AnbaHer Seituna. ^« 3». Mittwoch an» O. Febr,,ar FO5». Die „Lail'acher Zeitunq" erscheint, »,it Äuoüiahmc' der T«.'»!,- »»d Feiertag.-, täglich, und sosttt sammt dlü '^li!a>,l!! im <5omptoil ., a >,, ,.i!,.,., n» ,< l> ,,, , - i Kreu,baud im (^'»N'tmr ^in^jährig 1, s!.. l.a < l'j^l,. i,, ', «. :ltt fr. ^,,r dic Zutt.llum; i»5 Ha„5 s...!' hall'iai.riq ^» ,- .>/<..,„',^'' 'w^'^i.' '>.'" ."'" sr.i ^» fr. - In s.rati.,...,.l'i.l) r siir .,».. S.'.tt .. lr. 0. M. Ixsnatc bi^ ^H Zcilc» l f>. fl.r ^ MV m,;«s.<»,It.n. '"^<>jM. .dl. dl» ^a»m d..,c!l'.„. ,„r ..»- Aemtlicher Theil ^Hm 2. Febr. l«')0 wird das siebente Hell des Reichsgesctz- mid Regierungsblattes, welches um l4, Immer l«50 vorläufig nur ii» der delitsch-böhmische» Doppel Allsgabe erschic», in Wien aus-gegeben lind versendet weiden. Wien am l. Februar l850. K. K. Redactions Bureau des allgemeinen ^eichsgesetz. und Regierungsblattes. Am 5. Februar l«'»tt wird das XIV. Hest de6 Reichsgesetz - und .Regierungsblattes, jedoch vor. läufig bloß in deutscher Allein - dann der böhmisch klitschen Alisgabe in Wien ausgegeben und vcr ^»det werden. Wien am 4. Februar lö50. K. K. Redactions Bureali des allgemeinen '^eichsgssch ' und Regierun^^blatle?. AnrHrage der Holzung uudWcidc-servitutcn. (Fortsetzung.) Die Aufhebung derHolzungs- und Wcidcrechte dlnch Ablösllng von dein, mit demselben zu Gun sten drr l'l6l)eri'gen UüteNhanen belasteten Wald-llis ^^^ ^'"b schützen die übrigen Psianzenorga-bi>»^ ^ ^^^^ ^' ^^ denselben ununterbrochen ent-»enden Wasscrdünste von dem zerstörenden Ein-,^ großer Trockniß. In Gegenden und Ländern l'ark-^ ^"^"' fehlcn, ist dic Natur todt; Frucht-'b,^^' Wohillichi'cit unv Annehmlichkeit sind aus be>l ^^''"''^'", und es sind selbe jenen zerstören-^e>l """'^ll"gen der Elemente ausgesetzt, die kein 'X, ""skominen lasscn. Es ist nicht zuviel ges^t, ^at>/^' ^l)^n!ftten, daß die Wälder die Trans, se^ ^Wrrkzcu^e ocr Natur sind, die, wenn be», ^"g zu seyn aufhören, d. h. vernichtet wn-be,»g,^ch den Tod des übrigen vegetabilischen lie-'br ^''"' Länder nach sich ziehcn, worauf sich tei-l) llchcr Einsiuß äußern kann, bis die unun-^"lgttl ^- "'^"dm Naturkrä'fte durch neue Bil-0'e Erdkrume zu neuer Thätigkeit wecken und wieder Leben schaffen. Im Haushalte dl-r Men schen sind die Wälder wegen der zahllosen Acrwend-barklit ihrer Productc gleich wiclttiq. Sie li.-sern uns Stosse z»r Erbauung, Einrichtung und Festi gu»g lmftrer Wohnungen, zur Ansmigung derniei-sten Feld' und Handwerlsgeräthe; ferner Brenn-und Dungstoffe zu Bereitung unserer Speisen und Vermehrung der Fruchtbaikeit unserer Felder und Wiesen; sie vermitteln fast sämmtliche Landes In dustrie, und liesern uns Geg^lstände eines beträcht lichen Activhandels. Es ist unmöglich, in gedrängter Skizzirung alle Beziehungen, in welchen die Wälder zur Staats und Uolkswirthschast stehen, auch nur annähernd vollständig vor Augen zu stellen; wir dürfen glau ben, daß Alle anerkennen müssen, daß die Wich tigkeit keines andern Zweiges drr Bodcnproduclion und Industrie jene der Wälder überbietet - deon mit ihnen wliidl'l, auch alle ül.'ri.a,!'!! Eltraqiizweia.c verschwinden. Es leuchtet also ohne weitere Frage ein, daß es mit zu den Hauptobliegenl^iten der Staatsge^ walt gehöre, die Newirlhschaflung der Wälder dem Staatszwccke gemäß zu leiten, durch weiseGe^ setze, zweckmäßige Eontrolle und Ausübung eincr örtlichen Aussicht, dunh hierzu eigcnds bestellte Organe dahin einzuwirken, daß der Stand der Wäl der nicht vermindert wcrdc, die vovhandenen mit Rücksicht auf Nachhaltigkeit benutzt, die in Benüz zung gezogenen Flächen ordentlich cultivnt unt> überh'aupt Alles von den Wäldern fern gehalten werde, was ihre Devastation und gemeinschädliche Ausrottung mittelbar oder umuilttll'ar herbeiführen könnte. In dieser Richtung muß die Staatsgewalt selbst bestimmend einschreiten, damit mit den Wäldern leine gemciüschädlichen Operationen weder von Seite der Eigenthümer oder ihrcr Stellvertreter unter, nomimn werden, noch durch Uebergviffe und rcgcl-lose Raubwirthscliaft der Berechtigten, wie sie sich in der Provinz zum größten Nachtheile des Wald 'standes säst allgemein fühlbar ma . t, ihr nwhlthä. tiger Einsiuß aus den Wohlstand und oie Frucht-barkeit des Landes gestört, so wie die Nachhaltigreit ihres Erträgnisses nicht zu Grunde gerichtet werde. Dic- ausgesprochene Aufhebung der