MARBURGERZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES '""l Mar^ur^ a. d. Drau, Badta^ie Nr. « Fernruf: Nr. 2S ft7. 25-88, 25-fi9 Ab 18 Ulli ftaelich aiiBer SamstaR ist die Schriltieitune nur auf Fcrniuf Nr. 28-67 erreichbar. Unverlangte Zuschriften werd»« "'Cht ruckge=andt. Bei üümtlichcn Anfragen ist das Rückporto hetzuleeen. P?> dnß di« auf breiter Front fortgeführten Angriffe in rrbitlerte, öit- f lieh beifrenrtp Kätnple zerfielen Wieder- j holt gelang e« unsmaiii Truppen duich : ubeiraschejiden Zc.ngl^ndngriff illiei Berg-(jrale hinweg teindÜLhe Stoßkeile abzuklemmen uiid^ zu vernichten. Trotz lautender Zuiuhrung von V^rstäckungen und hoher Verluste blieben chß Fortschritte der Anglo-Amerikaner gering. Der vrnn CJegner bereits mehrlar-h t)e-hauptete Durchbruch durch die West- I befestigungen im Norden der Westfront I iat ihm somit bisher an keiner Stelle ' gelungen Im Raum der Sdine<»-Eifel, im I iiixemburgiischen Grenzgebiet «owi« am j allen Abschnitten zwischen Melz und der Burgundischen Pforte hat er bis { heute nicht einmal VorfeldsLeilungen I gewinnen können. KämpfeK oder Feigling Die Entscheidung des Gewissens Von Bant Timner Zwischen der MemeJ und Windau Die Bolschewi«ten verstärktem | am Sonntag an den bisherigen Schwerpunkten ihre Angriffe noch weiter. Zwischen der Memel und Windau hnelt die Abwehrschlacht mit gleicher Härte an. Unter fortgrsetzter Zuführung weiterer Kralle bildete der Feind mehrere starke Angiilfskeile, mit denen et aus dem Raum .Schciulen nach Westen gegen die Norrlspil/e Ostpreußens vorstließ. Weitere zahlreiche Divisionen sicherten nach Nordosten und Südwesten diie Flanken des Haupfkeiles, Trotz zähen Widerstandes unsere^ Truppe^n konnte der Feind Boden gewinnen. Er wurdp aber immer wieder, teilweise auf vorbereiteten Linien, zum Stehen gebracht. Außer dem Hauptstoß qeqen Krotlin-qpn lührten die Sowjets ein handstreirh-artiges Uiiteriiehmeai qeqen Taurogqon, um sich mit diesem Ort die vor Schauten nach Südosten führende Straße zu öffnen. Unsere Panzer verhinderten durch Ausweichen und Geqenanqriffe das Vor-qehen starker sowjetischer Kralle und vernichteten hierbei in Sperrstellunqen nordöstlich Taurogqen 27 Sowjotpanzer und zahlreiche Lastkraftwagen. Weitere l.S Panzer wurden nordöstlich Krottingen abgeschossen. > Auch der von Schauten nach Nordosten geführte Sicherunqsvor-stoß traf auf hartnackiqen Widerstand iinserer Truppen! sie vereitelten auch hier den beabsichtiqten feindlichen Durchbruch und zerschlugen östlich Mo-«chei'ken einqebrochene feindliche Kräfte. Auc:h hen seinem neuen wütenden Anrennen gegen unsere Brückenköpfe um Riga holte sich der Feind nur blutige Köpfe, Die hier erneut abg&schossenen 27 Sowjetpanzer kommen im wesentlichen auf das Konto der bereits in harten Kämpfen bewährten rhelmsch'fran* kischpTi 389 Infanteriedivision unter Führiing von Ritterkreuzträger Generalleutnant Halm. Die hirten Kämpfe auf der Inisel Oesel, wo es unseren Truppen gelang, den scfiarf nachdr^^ngentlen Feind auf der Landengo zur flalbin-sel Sworbe aufzufangen, treten hinter dem Ringen iin Litauen und Lettland ziirürk. Im Süden der Ostf r'o n t Mit deni gleichr Bolschewisten, /um Teil bereits, ehe Aie das 0«tufer verließen. Verhinderter Durchbruch in Italien In Italien traten die Nordamerikaner im Etruskischen Apennin am StJiinJag mit Schwerpunkt entlang der Futa-Paß-Straße nach stärkstem Trommelteuer zu einer neuen großen Offensive an, die sie schon am Vorlage durch Mnsseneiiistitz ihrer Bomber- und Scblachtfliegerver-bände vorbereitet halte. In erbittertem, hartem Ringen erzielten unsere, jeden Meter Boden verbissen verteidigenden Truppen wiederum einen beachtenswerten Abwehrerfolg. Trotz des starken Bodennebels unelben Unerschütterlichkeit des Herzens wie ehedem. Weiche nicht einen Schrill von seinem Wege, selbst wenn er dich dvirch Leid und Not führen muß. Wem der Fid auf Adolf Hitler mehr als nur ein Lipfienbekenntni» war, der wird in dieser Stunde, da der Feind iihermächtig auf uns einstürmt, den Helm nur noch fester binden und die Fäuste nur noch entschlossener ballen; denn fiir den Kämpfer gibt es kein Ausweichen. kein Zogern und erst recht kein Zuru(k. Er marschiert. Er schlägt sich Iiis /um letzten .Atemzug. Er weiß um das Ziel — nnd gehorcht, Denn der beste Kämpfer ist auch immer der gehorsamste Den Feigen aber wird die Furcht verraten Die Stunde der Entscheidung des Gewissens ist gekommen. Die deutsche Geschichte Ist reich an Beispielen, aus denen hervorgeht, daß der seinem Gewissen treu gebliebene Mann selbst die aussichtsloseste Lage meisterte und Sieger wurde, obwohl seine Feinde schon über ihn zu Gericht saßen. Wer denkt heute nicht an die Haltung eines von Hutten, .an Franz von Sickingen, an (Sötz von Berllchingen — und wer nicht an Friedrich den Großen, der im Augenblick seiner größten Niederlage den ersten Schrill zu seinem größten Siege tat? Auch jenen Männern haben sich manche in der Notstunde versagt, die vorher gute G.efolgsmänner gewesen waren. Sie haben sich damit selbst gerichtet.■ Die Zeil ging über sie hinweg. Die Kriegslage ist heute ernster als je zuvor, l^nd niemals vorher ist das deutsche Volk in einer derartigen Bedrängnis gewesen wie im gegenwärtigen Augenblick. Das ist eine Tatsache, die nicht wegzuleugnen ist und die auch niemand verheimlichen will Heißt aber, die Gefährlichkeit einer Situation erkennen, etwa ihr erliegen? Der Führer hat es vor dem ganzen Volke ausgesprochen: „Eine Kapitulation gibt es nicht!" Das ist das Wort des Mannes, dem der Kampf I ebensgesetz ist tind der (Tds Maß der Kräfle der Nation genauestens kennt, Und das ist auch der Vorsatz seines X'olkes Die Starken werden es verfechten, indem sie über die Felgen hinwegscbreiten im Sturm ihres Willens und Glaiihens Es ist gewiß leichter, Gefolgsmann eines Führers zu sein, wenn in friedlicher Zeil ein Aufbauwetk ohne Beispiel in Angriff Cfenommen wird, wenn Handel und Wandel blühen, wenn Arbeil für jeden vorhanden ist, wenn die Tage voller Eifer und Frohsinn sein körnen. E«; ist schön, wenn man nach friedlichem Werk abends in sein Heim gehen kann mil dem Gefühl, ein paar Stunden ungestörter Häuslichkeit im Kreise seiner Familie verbringen zu können. Es Ist für eine Frau angenehmer, den Ti^ch für ihre Lieben ohne Sorgen um den Einkauf zu decken, und es ist auch verständlich, daß unsere .Iugenrtei; digiing det Feind unsere C>ren/en. In diesem .Augenblick scheiden sjf h die Cieister Hunderttausende qreifen zur Walle und '/um Spaten, um die Heiiml 7U bewahren Verlassen Haus und Hol. Weib und Kind und arbeiten im Schweiße ihres Angesichts in den Sclnitzilellunoc;! voi den Grenzen. Man hat sie iti gelahr-vollster Stunde gerufen. Aber es hälle des Rules nicht bedurfl, denn sie wären au(h ohne die Orden gekommen, weil sie in sich den ewigen Refehl d"s Kämpfeiii ttagen. Und der Kampfer war- tet nicht, er handelt, wie die Not es ihm gebietet. Doch es gibt auch In einem tapferen Volk eine Handvoll Schwachlinge, die selbst in dieser Notzeit ihrer Pflicht enl-fliehen möchten. Oft ist es Angst nur, die sie treibt, und der kleinmütige Cie-danke, daß es zum letzten Finsalz srhnn zu spät sei. Sie bangen um ihr kleines Leben und glauben es reiten zu können, wenn sie es wie eine herabgefallene, faule Frucht dem Gegner darböten. Wie Wenig sie vom Leben, von der Geschichte und der Jtingslen Gegenwart wissen! Noch immer wurde da« Schwache nach einem unerbittlichen Gesetz vom Stärkeren ausgelösrht. Ohne Mitleid, ohne Erbarmen! Dr'nn von der Schwäche bis zur Feigheit ist es nur ein Srhritt. Der Fiihrer sietit unerschütterlich in diesem gewalligen Ringen und geht iins aufrecht und stark in der häriesten Zeit voran. Er sieht verachtend über die Schwachen hinweg, die in anderen Volkern wankelmülig wurilen und den traurigen Mut hallen, lieber einen schmachvollen Frieden herheizusehnen, als tapfer weiterzukämpfen Er sieht nur seine heldenhaften Kämpfer, ist in jeder Stunde mit seinen Cied.