sPoStauna taptana ▼ gotoyini.) trf*etnl »ich« «lich HHiMlii IM «1UU1 st«». •chriftMmn «abJBcroalbnp: ftrttntoM *itca fr. 6. Wrpjp» 81. - A»k«»dtg»»ge» «*»!*» ti *n »wmIImi pc* Master N.bahrm enlßkgenp.nlw»t» W »,» g»v»e«i»- da« Island sitntifartQ »i, ätr-, gatbiätrig «1» SV —. »a»«oh»«g Sin 1« -. Zir fca« trtfmcheiAi »chShun«. — Cinj«lnt Jltwmem Ti« l » Rnmmer 65 Donnerstag, den 19. August 1926. 51. Jahrgang WinderheitenKlagen gehören vor den Kaager Gerichtshof! Der b«rühmte französische BülkerrechtSlehrer Professor Rene Brunet ist der ständige Vertreter der Minderheiten vor dem Völkerbund. Um so beinerlenewerler find die Ausführungen über die Notwendigkeit einer Sntvolitisierung de« Minder, heitenproblem«, die er in großen auMndijchen Blättern verifientticht. Da« Problem der Minderheiten ist die große Frage Eurrpa«. Die dreißig Millionen Mcnsch-n, die io Staaten mit fremtor Mehrheit leben, bilden, wenn sie schlecht behandelt werden, eine ständige furchtbare Gefahr für den «eltfriede». Seit der Neuordnung Europa» wird da« Prvbüm ja immer wieder behandelt. I» den nächsten Wochen wird sich aber die unabweisbare Notwendigkeit herausstellen, den ganzen Fragevkompl-x ein für all,mal zu bc-reiuigea oder wenigsten» die Möglichkeit zu einer endgültigen Vereinigung der Materie zu finden. Der Eintritt Deutschlands in den Völker-bund wird das Problem zweifellos in« Rollen bringen. Heute schon steht al« einzig mögliche Lösung aller einschlägigen, juridisch und polnisch verwickelten Fragen die Sntpolili« sierung fce« Minderheiten proble»« fest. Schutz-destimmungen für die Mindn heilen sind ja bekannt, lich schon io den FriedenSverträgeu festgelegt und durch »arche Beschlusse de« Völkerbünde« weiter au»g«baut. Es gibt Regeln, die die Freiheit der Wiederheittu bezüglich deS SebroucheS ihrer Sprache, ihre« Schulwesen», der ihnen zustehenden RechlS-und Wohlsohrttpflege und kulturelle» Selbständigkeit festlegen. Der Völkerbund oder vielmehr der Völker» bundrat hat die Aufgab«, dauernd Über die Sin-Haltung dieser internationalen Vorschrift!« zu wachen Flnttt jugoslawischer Itagge im Wttetmeer. Bon Tr. Wilhelm Wcuncr. IV. Genua. Am 3. Juli Legen 4 Uhr nachmittag« fuhren wir mit unserer Nacht »tkaratjertj«* in d«n Hafen »«u Genua ein. TagSzurcr um die Mittagsstunde hatten wir un» in Neapel eingeschifft urd befanden uns seither ununterbivchen auf d»r Fahrt. Eigentlich hätten wir nach dem Programm, da» der Veranstalter unserer Mittelmeerreise, der Flotte, verein ..Adriawochl", sür unsere Rundfahrt aufge. stellt hatte, ron Nccvel aus quer durch da» lyiiheni. sche Meer nach Ajcccio auf der Jnfel «orfika und r«n dort nach Südfrankreich und Spanien fahren Wh». «Bein, seitdem wir am 28. Juni die griechische Insel «orfu «erlassen hatten, hatten ständige« Unwetter urd St mm un« begleitet und der Wellengarg und da» Schaukeln unsere« Schifft» war stellenweise der-artig, daß dem grißien Teil der Mitreisenden die Lust, über rffenl» Meer >u fahren, vergangen war. Bon den Hürde,t Autflüglern, die wir un« sür diese F«hn am 22. Juni in Suiak eingeschifft hatte», waren wir rur rech einige tan, wenige, die bi«hin die See. krankheit nrch nicht »u spüren bikrmmen hatten und wir bildeten daher den ankeren gegenüber eine so ge-title Mindeihiit, da» wir die von der seekranken Jeder Staat, der einen Sitz im Vökerbundrat hat, ist berechtigt und sogar vnpflichtet, den Rat an zurufe», wenn ihm ein Bruch dieser Borschristen zur Seontai« gelarg». Der Rat erledigt die Sache dann im eigenen «irkungtkrei« oder er überantwortet sie der Entscheidvvg de« Jniervalio»olev SerichlShose« im Haag. In der Prcxii mache« sich aber zwei schwere Hindermfie sür die Durchführung dieser außerordentlich gerechten Bestimmungen geltend. Ersten« findet sich nur sehr schwer ein Mitglied de« Völkerbundrale«, das sich der Minderheiten so weit annimwt, r« ihre Klagen vor den 9t,t zu bringen, und zweilei« funkt oniert dieser selbst keineswegs so, wie e« wünschenswert wäre, was übrigen« nicht wundernehmen darf, da feine Entschlüsse ja von politisch,« Erwägungen diktiert werden und nicht von juridische» Ueberzeugungen. So war den zahl, reichen Klage» über Verletzung der Rechte der Minderheiten iu sprochlicher Beziehung, über ongenchte Bodenreformen und so fort beinahe niemals der gewünschte und gerechte Erfolg beschieden. Ja der Regel worden diese Beschwerden gar richt zur Ke»vtoi« genommen, weil sich kein RaiSmitglied ihrer annahm, geschah die« aber dcch, so war arch dc« Verfahren außerordentlich mangelhaft und recht unjuristisch. So werde« zum Beispiel die Positionen der Minderheiten den Saaten zur Kenntnis