^tr. 229. Donnerstag, 7. Oktober 1886. 1U5. Jahrgang. Macher Mum. "««t 3n,««..^?/"lahl^, 5.50. ssllr bi« Zustellung in« Hau, gan.jHhr!»'«, l. - Insertl»ne«bür: Für -^^ '"''«ate bi« ,u 4 Leilen 25 k„ «rohere pr. ^eile « ll.: bei öfteren Wiederholungen pr. Zeile 3 li. Dlc „Laibacher Leitung" erscheint tiigllch m — Wien, 5>. Ollober. lletH.s^ginn der heutigen Sitzung des Abgeord-Genoss., "^^ten die Abgeordneten Dr. Magg nud Illstj!' "u« Interpellation an den Herrn Leiter dc", ei>>r,l ss','"l''l"s wegen der Iournalmcldnng über ^ dill,», ^' «"" bas Prager Oberlandesgerichts-Präsi- ^ ^erlm^?Ä"^ bie innere Dienstsprache in diesem ^len°/ ^richtssprcngel. Die Abgeordneten Dr. vun c»ls ^ .^. Exner. Wrabetz und Genossen brachten 1.) eine,, ^'Antrag °^i Gesetzentwürfe ein. nämlich: nisati^/ Gesetzentwurf iiber die Errichtung nnd Orga-illier da» mi Arbeiterkammern; 2.) einen Gesetzentwurf rathe- ^'".ahlrecht der Arbeiterkammern znm Reiche " ^eicf>ä"""' Gesetzentwurf über das Verfahren bei der H^rathswahl der Arbeiterkammcrn. Inbetressz chilis ^'".'U'gsuorlage wegen nachträglicher Ausglci- i der G^.^ '"' Etat des Stäatseisenbahn-Betricbes ans l"l-hrers"?'^ ^" Jahre 1«81 bis 1885 erwachsenen ^/'"roermssrs beantragte Abgeordneter Zeithauimer l die Zuweisung an den Blldget-Ansschuss. Abgeordneter i Dr. Schaup meldete sich zum Worte. Der Präsident erklärte jedoch, ehe er dem Redner das Wort ertheilt, dass er die erste Lesung dieses Gegenstandes, falls sich an denselben eine Debatte knüpfe, auf eine nächste Tagesordnung sehen werde, weil der Herr Finauzministcr^ welcher 'heuie durch eine gemein> same Ministerconferenz verhindert sei, sich an der Debatte zn betheiligen wünsche. Abgeordneter Dr. Schaup ist mit der Vertagung einverstanden und behält sich^ das Wort für die' nächste Sitzung vor. Der Gegenstand wnrde demnach von der Tagesordnung abgesetzt. Es wurde hierauf die Berathung über die Novelle znm Exeentionsverfahren bei i> 4 wieder aufgenommen. Der betreffende Paragraph nornuert. dass cine Execution auf bewegliche Sachen zn nntcr-^ bleiben hat und die etwa vorgenommenen Executions-schritte als nnwirksam zu erklären sind, sobald stch mcht erwarten lässt, dass der Erlös für die zu verkaufenden Gegenstände einen Ucberschuss über die Kosten dieser Execution ergeben werde. An der Debatte zu diesem Paragraphen' betheiligten sich die Abgeordneten Kro-nawciter. Mcngrr, Pattai, der Rcgierungsvcrtreter Dr. Steinbach lind der Referent Dr. Fanderlik. Während der Rede des Abg. Dr. Menger erschien um halb 1 Uhr König Milan von Serbien in der Hofloge. In seiner ! Begleitnng befanden sich dessen Adjutant nnd Minister Ziemialkowski. Zur Begrüßung hatte sich alsbald auch der Präsident Dr. Smolka eingcfundcu, von welchem !sich der König über die Parteigruppicrnng und über ^den in Vrrhandlnng stehenden Gegenstand Aufschlüsse geben ließ. Die Aufmerksamkeit des Hauses nnd derGal-lcrie war während der nahezu anderthalbstüudiqen An« Wesenheit König Milaus eine sehr getheilte und wandte sich mehr der Person des Königs als dem Gegenstände der Tagesordnung zu. Vor der zweiten Rede Pattai's verließ der König den Parlamentssaal. Abg. Dr. Mcngcr führte aus, dafs durch d,e ! Bestimmung des 8 4 jede Execution auf ganz legale Weise auf mindestens ein Jahr werde verschleppt wer-, den können und dass durch dieselbe überdies die Thä> tigkcit der bestehenden Schiedsgerichte werde illusorisch^ gemacht werden. Er beantragte einen Znsah dahin, dass auf Exccutionsführungen in Rechtsstreitigleiten, welche der Handelsgcrichtsbarkeit im Sinne der Htz 38 und 39 des Einführungsgcsrtzes znm Handelsgesetze zugewiesen sind, sowie auf wechselrechtliche Executions gegen Kaufleute diese Bestimmungen des tz 4 keine Anwendung zn finden haben, gleichviel, ob diese Rechtsstreite von staatlichen Gerichten, vor kaufmännischen oder son« stigen Schiedsgerichten verhandelt worden sind. Abg. Dr. Pattai erklärt sich gegen die Anträge des Vorredners nnd plaidiert für Annahme der Ausschussanträge. Regierungsvcrtreter Minisierialrath Steinbach will dem Abg. Menger gegenüber nicht erst die Schwierigkeit des Zustaudekonimens so umfassender Gesetzeswerke wie die Civil-Processorduung betonen, macht jedoch darauf aufmerksam, dass die Verschiebung dieses im Interesse der Humanität so dringend nothwendigen Gesetzes bis nach Zustandekommen des neuen Civilprocesses mit der Vertagung der Sache a<1 ^re^c«,» ca-Icinw^ gleichbedeutend wäre, durch die Annahme der Anträge Menger, welche sich bezüglich dcr Wirkungen des tz 4 gcmz ungerechtfertigten Besorgnissen hingeben, würde eii, großer Theil des Nutzens, den mau mit diesem Gesetze beabsichtigt, vereitelt. Nachdem noch Abg. , Dr. Menger repliciert und Dr. Pattai daranf erwidert hatte, wurden nach dem Schlussworte des Referenten Dr. Fanderlik die Anträge Kronawetter uud Menger abgelehnt und tz 4 in der Ausschussfassung angenommen. Dcr tz l, normiert, dass in Streitfällen über die Anwendbarkeit dcr U 1 bis 4 (Ausnahmen von der ', Execution) das znr Vornahme der Execution berufene Gericht nach freiem Ermessen durch Bescheid unter ! Bekanntgabe der Entscheidnngsgründe zu erkennen habe. ! Gegen eine solche Entscheidung ist der Recurs zulässig. if 5 wurde unverändert angenommen und hierauf die Verhandlung über diesen Gegenstand abgebrochen. Der Präsident gab hierauf das Resultat der Ergänzungtzwahlen in die Ausschüsse brkaunt. Gewählt crscheiuen in den Wehr-Ansschuss: Abg. Oberndorfer; in den Vcrzehrungssteuer-Ausschnss: Abg. Dr. Gregore; in den Socialistcn-Ausschuss: Abg. Wenger; in ^ den Erbthcilungs-Ansschuss: Abg. Vrany; in den Peti-^ tions-Ausschuss: Abg. Hren; in den Börsesteurr-Aus-schuss: Abg. Dr. Vitezic; in den Wahlreform-Ansschuss: Abg. Carton; in den Sprachen-Ausschuss: Abg. Alois Feuilleton. Das Karlstädter Thor in Laibach.* ^ vo/flls""serm Spazicrgange durch die Stadt, wie leeren w ^"°" hundert Jahren gewesen, wollen wir Mdter I<ä"6 beim ältesten Stadtthore. dem Karl-^ter T^ ' ^^"' D"s Karlstädtcr oder Alten> ^ blM?^'" der Landessprache auch pi.^na vi-at» ,^. der N.?l) aenannt. ^r eines der ältesten und ' '"er S^! gleich entstanden. Von der Unter-!n' Geist» .. ""^ ber Stadt nähernd, passieren wir ??se z^ die ,m Jahre 1774 vollendete steinerne Kl um bm Grnber'schen Dnrchstich." Der Weg Mer «^ ."' ein paar elenden Hänschen dcr Karl-?°"a!l^^^ "oniber. Am Ende derselben und !^ dicke V ""lstädter Thor anstoßend, erinnert uns -^'backer N'-^'^^ule au die rastlose Thätigkeit dcr Ii>s hän./"^- Au der steilen Lehne des Schloss-Ue Glock ?.^ ^'^ lchun seit Jahrhunderten hier befind-, V' ein A"berei, beren Besitzer vor hundert Jahren, U> diel^'^""-^ Ueber die niedere Be-! N^bH .^^^^ ra..t auf der Höhe des! Huntes °^?. ä""' Schutze des Karlstädter Thores ^^^ mächtige Fort. die sogenannte «hohe Ba-. 'N^^'Nenden ^l'^"'" blatte bereits augckilndiaten, dem-! '"lhs./?"d "ss .