(Poitnina plaeana ▼ gotorini.) Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag und Sonntag friih. Gckiristleituna und Verwaltung: Pre»ernova ulica Nr. ». Telephon 21. — Äntündiguagen werden w der Verwaltung gegen Berechnung billigster «ebübren entgegengenommen. ve,»g»preise: Ftlr da» Inland vieneljSbeig TW SS—, halbjährig Tin Wr—, ganziähng Din 100-—. Aür daS Ausland entsprechend« Erhöhung. — Einzelne »iummern Din > —. Nummer 25^ Donnerstag, den 27. März 1924 49. Jahrgang Die sensationelle Woche?*> Bon unserem Beograder Berichterstatter. Beograd, 23. März. SS kann leidet fein, daß alles schon entschieden ist, ehevor diese Zeilen In Druck gelegt werden. 5a sie aber von der Stellung he« Deutschen Abgeord-uetenklubS am Beginne dieser Woche, hie, wenn die Anzeichen nicht trügen, von entscheidender Bedeutung sein wird, handeln, so dürsten sie auch dann noch aktuell genug bleiben. Wer gelegentlich der Beglaubigung der 20 Radic-Mandate geargwohnt hat, daß die Radikalen damals au« der Not eine Tugend gemacht haben, weil der deutsche Vertreter i» verifizier ungSauSschusse der Opposition zur Majorität verholscn halte, der hat rech» behalten. Gestern, Samstag, wurde im Plenum W« Hause« eine Anfrage der Opposition an das Pläsidium, warum der Vorsitzende de« Verifizierung« auSfchuffc« die Sitzung nicht sofort einberufe, »cr-handelt. Au« der Debatte ging klar hervor, daß die Regierung bestrebt ist, die Beglaubigung der weiteren 32 Mandate der Kroaten hinauszuziehen, zu ver-schleppen. Entgegen der GeschästSoidnung dc« Par-lomenUS ist die Sitzung de« Beglaubigung«au«schufs,S erst für den 27. März einberufen worden. Da da« Budget a» 28. März abgefertigt werden soll, so ist der Zusammenhang nicht schwer herzustellen. Die gegenwärtige Regierungsmehrheit will da« Budget unter Dach unv Fach bringen, um dann freie Hand zu bekommen, da« Parlament zu vertagen oder wc>» sooft ihre Pläne sein mögen. Die Majorität dc« verifi,ieru»g«au«schuffe« — Majorität dethalb, weil die Stimme de« Abg. Dr. Moser zur Opposition gezählt wird — hielt gestern eine Sitzung ab, iu der beschlossen wurde, selbständig zu-fammenzutreten, dem Vorsitzenden da« Mißtrauen »««zusprechen, einen Borsitzenden au« der Opposition zu wählen und die 32 Mandate zu beglaubigen. Da« ist der Knoten der Krise. Die Opposition ist zum Angriffe übergegangen und wenn dieser Plan gelingt, vorausgesetzt, daß die Radttianer kommen, so dürste die Regierung noch vor der Gchlußabstimmung über da« Budget zu Falle kommen. Daß die kleine Gruppe der Deutschen mitten in da« heißeste Treffen ge> kommen ist, daß die Frage ihre« Vertreter« im Be-g1aub'gung«au«!chusfe zum springenden Punkte in dieser wichtigsten Krise unsere« parlamentarischen Leben« — die Kroaten kommen! — geworden ist, da« ist eine von den Unwägbarkeiten, ron den Zu-fällen, mit denen der Parlamentarismus zu rechnen hat. Die Radikalen machen ihren Gcgenzug. Gestern «vulde in den parlamentarische» Kreisen davon ge-sprechen und die Presse bestätigt e« al« Tatsache, daß der Radikale Klub eine Eingabe an da« Par» lamenlSpräsidiu« gerichtet hat, in der verlangt wird, daß da« Mandat de« Abgeordneten Dr. Moser im VcrlfizierungSauSschuffe gestrichen werde, weil er al» Ersatzmann »er radikalen Liste in den Ausschuß *) Infolge deö am 24. d. M. wegen des Einzuges der Radieianer in das Parlament erfolgte» Rücktrittes der Re-aierung erscheint die in obigem Artikel geschilderte Situation bereits als überholt. Die geplante Streichung de« deulsche» Vertreters im BerisizienrngsauSschusse ist nicht mehr vor die Rationalversammlung gekommen. Politische Rundschau. ZNÜMö. Die Auswandererfrage. In der VormiltagSsitzung der Nationalver-sawmlurg am 20. März winde über die Juter-pevation de« Abgeordneten Vuj { über die Aus-wavderersrage verhandelt. Al« erster sprach Abge> ordneter Bvj< jellbst, der die mißlichen Verhältnisse besprach, in welchen unlere Auswanderer leben. Um 11 Uhr wurde die E tzung unterbrochen, weil um diese Zeit da« Begräbnis de« Gesandten BeSn < stallsand. Ja der NachmütagSsitzung sprach wieder Abgeordneter Vuj t und brachte in seiner langen Rede die Schwierigkeiten vor, mit welchen unseie Auswanderer zu kämpfen haben. Eimelne Aus Wanderer haben für ihre Pässe 10—15 000 Dinar zu bezablen. Er stellte fest, daß unsere Auswanderer, da das Kontingent für Nordamerika beschränkt ist, von besonderen Agenten gesammelt und nach dem Süden gebracht wurden. Man wüsfe bedauern, daß diese Sache nicht geordnet worden sei. Jedenfalls müßte die Auswanderung