1917. Nr- 6195. XIII. Folium officiale dioecesis Lavantinae. Cerkveni zaukaznik za Lavantinsko škofijo. Kirchliches Verordnungsblatt für die Lavanter Diözese. Inhalt. 101. Sacrao Poenitontiariac Apostolieae, Sectionis de Indulgentiis, solutio dubiorum circa altaria privilegiata et Missas in cis celebrandas. — 102. Dringende oberhirtliche Einladung zur Zeichnung der 7. österreichischen Kriegsanleihe. — 108. Prisrčno nad-pastirsko povabilo k podpisu 7. avstrijskega vojnega posojila. — 104. Errettung Seiner f. und k. Apostolischen Majestät Kaisers Karl aus cruster Lebensgefahr. — 105. Vierter steirischer Soldatentag. 106. Ausfüllung der Listen der Eheschließungen. — 107. Literatur. -108. Diözesan - Nachrichten. 101. Sacrae Poenitentiariae Apostolieae, Sectionis de Indulgentiis, solutio dubiorum circa altaria privilegiata et Missas in eis celebrandas.1 Propositis 8. Poenitentiariae Apostolieae dubiis : 1. „An privilegium Altaris applicari possit pluribus defunctis, pro quibus Missa celebratur?“ 2. „An recipi queant onera perpetua Missarum ad Altare privilegiatum celebrandarum?“ 8. Tribunal die 3. Iulii anno 1917 respondendum censuit: „Ad 1. Negative, prout iam decisum fuit a 8. Congregatione Indulgentiarum, decretis dierum 29. Februarii 1864 et 19. Iunii 1880“ ; 1 Acta Apostolieae Sedis. An. IX. vol. IX. Romae, 1. Septembris 1917. Num. 9. pag. 440. „Ad 2. Recipi possunt, dummodo numerus Missarum, tam fundatarum quam adventitiarum, sit talis, ut ei commode satisfieri possit.“ Et in audientia, subsignata die infrascripto Cardinali Poenitentiario Maiori impertita, SSmus D. N. D. Benedictus div. Prov. Pp. XV. has responsiones in omni-nibus approbavit iussitque, ut publici fierent i uris. Datum Romae, in 8. Poenitentiaria, die 6. Iulii 1917. Gulielmus Card. Van Rossum, Poen. Maior. L. 4* S. F. Borgongini Duga, 8. P., 8ecretarius. 102. Dringende oberhirtliche Einladung zur Zeichnung der 7. österreichischen Kriegsanleihe. In Gott geliebte Diözesanen! „Wun wende ich mich in Angelegenheit der Kriegsanleihen zum sechsten- und — so Gott will — zum letztenmal an die hochw. Herren Seelsorger und bitrd) sie an die viellieben Gläubigen der Diözese." So schrieb ich euch am Feste der Erscheinung des hl. Erzengels Michael, des Schutzgeistes Österreichs, den 8. Mai des Kriegsjahres 1917. Gewiß, wir dachten, hofften und hofften alle, daß uns das laufende Jahr den Frieden, den so tief im Herzen ersehnten Frieden bringen werde. Unsere Hoffnung stieg, als zu Beginn des vierten Kriegsjahres, im verflossenen Monat August, Seine Heiligkeit, der für den Völkerfrieden unermüdlich tätige Papst Benedikt XV., mit einem gewichtigen Schreiben die Oberhäupter der kriegführenden Nationen liebevoll einlud, dem entsetzlichen Blutvergießen endlich ein Ende zu setzen, und ihnen mehrere praktische Vorschläge bekanntgab, die die Grundlage eines ge red) ten und dauernden Friedens bilden könnten. Wäre dieser eindringliche, weisheitsvolle Appell allseits mit so gutem Herzen und mit so aufrichtiger Friedensgesinnung ausgenommen worden, wie dies vonseiten Seiner k. und k. Apostolischen Majestät unseres Kaisers und Königs Karl I. geschehen ist, so würden wir uns zweifelsohne gegenwärtig bereits des heiligen Friedens erfreuen. In unbegreiflicher Verblendung fanden es unsere Gegner bisher nicht der Mühe wert, die Friedensnote des Heiligen Naters zu beantworten. Im Gegenteil, sie weisen beharrlich alle unsere ehrlichen Friedensänßernnge» als angebliche Zeichen der Schwäche zurück und verkünden es mit Wort und Tat, daß sie nicht eher den Kampf aufzugeben gewillt sind, als bis sie — wie sie wähnen — die Mittelmächte militärisch und wirtschaftlich niedergernngen haben. Und so bleibt uns denn beim besten Willen nichts anderes übrig, als den bisher mit Gottes Hilfe siegreich bestandenen Kampf mit aller Kraft und Ausdauer weiterzuführen, weiterzuführen bis zur Erlangung eines ehrenvollen Friedens, der den Bestand und die freie Entwicklung unseres altehrwür-digen Kaiserreiches verbürgt. Unser Leben und unsere Freiheit können wir doch nicht hergeben. Die uns aufgezwungene Fortsetzung des Krieges erfordert aber die Aufnahme einer neuen Kriegsanleihe, die die hohe Regierung nunmehr mit Bewilligung des Reichsrates zur Zeichnung aufgelegt hat. Teuerste im Herrn! Jedesmal, wenn es galt, das Vaterland mit den Mitteln auszurüsten, deren es zur Selbstbehauptung bedarf, seid ihr opferfreudig meinem oberhirtlichen Rufe gefolgt, und ans Anlaß der von mir euch empfohlenen Zeichnungen der vorausgegangenen 6 Kriegsanleihen habet ihr im Verein mit