Schristleitung: «athausgessc Wr. 6. XtlOtM Ht. tu Mcraitaa. % e«t »Bind : XigfM sortt l>lu)n H* S»n». >. 9«rt-la|i i»a 11—11 njt cacat ni»™ litt luMpt«*** MBItltk CiD Irantatn »föt bcrlM^tijt »■!t«Mg«*oen itiral Mc *ttiem'it;u |«jn «nrti»i( »ci Mlla* «r» 9flte« ®t MCtrn eilguti 9a »cd- rWimtt* «-«». ■a4U|. IM« .D milch« »B«Äf nfitictw k»«> Str.st mseb aCwu. Sa JittiUiitr un dirdötzcrc» VRK9^n94(*4l(Ulii(n Ctsaektttte R^sawaodt jtltfr. k«l tut Nr. 31 Die Einberufung des Rkichsrates und dir innerr Krönung in Drstrrrrich. Au« Wien kommen offiziöse Nachrichten, die geeignet sind, in deutschen Kreisen da» größte Aus-sehen her»orzurusen. Der Reichsrat soll sür Ende Mai einberusen werden und zwar ohne daß die be-!«u»ten Vorbedingungen für die Arbeit«sähigkeit ge-schaffen werden, indem man angeblich von den Parteien erwartet, daß sie mit Rücksicht aus die Friedens-frage die innere Neuordnung parlamentarisch durch-führen «erde. In einer Verlautbarung, die von der Regierung nahestehender Seite ausgeht, heißt es, daß die Re-gierung die Ansicht faden gelassen hat, die Sprachen-srage, die Frage der Sonderstellung Galiziens und dieGeschäftsordnungSresor« in außervarlamentarischem Wege zu »rdnen. Dem Reichtrat wird es also in die Hand gegeben sein, die Neuregelung der inner-politischen Verhältnisse selbst durchführen, wobei er die außerparlamentarischen Fragen mit den inner-politischen Fragen mit Rücksicht aus die im Vorder-gründ stehende Friedensfrage in Einklang zu bringen haben wird. Eine der Regierung nahestehende Scile kom-mentiert die Absichten des Kabinetts Elam-Martinic in folgender Weise: Die Ereignisse der letzten Wochen aus dem Gebiete der Weltpolitik haben die Frieden»-frage weithin sichtbar in den Vordergrund der poli-tische» Erwägungen geschoben. Den großen Ausgaben der näheren und weiteren Zukunft zu dienen, müssen all« Strafte zusammengefaßt werden. Dieser Not-wendizkeit muß sich auch die innere Politik unbedingt unterordnen. Die Einberusung des Reichsrate» ist bekanntlich sür den Monat Mai in Aussicht genom-men. DaS Parlament übernimmt im Augenblick sei- i, Mittwoch den 18. April 1917. nes Zusammentrittes einen ungeheuren Pstichtenkreis und eine große Verintwortung für die Gestaltung der Dinge in Europa, aber auch sür jene Voraus« setzungen, die die Neuordnung Oesterreichs und der Uebergang von der Kriegs- zur FriedenSwirtschast fordert. DaS Abgeordnetenhaus wird den seiner har> renden Ausgaben nur dann im vollen Maße genügen können, wenn es arbeitssreudig, ohne jede Belastung die Beratungen aufnimmt. Wer in den letzten drei Jahren in Oesterreich offene Augen halte, wird wissen, waS an diesen so überraschenden Absichten der Regierung ans gut-gläubige» Vertrauen auf die Leistungsfähigkeit un-sereS ReichSrateS und >vaS auf den Druck jener Parteien zurückzuführen ist, die in einem innerlich starken Oesterreich eine Gefahr für die Verwirklichung ihrer ExpansionSbestrebungen erblicke». Und der das weiß, wird auch beurteilen können, ob bei diesem ReichSrate ein Appell an seinen PflichtenkreiS und seine Verantwortung einen anderen Eindruck machen kann, als den einer Abwälzung der eigenen Verant-wortung. Durch die Schaffung der Vorbedingungen sür die Arbeitsfähigkeit wurde der Reichsrat nicht be» lastet, sondern eben nur entlastet. Es wird Sache der deutschen parlamentarischen Vertretung sein, diesem Wirrsal von Plänen und Schiebungen mit der Laterne lauterer SlaatStreue ins Gesicht zu leuchten und in diesem weltgeschicht-lich bedeutenden Augenblicke jene irastuolle Haltung einzunehmen, die einzig und allein die Annahme zer-streuen kann, daß die oben abgedruckten offiziösen Verlautbarungen alS Bescheinigung sür die — Ein-fiußlosigkeit des Nationalverbandes aufzufassen seien. Wir hegen di« bestimmte Erwartung, daß der Deut, sche Nationalverband die Lösung dieser hochwichtigen Fragen im Einvernehmen mit der Wählerschaft her-beisühren wird. Pie Heschichte vom Leoparbenmantet oder bestrafte Eitelkeit. Eitelkeit war nie meine Schwäche. Wenn meine Giita den Beschauer vermuten ließ, man hätte mich verkehrt den Rauchsang herabgezogen oder wenn ich mich weigerte, meine ohnedies am Morgen stets »«Uzerjahrene Gemütsstimmung noch durch eine Hinabschwemmung von Schasgarbentee zu verschlech-tertn, um nur meinen Teint zu verbessern, so pflegte «eime Mutter immer verzweiflungSvoll auszurufen: »Ach. das Sind ist so gar nicht eitel! DaS ist doch schrecklich!" Aber .strauchelt der Gute . . kurz, im vor-»orlhergegangenen Jahre erstand ich einen Teddy-beairmanlcl und da alle meine Bekannten sowohl in Lomdvn als auch in «einer Vaterstadt diese alkr-neuieste Mode so elegant, schön und reizend fanden und? ich mir selbst als Teddy bear sehr gut gefiel, dachhle ich, trotz der Ebbe im Geldbeutel, daß ich im 'olgzenden absolut wieder etwas „Hochmodernes" haboen müsse »nd daran dachte ich im Mai, dann im Sommer und endlich kam der Herbst! Mein Teddy-b«armantel hatte daS Zeitliche gesegnet. Er war auf »iner Seite schäbig geworden und» ich »erkaufte ih» in einem Trödlerladen um »iett Schillinge, wobei ich mich noch im passenden Außgenb lick vori Licht stelle« mußte, damit die schar» sen Augen der Trödlerin nicht alle seine Schwächen oder doch nur im gedämpften Lichte sahen. Nicht daß daS Tragen diese« MantelS, trotz allen Neid« und aller Bewunderung, immer ein schaltenloses gewesen wäre. ES geschah mehr als einmal, daß ein ungeduldiger Passagier, der hinter mir in die Elektrische aufsteigen sollte und dem die Sache nicht schnell genug ging, mir einen gulmüti-gen, kleinen Puff gab und dazu rief: „Hoppla! Teddybear!", oder daß ein freundlicher Polizeimann eine Durchschlupsmöglichkeit zwischen den unzähligen Vehikeln erblickte, mich beim Arm faßte, mir einen ermutigenden „Schupser" gab und sagte: „Hier hindurch, Teddy.bear!" Ja, sogar einige jung« Leute fanden eS nicht unter ihrer Würde, bei meinem plötzlichen Auftauchen auszurufen: „Sieh da, ein kltiner Teddybear!" Aber wer denkt an die Schat-tenseite», wenn soviel? Lichtseiten das Herz oe« glück-lichen Besitzers eine« einzig dastehenden Teddh-dear-mantelS erfreuen? Ich wollte Zondon verlassen, um in daS Land der Eisbären zu entfliehen, aber dazu gehörte ein warmer Mantel, j« er war unerläßlicher als ein Reisekoffer. Und jetzt beginnt die eigentliche Geschichte meiner sündhaften Eitelkeit und der unausbleiblichen Reue. Trotz Scheinwerfern, Bombengefahr, nächllicher Finsternis und KriegSschrecken — es war im Herbst« 1914 — schmückte man doch alle Auslagen mit den 42. Jahrgang. Die deutschen Minister Dr. Urban und Doktor Bärnreither haben aus der Frontveränderung der Regierang die Folgerunzen gezogen und ihre De° misiion gegeben. Nußland und die Fritdrusfrugr. Die „Wiener Deutsche Korrespondenz" erhält folgende Mitteilung: Der Grund, warum d?r Präsident der Vereinig-ten Staaten nach mehr als zweimonatlichen Zaudern ohne den „offensichtlichen feindlichen Akt" adzuwar-ten. ans die Kriegserklärung gegen das Deutsche Reich drang, bedarf keiner Aufhellung mehr. Am L9, März hatte der deutsche Reichskanzler im deut-scheu Reichstage die Bereitwilligkeit Deutschlands zum Frieden neuerdings betont und unmittelbar da-rauf nahm der österreichisch-ungarische Mimst«: des Aeußern GrasEzernin Veranlassung, dieses neuerliche Anbot noch bestimmter zu saffen. Mit Rücksicht aus die damals bereits deutlich wahrnehmbare Friedens, strömung in Rußland war dadurch die Lage Eng. lands um so kritischer geworden, als die russische Umwälzung auch in Frankreich die LiegeShoffnungeu merklich abgekühlt haue. Wollt« England nicht Ge-sahr laufen, plötzlich isolier« zu sein, dann brauchte eS um jeden Preis ein Ereignis, daS die gesunkene SiegeShossuung in Frankreich wieder ausrichtete, dem dringenden Geldbedürsnis Italiens Befriedigung verhieß und die Stellung MtljukowS, beziehungsweise der Kriegkpartei in Rußland stärkte. Den Liebesdienst dieses Ereignisses herbeizusüh. ren, hat Herr Wilson England erwiesen; seine Kriegs-erklärung hatte den bestimmten Zweck, die Isolierung Englands zu verhindern, und ihm seine wankenden Bundesgenossen zu erhallen, damit ei mit ihrer Hilse den Krieg weit«rführen könne. WilsonS Kriegser-klärung soll den Krieg verlängern und Egland noch eine Ehance geben. Damit und mit einer ausgiebigen finanziellen Hilfeleistung dürfte auch die Kriegsaktion der Vereinigten