für einige Zeit eingestellt werden. Er hofft, daß die Regierung seinen Vorschlag annehmen wird; e« müßte eine parlamentarifche Enquete geschaffen werden, welche die ganze Au» wandererfiage, besonder« aber die Tätigkeit des AuSwanderertommifsariai« in Zigred untersuchen soll. Nach ihm ergreift der Minister sür Sozialpolitik, Dr. Dt«an Pelcs, da« Wort, der in seiner ausführlichen Rete betont, der Vorredner hätte eine sehr schwierige und komplizierte Frage berühr». Was die Organisierung der Auswandere,frage selbst betrifft, muffe betont werden, daß Amerika d e Einwand« ung in seine Länder beschränkt Hit, wodurch dle(e Frage noch mehr kompliziert wurde. Für unseren Staat wurde die Quote mit 6426 festgesetzt. Diese Zahl sei für unsere Gebiete zu gering. Durch alle diese Schwierigkeiten habe da« Ministerium die rechte Einsichtnahme in diese Frag» verloren. Dcr Minister erklärt dann bi.8 Vorgehen de» Aus-wandererkommiffariate«. die Kontrolle und die Evidenz der Reisenden und sagt, daß besondere Aus-meikfamkeit der Beihinderung > dcr Korruption zug--wendet werde. Eine parlamentarische Enquete fei nicht notwendig, da er in dieser Angelegenheit immer nach bestem Wifsen und Gewissen vorgehe. gekommen s,i. Ein ipäte« Besinnen! Der Deutsche Klub hat schon deS öfteren gegen die Regierung ge-stimmt, Dr. Moser hat feine Einberufung zur S'tzung gelegentlich dcr ersten Beglaubigung der Radiö Man-bäte regelrecht erhalten. Er ist auch auf der Einbe-rufungSliste sür den Y7. März regelrecht einzutragen. Und nun soll seine Stimme auf einmal ungültig erklärt werden, soll die fatale Majorität der Opposition im BerifizierungZauSschusse durch sein Heraus» streichen und durch die Entsendung eines radikalen Erfahmanuc« in eine Majorität der Regierung«-Mehrheit umgewandelt werden! Wie man hört, soll über diese Frage morgen, Montag, im Plenum de« Haus'« abgestimmt werden. Wenn die Opposition vollzählig und sest ist, wem die 20 Radic-Abgeordneten kommen — man spricht mit absoluter Sicherheit davon, daß sie kommen —, dann kann e« sein, daß die Regierung schon morgen überstimmt wird, daß sie also über diese Frage stolpert. Dr. Mosn ist seinerzeit an zwölfter Stelle ans eine gemeinsame Liste mit den Radikalen gesetzt worden. Der Fall von Dumnlca. Auf der Tagesordnung der Sitzung der Natio« naloerfammlung am 20. März stand die Jnier« pellalion de« Dfchemiet über da» Blutbad in Du«n!c>. Abg. Ferhad beg Draga wendet sich gegen die B-r-folgung de» mustlmanischen Elemente« in Südserbien durch die Behö'den. Der Redner führt al« Beispiel an, wie im Dorf Be«kucani eine« Tage« wegen der Tötung etoe« Gendarme« da« ganz« Dorf umzingelt und olle Ortsbewohner ohne Unterschied nieder-gemacht wurden. Im Dorf 5ta>feml wurden 37 Personen getötet. Dann begann der Redner über da« Blulbad in Dumm'ca zu sprechen, wo die Gen-darmen 18 Frauen und Kmder und 5 Män»er niedergemacht haben. Die Türken hätten keine Kon» zesston von der radikalen Regierung verlang», sie hätten bloß jene Rechte verlangt, die ihnen durch die Verfassung sichergestellt wurden. Danach sprach der Innenminister Milorad Vuj 11 und erklär»e, daß die öffentliche Sicherheit besonder« durch die Räuberbanden und Ausständischen bedroht wird. In seinen wnleren Ausführungen führt der Janen« minister verschiedene Beispiele für feine Behauptungen an. WaS die Bor fälle in Dumnica anbelange, hob der Innenminister Buj i i hervor, daß der Räuber Mehmed Kor ja, der 7 Morde am Gewissen ha«, mit seiner Bande beim Dorf Dumnica beobachtet wurde. Die Gendarmen waren der Meinung, daß sich die Räuber in zwei „Kuleu* bei Dumn ca aushalten und fchrillen zu« Angriff vor. Auf die Gen-darmen wurde au« diesen Häusern Feuer eröffnet. Mehmed Ko> ja ist e« gelungen zu flüchten. Zum Schluß betonte der Innenminister, daß 7 Gendarmen in Haft genommen wurden, um zu sehen, ob die Behauptungen de« Abgeordneten Draga den Tat-fachen entsprechen. Der Adg. Soetozar Markooie (Rad ) plädierte sür den einfachen Uebergang zur Tagesordnung. Ferhad beg Draga und der Jnuen-minister erklärten sich damit einverstanden. Die Sitzung wurde um zwölf Uhr nachts geschloffen. Das Budget de» vautenministeriums genehmigt. Unter dem Einlaufe der Slupschlinasttzung am 21. März befanden sich die Vollmachten dreier Radiö Abgeordneten. Die Vollmachren werden dem VerifikationSauSschusse überwiesen. Der Bauern-bündler Lo'zö erkundigte sich, warum die Gendar-meriewache vor dem Parlamente verstärkt wurde. Der Präsident erklärte, daß die« aus Grund ver Da diese Liste elf Stimmen