u Nummer 11. P f 11 g. w, den 25. MSr, 1900. XI. Jahrgang. PcttauerZeitiina. Erscheint jeden Konntag. Prei. für Pei.au ml. Zustellung in. H»u^- w^lich «»^,Mg I! L «. halbjährig K 4.80, ganMri. K l-, «i. Postve.sendung im Inlande: Monatlich SS ... vieriellAhrig i! 2 60, h«ilbt»hrig K 6 —, ganz>Ahrig K 9.60. — Einzelne Wummern A> h. 0(HM(tnng und «erlog: W. vl«ke, H,^tpla« Wr. 6. Handschriften «erden nicht zurückgestellt, «»kündigungen billigst berechnet. — Beitrage sind erwünlcht und wollen löngsten« bi« Freitag jeder Woch« eingeiaudt werd«». Viiucrnrenung in Ungarn. In Ungarn wird gegenwärtig ein Plan viel-fach l>esprochen, der die besitzlosen Feldbarbeiter und Kleinbauern mit ein»m Schlage zu gntge-stellte» Farmern machen, dabei aber dem Groß, grundbesitz eine gute Verzinsung sicher» soll. Echo» im uergangencn Sommer verlauUte einige» hierüber, doch die Angelegenheit nimmt erst jetzt greifbare Formen an. Die Sache ist folgende: Mit belgischem Gelde und mit Hilfe »n> ^arischer Großgrundbesitzer wird sich in kurzer Zeit eine Attiengesellschaft „Agraria" bilden, die ans vierzig Jahre ausgedehnte Ländereie» in Ungarn pachtet und diese im Wege de» Farmer. Wem» aus die einträglichste Weise ausbeutet. Sie bezahlt den« Grundeigenthümer 20 bis 24 Kronen Pacht pro Joch (5765 Quadratmeter); das ist weit mehr, als diese bisher erhalten haben und auch einträglicher, als wenn sie die Silier auf eigene Rechnung bewirtschaften lafseu. Der Grund-besitz« erhält also ein höheres Einkommen, ohne der Gefahr schlechter Ernten oder niedriger Ge-treidepreile ausgesetzt iu sein. Nachdem die „A.,raria" aus diese Weise Grund gepachtet hat, theilt sie die gepachteten Länder,,en in sa»fzig Joch groß, Fläche», die sie besitzlosen Feldarbeiten, zur Bearbeitung über» gibt; al» Bedingung wird anßer der Besitzlosig-seit unbescholtenes vorleben und Nüchternheit ge-fordert, mich muß der Bewerber verheiratet sein und die Familie soll vier bis füns Köpfe zählen. Die Familienangehörige» sollen selbstverständlich womöglich arbeitsfähige Personen sein. Die höhere Betriebseinheit ist folgendermaßen gedacht: 22.000 Joch Feld werde» in 400 Farmen zu 50 Joch ausgetheilt, 2000 Joch entfalle« auf Stiaßen, Gräben und elektrische Eisenbahnen. Die ganze Eolonie wird in vier Bezirke mit je Die Nihilistin. i. Auf einer Reise, die der mächtige Fürst Michael R . . . a»S Petersburg kurz nach dcm dentsch-ftanzösischen Kriege nach Frankreich machte, hatte er aus einer Gesellschaft die Prinzessin Lisa, jene entzückende Tochter des Generals v. Eontre-mont kennen gelernt, welche die wie ein Phönix au« ihrer Asche erstehende Pariser Gesellschaft schon damals mit dem Name» „die schöne Madeleine" bezeichnete und die ebenso arm als schön war. Michael wurde trotz seiner vollzähligen 40 Jahre und trotz der bestimmte» Absicht, Hung-geselle zu bleiben, gegen die alle jungen Mädchen und olle Witwen der russischen Aristokratie ange-kämpft hatten, von einer heftige» Leidenschaft er» griffen. .Mutter," sagte eine« Abends Madeleine zu der Witwe des General«, „wärst du zufrieden, wenn ich Fürstin würde?" „Richt ganz, den» Du bist so schön, das« Tu Königin fein könntest. Allerdings sind die Königinnen in unserer Zeit selten." Ich erinnere mich thatsächlich nicht, einem bestimmten TypuS menschlicher Schönheit in so einer Mustersarm eingetheilt, in denen tüchtige Landwirte die Farmer belehren und darüber wachen, dass der Betrieb rationell sei. Im Mittel» Punkt der Eolouie iverden Fabriken znr Aufarbeitung der gewonnene» Prod»cte errichtit (Dampf» mühlen, «piritiisbrennereien, Zuckerfabriken. Molkereien), ferner Lagerhäuser zur Ausnahme der eingeheimste» Bodenprodncle. Diese müssen dahin abgeliefert werden, wo ste den Farmern nach dem jetveiligen CurS der Bndapcstcr Ge-treidebörse gutzuschreiben sind. Mit dem Verkauf ist die Centrale betraut und soll damit unter anderem der Bewnchennig durch die berüchtigten GelreidevorkaufSgeschäste vorgebeugt iverden. Die Zentrale versieht die Farmer mit dem nöthigen Zuschuß au Dünger. Ein Netz elektrischer Bahnen verbindet die Farmen mit der Eentrale. Der al« Farmer aufgenommen Feldarbeiter erhält: 50 Joch Feld, ein Wohnhaus mit drei Wirtschaftsgebäuden, zwei Pferde, zwei Ochsen, drei Kiihe, sechs Schweine. 100 Stück Geflügel. 100 Obstbäme (Setzlinge) und die nöthigen Ackerbaugeräthe; ferner uyült er 400 bis 600 Kronen BetriebScapital. da« in zehn Jahren und Anbausomen im Werte von L40 Krouen, der in drei Jahre» rückzahlbar ist. Dafür hat er acht Jahre la»g jährlich 570 Kronen an die „Agraria" zu entrichten, ebenso die Hälfte der eingeheimste» Bodenproducte. Bon der Ernte, deren Hälfte er also abgeben muss, sind jedoch drei Joch Feld ausgenommen, je ein Joch für da» Gehöft, Futterpflanzen und Gemüsebau. Die Macl)er der „Agraria" haben nun ausgerechnet, das» sich jeder dieser Farmer zweitausend Kronen e,sparen und obendrein nach zehn Jahren der Besitzer eine» hübschen, schuldenfreien Grundstücke« sein könne. Ist dieS möglich? Wir glaube» kaum. Nehmen wir zur Grundlage unserer Berechnung eine schwach- hervorragender Vollendung wieder begegnet zu sein. Ich sehe sie noch, diese» anbetungsvolle Ge-schöpf, eines abends, wenige Wochen »ach ihrer Verheiratung, in der Großen Oper vor mir. Ich wette, eS saßen da im Parqn.t ivenigstenS fünfzig Zuschauer, die mehr oder weniger alle in sie verliebt geivesen waren, oder eS vielleicht »och waren, von der einsachen Zuneigung bis zur wahnsinnigen Leidenschaft. Man kann sich denke», wie aufmerksam diese Leute auf die Musik lauschten. Man hätte ihnen „Mireille" a» Stelle der „Huge-»ote»" vorspielen könne», ohne das« e» einem einzigen von ihnen ringesallen wäre, das auch nur zu bemerken. Da» war und wird wahrscheinlich der denk» würdigste Tag an» MadeleineS Jugend bleiben. Sie fühlte sich gleichsam in de» Auge» eine» Geschlechte» gerächt, da« ihr »ur Groll einflößte; denn unter diese» Männern, die sich damals zu-gründe gerichtet hätten, um auch nur eine Stuude von ihr geliebt zu werden, war auch nicht ein einziger, der sie nicht früher zu arm gefunden hätte, um sie zur Lebensgefährtin zu mache». Allein in der große» Loge mit ihreui Gatten sitzend, stolz, anscheinend kaum lächelnd, doch im Grund« über den Triumph, den sie errang, vom Kopf bi» zu den Füßen bebend, strahlte sie mittel Ernte, da» sind 7 Metercentner Weizen pro Joch, das ergibt von 47 Joch 329 Meter-«ntiier. Rechnen wir zu dem mittleren Weizen» preise von 16 K pro Metercentner, so entspricht die JahreSsechsuiig einem Weite von 5264 K, wovon also dein Farmer 2732 K verbleibt». Um diese» Brutto-Ertrag zu erziele», nicht indes die Arbeit der vier- bi« filnfköpfiien Familie nicht an» nnd zu brit Erntrarbeiten sind mindesten« zwei Taglöhner für je fünfzig Tage zu beschäs-tigen; pro Tag uud Kops 3 K 60 h gerechnet, ergibt sich eine Ausgabe a» Arbeitslöhne» von 360 K. Nun sind von 2632 K in Abzug zu bringe»: Amortisation des Fundus instructus 670 K, de» BetriebScapital» 60 K, Rückerstattung des Anbausamen» in den ersten drei Jahren 80 K, Arbeitslöhne 360 K, Steuer». Feuer-u»d Hagelversicherung sowie Geräthe-Jnstand-Haltung 240 K, zusammen 1310 K. Verbleibt also ein Netto-JahreSarbeitSertrag von 1322 K für eine Familie von fünf Köpfen; davon sind »och zu decken: Rückkauf von Getreide für den eigenen HauSverbranch — jagen wir 15 Meter-centner zu 16 K = 240 K nnd 500 K auf Kleider Mitd sonstige Anschaffungen Dabei ist angenommen, das» Schweine- uud Geflügelzucht und Gemüsebau den größten Theil der Nahrung für die Familie liefern nnd das« die Verwertung von Milchprodukten, Eiern und Geflügel sowie etwa» Bienenzucht ei» bescheidene» Nebcneinkomme» er» möglichen. Wenn also alle« klappt, wenn weder MisSwach« noch Thiersenchen eintreten und auch keine Krankheit in der Familie vorkommt, kann der Farmer ungefähr 600 K jährlich an Ersparnissen