euren hochtu. Herren Seelsorgern redlich eure vaterländische Pflicht erfüllt. In dem mir zugekommenen Schreiben Seiner Exzellenz des Herrn Statthalters vom 21. Juli 1917 heißt es unter anderem: „Die Zeichnung der 6. Kriegsanleihe in Steiermark hat nach den bisherigen Feststellungen die Höhe von 275 Millionen Kronen erreicht . . . Die verständnisvolle Unterstützung, welche die Bemühungen der politischen Behörden um den Erfolg der 6. Kriegsanleihe bei dem hochwürdigsten F. B. Ordinariate und den hochwürdigen Pfarrvorstehnngen gefunden haben, hat zu dem ausgezeichneten Erfolge der Kriegsanleihezeichnung in Steiermark wesentlich beigetragen. Ich bitte daher Eure Exzellenz neuerlich für die werktätige Förderung der Anleihezeichnung und die verdienstvolle Mitwirkung der kirchlichen Behörden den verbindlichsten Dank entgegennehmen zu wollen." Nunmehr ergeht abermals an uns alle der Ruf, durch Zeichnung der 7. Kriegsanleihe dem Vaterlande die zur siegreichen Weiterführung und glücklichen Beendigung des Krieges die unbedingt notwendigen Mittel zu verschaffen. Allen als helleuchtendes Beispiel vorangehend, folgte diesem Rufe der Vater des Vaterlandes, unser trengeliebter Kaiser und König Karl I. „Verheißungsvoll", so heißt es in allerhöchstseinem Telegramm an den Herrn Finanzniinister, „haben unsere heldenhaften Armeen mit Gottes allmächtigem Beistände den Angriff weit in Italiens Lande getragen. Der begeisterte Ruf, mit dem Meine Braven die feindlichen Stellungen stürmen, möge daheim einen starken Widerhall finden in einem großen Erfolge der siebenten Kriegsanleihe. Wie hier, tue auch dort jeder seine Pflicht! Ich zeichne zwölf Millionen siebente österreichische Kriegsanleihe." Unter Einem wurde von Seiner k. und k. Apostolischen Majestät ein gleich hoher Betrag der 7. ungarischen Kriegsanleihe gezeichnet. Also im Ganzen 24 Millionen. Werden wir nicht dieses erhabene Beispiel des jugendlichen Monarchen, allerhöchstwelcher so warm darnach verlangt und bestrebt ist, die Schrecknisse und Opfer des Krieges in ehester Frist zu bannen und die schwer vermißten Segnungen des Friedens seinen Völkern znrückzugewinnen, begeistert nachahmen? Bereits unterm 3. November 1917 habe ich die hochwürdigen Herren Seelsorger angewiesen, im Sinne der Zuschrift des hohen Präsidiums der k. k. steiermärkischen Statthalterei vom 31. Oktober 1917 und ans Grundlage der ihnen zugestellten Aufrufe auch diesmal der Bevölkerung die Zeichnung der Kriegsanleihe bei jeder Gelegenheit, namentlich auch von der Kanzel herab, eindringlichst zu empfehlen. Nun, am 17. d. M. von den bischöflichen Beratungen aus Wien heimgekehrt, lege ich euch unter Hinweis auf meine Einladungen zur Zeichnung der vorausgegangenen 6 Kriegsanleihen und im Sinne des mir als Mitglied des Herrenhauses zugekommenen dringlichen Ersuchens des Herrn Ministerpräsidenten vom 6. November 1917 sowie einer neuerlichen diesbezüglichen Zuschrift des Herrn Statthalters vom 15. November 1917 neue Beweggründe zur Erwägung vor, damit ihr die bis zum 3. Dezember 1917 noch offenstehende Frist vorteilhaft ausnützet und euch an der Zeichnung der 7. Kriegsanleihe eifrig und rühmlich beteiliget. 1. Durch Zeichnung der 7. Kriegsanleihe, meine Teuren, verkürzen wir den Krieg. Ein glänzendes Ergebnis der 7. Kriegsanleihe wird uns den Frieden bringen oder wenigstens näherrücken. Scheinbare Widersprüche, da die Anleihe zur Weiterführung des Krieges ausgenommen wird, und doch ist es so! Unsere ehrlich gemeinten Friedensangebote haben die Feinde als Zeichen unserer Schwäche ausgelegt, ja sogar als Vorwand benützt, den Krieg entschiedener fortzusetzen, um uns, wie sie sagen, ganz zu besiege». Nun gilt es, ihnen zu zeigen, daß wir unbeugsamen Siegeswillen haben, daß tvir entschlossen sind, den von aller Welt erwünschten Frieden »ns zu erkämpfen. Unsere todesmutigen Krieger haben dies den Feinden bereits deutlich gezeigt und uns gerade gegenwärtig die denkbar beste militärische Lage geschaffen. Unser Widersacher im Süden, ohne dessen Treubruch der Krieg wohl schon längst zu Ende wäre, Italien, ist wie überwunden. Unsere unvergleichlich heldenmütigen verbündeten Heere haben ihm unter der Führung unseres Heldenkaisers in wenigen Tagen alles entrissen, was er in 11 blutigen Schlachten mit ungeheuren Opfern gewonnen hat; sie haben unsere siegreichen Fahnen weit in sein Land hineingetragen und nun drängen sie ihn von einer Verteidigungslinie zur anderen zu- rück gewaltig, eilig, unaufhaltsam. In Gottes ewigen Ratschlüssen liegt die Zukunft; doch, wenn der begonnene Siegeslauf