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Der seit Jahrzehnten dauernde nationale Abwehrkamps gegen die Slaven und sonstige nichtdeutsche Völker-schasten heischt gebieterisch die Zusammenfassung aller völkischen Kräfte. Darüber war man sich »llerdingS nur in akademischen Auseinander-fetzungen immer klar, daß wenn das Deutsch-tum im Gegensatze zum Slaventum in Frage steht, aus deutscher Seite die Sache doch auch so liegen müsse, wie aus slavischer. Auch die Slaven kennen ihre verschiedenen Parteiströ-wungen, auch unter ihnen gibt eS Kämpfe und Streit in grundsätzlichen Fragen der Freiheit«-und dcr Wirtschaftspolitik; aber national geeint stehen sie immer da, wenn es den Borstoß zegen die Deutschen gilt. Auf der Abwehrseite »der sieht man daS Gegenteil. Und da find zwei Richtungen im selben Bestreben, den Zusammenschluß oller Deutschen in nationalen Fragen zu verhindern, einig, zwei Richtungen, die sonst einander schnurstracks Eine Schaulpielsatjrt nach Hilli. Humoreske von Francine M a n n j o n n g. Eine große Freude wird dein Schanspielerpe» smalc allwöchentlich mit den Fahrten nach Cilli bereitet. Aengstlich studiert man da» Wochenrepertoire »«d freut sich, wenn man nur einmal hinunter muß. Die Operette freilich, die hat es Verhältnis-»big 3"?. Wenn auch der Sonntagsbraten nicht in Ruhe zmossen werden kann, nnd man auf den famosen Lchivarzen im Kasino verzichten muß, so kommt man doch, ivenn auch halb gerädert, um Mitternacht «ach Hause und kriecht frohgemut in seine Kiste! Freilich, die Fahrt gerade vor dem Mittagessen [ antreten zu müssen, gehört ja auch nicht zu den | Annehmlichkeiten, besonders wenn man zu sparen [ genötigt ist und kein opulentes Mahl dann in CilliS .weißem Ochsen" einnehmen darf. Wenn man auch die Zeit bis zum Anfange, respektive Garderobe gehen, tot schlagen muß, so fSngl man doch drüben um 6 Uhr an. Man kann ohne Aufregung des Zngversäumens ruhig feine £rtie singen, den Applaus glücklich lächelnd in _ Pfang nehmen, sich ruhig abschminken, sogar zu icht essen und um dreiviertel 10 Uhr vergnügt da Landeshauptstadt zu fahren. Anders ist das mit dem Lust- und Schauspiel. Die müssen öfter daran als die glückliche Äiwtagsopercttc; mancher Seufzer entringt da sich tai mehr oder minder schönen Lippen, und besonders di der Direktor nur dritte Klasse zahlt und wer mit dem Personenzug dritter Klasse je gefahren, vird den Schmerz, besonders der weiblichen Mit-glitder, begreisen können. Nur süns Glücklichen ist es huldvoll gestattet, sich zweite Klaffe selbst daraus zahlen zu können. gegenüberstehen: Die schwarze und die gelbe Internationale. Judentum und römischer Kleri-kaliSmuS reichen sich sofort die Hände» wenn eS gilt einen noch ihrer Ansicht drohenden Zu-sanimenschluß sonst emander gegenüberstehender deutscher Parteien für nationale Anliegen zu verhindern. Da« ist eine Erscheinung seit Jahrzehnten. An volltönenden Phrasen für Deutschtum und deutsches Recht hit es Partei und Presse der goldenen Internationale nie fehlen lassen; auch die Klerikalen strengster Obfervanz erschöpfen sich immer — wenigstens vor ihren Wählern — in Versicherungen ihrer deutschen Gesinnung. Wenn es aber wirklich einmal eine deutsche Tat gilt, wenn etwaS geschaffen werden soll, doS sich über *die DentschtumSphrase des Alltags emporhebt und wirklich nationale, praktische Politik bedeutet, dann finden sich die beiden im Bestreben, dies zu verhindern, zusammen. So warS auch jüngst wieder. DaS Abge-ordnetenhauS hat kaum seine Tätigieit im großen wieder ausgenommen, als man auch schon von bcidln Seiten daran ist, den im Werden begriffenen deutschen Block, der geschaffen werden soll tm Gegensatze zum bereits bestehenden slavisch-romanischen, zu zerstören. Die Klerikalen zerren immer wieder die Wahrninndangelegenheit hervor und die Bölsen« Und, o schreiende Ungerechtigkeit, das starke Ge^ schlecht ist so vngalant, dem Schwachen mit roher Gewalt vorgreifen zu wollen, und es bedarf der ganzen Autorität des Direktor» sowie des Sekretärs um die ansbrcchendc Unzufriedenheit zu unterdrücken. Aber möge der Gestrenge nnr einmal selbst in fürchterliche Enge eingekeilt — der Zug ist immer stark besetzt — vermischt mit den Gerüchen der ver> schiedenanigsten Menschenklassen in zweieinhalbstün-diger Fahrt es allwöchentlich selbst minnache», er würde mit seinen Mitgliedern Erbarmen haben und allen die zweite Klasse zuteil werden lassen. Um halb 3 Uhr beginnt schon langsam der Aufmarsch der Mitglieder. Der Sekretär mit dcr großen Reisetasche erscheint als wichtigste Person zuerst. Er hat die Gelder, Scheine, Legitimationen, und alles sonst nötige bei sich, und muß sorgsam seine Herde zählen, ob keines seiner Schäschen fehlt oder Miene macht zu streiken. Der Theaterdiener ist sein treuer Begleiter, während dessen Frau aus das Reisegepäck acht gibt. Der langjährige Regisseur erscheint, die unver-meidliche Zigarre im Munde, als Zweiter, aber seine Würde, seine Höhe, entfernt jede Vertraulichkeit. Der elegante Charakterspieler hat den neuen Wiiiterrock mit dem Glockenfchnitt angelegt, um auch in Cilli den Mädeln das Herz schwer zu machen, während der blonde Bonvivant wehmütig einer schönen Kollegin nachsieht, die mit der kleinen Naiven hastig über zweite oder dritte «lasse diskutiert! Der Komiker und der Liebhaber erzählen sich vor dem Einsteigen die neuesten KafseehauSwitze, während die komische Alte mit der Anstandsdame ein interessantes Gespräch über Behandlung junger Hunde sührt. Der ewig hungrige Inspizient beißt gerade in einen großen Apsel, und die Heldin knüpft sich schon x-male aus Nervosität den Handschuh auf und wieder zu. Presse schürt und hetzt, um den Gegensatz, der in dieser Frage hervorgetreten ist, immer wieder frisch zu beleben. Und wenn da auf liberaler Seite für die Zwecke des Judentums Elemente in Tätigkeit sind, die sonst unter dentschnatio-naler Flagge segeln, so wird daran nichts ge-ändert. Der Mantel mag schwarz-rot-golden schimmern, er ist aber dem Judentum verpfändet; verpfändet iu dem Sinne, daß diese Sorte deutschnationaler Politiker — im besseren Teile unbewußt — im gewissen Teile aber sogar bewußt im Solde der Börse steht und dem Kommando der „Neuen Freien Presse" ebenso folgen muß, wie der schwarze Heerbann dem Roi»S. Das Schlimmste daran ist, daß bei diesen Versuche», unter der Borspiegelung deutsch-nationaler Politik, undeutsche Politik zu machen, zuweilen auch eine parteiamtliche Marke miß-braucht wird. Hier gilt es Wandel zu schaffen und da« ist notwendiger als es manchem dünken mag. Des parteiamtlichen Gewände« entkleidet, würden diese Friedensstörer in ihr nichts zurück-sinken, denn sie haben nur Bedeutung, solange sie glauben machen können, daß jemand hinter ihnen steht. Nimmt man diesen Glauben der Oefsentlichkeit, dann hat eS auch mit der Brunnenvergistnng eilt Ende. Endlich fährt der Zug. Der erste Liebhaber erreicht noch mit Müh nnd Not einen Platz in der zweiten Klaffe, wo die fünf Glückliche» schon in vornehmster Position sitze«. Der Sekretär atmet erleichtert aus. Die dritten Klassistcn haben sich zusammen-gesetzt, die Männer spielen Karten, und die Souf-steilst, die gefürchtetste Person des ganzen Ensemble« führt wie gewöhnlich das große Wort. Trotzdem man ihr schmeichelt, weil der Schau-spieln doch sterblich hie und da ist, besonders der männliche Teil, ist sie doch die gefürchtetste Person des Ensembles. Ja selbst dcr Regisseur wagt es nicht, ihren Redeschwall einzudämmen, denn sonst könnte einmal mitten in seinem größten Monolog ihr ..zufällig" das Buch a»S der Hand fallen. Das wäre mehr als unangenehm! Der jugendliche Liebhaber, der größte Spaß-vogel des Enfenibles. macht ihr in »»»verantwort-licher Weife die Eour, und der Heldenvater offeriert ihr eine Zigarette nach der andere», um ihr den kleine» M»«d z» stopfen, aber umsonst ist all sein Tun. Der Inspizient, über den sich einer Kleinigkeit wegen die Schale ihres Herzens in ausgiebigster Weise ergießt, atmet erleichtert auf, als Steinbrück anSgernfen wird. Alles eilt hinaus, um den steifgewordenen Gliedern etwas Bewegung zu verschaffen, die tro» ckenen Kehlen anzufeuchten, und die Liebliche ruft Ihnen nach: „daß mir a Bier bringst, i hab a an Durst!" Und richtig, sogar drei statt eines Krügel« werden ihr dienstwillig gereicht. Endlich, die Dunkelheit hat über die schöne Gegend schon ihren Mantel gebreitet, erreicht man Cilli, und stürzt hastig dem Ausgange zu, um vor Beginn »och eine Schale Kaffee trinken zu können! Und die Opser, die nicht mit dem Nachtschnellzug ertt 2 Deutsche Wacht