zurücklegen. Nun dient aber al« Grund-läge dieser Berechnung der Weizciianba», die rentabelste Körnerfrucht. W» ganz oder theilweise weniger rentabler Körnerbau oder Hackfrüchte angebaut iverden, mus« e« sehr gut gehen, lvenn Schönheit au», wie ihre Diamanten da» Licht ausstrahlten. Sie war ei» lebender Superlativ, denn sie konnte sich sagen: „Ich bemerke hier sünfundzwaiizig Frauen, die schön sind; doch ich bin die schönste." An jenem Abend machte eine Amerikanerin, die mehrfache Millionärin, aber durchaus nicht hübsch war. folgende« Geständnis: „Ich wünsche nicht, der Prinzessin Michael zu gleichen, den» das wäre zu viel verlangt. Doch iveiiii ich nur ihre Zähne haben könnte, so würde ich mit Freude» mein Hotel in den Champ» ElysSeS hingebe!» mit Allem was darin ist, ja, meinen Schmnckkasten noch obendrein. Mit solchen Zähnen braucht man nicht hübsch zu sein. Man lächelt oder gähnt je nach den Umständen und alle Welt ließt uns z» Füßen." ..Ntt», ich fürchte." versetzte ein Diplomat, „die Prinzessin ist mehr dazu bestimmt z» gähnen al» zn lächeln. Ihre Excellenz vo» Mann sieht weder amüsant noch bequem aus. Die schöne Madeleine wird sich mehr als einmal in ihrem Leben nach Paris zurücksehnen." N. Nein, der Fürst war wirklich nicht bequem, selbst nicht zur Zeit seiner Verheiratung. Doch t»er heutigen Nummer unseres Slattes liegt ein Postanweisung» Sianquet bei ?ur Sejtelluug des Abonnements auf den in Wien erscheinenden „Mercur", 38. Zahrganq. der Farmer 200 K ans die hohe Kante legen kann. U-d das dürjte denn auch der Lurchschnitt sei». Bei de.n Uv'sts„oe, d>,ss die Masse der Feldarbeiter nur aus 180 bis 200 Arbeitstage im Jahre rechnen lö»»e, an denen sie mit Aus-»ahme der vierwöcheuttichen Erntezeit wahre Hungerlöhne beziehen, kann die Lage derjenigen, die bei der .Agraria" unterkommen, immerhin eine Erlösung genannt werden. Aber was hätte diese Thatsache mit der Lage der großen Masse der Feldarbeiter zu schaffen? In Ungarn gibt eS 1,440 000 Kleinbauern mit je einem Grund-besitz von unter 5 Joch. 384.846 Häusler und 280.217 Knechte, also 2,355.000 A»Wärter für die „Agraria". Sie will mit 400 Farmen be-ginnen, aber selbst lvenn sie den Umfang ihrer Getriebe vrrhundeitsache» könnte, würden sie nur das», beitragen, de» von ihr nicht auigenommenen Feldarbeitern den Mund wässerig zu machen. Nein, die „Agraria" wird weder die Bauern noch die Feldarbeiter zu retten vermöge». ES ist lächerlich zu glauben, dass die soziale Frage durch eine Actiengejelljchaft gelöst werden könne. »Der Freimüthige." Pettancr WoliMbericht. (Änszeichnnog.) Dem großen Kreise treuer Anhängerschaft, welche» sich Fräulein Helene Br a t a n t t s ch durch ihre Gr'angtkuiist nicht nur in ihrer Heimatstadt Petta». sondern im hohen Maße in Deutschland »nd der Sch.oeiz zu erringe» wußte, wird eS gewiß zur Freude ge-reichen, zu vernehmen, dass dieselbe laut Decret vom 12. März d. I durch Verleihung der goldenen Medaille für Kunst und Wissenschaft durch de» .Herzog von S a ch s e n - M e i n i n g e » aus-gezeichnet wurde. Wir legen dieser Auszeichnung umso mehr Wert bei. als der herzogliche Hos als Pflegestätte wahrer Kunst bekannt ist. Frl. Helene B r a t a n i t I ch. welche zu »vlederholteumalen der Ehre theilhastig wurde, an den herzogliche» Hos berufen zu iverden, hat »unniehr ein ficht-bares Zeichen der Anerkennung ihrer kniistvollen gesanglichen Leistungen empfange». Unserer Landsmännin Glückwunsch und lreudkutschen Heilgiuß au» der Heimat! i^kliwrdrl hiriindovitö f.) A»> Mittwoch wurde mit ihm eine stadtbekannte Persönlichkeit zu Grabe getragen. Den, von der Stadtgemeinde beigestellten Leichenwagen folgten außer den Au-gehörigen die Herren k. ». k. Offiziere mit Herrn k. n. k. Major Ritter von Krantwald an der Spitze. Darnach daS kameradschaftliche Unter-ossizierScorpS und eine zahlreiche Schar Leid-tragend«. Auch eine stattliche Abordnung des Veteranenvereines erwie» dem alte» Soldaten die letzte Ehre. Herr Feldwebel A. Koller hatte sich in kameradschaftlicher Liebenswürdigkeit uiu BeisteUnng eines Hörnerquartette« bemüht. So war daS Leichenlxgängnjs des alten Kämpen trotz der soldatische» Einfachheit mit einem ge-wissen Hauche rührender Herzlichkeit umgeben. Räch der Bestattung dankte Herr Major R. v. Krantwald dem Beteraneavereine für die Ehrung des rasch dahingeschiedenen Soldaten. Herr Feldwebel H i r u n d o v i t S gehörte den, Bataillone seit dem Jahre 1866 an. U. i. p. (Todesfall.) Frieda» hat am Miüwoch eine» seiner besten Bürger durch dessen jäheS Hinscheide» verloren. Herr Joses Evltkvwitsch. Bürgermeisterstellvertreter unb Mühlenbesitzer, befand sich aus einer Reise »ach Graz und wurde durch ein plötzlich austretendeS Unwohlsein ge-zwange», oie Fahrt i» Marburg zu unterbr,chen »nd da« Absteigequartier bei einer befreundeten Familie aufzusuchen, wo er einem Schlazzanfalle erlegen ist. Herr Cvitkowitsch wurde »nS als ein braver GeschästSman» und stramm deutscher Bürger der liebe» deutschen Rachbarstadt Friedau geschildert, der wir hiermit zum Verluste eine« ihrer Besten unser Beileid auSsprechen. {ton einem prllaurr Eldstiick.) Wer ihn so mit de» kurzen, breitspurigen Schritten mit weit vorauegeietztem Stocke die Straße daher-komme» sah. den Man» i» den Stiesel» und mit der Pelzmütze, darunter ei» wei»fröhliches, gutmüthiges, bartloses Gesicht, dem musste die Erscheinung unbedingt auffallen. Dem fragenden Ortsfremden wnrde bedeutet, dass der alte Mann einst bessere Tage gesehen habe »nd ein flotter Fahrer gewesen sei. was ihm statt de» schlicht bürgerliche» RamenS Johann Korper de» schneidigen und geradezu volkSthlimlichen: «Lust-Hansel" eingetragen hat. den er aber selbstver» stündlich nicht gerne hörte. Die Weinkäufer dreier Kronländer, die seit einem halbe» Jahrhundert de» P'ttaner Weinmaikt besuchte», verwendeten de» Mann insgesammt gerne al» bewährte» Weinvorkäufer, al» der er von beide» Seite» ge-sucht wurde. Selbst als ihn ich»» eine Last vo» 78 Jahren drückte, wanderte er, ob schön ob Regen, ium Bahnhöfe hinaus, ankommende» Käiiser» seine Führniig anzubieten. Aber immer trostloser wurde» die Weinbauverhältnisse, immer kleiner daS Häuflein der an,tickenden Käufer. So sah man de« Allen Stirn gedankenvoll vb der Rrblänse u. anderem sich runzeln. AuS persönlicher Erfahrung müsse» wir annehmen, dass er zuletzt neben dem Hanptartikel Wein auch das zweite W a»f Lager führte »nd darin ..mauschetterte". Dem Schreiber dieser Zeilen wollte er nämlich unter Vorwürfe» über desse» Ehelosigkeit unbedingt eine 64-jährige Witwe mit drei Halbe» Apfelmost eil« JahreS-reiite an den Hals hänge». >va» der so ehrend einige Jahre später war er es »och wenj.er: die Fürstin konnte es bezeugen. Er verdankte eS der Koketterie seiner Fra», dass er eisersüchtig wie ein Tiger, nnd der Gunst des E;aren. dass er Polizeiminister geworden war. Man muss gestehe», dass diese beiden Eigen« schasten zusammen nicht geeignet sind, einen Me»-scheu liebenswürdig zn machen. Indefse» halte er Mittel gefunden, feine öffentliche Thätigkeit in, Dienste seiner privaten Eisersucht zu verwerten. Ganz genau wie bei uns die kleinen .Herren an» den Ministerien einen bis au die Zähne bewaffneten Kürassier benützen, wenn sie im Theater oder im CircuS Freibillets habt» wollen. Kürassiere gebrauchte der Fürst Michael »un wohl nicht, obwohl er ganze Schaare» davon zur Versugung hatte. Er lMe es einfacher gesunden, a»S den besten Beamten seines Personales den Kutscher zu wähle«, der seine Fra» fuhr, sowie auch de» Portier, der die Thüre feines HotelS bewachte. Dann hatte er zur Ergänzung auch »och da« „schwarze (Sabines und ich darf wohl voranssetzen. das» ei» Jeder die Bedeutung deS „schwarze» EabinetS" kennt. Zu Anfang hatte der unglückliche Minister zu Dutzend an seine Fran gerichteten LiebeSer. erkläruugen in »lle» möglichen Tvnarteu gelese»; dann war in