^137. 8aml1ag am 18. Juni 1864. Die „kaibllchn Zewmg" erscheint, mit Ausnahme der Sonn- nnb Feiertage, tüglich, «ud lostet sammt dm Veilagen im Comptoir ganzjährig 11 fl., halb» jlilhrlg 8 fl. 50 kr., mit Hreuzvand im Comptoir ganzj. 12 fi., hllibj. 6 fl. Fl!r die Zustellimg in'e Haus sind halbj. 50 lr. mehr zu mtrichten. Mtt der Post portofrei ganzj., untn Kreuzband und ge-» brucktcr Adresse 15 fl., halbj. 7 fl. b0 kr. Inserttonsgevüyr s«r elue Garmond' Spaltcuzeile ober den Raum derselben, ist fllr Imalige Einschaltung 6 kr., sllr 2malige 8 kr., fllr smalige 10 kr. u. f. w. Zn diesen Gebühren ist noch der Insertions - Stempel per »0 fr. für eine jedesmalige Einschaltung hinzu zu rechnen. Inserate bi« 10 Zeilen losten 1st. 90 kr. fttr , Vlal, 1 fl. 40 tr. fllr 2 Mal und 90 kr. für l Vl»l (mit Inbegriff de« Insertionsftnnpel«). ^laibacher Zeitung. Amtlicher Theil. Se. r. t. Apostolische Majestät haben mit Aller, höchster Entschließung vom 14. Juni d. I. den Hof-rall> Grafen Anton 3 azanzky zum Vize-Präsidcnlcn. und den Krcisuorstchcr zu Leitmerih Adalbert Frei-herrn von Hcnniger zum Hofrathe bci der Stalt-halterei in Böhmen allergnädigst zu ernennen geruht. Se. k. k. Apostolische Majestät haben mit Aller» höchster Entschließung vom 8, Iuui d I den Finanz, rath und Finanz.Bezllködircktor zn Marbnrg Joseph Friedrich Ott zum Finanz-BczirkSdircktor in Brunn mit dem Titel nnd Charakter eines Obcr.FinanzratheS und dem systemmäßigen Gehalte allergnädigst zn er< nennen geruht. Der Staatsminister hat den dermaligen Tarnowcr Gymnasial. Snpplentcn Karl Flach zum wirklichen Lehrer am Neu.Sandeccr Gymnasinm ernannt. Nichtamtlicher Theil. Laibach, 17. Juni. Konferenz und Monarchenzusammenkmift. so hei» ßen in diesem Momente die beiden Pole. um welche sich die politische Konoersatio» dreht. Beide flcbc» nicht ohne Conner zn einander, nnd es ist sehr wahr< schelnlich, daß von den Bcsprechnngeu in Karlsbad und Kissingen die Resultate deS diplomatischen Cercle in London abhängen. Die Londoner Konferenz ist wieder vertagt. Alö Grund dcr neuen Pcrsckleppnng soll der «W. A." zufolge dcr Mangel an Instruktionen schuld gewesen sein. Einer anderen Version nach soll die nene. von England vorgeschlagene Thcilungslinie Gcltiiig-Bred' stedt neue Differenzen hervorgerufen haben. Zuerst hieb eS. weder England noch Dänemark werden Deutschland mcbr einräumen, als die Schleilinie. Die Linie Gclting'Brcdstcdt liegt aber doch schon um bei« läufig drri Mrilcn weiter nördlich, als die dcS Danne» wirke, Dcr englische Vorschlag wurde von drn krieg, fübrendcn Mächten.abgelehnt, und es erübrigt Eng. land jetzt wohl nur mehr. entweder die von den deutschen Bevollmächtigten acceptirte Linie Flensburg« Tondcrn zuzugestehen nnd Dänemark zur Annahme derselben zn veranlassen, oder einen heroischen Ent> schluß zn fassen > und am 27. d. M. mit den Däncn gegen die Deutschen in'S Feld zn ziehen. Indeß. Lord Russell bat schon öfter gedroht, wir glauben 'den Flunkereien nicht mehr. In Kopenhagrn scheint nun doch sie unvermeid. liche Krise eintreten zu sollen. Die Alternative ist zwischen Christian lX. nnd dem Ministerium Monrad gestellt. Eincr der beiden Faktoren muß dem andern wcichcn. Stürzt Monrad. so kommt lin Gesammt» staalS-Mimslcrinm an's Nuder, mit welchem die Auö» einandersetzung leichter sein dürfte. Bringt man den König zum Weichen, so hat der Skandinavismus alle Aussicht, in Kopenhagen zu triumpbircn. Dic Idce dcr Zusammenklinst der drei nordischen Monarchen ist. wie man in Paris vernimmt, erst uor etwa vlerzchn Tagen gereift; wie es scheint, war besonders cer Vcrlincr Hof dcm Projtktc sehr för^ derlich. Der Czar sprach zuerst die Absicht auS. sich von seinem Picckauzlcr begleiten zu lassen, worauf dnm auch Graf Nechberg sich anschicken mußte, seinem Monarchen nach Kissingen zu folgen." Eine Wiener Korrespondenz der «D. A. Z ' versichert, die Initiative zur Kaijerbegegnuug in Kls. slngen sci v5M Fürsten Gortschakoff ergriffen worden. Es häbc einige Mühe gekostet, in Wien damit durch« zubringen. ,Ein