unserer Armeen fortgesetzt wird, können wir zuversichtlich hoffen, daß unsere Feinde in kurzer Zeit die Aussichtslosigkeit ihrer Kriegspläne einsehe» und sich zu einem uns befriedigenden Friedensschlnß geneigt zeigen werden. Ihren Siegeslauf können jedoch die Armeen nur dann fortsetzen und vollende», wenn sie mit der nötigen Kleidung, Nahrung und zumal Munition gut und vortrefflich ausgerüstet sind. Die Feldarmee wohlansgerüstet und schlagfertig zu erhalten, das ist der Zweck und das Ziel der 7. Kriegsanleihe. Die vorher aufgelegten Kriegsanleihen waren sechs große Siege der Heimarmee. Möge auch die siebente ein der gegenwärtigen so günstigen Kriegslage entsprechender glorreicher Sieg sein! Je glänzender ihr Erfolg, desto eher wird sie zu einer wahren Sieges- und F r i c d e n s a n l e i h e werden. Darum, geliebte Gläubige, vor allem ihr, Landwirte, die ihr bei der Bebauung eures Grund und Bodens ans die tätige Mithilfe eurer Angehörigen angewiesen seid, wollet ihr einen baldigen günstigen Frieden, wollet ihr die Heimkehr eurer Männer, Brüder, Söhne und Freunde von der Front und aus der harten Kriegsgefangenschaft, dann leihet euer Geld und Gut dem Reiche, das heißt zeichnet die 7. Kriegsanleihe! Mit Gottes gnädiger Hilfe beendet diese Anleihe den grauenvollen Krieg und führt eure Lieben heim. 2. Wenn ihr, Liebenswerteste, die neue Kriegsanleihe zeichnet, so bringet ihr Millionen von Menschen wirksame Hilfe nnd tuet so ein hervorragend gutes Werk der christlichen Barmherzigkeit, vollbringet so ein h v ch p a t r i o t i s ch e s W e r k. Nicht nur unsere Krieger in der Fenerfront bedürfen der Bekleidung, Nahrung und Munition, nein, außer ihnen erhoffen vom Vaterlande ausgiebige Hilfe auch die vielen verwundeten und kranken Krieger, ferner die Familien, die Frauen und Kinder der zum Heeresdienst eingezvgenen Männer und Väter, die Witwen und Waisen der im Kampfe fürs Vaterland gefallenen Helden, endlich die armen Flüchtlinge aus den infolge des Krieges verwüsteten Gegenden. Diese sind, abgesehen von den seelischen Leiden und Schmerzen, in vielen Fällen von leiblicher Not und materiellem Elend gedrückt. Sie alle erwarten zuversichtlich, daß sich das Vaterland ihrer annimmt und ihnen die zum Lebensunterhalt nötigen Mittel verschafft. Der ganz gerechtfertigten Erwartung wird der Staat nur dann entsprechen können, wenn ihm diejenigen, die noch irgend ein entbehrliches Vermögen besitzen, dasselbe leihen, gegen gute Verzinsung zur Verfügung stellen, was eben durch die Zeichnung der angekündigten Kriegsanleihe geschieht. Wer sich also nach Kräften an der Kriegsanleihe-Zeichnung beteiligt, der sichert sich dadurch nicht nur den Dank des Vaterlandes, sondern auch den innigsten Dank der un- gezählten Unglücklichen, die vom Kriege viel härter mitgenommen worden sind, als wir, die wir durch Gottes Schutz vor den unmittelbaren Schrecken des Krieges verschont geblieben sind. Übet also, Teuerste, durch Zeichnung der 7. österreichischen Kriegsanleihe Barmherzigkeit an den zufolge des Krieges hilfsbedürftigen Mitbrüdern und Mitschwestern, und ihr werdet vor Gott Barmherzigkeit erlangen! 3. Wer die Kriegsanleihe zeichnet, bringt kein Opfer, sondern nützt sich selbst, sorgt in finanzieller Hinsicht am besten für seinen persönlichen Vorteil, für den Schutz seines Vermögens und für die Sicherung seines künftigen Einkommens. Es gibt nichts besser Verzinsliches, nichts Sichereres als unsere Kriegsanleihen. Wie aus den behördlichen Aufrufen näher entnommen werden kann, erhöht sich die 5'/, pro-zentige Verzinsung des geliehenen Kapitals bei Einberechnung der den Zeichnern gewährten Vorteile und Vergütungen ans 6 bis 7'/s Prozent. Daß die Zinsen genau gezahlt und daß schließlich die geliehenen Beträge im vollen Nennwert, also nrnb je 92 für die 40 jährige Staatsanleihe oder je 94 für die 9 jährigen Staatsschatzscheine eingezahlte Kronen mit 100 Kronen rückerstattet werden, dafür bürgt der Staat mit seinem ganzen großen Besitz und mit allen seinen aus den Bergwerken, Eisenbahnen, industriellen Unternehmungen, Steuern und anderen reichlichen Quellen fließenden Einkünften. Schließlich wird unser Besitz für die Zukunft desto mehr gesichert sein, je glänzender das Ergebnis der 7. Kriegsanleihe sich gestalten wird. Wer jetzt sein Geld nicht hergibt zur Zeichnung der Kriegsanleihe, der läuft Gefahr, es ganz zu verlieren, und wer jetzt, wo der Weltkrieg seiner Entscheidung entgegengeht, dem Vaterland seine Hilfe versagt, setzt dasselbe in Gefahr, aller bisherigen Erfolge und sogar dessen, was es früher gehabt