der Bewegung ein Stillstand eingetreten; nicht dass die Fürst!» weniger ver-führerisch wurde, aber man fleug an. dem Fürsten zu mißtrauen. Die Leute, die ihre Hoffnungen uud Klagen den Posten uud T'legraphen Seiner Majistät auveitrant. hatten fast immer gesehen, wie sich daS Unglück in den unerwartetsten und verschiedensten Forme» an ihre Schritte heftete. Man fragte sich sogar, wie eines der Opser euies TageS sagte, ob die Prinzessin etwa den bösen Blick oder der Fürst zu gute Augen Hütte. Wohlverstanden gienge» die Antworten ebenso durch daS schwarze Eabinet wie die Anfragen nnd Siine Excellenz konnte sich Überzeugen, das« er der Gatte einer koketten Fra», aber auch nichts weiter war. Sich selbst viel um seine Frau zu kümmern, dazu hatte er keine Zeit, denn die Sorge um da» Lebe» des Czare» hielt ihn in beständiger Allsregung. Daher kann man sich die schreckliche Über-raschung denken, al« er eines Tage« folgenden Brief las. dessen Handschrist er nur zu genau kannte, obwohl der Bries nur mit einem Anfangs-buchslaben unterzeichnet war: „Ich glaube, der Kaiser wird früher nach Bedachte mit einige» galanten Bemerkungen als unverdiente Bevorzugung ablehnen musste. Nun ist der alte „Hansel" hi»übergegangen i» das Reich der Schatten, wo e« kein W gibt »nd die Stadt ist um eine orginelle Straßenfigur ärmer geworden. (Unser Schloßderg.) Nach allgemeinem Ber-lauten und nach der Antlvvrt auf eine persö». liehe Anfrage hat die löbliche Doniäneuverwal-tuiig des gräfl. Herberstein'jchei, Schlosses Ober-pettau die feste Absicht, de» Zugang zum Schloß. Hofe mit seiner hübschen Au»sicht den, Publikum zu verjchließen. Wir geben gerne zu, das» es der Schlossverwaltung daran liegt, Unfug de» süßen Pöbels im Interesse der anvertrauten Sache mit allen Mitteln zu vermeiden. Aber es wäre doch für die Stadt an sich wenig rücksichtsvoll, wenn diese Maßregel im Ernste eine völlig auSschlie-ßende wäre. Wir baden Schlösser gesehen, deren Räumlichkeiten und Gortk»onlagen mit Geschmack und kunstsinniger Entfaltung deS Reichthumes ausgestattet sind und die dem Publikum — selbstverständlich uuter Sicherungen — mit aristokra-tischein Entgegenkommen geöffnet lvaren. Warum sollte mau fremden »nd einheimische» Besucher» unseres Schlosses Oberpettau noch das biSchen Aussicht vom Burgfried a»S niisS^önne»? (Die Hauptversammlung irr Lrjirksoe» tretnng) findet am DienStag de» 20. um */,l0Uhr »n Gebäude der Bezirksvert:«»,. ig statt- (Nationale Cl)irhung.) Mir Thränen in den Augen erzählte unö ein junger Mann, das» er durch Verwandtschaftsveihältnifle veranlaßt, im Hause eines leide»schastliche» Sloveuen verkehre» muß, wo ihm ber sieben jährige Sprößling mit de» Worte,»: „Deutscher Hund" seine verwandtschaftliche Zuneigung beweist. Damit aber »och manches andere. (Der allbekannte „Zufall",) dass ländlichen Käufer» ei» bösester .Unbekannter" irgend einen Gegenstand in de» Korb oder in bis Rocktasche schiebt, nm damit einen ganz Unschuldigen in den Verdacht deS DiebsiahleS zn bringen, ist am letzten Wochenmarkte zweien Lauddirnen ans Groß,oritza widerfahren. Voll herzlicher Theil-nähme an solch' ehrverletzenden Zulälligteite» er-suchte ein Wachmann die Damen, im Rathhanse einen Vortrag Über spiritistische Medien anzn-hören. (lit 45. Wanierorrsammlung der östcrr.-ungarischen Sienrn)»chter) fi»det im August in K t a g e » s >l r t statt, wofür von Seite eines Eomitv», da» bewährte Rainen vereinigt, schon jetzt »mfasfendeVlvbereitiingen getroffen werden.Mit der Versammlung, welche au» allen Theilen der Monarchie besucht sei» wird, ist eine Bienenzucht-ausstellung verbunden, woraus wir unsere Bienen-züchler schon jetzt ausmerkiai» machen. Warschau reisen, als man geglaubt. Halten Sie sich also bereit, sich in nächster Zeit aus den Weg zu machen, denn wer weiß, wann wir »ine ähnliche Gelegenheit finde» werden. Ich habe Sie über die Schwierigkeiten deS Unternehmens nicht im Unklare» gelassen; richten Sie sich so ein, dass Sie gleich bei», erste» Mal zum Ziele kommen. Sie werde» als ein Freund meiner Familie, der zu seinem Vergnügen in Rußland reist, zu mir kommen; gehe» Sie noch, bevor Sie abreise», zu meiner Mutter mit heran. Sie wird Ihnen für mich irgend eine Commission geben und dos soll Ihnen im Nothfalle als Ge-leitbrief diene«." Der unglückliche Fürst hatte nicht mehr seinen Verstand, als er diese schreckliche Lectürc beendet. So fand er also diese Verschwörung, die er Tag und Rächt mit Eisen. Gefängnis und Berbannung bekämpfte, diese» grauenhasten, unerbittlichen Kamps einer ganze» Armee von Un-geheueru gegen einen einzige» Mann, a» seinem eigenen Herde wieder. Seine eigene Frau, seine schöne Madeleine sagt« zu dem Mörder: „Die Stunde ist gekommen, seid bereit!" < Schluß!«! st.) <€in Graß ane dem ttbrrlaadt) ist un« mit den .Mittheilung«« bei Rosegger-Gesellschaft" in Mürzznschlag in« Hau« geflattert, de» wir hiemit freundlich mit de» Wünschen für da» An-wachlen dieser strammdeutscheu Runde erwidern. ES wäre eine Anmaßung von uu« und eine Beschämung für jeden dentichr» Steirer. wollten wir crst lauge ausführe», wer und wa« Rosegger für unsere strirische Heimat ist, wa» er gethan, um da« Verstand,>i« der Welt für da« Sinnen und Trachten, für die Freuden »nd Leiden de« deutschen steirischen Naturmenschen zu erschließen und dem Steirer Freunde zu schaffen, soweit die deutsche Zunge klingt n»d deutsche Herzen schlagen. Wo« Kvjchat zum Ruhme Kärnten« durch die Macht de« Liede« erwirkte, hat Rosegger durch den Zauber seiner echtdeutschen Dichtungen er-reicht; die heiße Liebe beider z»r berggekrönten Humat hat Rührung, Theilnahme. Lieb« so un-gezählter Tansender enveckt für eiue» Volk»stamm. dem die opfervvlle Liebe zur rauhe» Scholle, die Ehrfurcht vor de», Erbe mariiger Väter tief im echtdeittschen Herzen wohnt, da« trotz Roth und Mühe sich de« innigen Liede«, der unendlich reichen deutschen Spracht freut. Wie tief und reich da« deutsche Volt«g,müth, wie gedankentief und blumig die deutsche Sprache selbst beim Ge-birgler in weltvergessener Einbde ist, wie tief die Liebe zum Baterlande dem Älpler im Herzen sivt, davon hat Rosegger die gauze r/biloel« Welt überzeugt. Mit welch' deutschein ManneS-muth er e« aussprach, wa« zur Gesundung de« deutschen Balte« nöthig ist. wie nöthig e» dem über-sättigten Eultunnenschen ist. au« dem kleinen Ge-triebe herauszutreten. und im Axblicke der schlichten Menschlichkeit der Älpler, im Anblicke der erhabenen Natur seiner GebirgSheimat ein-fach menschlich, wahr und groß denken und fühlen zu lernen, da« hat er mit herzenSwarmcm Htinüthe dem kalten, rechnenden Geschlechte unserer Tage humorvoll deutlich gemacht; er ist der mahnende, naturfrische Pro-phet in der Wüste der heutige» geistigen Abge-spanntheit uud Unnatur. — Am 22. v. M. hat nun in Mürzznschlag die Gründung einer Gesell-schaft statt'.,efuuden, ivelche es sich zur Aufgabe setzt, einerseits Rosegger« LieblingSstätten im steirischen Hochgebirge — so sein GebiirtShau« und da« Hau«, wo seine Schrift .Waldheimat' entstand — in treue Wartung und Ausgestaltung zu übernehmen, andererseits die Herzenswünsche nnd Ziele Rosegger« mit vereiuten Kräften zur Verwirklichung zu bringen. Wen, die Schriften Rosegger« al« eine traute, herzerwärmende Er-innerung der Jugendzeit Gefühle de« Danke« gegen ihre» Schöpfer übrig ließe», der muß es darum mit Freude» begrüße», das« sich die Rosegger-geselljchaft auch die edle Aufgabe gestellt hat. de« Dichter« Schriften all' den Kranken und Trost-bedürftigen kostenlos zukomme» zu lassen, Sie sind geeignet, zerrissene Herzen mit der Welt zn versöhnen, gedrückte Naturen zu trösten, Bel.idene anfznrichten Nach langem Zurede« »nd ob der Versicherung der Gesellschaft, sie werde die zarten Bedenken der »ach innen gerichteten Ratnr de« feinfühligen bescheidene» Dichter« wahre», — dem die rauhe Welt undankbar so manche Wunde