Holzungs und Wcidercchte in den Wäldern muß diesem zu Folge in einer Art u»d Weise geschehen, durch welche allen diesen schädlichen Einflüssen aus den Zustand derselben der wenigste Spielraum gelassen, und der ausgesprochene Staatszweck die mindeste Beeinträchtigung erleide. Voll hier gleitet die Losung der vorgesteckten Frage auf den rein forstwirtschaftlichen Standpunct hinüber; denn die forstwirthschaftlichen Disciplinen sind das Mittel zum Zwecke. Es wird demnach dort die Art und Weise angegeben werden, wie die angeordnete Entschädigung derHolzungs- und Weiderechte mit ccn Anforderungen des Staatszwcckes und mit eincr rationellen Forstwirthschaft in Uebereinstimmung gebracht werden könnte. Ich übergehe demnach, den, vo>gcstecktcn Plane folgend, vorläufig zur Erörterung. .'«a, durch Zuthcilung äquivalenter Waldflächen würde die landwirthschastlichen Interessen wesentlich bclinträchtige,,; dem, würde der Landwirt!) von dem persönlichen Mitgenussc der Wälder ausgeschlossen, lind der sämmtliche Waldstand den gewesenen Grund-obrigkeiten überlassen, so würde hierdurch ein Man^ gel gegründet werden, indem die großen Waldbesitzer den Preis ihrer Hölzer halten tonten so hock sie wollten; der zum Ankauf seiner Bedürfnisse ge-zwimgl'nr Landwirt!) >nüß!e jenen Preis zahlen, der eben dein Waldeigenlhümcr belieben würde. Es ist nicht zuviel gesagt, daß im Falle einer andcrweitigcn Entschädigung als i» ,!!»!»!"» , diese einer unentgeltlichen Aushebung gleichkommen wür> dr; denn die gezahlte Ablösimgssumme wäre gar bald durch die erhöhten Holzpreise eingebracht, oder s.'lbst auch überwogm. Wir übergehen alle übrigen Nachtheile, die dieses aus den Betrieb des land-wirthschastlichen Gewerbes und aus die Viehzucht ausüben könnte, wenn eine andere Art der Ablö» simg aiV' i« ,!.-,l«l-l» ausgssprl'ch,,, würde, mit Slili-schwt'ia/ü, weil d>r eb?» erwalutte Grund die Mo, iwpl'ilslrumi der Preise der Fmstproducte, nämlich das Postulat der Entschädigung durch Zuthcilung von Waldstrecken ius Eigenthum, l'olllommcl, recht, fertiget. Die naturgemäßeste Entschädigung der Holzungs- und Wcidercchtc würde dennoch durch Ab. lretung von, der Größe der Berechtigung enlspre^ chendcn äquivalenten Waldstiecke!, ins Eigenthum der Eervitutsberechtigten, erreicht. Diese Art der Ablösuoa ist unabhängig v^n Fluctuationcn der Preise der Forstproducle, und unabhängig von jedem andern sich geltend machen wollenden Monopol sgclüste. Doch so wie einerseits die volle Entschädigung der Berechtigten i» ,>«!«,>:» für Ablassung von ihren Rechten in Anspruch genommen wird; so muß andererseits die Sicherung dcs den Berechtigten zu überlassenden Waldlandes vor dessen gcmcinschadli-cher Devastirung eben so dringend bevorwortct werden, da hierin eine säst größere Gefahr für die Be-rechtigtcn sowohl, als auch für das allgemeine land-wirthschastliche Interesse liegt, indem die Verlockung zur gänzlichen Ausbeute, beziehungsweise zur De-vastirung der überkommenen Waldstrecken, zu nahe gelegt ist, als daß man hoffen dürfte, daß der un-beschränkte (5igcnthümer eines solchen Waldes unter allen Umständen solchen Verlockungen widerstehen würde. Noth kennt kein Gebot! Diesen Erfahrungssatz müssen wir uns gegenwärtig halten, wenn wir darüber entscheiden 'vollen, wiefern das vollkommen freie Verfügungsrechl über Wälder den einzelnen Landwirthcn eingeräumt werden soll. Bei jeder Gelegenheit, bei einer wirklichen oder einge^ bildeten Noth greift der Landmann am liebsten zu den Wäldern, haut selbe nieder, um so dem au. genblicklichcn Bedürfnisse zu a/nügen, ohne zu überlegen, doß er ein weit größeres, immer drängender werdcndcs Uebel dlirch Verwüstung seines Waldstan-des heraufbeschwört, Wenn daher irgendwo Vorsicht nöthig ist, so ist cs hier bei Entscheidung dieser heikeln Frage. Die Sicherung vor dem Uebel der gcmcinschädlichcn Ausrottung und Dcvastirung der als Entscrtigung in den Besitz der Berechtigte» übergeben werdenden Wälder kaun »lach unserer vollsten Ueberzeugung nur ter Art geschehen, daß den Scrvituts be r echti g te » g em e i nd e we < sc ganze Entfer tigungscom plexe, die nicht weiter getheilt werden dürften, sondern alsGanzes bewirthschaftet werden mußten, abgetreten würden. IH«, Hier ist es nun auch, wo dic sorstwirthschaftli-che Seite des Ablösungsmodus maßgebend werden Mllß; wir übergehen demnach zur Betrachtling des dritten