hat, verlustig zu werden. Es möge also keinen von euch der evangelische Vorwurf treffen: Warum hast du nicht das Geld auf Zinsen angelegt? (Luc. 19,23). Im Herrn geliebte Gläubige! Durch euren unbegrenzten Opfersinn habet ihr bisher bei jeder Gelegenheit den unwiderleglichen Beweis erbracht, daß ihr unser gemeinsames österreichisches Vaterland wahrhaft liebet. Diese so oft erprobte Vaterlandsliebe bewähre sich auch jetzt in der schweren, für die Zukunft endgültig entscheidenden Zeit. Jedermann sorge für einen vollen Erfolg der 7. Kriegsanleihe! Auch der kleinste Betrag, dem Staate geliehen, hilft den Krieg verkürzen. Die einzelne Ameise schafft nur weniges herbei, aber alle Ameisen zusammen errichten sich einen gewaltigen Ban mit zweckentsprechenden, ihnen allen zugute kommenden Einrichtungen. Und schenkt uns Gott in naher Zukunft den ersehnten Frieden, so wird das Vaterland besonderen Dank denjenigen wissen, die ihn, durch Zeichnung der Kriegsanleihen geholfen haben, in dem ihm mlfgezwungenen Kampf »ins Da-sein siegreich ausznharren, und Gottes Segen wirb auf denen ruhen, die nach des Heilands Worten dem Kaiser gegeben haben, was des Kaisers ift. Ich habe das Vertrauen zu euch im Herrn, daß ihr das, was ich euch vorgeschrieben habe, tuet und tun werdet. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch allen! Amen. (II. Thess. 3, 4. 18). Marburg, am Feste der hl. Elisabeth, Patronin von Österreich, den 19. November 1917. f Michael, Fürstbischof. Anmerkung. Vorliegendes Werbeschreiben ist von den Seelsorgern den Gläubigen am Sonntage nach dem Eintreffen von den Kanzeln herab zu verlesen. 103. Prisrčno nadpastirsko povabilo k podpisu 7. avstrijskega vojnega posojila. V Gospodu ljubljeni škofij ani! „Zdaj se obrnem zavoljo vojnih posojil šesti- in — ako Bog da — poslednjikrat do častivrednih gospodov dušnih pastirjev in po njih do mnogoljubih vernikov svoje škofije.“ Tako sem vam pisal na god prikazni sv. nadangelja Mihaela, variha Avstrije, dne 8. maja vojnega leta 1917. Zares, mislili in upali in upali smo vsi, da nam bo tekoče leto prineslo mir, tako globoko v srcu zaželjeni sveti mir. Upanje naše je rastlo, ko so začetkom 4. vojnega leta preteklega meseca avgusta sveti oče, za mir med narodi neutrudno delavni papež Benedikt XV., s pre-važnim pismom ljubeznivo opomnili in povabili poglavarje vojujočih se ljudstev, da naj vendar enkrat napravijo konec groznemu prelivanju krvi, in ko so jim stavili več pripravnih predlogov, ki bi mogli biti temelji pravičnemu in stalnemu miru. Ko bi bili vsi vladarji sprejeli ta genij ivi, modrosti polni opomin z enako dobrim srcem in s tako odkritosrčno miroljubnostjo, kakor so to storili Njih ces. in kralj, apostolsko Veličanstvo, naš presvetli cesar in kralj Karol I., tedaj bi nedvomno že zdaj veselo uživali blaženi mir. Toda v neumljivi zaslepljenosti se niso naši zoprniki doslej niti toliko potrudili, da bi bili dostojno dali odgovor na mirovno pismo svetega očeta. Narobe, še sramotijo in dosledno zavračajo vse naše poštene ponudbe miru, češ, da so znamenja oslabelosti. Oni z besedo in z dejanjem oznanjujejo, da niso volje prej prenehati z bojem, dokler ne bodo — kakor si domišljujejo — vojaški in gospodarski preobvladali osrednjih sil. In tako nam torej pri najboljši volji ne preostaje druga, kakor da z vso močjo in stanovitnostjo nadaljujemo dozdaj z božjo pomočjo zmagovalni boj, ga nadaljujemo do dosege častnega miru, ki bo porok obstoju in prostemu razvoju našega staročastitega cesarstva. Svojega življenja in svoje prostosti vendar ne moremo pustiti. Vsiljeno nam nadaljevanje borbe pa terja 7. vojno posojilo, ki ga je visoka vlada z dovoljenjem državnega zbora pravkar razpisala. Predragi v Gospodu ! Vselej, kadar je šlo za to, da priskrbite domovini za obstanek in obrambo potrebnih pripomočkov, ste požrtvovalno poslušali moj nadpastirski glas ter ste z vnetim, od mene vam priporočenim podpisovanjem prejšnjih še-sterih vojnih posojil obenem s svojimi častitimi dušnimi pastirji vrlo izpolnili svojo domovinsko dolžnost. V do-šlem mi dopisu Njega ekscelence gospoda cesarskega namestnika z dne 21. julija 1917 stoji med drugim tudi to le: „Podpisi 6. vojnega posojila na titajarskem so po dosedanjih računih dosegli vsoto 275 milijonov kron . . . Razumna pomoč in podpora, ki so ji našli napori političnih oblastev za uspeh 6. vojnega posojila pri prečastitem knezoškofijskem ordinariatu in pri častivrednih župnijskih predstojništvih, sta bistveno pripomogli k izvrstnemu izidu vojnega posojila na titajarskem. Prosim torej Vašo ekscelenco, da blagovolite vnovič sprejeti za dejansko pospeševanje vojnih posojil in za prezaslužno sodelovanje cerkvenih uradov najprisrčnejšo zahvalo.