^?' ^s Herr» Pr°f. Johann Hrhovec: ^ttlw'^im 5" "'s "aibachs Verqangcnhcit.. aus welches ">" hiemit dN, ^ '"r den Fachmann hochmtercssanle "° "usinerlsanllcit unserer Leser lenlen. ^ ^^iitthril...., . A)" Redaction. Z bis ^'Ulngen des historischen Vereins silr Krain». 184«, bellen in vielen ^asci^. stei», Achtnng gebietend empor. Zur Linken lachen uns fette, dem Laibachcr Sladtlnagistratc gehörige Wiesen an, deren Fruchtgeuuss den Magistratsniitgliedern den z Rathsherrcn, überlassen worden war. Das ljt die .Prühl». . ^. Dem Karlstädter Thor nns nähernd, werden w,r schon von weitem vom Thorwartel bemerkt, der stch ^ auf unfern Empfang vorbereitet. Zu jeder Tageszeit,st ^ uns der Eintritt in die Stadt nicht gestattet, denn die Stadtthore werden im Sommer nm 9, im Winter nm 8 Uhr geschlossen.* Wer diesen Zeitpunkt versäumt, für den ist das Betreten der Stadt ganz und gar unmöglich, denn dcr Thorsperrcr ist ein gewissenhafter Mann und hat am Ncujahrstage seinen reu, den ihm obliegenden Pflichten auf das punltNcM nachzukommen, nach Thorschlnss niemanden meyrm die Stadt einznlassen und in besonders gefährlichen heilen sogar jeden Abend die Thorschlüssel dem ^ur-aermeister zn überbringen." Sollte jemand m oer Nacht den Einlass begehren, so habe einzig "nd aUem der Bürgermeister das Recht, denselben z",Zw""m. Unbemerkt können wir die Stadt mcht betreten. > denn dcr Thorwartel und der Thorsperrer haben cyar^ Auaen nnd sind bei Verlust ihres Amtes verpflichtet., jeden nach Laibach kommenden Fremden soglelch beim, Bürgermeister anzuzeigen. Auch sonst sta"dw d'e^r-, qer unter der strengen Controle des Magistrats A^, dem Jahre 1564 hat sich im Stadtarchiven, »ger-mcistcrgebot erhalten, eine interessante Norm fur das > Verhalten der Bürger Laibachs in und nutzer dem Hause, f Darnach wnrde befohlen, «dass - Valvasor, XI,, paß. 6«?. ** Gcrichlsproiolull 15W. *""- Gcrichtsprotololl 1552. f Fasc. Miscel. 1.) ein jeder Bürger in seinem Hanse sich selbst des Gotteslästcrns und grcnlichen Gottesschändens ganz enthalten, auch solches seinen Kindern und seinem Gesinde nicht zusehen, noch gestatten soll. 2.) Es soll kein Weinleutgeber (Wirt) und Gastgeber zuuächst über neun Uhr den Trinkern und müßigen Sausern im Hause einen Wein geben, noch viel weniger spielen lassen nnd Aufsitzern zusehen noch gestatten, sondern das alles hiemit eingestellt sein. 3.) Es soll auch über neun Uhr niemand weder mit Saitenspiel, Lautenschlagen noch Pfeifen oder an-dcrm Ungebürlichen auf der Gasse nicht umgehen, singen, jnkhzen (jauchzen) noch schreien oder sich in solcher Maßen an der Gasse betreten lassen, in keinerlei Weise; welcher darüber befunden, der foll der Nothdurft nach gestraft werden. 4.) Gleichermaßen wird den berührten Gastgebern und Weinschenken damit geboten und ernstlich auferlegt, dass sie niemandem, weder Fremden noch Bürgern, Handwerkern noch andern Junggesellen vor der Predigt und Gottesdienst weder Suppe noch Wermut oder andern Wein (nicht) geben. 5.) Den Wirten, Gastgebern, Weinschenken, so Gastung halten, wird hierbei bei ihrer bürgerlichen Pflicht auferlegt, geboten und angebunden, dass ihrer jeder, als oft und zu welcher Zeit ein fremder Gast hiehcr zu ihm in die Herberge ankömmt, von derselben Stunde an, wunn er ankömmt, fragt und dann alsbald dem Herrn Bürgermeister anzeigt, damit die Obrigkeit davon jederzeit ein Wissen habe. — Der Arantwein soll dieser Zeit in der ganzen Stadt auszuschenken und feilzuhalten eingestellt und verboten sein. Auch wiro allen nnd jeden Bürgern inner und außer der Stadt in Ansehung der jetzigen Lauften bei Pön und Strafe illlibachei Heituna Nl. 229 1872 7. Oktober 1886. Prinz Liechtenstein; in den Gewerbe.Ausschuss: Abgeordneter Pernerst orfer. Die Abgeordneten Dr. Kn o h und Genossen richten eine Interpellation an den Herrn Ministerpräsidenten dahin, ob dem Officierscorps der Prager Garnison der Besuch des im deutschen Casinogebäude in Prag befindlichen Gasthauses thatsächlich untersagt wurde und bejahendenfalls, wie ein solcher Erlass begründet uud gerechtfertigt werde. — Die Abgeordneten Steiner, Picht er und Genossen interpellieren den Herrn Finanzminister, wann derselbe das bei der Grundsteuer-Regulierung vorgesehene Gesetz über die Steuerausglei-chung vorzulegen gedenke. Nach Verlesung der Interpellationen wurde die Sitzung um 3 Uhr geschlossen und die nächste für Freitag den 8. Oktober anberaumt. Handels- und Gewerbelammer fiir Kram. IV. b) Zuschriften der k. k. Landesregierung: 1.) Die k. k. Landesregierung hat die Mittheilung gemacht, dass in den Hauptferien des Schuljahres 1885/86. in der Zeit vom 18. Juli bis 28. August 1886. an der Staatsgewerbeschule in Graz für Lehrer der Zeichenfächer an den allgemeinen Fortbildungsschulen in Kram ein Ferialcurs abgehalten werden soll mit dem Unterrichte im geometrischen und Projections-zeichnen. Freihandzeichnen, Zeichnen der Säulenordnun« gen. Fachzeichnen für Baugewerbe, Fachzeichnen für mechanisch.technische Gewerbe und für Kunst- und Kleingewerbe. Zur Durchführung dieser Curse hat das hohe l. l. Handelsministerium auf Ersuchen des k. k. Ministeriums für Cultus und Unterricht die Handels- und Gewerbekammern eingeladen und ermächtigt, ihren finanziellen Verhältnissen entsprechende Stipendien für Curstheilnehmer zu bewilligen, wenn auch in deren Budget pro 1886 für solche Stipendien nicht vor-geforgt ist. Die Kammer hat ein solches Stipendium im Betrage per 50 st. bewilligt und selbes dem Lehrer Herrn Johann Krulec in Laibach verliehen. 2.) Die Zuschrift, betreffend die den Gemeinden Gora und Bründl ertheilten Bewilligungen zur Ueber-tragung je eines Marktes. 3.) Die Zuschrift mit dem Ministerialerlasse über die Frage, ob die Antiquitätenhändler in die Kategorie der Trödler gehören und somit auch zur Führung der für das Trödlergewerbe vorgeschriebenen Bücher verpflichtet sind. Bei der Entscheidung dieser Frage ist der Umfang der Eewerbsbefugnisse der Trödler uud der Antiquitätenhändler wohl auseinanderzuhalten und zu beachten, dass die Berechtigung der Trödler zum Gin- und Verkaufe von gebrauchten Sachen nicht in der Weise zu deuten ist. dass denselben diese Berechtigung mit Ausschluss aller anderen Geschäftsleute zusteht. Andererseits gehört der Antiquitätenhandel nicht zu den concessionierten Gewerben, da dagegen der Umstand spricht, dass die Antiquitätenhändler zumeist protokollierte Kaufleute sind und als solche ohnedies Bücher führen muffen. Auch handeln Antiquitätenhändler im allgemeinen nur mit Gegenständen höheren Wertes, verkehren daher auch mit einem anders gearteten Kundenkreise, so dass die bei den Trödlern gebotene polizeiliche Ueberwachuuq bei den Antiquitätenhändlern nicht in gleichem Maße in Betracht zu ziehen ist. Aus diesem Grunde siud Autiquitätenhändler zur Führung der für die Trödler vorgeschriebenen Bücher nicht verpflichtet. 