Nr. 149. Mittwoch, 3. Juli 1907. 126. Jahrgang. Mbacher ^ Mum PränumeiationSprelö: Mit Postvcrl e nbn ng: ga»ziä!irig R> X, linlbjadrin 1"> K, Im Kontor: ganMirig »^ ll, halbjährig l> li ssür die Zustellung iüs Hauö nanzjälirin i! li, Insertiontzgtbühr: ^iir kleine Inserate bi« zu 4 gellen 50 k, größere per Zeile 1^ t, ^ I'ei ösierri! Wiederliolungen per ^rile « k. Die «Laibacher Zeitung» erscheint täglich, mit Ausnahme der Eomi- und Feiertage. Die Administration befind« sich kongiehplay Nr. ü, die Ncdattlon Lalmatingasse Nr, 10. Sprechstunden der Redaktion von 8 bis IU Uhr vormittag, Uusraiitirrle Briefe werden nicht angenommen, Manuskripte nicht zurückgestellt. Amtlicher Heil. Der Landespräsident im Herzoginnle strain hat deu Mitgliedern dor freiwilligen Felierloehr in Tfchernembi Kar! Gcltar, Besitzer in Tschernembl, Josef Icr in a n , Wirt in Tschernembl, Franz Schweiger, Besitzer in Tschernembl, Ios. Matth. Skubic, Wirt in Tschernembl, Franz K olbeZen, Besitzer in Tschernembl, Johann 3 tariI) a . Besitzer in Tschernembl, Johann Ierman. Besitzer in Tschernelnbl, Martin S ch lv eiger, Besitzer in Tschcrnemvl, Johann ^ eltar, Privatier in Tschernembl, Franz L o -zar, Besitzer in Tschernembl, Josef Stari h a , Besitzer in Tschernembl, nnd Ialo 3 ch w e i g e r , Besitzer und Gerichtsoffizial in Tschernembl, die mit der Allerhöchsten Entschließung vom 2^. No vember 1005 gestiftete Ehrennu'daille für ^5jährige verdienstliche Tätigkeit anf dem (^ebieie des Feuer lv^hr- nnd Rettungswesens zuerkannt. MchwmMcher Geil. Rußland. Aus Petersburg wird berichtet: Der Rücktritt oes anerkanntermaßen tonservativsteil Mitgliedes des Kabinetts Slolypin, des R'eichskoiltrollelirs P. V. Echlvanebach, der seine bisherige Stellung seit dem Beginn der Präsidentschaft Goremylin innehatte und bis zur Zweiten Ära Witte das Land-wirt,chaftsressort verwaltete, war schon so oft aw gekündigt, daß an die am ^0. Ilini ans Peterhof bekanntgegebene kaiserliche Vollziehuug des Ent-hebtingsgesnches zuerst kaum geglaubt wurde. Das Ansscheiden Herril von Schwanebachs ans dem Mininerrate kam in diesem Momente selbst für Eingeweihte durchaus unerwartet. Ntir sehr wenige Persönlichkeiten in deu höchsten Staatsäimern waren davon unterrichtet, das', der Reichökoiilrol leur ans tiefgreifenden Meinuugoverschiedeicheiten mit der Kabinettsleitliug schon vor längerer Zeit sem Abschiedsgesuch eingereicht hatte, dessen Ent-scheidung jedoch nut Rücksicht auf die Vorgänge in der zweiten Reichsduma, die schlichlich zu ihrcr Auflösung führten, in Schwebe gelassen war. Herr von Schwanebach sah es aber als patriotische Pflicht an, seine persönliche Angelegenheit nicht in den Vordergrund zu rückeu, solauge das Hervor-treteu mangelnder Homogenität innerhalb des Ministeriums eiue Gefährdnng höherer Interessen ill sich hätte schließen können. Von Ihrem Korrespon-denteu über die eigentlichen Rücktrittsgründe befragt, lehnte der scheidende Minister ab, anf Einzelheiten einzugehen, nnd betonte bloß in der entschiedensten Weise, daß das Kabinett nach wie vor unentwegt den Kampf gegen Anarchie, Terroris-mus llnd Vriganteutliin fort- und zn Ende führen wird. Herr von Schwanebach, der seine sonstiger» Ämter als Ehreuvormund und Mitglied des Reilhs rates beibehält, beabsichtigt, demnächst einen Er-holnngsnrlanb in deutscheu Kurorteil zu verbringen. Über seinen Amtsnachfolger lassen sich bisher keine bestimmten Anhaltpunkte gewinnen. (Gewisse Anzeichen deliten darauf hiu, daß Verhandlungen un't Politikeru wie N. Llvolv und Gtnckov, die schon nach der vorjährigen Tuma-Auflösuug als Mi-uisterkaudidateu ernstlich in Betracht kanten, wieder aufgenommen sind. Die Schwierigkeit des von Herrn Tchwanebach hervorgehobenen Kampfes gegen „Anarchie, Ter-rorismus und Brigantentnm" wird dnrch verschiedene Vorgänge der jüngsten ^eit scharf belenchtet. In Tiflio uuirde eine Expropriation mit Vombeir anivendung, Blutvergießen und gelnngener Aus-raubuug vollzogen. Nicht weniger als 718 Ver-haftuugen, voit denen 75 Francn betrafen, weist die Polizeistatistik der letzten Woche allein auf. Teu sibirischen Grenzort Tscheljabin5k Passierten bioher nicht weniger als zweinndzwanzig Eiseisbahuziige mit 2l)<><) politischeu Gefaltgeuen. Jit Kiev wurdeu fiiitf menternde Soldaten anf Grnnd kriegogericht-licheii Urteils füsiliert, das der Kariüsouvkoiuman-daitt Snchomlinov, der alc> einer der liberalsten Männer der hohen Armeekrei'se gilt, zn bestätigeii sich vei'anlaßt sah. Politische Uebersicht. Laib ach, 2. Juli. Das „Neue Wiener Tagblatt" erblickt in den bevorstehenden Besnchen der Minister Baron Ä h rent h a l und Titt o n i nnd deren gemeinsamen Reisen nach Ralxonigi uud Ischl mehr als gelvöhnliche Entrevuen: die ernellte, solenne Ve-siegelung der Politik der leiteudel» Staatsmänner dnrch die Staatsoberhäupter. Man übertreibe nicht, wenn man jetzt von einem „allerbesten," Verhältnisse zwischen den zwei Staaten spricht. Was Italien anlangt, hat Minister Tittoni sein reiches, großes Verdieilst daran. Ill Österreich weiß man es dem Minister Baron Nhrenthal dank, daß er nach seiiler Art, fest nnd feinfühlig zugleich, iu Italien das Vertranen zu Österreich-Ungarns tiefer Friedensliebe zu verstärken lind Herrn Tittonis Hand zn ergreifen nnd festzuhalten wußte. Das H e r r e n h a u s hielt am l. d. M. eine Sitzung ab. Auf der Tagcsorduuug staud der Bericht der am ^). v. M. gclvählten KonlNlissioil, loelche beauftragt wurde, über die Stellungnahme znr Allerhöchsten Thronrede Anträge vorzulegen. Die Kommifsion beantragt, das Präsidium möge ersucht werden, den ehrfnrchtsvollsten Dank für die huldvolleil Worte, welche Seme Majestät ill der Allerhöchsten Throurede vom 1!). v. M. an den Reichsrat richtete sowie die Gefühle der unwandelbaren Treue und Ergebenheit des Herreilhauses für die geheiligte Person Seiner Majestät neuerdings in geziemender Weise an den Stnfen des Allerhöchsten Thrones zum Ausdrucke zu bringen. Nachdem der Berichterstatter Dr. Ritter von M a -d e y 3 k i über den KommissionZantrag referiert hatte, sprach sich Dr. von G r a b m a y r gegen den Kommissionsantrag ans. Freiherr v. Erner erörterte die technifchen Fragen, die in der Thronrede berührt werden. Nach dein Schlußworte des Berichterstatters wurde der Antrag der Kommission einhellig angenommen. Ill einer Betrachtuug über die Forderuug der Ezechen nach Protokolliernug der uichtdeutschen Reden im Abgeordneten h a n s e führt die die „Nene Freie Presse" aus, daß, wenn die sprachlichen Wünsche der Slaven auch nur znm Teile Feuilleton. Kuriose Kunstwerke. Iu allen Zeiten haben die großen Künstler danach gerungen, die Alisdrucksmittel ihrer .Amst zu erweitern nnd zn bereichern- neue Systeme, nene Materialien werden herangezogeil, neue Farben oder Stoffznsammenstellnngen ersonnen und Nuancen angestrebt, zu denen