Staaten für« erste erschöpft sein, denn waS die militirischen Vorkehrungen anlangt, neuesten Austagen neuester Mode und unter diesen Gebilden zur Wahrheit gewordener Schneider-, Hut. macher- und Kürschncrphantasie prangten ganz be-sonders eine neue Art Mäntel, nämlich Nachahmn»-gen von Tigerfellen und Leopardsellen. Ueberall, ans allen Laden der größten und elegantesten Ge-schäste schienen mir diese Mäntel entgegenzulächeln und nur ihr hoher Preis schreckte mich ab, doch ver-solgte mich der Wunsch, einen solchen Mantel zu erstehen Tag und Nacht, das heißt er trat perio-disch immer wieder auf. Endlich mußte ich mich entschließen, ging als« die Straßen aus und ab und bat nu« jeden Jmita-tionStiger doch auS der Auslage heraus,zuko» m:n und mich nach Norwegen zu begleiten. Doch diese gebändigten Tiger blieben ruhig im Käsige und meine sehnsüchtigen Blicke glitten mit großer Hoff-nungslosigkeit an den Preisangaben ab. 50/—, 60/— und 80/—. Umsonst! Plötzlich weckie mich die Stimme deS Tierbändigers, daS heißt des Ladenbesitzers aus meinen Träumereien. „Kommen Sie doch herein, Fräulein, und sehen Sie sich hier die Sachen an, ich kann be-stimmt mit etwas dienen." „Ach nein," entgegnete ich mutlos, das können Sie sicher nicht. Ich möchte einen solchen Tiger-mantel haben, aber ich bin heuer nicht in der Lage mehr als 'M/— fi'r einen Mantel zu geben und um das Geld geben Sie sicherlich keinen her." Seite 2 Deutsche Macht Nummer 31 so ist es zweisello», daß sie nicht dem Kriege in Europa, sondern der Wahrnehmung der amerikanischen Interessen im Stillen Ozean nach dem Kriege gelten. Herr Wilson hat ei also als seine Aufgabe betrachtet, dieIaus den Frieden gerichteten Bemühungen der lei-tenden Minister der Mittelmächte zu durchkreuzen. In Frankreich ist da« Manöver geglückt und in Italien desgleichen, dagegen spießt sich die Sache in Rußland. Allerdings hat der russische Minister des Aeußern Miljukow in zwei Unterredungen mit den ZeituugSleuten das zaristische Eroberungsprogramm in seinem ganzen Umsange übernommen und als das ganze Rußlands bezeichnet, allein der Petersburger «rbeiterausschuß drang sosort auf eine Richtigstellung und setzie auch durch, daß achtundvierzig Stunden später jene vom Ministerpräsidenten Fürsten Lwow gezeich«ete Regierungserklärung erschien, die die Frage d,r Fortsetzung des Krieges zwar offen läßt, jedoch alle Eroberungsabfichten in Abrede stellt. Die Lage ist damit allerding« noch keineswegs geklärt. — Man hat guten Grund, anzunehmen, daß England seinen Vorstoß an der Westfront früher, als ursprünglich geplant war, angesetzt hat, um durch einen Sieg da» schwankende Rußland wieder mit fortzureißen und es ist deshalb auch unwahrscheinlich, daß der ftcimps zwischen den beiden Parteien in Petersburg vor dem Abschlüsse der englische» Operationen im Westen zur Entscheidung kommen wird. Miljukow und der Block setzen inzwischen alle Hebel in Bewegung, um den Petersburger Arbeiterausschuß au« dem Sattel zu heben, vor allem aber ist ihr Bestreben darauf ge-richtet, die russische Oesfentlichkeit über die Absichten der Mittelmächte zu täuschen; ob diese Bemühungen durch die Fühlungnahme deS russischen ArbeiterauS-schusse« mit Angehörigen der Mittelmächte vereitelt werden, bleibt abzuwarten; jedenfalls kommt in ihr «der der ernste Wille einer der beiden in Rußland um die Macht ringenden Parteien zum Ausdrucke, den Krieg zu beenden, fall« die Bedingungen an-nehmbar sind und die Mittelmächte dürsten diesem Versuche sicher keine Schwierigkeiten bereiten. In der Abwehr der zaristischen EroberungSpo-litik haben die Mittelmächte einen Teil WestrußlandS besetzt und wenn in Berlin und Wien der Gedanke eine« Friedensschlusses mit Rußland erörtert würde, mußte das KriegSziel nach dieser Richtung hin, mit Berücksichtigung der aggressiven Tenden; der zaristi« schen Politik, ausgestellt werden. So lange nun eine Partei in Rußland am Ruder ist, die, wie der Block unter Führung Miljukows. die ganze zaristische Er> oderungSpolitik als die ihre betrachtet, können na-turgemäß such die Mittelmächte ihr östliches Krieg«-ziel keiner Revision unterziehen, da e« sichere Bürg-schalten sür die Zukunft gegen eine russische Politik schassen soll, die in enger Verbindung mit England steter ihre Eroberungsabsichten wieder aufnehmen würde. Ander« läge jedoch die Sache, wenn in Ruß land eine Regierung an« Ruder käme, die keine Er-»berungSabsichten hat und imstande ist, Verhältnisse zu schassen, die die territoriale Entwicklung Rußland« nach dem Osten organisch abschließen, dann würde ,.Ja — hm! — daS ist allerdings sehr we' nig, aber sind Sie nicht meine »orjährige Kunde und ist diese» Jäckchen nicht auch hier gekaust worden?" Ich bejahte. Der Kerl hatte mich voriges Jahr mit nnem FrühjahrSmantel betrogen und das Zack-chen hatte ich nicht bei ihm gekauft, aber ich war schon am Wege der Sünde und sagte deshalb ohne Gewissensbisse: .Ja — gewiß!" Hierauf gleitete mich der Alte eine knarrende Treppe hiuunter iu da« Reich seiner Schätze, nahm ewen Leopardenmantel vom Hacken und sagte: „Dieses Prachtstück kostet mich 35/—, aber um Ihretwillen will ich eine Ausnahme machen." Ich zog das Tierwunder an. Mit tiefem Um-legkragen, weit ausgeschnitten, unten gerundet und vorn mit einem großen «unstknoten geschlossen, war er ebenso elegant wie — unpraktisch! Im Norden braucht man etwas ganz anderes. Aber der schlaue Fuchs stellte mich vor den Spiegel hin und ließ mich auf- und abzappeln, während er mit der Be-redsamkeit eines Cicero die Vorteile deS Mantels pries. Ich fühlte, daß der Mantel leicht war, aber 35/— sind ja auch nicht schwer und die anderen Pelzmäntel kosteten ein Vermögen. Trotzdem über-woz sür einen Augenblick mein praktischer Sinn und ich bat den englischen Redekünstler, mich noch in ein paar Kotzenmäntel zu stecken. Er tat e» bereitwilligst, wenn auch mit einem halbunterdrückten Lächeln. Rot, grau, blau, grün, schwarz und braun — ich schlüpfte ^u» einem und % die weitere Entwicklung Rußlands selbst zum großen Teile die Bürgschaften schaffe«, auf denen die Mittel-mächte im Interesse ihrer eigenen Sicherheit bestehen müssen. Der Weltkrieg. Friedensunterhandlungen mit Ruhl«nd. Oest erreichijche Erklärung. Die Regierung der österreichisch - ungarischen Monarchie hat von der am 11. d. veröffentlichten Erklärung der provisorischen Regierung Rußland« Kenntnis erhalten. Es kann festgestellt werde», daß die österrei-chisch-ungarische Regierung und die provifoüsche russische Regierung in gleicher Weise einen für beide Teile ehrenvollen Frieden erstreben — einen Frie-den, der. wie eS in de« Friedensangebot Oesterreichs Ungarn« und seiner Verbündeten vom l Z Dezember 1916 heißt, Dasein, Ehre und Entwicklungsfähig' keit der kriegführenden Staaten sichert. Da Ruß-land nicht mehr gezwungen ist, für seine Verteidi-gung und sür die Freiheit seiner Völker zu kämp-fen, kann es bei dieser Gleichheit der Ziele der Regierungen der Verbündeten und der provisorischen Regierung Rußlands nicht schwer sein, den Weg der Verständigung zu finden, dieS umsoweniger, al« unser Kaiser in Uebereinstimmung mit den ihm ver-kündeten Monarchen den Wunsch hegt, in Zukunft mit einem in seinen inneren und äußeren Leben»-bedingungen gesicherten und zuftiedenen russischen Volke in Frieden und Freuodschast zu leben. Deutschlands Erklärung. 