4.) Die Zuschrift mit einer Erläuterung, betref» fend den Handel mit gebrannten geistigen Getränken, zufolge welcher den Erzeugern von Spiritnosen sowie überhaupt den zum Handel mit Spirituoseu berechtigte» Gewerbetreibenden weder verwehrt werden kann, in ihren Nebenlocalitäten (Magazinen) gebraunte geistige Getränke in unverschlossenen Gefäßen am Lager zu halten, noch dieselben in von der Partei beigebrachten oder vom Erzeuger, beziehungsweise von dem zum Handel mit Spirituosen Berechtigten selbst beigestellten Gefäßen zu verkaufen, soferue die in Frage stehenden Nebenlocali-täten den Kunden nicht zugänglich sind, die Gefäße in diesen Nebeulocalitäten in Abwesenheit der Parteien gefüllt und handelsüblich verschlossen werden. 5.) Zuschrift mit dem Erlasse des hohen k. k. Handelsministeriums über die Frage, ob Pächter und Stellvertreter vou Gewerben Mitglieder der für diese Gewerbe errichteten Genossenschaften sein können, be» ziehungsweise sein müssen, oder nicht. Im Erlasse wird ausgeführt, dass es einige Gewerbsinhaber gibt, die ihr Gewerbe nicht persönlich betreiben, sei es, dass sie nicht berechtigt sind, sei es, dass sie nicht die physische Eigenschaft dazu besitzen oder es vorziehen, obwohl dazu fähig, dasselbe durch einen Pächter oder Stellvertreter ausüben zu lassen. Dem Gewerbsinhaber stehen aber sowohl in seiner Eigenschaft als Mitglied der Genossenschaft, als in seiner Eigenschaft als Arbeitsgeber und Lehrherr Rechte zu uud liegen ihm Pflichten ob, die mit dem Betriebe des Gewerbes verbunden sind, die sozusagen dem Gewerbe anhaften. Es unterliegt nun nicht dem geringsten Zweifel und wird durch mehrfache positive Gesetzbestimmungen unterstützt, dass die Rechte mid Pflichte», welche dem Gewerbsinhaber in seiner Eigenschaft als Genossenschaftsmitglied, Arbeitsgeber und Lehrherrn aus der Gewerbe-Ordnung zustehen, insoweit nicht einzelne dieser Rechte und Pflichte» der Natur der Sache nach nur auf die Person des Gewerbsinhabers Anwendung finden, auf den Pächter oder Stellvertreter übergehen. Die aus dem Genossenschaftsuerbande sich für den Gewerbsinhaber ergebenden Rechte und Pflichten sind aber keine solchen, welche nur auf die Persou des Gewerbsinhabers Anwendung finden können, da dieselben lediglich durch die Thatsache, dass im Sprengel der Genossenschaft ein Gewerbe, für welches dieselbe besteht, betrieben wird, begründet werden und die Persönlichkeit des Gewerbs» inhabers hiebei ganz außer Betracht bleibt. Aus diesen Gründen ergibt sich, dass wohl nur der Gewerbsiuhaber, d. i. derjenige, welcher das Ge< werbe angemeldet hat, oder auf dessen Namen die Concession lautet. Mitglied der Genossenschaft ist. dass aber die aus diesem Verhältnisse entspringenden Rechte und Pflichten, falls das Gewerbe durch einen Pächter oder Stellvertreter ausgeübt wird, nur durch diesen ausgeübt werden können. Es werden daher, unbeschadet des Regressrechtes. Genossenschaftsumlagen von dem Pächter und Stellvertreter zu zahlen sein. Das active und passive Wahlrecht in der Genossenschaft wird dem Pächter und Stellvertreter zustehen. wird aber hinsichtlich d^ Gewerbe-Inhabers, der das Gewerbe nicht vrrMla, betreibt, mittlerweile ruhen. . Nachdem die Genossenschaft wohl eigentlich eu> Inleressenveriretung für alle ihr gehörigen Gewero ihres Sftreugels bildet, somit jedes einzeli'r Ocww in der Genossenschaft seine Vertretung zu finden ^ uud jedem einzelnen Gewerbe die gleichen N^M u Pflichten gegenüber der Genossenschaft zustehen, so M hieraus, dass die durch den Betrieb eines Gewero begründete Verpflichtung zum Veitritte in die Oe„o,,e' schaft auch uur für Eiue Person gelten kann; dW' daher nicht anqienge, sowohl demjenigen, welcher ! Gewerbe verpachtet oder durch einen Stellvertreter a üben lässt, als auch dem Pächter oder Stellvellw desselben die aus der Mitgliedschaft zu einer Gen"'" schaft entspringenden Rechte und Pflichten 5^"^,!»^ Es wird daher der Gewerbsiuhaber und sein M^ oder Stellvertreter nur als Eine Person angesehen " > somit auch der Pächter oder Stellvertreter nicht " pflichtet werden können, überdies noch für seine G Person der Genossenschaft als Mitqlied beizlltreten^ Politische Uebersicht. ^ (Parlamentarisches.) Aus Wien wird'^ gemeldet, dass das Abgeordnetenhaus vorläufig wo°i' lich zwei Sitzungen halten werde, bis der A"^.he,l Ausschuss die Ausgleichs-Verhandlungen erledigt ^,^ wird. Zunächst werde, und zwar vermuthllch .^,. Oktober, der Gesetzentwurf über das Zoll- ".""Hje delsbündnis vor das Plenum gelangen. D«e ^z hat beschlossen, den Ausgleich zu votieren, ^ ^ von der Erfüllung der 'Sonderwünsche der eW ^ Fractiouen der Rechten durch die Regierung avy ,^ zu machen. Die Czechen sollen denn auch W < hie Forderungen, welche recht weit girngen, !^/'<«B», Frage der czechischen Aufschriften auf den »""s,^ fallen gelassen haben. Nur hinsichtlich der 6"°"^ hosten sie. dass es ihnen gelingen werde, bic ^" ^>> der zur Bestreitung der Exportprämien ben» Summen um eiue Million durchzusehen. A„d" (Feststellung des gemeinsamen ^,„g gets.) In Angelegenheit der dcsinitiven M! ^, des gemeinsamen Budgets hat vorgestern in ^ ^ei'i Mittagsstunden eine gemeinsame Minister »^^ stattgeflmden. welche 'im Hinblicke anf den U ' ^, dass der Kriegsminister sich von seinem DM.^ heN wohlsnn noch nicht vollkommen erholt hat, ^he Räumen des Kriegsministeriums abgehalten ^»i Die bezüglichen Berathungen sollen milnnehr l" Drunter dem Vorsitze des Kaisers abzuhaltenden ^ rathe zum endgiltigen Abschluss gelangen. ^)Al (Ein.Erlass des Iustizm inister^ Minister uud Leiter des Justizministeriums y" ^s dem 23. September l. I. folgende Verordnung ^»' Oberlaudesgericht in Prag erlassen: ^^./.„Ne^ Oberlandesgerichte vorkommenden sehr zahlre'^ ^l' setzungen obergerichtlicher Erledigungen auf "" ^D^ weibliche Maß zu beschränken.'finde ich "^ ^ dass vom 1. Jänner 1887 angefangen bem ^,-landesgerichte in allen Fällen, in welchen t» ,^^ gung nur in einer der beiden Leib und Guts hiemit ernstlich auferlegt nnd festiglich geboten, dafs ein jeder, der da Gäste und Gästinnen hat, die an die Arbeit um- und ausgehen oder sich an das Land begeben, jetzt von Stunde an nach dieser Verkündigung unverzüglich und auf längstens 3 Tage aus seinem Hause hinlege, von sich thue und abschaffe und hinfür keiner ohne der Obrigkeit Wissen und Wollen keine Gäste zu sich in sein Haus zur Beherbergung annehme, auch dass keiner unnöthigerweise in der Stadt keine Büchse abschießen soll. — Auch wird allen Bürgern hiemit auferlegt, dass sie keine Knaben noch andere Personen, die von fremden Oertern Hieher oder anheim kommen, zu sich in das Haus ankommen lasse noch nehme oder aushalte, viel weniger Gemeinschaft mit ihnen halte oder etwas pralticieren lasse; it6m, welchen Bürgern Spieße zum Muster jüngst-lich geliehen worden, dieselben sollen sie unverzüglich zu dem Herrn Richter antworten (d. h. sie zurückstellen), «uch wird den Bürgern geboten, dass ein jeder ein Wehr (Gewehr) jederzeit bei sich trage. Solche Artikel sollen die Viertelmeister innen und außer der Stadt von Haus zu Haus ansagen, genugsam embmden und verkündigen, auch jedem solchen allen Gehorsam zu geben auferlegen, damit sich alle diejenigen, so solches berührt, darnach zu richten haben und vor Schaden zu verhüten wissen. (26 Juli 1564) * Eine andere im Jahre 1562 erlassene Verfügung des Bürgermeisters bestimmt, dass den Fremden außer sie wären innerösterreichlsche Bürger, in der Stadt «ein Gewehr auf Leder oder ohne Leder, zu tragen verboten sei." H Fasc. Miscel. " Fasc. 264.