bekam, so kam damal« Dr. Moser nicht in den BeglaublguvgSauSschuß. Inzwischen ist ein radikale« Mitglied Minister ge» worden, ein andere« Mitglied ist so ausgeschieden, so daß Dr. Moser von der zwölsten Stelle aus die zehnte Stelle rückte und somit Mitglied dc« Ausschusses wurde. Es war keine radikale, sondern eine gemeinsame Liste. Diesen Standpunkt nimmt die Opposition ein und morgen werden die beiden An-schauunzen aus getragen und durch Abstimmung ent» schieden werden. Auch wenn die Abstimmung nicht zugunsten der Opposition ausfällt, die kommende Woche wird viel-leicht dennoch reich an Sensation sein. In jede« Falle ist e« eine Ironie des Sch'ckjal«, daß der Deutsche Klub in dieser Phase zu dieser Bedeutung gelangt ist, trotzdem er auch heute noch nicht in der prinzipiellen Opposition steht. Aber in der Frage der Rad!ö-Mandate gibt eS sür ihn nur einen Stand-punki: den der Gerechtigkeit und Gesetzmäßigkeit. Seile 2 gesetzlichen Bestimmungen geschehen sei, welche j:d« Maatsestatioa vor dem Parlamente verbieten, um die normale Tätigkeit der Skupschtina nicht zu stören, «tich D putationen von Manisestaaten sind verboten. Auf der Tagesordnung stand da» Bundget de« BautenministeriumS. Es spräche» drei Abgeordnete. Nach ihnen ergriff der Bautcnminister Uzunovic da« Wort. Er hatt« auch den Wunsch geäußert, daS Budget de« Ministerium» zu erhöhen, um allen an da« Ressort gestellten Nnsorderungen nachkommen zu kö >nen. Hieraus wmde daS Budget von der Majorität angenommen. Die Debatte über da» Budget de» DerKehrsministerium». Al« erster Redner zum Budget de« Berk.hr«> Ministerium« sprach in der Sitzung der National-Versammlung om 21. März der klerikale Abg. Zebot, der die Berkehrtverhältnisie in Slowenien kritisiert«. Dann iprichl der Bauern bändln Luj (, welcher sagt, daß im Budget de« Verkehrsministeriums vier Direk-lionen und eine Baulenseknon vorgeieheu sind, die alle zusammen über nahezu 19 870 Pcrsoncn verfügen. Mit dieser Armee könnte er noch einmal da» türkilche Kaiserreich schlagen. Er Icitiftcci baun den Vc>k^r im Bana«, wo auch die SicherheitSvcihältnisfe nicht in Ordnung seien. Der Mohamcdaner Baljic sag«, daß unser Berkihr wirtlich ntchts tauge. iDiefl be weise am besten die Havp liui« unsere« S:aatcs B-ograd-Zagreb. ES vergehe kein Tag, ou dem an dieser Linie nicht irgend ein g-öze'.ec oder kleinerer Unfall geschehen würde. Abgeordneter Komlj nov c greift besonder« die Tätigkeit de« früheren Bei kehr«, minister« Dr. Vrltzar Jankcv ( an, der die Pläne sür den Ausbau der Adrialiuie ganz oberflächlich basiert habe. Die Verbindung zwischen unseren küstenländischen Gebieten und deren Hinterland muß nach Möglichkeit gut sein. Der Demokrat Wilder stellte fest, daß sich die Verhältnisse auf den E>j«n bahnen in diesen fünf Jahren nur um wenige» und nur in gewissen Gegenden gebessert haben, im großen Ganzen aber elend seien. Bisher habe man nur daran gearbeitet, die Schnelligkeit der Züge zu verbessern, habe aber ganz darauf vergessen, daß auch die Schienenstränge kontrolliert werden m isse». Wir haben Schlenenstränge, die 30 biS 40 Zahre alt sind. Er spricht über den Zustand der Lmie Beozrad Z,gr«b-Ljubljaua und sag', daß die Zugs-geichlvindigkeit aus dieser Linie vor d«m Kriege <50 b«2 70 Kilometer be ragen hübe, j tzt aber kaum 40 betrage. Dcr Wagenpark habe sich nur infolge der Reparationen gebessert. Schließlich sordert der Redner da« Berk.hrsminislecium auf, um Wohnungen sür die Eisenbahner zu sorger. BerkehiSminister Dr. Kojö «widerte, daß die Verhältnisse. in wclchm man unser Verkehrswesen nach dem Kiiege vorg'-funden habe, geradezu sürch:eriich waren. Kein anderer Staat habe darunter so schwer gelitten, w-e g rade unserer. Er zählt verschiedene Beispiele aus und siellt sest, daß die Aussührungen de« Abgeordneten Wilder richtig seien. Wir möchien wohl die L nien mit schlechten Schienenstrüngen ve bessern, doch sei unS das momentan nich' mö^lch, weil man dazu eine Schienenlänge von ungefähr 10l)0 L lometer brauchen würde und da« würde mehr al« drei Milliarden Dinar kosten. Jrbt wolle man es mit dem Kunze-Emvernehmen versuchen, die Schienenstränge aus Grund der R-paralionen zu verbessern. Danach wurde zur Abstimmung geschritten und da» Budget de« VcrkchrLMinisteriums mit Stimmenmehrheit an-genommen. Die Derifikaiionsfrage. Der demokratische Abgeordnete P i l richtete in der Skupschtinositzung am 22. März an den Par iLmentSpräsiZenten die ünsra^e, warum die Sitzung de» Be'.ifikaiionSauSschusftS noch immer nicht e»nbe. rufen