^inken hei ihnen in den Gräben und blickt mit Stolz auf seine Atbeifer und Arbeiterinnen, die Tag und Nacht neue V\'affen für die Fiont schmieden. Fr weiß besser, wie die Chancen in diesem Kri'ege stehen, n's nur einer von uns Er weiß auch, daß die Vorsehung ihn dazu ausersehen hat, sein Volk und Europa dem ghicklichsten Jahrtausend seiner CJeschichte und der Erfüllung seiner natinnalen Sehnsucht entgegenzutühien. Er weiß aber auch, daß die Zukunft nur mit Blut und Kampf aufgebaut werden kann. Und er baiit auf seine Kämpfer in diesem Volk! Mögen Schwache in dieser NotsUinde abtreten, [)as Rad der Cieschichte geht über sio hinweg. Der Kleingläubige wird unhcre unbedingle Zuversicht nicht begreifen. Er sieht nur die graue Gegenwart, er liest nur, wenn der Feind naher herannickt, aber er ahnt nichts von dem starken Ciefühl des Glaubens. Für uns aber gibt es keine andere Beendigung dieses Krieges a!s nur den Siecj! In glücklicheren Zeiten hat auch der" armselige Feigling einmal mit Dankbarkeit vom Führer gesprochen. Doch jene Dankbarkeit von ciamals war nichts anderes als ein Lohlied der Salden. Keinen Pfifferling ist eine solche Aussage wert! Wäre es ihm ernst mit dem Dank gewesen, so gianble er heule wie wir alle. Das fand, über (tas wir schreiten, soll ganz ohne Fehl sein, soll tein sein wie unser lauteres Gewi-^sen. Gerade weil wir glauben, daß uns der Führer In eine bessere Zukunft führen wird — und zwar heute mehr glauben als jemals zuvor —, de^'brilh stehen wir zu ihm, z\i allem hereit. Was wir erkannt haben, das wollen wir erst recht In Not und-Gefahr bekennen. Die Stunde der höchsten Gefahr zwingt zum Bekenntnis Fs gibt jetzt nur noch Kämpfer der Waffe und Arbeit oder Feiglingel Uberall das j^lcichc Bild Bolschewisfengreuel In Ungarn dnb Budapest, 9. Oktobei Nach der amtlichen Mitteilung üh^r das schändliche Vorgehen der Bolsclie-wisten m besetzten ungarischen Ortschaften veröffentlichen de Budepester Ze-.tungen weitere erschütternde Einzelheiten über die bolschewisti.schon Gleuel. SämUiche Blatter beschäftigen sich darüber hinaus in a\isfüh'"Iichcn Kommentaren mit dem nmtlirhcn Bericht. »Et^t. L'jsag« schreibt, die Ereignisse überstiegen alle Vorstellungen, die die ungarische Bevölkerung bisher von der Grausamkeit der B^ilschewisten haltei sie zeigten, daß e«i nur einen Weg gebe sich gegen die verheerende Flut solange zu verteidigen, als man Waffen in der Hand zu hallen \'ermöge '"Függt*llenseg« »»r-klärl, die Art und We^se, wie die Pol-«ichewisteii in Nagyszalenla mit orls-ansässigeii Arbeilern umgegangen selten, ihnen unter Todesdrohungen die Slielol von den Beinen zt>gen. ihre Wohnungen dutipiunderlen und obendrein die Frauen schändeten, müsse eine heilsame Lehre tiii de iingantiche .Arbeiterschalt und insbesondere füi jene Krci«;e seiin, dir noch geglaubt hiillen, diiß d e Sowjets lür Ideen käiupllen. l'j Magyarsag« schieibl, daß es tnif den Bols« hewisten keine Komprom'Sfte gehen könne. Die lalsache allein, Europäer zu se^ii. geniige den f^oKvhewisten, um von ihnen rii( ks" ht«»los niederneniiicht zu we den. Zwei neue britische MlnNler. Nach einer Reutermeldunn 'si dei bisherige M nisterresidenl in Westafrika, Viscount Swinton zum Mini*;ter lür die 7.ivile l.uMtah t e"nannt worden, der bisherige Vlin sler ohne Gesc häf Isbereich Sir Wil-licm I iwit zum Minister fiir SoziciJ« veisioheer h"i .nd' n ' h VVohnvit-rtcl, Krankrnh n^rr u'mI Ki clmn von B.injci-Ink.i, f!.:'; Friilie,o:,irnei 1044 mehr- ftirh schwer ho mno^n'-ht wurd(\ k imnui'ii^^h'Srho B/iri;lcnfiihru'iq rilhmie tu h datipi, d.iH dios,-« Tptioriinqrif(e lUif Ih'e Antordcrunq h n oosrliohcn eeit'ii. Im Spdt*>'>mrnnr 1'H4 kiun tür diesen 21 DUO i^iiiwdhiuT /.ililendrn Ort die li.irtrste Pintiin-i. \'tTrdt und FeinlitMt, tlie im Vorpin iiiil politischer Diimmhoil liher Riinidnipii imd LJiiln >rier sieh wo«t-viirts fliis!); oiteli'ii, f inden auch In B in-Jciluka Hor;qe. So k.in d.iß am Ifl. Fi'ptemhnr q-(i(ii':p knmmuni'it'fichc Kiun|)rnru|)p»'n in die Sinti t-inbrechen Jcitnnlen. Fin T"il diT k'^ortliFchcn Sol-«IfltHn schloff sich jinmn Einhr>.l''n nn, <1ie tai)(er k.impfpnd in Stiil/.punklon ii«-opn don an VVdfIrn n-id Mensrhon weit übprioripnfn l"pind vtrbts-ipnpn WidP'-■ t»rt firlpT vpr'.'Iii-'ppl. Bei'■un''ene Banditen e^eillfii F~i.tiH n iinrj M'ir P'o fferjenWii 1 iiru'ii iVLdrhthiibfi iu bul-on hfibeii in einer finiliichen Mitteilung Ijeh^Mintet, RIO hiitten »i< h ii.ich rrlolqler lo .i'fwerklflrunq Bnlifiriens iin iJeiitschlrind h.is lel/t ([crniiiosUmfi nn tilip interiiiilioii.rl'Mi KrjnveiillntiPn qeiijlUti \iMd thü iibl:fht'n rornien des Völla-r-rcfhls n.ich der KiHMistMkldriinq nnqe-V'dndt. Si" wtirei/.iinios«ien ist. pr« pht num nlli^in (Iiis dm einen 1 ilsiß eben pdro'iIiche Lfiqp B inialuk is eikrinnt wnr, ih^e Gpqpnmdßndhinen qe-troJfen. Fiieqer veraorqten die tapfere Besat7unq dpr ZitftdeÜp mit Waffen, Munition und Vpri^flEMTinq, zuqicirh brachten flie ihnen Ent)a«tiinq qe^pn die feindlichen Batterien, ("jltiAfühl die Banden versuchten, alle Vprkeh'iWPfje für die Her-anfiihiunq der nn!set7iinqs!ninppn zu t>peiren, rtoKinq P6 au^ciew.ihlten dfiit-schen und kroatisrhpn Vp'banden, untpr denen sich auch ein kainplbewiilirttäe Ba- taillon der Leihqarde des Poqlavnik befand, die vortjeschoberven Banden«tiltz-punktp lünqst der Straße Bo«ni6ch-Gra-dit/.ka-Banjaluka zu überwinden, wob"?! sie auch d e Volksdeutschen Stellungen W'ndthorst und Adolf^tal, deren B?»uern-wehr hervorriqend qeqen die Banden niitqekSmpft hatten, befreiten. .Als die deutfichfln und kroatischen Verbände, die durch Verbände von Frei-williqen au« dem Osten unterstützt wurden, Zinn Sturm antraten, stoben die B ind ten duseinander, wobpi ihr »Hauptmann* bestrebt war, noch möqlichwt viel Rdubqut mitzuschleppen. Auch versuchten die Banditen, «n vielen Stellen dpr Stadt Feurr nnzuleqen, um die Spuren ihrer Schandtatpn zu vprwischen. Ddfi Dild, das sich den einrückenden deulsciien und kroatischen Soldaten bot, war seh reck hrh. Oft «tt^rta dai Grauen aus sinnloter Zerttörunq an. Von der Blüte Banjaluka«, das «^ne der reqfiamsten kroatischen Städte qewesen war, wo Muselmanen und Katholiken friedlich mit den übriqen Bürgern zu-fiammenqewohnt hatten, war nichts mehr zu bemerken, und doch priesen die üherlehend^n Menschen, die aus Kellein und anderen Verstecken hervorkrochen, Gott, daß er ele vnri dem Banqei der letzten zehn Taqe befreit hatte, Die tapferen Verteidiqei der Zitadelle aber zeiq-ten unqtbrochenen Kampfesmut, Indem sie iilircn Befreiern rhe ! Iiiup1sfellunf)en der Banden wiesen, die außerdem durch Verband» der deutschen und kroatischen Luftwafto auf ihrem iluchtartiqen Rückzug verfobft wurden. Kriegsberichter Walter Gruber. Sowjets in Serbien zum Stehen gebracht Steifjcndc Erbitterung der Schlacht bei Geilenkirchen — DeutscheGcßenatigriffe im Raum Debrecen Der OKW-Bericht dnb Fiihrerhauplquartier, 9. Oktober Dah Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt; Die feindlichen Anqriffe an der Westfront haben qestern auf woMerp