___________ Ihr Zöeal'. Nach dem Dänischen des Carit (ktlar. I. An einem Sommertage im Monate Juni rollte ein hübscher, reich ausgestatteter Reisewagen längs der sandigen und holperigen Landstraße von Varde nach Koldiug dahin. Der Wagenschlag trug ein gräfliches Wappen, auf dem Bocke saßen der Kutscher und ein Jäger in dunkelbrauner Livree, auf dem Hintersitz eine dicht verschleierte Kammerzofe, und aus einem offenen Fenster kam von Zeit zu Zeit das Antlitz eines älteren Mannes zum Vorschein, welcher die Blicke nach den Wollen richtete, die ein kalter, scharfer Wind am Himmel vorüber trieb. Vor dem anderen Fenster saß eine junge Dame, in einem weichen, gefütterten Reisemantel eingehüllt, blass und anscheinend leidend oder jedenfalls überaus abgespauut von der anstrengenden Reise. Sie hatte sich in dem Wagen zurückgelehnt, nnd zwar nach wiederholten Versuchen, sich die bequemste Lage zu verschaffen. Ab und zu tauchte unter dem Mantel ein äußerst zierlich gebauter Fllß hervor. Hin und wieder auch richtete sie ihre großen, gedankenvollen Augen mit einem redend traurigen Ausdruck auf ihren Vater. Begegnete dann ihr Blick dem seinigeu. so lächelte sie ihn an. streckte ihm ihre kleine, weiße Hand entgegen und versuchte hierauf einzuschlummern. Bei jedem dieser Versuche verhielt der alte Herr sich still und nnbeweglich auf seinem Platze; seine Augen ruhten unverwandt auf den ihrigen, wie wenn er einen Schatz bewachte; er hielt sogar fast seinen Athem an, um nicht ihre Ruhe zu unterbrechen. Die beiden Reisenden waren der G"'"" ^eii von Povitz und dessen Tochter Gazela. ^'".^ Z^ d^ Frühjahr auf eiuem ihrer großen ^?Mi,ed""' laud verlebt, wo der General nach seinem ^'^„ ^ dem Staatsdienste sich völlig den Wiss"'^ ' ^ '^ widmet hatte. Nun war ihm stiw's der ^ ^ seine kränkliche Tochter eine Reise »ach ^>'U a»gerathen worden, und zu diesem Behufe hghi^ in'der Kalesche durch den sturmbewegten ^n" ^ vs Die Landschaft war düster nnd emsalN, ^ o> einzelt zeigte aufsteigender, bläulicher M»M Gegend nicht gänzlich unbewohnt sei. . ^chte „e «Wie befindest du dich, mein Kind ^''^ "" General, als er bemerkte, dass Gazela even ihre Lage zu verändern snchte. ertvid» >"^s ^" D «Es würde mich zu sehr halten.» antwortete sie mit geschlossenen ^p langweilt mich alles. Du sagtest doch ge ^d« Gegend interessant und abwechselnd weror^ ^ sie bleibt sich ewig gleich; überdies ^„,d, h Sonne hexte nicht. Und vollends hen e^ifte"^ß entsetzlichen KrmMitschaften mit ""v" L», ^" ^ F.-nstern. welche sich es nicht verantworten, mich an """'H "ieber H,t «>' »achten zu lafsen. Da lade ich l« "" ^ 'M tine zu mir in den Wagen, um »"tt ^wbacher Zeitung Nr. 229 1873 7. Oktober 1886. Entm ^^ '? '" ben Anträgen der Referenten die bin^« der Erledigungen und deren an die Parteien ymauszugebeude Begründung in jener Sprache ab-3l s^. / ^ ^enso die etwa gegen den Antrag des N?tt? beschlossenen Erledigungen in jener Sprache hIV^ werden, in welcher dieselben nach den be-' 7"ben Vorschrifteu den Parteien zuzukommen ickril' '^ ?^' Erledigung nach den bestehenden Vor-3 , !!'" 'i! ^'^" Landessprachen zu ergehen, so bleibt sek>.., "^ bei der bestehenden Uebung der Ucber-^?. ^ "ber immer nnter Verantwortung des folgen^'! ""^ ^^ Vorsitzende!, des Senats zu er- «,^ ^^beiterkammern.) Die Arbeiterkammern bet?., ^ ^"perschaften gedacht, welche über Angelegen-^«?.. Arbeiter zu berathen, ans eigener oder aus Mp ^ b" Behörden Vorschläge über die Vedürf-l'./'^Arbelterstalldcs zu erstatte» habeu. DieArbeiter-l«""'. welche für jedeu der bestehenden Handels-Nertr s - "'^"f"hren sind. sollen insgesammt neun wilrk ^ ^^ Abgeorduetenhaus eutseudrn. davou Aaa s"" ^'^ Arbeitcrkammern von Graz. Leobrn. entwi? ""^ ^lllbach zusammeu ein Abgeordneter votip^as uugarische Abgeordnetenhaus) des?«"' 5""^ jüngsten Sitzung die Verlängerung naf.n l '"^ Handelsbündnisses in dritter Lesung und n ? Truppenverstärkungen nach dem Kaukasus. Kre» c/"^"9 9^eng der Dampfer der freiwilligen "zerrte. «Castel Mar», mit zwei Infanterie-Rcgi-^llrtin - ""^ mehreren Abtheilungen Cavallerie und danml ^ b°" Odessa nach Poti ab. Der Transport-Tru? 'Iaroslav. sollte am Montag ebenfalls mit "Wn "" ^l)^d dahin abgehen. Es ist wohl kaum tauU^" bemerken, welchen Zweck die Verstärkung der "Wen Armee hat. chill «o Churchill i n B e r l i n.) Lord Chur-die as°s ""^ ^^lin gereist sein; über mehr als über '"des! " allgemeinen Gesichtspunkte wird man sich die ?? schwerlich mit ihm verständigen wollen, denn Insel gleicht jetzt doch zu sehr eiucm schaukelnden Schiffe, au das kein Staat sich gerne bindend anschließen will. (Irland.) Die «St. James Gazette» veröffentlicht Nachstehendes uutcr Vorbehalt: Sir Michael Hicks-Veach kehrte gestcru abends nach London zurück. Es ist kein Geheimuis, dass der irische Sccretär während des bevorstehenden Winters Unruhen in Irlaud erwartet, und sein letzter Besuch iu Dublin hat ihn nur in der Ueberzeugung bestärkt, dass vor dem neuen Jahre Ansuahmsmaßregeln getroffen werden müssen. Seine Ansichten sind semen College» mitgetheilt worden, und die conservativeu Abgeordneten wurocu offi-ciös benachrichtigt, dass sehr wahrscheinlich ihre Anwesenheit in Westminster im November nöthig werden wird. _____________ Tagcsnemglcitcn. Se. Majestät der Kaiser haben, wie der «Bote für Tirol uud Vorarlberg, meldet, der Gememde-fraetion Sau Lugauo zur Restaurierung des Gemeindehauses eiue Uuterstützuug von M) si- 5" spenden geruht. ^_________ — (Prinz Alexander als Schriftsteller.) Londoner Blätter wollen wissen, dass drei Verlagsfirmeu dem Prinzen Alexander vonBattcn -bcrg für eine Schilderung seiner Erfahrungen in Bulgarien Ancrbictungen gemacht haben, von denen eine besonders verlockend sei und daher auch wohl angenommen werden diirftc. Es war bereits gemeldet, dass der frühere Hofmarschall des Prinzen, Baron Riedesel, Denkwürdigkeiten über die Regierungsperiodc des gewesenen Bul-garensürsten zu veröffentlichen gedenkt, — (Die Cholera in Kroatien) Angesichts der in einigen Orten des Modrus-Fiumaner Comitates noch immer, wenn auch unbedeutend vorkommenden Cholera beabsichtigt die kroatische Regierung, den Zuzug von Arbeitern aus diesen Gegenden in die slavonischen Wälder möglichst hintanzuhaltcn. Die Festsetzung der Cholera m den slavonischen Sumpfgegenden würde verhängnisvolle Folgen nach sich ziehen uud die ganze Monarchie gefährden. Die Bewohner der inficicrten Gegenden, welche im Winter iu die slavonischen Wälder ziehen, dürsten als Ersah andere Beschäftigung, etwa beim Straßenbau, erhalten. Der Holzhandel würde leinen Schaden erleiden, da infolge der gedrückten Lage des Marktes eine Restrin-gicrung der heurigen Prodiution wünschenswert erscheint. — (Versinkende Häuser.) Infolge der alarmierenden Nachrichten, dass in der Bergstadt Kladno in Böhmen Senkungen zahlreicher Häuser wahrnehmbar sind, tagte vom 24. September bis 2. Oktober an Ort und Stelle eine behördliche Commission unter der Leitung des Ober-Bergcommissärs Iarolimel. Die Commission consta-tierte, dass sechzig Häuser mehr oder minder beschädigt Zrscheinen und gab ein Gutachten auf Restringierung des Bergwerksbetriebes ab. — (Eine neue Narkose.) In der Naturforscher-Versammlung zu Berlin hielt Dr. H'llischer einen Vortrag über eine neue Narkose, die er in Oesterreich eingeführt. Statt des gewöhnlichen Lustgascs verwendet er nämlich Lustgas mit 10 bis 20 Procent Sauerstoff, welches Gemenge er in Berlin Schlafgas taufte. Wie Hellischer ferner bemerkte, bekommt der Patient beim Schlafgas eiuen ivo di mjö" verbringen. Ich will irgendwo wohnen, "t'd M'""lgensonne zu mir ins Fenster hcreinscheint HaslerN'""' Vogelsang, große, blaue Berge und nilr'da'« „ ""H beim Erwachen begrüßen. Hast du ""schickt ?