.fVIlDtok piacui« * jovoTlnl. Deutsche Zeitung Organ für die deutsche Minderheit im Dravabanat — — »d i Vnknuoo «slta 6, l*I«p|ea Ut.il (htttrarban) i >«,>>»»r«ts» fit da» Inland: vierteljährig 40 »i«, halbjährig 80 Dt», g »erden i» tu •«aiaitsng p, billigst»« •*H|m (■tgegengenommtn f jährig 160 Dw. ARr da« »»«land entsprechend« Erhöhung. Einzelnummer Dt» I.SO Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag früh und Samstag früh mit dem Datum vom Sonntag Nummer 76 Cetje, Sonntag, den 2V. September lSSI I 56. Jahrgang Der Aufruhr in Oesterreich Als die Oesterreichische Kreditanstalt zusammen-brach, ahnten nur wenige, daß es um die meisten deutschen Großbanken ähnlich stand wie um das mit einem so guten Ruf ausgestattete österreichische Institut. Die Massen im Reich lieh dieser Zusam-menbruch im Bruderstaate kalt, und doch handelte es sich um ein Vorspiel des großen Erdrutsches, der bald von Deutschland aus ganz Europa in sei-nen Wirkungskreis zu ziehen schien. Frankreich, das wohl wußte, daß es sich bei dem Zusammenbruch der Kreditanstalt um das Vorspiel einer größeren Katastrophe handelte, suchte seinen eigenen politischen Vorteil und wäre wohl zum Ziele gekommen, wenn die Engländer nicht hätten eingreifen müssen. Diese mußten aber einschreiten, weil sie dos Uebergreifen auf Deutschland als tödliche Bedrohung ihrer eige-nen Stellung fürchteten. Inzwischen ist es in Mit-teleuropa zu Lösungen gekommen, die der Krise zwar ein Bett graben, aber ihre volle, erdrückende Wirkung nicht abstellen können. Nicht zuletzt dadurch, daß sich Frankreich bei allen tatsächlichen Versuchen, einen Aueweg zu finden, quer legte, wurde also das von ungeheuren sozialen und zwischenstaatlichen Spannungen durchsetzte Europa angesichts des bittersten Winters seit Menschengedenken der immer weiter um sich greifenden Krise mit Haut und Haa-ren ausgeliefert. In dem österreichischen Aufruhr, der einen so grotesken Verlauf genommen hat, sehen wir die ersten Folgen diese« ungeheuren polttischen Druckes, der auf den gepeinigten Völkern Mittel-europas liegt. Wird es auch diesmal ein Vorspiel sein? Werden auch diesmal die Herren über Euro-pa auf diesen Akt der Verzweiflung damit antwor-ten, daß sie die Daumenschrauben fester ziehen? Wird es diesmal einen geben, der daran interessiert ist, daß der in den deutschen Staaten aufgestapelte Zündstoff zu einem gewaltsamen Ausbruch kommt? Wahrscheinlich nicht, wahrscheinlich wird man sich durch die paar Flinten in Oesterreich wieder in der „Sicherheit" bedroht fühlen. Das Vorspiel wird auch diesmal keine Warnung sein, die Tragödie soll offenbar zu Ende gespielt werden . . . Wenn man den Ursachen dieses absolut aus-stchtslosen Ausbruches in Oesterreich nachgeht, so wird man sich in erster Linie erinnern müssen an die zahlreichen Demüttgungen, die der lebensunfähige Staat in den letzten Monaten hat hinnehmen müs-sen. Oesterreich hat, da ihm der Anschluß an Deutsch-land unmittelbar nach dem Kriege versagt wurde, als Staat ein unwürdiges Betteldasein geführt. Es lebte von Anleihe zu Anleihe, vegetierte von der Gnade des Völkerbundes, nicht sehr ensfernt von der Rolle, welche man in Genf den außereuropäi-scheu Mandatsgebieten zuteilt, Csjnwrewr 'ujfjri ball seiner Niuhlnrn» die. ««mal ftotrbtmrf tmb dn>» mfltfiy wm otten Seiten einzummfchfmu. Als die Kreditanstalt zusammenbrach, antwortete man mit polttischen Erpressungen. Als Oesterreich durch die Zollunion zur Selbsthilfe griff, antwortete man durch einen neuen Druck. So war es, so wird es sein. Unterdessen versinkt das österreichische Volk immer mehr in Not und Verzweiflung. Die Sen- kung der Lebenshattung, die jetzt erst an das Deutsche Reich herankommt, vollzog sich an der Donau bereits vor einem Jahrzehnt und setther hat die permanente Krise von diesen kärglichen Gütern des Lebens immer noch etwas abgeknabbert. Hinzu kamen die inneren Spannungen zwischen dem Was-serkopf Wien, wo die radikalen österreichischen So-zialvemokraten unumschränkt herrschen, und dem Land. Sie lieferten Oesterreich jedem fremden Ein-fiuß aus. Die Korrektur, die diese Zustände durch die Verfassungsreform vor zwei Jahren erfuhren, wird wahrscheinlich mehr als nichtig gemacht werden durch den Rückschlag, der nach dem Zusammenbruch des Heimwehraufftandes zu erwarten ist. Man wird sich hüten müssen, in dem miß-glückten Putsch nur ein Unglück des innerpolttischen Gegners zu sehen. Die Heimwehren, die durch diese jetzt so lächerlich scheinende Unternehmung als poli-tischer Faktor vollkommen ausgespiett haben werden, sind in Oesterreich ungefähr das, was der Stahl-Helm im Reiche ist. Ursprünglich ein Bund der Frontsoldaten, strömte ihnen bald die von den Par-teien enttäuschte Jugend in großen Scharen zu. Sie wuchsen zu einer Organisation an, deren Zahl in der Blütezeit relativ hoch über der des Stahlhelms im Reiche stand. Daraus ergab sich ein Zwang zur Politik und zu Bundesgenossen, wie dem rech-ten Flügel der Christlichsozialen und der Landbünde. Unter der gewandten Führung des Prälaten Seipel gelang es auch, eine Verfassungsreform durchzu-drücken, die wenigstens die ärgsten Schäden abstellte. Aber schon dabei zeigte sich, daß die Politik Un-einigkett und Zerwürfnis in die Reihen der Heim-wehrführer trug. Sie hatten nämlich kein konkretes Programm. Auch wuchsen sehr rasch die Gegensätze zwischen den Heimwehren und den anderen poltti-schen Organisationen, vor allem den Landbünden. Es kam unter den örtlich sehr verschiedenen Führern zu Diadochenkämpfen. Die Schwächung war so all-gemein, vollzog sich so rasch, daß nicht nur die Heimwehren, sondern auch die mtt ihnen besonders verbündeten Christlichsozialen bei den Wahlen im letzten Herbst eine entscheidende Niederlage erlitten, von der man damals schon sagen konnte, daß sie nie wieder gutzumachen sein würde. Die Tiroler und Vorarlberger Heimwehren kamen für eine en-gere Aktionsgemeinschaft schon lange nicht mehr in Betracht. Die Putschaktton ist denn auch auf Steier-mark, Oberöperreich und Salzburg beschränkt ge-blieben, wobei offenbar die Verbindung zwischen den örtlichen Führern sehr schlecht geklappt hat. Von wo der Marsch auf Wien, der offenbar das strategische Ziel war, untemommen werden sollte, ist nicht ganz klar. Von Obersteiermark, wo Dr. Psriemer den Aufstand führte, ist ein Marsch nach Wien so gut wie unmöglich und außerordentlich leicht zu verle-gen. In Kärnten und im Burgenland hat sich nichts gerührt. Wie unter diesen Umständen die Aufständi-schen auf einen Erfolg hoffen konnten, ist überhaupt nicht einzusehen. Es sei denn, sie hätten damit ge-rechnet, daß das Bundesheer zu ihnen überging. Da diese Aussicht der einzige Umstand ist, der die- s sen Aufftand von einer reinen Wahnsinnstat scheiden kann, so bleibt nur die Annahme, daß hier gewisse Zusagen gemacht, aber — wie im Falle des Mün-chener Hitlerputsches im Jahre 1923 — nicht ein-gehalten worden sind. Dafür spricht auch die sÄtsame Rührigkeit, die man in den letzten Monaten auf dem rechten reakttonär und habsburgisch gesinnten Flügel der Christlichsozialen beobachten konnte. Diese Gruppe strebte, seit nach der Großjährigkeitserklärung Ottos von Habsburg der Gedanke eines neuen Habsburgerreiches an der Donau unter wesenllich günstigeren internationalen Umständen als je vor-her diskuttert wurde, sichtlich wieder dem Oberwas-ser zu. In der inneren Polittk fand man den Hebel zu solchen Plänen in einer gangbaren und sehr verbissenen Opposition gegen Dr. Schober und die Zollunion. Man plante offenbar ein reaktionäres Minderheitskabinett, das unter möglichster Ausschal-hing des Parlaments, gestützt auf das völlig christ-lichsoziale Heer, regieren sollte. Es ist nicht ausge-schlössen, daß man, beim Worte genommen, als die Heimwehren losschlugen, den Atut zu einer eigenen Courage nicht fand. Auf alle Fälle hat diese Gruppe in einer verbrecherischen Weise mtt der Verzweif-lungsftimmung bei den Heimwehren gespielt, die nach den Genfer Ereignissen gesonnen waren, durch einen bewaffnetem Aufstand den Dingen eine andere Wendung zu geben. Die Christlichsozialen werden es bei den nächsten Wahlen zu büßen haben. Den Heimwehren dürste durch diese Farce eines Putsches der Rest gegeben worden sein. Wenn jetzt von dem Ausland und der Linken die radikale Entwaffnung der Heimwehren gefordet wird, so muß gleichzeitig verlangt werden, daß auch der Republikanische Schutzbund der Austromarristen entwaffnet wird. Man sieht jedenfalls, daß Oesterreich wie Deutsch-land Pulferfässer sind, an die nur jemand ein Streich-holz zu halten braucht — und sei es auch ein Knabe! Unendlich traurig ist die Lage der deutschen Jugend in Oesterreich geworden. Jugend fragt ja nicht nach den zwangsmäßigen internattonalen Macht-Wirkungen, sie will wie jede Jugend ein freies, nicht immer gedemütigtes, stolzes Vaterland haben. Die Hoffnung, dies zu erreichen, trieb sie in hellen Scharen den Heimwehren zu. Nun ist diese Hoff-nung zerschellt, liegt, mtt Hohn und Spott bedeckt, auf dem Boden. Wohin wird sich jetzt diese na-menlos enttäuschte Jugend, seit dem Brand des Justizpalastes in Wien der Damm, hinter dem sich die bürgerlichen Parteien deckten, vor dem sich die rote Hochflut niederduckte, wenden? Wie mag es ihr zu mute sein, wenn sie sehen muß, daß sie ihr mißglückte? nationaler Verzweiflungsausbruch fast vogelfrei gemacht hat, während der landfremde rote Agitator Wallisch, als vor er noch nicht langer Zeit in Brück die „Sowjetrepublik" proklamierte, ungestört und unbehelligt in Amt und Würden weiterver-blieb? Die ergreifende Frage nach dem Schicksal der unglücklichsten Jugend, die ein großes Volk je gehabt hat, stellt sich eine hämische, schadenfrohe, nichtsdurchbohrende Journalistik freilich nicht. Sfttt 2 Nummer 76 Wortlaut der Verfassung Sechste Abteilung Die Regentschaft Artikel 41. Die königliche Gewalt übt die Regentschaft aus, 1. wenn der König minderjährig ist, 2. wenn der König wegen geistiger oder körperlicher Krankheit dauernd unfähig ist. die