p rilinmcranoiis-prrisk Für Laibacd: »ailjjährig . . Halbjährig . Aterteljahrig. ^»natlich 8 ft. tv Ir. 1 . 20 . 10 Laibacher Mik der Post: da-,jährig . . . 11 fl. — kr. Helbjäbriz . . . 5 , 5V, «irrteljahrig. . . L . 7L. SLr Zustellung ius Hall» vierteljährig rs kr., monatlich g kr. Li-eiue Mummeru s kr. Tagblatt. Anonimc Mittheilungcn werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. veraktivr: L^ahnbofgasse Lkpeditiou und Znscraleu Surcau: Longreßxla? S^r. Sl (Buchbandli'-j von I r'.Kleinmavr L F. Bamberg), Znscrüousprrise: Für die einsraltige Pelit;eile ü k> bei zweimaliger Einschaltung L dIr dreimal s 7 kr. JlllertionSstc-upel jedesmal SV kr. Bei größeren Inseraten und öftere, Einschaltung entsprechender Rabatt. M. 88 Donnerstag, 18. April 1872. — Morgen: Kreszentia. 5. Jahrgang. Vom Gcsaugme» im Batika». Schon zwei Jahre sind in die Welt gegangen, A>e daß der „Gefangene des Vatikans/' getreu den Geboten der Jesuiten, in der Kathedrale zu St. Peter erschienen, ohne daß eines jener prunkvollen Feste, welche zahlreiche Pilger aus allen Erdtheilcn "ach Rom gezogen, gefeiert worden wäre. Auch die heiligen Ostertage gingen still vorüber, öde und verlassen standen är weiten Hallen des St. Peterdomes, leine PassiZn, Mine Lamentationen, keine heiligen Hhinneck,! »li Haleluja erklang in dessen Räumen. Das Bv^l ich.Rom soll es eben spüren, daß der greise ^.Bewphne'r des Vatikans grollt. Aber das Mittel ?ist schon Abgebraucht, eö verfängt selbst bei den Frommsten nicht mehr. Ueber die Stimmung, die Diesfalls in Rom herrscht, schreibt man einem deut. Blatte: ^ . „Das Gestäntzniß ist herzlich naiv, daß cs sich Har nicht um die Passion Christi handelt, sondern um das politische Befinden des Papstthumö; unterlassen heißt hier, die Unnöthigkeit beweisen, heißt, den Gläubigen zeigen, daß sie auch ohne die gold-vrvkatene Verposameutiruug selig werden können, Und daß die Existenz der Kirche nicht an den päpstlichen Freudenfesten hängt. — Mia» hilft sogar den --Piemontesen" nivelliren und Rom sarblos und tüch- - tig machen, wie jede andere selbständige Stadt, die von den Werkeltaaen und nicht von den Feiertagen lebt." sich aber der heilige Vater von den Jesuiten nicht verbieten läßt, das ist das Redenhalten. Es hat Männer von größerer Konsequenz iu ihrem Thun und Lassen, von versöhnlicherer Gesinnung, von stärkerer Charakterbeschaffenheit auf dem päpstlichen Stuhle gegeben, gewiß aber keinen redelustigeren "ud redefertigcre» als Pins IX. Es vergeht keine A^.che, ohne daß uns die klerikalen Organe eine ^spräche, eine Allokutiou oder wenigstens ein „gebügeltes Wort" des Gefangenen im Vatikan zu beachten wüßten. Bald ist es eine Schaar frommer Lamen, die kommt ihm den Pantoffel zu küssen, Häuflein neugieriger Engländer, bald eine A,, deputatio», bald eines der zahlreichen Konsisto-m. was de», heiligen Vater den willkommenen naß bielet, seine Ansichten über die irdischen An-N« !?"e„, "der die Berderbniß der Welt, über die Eruchthcit und Nichtsnutzigkeit seiner Feinde urbi in klangvollen Worten kund zu thun. liek. iüugsten Anlaß zur Entfaltung der päpst->^en Beredtsamkeit bot ein Aufzug von Gratulau- Ai.'.s verflossenen Samstag gekommen waren, ^-aui Jahrestage seiner im Jahre 1850 er-säl, Ekhr von Gaöta und ferner feines unge-vn. v dem Gerüste in der Kirche ki» -^8uv8v kuori Io murit im Jahre l85ü a<-n? darzubringe». Seit 10 Uhr Morde ^ ' °'egamen Wagen reicher Frei». °en. die Galaequ,pagen des römischen hohen Adels die Kutschen aller -bemittelten Anhänger ^ der alten Zustande um den Petersplav. und pruukvoll inszenirte Dm,onstrat^'^ 'statt unter dem Schutze der vielverlästerteu italienischen Regierung und des Munizipiums der freien Stadt Rom, deren Sicherheitsorgane den dichtgedrängten Zug in Ordnung hielten. Diejenigen, welche der Welt weiß machen wolle», der Papst genieße nicht einmal hinlängliche Freiheit, diejenigen Ritual-Ze-remonien der Lharwoche vorzunehmen, deren Erfüllung seine Borgänger als heilige Pflicht betrachteten, trugen nicht das geringste Bedenken, am 12ten d. M. eine politische Demonstration in Szene zu setzen, die eine der stärksten Herausforderungen an die italienische Regierung in sich begriff. Die ganze widerwärtige Heuchelei, die in Rom mit der Religion getrieben wird, trat wieder einmal ruwerholen zu Tage. Das Wort unseres Ministers des Auswärtigen an Baron Stillfried, als der Obmann des katholisch politischen Vereines über die Unfreiheit des Papstes in Rom klagte, erhielt diesmal eine recht grelle Illustration. Der Minister meinte, nirgends wäre der heilige Vater so frei, wie in Rom; in Oesterreich, könnte er hente hinzufügen, dürfte man ihm nicht gestatten, so herausfordernde Reden gegen den gesummten politischen Zustand der Dinge zu halten, wie beim Empfange der Gluckwunschdeputalion. Wenn z. B. der heil. Vater, der