gebrach!, gegen die sie gerichtet sind, damit diese sich dazu äußer» und sie widerlegen können. Diese Antworten werden deu klagesührenden Minderheiten aber nicht mehr bekannt gegeben und so sehlt ihren jede Möglichkeit einer Replik ans die Angaben der Regierung«- und Mehr» heitSvertreter. Hervorragende Juristen oller Länder beschäftige» sich schon seit d«m Slockhtlmer Kongreß im Jahre 1924 mit der Frage, wie diesen Uebelständen ab» znhelfen und der von den Bestimmungen zu» Schutze Mehiheit vorgeschlagene Pro^r^mmänderung annehmen mußten. Der Beiuch der Insel Koifika bliib daher au» und wir nahmen von Neapel an« nordwestlichen Kur« Am Abend deS 2. Juli, al« die Abeidsorne im sernen Wist en ir« Meer getarcht war, fuhien wir beiläufig in eirem Abstand vcn zehn Lilomelern an jener Stelle d,« Festlandes vorüber, wo der histoiifcke Fluß Tiber in« Mcer mündet. In der Durkelheit sahen wir deutlich den Lichtschein der Leuchttürme ron Oüia, de« Htfin« von Rcw, und hinter Ostia ostwäit« «dickten wir den hlllen Sch>in vi>ler taufender Lichter. Au« der Xaite aber ersahen wir, daß doit irgend» o Rom liegen mnb urd daß diese Lichter den Ort ang>ben, wo diese Stadt steht. Die Nacht war indlich einmal ausnahmsweise ruhig gewesen. Ti>« hatte zur Folge, daß am fiühen Morgen fest alle am Schiff noch gut »chlieten und tob wir wieter nur einige waren, dte an der Bor-Überfahrt fich die wel bekannte Inlet iklba, auf der Napoleon I. räch eintgin verlorevin Hchlachien im Iahte 1814 bi» 1815 vlibannt war, benacktet,«. Um die Mittat»t«it nthnlin wir un« tn sltneller Fehlt der italienischen Riviera. Hier waeen wir laon wieder ate Retseg,sihrt,n am Beideck. Auch diejenigen, die bisher iwwer rur »oisichtig auf wenige Augen blicke au« din Kabinen heravS'chauien, w,it fie an Ektkrarkheit litte«, waren heule frcher Laune und lpotinten mutig auf und vl,der, al« wiien fie am besser zur W,lt gikrwmen. Die L»nne aber schien der M«nd«heiten gewünschte gerechte Zustand w!ede herzustellen sei. AIS Präsident und Btrichterstattn? der französische« Fachgruppe, die da« Minde'heiler.« recht studint, »öchte ich nun der O ffentlichkeit so?-gende Vorschläge unterbreiten. Jeder im Völkerbund vertreteie Staat, also nicht »ur die Mitglieder de« Rate«, soll in Hinkuaft daS Recht habe«, die Frage einer nationalen Min« derheit vor da« Plenum zu bringer. Der Bund ist vnpfl'ch?«!, die auf alle Klagen einlaufenden Rückäußerungen der R«gie:ungen tea Buchwerte» sühreru zur Kevntni« zu bringe«, um diesen die Möglchkeit eirer R-plit zu geben. Da« Sekre« tariat de« Völkerbünde« hat alljähr« lich alle eingelangten Beschwerden mit eincm Bericht über ihre Erledigung zu veröffentlichen. Bor allem aber soll der Völker« bund weit häi figer, al« e« bisher geschah, de» Jäter« oationalen Gerichtshof im Haag anzurufen. Diese letzte Forderung halte» wir nicht »ur sür die wichtigste, sonder» für diejenige, bereu Erfüllung die endgültige Löfu»g de« ganzen Programme« bedeutet. Denu daß der Haager SchiedSger^chlthof unparteiisch und wirklich nur nach juridischen SifichlSpurklen urteile» wird, darüber kann kein Zweifel bestehen. Der Völker« bund hat ihm bither nur zwei Fälle von Mioder« hlitSbeschwerdeu zur Entscheidung vorgelegt; eine Beschwerde der deut'chen Minderheit in Polen und eine der polnischen in Deutschland. Zn beide» Fälle» hat daS Haager Gericht der Minderheit recht gegebe». Vielleicht wurde eS gerade deshalb » icht mehr angerufen. SS «rß aber i»m-r wieder angerufen werde«, wenn e» um da« völkerrechtlich festgelegte Minder« heitenrecht geht. lieblich auf da» ruhige blaue Mcer und bei angeneh« mem Wellengang hatten alle auf die sonstigen Unan« nehmlitkeilen der See v?rgiss-n. Wir näherten un« den Städten Rap»!.'o und Zanta Margheriia, die tuich dte Verträge zwischen unserem Staate und Italic« seit den l.tzten Jahren eine Berühmtheit erlangt habe« und d!e au« diesem Grund« auch unsere Ausmeikfam» keil anjogen. Da» gemeinsame MittagMi.hl, da» wir diesmal cm Sch>ff einnahmen, hatte un» schon feit einigen Togen nickt mihr so zahlreich versammelt wie heute. Man merkte überall gute Laune und noch besseren Srpelil Ir Sbefonder» aber sahen wir bei denen, die beim geringsten Schauk,ln de» Schiffe« Gäbet urd M.sser und alle übrigen Kostba»keile« der Cch>ffiküche in S:ich »u laffcn und über Sppetiiloflg« keit zu klagen pflegten, daß fie 'ich hiute sicher fühlte«. Zn 'eich guter Stimmung nLherte« wir un» dem Golfe und dem Hafen vcn Genua. Wir waren von dieser Satt angenehm überrasch». Zwar fob e« roch einige Wetterstste unter on«, die wir e« bi« zum 1 fettn Mcmente bedauerten, daß wir nicht nach Korsika gefahren