15. April. Die „Norddeutsche Allgemeine Zei-tung" schreibt: Die provisorische Regierung in Pe-teriburg hat unter dem 10. d, eine Kundgebung er» lassen, die in ihren wesentlichsten Punkten mit den mehrfach wiederholten Erklärungen Deutschlands und seiner Verbündeten übereinstimmt. Darnach erstreben beide Parteien nicht» andere» al« die Sicherung deS Daseins, der Ehre und der EntwicklungSfreiheit ihrer Völker. Weder im Wunsche noch im Interesse der Mittelmächte liegt e«, daß daS russische Volk aus dem Kampse erniedrigt oder in seinen Lebensbedin-gungen erschüttert hervorgeht. Sie haben nicht beab-sichtigt, Ehre oder Freiheit deS russischen Volkes an-zutasten, sie haben keinen anderen Wunsch, al» mit einem zufriedenen Nachbarn in Eintracht und in Freundschaft zu leben. Dabei liegt e« Deutschland vollkommen ferne, sich in die Neuordnung der russi» schen Verhältnisse einzumischen, oder aber in einer Stunde, wo die russische Freiheit geboren wird, Rußland von neuem bedrohe» zu wollen. Der russische Heeresbericht vom 11. d. irrt, wenn er ein militärisches Unternehmen der deutschen Truppen, das von einer »uabweiSbaren, örtlich tat* tischen Notwendigkeit vorgeschrieben war. alS größere fuhr in einen anderen, aber jedesmal warf der ab-scheuliche Spiegel da» Bild eines mit Kotzen umwickelten u»d mit einem Gurt umbundenen Fasse« zurück, da» oben einen Kürbis und unten zwei Gurken (also Kops und Füße) hatte. Ich sah den schlauen Verkäufer von der Seite an und er mich, dann warf ich die grüne, rote, schwarze und braune Kotzenherrlichkeit zur Seite, zog den Leopardmantel an und sagte entschieden: „Die Kotzenmäntel sind wärmer, aber mir — mir gefällt dieser hier besser!" Ich hatte mein Schicksal besiegelt! Meine Landsmännin, die sogar den «noten übernähte, äußerte sich — sei eS Höflichkeit, fei e« Ueberzeugung — sehr beifällig über «einen Einkauf und so trübte keine Wolke den Horizont. Der erste dunkle Schalten fiel erst, al» ich am Vorabend vor meiner Abreise dem spanischen Professor meinen Abschiedsbesuch wachte. Er ließ seine Augen wie hypnotisiert die ganze Zeit über den Mantel dahingleiten, sagte aber nichts. Erst am nächsten Tage, al» er am Bahnhof Ab-fchied nahm, warf er hin geträumt zu haben und zwar halte die ganze Nacht mein Mantel die Haupt-rolle gespielt. Er sah mich in tausend Auflagen, groß, klein, dick und mager, in Kinder-, Mädchen-und Frauengestal». aber immer im Leopardenmantel. Da« Ganze war mehr Alpdrücke« al» Traum ge» wesen! Die« war die erste, unbedeutende Wolke am Mantelhonzont. Kriegshandlung von allgemeiner Bedeutung auffaßt. Wenn daS russische Volk noch länger blutet und leidet, statt sich ungestört dem inneren Ausbau sei-ner Freiheit zu widmen, so ist nicht Deutschland daran schuld. Die Schuld liegt dort, wo ei« J«te resse am Fortgange des Krieges besteht. Wo findet der in der Erklärung vom 10. d. ausgesprochene Friedenswille de» russischen Volke» den entschieden, sten Widerspruch? Bei seinen Verbündeten. E»a-land, Frankreich. Italien und de« ihnen augeschlos-senen Staaten Hader, bei der Ablehnung de« Frie-densangeboteS der Mittelmächte es ganz unverhülli ausgesprochen, daß sie nur Frieden schließen wür den unter der Bedingung, daß Deutschland weiter ihm rechtmäßig zugehöriger Linderstriche beraubt, Oesterreich-Ungarn zertrümmert, die Türkei aus Europa verdrängt und i« Kleinasien im weiten Um-sänge ausgeteilt würde. Da« russische Volk — niemand wird eS an-derS erwarten — will den Verpflichtungen semer Verbündeten treu bleibe», aber daS russische Volk soll wissen, daß seine Söhne noch fernerhin kämpfen und sterben müssen, weil seine Verbündeten e» so wollen, um ihre eigenen Eroderunge» und An«-'» xionSpläne durchzusetzen. Da« ist der Grund, we«-halb Rußland hungern und leide» soll, anstatt sich der neuercungenen Freiheit zu erfreuen und sich im friedlichen Verkehr mit seinen Nachbarn den Werken des Fortschrittes und den Ideale« der Menschheit zu widmen. Die Friedensbewegung. Italien. 17. April. Die russische Revolution übt «us die Sozialisten Italiens große Wirkung au«. Bei» Kongreß am 9. d. trat man allseits für den baldi-gen Friedensschluß ein. Die italienischen Sozialistm haben aus russischen Sozialistenkreise« erfreuliche Nachrichten, daß der Friede näher sei als man denke. Die italienischen Sozialisten erkläre« sich mit den russischen solidarisch und werden energische Ak tionen einleiten, um auch die englischen und sranzö-fischen Genossen auf den wahren sozialen Stand-punkt zurückzusühren. Italien wird nach Skandina-vien eine Sozialistenabordnung entsenden. England. 17. April. Der Vorsitzende des Songressea der unabhängigen Arbeiterpartei in Leed» sagte Weun die Regierung erklären würde, keine Eroberungen oder Kriegsentschädigungen anzustreben, brauchte der Krieg keine Stunde mehr zu dauern. Wie die „Münchener Neuesten Nachrichten" er-sahre», veröffentlichte die unabhängige Arbeiterpartei Englands einen Ausrus gegen dir Regierung Lloyd Georges, weil diese den Frieden mit den Mittel-mächte» verhindert und die Anträge der deutschen und öfterreichisch-ungarischen Staatsmänner systema-tisch als Lügenwerk und listige» Spiel abgesertigt habe. Erst in Berge« begann ich das Glück, einen hochmodernen Mantel zu besitzen, in Frage zu zie-hen. Ich wanderte eben im Abendsounenschei» die unvergleichlich schöne Fjordstr»ße entlang, al« ich plötzlich ein wahre« JndianerkriegSgehcul vernahm und im nächNen Augenblicke sausten von schwindeln-der Höhe eine Anzahl Knaben herab, die mich um-schlössen, anstarrten und deren unzählige mehr oder weniger reinen Hände mit mehr Eifer al« Achtsam-keit über meinen Mantel aus- und abglitten, wäh-rend der Anführer der Bande sich vor mir aufstellte und mich fragte: „AuS welchem Lande der Erde sind denn S i e hergekommen? Wie heißen Sie wohl? Nein — iß das ein echte« Tigerfell? Darf ich Ihnen meine» Arm anbieten?" und dergleichen mehr. Weder mit Gutem noch mit Bösem konute ich die Kerle l»S werden und erst daS Erscheine« eiue« Soldaten sowie meine Drohung, bei der Polizei ei« Beschwerde anzubringen, befreite mich. In Christiania sind Leute nun allerdings mehr an Fremde gewöhnt, aber leider halte die englische Mode sich noch nicht bis hierher erstreckt und s» war ich auch hier einfach .die Dame im Leoparde«-mantel". Ich gehe ahnungslos entlang, tief in die Gedanken versunken und habe eben im Geiste »er-glichen, daß jenes slawische Wort in de« romani-schen Sprachen diese und in den teutonischen jene Gestalt annimmt, al« sich plötzlich von einer Mauer herab eine Hand ans meine Schulter legt, z»ei große Knabenaugen in die meine« sehen und eme jugendliche Stimme .Tiger" sagt. Nummer 31 Seite S Aeußerungen der holländischen Blätter. Die katholische Zeitung „Tijd" führt aus: Man wußte bereits, daß Kaiser Karl von dem Augenblicke an, als er zur Regierung gelangt war, darnach strebte, den Frieden herbeizuführen. Wir glauben, daß man mit Rücksicht auf die besonders günstigen Umstände aus einen nahen Frieden im Osten rechnen kann. Im katholischen „Maasbode" heißt es: Die Bedeutung der amtlichen Erklärung der österreichisch ungarischen Regierung liegt darin, daß die lei-senden Männer der Donaumonarchie zu erkennen geben, daß sie sich nicht nur aus Werte beschränken wollen, sondern bereit sind, zur Tat überzugehen. Sie beweisen, daß sie wirklich sriedliebend sind und daß sie nicht nur ScheinsriedenSsormcn ausstellen, sondern sie auch in die Praxis umsetzen wollen. Deutschland schließt sich dem indirekten Frieden«-angebol der Donaumonarchie in ruhigem und gemä-ßigtem Tone an. Die Möglichkeit, daß man in Rußland daraus eingehen wird, ist sicher nicht ausgeschlossen. Der Umsturz in Rußland. »Petit Journal" meldet aus Petersburgs Das revolutionäre Arbeiterkomitec verlangt in einer Denk-sehnst, daß Stürmer und Trepow sosort in Frei-heit gesetzt, dagegen Protopopoff und das Zarenpaar sofort abgeurteilt werden. Der russische Arbeittrrat besteht auf dem Sturz der vorläufigen Regierung. Die Armee beginnt sozialpolitische und wirtschaftliche Fragen zu erörtern. Die Haltung der südamerikanischen Staaten. Die Agence Hava« meldet aus Rio de Ja-neir»: Die Beschlagnahme der deutschen Schisse ist überall ohne Lwischenjal vor sich gegangen. ^ Nach Meldungen aus Santos sind drei deutsche Spione aus der Höhe d:s FortS Jtalique festgenommen worden. In Buenos AireS zerstreute die Polizei Manifestanten und nahm zahlreiche Verhaftungen vor. Der Redakteur eine? deutschen Blattes wurde ver-letzt. Der verschärfte U Boot Krieg Meldungen deS Wolff-BüroS: Im Mittelmeer find nach neu eingegangenen Meldungen versenkt worden: 6 Dampfer und 4 Segler mit 40.782 Tonnen, darunter am 6. April der bewaffnete englische Dampser „Spithead" (46<)7 Tonnen), von Alexandria nach Eolomb» bestimmt, und der französische Segler „Eybelle" (154 Tonnen), von Malaga nach Lissabon mit Eisen, am 10. April ein englischer bewaffneter TranSportdamp fer von etwa 8000 Tonnen liesbeladen ans der Fahrt nach Port Said und ein englischer HilsS-kreuz er vom Typ .Otwaq" von etwa 12.000 Ton-neu vor Alexandrien: am 11. April der bewaffnete englische Dampser „Jmperial Transport" (4648 Tonnen), von Port Said nach Malta, ansangs ' Ich biege um eine Gassenccke und ein Trupp Knaben bauen einen Schneemann. Da wendet sich einer um, erblickt mich und ruft: »Ein Jaguar!" und zwanzig jugendliche Kehlen stimmen hurtiz mit ein. Gehe