Kuwu-e^ 29 Interpellation der Abgeordneten R. Marckhl, Einspinne?, Dr. Hos mann und Genossen an Lkine Exzellenz den Herrn Minister des Innern, betreffend die gegen die Nanner Sicherheitswache und die Stadtgemeinde Rann betriebene Hetze. Schon mehrere Jahre hindurch wird gegen die städtische SichcrhcitSwache und die Stadtgemeinde-Vertretung in Ran» in unerhörter Weise gehetzt. Als Borwand dient der Umstand, daß die beiden den Sicherheitsdienst versehenden Wachleute gerichtlich vorbestrast sind. Diese Abstrasungen sallen nun der Hauptsache nach in ihr Kindes- und Jünglingsalter und sind die Rechtssolgen längst schon erloschen. Beide Wachleute versehen schon seit vielen Jahren ihren anstrengenden Dienst gewissenhaft, pstichtgetreu und zur vollsten Zufriedenheit ihrer Lorgesetzten. Trotz der ärgsten Provokationen und Exzesse, welchen sie infolge der planmäßigen Ber-hetzungen und frivoler Anschuldigungen ausgesetzt sind und in denen das Bestreben, sie nm ihren Dienst und damit um ihr schwer verdientes Brot zu bringen, deutlich zutage tritt, verstanden eS beide Wachleute, währeud ihrer ganzen langjährigen Dienstzeit die ihnen durch ihre Dienstpflicht gezogenen Grenzen ein« zuhalten, mit Ausnahme eines einzigen Falles, der zur Berhängung einer Geldstrafe von 10 K, wider den einen der beiden Wachleute wegen einer gering-sügigen Ehrenbeleidigung führte. " Es ist daher ganz unmotiviert und verwerflich, wenn man ihre früheren Abstrafungen, die kein Hiuder-nis gegen ihre Anstellung bildeten, nunmehr zu dem Zweck ausschrotet, um die Stadtbehörde zu diskredi-tieren und die beiden Wachleute brotlos zu machen, abgesehen davon, daß für diesen angesichts der in Betracht kommenden höchst exzessiven Elemente äußerst schwierigen und ausreibenden Dienst nur schwer geeignete Bewerber zu finden sind. Wie unbegründet der Borwurf des Amtsmißbrauches, der falschen Zeugenaussage u. dgl. ist. geht am deutlichsten daraus hervor, daß sich keine dieser schweren Anschnldiguugeu als stichhältig erwies, dagegen diejenigen, welche sich, wohl auch durch die andauernde' Verhetzung ausgestachelt, zu Aus-schreitungen und Gewalttätigkeiten gegen die Sicher-heitSorgane verleiten ließen, wegenS Verbrechens der öffentlichen Gewalttätigkeit oder ähnlicher Delikte abgestraft worden sind. Daß die im Lause dcr Jahre gegeu die er» wähnten Wachorgane eingebrachten Interpellationen nur geeignet waren, die gauz uunötig herauf- heimkehren, denn da dürfen auch nur fünf fahren, eilen zum „Weißen Ochsen", um sich die Zimmer zu bestellen und dem Stubenmädchen einzuschärfen, recht gut einzuheizen, damit das Zimmer nicht zu kalt und die Betten zn feucht wären! In der Garderobe kommt man schon in bessere Laune, sie ist behaglich durchwärmt, hübsch groß, die Beleuchtung ist viel heller als in Laibach, man hat wenigstens Platz, im halbblinden Spiegel seine Toiletten mustern zu können, und brummt selbst nicht über die vielen Stiegen, welche zu den weltbedeu-tenden Brettern hinabführen. Und ist die Bühne auch recht klein, die Kulissen und sonstigen Behelfe primitiv, man spielt doch hier sehr gern, denn das Haus ist immer von einem verständigen, eleganten Publikum sehr gut besucht. Man solgt dem ödesten Lust« und den schau-rigsteu Schauspielen mit Ansmerksamkeit, der Schauspieler wird dadurch aitgeregt und kommt in Stimmung. In Laibach'S Prachtbau wirkt die Leere oftmals lähmend, und der komischen Alten entringt sich der Seufzer: „ja, wenn das Alles bei uns auch so wäre, blieb ich bis an mein seliges Ende in Laibach I" Ist man so glücklich, noch im zweiten Akte auSgerungen zu habe», und hat die Hoffnung, den 10 Uhr Zug zu erreichen, so jagt man oft «»ab-geschminkt, mit losem Kragen, die Krawatte in der Linken schwingend dem Bahnhof zu, wo die niedliche Kassierin schon vorbereitet, im Augenblick der höchsten Not sogar zum Koup6 die Karte herein reicht, die ihr zugeworfene Kußhand lächelnd entgegen nehmend! Nach der Borstellung geht man gewohnheitS-mäßig zum „Ochsen". ..Na ja" sagt daS vnkot terrible der Gesellschaft, aus die Aufforderung anderswo zu speisen. „Ach ja, ich geh schon am liebsten zu meines gleichen", was ein homerisches zustimmendes Gelächter hervorruft! beschworen? feindselige Stimmung gewisser exzessiver Elemente gegen sie zu nähren, ist leicht zu begreisen, wen« man jenen Ton und jene DarstelluugSweise wählt, deren man sich in diesen Interpellationen, insbesondere in jener vom 4. Dezember 1907, bedient. Immer wieder werden die Sicherheitsorgane als die Schuldign! hingestellt und weil nun die gericht-lichen Nachspiele der verschiedenen an ihnen verübten Gewalttätigkeiten nnd Ansschreitnngen zur Berurtei-lung der Exzedenten führten, scheut man sich nicht, die staatSanwaltschaftlicheu und richterliche« Funktio-näre des Mangels an Objektivität zn zeihen. Welcher Art derartigen tendenziösen und ein-seitigen Darstellungen beiznmesfeu ist, wird für jeden objektiv Denkenden und Urteilenden auS den Ergeb-nissen der einschlägigen Strafverhaudluugeu, ins-besondere jener, die am 9. März l. I. beim k. k. Kreis-gericht Cilli abgeführt wurde, klar. Den Gegenstand dieser Verhandlung bildete eben jener Borsall, auf den mit besonderem Nachdruck in der erwähnten Interpellation des Abgeordneten Dr. Beukovic nnd Genossen verwiesen wurde. Das Vorgehen des Wach-organes fand volle Rechtfertigung, während die drei beteiligten Exzedenten wegen Verbrechens der öffentlichen Gewalttätigkeit zu mehrmonatlichcn Kerker-strafen verurteilt wurden, dieS aus Grundlage eines umfassenden Zeugenbeweises. Mehr als 20 Zeugen wurden einvernommen und das Bild, welches sich bei der Verhandlung entrollte, war ein ganz anderes, als wie es sich nach jener Schilderung darstellte. Bezeich-»end ist es, daß nach dem Berichte eines flovenische« Blattes der Staatsanwalt sich veranlaßt sah, die Angeklagten als ein Opfer einer gewissenlosen, gegen die Ranner SicherheitSwache betriebenen Hetze zu bezeichnen. Die an den Wachleuten verübten Gewalttätig-leiten erhielten dadurch eine charakteristische Jllu-stratiou, daß die Exzedenten Droh- und SchmShrufe gegen die deutsche Stadtbewohnerschast ausstießen, woraus wohl deutlich zu entnehmen ist, welch bedenk-liche Wirkung die andauernden Hetzereien bereits zeitigen. Nicht uur gegen die Wachorgane, sondern auch schon Hegen die deutsche Stadtbewohnerschaft richtet sich die Stimmung der Exzedenten. Ddm muß ehestens Einhalt geboten werden, soll nicht die Ausstachelung der Leidenschaften nnd Unser-nunft Erscheinungen noch bedrohlicherer Art znr Folge haben. Sollte es noch eines Beweises für die Behaup-tung, daß planmäßig vorgegangen wird, bedürfen, fo genügt wohl der Hinweis auf die aktenmäßig fest-gestellte Aeußerung einer der bei einem frühere« ähn-lichen Exzeffe beteiligten Personen, welche damals in Die füus vom Schicksal bevorzugten Großan-gureu eilen nach der Stillung ihres Hungers und Durstes, in die rauch- und dunstgefchwängerttn Räume des C'ates. während die zurückbleibenden Opferlämmer ihre Zimmer aufsuchen, gesührt von der freundlichen Einsagerin, die vom Direktor zur Strafe ihrer Sünden verurteilt ist, immer zurück zubleibe»! Um halb 2 Uhr geht der Eilzug. Froh eilt man ins warme Conp6, versucht so gut es geht ein wenig einzunicken, und trabt um einviertel 4 Uhr früh, wenn der Nebel und die Kälte am stärksten, schön per pedeS, da nie ein Wagen um diese Stunde den Laibacher Bahnhos verunziert, in seine oft recht entlegene Wohnung. Da bei der Herren-welt des Theaters die Galanterie sehr entwickelt ist, so können die jüngsten Damen schön allein ihrer Behausung zu eilet«. ES geschieht ja )o nix, sagen die lieben Kollegen, „denn zu was existieren die Schutzengel!" Und doch zieht mau das Nachtopser vor, als schon um 7 Uhr früh, wenn kaum die ersten Hähne krähen, sein warmes Bett, mit der Eisen-bahn zit vertauschen, — und halb gerädert und erfroren nach zweieinhalb stündiger Fahrt in Laibach anzukommen. Gewöhnlich hat mau dann das Vergnügen, ohne etwas warmes im Mögen zu haben, auf die Probe zu eilen, wenn einen das Stubenmädchen zu spät geweckt, oder man für die Stirnlvckchcn zu viel Zeit gebraucht hatte, weil der Spiritus im wichtigsten Moment gerade ausging! Und darum sind die Schauspieler fo betrübt, wenn aus dcr Probetasel zu lesen steht: „Den so und so vielten in Cilli .... Gepäck muß um 12 Uhr im Theater sein." Abfahrt: 3 Uhr 8 Minuten. der AdvokaturSkauzlei dcS genannten Interpellant» bedienstet war und sich wegen der Beteiligung an de» Exzesse eine gerichtliche Verurteilung zugezogen hat. Diese Aeußeruug lautete: „Wir provozieren ja. damit man gegen die Polizei Stoff habe, daß sie u»j einsperre." Ein derzeit noch anhängiges Strafverfahren wird darüber Aufklärung bringen, inwieweit auch noch e>n anderer Angestellter jener Advokaturskanzlei zu der in der erwähnten Interpellation erfolgte« Veröffentlichung der höchst beleidigenden haltlose« Beschuldigungen und Anwürse beigetragen hat. Die Bewohnerschaft Rann# fühlt sich begreiflicherweise angesichts dieser Vorfällt und der über handnehmenden Ausschreitungen im Stadtgebiete, die sich zumeist auswärtige, durch die offenkundig be> trieben? Verhetzung der sonst friedliebenden Um> gebuugSbevölkeruug aufgestachelte exzefsioe Elemente zu schulden konimen lassen, ties beunruhigt. Jst^ doch ein derartiges Vorgehen geeignet, zwischen der Stadt bewohnerschaft und der UmgebungSbevölkerung den Frieden zu stören und einen tiefe« Gegensatz mit allen seinen üblen Folge« herbeizuführen. Die Gefertigten stellen daher an Seine Exzellenz den Herrn Minister des Innern die Anfrage: „Ist Seine Exzellenz geneigt, von den ge-schilderten Vorkommnissen Kenntnis zu nehmen, im geeigneten Wege die Urheber der mvähnfe* Verhetzung eruieren zu lassen und das Nötige zn veranlassen, damit dieser Verhetzung im Interesse der Ruhe und Ordnung ehestens Einhalt getan werde?" Wien, 2. April 1908. Folgen die Unterschriften. Politische Rundschau. Qntrireilnreira im deutsche» In einem Wiener Blatt war am letzten Soan> tag zu lesen, daß sich im Deutschnationalen Lei-bände eine Sezession vorbereite, da die Abgeordnet» Sylvester, Hofmann von Wellenhos, Einspinnet. Weidenhofer, Perathoner, Pirker, Erb und Winter nicht gesonnen seien, noch weiter eine Politik mit-zumachen, deren leitender Gedanke das Zusammen-gehen der dcutschfrciheitlichcu Parteien mit dn Christlichsozialen in allen nationalen Fragen sei. In unterrichteten parlamentarischen Kreisen wird diese Darstellung jedoch als völlig unzutreffend a-klärt. Die erdrückende Mehrheit der deutschftnheit- Hrinne ungs edichte »n den Jltt-Belchskanzler. ^Entnommen dem Gedichtbuche, daS Max Bewa unter dem Titel „Vaterland" herausgegeben hui (Goethe-Verlag in Laubegast-Dresden). So lang das Heidekraut noch blüht. So lang ein Herz für Deutschland glüht; So lang in der Mark die Eichen steh'n. So lang die Wolken am Himmel wehn; So lang der Rhein in Freiheit rollt. So lang man Lohn in Undank zollt: So lang wirst du auf Erden Geliebt, gesegnet und gelästert werden! • Nun dein Mund sich hat geschlossen. Wirst du wunderbar beredt; Kümm're dich nicht um die Possen Dessen, der dich nicht versteht; Klarer als die schärfsten Glossen Spricht der Geist, der aus dir weht! * Schlaf wohl, du guter und getreuer Knecht, Mit deinem Pfund gewuchert hast du recht; Ein echter Deutscher, hast du über Nacht Sechzig Millionen deutsch gemacht. » Seines Wappens Farben sind an ihm erfüllt: Blau wie der Himmel brach sein treues Auge; Weiß wie der Schnee ruht hier sein weißes Hau»: Und golden blinkt der Küraß seiner Ehre. « Geboren in Preußen; Gestorben in Deutschland; Betrauert in der Welt. fbtmv a. 29 Ii&cn Abgeordneten ist darnach bei voller Aufrecht-erhaltung ihrer politischen Ansichten von der Ueber-Hugung durchdrungen, daß unter den gegebenen Verhältnissen der taktische Zusammenschluß aller dntlsdiut Parteien in nationaler Beziehung die uner-läßliche Voraussetzung sowohl der Wahrung der deutschen Interessen, als auch der Arbeitsfähigkeit de« Abgeordnetenhauses sei, zumal, da über kurz oder lang die Frage der Revision der Geschäfts-»rdnung des Parlaments auf die Tagesordnung Iklangen wird, an der die Deutschen als geschlossener lörper teilnehmen müsse», soll diese Revision nicht gegen sie gemacht werden. Oi»ig »»er Der deutsche PolkSrat sllr Böhmen hat in seiner äußerst zahlreich besuchten Sitzung am 3. April nachstehende Kundgebung beschlossen: Dem deutschen Volksrate für Böhmen sind auf seine An-regung zum Zusammenschlüsse aller deutschen Land-tagSabgcordiieten von mehr als 70 LandtagSabgeord-arten Zuschriften zugekommen, worin diese die Not-wendigkeit der Einigkeit aller deutschen Abgeordneten anerkennen. Der deutsche BolkSrat, der aus allen deutschen Parteien besteht, kann nur wiederholt dem Wunsche Ausdruck verleihe», es möge im Landtage dem geeinten Tschechentum eine geeinte deutsche Vertretung gtgtnüberstehen. Im böhmischen Landlage besitzen auch die wirtschaftliche» und poli. tische» Fragen hervorragende nationale Bedeutung und es ka»» daher wohl dem deutschen BolkSrate nicht verwehrt sein, dahin zu wirke», daß die wichtigste nationale Vertretung der Deutschen in Böhmen durch eine sestgeschlossene nnd einheitliche Organisation in die Lage versetzt erscheint, die nationalen Interessen im Lande mit vollster straft zu wahren. Der deutsche Bolksrat hält übrigens an dcr A n s t ch t s e st, daß bei Lösnng nationaler Fragen jeder politische Parteistandpunkt zu ver-schwinden habe. £>ic AreiSeit in Alugar». Bon den slovakische» Führern befinde» sich zur Zeit im Waitzner StaatSgesängnisse Abgeord-»eler Ferdinand Jnriga (2 Jahre), der Journalist Dusan Porubßky (1 Jahr), Martin Albiny (l Jahr) und Julius Pesnjavi (6 Monate). — Im Szege-diner Ltaatsgefängnisse befinden sich Pfarrer Andreas Hlinka (2 Jahre), der Arzt Dr. Lorenz Szrobar st'/, Jahre), der Buchhalter Julius Schlachta (1 Jabr), der Pfarrer Josef Tomik (6 Monate) und Johann Janovicz (4 Monate). — Bon Rumänen «finden sich derzeit nur der Lehrer Johann Milutin [(> Monate), der Redakteur der „Unirea" Anrel !omsa (8 lllionale) die Mitarbeiter der „Tribuna" Devietrius Jova und Binzenz Bojku (je 6 Monate) im Serker; demnächst wird auch die Strafe des kürzlich ju lJahre» verurteilte» Mitarbeiters der „Lupta" Georg Stojka rechtskräftig. — Zwei zu mehreren Jahren Kerker verurteilte deutsche Schriftleiter sind ms Ausland geflohen. Aus jStst&t u»r> Land. Sine Kundgebung der nnterlieirischen deutschen Lehrerschaft. Sonntag den 5. April fand im Zeichensaale Ux LandeSbürgerschule die Hauptversammlung des llntersteirischen deutschen Lehre, Vereines unter überaus starker Beteiligung der Mitglieder statt. Der Obmann des Vereines, Herr LandeSbürger lchullehrer August Aistr' ch begrüßie unter den Er-fchienrnrn besonders den LandtagSabgeordneten der Etabt Cilli Herrn Mortz Stallner, Herrn Bürger-«elsler Dr. v. Jabornegg und Herrn Stadt-dxtivorstand Dr. Amdroschitsch, welcher als Vertreter deS Untersteirischen deutschen BolkSraleS »schienen war. ReichSratsabgeordneter R. Marckhl hatte sein Fernbleiben brieflich entschuldigt. Der Vorsitzende würdigte in seiner Eröffnurrgs-««spräche die Bedeutung des RegierungSjubiläums. Dcr Schriftführer Herr Landesdüigerschullthrcr kaumgartl erstattete den Tätigkeitsbericht des AitischusfeS. Herr Lehrer Josef H o r w a t h berichtete über feil Haftpflichtversicherung der Lehrpersonen für Un-zlücksfälle, die sich in der Schule ereignen. Herr A i strich machte die Anregung, anläßlich Wj Aaiserjubiläums ein Asyl für verwahrloste «inder mit einem Knabenhorte für Cilli zu errichten, worauf Herr Bürgermeister Dr. d. I a b 0 r n e g g vas Wort ergriff und erklärte, daß zu dem gedachten Zwecke ein Betrag von 69.00) K bereu» vorhanden sei und daß diese Idee daher leicht werde »erwie Nicht »erden können. Es sei ein Kinderfürsorgeverein für deutsch« Äindn des ÄerichtsbezirkeS Cilli im Entstehen de-griffen, welcher diese Aufgaben übernehmen »erd«. Diese Erklärung wurde mit großem Beiialle auf« genommen. Herr Oberlehrer S e i d l e r aus Sonobitz hielt hierauf einen überaus fesselnden Vortrag.