worden fei. Währlnd dtr R'de deS Abg. P ö c kam eS zu sehr siium schcn Szene» und dann zu persönlichen AuSeinandersrtzungen zwischen zwei Aa. geordneten. Der Rednn fragte den PMamcntipeäsi-beulen, ob er gewillt fei. auf folgende Fragen zu antworien: 1. Ob dem ParlameniSpräsidenten der Verlauf dieser gai zen Avglegenhrit bekannt sei und 2. ob der ParlamcntSpräsivcnt bereit wäre, die Sitzung de« BcrtfikaiiontauSschusseS cinzuberuscv, um aus diese Weise die Rechte jener Adgeordneten, die nicht in« Parlament kommen können, sowie der M>t;licd«r d S BeiifikationSauischusseö, welche aibnlea wollen, zu wahren. (Applaus der Opposition.) Der P »riamentS-Präsident aniwvrtete aus tiefe F>age, daß er Aus-schüsse einzuberufen nur vor deren Konstiluiernng da« Recht habe. Sobald Ausschüsse konstituiert sind, seien diese von ihrem Präsidenten einzuberufen. Während der Rrde deS Skupschtinapräsidenten entstand ein Lärm erntet Ze'.t-Vg unter de» oppositionellen Abgeordneten, sowie Polier» mit den Pulten, so daß sich der Präsident veranlaßt sah, die Sitzung aus zehn Minuten zu unterbrechen. Nach der Paule äußerte sich der Präsident, daß der Btlisikationdau«schuß für de» 27. d. M. einberufen werde und daß die« «ine Angelegenheit de« Au«schussi« selbst sei, wobei er nicht in Betracht käme. Er sei jedoch geneigt, sich einzusetzen, daß man b;n Forderungen der Opposition entgegenkomme. Abg. P S:( gab sich mit dcr Antwort de« Präsidenten nicht zufrieden. Der Präsident dc« Berifikatio >Sau«schusscS, Gjuröt. er-klärte, die Radikalen hätten nicht den Mansch, den Eintritt der Radicparlei in de: Skupschlina zu ver-hindern. Häitcn sie da» gewollt, so hätirn sie e« anläßlich dcr Veiifizierung der ersten 80 Mandate gcian. E ne wesentliche Bo'bedinqung sür die Beri siiierung der Mandate sei daß Erscheinen der Ab-geordneten selbst. Die in der G schäjlSordiiung vorgesehenen Fristen gelten nur sür die Eröffnung der Skup chtina. Heule bestehen feine VnifizierunzSsristen mehr. Abg. P I d ergriff adermalS da« Wort, da« ihm dtr Präsident mit Zustimmung der Skvpschtina erteilt. Redner betont, vav im Rechte die Analogie valle Rechte habe, und demnach die sür den Skup f^titubeamu festgestz« Frist sich auch aus deren weiter« Tätigkeit erstrecke. Da« Budget kö'.ne kein Hindernis der Vc»ifizi«rung der Mandate sein, wie auch die Arbeit im V.rifikatuZ^SauSschuß in keiner Weise di? Tätigkeit der Skupschlina beeinträchtige. Der Piäsidem t-ilte nochmals mit, er habe die Ad-geordneten der RiNicpartei informiert, sie mö;en vor der Verifizierung in die Skupschtina kommen. Hieraus wurde zur Tagesordnung, nämlich zur Forlietzuug der Spezialdebatt« über das Budget des Post, und TclegrapherminilteriumS geschritten. Hierzu sprachen Redner der verschiedenen G uppen. Die Budget» de» Post- und Telegraphen-sowie de» Landwirtschaftsmtntstertum» angenommen. In der NachmntagSsitzung d>S Parlamente« cm 22. März an'.wortete zuerst der Rrdikale Zirka Milabiioviö aus gewisse K-iukcn, die von vcmo» kcatischer Seit« über >eine Tätigkeit al« Pastmi» ilister gemacht wurden. Dann sprach'N > och zw i Abgeordnete zim Gegenstand und kcitisieilen de» heutigen Stand unseres Past und Telegraphen-wesen«. Hieraus replizierte Post- und Telegraphen-minister Vuk c-viö und stellte fst, daß unsere Pojt d.uie sogar sehr gut funktioniere und daher alle E nwä.idc der Opposition unbegründet wä en. Danach wurde daS Budget mit Siurmcnmchrheit ange-rommcn. Zum Budget de« Ministeriums sür Land-wirtfchzft und Gewässer sprachen drei Adgeoronele. Nach einer Ripl,k d<« Minister« Milctii warde aach d eseS Budget angekommen. Demission der Regierung. DaS Ha>.p'eriigniS de« 24 März bildete d'e D-mäsion d s Labinetle« P.ii c und die Anzelobunz dcr Ao^cordnelen dcr RadXp'rtei. Nrchdem d'e Ab-«»ordnete» die Ängelobung geleistet hatten und die Regierung sich zu einer Ko iserenz zurückgezoge,, hitte, unterbrach Skupfchlint.p.isi.'ent Jovanovic die Sitzung. Während der Sitzung der Radikalen b-gab sich tyuil in daS Präsidialbüio. wo die b-ft »itioe T xtuierung dcr Demission d.» Kabinettes abgefaßt wurde. Minlstcrpräsident Paö c begab sich ge».e» bald 12 Uhr in Audienz beim König, wo er die Demission unterbreitete. Ja der Skup chirna herrsch'« während d.nc U.itcib.cchuug ri-sigeS Jnter-sfe und die vcrichiedeosten Lombinalioaen wurden erwogen. U» halb 1 Uhr, nach der Ruckk-Hr deS Herrn Pa8< auS der Audienz, eröff-eie Joaanovc neuer-ding« die S tzung und ließ folgende Zujchrist deö HerrnP^i { verleitn: „ Sehr geehrter Herr Skaps ina-präsid?»,! Ich