ich aus der Promenade, so folgen mir viele Blicke, aber manchmal geschieht es auch, daß einig« vorübergehende mich am Arme angreifen oder mit der größten Kaltblütigkeit über die Kehrseite meines Daseins hinsahren und dann mit Kenner-wienle zu einander sagen: „Ja. cs ist wirklich Fell!" Aus Fenstern, von allerlei Schlupfwinkeln, in öffentlichen Gebäuden sogar ersaßt mein Ohr die zur Pein gewordenen Au«ruse: .Tiger", „Jaguar" oder „Leopard", je nach der genauen Bekanntschaft des Musenden mit der Naturgeschichte. Aber was dem Fasse den Boden au«schlug oder doch meine Geduld dem Ende bedenklich nahebrachte, war da« folgende Abenteuer: Ich stand in einem kleinen Laden und wählte einigte Ansichtskarten, als ein ältlicher Herr das Lo-kal (betrat. Er war ziemlich elegant gekleidet, mit «inemn Backenbart, doch rasiertem Kinn und erin« nertee mich im Aussehen an einen Landpsarrer oder Schuillehrer protestantischer Länder, aber wahrscheinlich l hätte ich ihn überhaupt nie bemerkt, wenn er nicht t in einem Bühnenslüsterton die Verkäuferin, die, zu ilihrer Ehre sei eS sagt, sehr verlege» wurde, traget: „Beißt der Leopard?' woraus ich mich, um feine e Unruhe zu mildern, sosorl hinter die Ansicht«-kartnenschirme zurückzog. Nach einigen Sekunden kamen andere Käuser die i die Ausmerksamkeit der Verkänsei in ablenkten April nach Aussagen englischer Kriegsgefangener 2 Dampfer von je etwa 5000 Tonnen durch Minen. Der Ches des Admiralstabes der Marine. Der Krieg gegen Rußland und Rumänien. Die Berichte des österreichischen Generalstabes. Amtlich wird verlautbart: 16. April. Ueber DarmaueSki schoß am 4. d. ein k. n. k. Flieger ein feindliches Nieuport-Flug-zeug ad. Gestern in Wolhynien erhöhte russische Artillerietätiftkeit. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabe«: v. Höser, Feldmarschalleutnant. Die Berichte der Deutschen Obersten Heeresleitung. 14. April. An einzelnen Frontstreckea unter-hielt die russische Artillerie lebhafte« Feuer. Die Vorseldtätigkeit blieb gering. Gegen Frankreich und England. Berichte des Großen Hauptquartiers. 15. April. Heeresgruppe deS Kronprinzen Rnpprecht. Bei Dixmuiden und südlich von '.'spern zeitweilig rege Feuertätigkeit. Ans dem Schlachtfelde von ArraS kam es infolge Verschiebung unserer Kampslinie nördlich der Scarpe nur zu kleinen für den Feind verlustreichen Gefechte». Von der Scarpe-niederung bis zur Balin Arras—Cambrai wurde gestern vormittags heftig bekämpft. In dichten Massen griffen englische Divisionen mehrmals an. Stets wurden sie unter blutigen Verlusten zurückgeworfen. Außer seinen großen Opfern büßte der Engländer durch Nachstoßen unserer Truppen roch 300 Gesan-gene und 20 Maschinengewehre ein. Heeresgruppe des deutschen Kronprinzen. Bon Soiff»n big Reims und in der westlichen Champagne tobt die Artillcrieschlacht weiter. Französisches schwe-res Schlachtfeuer zerstörte in Laou mehrere Ge-bäude. % Heeresgruppe des Generalseldmarschalls Herzog Albrecht von Württemberg. In wenigen Abschnitten lebhaftes Scschützfeuer. Eigene Unternehmungen an der nordöstlichen Front von Verdun und bei Ban de Sapt in den Vogesen brachten Gesangene und Beute. Am ArtoiS, an der Aisne, der Champagne und südlich der Vogesen reiche Fliegertätizkeit. Engläit-der, Franzosen und Amerikaner verloren in Lust-kämpsen 17, durch Abschuß von der Erde 4 Flug-zeuge, außerdem 2 Fesselballons. Rittmeister Freih. von Richthosen schoß seinen 44., Lentnant Schäfer seinen 18. u.id 19. Gegner ab. Ans :> Fluzzeug-geschwadern, die gestern Freibnrg angriffen, wurden 2 englische Flieger zum Abstürze gebracht. 16. April. Heeresgruppe des Kronprinzen Rupprecht. Aus dem Nordufer der Scarpe hielt unser VernichtungSseuer englische Angriffswellen nieder, fo daß der Sturm nicht zur Turchjührung und plötzlich stand der vermeintliche Seelsorger vcr mir, während seine beringt« Hand über meinen Aermel aus- und abglitt. Eigentlich hatte ich gute Lust, meine Zunge soweit herauSzustrecken als dieS nur möglich war, aber mich zur rechten Zeit an die Lehren meiner Mutter und deS „Es schickt sich nicht* erinnernd, ließ ich mich sogar herab, in küh-lem, aber doch höflichem Tone zu sagen: „Ich kaufte den Mantel in England, woraus ich mich wieder mit der Auswahl der Ansichtskarten beschäs-tigte und die Gegenwart deS bebarteten Exemplares männlichen ©'schlechtes vergaß. Ganz plötzlich wurde ich aber in die Wirklichkeit zurückversetzt, dadurch, daß mir dieses Scheusal zuflüsterte: „Komm' mit mir, komm' doch mit mir heim, Leopard!" und dazu lächelte. Ich richtete mich zu meiner vollen Höhe ans (meine volle Höhe ist leider nur 156 Zentimeter!) und meine Augen müssen wohl ,l«opardisch" ausge-sehen haben, denn daS Lächeln erstarrte ans seinen Lippen und mit affenartiger Behendigkeit schloß er die Tür des Ladens — von draußen! Du aber, der du diese Geschichte vernimmst, wirs Eitelkeit von dir und glaube nicht, daß man alleS „nur modern" haben muß, sonst mußt auch du in irgend einer Weise einen ganz schrecklichen Winter hindurch wenigstens im bildlichen Sinne «Leopard' sein! A. M. Karlin. des Cillier Stadtverschöne-VJtlrUllll rungsvereines bei Spielen, wetten und Vermächtnissen. kam. Auch n»rdistlich von Croisilles brachte unser Feuer einen starken Angriff der Engländer verlust-reich zum Scheitern. Nördlich der Straße ArraS— Cambrai warf ein Vorstoß unserer Truppen den Feind auf Lagnicourt und BoursieS zurück. Zu den blutigen Verlusten der dort fechtenden Australier kommt eine Einbuße von 475 Gefangenen und 15 Maschinengewehren hinzu, die eingebracht, sowie 22 Geschützen, die genommen und durch Sprengung unbrauchbar gemacht wurden. Bei St. Ouentin nahm daS Artilleseuer wieder zu. Heeresgruppe deS deutschen Kronprinzen. Zwischen Oise und AiSne scheiterten gestern durch star-kes Feuer vorbereitete Angriffe der Franzosen bei Vauxailon und Givres. Bon Soissons bis Reim« und im Westteile der Champagne hielt der Feuer kamps bei stärkstem Einsätze der Artillerie und Mi-nenwerser an. Nach d m Scheitern seindlicher Er-kundungsvorftöße am 15. d. entbrannte heute mor-gens in breiten Abschnitte» eine Jnsanlerieschlachi. Heeresgruppe de? Generalseldmarschalls Herzog Albrecht von Württemberg. In der Lothringer Ebene und an der Burgundischen Psorte blieben Unterneh mungen französischer Stoßtrupps gegen unsere Stel-lung ohne jeden Erfolg. Ein einheitlicher Angriff feindlicher Flieger gegen unsere Fesselballons läng« der Aisne war ergebnislos. Der Gegner verlor zwischen SoijsonS und Verdun gestern elf Flugzeuge, deren Mehrzahl Maschinen neuester Bauart (SpadS) sind. 17. April. Heeresgruppe des deutschen Krön Prinzen. An der Aisne ist eine der größten Schlach-ten des gewalligen Krieges und damit der Weltge schichte im Gange. Seit dem 6. d. hielt ununter-brachen die Feuervorbereitung mit Artillerie nud Minenwersern an, durch die die Franzosen in noch nie erreichter Dauer, Masse und Heftigkeit unsere Stellungen sturmreis, unsere Batterien kampsunsähig, unsere Truppen mürbe zu machen suchten. Am 16. d. frühmorgens fetzte von Soupir an der Aisne bis Bethe»!), nördlich von ReimS, der auf einer Front von 4V Kilometer» mit ungeheurer Wucht geführte und durch Nachschub von Reserven genährte tiesgeMderte französische DurbruchSangiisf ein. Am Nachmittag warf der Franzose neue Massen in den Kamps und führte starke Nebenangriffe gegen unsere Front zwischen Oise und Conde sur Aisne. Bei dem heftigen Feuerkamps, der die Stellungen einebnet und breite, tiefe Trichterfelder schasst, ist die starre Verteidigung nicht mehr möglich. Der Kampf geht nicht mehr »m eine Linie, sondern um eine ganze, lies-gestaffelte BesestiguugSzone. So wogt das Ringen um die vordersten Stellungen hin und her mit dem Ziele, selbst wenn dabei Kriegsgerät verloren geht, lebendige Kräfte zu sparen, den Feind durch schwere blutige Verluste entscheidend zu schwächen. Diese Ausgaben sind dank der vortrefflichen Führung und der glänzenden Tapferkeit der Truppen erfüllt. Am gestrigen Tage ist der große französische Durchbruchs, verfuch, dessen Ziel sehr weit gesteckt war, geschei-tert, sind die blutigen Verluste des Feindes sehr schwer, über 2100 Gesangene in unserer Hand geblieben. Wo der Gegner an wenigen Stellen in unsere Linien eingedrungen ist, wird noch gekimpft; neue semdliche Angriffe sind zu erwarten. Heute morgens ist der Kamps in der Champagne zwischen Prunay und Auberive entbrannt. Da» Schlachtfeld dehnt sich somit von der Oise bis in die Champagne aus. Die Truppe sieht den kommenden schweren Kämpsen voll Vertrauen entgegen. 