- »Lose Blätter aus dem Tagebuche eines deutschen Lehrers im Unterland»', welcher lebhaften Beifall hervorrief. Herr Bürgerschullehrer August A i st r i ch erör« terte die Lehrergehaltsregulierung und ka« hiebei auch aui die kommenden Landtagvwahleu zu sprechen, wobei er erklärte, daß die Lehrerschaft verlangen könne, daß einer der ihrige» als Vertreter irr de» Landlag entsendet werde. Stach diesen überaus bei-fällig aufgenommenen AuSsührungen ergriff Herr LandesauSschußbeisitzer Stallner das Wort und wieS darauf hin, daß er, seitdem er die Stadt Cilli im Landtage vertrete, das ist seit zwöl, Jahren, stets bestrebt gewesen sei. für die Wünsche der Lehrer ein-zutreten Leider haben sich hiebei große Hindernisse ergeben, gegen welche der gute Wille des Landtages nicht aufkommen konnte. Im Jahre 1907 feien an Teuerungs- »ndVerbesierungSzulagen allein 244.780 X aufgewendet worden Es wurde aber auch einstimmig anerkannt, daß mit diesem Betrage nicht genug ge-schehen sei. Eine gegnerische Partei habe allerdings die Erhöhung der Lehrergehalte direkt beantragt, jedoch im Antrage selbst die Forderung auigestellt, daß eine Umlagenerhöhung nicht eintreten dürfe. Auch die Besprechungen über die Sanierung der LandeS-finanzen in Wien bei welchen der steürmärkische Landesausschuß durch Herrn Dr. Leopold Link vertreten war, haben die Aussicht nicht eröffnet, dan dem Lande soviel zustieße» werde, um die GehaltS-regulierung der Lehrer im gewünschten Maße durch-führen zu können. Bei diesen Besprechungen habe Dr. Link die Forderung ausgestellt, daß der Staat die Hälfte der Lehrergehalte auf sich nehme. Drefe Forderung fei jedoch abgelehnt worden. Die Lehrer werden seitens des Landes immer das möglichste Entgegenkommen finden, allein die finanzielle Lage deS Landes sei heute eine solche, daß sie wohl nicht voraussetzen lasse, daß schon heuer eine durchgreifende Aenderung der Lehrergehaltsbemessung vor sich gehen werve. Der Landesauswaud für die Volksschule habe im Jahre 190« 5,470.000 K im Jahre 1907 f>,9ÖO.0uU K betragen und für daS Jahr 1908 seien 6,lt)0.00ü K prälimiiiiert. DaS Defizit betrage Heuer 2,400.000 K. Wenn auch davo» die bei Regulierung der LandeSfinanzen präliminierte Erhöhung der Branntweinsteuer im Betrage vo» höchstens 1,400.000 Kronen abgezogen werde, so bleibt doch »och immer ein unbedeckter Abgang übrig, welcher dermalen die Erhöhung der Lehrergehalte unmöglich macht. LandeS-ausschußbeifttzer S t a l l n e r schloß mit dem noch-maligen Hinweis au> den gute» Wille» der Land-tagsmehrheit und der lebhafte Beifall, welcher seinen Worten folgte, brachte zum Ausdrucke, daß dem Abgeordneten seitens der Lehrerschaft daS vollste Vertrauen entgegengebracht wird. Hierauf wurde eine die Regulierung der Lehrer-gehalle betreffende Entschließung einstimmig ange-nommen. Nach der Versammlung wurde für daS Südheim der Lehrer eine Sammlung eingeleitet, welche einen namhaften Betrag erzielte. Der größere Teil der Teilnehmer vereinigte sich sodann im Deutschen Hause zu einem gemeinsamen Mittagmahl. Kampf bleibt auch für die Zukunft die Losung für die Lehrerschaft! Liedertafel de» Mäu»ergesa»g»eret«e» Wiederirtnz". Sonntag, den 5. dS. fand im Konzertsaale deS Deutschen HauseS die Frühlings-liedertafel des Männelgesangvereines .Lieder-kranz" statt. Es war ein recht genußreicher Abend, den unS der »immermüde, rührige Verein bot und wir hatten abermals Gelegenheit die gute Schulung der wackeren Süngerichar zu beobachten, die in ihrem -edlen Streben, sich der Pflege des deutschen Liedes mit Hingebung zu widmen, nie erlahmt. Die Vor-tragSordnung war ebenso reichhaltig, als gut ge-wählt. Der Reigen der Vollgefänge wurde mit dem markigen Männerchor mit Klavierbegleitung: „Im deutschen Geist" von Kremser eröffnet, »er sehr wirkungsvoll zu Äehör gebracht wurde. Sehr zart und mit richtiger Auffassung wurde dcr Blümel'sche Chor: „Sonntag ist'S" wiedergegeben. ES ,ift nur freudigst zu begrüßen, daß der Verein der Pflege deS Volks-liedes sein besond,reS Augenmerk zugewendet hat und er hal am Sonntag bewiesen, daß er auch aus diesem Gebiete Tüchtiges zu leisten imstande ist. Die im 3 Volkslone gehaltenen Minnervollaesänge: „Unter de« Linden" vo» Kremser, „© HMensterl" und »D' Senner Mizzl" von Th. Koschat wurden recht innig vorgetragen; auch die Aussprache war gut. Slcich einwandirei war der Vortrog der Chöre: „O Wald, wie schön bist Du" von Abt und ..Grün Steirerland^ von Blümel. Der heiter« Chor im Gewände »et leicht geschürzten Polka-Fransaise, Wagner« .Neuest» Baum,kniender" verfehlte auch diesmal seine Wir-kung nicht. Die Klavierbegleitung besorgte in be-kannt künstlerischer Weise Herr Schachenhofer. Reicher Beifall lohnte den wackeren Sang rn »ach jeder Vortraginummer. Herr Hübe! hat sich an diesem Abende als recht tüchtiger Sangwar« erwiesen. Auch die VortragSordnung der Cillier Mu' kdereinS-kapelle war recht glücklich g wählt und da» Streben der Sänger u«d der Musiker, den Besuchern der Lied rtaiel die wenigen Stunden recht angenehm zu gestalten, war vom bestem Erfolge begleitet. KtKtnc Wi»»erges«»g?eretu. Wie wir schon in unserem vorigen Blatte mitgeteilt haben, findet die diesjährige JrühlingSliedertafel deS Cillier MännergesangvereineS am Samstag den II. April unter Mitwirkung deS Frauenchores und der Clllier MusikvereinSkapelle im Speifesaale deS Deutschen Hau'es statt. Wir geben im Nachstehenden die Vor. iragsordnung für den gesanglichen Teil bekannt: 1. Friedrich Hegar: .Morgen im Walde". 2 Rudolf Wagner: „Schon pfeift der Herbstwind durch de» Wald", Männerchor. 3. Eduard Grieg: „Herdst-fturm". 4. Robert Schumann: .Zigeunerleben", gemischter Chor mit Klavierbegleitung 5. Hans Wagner: „Elsula", Männerchor mit Soloquartett. 6. Josef Stritzko: „Drei Schlüssel", Männerchor. 7. Theodor Podbertsky: ..Wachet aus!" (Türmer» lieb), Männerchor mit Orchesterbegleitung Beginn 8 Uhr abends. Eintritt 1 Krone. Für unterstützende Mitglieder frei. Steidler Zbeud. Samstag den ll. April 8 Uhr abends gibt, der beliebte Gesangskomiker Joses Steidler. auf vielseitiges Verlangen noch eine Vorstellung im Hotel Terfchek. Die Gesellschaft be-steht aus 3 Damen und 3 Herren aus Danzers Orpheum in Schule des Al»stk»erei»e» i» KM«. Sonn-tag den 12. April 1908 findet im kleinen Konzert-saale des Deutschen Hauses die zweite öffentliche Aufführung der Musikvereinsschule statt. Eintritt frei. Vorträge: 1. Humel op 42 Nr. 6: „Rondo" für Klarier, 2. M. Köhler: „Wiegenlied" für Violine mit Klavierbegleitung. 3. N. Wilm: „Scher-zino" für Klavier vierhändig. 4 Ch. Dancla:„Air Barie" für Violine mit Klavierbegleitung. 5. Berger Wilhelm: „Träumerei" für Klavier. 6. I. Haydn: „Fantasie" für Klavier. 7. F. Mendelssohn-Bart-holdy: „Frühlingslied" für Cello mit Klavierbe-gleitung. 6. C M. von Weber: .Rondo" auS der tiui Sonate für Klavier. 9. A. Simonetti: „Madrigale" für 3 Violinen. 10. Moszkowskh: „Liebeswalzer' für Klavier. 11. Ed. Grieg: op. 8 „Sonate" F dur 1 «Latz. 12. W. A. Mozart: .Quartett" Nr. 2 1. Satz. Sch»rfbe»illtg»«> Von dem k. k. Revier-Bergamte in Cilli wurde der Holzexportfirma Herzog und Grimm in Wien die Bewilligung erteilt, im RevierbergamtSbezirk Cilli aus die Dauer eines JahreS daS ist bis einschließlich 20. März 1909 schürfen zu dürfen. ?er«»gl»ckte Allster ^ Am Montag hat hier ein Flösser aus dem oberen Sanntale in den hoch-gehenden Fluten der Sann den Tod gefunden, wäh-rend ein zweiter mit einem Beinbruche in daS Allg. Krankenhaus gebracht wurde. Die infolge der an-dauernden Regerrgüffe hochgehende Sann trieb ein vo» Lebufch abgehendes Floß gegen ein Joch der «apuzinerbrücke. Durch die Wucht des Anpralles brach daS Floß auseinander und wurde d r eine der beiden Lenker, der 43jährige Augustin K o m p a r e aus Unter-«rasche bei Ritz inS Wasser geschleudert, während eS feinem Begleiter, dem 26jährigen Anton Bolko aus Podgorje gelang, sich aus dem Rest des Floffes über Waffer zu hallen und sich beimGrena-dierwirt ans Land zu retten. Der von den Fluten mitgeriffene Kompare stieß markerschütternde Hilferufe aus. doch konnte ihm keine Hilfe gebracht werden, da er in der Mitte des Flusses fortgeriffen wurde. Der Unglückliche hielt sich bis zur zweiten Elfen« bahnbrücke über Wasser, dann endlich erlahmte seine Kraft und er sank unter, um nicht wieder auszu-tauchen. Die Leiche konnte bisher nicht geborgen werden. Kompare hinterläßt eine Witwe mit sechs unversorgten Kinder». Bon den dreizehn an diesem Tage von Letusch abgegangenen Flössern ist noch ein zweites bei Cilli verunglückt. Das mit den Flöffern Anton Skok und Franz Vertaönit bemannte Gerte 4 Uoß stieß in ein Joch de« Grenadierwirtstege«. Bertaönik rettete >ich auf daS Joch, dcr 2Mhrige Skot. der e« ihm nachtun wollt«, vermocht- zwar gleichfalls fein Leben zu retten, blieb jedoch mit einem Fuße am Floße hängen, wobei ihm da« Bein gebrochen wurde. Die Verunglückten wurden an« Ufer gebracht und Skok sofort ins Krankenhaus überführt. Für die nachfolgenden Flösse bestand keine geringe Gefahr gleichfalls zu zerschellen, denn die Querbalken deS bei der «apuzinerbrücke gescheiterten FloffeS verlegten den Weg. Dem Ein-areife» des Mautner« Fasching gelang es, in kürze-stcr Zeit daS Hindernis zu beseitigen und damit weiteres Unglück zu verhüten. — Hiezu wird un« von einem Augenzeugen noch geschrieben: Die Rettung de« am Beine verletzten Flösser«, d'M auch auf seine verzwei-selten Hilfe feiten« leiner Kameraden keine Hilfe ge-bracht wurde, ist nur dem muligen unerschrockenen Eingreifen zweier Passanten, namens Karl B i d i £ und Josef Morn zu danken, denen e«, wie wir hören, schon zu wikderholtenmalen vergönnt war, an in Lebensgefahr befindlichen Peisonen ein Retterwerk zu vollbringen. Aoch z»«S Zuge verätzt. Dieser Tage wurde einem Knaben von einem Maurer in böswilliger Absicht Kalk inS Auge gespritzt. Der Knabe dürste aus diesem Auge die Sehkraft nicht wieder erlangen^ A»m Gegner. Der Verband dcr slovenischen Advokaten hielt am 5. d. M in Laibach seine Ver-sammlung ab. Der Abg Planta» machte dabei die Mitteilung, daß die slovcnisch-liberalcn Abgeordneten wegen des Gebrauches der slovenischen Sprache beim Obersten Gerichtshof? Schritte getan hätten, und da« Ministerpräsident Baron Beck bindende Zu-ficherungen gegeben habe, die aber bisher unersüllt bliebe» In einer Erklärung wurde beschlossen, alle slovenischen Advokaten und Notare zu verpflichten, bei allen Gerichtsständen nur slovenische Eingaben und Beschwerden einzubringen. Die >errengaffe 9) zn richte». 