Ab-fichnitlo üborqeqriifpn. Bei fortdauernder örtlicher Ktimpllätiqkeil an der bplqi«ch-holltindischen Grenze und in MiHelhol-land qeht tlie Schlacht im Raum Geilenkirchen—Stollierrr mU sleinenr Nii'ai'P, Lnrient und im Vorfeld von !.a Rnche'lp scheitortpn, Sichprunrr*;-fahrzpiiqp der Kriprjn Feind halten d"ut-s-^h-e und ungarische Trutipen ihre Prük-Venkoipffitelliingen nn der Theiß. Im Annriff nnrh Noidpn sind Sowjettnipnen libpi" die Schnelle KrpVrh hi^ in den R.niim von Dpbrecen vorqedrunqen. Fi-qf^ne Geqpnnnqrlflp sind in gutem Fortschreiten. Bisher wureen 2*? Ponz^r nb-fi(>srho.s«pn, DpTitsche Schlacht- und Kf^mpfflierrer heV^impflen mtt niitem E""-folq die feindlichen Angriffsspitzen und den Nflchschuhvp^k'^-hr der Bolsrhewl-slen An den Paß#;tran,pn der WaWUnr-pitpn wiesen deutsrho und ungarische Trunpen bolsrhewisl''=''hp Angriffe teilweise Im Ge^ieii'^noriff n.T>. Aus ih'"en WM'"hsel-B-flr"VpnVftnfpTi sfif'-östllch Wnrka iiTid nördlich Se^rie griffen d'e Sowjet» erfolglos an. In der Schlacht zwischpn der Mpmel und der Windau stehen unsere Truppen in zähem R nqen mit starkem Feind, In vpr-gpblirhen Ancjriffen gegen den Riqaer Brückenkopf nftrdlich der Dünn .verlor d^r Feind 25 P.mzer. Auf Oesel wurde die Halbinsel Sworbe gegen starken Ipindlichen Diiick gehalten. . In Finnland haben sich unsprp Truppen fius dem Raum von Tornio nach Nor-flpn ahnP5rt7l. In der StOt/punkJtinie nn der finTiit.ch-sowietisrhen Grenze süd-wet'hch von Mirm.Tnsk wurden die ge-stp"n rfemel.'lpfpn starken Kindlichen Angriffe zum Stehen gr«bracht. Scblachtfli'.v qer grifffn trof/; schwieriger Wetterlage In die FidWimufe ein. Die beqleitpnden Jäger schössen ohne eigene Verluste 14 sowletiicche Fliigzeuite ab. Die Annlo-Amer kaner setzten den Terror qpgen die Zivilbevö'korunq im w-^sf-und sii'lwestdeu'-^chen Raum durch Tiefangriffe fort. Mit Bnmhen und Porriwaf-fen wurden vor allem Ortpchaf'en und Perronenz^iie annegiiffen. Zwölf Jagdbomber wurden abgestlmssen. * Re1 d«*n Ki'Tnnfen In Siebenbürof^n hat sich die vorwiegend aus Deulsihe" d'->s Südfiftt'-a'imes z-n-^ammenqnsnfTtP H. Ka-v^'leriedivisinn untPT- Führunn df's Rit-trirkr"UTfträrrprs .lor^.chim Rumoh'" hervorragend gtischlngen. In den Kaiiiofen o«l-v/c'tNi R'ga 7P''"hnete «ilch die rheinisrh-ffänkische fnFmfer'ediv'wion unter Fühni^t) des 'lilferkreuzt'-.'^gerc General-leutnant Tlal"n durch Standhaftiqkeit und Tapferkeit au». Geöenmassnahmen in NordSanland General Rendttlic übcJTiahm die oberste vollrJehcnde Gewalt dnb Berlin, 9. Oktober Nachdem ftnnische Truppen untor Piiuh der lancjjdhriqen deulsrh-finn1-s< hen Waffenl). üderscluiTl die Feind-sellqkeilpn gegen die deutsche Wehr-nidcbt im nordfirintischen Raum eröffnet . haben, hat die deutsche Führung die er-j forderlichen Gecjennvißnfihmen ergriffen. I Der Oi)orhel«'hN;haber nichts können, sind die doiilsehen G.x^ontunßndhmen maßvoll und obn« Jed« Märte. Treulos und ehrlos geworden. Deutsches Oberkommando zieht Foh^enintJen aus der Hinterlist dnb Berlin, 9. -Oktober Nachdem bis zum 29 September Bewegungen un.serer Truppen in Nordflnn-land reibungslos und von finnischen Ver-bänflen ungestört verlaufen waren, kam es vini die Monatwende erstmalig unter dem Druck sowjetischer Koinmissöre zu Kampfhevndhmgen mit finnischen Abteilungen. Es scheint, als ob d is finnische Oberkommando sich tier trügerischen Hoffnung hingibt, rhucb Erfüllung. d"r sowjetischen Bedingungen, das heißt Vertreibung und Entwaffnung devitschf r Truppen und ib'p Auslieferung an die Sowjets, sich selbst vu fetten unddieSeih-ständigkeit Finnlands bewahren zu können. Unsere Nachhilten, die weiterbin an ^ die bisherige Waffenbrüiierschaft glaubten, wurden hintorh'iltiq überfallen. Wir verloren dabei Tote und Tie-fanrfene. Auch finnische Verbäiwle, die hinter unseren l.inlen z.\i Evtikulerungs-zwecken zurückgeblieben und wegen ihrer bisher gezeigten kameradschaftli- ichen Haltung gelassen worden waren, begannen am I. Oktober die Feinfiselig-keitfm. Mil gli ichzpitig f|(daiideteu Truppen In Stiii-ke einer Division überfielen sie die scluvachen Versorgungseinheilen in der Grenzstadt Tornio (Tornil), nahmen die 'nsasspn eines deutschen Lazaretts gefangen und hiplfr>n Pinen La-z.irelf'ug mit deutschen Scluververwun-deten zurück. Diese fpigpn und hinter-hftltigen Knmpfhaiilliingen ehemaliger Wftfferigefiihrten sind die Folgen lier schmiihlicben politischen Unterwerfung, die U't*/len Endes nicht nur zum Verlast der FreihfMt, Bondorn auch der Lhre eln"s Volkes und seiner Armee führten, und denen ein^t unseie Bewunderuruj, unsere Hilfe und unsere Irene gehörten, Das Oberkopinnndo der fleiitschen Truppen in Nordfinnland hat daraus flile Folgprinuieii gez Kjon und lipirachtet finniFche Einbeit'^n, die unsere Verbänrlo angreifen oder ihre Bewegungen stören, als Feind. Jun^e Garde .. Appell der Hltlw-Jugsnd te ■•Wh dnb Berhx), 9. Oktotnw Gemomsam mit Gauleiter Wäclvtler besuchte Reichsjugendführer Axmaivn dien Tag der WehrertÜchtlqunq eines Bannes der Hitler-Jugend im Gebiet Bayreuth. Er konnte s.icli hier in den unteren,Einheiten von dem überall fortschreitenden Ausbau der vormilitärischen Wehr-ertüchtigung überzeugen. Auf dem Ab-schluDappell erklärte Axmann, dniß in der ILtlei-Jugend die jungen Soldaten von morgen mar6.n, die aiis dem Gebiet von Hajec-Teplitz von den bolschewistischen Banden verschleppt und ermordet worden sind. Nahas Pascha e.nll«»S€n Reglerungsnciibllflunn In Ätjypien dnb Lissabon, 9. Oktober Nach Meldungen' aus Kairo ist In Ägypten eine Reqieruntnftm überraschenden Angriff Japanischer Luftwaffe in der Nacht zum R. Oklobei erlitten Ansammlungen ame-likanischei Fhuizeuqe in mehreren Flug-hälen im Gebipt von SchpneT römische Korresponrienl der »New York Tinips hitte ein Interview mit Bonomi, der der Be;-iür/,unq dariibpr Ausdruck gab, daß im Un'erhniis die Finbohaltunq der llalientscheTi Kolonien anqekündlqt wurde. Bonomi bedauerte, daß die All'er-ten noch immer dnrauf hesfänden, Italien als Feind zu t>ptrachten und zu behiire 0 Ii f)rau. fi Die Opernbühne zuhause Echte Kiinstbeßeistcnjiiji weiß sich zu helfen Das »große Zimmer« dieser W ener Bin-perwuhiiuiH) in dur .) ii(;6Kincrtj.is*ti! ist Voll Mubiic. Mein b[,»!oli und Siugt das l(?r/.ctt dus tlem »Rusenk.ivalici , Ich muß mich no< h von der übetraschung eiholen, die mich hier ümpiinq — von Einer sehr aiigeiiühmen überr.ischnnq. Der alte rTfiind, den ich vor einer halben t>tvinde auf der Straße traf, bestand einfach dartiuf d iß ich ihn h erlief be<[le'te. »Ich bin bei sehr netten Leuten elnqel.i-den«, sagte er, - du mußt unbedingt mit-kr^imtJn — (It)it ko;iimt es auf einen ni"hr oder weniger nicht an!« 1( h war filso vorbereil«;l, hier eine grol^i Zidil von Gdäleii zu tietlen — daß ich aber em richtiges Krm/ert miterleben würde, Ist wirklich eine Überraschung. Man saß um den Tisch und pl.iuderle von .