die breite Landstraße der Herkömmlichkeit angeblich nicht führt. Nicht, selten entartet dieses Haschen nach dem Entlegensten 5" bizarren Einfällen, zn Resnltaten, die ihren Wert im (Grunde weniger in sich selbst tragen, als dnrch die seltsame Weise, in der sie geschaffen wurden; Originalitätssuche schafft hier manche Knriosa, die wenigstens als solche verblüffeil und bisweilen sogar ft'sseln können. So malt eiil Mitglied der „Royal Society of Vritish Artists", Louis Neirter, die schönsten Däm-merstimmuugen — ohne Farbe. Lonis Weirter er-Nelt seine Wirkungen durch ein iu der Kunst gewiß uicht hocheingeschätztes Mittel, nämlich dnrch ganz Mvöhnliche, schwarze Stiefelwichse. Keiner Palette bedarf ?r, keines Pinsels; nut einer groben Wichsbürste schafft er seine wuuderlichen Kunstwerke, ^illc fabelhafte Virtuosität hat sich dieser originelle Herr mit der Zeit angeeignet, einige Tropfen Wichse werden anf die Leinwand geschüttet nnd dann vergilt er mit der Bürste in großen Tnpfen Licht lind Schatten. Dabei gelingt es ihm, die Zartesten Stim- mnngen einzufallgeil, mit jeinem groben Material erhafcht er flimmernde Zwielichtsbelcnchtnngcn, Nachtstimmnngen, nebelhaft verdämmernde Kon-tnreii und erzielt so Wirkungen, die in ihrer Eigenart wohl einzig dastehen. Freilich ist Weirter auf die Schwarzweißkuust beschräukt. Eiil auderer englischer Künstler hat eine exzentrische Methode ersonnen: er sieht die Welt in Rosa, denn er malt mit — Zahnpasta. Eine Zahnbürste ersetzt ihm den Pinsel nnd mit, ihr gelingen ihm allerlei duftige Miuiatnren oder galante Motive, die einer Anlehnnng an die französischen Meister des achtzehnten Iahrhnnderts entstammen. Ill Milwaukee hat eiil Bürgersmaun eiil nicht miuder origiuelles Verfahreil entdeckt: er ersetzt den Farbenanftrag dnrch Schmetterliugsflügel. Als Miß Alice Roosevelt sich verheiratete, über reichte ihr der seltsame Ki'mstler ein Bildnis, das im byzantinischen Stil die Iungfran mit dem Ehri-stuskinde darstellte, und allgemein war man entzückt voll dem zarten koloristischen Effekte, der dlirch die mosaikartig aufgehefteten Schmetterlings-flügel entstanden. Eine andere Amerikanerin, Fran Martha R. Cooper aus Eoncord, Newhampshire, zeichnet auf Schimmel. Eines Tages, als sie im Wald spa-ziereil ging nnd eine Anzahl abgestorbener, schim-melüberzogener Baumstämme sah, kam ihr Plötzlich die Offenbarung: man malt, ja auf Samt, warum sollte man auf diesem hellen, zarteil Schimmel nicht anch malen? l^ewiß, man kann anch das, lind ihre Landsleute waren von ihrer künstlerischen ^dee entzückt, einstweilen aber wird die ^chimmel-malerei doch wohl anf die Stadt Eoncord und auf Mrs. Eoover beschränkt bleiben. Ein beliebter Sport mancher Künstler ist anch die Bildhanerei in Sand. In Florida pflegt alljährlich ill der Badezeit ein äußerst geschickter Bildhauer die Vorübergehenden Zu verblüffen durch die formvollendeteil Kompositionen, die er am Strande in dcn feuchten Sand gräbt. Anch all dor Nordsee oder Ostsee kann man bisweilen ähnliches beobachteil. Professor Börmel z. B. pflegt sich des öfteren das Vergnügen zn machen, im Sommer am Meere allerlei Skulpturen in den Sand zu graben. Freilich, diese Kunstwerke sind vergänglich und wenige Tage, bisweilen nur ein Regen, genügeil, lim sie fortzuwischen. Dcr böhmische Bildhauer Vaclav Löwy hat iil der Umgegend von Libechov bei Meluik dauerhaftere Denkmäler errichtet. Als junger Bursche arbeitete er auf dem l^ute des (^rafeu Veith. Seine, Obliegenheit bestand da rill, daß er die Butter in Fässer verpackeil mnßte. Der I'nnge hatte eine rege Phantasie uud ihm kam der Einfall, daß man aus dem weicheu, schmiegsamen Material allerlei Gegenstände formen könne. Er begann damit, in seinen Mußestunden allerlei Tiere zu modelliereil. Einmal betraf ihn der Graf bei dieser wnnderlichen Beschäftigung, wurde auf das Taleut des Iuugeu aufmerksam und ließ ihm ausbildeu. Später, als an-erkannter Künstler, Pflegte Löwy alljährlich einige Wochen in Libechov zn weilen. In den nahen Wäldern lagen große Felsblöcke umher, der Künstler, üaibacher Zeitung Nr. 149. 13'.12 5 I^i iW7. erfüllt weroen, der Obstruktion, nelie und ungeahnte Bahnen eröffnet sind. Aber auch ohne den bösen Willen Einzelner könne an ein normales F-uukli0' nieren des parlamentarischen Apparates uichi ge^ dacht werden, sobald der ohnehin so schwerfällige Mechanismus noch durch die Einführung der Viel sprachigkeit kompliziert würde. Das Räderwerk müßte stillstehen-, wir hätten viele Parlamentssprachen, aber kein Parlament mehr. -Die „Zeit" hofft, die Ezechen werden sich zn einein >t'ompr0' misse verstehen, das zugleich ihrem besonderen Na tionalgefühl und den allgemeinen Notwendigkeiten des Staates Rechuung trägt. Man werde über diese Streitfrage ans irgendeine Weise hinweg kommen, aber die Gefahr liege nahe, das; jeden Augenblick eine zweite folgen könne. Deshalb müsse da<> Haus des allgemeinen Wahlrechts sofort an die Lösung unserer verwickelten Nationalitäten,-nnd Sprachenfragen schreiten. — Tie „Öster-reichische Volkszcitunn." verlangt aus Aulas; der Debatte über die Veamtenmai;regellingen eine gründliche Prüfung der vorgebrachten Anklagen. Der Beamte muß das gleiche Recht besitzen und es überall nnd gegen jedermann geltend machen dürfen, wie jeder andere Bürger des Staates. Ein Wiederaufflammen der Agitation in den drei Weinbau treibenden Departements im Süden F rank r e i ch s wird, wie man ans Paris schreibt, an dortigen unterrichteten Stellen auf Grund zu verlässiger Berichte für ganz unwahrscheinlich erachtet. Immerhin werden die daselbst zusammen-gezogenen Truppen in ihren gegenwärtigen Gar nifonsorten solange verbleiben, bis die Mnnizi'val-behörden, die ihre Demission gegeben haben, sich zur Wiederübernahme ihrer Funktion bereit erklärt haben werden nnd der gesetzliche Znstand auf der ganzen Linie wieder hergestellt wird. — Die ^Deutsche Zeitung" schreibt: Des südfranzösischen Änfstandes wird man ja schließlich wohl Herr werden. Damit ist jedoch die Krise nicht ans der Welt geschafft, dazu bedarf es strenger Gesetze gegen die Fälscher, Unterstützung der notleidenden Bauern und Schaffung neuer Erwerboqnellen. Das Kabinett Eltönig5paare vor kurzem in Paris gemachten Besuches dnrch den Präsidenten der französischen Republik, Herrn Fal litres, ist eine feststehende Tatsache, ohne das; der Ministerrat bisher über die Einzelheiten Beschluß gefaßt nnd bestimmt hätte, welche von den Mitglie dern des Kabinetts sich dein Gefolge des Präsiden ten anzuschließen hätten. So ist die Frage, ob sich die Reise des Präsidenten anch anf die Höfe von Stockholm nnd Kopenhagen zn erstrecken haben wird, zur Stnnde noch unentschieden. Das „Teutsche Volksblntt" wendet sich gegen die Interpellation, welche die sozialdemokratische Vereinigung im österreichischen Abgeordnetenhaus wegen Auflösling