MARBURGER ZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES VtrI«! nt tdulfttoltasg Haibnrf t. C Dra«. ladaHat Mt. t. Pannti Nt. SS-CV, 3541, 35^. Ak It Ukf (ttgllcb atiB« 8«rast«g) Ut dl« SchrlftlaUung nnr auf Fararnf Nt. «natchbar. Unvarlaogla Zuichrifta wardm Blcht rtckgaMndt. Bai atntlichaD Anfragaa tat daa Rflckporto 'aliutagva. Peitacbarkkonto Wlan Nt. 94.608, Gaachlftattallan ta QIU, Marktptata Nt. 12, Fatnraf Nt. T, und In Patta«. UngartorgaHa Nr. 3, Pararnf Nt. M. STEIRISCHEN HEIMATBUNDES ItachaljM wwkUgli.'1> ta Morgmattnag. tmgiprala |1« Torii» aahlbait aonatllrk RM 1,10 almchllaBtlck 19,B Rp* roatialtuDgsg^bflhti bat Llalamag ta SUalfband niflgltcb Portot bat Abholen in der Geirhlftiitvlla RM Ir-s Altralc^ durrh Poit Bonatlldi RM 1,10 (alnar) IV.t Rpt Voitiattungtaebflhr) und 38 Rpf Zuitell' gabflht. ■iDielDuiaiBar' wardaa auf gagao Voralntcndung da< Flnzalprama* und dei Pnrtnaunlagen ruoetendM Nr. 280 — 83. Jahrgang Marhurg'-Dran, Donnerstag, 7. Oktober 1943 Einzelpreis 10 Rpf Moskaus Rolle in Südeuropa Wieder einmal wird die Weif verteilt — Die angeblichen sowjetischen Mindestforderungen dnb LIttabon, 6. Oktober Di« ÄgitatioD in London und Washington ist aJfrig am Werke, um ein« any-liich-amerikaniflch-bolechewiitlsch« Kon-fer«DZ, an der man allerdingi in England und In den USA mehr intereiilert tu sein scheint als In Moskau, vorzubereiten. Gewissermaßen als Vorgeschmack und Vorschau auf diese Kon-ferenx veröffentlicht der Londoner »Ob-••rvert dl« angebliche Wunschliste der Sowjets und betont, »daS SowJetruOland seine Rolle bei den Angelegenheiten In Südeuropa und ün Mittelmeer zu spielen wünscht«. Die Engländer seien den Bxllregierungen zutiefst verpflichtet, flu« SouverAnltAt wiederherrustellen, aber Sowjetrußland wünsche vollen politischen Einfluß auf dem Balkan auszuüben und Irgendwelche anderen Einflüsse auszuschalten. Es wünsche die Kontrolle über Bulgarien, weil es ein «lawlsches Land ist, möchte Beesara-blen wieder annektieren und die rumänischen Dlfelder durch Ausdehung seines politischen und diplomatischen Einflusses kontrollieren. SowjetruQland habe nldht die Forderungen nach einem Drittel oder der HSlfte von Polen aufgegeben. Moskau betrachte schließlich die beltlschen Staaten als ein eigen. I>lese vom »Observerc in großen Umrissen skizzierten sowjetischen Ansprüche auf Europa, die England kaum abzulehnen wagen wird, werden durch eine Meldung von »Stockholms Tidnln-gen« aus Washington noch näher spezl-Hzlert. Diese Meldung, die aus zuver-llssiger diplomatlecher Quelle stammen soll, gibt die wahrscheinlichen Mindestforderungen der Sowjets auf der geplanten Konferenz wieder, Danach verlangt Moekau; Die Eingliederung der baltischen Staaten als teil der Sowjetunion, Ostpolens bis zur sogenannten Curzon-Linlet Bessarabiens, des finnischen Gebietes, dae die Sowjets ursprünglich von Pinnland vor dem Winterkrieg 1939 verlangten, ferner vemtÄrkten EinPuß auf freundschaftliche gesinnte Regierungen In Rumänien, Bulgarien, Jugoslawien und Tran. Die hier in auffallender Übereinstimmung zwischen London und Washlnqton wledergegehenen bolschewistischen For-derunqen können uns nicht mehr über-raer^en. Sie sind nur eine Beetfltlgung dessen, was die deiitsrhe Presse seit langem schon als Moskau« WnnschtrSu-me verzeichnet hat. Wir sind uns klar darüber, daß Moskau jede Konferenz mit seinen anglo-amerlkanlsriien Verbündeten dazu benutzen wird, um sich seine Macht-ensprürh^ In Europa garantleren zu lassen nnd es steht für uns ebenso feet, daß die Kriegsverbrecher an der Themse und Im Weißen Haus ohne Bedenken Europa dem Bolschewismus auszuliefern bereit sind, wenn sie sich damit die sowjetische Waffenhilfe welter erkaufen können. Bolschewistisches Europa bis zum Rhein Verrat an der Znkantt der Völker dnb Prag, 6. Oktober •Ceske Slovo« setzt sich In seinem Leitaufsatz mit einem dleeer Tage' In der Londoner »Times« erschienenen Artikel auseinander, In dem als Ziel des gegenwärtigen Krlegee die Halbierung Europas, in eine bolschewlstlache Hälfte bis zum Rhein und in eine angloamerlkanl-sehe westlich dieses Flueeee gefordert wird. Was bisher aleo nur als bescheidener Wunsch geäußert worden sei, werde nunmehr, so schreibt das Prager Blatt, ohne große Skrupel zur Forderung erhoben. Nun sei Klarheit geschaffen und die europäischen Völker wüßten, was sie von den Feindmächten zu erwarten hätten. England verfolgt also, um keinen Konflikt mit den Sowjets zu riskieren, die Politik der Auslieferung Europas und der eigenen Moskauhörigkeit konsequent weiter, immer in der Hoffnung, auf eine vielleicht doch noch mögliche Geeamtabgrenzung der Einflußsphären um Europa, diuch die sich England wenigstens gewisse kleine Teil« setner früheren Machtsphäre zusichern lassen möchte. Dafür, daß dies bereite Tatsache ist, liegen neu« unwiderlegbare Beweise von englischer Seite selbst vor. Beispielsweise fordert eine Reuterauslassung Finnland und Ungarn zur Unterwerfung unter die Sowjetunion auf, und zwar als Vorleistung sc^on, genau nach den Wünschen der Sowjets, mit »radikaler Veränderting der Regierungen dieser Länder.« Finnland wird angeklagt, well es bisher keine Kapltula-Mon vorgenommen habe. Die Frage se' nur, ob Finnland es vorziehen sollte, selber den Zeitpunkt für eelne Unterwerfung zu wählen. Ahnliches wird den Ungarn bedeutet, die In noch schärferen Tönen gegen ihre Regierung aufgehetzt werden. Englands Verzicht auf Mihailowlfsch Stalins Bandenhäuptling Tito wurde General rd Stockholm, ft. Oktober Bezeichnend für die Krttfteverteilimg und das Durchsickern des Moskauer Einflusses Im Lager der Verbündeten sind die Angaben über den Bandenkrieg. Während Engtand noch vor nicht langer Zeit es so hinstellte, als ob es selber durch seine Verbindungen zu Mihailo-wltsch, dem sogenannten Krlegsminister der damals noch «nglandhörigen Eml-gran]^engrupp« um Peter, das geeignete Werkzeug zu einer Festsetzung auf dem Balkan geschaffen habe, ist es jetzt um Mlhallowltsch sehr still geworden. Die Engländer sprechen auf einmal von einem mystischen General Jones und hoffen auf eine Revoltebewegung In Südosteuropa. DI« Verschiebung zugunsten vermehrten sowjetischen Einflusses wird in einer sehr aufschlußreichen Darstellung des »Svenska Dagbladet« aus Budapest wie folgt geschildert: »Die polltische Leitung des Bandenkampfes In Jugoslawien Ist offenbar ganz an Moskau übergegangen, während die angelsächsischen Mächte darauf verzichten müssen, nach irgendeinem politischen Einfluß auf dem Balkan zu streben.« Moskaus dominierende Rolle sei jetzt auch dadurch kundgetnn worden, daß Stalin seinen Bandenhäupt-Ung Tito zum General ernannt habe. Insgesamt, so sagt die Budapester Darstel- lung des schwedischen Blattes, sei ein stark intensiviertes sowjetisches Interesse am Balkan feststellbar, das sehr wohl die angekündigte englisch-amerikanische Invasion gebremst haben könne, obwohl doch hierfür noch vor wenigen Wochen so günstige Voraussetzungen vorhanden gewesen seien. Griff nach Nordafrika Dl« Aufgaben der Sowjetbotichaft In Algler tc Madrid, 6. Oktober Dl« Sowjetregierung hat in Algier einen größeren Gehäudekomplex erworben, in welchem die neue Sowjetbotschaft und zahlreiche andere sowjetische Behörden untergebracht werden sollen. Zur Zeit werden dort umfangreiche Umbauten im Stile der früheren Pariser Sowjetbotschnft vorgenommen. Der Sender Algler wird demnächst mit Vorträgen über die Sowjetunion beginnen, heißt es In einer weiteren Meldung. Die Vorträge, die die nordafrikanische Bevölkerung Ober Sowjetrußland und seine Bewohner aufklären soll, würden mit dem Tage des Amtsantritts Bogomolows als Sowjetbotschafter beim französischen Frelheltsknmitee beginnen. Diese beiden Meldungen kennzeichnen den wachsenden kommunistischen Einfluß in Nordafrika. Sowjet^Brückenköpfe verengt Vergebliche Anstürme gegen unsere Linien — Bomben- und Torpedotreffer auf 16 Schiffen mit 130 000 brt — 21 Terrorbomber abgeschossen dnb Pührerhauptquartier, 6. Oktober Das Oberkommando d«r Wehrmacht gibt bekannt: Im Nordteil der Taman-Halblnsel herrschte nur örtliche Kampftätigkeit. Ein« westlich der Kubanmündung gelandet« feindliche Gruppe wurde in «rblt-t«rten Nahkämpfen vernichtet. Am mittleren Dnjepr scheiterten feindlich« Angriffe Durch eigen« Gegenangriff« wurden die sowjetischen Brückenköpf« weiter verengt. Beiderseits der Pripjetmündung daueiy die harten Kämpfe an. Südlich Gomel und westlich Smolensk blieben wiederholte Durchbruohsversuche des Feindes ohne Erfolg. An verschiedenen Stellen der südita-llenischen Front stieß der Feind in Kompanie- und Batdlllonsstärke gegen unsere Nachhuten vor nnd wurde überall mit Verlusten abgewiesen. Die Kämpfe mit der bei Termoll gelandeten feindlichen Kampfgruppe sind noch im Gange. Schnelle deutsche Kampfflugzeuge bekämpften wirkungsvoll Panzer- und Fnhrzeunansammlungen und versenkten drei große Landungsboote mit über 5000 brt. Bei den S^uberiingskämpfen In Istrien wurden zahlreiche Gefangene und umfangreiche Bnute pingpbracht. Die Banditen erlitten darüber hinaus hohe blutige Verluste. Bei dem nemeldeten Antyriff gpgen einen feindlichen Geleitzuen- und Torpedotreffer auf insgesamt 16 Schiffen mit 130 000 brt. Ein Teil der Schiffe kann als vernichtet gelten. Starke Verbände der Luftwaffe griffen einen Stützpunkt des Feindes Im östli- chen Mittelmeer an und warfen in der Agäls einen Frachter mittlerer Größe In Brand. Der Feind verlor gestern Im Mittelmeerraum und über den besetzten Westgebieten 21 Flugzeuge, meist schwere viermotorige Bomber. Bei den Kämpfen auf der Insel Korsika hat sich eine y^-Sturmbrlgade besonders ausgezeichnet Die Schwerter zum Eichenlaub Ma|or von Gaza Innerhalb Jahreslrlst mit Ritterkreuz, Elchenlaub und Schwertern ausgezeichnet dnb Führerhauptquartier, 6. Oktober Der Führer verlieh am 3. Oktober 1943 das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Major Waldemar von Gazen, genannt von Gaza, Führer eines Panzergrenadierregi- ments, als 38. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Der 25jährig« Major Waldemar von Gaza hat am 18. September 1942 als Oberleutnant und Kompaniechef das Ritterkreuz des Eisemen Kreuzes, am 18. Januar 1943 als Hauptmann und Bataillonskommandeur das Eichenlaub zum Ritterkreuz und am 3. Oktober 1943 als Major und Regimentsführer die Schwerter erhalten. Hohe Aüszeichnang dnb Berlin, 6. Oktober Der Führer hat dem einem feigen Anschlag in Paris zum Opfer gefallenen Frankreich-Beauftragten des Generalbevollmächtigen für den Arbeitseinsatz, Vizepräsident Julius Ritler, in Würdigung seiner Verdienste auf dem Gebiet des Arbeitseinsatzes das Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern verliehen. Die gestoppte Feindoffensive Zerstörunjjen derart jjründlich, daß die Sowjets nicht vorankommen dnb Genf, 6. Oktober »Samtliche von der Sowjetseile der Ostfront in London eintreflenden Ndch-richten ließen durchblicken, schreibt der militärische Mitarbeiter der »Daily Mall«, daß der Bewegungskrieg des Sommers sich seinem Ende zuneige. An seine Stelle trete eine stdtische Kriegführung längs der wichtigeren Kdmpf-absrhnitfe. Das für lelihaffere Kämpfe günstige Wetter sei »zusammengebrochen«. Schwere Regengüsse gingen nieder, und die Herbststürme fegten über die offene Steppe. Hierdurch würden die Schwierigkeiten der Sowjetarmee ins Unermeßliche gesteigert, denn für sie bleibe eine der härtesten Aufgaben, Kriegsmdteridl für ihre Truppen über eine 200 Meilen lange weglose Strecke nach vorn zu bringen Alle Frontberichte .unte'-streichen die außerordentlichen Schwierigkeiten, denen man auf sowjetischer Seite beim Versuch begegne, Truppen und Material über die schlechten Straßen zu bewegen. Die Zerstörungen seien derart gründlich, daß die Sowjetpioniere nicht so schnell mit dem Wiederaufbau der Straßen, Elsenbahnlinien und Brücken vorankämen Wenn der Feind in diesem Zeitpunkt der Ostschlacht eine Gewinn- und Verlustrechnung aufmachen würde, könnte nur wenig auf der Erfolgsseite gut geschrieben werden. Die Sowjets konnten zwar die Wiederbesetzung von einigen Dulzondeu von Städten und einigen Hütet euch vor dem Reaktionär Von Wolf{2an{2 Thomai Im Horst-Wessel-Lled, dem zweiten Bestandteil unserer deutschen Natior/al-hyams, gedenken wir der Kameraden, »di« Rotfront und Reaktion srscboesen«. Darin Hegt «in tiefer Sinn von bleibender Gültigkeit für den gegenwärtigen Scbicksalskampf ganz Europas. Hier wird ganz klar auegesprochen, gegen weiche Feinde unsere nationale Erneuerung vom ersten Tag an durchgefochten werden mußte, und gegen wen der Bestand unseres Reiche« und die Sicherheit