^ "^ versprochen, ehe wir uns zur Reise auch ^"^. wenn du das alles hast. wirst du dauu Newl » ^ sroh und zufriedeu sein?, fragte der Ge-"l kummervoll. 'Mla schlang ihre Arme um seiueu Hals. Alerte / """" überdrüssig, theurer Vater?» ^reitp >/ . ""l sanfter, harmonischer Stimme. «Ich ' 0lr so viele Sorge uud Mühe!» ^tilnm l konnte weder dieser einschmeichelnden ouiille. ^ ^" strahlenden Blicken, die sie aus ihren «N». 6m auf ihu richtete, widerstehen, '"ein k - ^""tc ich deiner wohl überdrüssig werden. wähl^"zlgcs Kind!, beeilte er sich zu erwidern, "hellte "" ^Märendes Lächeln sein ernstes Gesicht Gazela^."" Nachmittag erreichten sie Kolding, aber ^nscht».. m"' "ever die blauen Berge noch den ge-Mal ein n s,^"f"U zu sehen. Sie erhielt nicht ein-35°Krn ^", "'älmmer, sondern musste sich mit emcm Rüble m.3 bMilgen. von welchem aus mau auf cme > N^'./"" verwitterte Schlossruine blickte, ln der E ^!" '""be beauftragt, alle Blumeu. welche n. Eodnn, .""Antreiben waren, einzukaufen, ^ater sie?^b Gazela sich umkleiden, während lhr '^bsar t. ?^' um einen, alten Freunde, dem Ober-l. Der Q^'h einen Besuch abzustatten. Laster M^, ' "^"^. ein kleiner, grauhaariger und ""un. begrüßte den General, wie man cmcn lange entbehrten Freund empfängt, stellte tausend Fra-gcu an ihn, ohne eine einzige' Antwort abzuwarten, uud forderte schließlich, dass er und seine Tochter sogleich zu ihm ziehen uud weuigstms acht Tage bel ihm bleiben sollten. «Dich hindert nichts, du bist dein eigener Herr. reich, mächtig, mit einem Worte: ein glücklicher Manu!. «Glücklich!» wiederholte der Graf «nt emem tiefen Seufzer und bedeuklichen Achfelzucken. «Ich habe eine Tochter —» ... . ^ „ «Uud ich deren vier, uicht memer fu»f Knaben zu gedenken. Das ist. dächte ich. doch kem Unglück, insonderheit, da sie. weuigsteus als Kmd. demer seligen Gattin ähnelte, die ebenso schön wie bezaubernd wa,. Hat sie vielleicht deinen Erwartungen nicht entsprochen/. «Sie ist zart und kränklich.» ^ . «Dann verordnen wir ihr eiu Rccept; ein wenig Chinin, einige Eisentropfen, das soll schon he fen. Komm. lafs uns gehen und sie anf chren Zustand "" ^Der'Arzt erhob sich eilfertig, allein der General ^" «Ohne"ihre Einwilligung zu folcher Consultation würde dein Besuch sich als vergebliche Muhe erweisen. Du könntest sie überdies ängstigen, ste lst auf dem Kommen nicht vorbereitet.. . . , . «Aha, das Fräulein ist also Herr „" Hause, wie ich heraushöre? Hm, das fiudtt mau biswrileu. Setze dich doch. Gestehe deinem Arzte ohne Ausfluchte, was ihr fehlt.'. (Fortsetzung folgt.) ! absolut kohleusäurefreien Stoff, der die Herzthätigkeit und Oxydation des Blutes ununterbrochen erhält. — (Devote Elemente,) Ein Fürst besucht ein chemisches Laboratorium und bittet den Professor, in seiner Gegenwart zu experimentieren. Der Professor erklärt das Experiment und sagt schließlich: «Und nun, Durchlaucht, werden die beiden Stoffe die Ehre haben, sich vor Eurer Durchlaucht zu verbinden!» Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Des Kaisers Namens fest) Laut uns vorliegenden Berichten wurde das Allerhöchste Namensfest Sr, Majestät des Kaisers am 4. d. M, in allen größeren Orten Krains feierlich begangen. Insbesondere aus Adelsbcrg. Littai, Rudolfswcrt und Tschernembl find uns ausführlichere Mittheilungen über die aus Anlass dieser hoheu Feier stattsschablen loyalen Kundgebungen zugekommen. Aus denselben heben wir hervor, dass in Adelsberg am Vorabende die dortige Musikkapelle in Begleitung der Adelsberger Feuerwehr den Marktort durchzog, während die Feuerwehr aus Groß-Otok einen Fackclzug mit darauf folgendem Feuerwerke veranstaltete. Am Festtage selbst wurden in den betreffenden Pfarrkirchen feierliche Hochämter abgehalten, denen die Behörden, Corporationen und Vereine und überall auch ein großer Theil der Bevölkerung beiwohnte. In Tschernembl endlich fand noch ein Festmahl statt, bei welchem der dortige D. R. O. Pfarrer Herr Wilhelm Vesel einen vom patriotischen Geiste erfüllten Trintspruch auf Se. Majestät ausbrachte, der von allen Theilnehmern mit Begeisterung aufgenommen wurde. — (Allerhöch ste Spende.) Se, Majestät der Kaiser haben der Schulgemeinde Terzise zum Schul-baue eine Unterstützung von 300 si. aus der Allerhöchsten Privatcasse allergnädigst zu bewilligen geruht. — (Hy m e u.) Gestern fand in Laibach die Trauung des Herrn Gustav Pirc, Secretärs der kraimschen Land-wirtschafts-Gesellschaft. mit Fräulein Lucia Rode' statt. — (Gegen die Verschleppung der Cholera) Das «Laibacher Wochenblatt» brinnt in seiner jüngsten Nummer die Nachricht, dass die Absicht bestehe. Truppen aus den verseuchten Orten in Kroatien nach Kram zu verlegen. Auf Grund einer an maßgebender Stelle eingeholten Information sind wir in der Lage zu erklären, dass eine solche Absicht nicht besteht. Das Gerücht dürfte sich auf das allerdings stattfindende Ein-rückeu von Retruten zum Corps-Artillerie-Regimente Freiherr von Hartlieb Nr. 13 beziehen. Die aus diesem Anlasse von Seite des k. k. Corps-Commando getroffenen Maßregeln gegen eine Einschleppung der Cholera haben wir bereits in der gestrigen Nummer unseres Blattes mit< getheilt. — (Regional-Thierschau in Krain- b u r g.) Von einem Fachmanne erhalten wir folgende Zuschrift: Am 4. Oktober fand in Krainburg eine Regional-Thierschau statt. Obgleich das Recht zur Prämien-erwerbuug sämmtlichen Viehzüchtern der politischen Bezirke Radmannsdorf, Krainburg. Stein und Laibach zustand, kann dennoch diese Thierschau nicht als eine reichlich beschickte bezeichnet werden, denn es wurden aufgetrieben 13 Zuchtstiere, 19 Kühe und 22 Kalbmuen. zusammen also llur 54 Stück. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass für Kühe und Kalbinnen nur je vier Preise zu erlangen waren, denn ganz richtig müssen die Stierhälter vorzugsweise bedacht werben, wenn die Nachzucht durch die vermehrte Aufstellung remblütiger Stiere nachhaltig verbessert werden soll. An solchen herrscht jedoch noch in so mauchrn Gegenden des Landes Mangel, welchem Uebelstande nur durch ein wirksames Gesetz zur Hebung der Rmdviehzucht wird abgeholfen werden können, um das auf 16 Millionen Gulden geschätzte Capital, welches Krain in seinem Rmdcrstande besitzt, zu erhalten und zu vermehren. Diese Pflicht tritt au die maßgebenden Factoren unbedingt heran, umsomehr. als Nachbarländer, wie Steier-mark, Kroatien u. a., bereits gute Gesetze diesfalls besitzen, unsere Viehzucht überflügelt haben und ihre überschüssigen Zuchtthierc um theures Geld verkaufen. So ist es ja bereits festgestellt, dass unsere Viehzucht in den Bezirken Nadmamisdorf, dann Gottschee und Tschcrnembl auffallend zurückgeht, weil im ersteren meist ungeeignete, in den beiden letzteren aber in vielen Gemeinden gar keine Zuchtstiere vorhanden sind. Auch muss ich die Herren Viehzüchter nachdrücklich warnen, Kalbinnen vor dem vollendeten zweiten Lebensjahre schon zur Zucht zu verwenden, denn beim ersten Zahnwechsel leiden die Kalbinuen sehr. sie werden im 18. bis 22. Lebensmonate, der Zeit des ersten Bruches, sehr empfindlich, ertranken öfters ganz an Indigestionen, Diarrhöe; deshalb und weil sie noch zum eigenen Wachsthume ihre K'raft benöthigen. also einem neuen Wesen nicht die Hälfte der zum Aufbau des selbe» erforderlichen Mittel gewähren können, solle» sie nie voi dem erreichten zweiten Jahre zur Nach' zucht gelangen. Leider ist dies sehr selten der Fall, Die Folgen sind traurige, denn nicht nur das juna/ i Mutterthier, sondern anch die Kälber werden Schwäch^ linge. wovon sich jedermann leicht überzrilgen tann. Ich glaubte hierauf näher eingehen z« sollen, weil das Gedeihen der Nachzucht nicht ganz und allem vom vUere Laibacher Zeitung Nr. 229 1874 7. Oktober M«. abhängt. Die concurrierenden Zuchtstiere lieferten ein schönes Bild; mit wenigen Ausnahmen waren dieselben geeignete, vollkommen taugliche, massige Thiere Pinz-gauer Rasse, welche zu den besten Hoffnungen berechtigen. Prämien erhielten folgende Besitzer, und zwar: für Zuchtstiere: Eduard Urbancic aus Höflein 40 fl,, Simon Iereb aus Unterfernik 30 st., Eduard Urbancic aus Höflein 30 fl., Anton Burger aus Hrase 25 st., Lucas Schmied aus Gehsteig 25 st., Franz Kusar aus Draga 20 fl.,^ Ialob Moll aus Wintlern 20 fl., Johann Strupi aus Circice 20 st., Johann Nilban aus Vodice 20 st., Johann Ieralla aus Tacen 15 st., zusammen 245 fl.; — für Kalbinnen: Thomas Kapovc aus Wei-fach 25 fl., Lorenz Kaucic au« Zwischenwässern 20 fl., Matthäus Kriftan aus Selo (Vodice) 15 st., Josef Krasic aus Gallenfels 10 fl., zusammen 70 st.; — für Kühe: Lucas Pavlic aus Unterfernitz 30 fl., Johann Kalan aus Bischoflack 25 fl., Ioh. Vidmar aus Salog 20 fl., Anton Ieralla aus Hrase 15 fl., zusammen 90 fl. Im ganzen wurde an Staatsprämien vertheilt der Betrag von 405 fl. Herr Eduard Urbancic aus Höflein stellte der Prä-miierungscommission einen Betrag von 75 st. durch Verzichtleistung auf ihm zuerkannte Prämien aus früherer Zeit mit der Bitte zur Verfügung, hiemit drei fleißige Viehzüchter aus der Gemeinde Predvor, welche die drei schönsten Kalbinnen vorführen, zu betheilen. Sonach erhielten diese Privatpreise: Matthäus Arch aus Mace 30 st., Josef Lombard aus Untervellach 25 st. und Johann Zaplotnik aus St. Jakob 20 fl. Dem Herrn Spender wird auch an dieser Stelle der herzliche Dank ausgesprochen, da er, durch die neuerliche Ausstellung der zwei besten Zuchtstiere selbst ein hervorragender Viehzüchter, auf diese hochherzige Weise so nachhaltig zur Hebung und Aneiserung in der Viehzucht zu wirken weiß. Möge dieses Beispiel Nachahmer finden. Schließlich muss ich noch hervorheben, dass der Herr Landeshauptmann Graf Thurn die Ausstellung durch seine Theilnahme beehrte und vor der eigenhändigen Vertheilung der Prämien eine den Gegenstand treffend ausführende Ansprache an die Viehzüchter hielt sowie auch den Preisrichtern, nämlich den Herren: Johann Wagner, k. k. Landesthierarzt; I. F. Seunig, Obmann; Baron Lazzarini, Rudolf Gale, I. Kurcic und Gustav Pirc, den Dank aussprach. Mögen nun die Viehbesitzer die gemachten Wahrnehmungen sowie die oben angeführten Rathschläge beherzigen, der gute Erfolg wird nicht ausbleiben — es wird auch d!e Rindviehzucht Obertrains ausblühen wie die Pferdezucht ; dessen kann man dann versichert sein. — (Personalnachrichten.) Zum Administrator der erledigten Commende Laibach des Deutschen Ritterordens wurde, wie «Slovenec» mittheilt, Paul Graf Veroldingen, geboren am 25. Jänner 1830 zu Crailsheim in Württemberg, ernannt. Den Statuten des Ordens gemäß wird der Administrat der Commende nach Ablauf eines Jahres zum Großcomthur des Deutschen Ritterordens ernannt. — Wie man uns aus Klagenfurt berichtet, wurde der bisherige Consistorialkanzler Domherr Lambert Einspieler, Neffe des Professors Andreas Einspieler, vom Domcapitel zum Capitelvicar gewählt. — (Die Notariatstammern und die Aufhebung des Legalisierungszwanges.) Bekanntlich wurde in der vorigen Reichsrathssession von mehreren Abgeordneten im Parlamente ein Antrag auf Aufhebung des Legalisierungszwanges eingebracht. Falls dieser Antrag angenommen werden und Gesetzeskraft erlangen sollte, würden begreiflicherweise die Notare Einbuße in ihrem Einkommen erleiden. Seitens der Nota-riatslammern haben nun Verathungen darüber stattgefunden, auf welche Weise dem Zustandekommen des Gesetzes vorgebeugt werden könne. Einige meinen, dass dies durch unentgeltliche Vornahme von Legalisierungen der Unterschriften auf Urkunden, welche über Werte von nicht mehr als 100 Gulden errichtet worden sind, zu erreichen sein dürfte. Auch die lrainifche Notariatskammer hat in ihrer am 4. d. M. abgehaltenen Versammlung diesem Beschlusse beigestimmt. Aller Wahrscheinlichkeit nach dürften sich sämmtliche Notariatskammern für den oberwähnten Antrag aussprechen. Dieser Beschluss dürfte noch in diesem Sessiousabschnitte dem Abgeordnetenhause unterbreitet werden. — (Ein parlamentarisches Bankett.) Im Hotel «Goldenes Lamm» in der Praterstraße zu Wien versammelten sich vorgestern um 6 Uhr abends die Führer der Rechten zu einen, Bankett, bei welchem Abgeordneter Dr. Rieger den Vorsitz führte. Es wurden "Z«« Toaste gesprochen, in denen insbesondere die .wlmglelt. der die Majorität zusammensehenden Parteien felerllchstLbetont wurde. V°u Ministern waren anwesend Frecherr«von PraM. Gras Fallenhayn und Freiherr von Zienualtowskl. ^ — (General-Versammlungen.) Nach einem in der Domkirche um 8 Uhr vormittags abzuhaltenden Hochamte findet heute um 9 Uhr vormittags im städtischen Magistratssaale die Generalversammlung des lrai-nischen Lehrer-Pensionsvereines und hierauf die General. Versammlung des slovemschen Lehrervereines statt. — (Rauferei.) Mit Bezug auf die unter obigem Schlagworte gestern gebrachte Nachricht wird uns mit- getheilt, dass der Excess nicht im Gasthause Briski oder im Hause überhaupt, sondern vor dem Hause auf der Straße stattgefunden hat. — (Abschuss.Kalender.) Im Monate Oktober ist in Kram die Jagd auf nachstehend verzeichnete Wildgattungen gestattet: Alles Wild, bis auf Auer- und