der russischen T u m a eingebracht hat. E'5 sei dies ein Versuch, unsere Regie rung veranlassen zn wollen, sich in völlig unberechtigter Weise in die Verhältnisse eines fremden Staa tes einzumengen. Selbst wenn ein wirtlicher „Rechtsbrnch" vorläge, wäre unsere Regiernng absolut nicht in der Lage, etwas zu tun. Überdies sei aber die Dumauflösung eine unbedingt notwendige Maßregel gewesen, und es sei absolnt nicht aufgeschlossen, daß diese Maßregel noch mehr als einmal wird wiederholt werden müssen, bevor in Rußland Bernlu'gung eintritt. Tagesneuigteiten. — (Die Flugmaschine des Ober-l>d Säbel ins Wasser, mu den Verunglückten zn retten. Nenn Tauchen in der Tiefe fand er den Soldaten, der sich, dem Ertrinken nahe, so fest an den Offizier anklammerte, daß dessen Mantel zerrissen wurde, ohne daß es dein Oberleutnant gelang, den Manu an die Oberfläche herauszubringen. Es muß zwischen beiden ein fnrchtharer Kampf in der Tiefe stattaefnndeu haben. Da nun auch der Oberleutnant in der Tiefe zu bleiben schien, sprang der zweite Offizier, Leutnant Goullon, gleichfalls mit Mantel und Säbel, ebenfalls ins Wasser, und es gelang ihm, nach unsäglicher Anstrengung die beiden nach oben zu ziehen. Die Geretteten, die schon bewußtlos waren, konnten erst nach geraumer Zeit ins Leben zurückgerufen werden. (Der Triumph der weibliche,: Häßlichkeit.) Eine Sitzung des finnischen Parlaments, in welchem jetzt bekanntlich auch weibliche Deputierte sitzen, schildert Ludovic Nandeau im „Pariser Journal". „Ich habe", schreibt er, „unter uns gesagt, die weiblichen Deputierten zuerst nicht herausfinden können, denn eine finnische Frau ist eigentlich nichts weiter als ein Manu in Unterröcken. ^chönheilspreise tonnte man hier unter keinen Umständen verteilen. Unter den neunzehn offiziellen P» litikerinnen findet man nicht eine, deren Antlitz anch mir hinnehmend' zn nennen wäre. Ich hin durchaus nicht uugalant, wenn ich das niederschreibe, denn die Deputiertinnen wissen es selbst und sind sogar stolz auf ihre Häßlichkeit; sie proklamieren die Unregelmäßigkeit ihrer Gesichtszüge sozusagen als ein politisches Programm: si<> sind absolut, kategorisch, peremtorisch nnd i,n snperlativsten Superlativ häßlich. Ich malte mir in Gedanken aus, weiche Ver-wirrnng in dieser hohen Körperschaft eine mit allen bimsten der Koketterie operierende liebliche Jungfrau anrichten würde. Und die Teputiertiunen sind doch in den Landtag geschickt worden, nn, Beschlüsse zu fassen, nicht zu verführen! Das sieht man allerdings auf den ersten Blick. Zwei von ihnen, zwei der berühmtesten, sehen, aus einigerEntfernung betrachtet, aus wie die Ringkämpfer, die wegen zuuchmeuder Fettleibigkeit anf ihre >lnnst verzichten mußten; sie haben Lastträgeranne, allerlei höckrige Erhöhungen und knrzgeschorrenes Haar. Fette, plumpe, männer-hafte Gestalten, die in keinem Znge mehr an weibliche Grazie erinnern. Und wer beschreibt oie plattgedrückte,1 Nasen, auf welchen Lorgnons sitzen, die spitzen Kinne, die zahnlosen Münder, die gelblichen, eckigen Gesichter nnd die kleinen Zwinkeräuglein. deren Vlicke erkältend wirken wie ein Luftzug? Eine erschreckliche Kollektion trefflicher Matronen und hoch achtbarer Mannweiber. Der Aufputz der Deputier-tinnen verrät gleichfalls eine vornehme Gcrina-schämmg alles Schönen. Es liegt System darin! Schwarze Mieder ohne jede Halskrause, ohne ieden Besatz: teine Locken, keine kunstvolle Frisnr, keim» Elügnons, keine Haarschleifen, keine Haareinlageui sich anständig frisieren, hieße ia anch sich pntzen, und die Deputiertinuen wollen sich nnn einmal nicht putzen. Wenn man es recht erwägt, gleichen die Gesichter diefer Damen genau den Gesichtern glattrasierter Männer; und was ihren Gang betrifft, so ist er nur mit dem der saust sehr ehrenwerten Pariser Portierszn dergleichen. Ich hatte die Ehre, mich Per» fönlich mit einigen der Teputierkinnen zn unterhalte» Es sind ohne Zweifel lauter aufrichtige, achtbare Frauen, voll guter Absichten, Zelotiunen, die von der Portrefflichkeit ihrer Lehre überzengt sind; daß diese Lehre sich in nichts von dem feministischen Programm der Frauen anderer Länder nnterscheidel. brancht wohl nicht erst gesagt zn werden. Wir geben gern zu, daß die weiblichen Abgeordneten Finnlands fämtliche Tugenden besitzen, die ein Weib nur besitzen kann — so entsetzlich häßlich aber hätten sie darnm doch nicht zn sein brauchen." —'(Die Polizei der Millionäre.) Aus Newuork wird berichtet: Die Einbrüche nnd Räubereien anf Long Island, der Sommeroillen' kolonie der amerikanifchen Millionäre, nehmen immer mehr zn nnd die Polizei erweist sich dem Treiben der Verbrecher gegenüber als völlig ohnmächtig. Fast täglich werden nene Missetaten gemeldet, aber es> machte sich ein Vergnügen daraus, sie zu allerlei seltsamen Figuren, umzuformen; wenn man heute durch den Wald geht, überrascht einen bald die Gestalt einer Nymphe, die schlafend anf eiuem F-elsen liegt, bald eine Anzahl (Gnomen, bald ein riesiges Haupt, das zwischen den Stämmen, hervor einen anblickt. Von dem bildhauerischen Wirken eines alten Einsiedlers erzählt eine französische Zeitschrift. Es ist eilt alter (Geistlicher, der in der Nähe von Sau Malo, bei dem Ttranddörfchen Roth<'neuf als Eremit haust. Wenn man die terrassenartig abfal lende Felsküste znerst erblickt, erscheint sie über uud über vou allerlei seltsamen Wesen bevölkert. Das ist das Werk des Eremiten, der damit der ganzen Landschaft für endlose Zeiten seinen Stempel alisgedrückt hat. Vor zehn Jahren tauchte der seltsame Ältc in der Gegend auf. Mit Hammer und Meißel ging er ans Werk, den unwirtlichen Felsen die wunderlichen Formen anfznzwingeu, die seine Phantasie ihm eingab. Köpfe, (Gestalten, Altäre, wechselten mit seltsamen Tieren oder Szenen aus der Heiligel, Schrift. Tag um Tag, Wiuter wie Sommer, ist der Alte am Werke, niemanden gibt er Auskunft auf neugierige Fragen. Stnmm schwingt er seineu Hammer lind entlockt dem Gestein die groben ungeschlachten Gestalten, die den fremden Wanderer von weitem schrecken und doch wieder anlocken. Der Fall Vasilijev. Roman «on Paul Dslar Höcker. (5. Fortsetzung.) («achdruct oerbuw!,) Das Bett ihrer Genossin stand in hellen Flain men " die ganze Wand, an der die Schnitzereien des jungen Lehrers hingen, bis Zur Tür hin, brannte lichterloh. Und ein entsetzlicher Qnalm erfüllte das ganze Zimmer. Sie wollte schreien, aber der Ranch ver ursachte ihr Würgen und Erbrechen. Sie raffte sich wieder ans und verließ taumelnd das Vett, schleppte sich znr anderen Seite hinüber. „Eveline! Eveline!" stieß sie hervor. Der Ranch hatte die Miß betäubt, Kanin Hand breit von ihrem Antlitz schlng unn die Flamme anch ans dem Kopfkissen hervor. Martha handelte mechanisch, bloß dem Instinkt folgend. Sie schüttete hastig das Wasser aus den, Krna, über die Schlafende und deren Lagerstatt und