Wshlfpruch: Was mit begehren von der Zukunft fttruett: Dak Vrot und Arbeit uns gerüstet stehen. Daß unsere Kinder in der Schule lernen Und unsere Greise nicht mehr betteln gehen. G. Herwegh m UMMA.55.W. 59.491 59.217. Der Scherkkvlltv 38.415. ZenLralorgan des Oesterreichischen Eisenbahn-Personales. Redaktion: Wien VA, BrSuhausgaffe 84. 9teba6H sein darf. Schrifttum und Krieg stehen im nahesten Zusammenhang. Da« beweisen die Beispiel» Kleist«, Arndt», Gustav Fr»qtag». Der Schriftsteller ist eine öffentliche Persönlichkeit. Er hat ein Amt. Seine eigenste persönliche Fähigkeit hat e« ihm verliehen. Sr ist der Vertreter der Gesellschaft. Durch den Krieg aber wurde seine Arbeit erst wieder wahrhaft national. Denn e» fehlt« in der Literatur meist der Anfchluh an politische, an allgemein interessierende Dinge. Dieser zentripetale Ausichwung darf nicht wieder verloren gehen. Nur so kann der Schriftsteller seine Ausgabe erfüllen: s ü r d r n Schatz der moralischen Bolksenergie zu wirken. Er mutz der Seelsorger der Ration sein. Ihn, den volkiarzt, interessiert jede» Symptom der Volksseele oder de» volkikvrprr». Don den hohen sittlichen Ausgaben, die hier dem Schrifttum gestellt sind, spürt man freilich in diesen Tpgen bei un« sehr wenig. Unsere Zeitungen und Ditzblätter, jä selbst unsere UnterhaltungSbiätter sind etnsach aus den Krieg eingestellt und begnügen sich damit, dem rohesten «ensationSbedürsnt» der Leser zu dienen. Ernsthafte Publizisten und feinsinnige Dichter waten im Blut und find gegen früher nicht mehr zu erkennen. Der Krieg hat einfach verheerend gewirkt. Und zwar nicht blotz aus dem Schlachtfeld«, sondern auch in den »öpsen erst betonen zu müssen, daß dieser Fortschritt vor allem dem Druck, welchen die organisierte Arbeiterschaft, in unserem Falle die organisierte Eisenbabnerschast, aus die öffentliche Meinung und die maßgebenden Faktoren ausgeübt hat, zu danken ist. Im Jahre 1892 wurde die Krankenkasse der k. k. Staatsbahnen mit jener der verstaatlichten galizischen Karl-Ludwig-Bahn vereinigt; in demselben Jahr wurde die Krankengeldbezugsdauer, welche bisher bei allen Mitgliedern nur 20 Wochen betrug, aus 40, beziehungsweise 52 Wochen erhöht und zugleich verfügt, daß auch den im Spital verpflegten ledigen Kass'nmitgliedern ein Teil des Krankengeldes ausbezahlt wird. Im Jahre 1893 wurden der Kasse die Betriebskrankenkassen der verstaatlichten Prag-Duxer und Dux-Bodenbacher Bahn einverleibt und die Institution der Z u s ch u tz l e i sl u n g der S t a a t s b a h n v e r-waltungzudenKosten des bahn ärztlichen D i e n st e 6 eingeführt; ebenfalls wurde in diesem Jahre der Aerzteunterstiitmngsfonds gegründet. Im Jahre 1895 erfolgte die Vereinigung der Böhmischen Westbahn und der Mährisch-schlesischen Zentralbahn mit der Betriebskrankenkasse der k. k. Staatsbahnen. Im Jahre 1898 wurde das Krankengeld für jene Mitglieder, welche eigene eheliche und uneheliche Kinder unter 18 Jahren zu erhalten haben und mit ihnen im gemeinsamen HauShalt leben, von 60 auf 7 0 Prozent des GehalteS oder Lohnes erhöht und die BezugSdauer der W ö ch n e r i n n e n u n t e r st ü tz u n g vo«4auf6Wochen erstreckt und Badekuren für Mitglieder eingesührt. Im Jahre 1908 wurde die Betriebs-krankenkasse der Staatsbahnen mit jener der Kaiker-Ferdinands-Nordbahn und im Jahre 1910 mit jener der Böhmischen Nordbahn und der Slaatseisenbalfn-Gesell-schaft vereinigt. In demselben Jahr wurde die H e i U st ättenbe Handlung von mit tuberkulösen Leiden behafteten Kassenmitgliedern und die Gewährung von k ü n st l i ch e n G e b i s s e n an die Mitglieder eingesührt. Im Jahre 1911 wurde die Krankenkasse der Nordwesi-und Südnorddeutschen Verbindungsbahn mit jener der k. k. Staatsbahnen vereinigt. Im Jahre 1912 wurde die erste Fürsorge st eile für spezifische Diagnostik und Therapie der tuberkulösen Mitglieder in Wien errichtet. Im Jahre 1913 wurden weitere solche Stationen in Linz. Salzburg, Innsbruck und Krakau er^ richtet, die konservative Zahnbehandlung der in Wien domizilierenden Mitglieder eingeführt und die Heilstättenbehandlung der Lungenleidenden namhaft ausgedehnt. Außer den im Gesetz vorhergeketzten Leistungen, welche de« Mitgliedern gewährleistet sind, wie: unentgeltliche ärztliche Behandlung sowie eventuelle Spitalsverpflegung. geburtshilflichen Beistand den weiblichen Mitgliedern, die etwa notwendige Beförderung in die Heilanstalt und aus derselben, die notwendigen Heilmittelund therapeutischen Behelfe sowie ein Krankengeld und den .Hinterbliebenen eineS Mitgliedes einen Beitrag zu den Kosten der Beerdigung, gewährt die Krankenkasse der k. k. Staatsbahnen nachfolgende a u tz er g e f e tz l i ch c Begünstigungen wie: die unentgeltliche ärztliche 'Behandlung und Verabreichung von Medikamente» an Angehörige des Mitgliedes, sofern sie mit ihm im genieinschastlichen Haushalt leben, begiehungSititife, wenn die Kinder von ihm vollständig erhalten werden und daS 18. Lebensjahr noch nicht überschritten haben; einen Beitrag zu den Kosten von Entbindungen ihrer Gattinnen sowie BeerdigungSlostenbeitrag beim Ableben von Ehegattinnen oder Kindern der Mitglieder; Badekuren, Tuberkulose- und Rekonvaleszentenfürsorge und insbesondere in berücksichtigungsivürdigen durch Krankheit«* oder Todesfälle hervorgerufenen Notlagen Geldunterstützungen, für welche ein besonderer Unter« stützungssonds besteht. Zur Illustration der Leistungen der Krankenkaffe wollen ivir einige, der Publikation entnommene Ziffern anführen, welche mehr als alle Worte die Süchtigkeit dieser Institution