Stellvertreter des Heilands und Friedenverkünders, Italic» u»ter der bissige» Bemerkung segnet, „es sei nicht frei, denn es trage die Fesseln der Blutsteuer", so sollte er doch Bedenken tragen, solch' ein zündendes Wort in eine noch vielfach geistig niedrig stehende Bevölkerung zu schlendern. Fesseln sucht man bekanntlich abzuschüttelu. Wenn der heil. Vater die allgemeine Wehrpflicht eine Fessel nennt, so kann das der italienische Soldat als eine indirekte Aufforderung mischen, seinen Fahneneid zu brechen, und die europäische» Großmächte verstehen in dieser Beziehung gewöhnlich keinen Spaß. Uebrigens richten sich die päpstlichen Allokutio-nen ganz von selber. Was hat nicht der heil. Vater in der Zeit seines Pontifikats alles gesegnet und verflucht! Alles, wodurch die Völker und Staaten groß und mächtig geworden, die gefammte moderne Wissenschaft und die politischen Doktrinen der Neuzeit wurden wiederholt mit dem Banne belegt; aber trotz Syllabnö und Eueyklika entwickelt sich die Wissenschaft weiter und ruht ein ganz besonderer Segen auf den Staaten und Völker», welche sie pflege». Alle politischen Prinzipien, welche der Papst wiederholt als eben so viele Sünde» wider den heiligen Geist bezeichnet hat, entwickeln sich fort und machen die Völker glücklich, welche dieselben bei sich einsüh-ren. Gerade das hingegen, was der heilige Vater lobpreist, hat Völker und Staaten in materielles Elend und sittliche Verkommenheit gestürzt. Die Rundschau vou Lissabon bis Konstantinopel, die der Papst bei seiner Segnung der romanischen Völker anstellt, ist für ihn selbst keine ganz erquickliche. Selbst der äußerste Weste», die pyrenäische Halbinsel, einst der Stolz der päpstlichen Allgewalt, die stärkste Zwingburg der Kirche, bietet ihm kein erfreuliches Bild mehr. Die „gute" Bevölkerung Portugal« — jammert der heil. Vater — seufzt „unter der wildesten Tyrannei des Freiinaurerthums, dieser schwärzesten Ausgeburt der Hülle; und Spa- nien, „das der Kirche einst so viele Heilige gegeben" — und darunter einen Arbuez und Loyola, — befindet sich seit so vielen Jahren inmitten von Revolutionen. Aber gerade der gerühmte Ueberfluß von Heiligen obigen Schlages dürste wohl nicht ohne Einfluß auf die gegenwärtigen Jammerzustände gewesen sein. Auch der orakelhafte Segensspruch über das erzfromme Frankreich, das Vaterland der Veuillots und Dupanlonps, ist nicht ohne Beimischung von Wermuth. Der Papst betet, daß „gewisse überschwängliche Parteien in Frankreich von der einen und anderen Seite für immer verschwinden" mögen; und wenn er den Franzosen die Er-kenntniß empfiehlt, daß „der Einfluß des Papstes nicht zu fürchten sei", und sie zur Demuth ermahnt, da es „ohne Demuth keme gerechte, keine katholische Partei gebe", so sollte man meinen, die „Unfehlbaren" hätten gerade am meisten Ursuche, Selbsteinkehr bei sich zu halten und die Tugend der Demuth zu pflegen, wie sie bekanntlich umgekehrt durch hierarchischen Uebermuth und theatralische Gelüste sich auszeichnen. Be.lgien hingegen, wo ei» Ministerium am Ruder, das mit dem verurtheilten Langrand-Dnmonceau ein Herz und eine Seele war, Belgien mit seinen „unwissenden Brüdern" und Klo-sterskaiidalen, erregt das ungetheilte Wohlgefallen des heil. Vaters und er wünscht nur, daß es auch fortan von so glaubensstarken Ministerien regiert werden möge. Nachdem so der heil. Vater sozusagen eine „politische Rundschau" über die glaubenstreuen romanischen Stämme gehalten, findet er keine Worte des Segens mehr für das gottlose, vom Geiste „des antikatholischen Spottes" ergriffene Deutschland; nur betet er zu Gott, daß die deutschen Bischöfe „kräftig die Rechte Gottes, der Kirche und der Gesellschaft vertheidigen". Bismarck, au dessen Adresse diese Worte offenbar gerichtet sind, dürste nächstens im deutschen Reichstage fragen, wer denn die Bischöfe zum „Hort der deutschen Gesellschaft" bestellt hat. Die Altkatholiken werden vom Papste knrzweg als „alte Thörichte" bezeichnet, weil sie in der Kirche „alte, schon widerlegte Jrrthi'nuer" einsühren. Nur dem „Unfehlbare»" können wir einen solchen Widersinn zu gute halten, den Kampf gegen das neue Dogma einen alten, widerlegten Jrrthum zu nennen. Die gesammte jesuitische Klerisei mit all ihrer spitzfindigen Kasuistik hat noch kein Argument gegen den tollen Glaubenssatz zu wiederlegen vermocht. Besonders spärlich ergoß sich der Strom der päpstlichen Beredsamkeit über Oesterreich. „Beten wir für das Kaiserthum Oesterreich, das so sehr des Gebetes bedarf" — das ist alles, was der Papst über Oesterreich diesmal zu sagen weiß. Freilich hat er längst unsere freiheitlichen Gesetze, die Konfessionslosigkeit der Schule, die Zivilehe, die Beseitigung des Konkordates u. s. w. verflucht. Wir haben keine Ursache, uns über die halb mitleidige, halb geringschätzige Weise, womit der heil. Vater von