VrS«mwetette*e - Preise: Kür Laibach: »ait|j66rig . . 8 fl. 40 kr. H«lbiSdrig . - * . ü() „ ¥ intelJMrtg . 2 „ 10 „ Monatlich . . . - „ 70 „ Mit der Post •entltotig.............12 fl. Haldlttzrig........... 6 „ Wmeliährig............3 „ Für Zustellung ml Hau« stntelt. 85 kr., »onarl. 9 kr. «wjtlnt ttuMMcm « kr. Laibacher Anonyme Mittheilungen werden triebt berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Redactton: vahnhofgaffe Nr. 16. Srpedtti«ns-L Inseraten-Bureau: «ongretzplatz Nr. 2 (Buch. Handlung von Jg. v. «lein-mayr L Ked. vamberg.) JnsertionSpreise: Kür die einspaltige Petit,eile i 4 tr., bei wiederholter Einschaltung ä 3 tr. Anzeigen bi* 6 Zeile» 20 kr. Lei größeren Inseraten und Öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Kür complinerten Satz btfen*, i dere Vergütung. Nr. 233 Mittwoch, 10. Gftobet 1877. — Morgen: Nicasius. 10. Jabrgaüg ,'^5/ Winterseldzug in Aussicht. «US den neuesten vom Kriegsschauplätze vor. liegenden Nachrichten ist zu entnehmen, daß Ruß. lonb mit allem Ernste einen Winterseldzug vor. btt eitet. Das FriedenSieläute, welche- von London und Konstantinopel und auch au» anderen diplomatischen Küchen signalisiert wurde, verstummte, es dürften alle Combinationen und politischen Berechnungen, auf deren Grundlage efl noch vor Eintritt de» Winter» zum FriedenSabschlufse kommen sollte, in den Brunnen fallen. Die Verlegung de» russischen Hauptquartier» nach Sistowa, die Verlegung de» kaiserlich rusfischen Hofla^er» nach Bukarest — Kaiser Alexander, die Kaiserin und alle fünf kaiserlichen Prinzen sollen dort Winterquartier aufschlagen — deuten darauf hin, daß selbst eine entscheidende Schlacht vor Eintritt de» Winter« den Frieden nicht bringen wird. In Rußland scheint man der Ansicht zu fitn, daß im Laufe der Zeit auch andere Staaten in den kriegerischen Strom hineingezogen werden würden, und der Eintritt solcher Ereignisse könnte vielleicht Rußland zum Vorteil gereichen. Rußland hat Serbien in den Krieg verwickelt, e» hat sich in Serbien einen Bundesgenossen engagiert; e» hat demnach immerhin einen Schein von Be. rechtigung, wenn auch die Türkei sich um Bunde», grnofsen und Hilfe umsteht, Europa könnte der Türkei diesen Schritt nicht übel anrechnen. Serbien steht an der Pfotte de» Kriege», e» trägt eine Lust zur Action zur Schau, c» möchte an der Seite Rußland» an dem Kriege theilnehmen, wenn e» russischer Siege sicher sein könnte; e» wird jedoch Serbien, bereit» weit vorgedrüngt, nicht» andere» übrig bleiben, al» mit Rußland zu gehen; ob zum Siege, ob in den Tod, ist heute noch offene, unentschiedene Frage. Nach den neuesten Nachrichten werden Castor und Pollux — Serbien und Rumänien — treue Bundesgenossen Rußland» bleiben. Der Eintritt Serbiens in den Krieg ist tagtäglich zu gewärtigen, der Krieg zwischen Ruß. land und der Türkei ist dann nicht länger mehr ein Zweikampf zwischen Rußland und der Türkei, die Arena des Kampfe» wird erweitert, die Lage Europas ist von dem Zeitpunkte de- Eintritte» Serbien» in die Action an eine arg bedrohte, die natürliche Grenze de» Kriegsschauplatzes, wird durch den Eintritt Serbien» verrückt, die Grenzen Oesterreich-Un« garns werden, sobald Serbien am Kriege theilnimmt, der Kriegsgefahr preisgegeben. Wird es dem Kaiser-bunde möglich sein, Oesterreich-Ungarn von der Intervention fernzuhalten? Wird England zu den ruhigen, kalten Zuschauern gerechnet werden können? In Rumänien tritt die Presse im Namen der gesummten Bevölkerung für den Frieden auf, sie verlangt die Zurückberufung der rumänischen Armee. Die rumänische Regierung hat die rumänische Armee dem sicheren Tode preisgegebrn, sie versäumte e», sich mit Bewilligung der] Volksvertretung an Rußland anzuschließen und in den Krieg zu ziehen. Die Presse erhebt gegen da» Ministerium wuchtige Anklagen, e» hat die öffentliche Freiheit bedroht, Staatsgelder veruntreut und Ruhe und Frieden gestört; die Presse verlangt im Namen de» rurnäni-schen Volkes den Frieden. Ein echter Republikaner. In unserer gestrigen Nummer brachten wir einen kurzen Auszug aus dem politischen Glaubensbekenntnisse Gambetta’«. Heute sin» wir in der Lage, den vollen Inhalt dieser Kundgebung im deutschen Texte mitzutheilen; derselbe tautet, wie sclgt: „Mitbürger I Nach vier langen Monaten, während welcher das parlamentarische Leben völlig unterdrückt war, welche ausschließlich in Ausschreitungen de» administrativen Druckes und zu den beklagen». Weltbesten Mißbräuchen der offiziellen Kandidatur benützt wurden; nach vier Monaten, während welcher da» französische Volk vermöge feiner bewunderung». würdigen Geduld unter täglichen Proben feiner ®ei<« heit und politischen Reife unsere junge Republik zum Gegenstände der Bewunderung und ^er. au», gesprochenen Sympathien der zivilisierten Regierungen und Völker gemacht hat, ergreift Frankreich nun endlich das Wort. Binnen wenigen Tagen wird Frankreich aus. sprechen, was es denkt über die Männer vom 16ten Mai, diese Bundesgenossen und Protektoren der Männer vom 2. Dezember, über die Diener Hein- Imilleton. Die Herrin von Kirdy. Roman von Ed. Wagner. (Fortsetzung.) 