dokumentieren. Die von unS angeführten so^mancher^Lchriststeller^die der Versuchung nicht widersichen können, besonders effektvolle Episoden vom Kriegsschauplätze „dichterisch" zu verarbeiten. Nun Hai freilich der Dichter dar unbestrittene Vorrecht, e» mit der Wahrheit nicht allzu genau zu nehmen; wa» dabei aber manchmal zum Vorschein kommt, wollen wir an einer Skizze im „Prager Tagblatt" etwas näher betrachten. Vor sechs Wochen etwa ging durch die Zeitungen eint kleine Notiz. Sie trug den Titel: Der Reiter ohne Kopf. Es wurde da von einem österreichischen Soldaten erzählt, das; er gesehen habe, wie einem Kosaken im Kampfe der Kopf aus einen Hiebe vom Numpfe geschlagen worden sei und der kopflose Kosak dann noch etliche fünfzig Set ritte von seinem Pferde weiter getragen wurde. Der Anblick soll gräßlich gewesen sein, was ja auch zu glauben ist. Ob so etwa» möglich ist oder nicht, soll hier nicht weiter untersucht werden. Diese Geschichte nun erschien nachher an einem Sonntag, wie bereit« erwähnt wurde, im „Prager Tagblatt" in einem neuen Gewände, Nur ist au» dem Kosaken ein deutscher Kavallerist und Sozialdemokrat geworden. Der „rote Schulze" wird er vom Leutnant Bernhard, der diese Geschichte angeblich erzählt, genannt, während er mit seinen Leuten im lehmigen Kartoffelacker aus vorgeschobener Posten liegt. Also der „rote Schulze" war in 6« Kaserne ein widerspenstiger Soldat und verdankte seinen Ramen seiner toten Gesinnung. Aber seit er im Felde und im Kamps stand, war er wie umgewandelt und der beste Soldat. Also dieser „rote Schulze" wird eine» Tage« von Todesahnungen befallen und vertraut e« dem Leutnant an. Und wirklich! Noch am selben Tag kommt e» zum Treffen und der „rote Schutze" jagt aus seinem Pferd schnurstrack« in die feindlichen Kosaken hinein, nicht ohne vorher seinen Kameraden zuzurusen: ..Adieu Herr Leutnant, adieu Jung»!' Im Handumdrehen ist er bei den Kosaken, von denen et drei in» Jenseits befördert; bann ereilt ihn fein Schicksal -. ein anderer Kosak schlägt ihm von hinten mit einem Hieb den Kops ab. Aber merkwürdig 1 Der „rote Schulze" sinkt nicht vom Pferd! Nein, er reitet noch weiter und der Anblick de» kopflosen Reiter» erfüllt die Koiaten mit Entsetzen und Furcht, so datz sie sich freiwillig gefangennehmen taffen, soweit sie nicht in wilder Flucht daoonliejeu. Ziffern umfassen den Abschnitt von 28 Jahren, das ist vom 1. August 1889 bis Ende Dezember 1913 und führen wir die Talen vom Jahre der Gründung, das ist vom Jahre 1889 bis Ende 1913 zum Vergleich an. Zu Ende des Jahres 1889 betrug die durchschnittliche Anzahl der Mitglieder der Krankenkasse 46.685 Mitglieder, welche bis End« 1913 auf 219.100 gestiegen ist. An Kosten für die Aerzle wurden im Jahre 1889 92.470 Kronen, 1913 1,672.674 Kr. ausbezastlt; für Heilmittel wurden 1889 verausgabt 23.422 Kr., 1913 1.185.880 Kr.; für SvitalSoerpflegung wurden verwendet 1889 3932 Kr., 1918 254.618 Kr.; an Krankengeld wurde ausgezahlt 1889 80.082 Kr.. 1913 3,010.986 Kr.; Badekuren wurden erst im Jahre 1898 eingesührt und erforderten einen Beirag von 3310 Kr., im Jahre 1913 aber schon 220.414; für EntbindungS- und Begräbniskosten sowie an foti :gcit Ausgaben wurden im Jahre 1889 ausgegeben 55,512 Kr. im Jahre 1913 723.192 Kr. Die Ge'amiausgaben für die Mitglieder betrugen 1889 255.450 Kr.. un Jahre 1913 7,286.81-1 Kr. Aus diesen Ziffern ersteht man die ungeheure wirtschaftliche Wichtigkeit der Kranken laste, welche durch die Austeilung der Ausgaben per Mitgl.ed eme ganz besondere Beleuchtung erfährt. kosten für IFto per Stopf 1813 ftvjirn Skerzte 7-63 Heilmittel 5-4 l EpilaiSverpflegung -•08 1-16 Krankengeld 172 13-74 Badekuren (1W8) -•04 r_ EntbindungS- und Begräbniskost en und 3 30 sonstige Ausgaben (1889) 1-19 Gesamtkvs en . . 6-47 33-25 Stellt man die Einnahmen per 7,841.801 Kr. den Ausgaben per 7,126 910 Kr. gegenüber, ergibt sich die Summe von 718.491 Kr., welche dem Reservefonds zu« geführt wurde und welcher Ende 1913 den Betrag von 7,044.759 Kr. oder Kr. 32-02 per Kopf erreichte. ES läßt sich , nicht leugnen, daß dieser günstige finanzielle Stand der Krankenkasse trotz den gewiß bedeutenden außergesetzlichen Begünstigungen an die Mitglieder erreicht werde» konnte durch die Zuwendungen der Staats-bahnvenvastung. welche vom Zeitpunkte an, in welchem die Organisation auf den Plan getreten und in die bei den österreichischen Eisenbahnen herrschenden Verhältnisse ein gegriffen Hat, sich die Leistungen der Humanitären Institutionen, und zwar nicht nur bei den StaatSbahnen, sondern auch bei den Privatbahnen bedeutend gehoben haben, und daß die Tätigkeit der Organisation mg diesem Gebiete wirklich große Erfolge aufzuweisen hat. und es ist demnach die Pflicht eines jeden selbst- und z>el-beivußlen Eisenbahners, daß er die Bemühungen dieser Organisation durch seinen Beitritt unterstützt. W.r leben jetzt in einer trüben, ernsten Zeit, viele unserer Genossen mußten zur Verteidigung des Vaterlandes zu den Fahnen eilen und in Sorge um ihre Familien erwarten sie von ihren zurückgebliebenen .Kameraden. datz sie in Erkenntnis der Wichtigkeit, der Notwendigkeit der Eisenbahnergewerkfchafl diese stützen werden, um sie für ihre weiteren Aufgaben, die sie jjU erfüllen hat, tatkräftig zu erhalten. W.r hoffen, datz die Eisenbahner Oesterreichs ihre Pflicht der Organisation und ihren Kameraden gegenüber voll und ganz erfüllen. Begeisterung, Himmelstochter, Las, dich zur Erde nieder, Und schwing ob »nsern Häuptern Dein siegreich Banner wieder; Dann' ihn hinweg, den Unhold, Den Dämon unsrer