der Nation Immer wieder verteidigt werden müssen. Reaktion und Rotfront verhalten sich zueinander wie Ursache und Wirkung. Der Bolschewismus zieht selns Lebenskraft aus dem Vorhandensein der politl-■chen Reaktion, der er seine Existenz überhaupt erst verdankt. Und so kann unsere große Gegenwartsaufgabe nicht nur darin bestehen, den Bolschewlsmui machtmäßig niederzuwerfen, sondern Ihm auch den Nährboden lu entziehen, aus dem er ideologisch seine Scheinberechtigung zum Leben saugt, das heißt also, der Reaktion, wo und wie Immer sie sich zeigt, den Garaus zu machen. Die Richtigkeit dieser Behauptung Ist schon durch die Praxis geschichtlich erhärtet, einmal durch die nach 1933 in Deutschland gemachten Erfahrungen, zum anderen In sehr drastischer Form durch die jüngsten VorgSnge In Italien. Es wäre uns vor zehn Jahren sehr wenig damit geholfen gewesen, wenn wir damals lediglich mit den Machtmitteln des Staates die Organisation Moskaus 'm eigenen Lande niedergehalten hätten. Der rote Brand wäre unterirdisch weiter-geglost. Erst durch die gleichzeitige Schaffung einer neuen sozialen Ordnung, die den bislang von jüdischen Demagogen irregeführten und verhetzten Volksgenossen als gleichberechtigte« Glied In die nationale Gemeinschaft wieder aufnahm, Ihm Arbelt und Brot gab, der Sorge um das Alter enthob und die Zukunft «einer Kinder sicherstellte, war die bolschewistische Gefahr bei um endgültig, well von innen heraus, üherwimden. Warum der Haßt Die bürgerliche Reaktion hat dem Nationalsozialismus diesen Erfolg damals sehr Obel genommen. Sie meinte, dai gleiche mit dem Einsatz der Reichswehr auch erreichen zu können, ohne daß es deshalb notwendig aewesen wäre, den auch so liebgewordenen bürgerlichen Klassenstaat einem vtiloären Staatssozla-llemus zu opfern Dfe Leutchen merkten gar nicht, daß man, wenn man den von •luda und Mockau dirigierten Klassen-kamnf von links beseltlqen wollte, well er das Leben der ganzen Nation bedrohte, erst einmal den Klassenkampf von rechts mit Stumpf und Stiel ausrotten mußtet denn er war ja der Druck, der unablässig den Gegendruck erzeua-te. Und deehalb herrreffen wir auch völlig Ihren maßlosen Hal^ auf den Führer und den Nationalsozialismus, der damals Deutschland s'hon einmal vor dem Abgrund des Bolschewismus zurückrlß. Nach dem »Manch auf Rom« Wls in Deutsdhland, so hatte sich In Italien eine ähnliche politische Entwicklung angebahnt. MuMollnl und sein« Schwarzhemden waren es, dl« die Nation Im letzten Augenblick vor der Selbstzerflelschung bewahrten und damit auch die Krone Savoyens vor dem Untergang retteten. Hätte der Faschismus beim »Marsch auf Rom« auch die Monarchie hinweggefegt, wäre freilich dl« Entwicklung unserer Tage anders verlaufen. Es waren edelete Motiv«, dl« Mussolini von diesem Schritt abhielten. Aber es gibt nichts Undankbareres als Kronen. Das Verhältnis Wilhelms I. zu Bismarck Ist wirklich eine gar nicht hoch genug zu rühmende Ausnahme, die diese Regel bestätigt. Kronen exlstle- Hunderten von Dörfern melden, aber lu Wirklichkeit operieren ihre Truppen, wie ein englischer Rundfunksprecher berichtete, »in einer von den Deutschen geschaffenen Wüste«. Auf der anderen Seite stehen die gigantischen Menschen-verluste der Sowjets und ihre ungeheuren Einbußen an Material jeder Art. Die deutsche Truppenführung hat den weiten Ostraum mit aller Folgerichtigkeit zum Instrument ihrer Abnutzunnsstrategie gemacht und damit den Soldaten des Ost-heeres die Möglichkeit gegeben. In elastisch geführter Verteidigung den Ansturm der feindlichen Massen und des feindlichen Mdterials zu neutralisieren. Es ist Im Atigenblick norh nicht abzusehen, wie lange die Pause am Dnjepr dauern wird, aber jede Verzögerung während einer Offensive kann unter l^m-ständen zu der Notwendigkeit eines Verzichts auf weitere Angriffe führen. dnb Ausnahmezustand In Dänemark aufgehoben. Von zuständiqer deutscher militärischer Seite wird milqefeilt: Der militärische Ausnahmozusfnnd wurde am Mittwoch, den fi. Oktober, mit Tagesbeginn aufgehoben. r«n durch die Geburtenfolge, aber nicht durch Leistung. Sie silzen oft viele Generationen hindurch auf unbedeutenden Köpfen, ehe sie gelegentlich auf ein von der Vorsehung wirklich mit allen Gaben de« Führertums geforstetes Haupt zu nihen kommen. Zur Krone gehört immer ein Hof, und zum Hof gehören die Schranzen, zur Schranze gehört die Intrige und zur Intrige die Korruption. Alle zusammen aber fühlen »ich bedroht, wenn «ie beschattet werden von der Gestalt eines überragenden Staatsmannes. Gottesgnadentum und alle ähnlichen reaktionären Gefühle, mit der sich SchelngröRe stets umgibt, um vor «Ich selbst zu bestehen, ziehen dann wie ein Magnet alles an, was sich in seiner Mittelmäßigkeit von der Anwesenheit eines Genies gehemmt fühlt. Götze starrer ü b « r 11 e f • r u n g Da« Ist die Reaktion. Well sie selbst zu steril Ist, einen produktiven Beitrag zur Gegenwart zu liefern, kostümiert sie sich mit dem Flitterstand der Vergangenheit. Weil sie selbst nichts leistet, bläht sie sich mit den Taten der Vorfahren. Unfähig also, eine lebendig« Tradition zu entwickeln, vergötzt sie die starre Überlieferung, die sie bis zum Ende aller Tage zum gültigen Prinzip erhoben wissen will. Mit dem Neidhafl der Impotenten blickt sie auf die zukunftsträchtige Jugend, stets auf der Lauer, dieser das Leben zu erechweren, dauernd zur Sabotage bereit, falls den Jungen etwas beeser gelingen sollte, als das ihnen einmal vergönnt war »Hütet Euch vor dem Reaktionär, es ist Aasgeruch um IhnN sagte einmal der Kulturhistoriker Moeller van den Bru^k, nnd In der Tat, am Aasgeruch wittern und erkennen sich die Reaktionäre über alle Landesgrenzen hinweg. Ihr letzter Schutzheiliger, um den sie sich scharten, und den sie den neuen Europa wie einen Messias verheißen wollten, hieß Rndo-glio, und das weiseste aller Staatsoberhäupter war auf einmal Viktor Emanuel III. Seit dem 2.S. Juli ging es jäh wie ein Lenzeserwachen durch die Reihen der Jubelgreise Europas, und seihst In Deutschland bürsteten sich die ältesten Monarchisten den Kalk vom Rockkranen und bekamen politische Frflhllngsg»-fühle. Die Gefahr für die Völker Dann freilich verflog der Spuk sehr schnell, und in Italien ereigneten «ich folgerichtige Dinge, die die Aufmerksamkeit der Jungen Völker mit gebotener Eindringlichkeit darauf richteten, daß es trotz der Schwere des Kampfe« gegen Rotfront, der heute im Osten geführt wird, leichtfertig wäre, das unterirdisch« Treiben der Reaktion aus den Augen zu verlleren, die immer dann die Zeit, im Trüben zu fischen, für gekommen erachtet, wenn ein Staatsnotstand die Energien der Völker und ihrer Realerunqen weltgehend In Anspnich nimmt. Di« Reaktion muß sich schon solche Zeltumstände aussucheni denn unter normalen Verhältnissen nimmt sie kein Mensch ernst. Darin aber Hegt da« Verbreche-rlsc'he ihre« Wesen«, darin Hegt ihre Gefahr fflr die Völkerl Wo der Pöbel regiert Wo die Reaktion ihr borniertes Haupt erhebt, da hält auch der Pöbel seine Zelt für gekommen. So war es in Rom in der Nacht nach dem verräteriachen Staatsstrelch der Reaktion, als Plünderungen und Aufruhr emporzuckten, In deren Gefolge dann alle politischen Partelen aus dem Grabe stiegen, voran natürlich die kommunistische Revolutionen werden immer mit dem Volk gemacht und lind geistige Umbrüche, D'e Reaktion Ist dazu aus dem Grunde schon nicht fähig, well sie volksfremd ist. Bei Ihr reicht es nur zu Militärputschen und Staatssirelchen, die den Pöbel provozieren. Noch Immer folgt dann, wenn man die Geister, die man rief, nicht los wird, der Ausnahmezustand, mit dem, nach Bismarck, bekanntlich jeder Esel regie ren kann, und sehr bald erweist sich «chlleßlich, daß sich der Mangel an Ideen auf die Dauer doch nicht durch Bajonette ersetzen lassen kann. Das Ende vom Liede, wenn so etwas auch noch mitten In einem schweren Krieg geschieht, Ist dann das, was «ich heute am italienischen Volk vollzieht, das die Zeche bezahlt, während sein reaktionärer Putschistenklilngel sich wohlbehalten mit «einem Privntvermöaen in die Emigration beoibt und mit dem Feind Bruderschaft trinkt Die Lehren au« den jüngsten italienischen Vorgängen sind (Iberhaupt nicht mit Gold zu bernblen. *^ie sind für alle Völker ein eindringlicher Anschduunqs-unterricht über das Wesen der Ren, dla Japani Wehr-c^acht Si hlägt, geht ein uniiufhörlicher Kimpf Jtipans um die Seelen der Groß-rauiiivölker einher, der mit verbissener Eii»"tgte nach einheltllchfim Plane geführt wird. Schulen formen den Volke-charekter In TiermonaUger Reise durch Nordchina, d.e Innere Mongolei, Mandichu-kui und Korea hatte ich Gelegenheit, d.esen Kampf an vielen Orten und in Terichiedenen Phasen lu verfolgen. Wie Oberall, so steht auch In Muidschukuo die Schule untw den Waffen dieses geistigen Kampfes im Vordergrund. Die Japaner sind Ton der entscheidenden Elnwirkunn pl^n- und zweckmäßig qe-leiteler Schulbildung auf dla Formung des V-)lks.':harakters fest öberzeugt. Wie im trp .nisi hjn Mutterland wird auch in dijn dor ja])^nischen Führung unter-s'oli Cfibieten die Bedeutung der Srh iie irhon Äußerlich durch staatliche Si"hii!]i*'nten hervorgehoben. In Dorf and Bffldt ist dl** Schule gewöhnlich das i-hln-^te Hau» Der Lehrplan der Schulen BÜer r.rflde Ist nicht in erster Linie auf VermilthmT des Wissens, sondern auf d!« Fr/'phung zum guten Staatsbürger etnc7'>'d8 rwhchen '"hinesen und (j'i,nr.n Mandschuren chinesischen Stammt'* fps'zu^'ellen, wenngleich die Sau-pflichtlq, lediglich Medizinstudentinnon sind bafrelt. dnb Dorkarheiferstrolk In Hollfax. Mehrere hundert voll«ltindiq aupqerü-Btete Soldciten und kanadische Matrosen griffen am Mon'aq in dnn Oorkar-beiterstrcik ein. Die Arbeiter verlief^on die Docks als die Tiiippea erschienen Zusammenkünfte zw'sfln'n Vertretern der Dnckarbollor, der Arballqf'ber und der RegierunciBfiinkHonare haben bisher zu keiner Bnileqiinq des Konflikts geführt. tc Valulensrhmuggel »alliierter« Soldaten In Syrien. Bei dn Durchsuchung eines t.istkraflwanens, der von »iilliior-tei« Soldaten gesteuert wurd<», ist die liavplisrhe Poli/ei auf einen umfangreichen Valutensrhmiqqel Die Soldaten versuchten 200 000 syrische und mono änvptische Pfimd von Syrien nach Alpxandria ru schaffen. dnb Australisches Flrg^eug tn Spanien notgelandet. Ein zweimotoriqet nustra-lischM Fluqveuq mit vier M«nn Rcsat-zunn, da» sich auf dem Weqe von Enq-land nach Gibraltar hrf-ind, ist auf der Höhe von Tarlfa an der Meerenge von Gibraltar In der NShe des Strandes not-qelandet Die Masrli'nt^ wirde von der spanischen Bi hörrle be-^rhlannahnit. die Besal7unn narb Alarri't^i (iberqefflhrt. tc 10 000 v.inih'ndi»'re"de Klnc'''r In Kairo lind Alexandrien. Allein I" T^nirn und Alex.inflrion qibt e* etwa lODOO herumviin iluinflierendn Klnd<«r, dl« wp- der Unterk'inff no(b FHern t)esl1'"'n, be-rlrhlet -T i Ponr^e rqvpllenne" steh-Inn, pUmdern und W:i-'fn untnr höchst brk licinnswiTt^n mfufil'^'f bon und hy-n eni'"-rbfn Verheiltniss^n Alle dir«e Kinder sind entweder tvphti«kranV: rder leiden an Haut oder Augenkrankheiten. Ufin» u V»rlno Mnrtiiiri)#! Vi^ihn- o firm Gm» m h H - Pivm RÄiimo^rtnM, lUiin'irhnttlpHm'j Antun '«»iin huc k » '"l Itridiih hriMliilt»"! 1'# « Mir.ii<8 »I ^ Zui /t'il »tu »II« Nl » vom in April 1J4I qfiHlq Aii*tfllt I 'Iki WI«!)».« hu hAih»ritl Irwult a»lrl»h««tftriin!J |tbl keinan Antpi-irf mil l'Hi ki'itiluno 4»» g«l(ln» Der grosse jüdische Raubzug Nachkriej^spläne über die Schaffung einer Weltbank — Bestürzung in London dnb Genf, fl. Oktober WÄhrend dl« Söhn« der USA f«rn y-m Mutterland kStnpfen und sterben irflf.'Cn für dan USA-Impi^nalismus, tref-r^'n He Bankiert d-iheuu ihie Vorbtr&i-tu. en für ihren großen Raabzug, den iie räch dem erträumten Siege zu ma-tluiii gedenken. So legte der jüdisch« Plniv iri!n «.ter Roosevelti und Haupt-r-.lr^'er de» Dollarkapltals, Morqenthau, ,1""" n-nkan«schu3 des R«'T>rS«entanten-5 ,r ^ einen *itabfl's'eruiqsplin für die ^Ve'V'hrunq vor, wonach die USA mit !n V M an der Scmffunq eines inler-i/it''>n^*'en Fr.'ula betel'lqt sein würden. [■ v; Plan Ist, so teilte Moiqenthau jiU r'"n F'n de-- mit den Li" A V •^'inde'en 1.Inder vorqeleqt wor-i ■ A^i h dem Knnq'pß »oPen in die-»• ■ "'.niqe Aktionen fOr j >n S' -: ! slerunnspian und fOr die Er-r''hMn r'ne'- Welthink vorqe«rh!-K'"n V I - Ist (so'bstv'^rstJindlich, daR ■"..r in Do-'flrimnerinlisTn'is sich • ri • - .1:(> V rhorf^chaft 7'1 sichern - . -' I • t 'ipd -l'.e Pl.^n^, d'e Moraen- j r,, pp ( iiqiio vhm!edpn, qnhen ■» .r.