“ Zdaj nas vse domovina zopet kliče, da ji s podpisom 7. avstrijskega vojnega posojila priskrbimo neizogibno potrebnih pripomočkov za zmagonosno nadaljevanje in srečno dokončanje vojne. Vsem v izpodbuden vzgled in vzor so za tem klicem sledili oče domovine, naš zvesto ljubljeni cesar in kralj Karol I. „Upapölno — tako so brzojavili gospodu finančnemu ministru — so naše junaške čete z vsemogočno božjo pomočjo ponesle boj globoko tja v italijanske dežele. Navdušenj klic, s katerim Moji vrli vojščaki v naskoku jemljejo sovražniku njegova sta- lišča, najdi doma močen odmev v velikem nspehu sedmega vojnega posojila! Kakor tu, enako stori tudi tam sleherni svojo dolžnost! Jaz podpišem 12 milijonov sedmega avstrijskega vojnega posojila.“ Obenem so Njih ces. in kr. apostolsko Veličanstvo podpisali prav tako visoko vsoto 7. ogrskega vojnega posojila, potemtakem skupaj 24 milijonov kron. Mar ne bomo li navdušeno posnemali vzvišeni vzgled mladostnega vladarja, ki tako vroče želijo in ki hočejo vse storiti, da bi čimprej odpravili grozote in žrtve vojske ter bi svojim narodom vrnili težko pogrešane blago-dare miru? Že dne 3. novembra 1917 sem nujno naročil častivrednim gospodom dušnim pastirjem, da naj v zmislu dopisa visokega predsedništva c. kr. štajarske namestnije in na podlagi doposlanih jim listin ljudstvu, posebej še poljedelcem, pri vsaki priložnosti zlasti s pridižnic najtopleje priporočajo podpisovanje 7. vojnega posojila. Zdaj pa, vrnivši se dne 17. t. m. z Dunaja od škofovskih posvetovanj, vas spomnim vljudno na svoja vabila k podpisovanju prejšnjih šesterih vojnih posojil ter vam v zmislu prijazne kot članu gosposke zbornice dostavljene mi prošnje gospoda ministrskega predsednika z dne 6. novembra 1917 ter v zmislu zopetnega dopisa gospoda cesarskega namestnika z dne 15. novembra 1917 navedem v premislek nove vzroke, da koristno porabite dobo do 3. decembra tekočega leta ter se z vso vnemo častno udeležite podpisovanja novega vojnega posojila. 1. 8 podpisom 7. vojnega posojila bomo skrajšali vojsko, sijajen uspeh 7. vojnega posojila nam bo prinesel ali vsaj približal mir. Navidezno nasprotje, ker se posojilo najema za nadaljevanje vojske, in vendar je tako! Naše odkritosrčne ponudbe miru so nasprotniki razlagali kot znake slabosti, da, navajajo jih celo za vzrok in razlog, da odločneje nadaljujejo boj ter nas, kakor pravijo, popolnoma premagajo. Zdaj velja, pokazati jim, da imamo nezlomno voljo zmage, da smo pripravljeni, pri bojevati si zaželjeni sladki mir. Hrabri naši vojščaki so to sovražnikom že občutno pokazali ter so nam prav zdaj ustvarili kar najboljši vojni položaj. Naš zoprnik na jugu, brez čigar izdajstva bi bilo pač že strašne vojne konec, Italijan, je malodane premagan. Naši neprimerno junaški oddelki so mu pod vodstvom našega cesarja-junaka v nekaterih dnevih odvzeli vse, kar si je v 11 krvavih bitkah z neizmernimi žrtvami pridobil; prodrli so z zmagovitimi zastavami daleč v njegovo deželo, in zdaj ga potiskajo nazaj od ene do druge obrambne črte mogočno, hitro, neustavno. V sklepih večne previdnosti božje počiva prihodnost; toda, če bodo naše armade nadaljevale zmagovalno pot, kakor so jo nastopile, tedaj smemo upati zanesljivo, da H bodo naši sovražniki v kratkem času izprevideli neuspešnost svojih vojnih načrtov ter bodo privolili v sklep miru, kakor si ga mi želimo. Svoje zmage pa premorejo armade le tedaj nadaljevati ter izpopolniti, ako so dobro in izvrstno preskrbljene s potrebno obleko, hrano in zlasti z zadostnim orožjem in strelivom. Ohraniti čete dobro za boj pripravljene, to je ves namen in pomen 7. vojnega posojila. Dosedanja vojna posojila so pomenila šest velikih zmag doma ostale armade. Bodi tudi sedmo posojilo sedanjemu tako ugodnemu vojnemu položaju primerno slavna zmaga! Čim sijajnejši uspeh bo imelo, tem prej bo postalo zmagovno in mirovno posoj ilo. Zatorej, preljubi verniki, zlasti vi poljedelci, ki potrebujete pri obdelovanju zemlje pomoči svojih dragih domačih, ako hočete skorajšnjega miru, ako si želite vrnitve svojih ljubih mož, bratov, sinov in prijateljev z bojne črte in iz bridkega vojntega ujetništva, potem posodite svoj denar državi, to je, podpišite 7. vojno posojilo! Z milostno pomočjo božjo bo to posojilo končalo grozno vojsko ter vam bo vrnilo vaše drage domačine. 