Zeit, Dies schläfrig lahme Scheusal, Genannt Gleichgültigkeit! Und da» Geheimnis de» „roten Schulze'? Angebunden hatte sich der ahnungsvolle Engel an den Gaul, damit er nicht hecunt erfülle, wenn er um den Kops kommen wird l Wir haben sicherlich nichts dagegen, wenn jemand, der sich zum Sich et berufen fühlt von der Freiheit des Dichters weitgehende» Gebrauch macht. Aber die Sache muß denn auch beiläufig glaubwürdig erscheinen und nicht so einen dicken Anstrich tragen. Nicht etwa, als ob wir unsere Genossen im Felde eineS ähnlichen Heroismus nicht fähig hielten. Sie werden ihre Pflicht tun wie alle anderen. SS sind andere Gründe, die un« veranlassen, ans dieses Machwerk hinzmoeisen. Wo in aller Welt ist denn der Grund für den Autor, datz dieser kopflose Reiter gerade ein Sozialdemokrat sein mutz? Wo liegt denn die psychologische N tmen-biflkcitV Wir finden keine, und der Autor dieser „Skizze" dürfte wohl auch keine anzugeben wissen, so sehr er sich auch mühen würde. Bleibt nur ein Ausweg: Der Mann wollte eben Effekt erzielen. Dafür sprechen auch folgende Stellen in dieser Skizze; zunächst heißt es einmal:------------------„Nebenbei bemerkt, trog er seinen Spitznamen nicht um seiner Haare willen, die zwar emen leichten Stich in» Rötliche hatten, sondern wegen seiner G sin-nung. Sr war Sozialdemokrat und machte kein Geheimnis daraus." Und daun wieder: „Nur so viel will ich sagen, das; er ein seelensguter Mensch war, was ich nie geglaubt hätte (?), ein besseret Deutscher war er. al» so manche« fromme Master-knäblcin, obzwar er von den Gewalten de« Leben» nicht mehr Respekt halte, als vor denen de» Tode». Na, wir haben ja alle ein wenig umgelernt, wa» die rötliche Eouleur beirisst. Also weiter nichts al» Efsikigeschrei; sonst steckt nicht» weiter dahinter. Wenn'8 gerade nötig ist und die Stimmung de» Tage» erfordert, dann schildert wohl derselbe Herr die Roten al» ganz verkommene Gesellen. Für die Anpassungsfähigkeit einer gewissen Sorte von Literaten ist da» ein weiterer eklaianUr Bcwei». Ader die An» passungssühigltit allein genügt noch nicht, um „Dichter" zu werden. _ „ , Ein Reiter ohne Kopf ist gewiß eine gräßliche Etchelnung; jedoch noch gräßlicher ist ein „Dichter" ohne Talent. Inland. Die Kriegsanleihe. Gleick^wie die deutsche Regierung ha! nun auch die österreichische Regierung eine Kriegsanleihe angeordnet, für die bereits die erste Milliarde zumeist von den verschiedenen Banken und Indwiriefiesellschasten gezeichnet ist. Die Verzinsung der Anleihe ist eine 5‘ T p r o z t n ti g t, also eine ausnehmend gute. Die ,So»n- und Montagszeitung^ vom IG. d. M. sieht sich daher auch veranlaßt, in ihrer den Finan,',Interessen gewidmeten Rubrik „Sonntagsbriefe vom Schottenring* über die Anleihe folgendes freimütige Geständnis zu machen: .ES fod an dieser Stelle, die der kälteren Zone fcir Z-ffcr» unj) ZnMen, der praktisch-kapitalistischen Erwägung gewidmet i st, n i ch t von den idealen yji otiuen der Vaterlandsliebe, der A u f- o p ! e r u n g 8 f ä h i g k e i t und analogen Betetligung4gründen gesprochen werde n, aber man darf wohl auch hier zuin Auedruck bringen, das? der Finainmintster cS den rein Patriotischen Trieben sehr leicht gemacht hat, sich sit betätigen und alle Kräfte nnju« ipaii nen, denn die Erfüllung einer großen und schönen Pflicht i ft aleich,;eitil> mit einem so glänzenden, erfüllt fifictt Geschäft verbunden, dah die Außer-artulaiiunq ei >er solchen lockenden Gelegenheit nur mit beni Mangel an Urteilifähinfcit oder lanVeSverräterischcr Bösartigkeit begründet werden könnte." Man ro rd sich dieses sachverständige De-tenntiii# jedcusalls gut merken müssen! L nidsturinpstichtige Eisenbahner! Bezüglich der Musterung der Landsturinmänn'.r bis zum 86. Lebensjahr teilen wir folgendes zur Darnachachtung mit: »Alle Eisenbahnbedien-stete und Arbeiter, welche bei dieser Musterung als waffenfähig erklärt werden, haben dies sofort ihren D i e n ft-vor standen zu melden, damit diese rechtzeitig davon verständigt sind._______________________ Soziale Umschau. Zerstörte Gewerkschaftsorganisatione« 1# ©fl. prens en. Während die gewerkschastlichen Organisationen in Teul!chla> d auch in dieser schweren Zeit allgemein in durchaus anerkennenswerter Weise funktionieren, sind sie in jenen Distrikten, die von feindlicher Invaston nicht freiblieben, völlig aufgelöst. Ter Vorsitzende de« Bauarbeiterverbandes Fritz P a e p l o w hat im Auftrag seiner Organisation das durch den Krieg verwüstete Ostpreußen besucht. Seinem sehr interessanten Bericht, den er im .Grundstein" Veröffentlicht, entnehmen wir hier einen Teil, der sich auf die gewerkschaftlichen Organisationen bezieht. Es heißt dort: „Und nun un'ere Organisation! Ach. wo find die so krä tig aufblühenden Ziveigvereine geblieben?! Auch sie sind bi» auf einige auf der Flucht! Mehr als in jedem anderen LandeSteil find natürlich in Ostpreußen foför alle gedienten wehrfähigen Männer eingezogen worden; hat doch der Landsturm den ersten Andrang der Russen abwehren müssen. Von den am Schluß de« zweiten Quartal« gezählten Mitgliedern unsere» Verbände« war 616 zum 12, September fast die pälfte eingezogen. Sin großer Teil der nicht einqe-zogenen Kollegen ist sofort bei AuSbruch des Kriege» nach Königsberg und an anderen festen Orlen zur Schanzarbeit gegangen, wo sie in ihrer Bewegungsfreiheit ebenso gehalten werden wie die Soldaten, also sich um die Organisation kaum kümmern können. Und der Rest — bis aus wenige Hundert — ist geflüchtet, hierhin und dorthin versprengt. In einigen Orten halten sich die Kollegen