-, ^r-land rer'h'Teiti'' an d> V • 1 7u ('.i'iiken. Diesen Verdacht hegt man in London«r Börtenkreisen offenbar auch. Morgenthaut Stahlllfll«rungsplan l«t nicht dat «Inzige Projekt der Dollarmagnaten, auch die USA-Handelskammer hat kürzlich Ihre ZukunftsolÄne bekanntgegeben, die In London berechtigtes Aufsehen erregt haben tollen. Nach dieten Plinen tolle Iie Exporteur« der USA da« Recht haben, Vertreter In di« von den Anqlo-Amerikanern »befreiten« Länder ru schicken, um dort, ohne erst auf den Abschluß eines Waffenstillstände« zu warten, dem Nachkriegshandel der USA den Weg freizumachen. Die Londoner City sieht einen harten Konkurrenzkampf mit den Wallstreetjuden vorairt, der England zweifellos nicht PTSTtart hlelhen und In dem die britische Pliitokratle unterliegen wird. Bankensturm in Unteritalien dnb Rom, 6. Oktober Die Meldunq, daß ein Beauftraqter der US.A-Bundesreservebank die Kontrolle über sämtliche Banken Siziliens übernommen und als erste Maßnahme die Kontokorrentkonten aller Gemeindever-waltuTiqen und Privatpersonen gesperrt Fjovvjetische Aktivität in Nahost Ankara bclürclitet VerscMechteriinfJ der Beziehungen zu UdSSR Dimitrow in Kairo erwartet ti- Ankara, 6. Oktober zunehmende eowjetlsche Interesse am bt .ng einer Sowjetqe- ! Mittelmeer logischerweise auch eine K.r-o soll die Zentrale i Steigerung de6 InteresBes an Meer-Ins t.il.onen und engenfiaga mit sich bringt, so daß die bevorstehtinde neue politische Ära in Vordeiasien und im Mittelmeer zwangsweise auch ihre Schatten auf die künftigen türkif?ch-sowjetist:hen Beziehungen werfen wird. ■n 1 I V ■ • . ri iiii 'v i'-n Osten von An- 1 - r,, v^'-l'^qt w^'deii, wie in • ■ A; ' ,irrTs verlflutet. In die-i,. n, Ml' fsq wird ebenfalls von . ■ ' , ■ - tf. Hirauf hinqev.lesen, >1 ■ ■ ii - n'p! «ichf^n I'auptstad* lür , mi'hr politische p • rf i h" :f hesteha als in .Ankam, [ der Sowje»botschnft r' -i-.ir'pr der tiirki^^'h-sowje- • I . hu:'jnn r n'srljnldend bfiein- t. . 's wird ferner die Auf- ( . • trrijnn d'ili mit der VeM^rjung , • !-')st7entra|e des Kreml p .1 |< I ;Tie nnue Ar.i der finwjeti-I: - ' vitrtt im N Iben Osten und im k-.t' ri'jni : lii'ipt flnset^en v. 'o: d'e fiefitplliing eines so-vv "t . • V-'t!"'"rs im hritisfh-ameri-, ■' -< I r, t'r>l!neeTl;'iniitee als be-;J:'Ut '-Symptom qewertet werde. /i;i (). •: iri'4:erunq der reuen Sowjet-"n Aqypten werden In den 3^rh'' n I nqen der ehemaliga sow|etl-,ri... n-r-!.-'svr't'P*or in der Türkei, iw !! 1'"' u'd andere sowjetisch" P'in'- n K ^ro ointrrffen. N'^ben 'I, r I. - -"'1 d^r n-')en Sov/jetqe- 5 .'.(H . . '! I" '\-T'.'i!"n wjf'd, wie qe-7! Ii' •• V "H h '"■* f-rVlrirt, dif> Aufq'ibe ;-c,! : .. ■ ■■ u'id s' • "r N"*''-"heiter nurh In i h 1. t'.n »iti;" m.t ''"'1 in Kairo nn-; l," I. I ' nt m'fMi.ris-'.f'liii-.-nn b' •| 1. 'ir" f".:l d'^n Wutisrhen de» K ' Mil II I <■> -It' I werden S'dlen, ! ' . I. f) mitiow"; nach Kairo -rVlirt iiiir m äivp'srhen rüplnmitl-K" ' T'S, n'fiit iin1"fri»"h- /II r- ,, ,• ti'ii? ab-H für möq-ich (| ;■ 1' '(iitirnv ^fb bereits unter j-u'i re-i ■•:"n m »-'.nrn aufh.ilt, wo n ifh /UV"! s rn r> Iniorni-itionen di'S "''k'r-tnf n!'"b' weniger als 27 V vi-. ' n r.ir./injl einqereist I ,1 In üol t Krr-.r-n AnV.irtis kv d i: • Auü'i' .lüHj vi'rlrctun, daß das Immer neue Tscheka-Methoden r)5|jihrige RUstungsarbelter an die Front rd Rem, 5. Oktober Es ist schwer abzuschätzen, ob sich in der Sowjetunion nach den jjcwaltiiien steten Blutverlusten schon Menschenmangel ernstlich bemerkbar macht. Verschiedene Einzelheiten weisen seit längerer Zeit darauf hin, aber es ist auch begreiflich, daß in einem Völkerheer von 150 oder mehr Millionen Menschen ein Aderlaß lange Zell hingenommen werden kann und daß es zunächst immer wieder niÄjjlich ist. die Löcken an der Front und in den Küstunftsfabriken xu tchlieOen, besonders wenn die Tscheka-Methoden — so oft auch ihr Namt wechseln maj — nie aufhören. Als ein Hinweis auf den stärker spfir-hnren Menfichenmanfjcl in der Sowjetunion darf woM der neue ReschluO des Rates der Volkskommissare gewertet werden, wonach alle Industrieunlernehmen, einschließlich der Riisluniisfabriken, verpflichtet wurden, 20 v H. ihrer männlichen Hclc^jschflften im Aller von 16 bis 65 .fahren sofort der Front zur Verfü-jJunjJ 7U stellen. Gleichzeilit; sollen olle »wchrfähijjen* Frauen, tfleichj^ültijJ welchen Alters, aus den Fabriken herausjjc-roften werden. Ohne weitjjehende SchliiRfoliJerunrfcn aus di"ser Moskauer AnordnunjJ ziehen T.W wollen, kann sie doch als ein erstes Fclio auf die schweren Vorluste aufße-fnflt werden, die die holschrwistischen Divisionen im O^fen erl'tten haben und von r'enr-n im Wphrmnchtberichl wiederholt die Rede war. hat, rl«f in ganz Unt«ritallen «in« groI)« Unsichertheit lu d«r Bevölkerung hervor, Seit den frühen Morgeuttundan dea Montag werden die Banlcen und Sparkassen In Tarent, Cosenza und Regglo vom Publikum gestürmt. Erzbischof als Heuchler Erst Terrorllleger nach Rom, dann »gebt für die ewige Stadt« tc B«ra, S. Oktober Erzbischof Spellman, der uniängtt von sich reden machte, ala «r dem Vatikan elueu Besuch abstattete, scheut« — wi« die schweizerische Depetchenagentui meldet — auf einer am Sonntag in New York abgehaltenen religiösen Kundgebung, der »größten, die jemals stattgefunden hat«, nicht davor zurück, teine 75 000 Zuhörer aufzufordern; »Betet für Rom, daß es vor der Zerstörung bewahrt werde, und die nordamerikanischeu Soldaten durch die uprovozierendo Taktik«! des Feindss nicht gezwungen werden, Rom zu zerstören.« Es gehört schon eine abgrundtiefe Heuchelei dazu, wenn ein Geistlicher die Gläubigen von der Kanzel herab auffordert, für die Erhaltung der Stadt zu beten die diirch Bombonterrorangrlffe der eigenen Luftwaffn schwer helmgesucht worden ist. Die Trümmer vieler geweihter Stätten und erwürdiger Altertümer, die seit den Bombenüberfällen auf Rom stumme Zeugen smnloser Zerstörungswut der skrupellosen Angreifer sind, beirren den Heuchler auf der Kanzel keine.swegs. »Wir waschen unsere Hände In Unschuld, wenn noch mehr unersetzliche Kulturwerte zerstört werden, v/eil dei Feind uns dazu zwingt«, das ist der in seiner Tücke unüberbietbare Gedankengang der frömmelnden Tlraden die die Newyorker über sich ergehen lassen mußten. Zur Besetzunjl der Insel Kos diib Bern, 6. Oktober Der Londoner Korrespondent der »Tat« meldet: Der deutsche Gegenangriff auf die Intel Kot hat in London «in« allg«-meine Enttäuschung »utgelött. Der B«-titz diMer Insel, dl« Rhodos voo den übrigen deutschen Stellungen im Agä-Ischen Meer Uolierl, hatt« hi«r vielfach di« Hoffnung aufkommen laseen, daß di« Deutschen gezwungen werden könnten, Rhodot toTutagen kampflos aufzugeben. Die Eroberung der Intel wird rwelfellot dl« KritÜt an d«r zögernden Str^tegi« Sir Mattland Wlpsont neu beleben. Das Lied der Heimat Die Deutschen in Argentinien begingen den Erntedanktag Dem Brauch der Heimat folgend, beging auch das Detilschtum In Argentinien, wie in den vergangenen Jahren, den Erntedanktag. Bis hoch hinauf In die Ränge y^ar das Teatro Nacional Im Zentrum der Stadt besetzt, wo auch die Aufführungen der deutschen Bühnen stattfinden Unter dem Motto »Die deutschen Stämme Im deutschen Lied« gaben die verschiedenen Chöre einen Querschnitt der unerschöpflichen Fülle deutscher volkstümlicher Musik. Unter den alten vertrauten Klängen wurde die Heimat wieder lebendig — von der Steiermark ble Ostpreußen, von der Pfalz bis hinauf nach Frie«land. Besonderen Beifall erntete auch diesmal die Klnder-sinqschar, deren frische helle St'mmen teilweise Ton Zither, Ziehharmonika und Geige benleitet wurden. ' Die Slowakei gedenkt des 6. Oktober dnb Preßbiirg, 6. Oktober Die slowakischen Blätter erinnern heute an die Kundgebung der slowakischen Volksvertreter aller Parteirichtun gen am 6.Oktober lO.lfl in Sillein, in der die vollkommene SelbstverwaJtung für die Slowakei gefordert wurde. BLICK NACH SUDOSTEN de Wichtige Entscheidung des kroatischen Staatsführers. Das Amt des Oberinspektors der kroatischen Streitkräfte, an dessen Spil/e General Stanzer stand, wurde durch Entscheidung des Poglav-nik abgeschafft. Der Poglavnik richtete an Gnncrnl Stanzer und seinen Unter-staatssekretär General Degitsch ein Handschreibf»n, in dem er Ihnen für die nützliche und erfolgreiche Tätinkeit dankt. Nunmehr will man das kroalisfhe Heer verjüngen und die a'ten Österreich unq'irlschen Offiziere allmählich ausscheiden. id DeutsrheH Erntedankfest In Prefl-burg. Die Anslandsorqanisation der NfSDAP in der Slowakei vernnstnltete Sonntag unter zahlreicher Beteiligung der deutF.rhen Gemeinschaft in der Pieß-burqer Redoute ein Erntedanklest. Ober-bereichsleiter Wölpel hielt die Festrede, die darin nusklarici, daß der Tag des großen Grntedankfestes, des Sieges kommen werde. rd Sitzung des Obersien Handelsrntes in Bulgarien. In Sofii begannen die Sit-zunc)eii des. Obeislon Hanclelsriites füi Bulgarien mit einer Rede des Präsiden ten des Rates, R-tbev Im Verlauf der Sit zii'1'1 wMulen v.'lfbtige Richtlinien für rlie A/l-nit dos R-des aus{|eqel;on und die r.chf'bunq vf-rs'h'edoner Sc hwteriqkel-ten Im Blnnenhfiridel durchgesprochen f'ür die d'^iifs« h'^n Knuflfute In Rnloarien war insLcäonclure die m AusBirht gcnom mene Neuregelung der Erteilung der Handolstizenzen für Ausländer in Bulgarien von Bedeutung. rd Letzte Umsiedlung von Volksgruppen Rumäniens und Bulgariens. In Begleitung eines Mitgliedes der Sofioter Gesandtschalt traf in der rumänischen Hduptstüdt eine aus sechs Mitgili;dern bestehende bulgarische Abordnung ein, die Gäste des rumänischen Propaganda-mimsteriums sind. In rumänischen Kreisen erblickt man in diesem erneuten bulgarischen Besuch eine Bestätigung der bestehenden herzlichen gutnachbarlichen Beziehungen zwischen Rumänien und Bulgarien. Ein welteier Beweis des freundschaftlichen Verhälinisset Hegt auch in den jetzt begonnenen freiwilligen Umsiedleraustausch zwischen Rumänien und Bulgarien. Dieser Bevölke-rungswechsel war bereit» In Vertrag von Craiova vom Auqiist ITHO gelegentlich der Abtretung der Sücldobrudscha vorgesehen Damals wurde bestimmt, dal! In der Pohrudschn eine Umsiedlung durchgeführt werde, Indem sämtliche Rumänen aus dor an nu'girien gefallenen Süddob-rudscha nach dor bei Rumänien gebliehe nen Norddobrudscha iimciesiedelt weidon und umgekehrt. Dieser Bevölkerungsaus-tausch Ist bis let-.t auch berHÜs vollkommen durchqoführt worden Daneben sah der erwähnte Vertrag auch eine fielwllligo Umsiedlunq vor aus den übrigen Gebic.'ten Rumäniens und Bulgariens. 125 Millionen Menschen hungern Weitere Ausdehnung der Epidemien in Indien zu befürchten MARBURGER ZEITUNG Donnerstag, 7. Oktober 1943 * Nr. 280 * Seite 3 IUbneHlH$e Jtunäst&ou •Die Ueberzeugnng vom Endsiege Der Korrespondent eines englischen Nnchrlchtenbüros hat in Süditalien deut-■che Kriegsgefangene besucht. Er schildert sie als Träger des heftigsten Wider-itandes gegen die angln-amerikanischen Invasoren und bezeichnet sie als fanatisch« Nationalsozialisten, die als gefährliche Gegner selbst in schwierigster PoiltioD den Kampf nicht aufgaben und •och In der Gefangenschaft vom End-■leg Deutschlands Oberzeugt sind. Es passiert den EnglSdern nicht xum ersten Mal, daß sie mit deutschen Kriegsgefangenen solche Erfahrugen machen müssen. Man erinnert sich an frühere Ähnliche Meldungen englischer Berichterstatter, die niedergeschlagene, entmutigte oder gar demoralisierte deutsche Soldaten in der Kriegsgefangenschaft anzutreffen hofften, dann aber überrascht und betroffen waren von der selbstbewußten, aufrechten Haltung, von dem deutschen Stolz, der Treue zum Führer und dem Glauben an den Sieq, die den deutschen Soldaten auch in der Kriegsgefangenschaft nicht verliissrn. In dieser unbeugsamen Haltung ist derselbe Geist lebendig, der den deut-■cben Frontsoldaten im Kampf gegen den Feind, gegen seine Übermacht an Menschen und Material, gegen die Tflk-ken des Wetters und des Geländes so überraensrhlirhes vollbringen läßt. Derselbe Geist, der den heutigen deutschen Menschen geformt und ge.häitet hat und der in uns allen den Willen übermäch-ti0 macht, dieses Reich der Deutschen euch um den Preis der härtesten Opfer In eine gesicherte Zukunft zu tragen. Dr. Goebbels hatt den kategorischen Imperativ in seinem 30. Kriegsartikel formuliert; »In allem, was Du tust und unterläßt, was Du sagst und verschweigst, bedenke, daß Du ein Deutscher bist! Glaube treu und unerschütterlich en den Führer und an den Sieg! Hllte Dir stets vor Augen, daß Du ein Kind des tapfersten und fleißigsten Voi kes der Erde bist, das viel Unglück und Ltid ertragen muß, um zu seinem Ziel lu kommen, das aber trotzdem dieses Ziel erreichen wird, wenn es den edlen Tugenden, die in ihm