17. April. (Abendbericht.) Nach dem verlustreichen Scheitern ihreS Durchbruchstoßes haben die Franzosen an der AiSne de» großen Angriff nicht erneuert. In der Champagne wird den Tag über beiderseits von Auberive erbittert gekämpft. Der Krieg gegen Italien. 15. April. Amtlich wird verlautbart: Unsere Abteilungen drangen aus dem Tolmeiner Brücken köpf in den italienischen Stützpunkt bei Eiginj ein, überwältigten die Besatzung und kehrten mit 12 Ge-sangenen zurück. 16. April. An der FleimStalsront drangen heute zeitlich früh unsere Sturmpatrouillen in. Gebiete »er Cima di Boche in die italienische» Stel-lungen ein und machten 7 Offiziere nnd 124 Mann zu Gefangenen. Der Krieg in den Lüften. 14. April. Gestern entfalteten die Italiener eine ebenso rege wie erfolglose Fliegertätigkeit. Feind-liehe Geschwader, die bei Plava und gegen das Wippachtal einbrachen, wurden vo» unseren Fliegern vertrieben. Ein italienisches Flugzeug stürzte bei Dornberg ab. Die Insassen sind lot. Im Raume von Prosecco ui d bei Plrauo zwangen unsere «»- Gelte 4 wehrgeschütze die feindlichen Flugzeuge zum Umkeh-ren. Die Bombenwürfe der Italiener hatten keine Wirkung. Unsere Flieger griffen mehrere Baracken-lager im Görzischen an. Türkischer Kriegsbericht. 16. Ipril. Jrakfront. Auf dem rechten Tigris-ufer pur Patrouillengefechte; auf dem linken leichtes Infanterie- und Art.Ieriefeuer. Nördlich der Dijala Ruhe. Unser Flugzeugführer Hauptmann Schütz schoß einen feindlichen D»ppeldecker ad, der in der Nähe unserer Stellungen abstürzte. Die feindliche Besatzung ist tot. Aus ütaftt und land. Geschäftsstunden der Gerichte wäh rend der Sommerzeit. Während der Sommer-zeit, da» ist in der Zeit vom 16 April bis 17. Sep-tember bleiben die bisherigen Geichästsstunden der Gerichte in Eilli »ormittagS von 8 bi« 1 Uhr und nachmittags von halb 3 bis halb 6 Uhr unverändert. Die Einschränkung de» Parleienverkehres auf die vormittägigen AmtSstunden wird aufgehoben. Ein Abend deutschen Humors. De« Großteil des schöngeistigen Cilli konnte sich dem Schauspieler Hugo Helm am 3. d. im Stadttheater als BortragSmeister vorstellen. Wir waren angenehm überrascht, da wir vor nicht allzulanger Zeit aus diesem Gebiete eine recht gründliche Entläufchung er-lebten. Herr Helm besitzt eine angenehme und klang-volle Stimme, eine ordentliche Aussprache und eine vorzügliche Art der Huworschattierung. ohne dabei am BortragStisch Theater zu spielen. Die mit viel Künstlerischem ausgebaute BortragSsolge brachte wirk-lich nur Gutes und BesteS. Helm bot unS aus der Fülle deS modernen deutschen Dichterhumors einen prächtigen Strauß gereimter und ungereimter Dinger in zwanglosem Wechsel. Um einige Namen zu nen< neu: H. Seidel, L. Thoma, Fritz v. Ostini, Karl Ettlinger, Alex MoSzkowSki: lauter Vertreter guten HumorS. H. SeidelS „Musik der armen Leute", dieses prächtige Hedelied auf die Drehorgelmusik er-öffnete den Abend Besonder, gut gefielen auch die Sachen »on Ettlinger („Der FipS!") und die Fr. v. OstiniS. SS wurde viel und herzlich gelacht; da» und der überaus reiche Beifall zeigten, daß die Zu-Hörer Helm für das Gebotene auch dankbar waren. Beim Verlassen deS TheateiS hatte sicher alleS den lebhaften Wunsch, Helm bald wieder in Cilli am VortragStische l»grüßen zu können! H. W. Die Dafnis Lieder Wie wir vernehme», werden die in der ganzen musikalischen Welt unge» wohnliche« Aussehen und begeisterten Beisall finden-den DafniSlieder von Ernst Blümel durch den be-rühmten Kammersänger Viktor Heim und Dr. Ernst Dccsey am 3. Mai 1917 im hiesigen Stadttheater zum Lortrage gelangen. Näheres wird noch bekannt gegeben werden. Der Kartenvorverkauf findet in der Kanzlei deS hiesigen RechtSanwalteS Dr. Fritz Zang-ger, Bahnhofgasse I, 1. Stock, statt. Die Kollektiogenossenschaft in Tilli hält am Sonntag den 22. d. nachmittag» im Groß-gasthose „zur Post' ihre ordentliche ZahreSversamm-hing ab, in welcher u. a. der Tätigkeit»- und Rechenschaftsbericht sür daS Jahr 1916 zur Verhandlung gelangen. Der Genossenschastsoorsteher Herr Michael Altziebler wird auch den Bericht über den Verlauf deS am 4. Februar 1917 in Leoben statt-gefundenen deutschen HandwerkertagcS bringen. Städtische Lichtspielbühne. Die Spiel-ordnung für Donnerstag den 19. und Freitag den 20. April ist folgende: Eine prächtige Naturaufnahme der Stadt Budapest. Die Ballade „Das Gottesgericht" und da» Lustspiel „Die Mietze »on der Molkerei". — Freitag den 20. April ist die erste Vorstellung um halb 7 Uhr nur Militärpersonen zugänglich. Der geiammte Ertrag dieser Vorstellung ist für den k. k. österreichischen Witwen- und Waisenfond und dem königlich ungarischen KriegSfürsorgeamt zu gleichen Teilen bestimmt. Der Ertrag der zweiten Vorstellung, zu der Zivil und Militär Zutritt hat, wird von der städtischen Lichtspielbühne ebenfalls obigen Zwecken gewidmet. In Anbetracht deS wohltätigen Zweckes wird ein recht zahlreicher Besuch empfohlen. — Für beide Wohltatigkeiisvorsttllungen am Freitag den 20. d. M. hat die Leitung der Musikkapelle der städti scheu Lichtspielbühne in bereitwilligster Weis« ihre Mitwirkung mit verstärkten Kräften in den Dienst der guten Sache gestellt. Neue Geschäftsstelle der deutschradi-Kalen Partei. Zu Beginn dieses Monates hat die deutschradikale LandeSparteileitung sür Steiermark in Graz eine Geschäftsstelle errichtet. Der die Geschäfte leitende Vollzugsausschuß ist gerne bereit, Auskünfte zu erteilen, Interventionen be> den Behölden der Hauptstadt durchzuführen, oder an die Reichspartei-leitung in Wien weiterzuleiten. Näherei über den Betrieb der Kanzlei wird demnächst verlautbart wer-den. Obmann der steirischen Landesparteileitung ist StadlamtSvorstand Dr. Ambroschitsch in Cilli. ge-schäftSführender Obmannstellvertreter Dr. Knüll-Kholwald, Professor, Graz, Wielandgasfe 2. Spenden zur Ausgestaltung der Kanzlei und andere Geld-sendungen mögen an den Säckelwart. Banlbcamten Viktor Freyler, Graz, Radetzkystraße l, gerichtet werden. Sicherstellung des Kartoffelanbaues. Zum Zwecke der Sicherstellung der kommende« Kar-toffelernte hat das Stadtamt die Verwendung der vom Stadtamte zur Verteilung gelangenden Saat-kartoffeln zu anderen als Saatzwecken verboten. Ueber-tretungen dieses Verbotes werden strenge bestraft. Maßnahmen zur Erleichterung der Steuernaufdringung. Von der Finanz Landes direktion sür Steiermark erhalten wir folgende Zu> schrijt: Im Interesse der Steuerträger wird um Veröffentlichung nachstehender Notiz in einer der nächsten Nnmmeni Ihres geschätzten Blatte» er-sucht: Von den hohe» Anforderungen gedrängt, die der Zwang der Zeit an den Staatsschatz stellt, hat die Regierung mit der kaiserlichen Verordnung vom 16. März 1917, betreffend die Abänderung einiger Bestimmungen über die direkten Steuern, Anord-nungen getroffen, welche in die Rechte der steuer-Pflichtigen Einzelpersonen nnd Gesellschaften außer-ordentlich tief eingreifen. Die Behörden können nun-mehr bei Veranlagung der allgemeinen und beson-deren Erwerbsteuer, der Renlenstcuer und Einkom-mensteuer die Gewährung der Einsicht in die Ge-schästS- und Wirtschaftsbücher, Ausschreibungen und Belege aller Ait verlangen, und durch Ordnungs-strafen bis zu 10.000 K erzwingen. Ferner kann für Steuerhinterziehungen und Steuerverheimlichun-gen bei einer gewissen Höhe des BerkiirzungSbetra-grS oder bei Rückfall eine Arreststrafe bis zu einem Jahre »erhängt werden, und zwar neben der Geld-strafe. Diese kann im Falle der gänzlichen oder teil-nieistn Uneinbringlichkeit in eine Arreststraf- bis zu sechS Monaten umgewandelt werden. Der gleichen Bestrafung unterliegen auch falsche Zinsangaben in den ZinSertragSbekenntnissen. Diese Strafb:stimmu». gen beziehen sich zwar nicht auf die vor dem Kund-machungilage begangenen Handlungen und Unter-lassungen; jedoch unterliegen künftige Bekräftigungen unrichtiger, vor dem KundmachungStage eingebrachter Bekenntnisse, Erklärungen und Berufungen den neuen Normen. Zur Vermeidung der Strafe empfiehlt eS sich daher, unrichtige Erwerbsteuererklärungen, Ein-kommen-, Rentensteucr- und ZinSertragsbekenntnisse möglichst bald, längstens aber bei Beantwortung von Fragen oder Bedenkenverbalten der Steuerveranla-gungSorgane freiwillig richtigzustellen (8 245 P.