waren und die wir un« Lb>r die Lbrigen wegen ihrer Angst lustig machte«. Al« wir eber die schöne Umgebung der Stadt, de« großen Hasen und die großen und modernen Uebcrsee-schiff« erblickten, gaben auch wir langsam nach, den« wir sahen, daß wir eine« guten Tausch gemacht hatte«. Bi« Genua dachten wir alle, daß unser »Kara-djortje', der mit seinen 1500 Tonne« da» gi Zßte Personen'chiff unserer jugoslawische« Handelsmarine Seite 2 Cillier Zeitung Nu»»er 65 Was Jhre Großmutter bereits tatwarrkhiig. Sie kochre ihren Kaffee nur mit Aecht Franck Kaffee-Zusatz. Erisr heut-e noch ein ebenso feiner als vorzüqlicher Zusatz zum Bohnen-und Geireidekaffee und wird es auch srers bleiben. Die Behandlung dieserFragen muß von Genf, wo «an sie entsprechend dem politische» CharakterdeS Völkerbundes als Politika behandelt, wegverlegt werden. Die Ueberweisung nach de« Haag bedeutet dte EntPolitisierung und da«it Entgiftung der brennendste» und heikelste» Frage Europa«. Ein Ge» sahrenherdsondergleichen wird dadurch ausgelöscht, daß die Minderheiten in Hinkunst daSRecht haben sollen, sich au daS Haag er Schiedsgericht zu wenden. I« übrigen wird der Bölkecbund auf die Dauer schon deswegen gar keine andere W ahlhaben, als die MinderheitSsragea grundsätzlich i« Haag entscheide» zn lassen, weil er sonst, nach de« vollzogenen Eintritt Deutschlands, wenn also die Minderheiten einen ständigen Anwalt im Rat haben werden, ilberhavp! zu keiner anderen Arbeit »ehr käme und sich andauernd «it derartigen Be-schwerde» zu besassen hätte. Die Ueberweisung der MmderheilSsrageu »ach dem Haag bedeutet also keine Ei»e»gung deS Wirkungskreise« des BölkerbundeS, fie gibt Ihm v'elmchl erst die Möglichkeit, sich «it den zahllose» anderen Probleme» zu beschästigen, zu beten Lösung er ja geschassc» wurde. Zum europäischen Aatio-nalitätenkongreß. Wie wir ersahren, wird der europäische Ratio-ualitätenko»greß a« 25. August l. I. vo« Präsidenten der vorjährigen Natioaalilätenkonserenz Abg. Dr. W lsau, de« Vertreter der Slowenen i« italienische» Parlament, in Gni durch eine Ansprache eröffnet werden. Di D'. W lsan in ihr einen Rückblick auf die Entwicklung der Nationalitäten-frage u»d alle Ereignisse im letzten Jahr, die mit ihr in Verbindung stehen, geben wird, dürste diese Rede großes Interesse erwecke». Die eigentliche Arbeit dei Kongresses wird sich danach aus eine Reihe von Bedielen, vor allem aus die kulturellen und wirtschaftlichen Fragen verteilen. Bo > den Vertretern verschiedener nationaler Gruppe», darstellt, ein großes Schiff sei. Wir wurde» gar bald anderer Meinung, al» wir bei der Landung in Gnu» Schiffe von 20« und 30.000 Tonnen «eben uns stehen sahen Wie wenn stch ein kleiner ttnirpS n bm eine» großen Riese» hinstellt, so kamen «ir un» mit »,-ferem .grSßien" Schiff neben den Überseedampfern vor. Dte Landung ging diesmal schneller vor sich al» etnige läge zuvor in N ap el. Z var hatten sich auch hier in Genua bet unserer Landung viele Hunderte Neugieriger angesammelt, da da» erste uiter jagosla-Wischer Flagge tn den Hasen von Genua einfahrende Personenschiff wie ein blaue» Wander betrachteten. Auch hatte e» eine Kompagnie Faschisten al» angezeigt erachtet, ausgerechnet bet unserer Landung und au» gerechnet am Molo, am engen Platz vor unserem Schiff, eine Stunde lang verschiedene Gewehrgriffe ju üben. Wollten sie un» damit etwa» «eigen, eint Ehre erweisen oder sonst etwa» »um Verstehe» geben? «ber trotz all dem waren «ir zufrieden, denn die amtlichen Organe machten un» wenigsten» nicht mehr so viel Schwierigkeiten wie tn Neapel, wa wir stuad-.nlang hatten darauf warten müssen, bi» wir da» Schiff ver» lassen durften. AuH ließen wir un» in ein Ä.sprich mit den italienischen Behörden ein, die un» gegenüber ihrer Bewunderung Ausdruck verliehen und sehr staun» ten, daß wir mit unserem kleinen Schiff, da» doch nur für dte Adria gebaut sei, e» wagten, durch da» offene Mi telmeer eine Rundfahrt zu machen. Polen, Deutsche», Slowenen, Ungar», Jude» usw. solle» zu allen wichtigen Piogrammpunkten Referate gehalten werden. Unter andere« wird i« Mittelpunkt der Verhandlung» dieses Mal das Referat über dle Sicherung der wirtschaftliche« Gleichberechtigung für die Nationalitäten stehen. Weitgehende Beachtung verdient ferner auch da« Referat über die „Wege zur Regelang voa Konflikten zwischen Nationalitäten und Regierungen", den» hier sollen vo» kompetenter Seite die verschiedene» Möglichkeiten und Maß» »ahme» — Gründung voa paritätischen Som-Missionen und ähnliche« — zur friedlichen Regelung von Streitfragen behandelt werden. Auf kulturelle« Gebiet dürfte vor allem die Frage voa der