kehre mi-b. Ihnen reiijuleilen, daß wie Sr. Majestät dchivfs'n. Hierauf schloß der Skup chiinaprästdent die S tzung und gab bekannt, daß die nächste Sitzung aus schriftlichem W-ge einberufen werden wird. De Abgeordneten der Radiöpa tei waren in dieser Sitzung »ich! an-wesetid. Pl££ wurde vom Könige wieder mit der N udilhung der Regierung betrau«. (Is werden nun mannigfache Kombinationen in Erwägung gezogen, daiunler auch die Möglichkeit einer Koalition Pa^iö« P.ibkv'c. _ ' Nummer 25 Aus Stadt und Band. Evangelisches in Pluj. Am Sonntag, de» 30. b. M., wird der GemeindegotteSdienst im Uebungs-z>mmer deS Männergesangvereine« um halb 11 Uhr vormittag« stalifinden. Neuer Ingenieur. Herr Franz llelotti am Ptuj hat dieser Tage an der Graznc Technische» Hochschule dir zweit« Staatsprüfung abgelegt und die Hochschule als Bauingenieur verlassen. Todesfall. Au» Mari bor wird berichtet: Am 20. d. M. starb hier Herr Sloi« Juritfch im 62. Lebensjahre. Der Verblichene hatte für Oesterreich rptiert, doch koavte er sich van der Siadt. in der er schon feit dreißig Jahren lebt, nicht trennen, obwohl schon feine ganz« Familie nach Graz übersiedelt war. isein Leich-nbe^ängni» fand am 22 d. M. statt. Leichenbegängnis: Aus Maunberg be» richtet man: Am U2. d M. wurde hier der Ge» m-indediiver und Friseur Franz Ritschel zu Grabe getragen. Mehr al« 24 Jahren diente er unsere», ihm zur zweiten Heimat gewordenen Markte ia voller und treuer Pfl'chterfällung. Die watme An-teilnähme wahrend feine« mehr wöchentlichen Kranken« lager« und die zahlreiche Begleitung bei feine« lrtzien Wege zeig!en von dcr Wertschätzung, die sich der verstorbene zu erricgen wußte. Wir Mahre»-derger werden ihm ein treu 3 Gedenken bewahre». Generalvrrssmntlung des Fischerei-Vereines in Maribor. Für Frenag.den 21. März, berief d r Marburg« Fischereiverein feine diesjährige G.'nerolvtrsammlnng ein, die sehr zahlreich besucht war. Osmann Dr. Hermann Krauß begrüßte die Anwesenden und eröffnete die Versammlung, wobei er besonder» hnvsrhob. daß der Vcrein ausschließlich wirtschaftliche Ziele verfolge. Da Dr. K^auß D.u'sch sprach — er ist der slowenischen Sprache nicht mächtig — wurde er sofort von einem H^nu unter-brochkn, der sich die Verhandlungssprache in Deuisch verbot und die AuSführu>»g«n in liowenischer Sprache verlangte. Der Obmann berichtete karz üb r die Tätigkeit dc« Vereine« und schritt i'odann zum rrsten Pjnkte der Tagesordnung, Verlesung de« P o>oko!le» der vorjährigen Gm«ra!versam!»lunz. Bevor e« daz» k.im. verlangt« «in anwesendes Mitglied *ie Fest Heilung, w-r von den Mitglieder» anwesend sei. Kaum wäre» fünf oder fcd}» Namen verlese» worden, wurde der Antrag gestellt, daß Abstimmungen durch Boümacht nicht zuzulassen feien. Dcr Obwaa» ordnet« die A stimmung über diese» Änirag an. der angenomm?» winde. Trotzdem ober der Obmaunsiellvertreter Pivsessor Soi k seinen Antrag durchzebracht hatte» v riieß er unier PiOtcst da« Versammlungslokal. Der Zweck dieser demonstrativen Handlung war im e'sten A»g<»brck niemandim klar, b-S p ötzlich ei» Beamter des Maribocer Polizeikommisfariat'« erschien tn d vom O 'manii« die Vertagung der Gcn«ral-versammiurg ve»langt« mit dcr Begründung, c« fei zu wenig Platz für die Anwefcoden. Der Odman» 1-hni« die Vertagung ab, erkiäite sich aber bereit, noch T'sch? entfernen zu lassen, damit alle Anvcfcn« den auf Seffcln Pi>'tz nehmen könn'en. Damit gab sich d?r ersch'enme Beamte btfi Polizeikomm ssariateH zufiiede», zugleich aber wußte «an, warum Pcofesf« Sstic da« Lokal verlasie» hatte. Nach Verlesung de« P otokoil« der vorjährigen G-neraloersammiung i» slowenischer Sprache uu) darausfolgend in deuiicher Übersetzung und dessen G n-hm'guug erstauete der Säckclwart de« Vereine«, Herr Greiner. f inen Bericht. Aus diesem war z» «ntuehmen. daß der Verein im Z-Hre 1923 sehr gut gewiitschasiet und sein Vermögen nennenswert erhöh' halte. Nachdem nunmehr die beiden Rechnurgsp^üser ihre» Bericht e-flatiet halten, wurde dem Säck.lwarte der wohl» v-rdi.nte Dank ausgesprochen. Na» wurde zur Wahl d.