7ret»im»schrei»««g derS»»tti««s »«»»el-snng der K««d»erker Steiermark, 19V8. Die Jubi-liumsansstellunz der Handwerker Steiermarks veran-staltet unter nach Steiermark zuständigen oder in Steiermark wirkenden * ünstler» einen Wettbewerb für den künstlerischen Entwurf eines Dip» lomS für die Aussteller dieser Hand-werker-Aus stellung. Der Entwurf muß die Aufschrift.Jubiläumsausstellung der Handwerker ' Steiermarks, Graz 1908" und daS steirische Wap-pen enthalten Durch entsprechende Allegorien soll aus den Zweck des Diploms hingewiesen werden, nach welchem dieselbe an die Aussteller der gedachten Ausstellung, die sowohl historische Entwicklung des steierischen Handwerks seit dem 15. Jahrhundert, sowie den gesamten dermaligen Stand, indegriffen die modernsten Werkstätteneinrichtungen, darstellen wird, zur Verleihung gelangt Das zur Bervicl-sältigung durch Lithographie Lichtdruck oder Zink-ätzung bestimmte Blatt soll einschließlich des Papier-randes 48 ern hoch und 65 ein breit sei» nnd eine Schriftstäche von nicht weniger als 20 cui Höhe und 25 ein Breite haben. Die Ausführung soll im Druck nicht mehr als vür Fardenplatten erfordern. Als Pieise sind ausgesetzt: 1. Preis i»00 Kronen. 2. Preis 3l)0 Krone». 3. Preis 200 Krone». Die Preisbewerbungen sind bis 15. Juni l I. (12 Uhr Mittag) an die Geschäftsstelle der Handwerker-AuS-stellung (Graz. Raubergasse 13), mit einem Kenn-Worte versehen, einzureichen. In einem beigefügte», mit dem Namen und die Adresse und dem gleichen Keimworte versehenen deS Bewerber» versiegelten Kuvert anzufügen. Bei der PreiSzuerkennung können nur jene Arbeiten in Betracht gezogen werden, welche Itvmuc» '<49 den angegebenen Bedingungen voll entsprechen und vollständig fertiggestellt sind. Sämtliche angcrcihieo Arbeiten gelangen nach dem 15. Juni zur öttent. lichen Ausstellung, hiebei werden jedoch nur die Namen jener Künstler genannt, denen Preise zuer-konnt wurden. Die preisgekrönten Arbeiten gehe« in daS Eigentum dcr Ausstellung über, dcr Jurh ist eS jedoch freigestellt zu bestimmen, welcher Ent-wurs zur Ausführung gelangt. Die Jury besteht aus den Herren HanS Brandstetter, k. k. Gewerbe-schulprosefsor, Leopold Cerny, Architekt und Lande«-ingenieur, August Einspinner. RcichsratS-Landtag«-abgeordneter, Goldschmied, RegierungSrat August Gunolt, Direktor der k. k. StaatSgewerbeschule in Graz, Adalbert PaSdirek, k. k. Gymnasialproiess-r Gemeinderat Anton Rath. Leiter des steiermärkischen Kunstgewerbemuseums, Friedrich Sigmundt, k k. Gewerbeschuiprosessor, k k. Oberinspektor Alfred Springer, Direktor des steiermärkischen Gewerbesör-derungSinstituteS, Moriz Stallner, Landesausschuß und Präsident derJubiläumS-Ausstellung der Handwerker Steiermarks und zwei Delegierten de« Vereine« bil> dender Künstler Steiermarks. 19 Kreisturaselt chraz 1998 Zu de« glanzvollsten und farbenprächtigsten Veranstaltungen des i0. Kreisturnfestes in Graz wird der Festzog gehören. Die Turner werden mit den verschiedenen Köipcrschasten, die ihre Mitwirkung zugesagt haben, aus beiden Kaien der Mur Ausstellung nehmen und dann den Weg; Murgasse, Hauptplatz. Herrengasse Jakominiplatz, Jakominigasse zur Jndustriehalle ziehen. Mehrere Festwagen sollen daS bunte Bild noch lebendiger und anziehend.'r gestalten, so daß dcr Fcstzug allein schon ein selten gesehenes Schauspiel bieten wird. Den Ordnungsdienst zu besorgen, hab« Feuerwehren aus der Umgebung zugesagt. Der Ver-hältnismäßig lange Weg wird den Tausenden von Zuschauern genügend Gelegenheiten bieten, ohne allzu stark in das Gedränge zu kommen, den Prunkzug ;« sehen. — Sehr reich wird der in 'Nord» und Süd-teilen dcr Jndustriehalle untergebrachte GcräteauS-stellung deK heimischen Unternehmers Hans Kurial und der Wiener Firma Plaschkaritz sein. In Bälde dürfte ein künstlerisch ausgeführtes Plakat vom aki< demischeu Maler D. Pauluzzi, der zur Zeit i> Münchcnwcil», die genaue VeranstaltungSordnung de« große» Festes verkünden. pte Aaudes-Wufler-Acllerei »es ?er»«i>»« der landwirtschaftliche» chea»sse«schaftn» t» SteiermarR. Durch den Betrieb der Landes-Muster-kelleiei wird nach den bi«h bauprodukte. Die Offerte, welch« an die Berbandl-teitung in Graz, FranzenSplatz Nr. 2 zu richte» kni. haben zu enthalten: 1. Name und Wohnort de» «w käufer«. 2. Menge, Sorte, Gebirge. Weinbauzedia und Jahrgang de« verkäuflichen Weine«. 3. Preis »et Liter ab Aufgabestation ohne Aatz. 4. Angabe da Ausgabestation. Von jeder offerierten Weinsorte sin» a veisiegelte Kostproben in Flaschen zu m-ndeftat einem halben Liter in Kisten gut verpackt ttagfta« bis 23. April l. I an die Kellerei-Verwaltung de« Verband«« landwirtschaftlicher «eno^enschaften i« Steiermark i» «lger«dorf bei Graz franko einzuseidei. Auf Wunsch «erben Holzbüchsen mit drei Flaschen zu ».«•»st 29 50>> 9unn In hall entweder zum Prelle von I Kr. ftrfauft ober zur Benützung unentgeltlich beigestellt. Sie einlangenden Muster werben burch bic Weinbegut-K^ungl<ÄcmmiffloB einer Prüfung uniert»gen, welche sich auf hie Beurteilung ber QuaetlSt und der son-Itigen Erfordernisse de« unverschnittenen Naturpro-wkte« und auf bie Beurteilung hinsichtlich ber Prei«-»ürdizkeit und Festsetzung beS wahren Werte» erstreckt Z> zveifelhaflen Fällen wirb bie chemische Untersuchung «e»n!aßi und da« nicht vollkommen entsprechende Keinprodukt von einem Ankaufe ausgeschlossen, da nur ta Erwerbung von unbedingt verläßlichen Produkte» Mff'g Ist. Zl»terh«ktsbeltrtge für die A««Me» htt W«ff,uüI»«gSP?,chtige». Mit dem im ReichSrate mgebrachten Gesetzentwürfe, betreffend die Zuer-laiiiung eineS UnterhaltSbeitrageS an Angehörige der pt einer Waffen-(Dienst-)äbu»g eingerückten »ichak-även Mannschaft entspricht die Regierung endlich eiitnn im Parlament oft zur Sprache gebrachten Viwsche weiter Volksschichten. Der Gesetzentwurf vermeidet es. den Zuwendungen den Stempel der Amenversorgung aufzudrücken; er fetzt nur für die il-iipiuchsberechtigung solche Kriterien fest, welche den UrterhaltungSbeitrag tatsächlich aus den Kreiö der Firiorgebedürftigen einschränke». Das Gesetz ge-vihrt den Anspruch nur jenen Angehängt», deren Unterhalt bisher im wesentlichen vo» dem AlbeilS-derdiensle deS Einberufenen abhäilgig war, läßt aber selbst daim den Anspruch entsalle«, wenn der Ein-berufene sür die Dauer der Waffenübung seine» Ge-helt oder Lohn fortbezahlt erhält oder aus einem eiteren Grunde an seinem Einkommen keinen AuS-so2 erleidet, endlich wenn nach der Lebensstellung, den VermögensErwerbs- und Einkommenverhältnissen »es Eiiibenlsenen unzunehmen ist, daß durch seine Cinrücfung der Unterhalt der Angehörigen nicht ge» fihrdet wird. DaS AuSmaß des UnterhaltungSbei-trazes ist mit 50°/0 deS gerichtSbezirkSübliche» Tag-lohnes festgesetzt. Dieser Loh» (Gehalt) ist sür örinkenversicherungspflichtige bereits für Zwecke dieser lkrsicherung fixiert; sür der KrankenversicherungS-sflichl nicht unterliegende Arbeiter im weitesten Sinne »erten die Kategorien der Durchschnittslöhne (Ge- «ach GerichlS.ezirken besonders ermittelt wer- Bei selbständigen Unternehmen wird der höchste Mche Lohn eines Arbeiters dcr Branche zugrunde ftifät. Der höchste anrechenbare Taglohn (Gehalt) ist vier Krone» Der UnterhaltungSbeitrag wird nicht sür jeden Tag der Wafscnübung sonder» auch ffc die er orderlichen Reisetage zur Einrückung und ffc die Aus- und AbrüstungStage gewährt. Durch eine während der militärischen Dienstleistung unver-ichuldel zugezogenen Krankheit verlängert sich bie Ge-»ihrunz dcs UnterhaltsbeitrageS bis zur Behebung tichs Hindernisses der Rückkehr in daS ordentliche < v»izil. ^«nobitz. (Rücktritt des Bürgermei-ßirK.) Am 3. d. M. hat Dr. Kadiunig seine «eLe alS