königliche Gewalt auszuüben. Im Falle der König zur Ausübung der könig-lichen Gewalt dauernd unfähig ist, entscheidet die Volksvertretung in gemeinsamer Sitzung über den Augenblick der Bildung und des AusHörens der Regentschaft. Wenn der Ministerrat findet, daß der Fall der Unfähigkeit des Königs eingetreten ist, teilt er dies der Volksvertretung gleichzeitig mit dem Gut-achten dreier Aerzte aus heimischen medizinischen Fakultäten mit. Auf dieselbe Weise wird auch dann vorgegangen, wenn es sich um den Thronfolger handelt. Artikel 42. Die Regentschastsgewalt gebührt der Regel nach dem Thronfolger, wenn er volljährig ist. Wenn der Thronfolger aus den im Artikel 41 angeführten Gründen die Regentschastsgewalt nicht ausüben kann, üben diese Gewalt drei Personen aus, die der König durch einen besonderen Akt oder in feinem Testament bestimmt. Gleichzeitig bestellt der König jedem Regenten auch einen Stellvertreter. Wenn die Stelle eines Regenten und seines Ver-treters erledigt wird, wählt die Volksvertretung in gemeinsamer Sitzung durch geheime Wahl den neuen Regenten aus den zwei übriggebliebenen Stellvertretern. Ist nur ein Stellvertreter am Leben, so tritt er ohne Wahl auf die erledigte Stelle des Regenten. Wenn der König weder durch einen Akt noch in seinem Testament die Regenten bestellte oder wenn durch Krankheit oder Tod der Regenten und ihrer Stellvertreter es nicht möglich ist, eine Regentschaft von mindestens zwei Regenten zu bilden, so wählt die Volksvertretung in gemeinsamer Sitzung in geheimer Wahl die notwendige Zahl der Regenten. Regenten können nur Bürger des Königreiches Jugoslawien sein. Bevor die Regenten die königliche Gewalt übernehmen, legen sie vor der Volksvertretung einen Eid ab, daß sie dem Könige treu und nach der Verfassung und den Landesgesetzen herrschen werden. Artikel 43. Wenn einer der drei Regenten vorübergehend abwesend oder verhindert ist, können die beiden an-deren auch ohne ihn die Staatsgeschäfte besorgen. Artikel 44. Die Regenten tragen Sorge für die Erziehung d« minderjährigen Königs. Die Sorge für das Vermögen des minder-jährigen Königs trafen die Kuratoren, die im könig-lichen Testament bestimmt find. Hat der verstorbene König solche Kuratoren nicht bestellt, so ernennt sie der Regentschastsrat nach Anhörung der Präsidenten des Staatsrates, des Kassationsgerichtshofes und des Obersten Staatsrechnungshofes. Zlrtikel 45. Bis zum Amtsantritt der Regenten übt der Ministerrat zeitweilig unter seiner Verantwortung die königliche Gewalt aus. Artikel 46. Im Falle des Todes oder der Abdankung des Königs übernimmt der Thronfolger, wenn er voll-jährig ist, sofort die königliche Gewalt, teilt dies dem Volke in einer Proklamation mit und legt vor der Volksvertretung den vorgeschriebenen Eid ab. Artikel 47. Hat der König nach seinem Tode keine männ-lichen Nachkommen hinterlassen und die Königin wäre zur Zeit des Todes des Königs guter Hoff-nung und der König hat weder durch einen Akt noch in seinem Testamente Regenten bestellt, so wählt die Volksvertretung einstweilig Regenten, die die königliche Gewalt bis zur Entbindung der Königin ausüben. Vor der Wahl der Regenten hat die Re-gierung der Volksvertretung das Gutachten dreier Aerzte aus heimischen medizinischen Fakulteten über die Schwangerschaft der Königin vorzulegen. Dies ailt auch für den Fall, daß der Thronfolger sterben sollte und seine Frau im Augenblick des Todes des Königs guter Hoffnung wäre. Artikel 48. Wenn der Thron nach den Vorschriften dieses GeseKes ohne Nachfolger bleibt, übernimmt der Ministerrat die königliche Macht in seine Hand und beruft sofort die Volksvertretung zu einer besonderen Session ein, in der über den Thron entschieden wird. Artikel 49. Die Zivilliste des Königs wird durch ein Gesetz bestimmt. Die einmal bestimmte Zivilliste kann ohne Zustimmung des Königs nicht herabgesetzt werden. Die Regenten erhalten für die Zeit ihres Dienstes aus der Staatskasse soviel, als ihnen auf Vorschlag des Ministerrates die Volksvertretung zuerkennt. Politische Rundschau Inland Vor einer neuen Regelung der Brotpreise in Slowenien Bekanntlich hat der Handelsminister für den Sanzen Staat Einheitspreise für Brot vorgeschrieben, ie aber die Bäcker in Slowenien in eine beträcht-liche Zwickmühle brachten, well diese Preise niedriger gehalten sind, als sie bei uns selbst vor der Er-höhung der Meblpreise waren. Unsere Bäckerge-nossenichaften entsandten eine besondere Deputation nach Beograd, die dem Handelsminister darlegte, datz im Hinblick auf die Transportkosten und weil unsere Bäckereien für die in Frage kommenden Brotsorten besseres Mehl verwenden als die Bäcker in der Woiwodina, die von der Regierung vorge- Cjriebene Preisgestaltung im Draubanat unhaltbar i. Der Minister gab zu, datz die Bestimmung der Preise aus Grund der Anjchcifiungskosten in Beo-grad und in der Woiwodina erfolgt sei, wobei nicht berücksichtigt wurde, datz sich die Preise im Drau-banal wegen der Kosten des Transports aus der Woiwodina nach Slowenien beträchtlich erhöhen. Der Minister versprach der Deputation, datz er die Angelegenheit sofort ordnen werde. Für das Drau-bonat werden entweder neue Brotpreise festgesetzt oder wird die Zufuhr von Mehl so eingerichtet werden, datz das Brot zu möglichst niedrigen Preisen wird verkaust werden können. Die Regierung sei sich bewutzt, datz das Brot das notwendigste und hauptsächlichste Volksnahrungsmittel sei und deshalb wolle sie mit entsprechenden Mahnahmen seine möglichste Billigkett erzielen. Natürlich habe die Re- gierung dabei nicht die Absicht, die Bäckergewerbe-treibenden zu schädigen. Der Banus interveniert wegen des Kuluks Herr Banus Dr. Marusic intervenierte dieser Tage in Beograd beim Bautenminister Dr. Kramer wegen des Kuluks. Er führte alle Gründe an, die dafür sprechen, daß die Last des Kuluks im Drau-banat möglichst gelindert und wenigstens für das nächste Jahr auf ein Minimum herabgesetzt oder ganz aufgehoben werde. Der Banus habe, wie die Blätter berichten, bei Minister Dr. Kramer volles Verständnis gefunden. Ausland Warum ist der Heimwehrputsch mißlungen? Die Wiener „Neue Freie Presse" veröfsent-lichte eine Erklärung des Sohnes Dr. Pfrimer?, die dieser dem nach Maribor entsandten Beuchter-statter des genannnten Blattes abgegeben hat. Während Dr. Pfrimer selbst jede Erklärung ablehnte, teilte sein Sohn Walter Pfrimer, Eigentümer der Druckerei „Iris" in Judenburg, nachfolgendes mtt: Der Umsturz wäre ohne Zweifel gelungen, wenn nicht die ganze Sache verraten worden wäre. Auf der anderen Seite versagte der Milttärfachmann der Heimwehr Baron Pranckh vollkommen. Blotz in Steiermark allein hatten wir 19.999 Mann. Wir besetzten den Semmering und die ganze Eisenbahn-strecke bis Graz. Unser Plan ging vor allem dahin, lon^ntriich Graz ai nehmen. Hier hätten wir leichte Arbett gehabt, weil wir die Sympathien der Be- völkerung und auch der Polizei auf unserer Seite hatlkn. Die Garnison zählt nm 20» Soldaten, unter denen wir zahlreiche Anhänger und sehr viel« Vertrauensmänner haben. Mtt Tirol hatten wir kein Abkommen, weil die Entfernung zu groh ist, hingegen hatten wir Verbindung mit Salzburg und Oberöfterreich. Salzburg hotten wir aber nicht voll-kommen mobilisiert, weil wir mtt den dortigen und den oberösterreichischen Truppen nur als Reserve rechneten. Unser Hauptziel war, uns der genannten Länder zu bemächtigen und sie zu besetzen. Nach ihrer Einnahme wollten wir konzentrisch auf Wien marschieren und die Hauptstadt mit möglichst gerin-gem Blutvergießen nehmen. Da wir mtt dem großen Widerstand der Bevölkerung und der Garnison in Wien rechnen mußten, beabsichtigten wir die Stadt im Fall der Notwendigkeit auszuhungern. Die ganze Aktion ist jedoch mitzglückt, weil die militärische Leitung der Heim wehr in Steiermark vollkommen versagt hat und die Sache verraten worden ist. Anders können wir uns gewisse Erscheinungen im Verlauf der Aktion nicht erklären. Die milttärische Leitung war in den Händen des Barons Pranckh. der im entscheidenden Moment das Zusammen-arbeiten mit dem Bundesheer hätte bewirken sollen. Verhaftungen von Heimwehrführern In Oesterreich werden außer den Beschlag-nahmen von Waffen auch die Verhaftungen von Heimwehrführern flott fortgesetzt. So wurden z. B. in Graz wegen Verdachtes des Hochverrates und der Vorschubleistung im Zusammenhang mit dem Heim wehrputsch weiter verhaftet: Rechtsanwalt Dr. Kurt Kienzl, die Oberstleutnante i. R. Fei« Fröhlich und Ernst Hassenbauer, Hauptmann i. R. Alfred Mitkrois, Hauptmann i. R. Otto Koschatzkq, Jng. Viktor Friede, Privatbeamter Rudolf Man-ftedini, der Student Konrad Szyszlowitz. der Re-dakteur des Heimwehrblatts „Der Panther" Hans Kaibitsch; in Brück wurden verhaftet Rechtsanwalt Dr. Degle. Gemeinderat Industriebeamter Hubert Scheer, Gemeinderat Steuerbeamter Schwarz; in Linz wurde der Postdirektor Josef Horner verhaftet; in Leoben Major Reich! und der Donawitzer Heim-wehrführer Inq. Baumgartner i in Salzburg der Postinspektor August Elshoser; auf dem Puchberg bei Klosterneu bürg wurden 39 Mitglieder der Heim-wehr verhastet. In Leoben sitzen 139 Heimwehr-Mitglieder im Gefängnis. Nach Dr. Pfrimer hat die Wiener Staatsanwaltschaft einen Steckbrief er-lassen. Graf Stürgkh in Radkereburg wurde ver-haftet, weil er dem flüchtigen Bundesführer Dr. Pfri-mer. als dieser in Radkersburg durchkam, in einem Gast-Haus Gesellschaft leistete. Als ob ein Ehrenmann einem guten Freund die Türe weisen oder ihn „anzeigen" könnte! Die Bauern der Umgebung von Radkers-bürg hatten sich nach der Verhaftung des Grafen zusammengerottet und drohend seine Freilassung verlangt. Die marzistische Presse, die seinerzeit Zeter und Mordio schrie, als der Sowjetrepublik-ausrufer Wallisch in Brück zur Verantwortung ge-zogen werden — sollte (das Verfahren wurde dann tatsächlich eingestellt!) schrett sich natürlich heiser nach strengster Bestrafung der Putschisten. Der Wolf im Schafspelz eines Hüters der öffentlichen Ordnung! Wie stellen sich