schlummern, treu bleibt und in diesem Kriege bereit ist. wenn nötig alles hinzugeben, um damit ■eine Freiheit und seine Zukunft sicher-lustellenlc Wer kämpft hat Recht Die Führerschaft des Bannet Marburg-Stadt für den Kriegseinsatz ausgerichtet Besonders jetzt in einer so «chweren Zeit wo Stürme über da* deutsche Volk hinweflbrnusen, ist es notwendig, daß die Jugend als Bannerträger des kommenden Deutschlands ihre Aufgaben im Kampf um die Zukunft und Freiheit unseres Volkes kennt. Vor allem aber müssen die Führer, denen junge Menschen anvertraut sind, in intensiver Ausbildung soweit gebracht werden, daß sie ihren Kameraden * b1« unbedingtes Vorbild voranstehen können. Zu diesem Zwecke wurden im ganzen Monat September 24stündige Lehrgänge abgehalten, die am Hausampachern und in der Führersrhule Windenau stattfanden. In neun Lagern, die größtenteils all Wochenendlehrgänge «hge-halten wurden, konnten srtmtlirhe Führer des Bannes Marburq-Stödt, angefangen vom Rotten- bzw Hordenführer bis zum Stamm- und .InnqstrimTTiführer, für die kommende Arbeit aufigerichtct werden. Aus dem vielfält'qen Taqesplan konnten sich die Kaniernden alles herausnehmen, was besonders in ihrem Interessengebiet lag. Sei es beim Sport odei draußen im Gelände, überall waren die Jungen mit Eifer dabei und merkten gar nicht, daß ein unbedingt notwendiger Zug von Härte über dem gesamten Dienstbetrieb lag. In Geländespielen und Sportweltkämpfen konnte jeder Führer beweisen, daß ihn nicht« kleinkriegen kann. Auch der Geiet kam nicht zu kurz. Die Lehrgänge werden im November fortgesetzt. Entscheidender aber ale alle anderen Äußerlichen Merkmale des jungen Führers ist seine Innere Haltung, sein Glauben an die Idee der Jugendbewegung. Der unermüdliche Einsatz eines jeden Führer» entspringt aus dieser Anschauung, die vor nichts kapituliert, die auch das Unmögliche mit einem starken Willen möglich macht — und «ei e« im Kampf. Denn über allen Zeiten, in allen Lagen des Lebens behält das Wort de« Führers seine Gültigkeit: »Wer kämpft hat Recht, wer nicht kämpft hat alles Recht verloren!« S. Z. •Vi * i Geländokundlif her Atifnihmc Zollnerl<(ch. l^nterrtfhl im Treien ^•rbitr( Für ein gesundes Bauerntum Lchrjä|ang für Jugendbcrufswartinnen des Reichsnährstandes in Anderburg IX I fttr einen OIHer. Feldwebel Ri-diard Heimrath aus Cilli wurde für Tapferkeit vor dem Feinde mit dem EK I ausgeizeichnet. Tepterer Unlerslelrer. Dem SanltSt«-^reiten Othmar Laurentschitsch au« Tflffer wurde für sein tapferes Verhal-t« vor dem Feinde da« EK II verliehen, n let diese der zweite Tüfferer, der diese »tolre Auszeichnung erhielt. Todesfülle. In Edlingen verschied der '47jÄhrige Peter Gowel«chek — In Agram ■tarh die Ar7tpn«oalt'n Mira Renedlt-srhltjrh geb. Borowitsch. Wir verdunkeln Im Oklo*'^r von 19 bis 5 Uhr Die Land Wirtschaftsschule Anderburg im Kreis Cilli hat zur Zeit unter der Gesamtleitung der Landesjugendberufswar-tin Friffdl Schörkmayer einfn gymnasti-sthen Lehrgang für Jugendberufswartin- i nen des Reichsnährstandes der Landbauernschaft Südniark zu Gaste. Es ist dies der erste Lehrgang dieser Art in der Steiermark, den der Leiter der Reichsschule des Reichsnährstandes auf Burg Neuhaus. Dr. Rudolf Bode, durchführt. Dr Rudolf Bode ist auf dem Gebiet der Leibesübungen und Körpergymnastik seit Jahren im Reiche führend und es ist eine besondere Errungenschaft für die Untersteiermark. daß die Landesbauerrischaft Steiermark diesen Bahnbrecher einer zweckgebundenen Gymnastik gerade in Anderburg für ei- | nen Lehrgang angesetzt hat, Dr. Bode geht ganz bewußt neue Wege. Er hat , sich vor allem die Heranbildung eines gesunden, in sich ausgeglichenen und i gelösten bäuerlichen Menschen, in dem er Leib, Seele und Geist als eine Ein- ; heit sieht, zur Lebensaufgabe gestellt. | Auf dem Lehrgang, der bis zum 10. i Oktober läuft und von 2.1 Jugendberufs- ' wartinnen aus den verschiedensten Krei- ! sen der Steiermark und Kärntens sowie landwirtschaftlichen Lehrerinnen und | zwei Beauftragten des Bauerntums der ' Deutschen Jugend au« Cilli und Pettau beschickt ist, vermittelt Dr. Bode den Lehrgangsteilnehmerinnen seine Gymnastik. Sie soll dann hinaus getragen werden In die Ortsgruppen und Gemeinden und der bäuerlichen weihlichen Jugend, die durch die schwere Arbeit bedingte Starre und alles Voikrampfte nehmen. Der Ablauf des Lehjganges in Andor-bürg ist streng geregelt. Aber trotz der mililärischen Zucht und Ordnung herrscht in dieser vorbildlichen Gemeinschaft ein fröhlicher kameradschaftlicher Geist Denn Dr. Bode, unterstützt von seinen Assistentinnen Hilde Nu6-bnumer und Hermine Kaesse, versteht die Gymnastikstunden abwechslungsreich und anziehend zu gestalten. Man möchte da am liebsten selbst mitmachen, und auch die Teilnehmerinnen sind schwer begeistert. Das Geheimni« der freudebringenden Bode-Gymnastik liegt darin, daß auch seine im natürlichen Rhythmus schwingenden Übungen alles Unbeholfene, Verschüttete und Verkrampfte am Menschen lösen und nicht einzelne Glieder des Körpers ausgebildet, sondern in schöner Harmonie als Einheit zum Geiamtkörper gebracht werden. Die Übungen sind dem spielenden Kiftd, dem Tier und der Natur abgelauscht, der Körper wird durch sie zum sprechenden Ausdruck der Serie und des Geistes Die lebendige Freude, mit der die Mädel hei der Arbeit sind, bestätigt die Richtigkeit der naturverbundenen Lehrmethode, die auch die Beru- fürsteten Reichsgrnfen von Cilli einge-hendst eingeweiht wurden, über die kulturelle und pr Tehrqang mehr der Untersteiermark und in die der ge- I erfüllt Kärntens tragen wird, sondern auch d e Wahrheit über die t'ntersteierniark die trotz 2.1jÄhriner Fremdherrschaft treu zu Führer und Reich hält nnd gewillt ist, in die große deutsche Volk«!qemein- srhaft hinei'>7uwnrhsi'n Dfimit hat als seinen Zweck Ehrengäste am Erntedanktag Ein selten frohes Ereignis für Saldcnhofen Ortsgruppentag in Rohitsch-Sauerbrunn ■ Ein schönes Erntedankfest erlebten unsere Verwundeten und Genesenden in der Ortsgruppe Sdidenhoien, Kreis Mar-( burg-Land. Schon auf der Brücke wurden die Landser herzlich von dem Ortsgrup-penführei und der Ortsfrau begrüßt und von einer groben Menschenmenge empfangen. Mit Musikbegleitung ging es dem lieblichen Marktflecken zu, der festlich geschmückt und beflaggt war Sitzgelegenheiten unter einer großen Linde warteten auf die heben Gaste, doch mußten immer wieder Ti«che und Bänke herbeigeschafft werden, damit die vielen Bauern und Bäuerinnen, die hocn vom Bachem oft stundenweit herbeigeeilt waren, alle ihr Plätzchen bekamen Erneuten Jubel löste der Einzug der zweiten Gr ippe der Genesenden auf schon gesci miickten Erntewagen aus Mit viel Liebe hatten die Frauen der Ortsgruppe für das leibliche Wohl ge-8f)rgt. Aus den fröhlichen Gesichtern und leuchtenden Augen der Soldaten war zu ersehen, mit welch dankbarer Freude sie diesen schönen Ausflug in Erinnerung behalttf-n werden. Gespannt folgen die Bauern den Worten des Kreisftthrer» Aiilnitimtn Plelfer 4. f., Ma^url Krelslflhrer Dorfmelster Qberretcht Orlsgnippenführer Ing. W^illlsch die Fdhn« Schöne Feier in Polstrau Auch die Gemeinde Polstrau gab dem Erntedauktag in sichtbarer Foim Ausdruck Zwischen 14 und 15 Uhr sammelten sich die Teiluehiner voi dem Ge meindeamt, um siih in geschlossenem Zuge, dem eine AnZ(ihl festlich ge srhmückter Wagen und Bauern au Pferde und die Musikgemeinschalt Polstrau angehörten, ein besonderes Ge präge gaben Nach der Ankunft auf dem Febtpldtz dankte der Ortbbauernfünrer für die Einbringung d?r Ernte und übergab dem Ortsgruppeniiihrer die Ernte icione, der in senier Ansprache seine Freude über die so reichlich gesegnete Ernte zum Ausdnick brachte und seinen Dank ganz besoiideis an die Landfrauen, deren Männer und Söhne an der Front stehen und die daher ein ungeheures Maß an Arbeit zu bewältigen hatten, richtete An die erhebende Feier »(hluß sich ein Dorfnachmittag, an dem iung und alt teilnahm Volkstänze, Slt-irerl'e der, Reigen der Kinderschüler lösten einander ab. Ein humoristischer Einakter erweckte besonderen Beifall. Warum steht das nicht im OKW-Bericht? Neu(Jicri({e Fragen zum Terrorkrieg und ihre Beantv^-oriung »Wo wurden heute Nacht wieder Bomben abgeworfen? Wanim steht dfis nicht im OKW-Bericht? Wozu dieses Schweigen um die Zahl der Toten und Verlet?,-ten? Warum tut man so geheimnisvoll mit dem Luftkrieg?« Das alles sind Fragen, die man von interessiei ten, mehr aber noch von neugierigen Volksgenossen de« öfteren hören kann. Es muß nicht immer Sensationslust oder stur» Neugierde sein, die die einzelnen Volksgenossen immer wieder solche Fragen •teilen läßt, hinter diesen oft begreiflichen W^inschen kann in vielen Fällen auch echte Anteilnahme an den Volksgenossen stecken, die die harte Wlrk-ilchkeit de« Bomhenkriege« über sich ergehen lassen müssen. Nachrichten, die dem Fsind nützen Und doch müssen diese Fragen ohne Antwort bleiben. Nicht nur die|eniq,en, die diese Fragen stellen, haben ein Interesse daran, diese Dinge zu wissen, im Hintergrunde de« Geschehen! steht und lauert noch einer, dessen Interesse noch größer i«t, mit brennender Ungeduld nach AufklÄrung — der Feindl Gewiß, der OKW-Bericht ntennt manchesmal Namen von Großstädten, wie Köln, Hamburg, Düsseldorf oder Berlin — aber da» sind Olle, über die der Feind bei seinem Terrorkrieg in den meisten Fällen orientiert Ist. Wenn man an einen der ungeduldigen Fragesteller die Gegenfrage richten würde, ob er denn wolle, daß er und mit ihm auch der Feind über Ort, Zeit und Zahl der Auswirkung des feindlichen Bombenkrieges orientiert würde, er würde e« mit aller Entschiedenheit von sich weisen. Und doch Ist die Angelegenheit so, daß der Gegner durch solche Angaben wlchtifjt Rückschlüite üb«r sein« Krieg- führung et hielten wijule die nur w.t rler zum Sihadeii unserer Viilk^tp -n sich (»uswirken wüiden Es iitii i nie- mand wollen, daß wir dein Gegner und .seinem Nat hrichtendienst in die H «nde arbeiten! Im Kriege ist riuch d'is Srhwei-gen e ne wirkungsvolle Waife ur^d sie h it iiuih im Verlaute dies es Krieges in vielen, heute noch nicht hckrinntzuge-benden Fällen Ihre harte Folgeruna für den Gegner gehabt Nach dem S;ege wird auch über diese Dinge gesprochen werden können Manchem nach diesen Neuigkeiten neugierigen Volksgenossen wird dann mit aller Eindringlichkeit aufgehen, um wie vieles es doch besser war, daß heute Über alle diese Dintie ae-schwiegen wurde und wieviel Scheiden und Nachteile der Fejnd duri h diwes im Interesse an uns allen notwendige Schweigen erlitten hat. Die wahre .Anteilnahme Bis dahin wollen wir die Dinge so nehmen, wie sie die Wirklichkeit des Krieges notwendig macht. Es ist brssei, daß tausendmal ge'schwiegen, als dtiö nur ein einziges Mal mehr gesacjt wird, als gut ist. Unser Hauptinteresse am Terrorkrieg muß das sein, mit allen unseren Kräften denen zu helfen, die cWir< h ihn Schaden an Blut und Gut erlitten haben. Unsere Erbitterung g«>gen den ruchloeen Feind wollen wir m;f der selbstlosesten Liebe zu den Bomhennf; schädigten Hflnd in H iiid cp hen lassen Darin zeigt sich erst die wnhrr \ntei]-nahme. Wir wollen Heber auf alle Informationen verzichten, wenn wir d-^'u i h mithelfen, den Sieu zu errinnen P ■' v: d nicht durch die Beantwortung ühiMilii: siger, noch so brenui-nd pr'.> hf uer -'r Fragen «ondern duich Opfer und Tat je des einzelnen erkämpft. Das ist d'e wahre Einstellung zum Bonibenkriegl \'olll)eladener Lastkiaftwagen kippt« In voller Fahrt um Auf der Bftchcrnstraße ereignete sich ein schweres Unglück, daß ein Todesopfer zur Fo!f«e hatte. Ein mit Holz bclade-ncr Lüistl-.rafrwaiien kam in einer Kurv« ins Schleudern und kippt« um. Dabei kamen der 57 Jahre alte Monteur und Heizer Stefan Juchatsch aus Marburg, H.uffgasse 9, und der 64jährige Ge-mcindeangestelHe Aloii Medwcschek «ui der BrurdorferstrÄ^e 10 unter den Wa- t gen. Juchatsch blieb mit SchSdelbasii-bruch und Quetschungen sofort tot liejjen, wälnend Medwescliek mit f.chwercn Ver-let/ungi-n in das Marhiiracr Krankenhaus übergeführt wurde. • Semesterheginn an der Grarer Unlver- An 1er Re rhsunivers:tj(t Graz heginnen die Vorlesungen des kommenden VVUV-rsptnesters ar; 1. Nnveraher. (leburlsleler In RÖmerluid. Am Sametag, den 2. Oktober, fand n der Wohnung dpis Ing. Sepp Knrbor eine Geburt»-feiet fü d.is vierte K.nd, den Stamm-! halter. statt D e Fe.er wurde von Jiing-. m.idpln mit LiedTn und SpnVhen unv rnhmt Ein Reauftragler d^s Steirischen Hfmiitbundi'S heglürkwüns^h^e die El-•cn nimens der Volksryemeins'^h-ift Aus dem I anridlenstla(|«'r Kapellen. .