Oesterreich spricht, zu beklagen. Wir leben der Ueberzeugung, daß es um Oesterreich desto besser stehen wird, je weniger dessen im Vatikan fortan Erwähnung geschieht. Politische Rundschau. Laibach, 18. April. Inland. Das Prager „Abendblatt" richtet anläßlich der bevorstehenden Wahlen in Böhmen an die verfassungstreuen Großgrundbesitzer die eindringliche Mahnung, sich vollzählig an der bevorstehenden Wahl zu beteiligen und einmüthig jene Kandidaten zu wählen, welche sür Kaiser und Reich, für Recht und Gesetz einstehen. Keiner zögere, wo möglich persönlich seine Pflicht zu thun, keiner säume, rechtzeitig an der Urne zu erscheinen, dann kann der Sieg nicht ausbleibe n. In zweiter Linie gilt der Appell des offiziellen Blattes den Mitgliedern des g e i st l i ch e n Standes, „dessen Beruf es ist» für den Frieden zu wirken und die gesetzliche Autorität zu stützen. Kein echter Priester sollte es mit seiner Würde vereinbar finde», gegen die von Sr. Majestät dem Kaiser sanktionirte Rechtsordnung, gegen die durch die Regierung vertretene staatliche Autorität zu stimmen und zu agitiren. Sind doch die Interessen der Kirche so innig mit denen des Staates verwachsen, daß der Schlag, der die einen trifft, auch von den ändern milempfunden wird. Der Staat weiß die hohe Bedeutung von Religion und Moral sür die gesellschaftliche Ordnung viel zu sehr zu würdigen, als daß er es dulden könnte, daß der Autorität der Kirche zu nahe getreten werde. Dagegen ist er wieder andererseits berechtigt, von den Dienern der Kirche zu verlangen, daß sie die bestehende Rechtsordnung achten und nicht Strebungen unterstützen, die geradezu den Bestand des Reiches bedrohen. Die gegenwärtige Regierung hat übrigens gezeigt, daß sie für die Diener der Kirche ein Herz hat, und daß ihr die Interessen der Religion nicht gleichgiltig sind. Möge es nun an der Bethätignng einer ähnlichen loyalen Gesin-nung von Seite des Klerus nicht fehlen. Nur wo der Staat gedeiht, kann auch die Kirche gedeihen; wird aber die Autorität des ersteren unterwühlt, dann muß auch das Ansehen der letzteren leiden." Endlich wendet sich das halbamtliche Blatt „an die Beamten des Staates, mögen sie sich nun in der Aktivität oder im Ruhestande befinden, dann an die Offiziere und sonstigen Angehörigen des Heeres, insofern sic das Wahlrecht genießen, eingedenk zu sein ihrer Pflichten gegen den Monarchen, den Staat und die Regierung und offen einzutreten für das bestehende, von Sr. Majestät dem Kaiser sanktionirte Verfaffungsrechl." Große- Aufsehen erregte in Prag die am 16. d. M. erschienene erste Nummer der „Neuen Freien Politik" wegen ihrer Zitate aus einer im Jahre 1849 veröffentlichten Broschüre, in welcher Gras Leo Thun den Föderalismus als eine Auflösung Oesterreichs und die allgerühmte Einigkeit der Slaven Oesterreichs als Karrikatur bezeichnet. Zum Kapitel Schwarzenberg leien wir in einer dem Anscheine nach aus Regierungskreisen stammcnden Korrespondenz des „Mährischen Korrespondenten" folgendes: „Der Prager Kardinal und der Worlitzer Fürst (Karl) — dieser ein entfernter Verwandter des regierenden Fürsten — nehmen allerdings in sozialer Beziehung eine genugsam bedeutende Stellung ein, um die Aufmerksamkeit, die man ihren politischen Extravaganzen schenkt, einigermaßen begreiflich erscheinen zu lassen; allein maßgebend für die Politik des Hauses Schwarzenberg als solchen bleibt nur die Haltung des Fürsten Johann Adolf Schwarzenberg, des regierenden Fürsten, und diese ist nach allem, was sich zeigt, eine ebenso korrekte wie loyale, da der Fürst Schwarzenberg mit der Verfassungspartei stimmen wird." Das „W. Tagblatt" meldet, daß der Gesetzentwurf über die Einführung direkter Wahlen auS-gearbeitet sei und demnach» dem Ministerrath vorgelegt werden wird. Da die Wahlresorm einen Punkt des Regierung-programmes bildet, kann die Nachricht immerhin richtig srm. Bon Seilt der Reichsralhskanzlei ist die Regierungsvorlage über dir Eisenbahn TarviS-Predil-Görz nun vollständig aus-gearbeilet. Bischof Rudigier von Linz hat Wien bereits verlassen, nachdem er eingesehen, daß sein längerer Aufenthalt kein anderes Resultat herbeiführen könnte. Wie zn erwarten war, hal Minister Siremayr jede Einmischung des Episkopales bei der Vcrthcilnng der halben Million zur Unterstützung des hilfsbedürftigen Klerus abgelchnt, und zwar mit dem Hinweise auf den klare» Wortlaut des betreffenden, von beiden Häusern beschlossenen Gesetzes. Vorgestern um di? Mittagsstunde erfolgte der feierliche Schluß des ungarischen Reichstages. Bedeutsame Kundgebungen des Präsidenten Somssich und des Parteihauptes Deak sind der Thronrede, welche vom Kaiser gesprochen wurde, vorangegangen. Die Rede Deals alhmet eine Frie-denssehnsucht, die jedenfalls den Sprecher ehrt. Die grauenhaften Zustände in Dalma-tien haben drei Gemeinden der Bocche, nämlich Maini, Pobori