ver-wirklichung der kulturelle« Autonomie die Tagung beschäftigen. Da« umfangreiche Program« der Tagung bringt es »It stch, daß diefeii Mal vielleicht noch nicht in allen Fragen eine detaillierte Stellungnahme, die stch in den entsprechenden Sonderabschlüssen äußert, ersolge» k,n». Doch die wesentlichste Ausgab« de» bevorstehenden Kongresse« wird voa den Gliedern de« Ausschüsse« zur Vorbereitung der Tagung gerade darin gesehen, jetzt, wo die vorjährige ltonserenz all-gemei» sormulierte Grundsätze al» Plattfor« der Zusammenarbeit geschaffen hat, daran zu gehen, eine» Austausch der Ersahrunge» und Aaschaanagen auf den einzelnen di« Nationalitäten interessierenden Gebieten vorzunehmen, um so zu einem AaZgangi-punkt sür di« künstigen Arbeiten zu gelangen. Der Zweck de» europäischen Nationalitäten-kongresse» ist so«it keineswegs, jährlich, wie vielleicht a»geno««en werden könnte, Sensatioaen zu zeitige», d. h. Aufsehen erregende Beschlüsse in die Welt zu setzen, sonder» vielmehr durch ernste Zusammenarbeit wertvolle Mitarbeit auf de« Gebiet deS nationalen Problems zn leisten, um fo die Grundlage zur Regelung des für die Welt fo bedeutsamen Nttioaa-litäte»proble»S zu legen. Allgemein läßt sich bereits heute sagen, daß fast alle organisierte» N ttionalitäte» (nationale Minder-heitSgrupp:») Europas sich am Soagreß beteiligen werden. Mit Nachdruck «aß jedoch in diese« Zu-sa««enhang betont werden, daß die Grenze sür di« Beteiligung a« Kongreß gegenüber alle» S:uppt», die nicht bewußt empfindende Nationalitäten darstellen, mit der grüßten Bestimmtheit gezogen ist. denn entsprechend eine« besonderen Beschluß sind nur solche Gruppen zur Teilnahme an der Tagung berechtigt, die national organisiert sind und die ein-deutig aus de« Sta»dpunkt einer bewußten Nationalität mit nationalkulturellen Eigenleben stehen. Zu erwähnen ist serner, daß dat Problem der Tagung nur aas Fragen beschränkt ist, wie im Rah-«en der Staaten die nationale Frage zu regeln ist, ferner daß eine jede Agrefsiviiät gegen Regierungen und Staate» prinzipiell ausgeschlossen wird. Bereits heute läßt sich sagen, daß das Interesse bei der Oessentlichkeit der v:rfchiedeuen Staate» ei» voa Tag Tag zu Tag wachsende« ist. Et sei daher die Aas-«erksa«keil aller Jateressenten darauf gelenkt, daß die Sitzungen öffentlich si»d unv daß Presse- und Zatritttkarten i« Sekretariat der Taguag (Äeaf, Hotel „V ctoria") empfangen werde» könne». PolUischsNtiildschau. Zntand. Z>er lachende Dritte. Bei den Gemeinde wählen am Sonntaj ist die Gemeinde Beograd ia die Hilde dir Dtv':doo!6-Demdkraten Üdergegangea. D-efer Sieg ist auf die Sp Utuag der radikalen Partei ia zwe Listen zurück-zu'ühcen und beträgt bloß einige Ha,dert Sii»m a. Immerhin iZ die Siimmenanzahl der Demokraten ia der Hauptstadt auffallend groß. Auffallend kleia dagegen ist die Zihl der Pribic-oicSahäiger, ein U »stand, der außerordentlich überrascht, weil man infolge des selbstbewußt» Geschrei« seiner P esse annehmen mißte, daß die P:ibiö:»i>!-D.mzkratea ia der Hauptstadt ernstlich ia Frage kä»:a. Wie «an liest, wollen sich die Radikalen über die Wahlen bei« Staats rat beschwere», weil die Demokraten Terror (11) ausgeübt hätten. Ja Z'hle» ist da« Resultat der Beograder G:«eindewabl folgende«: Bon 27.6L5 Wühlern wählten bloß 17.159, also 62 P.ozeat. Davon gaben für die Demokraten 6578. für dte offizielle radikale Liste 6228, für die Bobii Radikale» 2521, für die Kommunisten 774, für die selbstän-digen Demokraten 718 und für die Sozialisten 342 Wähler die Stimmen ab. Nrberstcht über die Kemeindewahlen i« Serbien. Die sonntägige» Gemeinde wählen in Serbin, haben trotz deS zufälligen Verluste« der Hauptstadt die ungeheure Uedermacht der radikalen Partei und die eigentliche Schwäche der seldfläadizen Demokraten ia dieser Provinz klar erwiesen. Nach den bisherige» Meldungen bekamen in Serbien un» in Montenegro die Radikale» 1415, die Daoidodö Demokraten 433, die Landarbeit» 65, die selbständigen Demokraten 16(11), die Republikaner 12 u id die Fi»eralisten 8 Land-gemetnden in ihre Hände. Aöligcr Zerfall in der Hcjnna. U ,ter diesem Titel berichtet der Ljabljanaer .I itro"; Gestern (a« 15. August) fand hier (in Zagreb) eine Versammlung de» GedietSauSschasseS ver Orjusa statt, auf welcher 33 Organisationen mit 41 Voll» «achten virtreten waren. E» wurde einstimmig sol-gende Resolution angenommen: Die Oganisation der jagoslawischea Nuionaltsten, die bloß eine ein-heilliche j «goslawische Nation vorlagen hat uad auf daS ganze Leben bloß vi« nationalen Slaadpankle an« blicke, leitet au» dieser Anschauung und diese« Glauben ihr ganze» Programm ab. Sir