\nf.ing iin auffällig viel über Musik. Schließlich tagte der Hausherr: »W.is wollen wir denn heulo üpiclen? ' Ein Gast schlug vor: iWie war's mit Rosen kavalierV« li)"r Vorschlag wurde angenommen — und Jetzt schwingt tatsächlich die herrliche Musik durch den Raum, Es ist nulürüch Anders als im Konzoitsaal; es ist alles piwas zii IfUit lind etwas zu tidho — fler »Zuschauerraum ■ he(| nnt ja sclion zwei Meter vom Flügel enilernt. Die nllen J-'chenmöbel der Rokoko-Kronleuchter, die Spitzenflerken u'td sehr viel Plüsch sorgen ditür fUiß eiB Alexiia-dex von Roes neu heruu«. MARBURGER ZEITUNG rMenstag, 10. Oktober 1944 ^ Nr. 284 « Sdte 3 Generaforen zum SelbsteSnbau Grundsätzlich nur für bewinkelte Nulzkraflfahrzcußc Der vom Reichsininlsler für Rüstung und Kriegsproduktion berufene Generai-beauftragle für Krutttahrzeuninstundset-zuiig und Civtiuidlurisnembau, Kurps-Lominandtint Ndgcl, fuhrt eine Sonderaktion lur den freiwilllgtn Verkauf von Generatoren für Nutzkraftlalnzeuye durch. Für Kidftfahrznughalter, die In der Lage sind, Generatoren ohne Inanspruchnahme der zur Zeit überiastolen Krall-fahrzeugwerkstütten in ihre hewinkpl-ten Nulzkraftfdhrzt'uge s«!ih5t einzuliaiuin, ist der Bezuq geeiqneter Generatoren Ireiqeqeben. Hierzu wird in jedem Wehrkreis eine Generator-Reratungs- und Aiigabeatolle errichtct, dernn Anschrift vom Bevoil-mdchtlgten für den Naliverkehr zu erfragen ist. Dort stehen zur Beratung des Käufers Faclikrätte zur Verfügung, die gegen Vorlage des Kraftfahrzeugscheines den geeigneten Generator miitefs Ankaufschein zuweisen. Befindet sich der Generator arn Lager, so kann er nach Bezahlung sofort mitgenommen werden. Gleichzeitig wird der Küufer eingehend über die Art des Einbaues und des Betriehes beraten. Alle mit der Umstellung von Nutzkraftfahrzeugen auf Generatorbetrieb verbundenen Vergünstigungen bleiben aurh beim Selbsteinbau von Generatoren bestehen. Außerdem erhält der Selbsteinbauer den eigenen als Entschädigung für Arbeitsaufwand beim Männtr uitd t'ramn ätr i>*uUfh«m J<4ictuiaJut (§) Bll SCHRfmKENWKtnmN , „Auf Vorposten" am Schienenotrangt Als lu Beginn des Kriegen der invalide Schrankrnwärter Jo»c^)h Eiillpenljci-k aui Lrnne[) starb, da hat scme Frau Gerda tlen Schränken war terdii'n«t ühernommen. „Selbütvertitändlich! Da mußderTag eben ein paar Stunden mehr für mich haben", bot (iie still gesagt. Mit hüclister CewisHen-baftigkeit und Zuverlässigkeit erfnllt sie, die kcineswef*s mehr die jüngste ist, nun die neuen verantworlutig^^voUcn Pflichten, 8ic das Ami des Scliratikenwürters auferlegt neben der Sorge für die Kinder — neben der Betrcuunir von Hou«, Garten und Kleinvieh. Hut ati vor dieser beispielhaften Frau und vor all den Anderen, die bei der Deutschen Reichsbahn an der Heiniutfront kämpfen I * Hilf auch Du def t)<*tiUichtn Reichtbahn, Venn Du noch nidit wirklidi kriflgiwirtitiiT »rbfllle«! Y Kotnmiuunal Meldung fürtlnnWn- f>>u übrrJait lustAndiKR.^rbeitunit. Rüder infissen rollen für den Sieg! Einbau des ejworbi-nt'n Generators einen Preisnachlaß von 5 Piozent auf den Listenpreis des Generatc^is. Grumi-siltzlirh komnu'n vorerst lür den Sflhsl-einbau von Generatoren nur bewiiikolle Nutzkraftfahrzeuge mit Motoren in Betracht. Generatoren für Personenkraftwagen stehen nur in geringem Umfange zur Verfügung. Sie müssen d?n Lief To^n vorbehalten bleiben. Nicht jeder Kialt-fahrzeugtyp Ist zum ninbnu p'nes Generators geeignet, deshalb dnrf nicht damit gerechnet werden, daß jecU-in Lewinkel-ten Kraftfahrzeug ein Generator zugeteilt werden kann. Hinweise auf evtl. auftretende Schwierigkeiten und Anregungen sind an den Genernlheauftragten für Kraftfahrzeug-Instandsetzung unrl Generatoroneinhau unter Feltlposttinm-mer L 30 856 KR LGPA Berlin zu richten. Je Henne siebzijS/Eier Im Verk'\nduno deutsrhe Landwirtsrholt rwch d^r Kon/enlrcititm auf unseren N.ihningsTaum üherhaunt get)o'('iirn, möglichst starken Erfülhing ihrer Ablieferunrfspflicht. Auch die neue •Mung (Vv .vl.adestdt}ilet«iu^kq tmX aniicre ',&ita al>er 60 gehällen, daß d®r Hiiliacru.'lifrr «>■ n« Pfb-P' 'fn e rg'Mc'tel. Sie hat d.e Land «wirt^ri.ad«; 'rr in e'ner R-i'm'.Mi.!noriiii.Uiif| erm it h!.'gl, die Abgabe von Ijü (nn'ii'- In lur kr.c^-v rfhlige Ver-wendimri'i. wi ? i-.; vorzii';'#t eiljeti und zu fiicsejn Zw:'rk I'.fir.)r-.;;]"| -»u beschlagnahmen. D e I.andt w r- ' h.'nfiäml^r können Sich hierfür der G.iuwirtsch.iftskdm-mern oder Wirt^f.|iiittsl',.immem bed enen. Wer gobraui.hte niiiom'ibe! nl'geb'Ti rf|iiö, ktuin d>ifür den (lebrnuchswarenpreis fordern oder eine (Uiqemessene Benutzungsgebühr vereinbaioiu Raucherkarte vor zweihundert Jahren In den nächsten Tagen gibt es wieder neue Rauchetkarten, und wir können dem Genuß des Rauchens, wenn auch im bisherigen beschränkten f.'l.iRe, so doch unbehelligt und ungestört huldigen. Nicht immer ist dies der Fall gew(^sen. Um die Mitte des 16. .Fahrbunderls hatte der französische Diplomat und Cie-lehrte Jean Nirot in Lissabon die Tabakpflanze kennengelernt unil brarhle sie nach Frankreich, wo er den erslen Tabak anbaute. Der Franzose hat damals jedenfalls nicht geahnt, daß er dadurch einen gewissen Grad von Unsterblichkeit erlangen würde. Tatsächlich erhielt nach ihm die Tabakspflanze Ihre wissenschaftliche Bezeichnung Ni-cotiana und auch das im Tabak enthaltene Gift Nikotin hat den Namen des französischen Gelehrten verewint. Bald nachdem Nlcot seine Tabakanpflanzung begonnen, kamen immer mehr Leute hinter den CJcschmack des würzigen Krautes, Der „vlrginlscben Pflanze", wie man dfn Tabak damals gerne nannte, erwuchs^en auch in deutschen Landen lohpreisende Sänger, aber auch Gegner genug. Von den Kanzeln wetterte man gegen das ,,Teufelskraut", und Mediziner entrüsteten sich über das ,,Tabaksaufen", Die Behörden erließen Verbote, nahmen die Raucher in hohe Geldstrafen, stellten sie an den Pianger und steckten sie in die Gefängnisse. Die Zahl der Tabakverehrer aber nahm 711 trotz allem. Der Tabakanbau steigerte sich. Die Verbote wurden umgangen, und selbst von der hohen Obrigkeit schmauchte manch einer sein Pfeifchen im Verborgenen. Die Behörden ließen In ihrem Kampfeifer nach, und endlich kam man vor zwei .laluhunderten auf einen Ausweg, Das Rauchen wurde nFfi^n Leuten gestattet: die erste Raiicherkarle wurde eingeführt. Sie wurde vom Land- medikus ausgestellt, der auf Ihr bestÄ-tigle, «laß der Karteninhaber das Rau-chcii nicht ohne Scharlen lür selnt: Ge-Rundhelt abstell(>n könne. Dem Inhaber eines solchen Zeiianisses war das Rauchen an ,,unschädlichen" Orten gestattet; verboten war es, wo Fcnersffrf.ilu mit ihm verbunden war. Schließlich wurde das Rauchen allen ,,Selbstversorgern" erlaubt, was den Tabakanbau erheblich slfug«?rte. Sfiüter erliiellen die Regierungen der verschiedenen Länder mit den Tabaksteuern oder dem Tabakmononol wkh-titje Einnt'hmsguellen. Das öffnete dem Tabakrrtuclien Tür und Tor. Schwere« Prdhet)Cn In Kl*'lna''len Ein schweres Erdbeben hat Scimstag nachm'ttc'g die an der A'.jd.i-schen Kü-ite gelegene Stadt Aivalik heinigeHucht. Arge Scliäden werden auch aus l/mir boi Smyrna gemeldet. Nach dem Rundtunk Ankara sjiid l-i^her etwM ,50 Totc^ und C'ine weit g'ößeie Anzahl von Verletzten festg^eFlellt worden. — Das Ertlbeben wurde, W'ie berichtet, auch von (km Se:s-niagrapheri im Re'irh ver/.eiohnet, «o vor allem in Wien, wo «tärk/türe Erdstöße zu verspüren waren. Das Spiel mit dem »Pannchlrm« In der Gemeinde Nausow fuirf d«w Böhrnist h-Müihraschon Höhe machten sik-h einicje Knaben ain einem alten Regen-schiim einen Fall'^chirm, mit dem s'e d.inn von eanem CuTrten/;aun absprangen. Als sie «ich von der guten V/irkung (Me-ses Ersatzfallschirme^ überzeugt zu j luiben glaubten, wollten sie ihn beim I Abspringen von eine-m Raum verwenrlen. D"n ersten Absprung nu6 «echs Meter j H(')he unternahm ein lljähr'gcr Junie, I Der Regenficlrinn stülpte s-ich aber um, ' und der .hinge fnel mit dem ganztm Kör- pergewicht zu Boflen. Er zog sich e^nwi Schädelbruch, eine schwere Gchlru-eiscliiitlerung und einen Beinbruch zu. Eine einzIgarUge Denkmünze L>,e Dänen li.nlfn Ibiiii m^t e(inem starken Heere H imburg hebigert. Trotz aller Anst'CMgiuigt-n aber g* lang es