geschlagen. — willigte .unser' Rosegger ein. das« sich die Gesellschaft mit seinem Namen schmücke. Wir hinterlegten die „Mittheilung«!! der Rosegger-Geselljchaft" in unserem „Deutschen VereinShause" und sind überzeugt, das« die Herzlichkeit, die sich in dem Berichte über die stattgefundene Grün-dungSfeier »„«spricht, manche« Auge warm machen und manche» bewegen wird, sich der liebenswürdigen Roseggergerneinde in Mürzznschlag werkthätig zuzugesellen. Heil Rosegger! W. F. (Ullfutfrnachricht.) DienStag de» 20. März geht an unserer Bühne als vorletzte Vorstellung in dieser Saison die sensationellste Novität der Gegenwart „Der Burenkrieg oder TrauSvaal« Kampf für Recht nnd Freiheit" zum erstenmal in Seene. Wa« da« Herz jedes Deutschen seit Monaten bi« auf da« Tiefste erregt, ist hier mit dichterischem Schwünge für die Bühne be- — 3 arbeitet worden. Da« aktuelle, packende Schau-spiel ist an allen Bühnen Deutschland« mit de-monstrativen Beifall aufgenommen worden und so ist bei dem warme» Interesse, da« auch hier unseren kämpsenden Brüdern im fernen Afrika entgegengebracht wird, dasselbe zu erwarten. — Da der Theaterbesuch in letzter Zeit sehr viel zu wünsche» übrig ließ uid die Regiekosten sehr groß sind, wird da« Publikum im eigenen In-tereffe ersucht, sich rechtzeitig die Plätze vor-merke» zu lassen, da die Direktion nur bei ge-nügendem Vorverkauf in der Lage ist, den „Buren-krieg" hier anszusiihrtn, (Unserem Statte) ist die unschätzbare Ehre zu-theil geworden, das« daran« der vorletzte Gemeinde-rathSbericht ii'S Slowenische übersetzt worden ist. Im „Llovenski gernpodar" »och dazu. Der Schreiber beklagt sich mit seinen Bemerkungen darüber, das« man im Grmeinderathe der Landbevölkerung da« be-kannte unschuldige ivergnüge» nicht gönnen will. Versager de« Artikel« hält für nothwendig, dos« für seine StammeSg.nossen ein, slovenische Alls-schrist „tukaj" und eine GebrauchSamveisung der internationalen Einrichtungen an der Nordfront de« Thealergebände« aufgelegt werde. Ein solide« spanisches Rohr, womöglich rechtteitig auf-gelegt, wäre die beste Gebrauchsanweisung und leicht verständlich für die mit den Sitten der Civilisation am Kriegsfuß stehenden Slainme»-genossen des „gebildeten" .Herrn an» der Um-gebung Pettau, wie für de» Schreiber selber. Eine schöne Seele) schreibt im „Slovenski gospodar": „In Untersteiermark ist eine Bewegung wahrnehmbar, die über Gründung eine« slovenische» Gymnasium« in Pettau erörtert. Die Einrichtung de« dermal'geu deutsche» Gymnasium« ist für un« Slovenen unerträglich" — Nachdem zur Erlernung und Ausbildung in der slovenische» Sprache an unserem Gymuasiui» weitgehend« Gelegenheit geböte» ist. und die alte dent'che Cnltnrwacht Pettau schwere Opfer für ihr deutsche« Gymnasium bringt, nimmt e« sich höchst sonderbar au«, wen» die slovenische» Jünglinge de» Aufenthalt an einem deutschen Gymnasium unerträglich finden. Sind auch die U n t e r st » tz n n g e n, welche die gutmüthige deutsche Bürger-schaft den jungen Leuten bietet, unerträglich?? Oder ist e« die vornehme Art und Schonung, welche der Lehrkörper den slovenische» Studierenden entgegenbringt? Wir glauben nicht daran, das« sich im umgekehrte» Falle, al« sich eine deutsche Minderheit an einer slavischen Schule besände, denselben so rücksichtsvoll entgegengekommn! würd«. Und trotzdem findet man «in solche» Verhältnis unerträglich Quousque tandern! (Der Ekwerdroerein) hätt heute un, 4 Uhr im Saale de« „Deutsche» Heim" eine öffentliche Versammlung ab. bei der auch die .Herren E i n-s p i n n er. G o l d s ch m i d t. P r i n z. St reiß-ler, Fell und Url au« Graz erscheinen und zu folgender Tagesordnung sprechen werden: 1. Vortrag über Zweck und Nutze» der Alter«-versorgungScassa de« Handiverkervercines der deutschen Volksparlei in Graz 2. Zw ck nnd Ziel de« Ha»dwerkervereine«. 3. Besprechung über die Gründung einer Meisierkrankeucasse in Pettau. 4. All fällige«. Bei der stet« sehr leb-hasten Betheiligung aller bürgerlichen Kreise an den Veranstaltungen de« rührigen Geiwrbevereine« ist auch diesmal eine „Vollversammlung" zu er-warten. Gäste sind willkommen. (Inder städtischen Holigewerkschast) schnurrt eS ununterbrochen, da auf allen Seiten für die beginnende Bauzeit gerüstet wird. Herr Jakob M a tz u n läßt Trockrnrahme» für seine wesentlich erweiterte Dampfiiegelei herstellen. Herr Eonrad F ü r st hat etliche tausend Eichenholz-Würfel aufgestapelt, welche zur Pflasterung der Einfahrt seine« Hauses verwendet werde» und dir mittelst Bandjäge in geradezu appetitlicher Genauigkeit und Gleichheit hergestellt wurden, wie es mit Handarbeit wohl kaum so wohlfeil und gut möglich wäre. So erweise» sich die städtischen Holzbearbeitungsmaschinen immer mehr al« ein Bedürfnis, dessen Befriedigung ma» sich in allen einsichtigen Kreisen freut. (viebstahl.) Am Mittwoch wurden dem Bauer Franz Ehrlich von seinem Wagen, den er zroildjc» de» Häuser« Wratsch?» u»d Hutter hatte stehe» gelafs.'ii. zwei Schwein«, häute gestohlen. Al« Dieb wurde von der Sicher-heitSwache ei» gewisser Herr Franz « chmiaotz an« Knkowa, der außerdem meisterhaft versieht, durch Betteln sich einen bequemen Leben«u»ter-halt z» verschaffe», ermittelt. So gelang e« ihm kürzlich, einer bekannt wohlthätigen Dame sein Kind auf den Hal« zu hänge», um in feinen .Unternehmungen' beweglicher sein zu könne». (Äns dem amtlichen Leuchte des ftttlische» lhikrar)te») entnehme» wir nachstehende Angaben, um die wir u»s gekümmert habe», weil die Überwachung de« Gesundheitszustände« der eingeführten nnd geschlachteten Thiere eine hoch-wichtige öffentliche Angelegenheit und ein ein-schneidender Gegenstand der Fürsorge für da« gesundheitliche Gedeihen der Allgemeinheit ist. Im Stadtgebiete musste im Berichtsjahre in einem einzigen Falle der Schweinebestand ein,« Gehöfte« der gesetzlichen Schlachtung unterzogen werden. In den betreffenden Hof waren zivei Schweine a»S Frieda», jedenfall« kroatischer oder ungarischer Einsuhr, eingestellt worden und c« war damit eine Seuchengefahr, hochbedenklich für unsere wirtschaftlichen Verhältnisse, geschaffen. Die an-gnvendete Gewaltmaßregel erwies sich für die Gesammtheit al« wohlthätig, denn der ausge-trete»? Seuchenfall blieb so vereinzelt. Jubezng auf ansteckende Thierkrankheiten ohne Anzeigepflicht wurden außer Fällen von Druse bei Pferden nnd einer gutmüthigen Kälberruhr ein epizootische« Auftreten von Huiidestaupe bemerkt, letztere mit einzelnen tödtlichen Ausgäugen. Ausfallend erscheint aber da« häufige Auftreten de« für den Menschen so gefährlichen Leberegel« bei den geschlachtete» Rindern die jedenfalls infolge der sumpfigen Weide» zur Hälfte v^n diesen gefährlichen Eingeweideschmarotzcrn befallen sind. Jeder Kundige wird eS daher mit hohem Danke anerkennen, das« dieBiehschlachtung der behördlichen Aufsicht uttterftcllt ist. Die betreffenden Herren Geschäftsleute betrachten diese Aufsicht als übcrau» lästige Bevormundung »nd Belästigung, als eine» Eingriff in daS Eigenthnmsrecht an den tranken uud beschlagnahmte» Theilen. Solange aber da« Interesse der Gesammtheit höher steht als da« Behage» uud die Bequemlichkeit weniger einzelner, übt die Behörde diese Aussichtspflicht im Namen und im Dienste der bedrohten Gesammtheit aus. Wir wolle» nicht Anhänger für die Begetarianer werbe» und nicht überängstliche Baecillenriecher lein, aber da« eine steht fest: Da« Vieh ist viel-fach infolge der »»naturgemäße» Haltuug und infolge der mangelnden Bewegung, der schlechten Stall-Haltung, der mangelhaften Weide krank, der Genus« de« halbgckvchtm Fleische«, der rohen Mild) solch kranker Thiere eine hervorragende Gefahr für die Gesundheit des Menschen. E« wäre die Abschweifung verlockend, nachzuweisen, wie in unserer Gegend eine Wicsenverbesscrung und eine allgemeine Hebung de« Viehmateriale« nöthig wäre. Davon ein andermal. Wir folgen dem Berichte