eigenhändiges Schreiben des Kaisers Alexander", erzählt der Korrespondent deS Leipziger Blattes, «voll Anerkennung der Haltung. welche Oesterreich während dcs polnischen AufstandcS gegen Nußland beobachtet, und mit dem allgemeinen Aus« druck der Hoffnung schließend, während des Ausenthal-ltö in Deutschland Gelegenheit zu sinken, im periöl" lichen Verkehr Zrugwß dafür abzulegen, welchen Werth er darauf scpc, die allen Bande der Freund» schaft ncn zu besiegeln, hat den AuSschlag gegeben, und ebenfalls erst in Folge einer Andeutung dieses Schreibens ist dcr Entschluß gereift, den Grafen Rech. berg mit nach Kissingen zu nehmen." Wir sagten grstcrn. rS sei nicht unmöglich, daß die Monarchi'nzusanilncukunft sich zu einem förmlichen Fürstenkougresse gestalten könne. Wir begegnen dieser Idee auch anderswo. Die «Petersburger Zeitung" spricht die Vermuthung aus, die Reise des CzarS nach Deutschland werde vielleicht den Fürstenkongreß zur Folge haben, und der Wunsch des Kaisers dcr Fran« zosen. mit dem Kaiser Alexander in Brüssel ober Stuttgart zusammenzutreffen, zielt wohl hauptsächlich darauf ab, den Czar für de» Kongreßplau zu ge-wiiiueu. Dcr europäische Kongreß, der Areopag zur fried« lichen Schlichtung aller schwebenden Fragen, dürfte daher bald wieder zur brennenden Frage deS Tages werden. Wtexiknnische Nachrichten. Binnen Kurzem darf man die Meldung von der Ankunft deS Kaisers Mar uud der Kaiserin Charlotte in Mexiko erwarten. Die allgemeine Erwartung ist mit Spannung darauf gerichtet; eS ist daher schon jetzt von Interesse, die Zustände in Mexiko genauer ln'S Auge zu fassen, so weit dieß nach den letzten Berichten möglich ist. Wir benüßen zu diesem Behufe das Schreiben eines französischen Touristen, der von Newport aus eine Reise nach Mexiko gemacht hatte, von wo er gegen Ende Mai zurückkehrte. Dieß Schreiben beginnt mit dcr Meldung, daß die vollkommenste Ruhe uno Sicherheit in der Hauptstadt berrschc. daß die Verbiuduug mit Vera.Cruz auf der ganzen Strecke sicher ist. obgleich in den Engpässen des Rico Frio die Post noch eslortirt wird. Der Luxushandel hatte in Mexiko auS Anlaß der bcvo» stehenden Ankunft des Kaisers einen großen Auf« schwung genommen, erlitt aber gegen den 5. und 6. Mai einen Rückgang; es war nämlich das Gerücht in Umlauf gekommen, der Erzherzog habe die Krone nicht angenommen, offenbar ein Echo dcr Bedenken und Verzögerungen, welche in der letzten Zeit des Aufenthalts des Erzherzogs in Miramarc eingetreten waren. Ader eine Proklamation, die an den Mauern von Mexiko angeschlagen wurde und die Ankunft des Kaisers für die ersten Tage des Juni ankündigte, zerstreute jene Gerüchte. Die Prozesse, welche vor dcm Kriegsgericht gegen eine große Anzahl höherer OWcrc der mcrikanischen Armee, darunter ein Ge« ncral und zwei Oberste, wegen Bestechung und Unter» schleif grführt wurden, begründet in alle» Aufgeklärtcn die Ucberzcugung auf'S Nrne. daß der neue Souverän für's Erste nicht auf eine eingeborne Armee werde rechnen können, und daß er ganz neue Elemente werde beranzichen müssen, um brauchbare mexikanische Truppen an Sttllc der jetzigen zu erhalten, die zn< mcist aus Menschen bestehen, die durch den fort. währenden Bürgerkrieg verderbt sind. Nicht wenige Politiker sehen trotzdem mlt Mißtrauen und Abneigung der Bildung einer Fremdenlegion, aus Franzosen. Deutschen und Belgiern blstrlicnb, entgegen. (Bekannt, lich sollen in Oesterreich allein nicht weniger als 6000 Mann für die mexikanische Armee. 