Punctes. (Fortsetzung folgt.) Politische Nachrichten V c st c r r e i ch Laib ach, 5. Februar. Einem Privatbriese vom linken Donau - Ufer entnehmen wir nachfolgende Stelle über die Art der Behandlung lind Pflege der Kranken in Militärspitälern, die wir zur Prü' fung und allfälligen Rücksichtsnahme vorlegen. »Auch hier sind mehrere hundert Kranke unter dem Militär. D'er Stabsarzt behandelt meist mit nassen kalten Leintüchern, kühlen Zimmern, die alle zwei Tage aufgerieben weiden, weil sich am Boden vie Ansteckung festsetzt, und rettet auf diese Weise die Meisten. Frische Luft ist die Hauptsache bei Be Handlung dieser Krankheit." — Wien, l. Februar. Die kürzlich aus Paris eingctrossenc Nachricht, daß das päpstliche Anlchen mit dem Hause Rothschild abgeschlossen worden sey, läßt dcs Papstes baldige Rückkehr nach Rom mit ziemlicher Bestimmtheit vorhersehen. — Wien, 2. Februar. Gestern Abends hielt Herr v. Würth seine zweite Vorlesung über die ueue Strafprozeßordnung. Der Redner entwickelte die zum Grunde liegende Auffassung der Principien des Anklagcverfahrens, der Oeffentlichkcit und Münd-lichkeit. Er wies die hänsig verbreitete, aber unrichtige Ansicht zurück, daß die Inquisttionsmaximc, auf welcher das bisherige Strafverfahren ausschließend beruhte, völlig aufgegeben werden solle. Er zeigte vielmehr durch einen geschichtlichen Ueberblick des Entwickelungsganges des inquisitorischen Princips, sowie durch eine .Betrachtung der Ableitung dcsscl-ben aus den obersten Grundsätzen des Strafrcchtes, daß die Inqnisitionsmaxims, d. h. das Princip, daß der Staat als solcher die Verbrechen und deren Thäter von Amtswegen zu verfolgen habe, ein nothwendiger Anssinß der klar erkannten sittlichen Idee des Staates, das Ergebniß einer richtigen Anschauung der Natur desStrafrcchtes sey. Nicht das In-quisitionsprincip, das auf den» ganzen europäischen Fcstlande tiefe Wnrzel geschlagen, sondern nur die Uebertreibungen und Auswüchfe desselben seyen zu beseitigen. Die Ausgabe unserer Zeit sey es, dieses Princip mit der Anklageform zu vereinigen. Nach einer Darstellung der ungünstigen Wirkungen der übermäßigen Ausdehnung des Anklagrprincips in England, zrigle der Redner, daß inbesondere die Vo>llnl»rsllchling die Trägerin des inquisilurischen Elements feyn miisse, wahrend für die eigentliche Hanplverhandlm'g, ans welche ninnittelbar das Urtheil des Gevicbtes folgen soll, dic Anklagesorm als nothwendig erscheine, um die Unparteilichkeit des Richters zu wahren, und der Anklage, wie der Vertheidigung, die weitesten Gränzen zu stecken Diese Form des Versahrens begründe die Forderung, daß die ganze Hauptcerhandlling mündlich vor den» er kennende!» Gerichte erfolge, wodurch allein die Rich-ter eine unmitlelbare imd daher ungetrübte Xnschau ung der wahren Sachlage erlangen können. Herr v. Würth besprach sodann die Nothwendigkeit der Oeffentlichkett des eigentlichen Strafverfahrens, um den Gerichten das allgemeine Vertrauen zu erwer be», und g.,b in großen, geistvollen Zügen eine Uebersicht des Umfangs, in welchem diese Principien dcr neuen Strafprozeßordnung zum Grunde gelegl wurden. Hierauf ging dcr Redner zur Darstellung der in dcr Einfülnilngsvcrordnung enthaltenen Bestimmung» über die Eompttcnz der verschiedenen Arten von Strafgerichten über. Wir entnahmen darauö, daß dcr Hochverrat!) dem Reichsgerichte vorbehalten diclbt, daß den Schwurgerichten alle übrigen politischcn oder das öffentliche Interesse uahe berührenden Verbreche», welche mit wenigstens 5iah-liger Kerkerstrase bedroht werden, sowie aUe eigentlichen Prcßvergehen zugewiesen wmdcn. Vor die Bezirkscollcgialgclicht c gehören alle übrigen Verbrechen, und außerdem mehrere unter dcr Gcsammtbe-mnnllng »Vergehen« begriffene Uebcrtrctungcn, die bisher theils als schwere Polizciüberlrctungen, theils nach besonderen Vorschriften bestraft wurden (z. B. leichtsinnige Krida, Ucbcrtretung dcr Paßvorschriften, die meisten Preßpolizciüdertrctungen ic.) Alle übrigen bisherigen schweren Polizeiübertretungen, sowie die einfachen Polizeivcrgchcn, so weit sie nickt zur Gemeindepolizci gehören, sind unter dcr gemeinschaftlichen Bencnmmg »Uebcrtrctungcn« den Bezirksgerichten zugewiesen. Beincbst erfuhren wir aus der mit allgemeinem Interesse entgegengenommenen Rede, daß das neue Gesetz in 12 — l4 Tagen bereits erscheinen werde, und daß dessen Grundzüge, soweit