weiter. Während Perlfncht (Tuberkulose) der Rinder zwar nicht beobachtet wurde, kamen bei der Hällte der Rinder Leberentartnugen infolge von Leberegel», Leberabzeffe bei drei. Lungen-abzeffe bei fünfRindern vor.Blutharuen infolge chro» nifchen Katharrs der Harnwege in drei, da« Vorkom» inen von Fremdkörpern im Haubeiimeigen in vier Fällen. Die veterinärpolizeilichen Maßnahmen be« sorgt die Waienmeisterei in Bndina über Anordnung der beiden Thierärzte, wovon der eine al« Bezirk«-thierarzt staatlich, der andere im Dienste der Stadt-gemeinde vom Lande bestellt ist. Der Auswei« der vorgenommenen Schlachtung;» im abgeschlossenen Jahre ergibt (die Ziffer« d. I. 1898 werde» i» der Klammer angegeben) folgende Zahlen: Ochsen 60t (613), Stiere »7 (66). Kühe nnd Kalbinnc» 675 (559), Kälber 1985 (1911), Schafe nnd Ziegen 47 (38), Schweine 1302 (1570), Nothschlachtuugen 8 (13). Insgesammt 4787 Stücke gegen 4757 im Vorjahre. Wir sehen also, das» die Einführung de» Schlacht» hanSzwange» keinerlei Einschränkung de» bisherige» GeichäkSbetuebeS der Fleischer bewirkte, wohl aber, wie mit der wesentlich erleichterten Übersicht und einheitlichen Beaufsichtigung der Schlachtungen zum Wohle de» Ganzen, nämlich de» kaufenden Publikum», wie zur Festigung de» Vertrauen» auf die VeiläsSlichkeit der Fleisch-waren, also im Interesse der anfänglich etwa» schwierigen Fleischer, ein dankenswerte» Capitel für die öffentliche Wohlfahrt erledigt wurde. Hoffentlich steigert sich die Zahl der geschlachteten Ochsen im lausende» Jahre gegen daS Borjahr um ei» Merkliche» An den 66 Ma.kttagen (3 Jahre«-. 11 Monat»« 52 Wochenmärkte) wurden aufgegeben : Pferde 1394 (1076). Rinder 10.816 (10.595), Schafe und Ziegen 41 (33). Kleinvieh 18 (0), Schweine trotzder Sperre 12.160(12.286). Zusammei! 25.429 gegen 23 990 im Jahre 1898, hieunt trotz der Marktsperre die bedeutende Zu-nähme um 1439 Stücke, wa» filr da» stetige und erfreuliche Gedeihen unserer Märkte spricht. Inzwischen haben wir noch 12 Viehmärkte dazu bekommen, so das» wir heute schon thajächlich den lebhafteste» B'ehinarkt der Untersteiermark besitzen, der von Käufer» »nd Verkäufern au» weitem Gebiete besucht wird. Rinder kroatischer Heikunft waren darunter 1409 (1054), was lebhaft das Bedürfnis der jenseitige» ReichShälfte ausdrückt, unsere Markte zu beziehen. Je lebhafter diese» wirtschaftliche Bedürfnis, desto mehr sollte ge-rechter Weise unsere» so klugen und eigennützigen ReichSnachbare» daran gelegen fei», durch ge» wifsenhaste Vorkehrungen gegen Viehseuche» ihr wohlverstandenes eigenes nnd allenfalls schließlich unsere Interessen zu schützen. Vermischte Nachrichten. (Der Lauer und die Sronruuiähruug.) Kam da ein Bäuerlein aus der Umgegend nach der Hauptstadt, um aus dem großen Schweinemarkte eine Sau zu kaufen. Er suchte lange, bis er zu einem Stück Borstenvieh kam, welches seinen Anforderungen nach jeder Beziehung zu entsprechen schien. „Was kostet da» Schweindl?" fragte er den Verkäufer. .Achtundachtzig Kionen!" ent» gegnete dieser. .Achtundachtzig! Man», seid Ihr gescheit!" rief der Bauer entsetzt. .Achtundachtzig Krone» für so ein Biecherl, da» ist viel zu theuer." .Na. iva» wollt Ihr denn geben für die Sau. Better?" fragte der Verkäufer. Der Bauer kratzte sich verlege» de» Kopf, besichtigte noch einmal genau da» Thier und sprach: .55 fl. fl'be ich und keine» Kreuzer mehr!" .Geschloffen j" rief der Händler und hielt zum Handschlag«: die Rechte hi». in »xlchc der Bauer vergnügt ein-schlug. Der Kauf war abgeschlossen. Der Bauer zahlte die 55 fl und trieb feine Sau vergnügt heim. O. diese Kronenvährung? (Drillscher Schulucreiu.) In d.r Sitzung des engeren Ausschusses vom 6. März 1900 wurde der Bezirkivertretung in Saaz. der städt. Sparkasse, dem Spar» und Vorschnßvereine. dem Turnvereine, dem deutschen Leseverem in Mähr.» Schönberg und dem Antigratulanienverein in Brüx für Spenden, ferner der Frauenortsgruppe Salzburg für da» Erträgnis des AusesteS vom 29. Juni 1899. den beiden Ortsgruppe» in Brüx für den Ertrag der Adendunterhaltung vom 22. Februar 1900, den beiden Ortsgruppen in Gablonz für die erfolgreiche Veranstaltung eine» SchiilvereinSlränzchcnS, der Ortsgruppe Grottau für den reiche» Ertrag de» «ostümkränzchen« „Ein Abend in Kiautfchou" und der Ortsgruppe Jferthal für eine veranstaltete ertragreiche Ber-losung der geziemende Dank abgestattet. Die AuS» Zahlung de« Legate« »ach Frau Ulrike von Lewetzow wurde zur Kenntni« genommen. Dem bisherigen Obmanne der Ortsgruppe Karlsbad Herrn Dr. Franz Kugler wurde für feine lang» jährige verdienstvolle Thätigkeit der Dank deS Vereines ausgesprochen. Für Lerumitlel an arme — 4 — Kinder in der Volksschule in Pribram wurde ei» entsprechender Betrag bewilligt. Einige Ange» legenheiteu der BereinSanstalten in Königsberg und Lipnik wurden in Berathung gezogen und der Erledigung zugeführt. Schließlich wurde in Erinnerung gebracht, dass vom 1. April 1900 ab die Verein«zünder einzig und allein von der Firma Fl. Pojatzy & Eo. in Deutfch-LandSberg i» Steiermark in deren Zündivareufabrik angefertigt und zum Bertrieb gebracht werden. An Spenden giengen weiter» eiu: Ortsgruppe Littau li 4 67, Ortsgruppe Mistet K 26 —, Ortsgruppe Rikolsburg K 188—, Ortsgruppe Lichieuwald K 10.—, Ortsgruppe Rohle K 20-—, St. A»ua bei Fraueuthal, Spii-lgesellschaft K 1 55. Ort«' gruppe RückerSdorf li 8 5,4. Aus Sainuielschützen giengen ein: Lichtenwald ti 24 20, Schwadorf K 11 34. fLerichl des Ehierskucheuausschosseaj über den Antrag des Abgeordnete» Freiherui von S k r b e » S k y uud Genossen, betreffend Aban-dernug der BiehverkehrSvorschristen mit Ungarn. Dieser in der erste» Sitzung der XVI. Session eingebrachte Antrag wurde sogleich dem Ausschüsse zugewiesen und von demselben in seiner Sitzung vom 1. März verhandelt und erledigt. Der ge-sammte AuSichusS sprach sich einstimmig für die hohe Wichtigkeit der inteiidirte» Abänderung der gegenwärtigen, seit 22. September 1899 durch die kaiserliche Verordnung 6c!o.2l. September 1899 i» Kraft getretenen Vorschriften für den Vieh-verkehr mit Ungar» ans. Der gegemvärtige Zu-stand mit seine» wiederholten Seucheueinschlep-pungeu, der hieraus entstandene große materielle Schaden für die diesseitige Viehzucht, die Mög-lichkeit weiterer Verseuchung in den Riuderbe-stände» wurde übereinstimmend als ein unhaltbarer, die größte» Gefahre» für die gesammte Viehzucht des Reiches in sich tragender Zustand bezeichnet, welchem abzuhelfen Pflicht der hohe» Regierung sei. Der AuSschus« erklärt, das« der Artikel VII deS ersten Theiles des Zoll- und HandelsbündniffeS i» seinen Grundlage» verfehlt sei, dass ober auch biSnun die gegen iveitere Seucheneinschleppnng von Seite der Regierung getroffene» Maßregeln vollständig ungenügende seien und sich nicht jener in der ViehverkehrSab-machnug gebotenen Mittel bedient wurde, ivelche den letzten wiederholten Sucheinschleppunge» au» Ungarn Grenze» setze» könnte». Als verfehlt in de» betreffende» ViehverkehrSabmachungeu sind anzuführen: a) Die gleichmäßige Behandlung der beiderseitige» Transporte, da 1. überhaupt die Richtung derselbe» nur eine einseitige, vo» Ungarn nach Oesterreich gerichtete ist; 2. die Be-teriuärverhältnisse der beide« Staatengebiete keine«, weg« gleichwertige und daher auch die Gefähr-lichkeit der beiderseitigen Provenienzen eine sehr ungleiche ist; 3. die Durchführung der betreffen» den Beterinärvoeschriften keineswegs beiderseitig eine gleich gewissenhaste »nd stienge ist. d) DaS uncontrolirte Eintrete» der ViehlranSporte bis in den Bestimmungsort in offenen, ein Zu- oder Umladen nicht verhindernden WaggouS. wodurch trotz eve»t»eller Rücksendung eines verseuchten Transporte« sich die Gefahr mit dem Maße der in unserem Gebiete doppelt zurückzulegenden Transportwege stetig vermehrt, ja durch die schon au« Meuschlichkeitsnicksichten gebotene Fütterung und Tränkung der