sind und bleiben eine außerparteil h- Bewegung, bie immer uad überall ihrer »anpfeSlust und Kompromiß-lostgkeit Ausdruck verleihen muß. wir sind aber bereit, mit jeder Partei oder Persönlichkeit, dte »it ihrer Arbeit unser Progra«« auSsührt, uneigennützig mit-zuarbeiten. Mit diesen G.undlageu unsere« Pro» grammeS und unserer Partei kam durch seine Tätigkeit in ftonfl'U das heutig« Dicekiorium und besonders sein Präsident De. Ljlba L oatic, indem sie «ti ihrer Verständigung«meieret, Zersetzung uad unmögliche» Somdinationen mit Parteien, die u»S verfolgen, uad durch den unsinnigen Sampf «it einer Partei, bie u»S taktisch und ideologisch a« nächsten steh», DefaitiSmu» in der Bewegung verbreite». Nach allseitiger D«batte haben wir de«-nach einstimmig besch affe»: 1. Wir erken»en da» heutige D rekiorium nicht au nnd brechen mit ihm jede Verbindung ab; 2. wir haben unbeschränkte« Vertrauen zu unserem neugewählten SebietSaaSschnß und seinem Präsidenten Dr. C wlina; mit heutige» Tage übergeben wir diesem Ausschuß unsere gesamte politische und truppeamäßize Fährueg al« unsere» höchste» Forum, dem wir unbedingten G harsa» leisten werden; 3. der G bietSauSlchuß muß sosort mit allen GebtetSauSschüsseu u»d Organisationen i» Siaat in Verbindung treten, damit diese de«gleiche» tun und ei» provisorische« Direktorin» wähle», da« noch >» Lauf deS heurigen IahreS einen Kongreß der gesamte« O.juaa einberufen wird. — Za bemerken ist, daß dieser abgetreante Flügel der Orjuna, wie au« der Resolution hervorgeht, die Leibtrnppe der selbständigen Demokraten ist. Der Nrenndschaftsvertrag zwischen Zago-slawien und Griechenland unterschrieben. Am 17. August wurden i» Athen vo» griechische» Außenminister Rafo» uad v?a unsere» G:-sandte» Gavrlloiik die im März vorigen Jahre» i» Geas festgesetzte« Sonventioae» über die Bekehr«-Verhältnisse zwischen Jugoslawien uad Griech'-ilaid untersertig«. Damit ist dte Frage unsere» FreihaseuS i» Saloniki endgültig ge-löst. Gleichzeitig unterschrieben die Staatsmänner eiae» zceuadschiftivertrag. dessen Wortlaut bei» Stkretariat de« Völkerbund« registriert werd«» wird. Nummer 65 Cillier Zeitung Seite S Ausland. z>ie Schwierigkeiten des Völkerbundes. Während der Z'.it »wachen der letzten Tagung de« Bö'.ierbunde» un» der bevorstehenden im September ist e» den .Diplomaten" nich! gelungen, die Situation auch nur zu vecäider«. Spanien und Polen beharren nach wie vor auf der Z ittilung v on ständig« Rrsltze». Die Parla«ent»delegate« der nordischen Staaten jedoch haben unlängst in Kipeu» Hagen eine R-solutio, angenommen. wonach bei» Eintritt Deutschland» in den Bölkerbun» di: Zahl der Ratifitze nicht erhöht werden darf. Keueral Kajda aögesäzt. Der bekannte tschechische General Gaj»a wurde a» 12. August superarbitriert und al» körperlich und geistig sür den Militärdienst untauglich pen-fioniert. Die Faschisten, deren Havp! dieser Abenteurer ist, demonstrierten a» «bend für ihn. Aus Stadt und Land Interessante Intervention. Unter diesem Titel berichtet der Ljnbjanaer .Jitro": Für den Pazifisten Morcc Uti, de» die jugoslawische Regierung al« Kreisarzt >'» St. Zlj bei Maribor entlassen halte, intervenierten die deutsche und tschechoslowakische L'ga für den Völkerbund in der Tschechoslowakei, und zwar bei der jugoslawischen Liga sür den Bölk-rbund. die fie baten, sie möge sich bei der jugoslawischen Re-gierung u« den Dr. Morocatti annehmen. — Wie «au steht, haben sich gewiss: Herren sehr geirrt, al« fie glaubten, auch ia diese» Fall ungestört «ach dem bekannten slowenisch n Rezept vorgehen zu sinnen. Aus dem Marburger Gemetnderat«. Am 13. August hielt der Gemeinderat in Maribor eine außerordentliche Sitzung ab, die ausschließlich der Beratung und B-schlußsassung über Aenderung der Statuten der Gemeindesparkaffe gewidmet war. Gegen die S immeu des deutschen Klub« uad der Sozialdemokraten wurde beschlossen, die S!tzung «it Ausschluß der O ff-ntlichkeit abzuhalten. Schon seit Jahre» bestand im Gemeinderate die Auffassung, daß «ine Aenderung der Statuten ia der Stich ung notwendig sei. daß dte Gemeindevertretung eine stärkere Interessenvertretung im Eparkass oan»schusfe erhalte. Diese Auffassung wurde »ir Forderung, nachdem der bekannte Reviflor«bericht bekannt geworden war. Der SparkasseauSschuß selbst ergriff i» dieser Frage die Initiative und beantragte, nach»em sich auch die im Gemeinderat« vertretenen politischen Parteien ge-änßert hatte», eine Statutenänderung, die im we« seitlichen den Wünschen de« Gemeirderate» Rechnung trng. Die vom deut chen Klub gemachte» Vorschläge wurden großenteils iu de« Antrag de» Sparkassen-anSschusses angenommen. Die