ihn^n nicht, ",('n. is ei ausgerichtet hat, ist ci..if der hinderen SeMe zu le mi,« Wer diO Müii/e .ibcr uiailrehte, fuiul aui der Rüekeeite — nichts * Dreifache Hochzelt. In RadmerJtz (Nio-I derschles c':i) gob es kürzlich in der ' Fiiinilie lies Lu s llenm uin e nen beson-I dei'fi feiSlliciK Ti T-ig. nf rirn:mn feierte mit 1 fif^'uer Trau qoldene, eine Tochter die eilberne Hoch/^ t und gleichzoitig trat j ein' Enkel in (l"n Chf^^tanfl. I MU Pyrnniidon vergidelijs Kind. In i Ahrweiler (Rh nprov.Ti/) Kiiid ein vier-jährirjes Mädrhcn in d"r Wohnung Py-rniiiidon-Tablet'.en, In der Meinung, daß es sich um eine Leckerei handle, reichte e-s die TableUen dm kleir.i-n Schwester-ch'n, da« ein»' größere M 'nge davon versrhliirkte. Dtis Kind eikrankte und slarb kurz d irfuif, f^er traurige Vorfall sollte allen FHern e^ne cnste Mahnung eeiii, Tabletten sornfüH'g zu ve-'wahrcn. Dtinemarks iJttestrs Handi'Wschlff. Die-6rh als .".u''erordentri"h wit'er-ßtindfifähia beze-rbnet. E--,, mit s-einem hnh''n Alter von 16': .Jdhren natürlich ri.ir, weitciiir. älirste llandelfiscliilf Dürto-markc. Sport und Turnen Frontnah«, aber IroUdeia Sport Der rheinisch« Sport laßt «ich durch die Ereignisse nicht unterkrieyen, Männer Mnd Frauen haben in den letzten Wochen, als das Kriegsgeschehen vor allem dem Niederrhein immer naher rückte und diese Landstriche mehr und mehr zum Frontgebiet wurden, beste Beweise ihres Sporlgeistes geliefert. Keines der Erschwernisse konnte eine wesentliche Beeinträchtigung der VVettkampf-tdticjkeit bewirken. Die in der Heimat schaffenden Menschen suchcn und finden nach wie vor ihre Freude und freizeit-lictie Betätigung im Sport, wenn dieser natürlich auch unter weit einiacheren Voraussetzungen vor sich geht. Nach außen hin tritt immer noch der Fußball am stärksten hervor, dazu Handball, aber auch Turner und Leichtathleten treffen sich regelmäßig. Ebenso werden in den anderen Sportarten alie gegebenen Möglichkeiten nach Kräften genutzt. ■k Vlllacher Sportklub gewinnt den 10.-Oktober-Pukal, Vor 150U ,Zuscthiiuern gelangte auf dem Klagenfurtcr KAC-Plati das Schlußspiel um den 10. Oktober-Pokal zwischen der Vlllacher Sp Vg. und der KSG KAC/Rapid ;n Anwesenheit dcfi Sportgauführers Kollenz zur Durcb-fuhrung. Die Villacher holten mit vieJ Glück geer 1944, 5(iriclit riet bcltannte holländisctie Kimsttilütoriker Dr. Franz U'vnard zum Ttienia ..Rombrnnilt a't Meuitcher Malster". Der Vortrag, vdii lalilrcichen Farblichtbildern belebt, He-Tictilet erst ühcr den t.chcnsi.THl des Kroßen Malers um sodann da* Werk des Meisters zu helfnctiten und In itim das Wtitirliafi Genial« und zutiefst Dcutsctie zu linden. — Am Monla«, 6. Novemtier 1944, bilnct die Volksbil-(tutigsstHtle Clin einen LtchthiUicrvnr-trag von Cnrt Reepcl über das Tiet-leben in unseren deutschen Wtttdern. Der Vortractndc zelßt in einer Iiumor-Toll plaudernden Art herrliche Bilder unserer Tiere und leuchtet tief In die Getielmnisse der Natur. Ein Vortrag, der Jedem Naturfreund wnhre freude bereitet. — Beid.'' Veranstaltiiniren finden Jeweils um JO.:in Uhr im Saale der Volkshitduncsstiitte (Deutsches Haus. I. Stock) statt. Die F.intrlttsliartcn zu 1.5(1 RM sind an der Abpndhasbe oder Im Vorverkauf, der ebenfalls im Deut-■ctien Hause stattfindet, erhällltch. 3866 [ LICHTSPIEL-THEATER I D FUr )iio«ndl. nicht tuq«ls«i DO Für }ugendl. unter 14 i, nicht lutietaiMn. ■URG-LICHT8P)ELE. Heute 19, 17,: Plick-chen Mondamin-Puddingpulver, das In sechs LUlötleln aus > Liier Milch kalt angertlhrt wird Die UbriKe Milih zum Kochen aufsetzen, das anxerUhrte Mondamin-Puddingpulver in die kochende Flüssigkeit gleüen und unter Rtlhren zwei MInu ten kochen lassen. 40 g Zucker darunter ml«rliun und die Masse bis zum Erkalten mit einem Schnrcbe-lea kräftiK (Chlaiea. 3H0S STADTBÜCHEREI MARSIIRG-Drau, Dcm-platz 17-1, Tcleton 2(i-3H. Von nun an Ist der Elnpang in die Stadthi-chcrei wieder T'icatoruasse I. Der Verkehr ist titgiich außer Samstag vormittag'^ von 10 — 12 Dhr; nacli-mittags von 13.30—18.30 Uhr. KAUFMANN, Anfang 40. bi^ilier selbst, in Getreide, Dunginittcl, Kohlen und l.cbcnsmittel sucht ob sofort Betlt-liRung clelchwelcher Art in kririss-wichtigcm Betrietie üh.nlichor Branche Oller auch aiulerer. (lau egal. - Zuschriften cheten unter „Auch Kauf oi'cT Pachtung" an die An/fii-gcnmitliung ..Publicitas". Wien I., Kärntnerring 2. BEIM TELEFONIEREN unterlaufen uns Vic11:par';.''m iioli- mrht m < ROSODONT, Berciiiinnt feste Zahnpasta NAHHONO IST WAFFEI Ein Schmied dieser Wutfc war auch Johann Wcck, der mit der Schaffung seines Wi:CK-Verfahrens die hüu'-liche Votrats-hallung In Konservenglä ern etmög-lichte Wer in wnCK-OMsern — kenntlich an der Rrdbeer-Sihu'.z-marke — soinmerilclir Überschüsse an flcniiisen imtl Obst für den Winter vcrraur h.llt trätt zum Sieg der deutschen Waffen hei. Nie aber nach ÜelUhl ..einwiiken", sondern Vor-srhrilten stets genau einhrtlten. Ausführliche Anloltuncn erhallen Sie von leder WUCK VerKaufssIclle oder gegen IMnsenüune dieser auf eine Po'tkarte ueklohltt. Anzeige von der österr. Konservengliri-Ktl. Bräuer & | Co., Wien I. Stadiongpssc 5 ((i"nc-ralitpräsentunz der Maike WECK), VER0RDNUN6S- UND AMTSBLATT des Cliila itri^ ZivHvcrwaltung In L'er Un-ttrslaiartiiark, Nr. 21, vom 20 Septeniher 1044. — Inhalt: Verord-niing Uber die Wiedereiniuh'ung der Niirnial/eii im Winter l044-4;i vnm 22. Augu:t 11144; Verordnung über cMe Spih/lur-tii'idenwiuhe vom 10. September 1014: Anordnuni; llt'fr l-iiniieistattum: bei kur'.lrisli'iem Notdienst vom 22. September 1014: B"-kanntmachunc betreffend die Anordnung über An'.piiiche der Notdienst-pliiitiilRen ruf Arbeitsentgelt bei kiirrfristiqem Notdienst von limgerer Dauer als drei Tage vom liO. Nuveni-her 1044; Zwttlfle Bekanntniarhung über die I-rlh isung und Miistt.TUi'g für di-ii Wehrdienst u>w| Kelciiiar-heilsdlrnr,! In der tin!ersti.-ii'r.iiark vom 21. September 1014; Uckinnt-maihung, hetreltend Vereinfachung des Maush.ill.4-, Kassen und Rech-niinp.'-we eni. der krelsangehiiiiRen Gemeinden In dyr llnterstelepmurk vnm 12 September 1H44; Itekannt-m.-irhuiiR, helri-'li'nd technirche i:f-zengulKse aus l'i'-en vom fl. ' nieiu-ber 1U44. — KInialprela 19 Rpl. KLEINER ANZEIGER zu VERKAUFE N( Jagrthünaln, fünf .vlonnte iiit, }u vir kauten tlnterrotwemer.itraäe 47, M;'r-l)urg Drau. 7 541-.1 KUhlanlace lUt Ammoniak, geelpnet für Fleischereien urj I,e'-ensmit1elbetrlcbe — Preis .'1500 RM. Warmwainrdol'er, 1600 t.iter Fassung, massive Au":fi'h-ruPR, Prois 1720 RM zu verkaufen. Reflektanten wendet' ^ieh brieflich unrer ,,0clegenhüil" an die ,,M. Z.", Marbun: (D:aul. 7012-'5 Weißer W*rmaril«ch Sno RM. für Friseur 0('(" Bad, Fri-cnrll'^'h, mit rr. geschlirfercm Spiegel 300 UM, Fckbank SO RM. Tisch und stiili'e .50 RM, Hin-zelstüeke « RM, Oerichtsliolca'.se 10, Tür r>, Marburg-Drau. 71371-3 Zwei ältere Orbrai,c^spftrrla zu vor-k.iufen. Anzufragen Süpewetk Hrasfnik. Oonot'itz, Tel. 10 i657-,i Si:hlafilm''ier, Midchcnzimmcr. Schlal-kinderwnc'n (Wert lopo RM) zu ver kaufen oder geren Bettwa-che, Teppiche, Sch'e'b- ReclieniiMsehine, Rund-funkempfiinger zu tauschen Zu hrsich-t'gen 14. und 15. Oktober. Adrc^e It, der M. 7. 7rtriO-'> Fünf Stück Olinnaer wegen Platzmangels rm ino KM zu veikaufen, Pvra-midenbcrggasse 13, Marburg-Dr. 7(i,'i8-:t ZU KAUFEN GESUCHT ■rltlmsrk'niamtT'lunBan kauft Karheutz Rdmund-Schmid-Oasse B, Telel. 2fi-IB. 7034 4 Ichmlrnilfchlaltoxtrlebe, auch rebraucht, wird sofort zu kaufen p.e-sucht. I.tchtsplele Sterntal-Pettau. Un-gartorgasre 2. 