kranken Thiere eine Verbreitung der Ansteckung läng« deS Transportweges unvermeidlich erscheint, c) Da« Aufheben de« bisherige» Verbotes der Einfuhr von Futter-schweine« anS Ungarn, ivelcheS den hiesige» Be» dürsniffe» nicht entsprach und in der kurze» Zeit seiner neuerlichen Übung bereits iu den meisten Kronländern zu intensive'. Verseuchung geführt hat. daher nur eine zum Schade» für die hiesige Schweinezucht der jenseitige» Reichehälfte zuge-slaudeue Concession darstellt. d) Da» vollständige Mangeln irgend welcher, eine endliche Entwicklung. respective Besserung der ungarischen Be-teriuärverhältuiffe verbürgeuden Forderungen. Außer der Lugenseuche sind keine anderen Seuchen in dem Abkommen erwähnt und selbst die Schweinepesttilgung wurde von dem jenseitigen Eoir.pacisreuteu nicht verlangt, trotzdem gerade in der diesseitigen ReichShälfte ein diesbezügliches Tilgung«,efetz erlaffen wurde, e) Das g^hl«,, der nöthigen Präventivmaßregeln als Grundlage jeder richtigen BcterinSrverwaltuny »nd die voll, ständige Abschwächung deS ohnehin vie» z,i cm-qegenkvuimenden Abkommen« dnrch die gleichzeitig erlassenen Durchführungsverordnungen, f) Die Centralisation aller Verfügung,« bei Entziehung des im H 3 des Thiersenchengesetze« entsprechenden JnterventionsrechteS der Landesbehörden in deren Landesbereich-. Wen» der AuSichus» sich darauf beruft, das» wenige Monate genügt habe», um beiiiolK unausgesetzt von Anfang Oktober vorigen Jahre», al» die ersten Transporte auf Grund der neuen Verordnung -einträfe«, bis iu die letzten Tage fortwährend Seuchen einzuschleppen, das« die hieraus erwachsenen Schaden trotz der theilweisen Übernahme de«selben durch das Schweinepesttilg»ng«-Gesetz vo» Seite de« Staates bereit» sehr beträchtlich« sind und für die Zukunft unberechenbar wären, so muß er sich aber auch entschieden ivenden gegen die Art. wie die höh: Regierung bi»nu» der fortgesetzte» Senchenei». schleppung entgegen antreten verfäiimt hat. Die meiste» bisherige» Verfügungen der hohen Re-gierung richteten sich hauptsächlich aus interne Beschränkungen, ivelche jedoch bei der langen J»kubation«zei: mancher Thierkraiikheiteu wenig Wirksamkeit habe» werden, für den hiesigen Vieh-verkehr zahlreiche Erschwerungen bedeute», ohne dem Übel selbst, der fortgesetzte» Einschleppn«^ vo» Seuchen an« Ungarn, entgegenzutreten. Einfuhrverbote für einzelne Stuhlb^irfe Ungarns werden erst nach erfolgter Einschleppung von dort erlassen, sonst nur Ortsgruppe» rontumazilt. be» kaniit gefährliche Ursprung«ortk. wie Steinbruch, wurden erst nach Einschleppung der Seuche gesperrt, trotzdem aber mittels Specialbewilligungen dortige Transporte herübergelassen. Bon dem Rechte, welche» im Artikel XXI der Zoll- und Handelsbündnisvorlagen ausgesprochen war: .das» beide» Theile» bei Einschleppung oder Bestand von Seuchen ein, Beschränkung oder ein Verbot der Einfuhr für gewisse Thiergattiingen freistehe", !|at die hohe Regierung trotz zahlreicher Eiu-chleppungen und Bestand der Schweinepest in über tausend Ortschaften Ungarn« keinen Gebrauch gemacht, hat die bisherige» traurige» Erfahrungen für die die«feitige ReichShälfte auch nicht zum Anlasse genommen, entsprechend wirksame Vor-kehrungen zu treffen. Der «»SschusS erklärt sich daher einstimmig für den i« Verhandlung stehenden Antrag und stellt an die hohe Regierung die dringende Bitte, demselben baldigst gerecht zu werden. Die heute nach so kurzer Zeit schon jo bedeutende», dem Viehverkehre mit Ungar» ent-springende» Schaden für die hiesige Landwirt-schaft können bei Andauern de« jetzigen Zustandes der gesammten, so wertvollen Viehzucht be« Reiche« die größten Gesahren bringe», machen alle bisherigen, mit großen Opfern erkauften Be-mühuuge«, unser Staatsgebiet seucheufm zu erlwlten, zunichte, drohen aber auch unsere Es-portfähigkeit in Vieh zu vkrnichten »nd u»S für den Abschluss der künftigen Handeltverträge in die allerschlechteste Position zu versetzen. Der AuSschiis« stellt somit einstimmig den Antrag: DaS hohe Hau« wolle beschließen: „Die hohe Regierung wird aufgefordert, gestützt aus die Er-fahrungen seit Bestehen der kaiserlichen Berord-nung vom 21. September 1899, sesort mit der ungarischen Regierung in Verhandlung zu trete», um bezügiich der ViehveikehrSvorschriNeu ein neue«, den vitalste» Interessen der beseitigen Landwirtschaft entsprechend Rechnung tragende» Abkommen zu treffen." Eingeseudet. Der hiesige Zweigverein de« Verbände« .alpenlSndischer Handelsangestellter" erfreut sich seit seinem kurzen Bestände einer aus kaufmännischen und wiffenschaflichen Büchern bestehen dk» Biblioihck. ivrftfjr von Gönnern und Mit-gliedern des Vereines gegründet wurde. E« sei daher allen hochverehrten Spender» an dieser Stelle der beste Tank ausgesprochen. mit der Bitte, dem Vereine auch ferner daS Wohlwollen nicht zu entziehen. Allfällige Biich<»spenden, welche veröffenilicht werden, sind willkommen und werden dankbarst entgegengenommen vo» Jnt) JHakefdj, /ran; Jasdjing, Bibliothekar Cbmann. Da» Ketchwefeln der «eingärten Da wir Weittqartenbesiher mit dem Oidinm Tucceri ganz ernstlich zu rechne» habe» und bo-her eine intensive Bekämpfung von jedem ein. zelnen Wci»>>a>>enl>»sitzcr vorgenonimen werden muß. habe ich, veranlaßt durch viele Klage» und durch die eigene Erfahrung, mich bemüht, eine Sorte Schwefel j» erhalten, weiche, obwohl theuerer al« die iiewvhnlich angebotenen Schwefel-forteii, für den Besitzer eines Weingarten« bei der Anwendung deunoch billiger kommt E« ist die von mir empfohlene Schwestljorle an« echt rö-mischen« Schwefel erzeugt nnd infolge der einzig dastehenden maschineUe» Einrichtung der Fabrik da« beste Product. welche» überhaupt zu erhalten ist. Mir wurde dir Bezugsquelle vo» einem Weingartenksitzcr — Herrn I. S ch l n m b e r ger in Böslau-Wie» — empfohlen; derselbe hat auch selbst in seinen «»«gedehnten Weinrieden seit Jahren diese gleicht' Sorte Schwefel in Verwendung und kann sich über die hervorragt »den Eigen« schalten desselben nicht lobend genug auSsprechen Sein mir eingesandtes Schreiben steht zur Ein-sichtnahme jedem Interessent,» zur Verfügung. Wa« da« Schwef.l» selbst anbelangt, ist es zu empfehle», da« eist.mal bei einer Trieblänge von 12—15 Cent, zu schweiel», da« znxitenial un-mittelbar vor der Blüte, da» drittemal sofort nach der Blüte; ob e« nöthig ist. ein vieite»mal zu schweseln, hängt von den Witteru»g»v,rhä.t> »isfen ab; je mehr Regen, desto mehr Pilz,. Knne«soll< aber soll nach dem 15. Juli mehr geschwefelt werden. Ferner» muß die Arbeit dann vorgenommen werde», wen» die Rebe trocken ist, nicht aber i» der Thausenchte, wie e« so n>anche Winzer für besser halten. Ich keiuie selbst Weingartens sitzer. welche im Jahre 1899 siebenmal bi« zum 15. Juli geschwefelt hoben, wa« dadurch erklär-lich ist, dos» eben der znr Verwendung gebrachte Schwefel in feiner Güte viel zu wünschen übrig ließ. Ich lade die geehrten Weiiigartenbrsitzer zu», Bezüge de« vo» mir empfohlenen Schwes-l« ein. Achtungsvoll ?. Schulfink, pttlao. Theater. Mau wird nicht fehlgehe». wen» man behauptet, das» die Vorstellung am 16. d, M. eine der allerbesten dieser Spielzeit war. Genf's ganz reizende komische Oper .Ranon" wurde in tadel-loser Weise — vorzüglich einstudiert und ver-fchwenderisch ausgestattet — zu Gehör gebracht. An Stelle der erkrankten Sängerin Fräulein Mahner löste Fräulein I a s s y vom Grazer Stadtthealer die ihr zugewiesene Ausgabe, die Rolle der berühmte» Rinon de l'Aaclo« zu spielen, mit gutem Geschick. — Wirtlich außerordentlich brav war Frl. R e v a l als Wiriin vom .goldenen Lamm". Ihr Duett mit H. W a » g im ersten Aufzuge und beionders da» Lied im dritten Äuf-zuge .Wozu? M»j» denn da« fein?', sowie ihre Scene mit dem von Herrn Änder recht gut bärge-stellte» König zählen zu ihren allrrb-sten Leiiiuu» gen. Herr R a st o r mit Herrn P i st o l al« Oheim nnd R'fse Marsillac wirkten durch ihren unverwüstlichen Humor wie immer. Schließlich können wir noch hinzufügen, das» alle übrige» Rolle» jehr gut besetzt waren, dai« ausnehmend flott gespielt und gut gesungen uud insbesondere die Chöre tadellos gebracht wurden. Noch „schlnßlicher" müsse» wir ober unserem bedauernden Bessernden Ausdruck verleihen, das« der Ehrenabend de« tüchtigen Dirigenten Stahl so — schwach besucht war. Roch viel bessere Vor-stellunge» als die letzt, könne» von dem blastrtesten Pnblicum im Rahm,» unserer Bühne nicht verlangt werden! .Vitxnx" Da« durch sein, »enauigkeii, Reichhaltigkeit und sorgsälige Redaction weltbekannt« Ainanz- uud B., Wollzeile 10, eröffnet mit 1 April b. 