zerrte an ihr. Endlich kam die Betäubte zu sich. Martha riß sie an sich und drängte sie nach der Tür. Im Augenblicke, als sie diese öffnete und ein Luftzug enistaud, der ihr neuen Atem gab, fand sie die Sprache wieder. „Feuer! Feiler!" schrie sie ins Treppenhalls. Sie ariff ihren Ruck vom Stuhle anf, tauchte ihn ins Waschbecken nnd streifte ihn über. Tann schüttelte sie den Inhalt über Evelines Bett. Aber keine Möglichkeit, des Feuers mit solchem Mittel Herr zu werden. Eine nm so mächtigere, betäubendere Rauchwolke stieg anf — nnd gleich dar-ans m'iff das furchtbare Element mit ernenter Heftigkeit weiter. Die Kissen, die Matratzen, die Laken des zweiten Bettes waren anch schon ein Nanb der Flammen geworden. Und das Holz der zierlichen Schnitzereien, der Wände, die die Sonne ausgetrocknet hatte, brannte wie Zunder. Der Luftzug, der den Qualm aus dem Fenster hiuanstrieb in dicken Schwaden, die der Feuerschein blntigrot beinalte, facht? gleichzeitig das verheerende Element zn nm so eiligerer Tätigkeit an. „Die Kinder!" Der Gedanke an die unglücklichen Ferienkoloniften, die nichtsahnend nebenan schliefen, war ihr Nächstes. Sie stieß die Tür auf und drang ein. Sie wollte die Kleinen wecken, ihnen owas zurnfeu - - sie fand keiue Worte. Im grausig roten Licht, das dnrch die Tür flackernd hereiuflutete, sah sie die Betten, die Köpfe. Der Älteste war erwacht nnd starrte sie fnrchtsam an. Sie riß ihn ans dem Vett, weckte seinen Nachbar nnd schleppte sie beide znr Treppe, „Hinnnter! Hinunter!" Das war das Einzige, was sie zu sagen vermochte. Dann stürmte sie zu den anderen zurück, Zwei te s K apit e I, Inzwischen war die Miß kreischeud und würgend, in der Dunkelheit des Treppenhauses eiu paarmal stiirzeud. bis ins Erdgeschoß hinabgerannt. Laibacher Zcituna Nr. 149. 1^93 3. Juli 1907. WM nicht gelingen, der Gauner habhaft zu werdeil. Am Freitag wilrde zwar eine Bande ailfgehobeil, aber anch nach deren Verhaftung dauern die Einbrüche nnvermindert fort. 3tuu haben sich, auf Vorschlag von Ralph H. Paters, die Millionär?, unter chncn Vclmont, Vanderbilt jnn., Gould imd Whitney, zusanimengeta>l, nin eine eigene Polizei zn organs sieren. Ein ganzem >iorps, dastehend aus eineni Haupt-mann, vier Leutnanten nnd achtzig MalNl wird go schaffen, die Mannschaften werden mit Winchester, büchson aufgerüstet un!> folleil teils mit Pferden, leils mit Motorrädern versehen lverde^n. Ein elek» trisches Meldesystem U'ird die Villen init den Sta-tionen dieser Schutztruppe tx'rbinden und nächtliche Alarmierungeu dnrch Notfener nnd dergleichen sind vorgesehen. Die Kosten dieser Polizeitrnppe, die auf jährlich mehr als liM.OM Kronen geschätzt Nx'rden. sollen von den reichen Villenbesitzern der Kolonie ans. gebracht werden. Lotal- und Provinzial-Nachrichten. ^ (Reichs rat.) Gestern hielten beide Hänser des Reichsrates Sitznngen ab. Im Herrenhanse, dessen Sitzung unterbrochen wnrde, weil das Präsidinm nü, 2 Uhr nachmittags von Seiiler Maiostät dem Baiser in Andienz enipfnngen wnrde, brachten Dr. Eppinger und Genossen einen Tringlichkcitsantrag. betreffend die Sanierung der Landesfinanzen ein. Tie Dring-lichkeit lvnrde abgelehnt. Im Abgeordnetenhanse wurde die Debatte über die Versehung dreier Beamter fortgefctzt. Als erster Redner ergriff Seine Erzell,e,dlichst begrüßte. Hierauf brachte der Herr Vorsitzende die Zuschrift des Stadtmagistrates ddo. ^. Inni IW7 an den Herrn Tom-Propst I. Sajovic als l"lberreicher des gegen die Vorgänge bei der Vereinsausschußwahl am 1l>. Juni l. I. gerichteten Protestes einer größeren Anzahl von Vereinsmitgliedern zur Mitteilung. Diese Zuschrift setzt in Kenntnis, daß das k. k. Landespräsidinm für Kram mit Znschrift vom 22. Inni l!»(»7 den betreffenden Protest an den Magistrat geleitet habe mit dem Bedenten, es handle sich hiebei um innere Ver» einsangelegcnheiten un^ nüt dem Hinweise auf ß 15 der Vereinsftatnten. Weiters brachte der Herr Vorsitzende einen von l> Teilnehmern an der General-versammluug vom 1(1. Juni gezeichneten, gegen das Stattfinden einer neuerlichen Generalversammlung lain 1. Inli) gerichteten Protest zur Verlesnng, der am 2l!. Inni beim Ttadtmagistrate überreicht worden war. Sodann erbat sich Herr Dr. L a m p e das Wort, um znnächst der Regierung unter allgemeinein Bci° falle den Dank dafür aufzusprechen, und daß sich diese einer Einmischung in innere Vcreinsangelegenheiten enthalten habe. Dann stellte er den motivierten An-trag: Man wolle beschließen, daß die in der vorigen Generalversammlnng eingeleitete und unter Protest fortgeführte Wahl des Ansfchnsses als ungültig zn betrachten sei. lAllgemeine lebhafte Znstimmnng.) Der Herr Vorsitzeude schritt znr Abstimmung über diesen Antrag: er wnrde einstimmig znm Beschlusse erhoben. Das gleiche geschah m!t dein Antrage des Herrn Kregar, es mögen, obwohl schon in der Generalversammlung vom 1l). Inni die Vereins-berichte über das abgelnnfene Vereinsjahr erstattet worden seien, diese im Hinblicke daranf, daß eine große Anzahl von heute erschieueneu Mitgliedern bei iener ersten Generalversammlung nicht zngegen gewesen, nochmals in Kürze zur Mitteilung gebracht Hier drang sie in die erste Tür ein. Es war das Schlafzimmer der Lehrerswitwe. Ein 'Öllämpchen brannte hier in einer Ecke. Bei dessen dürftigem Schein starrte die ans dem Schlaf geweckte Alte den Eindringling an. Die Miß fand kein dentsches Wort in ihrer Aufregung uud fprach nuf englisch anf die noch Verschlafene ein. Da hörte man von oben den erneuten Schreckens s^u-ei Marthas: „Fener! Fener!" Gleichzeitig ging das Gepolter der aus deu Betten geschreckten älteren Schüler, die im ersten Stockwerk durcheinander rann-trn. ws. Im Nn hatte Fran Brake begriffen. Sie streifte sich Rock nnd Jacke über uud wars ^r Miß, die, ein Bild des Jammers, in ilnx'm zum Teil verkohlteu. zum Teil durch den Wasserguß durch näßten Nachtgewande, weinend in der Tür stand, km paar Kleider zn, die sie vom Nagel riß. Dann drängte sie die Jammernde beiseite nnd Wstete sich nach der Treppe. Auf dem ersten Absatz stieß sie gegen die beiden Kleinen an, die sich in ihren Hemdchen zitternd an "^' Wand drückten. Sie nahm die Kinder, die nun Plötzlich zu weinen anfingen, an der Hand uud führte su' eilends hinnnter. Dabei rief sie lant nach ihrem Sohne. Johannes nnd dessen Kollege waren schon beim "slen Hilfeschrei Marthas ans dem Schlase empor lU'schreckt. Im Nn waren sie notdürftig angekleidet und m,f dem Flur. Rauch erfüllte das Treppenhaus. Eine furchtbare Mamme erhellte den Giebel. „Den Schlafsaal räumen! Alle vor's Haus!" schrie der Künstler dem Hilfslehrer zn. Gleichzeitig stürmte er die Treppe empor. In der Tür znm rückwärtigen Giebelzimmer begegnete er der jnngen Dame. Eins vermochte die Umrisse des anderen nnr nndentlich zn erkennen, so dick war der Onalm. Martha trug eines der Kinder anf dem