Bürgermeister deS Marktes Gonobitz, m Amt. das er durch 5'/, Jahre bekleidete, aus iiiher noch unbekannten Ursachen zurückgelegt. Im Zumesse der Entwicklung des OrteS bedauert die i talschc Wählerschaft diesen Schritt sehr. Gleichzeitig rl ihm sleidet auch Gemeinderat Dr. Lederer aus kr Gemeindevertretung. ?ragerh»f. (Beim Baumfällen ver-■ ■ glückt.) Dieser Tage waren der üöjährtge AuS-Mn Martin Gerne unb bet Knecht Josef Sluga im Ltlde ber Besitzerin Marie Eerne in LeSkovetz, Ge-«n»d« Kerfchbach, Bezirk Winbisch-Feistritz, mit bem Wen eines ziemlich bicken BuchenbaurneS beschäftigt. dieselben den Baum von einer Seite gehörig burch» »iizi hatten, begann Sluga denselben auf dcr zweiten Leite zu «»terhacken, während Gerne sein Jausenbrot, «IcheS er in der Richtung, wohin der Buchenbaum siile» feilte, auf einen Baumaft gegeben hatte, herbei-Wie* wollte. In diesem Augenblicke kam ber Baum pa, Kalle unb traf mit seinem Gipfel den sich um sein Zuckebro! umfehenben Enne, welcher trotz Zurufen des Nllja nicht mehr ausweichen konnte, derart unglücklich «f t«» Kopf, baß Gerne zu Boben geschleudert wurde ick ohnmächtig liegen blieb. Obwohl Sluga rasch iült, lotvie einen Wagen zur Heimschaflung de« noch mmer ohnmächtigen Gerne herbeiholte, verschieb letzterer M»e der an ber Schläfe erlittenen Quetschwunden «t während de« H imtranSporte«. Da ein fremde» tznicholdeir an dieser Verunglückung niemanden zur ich gelegt werden konnte, wurde die Leiche deS Gerne « Lntfricdhofe in Kerschbach beerdigt. Wwtzisch ^«»tz«verg. (Abgestürzt.) Als «e einigen Tage» der pensionierte Gendarmerie-Kitntsührer ^anz Z»rak den Heimweg nach Ct»ie antrat, stürzte er in eine ungefähr 3 Meter Keullche Hvaazi tiefe Grube und blieb auf der Stelle todt liegen. Eine starke Gehirnerfchütterung führte da« rasche Ende herbei. H»chse»f»lh. (Schulbau.) DaS Ministerium für KultuS und Unterricht hat den Schulbau in Sachsenseid bei Cilli auf dem Bauplatz III der Eiben nach Maria Zuza, Parzelle 985/1, bewilligt. Vtsdisch-Aeisteth (Jahrmarkt). Freitag, den 10. April findet der alljährlich gut besuchte, so-genannte Maria 7 Schmerzen-Markt statt, bei dem ein grober Biehauftrieb zu erwarten steht. Aeistih. (Bom deutschen Turn« verein. — Von der Schule.) Der deutsche Turnverein hielt am Mittwoch, den 1. April seine satzung«rnäßige Hauptversammlung ab. Sprechwart Petzolt begrüßte bie Erschienenen, worauf vom Turnrat Jeglitfch der Tätigkeitebericht erstattet wurde, aus bem zu entnehmen ist, d^ß ber Verein im abgelaufenen Jahre seiner Aufgabe ganz unb gar nachgekommen ist. Einen ausführlichen Belicht über das abgelaufene 22. Vereinsjahr, «stattete Schriftführer Kolletnig und brachte dem ganzen Turnrat und den Mitgliedern für das ge-beihliche Wirken auf bem Gebiete ber Turnsache Worte voller Anerkennung Der Rechenschaftsbericht, der von den Turnbrüdern Jeglilsch und Müller überprüft und für richtig befunden wurde, wurde vom Säckelwart Leitgeb vorgetragen und ihm über Antrag de« Herrn Müller die Entlastung erteilt. Bei ber vorgenommen Neuwahl würbe» einstimmig in den Turnrat gewählt: Sprechwart Apotheker Franz Petzolt, Turnwart Josef Jeglich. Stellvertreter Anton Arsenscheg d. I., Säckel-irort Max Leitgeb, SangwaU Rudolf Kaufke und Robert Sernko, Schriftwart Franz Kolletnig, Zeugwart Heinrich Mattusch, Fahnenträger Potschiwauscheg.Horn-junker Paderitfch Math., Notenwart Müller Richard. Sämtliche Gewählte erklärten die WjHI anzunehmen, worauf der Pflichtteil geschlossen und zum heiteren Teil übergegangen wurde. — Auch unsere Schule zeigt leb-hafte« Interesse an den Neuerungen de« Unterichte«. Sehr viel gepflegt wird hier der Unterricht in der Natur, wa« die zahlreiche» Schülerausflüge beweisen, die da unternommen weiden. Am L8. v. fand eine Hospitation mit 2 Schülerausflügen statt, wobei sich zahlreiche fielrer und Lehrerinnen au« den Schulbe» zirkcn Windisch Feist, itz, Marburg St. Leonhard betet-ligten. Den Schülern au« St. Wenzt wurde der Ort Windisch-Feist,itz gezeigt und e« wurden hiebei die öffentlichen^Gebände in Augenschein genommen. Den am Erscheinen verhinderten BezirkS-Schulinspektor Herrn Schmoranzer hat H:rr Direktor Ncrat au« Marburg vertreten. Eine gute Einrchtung hat die Schule auch darin getroffen, dafj sie den Unterrichtsbeginn auf 8 Uhr Früh verlegte. E« Ist die« nicht bloß eine Wohltat für bie flinder, sondern auch für die Eltern Früher mußten die Schüler die heißesten Stunden de« Tage« in der dumpfen Schulstube zubringen, während sie in den kühlen Morgenstunden in der Stadt herum-tummelten. Wir wünschen nur, daß diese Einführung auch für die Zukunft erhalten bleibt. Hier 7«l»g«tu. (Bon derneuzugrün-den den Feuerwehr) Sonntag Nachmittag ver-sammelten sich die Bewohner von Ober PulSgau im Gasthaufe de« Herrn Hermann um über den zugrün-denden neuen Feuertvehrverei» zu beraten und Vor» schläge zu machen. AI« Eirdeiuier begrüßte Herr Simon Berghau« die zahlreich erschienenen Unteresseiiten und erklärte den Zweck der heutigen Einberusung. Zum Vorsitzenden wurde Herr Anton Straßer, zum Schriftführer Herr Franz Sk^berne gewählt. Die Versarnm Inng führte zu bem schönen Ergebnisse, baß die Grün bung ber Wehr von ben G2 erschienenen Interessenten einstimmig beschlossen wurde. Von auswärts war auch eine Abordnung der Winbisch-Feiitritzer Feuerwehr erschienen, der der Vorsitzei.de wie die Erschienenen für ihre Unterstützung dankte. Mit dieser Gründung sind die Bewohner de« herrlich gelegenen Orte« Ober-Pul«gau, der sich von Jahr zu Jahr hebt, einer schon lange gefühlten Pflicht nachgekommen. Gewerbliches. Stempelpflicht der Lehrbriefe. DaS k k. Finanzministerium hat der' Handels- und Gewerbekammn i» Eger eröffnet, daß Lehrbriefe ohne Unterschied, ob sie von einer Gewerbegenossenschaft (Haudelsgremiiim) oder vo» einem Lehrherrn ausgestellt werde», der Stempelgebiihr von 30 Heller unterliegen. Der Umstand, ob der Lehrherr dem Verbände eitler Gktverbegenosseitschast angehört oder nicht, ist sür die Frage der Stempelbehandlung ohne Bedeutung. Laute« Singen wider Berbot in einem gewerblichen Betrieb ist ei» Entlassungsgrund. Ein- Backergchilfe stand schon 34 Tage in Arbeit und hatte während dieser Zeit bei der Arbeit widerholt durch latiteS Singen die Nachtruhe der Hatrsleute und Nachbarsc^lft gestört. Er hat auch trotz vorausgegangenem dreimaligen Verbote von Seite des Meisters in der Nacht zum 14. November zum viertenmale laut gesungen und wurde deshalb ohne Kündigung ent« lassen. Nu« klagte er deu folgenden Morgen beim Gewerbegericht Brunn den Bäckermeister aus Lohn-, Kost- und WohnungSentschädiguug für die verein-barte Kündigungsfrist von 8 Tagen im Betrag von l8 Kronen 40 Heller. Die Klage wurde jedoch ab-gewiesen, weil sein Verhalten die sofortige Ent-lassung rechtsertigte. Der M a « g e l des örtlichen B e-darf e s. Aus die Einwendung, daß die Abwei-sung eines Ansuchens um die Verleihung einer Gast- und Schaittgewerbekonzession in zweiter In-stanz wegen Mangel« des örtlichen Bedarfes dann uuznläflig ist, »>cnn die erste Instanz aus einem anderen Grund das Gesuch abgewiesen hat, ist zu erwidern, daß die Landesbehörde, welche gemäß § 142 der Gewerbeordnung die zweite Instanz der Gewerbeangelegenheiten bildet, nach deu Grundsätzen des Administrativversalnen«! als Rekursinstanz in der Angelegenheit selbst zu entscheiden, also selbst-ständig, ohne an die Gründe der ersten Instanz ge» bunden zu sein, zu übervrii'en hat, ob die gesetz-lichen Voraussetzungen zur »konzessionsencilung vor« liegen. Demgemäß ist sie berechtigt und verpflichtet, mit der Abweisung vorzugehen, wenn ste den ört-lichen Bedarf nicht sür gegeben erachtet, anch wenn die erste Instanz dieses Moment in ihrer Entschei-dung nicht anSgesiihrt hatte. Der Mangel deS örtlichen Bedarfes ist nämlich bei Gast- nnd Schauk-gewerben nach der geltenden Gewerbegesetzgebung ein gesetzlicher Grund für die Berweigenina der Konzession. .Handel und Volks-wirtschaft. Koch immer kein Ende der Lebens-mitteltencrung. vorn MititäroberverpflegSverwalter a. D. Äarl Pribil. AI« Schriftführer des Vereine« pensionierter Offiziere und Militärbeamie in Vertretung von mehr al« äOUO Konsumenten bitte ich mich, dcr überdte« die Frage de» LebenSmittelkcnsum« während feiner ganzen Dienstzeit zu studieren Gelegenheit hatte, hiemit in Ihrem Blatt um so mehr zum Worte kommen zu lassen al« in der TeurungSenquete de« Ackerbauministerium« die nachstehenden Erwägungen zum großen Teile nichi zur Geltung gebracht wor-den sind. Wenn in der Vo'kSwiitschaft eine« Staale«, na» meiitlich aur dem Gebiete der