und Braic, zu einem Akt der Selbsthilfe getrieben. Diese Gemeinden haben beschlossen, ein Bolksgericht niederzusetzen und die Uebelthäter, welche sich bisher der Justiz entzogen, selbst zu fas-sen. Der Bezirkshauptmann von Cattaro, Herr Rondich, soll den Entschluß gebilligt haben. Das improvisirte Volksgericht hat auch bereits eine Kund-machung erlassen, welche Strafe» gegen Todtschläger ankündigt, und zwei Jndividnen in Haft genommen, die nach Meldung des „Dalmata" an die gerichtlichen Autoritäten von Eettinje (?) ausgeliefert wurden. Ausland. Im deutschen Reichstag wurden dreiKonsularverträge und der Handels- und Schiffahrtsvertrag mit Portugal in dritter Lesung erledigt. Die Erweiterung der internationalen Beziehungen Deutschlands ist angesichts der Thier'schen Handelspolitik doppelt beachlenSwerth. Während Frankreich, welches im Jahre 1860 durch Abschluß des freihändlerischen Vertrages mit England bahnbrechend vorging, unter seinem gegenwärtigen StaatStenker wieder in das alle System zurückzufallen beginnt, erweitert das deutsche Reich von Jahr zu Jahr das Gebiet des freien Handelsverkehrs. Elsaß und Lothringen bilden in Folge der Options-Erlässe der deutschen Behörden bezüglich der Nationalität einen stehenden Artikel der französischen Blätter. Es ist daher sehr beachtenswerth, daß der französische Minister des Innern, über die>e Erlässe in der Permanenz-Kommission interpellirt, ausdrücklich erklärte, die deutschen Behörden seien hierin in ihrem Rechte. Die .Mpublique Franxaise" erläutert den Gainbetta'schen Satz, Elsaß und Lothringen seien von Frankreich weder verloren noch abgetreten worden, dahin, daß der Abtretungsvertrag insolange völkerrechtlich nicht perfekt sei, als die Be-völkernngen nicht befragt worden. Als ob die Herren Franzosen, als sie vor zweihundert Jahren Siraß-burg raubten, die Elsässer befragt hätten! Und wurden die Lothringer gefragt, als Metz, Toul, Verdun einfach gestohlen wurden ? Man wird wahrlich so lange nicht brauche», die Elsaß-Lothringcr wieder deutsch zu machen, als die Franzosen zu ihrer Verwälschnng nöthig Hallen. Die Rede Gambetia'S beschäftigt die Pariser Organe aller Schaltirungen. Natürlich wird dieselbe von den Royalisten leidenschaftlich bekämpft. Der repnblikanische Parteiführer wird nbrigens seine Rundreise nicht forlietzen, sondern nach Paris zurück-kehren. Die Monarchisten, welche durch diese Expedition in Schrecken versetzt wnrden, können nun aufathmen, ihre Agilation ungestört betreiben nnd ungehindert ihre Pamphlete ansstreuen lassen, lieber eine dieser niedlichen Broichnre» bcrichlet ein jtorre-spondeiit der „Jnüep. belge": „Im Rl,o»c-Dcparle-ment werden kleine Pamphlete von einem gewissen Mariotte, einem Royalisten, unter dem Titel Ijilan (itz IL liäpnbliqnö" vertheilt. Hier wird berechnet, daß 06 Millionen von den Republikanern gestohlen wurden, daß ferner >,220.361 Menschen, opfer gefallen sind, die entweder guillotinirt oder erschossen wurden, worunter sich 22.000 Kinder befanden und 4000 schwangere Frauen, die vor Schrecken starben. (!) Unter den Schmeicheleien, mit denen man die Republikaner beschenkt, befindet sich nebst der Beschuldigung der Trunksucht, der Schändung und Exzesse aller Art auch folgende: Sie bekleideten sich mit Beinkleidern aus Menschenhaut, welche sic sich in einer nationalen Gerberei verschafften. Diese letzte Beschuldigung lastet nur zu geringerem Theil auf denjenigen, die sich in ihrer Toilette vernachlässigten, aber einige unter ihnen, wie RobeSpierre und St. Just, waren sehr kokett in ihrem Anzug und gaben dieser Gerberei viel zu schaffe». Diese kleinen Pamphlete, mit solchem Atti-cismus, die sich durch einen solchen Eharakter vo» Wahrscheinlichkeit empfehlen, werden in Vefoul gedruckt. Ich sage ihnen nichts von den anderen Faszikeln, die von d:r klerikalen Partei ausgehen und jeden Tag neue Wunder der heiligen Jnngfrau erzählen; diese sind wenigstens weniger beleidigend, wenn auch nicht weniger blödsinnig." Laut den aus Djedda und Mekka vorliegenden -Nachrichten herrscht die Cholera in Mekka, und wurden dort vom 17. Februar bis 3. März l. I. 39 Todesfälle konstatirt. Unter den am 10. März mit dem Dampfer „Keina" in El-Nisch eingelang-ten Pilgern ist kein epidemischer Cholerafall vorgekommen. Zur Tagesgeschic^e.? > 's — Aus Prag kommen höchst interessante Mittheilungen Uber die finanziellen Nöthen, i»^ welche die Herren StaatSrecbtler geralhen sind. Der '.udale „ChabruS" hat riesige Summen verschlungen und fordert immer neue Opfer; die „Narodna Banka^ und die .ZivnostenSka" sehen sich aber ganz auM Stand, während der jetzigen Verwirrung an der Pr^ ger Börse die Gelder aufzutreiben und einige oppost' lionelle Kavaliere, an die man sich gewendet, zeiS?" keine große Lust, ihren Pairioti«»,», ktinn«»» ^ thätigen. Zusammengehalten mit den früheren