sie bis dahin im Ministerrathc vereinbart waren, in ausführlicher Darstellung im 9. und t<1. Hefte dcr iuridischcn Zeitschrift enthalten waren. — Der Eisgang dcr Donau hat sick neuerdings von Oben in Bewegung gesetzt, ohne bis jetzt Schaden angerichtet zu haben. Florisdorf und Spitz sind theilwcise überschwemmt, Fortwährend ertönen Kanonenschüsse als Signal. Krems und Stein sollen unter Wasser stehe». Morgens um halb 6 Uhr betrug dcr Wasserstand l i, um n seinen weiteren dießfalligen Schritten durch eine Remonstr^tion des Statthalters gehemmt, wogcgcn es bei diesem selbst Verwahrung und die Bitte um Zurücknahme seiner Erklärung einzulegen sür gut fand. I„ seinen» neuesten Bescheide erklärt derselbe, durch die Darlegung der Ansichten dcS Stadtverordneten-Kollegiums zu keiner Modification der fcinigen bestimmt worden zu seyn. Dic Bestimmung und dcr Wirkungskreis dcr städtischen Gcmeinderepräsentation wird aus mehrfachen Statuten, namentlich aus einer am i:l. Februar l?87 erlassenen Instruction nachgewiesen. »Die GeltendmachlMg ähnlicher Vorgänge des Jahres 1848« heißt es wörtlich, „scheint mir um so unhaltbarer, als eine solche Theorie in ihren Eon scqucnzen die Revolution permanent machen würde, und gewiß das Collegium dcr Stadtverordneten mit mir die Ueberzeugung theilt, daß die von Sr. Majestät dem Kaiser in der Proclamation vom 4. März ausgesprochene Absicht „dicRevolution zu schließe»"— auf diesen» Wege nicht erreicht würde." Dcr Gegenstand ist jedensalls von hoher vrincipicllcr Wichtig«-keil. Bei drin wohlbekannten Schritte des Gratzcr Landesausschusses handelte es sich um dasselbe Interesse. Durch den offen vorliegenden Alisfprilch eines der wichtigsten Organe dcr Regierung, dcr Statt-halterei des Kronlandcs Böhmen, sehen wir uns be^ züglich der Richtigkeil unserer Ansicht neu bestärkt. Das Pctitionsrrcht ist nur für die Rcichsbürger, individuell genommen, ein schrankenloses Recht. Bei Korporationen tritt jedenfalls die wohlzlibcachtendc Rücksicht ei», ob ibr Gründungszwcck, dcr Ursprung und das Maß der ihnen zugestandenen Authorisation jenes Rechtes Gebrauch nicht beschränke. Am wenigsten aber stand es dem Pragcr - Eollcgium zu, sogar im Name» des gesammtc» Landcs zu beschließen und zu verfahre». - Wien, :!. Februar. In Mähre» nimmt das Grundcnll^stungsgcschäft dcn erfreulichsten Fortgang. Vom 26. Dec. bis 22. Jänner sind »4 Go mcindcn auf 7, mitunter sehr großen Dominien mit bestem Erfolge entlastet worden. Selbst in Fällen, wo Schätzungen oder schiedsrichterliche Aussp niche nöthig schienen, kamen gütliche Ausgleichungen zn Stande. — Wie», 3. Febr. Der im verflossenen Jahre als Genuiner zu», k. k Militär assentirtc Redacteur dcr polnischen Nationalzeitung, Dobrausky, erhielt in Ioscphstadt, wo cr bis jetzt zum Gar»iso»sdienste verwendet wnrde, Urlaub auf n»bestin,mtt Zeit mit den, Bedcnte», daß ih» i» Lcmberg daS Entlassungs-Decret vom Militärstande erwartet. — Wien, ^. Febr. Se. Maj der Kaiser lei^ det an einem Unwohlscy», welches ihn das Zimmer zu hüten nöthigt. Doch ist hierin bereits Besserung eingetreten. -. Gestern Abends begann das Wasser nächst der K.nserwasserbrücke dergestalt einzudringen, daß die in der Nähe befindliche!» Häuser geräumt werde» mußten. Abends um tl Uhr brache» an dieser Brücke 2 Joche. Um 3'lz Uhr Morgens setzte sich der Eis-stoß bei einem Wasscvstande von i.'l^ ll" in Bewegung. Hente beträgt der Wasserstand !2< 3" über Null. Der Haliptstrom sowohl als der Wiener (i> »al sind von. Eise befreit. Alis den gestern übe»" schwemmte» Straße» der Lcopoldstadt ist das Wc'ss^ zurückgetreten Aus dcr Simmeringtr Halde raffte da? cnt'essellc Element seclis Menschenleben als ^pf" dahin. Was in der Macht der Autorität." ".^ d"" '<">)"! vollen Elemente zu wehren, >""d "Nt Energie an. geordnet und a,»,5qenil).t. Der Herr Monster dcs Inner» und dcr Statthalter von Nicccrösterreiä', Herr Emming", ware» auf dc» bedrohte»» Puncten persönlich z»lg»'gc>». Der Wiener Stadthanptmann, yerr Noe u. Nordberg, nal,m alle getroffenen Hil!