3R70-4 I STELI^ENGESUCHE \ Obermtlller der Handels und l.nhnrnlih-le, auch In Müh'cnmontBge bewandert, praktisch, ßB lahre, alleinstehend — sucht Stelle Adr in der ,M. 7. " 7619 5 Annestell'er In leitender Stelhinr^, In allen Kanzleti'rbelten. Puchhaltunc. Korrespondenz. Lohnvcrrechiiung versiert, sucht Stelle In Murhufg-Dr. An-trflee unter ..Laneiahrlec Praxis" an die ..M. Z.". 7C2r.-5 Surhe Stelle als TagBipnrtlor. Bin alleinstehend, 6H luhrt alt. Adr. in der ,,M, 701R-5 OFFENE STELLE TTl . ÄMTLICHE 0 BEKANNTMACHUNGEN AUFIUJF lur Abholung van ReparaturacgenstHndtn und Stoffen aui ätr SchnaidG'v/erkstttt« Alois Terzer Marburg-Drau MBllIngerflrntle Z Die der Schiieiderwe'k^tilMe Alois Tcrzcr In Marburg, Mellinew.itr.Ti1e P.. zu Rtparalufwetken 'i"d Neuanlertl-giirc'.'ii iib; ai bciK-n KU-dor und Stolle slnu bis zum 20. (Oktober 1044 bei der Ka Alois Schagar. SchneidcrVerk-stMitc. Marburpi, Te •ottiir.ttctraBe 12, nbzul'Oleii. Nach Ver-treichen dir- " I '-';! w'nl eine H.-'fttine für den Verbleib dl''<:er Oeren tiindü nirht übernommen. Der Beauftragte des Rslchskomniissart lUr dla Fa-ttigiirg iteiil«ch:n Volkstums, .Matburg-Drau, Oe-richt-bni-Msse 5--7, Hauptabteilunc Wirtschaft. Brinlar sucht hei netter Familie ml^bl. ZimTier im b' •Ifentium. Zuschril'en 'inler ,,L" .m die M. Z. 7iiren llr^rn fAni^c^tellten) '^i,fi"t pe-■Jiirht. Anträge unter ,.4R" an die M. Z. 7R7:i-8 I U N T E BRICHT Olm» Kurr.'iestichl An!:ii"'cr und f-ürt-■hrittene' -- liei't-ct un I Steno-"raf'e — IHcht er'o'iihir .-n-th für Stet Auskunft durch I-orniinterricht Hofmeister, staatlich c^nrüfter Fachlohrcr, M^rburp-nnu, Har! :iste 7. 7578-10 HEIRAT «Tt'hileer M.;nn, 1« dig, l,r>ti groß, mit "Ulctn nm-r wUn-thl :iul diet-m Wi'Ee mit Fräiii i-tei Fra;i Bokannt-schaft zwerk-. spiiic er l-.h,'. Zus( brif-ten mit l.ichtbüd unter ,,Weihnat;hts-traiiin" mi-('n. Auf druriil der Pi-'snnenbo'-'hrt:!-Imiiic erfolgt sun'^t An.'elee hol der Po li' Ci und aurh flrndarmerie In l.eonlnrd. VolkstmnHinger u. Herrsntaschrnuhr tausche für ein «u-tes Fahrrad. Anfru-gen nach 18 Uhr, Hnu'ineisterei, Brunndorl, Brunn-dorferstrnCe 30. Marburg-Drau. 7672-M Herren'ahrrnl tausche für Taschenuhr und Herrenanzug Nr. 56 Adr. in der M. Z. 7665-14 Slnger-Nühm.ischlne gut erhalten, tausche für Rundfunk-emptanser. Thesnerstraße 9, Rogina. Drauweiler. 7(i76-M , rrfparmtianduhr, Thromnikel, 80 R.M. sehr gut gehend, gegen Rundfunkgerät zu tauschen. Züschr. untc! Mar-kenuhr 51 500* an Ala, Graz, Herren-i gasse 7. 3862-14» Zwillingiiporiwaqen t wird gepen zwei l'nffcr Stiefel o. Ooiserei 3S—39 getauscht. Adresse in der M. 7. » 7001-14 Ciebe gut erhattenen j tiefen Kinderwagen gegen ehansolchet Hrrreulührrad. — lohann Tischler — Cilli, Forstwald 83 3857-14 fs» Deatwhe Reichslnttni» der l. if 1— Mtl. 1M4 ■i Rillt um mrl» lA IM Mülionrn RfichfiiMHk L,,! u«h*« I.o|f,r.e . Kinnalnu« »hiltlirht !« Im 3--RH, I )• KU«m Ii/Um* Sic? Wrtspn Sie, daß d«r Begriff Horrnorie (janz jungen Do-tums ist und daß es 1904 dai ersfe Mal gelang, ein Hör-nion^also einenlebenswicK-tigen körpereigenen Stoff, ouf chemischem Weg® künstlich herzustellen? Eine Großtat deutscher Forschuno AK Z N t IMITTt k Po«n Re-'Dr*' h« I Die rinitallunn von Arbaltikrtlf'pn Is' an dia Zuiilmmuno 'utlHtidiget. Art>«ittamlai gabundun Hausmelstarflnl wird auli'.enommeii. Anzufragen Burggassc 2. Marburg-Drau 7fir,l-G Schnaldergthllla wird nulgeunminon. a'ifh Heimarbeit wird aui."egi'beii. I ranz Wake, Schneide mei*t«, 'la-slcrstratle 14, 7(178 0 ZU MIETEN GESUCHT ücbUrilgc riHlarln, Angestellte, tn'-« über beri'fsldtiR, sucht ati si-8 (Irüner W*t|eniUtlch (kleiner Pap.TgeO i-niMccon. . "n gute Beloiinung ab'u-' l>pn bei ' rau K " ho, Brunndn.-t lo-ef t'.iiie Nr. 110. 7iv-',(i.i3 •lonnlag Abend 1 titersbcrg, Hutinrtiis-m iitel und K'iibi'rl mii üras gefunden. ',«:i-iri Orc.Qer Rtauer Hund (Hogne) 7uf<':iu-!•■». niiuthei-I'ricn-Uus:nPn i.iken(|iinn ctiirh ior. uLricfpn K.imiJidcien mil/ul(!il:'n. lir nor»ite n : his lut s.f h heb.i'fnn ui>(i sf^lbst nii hl, wt-nii t's he /ucjiiiq in cltn K! Prüfun-7"n ciiulfri \Vi; srilk-n 'iUe inäii';- thon still, der Mpicr dber rnnfite srhwtit-^nn. Di q Tages unser Mri-themcit.kpro(ps<>or den Neimen Schwdt-7.er', der hm oiich blieli bis wir die Sfhulb'ink mi' ii»'rn Leben ve:ust hien. An ihn mulVf. ich rienken. dis vor Uur-rem im Zn(|.ibleil eui M Ire seniler, r»r Mrtnn mit der neljnfinen Zunne woi helfidKit, Er wisse, wfis er erTiihlrn dnrf iirr! wfis irrht tinrl uhri-q^ns Hefte or steh n.icht \'On einem sot-ch^'rt qriinen .limqen .in se ne Pflicht m>^hnen Fniport vnrÜeR er «odann d^i« Ab'eit Pimpf ,'her streckten sich nn h'ilbf^ n\it7enfl Ilrifde entrierien und ?"is ollor Annen lri"hteip der Stolz, eine solche J iqc.rni 7u besil/en. N. J. \>rnnqMlrkt. Der 22'tihpqp Srhlf)sser rainiiind (Uiirinard diis Vtruhnrq Kini mit dem linken FuR uiitf-i die R.idfr e.ner ^^'^srh ne. u'')ljei ei ^.cli Ouelsthinufen zu7.(iq. — Auf dem Wen zur Arbeit wurde rier 27irihrifie H lf«.irbp!ler Alhert Schi-s( hek rivifi Wnrmbcrii hei Pett'iu Tnn e nem unbekfimiten T-ile' riiis dem Widde ■^nqesfbossep Sihisfhek. rler sich iiiif dein Frthr'-rid beinnd, erl.'f SrhnUer-, Arm- und Rrustsrhiisfie Rn'de Verun-qliifkten wurden ip«; \frtrhiirqrr (iiiu-krdnkenhrUis e nqebrticht, I Aus der letzten VertanHideunq des ReirhshiivoHoijrhtifMen für den to'.ilen ' Kriuqseinsdt/ Keirhsminister Dr Cloeb-bfls, wird dtircii d n Reichswit tschrifts-iniiuster dtif Vorsddaq des Sldatssekre-tars (ur deti Fremflenvt'i kehr auch cl«i5 Ciiiststcitteii- und üi iierberqiinqsgewerlie den trlordei m-isen des lotdlen Krieqs-oinsdtzes rtn(|<'|>dßt. fii ciei Untersleiermark wurden bereits Mdßndlimen, tlie sich dem to'dien Krieys-eins.ilz rinpdssen, durcliqetiihrt, gdnz besonders in dt.'ii Kdlfeehciiisern, wo die ' neue Sperrzeif") wie die Selhstbed'pnunq eingeführt wurde. Kleinqriststülten, d h. leno (idslstdtteil, die leii!f|lif;b nur vom j Ausschank von V\Cin und Hier ihr Dd-' sein tristen, wurtlen geschlossen, Re-triol)stiihier und Betrielisfiihrerin sowie fiefolqsciifift nach Möglichkeit dem Ar-l)i'ttsdmt zum weiteren Einsatz 7ur Ver-ftiqimg qesti'ilt. Eine besondere Ver-pllichlinu) haiton nun ast sein Heim zu Ersetzen und man kann ruhig behaupten, daß der größte Teil der Betriebsführer dies auch beherzigt hat Es muß aber auch hier der Appell an jene Gaststätten gerichtet werd#?n, die es noch nicht einsehen oder einseben wollen, welches ihre Aufgabe ist, sich voll und ganz in den Reihen jener einzugliedern, die es bereits begriffen haben, um was es geht. Es werden in der nächsten Zeil in die Betriebe Kontrollen entsandt werden, um die Giite und Ziibrreitiing rlrr .Speisen zu kontrollieren und es ist wohl 7u hoffen, daß jene Kontrollen den besten Eindruck von den untorsteirischeii Gaststätten mitnehmen werden. Die Kraft unserer Heilkräuter ,.Ii^=if(( qrn ist kein Krautfl g wachsen! so sagt man im Volksmund, wenn man einnn imhciibdr Kranken keine Hille niclrr bringen kann, wenn jedrs Meciikdint'nf nutzlos ist. Dieser alle Spriirh zriqt, wie man seit jeher die Kraft unserer Meilkrauter schiilzte Wieviele , Kräuleln" schenkt uns doch Wald und Wiese! Aber wie wenig davon kennen wir! Der, bfidenvorbundene Ba\ier achtet auf Heilkräuter vir^l mehr als der lanrltrenide Städter, dei sich wohl in (ter .Apntli(>ke ab tind zu einen Krauter- oder Hustentee kauft, vom Dtjktor einen Melissengeist verschrieben bekommt, aber nicht weiß, daß intin sich diese köstlichen Pfliiii7lein und Kräutlein selbst ein-sdtnineln