Mel' düngen über die nationale Art der Geldgebahrung in diversen ZaloZnas vielen diese DeiailS eine recht nette Illustration der inneren Zustände im czechischen Lager. — Dieser Tage ward vom steiermärkischen Ge-werbeverein (Graz) ei» T e le g r a sen k u r S sür Mädchen eröffnet, welcher zwei Monate dauert und nach dessen Verlauf eine Prüfung abgelegt wird. Unterrichtsstunden gibt es täglich sechs — Vormittag von 9 bis 12 Uhr, Nachmittag von 3 bis 5 Uhr. Die Anzahl der Schülerinnen beträgt 35, wovon etwa ein Drittel nach genügend abgelegter Prüfung schon i>n Juni d. I. beim Telegrafenamte in Graz eine etwa 25 fl. monatlich eintragende Anstellung bei siebenstü»' diger Arbeitszeit findet, der Rest aber allmälig- nach Bedarf angestellt wird. — Ans Mährisch-Weißkirchen wird dem „Deutschen Bolksblait" berichtet: Im nahen Dorfe Skalicke lebt auf einem Gute des Grafen Dubsky ein armer WmdmUller. Dieser arme Mann hatte da-Unglück, daß ihm in einer Woche fünf Kinder vo§ einer und derselben Krankheit hinweggerafft wurde»-Das Unglück blieb jedoch nicht das einzige, das beiraf. Ein heftiger Sturm riß ihm von feiner Wind' uiithle zwei Windflügel weg. Um nun die Windmüh^ wieder in Betrieb zu setzen, wendete er sich an den sUrsterzbischüslichen Waldbereiter und bal denselben, id" zwei Bäume aus dem nahen Holzschlage zu verkaufen-Der erzbtfchöiliche Waldbereiter erfüllte diese Bit«, schätzte die zwei Bäume nach dem kubischen Inhalt- ab und bestimmte den Pr.iS nach dem Tarife. Der Windmüller bezahlte auch sogleich die beiden Bäui"--Bevor er jedoch dieselben aus dem Holzschlage wegM«, kam der Fürst-Erzbischof persönlich in diesen Th" de« Waldes, und als er auf die daliegenden zw-Bäume stieß, stellte er den anwesenden Förster zu Rede, was eS mit den zwei Bäumen für eine wandniß habe. Der Förster erzählte den Sachverva ' wie wir ihn angegeben. Der Fürst-Erzbischof sE hierauf nach dem Preise. Der Förster schlug Notizbuch auf und nannte denselben. Erzürnt über den ihm zu niedrig scheinenden Preis, befiehlt der Erzbischof dem Förster, den Verkauf anszustreichcn, dem Windmüller den Kaufpreis zurückzuzeben und die zwei Bäume nach Krcmsier zu senden. „Dort," sagte der Erzbischof, „werde ich dieselben zu einem besseren Preise verkaufen." — Nach Mittheilungen einer englischen medizinischen Zeitung sind in England Fälle eines bösarti-gen AuSschlageS an den Händen in Folge des Tragens grüner Handschuhe beobachtet worden. Die chemische Untersuchung hat nachgewiesen, daß zum Färben derselben ein arsenhaltiges Grün verwendet war. Wie bei Kleiderstoffen und Tapeten ist auch bei den Handschuhen ein schönes Hellgrün besonders verdächtig. Lokal- und Provinzial-Angelegenheiten. Lokal-Chronik. — °Ucn dj, Namen der zu Korrespondenten ernannten ^"sönlichkeiten von Fall zu Fall in den Zeitungen veröffentlicht werden. Der Obmann der Sektion III 3>bt im Namen diefer Seklion dem Wunsche Ausdruck, der Generaldirector sei um Erwirkung der Fahrpreis-Ermäßigung für ärmere Personen, die im Interesse er In ustrie nach Wien geschickt werden sollten, sowie m cjtiii,ntte Ermäßigungen der Raumpreise zu ersu-en. Wird zur scinerzeitigen Berücksichtigung zur srenniniß genommen. Derselbe bringt sodann den Au-"2g aus nochmalige Befasfung mil der Frage der Beschaffung des nöihigen FondeS ein; nach längerer Debatte wird die Vertagung dieser Frage angenommen. ^ — (F it r d ie N o t h leid e nden. ) Herr Josef Mihiisch, ein geborner Gottfcheer, gegenwärtig Kauf, wann in Leituietitz, hat dem Bezirkshaupimann in Roitfchee, Herrn v. Fladung, den Betrag von 53 fl. bO kr. emgesandt, als Ergebniß einer Sammlung U">er seinen Leitmeritzer Freunde», und denselben de» "vlhleidenden im politischen Bezirke Gouschee gewidmet. — (Für die No thleid en de » deS Be-?^^es Tschernembl) hat die hochwürdige Dent->M-Riticr.OrdenS-Kon,inenda in Wien den namhafte» "terstützungsbetrag von Eintausend Gulden gespendet Tick dem Herrn k. k. Bezirkshanpima»» in der ^ur Vertheilung, >». Einvernehmen mit die >, """"""^Verwaltung und den Pfarroerwefer», an Eeini^!!, " ^^en inkorporirten Pfarren Mötiling, sonst , Tschernembl und Podsemlj und unier sichtia. ' Berhälinissen zur vornehmlich-» Berück-ötr lhemalmen kommendlschen und psarrl^chen "'"lhanen einhändigen lassen. Ncm> (Steuern.) Zur Durchführung deS Fi- vrdn 7 ^örz d. I. sind nach einer Ver- link ? 8i»a»zmi»isteriums die direkten Steuern a-m," Abgaben sür da« Jahr 1872 im all- beb>>„^" bereits bestehenden Normen einzu- stdl»^' ». bezüglich des Ausmaßes der Zu-Oen ^ direkten Steuern folgende Bestimmun, »in«»" Ä d" der Grundsteuer und der HauS- N«steuer .st nebst den. Ordinariu.n und dem die E.n-den.u"'^"°7'«'-"d-u Drittelzuschntz außeror. ein.u^ n ^ ^i 7" ""em Dr.i.el Ordinariun.