Dr. Pfrimer und Fürst Starhemberg dar? Nach dem mißglückten Heimwehrausstand sind es in erster Linie diese beiden Heimwehrführer, auf die sich der triumphierende Spott der gegnerischen Journaille entlädt und unter ihrem Einfluß wird auch von sonst gerecht Denkenden manches schiefe und gedankenlose Urteil abgegeben. Wie immer e» ju dem sonntägigen Putsch tn Steiermark gekommen sein mag und welche Hintergründe vorhanden sein mögen, das eine kann ruhig angenommen werden, datz Dr. Pfrimer diese Aktion nicht ohne schwer« Kämpfe mtt sich selbst unternommen hat, riskierte er doch seine ganz« Existenz dabei. Noch viel mehr warf er mtt Bewußtsein hin, als er den Mut auf-brachte, seine Leute nachhaus zu schicken, der Ent-wicklung in die Speichen zu fallen, abzublasen, so-bald er erkannt hatte, daß ein Erfolg nicht möglich war. Seine moralische Eristem opferte er. um un-nütze? Blutvergießen zu vermeiden. Dies war etwas, wom vielleicht kemer von denen, die heute über ihn höhnen, den Mut aufgebracht hätte. Mut gehört« dazu mehr, als die Sache laufen zu lassen, um dann den billigen nationalen Mättmer um den Preis von vielen nutzlos geopferten Menschenleben zu spielen. Und Fürst Starhemberg? Es gibt keinen zwetten Hochoristokraten in deutschen Landen, der Nummer 76 Dentsche Zeitung Seit- 3 Seidenstrümpfe sind kein Luxus mehr, seitdem es LUX gibt! Strümpfe - in Lux ge* waschen - halten doppelt sö lange. Aber waschen Sie sie oft. denn Schmutz und Schweiß zerstören die Gewebe. Lux reinigt gründlich, ohne Seide und Hände anzugreifen. LUX VERLÄNGERT DIE LEBENSDAUER IHRER WÄSCHE LUX WXSCHT SO BEQUEMT HEISS AUFLOSEN LAUWARM WASCHEN LAUWARM SPULEN m_ LUX IflHI'llflH IIIIIIllllll lUIIIIIMIfll IIIIIN III lllllll <111Hll 1111 III llllll sich so in die Reihen des Volles stellte wie dieser Fürst. Er opferte um der nationalen Idee willen ftin ganzes Vermögen, während seine Gegner mit ihrer „Idee" persönliche Vermögen gewannen. Ein ernstes reichsdeutsches Urteil über den Heimwehrputsch in Oesterreich Die bezüglich richtiger politischer Urteile an erster Stelle stehende „Deutsche Allgemeine Zeitung" schreibt über den österreichischen Heimwehrputsch folgendes: Welches waren die Gründe Dr. Pfrimers, mutz man auch nach den vielen Meldungen aus Oester-reich fragen. Mit so geringer Vorbereitung ist wohl selten ein Staatsstreich versucht worden. Sich dabei zu beruhigen, daß es sich bei der steirischen Heim-wehr eben um exaltierte und „hochverräterische" Ge> sellen handle, ist nicht gut möglich. Die Gebirgs-bauem und Arbeiter der Steiermark. die in den Reihen der Heimwehr stehen, find alles andere als leicht zu verführende politische Abenteurer, sie sind weder beweglich noch frivol genug, sich ohne weiters in eine Revolution zu stürzen, und ihre Führer mögen sich zwar aus dem Blickpunkt des Asphalts der Großstädte sehr zurückgeblieben und bukolisch ausnehmen, in Wirklichkeit sind es bedächtig über-legende und mit dem Schicksal ihrer Heimat im Innersten verbundene Männer. Wie ist es zu er-klären, daß man die Aussichten eines Staatsstreiches so grotesk überschätzte, wie offenbar geschehen? Wir finden keine andere Möglichkeit der Erklärung, als daß es sich um einen Akt der seelischen Verzweiflung handelte, um eine Kundgebung gegen die Oester-reich drohende endgültige Versklaüng durch aus-ländisches Geld und fremde Politik. Auch in Kreisen der Heimwehr, bestimmt der steirischen, ist der Plan der Zollunion mit Deutschland als nationale Be-freiungstat begrüßt worden. Das traurige Scheitern dieser diplomatischen Unternehmung und der Versuch der Westmächte, dem kleinen deutschen Lande nun die Daumenschrauben „für immer" anzulegen, in-dem man die Anleihe, die es dringend braucht, mit noch schwereren Bedingungen belastet, als jenes Protokoll von 1922 sie enthält, diese beiden Fak-toren dürften die ruhige Ueberlegung der Führer der Heimwehr so sehr gestört haben, daß sie in einer verzweifelten Aufwallung alles auf eine Karte setzten. Die Folgen ihres Handstreichs werden sehr hart sein; insbesondere haben sie ihren innerpolitischen Gegnern auf der Linken unbewußt einen außer-ordenllichen Dienst geleistet. Man braucht nur das Triumphgeschrei der linksradikalen und sozialdemo-kratischen Wiener Presse zu lesen, um zu erkennen, wie unerwünscht und verhängnisvoll die Konsequen-zen der Ereignisse in der Nad)t von Sonnabend auf den Sonntag sind. Aber dem einen Ausbruch werden andere folgen, sofern die Lage, die den ersten erzeugt, weiter dauert, und in diesem Sinne ist in der Tat der Putsch von Judenburg ein ernstes und gefährliches Symptom der Zeit. Innerpolitische Folgen des Heimwehrputsches In der österreichischen Presse hat sich eine leb-haste Polemik über die innerpolitischen Folgen des Heimwehrputsches entsponnen. Die sozialdemokratischen Blätter verlangen die Auflösung der Heimwehr, während hingegen der Republikanische Schutzbund weiter ausgebaut werden solle, andere Blätter wieder treten für die Auflösung aller Kampforganisationen, also auch des Republikanischen Schutzbundes, ein. Die Regierung denkt angeblich daran, die dem Staate bei der Unterdrückung des Aufstandes auf-gelaufenen Kosten durch die Beschlagnahme der Vermögen der verurteillen Heimwehrführer, vor allem Dr. Pfrimers, Fürst Starhembergs und des Grafen Stürgkh, hereinzubringen. 2n Graz wurden noch der pensionierte Oberst Kober und der Bundes-sekretär des Heimatschutzes Malli) verhaftet, in Wien Gras Erdödy. Das Wiener „Ertra Blatt" berichtet, daß Dr. Pfrimer, als er das Mißlingen der Aktion sah, sich erschießen wollte. Seine Freunde erbrachen die Tür des versperrten Zimmers gerade im Mo« ment, als er sich den Revolver an die Schläfe setzte. Natürlich ist der größte Teil des Geschwätzes, das sich im In- und Ausland über diesen Putsch er-hoben hat, bloße Phantasie. Finanztontrolle über Oesterreich und Ungarn Im Finanzkomitee des Völkerbundes scheint man eine ständige Kontrolle der Finanz- und Wirt-schaftsgcdahrung in Oesterreich und Ungarn für wünschenswert zu hallen und man berät dieser Tage über die Form, in der diese Kontrolle ausgeübt werden soll. Dem in Genf befindlichen Bundes-kanzler Dr. Buresch ist ein drei Schreibmaschinen-setten umfassender Fragebogen des Finanzkomitees überreicht worden, in dem von einer Aenderung der österreichischen Sozialversicherung, der Be-amtenbezüge und einer Verminderung derIn-oestiti ans kosten die Rede ist. Die Minderheitenfrage vor dem Völkerbund Am 16. September fand im politischen Aus-schuß des Völkerbundes die von deutscher Seite be-antragte Aussprache über den die Minderheiten-fragen betreffenden Teil des Jahresberichtes des Generalsekretärs des Völkerbundes statt. Der deutsche Reichsaußenminister Dr. Curtius wies auf die Be-merkungen des seinerzeitigen Ratspräsidenten Hen-derson hin, der die Minderheitenschutzverträge als eine Notwendigkett für die Aufrechterhaltung des Friedens und den Minderheitenschutz als eine Frage nicht nationalen, sondern internationalen Charakters bezeichnet habe. Es werde noch vieles ge-schehen müssen, um eine reibungslose Durchführung des Minderheitenschutzes zu sichern. Jedenfalls dürfe der Völkerbund m seiner Tätigkeit nicht erlahmen mit Rücksicht aus die Heiligkeit der Rechte der Minderheiten aus die Garantieverpflichtung des Völkerbundes und auf die seelische Lage, in der sich die Minderheiten insbesondre in Europa befinden. Ein Vertreter Rumäniens gab hieraus im Namen der Tschechoslowakei, Jugoslawiens, Griechen-lands, Rumäniens und Polens eine Erklärung ab, daß diese Staaten Verpflichtungen, die über die be-stehenden Minderheitenschutzverträge hinausgehen, nicht zu Übernehmen gedächten. Der kanadische Ab-geordnete Beaubien trat nachdrücklich für den Schutz der Minderheiten ein. Lord CecU erkannte die Stellungnahme Henderions in der Minderheiten-ftage an und betonte, vaß auch die gegenwärtige Regierung an dieser Auffassung der Frage festhalte. Auch der Vertreter Spaniens sprach sich grundsätzlich im Sinne der deutschen Anregungen aus. Der französische Unterstaatssekretär Maurice Petsche schloß sich den Ausführungen Lord Cecils an. Der Vor-sitzende des Ausschusses, der Schweizer Motta, schlug die Erennung des finnischen Außenministers ^)rgo Köskinen zum Berichterstatter vor, der die Aufgabe hat, einen Bericht für die Völkerbundversammlung vorzubereiten. Verlängerung des Hoover-Moratoriums auf fünf Jahre? In amerikanischen Wirtschaftskreisen wird die Meinung vertreten, daß das einjährige Kriegs-schuldenmoratorium für die Sanierung der Wm-schaftskrise nicht genügt, sondern daß im Gegentell die Unsicherheit darüber, was nach seinem Ablauf sein werde, wie ein Albdruck auf dem Wirtschaftsleben nicht bloß in Amerika, sondern m der ganzen Well lastet. Präsident Hoover wurde aus diesen Kreisen der Vorschlag gemacht, er möge bald eme Aktion in Anoriff nehmen, deren Ziel die Verlän-gerung des Moratoriums um wenigstens noch vier Jahre sein soll. Die Abgeordneten der Hitler-Partei kehren in den Reichstag zurück Wie die Leitung der Nationalsozialistischen deutschen Arbeiterpartei meldet, werden ihre Abge-ordneten im Monat Oktober in den Reichstag, den sie seinerzeit verlassen haben, zurückkehren. Kommunisten plündern ein Waffengeschaft in Budapest Mitten in Budapest haben in der Nacht auf den 17. September Kommunisten eine Waffen-Handlung erbrochen und daraus 86 Pistolen mtt 1600 Patronen, 100 Revolver mit 2000 Patronen, 80 Dolche und den ganzen Vorrat an Pulver und Dynamtt davongeschleppt. Mit einem Dolch spießten sie auf dem Verkaufstisch einen Zettel auf, in dem es heißt, daß sich die Polizei nur vorbereiten möge auf Ereignisse, die bald folgen würden. Seite 4 Deutsche Zeitung Nummer 76 ffDer/englische König hilft sparen Der englische König hat dem Ministerpräsidenten seine Absicht mitgeteilt, seine Zivilliste um 10.000 Pfund Sterling herabzusetzen, um sich so persönlich an der Bewegung zur Verringerung der nationalen Ausgaben zu beteiligen. Auch die Königin und an-dere Mitglieder der