Arm. Es schien vom Ranch betänbt. Jobannes nahm es ihr ab nnd eilte znr Trepzx'. „Folgen Sie, folgen Sie!" stieß er dabei hervor. „Ich hole die anderen. Folgen Sie mir, nnd auch die MilV Rasch hinnnter!" Der Hilfslehrer hatte inzwischen für die Räu mnng des Schlaffaals im ersten Stock gesorgt. Die Knaben waren an eine Art militärischen Kommandos gewölml und so vollzog sich die Rettnng ziemlich rasch. Sie mnßten ihre Kleider nnd das Bündel Habselig keiten, das ein jeder besaß, in ihre Betten werfen, ^in Laken wnrde dann das ganze aufgenommen nnd m'nnntertransportiert. Jordann führte die Knaben im Laufschritt anf die Torfstraßo hinaus. Iu ewiger Entfernung von dem Hans, aus dessen vorderen Giebelfenster eine helle Flamme herausschlng. ließ er Halt machen. Hier mnßten die bis jetzt nnr mit dem Hemd bekleideten kleinen Obdachlosen ibre Bündel niederlegen nnd sich Stiefel nnd Kleider anziehen. In der Nachbarschaft war das Schreien uatürlick gehört wordeu. Die Mehrzahl der Einwohner hatte lder drückenden Hitze halber bei offenen Fenstern ge schlafen. Da und dort erschien eiu verschlafen ius Freie blinzelndes Antlitz im Fensterrahmen. Der Ruf „Feuer! Feuer!" ward aufgenommen, er Pflanzte sich bis znm Hotel fort. Rafch füllte fich dann der Schallplatz. Männer, Weiber, Kinder rückten mit Eimern, Waschfässern und Krugen all. Jordan bildete mit seiner Kolonisten-sckar vom Brnnnen, der iu der Mitte des Dorfes stand, bis znm Eingang des Tchulhauses, dessen hölzerner Tachstuhl bald wie eine einzige Niesen-sackel znm Nachthimmel emporleuchtete, ^„e Kette, nm der Brandstätte Wasser zuzuführen. Johannes hatte seiner mit den beiden Kleinsten ins Erdgeschoß gelaugenden Mntter das noch immer betänbte Kind in die Arme gelegt. Dann raste er wieder empör. Der Qnalm war geradezn erstickend geworden. Johannes sah Martha nicht mehr im Zimmer der Kinder. Die Kleinen standen jammernd iu ihren Betten. Er hob den ältesten der drei herans und führte ihn bis zur Treppe. Das Deckgebälk brannte: auch das Geländer der Holztrcppe. Der Kleine klammerte sich angstvoll wimmernd an Johannes an nnd war durch nichts zu bewogen, über die Treppe, über die bereits die Flammen gierig züngelten, den Weg allein zn nehmen. So wnßte er ihn wieder emporheben nnd selbst Himmler-befördern. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 149. 1394 3. Juli 1907. werden. Der Herr Vorsitzende entsprach dieser Anffor dernng öurch zufriedenstellende Aufklärungen, so daß die Versammlung der Vereinsleiniug für die Berichte das Absolutorium erteilte. Sohin wnrde zur Wahl des VereinZausschusses geschritten, und zlvar durch Abgabe von Stimmzetteln bei Namenansruf, wodurch oben die AiNuesenlleit von 10ll lvahlberechtigten Mit gliedern konstatiert wurde. Zu Skrntatoren wurden die Herren Dr. Schweitzer, Dr. Peg au und Dr. Jan eii 6 bostinnut. Es erscheinen in den Ver-eiusnusschuß wieder-, bezw. neugewählt die Herren: August Treise, Fabrikant; Anton K r/. i s!, k. k. Professor; Matthias Ritter von Zitterer, t. u. t'. Hauptmann i. N.; Dr. Johann Svetina, k. k. Professor; Franz P r e tu a r, Kassier der städtischen Sparkasse; Josef Potokar, Domvikar; Peter von Radics, Schriftsteller: Karl Achtschin, Kassie/ der Krainischen Sparkasse; Dr. Anton I a n e / i < >. k. k. Fiuanztomuiissär; ferner zu Nevisoren die Herren: Alois Navuitar, Postmeister; Josef l»< ke rl, Dilx,'ktor der „Gosp. zveza"; in den Vereins, ansschnß weiters die Damen: Hedwig v. Na dies, Schriftstellerin; Marie Ianeöiö, k. k. Finanz kommissärs-Gattin; Iosefine, K o s , Hansbesitzerin -Helene Schifrer, k. f. Postkontrollors Witwe; Fanny Kkerl, Hansbesitzerin, und Albertine Suchy, Private. Nachdem dem Vorsitzenden noch die Mitteilung zugekommen, daß das k. k. Landen Präsidium auch den Überreickern des obenerlvähnte:i Protestes gegen eine neuerliche Generalversammlung eine dem Proteste des Herrn Don,Propstes gleiche Er ledigung habe zulomnien lassen, wurde die Versamm-luug geschlossen, — (S t i in m e a n s d e m P u b l i k n m.) Von einem Bewohner der Gruberstraße erhalten wir so! gende Zuschrift: Es mag wohl der Unterschätznng des Übelstaudes zuzuschreiben sein, daß alle schriftlichem und nnindlichen Ersuchen um Bespritzung der Gruben straße noch immer unberücksichtigt bleiben. Eigentlich verstünde es sich von selbst, und sollte nicht einmal des Hinweises erst bedürfen, daß eine Straße, die so stark, wie die sogenannte, sowohl von Fuhrwert' als auch von Viehtransporten frequentiert wird, bei der enonnen Staubentwicklung bespritzt würde. Wir atmen die Luft, welche der in der Sonne dörrende Pferde- uud Nindermist ausströmt, au Tagen des Viehtransportes ist dor Aufenthalt im Freien des anfwirbelnden Standes wogen geradezu unmöglich. Vor zwei Jahren wurde auf vieles Drängen mit der Bespritzung begonnen, leider wurde diese wieder ein gestellt. Wir wissen aber seitdem, daß es ein dazu gehöriges Spritzfaß gibt; wir wissen, daß der Herr Bürgermeister den Auftrag zur Vefpritzuug gegeben, und warten trotzdem vergebens auf die erlösende Tat. Dem geschilderten Übel sollte doch nach Kräften ge steuert werdeu! — (Artillerieschießplatz in >i o m e u.) Aus Komen wird uus geschneben: Am l.d. M. siud die Gebirgsbatterien (Instruktionskadres) der Divi sionsartillerieregiinenter Nr. ? und 9 von Laibach imd von Klagenfurt unter Kommando des Herrn Majors Stein hardt in Komen eingerückt uud wurden daselbst und im nahen Gabrovica beguartiert. — Bereits am 2 Sekuuden, Maximum von 2-5 Millimetern um 3 Uhr 32 Minuten 31 Sekunden, Ende der ficht baren Aufzeichnung gegen 3 Uhr 31 Minnten. Di< Herddistan,z wurde auf 12s> Kilometer geschätzt. -Die Erdbebenwarte in Padua registrierte um di^ gleiche Zeit ein Nahbcben in einer Entfernung vol l50 .slilonictcrn. ll. -- (S an itäts-Wochen bericht.) In der Zeit vom 16. bis 22. Juni kamen in Laibach 18 Kinder zur Welt (24-93 pro Mille), dagegen starben 1). Infektionserkran-knngen wnrden gemeldet: Notlauf 1, toutagiöse Augenentziindung 4. -- ( Z >v ei V a ri 6 t <"> - V o rst el lu n ge n ) finden Sanistag, den <>., und Sonutag, den 7. d. M.. im Nestaurationsgarten des Hotels „Union" statt. Die Vorstellungen werden in Form eines Sommer-theaters bei gedeckten Tischen stattfinden und das Programm ist nur ans komifchen, musikalisclieu und GesangspU'ceN zusammengestellt. Unter den Mitwirkenden müssen besonders hervorgehoben werden: die beliebte Wiener Soubrette Toni Taree, Franz Tnfar, Komiker des Wiener Raimund-Theaters, die 7jährige Miniatnr Soubrette Alice Lafontaine, das jüngste Mitglied des Danzers Orphenm in Wien, dann der Komiker des Wiener Kolosseum Emil Haupt, Karikaturist vom Wiener Kolosseum Henrn Fanblas nnd Klaviervirtuose ilarl Weinstabl. (G e m e i n n ützig o r Vortrag.) slber Veranlassung der Filiale der Landwirtfchaftsgesell-schaft fiir St. Martin und Umgebung