\m Vorabend dr's Frnfedanktages 1^43 kam d e iriii-idpl'iihrerin aus Lutt^n-I bpi^g tn dii*- I anddieu'^M. qer K ipellen. Boi der A"ST>'a'he beton'e sie, daß ein ■ oesunde« starkes Baupmtum d e Gnmd- ■ Ifige f'i'" e n nesundes starkes ""irh 's*. D,e I.aruid enstniadel k"nn'"i durch ihr« Arbeit und dii'ch ihr'-n F'' fliiß in der Fnnrlie einen klein -n Peil ig i'ir .Ausrichtung dfr Bauern le s'en itnd s'p d^^m 1 DertsrhMim näher bvncren Ansrhlie-I Bend erzhhlten die "1 d^-r '^annmA-' delfüh'erin von der> R tii '"n ihrer Ar-' beit, den Kin.'«rn md V' ■'fihl''^ichPQ r'rlebn'fispn. womit der Appell beendet ' WM de N'iirhrichten aus Rietz Im Sanntal. n.i'. 1 r-ited.^" 'es" in im S nntal w-r ein s''"1'.Öt::"^ Fe ' fii"^ 't'f 'le Ricifn P oiein d e^ • Ut- i Vio • ^is 10^0 ! P' r.' neu n, hmf^n .''.in A n> ^ t r'.t7iig mit d'-n svr.i^i 'lisc-h ges< hfüi kt' 'i Wagen war ein nnrb nie erl'b'es I'/' gnli Klr Rietz und rnuiehung an dem die oesamte Bevö kcrung hete'l'.g» war. — Montag, den 4 i'ktober, fa"d d'" Trauung der Tnrhtpr de« h!esiiiijc;i»'n o''ts y inr.cn Kurpublikums er-w>rbej'. Aurh ihm wurden 7um Absein.nUiiirn und nullt endenwoilen-der 1 i.l f(esponiiel, (trr nicht zuletzt rii Ii S(?;iioii vüt/.ugiirhf'n Musikern y. J. W. Ijfi lOOt). Bt'dlehivffbcsseruriqsvor-s(lil.i.j wild i'rw.irlt't. Wie dei Betrjebü-lii I I oiri. s obeibieir.fcf ben Hotriebes m W'.ikUmi von den Ci<'lolqs>chcills- m ■nu/it v.(!nii|r>r als öSÜ Be-tr Ii -■ M(»•'«ft.'iunqHVuiSchläge abqerje-I-, ; 11 den H'DÜ. Vorsi.hing setzte der Bf'M , 'ihiff k"ne briondore Prämie au ' Ihiü.-uis.im mit dem Kreisobmann d'.. ü üih:li»'n Arbeilslront verteilte der H-.r -- ,iul.rer an Gufolqsch.iftsmit-q; -^(iL. — Werksinqinicure, Fftchajbei-tvii und fwj :-'or Prariiion ur\d Urkun-d li.r iKie hflir guten und brauchbaren V:''r>' bi-cje. Bevolkerungsbewegunq In Polslrau. In !< r Ze t vom 1. Juli ins 30. Septem-be l'JH wurdin In Polst.au neun Kna-bt 1 nnd zwölf MdcJthen geboten. Fs ver-st -h^n fier IlilfS7.ürj.sietent Franz K liin.irui >18 Jalue alt, die Landtirbel-ter.n M^irii Sereti, 53 Jahre alt) der Lttiidwirt Friedrich Kanüsth, 61 Jahie al*. dio Landwirtm Sflblne Sewer, 55 Ja R alt; der Da« hdp'ker Franz Spen-d!.!.'ers K'ikuwltsrhitsch, die allein zu i H jsft w ren. retten konnten. Dl« auf ; dppnliihrer, Orisbriucrnführer, Orts-beduffragten für die Weinbauwirtschiift und Orlest^llenieifCr des Goslslattenge-werbf«; ziiscmimensetzt. die Richtigkeit der Meldung im Keller des Erzeugers ilberprüft werden. In einer gemeinsamen Sitzung der Kellerbegehungskommisslon, welche spätesten« am 3, November 1943 vom Btirgermelsler einzuberufen iet, werden di" eir^gegnnqenen Meldungen geprüft. Celegentlich dieser Sitzung wird feistgelegt, hei welchen Erzeugerbetrleben eine Kellerbeqehung nntv/endlg i«t. Von der fe';'riestelllen Menge Weinmost Ißt ein 10%?ger Abstrich als Gä-rung^verlust zu berücksichtigen. Wichtig fflr da« Siedlungsgebiet A Der Verkauf von Trauben zum Zwecke der Wf.ineizeugiHig sowie von Maische und Weinmost ist grundsätzlich verboten. Ebenso ist der Ausschank von Weinmoit oder nirhtausgegorenem Wein verboten, Im SiedUingegeblet A des Ktelfies Rann (südlich der Sawe und In den Gemeinden: Felddorf, KAnig«berg am Sattelbach, Wisell, Rann, Brückel und Altlag) l«t den Welnvertellern der Einkauf von Weinmost mittels Schlußsrhein und Einkaufsmarken gestattet. Zu diesem Zweck werden die bisher gültigen Elnkaufsmarken vom Wein- imd Trink-hrannfweinwlrtschftftsverband mit einem Aufdruck »Berechtigt nur zum Einkauf von Weinino«t Im Siedlungsgebiet A« versehen. Wo darf Wain gelagert Warden Wenn der Erzwiger kein oder xu wenig G(»binde hat oder die KellerverhÄlt-nifise es nicht gestatten, aus Maische oder Weinmost Wein zu erzeugen, kann der OBA. die Genehmigung zur treuhänderischen Einlagerung bei einem hierzu beiechtlgten Weinverteller erteilen, Der OBA. darf eine «olche Genehmigung nicht erteilen, sofern der Erzeuger Mitglied einer Kellereigenossen-«chaft ist Der treuhänderische Elnlage-rer m'ifl über entsprechende Kellerein-richtunqen verfflgen und die Gewähr dafür bieten, daß der eingelagerte Wein most *achgem>iß ausgebaut wird. Der Weinmost muß so lagern, daß aus den KeDerhflchern jederzeit dessen Her- kunft «xilchtlicai Ui Dl« Berechtigung für dl« tTtuhindcrlccb« Binlagcnmg tos W«lnmo«t ist vom W«inv«rt«il«r durch •in« B«»tAtiguug d«» Wlrt«chaltiv«rb«D-dei KU «rbringen. Fall« dl« K«llerv«rhSltnl«t« dem W«ln-«rzeuger nicht ge«tatt«n. Im W«ingart«n seinen Weinmost auszubautn, kann der OBA. dl« Überfuhr de« Weinmo6te« in •inen Keller des Welnerzeugeri auch in einer anderen Gemeinde genehmigen. Für Erzeugerbetriebe, die Mitglied einer Genossenschaft sind und ihren Wein nach dorthin abliefern, bedarf e« einer Genehmigung hierzu nicht, «ondern nur eines Transportscholnes, welcher beim OBA. erhältlich iet. Die treuhänderische Einlagerung bei Gastwirten ist ausnahmilot verboten. WeinabsatB nur tuf Einkauf«-marken Weinerzeuger dürfen Wein nur an Käufer ab«etzen, di« Im Besitz« von Einkauf«mark«n liod. Sow«lt Ge«tst4t-ten- und Elnzelhandel«betrieb« Elg«ntf)-m«r von Weingärten sind, müteen für die aut dem Erzeugerkeller in den gewerblichen Betrieb übernommenen Weinmengen ebenfalls Elnkauffimarken und Schlußsrheine beigebracht werden. Gast«tätt«nbetrlebe und Kantinen in den weinbautreibenden Kreleen (Cilli, Marburg-Stadt und Land, Oberra^ers-burg, Pottau und Rann)- dürfen den Wein nur bei Weinerzeugem in den Kreis einkaufen, In dem sie Ihr Gewerbe ausüben. Gaststätten- und Kantinenbetriebe außerhalb der In vorstehendem Absatz angeführten Kreise erhalten nur die Bg-rechfigung zum Einkauf bei den Kellereigenossenschaften mittels K-Marken O'lor den Weinverteilern mittele Bezugsanweisungen. Gaststätten und Kantlner^betriehe auBerhalb der Wein«rz«ug«rkr«l««, w«l> ch« nachw«i««ii, daB li« biihw: llng«r« Z«it hindurch b«l «in und d«ms«lb«n Er-t«ug«r ««it d«m 1. Jinncr 1938 Wein unmittelbar gekauft haben, kön2i«n auf Antrag vom Wirt«chaft»v«rband Elnkauf»-marken für diesen Zweck, gegen Rückgabe der durch die Gauwirtcdiafttkam-mer rugeteillen Binkaufsberechtigungen, erhatten. Soweit Gaititättön, Kantinen und Ein-lelhandelsbetriebe eigen« Weing&rten besitzen, können sie auf Antrag die ihnen von der GauwirtschaftskAmmer zugeteilten Einkaufsberechtigunqen beim Wirtschaftsverband gegen Einkauftmar» ken zur Übernahme der Eigenbauweine eintauschen. Ge 11ungebere1ch d«r kaufimarken Bin Die Elnkaufsmarken gelten nur fflr dos Weinbaugebiet des Reichsgaues Steiermark und der Untersteiermark und •Ind nicht übertragbar. Sie können befristet sowie auch mit weiteren Bedingungen und Auflagen verbunden werden. Es werden Elnknufemarken mit Einkaufsrechten über 10, .50, 100, 300 und 1000 Liter ausgegeben. Der Verkäufer l«t verpfHchfel, sich vor Kaufebschlufl vom Käufer die Einkaufsmarken vorweisen zu lassen, damit er sich verge-wlesem karin, daß er et mit einem einkaufsberechtigten Käufer tu tun hat Die Einkaufsmarken sind auf der Rflrk* Seite des für den Wlrtachaftsverband bostimmten grünen Schlußscheines durch den OBA. aufzukleben und durch Eintragung dr^ Datums mit Tinte oder Kopierstift oder mittels Stempel zu entwerten Weitere wichtige Bestimmungen finden in der morgigen Ausgabe ihre Erläuterung. Was bei Hausschlachtungen zu beachten Ist Die Zelt der Hausschlachlungen ist da und es erscheint zweckmäßig, sich noch einmal die für ihre Durchführung erlassenen Bestimmungen ins Gedächtnis zu rufen. Auch In diesem Fall gilt Ja, daß Unkenntnis vor Strafe nicht schützt. Unter Hausschlachtungen werden alle Schlachtungen von Schweinen, Rindern, Kälbern und Schafen verstanden, die nicht gewerblich erfolgen. Sie dienen der Selbstversorgung, Die Genehmigung für die Hnusschlachtung Ist bei der K«ir-tenausgabestolle zu beantragen. Die Schlachtung darf nach Erhalt des Genehmigungsbescheide« nur innerhalb der darin angegebenen Frist erfolgen.» Auf Grund der bisher erzielten Durchschnitts-achlachtgewlchte gelten In den einzelneu Gebietsteilen des Reiches verschiedene Anrechnungsgewichte. Für den Gau Steiermark und die Untersteiermark beträgt das einheitliche Anrechnungsgewirht 100 kg. Im Hausschlachtungsjahre 1943.M4 dürfen landwirtschaftliche und nichtlandwirtschaftliche Selbstversorger für jeden zur Selbstversorgung zugelassenen Angehörigen des Selbstversorgerhaushaltes als zustehende Menge für 52 Wo-rfien bei Personen Ober 6 Jahre 50 kg Lebendgewicht = 40 kg Schlachtgewicht, bei Personen unter 8 Jahren 25 kg Lebendgewicht =5 20 kg Schlachtgewicht elnschlachten. Die Anrechnung aus Hausschlachtungen des Hausschidchtungsjahres 1943M4 soll bei allen Selbstversorgern nicht über den 12. November 1944 hinaus erfolgen. Der Verkauf und Kauf ron Erzeugnissen aus Hausschlachtunqen ist verboten. Das Gleiche gilt vom Tausch oder jeder sonstigen Überlassung von Erzeugnissen aus Hau^schlachtungen gegen eine gewerbliche oder berufliche Gegenleistung. Bei Notschlachtungen oder Schlachtung kranker Tiere Ist die Hausschlach-tungsgenehmigung soweit sie vorher nicht mehr eingeholt werden konnte, unverzüglich nach der Schlachtung zu beantragen. Bei Vernichtung oder Abhandenkommen der noch vorhandenen Vorräte axis emer Hausschlachtung kann eine weitere Genehmigung oder die vorzeitige Ausgabe von Fleisch- und Fettkarten nuj dünn bewilligt werden, wenn Vernichtung oder Abhandenkoimnen unvet schuldet ist, zum Beispiel durch Feuei, Diebstahl usw. Bei der Prüfimg dieser Voraussetzungen ist ein strenger Maßstab anzulegen. Verderben gilt immer als Folge eigenen Verschuldens und Ist grundsätzlich als PahrlJlssigkeit zu werten, deren Polgen der Betreffende In Jedem Falle selbst zu tragen hat. Es liegt deshalb im Interesse jedes einzelnen, die Plelschvorräte rweckmäßlg aufsub«-wahren und sorgfältig zu überwachen. DI« VerarbeituBgsqnoten der loggen-iind Weizenmilhiea In den Douu-Alpeii-gauen. Die Monatsver&riieittmgtquoteo für Roggen- und Welzenmühlen im Getreidewirtschaftsverband Alpen- und Do-natiland wurden wie fokft festgesetzt: Die Monatsverarbeitunqsquoten betragen für den Monat Oktober 1943 160 v. H. der Mondtsqrundquote In Roqgen und 100 V. H. der Monatsgrundquote in Welzen, Für MiUüen, denen auf Antrag Viertel lahresquoten bewilligt worden sind, werden für dl« drei Monat« Oktober, November und Dezember 1943 lu-nächst 3fK) V. H. der Monatsgrundquot« in Roggen und 200 v. H. der Monatsgrundquot« In Weizen xur Vermahlung freigegeben. Die Aufteilung dieser Verarbeitungsquoten auf di« «Inzelnea Monate bleibt den Mühlen Aberlawen. Der Verkauf der anfallendttn Eneugnlss« darf jedoch nur Im Rahmen d«r jeweils geltenden Monatsquot«n «rfolgen. Japanische AntoBobllwerk« bauen nugieugmolor«n. Dl« Ikegai Motorenwerke, die zu den führenden Japanischen Automobilwerken gehören, haben tich entschlossen, ihr« gesamte Produktion auf die Erzeugung von Plugzeuqmotoren umzustellen. Auch für den Schiffsbau •oIl«n Motorenteile h«rg«stent w«rden. SPORT u. TURNEN Die Punktekftmpi« ^ken weiter Am kommend«« Sonntag w«r(l«B hi b«idtn KUs««q der Fußballmcistcrsckaft wichtig« Spi«l« lur Entseh«idung |«> bracht. I« d«r Gauklas«« tritt Rapid Marbnrf la Tiifail gegen di« dorüg« ^ortgcmeinschaft an, di« sich mit allaat Erast anschickt, auch in dissem R«nn«a die Spitz« XU erklimmen. Die SG Ciltl fihrt nach Graz, wo sie mit den Grazer SC zusammentrifft. In Leibniti spielt dl« BSG Rosental, während die Marburger Retchsbahnsr spielfrei sind. In der ontersteirischen FuSbailmelstar» schalt stehen wiederum vier Spiel* am Programm. In Marburg werden iwd K&mnfe in einer Doppefveranstaltung Im Reichsbahnstadion zusammei^efaBt und zwar stehen sich um 13.45 Unr Edlingen und Reichsbahn 2 gegenüber, worauf um 15.30 Uhr Gurkfeld und Reichspost Marburg aufeinandertreffen. Cilli 2 spielt in Eicntal und Rapid 2 und Trifail 2 treffen «ich in Trifail. Di« BSG Wetten, dl« am voritfeo Sonntag in einem flott geführten Spiel die starke zweite Garnitur von Reichsbahn Marburg mit 3:1 (1:0) schlagen konnte, iat diesmal spielfrei. Die VorschluBninde im T ichammer-Pokal Das Reichsfachamt PuBball hat fQr di* Vorschlußrund« zum Tschammer-Pokalwettbewerb, die am 17. Oktober iura Austrag kommen soll, folgend« Paarungen vorgenommen: In Hamburg : LSV Hamburg - Dresdner SC, In Prankfurt-Main 1 Vlenna Wiaa-Schalke 04. Das Endspiel zum Tschammer-Pok«! 