schon wieder gesammelt, und da sie inzwischen hören und sehen konnten, daß der Deutsche Bauarbe>terverband noch lebt und gar nicht daran denkt, feine Tätigkeit einzustellen, werden sie sich wohl auch darauf besinnen, daß sie die Pflicht haben, das begonnene Werk nach Kräften fortzusetzen. Auch Hier gibt es viele Trümmer, die nicht einmal durch .Notbauten' während de« Kriege? in Ordnung gebracht werben können. Da kann erst der Friede die Wunden hellen. Und wie daS zerstörte Ostpreußen in feinem Äeußeren neu erstehen muß, so wird auch gewiß unsere Organisation von neuem starke Wurzeln schlagen und zu einem stattlichen Baum erwachsen müssen. Nie war ja der Wert der Organisation augenscheinlicher als jetzt." Konkurs von fünf englischen Visenbahngescll» schastru in Amerika. Au« London wird der „Täglichen Rundschau' gemeldet: Die ökonomische Krise, die durch oen Krieg hervorgerufen ist, beginnt sich in den letzten Tagen stark fühlbar zu machen. In kurzem sind nicht weniger als fünf größere Gesellschaften, die EisenbaHnunterneHmungen in Amerika beilieben, in Konkurs geraten. Sie erklären, infolge der durch den Krieg hervvrgernfeuen Ausfälle zur Einstellung ihrer Zahlungen veranlaßt zu fein. Bon der serbischen Sozialdemokratie. Die entsetzlichen Verhältnisse, in welchen sich Land und vol. in Serbien befinden, vermochten nicht die Energie unserer Genossen lahmzulegen. Seil dem 21. Oktober (3. November) erscheint in Wisch das Tagblatt wieder. Trotz de« Drucke« der Zensur erzählt die erste Nummer von den schweren Seiden, die der Krieg mit sich gebracht hat. Die Organisationen sind auseinandergefallen. Am 12. (25.) Oktober fand in Nisch eine Parteikonferenz statt, die beschlossen hat. die größten Anstrengungen zu machen, um die Partei- und GewertschastSorganifationen wieder in» Leben zu rufen. Mine Nachrichten aus der Eisenbahner' internationale. Nrbeiter-Uniou Schweizer Transportanstalten (Eisen-bahnarbeite r). War bi« vor kurzem Infolg« der allgemeinen ÜJlubiti ation in der Schweiz im Militärdienst. Ungefähr ein Drittel u» erer Mitglieder steht unter den Waffen. Die geiverk» jchajilithe Arbeit ist fast vollständig lahmgelegt. „De Äolhardin«* nennt stch jetzt das Organ der Bereinigung von Eisenbahnern und Straßenbahnern in Nieder» lündt ch-Jndieit, welche» von unserem in der Z. T. F. wohlbekannten Kollegen Eneevliet, dem früheren Sekretär des Niederen, ischen EisenbahnerverdandeS, in frischer und aneUennenV» weiter Weise redigiert wird. Der Kollege Sneevliet wandert» vor einem Jahre nach Niederländisch-^ndien auS und stellte sich dort gleich wieder in den Dienst der Arbeiterbewegung. Lohnforderungen der dänische« Eisenbahner. Der Vorstand des Dänischen Eisenbahnerverbandes unterbreitete am 28. Oktober dem Ministerium für öffentliche Arbeiten einen Antrag, nach dem im Finanzgesetz deS kommenden Jahres ein Mehrbetrag von 175.000 Kr. ausgenommen werden solle, der einer Verbesserung der Lohnverhältnisse der im Monatsgehalt stehenden Devotnrbeiter und de« ständigen Personals der Bahnabteilungen zu dienen habe. ES handelt sich hierbei um etwa 3000 Angestellte Die britischen Eisenbahn-Gesellschaften, Bekanntlich alle im Privatbesih, sind infolge des Krieges plötzlich unter un6 mittelbare Leitung des Staate# gekommen. Hieraus wird sich wahrscheinlich eine Verstaatlichung der Eisenbahnen ergeben. Damit wäre dann ein alter Wunsch der englischen Eisenbahner, den sie wiederholt aus ihren Kongressen in Resolutionen und Anträgen Ausdruck gaben, erfüllt. Die Differenzen zwischen den 98 Eisenbahnlinien westlich von Ehirago und ihren Angestellten liegen schon bis Mitte Juni zurück. Am s. August appellierte Präsident Wilson an die streitenden Parteien und ersuchte sie, ihre Angelegenheit dem Schiedsgericht vorzulegen. Nachdem dieselben in Washington eine Konferenz mit dem Präsidenten Wilson hatten, nahmen sie seinen Vorschlag an und verhüteten vorderhand einen Streik von mindesten« 85.000 Mann. Die Beamten der beteiligten Eisenbahnerorganisationen erklärten, auf ihrem Standpunkt beharren zu wollen und daß sie eine Zulage verlangen werden. Am 9. November hat nun das Schiedsgericht feine Sitzungen begonnen. Es besteht au« sechr Mitgliedern. Zwei derselben vertreten die Eisenbahngefellscha^ten, zwei die Angestellten und zwei sind sogenannte „neutrale", die von der Regierung ernannt werden. W. L. Stone, Präsident der Lokomotivführer und W. S. Carter, Präsident der Lo'mnotiv-heizer, werden die Beschwerden und Forderungen der Organisierten, vor dem Schiedsgericht vertreten. Noch eine andere Angelegenheit nimmt da» Interesse der amerikanischen Eisenbahner gegenwärtig sehr in Anspruch. Das Zug- und Maschinenpersonal arbeitet meistens 16 Stunden ohne Unterbrechung und infolge dieser scheußlichen Ausbeutung kommen selbstverständlich viele Unfälle vor. Nun buben die cetfchicbenen Eisenbahnerorgani-fattonen besondere GefetzgebungSkotntniffionen gebildet, die sich mit diesen unl altbaren Zuständen beschäftigt und beschlossen haben, daß der nächsten Session de« Parlaments einige Gesetzes-Vorlagen eingereicht werden sollen, nach denen eine zehnstündige Arbeitszeit und andere radikale Maßnahmen für die Bahn-rnbeiter gefordert werden. Natürlich werden die Bahnmagnaten diese Vorlagen staik bekämpfen; denn sollten diese Gesetz werben, dann würden sie sich gezwungen sehen, doppelt so viel Personal einzustellen, wie sie jetzt beschäftigen. Der Vorstlzende deS Norwegischen Eisenvahner-vcrbandes, Advokat Gustav Heiberg, trat am 1. Oktober von seinem Posten zurück, nachdem er drei Jahre