fand am 30. v. nm 7 Uhr früh im Schnlgebäude in St. Martin ein gemeinnütziger Vortrag des Molkereiinspettors Herrn Jakob Legvart statt. Zu diesem Vortrage hatten sich etwa huudert Zuhörer aus landwirtschaftlichen kreisen eingefnnden. Der Vortragende berührte in seinem populär gehaltenen Vortrage sämtliche das Gebiet des Lnndwirtschaftsweseus umfassenden Pnnkte und legte am Schlnsse den Versammelten insbesondere die Hebung der Milchwirtschaft ans Herz. Dein Vortragenden wurde für seine Ausführungen der wärmste Beifall zuteil. ^ ik. (T e r V e tera n e nverein i n K rain-b >i r g) beging ain 29. v. M. das Fest dcr Fahnen-weihe. Das Fest. dessen Protektorat der Herr Landes-Präsident Theodor Schwarz übernommen hatte, nahm, begünstigt vom schönsten Wetter, einen herrlichen Verlauf. Schon am Vorabende legte die Stadt Krainburg reichen Fahneufchmuck an. Beim Eingänge in die Stadt, zwischen den Häusern des Herrn Franz ^nmi und des Herrn Karl Puppo, gelangte ein geschmackvoll ausgeführter Triumphbogen mit entsprechenden Aufschriften znr Anfstellnug. Am Vorabende veranstaltete auch der Veteranenverein von Krainbnrg vor der Wohnung der Frau Vezirkshanptmann Minka P irc, welche bei der Fahnenweihe die Patin Frau Karla S ch w arz, Gemahlin des .^'rrn Landesprä-sidenteu, vertrete» sollte, ein Ständchen, wobei die Krainburger Vürgerkavelle unter Leitung des Kapellmeisters Herrn I. F. Faltis einige Stücke zum Vortrage brachte, um sodaun auf dem Hauptplatze zu konzertieren. Am 29. langten zur Feier mehrere Veteranenvereine an, uud zwar ans üaibach, Dom-/alc, Stein, Nudolfsluert, Ie/ica bei Üaibach, Kronau, Vischoflack, Natschach, St. Veit bei Üaibach nud Villach, weiters die Feuerwehrvel-eiue aus Krainbnrg, Stra/i«<:e und Zabnica bei Bischoflack. Um ^>11 Uhr nahmen die erschieneneu Vereine auf dem Hauptplatze Aufstellung, wo sie die Kraiuburger Mädchen mit prächtigen Vlumensträußcben überschütteten und wo au die Gäste der Bürgermeister der Stadt Krainburg, .Herr kais. Nat Karl sla, vnik, eine begeisterte Begrüßungsrede bielt. Es dankten ihm in kernigen Worten Herr Mihalii: aus Laibach uud Fräulein Ferdinanda H l e b 5 aus Krainbnrg. Gegen l l Uhr erfolgte der Abmarsch in die Sternallee. Die Fest-Plätze vor der dorten aufgestellten Kapelle nahmen ein: die Stellvertreterin der Patin, Frau Minka Pirc, mit den Ehrenfräulein Malc'i Kaliuger niid Anica Mayr; der Bürgermeister der Stadt Krainburg, Herr Karl Kavnik; der Laudtagsabge ordnete Herr Cyrill Pirc, Herr Baron Schlosser, k. k. Nezirkskommissnr; dcr Distriktsarzt Herr Dr. Eduard Globo^nik und ciue Meuge Nx'iß-gekleideter Mädchen. Um l 1 Uhr las der Pfarrdechant, Herr Anton Koblar, eine stille hl. Messe, bei welcher die Krainburger Kapelle die Mnsik besorgte. Die Hauptteile der Messe wurden durch Pöllerschüsse signalisiert. Nach der Messe hielt Herr Dechant Koblar an die Peteranen eine formvollendete Ansprache, worin er den Vekeranenverein in Krainburg beglückwünschte, daß sein lang gehegter Wunsch, eiuc eigene Vereinsfahne zu besitzen, hente in Erfüllung gegaugeu, uud erklärte die Bedeutung des anf der Fahne angebrachten Wahlspruches: Vne /n vero, <1s>in. <>l>«ill^:i! Sodann vollzog er den Weiheaft; darnach schlugen iu die Fahne die Nägel ein: Frau Minka Pirc, als Stellvertreterin der Patin, del Kommandant des Krainburger Veteranenvereinos. Herr Ferdinand H I e b 5 , der Psarroechant Herr Anton K oblar, der Landtagsabgeordnetc Herr Cnrill Pirc, der Bürgermeister Herr Karl Kav n i k, der Bezirkskonnnissär Herr Baron Schlosser, der Distriktsarzt .Herr Dr.. Eduard GIobo 5 n i k und die Commandanten der erschienenen Feuerweln-vereine. ^liamens des Veteranenvereines von Krainburg begrüßte die Gäste Fräuleiu Mitzi Hleb>!. Nachdem die Mitglieder des Veteranenvercines von Krainbnrg vor dcr neuen Fahne den Ehreneid abgelegt und sich die nene Fahne mit jenen der erscbi> ueneu Brndervereiue verschwestert hatte, nahm die offizielle Feier ihr Ende. Die Gäste nahmen in verschiedenen Gasthöfen ihr Mittagsessen ein nnd versammelten sich gegen 3 Uhr nachmittags im schönen Gasthansgarteu des Herrn Peter Manr, wo ein Volkskonzert stattfand. Während der Pansen wurden kernige Ansprachen gehalten. — Die neue Fahne, ein wahres Kunstwerk, wnrde von der Firma I. Stedni in Komotau in Böhmen ausgeführt. Die eine Seite derselben schmückt der kaiserliche Adler uud die Aufschrift: V«l> /.:» v<>l-<>, <1l>in, 8»^:l: auf der anderen Seite ist der Wappen der Stadt Kraiuburg und die Aufschrift: Veteranenverein in Kraiuburg, 1W0, au-gebracht. Auf telegraphischem Wege begrüßten die Feier: aus Porto Nose der k. k. Landespräsident von Kram, Herr Tbeodor Schwarz, aus Veldeu am Wörthersee in tarnten der gewesene Obmann des Krainbnrger Veteranenvereines Herr Theuer schuh; ans Agram die Unteroffiziere des dortigen Veteranenvereines; von !) Veteraneuvereinen liefen briefliche Begrüßungsschreiben ein. — (Verhütetes Vr a n d n n g l ii ck.) Am verflossenen Sonntag spielte ein junger Bursche i:> Sagor mit bengalischen Zündhölzchen, indem er sie in die Höhe warf. Ein Züudhölzcheu fiel auf die mit Stroh gedeckte Schupfe des Nchitzers Franz Motez und entzündete sie. Einigen um diese Zeit auf dem Kirchgänge begriffenen Männern gelang es, in der kürzesten Zeit das Feuer zu löschen, das sonst einen verhängnisvollen Umfang hätte anuelmien können. * (Ein frecher E i n b r n ch s d i e b st a H l.) Wie bereits mitgeteilt, wurde in den Kränierladen des Matthias Orehek in der Aahnhofgasse ein Ein-bruchsdiebstahl verübt. Die Polizei stellte nun fest, daß zwölf weiße Herrenhemden, fünfzehn Paar verschiedene Männer- uud Frauenschuhe, drei Dutzend verschiedenfarbige Herrenstrümpfe, fechs farbige Vlrbeiterbemden, zehn Dameninieder, mehrere weiße Halskrngeu, Herrenregeuschirme, silberne und Nickel-Herren- uud Dameutascheuuhreu mit einfachem und Toppeldeckel, silberue, Nickel- und Double Uhrkctten und 11 Herreiiaii'/ige im Gesamtwerte von 5U) ix gestohlen worden waren. Die Diebe erbrachen im Vorhause eiue hölzerne Ladentür, weil aber diese mit einer eisernen Querstange versperrt war, hoben sie die zweite Tür aus den Angeln, öffneten die hölzerne Wand der vor der Tür stehenden Stellage, schoben drei Laden herans, und drangen durch diese Öffnung ins Geschäftslokale ein. Als Diebswerkzeug benutzten sie die dem Krämer gehörige Holzhacke, die sie aus dessen Holzlege genommen sowie ein N,<> Meter langes Holzstück, das sie in eiuer anderen Holzlege gefunden hatten. Zwei tatvcrdächtige Individuen wnrden von der Polizei eingezogen. * (Ein ve rh ä n g n i sv oller Stoß.) Der Tischlergehilfe Johann Tokan geriet diesertage mit seiner 69jährigen Schwiegermutter Maria Oblak in einen Streit, iu dessen Verlanfe er ihr einen solchen Stoß in die Brust versetzte, daß sie Zu Boden stürzte uud sich den rechten Urin brach und den liuken beschädigte. Die Verletzte wurde mit dem Rettungswagen ins Spital überführt. — (Im städtischen Schlachthanse) wurden in der Zeit von 16. bis einschließlich 23. Iuui «5 Ochsen, 7 Kühe und 11 Stiere, wciters «1 Schweine, 131 Kälber, 39 Hmumel nud Böcke sowi? ^ Kitze geschlachtet, ttlx'rdies wurdeu in geschlachtetem Znstande 6 Schweine, 7 Kälber und 1 Hammel nebst 247 Kilogramm Fleisch eingeführt. ' (Gefunden) wurde: eine silberne Taschenuhr, auf der Südbalmstation eine granc Damenjacke, vier Regenschirme, ein Spazierstock, ein Damenstroh-Hut uud ein grauer Havelock. * (Verloren) wurde: eiu Geldtäsckichen mit 95 K, eine Zehnkronen-Note sonne eine silbechie Taschenuhr mit Doppeldeckel und silberner Panzer« kette. Telegramme ills l. l. 3tlegrlljljen-s«!lttsj>snilellz.8nttalls. Udine, 2. Juli. In Tolmezzo, San Daniele nnd Amaro wurden heute früh leichte Erdstöße verspürt. Laibacher Zeitung Nr. 149. 