2. Če podpišete vojno posojilo, tedaj izdatno pomagate milijonom nesrečnežev ter storite tako izredno dobro delo krščanskega usmiljenja in izvršite izredno domoljubno delo. Ne le naši vojščaki v bojnem ognju potrebujejo obleke, živeža in orožja, ne, poleg njih pričakujejo od domovine krepko podporo tudi mnogoteri ranjeni, poškodovani in bolni bojevniki, nadalje družine, žene in otroci v vojaški službi se nahajajočih mož in očetov, potem vdove in sirote v boju za domovino častno padlih junakov, slednjič ubogi begunci iz raznih, vsled vojsko pustih in razdrtih krajev. Vsi ti trpijo poleg duševne žalosti in bolečine večinoma še veliko telesno silo in stisko. In vsi ti se kar najmočneje zanašajo, da se bo država za nje zavzela ter jim bo oskrbela, kar jim je neobhodno potrebno za življenje. Popolnoma opravičenemu pričakovanju bo država mogla pa le tedaj zadostiti, če ji bodo tisti, ki morejo utrpeti še količkaj premoženja, to posodili ter proti dobrim obrestim dali na razpolago, kar se bo zgodilo ravno z vojnim posojilom. Kdor torej po svojih močeh podpiše vojno posojilo, tisti si s tem zagotovi ne le zahvalo domovine, marveč tudi globoko hvaležnost neštetih nesrečnežev, ki so bili po vojski mnogo huje prizadeti kakor mi, ki nas je božja dobrotljivost obvarovala neposrednih vojnih grozot. Storite torej s podpisom novega vojnega posojila usmiljenje svojim vsled vojske pomoči potrebnim sobratom in sosestram, in dosegli hote usmiljenje pred Bogom ! 3. Kdor podpiše vojno posojilo, poskrbi v denarnem oziru najbolje za svoj lastni do- biček, za varnost svojega premoženja in za pomnožitev svojih prihodnjih dohodkov. Ničesar ni, kar bi neslo višje obresti, ničesar, kar hi bilo bolj varno, kakor so naša vojna posojila. Kakor razvidimo iz uradnih razglasov, se 51/, odstotne obresti posojene glavnice vsled raznih, podpisovalcem podeljenih ugodnosti in povračil zvišajo na 6 do 7'/2 odstotov. Da se bodo obresti natanko plačevale in da bo posojeni denar vrnjen v polni vrednosti, da bo torej tisti, ki vplača 92 kron za 401etno vojno posojilo ali pa 94 kron za 91etne državne zakladnice, dobil nazaj povrhu obresti še celih 100 kron : za to zastavlja država v poroštvo vsa svoja posestva in vse svoje dohodke iz rudo-kopov, iz železnic, iz obrtnih podjetij in iz drugih bogatih virov. Končno je naše premoženje za prihodnost tembolj zavarovano, čim ugodnejši bo uspeh 7. vojnega posojila. Kdor zdaj noče dati svojega denarja v vojno posojilo, se izpostavlja nevarnosti, da ga bo popolnoma izgubil, in kdor zdaj, ko sc bliža svetovna vojska odločitvi, odreče ljubi domovini svojo pomoč, jo spravlja v nevarnost, da pride ob vse svoje dosedanje uspehe in da celo izgubi tisto, kar je poprej imela. Naj ne zadene torej nikogar izmed vas evangeljski V Mariboru, na god sv. Elizabete, avstrijske očitek : Zakaj nisi naložil denarjev na obresti? (Luk. 19, 23). V Gospodu ljubljeni verniki ! ti svojo neomejeno požrtvovalnostjo — sicer pa podpis vojnega posojila ni žrtev, marveč je dobiček — ste pri vsaki priložnosti pokazali, da resnično ljubite svojo domovino. To utrjeno domoljubje se izkaži tudi zdaj v težavni, za prihodnost odločilni dobi! Sleherni naj skrbi za popolni uspeh 7. vojnega posojila. Tudi najmanjši donesek bo pripomogel skrajšati vojsko. Posamezna mravlja more privleči le malo betvico, pa vse mravlje skupaj si sezidajo mogočen dom ter si ga uredijo primerno svoji koristi. In če nam bode Bog v bližnji prihodnosti podelil zlati mir, tedaj sc bo domovina izkazala hvaležno tistim, ki so ji zdaj s podpisom avstrijskega vojnega posojila pomagali, da je ostala zmagovita v usiljcnem ji boju za obstanek, in božji blagoslov bo počival nad tistimi, ki so po Vzveličarjevih besedah dali cesarju, kar je cesar j evo. Zaupanje imam do vas v Gospodu, da storite in bo te storili, kar vam volim. Milost Gospoda našega Jezusa Kristusa bodi z vami vsemi! Amen. (Tesal. 3, 4. 18). varihinje, dne 19. novembra 1917. f Mihael, knezoškof. Opomba. Predstoječe vabilo naj dušni pastirji preberejo vernikom s pridižnice v nedeljo potem, ko ga dobijo v roke. 104. Errettung Seiner k. und k. Apostolischen Majestät Kaisers Karl I. aus ernster Lebensgefahr. Seine f. und f. Apostolische Majestät unser Kaiser Karl I. geriet am 10. November 1917 in der Nähe des Flnßes Isonzo in große Lebensgefahr. Die gnädige Fügung des Allmächtigen hat die entsetzliche Gefahr von der erhabenen Person des heißgeliebten Monarchen und von den Völkern Österreichs abgewenvet. Aus diesem Anlässe wurde in der Kathedralkirche zum Hl. Johauues Baptista in Marburg am Mittwoch den 14. November 1917 um 9 Uhr vormittags ein feierlicher Dankgottesdienst, bestehend aus einem Pontifikalamt