als Vorsitzender fungiert und die BerbandSarbeiten nebenamtlich verrichtet hat. Sein Nachfolger wurde der Eisenbahner I. Chr. Hansen. Das Organ deS Verbandes ist der „JernbcmemanbctV. Streiflichter. KrfefK?hysiognoinie der Großstadt. Der Krieg wertet Begriffe und Vorurteile um. Wir haben es in den letzten Wochen erlebt und können es täglich feststellen. Tie Schützengräben sollen egalisierend wirken auf Stände und Klaffen. DaS können wir hier in Wien, die wir weit weg vom Schuß sind, vorläufig weniger gut beurteilen. Aber aus der Straße, im Lokal, in den Elektrischen und sonstwo kann man beobachten, wie die steifleinene Kastenscheidung ritten Stoß — wenn auch nur vorüber-gel'end — erlitten hat. Man rückt nicht mehr ab von schwieligen Händen und erträgt sogar Schweißgeruch, ganz ordinären Schweißgeruch. Sofern er auS einer soldatischen Uniform bringt. Er ist salonfähig getvotden. Und der Träger der Uniform hat überall Zuttitt. Ja, eS ist eine köstliche Zeit! Kürzlich kam ein Soldat in ein elegantes Lass. Ein einfacher Soldat und ohne jede Auszeichnung. Seine gebräunten Wangen zierte ein wilder Kriegerbart, feine Montur war hart mitgenommen und die Füße fleckten in plumpen, rauhledernen Schaftstieseln, an denen noch russische oder serbische Erde kleben mochte. Er trat herein und sah einen Augenblick wie geblendet in die strahlende Beleuchtung. 3!ur einen Augenblick, dann setzte er sich ntit ruhiger Selbstverständlichkeit an einen freien kleinen Marmortisch. Er reckte feine stämmigen Glieder wohlig in dem bequemen Korbsessel. Ringsum das bekannte Casüpublikum. Junge (äents im Cutaway, mit weißen Gamaschen über den Schuhen, die Zigarette im schlaffen Mundwinkel. Damen, mit kunstvollem, verdächtig reichem Haarschopf, in eine Wolke von Parfüm gehüllt, dann alte, würdige Herren, in Begleitung von jugendlichen Nichten, einsame Tanten, scharf an der Grenze zum .gefährlichen Alter', ehrpusselige Ehepaare und dergleichen mehr. Aber alles ist gut in Kluft, todschick, sabelhaft vornehm. Auch die Kellner, die in tadellos weißer Wäsche und im kiiapp sitzenden Schivalbcnjchwanz sich aalglatt zwtfchen Stühlen hindurchwanden. Und mitten drin der Soldat. Niemand wehrte ihm. Er bestellt« feinen Kaffee und der Kellner eilte fort, um bald wiederzukommen, als wär'S der vornehmste Gast, den er bedient,.. Der Soldat nahm in aller Gemütlichkeit eine kurze Pseife heraus, stopfte sie frisch mit Tabak und begann zu rauchen. Niemand sagte etwa«. Aber jeber sah zu ihm hin. Nicht böse, nein halb neugierig, hatb in heiliger Scheu. Denn die linke Hand war verbunden und an der Schultet sah man eine kunstlos zugenähte« Loch im Nock, das sehr wohl von einem Granatsplitter herrühren konnte. Jetzt kam sogar der Geschäftsführer heran und unterhielt sich wohlwollend mit dem Krieger, bis die Musik wieder einfetzte und ein patriotische« Lied durch den Raum brauste. Ja, so ändern sich die Zeiten und die Wirte. Es gibt eine Reihe Fälle, in denen Wirte Arbeitern den Zutritt vermehr»«, weil ba« Lokal ein bessere« sei und wett die Gäste Anstoß nehmen würden, wenn Arbeiter zugelassen werden. Bor» läufig ist das alles ander» geworden, denn »wir sind jetzt alle Brüder". Aber ob wir wohl immer Brüder bleiben werden? DaS grotze Maul. Wir hatten uns vorgenommen, und zwar schon zu einer Zeit, als trotz des Kriegsausbruches der deutschnationale „Eisenbahner" uns noch immer anrempelte und der Leutnant Ertl seine geschwollene Notiz im Rcichsbund-organ noch nicht erlassen hatte, unsere Herren Gegner einstweilen mit Schweigen zu übergehen. Nachdem aber die Notiz des Herrn Leutnant nichts genützt hat und die Herren deutschnationalen .Eisenbahnervertreter" wieder einmal keine Ruhe finden können, so müssen wir den Herren boch kurz aber deutlich unsere Meinung sagen. Diese sogenannten Eisenbahnervertreter haben wieder einmal gemeint, die Interessen der Südbahner vertreten zu müssen, ohne baß sie jemand gerufen hat. Sie regen sich in der Folge 19 deS Reichsbundblaltes aus, als die wirklichen Vertreter der Südbahner nicht gefragt worden zu sein, als die Bestimmungen über Bezüge für die eingedickten Bediensteten aufgehoben wurden. Sie spielen sich als die Unabhängigen und Nicht-Mamelucken auf und sind doch sonst nichts als die gekränkten Leberwürste. Sie sind beleidigt, weil niemand einsieht, das; man sie fragen soll, wenn c6 sich um die Interessen deS Slwbahn-perionalS handelt. „Getreue Pflichterfüllung" nennen sie die Belästigung der Familien der eingerückten Südbahner, die trotz de« Geschreies der Herren Rcichsbiindler nicht nur nichts verlieren, sondern besser versorgt werden, alS wenn ihre Vertretung die ReichSbündler in den Händen gehabt hätten. Wenn es auf die Herren ankäme, könnten bie Familien ber eingedickten Südbahner lange aus ba« Recht warten, das sie ihnen mit ihrem Eigensinn verschaffen wollen. Hände weg, wenn es sich um bie Interessenvertretung der Südbahnbediensteten handelt. Von dem großen Maul der Herren allein werden die betroffenen Familien nicht satt. Informationen für die galizischen Flüchtlinge. In der Nummer 32 vom 4. d. M. deS „WiedenSki Kurier PolSki" (eines nach der Besetzung Lembergs durch die Russeu in Wien für die Flüchtlinge aus Galizien viermal wöchentlich erscheinenden polnischen bürgerlichen Blattes) befindet sich nachstehender Aufruf: An die Flüchtlinge auS Galizien! Hiemit gebe ich bekannt, daß ich mich — im Aufträge der Lembetgec f. k. Staatsbahndirektion in Teschen und autorisiert durch die k. k. Bezirkshauptmannschaft in Marburg an der Drau — mit allen Angelegenheiten, die