-« OdmanneS geichritten und d,r um den Bere« sehr verdiente all« Obmann Dr. Kcauß durch Hand-«ihrbtn einstimmig zum Obmanne wiedergewählt. Dr. Krauß dankte für feine Wahl und e.Kätte. diese oiiiifhmen zu wollen. Dc» nächsten Pankt der Tagesordnung bildet« die N/uwahi deS AuSichasie«. Der nbiretende Ausschuß hatte in «wer feiner letz!,» Si-tzanjen ein« Litte zuiawmengeftcllt, die die Nime» ro» 16 im F ichrrtidetriebe sehr bewanderten Herren umfaßte (9 Slowenen und 7 Deuisch?) und eS sollte nich u!t?m Gebrauche mittels der vorbereitete» Stimmzettel abaesiimmt werden. Herr <ömauc, der d^m alte» Autfchusie angehört« und auch auf d«r fitfle für den neuen stand, bcan:ragte, eine vom «utschusfe abweichende Liste j'-ir Annahme^ die die Name» von fünf Deutschen und dreizehn Slowenen trug. Er vnlangie die Annahme der Liste rn bloc. Da der Obmann diesen Vorgang, der die freie Wahl jedes einzelnen ausschloß, nicht gutheißen konnte. 5tu«»er 25 Ci litt» Aettvny •ritt 3 wurde der «»trag gestellt abzustimmen, ob die neue Liste en bloc angeno»men werden soll, oder nicht. Dafür stimmten 33, dagegen 93 Mitglieder fcrt BneineS. Darauf verlangte Pros. Ribarii in erregten Worten, daß er und fein Anhang daraus bestünden baß bie Liste so wie verlesen angenommen werde. Sie hätten den Deuischen Dr. Krauß ein. stimmig zum Obmanne gewühlt, daher fei eS für alle Pflicht, auch die von den Slowenen verfaßte Liste en bloc anzunehmen. Er schloß mit den Worte», daß die Liste bedingungslos angenommen werden müsse, da sonst der verein die Folgen trigen werbe. Seme Schlußworte waren „auf. aut" (entweder — oder). CS wurde eine neuerliche Abstimmung beantragt und vam Obmanne bewilligt. Diese ergab 40 gegen 55 Stimmen, somit war »er Antrag gesollen. Alle übrigen Anwesenden hatten sich d-r Abstimmung enthalten. Da die slowenischen Mitglieder de« Ber-eineS nunmehr sahe», daß sie die Mehrheit im über-wiegenden Maße im AuS'chnsse nicht bekommen könnten, forderte Pros. Ribaric seine Konnationalen aus, den Saal zu verlassen, was auch geschah, nur wenige Slowenen blieben zurück. Nich Verlauf dcr 10-MinuUN'Pause wnrte zur Äbst mmung mittels Stimmzettel geschritten und vie W^hl ergab, daß der Ausschuß für daS Jahr 19Z4 a. s neun Slowmen und auS neun Deutschen bestehen wir». EZ ist wirtlich betrüblich, daß sich keiner der anwefeiden «lo* wenen bervfc» fühlte, dem Chauvinismus einiger Hitz?öpfe entgegenzutreten, sondern daß sich im Gegenteile fast alle dem Terror einiger w niqer fügten. E» scheint die Zeit noch sehr ferne zu sein, daß unsere ilo-wenifchen Mubürger einen Unierschied zwiichen Poliiik und wirtschaf'lichen Fragen zu mzche« geneigt sind, biß sie im Gegenteile »S nicht mnrrlassen können, bei i»brr sich darbietenden Gelegenheit ihren Ehau-v'nitmuS und Terror alle» ander?« Bestrebungen voraus zu stellen. D>r „Jatro" nennt eS in feiner Folg« vom 23. d. M. e>ve bodenlose Frechheit, daß die Teutsch!» im Ausschüsse in ^leichr Zahl wie die Slowen-n vertreten fein wollen. Wir fiaten i« Gegenteile daS Entgegenkommen der deutschen B \-einSmitglieder bewunbernSwert, da doch die erste Abstimmung ergab, daß den Deutschen im Ausschüsse die überwiegende Meh, hei! gebühren wurde. Zur Frage der Seamtengehälter. Wie aus Beograd berichtet wird, beschloß der Ministerrot den Beamten am 1. April eine neue Nachtrag?' zahlung auszubezahlen. Bis 10. April soll die V r-ordnuag über die Teuerungizula ien auSgeardeiiet werben, so daß die Beamten vom 1. Mit ad ih e vollen Bezüge erhalten. Vorbedingung dafür ist, daß die Einreihung der Bamien ia Kategorien erledigt wird, welche Arbeit bis 1 Ap II abgeschloss:» fein muß. Die SlovensKa Vistrlcaer Ausflügler begnadigt. Unter dieser Ueberichrisi verichiei »er Marburger „Tabor . daß etwa zwanzig Mirtl o ern, die an bkm „AüSfluge" der Oijuna nach Slovenika Blstrica tet!ge»ommen und dem Hotel »N uhold" den bekann'en blutigen Besuch abgestauet halten und deshalb von der politischen Behörde zu strasea bis zu 100 Din ode' 14 Tagen Arrest verurteil« wo de» waren, vom Obergespan die Strafe nachgesehen wor' n fei. Wie voreilig diese Bgnasigüng war. erd lll wohl om besten daraus, daß die auf dem Papiere aufgelöste Marburger O juna am Fceilaz. dem 22. d. M.. wie uns berichtet wird, in einem Lokale «arschbereit war, um auf Anruf die an diesem Adende im Hotel Halbwi»el tagende Generalversammlung deS Fischereiv^reiue« zu sprengen.' Wie wir ersahren, hat einer der sl0De«i'chen Hitzköpfe tatsächlich den Antrag gestellt, er wolle die O-funa herbeirufen und eS »st nur der V>r«unft der übrigen Voveni'chen Teilnehmer zu danken, daß eS an diesem Abende durch die Abllhnung des Antrages nicht wieder zu schweren Aus chreitunge» gekommen ist. öchadenfeuer. Aus St. Barbara in der Kollos wird denchlet: Am 19. d M. b5ach hier im Wirtschaftsgebäude des Besitzers und Kauf« manneS, Herrn Eml Blaß, ein Feuer auS. welches in kurzer Z'ii daS Obf-ll samt d:m «"gelagerten Harthol, einäscherte und dadurch einen Schaden von 250.000 Dinar