wesentlichste Aenderung besteht jedoch in der Zusammensetzung deS Au»schnffi«. I» de» 24 gliedrigeo Sparkaffean»schuß wird nun-mehr der Gememderat 12 Mitglieder nach dem Pro-portionals^stem entsenden, während der Sparkassen-au«schuß die übrige» 12 Mitglieder derart de« Ge-»einderale vorschlägt, daß 6 Mitglieder den gemeinde-rätlicheu politischen Parteien entnomme» werde». d?e im Ge»einderate wenigsten« 4 Mandate haben. Auf dieser mittleren Linie wurde der Sntrag de« Spar-kaffenau»schvsi« ans Statutenänderung von der Mehrheit de« Gemeinderate« angenomme». Diese Zasa»»e»stellung de« SparkassenauSschusse« trägt einerseit« der Forderung de« Gemeinderate« nach größerer Einflußnahme aus die Sparkasse Rechnung, andererseits sichert er auch die Geschäftsgebahrungen vor Störung«, die durch einen vollkommenen Wechsel de» SparkassenauSschusse« eintreten können. Der .deutsche" Kalvarienberg? I« Ljnbljanaer „Jutro" lese» wir nachfolgende«: Un-längst ist u»ter den Marburger Blättern eine De-batte Darüber entstand«», ob der Kalvari«»berg ober dem Stadtpark „deutsch- gena»ut wird oder nicht. Ja den österreichischen Zeiten nannte «an nämlich da« Hügelche» auf dem rechte« User der Dran »Slowenischer Kalvarienberg*. während der Hüzel über dem Stadtpark bloß Kalvarienberg genannt wmde, einige nannten ih» zur Unterscheidung auch „deutsch", da« aber unbegründet. D-»u die Eige«. tümer diese« Kalvirienberge» waren nur die Stadt-ge»eind». da» Land Steiermark mit dem Weinberg, der slowenische Patriot Dr. Paul Turner und die Marburger Kanoniker, die aber auch nur Slo-wenen wäre«, vom Dentschtum diese» Kalvarle»berg« war also keine Red«. Die Ironie de« Schicksal« aber hat e» gewollt, daß gerad« die Slowene» diese» herrliche Stück Marburger Schönheit io ei»e» deut-ichen Besitz zu verwandeln begannen, vor Monaten verkauften bezw. tauschten die Kanoniker um einen Wald aus der rechten Seite de» Kalvarienberg« einen ungeheuren Grundkomplex, der bi« zum Stadtpark reichte, mit d«m ausgezeichneten Deutsche» Podließnig, eine» P-pierhändler, der stch gerade eben aus diese» ehemal» slowenischen Besitz eine Villa gebaut hat; sei» Besitz reicht schon aus den Gipfel de» Kalvarienberg» bi» zur Straße bei« Wald. Dan» breitet sich der Weingarten der Weinbauschule bi» zu« Dr. Turner'schen Besitz uad seine« berühmtea Weingarten au», der soviele Jahre ein Stolz auch der Marburger Slowenen gewesen war, aber gerade dieser Tage auch in deutsche Hände überging, so daß der Marburger Kalvarienberg wnk.ich erst nach dem Umsturz deutsch geworden ist. Deutsch« Gelehrte tn Jugoslawien. Wie der Ljudljanaer .Jutro' berichte», begeben sich Ende August au» München ungefähr 30 Hachschul-Professoren nid Wissenschaftler auf eine Studienreise »ach Jugoslawien. Sie werde« alle größeren Städte besuche», besonder» aber die römischen Altertümer in Dal«atieo. Gin Durchreisender schreibt un» au» ) die Bürger zu angeoehmeu Spaziergängeu auf den Kalvarienberg einlüde», sind noch immer kreuz und qaer verwachse», so daß e» stellenweis schzn schwer ist, den schattigen Hügel mit dem herrlichen Ausblick auf da» Drautal zu erreichen. Di« umfangreichen H:rrichtungen der seit Jahre» versäumten Adaptierunge» fressen jetzt soviel Geld, daß der Berschö-leruugSvereiu trotz (!) der erhöhte» städtische» Subveation keiner schwere» Ausgabe nicht Herr werden kau». Und so entsteht wieder dte Frage, ob sich di« Stadt Maribor «it ihren 30.000 Einwohnern und weiten Anlage» noch Schicht Nie wurde ein einzige» Stück Schicht-Seife gefunden, in welchem auch nur die geringste Verfälschung nachgewiesen werden konnte. Nie wurde ein einziges Stück Wäsche durch Schicht-Seife beschädigt Immer ist Schicht-Seife refn und gut und unschädlich. Wir könnten den Preis der Schicht-Seife auch verbilligen, wenn wir es wollten: Durch billigere Rohstoffe und durch weniger sorgfältige Erzeugung. Wir tun es nicht, denn unser Spruch steht fest: „Schicht-Seife ist die beste!" Nur echt mit Marke Hirsch. weiter «it einem solchen D lettanti«ma« repräsentiere» kan», der un» de» Ras de« fleirischen „Miran" be-droht. Die G:»ei»de muß (wie einfach!!) ihre Subvention (wieder I) erhöhen oder die Agenden del verschöneruagSv-reine« vollkommen in ihre Hände «ehrne«. — Ob man wohl ia Mrribor dann uad wann Betrachtungen über den Teufel anstellt, der die Herrschaften geritte» h-tt, al« fie seinerzeit die Deutschen au» de« B:rein hi»au«kch«iffe»?! Große Explosion in Budapest. A» Donnerstag abend« fl»g di« Munition«sadrik aus der Do»auias«l Eskp l be« Budapest in die Last. Diese Manition«sabrik war die einzig«, die im Fci«de» von Trianon Ungarn belassen wurde. Legitimationen für die 6. Zagreber Mustermesse Tom 15.