königlichen Familie, die parla-mentarisch bewilligte Zuwendungen erhalten, haben den Wunsch, datz diese herabgesetzt werden. Der Prinz von Wales hat, obwohl er keine Zivilliste erbält. Macdonald mitteilen lassen, datz er 10.000 Pfund Sterling zur Unterstützung der nationalen Finanzen beitragen werde. Aufruhr auf der englischen Atlantikflotte Die Matrosen der englischen Atlantikflotte versagten dieser Tage den Gehorsam wegen der im englischen Sparprogramm vorgesehenen Löhnungs-Herabsetzungen. Standrecht in Warschau Am 9. September wurde auf den Mauern von Warschau die Verkündigung des Standrechts proklamiert. Alle Urteile, die die Standgerichte aus-sprechen, werden innerhalb von 24 Stunden durch-geführt werden. Das Standrecht richtet sich gegen die zunehmende Banditenplage in Polen. Aus Stadt und Land Die Amtseinführung des deutsch.eoan» gelischen Bischofs Dr. Philipp Popp und die Vereidigung des weltlichen Kirchenpräsidenten Dr. Wilhelm Roch, die im Rahmen eines Festgottes-dienstes in der Zagreber Evangelischen Christuskirche am 22. September stattfinden, werden durch die Radiosender Zagreb und Beograd am 22. September um 9 Uhr vormittags übertragen. Die Zagreber Bäcker, die am gleichen Tage, als die von der Regierung vorgeschriebenen Brotpreise erschienen, infolge der Mehlpreiserhöhung die Brotpreise um 50 Para pro kg erhöht hatten, halten sich nicht an die Maiimalpreise, sondern haben das Backen von weitzem Brot eingestellt, dafür aber die Erzeugung von Gebäck vergrötzett, für das keine Marimalpreise vorgeschrieben sind. Ebenso vergrößerten sie den Verkauf von Roggen-brot, das ebenfalls nicht unter die Regierungsoer-ordnung fällt. Dies kostet 4 Din per 1 kg. Schwarz-brot wird blotz in geringen Mengen gebacken, jedoch nicht um 2.50 Din pro kg, sondern um 3.50 Din verkauft. Die Stadthauptmannschaft hat die Bäcker bei der Banalverwaltung und bei der Polizei an gezeigt. Die erstere hat die Polizeidirektion angewiesen, sofort das Verfahren gegen die Bäcker und allenfalls gegen den Verband der Bäckergewerbetteidenden in Zagreb einzuleiten. In den Bäckereien von Split und Sisak mangelte es am Dienstag und Mittwoch an Brot, weil die Bäcker blotz kleine Mengen buken, dafür aber viel Lwmsgebäck. Verschiedene Organi sationen in Split und die dortige Arbeiterkammer haben sich in einem Protesttelegramm an die zustän-dige Behörde gewendet, diese möge die Erhöhung der Brotpreise nicht bewilligen. Auch der Tabak teurer. Die Verwaltung der Staatsmonopole hat die Tabak- und Zigaretten-preise erhöht, und zwar: Morava-Tabak von 300 auf 325 Din: Zeta-Tabak von 250 auf 275 Din; Pfeifentabak von 80 auf 100 Din; Zigarettenpakete zu 20 Stück werden hinfort losten: Morava 7.50 Din statt 6 Din. Zeta 6 Din statt 5 Din. Hundert Sava-Zigaretten kosten 17.50 Din statt 15 Din. Oefterreichisch-deutsche Sommerkurfe. Am 28.August fanden die vom Institut Ander!-Rogge in Graz veranstatteten Oesterreichisch-deutschen Sommerkurse ihren programmätzigen Abschluß. Die Aufgab«, die sich die Kursleitung gestellt hatte, den fremden Gästen Gelegenheit zu geben, die deutsche Sprache in leichtfatzlicher Weife zu lernen und zu üben und das österreichische Land und Volk ihrem Verständnis nahezubringen, kann als vollkommen gelungen bezeichnet werden. Durch seine wunderbar einfache und zielsichere Methode bat Oberlehrer Puchlettner in täglicher, unermüdlicher Arbeit mtt seinen Schülerinnen und Schülern — meist Lehrer und Studenten aus Jugoslawien, Un-gam, Polen, Bulgarien und der Tschechoslowakei — außerordentlich schöne Erfolge erzielt und ihr Inte» resse bis zur letzten Minute wachgehalten. Für die Fortgeschrittenen und für Deutsche trug Regierungsrat Dr. Tumlirz über Phonetik und Ethymologie vor. Die geistreiche, klare, mtt köstlichem Humor gewürzte Vortragsweise fesselte die Hörer und erhöhte ihr Der Leibarzt des Negerfürsten. Auf einer seiner Forschungsreisen kam der schwedische Zoologe Ivar Broman zu einem Reger-stamm in Zentralafrika und wurde von dem Herrscher p Leibarzt ernannt, nachdem er diesen mtt einigen Aspirin-Tabletten von seinen Schmerzen befreit hatte. Zu seiner grötzten Ueberraschung erhielt der Forscher vom König eines Tages den Auftrag, sofort dafür zu sorgen, datz ihm ein Stammhalter geboren werde. Der König fina an zu rasen, als der Gelehrte äußerte, datz Aspirin-Tabletten zwar bei allen Erkältungskrankheiten, Rheumatismus und Schmerzen aller Art schnell und sicher helfen, aber in d esem Falle wirkungslos sind. Der König lietz jedoch nichts gellen und drohte ihm mit dem Tode, sodatz Professor Broman nichts anderes übrig blieb, als chleunigst zu flüchten. Interesse für unsere Sprache. Vorträge hielten: Dr. Julius Franz Schütz über die neuere Literatur in Oesterreich, Dr. Meeraus über Kunstentwicklung in Oesterreich, Univ. Prof. Dr. Pirchegger über die Geschichte der steirischen Burgen und ihre Sagenwelt, Univ. Prof. Dr. Geramb über Volkskunde, Landes-schulinspektor Hofrat Dr. Köchl über moderne Pädagogik und das Schulwesen in Steiermark, Frau Prof. Dr. Leon über erperimentelle Psychologie, Univ. Dozent Dr. Mail über die kullurellen Be-Ziehungen Oesterreichs zu den Balkanländern. Es ist unmöglich, in kurzen Worten zu würdigen, was jeder der Gelehrten aus reichem Wissen und in der sympathischen, herzenswarmen Art der Oesterreicher zu sagen hatte. Die Besucher bezeichneten die Kurse, die in ihrer Gesamtheit ein reiches und mannigfal-tiges Bild des kulturellen Oesterreich darstellten, als unvergetzlich schöne Stunden und sprachen durchwegs in anerkennender und liebevoller Weise über Graz und seine Bevölkerung. Absturz des Passagierflugzeugs Paris. Konstantinopel. Das am 16. September um 6 Uhr früh von Beograd abgeflogene Passagierflugzeug der Linie Paris - Wien - Budapest - Beograd - Bukarest -Sofia - Konstantinopel, ein dreimotoriger Fokker-?lpparat der Gesellschaft „Cidna", ist bei Belazica zwischen Orsova und Turn-Severin in einem Sturm brennend abgestürzt. Den Tod fanden alle Insassen, und zwar der jugoslawische Pilot Elodzic. der französische Radiotelegraphist Daniel, der General-direktor des „Phönir" Karl Sternberg aus Wien, der Franzose Paul Martine?, der Advokat Dr.Braqer aus Berlin und der Kaufmann A. Grümer aus Wien. Bei BerdauungsstSrunge», Magenweh. Sodbrennen, Uebelkelten. Kopsschmer^n, Nervenreizungen bewirkt das natürliche .zranz-I»ses--Bitterwasser offenen Leib und er trichtert den Blutkreislauf. Versuche in den Univcrsitäls Minilen ergaben, daß Alkoholiker, die an Magenkatarrh litten, durch das altbewährte Franz-Aosef-SLafier ihre ©fclufl in kurzer Zeit wiederfanden. Das Fra«z-Ios«f-Btttenvasser ist in Apotheken, Drogerien und Spezerechandlungen erhältlich. Celje > Vermählung. Am 17. September fand in Heidelberg die Vermählung von Frl. Cilli Possek. Tochter des Großgrundbesitzers Herrn Franz Possek auf Schlotz Pogled bei Loce. mit Herrn Dr. chem. Hans Friedmann aus Mannheim statt. Unsere herzlichsten Glückwünsche! Dekorierte Lehrpersonen. Am Samstag vormittags fand auf der hiesigen Bezirkshauptmann fchaft die Uebergabe des St. Savaordens 5. Klasse durch Herrn Bezirkshauptmann Dr. Hubad an nach-folgende 20 Lehrpersonnen statt: Richard Pestersek, Bezirksschulinspektor in Celje; Josko Bizjak, Schul-oerwatter in Celje; Jvanka Zupancic, Schulverroal-terin in Celje i M. Tomislava Krizanic, Direktorin der Mädchenbürgerschule der Schulschwestern in Celje; Janko Kramar, Lehrer in Celje; Bogomir Zdolsek, Lehrer in Celje; Josip Gosak, Schulver-watter in Teharje; Matej Zgajnar, Schulverwalter in Blagovna; Belan Schmidt, Schulverwalter in ömartno; Ljudmila Schreiner, Schulverwalterin in Sv. Jurij ob juj. zel.; Franc Voglar, Schulverwalter in Celje Umgebung; Jvana Klemencic, Schulver-walterin in Galicija; Robert Senica, Schulocnoal' ter in Gotovlje; Rudolf Zupanek, Schulverwalter in Nova cerkev; Rudolf Wudler, Schulverwalter in Petrovce; Peter Jankovic, Schulverwalter in Vojnik; Ivan llrek, Schulverwalter in Vransko; Julian Sevnik, Lehrer in Vransko; und Rajko Dreier, Schulverwalter in Haler. Evangelische Gemeide. Sonntag, den 20. September, findet der Gemeindegottesdienst um 10 Uhr, der Jugendgottesdienst um 11 Uhr in der Christuskirche statt. Wohltütigkcitskonzert. Das nun desöfte-angekündigte und immer wieder wegen des ren Wetters verschobene Wohltätigkeitskonzert für den blinden Komponisten Interberger findet endgültig am Sonntag, den 20. September, um 7,11 vormittags im Stadtpark statt. Die Zahl der Wahlberechtigten wird in der Stadtgemeinde etwas über 1900 betragen, in der Umgebungsgemeinde dagegen 2300. Die Zahl der Wähler ist in der Stadt Celje sett den letzten Wahlen im Jahre 1927, wo es ihrer 1527 gab, um 436 Wähler auf 1963 angewachsen. Die Wählerverzeichnisse wurden am Donnerstag fertig-gestellt. Der große Zirkus Fischer kam am Mitt-woch morgens auf dem Bahnhof in Celje an. Aus 20 Eisenbahnwaggons wurden die Ausrüstung des Zirkus, ferner eine grotze Zahl von prächtigen wil-den Tieren, wie Bären, Löwen usw., auf das Glacis geschafft, wo abends bereits die erste Vorstellung gegeben wurde. Das besondere Interesse der Ju-gend erwirkten drei Elefanten. Der Zirkus bleibt in Celje blotz 3 Tage, hierauf besucht er noch Mari-bor und Ljubljana. Ein so grotzer Zirkus ist fett vielen Jahren bei uns nicht gesehen worden. Automobilunfall mit tödlichem Aus-gang. Am Dienstag nachmittags wollte ein Auto bei ein Paar Pferden, die auf der rechten Seite der Reichsstratze einige Hundert Meter vor Franko-lovo standen, während sich ihr Lenker auf der an-deren Stratzenseite aufhielt, mtt Hupensignal und vorschristsmatzig vorbeifahren. In diesem Augenblick stürzte der Pferdelenker, der 72-jährige Auszügler Anton Javornik, über die Stratze zurück zu seinen Tieren hin. Obwohl der Chauffeur im letzten Augen-blick alle Bremsen zog. war das Unglück unvermeidlich geworden. Javornik wurde überfahren und erlitt eine Gehirnerschütterung und einige andere Verletzungen. Der Chauffeur lud den Verunglückten sofort auf