13. Kapitel. Belauscht. Nachdem die Gesellschaft, welche am Morgen Schloß Kirby verlassen hatte, am Abend desselben Tage« in Dublin angekommen war, trennte sie sich sogleich am Bahnhofe. Sir Arthur verabschiedete sich von seiner Mündel und versprach ihr, sie am nächsten Morgen in ihrer neuen Heimat zu besuchen, worauf er mit Mr. Herrick einen Wagen bestieg, der sie nach einem Hotel brachte. Ergreifend, aber nur kurz war der Abschied der beiden Stiefschwestern, deren Schicksal sich plötzlich so trübe gestaltete und die sich jetzt vielleicht auf lange Zeit, vielleicht auch für immer, zum letzienmale sahen. Als auch Lady Helene mit ihrem Galten und ihrem Mädchen einem Hotel zufuhren, wo sie übernachten wollten, um am nächsten Morgen mit tem ersten Zuge weiter zu reisen, da nöthigtr auch Mr. Kirby seine junge Schutzbefohlene mit ihrem Mädchen in eine einfache Droschke, gab dem Kutscher die nöthige Anweisung und nahm dann selbst in dem Wagen Platz. Im nächsten.Augenblicke rollte der Wagen davon. Olla lehnte sich gegen da» Fenster und blickte gedankenvoll hinau» in die Nacht und auf die menschenleere Straße. Ihre Augen fühlten sich mit Thränen und ein Gefühl gänzlicher Verlassenheit erfaßte sie. Mr. Kirby bemerkte ihre ThrSnen, obwol sie ihr Gesicht von ihm - abgewendet hatte, und sagte in seiner sanften, liebevollen Weise: „Wir sind gleich zu Hause, Oll»; und ich hoffe, daß e» nicht lange dauern wird, bi» Sie mein alte» Hau» „Heimat' nennen und darin sich ebenso behaglich fühlen werden, wie ich selbst mich fühle." Olla konnte nicht antworten, aber ihre klein: Hand suchte die seinige und drückte diese mit inniger Dankbarkeit. Der Wagen hielt endlich; in einer ruhigen Straße vor einem großen, einfach au-fehenden Hause; der Kutscher sprang von seinem Sitz, eilte die steinernen Stufen hinauf und zog die Klingel, worauf er zurückkehrte und die Thür de» Wagen» öffnete. Mr. Kirby sprang heraus, reichte Olla die fand und führte ste dann in» Haus, welche» die auShälterin inzwischen geöffnet hatte. Während Mary mit dem Kutscher das Gepäck in» Hau» brachte, öffnete die Haushälterin ein Zimmer, und Mr. Kirby und Olla traten hinein. Die Haushälterin war eine große, kräftige Frau mit markigen, unschönen Zügen. Ihre tief« liegenden Augen musterten daS junge Mädchen mit Neugierde und Eifersucht. „Dies ist MrS. Bullock, meine Haushälterin," sagte Mr. Kirby. „MrS. Bullock, diese junge Dame ist meine Nichte, Lady Olla Kirby. Ich wünsche, daß Sie sie al« Herrin de» Hause» betrachten, ihre Wünsche und Anordnungen respektieren und in jeder Weise sich nach ihrem Geschmack richten.' Mr». Bullock verbeugte sich, aber mit unter, kennbarem Widerwillen. Bis jetzt hatte sie nach eigenem Gutdünken geschaltet und gewaltet, und e» verdroß sie daher, sich nun einer Herrin unterstellen zu müssen. „Sie haben mein Telegramm erhalten und unerwartet, wie ich seht/' fuhr der Advokat fort. „Daist gut. Führen Sie nun zunächst Lady Olla in ihr Zimmer." Mr». Bullock bat Olla, ihr zu folgen, und ging voran hinau« in die Halle, die Treppe hinauf, durch einen Saal, dann noch eine Treppe höher in einen langen Corridor, zu dessen beiden Seiten sich rich« V., über dir Werkzeuge des SyllabuS und des Papstes, welche sich völlig der Wahlpatronanz des Präsidenten der Republik erfreuen, wahrscheinlich weil damit die republikanischen Institutionen bester geschützt werden sollen; Frankreich wird auSsprechen, was es denkt von der persönlichen Politik des Staatsoberhauptes und von den aristokratischen und rückwärts schreitenden PrStenfionen des Kabinetts unter dem Vorsitze des Herrn Herzogs von Broglie; Frankreich wird aussprechen, was es von der nicht zu rechtfertigenden Auflösung der republikanischen liberalen Majorität denkt, welche eS am LOsten Februar 4876 mit nahezu 5 Millionen Stimmen mit der Vollstreckung seines Willens beauftragt hat; Frankreich wird aussprechen, was es denkt von der „Regierung des Kampfes", von den Vexationen gegen die Verkäufer und Colporteure der Zeitungen, gegen die Schullehrer, gegen die Besitzer der bescheidensten Wirtschaften, kurz von jenem elenden Kriege, welcher gegen die Kleinen geführt wurde; Frankreich wird auSsprechen, waS es denkt von der Absicht der Regierung, ihm noch während dreier Jahre Beamte aller Rangordnung, welche sich in flagrantester Feindseligkeit mit allen seinen