> Mio ReMmsisaiistalten sorgfältig in Augenschein. Doch auch der Vater Sr. Mc'j. des Kaisers. Ee. k. l-Hoheit dcr Erzherzog , ranz (5„rl, defuhr dic expl" »iilen Thcilc der Vorstadt, und die hocherfreute >i5t!l»' Mling, welche ft'" Erscheine» unter der Bevölkern»«, heroorbr^chle, erinnerte Jede» an die Tage dcr O^ fahr im I'lh" >«30, >vo dieser Prinz als gesegnet" Hilsespender die Ltr.ißen der überflutete» Leopold' sz.i5t rnrcliüihr.. — Morgcn steht die Publication der Landes Verfassung vo» Görz, Gradisca u»d Istrie» bevor. Sodann steht m,r »och die Ve.fassuna. der reicht lmmillelbare» Stadt Triest zu c,war:e» ui,d »vi»d damit der Eyclns der Verfasslinge» der ehemals s"' geiiannten deutichen Erbländer geschlossen sey», V>^ ^l llst tliiruilg G.,!iziens ist l^nt des bek.nliite» »»<»,'' stcriellc» Vortrages bis z»r Durchsührnng der vol<^ sche» Orgailisatio» i» diesem Kronl' Rtichsverfassling besondere Statute erliste". — FML Anglist Graf Deac.tteld-Schoml»>»<,, Vicegonverncur von Mainz, ist z.m» Sectwi.sches l»'^ Stellvertreter dcs Kneasnnlnsters, FML. (5ar! F'k Herr voi» Mertcnö, »vcKber letzterwähnte Stcue' bekleidete, zum ViccgouvcrnclN' von Mainz crn^""' worden. . 2 .- Ein Ausweis des k. k. Finanzininistc""" . über dcn Fortgang dcs -l'^ procentigen A»>t^"" stcht in nächster ' Alissicht ' Wir ersehen varall'> daß das Inland sich d^bci mit der Summe " <>?,^0^.800 fl., das Allsland »lit .-<,8l4.«00 si- ^ thtiligtc. Insofern selbst das durch die !!"^" ,', revolutionären Krieges so schwer heimgesuchte Ul,g< daran lebhaften Antheil nahn, u»5 die »»"st"» -^ träge von Personen dcs Mittelstandes gezeichnet "' dcn, gest.'ltct cs sich als cin wahrhaftes ^atww^ anlehen. Ungeachtet bis l5. d. M. bloß ">.> ^^'.^ bcn fällig waren, sind bei der Bankcc»lralca>!c a> , .'^.n, Paopoils und Achselwülstcn, blauen Brintleidern »nit rothen Streifen, Ezako Wit zurückgcblindcncm Fcdcrbusch und blccherner Nose. Dem „Wanderer" wird aus Trieft vom 3l. Jan. Folgendes geschrieben-. Wer hat nun Recht m ber griechischen Angelegenheit, die ich Ihnen gestern gemeldet? Der t!loydcapitän berichtet, England ver-lange die Ucbcrgabc von Inseln, und nach andern lMgegaogencn Nachrichten sind es namentlich jme ^>Nschädigungc>l für englische Unterthanen, die Sir Ednmnd ^yons und nach ihm ^ir ThomaS Wyse !chon verlangt haben, welche nun der Zankapfel gc-worden sind. Griechenland, tlagen die Engländer, l)«be seit !8-l8 keine Antwort in dieser Angelegenheit gegeben — da kommt nun Admiral Parter, ^virft das Schwert auf den Tisch und verlangt die Antwort binnen 2l Stunden. Hieß der Kerl« der Unterredung, welche Sir Thomas Wysc und der Seemann mit den, Minister ^andos hatten. Die Entschädigungen, welche verlangt werden, sollen Hm. David Pacisico in zwei Betragen, mit 8U<),(»00 Drache,, und 500 Pf. St. zu Guten kommen, ^ann Hrn. Finlay und verschiedenen Ioniern; dein Ersteren, weil sein Haus vor ein Paar Jahren vom Pöbel geplündert wurde, der ihn im Verdacht hatte, kr habe den Judas (eine Figur, die verbrannt wer-bm sollte) gestohlen und zwar —- als Schadenersatz und Kränkungsbuße; dem Zweiten fur ein von ^taatswegcn abgenommenes Grundstück; dem letzte-^N für von Griechen verübte Piraterien und wegen Verhaftungen bei Tumulten. Es handelt sich nur ^ die Kleinigkeit von l'/, Million Drachmen. ^6 Wichtigste — die Antwort Griechenlands, ist: '! Sache gehöre vor Gericht. Rußlands und Frank-^hs freundliche Intervention, von, griechischen Mi-!',!^lium angesllcht und von jenen Repräsentanten ^slich und zuvorkommend gewählt, wnrde von Hrn. 5^'e entschieden abgelehnt, England, das in aller "ielt Händel sich mscht und an der Intervcntionö-wlith leidet — lehnt ein freundliches Dazwijchen-^eten zweier Mächte in dieser Angelegenheit, wo. von doch die eine ihm besonders nahe steht, ab. Herr Wyse stellte seine Forderung schriftlich und erhielt wieder dieselbe Antwort. Nun bricht er zwar die dip!c>ln.iliscl,r!, Unterhandlungen nicht ad, aber er gcl)t mit seinem ganzen Personale. Am ll>. bestieg er da5 Admiralschiss „Queen" und die englischen Schützlinge in Griechenland müssen sich gleich-^Us zur Einschiffung bereit halten. Der »Otto" kn,?' "^ sequestrirt, sondern bloß, als er aus< jfh^wollte, zurückgewiesen, weil Admiral Parker dies.'s "^""6 ün Hasen unterfagt hatte. In Folge sel)»- ^"lidenzfallcs, der Sir Partcr wahrschei»l,ch ^.- '!'llltommen war, geschah es auch, daß alle Nack ^"' Schiffe ouf' des Admirals Verlangen wes ^"^^'>is geführt und Weisungen an das ab-^ »ende Kriegsschiff „Ludwig" erlaben wurden, sich ch" , 6 Willen zu fügen. Es ist klar, daß Grie ^ >ua„d heu starren Engländer an seiner Geduld »aä " ^'^!? "'^' ^'k s'anzösische Flotte soll ^. ) dein Piräus berufen worden seyn. In Alhen dm^ ^"^ ^^'^ Demonstrationen gegen England dem ^br hoch rufen vor dem k. Palaste und vor russischen und sranzösischen Hotel. ^,s /Nachschrift. Das Räthsel, von dem ich ob.n ^'Plochc,,^ ^^.