Volksernährung tuicn* harte Erscheinungen zutage treten, bie sich in ArbeitS-ansständen, Streik« und passiver Resistenz der Staat«-bedirnsteten manifestieren, so ist e« Obliegenheit der Regierung und dee Parlament«, 'olch,n Zuständen be-sondere Autmerkiamkeit zu widmen, um der Wiederholung derartiger Demonstrationen auf absehbare Zeit vorzubeugen. Durch Gewährung von Lohnerhöhungen, Gehalts- und Penstonsauibeiferungeir wird zwar mo-mentan geholten, aber nicht vorgebeugt, daß bei an-dauernder Teuerung der Lebensrnittel diese Krisen nicht widerkehren, so d rß dann an den Staat wieder die unvermeidliche Forderung wegen Aushilfe neuer-ding« herantritt. Dieser Fall ist auch schon dagewesen, und e« empfiehlt sich daher zur Hintanhaltung der Teuerung bei der Volk«nahrung, nämlich bei Fletsch und Brot, und zur Abstellung der grellen Unterschiede zwischen VieheinkaufSprei^ und Fleischverkauf«prei«, zwischen Getreideeinkauf«preis nud BrolverkausSpreiS, über welchen Nichteiuklang in letzterer Zeit namentlich viel geklagt wird, jene praktische Methode, die früher mit Erfolg angewendet worden ist. Diese Methode, daS ist die Fleisch- und Brottax«, ist nach der Sachlage einzig und allein geeignet, den modernen ArbeiterauS-ständen und Straßendernonstrattonen tn bezug auf die BolkSnahrung vorzubeugen. Sie beruht auf dem ämt» lich notierten Marktpreise demselben wird der bürger-liche Gewinn zugeschlagen, d:nn werden die Regiekosten, Arbeitslohn, Beheizung, Beleuchtung, beim Brot noch Snte O Num«er 29 »l«Wo|n, Sa!« »nd ftümmel beim Fleisch nothitl «aeb verzehrunggfteuer eingerechnet. unk »ach fcUsrr vtrrchi«,ng der v«rkauf«prei» für gleisch »ad Bnt bestimmt. Die Abfertigung Mtfer Attisch« unb 8r»t> l«(t litt« «tm»»»Ilich |« geschehen, dem Steigen unb Sinken der OUrfincrt« »ftibt man hitmlt Rechnung trage» u»d da« künstliche Hi»»uffchr»»ben der ver« raMftprtift verhindern III «eitere Maßnahme» jur Hi»ta»hattung der tjetenSmittelieuerung »Iren »och die Herabl-pung der »er,ehrung»fteuer auf Fletsch und Getreide. die Er» mihigung der v,h»frachten »»d die Aushebung der Kartelle. Ringe und Ernst», die namentlich gegen die Oeweib«»rt»ung und da« Strafgesetz »erstoh«». anzustreben, nicht minder wär« auch gegen die immer »»ch überhandnehmende Lebentmilielverfitschung die strengste Kontrolle einzuführen. Wenn nUn die Fletschverkauf«preise au»giedig und sicher ermähigt »erde» soll«», s» gibt e« hiefür abge-sehen »o» der Taxe, nur ei» Mittel, und dielt« tat sich bt« ru»|u immer bewährt. <&i besteh» i» der passiv«» Rcfiftenz der Fleischkonsum»«!«! und in der Solidarität derselbe». Zndfolge der Enthaltsamkeit vom Fleischgenutz ist »war der Fleischkonsum schon zurück-gegingc», aber nicht in dem Maß«. dah dadurch die Fleischpreise entsprechend beeinflußt würden. Wird aber der täglich« Fleischbedarf noch mehr eiugeschränkt, »enn auch nur für kurz« Zeit, da»» kann man sicher sti», daß binnr» ebenso kurzer Zeit di« Fleisch pntse gedrückt werden. E« gibt ja genug andere Nahrungsmittel au« Mebl, Milti und Hülsensrüchten. Unsere Hau«frauen, ebenso wie di« Gastwirteküchen, erfreuen sich doch di««bezüglich de« besten Rufe«. Zu dirsem Zweck« muß tch auch vom Standpunkt der Sozialhygiene bemerken, daß ein« größer« Berücksich-tigung de« jB«grtari»mu« in der neuesten Zrit auch unter den Aerzten viele Anhänger findet. Auf dem internationalen medizinischen Kongreß, welcher im Iahn 1906 zu Lissabon abgehalten wurde, berichtete Dr. Namorado tn der hygienischen Sektion, daß di« Fleischkost durch ihren Gehalt an Extraktivstosfe» den Gefäßtonu» erhöht und zur vorzeitigen Arteriosklerose führt, der gefürchteten Krankheit, welche gerade in un-serem Zeitalter immer mehr Opfer verlangt. Durch vegetarische DtZt können viele Krankheilen gebessert «erden, namentlich aber di« modern gewordtn« Neu-rasthenie. Die Tatsache, daß purinfreie Diät die Neu-rasthenie seh? günstig beeinflußt, wiid von allen Neu »Pathologen anerkannt. Für all diese Aussührungen spricht die Tatsache, daß Leute, welch« eine einfache Lebensweise sühren und sich vorwiegend mit Begeta-bilien ernähren, i» der Regel «in hohe« Alter erreiche». Würden also all diese Wink« von der Regierung, dem Parlament und der Bevölkerung gewürdigt, so würde man auch den Agrarier» gegenüber aus die Oeffnung einer Grenze sür die Bieheinsuhr und auf die Errichtung von Schlachthäusern an der Grenze ver» zichten können. Die Preise würden von ihrer künstlichen Höhe herabgehen, ohne daß unser Geld, wie e« bei einem Fleischimport der Fall wäre, nach dem Au»» lande wandern und dem heimischen B«rk«hr entzogen würde Oesierr Zukunft. Ueber dir Wiarr»l4*tflfiarb«i«tB ii «»Hirsch CautrbruMN wird an« berichtet, daß dieselbe» sich de» Abschluß »«her» und «i« j» jeder Beziehung befriedigende« Resultat ergebe» hab»». AI« b»d»ul»»dst»r Erfolg ist die Auffindung mehrerer hochkonzentrierter Quell»» mit »in»» di« dahin noch niemal» konstatierte» und selbst di« ton-• zentriert sie» böhmischen Mineralquellen obertreffenden Lslzgehalt vo» neun di» zehn pr» mill» zu verzeichne». Di» Fassung der Quelle» „folgt durchweg» aus seifigem Untergiund. Ni
st di« Erschließung »iner Kohienläuregasquelle von s» starker Radium 6ma> »»>'»«, wie sie bi«I»»r nur vereinzelt bei M neralquellen Wahrgenommen wurde. Verdorben, im Monate März 1908. Wilhelmin« Reiner, 27 Jahre alt, k. k. Postoffizial«« gatti» Friederike Teppep. 50 Jahre alt, Kaufmann«gatlin. Theodor Losiljavic, 2 Monate alt, Echneider«sohn. Albin Zisei, 8 Tage alt, Dienstmädchen«kind. Franz Klinz, .13 Jahre alt, Zi»kfabrik«arbeit«r. Agne« Koje, 71 Jahre alt, Näherin. , Dr. Johann Vueinic, 74 Jahre alt, k. u. k. Ober-stab«arzt. Marie Rogel, 20 Jahre alt, Dienstmädchen. Aloi« Rozel, 1'/, Jahre alt, Arbeiterkind. Waller Köhler, 1 I. hr alt, T-pezierer«kind. Anna Sternad, G0 Jahre alt, Private. Dr. Franz Korofchetz, 29 Jahre alt, k. k. Gericht«» adjunkt. Josef Arlntr, 64 Iahrr alt, Spengltrgehilfe. A« allgemeinen Ar««te»ßa»se: Veit Cizelj, 34 Jahre alt, Schuhmacher. Karl Schnell, 33 Jahre alt, Tischlergehilfe. Maria Cretuik, 62 Jahre alt, Bedienerin. Maria Safran, 78 Jahre alt, Tischler«w!lwe. Johann S»raschek, K2 Jahre alt, Holzplatzwächter. Rosalia Zupanc, 26 Jahre all, Taglöhnerin. Josef Janko, 60 Jahre alt, Sägler. Valentin Pernat, 22 Jahre alt, Bergarbeiter. Gabriele Bouk, 6 Jahre alt, Kind. Franzi«ka Le«ko«ek, 15 Jahre alt, Dienstmädchen. Maria Volk, 70 Jahre all, Ort«arme. Marti» Pauscher, 74 Jahre alt Inwohner. Margaret» Drescher, 74 Jahre alt, Semetndearme. ©Ufan Bincl, 63 Jahre alt, Tazlöhner. Anton Hrovat, 80 Jahre alt, Ortsarmer. Maria Bodopiuc, 1'/, Jahre all, Kind. Anloni» Jelen, 73 Jahre alt, Taglöhnerin. Johanna Sedmak, 68 Jahre alt, Inwohnerin. Josef Vouk, 4 Jahre alt, Kind. Valentin Werden, 27 Jahre alt, Tiglöhner. Martin Pouga. 46 Jahre alt, Taglöhner. Maria Scheligo, 67 Jahre alt, Köchin Gingesendet. Seil'» Strohhutlack eignet sich vorzüglich zum Modernisieren von Damenftrohhüten. — Keil'» blauer, schwarzer, roter und g'llner Strobdutlack ist bei Gustav Eiiger und hei B ltor Wogg in Cilii, in Markt Tlisier bei And. Eltbater, »> Rov tjch bei Joses Beilieg, in 6t. Marein de, Ä.lavsiein bei Jo,. Loschnig^, in L»ujo!ltrni»(rf| kauf»», kostet nur R IK 5 s ver««r'« mrdizia. hvgi»»isck>« Deife» sin» s« bem Iahn IM# h* Wellverkehr! e« ist »aber fticcht a wundern, daß e« »ahli«ire i Luser's Tounstenpüsster !>»• bMi« »ad liclirrit» Mitt#l ffezcf« HühnrrauK»», 8chwi<-ln etc. ll,i : L. Scbveat'i Apotiei», Vl«s-I»i«lli|. )>Hv-trr n K I.SO [ Zu bcxirhe» dur< h alle A|>«thek* Mai. e«ri,r>^>' Luser's (Keil'« Etroh hutlack) eignet sich c«'I jüglich zu« Modernisieren von Da«enstrohhit»I — steil'« blauer, schwarze., roter und »t»I Eirohhuilack ist bei Suftao Siiger und bei Bilftl Woag in Cilli, in Marti Tüffer bei And. El«bach« I in Rohitsch bei Josef Berl>«,i, in St. Mareia U| Erlach stein bei Jod. Löschniyn »'bältlich. Rohitscher „Styriaquelle" >.-«.» Magen Geschwiitk- und Krampse. Aarstutk I Bright'sche Nieren-SntMtz«»«. #mpfohlai| Rachen- und Sehllops-Katarrhe,—r Hi«! Magen und Tann-Katarrhe, VorEtlgllohe Heilerfolg» ! Harnsäure Diathese, Zuckcrharunibr. Hartleidigkeit. Leberlkil Vrrtr«toox kür Stvienuail Ludwig Appl, Rru, Ltuj Ausweis über hie im städt. Schlachthause in der Woche vom 23. bis 29. März 1908 vorgenommenen Schlachtungen, sowie die Menge und Sattung de» eingesührten Fleische«. Name d»« Schlacht l»»ge> ting'fiihn,« ^»e»1ch t« g«a,e» St»cke> eingeführte« Fleisch in Kilogramm i ' > -- de» Fleischer« s s | 1 . I -5 *2-«3 ■e s « ii £ E € £ | a 1 ■© 1 Z "3 B •e f i B £ U <* A 0) CO 1® 04 «5 i u 1 'Ä CO es) <"u!iche! Jakob . . 