Gewählten befinden, aufzuerlegen; Frankreich wird aussprechen, wa» es denkt über die Ränke und Complotte seiner verbündeten Monarchisten, welche ihm nach drei Jahren des Kampfes und der inner« Zerrissenheit für da- Jahr 1880 eine schreckliche Krise, ja vielleicht eine Revolution in ÄuSficht stellen; Frankreich wird aussprechen, was es denkt von jener unreinen Presse, welche straflos gegen die Gewählten des allgemeinen Stimmrechtes an die brutale Gewalt appellieren und unsere tapfere und edle Armee, welche heule die Elite der Nation und die höchste Hoffnung de« Vaterlandes ist, beschimpfen darf; Frankreich wird aussprechen, was es von der mit dem Schreiben vom 16. Mai eingeleiketen Politik denkt, von jenem Schreiben, durch welches die republikanischen Minister verabschiedet wurden; was e-denkt von jenem bei der Revue vom 2. Juli an die Truppen gerichteten Tagesbefehle, von der Botschaft des Präsidenten vom 19. September, kurz von jenem ganzen Regierungssisteme, welches der Inhaber der Exekutivgewalt als ein über der Verfassung stehende« Recht für sich in Anspruch nimmt; Frankreich wird auSsprechen, daß es als das Land der Gleichheit und der Demokratie die Republik als dir für seine Wiederausrichtung und seine Größe nothwendige Regierung will; eine Anzahl Zimmer befanden, deren eines die Haushälterin öffnete mit dem Bemerken: „Dies ist Ihr Zimmer, Mylady, Ihrem Mäd-chen gehört das kleinere nebenan. Mr. Kirby hat da« Hintere Zimmer im Corridor. Ich fürchte, daß Ihnen unsere Wohnungen und deren Einrichtung klein und ärmlich Vorkommen, da Sie in einem großen prachtvollen Schlöffe zu leben gewohnt sind; aber die« ist da« beste Gemach im ganzen Hause und hat die Aussicht auf die Straße.* „Es scheint mir sehr behaglich und angenehm," erwiderte Oll« freundlich. „Unser Haushalt ist auch nur klein im Vergleich zu dem im Schloß Kirby," fuhr die Haushälterin fort, und ihr Benehmen und ihr Ton blieb unverändert mürrisch und mißvergnügt. „Wir haben nur ein Mädchen, welches Köchin und Hausmädchen zugleich ist. Ich habe seit vielen Jahren die Leitung des Hausstandes gehabt. Ich bin von respektabler Herkunft; mein Vater war Arzt in der Nähe von Dublin und mein verstorbener Mann war Architekt. Jedoch kann meine Vergangenheit Ihre Ladhschaft nicht interessieren, und ich denke, daß ich, obwol eine Dame von Geburt, mich recht gut in meine Stellung finden kann, nur wollte ich noch bemerken, daß Mr. Kirby mich al« eine herabgekommene vor- Frankreich wird au-fprechen, daß es eia Ende zu machen gedenkt mit der Anarchie und den Diktaturen ; daß es friedlich die französische Revolution abschließen will, indem eS durch die nationale Erziehung die Bildung aller seiner Kinder entwickelt, indem es durch den inneren und äußeren Frieden die Wohlfahrt und die allgemeine Befriedigung sicherstellt und auf Grund der Freiheit und Gerechtigkeit nicht die „moralische Ordnung", sondern dir republikanische Ordnung aasrichtek; Frankreich wird auSsprechen, daß e» sein Wille ist, sowol den Staat als die Gemeinde, die Nation al« das Individuum defipitiv der klerikalen Herrschaft zu entrücken; daß der Priester geachtet und beschränkt bleibe in dem GotteShause, der Schullehrer in der Schule, der Gerichtsbeamte in dem Gerichtssaale, und daß die öffentliche Gewalt niemals zu anderen Zwecken als zu denen des Gesetzes aufgerufen werde. Meine tiefe, auf unzweifelhaften Angaben beruhende Ueberzeugung gestattet mir, ohne acht Tage vor der Abstimmung irgendwie zu übertreiben, die positive Erklärung, daß Frankreich allen Umtrieben gegen die Freiheit seines Votum» zum Trotze den administrativen Druck zurückweisen, die offizielle Kandidatur und deren Werkzeuge brandmarken und weit weg von sich schleudern wird die Royalisten, die Cäfaristen, die Klerikalen, die schleichenden Betrüger wie die gewaltthätigen. Frankreich wird die dictatoriale Herrschaft verdammen, es wird dem Chef der Executivgewalt, welcher in einen Plebiscitskandidalen umgewandelt wurde, keine andere Wahl gestalten, als sich zu unterwerfen oder zurückzutrelen. Was un« betriff!, werden wir, sicher der in so feierlicher Weise constalierten Unterstützung de« LandeS, den Willen desselben gegenüber dem Widerstande einer ohnmächtigen und unverbesserlichen Minorität zur Geltung zu bringen wissen; wir werden ohne Leidenschaft, ohne Schwäche, ohne Entrüstung unsere Pflicht zu erfüllen wissen; die Eintracht aller guten Franzosen, der Liberalen, der Vernunft- oder GeburtSrepublikaner, der Arbeiter, der Bauern, der Bourgeois, der Welt der Arbeit und der Ersparnis wird uns die nöthige Weisheit gewähren und uns unüberwindlich machen für das Vaterland und die Republik." Vom Kriegsschauplätze. Der „Standard" meldet aus Konstantinopel: „Mu'thtor Pascha schlug die Ruffen unter Großfürst Michael nochmals entscheidend, woraus dieselben ein befestigtes Lager am Arpatschai be- nehme Dame betrachtet und auch als solche behandelt. Ich will Sie jetzt allein laffen und wünsche, daß eS Ihnen bei uns gefallen möge. Das Lffm ist in einer halben Stunde fertig." Mit dieser Meldung, nachdem sie der jungen Fremden zu verstehen gegeben, daß sie, Mrs. Bul-lock, obwol Haushälterin, so doch keine Magd war, zog sich die „herabgekommene vornehme Dame" zu Olla's großer Freude zurück. Als Olla mit ihrem Mädchen, welche- inzwischen mit einigen Gepäcksstücken eingelreten, allein gelassen war, unterwarf fie ihre neue Wohnung einer sorgfältigen Prüfung. Da» Gemach war geräumig und hoch und hotte drei Fenster mit der Aussicht nach der Straße. Der Fußboden war mit einem kostbaren Teppich bedeckt; auf der einen Seite der Wand stand ein hübsches Piano, auf der ändern befand sich in einem Alkoven hinter schweren weißen Gardinen das Bett; über dem Kamin standen ein Paar große silberne Leuchter, deren brennende Kerzen das ganze Zimmer erhellten. Ein Sopha, einige Lehnstühle, ein großer runder Tisch, ein kleine- Bücherregal mit prachtvollen Bänden, ein Blumentisch und einige andere für ein Dameuzimmer unumgänglich nothwendige Gegenstände vervollständigten die Ausstattung. (Fortsetzung folgt.) zogen." Nach neuern Berichten betragen die Ber-l ufte, welche die Russen in allen innerhalb der letzten Tage gelieferten Kämpfen erlitten, 15,000, ene der Türken 2500 Mann. Die „Neue Zeit" meldet aus Gornistudeü vom 7. d.: „General Gurko wurde zum Comman« deur der gesummten bei Plewna concenlrierten Kavallerie, Generallieutenant Skobeleff zum Comman-deur der 16. Division, General Dondukoff Korfakoff zum Commandeur de» 13. Armeecorps, General Tottleben zum Gehilfen des Fürsten Karl und Zürst Jmerilinsky zum Stabschef der russisch, rumänischen Armee ernannt, General Zatoff übernahm das Kommando über fein Corps." Bei Plewna steht ein langwieriger Belagerungskrieg bevor, der aller Wahrscheinlichkeit nah den ganzen Herbst und einen guten Theil de» Win-ters dauern wird; denn die russisch-rumänische Armee hat e» da nicht mit einer Festung zu thun, sondern mit einem Complex von befestigten Stellungen, welche einer belagerten Armee immer Raum genug lassen, sich hinter denselben frei zu bewegen und hinter jeder eroberten BertheidigungSlinie eine andere zu errichten. Die Russen halten noch immer den eigentlichen Schipka-Paß und die darin errichteten Befestigungen besetzt. Die Türken haben jedoch auf beiden Flanken dominierende Stellungen erobert, welche den Ruffen die Behauptung des Paffes äußerst schwierig machen. Bald wird aber die Saison dafür sorgen, daß weder Ruffen noch Türken diese Stellungen werden besetzt halten können. In einigen Wochen werden die Spitzen des Balkans eine neutrale Zone zwischen beiden Heeren bilden, denn an Operationen in den Balkan-Defilöen ist vom Monat November an nicht mehr zu denken.___________________ Politische Rundschau. Laibach, 10. Oktober. J«la«d. Uebtc den vorgestern unter Vorsitz de« Kaiser» abgehaltenen Ministerrakh verlautet, daß die Verhandlungen mit Deutschland bezüglich der Erneuerung des Handelsvertrages zu keinem Resultate führen werden. Es entsteht dadurch eine Situation, welche die Schaffung eint» Provisoriums nothwendig macht. Es muß ein Ueber-gangsstadium geschaffen werden, da beispielsweise die Beziehungen, die sich au» dem Appreluroerfahren entwickelten, nicht mit einem Schlage zerrissen wer-den können. Es ist deshalb die Vorlage eines Gesetzentwürfe« an den österreichischen Reich-rath und den ungarischen Reichstag in Aussicht genommen worden, in welchem ein einjähriges Provisorium festgestellt werden soll, um den Uebergang zu erleichtern. Man hofft dadurch auch die Ausgleichs-Verhandlungen selbst wesentlich vereinfachen zu können, da die zollpolitischen Fragen nunmehr nicht zu so heftigen Reibungen führen dürften. Die Londoner Wochenschrift „Ban Faix" ist ermächtigt, die in die Oeffentlichkeit gedrungene Angabe, daß da» Parlamentsmitglied Mr. Butler-Johnstone das Complott für einen ungarischen Einfall von Siebenbürgen aus in Rumänien entweder förderte oder sich an demselben betheiligte, oder daß er Gelder für diesen Zweck lieferte, gänzlich in Abrede zu stellen und zu erklären, daß alle diese Angaben jedweder Begründung entbehren. Der Steuerreform-Ausschuß hielt vorgestern Sitzung, um die ihm in der Steuerreform-Debatte zugewiesenen Anträge in Berathung zu ziehen. Es wurde zunächst in die Berathung der zum § 5 der Personal Einkommensteuer beantragten Progres-sionS-Scalen eingegangen und nach längerer D>s-cufsion ein Sabcomite von sieben Mitgliedern gewählt, welchem