-St. Ges.). Die gleichen Geld- und Arreststrafe» kön-neu über jene Personen verhängt werden, welche für den Steuerpflichtigen Bekenntnisse, Berufungen und und dergleichen Eingaben »erfassen, wenn sie ihn zu einer Steuerhinterziehung oder Verheimlichung anstiften oder ihm bei der Verübung mit Rat oder Tat Hilfe leisten. Mietparteien, welche unrichtige Miet-zinSangaben in den ZinSertragSbekenntnissen durch ihre Unterschrift bekräftigen, unterliegen der gleichen Bestrafung. Für die dem Anstifter oder Mitschuld!-gen auferlegten Strafen hafut der Steuerpflichtige. Beutezüge einer kroatischen Räuber bände. Aus Agram wird berichtet: Die Stadt ist Wochen hindurch infolge vieler Einbrüche und Raub-übelfälle in Angst und Schrecken versetzt worden. Etwa 20 Einbrecher hatten sich zu einer Banoe zu-sammengeschloffen, die nun zum Teile verhaftet worden ist. In knapp drei Monaten haben die Ein-brecher, und zwar in der Verkleidung al« Soldaten gegen 600 Delikte angehäuft und Waren aller Art im Werte von über lüO.OOO K erbeutet. Bald in Zivil, bald als Infanteristen, Unteroffiziere und so gar Offiziere verkleidet, tauchten sie da, bald dort auf, verübten Diebstähle, Betrügereien, Einbrüche und Raubanfälle. Verworfene Weiber waren ihre Vertrauten und Helferinnen, die ihnen Unterschlupf gewährten und halsen, die Raubbeute loszubringen. Die Bande war schließlich über ganz Ungarn und Kroatien verbreitet und organisiert. Entscheidend war die Verhaftung des „Oberleutnants Simano-uic", durch die man der ganzen Bande auf die Spur kam. Die Bande rüstete eigene „Militärpatrouillen" aus, welche auf dem Lande die „Requisitionen" durchführten. Kleinverkauf von Baumwollwaren. Das Handelsministerium hat gestattet, vaß in der Zeit vom 2. April bis 2. Mai 1917 weitere 5 v. H. der gesperrten Baumwollwaren und Wäsche Kummer 31 sorten (berechnet nach dem Vorratsstande vm 2. September 1916) im Kleinverkauf abgegebn werde». Ausgenommen von dieser Ermächtigung sind jene Banmwollwaren und Wäfchesorten, für, welche eine AnbotszwangSverfügung erlassen ist. Die Abgabe im Klcinverkaus ist an die in der Perord-j nung vom 31. August 1916 angeführten Beding«» gen gebunden, welche lautet: a) Die zum Kleinver-! kauf freigegebenen Vorräte, dürfen an den einzelne»! unmittelbaren Verbraucher nur in Mengen bis hoch stens 20 Meter Ware bezw. '/» Dutzend Wäsche stücke veräußert werden; b) die Kleinverkausspreis^ für die freigegebenen Mengen dürfen die vom Be> sitzer vor Inkrafttreten der Verordnung im Kleinverkauf erzielten Preise keinesfalls übersteigen^ c) über diese Verkäufe müssen besondere Aufschrei-düngen geführt werden, in welche den vom Handel»-Ministerium bestellten Kontrollorganen jederzeit Ei»-blick gewährt werden muß. Im Bade Neuhaus gestohlen, in Marburg verhaftet Im Laufe des Mir; wurden im Bade Neuhau» der Privaten Anna Gro-belnik während ihrer Abwesenheit au» Neuhaus oul einem verschlossenen Korle Kleider. Wäsche, Gott-und Silberschmuck im Werte »on 2400 K gestohlen. Die Täterin war die schon zweimal wegen Diebnahl abgestrafte 21jährige Magd Theresia Effich (auch Iessich), welche den Korb ausgeschnitten hatte und nach dem Diebstahl verschwand. Montag um Ü Uhr gelang es dem Wachführer der Marburger Sicher heilSwache, Herrn Raob, die Diebin in Marburg bei einer HauSmeisterin in der Burggasse, bei der sie wohnte, sestzunehmen. Neuerliche Erhöhung der Milchpreise. Da trotz der ausgebreitetsten Organisation des Milch* sammeldiensteS in ganz Mittel- und Obersteiermart, welche aus der Ausübung eines Zwange» zur Milch, lieferung seitens der Produzenten beruht, die Milch-zufuhren noch immer gegenüber dem dringendste» Bedarfe in Graz und den übrigen größeren Konsum-orten des Lande» weitaus zurückbleiben, war die Statthalterei neuerlich genötigt, mit einer Erhöhunz deS Höchstpreises für den Kleinverschleiß von Ka»> nenmilch von 46 auf 56 Heller per Liter vorzugehen. Die außerordentlichen Schwierigkeiten, mit welche» die Viehhaltung gegenwärtig zu kämpfen hat, insbe-sondere die Höhe der Futtermittelpreise, sowie der immer drückender werdende Personalmangel machte, eS notwendig, den Produzenten statt de« bisherig» Preise» loko Stall von 30 Hellern einen solchen v« 40 Hellern zuzubilligen, da der Produzent bei Au>> rechterhaltung deS Preise» von 30 Hellern selbst bei einer Verfütterung eine rentablere Verwertung ftn d e Vollmilch finden würde. Trotz Ausübung bei Zwange» zur Lieferung von Milch, die einzelne» Gemeinden haben Milchkontingente aufzubringen und an die Sammelstellen zu liefern, könnte eS nie genügen, den Milchertrag der zahlreichen Einzelwrr> schaflen richtig zu ersassen, wenn der Produzent i» solge der zu niedrigen Milchpreise bei Abgabe »»» Milch an den Konsum eine wirtschaftliche Schiidi-gung erfahren müßte. Nach sorgfältiger, unparteiisch» Berechnung der Gestehungskosten mußte daher ei« Erhöhung des Stallpreises von 30 ans 40 Heller zugestanden werden und hat der Unterausschuß bei LandeSernährnngSbeirateS für tierische Produkte nach fast vierstündiger eingehender Beratung dieser Prei»-erhöhung seine Zustimmung erteilt. Zu dem Stall-preise find hinzuzurechnen: Die an und für sich ring veranschlagten Kosten deS komplizierten Milch. sammeldiensteS mit 4 Heller; die Kosten des oft sehr mühsamen und mit großen Schwierigkeiten verbu»-denen Transporte? von der Sammelstelle zur näch-' gelegenen Eisenbahnstation mit 4 Heller; die Kostn des Bahntransportes einschließlich deS neuen Frach-briesstempelS und mit Berücksichtigung der Tariser-höhung gleichfalls mit 4 Heller, so daß der Lite: Milch loko Bahnhof Graz aus 50 Heller zu stehn kommt. Obwohl auch die Molkereien und Milch-Handlungen mit Erschwerungen in ihre» Betriebe p kämpsen haben, konnten ihnen sür ihre Regiekojlei zuzüglich des üblichen Handelsgewinnes nicht meist als 6 Heller bewilligt werden, da der KleinverschleH preis der Milch in Graz keineSsall» höher als i» Wien sein kann, wo er gleichfalls 56 Heller für den Liter beträgt. Mit Rücksicht auf die außerordentlich! Milchknappheit wird der Verkauf von Flaschenmilch allgemein untersagt und nur in AuSnahmSfällen ew zelnen Milchgroßprvduzenten für die Versorgung fc-stimmtet Sanitätsanstalten in genau bestimmt«! Äe» gen gestattet werden. Die Milchpreissestsetzung sür die übrigen Orte des Landes außerhalb Gra; und dessen Umgebungsgemeinden erfolgt durch die b treffenden politischen Bezirksbehörden und wird -m denselben mittels besonderer Kundmachungen inaOn Nummer 31 Gemeinden, für welche eine Preisfestsetzung erfolgt, verlautbart werden. Urlaub und Kommandierungen zu land- und forstwirtschaftlichen Arbeiten. Ja Anbetracht der bes»nderen Bedeutung der land-und forstwirtschaftlichen Pr«»ukti»n und der sortge-festen Verminderung der verfügbaren zivilen Arbeit«-kräfte werden im Rahmen der militärischen Zuläsiig-keit ju land, und sorftwirtfchaftlichea Zwtcken mög-lichst zahlreiche» Mannschaft?» Urlaube erteilt und den Gemeinden u»d Einzelbesitzern kommandierte Mannschaften al» Arbeitspartien zur Verfügung ge-stellt werden. Für Beurlaubungen kommen selbst»»,' dige Land- und Forstwirte, auch Pächter, Weinbauer und deren allernächste Familienangehörige, wie der Sohn, Schwiegersohn und Bruder, ferner Wagner, Faßbinder und landwirtschaftliche Schmiede, wenn sie aus dem Lande selbständig ihr G?werbe im In-teresie der Land- und Forstwirtschaft ausübe», in Betracht Sie haben ihre Bitte beim Rapport vor-zubringen, da da» Bewilligungsrecht dem Kimman-danten der Ersatzkörper, Anstalten usw. zusteht. Ur> laubSgesuche und Dokumente, wie KatasterauSzüge, Amtibestätigungen usw. sind nicht beizubringen. ES »ird dara»f aufmerksam gemacht, daß Urlaubsgesuche seite»« der militärischen Zeutralftellen einer Erledigung nicht zugeführt werden, wie auch schriftliche Ansuchen bei den Kommandanten nutzlos wären. Die Be»r-laubung erfolgt grundsätzlich in den Ort deS land-wirtschaftlichen Eigenbetriebe», bezw. des Betriebe» >e»er Angehörige». sür welche die Beurlaubung er-folgte. Die Urlaub»dauer »ird wenigsten» bi» zu fünf Wochen betragen, welche bei «leinbetrieben i» Raten für die Saisonarbeiten bewilligt werden kön-nen. Nach Zuläsfigkeit werden auch mehrmalige Be-urla»b»ngen stattfinden. Jedenfalls »ird getrachtet werden, die militärischen Dienstverhältnisse derart ein-»»richten, daß eine weitestgehende