300 Mann für die Marine geworben werden) Niemand wcrde die Deutschen und Flamändcr verstehen ; sie würden einen > schwierigen Stand gegenüber den unteren Volköklassen I haben. Es wäre vielleicht bcsser. wenn auch lang» wierigcr, gewesen, den verlängerten Aufenthalt der französischen Armee zu bcuützen. um mit der Organi« strung einer nationalen Armee zu beginnen, auf die man rechnen könnte. Was das Benehmen der fran» ;3sisch»n Soldaten in Mexiko betrifft, so soll dasselbe in seiner Leichtigkeit und Nachlässigkeit, ucrbnnden mit den witzigen und spöttischen Aeußerungen der Troupicrs mehr zur Lockerung des klerikalen Ein« fiusscs auf die Massen gethan haben, als alle Argu« mrnte. die seit zwanzig Jahren gegen die Allmacht des Klerus in Mexiko in's Feld geführt worden. Was Juarez betrifft, so befürchtete man gerade nicht, daß sein Auftreten in Monterey, wohin er den Kon« qreß einberufen, das neue Kaisertbum kompromiiliren kömie, aber man war doch der Ansicht, daß es ver« schiedener Expeditionen der französischen Truppen bc-dürfen werde, um den Expräsioenten aus Monterey, den General Ortega aus Zacatecas und das KorpS des Nraga aus Acapulko zu vertreiben. Oesterreich. Wien. 6. ('. Wie wir vernehmen, babcn Se. Majestät der Kaiser vor Allerhöchsterer Abreise nach Kissingen nebst den Vorschlägen deS königl. ungarischen Hofkanzlers in Betreff der durchznfübrei.dcn Reformen in der Iustlzpfiege des Königreiches Ungarn, anch noch mehrere zur Einbringung im sicbenbürgischen Landtage bestimmte Vorlagen d»r k. sicbenbürgischrn Hofkanzlel genehmigt. Namentlich: l,) den Gesetzentwurf über die zur leichteren Erziclung cincr geord. neten Verwaltnng und Rechtspflege nothwendigen Abänderungen lu der politischen Ein. theilung Siebenbürgens; d) den Glsctzeut. wurf über die definitive Organi strung der politischen Verwaltnng. endlich c) den Ge« seßentwurf über die Organ isirnng der Ge< richtsbeh örden erster Instanz in Sieben« bürgen. — Wie Pester Blätter melden. babcn Seine Majestät mlt allerh, E-'lschlicßung vom :5. d. M. die Errichtung einer Landwirlhschafls Lehranstalt zu Keß. lhcly allergnädigst zu genehmigen und zu dicsem Be« hnfe aus dem Ofcncr Schloßlmufonde 60,000 Gulden Ul bewilligen geruht. Gleichzeitig geruht«.',, Se. Ma« jestät anzuordnen, daß die Anträge <„ Veireff dcr noch zu errichtenden zwei ähnlichen Lehranstalten in Oderungarn und für das Alfölo auch bald unter» breitet werden sollen. Die Keßtbelyer Anstalt soll schon mit dem nächsten Schuljahre eröffnet werden. — 15. Juni. Mlt bcr im letzten Gcmlinde» raths « Sitzungsberichte mitgetheilten Zuschrift des StaatsministerS an den Bürgermeister Dr. Zrliuka. worin die Bestrebungen des GemelnderalheS. für die AnSbildung dcr Jugend Sorge zu tragen, in aner» kennender Weise gewürdigct werden, ist zugleich seitens der Statthallerei der Erlaß herabgclangt. mit wel< chcm den aus Kommunalmittcln zu errlchtrnden beiden Real. Gymnasien uno der zu vervollständigenden Realschule das OeffentlichkeitSrrcht ertheilt und der für die Real < Gymnasien verfaßte Lchrplan gcnch« migt wird. — 16. Innl. Der Herr Finanzministrr bat da« neue Anlcben. das wir bereits früher erwähnt, ab-geschlossen. Dasselbe beträgt nur zwei Millionen Gulden Nominalwert!). Diese Summe ist bestimmt, die 1^, Million Gulden, welche dcr Stadtcrweite« rungSfonds der Rndolf.Stiftung vorgeschosscu. zurück, zuerstatten. da ersterer gegenwärtig das Geld selbst brauch». Die Geldgeber sind die Kreditanstalt und die Darmstädter Bank, Das Anlehen wird in 200.000 Stück Losen im Werthe zu 10 ft. ausgegcbcu. uud soll in 50 Jahren mittels Ziehungen, von dcncn in jedem Jahre eme stattfindet, amorlisirt werden. Jede 546 Zielnmg enthält einen Haupttreffer von 25.000 fi. Die erste Ziehung findet am 1. Oktober d. I. Statt. Trieft, 14. Juni. Das k. k. Prisengericht hat folgendes Urtheil erlassen: Daö k. k. Priseugericht in Trieft bat über die von der Unteisuchuugskom» mission in Pola bezüglich der Aufbringung der däni» schen (den Rhederu Nyeland und Vcnzon in Kopen» Hagen gebörigen) Handelsbrigg „Alf" durch daS k. k. Kanonenboot „Velebich" gepfiogcue Untersuchung und über das vom k, Rathe und Advokaten Dr, RM alS Vertreter der k. k. Kriegsmarine gestellte Begehren, und die Gegenerklärung deS Advokaten Dr. Eanor. als Kuralor dei abwesenden Bctheiligten am Schiffe, zu Necht erkannt: 1. Die dänische Handclsbrigg ,AIf" ist als gute Prise zu betrachten. 2. Der von dem Handlungshause Neyer und Schlik erlegte Frachtlohn von 202 (zweihundert und zwei) Pfd. St.. 12 SchiU.. 4 Pence ist alS gute Prise zu betrachten. 