die Berichterstattung über sämmtliche vorliegende Scalenvorschläge übertragen wurde. Die nächste Sitzung des Herrenhause« findet am Freitag statt; aus der Tagesordnung derselben stehen die Berichte über die garantierten Eisenbahnen und über die Maximaltarife beim Frachten« verkehr, welche sofort zur Verkeilung gelangten. Ausland. Das Budget für da« Jahr 1878 wird den französischen Kammern sogleich nach deren Zusammentritt vorgelegt werden. Der Ein-nahmen-Ucberschuß beträgt 211/a Millionen Francs. Der Finanzminister wird beantragen, diesen lieber» schuß zu einem Nachlaß der Patenisteuer und zu einer Herabminderung der Stempelsteuer für Han-delseffeclen, sowie der Steuer auf Güterzüge zu verwenden. UeberdieS wird der Finanzminister auch Gesetzentwurf.: betreffs Herabsetzung der Post- und Telegrafengebüren und Reduction der Gelränkesteuer einbringen. Die Wahlbewegung in Frankreich ist in vollem Gange. Der Pariser Korrespondent der „N. fr. Pr." berichtet, daß die Pro» vinjblätter von Wahlcircularen und Wahlreden wimmeln und in Paris in ellenlangen farbigen Affichen die konservativen Kandidaten von den Mauern herab sprechen, die Ordnung und den Marschall preisend. Die republikanischen Kandidaten begnügen sich damit, sich in kleinen Zetteln einfach als Mitglieder der 363 anzukündigen. Der schneidende Conlrast ist wirksam. Die alte Garde der Freiheit rückt langsam, aber sehr wuchiige Hiebe auStheilend ins Feld. Nach ThierS ist Montalivet gekommen, nach diesem die Senatoren der Linken, graur Häupter, Männer, die am Rande de« Grabes stehen, aber ihre Meinung mit einer Schärfe sagen, welche das ganze konservative Lager in Wuth versetzt. Das sind keine Ehrgeizigen, keine Brandleger, und doch wiederholen ste nur, was feit dem 16. Mai jedermann sagte, der nicht absichtlich blind sein wollte. Der Eindruck ihrer Worte war ein solcher, daß Fourtou sogleich ein Circular loSließ, welche« die Präfekten gegen alle jene hetzt, die mündlich oder schriftlich behaupten, die Regierung könnte, gedrängt von ultramontanen Einflüssen, eine Politik befolgen, die zum Kriege führt. Zur TageSgeschichle. ^-Ungarische Goldrente. Die Wiener Börsekammer erließ folgende Kundmachung: „Für den Verkehr in 6perzentiger ungarischer Goldrente haben, den Fall besonderer Verabredung selbstverständlich ausgenommen, 618 aus weiteres folgende Normen zu gelten: 1.) Alle «eschäste find in vollgezahlten, bei Erscheinen -der eine bestimmte Frist na» Erscheinen lieferbaren, von der k. k. priv, öftere. Kreditanstalt für Handel und Gewerbe ausgestellten Interim«» scheinen abzuschließen. Der Kurs versteht sich in Gold-gülden für je st. 100 Nominale; ebenso sind die Slückzinsen in Bold verstanden. 2.) Bei mit Aufgeld gemachten Abschlüssen versteht sich dasselbe ebenfalls in Sold und ist der Emissionsknrs von 80 80 Perzent derjenige, zu welchem daS Ausgeld hinzuzurechnen tommt. 3.) Die Umrechnung der Boldgulden hat seinerzeit in Reichsmark stattzufinden, und zwar mit 20V, Reichsmark für 10 fl. Bold. Die Umrechnung der Reichsmark in österr. Währung wird zum Kurse ■eines von der Wiener Börsekammer später bekannt zu ge» Minden Tages staitfinden, welchen die Börsekammer kund wird." — Unterschlagene Bankgelder. Einige baierische Abgeordnete richteten an die baie rische Staats-regierung nachstehende Interpellation: „Die gesammte baierische Presse brachte wiederholt und unwidersprochen die Nachricht von einem ebenso überraschenden wie folgenschweren Ereignis, welches bei einer Filiale der königlichen Bank, nämlich der Banlfiliale Bamberg, sich zugetragen hat. Dem verstorbenen dortigen Oberbeamten, welcher der Anstalt über 30 Jahre diente, wurden Veruntreuungen in einem erschreckenden Maße zugeschrieben. Die Summe der unterschlagenen Beider soll mehrere Millionen erreichen; die umlaufenden Gerüchte bezeichnen noch höhere Beträge als veruntreut. Auch Privatpersonen werden als Theilnehmer an den verbrecherischen Handlungen genannt. Die Art der Ausführung soll geeignet (ein, die größten Bedenken bezüglich der bestehenden Kontrolleinrichtongen zu erregen. Unverholen und ohne Widerspruch wird der Mangel sachgemäßer Visitation nnd die bestehende Bankorganisation, deren etwaige Aenderung bei dem letzten Budgetlandtage im Finanzausschüsse angeregt und besprochen wurde, als Mitursache dafür bezeichnet, daß so ausgedehnte und während vieler Jahre fortgesetzte Veruntreuungen möglich waren. Di« Aufregung und Beunruhigung, welche diese Vorgänge erzeugen, find ebenso allgemein alS hochgradig, und diese selbst werden zum Nachtheile der Bankanstalt und mittelbar auch der staatlichen Autorität naturgemäß so lange sich steigern, als wegen des Mangels jeder offiziellen Darlegung deS wirklichen Sach. Verhaltes der Mnthmaßung und auch der Uebertreibung Thür und Thor geöffnet ist. Auch der königlichen Staats-regierung muß daran gelegen sein, den wahren Sachverhalt zur Ätnntnis des Landes zu bringen, welches ein Recht aus diese Mittheilungen hat. Die Unterzeichneten erlauben fich nun an die königliche Staatsregierung folgende Fragen zu stellen: 1.) Ist die StaatSregierung bereits im stande, über die bei der Bankfiliale Bamberg vvrgekommenen Veruntreuungen Ausschluß zu geben? 