sein Auto und führte ihn in das Allg. Krankenhaus in Celje, wo dieser am Mittwoch um 10 Uhr seinen Verletzungen erlag. Brand in Tremerje. Am Sonntag abends gegen J/48 Uhr wurde unsere Feuerwehr ju einem Brande nach Tremerje gerufen, wo das Wirtschaft»-gebäude des Besitzers Cencelj in hellen Flammen stand. Das Feuer, das offenbar gelegt worden war, äscherte die gesamte heurige Ernte des bedauerns-werten Besitzers ein, der innerhalb von zwei Iah-ren nun schon den dritten Brand auf seinem An-wesen hatte. Unsere Feuerwehrleute rückten nach vierstündiger anstrengender Löscharbeit um Mitter-nacht wieder ein. Wieder Brände in der Umgebung. In den letzten Wochen sind in der Umgebung unserer Stadt ausfallend viele Brände zu verzeichnen, was darauf hinzuweisen scheint, datz eine verbrecherische Hand am Werke ist. Am Mittwoch abends brannte es gleich in zwei Dörfern der Umgebung. Gegen 21 Uhr 45 wurde die Feuerwehr in Celje zu einem Brande in Ostrozno alamiert, wo die Harpfe des Besitzers Gadersek brannte. Den Feuerwehren aus Celje, Lopata und Gaberje gelang es, das Feuer bald zu löschen, so datz blotz das Dach verbrannte. Eine halbe Stunde später gab es neueu Feueralarm, diesmal brannte es in den Bergen bei Dramlje. Unsere Feuerwehr konnte nicht zu Hilfe eilen, wett das bergige Terrain eine Zufahrt ausschlotz und wegen der grotzen Entfernung ein Eingreifen ohne-dies nicht in Frage gekommen wäre. Am Donners-tag früh um 4 Uhr brannte in Grajska vas dem Besitzer Ferdinand Kok die Harpfe nieder, wodurch ein Schaden von 20.000 Din verursacht wurde, der durch Versicherung gedeckt ist. Die Feuerwehren von Grajska vas, Gomttsko, Trnava und St Rupert konnten das Feuer lokalisieren und so das Dorf vor einer Katastrophe bewahren. Todesfälle. Im Allg. Krankenhaus ist am 15. September die 27-jährige Bergarbettersgattin Theresia Bucej aus Hrastnik gestorben. — Am 16. September starb der von einem Automobtt über-fahrene Auszügler Anton Javornik aus Vojnik. — In der Presernova ulica starb am 17. September die 5,3-jährige Telegraphenmeistersgattin Franja Benkoc aus Celje. Stadkino. Am Samstag, 19., Sonntag, 20., und Montag, 21. September, die 100% ige deutsch« Schlageroperette „Wien, du Stadt der Lieder". In Hauptrollen: die berühmte Sängerin Charlotte Ander, Igo Sym, Paul Morgan, Mar Hansen, die Komiker Siegfried Arno und Sigi Hofer. Film der sützesten Wiener Lieder. Vorstellungen an Werk-tagen um '/a9 Uhr abends, am Sonntag um 7,5, 7,7 und 7,9 Uhr abends, AredoUUs« Feuerwehr CUlf«, «. Den lwochendienft übernimmt a» 13.6tpt. der II. Z»». ftMraaafcnt: Pristouschet Josef. Ruumut 76 De»tsche Zeitung Seite 5 ■ *i -«s-l- - Perssl schont die Wasche l Auf }e 3 Eim«rWasser(25-301) kommt ein Paket Perslt. Lösen Sie Persil stets allein und kalt auf! Kochen Sie die Wäsche nur einmal eine'" es Viertelstunde und schwem- 3* men Sie erst warm, dann kalt! Wenn Sie einmal so waschen, werden Sie es nie mehr anders machen. Der gute Erfolg überzeugt Sie! Persil für alle Maribor Der Heimwehrführer Herr Dr. Walter Pfrimer ist nicht, wie fälschlich gemeldet, nach Italien abgereist sondern er verbleib! bis auf weiteres hier in Manbor. Die ursprüngliche Weisung, Herrn Dr. Pfrimer nach Ljubljana einzuladen, ist noch Dienstag widerruft» worden. Herr Dr. Pfri° mer, der Journalisten gegenüber jede Auskunst ab-lehnt, hat nach erfolgter Einvernahme durch die hie-fige Polizeibehörde bei seiner Schwester am Zrinjski trg Wohnung genommen. Die Banalverwaltung hat der Wahl Dr. Pstimers, bis auf weiteres in Ma-ribor zu verbleiben, zugestimmt, doch steht er unter ständiger polizeilicher Aufsicht. In seiner Begleitung befinden sich außer seinen drei Kindern die Heim« wehrunterführer, Schriftsetzer Irimbert Prugger und dessen Bruder, der Monteur Siegfried Prugger, während die Gemahlin Dr. Pfrimers bereits Montag nach Iudenburg zurückgereist ist. Ueber die Tagung des evangelischen Seniorates für das Draubanat wird uns noch berichtet: Am Sonntag vormittags fand an-läßlich der jährlichen Versammlung der Vertreter der deutschen evangelischen Kirchengemeinden ein Festgottesdienst statt. Die Festpredigt hielt Herr Konsenior Pfarrer Gerhard May aus Celje. Nach Beendigung des Gottesdienstes wurde im Sinne der neuen evangelischen Kirchenverfassung der ge-wählte Inspektor der hiesigen evangelischen Gemeinde Herr Rechtsanwalt Dr. Karl Kieser durch Herrn Senior Johann Baron in sein Amt eingeführt. Der Männergesangverein verschönte durch die beiden zwei Chöre, Beethovens „Die Ehre Gottes" und Bach's Choral, die feierliche Amtseinführung des neuen Kircheninspektors. Herr Dr. Kieser ist für die Dauer von sechs Jahren gewählt. Im Gemeinde» saale fand hierauf die Senivratstagung statt, auf welcher der Tätigkeitsbericht erstattet wurde, weiters stand auf der Tagesordnung die Beratung über die von Herrn Senior Johann Baron ausgearbei-teten Statuten über das Rechtsverhältnis der Tochtergemeinden wie über die Rechte des evange-Iischen Helvetischen Bekenntnisses. Folgende Funktionäre wurden für die neue Amtspenode wiederge-wählt. Konsenior: Pfarrer Gerhard May (Celje); Vizeinspektor des Seniorates: Rechtsanwalt Dr. Fritz Zangger (Celje).- Schriftführer: Pfarrer Mi-chael Becker und Unioersitätsprofessor Dr. Balduin Saria, beide aus Ljubljana: Anwalt: Dr. Schley (Ljubljana); Kassier: Prokurist Franz Storch (Maribor). Als Rechnungsprüfer wurden die Herren Ingenieur Rakusch aus Celje und Alois Langer aus Marenberg bestellt. Im heurigen Jahre läuft die Amtsperiode des Seniors wie auch des Senio-ratsinspektors ab. Auf der am letzten Sonntag in Maribor stattgehabten Tagung des Seniorates wurde hiefiir die Neuwahl ausgeschrieben, diese führen laut Kirchenverfassung die einzelnen Kirchen-gemeinden durch. Antorisation. Durch Dekret des Ministeriums für öffentliche Arbetten wurde dem hiesigen Ingenieur und Stadtbaumeister Herrn Jng. Rudolf Kifimann jun. das Recht zur Ausübung der Zivilpraris im Bauingenieurfache im Sinne des Erlasses Über die autorisierten Ingenieure und Architekten erteilt. Die Wählerlisten für unsere Stadt sind nun fertiggestellt worden. Sie weisen nicht weniger als 9409 Wahlberechtigte auf. 2400 davon sind aktive Staats- und Gemeindebeamte. Auf die fünf Bezirke aufgetettt, ergeben der I. Bezirk (Innere Stadt) 1901. der ll. Bezirk (Grazer Vorstadt) 1764, der III. Bezirk (Melje) 908, der IV. Bezirk (Kärntner Vorstadt) 1344 und der V. Bezirk (Magdalenen-vorstadt) 3492 Wähler. Der grohe Zirkus Fischer kommt! Un-sere Stadt hat in letzterer Zett einige Zirkusse hier gesehen, die aber alle zusammen nicht einen entfernten Vergleich mit dem großen Zirkus Fischer aushalten, der zu Anfang der Woche nach Maribor kommt. Dieser Zirkus bietet echte große Zirkuskunst. Die zahlreichen Programmpunkte sind lauter erstklassige unübertreffliche Leistungen. Direktor Fischer zeigt seine dressierten Elefanten, die alles können bis aufs Sprechen; sie find das Verblüffendste im Ge-biet der Dressur. Frau Direktor Fischer hält mit ihren 10 König,- und IS Berberlöwen alles in atemlosen Bann. Glänzende chinesische und andere Akrobaten. Zehn Eisbären. Eine reiche, prachtvolle Tierschau. Wer einen großen Zirkus von verdientem Weltruf sehen will, versäume nicht den Zirkus Fischer! Der erste Gänsezug. Montag wurden die ersten Wildgänse im Scherbaum'schen Jagdreviere in Rogeis gesichtet. Sie standen zu vorzeitig auf, daher konnte der Heger nicht zum Schusse kommen. , Der heuer so früh eingesekte Vogelzug läßt aus einen ftühen und strengen Winter schließen. Die Arbeiten am Promenadenkai, der bekanntlich am rechten Drauufer errichtet wird, gehen nunmehr so flott vorwärts, das?, wenn dies Arbeits-tempo anhalten sollte, der Teil bis zur Eisenbahn-brücke bis zum Eintritt des Winters fertiggestellt sein wird. Wären nicht die schließlich beiden Teilen gleich unbequem aewesenen Auseinandersetzungen dem Beginn der Arbeiten hinderlich im Wege ge-standen, so hätten wir wahrscheinlich schon in diesem Herbst einen vollkommen kotfreien Fußweg nach dem jbeliebten Ausflugsort Pobrezje gehabt. So wollen wir hoffen, daß nicht im kommenden Früh-jähr diese oder ähnliche Streitfälle aufs neue auf-tauchen, die dann wieder eine womöglich mehrmo-natliche Verzögerung im Gefolge haben könnten. Mit den Arbeiten ist einmal begonnen worden, nun warten natürlich die Spaziergänger, ungeduldig wie Menschen eben find, schon schwer auf die Fer-tigstellung. Die hiesige städtische Sparkasse hat an- läßlich ihres 70-Jahrbestandes der Stadtgemeinde 4 Millionen Din für den Bau einer neuer Volks-schule in der Magdalenenvorstadt zur Verfügung gestellt. Autobusverbindung mit Zt. Ilj. Ge- stern Samstag wurde die neue Autobusverbindung Maribor - ist. Ilj eröffnet. Die Fahrten sind so an-beraumt, daß die Wägen Anschluß an die öfter-reichischen Autobuslinien noch Graz und Radkers-bürg finden. Tödlicher Verkehrsunfall. Am 7. d.M. um 9 Uhr abends fuhr ein Kaufmann aus der Um-gebung durch die Trzaska cesta heimwärts. Als er sich im gemütlichen ^.empo mit seinem Motorrade dem Schlosse Windenau näherte, sah er vor sich einen Mann auf der Straße schreiten. Er gab das vorgeschriebene Hupensignal. Als das Motorrad herangekommen war, stürzte sich der unbekannte Mann plöÄich vor dieses und das Unglück war geschehen. Der Motorradfahrer konnte sich vom Sturze bald erhoben, obwohl auch ihn dabei sehr leicht da» Schicksal hätte netten können. Der unbekannte ungefähr 50-jährige Mann in ländlicher Kleidung aber blieb mtt schweren inneren und äußeren Verletzungen liegen. Ein Automobilist, der dem Vernehmen nach Augenzeuge dieses Unfalles gewesen sein soll, überführte den Schwerverletzten ins Allg. Krankenhaus, wo er um die Mitternachts-stunde seinen Verletzungen erlag. Wie man sieht, handett es sich offenbar um einen Verzweiflungsakt von Seite des unbekannten Mannes. Wie die Erfahrung lehrt, sind aber auch Unglückssälle ähn» licher Art bei uns nicht ausgeschlossen. Speziell in unseren Gegenden, denn wir haben das denkbar undisziplinierteste