kann. Der Krieq hat hier Wandel n("s( haften. Der Bedarf an Heilkiau-tern ist aiit ein mehrfaches gestieqon, weil dtirdi den Wefjfall verschiedener Importbinder eine erhöhte Aulbringung im Inlünd unhedinqt notwendig ist. Es ist von qroßer ^'ichtiqkeit die Versor-qun(] sicheizusfellen, da tatisende Kilogramm vnn Kiiiutertees allein- lür die Abschied von Kameraden Fritz Winder Im Kaniptp (jeqcn Idrulfienxle Banditen fiel tur eine deutsche Uniersti'iemark am A. flklobet K>imei<»d i ritz Wiuder. Das Begrälini^i lüj rioii CicliÜEnen l»ind SonistdL), d( n 7 Oktf>her in Vlrirbiirg statt. t,in Chreii/uq der Sts Sidbslühreis S,'\-Slui mbaniil iihrprs Kammaul, der Schut/polizei unter der Fithrunq des Komriuiiideurs der .Scluitz-[)o!i7ei Majfu H'U'hholz, rlie OrtsgiUf)pen-tiihrer ries Kreuii's Maiburq-Stiidt, viele Kamerdden des Selhslisi hii'/konimandus, rier Wehl mannsf htill und dus den () ts-gruppen Mdrbuii( III und Vi, det Be-t rietest liiii er und \rl>eitt:kiimt^rti(len des Betriebes H.iVei \ Puche Wiireri ertichi"-nen, un Abschied von ihrem Kdme'iiden zu nehmen. K »-^isführei Strohl wurc^q'e im Neimen dr-, Str-'ris( ficn liemiutliurKles u:id des Seib#itschut/.Ko!nmiindf)*i leben und l.ei-slujig des Gelalleaen, denn mit Pq Fril/. Wrnde- i^t einer der bewcihi testen Volks-tumskdmpter rrrlallen. MÜ der Larid-n.ihniP im latire l''*!! stellte er s:( h ^o-fort den rleiittichen Behörden und dem Steirischen Heimatbiind zur Vertugun<| 7.e!len!iihier in den tsqruppen M irbiirg Vf und III hat er bis zu seinem Tode vorbildlich seine Plhcht (letan. Ein ■lahrzehnt wirkte er mit dei qle'fhen Hingabe an fie-ine ihm npstell'F' Aviff|''^be als Werkmeister der Firma Hutter & Poche, wie überall, wnh n ihn die PHi^ht aurh qesteüt haben mochte lir e lahmte mif h n'' bt d'^ ihn e'n hartes ("eschic k h" ni Lut'annr ff auf Marbinq Frau 'ind Kind genomtncn h.ittp. Flankiert vnn ^efh»; Kameraden wurde rier Saiq mit dem Toten unter den Klän- I gen eines C horals /,u Grabe getragen. ' Dort vo!aljschiedete fsith der Kreisführer I vfm si,Miem tiouen Mitarbeiter. Er schil-' derte ihn als vorhiIdli'-hen Kameraden, I würdigte ihn als politischen Soldaton, j der in der Zeit der Fremdherrschaft «tets I ein unurmüdlifher Kämpfer für das ' deutsche Volkstum (|ewe^en ist. »Einer { der beslen ist Wipdor von un« gegangen I und zuweilen erst^heint es un«, als r>b r! 'S Opfer zu groß sei, das er bringen inufMe, da er zuerst Frau und Kind durch ' den Bombenterror des Foind'^ verlo'-en j und nun seihst den Heldentod gefunden [ hiit. Diesem Opfer kam nur d »nn seinen , liefen Sinn h iben, wenn wir das Ver-I lüichtnis des Tnten erhillen — iiinl stet« j so furchtlos rnd tieu wie er es immer I wai, weiterkämpfen für die Größe des Reches. Z.wej Versprechen sind es die n h Dir, lieher Kamerad, hier am offenen Grabe neben will Deinen Sohn — der nun allein, ohne V'utter und Va'er j^^t, ; wollen w r in nnsorr Obhut nehmen und stets titr ftin .Sorrie tragen, Dein Angedenken alter wollen wir in einem noch höheren Kainnferfnm eh'en. wollen zu jeder Stunde bereit sein, unser Leben für Dpiitsrhland hin7un(»ben. mit dem Kampf-, ruf filier Gritber vorwärts /um Sieg! Die Sturmlahnen !eu(htften hell im herbstlichen Sonnen«;chein, als das L;ed vom guten K> meratlen aufklang, die Fh'cns.=ilve über dos olfene Grab halPe und dp' Kreisfiihrer den Sohn an der Hand nahTi. um ihn zum Grabe seinem Vaters zn führen. Mit den l.ieflern der N.ition, ge^nielt vrtni Mti'i'kTug der Wehrninnischaft, war die ernste, rlnrh von starkem Kampleswillen getragene Traiierfeier beentlet. ' Wehrmacht und die Lazarette benötigt werden. Zur Aufbringung dieser gewaltigen Menge halfen uns vor allem die Sammlungen, die von den Schulen durchgeführt wurden. fi)ie Deutsche Jugend war unter fachkundiger Leitung mit Feuereifer dabei, und — die Marburger .lun-gens und Mädels waren nicht die letzten, dir halfen —, im .fahre 1Q43 60 (>no Kilogramm einbrachten! Soviele wurden nämlich insgesamt im Gau Steiermark aufgebracht und diese Menge dürfte auch I heuer nicht geringer geworden sein, I Erst in den letzten .Jahren ist man auf : den Gebrauch von 'Heilkräutern wieder j in starkem Maße zurückgekommen. Heute ! werden sie wieder so geschätzt wie in jenen alten Zeiten, in denen noch jede Apotheke ihr einenes Kräutorgärtlein hatte, aus dem ihr Hausl>pdarf gedeckt wurde. Heute beziehen die Apotheken die Heilkräuter von den Drogen- und Kräutergroßhandlunqen zu denen sie teils von den Reriifssammlern, teils von der Schuljugend gebracht werden. Hier werden sie genauest botanisch und pharmazeutisch geprüft, bevor sie in die ,,Teemühlen" oder in die Schneidemaschinen wandern. Vor dem Krieg hatte Deutschland 60 bis 70 v. H. dieser Heilkräuter aus dem Ausland bezogen. Was wächst nun hei uns In Steiermark, vor allem im Hnterland? Nun, die Namen aller Heil- und auch Gewnrzkräu-ter. Von denen in Steiermark über .100 Arten wachsen, anzuführen, das würde eine zu lange Liste sein, daher wollen wir uns mit den gangbarsten und ge-bräiichlichsten begnünen. Da ist vor a'lem einmal die vielnpschätzte Lindenblüte, und wir konnten im .Funl unsere Jungen \ind Mädel sehen, wie sie eifrig die duftenden Blüten von den Asten holten. Dazu kommen Lungenkraut, Bronnesselblätter, Isländisches Moos, Holler, Hagebutten, Spitzwegerich, Huflattich, .fohanneskraut und Schlehdornblüten. In der Steiermark gibt es noch einige F nndwirte, di? Heilkräutor anbauen, besonders Pfefferminz, Melisse und Benediktuskraut, in erster Linie wird aber der Bedarf durch das Einsammeln der wildwachsenden Kräuter gedeckt. Im Oktober werden die letzten Wild-frücbtp, wie Schlehen, Berbprlt-'en, die Kornelkirsche fbel uns ,,Dirndl" qe-nanntj, die auch zu Marmelade verarbeitet werden kann, eingesammelt. Tm Oktober werden auch die Broml)eerpn meist erst richtig reif Die Schlehe, auch Schwarzdorn qeheißen. nibf uns mancherlei. Sie ist botanisch eine Verwandle des ZwefschkenbcHimes, tränt blane Früchte, die vor allem arzneiliche Verwendung finden, aus denen man aber auch" ein Mus bereiten kann. Das Holz der Schlehe steht beim Schreiner in hohem Ansehen und die Blätter des Strauches liefern einen Tee! Die richtige Anwendung unserer Hell-nnd Gewürzkrüuter kannten unsere Ahnen von altersher. Wir mußten sie wieder erlernen, denn erst, wenn der Mensch ihrer hedarf, lernt er die zahlreichen Gaben schätzen, die die Natur ihm bietet. Mancher Junge wird sich "uf seinen Slreifzüqep im Wald iind Feld nach Kräutern wie „Zwerg Nase" aus dem schönen Märchen von Hauff vorqekommen sein, der das sritene Kräutlein ,,NiRmithist" suchte, das ihm das Leben rettete ... H A Ausstelluntf im Kreise Pettau ,,Das Entscheidungsjahr — Nie wieder 1MI8". Diese lehrreiche Ausstellung wird nun auch im Kreis Pettau, erstmj'lig in Kranichsfeld, gezeigt, wo am 5, Oktober Führungsamtsleiter Scharner in Anwesenheit des Ortsgrupponslabes die Schau mit einer Ansprache eröffnete. Die grauenhaften Erfahrungen verschiedener Nationen in der letzten Zeil zeigen uns deutlich genug, daß der Feind heute er-barmi'nqsloser ist als vor 26 .fahren. Pg. Hüttenrauch führte die Anwesenden durch die .Ausstellung und gab aufschlußreiche Erklärungen zu flen Bildern Am 7. und fl. Oktober wurde die Ausstellung in Monsberg gezeigt, am 10. und 11. kommt sie nach Sterntal, am 19. und 21. n«ich Leonhard i. d. Büheln, am 2.1. nach Thomasberg, im 25. nach Pol-strau, am 28. und 30. nach Friedau. In der Kreisstadt selbst wird die Schau vom M. bis 17. Oktober gezeigt. .Arn 