1395 3. Juli 1907. York Hrrald" und dcs „N^'wyort 3iln" aus Washington inrllVli, r^ sci dcr V^schlns; attaw N'0ldl,'n, scch ^hn Echlachlschisf^ „ach d<,'i» Stillen Ozoan zu scndl,':i. ^laur, d^r sch^n lange vor dor Sail Francisco Ang^ lcgcnhcit cntschu'dcn war, j^och zlN'i'lckA'stl,'llt nnird<>, ai5 die Schnlfrasso auftaucht^ da man es für nnklng melt, Japan zu dcninulngmi. Eino amtlichc Vcstä ngui^ dos Neschlnssos stcho uoch aus. Ausweis über den Stand der Tierseuchen in Kram für die Zeit vom 22. bis 29. Juni 1907. Es herrscht: die Nohlranlheit im Vezirke Adclsderg in der Gemeinde Zoll (1 Geh.); im Bezirke Krainburg in den Gemeinden Elsnern (1 Geh.), StraMe (1 Geh.); der Notlauf der Schweine im Vezirke Adelsbcra in der Gemeinde Wippach (1 Geh.); im Vezirke Gurkfeld in der Zirkle (1 Geh.); im Vezirke Laibach Umgebung in den Ge» memden St. Marein ,1 Geh.), Obcrlaibach (i Geh.): im Vez,rkc Nadmannsdurf in der Gemeinde Güriach (2 Geh.):! m, Vczirlc Nndolföwert in der Gemeinde Döbernik sl Gel,)' die Schweinepest im Bezirke Ndelsbcrg in der Gemeinde N'ederdorf (1 Geh.); im Vezirlc Gottschec in den Gemeinden NesMal (I Geh.,, Ossiunitz (^ Geh.): im Bezirke Gurkfeld m der Gemeinde Gnrkfcld (1 Geh,). Landstraß (I Geh.); im -Uezirke Lltta: ,n der Gemeinde Stockendorf (1 Geh.): im -Ueznke Lmtsch in der Gemeinde Altcnmartt (4 Geh.); im -Uezirle Rudolfswcrt in den Gemeinden Grofzlack (1 Gel,) Hömgstcin (4 Geh.). Et. Michael-Stopic (1 Geh.), Precna (l Geh.); nn Bezirke Tschernembl in den Gemeinden Peters« h°f (1 Geh.). Semitsch (5 Geh.), Suchor (1 Geh.), Wein-berg (1 Geh.); der Nläscheuausschlag bei Pferden im Bezirke Laibaä, Umgedung in der Gemeinde Äobrnnje (1 Geh.); die ilvutlranlheit ini Bezirke Stein in der Gemeinde Iarsche. Erloschen ist: der «otlauf der Schweine im Veznke Ndelsberg in der Gememde Butopje (1 Geh.); im Bez,rke .ftrainburg in der Gememde B,,choflack (1 Geh.); im Bezirke Laibach Um-«cdunn m der Gemeinde Dobrunjc (1 Geh.>; im Bezirke ^ adnlmmsd^ m der Gemeinde Gönach (2 Geh.), Vigann ..i« ^^'^.'" ^lrlc Rndolfswert in den Gemeinden Honig-stem (1 Geh.,, Scl,enbcrg 1 Geh.); m ""A (f Gch?!""" ^ ^"° Stein in der Ge. ^'Faw^3G!'7)'^" ""'^"'^ ^""sck,ee in der Gemeinde der Nläschenausschlag im Bezirke Nadmannsdolf in den Gemeinden Vresnil^ »I Geh.), Lanzouo (1 Geh.), Lecs (2 Geh.), Möschnach (I Geh.), Reifen (1 Geh.), Vigaun (1 Geh.), Vormarlt (1 Geh.), Laib ach. am 1. Inli 1W7. Verstorbene. Am 1. Juli. Anna Vregar, Rechnungsratswitwe, 6b I, GradaZcngasse Ift, Vitinm «orcÜL. Am 2. Juli. Agnes Kirschncr, Lokomotivführersgattin, 45 I., Maria Theresienstraße 8, Nki-a8mu8 »ouili». Im Zivilfpitale: Am 30. Inni. Johann Peterlin, Inwohner, «4 I., ^I^ocürüiti». (2568) 30-« Die erste krain. Chromographische Kunst-und Verlagsanstalt B^i» JT- Fröhlich Laibach, Chröngasse 17: ompiiehlt sich besten« zur Anfertigung von Ansiehtw-kari.cn in allen Ausführungen» Druckworteu Howi« aller in da* photographische Faoli ein-Mcnlägigeu Arbeiten. Portrait* in Nchwarz-kreide. Aquarell und Ölfarben. Telegramme: Fröhlich, Laibacb. (26^7) Depot der k. u. k. Generalstabskarten. Maßstab I: 75.00«. Preis per Blatt 1 X in Taschenformat auf Leinwand gespannt 1 X 80 l>. U. ll. »NW i zkl>. Vlllllhttzs AWilÜllW ___ in Ac^ibach. Meteoroloqische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe' W6-2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. y 2U. N. 727-8 26 8! S. z. starl teilw. bew. ^ 9U. Ab. 728 7 18 8! S. mäßig heiter 3 j 7 U. F. j 730-2 , 1b-0! W. mäßig Regm j » 9 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 21 ?', Nor» male 19-2°. Wettervoraussage für den 3. Juli für Steiermart, Kärnten, Krain und das Küstenland: Wechselnd bewölkt, mäßige Winde, warm, veränderlich, allmählich besser. Verantwortlicher Redakteur: Anton F u n t e l. 5 Vlnton Kirschner, Lokomotivführer der Südbahn i. N,, gibt im eigenen nnd im Namen seiner Kinder sowie im Namen aller übrigen Verwandten sämtlichen Frennden und Bekannten die tief» betrübende Nachricht von dem Hinscheiden seiner innigstgeliebten, unvergeßlichen Gattin, beziehungs» weise Mnttcr, Großmutter, Schwägerin und Tante, der Frau AM Arschm »ck Wusch welche nach kurzem schweren Leiden, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten, heute mn tt Uhr früh in ihrem 73, Lebensjahre selig im Herrn entschlafen ist. Das Leichenbegängnis findet Mittwoch den 3. d. M. um ',,l> Uhr nachmittags vom Trauer hause MariaTheresia'Strahe Nr. tt aus auf den Fricdhof zum Heil. Kreuz statt. Die heilige Seelenmesse wird in der Pfarrkirche zu Maria Verkündigung gelesen werden. Laibach, am 2, Juli 1W7. I Filiale der K. K. priv. Oesterreichischen Credit- jgdkc^ Anstalt für Handel und Gewerbe in Laibach ¦ AUtienlta-pitiU Iv 120,000.000«- *^^* Reservefond KL 63,000.000- (17tfl) I Kontokorrente. — Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen und Valuten. — Safe - Deposits. — Verwaltung von Depots. — Weohselstube. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblattej vom 2. Juli 1907. Nie notierten Kurse verstehen sich in ttronrnwährung. T>-detto (Iäu..I»ii) per k«sje 9? 7, 8?üc 4 2°/« ö. W.Noten Fcbr.Au«.) per Kasse......»U ,< <« g, 4 L«/„0.W. Silber (Ahril.Olt) per Kasse . . . . . «9,^ ftb öb »860 er Staatslose b0N sl. 4"/. >4t»2.' lb> i ^vsOer ,, ion fl. 4»< !8-vst, Investition«,-Rente, stfr., Nr. per Kasse . 8 >/,"/<, 8?'b0 K? 7(l zlsl»bahu.z!°a!»lchl.ld. oelschllitungen. Elisabrthl'nh» in G., steuersrei, ^. zu I0,mw fl. . . . 4«/« - - — - »ranz Ioses-Vah» in Silber (div. St.) . . . ü>/<'/n>20't>.'> !Li-ü5 «al. Karl LudlvinNahn (div. Stücle) Kronen , . 4"/< 97 3» «8 3< Nubolfbahn in Kroncnwähruna. steuerfr, (div, St.) . 4«/^ 9?'4b 98X! «orarlberger Bahn, steuerfrei, <0<> Kronen , . . 4"/„ 9740 88 ^< )n ll»al,lchuldotlschltlb«n»en at»,1l»»P,lle Gls«nb«l,n.Akil»n slisabeth-Ä. 2U<) fl. KM. ü' <"/„ Von 400 Krone» .... 4«ß'- 4«8 -detto iiinz.«»dwei« 200 fl. ü. W. S, ü2/<"/„ .... 