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Für die Theilnahme an unserem Trauersalle anlitss-lich de« Hinscheiden« unseres unvergesslichen Galten und Vaters, des Herrn Andreas Hirundovits, sowie für die zahlreiche ehrende Hegleitung zur letzten Ruhestätte, danken wir hiermit auf das herzlichste. Insbesondere sprechen wir unseren innigsten Dank aus dem hochlöbl. k. u. k. Oflicierscorps mit Herrn k. u. k. Mtyor Jos. Ritter Krautwald von Annau an der Spitze, dem Herrn Bürgermeister Jos. 0 r n i g, welcher in munißzenter Weise den slildtischeu Leichenwagen Überliess und der verehrten Kameradschaft des Verblichenen, sowie der Abordnung des Militftr-Veteranen-VereineB. Dank allen nochmals, die uns in Wort und That, mit Kranzspenden und Beileidskundgebungen ihre Theilnahme bewiesen. Die trauernd Hinterbliebenen. Annoncen für alle in- nnd ausländischen Journale, Faohseitschriften, Kalender etc. besorgt am besten nnd billigsten da« im baten Rufe eett 36 Jahren bestehende erste österr. Annonoen-Borsan von A. Oppelik'8 Nachfolger Anton Oppelik, WIEN, L, Ortlnangergssse 12. i»»,«>.»»«,, fma ~JJJ7rcantil - (gouoerts mit Firmadruck von sl. 2.— per millt; an. liefert die Siichdriickkrti W. ßluukr, pttta». PETTAU, Buchhandlung empfiehlt lieh zur Besorgung aller Journale, Zeitschriften, Lieferung» werke, Bslcher zu den Original-Ladenpreisen ohne jedweden Aufschlag für Porto u. dg. Zeitschriften, Liefcrungs-werke werden regelmässig »ugestellt Auch Musikalien werden schnellsten» besorgt WILHELM BLANKE, PETTAU. Pipier-, Schreib- 4 Zelcboen-Mft»-rlalleo-HaodioD); uilt ein grosse* l Petovar Franz 1 Besser! Maria 1 Lu'tknbv.) zn ertheilen und ihnen die zur Bekämpfung dieser Übel geeig-urteil Mittel zu bezeichne». Eine möglichst auSgiebige Benützung dieser Einrichtung von Seite der Landwirte ist in hohem Maße wünschenswert. Wenn die Landwirte in ihren Gärten uud Wäldern oder ans ihren Feldern und Wiesen irgend welche ungewöhnliche Erscheinungen bemerken, die auf da» Vorhandensein einer Erklankuna der Pflanzen schließen lassen, mögen sie unverzüglich solche erkrankte Pflanzen, oder fall» Thiere (Jnsecten) die augenscheinliche Urjache sind, die beschädigten Pflanzen uns. die zerstörend auftretende» Thiere an die k. k. landwirt. chemische Ber-suchSstalion (Abtheilung für Pflanzenschutz) Wien, II.. Trunneistraße 3. einsenden und in ei» paar Zeilen ihre Adresse und ihre Wünsche bekannt geben. ES wird darauf aufmerksam gemacht, dass dem Einsender außer dem Poslporio, welche» er auslegt, keinerlei Unkosten erwachsen und dass d-e Abtheilung ausschließlich in der Absicht gegiündet wurde, die Land« wirte im Kampse gegen die ihre Ernten bedrohenden Schädlinge durch Rath und Belehrung zu unterstützen. Dies wird zufolge Erlasse» der k. f. Statthaltern vom 3. März 1900, Z 3630, allgemein kundgemacht. Stailomt flrttau, am 10 März 1900. Der Bürgermeister: I. Vrnig m. p. IHM Füi£ Osten?! Reichsie Auswahl von Q- e"b © t-E ücliern in Leder, Bein etc. und Imitationen von 1 Krone bis xu 12 Kronen. Nichtconvenierendea wird bereitwilligst ausgetauscht. Reizende Oster-Karten sind in reicher Auswahl bereits eingetroffen in Wi 1 h. B I a 11 k e's Buchhandlung. nin U Vereinsdiener-Stelle 2 beim „l'ettauer Männer-Gesang-Vereine1' i*l zu besetzen Hewerbern ertheilt der Vereins-Cassier Herr H. Strohmaier die nöthige Auskunft. 00000^000000 Zu verkaufen: Zwei alte, gut ausgespielte Violinen mit starkem, vollen Ton, su massigem Preis, sowie eine feine Bultarre mit Maschine und sehr schönem Ton. Näheres zu erfragen in der Verwaltung der „Pettauer Zeitung." Eröffnung des Panorama International im Hause des Hrn. Kaufmann Winkler, Bismarckstr. Ausstellung vollkommen plastischer und außerordentlich sehenswerter Bilder. |C Jeden 2. Tag neue Serie. -WW Erste Serie, hochinteressant: Eine Wanderung durch'» Gelaufe, nebst Ansichten aus der schönen Äteiermark. Die nächste Serie ist Wien und Pari». Geöffnet täglich von 1 Uhr nachmittags bis 9 Uhr abends, an Sonn- nnd Feiertagen auch von 10 bis 12 Uhr mittags. Entröe pr. Person 20 kr. Kinder, Studenten nnd Militär bis zum Feldwebel 10 kr. AM ' Ganze Familien nnd Vereine preis Ermäßigung. Um recht zahlreichen Besuch bittet hochochtuugsvoll Die Unternehmung. 000000000000 Kauft Beyer-Tinten Wo nicht erhältlich, liefert direct Tintenfabrik Beyer. Görkau. nur Beyer-Tinten. — 8 — OHOiSatllff rn-ks in eif-ifutU. anU, ca* öO WUirmr flif in i+* rm SktJiekm Pul« Seilen, 76 kr.I VarrtUaimti M. BtUfr )Uttn lAttcraturfreutui willkommenst«! OescHenk Vorräthig in der Buchhandlung W. BLANKE in Pettau. Beste Wichse der Welt! 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IS« ward ihm immer beklommener, immer beängstigender zu Mut; ichlieblich begab er sich nach den Stallungen. „Karl," fragte er seinen dort beschäftigte» Burschen, .«te trugen doch den Brief gestern nach Elgenhof?" .Gewiß, Herr!' .Ward Ihnen dort kein Auftrag an mich?' .Rein, Herr. Die Jungfer sagte, sie wolle den Brief gleich au Fräulein von Salden geben? fie sei bei Fräulein von Korti«. Die-selbe habe das Unglück gehabt, in den großen Teich zu stürze». 3um Glück konnte die junge Dame schwimmen, sonst wäre sie uu-zweifelhaft ertrunken, denn der Teich ist furchtbar tief." NSlten glaubte zu träumen. Erna war gerettet, und Melanie la« seinen Brief in deren Beisein. Tann war er verloren. Erna würde feine ganze Grausamkeit und Treulosigkeit verraten; sie würde erzäh.'en, wie seine Leidenschaft fie in den Teich getrieben und wie er sie ihrem ttaurigen Schicksal überlassen habe. Nie, nie-mal» »-'ebet konnte er Melanie ins Antlitz sehen. .Kar», ' befahl er nach kurzem Bedenken, .ich will mit dem Elf-Uhr-Zuge u.;f zwei bis drei Tage nach L ... fahren. Sorgen Sie dafür, daß der ? Fritz 2»nb«rlai>d, «Mit lert.) würde ich vvi Ihnen niedei tnieen uud sage»: .Melauie, ich bete Dich au, sei die Meine." Und was würde» Sie dann geantwortet haben?" setzte er sinnend hinzu »Ich würde gesagt haben: Sie sind mir zu juug!" erwiderte sie „Melauie!" rief Liortis, i« ihr jetzt dunkel erglühendes ©csirti schauend. .Was wolle» Sie damit sagen? Wäre es möglich könnten Sie können Sie mich wirklich lieben?" Stumm lächelnd streckte sie ihm ihre Hand hin, und er zog fi> zärtlich in seine Arme. .Was aber wird Erna zu einer Stiei mutter sagen?" fragte sie »ach einer Weile. .Sie vergöttert Dich und wird Dich stets lieb habe«; im üb rige« verläßt sie binnen kurzem mein Hans als Earews Frau; er hat mir schon lange ihr Herz geraubt," «Nun, da»« muß ich wohl ja sagen," lächelte Melanie. .voraus- gesetzt, daß Papa daniit einverstanden ist!" » « Das war er, und so kam, daß Melanie durch ihren Gatten wieder in den Besitz ihres srüheren Vermögens gelangte. Rudolf vou Uortis brachte das augrenzeude Gut, welches bis dahin Nölten gehört hatte, käuflich an sich uud überwies dasselbe l!arew und seiner jungen Frau znm Heim, während ihm selbst in MelauieS geliebtem Heim, in Schloß Elgenhos, das reichste Glück erblühte, in desien Strahlenglanz anch Herr von Halden, der bei ihnen blieb, sich sonnte. 