2.) Wie und in welcher Weise wird dieselbe der Kammer der Abgeordneten über diese Vorgänge und die Ergebnisse der jedenfalls ungestillten Untersuchung Mittheilung machen ? 3.) Welche Maßnahmen beabsichtigt die königliche StaatSregierung zur Verhütung ähnlicher Vorkommnisse zu treffen? 4.) Hat dieselbe eine Aenderung der bestehenden Organisation in EiwSgung gezogen, und wenn ja, mit welchem Ergebnisse? Lokal- und Provinzial-Angelegenheilen. Der ununterbrocheneSestand der philharmonischen Gesellschaft. Von P. v. Radics. So weit es mir bisher möglich war, den unausgesetzten activen Fortbestand der Laibacher philharmonischen Gefell-fchaft zu constatiecen, bewegte sich das positive Wissen hierüber zwischen den JnclusionSdaten von 1728 und 1773. Im Jahre 1728 trat die Gesellschaft bei der Erbhuldigung für Kaiser Sari VI. mit einer FestauffÜhrung hervor, und 1773 betrauerte die Academia Philbarmonicorum in einem zu feierlichem Vortrage gelangten Leichengesange den Tod des Laibacher Fürstbischofs Leopold Joses Grasen Pe-tazzi. Es war aber mit der Kenntnis dieser beiden aus dem Schlüsse deS ersten Drittels und aus dem Beginne des letzten Drittels des XVIII. Jahrhunderts herrührenden Jahresdaten noch immer die Möglichkeit offen, daß in dem zwischengelegenen Intervalle von über 40 Jahren ein Stillstand, ja eventuell gar eine förmliche Sistierung der Gefell» schaftSthäligkeit eingetreten wäre. Nun aber erscheint auch dieser Zweifel gehoben, denn es ergibt fich aus einem von mir soeben aufgesunbenen Datum die Gewißheit, daß im Jahre 17 43, also mitten innen zwischen den vorangesührten JnclusionSdaten, eine öffentliche und noch obendrein festliche Aufführung der Akademie der Philharmoniker in Laibach stattgesunden Hat. Es wurde nämlich aus Anlaß der Installation des Laibach« Fürstbischofs Ernst Amadeus Grafen Uttems von der genannten Akademie ein Quartett, die „Theresiade", das ist der zur KrönnngSfeier Maria Theresia'S als Königin ton Ungarn komponierte Jubelgesang, im sürstbischöflichen Paläste zur Aufführung gebracht. Dieser Jubelgesang, für vier Stimmen gesetzt, war mit italienischem Texte versehen, und lautet der (uns leider allein ohne weitere Textfolge erhaltene) Titel desselben wie folgt: „Theresiade. II giubilo dell’ incoronazione dell’ Auguatissima Regina d’ Ongeria, incoronata Regina di Boemia, cantata a quatro voci, seguita e reppresentata nel Palazzo Episcopale nel giorno stesso del Installa-zione di sua Altezza Reverendissima Monsignore Ernesto Amadeo Vescovo di Lubiana etc. ab Academia Philo-Harmonicorum Lab. 1743 in Fol.“ Die Auffindung dieser Datums, für die Beschichte bet philharmonischen Gesellschaft von außergewöhnlicher Bedeutung, beweist, wie gesagt, zur Evidenz den so lange an-gezweifelten ununterbrochenen Fortbestand dieser altberühmten mnfikalischen Institution unserer Heimat! — (Personalnachrichten.) Herr Bezirksrichter Eduard H o f m a n« wurde über eigenes Ansuchen von Möttling nach Egg versetzt. — Dem Landesschulinspektor in Niederösterreich, Herrn Dr. W r e t s ch k o in Wien, wurde unter gleichzeitiger Enthebung von den von ihm bisher im LandeSschulrathe von Niederösterreich versehenen Beschäften bezüglich der Volksschulen und Lehrerbildungsanstalten die Inspektion dir Mittelschulen in Niederösterreich bezüglich der realistischen Lehrfächer zugewiefen. — (AuS dem hiesigen Schwurgericht«» {aalt.) Am 8. d. stand der 19jährige Josef Bösen» 6 ad)er au« Burkfeld vor den Schranken des hiesige« Schwurgerichtshofes; er wurde de» Verbrechen« des Betruges schuldig erkannt und zur Ausstehvng einer vierjährigen schweren Kerkerstrase verurtheilt. — (Uferschutz- und Flußregulierung«, bauten) Die „Laib. Ztg." meldet: „Die in der Saue« flußstrecke nächst Lustthal, Kletsche und DouSko für noth-wendig erkannten Schutz- und Äegulietungsatbeiten solle« demnächst in Angriff genommen werden. Das Ministerium deS Innern hat die Ausführung derselben auf Staatskosten genehmigt, und wurde bereits die diesbezügliche Offert»«* Handlung ausgeschrieben, deren nähere Bedingungen ändern Hmtsblatte der „Laib. Ztg." zu ersehen find. Die ®e» farnrntkosten dieser Bauten betragen nach einer approxima, tieen Berechnung circa 30,000 fl. Die Ausführung derselbe» wird jedoch nur nach Maßgabe