1943 wird, wie das Reichsfachamt Fußball mitteilt, In diesem Jahre nicht im Rorliner Olympiastadion zur Durchführung kommen. Der neue Austragungsort steht noch nicht fest und wird sicherlich erst nach den Entscheidungen der Vorschlußrunden bekanntgegeben werden. Als Endspleltermin ist nach wie vor der 31. Oktober in Aussicht genommen. Die Wahl des Austragsorts für das Endspiel um den Tschammer-Pokal fiel auf Stuttgart, das mit seiner reprftsen-tablen Adolf-Hitler-Kampfbahn schon «o mancher fuflballsportllchen Großveran-itnstaltung zum vollen Erfolg verhelfen hat und sicherlich auch für das diesjährige Pokal-Endspiel, dessen Termin mit dem 31. Oktober nunmehr auch f««t-liegt, eine würdige und landschafthch reizvolle Kulisse abgeben wird. Ans der Abteilung Rapid der 8G Marburg. Donnerstag ab 17 Uhr wichtiget Pußballtrainlng. Um 19 Uhr Spielervar-Sammlung im Kaffee Rathaus. All« h*-ben zuvorlässig tu erscheinenl Der fflr den 15. Oktober nach BrBss«! Tereinbarte Kampf nn die Europa-Box-melsterscfaatt Im 8cbwerg«wlcbt iwi-«chen dem schwedischen Tltelvert«idl-g«r 011« Tandb«rg und dem flämlechaa Meister Karel Sys wurde abgesagt In Helsinki began ein Hallenllndar' kämpf der finnischen und schwedischaa Tennisspieler. Beide Einzelspiele wurdan von den Schweden gewonnen, die somit mit 2:0 in Führung gegangen sind. Im Leichtathletikkampf Agran-Bada-pest in der kroatischen Hauptstadt blieben die Ungarn mit 106:95 Punkten siegreich. Die Kroaten gewannen am totsten Tag sechs Wettbewerb«. Qal schuf dab«i mit 10,9 Sekunden «ln«n neuen kroatischen 100 m-Rekord. Wir hören im Rundhink DMMrtkif, 7. OMftktn lt«lcki^o|rtMii li—lt.40i KlviaM KmmI «M W«rkta fOB Gri«|, Hugo Kmi ■ OpwalttBkllnic. — ll.SS-t3.45i wm Lag«. — ti—17t A» Op«r Md Koaitrt — IT.li —tl,30i BttiiUr Malodiaattraal. — 11,30—19i Dar Z«llapl«|a), — l«.2e—tl.SSi Froa Vi'M Wülli isdorf, don Innstnflen si . fin von fiiih r hfr l< nnto und der !' t -in >^p''.'.i.ilknll('fi.- war, erkrankte pl» '/!'. h n '1 fn'ist' '{.:'n muiUe blfibf^n iirnl '■■'1 vrrt-ninii Erst Milte Augu.t Wnr rtllr-: wi. iior bfqlitben und damit de is^-ni-KilK likoit f)nf)fbeni es war <1:nr niin zu sprit ^ewcrdf^n, iim noch in h ■ )^■/pr. mnK'rqMii zu nf^hen, unri so enfsihird niiin si'h für einen Auf^nth'ilt aut R'Kjt^n »Zun.--hst nnlürlich Stralsund, mit - hill, der du kennst, und mit Scri<'p!fi, di'n Uli nicht krriM t utid ''•! den Sd'iotsl-iff nM^^'ckte, was mnn aber nicht zu wi- t>n hr-iur ht. Und dann von Stralsund n.irh Reifjen und dorn Ruqard, von wo man, wie mir Wüilersdnrf s-Hite, die ganze Frisul ilbers''hen kann, und dann zwis'hiMi (b'in Gfoßen und Kleinen .fas-iriundfr R-IHen hin, bl« nafh S^ßnltz, Denn nach Riltpin rrisen beißt na'h Saßnitz rei iPn Binz r^inqe vIpIIpI. ht nu^h noih, aber da sind — ich muß Wiillers-d'i f noch einmal zitleien so viele kleine SIeinrhen und Muschelschalen am Strande, und wir wolinn doch b/iden.« Lfli war einverstanden mit allein, was von Seiten Innstetteni geplant wurde, vor allem auch damit, daß der ganze Hausstand auf vier Wochen aufgelöst werden und Roswitha mit Annie nach Hohen-Cremmen, Johanna aber zu ihrem etwas Jüngeren Halbbruder reisen sollte, der bei Pasewalk eine Schneidemühle hatte So war alles gut untergebracht. Mit Beginn der nächsten Woche brach mfn denn auch wirklich auf, und am selben Abend noch war man In Saßnitz. TJber dem fj.islhiiiiso stand »Hotel Fah renhelt». »Die Preise hoffentlich nach P^auinur," setzte Innsfetten, nls er den NamfU las, hinzu, und In bester I.nune machlpu beide noch einen Abendspa-zierrianq an dem Klippenstrande hm und Sfihr-n von einem f'elsenvorsprunq aus auf die stille, vom Mondschein liberzit-terte Bucht, Effi war entzückt. »Ach, Geerf, das ist Ja Capri, das ist Ja Sor-rent. Ja, hier bleiben wir. Aber natürlich nicht im Hotel) die Kellner sind mir zu vornehm, und man geniert sich, »im eine Flasche Sodawasser zu bitten .,.« ,l;i, lajiter Attachi^s. Es wird sich aber wohl eine Privntwohnung finden lassen.« »Denk' ich auch. Und wir wollen gleich morgen dannach aussehen,« Schön wie der Abend war der Mor-oen, und man nahm das Frühstück im Freien, Innsfetten empfing etliche Rrlefe die schnell erledigt werden mußten, und so beschloß Etfi, die für sie frei gewordene Stunde sofort zur Wohnungssuche zu benutzen Sie ging erst an einer eingepferchten Wiese, dann an HSusor-gruppen und Haferfeldern vorflbei und bof) zuletzt In einen Weg ein. der schluchldrlig auf das Meei zulief. Da, wo dieser Schluchtenweg den Strand traf, stand ein von hohen Buchen überschattetes Gasthaus, nicht so vornehm wie das Pahrenheitsche, mehr ein bloßes Restaurant, in dem, der frühen Stunde halber, noch alles leer war, Effi nehm an einem Aussichtspunkte Platz, und kaum daß sie von dem Sherry, den lle bestellt, genippt hatte, so trat auch schon der Wirt an sie heran, um halb «us Netigier und halb aus Artigkeit ein Gespräch mit Ihr anzuknilpfen, »Es gefällt uns sehr gut hier», sante sie, »meinem Manne und mlrj welch prächtiger Blick über die Bucht, und wir sind nur in Sorge wegen einer Wohnung.« »Ja, gnfldigste Frau, das wird schwer halfen . ,« »Es Ist aber schon spSt Im Jahr,..« »Trotzdem, Hier In Saßnitz ist sicher-lieh nichts zu finden, dafür mflcht Ich mich verbürgen) aber weiterhin am .Strand, wo das nächste Dorf anfingt, SI« können die Dflcher von hier aus blinken sehen, da mflchf es viellricht sein.« »Und wie heißt das Dorf?« »Trampas « Effi glaub ), nicht recht gehört ru haben. »CrampflS", wiederholte sie mit Anstrengung. »Ich habe den Namen als Ortsnamen nie gehflrt... Und sonst nichts In der Nrthef« »Nein, gnädigste Frau. Hier herum nkhts Aber hAher hinauf, nach Norden 7.U, da kommen noch wieder Dörfer, und In dem Gasthause, das dicht neben SMibbenkammer liegt, wird man Ihneo gewiß Auskunft geben können. Es wer- den dort von solchen, dl« g«rn« noch v«rmiet«n wollen, immer Adress«n abgegeben.« Effi war froh, das Genprlch allein geführt zu haben, und al« sie bald danaöh ihrem Manne Bericht erBtatt«t und nui den Namen des an Saßnitz angrenzenden Dorfes verschwiegen hatte, sagt« dieser-»Nun, wenn es hier herum nichts gibt, so wird es das beste sein, wir nehmen feinen Wagen (wodurch man sich beiläufig einem Hotel immer empfiehlt» und iUiersiedeln ohne weiteres da höher hinauf, nach Slubbenkammer hin. Irgend was Idyllisches mit einer Geißblattlaube w'rd sich da wohl finden lassen, und finden wir nichts, so bleibt uns Immer noch das Hotel seihst. Eins ist sch'leß-llch wie das andere,« Effi war einverstanden, und gegen Mittag schon erreichten sie das neben Stub-benkammer gelegene Gasthaus, von dem Innstetlen eben gesprochen, und bestellten daselbst einen Imbiß, »Aber erst nach einer b«'ben Stunde) wir haben vor, zunÄchst noch einen Spaziergang ru raachen und uns den Herthasee anzusehen Ein Führer ist doch wohl da?« Dies Mrtirde bejaht, und ein Mann von mittleren Jahren trat alsbald an unsere Reisenden heran. Er seh so wichtig und feierlich aus, als ob er mindestens ein Adjunkt bei dem alten Hertbadienst gewesen würe. Der von hohen BÄumen umstandene See lag ganz in der Nähe, Binsen säumten ihn ein, und auf der stillen, schwarzen Watiserfläche scliwammen zahlreiche Mummeln. >Bs sieht wirklich nach so was auic, sagt« Effi, »nach Herthadienst.« »Ja, goAd'g« Prau.., D«ss«n sind auch noch die Steine Zeugen.a •Welche Steine?« »Die Opferstein«.« Und während sich das Gesprich la dieser Weis« fortsetzte, traten «IIa dr«l vom See her an eine senkrecht abgasto-chene Kies- und Lehmwand heran, an die sich etliche glatt polierte Steine lehnten, alle mit einer flachen Höhlung und etlichen nach unten laufenden Rinnen. »Und was bezwecken die?« «Daß es besser abliefe, gnfld'ge Frau.« »Laß uns gehen«, sagte Effi, und den Arm Ihres Mannes nehmend, ging sie mit ihm wieder auf das Gasthaus zurück, wo nun, an einer Stell« mit weitem Ausblick auf das Meer, das vorher bestellte Frühstück aufgetragen wurd«. Di« Bucht lag im Sonnenlichte vor ihnen, fiinzelne Segelboote glitten darüber hin, und um die benachbarten Klippen haschten sich die Möwen, Es war sehr schön, auch Effi fand esi aber wenn sl« dann über die glitzernde FlÄche hinwegsah, bemerkte sl«, nach Süden zu, wieder die hell aufleuchtenden Dächer d«s langgestreckten Dorfes, dessen Nam« si« hfute früh so sehr erschreckt hatt«. Innstetten, wenn auch ohne Wissen und Ahnung dessen, was In Ihr vorging, sah doch deutlich, daß es ihr an aller Lust und Freude gebrach, »Es tut mir leid, Effi, daß du der Sache hier nicht recht froh wirst. Du kannst den Herthasee nicht vergessen und noch wenig«! die Steine.« MARBURGER ZEITUNG Donnerstag, 7, Oktober 1943 * Nr. 280 * Seite 5 Aus aller Welt Ein Urwaldriese 1d der Weser gefunden. Durch Bdggerctrbeilen wurde in der Wäger bei dean Dorfe Stedorf eLn Eichbaum geborgen, der einen Durchmesser von 1,40 m und dessen Stamm eine Länge von 2D m hat. Der Baum stammt zweifellos noch aus der Zeit, als die norddeutsche Ebene in den We«er- und Al-lorniederunqen mit großen Eichbestän-rien bedeckt war. Diese Eichünwaldun-gen sind erst vor reichlich emem Jahrhundert umgelegt worden, und zwar im Zuge dor Aufhebung der dörflichen Ge-meinschnftsbesitzungen, die man Im Volksmunde »die Meenhelt« nannte. Wohl gingen durch die Umlfcgungen der riehen die Flch^irnastwelden für dl« Schweine verloren, doch bedeutet® ihr Verschwinden den Beginn d« Wohl-ilandes der Bauern Die Landwirte be-Itamen dadurch Grünlaiwl uJid Ackerbo-d*n. Der Hund alt 8chtitx«ng«t In Wama-dorf •tärzt« »in draljÄhriflai Midal aui dam Penstar dea höchatan Stockwarkaa mahr als 20 Meter Üaf In den gepflaater- teai Hof. Dort stand tufftlllg ein Hund, Ruf den da» Kmd mit voller Wucht fiel. Obwohl der Hund kleiner als das Kind war, verhütete er doch dessen urmittelbaren Aufprall auf da» Steinpflaster und war zweifelsohne die Ursache, daß das Mädchen lediglich mit Quetschungen davonkam, Von der „Stillen Paiiline" bis zum „Schienenzepp" Kleinbahnen im Volkshumor Die Reichsbahn hat es Jetzt nicht leicht, Auto und Fuhrwerk, die früher unterstützend eingriffen, sind aus kriegswichtigen Gründen ausgeschaltet, und so fällt die ganze Verkehrslast außer den Wasserwege nauf die Eisonbahn. Nicht weniger in Anspruch genommen ist das umfangreich® Netz unserer Kleinbahnstrecken. Von jeher haben diese Kleinbahnen ein eigenartiges Gepräge getragen. Ihr Betriebswesen, namentlich aber die »Schnelligkeit« dieser »Bimmelbahnen« hat stets die Spottlust der Fahrgäste herausgefordert. Und überall treffen wir eigenartige Benennungen, dia dem Volkshumor eiftsprossen sind und sich auch dann noch weitervernr-ben, wenn aus der behutsamen Kleinbahn eine tüchtige Nebenbahn geworden war. Dia Fortschritte der Technik sind eben auch an den Klein- oder Nebenbahnen nicht spurlos vorübergezogen, Die Voränderungen sind oft so augenfällig, daß dem lebenden Geschlerhf da» Einst völlig aus dem Gedächtnis ge-kommpn ist — so sieht os aufh mit dem Volksliumor um die Kleinbahn aus. Wir wollen einmal einige kurz Revue pas sieren lassen. Dia »Lahma Karllnacund der »Vergnügte Heinrich« Die »Mllch»chnecke« bringt große Mengen Milch aus dem Oderbruch, und das Schneckentempo der Oderbruch-bahn hat ihr den Namen eingetragen. Die älteste Kleinbahn der Mark des herrlichen Wald- und Seenlandes um die Reichshauptstadt ist die »Stille Pauline«, die Zweigbahn von Paulinenaue na(;h Neuruppin. Es gab eine Zeit, der sich freilich nur die bekannten »Altesten« Leute erinnern können, wo die Lokomotive auf jeder Fahrt den Dienst versagte, und da» Zügle stundenlang auf freiem Felde hielt. Ihrer »rasenden Schnelligkeit« wegen trug die Zweigbahn von Kremmen über Neuruppin nach Witt-■tock im Volkimund den Namen »Lahme Karline«. Schon bei Ihrer Eröffnung vergaß sie einen Tall dar Faitgonossen mitzunehmen. Eine Schwester hat sie in der »Zahmen Josephine«, der Zweighahn von Pdiilinenaue nach Rathenow, Dl'^se wurde aber auch »Loreley« gennnnt, weil Sic Infolge Ihrer vielen mnrVhnrcn Schwankungen Im Fahrgast das Gefühl des »Schiffer» Im kleinen Ktihne« auslöste. Die Verbindungsbahn, welche die Loreley Aber Nauan-Sanzke mit dar Hamburger Bahn zusammenführt, nannte man, weil sie mehr schlich als fuhr, die »Blindschleirhe«, zumni auch die Beleuchtung im Stüe der üblichen Lampen, Tranfunzeln gctiannt, mehr als miserabel war. Ganz der Gegensatz da/u war der »Vergnügte Heinrich« (Bahn Glö-wen-!l,ivelherg|, die ihrer hüpfenden Dfwenungpn auf dem welligen Gelände wegen diesen Namen erhalten halte. Zum 27. Male Großmutter geworden. In der nordnierierschlesischen Kreisstadt Sprottau Ist die kurz vor Vollendung Ihres 80. Leheiis|ahrc» stehende Möbel-fabrikantenswltwe Emilie Lepplch, geb, Podolsky. dl« selbst vier Röhn« und zwölf Töchter qebor-n und großgezogen hat, zum 27. Male Großmutter geworden, als jetzt ihrem jüngsten Sohn, dem Mö-bnlfabrikanten Otto Leppich, da» vierte Kind — dl« zweite Tochter — geboren wurde, Frau Leppich