9 4 3 — — — — — — — 27 16 Grenka Johann . . , . — b — «— 5 2 — — — — — — — — 10 — — — Ianschek Martin . • • — — — l 1 1 Mit»» #••••. . . — — — — 1 ft — — — — 2 — — — — Kosiär Ludwig . . • . — 1 — — I I — — — — — — — — — — — — — L«»loschel Jakob. . • . — If — — « — — — — •— I — — — — — — Pianinz Kranz . . PieierSIy..... Rebeujchegg Josef . * # — — j 1 1 5 l — S — 10 » — — — — 12 — — — — — — 8 — — Seiiak Zran, . . . — 2 — — 3 — — — — — i — — — — — — — Seutschnigg Anton. , , — 6 — — 6 6 — — — — 2 — — — — - — — — — Elelzer...... • , — 8 — — & — — — — — 2 — — — — — — Uuiegq Rudols . . • , — — — 1 3 1 l Bollgruber Zranz . . . - 1 — — — l 1 — — — - I — — — - - — — — Private..... — 1 i i " 107 " Nur aUerfeinste, getrocknete :: ^ocosntisse .W verirbetten die Cere«werke und erzeugen daraus ohne jeden Zusatz in peinlichst rein gehaltenen Apparaten :: das berühmte a -Speisefett zum Backen, Braten u und Kochen. :: »trmll.tr 29 D-utsch- Wacht itlu 7 Herren - Anzugstoffe billig Tuch- 14139 Nur solidestes PHvatsi staunend Fabrikat kaufen rindig aus dem Fabriks-Versandhause Karl Kasper Innsbruck Nr. 96 Ffir K 4.80 1.15 Meter reinwollenen Hosenstoff. „ w 7.80 3 Meter englischen, gemusterten, *ehr dauerhaften Aniapstoff. „ w #.— 8 Meter nnierreUnbaren, reinwollenen Crepe-Cheviot. „ „ 18.— 8 Mtr.hocheleganten Kammgarn-Anzng-ttoff zu Straasen- und GesellschafUanzOgen „ „ 18.— 3 Mi ter Nouvaute-Anmgstoff^ in den neuesten Mostern und Farben, sttr jede Jahreszeit geeignet Verlangen Sie die Zusendung von Muatern. Pfarrer Koeipp'a 18950 BENNESSEL- Haarwasser Daeii I dealwte und Beste in Flaschen ä K i. — und 2. . Zu haben in der vroguerie Johann Fiedler. Zahl 1408 1908. Oft ert-A usschrei b u i ig. Der steiermärkische Landesausschuss hat mit Erlass vom 5. März 1908, Z. 7452/11 1092 das gefertigte Amt beauftragt, die Ausschreibung für die Yergebung der Arbeiten für die Errichtung einer landwirtschaftlichen Schule in Sl Georgen a. d. Südb. im Offertwege nach einzelnen Arbeitsgattungen au Einzeln- oder Gesamt-UEtemehmer zu veranlassen. Di« zu vergebenden Arbeiten umfassen: a) die Erd-, Maurer- und Handlangerarbeiten im Kostenbetrage von..........K 136.770.64 b) die Zimmermannsarbeiten im Betrage von ... 46.729.91 e) die Tischlerarbeiten „ . ..... 14.959.32 d) die Schlosserarbeiten . . ..... 11.652.40 «) die Olaserarbeiten , » , . . . , 1.580.70 /) die Anstreicherarbt iten . , ..... 4 676 60 g) die Spenglerarbeiten , , ..... 3.408.10 h) die Malerarbeiten . . ..... 765.85 Die betreffenden, mit einer Stempelmarke von 1 Krone versehenen > Offerte, welche Vor- und Zunamen, Wohnort und Charakter des Offerenter, ii« Bezeichnung der zu übernehmenden Arbeiten, den Eiulass oder die Aufzahlung nach Perzenten in Zahlen und Worten deutlich ausgedrückt, Nwie auch die Erklärung zu enthalten haben, dass der Offerent die Offert-und Baubedingnisse kennt und sich denselben ohne Vorbehalt vollinhaltlich unterwirft, sind längstens bis 15. April 1908, 12 Uhr mittags im Einreichungs-Protokolle des Landesbauamtes versiegelt zu überreichen oder portofrei an dieses Amt einzusenden. Das Vadium beträgt für die: Maurerarbeiten........K 6840.— Zimmermannsarbeiten.......2340.— Tischlerarbeiten.........750.— Schlosserarbeiten.........590.— Olaserarbeiten..........80.— Anstreicherarbeiten........240.— Spenglerarbeiten................170.— Malerarbeiten..........40.— QQ'i ist dasselbe vom Offerenten im Landesobereinnehmeramte unter Be-zaichnung der offerierten Arbeitsgattungen gegen Empfangnahme eines Depotscheines längstens einen Tag voi Offertschluss zu hinterlegen. Nach Zuerkeunung der Arbeiten dient das vom Ersteher erlegte Ttdiam als entsprechende Kaution. Der Depositenschein ist dem Offerte nicht beizugeben, sondern bis ru weiteren Verständigung aufzubewahren. Die Baupläne, Preistarife sowie die Oflert- und Baubedingnisse können in der Zeit vom 6. bis 15. April 1908 an Wochentagen während den Anstanden von 8 bis 2 Uhr im Landesbauamte eingegeben werden. Später als zum oben angegebenen Termine einlangende oder #en Bedingnissen nicht entspachende Offerte werden nicht berücksichtigt. 4tlU Agenten und Platzvertrcter werden gegen hohe Provision ausgenommen bei Ernst Geyer, Holzrouleaux- und Jalousienerzeugung, Braunau, Bö hm. I Soeben erschien: Fahrkarten- nt Frachtscheine nuch Graz, den 3. April 1908. Rosmann. Amerika kOrig'. belgischer Pontd aiupfer der ,Red Star Linie' von Antwnrper, direct nach ^New-York nnd~ Boston — Philadelphia e JBcess. von der höh. k. k Ost« ,. Regiern: g Man wende sich wegen r rächten an Fahrkarten an die 1027 Red ■tiar Linie In Wien, IV., Wlednergiirtel *«, Julius I*»|i|»rr, Südbahn»tr«*»e » i» Innabrnck, t'ran* Uolene, Bahnhofktraaae 41 la Liibanh. 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Zubereitung: Die Ei r itlhre mit dem Zacker und Vanillinzucker schaumig, mische das Backpnlver mit dem Mehl and söge dieses nach uud nach hinzu. Wenn alle« recht innig miteinanler verbanden int, setze man mit einem LOtM Hinsehen aas ein Blech, welches mit Wach» eingerieben ist, "der ans Oblaten una backo bei gelinder Hitze. 14108 Wohlschmeckend, nahrhaft und billig. Man achte beim Einkauf auf den Namen Oetker und weise Nachahmungen zurück. Steckenpferd Bay-Rum Bestes aller Kopfwässer. 14006 Pfaff-Nähmaschinen für Familiengebrauch und gewerbliche Zwecke unübertroffen, sind auch zur Kunststickerei hervorragend gut geeignet. Lag-ex "bei: == Anton Neger, Mechaniker Cilli, Herrengases lr. 2. Seite 8 Deutsche Macht Nummer 29 HOTEL TERSCHEK Samstag den II. April abends 8 Uhr. Auf vielseitiges Verlangen noch ein Josef Steidler Abend S e h o n e, frsnndichel Immer noch unerreicht U149 Gesellschaft: 3 Damen und 3 Herren aus Danzer's Orpbenm in Wien. Eintritt 1 Krone. 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Allgemeinen Krankenhause in Wien werden für den Pflegedienst gegen 10U Pflegerinnen in das in Errichtung begriffene, im gegenwartigen Augenblicke noch provisorische Krankenpflegeinstitut, aufgenommen. Nach den in Aussicht genommenen Satzungen werden sich Mädchen und alleinstehende Frauen durch Eintritt in dieses Institut und durch Erlernung der Kranken- und Woohenbettpflege eine edle befriedigende Tätigkeit, eine gesicherte und geachtete Lebensstellung und eine entsprechende Altersund Invaliditätsversorgung verschaffen können. Auf bessere Schulbildung wird Wert gelegt, doch wird durch einen Fortbildungsun'erricht Zurückgebliebenen Gelegenheit geboten werden, Mängel nachzuholen. Für Mädchen, die eine Handelsschule besucht haben, wird sich die Möglichkeit ergeben, auch in einer ihrer Vorbildung entsprechenden Weise verwendet zu werden und bei sonstiger Tüchtigkeit bald in die Stellung von Oberpflegerinnen vorzurücken. Anmeldungen zum Eintritt und Anfragen sind an die Direktion des k. k. Allgemeinen Krankenhauses in Wien, IX. Alsetstrasse 4 zu richten. Nette kleine Wohnung an ruhige Partei zu vermieten,Gartengasse Nr. 3. Anzufragen bei Georg Skobei ne, Wokaunplatz. 14151 Sausanteil Ktoatergasa« Hr. 16, vollkommen separi rt, für grössere Kaufleute als Magazinsräume, eventuell auch als Bauplatz zum praktischen Umbau geeignet, ist zn verkaufen. Persönliche Anfragen bei Frau Johanna Voänak, Grazer-gasse Nr. 19. 14123 für zwei Burschen ist samt Verpflegung zu vergeben. Herrengasse Nr. 18, 1. Stock. 14114 Grosser. sthr schöner wachsamer Hund I'/Jährig, wegen Uebeizabl billig abzu-eben. Direkte Anfrage an di« Verwaltung es Gutes Freienberg, Post Cilli. 14143 5 Geprüfter mit guten Zeugnissen, bittet um dauernden Posten. Gefällige Anträge an die Ve waltung diese» Blattes. 141 ---45 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, welche uns anlässlich des unerwarteten Hinscheiden» unseres innigstgeliebten Bruders, bezw. Onkels und Schwagers des Herrn Hans Hofbauer von allen Seiten zuteil geworden sind, dann für die schönen Kranzspenden und für die überaus zahlreiche Begleitung zur letzten Ruhestätte bitten wir, auf diesem Wege unseren tiefstgefühlten, wärmsten Dank entgegenzunehmen. Im besonderen danken wir der löblichen Freiwilligen Feuerwehr aus Cilli, Gonobitz, Hochenegg, Neuhaus, Schönstem, Wöllan und der heimischen, welche sich so sehr zahlreich an der Bestattungsfeier des teuren Verblichenen beteiligt haben, so auch den Sängern für den rührenden Trauerchor sei der tiefstgefilhlte Dank zum Ausdrucke gebracht. Weitenstein, am 6. April 1908. uiso Die trauernd Hinterbliebenen. 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