3. Die bereits erfolgte Auslieferung der Labung Kaffee, welche' als neutrales Gut englischer Unterthanen als gute Prise nicht anznschcn isl, wird als gerechtfertigt an« erkannt. 4. Der Steuermann der „Alf" Lorenz Kro» mann und die Matrosen derselben RasmuS Daniel« sou, Hans Hortensen. Nasmns Hansen, NasmnS Eduard Hansen und Jörgen Hansen sind als Kriegsgefangene zu behandeln; der Malrose Nicls0 000 hier und in der Umgebung. Sie sterben hin, wie die Fliegen uud die Stadt ist durch die verpestende Ausdünstung fast unnahbar gewordeu und man mnß sich die Nase verschließen, um in der Stadt hcrumgeheu zu können. Mau versichert, daß noch wenigstens 600.000 dieser Barbaren Rußland verlassen werden. Die Türkei, wenigstens die türkische Regierung, lhnt nichts, um eine jolchc Ucberstulhung >u bindern. Diese Leute sind fast alle bewaffnet und wir haben nicht mehr als 35 Soldaten in der Stadt. Es ist kein Wunder, wenn der besonnene Theil der einheimischen Bevölkerung besorgt den Kopf schüttelt über die Sorglosigkeit, ja geradezu Unvorsichtigkeit unserer Regierung, welche sie in dieser Sache au den Tag legt, und Jedermann frägt sich selbst, wo das hinführen und was denn m lischeu, als auch der der irdischen Schönheit. „Tnc heilige Elisabeth" von Heinrich dagegen ist ein schöues Bild. dessen künstlerischer Werth weniger in oer Hauptfigur, als in den Nebenfiguren liegt. Die Köpfe der beiden Armen, welchen die fromme Land, gräfin Brod spendet, sind ganz raphacliscy. Zu den Genrebildern übergehend müssen wir gestehen, daß die Ausstellung mclirerc recht hübsche Leistungen auszuweisen hat. Wir nennen da als erstes und größtes Fricdländer'S «Im Leihhause.' Das Bild ist figurenreich (wir zählten 68), gut gc« zeichnet, frisch gemalt, ziemlich klar in der Anordnung, voll äußerlicher Lebendigkeit, und doch läßt es nach längerem Beschauen kalt. Der Grund dafür liegt darin, daß es zu ideenarm ist. Aufgabe deS Malers wäre gewesen, den mannigfachen Schicksalen, welche die einzelnen Individuen nöthigte, in diesen Hallen Hilfe zu suchcn. einen physiognomischcn oder attribu-tärcn Ausdruck zu geben. Frievländer hat es nur bei der bleichen Frau gethan, die au der Seite ihrcö TöchterchenS die Stiegen liinaufstligt — das Töch' terchcu trägt eine Ofsizirrsschärpe. Troßdem ist daS «Lcihbaus" das bedeutendste Bild im Gcnrcfach. welches die Ausstellung entliält. — Wer da glaubt, die Geschlechter in der Türkei begegneten sich nur in den Gemächern des Harems, wird durch Schöun in Wien eines Bessern belchit. Er zeigt unS. wie cs an einem «türkischen Brunnen" zugeht, wie da gelitbäugclt und loketlirt wird. uud wir gestebcn. die Gruppen au dem Brunuen sind ganz uirtuoS gemalt und machen einen recht guten Eindruck. — Voll Komik und fiischeu HumorS ist ,daS gestörte Mahl" von Bau mg artn er in München. Die Idee ist köstlich; dcr von Serenissimus überraschte Pollen. M in lw"'!'nnli ertappt wird. wic er in beispiellos regle? mcutwioriacr Bequemlichkeit Knödeln verzehrt, und nun ein solches Mcblprojektil im Munde, dasteht, ohne Seitengewehr, die Uniform zur Hälfte angezogen, das Gewehr präsentircnd, während Serenissimus voll 547 — Heule Morgen ist der Hr. Dr. Auto» Rack, Hof« und GerichtZ.Aduokat. Präsident der Advokaten« kammer, Mitglied dcö Gemcinocrathes ?c. gestorben, — Nach einem beflissen Regengüsse ist die Tem> veratur grstcrn auf ->- 9" U. gefallen; auch heute sind nur -I- 11" Ii., eine für Juni ungewöhnliche Kühle. — Die Zahl der liiS jetzt zum Sängerfestc in Klagenfurt angcinrldclen Sänger beträgt laut der in der Sitzung des Fest Comite's milgelhcllten Schrei-bcu 385. (Schluszvcrhandlungcu beim k< k. ^andesgcrichte.) In der nächsten Woche finden bei dem hiesigen k. k. Landesgcrichtc folgende Schlußverhaudlnngcn Statt: Am 22. Juni: 1. Johann Kramer — wcgcn Vetrng; 2. Anton Marinäeg — wegen Diebstahl. An« 23. Juni: 1. Johann Mlhevc und Nonsoricn — wegen schwerer körperlicher Beschädigung; 2. Mariana Stibej — wegen Mord. Am 24 Iuui: 1. Josef Knapk' und NikolanS Irriäa — wegen schwerer körperlicher Beschädigung: 