Familien der Flüchtlinge, das ist der Eisenbahner und Privatpersonen betreffend, die stch in den 22 Gemeinden dek Marburger politischen Bezirkes befinden, beschäftige. Ich erteile gleichfalls Informationen betreffend der ständigen Bezüge, Pensionen. Provisionen, Renten und Unterstützungen jener Personen, deren Brotgeber zum Militär einberufen wurden. Josef Schab, Marburg an der Dran, Kartschowin 190. Ob sich benannter Schab im Aufträge der Lemberget k. k. Staatsbahndirektion in Tefchcn u. f. ro. in oben angegebener Richtung für die galizischen Flüchtlinge unentgeltlich beschäftigt, ist nicht angegeben. Aber unseres Wissen« sind im k. k. Eisenbahnministerium allein über zwanzig polnische Beamte, au? deren Mitte eine entsprechende Informationsstelle zwecks kostenloser Jnsorrnationserieilunc, an die betreffenden galizischen Flüchtlinge ganz gut geschaffen werden könnte. Und wenn schon nicht au« der Mitte der betreffenden polnischen Beamten deS k. k. Eisenbahnministeriumk, so doch gewiß auS einem kleinen Bruchteil der fetzt gewiß überzähligen Beamten der versprengten galizischen k. k. Staatsbahndirektionen. Nach Oderberg-L^stbahnhos. Wir erhielten eine Feld-postkarte, wo sich die organisierten Eisenbahner der l. Betriebssektion für die bei der Durchfahrt in der Station Oderberg-Außenbahnhof von den Frauen der Bediensteten verabreichten Erfrischungen, wie Tee, Kaffee, Brot u. s. w., herzlichst bedanken. Den wackeren Frauen sei auch unser Tank ausgesprochen. BH00B00HBBHBH0B0BB B B B B B B B B B B B B B Restauration Elsenbahnerhelm V, Margaretengtirtel 136 Sonntag den 22. November 1914 im Praohtsaal Grösser Vortrags-und Varl666-Abend Unerreichbares Programm! Allererste Kunstkräfte 1 Anfang */«8 Öhr. Eintritt 60 Heller. Ende vor 11 Uhr B B H B B B B B B B $3 B B g| Im Speisesaal i gj H Konzert und Gesang 0 y Bel freiem Eintritt I Kein Abaammelnl jQ HPtUoor Urquell vom Fasi, Ottakringer Kalaerlaeer, natar- «an echte Weine, vomOgllche Küche. Keine Wurserel | Q B B g Cafe Eisenbahner heim gg y Schönstes Cafe Margaretens 0 qm Brosier Zeltungsperk. Alle bedeutenden Journale liegen a«t an 0Cjl R Rendexvonsort « qm der Genossen der südlichen and der westlichen Bezirke rj 0 Tramway-Haltestelle vor dem Helm. Stadtbahn-Haltestelle QT1 Margaretengtirtel, Stellwugcnvorkehr muh Hietzing and E-l HStcphansplata die ganze Nacht hindurch an 01« Benemn Eisenbahner werden ersuoht, für dl» Yeramtaltuno P Hin Ihrem Hel* Propaganda zu miol.en und e» naoa Möglichkeit QP1 n »» frequentieren s ZJ BBBBBBBBBBBBBBBBBB Höniiiert die «Welle. Eisenbahner-Kalender pro 1915 ist feit September erschienen. Der Preis beträgt K 1*20 nebst einer Versicherung von 200 Kronen bei einem tödlichen Betriebsunfall Derselbe ist bei allen unseren Ortsgruppen* Vertrauensmännern und den bekannten Kolporteuren gegen Barzahlung zu haben Nachdem die Auflage noch vor de nt Eintritt der kriegerischen Ereignisse jmftfanb so liegt die Gefahr nahe, das; unö eine größere Anzahl unverkauft auf Lager liegen bleibt. Wir bitten I daher allerorts um recht rege Propaganda. — ----------------- Gruppe III. Statt Hutter Johann, Lokomotivführeranwärter, richtig: Lokomotivführer. Aus den Organisationen. Göviug. Die Mitglieder der Ortsgruppe Göding danken j dem in den Ruhestand versetzten Genossen Georg Müll« er j für seine langjährige Tätigkeit und wünschen ihm in seinem > Ruhestand viel Glück. Mi-Paka. Infolge Verlegung des bisherigen Obmannes | Genossen Joses Stalin sind alle Zuschriften an den Obmann- | fiefioertreter Genossen Gottfried T o tu c 5, Oberverschieber, J A11 - Paka, zrr richten. Wolfsbcrg. Die Mirglieder werden hiemit ersucht, ihre j Mitgliedsbücher behufs Abstempelung und Kontrolle BtSjärig* ftcftS 15. Dezember d. A an die Kassiere abzugeben. Ebenso mögen die Mitglieder des EiienbahnerheimS ihre MitgliedS-totier. samt den für das nächste Jahr entfallenden Betrag per 1 Kr. abführen. Jene Vliiglieder, welche mit ihren Monatsbeitragen im Rückstand sind, ersuchen wir, alles nachzuholen, damit der Jahresabschluß ordnungsgemäß erfolgen kann. Wir hoffen, daß die Mitglieder diesen Weisungen im eigenen sowie im Interesse der Organisation gern und pünktlich entsprechen werden. Krems an der Donau. Auf mehrere an uns gerichtete Ansiagen geben wir bekannt, • daß sene Mitglieder, welche ein* gerückt sind und für denen die Dereinsbeiträge u n d Die Beiträge für den Hinteröliebenen-Unter-ft ü tzungSfondS vünklich geleistet werden, die Rechte und Ansprüche nttf den Hinterbliebenen-llnterstützUngSfondS vollständig aujrechtbleiben. (Siehe „Eisenbahner" Nr. 27 vom 20. September 1914.) Fnrih im Waide. Der Vertrauensmann für die Strecke Taus—Tachau Genosse Andreas Los! eben wohnt jetzt in Wittenau ist r. 26, Post Ronsberg in Böhme n. Krisiendorf. Infolge Einberufung unseres Kassiers Genossen Karl L i s s e r sind bis ans weiteres die Monatsbeiträge au Genossen K t r s chbau m zu übergeben. Leoberödorf. Für den eingerückten Genossen Frau; Gleicher wurde Genosse Leopold Schwarz als Subkasster für die Südbahn ausgestellt. Ferner werden die Mitglieder ersucht, ihre Mitgliedsbeiträge stets pünit'ich zu begleichen, da nach dreimonatlichem Rückstand jeder Anspruch an die Orgam-sation erlischt. Marchegg. Durch die Versetzung unseres Genossen Rudolf Reidl wurde' die Kassierstelle dem Genossen Joses Ohn-heiser in M a r ch c g g 11 ubergeben, an welchen alle Brie,e in Kossenangelegenheiten zu richten sind. ©ötz III. Kollege Adol' Herzig hat die Funktion als Kassier niedergelegt. An seine Stelle tritt _ Genosse Hugo Schiff