Birkwild. Aitnst und Aiteratuv. — (Landschaftliches Theater.) Dass die Kinder durch eigene Wahl die Absichten der Eltern vielfach durchkreuzen, ist eine allbekannte Thatsache. Dieser Grundgedanke durchzieht wie eiu rother Faden das ausgezeichnete vieractige Conversations-lustspiel «Tilli' eines ziemlich unbekannten Autors Namens Francis Stahl. Ein von dem spießbürgerlichen Commerzien-rathe Rebus (Herr Greisn egg er) und dcssrn adelsstolzer Ehegattin acceptiertcr Hosmeister Nr, plul. Ernst Müller (Herr Biagosch) soll durch seinen erziehenden Einfluss die verhätschelten Sprossen: Tilli, das «nlanl, terridl« des Hauses (Frl. Friedland); den noch etwas grünen Lebemann Alfred s Herr H e r m a n n), und die Nichte Ella (Frl. Fröhlich) auf die, von der noch immer aristokratisch sich fühlenden Com-mcrzienräthin sehnlichst herbeigewünschten vornehmen Partien: für Ella ein Graf, für Tilli der im Stücke selbst handelnde Schwachlopf Varon Strauß, nach Möglichkeit vorbereiten. Es wird gerade das Gegentheil erreicht: Ella nimmt den Alfred und Tilli den armen Hofmeister Dr. Müller, dessen Lebensstellung ,'ie durch die Drucklegung seines epochemachenden Werkes »Ueber die verschwundenen Völker» hochherzig gegründet hat. Die Moral der allzu besorgten Mutter wird als hinfällig erklärt. Die gestrige Vorstellung ist als die bisher gelnngenste zu bezeichnen. Herr Greisnegger als Banquier Rebus war die von trockenem Nitz übelsprudelnde Bonhomie selber. Frau D o ° nato wurde für ihr fein durchdachtes Spiel, welches die Ari' stolratin immer wieder hervorkehrt, durch lebhaften Beifall aus» gezeichnet. Als das schönste Moment des Abends ist jedoch die rührende und doch heiter bleibende Scene zwischen Vater und Tochter zu bezeichnen, in welcher Tilli (Frl. Friedland, von deren schauspielerischem Können wir noch so manches zu er< warten berechtigt sind) von ihrem Vater Rebus die 1000 Mark für die in Druck zu legende Broschüre ihres Herzensgeliebten fordert. Diese Scene ist eine unvergleichlich sonnige Idylle. Herr Feuereisen brachte als ahnenstolzer Baron Strauß schöne, charakteristische Züge. Auch Frl. Fröhlich ist als Ella lobens» wert zu nennen. Trotzdem die Leistung des die Fäden der In trigue regierenden Herrn Biagosch als lebenslluger Dr. Müller Anerkennung verdient, so hätte doch durch ein wärmeres Spiel des Genannten, welcher selten das nothwendige Temperament hervor lehrt, das Lustspiel viel gewonnen. Auf dieses feine, geistvolle Conversations-Lustspiel machen wir bei der wünschenswerten Reprise desselben das Publicum ganz besonders aufmerksam. —K. Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. Wien, ft. Oktober. Der gestrige gemeinsame Ministerrath unter Vorsitz des Kaisers stellte endgiltig das gemeinsame Budget fest und beraumte die Einbernfnnq dcr Delegationen für den 4. November au. Trieft, 6. Oktober. Von gestern bis heute »niltagK sind in Trieft mit den Vororten 19 Erkrankungen und 8 Todesfälle vorgekommen. Im Territorium wurde kein Cholerafall constaticrt. Iuuslmlck, 6. Oktober. Als der ssrachtenzug Nr. 175 gestern abends um 9 Uhr die Itter-Änickc bei Hopfgarten (Strecke Wörgl-Salzburg) passierte. stürzte das Vriickenfeld ein; der Tender der Maschine nnd 15 Waggons stürzten in die unten brausende Ache. Der Zugführer Scharfetter und die Conducteure Cortellexis nnd Platzer sind anscheinend leicht verletzt worden. Im rückwärtigen Zngtheile befanden sich 36(1 Soldaten; keiner von ihnen wurde verletzt. Budapest, ft. Oktober. In den letzten 24 Stuuden erkrankten I^l nnd starben 7 Personen an der Cholera. Sofia, ft. Oktober. Wie es heißt, würde ein acht» tägiger Wahlanfschnb die Spannung zwischen der Regentschaft nno Rnssland mildern, ja vielleicht der Ausgangspunkt eines vollständigen Einvernehmens werden. Sofia, ft. Oktober. (Havas - Meldimg.) General Kaulbars forderte den Commandanten von Rustsch>,k, Major Filoss, brieflich anf. die verhafteten Officiere freizulassen. Filoff lehnte dies unter Hinweis auf die Befehle der Regiernng ab. Eine Note betreffs dieses Vorfalles wird an die Mächte gerichtet. — Die Regierung verzichtete auf die Verschiebung der Wahlen um acht Tage. — Das Gerücht, Kaulbars habe auf eine Fortsetzung seiner Reise verzichtet nud kehre direct nach Petersburg znrück, scheint unbegründet zu sein. — Die in den letzten Tagen zwischen der bulgarischen Regierung und dein General Kanlbars gewechselte Corre-spondeuz wurde den Vertretern der Mächte zugesendet. — Sofia ist vollständig ruhig. Au eiue Bewegung iu! der Provinz gegenüber der Regentschaft ist nicht zu! glauben. ! Rom, ft. Oktober. Der nrueruannte Bischof von Antivari, Msgr. Suudecie, ist hier eingetroffen, um t ic! Ratifications der zwifchen dem Vatican nnd Montenegro abgeschlossenen Convention auszuwechseln. Paris, 6. Oktober. Die Regierung hat die Inter-nierung des Herzogs von Sevilla iu einem Departement nördlich der Loire angeordnet. Newport, ft. Oktober. Aus Mexiko wird gemeldet, dass eiu unweit vou Chiwalapa gelegener Berg durch! unterirdische Gewalten in zwei vollständig getrcunte Theile gespalten worden sei. Corresponded der Redaction. M. V-e, hier: «Welle Blätter» rauschen in «MM Papierlorbe. Nehmen Sie Unterricht in Orthographie m>o " Am' allem aber suchen Sie sich etwas Logik anzueignen, werden Sie sich selbst sagen, was wir Ihnen jetzt sagen »">».,, dass Sie durchaus kein Talent zum Schriftstellern HMn, müssen sehr viele schlechte Romane gelesen haben!______^^. ttlmdlchllstlichcs Theater. ^ Hcntc (ungerader Tag): Der Troubadour. Roman, >^ Oper in 4 Acten von Verdi._______^— Verstorbene. , ,,.,„ Den 5,. Oktober. Johann Prijatel, Arbeitet' 4 Monate, Kuhthal 22, Fraise«. . .i,,^ Den tl. Oktobe r. Franzisla Vontar, Arbeiterin, " Wmerstraße !>, Auszehrung, ,/> Im Spitale: « Den 5. Oltober. Vincenz Virient, Arbeiter, »' ^mpll^zemn, s»ulms>l>»li>. „-^ "Metcoroll'.qilch^HHllchtnngen in^alwl!^. 7 u Mg 736.34^ Ia.d wlnMll" ^AZel Ahel. 6. 2 . N. ?:l5.50 2N.8 W. schwach halb h^r ,' „ !) . Ab. 735,50 ,6,4 SW. schwach Gewollt l^ Morgens stark nässender Nebel, dann heiler; ""^Mine und abends bewölkt, etwas Regen. Das Tagcsmittel der 15,7°. um 2,8" über dem Normale.__________^^^^ Verantwortlicher Redacteur: I. M ssilr die vielfachen Beweise der Theilm'h'" > M während der Krankheit sowie filr das hochch«''" M Geleite zur letzten Ruhestätte des nun '" ^°' ruhenden Herrn > Autoll Ogorcvc W wie auch für die schönen Kranzspenden sag"' !^. W hiemit allen ssreunden nnd Bekannten unseren UlN U M steu Dank. W Laibach am o,e . . ^ ,l!!»'25is.i,",5 ,^, ' ' /° l"0 fl. . . Il4'<012<-!!(, »Hm» -'..... "«'------- ^ nU"9° . ,..... >«^50105l0 Veld Wine 5 0/, Temls« Vanat . . . . l<«5o i05üc! 5°/« ungarische......l04?oi05-3U Andere öffentl. Nnlehen. Dl'nau Nell.'tosc »°/« 100 fl. . l,8-50il!^- dlc>. Nülcihc >«?8, steucrslci , lob 50 106 — Nnlcbcn d, ktadlgcnuindc Wien l04 ^b luü — Nülthen d, Ctadtgcmcinde Wien (Sill'« und Gold) .... >«L - 15» — Prämicl,'Ai,I, d, kl.btgem, Wien ll4 — ll4 bv Pfandbriefe (<ül lud fi.) »odlncr. aUg. öslerr. 