2. Johann Nabl6 — wegen öffentlicher Gcwalllhätigkeit und Dlcbstabl; 3. Georg Iasbcc — wegen schwerer körperlicher Beschädigung. Muderpcj!.) Nach Mittheilung auS Zlvilkroatien ist die Rinderpest im Agramcr Komitate in einem Stalle der Ortschaft Zivil St. Juan ausgebrochen. Die vorgeschriebenen Sanitätsmaßregcln wurden allso-gleich in Anwendung gebracht, so daß es anzuhoffen ist, daß die Seuche schnell unterdrückt werde. Wiener Nachrichten. Wien, 16. Juni. Man schreibt der «Kreuzzeitung" aus Wien: «Wie man erfährt. soll unser Ministerium entschlossen sein, den am 8. d. M. im siebenbürgischen Landtag mit einer geringen Majorität (47 gegen 40 Stimmen) gegen die Regiernngsvorlage durchgegangenen Beschluß, einen eigenen obersten Gerichtshof für Sieben, bürgen mit dem Amtssitze dort. wo das königliche Oubcrnium seinen Sitz hat. zu errichten, der kaiser« lichen Genehmigung nicht zu empfehlen. — Nach der «Riedl'schcn Korr." würd, im Mi» liisterrathc bereits beschlossen. dem Beschlusse des bö> mischen Landt.lges wegen Einfühlung der czechischcn Sprache als obligaten Lehrgcgenstand an den Gym-nasien nnd Realschulen nicht beizustimmen, und es ware somit d>c allerhöchste Sanktion dieses Landtags» lieschwssls nicht zn erwarten. Nach den eingeholte« Glhrlnmgcli würden sich auch an vielen Orlen Vöh» mcns diesem Sprachcnzwa»ac f.,st l,!N«l>erstcigliche Hindernisse elN^ruenstcllen. — Der hier weilende Patriarchatsvcrwcscr Bischof Marschierewicö hat gestern das Dekret behufs Einberufung des Serben «Kongresses erhalten. Der Kongreß wird sich lediglich mit der Wahl eines Pa. triarchen und mit Kirchen, und Schnlangclegenheiten befassen. — Der Pester Korrespondent der „Pol." meldet: Die Untersuchung ist noch im Zuge und siud auch die anf freien FuL gesetztcu Depnlirtc» des 1861er Landtages Hcrr Albert von Nemeth und Theodor Spooncr nicht freigesprochen, sondern wegen Mangels au Beweisen während der wcitcrn Untersuchung in Freiheit gesetzt worden. Auf die Güter deS Grafen Paul v. Almasy hat das Kriegsgericht zur Deckung der Prozeßkosten 400.000 fi. auf den Fall seiner Ab-urlheilung intabuliren lassen. — Am 14. d. M. verschied hier Se. Exzellenz Herr Anton Neichsfreiherr v. Münch.Bellinghausen. — Die zweite dießjährige Societätsreise nach Konstantinopcl, welche- dic Herren Redakteure Dr. Leo» pold Schweitzer und Franz Tuuora veranstalten, findet dießmal besonders Würoigung von Seite der deutschen Universitäten. Unter den Herren, die sich bis jetzt zur Theilnahme meldeten. siud Professoren und Studierende der Universitäten Halle, Wür;burg, Erlangen, Jena, Gießen, Göttingen auch Klei u, s. >u. Die Reise ist jetzt schon vollständig gesichert - sie wnd auch uicht verschoben werden. Die Abreise erfolgt definitiv Samstag den 20. August. Die mit Illu-stratlouen ausgestatteten Reise-Programme werden durch Gerold'S Buchhandlung in Wien kostenfrei zu-gesendet. Vermischte Nachrichten. Vom Vürgermeisterbaukct erzählt ein Wiener Brief deS «TagcSbotcn aus Böhmen" noch folgende Anekdote: Dem Staatsminlster gegenüber saß ein bc. kannter Oppositions »Journalist, der seiner Ansichten willeu bereits eine Kerkerstrafe überstanden hatte, Herr u. Schmerling frug ihn: «Nun, lieber....., wie gefällt es Ihnen heute?" „Exzellenz", erwiederte dieser, — »ich komme zur Ueberzeugung, daß eS an. genehmer ist, Ihnen gegenüber zu sitzen, als gegen« über zu stehen, ich fühle mich hente hier sehr behag» lich." «Das kömmt daher", erwiederte der Staats» minister lächelnd, «weil wir heute ein gemeinsames Programm haben" uud dabei zeigte er auf die Speisekarte. — Die «Freiberger Zeitung' schreibt: Ein Zwei. kämpf faud unlängst vor den Thoren unserer Vtadt (Freiberg) Statt, welcher dem Vernehmen nach leider einen töotlicheu Auögaug nahm. Es war »in Kampf zwischen zwei edlen stattlichen Thieren. Ein badender Hund, angeregt, mit einem der Schwäne in der Nähe des Nestes auf dem großen Kreuzteiche anzubinden, wurde von seinem Gegner durch mächtige Flügelschläge bald so in die Enge getrieben, unter das Wasser