ner, Carapo Santo 25. Zuschriften in Kassen-angelegcnhciten sind an obige Adresse zu richten. Amstetton. Tie Mitglieder werden ersucht, die Mtglieds-bücher behufs Kontrolle und Abstempelung bis längsten? I. Jänner 1915 an den Obmann oder im Vereinslokal allzu geben. Mahrisch-Ächönberg. Die Mitglieder werden auf gefordert, die Mitgliedsbücher Behufs Kontrolle umgehend an den Kassier abzugeben. Jene Mitglieder, die sich mit den Monatk- l 'ilrägcn im Rückstand befinden, werden ersucht, ehestens nachzuzahlen, da sonst nach dreimonatlichem Rückstand die Restanten als ausgetreten behandelt werden. Wahlen in das Penfiouslnstitut der SLdbahn. Bedienstete der k. k. priv. Sudbahngesellschaft! Gemäß § 23 des Pensionsstatutes der k. k. priv. Südbahn-gesellschast hat die Verwaltung die Wahl für die Funktionsperiode 1914/17 des Ausschusses des Pensionsinstituts für Bedienstete angeordnet. In den Ausschuß sind fünf Mitglieder und zehn Ersatz* männer zu wählen, vier Mitglieder und acht Ersatzmänner von den bei den Dien st st e l len des österreichischen Netzes und ein Mitglied und zwei Ersatzmänner von de» bei den Dienststellen des ungarischen Netzes in Verwendung stehenden Mitgliedern des Pensionsinstituts. Wahlberechtigt sind sämtliche zum Zeitpunkt _ der Wahl dem PensionSinstitüt für Bedienstete als aktive Mitglieder angc-hörenden Unterbeamten und Diener. Wählbar sind für daß österreichische Netz nur die in Wien domizilierenden aktiven Mitglieder des PensionSinstiluis, mit Ausnahme jener Mitglieder, welche der Baudirektion angehören,° bei diesen Mitgliedern erstreckt sich die Wählbarkeit auf alle im Betrieb des BetriebsinspektorateS Wien stationierten Mitglieder, für bas ungarische Netz nur aus die in Budapest domizilierenden aktiven Mitglieder des Pensionsinstituts. Als Mitglieder, beziehungsweise als Ersatzmänner deS Ausschusses werden jene wählbaren Pensionsinstitutsmitglieder gewählt erscheinen, auf die sich bei der Wahl der Mitglieder, beziehungsweise der Ersatzmänner des Ausschusses die relativ meisten abgegebenen gültigen Stimmen vereinigt haben. Gewählt wird gruppenweise, und zwar für die Verkehrs-, Bahn- und Bau-, Maschinen- und administrative Direktion separat. Die Exekutive der organisierten Eisenbahner Oesterreichs erlaubt sich daher das Ersuchen zu stellen, die hier angeführten Kandidaten zu wählen: 1. Verkehrsdirektion. Scherbaum Robert, ZugSrevisor, Wien, BetriebSinspck-torat; Engert Heinrich, Kondukteur-ZugSführer, Matzleinsdorf: S ch r ö nt Har!, Tolepraphenmeister, Meidling. 2. Bahn- und Baudirektion. Kraft Josef. Bahnwärter, Mödling; Herz o g Ferdinand, Zeniralweichenmeistcr, Meidling; Egger Alois, Bahnrichter, Wien. 3. M a s ch in e n d i r e k ti on. Nadler Franz, Lokomotivführer, Wien; G r and! Karl, Wagenaufseher, Wien; Siebter Joses, Lokomotivführer, Wien. 4. Sonstige Dien st zweige. Swoboda Thomas, Drucker, Wien; Dietsch Karl, Drucker, Wien; Oberleit ner Karl, Kanzleidiener, Wien. , Kollegen! Genossen! Wir ersuchen Sie, um jede Stimmenzersplitterüng zu vermeiden, geschlossen die angeführten Kandidaten zu wählen. Im Auftrag für die Vertrauensmänner: Rudolf Weigl. Hohenstadt. Am 31. Oktober wurde eine Ausschußiitzung im Vcreinslokal abgehalten, bei welcher unter anderem auch beschlossen wurde, in der Ortsgruppe Hohenstadt einen Unterstützungsfonds für Familien eingerückter Eisenbahner za schaffen. _ Aus diesem Anlaß wurde beschlossen, daß ein jedes Mitglied bei den MoncUSbeiträgen noch eine Gebühr von 20 H. für diesen Unter* stüyungsfonds zu entrichten hat. Der Ortsgruppenausschuß gibt sich der ' vollen Hoffnung hin, daß ein jedes Mitglied diesen Antrag willkommen heißen und sich nicht zurückziehen wird, denn mit dieser kleinen Gabe soll wenigstens die größte Not der Familien der eingeruckten Kollegen einigermaßen zu lindern getrachtet werden. In der jetzigen ernsten Zeit mutz der Wahlspruch: „Alle für Einen. Einer für Alle" doppelt gelten. Es wird wetiers zur gefälligen Kenntnis gebracht, daß bieier Antrag nur für die Zeit vom 1. November 1914 Bis zum Ende d:S Krieges Geltung hat. Offene Anfragen. An die k. k. Nordbahndircklion! Die bezugsberechtigten Bediensteten der Station Deutsch-Wagram haben, wie in früheren Jahren, so auch Heuer sehr schwer unter der Kalamität beim Bezug von Regiekohle zu l'iden. Es ist durchaus keine Seltenheit, daß die Bediensteten oft sechs 'Wochen und länger aus die Anssolgnng der Kohle warten müssen.. Alle bisherigen beim Vorstand des k. t Betriebsamtes Deutsch-Wagram vorgebrachten Beschwerden waren stets erfolglos. Die bezugsberechtigten Bediensteten bitten daher, eine k. k. Direktion möge anordnen, daß in dieser peinlichen Angelegenheit endlich einmal Ordnung geschaffen wird. Sammlungsauswen <öpre$faal Am Kandidatenliste für die Personattommlfstons-wähl auf dev Eüdbahn. Richtigstellung. In die Bereits versendete Kandidatenliste haben sich mehrere Jrrtümer eingeschlichen, die auch in der im letzten „Eisenbahner" veröffentlichten Liste erscheinen. Wir stellen diese hiemit richtig und bitten, bei Ausfüllung der Stimmzettel daraus bestimmt Rücksicht zu nehmen. In der Sektion für Unterbeamte ist richtigzustellen: Gruppe I. Statt Wildauer Adolf, Oberkonduk-teur in Bozen, richtig: Wildauer Adolf, Oberkondukteur in Kufstein. Gruppe III. Statt Preppost, richtig: Preprost. Gruppe V. Statt Prinz Josef, richtig: Prinz Ferdinand. In der Sektion für Diener ist richtigzustellen: i Gruppe I. Statt Kasperbauer Franz, richtig: Kasperbauer Ignaz. Statt Rothmangel, richtig: Rothwangl. Gruppe IL Statt Strohheise l, richtig: Stro-häusl. Sammlungen für den NnterstüüungSsondS der Organisation (Zentrale). TI, Ausweis. Die Angestellten unserer Organisation dreiprozentiger Abzug vom Gehalt, fünft- Rate Kr. 140-38, Swoboda, Bad Ischl 2 80, Zahlstelle Wien, B.