1.3. Oktober ist fürUhr vormittag die Eröffnung dufrh Kreisführer Pg, Fritz Bauer angesetzt. Die Schau bleibt täglich von 9 bis 18 l'hr geöffnet. Laufende Führungen sind vorgesehen. Todesfälle. In Marburg sind gestorben; Die ROjährige Altersrentncrin Kfithürina Stern aus der Kämtncetraße 130; die .5üjähri'ge Hausfrau Ve^ronika Repatzek aus Mahrenberg; der Tljährige Landwirt und Schm.ied Paul Heyer aus der Kärntnerstraße 16.'ij der 70jährige Gemeinderentner Johann Sormann aus Be-rgentab und die .52iährtgp Reich«habnp'#7atf'ii Maria Amon gpb. Potisk au« der Tegett-hoffstraßc 64 in Marburg. ^ Der Wald gehört uns allen. DesKalb schütze ihn vor Feuer! Zentralauskunftsstflle füt RUckgefilhrte. Etne »Zentrdlduskunftsstelle für Rückgeführtex ZAR ist beim Polizeipräs-idium in Berlin eingerichtet worden. Von ihr werden kostenlos Auskünfte über den Aufenthalt von Personen erteilt, die aus den Grenzgebieten rückgeführt worden sind. Anfragen an die ZÄR müssen Vor-und Familiennamen Beruf und bisherigen Wohnort der gesuchten Personen, sowie möglichst auch insbesondere be'i Sammelnamen, den Geburtstag, -monat und da« C^hurtsiahr sowje den Geburtsort enthalten, TAPFERER UNTERSTEIRER Aus der Ortsgruppe Saldenhofen, Krm Marburg-Land, wurde Wehrmannschafts Sturmführer Anton Andritz mit dem Kriegsverdienstkreuz IL Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. , Der Räumungs!«milienttnterhaU Bei Umquartierten wegen Luftgefahi düng oder Fliegerschäden wird Rtiii mungsfaniilienunlerhdit nur gewährt, «o weit die Umqudrtierten infolge der Uni quartierung nicht imslitnde sind, ihret notwendigen Lebensbeddrf aus eigene. Kräften unmittelbar oder dilrch Leistunij von ancierer Seite, msbesondere voi Angehörigen (Unterhaltspflichtigen) zi decken. .Somit ist nach einem Erlaß dr Generalbevollmächtigten für den Arbeit« einsdlz zunächfit zu prüfen, inwtewe' das Nettoeinkommen desjenigen, d« nicht mit serinen Angehörigen umqudi tiert wurde, ausreicht, um diesen Ange hörigen einen angemessenen L€ben^ unterhalt zu sichern. Dei den Unterhaltt Pflichtigen zumutende Unterhaltsbeitra wird auf den sogenannten Räumunri-familienunterhalt angerechnet. Ist df Betrag höher als der Bedarf, so WiH Rdumimgsfamilienunterhalt nicht g<" wdhrt Um eine Bevorzugunij ein/.elner Volk« kreise zu verriieiden. soll weiter daran geachtet werden, ddfl Betrirbsführe ihren Gefolgschaf Lsmitgliodern keinerle derartige Trennungsentschädigungen gt Weihren. Jiowedt solche Leistungen voi den Betrieben gewährt w«rd«n, werdet sie auf den Räumungsfamil'ejiimterhfil voll angerechnet Anders ln»»gen diie Ve hältnififte, wenn das unterhalt«pflichtic|i Gelolgschnftsmitglied aus tWenstlichei oder betrieblichen Gründen außerhal' des Ortes tätig ist, in dem bis zu den Tage der Unuiuartierung die Familien Wohnung war. Wird in einem solcher Falle dem Gefolgschaftsmitglied di<' übliche Trennungsontschadigunti gewährt so geht die FdUÜlien Unferhaltsbehördr davon aus, daß dem Untcrhaltspflichti gpn diese Trennungsleistung nur für den eigenen Lebensunterhalt zur Verfügung steht. Die dienstliche oder hetrieblifho Trennungsleistung werden daher nicht zum Nettoeinkommen gerechnet. /It/.s ^tadi und Land Pettau. Mittwoch, den 11. Oktober, 20 Uhr, wird im Saal der Musikschule dds neue Arheitsjahr der Pettauer Volksbildungsstätte mit dem Lichtbildvortrag I von Univ. Prof. Dr. Balduin Saria »Was 1 Pottaiis alte Häuser erzählen« eröffnet. Der hochgeechätzte Heimatforscher, dem wir so viel neue Erkenntnisse d-ie Geschichte unserer alten Vaterrstadt verdanken, wird diesmal da« Werden und Leben der Dransladt erstehen lasem. Rohitsch-Sauerbrunn. Dem ^epaar I Michael und Maria Stemad au« . Ob«r-bijchheim 43 ist «Is sechstes Kind ein .Sohn Michael geboren. — Gestorben sind: Anna Goritschan aus Kathrein 7 im hohen Alter von 89 Jahren und Alois Blasina aus Zasselsdorf 6, 68 Jahre alt. Radkersburg. Am 1 Oktober feierte der Besitzer Stefan Titan In Altneudörfl seinen 70 Geburtstag. Der Jubilar ist weit und breit sehr geschätzt und ge-arh-tet. — In Graz starb der Oberamtsrai i. R. Franz Wagner, der lange Jahre in Radkersburg al^ Stadtamtsvorstand tätig war und «ich neben «einem Berufe ganz besonder« um die Stadtqeschichte verdient machte. Eine größere Anzahl Rad-kersburger nahm an der Verabschiedung teil, Leibnitz, Di«. NS-Frauenschaft war auch in den letzten 14 Tagen wieder sehr tö-t'ig. Dei Hilfsdienst arbeitete In dsn Näh-Stuben mustergültig. Da« Frauen des Um siedlerlafjers Herherstorf haben dit^ Stopf arbeiten für den Relchsarbeitsdiensi (ibemoinmen und werden jeden Monai .500—600 Paar Socken und noch anrirrr Kleidungs- und WSschestücke auszubes som sein — Tn 1*5 Ortsgruppen ■wurdm Arbeitsbesprechungen wegen Errichtun«-von Nähstuben abgeheilten, in den^r urnguartierte Frauen die Möglichke" haben für Ihre Kinder zu nähen. — Auel die Frauen auf dem Lande wurden vor der Nähberaterin rier Abteilung Volk^ Hauswirtschaft In dei Umarbeitung vo' alten Kleidungsstücken unterrichtet. Verdiinkelunffs/eltcn: vom 9. bis 15. X. von 18.15 bis 5.30 U1 Au Die Mädchen 43 in der ROMAN VON E M M U N G E N A S T Nachdrucksrectii: Wiltielm Heyne Verlag tn Dresden Gegen ein ('hr kam er ms KavalK^ihaus zurück. Polonius wai n'irl^ auf. Em Bli« k in ftf^in bck iirnmei tes Gcsichl qenügle, um 7.U w:fi6Pii. daß niemand nach ihm qc-liagl hiitte. Er qiim in seine Kammer und Ipqte sirh nieder. Gegen tünf Uhr erwachte er Vor dt-n Fenstern scli.ni-merte der Tag Er erhob siih, leqte ab, tidhni Sanilrtlen und Tralnlnqsan/uq zur Hdnd und schritt zum Kocher hindb. Er lerite die Sachen auf eine Rank, glitt über den Steinabhanq ins W.isser und srhwamm lanqer als eine Stunde umher. Daun kehrte er zui {Sank zuiück, zog «ich an, lauschte r|pm vielstimmigen Morgengcsang der Viiqel. «.ih in die Au hinüber, sah auf den schinimernden WaWI und in den immer li( hiei weideuflen Himmel. Dann steckte er die Hände in die Hosentaschen, .schlug eltuui Haken, g nq den Hügel hinauf uiid ließ sich v den Hügel zum Irr-wäldchen hinab um unerwartet zu stockcii. Wie? Rief es nicht hinter ihm herV .Ja. es rief hinter ihm her, Warum laufst du flenn davon?* hallte eine zitternde Stimme. »Ich vertreibe di( h riorh nicht.«« Nun blipb er stellen, wandle »ich aber nic ht um. E- hörte langsam sich nähernde S'hritle Abel diinn wurde es gänzlich still Sollte er weitergehen? Aber ehe er rerhl überlegte, dielite er »ich um. Da stdiid SIC, ein Anblick des Jammers, we-* nK|e Schritte vor ihm im Grase. Sie wankte. Fr stiirzte nHfien sie, um S'ie zu hallen aber sie lehnte dankend ab und lir-ß »ich im Grase nieder »Du bist so si hrecklich blaß , flüsterte er, »ist dir nicht wohi? Soll ich was holen?« »Set/ dtch!« Er £uiiua iiu Platz, Als er se.nen Arm behutsam um ihre Schultern lerien wolle, sagte sie, ohne sich zu rühren, er solle d.es lassen, und grifl, da er es nicht tat, nach seinem Arm und stieifte ihn ab. Und dann begann sie: »Es ist gut, daß wir uns schon heute zufällig wieder treffen. Ich habe mich gestern einfältig benommen,« S e wollte noch etwas sagen, verbarg aber schnell ihr Gesicht in beiden Händen und brach in heftiges W^einen aus. »Was ihr Männer mit eurer albernen Recht-h^iberei und einer nooh alberneren Emp-lindlichkeit zerstört, ist einfach schändlich'*, schluchzte sie voller Scham und Zorn. «Weiß der Himmel, was ihr euch eigentlich dabei denkt! Gewiß gar nichts, ihr Narren!' »Ich denke hoch von den Frauen « Sie luhr auf. »Ich denke bor h vom Manne! Und gerade deswegen war dein Betragen doppelt 8chan