ge« taucht und mit Schnabelbisseu bedrängt, daß der arme Vierfüßler nach kurzer Zelt seinen Tod im Wasser finden mußte. — La Pommtrais ist mit der Absicht umgegan» gen, sich auf dieselbe Weise, wie er seiue Opfer in oie andere Welt beförderte, selbst zu töoten- an, Tage seiner Vcrnrthellllilg hat man in seinem Gefängnisse so gut versteckt, wie dus in einem Gefängnisse übtr-Haupt möglich ist. eine Zitrone gefunden, nnd in dieser Zitrone waren Kupfermünzen enthalten; es begreift sich. daß die Zitronensäure in Verbindung mit den Kupfermünzen den schönsten Grünspan produzirtc, der überhaupt denkbar ist; indessen war er La Pomme-rais bestimmt, durch das Schwert zu fallen, der Grün-span wurde seiner Vetwenduug entzogen, und als et einmal oerurlheilt und in die Zwangsjacke gesteckt war, hatten alle Möglichkeiten, durch Selbstmord sich der Guillotine zu entziehen, ein Ende. — Bekanntlich spielt der Donner in Meyerbeer's Opern eine Hauptrolle. Bei den Proben der «Wall- Entrüstung einlierschreitet, und vielleicht noch andere Rcspcktöverletzungen, wie z. V. die Carrikatur im Schilderhaus, entdeckt — wie gesagt, das ist hoch, komisch. Gemalt ist das Bild mit realistischer Ron« tine. — Nicht minder vortrefflich ist das «Oberfrän« kische Gärtnermärchen«. von Bischof in München; die Haltung des Mädchens, das eine an der Strickerei herabgefallenc Masche aufzuheben sich bemüht, ist höchst charakteristisch — Recht nett ist auch Löffler's «Aushilfe." Der Vater, welcher das ungewohnte Geschäft des Sauglinqspcisens übt. damit der kleine Schreihals die clngeschlafenc Mutter nicht wecke, ist gar nicht übel, in der Auffassung sowohl wie in der Ausführung — WaIdmülIcr gefällt sich im Son» derbarcn. Anf seinem „Angebinde" hat er alle Fi> gnren in die Zimmcrecke. nnd noch dazu halb und halb hinter die Thür eines Wandschranks gedrängt, dafür ist aber die Bauernstube mit einer Detailaus, fiihrung gtmall. die bcwundcrnswcrth ist. In der Kleidnng der Figuren ist Waldmüller maniritt. wie immer. — Gin hervorragendes Bild istNeustätte r's «Witwe." Der Ausdruck in dem Gesichte der trauern, den Frau verrälh all' daS Leid. all' den Knmmer. der ihr aus dem Tode des geliebten Mannes er» wachsen ist. Man sieht, der Maler hat Gefühl. — Minder bedeutend sind Hoguet «In der Küche" Mid Bosch „Großvater nnd Enkel." Die Ausstellung hat auch drei Sludienköpfe. unv zwar von Gugel in München, von Occo« n o m o in Wien und Gaul iu Wien. Des Letzleren -Waschcrmaochen" ist in Zeichnnng und Farbe nicht ganz gelungen. Von Thierstückcn sind ausgestellt, von Verschnür aus Harlem «Stall", recht gut. und «Pferd und Esel" ganz lobenswerch; von Pi< schinger in Wien «Thiere- auch nicht schlecht; von Schonn in Wien. «eine Pinscher Familie", in Zeich-nung und charakteristischem Ausdruck recht gut. aber zu wenig plastisch; von Haas in Brüssel «Kühe auf der Weide"; zwar lein Gauermann, aber sonst nicht schlecht. Die Architektur ist nur in einem einzigen Bilde vertreten, dieses Eine aber ist ein Meisterwerk. eS ist «Nürnberg", der Markt mildem gothischen Brunnen, von Rudolf Alt in Wien. Noch sind zu erwähnen die pliotographischen Kopien der »Entwürfe golhischer Alläre" von Schnei« der in München, ausgestellt als Priualeigenlhum vom Bildhauer Nurnik in Nadmannsdorf. und »Entwürfe zu Allären" von M. Tomz. Bildhauer iu St. Veit bei Laibach. Daß außer Karinger kein anderer der hiesigen Maler ctwaS ausgestellt hat. beweist nnr, wie c? um die Kunst hier bestellt ist. Die Filiale bringt zur Verlosung: die angekauften Bilder von Heinrich „die heilige Elisal'tlb" und die «Madonna mit dem Christuskindc". ferner die im vorigen Jahre gemachten Gewinnste: «Gletscher» stndie" von Ganermanu. «Blumcnsprachc" (Far» bendrnck) von Löfflcr u»d drei Kupferstiche «Beim Inwelier." DaS Loos kostet 30 kr. (4 Stück 1 fi) nnd ist zu hoffen, daß eine eifrige Betheiligung von Seile des Publikums stattfinden möge. ,....., fahrt von Plo<>rmel" in der Osioi-n cami^n^ wollte der Donner Meyerbeer durchaus nicht genügen und er wurde bei jedesmaligem Anböreu