-U.-A- 36'—, Ortsgruppe Schwarzach-St.-V. 22-77, Ortsgruppe Latin 2E—, .Ortsgruppe Trautenau 50'—, Ortsgruppe Eggenburg 30'90, Robert Vogel, Wien XIV 20'-, Korrektur des letzten Ausweges —-16. Hiezu die Bereits in den letzten Ausweisen angeführten Kr. 884‘32, macht zusammen eine Summe von Str. 12117 30. Sammlungen, welche von den Ortsgruppen im eigenen Wirkungskreis ein geleitet und auch zur Verteilung gelangen: Münchendors Kr. 52-80. Ortsgruppe Favoriten I, Südbahnwerlstätte. Die Sammlungen ergaben bis 31. Oktober Kr. 1516 05, wovon ein Betrag von 1110 Str. an Unterstützungen auSgezahlt wurde. Die unterstützten Familien sprechen aus diesem Wege den Herzlichsten Dank aus. Wien XI. Die Werkstüttenarbeiter der Werkstätte Simmering St. E. O. haben beschlossen, während der Dauer des Krieges allwöchentlich zu sammeln. Das Ergebnis dieser Sammlungen wird in zwei Fonds auigeteilt. Aus dem Fonds I sollen solche Kollegen unterstützt werden, welche im Krieg zu Krüppeln und arbeitsunfähig werden. Auch sollen aus diesem Fonds die Familien der im Feld Gefallenen unterstützt werden. Fonds II ist der sogenannte Noisonds der Simmeringer Ortsgruppe. Für den Fonds I sind bisher- 1969 Kr., für den Fonds II 181 Kr. eingelaufen. Der Ausweis über die gesammelten Gelder wird im „Eisenbahner" veröffentlicht. Bad Ischl. Am 1. eines jeden Monats wird eine Sammlung veranstaltet und von diesem Geld wird für die Taglohnbediensteten der Provisionssondsbeitrag eingezahlt, weiter« wird für alle, welche im Hintervliebenennnlerftützungssondz sind, die 50 H. Hinterbliebenenunterstützungsbeitrag bezahlt. Der übrige Betrag dieser Sammlungen wird mit einem wparkasse* buch zu einem Fonds angelegt. Bon diesem Fonds bekommen die Kinder der Eingerückten einen Teil, dann zu Weihnachten zu einer Bescherung, das andere Bleibt liegen. Sollten zum Beispiel noch mehrere Mitglieder einrücken und kommt bei der Sammlung nicht mehr so viel zusammen, so ist eS gut, wenn einiges Geld vorhanden ist, zum Beispiel sollte ein Mitglied verwundet oder krank vom Militär- zu Hause kommen, können diesem dann Unterstützungen gegeben werden; sollte aber dieses nicht der Fall sein, so bekommen den ganzen Betrag sämtliche vom Militär Heimlehrenden in gleichen Teilen verteilt, da es ja dann einer solchen sehr not tut, einige Kreuzer zu haben. Für den Inhalt der Inserate Obernimmt die Redaktion und Administration keine wie Immer geartete Ver-o e antwortung. o e Für den Inhalt der In- [ serato übernimmt die ■. Redaktion und Admln!- j ctration keine wie $ Immer nearlote Var-1 Ganz kennt Stäßetnborf, alS eins der größten Tuchfabriksstadt Uct Monarchie. Der Bszun von Herren- und Danrenstoffen direkt vom Fabriksplatz bedeutet daher für jeden Privaten eine kolossale Ersparnis. Muster versende franko. Insbesondere gebe Reste zu Spottpreisen ab. £uciVjcrfanb~-rön*Sä)mt&t,3öGertt5 dorf Rr. 70, Oe,terr.-Schlesien. Ehrenerklärung. Ich Wilhelm Herold bedanre i die in einer Versammlung gegen j die Eheleute Rudolf S m o l i k gemachten Slcußetungen in der Aufregung gesprochen zu haben;1 mit der Abbitte verpflichte ich; mich, auch sämtliche Gerichts-tp'tcn zu tragen. Will,. Kerold, Kmidutt. SiinbcnSurg. Bdmelbetieltihm wird unter günstigen Bedingungen mit oder ohne Kost ausgenommen. Letztes Schulzeugnis erbeten. Rupert Etzger, Schneidermeister, Kitzbühel, Krakang. 185. Sclbslorzea Flasc! bloss 3 K sende fran ko jeder Poststatiou per Nachnahme mic Gebrauchsanweisung Hitschntöiüis imm-erzeasang. Humpoleiz 151 f Wlslrisner Katar- El Eil | Weiss oder rot, gute Qualität, 48 HeSSer pef ; Liter, fko. Pisino, gogsn N ch-nahme, liefere ich in eigenen Gebinden von 56 Liter aufwärts. LADISLAUS KRADEK, PISISO, IStHIEH. Wiens beste u. Billigste Im-ESft 11121 Haufsnnelle ist die In Eisers-llllIVmllB haimerkreisen alMannie 111V Ultf Kl unö langifihrig Besteteös Funlhauser Möbelniederlsge ©len xu/i, MdPlahllferstrasse 142 (neben bet Lvwenbrogerie). Voliiierte Siittntereiutirlitungen von 140 Kr, aufwärts: rtü*ertclnric6iunnen Von 40 Sr. aufwärts: moderne Kuchen, weis;, von 70 Sr. aufwärts: Schlaf, und Suche-,immer von VJ80 Sr. auswärts: PÜijchdiwan von «O Kr.: 'Uvtlcmiiit'r. von S» Kr.: Matratzen von 11} ft r.: einzelne Mauel tiiugl!. Kleiner Preiskatalog ißt Aroving flmtiS. Großes Möbelatdum iür W Heller in Briefmarken franko. -Briefliche Oefti'.'lnnnrn fn-rng reell Wie bei » ertonlicher Anöwatzl. Zttftchr in alle Bezirke und Bahntzöse frei. ♦ Achten Sic genau auf meine Rirma •Cv $$«?«$ 46610 » FUnfnsusee Mcbslnisdarlage und meine Schimntarfe „Kondukteur", welche, als Sonn,eichen meines @e|chäf!e8 in Leveusgrösie in meinem Sdiauienfier ausgestetlt ist. Sailen Sie sich nicht rrelfchrcit. Sie find erst bann beim Neglstrlerte . Schutzmarke Kondukteur richtigen Geschäft, wenn Sie nobige Aamen aus gelben S ch! i d e r n Io I a chuumarfi, R-irmo und vor dem Geschäfte, eben. S. Bcnisch Beete bfilunteolie Beinerr.qcelle 1 Billige Bettfedern! I bg graue, dtitc, oe ltilisirii- 21, befier« ■& K.40; prima bnlbwrifieZ K SO: tveifie 4 K: ivethr, N»u,»tar5 K 10; 1 ke boißielnc. t*nctlueifi«, ge-fifillVeiit 6 K <0.1 K; 1 kK Tanne» miaurn), qroue il K. / K: ttieifie, feine 10 ü: allerlei»!!t» 'Stuflfinum 14 K. Bel Abnob«« *">n 5 kB franko. Fertig gefüllte Betten biflijÄbtQemroten, blauen,weißenover»elbenk'ucheirr, tZ