Publikum, dem, zum Teil wenig-stens, auch Indolenz nachgesagt wird. Es ist wirklich Zeit, daß auch bei uns einmal alle Faktoren zusam-mengreifen und die breitesten Schichten der Bevöl-kerung über die Verkehrsvorschriften aufklären. Zum Teil kann man heute direkt von einer Automobil-feindlichkeit unserer Bevölkerung sprachen. Steinwürfe oder Drohungen mtt der Faust oder mtt einem Stock gegen vorbeifahrende Automobilisten find be-stimmt keine Seltenhett und, wie der Schuß auf den Hotelier Herrn Baumann aus Poljkane beweist, sind solche Drohungen ernst zu nehmen. In anderen Staaten ist von solchen Dingen beinahe nichts zu bemerken. Aber wozu denn in die Ferne schweifen, da das Gute ja nahe liegt! Schon in Kroatien sind solche Fälle seltener. Kommt man aber als Automobilist in unser Küstenland, nach Dalmatien, so ist man ob der Disziplin, Freundlichkett und dem Entgegenkommen der dortigen Bevölkerung auf das angenehmste überrascht. Alles fährt und geht auf der vorgeschriebenen Straßenseite. Auskünfte werden fteundlich und bereitswilligst erteilt, von Drohungen oder Beschimpfungen keine Spur. Bei uns, gerade das Gegenteil. Alles geht und fährt konsequent auf der falschen Straßenseite, um dann, durch Hupen-signale ermahnt, vielfach fluchend und schimpfend die vorgeschriebene Straßenseite aufzusuchen. Die meisten Verkehrsunfälle sind auf dieses Konto zu buchen. Um diesem Uebel im Interesse unseres in den Kinderschuhen steckenden Fremdenverkehrs zu steuern, dars nichts unversucht gelassen werden. Die Land» bevölkerung kann da am besten allsonntäglich von den Kirchenkanzeln herab erfaßt, die Schuljugend wenigstens einmal wöchentlich diesbezüglich belehrt werden. Wenn unsere Bevölkerung diese Verkehrs-disziplin einmal aufbringen wird wie die Dalmatiner, denen gegenüber sich unsere Leute hier gerne auf ihren höheren Kulturstandard etwas zu Gute halten, so werden auch bei uns die Verkehrsunfälle ebenso selten werden, wie sie es dort unten sind. Mohorko bekennt einen weiteren Mord ein. Der Massenmörder von Jelovec Mohorko ge-stand dieser Tage, daß er am 9. November 1929 den Landwirt Fingust aus Gorica bei Race erschossen habe, als dieser mit seinem Wagen vom Speckbau-ernmarkt aus Maribor heimwärts fuhr. Das er-chreckte Pferd war mtt dem toten Lenker davongerast, o daß der Räuber damals ohne die erhoffte Beute geblieben war. Da die Untersuchung nun auch auf ziesen Mord Mohorkos, seinen siebenten, ausgedehnt werden muß, wird die Verhandlung, die für diesen Monat angesetzt war, abermals vertagt werden. Der Tage hindurch andauernde Re-gen, der auch einmal Hagelschlag im Gefolge hatte, brachte für unsere Gegend eine empfindliche Abkühlung. Selbst am Tage wehte manchmal ein so kalter Wind, wie wir ihn sonst nur im Novem-der kennen. An manchem Abend herrschte die reinste Vorwinterkühle. Wenn sich schließlich der Wettergott dieses erbärmlichen Septemberwetters nicht ge» schämt hätte und Donnerstag doch etwas wärmeres Wetter hätte eintreten lassen, so wären unsere Da-men gezwungen gewesen, seinen Launen mtt ihren Pelzmänteln zu begegnen. In Mttte September jedenfalls unerhört. Ein fraglicher Trost ist es, wenn man liest, daß es auch anderwärts nicht viel besser, in einigen Gegenden noch schlechter ist. So herrscht Blättermeldungen zufolge an der Adria Sturmwetter, aus Sarajevo, ja selbst aus Südafrika werden Schneefälle gemeldet. Hoffenttich erweist sich das Schönwetter, das heute Donnerstag, wo diese Zellen geschrieben werden, eingetreten ist, als anhaltend, sonst wird es Heuer mit der Weinernte noch trauria aussehen. Eröffnung de» Einjährigen Handels-kurses Ant. Sind. Legat in Maribor. Am Mittwoch, dem 9. September, fand die feierliche Eröffnung des neuen Schuljahres dieser bestbekannten Privathandelsschule statt. Herr Ant. Rud. Legat be- Seilt 6 Deutsche Zeitung Nummer 76 grüßte als Direktor und Inhaber der Schule die tn stattlicher Anzahl erschienenen Schüler und Schülerinnen, die zahlreichen Eltern und da» Pro-fessorenkollegium. In kernigen Worten forderte er die Schüler zu Fleiß und Ausdauer auf und schilderte da» Ziel der Anstalt. Nach ihm ergriff ein Zögling im Namen aller Kursteilnehmer und Tellnehmerinnen das Wort und versprach, durch Fleiß und tadelloses Betragen die Arbeit der Di-rektion und der Herren Professoren zu erleichtern. Hiermit fand die Eröffnung ihren würdigen Ab-schluß. Mit dem Unterrichte wurde bereits begonnen. Da noch Plätze frei find, finden noch Schüler und Schülerinnen Aufnahme. Anmeldungen in der Di-rektionskanzlei, Maribor, Vrazova ulica 4, Telephon 25—90. Ab 15. September befindet «ich mmnPräparateurgeschäft »der Strossmajerjeva ul. Mr. 6. Josef Ziringer, Maribor. Freiwillige Feuerwehr Maribor, Fern-fprecher 2224. Zum Feuerbereitschaftsdienst in der kommenden Woche, und zwar vom 20. bis ein-schließlich 26. September, ist der III. Zug komman-viert. Kommandant: Brandmeister Heinrich Egger. Bereitschaft in Reserve: I. Zug. SreiwUlige Rettungsabteilung» Fern» er 2336. pothekennachtdienft. Den Apotheken-nachtdienst in der kommenden Woche, und zwar vom 20. bis einschließlich 26. Swtember, versieht die „St. Heinrich» ° Apotheke", Mr. Vidmar, am neuen Hauptplatz. Slovenska Bistrica Trauung. Dieser Tage wurde der Kaufmann Herr Ernst Razborsek mit Frl. (Erna Veratschnigg aus Maribor getraut. Als Trauzeugen fungierten die Herren Franz Kormann und Rudolf Florian aus Maribor. Beste Glückwünsche! Ordensüberrelchung. Gelegentlich des letz-ten Amtstages der Bezirkshauptmannschaft wurde der Oberlehrerin der Mädchenoolksschule Frau Otlliia Feigel der ihr verliehene St.-Sava-Orden 5. Klasse durch den Herrn Bqirkshauptmann überreicht. Eine Obstausstellung veranstaltet am 4. und 6. Oktober L A die hiesige Ortsgruppe des Obst- und Weinbauvereines in den Räumen der Bürgerschule. Die an der Ausstellung interessierten Kreise werden eingeladen, in der Zeit vom 25. bis 30. d. M 3—5 kg erlesenen Obstes jeder Sorte im Hotel „Beograd" einzuliefern. Todesfall. Am Donnerstag, dem 17. d. M., ist hier der Militärtierarzt Herr A. Kos nach langem, schweren Leiden verschieden. Der Verstorbene, der ein sorgsamer Familienvater gewesen war, wurde am Samstag, dem 19. d. M., unter militärischen Ehren zu Grabe geleitet. Seinen Angehörigen unsere herzlichste Teilnahme! Marenberg Zur Einschreibung in die deutsche Minder!) eitsschu labteil un g. In der Folge Nr. 8 der „Deutschen Zeitung" vom 25. Jänner 1931 wurde eine Verordnung des Unterrichtsmini-steriums über die deutschen Minderheitenabteilungen veröffenllicht, die, wie es dort heißt, „fortan für alle deutschen Minderheitsschulabteilungen im ganzen Staate maßgebend" zu sein habe. Diese Verordnung erging auch an unsere Banaloerwaltung, die in Durchführung der Verordnung in den einzelnen Fällen die vorgeschriebenen zwei Vertreter der nationalen Minderheit für jene Kommission ernannte, die «gemäß der Erklärung der Eltern" die Einschreibung m die Minderheilsoolksschulen vorzunehmen hatte. In der Folge Nr. 18 der „Deutschen Zeitung" vom 1. März 1931 wurde ferner mitgeteilt, daß der Herr Unterrichtsminister eine zweite Verordnung an alle Banalämter, und zwar unter dem 14. Februar 1931 O. N. br. 12.284, erlassen hat, in welcher u. a. folgende Weisungen gegeben wurden: „l. Die beiden Vertreter der örtlichen deutschen Minderheit, die an der Kommission für die Einschreibung der Schüler in die deutschen Minderheitenschulen tell-nehmen, werden vom Banus ernannt, und zwar aus vier Personen, die von den Eltern der Schüler deutscher Volkszugehörigkei-hiefür vorgeschlagen werden. II.Die Komt Mission wird von dem Bezirksschulinspektor einberufen und geleitet". In Erläuterung dieser Verordnung schrieb damals Herr Sektionschef i. R. und Gene-ralsetretär der deutschen Völlerbundliga Dr. Georg Graßl, Beograd, folgendes: „Was die beiden deut-schen Vertreter betrifft, so haben die Eltern und Vormünder der einzuschreibenden schulpflichtigen Kinder vier Personen ihres Vertrauens zu bestim-men, au» denen dann der zuständige Banus Lwei Vertreter in die Kommission entsendet. Dieses Vor-schlagsrecht der deutschen Eltern und Vormünder darf von niemandem beeinflußt oder gar verkürzt werden. Vor dieser Kommission haben die Eltern oder Vormünder der einzu-schreibenden Kinder ihre wahrheitsge-treue Erklärung abzugeben, daß ihre Familiensprache die deutsche ist, denn die deutsche Fa-miliensprache ist als hauptsächliches Merkmal der deutschen Volkszugehörigkeit ausdrücklich aner-kannt. Die sogenannte Namensanalyse ist also unwirksam geworden, Abkunft und Klang der Fa-miliennamen dürfen von der Kommission überhaupt nicht erhoben werden, denn diese hat lediglich das Vorhandensein der deutschen Famttiensprache festzu-stellen. Gegen notorisch unrichtige Angaben steht dem Vertreter der staatlichen Schulbehörde das Recht des Einspruches zu, doch verbleibt das Kind auch in diesem Falle bis zur Entscheidung des Unterrichtsministers in der deutschen Schulklasse". Für die Einschreibekommission, die die deutschen Schüler in die neu zu errichtende Minder heitsschul-abteilung in Marenberg einzuschreiben hatte, wurden von den Eltern der Kinder als Mitglieder im or-denllichen Instanzenwege namhaft gemacht die Herren: Karl Wrent schür, Hans Lukas, Franz Hub er und Franz Preglau. Ernannt wurden jedoch die Herren Hartwig Schober und Anton Hölb-ling jun. Zu der am 10. September 1931 stattgefundenen Einschreibung wurde irrtümlicherweise statt das Anton Hölbling jun. Herr Anton Hölb-ling sen. einberufen, der ein «0-jähriger schwer-höriger Mann ist: man konnte von ihm wohl kaum ver angen, daß er die Interessen der deutschen Ellern ent prechend hätte vertreten können. Wie ging nun die e Kommission, bestehend aus den Herren Be-zirksschulinjpektor Mocnik (Preoalje), Schulver-waller Lesnik (Marenberg), dem ernannten Mitglied Hartwig Schober und dem irrtümlich einberufenen Anton Hölbling sen., vor? Trotz-dem mit Sicherheit angenommen werden muß, daß, wenn schon nicht dem Herrn Schulverwalter