« wzuheben. d) Be. der Haus-Klassensteuer ist nebst den. un' d.e Ewkommensteuer ver.re.enden «>ndr»„elzuschuß e.n außerordentlicher Zuschlag j« Be. ^ge de« Ordinarium« einzuheben. v) Bei d« gr. werbsteuer und bei der Einkommensteuer ist nebst dem Ordinarium ein außerordentlicher Zuschlag gleichfalls in der Höhe des OrdinariumS einzuheben. Nur von jenen Steuerpflichtigen, deren Gesamml-Steuerschuld.g-keit an Erwerb- und Einkommensteuer erster Klaffe oder an Einkommensteuer zweiter Klasse im Ordinarium den Betrag von dreißig Gulden ö. W. nicht übersteigt, ist der außerordentliche Zuschlag in der Höhe von sieben Zehnteln des OrdinariumS einzuheben. An Einkommensteuer von Gebäuden, welche im Ganzen oder rheilweise die zeitliche Befreiung von der Hauszinssteuer genießen, sind für das Jahr 1872 fünf Perzent von dem aus diesen steuerfreien Objekten er-zielien reinen Jahreseinkommen, d. i. von jenem Be-trage zu entrichten, welcher von dem ganzjährigen Zin«-Brutto-Ertrag, nach Abzug der auf Erhaltung der Gebäude gesetzlich zugestandenen Perzent, und bei ganz steuerfreien Gebäuden auch der erweislich im Jahre 1872 sällig werdenden Zinsen von den ans dem steuerfreien Objekte versicherten Kapitalien erübrigt. — (Nachteilzug zwischen Wien und Triest.) Schon längst war es ein sehnlicher Wunsch nicht bloS der Bevölkerung Triests, sondern der ge-sammten Geschäftswelt des Hinterlandes, welches die Wien-Triesterstrecke berührt, daß der Verkehr mit der Reichshaupistadt durch die Einführung eines Nacht» schnellzugeS jene Erleichterung erhalte, welche den Anforderungen des immer mehr steigenden Geschäftslebens entspricht. Bisher sind leider alle dahin gehenden Bemühungen erfolglos geblieben, und auch ein darauf bezügliches Ansuchen der Triester Handelskammer ward abschlägig beschieden. Gegenwärtig hat der Handelsstand Triest'S, darunter die ersten Banken und Handelsfirmen, die Sache wieder ausgenommen, und die „Triester Zeiiung" veröffentlicht eine Zuschrift an die Ge-neraldirekiion der Südbahn, worin die mannigfachen Voriheile eines Nachieilzuges zwischen Wien und Triest auseiuandergesetzt werden. Unier ändern, wird ganz richtig bemerkt, der gegenwärtige Tagschnellzug sei un-prakiisch, denn durch die frühe Abfahrts- und späte Änkunjisstulide sei der Tag der Reise sür eine Ge-schäsisbenützung verloren. Ebensowenig wie für die Reifenden, werde dadurch für die Korrespondenz eine geschäftlich werihvollc Beschleunigung herbeigesührt, da der gegenwärtige Schnellzug weder auf der Hin- noch auf der Herfahrt irgend einen Anschluß hat. Der hoh.' Preis ferner macht es den minder Bemittelten gar nicht möglich, sich die bloßen Voriheile der Bequemlichkeit, die gegenwärtig geboten werden, zu Nutze zu machen; sie benützen darum meist den Postzug. Dem geschäftlichen Verkehr würde jedoch durch Einführung des NachijchnellzugeS ein ungeheuerer Nutzen erwachsen. Älle Korrespondenzen würden einen Tag früher an den Ort ihrer Bestimmung gelangen, was also bei Bries und Aniwort eine Erfparniß von zwei Tagen ausmacht. Heule brauche eine Geschäftsreise zwischen Wien und Triest wenigstens drei Tage, während nach Etnsührung des Nachtfchnellzuges sür jede Reife zwei volle Tage erspart würben; und Zeiiersparniß ist sür den Ge-schäsisiiian» von unschätzbarem Werthe. Auch sür die Bahuunlernehuiuttg würde sich uichl nur kein Nachiheil, fondern ein entschiedener Voriheil ergeben. Die überwiegende Mehrzahl der Geschäftsreisenden würde mil bei»^ SchueUzuge fahren, denn der höhere Preis würde durch die Er,palNlß an nutzbarer Zeit reichlich ausgewogen ; die Zahl der Reisenden überhaupt wü.de stark vermehrt werben, da durch die Beschleunigung u. der Besördeinng stelS auch die Frequenz eines Kommuni. kaltonswegeö sich steigert; gerne opfert man ja für so manche Zwecke e.nen Tag, wofür man sich zum Opfer dreier Tage durchaus nicht bereit finden läßt. Da es der Direklwn der Südbahn schließlich doch daran liegen muß, den Verkehr zwischen Tr.est und dem Hinierlande auf jede mögliche Weise zu fördern, zu vergiößern und zu beleben, fo erwartet man mit Recht, filbe werde thren eigenen Vortheil «infehen und dem gerechi-n und billigen Wunsche der Geschäftswelt Nachkomme». Eine Aenderung der vorgeschlagenen Art würde gewiß auch in Laibach sowie .m gauzen von der Südbahn berührten Hinterlanve mit der lebhaftesten Freude begrüßt werden. — (Die Farben des Himmels) bieten zu gewissen Zeiten ein gutes Mittel zur Bestimmung des bevorstehenden WetterS. Nicht nur, daß ein rosiger Sonnen-Unlergang schönes Wetter und ein dunkel-rother Sonnen-Ausgang schlechte Witterung verkündet, anch noch andere Farben sprechen mit gleicher Klarheit und Bestimmtheit. Ein glänzendgelber Abend-Himmel deutet auf Wind, ein mattgelber auf Regen; eine gleichförmig graue Farbe bildet ein günstige« Zeichen am Abend, ein ungünstiges am Morgen. Ebenso sind die Wolken voll klarer Vorausbestimmung. Bilden sie unbestimmte, federartige