Be»rlaubung ei», treten kann. Die geographischen BegrenzungSlinie» Nnd von den militärischen Operation«» abhängig. Nach Deutschland könne» nur solche selbständige La»d- und Forstwirte, Pächter und nächste Angehörige »on solchen beurlaubt werden, welche eine Beftäti-gung der Gemeinde über die Notwendigkeit ihrer Beurlaubung beibringen. Bei der Arbeit ist »on den Beurlaubten womöglich Zivilkleidung zu tragen. Be-urlaubte Mannschaften hoben nach Beendigung der Arbeite» in ihrem Betriebe bezw. den ihrer nächsten ^amUienangehörigen nach Anweisung der politischen BezirkSbehörden. der Gemeindevorsteher und der An-da», und Erntekommisfion auch m anderen Betrieben Arbeite» z» verrichten, widrigenfalls sie sofort ein-rückend gemacht und in ArbeitSpartien eingeteilt werde». Ueber Sonn- uad Feiertage können kurze Ur-laube zur Ausübung des Zivilberufes dann erteilt ««de», wen» bie BetriebSstätte In der Nähe der Garnison liegt. Auch von der Armee im Feld« er-folge» Beurlaubungen nach Weisungen deS Armee oberkowmandoS Die Kommandierung von Mann-fchaften zur Bersehung vo» land- und sorstwirtschast-lichen Arbeiten ist, soweit nicht der Bereich der Armee i« Felde in Betracht kommt, seitens der Gemeinden »der Sinzelbesitzer bei jenen LandeS-ArbeitSnachweiS-stelle» anzusprechen, in dere» Bereiche die Gemeinde, bezw. der Einzelbesitz gelegen ist. Die LandeS-Ar-d«lt«»achweiSstellen leiten die von ihnen als notwen-d!g erkannten Anforderungen sofort an die Militär-ko»ma»den weiter, welche die Absenkung der ange-forderten ArbeitSpartie feiten? der in Betracht kom-meode» Ersatzkörper telegraphisch veranlassen. Zu diesen Kommandierungen werden herangezogen die aus eine Beurlaubung anspruchSberechtigien Mann-Schäften, welche um einen land- oder sorstwirtschast-ichen Urlaub nicht bittlich wurden, jene, welche von der veurlaubung ausgeschlossen sind, nnd jene, welche zwar beurlaubt, aber wegen Beendigung ihrer Ar-beit einrückend gemacht wurden, dann alle land-und orstwiirischaftlichen Arbeiter, welche nicht zu den ob-erwähnten Urlaubs berechtigte» gehören, und schließlich alle übrigen verfügbaren Mannschaften, welche nicht dem land- oder sorstwirtschastlichen Beruse an-gehören Die verpflegSgebühren sind einheitlich mit • xrronen pro Tag und Mann festgesetzt und wer-•en fifir die erste Dekade dem führenden Unteroffizier «'tgegeben, für die weiteren Dekaden der Gemeinde (Emzcelbesitzer) zugesendet. Die Unterkunft und Ver-pflegurng i»klusioe Brot i» natura der Arbeitspartien oblieg,t jener Gemeinde (Einzeldesitzer), welcher die •rtrefffenbe militärische ArbeitSpartie zugewiesen wurde. Uebcrtdics ist vom Arbeitsgeber jedem Mann (auch »e» kllowmandanten der ArbeitSpartie) eine der vrt«->bllch«eri Entlohnung entsprechende ArbeitSzulage pro «vriüstag auszufolgen. Die Höhe der Arbeitszulage — Irtdod) mindestens 3 Kronen per Arbeitstag — »estt»,»k» die politischen BezirkSbehörden. Akkord- ' Ätu:.che Macht entlohnung ist zuläsiig, jedoch muß dieselbe mindestens 3 Kronen pr» Tag betragen. Bezüglich der Ent-Hebungen zu la»d- und forstwirtschaftlichen Zwecken gelten die bisherigen Borschriften. Offiziere (Aspiranten), Einjährtg-Freiwillige, länger dienende Un-terosfiziere kommen für eine längere Beurlaubung zu land- und firstwirtschaftlichen Arbeiten, bezw. zur Ueberwachung »nd Leitung derselben im allgemeinen nicht in Betracht. Infofer» diese Personen für die Land» »der Forstwirtschaft unentbehrlich sind, werden sie im Sinne der bestehende» Verfügungen aus die Dauer des Bedarfes enthoben. Ueber die ausnahmS-weife Gewährung von kurzen Urlauben im Ausmaße bis zu 14 Tagen entscheidet daS vorgesetzte Militär-kommando bei Beurteilung der militärischen und volkswirtschaftlichen Rücksichten, für die Dauer von über 14 Tage» bis 4 Wochen da» KriegSministerium, bezw. Ministerium für Landesverteidigung. Eingesendet. Stenographie Lehramt. Der diesjährige, vom Wiener GabetSberger-Stenographen-Zentral-»erein für Herren und Damen veranstaltete Ferial-kurs zur Vorbereitung auf die staatliche Stenographie» Lehramtsprüfung wird in der Zeit vom 80. Juli bis 10. August, 4l/4 bis 6n/4 Uhr nachmittags, abgehalten. Der K»rS dient zur Vorbereitung auf bie in der erste» Hälfte Oktober stattfindende staatliche Lehramtsprüfung und umfaßt alle Prüfungsfächer, wie Systemkunde und Methodik, Probeschulvorträge, Geschichte unb Literatur ber Stenographie usw. Die Einzelheiten sind bei der Leitung de» genannten Vereine«, Wien, 1., Wollzeile 5, zu erfragen. Be-Hufs Feststellung der sachlichen Voraussetzungen für die Teilnahme an dem Kurse wird die Einsendung eiuer stenographischen Schriftprobe empfohlen. Jene Herren und Damen, die über ein Reifezeugnis (Mit-tetfchule, Lehrerbildungsanstalt usw) nicht verfügen, erhalten be« genauer Angabe ihre« Bildungsganges (Schulen, abgelegte Prüfungen, Sprachstudien usw.) die erforderlichen Auskünfte. Vermischtes. Ein gefährlicheSGegenüber. In einen Pariser Vorortzug steigt eine ältere Dame ein, nimmt Platz und wird gleich darauf leichenblaß. Angstvoll irren ihre Blicke zu ihrem Gegenüber, einem in graue Lumpen gekleideten Soldaten, der aus dem Kops eine flache Mütze mit roten Streiten trägt. Der Atem stockt ihr. denn eS ist kein Zweifel möglich. Der da vor ihr sitzt, ist ei» Boche, ein leibhaftiger Boche. Die alte Dame liest genug illustrierte Zeitschriften, um sich barüber keiner Täuschung hinzugeben. Und wen» sie wirklich noch im Zweifel fein könnte, der Anblick de» französischen Soldaten, der den Gefan-genen «it lange« Gewehr begleitet, gibt ihr die schreckliche Gewißheit. Zeternd wendet sie sich an den Poilu: ,.O Monsieur", mnrmrlte sie, „sehe ich recht? Ist dieser Mensch dort »icht ei» Deutscher?» — „«llerdiBg«, g.ädige Frau.- „Entsetzlich ! Ich fitze einem De»lschen gegenüber! Wie furchtbar!" .«der Madame, er tut Ihnen doch nicht». Nicht wahr, Fritz, du wirst der gnädige» Frau nicht» antun?" .Aber „ein!" versicherte der Deutsche lachend. „O, >ch habe solche Angst. Sagen Sie mir doch n»r, Monsieur, wenn er Ihnen nun auSreißen sollte, was würden Sie da wohl tun?' „Ich würde ihn fest-halten." „DaS sagen Sie so. Sie würden »on Ihrer Flinte Gebrauch «ache» müssen. Und das, mein Herr, das würde ich nicht ertragen. Ich kann kein Blut sehen. Ich würde selbst darüber sterben. Und über-Haupt, wer bürgt mir dafür, daß Sie ihn nicht »er-fehlen und mich statt seiner niedermachen?' „Beruhigen Sie sich nur. Madame", sagt der Poil» be-gütigend. „die Flinte ist n cht geladen. Hier, sehen Sie selbst." Und den Hahn des Gewehres zurück-ziehend, zeigt er ihr lachend den leeren Hohlraum: „Richt eine Kugel drin, und Patronen habe ich auch nicht bei mir." Da fährt die Dame entsetzt in die Höhe: „Aber dann ist daS ja noch viel gefährlicher. Wie kann man bloß zugeben, daß die Sachen mit den anderen Reisenden zusammen fahren dürfen!* SprachS und verschwand mit angstvollem Getrippel, sowie nur der Zug zum Stehen kam DaS Frachtgut desKronprin zen. Eine »ro»prinzengeichichte erzählt die Zeitschrift „Aus dem Ostlande". Ein Tischler au» Ostpreußen kam als Soldat in den Argonneu auf den Gedanken, in fei-ner freien Zeit Ersatz sür seinen von den Russen verwüsteten Hausrat zu schassen; seine Kameraden halfen ihm dabei, und so machte er gute Fortschritte in feiner Arbeit. Eines Tage» kamen einige hohe Seite 5 Offiziere an die Tischlerwerkstatt in den Arginnen, sie wunderten sich über die Möbel, ein jüngerer Ge-neral stieg ab, besichtigte die Sachen, lobte sie, er« fuhr, wozu sie dienen sollten und fragte dann den Tischler, wie die Möbel in fein« Heimat geschafft «erden sollten. „Dat »et ick »ich, Exzellenz." Der Offizier lachte, besprach einiges mit seine» Begleitern, fragte den Ostpreußen dann, wann die Möbel fertig sein würden, und auf die Antwort: „In zwei W»-chen", klopfte er ihm auf die Schulter und sagte: „So, dann werde ich nach zwei W»che» dafür s»r-ge', daß Ihre Sachen frachtfrei »ach Hause gesandt werden könne». Sie habe» sich nach zwei an Ihren Feldwebel zu wende». Er wird unterrich« tet sein und das Nötige besorge»." Die Soldaten standen stra«m, der junge General saß auf und ritt mit feinen Begleitern davon. „Joa, Mönfch, west eck, «er bet woar?