mit Te Dcum laudamus, in Gegenwart der sehr löblichen Behörden ab-gehalten. Mit Konsistorialerlaß vom 12. November 1917 Z. 6044 wurden die F. B. Pfarrämter der Lavanter Diözese angewiesen, an einem den Ortsverhültnissen entsprechenden Tage einen festlichen Dankgottesdienst mit Te Deum nach vorausgegangener Einladung der p. t. Behörden zu veranstalten. Zum Gedächtnisse an diese Begebenheit sei nachstehend das Dankgebet abgedrnckt, welches bei der am 14. November 1917 in der Metropolitankirche zu St. Stephan in Wien stattgefnndenen Dankandacht von Seiner Exzellenz, unserem hvchwürdigsten damals bei den Bischöflichen Beratungen in Wien weilenden Oberhirten, mitgebetet wurde. Dankgebet für die Errettung Seiner Majestät aus e nt ft e r Lebensgefahr. Allmächtiger, gütiger Gott! Nimm auf in Gnaden den kindlichen Dank, den wir aus der Tiefe unserer Herzen dir darbringen für den himmlischen Schutz, den du unserem Kaiser im Augenblicke höchster Gefahr angedeihei, ließest. Du hast ben geliebten Landesvater wunderbar errettet ans der Macht des entfesselten Elementes, erhalt' ihn uns und dem ganzen Reiche auch fernerhin in der Fülle jugendlicher Kraft, damit er getragen von der Liebe seiner Völker fortführe und glücklich vollende, was er glorreich begonnen hat. Bewahre in ihm bei allem Glanze Seiner Majestät fein demütiges und glaubcusfrendigeS Herz! Erleichtere ihm die schwere Bürde feiner Regierungsjorgen durch die Freude eines baldigen, ehrenvollen Friedens und vergelte ihm feine landes- väterliche Liebe und Fürsorge mit der Treue und Anhänglichkeit seiner Völker! O, segne und schütze ihn mit deinem mächtigen Arme und laß dein Angesicht leuchten über ihm, auf daß er fest und standhaft bleibe durch deine Gnade, weise regiere. Recht und Gerechtigkeit übe und in allem stets dich verherrliche, bis er einst den Lohn des ewigen Lebens empfangen wirb, durch Christus unfern Herrn! Amen. 105. Vierter steirischer Soldatentag. Aer I. Präsidentstellvertreter des Grazer Stadtausschusses hat unterm 9. Juli 1917 an das F. B. Ordinariat folgendes Schreiben gerichtet : „Wie in all den vorhergegangenen schweren Kriegsjahren , soll auch Heuer wieder u. zw. in der Zeit vom 22. November bis 6. Dezember l. I. ein steirischer Soldatentag stattfinden, dessen Reinertrag teils zur Veranstaltung einer Christbescherung für Soldatenkinder, teils für Liebesgaben an die heimischen Truppen im Felde verwendet werden soll. Dieser gewiß in höchstem Maße vaterländische Zweck kann nur erreicht werden, wenn im Wege ausgedehnter Sammlungen größere Geldmittel aufgebracht werden. Vertrauend auf das Entgegenkommen und die höchst anerkennenswerte Unterstützung, welche die gleichen Veranstaltungen der Vorjahre von wohldortiger Seite erfahren haben. stelle ich das Ersuchen, auch für den diesjährigen 4. steir. Soldatentag eine allgemeine Kirchensammlung in der Diözese Lavant veranstalten zu wollen." Im Sinne dieser Zuschrift sind die Gläubigen darüber aufzuklären, daß, wie in den bereits abgelaufenen Kriegsjahren, so auch Heuer im ganzen Lande Steiermark in der Zeit vom 22. November bis 6. Dezember l. I. Sammlungen für den 4. steirischen Soldatentag abgehalten werden. Die volle Einnahme des Soldatentages soll teils zur Veranstaltung einer Christbescherung für Soldatenkinder, teils für Liebesgaben an die heimischen Truppen im Felde verwendet werben. Dieser gewiß im höchsten Grade vaterländische Zweck und die Pflicht, die uns der Glaube lehrt, dem Nächsten in der Not beizustehen, werden wohl auch diesmal alle aufm untern, im Wohltun nicht nachzulassen. Am 1. Adventsonntag, den 2. Dezember, ist daher in allen Kirchen eine Sammlung für die Zwecke des Soldatentages abzuhalten. Das Erträgnis der Sammlung wolle von den F. B. Pfarrämtern im Wege der vorstehenden F. B- Deka-nalämter mit tunlichster Beschleunigung anher eingesendet werden, woraus der gesammelte Geldbetrag sofort seinem Zwecke zugeführt werden wird. 106. Ausfüllung der Aisten der Eheschließungen. Aie k. k. Bezirkshauptmaniischaft Marburg machte unterm 19. Oktober 1917 Z. 4412/17 anher nachstehende Mitteilung : „Die k. k. Statistische Zentralkommission hat mit Note vom 30. Jänner 1917 Z. 344 eröffnet, daß als „Ortsgemeinde , für welche die Nachweisung erfolgt", diejenige Ortsgemeinde des Psarrsprengels einzutragen ist, von welcher der Matrikenauszug handelt, also die Ortsgemeinde, in welcher der Bräutigam wohnt, nur dann, wenn sie zum Psarrsprengel gehört, anderenfalls die den Psarrsprengel» zugehörige Orts- gemeinde, wo die Braut wohnt. In der Spalte 5 ist der Überschrift entsprechend die Ortschaft anzugeben, wo die Eheschließung erfolgt ist, also die Ortschaft, in welcher sich die Kirche befindet, in der die Trauung vorgenommen wurde. Daß damit die Wohnorte des Bräutigams und der Braut nicht erfaßt werden, ist gleichgültig, weil sie nicht statistisch verwertet werden können." Von dieser Eröffnung der k. k. Statistischen Zentralkommission werden die hochwürdigen F. B. Pfarrämter hie» mit behufs Darnachachtung in Kenntnis gesetzt. 