Gestalten, so wird'« schönes Wetter geben; sind ihre Kanten scharf, dunkel und genau gezeichnet, so hat man nichts gutes zu erwarten. Im allgemeinen bedeutet jede tiefe ungewöhnliche Farbe Wind oder Regen, während feinere und zarte Tinten gutes Wetter bedeuten. — (Au» dem Amt-blatt der „Laib. Zeitung".) Im StaatSbaudienste in Dalmatien sind die Stellen eines Ingenieur«, eines Bauadjunkien und eine« Praktikanten zeitlich zu besetzen. Bewerbungen bi» 25. d. M. an da« dortige Statthaltereipräsidium. Witterung. Laibach, 18. April.. Trüber regnerischer Tag, seit gestern Abends Regen, gegen Mittag Winddrehung von SW. nach O., kalter Ostwind, in den Alpen Schneefall. Wärme: Morgens 6 ähr -j- 10.3", Nachmittags 2 ll.r -j- 5.2 0. (l><71 >18.5°; 1870 -j- 14.8".) Barometer im raschen Steigen 728.34 Millimeter. Der Niederschlag über Nacht betrug ll.70 Millimeter, das gestrige Tagesmittel der Wärme ll.1°, um 1.8° über dem Normale. Angekommene Fremde. Am 17. April. Ottavi, Ingenieur, Gregorio Angusto Diener, Jellouscheg und Ferari, JUyr.-Feistriz. — Janzek, Kooperator, Videm, — Polanec, Gymnasial-Lebrer, Rudolfswerth. — Velikajne, Agram. — Fahr, Kaufm., Darmstadt. — Büttner, Kaufm., Cilli, - Lederer, Fabriksdirektor, und Nayr, Huifabrikani, Wien. — Hocevar, Unternehmer, Gurkfeld. — Malli, Fabrikant, Neumarktl. — Kottnig, Besitzer, Oberlaibach. HVi«»». Lasuer, Holzinger, Papenheimer, Apfel, Fischer und Majer, Kanfleule, Wien. — Klembas, Kaufm., Billach. — Ludwig, Agram. — Wirand, Geschäftsführer, Zirkniz. — Rosenkranz, Hotelier, Agram. I»oI. Gaspari Dvmeuico, Treviso. Verstorbene. Den 17. April. Michael Dekleva, Taglöhner, alt 39 Jahre, am Kastellberge Nr. 57 an der Wassersucht. Gedenktafel über die am 2 2. April I872 stattfindenden Lizitationen. 3. Feilb., Bucar'fche Real., Bolovlje, BG. Littai. — 2. Feilb., Be;laj'fche Neal-, Laiba», LG. Laibach. — 3 Feilb., Stufca'sche Real., Birkenthal, BG. Seisenberg. — 3 Feilb., Schneider'sche Real., Unterwarmberg, BG. Seisenberg. — 3. Feilb., Konc'fche Real, Goriie, BG. Krainburg. — 3. Feilb., Panlin'sche Real., Krusce, BG. Laas. —- 2. Feilb., Tomc'jche Real., Laibacb, LG. Laibach. Verlosung. (1864er Lose.) Bei der am 15. April vorgenom-menen 40. Berlosung der 1864er Lose wurden uachstchonde 8 Serie» gezogen »nd zwar: Nr. 108, 395, 842, 1786, 2071 25l4, 28i>2 und 3370. Aus diesen fiel der Haupttreffer mit 220 000 fl. auf Serie 395 Nr 32; der zweile Trrss,r mit 1Z.000 fl. auf Serie 842 Nr. 90; der dritte Tnff'r mit 10.000 fl. ans Serie 2071 Nr. 63. Ferner gewinnen je 5000 fl.: S 108 Nr. lg; S. l786 Nr 24 und S. 25,14 Nr «0; — je 200» st.: S. 395 Nr. 93; S. 1786 Nr. 4 und S, 3370 Nr. 96; je 1>>00 fl.: S 108 Nr. 48; S. 395 Nr 1«>0; S. 2514 Nr. 7 und Nr. 77: S. 3370 Nr. 28 und 58. — Endlich gewinne» je 400 fl.: S. 108 Nr. 26 und Nr. 95; S. 395 Nr. 3, 19, 27, 29, 59 und Str. 96; S. 842 Nr. 56, 70 und Nr. 91; S. 1786 Nr. 63, 82 »nd Nr 86; S. 2071 Nr. 15. 23. 28. 32, 66 und Nr. 96; S. 2514 Nr. 87; S. 2802 Nr. 33. 40 und Nr. ^0 und S. 3370 Nr. 3. 15. 2l, 46 und Nr. 85 — Aus alle übrige» i„ den obige» verloste» 6 Serie» enihal-teneu »nd hier nicht besonder» ansgesührlen 740 Gewinn-Nummern der Präniikiischeinr sälli der geringste Gewinnst vo» je 170 Gulden S.W. — Nächste Berlosung am 1. Juui 1872. Wiener Börse vom 17. April. Sr»»tLkvQ«1» > Geld Ware »perc.Renle, öft.Pap. ^ 63.80 63.90 dto. dto. öst.inSNd. 70.- 70.10 Lose voll 1854 . . . 93.25 93.50 Lose von 1860. ganze 101.75 102.25 Lose von 1860, Fünft. 121.50 122.— Vcämiensch. v. 1864 Steiermark -uSpEt. Kärnten, Krain u. Küstenland 5 , Ungarn. . zn5 , »roat. u. Elav. 5 . Giebenbürg. ^ 5 . ^otlsn. Nattonalbank . . . Union-Bank . . . Creditanstalt 145.?5 146.25 SO.— 85.75 81.75 83.-78.- 91.— 86.- 84.- 78.75 828 830.— 302.75 303.25 332.50 333.- «. ö. SScompte-Ges. 978.- 982.-»nalo-österr. Lank . 302.50 303.— Oest. Bodencred.-A. 278.— 280. Oest. Hvpotb.-Bank . 98.- 102.--Steler. EScompt.-Bk. 262. 263. Franko - Austria . .136.50 137. Lais. Ferd.-Stordb. 229>. 2300 Südbahn-Gesellsch. 198.75 199.- Kais. Elisaoetb-Bahn. Karl-Lndwig-Bahn Siebend. Eisenbahn . StaalSbahn. . . . Kais. Franz-IosesSb.. Künfk.-Barcser E.-B. Nlföld-Finm. Bahn . Ir'ation. S.W. verloSb. Lag. Bod.-Creditanft. Rllg.öst.Bod.-Lredit. tzto. tu rück». . 847.25 247.75 25L — 252.50 182.50 183 — S70- 372.— 207.25 207.75 187.50 188.- 181.- 181.50 91.60 91.80 90.75 91.- 105.50 106. 89.- 89.50 Geld Oest. Hypoth.-Bank . 95.50 ^?rLor1tLt»-OdLLs. Südb.-Ges. zu 500 Kr. 112.— dto. BonS 6pLt. 230.-^ordb. (100 st. ÜM.) 102.75 Cieb.'B.l200fl.ö.w.) 93.-Staatsbahn pr. Stück 131.— StaatSb. pr. St. 1867 128.-- ................... 94. - 99.25 Ware 96.- 112 52 232. 103.25 94.-131.50 129 — 94.50 99.50 »tndolsSb.(300fl.ö.W.) Franz-Jos. (200 fl.S.)l Credit 100 fl. ö. W. . Doo.-Dampfsch.-Vcs. ,n 100 fl. CM. . . Triester 100 st. to. 50 fl. ö.W. Ofener . 