^ ^^,^ einfach ein Supplementblatl En ."^'"plntial di Elnyruc." Nach ihn» bestehen s^?'"'^s Forderungen aus <» Puncte»! l. Ent-sck^!^u»g für Hrn. Pacisico (wie oben). 2. Ent von m)"^ ^ ein gestrandetes und an der Küste siir ,^ ^'^'^ geplündertes Schiff, ü. Satisfaction ^,^ Alands Flagge, die in der Geschichte von 5üt,: "') beleidigt worden war. 4. Genugthuung erlill t" ^"'"ler, der in Patras Gewaltthat,gkeilei, ber ^'-'' ^'lUschadigungen sür Englä»l>er, die au> sel>,'^>l. beraubt morden. ,^"' ^le bcdauerungswürdiqc Verschüttung be ^ N^"^ '' ^^'" '". Jänner'zwischen l und se< ' ^/s ""^''^ "^"' bci starkem Scl'neegestö. w^< >'"/"' '"""' "'"acker, zwei Brüder Pos. ^^^von^ax, i,„ B^irr Gumbsch, und zwei Manner von Eaas, vc'M Hospiz ab. Umsonst hatten ihnen dir Mönche das gefährliche Unternel> men abgcialhcn. Bald waren die Reisenden von wirbelnde,» Schneewoltcn eingehüllt und kannten nur nach langrr Zeit bis zum allen Hospiz vor-driügrn, Dort angelangt löst sich ein Schneeschwall (goulw) über der benachbarten Höhe ad, stürmt über die Straße weg und reißt die Wanderer mit sich über die Stützmauer, an deren Fuß er vier vol, ihnen erdrückt und begräbt. Der fünjte, ein Pojleti, ist nur mit dem halben Körper eingesargt, tann sich aber doch den Rest des T"ges, die ganze Nacht und einen Theil des nächstell Tages nicht alls seiner Lage befreien. So wurde er von den Straßcüaufsehern gefunden. Man erkannte den Men-scheu an seinen Kleidern, w lchc vom Schnee ab stachen; man kam herbei, brachte ihn zu sich selbst, und fragte ihn, wo seine Gefährten seyen. »Zieht mich nur vor d^r Hand heraus," antwortete Paffen, „meine Eameraden haben eure Hilfe nicht mehr von-nothcn; da unten liegen sie, unter dem Schnee." Man brachte den Unglücklichen in das nächste Zu> ftuchtshaus, wird ihn al'cr schwerlich retteu, da man ihn, stall seine Glieder mit Schnee zu reiben, gleich in eine stark cingeheitztc Stube brachte. Abb,,- Aina-ckcr ist als ein Opfer seiner Hingebung für die Schule gefallen; er leitet nämlich die Primärschule in Simpeln und um die Schule nicht zu verfäu-men, ist er auf dem Wagstück bestanden. Schwyz, 25. Jänner. Diesen Morgen ist das Dampfboot „St. Gotthardl" an der handlings-brücke in Brunnen — bei dichtem Nebel — versunken. Nur der Kamin und Achnlichcs ragen noch aus dem Wasser hervor. Menschenleben wurden alle, aber mit gcuauer Noth, in Sicherheit gebracht. Deut j ch l a n d. Frankfurt, 28. Jänner. Die fürstlich Thurn und Taxi5'sche Post führt bei allen ihren Aemtern lind Expeditionen PostAffignalen ein, wodurch die llcincil Geldsendungen bis zum Betrage von 2.'» Rthlr. preußisch Eour. in Zukunft unterdlril'en tön nen, indem gegen den auszugebenden Geldbetrag eine Assignate in gleichen« Betrage ausgestellt und von dem Postamte des Ortes, wohin die Geldsendung gerichtet ist, eingelöst wird. Als Vergütung wird das einfache Geldporto im entsprechenden Be trage berechnet. Jedenfalls muß diese neue zweck mäßige Einrichtung den kleinen Geldverkehr sehr erleicht.ru. Ehingen, 27. Jänner. Die von hier ausgc gangene Erklärung'. „Ein ganzes Deutschland! Nichts von Preußen allein! Dieß ist im Gegensatze zu der Erklärung der preußisch gesinnten , kleindeulsche» Versammlung in Ploching n die entschiedene Gesinnung von uns Obcrschwabcn," — erhielt bis jetzt im hiesigen Bezirke eine Anzahl von nahezu lxmi Unterschriften. Italic n Genua, 2l. Iäuner. Am l.'». Jänner sind zwei ^andiente alls Torriglia alls den» Rückwege in ihr Dor, aus der Bandstraße erfroren. In Genua selbst ist ein durstig gekleidetes Weib in der Nacht erfroren gefunden worden. Der SchWlicutenant Denleda hatte es alc, Eommandant des zwischen Piemont und der Insel Sardinien fadrenden Packctbootcs unterlassen, meh' rcreu Schiffbrüchigen, die aus dem stürmifcl>en Meere auf Trümmern eines Wraks herumtrieben, Hilfe zu leisten. Er wurde deßhalb gestern vor ei„ Kriegs ge>icht gestellt. Rom, 25. Jänner. Privalbcrichte sprechen mit vieler Sicherheit von der baldigen Rückkehr des heiligeil Vaters. Der Architekt Sarti ist von Rom »ach Tcrracina geschickt worden, um de» dorligcn päpstlichen Palast, in welchen, spanische