der jährlich hiefllr bewilligten 2>otation8mittel auf Grund de» genehmigten Projekte« und der eventuellen nachträglichen Abänderungen derselbin statt» finden." — (Ans den Nachbarprovinzen.) Die „Klagenf. Ztg." bringt in ihrer heutigen Nummer Bericht über eine Serie von im Nabarlande Kärnten verübten verbrechen : In dem Hause des Grundbesitzers Dornet in Tiffen wurde ein Soffer erbrochen nnd hieraus ein in Gold-, Silberund Papiergeld bestehender Gesammtbetrag von 4000 fl. entwendet. — Einem Infanteristen wurden in Klagenfurt Uhr und Kette im Werthe von 50 fl. gestohlen. — Gelegen« Zeitlich eines Wortwechsels, der in Feldkirchen stattfand, empfing der Sohn eines Fleischhauers von einem Knechte mit einem „Wagscheit" einen derart wuchtigen Schlag aus den Kopf, daß der Fleischhauerssohn infolge dessen starb. — (Landschaftl.Theater.) Laibach, 9. Oktober. Steuerzahlen ist des Bürgers und Wollenlernen de« Schauspielers erste Pflicht. A. WilbrandtS große« historische» Schauspiel „Der Gras von Hammerstein" ging unter der Direktion Schwabe zusriedenstellend über die hie» fige Bühne, dem Publikum ist dieses AnsstattungSprodnkt der Wilbrandt'schen Muse noch in lebhafter Erinnerung. Die Direktion F r i tz s ch e that ihre Schuldigkeit, sie führte uns das genannte Schauspiel eben auch mit den hiesige« Bühnenverhältnissen entsprechendem Pomp vor; nicht so der Held des Stückes. Herr Werner ließ die Titelrolle ganz fallen, er mag auf das Studium der dankbaren Hauptrolle eine nur geringe Dosis Zeit verwendet haben, er half fich mit den einem gewandten Schauspieler zugebote stehenden Kunstmittelchen, deren Anwendung ihm jedoch nicht nur keinen Lorbeer, sondern Mißfallen einbrachten. Auch Hr. Ströhl (Kaiser Heinrich II.) litt an Anfällen von Gedächtnisschwäche. Die ganze Vorstellung kränkelte deshalb, im ersten Acte standen sogar bedenkliche, lange Pausen an der Tagesordnung. Wenn die Träger der Haupt- und hervorragenden Rollen fich derartige Verstöße zu Schulden kommen lassen, wie heute die Herren Werner und Ströhl, so wollen wir unS nicht wundern, wenn die ohnehin geringe Zahl der Schauspielbesuchn noch mehr zusammenschmilzt. So geht e8 nicht! Herr Unger (Konrad von Franken) erwarb sich im ersten Akte durch allznlauteS Auftreten eben auch lauten Beifall und zweimaligen Hervorruf, aber auch bedenkliche Heiserkeit. Herr L e n t h o l d gab den Vollblut-Jesuiten „Meinwerk" recht zusriedenstellend; die Heuchelei, die Jntriguen fanden treffenden Ausdruck. Auch Herr Hellwig führte die «olle deS jungen Priesters „Eckart" mit Feuer und Begeisterung durch. DeS besten Eindruckes kann fich die Darstellung der Rolle der „Irmgard" durch Fräulein Anselm rühmen. Diese routinierte, fleißige Schauspielerin erfocht den Sieg des heutigen AbendS durch wohlverständige Auffassung des Geistes der Rolle, durch ge-treuen Ausdruck weiblicher Innigkeit, Ergebenheit, Liebe und Treue, Duldung und Stärke; in den letzten Acten spielte Fräulein Anselm hinreißend, lebhafter Beifall war der Lohn der eminenten Leistung. Die Nebenrollen befanden fich in guten Händen. DaS HauS folgte mit Aufmerksamkeit der Vorstellung, und die wieder in einer Loge allzulaut geführte Lonversation wurde, nicht etwa von Theater-Polizei-Organen, sondern vom Publikum selbst niedergelyncht. Morgen wird in der Operette „Fatinitza" die für Frl. Thalheim neu engagierte Sängerin Fräulein Sipek vom k. k. Theater in Salzburg als „Fürstin Lydia" debütieren und im dritten Rete statt der „Slockenarie" „Variationen* ton Prack al- (Einlage fingen. Die übrige Besetzung der Haupt-partien ist: „Wladimir' Frau Directri« Fritzsche-Wag» net, .Julian von Bolz" Herr Direktor Fritzsche, „Rantfdjn-fpff" Herr Alberti, Jzzet Pascha" Herr L a «k a. Für Freitag bereitet die Direktion die »Schuld einer Frau" mit Fräulein Anselm und Herrn Direktor Fritzschc alt Träger der Hauptrollen und „Die Dienstboten" zur Aufführung vor. — SamStag geht mit neuen Dekorationen zum erstenmale da- Ausstattungsstück „Der artesische Brun-oen“ in Szene, wobei die Lalospinthekromokrene zur Verwendung kommt. Witterung. Laibach, 10. Oktober. Die einförmig düstere Bewölkung anhaltend. heftiger SO. Wärme: morgen- 7 Uhr + 5 8\ nachmittags 2 Uhr + 9 0« C. (1876 + 20-8V 187f> + 17 4» C.) Barometer 786 80 mm. Da» gestrige Tagesmittel der Wärme + 7-2°, um 5 3* unter dem Normale.