40 fl. ö.W. Gaim . „ 40 „ Palffy . ^ 40 ^ Llary . , 48 „ St. SenoiS^ 40 ^ Ärindischgrätz 20 „ Waldflein . 20 « Keglevich . io , «udolfSstifl. lüö.W. ^ooL»-»«1(sMvu.) LugSd.IVVfl.südd.W. 93.25 93.30 Franks. 100 st. , 93.85 93.45 London 10 Pf. Sterl. 110.35 iiv 70 Paris 100 Francs 43.65 43.70 SLKursL. 185.- 120^50 58.-31.50 40 -! 28.50 36.— 29.— 24— 25.-22 50 23 186.— 99.50 121.50 59. 33.- 41- 29.- 38.- 30- 16.-! 14.50 17. 15 50 Äais. Münz-Dncaten. 20-FrancSüück . . . NereinSthaler . . . Silber . . . 5.30 5.31 8.83 8.83' 1.65 I 1.65* 108.10 108.25 Telegrafischer Kursbericht der Filiale der Steiermark. Eskomptebank in Laibach, von der k. k. öffentlichen Börse in Wien am 18. April. Schlüsse der Mittagsbörse. 5perz. Metalliques mit Mai- und November-Zinsen 63 40 — öperz. National-Anlehen 69.50. — 1860er Staats-Anlehen 101.—. — Bankaktien 8L3. — Kredit 382.50. -London 111.75. — Silber 109.25.— K. k. Münz-Dukaten 5.32. — 20-Frank-Stücke 8.87. > viö VVvvlL8vl8tut»« äer Mkr Kl>Wi88jlIII8llM emittirt ans nachstehend verzeichnete Losgruppen, und sind diese Zusammenstellungen schon ans dem Grunde zu den vortbeiwüstesten zu zählen, da jedem Inhaber eines solchen Bezugsscheines die Möglichkeit geboten wird, sammtlickie Haupt- und Nebentresser allein zu machen und außerdem ein ZinsenertrSqnitz von 30 Franken in Gold n. 10 fl. in Banknoten zu genießen. < 16 ) Monatliche Rate» ü fl. 1<>. ^ Nach (krlan der letzten Rate erhält jede» Theilnehnicr fol„ende 4 Lose: t I »t««, ^ II. I ttO Haupttresser fl. !i00.»»0, init Wckkaussprämie der gezogenen Serie ö W. fl. 4»» Haupttresser «io« «><»», 600 »OO Frkö. effektiv Gold. I I«, N> ,»,»>»«, «« Z Haupttresser 80.000 Lhaler ohne jeden Abzug. I ( I » «»,. Haupt treffer fl. HO.OOO. ( liilirliLli > r Fitli»,>8 Monatliche Rate» ^ fl. 6. — Rach vrla,, der letzte» Rate erhält jeder Theilnehmer solnende 3 ^.'ose: Haupttreffer <>00.000, HOO 000 Franke» effektiv Gold. I >"»« >»« ^ ^<* > >»»»- Haupttresser 80 000 Thaler ohne jeden Abzug. > Haupttresser fl. 4.1.000, 13.000 siidd Mähr MW MM rffektuirt. — Äiehnnnsttste» werden nach jever Ziehnnn franko - »»atls versendet. (192 6) Tischler finden dauernde Beschäftigung in der H»«!«««,-1»,,^- Anfragen sind cur Herrn Alfons Baron Zois in Veldes zu richten. <223—1) vorent v»-. Isnrei' hat wegen zahlreichen Zuspruches seine« hiesigen Aufenthalt bis 20. d. M. uud ordinirt täglich von " Uhr Früh bis 6 Uhr Abends im k!I^ka»t" L.-Xi-. »« und »». (211-4) Eine Nähmaschine bester Konstruktion verkaufen. ist am alten Markt Nr. 35 billig zu (220^2) VollMMK zu vermiethen. Zu Georgi d. I. ist eine Wohnung, bestehend ans vier schönen Zimmern, Kiiche, Speis und Holzlege, gegen billige Bedingungen zu vergeben. (217-2) Näheres im Bräuhause „zum weißen Rössel." Mühle zu verpachten. Uuweit vou Triest ist eine im gnten Bauzustande befindliche sslülil« mit 5 Steinen, sammt Wohnung, sogleich zu verpachten. Das nähere schriftlich oder mündlich bei iu Triest. (208-7) nebst Zugel-ör iu St. Veit bei Wippach ist mit I.Juli d. I. zu verkaufen oder zu verpachte«. Dasselbe hat 6 Zimmer (kavou 4 im ersten Stork) und einen große» Keller. Dazu gehöre» Wirthschaftsgebäude, Hof, Garten und 2 Joch Felder. Alles in einem Komplexe. Als Som-meraufenthalt vorzüglich geeignet. Die Bedingungen vor-theilhaft. Nähere Auskunft im Zeitnngs-Komploir (2t5—2) Ter Ocktrr. Ztntral-Mu-Vcrem >» » !<»- "WW gegründet auf Gegenseitigkeit mit einem Hrundliapitale von tvvvvi, vorrrst zwei Millionen ;ur Vmissivn gelangen, bietet jrvcrmann Gelegenheit, sich mittelst kleiner nionatlichcn Zahlnnaen 10 Gnldcn auswärts und einer einnialiacn BtiiriltSgcbttkv von L«» VL»ld«-u em eine»cc> H»u>), Realität, Pilla re. zn erwerben. Jede Bcilritt-:-(vrkläri»llic» init (vinsenvuna des Velraaes iibcrniinint die t^cneral-Retirüsentan; des österreichischen Zcntral-Vau-Pcrcins, Wien, Lpernring Äl, woselbst Prospekte, Statuten ic. unentgeltlich verabsolgt uud versendet werden. Hlllmk Player, vormals L.. Lra8okovit2, Hanptplatz Nr. 241» „zur Brieftaube," empfiehlt sein ganz neu und gnt sortirtes 1.,»^,-^ in KsIMkrik- MdUkr, M ÄikIvMM. Neu angekommen: vLwo» »nd Lerren-HLllel- uud ILsisvtLsckell, SpLLierstövIco, ^»Iinixo1<1«ot»inuc:Ic, echt französische I» » I, I LI» I I ^ »> , so schön uud battbar wie echte« Gold, französische « , ^ L >« > « »» ,« I t HA ^ , Sell^vsrr^vLIüvr Vfiuraukrvi», i» ^ v « «> » l « I t « » , in vorzüglichster Qualität, als : Vortvmoiu»Liv8, SluhllMMkN Lssdvsteokv, Sckvorvr», k'oüvriuvssvr, Sporvr», ^orllrivksr vtv. ÜHixxLrrva- nnd LairkLotvirtLsclivii, LclrrvidlllL^pvn, ^ottrküvllvr zu wirklich fabelhaft billigen Preisen. (218—2) Ferner ist daselbst das beste Lager in Tabak und Zigarren. Hcuik von Igu. v. Klrinmayr t grd. vambrrg in Laibach. Verleger und für die Vtedaktion verantwortlich: Ottomar Bamberg