34'ü< 43«'ül detto Salzburg Tirol 200 . «. N C. b°/„ . . . <25 - »2? - Veld Ware Yow Sillllte zu» Zahlung üb«. no»«tne ßlstnl>»hn>l>liotlläl»' 8>bllg»N»»»n. ^ohm. Westbahn, Em. 18»z. 400 Kronen 4 "/„. . . e», 40 3» 40 Elisabelhbahii KUN und »000 Ali. 'i ab io»>,..... N4bl)! 98 >,(, Valizische Karl Ludwig. Vahn idiv. St,) Cilb. 4°/„ . , g?ie 98 15 Un«.°aaliz, Vahn 200 fl, S. b°/„ ,09 2f> lw'25 «orarlberger Bahn Em. I884 ldiv, St.) Silb. 4«/. . . 97'7b !>8'7t Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4'/, ung. Goldrente per Nasse 111 05 lii'^ö 4°/<> detto per Ultimo in 0d 111 25 4°/» ung, Rente in lkonen. währ. stsrei per Kasse . . l>2 8b Ü^ 05 4"/„ dctto per Ultimo »»2 yo t» 10 3 >/,"/u dctto per Kasse . «i 7t> 8, »^ Ung. Prämien Nul, il loo sl. . 18« - 191 «ü betto k 5u sl. . I«»- !»l-8l Thcih°Reg,-L°s>' 4°/o , , , . ,4l?5 l4ll?^> 4 »/<> ungar, Grundrntl.-Oblia 92 50 ?3'4° <"/° lroat. n. slao. «nlndmtl.. Oblig........86— — - Andere öffentliche Nnlehen. «oe». «ande«.«nl. (biv.) 4«/° 92 1, 93 ic Vosn.»herceg, Eisenv.-Landes» «nlehen (biv.) 4'/,°/» . 98 zo 99 ö( 5°/<> Nonau-Reg.-Anleihe 1878 104- —-- Wiener Verlehr«-«nleih« 4°/« 97 8-, ^8 ^t dctto 1900 4 o/u 98 ll Ü8 1( Nnlehen der Stadt Wien . . 102 - l03 -detto (E. od. G.) . . , 120 — l!li -drtto (1894) .... »ö-5« 8?'5< betto (1898) .... 87-k< 9»b> betto (1900) .... 871.' 98 1! detto Inv.°«l.) 1902 . »?'/!> 98 V! Vörsebau°Unltl>en verlosb, b°/u 9?l,o S« d> Vulg. Etaatselsenb.'Hyp.'Unl. 1888 «old .... 6°/° 119'55 l20 i>< Vulg. Staat«. Hypothekar Nnl. 1882.....n°/o 119 4c l 20 4< Oeld Ware Pfandbriefe ,c. Vodenlr,,al!ss,0st.inb0I.»l.4«/u 90 Äöhm. Hupolhelenbanl verl. 4"/l, 88 Z- !19'25 ^enlral°Vod.-Kreb.-V!., üsterr., 45 I, Verl. 4V,°/u > - - 1015» 102 b< Zentral'Bov.^Kreb.-Vl., österr., 8b I. Verl. 4°/D ... 98 7« 99 70 Kred..Inft.,österi.,s.Vei!..Unt. ! u,öffentl.Nrb.Kat.^vl.4°/„ 8?'b> »sö« Lanbrsb. d. Kün. Gallzien und Lodom. ü?'/, I. ruclz. 4°/^ 96 - !»? - Mähr. Hypothelenb. verl. 4°/« 8« 9< 97 >w N..ljsterr.Landcö.Ht,P.'»lnst.4"^ 98 25 U9'25 detto.2"/«Pr.uerl, UV,"/« 917t 92 7i> detto K.'Schuldsch. veil. 3>/,°/„ 915, 92 b<> betto verl. 4"/<> 98 li, U9 lö Oslerr.'ungai. Äanl b0 jähr. veil, 4°/u ö. W..... 8» > 5 n» 05 detto 4°/» Kr..... 99 Lü 10« Zi, Sparl. 1. öst.. 60 I. verl, 4»/« 100- iuo 4^ Eisenbabn-PrioritätS. Obligationen. sseidi«and«.Nordbahn ltm. 1886 — - —-- detto Tm, 19«4 — - — — Öslerr. Nordwestb, Wu fl. E. , 103 2b 104^.' E laatsbahn 500 Fr..... --- — - Oübbahn i^ 3°/<> Jänner. Juli 500 Fr. (per St.) , . . 294'b< L9S bl Sübbahn k 5"/„..... 182 - 12« ^ Diverse Lose lper S^ücl). Plrzwllilyl fos». 3°/u Äodenlredit.Lose Em, 1880 258'5< 2«» k« dett« Vm. »889 ««4 bl> 274 b, ü",o Donau»Regulierungs«Lose 100 fl, °. W..... 243 5l! 253 5« Verb, Präm.'Anl. v, 100Fr.2»/o 81- 101- zln»,rzlu»lich, ffos,. 1 Bubap..Vasilila (Dombau) ö fl. 20 üs 22 ii > Nreditlusc 10U fl...... 427— 437 - l tzlaru.liose 40 fl. K. M, , . 1ä4 - 144'- 5 Ofener Lose 4» fl..... I«7- 197- , Palfsu.Uose 4» fl. K. M. . . 17>i- i»«- Roten Kreuz, öst. Ges. v., 10 fl. -lb— 47- r ckoten Kreuz, una. Ges. v., b fl. 2« «0 289« Rudolf.Lose 10 fl...... f«>- 75- l LalM'Luse 40 fl. K. M. , 189 5C 199 5« «eld Ware Türl. E..«.>Anl. Präm..0blig, 40« Fr. per Kasse . . . 1«4 ?ü 185 ?' betto per M. ... 18515 i»6 id Wiener Komm,.Lose v. 1.1874 —-- — _ Vew,.Vchd. 3°/«Präm..Schuldv. b.«obenlr,.Anst. G„. 188« 73— 82- «Men. Hlnn»porl>zlnlen»thmnngln. «ussig.Tepl, Liseilb. 500 fl. . > ^ Alchül. Norbbahn l50 sl. , . »4?-— 84»-^ > 'i!usch fl. per UN. W8','- iu«L -' 3onau . Dampfschiffahrt«»Ges., ' 1., l, l. prlu., 500 fl. KM, 1001 — i»>l>2 ^ ' Dux.Äudenbacher Eisb. 400 Kr, 5^3— b«2lz! ^erdinandö.Nurdb.iuUN sl.KVl. b3tn — b3S<>-- llemb..Ezern.>Iassy»Eisenbahn» ' Gesellschaft, 200 fl. S , 5815« 563'- ) Noud.österr.,Trieft.,5UUfl.KM. 454— 4ä«- bslrrr. Nurdwestbahn 200 fl. S. 425 — 420-belll)(Iit, «,) 223- Ztaalseisb. 200 !'!,S, per Ultimo 652 25 85» 2i Lttdb, 200 fl. Oilber per Ultimo 136 50 1»? 5« Lüdnurdoeilllchr Verbinbungsb. 2U0 fl. KM......39S- 401- !> Tramway. Ges., neue Wiener, Prioritätö.Ultien 100 fl. . — — —-- Ungar. Wtstbahn («aab»Vraz) 0 20« sl. S.......40»'— 4S4?! «jr. Lolalb..«Nien.Ves. » fl. 26a-------------- V«nlen. Äilglu.Österr. Äaul, 120 ft. . . »08 — »04 - Vanlveirln, Wiener, per Kasse —'— —»- detto pci Ultimo . . . 58» 75 534 7 Aodenlr..«nsl. öslerr., 200 fl.S, <022— 10255 ' Zenrr.»Vod.»Nrebb. «st.. 200 fl. 5«6— 549 -»treditanstalt für Handel und Gewerbe, 16l> fl., per Kasse S4?'l» «4« ö " dctt« per Ultimo 64975 «»0'7 Kreditbanl alla. u»g,, L»0 fl, . 74? 50 748 5 Depositenbank, allg., 2!»' sl, . 461- 432 -Eslompte > Gesellschaft. nieder. öslerr,, 4,»0 Kronen . . . 55» — üö» > c> Oiro. und »tassflwsrei», Wlenef, 200 sl........ 457- 45«'- - Hypothelenbanl, österreichische, 200 sl. 30°/u E.....88s— 29« - - llänbcrbanl, ötterr., 2U0 fl. per Kasse....... -- —-. <> detto per Ultimo .... 484 — 4»5 - „Merlur", Wechselst.. «ttien. 0 Gesellschaft, 200 fl, . . . 60S'— «n<- <«elb War. Öslerr,«ftlie.ffnt»Ml!>«un,lN. Vaiiges,, alia, österr,, in» fl, . ,21— 125'— PriixcrKulilt'nbergb,-Ges.100fl. 725— 785 — Hise!!bal,!lw.>Leihg,, erste, 100 sl. 195- 1»9 — ,.Elbem!chl", Papierf. ». N..O, 192— 194 — Eleltr-.Oes., allg. 0fterr,,2oo fl, 481— 4U2 — betto U78 — Liesiuger Brauerei 100 fl, . . 2N» - 2?0 — MontllN.Ge!ellsch,,österr,.alplne 578 75 579 7b ,.P°ldi.Hi!tte". TiegelauWahl. ss..'.'l..O. 200 fl, , . . 482 - 436 -^ragei Eisen. Ind,» Ges. Vm. 1905, 200 fl......2588 — 2598 - Rima»Mnrany > Ealgo.Tarjaner Eisenw. 100 sl..... 536— 5»? — 2ala.ll.Tarj, Ntelnlohlen ino sl, 578— 581 — ,,Schlüglmilhl", Papiers,, »osfl. 248- 354 — „Schodnica", «,.<». f. Petrol,. Ind., 50« Kr..... bOb — l.15 - „Eteurernmhl", Papierfabril und «,.G...... 440'— 446 — Trifaller Kohlen«.««. 70 fl. , 250'— 254 — lürl. Tabatregie.Vrs. 2NU Fr, per Kasse , —-— — - detto per Ultimo 4^4 — 42ä -Wllffenf..«el.. österr,. in Wien. 100 fl........ 52»- Oil»- Wagaon.Leihanstalt, allgem.. in Pest. 400 Kr..... —-— -'- Nr. Baugesellschast 100 fl. . . l58 - ««" Wicnerberger Ziegels,.M..Ges, 736 - 740'- Devisen. Kull» Slchlen nnd Scheck». Amsterdam....... 189? jg9g Veutsche Plätze...... ll? 7ü li?« Bonbon......: . 840-75 241-- Italienische Vanlplähe . . . 92'90 9«-- Paris......... ?? 55 95-^ Zürich und Vasel .... »ü 8« 95 «^ Valuten. Dukaten ....... ,1-uz zz z, 20'Franten-VlÄcke..... l» 15» 1« i<, 2«.Marl-Ttücke...... 2350 "^, Deutsche Neicb,«banlnoten . . 1,7.75 ,1? S ^lalieiüjchl,' Vanlnoten . . . «z 80 96 2 Rubel Noten . . , 8'51" z z^l I von Keulen, ^^dbH^sfnTl*rtorlt«t«uT Aktien, I JF« C» ]MiSl.yCMt* I PH Vat - Depot» (Safe - Deposits) I I______(4)_______LOB-Verslcherung,_______________________________________I.aibaeh, HtrttnrKnH»v._____________ ' Virzliui| via Birtlllifei lB~Üiüite-Kirr«Bt »d iuf filri-Kiati. |