—23. August 1926 erhältlich bei der Ersten kroatischen Sparkasse, Filiale Celjo. Preis Din 30.—. Kleine Nachrichten au« Slow nien. Im öff. »rankeahau» in Celje find gestorben Herr Joses «us», Gastwirt au» Zigor bei Smarje. i» Alter von 47 I ihren, und Herr Marti» Keue, Zahlkellner bei Herr» Milan Martinov c i» Karhau» vo» Roga»?a Station. — Die Genosienschnst „Lastni Dom* ist in da» Hau» de» Dr. B-z c (srüher Bacho) in der PreSernova ulica 6 übersiedelt. — Wie die Blätter berichten, ist ein Teil von Hrastnik in Ge. fahr, von einem Erdstur, bedeckt zu werde». — v«i Zidani mot erttank am Danner«tag der 60 jährige Flöfser Zwta; er war bei einem A-peall de« Flofs:« an einen Bogen der Steinbrücke in» Wasser gesalle». — Aus unserer Staatsbürgerschaft siad ausgetreten: «»ton veronik. Müller in «ildon. zuständig nach Marenberg; Ladwig Keeper in Jadenbnrg au« Runec bei Ptuj; Ivan Sitar in Gcaz aul St. Jar ob j. j; Mathia« Ambroz Bergmann in Jadendorf, zustänoig nach Gornja Belka. — Die Reserveossiziere, die nicht Staatsbeamte siid, habe» nach eiier ver-ordnuag de» Btrkchr»mmister» hinfv't da« Recht, dreimal Im J,hr mit 50'/, iger Fahrpreisermäßigung zu reifen, wenn sie die Legitimation de» Reserve-ossizieiSverbandeS vorweisen. — In Maribor ist der 77-jährig« p:nfioni«rt« Oberlehrer I. Piuiek ge-storben; er »»ar bekannt al» ausgezeichneter Bienenvater. — Mit 1. Sepiember soll in C'lje ei» Wtz» blatt „Muh," (die „Fliege^) herau»zegeben werde«; da» Blättchen, das voa eine» Laibacher Konsortiu» herausgegeben wird, soll zwei»al monatlich unsere Stadt erfreuen. — Am vorige« Die«»tag und Mittwoch abend» wurde n«sere tüchtige Feuerwehr, die Seite 4 Cillier Zeitung Nu»mer 65 gegenwärtig viel Arbeit «it de« Auspumpen der Keller hat, »acheivander durch falsche« Feueralarm i» die Umgebung getrieben. — Der Finanzer R. hatte a» 23. Mai am Hauptiah» Hofe in Maribor di« schlafenden Eisenbohobeoierifieten G. Schnupf-tabak in die >ugeu gestreut, wodurch der litzlere eine Augenentzündung bekam. R. wurde dethalb vom Ar«1»gericht« Maribor in erster und zweiter Instanz zu 200 Dinar b;w. zu zwei Tagen Arrest u»d zur Zahlung sämtlicher Gerichts- und Abvokatev kost-n verurteilt. — Die Burg in Maribor wurde in der letzleu Zeit ganz revosiert. Die darin befindliche „Vurgleller-Restauration" (Orojtfa sie«), die im Jahre 1921 von H-rru Gjaio valjak gegründet wurde, genoß wegen ihrer Originalität, sowie wegen ihrer Bigiemlichkeit und vorzügliche» Bedienung großen Rus und galt auch für die Fremden al» sehr beliebter Zusa»»n>kunf!Sort. I« Jahre 1923 über-nahm fie «in neuer Besitzer, unter de» jedoch der Verkehr hauptsächlich wegen nationalistischer Mätzchn ropid abnahm, so daß die Restauration i» Jahre 1925 aus mehrere Monate gesperrt werden mußte. Nunmehr hat fie der ursprüngliche Besitzer und Gründer Herr Ejmo Baijak lücküberrommen und. wie sein Austritt mit der „Orjuna* o« vorletzten Sonntag zeigt, mit großer Sotschlossenheie alle Un. zvkömmllchkeiten beseitigt, so zwar, daß die Restau-rat'on ihren guten Rus bei Htwischen und Fee»de« wieder erlangen wird. — A« 6 August wurde in Bereich der Gemeinde Riba ca am Bachern da« Skelett eine« Manne« «it eingeschlagene» Schädel gesunden; an den Sleiderüberresten erkannte man in ih« den cm 10 August vorigen Jahre« e,«orderten Ivan Beronik aus der Umgebung von Marevberg; bet Mörder, ein alter ZuchihauSströfl«g namcr.« Jvo Ropot«c, befindet sich gegenwärtig im J'renhau« in Sluden c bei Ljubijana; er halte den junge« Manu bei einer gemeinsamen Echmuggelunlernehwuv^ ermordet, um sich seine« G.-lde« zu lxmächligen. — >» Montag wurde in den Steiner Alpen dte Leiche des verunglückten Mediziner« Paul Schumann, Sohne« de« Ehes« de« Patentamtes in Leograd Dr. Javko Schumann ar« Ma.ibor gesunden; fein Schicksal erscheint besondei« tragisch im Hinbl ck darauf, daß zwei Monate vorher sein Bruder Jvo Schumann bei einem Fluge iu Novisad tödlich ver« Unglücke. - Kurze Nachrichten. Der mit dem Möid.r d<» Journalisten Hatzi» popovic so g ut befreundete Obergefpan von Bitclje Vortsavljeviü würd« dieser Tage endlich in den «Ruhestand- versetzt, nämlich penstoniert. — In Sarajewo wurde der Kranker kassebeamte Franz Novoselec ver-hafte», weil er 400.000 Dinar dcfraudierte. — Die japanische Regierung hat durch ein Dekret all« Film«, tn denen geküßt wird verboten; alle Filme «erden daraufhin von der Zensur durchgesehen und wo eine Stelle vorkommt, in der gekllhl wtrd, wird sie entfernt; bisher sind schon 600 Kilometer Küsse aal Filmen entfernt worden. — In Baden bei Wien hat man an dem Ufer der Donau