irt damit Großmutter von 17 Enkelsöhntn und zehn Enkeltöchtern. Einige Enkelsöhne stehen schon 'ni Einsatz, luid ein« Enkeltochter ist bereits verheiratet. Nach dem Rauchen rwe| Tage be- wulHIns. Die Paurher mixen «Ich heute hei der TdbnVkn^ipphelt die buntesten und oftmals recht gefihrllchen Mischun-aen zusammen die d'eser oder jener erprobt habpn will. Mit welchen Gefahren dies aber oft verbunden Ist, zeigt ein Fall, der dieser Tage In Emden geach*-hen ist Der Raucher hatte sich aus Tae-blättern und anderen getrockneten Pflanzenbestandteilen, zumeist Rhabarberblät-tern, Tabak hergestellt. Er paffte vergnügt darauf lo«. Nach einigen Stunden aber wurde der Mann bewußtlos und wachte erst wieder nach zwei Tagen auf, Grund: eine schwere Magenvergiftung. Also lieber auf das Rouchen verzichten, als zwei Tage bewußtlos Hegen. Eine bombengesrbfldlgte Guillotine. Nicht nur sein Wohnhaus, sondern auch seine beiden Guillotinen hat Monsieur de Pari», wie Frankrei(hs Scharfrichter Desfourneaux allgemein genannt wird, bei dem letzten alliierten Bombenangriff auf die französische Hauptstadt eingebüßt. Er selbst ist dem Tode nur durch eine glücklichen Zufall entronnen, dadurch »ei er sich In einem anderem Pariser Bezirk aufhielt. Das Schicksal des Scharfrichters hat allgemeine Anteil nähme gefunden, da Monsieur de Pari» eine sehr populäre Erscheinung ist. Und xwar nicht nur wegen seiner professionellen Betätigung, die es mit »Ich bringt, daß er ungestraft »eine Mitmenschen Ins Jenselt» befördert, sondern daß er dafür auch noch hohe Honorare bezieht Die Bezüge eines Scharfrichtern In Frankerich betragen jährlich an die 100 OOO Franken, was In Friedenszeiten f'w« dem Gehalt eines hohen Staatsbeamten entsprach. STADTTHEATER MARBURG-Drau Donnerstag, den 7, Oktober 1943: Gescbloa-sene Vorstellung für die Wehrmacht. — ABEISTTEUEK IM ATI.ANTIK. Operette In 3 Aktao von Oskai Felix und Eduard Ro-gaLl. Musik von Albrecht Nehrlnq, Beginn 20 Uhr, Ende 23 Uhr. Kein Karten verkauf! Preltaff, den B. Oktober 1943. Geschlossene Vorstellung für die Deutsche Jugend, Ring I. DES KUHREIGEN. Oper In 3 Ak-t«D von Wilhelm Klenzl. Beginn 20 Uhr, Ende 23 Uhr Kein Kartenverkauf! Vorverkauf außer Montags t&gllch von 9—13 und von 15—18 Uhi an der Theaterkasse, Theatergasse 3 UNTERSTEIRISCHE LICHTSPIELTHEATER MARBURG-DRAU | BURC-LICHTSPIEIE Haut! 18 ia.30 20 4S (Jlu Famnif I2IB Bit •iBicfatUStlcli DnnnaraUfi NippoD, das Land der aufgehenden Sonne Mt Jnqctiailrl«* (arirlaiisen I € D i A II A Ii E Wo I». in 30, 20 4.^ Ubi ■- j " a-Ä ü A IP ■: So 13 45, tfl t8 30 20 4.1 tibi Münchhausen Ha Dfa-Parbtttm m i Haoi Alban, BrMlla Hornaf, IIa« Wvrtiar. rerdlnnnd Marian, KItha Haack, Marina V ßlUnai. Hunt Brautewrilar —■ Dia Pracht und SrhAnhelt dle^ai grt^fiinn aller blihnrigan Ufa-PItrae •Ind alngpfnngon in eliiroi Glnni iiod in einst Laucbl-krfift dei rarhpn. wla tie norb nie «riebt wurden POr iDgi>ni1llctar nicht tiiqeliiiienl Dar PUin lliull bti 14 Oktobe. 104). i K wple Cilli «trafl* Donnrrsldq. * Oklntipr Die Nacht ohne Abschied mit Anna D'mann K.trI Ludwig DIetil und Han» SAhnker. — I Üf Jugcndili ti» nlilil (ugelaiien. 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BO-6 Han«mo|sfpr, tflrhtlrre, verlflf5-l'fhe Kraft, mit handwerklichen Knnntnlssen bevorzugt, zur Ai.fsfrh» und Arheitse'nteilimg von Hauspersonal gebucht Das Wohnen am Dienstort erwünscht, da Dienstwohnung, nnrb für Verheirateten vorbinden Anstellung nach Tarlf-orrlnimo 'flr Annestellte, TO A VTI Personen mit einwand- \ freiem Leumund wollen sich vorstellen bei der Lehrerhll-'1'innsan^talt Graz In Mnrbu'g-I.andwb'-kaaj'm«. Md-linoar'str.iP'» Nr ftl-fi VrrUnffir-Verkfluferlnnen ffl'' g'öRores I.pbensmMtelnesch^ft wenden aufoenommen. Anträge iintiT »Ph'M h 1943« an die »M 7 «, Marburg Drau. 197-6 Wir suchen fflr das Panner W»>in»iannpbiet tfl'"htlne Weln-eliikattfer oder Kommlsslonflre. Anträge unter »Rann« an d'e «VI Z.«, Mflrburg-Drau. IHR-fi SPARSAM g«brau 1. I-iT M'nii übeminimt dir Gf ihiiftsf'ih-runq ,dip Fr ai A.'-'''lvpntin rl' S Realgymnn^iiini • und dr»b Abi-, turiertonkiii ;"« Hör nkadomie "inn f>nt~:>r' hiT'le Stnlle, })f> 1e 'n grölii- om ''' | trieb in dor v Wobnnrif; (nr)glichst 't ; mit Kii' he '' rlinnung. Zu ten m't Gi'hi1ts.ing;r: ^ ii»'^r »Ausl.'ind-- rin de '■1 Marbnrg-Dr-MT IH'". 'i Off**ne Stellen V«M VinttrIlDag 4rh«ll«ltrSl | tcD 4100 dl», riitllmfnoao ilr« >" ! A ^Inflöhnlt I »i>rilHn I 7if (te.sur^f Net'es FrSuleln sucht mftbl 7 miner wenn möglich Per'phe-r> Ansrhr in der *M 7" Lebende Werkzeuge Ist dtr Titel <1e« bfkanntvn film», der dt« Wutitlgk^it der Zil>ne und die Folgen krtnker Zat^nc veranidiAulicf^t. U/Ia (. B. Metiei und S(t)«rtri, tt'cldie die gleid» f!ig<»n«ct\»tt wie d!e Srt>ncldr7ähne haben, rlditig ingewendcl und pticg-lieh bchantipli werden tTiü*»eft. •0 mflsten wir es autt» mit unseretiZShnen tun Verlangen Sieküttenloidle Aulkltrur.gt-idirift „Oesurdheit ist kein Zufall" vcn der Chlorodont-Pabrik, Dretden N 6. wellt der. Weg rur rldillgen Zahnpflege 56 rhnrg Drau. 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' (Oktober IfMf? verloren. .Ahzu-I geben gegen gute P( l<>hnuTig I St-"dtaprithekc M.n."' 'k. M.ir-I burg-Dr iu. 2"-1,1 Heirat Nühorlnnen, nu;geleriil; und angelernte, w'et:li-n ,ii;lnnio'!v men Arlipit»,' ' fi b s 14 f'hr Kleiderfabrik H- inri' h Untier Thesen ''1^1 3 Servlererltinen sur ht Resl ui rant »Burgk.-iler» per sofnrt 14'' Tt Frau mit ptffek'en Knchkennt nissen filr 10 ;t:in.l ii'^ A Ii'.' zeit wird lür e'r, als zweite Kr »ft S'mnt.i(|-, i ci »Sogleich I/O' in > Mrtib\irg Dr ai, Wlrtst hiill^ rill wii i genoniuit'n, »:".il(»rt 2,'i'^ an d. Mdibuig Diau. VV r'.kiii he fgeiioiiiiut n, t . ir I. :M, ■' 24.(1 l i i, Ul-' P.-ii unu'f 1 Z , 211; ü Zwei inteil. 28iÄhrlga Herren In guter Stellung wünschen zwecks baldiger Eh» «ine Bekanntschaft mit zwei Fräuleins b'H 26 Jahren. Lichtbilder wer-^i'n erwünscht und unter stren-tie.n Vertrnuen retourniert, Zu-j. li'iMen an die »M, Z,« unter "^1 leimliebend-, 201-12 Funde - Verluste nanii'nhnndschiihe am Sonntag, .:i). September Im Kino ge-f ituirn. Anzufragen in dur »M. /' ■*, Mnibiirg Dr.iu. 213 1.1 hlüssciluind verloren In hel- l>'tn Srhwemslederetul, In Cilll. It h bitte den ehrlichen Finder, rtTf^nplhe im Stadtbauiimt (Rat-h ni^l in Clin Im Zimmer Nr. ()4 !-/;-geben. —13 II -(e. alt, weiß mit braunen l i!-' k(Mi, entkommen. Anzumel-| (ien: Ulilandyasse 6, M-14 Tausche guterhnHene Pamen-•chuhe (Ifl) gegen Weckthp'^mo-meter Schuter, Marburg-Drau, Telchgasse 1R 20ft-l4 Tausche neuen 7lmmerolen oe- nen Ti^rhberd ^nfr ? .dun. Marburg-Drau, Mühlgnsse ''t 2-':' 1 i Tausche guter 7 , Marbnro Drau, 2*^1-14 Mannllcher-SchÖnatier Kai. ft.7, gegen kurzlaullge SchroUlInle, kal. 16, Im heslen 7u'di«nd, zu lauschen gesticht. Dr. \V ydow-iky, rraubvlm. 215-14 Seit* « # Nr. 280 • Donntnfaj. T. Ottobw 1X3 MARBURGER ZETrUNO Die jüngste Hochschulstadf Grossdeufschlailds Erinnerungen an die alte Linzer Ingenieurschul« Wer nach lÄngerer Abwesenheit Wiedel aut den Hohen dei Llnzer-Pösthng beryes steht und hmunterbliclü auf das SlJberband der Donau und die Heuser Viertel link» und rechts vom Strom, der wird die entzückende Stadt aicht wie-dererkeii'^en. Die alte Hauptstadt dea ohemaliyfjn »k. und k. Erzherzogtunn ÜBteneah ob der Ennst ist auf dem Wege eine richtige Gfoilstadt zu werden Nicht nur der Fremde, die Linzer lelbst wundern lich über das schnelle Tempo mit dem der Aushau der Gau-hnuptstfidt vorwartssi hieitet. Wo vor nicht zu langer Zeit noch Wiesen und Felder waren, stehen bereits neue Hau aerblocks oder die Gerüste im Werden begriffener Alt-Linz mit den mittelalter liehen Kirchen, dnm schmucken Land haus und den nipdlichpn (jäßchen, in denen eine Prise Biedermeierluft v/ehl, bildet heute den Kern, das Herz, der wHrdend<'n Großstadt, die nach den Plänen de» Fühiers eine Her inodorn iten StÄdte d«'s Reichrs werden wird Mit der Stunde des Anscli''jsfli's be gnnn für Linz die neuf 7(" und die groß zügige Planung der Neir.' 'U, dcts Teinp(j mit der die Verwirklicl ung dfs giganti-•rhen Rduvoihflbens in Angriff genom men wurde, hflt etwas Symbolhaftes So wie in Llnr, sollte in aili^n Teilen der angeschlossenen üstmcirk gearVcilet werdtni, Gott Mars aber hrtt seine ae-pan7erte Fflust auf die Arme des Bau meisler» gelegt und -einher geht es etwif InngHnnior. Derini" h wurde bereits Ctropes geleistet, d.i- ■i.k'.te Denrhinnq verdient. Von den 60 000 Arb<-'ilslos»»n, die einmal verzweifelnd v i i- n Arbeltsainlcrn standen, ist heule letier In den Produk Hnnspro7eB einge;' h t tet. V:ele dei W"hriungsnntnn'' h.lifi in7.w(?chf:ii ir den neUerj Sifdliii und mnd(.Mnr>n j-).^.,soj-Mri(ks df>f \ u-'ridt p'n nniies Hf-ini Of binden Ti" ofi/ügig Hng»'ie(j tf"5 Strnf^enne*'.' > ''^ifht beiiip di»> S'id'vi^-rtel, 7ii - n S)n;>plinhn''n-pn Of-ell'en sich Aii''!'iis«;trnrknbr'i<"ke erF^^tzt, 'unT dorn sinrl nnrb -".v-i wi'ere MriirVcn in Pi.innnri Der hek "r ''> dou'srbe '"t ton np'.tfliter, ArrhUfji't ; in^^prf \ sorrjt f(ir 'i i- • v"ir'?'"hf' A'i*' FrViüM'irUlinq d<^' I, ""T G lllbTl'i!' '.u'f NMcht /tlln'n dr^s .SttifHhi'i! hi t <* np arüniil'i'b^ v' ' uuig erjfili'.'n dTS. kiilturrrs- ! on von l.iiv/ er ]iMt' oinrn nfs h r d.ig" ■'psertcii Auf- schwung. Die künstlerischen Darbietungen des Linzer Theaters können mit jeder GroDstadtbühne in Wettbewerb treten. Die In Aufstellung befindliche Lin-zer-Galerie wird über Bildschätze verfügen, die den verwöhntesten Kunstfreund zufriedenstellen. Vor wenigen Tagen, am 4, Oktober hat in Linz die neue Technik Ihre Pforter geöffnet. Bis der Neuhau vollendet sein wird, ist die neue Hochschule, die einstweilen nur eine Architektenklasse umfaßt, In einem allen Kloster untergebracht Linz ist also Jetzt die jüngste Hnch-fichulstcidt dos Reiches, in Wirklichkeit wird aber mit dieser Neugründung nur eine alte Tradition fortgeführt. Die wenigsten wissen, das Linz schon einmal In seinen Mauern eine Ingenieurschule hatte. Sie entstand 17nfi. also lange vor der Gründung der Wiener Technischen Hochschule Die linzrr Ingenieurschule war eine der ältesten technischen Schu len des Reiches überhaupt. In den Linzer Archiven finden sich nus der dam.iligen Zelt Aufzeichnungen i'her den Lehrplan und die Sitten und Gobiäurho Sie sind In kultureller und wissenschaftlicher Hinsicht äußerst in-tereiisdiit. Der junge Techniker von da- mals schrieb sich fQr Arithmetik, Geometrie, Architektur und Festungsbau ein. Die Unterridhtsfächer einer modernen Hochschule fehlten. Dafür hatten aber die jungen Baumeister und Architekten noch allerlei anderes zu belegen. Damals verlangte man von einem Studiosus, daß er nicht nur in seinen Fächern Bescheid wußte, sondern auch auf dem Tanzboden seinen Mann stellte, im Sattel, festsaß und den Säbel richtig führen konnte. Zu diesem Zwecke mußten neben den wissenschaftlichen Gegenständen noch die Fächer: Reiten, Tanzen, Fechten belegt werden. Die besonders Fleißigen studierten obendrein noch Italienisch oder Französisch. Damals galt das Wissen in den technischen Fächern als ein Bestandteil der Allgemeinbildung, In feinen Häusern hatte man neben dem Hofmeister für Sprachen, An-standslehre noch einen Ingenieurhofmeister. In der ersten Zeit ^var der Besuch der Linrer Ingenieurschule nur Adeligen erlaubt. Erst Im Jahre 1793 kam eine Verordnung heraus, die auch den Sehnen aus biiigerllchen Häusern die Inskription ermöglichte. Wie aus den alten Stundenplänen er- •tchtllch Ist, wurden die Hflrer keineswegs überan»trengt. Im Winter wurde Dienstags und Donnerstags gelesen, und iwar eine Stunde vormittags und zwei Stunden nachmittags. Während des Sonmierseniesters entfielen die vormittägigen Vorlosungen und man traf sich in der Schule nur Dienstags, Donnerstags und Samstags iwischen 14 und 16 Uhr. Im Jahre 1820 erfuhr der Lehrplan durch die Einführung des Zeichnens und des Unterrichts im Italienischen eine Erweiterung. Infolge verschiedener Vorfälle wurde die Linzer Ingenieurschule 1820 auf Befehl des Kaisers geschlossen. Die Tanzschule schloß erst 1855 ihre Pforten und der Sprachunterricht wurde bis 1863 weitergeführt. Im Jahre 1909 fiel dann das Gebäude der Linzer Ingenieurschule der Spitzhacke zum Opfer, damit verschwand das letzte Überbleibsel des Linzer ständischen Schulwesens. Die neue Linzer Technische Hochschule soll eine der modernsfen technischen Hochschulen des Reiches werden. Ihr Hörerkreis wird sich vornehmlich aus Studenten aus den Alpengauen, sowie ans den an Oberdonau angrenzenden Gebieten zusammensetzen. Jedenfalls hat sie eine große Zukunft, eben so wie die Stttdt der sie zur Zierde gereichen soll. R, Pcterca-Ferrari In Reih und Glied an die Front Die Büchersamnilung für die deutsche Wehrmacht Die Bücher stehen In Reih und Glied in den kocjaleiii last wie die Soldaten sif'hen sif da, wohUjeurdnet. und manche Bucherbesitzer lieben es. die Bücher nach einer t>estimniton Ordnung «ufzu-slellen, etwa nach dei Größe oder der Art des liinbandes, so daß sie direkt reglementiert und genau wie Soldaten niipselien Nun knmmon die .Soldaten und v^ollen Riiihpj hfil)Pn Schickt Bücher an die Pioiii, das ist dei Ruf, der in diesem K'tieg schon nu^b mals zu uns daheim qckommfn iFt, und der aiu h ,• tzt wie d(^r zu lins k 'inrnt, und wir sind ihm ■nimer qef(;lqi Gewill, wir lieben un-s*?re Blicher, dip da so schön geordnet und wohlk.italngisiert In Reih und Glied in den Ri;f'al','n stehen Wir sind stolz lul sie, und m-inchnial brauchen wir '■io niirli ganz f'i'ugend nir-ht nur zur (.''itotliriltunn, Ä'Uidern weil sie ein Tpjl i:fi«;ero8 htMull'.'ben Handworksvonges 1 1; wir h^tu!Il immer gut auf sie ge- biet und slf tiiigs'lich vor jefler Ge-f'hr I-.r-h\itf» Ahe- nun ist es etwas fin-deres. Nun kommen die SoUldlcn und Zu Slevotjts Gedächtnis An seinem 75, Geburtstag In den elf Jahren die seit Max S!e viigt» Tode vei fln .;' ■ i:,l hat sii Ii vv » auf allen Lebenstje' n so auc h in ■ i Mf^leiei eine* Wani a.ng VDlIzoyen iJi^ »St eilungen«, die Hrüui's noch der nn-pn'sslonismus innfi'U:--, suid dur-h'^ ■ chen von einer Am htiiningswcise, d'i' wieder mit festen ' mt-.: tvi rc ■ linet und geijenüber der aull'^r.: i p Uiiuleiiz tl< iinpressionistinrliun ' Siilisfriii/ df. Dinge, das Daiioii' im st.indi.ie.i Ve'hsel der ErsrlifiTiui > ■ (e^iceti.i'''"';! w'S'.en will, Glelrhw ib 'i' auch hie d. s Faustwort vnm 1'^ Iii ~ d.is »der Nir-hwelt unveiion'n« h . '.i, L'nd wer niftr-hte Ma* .'