verursachte, denen eine Ve> sicherun^akiimm? vin nur 500 Din geg'< übersteht. Wieterverlammlung. Au« Maribor wid berich.et: Am 23. v. M. fund tn: Götz aale in Maribor unter dem Bo, siye des Obersten A^jantit eine Mieterversammlung statt. Der Borsitzeude wies auf unhaltbare Zustände iin Wohnungselend hin und unterstützte feine Ausführungen mit einigen krassen Beispiele». Hierauf sprach der Gemeinderat Bahun. der mit ein'gen Beispielen ziffernmäßig daS große WohnnngStlend in Maribor heivorzuhebei, such??. Er wies auch daraus hin, wie die Gemeinde Wien und auch Deutschland in dieser Hinsicht vorgehe und man diesem Borgehen auch in Maribor folgen solle, und daß diesbezügliche Genossenschaften gebildet werden mögen, die alle der Vermehrung des Woh-nungselends entgegentreten sollten. Hierauf sprach der Sekretär der Baugenossenschaft „Mojmir" Pirc der sich für ein Zusammenarbeiten aller Genossenschaften einsetzte und erwähnte, daß demnächst ein Memorandum an die Zeniralregierung nach Beo-grad abgesendet werde, worin besonders betont wird, daß die WohnungSsrage al» eine Existenzfrage deS Staates zu betrachten sei. Zum Schlüsse wurde eine eingebrachte Resolution einstimmig angenommen. Die kleine Matura in Jugoslawien. ES ist vor längerer Zeit gemeldet worden, daß die Schulbehörden in Jugoslawien die Einführung der kleinen Matura nach Abschluß der vierten Klasse beschlossen haben. Wie nun der slowenische Schul« mann I. Wester im „SlovenSki Narod" mitteilt, ist eS nun entschieSen worden, daß diese Prüfung heuer zum erstenmal stattfindet. Schriftlich ist die Prüfung nur in der Muttersprache abzulegen. Gegenstand dcr mündlichen Prüfung sind: Slowenisch, Serbo-kroalisch, Ma-Hematik, Heimatkunde, Latein (an Gymnasien), Französisch oder Deutsch (an Realschulen) nach Wahl. Jeder Gegenstand wird höchstens zehn Minuten geprüst. Die bestandene Prüfung be-richtig« zur Fortsetzung der Studien. Ansprüche auf irgend eine Staa'.Sanstellung gewährt sie nicht. Eine interessante Statistik. Glegentlich der Debatte üker d.S Budget des Utterrichü-Ministeriums gab der Abgeordnete der Landwirte-Partei Moiikov j v t folgende bezeichnende Z'hlen aigalen über die Mittelschuloeihällmsf? in Zigo flawien: Am Ende deS ZchuljchreS 1922/23 gab cS im qanzen Lande 170 Gynnaiie!, u. *u>.: In Serbien 63, ein Gqnn'si -m aus 63.600 Einwohner ur.d ein Schüler aus 148 Einwohner. Zn Monte« , rgo 11. eines auf 3^.857 E,nwohn x, ei« Schüler auf 54 Einwohner. I, ter Woivodina 13. eines aus 93.600 Einwohner, ein Lqüler ans 193 E»u« idohner. Ja Dalmatien 10. eines auf 62 142 Eia-nohner. ein Schüler aus 224 (Sinxohn?r. I i Bosnien 19. rineS aaf 99 470 Einwohner, ein Schüler stiif 340 Einwohner. J> Kroa'.ien 10. eine» auf 63 489 Einwohiier. ein «chüUr auf 190 E nwohner. J i Sioweoien 14. eine» auf 75.460 Einwohner, ein Schüler auf ^00 Einwohner. Die kuUurell am HSchitea stehenden Gebiete, Sloweni-n und die Woiwodina sind aUo am fchiech cucu gestellt, während Montenegro mit seinen 95 Prozent Anaipha» beten am beste» da,an ist. Prämienansschrrwuug Bekanntlich wurde am 14. d. M. im Schlosse „N u-EilU" bei Pet-oree eingebrochen und Silberge^rnNättde u w im Werte von über 200.000 D n gestohlen. Der Eigentümer d.S Schlosses Bnoa Tu«ko.> c v.r pcicht d.mjknigen, der die ge!>o^>lcnen Geginstände wieder zustande vringi, eine Belohnung von 10 000 Dinar. „Die schöne Helena Volt New-HorK". Ein F,ll du die New Aoiker S>ch«rhe>i^dh:em charakleristtiche» blond-n L ckn>> lopj erschien wiederholt in ihccm Auto vor Geschäft«,, trat mit ihrem Ehausfer t.i da» Lokal und zwang mt vorgehaltenem Revolver d-e Anwesenden, die Hände hochzuhalten, worauf >h Genosse die Kassen und die anweienden Perioneu ausraubte. Zul tz' waren 150 Detektivs hinter dem weibliche» Banditen her und bei einem Uebersall in einem Geschäfte gelang eS. die beiden festzunehwe». Die Fran entpuppte sich als ein Student der Hochschule von Brooklya namens Wilsoa und sein Genosse ebenfalls als ein Hochschüler namenS Rick Martin. „Zahnschmerzen" um Mitternacht. Kürzlich wurde um Mitternacht ein Berliner Zahn-arzt telephonisch iu seiner Wohnung von eine« Manne angerufen, der angeblich so furchtbare Zahnschm:rze» habe, daß er eS nich! aushallen könne und daher bitte, sofort vorgenommen zu werden. Der Zahnarzt sagte zu. AIS er daS H lusior öffnen ließ, dränge» drei junge Leute ein, die in dcr Wohunnz den Zahn» »rzt und fein Dienstmädchen mit vorgezogenen SU* volvern ins Schlafzimmer «rieben und dann die übrige Wohnung ausraubten. Schließlich