4'/,°/,, Gold. 125 — 12550 dlo. !» 50 „ ^ 4'/, "/» !l«0 5U 101 50 t^to. !!! 5« „ ^ 4»/n . 9S5U »? — No. Prn,!!!en«Echuldvellchr.3°/, i00?Nl01-25 ^efl.Hypolh>!le»ba»l I0j. b>/,°/, inl 2l> 101 7b O«s!.»mg. Vanl verl. 5°/« . . lO0'3N 100 70 bto. „ 4'/,«/» . l0l-b0101»0 b<0. „ 4"/n . . »»20 v«4b Ung, allst, Ve^encrcbit-Ncticngcs. »> Pcst in 1.18,'!!» vcll. 5'/,"/,, ^'--------'-^ Prioriiätö'Obligationen (fili IW fi,) Llilal'tth - Weftbahu 1. «imllsion ^.-____— zrldixaüds-iXoldbahn in «^llbci »8-45 38 8" jlanz°Io!>,'^Aahn..... ^_ __». Galizischi kaü» l'udw>g»Bal)U . IK»I uuu sl, S. 4V,"/, . !iuo boioo?t> Qestclr. Noltwestda^n . . . loz zzic,«-- Vtld Ware Staat«bahn ,. Emission , . l»3 ltb»03^5 Cü^bahn k 8«/, . . . lb« 50lS0 «(! » 5 5°/y.....130 5U131— Unn.,gaNz, Nahn.....100-7»IO1'«5 Diverse Lofe Vrcditlose 100 fi. . . i?<>'?5>77'?li rl>"i!osc <0 fi. . . ' ' . «50 44«b «.^°, ^"""'Dampfsch. ino sl. . 118-!!»-^>UachcrPlamien.»lnleh.l0fi. IS'«5 «0 »5 Osencv i?l'jc 40 sl. . «H'bO 46'— Paissy ^'oje 40 N. . ' ' . <2— 4250 Nothcl!«l«uz, «st. Ge,.^>,,(,,!. ,4 «b i4f,5 Mudols°i,'osc ill fi. . . i7 75 i»'2» Sl,!m°i!l,'lc 40 fl. . . ' . 5« 75 57 50 El.'Vciwie^'ojc 40 N. . bü bO b? — waldslcin.^olc ^u sl »3— >°4'— Wi!id>sch«rä^ l'ose «0 fl.' '. ! 45 — 4ü'50 »llnlNcticn V«»l«creiu, Wicnei, 100 sl. . «I 4l> 101 U0 Bdr,cr.'^„ft,,Oest.z!00s<.S.ng, 5.<)(,—290 50 D>,pv!!l^,l'.„>l. Älln.20U fl. ._______— uu!l. b»o — b»5 — Hypoll^elenb., öst. ^0u sl. ^5°/„«0 Ocstcli.'Uug. Banl .... Wz—««3 — Unionbanl !lU!» ,<. . . . .^9780,1,8^0 Bcrleylebaul, Allq. 140 >l, . >i58'—15375 Gelb Naie Nctien von Transport» Unternehmungen. (pn Stück). Ulblechl-Vahn «00 fl. Silber . —'--------— «lfölb ffium..Vahn «Ou sl. Silb. ,88 5018» — Aussig-Tcpl. löiseiib. 2N0sl, CVt.---------------- Vöhm, Noidbah,, 15« sl. . ,17b—175 50 „ Neftbahn iivo fl, . . .»57—258 — »Ufchtichradn Eisb. 500 fl. LVt. 755 — 7«U - „ Mt, «) 200 sl. . «04 — 204 50 Donau , Dampfschiffahrt« . Ges. Ocftcrl. 500 fl, EM. . . . z»»-—38K'— T>rau<0 Du^Nodeübachcr L,»B.z!llU sl.V. —'—------- Llisabeth.Bahn L0U sl. LM. . «42 75 L4» 25 „ Llnz-Uudwcis ^00 fl. . —---------— « Slzb.'Tir.Ill. E, i«?»!^00fl.S, l0<>'—200 Feib!na»dK»2 ^lan,-Iosei»^ahn 5>00 ji, Silber l2i'50»2lt — sti!liflilchcn-'lc»bcra^Eisc»dal)n 100 fl, . —— —- — Äaichau°Obeid.Eilend. «00 jl. s. 15» —151-50 Lcmbcrg-lizeruowih'Ialjv «iisen» dahn^Oeicllfcha!! ü0!) fl. ö. W. zt^5l!5225-75 l!Iovb, öst. uliss,, Ilicf<5l»l)fl.HM. .g,,—^z--Orslcrr. Noidwcslo, üüU jl. Silb. ,1712^ ,71,,171 !iü Prag'Duxer Eljcnb. 150 fl. Eilu. ..—> — — Nubolf» ^al)n «00 fl. Siloer , 191 75 i<»li 25 Siebc>!vülg:r »iifcnb. zlou sl. , i85>!l5>i»5 75 Otaall,^n ^l',, u, ö. W, , >l3? ,w^37'?U i^ ' ^; >i>ell> Ware Slidbahn «00 fl. Silber . . ,io?-5»!08- — Süd-Nordb.Verb,«Ä,2U0fl. . ö. W.198 —!l»8 lo „ Nr,, neu 100 sl, 105'— 105-50 Ir»n«P«tt««esellschaft 10 fl. Silb« 17« 25 17« 75 Ung. N?ld?Nlmbn ^00 fl. Silberi?» «5 17875 N«8,Wel!te..... 9 »<,, ^„4. Kilbcr......... —— ^..^ Dcxllche Neichsbanlnoteli . . «i 4« ßi^y C JJ tüohtiger, erfahrener »jPuuuiiefeter SUlrostS16rSp,mi?saal (Selfactoren und 1- ? OffetleaPrac«>e mächtig sein. ^I:Ull6 unter pi-i0 Adl»»»s«ration dieser ^pL^__r^hinre: O. P. 30. ^ °^r. zwei möblierte ilGa Zimmer !fCishliind vom iß- °ktoher a»: «5lh?be* 18'drltter stook' *Weile* SuLAllskmisl: Alter Markt Nr. 15, ^ I Nr. 7195. Bekanntmachung. !""d<.'li l.:, .^ ^^irksqcrichte Guttschec ^"dm" ,p" die imdrkaimt wu ab-''""' ?ln>i. ^""chf"lgrr d^'s vl'rstvr-!L" und "s S haffcr vm, Mrrleins- .5 188t ^" Erk'dignnqen "mn 17W, ^ 8ß3"anf der Rwlität lom.XXVI, ^r«on^^"' des Johann ?'trr ein,,, ^"lelnsrant dem denselben '''"ttn V "" ^"er von Gottschee znr ., W. f I"^"ll zugestellt worden, ^»ch 188^'^ Gottschee. am (3724—3) Nr. 6925. Bekanntmachung. Bci dem k. k. Bezirksgerichte Mottling wnrde über die Klage des Marto Nemanie von Draschiz wider Inre Kosielee von NadlM- wegen 16 fl. s. ?l. die Tagsatznng znm Aagatellverfahren auf den 21. Oktober 1886 angeordnet und die Klagsabschrist wegen unbekannten Aufenthaltes des Geklagten dem anf feine Gefahr und Kosten bestellten Curator Herrn Franz Stajer, t. k. Notar in Mottling, behändigt. Der Geklagte hat am vorbezogencn Tage fclbst zu erscheinen oder einen Bevollmächtigten namhaft zn machen, oder die Behelfe dem aufgestellten Curator rechtzeitig mitzntheilen. K. k. Bezirksgericht Mottling, am31 st en August 1886. (3193-3) Nr. 3849. Reassumierung dritter erec. Feilbietun^. Vom k. t. Bezirksgerichte Ill.-Feistriz wild bekannt gemacht: Es sei iiber Ansuchen des Anton Domladis von Feistriz die mit Bescheid vom 15. Febrnar 1885, Z. l>23, anf den 24. Inli 1885 angeordnete nnd sohin sistierte dritte exccntive Feilbietnng der dem Johann Skerlj aus Tovole gehörigen Realität Urb. - Nr. 4 acl Herrschaft Prcm im Reassuuiierungslvegc neuerlich auf den 22. Oktober 1886, vormittags von 9 bis l2 Uhr, mit dem ! vorigen Anhange in der Gcrichtskanzlei ! angeordnet. ! ' K. k. Bezirksgericht Ill.-Feistriz, am ! 9. Juli 1886. > II "''''''''"Hiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin J-iL Strohpressen, ife^ Sll| Bt*"**— für BäSli 8 die Heu>Handpret«e. \ fflPffJ^sHl Uni. 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Kunden für das bisherige gütige Vertrauen höflichst dankend, beehre mich anzuzeigen, dass ich mein Geschäftslocal in der Judengasse geräumt habe und dass sich dasselbe nunmehr Unter (IGF Tritt 11 (Eclgewöl nta t MeMy-BiMe) Uliiulet . , , . . .,. (4103,3-1 Indem i«'.li versicbere, dass es nach wie vor mein eifrigstes Bestreben sein wird, durch gute und billige Arbeit das Vertrauen meiner geeinten p. t. Auftraggeber zu erhalten, empfehle mich bestens zu geneigten Auftragen. lTochachtungsvoll M. KUNC, Schneidermeister, Laibach. Von ^«sltsli oscllnls^ uncl «mpsolilSn: Ann5 OritscheT-'Q 5ek«ei«r'l8oke8l(inllesnzllsmelll. DiesesPriivaratdietrtdas .,-^3. ?"^M^ A>"? Vollloinnn'nste in linder- ,^»U»^^^ W Blutarme und Alters-nälnmülclnu, entspricht nllen t^'"","' "!^'. "^l'^Wndcrr wissenschaftlichm "nfm-de-^WW^^M^U W^Mllaclücidmdk. ^w ?2cl"'dc!hcr aimcnsh»!«- zü VUVML^MNM ilarlmdcr^cchnma dediiisei,. nehmcn u„d ci.n'sl ,ich m„ «W^^^Ml^M ""»">'«.'„ >l»d,.''.l'unn!Nsuon Manne! a Wxttermilch. vei MM ^^WM w>e,!chIrc,chsA»e»^.>m.nnen M e>>tnwl,me>>den bindern X^N^X i!"" '"' ^""'lum bnoclsrn unv bei Wöchnerinnen. ^^«iimiiimM-^^ ! 5-, a » Pldepot in Krain bei», Hn rn Apotheln' Mabrirl Piecoli < .^iim , , tt-imrlv inLaibach; serncre Depots bei den Herren Aputhesern.^ lib. U. Tr,llöl,y <« ^aibach: Apolheler Vaccnrclch in At.eisderli; Apulheler Mnnni in Niickoslacl; Apotheler braune in Gotisch ee; ApotlMr Wllrto inIbria; ! ^ A«oi 1^- '^ ull(1 ^ ^1"' ^ann ^l00"^0"611 ^ V-j ty zu 1 fl-i * 1 ky 7M 2 fl. I I S «sjfW» Bedeutendes Ersparnis an Beschuhung durch Gebrauch I I meiner Stiefel - Glanzwiob.se ohne Vitriolöl, welclie sofort einen I I +4pfBohwarzen Glanz erzeugt und das Leder in keiner Weise angreift. 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