107. Literatur. 1. Nachdem herrlichen Friedensgebete Seiner Heiligkeit Benedikt XV. verfaßte Baronin Enrica v. Handel-Mazzetti ein Friedensgebet, um damit die Bestrebungen des Heiligen Vaters zu unterstützen und das Zustandekommen des Weltfriedens zu fördern. Das Gebet, mit oberhirtlicher Druckerlaubnis der Ordinariate Linz, Wien, Salzburg und Augsburg versehen und von militärischer Behörde zur Verbreitung freigegeben, befindet sich im Alleinvertrieb der Kunst- und Verlagsanstalt C. Andelfinger & Cie. in München, Sind« wurmstraße 24, und wird zur Massenverbreitung wärmstens empfohlen. 2. Die Generalleiterin der St. Petrus Claver-Soda» lität für die afrikanischen Missionen, Frau Gräfin Maria Theresia Ledóchowska, hat unterm 12. Oktober 1917 um Empfehlung nachstehender Druckschriften ersucht: a) Jahresbericht der St. Petrus Claver - Sodalität für die afrikanische» Missionen 1916. Salzburg, 1917. Preis 1 K. b) Klarier Kalender 1918. Eilfter Jahrgang. 112 Seiten Groß-Oktav. Preis 65 h. o)Kinder-Missionskalender 1918. Zehnter Jahrgang. 64 Seiten Klein - Oktav. Preis 35 h. Bezugsadresse : St. Petrus Claver - Sodalität, Salzburg, Drei» chltigkeitsgasse 12, sowie all deren Abgabestellen und alle fa» : wüschen Buchhandlungen, d) Klaverj ev koledar 1918. ! Irugo leto. Mala oktava, 48 strani. Naroča se: Ljubljana, i‘red škofijo štev. 8. — Die angeführten, reich illustrierten Druckschriften, ans denen der Leser Liebe zu den katholischen Missionen, aber auch Belehrung, Erbauung und Unterhaltung schöpfen kann, eignen sich vorzüglich auch als Lesestoff für unsere Krieger. Ihr Inhalt kann manchem durch Kriegsleid nie-dergedrückten Menschenherzen Trost und Freude bereiten. Da man zudem durch ihre Abnahme den vom Weltkrieg so schwer geschädigten afrikanischen Missionen einen wahren Liebesdienst erweist, so wird der Ankauf und die Verbreitung derselben den hochw. Herren Seelsorgern angelegentlichst empfohlen. Über Ansuchen derselben Vorstehung der St. Petrus Claver-Sodalität vom 1. November 1917 werden hinsichtlich der Missivnspredigten am Dreikönigsfeste jene hochw. Pfarrer und Kirchenvorstände, welche zwecks wirksamer Förderung der vom Papst Leo XIII. eingesetzten und vom Papst Benedikt XV. bestätigten und angeordneten Sammlung am Dreikönigsfeste von Almosen für die Neger Afrikas an diesem Festtage oder, wo es zweckmäßiger erscheint, am vorhergehenden oder darauffolgenden Sonntage eine Predigt über die Missionen Afrikas und das Los der armen Negersklaven abzuhalten oder zu veranlassen beabsichtigen, darauf aufmerksam gemacht, daß genannte Sodalität Stoff zu einer solchen Predigt sowie einschlägige Flugblätter über die Sklaverei in Afrika kostenlos zu ihrer Verfügung stellt. Mau wolle selbe unter der Adresse St. Petrus Clav er-Sodalität, Salzburg, Dreifaltigkeitsgasse 12 verlangen. 108. Diihesan-Nachrichten. Ernannt wurde Herr Johann Bogovič, Chorvikar an der Ka-Ihedralkirche zum Hl. Johannes Baptista, derzeit k. k. Feldkurat, zum Religionslehrer an der k. k. Staatsrealschule in Marburg. Bestellt wurde Herr Alfons Požar, Pfarrer zum Hl. Joseph in Sternstein, als Mitprovisor zur U. L. Frau in Kirchstätten. Übersetzt wurden: Herr August Špari, III. Vorstadtpfarrkaplan zu St. Magdalena, als Chorvikar an die Kathedralkirche zum Hl. Johannes Bapt. in Marburg; Herr Karl Arlič, 1. Kaplan zu St. Georgen an der Südbah», als III. Vorstadtpfarrkaplan zur Hl. Magdalena in Marburg. Ferner die Herren Kaplane: Anton Špari von St. Michael in Pischctz nach St. Georgen an der Südbahn (I); Josef Kavčič von St. Michael in Schönstem (I) nach St. Georgen unter Tabor; Josef Potočnik von St. Georgen unter Tabor »ach St. Michael in Schönstem (I); Johann Itazbornik von St. Johann Bapt. in Čnbmm als Aushilfspriester nach St. Margareten in Kebl; Anton Plevnik von St. Ägide» in Reischach nach St. Johann Bapt. in Cabrimi. Wiederangestellt wurde der krankheitshalber zeitweilig beurlaubte Herr Georg Cvetko als Kaplan zu St. Ägiden in Reischach. F. B. Lavanter Ordinariat zu Marburg, am 22. November 1917. f /fö Fürstbischof. St. (ichrilluS-Vuchdruckerei, Marburg.