* fragte nun einer der Gehilfen deS Tischler?. „Ei» General" — mehr wußte er nicht. ,,E« war der Kronprinz", belehrte ihn der andere, und nun riß der biedere Ostpreuße die Hacken zusammen und schalt sich selbst: ,Diewl ock, d»a been öck aber dußlich gewese." Nach zwei Woche« meldete er sich bei seinem Feldwebel mit seine» fer-lige» Sachen, er erhielt eine Bescheinigung für die nächste Eisenbahnhaltestelle unb hier wurden seine Möbel tatsächlich al« Frachtgut angenommen »»d kostenlos nach ihre« Besti««»ngSort gefahren. Gerichtssaal. Cilli. 13. April 1917. Während der Weihnachtsmette. In der Nacht vom 24. zum 25. Dezember 1916 brach der 54jährige Landstreicher und Ge-wohnheitSdieb Johann Kuzar in das versperrte Gasthaus de« Philipp Lokoschek in Store bei Eilli ein und stahl daselbst einen Schinken und »ine Pfanne mit gebratenen Würsten. Der Versuch, die Schanktischladt, in welcher sich 5000 K befanden, zu erbrechen, führte nicht zum Ziele, weil der Täter durch die von der WeihnachtSmette heimkehrenden Hausbewohner verscheucht wurde. Er flüchtete s» rasch, daß er einen Teil feiner Einbrecherwerkzeuge am Tatorte zurückließ. Kuzar wurde am 26. De-zemdet in einer Harpfe in Tüchern In seinem ?-sitzc fand sich «in größeres Stück Schinkenfleifch, ein Echmkenknochen «nd mehrere Einbrecherwerkzeuge. Weiter» wird ihm zur Last ge-legt, daß er dem Besitzer Ludwig Jost in Tüchern »leider uud 50 K Bargeld gestohlen habe. Der Beschuldigte leugnet die Tat bei Lokoschek und behaup-tet, einen Schinken von einem Bekannten, den er nicht Hennen wolle, erhalten zu haben. Der Beschul-digte gesteht nur den Kleiderdiebstahl be, Jost und leugnet, daS Geld gestohlen zu haben, welches sich jedoch in den gestohlenen Kleidern befand und gleich-zeitig mit diesen abhanden gekommen ist. Kuzar wird vom Erkennt»i«gerichte unter dem Vorsitze de» LandeSgerichiSrate» Wenedikter z» 4 Jahren ichrne ren KerkerS verurteilt. Seinem Dienstgeber mit Pferd und Wogen durchgebrannt. Der 38jährige Taglöhner Leopold Pegan sucht sich seinen Lebensunterhalt dadurch zu verschaffen daß «r sich für kurze Zeit al« Knecht verdingt und dann mit einem Pferde oder Wagen verschwindet Im Herbste 1916 war er beim Besitzer Kranz Loncar in Franz bei Eilli dedienstet. Am 24. Oktober schickte ihn sein Dienstgeber mit einem Wagen und 2 Pferden nach St. Peter. Pegau fuhr jedoch weiter nach Sachsenselb und bot dort, als Flüchtling aus Görz sich ausgebend, zunächst ein Pferd. •» bann daS ganze Gespann dem Gastwirte Franz Wirant zum «aufe an, der es auch um 1200 K übernahm, jedoch nur 20 K ausfolgte und den Kaufpreis nur unter der Bedingung auszufolgen ver-sprach, daß daS Eigentum de» Beschuldigten zweifel» los festgestellt werden sollte. Pegan übernahm die 20 S, ließ jedoch daS Gefährte im Stiche und ver-schwand von Sachsenfeld. Ja ähnlicher Wei e hau-delte er später in Krain. Als Knecht de» Wasen-Meisters Anton JoraS in Reifnitz verkaufte er im Februar 1917 in Laferbuch ein Pferd feines Dienst« gtberS im Werte von 8000 K um 350V K und verschwand abermals nach Empfang einer Anzah. lu,.g von 1000 S. Der Beschuldigte ist feiner Haud-lungen in Uebereinstimmung mit den Ergebnissen der Voruntersuchung umfassend gestänoig. Da« Erkenn, nisgericht unter dem Vorsitze de« Hofrates Adalbert Liotzia i verurteilt Pegan zu eiuer schweren Kerker-strafe in der Dauer von 18 Monaten, verschärft mit einem harten Lager alle Monate. fetitf 6 Heutiche Wacht Siuwmer 31 ZI. 4984/1917. Kundmachung. Zum Zwecke der Sicherstellung der kommenden Kartoffelernte wird gemäss § 7 der kaiserlichen Verordnung toid 20. April 1854, R.-G.-Bl. Nr.* 396, die Verwendung der vorn Stadtamte zur Verteilung gelangenden SaatkartofTeln 7,u anderen als Saatzwecken verboten. Uebertretungeu dieses Verbotes werden nach § 11 der obangefsthrten Verordnung strenge bestrast. Stadtamt Cilli, am 17. April 1917. Der Bürgermeister: Dr. Heinrich v. Jabomegg Eine neue Wiesen- uiul Moosegge neuester Konstruktion, ist billig abzugeben. — Anzufragen iu der Verwaltung des Blattes. 22s«0 Porzellangeschirr, Kuchengeschirr, Essbestecke, Gläser u- a. zu verkaufen. Karolinengasse 11, hoebparterre links. Klavierspieler wird für zwei Tage in der Woche aufgenommen. Anzufragen Samstag oder Sonntag im Kinotheater in Sachsenfeld. Maurer Zimmer leute Taglöhner u. Weiber finden dauernde lohnende Beschäftigung bei Betonbau Unt ernehmung Pittel A Brausewetter im Guss-stahlwerk Judenburg (Obersteier.) Sehreibmaschine wird zu kaufen gesucht. Anzufragen in der Verwaltungskommission des Garnisonsspitales Nr. 9, Rathaus-gasse 5, II. Stock. Ein Paar starker Zugpferde ein schnelles sicheres Einspännerpferd ein leichter halbgedwjkter Einspännerwagen zu kaufen gesucht. Anträge mit genauer Beschreibung und Preise erbittet Gutsverwaltung Laak bei Süssenheim. Zum Wäscheausbessern sowie zur Umänderung von alten und Anfertigung von neuen Kleidern und Wäsche für Damen und Kinder empfiehlt sich Hausschneideric. Anzufragen Schulgasse 16, ebenerdig. Infanterie-Uniformstüeke sind preiswert abzugeben aus Gefälligkeit bei Herrn J. H o f m a n n, Herrenkleidermacher, Herrengasse Nr. 27. Jedes Quantum Edel- kastanienholz kaufen zu gutem Preise die Gerbstoffextraktwerke Heilenstein bei Cilli. Maschinschreibunterricht. Lehrbeßbigter Masehin«cbreiblehrer erteilt Unterricht im Mascbinschreiben und Stenographie zu sehr mässigen Preisen. Anfragen sind zu richten an Stadtamtssekretär Hans Blechinger. Fichtenstammholz-Verkauf. Die Stadtgemeinde Cilli verkauft in ihren Forsten Fichtenstämme am Stocke und zwar: a) im Waldorte Josefiwald, 1 km bl» zur Bahnstation Cilli, zirka 3600 Stämme mit etwa 3000 m Hutzholz-masse (Kahlschlägerung), b) im Waldorte Petschounig zirka 4 km vom Cillier Bahnhofe entfernt, beiläufig 1000— 1500 Stämme mit etwa 300—400 rn Holzmasse (Durchforstung bezw. Plentierung). Die schriftlichen Offerte sind bis 30. April 1. J., 12 Uhr Mittag, einzureichen — Verkaufsbedingungen und Auskünfte erteilt, bezw. versendet das Stadtamt Cilli. F\rnck<;ört£ri Veremslmchdruckerei 2 i8 (Ericia" Cilli liettrt «u mdfctfltB «wtten WIUU Nr. 1375/17. Freiwillige gerichtliche Liegenschattsfeilbietung. Vom k. k. Bezirksgerichte Fettau werden auf Ansuchen der Eigentümer die nachverzeichneteu Liegenschaften öffentlich feilgeboten: 1. die Liegenschaft E. Z. 431 K.-G. Pettau, bestehend aus dem Zinshause Babnhofstrasse Nr. 1 (Bauarea 412) und anschliessenden Garten (Teil der Parzelle 830/5) mit Ausnahme der Parzelle 330/4 im Schätzwerte von K 69901*75 mit dem Ausrusspreise vo« K 65.000; 2. die Liegenschaft E. Z. 434 K.-G. Pettau, bestehend aus dem Zinshause Bahnhofstraise Nr. 3 (Bauarea 413) und anschliesseadem Garten (Teil der Parzelle 330/5) im Schätzwerte von K 66942 mit dem Ausrufs-preise von K 63.000. Die beiden Häuser, nahe dem Bahnhofe gelegen, am Eingänge zur Stadt, wurden im Jahre 1911 erbaut und sind noch sechs Jahre steuerfrei. Dieselben haben gassenseitig zwei, hofseitig drei Stockwerke, sind modern gebaut, enthalten Wasserleitung. Gasbeleuchtung, Bäder, harte Fussböden n. s. w. Bauarea 412 hat ein Ausmass von 3 a, 86 ma, Bauarea 413 von 3 a 36 m - und der ganze Garten, Parzelle 330/5 von 2 a 40 m*. Als Zubehör, das im Preise mit Inbegriffen ist, wird je eine Wäscherolle mitverkaofi. Die Versteigerung findet Montag den 30. April 1917 am 7,3 Uhr nachmittags in der Kanzlei des k, k. Notars Franz Strafella in Pettau statt. Anbote unter dem Ausrusspreise werden nicht angenommen. Den ans das Gut versicherten Gläubigern bleiben ihre Pfandrechte ohne Rücksicht auf den Verkaufspreis vorbehalten. Die Verkäufer haben sich vorbehalten, innerhalb einer Bedenkzeit von acht Tagen zu erklären, dass sie den Verkauf ablehnen. Die Bedingungen über die Fristen und den Ort der Zahlung n. s. w. können beim k. k. Notar Franz St ras eil a in Pettau eingesehen werden. K. k. Bezirksgericht Pettau Abt. I am 16. April 1917. Kim Postsparkasse Nr. 36.900 oo Fernruf Nr. 21 oo 5 BmmsßuOrMmi Eelejs Herstellung von Druckarbeiten wie: werke, Zeitschriften, Broschüren, Rechnungen, Briefpapiere, Kuverts, Cadellen, Speisentarife, Geschäfts-und Besuchskarten, Etiketten, tobn* listen, Programme, Diplome, Plakate Inseratenannahmestelle für die Deutsche Wacht Vermählungsanzeigen, Siegelmarken Balletten, Trauerparten, Preislisten, Durchschreibbücher, Drucksachen für Aemter, Aerzte, Handel, Industrie, Gewerbe, tandwirtschaft u. private in bester und solider Ausführung. Cilli. Rathausaaffe Nr. Z ♦ ♦ ♦ ♦ €.intti«tur.a, Lerwcu.ung. Dn.lt uno Verlast: «jer.inSlmchdn.ae,« in