einen künstlichen Strand herge-richtet; man hat tanfende und abertausende von Tonnen feinen Sande« an den Strand gestreut; zweitausend Badende können stch da den Illusionen des Seebade« hingeben. — Im Gegensatz zu den Blättermeldungen, wonach er nach Monte Cirlo abgereist sei, befindet stch der frühere Ministerpräsident Paii6 noch immer in Karlsbad. — Bei der Explosion in Esepel, die angeblich durch ein Attentat verursacht wurde, flogen 30.000 kg Explosivstoffe in dte Luft; wie amtlich festgestellt wurde, ist niemand getötet worden, bloß zwei Personen erli ten schwere Verwundungen. — Die Beamten Soriean und Krznaric bei der Finanzdelegation de« Finanzministerium« in Z-greb veruntreuten aus der Staatskasse über 2 Millionen Dinar. — Der Außenminister Rußland« Ciöertn kommt dieser Tage nach Wiesbaden. — Da« UalerrichtSministerlum bereitet für da» nächst« Budgetjahr ein Badget von 1.070,066.000 Oinar vor. — Die Fristen, während welchen unsere im Ausland studierenden Studenten mit ermäßigten Fahrpreisen rei'en können, wurden umge-ändert, und zwar gelten fie vom 1. Feder bis 1. April und vom l. Juli bis 30. November. — Der Aus schuß de« „Molen Kreu»e»" hat festgestellt, daß in der Batschka 1203 Häuser durch die Uebcrschwemmung zerstört wurden. — In Zagreb brannte am Mittwoch da« Magazin der dortigen Trikolagesabrik Ä <5. Savn infolge Kurzschluste« ab; der Schaden beträgt 400.000 Dinar. — Zwilchen Frankreich und Rumänien wurde für die vorläufige Dauer von 10 Jahren ein Freund-schaftSvertrag abgeschlcffen, in dem dte beiderseitigen Grenzen garantiert werden. Opium direkt abzukaufen und zwar unter Bedingt»-gen, die unser« Regierung stellen und genehmige» würde. Damit würden unsere Produzenten iu den Genuß jener Borteile treten, bei e» jetzt di« Aus» käuser iu Saloniki teilhastig find. Di« Gesellschaft hätte ien N tzen, daß fie unfer Opium, da« bisher die Händler i» Saloniki durch tie Beigabe von asiatischen Erzeugnissen verdarben, in reine« Zustand iu di« Hand bekommen. Gleichzeitig empfing unsere EHegteiucg «in Angebot Schweden« für den direkten Ablauf vou Hop-sen. Zu diesem Zweck würde «ine schwe-bis ch-jugoslawtsche Gesellschaft «it der Zentrale iu Novifad gegründet werde«». Die Berwallurg der Slaa>«movcpole ober imifisif da« Angel oi von holländischen und deutsckeu Barken für den düikten Abkauf von Tabak. Ueber alle diese Angebote wird «an im Finanz-«inisteriu und i« Ministerrat verhandeln. Die Ginnahmen au« den Steuern und StoatSmoropolen in Jugoflawi«,» waren i« Monate Mat die aiißlen in diese« Johre. Im Februar betrugen fie 106 Millionen, «ti'{ 103 Millionen, i« April 119 Millionen, in Mai 1 21 M 0 onen Golddirar, im Juni düiften fie roch größer gewesen sein. Sport. Wirtschaft uns Verkehr. Jnter-fse dr« Auslandes für unseren Hopfen, Tabak und Opium, «u« Beograd wtrd berichte», daß sich die g-ößte Welifi ma für Opiumhandel, die sogenannte „Deutsch pnsi'che Ge-fellschlisl", «it dem Aueibieten an unsere Regierung gewandt habe, daS in unsere« Staat produzierte (?ndkampf um den Königspotal. Bekanntlich hat Kö^tg Alexander vor drei Jahren einen großen goldenen Pokal gestiftet (Wert 200.000 Oinar), der in den ständigen Besitz jener Fußball-Mannschaft Überzug-hen hatt«, lie dreimal nachein d«r den Pokal als Wandeipokal erfiegt haben würde. Doß die Ctändi^keit d S Bsitz'S fo rasch schon zur Enl'cheidung tonnen fcllte — gewöhnlich wandern derartige Ehcenpokale Dntzende von Jahren voa einem Verein zum anderen — hatte wohl nie-«and erwartet und deshalb war der sonntägige Eadkampf iu Ljabljana ein sensationelles Sport» tteignif. Bon allen Seiten, besonder« au« Zagreb und Beozrad, eilten Tausende von Sportfreunde» herbei, um dem Kamps der Städtemannschaft Zagreb, die bikher zweimal nacheinard-.r den Pokal erobert hatte, mit der R'präfevtanz von Beograd zuzusehen. Auch König Al xavder langte vor de« Spiel aus dem Sportplatz ein. Nach sehr schöne« Spiel siegte Zagreb mit 3 : 1 In verdienter Weise über Beograd. Damit ging der Pokal deß König« durch deffen eigene Hand in den ständigen Besitz der Kroaten über, zu deren großem Jubel uvd Stolz. Bijouteristen und Schleiferinnen, nur prima Kräfte, werden gesucht. Offerte unter „ErstklassigeKraftK 371" an das Annonzenbüro „Inter-reklam" A.-G., Zagreb, Stross-mayerova 6. Möbl. Zimmer sofort zn beziehen. ASkerceva ulica • Nr. 3, I. Stock links. Foxterrier 6 Wochen alt, reinrassig, billig abzugeben. Adresse in der Verwaltung des Blattes. saois Intelligenter, militärfreier Handeisangestellter der Spezerei- und Kolonialwarenbranche, wünscht Stelle zu wechseln. 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