immer unruhiger. «Ich bin mit Ihrem Donner nicht zufrieden", äußerte er sich wiederholt gegen den damaligen Direktor Hrn. Nestor Roqncplan. Diese Donncrnoth wurde bei Meyerbeer zur fixen Idee. Er irrte hin und her, untersuchte jedes Wagengerassel. Umsonst! Endlich fand er. was er so lange gesucht, bei der Demoli« rung eines Gcbändes in einem Gassenwinkcl des Faubourg Montmartre. Sogleich begab er sich in die Optü'g oumiczue. «Ich muß eine lange Rinne mit Sttingeröllt haben", rief er. Man schasste sogleich einen solchen Gegenstand herbei. «Das ist'S noch nicht. daS Geräusch der Steine ist zu klangölos; ein Gegenstand von Blei dürfle vielleicht den Zweck erreichen", meinle Meyerbeer. — Roqueplan versuchte es mit einem solchen nnd es gelang. «Nun schaffen Sie hundert große Bleikugeln herbei", sagte der Maestro. — «Unmöglich!" — «Wie so unmöglich?» — «Weil man hierzu autorisirt sein müßte." — «Lassen Sie mich dafür sorgen", erwiderte Meyerbeer. Er schrieb in dieser Angelegenheit an den Kri-gsmi» niftcr Marschall Vaillant. Der Marschall war mit aller Bereitwilligkeit dabei und schrieb Meyerbeer, daß das Arsenal von Vincennes ihm zu Gebole stehe. Und so begannen denn die Maschinisten im Beisein des Maestro die Proben mit dem Donner durch Ku« gelgerölle im hölzernen Kanal. Neueste Nachrichten und Telegramme. Berlin, 16. Juni. Ein «Negierung nnd Land. tag" überschriebener Artikel der „Provinzialkorrcspon. deuz" schließt in nachstehender Weise: Wir hoffen, daß die erhebenden Eindrücke der jüngsten Zeit zur Milderung des traurigen Zwiespaltes der letzten Jahre helfen werden. und daß dasselbe Abgeordnetenhans, welches früher entschieden „Nein" sagte, die Regierung in Erfüllung der wichtigen Anf, gaben für Schleswig.Holstein, Preußen und Deutschland unterstützen wird; sollten vollends noch krili-schere Momenlc als gegenwärtig eintrclen. so würde die Regierung gewiß nicht die Erschöpfung aller Vor-rathe abwarten, um die Landesvcrtrctung Vertrauens« voll zur thatkräftigen, patriotischen Unterstützung auf-zurufen. Berlin, 16. Juni. Die «Krcuzzrilung« vernimmt, daß auS Rücksichten für die Wichtigkeit der schwebenden answärtigen Verhandlungen der Ministerpräsident v. Bismarck dem Könige unmittelbar nach Karlsbad folgrn werde. Berlin, 10. Inni. Die «Petersburger Ztg.« sagt: Die Reise des Czars nach Deutschland werde vielleicht den Fürstcnkongrcß zur Folge haben. Hamburg, 16. Juni. Das Kopenhagener «Dagbladet- vom 14. schreibt, es heiße, daß Uneinig, kcit zwischen dem König und dem Ministerinn! ent« standen sei. «Dagbladel" ist jedoch der Meinung, daß leine eigentliche Ministcrkrisis ausglbrochcn sci. Haag, 15. Inni. Bei den allgemeinen Wahlen für die Ncpräsentantenkammer ist ein Liberaler nntrr-legen. In Limburg siud zwei liberale Dcpntirte für die Konservativen gewählt worden. In Winscholen nnd Breda blieben die Liberalen Sieger. In onreren Bezirken wurden die ausscheidenden Deputirten wieder» gewählt. Paris, 16. Juni. Der «Constitutionncl- kon-statirt, daß für Frankreich keine jener Nothwendigkeiten bestehe, welche England zur Theilnahme an einem Konftikte nöthigen könnten, im Falle die Konferenz scheitern würde. Der .ConstillNionnfl" drückt sich hierüber befriedigt auS. indem dadurch ein allgemeiner Krieg vermieden werde. Paris, 16. Juni. Der nach Kissingen abgeieiste russische Botschafter Baron Bndberg überlningt ein eigenhändiges Schreiben deS Kaisers Napclcoü an Kaiser Mfander. worin eine Zusammenkunft der beiden Souvcräue angeboten und für diesen Zweck Stuttgart oder Brüssel vorgeschlagen wird. London. 16. Juni. Graf Rüssel bat unter Abweisung des Beust'schcn Vermittlungsuorscklagcs, wonach in ganz Schleswig über blc Thcilungöfrage ;oncnwcise abgestimmt werden soll, am 13. d, eine neue Demarcations-Linie (Geltlng'Bredstcdt) vorgc< schlagen. Die Vcrlreter der kricgfuhrcudcn Mächte erklär-ten hierauf, im Interesse der Erhallung deö Friedens Instruktiouen einholen zn müssen, Der Bescheid auS Kopenhagen wie aus Wien und Berlin lautete ab» lehnend. In Folge dessen wurde die KonfcrenMung auf Samstag verschoben. London. 