2o ward Erna iu Wirklichkeit die F««nkönigin des Märchen-i'losieS. wie sie einst daS ehemalige Stammhaus Nöltens genannt ! ff. Und sie war hier in ihrem Element. Sie erwies sich als die ,.c ,iicke»dste bausirau. die sich nur denken läßt. Als ihre Kinder reltS heranwuchsen, bewahrte sie noch immer die Schönheit und t»e unnachahmliche Natürlichkeit, welche an ihr mehr denn alles .st an ihre reizende Blumenschwester erinnerte »nd ihr dann» ch deren Namen eingetragen hatte: — wilde Rose. Zpovensanq. Sine niedlich« Scene au» dem »inderleben zeigt un» da» ildchen de» leider schon dirstorbenen Düsseldorfer Meister» Frih Sonderland. n bereit» vorhandenen Ge-bä»d«n werden allein der lroradero »nd die ltiöver Maschinenhalle wieder Verwendung finde«, während die sämtlichen übrigen für die Au»steUung von lSW erforderliche» Paläste neu errichte! werde». Ueber die Verteilung der verschiedeuen Zweige de« künstlerische» und gewerblichen Schaffe»« auf die einzelnen Acbäudc giebt unser Lagevlan Vtufichlu(j. Bon den sämtliche», nen zu erbauenden Palästen sollen nur die beiden für die Ehanip« Elys-'e» be-stimmten »ach der A»«stellu»g erhalte» bleiben und daher massiv ausgeführt werden; die übrige» werden, ihrem vorübergehenden Lasein entsprechend, in Eise» konstruiert nnd mit Zachwcrt»vertleidung versehen, alle ober erhalte» reichen architektonischen Schmuck und prunkvolle dekorative Au»stattu»g. Unter den bemertentwerten Bauten darf auch der von der I«»Uer A»«st«ll»»g her bekannte Eiffelturm nicht vergessen werden. Er bildete damal» den sog. „El»«" Dos (slektrieitätSgebäude auf »er ^ .nsch«nlist »nd Menfchenwitz" beizukommen versucht hat. Air fürchten nur, >% e» dem tteinen Fallensteller gehe» wird, wie all seine» jupendlichen Sport-»offen: er wird die Erfahrung mache» müssen, daß die Spähen noch ein i»t Teil pfiffiger sind al» er selbst. Den» wenn sie sich jest, wo allent-salben noch sür hungrige Schnäbel ber Zisch gedeckt ist, verlocken lies,»», der vaar Bcolkrümlein wegen ihre goldene Freiheit aus» Spiel zu sehen, so müßten le eben keine Spähe» sei»! Die Welt'.usstellung i» Paris 1900. Die Vorbereitungen für die Pa-riser Welta»»steUung vom Jahre 1!>00 reichen bi» in den «»fang der neun-«ger Jahre z«'Sck Hoch vom Präsidenten Earnot wurde — und zwar durch Irkret vom IS. Juli 1802 — die Veranstaltung der Au«stell»ng verfügt. Auch da» Au»fteUunglprogramm ist schon frühzeitig festgestellt worden: e» stammt au« dem August de» Jahre» 1894 und trügt »och die Unterschrift Sasimir P.'rier» Mehr al» vier Jahre vor dem festgesetzten ErSffn»ng«termin ließ die franzisijche Regierung ihre Einladungen zur Beteiligung an dem Unternehmen an jech»undfü»fzig Rationcn ergehen. Auch da» deutsche Reich bat die«mal zustimmend geantwortet. Wie ihre Vorgängerinnen wird die Aufstellung vom Jahre 11)00 an beiden Ufern der Seine im Herzen der Stadt Pari» belegen sein und zwar an derselben Stelle, an welcher da« lSNVer Unter« nehmen eine Stätte gefunden hatte. Wie sich au« dem unter unseren Jttu-strationen befindlichen Lageplan ergiebt, ist jedoch da« «»»stellungtlerrain, weiche» dc.mal» nur da» Mar»feld, den Troeadkro mit seinen Zugängen, den cUiat, d'Lrsah »nd die Jnvaliden-E«vlanade umfaßte, diesmal um die llhamp« ariser Weltausstellung. «Mit Text.» und ist auch 1900 wieder eine Rolle z« spiele» berufe»! soll er doch in seiner ganzen Hübe von dreihundert Meiern abend« durch zahlreiche elektrische Lampen erleuchtet werden , so daß er. weithin sichtbar, gleichsam al» eine gewaltige Lichtsäule gen Himmel strebe» wird. Ein eigenartige» vtepräge dürste da« linke Seineufer vo» der Invaliden- bi» zur Almabrücke tragen. Hart aal Flusse gelegen, sind hier den «»«stellenden Ratio»«» Sonderplähe zur Errichtung von Rcpläieutation«gebäuden zur Verfügung gestellt worden, welche in den charakteristische» Bauformen der einzelnen Länder gehalten sein werden uud dere» Verschiedenarllgkcit ei» reizvolle» und abwechslungöreiche« Bild darzu-bieten verspricht. In bunter Reihenfolge werden wir hier Argentinien, Groß-britaunien, Italien, Ungarn, Bulgarien, Rumänien und viele andere Rationen vertreten finden; auch da» deutsche Reich wird nicht fehlen. Der Entwurf zu seinem Slaal»gebäude stammt von dem Regierungtbauineifter Radke, dem Schöpfer de« auf der Ehieagoer Aufstellung vielbewunderten .deutschen Hause»"; e» wird nahe d^-n Pont de l'Alma vorau«iichtlich zwischen den Repräsen-tatio»«-(8cbäuden Spanien» und Schweden« zu stehe» kommen und soll die Arbeit»- und Empsang»rSume de» Reich«kommisiar« »nd außerdem Au«stellung«-säte für besonder« hervorragende Schaustücke enthalten. Unter den sonst noch zum Schmucke de» ?Iu«ste>lung»grbietr« gevlauten Veranstaltungen wollen wir da» aus dem llh.imv de M ir» unmittelbar vor dem Elektrieitiit«geb>i»de befindlichen (lhat«an d Seau hier zu erwähnen nicht vergessen. E» ist die» »in in d«n vornehmst«« archit«kto»ischen Formen gehaltener Palast, au« welchem sich an« verschiedene» Höhen gewaltijie Wasseri»e»gen glucke», oder ka«kaden. 44 +- ■t/'l t™W M MVJi ^K-' *» ■ MO*<* Maaesetab Der Hage ffanbibahid Prsfessar: .Herr Ran. btbat, meine Frage schein, Sie in Verlegenheit zu setze» ?' — R o n bi d a t »Die Frage nicht — bit Antwort, Herr Professor!- & Laqeplaa ber Pariser WilianSsielung »an 15)00. sllit teil.) färmlg in griiumige Bassin« ergießen. Durch elektrische« Licht farbig er« leuchtet, wirb biefel Wasserspiel abenbt in zauberische« Glänze erstrahlen nnb sicherlich einen ber Hanptan,iehung»pnnkt» ber Aufstellung hüben. >■ Jao Mtatt im HSuchc. ch hab eine alte Mnhmt, Dl« ein alte« Büchlein hat, sa«b al« ein Cl'fer feiner Velchtgliinf>ißfi-it seinen Tob unter de» Trümmern rmrinnünipra Die Sich»«« wirb im März bi« April in dreißig (Zentimeter von einandei entfernte Reih»« gefSit: bir jungen Pflanzen sinb später aus fünfzehn Centirneie, Entfetnnng in ber Reihe zu verzieh««. Der znr Kultur zu verwenbevbe ©oben kann in zweiter Tracht stehen Au» ber Wurzrl ber Lichoric wirb ba» bekannte Kaffee-Surrogat bereitet, bie ja» gen Blätter der Pflanz« ge-ben einen zarte« Salat. Bit»t» i« Dienste des «iärtner«. ab Die abgeworfenen Geweih nnb iych»tnsta»ge» nicht »»»nachlässigen Man sucht sie vo« i»tzt an g»l«ge»tlich ber Wllbfütternng nnb be» Anlspüren« von Raubzeug am dessen aus unb werben bieselben von Mefleeschml»d»n, Horn arbeite?« unb anbeten Gewetken gesucht unb gut bezahlt. Auch »In wack same« Auge auf Halzhanet unb L»s«holzsammlrt dürft» angezeigt fein, da solche nicht selten ans derartig» ftunb» stoßen. «ol. aufgabt. Hochachtung, Kummer, herkunlt. ^ . ___ bnno, «Übe, Schi mm r, Grund, Pforte, Tille WtrXr sinb durch andere von ähnlicher Bebentung an ersetzen. Die Kitfonolbuit stoben bet neu (»tunbemm Bfteter et*«ben. in bertrtben Aeihenfvlge gelesen, ein «prSchivorl Langmut, Beständigkeit. Hoch« Beit, fettete, Labung. !iele Bittet Rnb burch ändert bet Öutitt Ä» I g"' autfti. bet A— rinnt ba» Leben, bet «— '« golben blinkt, muß bee Oiileo geben, Ba* au« ihrem Rop\ ent- (prinftt. C— au« bem Mährenlanb »itei zu dem vitteesttanb, L»«»,ri»h. Ich labe dich mit einem W. Bet'« lvriche H, Ist in bet H6b\ mit V geb' ichV^eslinmte« an. I« liebt mit X «Ich jedermann. Bee e« mit einem <• eefefen. »leicht ben mit T entstand. neu Besen. Anagramm. In ber tlbrta Hause ich. (erricht oft bort fürchterlich j Ginb meine Zeichen umgestellt. Bin ich ber tSarthe zugesellt. !Hontl|pru*fl. 1 sche lach l»il« gen« stäubt schwing mit da- M« be- bi« bett senb- im «an- Um t« Ihr «e eu- hin ni- bet- schi.it schal- tau» r»i- sr«h- tet zeit len- II». sche und tt der bie len« fiu- «»« bnti> bin. KullUsnng folgt in nächster Kummet. Heinrich 4ogl Auslösungen in« vorig« Kummer: Set Anagramm»: Übel. »lba. — »e« Rätsel»: AD. Alle. Aller. — »e« Vtitb-mogriph»: Nifmatck. Isnaf, Giam. Sfltiam. Araf, Kabbi, Caraeri, Krim, Bilmatck. «« flut Rechte »ürtftrUten. « Setantwnrillche Redaktion von Zenit «lelffet, aebtuckt u«b i,etau«aeaeben VON Greller * IMeisier In rinii^an