Lesnik und den beiden deutschen Kommissionsmttgliedern, so doch dem Herrn Bezirksschulinspektor Mocnik, und zwar von amtswegen, diein den angeführten Ministerialverordnungen enthaltenen Vorschriften für die Einschreibung in deutsche Minderheitsschulabteilungen bekannt gewesen sein mußten, ist die Einschreibung am 10. September unter völ-liger Abwesenheit der Ettern durchgeführt worden. Das heißt, die Eltern wurden überhaupt nicht eingeladen, so daß sie daher auch die vorge-schriebene Erklärung vor der Kommission nicht abgeben konnten. Die Begriffe „Einschreibung" und „Kommission" allein erfordern unseres Erachten» die Anwesenheit der einschreibenden Eltern als Selbstverständlichkeit. In dieser Kommission wurde nachfolgenden Familien der deutsche Schul-besuch untersagt, weil sie nach der Meinung der schulbehördlichen Vertreter der slowenischen Nationa lttät angehören: Franz Repatez mit 4 Kindern: Franziska Ziegler mit 1 Kind: Albert Smolnik mit 1 Kind: Franz Parfl mtt 2 Kindern; Roman Hölbling mit 1 Kind (Ziehkind): Jgnaz Kellen berger mtt 2 Kindern; Alois Seebacher mit 2 Kin dem: Barth. Ulcnik mtt 1 Kind. Die Familien spräche aller dieser Familien ist aber ausschließlich deutsch, was sie, wenn sie zur Einschreibung vor genommen worden wären, vor der Kommission erklärt hätten. (Um nur ein Beispiel herauszugreifen: Die Mutter des Herrn Franz Repatez lebt heute noch in Marenberg und spricht immer nur deutsch; die Frau des Genannten, die Mutter der Kinder, stammt aus der deutschen Familie Brudermann: die Familiensprache ist in der Familie Repatez notorisch ausschließlich deutsch.) Abgelehnt wegen Zweifels aus Volkszugehörigkeit und deshalb bis zur Ueberprüfung zurückgestellt wurden 7 Kinder. Laut Ministerialerlaß müssen aber in zwei-felhaften Fällen die Kinder trotzdem nach der Erklärung der Eltern eingeschrieben und bis zur Entscheidung des Unterrichtsmi nisters in der deutschen Klasse belassen werden. Wegen ftemder Staatsangehörigkeit wurde die Aufnahme von 4 Kindern abgelehnt. Es ist zu be merken, daß zwischen den betreffenden Staaten und unserem Staat bezüglich der Schulung Reziprozttäts Verträge bestehen dürsten, weshalb nach unserer Meinung di« Ablehnung von Kindern deutsch-sprachiger Ausländer, die eine staattiche Schule mit deutscher Unterrichtssprache besuchen wollen, nicht angängig ist. wett sie sonst logischer Weise auch die slowenische Schule nicht besuchen dürften. Das Resuttat der Einschreibung, die 25 Kinder vom Besuch der zu errichtenden deutschen Abteilung aus-schloß, wurde auch von den zwei deutschen Kom-missionsmilgliedern unterfertigt. Sie protestierten zwar gegen die Nichtaufnahme dieser Kinder, ließen jedoch ihren Protest nicht ausdrücklich schriftlich zu Protokoll bringen, offenbar weil sie der flowenischen Schriftsprache nicht oder nur sehr ungenügend mächtig sind. Folgende Punkte stehen bezüglich dieser Einschreibung demnach fest: 1. Als Mitglied der Kommission wurde irrtümlicherweise ein 80-jähriger Mann einberufen statt da» wirklich er-nannten Mitgliedes; 2. die Einschreibung fand statt, ohne daß die Eltern der Kinder über-Haupt anwesend waren. Wir dürfen daher fragen: Kann eine solchermaßen durchgeführte Ein-schreibung nach der Meinung der Schuldehörden gültig im Sinne der bezüglichen Ministerialerlässe sein, die für den ganzen Staat Geltung haben, also auch für den Bezirk Dravograd? Kann dies eine gültige Kommissionssitzung gewesen sein, wo vor der Kommission der zu kommissionierende Teil, die EUern, fehlten? Oder ist es nicht etwa so, daß der Sinn dieser vom Ministerium eingerichteten Kommission nur darin besteht, daß eben die Eltern vor ihr die Erklärung ab-aeben und ihren Standpunkt vertreten können? Muß man nicht zugeben, daß eine Einschreibung in eine Schule ohne die Eltern — in diesem Fall sogar in eine neu zu errichtende Schule — bisher weder im Mehrhetts- noch im Minderhettsschulwesen bekannt gewesen ist? Es könnte vielleicht eingewendet werden, daß diese Kinder ja schon Tage vorher von den Ettem in die slowenische Schule eingeschrieben worden waren und daß es sich bei der deutschen Schulabteilung nur noch um eine „Einteilung" gehandelt habe. Dieser Einwand würde vollkommen dem Sinn des Volksschulgesetzes in Punkto des Schulwesens der nattonalen Minderheiten und der bezüglichen Ministerialerlässe widersprechen. Aller-dings müßte bei einem solchen Einwand dann die Frage auftreten, ob der Erlaß über die Errichtung der deutschen Minderheitsschulabteilung rechtzeittg genug bei der nächsthöheren Schulbehörde eingelaufen war, so daß die Einschreibung der deutschen Kinder in die Minderheitsschulabteilung gleich am An-fang des Schuljahres hätte erfolgen können. Wir kennen diese Daten nicht, wir wissen nur, daß das Ministerium das bezügliche Ansuchen um eine deutsche Schule schon vor längerer Zeit positiv erledigt hat. Natürlich wäre ein solcher Zeitpunkt für die deutsche Minderhettsabteilung viel zweckmäßiger gewesen. Wirtschaft u.Vertehr Hopfenpreisbericht aus Zalec vom 17. September. Das geringe Interesse aus unserem Markt dauert an: es kam bloß zu kleinen Verkäufen mtt 10 Din pro kg. Kritische Lage der ungarischen Land-wirtschaft. In Ungarn find die Getreidepreise infolge gänzlicher Stockung des Exports auf die Hälfte der vor der Ernte erwarteten Preise gefallen. Es war zwar ein Syndikat gegründet worden, das das alleinige Recht der Weizenausfuhr hat, jedoch kann dieses trotz aller abgeschlossenen Verträge nichts verkaufen, well der österreichische Markt von Rumä-nien, der italienische von Sowjetrußland, Frankreich und die Tschechoslowakei von anderen Lieferanten, besonder» von Jugoslawien und Rumänien, okku-piert sind. Es ergab sich die Lage, daß Ungarn alle Märkte verschlossen sind. Der Zündholzkönig bietet Rumänien eine neue Anleihe an. Der schwedische Zünd-Holzkönig Ivar Kreuzer ist dieser Tage in Bukarest eingetroffen, wo er mtt der Regierung um Ueber-lassung des Monopols auf Zucker und Alkohol ge-gen eine Anleihe von 15 Millionen Pfund Sterling verhandelle. Kinderstubenrnädchen perfekt deutsch, nett, verlässlicb, kinderliebend, das gut nähen und schneidern kann, wird xu zwei. Kindern (5 und 8 Jahre) sofort gesucht. Ausführliche Anträge mit Lichtbild, Referenzen und Lohnansprslchen sind zu richten an Advokat Dr. Fedor Cacic, Zagreb, Gajera ulica 36. Nummer 76 Deutsche Zeitung Seite 7 Das Glockenspiel Erzählung von Anna Wambrechtsamer und ihn zu narren Früh am nächs seinem Lager und Sie wußten also von seinem Unglück und statt sich als Freunde zu erweisen, wie er es stets erwartet hatte und dessen er so sicher war wie seiner eigenen Treue, erwiesen sie sich stuff und widerwärtig. Aber keiner sprach ein offenes Wort; es hatte keiner das Herz, ihn nach der Wahrheit zu befragen, weil sie ihn schon lange fallen ließen und es nicht für nötig hielten, seine Rechtfertigung zu hören. Dem Heimgekehrten ward es immer seltsamer zu Mute, als er statt in warme Menschenaugen in verstellte Larven schauen mußte, und er erkannte, daß sich das Antlitz seiner Heimat verkehrte hatte uchte. en Morgen erhob er sich von ah nachdenklich den Schwalben zu, die da, zur Reise nach dem Süden gerüstet, abschiednehmend um die gelben Zwiebel und das vergoldete Kreuz des Kirchturms kreisten. Dabei beschlich ihn das wehe Gefühl, das beim Anblick des scheidenden Sommers jedes Menschen-herz bewegt. Wie wird es sein, wenn er wieder ins Land zieht? Er ging zum Pfarrhof hinauf und fragte nach dem Pfarrherrn. „Der Herr ist nicht daheim; er ist schon vor drei Tagen in die Stadt gefahren", beschied ihn die älttiche Haushälterin, nicht eben am freundlichsten. „Aber auf den Turm könnt Ihr schon steigen. Der «chlüssel ist noch immer am gleichen Platz " Anast schritt langsam über den in frisches Morgenlicht getauchten Kirchhof, wo sich die letzten Blumen dieses Sommers leicht im frühen Wind des Tages bewegten. Er las im Vorübergehen auf neuen Kreuzen manche Namen, deren Träger ihm vor fünf Jahren die Hände gedrückt und vom Wieder-sehen gesprochen hatten. Ob die jetzt auch so wären wie die anderen? Aber die grünen Hügel blieben dem sinnenden Manne die Antwort schuldig. Er langte den schweren geschmiedeten Schlüssel vom Wandbrett ober der Kirchentür und klomm die steilen Turmleitern empor, bis er im luftigen Raume bei den Glocken stand. Schon als Knabe hatte er so gerne ihre schlummernden Seelen zum feierlichen Klingen geweckt. Das war ihm die er-hebendste Musik gewesen und die Erinnerung daran hatte ihn nie verlassen. Noch eine schiefstehende Leiter höher, in dem verlassenen Turmstübchen war alles leer und abge-räumt. Da oben war schon eine lange Zeit niemand mehr gewesen und das war ihm schon recht, denn hier wollte er sein Glockenspiel einbauen. Zu Mittag, als der Totengräber, welcher jetzt das Mesneramt versah, läuten kam, hatte Anast schon geraume Weile in dem Stübchen geschraubt und gehämmert und der Alte zeigte grinsend seine Zahnlücken und nickte beifällig zu des Meisters Be-ginnen. Der stieg mtt ihm hinab, griff nach dem lan-gen Hanfseil und unter dem Drucke seiner arbeits-gewohnten Hand begann die große Glocke sich zu wiegen, erst leise, dann stärker, bis der Schwengel den Kmnz berührte und sie ihr tiefes Lied zu sum-men und zu singen begann, so feierlich und voll wie einst, wie seither an jedem Tage, auch wenn er ferne war, und das Hcilandsrelief an ihrem Buge schwang mit und es war, also ob die Glocke den Worten ihrer Aufschrift Klang und Leben liehe: „Friede sei mit euch . . Dem Meister aber schwoll das Herz wie einst dem Knaben und sachte schwang seine Seele zurück in die reinen Fernen seines ahnenden Lebens-morgens. Da rührt« der Totengräber leise an seinen Arm und bedeutete ihn durch ein Zeichen, daß es nun !enug sei. Der Türmer zog den Strang an, bog ch vor und blitzschnell haschte seine Hand den hweren Schwengel. Noch summte das Metall me-lodisch, bis auch das erstarb. Da hörte man den Wind scharf durch di« Luken pfeifen: der Zauber schwand, der Schleier der