb und crstickic. ^ Dine jugendliche Kllhdichin.j Am ^7. v. M. »vurdc dcm Äcsitzcr Johann ^crlina in Vrcznica cine j'luh im Wcrlc vo«> 15<»^ K ans dcm Stalle cntwcndcl. Nach ciuiacu Tagcn sll'laug cs dcr Vcndcirmcric, die Kuhdiclnn in dcr Pcrson dcr >^ Iahrc altcn Eiscn» bahuarbeitcrstochtcr Katharina Mravlja auszuforschen. Tic juqcndlichc Dicbin war um Mitternacht in bcn Stall qcdrungcn, worauf fie die ^cstohlenc Kul) nach !^azc tricb und sic dort ciucr Äcsi<5crin um 8»>l^ i< und cine Zicgc vcrlaufte. Die Mrcwlja wurde dem Vczirks» qcrichtc in Stcin cinqclicfcrt. — llyelddicl'stählc.j Einer in .'hradctzkydorf wohn» hastcn ^lüchtlinqsfrau w»rdc auf dem Vodnikplatze ein an dcn Nock a.cbundencr aller Gcldbcutcl mit 600 K cntwcudct. — Eincm Ncsitzcr aus Rann wurde auf dcm hiesigen Hauptbahn Hofe bcim Einstcigcn iu den Schucllzuq im Gcdränqc an? dcr iuncrcn Nc,lltasche ci,'. Aiichcl mit 500 X gcstohlcn. - l?iahlrnddicl,stahl.j Aus dcm Vloclsisiiialwrm Nr. 3 aus dcm hicsigcn Hauptbahnhosc ivurdc cin auf 80<» l< bcwcrtctcs Slyria-Damcnfahrrad cnlsiihrt. Es ist schwarz lacticrt, hat einc mäßig nach auswärts gc» boqcnc ^enlslangc, einc blccherne .^ettenschutzvorrich» lnnq uud am Hintcrradc ein Spaqatnetz. — Einbrüche und Dicdstählc.! In Abwesenheit der Hauslcutc drang cin unbelannlcc Ticb iu eine Kam» incr dcr Bcsihcvm Agnes Jur-i^ in Vczuljat ein, ent« ivcndcte rincn Vctrag von 24h K, einc silberne Taschen» lchr samt Toublclcttc, dann v^rschicdcne Lebensmiliel, U'ic Schinken, Speck, Hucker, Hier, Branntwein :>.,, im Wcrtc von 450 I<. — Der Besitzerin Franzissa Lbreza iu Vigaun wurde aus einem versperrten Zimmer ein Nctrag von 900 K entwendet, nachdem der Täter die Tür mit einer Hacke aufgebrochen hatte. — An einem dcr jüngstcu Nachmittage, als die Besitzerin Anlonia ttozjcs ^cldarbcilcn vcrrichtetc, wurde in ihre Woh» tuing eingebrochen. Der unbelannte Dieb stahl aus ciucm .icdcnc Wäschcslüclc, Rindschmalz, cin Nüchcnmesser und drei !^aib Hausbrot. — Tem Besitzer Johann ^ solin in Rau, Bezirk (igg, wnrdc aus einem versperr» icn Tchubladelastcn cin Bctraft von 2000 K gestohlen. — In ^>5e wurdc nach AuZhcbung eines )cnsterg't> tcrs in einc Kammer der ^ranzista Äestan cingebro» chen und aus derselben über 30 Kilogramm geselchtes Schweinefleisch, Speck und Salami im Werte von über 70s» K entwendet. Tatverdächtig sind cin ziemlich gro» ßcr, junger, mit ciner Ziehharmonika herumziehender ^.igenlier und eine stingerc Zigeunerin. >.lino CentNll im Lanbeslheatcr. Hcutc zum letzten» mal der interessante Kriminalfilm „Der l, Muljava (I Ort). Praprcce (I Ort), Trrbrljcvo (l Oll); im Vezirle Loitsch: in dru GriM'iilden Altemnnrlt sl Ort), ^r,suth sl O>t), Planiua (1 Ort), Nülrl si Ort). Sairach l2 Orte). AuMm (1 Ort); im Vczirle Nudolfswert: iu den Gemein» den Döbernik sl Ort,, St. Michael-Stovitjch (1 Ort), Precn» (l Ort); im Nezirtc Stein: in der Gemeinde Lusttal (I Ort); im Bczirlc Tschcrncmbl: in der Geinrinde Altcnmarlt I Ort). Schweineseuche: im Bezirke Rudolfswert: in dcr Gemeinde St. MiclMl-Slopitsch (1 Ort), Notlauf der Schweine: im Bezirke Adelsberg, in der (ttcmrinde ?ldllsl»erg sl Oit); im Brzirke Gurlfllb: in der Gtlneinde St. Ruprecht (1 Ort); im Bezirke Littai: i,i den Vcmciilde,, Nulovicn (I Ort). 2t. Martin ,1 Oll); im Bezirle lliudolföwert: in den stjememdeu Höniqstcin (I Ort), ilieudessg 12 Orte), St, Micharl-Stosiitfch (l Ort), Wrnßiiitz s2 Orte); im Bezirke Tschernembl: i,i dcn Gemrindeil Altrnmarlt (1 Ort), Lolwitz (I Ort). Mottling <1 Ort). Petersdorf il Ort^, Suhor (4 Orte). A. ü. Acrnöesregiernng für Arain. Llllbach, am 27. Juli 1918. Hi SEB Lebensrnittel. 2320 Schriftliche Anbote unter Postfach 14. Laibach. 