________________________________ Angekommene Fremde am 10. Oktober. Hotel Statt toten. Elwenich, »{m., Frankfurr. — Fell. Qiebel, SchüNderg. — Marquis v. Gozani, k. k. Bezirks-commifsär, summt Gemalin, Jtiainburg. — Bade, Äfm., Hamburg. — Äetsevani, Realitätendefitzer, Dumberg. — Modrusan. Karlstadt. — Reßnik, Buchhalter. Triest. — Schonta, k. k. Schiffslieutenant, f. (Bemalin, Pola. H«te( Elefant. Hinze, HaaSberg. — Hkdniker, Unter» krain. — Jarisooich, Muggia. — Äecl, Bürgermeister, s. Familie, Stein. — Hruschina, Reis., Töpliz. — «ratky, Förstcrswiiwe, s. Tochter, Wien. — Neuner, Lieutenant, Älagenfurt. — Sirk, Äaufm., und Potoimk, Triest. — Bidmar, Pfarrer, Brem. Bairischer Hof. Ryrnnohr, Hdlsm., München. — Mafi, Bahnbeamter, |. Familie, Graz. — Zavadlal, Wien. Mohre«. Hartmann, Weiteusteiu. — Steyrer, (Bratroein. — Jenitzer, Agram.__________________________________________ Gedenktafel über die am 13. Oktober 1877 stattfindenden Vicitotionen. 3. Feilt), Perhauc'sche Real., Potoke, 86. Senosetsch. — 3. Feitb., Osana'sche Real., Präwald. BÄ. Senosetsch. — 3. Feilb., Strumbetz'sche Real., Untergolo, BB. Laibach. — 3. Feilb., Zakrajsek'sche Real, Bellka Jlooagora, 8®. Laibach. — 3. Feilb., Wrurn’scbe Real.. Selo bei Panze, BG. Laibach. — 3. Feilb., ötad’fchc Real., Förtfchach, BÄ. Laibach. — 2. Feilb., Pegan’We Seal., Wppach, BG. Wip. pach. — 2. ^eilb., Bauier'sche Real., Podraga, BÄ. Wip- pach. — 2. Feilb., «Silt’jche Real., (Bora, 8<8. Reisniz. — 2. Feilb., Selan'sche Real., Jnnergoric, BÄ. Laibach. Theater. Heute (gerader Tag): Zum erstenmal: Hotel (B o 6 e l o t. Schwank in 3 Acten von Lhrisafulli und Sardou. Morgen bei ausgehobenem Abonnement (ungerader Tag): F a t i n i tz a. Komische Oper in 3 Acten, mit Benutzung eines dem Faublas entlehnten älteren französischen Stoffes von F. Zell und Richard (Benie. Musik von Franz v. Suppe Telegramme. G o r n i st u d e n, 8. Oktober, offiziell. Die russische Solenne auf der Straße nach O«man Bazar entsandte eine fliegende Colonne gegen das Dorf Korlubrg, um die Baschi - Bozuk« für begangene Grausamkeiten zu strafen. Die unvermuthet über» fallenen Türken erlitten bedeutende Verluste und ergriffen die Flucht. DaS Dorf wurde niedergebrannt. Konstantinopel, 9. Oktober. Schlechte« Wetter In Bulgarien verhindert die Operationen. Im Schipka-Paffe reichlicher Schneefall. Karajal, 8. Oktober. 4000 Aufwiegler in Daghestan erlitten am 30. September und am 3. Oktober Niederlagen bei Kaikent und Dschemi-kent; fie verloren 550 Mann und 300 Gefangene. Der Verlust der Ruffen betrug 18 Mann. Mukhtar Pascha verlor bei den letzten Kämpfen 6000 Monn. Budapest, 10. Oktober. (Fruchldörse.) Prima-Weizen, per Meterzentner 80 Kilo effektiv wiegend, kostet 12 fl. 20 kr.; Usance-Weizen 10 fl. 85 kt., Umsatz belanglos, Geschäft unverändert. Telegrafischer Kursbericht am 10. Oktober. Papier-Rente 63-66. — Silber-Rente 66 40. — (Bold. Rente 73 75. — 1860er Staats-Bnlehen 109 90. — Bankaktien 836. — Kreditactien 206—. — London 119'—. — Silber 105 40. — *. k. Münzdnkaten 5 70. — 20-FrancS Stücke 9'54'/,. — 100 Reichsmark 58-75 Erste k. k. priv. Domn-Dampffchiffahrts-Grsellschafl. Wir beehren unS hiemit zur Kenntnis zu bringen, daß der Schluß der diesjährigen Paffagierfahrten zwischen Linz-Wien-Budapest wie folgt siatisindet: Letzte Fahrt: Letzte Fahrt: von Linz nach Wien am 15. Oktober, Bon Wien nach Budapest am 15. Oktober, „ Wien „ Linz „ 13 Oktober. „ Budapest na» Wien „ 13. Oktober. Letzte Fahrt mittelst Lokalschiff: von Wien nach Pressburg am 14. Oktober, von Pressburg »ach Wien am 15. Oktober. Dagegen wird vom 14. Oktober unbefangen täglich ein Paflagierfchiff zwischen Budapest und Raab wie folgt verkehren; Bon Budapest nach Raab täglich 7*/, Uhr früh (erste ftahrl am 14 Oktober), „ Raab nach Budapest „ 7*/, „ „ (erste Fahrt am 15. Oltober). Gesucht wird ein Gewölbe, sogleich zu beziehen. Auskunft im k. k Tabak-Hauptverlag. (506) 3-1 Wien, am 7. Oktober 1877. (505) Die Ketriebs-Direetion. Wohnungs-Veränderung. lei, Dr. Friedrich Heesbacher wohnt jetzt Nathailsxlah Kr. 10, 1. Stock (Pammer'sches Haus). (502) 3-1 Sprechstunden von 7 bis 8 Uhr morgenS und von 2 bis 3 Uhr nachmittags. Herren-Wäfche, eigenes Erzeugnis, olideste Arbeit, bester Stoff und zu möglichst billigem Preise empfiehlt C. J. Hamann, Hauptplatz Nr. 17. Auch wird Wäsche genau nach Maß und Wunsch an-gefertigt und nur bestpaffende Hemden verabfolgt. (341) 41 In Ijalbach. & s . Achte regelmäßige der {vruinifctWti Induftrie~@efelf (cfiaft tn am 30. Oktober 1877 um 4 Uhr nachmittags im Directions-Bureau der Gesellschaft. Tagesordnung: a) Bericht über die Ergebnisse des Geschäftsjahres 1876/77. b) Bericht des Revisionsausschusses. Die Herren Aktionäre, welche ihr StimmreLt auSzuüben beabsichtigen, werden im Sinne des § 10 der Statuten ersucht, ihre Helten bis 28. Oktober a. c. bei der BefellschastSkaffe zu deponieren und die LegitimationSkarten daselbst zu beheben. (495) 3—1 Der Obmann des Verwallungsrathes. Druck von Jg. v. «leinmayr 6 Fed. »amberg. Verleger: Ottomar Bamberg. Für Die Redaction verantwortlich: Staut Müller.