Erinnerung zerriß und um den Meister Anast war die Wahrheit. Am Nachmittag kam der junge Elias herauf gestiegen, sah sich des Anast Arbeit an, begann ihm allmählich ganz von selber an die Hand zu gehen und ersparte so dem Meister manchen Handgriff, der die Arbeit nur verzögert hätte. „Du stelltst dich ja an wie der aufmerksamste Lehrling", lobte der Glockengießer. „Ich hab' ja doch gewußt, daß du uns das Glockenspiel herbringst, und hab' darauf gewartet, daß ich dann da heroben bei dir sein werde, wenn du s anbringst." „Haben denn die andern nicht auch gewußt, daß ich es bestimmt bringen werde?" fuhr Anast fort, indem er eine Schraube so stark anzog, daß er sie nachher lockern mußte. „Alle wohl nicht", erwiderte Elias und bog sich dabei so tief über das Stahlstück, das er eben blankrieb, daß ihm die blonden Haare wett ins er-rötende Gesicht und über die gesenkten Augen fie-Ien. „Es war so ein Gerede da von dir; ich Habs ja überhaupt nicht hören wollen." Da hiett der Meister inne und fragte, seltsam weich und bewegt: „Und habt ihr das geglaubt?" „Nein, was denkst du! Da würde dich doch jetzt niemand anschauen." Da wurde Anasts Gesicht ernst und hart. Er wandte sich schweigend seiner Arbeit zu. Stach einer Weile fragte er, ob im Sommer viel Wildschweine erlegt worden seien, und Elias erzählte ihm darauf von der Jagd, von den Jagd-gehilfen, vom Hause, von feinem Vater und von der Mutter und redete den ganzen Nachmittag zu des Meisters Ohren, aber nicht mehr zu seinem Herzen. Am Abend, als Anast in der geräumigen, noch leeren Gaststube des Weintraubenwirtshauses sein Nachtmahl einnahm und die Wirtin nebenan in der Gesindestube herumwirtschaftete, setzte sich der Wirt zu ihm. um ihm die Zett zu kürzen. „Ist eine große Arbeit, die du dir da für uns angetan hast", begann er. „Wann wirst es denn fertig haben?" „Am Samstag, denl' ich. wenn nicht wer weiß was dazwischen kommt." „Willst geschwind heimfahren zu deiner Haus-frau, gelt?" neckte Josef. „Und Arbett wirst ja auch haben." „Ja, Gott sei Dank, Arbeit gibt's genug", gab der Meister zu. „Und dann freut's mich nicht, so lang' vom Haus zu bleiben." Der Wirt rückte schon eine Weile unruhig hin und her, als ob er gerne was gesagt hätte und nicht recht wüßte, wie er's anstellen solle, um seine heikle Ware mit Anstand anzubringen. „Ja, siehst, die Leute sind halt schlecht", begann er jetzt. „Was die zusammenbringen! Was redet denn der Ludolph?" „Nichte weiter; ich hab' noch nichte Rechtes mtt ihm reden können", gab Anast ruhig Bescheid. „Das glaub' ich schon. Er geht dir aus dem dem Weg. Das macht sein schlechtes Gewissen", Josef rückte näher und dämpfte seine Stimme. „Der war im Winter, grad beim ärgsten Frost, in der Hauptstadt und dort hat ihm der Goldschied, der Sumada, was erzählt. . Er hielt inne. „So, was denn?' fragte Anast ruhig und schob den geleerten leeren Zinnteller bei Seite. „Ja weißt, sonst geht er nie ins Wirtshaus; aber damals war der Schlitten noch nicht auvge-spannt und er ist schon hergelaufen und hat dem Pfanherrn und dem Bernhard, dem Bert und ein paar anderen erzählt, du hättest all dein Hab und Gut vertan, hättest nirgends auf der ganzen Welt etwas zu eigen und seist als ein Unehrlichen, um eines Meineids willen, im Turm gesessen und lä° gest mtt deinem Weib auf bloßer Erde. Das hat er da an meinem Herd erzählt." „Und ihr habt ihm geglaubt?" fragte Anast an diesem Tag zum zweiten Mal«. „Na ja, du weißt ja, wie die Leute find," begann der Wirt schön sachte. „Wenn sie was Neues hören, sind sie halt neugierig, und wenn einer in der Hauptstadt war, da glauben sie schon gar, was Wunder er alles wisse. Und überhaupt, der Ludolph ist der Reichste da im Ort, die Leute find ihm Geld schuldig, weil die Taler heutzutage und bei un» hier oben besonders rar sind. Da will ihm keiner Widerreden und am nächsten Tag ha-den sie in jedem Haus davon zu erzählen gewußt und außer dem Pfarrherrn hat sich keiner getraut, ein Wort für deine Sach' zu sagen. Zuletzt hat ja der Pfarrer auch nichts ausgerichtet. Denn was die Weiber, auch solche, die Hosen anhaben, zettweise zusammenspinnen, ist sogar für einen geistlichen Herrn zu fein. Er kommt ihnen nicht an» End' und dann ziehen sie ihn auch noch durch die Mäuler". „Und was hat denn der Elias gesagt?" fragte der Meister ernst. „Der hat überhaupt nicht mitgeredet; bis auf den Pfarrherrn ist keiner für dich eingetreten." K> CIK0RI7A Sport Primorje : Athletik. Am Sonntag, dem 2V. September, um 14 Uhr 30 findet am Sport-platz ^elsenkeller das zweite Unterverbands-Meister-schaftsspiel zwischen obigen zwei Mannschaften statt. Primorje, der Meister von Slowenien, der mtt seiner kompletten Mannschaft zu diesem Spiel an-tritt, wird den Athletikern bestimmt einen sehr ernsten Gegner abgeben; diese werden alles aufbieten müssen, um einer allzu großen Niederlage zu entrinnen. Schach«Ecke nMgicrt von Harald Schwab Turnier in Bled Stand nach der 18. Runde Aljechin 14{1), Kashdan 10'/,(1), Boguljubow 10'/,, Vidmar 10, Rimzowttsch 1» Spielmann 9, Flohr, Maroczy 8'/.. Stoltz 8(1), Kostic 8, Astalos 77,(1), Tartako-wer 7, Cvlle 6'/,, Pirc 5'/,<1). Das Bild hat sich wenig geändert. Dr. A. Alje-chin behauptet den ersten, Kashdan den zweiten Platz, die Reihenfolge in den nächsten Plätzen varri-ert von Tag zu Tag. Der Kampf geht eigentlich nur noch um den 2. Platz, was dem Turnier viel von seinem sportlichen Interesse nimmt. Aljechin Hot in der 2. Turnierhälfte einigermaßen nachgelassen: Remis gegen Dr. Vidmar, Dr. Tartakower, Dr. Astalos! Nimzowttsch dringt langsam, aber stetig vor; nur seine Niederlage gegen Kashdan warf ihn etwas zurück. Bogoljubow spielt sehr ungleichmäßig, er ist ein typischer Variantenspieler, ohne viel nachzuden-ken, spielt er die ersten 10—15 Züge herunter, um dann, dem Gegner, wenn er mithilft, mtt ein« „überraschenden Pointe" aufzuwarten. Als Beispiel hiefür diese nachfolgende Partie, die in der 18. Runde gespielt wurde: Weiß: Bogoljubow — Schwarz: Flohr 1.) 8x1—13. d7—d5 2.) c2—c4. d5Xc4 3.) e2—e3, c7—c5 4.) LflXc4, e7—e6 5.) 0—0, Sg8—f6 6.) d2—d4, Sb8—c6 7.) Sbl—c3. Lf8—e7 8.) d4Xc5, Dd8Xdl 9.) TllXdl, Le7Xc5 10.) a2—a3, a7—a6 11.) b2—b4, Lc5-e7 12.) Lei—b2, b7—b5?? 13.) Sc3Xb51, a6Xc5 14.) Lc3Xb5, Lc8Xd7 15.) TdlXd7!, Sf6Xd7 16.) Lb5Xc6, Ta8—c8 17.) Sk3—e5, 0-0 18.) Se5Xd7, Tf8—e8 19.) b4—b5. Schwarz gab auf. Seite 8 »entjd?« Zett»«g Nummer 76 Allerlei Deutsche Schulnot in Polen. Man darf annehmen, daß das deutsche Volktum in Polen über 1 «0.000 schulpflichtige Kinder verfügt. Nach polnischen Angaben sollen nun 80"/., nach einer Darlegung des Warschauer Kultusministeriums sogar nahezu 100"/, dieser Kinder deutsch beschult sein. Diese Angaden sind irrig; in Wirklichkeit wird noch nicht ein Drittel der deutschen Schulkinder in ihrer Muttersprache beschult. Bon den 11.577 deutschen Volksschulen, in den Wojewodschaft Thorn waren im Jahre 1930 7712 oder 666°/« in polnischspra-chigen Schulen. Noch schlimmer liegen die Verhält-nisse in Kongrehpolcn, wo 79.500 deutsche Kinder oder 96.4'/» die deutsche Schule entbehren. Wenn nun von polnischer Seite behauptet wird, dak die deutschen Kinder auch in den polnischsprachigen Schulen Unterricht in ihrer Muttersprache erhalten, so liefert auch hier die Statistik den Gegenbeweis: Von rund 15.000 Kindern in Dosen-Pommerellen, die am 1. Dezember 1930 polnischsprachige Schulen zu besuchen gezwungen waren, entbehrten 11.800 jeden Unterricht in d« Muttersprache. — Wie außer- ordentlich entgegenkommend hingegen die reichsdeutsch« Schuloerwattung gegenüber dem polnischen Minder-heitsschulwesen ist, geht aus einem Bericht hervor, den wir dem Berliner Blatt „Fridericus" entnehmen. Dieser Bericht besagt folgende»: Als ich kurzlich in der Ostmark einen hohen Verwaltungsbeamten über verschiedene GrenMobleme befragte, kamen wir auch — natürlich — auf die polnischen Minderheitenschulen in den deutschen Grenzgebieten. Es schien mir er-staunlich, wie rührig der polnisch - katholische tochul« verein besonders in den Kreisen Flatow und Stuhn sein durfte. Minderheitenschulen für nur drei polnische Kinder sind durchaus keine Seltenheit: manchmal ists freilich bloß ein polnischer Grundbesitzer, der den Privatlehrer für seine Kinder sparen will, in den meisten Fällen belagert aber besagter Schulverein mit außerordentlicher Zähigkeit polnisch sprechende Familien und hat auch manche wirtschaftliche Hilfe an der Hand, um die Forderung nach einer Minderhettenschule zu erzeugen. Bei geringer Kinderzahl muß der pol-nische Schulverein die Kosten der Schule tragen, doch bleibt es ihm auch unbenommen, national-polnische Lehrer ins Land zu bringen; das «uffichtsrecht des Deutschen Reiches hat sich in einem Bezirk so ausgewirkt, daß ein deutscher Schulrat seine Versetzung erhielt, weil er die polnische Sprache nicht beHerr» schte. Immerhin gibt es aber noch Leute in der Welt, die gern wissen wollen, was eigenttich an der Weichsel los ist; in erster Linie sind das Ausländer. So erschien eines Tages im Kreise Stuhm ein Berichterstatter der „Morning Post" und wurde herumgeführt. Der Engländer, auf der Jagd nach etwas besonderem, verlangte eine pol-nische Minderheitenschule zu seyen, und der Landrat .des Kreises Stuhm ging bereitwilligst auf diesen Wunsch ein. In der Schule sprach der Engländer die Kinder in fließendem Polnisch an und war etwas erstaunt, als er keine Antwort bekam. Der polnische Lehrer, ein bißchen verlegen und ein bißchen ungehalten, sagte vorwurfsvoll zu dem Engländer: „Aber die Kinder lernen doch erst polnilch!" Bitte, nur keine Vergleiche! Drucksachen für Handel, Industrie u. Gewerbe liefert prompt Yerelnsbnclidrnckflrel „foleja" FÜR HERBST UND WINTER 1*31 JPORTflNZdQE ane ORIGINAL ENGLISCHEN SrORTEX-STOrrEN nach Mas* im f ms*. ^ * riflx, *+ ZABUK05EK CELJE, CflHMKJEVrt 7 Sache Heimarbeit Bin hochintelligent, anpassungsfähig, ernst und korrekt, künstlerischen Geschmack, grosse Phantasie. Gefl. 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