Truppen einquartiert waren, wieder in Stand zu setzcu. Ge neral Cordova ist von Tcrracina nach Neapel abgereist, wird al'er i>» den letzten Tagen des Earne-vals wieder in Rom erwartet. Noch immer kommen spanische Truppeil ill Tcrraciua an, welche theils dort lingcschisst werden, theils dem Vernehmen nach die Rückkehr des heiligen Vaters abwarten sollen. Mail will wissen, daß Eernuschi verwiesen werden wiid. Einige jener Räuber, welche Eotiguola vor Kurzem brandschatzten, sind in d,e Hände der stre»-senden österreichischen Truppen und Veliten gei,al len, die unermüdct die gefährdeten Gegenden durch ziehe». Auf diese Weife sind auch drei Banditen, die bei Forli einen gewaltsamen nächtlichen Einbruch machten, eingebracht worden. Frau k r c i ch. Die Bibliothek der Gefängnisse, welche durch die Aufforderung des PolizeiPräsecten, ihm Bücher hierzu zu schenkeil, begrüodet wurde, hat seit Kur zcm eine erstaunliche Vermelming ihrr Broschüren lind .Bücher erhalten. Bcsond,rs sind es religiöse Schriften, die in M.isse zuströmen; die Geistlichkeit will das Ihrige zur moralischen Veredlung d.r politischen Gefangenen beitrage». Der „Napoleon" enthält unter Anderem die Nachricht, daß Ledru-Rollin, Mazzin, und Kossuth zusammen ein Journal herausgeben. Die erste Nun,-mer wird den Vertrag c»lhalten, welchen diese Drei miteinander geschlossen haben. Vsllmnischcs Ucich. — Aus Eonstantinopel sind Nachrichten bis zum l'i. Jan. eingegangen. Das ottomaniscke Reich erfreute sich nach Beilegung der Flüchtlings-sachc tiefer Ruhe. Der Diu>!N beschäftigt sich mit Reformen im Innern. Man sprach von der Errichtung zahlreicher Provinzschulcn. Achmet Wessyk Essendi sollte in kürzester Zeit als Pfortencommissär nach den Donaufürstcuthümeru, bcvur aber nach Schumla abgehen, um die daselbst noch immerdar weilende,, Flüchtlinge den getroffenen Uebereinlünsten gemäß in Elaffen abzutheilen. Die über Trieft zugehenden Berichte aus E 0 n st a N' tinopel bis zum > 5. Jan. sind befriedigender Natur. Das türkische Minislerium brschastigte üch wieder mel»r Mit den in»ern Angelegenheiten, besonders mit der Verbesserung des Schulwese»s, In den Prooiuzen sollen viele neue Unterrichts Anstalten ins ^eben tre. ten, deren Bedürfniß mit jedem Tage mehr aner« kannt wird. Aus I assy wird der „Bukowina" geschrieben'. Die moldauische Regierung sah sich dieser Tage, alls dringende Aufforderung des hier allmächtigen russischen (Konsuls, Herrn Tumanski, veranlaßt, a/a/n die i>» Tschcruowitz erscheinende romanisch deutsche Zeitung »Bukowina" ein strenges Verbot zu erl,,sse>l, u»d die hiesige k. f. Age»lie zur llulers.niling dcr Postbesör-deruml. derselben aufzufordern. Persic u — Aus P crsicn wird gemeldet, daß der diploma-tische Agent Großbritanniens dem Schach verspro-chen hatte, die Unterwerfung dec, Rebellen Salär, vorausgesetzt, daß dieser amncstirt werde, zu bewirken. Der Schach willigte ein, lind somit dürste die Feste Mcschcd, worin sich der rebellische Häuptling etliche Monate gchalten hatte, nächstens fallen. Neues und Neuestes. Jacoby hat seinen Rus nach Wien als Pro-lessor der Mathematik abgelehnt, da ilnn aus sein Entlassungsschreibe!, von dem Eultusminilier cross net wurde, daß im Falle seines Verbleibens il)»> die ll)0l) Thaler persönliche Zulaqe, welche il,m alis Vcranlassuna, seiner republikanischen Gesinnung entzogen worden waren, wieder ausbezahlt werden würden. — Die preußische Verfaffungscrisis ist beendet. Das Ministcriunl verkündete i» der ersten Kammer die könig!. Genehmigung zu allen gesaßlen Beschlüs sen. Die Bceidiguug smdet au» <». Februar im königlichen Residenzschlosse Stall. - Die Organisirung der Finanz ^andesbehö»' den geht in den Kronländern rasch vor sich. Finanz-llandesdirectionen werden rrrichlet in Wien, Prag, ^embera., Brilnn, Gratz, Innsbiuck und Tuest. In den übrigen Kronländern werden Steuer Direclio lien bestellt. Der Termin zur Einreichung der Au stellungsgesuche wurde bis zum 15. d. sestgesetzl. — Die Rede des Victor Hugo über die Unter, ichlsfrage soll in <> — ?o.(,o(i Maun. ^. Die lwrdifchen Mächte haben ein Ultimatum an die Schweiz gerichtet, um von derselben wirksame Maßregeln gegen das Treiben der dortigen politischen Flüchtlinge zu verlangen. — In Rom herrscht großer Zwiespalt zwischen der päpstlichen Regirrung und den, französischen Militär' Eommaildo. Die Franzosen haben das In-quisilions - Tribunal mit bewaffneter Hand geuom men, und alle dort befindlichen Dominikaner, den Großinquisitor oder General-Eommiffär P. Eipol-lelti mitbcgrissen, vertrieben. T h e a t e r. Donnerstag'. „Doctor Faust's Hanskäppchen.