schnitten sie die Fernsprechverbindung ab. so daß »an sie erst ziemlich spät anzeigen und verfolgen lassen tonnte. Ein Erfolg deutscher Technik tn Vra-stlien. Ene Hauptfrage für da« Hinierland von Sta. Eatharina und R>o Grande do Sul war stet» die Frag« der Sch ffoarkeit deS Urnguay, die bisher infolge der zahlreichen Stromfchnellen uno deS vielfach flachen WasserstandrS dieses FlusseS noch nicht be« friedigen» gelüü werden konnte. Nachdem der Kolo» viia'oc Häußter »en vergeblichen B-rfuch gemacht dutte, sie ,u lösen, lnd?m er zwei zu tief gehende Boote zu Wasser ließ, hat jetzt Direkioc Faulhab« mü dem flachen Tunnel-Motorboot „Otio* bewiesen, doß der U'vguay ta sächlich sch ffvar ist. Diese» Motorboot ist wäyiend »er Revoluiion über Jlä nach Porto Feliz gekommen und hat inzwischen den Weg schon wieder zurückgelegt, um die zuiückgelüssene» Eisenteile einer Mahlmühte in I:& adzuhole». Beide Fahne» sind ohne nennenswerte Unfälle abgegangen; da »aS Moiorbool Laste» bi« zu drei Tonen Ladung befördern kann, bei hohe« W.rsserstand noch mehr, so dürfte sich j'tzt, nachdem die Revolution tn Rio Grande do Sul überwunden ist, die neuangelegte Kolonie der Siedlan^sgeseUschafi P p»,y Ehap co mit jhttm Ztadiplatz Po>io F liz ichuell entwickeln. Hirscheudrsuch bei Nacht Die Strenge i-rS dletjäh'.igen Widers hu» vielsach H.riche in die Nähe men'chlicher Wohnungen getrieben Ein Fall d tier «>t hat sich jäugsl in der Nähe von Rakonitz in der Tich^choslowakei zugetragen. In e ncr dortigen Hegerei wurde ein^S Rachis ter Heger und fein Sohn durch lautes Krachen geweck:. A!» sie «it rhren Jagdgewehren b-w^ffnet hinouöüürzten, stand ein staitlich'r Z-Hnend'r vor ihnen. Sie ließen ihn i-> einen S all, wo er sich sosort auf den Futter-vorrat ftilr*« und eine erstaunliche F»ttermenge fraß. Der Hirsch lebt seitdem in der Umzäunung der Hegerei. Elektrisches Licht ohne Drahlleitung. Daily News bringen ein uujset»enerregei d S Interview mit dem berühmten Elekiroiechniker Nikolaus TeSla. Er teilt darin mit, er habe sich feit mehr als eine» Bieiteljahlhundert mit einem Lyltem für drah lose Kcafiübcrtragung befchäfiigt. Er sei nun in der Lage, die Kraft durch die E »e hindurch ohne Verwendung von «adeln oder vo<> Hntzsche» Wellen zu übertragen. Der Berlust bri U^bertragung auf die glögien Entfernungen, etwa 12 000 Meilen, be-trage nicht mehr als ein Lierielprozent, »er Berlust im G den und Empsang,» etwa vier Prozent. Bei der gegenwärtigen Mehode der Energieübertragung dui ch Dröhie stelle sich der Bnlust oft auf 20 Pro» zent oder «ehr. Die Entfernung fei begrenzt. Meine Entdeckungen, sagt TeSla, zeigen, daß die komplizier» testen und schnellsten Schvingungen durch die Erde iWW* '• (Bzittl jzzrtgs&tL (7h:iscicissca reifen- Tßahcfa, Z äzftJUfXKL ein, Jztfe&ssädL dzr- <7/tsac < 'Das /Iujc/L land üblich. Die Pariser Presse, die diese Gerüchte verzeichnet, gibt der Hoffnung Ausdruck, der Prin» möge nicht weiter in der Tradition zurückgehen; so könnte der König von England eine« schönen Tage» Lust haben, sich zu seinen zahlreichen Titeln den-jenigeu eine» .Aönigs von Frankreich" zuzulegen^ wie da« ebenfalls zahlreiche feiner hohen Vorgänger taten. E»uard IIl. war der erste, der sich nach dem schweren Frankreich auferlegten Frieden von Bretign^ den Titel zulegte. Heinrich V., der Sieger von Azin-court, war bescheidener und nannte sich „Erbe und Regent von Frankreich*. Sein Sohn Heinrich VI. war schon anspruchsvoller und nannte sich „Sönig, der Franzosen", wie später Louis Philippe, der e» aber wirklich war. Seine Nachfolger bedielten alle den Titel d>S zu Heinrich VIII. E st 1801 wurde der 91 inte Frankreich« aus der Liste der Titel der Sönige von England gestrichen. Eine Geschworene, die ihr« Meinung ändert. Unter Berufung auf da« «Recht ihre» Geschlecht«" erklärte eine weidl che Geschworene, MiS. E»ma Ware, vor de« Bezirksgericht von Philadelphia, daß sie ihre Meinung geändert hab,, und daher da« Urteil, dem sie zugestimmt, für un» gültig erklären muffe. E» handelte sich um einen ganz gewöhnlichen Schadeaersstz»Prvzeh. bei dem die Erben eine« bei einem Eisenbahnunfall Umgekommenen die Eifeabahngesellschaft verklagt hatten. Da man die Schuld der Gesellschaft nicht einwandfrei nach» weifen konnte, so kam man zu einem Freispruch. Da« Urteil wurde v?ikül>tet, die Urkunde feierlich besiegelt, u d die Geschworenen, unter denen sich auch eine Frau befand, wurde entlassen. AI« am nächste» Tage der Gerichtshof sich wieder versammtv>»rtlicher Schristleiter: Hubert Kolletnig.