^OevucJt, e'P' ni Hiupt vprfrolei dfs Irnj-ressi.'f. • "ins in r ■■•utsrhland, den T tel 'ler t. Ir' -it den Hinv.j'jeri, der '-en Kiin .ilf h''h's- wiliriig mai^ht, stre; g nuirli n v. ■ l»*n? r.t-iade der Inzwis- p r; Wi H r. Ab st,ind hfStiirkt iins ;p ■■■ nbr- .. rinti, d.iß nic ht die h un'i . sor l. d e 1 -rsiinlifhkeit, dif '■ b thiei nt ents' hf df-nde Bedi ri.: hat. AU fh-r am 8. ' k ' fr 1H68 'n I .»n d''hui 'lebi-rene N' l< ''>iyrr mit ' ih ren die Kunstst-K; !"'n mit n'lrh'eriAn Berlin . h . , um Si-h nar h elnf'Hi kurzen Au^ nth-'lt in FirinK f'.Tt -^m M.nin, für i'i- : dort nied'-'r-riiln s«>n mag es in • klaren h"va qtinri rjes' h h^n s<*in, d ' ;ne ph.m tfif-v^'i; Art, ^lrh di WpU an/ueig-nf'n. In stren-- "n rf'stiqen I.iiM Pnrbn«' den WideiHi i id »ii..' n wrtde, f),... p n --V ni) TiTp« ; i r,.'^ ■ - rn|-:'rcl ment braucht, um sich fruchtbar ent-wit:ki:ln zu können Der Klimawechsel h it Bich d.mii au' h »ortrefMich bewährt, nidi:ni er Slcviygt nötigte, sich in der Mdiorei aiil rein mntrieren und für seinp süddeutsche I.iist zu fahiilieien in der Buchillustration den Auswf.'g zu svuhen, der es dem (|cisl reiriu'ii Fr/.iibler ermöglichte, die :n':i|pktive Phantasie unbehindert ins p el zu srt/t-n So fntst.inden in Berlin n-d der eii.i n Seite Gemälde wie das ' iptychon mit dem Verlorenen Sohn, - d Andrad"-Hildei, die breit und bril-1 !it hingestrif hr-ni3n Pfälzer und ügyp-t lien Laiidv iMften, auf der anderen dii einfdllsreifhen gr;iphisfhon Werke V ie der Cellini, d r Rübezahl, die Inseln \V'ik \V.ik, vor .allein dpr Lederstrumpf, die n der Verv'flfaltigxing durch den P.n- I n:-k in weite Kreise gedrunnnn sin«-' und Sl.-ivonl als einen der elegantesten Zeichner-Porten der deu' -' hen Kunst pi pulfli f|nii ht h.:b:*n. Die glplchze'tirie Rostätlu'inq ,iiif beiden Gehißten, dem der M i'erei iind der Graphik, hat Sle-vogt in'^tar.d gesetzt, die Vorzüge des pinen mit d. n" dps anderen In Hinklanq •/u hrln.-7''n, «-ein-'r P'nselschrift die Frei-{'oit lind Frische dor fmprovis-dion, die Ie!(end:rn Beweg h'Mt des Augenblicks zu verleihen, unujoKehit aber die Illustrierende Zeichnung mit so viel male-risch'.^n QuaMMten auszustatten daß sie n-e in Ge hr ist, ins Literdrische oder Anel. d')ti;.( liP eibriiqli'iten. wollen Bücherl Wer selbst einmal Soldat im Kriege war, weiß, was dem Soldaten ein gutes Buch bedeutet. Es ist nicht nur nntsiionming, Erholung, Zerstreuung, es ist Aufmunterung, es gibt vielleicht über eine schwere Stunde hinwegbruchtei ein Bush, das dir eine Stunde Besinnlichkeit, eine Stunde Er holung, eine Stunde Entspannung geschenkt hat, oder ein Buch, das dir, als PK-Aufnuhmt! Krletfibtrichftr Nl«b*rU Der Frontbucliwagen ist da! neue Kraft, um manches Schwere des Soldatenlebens weitei ertragen zu können Nim steht also der Besitzer In der Heimat vor den - Reihen seiner Bücher und hält Musterung. Was soll er schenken? Es ist nicht mit einem gedankenlosen Griff In die Reihen getan, und noch weniger wäre es würdig, von den Büchern das zu geben, was man selbst vielleicht nicht mag, was sich durch irgend einen Zufall nur dazu gefunden hat. Wenn du wählst, so wähle ein Buch, das dir selbst etwas bedeutet, ein Buch das dir selbst irgend einmal geholfen hat, das dich du einmal ganz, ganz tief unten lagst, wieder auf die Beine half. Wenn du so wählst, dann wlr^t du gut gewählt haheni wenn du ein Buch wählst, das dir selbst etwas wert ist, so wird es auch dem Soldaten, In dessen Hände es kommt, etwas wert sein. Denn dies ist ja noch ein anderer und tieferer Sinn der Büchersammlung für die Front der Front nicht nur Bücher zum Lesen zu schenken, zur Erholung, zur Erbauung, zur Aufmunterung, sondern durch das Buch immer noch einmal eine Brücke I zu schlagen von der Heimat zur Front. Aus dem Wiener Ausstellungsprogramm Von den künftigen Wiener Kunstausstellungen steht die Ende Oktober Im Kiinstlerhaus zur Eröffnung gelangende Ausstellung »Djb Wiener Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts m Kunst und Wis-«oii'schaft« obenan. Ihr folgen eine Schau »Finnische Kunst«, eine »Ge-diächtniisQusstellung verstorbener Mlt-gliedei« und die »Frühjahrsausstellung 1944*. In der ehemaligen Secession wird die Schau »Deutsche Künstler aas Ungarn« zunächst von der Herbstausstellung, später von einer Ausstellung des Reichsirbeitsdienstes »Bilder vom Einsatz Im Osten* und den »Meisterpreisträgern 1944« abgelöst werden, während die Zedlitzhalle nach «Innnder eine Schau »Iwan Tabakoff« i eine »Mltglle-derausstellung« und »Deutsche Künstler aus Rumänien« beherbergen soll, In der Albertina ist neben einer Rosegger-Aus-stellung eine Kollektivschau der Werke Walter Klemms geplant. Im Kunstgewerbemuseum werden mehrere Sonderschauen zu sehen sein, wie »Das schöne Budi ale Kunsthandwferk«, »Alte und neue Rahmen«, »Wiener Maler dos 19. Jahrhunderts«, »Adalbert Stifter und dis Landschaftsmalerei sedner Zelt« sind neben einer Schiele-Gedächtnisausstellung die Themen, die die nsterrelchlsche Ga« lerle sich gewählt hat. Vom Steirlschen Musikschuf-werk Paul Ludikar, bisher am Mozarteum In Salzburg, wurde als Leiter der Opera, schule an die Steirische Landeemublkf schul« Graz berufen. Herta Wyneckao, blsiier am Mozarteum in Salzburg, Übar^ nahm die Leitung des Seminars für RhythmlAche Erziehung an dex Staatl^ chen Hochschule für Muslkenlehung. Franz Theodor Kaufmann, Musiklehre» in Graz und Lehrer für Korrepetltion an der Opernschula der Steirlschen Lande»* mueJkschule, wurde als Kapellmeister an das Opernhaus in Königsberg beru> fen. Musik aller Zeiten und Länder Eine Internationale Muslkallschd E». zyklopftdie, die die gesamte Musik aller Zeiten und Länder erfaßt, wird Jetzt Im Auftrage de« staatlichen Lnstituls für deutsche Musikforachung In Berlin erscheinen. Unter der Leitung von Prof. Dr. Friedrich Bhime werden die führenden deutschen und ausländischen Mu-s'kwlssenschaftler herangezogen, um den Gesamtbestand dos heutigen mual» kaiischen Wissen« möglichst lückenlos zu erfassen und darrustellen. Das groß# Werk bringt umfassende Angaben Gbei sämtliche Gebiete der Musik, Ober G». schichte, Gattunqen, Sachbegriffe, Persönlichkeiten, Instrumente, Orts- und Länderkunde, Akustik, Tonphysiologl«, Tonpsyvhologle und Ästhetik In zusam* menhängenden Darstellungen, während Elnzelartikel In ereter Linie Leben und Werke der bedeutenderen Komponlstea und anderer führender Persönlichkeiten der Musik darstellen. Ein Generalregistü am Schluß verzeichnet die einzelnen N»« men und Gegenstände. Dle«e Gemein» schaftsleistung der gesamten Muslkwl» «enschaft wird fünf bis sechs Bände zn je tausend Seiten umfassen. Beginnend mit 1944, soll in jedem Jahr ein Bruid erscheii Krieqsaufqaben der wartheiän-dischen Verwaltungsakademis In diesen Tagen beginnt das Winter^ semester 1943,44 der Verwaltungsakad^ mie Wartheland die ihren Hauptsitz lo Posen hat. Die beiden Zweiganetalten in Lit7J)i>innstadt xuvd Hohensalza konnten, wie die Hauptanstalt, trotz kriegsbedingter Schwierigkeiten den Lehrbetrieb lij vollem Umfang aufrechterhalten und weller aus'bauen. In Litzmannstadt gehl mit dem jetzt beginnenden 6. Semester der erste Lehrgang zu Ende, in Posen beginnt das 5. und In Hohensalza das 3. planmäßige Semester. Lehrkräfte dei Relchsimiversltät Posen haben sich wieder In allen drei Städten zur Verfügung gestellt. Urauffflhning In Wien. Für dl« lao-fend« Spielzeit kündigt da» Burqthflatef dl« Uraufführung von Gerhart HaupV maiins »Iphigenie In Aull«« und Max Meli« »Der Nibelungen Not« an. — Das Deutsche Volkstheater wird das Stück um den Komponisten Haydn von Kurl Lessen »Das höh« Lied« und Ems< Schreibelreiters Volksstück »Der Aufzug« zur Uraufführung bringen. FUr die Theatersammlung der Natlo-nalblbtiothek In Wien und für das Linzer Landesmueeum führt Maler Erwin Müller-Karbach eine Folge von Ansichten der alten Theater in Oberdonau au«. Müller-Karbach hat auch einen biographischen Roman über die Wiener Volksmusiker Schramme! beendet. In Paris wurde eine Pernsebstelle vom Generaldirektor der Schönen Kfinst« eingeweiht. Dl« Sendungen der Pemsah-statlonen Paris werden von nun an regelmäßige Programme einhalten, vor allen Dingen Wochenschau und kabarettische Darbietungen senden, bis der Plan einer gefilmten sogenannten Wochenz«!-tung Wirklichkeit geworden Ist. Griechisches Staatstheater für 8al/hwplß von der Stirne wischte, kam ihm der Gedanke, liPu'e nicht v;el-ter zn arbpjlnn, sondnrn sifh einmal In aller Ruhe f.pin Werk zu b' rnchten So wnnd"rfp er d^nn, anzusrben wie ein r:"--fiqpr Fiinf/iqer, d'r' Slraßp zu Tal und lifiß Augpn fipiß'g links und rerbt» .^m abscbwpüf n, um zu sehen, A .",' jTie Kiin-st «ich von dnr NMbe niis-nähmr. Jp wrMer er k.im, umso zutrfede-ner wunlp er: rl'iö wir ja wirkl' b großartig, WO"! rr dl Im. Pe-rh - der Pallien ziis.i'rirnpnl'()mp'>n:prt Intte, Auch d is war eine gut« Idee gewesen, den Tannen, Fichten und Föhren ihr altes Grün zu belassen. Und wie «r das Braunrot des Buchenlaubes zum Silbergrau der Stämme abgestimmt hatte — «r mußt« sich wirklich selbst loben. Sooft er Menschen begegnete, grüßte er höflich, wies mit großer Geste In die bunte Welt und frug: »Schön, nicht?« Und wenn die Leute antworteten: »O Ja, herrlich schönl« da bedankte er »ich und lachte in sich hinein, daß alle sich WTinderten und verdutzt dem sonderbaren Manne nachsahen. Er war den ganzen Tag tüchtig ge-. wann s Reißen — «s war spät geworden und feuchta Kühle stieg vom Boden auf. Ingrimmig schrl« «r nach slnem neuen Krug. So trank ar und trank, bis «r schier nicht mehr wußte, daß er der Herbst war und so zu kraikeelen anfing, daß ihn schließlich der Wirt hinauswerfen mußt«. Schon auf der Straße, hob «r drohend die Faust! »Blüten will sie — und Vo-gcllleder vofn Herrn Lenz — hupp — hat nicht genug mit mel- meinen Dahlien und Astern, m-mit meinen Meisen und — hupp — Spatzen —« Wie er heimgekommen war, wüßt« der Herbst nicht mehri aber am Morgen erwachte er mit einem fürchterlichen Katzenjammer. Wütend «ab er auf soine Malerei und sie kam ihm unsagbar kitschig und geschmacklos vor. Ihn ärgerte die strahlend blaue Kuppel seines Hauses und flugs spannte er ein paar alte graue Fetzen darüber Ihn ärgerte die ganze bun'scbeckige Welti er hing eine große Gießkanne über ihr auf und ließ außerdem den Ventilator laufen, was er nur konnte. Da peitschte das Wasser auf seine schönen Tapeten, dafl die gelben, braunen und roten Tropfen nur so zur Erde rannen. Während alles um ihn kahl und grau wurde, schimpft« ^*^»0, diese Mädchen! Im M^rz, da wei^ den sie blaß vor Entzücken über jedes dumme Veilchen, aber meine Pracht — ach, fort damiti« Und er füllte neu»^ Wasser In die Kanne. »Der nach rnli kommt, lieht die grellen Farben nicht Tt wild alles einfach weißpn.«