^ — Samstag: »Die Banditen," ^Zum Vorcl>eile der Armen.) - - Sonntag: »Die Tellfelslilühle," Verantwortlicher .Herausgeber «nd Vcrlcgcl: Iss». A l. v. Kleinmnyr. Telcgraphischcr <5vu»s - Bericht dcr Staatopapicrc vom 5. Februar 1850. StaatSschüldverschltibiüiq.!! 5 p(5t. (i„ CM,) U4 I/X DarklM ,»it Hj.rl^'sunti v. I. I«:N, fur 500 ss. «4« !l/4 Wmi. StadtVaüco-Ol'l. ,^» 2 l/> (in l,'M.) .'»0 Ol'li^at. t'er al!;i. u»d linear. ^, :; >»(X » — »!,'!,I!!!»!!»,I Ä»l^!)l» . . , 1 H/tz „ l ' ' Aaiü-Äclim, vr. Siilck l llls, i» ft. M. Wcchsrl.-Coltts vom 5. Februar «850. ?lmst.>d>im, sin- U»N Tl»al.r (inrl.lit, Nthl. 1.',7 Vf. 2 Monat. ^,l.,sl'!»,i, s,iv «00 e»'!<.. (»l>>d. l!l0 ft!. 2 Ml'».U. >»'a»!l'!il>,. ,in- l00 lli.ilc, V.n,.l'. !)ttl)l. 1^/4 '^,. 2 Mo»^>. ^ivl'l»», sin :U»0 5c'^'M!,s>!'c Viiv, (^»ll', li^i 'i^^'iial, ^i.»ld^!i, fur 1 ^smio 2l>lü».,. (»iilllii K-24 ^l Ml,',iat. M^!l ,>>>>!,!>>!, . C>',l4 l/> <", 2Ml,',l.it. 'l''.ni^ s,,r :l«»0 ^>a,,ll!l. . . (5>»N', l!!4 .'»>^ 2M'i,al, b'l'ü^iüliül'pr!, f»r l l>!ll>»!>l ^n'a :ti»:t !ll T. Ilchl. S^ld - ^gic» inn!, t>>>» ,,<.'l^',it>" «>>'»! j, F.l>r«Nl l l'.^U, K, M>»!< ^«ical.u ......l'^t. 20 '!l1'^'l's....... " U.I« Elll'n.i^l.'........'. ',' 12 »/2 Z. 2>,l. (l) Wall Inzcigc. Dinstaq, dm »2. Filial ll^5»tt, smdtt im ständischcil Rcdolltei,-Saal ein gloßl'l' maö-kiltcl Ball Etatt. - Eintritt 40 kr. Dcr Anfang ist mn tl Uhr. Z. ^l:ll. (l) Grosie Wicsenverpachtung. Am ^. d. M., l? i. am Aschermittwoch^', Vor>ll,itagü llln !j Ut)l, lv^ldcn c>«e dlcftcoll>nu'l>-dlsch»», aus dcm Molaste deim Marga li»gcnde» ^roßel» Wici^ll >>,>!!!>-' l>,^!l/i! ^ in 30 Adtycllungc» v.lst^igerungSlvilse i» P^cht gl'gt'l)»,''», uud die dicßsallige ^icitalion in dcr hi.si^^n Anuot^nzlci zu ^laidach abgeholte» wcrdlü. — V^w^liuilgöamt dn D. O. vittcrl. (äommeilda ^aw.'ch am 4 Frln'lmr ltt5,l». Tehr wichtige Nachricht. Jemand ^sitzt ci»' greße Kunst, cin^ stabile Ma!chu,e zu v'ls<'ll,^ll, wclchc di«> ^rafc yal, jedes Femr äuge » l>l lcki l ch zu löschcn, uud wenn si.' in ir^ciw eülim Hauie aufgestellt lst, so kann die^r cllleni Theile dclsclben nieh rere solcher Maschulei,, so kaun man mit Hlls'e dslseld,n, »reu» auch auf eiumal die ganze Sladl ln Flammcn stunde, au^eil^licklich deS au5gcdro-chenen F.u^rs Me st^r wclden. ?luch o.lfllliget d^sclde mobile (tragbare) Maschünn, welche bis zu einer Höhe von l? Klafter jedü Feu.r erreichen und daüsel^e schnell^ stenö löschen; lnbst diesen auch hydraulische Ma-. schilun j.dcr Alt, die allc bcrcits bestehenden noch um »5 H a» Hraft ubettressen. Dl^se dürften dle Aufinertsamkeit der spinn^ fabrikrn, Z>,ck, Mahl- und Sägemühlen-. B»si^-l beionderö elregen. ^u geneigten Bestallungen sämmtlicher, i» das technisäe Fach einschlagender Arbeiten sich erbietend, wird zugleich nklä'rt, daß die dleM-liqen Bauplänc und Koste,n'ibim. " "'^ rc>? Him»n'k<. i» 24 L^iiidm, ''"' ^ «UhrMnq. 28" r Al'. 2«" 0"' 0.24"" —2 NW hcM'r ^ 237. (l) In der Specerei-, Material- lmd Farvwarcn- Handlung des Gefertigten, am Kundschaftöplahe Nr. i tn), wird ein Practitailt, der der deutschen llnd krainischen Eprache kündig, gegen gute Bedingnisse aufgenommen. Vaibach am 5». M,br. 1^7.0 ^l. Maurer. Z. 2^l. (3) Wol)l,ung zu vmnitthei'. Im Hause Nr. l7-j, am Na»n, ist vom l. Mai d. I. angefangn, «ine Wohnung, beste-h.'nd ai<6 7 Zi,nin»i!l und 2 ^a''!!ietl.n, Küche, Holzlege und Keller, dann 1 Llall a»f 4 Pferde, mit einer Wagenremise auf 2 Wa'^e»,, u>ld Heu-behä tnisi zu uermielhen. Das Näh.le zu erfahren in d, H««««', »H«sß«, H««^, »«»«« , H«Mb, « H«G si. ^c. ^c. zu machen, wie bei der gegenwärtig bestehenden, vom k. k. priv. Großhandlungshaust I. <» «ewiunste i« bare», Gelde enthalt, w"'den i» der namhaften Dotatwn ^,» von oiuer halben Million nnd «KH,«««ft.W N zwar 40 Stück em Fünftellose der Staatsanleihe vom Jahre 1tt'l<> und 40 ^" Partialen der 'Anleihe des Grafen Cas. Esterhazy gewonnen; es wird jedoch "1""), diese Lotterie nicht mit den häufig angezündeten Partial-Verlosungen von Puv^ Anleihen zu verwechseln. Lose zu dieser Lotterie sind zu haben in Laibach bei Ioh. Ev. Wutschel, vor tcr FlanzensblU«t'