7-e Offen 5=? == Jnwelen - ühren - Gold - Silberwaren =¦ -= F. Cuden Sohn nur gegenüber der Hauptpost. L "»sin i>______ —M-—^—— ^^^—I Ausweis für den Monat Juli 1918. Einlagen: eingelegt von 197 Parteien ........... K 2,482.731 95 b bchobeu » 196 . » 2,508962 23 » Stand Eude d. M. in 22.794 Bücheln . ¦ » 71,378.850 22 » Hypothekar- und Oemolnde-DarUhen: zugoaählt................ . » 1H.000- - » rückbezahlt............ ¦ » 1,617.336-60 » Stand Ende d. M........... ¦ » lf,25I.«U •« » Weohsel- and Lombard-Konti: Stand Ende n. M.......- • ........ » 1&6.409'- » Kreditrereins-Konto: Stand Ende d. M........... ...» 407.66384 » AUgemeln.r Rwrresond«.............• fc,ltt.6M •• > 8pemlal-Ses«rvesonds...............» l,0M.»70 •« » Zinafafi für Einlagen: 4 •/• •¦¦• Abwf *«r *e"*6M*WM>r. > Hypothekar- «. Korporationi-Darleh««: 6 •/„ » Hypothekar-Darlehen ib Krain bis K 800--: 4»/,, im WechMl-E«kompte mai Ltaibard: »•/,. Laiba.h. am i%A.fHt i»i8 Die Direktion. Laidachcr Zeitung Nr. 175_____________________________1204_________ 2. August !9!8 NnTtsM'att. K it 3130/pr./1918. 2363 3—2 Razglas. Podjetje vodne pvoskrbe za kraško vi-soko planoto Divaca-Komen in za mesto Trst ae je proglasilo za ugodnoBt uživajoèo stavbo. One naprave, katere je vojua uprava izvršila med vojsko v svrho, da preskrbi na kraški visoki planoti nastaiijena vojaška krdela s pitno vodo, tvorijo del tega pod-jetja; vsled tega se ryzteza proglasitev istoga za ugodnost uživajoèo stavbo tudi ua na-vedene že ob&tojeèo vojaške naprave. Po dotiènem od ministratva za javna dela dogovorno z vdeleženirai ceutralnimi oblastvi odobrenem splošnem naèrhi se iraa priteguiti za vodno proskrbo kraške visoke planote iii mosta Trst iz v lliraki Bistrici izvirajoèih studencev Bistrice 200 litrov vode ua ßekundo in iz studencev potoka Hubl pri Fužinah pa množiua 500 litrov na se-kundo (500 m3 sek.). Za popolno dovršitev projektovanega skupnega podjetja ter v okviru tega podjetja pritegnjenih že obstojeèih vojaških naprav, katere se lahko tudi prenaredijo, doloèil se je kot izvršitveni rok glede za kraško planoto projektovauih naprav rok šestih let po konèaui vojski z Italijo. Prièctok atavbe se ima z ozirora na to, da so se vojaške uaprave pritegnile temu podjetju, smatrati že izvršenim. V zmislu § 3. cesarskf naredbe z dne 16. oktobra 1914, drž. zak. gt. 284, je temu podjetju dovoljeua pravica razlastitve v iz-raeri, ki jo potrobna za njega izvršitev. To se z dostavkom v splošno vednost razglaša, da v zmislu § 4. liavedcric cesarske naredbe stranke, katerih pravice so prizadete po projekta, no inorejo ugovarjati zoper izvršitev projokta, ampak da pristaja letern Btrankain samo pravica do od&kodnine. Razglas glede kraja in Casa vršitve obravnav v svrbo prijav in ugotovlienja odškoilninskih zahtev bode se posebej objavil. Ljubljana, duo 27. julija 1918. C. kr. deželtii predfednik: Henrik grof Attems s. r. ^ I. 3130/Pr./1918. Verlautbarung. Das Unternehmen der Wa'sserveifoigung ties Karstplateaus Divaöa—Komen und der Stadt Trieft ist als begünstigter Bau erklärt worden. Die von der Heeresverwaltung während des Krieges zum Zwecke der Versorgung der è-riega zbora razglasiti je osem dni prej v liatu „Kmetovalec", glasilu c. kr. kmetijske družbe kranjske v Ljubljani. C. kr. deželno kot trgovsko sodišÈe v Ljubljani, odd. III., dne 26. julija 1918. 2361 L 7/18/8 Oklic. C- kr. okrajno sodišÈe v ViSnji gori,« odd. I., je delo Ano Peskar, posestnika ženo iz Drage St. 61, zaradi sodno do-gnane slaboumnosti pod skrbstvo in ji po8tavilo gospoda Antona Peskar, posestnika iz Drage St. 61, za skrbnika. i C. kr. okrajno sodišèe v Višnji gon, odd. I, dne 26. julija 1918. Zu verkaufen: Komplettes Reitzeug (Pritsche), Satteltaschen. Auskunft zur Mittagetunde: Igriika ulloa Nr. 6, I. Stook. 2368 3 2 ! 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