17. Juni. In der gestrigen Oberhaus« sltzung kündigte Ellenborough fnr morgen eine In-terpcllation des InHalls an: Wirb dic brittischc Flotlc bchnfs eucntucllcr Blcckirung der dculschcn Häfen verstärkt? , , , Verantwortlicher Redakteur: Ignaz v. Kleinmayr. Druck und Verlag von Ignaz v. Kleinmayr H» Fedor Bamberg in Laibach. 548 Dö^!kü!^5^^!. Staatsfonds lamn urrändert. Lose bis auf die gefragten 1864cr um '/.° biö '/,//, billiger. Dampfschiff- und galizische Karl Ludwigbahn-Actien nm 1 bis 2 fi. und den 1« ^nli' NordbahiuActien nm 1 '/,//<, theuerer. Wechsel auf fremde Plätze und üomptanten zur gestrigen Notiz mehr Geld als Brief. Umslch ohne Belang. -vefscutllche Hcyulo. ^. d,« Slalll« (für 100 ft.) Vcld Waar, In öflerr. Währung . zu 5'/« 68.45 68,55 57. Anlth, v. l«Ul mit Nüclz.'/. 97.40 97.W oblit ÄDschnitt 1864 ','. . . 96,40 W «0 Silbcr.Anllh^l, von 18^4 . . 87.80 88 — Viat.-Anl. mit Iän,-(5mip. zu 5°/« «0.40 80.50 „ ., „Apr-Üoup.,, 5 „ 80,^5 80.40 Mttcllliquls . . . . „ 5 „ 72.80 72.90 dttlomitMai.Coup. .„5„ 72.90 73.- bcttu......., 4z „ 64 75 ii5. - Mit Velins, v. 1.1839.....155.— 155.50 .. „ „ 1854..... 91.80 92.10 „ „ „ „ 18 1857 zu . 57, 101.— 101.20 C. M. ) vtrluSbcüt 5 „ 90.50 91.-Natilinalb.Mf ö.W verleb. 5 „ 86.35 86.45 Ungarisch, Aobeii-Kicdit-Anstalt zu 5'/, M.....85.75 86.— iiose (pr. Etück.) Kred.-Anstalt für Handel u. Gew. zu 100 fl. 5st. W. . . . 131.10 131.25 Dl'n.-Dmpfsch.-G.zu100ß.CM. 88.50 89.— Stadtgem. Ofen „ 40 .. ü. W. 28.— 28.50 Merhazy „ 40 .. (i.M. 96. - 98.— Salm__________„40...... 32.75 33.25 Gelb Waare Palffy zu 40 fl. CM. . 29.25 29.75 i5lin»ief, l, f. Struck Direktor, von Triest. — Hampcl, GcschaftSrei, feud«-; Hcibbaii, Haiidlun^^rtiseiider, und Hcinzel, Jurist, v> n Wien. - - Ani^ger. Kaufmann, von Padua. — Lcngyl und Mauthucr, Handelsleutl, von Kanischa. — Die Frauen: Baronin Aichel-bürg von Nadmannsborf. — Nobler, Gutsbesiz-zerin, von Görz. Baierischer Hof. Die Herren: Urboschel. l. k. Hauptmann, auö It.ilim. — Tregern, Getreidehändler, von Sissef. Mohren. H«rr Kastelitz. Hausbesiher, von Triest. Verstorbene. Den 10. Juni. Gregor Lcßial, Taglöhucr, alt 21 Jahre, im Ciuilspital Nr. 1, au orga-nifchcln Herzleiden. Den 11. Dem Herrn Georg Vergerweis;, Bierbrauer zn Trieft, seine Tochter Anna, all 12 Jahre, in der Kapuziner-Vorstadt Nr. 34, am SchlacMlsle. — Dem Michael Maru, Taglöl)-ner, sein Uiud Franz, alt 1 '/, Jahr, iü der Stadt 9tr. 119, am ^chrfirber. Den 12. Ursula Dovjat, Mac,d, alt 30 Jahre, im Ciuils^ital Nr. 1, an der ^iingcn-liihnuiuss. — Johann Ecdcj, Zwangöarbcitt«-Hans - Änfseher, alt 44 Jahre, in der Polaua-Purstadt Nr. 50, an der ^ungrntulicrtnlose. Den 14. Bartholomäus Archer, Bauerö-sohu, alt 23 Jahre, im Cimlspital Nr. 1, au der lrelisigeu Entartung der Valichdrüsen. — Maria Orchcl, Taglühneröweili, alt 47 Jahre, im Civilspital Nr. I, an der Grhirnlähmuna. Den 15. Dem Herrn Michael Mctmz, Kanzleidicurr bei dem l. t. Bczirtöamtc Um-sseduuss Laibach< seine Gattin Maria, alt 59 Jahre, iu der St. Peterö-Vorstadt Nr. 8, an oer ^ungcnsucht. — Dem Hrn. Vlasiuö Klc^ mcu,;hi;>), bitrgl. Bäckermeister, feine Gattin Maria, alt 26 Jahre, iu der Kapuziner-Vorstadt Nr. 56, an der Lnncirulähmuug. — Dem Hrn. Inlol> Mathiau, Hmiö- uud Rcalitäten-besitzer in Olierschischla, frin Kind Johann, alt 6 Monate, in der St. Pctcrü.Vorstadt Nr. 64, au der Grhirichuhlcuwasscrsucht. Dcu 16. Auua ^hcrniz!,, Tasslöhneri»«,»v» V<^».»lQ»»oru»8«. ^<»i'^z>»<^ ablegen. Die gefertigte Haupt-Agentschaft Assctlmuiz-BlN'cau: Iahrmarktsplntz Nr. 4 vi^-vi» der Sparkasse, ersten Stock, crlanbt sich demnach das geehrte, Versicherung suchende Publikum einzuladen, sich in allen vorkommenden Fällen an sie zu wenden, wo auch jede AnSknnft bereitwilligst ertheilt wird und 'Bersicherungö-Acdingungcn, Pläne und Projekte der Lcbcnsversichernng nncntgcltlich zu habcu sind. Die Haupt-Aaentschaft für Kram: Max Kuselier. Hiezu zwei Bogen Amts- und Intelligenzblatt, dann Nr. 24 der „Blätter aus Kram."